Tägliche Omaha Tribüne (Omaha, Nebr.)
November 13, 1912
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T r Die OmaKa Tribüne hat den Depeschettbienst DfC.Unifcb .i OnV DVy German Papsr in Nsbraika. f f
Preß". SU'. '.l"flOfeLJl liiÜ smkctsmcsdg 30. Ialjlgailg slrnafja, Jlcör., Zttillmoch. 13. Jtoocrnüer 1912 4 Seilest Jto. 210 s iW' "-V-fil.-:- .-r-Ä Jfr-S,.
1?)11 ci (rt Wlllll'wl!' lv Uf f.. tto Tf iin lilyl Jly iD V o-rf br) -s Tiil (jj) Oll lwlW k: V f y 1 Mkdkllsßrj! Sllistr Wilhelm! Vermittelt Misch, Serbien und Ccftcrrcirf). lürfcn ersuchen um Waffenstillstand. London." 13. November. Eng. lisch? Diplomaten bezeichnen heute Kaiser Wilhelm als den fim'dntä fiirflcrf Enropa'S und äußem sich daiüfrcr itt offenherziger und für ten Monarchen höchst schmeichelhas ter Weise. Es wird betont, dasz der .aiser während der jetzigen Krise seinen ganzen Einfluß flcl tend inacht. den europäischen Krieg .vermeiden. (5r hat heilte der rsterreichisch-ungarischen Regierung ;dic Mittheilung geinacht, das; er ein begründetes Recht habe, dieselbe vor unüberlegtem Borgehen m der Taruzzo-Angelegenheit zu warnen :ca oas öeut,che Reich bei Äusbnich der Feindseligkeiten zwischen er bim und Rußland einerseits und Oesterreich-Ungarn andererseits in den Krieg mit hineingezogen wer tm würde. Deutschland fühle sich nicht veranlaßt, Oesterreich zn ver kiindern, seine Interessen wahrzu rinnen", sagt der deutsche Kaiser, indessen kann dieses auf diplonia ti'chein Wege erreicht werden, falls en.rrelch nicht zu hanig vorgeht, Fall'S es wahr sein sollte, das; serbische Truppen die Hafenstadt ,Taruzoo heute beieyt haben, dann jnjrd es sich schnell herausstellen, ob Oetterreich den Rath seines Bint teegenossen befolgen wird oder nicht. Eier'ist. dak sowohl die österrei i chische als auch die italienische Flöt- te im Adriatischen Meer mobilisirt worden sind, um .eine Besetzung Da ruzzo's durch die Serben zu ver Bindern. Rußland hat eine genügende Truppen,zahl an der (Grenze aus warsckirt, m gegebenen Falls .et r.cn schweren Scklag gegen Oesier nid, führen zn köiuicn. Es ist be- .lunnt, daß Oesterreich Ungarn seine f "k-semn-, die im vhiskmd wetten zn den Fahnen ruft. Teutschland ist heute ebenso ge- lüftet, wie zur Zeit als ein Krieg mit Frankreich wegen der Marokko Streitfrage anszubrcchcn drohte. Es ist ein osfencs Geheimnis, das? England dabei ist,, mehrere Armeevorps bei Aldershot zusam ine.izuzieheil. Türkri ersucht um Waffenstillstand. London, 13. ?!oveiilber. Bon tonstantinopel hier ringetroffene Trpeschen besagen, dan die Türkei .bei dem Bulgarnkönig Ferdinand um einen Waffenstillitand nachge sucht habe. Man glaubt, dak die- ses sin Schachzug der Türken sei, lini Zc'rt zn gowiiincn, die aus Asien tiutrcffendett Hülsotruppen in die ttefechtslliu zu bekommen. Bon Asien, sind nahezu 100,000 türkische Truppeit nach der europäischen Tur sei berübergeschasft worden. Tie Forts bd Tfchatalja sind von den Bulgaren imnier noch nicht ringe noinmen worden. Auch die Festuii' gen Adrianopcl, Skutari und Mo liaklic halten sich; dort wird mit wechselndem Glück gekämpft. Tie Pesabung Adrianopel's wachte heu te einen erfolgreiözen Ausfall. Ten Blilgaren ivurde scharf, zugesetzt, doch .Mlis'.tm sich die Türken nach vier stündigem Kanwfe wieder zurückzie hen.' Tie Montenegriner haben bei Sklitari einen schweren Stand, denn tiö albanischen Hülfötiölker haben s!e im Stich gelassen, da ihnen nicht öie Versicherung gegeben worden iit, das; nach einem siegreichen Slri?' ge Albanicil ilnabl?ängig werden iirn-d. Ferdinand verzichtet auf Einzug in Äoiisiantinopel. Petersburg. 1!Z. Nov. Zar Fer dinand lzat entschieden, daß er aiif einen Einzug in ttonstaiitinopel ver sichten werde, nicht um ein Ge metzel imtcr. den Christen zu verhü ten. sonder weil er die in der Stadt ousgcbrochcne Cholera sürch t,t. Taruzzo von Serben besetzt. Belgrad, 13. November. Ter lerbizchs tteneral Fankovitch hat mit seinem Corps die .Hafenstadt Ta luzzo besedt. Tie Nachricht bedarf d?r rffiziellen Bestätigung. Neue Schlacht. Wien. 13. Nov. Die Bulgaren haben heute einen Sturmangriff auf I die Forts bei Tschatalm tinternont l wen. Derselbe wurde mit so gro k',, i.'cm Nachdruck au?gcführt, dasz die "j Al Gattinmord aufgeklärt. Trr gchcimuihuolle Lkicheofuod Sachsen. Radau im Budget. schnh deö österreichischen Ndgeord NktenhanskS. Tintenfaß fliegt, Berlin. 13. November. Tie grauenerregende Mordafsare, welche vom Forilhau e des achn chen t.or feö Lenysch genteldct worden, wa nahe dem Bahnkörper ein nackter Jrauenrumpf gefunden wurde), hat rasch ihre Aufklärung erhalten. ES handelte sich darnach nicht um einen Lustmord, wie ziemlich allgemein annenommen worden tvar, sondern um eine That, der Eifersucht. Ein Maiirer Namens Rothe hatte feine ttattin im Verdacht.-da te an leve Männer ihm vorziele. In sinnloser Wuth fiel er über sie her imd ermordete sie. Tann zcritttckcl te er die Leiche in der bereits gc schilderten mtsedlichcn 'Weise. Tie tingluckliche Frau war eine ehemalt ac Kellnerin. Ter Mörder hat bc reits verhastst werden können und befindet sich tm Gewahrsam. Tie Begründung der Petroleunt monopoloorlage, welche vom Bun deörath mit gewissen Aenderungen verabschiedet wurde, wtrd, laut nn tündignng der Norddeutschen All gemeinen Zeitung", noch diese Woche veröffentlicht. Es ist ferner eine Reihe von Maßnahmen vorbereitet worden, welche sich auf ote Bcrsor grntg des Publikums mit Petroleum aus den verschiedenen Quellen ve zichen. Diese werden vorerst nur vertraulich der zuständigen Komints sion des ReichttagS mitgetheilt wer den. Wien, 13. Noventbcr. In der jüngsten Sikung des Budgetaus ichusfes des Abgeordnetenhauses kam cs zu so stünnischcn Szenen, daiz nur nnt Muhe em crmtes Hand gcniengc vermieden wurde. Die slawischen Vertreter verlegten sich auf die Versperrungdtaktik, und da die Erledigung der vorliegenden Geschäfte dec-halb nicht vom Fleck kmn, crhiLtcn sich die Gemüther immer, mehr. Inmitten des. cnt standenen Tumults warf der Slowe uc.Ka Plötzlich cm.Miiserglas. gen den Teutschen Malik, jedoch ohne zu treffen. Malik rcvanchirte sich auf. der Stelle, indcin er das vor thm stchcitde Ttntcnsan ergnff und cs gegen den Slowenen schleu derte. Iarz erhielt das Tintenfasz mitten iit'ö Gesicht und der Ichwarze Inhalt ergofz sich über das Antlitz ,und die 5tlcidung. Wettere Karam lwlagcn wurden durch das Tazwi schcntretcn der besonneneren Sit ungstheilnehmer verhütet. Protest gegen Todesstrafe. St. Petersburg, 13. Nov. Uw längst ..wurden 17 Matrosen der Flotte im Schwarzen Meer wegen Meuteret zum Tode verurthetlt. Da argen haben die hiesigen in Fabrv kcn und Werkstätteit beschäftigten Arbeiter durch einen Massenstreik protestirt. Heute kam cs in den Haupturaszcn der tadt zu Iebl)aften Tcntonstrationen. Tie Unruhen wurden von der Polizei unterdrückt, indem die Volksincnge mit blanker Waffe auseinander gesprengt wurde und viele Berhaftungcn vorgenom ntcn wurden. Sozialist tu Iowa erwählt. Tcs Moines, Ja., 13. Nov. Hier wurde bekannt gegeben, daß S. D. Mercer voit Lenox, ozialtst, im 8. Distrikt in dm Kongreß ge wählt worden ist. Seine Cam pagneausgaben giebt Mercer auf zlvet Cents an. Diese beiden Cents sind direkt in den Regierungsfäckel gelvandert, da sie fttr das Porto des Briefes angegeben wurden, in welchem Mercer den Staatssekretär von seiner kandidatur benachnch tigtc. Senator Hitchcock resignirt nicht. Bundessenator Hitchcock hat be stiinmt erklärt, das; er nach Ablauf seines Amtstermins nicht vom öf kentlichenLeben zurückzutreten geden ke. Das Gerücht, wclcles der Lin coln Star" verbreitete, daß er lvc gen angegriffener Gesundheit sich zurckueben werde, sei gruirdloö, seine Gesundncit sei zieinlich aut. Ist dieses Gerücht der Anfang ei ner Kabale, welche Bryan's Anhang gegen unseren geachteten Bundes scnator Hitchcock ausheckt? Tiilken aus ihren vorgeschobenen Positioncl zurückgetrieben wurden. St. Petersburg, 13. Nov. Eine bier ans onstantinopel eingelaufene Depesche besagt, das; der türkische Kriezsrath in einer heutigen Si rung erklärt habe, daß die Stellung der Armee, die Konstantinöpel ver lheidigt, hoffnungslos sei. ltreiknnruhe iu TeS MoineS. Wirthschafte gefchl,sse. Stteik der Fuhrleute greift um sich. Des Moines, Ja.,' 13. November, Dreihundert streikende Fuhrleute trnd deren Freunde versammelten sich vor den White Line Stallungen. erhoben gegen die Beivasfimng der Streikbrecher Protest und nahmen erne drohende Haltung in. Einer der Streikbrecher scucrte zivei Schüsse auf die Protestler ab, waö zur Folge hatte, daß die Menge zum Angriff überging, von der ftc,r bcieilendcn Polizei aber in Schach gehalten wurde. Sam Ware, Prä sidcnt der Ware Transfer Co., feuerte eine Schuß in die Menge, von der er hart bedrängt wurde. Aare wurde durch einen Stcinmurf zu Boden gestreckt. Erst n.ach Ablauf mehrerer Stunden wurde die Ruhe wieder einigermaßen hergestellt. Manor Hanna hat Befehl ertheilt, alle Wirthschaften vorläufig zu schließen, da ermiesen war, daß mehrere Tumultuanten unter dem Einfluß von Spiritussen standen. Der Stadtrath hielt gestern Abend eine Spezialsitzung ab, in welcher beschlossen wurde, dem Mayor bei Unterdrückung von Unruhen völlig freie Hand zu lassen. Heute früh kam es zu weiteren ?ihcstörungcn. Ein Teputy She riff wurde von den Strcikern schwer mißhandelt. Tie Polizei steht au gcnscheinlich auf Seiten der Strei ltr, da sie sich weigern, den An ordnungen des Sheriffs Folge zu Iyiwit. Föderation of Labor. Rochestcr, N. A.. 13. Nov. Ter zweite Tag der 32. Jahreskonven tion der Föderation of Labor wur de ntit Entgegennahme der Berichte des Executivraths zngebracht. Ge heimpolizist Burns, welcher McNa mara verhaftete und nach Los An geles entführte, wurde wegen sei ner Gelvaltmaßregcln durch die Hechel gezogen: der McNamara-Pro-zcß wurde als ein Machwerk ver eiitigter Arbeitgeber Organisation nett, itttd .gedungener Jeiluugeu hin gestellt, welche nichts Geringeres iin Schilde führten, als den Arbeiteror ganisationen den Garaus zu machen und die Beamten derselben in ein schlechtes Licht zu stellen. Auch die Toldatcnspielcrei von Jungens (Bon Scouts) wurde ver dammt, da dadurch der Hang zum Militarismus und Antipathie gegen Arbeiter-Organisationen groß gezo gen würden. Die Tclegatcn der Glasarbeiter Union, über deren Sitz- .und Stimm berechtiget Meinungsverschiedenheit ten ausgebrochcn waren, wurden zu den Vcrhandlungn zugelassen. Anarchisten-Komplott. Genf, 13. November. Die Po. lizci von Mailand hat ein angeb liches Anarchistenkomplott aufgc deckt, welchem mehrere Geschäfts leute der Stadt zum Opfer gcsal len sind, die lebhaft gegen die Anarchisten agtttrt hatten. Die p frr sind sämmtlich einem starken Gist erlegen, das in Briefen aus kr Schweiz enthalten war, welche angeblich ein harmlos Mittel ge gcn eine sehr verbreitete Krankheit enthielten. Ein italientichcr Ehe niikcr in Lugani, von wo aus die Briefe verschickt wurden, sowie sechs andere Italiener, darunter der frühere Herausgeber der Anarchi stenzcitung Agitation", sind ver hastet -worden, Ans Verzweiflung Zn d'en Tod. Chicago, Jll., 13. Nov. Durch anen CoronersJnaitest wurde seit gestellt, daß die 17 Jahre alte Jennie Stall sich umgebracht hat. weil ihre Mutter von Regterungs. beamtcn in Bremen, Deutschland, daran gehindert wurde, einen nach den Ver. Staaten abgehenden Dam pfer zn besteigen, weil sie sich wäh rend ihrer Bcsuchsreise in Deutsch land eine Augcnkrankheit zugezogen hatte. Sturmschaden. Martinöville, Jll.. 13. Nov. Während eines heute früh in dieser Gegend ausgebrochencn Unwetters wurde Frau Baker unter den Trümmern ihres Hauses begrabet!. Viele Gebäude wurden dem Erd boden gleich gemacht. Der Sach. schaden belauft sich' m die Tau sende. Felix Diaz entwischt. -Mexico 6it, 1. Nov. Es lartet mit Befnnttntheit. daß es dem RebeÄen Felix Diaz gelungen ist. aus feinem Gefängnis' zu ent flicken. Er soll in New Orleans in Sicherheit sein. Mllkik trauert nin pitstlfjfls! Der spauifche Premier war ein Opfer eines anarchistischen Verschwörung. Madrid. 13. Z?ov. Der Leichnam des von Mcnchlcrhand gefallenen spanischen PrriNierministcrS Cana leiaZ ruht Heu auf einem inipro viurten Kataflaß in der Teputirten kantmer auf dem Paradebett. Tau fende Bürger aller Parteirichtungcn legen für den Tahingcschiedencn qssenkundige Trauer an den Tag. Man hat Gnmd zu glauben, daß Manuel Pardinas, der Mörder des Premierministers, einer Anarchi stendande angehört, welche den Tod Canalejas beschlvsscit hatte. Pardinas feuerte nicht zwei, sott dcrn vier Schüsse auf sein Opfer ab. k Wunde, welche sich der Mär der am Kopfe beibrachte war nicht ftscrt tödtlich;- er ist aber heute Nachmittag derselben im Gefäng nis erlegen. Silberne Hochzeit. Herr und Frau Henry Mielke feierten letzten Sonntag ihre sil berne Hochzeit in ihrer Wohnung 4801 Picrce Straße. Tie Woh nung war zur Feier prachtvoll ge schmückt und auch die Festtafel prangte int Bluntenschmuck und ei nem großen Hochzcitskuchen. Nach dem Festmahle unterhielten sW die zahlreichen Gäste bei schöitcr Musik und bcint Kartenspiel. Unter den vielen GesckMkeit verdient beson ders ein prachtvolles Silberservice von Frau Mielke's Mutter erwähnt zu werden. Tem Jubelpaar nachträglich un sere besten Glückivünsche. Ans Lincoln. Das Museum der Univen'ität ist um die Hatlt einer Niesen schlänge berciclx'rt worden. Tie Haut stammt von einer Boa Constrictor, die bei ter. .State,. Fnsr. gctö'dtet werden mußte, um" das Leben der Schlan genbändigcrin zit retten. Auch Erem plare intereffanter Vögel, der Kops eines Riesenhirsckzes u. eine Sainnt lung von vorgeschichtlichen Stemm struinentcn find dem Museum hin zugefügt, worden. Dem bedeutenden böhmischen Pä dagogen des 17. Jahrhunderts, Ko tnensky. soll auf dein ttniverfitä'ts kampus ein Tcnkinal errichtet wer den. Frl. Sarah 'Hrbek, Lehrerin der slatoischen Sprachett, hat die Idee angeregt und alle böhmischen Klubs sollen um Beiträge für das Denkmal ersucht werden. Tie Ko sten werden sich auf ungefähr $3000 stellen. Der heilige Krieg gegen die Angreifer der Türkei erklärt. -'KT! A 4
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K f t, 'f!'" t 4 T, .7 V i r v- Jtr i j. l" sZ Us JTA .ß i U i Hm i "I ti A i,'' X- v v lk I &Mr-.T.-I.. V ;.f Vi zr HA il jm-sHüfrUümftH Das religiöse Oberhaupt gsier Muhainedaner. Scht'ik Ul Islam hat die grüne Fahne des Propst Muhanied entfaltet, zum Zeichen, daß gegen die Angreifer der TiVr beilige Krieg erklärt worden ist. Jeder AnHanger der niuhamedan Waffen gerufen, um gegen die ins Feld zu ziehen. Rachsüchtige Italiener. Ein Omaha Arbeiter wird von ih ncn Im ach Chicago verfolgt. Chicago. 13. Nov. Frank Ga ünd, früher in Omaha als Stre5 kenarbcticr befchlütigt gewesen, wur fcc heute zu früher Morgenstunde in feiner Wohnung von zwei Jto lienern aus dem Schlafe geweckt Einer der Kerle hielt ihm einen Revolver entgegen. Galend eilte zu dem offenen Fenster und sprang zwei Stockiverke rief auf die Straß? l.inab. Man schaffte den chwer verletzten nach dent Hospital. Tort sagte er, dan thut die beiden Man ner, Italiener, mit welchen er bei Omaha als Streckenarbeiter beschäf tigt gewesen, und sich deren Feinde schaft zugezogen hatte, von dort nach Chicago verfolgt hatten, uin thni cas Leben zu nehmen. Einbrecher verscheucht. Polizist Joseph Nieman bemerk. te zur Nachtzeit, wie zwei Shxh den Versuch machten, sich gewaltsam Zutritt zu dem Grocerystore, 22. Straße und Popplcton Ave., zu vcrichasscn. AIS der stchcrhetts Wächter auf die Burschen zuschritt, wurde er mit blauen Bohnen be grüßt. Auch Nieman feuerte, ohne jedoch zu treffen. Tie Einbrecher entkamen. Machten geringe Beute. Einbrecher drangen in das (3e schäftslofal No. 2801 Leavcitworth Straße und erbeuteten 15 Ceiüs. Bei Elmcr A. Johnson, 280 Lca tcnwvrth Straße stahlen sie nur einen schnöden Nickel. Auö dem Staate. Humboldt.' Einbrecher drangen in Sckaeffer's Wirthschaft und mach ten sich am Gcldschrank zu schaffen. Sie wurden verscheucht, ehe fie ir gendwelche Beute machen konnten. David City. Frau I. M. Car lisle zog sich infolge einer Gasolin-Explosion so schwere Verlctzun gen zu, daß fie denselben erlegen ist. Sutherland. Tie Hälfte deö Ge schästsblocks öiesee Stadt wurde ein Raub der latnnicn. Schaden P13, 000. Shelton. Die 12 Jahre alte Ve r,i Kithcart, Tochter von W. I. Kithcart von hier, wurde Dimstag Abend auf der Bahnkreuzung von einem Bahnzuge überfahren, und der Körper des Kindes wurde so st?rchtbar verstümmelt, daß Nietnand außer dem Bruder den Körper zu identifiziren vermochte. Vor etwa vier Jochren wurde auf derselben Kreuzung Florence Sutes getödtet. Ntttcr-Brau in dunklen Flaschen, bei Emil Hatt son. Phone South 3730. (Anzeige)
s rtüsÄ -il. t s r Z&3 i v K u fyC v'm:r .Religion wird damit zu den !'nbigcn, siegrcichcil Gegner
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fi r Ludwig Uhlaud'ö 50. Todestag. Heute, den 13. 5iovember, sind 50 Jahre verflossen, dasz Ludtvig Uhland, einer er bedeutendsten und volköthünüichstcn deutschen Dichter, auS dem Leben geschieden ist. Wie des Deut ckirn Lteblingsdtchter, cnt stammt auch er dem schönen, schon im Mittelalter sangeSretchen Schwa benlande. Er wurde am 26. April 1787 in Tübingen geboren und erzogen. Am 5. April 1J310 machte er an der dortigen Untversttat sein Eramen als Doktor der Rechte. Als Dichter reicht Uhland, aller, dings nicht an die Größe seines Landsmannez Friedrich von Schiller binan, aber er war ein Volksdich ter in deö Wortes schönster Bedat rung. Seine Balladen sind Ge- metngut der deutschen Nation gewor den.. Nur einige der bekanntesten und vortrefflichsten können hier er wähnt werden: Des Sängers Fluch, Das Glück von Edenhall, Klein Ro land, Der blinde König, Der Wir thin Töchterlein, Schwäbische Kunde. Gras Eberhard der Gremer, Bert ram de Born. Uhland war ein treuer Wacht des deutschen Sprachen und Sagen schatzes, ein Rufer im Streit für die unantastbaren Volkesrechte, ein He rold der neuen großen Zeit. Dank bar soll das deutsckze Volk immer Ludwig Uhland s gedenken. Neue Maschine in der Postoffice. In der Omaha Postoffice ist eine maschinelle Vorrichtung installirt worden, welche das orttren und Stempem der abzusendenden Brief ganz bedeutend erleichtert. Die Briefe werden dadurch alle mit der rechten Seite nach oben und dem gestempelten Ende nach öersclben Seite geordnet, sodag den Lvrttrern daö Ordnen erspart blbt. Mit telst dieser Vorrichtung können acht Manrr per Stunde 36,000 Briefe sortiren und aufitapeln; das tjt ge nan die Anzakl Briefe, welche die elektrische Markenftcmpelmaschine zu stentpeln vermag. Die Maschine vermag das Mehrfache des Ge fchäftsvolumens der hiesigen Postof fice zu bewältigen. In Chicago, wo !ie ZM abgehender Briefe von 2,500,000 bis 3,800,000 betragt. sind elf solcher Maschinen rnstalltrt. Ans clchcr Straßenseite? Die Fi .if, ob die Straßenbahn wagen an der Straßenkreuzung dies s?its oder jenseits der zn kreuzen den Straße anhalten sollen, ist noch nicht gelöst worden. Tie traßen tahn-Gesellschaft hat nun dem Com inercial Club vorgeschlagm, sie durch Abstimmung der Pasiagtere, Perw nen, die die Straßenbahn benutzen, zu lösen. Solche, welche die jen festige Seite befürworten, meinen, daß das Anhalten diesseits gefähr licher fei, indem beim Starten leicht Leute überfahren werden konnten, und die Passagiere bei schlechtem Wetter z,tt viel durch den Schmutz waten müßten. Die Vertreter des diesseitigen Anhaltpunktes bringen vor, daß die Wartenden der Car über die Straße nachlaufen und in Gefahr sind, Lbcrfahrm zu werden. auch könne ein folgendes Automobil die Gefahr noch vergrößern. Somit hat öie Gesellschaft wohl das Rich tigste gethan, indem itc sich der Meinung der Majorität anschließt. Personalien. Tie Herren Geo. Hoffmann und L. L. Johnson von hier und M. 5!arton von Plainwood, Iowa, find gestern von Lincoln Cotmty, Co., zurückgekehrt wo alle drei weitere Ländereien gekauft haben. Herr Hoffmann überbringt die Grüße von Carl Lütgenau, der sich vor Jahresfrist dort niedergelassen hat und dem es dort gut geht. Seine Frau trinkt zuviel. Harry E. Johnson hat auf Schei dung von seiner Ehehälfte Marke beatitragt, weil sie an zu großem chronischen Durst leidet. Seit 1906 ist das Paar verheirathet, und seit dem sind sie ungefähr 15 Mal aus einander .und wieder zusammenge laufen. Immer war der große Durst der Frau die Ursache. Sie versprach ihrem Mann, den Durst belämpsen zu wollen, ist aber in diesem Kampfe stets unterlegen. Erste Anzeichen der Wintcrnoth. In der Polizeistation fragten ge stern Abend in dieser Saison die ersten Obdachlosen, um Nachtquar tier nach, das ihnen auch gewährt wurde. Mit dem Eintritt kalten Wetters hat sich auch die Zahl der Hülfesuchenden vermehrt und manche verlumpte Gestalt schwankt durch die Straßen. Rittcr-Bräu in Znmklen Flaschen, bei Emil Han son. Phone -outh ,3730. (Anzeige) Wieder ein DahNUglück! 20 Passagiere getödtet, 20 verletzt. Trümmer in Brand gerathen. Indianapolis, 13.. Nov. JuJr. rington, einer Vorstadt von In dianapolis, rannte ein Passagier- zug der Cincinnati, HamUton Dayton Bahn durch eine offene Weiche in einen auf dent Nebelige leise haltenden Frachtzug. Zwanzig Personen wurde auf der Stelle ge tödtct, zwei werden vermißt und 20 erlitten schwere Verletzungen. Jnfolgö der Explosion eines Gas bchälterS geriethcn die entgleisten Waggons in Brand, und anfänglich schien es, als ob die unter dem Trümmerhaufen befindlichen Passa giere einen qualvollen Flammentod erleiden würden. Tank der Be mühungen der schleunigst herbeige eilten Löschmannschaft gelang es, des Feuers Herr zu werden. Unter den Getödteten befindet sich die' aus den Ehegatten Cheney und zwei Kindern bestehende Familie. Der Kondukteur des Passagierzugc-s wurde, da wo er zur Zeit des Un glücks in dem Waggon stand, zu Tode gequetscht.- Von Indianapolis sind Aerzte und Krankenpfleger nach dein Ort des Unfalls gesandt. That eines Wahnsinnigen. Chicago, 13. Nov. Um sich an seiner Frwt zu rächen, bat Cbas. Nise fein zweijähriges Töchter,,, mittels eineS Kopfkissens erstickt mt ist dann flüchtig geworden. In einer von ihm zurückgelassenen Note hat der augenscheinlich Wahnfmnige die That eingestanden. -I Sud'Oniaha. Ein augmscheinlich aus dem gei stigcn Gleichgewicht gekommener Mann, Tom Torganson, ivurde, Sonntag Abend verhaftet, als er auf, der Veranda des, Hauses, feiner, geschiedeilcir Frau schlief. In sei nen Taschen fand man ein Messer und eine Bibel kleinen Formats. Obgleich von. seiner Ehehälfte ge schieden, bezeugt er noch immer die größte Eifersucht. Richter Collins vrordnete ihm 30 Tage Gefängniß, um feine Eifersucht ctlvas abzuküh len. Tie Jahresausstellung von Cry fanthetnumö wird Donnerstag unc Freitag in ier Prcsbyteriancrkirche. Ecke 23. und L. Straße, abgehalten werden. Tas Begräbniß von Joseph Chra niey, der am Sonntag Morgen in seiner Wohnung während eines Feucrs tödtlich verbrannt wurde, fand heute von der Kapelle der St. Mary's Kirche aus statt. T.L. Keil Saloon, 2425 N.Str. Bestes Bier. Feiner Frcilunch. Teutscher Besuch willkommen. Ak'Sar-Bcn Oper. Tie Ak-Sar-Ben Operngesellschaft wird komnienden Januar The Wizard of the Nile" aufführen. Be- gcn öer Belebung der Hauptrollen der Königin und des Zaubennei- sters herrscht begreiflicherweise eine berechtigte Nebenbuhlerschaft. Die Proben beginnen nächsten Tienstaz an Stadtrathssitzungszimuier. Omahncr schwer verletzt. Ein wohlbekannter Omaharr. Herr F. ,H. Hazen, der für ein arbengeichäft reist, ist Montag Abend bei einem Bahnunfall unweit Healing Springs, Ark,, lebensge fährlich verletzt worden. Der Per' unglückte erlitt einen schweren Schädclbruch und einen Bruch des Schlüsselbeins sowie innere Ver letzungen. Er ist nach dem Sani toriunt in Rogcrs, Ark., überführt worden. Wetterbericht. Für Omaha, Council Bluffs und Umgegend: Schön heilte und Ton nerstag; etwas wärmer am Donner stag. Für Nebraska: schon heute Und Donnerstag. Andrew Carnegie zahlt in New Aork keine Steuern, trn'il er dort besitz im Werthe von nur $3,)0a,' 000 .und $8,400,000 Schulden bat. Armer, beklagenswerther AndtiZ Deutscher Optiker, 1." Jahre in Omaha, B. F. Wurn. 413 Brandeis Gebäude.' (Anzeige.) Dnffy Johnson, Leichenbeslatter. 1850 Leavcitworth St.. Tylcr 16 l O j':
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Omaha tri bitte, Nlktwoch bra 13. Nsvkmbkk 1912, OMAHA TRIBUNE TRIBÜNE PUBLISHING CO. VAL. J. PETLR, Pf. 1311 II.kt Sir. OnwK. Nbr. t,nttrA i an4-fn Stritt. Mitrth Mfl ithplmt a Dmnht, firaMd, rnvütf Um FV Kr a,)larth 4,, II, J. Preis des Tageblatt: Turch Träger, prr Woche. l0 Turch die Post, per Jahr....tzt.00 frul bei Wchkblatt: Bei strikter Voraubbozahlun. per Jahr ,....$1.50 Wochenblatt erscheint Donnerstags, W) Nw York Office Tb Cnnaa Nwip pr AlUnc, 45 Wt 34th St. Cmaba, Nebr., 13. November 1912 lit Nachricht, dasz der $ctm der Adrunen zum ctönij von Au?an,en ai.serscden sei, wird für iaci. ilathe- tine Elkinö, mit der man jenen so ost verlobt und entlobt Hat, gan besonders interessant sein. Selbst Am. Jenninsts Brno Satte bei dem deinekratischen l?c5 -rutsch an legten Dienstag gesiegt, wenn er, wie es wol?l sein in süal- t,morc zuin (liick nicht erfüllter Wunsch war. der demokratische Prä sieiitjchattkandwat gewesen Ware, Und im Stillen kaben wir so eine Alimmg, das; er sich, ob dieses un erfiilltea Aunsckeo, niekr geärgert, wie Zeddn und Taft das über ihre Niederlagen thun. Diesen Äergcr wird selbst die Anoncht auf einen jlabinet?vosien nicht beseitigen tön neu. W. ?ür Iowa wäre ein Tieg des denietratifäzen Z t a a t s wahlzcttel- weit wiä,tiger und nothwendiger go wrse, wie eine demokratische Prä sieentjchafts Mehrheit, Die Legis latur ist wieder so überwiegend publikanisck, das; die Ettvählung des großen Muckers jkennon, der sie- kanntlich im Congres; eine Bill cin gereicht hat, die der Verschickung von berauschenden Getränken ein Ende niacheii soll, außer Zweifel steht Wie weit sonst die Zusammenstel lmig der Legislatur sich für die ili leralen oder für die Mucker günstig gestalten wird, bleibt abzuwarten, da man bis jetzt noch keine Schlüsse Wichen kann. Iowa Reform Tie Cljiocr Prohibitionisten ha lcn es am Dienstag auf beinahe viermal so diel Stimmen gebracht als vor tät Jahren. An sich ist das prohibitioniiiche Votum :m wer noch gering. In ihrer gra 'SAWos iUIU kWW:MWiss:MJLW n Eine köstliche Gabe fnr's Frühstück. Bonus Marke Brat- E wurnf. Z Z Pikanter Geschmack. w Gemacht unter absolut sa i nitären Verhältnissen nach Cj fttflin Afffttt b1tffi4Afr W AU- Ä IWIUU Ulllii VlUtjUWl tlCtyi j Kaust heute ein Päckchen von Eurem Händler. 20c der Carton. Wenn er sie nicht führt, telephonirt Douglas 1428 und werde Euch ver F sagen. MAIMMWM Whselsr Welpton Co. ZaTerUUwg Varaicharang Her Art 1511 DoögeSt. PboneDoog. 136 KRUG THEATER WitlKMriilt THE CKERRY BLQSSOMS Eshts Barlesqui 3tlH n sät l) f,tn Meliriahl stimmten die feinde der persönlichen Ireibeit nach wie irr, für jene Uandidaten der gro hm Parteien, von denen sie gloii' len, das meiste erwarten zu dürfen Sie wissen ganz gut, dajj sie am olsebbare Zeit nicht daran denken kenne, durch selbständiges Borge ben greifbare Urfolze zu erzielen Teölzalb wenden sie ihre Stimme selche Kandidaten anderer Parteien w, auf die sie sich absolut verlassen tonnen, und oasz sie wohl dabei sabren, haben die freunde der per senlid;eit Freiheit niehr als einmal fii ihrem (sdwdrn erfahren müssen Aber gerade deshalb dars man t-ai starke Anwackuen des selbnstandigen prohibitioniftiscien BotumS nicht übersehen, denn je stärker dieses Votum ist, desto leichter werden die Führer der. Bewegung bei den .Uan öidaten der andern Parteien für ilre Wünsche ein geneigtes ljr finden. Tie türkischen llacktbaber haben den alten Sultan Albdul Hamid aus seinem Cril auf europäischem Boden Iiolen und nach der anderen Seite deS Bosporus bringen lassen. Tort ist er zurzeit sicherer als sein ?ach folger in Konstantinopel, denn wenn die Mächte sich nicht ins Mittel Ic gcn. wird die Einnahme der tür iscken Haiiptstadt durch die sieg lricben biilgarisckien Truppen nicht mehr lange auf sich warten lassen. Albdul Hamid ist der schöpfe? de modernen Turkenheres, aber die Armee, die seit Wochen Niederlage auf Niederlage erleidet, ist nicht mehr das, was Abdul Hamid mit Interslützung des Deutschen von der Voltz aus ihr gemacht Hatte. Diese Armee Hat sich zuviel mit der Po :tik beschäftigt und darüber bat ne oas Ziriegobanowerr verlernt. Tie Iungtürken Haben sie zu einer Parteiwafie gemacht, und daö ist noch immer der Ruin einer Armee gewesen. Man mag noch so tscr ächtlich sprechen von dem autokrati Ickcn Regime Abdul .vamids, leden alls wußte er, was die Türkei rauchte, um ihre Machtstellung zu ehaupten. Tie Kämpfe, die die Türken bei Plemna .und am Schip- apasz vor fünfunddreiviz Jahren gcgen die Russen bestanden haben, waren Heldenkämpfe im besten Tin ne des Wortes, und wenn der Geist, der damals in der türkischen Armee herrschte, heute noch lebendig wäre, dann würde die Türkei heute nicht das Gesvötte der Welt sein. Das jungtürkische Regiment, von dem man glaubte, es werde das Os manenthum einer neuen Zukunft entgegenführen, hat es dem Unter gange entgegengeführt. A? der Geschichte der ?üs frankfurter". Natban Rothschild vor dem Zufam menbruch. Rothschild, der .Held", aus dem Nriegöschauplatz bei Waterloo. Eine stürmische Urbersahrt. Panik in der Tity. Nathan Rotschild's Tiez über Napoleon bei Waterloo. yti$cmx& '::::;:8 tSgllcl 2:15 Abends 8:15 Preise: Gallklie 10c, beste Sitze 25c blj aus Samftag und Sonntag Abend: 10c, 25c, 50c, 75c. II. CLAICDHE Fr!cd:ssric5t2f t iialtt UM ttH tt, ti xti. tut- tm ci, Auf Sagamore Hill fand dieser Tage eine Konferenz zwischen Noo sevelt und den übrigen Führern der progressiven Partei statt, m wel cher man sich über die Errungen. chaften dieier :m allgemeinen sehr friedigt aussprach. Col. Roosevelt meinte, die Partei habe trotz ihrer Tugend gezeigt, daß mit ihr zu rechnen, dasz ihr Bestand gesichert ei, und deshalb sollte sie von Rechts wegen nicht mehr als dritte Par ei" bezeichnet werden. Gouverneur Hiram Johnson von California, weh cher 'in Begleitung Pmchots, Per ins und Munseys sich zu der Kon strenz eingefunden hatte, hielt es ür zweckmämg, dak Roosevelt so gleich eine Erklärung betreffs der Zukunft der progreistven Partei ver öffentliche, um ihre Anhänger zu cimmcn und ihren Muth aufrecht zn halten durch Hinweis auf die von der Partei m. der Wahl erzielten Erfolge. Der Vorschlag Johnsons and auch Nooievelts und der übri gen Führer Zustimmung, doch er klärte der Ez-Präsident, er halte es für zweckmäßiger, mit der Verof. entlichung einer solchen Erklärung noch einige Tage zu warten, bis er sich über die durch das Wahlreful. tat geschaffene Situation genauer unterrichtet habe. Nachdem eine; schon in der nächsten Zeit zu voll iehende Reorganisation seiner Par tei stattgefunden, gedenkt Roosevelt ch eine, Zeitlang von der aktiven Politik zurückzuziehen und sein hätigkeit am Outlook" wieder aufzunehmen. Wie es heifz.t htit er neue Artikel in petto gegen nator Root und andere, welche ge gen seine an dem New Jorker Ap ellhof geübte Kritik Einwendungen erhoben lzatteil. Gouverneur Hi ram Johnson verlief; Sagamors Hill mit der Absicht, direkt nach California zurückzukehren, um sich ganz den Pflichten seines Gouver nursamtes zu widmön, die er ja auch lange genug vernachlässigt hat, Mama, tragen die Wilden in Afrika auch Hosen?" ..Warum fragst du das, mein Kind?" Ja. als für die Heiden gesammelt wur de, steckte Papa einen Hosenknops in die Sammelbüchse." 4YU V Am 10. September waren el hun dert Jahre, daß Meyer Anselm Roth, schild. der Staminvater dr berümn. len Geschlechts, gestorben ist. Aus der Geschichte seiner Familie sind manche interessante Anekdoten zu rr. zählen. Bon besonderem Interesse aber dürften die Erlebnisse sein, die Natban Rotschild, der Londoner Vertreter der Fünf Frankfurter", auf dem Schlachtfeld von Waterloo gchabt hat und von denen Jgnaz Balla im Berliner Tagblatt" sol. genoes erzaiut: lveifelloi hat der Londoner Roth, schild zur Zeit der hundert Tage" dem englischen wie dem preußischen Staate unschö tbare Dienste ermicstn. Aber diese hundert Tage, wie der T3 der Niederlage Napoleon'S in, der Schlacht bei Waterloo brachten den Söhnen des Frankfurter Ghetto riesenhaften Gewinn, während sie einige Wochen vorher vor enormen Perlusten standen. Bonaparte'ö un erwartete Rückkehr auS Elba hatte einen gewaltigen Strich durch die inanzlellen Pläne Natban Roth child's gezogen, und es schien in die em Augenblick fast, dafz sein HauS, daS schon damals vielen alS uner chüUerlich galt, dieser plotzlickzen weltgeschichtlichen Wandlung kaum würde widerstehen können. Alles stand für ihn auf dem Spiel. Rath los eilte er auf das Festland, um sich dem englischen Heere anzuschließen lind überall seinen Spuren zu folgen. öl? eS dann an der südliclzen Grenze des WaldeS von Soigne die Borberei kungen zur Entscleidungsschlacht traf, da konnte NattKin Rothschild, der som't vor dem Anblick des Blutes zu rückschauderte, seine Ungeduld nicht länger meistern. Er wollte nicht län ger hinter den Truppen zurückblei ben, sondern eilte in fieberhafter Er regung auf daS Schlochtield, um dort von einer erhöhten Stelle auö, wenn uS gedrückten Herzens und mit hämmernden Schläfen, die Nerven zum Bersten gespannt und fast dem Wahnsinn nabe, Augenzeuge dej groben EntscheidungskairuifeS u sein. In dieser blutigen Schlacht wurde fcl!ieszlich Napoleon's hundert Tage andauernde Herrschast besiegelt, und .'he noch Napoleon einen letzten veo zweifelten Angriff unternahm, um die Gefecktslinie des Feinde? zu durchbrechen und ihn durch feine Earde zum Ruckzug zu zwingen wandte Nathan Nothschild dem Schlachtfeld den Rücken zu Ihm ge nügte das, was er gesehen, als An zeichen für den. Fall Napoleon'S. Jetzt schreckte ihn nicht mehr der An blick der Todten und Verwundeten. ?Ihm schwebte nur sein Schlachtfeld, die Börse, vor Auge. Er zog in den Nrieg, das Herz voll heißester Freude und mit verhängten Zügeln ritt er nach Brüssel. Hier miethete er trotz des geforderten unverschämt hohen Betrages einen Wogen und jagte ohne jede Schonung für die Pferde nach Ostende, um von da ohne Ver. zug nach London zurückzukehren, Glücklich gelangte er nach Oftende. Aber hier schien eS, als waren alle Anstrengungen vergeblich gsvescn. An eine Ueberfcchrt war nicht zu den km, denn ein fürchterlickzer Sturm wühlte das Meer auf. Es gab keinen Seemann, der bei einem solchen Wet ter sein Leben riökirt hätte. Roth. schild jedoch, der sonst in ewiger Angst vor Attentaten leöte, schreckte jetzt nicht vor dem Tode zurück. Er. d in Wahrhei kein Held war, fürchtete sich jetzt vor nichts. Er bot demjeni gen, der ihn durch die wildwogenden Meeresfluthen nach England bringen würde, 500, dann 800, endlich 1000 Franks. Niemand wagte es. Schon wollte er den Plan aufgeben, da fand sich ein entschlossener Bursche, ber sich bereit erklärt.?, den Londoner KrösuS hinüberzuschcffen, wenn er zuvor sei. nem Weibe 2000 Franken baar ausbki zahle. Denn sicher sei sicher, und wenn sie schon beide ersöffen, so sollte we, nigstens seinem Weibe etwa bleiben. r.:i Freuden zahlte Nathan Rothschils den geforderten Betrag und belohnte, als er den Fuß auf englischen Boden setzen konnte, den tapferen Schiffer noch reichlich. Halbtodt hatte er dai englische Ufer erreicht, doch auch jetzt ruhte er keinen .Augenblick, sondern setzte seinen Weg von Dover nach Lon don mittelst SHiellpost fort. Am Morgen deö anderen Tages stand er wieder auf seinem gewohnten Platz im Börsenfaal, an eine Säule gelehnt. Nur war sein Gesicht unge mein bleich. Tödtlich erschöpft, müden Augeö. mit wankenden Knien stand er da. Er glich inem an Körper und Seele gebrochenen Mann, der in einer einzigen Nacht um zehn Jahre gealtert war. mächtigen Börsensaal herrsch! größte Erregung. Der Saal glich ei nem aufgescheuchten Bienenschwarm, Die sonst so kaltblütigen Börsenleut? tiW&MJtyZjUvtoJinriihia. aus i und ab, klärten sich'kUkze foiWi tungen zu. wechselten verstandnißvoll Zeichen und jeder einzelne von ihnen zitterte an Leid und Seele vor etivaS Unbekanntem. Bon Mund zu Mund s'gen Hiobkposten. Mit leiser Stimme dilkutirten sie miteinander. M't flüsterndem Ion drang die Nach, richt von Ohr zu Ohr. daß Napoleon'! schwere Leibgarde auch Wellington' frttt geschlagen habe. Schon diesem unkontrollirbare Gerücht genügte, um in diesen sorgenvollen Stunden eine vollständige Kopflosigkeit hervorzuru. fen. Und Kiefer unheilvolle Zustand erreichte den Höhepunkt durch den An blick, den Nathan Rothschild bot. Da lehnt r wie zu Tode gehetzt in c barmungswürdigem Zustand an der Eäule und schien sich kaum auf den stuften halten zu können. Er, der kalt blutige, ruhige Cäsar, den sonst dl müthendsten Börsenstürme nicht aul dem Gleichgewicht zu bringen ver mochten. Wai man bisher als unverbllrg teS Gerede betrachtet hatt,, nahm nun die Gestalt unleugbarer Wahrheit an, denn deutlicher als die unkontrollir baren Gerüchte sprach daö Antlitz othschild'fl. Und über dk ganz Lörse blitzte wie ein lettischer Funke die panikartig Furcht auf, daß r unversöhnlichste, leidenschaftlichste Feind England! wieder frei sei, daß Niemand ihn auf seinem Wege aufhak en könne, wenn er sich wieder wie in Geißel Gottes auf Europa stürzte. Wie ein ver?-render Zyklon breitet sich die Angst über die Citq auS. Im wer und i ,imer wieder verdichteten sich die Nachrichten, lawinenartig wuchsen sie an und zu einem wahren Schreckensbild sich gestaltend, erfüll ttn fk die Menschen mit Entsetzen Eine wilde Panik entstand. Dst Kurse fielen von Minute zu Minutet stürzten in bodenlose Tiefe, und als man wahrnahm, daß nicht nur Roth, schild allein, sondern auch seine Agen ten die Papiere in großen Posten zu Verkauf anboten, ja förmlich auf de Markt warfen, konnt nichts mehi daö Fallen der Werthe aufhalten Als hätte Wahnsinn die Menge ge backt, so kamen in wenigen Minute, die solidesten und stärksten Bankbäu. I ser ins Wanken und die Kurse de, gestchertflen Wertpapiere machte. Purzelbäum nach unten. Wie Götzen bilder. die von getäuschten Gläubigen, von Rachedurst getrön, vomPkdestai genurzl und zertrümmert werden. Inzwischen lachte sich der todten. bleiche ucann an der Saul ml Fäustchen. Während man theilnahmZ, voll im Saale Nathan Rothschild b dauerte, dessen mächtige Firma, teil man meinte, nun gleichfalls in d:a taub getreten und durch Niesender, lust vernichtet war. ließ dieser un auffällig von seinen Geheimagenten. vke in dieser Ctgenschaft Niemand b kannt waren, alle angebotenen Werth Papiere aufkaufen. Am anderen Tag traf die Nachricbi ein. daß Blücher der Ltgney und Wel. Itngton bei Waterloo gesiegt hatten Rothschild selbst zeigte eS mit sirah. lkndem Gesicht bei Eröffnung de, Börse an. Die Kurse stiegen rapi!, und erreichten ine noch nie dagewesen, töhe. Rothschild hatte an einen, ag Llr 24 Millionen Franc g. Wonnen. Damals entstand daS ge flügelt Wort: .Die Verbündete gewannen die Schlacht bei Waterloo, n Wahrheit aber gewann Rotbschilj allein." MQWM- ßaptslr-Lpkzit,l 3000 Aardö seiner Nkh und Lhadow Lacc Plkatingö. 2 4 Zoll breit, Proben von überfülltcm La er, werlh 50c per 25c zu wAunrro r i i k I I 0 MMS (?rtra Speziell Donnerstag iu nnse rem Hauptstock könnt Ihr ron 3000 AardS von Neb und Cha dvw'Lace PleatingS, werth 50c per Id., zu 25c Ter standhafte Singoldai. Wie ein Caruso im russischen Leei entdeckt und doch auch wieder nicht entdeckt wurde, davon weiß eine Kor respondenz folgendes zu berichten: m russische? Kapellmeister kam in diesem Sommer auf der Durchreise nacki Perm am Uralgebirge und hört dort, als er an einer Schenke vorbei ging. auS dem Lokal heraus einen Gesang dringen, der einen Pracht- vollen Tenor erkennen ließ. Entzückt blieb er stehen und lauschte dem Lied bis zu Ende: er betrat dann die Schenke, in der auch die Kameraden des Sängers, eine? Kosakensoldaten, flanz vom Gesang hingerissen saßen. Der Kapellmeister erbot sich dem neue Caruso sofort, ihn ausbilden zu lassen: der aber schlug daS Aner- bieten rundweg ab; davon will ich nichts wissen antwortete der junge NeiterSmann. aber wnn eS Euch Spaß macht, will ich gern noch eins singen!" Und so sang er dann noch ein paar Soldatenlieder. Der Kapellmeister gab aber seine Versuche nicht auf; er erkundigte sich nach der Abteilung, in der der Kosak stand, und schrieb ihm am folgenden Tage einen Brief, worin r ihm die Einnahmen eines Tenors vor Augen fuhrt und ihn versicherte, daß er in kurzer Zeit ein rtickkr Mann sein würde. Auf diesen Brief kam keine Antwort. Nach kurzer Zelt kam derselbe Ka pellmeister wieder nach Perm und brachte noch mehrere Herren mit. Man bestellte den Sänger wieder in eine Schenke, wohin er auch kam. und er ließ sich garnicht lange bitten, ehe er ein Lied anstimmte. Alle Zuhörer waren entzückt, wieder wurden ihm Angebote gemacht, eine große Summe wurde ihm verheißen, wenn er sich iu iner Reise nach Petersburg ver stehen würde. Tie Summe hätte er Lvhl gern besessen, aber seine Trup ;e, wnn auch mitErlnudnildeS Der gii)58te Baar-Aufkauf in Jahren Ganzes Lager von flyrnnn l(arp Ein prominenter Kaufmann von Ganal und Broadway New York Frauen Anzüge, Blusen u. Coats Anzüge, Kleider, Jacken Pelze und Äindcrlleider Wir legen sie zum Verkauf aus beginnend Donnerstag, 14. November, in Brandcis Bar- gain Bascmcnt zu den erstaunlichsten Preis rednktioucil. Ties ist ein vollständiges Lager von Herbst, und Wintenvaaren von Vtittolgrad in den ivüiischciiowcrtlioftcn Moden. Wir werden jedes Llleiduiigssiück im Lager zu ungesahr der Hälfte odcr weniger denn bk Hälfte deö wirklichen iWertheö verlausen. 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V, l gg hxh-h ijn Das grüne Auto. D Spionagt'Noman TTTTT T-f r Tgi.TTt; r,ir-i (23. Fortsetzung.) Vntmort bis I 7urin ein Itaf, besagte, daß Mara Cincinnatt k ünltlername b tn Neapel an 12. Sevtember 1873 geborenen Bio letta Crespo fei. Ihr Vater war Skrobat. ihre Mutter lanzenn. Su Iffjfe seit ihrer Kindheit in Artisten, kreisen, verließ später die Truppe i ttt Vater, um einem jungen Kunst, trtttr au fotdfn. rnnrht ffunfireiterin -knrituofl slani "Italien alt (Star der leselllchasten PrlmatjesV StSott uno TJ V M.t. sti.aaiMi.l r r u p vuiunut, iiuiyui lAiuu eilt viimuyciiuiu in ÄSN an, wo sie, wie et y:cg. Yki' rathete. Auf Grund dieser Auskünfte wand, U fies) nun das Wiener Sicherheit, bureau nach Pari, um dort den Na, inen des Gatten feststellen u lassen Jetzt kam für Polizeirath Wurz tt erste Enttäuschung. In Paris raunte man überbaust nick von der Existenz einer Kunstreiterin namens Mara Cincinnatt. respenwe B,oielia Erefso. Nun war man wieder dort, wo pian von allem Ansang an stano. Schließlich wurde wieder Baron Ephor mit Recherchen betraut. Er sollte in der italienischen Kolonie festen Fuß fassen, um vielleicht auf tiefem Wege näheres in Erfahrung Zu dringen. 16. Kapitel. Baron Sphor begann wie vor ei mm '.lonat. Er wurde wieder kJourbesucher, Tänzer und Hofmacher, ß und langweilte sich wieder durch trne Reihe von ausern durch. So kam er auch 'zur Gräfin di jEampobello, aus deren Soiree seiner ßeit seine Aufmerksamkeit auf die köaronin Sternburg gelenkt wuro. Nachdem der obligate Tratsch ab i ehaspelt worden war, begann er vom I Morde in der .Grillhoferstrasze zu lsprechen. i Die Gräfin wußte von dem Morde nikcht mehr als in den Zeitungen ge standen hatte, und zeigte auch kein fDiMt Ünttrf ff iir die Assätt. Der 'Graf bethei.igte sich überhaupt nicht tan dem Gespräch. Und weil gerade von der Polizei lt Rede war, erkundigte sich die Gräfin, wo sich da? Fundbureau be finde. Sie habe, so erzählte sie. am vcr svangenen Abend, als sie vom Hotel WXC 'am. aus der Ringstraße em Armband mit emem Medaillon der loren, ein altes Familienstück, daö bei der Polizei abgegeben worden let. Baron Sphor machte sich auö purer ldalanterie erbötig, im Fundbureau jelbst nachzusehen und erbat sich et nt genaue Beschreibung 'des Schmu 6eS. .0, er ist sehr leicht zu erkennen." weinte die Gräfin, .das Armband besteht auS sechs Reihen dünner Vene zianischer Goldketten, die von vier Spangen zusammengehalten sind, ue der der Schlußspange ist ein Me daillon angebracht, da? in Email ein Muttergottcsbild trägt. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie qele entlich einmal nachsehen wollten. denn der Verlust dieses alten Farns lienstuckeS Ware mir sehr schmerzlich Ich bin natürlich bereit.' fügte sie Hinzu, .eine entsprechende Belohnung für den Finde; auszusetzen. DaS Armband ist zwar als Schmuckstück nicht so besonders werthvoll, für mich hat eö aber den TraditionSwerth." Baron Sphor verabschiedete sich und ging auch wirklich am nächsten Vormittage, ehe er Polizeirath Wurz besuchte, ins Fundbureau, um nach zufragen, ob ein derartiges Armband abgegeben worden sei. .Ich werde nachsehen," antwortete der Polizeibeamte mit einem miß iranischen Blick auf Sphor und ver ließ das Zimmer. Er blieb ziemlich lange aus und kehrte in' Begleitung eines Detektiv wieder. Das von Ihnen beschriebene Schmuckstück ist vorgefunden worden. Ich bitte, diesem Herrn zu folgen, wird S Ihnen zeigen. Zu feiner nicht geringen Berwun derung wurde Baron Sphor in das k- Bureau des PolizeiratheS Wurz ge führt. Auf dem Tische lag daS gesuchte Armband. Der Polizeirath war sehr erstaunt. als er, Sphor eintreten sah. Er hat te offenbar jemand anders erwartet. Ja. sagen Sie mir. lieber Baron Sphor, sind Sie derEigenthümer die sS Armbandes?" .Der Eigenthümer wohl, nicht," memte Sphor lachend, aber von der muthmaßlichen Eigenthümerin bevoll machtigt, eZ abzuholen. .Ah! so." sagte Wurz gedehnt. h V5i nnrouiuiiict ujau, vg L S de Sie sich dafür interessiren. .Cm merkwürdiger Zufall, daß gera i.Ja. weshalb denn. Herr Polizei rath?" Der Polizeirath antwortete nicht 1 gleich. i Also wie ist die Sache, wer hat !ß Sie beauftragt, wem gehört daS i Armvans eigentlich?" fragte Wurz f nach einer Pause rasch und etwas er Ktf Tj.cr 'ixrjcnxss QcZck. taaa&gj von August Weißl. r,",VA.!igxv,DM!S bin von der Gräsin di Cam vob'lla ersuckt worden, aeleaentlick nachzusehen, ob sich ein derartige ?cy.muanus: vorkanoe, oa sie e vor gestern abend aus der Ringstraße ver loren bat." .So da ist sehr interessant Campobello heißt diese Dame? itun, ist öas gesuchlk Armvanv i Dak weiß ich natürlich nicht, Herr Polizeirath. -DaS könnte nur die Gräfin selbst kaaen. Wenn Sie eS mir mitgeben, kann ich Ihnen heute noch Antwort bringen. .Gewiß, lieber Baron Sphor.' antwortete der Noli,eiratb lebhaft .Gewiß gebe ich ei Ihnen. ES ist mir sogar wichtiger, als E-ie giauven die Besitzerin dS Armbandes fest, zustellen. Ein aant oewaltiaeS Jn teresse habe ich daran." rief Wurz und fprang auf. .Ein ungeheures Interesse! Dieses Armband bringt vielleicht die Losung aller Geheimnis se." Der Polizeirath fuhr sichtlich er. regt fort: .Ja. ja staunen Sie nur. DieSache r.. ii!.r.. e- tirgr namuaj o: ic,rr vsajmuu wurde vorgestern abend in der Nähe des .Hotel Bristol" von dem Hotel, detektio, der eben nach Hause gehet wollte, auf dem Trottoir gefunden Er übergab ihn dem Fundbureau und erklärte natürlich, aus oen mn, derlohn nicht verzichten zu wollen, Der Fund wurde infolgedessen ord. nungSgemäß beschrieben und bei die ser Gelegenheit genau untersucht, Durch einen puren Zufall nun ent deckte der Beamte rückwärts am Me daillon eine kleine Erhöhung, bei de ren Druck das Medaillon aufsprang, Und waS glauben Sie. enthält S?" .Nun?" .Schauen Sie selbst!" Polizeirath Wurz nahm da Arm band, drillte an eine bestimmte Stel le des rückwärtigen Medaillonrandes i. i ry!.!. srn..ll.. .li.sClTVv uno 003 emaillir aiuuciguiKuuu sprang aus. Dahinterlaa ine Miniaturphoto ravbie. .Ah!" rief Baron Sphor. oaz hätte ich nicht erwartet. Das ist ja der junge Castellmari!" .Ja." nickte der Polizeirath er. regt, .e ist daö Bild des Ermorde ten auS der Grillhoserstraße. Baron Sphor begab sich vom Si cherheitsbureau sofort zur Baronin Sternburg. um vorher bet ihr näheres über die Gräfin Campobello zu er fahren. War der Verdacht begründet, so mußte ihm ja die Baronin einen Wmk aeben können. Im Vorzimmer stieß er mit Haupt mann Fernkorn zusammen, der ihm zurief: .Maria kommt übermorgen nachWien und freut sich schon sehr, Wich w,e der zu sehen." Meta erwartete Baron Sphor an der Thür ihres kleinen Salons und streckte ihm herzlich die Hand entge gen. .Ich habe viel Grüße von meiner Schwester zu bestellen. Sie reist heute von Venedig ab. Hoffentlich schenken S mir übermorgen abend zu einem kleinen Diner oas BergnU gen. Sphor beugte sich sreuvig vanrenv über die we,ße Hand MetaS. .Und waS bringen Sie?" .Wichtiges. Baronin!" .Lassen Sie hören!" Die Baronin schob Sphor einen Fauteuil hin und ließ sich in die Dlwanecke gleiten. .Also, was gibt'S?" .Nichts oder sehr viel. Daö wer den die nächsten Stunden zeigen. Sie kennen doch die Gräfin di Cam pobello?" .Ja flüchtig. Jckz kenne sie. wie man jemand kennt, mit dem man drei-, viermal je eine Viertelstunde gesprochen hat, mit dem man aber r 'vi ii ani r.n aucy nicyi ein uinrnta woci gcivrqirii hat." .Ich bin durch Ihre Worte etwa? überrascht, Baronin," bemerkteSphor. .Ich habe vorausgesetzt, daß gerade zwischen Ihnen und der Gräfin recht herzliche Beziehungen bestehen wür den." .Ja, weshalb sollten denn die lx stehen?" .Sie ist doch Ihre Landsmännin und da dachte ich .Pardon." fiel die Baronin Sphor ins Wort, .meine Landsmännin ist sie nicht; ihr Mann ist Italiener." .Die Gräfin ist keine Italienerin? fragte Sphor enttäuscht. .Nein, antwortete die Baronin. .Si hieß als Mädchen warten Sie nur .Vielleicht Cmcmnatl?" .Ach wo! GobbomS Gibbon Gabson, so twaS. Ich kann mich an den Namen jetzt nicht erinnern. Aber ich weiß, daß sie die Tochter eines sehr' reichen MincnbesiderS auS Chicago ist." .Also kerne Landsmännin das ändert eigentlich die Sache" sagte Sphor etwas kleinlaut. Nach einer Pause fragte er: .Hat die Gräfin n,e erwähnt, daß ie Ihren Bruder gekannt hat?" ,2n Gräfin meinen Bruder? Da ist mir ganz neu. Wi kommen Ti darauf? Hat si mit Ihnen von Btorglo ae prochen l ,DaI nicht." antwortet Cvhor, .der ein Zufall bat mich auf die Vermuthung gebraut. Di Gräfin hat ein Armband verloren, da die Polizei gefunden hat. Diesel Arm band enthält ein Bild. Und wissen .ie. wenen Bilv va, nt Laron Sphor griff in die Tasche und holte da gefundene Armband hervor. Da ist ja mein Armband!" rief oie Baronin. .Ihnen gehört .Ja oder ich habe weniasten ein ganz gleiche. Warten Sie ei nen Augenblick! Die Baronin eilte au dem Zim mer und kam in einigen Minuten mit mer Schmuckschatulle zurück. .Ich habe mich geirrt, aber schauen Sie nur her. e sieht genau so au wie da meine." .Erlauben Si? eiü-'n Augenblick." Sphor rc?lich die beiden Armbän der. .Auch bei dem der Baronin konnte da Medaillon geossnet wer den. Und auch diese barg da Bild de Ermordeten. .Woher haben Si den Schmuck? .Mein Bruder hat ihn mir au Turin geschickt. Und. mit seinem Bild, wie Sie seyen. .Begreife daS, wer kann. Auch dieses Medaillon Sphor ließ die Feder fpielen und reichte der Baronin das geöffnete Medaillon des mitgebrachten bin. Meta fubr erschrocken zurück. .DaS ist ia Giorgio! Und dieses Armband hat die Gräfin di Campo bello ver oren? .Nach der Beschreibung, die sie mir gegeben, muß eS das ihre sein." .Das ist mir unerklärlich. Sie bat dock nie ein Wort, nicht ein ein zigeö Wort von Giorgio gesprochen. Und sie mußte ihm doch einmal nahe, sehr nahe, gestanden sein, wenn sie sich von seinem Bilde nicht trennen konnte. denn Sie müssen wissen, oas lsk eine alte Ausnahme meines Bruders, da leben Sie." Meta öffnete ihr Medaillon und zeigte auf eine kleine M'niaturxyoio aravbie. .Da haben Sie dasselbe Bild. E3j stammt auS der Zeit, oa v),org,o Turin in den höheren ReitlehrerkurS kommandirt war. ES ist daS letzte Bild. daS ick von meinem Bruoer erhielt. Und jetzt fällt mir noch etwas ein etwas Schreckliches o Gott!" Die Hand der Baronin fiel schwer auf den Arm SPhorö uno orua:e ibn kramvsbakt. .Jetzt fällt mir etwas ein. das ich nie verstanden habe Damals, in Marcone. sagte mir mein Bruder e nmal. alö ich ,bm die es ilo zeig te. mit eigenthümlichem Nachdruck: .Wenn Du dasselbe Bilv ie emmai bei einer Frau findest, so weiche ihr auS. denn sie ist unsere Feindin. Verrathe ihr nie. daß ich noch lebe, denn sie will meinen Tod." Und nun glauben Sie. vag oiqes Bild der Gräfin di Campobello ge hört? Wenn das wahr ist. dann ist sie die .Sprechen Sie das Wort nicht vor schnell au. Vorläufig wissen wir noch gar nichts. Ich bin eben auf dem Wege zur Gräfin. In einer hall.cn Stund, können Sie erfahren, ob das Armband daS ihre ist oder nicht." Sphor wollte sich erheben. .Warten Sie einen Augenblick!" rief Meta. Sie klingelte und befahl dem ein tretenden Bedienten: .Die Anna foll herüberkommen!" DaS Stubenmädchen erschien. .Sagen Sie. Anna, können Sie sich an den Schmuck Ihrer früheren Herrin erinnern?" .I bitt', die Frau Gräfin hat fo viel g'habt .Stauen Sie ich einmal oasArm band an! Gehört das der Gräfin?" Ab freilich! Das kenn' ,ch. Da Hit s' immer 'tragen. DaS hat f' nie abgelegt. Sogar beim Schlafen hat fie'S immer auf der Hand g'habt .ES ist gut. Sie rönnen wieoer gehen." Als daö Maochen sich ent ernt bat te. sahen sich Baron Sphor und die Baronin starr an. Beide waren bleich geworden. .ES scheint alio Doch wahr zu sein," flüsterte die Baronin mit zit ternden Lippen. .Ja. Und da thut Elle noth. In kurzer Zeit sollen Sie volle Gewiß heit haben!" Baron Sphor warf sich in den nächsten Fiaker und fuhr zur Grä fin di Campobello. W M V .Sehr freundlich von Ihnen, lie ber Baron, daß Sie sich selbst her bemüht haben! begrüßte die Gräfin Sphor: ist daS Armband gesunden worden?" .Ja. Gräfin. Da heißt. eS ist in der Nähe deS Hotel Bristol, auf dem Trottoir, ein Armband aufgele en worden, auf daö die von Ihnen gegebene Beschreibung vollständig paßt. Ob eS wirklich oas Ihre ,st. können nur Sie allein entscheiden." Sphor legte das Armband auf da niedere Tischchen. daS neben dem Diwan stand. Die Grafin griff hastig nach dem Schmuck und rief: .Ja. da ist Sie wissen gar nicht, wie dankbar ich Ihnen bin, daß Sie e mir wiederbringen!" .Pardon. Gräfin, wiederbringen ist eigentlich nicht da richtige Wort. Ich habe Ihnen da .Armband bloß zur Ansicht vorgelegt." .Wo, foll da heißen? El ist ja mein Eigenthum." .Gräfin, die Behörden sind um ftändlich. Da geht alle den schwer fälligen Dienstweg. Ich konnte na türlich nicht wissen, ob e thatsäch lich Ihr Armband ist, konnte mich auch nicht al der Besitzer ausweisen, und so wurde mir der Schmuck nur unter der Bedingung ausgefolgt, daß ich ihn wieder zurückstelle, da nur die Elgenthümerin berechtigt Ist. e in Empfang zu nehmen. Notabene, wenn sie in der Lage ist. den Dewei zu erbringen, daß der Fund thatsäch lich zu ihrem Besitzstand gebort." .Um Gotte willen, Sie sprechen ja schon ganz im Amtöstil. Sagen Sie mir ganz deutlich, wo ich noch zu thun habe, damit ein mir gehört ge Stück von Amts wegen wieder in meinen Besitz übergeht. Welche For malitäten sind also noch zu erfüllen?' .Sie müssen sich selbst tn' Fund bureau begeben. Grafm. E steht außer Zweisei. daß man Ihren An gaben Glauben schenken und Ihnen den Schmuck nach Erlegung des Fin verlohne und Bestätigung de pfange ausfolgen, wird.".. (Fortsetzung folgt.) Kunslverluste. m Lchmöblichcr BandaliSmuS in französi schen Museen. In einer holländischen Zeitschrift hat Dr. Abraham Bredius schon wie derhol! auf den unverzeihlichen Zu stand aufmerksam gemacht, in dem sich kostbare Gemälde in den verschie denen französischen Museen befinden. Die herrlichsten Kunstschätze sind' zu vollständigem Untergang verurteilt, wenn nicht rasch und in durchgreifen der Weise Wandel geschafft wird. Jedes Jahr besucht Dr. Bredius daS Museum in Epinal, wo ein unver gleicklicher Rembrcndt noch immer auf eine restaurierende Hand wartet. Er stellt eine alte Frau vor, die einen später hinzugemalten Rosenkranz in der Sand hält, wie auch Kopf und Hände auf grobe Manier übermalt sind. Ein Hauser könnte, meint Bre dius. der daS Bild noch in seiner ur sprünglichen Gestalt gesehen zu haben sich erinnert, dieses Gemälde wieder zu einem der besten und schönsten des Meisters machen, in ganz Frankreich wär keine dazu geeignete Kraft auf zutreiben, aber einem Deutschen eine solche Arbeit zu übertragen, wäre von den heutigen Franzosen doch zu viel verlangt. Nebenbei wird bemerkt, daß der Aufseher in diesem Museum ein stocktauber Mann sei, so daß man also die herrlichen Glasmalereien aus dem 16. Jahrhundert in Scherben schlagen könne, ohne daß er etwas bemerkt. Im Museum in Bar-le-Duc befm det sich ein Selbstporträt von Tin toretto. es hangt ober so hoch, daß man es beinahe nicht sehen kann, aber die Sonne wirft lange Stunden ihre Strahlen darauf, fo daß die Farbe schließlich abbröckeln muß. Dasselbe ist bereits bei einem sehr schönen Jugendporträt Ludwigs XV. von Nigaud geschehen, von dem ganze Farbenteile auf den Boden gefallen sind. Frankreich besitzt etwa 3 Mu seen. zwischen den Tausenden wertlo sen Stücken befinden sich viele Pracht volle und merkwürdige Gemälde, aber die Direktionen scheinen nur einen sehr flauen Begriff von ihrer Auf gäbe zu haben. waS auch gar nicht überraschen kann, wenn man weiß, daß dies meistens Maler, manchmal Archivare, ab und zu auch Photogra phen oder Bildhaue? sind. .Wenn man", sagt Bredius, in französi schen Blättern Berichte mit der Ueberschrift Wandalismus" liest. weil ein sehr unbedeutendes Portrat m Louvre auS dem Jahr 1867 ab blättert, und wenn man dann an die änlichen, langsam dem Untergang entgegengehenden Werk in den Pro vinzmuseen denkt, !:nn man sich eines Lächelns nicht erwehren." Da BredinS überzeugt ist, daß kein französisches Blatt seine Ausführungen veröffent ichen werde, so hat er sie mer deut chen Zeitung' mitgeteilt, vieellicht, daß sie auf diesem Umweg doch noch cm di richtige Stelle gelangen. Seit einigen Monaten war der kaum 16jährige Sohn einer achtbaren Kölner Familie verschwun den. Der Junge war einer Zurecht- Weisung wegen, die ihm sein Vater gemacht hatte, durch Holland, Bel gien, Frankreich gewandert.' Schließ lich war er nach Paris gelangt, wo er sich für die Fremdenlegton anwer den ließ. Nach kaum zweimonatiger Ausbildung wurde er einem Feldba mllon an der marokkanischen Grenze zugeteilt, von wo aus er zum ma rokkanischen Kriegsschauplätze aus rücken soll. Von der" Familie sind ofort Schritte unternommen worden. um die deutschen Behörden zu bestim men. sich des unglücklichen Jungen anzunehmen und seine Auslieferung zu veranlassen. Denn selbst nach ranzo ischen Ge eken dürfen Leute unter 18 Jahren in die Fremdenle dsn nitht etnaflMi wuden. Ttr yriUt an Amerika. Ckizje von Llma Thiele. Sämtliche Räume der Villa Eg genstein erstrahlten m festlicher Be leuchtung. Bianka, die Tochter de reichen Fabrikbesitzer, wurde mündig, und die liebenden Eltern hatten we der Mühe noch Geld gespart, um die sen bedeutungsvollen Tag so prächtig wie möglich zu gestalten. Da Speisezimmer war zu dem Zweck eingeräumt worden; im Hin tergrund de improvisierten Tanzsaa le war auf einem schnell hergerich teten kleinen Podium Raunt für die Hauökapelle geschaffen, die sich au einem Klaviersvieler und iwei Gei gern zusammensetzte. Die belebenden Tanzweisen drangen durch die weit geöffneten Fenster in die laue Som mnnacht hinaut.' ivianka fühlte sich als Heldin des TageS und genoß die ihrer Schönheit dargebrachten Huldigungen. Sie sah bezaubernd aus in dem eigens für diesen Ball angefertigten rosa Em pirekleid mit weißer Chifsongarnie rung. Ihre regelmäßigen Züge ge wannen nur noch an Lebendigkeit durch die zarte Röte der Erregung auf den Wangen. Wer konnte es da der Mutter übelnehmen, wenn sie von Zeit zu Zeit wohl, einige Male mehr als unbedingt nötig gewesen wäre einen Blick stolzer Befriedi gung über die jugendliche Gestalt gleiten ließ? Ab und zu schweiften BiankaS Blicke suchend über die Gesellschaft nach der Tür deS Saales hin. Sie schien jemand zu erwarten, dessen Fehlen einen leichten Schatten auf ihre Freude warf. Denn jedesmal nach erfolgter Umschau malte sich die Enttäuschung deutlich auf ihrem Ge sicht. Die Klänge der Musik waren für eine Weile verstummt; die Tänzer führten ihre Damen zu den Plätzen zurück, und Bianka benutzte die Gele genheit, um schnell einmal zu ihrer Mutter zu huschen und ihr zuzuflü stern: .Weißt Du. ich wollte. Vetter Sidney käme endlich! Ich meine, ehe der Ball zu Ende ist!" Sidney ChalmerS war BiankaS .amerikanischer Vetter". Dir beiden hatten jahrelang in Briefwechsel ge standen ohne sich zu kennen. In letz ter Zeit war die Korrespondenz von Sidneys Seite aus etwas gefühlvoll angehaucht, und in übermütiger Laune, sowie der festen Ueberzeugung. den .amerikanischen Vetter voraus sichtlich nie zu Gesicht zu bekommen, war Bianka darauf eingegangen. Und nun sollte er nach Deutschland kom men! Nein, er war bereits da, wi: ein Telegramm bezeugte, und konnte jeden Augenblick leibhaftig vor ihr stehen. Als es jedoch 12 Uhr schlug, ohne daß der ersehnte Gast erschien, gab Bianka die Hoffnung aus. .Irgend etwas muß doch immer quer gehen, sagte sie zu sich selbst ge rade in dem Augenblick, als ein unge schickter Tänzer ihr ein großes Stück von dem zarten Chifsonbesatz abge treten hatte. Der Schaden wird schnell geheilt sein," rief sie dem sich vielfach entschuldigenden Partner zu, der verwirrt in der Saaltur stehen blieb, während die Tochter des Hau ses blitzschnell die Treppe hinaufeilte. Vor ihrem Zimmer wäre sie bei nahe einem auffallend großen, elegan ten Herrn im Gesellschaftsanzug in die Arme gerannt. Er schien gerade aus ihrem Zimmer zu kommen, ent schuldigte sich verlegen und erschien im ersten Augenblick sichtlich verwirrt. Er faßte sich iedoch schnell und mur melte vielerlei Unverständliches. .Ich suchte nämlich gerade nach .Nach mir!" fiel ihm Bianka inö Wort, ihm freudig die Linke entge genstreckend, da sie mit der Rechten daS zerrissene Kleid hielt. Und da bin ich, nämlich Deine Cousine Bian ka. Ist as aber fein. Sidney, daß Du nun doch noch gekommen bist! Ich hatte schon alle Hoffnung für heute aufgegeben." Der Angeredete führte die zarte, behandschuhte Hand an die Lippen, während sein Auge mit unverhülltem Wohlgefallen auf ihr ruhte. Ich scheine ihm zu gefallen." dachte sie bei sich, und vornehm sieht ti aus, und hübsch ist er auch." Laut sagte sie: Nicht wahr, Du wartest doch, bis ich den kleinen Riß hier zugenäht habe? Wie werden Papa und Mama und alle andern staunen, wenn wir zusammen herun terkommen! Du tanzt doch hoffentlich gern?" Dabei wiegte sich ihr Körper anmutig nach den Klängen der Mu sik, die inzwischen unten wieder ein gesetzt hatte. Das kommt darauf an. Hast Du noch Tänze frei?" erwiderte er mit vielsagendem Blick. Nicht einen einzigen' gab sie triumphierend zurück. Aber das wird sich schon machen lassen. Ich vergesse irgendeinen, und dann wird sicher Zeit für ein paar Extratouren sein." Damit betraten die beiden den Tanzsaal, und BiankaS Mutter be grüßte den Neffen mit Lberschweng lichster Herzlichkeit. Nun wir das Kind ja endlich zufrieden fein, denn ihre gute Laune war läm mb dakkl wenn fi.e s auch. jetzt nicht zugeben will," bemerkte Frau Eggenstein, während ihre Toch. ter heftig gegen die letzte Behauptung prote stierte. Vetter Sidney erwie sich oll fa moser Tänzer. Bianka schwebte Über da Parkett noch leichter al zu vor. Natürlich ließ sie sich von Better Sidney zu Tisch führen. Sie der paßte zwek Tänze, die sie anderen Herren versprochen, weil sie mit Sid ney in einer lauschigen Ecke de Sa. kni geplaudert hatte kurzum, sie amüsierte sich bimmlisch und machte Sidney gegenüber auch gar kein Hehl darau. sich noch nie in ihrem Leben so amüsiert zu haben. Viel zu schnell eilten die Stunden dahin. Da eleganteste Fremdenzimmer der Villa wurde Sidney zugewiesen, E lag gerade unter dem ihrigen, so bah sie jede Geräusch darin wahr neymen konrne. Erinnerungen und freudige Er gung hielten Bianka während dieser Nacht wach. Jedesmal, wenn sich un ten leise etwas regte, dachte sie: Jetzt weilt er in Gedanken bei mir. Auch ihn flieht der Schlaf. Auch er ist glücklich!" Immer munterer wurde sie bei diesen Erwägungen. Langsam, wie stets in schlaflosen Nachten, schlich Stunde für Stunde hin, und als das erste graue Dämmerlicht durch die Vorhanqfpalten kroch und die Die nerschaft bereits bei der Morgenarbeit hörbar wurde, da überlegte Bianka mit stillem Aerger: .Nach solcher Nacht werde ich aussehen wie daS graue Elend, und das dumme Bolk da unten könnte auch etwas leiser machen! Aber WaS ha'f'S. Erneute Gepol ter erhob sich: Das Werfen der Tu rcn. daS Dröhnen eiliger Schritte, ungewohnt lautes Stimmengewirr au dem Speisezimmer drang zu so früher Stunde an ihr Ohr und zerrte förmlich an den übermüdeten Nerven. Da wurde plötzlich ihre Tür heftig aufgerissen. Bleich, zitternd, ,n fluch tiger Morgentoilette stand ihre Mut ter da. atemlos vor Erregung. Einbrecher!" Bianka, rief sie auS. Das ganze Silberzeug ist gestohlen! Sämtliche Löffel, die Messer und Gabeln, der kostbare Tafelaufsatz, die Fruchtschale, meine Uhr Ein Tränenstrom unterbrach hier die Liste der entwendeten Gegenstän de, und die gebrochene Frau sank in einen Stuhl. Bianka sprang voller Entsetzen auf. Um Himmels willen!" rief sie ganz außer sich. Weiß es denn Sid ney schon? sag's ihm nur schnell!" Gleichzeitig rief Herr Eggenstein mit dröhnendem Organ nach seiner Frau. Sie solle ganz schnell mal run ter kommen. Sie stürzte die Treppe hinunter, klopfte im Vorbeigehen schnell an Sidneys Tür und rief: .Bist Du schon auf. Sidney?" Da niemand antwortete, drückte sie leise auf die Klinke und blickte in ein leeres Zimmer. Augenscheinlich war der Aermste durch den allgemei nen Lärm auch wach geworden und befand sich bereits unten im Speise saal bei den andern. Inzwischen war die Polizei gekom men und unterzog die Stellen, wo dereinst die Wertgegenstände gelegen, einer eingehenden Betrachtung. Alles war in heller Aufregung, als eine Droschke vorfuhr, der ein blon der, schmächtiger Jüngling entstieg. Da, er unglaublich schüchtern war, ge lang es ihm erst nach geraumer Zeit, sich den sinnlos aufgeregten Familien Mitgliedern vorzustellen als Sid ney Chalmers! .Sidney Chalmers!" wiederholte der Hausherr halb ungeduldig, halb geistig abwesend. Was wollen Sie denn eigentlich? Sidney Chalmers ist ja schon hier." Er drehte sich um und hoffte feinen Neffen irgendwo in dem überfüllten Speisezimmer zu ent decken. Vergebens! Du. Gertrud, hör' mal!" rief er dann, hier ist ein junger Mann sag mal, wo ist den eigentlich Sid ney?" Das wußte niemand. Die Jdenti tät des neuen Sidney erwies sich jedoch als über jeden Zweifel erhaben, und die traurige Wahrheit trat offen kundig zutage. Bianka sank ohnmäch tiq in die Arme ihrer Mutter. Sie hat ihrem richtigen Vetter aus Ame rika seine unzeitige Ankunft nicht so ganz verzeihen können. Und im tief sten Grunde ihres Herzens hat sie stets gewünscht, daß ihr galanter, schicker Einbrecher doch nie gefangen werden möchte. Dieser Fall ist auch tatsächlich nie eingetreten, da sich sein natürliches Talent zum Entweichen durch lang jährige Uebung zu höchster Vollen dung entfaltet hatte. Kindermund. Hansl, warum hast Du denn das Fenster ausgemacht?" Ach, da war 'ne Fliege, die hat immer so toll ans Fenster angebumst; da dachte ich. die muß wohl mal drin gend hinaus. -ElneedleSeele. Soldat: Liebst Du mich wirklich?" Köchin: .Das siehst Du doch! Ich schenke Dir ja alles, was ich meiner Herrschaft vom Munde absparen kann! 1 Unsere Schmtimlijlkr-VIstrtc 9.17. Tamrnblusenö,at mit Peplum. Broadclolh in einer hübschen flcniic ?ffinttirnitirt wiirk? für hicfs3 Ti'iiin benutzt. Die Garnicrung besieht all? ?t?ner,i ,,h mit hftttfr ihcn 2tuif Überzogenen Knöpfen. TaS Tessiu e!,i nck icy sur amr, sari,,, ese, w liernngen doer erge. 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Obwohl seither eine Menge einzelner Stücke verschenkt oder ein geschmolzen wurden und einiges aus unbekannten Gründen verloren ging, ist auch jetzt noch allein schon die Menge des Bestandes erstaunlich. Das Gewicht des verarbeiteten SiU bers beträgt 20.815 Kilogramm wozu noch 204 Gold und 2 Kilo Platin kommen. Ein Teil der Geräte wurde im Ausland bestellt, der größere Teil aber in Rußland von fremden Mei stern und später von Einheimischen, die fast immer die Modelle der Frem den benutzten, aus russischem Silber gefertigt. Bon Franois Thomas Germam sind mehrere gewaltige Tafelaufsätze feinster Arbeit vorhan den, auch englische berühmte Silber schmiede sind gut vertreten. Die künsb lerisch interessantesten Stücke aber stammen aus den Auqsburger und Nürnberger Meisterwerkstätten. Eil' vom Meister I. R. gezeichneter silbern vergoldeter russischer Doppeladlei trägt die Jahreszahl 1590. Ein klei. ner Teil dieser Schätze ist in dei Petersburger Eremitage ausgestellt! in der Presse wird eine Gestimtaus' tellung angeregt, die wenigstens au einige Wochen die zum größten Teil unbekannten und nie zur Verwendung gelangenden Gerate, der Oeffentlichker zugänglich machen würdr. Ns also. Gast: Die Ser viette ist aber unsauber!" Wirtin: Soo? Die haben schoi ganz andere Herrschaften umgehab als Sie. Da kann sie wohl für Si auch recht sein!" Allerdings. Herr (erreg zu einem unvorsichtigen Passanten) Wenn Sie der Kutscher jetzt iiiausio gefahren hätte, hätten Sie sich ga: n!cht beschweren können! Boshaft. Gast (der ein Gu, lasch verzehrt, zum Wirt): Sie. Her? Wirt, alles ist in dem Gulasch d'rin nur kein Fleischt f 5. CT i ja g i es L is) 5 o te rf J U U 2 5 Z i3 's 2 q w h? o j ä. 'S ij s s g u) ä K ts o I lli i ö o s k
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Mittelmäßige bi gute, $3.75 ,6.25. Gewöhnliche 6:5 mittelmäßige, $5.005.75. Stock Heifers $1,500.00. Kälber $5.000.00. Bullen St.OO 5.00. Schweine Zufuhr -1700: Markt 15t höher. DurschnittZpreis $7.80 7.00; höchster Preis $7.90. Schafe Zufuhr 17,500; Markt ftft Mutterschafe, gute bis best?, $3.754.00. Widder, gute bis beste $3.75 1,25. Jährlinge, ante bis beste $5.00 ?J.4(1. Lämmer $6.757.20. Feeders: Mutterschafe $3.00 KV $3.25; Widders $3.75 $1.25;' Jährlinge $1.50 $5.15; Lämmer $5.25 $6.25. Omaha (!etreide'Martt. Omaha, 12. ?!ovcmbcr. Harter Weizen Nr. 2, 83io SiV-c Nr. 3, 82 83.c. Nr. i, 79V 82c. Frühjahröiveizen Nr. 3, 81 Sle. Nr. 4. 78 U 80c. Weißes Korn Nr. 2, 50'4 561oc Nr. 3, 55 56c." Gelbes ilont i Nr. 2, 58e. Nr. 3, 57 57-Tsc. Korn Nr. 2, 561J-56&C. Vit. M. 55 56c Weißer Hafer Nr. 2, 3lV3-313a Nr. 30V 31c. Nr.' 4, 30-30c, Standard Hafer 3Ne. Malzgerste 56 65c. Futtergerste, Nr. 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