Tägliche Omaha Tribüne (Omaha, Nebr.)
November 27, 1912

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TL Only Daily German I Paper in Nebratka. Die OmaKa Tribüne hat ften Depelcheudienst der Uniut SW. B VW y V V xssrzzsaETzamszzmmzmvziA 30. Oahrgoitn, slmafja. Jlcör., Zllittmoch. 27. Noncinörr 1912 4 Seiten Ko. 222 sso 1 s lly ili Jk. A SMaVaA W cUIaI ü VU'J vVlvS.vJv AdrimM in lomintn! Gin Theil der Stadt berschwemmt Mehrere Xcutfdic crlirae der Cholera. Mustafa Pascha. Zürich 27. fiav. ijcucr, Hungersuoth. Ueber schwemmung und öofcfelofiaffit fjrrr- schm in dem bclofrcrtcn Adrianopel. Diese Nachricht haben liichtlinae. denen es gelungeii i)t, durch die JBci firn. der Belagerer zu schlüpfen, hier lier gebracht. Immer enger ziel,t sich der Belaacrungdnim mit die Stadt. Ein ganzer Stadtteil ist cn Flammen zum Opfer gefallen, imd das Feuer wutlxt nut lingc i: idvmÄMnt' OVnffntt ivrtrr T'to hin Stadt durchziehenden Flüsse Marita. MJlV"WfWH V L VIV VIV Tunga und Arda sind über ihre User getreten und haben einen Tlieil der Stadt unter Wasser geseht. Tic Bürgerschaft leidet Hunger. Mord 1mg Raub sind an der Tagcsord pung. Fruchtlose Verhandlungen. Konstantinipel, 27., Nov. Di: gncdenS Bevollmaclstigten haben feit zwei Tagen Berathungen abgc iialten. ohne dem es aelnuaen ist. sich auf die Bedingungen zu einigen. Sollte bei der heute ?i'achmittag stattfindenden Cihung nichts Er sprießliches zu Tage gefördert wer iru, dann werden die Berhandlun seit abgebrochen werden, und die seiltescltgkeitcn werden wieder er irffnet werden. Teutsche erliegen der Cholera. 's,'- Kvnitantinopel, 27. Nov. Tr. Vaumüller,' deutscher Korrespondent i;nd früherer Attache der hiesigen deutschen (Gesandtschaft, ist zil Sie fnno der Cholera erlegen. Es ist das erste Eholcra'Opscr unter den oori meuenoen Europäern, nx'i Nvitere deutsche Korrespondenten sind lbenfalls von der Pesl hefallen,. Swe ben. Müssen sich ihren Regime' tern stellen. Frankfurt am Main, 27. Nov. Oesterreichische Unterthanen, die ge sicnt haben imd sich hier aufhalten, liaven 'Beseht erhalten, sich ihren Regimentern zu stellen. Das Geld für die Fahrt biS zur (Grenze ist ibnen zugestellt worden. Oesierrei cher und Ungarn, die i den deut scken Bergwerken angestellt sind, jä ten ähnliche Ordres erhallen. Nazim Pascha verwirft Bedingungen Konstantinopel, 27, Nov.-Ter i ü r k i jch e Bevollntächtige Nazi,,, Pascha hat alle bisher von den Bul flrtren unterbreiteten' Frieden5vor schlage verworfen und an ihrer statt Gegenvorschläge gemacht. Tie Aussichten auf Ännahme der Be öingungen sind schlecht, man glaubt aber, daß Bulgarien sie schließlich dennoch berücksichtigen wird. Bul- urien' wollte deil Türken in Euro ja nur Noustantinopel belassen und die nominelle Oberhoheit über AI benien, worauf sich die Türkei im ter leinen Umständen einlassen wird. Tie Türkei lvill das ganze eroberte (Gebiet mit Zlusnahme von Albanien und einen kleinen Landstrich an der lulgarischen Grenze znNick haben. Oesterreich lehnt Trutschland's Bor schlag nl. Berlin, 27, Nov. Oesterreich hat Ti'utschland's Porschlag, die Streit- "frage mit Serbien einem interna tionalen Schiedo'geri,t,t zur Ent fcheidmig zu unterbreiteit, abgelehnt. Die riegaucsichteit sind dadurch r..ieoer verschlimmert worden. Paris. 27. Nov. Tie bestimmte Nachricht, das: die französische Ar mee mobil mache, hat an der hiesi gen Börse eilte Panik verursacht. Alle Aktien sind bedeutend im Wer ihr gefallen. Budapest, 27. Nov. In alle.i Hafenstädten am Schworzen Meer sind eine Menge Traitc'portschifse lingetroffen und bereit, Truppen ,of',imchmen und zu befördern. Schwere Strafe für Waffentragen. New ?)ork, 27. Nov. Zu siewt alrren ttchthaus wurde von dich ter Fosier in d'n Generalassisen der 20 .abre alte Thonias Ritto von No. 20M Clinton Ave., Bronx. der ertheilt, der des Wafsentragcns, als .-weites Vergehen überführt worden '.:ar. Bei dcr Berurtheilnng des Mannes erklärte der Richter, wenn c? nach ihm ginge, würden alle die iaiiilete am Broadwni, die Nevol vt'r verkaufen, an der OVfcIlscljafl anogeskogt werden. Für Neicheluftslotte: Truste FtfrbrrMitgcu tud(U ouge kündigt. ttliltz-Pascha hatt die Türken gewarnt. wiener Tent mal für Nichard Wagner. Okster reich Zliüstungen. Berlin, 27. Nov. Ter Ernst der Zeit übt augenscheinlich auf die par laineiitarischen Kreise eine tiefe Ww kung aus, wie sich bei dt'in heute rfolgenden Wiederzusanunentritt des Reichstags zeigen wird. Verschiede ne Parteieit des Reichstages lmben sich, wie die Tägliche Rundschau" meldet, auf den Antrag geeignet, in den Etat grosse Mittel sür die Luftschi tilotte einzustellen, die nach einem sehr festen Programm aus gebaut werden soll. Tein Plan ge mäsz sollen zumeist Lustschisse des ZeppelintvpS vmvendet werden. Toch wird auch die Bi'Nveitdung an. drer Luftfahrzeuge, die sich bewährt haben, nicht vernachlässigt werden. Laut neuerer Berfügmtg dei, Reichsmarineamts wird der kleine Kreuzer Bremen" nicht nach west amerikanischen Häfen abgehen, wie lS ursprünglich bestimmt war. Er wird vielmehr auf der ostamerikani schen Station, und zwar in deren mittlern Theil, verbleiben. Die neue Ordre ist veranlasst durch die andau ernde Unsickzerheit der Verhältnisse in Meriko und uba. 'Grösste Beachtung findet eine Kundgebung deö vorzüglichen ctcit ners -Balkanverhältnisse, des tteiieralseldinarschalls Freiherrn v. d, iolh. des einsmialigeil Reorgani sators der türkischen Annee. Ter Wc ticralfeldincirschall. einer dcr fnicht tarskcit und gediegensten Militär schriftstellcr, war seit dem Ausbruch des türkisch italienischen Krieges der culasjt worden, nicht zu schreiben. Nunmehr hat er sein Schweigen aufgegeben. Mit der ausdrücklichen Erlaubnis; des Kaisers veröffentlicht (oltz Pascha" iin Tag" einen Ar titel, in welchem er ausführt, er habe die Türken vor den Rüstungen Bulgariens und ihrer eigenen Un bereitschast und Sorglosigkeit ge warnt.. -Ta nunmehrige Ergebniß babe ihn nicht überrascht. Darin liege auch eine Warnung für ,uns". Ehe der Kaiser sich mit dem Erz Herzog Thronfolger zur Hofjagd im Springer Revier begab, empfing u noch den türkischen Botsckpfter Oman Nisami Pascha, welcher alö einer der Friedenounterkändler be stimmt ist. Der Moitarch gab dem Botschafter ein eigenhändiges Schra ten an den Sultan mit. Wien, 27. Nov. Den inigezähl Un Thrungen, welche anläszlich des in das nächste Jahr fallenden 100. Geburtstag Richard Wagners ge plant sind, gedenkt der Wiener Männergesangverein" eine weitere kunzuzufilgen. Der berühmte Üks sangverein, der auch iit deit Ver. Staaten wolilbefannt ist. bat den förmlicheil Beschlusz gefaxt, ein Tenlmal für deit großen Meister zu errichten. Mit den Borbereitnil' eil soll sofort beaonnen iverden. Ein rtlssischer Ingenieur ist hier '.vrhastet worden. Er inasz nnchtli chenveile die Nordbahnbrücke aus. Tie Wache,: sind deshalb verdoppelt lvorden. ferner ist der Bereich ge macht wordeit, die Pruth -Brücke bei agiit in ttalizien in die Luft zu sprengen. Der Anschlag wurde recht zeitig vereitelt. Seitdem wird die Brücke militärisch beivacht. Rostrom Medaille. Washington. 27. Nov. Präsident Taft hat die von der Kunstkoinmis sion getroffene Wahl der Zeichnung für die Goldmedaille gutgeheißen, welche dem Kapitän A. H. Rostrot von Cuiiard Dampfer Carpathia" sür seine heldenmüthige Rettung der !Ieberletenden dk- Titanic" Kata sirophe überreiclit wxbcn soll. Die unter etliche zwanzig eingesandten Entwürfen geniählte Zeichnung i'i das Werk von John Flanagan al New ?)ork. Die Medaille wird dem .Uapitäil Rostrom vom Präsidenten Toit in der nächsten Zukunft an ei liem noch nicht genau brstimliite.i Datum überreicht werden. Sauerkraut iu Massen. Fremont, O.. 27. Nov. Die Sauerkrautsaison ist beendet und die Fabriklvsitzer erklären, daß dieselbe die gnnuiglie seit Jahren war. Die Tausende voll Tonnen des edlen Krautes, die hier verarbeitet .mnr den. sind zu li.'.O bis $6.00 die Tonne verkauft wardeil und die Farmer haben ein schönes Stück Geld eingelieinist. Fremont gilt als der Mittelpunkt der Sauerkraut Industrie des ganzen Lande?. Ritter-Briu, in Kiinsleu Flaiche. bei Emil Han jou. Phoiic South L70. (Anzeige) Tie menschliche Bombe". C'ail Airdclbach unter Z2k1,kX) Bürgschaft den ttruhgeschwork" neu berwiksen. Los Angeles, Eal., 27. Nov. Carl Riedelbach, alias Carl Warr. anch die nwnschliche Boiilbe" ge nannt, iveil er mit seiner Höllenma' schine eine Panik in der Hauvtpoli zeiwacl in Los Angeles. Cal her vorgerufen hatte, lvnrde von Poli iirichter Willimns den (rosige schworenen überwiesen, nvlclic sofott eine Untersuchung einleiteten. Rie delbachs Bürgschaft wurde auf $20,. 0i) festgesetzt. Trm Wkllentode entrisse. Sault Ste. Marie, Mich.. 27. Nov. Nach zweitägigem Kampfe mit Sturm und Schnee, lvclchcr ihr Schiff zu ttrunde richtete, ist die Befahung des Schiffes South Thore" durch die Bemannung der Lebensrettungsstation Hierselbst ge rettet worden. Tie Besahitng 'hatte schreckliche Leiden auszustehen, und mehr wie einmal drohten die em pörte Wellen, das Schiff in den Grund zu ziehen. Ta in der höaV stcn Noth machte sich die Bcsatzuil.z der Nettlingsstation beincrkoar, wel che den um ihr Leben ttämpsendcn zur Hilse eilte, uitd sicher ans Land brachte. Auf dem Schiffe befanden sich drei weibliche Passagiere, die der Mannschaft kräftig arbeitend ur Seite standen. Tas Schiff ist in den Wellen versunken. Wetterbericht. Für Oinaha, Council Bluffs und Umgegend: Schön heilte und Ton. ncritag -wärmer Tonnerstag. Für Ncbraska: Schön und war mer hellte und Toniicrstag. Weitere Opfer. Bilbao. Spanien. 27. Nov. Acht cer ant Sonntag in der Wandelbil dertheatcr-Panik in Bilbao, Spa nien. Verletzten erlagen ihren Wun den, sodasz die Zahl der Opfer seht ist. Mehrere andere liegen hoff mmgrlos darnieder," Lcbenorettung zur See. Washington, 27. Nov. Die Ma rincvenvaltung hat beschlossen, einen neuen Tnp eines Luftschiffes einzu führen, der Vermenditng zur Rct tnng Schiffbrüchiger auf hoher See finden soll. Bei Newport Nctt)s ausgeführte Bersllche sind ditrchatis günstig alisgcfallcn. Teutscher Optiker, 15 Jahre in Omaha, B. F. Wurn. Brandeis Gebäude. (Anzeige.) Zur Seit Beginn des BalkawKriegcZ haben die Türken eine Niederlage nach der andere erlitte: keiii' aber war so schwer, wie diejenige bei Lule Bilrgas. Ter Rückzug .der Türken war eine regelrechte Flucht. Bei Ehorlil war die Armee weiter uichtö, als ein zügelloser Hanfe, der raubte, plünderte uud mordete. Montag tritt der Äongrrs, zusamnieu 'Washington. 27. Nov. Montag tritt der Kongreß zu feiner kurzen Sitzung, zustimme, in der die Re publikaner zum letzten Male die Controlle führe. Bi-Z jetzt sind noch wenig Senatoren und Reprä' stnwnten hier angelangt, diese aber l'i siliö rtitU' sich eiiiiu'lietiö mit der ;!iil!inft. 'v rFW,"VW$ 'wsrvv ,,,,v,.i,.,...,;. UnKl j.;;-; ,'m s fe' y '7 iltitm MAM WMsM'W &!Pfe&fk nX XC ,x.- iJt yp$l wj lifM I iwt.yv) fT Ttly -idbE f'A jifw.Mfr L Ä ici ßf y MMV r- iYrMfß 0 S j&S Mmh fßftV p iÄp is v 'lwfr h h t-i'W.i 'X vi 1 -tA n l.Srf-JL v tj&JyjtvM!y ii.'.ii'A'S 'liMk? jZlPJ&r&y ;?;lÄ LJm :,X-mfmM -Q f"&& n't .5x rL. 'ItST -Vvl' v- ZillllKröllbkl kingksangcn! Erbeuten $1100, werden ober spätcr dingfest gkinacht. Fargo. N. D., 27. Nov. Trei Banditeit begaben sich am hellen Tage nach der Ersten National Ba,ik zu 5;'oonan, N. T., und zwangen den Kassierer, der sich um jene ;it allein im Gebäude befand, die Hände hoch ztl halten. Taun nah wen sie vom Tische $1100 und lie fen auf die Straße, um per Pferde zu entfliehen..' Die Bürgerschaft wurde alannirt. Die Flüchtlinge wurden überleit und nach kurzem Kampfe verhaftet. Tägliche Tribüne, erscheint früher. Wegen des nationalen Tanksa. gungötages wird die Tägliche Oma ha Tribüne morgen Bormittag um 11 Uhr erscheinen und sollte sie bis spätestens y2l llhr Mittags in Händen sämmtlicher Leser sein. Tägliche Omaha Tribüne. Selbstmord eines Knaben. Norfolk. 27. Nov. Ter 12 Jahre alte Knabe Gilmore Ncligh trbängte sich im Stadtpark, weil seine Mutter ihm seines Ausrcisze.ts von Haufe wegen eien Tracht Prü gel verabreicht hatte. Taft kein Kandidat mehr. Washington, 27. Nov. Präsi. teilt- Taft, der von sei neu Freunden schon jetzt ersucht wird, im Jahre 1916 wieder als Präsidentschaft, kandidat aufzutreten, hat entschic den abgelehnt. Er hat versprochen, mit allen Kräften an der Reorgani kirung dcr Partei mitzuarbeiten, wird aber unter keinen Umständen als Kandidat auftreten. Teutscher Landwehrvcrci Benning ton. Der Landwehrerein von Bonning. ton, hält uit Sonntag, den 8. Dc zember, Nachmittags 2 Uhr, seine jährliche Generalversammlung nebst Beamtenwahl ab. Alle Kameraden ssttd dringend ersticht, zu erscheinen, weil einige in deit Verein aufgenotn. mc werden und sonstige Geschäfte zu erledigeil, find, f Kameraden, welche in der deut schen Armee oder Marine gedient, ehrenhaft entlassen sind unö sich dem Verein anzuschliehen gedenken, kön neit an der Bersammlnng theilneh. men. Mit kameradschaftlichem Gnisz, John Mordhorst, Präsident. Niederlage der Türken bei Lule Burgas. f ä' -ä- -i, -i v-5-? -1-r? "Gdsö .,.V-' i JjL iJM .v wtips.: I yr'SSfri71 'jttt MV'ä A V i1--'aV' ''"'V TFfcrLi A i -AMsr-C-f -r I v$f I W1 VsAl-ti fr4:r l.CLa I J 1 t K Jir 4!?. ÄfVi; jLat 7 t5i;fi I V1 v4 v cui i i vil WMMi f :4 4v4 Äf -b 0 rlmw ff, tz W wMm ff i r-1 -A v.- FÄW n i? i m ftfü'jv m Aut'-z&?rZi Keine ttnade für Albett Price. Er wird am lZ. März in Lincoln hingerichtet werden. Dcr Farbige Sträfling Albert Price, lvelcher den Aussetier Ed Tavis ini Zuchthause zu Lincoln er stach und zln Tode veruitheilt mix dc, wird keinen neuen Prozeß er halten, und nach Alisjpruch des Obcrgenchts am Marz hinge richtet werden. lnerkennung deö Cvminercinl Elub Das Erekutivkomite des Omaha Eommercial Klubs hat den Herren Arthur D. Brandcis und John L ttennedy in einer Resolution sein.' Anerkennung gezollt für den ossent lichen Gemeingeist, welchen sie be wiesen, indem sie die Grundstücke, ans welchen ein Hotelpalast mit et' nein Kosteimufwaitde von $t,000,. 000 errichtet werden soll, zuin Ge schenk gentacht haben. Auch heißt die Resolution die Organisation et ner Gesellschaft zur Aufbringung des nöthigen Kapitals gut. All: Mitglieder des Klubs sollen det.i unternehmen ihre ernstliche Unter siiitzung ertheilen, und wenn mög lich. finanzielle Hülfe. Die Mitglieder nahmen den Plan mit großer Begeisterung auf und rcrsprachen ihre moralische und finanzielle Unterstützung. Antirauchordinanz. Die Stadttonimission ist cntschlvs scn, die Antirauchordinanz strikt dlirchzufubren. Es wird .ch ver s'icht werden, eine Ordinaiu zu Pas siren, die strenger ist, als die jetzige. Eine von Kommistar Blitler einge führte Resolution wurde angenom men, baä Feuerschutzdeparteinerct anzuweisen, die Ordtnanz durchzu führen. $100.000 Arbeitcrtcmpcl. Eine Delegation der Zimmerer und Schreiner sprach gestern beim Ezekutivkomite des Eommercial Elub vor und theilte den Herren mit, day rhre Orgamiation den Lau eines. $100,000 Arbeitertem. pels plant. Der Klub indosfirk' die Idee, dasz ein Arbcitertempel iurch die Arbeiter gebaut werde. Rahner's Beerdigung. Washington, 27. Nov. J,n Bei sein deö Präsidenten. Telegnten vom Hanse und Senat fand heilte Nach mittag die Beerdigung des verstor bmen Bimdcsienators Ranner auf dem Rock Crcek Fricdhof statt. Kon gresjlcutc fungirten als Bahrtuch, träger. Der Knplan des Senats Rev. U. G. B. Picrce hielt die Gedächtnisrede. Achtung, Eoncordio! Das Madkenkränzchen wnrde aus Jannar verschoben; Tan,ziranz' chen am 4. Dezember. Teil Mitgliedern des Eoncordia TainenverelnS hiermit die Nochrtcht, daß der auf den 4. Dezember an gesetzte Maskenball Umstände hal lcr auf Januar verschoben wurde und dafür am 4. Tezcmber tni Teutschen Haus ein Tanzkränzchcn stattfinlX't. Auch Fraunde des Ber. eins, denen bereits Einladungen zugegangen, find gebeten, hiervon Notiz zu nehmen. Das Koimte. Zahlreiche Bewerber um die Kon sulatsposten. Bon Washington wird berichtet: Die Zahl der Bewerber mn einen Konsulatsposten ist Legion und nimmt unausgesetzt zu, ungeachtet des Umstandes, daß der Dienst unter den neuen Bestimmungen ein sehr schwieriger ist. Die Bewerber mui seil sich ,u. a. einer langen schrift lichen und mündlichen Prüfung un trrzichen und zum wenigsten noch cinc Sprache außer der Landes spräche benteisteni können. Die Zeit, da der Konsulardienst als eine Verforgungsanstalt für Politiker betrachtet wurde, ist vorüber." Auch von Omaha aus sollm sich zahlreiche Kandidaten für diese di plomatischen Posten gemeldet haben. Darunter befindet sich ein bekann ter deutichcr demokratisazer Polu ker, in bessern Interesse bereits die guten Dienste unsres Kongreßman, nes nachgesucht wurden. Es ver lautet nicht, nach welchem Lsnde dcr betreffende Herr zu gehen wünscht, doch würde die Türkei ent schieden das passendste Land für ihn sein. Denn dort sinö jetzt die Ha renisbesitzcr in den Krieg gezogen und da könnte der Herr Applikant. da er ja das g"sctzliche Alter noch nicht überschritten hat, es sicherlich leicht zum Haremspascha bringen. Lolumbus'Frcmont Power Kanal. Die' Entscheidung des State Board of Jrrigatton (staatliche Be Wässerungsbehörde) im Kampfe für Kraftansprüche im Loup und Platte Flusse ist gewissernmßcn als ein Vergleich der drei intcrcssirten gro ßcn Syndikate anzusehen, aber im nicrhin bedeutet die Entscheidung für die Babcock.Dohcrtu Interessen ein bedeutendes Zugeständnis. Ab geschlossen ist der Kampf jedoch noch knneswegö. Die Gerichte werden sich noch eingehend mit der Sache zu befassen haben. Die Behörde besteht aus Gouv. Aldrich, dem Land und Gebäude kommissär Cowlcs und Generalan nlt Martin. Sie erkannte den früheren Anspruch des Babcock-To herty Slindikats an und vertheilte die Kraftausnützung den Flüssen entlang in bestimmte Zonen, indem jedes Snndikat bei seinen Operatio ncn auf cm geivlsses Gebiet be schränkt ist. In der Glitheißuiig des ursprüng lichen (Gesuches von H. E. Bab cock durch die Behörde, soweit die ses dcu Loup Fluß von Genoa bis zu einem Punkte grad oberhalb Co llnnbuS cinbegreift, ist als ein Sieg für die Babcock Interessen anzuse. hen. Babcock winde für die Soll- cndiing seiner Kraftanlage ein Zeit- aufschub von sechs Monaten beiml ligt. Alles Wasser, welches das Syndikat vom Flusse ableitet, muß demselben wieder zugeführt werden, sodaß die Commonwealth Company es bcuutzeu mag. Tie Krafrechte der Common wralth beginnen bei Cosumbus und erstrecken sich bis nach Schuyler zu beiden Seiteil des Platte und des Loup Flusses. Zwei spätere Ge suche der Comnionuiealtli, fast iden tisch mit denen der Dohertti In teressen, wurden abgeivieum. Die Toherty Interessen, welche beab sichtigten, Krastitationen bet Schuy ler, bei Fremont und in der Nähe Omaha's zu errichten, wurden ab schlägig beschieden. Für längeren Ttrnsicnbahndicnst. Eine Anzahl Mulis und andere Organisationen haben eine Belve- gung verursacht, die Straßenbahn gesellschast zu veranlassen, den Car. dienst ans eine größeren Theil der Nacht C,Ow!" Cars anszudeh neu. Tie Frage soll, wie auch die wegen des Anballens der Cars, durch Abstinininug der Fahrgäste entschieden iverden. Daher Umrdeu Dienstag jedem Fabrgast ein Stimmzettel, die Olvl" Cars be treffend, überreicht. Das Mstim- men wird bis heute Abend 7 Uhr dauern, Tie Beamten der Gesell schast ileben der Sache 'ziemlich ab lehne., td gegenüber. Milliliiili, für WohMigkkit! Audrew lkarnegie will seine Er 'be nur 20 Millionen hinter lassen. New L)ork, 27. Nov. Dcr reiche' Philanthrop Andrem Carnegie hat heute bekannt gemacht, baß vou sei nein riefigen Bermögcn nur 25 Millionen Dollars an seine Erben fallen werden, die anderen Milllo ncn werden der Carnegie Korpora, tion überwiesen werden um für wohlthätige Zwecke, die er näher bestimmt, verwendet zu werden. Er sagt, daß er den FotiÄ zwecks Pen sionicrung der Ex-Präsidenten imr deshalb ailsgesetzt habe, um dem 5?ongreß die Blamage, für dieses l-en sorgen zu müssen, zu ersparen. Er verwies auf die Präsidenten Cleveland, Lincolir unö Grant .und zeigte einen Brief der Gattin Mra kjatn Lincoln's, aus welchem her vorgeht, daß sich Lincoln zur Zeit seines Präsidentschaft in bedräng ten finanziellen Verhältnissen bc funden habe. Schwere Jungen" entwischt. Diese im schönen Sprceathcn üb liche Bezeichnung für die Geld schranksprenger dcr gefährlichen Sorte paßt ganz genau auf die l'eidcn Geldschrankfprenger, die k während der Montag Nacht der Omaha Polizei und einigen Hülfs sheriffs ün Atlantic Hotel durch die Lappen gingen. Die Gesetzeshütcr muncn sich etwas ungeschickt beimm men haben, denn es heißt, die Gaii' ner feien von ihrem .cchcn in Kenntnis gesetzt worden. Sie ver dufteten natürlich, fo schnell ihre Füße sie tragen wollten. Man suchte die ganze Stadt nach ihnen ab, aber vergeblich. Wenn man solch schwer? Jungen" fangen will. muß man eben etwas sachter am'' treten.' Das märe vielleicht ein Fall für die Berliner Kriminalpoli zei gewesen, die Omahaer waren th ncn nicht gewachsen. In ihren Handtaschen sollen die Burschen allerhand Einbrecherinstr. mcnte, sowie $30,000 in baarein Gelde gehabt haben.. Wie die Her ren Polizl,ti das erfahren haben, ist nlcht recht klar. Erfolgloser Ausbruchsversuch. Einer jener Sportsckuvindler. Mikcs" genannt, mit Namen Gco. W. Thomas, der hier in Omaha letzten August Tom Denisml tun $160 beschwindelte imd in Savan nah, Gcorgia, festgenommen wurde, versuchte sich aus dem dortigen Ge- sangiliste hinauszuarbciteNi indem er die Eiscnstäbe seiner Zelle durch sägte. Die Instrumente, die ihm die Freiheit verschaffen sollten, wnr den unser seinem Bett gefuiiden. Hhat Grnnd zum Danken. Aus fast allen Theilen des Ttaa tes lausen an das hiesige Child Sav ings Institute anläßlich des ntorgi gen Tanksagungstages Gaben ver. scl iedener Art ein, und seltsam sind mitunter die Gründe, welche An laß zu Taiikesbezcuguugen gege bcn werden. Sandte da heute Frau Claude Stc'.iben von Dannebrog, Neb., $5 an das genannte Institut, nvil ihr Onkel in Deutschland, der eine Benichsrcise 1 'nach Amerika' plante, durch Verpassen des An lchlusses den Dampfer ..TitaiT verfeblte und somit vor einem nai sen Grabe bewahrt geblieben it. Straßenraub. X. X Wilkoll. 't,U siidl. Ave. wohnhaft, tvurde Dienstag AbendKiit der Nahe des Wi.se Memorial Po- Pital von einem Neger ülx'rfallen, z,-l Boden geschlagen und um seine ns $2st bestehende Baarschaft b. l-aubt. Passanten fanden den B lanbten in bewußtlosem Zustiiiio ans cm eitenweii. und benackirichtete,: die Polizei. i Polizist Mitchell gestorben. Thomas Mitcl,'ll. seit 15 Jahren Mitglied der Ontaba Polizeimaihl, i'k heute um l Ulir Morgens in einer Wohnung nach eimahnaeni k'agenleiden gestorben. Er halt in Alter von Jahren erreicht. Trockenrcitligcn und Färben aller Art nach neuster wissenschaft licher Methode und in allen Bran chen bei der Schoedsack Co., 407 siidl. 15. Straße, Omaha. Phone: Wieviele Tugenden besäßen viele, hätten sie nur cinc Gcldl I f Z

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Tie i'fllfanfiaaltn. tfirrMIrf üftrr ihr ?eilkcrunl klkMkglk. Tik Vorgänge auf der Balkanhalb Cnsel kann man nur verst-chen lernen an der Hand der Völkerkunde, die rnk einen Einblick in da Nationali- tätengewimmel im Süden der Donau zeigt und un eine so bunte Muster karte entrollt, wie sie zum zweiten Male in Europa vielleicht nur noch im Kaukasus gefunden werden durste. Wir wollen versuchen, im folgenden einen Ueberblick über die Nationali täten der Balkanhalbinsel zu geben, wobei wir unZ auf die ?lrbeiten von Lejean. Kanitz und anderer stützen. Schon in den ältesten Zeiten turn welkn sich in den Gefilden der Bai Ianhalbinfel die verschiedensten Völ kerschaften, die Philipp und Alezander von Mazedonien einst zu bezwingen suchten und für die Ergänzung ihrer Heere ausbeuteten. Tann herrschten hier die Römer. AIS die Hunnen ge gen Westen durchbrechend, die Völker' Wanderung veranlaßten, wurden die Donauländer und zum Teil auch die Lander jenseits deS Balkans fünf Jahrhunderte lang der wilde Turn rnelplatz einer großen Zahl von Völ kern. Germanische, türkische, slavi sche Stämme lösten einander hier ab. Als Plünderer und Herrscher sind ihre Namen in die wechselnde Geschichte der Balkanhalbinsel geschrieben: Go ten, Heruler. Gepiden, Avaren, Cha zaren. Petschenegen, Bulgaren. Wal lachen. Magyaren und die zahlreichen Stämme der Slaven. Zuletzt find im 14. Jahrhundert die Osmanen ge kommen, haben sich zu Herren deS Landes gemacht und von hier vor stürmend halb Europa erschüttert. Unter den sieben Hauptgruppen der Aalkanvölker bilden die Türken nir genas die Grundbevölkerung eines größeren Raumes in ihrem Lande. Namentlich von Griechen und Bulga ren durchsetzt, sind sie meist inselar tig und in den großen Städten an kjksesskn. Zahlreiche Truppen folgten dem siegreichen Heere. Aus Asten her über kam der Strom dieses zur mon golischen Rasse gehörenden Volkes. daS in den fruchtbarsten Ebenen und an den strategisch wichtigsten Punkten der thrako griechischen Halbinsel sich ansiedelte, überall die vorhandene sla vische und griechische Bevölkerung ver jagend und unterjochend. Gegenwär tig haben sie sich nicht nur aus Ee bieten, die sie verloren haben, sondern auch aus Gebieten, wo sie noch Her ren sind, zurückgezogen. Das türki sche Gebiet in Europa zählt nicht mehr ganz sechs Millionen Einwohner. Einst stand das türkische Reich ge wältig und groß da. Die Bekenne? der Propheten hatten Länder erobert, in denen das Christentum seit Jahr Hunderten Wurzel gefaßt hatte. Den Osmanen war es vorbehalten, die lange Dauer des römischen Reiches zu beenden und die Sofienkirche, in htt fast tausend Jahre lang Christus und die Heiligen verehrt worden wa ren, Allah und dem Propheten zu weihen. Zu eben der Zeit, da man in Konstanz über religiöse Sätze stritt, drangen die Osmanen siegreich in das Herz' Europas vor. Damals gehorch ten Länder von der afrikanischen Wüste bis zum kaspischen Meere und vom Indischen Ozean fast bis zum Atlantischen dem Pa dischah. Venedig und die deutschen Kaiser standen im Tributregister der Türkei. Doch kaum zwei Jahrhun derte später stellt dasselbe gewaltige Reich uns ein Bild der Zerfetzung vor Augen. 1683 war es das letztemal, daß die Fahne des Propheten im Herzen Europas entfaltet wurde. Wohl bedürfte es noch einiger Zeit, he dem Halbmond sein ganzer Nim lus genommen war. Noch in den Anfang des 18. Jahrhunderts fallen die Siege des Prinzen Eugen über ine Türkei, und aus jener Zeit stammt das Lied vonr edlen Ritter. Ohn mächtig und schwach, kaum ein Schat ten des ehemaligen Ricsenreiches fri ftet die Türkei heute, langsam in sich selbst zerbröckelnd, ein mühseliges Da sein. Was den Charakter der Tür ken betrifft, so ist er gewiß besser als der mancher christlichen Nachbarvöl ker. Ueber diesen Vergleichen darf man aber nicht vergessen, wie entsitt lichend die Jahrhunderte lange Knech trng auf die Unterworfenen gewirkt hat. Was die Bulgare betrifft, so sind sie nicht reine Slaven, sondern ein Mischvolk aus diesen und dem sin rtfchen Volke der Bulgaren, das im siebenten Jahrhundert von der Wol ca in die Türkei kam. Von diesen Finnen stammt der Name, von dem Slaven die Sprache des Volkes, das in neunten Jahrhundert durch Metho dius zum Christentum bekehrt wurde und zeitweise ein großes Reich schuf, besonders unter Zar Simeon, das mit den Griechen in beständigem Kampfe lag. Die Zeiten des Glanzes siidslavischer Reiche dauerten aber nie mals lange, das großbulgarische sowie das großserbische gingen schnell zu gründe. Es waren mcteorgleiche Er seinungen. da diesen Völkern die satenbildcnde Kraft fehlte. Krie :'.'tt Helden, wie den Serbenfür Dufchan, haken jene Länder ge- rcfehen. Stets waren Anläufe Rkichsbildungen vorhan den, aber weiter ist eö niemals gekom wen. Tie Bulgaren wohnten ziemlich ge schlössen im heutigen Bulgarien und Osirumelien. sowie in einem großen Teile Mazedoniens. Westlich greifen sie nach Serbien hinüber und im Sü den sind sie mit Albanesen. Griechen und Türken vermischt. Die riechen hielt man früher für die verbreitetste Nation der Halbinsel, weil man alle BeZ?Nner der griechisch orthodoxen Religion für Griechen hielt. Von die fer Ansicht ist man aber längst zu rückgekommen. Da Köniaöreich Griechenland zählt etwa 2,200,000 Bewohner. Reine Griechen wohnen dann noch im südlichen Teile Mazedo nienS und den Meeresküsten bis hin auf an die Mündung der Donau sowie aus den Inseln des Aegäischen Meeres und an den Küsten Kleina- siens. Die Gesamtzahl der Griechen dürfte 7 bis 8 Millionen betragen. Der Krieche ist dem Slaven gegen- über dadurch im Vorteil, daß er. ge wohnlich Handel treibend, sich mehr entwickelt hat als letzterer, der. Haupt- säckl cd von Ackerbau und Äiebzuchl sich ernährend, mit der Außenwelt we pig in Berührung kommt, während der Grieche als Kllstenbewohner sletö im Verkehr mit Fremden steht. Bei der Beurteilung deS griechischen Volksckarakiers darf man nie der gessen. daß Griechenland im Laufe der ?kabrkunderte mehrmals die Herren gewechselt hat. Zuerst kam Philipp und Alexander mit den Mazeooniern. es folgte die Eroberung durch die Römer, die Einfälle slavischer Völker schaften nach der Teilung des römi schen Reiches, endlich die Unterjochung durch die Türkei. Alle diese in Sitte. Cbarakter und Svrache so verschiede- un Völker haben gewisse Spuren zu- rückgelassen, ohne zedoch den Ursprung lichen Volkscharakter ganz zu verwi scken. Die lanae festgehaltene An schauung, daß die Griechen nur ver- kleidete Slaven seien, haben versa) dcne hervorragende Gelehrte gründlich widerleat und in ihren Schriften über Sitte. Ursprung und Sagen der Neu griechen den Zusammenhang von Alt- und Neugriechen zweiselios gemacyi. Und wenn es keinen anderen Beweis für die Gleichheit der alten Hellenen und der Neugriechen gade, o wuroe allein schon eins genügen, um letztere als eckte Nachkommen derer zu er- kennen, die vor mehr als zweitausend Jahren tn der Volksversammlung oas große Wort führten: ihr in politi scken Dinaen unruhiger Geist und die Leidenschaft, mit der sich arm und reich, alt und jung, Burger uno Sol dat mit. Politik beschäftigt. .Fünf Kriechen, sechs Meinungen scmt ein nationales Sprichwort, und in der Tat haben sich die Griechen bis zum heutigen Tage jene Zungenfertigkeit bewahrt, die sie schon unter den Mau- ern Trojas an den Tag legten. Auch die Verschlagenheit. List. Gewandtheit und Verstellungskunst, die man den Neuariecken nachsagt, und gewöhnlich dem Tllrkendruck und Slaver.joch zu schreibt, war nach Homers Zeugnis schon den alten Hellenen in hohem Grade eigen. Das Gebiet der Serben umfaßt den ganzen Nordwesten des Landes, die Striche zwischen Unna, Save, Do nau und dem dalmatinischen Küsten- lande. Es ist das Gebiet, das als Montenegro, Herzegowina, Bosnien und verdien aus unsern Karten er sckeint. Aber nur ein Teil des ser- bischen Volkes bewohnt das heutige Konigsreich Serbien, ein größerer wohnt auf österreichisch ungarischem Gebiet. Denn die Kroaten. Dalmati- ncr, Slavonier und Bosniaken sind desselben Stammes, wie ihre Bruoer im Königreich Serbien, und nur re liaiöse Unterschiede walten hier ob. da letztere der griechischen, die öfter- reichischen meist der römischen Nicche angehören. Die serbische Geschichte ist nickt ohne glänzende Momente. Bald mit dem benachbarten Bulga- r,en, bald mit dem griechischen welche kämpfte das Volk um seine Freiheit, bis ibm mit Stefan Nemania eine bessere Zeit anbrach. Von den Nach- folgern dieses Herrschers erwarb sich den meisten Ruhm Stefan Duschan, der Gewaltige." der sich Zar nann- te, Mazedonien und Thessalien er- obcrte. Bulgarien unterwarf und den Griechen viele Drangsale bereitete. Na seinem Tode beaann Serbiens Verfall, und der mutige Zar Lazar fiel, als er sich mit seinen wach bn der anstürmenden Türkenmacht aus dem Amselfelde entaegenwarf. als letzter der Serbenzaren. Die Zeit der Knechtschaft folgte uno Dauerte bis in den Beginn des vorigen Jahr- bunderts. als die Freiheitskriege be- gannen, die zur Selbständigkeit und Unabhängigkeit Serbiens führten. Eine ahnliche Rolle wie Serbien spiel te das kleine Montenegro. So bezeich nen es die Italiener, die Bewohner selbst aber nennen es schernagora, Sfitwir Berae. Es ist ein wildes. etwa 8433 Quadratkilometer großes Sebirgsland mit 2.50,000 Bewohnern, fast durchweg Serben, die unier tötet angestammten Fürstenfamilie sich die Unabhängigkeit von den Türken zu bewahren wußten und seit Jahrhun werten mit diesen in ständigen Kämp- ert l eaen. die den Ebaraiter roder Raubzüge tragen. Montenegro ist seit den Tagen Peters deS Großen erg mit dem stamm- und religionS- verwandten Rußland verbunden, unter dessen Schutz ti sich bereit, 1710 stellte. Tie Albanesen eder Arnauten sie selbst nennen sich Skipetaren, d. h. Söhne des Adler sind wahr, scheinlich der älteste unter den Volks, stammen der Balkanhalbinsel. Die Forschungen der neuesten Zeit lassen kcum einen Zweifel darüber zu, daß man in ihnen die Abkömmlinge jener Pelasger zu suchen hat. die. wenn auch nicht die Urbevölkerung, so doch die in vorhistorischer Zeit eingewan derten ältesten Bewohner von Hella bildeten. Bekanntlich wurden die Pe lasger durch die ionische und dorische Einwanderung auS ihren Sitzen ver drängt und zogen sich nordwärts in di, wilde Gebirgslandschaft zurück, die jenseits des Sinus AmbrakituS zwischen der Pinduskette und dem Meere gelegen ist. Tort vermochten sie durch viele Jahrhunderte ihre Un abhängigkeit zu behaupten. Sie be wahrten ihre Eigenart, indem sie jede Vermischung mit fremden Volks elementen von sich wiesen. Ethnogra phisch. aber ohne daß dadurch die Einheitlichkeit der Abstammung be rührt wurde, zerfallen die Albanesen in zwei mundartlich verschiedene Gruppen, die Ehegen und die ToZ ken. Jene bewohnen daS sogenannte Ober Albanien und teilen sich in eine größere Anzahl von Stämmen. Später haben sich diese ghegischen Stämme im Wege der Aussendung von Kolonien auch auf der nordmake donifchen oder altserbischen Hochebene ausgearbeitet. Man schätzt die Ge ftmtziffer der Ehegen auf etwa eine Million Seelen. Die Tosken ihrer seitS bewohnen Unter Albanien. daS heißt die Landschaft nach Süden bis zum Golf von Atta, und dürften un gefähr 800.000 Seelen zählen. WaS die Religion betrifft, fo sind unter den Albanesen drei Konfessionen ver treten, die mohammedanische, die orthodoxe und die katholische. Die große Mehrzahl des Volkes bekennt sich zum Islam. Ebenso wie in Bosnien und in an deren Teilen der Balkanhalbinsel voll zog sich auch in Albanien bald nach der Eroberung durch die Türken ein Massenübertritt zum Islam. Bekeh rungsversuche hatten dabei kaum ei nen Anteil, es war vielmehr das nackte materielle Interesse, cas zunächst die Grundeigentümer bewog, den ueuen Glauben anzunehmen, um ihre Be sitzungen zu behalten. Sie bildeten fortan unter dem Namen .BegS und Agas" eine Art Feudaladel, und un ter ihrem Drucke folgte später ein gro ße? Teil ihrer Hintersaßen dem ge gebenen Beispiel. Ein wichtiges Mo ment bildet der Umstand, daß die Teilung in drei Konfessionen das na ticnale Einheitsgefühl im albanischen Volke niemals zu zerstören vermocht hat. Bei allen andern Völkern der Halbinsel bildete von altersher das religiöse Bekenntnis das Unterschei dungsmcrkmal. DaS albanische Volk ist das einzige, bei dem dies nicht der Fall ist. Nach außen hin haben die Albanesen immer zusammengehal ten. sobald es sich um die Bewahrung ihrer nationalen Eigenart und um die Verteidigung ihrer Unabhängigkeit handelte. Als Skanderbeg Castrio ta im 12. Jahrhundert sich 21 Jahre lang siegreich der türkischen Invasion erwehrte, haben in den zahlreichen Schlachten, die er gegen die Osmanen schlug, die orthodoxen und katholischen Albanesen Schulter an Schulter ge fochten. Und als im Anfang des vorigen Jahrhunderts Mustapha Pa scha in Skutari und Ali Pascha in Janina lange Zeit hindurch ihre Un abhängigkeit von Konstantinopel zu behaupten wußten, hat die mohamme dänische Bevölkerung nicht weniger fest zu ihnen gestanden als die christliche. Die Rumänen endlich sind nach Süden zu einer fast völligen Abrun dung gelangt. Es wohnen südlich von der Donau höchstens noch 200.000 Rumänen. Unter solchen Verhält nissen scheidet daher Rumänien aus dem Nationaliiätenstreit der Balkan Halbinsel so ziemlich aus. Ter Heirat spekulant.' Er ist ein dicker, behäbiger Pariser Kaufmann, der sich mit seinen Kolo nialwaren ein Vermögen gemacht und dann zur Ruhe gesetzt hat. Auf Festen und Soireen sieht man ihn stets mit seinen drei Töchtern, die r gern in einem .lourgeoisen" Milieu verheiraten möcht. .Sehen Sie." meinte er vor kurzem zu einem jungen Mann, der ganz die Allüren eines ernsthaften Bewerbers zeigte. ,Char lotte hat eine höhere Bildung bekom men und ist eben 23 Jahre alt gewor den.. Der gebe ich 50,000 Franken mit in die Ehe. Marie ist 32 Jahr:, die bekommt 80,000 und Joscphine, die 40 Frühlinge hinter sich hat. er hält 100.000 Franken." Worauf der junge Wann aufs höchste interessiert mit sanfter Stimme die Frage stell!: Hätten Sie nicht vielleicht eine, bt nahe an hundert ist?" Di bösen Fremdwö? ter. Herr: .Hat denn Ihr Sohn während des dreijährigen Besuches des Schnellkursus für französische Sprache viel gelernt?" Frau swich tig): O ja! Er spricht jetzt ganz 5e fekt französisch!" Ter Trrlzkhtk. Humoreske von Audols Vkawrocki. Mit unermüdlichem Drangen suchte Frau Brasicke ihren Mann dahin zu bringen, daß er sich ut Ruhe setze. Sie hatte ihre Gründe dasilr. .AIS Rentjöh spielst 'ne janz and're Rolle. Fritzeken!" schmeichelte sie. .Hast et am Ende doch ooch tar nich nötich. bis in alle Ewichkeit hin ter'n Ladentisch ,u stehen un jeden Fatzke een halbes Pfund Gehacktes oder 'n paar Knobländer zu derkoo fen. Daderfür' sind wir uns denn doch zu jut. Un wozu haste denn det viele Jeld uff dr Bank. wenn de Dir für Deinen Lebensabend nich wat Jutet jönnen willst.... Un denn de Frida! Mit de feine Bildung, die wir ihr haben lernen lassen, is et ihr doch fcharnierlich. in diese Umjebung zu leben. Für 'n jewöhnlichen Stand haben wir se nu doch einmal nich erzogen, und wat Feinet traut sich ja in diese olle Fett bude nich rin.... So lag Frau Bräsicke ihrem Manne tagtäglich in den Ohren, tiö sie ihr Ziel erreicht hatte. DaS Ge schüft wurde verkauft, und der biö herige Schlächtermeister erwarb eines der schönsten Häuser der Stadt. Hier lebte er nun als Rentier und HauL besitze? einen schönen Tag, wie seine Frau ihm einzureden suchte.... Anfangs wußte Fritz Bräsicke nicht recht. waS er mit feiner Zeit anfan. gen sollte. Er war eben zur Arbeit geboren und erzogen worden, und so einen Tag wie den anderen im Nichts tun herumzulungern, das ging ihm denn doch auf die Dauer allzu sehr gegen die Natur. Gutmütig wie er war. ließ er sich von seiner Frau in Theater. Konzerte, ja sogar in die literarischen Abende der .Klause" schleppen, aber Gefallen fand er an seiner jetzigen Lebensweise nicht. Es gab Tage, an denen er mißmutig um. herschlich und Essen und Trinken verschmähte.... Er fiel ordentlich ab und bekam ein krankhaftes Aussehen. DerDok ior meinte, der Mangel einer geregel ten Tätigkeit wäre Schuld daran eS müßte für entsprechende Bcschaf tigunq gesorgt werden. .Wie wär'S. Herr Bräsicke. wenn Sie täglich eine Stunde Holz hackten oder sägten?" schlug der Arzt vor. .DaS 'bringt daS Blut in Wallung und lenkt die Gedanken ab...." .Natürlich mußt Te Dir Bewe gung machen. Fritzeken," sekundierte Frau Bräsicke eifrig. .Et wird Dir jewiß jut duhn, wenn De mir olle Dage in'n Keller so'n bisken Brenn, holz für de Küche kleinhacken tätst." .Oder wie wär'S, wenn Sie sich eine Hobelbank aufstellten und täglich ein paar Stündchen daran hantier ten?" meinte der Doktor. .Dat wär't Schlechter noch nich." pflichtete Frau Bräsicke bei. .Wenn't für de Gesundheit iö. Fritzeken .Warum nich lieber gleich Steine auf den Bau schleppen!" brauste Fritz Bräsicke geärgert auf. .Darum bin ick doch nich Rentjöh un Hausbesitzer jeworden, wenn ick mir fo'n Hunde leben inrichten soll.... Arbeiten, jewiß. det will ick, ordentlich arbei ten, wenn't sein muß, aber .Ja, dann ist Ihnen nicht zu hel fen. Herr Bräsicke. und ich stehe für nichts Damit empfahl sich der Doktor. .Ich' spazieren, Alter! Besuch' Deine Fremde! Klopp ab un zu mal 'n ordentlichen Skat, oder leiste Dir sonst wat Jutet, damit De endlich bald wieder 'n anderes Gesicht uf steckst," drängte Frau Bräsicke. Es verschlug alles nichts. Das Einzige, woran Fritz Bräsicke noch einigermaßen Vergnügen hatte, bestand darin, daß er sich öfter, ohne daß seine Frau eine Ahnung davon hatte, stundenlang auf dem Vieh Hofe herumtrieb. Seine Laune und sein Aussehen verschlimmerten, sich von Tag zu Tag. Da kam sein Geburtstag heran. Ohne sein Vorwissen hatte Frau Bräsicke für den Abend einige gute Freunde eingeladen. Sie wollte wie der einmal, wie in früheren Zeiten, ein großartiges Eisbeinessen geben. Die Ueberrafchung mußte ihren Mann aufheitern, ihn auö feiner Le thargie reißen.... Insgeheim richtete sie alles dazu her. Gegen Abend schickte sie ihren Mann auf kurze Zeit fort. Daß De mir aber ja zum Abendbrot wie der da bist. Männe!" rief sie ihm nach. Sie wollte ihn bei seiner Rückkehr ganz unvermittelt in die Mitte seiner Freunde und die in alt hergebrachter Weise hergerichtete Ta sei führen. Bald kamen die ersten Gäste. Schnell überflog sie noch einmal daS Tischarrangement. Zu ihrem Entsetzen bemerkte sie erst jetzt, daß dreizehn Gedecke auflagen! .Herrjott! Da stirbt ja einer." murmelte sie bestürzt. .Wenn't nur nich Bräsicke selbst is. Er Zommt mir jetzt immer so miesepetrich vor!" Ein namenloses Angstgefühl packte sie. WaS tun? Eine Absage ließ sich auf keinen Fall mehr anbringen. Je mand so ohne weiteres von der Straße hereinzunötigen, war doch auch nickt gut möglich. ES war zum Verzweifeln. Wieder kamen einige Gäste. Sie empfing sie wie geistesabwesend. Da kam ihr ein Gedanke. Der Musiker im vierten Stock! Dem Manne ging' nicht allzu gut. Wenn sie den einlud der nähme gewiß gerne an.... Rasch schickte sie nach oben. Wenige Minuten später kam der Musiker. Frau Bräsicke atmete er leichtert auf. Nun waren e wenig sten vierzehn Herren! Da Unhlil war abgewendet. Wenn nur ihr Mann schon da wäre! Während sie noch mit dem Musi ker plauderte, klingelte e. Sie öffnete. Ter Lehrbursche von Raschle war r. Der Meester könne nich kom men. Seine Braut au Weißens i mit ihrer Mutter da, un er muß mit se ins Theater," meldete er. Frau Bräsicke war ei, al hörte sie ihr Todesurteil. Trotz de Muss kerS, den sie sich nun unnötigerweise aufgehalst hatte, blieb eS nun doch bei der Unglückszahl der Tischgäste. Und jeden Augenblick mußte ihr Mann kommen! Dann war er der Dreizehnte! Eine Todesangst überfiel sie. Der Musiker mußte wieder fort! DaS war die einzige Rettung. Aber wie sollte sie eS anfangen, ihn zum Rückzüge zu bewegen? Sie nahm sich ein Herz und teilte ihm ihre Verlegenheit mit. .Na, dem Unglück ist ja leicht ab zuhelfen, Frau Bräsicke," meinte bie fer ein wenig verletzt, zog aber den noch ein süßsaures Lächeln, denn eS wurmte ihn doch gewaltig, an dem gewiß lukullischen Mahl nicht teil nehmen zu sollen. Ich drück' mich einfach wieder," sagte er und wandte sich zum Gehen. .Ach, wenn Se so jut sein woll ten. Herr Dreier," bat sie mit verle genem Lächeln. .Et soll Ihr Schade nich sind. Ich pack' Ihnen 'n fchönet Häppken in, det nehmen Se sich mit nach oben .Nee. nee, lassen Se doch man. Frau Bräsicke." wehrte der Musiker versöhnt ab. .Ach wat, Se waren nu doch mal injeladen Sie drückte ihm eine gehäufte Schüssel voll der schönsten Eisbeine in die Hand und schob ihn halb und halb zur Tür hinaus. .Jott sei Dank, dat wär' be sorcht," rang eS sich erlösend von ihrer Brust, und zufrieden mit der glücklichen Wendung der Dinge eilte sie hinein zu ihren Gästen, die sich bereits Bräsickcs wegen beunruhigten. Von neuem ertönte die Flurglocke. Das mußte Bräsicke sein. Sie stürzte hinaus. Herr Raschle war's! Erschrak ken prallte Frau Bräsicke zurück. Es fehlte nicht viel, so hätte sie ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen. Nun war alles wieder auf dem alten Fleck! Wenn ihr Mann nun kam, war er trotz aller ihrer Versuche, es zu hin dern. der Dreizehnte! Es überlief sie eisigkalt.... Meister Raschle achtete nicht auf ihr sonderbares Wesen. Als ob er auf ein Wort der Anerkennung rech nete, mit so strahlender Miene be richtete er, daß es ihm doch noch ge lungen sei, sich frei zu machen. Seine Damen hätten sich bewegen lassen, allein das Theater zu besu chen. Er habe nur die Verpflichtung übernommen, sie von dort abzuholen. Auf diese Weise sei es ihm möglich, an dem fidelen Abend teilzunehmen. Denn, fidel mußte eö werden, dafür würden er und seine Freunde schon sorgen. Frau Bräsicke war anderer Mei nung. Die Angst drückte ihr fast das Herz ab. Ohne recht zu wissen, was sie tat, nötigte sie Herrn Raschle, näher zu treten. Währenddessen überlegte sie, ob sie nicht den Musiker wieder holen lassen sollte. Da stampfte es die Treppe hinauf. Diesmal war's wirklich Fritz Brä sicke. Sie flog ihm, ganz gegen ihre Art, mit stürmischer Hast entgegen und warf sich ihm wortlos an die Brust. Er war ja doch, trotz aller ihrer Vorkehrungen, der Dreizehnte und als solcher dem Schicksal ver fallen Fritz Bräsicke war ordentlich ge rührt von so viel Zärtlichkeit. Na ja, es war ja Geburtstag heute! Da her dies überwallende Gefühl! Er war merkwürdig aufgeräumt. Frau Bräsicke kannte ihn nicht wieder, als sie ihn bei Tisch beobachtete. Seine Ausgelassenheit war ihr geradezu be ängstigend. Das war gewiß schon ein Vorbote seines nahen TodeZ.... Sie war den ganzen Abend mit rührender Zärtlichkeit um ihn be sorgt. Oft mußte sie sich abwenden, um' heimlich eine Träne aus den Au gen zu wischen. Er war doch immer ein so guter Mann gewesen! Der Abend war in ausgezeichneter Weise verlausen. Die Gäste hatten sich entfernt. In der guten Stube saßen Bräsicke und Frau in trauli chcm Geplauder. Das heißt, eigentlich führte Bra sicke das Wort allein. Seine Frau lehnte sich, dicht au ihn geschmiegt, wie er's seit Jahren kaum mehr ge sehen, das Herz zum Brechen schwer, wortlos an seine Brust. Nach längerem Schweigen richtete sie. mlihsam ihren Kummer derber gend, die Frage an ihn, ob er sich noch recht glücklich fühle. Eigentlich meinte sie gesund, wagte ei jedoch nicht aukzuspreazen. .Warum soll ich nich glücklich ind?" .Na. haste jar keinen Wunsch nich. Fritzeken?" Er sah sie groß an. Wenn er den Augenblick wahrnahm. Er zögerte. .Wenn't nach mir jinge," begann er diplomatisch. .Siehst?. Fritzeken. Du bist nich ilücklich! Jedacht hab' ick mir woll. daß Dir wat fehlt Aui ihren Worten sprach eine ihm dollig unverständliche und unbegreis liche Angst. .Sag' doch man bloß.... Wat an mir iö. Fritzeken. ick will ja jern alle duhn." Sie streichelte ihm zärtlich die Wangen. Fritz Bräsicke räusperte sich einige Male. Er kampste mit einem Ent schluß. Endlich sagte er. wie um sich Mut zu machen und jeden Wider, spruch im Keime zu ersticken, in dar schem Tone: .Na ja. wenn't durch. aui wissen willst, ich hab' die Ge schichte hier jründlich satt. Ich dank' sor san Leben.... Frau Bräsicke zuckte schmerzlich zu sammen. Er hatte also richtig schon eine Todesahnung. O Gott, wenn sie ihm doch nur noch irgend eine Freude machen konnte! .Aber. Fritzeken," redete sie ihm gut zu, .wenn Dir det Leben ss nich paßt, na, denn richt' et Dir doch an nerS in! Wie sollt'S denn sind, he?" .Wie't frieher war!" Fast schrie er die Worte heraus. Er wartete, daß infolge dieser Er klarung die Milde und Nazgiebig keit feiner Frau fchwinden, ihre Zärtlichkeit sich inS Gegenteil ver wandeln würde. DaS geschah nicht. .Du möchst also wieder in't Je schäft?" Tie Frage klang sanft und nachgiebig. .Ja. Mutter, und Er wollte ihr sagen, daß er hinter ihrem Rücken bereits Schritte getan hätte und fest entschlossen gewesen sei. sich dem alten liebgewordenen Berufe wieder zuzuwenden. Er sprach ei nicht auS. Warum gleich mit der Tür ins HauS fallen? Allmählich wollte er sie vorbereiten, denn er wußte, wie wenig ihr daran gelegen war, die Frau Meisterin zu spielen. Sein Erstaunen war grenzenlos, als feine Frau erwiderte: .Na. wenn Du meinst, Fritzeken. dat De Dir in Deine jewohnte Be fchäftigung jlllcklicher fühlen würdest meinethalben, mach'd wie De denkst ick vor mein Teil bin janz mit einverstanden Er riß sie stürmisch an sich. Mutterken, det is dat schönste Je burtstagsgeschenk, daS De mir ma chen kannst!" rief er jubelnd auS. .Nu werd' ick wieder 'n Mensch, 'n richtiger Mensch, Mutterken. Nu sollste mal sehn, det ick ooch als Fleischermeester 'ne Rolle spielen wer'.... Herrieh, Mutterken, ick leb' ordentlich wieder usf...." Sie nickte mit einem gezwungenen Lächeln. Tiefes Weh faß ihr im Herzen, denn sie wußte eS besser Ohne Verzug richtete Bräsicke im eigenen Hause sein Geschäft ein und ging bald wieder mit gewohnter Tüchtigkeit seinem Berufe nach. Seine Frau umgab ihn mit so viel Liebe und rührender Fürsorge, daß er wirklich wieder recht auflebte. Jahre vergingen. Bräsicke spielte längst eine Rolle. Er war Stadtverordneter, Waisen rat und Kirchenältester. Na, mehr kann man von mir doch nich berlan gen!" meinte er stolz. Frida war nun doch die Frau ei nes besseren Beamten geworden, der sich im Hinblick auf die beträchtliche Mitgift ohne Nasenrümpfen in die .olle Fettbude" getraut hatte. Frau Bräsicke hatte über daS alles so ihre eigenen Gedanken. .Wer weiß, wie't noch jekommen wär', wenn ick damals nich nachjejeben hätte meinte sie. er war doch nu mal der Dreizehnte!" Ter schottische Geiz. Die Schotten sind durch ihre Hart näckigkeit ebenso bekannt, wie durch ihren Geiz. In einer kleinen Stadt in Schottland hatte ein Straßenpredi ger unier den Neckereien und Stö rungen deS Mobs zu 'leiden und wandte sich an einen Polizisten, daß er die feindlichen Elemente vertreiben möge. ..Das wäre einigermaßen schwierig meinte der Polizist da man einen fo großen Menschenhausen nicht leicht auseinander treiben kann. Aber ich wüßte. 'was ich an Ihrer Stelle täte." .Nun. wnS denn?" .Ich würde mit dem Hut sammeln gehen; Sie würden sich wundern, wie rasch der Mob sich verziehen wür de." EineandereSache. Psar rcr: Schau, Sepp. wie kannst Du Dich nur so betrinken! Selbst daö liebe Vieh weiß, wenn es sauft, wann tl aufhören soll!" Sepp: Ja. Herr Pfarrer, wenn ich Wasser trink', nacha weiß ich auch, wann i aufhör'n soll!" iSnnia InifilUll. STIrt ftte tun mxanlttUtmWtn et XUniiic" in vnlad reichtet. Dem heldenhaften Marconitelegra phisten '.er Titanic". I. G. Phil lip. soll in feiner Vaterstadt Godal ming in England ein Denkmal er richtet werden. Dieses Denkmal wird sehr stark von den traditionellen For men pietätvollen Gedenken abweichen und bedeutet einen großen Fortschritt im Vergleich zum üblichen schablo nenhaften Standbild oder zur bann len Herme, zu der dai fröhliche junge Antlitz des heldenmütigen Toten auch nicht recht passen würde. Da Denk mal wird ein Arkadengang fein, m.:, einem kleinen Gurten in der Mitte und regen und windgeschützten S Plätzen. Durch die äußeren Arkaden bleibt der Ausblick in eine besonder schöne Gegend frei, und ein kleine: Trinkbrunnen wird den praktischen Wert der kleinen Anlage erhöhen. Gewöhnlich, so schreiben die .Ti meS' bei dieser Gelegenheit, wählt man bei einem öffentlichen Denkmal nur zwischen einer Statue und ei nein Brunnen, und niemand fragt danach, ob das geringste Verlangen nach irgendeinem von beiden vorhan den sei. In den größeren Städten zieht man meist Statuen vor. da man sie für künstlerischer hält; und alle, was man von ihnen verlangt, ist, daß sie einigermaßen einem mensch!: chen Wesen gleichen, das in tiefsinni gen Betrachtungen über nichts sitzt oder eine beredte Ansprache an niemanden hält. Wird ein Brunnen errichtet, so trinkt gewöhnlich kein Mensch daraus, und ist es eine Sta tue. so blickt sie keiner an. Die Stadt aber fühlt, daß sie ihre Pflicht gegen sich selbst und ihre werten Bürger erfüllt und die Kunst" gefördert hat. In Frankreich, dessen große Armee von Statuen in rascher Zunahme be griffen ist. werden sie gewöhnlich von einer besonderen Klasse von Bildhau ern angefertigt, die ausschließlich zu diesem Zwecke zu leben scheinen. AvS irgendeinem geheimnisvollen Grunde werden sie. und nicht die wirklichen Künstler, von den Behörden begün stigt. und ihr Geschäft" vererbt sich oft vom Vater auf den Sohn, ganz als wären es Kaufleute oder Börsen makler. In England ist die Produk tion derartiger Kunstwerke" nicht so Mr5i 'rtrtttftfMf ri1 Vt WrtHh yiuiiutiu utuuisti-w. iwu viw jku- frage geringer ist. Doch auch Hier gibt eS Bildhauer, die vom öffentli chen Pflichtgefühl leben und die Kon terfeis von großen" Menschen, ob tot oder lebendig, mit allem nötigen allegorischen Beiwerr liefern, auch wenn sie sie nie gesehen, ja selbst nie von ihnen gehört haben, ehe sie den Auftrag erhielten, deren Tugenden zu verherrlichen. Ein großer, phantasicvoller Kunst ler, der in voller Freiheit arbeitet, kann sehr wohl seine Kunst in der Statue eines großen. Mannes auSle ben. der auf seine Phantasie Eindruck macht. Rodin tat es in feinem .Bal zac". mit dem Resultat, daß sein Werk zurückgewiesen wurde. Denn seine Auftraggeber erwarteten ei menschliches Wesen, das plausibler weise Balzac" genannt werden könn te, während er, der nicht vorgab. Bul zacS äußere Erscheinung zu kennen, eine Gestalt schuf, die seine eigene Vorstellung vom Genie Balzacs aus drückte. Bei unseren Denkmälern", meinen die Times", erwartet nie mand ernstlich, daß sie für irgend je .Cttösf tyrtWAtTiS ritt IliUllV llUt XiUVUl, VI 0 n)lUlil! t3 Wtl der Freude seien. Doch ein Denkmal verdient seinen Namen nicht, wenn jeder es so rasch als möglich zu ver gessen trachtet, nachdem es enthüllt worden ist. In Godalminq hat man all dies erwogen; jene Wandelhalle wird benützt, nicht vergessen werden." Z u e i n e r e r r e g t e n A u S- einandersetzung kam es auf der Kur- Promenade rn Meran. Gras v. Holn- stein, erbliches Mitglied des Reichs. rats der Krone Bayerns und Rittmei- ster der Reserve, versetzte dem ersten Gatten seiner Gemahlin, dem Ritt meister der Reserve. Günther v. Pütt kamer einige schallende Ohrfeigen. D Vorgeschichte dieser Affäre ist sol ende: Herr v. Puttkamer hatte seine frühere Frau, die jetzige Gräfin Holn stein, in schwerster Weise beleidigt. Graf Holnstein forderte darauf Herrn v. Puttkamer und übergab die Ange legenheit dem militärischen Ehrenrat. Hier konnte aber der Graf keine Ge- nuatuung erhalten, weil Herrr v. Puttkamer sein Ehrenwort gab, daß er die schweren beleidigenden AuS drücke nicht gebraucht habe. In einem zu gleicher Zeit laufenden Privatbe lkidigungsprozes; gegen die Schwieger- mutier des Herrn v. Puttkamer. eml Frau v. Pl., war jedoch durch Zeugen eidlich festgestellt worden, daß Herr v. Puttkamer angeblich die ihm vorge, worfenen Beleidigungen doch ausge sprochen hate. Nachdem der Ehrenrat die vom Grafen v. Holstein vorge schlagenen Zeugen nicht vernommen und einen ungenügenden Ausgleich vorgefchlagen hatte, wandte sich Graf Holnstein an das Militarkabi nett, das indes die Berufung verwarf. Graf Holnstein entschloß sich infolge dessen, sich persönlich Herrn v. Pütt Puttkamer, auf der Kurpromenade und ohrfeigte ihn in der Erwartung daß er sich nunmehr zum Austraa ml' der Waffe stellen wird.

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!S- Fventde Noiiian voil M. V?W. (5. Fortsetzung,) Wie schon. oag .'knizstkni sicht 5ar sind, tix Flemming! Ich sürchtt scbon. mein ftriihriiiif mutterfccknciU Un einnehmen zu müssen." Die braunen Vluvn d'S iunvn Mannei schwifn wckigcsällig über die feint Mädchns!alt. .Man darf nicht st nach Jhm iZrhn fragen, nlaennte et tt finiigt .Die Thatsach Ihres Hier sein spricht für Sie. Ist denn be Ihnen Alle krankt .Eprechen wir nicht davon." Mit einer allerliebsten Geberde M GAau der wendet Fräulein Hannah sich ab. .Herr des Himmels, war da eine Nacht! Ich war nur froh, al endlich der grau Taa durch die Kabinenluke dämmerte, und machte, dafc ich au der aiyemvekiemmenden Lust in s Freie kam. Und von den Herren sind Sie ver inzige k" .Der seefest ,u sein scheint. Gott s Dank. Mir ist da Mcer lieb und ver traut seit Kindertagen. Selbst etwa Sturmwind bringt'mich nicht auö der Ruh'; im Gegentheil, ich liebe eS. wenn sich die grauen Wasserwellen haushoch thürmen und der twifje Schaum seinen Eischt auf's Berdect spritzen läßt. Dann erst ist's schön auf der See!" .Ganz mein Fall." erwidert das Mädchen fröhlich. jjlucf) ich verbrachte mit meinen Eltern 'iie Sommerfericn stet an der See, schon als Kind war wir s je wilder, desto lieber, und fee krank war ich. Gottlob, noch nie." Und sollen's auch nicht werden, hoffe ich," fiel Hans Flemming ein und vor jetn schonen Gefährtin den Arm izt schaukelt noch gerade ein wenig stark, wir werden gut thun, an unser gruyttuck zu denken.' Schwankend, scherzend und lachend reichten die Beiden ihr nächstes Ziel, Die Treppe. Mit einiger Muh ließ Han sich hinuntergleiten und streckte hllsreich seine Arme nach Hannah aus Sie folgte ihm geschickt. Im Saal war es behaglich warm. tilgen die plötzlich rauh gewordene Witterung schützte ein hellflackerndes Feuer, dessen Schein auf den zierlich gedeckten Früh "stückstisch fiel und ihm ein ungemein behagliches Ansehen gab. Dr Genuß des Heiken Getränkes In Verbindung mit den ausgewählt outen Speisen, die in reicher Fülle sich roten, erweckte in den jungen Leutchen das köstliche Gekuhl des Woblgeborgen feinö. Sie wurden rasch gut greunde. Hang erzählte dem iunaen Mädcken sein klein, alltäglich Geschichte, und 1 lyeilt rym offen Alles mit, was sie betraf. Nur. daß aus ihrem Munde manches ganz anders klang, als auS dm der schönen, falschen Amerika lin. Nach Hannahs Darstellung war fi ein it beanlaqteS, in allen Fertig- leiten fahren! Mädchen höherer tan, dem indeß zu seinem Fort kommen in der Welt nichts weniger als Alles fehlt. Was auch immer ??räu- lein Hannah gelernt haben mochte, zur luolliommenyeit yatte sie s in Nichts bracht, wenigstens hatt si kein Exa wen bestanden und besaß auch sonst keinerlei Ausweise über daS Gelernte. Somit war ihr Talent im Malen. Kla dierfpiel, Brennen. Sticken von keinem Nutzen, nirgends bot sich ihr ine Siel lung an. in der sie ihre Geschicklichkeit verwerthen gekonnt hätte. WaS sich ach langem Suchen noch etwa bot, Kar derart, daß S für di Tochter dS weiland Königlich preußischen Oberst lieutenantS HolthauS nicht passend schien, und so war sie froh, als ndlich ein Hamburg? Stellenvermittelungs Vgent. an de,n si sich brieflich gewandt, ihr ein glänzndes Engagement der mitteile. Wem Fräulein Hannah sich verpflichtet und in was ihre zu leisten den Dienst bestehen sollten, darüber zeigt sie sich, zu des jungen ManneS Befremden, ununierrichtet. Si. wußt nur. daß man sie in Vahia erwarte und witr in's Innere des Landes führe, woselbst si auf einer Pflanzung die glänzend dotirte Stellung einnehmen werd. Noch manches Andere gefiel HanS Flemming bei dieser Angelegen heit nicht. Ihm schien das jung Kind mit seinen achtzehn Jahren viel zu der trauenSs-.lig zu sein, er nahm sich heim ltch vo Ir sie zu wachen und sie nicht aus denAugn zu lassen, bevor sie sicher n Ort und Stell gelandet si. $a8 Frühstück war vorübr, di Bei den tzcrlißn den Saal, mit sich und lkr Welt zufrieden, in dem rhebndtn Eefühl, an inand einen Freund ge funden zu haben. Bon der Gesellschaft ließ sich noch Niemand auf dem Verdeck blicken. Dr Stward, den HanS nach seinen Reisegefährten fragt, zuckt be dauernd die Achsel. Im Damenabtheil lief die Stewarrch mit hochrothem Besicht verdrießlich von iner zur an deren. DaS Läuten wollt rute kein Cnde finden, und si hatte auf all Kla m und ungduldign Fragen boch nur en einzigen Trost, die inzig Ant. wort: .ES wird schon wieder besser wer den, sobald das Uebel ausgetobt hat." tin vorläufig recht zweifelhafter AuS lpruch. Am ungeberdkgsten zeigte sich MrS. Lande.rson. C!e lag in ihrer Koje lL&2&Q,712l3BäSMJä&BMt KmMTAtWjfj&& Schuld. Prigge-Brsok. tyaj ji&.. :'.tl:tmI, todtenbleich. vom deftlast Uekxlbefin den aeauLlt. daiu Lraerte sie sich fast todt. War da nicht SchicksalStllcke. daß sie jetzt lend liegen muß. a ttnd- Sie biß sich di Lippen und warf sich in ohnmächtiger Wuth bin und der. den Warnungen der Stewa.'dtß zum Trotz, di ihr mög lichst Ruhe anempfahl. Ja. Ruh Macht man am ersten Abend der viel versprechenden Reis di Bekanntschaf ine jungen, reichen ManneS, der zu, dem auf unbestimmte Zeit in ihre Hei math geht, und muß nun von der heil losen bösen Krankheit rgrissen werden, die. wie die MrS. rveiß, bei ihr von Dauer ,u sein pflegt. Und dazu will da Mißgeschick, daß der genannt Herr, statt wie die Uebrigen krank in der Koje zu liegen, gesund und munter an Deck spazieren geht, dai jung Gänschen von gestern Abend am Arm, wie ihr die Stewardeß berichten mußte. Di hübsch Wittwe knirschte grimmig mit den weißen Zähnen, und hätten böse Wünsche Kraft, die arme Hannah wandelte langst nicht mehr iin Tage licht, sondern litt unter Qualen. wie ihre Feindin, von deren Gesinnungen sie nicht einmal etwa a'int. HanS und Hannah .n Paar, wit für einander geschaffen, urtheilte der bieder Capitän. der s jetzt freundlich begrüßte. Er kann ihnen leider kein Seit mebr widmen, da er sehr beschäf tigt ist. Sie setzen ihre Promenade auf dem Verdeck fort und erganzen Die ge enseitiaen Bekenntnisse. HanS spricht wie von etlvaS längst Verwundenem, von seiner instigen Leidenschaft für Frau Musika. wi eS ihn elend gemacht, zu denken, daß r inst ihr Jünger nicht sein, ja sie kaum von fern anbeten und veredren vurte. .DaS war früher und nun?" fragte Hannah theilnahmSvoll. .Nun wiß ich längst, daß S gut so ist." widerte er bescheiden. .Die hei lig Flamm in mir war nur in arme? Kerzenlicht, gknügend hll, um mir in sam Stunden zu verkürzen, nie aber. um der herrlichen Kunst damit zu die, nen!" Er hatt di Wort rnst. doch ohn Bittr!eit gesprochen, man fühlt, si, kommen aus ehrlichem Hrn. .Und weil Sie nun nicht gleich das Höchste erreichen in einer Kunst, in der Sie zweifellos weit vorzeschritxn sind, entsagen Sie dem Geigenspikl ganz' .Auch die Zeit de? kindischen Trotze ist vorbei," lächelt HanL Fkmming licht. mKA(b bade mich tu ccetwn ge lernt und bin für min kleines Talent um so dankbarer, als S mir rein Freudenstunden schenkt." .Möchten Sie mir einmal dorspte len? Ich liebe Geigenspiel so sehr. ES war di Frud meines Baterk, dn ich vor Kurm erst vrrlor. Di suk Stimme bebt, wahrend Hannah sich ganz vergebens muht, ihr Festigkeit zu geben. Hans empfindet .iefeS Mitleid mit ihrem jungen schmerz. .Ich spiele gern für Sie, wenn eS Sie freut," sagt er einfach. Befehlen ie nur, wann! Sie sieht ihn an, ein wenig scheu. .Sollten wir jetzt? Txr Musitmlon ist leer, Niemand hört zu, wer weiß, ob wir noch jemals so ungestört beisam men sind." HanS nimmt den Vorschlag mit Be Meisterung auf. Er ilt nach unten, nt nimmt dem größten der beiden Koffer sein kostbares Kleinod, sein Amati. Im nxrthvolln Ebenholzschrein ist si gebettet, auf iner prächtigen, kunstvoll gestickten Decke, die den NamenSzug des Besitzers zeigt. Die flißign Hände, Grtys haben daS Kunstwerk gefertigt, doch kein Gedanke des jungen ManneS fliegt zu ihr. Eilig entreißt r stinen Ichatz der Umhüllung, wirft achtlos die Deck zurück und hastet in den Sa lon zurück, in den Hannah ihm vor ausgegangen ist. Sie wollen wirklich? O, daö ist gut, ist lieb von Ihnen, Herr Flemming!" ruft sie in überströmender Freude. Im Musiksalon steht in kostbarer Bech lteinfli!, dessen Deckel zuruckgeschla gen ist. Liebevoll streichen HannahS Hände die Tasten, indeß der Geiger ein Instrument stimmt. Wie prüfend fahrt r über di Sai :n hin, bis ihr Ton hell und rein zu einem Ohr dringt; dann ist setzt er den Bogn an. Hannah hat sich zu ihm gewandt. Den Rücken gegen den Flügel gelehnt, umfassen ihre beiden Hände di Lehne deS Stuhle, indeß ihr Augn voll Er markn auf den Spieler blicken. HanS Flemming spielt! Und wie r den Bogen über die Sai :en führt, vergißt r AllS um sich her, Zeit und Raum entschwinden ihm. Süß klagend klingt der Geig Ton, an chweuend wieder zu Tonen höchster Lust. ES jauchzt und jubelt. alZ ob Engel singen, allmählich wandelt sich dann das Spiel. Die braunen Augen, n denen letzt in beißes Feuer glüht. heften sich fest auf daö reizvoll Mäd chengesicht, daS in leidenschaftlicher Be geisterung glüht. Dr Geig entströmt s wi ine in ig langhingezogen Frage, sehnsucht bebend, hoffnungSfroh. zitternd bang! So endet da Spiel. 1 il'J'l.'l1! Hannah rwacykl Qst yal so su g träumt, al sei sie wieder im Bater hau, in treuer Eltern Hut. umgeben von Liebe und Sonnenschein. Ihr beiden Hän sireckt sie dem Veiger dankbar hin und ruft säst alhemlo: ,S wollen sagen, daß Si kein Künstler sind? Sie. der S so bezau bern und mit sich fortreißen können? Da kann nicht sin, ich glaub'S Ihnen nicht!" HanS streicht mit der Hand über die "'fbitfr, leider tjt 1 dennoch jo. Zum Künstler fehlt mir daS Höchste. Ich kann nicht schaffen." .Co war dai den nicht igene Composition?" Die Frag klingt in ganz Ikin we nig enttäuscht. ist HanS fast schwer, antworten zu müssen. Leider nein, nur in ganz kleiner Theil ist eigenes Eigenthum, und von dem weiß ich dazu noch, daß ich die Melodie nicht wieder finde. Kannten Sie das Erste nicht?" Hannah verneinte. .Ich dachte. Sie spielten für mich." .Da that ich. Wa, konnte ich Bes. sere sagen, als was Paganini unS in seinem .Traum" hinterließ, was mir dann noch zum Schluß fast ungelvollt in denBogen drang, möchte ich .Frage" nennen!" Hannah röthete jäh. .Es ist spät geworden bemerk! si in gezwungenem Tone. .Wollen wir nicht nach oben gehen?" Für diesen ganzen Tag bleibt dal Mädchen auf die Gesellschaft deS jun gen Flemming angewiesen. Sie freut sich dessen unbewußt, und als si am Abend spät ihr Lager sucht, denkt sie mit einem Glucksgesuhl an den kom menden Tag. etwas, daö ihr seit ihre? BaterS Tod nie sckab. Di Reisenden kommen nach und naaz wieder zum Borschein. DaS Wet ter ist schön, und eS entwickelt sich jene eigenartig reijvoll Lebn an Bord der .Elbe", daS Jedem, dr ine längere eereii auf einem der legantenLloyd dampf gemacht, für immer unvergeß lich bleibt. Da ist keiner unter der bunt zufammenaewürfelten Gesell schaft. der nkbt sein Bestes tbäte. um sich und seinen Mitreisenden die Zeit mognazil angenehm zu vertreiben. Vom Schauspieler, dessen Force komi sche Rollen sind, und der die komisch sten von ihnen zum Besten gibt, an, bis zum jüngsten der beiden Backfische, der artig zu declamiren wein. ?krau Blanke Kersten läßt ihr alten Lider ertönen und erntet Belsall, der sie in die Jugendzelt zurückversetzt, di Fa mi!ienmüttr sind autberna. die Kin der nicht zu unartig, und AlleS freut ncy seines iein. Am glücklichsten sind ab unter Al len Hans Flemming und Hannah oilyau. zwischen diesen beiden zu gendschönen Menschenkindern nt wickelt sich schnell ein freundschaftliches Berhältniß. das seinen Ursprung in ihrer fugend und den Idealen, die Beide ,n sich traaen. findet. ,Eie nen nen ihre Beziehungen Freundschaft; vie uevrigen oder waren geneigt, die selben anders aufzufassen. Moblwok. lend leistet man ihnen allerlei Vorschub, iaizl ne zuiammenunen, promeniren und wartet auf in Ereigniß. Wir MrS. Sanderson anwesend mwesen. da Wohlwollen wäre sicherlich nicht so ungeiruvt geblieben, so aber kam die intriauante &nm u ibrem arLkteu, Aerger noch immer nicht zum Bor schein. Di Seekrankheit ließ ihr Opfer nicht los und brachte sie mehrmals an den Rand der Verzweifluna. Als si schließlich so tveit war. sich zeigen zu können, erschrak die Gesellschaft bei ihrem Anblick. Alle Kunst vermochte nicht, den ehemals vollen Wangen ihr Rundung wieder zu geben, die lachen den Augen lagen tief in den Höhlen, um Stirn und Mund hattn sich zahl lose Falten gebildet, kurz. Mrk. Käthe war um mindestens zehn Jahr geal tert. Für dieses Mal hatte sie versvielt. Das fühlte si, als ihre Augen zum er sten Mal den alückstrablenden5nnb begegneten. Hier war etwas gfchehen. O, wi sie jenes junge, schön Mäd chen haßte und ihn, den sie so gern mit ihrer Huld beglückt. Nun war S auS, sie muß auf eine ander Gelegenheit warten! Mit wahrhaftem Bedauern sah der junge Flemming daS Ende feiner Meerfahrt herannahen. Wenn I nach seinen Wünschen aina. dann dauert diese Reis wig. Er erinnerte sich kei ner Zeit seineSLebenS, wo r so schran kenloS glücklich war. und wenn ibm auch HannahS Antheil an seinem Glück mcyt vomg ktar wurv, i? suhlte r doch, daß er sie sehr, sehr vermissen werde. Wenn AbendS. nach inanom menem Mahl, die Gesellschaft auf dem iueroecr lpaz,ren ging, oann fanden SanS und annab sich wi auf Verab dung zusammen, am Steuer, wo sie sich am rsun 'corgen geieyen. Es zog sie wie mit magischer Gewalt zu diesem einsamen Ort. Oft eriiädlte dai Mäd. chen dein thilnhmtndtn Frund von tyrm verlorenen Paravie, von der kimatb. den Eltern, dem auten Bt. dessen Stolz sie gwsn. Wie bang ZukunftSsorg klang S, so oft sie nun der neuen Welt gedachte. Welch' Schick al harrt ihrer I und Hans versichert ihr dann imm widr mit Wort und Handschlag: .Ich wach übr Sie. ich lass Sie nicht, bevor ich weiß, wohin man Si führt!" Tflftliisit Omaha Tribiin,. Mittwoch, bei T Daß sich hinter diesem Versprechen mehr verbarg, daß Han nicht ruhen werd, bi r sein schöne Reisegefähr tin auch in der neuen Heimath aufge sucht, galt ihnen Beiden schweigend als ewiß. obschon sie darüber kein Wort zewechselt hatten. Da Schiff nähert sich seinem Ziel. In Bahia sollte die .Elbe' ankommen, und Hannah Holthau! würd in dr Hafenstadt rwartkt. An Bord hkrrscht groß Aufregung, der Hafen war in Sicht. Noch inmal betteten di Reisenden ihr Haupt aus dem Dampfer zur Ruhe, dann stob der Schwärm auseinander, um sich, aller Voraussicht nach, nie wieder zu shn, Dr lktzte Abknd int die Gesellschaft, Man war sehr still, Alle fühlten, daß hier ine Episod zu Ende ging, d,e ihnen nur froh, gute Tag gebracht, Di Gläser klangen noch inmal hell aninander aus gutes Glück, man ließ den wackeren Schis fuhrer leben, dankt ihm für zahllose, jedem Einzel nen erwiesene Freundlichkeiten und ging dann zu speciellen Toasten über Hatte man indeß gehofft. Fräulein Holthaui und Herr Flemming würden ihnen Veranlassung zu einem solchen geben, so sah man sich getäuscht. Wie immer saßen die Beiden zusammen, doch gegen ihr Gewohnheit sprachen sie nicht viel. Hannah sah. die Augen niedergeichiagen, in ihren Schooß hin, ab, bemüht, die Thränen zurückzuhal tcn, di heiß und brennend in ihre Au gen stiegen, und Hang wirbelte nervöö an seinem Schnurrbart und sand kein AvicyiedSwon. (Fortsetzung folgt.) Der Nehbock. Eine Skizze von Alfred MannS (Bremen). Kasper Notholt war mit seiner Ta gekarbeit fertig. Der Buttermi'.ch reis und di Bratkartoffeln hatten bei ihm ine angenehme, milde Stim mung bereitet, die deutlich in seinem pfiffigen Gesicht zu lesen war, als er mit dem Nasenwärmer in der linken Mundecke über den Zaun seines Ge Höftes lehnte. Vergnügt blinzelte er in die dicke, neblige Luft oeö Herbstabenos. .Heute is das richtig", sprach er zu sich selbst. .Wenn das so bleibt. denn In diesem Augenblick schritt mit hochrotem Kopf und wilden Mienen der alte fforster Lod vorüber. Kasper knickerte vor sich hin .ha, hä," denn er hatte einen wütenden Blick deS Alten aufgefangen. Und nun rüt ihn der Schalk. .Tag auch. Förster", rief er dem Davoneilenden mit ruhiger iselvitver Itändlichkeit nach. Wie gestochen drehje Lotz sich um. .Was?" .Och, nichts, ich wollt' man fra- gen, was los is, Du siehst ja ban nig glupsch aus die Augen, Vadder Lok." Da kehrte der Förster um und sah Kasper durchdringend erst m die Au gen und dann weiter abwärts bis auf dessen umfangreiche Holzschuhe; doch der Bauer schmauchte behaglich weiter. Ich will Dir was sagen. Kasper Notholt. Meine vorgesetzte Behörde hat mir heute inen Schweinhund gk macht, weil daß ich das Wildern und Ausjagen in mein Bezirk so einrei ßen ließ. Aber, da bin ich nich wü tend über, sondern nur, weil das wahr is." .Tscha memte Kasper harmlos, ich hab' da auch von gehört. Was die Welschen sind, die mögen es tun, Vadder Lotz." .Ja. das soll wahr sein, Kasper. meinte der Förster, der jetzt ruhiger wurde. Die Halunken", hier sah er 'otyolt wiener scharf an. aoer diesmal von unten nach oben, die Halunken verlassen sich auf meine Gutmütigkeit und halten mich für einen alten Mummelgreis. Jeden noch, sie sollen nicht glauben, daß ich sie nicht kenn'. Und Du sollst mal feh'n, mein Jung', leinen tu ich sie, doch noch nial." .Und da tust Du reckt an. Förster und das sag ich", entgegnete Kasper überzeugt und nickte dem Alten aus munternd zu. Willst nich 'n Klaren bei mir trinken? Ne, ich mag jetzt keinen. Adjö auch." Adjz. Vadder votz." Kasper sah dem Alten kopfschüt telnd nach. Mag kein Kloren! denn so muß ihm die Forstverwaltung 'doch böse inen gepult haben. Was kann Lotz Vadder dafür, daß er nich mehr recht gut gucken kann und auch nich mehr 'laufen. Di sollten Nachsicht haben mit den alten Mann. Tschä, hm, kann man da was an machen? Nichts kann man da an machen Nachdenklich und lang amen sqril tes ging Kaspar Notholt ins Haus und holte aus fernem Bette eine Ku gelflinte, die er sich eingehend betrach te!e. Hierauf machte er noch einen Gcina zu seinen Mastkälbern auf der Pog- gemvisch, die in der Nähe des großen Stadsforstes Neiherholz laa. Zu rückgekehrt schloß er die Türen, Ivas letzthin Mode geworden war, und gleich darauf erlosch daö Licht im Hause. Es war Nacht, kein Stern ließ sich jehen. Der Mond stand im letzten November 191-' Achtel und gab nur In sehr spärliche Licht her. just so viel, daß man nicht von StocksinsierntS sprechen ronnie; dazu sisselt in setner Nebelregen dom Himmel. Aus einem Hintersenjter von wov boltS Haus stieg ein Mann; vorsichtig hielt r sich tm Dunkel der Gebäude, bis er, durch ein Heckentor tretend, auf einem kleinen Landwege stand, der zum Re,hholz fuhrt. .Man hat daS nicht leicht", mur melte er vor sich hin. .Wenn wo an derS mal einer Lust hat, denn geht er in der Danimeruna. morgens oder cbendS einfach hin. aber das soll mal einer hier probieren, den wollten sie bald. Na, S muß auch so gehen, man bloß, man muß die Gegend und die Wechsel und die Nehböcke noch waS besser kennen als wo anderk, wenn man si vor die Büchse kriegen will bei der Düsternis. Kasper befand sich im Schatten ei lieg WaldeS und ging sorglos seine Weges. Daö Rohr seiner Flinte hat te r unter der Weste und den abge schraubten Kolben in der Rocktasche. So war er bis zu der Stelle ge langt, wo der Pfad eine Biegung macht und dann direkt auf den gro ßen stattlichen Wald zuläuft. Eben wollte er um die Ecke biegen, als r inen Luftsprung tat; im nächsten Au gcnblick lag er lang auegestreckt in dem schlammigen Graben. Zwei Minuten später trottete der Förster vorbei und hinter ihm sein Hund Pollo. der noch lahme: und noch kurzsichtiger war als sein Herr. Der Alte schien doch etwas von dem Geräusch gehört zu haben, toß Kasper nicht hatte vermeiden können, denn er blieb häufig stehen und blick te sich um. .Wenn der nicht ein bißchen siz macht", so fluchte der Bauer in sich hinein, .dann komm' ich aug dem zähen Dreck gar nicht allein wieder raus und muß ihn am Ende noch selbst anrufen." Ab schließlich verschwand die lan ge Gestalt des Försters in der Dun telheit, und Kaspar krabbelt sich be hutsam empor. Eine viertel Stunde blieb er beobachtend und wischend auf iem Grabenrand sitzen, bereit, auf das erste verdächtige Zeichen abermals in dem Morast unterzutauchen. Doch nichts rührte sich. Da setzte Kasper Notholt seinen Weg fort, aber, weil es kalt war und weil er im Schlamm seine Flasche Klaren verloren hatte, kamen ihm nun einige moralische Be denken, die indessen nicht stark genug waren, ihn zum Aufgeben seines Bor Habens zu veranlassen. Ach was", dachte r und wies entschlossen die sentimentalen Negun gen von sich. .Notwehr ist das,, die Rehe fressen uns sonst all das Kcrn weg. Großvater Notholt hat das auch immer gesagt, und der muß das wissen, denn der hat in seiner Jugend selbst mal einen Bock auf fein Bater seinen Acker gesehen. Und wenn Groß vater auch dabei sagt, daß er sich verguckt haben kann, weil das Holz so weit weg is von dem Acker, so ist er doch ein alter, kluger Mann, dem man glauben muß. Mit solchen Gedanken war Kasper endlich beim Walde anaelanat. die Oertlichkeit hier war ihm so vertraut, vag er sich auch in der stärksten Dunkelheit mühelos zurechtsand. Plotz lich blieb er stehen, ihm fiel der alte r ter cm. .Baoder Lok hatte nu so gern heut abend einen ertappt", meinte er, und lachte über das ganze Gesicht, .eigentlich kann er ein' jam mern, der alte Mann", fuhr er in seiner Betrachtung fort, aber was soll einer dabei tun?" Bon nun an war Kasper Notholt ganz Jäger. Kein Mensch hätte den scheinbar so schwerfälligen Bauern so geschmeidige Bewegungen zugetraut. Wie er von Baum zu Baum schlich und auf die Sprache des Waldes auschte, wie er de Bewegung des Gezweiges forgfältig beobachtete, glich er einem jener amerikanischen Pfad- sinder, denen hinter jedem Busch uno jedem Stein der Tod auflauerte. Die Dunkelheit war inzwischen noch größer geworden, so daß sogar Ka sper Mühe hatte, sich, zu unterrichten. Doch dort war die kleine Wies, im Volksmunde die Wunderwiese ge nannt, ein Hauptäsungsplatz des Wildes, das wohl jede Nacht in eini- gen Stücken hier durchwechselte, zumal sich auf der Wiese zur Winterszeit Salzlecken befanden, wodurch sich die Tier noch mehr dorthin gewöhnten. Kaum atmend stand der Bauer bin- ter einer dicken Buche. Wohl ine Stunde verharrte r regungslos, jede Muskel gespannt, jeder Nerv in Tä igkeit. Endlich, dort erhob sich ein iarkcr Bock, der offenbar, vom Jä- gcr unbemerkt, im Grase gelegen hat te. Ter großen Dunkelheit wegen, die oft täuscht, war er jiichl sehr deut lich zu erkennen, doch am Geweih nach mußte es ein tüchtiger Kerl sein. Er chien sich tetzi umzusehen. Kasper hob daö Gewehr, das Herz klopfte ihm zum Zerspringen. Der Schuß krach- Mit einem eigentümlichen Sak brach das Tier im Feuer zusain mcn. Wie der Blik war Kasper zur Stelle und bückte sich zu seiner Beute nieder, oocy ebenso schnell kam er wieder hoch, faßte sich an den Kopf, sagte sämtliche ortsüblichen Flüöie mit steigender Leidenschaft her und ging dann langsam wieder n'ch Haus. Kilsere SAittmiljler Weck iJi&'J, y'Jfw :Ky j I i g2gg 9246. '"N Ein charakteristisches Kkeid. Beiicli'nd auS Damen-Taillenmuster No. 9269. acschniiten in 5 Grönen: 84. 36. 33. 40 und 42 Koll Brustweite, und in S Größen: 22. 24, 26, 28 und 30 Zoll Taillenweite. Changierende Taffcta in grün und blau, mit Pipings auS schwarzem Satin und getupftem Net, sind hier daraciiellt. Die Taille kann mit tiefen Manschetten für lange Aermel in Länge mit Bandmanschette hergestellt werden. Ter Rock lägt Schluk hinten oder vorne zu. wie eö gewünscht wird. Es benötigt 7 gardz ZöMigen Stoff für die mittlere Grone. Tiefe Illustration benötigt zwei separate Muster, welche für 10c per Stück cm irgend eine Adresse gesandt werden. cry c rni rr J rf Preis oes Muiiers iu ems. Besttllungs'Anweisungtn Tief Muster werden an irgend eine Adresse aeaen Einsendmia deS Preises geschickt. Man gebe Nummer lich oi un sazt den Eoupon nevfl Pattern Department, Omaha Tribüne, 1311 Howard Et. Der SmaiZaWöünL" Faltern ßoupon. Ich wünsch Muster No Zoll, Bruft- oder TMamerte (Iah bu kmdersachen.) Name. Na. Straße Am nächsten Morgen erschien Bad der Lotz auf Notholts Hof. Kasper", sagte er. und herzliches Mitleid lag in seinen Mienen, es tut mir leid um Dich, aber nu bist Du durch die verflixten Aasjäger auch zu Schaden gekommen. Eins von Deinen schönen halbjährigen Kälbern ist aus der Poggenwisch ausgebrochen in da? Reiherholz, und das haben die Satansbraten totgeschossen." So weiter brachte Kasper nichts hervor, denn es würgte ihm in der Kehle. Der alte Förster nickte und schmun zelte dabei ganz eigenartig. Ja, aber was ich nicht verstehen kann: Die Bande hat dem Kalb so ein paar Aeste auf den Kopf gebunden.. Was das heißen soll, da muß ich noch im mer über nachdenken. Weißt Du das vielleicht. Kasper Notholt?" Houston als Seestadt. Unter den binnenländischen Städ ten, welche mit geschäftspatriotischem Eifer und in fortschrittlichem Geiste Vorkehrungen treffen, vom Panama--kanal Verkehr direkten Vorteil zu ziehen, ist jedenfalls die tcxanische Stadt Houston hervorhcbenswert; sie wird bald aus diesem Anlaß eine Seestadt für alle praktischen Zwecke sein! Bor etwa zwei Jahren bewilligte der Kongreß der Ver. Staaten zwei Millionen Dollars, um einen Fünf undzwanzigfuß Fahrkanal in die ussaio ayou zu legen, einen Meeresarm. welcher fünfzig Meilen I .Tu.n Li..'' in cv vvi, vyiuucuon noroivaris geyi. e- dmgung war dabei, daß die Stadt si I ouilon, weiche solcherart eine fahr- lucyttge unmittelbare Berbindung mit vem vzean erhalt. $1,250,000 zur Unterstützung dieses Werkes auf bringe. Die Bedingung wurde erfüllt. EZ wurde in Bewasserungs Distrikt auS der Stadt und dem County ge schaffen. Und gemeinsinniae 3t Damen-Rockmuster No. 24, ebenfalls und Grcke und die volle Adresse deut dein oben erwähnten Preis an dal Stadt schäftsleute kauften die ausgestellt?!, Schulscheine gerne. Die Kanalisie-rungs-Arbeiten sind im vollen Gan ge, und es ist bereits gewiß, daß sie noch vor der Eröffnung des Panci makanals vollendet sein werden. Ein Vergleich mit Galveston iic-it nahe. Die Galveston Werfte-Ge fellschaft erhebt eine hohe Gebühr auf Fahrzeuge und belastet damit den dortigen Handelsverkehr bedeutend. Der obige Fahrkanal aber gibt sec fahrenden Schiffen 2? Meilen Bin nenhafen an der ganzen Bayou ent lang, und Houston hat eine freie städtische Werft, welche ganz modern gebaut ist. Bereits hat Houston eine Anzahl Dampfer Linien und un terhandelt noch mit meren ander.'n für Einfahrt durch die Bayou. Noch sei bemerkt, daß die Fra 5t' Gebühren von New Fork nach Ho': ston, und nach Umladung von Hou ston weir nach Dallas, billiger kommen. Ks die von New Fork nach Dallas mit der Eisenbahn! Die LiebeLprobe. Sie (Studentin der Medizin): Liebst Du mich wirklich über alles, Schatz?" Er: Ich schwöre es: Ich könnte für Dich sterben!" Sie: Dann lasse Dir mal vor mir meine neu entdeckten Pestbzilleri einimpfen!" Opferwillig. Ach. Ar tur. willst du mich jetzt schon verlas sen? Ich muß. meine Liebe! Zehn Jahre meines Lebens gab' ich da

rum, wenn im nocy lang vieioett könnte aber es kann nicht fein-denn

gehe ich jetzt Nicht zur Kkgelpartit, muß ich tras' zahlen. N a a I s o. Gast: .Die Ser viette ist aber unsauber!"" Wiriin: Soo? Die haben schon ganz andere Herrschaften umgehabt als Sie. Da kann sie wohl für Sie auch recht sein!"

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Cinnfja tri&ünf MitNvoch den 27. ?Zov,mbe? 1912. lDeslhneiderte Uvzüge und Uederzieher losten hutzulagk wenig mehr rai die fertig gemschten, im Laden ge kaufte Esliiiiuren und haben doch inen gemalligen ü'srlheil gegenüber jenen. Stach Maß gemachte Garnituren sind dem iiidioidueUen Körperban angepahi, ver'chas'en unsemöhn- licdt reyazilchielk und ellrn dcn U räger aiS Man von t-e'chinack bin. 2Uer möchte di nickt ge schneiderte Garnituren v0l!,ehen? Kommen Ztt ju nii und w'k werden Ihnen den Uicrschied t !,en und ie überi'iiqen, (allj dies noch nona. jeni jottte. Edward Thiel Testscher Moöcschueider 719 südl. 15. Slrast f t)oii( Toug.ag 23.6 Das Danksagongs Fesfrnahl ist nicht vollständig ohne 5UNDGREN'5 Ideal Health Brot gebacken aus befonöcrs cc mahlmcm Weizen, ih'citt, frCif tigend, gesund. Oder SUNDGREN3 BIus Rlbbon Brot gebacken au5 dem feinsten wei ßen Mehl, das hergestellt wird. Sein Geschmack ist delitat. Kauft heute noch einoir 'ail, beim ttrocer. In santintärem Wachspa Pier 3c und 10c der Laib. Vernon C Bennett Konzert Organs Pianist und lehre Studenten ausgetilgt Kr den Kircüeodieost Besondere Vortheile für CrgelObung Studio 1313 FarnarnSt Te'ephone Doug. 1623. "Z.." GtärvJk' vastnav 1 nwth swwoftTR vurR. HARRY H. GUIBORNE Friedensrichter I(mtr 14. litt n 8vtifnalon llifrt Ct, t04antIt. itl. H 74! Stellten Xel. Cou. T363 Omoh, k. "S VK't! '"WPWI.'.illWHnia fjßL, -i vrif'' MkM W'7kLt)&S r; Ops' MM

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November 1912 'i'i'fönbcr erhebend ijt eö setzt. i'ii' MnegverfianiiM der- ultauZ l'A'ehaitiim'd des Bi.'itni aenrn Sa- jir Leere! d den lirsteit vom Jahre iit Mni, worin der Sultan ri-rfrrirf)i, die Bewohner Ceitcrrcidji 'l'i, eer unv acir,nn,ant. 2imc sich oie feilen andern! Wriii, dir Musiker nur Jnstru- ineiite eenuven sollen, die von ,il,non Ä Leitern" hergestellt sind, ann !!,"en die kouu'ieliaen ?lma u-, rmnnien r rraciuan-, crai- itcr- und andere alte Ccijcn auZ j rvittgin werden. I öiu srl,r aiirrkcnnrndks Urtheil i'bcr da; deutsche Heer fällt der englische (General 3ir Alfred Tur 'rnr, irenn er schreibt: Allerdings irar die IIeberra?chui,g über die ''iederlage der Tiirken besonders m den ii'iit'dicit aron. Aber deut ick,e Tiilkik ,uud il'tilitärausbildung Nir den -Zu'auiineilbruch der türki- )i -en .wrrc verant:vort!ich zu ma !chc, in Thorheit. Tie deutsche Ar- inee in auch neute noch die crike !er elt, in AnoniNung, Ausbil vmci und Proviaiitiruna. Teutsch land ist jederzeit erzbereit, und die Kurien ivaren es nie." j Wetsjart Hllliptman Austtklluna. Tie vielen Bewimderer und Z?er lrbrer des TichterS Gerhart Sauvt mann, der vor einigen Tagen aus .Im:, der ,eier seines 50. Ge durtotagcs den Nobelpreis für Li terawr erhalten hat, werden mit vergnügen, vernehmen, dan Präses ker Rudolf Toniba fr., Trrektor des wchen .pauies .der. .Colmnbm ttnivcrsstät ,Ul New Nork. dermmcksi unter, den Auspizien des Deutschen van'es und der ttcrmamzrliäM Ge ,cll,cha't von Ämerua im Blblio tbeks'ttcbäuöc der Universität eine ?luc-stcllunz von Manuskripten, Por trat?, rttausaaoen uiw. des Tick terö veranstaltet, die bereits am -2 Dezember erörmet werden soll unÄ sie ms cinichlieizlich des 31. Tezem eers dem allaemernen Vublirum m aänalich sein wird. Piels 9h,r, li.mgsgeaeil stände befinden Zick ent weder tin Prwatbentz Professor -t.ümvo-3 ooer ,md Eigenthum des Teutschen Hau'es. Um aber die Ausstellung möglichst reichhaltig uns nuercimnt zu genalten, wendet ich Prosenor Tombo an die Be siyer von Gerbart .öauvtmann An. denken mit der Bitte, ihm ihre schare sur ,'lils,iellunas,',wccke leib weise zu überlassen. Tas Ausstel, limgsgebäudc ist absolut feuersicher. außerdem wird iedc Gewähr für die unversehrte Rückgabe der Sachen an den Eigenthümer aeboten. Wer o.lw iin Besitz von Manuskripten !inv. ocs Richters in. wird enuckt ich an .vcrni 'lroseor Tr. Rudol Tombo jr., No. 119 West 117 -lrae, :'cem ork, zu wenden. Süd'Tmaha. Bestes Nebraska Rindvieh sieb noch immer hoch iin Preise: das unoertpfuns wurde Tienstaa .m .V.75 verkaust. Tie Zumbr vm, )!!inöer!i bleibt anhaltend ickwack i.ic Nachfrage nach Feeders ist sehr ieonast, woaurch ein großer Bor rath von Futterstoff erwiesen ist Dienstag Morgen fand die Bei 'edung von Robert Part's aus dem riedhofe ,,'im beiliaen Gr.we" statt. In der St. Bridget Kirche ic .vochw. Baier Bailew ein Re ouiein. Bater Bailew hielt eine e?,grelsende GedachlNiSpredigt. Bie le Blumeilgaben wareil eingetrof sen. T. L. eil Snloon, 2125 NStr. Bestes Bier. Feiiier reilunch. deutscher Beiuch willkomnien. In der Birthssrnbe des City Ho tels fand man Dienstag Abend,' als das SJosoI geschlossen werden sollte. Joseph Corcoran. auf einem Stuhl s'bend als Leiche. Veiblichrr Fahrstuhlkondukteur. ffrl. Mary Schaible, Krankenpfle. s.erin in Methodisten Hospital, JiO. unb Cuming Straste, hat das Exa. inen als ahrstuhl-.ttonduktcur bc. siaitdctt uiid wird als solcher im Ho sHital angesteüt werdm. Dabei wird sie ihre Pflicht, als r,lfenpsZegerltt nicht vernnchlässi' Persviialnotize. Den Bund fürs iMvii M;fuffcn err (co. Nelson und ,rl. öilfjol- mne &Vttdt, Trichter iiii'i'tfj rtc uutjteii Mitburaers malert iUeiiot. Iic .Oodneitsfeier fand in betn foli- in Heim des jungen Elviitartitw, !8':; 3. i'irc. ifotttifil siuf r. statt. ITösic a dein umaen T.iijre auf ulieu ffiitoit Ldvttviiieam recht gut lrgeyen. Bon dem liier bestens bekannten fi: ,i:... i t Müiiiu'iriui'i'ii, .vfrru .iniuii 2tMH'lc crliidfi' tuir IrmsIl nn x'i'riiit ioIjinuVit tH'ülarti'ttinufi: ia tritoe ctitrr iJiiiiu'it Xvntijv Islti&rct'c, anorti, 3cMct'im. Mein. :um VU'fdüiift bc iHi'iil'c.hntintiiaM: c war horrlnii. "iMit fur 7. TtM w tur i'iYü) ?)orf cnaaatrt. Tyrbl Ct"rüf;c oii äffe aiiiitcii." j i m M i r, .1 y h V':l---riu jZ j t sk ?ä Z f-A t J .4vjt K' IMISS HKbll T ROAkDMAW 1 Tlabd T. Voardman, iic an der 3viCe der amerikanische,, ö?othe Ureuz Gesellschaft siebt, giebt sich' alle Mülie. den Verkauf von öceö iron Weihnachtsmarken in Eckuvung zu bringen. Tvr Frtraa nntö zur Bekampmnz der Schwind na)t vermenget werden. Nachrichten aius jlcörasfitt City! S. Kulilnmn. Vater von A. r. f r m uijiina i)i iieroensiram. ein ttunand ut hgfmuaslos. eine ,n Iowa und anderen Staaten wol, n enden Binder sind vom Zunand lhres Baters beiurchnchtigt worden. rl. sue Ändrealon. Tochter von Andy Andreafon von der Ltoe Lmn bcr Company von hier, ist als erste Schallstnclerin von einer der arön. ten Theatergescllschasten von New ori cngagitt worden. ie tritt 2er älteste Manu in der Welt A f A iTr.rl y7 v r y- J I t- S 1 V V f'l t J 2tr r j f 1 i '5 s t y v iwJ V-'

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IClüff U'AsHUri-'jti-lA i I J I 1 rMi t 1 J l sjr V f V I rf" r- ,'.S: i, ,V i y 'V ,vv ffi l I 'A t y f I ,s i fi li j A'V j 1 1 il f ff ß h ti.l kl I 7 fit' M v j'A r kx- y --y h f v Y 'j'Jf As 'V'a yAiWsfL M M i. t 4 im: v: '-ri ü t'r x--,; f 7 i it'.i 7f i T 4)S ;r"r& säh'i fetX 1 -vyx Äv' Oyi;i; 7i x .i ivA fvl:f?v7 imS sht im -v Avs Ä.r AGÄ; L) viÄÄ-k f-.: vfeV' k i- b-' 'X i V-r. l;:, J t (5kicaiw wirb demnächst deii ältesten Mann, i d,- ,,,,t bergen, nämlich den Blacksaot v,ndiar Häuptling Wah Ha Gun-T. Er ist 131 Jahre alt und wurde in dem .Glacier National 'Bark geboren. Sein Gestcht ist ein Wirrwa von Nunzcln. Er war der erste Jnd!' aner. der den Präsidenten, f retten in der Biiiidevhani.itti.idi be fnchU'. vii sei.ier ,'ligend war iie?er In.diiier ein aroster Jäger. l.'r iriistet jich, :'.')(Hi Büffet erlegtet haben.- an, Montag Abend iit riimn neu eröffnete Theater in der .upt rolle auf. Die Sibe wurden im Bonvrkg.f n $7." nid $HH) und tie Logen zu tvtfaiift, rl. Andreasoil gehört der Bülrnc feil crel fahren a. Ceuiitn Schadineister kliarlcs olmsoil bat deni kiaatlidx'n Sckt! Meister $7,715 zurückerstattet. Dies ist öer Zivil des Staates der ic?. föiiIidH'it Tteik'rn. die rni-ln-r diesen Monat kelleltirt wurden. 'ilkon .vVrlben. ?eer bekannt als B.i,l,on kalter. naei!,r lahrr alt. ist unter der. Anklage verhastet worden, der Bater eines nngebor? neu Miu&es der 1( Jahre alte:, 2arah Mack zu fei. las Mädckien ifl schwachsinnig lind mit dem Be schuldigten tvrnundt. IVgii Dora Bronüi hat im Di striktgerid't Sdeidung von ihrem Manne Iesse W. Brewn beantragt, ie giebt an, das; ibr Mann trinkt und nicht für ihren llnterlmlt sorgt v kirc minderjährige Tochter will sie ,i. ihrer Obkut baben. Das Paar litirathete hier in, De-.enibt'r 1908. Herr und Aran W .,repp und Babn sind in Bealeiluiii? von Loui .Nrovp von, Bnoming Brennet am ,re,tag nach tobten, le.al., abge reist, wo sie die ältern der rau 'ropp und andere Berwandte be i,i!d'en werden. Mitte Februar keh ren ,'ie zurück. Cliarles Sdnninke. Harrn Löilson und Senator Bartljng besuchten kürzlich Balinnra während einer An toiuobilfahrt. Herr und Fraü eGerae Heinke weilte in Talmage einige Tage aus Besud). Frl. Esther Stabllmt aaben am .ireikaa "Ibend eine Tbankc-aivinn. Partie, an der sieb'hn junge Da inen theiliiahmen. Der Abend ber. lief angenelM bei Spielen, Musik und Tanz. Leichte Erftisdnmaen wurden gereickit und Alle amüjirten sick) prochtig. County-Sd'aKnleisler CZ'arles M. Johnson hat Roy- B. Brown von Douglas County zuin Hülsssdzai!' meister ernannt, um die durch Zu rückkritt von Z. A. Hoage entstan doie Bakanz zu füllen. Letzterer wird nach Olympia, Washington, ui'en, um dort in das (fawfi seines Bruders einzutreten. Am Freitaa feierten Herr und Frau Charles A. Simon in ihrer Wohnung an der nördl. 10. StraZze ihre Goldene Hochzeit. Selten hat ein Goldenes Jubelpaar soviele Freunde und Berwandte zn Gaste oeselvn. Cs kam die aroke .ock- Cichtunz. deren sich das Paar erfreut, dal'ei zinn schon'len Änedruck. .yerr Simon war am 2. Nov. 1812 in Conner-oille. Indiana. geboren und begann schon als 18jähriger ?Iunge für sich selbst zu sorgen. Mit 17 Zähren fahrte er ein Gcdiaf! au, eigene Rechnung. Den Bürgerkrieg ist ein Indianer Häuptling.

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J3?JSA31jjLPJ :j j .i." --v. v ,jkÄ 5 41. T :.l I If i'' 4 i i s z nuichte er aus der Unionit .luozeichwiiig mit. Am S.i. veinacr 18U2 führte er Frl. Cnnthia hriver um Traualtar. ,I,re IbHl kam das Banr n.i.I Nebracka City und hat seitdem rer ei wir Zohnuna an der ördi ll. Skrafie gewohnt. Ht-rr Simon bat einen anten Antbeil ,r her vnlwiaeiung der Stadt gehabt. Nw'i lvrdächtige Individuen Mann und Frau, die sich feit ein! ger eit in der tadt nn,I'rtrie Im, lvkamen von der Vohvi he: Laukpafz und wachten sich schleniiigs. aus oem staube. Nitter-Bräu in dmiklen Flaschen, bei Cmil .n fon. l,:vc South rs7:i0. sA zeige) Marktbericht Sud-Oinal, '.'7. Nov. Rindviel) Zufuhr llw; Markt stark. Gut? bis beste $3.25 10.00. MütelmäKiae bis aute 7.2.? I 25. Gewöhnliche biZ mittelmäßige $6.0u 7.25. ctiihc und Hei fers, fest biö stark. Gute bis beiie Heifers $5.75 7.00. Gute biö beste Kühe $5.50 C40. Mittelmäßige bis gute Kühe ?z. hJA). Gewöhnliche bis mittelmäbig?, $.25- 1.40. Stockers .und Feeeders, stark. Gute biö beite $(1''5 7.m Mittelmäßige bis gute, ?5.75 fü.'Jo. Gewöhnliche biZ mittelmäßige $5.005.75. Stock Heisers' $1.506.00. Halber $5.009.00. Bullen $4.005.00. Schweine .usuhr 12.200: Markt m'nete fest, schlosz 5 bis 10e höher. Durchschnittspreis $7.55. Gewöhn licher Markt 5c höber. Schafe Zufuhr (J500; Markt 15 bis 20c bölxer. Mutterschafe, gute biö beste $3.754.00. Widder, gute bis beste $3.75 4,25. Jährlinge, gute bis beste $5.00 $5.10. Lännner 87.2.57.50. i Feeders: Mutterschafe $3.00 bis $3.25: Widders $3.75 $1.25; ahrimge dl.U h.o.15: Lammer $5.25 $'.i.25. Cinnfja cireidk'Martt. Omaha, 27. Scovcmbcr. Harter Weizen Nr. 2, 80 -Sli.c. Nr. 3, 79 801fcc. Mr. 4, 7siia 78ioc. Frühjahrs'Weizen Nr. 2, 80 81c. Nr. 70 80c. Nr. 1, 71 781 ic Weites Äorn Nr. I, 11 llt.c GelbeS orn Nr. 3, 11$ 12c. Nr. 4, 40 41c. Korn Nr. S, 40K--121oC Nr. 4, 39V2 41c. Korn keines Grades 38 40c. Weißer Hafer Nr. 2, 301, 3034c. Nr. 3, 30 301,4c. Nr. 4. 2914c. Standard Hafer 30Vi 30V-Sc. Malzgerste 53 62c. 7uttergersle Nr. 1, 15 17c. Roggen Nr. 2, s.O !01'C. Nr. 3, 5815 29c Solid Comfort Erinnert Ihr Euch der Ta ge, als Ihr barfüßig durch Feld und Wald wandertet, als Ibr ein kleiner Unabe oder Mädchen wäret? Wenn Ihr jetzt dieses Previleginm hät tet, so hättet Ihr niemals Fi,fr leiden. Ihr wißt, wenn Ihr Euch dieser Tage erinnern könnt, aj solide Bequemlichkeit ist. Drexel's Cushion Sole Shoes werden Euch jene selbe Be. anemlichkeit gkben. werden all Euer Fnßleiden beseitigen, N'er den Euch wieder snng machen, Männer Schube $5.00 Frauen Schuhe DREXEL 1419 Farnarn Str. 1 a ,i No In, in i t i. 'r l t A "es

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