Arkansas Echo (Little Rock, Ark.)
January 1, 1925

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Allgemeine Zeitung fũür Wahrheit und Klahreit auf dem Politischen und Sozialen Gebiete Jahrgang 34. Wochen Rundschau. In Europa spitzt sich die Lage zu. Nach dem Versailler Vertrag müssen Engländer und Franzosen am 1. Januar Köln räumen und die Brük-- kenköpfe freigeben. Das scheint den am Ruder in Frankreich und England befindlichen Politikern, die von der Finanzmacht und den Großindustriel len abhängig sind, nicht gepaßt zu haben. Sowohl die Finanzmacht wie die Großindustriellen fürchten ein schnelles Erstarken der deutschen In-- dustrie. Man muß sich klar machen, daß 1912 Deutschland in der Stahl fabrikation England weit voraus war. Frankreich war damals ganz unbe— deutend in dem allerwichtigsten Indu striezweig. Es hatte kaum 20 Jahr-l genommen, um Deutschland an die Spitze zu bringen. Vorher stand da England unbestritten. Diese Vor—- herrschaft Deutschlands in der Idul strie war für England der Antrieb zum Krieg. Heute fabrizirt Frankreich den meisten Stahl, ist aber von der Ruhr kohle dafür abhängig, weil in seinen Bergwerken keine zu Koks verwend—- bare Kohle gefördert wird. Das war der Grund für den Ruhreinfall, dem England stillschweigend zusah, aber als Rechtsbruch erklärte, nachdem es die Bedrohung seeiner Stahlindustrie dadurch erkannt hatte. Nachdem die— ser Ruhreinbruch den Franzosen nicht das gewünschte Ergebniß lieferte, weil sie die technischen Kräfte dazu nicht hatten, muß die Niederhaltung Deutschlands wieder in den Vorder grund rücken, aber sie muß einen Rechtsgrund haben Und den sollte eine von Deutschlands Regierung nach langem Widerstand zugestande ne abermalige Untersuchung geben ob Deutschland faetisch abgerüstet ha be, wie der Versailler Vertrag das vorschreibt. Die Kommission hat ihre Pflicht gethan und den gewünschten Bericht geliefert. Und nun haben Herriot und Baldwin der Welt ver kündet, daß Deutschland in der Ab—- istung seine Pflict nicht gekhan ha be, und deshalb Köln nicht geräumt werden würde. Deutschlands Regierung hat gefor dert, an den Verhandlungen als berechtigte Macht Theil zu nehmen. Es hat gesagt, daß es abgerüstet ha-! be, und zwar vollständig. Das wird nicht beachtet. Frankreich und land haben die Herrenrolle, die siel vor dem Zustandekommen des Dawes- Planes stets einnahmen, wieder über nommen. Sie dietiren, Deutschlandl muß gehorchen. Nun hat die deutsche; Regierung erklärt daß England und Frankreich durch nichtrumeen Kölns den Versailler Vertrag gebrochen hät ten. Aber das haben Beide schon oft gethan. Sie erklärt ferner, es würde schwer, wenn nicht unmoglich, eine Regierung in Deutschland zu bilden. (Das wäre den Andern d rade recht). Aber es könnte dann! auch unmöglich werden, den Dawes· Plan ansauführen. Und da kommt dann unsere Regierung herein, die den Dawes-Plan mit fanfter Gewalt mit Hiilfe MeDohalds durchgedrückt hat. Was wird Wasvington dazu sagen? Der franz Botschafter hat dar sei ner Abreise noch eine Rede gehten in der er fordert- daß das gute Von der Ver. Staaten den Franzosen für die 4 Milliarden, wenn unser Volk sie den Franzosen nicht schenken wolle was eigentlich recht wäre, dann ihnen doch Zeit geben solle bis vielleicht zum süngsten Tage. Der Franzose wollte Propaganda machen. Das Volk soll.« te seine Senatoren und Congreßleute bestüirmen, doch den guten Franzo sen nur nicht zu treten. Has hat unsern Präsidenten arg enschnupft. Gr hat bekannt ma— chon lassen, daß der Herr Jusserand sich an die vom Congreß eingesetzte Ichuldentilgungs Commisston ju wenden habe, zn der auch Schatzamts—- soer. Mellon gehört. Mit dem Herrn hat lusserand mehrere Conferenzen gehabt, in denen er aber nur allge mon gorhaltene Versicherungen und sorstiges werthlases Zeug gesagt hat daß Frankreich in absehbarer Zeit enoe Abmachnng zur Bezahlung tref fen werde, hat er nicht gesagt. Und debei ist Frankreich heute das reichste Arkansas Echo Little Rock, Arkansas. Donnerstag denl. Jannar 1925. Vand Europas. Nur dann, wenn unsere Regierung davauf besteht, daß es zahlen muß und zwar sofort anfangen muß, ist Aussicht auf eine friedliche Entwick lung Europas Denn dann muß Frankreich abrüsten. Dann muß es aufhören, Polen, Böhmen und Ser—- ben Millionen zu leihen, damit sie große Heere halten können. Die Serben haben in Albanien ei nen Aufstand angeststet, und die Albaner haben den Völkerbund um Hülse angerufen. wobei wohl nichts heraus kommen wird. Der Völtetrbund hat eine andere schwere Erie zu entscheiden. Ir— land hat vof 6 Monaten den mit Großbritannen abgeschlossenen Ver trag dem Wlkerbund zum einschrei ben in sein duch in dem alle Verträge registrirt sind, gegeben. Der damali— ge engl Wemier MeDonald hat nichts dagcen gesagt. Aber der neue Premẽr hat den Herren in Genf eine Note geschickt, sie sollten sich nicht untertehen, den Vertrag mit Irland zu registriren. Der Völker— bund habe ich in interne Angelegen heiten des btitischen Reiches nicht ein zumischen. Und der Vertrag zwischen England urd Irland sei eine innere Angelegenht Großbritanniens. Nun gehören auser England zum Völker vunde als Nitglieder: Irland, Süd— afrika, Ccnada, Anstralien und Rhodesien. Jedes dieser Mitglieder hat 1 Stimme. Wenn also Alles wischen dieset Mitgliedern interne Angelegenheiten Großbritannien sind dann hat es s Stimmen in der Liga. Und wollte den Ver. Staaten Eine geben. Wer unter den Verhältnissen noch vom Vlkerbund als Macht spre chen will, de ist nicht bei vollem Verstand. Die neue engl Regierung will Singapore in Ost Indien zu einem großen Kriegshafen ausbaten. Die Japaner wissen, daß das gegen sie gerichtet ist. Denn England fürchtet, daß Japan ihm Australien wegnimmt Wenn Japan erst China organisiert hat, dann wird es das trotz Singapore thun. Um die Oberhand in China dreht sich heute die ganze ostasiatische Politik. Den Bürgerkrieg haben die verschiedene Lizekönige aufgegeben u der Diktator der Mandschurei Lo Tsing ist in Fapan zur Konferenz ge wesen. Aus Rußland wird berichtet, daß die Herren oben Trotzky als sehr kranken Mann in den Kaukasus ge— schickt haben. Sie haben ihn nicht abgesetzt, das wagten sie nicht, aber sie schreiben an Zeitungen u. Flug schriften. daß Trotzky kein Bolschewist sei. Während Lenin noch lebte und nachher habe er mehrere Male seine Resignation eingereicht, die nicht an—- genommen worden sei. Er sei aber gezwungen worden, den Anweisungen von ihnen zu folgen. Zu alledem sagt Trotzky Nichts. Dahß die Herren nun oben ihn unpopulär machen kön nen ist ausgeschlossen, denn der russi sche Bauer, und der zählt, ist kein Bolschewick. Wenn Trotky wartet. bis die Herren oben sich in die Haare gerathen, dann hat er die Entschei dung. Mittlerweile kann er sich pfle gen. Der Gesandte Krassin in Paris ist vlbalich vor Weihnachten nach Mos— kan dogereist, warum hat er nicht ge sagt. Also ist da was nicht in Ord nung, denn Krassin gehört zu den lei— tenden Geistern. Er sollte gleich nach Nenujahr mit Frankreich lber einen Handelsvertrag Herhandeln. Vom Balkan kommt noch die Kun—- de, daß die Griechen nach dem Vertrag ælle Bulgaren aus dem shnen zuge sprochenen Gebiet mittellos ilher die Grenze jagen. Da soll eine Viertel— millton solcher armen Menschen jetzt in Bulgarten sein. Und die Griechen nennen sich Christen. Deutschland erholt sich, gewiß. Seine Industrien erhalten Darlehen zu Wucherzinsen so daß sie arbeiten, aber nichts verdienen können. Das Volk hungert immer noch. Es muß schwer, ja furchtbar dafür büßen, daß es sich an die Spitze der Industrie der Welt empor gearhbeitet hatte, und in Folge dessen die Arbeiter goldene Zei- ten erlebten, in denen indessen Mam— mon herrschte. Indessen sind die russischen Sow—-- jetführer nicht allein mit der Unter minierung des Rufes von Trotzky be schäftigt. Sie haben in New York für sofortige Ablierung an die rothe Ar mee fast 4 Mill Tonnen Mehl und andere Nahrungsmittel gekauft. Das zeigt, das die Sowjetführer die Ar—- mee zufrieden halten wollen. Auch Goldgeld für Auslöhnung der Armee haben sie in New Pork und London gekauft. Und dann traten sie mit der An-- klage vor die Oeffentlichkeit, daß Eng land versuche, die ganze Welt gegen sie zu verbünden. Im Balkan set ihnen das schon gelungen und nun wollten sie die baltischen Randstaaten mit Schweden im Rücken gegen Ruß· land stellen. Das ist Alles nur theil weise warr. Im nördlichen Japan sind augen. blicklich industrielle Entwickelungen im Gange, die unfraglich zu den wichtigsten gezählt werden müssen, die Japan noch je zu verzeichnen ge habt hat. Durch diese Unternehmun—- gen sucht man aus einer dande Tonnen eisenhaltigenm Sande das Roheisen auszubeuten, und wenn das gelingt, wird Japan bald vollständig unabhängia vom Eisenmarkte der Welt sein, da es imstande sein wird seinen eigenen Bedarf zu decken. Da mit wird die amerikanische Hüttenin-- dustrie einen ihrer werthvollsten Kun den verlieren. Man schätzt, daß Japan gegenwär—- tig sährlich Cisen im Werthe von 194,110,000 Hen, etwa 97,055,000 Dollars, einführt und wenn g Summe, die jett für den Import ausgegeben wird, gestrichen Verden kann, so wird das unfraglich dazu dienen, die Hendelsbilanz chen. Man kann das Roheisen durch An wendung des Matsukata Ferra Koks Prozesses aus der Eisenerde gewin nen. Am uÜfer der Kuyi Bai ist be reits ein Hochofen im Gange, der auf Grund dieses Prozesses Roheisen auf kommerzieller Basis herstellt. Die Gründer u. Förderer des Unterneh—- mens erwarten innerralb von drei Jahren wenigstens dreihunderttau send Arbeiter zu beschäftigen. Der deutsche Außenminister Stre semann hat ver 2 Wochen eine Note an den Völkerbund geschickt, deren Alnhalt jetzt bekannt geworden ist. Es heißt die Note sei sehr vorden t und schilderte genau die Stelluna Deutschlands, u. warum es sich dazu berechtigt glaubt die Forderung zustellen, daß es sich, wenn es sich dem Völkerbunde anschließt einer Art Ansnahmestellung erfreuen sollte. Dr. Stresemann betont in der Note, die deutsche Armee habe nur eine Präsenzstärke von 100,000 Mann, es habe keine allgemeine mintnide Dienstflicht und sein Militär könne, weil es der schweren Artillerie, der Flugzouge und der Tanks ernangele, keinen Vergleich aushalten mit den Armeen anderer Länder. Die Festun— gen an der Westfront seien geschleift u. die wenigen Festungen anderswo wären gänzlich veraltet. Im Westen seien 20,000 Quadratmeilen deut schen Gebietes entmilitarisiert, natür lich zum Vortleil von Deutschlands! Nachbarn. Etliche Nachbarstaaten be· säßen, selbst in ihrer Friedensstärke, 5000 Tanks, 1500 militärische Aero plane und 350 Batterien schwerer Artillerie und obendrein große Re—- serven. Ein solcher Staat mit weniel aer als acht Millionen Einwohner ha be ein stehendes Heer von 80,000 Mann, ein anderer mit weniger als 13,000,000 Einwohnern ein stehen des Heer von mehr als 150,000 Mann, ein dritter mit weniger ds 30,000,000 Einwohnern ein stehen des Heer von 250,000 Mann u. n vierter mit weniger als 40,000,000 Esnwohnern Deutschland hat mehr! als 60 Milslionen ein stehendes Heer von mehr als 700,000 Mann. Und darum fordert er, daß Deutsch land nicht mitzumachen brauche, wenn der Gund Soldaten für die Ausfüh— rung seiner Deerete fordert. Da nur England und Frankreich als Groß mchto im Völkerbund in Betracht lommen und den Bund beherrschen, so hat Stresemann recht, aber gerade deshalb wird man ihn abweisen. Die deutsche Regierung hat auf Drängon des Parlaments und des Volkes am 30. Angust 1924 eine amt siehe rumna ersassen, daß die Fest- stellung in dem Artikel 231 des Ver— sailler Diktats unwahr und nur durch Anwendung übermächtiger Gewalt Deutschland abgepreßt seien und da her von ihm nicht anerkannt werden können dieser formelle Widerruf, der noch seine besondere Weihe durch Veröffentlichung an der Spitze des amtlichen Theils des deutschen Reichs anzeigers erhielt, war der bisher wuchtigste Axthieb gegen die Wurzel des Versailler Diktats. Der Artikel 231 sagt, daß Deutsch land allein den Weltkrieg verschuldet und begonnen habe. Seit der Zeit st über die Kriegsursachen viel ge schrieben und veröffentlicht worden. Obenan steht die Veröffentlichung des Tagesbuches von George Louis, Gesandter Frankreichs in St. Peters· burg, der den Frieden erhalten woll te und darum von Poineare zurück berufen und durch Deleasse ersetzt wurde. Das Tagebuch von Louis be zeichnet Poineare als den Haupt lkriegsschuldigen. Je mehr den Feinden des deutschen Volkes zu Bewußtsein kommt, daß die Erklärung der Alleinschuld Deutsch lands nur eine Deutschland abge preßte Lüge ist, um so mehr dürfte ihnen die Erkenntniß aufdämmern, mit der vertreglichen Feststellung die ser Behauptung, die Deutschland mo—- ralisch vernichten sollte, in Wahrheit eine Dummheit begangen zu haben, die das mül som errichtete Vertrags gebäude in seinen Grundfesten er— schüttert In dem Bestreben, Deutsch land für alle Zeiten unmöglich zu machen, haben sie ihm mit dieser Be stimmung in Wahrheit die Arxt in die! Hand gedrückt, mit der es dem Ver sailler Vertrag auf die einfachste Art ans Leben gehen kann. Ohne Bestimmung des Artikels 231 des Versailler Vertrages würden die Deutschland in dem Vertrage aufer— legten Lasten bedingungslos zu er— füllen sein, mit diesem Artikel steht und fällt der Vertrag selber! Das ist dem deutschen Volk am 3. März 1921 an maßgebender Stelle von der Gegenseite, ven Lloyd George, be— stätigt worden, und zwar, wie das französische Außenministerium in seinem Hommunique zur Kundge-· bung der Regierung erklärt, im Na—- men der Alli:rten. An dieser Er— klärung ist nicht mehr zu rütteln. Diese Geschichten werden indessen in unsern Tagesblättern verschwiegen. Wenn unsere amerikanische Presse statt Skandalgeschichten diese Enthül lungen der Wahrheiten bringen wür— den, dann würde sie die Kriegsgreuel Lügen wieder gutmachen und die öffentliche Meinung würde sich wen den. Demokratische Blätter, nach denen Wilson noch immer der Große ist, thun das nicht, weil sie hmden Nim—- bus zerstören würden, den sie um ihn gewoben haben, und rep. Blätter thun es Englonds wegen nicht. d nehmen an, deß unsere Regierung ein stillschweigendes Einverständniß mit der engl. Regierung hat und wollen da nicht stören. Wenn es allgemein bekannt wür—- de, daß Fronkreichs Diplomaten den Weltkrieg geplant, die Bündnisse ge schlossen und dan den Krieg unver meidlich gemacht haben, dann würde wahrscheinllch die öffentliche Mein ung verlangen, daß Frankreich zah-- len soll. In Albanien haben die Aufständi—- schen gesiegt, und die bisherige Regtet rung ist nach Italien geflohen. Fta lien und Serbien sollen den Regier ungswechsel in Albanien gut heißen, was auch ein Licht darauf wirft. Der Botschafterrath hat also Paris gesessen und beschlossen, ohne die Deutschen zuzuziehen, daß dhin weder am 1. noch am 10. Fanuar ge räumt werde. Wann, das wußten die Herren selbst nicht Der Spruch er bestellt und wurde so gefällt wie er vorgeschrieben war. Die Pariser Presse brachte die Nach richt, daß die Untersuchungs Kom— mission ein verstecktes Lager von Ma schinengewehr Läufen und Gewehr släufen gefunden habe, 410,000 seien schon gezählt, es wilrden aber 100, 000 sein. Die deutschen Mätter verlangen Beweise. Sie sagen, die Nichträum ung sei ein Bruch des Versailler Ver trages und würde in Deutschland sehr schwierige Zustände schaffen, welche die Ausfülhrung des Dawes Planes bedrohen wiürden Stimmt, aber das wollen die Her· ren in London und Paris Die Herren haben noch nicht genug jan den Schwierigkeiten, die in Afrika J drohen Auch scheinen sie nicht an die Schwierigkeiten zu denken, die sich ganz im Osten in China vorbe—- reiten. Da hat der neue Außenmi nister Wang erklärt, daß China bal digst die Revision aller Verträge, die nicht auf der Basis der Gleichberech tigung abgefaßt wären, von den fremden Mächten verlangen werde. „Wir wünschen“, so sagte Wang, „in freundlichen Beziehungen mit den Mächten zu bleiben. Aber China hat ein Recht auf selbständige Existenz, sund alle Vereinbarungen, die diesem Recht widerstreiten, müssen nothwen digerweise durch gegenseitige itia einkommen berichtigt werden, so schnell, wie es die Verhältnisse er—- lauben.“ Der Minister erklärte, daß bisher Chinas auswärtige Angele— genheiten in kindischer Weise geführt worden seien. Jetzt aber sei China lein freier und unabhängiger Staat, der ohne Bindungen den andern Staaten gegenüberstehe, zu denen er freundliche Beziehungen zu unter—- halten gedenkt. Was die inneren Ver— hältnisse des Landes betreffe, so er-- j klärte der Minister, daß nunmehr die Verwaltung die Korruption über—- wunden habe und auf Ehrlichkeit aufgebaut sei. Dabei ist zu beachten, daß China 1 jetzt, nachdem die Vieekönige einig geworden oder ausgeschieden sind, ei ne schlagfertige Armee hat, und im Stande ist, kräftig aufzutreten. Daß bei der Lage die englischen u. französischen Politiker immer noch Deutschland niederhalten wollen, statt es aufb-uen zu helfen, damit es gegen die drohenden großen Gefahren helfen tkann, das zeugt nicht von Weitblick, sondern von Ueberhebung und nim—- mersatter Habgier. Der amerikanische Armeeflug- Dienst hatte den Leutnant John P. Ven Zandt nach Europa geschickt, um den Luftverkehr in Europa zu sehen, zu studieren und darüber zu berichten. Leutnant Van Zandt hat wäh— rend seines Aufenthaltes in Euro pa Flüge von mehr als 6000 Mei len zurückgelegt und erklärt, daß die zahlreichen Luftlinien in Euro—- pa miteinander in so enger Ver. bindung seien, daß sie beinahe als lein großes, den ganzen Kontinent umfassendes und bis nach Afrika und MAsien sich ausdehnendes Sy—- stem angesehen werden können. Nach seinem Bericht wurde der Luftverkehr in Europa in diesem JFahre von 50,000 Passagieren be— nutzt die über eine treche von 4,800,000 Meilen befördert wurden. Er weist nun dareuf hin, daß es in den Ver. Staaten viel einfacher sei, leinen solchen Luftverkehr eer ten, weil keine Grenzen überflogen würden, was in Europa Verhandlun gen, Verträge und Zollschwierigkei ten im Gefolge hat. Aber unsere VBahnen werden sich gegen den Luft verkehr wehren, wie sie seinerzeit die Wasserwege bekämpft und schließzlich zum eingehen gebracht haben. England will große Luftschiffe bauen, viermal so groß wie die bei—- den Zeppeline die wir haben, und mit denen wir wie es scheint nichts anzufangen wissen. England will Passagiere, Post und Fracht in 24 Stunden von London nach jeder sei ner Dominionen bringen. Ob die Engländer das fertig bringen, ist freilich eine endere Frage. Aber den Willen dazu haben sie. Die dentsche Republik. In Deutschland machen sich Anzei chen gelten, die unzweifelhaft darauf lhindeuten, daß eine Wiederaufricht ung der Monarchie fast zu den Un— möglichkeiten gehört. Man hat z. B bisher von einem Theil des Zen— trums geglaubt, daß er stark der Mo narchie zuneige. dst dies der Fall, hat er angenscheinlich die katholische Fugend nicht mit sich. Das hat kürz lich einer der Fithrer der katholischen Fugendbewegung, Nilolas Ehloen n einem Artikel in der „Germania“ dargethan. Er zitierte die hauptsch lichsten Blätter der jungen Katholi ken „Die Schildgenossen“, „Das hoilige Feuer“, „Vom frohen Leben“, „Das Pfingstfeuer“, „Der Kreuzfah rer“ und „Jungborn“ und bewies daraus, daß sich die Presse der du gend rickhaltlos zur Republik be—- ennt Und in Graz hielten im Au— Nummer 1 gust die Windthorst Bünde, Qui4· borner und Großdeutsche eine Tag ung ab, in welcher ausdrücklich rest gest llt wurde, daß die Theisnrhmer sich aut den Boden der Republit stell ten In der Monatsschrist der GBindt· horst Bunde faßt Maria Grollmuß die Ansichten der katholischen Fugend wie folgt zusammen: „Wir sind Republikaner! Wir die nen der deutschen Republik. Ihr ge hört unsere Liebe, und wenn es sein muß auch unser Leben. Wir müssen unser schwarz-roth-goldene Fahne hin austragen in's Volk und allen Zwei felnden und Aengstlichen zeigen: Seht, hier stehen wir, die Jugend der Republik. Und dann: wir müssen es auch in der Partei rückhaltlos geste hen, daß wir Republikaner sind. Hier gibt es keine Gemüthsrücksichten auf alte Herren, denen das vielleicht nicht gefällt. Hier gibt es auch keine tak tischen Bedenken Wir Jungen sind zur Anpassung und Diziplin in al lem Billigen bereit Aber wir sind wir: die Jugend der Republik. Es gibt außerhalb unserer Reihen viele gute Republikaner, junge Sozialisten und Demokraten Mit denen wollen wir zusammenhalten im Dienste der Republik. Dabei geben wir nicht auf, was uns allein gehört. Unsere Son derart wollen wir pflegen. Abet wenn es die Republik gilt, gibt es keine Sonderbedenken und Sonder-- art. Da gibt es nur die Einheits front der Republikaner. Auf den „Republikanischen Tagen“ und in den republikanischen Jugend Orga nisationen gehören wir mit allen ehr sichen Republikanern in Reih und Glied.“ Wir diskutieren hier nicht die Fra ge, ob die republikanische Regierungs form für Deutschland gut oder nicht gut sei. Wir wollen nur konstatie ren, was in den Reihen derer vor geht, wo man bisher noch viele An hänger der Monarchie zu finden glaubte. Für die Durchführung des Vol steadgesetzes sollen im nächsten Jahre dreißig Millionen Dollars aufgewen det werden. Gegen zehn Millionen im laufenden Fahre Diese lenn fachung der Aufwendung sei wahr-- scheinlich nothwendig geworden, meint die Chicago Tribune boshaft, weil nach den Erfahrungen, die sie mit dem Superintendenten Anderson von der New York Antisaloonliga gemacht hätten, die Leute, die früher sehr frei gebig zur Kasse der Antisaloonliga gesteuert, bedeutend vorsichtiger ge worden seien. Die Herren von der Antisaloonliga wollten eben auch le ben und gut leben. In Verbindung damit schreibt das Chicagoer Blatt: „Amerika entwickelt sich schnell zu ei ner Nation von Weintrinkern. Die Herstellung von Wein ist unter dem Volsteadgesetz nicht verboten, und Städter lernen schnell, wie man es macht.. Der Farmer, der sich einbil dete, er verstände diese Kunst allein ist wieder einmal der Düpierte. Aber der Farmer wird sich darob schwerlich grä men. Trauben sind seit Einführung der Prohibition um das tansendfache im Werthe gestiegen, und Trauben kann man im Flot nicht ziehen. Es wird uns versichert, Prohibition wiülrde neue Verhältnisse in Amerika schaffen Augenscheinlich hat sie uns lediglich zurückgebracht zu den Tagen, da der guten Menschen Augen roth waren vom Weine, ihre Zähne weiß von Milch.

Der hekannte Engländer Visconnt Ceeil ist nach den Ver. Staaten ge kommen, um uns zu ilberzeugen, daß wir dem Völkerbund beitreten müssen Wenn die Einwanderunqgsbeamten, welche des Ergebniß der Präsidenten Wahl non 1920 und 1924 kennen das recht verstanden hätten, dann hätten sie ihn gar nicht landen lassen sollen. Wir brauchen keinen Englän der uns zu belehren, daß wir eigent lich England die Kastanien aus dem Feuer holen sollen Die großen Herren an der Spite in England haben wieder die alte Po litik heraus gesucht, wonach England Herr in der Welt ist Und verfolgen diese Politik in Aegypten, in Ostasien, in Europa und Afrika. Wir wären Esel, wenn wir dazu helfen wollten Aber in New York denken die obheren 4100 anders. Lord Ceell erhielt auf cinem Benket sogar den Wilson Frie denspreis von ß25,000. Paßt, der Wilsonfrieden in Europa und Lord Coeil in New PYork!

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Seite 2 Ans anderen Eiaten Mit grimmiger Kälte und heftigen Stürmen, wie man sie nur selten er lebt hat, hat der Winter seinen Ein— zug in fast allen Theilen des Landes gohalten. Eisenbahnen, Telegraph- und Tele phon Gesellschaften, Ueberlandbah nen, Städte und Ortschaften haben durch das Unwetter Schaden in Höhe von vielen Millionen Dollar erlitten. Im Chieagoer Bezirk allein sind zehn Todesfälle zu verzeichnen, die di vekt auf die Kälte zurückzuführen sind Ueber hundert Feuer, die infolge überhitzter Oefen entstanden, wurden währen der Nacht auf den 20. Dez in Chieago allein gemeldet, und das Thermometer sank auf fünf bis zwölf unter Null herab. Der Verkehr an vielen Stellen ist schwer gestört wor den. Fast in ganz Illinois ist der Tele-- phon- und Telegraphendienst unter-- brochen und Tausende von Telephon pfosten liegen auf den Landstraßen zorstreut umher. St Louis und dere Städte und Ortschaften in Mis souri unterhalten nur mit großer Mühe einen völlig unzulänglichen Verkehr mit der Außenwelt. Theile von Jowa, Nebraska, Indiana und Michigan sind ebenfalls vollständig abgeschlossen von den sie umliegenden Ktitten u. keine Nachricht über den dort ngerichteten Schaden ist erhält lich. „Züge treffen mit großer Verspätung in, solche, die zwischen Chicago und St. Lous verkehren, haben sieben bis acht Stunden Verspätung. Der Nordküste Schnellzug, der am 19. Morgens um halbzehn Uhr aus Den der kommend in Chieago eintreffen ollte, kam um elf Uhr Abends an Aus Montana wird gemeldet, aß dort die Temperatur auf 40 vrand unter Null gesunken ist in Theilen von Minnesota steht das Dhermometer auf 34 unter Null und n Wiseconsin auf 30 und in Nord Dakota auf 26 unter Null. Aus Detroit wird gemeldet, »aß ein furchtbarer Windsturm un— Jeheueren Schaden an Telephon- u. Telegraphendrähten angerichtet habe, odaß fast das ganze nördliche Michi-- jan abgeschnitten worden ist. In detroit selbst sind während der Nacht weit über zwanzig Personen in Ho pitälern eingeliefert worden, um we— jen Verletzungen behandelt zu wer-- den, die sie sich beim Fallen auf den chlüpfrigen von Glatteis überzoge ien Straßen zugezogen hatten. Eine zroße Anzahl von Feuern wurde vährend der Nacht gemeldet. In ei—- rem Falle wurde das Heim einer Fa nilie vollständig zerstört und zwei eine Kinder kamen in den Flammen ium, während drei größere schwere Krandwunden erlitten. Die anderen Nitglieder der Familie konnten ge— rottet werden. Nachrichten aus Columbus be— agen, daß ganz Ohio unter grim— niger Kälte leidet. Schneestürme, zie von schweren Stürmen begleitet ein werden, stehen unmittelbar be— or, wie das Wetterbureau meldet. In vielen Theilen des Staates ist das Thermometer während der Nacht um vierzig Grad gesunken, und das Vundeswetterbureau sagte Abends Zerowetter voraus. Ueberlandbahnen können nur mit Mühe einen halbwegs angehenden Perkehr aufrecht erhalten und alle Züge fahren mit großer Berspüting Im Staate wurden infolge des charfen Windes über 800 Pfosten der lleberlandbahnen und der Telephon- Gesellschaften umgeworfen. Dayton Bryan, Toledo und andere Ohioer Städte waren von Cleveland voll— tändig abgeschnitten und Reparatur mannschaften arbeiten die ganze Nacht, um Verbindungen wieder her justellen. In St. Louis sind bei dem Sturme, der Missouri von der übri— gen Welt abgeschnitten hat, 2 Perso—- nen umgekommen. In den Bahn höfen liegen weit itber 5000 Reisen—- de, die auf thre Ziüge warten, die mit acht bis zwölfstündiger Ver spätung laufen. Eine der getöteten Personen war erfroren, u. ein Kna-- be kam in Flammen um, die s elterliches Heim zerstörten. Das war der erste Winter Sturm Ihmn ist am 24. Dez. eine zweite falte Walle gefolgt. Die Kälte ist bis nach Florida und Südteras gedrungen, wo sie die Fruchtbäume schwer geschädigt hat Da unten in dem Fruchtdistrikt bei New PVraunsfels, wo Herr Mergen— schroer vor kurzem die Citronshäume bewunderte, soll die Ernte ruimrt sein. In BGabbs Switch, 7 Meilen von Hobart, Olla, wurde eine Christ abendfeier mit Christbaum im Schul haus veranstaltet, bei der ceirea 200 Personen das klleine Schulhaus füll ten. Alles ging gur, bis der als Santa Claus handelnde Mann beim Herabnehmen einer Düte Candy vom VBaum eine Kerze umstieß, die ans eine von Baumwßlle gemachte Ver—- zberung fiel.“ Beim Versuch das llei— ne Feuer zu löschen, wurde der Baum umgeworfen, der sofort lichterloh brannte. Nun wollte Alles heraus. Die Thür ging aoch innen offen u. lda Alles dagegen drückte, war sie nicht zu öffnen, bis sie unter dem Andrang brach Heroische Rettungs-· thaten kamen vor. Das Schulhaus brannte nieder und aus den Trümern wurden 32 Leichen geholt. Im Gan zen wurden 38 Personen vermißt. Allen Echo Lesern wünscht eiu Glückseliges Neujsahr Arkansas Upholstering and Cabinet Co. 7 EGine andere kalte Welle ll auf d ei Soll auf dem Wege sein. Bei Voraussagen der Witterung der Kälte der letzten Tage fügen die Wetter Beobachterbei, daß eine andere kalte Welle gleich nach der eben vorüber gegangenen folgen wird. Vielleicht haben sie Unrecht. Aber, recht oder falsch, wie diese besondere,„Nachfolge“ der kalten Welle sein mag, ist kaltes Wetter mehr oder weniger streng für die nächsten zwei Monate sicher. Die zusammengefaßte Gasverschwendung durch Gebrauch sehlerhafter Aparate oder durch Unachtsamkeit wird sehr bedeutend sein, wenn nicht in diesen zwei Monaten die Consumenten die Gesuche befolgen daß sie Conservation praktizieren. Wenn Sie glauben zu viel Gas zu verbrennen, werden wir auf Ihren Wunsch einen Inspector schicken, der ihre Gasausrüstung inspiziren wird und Ihnen gern sagen wird, wo es fehlt und Sie zu thun haben, um Gas zu sparen und den vollen Benefit aus dem Gas zu erhalten, das Sie gebrauchen. 4 Little Rock Gas Fuel Co. 2

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Das Gedächtniß der Zeitgenossen sist sehr kurz. Die folgende Szene, die sich während der Senatsver— handlungen über den Versailler Frieden und die Völkerliga im Sommer 1919 abspielte, wird den Deutschamerikanern, die ein furcht bares Unrecht ihres Landes gut zu rr haben, stets vor Augen stehen müssen Herr Wilson steht vor dem Senatsausschuß. Me— Cumber von Nord-Dakota fragt hn: Würde Amerika auch dann in den Krieg eingetreten sein, wenn Deutschland keinerlei feindselige Handlungen gegen uns begangen hätte?“ Wilson: „Ich hoffe, daß wir es schließlich gethan hätten, Senator, so wie die Dinge sich entwickeln.“ MeCumber: „Sie glauben also, daß wir selbst dann in den Krieg eingetreten wären, wenn Deutsch land keine feindselige Handlungen geger ns und keine Ungerechtig ken gegsen unsere Bürger begangen hätte?“ Wilson: „Fa, das glaube ich.“ MeCumber wiederholte die Frage eindringlich: „Sie meinen, wir wiürden auf alle Fälle Krieg gegen Deutschland gefirhrt haben?“ Wilson: „Fa.“

Hier ist ein Ansspruch Gus Obers Ir. Präsident der National Fertili— zers Association. Der Herr sagt: Produetion von 2 Mill. Tonnen Kunstdünger per Jahr, wie von Se—- nator Underwood vorgeschlagen, wüt de nicht genng sein, um die ganze Nachfrage zu befriedigen, aber diese Produktion würde den Marktpreis hrechen Dieser Kunstdünger müßte verkauft werden, und zwar zu dem Preise den er brngt, und würde an Stolle von Kunstdünger treten, der jetzt in vorhandenen Fabriken in ge-, niigender Menge hergestellt wird, was eine Demoralisation des Indu· striezweiges zur Folge haben würde.“ In der Rede haben wir den Grund, warum Henry Ford Mudsele Shoals nicht erhielt und auch den Grund, warum die Senatoren sich nicht eini gen können. Es handelt sich um den Profit der National Fertilizers Asso eiation.

In England hat am 26. Dezzember bends ein verheerender Sturm ein seyt, der von schwerem Reggn be- ac ß di haben die geld 7 TRUST 0 s m? Jum Anlegen urnã nßock e 201 West Wir haben fertig zum sofortigen Zweite Str. Abliefern ungewöhnlich anziehende Sicherheiten, welche Sicher sind und ein gutes Einkommen zahlen Erste Mortgage auf Grundeigen—- thum, welche den halben Werth des Eigenthums nicht überschreiten. Kommen Fie selbst sehen Sehen Sie Mr. Butner. Union Trust Co. 201 West Zweite Straße Bemberg Sons Schmiede Arbeit Jeder Art, besonders ornamentale. Fabritkanten von Dampfkesseln, Eisen- und Stahlblach Arbei- Größtes Waarenlager in Stahlblechen und D Eisen. Alle Reparaturen unserer Branche bestens ausgeführt. 10.& Fairview St., Little Rock, Ark. Vhone 2227. l

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gleitet war. Viele Theile des Landes sind überschwemmt. Ein hoher Wellengang im Aermel kanal hat verschiedene Schiffe veran laßt vorläufig von einer Ausfahrt abzusehon und das Ende des Sturmes in den Häfen abzuwarten. Es wer—- den 35 Fuß hohe Wellen aus dem Kanal gemeldet. Der ?ontinentle Flugdienst ist eingesteslt worden. Der Wind entwurzelt Bäume und bringt Häuser zum Einsturz, wäh—- rend viele Flüsse infolge des anhal— tenden Regens aus den Ufern ge— treten sind u. Ländereien im Aus— maße von Tausenden von Aeckern überschwemmt hahen. Es sind auch Schiffsunglücke vor— gekommen. sÌ3/ſt0 Die große japanische Zeitung „Nischi Nischi“ stellt fest, daß die ehe mals deutschen Südseegebiete unter japanischem Mandat einen sährlichen Zuschuß von 3 Millionen Yen erfor—- sdern, während sie unter deutscher Herrschaft einen lleberschuß erbrach ten. Die Zeitung gibt der unokono mischen Verwaltung die Schuld. den· noch aber wurde seinerzeit der Raub der deutschen Kolonien mit der Be lhauptung begründet. daß die Deut schen diese Kolonien nicht zu verwal— ten verständen.

Der französische General Perein veröffentlicht soeben ein Buch, in dem er mit Beweisen die Anschuldig ung erhebt, daß im Kriege minde—- stens 75,000 französische Soldaten von ihrer eigenen Artillerie niede kartätsch wurden irrthiümlichervei se und infolge der Unfähigkei der französischen Fithrung. WMie viele der zerstörten Städte und Döorfer in! Nordfrankreich mögen wohl auf Ko-· sten dieses Irrthums und dieser Un· fähiglkeit kommen? Aber zu zahlen hat natürlich der Boche.

Slhhst Arthnr Brisbane meint, wenn der Helland jetzt nach den Ler Staaten lkäme und predigte, würde er als unerwünschter Einwanderer deportierkt. wenn nicht ein Wunder es verhinderte. Und man redet von Christlicher Civilisation. Der hl. Jacobus würde ins Ge— sängniß geworfen werden für 8 Ver se die er geschrieben hat: Woher kom— men Kriege und Streit unter euch? Kommen sie nicht von der Lust die in euren Gliedern Krieg führt? Geht ihr Reichen, weint und wehellagt, denn eure Misssethaten werden auf Erfahrener Uhrmacher und Schmucksachen Reparateur IJ. A. Shober Snodgrass Brach Am Eingang. j Pearson Lebih

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Shiffe mit rotierenden Triebtürmen. Das neuartige Schiff mit der epoche· nachenden Anonubung der Winde kraft. Den Schiffen, die kürzlich von der Ostsee Ei Kiel zustrebten, bot sich ein für den Seemann ungewohn tes Bild. Das Flettner· Rotor ·Schiff machte zum ersten Male bei stärke rem Winde und stärkerem Seegang seine größere Versuchs- und Vor füh— rungsfahrt, nachdem bereits einige Fahrten für Teilproben auf der Ost see stattgefunden hatten. Bei der Fahrt waren die Spezialisten der Versicherungsgesellschaften und die Vertreter des Germanischen Lloyd anwesend. Einwandfrei wurde fest gestellt, daß das Flettner Rotor- Schiff dem gewöhnlichen Segelschiff in der Ausnutzung der Windkraft außerordentlich überlegen ist. Schon bei unsteter mittlerer Windstärke wurden Geschwindigkeiten erzielt, die weit über die von Segelschiffen bei dieser Windstärke erreichte Geschwin digkeit hinausgehen. Bei gutem Wind wird nach den gemachten Mes sungen das neue Windkraftschiff schneller fahren als ein anderer Frachtdampfer oder ein Frachtmotor chiff. Die Fachleute waren erstaunt über die fast unglaubliche Manövrierfä— higkeit des Flettner-Schiffes. Das Wechseln der Windseite (Wenden und Halsen) beim Gegenwindfahren voll zog sich mit größter Geschwindigkeit in Bruchteilen der bisher für dieses Manöver notwendigen Zeit. Das Schiff kam während des Manövers nicht, wie dies sonst bei Segelschiffen der Fall ist, zum Stehen, sondern ging in rascher Fahrt bei dem Dreh—- manöver durch den Wind. Es hat sich gezeigt, daß die haushohen, rotie renden, aus Stahlblech gebauten Zylinder die Festigkeit des Schiffes nicht, wie man befürchtete, gefähr— den, sondern sie gegenüber einem Se— gelschiff außerordentlich erhöhen. Schwere Hagelböen, die das Schiff bei seinen Manövern trafen, gingen fast spurlos vorüber, ohne daß das Schiff, wie es sonst der Fall ist, sich stark auf die Seite neigte. Ueberra— schend war das Verhalten des Schif fes in den verschiedenen Richtungen zum Winde. Vor dem Wind, bei Seitenwind und beim Kreuzen in den Wind übertraf es alle Erwartun en, die man auf die neue Segelma-- slne setzen konnte. Trotz der hohen dicken Türme war es möglich, infolge der einzigartigen Strömungsverhält-- nisse, die durch die rotierenden Kör—- per erzeugt werden, das Schiff fast direkt nur mit einem kleinen Winkel-- unterschied in den Wind hinein zu dirigieren. Das allgemeine Urteil der Fach lente ging dahin, daß wohl selten eine umwälzende Neuerung schon bei den ersten Fahrten einer größeren Anlage so vollkommen reif ohne lang wieriges Entwickelungsstadium her—- auskommt. An dieser Tatsache ist einmal der Umstand maßgebend, daß der rotierende Zylinder in der Wind—- strömung die denkbar günstigsten na türlich· Strömungsvorgä ze schafst, die in ihrem Wesen von den Vorgän gen, die durch ei- Segel erzeugt werden, sehr stark abweichen. Hier—- durch ist es auch zu erklären, daß durch die verhältnismäßig kleinen Aggregate eine Wirkung erzielt wird, die 10mal so groß ist wie die eines Segels. Hinzu kommt, daß die Konstruktion selbst die denkbar ein fachste Maschine darstellt, nämlich einen auf seiner Achse sich drehenden Zylinder, dessen Bewegung durch ei— nen Elektromotor mit kaum nennens wertem Kraftbedarf, der im Innern des Pivots sitzt, erfolgt. Das Ma növrieren geschieht nicht, wie beim großen Segelschiff dadurch, daß zahl reiche Menschen zur Bedienung not— wendig sind, die bei schwerem Wetter unter den denkbar ungünstigsten und gefahrvollsten Verhältnissen wegen des Ueberschlagens großer Seen an den Brassen ziehen oder in der schwankenden Takelage arbeiten müs sen, um die Segel zu langen, son—- dern ein einziget Mann kann vom Steuerstand aus auf elektrischem Wege die Türme in Rotation ver— setzen oder zum Stillstän bringen— oder auch, wie dies beim Wenden der Fall ist, den Sinn der Drehewe— gung umkehren. Während es bemn großen Segelschiff oft viele Ttundẽn dauert, bis die Segel gesetzt und fort— genomme sind, ist hier in einigen Selunden die volle Windkraftwir-- kung erzielt der abgestellt. Ein wei terer Umstand, der für das glück liche Gelingen des ersten Großversu— ches mit maßgebend war, ist die Art und Weise, mit der die Flettner-Ge sellschaft die Entwickelung der neuen Einrichtung in systematischer Weise vorbereitete. Es sei hier einiges liber den Wordegaug dieser Entwicke ling gesagt: Der Erfinder des Segelrotors ist der durch die Konstruktion des Flott ner·-Ruders in der Seeschiffahrt all gemein hekannt gewordene dcrr An ton Flettner, Direktor dor NG An stitunt voor Aero· en Hy ro nn—. miek, Amsterdam, und des in Vorlin domlzilierenden Flettner Konzerns Flettner versnchte sein Nrizlh der Steuernng einer großen Fläche“ durch eine fleine anch auf das Schifsscqel auszudehnen und beabsichtlate, Me! tallflüchen als Segel zu sethen und sdiese durch eine Flettner· Flone zu steuern. Bei den wissenschaftlichen Eerarbeiten für diese Maßnahme, die in der Aerodynamischen Ver suchsanstalt der Universität Göttin e vo der Flettner-Gesellschaft vor genommen wurden, kam Flettner auf die kühne Idee, statt der zuerst be absichtigten Einrichtung den in der wissenschaftlichen Welt seit etwa 70 Jahren bekannten Magnuz Effekt zur Ausnutzung der Windkraft fin die Schiffahrt heranzuziehen. In Göttingen wurden dann gemeinsam mit den wissenschaftlichen Mitarbei tern der Göttinger Anstalt von der Flettner-Gesellschaft aus eingehende wissenschaftliche Untersuchungen, die lsich auf die Anwendung des Magnus— Effektes bezogen, angestellt, die zu verblüffenden Resultaten fiüthrten. Es wurden Windkraftwerte gefunden, die die wissenschaftliche Anschauung über die Möglichkeit von hohem Wind— druck vollkommen umänderten. Das heute auf See fahrende Flettner-Ro torschiff wurde in Göttingen als Modellschiff gebaut und in dem dor tigen Windversuchskanal in seinem Verhalten zu den Windkräften unter-- sucht und mit einem Modellschiff mit alter Besegelung verglichen. Zum er—- sten Male wurde bei dieser Gelegen heit wissenschastlich genau untersucht, was das seit Jahrtausenden im Ge— brauch befindliche alte Schiffssegel leistet und wie das Spiel der Wind— kräfte sich an den Leinwandflächen äußert. Das Ergebnis der Unter— suchungen war die gewaltige Ueber legenheit des Flettner-Rotors ge—- genüber dem alten Segel. Die Er gebnisse der Göttinger Versuchsan stalt haben sich nunmehr in der Pra xis als vollkommen übereinstimmend mit den tatsächlichen Verhältnissen des großen natürlichen Maßstabes auf einem Seeschiff bewiesen. Wie schon oben gesagt, trägt das Seeschiff zwei hohe, 11 Fuß dicke, glatte Zy—- linder aus Stahlblech, die sich um ein sehr starkez Pivot, das mit dem Schiff fest verbunden ist, mit unge— fahr 100 Umdrehungen in der Mi—- nute drehn. Die Wandstärke der ssich drehenden Metallhaut beträgt et wa 2 Milimeter. Deshalb beträgt das Gewiht der neuen Segelmaschi ne mit dea Pivots nur ein Fünftel von dem Gewicht der früher für ein solches Schiff notwendigen Leinwand—- besegelung mit Masten und Raaen. Vom wirtschaftlichen Standpunkt ist die Bcdeutung der neuen Ein-- richtung in ihrer vollen Auswirkung heute noch nicht zu übersehen. Man kann wohl sagen, daß sie mindestens wichtig sein wird, wie die Einfüh— rung der Dampfmaschine in die Schiffahrt; denn durch die Ausnut zung der Windkraft, die in ganz er erlitem Maße vorhanden ist, z. B. bei Asienreisen bis zu 90 Prozent der Fahrtstunden, wird eine Betriebs kostenerspamis von 30 bis 80 Pro—- zent erzielt werden, indem man ent weder die Flettner Rotoren als Hauptantrieb für gewisse Schiffsty pen und auf bestimmten Schiffsrou ten benutzt, oder aber sie als Supple ment für Dampfer und Motorschiffe benutzt, um entweder die Geschwin digkeit zu erhöhen und bei gleicher Geschwindigkeit Brennstoff zu spa ren. Jedenfalls handelt es sich hier um einen epochemachenden Fort schritt in der seit Jahrtausenden an gewandten Ausnutzung der Wind-- kraft für die Schiffahrt, der für den Frachtenverkehr auf See eine ganz erhebliche Lerbilligung verspricht.

Von der Geschichte der Tapeten. Wie das Porzellan, die Seife und das Glas, stammt auch die Tapete aus China. Dort war sie bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. bekannt und diente zum Schmuck der Tem-- a und Häuser. Im 16. Jahr— hundert haben die Holländer, die damals das größte seefahrende und handeltreibende Volt waren, die Tapete nach Deutschland gebracht. Die frühesten chinesischen Tapeten waren handgefertigte Papierstoffe, die in einzelnen Blättern mit kunst vollen Handmalerei versehen oder bedruckt wurden. Sie wurden da mals, entsprechend den Zwecken, de—- nen sie dienten, in verschiedenen Formen und Größen hergestellt. Die Rollentapete mit fortlaufendem Muster war noch unbekannt. Erst die Entwicklung der Buchdrucker kunst und die Erfindung der Rota—- lensmaschine haben die moderne Tahetenindustrie in die Höhe ge bracht. Solange China und Japan keine Handelsgebiete flir Enuropa ua galten die Tapeten als Lu— xudartikel und waren selten. VBis zum Ende des 17. Jahrhundertt hielten sich die Preise auf großer Höhe, und erst um 1750 wurden die Tapeten allgemeiner Gebrauchs und Handelsartilel. Einst waren die Engländer die bedeutendsten Importeure handgemalter chinesi scher Tapeten, aber nur fsür kurze Zeit; denn bald hatten sie die Ta-- petenindustrie im eigenen Lande durch geeignete Druckmaschinen se auf die Höhe gebracht, daß der Im— port echter chinesischer Tapeten fast gänglich einschlief. Während der Negierungszeit der Stuarts began— nen die Ledertapeten und die ge— webten Wanddeklorationen ebenfalls den soviel billigeren Papsertapeten au wolchon Arkansas Echo Donnerstag den 1. Jonuar 19256 1 Korrespondenzen.

Gegenseitige Fener Versicherungs Versammlung. Die Gegenseitige Unterstützungs-- Gesellschaft von Arkansas, gegen Feuer, Blitz und Sturm, hielt die jährliche General Versammlung am 15. Dezember 1924 im Basement der St. Eduward's Church ab. Die Ver waltungsräthe von allen angeschlos senen Vereinen waren anwesend. Die Gesellschaft besteht aus 308 Mitglie dern mit einem versicherten Kapital von $8371,890 00. Es wurden im verflossenen Jahre 4 Verluste von der Gesellschaft ausbezahlt mit 32,322 02. Drei Asseßments wurden für die 4 Verluste kolleetiert mit $2,325.79. Aus der Kasse des Un—- kostenfonds wurden 16.25 genom— men um den Asseßmentfond zu balanzieren. Folgende Anträge wurden vom Ko—- mite für Anträge empfohlen: No. 1: Das vom 1. Januar 1925 kein Korn, Heu und keinerlei Vieh—- futter versichert werden soll. No. 2: Es soll Mitgliedern nicht erlaubt seinGesolin Tanks oder Fil ling Station in ihren versicherten Gebäuden zu halten. No. 3: Daß Schmokhäuser als feuergefährliche Gebäude zu betrach—- ten sind, so sollen dieselben nicht auf genommen werden. Wo solche auf genommen wurden, sollen dieselben vom 1. Januer 1925 ausgeschlossen werden. Alle drei Anträge wurden angenommen und sind in Kraft am 1. Januar 1925. Es wurde von den Verwaltungs räthen angeordnet, 10 Cts. per 8100 für das Jahr 1925 für den Unkosten fond zu kollectieren. Als Ort der nächsten Versammlung wurde St. Vincents vorgeschlagen und ange— nommen. Als Beamten für das Jahr 1925 wurden die alten Beamten auf An trag per Aelamation wieder gewhlt. Caspar Roll Alix, Ark., Präsident; A. W. Geheb, Fort Smith, Route 2, Ark., Vize-Präsident; John Notten kamper, Route 2, Atkins, Ark., Sekretär. John Nottenkamper, Seer. Atkins, Ark., 23. Dezember 1924. Sapporo, Japan, 1. Dez. '24. Herr C Meurer, Arkansas Echo, Little Rock, Ark. Sehr geehrter Herr! Mit bestem Danke bestätige ich den Empfang Ihres werthen Briefes v. 11. Okt. nebst einliegenden Check von 325.00 als Missionsalmosen von ei—- nem unbekannten Wohlthäter. Gott vergelte dem Geber und IFhnen für die freundliche Vermittlung. Ihrer Aufforderung gemäß will ich sohen Ihnen Nachrichten zum Ver—- öffentlichen in nächster Zeit zu senden Mit nochmaligen bestem Dank Hochachtungsvoll, W Kinold, O. F. M. Apost. Prefek. P. S Ich schreibe an Stelle des P. Dorotheus Schilling, der für un— sere Mission sammelt, da derselbe auf längere Zeit abwesend ist. D. O.

Sterbe Verein Nachricht. Am 11. Dezember 1924 starb in Pocahontas, Ark, Herr Anton Derres, Mitglied des Sterbe Ver— eins. Durch den Tod der Herrn A. Derres ist Asseßment No. 95 des Sterbe Vereins fällig und muß kol—- loetiert werden. Ersuche hiermit die Lokal Sekretäre 10 Cents per Mit glied zu kolleetieren, und einzusenden, so bald wie möglich. John Nottenkamper, Seer. Atkins, Ark., 23. Dezember 1924.

Lokal Nachrichten. Im Januar tagt die Legislatur Sie wird uns mwieder eine Anzahl nutzloser Gesetze bescheeren, statt alte nutzlose Gesetze widerrufen. Da ist ein Gesetz, das wegsollte, die Stra- Benarbeit oder Steuer für alle Leute von 18 bis 456. Diese Steuer ist drückend für Farmer und arme Ar-- beiter. Bei der hohen Lieens, Gaso lin und Oelstener slir Straßenzwecke ist sie unnöthig Dann sollte die Vorschrift, daß ein Notar das Formular für eine Carli eens, unterschreiben muß wegfallen. Niemand kauft ein· Leens, der keine Car hat Die 25e haben Leuten einen großen Ertrag gebracht, die nicht dazu berechtigt waren. Dann sollten alle Gesete widerru fen werden, die Beamten anderes Einkommen geben als ihre Gehälter. Der Sheriff von Pulaski County er hält aus Nebeneinnahmen ein Ver mögen. Es soll lkeine Nebeneinnah men für einen Beamten geben. Ob irgend etwat davon die Legis latur heschäftigen wird, werden wir sohen. Aber wahrscheinlich ist, daß Maun Fahre Auf den Nenuen Safety Cars Ans den Pulaski Heigths---Sonth Main Street Cars 1. Eingang an der Frontthür. 2. Geranche Metal Tidet oder habe genanen Betrag Der Operator wird wechseln wenn nöthig. 3. Werfe Fare in Box beim herein kommen. 4. Gehe nach seinem Sitze. Man blotctire die Frontplatform nicht. 5. Zum aussteigen drücle man den Signal Kuopf und gehe nach dem Hinter oder Frout Ende der Car. 6. Herausgehen am Hinter- oder Frontende. 7. Transfers sind beim Eintritt zn fordern. Arkansas Central Power Company „Für Sichern, Tüchtigen Straßen Bahn Dienst“. die Vorwahlen in dos Frühjahr zu—- rück verlegt werden. Und daß statt einfacher Majeritt eine Pluralitãt verlengt wird, die dann nochmalige Stichwahlen nöthig macht. Gouv. Meßae hat 19 Strafgefang ne zu Weihnachten begnadigt. Da—- runter sind 8 Neger, die 21 Jahre wegen der Elaine Unruhen, bei de—- nen mehrere Menschen getötet wur den, zu sitzen hatten. Sie erhielten unbestimmten Urlaub. Die anderen 6 Elaine Gefangenen, die zweimal zum Tod verurtheilt waren, wurden nicht begnadigt. Nachdem das V. St. Obergericht das zweite Todesur theil umgestoßen hatte, bekannten sich die 6 des Todschlags schuldig und er hielten jeder 12 Jahre. 10 andere Gefangene erhielten Verkürzung der Strafe. Die Penitentiary Commis sion und die Gefängniß Verwalter hatten dem Gouverneur die Begna digungsliste vorgelegt, da die Be—- treffenden sich sehr gut aufgeführt s hatten. Der Neunte, der auf unbe stimmten Urlaub freigelassene war war ein Weißer, der dem Gouverneur selbst um Begnadigung geschrieben hatte. Er war wegen Großdiebstahl zu 2 Jahren verurtheilt und hatte 16 Monate gesessen. Der Gouverneur stellto bei der Begnadigung die Be dingung, daß er den Bestohlenen entschädigen müsse.

In Chicago wnrde Guendolin Caß well 19 Jahre alt, von Burt C. Bur ley zu einem Fluge mitgenommen. Das Mudchen war seit ihrem dritten Jahre taubstumm und der Flieger hatte ihr gesagt, daß die Flüge sie vielleicht kuriren. Er nahm sie in gro he Höhe und tauchte dann schnell ab wärts. Das that er mehreremale, in der Hoffnung daß der schnelle Luft druckwechsel die Organe des Mad chens zum arbeiten bringe würde. In der That konnte sie als sie gelandet war hören und sprechen. Sie will diel Versuche nun fortsetzen, bis sie ganz geheilt ist. 00— China ist von Washington ans be deutet worden, daß es kein Recht ha be, sich als Republik zu begeichnen, wenn es seine Banditen nicht im Zaune halten könne. Die Chinesen sind taktvoll genug nicht die Frage aufzuwerfen, welches Recht angesichis des VBanditenunwesens auf unseren Straßen wir dann hätten, uns als Repubik zu bezeichnen 000 In New Pork sind Weihnachten 3 Personen an schlechtem Schnaps ge storben, 31 sind krank im Hospital lind 40 bis 50 sind infolge Schnaps genusses gefallen oder haben sich ge schlagen, so daß sie ins Hospital ge bracht werden mußten. Im Dez. sind 34 Personen an schlechtem Schnaps gestorben. 0— Der Staat Maine hat jett bald hundert Jahre Prohibition, aber daß äuch die Prohibition im reifen Alter nicht besser wird, ergibt sich aus fol gender Meldung aus Portland: „Die Großgeschwornen des Obergerichtes werden sich im laufenden Gerichts termin mit ünfzig Klagen gegen Leute zu be ssen haben, die in betrun kenem Zuß /ade Automobile fuhren“ 0— Die engl. Blätter rechnen der franz. Regierung vor, daß die franz. Armee heute stärker ist als je, und bringen die Zahlen. Eine Verminderung von 22 Prozent wie General Nollet an-- gebe, stehe nur auf dem Papier. Eng land und Frankreich gehen gegen Deutschland zusammen, um es nieder zuhalten aber sonst trauen sie einan der nicht. 0— Die Engländer und Deutschen ha ben nach dreitägigen Verhandlungen einen Handelsvertrag fertig gebracht. Den Franzosen ist das unangenehm, da sie die Deutschen bisher nicht für ihre Ansichten iülber einen fran.- deutschen Handelsvertrag gewinnen konnten.

In Palm Beach, Fla., ist 80 Jahre alt Herr Foseph Gummersbach gestor ben. Er·war der bekannte Leiter der Herder'schen Verlagsbuchhandlung in St. Louis und kam aus der Rhein-- provinz nach Amerika. Er wurde am Dienstag in St. Louis begraben. 00 Deutschland ist eingeladen worden, sich an einer Ausstellung zu betheiligen die im nächsten Jahre in Paris statt- Neujahrs Back eujahrs Hacrwaar en Haben Sie an Ihre Backwaaren VBedürfnisse für Neujahr gedacht? Lassen Sie uns Ihnen empfehlen unsern unirbertroffenen Unser Fruchtkuchen ist von den besten Produkten zusammen gesetzt und von den besten Experten gebacken die zu haben sind. Fruchtkuchen ist ertra für diese äeit gebacken, und schmeckt auch noch nach Nenjahr gut. Wir haben die famosen Cookies fiün große und kleine Kinder. Layer Cakes und andere Pasteten auch bei Ihrem Grocer. Rose Cisy Baker ose Cily Bakery Goke 14. Main, Vhone 9801

Wo Qualität zählt Seite 3 finden soll. Es sollte die Einladung annehmen. An packenden Ausstel lungsgegenstände fehlt es thm ja nicht. Die Schandthaten der Franzo sen im besetzten Gebiete würden allein eine ansehnliche Halle füllen. Arkansas Echo Aktionär Versammlung. Die jährliche Versammlung der Aktionäre der „Arkansas Echo Publi shing Co.“ wird Freitag den 9. Januar 1925, Nachmittags 3 Uhr in der Echo Office stattfinden. Jahresbe richt verlesen und was sonst vorliegt.

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Seite 4 8 6 n 5 SAB il 1 4— 72

a irkansas Echo ut Board oaf nmmerce Building Rooin 408-410 Kittle Rock. Ark. C. Merrer, Nedalteur. Beamten: August Probst, Präsident. Msgr. W Aretz, Vice-Präsident. A. Arnold Ir Viee-Präsident. C. Meurer, Sekretär u. Schatzm. Direktoren: A. Arnold Ir., Little Rock. Conrad Elsken, Subiaco. Fred Titgen, Fort Smith. Jos Schnitzer, Fort Smith. Enil Spieler, Little Rock. A. Probst, Little Rock. Joe Jung, Little Rock. Fritz Sieber, Little Rock. Msgr. Or. V Aretz, Little Rock. hrint jeden bonnerdag und toset da Jehr im bereich der V. Sti. sährlich F 2.00 Tach dem Ausland 82.60 Ç—— Entao -d at the Post Office at Little Añak Ark.,ns Second Olass Matter

Donnerstag den 1. Jannar 1925.

Editorielles.

Allen Lesern und Nichtlesern wiüinscht das Echo ein Glückseliges Neujahr! Mit dieser Nummer begint das Echo seinen 34. Jahrgang Wir haben in den verflossonen Wochen mehrere hundert briefliche Glückwünsche von Abonennten oerhalten, die alle wün—- schen, daß das Blatt noch lange, lan ge forthbestehe. Das Echo bemüht sich seinen Le— sern die Wahrheit zu sagen in politi scher und sozialer Beziehung. Und da hat es oft Zank gegeben, der eini gemal offen im Blatt ausgefochten wurde. Wer oben blieb, wissen die leser. So langsam tritt eine Aenderung in der hiesigen öffentlichen Meinung ein. Die Deutschen sind wieder als gute Bürger angesehen. Sie waren es immer, aber da bei den Politikern der Zweck das Mittel heiligt, wurden sie verleumdet, um eine Kriegsursache und eine Ursache zu haben, womit man das Volk für den Krieg begei stern konnte. Man log; das allein beweist die Schlechtigkeit der Sache. Das gelogen wurde, wird heute zu gegeben Da wird der kommenden Legisla tur anoempforlen, ein Gesetz zu ma—- chen, wonach alle Steuerzahler ein paar Mille dazu heitragen sollen, daß die Ticks ausgerottet werden. Das ist also eine nene Steuer für einen guten Zweck Könnten die County Agenten nicht die Farmer lehren, die Ticks zu Hause ohne benutzen der Vats mit Abwaschen mit einer Lö-- sung zu töten und so ausrotten. Der Widerstand drehte sich doch nur um die Vats, d. h. die Behälter mit Was ser und Chemikalien, durch die das Vieh getrieben wurde. Wir haben noch keine Vorschläge gedruekt gelesen, Gesetze abzuschaffen, obwohl wir deren soviele haben, daß sogar ein Advokat sich nicht darin zurecht finden kann, ohne tagelang zu suchen. 72 Der Sorgfältige Fahrer Ist Nie Sicher Der Antolenker der nach und vom Geschäft fährt, ist nie vor Unfällen sicher, so lange ein sorgloser Fahrer die Straßen unsicher macht Wie sorgsam der andere Fahrer auch sein mag, der Sorglose oder der wrlaer die Verkehrsregeln nicht beachtet, mag auf ihn hereinfahren. Und wenn der Autofarrer einem Fußgänger freie Fahrt nach der Stadt gibt und ein Unglüick passirt, durch irgend einen Aet des Lenkers, dann ist der gut miith!ge Autofahrer gesetzlich veranmwortlich für die Sicherheit seines Passagiers. Da hat es klürzlich mehrere Unfälle geaeben, in denen der sorgfältige Fahrer das Opfer des ritcksichtslosen Fahrers war. Wenn es bedacht wird, daß die Kosten für Autobetrieb höher sind wie die Street Car Fare, wozu die Gefahr von Unfällen und die viel schnellere Ent-· worthung des Autos kommen, wenn es den ganzen Tag allem Wetter audgesett an der Straße steht, dann bietet die Streetear sehr viele Vor· theilo. 78 Arkansas Gentral Power Go. „Fahre ans der Street Car Sicherer, Billiger“. J Im Norden hat sich eine Organisa ed gebildet, welche die Prohibition bekämpfen will Die Leiter Bewegung sind konsequent, sie wollen nichts davon wissen, daß 2 Prozent oder auch 1 Prozent Bier als nicht berauschend erllärt wird. Sie sagen das 18. Amendement muß weg, weil E ein Eingriff in die persönliche Freiheit ist und bereits viel Unheil gewirkt hat. Sie hat das amerikanische Volk seines unveräußerlichen Rechtes auf Freiheit beraubt. Sie hat dem Getreidefarmer einen seiner wichtigsten Absatzmärkte ver schlossen. Sie dem Arbeitsmann das unschädliche Glas Bier und dem Bür— ger das lang gewohnte Glas leichten Weines entzogen. Sie hat dem Reichen, der es sich leisten kann, den Alkohol zu den höch-- sten Preisen zu erstehen, ein besonde-- hres Privileg in den Schoß geworfen. Sie hat einen legitimen Wirth—- schaftszweig der Arroganz, den Lau nen und der Anmaßung der Regier-- ungsbeamten ausgeliefert. Sie hat zu einer Erhöhung der Steuern geführt. Sie hat eine Anzahl von Unehr— lichkeiten und Unregelmäßigkeiten zur Folge. Sie wiüthet in verheerender Weise gogen die Volksgesundheit. Sie hat den Schnapsschmuggel zu einem fiüthrenden Geschöftszweig ge macht. Sie macht Amerika zu einer Na tion von Heuchlern. Sie erzieht das Volk zu Gesetzver ächtern Sie hat Millionen von Bürgern in einen Zustend der Rebellion hin eingetrieben. Sie hat die Heiligkeit des Gesetzes vernichtet. Sie führt zur moralischen Entar—- aung unseres Volkes. Sie erzieht die Nation zu heimli chen Schnapstrinkern. Sie hat unsere öffentlichen Aemter der Korruption ansgeliefert. Sie hat zur Schaffung einer An— zahl von neuen Aemtern geführt, de ren einzige Aufgabe es ist, das Volk zu belästigen. Sie hat unser Land mit einem gan-- zen Netz von Spionen und Angebern überzogen. Das Alles ist wahr. Aber es ist noch mehr wahr. Der Alkohol kann für 12e die Gallone hergestellt wer den. Er kann dem Gasolin sehr schwere Konkurrenz machen, da er ihm! in mancher Hinsicht als Kraftquelle überlegen und lange nicht so gefähr-- lich ist. Wenn es dazu käme, daß er mit dem Gasolin in Konkurenz käme, dann würden viele reiche Leute arge Einbuße an Vermögen erleiden. Auch wären die Oelfelder der Welt lange nicht mehr so wichtig wie sie heute sind. Dementgegen leistet also die Prohibition wesentliche Dienste. Ja, fragt man, warum werden dann die Versuche mit Alkoholbetrieb für Motoren nicht fortgesetzt? Wa— rum thun die europischen Länder nichts dafür? Die engl. Regierung hat wie bekannt gemacht wurde schon 1906 Versuche anstellen lassen, wel-- che die Ueberlegenheit von Aitohol über Gasolin darthaten. Aber damals kostete Gasolin hier 6e die Gallone und in England etwas mehr. Altohol aber war mehr wie doppelt so hoch Heute kann Europa bei dem herrschen den Nahrungsmangel nicht daran denken, billigen Alkohol zu machen. Um den Lesern einen Begriff da von zu geben, daß die Ergebnisse der Wissenschaft oft nicht fr das prafti sche Leben angewandt werden können,! weil erst ein Weg gefunden werden muß, das betreffende Prodult mas-; ssenhaft und billig herzustellen. Es! sist z. B als Ergebniß der Wissen schaft schon sehr lange bekannt, das! /Wasser aus Wasserstoff und Sauer stoff besteht, und daß Wasserstoff das ideale Heizmittel sein wiirde, da er ohne Rauch sehr große Hitze erzeugt.! Woenn er billig und massenweise aus |Wasser hergestellt werden könnte, dann wären alle Kohlenbergwerke u Arkansas Echo Donnerstag den 1. Januar 1926 late Oelbrunnen fast werthlos. Aber seet ist bisher nicht gelungen. Es ist gelungen aus der Luft den Stickstoff zu ziehen und als Dünger zu verwenden. Da der Stickstoff au- Berdem der wichtigste Theil unserer Explosivstoffe ist, so ist das Verfahren für Krieg und Frieden wichtig. Deutschland hätte ohne die Herstel lung von Stickstoff aus Luft keine 4 Jahre Krieg führen können. Dieses Verfahren sollte nun in Musele Shoals angewandt werden. Da wir keine so erfahrenen Chemiker haben, woe Deutschland, so hätte das Proben vielleicht einige Millionen gelostet. Henry Ford war willens die Millionen dafür herzugeben, aber da geriethen die Düngerfabri kanten in Unruhe, er macht uns ka— put, sagten sie Ihnen halfen die Herren, die Geld aus eleetrischer rast machen, die könnten die Kraft anlagen gut brauchen. Und darum ist die Frage noch heute offen. Gott Mammon hütet Musele Shoals, das zu einem Schetz gehüren sollte.

Eine beachtenswerthe Rede. Im Senat des Staates Wiseonsin hielt Senator Cashmann eine bemr kenswerthe Rede die die ausländische Propaganda an den Pranger stellt u. diejenigen Amerikaner verurtheilt. die sich zu Handlangern der Fremden machen Die Rede enthält soviel des Wahren, daß sie verdient, in den weitesten Kreisen bekannt zu werden Nach der Uebersetzung eines Wechsel ölattes ußerte Senator John Cash— mann, ein aufrichtiger Amerikaner, sich wie folgt: „Sind wir Amerikaner nicht län ger mehr imstande, unsere öffentlichen Angelegenheiten selbst zu erledigen? Wissen wir nicht mehr, wie wir unsere ureigensten Angelegenheiten selbst zu wahren und unsere Entschlüsse selbst zu fassen? Diese Fragen drängen sich einem auf, wenn man die Propagan dareisen von Lord Ceeil und anderen Propagandisten verfolgt, die scharen weise in unser Land kommen. Lord Ceeil kam zu uns als Gesandter des Völkerbundes und Vertreter einer fremden Regierung. Er kam, um un sere Wähler zu überreden, ihre Stim— me für die Völkerliga abzugeben Er kam, um den Amerikanern zu erzäh len, was sie in Beziehung auf ihre sgenen pollitischen Angelegenheiten thun und lassen sollen. „Gibt es eine krassere Einmischung in die inneren Angelegenreiten Ame—- rikas? Gibt es eine unverschämtere Antastung des souveränen Rechtes einer Nation? Und dennoch wurden zu Ehren Lord Ceeil's große Festessen veranstaltet. Einflußreiche Journali sten wurden zusammengerufen. Kein Hilfsmittel der politischen Reklame wurde unbenutzt gelassen, um dem britischen Gentleman zu helfen. Jetzt noch, nachdem er längst nach Hause gegangen ist, müssen die Schüler in den Schulen über ihn debattieren, u. die Geistlichen besprechen von der Kanzel herab den Verrath unsores Landes an einen Fremden, der unter der falschen Flagge des Friedens segelt. „Schande über diese ogenannten Friedensgesellschaften und Kirchen männer Schande über jene politischen er Amerikas, die demüthig ihr Haupt entblößten und die Verletzung amerikanischer Hoheitsrechte ruhig mit ansehen. Sallen wir denn für mmer noch dem Willen dieser euro— pischen Sendlinge von hoher Stel luna leben und uns erzälen en was wir thun sollen? Sind unsere öffontlichen Lehranstalten denn wei ter nichts als Agenturen zur Verbrei tung fremdländischor Propaganda? Diese foindliche Propaganda ist unab lässig am Woerk, uns an die Rock schöhe der verrotteten europũischen Diplomatie zu hängen. Warum der Voersuch, uns in so pliumper Weise m hetrisaen? Man will uns weiß ma chon, der Woeltgerichtshof hätte nichts mit dem Völkerbund zu thun. Mit domselben Rechte könnte man behaup-- ten, daß der Senatssaal nicht zum Kapitol gehöre. „Lassen wir also diese plumpe Lü ge beiseite und fragen wir uns ein nal: Mas haben die Liga und der Woltgerichtstof bisher denn Positi ves geloeistet? In englischen Gefäng nissen schmachten nach wie vor 16 000 irische Männer und Frauen. Andien die hungernden Staaten Zentraleu ropas, die Rassenschmoch am Rhein was hat der Völkerbund gethan, um dielen Völkern zu helfen und diesen |Uebeln abzuhelfen? Mit den höchsten Nealen treibt er Schindluder. Von lden europischen Nationen, die hienn diesem Völkerbunde stehen, wurden betrogen. Als sie unsere Hilfe ergattern wollten, versprachen sie uns selerlichst, daß sie weder Eroberung machen noch Schadenersatz verlangen wiirden. Nun haben sie sich an den! unglücklichen Opforn vollgefressen, u. [wie die Wölfe streiten sie sich heute um den Rest der Beute „Das ist der Grund, weshalb En ropa nicht zum Frieden kommt. Uns! ist eine theure Lektion ertheilt wor den. Nie wieder sollen amerikanische Jungen ihr Blut für fremde Interes sen auf fremden Schlachtfeldern ver- lspriten 140 Jahre lang wurde die amerikanische Verfassung von den sina George Washington's gehalten bis sie zu unser aller Schaden verlassen wurde. Unser Land entwickelte sich zu einer Hoch burg von Freiheit u. Kultur, die den Segen der Arbeit in reichem Maße genoß, bis es Woodrow Wilson vorbehalten blieb, die amerikanischen Prinzipien zu brechen. Mit wem wol len wir es halten? Mit George Wash ington, mit Thomas Jefferson, mit Monroe und Lincoln,— oder mit Wilson und Lord Robert Ceeil? Die Antwort sollte für einen Amerikaner wahrlich nicht schwer sein!“

„Stille Nacht, heilige Nacht.“ In Oberdorf bei Salzburg wird ein ergreifendes Fest gefeiert, ein Fest das jetzt eigentlich durch kein Da—- tum, sondern nur durch ein Dank barkeitsgefühl gegenüber zwei ein— fachen Menschen geboten ist, die in der Stille ihres Gebirgsdorfes un— bekannt lebten und in einer begna deten Stunde ein Lied schufen, das vom Flügelschlag der Ewigkeit um— rauscht ist, das schönste Weihnachts· lied: „Stille Nacht, heilige Nacht!“ Vor sechs Jahren hätte man die Jahrhundertfeier dieses Liedes be— gehen können. Aber in der Welt-— unsergangssttmmung jener Tage hörte man nicht auf die leise, rüh— rende Stimme dieses Liedes. Eine Weihnachtsfeier in deutschen Gauen und überall dort, wo Deut sche wohnen, läßt sich ohne dieses Weihnachtslied kaum denken. So wie die ersten Afkorde seiner feier lichen Melodie erklingen, sieht man sunwillkürbich eine Winterlandschaft vor sich: ein Dorf tief im Schnee vergraben, in der kleinen Kirche fladert das ewig- Licht und die Bauern fröstelnd in der eisigen Nachtluft singen, vom Orgelspiel begleitet, das Weihnachtslied. So war es in der Christnacht des Jah— res 1818. Europa war damals durch dir- Schrecken der napoleonischen Kriege verängstigt und verstoört. Schüch tern duckte sich das kleine Obern-- dorf in den Schnee. Auch in dieser Einöde hatte man die Kriegsgeißel! zu spüren bekommen. Mitten auf der Brücke zwischen den ter e ten Ortschaften Oberndorf u. Lau— fen waren Grenzpfähle errichtet worden, die beiden eng verbunde— nen Gemeinden wurden durch eine willkürliche Grenze, die das Land Salzburg verstümmelte, voneinan der getrennt. Handel u. Schiffahrt litten darunter, eine tiefe Verdros· senheit hatte sich der Bevölkerung bemächtigt. Aus dieser Stimmung entstand das von tiefer Friedens sehnfucht erfüllte Weihnachtslied. Der Pfarrer Mohr brachte tr nem Freunde, dem Lehrer Gruber, ein kleines Gedicht und bat ihn, die schlichten Strophen zu vertonen. Gruber nahm das mit zitterigen Buchstaben beschriebene Blatt Pa— pier in seine Arbeitsstube nach Arnsdorf mit, las die Strophen bis er sie auswendig wußte und die Melodie flog ihm zu als wäre sie ihm von den Engeln zugeflüstert worden, die in der heiligen Nacht den Hirten erschienen sind. In der Christnacht 1818 sang der Chor der Nikolauskirche in Oberndorf, von verschwebender Mu— sik vieler Gitarren begleitet, zum ersten Male das Weihnachtslied. Schwielige Hände falteten sich zum andächtigen Gebet und die innige Frömmigkeit dieses Liedes rührte viele zu Thränen Als dann der Pfarrer die Kanzel bestieg und der Gemeinde die Weihnachtsbotschaft: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden u. den Menschen ein Dohlgefallen!“ auslegte, da ging eine inbrünstige Friedenssehn— sucht durch die kleine Gemeinde. Und in dem leidenschaftlichen Dran-- ge, der Friedensbotschaft Genüge zu thun, legten die Vertreter der durch den Krieg getrennten Gemein—- den Oberndorf und Laufen das feterliche Gelübde ab, daß ihre Ort— schaften sich auch in der Trennung als zusammengehörig betrachten solltoen Das Lied von der heiligen Nacht aber flog aus dem salzburgischen Dorf in alle Welt hinans. Weit ilber alle konfesstionellen Grenzen ist es längst zum Gemeingut der gesamten Menschheit geworden, die sich nach Frieden sehnt. Und wenn auch Dichter und Komponist dieses Liedes fast unboekannt gestorben sind und die Kirche in der das Lied zum orsten Male erklang, durch ein Hochwasser zerstört ist, so schwebt doch ein Hauch vnon Unsterblichfkeit ein unvergänglicher Abglanz jener Weihnacht um das kleine Dorf und unrählige Menschen grüßen es im Geiste zu dem Feoste.

Und nun heißt es, der der Erde wiüirde innerhalb weniger Fahre erschöpft sein Dann kommen vielleicht unsere „hot air“ Politiker doch noch zu Ehren. Qielleicht wäre es rathsam, sämtliche 2 c Der Weg Weihnachten zu verbessern ist 2 Unserm Christmas Club beizntreten. Treteu Sie jetzt bei. Unserm National Christmas Club „National Christmas Club“ weil dies eine National Bant ist, und Ihre Depositen sind unter Aufsicht der U. S. Regierung. Legen Sie eine kleine Summe jede Woche ein. Das macht Ihnen bis nächsten Weihnachten eine hübsche Summe. Die ganze Familie kann beitreten. Alle gewünschte Information gibt: The Erngland Nat. Bank 300 Main Straße Heim des National Christmas Club. I. E. England Ir., Präsident Poole E. Russ, Kassirer. American Southern Trust Company. 1 e Persöulicher Dienst! Wir sehen unsere Kunden als unsere Freunde an und wir sind nie zu beschäftigt, um irgend einer Sache die nöthige Aufmerksamkeit zu schenken. Wir laden Si-- und Ihre Freunde ein, Ih-e Beschäfte hier abzuwickeln Die Bank, welche für ihre Kunden sorgt. Dxitter Main Strasße, Little Rock, Axk. mm m n mm u a mn Capital 200, 000 Ueberschuß 440,000 Lassen Sie uns Ihr Geld aufheben. Lassen Sie uns Ihr Grundecigenthum verkaufen. Lassen Sie uns Ihr Eigenthum oder Auto versichern Lassen Sie uns Ihr Surety Bonds schreiben. Lassen Sie uns Ihr Haus od. ein Haus an Sie verrenten In deer That, lassen Sie uns Irgend etwas für Sie thun, das eine völlig ausgestattete, gut geführte Bank thun kann. „Kommen Sie um mit einer wachsenden Bauk zu wachsen.“ Bankers Trust Company. ZBweite und Main Stranße, Liltle Rock. 9 Aktien Capital 8300,000.00 Günstige Lage. Aufmerksame Bedienunc Wir sind Vertreter aller größern Schiffahrts Gejellschaften eim schließlich der „Hamburg Amerika Linie“ und des „Norddeut— schen Lloyd“, Schiffskarten werden pünktlich und gewissenhafi besorgt. Auch möchten wir einem freundlichen Lesertreis aut unser Auswärtiges Geldgeschäft aufmerksam machen Wir be sorgen Uebertragungen nach Ueberseeischen Ländern bei Draht, Wechsel, oder Bank Anweisung, zu den laufenden Tages Kursen Weitere Auskunft ertheilt lkostenfrei und ohne Verzögernna: Bankers Trust Company, Foreign Dept. Frit Sieber, Manager HAVES SEED STORE Bulbs Blumenzwiebel Wir haben alle Sorten Blumenzwie—- bel für Zimmer und Garter, Nareissen, Hyazinthen, Croeus und Tulpen. Zwiebel Setzlinge Wir haben alle Sorten von Herbst Zwiebeln Setzlingen. Hayes Seed Store. 408 West Siebte Strase J. W. Thompson Sattlerei, Geschirr, Anto Tops, Sitz Decken u. Anto Zubehör eine Spzialitt— Das Geschäft wurde 1865 „öffnet. Corner 6. Center, Litil· Nock, Ark. Phone 4-1468. Staaten der Umon zu einer Abrü— stungslonferenz nach Washington einzuladen. Am Ende fnde man dann Mittel und Wege, unsere Stra henruber, Bankräuber, Zugräuber und Möorder zu entwaffnen.

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Klein Hänschens Weihnachtswunsch. Von C. Güldner.

Dicht mit Schnee bedeckt liegt e Heide. Zur Blüthezeit im Sommer, wenn tausend und abertausend rothe Blumenglöckchen der Sonne el kleinen, zierlichen Kelch öffnen, wenn unzählige summende Bienlein sie besuchen, um fleißig Honig zu sam— meln, da ist sie besonders schön. Aber wenn der gestrenge Herrscher der Winter, seinen Einzug hält, dann wirds dott öde und traurig. Die vothen Blüthen sind verdorrt, die! Bienlein haben sich in ihr Häuschen geflüchtet und das sonst so lustige murmelnde Bächlein erstarrt zu Eis. Hier und da ragt noch ein blätterloser kahler Baum zum Himmel, sonst aber ist es totenstill, farblos und trübe. Das liebe Weihnachtsfest war ge·! kommen. Leise fielen die Flocken u. hüllten die Heide in ein weißes Fest kleid. Da lag sie im reichen Schmuck, während vom Dörfchen her die Glok— ken zum Fest läuteten, träumte sie unter der weißen Decke von Früh— lingssonne und Vogelsang. Aus der weiten Ebene erhebt sich, umgeben von ein paar alten Kiefern, ein fleines Häuschen. Bis hierher dringen die Festglocken nicht; aber doch weiß man in der Hütte, daß Weihnachten, das Fest der Freude, ge kommen war. Die Großmutter, die hier ein Stübchen hatte, wußte es ge nau; der Fußboden war fein säuber lich gemacht, und die Festkuchen, die sonst ohne Entbehrungen hergestellt wurden, hatte sie auch diesmal schon am Morgen aus dem Ofen genom— men. In der gegenüberliegenden Stube hatte sich ihre Tochter einen Augenblick gesetze, um ein wenig auszuruhen. Emsiger und fleißiger hatte sie die letzten Wochen gearbeitet, ja, sie ruhte fast Tag und Nacht nicht, um einige Greschen zu sparen, denn gerade an diesem Weihnachten wollte; sie ihrem Kinde eine besondere Freul de bereiten. In einer finsteren Ecke des Zim—- mers steht ein kleines Bett, in dem ihr Kind, ein hübscher Knabe liegt. Sie tritt heran und denkt: Muß du, mein Kleiner, nun gerade zu Weihnachten krank sein! RRRURRUR R R U RUuA Gus Blass C us Blass Co.

Auskehr von Nenen Kleidern q—

20 —Der größte Auskehr Verkauf des Jahres ist fröhlich im Gange. de —Wegen des Riesenvorraths in diesem Verkauf ist noch immer 2 En große Answahl in allen Gruppen da. 2 z—Das Factum daß Blass Kloider bei Little Rock Frauen den Vor-- ah zug haben. erklärt den Erfolg dieses famosen Ausfegens, das nie 2 fehlt die Massen anzuziehen, so lange noch ein Kleid da ist. Aber K trotz der großen Menge ist noch eine riesige Auswahl für Mor—- d 31 aen da, weil der Riesenvorra th zum Verkauf steht. Da sind sensationelle Werthe in diese m Ausfegen 0 1 1 n Bis zu $45.00 feine Winter Kleider. Schöne mit Pelz besetzte Ueberröcke, Ihre Auswahl Smarte Style in Partie Frocks. Ta- e 1 gesfleider in feinen Poiret Twills. Sport Röcke ganz mit Seide gefüttert 2 Schöne Nachmittagskleider von Satin gGierliche Frocks als Besuchs Tracht. En R n

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Groß—- mutter wird ja bei dir bleiben, bis ich wiederkomme mein Kind.“ Schwe re Thränen vollen ihr über die Var gen, während sie mit zarter Hand das! fiebernde Kind streichelt. „Ja, Mütterchen, aber einmel nimm mich auf den Arm, ich will zum Fenster hinaussehen, ob das Christkind kommt.“ Und die Mutter nahm Hänschen und trug ihn zum Fenster. Draußen war es grimmig kalt, Eisblumen schönster Art bedeckten schon halb das Fenster. Es schneite nicht mehr. Der Him—- mel wurde klar, der bleiche Mond vertrieb die grauen, trüben Wolken und verursachte so mit seinem Schein Tageshelle Hänschen hauchte das Fenster an, um sehen zu können, sein Blick war gen Himmel gerichtet. „O, Mutter, wie schön! Sieh mal die rosaen Wölkchen! Nun kommt das Christkind bald!“ Und dabei sah er der Mutter in die Augen, die schwere, bittere Thränen nicht zurückhalten konnte. Schweigend legte sie den Kleinen in die Kissen zurück und sagte nach einer kleinen Pause, das Kind küs— send: „Schlaf dich gesund, mein Kind! Noch einmal strich sie die fieberheiße Stirn und dann ging sie den Weg zum Dorfe zu. Schwerer denn je hatte sie das Kind beruhigt, denn sie ahnte nichts Gutes. Hänschen war nun allein in seinem Zimmer, denn Großmutter hatte noch allerhand zu thun. Die von so vielen kleinen Herzen langersehnte heilige Nacht senkte sich auf die weite eaen Run hegtdas kranke Knd in seinem Bettchen. Wie brennt sne Stirn, wie fieberheiß sind die lleinen Hände. —ie arme Mutter, die so eilig durch den kalten Abend schreitet, ahnt nicht, wie schlimm es mit ihrem Kinde steht. Der kleine Patient schläft nicht, sondern denkt: Ob das Christkind wohl auch zu mir kommt, hier in die einsame Heidehütte? Ueber dem Arkansas Echo Donnerstag den 1. Jannar 1925 Bettchen des Kleinen hängt ein klei-- nes, fast unscheinbares Bildchen, cn Geschenk von der lieben Großmutter Sie gab es ihm, weil er es so innig! liebte. Das Bild ist das Jesukind im weißen Kleide, und als Hänschen es erblickt, denkt er natürlich gleich an das Christkind, das in der Krippe in Bethlehem gelegen und alle Kin der so lieb hat. Deshalb kommt es auch jedes Jahr in der Christnacht wieder, um alle Kinderherzen zu er freuen, das wußte Hänschen von der Großmutter. Hänschen hatte sein Mütterchen in der letzten Zeit sehr viel weinend ge sehen und wußte nicht, weshalb. Da !rüber denkt er jetzt nach, und nun weiß er auch, warum sie immer so traurig ist. Die Großmutter hatte es ihm gesagt. Vor langer Zeit war Vater in den Krieg gezogen, und seit jenem Tage weinte die Mutter. Va ter sei fort und käme nicht wieder. Er sei im Himmel. Hänschen hatte nun einen brennen-— den, heißen Weihnachtswunsch. Er will das Christtind bitten, daß es den Vater wieder herunterschicke, damit Mütterchen wieder fröhlich werde. Großmutter hatte wohl gesagt, daß dies nicht gehe, denn wer im Himmel sei, wolle auch dort bleiben. Aber Hänschen glaubt das nicht und en deshalb das Christkind selbst fragen. Währenddessen war die alte Fran ins Zimmer getreten, ging langsa men Schrittes an das Bett des Klei— nen, legte ihre runzlige Hand auf des Knaben fieberdurchglühte Stirn und spricht in warmen, thränendurch-- zogenen Worten: „Hänschen, wie fie berst du, komm trinke.“ Aengstlich sieht sie auf das Kind und kopfschüt telnd murmelt sie: „Kind, Kind, wa rum bist du nun gerade zu Weihnach ten krank?“ „Laß gut sein, Großmutter, erwi derte der Kleine, daß Christkind kommt doch auch zu kranken Kindern, nicht wahr?“ Der alten Frau rollten die Thränen über die Wangen, denn sie schmerzte es besonders. Sie wischte sich die Augen aus, dann sagte sie in etwas leisem Ton: „Gewiß, mein Kind, zu kranken Kindern erst recht!“ „Wars denn schon bei dir, Groß— mutter?“ „Das kann ich dir nicht sagen, aber es wird nun bald kommen.“ „Bald“, flüsterte Hänschen leise, und die Alte wandte sich um, denn die Arbeit war noch nicht fertig. Draußen war es mittlerweile dunk ler geworden, der Zeiger an der Uhr war vorwärts gerückt. Der Mond sandte sein silbernes Licht durch die blumenbedeckten Fenster ins Zimmer. Auf einemal ereignete sich etwas ganz Sonderbares, draußen sang die Alte mit zitternder, gebrochener Stimme: Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder, wo wir Moenschen sind. Der alten Frau rollten beim Sin— gen die Thränen über die runzligen Wangen, denn vor vielen Jahren hat—- te sie als das einzige Kind ihrer El tern in Mutters Schoß dieses Lied gesungen. Und Hänschen drinnen er hörte es jetzt, wie ein Licht strahlen seine kleinen Augen, und mit gefaltenen Händen betet er: Nun komm. du lie bes heiliges Chrikind, komme auch zu mir! Dann schloß er die Augen und schlummerte ein Hänschens Tranm. Heller und lichter wird das Zim— mer. „Vom Himmel hoch, da komm' ich her“, singt draußen die Großmut ter. Hänschen sieht wie die Englein ins Zimmer kommen. Ueberglücklich sieht er nun auch das Christkind in seiner weißen himmlischen Gestalt schwebend sich seinem Bettchen nähern Es ist's, denkt er, denn das Bild, das über seinem Bettchen hängt, trägt dieselben Züge. Hänschen richtet sich auf und fal—- tet seine Händchen. Mit heller, zarter Stimme spricht das Christkind: „Hänschen, sag mir deinen Weihnachtswunsch, was wiün— schest du von mir,“ Stotternd erwidert der Kleine: „Liebes, gutes Christkindchen, ich ha be nur einen, schicke ihn doch wieder zu uns herunter, damit mein gutes Mütterchen nicht mehr so viel weint und nicht mehr traurig ist.“ „Lieber, kleiner Hans.“ so antwor œtet die himmlische Erscheinung, „wer im Himmel ist, will dort bleiben, diesen Wunsch kann ich dir nicht erfüllen.“ Flehend erhebt Hänschen die Hän lde und ruft: „Christkindchen, dann lasse Mütterchen und mich auch in den Himmel kommen! Nimm uns mit zu dir hinauf!“ „Ja, in den Himmel kommt Ihr alle, dafür kam ich zur Erde; diesen s Wunsch werde ich dir erfüllen.“ Hänschen war es als fühlte es die segnende Hand des Christkindchens auf seiner Stirn, und auf einmal war der helle, himmlische Ichein fort. Hänschen erwachte. da stand neben ihm die Großmutter, küßte die Stirn des Kindes und schaute ängstlich auf den Knaben. Besorgt sprach sie: „Kind! Hänschen! Kennst du mich nicht mehr?“ Dieses Fieber. „O doch!“ gab der Kleine zur Ant-- wort. „Hast du das Christkind gese hen, Großmutter, es war eben hier, und ich habe gesagt, daß es meinen Vatl schicken soll „Kind, du sprichst irre,“ jammerte die Großmutter, „ach, kme doch dein Mütterchen!“ „Die Mutter,“ spricht Häschen, „die kommt auch in den Himmel, a die Mutter und ich, und du, Groß—- mutter, sei nicht traurig, wenn du auch allein hier bleibst, ich schenke dir auch mein Bilderbuch und alles, was ich habe!“ Mit seinen heißen Händ chen streichelt er das runzliche Gesicht der Alten, dann sinkt er in die Kissen zurück. Schluchzend setzt sich die Großmut ter an das Bett des Knaben; sie beob achtet die hellen Augen des Kleinen, aber mit ihrem gebrochenen Blick sieht de Alte, daß ihm nicht mehr zu helfen ist. Im degenüberliegenden Zimmer hatte sie ein Bäumchen mit allerlei schönen Sachen behangen, denn sie dachte, und wenn es sein letztes Weih nachten ist aber ein Bäumchen soll er haben. Sie ging, um es zu holen, bald stand es im Lichterglanz vor Hänschens Bett, noch einmal mußte sie singen. Daebei rollten ihr die Thränen über die Wange, und als die Lichter erlöschen wollten, hielt die Alte das sterbende Kind im Arm. „Das Christkind hat mich geru— fen,“ flüsterte Hänschen, stammelnd, dann legte sie das Kind in die Kissen zurück —Hänschen schlief nun für immer. Mittlerweile hatte eine arme, tod miüde Frau den Weg vom Dörfchen her durch die Heide angetreten, es war Hänschens Mütterchen, sie ver langte nach ihrem kranken Kinde. Am Arm hing ein mit Honigkuchen und Spielzeug gefülltes Körbchen. Eine grimmige Kälte herrschte, ihr Weg war lang und dazu hoher Schnee. Tausende Sterne leuchteten am wol— fenloseh Himmel. Das Christkind hatte auch die arme Frau in bitterer Klte nicht vergessen. Vom Sternen—- goflimmer und Mondlicht geblendet sotzte sich die Arme am Wegrande nie— der. ihre Glieder vermochten sie nicht melr zu tragen Todmüd und voll— ständia ermattet, schlief sie balr ein MWährend Hänschen daheim das “hristkind sah, kam es auch zur Mutter und nahm ihre müde Seele auf. Am andern Morgen drang von Mund -n Mund die Kund: Die Mut-- tor im Schne- erfroren, das Kind dem Fieber erlegen —am Heiligen Ahend! Aber die Alte in der Heidehüte mwuñnte mehr. Das Christkind hatte Hänschens Wehnacht swunsch erfilllt. ——ï Unsere Zeit krankt an intellek tueller Ueberernährung und an reli— giöser Unterernährung. Die moder ne Methode der Volksbildung geht dahin, daß Kind immer ärmer an Gemüth, ärmer an Religion zu ma gen.u. dafür einseitig an Wissen und Können zu bereichern. Man ver—- rennt sich so in Sandwüsten, wo keine Blumen mehr blühen. Man klagt jetzt schon über altkluge Kinder, über zunehmende Unzufriedenheit, Roheit und Genußsucht der Jugend. de— mehr aber die Schulen dem Geist u. der Religion Christi entzogen und entfremdet werden, desto gründlicher und sicherer werden die kindliche Nai vität, sonnenhafte Fröhlichkeit und Heiterkeit aus den Herzen der dFu gend und des Volkes schwinden. Das Gotteskind, der Jesuknabe ist und bleibt das höchste und schönste Ideal der Kindheit für Haus und Schule, für Erziehung und Unterricht. de mehr man dieses Ideal aus Schule und Haus verdrängt, je mehr man es in den Hintergrund drängt, um so schlimmer werden die Kinder wer den, um so weiter werden sie sich von dem Ideal entfernen. Vögele, „Höhenblicke“. Der Deutsche, der das geschrieben hat, erfaßt nicht nur die Lage in Deutschland, sondern auch in Ameri ka. Das Herz und Gemüth verküm— moern bei der einseitigen Geistesnäh— rung, die schließlich doch blos auf „Soll und Haben“ hinaus läuft, u. statt Christen Phariser erzieht. Sie halten die äußern Vorschriften der Religion, aber ihr Kern: „Du sollst Deinen Nuächsten lieben wie dich solbst“, der geht verloren. —oo— Austin Chamberlain, der neue britische Auslandminister, hat aus Rom und Paris einen vollen Erfolg mit nach Hause gebracht. Auf das enaglische „Hände weg“ hat die Völtkerliga sich gehorsam jeder Ein—- mischung in die ägyptische Frage ent halten und dadurch wieder einmal ihre völlige Bedeutungslosigkleit für den Schutz der kleinen Nationen do—- kumentiert. „Imperxial Herviee“ 3 Warum WMaschen an

Diesen Kalten TCagen Diese Tage sind zu kalt, um sich um das Sehen nach einer Wä— scherin zu kümmern, oder die Wäsche selbst zu thun, wenn Sie keine finden. Der leichteste Weg, Waschen gethan zu haben, ist der Ge— brauch des New Way. Einfach sammeln Sie ihre Wäsche phonen für einen Driver zu kommen. Das Wetter hat keinen Einfluß auf unsern „Imperial Service“. Wah Ihre Wahl von Methoden Nasse Wäsche, wobei wir waschen und Sie Lügeln. de per Pfund; Minimum Bündel Fl. Halb Finish. (rough dry) Die Wäsche gewaschen und gebügelt, aber nicht mit der Hand fertig gemacht se per Pfund. PVhonen Sie für einen Driver vorzusprchen Imperial Caundry Operirt mit dem nenen Wasch Sustem 15. Main Street Phones 4-1720 oder 4-1721 „Imperial Seevice“ 1 Deutsche Kinder danken Amerika.

Könnt' heute ich mit Gott tes Augen scheuen, Allüberall sch' ich in deutschen Gauen Erfreut- Kinder, die in diesen Stunden Zur Danktcfeier innig sind verbunden. O schönes Bild: Vieltausen dfält'ger Lust In Mädchenherzen, in der Knaben Brust? Das wächst und schibillt zum breiten Freudesstrom Aus weiten Hallen, aus dem Weldesdom, Und Sang und Reigen kündens hier wie dort: Alldeutschlands Kinder haben lier das Wert: Zartsinnia knüpfen sie ein festes Band Von Ihrer Heimath bis zum fernen Strand, Weit übers Weltmeer hin, zu jenen Zonen, Wo ihre Freunde, ihre Helfer wohnen Die ihre Noth zu lindern sind bereit Gleich lichten Engeln der Barmherzigkeit O seid gesegnet, Samariterhände, Für eure Liebesthaten, eure Spende! Die Menschenhuld, die ihr uns zugemessen, „In deutschen Herzen bleibt sie unvergessen.“ Sie zu verstehen, sei zurück gerollt Das Rad der Zeit O wie das Schicksal grollt: Die Brüder, Väter tot, vorm Feind gefallen, In Witwenschleiern blasse Mütter wallen Darum noch heut viel hohle Kinderwengen, Darum dachin ihr rosenrothes Prangen. Darum die Sorge: Wie die Kindlein nähren? Darum im Elternaug' viel bittre Zähren. Ihr Männer über'm Meer! An euer Herz, An eures nur allein, griff deutscher Schmerz Und nährte dort die Wahre Nächstenliebe Als schönstes Reis all euer Maubenstriobe. Wie märchenhaft! Zu unserm Heil und Frommen Kam liben Ozean das Glück geschwommen Schneeweißes Mehl und Milch und andere Spende, Wie regten da die Frauen flugs die Hände Und griffen zu iu opferwi ll'ger Weise Und riefen täglich uns zur leckeren Speise. Wie löffelten die Mädchen, wie die Knaben! Sie wurden satt und freuten sich der Gaben Und sahen sich erstarken und gesunden, Ihr Wangenpaar sich röthen und sich runden, Da von den Müttern wich das Herzeleid, Sie wieder glaubten an die Menschlichkeit. So ist's gewesen in der Zeit der Noth, So heute wieder, wo der Schrei nach Brot, Das graue Elend in dem Haus der Armen, Die alten Freunde aufruft zum Erbarmen Schon sind sie da, schon ist der Tisch gedeckt, Schon lacht der Kuchen, der so köstlich schmeckt, Schon wird das Werk zum Kinderheim ersonnen, Mit einem Fest aufs nene heut begonnen. Und „lönnt ich jetzt mit Gottes Augen schauen, Allüberall säh ich ich n deutschen Gauen Errichtet einen heiligen Altar Und, zu ihm wallend, eine frohe Schaar Geputzter Kinder, die in diesen Stunden Zum Dankesopfer, innig sind verbunden.“ Und so auch wir! O, macht die Herzen weit An dieser Heimstatt der Gesellihtkett! Füllt sie mit Jubel, daß aus diesen Hallen Weit itbers Weltmeer unsere Lieder wallen Und jedes Lied den heißen Dank bedeute, Wie ihn verdient das Herz Werk der Liebeslente. Und noch ein Wart, eh' es ans Schmausen geht, Das lehtzte sei's, gleichsam ein Tischgebet: Gott schirme unser Land, und nehm in Hut Die frommen Freunde, die voll Glaubenmuth, So edelsinnig, still und ungerufen In Kinderherzen sich ein Denkmal schufen! Von einem Remscheider Lehrer geschrieben und vorgetrag auf einer Dankesfeter der Schnlkinder in Remscheid. General Anwalt Stone hat ange kündigt, deß er gegen Kriegsbetrüger vorgehen und sie zwingen werde, der Regierung 29 Mill. zurück zu bezah zahlen Das ist arg wenig, nachdem Seite 5 Familien Finish. Wäsche kom plet geweschen, gebügelt u. mit der Hand fertig gemacht. Durch-- schnittkosten 12e per Pfund. Flat Work. Haushalt Leinen das Pfund 7e. veröffentlicht wurde, daß 1000 Min für erbauen von Flugzeugen ausge geben wurde, für die auch nicht eit einziges Flugzeug abgeliefert wor den ist.

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Seite 6 7— D 7 Der Diaman— tenmacher. Roman non Wilhelmn Rubiner. TOO 0 00 0 0 0 116. Fortsezung und Schluß.) In diesem Moment trat Else ein Sie begrüßten sich so herzlich, wie sie es nur in einem öffentlichen Lolal konnten. Als sie Platz nahm, fiel ihr Blick sofort auf die Zeitung. „Du hast wohl die Geschichte aus Paris gelesen?“ sagte sie. „Ja, lie ber Erich, ich glaube bestimmt zu wissen, wer der Dieb gewesen ist...“ Achtnndzwanzigstes Kapitel. Es war ein sonniger, leuchtender Septembertag, einer jener schönen Herbsttage, die bereits mit einem kühlen, frischen Morgen beginnen, dann eine sommerliche Hitze brin-- en, die langsam abklingt als letzte des absteigenden dahres, die Zeit, die jenen gewal—- tigen Schauern vorangeht, mit de— uen die Stürme des Oktobers über die Erde dahinrasen. Vor dem Hause, in dem er wohn te, stand Erich Hofer und blickte in das flutende, zauberische Licht, das die Straße übergoldete. Die kinle Morgenluft, der leise Wind, der sanft dahinstrich, erfrischten ihn, und er atmete stark und tief, als wollte er sich neue Kraft holen. Er sah bleich, übernächtig und müde aus. Er hatte eine schlaflosi Nacht verbracht, hatte sehr früh dad Bett verlassen, die zeitigen Morgen— stunden mit allerlei Nebensächlichem vertan, und jetzt machte er sich auf den Weg in die Chausseestraße zu Döring, der ihn im Laboratorium erwartete. Versonnen und ohne rech— te Kraft schritt er vorwärts. Noch nie in seinem Leben war er so wider— strebend einen Weg gegangen wie diesen. Selbst beim Gang zu Jung haus an dem Tage, nachdem er aus Frankfurt gekommen war, war sein Herz nicht von einer so schweren Last bedrückt wie jetzt bei dem Ge— danken, bald mit Döring zusam mentreffen zu müssen.... Da war er nun vor der Tür ded Laboratoriums. Er stand einige Se—- kunden wie gefesselt regungslos, als wäre es ihm unmöglich, die Schwelle zu überschreiten. Wie nach mühsamem Treppenstei— gen atmete er- tief und schwer auf. Dann gab er sich einen Ruck, machte den letzten Schritt zur Türe und trat ein. „Guten Morgen, Erich Hofer!“ rief ihm Döring heiter entgegen, indem er sich in seiner Beschäfti gung unterbrach und dem Eintreten-- den lebhaft und mit freudigem Ge— sicht entgegenging. Er streckte ihm die Hand entgegen, nahm die Hofers, drückte sie warm und herzlich, ohne daß der Druck von Hofer erwidert wurde. Döring bemerkte das nicht. Er ging in das letzte Zimmer, wo allerlei auf dem Tisch lag, und Hofer folgte ihm. Da blieb Hofer einen Moment horchend stehen. „Sie lassen Ihre Dynamo lan—- fen?“ bemerkte er, ohne daß er sich etwas dabei dachte. „Jda,“ antwortete Döring, „ich lade die Aklkumulatoren und will auch sonst Strom haben.. Ich will doch noch meine Gesellschaft mit einigen Diamanten erfreuen bloß um Frieden zu halten.“ „Hm,“ machte Hofer, ohne aus dieses Thema näher eingehen zu wollen. „Na, wir haben je brillante Ge—- schäfte gemacht!“ sagte Döring in bester Stimmung. „Ich wußte es ja Sie sind ein tüchtiger Kerl, Hofer. Ich habe in Ihnen den besten Mann erwischt.“ „Meinen Sie?“ fragte Hofer in einem so eigentiümlichen Ton, dah Döring befremdet anfsah und Hofer oerst setzt aufmerksamer anblickte. „Sie sind ja so blaß,“ bemerkte Döring, „sind Sie krank, Hofer?“ „Ich fühle mich nicht ganz frisch,“ antwortete Hofer miüide, „aber es wird wohl bald vorilbergehen. Wir können ruhig von unserem Geschäfi sprechen.“ Döring brachte einen Stuhl, Ho fer sehte sich und holte Papiere aus seiner Tasche hervor. „Hier die Resultate u. die Abrech ming,“ sagte Hofer. „Wie die Auf nahme bei den Leuten gewesen ist habe ich Ihnen vom Wege aus ge schrieben. Ich bringe nur etwas ilber hunderttausend Mark in bar mit Schecks und Scheine der Rest wird ja innerhalb eines halben Jah res, und sptestens in dreiviertel Jahren völlig werden. Es sind zu sammen gegen 800,000 mMark nur als Anfang. laum ein Viertel von Europa.... Hier die detaillierte Aufstellung,“ Döoring üboerrbliekte rasch die Nel hen, die auf dem liniierten Blat mit ihren Zahlen aufmarschierten. Nun lachte er lustig auf. „Ja, der Anfang ist gut, vorzüg· lich,“ sagte er. „dch hoffte zwar, daß die Herrschaften sofort mit dem Gelde herausrücken würden..... aber die Verträge sind auch Geld Ich denke, in einem halben Jahr wird jeder von uns schon weit über die Million kommen.. Mei-- nen Sie nicht auch, Hofer?“ „Ja, ich denke auch.... ich hoffe wenigstens.. sagte Hofer lang sam. Und etwas schwer fügte er hin zu: „Wir werden dann in der Lage sein, den Juwelier Junghaus für seinen Verlust wenigstens zu einem großen Teil schadlos zu halten.“ „Wie kommen Stie denn plötzlich auf Junghaus?“ fragte Döring ver—- wundert. „Nun, wenn das Geld da ist,“ meinte Hofer langsjam, „da muß ja der Mann für Verluste und Sorgen entschädigt werden.“ „Und da ollen Sie sich opfern?“ scherzte Döring. Eine Sekunde schwieg Hofer. Dann sagte er mit Schärfe: „Ich? Wahrscheinlich nicht ganz. Aber Sie.. Sie werden ihm wohl das meiste bezahlen. Döring hob überrascht den Kopf. „Wie meinten Sie sagte er in einem Ton, der Erstaunen und Ab— weisung ausdrücken sollte. „Wie ich es sagte,“ anwortete Ho fer anscheinend gleichgültig. „Da Sie es genommen haben, müssen Sie es auch gutmachen.“ Eine beklemmende Pause ent— stand. Sie sahen sich beide scharf in die Augen, und die Blicke trafen sich wie blitzende Schwerter. Eine tiefe Blässe lag jetzt auf dem Gesicht Dörings. Einige Se—- kunden stand er starr und steif. Dann drehte er sich langsam um, rückte einen Stuhl zurecht und setzte sich nieder. Wieder vergingen meh— rere Sekunden. „So haben Sie es also heraus. gebracht!“ sagte Döring nun mit auffallender eigentümlicher Ruhe. „Sie, oder auch schon die Polizei?“ „Also es ist wirklich 50!... Nun, bis jetzt weiß es nur ich al— lein antwortete Hofer trocken und düster. „Aber „Vitte „In den Zeitungen tobt ein Fall aus Paris.. diesen kenne ich nicht. Es heißt so steht es ge—- druckt. man habe bereits ganz sichere Spuren. Wnn nun auch hier dasselbe ist. dieselbe Per son.. Wieder eine beklemmende Stille. „Döring!. rief Hofer rauh. „Ja?... kam es wie ein leises Echo. Hofer sprang auf es war, als hätte ihn plötzlich eine wilde Wut erfaßt. „Am liebsten möchte ich Sie mit meinen Händen erwürgen!“ sagte er beinahe schreiend, „weil Sie das getan haben.. das!.. Nicht, weil Sie es mir getan haben! Das habe ich bereits überwunden. Aber weil Sie.... Sie.... ein solcher Mensch wie Sie.. so was tun! Es ist gräßlich. Es ist entsetzlich!“ Er ging im Zimmer hin und her. fassungslos, in tiesem Schmerz, in unnennbarem Zorn. „Ich fand keinen anderen Weqg. meine Idee unsere Sache je— mals zur Tat zu machen,“ sagte Döring leise. „Und darum! Darum!“ erwi derte Hofer bitter. Hätten Sie nicht noch ein, zwei Jahre warten kön nen! Einem Menschen, wie Sie es sind, einem Karl Döring, bietet sich immer Gelegenheit. Sie hätten alles verwirklicht. Noch einmal das Schweigen... lange, lange Minuten. Döring saß und schaute vor sich ins Leere. „Ein armer Chemiler sagte plötzlich, wie vor sich hinredend, „bald stellenlos, bald in einer Stelle, von der man kaum leben konnte dazu tausend Ideen und aller— lei Pläne im Kopf.... und lebens durstig. und mit Leidenschaf ten. „Das Spiel unterbrach Hofer „Nun ja, das Spiel.... eine Leidenschaft wie das Rauchen, wie der A1k0h01.... unheilbar trotz der besten Vorsätze. noch schlimmer als Trunksucht.... und dazu ein leidenschaftliche, wahnsinnige Lieb zu einer jungen schönen Frau mit luxuriösen Bedürfnissen, mit kost spleligen Gewohnheiten.... Arm Wanda t- Er versank in dumpfes Sinnen „Das machte sich einmal so, als ia in einer fremden Stadt war... ich suchte einen Bekannten in einem H0te1.... Die Leute sind so acht 105.... Ich trat in ein Zimmer ein, aus Irrtum. ich dachte, es wäre das richtige. Da lagen elne Menge Schmucfstiicke, nachlässig ver streut. und ich brauchte so nio ein paar Mark.. so notigl... und es lam liber mich wie eine Ver-- rücltheit. ich griff zu.... Und merlkwürdig. ich verstehe es! Arkansas Echo Donnerstag den 1. Jannar 1926 heute nicht.. Kein Mensch mel dete sich dann.... nichts darüber war zu hören.... So fing es an ich hatte vorher gehungert.. ich hatte von trockenem Brot gelebt um äußerlich gut und sorglos zu er scheinen.... Nun begann ich wirk— lich zu leben.... zu leben mit al— lem, zu dem mein unruhiges in drngte. „Ein solches Leben!“ sagte Hofer mit verächtlichem Spott. „Und alles wurde vom Spiel ver— schlungen,“ fuhr Döring fort in ei nem Ton, als wenn er sich selbst Rechenschaft ablegen müßte. „Ja, ich bekam allmählich Uebung,“ in seiner Stimme klang in diesem Moment scharfe Ironie. „Ich konnte kommen und verschwinden, ohne daß eine Spur zu bemerken war.... Wie ich es bei Ihnen machte? Das war meine Meisterleistung. Plötz lich sprang er empor. „Wie zum Teufel sind Sie denn dahinterge-- kommen, Sie naiver, vertrauensse liger Mensch, Sie!“ rief er wild. „Meine Braut hat Sie in Am-- sterdam bei Neerbosch gesehen... und das übrige ergab sich....“ antwortete Hofer. Döring blickte ihn wie entgeistert an. Dann lachte er böse auf: „Die Rache des Weibes!“ rief er mit zorniger Ironie. „Wissen Sie, wie ich dazu kam, Ihnen den Schmuck wegzunehmen? Ihre Braut, die große Entdeckerin, erzählte ganz harmlos ihrer guten Freundin, meiner Braut, daß Sie aus Frank—- furt einen Schmuck für anderthalb Millionen Mark holen wollen... Ja, wenn es Schmuck gilt, werden alle Frauen beredt. Und meine Wanda erzählte es mir. Denken Sie nur, einen so herrlichen Schmuck. „Wir fuhren in demselben Zuge, Sie und ich.... Ich sah Sie ins Hotel gehen und wußte Sie nun zu finden. Und um im Dunkeln in ein Hotel ungesehen zu gelangen und ungesehen zu bleiben, hatte ich schon Uebung. Das übrige wer ja einfache Sache.... Ich hatte aber doch Mit leid mit Ihnen.. und um Sie rasch aus der Patsche zu bringen und die Angelegenheit auch etwas ungewöhnlich zu machen, vertauschte ich die Garderobe.“ Er erzählte, als wenn er über den harmlosesten Vorgang berichten würde. Hofer ging in wildem Aufruhr seines ganzen Fühlens unruhevoll auf und ab. Ein schweres Stöhnen kam aus seiner Brust. „Und da haben Sie mich, gerade mich! zum Sozius gemacht!“ rief er. „Den besten, den ich erhalten konnte,“ sagte Döring mit Selbst ironie. „Sie waren der einzige Mensch, den ich wirklich schwer ge— schädigt hatte. alle anderen konnten es leicht tragen. Wären Sie nicht zu mir gekommen, hätte ich Sie schon irgendwie selbst geholt.“ Hofer ging noch immer hin und her. Plötzlich blieb er stehen. „Wir wollen abrechnen!“ sagte er kurz. „Ah, Sie wollen mit einem Diebi keine Gemeinschaft haben?“ meinte Döring mit einem heiseren Lachen. „Ich will das Kompagnieverhält— nis nicht weiterführen,“ sagte Hofer kalt. Kurzes Schweigen entstand. „Ich lasse Sie nicht aus dem Vertrag,“ sagte Döring achselzuckend. „Schön, ich entlasse mich solbst,“ erwiderte Hofer. Da sprang Döring mit blitzenden Augen auf ihn zu. „Was denken Sie sich, Hofer?“ rief er mit Leidenschaft. „Glauben Sie denn, ich habe alles getan, Sie reich zu machen, damit Sie mir so nach Laune davonlaufen? Fällt es Ihnen denn gar nicht ein, daß ich besondere Absichten dabei hatte?“ „Oh, die Absichtenl. sagte Hofer abweisend. „Ja, ja,“ sagte Döring in resig niertem Ton, „da Sie nun wissen. was Sie niemals hätten erfahren sollen, dringt ja kein verstehender Gedanke in Ihr Hirn ein.. Ver—- suchen Sie einmal zu begreifen... Denken Sie sich einen Augenblid in die Lage eines Menschen, der unruhig darauf loslebt, wie wahn sinnig arbeitet, und immer und je den Augenblick von dem Gedanken gepeinigt wird: du bist ja ein Dieb! Man hat dich noch nicht entdeclt.. aber nun haben wir es ja— vielleicht d0ch1.... Verstehen Sie nicht, warum ich das Weib, das ich wie ein Verrückter liebe, nicht heira ten will?“ sechrie er tobend, „weil ich Angst habe, ihren Namen zu schänden!“ „Aber warimn, warum haben Sie das alles getan?“ fragte Hofer schmerzvoll. „Weil ich arbeiten, weil ich schaf fen wollte!“ rief Döring, „weil ich mir meine Idee von der Seel wälzen und sie zur Wirklichkeit ma chon wollte. Weil es mein Traum war, meine Wanda zu meiner Frau zu machen.... wenn ich erst aus eigener Kraft relch werde. „Und wozu brauchen Sie mich?“ fragte Hofer. Sie? meinte Döring wehmü tig, „zunächst Ihretwegen. dat war auch eine meiner Verrücktheiten luind dann.... wissen Sit, Hofer. vielleicht passiert mir doch etwas.... vielleicht.... es ist schon der Anfang gemacht... ich will für Wanda sorgen. und es muß jemand da sein, von dem sie sicher weiß, daß mein Anteil in die rechten Hände kommt.... verstehen Sie wohl, Hofer? Auch wenn man die Geschädigten bezahlen wird, wird noch genug bleiben.. Ich lasse Sie nicht! Ich lasse Sie nicht!“ rief er mit heißer Heftigkeit. Wieder wurde es totenstill im Raum. Da sagte auf eininal Hofer ganz leise: „Wie ist es mit Paris? Sind Sie da gleichfalls Döring ließ den Kopf sinken und antwortete nicht. „Also doch! Also doch!“ sagte Ho— fer, gänzlich entmutigt. „Und dabei habe ich in derselben Zeit Geld um Geld geschafft, und als ich von Ihnen ging, besaßen Sie Tausende, die Ihnen für Diamanten gezahlt worden waren, für Diamanten, von denen Sie den Leuten und mir vor—- geredet hatten, daß sie aus Ihrem Ofen kämen.“ „Alles verspielt!“ sagte Döring tonlos. „Ja, alles verspielt!“ wiederholte Hofer. Er schreckte empor. „Packen Sie Ihren Koffer und gehen Sie ins Ausland! Nach Südamerika, e gend wohin, nach Asien. wohin Sie wollen!“ rief er heftig. „Und sofort! Nicht einen Tag bleiben Sie in Berlin! Der Boden brennt unter Ihren Füßen.. Hier nehmen Sie alles Geld, das ich mitgebracht habe.. Frau Marhold wird, muß dann nachkommen. Aber fort! Nur fort!“ „Glauben Sie wirklich, daß ich das tun werde?“ fragte er. „Wenn es dazu kommen sollte. hm. wie ein gehetztes Wild umherzuirren während Steckbriefe den Na men in die ganze Welt tragen. mit hoher Belohnung für den, der den raffinierten Dieb fängt.... Nein!. „Aber. das ist ja Wahnsinn!“ rief Hofer. „Wahnsinnig, lieber Freund, bin ich schon längst,“ sagte Döring spöt tisch. „Wie hätte ich denn sonst, nachdem ich durch Sie und m Ihnen in erträgliche Verhältnisse gekommen war und ganz ruhig hätte leben können, solchen verrückten Un— sinn machen können? Na, und was ist ein Wahnsinniger denn wert?“ „Aber Mensch!“ rief Hofer. Plötz lich ging er auf Döring zu. „Hören Sie, Karl Döring,“ sagte er ganz weich, „was ich Ihnen heute auch alles gesagt habe.... eines sage ich Ihnen jetzt: Ich habe Sie lieb... ich habe nie einen Menschen gekannt, dem mein Herz so brüderlich zuge tan war wie Ihnen.... trotz Ihrer ganzen niederträchtigen Schlechtig keit und Verworfenheit. Ich habe Sie lieb, Karl Döring, und ich habe Angst für Sie.... unbe— schreibliche Angst!l. Der Gedanke, Sie.. Sie nicht frei und im Staub zu wissen, zerreißt mir das Herz. Reisen Sie ab, Karl Do. ring, reisen Sie, so schnell Sie kön— nen... Ihre Wanda wird zu Ih—- nen kommen. und auch ich werde kommen.... aber fort.. fort! Nehmen Sie den nächsten Zug... ich zittere vor Angst, wenn ich Sie noch hier sehe. „Dank Erich Hofer,“ sagte Döring leise, indem er seine Hand ergriff, „ich überlegte schon... wis sen Sie, Hofer, daß ich auf alle Fälle a11e5.... alles vorbereitet habe? Verrückt und doch so vernünf— tig! Ich stehe immer, und nahezu schon ein ganzes Jahr auf dem Sprung. Denken Sie nur, wie das in einem wühlt! Und ich glau— be, Sie ängstigen sich ohne jeden Grund. Ihre Phantasie arbeitet zn stark.. Ich bin doch ein sehr vor— sichtiger Mensch. Ich will ja reisen.. ja.. aber es brennt noch nicht. der Zug kann noch auf mich warten. „Also nicht!“ sagte Hofer resig niert. „Ja doch!“ meinte Döring unge duldig, „ich werde reisen, gewiß; vielleicht heute abend, oder morgen früh.... wahrscheinlich überhaupt morgen. Ich habe noch etwas vorher in Ordnung zu bringen.. Und ich bitte, Hofer, tun Sie mir den Gefallen. ich bitte Sie dringend darum, nehmen Sie auf alle düle die Papiere, das Geld, die Schects an sich. Ja? Ich werde es noch von Ihnen abfordern.... Wie gesagt. Ihre Phantasie ist zu lebhaft Hofer steckte achselzuckend die Pa piere ein und sagte nichts. Döring ging an den Arbeitstisch. machte sich da zu schaffen und sagte in gleichgültigem Tone: „Es ist eigentlich schade, daß Sie mich so zwingen, liler Hals und Kopf abzufahren. Ich trage nmich schon seit einiger Zeit mit einer Idee, die mindestens so gut ist wie unsere Wasserstoffwiirfel. Und durch Ihre Elle werde ich vorläufig nicht zum Erxperiment kommen.“ Hofer hörte zu, aber er antwor tete nicht. Tiefe Stille herrschte im Raumt. Nur das dumpfe, sausende Geräusch, das von der Bewegung der Dynamo—- maschine aus dem Keller herauf drang, war als dauernder Ton zu vernehmen. Da sagte Döring, plötzlich auf horchend: „Kommt denn da jemand? Es sind Schritte im Hof. Doch nicht meine geliebten Diamantenherren?“ Einige Sekunden darauf klopfte es an die Tür, und gleich danach trat ein Herr ein, ein breitschultri ger Mann mit dunklem Schnurrbärt chen, dunklem Haar und einem freundlichen Lächeln auf dem ge— bräunten Gesicht. „Kann ich Herrn Döring spre— chen?“ fragte er, den Blick auf Dö— ring gerichtet. „Ich bin es,“ sagte dieser. „Ich möchte nur einige Worte unter vier Augen.. Döring blickte ihn scharf und prü— fend an. „Bitte, genieren Sie sich nicht,“ sagte er lässig, „der Herr da ist ein Freund, er kann alles hören... Bleiben Sie nur, bitte, ganz ruhig hier, Hofer.. Mit wem habe ich das Vergnügen?“ „dlch bin Kriminalkommissar,“ sagte der andere halblaut. „Ich habe nur eine Frage an Sie zu richten. Wo befanden Sie sich in den Tagen vom 12. bis 15. September?“ Hofer fuhr erschrect zusammen. „In Berlin, Herr Kommissar,“ antwortete Döring laut lachend. „Sollte das nicht ein Irrtum sein?“ sagte der Kommissar. „Man will Sie bestimmt in Paris gesehen haben.“ „Nein, ich war in Berlin,“ be hauptete Döring. „Und dennoch heißt es in Paris,“ entgegnete der Kommissar. „Dann müssen Sie mir das erst beweisen!“ sagte Döttng, noch im—- mer lachend, wie ein Mensch, dem ein solches Gespräch großen Spaß macht. „Kaum,“ meinte der andere, „es wird wohl an Ihnen sein, nachwei sen zu müssen, daß Sie in Berlin waren.“ „Muß das sofort geschehen?“ fragte Döring, noch immer in hei terem Tone. „Wenn Sie es können ja; das wäre auch das beste,“ erwiderte der Kommissar, „sonst müßte ich Sie bitten, sich mit mir auf das Präsi dium zu bemühen.“ „Haben Sik eine Droschke drau ßen?“ fragte Döring so lustig, als wenn ihm die Sache immer größeres Vergnügen bereiten würde. „Sie steht vor dem Tor,“ lautete die Antwort. „Na gut,“ sagte Döring, „war ten Sie nur einen Moment ich will erst die laufende Maschine ab stellen. Hofer,“ wandte er sich zu diesem, „leben Sie wohl einstwei— len.. Grüßen Sie mir Wan— da Er strectte Ihm die Hand entgegen, die Hofer ganz betäubt, herzlich drückte. Als wenn er wirklich nur noch den kurzen Griff am Schalthebel machen wollte, schritt Döring mit ru— higem Gesicht zu selnem elektrischen Ofen. Aber er hatte nicht ausge schaltet, sondern hob die Decke des Ofens ab. Dann drehte er einen Hebel. Eine weißleuchtende Flamme schlug knatternd auf, und in furcht barem Erschrecken stieß Hofer einen gellenden Schrei aus. Er stürzte zum Ofen hin, um Dö ring noch in der allerletzten Selunde zurückzureißen, aber die starke Hand des Kommissars erfaßte ihn in dem selben Moment und hielt ihn fest. „Rühren Sie ihn nicht an, wenn Sie nicht vom Strom getroffen und sofort tot sein wollen!“ schrie er ihm zu. Hofer taumelte zurück. Doch so— fort war er wieder gefaßt, und mit der Geistesgegenwart, die ihm die Not des Momentes eingab, sprang er zur Wand, an der sich die Schalt vorrichtungen für die Maschine be— fanden, und stellte mit einem Rud die Dynamomaschine ab. Nun lief er auf Döring zu· Die— ser stand starr und reglos, in jedei der verbrannten Hände eine Kohlen spitze die Enden der elektrischen Leitung tot. erschlagen von der gewaltigen Spannung des elel trischen Stromes.. mit einem sonderbaren Zug im Gesicht, der einem spöttischen Lächeln gleichsah. Die beiden Müänner lösten ihn nun vorsichtig von der Leitung los und lagerten ihn sanft auf den Fußboden. Vergebens war die Mühe, ihn ins Leben zuriülckzurufen. Mit brennender Trauer im Her zen, driüickte Hofer dem Toten die Augen zu, die mit ihrem dunklen Glanz noch jeht so schön waren und noch im Tode warm leuchteten... Nennundzwanzigstes Kapitel. Die Nachricht, daß der hochbegabte Chemiker Karl Doöring unter so merkwürdigen Umständen verun glückt war, erregte in einigen Krei sen ein gewisses Aufsehen. Ma konnte es nicht begreifen, wie e—t möglich ward, daß ein Mann, de mit den gefährlichsten elektrischer Maschinen so sicher umzugehen ver stand, dermaßen alle Vorsicht ver gessen konnte, daß er vom elektri schen Strom getroffen wurde. Manche Leute freilich sahen der Fall anders an und glaubten, di tieferen Ursachen zu kennen. Abe sie hüllten sich in tiefes Schweiger die große Zahl der Bekannten des Verstorbenen erfuhr nichts da— von. Auch der schönen Frau Wand Marhold blieben die Ursachen unbe— kannt. Der Tod des Mannes, den sie ebenso leidenschaftlich geliebt hat te, wie sie von ihm geliebt worden war, bedeutete für ihr Leben eine schwere Katastrophe. Es war, als wäre die Kraft ihrer gFugend gebro chen, und alles Fühlen in ihr zer stört worden. Innerhalb weniger Wochen erschien sie um Jahre geal— tert. Gleichgültig nahm sie davon Kenntnis, daß Karl Döring, dieser lebenslustige, junge, vollkräftige Mann, ein Testament hinterlassen, in dem er sie zur Erbin seines An— teiles an seiner Erfindung einge setzt hatte, unter der Bedingung, daß Erich Hofer auch weiterhin Gesell schafter bleiben müsse. Frau Mar— hold hätte leichten Herzens auf alle Einnahmen und Gewinne verzichtet, wenn der geliebte Mann an ihrer Seite geblieben wäre. Der große Diamantendiebstahl aber, der in Paris begangen wor— den war, blieb für alle Zeiten un aufgeklärt. Die Polizei konnte we-- der die Diamanten auffinden, noch auch den Urheber mit völliger Si— cherheit feststellen, obgleich sie alle Indizien in der Hand hatte, die im mer wieder nur zu Karl Döring hinführten. Aber Döring war tot, und die Diamanten schienen aus der Welt verschwunden zu sein. Aber dafür erhielt die Polizei völlige Aufklärung über den Dieb— stahl in Frankfurt am Main. Es war geradezu erstaunlich, wie sorg-- fältig Döring alles für den plöt— lichen Tod vorbereitet hatte. Er hatte wirklich immer auf dem jähen Sprung zwischen Sein und Nicht sein gelebt, immer mit einem ra— schen Ende vor Augen. Und so hatte er auch außer dem Testament ein kurzes Schriftstück hinterlassen, 1 dem er die Tat in Frankfurt k- 4 schilderte nur zu dem Zweck, un Erich Hofer von allem Druck zu ent lasten und die Bitte an die Poli-- zei richtete, in Anbetracht der aller schwersten Sühne, deren er sich frei willig unterworfen hatte, seinen Namen nicht öffentlich preiszugeben. Wirklich war bald nach dem Tode Dörings in den Zeitungen die Nach-- richt zu lesen, daß die Diebstahls angelegenheit in Frankfurt, die sei nerzeit so viel Aufsehen erregt habe, nunmehr völlig aufgeklärt daß man aber den Schleier des Schwei—- gens darüber breite, weil der Urhe ber deswegen freiwillig aus dem Leben geschieden sel. Auch sei der Hofjuwelier Junghaus flür seinen Verlust vollauf entschädigt worden. Etwa drei Monate nach dem tra gischen Ereignis fand die Trauung Erich Hofers mit selner geliebten. klugen und mutigen Else statt. Der Geheime Rechnungsrat Ewald Zim-- mermann hatte aus vollem Herzen seinen Segen zu dieser Verbindung gegeben, und die Frau Geheimrat empfand darüber so große Freude, daß sie sich förmlich verjüngte und innerhalb weniger Tage eine froh—- launige, gesunde Frau wurde. Nur durch einen unbedeutenden Umstand fühlte sich der Geheimrat bei der Trauung seiner Tochter ein wenig gestört. Hofer hatte darauf bestanden, daß der Uhrmacher Franz Kiesewetter als Heuge fungieren sollte. Ein kleiner, unbekannter Uhr macher? Das war dem auf strenge Formen so sehr bedachten Geheim rat nicht ganz angenehm.... Aber er veußte sich fügen und war auch schlleßlich zufrieden. Doch während die Gläser anein ander klangen und an das Ohr Erich Hofers fröhliche Worte dran gen, die sein nunmehr erbllühtes junges Glück feierten, gedachte er mit tiefer Wehmut des Mannes, der ihm die schwersten Stunden des Le—- bens brachte, und den er dennoch so lieb gewonnen hatte dieses sonderbaren, mit Genie begabten, von verbrecherischen Leidenschaften gehetzten Mannes, den jseht ein Grab hiligel deekte. Und auch der sungen, schönen Frau gedachte er, die einsam in ih rer luxuriösen Wohnung saß und trostlos weinte, wemte um den Mann, den sie so heiß und innia !geliebt hatte, und der dahingegangen war, um nimmer.... nimmer wie derzukehren. Ende.

Tue Gutes, dein Nachbar 4 start es nie; tue Böses, man weih es auf hundert Meilen.

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Sein Ueber— tritt zum Christentum ist auf einen dramatischen Zwischenfall während des Boxeraufstandes zurückzuführen. Damals befand sich der General dufällig in der Nähe einer Truppe, die gerade eine große Anzahl von Christen hinrichtete. Ein junges Mädchen allein sollte davon ver— schont bleiben, das traurige Los der Unglüeklichen zu teilen Das Mädchen indessen erbot sich, ihr Le ben für eine alte Frau hinzugeben, die sich als christliche Missionarin betätigt hatte und ebenfalls hinge richtet werden sollte. Feng wurde durch diese Selbstverleugnung so ge rührt, daß er sich auf der Stelle entschloß, den christlichen Glauben anzunehmen.. Das Christentum des Generals ist durchaus streitbarer Natur, und man könnte ihn mit einem Kreuz fahrer vergleichen. Sein Glaube muß auch der der andern sein. Und nach gewonnener Schlacht läßt er den geschlagenen Gegner zwischen der Taufe und dem Tode wühlen. Er verwendet auch häufig die Basto— nade, um die Hartnäckigen und Ver— stockten auf den rechten Weg zu brin— en. Er taust ganze Regimenter. Die frommen Weisen, die er vor dem Essen und während der Schlacht singen läßt, einnern an die Ge pflogenheiten der puritanischen Sol daten unter Cromwell. Seine aus Amerita impottierte Lieblingshymne ist eine Variation der Marsaillaise und beginnt nit den Worten: „Vor— wärts, christlihe Soldaten.“ Gene— ral Feng erlaubt seinen Soldaten weder das Rauchen noch das Trin ken noch dar Glücksspiel. Daher sind seine Tuppen die bestgedrill ten in China und ganz besonders wegen ihrer Manneszucht geschätzt. 80 Proßent se ner Soldaten sind reits Christen Jeder von ihnen ist gehalten, sih in einem Handwerk auszubilden, und die Leute, die zum gleichen Handwerk gehören, bilden in der Truppe die geschlossene Ein— heit. So gibt es Bataillone von Schuhmachern, Zimmerleuten, We— bern und andern Handwerkern. Die gesamte Ausrüstung wird von den Soldaten eigenhändig hergestellt. Wegen ihrer guten Haltung sind General Fengs Truppen in China sehr beliebt, und die Dankbarkeit, die man ihrem Führer, dem „chine-- sischen Cromnell“ bezeigt, äußert sich manchmal in recht seltsamen Formen. So haben die Handels kammer und andere öffentliche In stitute von Peking seinen Soldaten Schirme gestiftet, auf die Myriaden von Namen ausgezeichnet sind. In den Straßen sieht man oft lange Prozessionen von Leuten, die den Soldaten Liebesgaben bringen. A sonders dankhare Bürger treiben Schweine vor sich her. Ganz China ist darin einig, daß Feng ganz vorzügliche Charaktereigenschaften besitzt, und die Seite, auf die er sich schlägt, wird als „Frontseite“ bezeichnet, worunter man in China die aussichtsreichste Partei versteht. Der General ist das Erziehungs produkt der britischen und ameri— kanischen Missionare in China, die nicht wenig stolz auf ihren Schüler sind. Aber General Feng ist nicht die einzige eigenartige Figur unter den Spielern und Gegenspielern im chi nesischen Bürgerkrieg. Dem erfah renen Militär, der elne zuverlässige Armee aus dem VBoden gestampft hat und sie mit eiserner Mannes zucht zusammenhält, der im Kampf um die Herrschaft dem Christenglau ben Proselyten wirbt, steht der Typ der Philosophen gegenüber, der im General Wu Pei--su verklörpert ist. Trotz seiner militärischen Laufbahn und seinem hohen Rang trägt er ein einfaches, schwarzes Gewand, das ihm das Aussehen eines Profes sors verleiht. Seine Denkungdart stimmt vollkommen mit seiner pro sessoralen Physiognomie überein. Er versteht, sich zu schlagen, obwohl; er die chinesische Philosophie studiert hat. Seine Werke, in denen er die Charalterköpfe dieser Philosophie schildert, verraten seine feine vil dung. Was wird Feng Mun-hsiang nun weiter beginnen? Das ist die gro— ße Frage, auf die er vorerst ne Antwort gibt. Er hat zwar ein Manifest erlassen, in dem er verkliin det, daß der Krieg zu Ende sei und daß die chinesischen Soldaten ein Unrecht begehen wiürden, wenn sie gegen einander kämpften. Aber die chinesischen Generale haben es nie an ähnlichen Erkllärungen sehlen lassen. Auch darf bezwei olt werden ob sich General Feng auf die Danue behaupten wird, denn der überwie gende Teil des Landes will von sei— non christlichen Reformideen nich wissen. Seine Stitze ist lediglic soino noraslellche Truppe und seent L Arkansas Echo Donnerstag den 1. Januar 1925 grotze admimstrative VBegabung. Er wird sich solange halten, wie die Intrigen in Peking seiner Energie nichts anzuhaben vermögen. Peking lin Seylla und Charybdis, wo alle chinesischen Generale bis heute Schiffbruch erlitten haben, denn die Ränkewirtschaft und Korruption, die dort herrschen, sind unbeschreiblich. Noch ist das Reich der Mitte im Zustand der Gärung und des Ue— berganges, und es ist unmöglich, die Zukunft ergründen zu wollen. Die Aufmerksamkeit der übrigen Welt ist inzwischen den Ausländern zuge wandt, die mitten im Herxenkessel siten. Die Befürchtungen, die das Schicksal der Weißen da und dort erweckt hat, scheinen erfreulicherweise unbegründet zu sein, wenn man dem Brief glauben darf, den eine Engländerin aus Peking einer Lon-- doner Zeitung hat zugehen lassen. „Wir Europäer in Peking,“ so heißt es dort, „machen uns gar nichts aus dem Krieg. Die Gesandtschaf ten können nicht viel zu unserm Schutz tun, da sie nur wenig Trup— pen zur Verfügung haben. Die bri tische und italienische Gesandtschaft verfügen nur noch über die Hälfte ihres gewöhnlichen Bestandes, und die belgische und spanische Gesandt schaft haben überha.pt keine Schuh— wachen. In jedem Fall sind wir den Bomben der chinesischen Flug— zeuge preisgegeben; es ist noch ein Glück, daß die chinesischen Aeroplane viel zu hoch fliegen, um überhaupt ein Ziel nehmen zu können. So kommt es, daß die Bomben stets weit weg vom Ziel niederfallen, das die Flieger im Auge hatten. Soviel ich hörte, ist bisher überhaupt nur eine Person durch Flugbomben getö tet worden. Es war das ixgendwo im Norden der Stadt, in einem der dichtbevoölkerten Viertel. Vierfüh ler gibt es überhaupt nicht mehr in Peking; die Tiere sind alle von den Kampftruppen requiriert, zusammen mit den Kulis, obwohl diese am al lerwenigsten Neigung haben, sich kriegerisch zu betätigen. Der kleine Liebesgott ist bei dieser ehestiften den Tätigkeit just so arbeitsfreudig, wie er es im Anfang des europãi schen Weltkrieges war. Wurden doch an einem einzigen Tage der letzten Woche in Peking 1200 Ehen ge— schlossen.“ ———ì Märtyrer der Hofetikette. Bis zu welchen irrsinnigen Aus wüchsen in früheren Jahrhurderten zuweilen die Hofetikette getrieben wurde, das zeigen die beiden folgen-- den Beispiele. Es wird erzählt, daß König Philipp der Dritte von Spanien einmal bei seinem Kamin saß, in dem ein gewaltiges Holz feuer brannte. Der König litt un— gemein unter der ausgestrahlten Hitze, aber seine Würde erlaubte ihm nicht, seinen Platz zu verän— dern, und die Diener konnten das Zimmer nicht betreten, weil dies ge gen die Hofetikette gewesen wäre Endlich erschien der Marquis de Potat, und der König befahl ihm, das Feuer zu dämpfen. Der Mar-- quis aber entschuldigte sich, indem er sagte, die Etikette verbiete ihm, einen solchen Auftrag auszuführen, zu diesem Zwecke müsse vielmehr der Herzog von Ussade berufen werden. Der Herzog war ausgegangen, das Feuer brannte weiter, und der Kö— nig ertrug lieber die unerträgliche Hitze, als daß er etwas sich in seiner Würde vergeben hätte. Aber, so wird weiter erzählt, sein Blut hatte sich derart erhitzt, daß sich die Ge— sichtsrose bei ihm einstellte, an deren Folgen er dann gestorben ist. Ein andermal war der spanische Kö— nigspalast in Brand geraten. Ein Soldat, der wußte, daß des Königs Schwester sich gerade in ihren Ge mächern befand und sicher ein Raub der Flammen werden würde, stürzte mit eigener Lebensgefahr hinein und brachte die Prinzessin in Si— cherheit. Aber die Hofetilette war furchtbar verletzt, und der trenue Soldat wurde vor ein Gericht ge— stellt und zum Tode verurteilt. Die Prinzession setzte freilich durch, daß ihr Retter begnadigt wurde.

Ein Fassadenkletterer, ber filmen wollte. Dieser Tage erschien im Aufnah meatelier einer Berliner Filmgesell schaft ein Mann, der sich erbot, ein! schwieriges Kletterkunststiick auszu führen. Er bezeichnete die Ausfüh— rung als kinderleicht und trat! überhaupt sehr großspurig auf. Nach langem Hin und Her enga— gierte ihn der Aunfnahmeleiter für die Kletterszene und schickte ihn zum Friseur zum Schminken. Als dann der große Moment kam, in dem die Aufnahme vor sich gehen sollte, stell ten sich zum Erstaunen sämtlicher Anwesenden mehrere Kriminalbe amte ein, die den neuen „Sensa tionsfilmdarsteller“ verhafteten. Ei war ein von der Polizei bereit seit langem gesuchter Fassadenklet terer, der im Westen VBerlins und in den Vororten sein Umwesen trieh

Markranstädt, Sachsen. Die Goldene Hochzejt feierten Lonuis Roengz und Fran, Lilttner Strate 10. CEin enropũischer Welt- Slkandal. Goldsucher und Leichenschänder im französischen Aunfbangebiete. Wenn ein französischer Minister irgendwo an der einstigen Kamps-- front ein Soldatendenkmal enthüllen soll, so macht der Extrazug einen großen Bogen um die „Rote Zone“. Man fährt den Minister durch ein paar „aufgebaute“ Dörfer, deren Häuschen in einem tollen Kunter bunt durcheinander gewürfelt sind; in der Denkmalsrede wird der Eifer gelobt, den die Unternehmer bei der Massenherstellung rotgeziegelter Be—- hausungen zeigen. Wenn die Englän der und Amerikaner in Vergnü gungszügen Front ·Exkursionen ma—- chen, so fährt man sie höchstens vor ein im „Urzustande“ erhaltenes Kampffeld des Verduner Festungs gebietes. Strikte Bestimmungen ver bieten den Besuch der „Roten Zone“. Nicht einmal Herr Poincarẽ, der doch jeden Sonntag seine Frontbe— suche macht, kommt in die Gegend der „zone rouge“. Ein furchtbares Geheimnis waltet über diesen Schlachtfeldern; sie er-- strecken sich von der Craonne·Höhe über den Chemin des Dames. die Abtei von Vauelere, nach Cerny-en- Laonnois, Hurtebise, Vallée, Foulon. Visher sorgte das Ausfbauministe rium nicht für die Wiederherstellung dieser Wüstenei. Aber ein anderer Patkt wurde abgeschlossen: in- und ausländische Unternehmer pachteten das Gebiet des Grauens, um daraus Schätzee zu holen. Ungeheure Ge—- schoßmengen ruhen unter dem Erd— reich. Tausend Skelette sind noch der Nachprüfung wert, denn an manchem findet man noch einen Ring, ein Armbaxd, ein Medaillon, Goldmün—- zen lassen sich noch aus dem Boden scharren. Stritten doch hier die „rei chen Sammies“, die aus Amerika kamen; es war die Schlachtlinie der „zivilisierten Nationen“. Franzosen, Engländer, Italiener, Amerikaner, die Legionen der Tschechen und Po—- len warfen sich hier im Juli 1918 den Deutschen entgegen. Zu Tausen den sanken sie hin. Und überall wur den Waffen aufgespeichert. 35 Fuß unter der Erde vergrub man Ge— schosse. Sie explodierten massenweise, aber manches Magazin hat sich er halten. „Reichtümer ruhen in der roten Zone,“ sagen die Chinesen, Araber, Polen, Türken, die dort draußen graben und graben. Die Unternehmer machen ein bril-- lantes Geschäft. Sie entrichten dem Staate eine gewisse Summe für die „Ausbeutung des Bodens“, lassen den Abhub aus allen Ländern der Erde heranbringen. Weder Identi tät noch sonstige Angaben sind nach zuweisen. Hier in der roten Zone gelten nicht die Gesetze der zivi— lisierten Welt. Mögen es Verbrecher sein, die der Strase entronnen sind, mögen es Desperados sein, die hier ihre letzte Zuflucht finden gleiches Recht für alle. In „Wild-West“ Nordfrankreichs sind sie geborgen. Lohn erhalten sie nicht, aber die Erde dürfen sie umgraben, nach Schätzen dürfen sie suchen, ohne die Gebeine der gefallenen Soldaten zu schonen. Packht einen der zZorn, dann hauen sie mit Menschenknochen aufeinander los. Sie sabrizieren auch allerlei Schmuck. Heimlich schleichen sie sich in die Städte und bieten Gehirnschalen als Trinkge säße an. Der Chinese bemalt einen Totenschädel, der Araber schnitt Pfeischen. Ja, es läßt sich mit den Skeletten mancherlei beginnen. Der Verdienst dieser Menschen-- rotte, die nach Frankreich befördert wird, um einigen Unternehmern zu diclem Profit zu verhelsen, besteht in dem Verkauf der gefundenen Sa chen an die „Repräsentanten des Ausbeutungstrusts“. In der Roten Zone sind Häuschen aus Wellblech aufgestellt; dort sitzt der Mann des Syndikats und bezahlt nach einem bestimmten Tarxife für die Beute der Leichenschänder und „Goldsucher“, die Messing ausgraben. Wenn einer ein Skelett bringt, so erhält er zwei Franken; die Gebeine werden einer Vehörde überwiesen, die für Bestat tung sorgt. Wer aber eine Geschoß hülse bringt, der erhält drei Franken und mehr. Mancher verdiente auf einen Schlag einige tausend Fran-- ken. Zwei Araber hoben ein ganzes Geschoßmagazin aus. Dafür erhiel— ten sie zehntausend Franken. Sie zo gen ins nächste Dorf, vertranken das Geld, gerieten in Streit und schlugen sich tot. Das geht nun so seit Jahren. Die VBewohner des Aufbaugebietes ken nen das „Geschäft“ das in der Roten Zone betrieben wird. Viele prositie— ren davon und bringen den Lei chenschändern Fusel, den sie gegen allerlei „Funde“ eintauschen. Und plötzlich geht ein Entrüstungssturm los. Zwei Polen bewarfen sich mit Menschenknochen, als sie in einer Kantine saßen. Sie fahßten es alt Scherz auf, aber eine Kellnerin ge riet darüber in maßlose Aufrequng, lief ins nächste Dorf, holte Gendar men. Die Blätter melden den un erhörten all „hassenswerter LQer chenschändung“, vergessen aber mit utellen, daß es sich um ein klonzes sioniertes Geschäft handelt. dFraglich ist, ob damit den „Näu—- mungsarbeiten“ in der Roten Zone ein Ende gemacht werden soll. n JFahre 1920 machten sich deutsche Gewerkschaften erboötig, Arbeitskrüste zu stellen. Empört wurde das „An-- sinnen“ zurückgewiesen, unter dem Vorwand, daß der Franzose die An wesenheit deutscher Arbeiter nicht er tragen könne. Heute treibt erbärm— licher Auswurf Leichenschändung in der Roten Zone. Poinearẽ ließ es zu, von Herxriot verlangen jetzt so— gar die Nationalisten, daß dem „Skandal“ ein Ende gemacht werde. Eine Untersuchung ist heute ange ordnet worden. Die Welt darf mehr als das verlangen. Die Rote Zone ist ein Schandmal für Europa. Sie muß verschwinden! _ Liebe, die zu lange dauert. Gewöhnlich nimmt man an, daß die allzu kurze Dauer der Liebe an dem Unglück vieler Ehen schuld ist. Daß aber auch eine Liebe, die zu lange dauert, zu einer unglücklichen Ehe führen kann, betont ein engli scher Psychologe, John Ashford, und behauptet, diese Erscheinung sei die Ursache für so manche Disharmonie im ehelichen Leben. „Ja, Liebe kann zu lange dauern,“ schreibt er, „und für diese zunächst absurd klingende Behauptung will ich ein Beispiel aus meinem nächsten Bekanntenkreis anführen. Ich kenne ein Ehepaar, das jahre— lang in der glücklichsten Gemein— schaft gelebt hat und dessen Ehehim— mel durch keine Wolken getrübt war. Nun aber ist doch ein Unwetter her— aufgezogen, und es wurde heraufbe schworen durch die allzu lange Liebe des einen Teils. In jeder Ehe muß die Liebe in jene ruhige, dauerhafte, gleichmäßige Sympathie der Herzen übergeben, die aus dem Gefühl ge— meinsamen Erlebens geboren ist und die beide Eheleute mit unauflösli chen Banden verknüpft. Dieser ent—- scheidende Wechsel in der Natur der Liebe vollzieht sich bei den meisten Eheleuten langsam und unauffällig. so daß das Verliebtsein immer meht von jener tiefen gemäßigten Her— zensneigung verdrängt wird. Aber bei dem Ehepaar, das ich meine, kann der eine Teil, nämlich die Frau, sich nicht in diesen unvermeid lichen Wechsel schicken. Sie ver— langt auch nach langjähriger Ehe noch immer von ihrem Mann, daß er ihr den Hof mache, duß er die stürmische Leidenschaft zur Schan trage, die einst das Glück ihrer jungen Ehe bildete. Deshalb ist sie mit ihrem Manne unzufrieden. beklagt sich über seine „Kälte“ und kann nicht begreifen, daß nun ein mal die Flitterwochen nicht ewig währen können. Sie ist noch im— mer in ihn verliebt, während er zwar an seiner Frau mit allen Fa— sern seiner Seele hängt, aber die Rolle des Verliebten als unpassend empfindet, da schon der erste Reil des Alters sich in seinem Haar zeigt. Dabei liebt er nur sie und keine andere mit der ganzen Innig-- keit der Gefühle, die nie aufhören; nur haben sich seine Ausdrucksfor men seinem Alter angepaßt. Er ist prosaisch geworden und nüch— tern; er lkann diese ewige „Kur— macherei“, diese beständigen kleinen Plänkeleien jugendlicher Verliebt-- heit nicht mehr ausstehen, und so hat er ein gewisses Recht zu sagen, daß die Liebe bei seiner Frau zu lange dauert, daß sie ihn und sich dadurch unglücklich macht, daß sie nicht aufhören kann, zu lieben „wie einst im Mai“.

Wie der Tod in die Welt lam. Während nach den Sagen der meisten Völker der Tod als Strase für die Sünden der Menschen in dit Welt kam, finden wir bei den Be wohnern der Neu-Hebriden in der Südsee folgende hübsche Sage, die den Tod zur Belohnung der Liebe in die Welt kommen läßt. Birger Mörner erzählt sie in seinem jüngsi erschienenen Buch „Tinara“: Früher gab es keinen Tod; wenn die Menschen fühlten, daß sie alt wurden, warfen sie ihre Hant ab wie die Schlangen. Eines Tages ging eine Frau an den Fluß, um ihre Haut abzuwerfen. Sie zog sie aus, warf sie in den Fluß und ließ sie vom Wasser forttragen. Da sah sie, wie die Haut an einem Strauch hängen blieb. Sie ging nach Hause,wo ihr Kind allein ge blieben war. Das Kind erkannte die Mutter nicht wieder, es weinte und sagte, seine Mutter wäre eine alte Frau, diese aber wäre sung und es lennte sie nicht. Um das Kind zu beruhigen, ging die Frau an den Fluß zurück, holte sich ihre alte Haut wiedet und zog sie an Seitdem wechseln die Menschen ihr Haut nicht mehr und darum n sie sterben.

Illingen, Vaden. Dieser Tage erte hier der älteste Bürger der Ge— meinde, Martin Dect 1, in bester Nüstigleit seinen 90. Geburtstaa. Seite 7 Lokal Amjeigen. e— —Die höchsten Preise für Hüra aller Sorten, Pferdehöute einge schlossen, Pelze, Bienenwachs, Tala Wolle ete. zahlt die Westemn Hihb Fur Co. Little Rock, Ark, Bo; 882. Tags auf Anfrage geschickt —Wagen aller Sorten, sertip nul auf Bestellung gebaut. Gute, sm und dauerhafte Arbeit garantisrn Alle Holz· und Schmiedearbeit fu Roparatur an Wagen bei Chao. H Roos, zwischen 7. u. s. an Igard. Kirchen Dixectovg.

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Seite 8 2 x 77 —A 1 e 1 Mittwoch Donner tag Hoot Gibson in „Hit and Run“ Our Gang in „Sun Down Limited“ Freitag —Samstag. Lefty Flynn in N, Gun Man“

Stan Laurel in „Frozen Hearts“ und „Felir Puts it Over“ Matinee Mittag bis 10c 6 P.M. Abend Vorstellung 10e We 1 _Q Lofal Nachrichten. w——— Im Confederete Soldiers Home ist 100 Jahre und 8 Monate alt Frau Mary A. Johnson gestorben. Sie hinterläßt 5 Sölm Für 1925 wird allgemein ein sehr gutes Geschäftsjahr vorausgesagt und allgemein erwertet, und dafür wer den Gründe angegeben, die gut sind. Wir haben recht kaltes Weihnachts— wetter gehabt. In Fort Smith war es bedeutend kälter. In Marshall sfiel 2 Tage vor Weihnachten ein Zoll Schnee. Der Stadtrath hat den Antrag der Telephone Company ihre Raten er—- höhen zu dürfen, abgewiesen. Wahr scheinlich geht die Telephone Gesell schaft jetzt an die Gerichte. Bei Helena wurde am Weihnachts morgen der mit einer Art erschlagene I. D. Elder gefunden Nicht weit da von lag die blutige Axt, der Ueber rock und Regenrock des Erschlagenen, sowie einige Silbermünzen. Die evangelischh St. Pauls Ge—- meinde hat af Verlangen ihres neuen Pastors Dr. Eiermann, der im Februar hierherkommt, beschlossen, ihren Namen zu ändern. Sie wird Luther Memorial Church heißen. Herr A. Meyer von der Ameriean Bakery wurde von seinen 50 Ange—- stellten zu Weihnachten mit einem Radio Outfit überrascht, der ohne sein Wissen angebracht wurde. Als alles fertig war, wurde er gerufen und hat te am Weihnachts Abend Syphären Musik aus allen Welttheilen. Die sechs Jahre alte Thelma Miles brannte am Weihnachts Abend Feu ereralers ab, die sie am Gasofen in der Kiiche anzündete. Dabei gerie— then ihre Kleider in Brand. Mutter und Großmutter rissen dem Kinde die brennenden Kleider ab, wobei sie die Hände verbrannten. Das Kind ist schwer verbrannt

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e 22 1 Die siebensährige Martha Probst. Tochter von Theo. Probst ist krank an Lungenentzündung. Hoffentlich wird das Kind bald besser. Der Neger Fim Johnson wurde Sonntag Abend in der Cotton Office der Newburger Cotton Co. gefunden, wo er versuchte 811 zu stehlen, um nach Dallas zu reisen, wird aber wohl Arbeit auf der Farm erhlten. In Eldorado hat es Sonntag Abend wieder gebrannt. Diesmal war die Ostseite des Publie Squares bedroht. Die Fenerwehr beschränkte das Feuer auf den Herd, es zerstörte drei Geschäfte. Der Arkansas Fluß war voll Eis schollen letzten Freitag und Samstag Sie waren diünn und thaten keinen Schaden. Sie waren vielleicht von Kansas herunter gekommen. Der Fluß war nicht gefroren. In England hrannten am Weih-- nachtsmorgen 2 Stores und ein Re—- staurant ab. Die Hitze machte Spie gelglas Fenster im Store über die Straße bersten Der Schaden wird auf 835,000 geschätzt. ein Drittel von Versicherung gedeckt. Der Little Ro Zweig der Gegenrl seitigen Feuer, Blitz und Sturm Ver— sicherung hat Sonntag den 4. Jan. Jahres Versammlung bei Herrn Theo. Ueckmann bei Levy, um die Rate für den Unkostenfond festzustel· len und zu zahlen. Am Weihnochtsobend hatte Herr Joe Berg 700 Ost 17. Straße ein kleines Feuer, das ober schnell ge löscht wurde. Ein anderes Fener 1617 Stottstr. wurde im Entstehen gelöscht. Zwei Negerhäuser 818 und 820Apperson Str. brannten, 820 brannte ganz nieder. Dergroße Holzhändler W. M. Rit ter hat 124 seiner alten Angestellten als Weihnachts Geschenk Aktien seiner Miürhlen im Gesichtswerth von 1 Million geschenkt die aber auf dem Markte iüber 2 Millionen werth wä—- ren. Präsident Coolidge sandte Ritter einen Brief, in dem er ihn zu der Art, wie er seinen Reichthum ver wendet, Glilekwünscht und lobt. Baumwolle ist trotz der guten Ernte im Preise gestiegen und kostete am 30. Dez. 24.12e per Pfund Middling. Der Weltboeumwollertrag wird mit 23 Mill. Ballen angegoben, wobei die Ver. Staaten Ernte und Ueberschuß vom vorigen Fahre mit 16 Mill Bal lon angegeben sind. Am Dienstag den 30. Dez feierte der hochw. Vater H. G. Goebel in Morrilton sein 2Msähriges Priester jubiläum, wozu der Bischof und viele Priester nach Morrilton gereist wa— ren. Der hochw Herr ist Decan des Decanats, wozu die Gemeinden der hl. Geist Väter gehören. Das Echo wiünscht lhm herzlich Glück. Ad multos annos! Der Echomann macht auf die Ver sammlung am Sonntag in der St. Edwards Halle aufmerksam. Die angefangene Sparkasse wird bespro chen werden. Es soll der Zweck dieser Vereinigung sein flür die Angehöri· gen ein Gegenstiiek zum Farm Loan VBoaerd zu schaffen. so daß kleine Leute mit Hülse dieser Sparkasse ihr Heim sichern und langsam zu mäßigem Finsfuß mit Amortisation abzahlen stönmen Wenn so ausgebaut, wird die Vereinigung viel Gutes schaffen. Das Vaptist Hospital wird am 1. Jannar formel eröffnet, und zwar unter den Namen: „The Baptist State Hospital Clinie“, und soll wie das Mayo Bros Hospital in Roche hster, Minn, gefilhrt werden. Die folgenden Doktoren werden die neue Clinie leiten: Dr. Runyan, Dr. W. F. Smith, Distrifkt Surgeon für die Misssouri Pacifie Railroad Co., Drs. E. Bentley, E E. Mitt, v. P. Shepyard, Osear Gray. L. D. nea aan, K M Eubanks, Goorge F. Jack· son, Robert Caldwell, H F. H Jones! üB. Grayson, IP. DeLaney, und Miß Sarah Deupree. 1 Arkansas Echo Donnerstag den 1. Jannar 1926 sAllen Echo Leseru wünscht ein 2 glücseliges 1 h Ueujahr mit Brot Kuchen und Plätzchen für die Kinder. j 9 F rankes 1 1 N h 119 West d. Straße. j 1

Am Weihnechtscbend 9:15 kam ein junger Bursche in die Ticket Office des Gem Theaters, als die Cassierrrin Miß A. Gibs die Ein— nahmen gezählt und 5 Bündel mit je 350 auf ihrem Tisch liegen hatte. Der Bursche wollte die Packete greifen, er erwischte zwei, Miß Gibs griff drei und schrie. Der Bursche machte sich mit den 8100 weg, und die Polizei hat keine Spur von ihm gefunden. Die Ballustredenr der neuen Brük. ken sind so stark gebaut, daß sie den Anprall von Auto? und Trucks aus halten. Am Dienstag vor Weihnach ten fuhr ein Truck, der auf dem ei— sigen Pflaster glitt am Nordende ge—- gen die Ballustrade. Wäre sie gebro chen, dann wären Mann u. Fuhrwerk varloren. Sie hiell. Sie ist extra schwer gebaut, um Unfälle zu ver— hüten. VBei Monticello ging am 24. Dez. Charles M. Cann, 14 Jahre alt, al— lein auf die Entenjagd. Er hatte das oft gethan, war aber Abends stets heim gekommen Am 24. kam er nicht und die Nachbarn wurden aufge boten, den Jungen zu suchen Man fand ihn am nächsten Morgen 7 Uhr Er hatte sich in den Arm geschossen und war in Folge des Butverlustes gestorben. An Ost 6. Straße wurde am Weihnachtsabend der 10 Jahre altel Leonard Davis bewußtlos gefunden und ins Hospital gebracht. Da wurde Schädelbruch festgestellt. Wahrschein lich hat ein Autofahrer den Knaben getroffen und ist davon gefahren. Ray Smith von Baurxite ist mit 2 gobrochenen Rippen im Hospital in Folge einer Autocolision, in der außer ihm 5 Personen leicht verletzt wurden. In Horxie wartete vorigen Mitt-- woch ein Fremder auf den Zug nach Memphis und fragte den Neger Por— ter nach dem hentigen Zuge nach Memphis. Der Neger sagte, der ist viele Stunden verspätet, weiß nicht wann er kommt Da kam ein Zug auf dem Memphis Geleise. Da ist ja der Memphis Zug, sagte der Fremde Well, sagte der Neger, Sie fragten nach dem heutigen Zug, das ist der von gestern. In Mississippi County hatte sich der Farmer Henry VBolen bei Loach ville als Mitglied eines Posses an der FJagd auf Mondscheinler betheiliat, welche in der Woche vor Weihnachten Mississtippi County säubern sollte Da— bei wurde 1 Mann totgeschossen und 2 verwundet. In der Weihnachts nachtsnacht brannte Bolens Stall und Scheune ab, wobei mehrere Esel und Pferde, 800 Bishel Korn und eine große Masse Heu verbrannten. Dann wurden Drohungen gegen Golens Le ben gemacht. Nun will Prohibitions Direktor Thad Rowden, wenn nöthig alle Beamten unter seiner Leitung nach Misssissippi County schicken, um dem Unwesen ein Ende zu machen. Catholie Benevolent Association.

Wir machen die verehrten Leser hiermit nochmals auf die kommenden Sonntag, den 4. Fanuar stattfinden de, erste jährliche Versammlung der Catholie Benevolent Assoeiation auf merksam. Die Versammlung wird nachmit tags 3 Uhr. in der St. Edward's Halle zur Ordnung gerufen. Ünser Hochwst Bischof, der hochw. Monsignor Aretz, und eine großer An— zahl Priester raben ihre Theilnahme Zugesagt Mit der Organisation dertraute Redner werden die Ziele und Zecke des Sparvereins klarle gen. Der erste halbjährliche Be— richt wird vorgelegt. Das Orchester und Choral Club der St. Edward's Gemeinde, immer hilfsbereit, har den musikalischen Theil übernommen und somit stelt jedem Theilnehmer ein genußreicher Sonntag nachmittag bevor.. Wir laden alle Katholiken, und hesonders die Mitglieder unseres Ver eins zur Theilnahme ein. Ihr Er scheinen wird ein Ansporn zu erneuter Thätigkeit sein und viel dazu beitra gen, die Kasse zu einem wahren, se genbringenden Volksinstitut auf und auszubauen. Der Verwaltungsrath.

Am 26. Dez. kain Herr W. vR. Harrel mit einem kleinen Cortonstrei sen auf die Echoofice, auf dem in deutscher Schrift stand, daß Frau Wiegel den Finder des Zettels bittet, ihr init einem Almosen zu helfen. Die Addresse war auf dem Zettel, den Herr Harrel in dem Futter von Weihnachts Slippers gefunden hatte, die hier im Store gekauft waren Er hat der Fran 5 geschickt In Fayetteville kam am Christ abend ein Fremder in die Filling Station an College Ave. um sich zu wärmen Er sprech eine halbe Stun de lang mit dem Mann da, Geo. Mathews, der seiner Arbeit nachging und das eingenommene Geld größerer Sicherheit halber in die Tasche steckte. Der Fremde zog eine Pistole und sagte Mathews, ich brauche 50, du mußt sie hergeben. Der Bandit er-- hielt S4O baar und verduftete, nahm aber Mathews einen Block mit, und dann verschwand er. Da liegen im Hospital zwei Neger und ein Weißer, die durch den Kopf geschosse- sind und noch leben. Der letzte Geschossene ist Vestal Butler, der Samstag Abend in einem Truck auf Lineoln Ave wo sie im Walde liegt, fuhr, und von einer 22 Caliber Kugel hinters Ohr getroffen wurde, die durch das Gehirn ging. Die Ku— gel wurde herausgenommen und Butler mag durchkommen. Die beiden Neger waren am Samstag noch am leben, aber litten schwer und beide sind gestorben. Am 24. Januar haben wir in den Ver. Staaten eine Sonnenfinsterniß, die in Theilen von Minnesota, Michi— gan, Canada, New York, Pennsyl-- vania bis nach New Jersey, Connee—- tieut, Massachusetts und Rhode Is— land total sein wird. Nach Mitthei-- lung von Astronomen wird dies das erste Mal sein, daß der Osten der Ver. Staaten Gelegenheit haben wiro eine totale Sonnenfinsterniß zu be— obachten Die Finsterniß wird in St. Louis von 8:51 bis 10:01 sichtbar sein, aber nicht in Little Rock. In Paragould wurde John Lane schuldig gefunden, 820,000 werth Li berty Bonds aus dem dt sten von James Alerander gestohlen szu raben, und zu drei Jahren verur—- theilt. Alexander bezeugte, daß Lane einen Schlüsselbund von ihm geliehen habe, an dem der 23 zu seinem Kasten gewesen sei. Lane ssagte, er habe die Bonds im Würseh spiel von Alexander gewonnen u. wies ein schriftliches Nehereinkommen vor. Alexander sagte, die Unterschrift ha— be er nicht geschrieben. Ein Memphi ser Handschriftten Erperte, der sagte, Unterschrift sel die Aleranders, wur de vom Staatsanwalt abgeführt Der selbe hatte 3 Checks James Alexan— der unterschriften auf der Bank als bezahlt abstempeln und sie dann dem Experten mit echten Checks vorlegen lassen. Der Experte erklärte alle n terschriften echt Am Samstag Abend brannte die Kistenf ibrik an Ost Markhamstr. aus, die in der fritheren Lemp Biernieder lage eingerichtet worden war Die Flammen griffen aunf das Lager von Abfallstoffen nebenan über Versichert war wonig oder nichts. „Am Sonnag wurde die Fenertehr mehremale herans gerufen. Um, 4:30 Morgens brannten an 26 und Sherman 6 Negerränser nieder und! 4 wur den schwer beschädigt. Die Be wohner mußten in Nachtkleidern flie hen es war 12 Grad draußen. a Kaum war die Feuerwehr von dem 2 rande zurücl, da kam ein Alarm mem 107 N. Cross Da stand ein Restau hrent in Flammen, die auch eine kleine Filling Station und eine Schuhma cherwerkstätte zerstörten. Eine Anzahl andere Alarme waren von kleinen Vränden, einige gelöscht als die Feuerwehr ankam. SFred Rossner Hr. Fred Rossner Irx. Fred Rossner Son Versichernngs-Agenturx. Feuer, Tornado, Unfall und andere Versicherungen. 3156 West larkham Strase. Little Rock, Arn Ark. Upholstering Cabiuet Co. Bider und Bilderrahmen. „Artist“-·Material und „Var.ish Fiuish“ Politer-Arbeit und Mobelreparatur jeglicher Art. Store und Werkstätte 320— 322 Center Straße. Phone 497 Little Rock, Arnansas, W.B. Worthen Co —Unsere zufrieden gestellten Kunden vermehren sfich beständig, weil unser gZiel ist alle zufrieden zu stellen. Wir erbitten Ihre Kundschaft und sind stets Dienstbereit. Fangen Sie Spar Account an und sehen Sie ihn wachsen zu 4 Progzent. Main und Capitol Ave. Little Rock' Ark. 8 1— Kenny's Thee's E. 200 und Kaffee T— Alle Theesorten, bester Qualität z A den billiatten Preisen in der Statt 12 Feine Auswahl von Theesorten für 2 Eisthee. Etablirt vor 50 1870 C. D. Kenny Co. Jahreu 121 West Fünfte Straße Freie Ablieferung Phone 4-1465 HAYVES-STORES 00. Alle Futtersorten, Korn, Heu, Hafer, Oelmehl ete. Hayes Feed Store No. I.— Alle Futtersorten und Hühnerfutter, Full· O-Pep. Siebte und Spring Straße. Raunchen Sie

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leine zweite auf dem ganzen Erden ba wozu denn noch eingentlich eine „Grziehungswoche?“