Hermanner Volksblatt (Hermann, Mo.)
December 8, 1875

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Frau Graf Comp., Heransgeber Preis 52.00 Per Jahr. Ofsice: Ecke der Vierten Schiller Ttraße. -Jahrgang Ltt. Hermann, Mo., Mittwoch, den Dezember. 1873. Nummer s Nudolpl) ßirzcl,' ÄW& öffentl. Notar, HERMANN, MO. 'Praltizlrt in VaSeonade und angrenzendkn ntir und besorgt alle ihm anvertrauten Be schZftk tut und xiinkilich. Xj o. hieder Grundeigenthumsagent und Ncchts-Anwalt HERMANN, MISSOURI. Praltizlrt in allen Wkkichthbftn in VaScon ak und angrknzkndc Countitt. 1 Besipl''tk kdks,rit nntkrsucht untaUk in dieses Jach einschlägige Arbeit besorgt. WM. II. TiLMER Vcr. Staaten Aicher, Tj. S. GAUGER, des Zweiten Distrikts vouMissvuri. Office i' Hermann, Mo. Wein u. Bier Saloon 9 John Pfautsch, X k S o o t 2!

et. SPiiifcv 2 -citier, Weine, Liquore seinen jc. sie IS nn .ynb. S,T. CllAltLKS HALL Wiio&BcerSaloon! F. Schmidky, igcnihiimer. St. Sofiifcv Lagerbier, 4Öcif, Liquöre, l5igarren ic. von der besten Qualität stets an Hd. Eine, ulkn Bedienung wird besondere Ansmerksaiikkit ge,Äk"k,. Jeden Mvrgen um w Uhr wird em guter Lunch aufgetischt ST LOUIS HOTEL, Wein-undBierSaloon Front zw. Schiller u. Glitienbcrg kktraßc JOHN FISCHER, igciithümcr. rie beste Getanke und die feinste Cigarren ftet an iand. Eonfcclc, küsse un sonsiigc ?rfrischun gen stetS vorräthig. MWOSl?', v a tt e r e i und Bicr-SAloou. Ein auteS Glaö Vier allgemeine Heiterkeit, echten Schweizer und Limburgcr Käse Gesnndheits Vier und russischen Cavia'r, nebst IZAMIII?i:iZ,'S IIIXO stetö z hoben bei C, ISROPP Einladung zum Abonnement auf die deutsche illustririe Acker- und Gvrtcubqn Zeitung, Herausgegeben vu W- W. Evlcmaiin, Milwoukee, Wis Zeitschrift fiik Landwirtüschaft Viehzucht, Obstbau, Blumen und Bienenzucht uno den Familienkreis, scheint seit dem lghrc 1870 regelmäßig ansang jede MouatS. Der AbonnementspreiS betragt bei LorauSzahIung ,iclusive Zorto nur 78 EentS per Jahr Jede Nummer enthalt Originalartikee über die verschiedenen Zweige der Feld und Garten irthschaft, Volks und Hanswirthschaftliche fsae, sowie soi'stigeu gemeinniiglicheu Lesestoff ebst Illustrationen. Mit der Decembernummer Ird ein JnbaltSverzeichniß st.wie ein Umschlag acliefert. liese echt deutschamerikanische Zeit schrift ird bereits von sedr vielen deutschen Land, irtben, Gärtnern und Privatleuten in den Ver. Staateu gelesril und findet überall eine freund liche Aufngbme. Probenummern werten unent eltlich au irgend ei Adresse versandt. uSkunft eribeilt und Besievungen besorgt iu der Ofsice dies Blattes. 5, L N.?W5Wz L Vt&WV 5 MMiW. Z '.ÄrÄf a .5vv-'ijW' .i't o) n SKPM ä s WSchMU s- ''MZzM? Kl 'TJ-f'-.iO" Das Faetotnm. Humoreske on g r e d. I z e w i e j. Der Donner rollte naher und näher, lauter und lauter. Die Tropfen sielen immer reichlicher und dichter und ver mochten doch den Staub nicht zu löschen, welcher von dem Gewittersturm in inäch listen Säulen aufgewirbelt ward. Aurora wollte etwa? erwidern da machte ihr Eulalia ein hcftigcö Zeich n, sie möge stille sein. Auf den Donner, auf daS Gewitter überhaupt hatte keine der Schwestern mehr geachtet, dafür war das Interesse an Käfer'S Erzählung bei Beiden zu groß. Aber nun plötzlich war an Eula lienS feineS Horcherohr ein To geschla gen, der zum Gewitter nicht gehörte. Hörst Du, Aurora fragte Eulalia gedämpften ToiiS und die Hand om Ohr. Bei allen Heiligen I" bestätigte Au rora und führte die Hände über dem Kopfe zusammen. Beim Gewitter gott lose Lieber zu klingen I" Yntsehen rieselte durch die Gebene der edlen Jungfrauen. Deutlich vernahmen sie, wie Cignvra Orlosi im Nebenhause ein Lied' sang. DaS ist daS ?!ed, IvaS der Herr Oberst so gern haben," sagte Käfcr Signora üben eS eben." Aber jcht, während deS AuSbruchs eincS fürchterlichen Gewitters I" verschte Aurora. Ja, Cignora habe eben auch ihre Eigenheiten," erwiderte Käfer achscl, zuckend. Gerade während einei Gewit tcrS. fingen Cignora ern," ttoigii rief Ävrora, von einem himmüfchen Gedanke durchzuckt, flg lich geht diese Person niemals mit dem Herrn Oberst auS, wenn derselbe beim Beginn eincS GrwittctS den glvncn Ochsen und die Stadt verläßt, Käfcr, ist c, nick,tso?" ES ist allerdings so, Euer Gnaden," bestätigte Käser und nickte mit dem Kcpfe. Also von den Eewilterspaziergängen ist diese Person kein Freund?" fragte nun auch Eulalia, von einem dümmer den Erkennen gefaßt. Aurora warf der Schwester einen gif tigen Blick zu und hätte sich selber weh thun können, weil sie ihre eigene Per rätherin geworden war. Ohne ihre vor laute Frage an Käfer hätte, Eulalia die Bedeutung des Singeuk von Siguora während deö Gewitter vielleicht nicht herausgefunden so aber hatte sie die lästigste Mitwisserin. .Indessen gab sie sich daS harmloseste Aussehe,,: und sagte ganz ruhig Ja, ich nehm' e Niemandem, selbst der Person nicht übel, wenn sie in, lln weiter lieber im 'sicheren Hause bleibt als spateren geht.". Gewiß." bestätigte Eulalia mit vieler Schlauheit. ES ist nicht Jedermanns Sache, sich vom Gewitterregen durchwri chen zu lassen. Hiermit stockte daS Gespräch, weil jed der Schwestern mit ihren eigenen Gedan ken beschäftigt war, indeß Käfer an seine Arbeit ging. DaS Gewitter war fe., schwer und dauerte lange a, ohne in dessen Schaden zu verursachen. Da kam, noch ehe der lehte Donner verhallt war, Aurora zn Käser in den Holzstall, wo dieser mit dem Spalten ,n Holz beschäftigt war. Die Noth haarige hatte müssen im strömenden Nc gen, mit aufgehobenen Kleidern, von der hinteren Hausthür nach dem Holzstall gehen, waS sicherlich nicht ihre Passion war. Dennoch stand sie, keuchend vom schnellen Lauf, vor Käfer. Der Lohndiener blickte kaum eine halbe. Sekunde lang von seiner Arbeit auk Käfer sagte Aurora, Käfer So hör' er doch auf mlt dem Holzspalten daß man ein Wort mit ihm reden kann Der Diener legte die Azt gehorsam weg und stellte sich in militärische Positur, 'Sag er mir, Käfer, weiß er dei,n nicht, wohin der Herr Oberst während eincS GewilterS immer spazieren gehen?" Thut mir leid, Euer Gnaden, darum habe ich mich bis jeijt noch nicht ge kümmert." Der Herr Oberst können doch aber nicht im Freien unter einem Baum stehen, schon wegen der Gefahr, erschla. ge zu werden." Man sollte wohl meinen, Euer Gnaden, vbschon der Herr Oberst einen verzweifelten Muth haben und sich vor Nicht fürchten." Da wäre aber gar I Meint er wirklich, Käfcr, im Freien unter ei nem Baume?" Ich weiß eben gar nicht Gewisses, Euer Gnaden, ich habe bis heutigen TagcS noch nicht darnach gefragt der geforscht." Aber er könnte eS thun, Käfer, wen er nämlich den Willen dazu hätte." Gewiß. Euer Gnaden." Und er brächte auch in Erfahrung, waS ich zu erfahren wünsche, Käfcr?" Ich glanbe wohl, Euer Gnaden.' ES ist vielleicht nur eine 'geschickt hingewor ene Bemerkung nöthig, um zu erfor sche, wo der Herr Oberst beim Gewitter hingehen." So werfe cr diese Bemerkung einmal h'n, Käfer, und zwar so geschickt, als er es nur immer zu Stande bringt," agte Aurora. .Zu Bef.-Hk, Euer Gnaden." Und thu' cr mir das, waS er erfährt, auf der Stelle zu wissen." Zu Befehl, Euer Gnaden." Er we,ß, daß ich stets vernünftiger gegen ihn bin, alS meine Schwester, folg lich wird er mir doch gern einen kleinen Dienst erweise, der ihn eigentlich gar keine Mühe kostet, Käfer." Zu Bcfchl..Ecr Gnaden." lind er wird auch verschwiegen sein und über Ansinnen nicht plaudern." Zu Befehl. Euer Gnaden." So er weiter Holz spalte." Zu Befehl, Euer Gnaden." Die dicke, rothhaarige Aurora patschte durch die Psüben dck HofraumcS zurück nach dem Husc, und Käfer hieb wieder gewaltig mit der Axt auf die harten, bu chcncn Brennholzklobe, damit die dicke Euer Gnaden" sei rcspcctwidrige La chen nicht yörc. Er lachte zwar nur u terdrückt, so zu sagen in sich hinein, wie cr es oft that, und wvbci cr noch äuljcrst selten überrascht worden war. i.,c pune sivgen, on es nur eine Lust war, und daS Häufchen fcrtia ac spaltencn'.HolzcS wuchs uinn Hauklotz herum höher und höher. Draußen halte sich der Himmel aufgehellt und daS Gc Witter war zu Ende da öffnete fidi auf' Neue die Thür dk HolzstallcS. Eulalia war cS, die Zweite der beiden Schöiicn von Flachstem. Sie hatte das selbe auf den, Herzen, wie vorhin ihre infai'grciche Schwester und nah, dem Lohndicncr ungefähr dasselbe Berspre chen ab. Sie wäre eher gekommen wenn eS ihr nicht zu sehr geregnet hätt. Aber auch jcht verlies, sie den Holzst,,U mit rer freudige Zuversicht, daß sie Bälde sicher wisse werde, wohin die Ge witterspaziergänge dc Oberste von No senberg gerichtet seien. Käfcr lachte hinter ihr her, wie hinter Aurora gelacht hatte. er Mair muß ihnen ihre Duinnihcitcn nicht so leicht niachen," murni,'lte er Man muß sich ein gewisses Ansehe geben." 'Einige Tage nachher winkte der vcr, schlagene Bursche erst die eine, dann die andere Schwester heimlich auf die Seite und einer Jeden raunte er ins Ohr, daß eS ihm gelungen sei, 6cti Herrn Obersten auszuhorchen, und daß derselbe bei einem Gewitter allezeit, beinahe ohne jede Aus ahme, nach dem unweit der Stadt bele gcncn Schäfcrberge sich begebe, allwo, wie männiglich in Perlcnkcim und Umgegend bekannt, aus dem Gipfel eine einfach Hütte sich besindc Mit dem besten Danke empfing sowohl Aurora all Eulalia diese längst begehrte Kunde, und Käfcr durfte selbigen Tages wieder eine Flasche Bier vertilgen. Jede der beiden Schwestern wunderte sich dabei im St'llcn über die Bereitwilligkeit der selben zu diesem in Borschlag gebrachten Biei opfer, da jede den Geiz der andern hinlänglich kannte und doch, vermeinte die Andere habe keine Ahnung von dem, wa Käfer gerade ihr berichtete. Der Lohudicner trank die Flasche mit vielem Behagen leer. Gott, wenn doch ein Gewitter käme ächzte dir dicke Aurora. Mir ist so heiß, so unerträglich drückend heiß l" Ich finde, daß Du nicht Unrecht hast," versetzte Eulalia, obschon ich sonst nicht gleich Dir unter der Hitze zu leiden Pflege." Und fortan beobachteten beide Schwe stern sehr eifrig den Himmel und die Wolken n ihm, ja sie kümmerten sich sogar seit lange wieder einmal um Baro meter und Thermometer, und heimlich betete Jede inbrünstig um ein baldige? Gewitter. VII. Der Hinimcl hatte ein Einseszen und erbarmte sich der beiden Bittenden. Ehe seit jener Flasche Bier für Käfer noch volle acht Tage herum waren, stellte sich eines schönen TageS, noch vor der Mit tagsstunde, eine ganz bedenkliche Gewit terschwüle ei. Heute kommt'S, daS Gewitter rief Aurora leuchtende BlickeS und wischte ich mit der Küazciischürzc den Schweiß von der Stirn. Ja, heute kommt'S gewiß, Schwester, Gott sei Dank dafür." verlebte die Aeltcre. Uebrien?, da Du in dieser Woche für l ie Küche zu sorgen hast, da fällt mir ein möchtest Du nicht viel leicht das Rindfleisch für morgen etwas ankochen- lassen Warum Es scheint von einem alte Stück zu ein und wird gewiß lange kochen müssen, damit es nicht zäh und nngenießbar bleibt, Aurora. Du weißt, .daß wir in ähnlichen Fällen immer so zu verfahren Pflegen." Aber bei einem Gewitter Ach, daS bischen Gewitter, da rciiigt die isuit, uns i in uevri ,c hallen wir morgen genießbares. Fleisch, wenn Du meinem Nthe folgst." Nimmermehr I, Das hieße ja unser Leben niuthwillig auf'ö Lpiel setzen und des allgütigen Gottes Langmuth erinü den. Ich mache sogar heule nicht ein mal ein warnicS Mittagsbrot, Eulalia, ich gieße das Feuer aus. Kalte Küche, und damit ist es gut I" Resolut griff die Dicke zum Schöpf gcfäß und schwapp, zischte daS Wasser in die kaum och lodernden Holzscheite dc HcrdcS. Damit war der Streit beendet. Eu lalia schlich seufzcu. auS der Küche, deren Regiment nach ültcr HauSlrdnung für diese Woche der roihhaarigen Schwester gehörte, und die uuch mit iU Bewci. führung so gar Unrecht nicht hatte, und Aurora band die Küchcnschürze loS, hing sie an den dafür bestimmten Nagel und eilte über die unter ihrer wuchsen Per so knarrende Treppe hinauf in daS obere, nur selten benutzte Stockwerk deS von Flachstem scheu HanseZ. il Sie trat in daS Zimmety zur Linke wo zwei mächtige Garderobcnschränke standen, von denen der eine ihr, der andere Eulalien gehörte, und welche alle die Garderobcstückc enthielten, die nicht täglich in Gebrauch genommen wurden Stöhnend vor Müdigkeit und Mattig seit stand sie vor ihrem Schranke und streckte die Hand nach dem Schlüssel au Aber sie ließ dc Arm wieder sinke und näherte sich dem Fcnstcr, welche! sie erst Öffnete, um hinauSjublicken und die Luft und den Himmel zu prüfen. Ich will nicht selig werden, wenn' heute wieder vorüber geht," murmelte sie Gott, waS habe ich nach diesem Tage mich gesehnt, wo diese Person ihn nicht umgarnt Nun endlich, endlich ES gilt die kurze Spanne Zeit zu nütze; wer weiß eS, wann sie wiederkehrt I Sie schloß da Fenster, befriedigt von dem Resultat ihrer Forschung, und begab sich- nach dem Schranke zurück, den si öffnete. Da hingen nnn Klcider von allen Arten, uraltmodische nebe solchen, die in .Perlenhelm noch für sehr elegant galten. Denn Perlenheim trug stet da al da Neueste, wa in Orten, die von der Civilisation mehr beleckt wurden, vor drei Jahren in Gebrauch gekommen war. Die Modcjournale waren diesem Erdenwinkel stets um einen unerreichbaren Vorsprung vorau und die Schnittwaren handler machten stet, ein gute Geschäft, indem bei ihnen die zurückgesetzten Stoffe Großhändler zu guten Preisen willige Käufer fanden. Signora Orlosi hatte einen Kleiderschnitt und eine Art de,' Besätze, mitgebracht, der den Perlen. heimerinnen erschrecklich außergewähnlich erschien, den aber die grau Bürgermci sterin schon im zweiten Jahre nachahmte. Rathlo stand Aurora vor dem Klei derwirrwarr.' Wal sollte sie anziehe Daraus, daß die Robe vom Regen durch weicht werden möchte, konnte keine Rück sicht genommen melden. E kam darauf a, dem Obersten zu gefallen, ihn zu esscln, zu berücken und da war aller ding eine Aufgabe, deren Lösung da reiflichste Nachdenken dringend erheischte. Prüfend nahm sie eine Robe uin die andere herau, ging damit, sie an den Körper haltend, zum Spiegrl und legte sie dann ausgebreitet über die Lehne eincS Stuhl'. Sie konnte mit sich selber nicht einig werden. Grün, blau, roth, braun, schwarz, grau, lila nicht wollte recht passen. Sieben Kleider lagen auf der chiedenen Stuhllehnen umher, zwischen ihnen wandelte Aurora dahin, wahlend und verwerfend bi sie endlich, um Luft zn schöpfen, da -Fenster Mieder ffnete und sich hinauslehnte. Da Fenster ging nach dem Hofe und den Garten zu. Man konnte von bew eiben u den Nachbarhof und Nacbbar- garten, der zu .beut von Signora Orlosi bewohnten Hause gehörte, bequem über sehen und der erste Blick hinaus zeigte Auroren die Nachbarin in einem elegan te, braunrothen Sammet'Schlafrocke, dessen köstliche Granatfarbe zu dem dunklen Teint der Italienerin vortrefflich gut paßte. DaS erkannte denn Aurora sofort. Sie fühlte instinctiv, daß die Erschein ung dieser noch immer mit der Frische der Jugend begabten Frau, wie sie so im Garten dahinschritt, schön sei und weil in ihre Augen die verhaßte Neben buhlen an sich nimmermehr da Prädi kat der Schönheit beanspruchen durfte, so übertrug sie dasselbe aus daSVewand' auf denStoff, besonders auf die Farbe deS Schlafrocks. Schändliche, verruchte Toilette fünfte knirschte sie wuthentbrannt, zornig wie dcrStier, der einen rothen Lappe gcsehe hat. Indessen wußte sie sich sogleich auS dem Gesehenen einen Nutzen zu ziehen Schleunigst packte sie daS grüne, blaue schwarz, graue und lila Kleid wieder in tittt Schranken und behielt nur da rothe und da braune außerhalb desselben, und nun begann die schwierige engere Wahl Ein rothbrauueö Kleid besaß die Dicke nicht, wobl aber ein rotheS und ein trau n;8. Beile zusammen konnte sie doch nicht anzieh,,. Welches aber war in ihrem Falle da richtige? 2n welchem würde sie daSbishcr so ungerührte Herz deS Obersten rühre Bor welchem wurde er niedersinken auf feine Kniee, indessen der Donner grollt und die Blitze rasseln, und himmlisch süß, bezaubernd, hirciß end flüstern: Aurora, ich liebe Sie Die Frage war unsäglich schwer zu entscheiden. Da rothe, eigentlich mehr rosafarbene Kleid war auS Barege, schon nicht mehr ganze neu, nämlich nach Per lenheimer Begriffen da braune war in sckwcrer Mollensioff und für dc Spätherbst oder daS zeitige Frühja geeignet. Jetzt aber stand man im besten Sommer und eineöder schönste Gewitter mar im Anzüge. Noch schwebte da Zünglein der Et scheidung an der Waage der Wahl hin und her, beweglich wie die Zunge der Wählerin da öffnete sich die Thür de Garderobenzimmer und Eulalia erschien auf der Schwelle. Sprachloses, entsetzte, verblüffte Erstaune von beiden Seiten. Ei sieh' da, Aurora, wa thust Du hier?" fragte die Eintretende schnippisch Geht Dich daS etwa an?'' lautete die scharfe, bissige Entgegnung. Eigentlich wohl nicht; indessen, e ist doch eigenthümlich, Aurora und man darf doch -wohl eine harmlose Frige thun. Oder hast Du vielleicht nöthig, etwa vor mir zu verheimlichen (Fortsetzung folgt.) g rlehrsamkeit ist ei großer chlüsselbund. der aber noch lange nicht alle Schlösser ausschließt. Nur da &tnii ist der Vietrich, der für alle paßt. -Die Welt ist so geartet, daß sie da, fflute in ad. fcn, in Marmor chibt. Neue PhotographischcGallerie von N. C. Mlttnbrauer, vniHDt Zweite trage. Hermann M i s s o r NllkS neu Und Von bester Mass? W.f Größe on Bilder x von .ffiena bi ..n,, Photograph Große, ausgeführt in dem bück,, kuu,er,schen Styl und ,u annehmbaren Preise. Alte Bilder werden eopirt und veraröper,. Bilder werden in jedem Znstande des Wetter genomme' Zufriedenheit wird garantirt. Bilderrahmeu jeder Größe und jeden Stvle werde auf Verlangen angesertigt. öl C M u b r a t r Otto Mciöläardt Uhrmachers Juwelier. Schiller Straße, zwischen Main und ttERMAls, MO. Eine große WuSw.iM von Taschen ud Wand uhren Sebmucksachen, Brillen n. s. stets a id. Reparaturen werden prompt und dillij besorgt. 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Mrmmm Dßlhsblatt. Herausgegeben von ras Co Hermann, 3 Dezember 1873. 'Die Presse und die Mörder Alband'S. Seitdem Heinrich und Anna Hallen scheit in unserem County zum Tode ver 'urtheilt und da? Urtheil vom Obergericht bestätigt morden, zeigt sich die Presse un seres Staates sehr geschäftig, die Vro'e am b C'ontra's zu nrgumentiren und ihre Vloss.' über die Hinrichtung der ffrau Hallenschcit zu machen. LS.istbisjebt -in Missouri noch kein Fraucnzimnier aufgeknüpft worden, und eS ist deshalb natürlich, daß bedeutend zu ihren Gunsten geschrieben wird. Dir Anwälte der Mörder hatten eine ÄZctitio an den Gouverneur für die Begnadigung derselben (zu lebenslänglicher Zuchthaus strafe) in Umlauf g-setjt, erlangten aber bloZ'eine verhältnißmäßig kleine Anzahl Unterschriften hiesiger Bürger die Po tition für Heinrich Hallenschcit hat nur fünf Untcrschrsten, die für die Frau 'etwa 35, von denen mehrere in Mont gouiery Co. gesammelt wurden und wir müssen gestehen, das,, obgleich ach unserer Ansicht daS Urtheil gegen die Mörder ein vollkommen gerechtfertigt es ist, wir eS Niemanden verdenken, wenn er sich durch Sympathie oder circne An sichten bewegen läßt, solche Bittschrift an den Gouverneur zu unterzeichnen. In demselben Lichte betrachten wir auch die verschiedenen Artikel der Presse Wo aber versucht wird, die schuld der Betreffenden in Zweifel zu ziehen, und wo man im sentimental amerikaniiY'tn Sthle für die Frau a'r g u e n t i r will, ansmtt zu s y m p a t h i s i r c n da liaben wir bis ickt auch noch nicht einen vernünftigen Grund oder Beweis finden können. Mitgefühl auch für einen Vcr brcchcr ist menlchlich. und kann man wohl für einen Verbrecher da? Mitgefühl -Anderer anzuregen suchen, aber einen gemeinen Verbrecher vertheidigen und feine That beschönigen zu wollen, ist Thorheit. Auch gibt cö.nicht einen ein zigcn gesunden Grund, warum eine Frau die sich dcS greulichsten Verbrechens schuldig macht, eh.'r begnadigt werden soll, alö ein Mann. Mag die Strafe hart sein, die That 'ist unnatürlicher kür eine Frau als für einen Mann. Mit gcfühl für die Verbrecher, trojj ihrer wohlucrdiciitcii Straf:, können wir achten, krankhafte Sentimentalität eines Zcitungsschrcibciö erscheint unS lächerlich. Der in unserem Caunty von Heinrich und Anna H.illenschcit verübte Mord war ein scheußlicher und brutaler. Nach den eigenen Aussagen der Mörder hegten 'silängst die Absir1 1," den armen Albernd limzubringcn, und "die erste sich bietende Gelegenheit wurde auf schauerliche Weise 'benuht. Frühcrc Absicht und Vorbedacht waren positiv eingestanden, die TSdtung zikschah nicht plöhlich, sondern durch ein fürchterliches Zerschlagen dcS Gesichtes, tia längere Zeit in .Anspruch nahm. Der Knüppel wurde kaltblütig herbeige schafft und gebraucht, alS der Arme be reits hülflos auf dem Boden lag; das Hinauswerfen aus dem obern Stockwerke und daS Begrabe der Leiche zeigt eine scheußliche Grausamkeit und Gleichgültig' kcit. Der Fall wurde von einer 3uiii vou zwölf guten Bürgern entschiede. Die Mörder wurden von ausgezeichnete, tüchtigen Advokaten vertheidigt, daö Obergcricht fand die Beweise und In- siruktionen dcS Gerichtes vollkommen, und trotz allcdcm maßt sich der erste beste ZeitungSberichterstattcr in St. Louis an, über daö Verhör und alleö Andere ohne Weiteres zu entscheiden. Unter Andcrm findet sich im Anzeigei: deS Westens" bem berühmten deutschen Herold der Tugend, der mit souveräner Verachtung auf unsere Rechtspflege und amerika nische Sitten herabschaiit und erst kürz lich seinen gloriösen Artikel über omeri kanische Advokaten losließ und die hiesige Rechtspflege sammt Advokaten ver dämmte, weil sie nicht nach Recht, fon dein nach Geld den Verbrecher verthei digten vom lehten Samstag folgende schöne Kritik: Der Todtschlag, den daö Ehepaar Hallenscheit an seinem Schwiegersöhne beging, war ohne Widerrede ein grüß licher und brutaler. Aber Moro im ersten Grade war die That offenbar nicht, d, l. der Angriff auf Alband geschah nicht mit der vorher überlegte Absicht deS Mordes, er führte erst in seinen Consequenzen zur Todtiing Der Gouverneur würde, wenn ihm eine Prüfung der Akten 'diese unsere Ansicht beibringt, nur seine Pflicht thun, wenn er das TodeSurtheil in le benSlängliche Zuchthauestrafe umwan delte." Hat der Herr KritikuS bei Anzeiger" vielleicht die Akten gelesen, oder sich im mich ken besten WirthShauS die Historie diese? Prozesse? erzählen lassen. Natur l:ch maßt er sich an, weit besser als ein hiesiges KreiSgericht und Obergcricht im Stande zu sein, über diese Sache zu ur theicn. da der Herr ohne Zweifel Sinift von Deutschland auS ist, und weit er haben über alle amerikanische Gerich: S Höfe und Rechtspflege. Dieser 'sinnlose und grundlose Artikel dcS Anzeiger" wird v'ellcicht in man ch-n deutschen Zeitungen copirt und ehe man sich's versieht, hat Gasconade Tounly da scheußliche Unrecht begangen, zwei alte, seelengute Menschen ohne.allen Grund an den Strang geliefert zu i,a ben, und der Jurist vom Anzeiger" sreut sich, die Schandthaten de deutsch amerikanischen Volk.ö von GaSeonade Sonnst) aufgedeckt u habe, und so viel iur weiteren U-Umiinnon uno vervou kommnung hiesiger Rechtspflege beizu trage. Wir hätten dieser Zaclie uieZt erwähnt, waren wir nicht von mehreren uniercr Bürger besonders aufmerksam gemacht worden, u'ld würde-nicht der Anzeiger" hier und anderwärts viel gelesen. Wohl ist ZeitungSkritik gar oft ober flächlich, aber nun dürfte doch erwarten, daß in Sachen von solcher Bedeutung, besonders wenn sie den guten Ruf unse rer Gerichtshöfe und dc ganzen Countq indirekt in Frage stellen, die Herren Kri tikcr etwa? mehr ,'crccht wären und ihre Artikel erst schrieben, nachdem sie der Sache einigermaßen achgeforscht. Der vicrundvicrzigste ?ongrcsi trat am letzten Montag zu seiner eisten Sitzung zusammen. Der Senat besteht nach seiner politischen Färbung aS 42 Republikanern, 2g Demokraten und 2 Unabhängigen; daS Repräsentantenhaus auS 174 Demokraten, 107 Republikanern und 10 Unabhängigen. Der Senat wurde vom zeitweiligen Vorsitzer T. W. Fcrrh um Mittag zur Ordnung gerufen, vertagte sich jedoch, nachdem er dem Prä sidcntcn und dem Repräsentantenhaus seine Organisation angezeigt, da der Präsident seine Botschaft noch nicht an das HauS eingereicht hatte Um Mittag wurde das HauS zur Ord- nung gerufen und ach Verleiuüg o,r Namen zur Wahl eines LprcchcrS gc schritten. Michael G. Kerr von Jndiana wurde erwählt und versicherte i kurzer Ansprache, daß er jederzeit streben werde, streng unparteiisch daö ihm avert:a!e hohe Amt zu verwalten. Nachdem noch folgende Beamte er wählt worden, vertagte sich das anö George M. Adams von Äentncky Clcrk. Zohn G. Thompson voll Ohio ScrgeatatÄriS. Lafayette H. Fitz von TczaS Thür Hüter. Jamc M.'Stewart von Virginia Postmeister. 3. L. Townscnd von Washington Kaplan. Noch ersahrcnvir, daß der Präsident am gestrigen Tage feine Jahres botschaft einsandte, deren Besprechung wir uS wegen vorgerückter Stunde zur nächsten Nummer vorbehalten. Die Veutcunial-Fcicr. Ueber die Bauten auf dem Wellaus stcllungsplatze in Philadelphia entnehmen wir dem dortigen Demokrat" folgende Mittheilungen: DaS Hauptgebäude ist bereits fast gänzlich eingedeckt und auch die änßeren.Ausschmücknngen, wie Um kleidnng derPfciler der Thürme, An bringung von Fahnen und klinercu Adlern ist fast vollendet. Soeben hat der Bildhauer August Müller den Auf trag für Anfertigung von Entwürfen für die Statuen von vier 3diancrn im Kriegsschmnck erhalten, welche in Zink gegossen und auf den Ecken deö AuSflel-luiigs-GebäudcS zu stehen kommen sol lcn. Auch an der innern Ausschmückung dieses BaueS, sowie der Memorial und Gartcnbau.Hall wird flott gearbeitet. Zn letzterer sind bereits eine große An zahl tropischer Gewächse untergebracht. Seit voriger Woche sind bereit von Ar beitern die Raume für die einzelnen Aussteller vermessen und ausgelegt wor den. An dem 3nry-Pavillon, dem Pa villon der photographischen Association, dem Pavillon der Frauen, dem Pavillon und Hospital der Bnndekregierung, so wie an verschiedenen Restaurant wird eifrig gearbeitet, und sind dieselben be reit? meist unter Dach und Fach. Vor dem Pavillon der Bundesregierung sind bereits viele Geschütze für die Ausstel lung deS ZeugdepartenikntS eingetroffen. Die Gebäude, für deren Aufführung in jüngster Zeit von dem Generaldireetor Concession ertheilt wurde, werden gegen wärtig in Angriff genommen Eine Wiener Bäckerei, nordöstlich von ver Me,orialHalle; östlich von dem See ein Gebäude für die New Forker Tribune"; ein Schulliau und eine gankeeKüche, nahe dem Pavillon der Frauen; eine Glasfabrik, westlich von der Maschinenhalle; ein 360 bei 240 Fuß grche Gebaute für die vereinigte Kutschen und Wagenbauer zwischen dem Jury-Pavillon und der Memoril'Halle; eine Fabrik für comprimtrte Brenn Material zwischen der Maschinenhalle und dem See. Nahe dem Pavillon für das deutsche Reich wird das Kaiserreich Brasilien inen Pavillon errichten. Im See wird gegenwärtig eine große Fon taine errichtet, welche einen Wasserstrahl von drei Zoll Stärke 120 Fuß hoch wer fen soll. Mehrere Banken bemühen sich um Aufhebung der Scsel)bestimmung, welche die Steinpclung von Bankanweisungen vorschreibt. Eine dahin gehende Pe tition wird dem nächsten Congrcß über reicht werden. .AIS Grunde g'gen die Chcckstcmpelung führt da betreffende Gesuch an, daß sie eine'ftetige Ursache von Belästigungen und Mißverständ nisscn sei, den Weg zur Ucbcrwachung von Privatgcschastcn der vcpoiuoren öffne und dic Banken trotz aller Vorsicht vielfach Verlegenheiten aussetze. Sine neue Körnerfrucht, die -it dem Weizen, dem Roggen und der Gerste Achiilichkcit habe seil, und doch kein von allen dreien ist, will man in Orcgon entdeckt habe. Die erste Landwirthe des Staate zerbrechen um ihretwillen sich den Kopf, und die ffie schichte derselben ist eine sonderbare. Vor etwa vier Jahren schoß ein Bauer im Sounly Tilamook eine wilde Gai'.S, in deren Kröpf er ein eigenthümlich aus sehende Kor fand. 6c pflanzte das selbe auS und 'cS vervielfältigte sich in erstaunlicher Weise. Auf einem halben Acker Feld erzielte er davon in der Folge vierzig Bügels. DaSselbc wächst in ganz eigener Manier, indem sieben bis zehn Halme auS eilst einzigen Würze! hervorsehießen DaS Kor ist sehr dünn und gedrängt, es hat eine helle Stroh faibe und if; außerordentlich hart. Noch ein Wetterprophet ist in der Person von Henry Krögcr in WiSeonün aufgetaucht. Derselbe woht seit öl Jahre im Weste und stellt da fol gend?,' auf seine Erfahrungen bashtc Programm für dc komme.lde Winter auf: Die ersten drei Wochen des De;cin der werden milz sein. Am L. Dczem ber bildet sich eine Minne Eiödccke auf dc Flüssen, zwischen Weihnachten und Neujahr gibt eS starke Schneefall, im gan;e Januar werden wir mit Aus ahme einiger Tage dc reinsten Zndia er Sommer haben. Ui wird in diesem Winter gar keine Schlittenbahn geben. Der Februar wird wohl ein paar kalte Tage bringe, aber der März bewölkt und rra.m sein. 3m April ist das Wet ter veränderlich und im Mai wird cs so trocken, daß dic Gärtner die Gießkanne gebrauchen müssen. Der Prophet räth den Brauer, bei der ersten Gelegenheit ihren Eisvorrath einzulegen, wenn sie nicht in Verlegenheit gerathen und genö thigt sein wollen, ihre Bedarf au Alaska.zu beziehen. Etwas. NeueS im Versicherung wefen ist. die Versicherung von Eigen thum gegen EinbruchSdiebstähle. Diese Zdee soll jetzt, verwirklicht werden durch die Rational Burglaiy Insnranee Com pany", eine Gesellschaft, welche ihr Bureau in Busfalo eröffnete. Das lln ternehnic wird mit einem Capital von einer Million Dollar ins Leben treten. Die Gesellschaft wird jeder Art Eigen thu,, sei c tu Magazinen aufgespei. chcrt oder in bewohnten oder unbcwvhn teil Häuser befindlich, sci cö auf Vor rath liegend oder im Gebrauche, sei es auf dem Transport begriffen, gegen Diebstahl.uersichern, d. h. sie wird cnt weder das gestoh'cne Gut jurückliesan oder den Werth desselben ersetzen. Sie ,vird patrouillirende Wächter und De eetivc anstellen und sich mit der Polizei aller Länder in Verbindung setzen. 3e d Versicherte erhält ein Schild, da er an einer in die Augen fallenden stelle anbringen muß, sowohl um den Beamten der Comvaanik anzuzeigen, daß dieser Platz zu bewachen ist, al auch um E.in brecher zu warnen. Um die Beseyutzung de Eigenthum wirksamer zu machen, werden für Wiedererlangung deö gcstoh lenen Gute und Neberfuhrung der Diebe große Belohnungen ausgesetzt werden. Der Versicherte erhalt seinen Werlust In nerhalb 60 Tagen ersetzt. In der.Nähe von Detmold, Frank lin County hat die junge Frau de Farmer Gräfheim, die sehr srüh,eitig Mutter geworden, ihr Kind dessen sie sich schämen mochte, ermordet und in einem Kornhaufen verborgen. Die Nachbarn schöpften Verdacht und durch ihre Nach forschungen wurde der Thatbestand fest aestellt. Die Mörderin befindet sich rm Gefängniß zu Union, wo sie ihrem Pro zesse entgegensieht-. Ein kath. Priester, Namen Rya. der in Ealdwcll, Ohio, vor einiger Zeit auf mehrere seiner Pfarrkinder g -schössen, weil dieselben dem Granger Orden gehören, wurde letzte Woche von einer Jury dc Mordversuche schuldig befunden und wird wenn der Antrag auf einen neuen Prozeß nicht bewilligt wird, im Zuchthaus Gelegenheit habe über die verschiedenen Bckehrungsmittel nach? zudenken. Wie berichtet wird, wurde öol. Babcoct, der Prival-Sckrctär des Präsi denten am letzten SamStag von der Grand Jury in St. Loui in Anklagezuftand versetzt, sich an ter Verschwörung zum Betrüge der Reg erung betheiligt zu ha-ben. Boß Tweed, der New Jorkcr Milli 0 endicb bewerkstelligte am letzten Sams tag auf folgende Weise seine Flucht Um etwa 4 Uhr verließ der cfangene in Begleitung dcS Gefängniß Direktor? Duuhnm da Ludlow Straßen Gesang iß, um seiner Frau einen Besuch abzu statten. 3i Hanse seine Sohne ange kommen, ersuchte er den Direktor um einige Minuten Zeit mit seiner Frau unter vier Augen zu sprechen und alS dicS bewilligt wurde begab er sich in die oberen Stockwerke deS Hause, in dein sich die Zimmer feiner Frau befanden. Da T.vecd nach zehn Minuten nicht zurückkehrte, schickte Dunhain den Sohn dc Gefangenen, dce ihm in der Zeit Gesellschaft gclcist.-t hatte hinauf um seine Vater z benachrichtigen, daß es Zeit sei in ds Gefängniß zurückzukehren derselbe kehrte aber bald mit der Mel dnng zurück, seinViter sei nicht zu sinken. Sofort wurde eincHaussachnng gehalten, jedoch rjne Spur von dem Entwichenen gefnnocn. Dunham berichtete alSdZNn die Flucht Tweed an den Sheriff der sofort die Hülfe deS ganzen Polizeide vartemcntZ in Anspruch nrhm und eine Belohnung von 8-10.000 auf die Wieder ?il,ri ,a deS Eutflobenen scute. Die a"n,e aus i Policimacht New Aorks sahnoek. doch bis letzt ohne Erfolg Allerlei Gerüchte über die Art und Weise wie die Flucht bewerkstelligt worden, befinden si.l, im Umlauf, doch kann bis ife! nichts bewiesen oder festgestellt wer 'en. Als an, letzten Mittwoch der Sheriff Owen, von Gree Eauntq eine Gefan gene Namens Ale; idee Presto, nach Zefferson 5i!i brsöri'ern wollte, sprang derselbe in der Nähe von Berget Station vom Zage, der z'ir Zeit mit einer Geschwindigkeit von 20 Meilen perStunde sich fortbcw.g te. Der Zug wurde ange halten und der Entsprungen' verfolgt, der sich aller Wahischrinlichkeit ,'ach, stark beschädigt Hai und nicht weit gekommen ist ViS jetzt h ,t an och nicht weiteres über ihn in Erfahrung bringen können. Ein in Europa reisender Amerika ncr lobt ganz besonders daö Benehmen der Deutschen gegen die Ausländer, indem cr sagte: Etwas ist mir hier besonders anfarfallen. und das ist der merkwürdige Coiitrask, der si i, dem Benehmen, gegen die Amerikaner zei.st, welche nicht mit der Sprache vertraut siio, mit dem Mangel an Höflichkeit, de man bei un den Deutschen gegenüber zeigt. Sie möge die lächerlichsten und absurdesten Fehler in der Unterredung machen, ohne ver spottet oder nachgeäfft zn werde, den die inner, seine Biloung dr Deutschen gestattet ihnen uicht, einen gehler an dem Fremden z rügen, Wenn ich ach mci er Hcimath zurückkehre, werde ich nie der Majorität der Ameriraner'eim '.bee spotten deS Dutchman" wegen seiner Sprache oder seiner Kleidung zustimmen, sondern werde versuchen, jene Höflichkeit an den Tag zu legen, die mir wiederholt erwiesen wurde. Die meist, Amerika ner haben eine höchst verkehrte Ansicht von Deutschland rnd den Deutsche, und wenn sie eö selbst fthcn könnten, so wür den sie eine Nation vorfinden, die der ibriaen an Maniere,', Bildung und Erziehung überlegen ist. Die englische Negierung hat der. größten Theil der Aktien deö Suez Kanals käuflich an sich gebracht und sich so die Controlle über den kürzesten Weg nuch Ostindien gesichelt. Der B e r i ch t de CommissionerS für 3dianerangelegenhete weist eine Bevölkerung von 279,000Indianern nach 240.0n0 haben den Anfang mit dem Ackerbau gemacht und ungefähr L',0,000 Acker Land umgebrochen; L0,000 lebe Familienweise i Häusern. Es ist dieö gegen früher immer ein Schritt, wenn auch noch ein kleiner, zur Civilisation nur muß noch die Schule dazu kommen, Am 2. Deeember sank da Damp schiff Suiinyside im Hudson zwischen Albany und New Fork das vom Eise durchschnitten worden war. II Perlo nen verloren dabei ihr Leben im Hudson. Utst für die bevorstehe! en empfehle ich mein durch AnVauf neuer elegant ansgest..tteteS Insbesondere empfehle ich meine große AuSwahl von massiv goldenen- Frauen- und Kinder Ohrringe, Damen Sets, Medaillons, Halsketten, Ringen, u. s. w. f Alle Waare werden garanlirt das ja sei, wofi'r sie ausgegeben werden. Bits Mcitthnrdt. Herbst- und Winter -.Waaer, zu bedeutend hcradgestßkcn Preisen bei 3ch habe soeben einen groüen Vorrath von WintcrWaaren erhalten, bestehend au Herren- und Kttnbcn Anzügen, Kleiderstoffen, Unterkleidern, S yalvls, Handschuhen, Hüten u. Kappen, Stickcrcien, Drh Goods, :e. nach den neueste Mustern. FANCY G00DS AND N0TI0NS. Ferner eine große Auswahl Groccrics, Provisionen, Gctroanctes Ovjt, U; B" Landprodukte werden im Tausch oer oaiile 'cariipreii, vezahii. Sprecht vor, ehe ihr anderswo einkauft! Rotsz Die biöber bkstkkende'!Zir,a Z.'W. Schollen ft So. wurde am '2(1 1. M. ausarlcst und hat ctxx M, Jordan die Allwa und Pastiva der girma übernomcn. Aus Cbkti Vciii nthmenb, erlaube ich mit dem Pnblüum im Allgemeine und meinen alten Kunden im Bksonderk, die ergkreiie Anzeige zu machen daö ich der Norrösilichen Ecke der Schiller und Iront Slraße gegenüber von Ä. A. und O. T. Werten, ein neues Geschäft etablirt bal.e, wo eS mir Vergnügen machen wird meine Kunden aufs reelste zii bedienen F. W. Lcholle i. 25 Prozent billiger als in irgend einem Hause in der Stadt. Jeder, der einen Hut kaust, er- halt gratis einen Hut von M. Zordan. Zv. Koller Händler in DrhGoodS,Groecries, Glas- n. Psrcllau -2Saaren, Kleidern, Hüten und Kappen, 0il)ul)cn und Stickcln, sowie aller Arten AckerbN N tinm Ganz besonders lenken wie die Aufmerksamkeit der Farmer auf die berühmie rDll n II S S e m a f ch i N e. 3? Der höchste Marktpreis wirisiet für alle Landprodukte bezahlt. J H Hllte Geschenke mun 'S Hemd en, Pantoffeln, Holz-n. Wcidemvaaren gegen W iarcn angenommen und dafür AdministratorS'Notiz. Hiermit sci eS bekannt gemacht, daß mir d Adniist,aliosapike bettkjsend den Nachlaß ter erst.EliSat'etK Bickmeuer bewilligt urdea am 20. November 1875. Wer Federungen an besagten Nachlaß j mactien hat, muß dieselbe innerhalb eines Iah reö dem Unterzeichneten zur Genehmigung vorge legt,' der er. kann d'rselben erlustig er klärt werden. Wer feint Forderungen nicht in zwei H.'hren gellend macht ist derselben für imirkee verlustig. Otto Bickmeiier, Nachlaßverwalter. A'o,tgageBerkaus. T G r S..iunteifter und Marie, seine Battin an 25,, Oktober b"2 liir Lichersteilung eine, '?,ote iibcr f.t5U) darch eine tvviitbek n.icii'teSjen beschriebene (Sigenttjtirn an mich übertragen habe, nämlich: B.'ck No1ud2 an der roestl. tä. Straße ,,d Block l an der West.tS. Strafe in der ladt Hermann, Za?kznaee iZounty, Mo. Jeder d'.eicr 4 Mi enthält 6 Fuß Front bei i0 Fuß Tiefe, wie im P,aue gesagter ladt erzetchn.i. Une serner ?!ir jn der auf besagte Grundjiürk gehörigen Braucni, daS eingemauert oder an gcnagc, I ist. und da die Vestimupgen besagter Nte'nicbt eriü! rourdeu, werde ich, Jodn Frech manu, 1 Uebkreiutnmnng mit den 'ro,stonen besagter Hvolbek a,n Samstg, 4. März l7ii an der Court HauS Thüre in dir ladt Herman daö oben beschriebene Eigenthum, oder so iel al nöthig an den Meistbietenden für baar In Haa ersteigern xermann, i.. ViooernJtr I8.0. John Jrechmann. l?'etgrSN ötiz Hiermit sei eü bekannt gemacht, baß mir die Testaments Vollmacht, betreffend den Nachlaß deö erst. Heur Neese bewilligt wurden, am ll.Nor. 1875. Wer Forderungen an besagten Nachlag z, mache hat, muß dieselben innerhalb eines J,hre dem Unterzeichneten zur Menehmigung vorgelegt werden oder er kau derselben verlustig erklärt werden. Wer seine Forderungen nicht in zet Jahren geltend macht ist derselben für immer itf lustig.' LouiS Neese. Nchlaßeraltn. TestamentS'VolliZreckerS.N otiz. Hiermit sei cS bekannt gemacht, daßTestamenit Dollstreckerj!ariere betreffend den Nachlaß von verst. I. B. SietS. vom Elerk der Gaco!i,,de Eo. Court am 1l. Nov. bewilligt wurden. Wer Forderungen an besagten Nachlxß zu machen hat, muß dre,elbe Innerhalb eines abre der terzeichneten vorlegen. Marie SiebS, Nachlaßverwsilt'i, AdminiskratiotiS Notiz. Hiermit sei eS bekannt gemacht, daß mir streckerS Papiere, die Nachlassenscdaft on Wm Sommerfel, betreffend daiirt iO. November lHlö von der Uount Court von Easconad, TounI, bewilligt wuiden. Nlle Personen welche Forderungengegen besagte Nachlaffenschaft haben müssen dieselben vor einem Jahre vom latun besagter Papiere zur Anerken nung mir xräsentiren sonst konnten sie vom Wennß derselben ausgeschlossen erden, Forderungen die vor zwei Jahren nicht eingereicht sind, erde ganz ausgeschlossen. ölisabkth Sommerfeld. Nachlaß erallkuu.

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