Freie Presse Für Texas (San Antonio, Tex.)
March 13, 1912

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Dic Wöchemliche freie Pressa fast Tstj erscheint jedenst Mittwoch und ksto et 82 00 für das Jahra Maa Maas. W— v Tägltchc Ausgabc. Nummer Biss. Sau Antoniu, Mittwoch den 13. März l912 Die Man-c i H I fcaia Frasse fus- Ms I s rjeQ erscheint mit Ausnahme des ls Sonntags und Ioftet Jahrgang 47. Baute-s Allctlei uns Des-Minne Das Hillern Schlöfzchen in Oberamemrgau ift an den Geeh kmlfmcmn Schweißheimer miss Sttußburg i. E. Verkauft morden. Damit giebt die jetzt 76 Jahre alle Dichterin Wilhelmine von Hinein. die Tochter der Birch Pfeiffer, in— ren Bangjährigen Wohnsitz im Ober ammergau auf und ihre letzten, nur M rein väußerlichen Beziehungen »Hu den Passionsfpielern Sie hatte den berühmtesten Darsteller des Qberammergauer. den Christus Mayr, in den Mittelpunkt eines äus ßerft frei erfundeneu Liebesromnnis gestellt nnd die Oberammerganer dadurch fo sehr gegen sich aufge bracht, daß ihr einft so großer Ein fluß im Passionsdorf völlig-« ge schwunden ift nnd die- tiefbeleidigteu Dorsbewohner sie förmlich gemieden haben. s« Das Schwurgericht Kiel ver urteilte, wie ein sPrivnttelegranun berichtet, den Frifenr Schinnberg wegen Meineids zu fünf Jahren Zuchthaus, zehn Jahren Ehrverlqu Und dauernder Unfähigkeit, als Zen ge und Sachverständiger vernom men zu werden. Der Verueteiiie der verheiratet nnd Vater von fünf Kindern ist, beschwor in einem Scheidnngsprozefz, wider bessere-S Wissen und lediglich um des Gewin nes willen, mit der Frau des Ge schäftsführers Reffau intimen Um gang gehabt zu haben. Gegen Nei fau, der mit allen Mitteln von sei-« net: über« jeden Zweifel erhabenen Frau loszukommen versuchte, um eine ·begiiterte Wittwe zu heiraten wird nunmehrv das schon eingeftellte Verfahren wegen Verleitung zum iFlieineide wieder aufgenommen wec en. Dem Inder Anerenmrat oetu neuernannten bayerischen Kriegsmis nister Freiherrn Krefz von Kresseniv stein voranstehenden· kommandieren den General des 2. bayerischen Ar meekorps, Grafen Eckbrecht von Därckheim Montmartin, ist das Croßkreuz des bayerischen Michael ordens verliehen worden. Graf Mrckheim der als aussichtsreichster Kandidat für den Posten des Kriegs ministers galt, war der letzte Flü Ieladjutant Ludwigs des Zweiten, ans dessen Befehl er durch das ver geblich herbeigerufene Füssener Jä ger Bataillon noch einen militöris schen Widerstand gegen die Einsetz nng der Regentschast hervorruer wollte. Der Prozeß, der dem Gra sen deshalb gemacht werden sollte wurde dann niedergeschlagen, Graf Dürckheim kehrte darauf in den Truppendienst zurück, um zu den höchsten Kommandostellen aufzurüki ten. »Er gilt als ein einhervorras send defähigter Truppenführer. Als Flügeladjutant Ludwigs des Zwei ten hatte der Graf auch den dritten Sohn des späteren Regenten, den Prinzen Arnulf, zum Duell gesor dert. Der König aber hatte den Zweikampf verboten. Die Ehe des Grafen mit der Gräfin Helene Bo brinska, die die Ursache zu der Duellfarderung war, wurde später geschieden Die einzige Tochter aus dieser Ehe hat sich im vorigen Jahrs mit dem bekannten Zentrums-abge ordneten, Freiherrn von «Malien Waldkirch, dem Sohn des verstorbe nen Oderstkämmerers, vermählt In der Aktionär Versamm lung der Jungfrau Bahn Gesell schaft teilte unlängst der Vorsitzende Professor v. Salis mit, Ende ske bruar oder Anfang März werde ie Station« Jungfranjoch vollendet W. ixslech du« iuurc m cis-u 1 kurzen Zeit erreicht worden, wie Amen es nie für möglich gehalten hätte. Es frage sich allerdings noch, ob die Station Jungsrnujoch, dic? ganz in's Freie zu stehen komme, so frühzeitig fertig werden könne, daß ihr Betrieb im Sommer dieses Jahres eröffnet werden könne. Man habe im Januar 1908 mit den Boh tnngen vom Eistneer znm Jung frgujoch begonnen; jedes- Jahr set ein Kilometer gebohrt worden. Jetzt Jetzt könne nun mit Leichtigkeit von der neuen Station ans das Joch des-· Jungfrau erstiegen werden, ums -sonst nur in tagelangcm, mühenols kein Steigen möglich gewesen wäre Die Besitzerinnen des· berühm ten, 165 Jahre alten Gasthofe-? zmn -G·odesbekg- Banmbachs Lindenwirs tin »Aennechen« Schumacher und ihre Schwester Gertrude Merk, ha ben, wie aus Godesberg berichtet wird, mit dem Wirt Julius Gras-» nick in Bonn einen Verkaufsvertmg abgeschlossen nach dem Graßnick den Gasthof für 200,000 Mark ermess iien kann. Die Geschwister Schuma chek wollen sich bis zum t. April ent eiden Die deutsche Heeresleitnnq hat eine Beriiingung des höheren Offi ziers Korpg geplant. So sollen non jetzt an nnr noch solche Gene riile zn Tinisions- sioinniaicd.niteii ernannt werden, die das-J W. Le bensjahr nicht überschritten halten. liin die geplante Verjiingnng bald zu beginnen, wird das Friiliialirgss kllevirenient diesmal besonders stark«" sein· Eine Armee Jnspektien nnd drei Arineekorps werden nein-Füh rer eihalten. Von den 12 ältesten Divisions Koninnmdenren nseiden1i nnr diei iin aktiven Tinppendiensti verbleiben Die übrigen neun Di-; tiisionen weiden nenbeseizt werden Ferne-i ist znni Teil beieits vors Schluß des alten Jahres-« der ,,lilancI s Brief« erlassen worden an 16 Vri gade Generiile der Jnsanterie und je 8 der Kavallerie und Feldartille rie Jni ganzen werden also noch an über 30 Generalmajore bis- znm i 22. Miiiz in Pension gehen. Ein verhängnisvolles Unglück, dein ein blühendes Menschenleben zum Opfer gefallen, hat sich zu Lanenbnrg iin ponnnei schen Regie rnngsbezirk siöslin ereignet, und zwar bei den Sportiibuugem welche die Schüler der höheren Gomit-i sialklassen regelmäßig Hinter Ans-" sicht des Turnlehrers vornehmen zDie Primaner Hintz und Lietz ver anstalteten einen Boxkanips Jn diesem versetzte Hintz seinem Gegner einen so wnchtigen Schlag, dafz die ser auf der Stelle tot zusammsn brach Jn welch unglaublich oremer Weise die Gntmiitigkeit privater Wohltäter zum Schaden der wirkli chen und besonders der verschämten Armen von geniissenlosen Schwind lern ansgenutzt wird, ergiebt sich ans dein Jahresliericht der Berliner »Zentrale fiir «private Fürsorge«. Jn einzelnen Fällen gelang es der Zentrale, den dreisten Ansbentern der Gntmiitigkeit das schmutzige Handwerk zu legen, allerdings lei der erst, nachdem zahlreiche Opfer erheblich gernpst waren. Besonders das Bettelbriessystem wird ganz ge schäftsmiißig betrieben. Da ist ein angeblich ,,Blinder«, der zusammen mit seiner »Frenndin« ein ganzes Bettelbriefburean mit einer Anzahl Stenotyptistinnen unterhält, die tiiglich mehrere Dutzend Bittgesnche siir ,,einen völlig Erblindeten« in die Welt schicken müssen. Um var Entdeckung gesichert zu sein, falls mal ein Wohltäter Persönlich nach forscht, heißt es, der- Mann traac hinter der Brille »Glasangeu«. Ein anderes Ehepaar, das für den »in validen Ehemann« milde Gaben ein saminelt, lebt von den reichen Er trägnissen herrlich und in Freuden. Der Mann bekommt monatlich eine Unfallrente von -814. Persönliche Beincher werden in der Küche ein pfangen, inzwischen muß sich der an gedlich ,,völlig Gelähmte« ins Bett legen. Am tollsten trieb es aber eine staatlich angestellte Oberlehre tin aus Königsbergz die, nach den Feststellungen der Zentrale, haupt sächlich Berliner Finanzleute nnd höhere Beamte um mindestens PL 500 brandschatzte Sie hatte angeb lich für den kranken Vater Schulden gemacht und stand vor der Psän dung. Als die Behörde in Königs berg von dem großangelegten Schwindel erfuhr, verfügte sie die sofortige Entlassung der Lehre-rein ans dem Staatsdienst. Eine Parks und Gartenstadti Ansstellimg in Köln ist in einem der Stadt gehörenden Hause auf dem Kaiser Wilhelm- Ring eröffnet worden ;3n über 30 Räumen wird ein Bild von der Gartenstadtbewe gung gegeben. Von deutschen Städ ten sind u. a. vertreten: Berlin Damig, Duisburg, Wiesbaden, Bin gen, Stuttgart und Darmstadt nnd von anßerdeutschen London, Wien Bestan, Chicago, New York, Balti more, St· Louis u. s. w. Besonders zahlreich sind-die Ansichten kleinerer Gartenstädte deutschen nnd engli J schen Gepräges. F Ein eindrucksvolle-r Feitan nat sich soeben in der Aula der Univer sität Jena abgespielt. Jm Namen der anwesenden Wittwe des im ver gangeneu Jahre in New York gr storbenen Dr. Hackeling übergab der Protektor, Professor Dr. O. Bins wanger, der Bibliothek die mehrer wiihnten Phylogcnetischcn Stamm tafcln als- Geschenk. Die Tafeln Gebieter Sie Krankheiten Einhalt durch den zeiti gen Gebrauch von TMWJ Bitten, em altes und beliebtes Mittel von stets m ach-umher Popularität Kurirt immer Kopfschnmszcu, Wage-Isman Malarim Urkvprdmklichi keif, trockene been),7:11-t;es.hs-3teitis11d bjliöue Laden Juw- Lebek Pius-v tragen eine Widniung, in welcher auch die Ehrung des Andenkens an den namhaften ansierikanischen For scher und Fachmann Dr. Hackeling zum Ausdruck kommt. Der Vor gang wurde photographiert Jtn letzten Herbst waren, wie damals ge meldet, diese Stamnctafeln dem be ·rühmte11Darwiniste11 der Universi tät Jena, Professor Dr. Ernst Hack- kel, leihweise überlassen worden« Sies zeigen in eigenartiger Auffassungl deSXDn Haeckeling die Abstammung der Wirbeltiere Prof. Haeckel über wies sie zunächst dein phongeneti schen Museum, mo sie gebührende Bewunderung fanden. Gleiche An erkennung wurde ihnen in Göttin gen zuteil, als sie vor etlichen Wa chen mit Geneknnignng der Wittwe vor der dortigen Studentenscbaft ausgestellt wurden. Die utarkischen Bnrgmallc find besonders iui Habelland durch schöne nnd interessante Formen ver treten, und unter diesen zeichnen sich wieder die Röinerschanze bei Pots dam, der geruianische Hochmall bei Knobloch und der wendische Sumpf wall am Riemendtsee aus« Die Volks-— phantasie hat sich 1nit·ihnen reichlich beschäftigt, nnd ein ganzer Kranz von Sagen knüpft sich an die in vor geschichtlicher Zeit gewiß bedeutsa men Anlagen, Allen gemeinsam is: der unverdiente Name »Schniedenss schanze«, den ihnen der Volks-wund beigelegt hat. Auf der Römer schanze soll sogar Gustav Adolf ein Lager gehabt haben; ebenso erzählt man hier wie vom Burgmdl am Riewendtsee, dass schwedische Kano nen mitsammt der Elltannschast ooin hohen Wallrande hinab iu den Sinnps nnd den See gerollt seien. Am Riewendter Bnrgwall sind die Schweden auf ihrem Mai-sehe non Brandenburg nach Nauen ain l7. Juni1675111euigstens in einiger Entfernung vorüber-gezogen; abd sie hatten es damals ziemlich eilig nnd haben dein interessanten Waer wohl kaum einen Besuch abgestatiet Auf der Nömerschanze sollen auch zur Raubritterzeit Räuber gehaust haben, weshalb sie Räuber-— oder Röverschanze heißt: nach einer an dern Sage waren diese Räuber aber nur Zigeuner. Da die Kuolilocher »Schanze« ans drei übereinander gelagerten Schichten besteht, ent stand-die Sage, Riesen hätten dort drei Schürzen Erde ansgeschiittet. Der Volksmund« gab diesem Wall den« Namen Kiskelberg weil man dort oben eine prächtige Aussicht, namentlich in westlicher Richtung ge nießt. Neuerdings hat sich auch die Wissenschaft niit diesen Burg wiillen eingehend beschäftigt Lange bevor Professor Schuchhardt auf der Nömerschanze den ersten Spa tenstich tat, hat der bekannte Dich ter August Kopisch dort Ausgrabnns gen veranstaltet nnd allerlei Fischer geräte, vor allein Neybefchwerer gefunden, die natürlich siir die Beurteilung der Wallanlage nicht in's Gewicht fallen. Erst Schuchs hordt hat uns über die Lage nnd Beschaffenheit der nicht mehr vor handenen Wohnstätte-n nnd- Befesti gnngsanlagen durch sorgfältige Nachgrabnngen die nötige Klarheit verschafft- Die Knoblochs-r Schanze wurde 1873 von Friedel untersucht, und auf dent Riemendter Wall ha ben Professor Grupp nur 1880 und später Dr. Götze Nachforschungen angestellt Dieser Wall hat noch iu sofern ein besonderes Interme als man jetzt ziemlich allgemein an. nimmt, daß hier die sogenannte «Klinke zu Brandenburg«, die höch ste niärkische gerichtliche Berufung-I instanz ihren Sitz hatte. Sie führ te wol ihren Namen nach dem Klinkgraben, der den Belniitzer See mit dein Niemendtsee verbindet An diesem lan 1675 die Kljnkuiüh le, die damals von den Schweden niedergebrannt wurde Jn der »Kölnischen Zeitung« liest man: Vor etlichen Tagen wur den einein Landwirt in Mörs dar iiber Vorhaltungen gemacht, das; er einen niinlichen Steinkanz totge schossen habe. Er entschuldigte sich damit, daß sein Nachbar, der ein sehr reicher Gutsbesitzer tei, ihn ge beten habe, den Vogel, der in je der Nacht ihin sein »Komm mitt« znrnse zn beseitigen Der Vogel sei nämlich ein TotenvogeL nnd da der Bauer immer sehr kränklich sei, habe er Angst davor, daß ihn der Vogel zum Kirchhof rnsen könne Er habe deshalb nur seine nachbars liche Pflicht getan. Naturgeschichtlich liegt der Fall selbstverständlich sehr einfach. Eulen lieben das tLicht in der Nacht und kommen daher sehr tninsig an erleuchtete Krankenzim ncer, wo dann der Steinkauz sein »Im witt« schreit. Auch die! -Wasserralle gehört zn den Leichen-» l vögeln, die das Volk meistens haßt-. IJn der Bluyner» Gegend stellte sich vor Jahren im Sommer all-J abendlich ein solcher Sumpfvogel an einem Tümpel in der Nähe eines Gehöftes ein,. Der alte Bauer wa nicht eher zu beruhign, bis ein Knecht den Vogel mit den merkwür-: digen Stimmäußerungen totgeschos- sen hatte. Alsswir vor mehre-z ren Jahern inder Sterkrader Ges! gend zu einer Hirfchjagd aufbrechenl wollten, f" einem Arzt ein et-; wa zehnjä· get Knabe auf, der ein weißes Trich um die Stirn gebiinsi den hatte Als er den Knaben na- her betrachtete, sah er, daß er gänz lich entziindete Augen hatte. Die Ansf jagen des Kindes veranlaßten ihn dann, vorsichtig den Verband zui losen, und da sano er denn uver Jes deni Auge eine halbe Nußschale, un ter der eine lebende Kreuzspinncs saß. Die Mutter des Knaben hatte die Spinne selbst angesetzt Sie sol len die bösen Säfte aus den Augen saugen. Jäger werden am Nie derrhein wohl in einzelnen Gegen den von Landleuten gebeten, ihnen im März eine Elfter zu verschaffen die sie dann im Viehstall aufhängen Durch solche Märzelstern sollen die Fliegen abgehalten werden, die dem Vieh sonst so lästig werden können. Vemerkenswert ist auch die weit verbreitete Ansicht, daß Kopfläuse nicht an kranken Kindern gesunden werden. Nachlässige Mütter trösten sich mit solchem Aberglauben, wenn sie an ihren Kindern Ungeziefer fin den. Da scheint uns doch das nie derrheinische Sprichwort mehr be rechtigt zu sein: Je ruppiger der Hund, desto mehr Flöh! s— Ein hochinteressantes Dokus ment bildet der soeben erschienene Jahresbericht der »Hamburg Ame rika Linie«. Jn diesem wird mit-— geteilt, daß« die Entwicklung der Ge sellschaft eine günstige gewesen »isi. Das Frachtgeschiist war-überaus leb haft, nnd zwar gänzlich wider Er warten, zumal die Geschäftslage in den Ver. Staaten und in Europa keineswegs auf der Hochkonjunktur gewesen. Die Wirren in China, so wird weiter herbei-gehoben hätten bisher das Geschäft nur wenig be schädigt- Bei schnellerer Ausschlie ßung ließe sich besseres erwarten. Die Flotte der »Hapag« wird an dauernd vermehrt. Zwei weitere Vierschraubendampser ntit«-" Turbi nenbetrieb sind im Bau begriffen. Die beiden-Riesenschisse wurden je 50,000 Tonnengehalt haben nnd sind im Jahre 1914 bezw. 1915 zu liefern. Das erste Fahrzeug dieser Klasse, der »Jmperator«, wird noch in diesem Jahre fertig gestellt. Der gesammte Tonnengehalt wuchs unt 187,000 Registertonnen, so das; er sich nunmehr aus 1,210,777 bezis. fert. Die Vermehrung des Flotten bestand-s erfordert eine Erhöhung des Aktienkapitals um 25 Millionen Mark. Der Nohertrag im verflosse nen Geschäftsjahr stellte sich auf 4714 Millionen Märk, womit ein ,,Rekord« erreicht ist« Der günstige Stand des Geschästs gestattet es, eine Dividende von neun Prozent zu erklären. Jm vorhergegangenen Jahre war eine Dividende von acht Prozent zur Verteilung gekommen l W Eine gute Nachricht l kommt von Dr. J. T. Curtiß, Dwight, Kan. Er schreibt: »Jet habe schlimme Fälle von Eczema bei meinen Patienten und.auch an mir selbst mit Electric Bitters kuriert, der dafür besonders wirksam ist« Obiges zeigt,- was auch tausend An dere erfahren haben, daß Electric Vitters einz-. wirksamer Blutreiniaer, ein gutes Mittel für Eczen1a, Ans schlag, Flechten und alle Geschwüre ist. Er stinmliert Leber, Nieren und Eingeweide, scheidet Gifte aus, be fördert Verdannng, erzeugt Kraft Preis 50c. Zufriedenheit garantiert von allen Apothekern In einem Berliner Theater gab es kürzlich während der Vorstel lung einen Zwischenme der nicht ans dem Programm stand. Gerade als auf der Bühne in dem humor Vollen Stücke nach einem kleinen Kinde verlangt wurde. erblickte im Parkett ein ftiminbegabter Erden biirger das Licht der Welt, vielmehr in diesem Falle das Licht der Bret ter-, die die Welt bedeuten Die jun ge Muster wurde mit ihrem Spröß ling in ihre Wohnung gebracht Ein gutes Einreibemittek soll in keinem wohl regnlirlen Haushalt fehlen. Dr. Richters PainsExpeller erfreut sich seit 40 Jahren unter Denk schen auf der ganzen Welt großer Be liekn’heit. 25 nnd 50c. in Apotheken. Nur echt mit Anker. F. Ad- nichts-· O Go. was Rudolstndh klugem 215 Post-! Irre-oh svf York Die Ichnelle Reise nach dem Wesen M 0Iten macht man mit der l. Z- E. N. W Fährt hier jeden Mittag» um« 1.55 ab und kommt am· nächsten Tag um 8.80 abends in St. Louis all. Ticket-Office: 401 Ost-Hauston-Str. Beide Telepho,ne 425. G. M. ZYIIUIM P. s- T. A. W. c- Flfclsh WIM WW W. Eisenbahn -Fahtple1n(O J. F- G. N. Bahn. Ankunft— No. 3—Vom Norden. .6.80 abends No 5——Bom Norden 6. 45 abends No. 7—-—Daily Expreß Spezial, Süden» 9.55 morg No. 9—— Lokal von Palestine.. .1.04ö abends No. 4——Von Mext ko. .1. 56 nachm No.12—Local von Laredo (gemifcht).. »s. 00 morg No. 4— Nach dem Norden. .1 55 nachm No. 6—— Na dem Norden. ..8 00 abends No. 8——Loca nach PalestinL .7. 30 morg No.10—Daily Expreß Spezial, Norden morg Ro. Z —Na ch Mexiko 7.00 morg No. 11——Local nachw Laredo o(ogemischt) Oben nds AbfahrZ« I

g! SWAEAPVahm Ankunft No.1——Houston u. d. Küste 7. 00 abends No 3—Houston und der Küste .7.16 vorm No. 5—K·üstenstädte 1.15 nachm Not. 44—Bon Kern-illa nur an Wochen tagen 9:35 vorm No. 42--—Von Kerrville, nur Sonn tag 8:00 nachm No. Hin-Von Kerrville, nur an Wo chentagen.. 6.40 nachm Abfahrt 2———Houston und der Küste .8: 30 vorm No. 4—-H·ouston und der Küste 905 abends No.6 6—Küstenstädte» ·:2 10 nacht No. 43—Nach Kerrville, nur an Wo chenta en 4.45 nachut No. 41—— ach Kettville, nur Sonn tag s. .:8 40 vorm No· 145—Nach Kerrville, nur an Wo chentmen.. .7:25 vorm G., H. ec- S. A. (Haupt-Linie.) Ankunft No. 9—Vom Oten 7:15 vorm No. 7-—Vom ften ö: so nachm No. los-El Paso u. Westen. 9 80 nachm Ngf dska E! Pan-» ..1015 vorm No. 9«—Nach El Paso und Westen-« vorm No 7——Nach El Pafo und Weste-n.. 30 abends No. 10——Nach d. Osten.1030 abends No. 8——Nach dem Osten...11:15 vorm Bictotka Division, G. H. G- S. A. Ankunf- No 301—Cuew, Victoria. .8.00 abends 7.45 morg No- 308-313——Cuerv, Viktoria 7:45 abends Absan No. 302——Tuero, Victonm .7330 vorm No. 804-314-—Cuero, Viktoria «..11:30 abends M. K. C- T. Bahn. Anlunft No 241— Von Houston. .7.30 vor-n No. 7——Von Dallas und Fort Wort h 7. 55 vorm No. Wes-Von Kansas City und St. Louis 8.10 vorm No. 15—Lokal vom Norden. ..8 40 nachtn No. 9——Von Kansas City, St. Louis und -Chicago S. 30 abends Abfahrt 16—Nach Norden via Austin und Smithville 8.00 vorm No. 10—Nach St. Louis, Kansas City und Chicag o 9.00 vorm No. 8—Nach Fort Worth und Dallas 8.30 abends No. 206—Nach St. Louis und Kansas 9.0 Oabends City No. 242—Nach Houston 10.15 abends G. C. F- S. F. (J. CL- G. N. Bohnboss Ankunft No. 7——Vom Norden 10.00 vorm No. 9—Voin Norden. .10.45 abends Abfahrt No. 8—Nach dem Norden. .7 30 vorm No 6— —Nach dem Norden .8. 00 abends Bestei- Wesi new-) New RGO-K Mühle-steh such Neu-York Andere Fshasa ask-b lcsy Wut. Florid- Punkt-a und New York ask SW Wahrli- its-besten Tsaknasspww Dies-se —-TI'IE«I·EXÅZ Isle MALLORY sTSÄMsHlP co Cal j U A Dachses-H Mk WEI- MWWKIH 25.00 Kosauiaeipjiuicu nach often in casifomicn. Zum Verkan vom l. März bis zumle AprilH 35500 M san Jrnnrisco und Los Lstgeses und zuviij Zum Verkan vom 27. April bis zum 3. Mai. Gültig bis zum 27 JML Dampfertickets nach glleu Teilen der Welt cit- cfficok sc? Ost Hat-stot- sit-esse. Altes Tit-W LIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Miillllillisclikli Will SESSL-TAGS: hälspkekx stomonsbalission Ankunft in Salve-ten Stimis fFrankfurt März 7. .1912 März 2.8. .19123 April 6..19128 fWinetiud April 4. .1912 April 25. .191-3 Was 4..1912-:» fFrasiksurt Mai 2. .1912 Mai 23. ·1912 Mai 30. Jslsff fChemnitz Mai 30. 1912 Juni 20. 1912 Juni 29. Jsls J, fFrqukfurt IJuni 27. .1912 Juli 18.71912 Juli 27..191-2j» fHannover zJuli 25. .1912 Aug. 15. .1912 Aug. 24. .19127, thanlfurt lAug 22. 1912 Sept. 12. 1912 Sept. 21· Jst-If Mttekind Sept. 4. .1912 Sept. 25. .1912 Okt.s 5. Jle s« fHunnøver Sept. 19. .1912 Okt. 10. 1912 Okt. 19. .1912 s thcmkfurt Okt. 17· .1912 Nov. 7. .1912 Nov. 16. .1912,sps fHannovet Nov. 14. .191-J Dez. 5. .191.-? Dez· 14.. .1912 i«Bremen-—Galveston via Philadelphia Passage: III-III—GAI.VSSTON—Voransbezahlmig. weite Winter Rate, bis zum 1 August 1912 sgonics weite Sommer Rate, nach dem 1. August 1912 weite Kinder von 1 bis 12 Jahre, .die Hälfte obiger W weite ,Kinder unter einem Jahr Zwischendeck: Erwachsene, Pa age 886. 50, Kop steuer 84. 00, Total Zit: Kinder 1—12 Jahre, P age 818.25, Kop steuer 8400,Tota122.2 Kinder unter 1 Jahr, Pa ages 2. 50, Kop steuer sit. 00, Total sc Passagex Sau-Essen nach Inn-ists ,Wmter Rate, bis zum 30. April 1912 ssz Sommer Rate, vom 80. April bis zum 30. Juni sc. Kinder von 1 bis 12 Jahre, .die Hälfte obiger M Kinder unter 1 Jahr Zwi endeck, Erwachsene ZZM Zwi endeck, Kinder von 1 bis 12 Jahre ASCII endeck, Kinder unter1J1hr Wegen sonstiger Information wende man sich an Abs-Ich stock- Ce nerals Agent, Galvestou, Texas, oder an die nachGstebenden LokalagM F Reunekt. Wm.V Darm-cum E. McClauahan, G..M Bimqu Sau M tonio, T äas Clemens sc Faust und Knoke se Eiband, Neu. Br Eexasx Stahl, Gonzales, Texas, und Bohn Brothers, Austith Texas ZIETETQULJGEFIEI g MEPH Dttmpf- Und Masserwerks Ytensiuem Anfertigung aller Arten von Mast-hinkt Maschinen Beparaturem m. v.v v.v v.v v.v v.v v.v v.v v.v v.v v.".vs.vsbff.".".".s limloge auf Antrage a- lle-etliche Aufträge werden pro-not ausgetiim Uszs Der Frühling naht-« Leichtetes Schuhzeug wird bald nötig sein. Alle Bedürfnisse, an Schuhzeug, leichterem und schwerem, allen Jahreszeitenszs und Witterunng Verhältnissen angemessen, können cim Ve-, sten befriedigt werden im clNDEnELLL 207 ALÄMO PLAZA. leiden. 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Die einzig tagltch erscheinend d eutsche Zeitung in Sterns Die »Es-wie Presse für Te as« hat vo»n allen deutsch texanifchen eitungen die grüßte Abonnentenzabh Der Fall Lampl. M-— Groteske von Koxy Towska. P e r s o n e n: Der Richter, der Angeklagte, der Rechtspraktikant,« die Klägerin, der Gerichtsdiener. Die Handlung spielt sich in einem kleinen, kahlen Zimmer des Landes-— gerichts in der Hauptstadt des Staates Eulenhausen ab. Beim Aufgehen des Vorhanges sitzt der Richter mit dem Rechtspraktikanten un einem Tisch, aus dem zwei hohe Aktenstöße liegen; rechts die heute schon erledigten, links die heute noch zu erledigenden Fälle betref fend. Der Richter ist ein älterer, verärgertcr Herr. Der Praktikan jung, eifrig, naiv Richter (ein Aktenstück zu den er ledigten legend): Der nächste Fall! (Da der Praktikant nicht gleich das Glockenzeichen giebt) Schnell, schnell, Herr Praktikant, wir haben nichtsos viel Zeit, sechsundvierzig Ver handlungen haben wir heute noch zusiihrenz Da kommt tzickzt sq viel iIUI Den elnzemell Fau, oukz wir ke ne Minute vertrödeln könnten Praktikant (l«ciutet): Aber die Ge rechtigkeit, Herr Landesgerichtsrat? Richter: Fatai Die Gerechtigkeit! Nimmt ern unckledigtes Akten stück). Seien Sie erst 46 mal an einem Tage gerecht. Dann werden Sie dieer zeitraubende Geschäft auch als einen Krebsschaden am Leibe der Menschheit btrachten. Jch hoffe übrigens für Sie, mein jun ger Freund, daß Sie noch vorher umiatteln· Praktikant (naiv): Wieso-i Richter (schlägt ihn auf die Schul ter): Fabrizieren Sie lieber kon densierte Milch! (Der Praktikant will noch etwas fragen, aber der Gerichtsdiener tritt mit den Parteien ein. Der Ge ritchsdiener ist dick und- hat eine Schnapsnase, der Kläger ist dünn undziihe in jeder Beziehung) Richter: Der Fall, den wir jetzt ou behandeln haben, ist außerordent lich klar und einfach. Wir werden in wenigen Minuten damit fertig sein. Der hier anwesende Johann Jakob Lampl ist angeklagt, eine Erbschaftshinterziehung begangen zu haben dadurch, daß er die Tochter seiner Witwe geheiratet hat« Praktixant: Herr Landesgerichtsk rat wollen wol sagen: die Witwe seiner Tochter pardon, ich wollte iaaen Richter (strenge): Sie wollen nichts sagen, gesälligst, sondern Prof tokoll führen, Herr Müller-. Und ich wollte selbstverständlich nicht sa gen:sdie Witwe seiner Tochter, denn ich werde doch keinen vollendeten Unsinn reden, sondern die Witwe seiner Stieftochter das heißt:« die Stieftdchter seiner Witwe pardon, ich beginne nochmals. Der hier anwesende Johann Jakob Lampl ist angeklagh eine Erb-· Jchaftsljityterziehung begangen zu haben, dadurch, dasz er die "«Sties witwe seiner Tochter aber Him melkreitsMonendvnnerwriter, Sie wissen ja ohnehin, wag ich meine Angeklagter. Angeklagter (ruhig): Jch weiß gar nicht-, Euer Gnaden, als daß ich ein ehrlicher Mann bin, der weder gestohlen hat, noch brandges stiftet, oder gemerdeh und der gar nicht versteht, was das Gesetz von ihm will. Richter: Lieber Herr, aui der Tagesordnung stehen noch 45 Fälle .Sie müssen Ihren Verstand zusam mennehmen Wenn Sie mich niche verstehen, so werde ich es versuchen Jhnen die Frage so begreiflich wie nur möglich zu machen. Also: ha ben Sie die Frau Jhrer Witwe ge heiratet? Praktikant: Der Herr Landesge tichtsrat meint: ob Sie die Witwe Ihrer Frau geheiratet haben? Richter (wiitend): Nein, das mei L ne ich nichts 4 Angeklagter Ueyr using-: was meine ich auch nicht, Euer Gnaden Richtek CschIågt cmf den Tisch): Die Essig-tin vor! Mit dem Auges klagten ist nicht zu verhandelt-. Der Mann ist viel zu unklar, um seine Sache verteidigen oder auch nur be greier zu können, Gerichtsdienet (zur Klägekin): Sö, Frciu Lampl Richter: Und bitte, mischen Sie sich nicht in die Sache, Herr Prak tikant Das hält Uns nur aus. Jch hin der Mann, allein fertig zu werden. Jch habe schon andere Nüs se geknackt. Klägerin (ttitt vor-: sie ist eitse noch sehr ansehnliche, rundliche, le benslustige Dame in koketter Tei lette. Sie verbengt sich rauschend): Meine Herren! Richter (mit Galgenhumor): Du ich weiß, Madame, daß Sie lieber sterben werden, als Jhr wahres Ak ter angeben, til-erlasse ich diese For malität dem Herrn Protokollführer zu eigenem Ermessen Er wird ga lant sein. Klägerin (1nit dankbaren Blicken aus die beiden Juristen): Die Her ren sind sehr gütig. Was kann ich zum Dank dafür tun? Richter: Uns gleichfalls Zeit er sparen: nur reden, was zur Sache gehört, und nur antworten, wenn Sie gefragt werden r Klägerin: Jch verspreche es bei 1g. Richter: Also gut. Nun passen Sie einmal auf. Der Mann bat Sie geheiratet, nicht wahr? Klögerim Ja, Herr Richter. Richter: Und also sind.Sie seine Frau geworden Klägerin: Natürlich, das ist ganz klar. Richter (triuuiphierend): Na al so. auf einmal geht’"s. (Zum Prakti kanten): Man muß nur System in die Sache bringen, junger Mann. Gleich werden wir’s haben, das Ur s teil. (Zu dem Anderen): Also Sie haben Jhre Frau geheiratet, An geklagter, das können Sie nicht mehr leugnen. Angeklagter: Das half ich nie ge leugnet, Herr Gerichts-rat Richter: Warten Sie eine Minu tel Jch will, daß Sie mich diesmal verstehen Wenn nun diese Frau die Tochter threr Mutter ist, sind Sie dann nicht der Vater Jhrer Tochter? Verstehen Sie mich jetzt? Angeklagter: Beinahe, Euer Gna deni Sagen Sie es, bitte, noch ein ma nkn Is« Mcglcks Sul. Dir-U Ocuuu q der Vater seiner Frau. Das heißt der Stiesvater seiner Frau. Folg lich ist er doch auch der Mann Jhrer gewesenen Mutter. Und wenn dem so ist, so hat er doch die Wittwe fei nes Schwiegervater-s geheiratet. Angeklagter: Jetzt haben sich Euer Gnaden verständlicher ausge drückt, als vorhin. Es scheint, das-, ich der. Wittwer meiner eigenen Wittwe bin. Und es ist offenbar gaß ich das vorher nicht gewußt ha e. Praktikant: Aber Sie können doch nimmermehr der Mann Jhrer eigenen Wittwe sein? Da müßten Sie doch tot »sein? Angeklagterx Nein, das weiß ich ganz genau, das ist nicht möglich Das müßte ja in den Akten stehen, wenn ichtot wäre.; Richter (empört): Herr Müller? Gebt das Aktenstück drohend.) Praktikant: Herr Rat, ich bitte tausendmal um Verzeihung, aber Herr Nat werden doch selbst zuge ben, daß der Mann nicht den Witt wer seiner Wittwe geheiratet haben kann, denn dann müßte er sich doch selbst geheiratet haben. Angeklagter: Nein, da muß ich schon bitten, hohes Gericht. Jch ba be in meinem ganzen Leben noch nie mich selbst geheiratet Richter (schlendert den Akt vor Wut auf den Tisch): Da haben mirs-M Jetzt können wir wieder von vorn anfangen. Hätten Sie sich doch um Gottes-willen nicht wieder einge mengt. Die Frage war schon so klar wie nur etwas. Jetzt haben Sie sie wieder in Unordnung gebracht. Aber das kommt Vorn Uebereiser. Der Uebereiser ist die arti-We Untugend für-einen Beamten. ei uns schon garl Praktikant (senkt schuldbewußt das Haupt)i Verzeihen Sie! Richter (ungeduldig): Zur Sa che! Frau Lamph das ist also Jhr Stiesvater, dieser Johann Jakob -Lampl? Klänerim Nein, Herr Nichter. Nämlich Richter (streuge): Sm« Was haben Sie uns versprochen? Klägerim Ja, aber-— Richtert Wir wissen schon-. jetzt ister Jhr Mannl Klauben Sie kei ne Worte! Bilden Sie sich ein, die ganze Gerichtsbarkeit von Eulenhaus sen-kann sich an Ihnen stauen? Jo hann Jakob Lampl, ist das Ihre je tzige Frau und frühere Sticftochter? Angeklagter: Nein, Euer Gna den, so istdkrs nicht« Richter (erstaunt): So nicht-? Es kann doch nicht umgekehrt sein! Anat-klagten Jch habe diese Frau geheiratet, aber »m Mlchtcttf Hüllt Haut Zwec: »Aera packe, boni amieil« Das könnte Jhnen so passen, Angeklag ter, die Sache wfeder zu verwir1·-.·11, nachdem wir-ihr endlich auf die Spur gekommen sind! Diese Frau ist Jhre Frau, das ist das Einzige, was wir fest haben und das wollen wir uns nicht mehr nehmen lassen Klägerin Closbrechendx Nein Herk Richter,- da tät ich schon bitten! Nichter: Ja, Bombenelement nochmal! Jth wird mir’s zu bunt! Jn welchem Verwandtschastsverhölti nis stehen Ssie denn eigentlich zu ein ander? Zeugin: Vor zehn Jahren-habe ich Lampl geheiratet Nichter- Na, also! Zeugin: Unser Eheglück Inm aber nur Von kurzer Dauer. Richter: Ach so! Zeugin: Jch kehrte zu meiner Mutter heim und ließ mich von ihm! scheiden Richter: Dann ist ja Alles m« schönster Ordnung. Sehen Sie, Hämorr beides-. aucsts··stz,sg;s«s::i Mk- »Es-If la Apotheke- pt haben VII-IRS es use W II obs-II .·W s- w Arbeitsunfähig? —fl Wirkliche Hilfe s »Vor fünf Jahren,« schreibt Frau L. Fulenchek, Houston, Text ,,litt ich an Schmerzen im ganzen Körper, besonders stark im Rücken und in der Seite, und war so schwach, ich konnte kaum meine Hausarbeit ver richten. Eine Freundin erzählte mir von Cardni. Seitdem ich es ge brauche, fühle ich mich ganz bedeutend besser. Jch kann meiner Arbeit nachgehen, und ich bin von keinen Schmerzen mehr geplagt, Cardui hat mir in wundervoller Weise geholfen.« Cardui, das Frauen StärkungsmitteL hat sich besonders gut bei solchen Frauenleiden bewährt, deren Hauptsymptom Schmerz ist, gleich

viel ob die Schmerzen non zn langem Gehen, Stehen nnd Biicken her rühren oder ein Symptom weiblicher Schwäche sind. Cardui ist eine kraftbildende Medizin. Sie bedürfen ihrer, wenn Ihr Körpersystem außer Ordnung ist, oder wenn Sie an solchen Schiner zen leiden, die dein weiblichen Geschlechte eigenthiimlich sind. Frauen, die Kraft brauchen, finden sie in Cardui. 50 Jahre des Erfolges haben ein Vertrauen in Cardui gezeitigt, das nicht zu übersehen ist. Jn dieser Zeit hat Cardui einer kllziltlign Frauen geholfen. Warum sollte es nicht auch Jhnen helfen, Jen e Alle Apotheker Verkausen Cardui, stets. Kaufen-Sie eine Flasche nnd versuchen Sie Cardni. Nimm Cardui Müller-, so wie Sie nicht Konfusion11 stiften, geht Alles wie am Schnür-« then. Also was wollen Sie denn noch von ihm,. Frau Lampl? Klägerim Inzwischen hat er eine wohlhabende Wittwe mit drei cr wachsenen Kindern geheiratet Aber auch dieses Eheglück war von kurzer Dauer. Richter: Aha. Wieder geschie den. Klägerin: Nein, gestorben· Richter: Die Wittwe? Angeklagter: Natürlich Ich nicht Richter: Sie sind nicht gefragt. Halten Sie also den Mund. Jch ha. s be den Verdacht, daß Sie den Fall s mit Absicht um jede Uebersichtlichkeit i bringen wollen, weil Sie Butter auf dem Kopfe haben. Aber ich spiel’ i Jhnen nicht die Wurzen, die darauf ;»oiibeißt. Jetzt sind wir schon auf gu tem Wege. Nur-weiter, Madame i Klägerim Bei welcher Frau Lampl halten wir denn jetzt? Praktikant: Bei No. 2. Richter: Giebt’«s denn noch mehr? Klägerim Ui je! Jetzt fangt’s erst an. Richter (mit einem wütenden Blick auf den Angeklagten): Sie, wenn da Jeder so kommen möchte!« Glie figniert):- Also weiter. Er hnt wie-« der geheiratet. Kkägerim Seine älteste Stieitochs ter. Sie müssen nämlich wissen. Herr Richter Richter: Jch weiß schon. Eheglück war wieder von kurzer Dauer. Gestorben oder geschieden? Klägerin: Durchgebrannt mit seinem Neffen Er wußte sich aber zu helfen und machte kurzer Hand seiner zweiten Stieftochter einen Hei ratsantrag Jeßt liegt er mit der ersten in Scheidung und ist mit der zweiten verlobt Richter: Halt! Halt! Die Ue bergänge sind mir zu rasch. Haben Sie Alles, Herr Praktikanth Praktikant: Jawohl, Herr Nat. Jch begreife nur nicht Richter (streng): Was? Was-? Was begreifen Sie nicht? Praktikant: Was geht das— Alles diese Dame an, da sie doch längst Klögerin (erregt): -Wa.s das min; angeht? Sein Stiessohn ist doch mein Bräutigam Als seine Mutter starb, hat sie ihr ganzes Vermögen testamentarisch ihren drei Kindern vermacht. Und ·Lampl hatte das Nachsehen. Bei den Mädeln hat er sich zu helfen gewußt und sie gehei ratet, um ihr Erbteil an sich zu brin gen. Aber auch meinem Bräutigam will er das Seine vorenthalten Und darum hat er die Klage gegen ihn angestrengt Und mich hat er hers geschickt, weil es ihm widerstrebt, öf fentlich vor Gericht gegen seinen Stiesvater aufzutreten, gegen den Mann, dessen Frau, er heitgsiihren will und der der Gotte seiner Mut ter und überdies sein Schwager way und weil er glaubte, auch Lampl würde sich geniereu, hier gegen sei-: nen Stiefsohn, den Verlobten seinerj ersten, den Sohn seiner zweiten unds »den Bruder seiner dritten Gattins aufzutreten Und da fragen Sie» noch, was mich das angeht? Richter (sprachlas vdr Wut zum Praktikers-way Also jetzt haben wir den Pallawatsch! Jetzt sind wir iins Wutstkcsselk Das ist eine schöne Be scheernngi Mag sich der Teufel in dieser Sippe zurechtsindenl Jch kann nicht mehr! Jetzt sehen Sie, wie Sie dieses Familienfricassee ergründen. (Er lehnt sich ostentativ teilnahmslos zurück.) Jch streike Praktikant: Verzeihen, Herrin-it der Fall scheint mir gar nicht so ver zwickt· Ich glaube-, ikh fasse die Sa che ganz richtig mis. Der Stiessohns will die erste Frau des Auge-klagten heiraten, wodurch diese die Schwiige rin der Gattin ihres geschiedeUM1 Mannes wird, weil die zukünftigel Frau des Angeklagte-n die Tochterj der zweiten und die Schwester ders dritten Frau ist. Richter (höhnisch lächelnd): Ilnds des Teufels Großmutter ans vierterj Ehe. (Er dreht mit ergebener Micnej die Daumen) Jch sehe, Sie sinds ganz orientiert. Praktiknnt (trecknct sich die Stil-H Ue): Infolgedessen klagt die Braut! des Stiessohnes ihren ersten Ge mahl nls Stiesvater ihres zukünfti« TIEttsthung auf der 4. Seite. ckwtnun co. von san Ante-nich 201 Wastscommetceistr., liefert auf chrlangen I l i l I l l

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Hv- WAA»-W- M Das Mochenblatt der »Freie Presse für Texas-« ist 16 Seiten start. Es springt durch fchntttlich 72 Spalten Lesestoss", der-gediegene Leitartikel über Begeben heiten des Jn- nnd Anstandes, eine eurvviiische nnd amerikimische Rund schau, Tages-Nachrichten, europäische Postnachrichtem Texcknifchesslands wirthichaftliche Artikel, Wissenschaftliches, soweit es in sent Rahmen einer Zeitung besprochen werden kann, ein Fenilleton, Skizzem Erzäh lungen, Humoristifches etc» umfaßt LAbonnements Preis sz W am Jahr. Mk 6 monate St .00 in Vorausbezahlutfg. 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Wie Ammtdfen zum Siidpol ge langte. Aus London meldet man: Cupi tain Amundfen hat in Hobart, Neu Seeland, wo er sich augenblicklich aufhält, eine anschauliche Detailfchil derung feines Vordringens nach dem Südpol und seiner Auffindung desselben gegeben. Diese Schilde rung ift von einem Korrespondenten hierher telegraphiert worden und wird in den Zeitungen veröffentlicht Des englischen Marine Offiziers Scott erwähnt Amundfen mit keiner Silbe. Aus feiner Schilderung geht hervor, daß der Forscher nebst feinen Vier Begleitern und achtzehn Hunden Nachmittags drei Uhr am 14. Des zember 1911 an der Stelle ange kommen war, wo sich der Pol befin det; Die geographifchen Berechnun gen hatte Amundfen mit solcher Ge mauigkeit gemacht, daß er den Tag feiner Ankunft zum Voraus bestim men konnte, obwohl er sich damals noch eine Strecke von über sieben ,«hundert Meilen vorn Pol entfernt befand. Dieses Strecke wurde in fünfundvierzig Tagen zurucrgeregr Den Endteil der Reise ausgenom men, war das Wetter den Reisen den ungemein günstig Das Th r «mometer stand auf von 28 bis zu 29 Grad Fahrenheit unter Zero. Tatsächlich machte die verhältnismä ßig milde Witterung den Eindruck daß es sich um eine Vergnügungs reife handelte, statt um eine be schwerliche Erforschung-staut Ein furchtbarer Orkan bei-zögerte den Beginn des Vorstoßes nach dem Pol, schließlich aber setzte sich die Gesellschaft am« 20sten Oktober 1911 von« ihrem Winter-Quartiere aus in Bewegung. Ursprunglich betrug die Anzahl der Hunde, welche Amundsen mit sich nahm, vierund fünfzig, es wurde später Jedoch nö tig, vierunddreißig dieser treuen Tiere zu töten. Es ist interessant, Vergleiche anzustellen zwischen den Entbehrungen, welche Peary und seine Begleiter auf der Fahrt nach dem Nord-Pol zu erdulden hattet-, und der Leichtigkeit des Vordrin gens nach dem Süd Pol Peary hat te, riesige Eisfelder zu kreuzennnd gegen zahlreiche und heftige Stür«» me anzukäntpfen Auch herrscht am; Nord-Pol eine weit intensivere Kiil te, als am Süd Pol. Der Norwe 4 ger begann seine eigentliche Reise l polwiirts am zehnten Februar 1911. Bis zum elften April desselben Jah res hatte Amundsen drei Bartwis kannnern angelegt, je eine auf dem Soften,81sten und 82sten Breiten jrade Die Eisfelder, auf welcheni diese Kammern angelegt waren, be Mkeme Merkmale, mithin war gezwtmgemdieDepots durch das til-ringen von Fkaggen zu bezeich seit. Während des ersten Teiles Idee Reife stand' das Thermometer M 45 Grad unter Zers, aber die H Luft war klar und der Boden des isOlateaus war eben und glatt. IFlache wies nur sehr wenige scijie aus und diese konnten mit jLeichtigkeit umgangen werden. Jn zwiichert hatten die der Expedition s angehöre-den Jäger zahlreiche See hunde erlegt und andere Beute ge t, so daß bei Eintritt des Win .—-bedeuteitde Vorräte für die cMMschaft und die 110 Hunde ans FWell waren. Am 23. April ikl sing die Sonne unter und die arkti ssche Nacht von viermonatlicher Dauer brach an. Indessen hatten sich die Reisenden hieran vorberei tei. Es waren Hundehütten gebaut nnd siir die Männer war ein sörm kicher Eis-Palast hergestellt wor den. Der letztere war bequem ein set-Mist unter anderem hatte man auch eine Badevorrichtung einge stellt, ferner enthielt er eine Wert statt und ein Observations Zim ,--mer. Die Temperatur stieg in dem TEiZhause aus 68 Grad Fahrenheit jSonderbarerweise gefror das Was— set nicht. An den kältesten Tagen sank das Thermometer aus 75 Grad unter Zero, aber die Mitglieder der Mannschaft litten unter der Kälte nicht. Als die Sonne sich endlich am Ast-en August wieder erhob und der lange Winter überstanden war, befanden sich die Leute bei vortreff W Gesundheit, auch ließ der Zu stand der Hunde nichts zu wünschen M Anfang SeptemberN wurde der lehte Anlauf begonnen Die Ge secischast bestand aus acht Mann, die eine beträchtliche Anzahl Schlitten und Hunde versügte. Dir Vitterungsverhältnisse waren gün stig, pldslich erhob sich jedoch ein Sturm und das Thermometer sank l auf 75 Grad unter Zero herab. Die Hunde hatten bei dieser Kälte furchtbare Leiden auszustehen und Himmdsen gab den Befehl zur 1 Wehr Es wurde beschlossen Mitgetes Wetter abzuwarten Mtg Tage später wurde die Reise nach dem Pol abermals ange treten. Die Kälte hatte bedeutend nachgelassen und sie verursachte da Ver so gut wie gar keine Beseht-ver M. Als man auf dem Hochplateau angekommen war, brach abermals ein Sturm los und es wurde nö tig, 34 der Hunde zu töten. Am Juden Dezember, als er auf den ORien Breitengrade angekommen war. spukte Amundsen. daß er bis mPol vorgedrungen war Drei ease lang erforschten der Reisende md seine Begleitung das umliegen de Gebiet aus einer Strecke von M Meilen. Die Sonne schien klar Himmel war unbewölkt und U herrschte Windstille UmuUdsen jin Ae active-Fische Flaaee aus M W un Namen des Königs von Norwegen Besitz von dem gan: zen Gebiete Der Forscher be schreibt den Boden in der Umge bung des Pols als hohl, wenigstens verursachten Fußtritte ein Ge räusch, als wenn die Leute auf lee ren Fässern gingen. Heiratsfcheiur. Gelt-mein To dcsfällr. Heiratsicheine Walter F. Wagner und Pean Vanks. Hy. James und Natalie Rot-der. Cyril D. Nelfon u. Maria Fuchs-. Frederick S. Wood und Agnes Kollet Robert Stowe und Anna Gaune mein. G c b u r i c n. Wm. Mathis und Frau, em Mädchen; A. Bippert und Frau, ein Knabe; R.-Cleinens und Frau, ein Knabe; G. F. Pfeil und Frau, ein Knabe; C. C. Stabian und Farn, ein Mädchen Todesfälle Frau Emilie Viper, 59 Jahre; Frau Adeline Staffel, 83 Jahre; Geo. Sturm, 71X2 Monate; Adoloh Klar, 48 Jahre. Abs-— A l l c r l e i. Bei der Abstimmung im Schuldistrikt No. 19 ist der Vor schlag, eine Spezialfchulsteuer von 15 Cents auszuschreibem zurückge wiesen. Auf seiner Farm an der Lodi Landstraße ungefähr 10 Meilen von der Stadt entfernt, starb Hy. Ech terhoff, ein bekannter deutscher Far mer unserer Gegend. Er war 62 Jahre alt und hatte seit ungefähr 3»5 Jahren hier gewohnt. Geftern morgen etwas nach neun Uhr fand an einer Stelle, un gefähr zwei Meilen vom Bahnhos entfernt; eine teilweise Entgleisung eines M.- K. Fr T. Zuges statt. Nic mand wurde verletzt und der an aerichtete Schaden war gering. Vetlangt Männer um das Bar biergefchäft zu lernen. Eine Armee un serer Ausgebildeten hat ihren eigenen Barbier-laden und diese erwarten wieder Gehäler von uns, da sie sonst nicht zu bekommen sind. Schreibt sogleich. Mo les Bat-der College, 820 West-Com merce Str. Jn der Nähe von Fabens sol len bewaffnete Mexikaner den Nio Grunde gekreuzt und »von texanis schein Gebiet Pferde und Sättel ge stohlen zu haben. Jn Chrystal City sind meh rere Geschäfte-häufen darunter das jenige von Carr Brothcrs abge brannt. W Bundesrichter Carpenter hat das Gefuch der Schlachthausbesitzer welche der Truftübertretung ange klagt sind, um Niederschlagung des Verfahrens und Entlassung der An geklagten zurückgewiesen. Jii-Jndianapolis hat der gro ße Dynamitprozesz begonnen. 45 An geklagte waren anwesend. Ein Gefuch, die« Klage fallen zn lassen, wurde zurückgewiefen. Die Ange klagten plaidierten ,,nicht schuldig«· Die Republikaner von Tennes see haben Gouverneur Hooper wie der als Kandidaten aufgestellt Präsident Taft hat dem Kon greß vorgeschlagen, eine SpezialsBe· willigung zu machen, um unserm Staat die. Unkosten, die er letztes Jahr durch den Dienst seiner Ran get am Rio Grunde gehabt hat, wie der zu ersetzen. Der Präsident hat dem Se nat die Ernennung des ,-«Midship mau« Harry Robert Bogusch aus Tean zum «Enfign« zugesandt. —300 Zapatistas haben die Stadt Salazar« dreißig Meilen von der Hauptstadt gelegen, ausgeplüns deri. Jm Ruhrgebiet haben.Zusam .menftösze zwischen Streikem und Polizisten stattgefunden Der schlimmste derartige Vorfall passierte wie es scheint, in Hamburg im Regierunggbezirk Düsseldorf Die Konserenzeii zwischen den Vertretern der Streiker, der Berg werksbefißer und der Regierung zu Feendigung des Kohlengräberstreiks oben in London-begonnen An Mütter nnd Jedermann. Jhr könnt Bucklen'g Arnica Salbe »anwenden, um Kinder von Eczema, Ausschlag, Schürfungen und Schwä "ren· zu heilen, sowie die häufigen IVerletzunIn-Schnitts und Brand wunden, uetschnngen etc-, mit per fekter Sicherheit Nichts heilt so E schnell. Für alle Geschwüre und Wunden giebt es nichts Besseres. 25c bei allen Apothekern Jn den Berichten aus Mexiko s ist bald von Aufständischen, bald von Räubern die Rede. Worin der Un tdrschied zwischen beiden besteht wird nicht gesagt fxvvyvvvsv" Seit 50 thun m mie Hansmittel gegen Unverdaulichseiy Betst-Munz Blut-Indiana I IWIIIIIII »Ist-sw Der Name IIIIIUUIII Inn w aai jedem Ist-et Greis Ase- sms Dis-etw. QHMMISCHXC PEMTMMIA Wks Mikallagiersomce W-— Jetzt lu- znnmer zu Mater-Gewinste ssn Ankona-, Texas Dct Fall Lampl. Groteske von K o r y T o w s k a. Fortsetzung von der 2. Seite-) gen Gatten und ihren zukünftigen Schwiegervater, und als zukünftigen Gatten seiner Stiestochter auf dag; Vermögen ihres zukünftigen Gatten als Bruders der durchgegangenen dritten Frau ihres geschiedenen Gatten und Schwiegersohnes seine-r eigenen Schwester und Sohnes der verstorbenen zweiten Frau der Mut ter seiner zukünftigen dritten Frau das heiszt der Mutter (man merkt, wie sein Geist sich verwirrt) s— Mutter Mntter, gieb mir die Sonne! (Csr starrt geistesabwesend vor sich hin.) Gerichtsdiener (tritt sihm besorgt näher): Herr Landesgerichtsrat ich glaube« der Herr Prakttkant Hebt Geivenster. Richter (wird ,anfmerksam): Mül ler, Mensch Sie werden doch nicht (C«r schüttelt ihn.) Ut-! Gotteswillen kommen Sie zu sich! Praktikant (blöde): Die Sonne! Die-Sonne! Richter (springt ans): Das ist Jhr Werk, Lampl! Dies Unheil wäl ze ich anf Jhr Gewissen! Angeklagter (ruhig): Jch weiß gar nichts, Euer Gnaden, als daß ich ein ehrbaren Mann bin, der we der gestohlen hat, noch brandgestif-· tet oder geniordet, und der ·ga: nicht versteht, was das Gericht von ihm will. Richter (sinkt mutlos auf einen Sessel): Lieber Herr! Jhnen das klar zu machen, ist· bei der Ueber lastung des Richterstandes in Eu lenhausen nicht möglich. Jhre Fa milienangelegenheiten» sind ein Weichselzopf, ein gordischer Knoten, ein Ragout; das in der Hölle ge kocht wurde, ein Gulasch, das nur der Satan verdauen kann. Aus Erden lebt Jhr Richter nicht, menschliches Gesetz kann Sie nicht strafen. Wir.haben heute noch 45 Verhandlungen. Jch richte an Sie das höfliche Ersuchenk gehen Sie! Sie sind freigesprochen! Nur gehen Sie, Lampl, gehen Sie! Angeklagter (will gehen.) Klägerin (springt dazwischen): Und die Erbschaft? Richter (in schäumender Wut): Was geht mich Jhre Erbschaft an? HoP Sie der Kuckuck- mitsarnmt Ih rer Erbschasti Jst das Gesetz dazu da, Jhre heillos verfitzten Familien verhältnisse auseinanderzuklauben? Hat der Richter die Pflicht, den Verstand darüber zu verlieren, wie Sie rnit sich selbst verwandt sind? Jhnen möchte ich dringend raten, das Urteil ruhig hinzunehmen Denn korrekt sind. Sie nicht vorge gangen. Sie gehören eigentlich ver die Geschworenen. Sie sind Jhre eigene Schwiegermutter! Und wer weiß, was noch! Bei Jhnen ist Al les möglich. Dringen Sie nicht tie ser in Jhre Verwandtschaftsgrade ein, Sie könnten ans nicht zu dul dende Zustände stoßen. Sie sind vielleicht Jhre eigene Mutterl O es giebt traurige Verhältnisses Las sen Sie sich daran genügen und ne hen Sie! Jch mein’s Jhnen gut. Zeugin (geht zerknirscht.) Angeklagter (ist1chon früher ver schwunden.) Richter (zum Praktikanten): chi jnnger Freund, wie geht’s? Praktikant (der sich inzwischen er holt hat): Danke gehorsamst, Herr Rath, etwas besser. Aber ich glaube-, ich werde sdoch lieber kondensierte Milch sabrizieren. Richter (seufzend): Jch wollte, ich hätte es auch getan. (Setzt sich an seinen Platz.) Der nächste Fall. Gerichtsdiener (geht hinauss. Praktikant (liiutet): Aber die Ge rechtigkeit, Herr Laridgcrichtsriit? Richter: Tata! Die Gerechtigkeit Was hat denn die mit dem Gericht zu tun?. Praktikant: Jch dachte, es niijre ein nnd dasselbe. Richter Jch dachte es auch ein« mal als Praktikant. Als Richter merkt man’s erst. Da sind verschie dene Dinge. Und da gewöhnt man sich den Uebereiser ab. Bei uns schon garl Gerichtsdiener (öfsnei die Türe, um den nächsten Fall varznlassen.) Der Vorhang fällt. Nennzelin Meilen per Sekunde ohne Konflikt, Ruck oder Störung, ist die gewaltige Bewegungsschnels ligkeit unserer Erde durch den Wel tenraum. Wir staunen über das Uhkwerk der Natur, gerade wie Die jcnigen, welche Dr. King’s Neue Le benspillen nehmen. Kein Leibweh kein Unbehagen, genau von der Wir kung, welche Gesundheit und Wolke sinden bringt. 25c bei allen Apo thekern. W Bist du allzu elastisch nnd springst du gar zu behend und erge ben um die Menschen herum, so kann es leicht vorkommen, dass du als Ball gebraucht wirst. —Jmpfe für ,,Blackleg« (Nauscl)· braut-) Postbestellungen erbeten. Eis-sitz Drng Co. Sau Antonio, Tex. i Senior und Lin-non »Nein-in von Janus v- Zo beltitz. (Fortsesznng.) Der alte Herr ließ zwar der Toch ter nicht übermäßig viel Zeit; er hielt kein Dienstmädchen, obwol ihm sein Einkommen das sehr gut gestattet hätte. Helene mußte die ganze Wirtschaft selbst besorgen Und da er im Hause ebenso scharf und genau war, wie im Kontor, so hatte sie sich tüchsig zu tummeln, wenn sie nicht wollte, daß er biss slge Bemerkungen machte. Aber sich selbst überlassen, wie sie rags über war, konnte sie- sich doch die Arbeit auch wieder einteilen, wie es ihr beliebte-. Und sie arbeitete lieber eine Stunde ununterbrochen wie eine Aufwartesrau, nin dann die nächste ganz für sich und ihre Gedanken zu haben, die gern, wie sie selbst, spazieren gingen. Sobald sie daher draußen einet Grosselpsiff hörte, kam sie regelmä ßig, aber stets- wie zufällig, aus ihrem Käfig hervor. Und dann war, auch immer ganz zufällig, Bo kiguuch Uclsch Ull CIULJU lulu Euch mit der Nase iiber die Hecke. Und diese Nase, lang und spitz, wie sie war, dünkte Helene Sturm ganz ungewöhnlich geeignet, unt den ,,dnmmen Jungen« daran herumzu fiihren Sie machte sich eigentlich blutwenig aus ihm, aber sie litt nu der Krankheit chronischer Lange weile, und es war ihr eine ver gniigliche Abwechslung, ihn zunibei sten zu haben. Die überschlanke Gestalt, die noch ein wenig an ein junges Fiillen erinnerte, hochgereckt, stand er auch heute wieder im Kahn, der unter seinen unruhigeu Füßen hin-— und herschwankte Drüben hinter der Hecke, hatte Lene Sturm Aufstellung genommen, dassztrause Haar un ter einem dunkelroten Baschlik halb verborgen, um die schmalen Schul tern ein in der Eile nncgeumrsei nes Tuch, unter dem sie frösteln die Hände barg. »Nun also? Was soll’s eigentlich Herr Ferno?« meinte sie spöttisch »Vesouders einladend ist das Wet( ter zu. einem Zwiegespräch im Freien nicht, Herr «Fe1«no, zumal wenn der Gegeupart so wenig nu terhaltend ist wie Sie, Herr Fer Mnol« Das- ,,Herr Ferno zog siel jedesmal so lang, als ob sie daniii sagen.wollte: ,,’s ist eigentlich liii cherlich, solch’ einen griinen Bur schen als Herrn zu titulieren.« i »Aber Lenchen »Wenn Sie sich noch einmal un terstehen,! mich bei meinem Vor-na men zu nennen, so sollen Sie Evas erleben, Herr Fernol« »Aber Fräulein Sturm, was ha— be ich denn verschuldet, daß Sie gar se unfreundlich zu mir sind? Bin ich denn nicht Jhr treuester Ritters Oder glauben Sie, mich friert et wa nicht?« Sie lachte. »Wenn Sie es hier zu kalt finden, rate ich Jhnen drin gend, sofort wieder in’s Kontor. zu gehen. Schäfer kachelt doch meist gut ein, und Papa macht sich sicher noch ein Extravergnügeu daraus-, Jhnen etwas einzuheizeu.« ,,Pal)!-«, machte BogniniL »Mit Jhrem Herrn Papa, Fräulein .Sturm. werde ich schon ·fertig.« »Besser als mit der Tochter Was? Das wollten Sie doch sagen. «Ja, Herr Ferne, ich will Jhnen aber auch etwas sagen: wer mit mir Kir schen essen will, der niusz sich ou ders betragen, als ein« gewisser je s mand.« »Aber Lenchcn T Sie wars den Kopf lioch und i machte kurz kehrt. i »Fräulein-Sturm!« verbesserte er i sich schnell. »Gnädige.s eFräulein gnädigstes Fräulein! Was habe ich denn nnn schon wieder verbrochen?' E »Erstens: Sie haben mich schon wieder bei meinem Vornainen ge ;nannt,« entgegnete sie und wandte sich zurück. »Zweiteus: Sie sind furchtbar"·langweilig. Drittens-: Sie haben wieder den Hut auf, den ich durchaus nicht leiden kann i ,,Soll ich ihn vielleicht iirs Was i ser werfen, Fräulein Sturm?« Sie lachte und nickte: »Das ioiir" das Klügste, was Sie tun könnten Herr Ferne. Er sieht Jluien gar nicht« Boguinil hatte den,rnnoen Fiiz schon in der Hand. Einen Angen hlick betrachtete er ihn noch wehmü tig, dann schleuderte er ihn wirk. lich kurz entschlossen in den Fluß. Jst’s so recht, Fräulein Sturm?« «Nein!« meinte sie kurz. »Sie ha ben sich nur wieder einmal lächer lich gemacht Aber das steht Ihnen freilich am natiirlichsten, Herr Ferna besser, als der schöne Hut es at.« Der Windbeutel, der aus dem Kontor stets mit der Zunge vor weg war, schnitt ein jämmerliches Gesicht. Der Wind strich scharf von Osten her und trieb ihm die lan gen blonden Haare in die Stirn. »Jhnen kann man auch nie etwa-J recht machen, Fräulein Sturm nie nie!« klagte er kummervoll. »Und ich möchte es doch so gern tun» Wenn Sie mir befohlen wür den: spring in’s Wasser! ich tät’s sofort! Wahrhaftig! Auf Ehre!« »Das wäre auch was Rechtes, Herr Fernoi Sie schwimmen ja wie ein Fisch. Und das ist wieder kein Wunder, denn wenn ich Sie i so von der Seite betrachtete, sehen Sie ja ganz aus wie eine Plätze« Jm Punkte seiner körperlichen Schönheit war Bogumil höchst selbst bewußt. Er fchluckte zum höchsten Vergnügen des tollen Mädchens ei ne Weile, um schließlich herauszu platzen: »Das hat mir aber noch niemand gesagt, Fräulein Sturm!« »Dann bin ich eben die erste, die diese frappante Aehnlichkeit rich tig erkennt. Uebrigens ist Jhr Siindenregister noch nicht zu Ende. Herr Fernoi Jch habe Sie doch be auftragt, mir genau mitzuteilen warum Herr Baumgart Herr Max Baumgart in der letzten Zeit so arg misgeftimmt ist! Was hat’s denn wieder in der Fabrik ge geben?« »Das sind aber Geschiiftsgeheiins nisse, Fräulein Sturm!« »So Guten Morgen, Herr Ferno!« Sie kehrte dein blonden Jüngling den'Riicken und schritt mit dein ihr eigenen wiegenden Gang dein Hause zu. ,,Erlauben Sie, Fräulein Sturm,« rief er lebhaft. »Ich meinte jri nur so ich weiß ja auch wirklich nichts Genaue »Das letztere kann ich mir den ken.« Fortsetzung solgU W Anzzriff aufs Leben zurückgetviescti. »Vor fünf Jahren erklärten zwei Aerzte, ich hätte nur noch zwei-Jahre zn leben.« So erzählte Stillman Circen, Malchite, Col. »Sie behaup teten, ich würde an Schwindsncist sterben. Jch mußte also ein gutes Mittel haben undz versuchte Tr. K"ing’s New Discovery. Jch tat gut daran, denn ich arbeite heute und das Mittel hat dem Grab ein Opfer entrissen.« Es ist unsinnig, an Hu sten, Erkältungen, Hals-s und Lim genkrankheiten zu leiden. Macht die sicherfte Kur-. Preis 50c und 81.00. Probeflasche frei in allen Avotheken x Unter Freundinnen »Bei meinen Freundinnen list mein neues Kleid viel Staub-aufge wirbelt.« »Na, dann würde ich doch einfach die Schleppe abschneiden.« -—-—-0.0 ,,Lone Star« als Medizin. Freund, Du darfst d’rnm nicht verzagen! Weil jetzt etwas schwach dein Kind! Korn-nd laß Dir ein Mittel sagen, Das solch’ Leiden heilt geschwind. Sieh, wie stand in erster Blüte Unser einziges Töchterlein; War sie zart, doch nimmermiide, Recht-des Hauses Sonnenschein. Nosia, waren ihre Wangen; Leicht nnd fröhlich stets ihr Sinn; Doch auf einmal, fah mit Bangen« Ich den Frohsinn schwinden hin. Mutter nmrden ilsre Angen; Und der Wangen-Rot erblich; Ia, was sollt mais da gebrauchen? So befragt ich ernstlich mich. Kann ein Arzt sie wol kurieren? Dachte ich, ——Doch da laws mir: Nein, ich denke wir probierenx Erst einmal das Lone Stat Bier. Und des edlen Tranles Kräfte, Stärkend bald ihr Blut durchziehen Die erfrifchten toten Säfte Liefgen bald fie""neu erblühein Nun, mein Freund, ietzt fei beflissen, Ohne Zögern gel1’ von hier Laß Dein Tschtetlein nicht missen Länger mehr das Lone Star stet 1056 Stiiclce 10c per Stärk. s- itt poppelguß Smallliers Maske. Zum Berlan diese ganze Woche. Der gtsfite Bargaim des je in Sau Ante-sie offeriert wurde. Bestehend aus: Tiefe Backpfatmen mit Doppelgtiffem 3. Quart nnd 5 Quart steitrandige Saueeinannen. 6 Quart Puddingitssannem 4 Quart »Mit-ins Bewls«. Emailliette «Cnspidots«. 6-Löcher Bisauit-Pfannett. lsQuart Becher mit Deckel. Tiefe Brodpfannen. Große Bratpfannen. 1-O.uart Maß, markiert. Grase Wasch-Schüsseln. Windsor Becher mit Stiel. Einerlei wo Ihr wohnt, dieser Bee tan ist Eurer Beteiligung wett. Im werdet es nicht bereuen. 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