Freie Presse Für Texas (San Antonio, Tex.)
November 18, 1908

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M Die Tät-ach- i stle Presse ius- Teias erscheint mit Ausnahme des l Sonntags und kostet 88 00 für 0 i Jahr coe- o1i. oo tät s Inan- t-. il DMEE IMM- M M Jahrgang 44 Tägliche Ausgabe. Die Wöcheatliche Freie Presse suec Texas erscheint jeden Mittwoch und kost et E 82.00 für das Jahr. Sau Antoniu, Mittwoch den «l8. November l908. Nummer 8087. Bnutes Allerlei aus Deutschland Auf noch nnerklärte Weise ist der in Begleitung seiner Gattin aan Monte Carlo in Berlin eingetroffene Ernst Aschmann, ein Sohn des Kon tre Adniirals z. D. Ernst Ascan ann, von dort verschwunden Dei LZiLiii rige Ernst Aschmann hatte sich vsn ei nigen Monaten gegen den Willen sei nes Vaters mit einer geschiedeiien Frau Oberlieutenant Boettichei ans Königsberg vermählt Die junge Frau, die dem Gatten ein Bauwer mögen von 60 000 Mark mit in die Ehe brachte, machte in Begleitung ih res Ehemannes die Hochzeit-steife nach Monte Carlo. Das junge Paar lebte dort auf großem Fuße und kehrte nachdem es seine Mittel naher völlig aufgebraucht hatte, nach Berlin zu rück, wo es in einer Hotelpension in der Kurfiirstenstraße abstieg. Am Zo. September nun wurde der junge Ene mann von seinem Bruder, dein Kand. jur. Aschmann, zu einein Rendezvons an die Ecke der Augsburger und Lu ther Straße bestellt, wohin er sich auch begab Von diesem Rendezvous ist Ernst Aschmann nicht mehr zurückge kehrt. Alle Nachforschungen, die sei ne in der Pension mittellos zurückge bliebene Gattin nach ihm anstellte, sind bisher erfolglos geblieben. Eii mit Ermittelungen beauftragtes De tektiv Bureau konnte lediglich fest stellen, daß-sich der Gesuchte nicht in Yerun aushalt. Sein Bruder, der ihn zuletzt gesehen, konnte auf eine an ihn ergangene Anfrage gleichfalls kei ne Auskunft über den Verbleib des Vermiszten geben. Aus Weilburg, Nassau, wird geschrieben: Vor einem in Tour-i stenkreisen wohlbekannten Gasthause Weilburgs hielt kürzlich ein glänzend karrossiertes AutomobiL dem ein ele gant gekleidetes Paar entstieg. Die Fremden ließen in dem Gasthofe ei nen großen Schließkorb niederstellen, mit dem Bemerken, daß er in kurzer Zeit wieder abgeholt werde. Inzwi schen verging eine Stunde und noch eine Stunde, das Paar erschien nicht; in dem Schließkorb aber liesz sich ein» verdächtiges Geräusch und bald da-; ran eine Kinderstimme vernehmen." Der Wirt öffnete darauf erschreckt den Korb; er war bis über die Hälfte mit Kinderwäsche gefälli, und darauf lag ein lächelndes Knäblein in eleganter Kleidung! Der Wirt machte dem Bürgermeister von dem Funde Mit teilung und dieser ließ durch die Qrts-’ schelle bekannt machen, daß derjenige-J der das gesunde Kind annehmen wol-I le, sich melden möge. Eine unbemitsI telte Frau erklärte sich daraufhin be-( reit, das Kind anzunehmen. Als sie den Findling in die Höhe hol-, kam est-·l einer s neuen Ueberraschung; am galse hingen in seidener Hülle wohl vTerpackt 20,00««0 Mark in Papier-, tnit einem Briefe, in dem zu lesen stand, daß diese Summe demjenigen gehört-, der das Kind ausziehen wolle. Die folgende sehr hübsche Alt hosssAnekdote wird dem »V. T." mit geteilt: Althofs, der häufig darüber jammerte, daß er den ganzen Tag Eins Hultusminifterium tätig sei, wäh eztd seine Näte es mit dem Nachhausei gehen stets etwas eilig hätten, hatte es besonders auf seine jungen Eilig Weiter« abgesehen. Einer dieser Zilfsarbeiter packte einmal so gegens C Uhr nachmittags eilig feine siebeni Sachen zusammen, als Althoff noch mit einem großen Paket ins Zimmer trat. »Hier, diese Akten, Herr Kol let-A miisstm not-b beni- dnrkbnpnrbpis tjt werden. Bitte, nehmen Sie sie mit nach Haus und machen Sie die Sache dort ab! Alles Notwendige sin den-Sie, wenn Sie das Paket öffners.« »Aber, Herr Muisterialdirektor« suchte der Hilfsarbeiter einzuwenden »gerade heute ist es mir sehr un angenehmx Jch habe einige Freunde zum Besuch. Wäre nicht bis morgen Zeit?« »Nein,« herrschte Althoff ihn an »die Sache duldet keinen Anf srßub Jch sage es Jhnen noch ein wah Sie nehmen das Paket mit nach Hause nnd arbeiten den Stoff noch heute ans.« Wütend ergriff der Wermfte der gerade seinen Geburts tcig hatte feiern wollen, Stock, Hut und das Unglückspaket Zu Hauss angelangt, öffnete er das Paket vol— let Zorn, Um diese so hochwichtige An «g«elegenheit kennen zu lernen do fand er, statt der vermutet-en Papier-c, eine Nußtotte und einen Zettel von Althofst «Lassen Sie sichUI gut schmeckenl« Die seltene Feier des 7()jähri gen Dienstjubiläums beging am 1. November Oberstleutnant z. D, Zi mon in Eberswalde. Zu Danzig 1821 geboren, trat er 1838 in das 19. Jnfanterie Regiment zu Brom bexa ein. Als Lieutenant in diesem Regiment wurde er im polnischen Ausstande in der Provinz Pofen ver wundet. Nach seiner Versetzung in das 37. Jnfanterie Regiment noch Luxemburg wurde er 1852——-55 un die Kriegsakadeniie kommandiert 1855 zum Premierlieutenant beför dert unter Versetzung in das Fjisilier Regiment No. 40, nahm csr als Kom ipagniechef am mieae 18l)(; niit An: ’zeichnnng nnd alJ Bataillonjikonk niandeur am Feldznge 1870 teil. Ja der Schlacht bei Zpichern wurde er mehrfach sclnoer verwundet so daß er trotz mehr-jährigen Urlaule 1872 sich znr Disposition stellen liei;. Er besitzt n. a. dass Eiserne Kreuz« Münchens alte-Es s«·iii11stlercafe, das Cafe Maiimilian wo Wagner Viilow, Levi, Vogl, Niichlmui, Men zel, Jbsen Staninigäste waren nnd den Fremden gezeigt wurden, hat am 1. Oktober aufgehört zu existieren Der Wiener Großbraner Dreher, der es später übernahm, bat es solange als möglich gehalten. Allein nieder der etwas höhere Bierpreis, noch dass Dreherbriiu selbst waren dein Mün chener Geschmack innndgerecht, und so ging das case Maximilian, einst eine Goldgrube und ehemals Münchens elegantestes und vornehmstes Lokal dieser Art, ein. Es soll von Grund aus tungestaltet werden, um dann als Conditorei und Case, als eine Art Münchener Josty, zu neuem Leben zu erwachen. Dem Erbauer des Hermanns Denkmal-s auf der Grotenburg bei -Dettnold, Ernst v. BandeL soll nun sein Denkmal errichtet werden, das Saus einer Freitreppe an der westli ichen Seite des Berges und einer halb ikreisförmigen Bank aus Stein, die idie Treppe abschließt, bestehen foll. lJn der Mitte der Bank wird das Re lief Bandels in Vronze angebracht, swährendeie Seitenteile der Bank UUU Ulc DLZPUC luclsuctlsuj UUVUEIUUH tet werden. Der Sandstein hierzu soll aus dem Steinbruche genommen werden, der auch das Material zu dem Unterbau des Hermannsdenks mals geliefert hat. Das Projekt wird von dem Diisseldorser Künstler Pro fessor Kreis ausgeführt werden. Das Bronzerelief Ernst v. Bandels soll der Dresdener Bildhauer Professor Ru ldolf Hölbe anfertigen. Die Kosten für das Denkmal werden aus 24,000 M. geschützt; bis jetzt sind annähernd 12,000 M· aus freiwilligen Gaben zusammengeflossen. Jhr 104. Lebensjahr vollen dete dieser Tage die in Dessau im Hause ihres Sohnes, des Pfarrers einer. Benno v. Kiigelgen lebende Frau Julie v. Kügelgen, geb. Krum macher, die Wittwe des anhaltsbern burgischen Kammerherrn und Hofma lers Wilhelm v. Kiigelgen Das Be finden der Greisin hat sich im Laufe des letzten Jahres wenig verändert. Zwar ist sie nicht mehr im Stande, sich ohne Hilfe im Zimmer zu be e gen, aber die Geisteskräfte sind unge mindert und gestatten ihr, noch täglich ohne Anstrengung ihre Zeitung zu le sen. Jhre Augen sind noch nicht dun kel est-worden« und ihre Frische ist noch nicht gewichen. Mit freundlich lä chelndem Antlitz saß sie im Lehnstuhl und empfing die zahlreichen Gratnla tionen. Der friedliche Lebensabend der Greisin bildet die Krönung einer auch an Schicksalsschlägen reichen Ver gangenheit Jm Jahre 1866 ging eins Sohn von ihr, der kurz vor sei ner Verheiratung stand, als Haupt mann in’s Feld und fiel bei König grätz. Ein Jahr später wurde Frau Kügelgen Witwe. Bald daraus wur de ihr eine Tochter in der Blüte der Jahre durch einen Unglücksfall ent rissen; die junge Dame verbrannte, als sie Vorbereitungen zum Besuche eines Hofballes traf z Das größte Schulhaus Deutsch fonds Hof-ibi- iobf VII-darf dnä Hin-lieb ssein neues 72klassiges Volksschulge bäude in der Boddinstrasze einweihte und der Benutzung übergab. Das Schulhaus übertrifft das bisher größ te deutsche Schulhaus, das in Vorha gen Rummelsburg, noch um zwei Klassen. Es stellt einen gewaltigen Gebäudekomplex dar, der in der äu ßeren architektonischen Ausgestaltung der Baulicljkeiten gefällig angeord net und gegliedert ist. Die innere Einrichtung u. Ausstattung sind vor nehm nnd zweckmäßig gehalten Die Mauern der Korridore und die der einzelnen Schulzimmer zieren künstle rische Wandbilder. Dazu ist das Rie fenschulhaus mit allen modernen schultechnischen Errungenschaften Brausebädern, Terrazofußbödeu,.3eni tralbeizung usw. versehen. Der Ban Hat 950,000 Mark gekostet und ist im Laufe von fiinf Jahren errichtet wor den. Erbauer ist der Rirdoriei Stadtbaurat Kiehl Einlnstigesz Begräbnis hat sich unlängst im Dorfe Vreiteubach bei Zeitz abgespielt. Es war dort ein vermögender Junggeselle gestorben, der seinen Besitz zum größten Teil fiir wohltätige Zwecke bestimmt hatte Für sein Begräbnis hatte er liefen ders I--00() Mark ausgesetzt Daiiir mußten beim Leichenbegiingni—:-, ab wechselnd mehrere Elliusiktapellen nnd Gesangvereine, die ini ginge inni schierten, ihre Weisen znin Vortran bringen. Nach dem Begräbnis liegcii sich Alt nnd Jung znni Torfgaftliok wo alle Teilnelnner ani Kosten des Begrabenen lieniirtet wurden, dii Männer mit Vier, die Frauen nnk Mädchen mit Climnvngnerweisze Di Illiufikkrwellen aber spielten fleißig zum Tanze auf, der die Traum-ver sammlnng bis zum frühen Morgen vereinigte. Aus Teschen in Beste-weich Schlesien schreibt man: Dieser Tage stiesz man bei dem benachbarten Dörf chen Baumgarten bei einer Tiefliun rnng auf Kohle in eine· Tiefe von 1320 Fuß auf eine Riesenhöhle, die angefüllt war mit verdichteten Gasen (Kohlensäure), die mit gewaltigem Geräusch, Pfeifen und Sausen aus dem großenteils zerstörten Bohrtnrni entweichen Das Geräusch ist zwei Stunden weit hörbar und durchaus kein Ol)renschmaus. Tagtäglich uni stehen Tausende von Neugierigen den fürchterlich pfeifenden, schnarrenden, knirschenden, fausenden Bohrtur11:. Darüber lagert in einer Höhe von 330 Fuß eine Dampfwolke Die Dorfleute sind troftlos über das ne waltige Geräusch, das Tag und Nacht andauert, und glauben, zur Abwan derung genötigt zu sein, wenn die merkwürdige Naturerscheinung nicht bald aufhören sollte. Selbstmord unter sonderbaren Umständen. Unter sonderbaren Um ständen verübte im Dorfe Elsnigk bei Dessau der älteste, 83jährige Einwoh ner des Ortes, der Privatmann Chri stoph Hermann, Selbstmord Der alte Mann hatte die Bibel ausgeschla gen, auf den Tisch gelegt, und seine Absicht, aus dem Leben zu scheiden, in Versen ausgedrückt Vorher hatte er beim Ortstischlermeister seinen Sarg bestellt und bezahlt. Auch diese Tatsache teilte er seinen Angehörigen in Versen mit; ebenso den Wunsch daß ihn die Maurer gegen zwei Mark Entschädigung pro Mann begraben »sollten· Nachdem er also fein Hans bestellt, erhängte sich der alte Mann am Tiirhaken seiner Wohnung Ein Einbruch und Kassenraub war im Sommer 1905 bei der Firma Gebr. Schmidt in Lommatzfch verübt worden. Etwa ein Jahr später kam der Sohn eines Arbeiters der genann ten Firma, der Schlosserlehrling O. Zimmermann in Verdacht, diese schwere Straftat verübt zu haben. Er war betroffen worden, wie er eine Cigartte sich rechtswidrig angeeignet hatte. Jm polizeilichen Verhör sagte man ihm auf den Kopf zu, daß er auch der Täter jenes, damals noch immer nicht aufgeklärten Einbrrichs diebstahls gewesen sei. Und der inn ge Mensch gestand diese Tat zu. Nach Jahr und Tag hat sich nun, wie der ,,Lomm. Anzeiger« berichtet, heran-s gestellt, daß er das betreffende Ge ständniß wider die Wahrheit aus Angst vor der Polizei abgelegt gehabt hat. Er hat auf das Geständnisz hin eine fünfmonatige Gefängnißstrafe für den Einbruchsdiebstahl erhalten, außerdem einen Monat für die Ge nußmittclentwendung, da ein jugend licher Einbrecher natürlich der sonst in solchen Fällen geübten milden Praxis des Verweises nicht teilhaftig werden konnte. Heute nun steht, dank den Bemühungen des von einer Tante Z.’s hierum angegangenen Rechtsan waltes Behrens in Dresden fest, daß zwei reisende Einbrecher, Namens Leonhardt, die Tat verübt haben wegen der Z. verurteilt worden ist. Bereits wurde auf den Antrag des erwähnten Rechtsanwalts vom Dres dener Landgericht die Wiederaufnah me des Verfahrens in Sachen des jungen Z. angeordnet. Die abgehal tenen Verhöre haben zur Evidenz ge "geben, daß Zimmermann seinerzeit sein Geständniß nicht ganz freiwillig gemacht hat. Aus Heinzendors bei Guhrau i. Schl. wird gemeldet: Eine dem Tischlermeister W. Günther gebörige sehr wertvolle Kuh verschluckte eine im Hofe liegende Kohlriibe und war in Gefahr zu ersticken. Telephonische Nachricht nach einem Tierarzt liatie keinen Erfolg, da keiner der Aerzte zu Hause war. Nachdem verschiedene Leute zu Rate gezogen, denen es aber nicht gelang, die Rübe weder vor-s noch rückwärts zu bringen, blieb wei ter nichts übrig, als das in höchster Lebensgefahr schwebende Tier zu. schlachten. Der Fleischer war bald zur Stelle, jedoch bemühte man sich vergebens, dem schon öfter durch Un fälle schwer geschädigten Besitzer die Kuh zu erhalten. Alle Vorbereitun gen waren getrossen, schon blitzte dag Messer, aber immer noch zögerte der Fleischer, da kam im letzten Moment der Retter in der Not. Der Bauern gutsbesitzer Robert Kühn hatte durch seine Kinder Kenntniß von dem Vor sall erhalten, eilte herbei und sal) die bedrängte Lage. Mit einem Kot-ken zieber brachte er in wenigen Minuten die in dem Schlund der Klub sitz-Judi Riibe lzum Vorschein; darauf konnte das Tier wieder dem Stalle zugeführt werden« -—s- Ein Millionen Erbschaftsslreit, der mit seinem Beginn bis in dass bo rige Jahrhundert zuriickreicht, und Angehörige der verschiedensten Ge sellschaftsklasseu berührt, wird nach ueunjähriger Pause neuerlich die Ge richte beschäftigen Die Angelegen beit unterscheidet sich von den üblichen Millimienerbschafts Afsniren da durch, daß sie nicht wie diese ihren Ursprung in irgend einem exotischen Lande, sondern in der Mark Bran denburg hat. Eis handelt sich um den Nachlaß der Witwe Karoline Leh mann, der in Liegenichaften bei Lie benan und in einem großen Paar-ver mögen bestehts Der Tatbestand ist solgenderz Am 4. Januar 1868 starb in Liibbenau die Witwe Karo line Lehmann, ohne Leibeserben zu hinterlassen. Es wurde ein Aufgebot nach den eventuellen Erben hinterlas sen. Diejenigen, welche sich meldeten, konnten jedoch ihre Ansprüche nicht genügend legitimieren So wurde durch ein Urteil des Kreisgerichts Lübbenau vom 28. Mai 1869 der Ge sammtnachlaß dem preußischen Fis kus zugesprochen Damit war die Affaire jedoch nicht erledigt. Auch weiterhin trat eine Reihe von Perso nen mit Ansprüchen an den Nachlaß hervor. Es bildete sich ein wahrer Rattenkönig von Prozessen, so daß sich bald eine ganze Aktenbibliothet bildete. Aus ihrem Jnhalt ging hervor, daß die Erblasferin zwischen den Jahren 1794 und 1802 als nn eheliche Tochter eines in Dahne wohnhaft gewesenen Pferdehändlers Anderson geboren wurde und zwar in oder um Berlin. Wer die Mutter ge wesen, ließ sich nicht mit Bestimmtheit feststellen, wahrscheinlich war es eine unverehelichte Dorothea Louise Lehm nFnlIs Zu Vor-Zins n .h minsn Onsnn-. pfuhl hat sich später-, also nach der Geburt des unehelichen Kindes, mit dem Weber Hedderich in Köpenick ver heiratet nnd dieser Eehe entsprossen inehrere Kinder-, die gleichfalls mit Ansprüchen an den Lehtna1m’schen Nachlaß herantraten. Aber auch diese wurden zin«iickgewiesen, da in Liibben an imGegensatz zu der übrigen Mark-, in der in Erbschafts- und Familienso hen die »constitntion Joachimicia« Intscheidet, das preußische Landrecht gilt, demzufolge uneheliche Kinder nur mit ihrer in diesem Falle ver storbenen s— Mutter verwandt sind. Die Erblasserin hatte im Jahre 1818 Ien Pachtinhaber Winhard, den-Stief sIrnder des bekannten Generals von thern, und nach dem Tod dieses er Tten Gatten den Kaufmann Johann Martin Lehmann in Liibbenau gehei catet Auch dieser verstarb und zwar m Jahre 1867. Beide Ehemänner Varen sehr vermögend und während Ier erstere zu Gunsten seiner Ehefran nit der Bedingung testierte, daß nach Deren Ableben das hinterbliebene Ver-— nögen an seine Seitenberwandten iach denc Grade der Verwandtschaft übergehen solle, hat der letztere in ei ier letztwilligen Verfügung seine Wit oe znr Universalerbin seines ganzen dedeutenden Vermögens eingesetzt. Unter den sehr zahlreichen vermeint ichen Erben, denen es nicht gelat-g, hre Erbberechtigung nachzuweisen, befanden sich auch welche, die nicht trikte abzuweisen waren. Die Listc Dieser wies eine sonderbare Zusam nenstellung auf. Es war da ein Schornsteinfegergeselle, ein Ritter ;utsbesitzer, ein Taglöhner, ein Gene rallieutenanh ein Journalist, ein Droschkenkutscher, ein Holzhändler, Pine Tischlerswittwe und ein Monter neister. Auch ein Apothekenbesitzer ins Altona ist vor neun Jahren klag dar geworden. Er wurde jedoch abs zewiesen, weil das Hauptdokument Der Erblasserin, der Geburtsscheinx nicht ermittelt werden konnte. Jetzt :rst, nach so vielen Jahren, ist, dank Den angestellten fortgesetzten Bemü hungen mehrerer Erbbeteiligten, die Geburtsurkunde gefunden worden. Der Erbschastsprozeß, der nun so lange geruht hat wird also neuer dings aufleben und wie die Erben Hoffen, mit einem besseren Erfolge en den, als früher. W Anstatt-« Kaiser Wilhelm ift nach Berlin zurückgekehrt und hat im Neuen Pa lais zu Potsdam eine mehrstündige Unterredung mit dem Reichskanzler gehabt Es- ift zwischen Beiden zu ei nem vollständigen Verständniß ge kommen. Der Kaiser hat seine Zu stimmung zu der Veröffentlichung einer Erklärung im »Reichsanzeiaer« gegeben, daß er sich künftighin jedem selbständigen Eingreifens in die Poli tik enthalten und nur durch den Reichskanzler aus sie einwirken werde. Der Reichskanzler wird im Amt blei ben. Gleich nach der Unterredung mit dem Kaiser hielt Fürst Bülow eine Sitzung des preußischen Ministe riutnsJ ab und darauf hatte er eine längere llnterredung mit dem Für sten Stolberg, dem Präsidenten des Reichstag-T Der Staatssekretär des Innern teilte den Mitgliedern des Vundecirath die Abmachungen zwi schen siaiser nnd Reichskanzler mit. Bei der Station Miihll)eini, zwischen Frankfurt a. M. und Hanau bat man DynaniitsPatronen nahe dem Bahngeleiie gesunden. Man glaubt, daß ein Attentat auf den Babnzua des- Kaisers beabsichtigt war. Nach AUSW uncl zucueck SZJO Zum Vettan am 25. und 26. Nov LZ c.dl. Schnellste Reife nach dem Norden nnd Offen. Fährt hier heute um 1 05 mittags ab Kommt in St. Louis morgen um 7.58 abends an. Speise-, Schlaf- und Obst-various Wagen suf dein ganzen Wege. J. W. Mey, P. Z-. T. A. City Office 122 Alamo Plaza. Eisenbahn-Fährman. J. F- G. N. Bahn. 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So heiß, wie man die Snvpe kocht Wird sie nicht ausgeaessem Und auch den Zeitungslesee freut Es, daß die Zeit vorüber-, Weil er das—Wahlgefchimpfe scheut, Doch meist schlag er es über. So kommt denn alles toieder nun In die- gewohnten Gleise Ein Jeder richtet sich sein Tun Ein nach der alten Weise. Und wenn uns etwas nicht gefällt In den modernen Sachen, Man kann nicht Jedem in der Welt Es immer richtig machen. Wir wollen nicht mit Wem Blut Die Laune uns verderben, Uns lieber wieder frischen Mut Beim Lone Star Bier erwerben. Und Alles strahlt im Refenschein, Die Sorge muss versinten, Wenn wir im fröhlichen Verein Das gute L o n e S t a r trinken· D’kum weg mit Grillen, sagen wir Und and’ren faulen Sachen, WirwollenbeidetnLoneStarBier Gemütlich sein und lachen! 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November 1908. nkorod at the Post Otljee at Sau Anto ni0. Texas. as second als-es matten Die »Freie Presse für Texas-« hat vIIk asen deutsch-texanischcn Zeitungen die größte AbounentensahL Die einzige täglich erschei nendedeutschcscitnngin Texas. ei Znuberlchrling Huukoregsfe von Reinhold Ort1nann. Wie sich dasj- Wuuderbare ereignen konnte, wünschen die Herrschaften zu wissean Ja, das ist eine höchst selt same und im eigentlichen Sinne dec« Wortes tragikomische Geschichte. Der kleine, dicke Assessor V. Ristow hatte es mit drolliger Feierlichleit auf den Ansturm der ihn umschin renden Fragen erwidert. Und unn, daer von allen Seiten bedrängt wur de, seine tragikomische Geschichte zum Besten zu geben, lehnte er sich behag lich in den bequemen Ledersessel .in riick und ließ seine gutmütigen, hell blauen Augen unter schelmischeiu Blinzeln von einem zum andern man-· dem Hier ini Klub hatten ihn alle gern, die Gelegenheit gehabt hatten-, seine liebenswürdigen Karaktereigeni schaften kennen zu lernen. Die Fer nerstehenden freilich hielten ihn für etwas beschränkt und siir unbeholfe? ner, als es einem wohlerzogenen jun gen Manne gestattet ist. Von feiner Zerstreutheit abeir wußte man sich seit langem eine Fülle der ergötzlichsicn Beispiele zu erzählen Und schon die Einleitung se nach der vorausgeschickten groß us Neuigkeit mit Ungeduld erwarteten Geschichte bewies, wie gut erselluxr seine kleinen Schwächen kannte ,Es steht geschrieben, daß dem Ge rechten alle Dinge zum Besten dienen Freie Presse für Texas«." selbst seine Fehler und Gebrochen Wer von Euch daran zweifeln sollte, Herrschaften, der lasse sich durch mein Beispiel beschämen Denn esi ist nun mal eine unleugbare Tatsache, daß ich durch meine beinahe schon pathe logische Zerstreutheit und durch meine knabenhaste Schüchternheit im Ver kehr mit dem schönen Geschlecht ein geradezu pyramidales Glück gemacht habe. Und das ging so zu. Saß ich da vor beiläufig vierzehn Tagen in melancholischster Stimmung auf einer Bank an der Strandpromenade von H» an mir selbst wie an der ganzen Welt Verzweifelnd Ueberflüssig hin zuzufügen, daß eine hoffnungslose Verliebtheit die Ursache meines Welt schmerzes war. Frau Carla von Salderu, die reizendste junge Witwe der Erde, hatte mir’s angetan, und die Gewißheit, daß ich ohne sie nicht mehr leben könne, war in meiner Seele ebenso fest gegründet wie die Gewißheit, daß ich nie und nimmer den Mut aufbringen würde, ihr mündlich oder schriftlich meine lächer liche Persönlichkeit als Begleiter durch das irdische Dasein anzubieten. Ver sagte mir doch vor lauter Befangen heit in ihrer holden Gegenwart die Sprache regelmäßig in solchem Maße, daß sie mich nach meiner ehrlichen Ue berzeugung fiir den einfältigsten Trottel unter Gottes Sonne halten mußte. llnd glaubte ich doch bemerkt zu haben, daß sie sich schon mehr als einmal, wenn auch in der liebenswür digsten Weise, über mich lustig ge macht habe. Jch war also an besag tem Nachmittag eben auf dem Punk te, meinen Beitritt zu irgend einem anständigen Selbstmörderklub in Er wiigung zu ziehen, als ich mich mit dem Ausdruck freudigster Ueberra schung bei meinem Namen angeredet hörte. Vor mir stand ein sehr ele ganter Herr an dessen Gesicht ich mich nicht sogleich erinnern konnte. Ta: außerordentliche Vergnügen aber, das er über die unerhosste Begegnung an den Tag legte, ließ mich nicht da knn Zhwiføln hnfz etc-( irr-and oin imp gessener Bekannter mit anpalisicly ten sei. Jch war also ein bischen re serviert,- aber als er mir seinen Na men genannt hatte, schämte ich mich Dieser egoistischen Vorsicht. Denn er entpuppte sich als ein Studiengenosfe, dessen Talent-en in der Kunst der Un terhaltung ich vor Jahren unzählige vergnügte Stunden zu danken ge habt. Später hatte ich freilich mal irgendwo gehört, daß er ganz ver sumpst nnd verbutnmelt sei. Nun aberwar mir seine distinguierte Er scheinung und sein sicheres Auftreten ein neuer Beweis fiir die Verleum dungssucht der schnöden Welt. Er lud mich großmütig ein, eine- Flasche Riidesheimer mit ihm zu trinken und wir waren schon längst wieder auf dem alten, briiderlichen Dutzsuße, als er plötzlich vertraulich näher rückte-, um mir zuznfliistern daß ich ihm ei gentlili eine grosze Gefälligkeit erwei sen könne. Jrh zuckte unwillkürlich mit der Sand nach der Vrieftasilnh aber der gute FierL der die Bewegung gleich richtig gedeutet hatte, schiittelsie lächelnd den Kopf. Das habe er, Gottseidauk, nicht nötig, meinte er, seitdem er als Professor der höheren Magie wenigsten-:- siir seine Person den Stein der Weisen entdeckt habe-. Sein Talent fiir Taschenspielerkünste» an das ich mich recht gut erinnerte habe sich nämlich von all seinen Anla gen als die einzige lukrative erwiesen Schon seit zwei Jahren reife er unser einem wohlklinkenden Pseudonmu als Prestidigitateur, Gedantenleser nnd Antispiritist in der Welt heran-L und noch an diesem Abend werde et, wie ich ansts den überall angeschlageueti Plakaten ersehen könne, die Ehre has ben, sich Vor dem hohen Adel und sie neigten Publikum diese-Z Ostseehadesxs L l zu produzieren. Ihr wißt, Herrscha ten, dasz ich keine Vorurteile habe un jeden anständigen Erwerb gelte lasse. Also fragte ich ihn in unvet minderter Freundschaft nach seiner Anliegen lInd da meinte er leich hin: »Ja, siehst Du, mein Alter i brauche bei meinen 9 orstellungen in mer irgend eine hilfreiche Seele, di mich bei diesem und jenem Kunststiid chen durch die Dnrreichung von Dir gen unterstützt, die ich gerade nötj habe. Je Vornehmer und unverdäck tiger so ein Helfershelfer aussieht, in sto sicherer ist natürlich der Effekt. T wäre es mir nun außerordentlich liel wenn Du fiir den heutigen Abend di Rolle dieses anonymen kllkitarbeiter übernehmen wolltest.« sch gestehe, daß mit der Gednnl nichtse ehr sympathisch war, und da ich darum nach Kräften versuchte, ih Von meiner geringen Qualifikatio zum Zauberlehrling zu überzeuge Aber der Mann hatte eine so lieben; wiirdige 11eberredungsgabe, nnd wn er von mir verlangte, war ja auch s geringfügig, daß ich mich schließli( geschämt hätte, nein zu sagen. Sollt ich doch weiter nichts zu tun habet als ihm im geeigneten Moment at sein Ersuchen eine Zigarre iiberre chen und ihn später aus der Brus tasche meines Rockes einen Zettel zi hen lassen, Wobei meine persönliisk Produktion einzig in dem Zurschai tragen einer recht unbefangenen Mi ne bestehen wiirde Na, das konni ich am Ende auf mich nehmen, zum( ich mich des Talentes, ein dumme Gesicht zu machen, ohne alle Selbs überschätznng in seltenem Maße riil men darf Er steckte mir also Dei stehlen die mit einer wunderschöne Leibbinde gezierte Zigarre und ei ztisatiimengefaltetes, weißes Blatt zI das ich, seinem Wunsche gemäß, i meiner Brusttasche plazierte. No G8»s«h«» as II schieden, nachdem er mir auch no sreigebig eine Eintrittskarie für d« Soiree gespendet Eine halbe Stunde später began dass Unheil, das dieser Tag über mi( verhängt hatte, sein-en Lanf. J( hatte mich zu einem Spaziergan durch dass mückengesegnete Bucher wäldchen entschlossen, das sich at Strande dahinzieht, und der Zufa führte mich dabei an einer Bank vor über, auf der keine andere als mein angebetete Witwe saß. Meiner ur glückseligen Schüchternheit nachgi bend, wollte ich mit stummem Gruß vorüberschleichen, da mir das Her schon wieder zum Zerspringen klopsh Aber die schöne Frau rief mich at und ich saß neben ihr auf der Banl noch ehe ich ein rechtes Bewußtsei hatte von dem, was mit mir geschal Natürlich schwitzte ich vorAngst u. S ligkeit Blut u. schwätzte mehr dumme Zeug als der Coserencier eines mc dernen Ueberbr,ettls. Sie aber hört mir liebenswürdig geduldig zu, m mich endlich mit der Frage zu untei brechen, ob ich mir nicht eine Zigaretj oder Zigarre anziindeu möchte, ur die entsetzlichen Mücken zu verscher chen. Ihr wißt, ich bin kein Ranchei Aber eine törichte Furcht, ihr dadnrc uniniinnlich zu erscheinen, hielt mic ab, es ihr zu gestehen. Jch suchte als wie ein richtiger Komödiant in all-. Taschen nach etwa-Es Rauchbareni, Vo( dertröstlichen Gewißheit erfüllt, da ich nichts finden würde. Da kam Ini zn meiner grenzenlosen Ueberraschun eine Zigarre zwischen die Finger. Je zog sie hervor und betrachtete sit ohne auch nur dunkel zu ahnen, dnrc welches Wunder ich in ihren Besi gelangt sein könnte. Und selbstvei ständlich zögerte ich nicht, sie in Bran zu setzen, denn um die blutsaugeri scheu Jnsekten von dem geliebten We sen fernzuhalten, würde ich unbedeni lich selbst mein Leben dahingegebe haben. Was ich einige Minuten spö ter auf der Zunge im Magen und i« allen Eingeweiden spürte, war einfar schenßlich Und zu den beiden Ein pfindungen, deren ich- schon frühe Erwähnung getan, hatte sich jetzt nor ein drittes-, schweißtreibendes Gefüh gesellt. Aber ich tauchte und raucht-. bis Frau von Saldern, die imme einsilbiger geworden war und imme dentlichere Zeichen einer lebhafte« Unruhe gegeben hatte, plötzlich aus stand, inn, sich unter irgend einem we nig glaubhaften Vorwande hastig wenn auch nicht gerade unfreundlick non mir zu verabschieden und der-. Umkreis meiner gleich einem Favrtt schornstein aualnienden Zigarre zi entfliehen Wutersüllt nnd dem Ab leben nahe, wollte ich nach ihrer Eni fernuna das grauenhafte Ding zwi schen meinen Fingern zerbrechei Aber es setzte mir größeren Wider stand entgegen, als man ihn von ei ner normalen Zigarre erwarten dari Und als ich den sonderbaren Glimni stengel nun voll ,orniger Wiszbegie in seine Bestandtåle anflöste, macht ich die niederschmetternde Entdeckung dasz sein Inhalt im wesentlichen an einer zusammengerollten Spielkart bestanden hatte. Und die hatte ic mehr ais zur Hälfte ausgeranebt Arme, arme Carlai lKann e: En. Wunder nehmen- Herrschaften wen ich jetzt in einem Zustande der Ver zweislnng war-, in dem der normal M ensch sich nnr noch dadurch zu helfe weiß, daszr er Verse macht? Jch macht also welche, nnd ich fand sie so schöe daß ich es fiir ein Verbrechen gehal ten hätte, sie meinem elenden litt dächtnis wieder entschwinden zn las sen. Sorasältia schrieb ich sie auf ei weiszesz Blatt, das ich in meiner Tasrh gefunden Dann lenkte ich etwas er leichtert meine Schritte zur Apoll-etc mn mich bis znm Beginn der Soirei bei der ich ja unter keinen Umstände fehlen durfte, wieder in einen leidli( lebenefähigen Zustand zu versetzen O meine Freunde, laßt mich schwei neu von den Vasiliskenblicken, di sfwsiånuOvaunIIsd UU n 0 Oliv-Don nieiu Freund, der Professor der höhe reu Uliagie mir zuwarf, als ich bei seiner Bitte qu einige Zigairen Ver gebeut in allen Taschen suchte, nin endlich bei der Erinnerung an die halb gerauchte ConerD atue schwelge liilunt die Hände sinken zu lassen. Ei nes feiner schönsten Kunststücke fiel da mit kläglich iu’s Wasser vund ich be gann zu überlegen, ab man die Pisto leuforderung eines Prestidigitateurs wegen Satisfaktionsunfähigkeit des Forderuden ablehnen dürfe Oder nicht« Da kam die Katastrophe. Je geud Jemand hatte aus einem ihm von den-I Zauberkünstler gereichthu Buche nach seinem Gefallen eine Stelle ausgewählt nnd der Gedan kenleser erklärte, dafz er einem der Anwesenden einen Zettel ans der Ta-« sche ziehen werde, auf dem diese Stelle vbereits aufgezeichnet sei. Damit trat er lächelnd auf mich zu, griff mir in die Vrufttasche und zog ein zusam mengefaltetes Blatt heraus, das er ei nem weit von mir entfernt sitzeuden Herrn mit dem Ersuchen überreichte, den Jnhalt laut und vernehmlich vor zulesen. Tiefe-, erwartungsvolle Stille lag fuf dem Saale und der Unglückselige UT An Carla v. Salderul Jch liebe Deines Haares schwarze Fluten Und Deiner Kinderaugeu tiefe-J Blau; Jch liebe Deiner Lippen Purpur gluten Und Deiner Wangen Rosen, süße Fraul« Weiter kam er nicht mit dem »3-or trage meines Gedichtes, denn außer I u U ask-av-« Us-(st-·-«UQ-Ic J Tgyxbhetkt un TUHLUJ Lclccsls Ottclsllli Ucb LUclJchch- chl nceine verzweifelten Rufe: ,,Umdre hen! Um Gottes-willen, drehen Sie doch das Blatt uml« entfesselt hatten wurde er auch durch die Aufregung nnterbrochen, die es verursachte, daß eine Dame in der zweiten Sitzt-eine ohnmächtig geworden war und hin aus-geführt werden mußte. Noch an demselben Abend hatte Carla mei ne briefliche Erklärung in den Hän den, daß ich bereit sei, mir eine Ku gel vor den Kopf zu schießen, wenn ihr dies als eine ausreichende Sühne meine-:- Verbrechens erscheine. Ihre Antwort kam durch den Ueberbringe;« meiner Botschaft zurück, und sie lau tete: »Voraeschlagene Sühne wird abge lehnt. Vielleicht fällt Ihnen bis mor gen früh eine bessere ein. Jch sehe einer mündlichen Mitteilung darüber mit Zuversicht entgegen.« Sehen Sie, Herrschaften so kam meine Verlobung zu Stande Dein-T Gerechten müssen alle Dinge zum Be sten dienen. Zum zweiten Male aber werde ich mich darum nie in meinem Leben als Zauberlehrling versuchen —---.-..0-.-— Taubheit kann nicht geheilt werden durch lokale Applikationen, weil sie den kranken Teil des Ohres nicht erreichen tönnen. Es giebt nur einen Weg, die Taubheit zu kurieren, und der ist durch konstitutionelle Heilmittel Taubheit wird durch einen entzündeten ustand der schleimigen Auskleidung der sstachischen Röhre veru aTL Wenn die e Röhre lszich entzünde abt» ,r einen rumpeln en Ton oder nnvd ommenes Gehör; und wenn sie anz geschlossen ist, erfolgt see-III Lis- Evtzündueg sz vsJ u »s ss H Faust skysllcll usw McIc Wiss-c llllcocc Ul ihren gehörigen Zustand versetzt werden kann, wird das Gehör «·r immex etstort werden« neun älle un er ehns durch Katarr verura t, we er nichts als ein entzündeter ustand der schleimigen Oberfläche ist. Wir wollen ein ndert Dollars für je ven, durch Katarr veruksa ten Fall von Taubheit geben, den wir ni t durch in nehmen von all’s Katarrh-Kur« eilen können. Laß Euch umsonst Zir lare kommen F. J. Ebenen E Eo» Toledo, O Verkauft von allen Apothekern, 75c. Hulks Familien-Willen find die besten. W ' Das Hotel auf den: Lootont Mountain bei Chnttnnoogo ist absic brannt. 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Der Doktor half mir nicht, so gab ich deu Doktor ans, und fing au Eurdui zu nehmen. Ich glaube, die erste Dosis half mir. Jetzt erfreue ich mich besserer Gesundheit als mie seit meiner Heirath, drei Jahre zurück.« Jedes Mädchen, jede Frau braucht Cardui, qu die uukmtürlichen Verhältnisse des modernen Leben-S zu übertommen, welche Unregelmä ßigkeit, Schmerz, uiederziehende Gefühle,Kopfweh,Rückenschmerz und ähnliche Fraucnleidcu zur Folge hoben. Cardui ist unschädlich, zuver lässig von wissenschaftlichem Werthe. Hat 50 Jahre Erfolg hinter sich. Ueberall zu haben. WWWW llllHll M ll. Doppelschrauven Expresp im E und Post-Dampfer-Dieuff. Von New York oia Plan-only mu Eberhoutg nach Hamburg. «Albano 91.Nuu. »Nun tita«(neu).. 26. ov «Bttk-vm IS Nov. ' Vtis gnvia J. Tes ’Nur nach Hamburg sen Ymä sich Simses-. Inst-ei n. Genus ,,Präsident Lincoln' wem 24 Nov .Moltke 8 Tex. JOCmburo .).Jan ,«Mosffe ais Jan Deutschland« c. 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Hafer Koin Cottosk alle Arten von Gemüie und Obst, auch gedeiht Aifalfa dort prächtig. Ich habe Länder-sen zum Verkauf, die letztes Jahr sieben Schnitt Alfalfa produziert haben und das ohne Bewüssetmtq Wir bewäjsern hier nicht aber ziehen mehr Alfalfa per Miit als man in Nen Mexiko oder Coloradu ni« t Beivasserunq iiihL Wenn Zie Aisalfa und Schweine ziehen wollen, dann sollten Sie an niich wegen sicherer Auskunft über Tosk Cuuiiih schreiben- Cooke Countti ist ein ichs gesund-es Co urth und gut bemißt-eh sCS aievt kein besseres isounty im Staat Momeva ist der Sitz der Vertraan Es ist eine hübsche Stadt von ungefähr Händ Einwohnnn und machst sehrfch act Jrh habe eine groß Menge von iindeicien Win Veiksiuj iii allen Teilen des coun in Ichieibi an mich wegen näheier Einzelheiten MS. R. BEU, BWESTIUE.TEXAZ.

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—-l .-1 Montenegro. N Jn einem Felsenneste Cetinj träumt ütst Nikolaus 1. von Monte negro (zu Deutsch »Schwarze Berge« von einem neuen großartigen König reich an der großen Völkerstrnße vm Europa nach Asien. Unter seiner unk seinesp Geschlechts Herrschaft sollen di Die Stadt Eetinje. 7,000,000 des gleichen Völkerstamms welcher in Serbien, Montemng Bos nien unds der Herzegowina seine1 nptsitz hat und daneben noch it azedoniem Dalmatien, Kroatien Ungarn und Jstrien stark verbreitet ist vereinigt werden. Die Montenegriner, deren Zahl et wa 300,000 beträgt, und die mit Aus nahme einiger Tausend Albanesen nad ihrer Abstammung Serben reinstei s Blutes tsmd, haben in den letzten Jahr zehnten große Fortschritte gemacht Der Schulhesuch ist allgemein gewor den; die Montenegriner sehen in de« Arbeit keine Schande mehr und be handeln auch jetzt ihre Frauen, welch früher die reinsten Lastthiere waren mit Achtung. Unter dem Drucke de öffentlichen Meinung mußte Fürst Ni tolaus 1905 seinem Volke eine Ver fzassnng gewähren. Im Uebrigen ver Folgt der »Herr der Schwarzen Berge« seine Herrschaftspläne auf ander Weise. Er verknüpft die Heirath sei net Kinder mit politischen Zwecken Eine Tochter des jeht 67 Jahre alte1 Ziitsten Nikolaus thront im römischei uirinal. Zwei andere sind an rus sische Großfiirsten verheirathet. De« Crhprinz Danilo Alexander hat di Herzogin Jutta zu Mecklenburg-Stre litz heimgefiihrt. Prinz Mirko hat ein romantische Ehe geschlossen mit Nata lie Konstantinowitsch aus dem Ge schlecht der Obrenowitsch. Die eigentliche Stärke der Monte negsriner aber besteht in ihrem patriar chalischen Wesen, in ihrem Familien W Nikolaus I. von Montemng nn, ihrem Patriotigmus, ihrer Tap seit, Treue und Ehrlichkeit Diese: zugenden ist es zuzuschreiben, daß di öhne der Schwarzen Berge in ihren ahikhunderte langen Kampfe mit des »Mei! thatfåchlich ihre Unabhängig seit zu behaupten wußten, wenn dies auch erft formell im Berliner Vertrag JM von den Mächten anerkann wurde. Rentenegro mit seinen 3600 Quad rein-eilen Areal ist zuweist Karstge bk das bis zu 8000 Fuß Meeres empor-ragt. Jn den fruchtbare jhälekn baut man Getreide, Kartos lu- Tabak, Wein und Feigen. De t-Biehhestnnd bilden Rinde1 fe und Men. inje liegt ungefähr 2000 Fu til-er dein Meeresfpiegel in einem Thal Des-L der ringsum von hohen Berge Wien ist. Die Stadt mit ihre Einwohnern hintezläßi inde M den Eindruck eines Dorfes, al den der Hauptstadt eines Staates Sen-n der Palast des Fürsten i M anderes als ein einstöckiges un Mee- Gebäude. Allerdings i tin e ein Dorf, das in Europa seine nicht mehr hat. Außer dei hofe und Ministerien geben ei ists Duteend fremdländischer G Wchaftess dem freundlichen Nest Cine ewiffe äußere Folie. Trottoirj e, sche Beleuchtung, Wasserleitunx IM: urd höhere Schulen lege senkte-iß davon ab, daß Cetinje die Es fchaf In der modernen Zeit si( Ins en gemacht. W Otto Kreter, 6161X2 Market Sii Reparatur Werkstätte Gewehr Schlösser repariert und alle in dik Joch fchlagende Arbeiten unter G» rcmtie ausgeführt Neues Tel. 211« W Johu H. Balken, öffentlicher N tar. Grundeigentum Agent ·fi Pensionsansprüche Zimmer 9, S W HoteL Oft-Honston Straß Heide Telephone 650. l— I s I I l I I Markt Bericht Baumwollc. Sau Amt-with Tex» 18 Nov.— Ordinary 3-4 Centöz Good Ordinmv ö- Tenm Low Middlinq 71116 Cents Middliug ZU 6 Centsq Gouv Middling 8 7116 Tts·: Middlfnq Fast 8 15116 Ets. Gall-Maus Tex» 18.Noo.—Oid-nory 4- Ernte Good Ort-innen GZ Jene-. Uow M: ddli ng 81516 Ttsx Rindlmg 91516 Ets; Gonv Mvodlinn 9 7916 TM i delism Fast 915416 Cents. I sit-w Orient-s- La 18. Nov. s Guod Drdinarh 67X Eentsz Low Mitt Hing 81XCIntS; Middlinå SX Eents Good Mtddling 9,1-- Gent-J Mittels-c i Fast 9 9516 Cents Baumwolliumcu sum oeaeuPtommk I Prima Vaunnvollkumev Mem, km Tonne 823..-0 u. 823.75. i Baumwollfamen-Oel, koh, 42 Cis· ZVrima Baumwollsomeks suchen per i Tom-it 824.00. Sau Antonio.18.Nov.lk418— Dühnsr 82.00— BMJU ver Dsd Pater 9 Ets. per Pfund. Landbntter... 17Ctö. per Pfd Eier, frisch. 24 Cw per Dutzd Korn 65 Cts. ver Bule« Dafer. 70 Cts. der Bushel. Heu 810 00 per Ton Weizen 8121 Ctz. ver Buckel E Damm ver Pft 9——108-4. cks 4 Tale 4 Vieh Markt· So n Antoniu.18· Nov muss O sen 82.50 btg 8325 ver 100 «be Kü e 81 75 bis 82 40. j Pullen und »Stags« RI. 75 b C 5250 Jährlinge 823 Z bis 82. 75 Kälber L2. 50 bis LZMI Schafe 83 00 b s 3150 iegen BL. 00 bis 82 25 Ochweine Is. 50 bis fö. 50 l l» St. Louis, 18 Nov.19c-8—mnvs-sk Netives 84.50 bis 87.50 Texas- Vieh I dg. so bis 83 50 z Schweme 8300 bis s6.00. l

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—.—».o fiik clie Miche. Puter (Tntkcy) zu bratcn. zsknchi dem der Puter geschlachtet nnd vor: gerichtet ist, wird er vor dem Ge brauch anfgebogen, nach Belieben ge: spickt oder ungespickt gefiillt.- Dann streut man etwas feingeriebenepii Sols darüber-, legt dünne Speckscheiben ani die Brust und in die sehr sanlierk Bratpfanne, versieht diese Init reich lich Butter und kochendem Wasser nnd bringt den Puter fest zugedeckt anin Feuer und läßt ihn in kurzer Vriitn etwa 11X2 Stunden oder so lange, ris das Fleisch beinahe iniirbe geworden-« nicht zu stark, doch nnuntei«ln«ochen fo chen. Darauf gießt man die Brühe »in ein Geschirr, legt ein reichliche-E Stück Butter in die Pfanne, stellt sie in einen heißen Ofen und läszt den Puter unter hänfigem Begießen was unbedingt notwendig ist, vollends weich und gelb, nicht braun werden« Die Brühe wird nach und nach hinzu gegossen, auch macht dicke Sahne dir Sauce schmackhafter. Beim Anricht in rührt man 2 Teelöffel Mehl einige Minuten lang in der Vratpfanne, gießt so viel kaltes Wasser hinw, dasj die Sance säinig wird, wobei das in der Pfanne Angesetzte los- nnd Jn saminengeriihrt werden musi. Sollte »etwas Salz fehlen, so fiige inan esj hinzu. Unterdeß wird der Puter ans eine recht heiße Schüssel angerichtet, ihm eine Zitronenscheibe in den Schnabel gelegt und der Rand der Schüssel mit feingeschnittenen Bitt-e nenscheiben verziert. Ein junger Puter bedarf zum Weichwerden 11-3-, ein älterer 3 Stunden und länger. Puterfülle. Zu dieser Fülle nimmt man 34 Pfund gehacktes Kalbfleisch ohne Sehnen, tz Pfund recht durch gewachsenes Schweinefleisch, ebenfalls feingehackt, IXg Obertasse geschmolzenc Butter, 3 Ei ter, von welchen 2 Eiweiß Zu Schaum geschlagen und zuletzt durchgemischt werden, 2 Pfund zwei ge altes, in kaltem Wasser einge weichtes und ausgedriicktes Weißbrod ZXz Unze gereinigte nnd geschnittene Morcheln, 4 Stück halb gnr gekochte und abgezogene Kälbermilch welche man-dazwischen legt, Salz, Muskat, Champignons oder Kapern und sein Enebnckte Petersilie. Diese Faree wird in den Krops und den Leib des Pu ters gefüllt. Ente zu braten. Dieser Vogel kann nach Belieben gefüllt oder un gefüllt gebraten werden. Zur Fül s lung nimmt man entweder in 4 Teile geschnittene Aepfel und Korinthen, oder, wos- vorzuziehen ist, man backt Herz, Lunge und Leber und den als gezogenen Magen sein, gibt IXz Ei diel weichgeriihrte Butter-, 2 Eier, ein Drittel Pfund in kaltem Wasser ein geweichtes und stark ausgedriicktes Weißbrod, Muskatnuß und Salz bin zu Auch kann man nach englische-m Gebrauch die Höhlung mit Zwiebeln, Salbei, Weinraute und Salz still-.- si Die Ente wird mit etwas Salz angs -rieben, mit reichlich Butter und wen eq ,«,.Wasfer aufs Feuer gebracht und je nach dem Alter 2——21-2 Stunden fest zugedeckt langsam gebraten, wobei, wenn s nötig wäre, zuweilen ein klei s ner Guß kochendes nicht kaltes Wasser- seitwärts hinzugefügt wird. »Das-« Begießen darf nicht versäumt werden. Jst die Ente weich und gelb lich gebraten, so wird die Sauce ge —m:acht, wie es beim Puter bemerkt worden T Ente mit Zwiebelu zu diimpfcn «Man schäumt die Ente in Wasser und s Solz ab, giebt hinzu einen halben Suppenteller voll geschnittene Zwie bein, etwas Weißbrod und Nelken, auch Dragon, wenn man ihn gerade hat, und kocht sie darin ganz weich. Dann wird die Sauce durch ein Sieb gerührt, mit Zitronenscheiben durch gekocht und über die Ente angerich tet MS »Im auf französische Art. Man die Leber mit etwas Speck und tten, macht sie mit in Wassei em Weißbrod, 2 Eiern, und Salz zu einer Farce Mit die Ente und näht sie zu legt man Butter oder Speck in Topf, darauf eine Handvoll Pe -;;,»-3-——4 ganze Zwiebel und ei ·,;.Wz- oder gelbe Wurzeln, die Ente darin gar und gelb spj werden, rührt etwas gesehn-itz ";Melzl, kochendes Wasser und ein Essig, auch nach Belieben ein n Zucker an die Sauce und äßt die Ente noch einige Minuten darin schmoren Getämpste Gute in brauner Sauer. Man nehme zu einer ausgewachsene-J jungen Ente IJZz Quart Wasser, ein .—,.;;-«-JE"i«"bick Butter, 6 Schalotten, das nö -s Läge Salz und lasse siesest zugedeckt lmkgsam weich schweren, damit die Same nicht zu stark einkoche. Nach dem- sie gar geworden, rühre man ei nett Eßlössel voll in Butter gebrann tes»Mehl, 1-2——1 Glas Wein, 4-—--7; gestoßen-e Nelken, etwas Zucker hinzu Inn-D lasse die Ente noch eine Weile darin schmoren. Feiner Eierkucheu. Man schlägt G s Eigelb schnumig, rührt 1 Eßlöfsel sei nes Mehl nnd 1 kleine Tasse Milch dazu, sowie ein wenig Salz. Diesen Teig läßt man langsam in geschmol Jener Butter backen, bis der Gerin chen aus der Oberfläche trocken, nn »ten dagegen schön gelbbrann ist« Durch Einstechen mit einem Messer beschleunigt man das Backen Hier ausbreitet man den festen Eiweiizs schauen über den Kuchen, stellt densel ben einige Minuten in den Vackostn, »bestreut ihn mit Zucker nnd ierviekst ihn mit einer Fruchtsauce Kuchen Frittcrä Trocken gemer dene Kuchen schneidet man in zulldiile Scheiben, taucht jede Scheibe In Kahne bratet sie in wenig Butter galt-gelb legt sie auf eine Platte nnd bestreicht sie mit Fruchtgelee Energie bedeutet gutgenåhrte Muskeln plus gutgenährter Nerven. Uneeda Sisoult ist der größte Energie-Erzeuger von allen Weizen- Nahrungsmitteln. c Jus staubfreien, gegen z Feuchtigkeit gefrhiihten Parteien MTlONAL BlSCUlT cOM PANY "A«c.ktki. Bryan erklärte bei seinem Hiersein am Dienstag: Jch hoffe, daß es für mich nie notwendig wer den möge, als Kandidat für ein Amt aufzutreten, aber ich will nicht ver suchen, diese Frage zu entscheiden, bevor die Zeit des Handelns ge kommen ist.« Also wird man Herrn Bryan wohl noch zum vierten Mal »als Präsidentschaftskandidaten sehen können. j- Mit dein Bau des Frachtbahn shoss der S. P Bahn soll innerhajd »der nächsten 14 Tage begonnen wer Iden. Die Sau Antonio Vrewing Af fociation und die Lone Star Brewing Company haben jeder 82000 zum Banns für den neuen Bahnbau nn terzeichnet. Yie Kosten der Campagne Ju lius Real’s haben sich auf 81256.65 belaufen. Die Berkanfsstände in der Markthalle sollen künftig nur auf ein und zwei Jahre verpachtet wer den. Der Bonus für die neue Bahn zbeläuft sich jetzt auf ungefäh: "s70,000. ———OO.0O————· Grnndcigcntums-Uebcrtragungen. E. H. Storm an Pedro Villareal, Grundstück an der Brazos Str.; EBZOCL Anna und Joseph Hcrman an Freis; Letvis Sassapeh Gmndstück in South Heäzhth 240. lri Er Rische an Charles A. Rache-, Grundstü an der Ecke der 6. Straße und Avenne E; 8500. Dr. E. B. Witte an Frau Maraaret Learh, Grundstück an der Florida Str.; 3650 s »H. .G. Henne an Adolf Gene, Grund stuck m Laurel Heig ts« 8225. Christian Ulrich un rau an Ori novskh, Grundstück an der Hans Str; 81600. Jakob Hoeblen und Frau an Charley E. Peterfon und Frau, Grundstück an der Probandt Sitz 81 u. A E. H. Storm u. A. an C. G. Parier, Grundstück an der Division Str.· RO. Dr. Frederick X. Fielding und Frau an Gus. Knebler, rundstück an der Este der Roosevelt und McKinley Ave.; 885«I. Joseph Faust und Frau an Anna Såiögnang Grundstück an der Avenue A; J."H. nirkpatrick an Miß Emma Wit mer, Grundstück in der Madeliene Ter race, Alamo Heights; 31000 Joseph Faust und Frau an Frau J» g- AEMIJM Grundjtuck an der Delqado wtm H. ildebrand an A. 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Alfred orchers u A. an Idean Bor chers, Lots 4 und 11. wie im Ein-um Record beschrieben; 81 u A C arles und Kaiie Betz an Edwin SI( Do on, Grundstück in der Lnivndalc Addition; 8675. Jeff. S. Ellifon und rau im Win. is. Daermmm Grundstü ander Ecke der Nural Avemte nnd Home Stumm 8500 George iioerner an W. A. Hokvh.in, Grundstück an der Zandoval Straße-; 8400 Georqc Weer nn- J M. Longfellurxn Grundstuck an der Nur-d Graon nnd Sand-oval Sin; 8450 Frau Glich Herweck an die Her-ich Cosnpa1m, Grundstück an der Ecke der. Lit- Commcrcc nnd Vofmm EtrnizssH WUWL s Joseph Faust 11. A. an Im- C-. Mind, Beim Acker Land: SIHUIL Mem und Ebene-J Perncr u. Vl. im Ida JenuiL Grundstück im Lriginals City-Bot 1753x Hil u. A. Adolvbine Wehrbahn an E. Inmi me, Grundstück an der EildsAfamu Straße; timwa Grundstück an der Garden Str.; sLbUil X. A. Appler und Frau an Estelle E. Cole, Grundstück an der Lexington Ave.; s4000· Herman Herweck u. A. an Frau Eliza Herweck, Grundstück an «der Ecke der Ost-Conimerce nnd Losoyas Straße; 8100 n. A. Sau Antonio Brewing Companh an Charles MeDonald, Grundstück an der Ecke der Walnnt und Florida Sin; 8120(). J Jobn Is. Holm und Frau an Minaj Diter, 15714 Acker Land« s4725. J. T. Waltou an Glisabeth Ore 0 sehnigg, Grundstück an der cke der Mess quite und Iowa Str.; 83 0 Henry Eickmann an Hugo Eickniami’ Und Frau, Grundstück im neuen City Block 1627;« 91800. I W. H· Chambers und Frau an Jameg C. Arnold und Frau, Grundstück an der Mistletoe Avenue, Beacon Hill; 846-JU. Frau S. E. Gayler an J. H. Kief patrick, Grundstück an der Ecke der Fred A. Burns an Ludwig Janzem Falvonia Avenue und Olhmpian Wah. Lanrel Heights Terrace; s7240. T c x a s. k Die Generalanwaltschaft in Anstin hat ihr Gutnchien dahin ab gegeben, daß unser Jagdgesetz kon stitutionell sei. s Am 23, November soll der Tlsundstein fiir das Courthaus in s Snn Mareos gelegt werden. Samstag nacht ist in der Nähe Jvon Weimar der Farmer John Ku »bena erfroren. E Jn der Nähe von Comfort wurde der Versuch gemacht, den nach Süden gehenden Passagierzug der Aransas Paß Bahn zum Entgleisen zu bringen. Eine Schwelle war auf das Geleise geworfen Das Hinder nis wurde zum Glück rechtzeitig eilt-l deckt» MI I Das verlorene Paradies. l Unziihlige stranke denken an die JeiL da sie noch esund waren, wie an ein sverlorenes aradies zurück. Nament lich ilt diese qualvolle Sehnsucht von sden en chen, die, an Hämorrhoiden »leidend, einen schmerzensfreien Angen ;blick mehr haben nnd ihr Uebel meistens ;noch unter der Behandlnn von Quark jsalbern verschlimmern la sen. Diesen Tun lücklichen Mens en sei zum Troste sqe a«tL daß es für ie in Dr. Silskkees Ana esis ein sicheres Heilmittel are-at, von welchem ogar durch P. Neustadt-er 83 Co» Box 1216, New York, eine Prone kostenfrei zu beziehen ist. Gebraucht es und gewinnt zurück: das verlorene Pa sahst-El ————o.0-———— Passagicrchstr. Der Dampfer ,,Chemnitz«, der am 129. Oktober von Bremen abgesan ren ist, bringt die folgenden Passa giere nach Galvefton: Charles Ant any, l. Anna Bi lken roth, Frau Pe cr emberg, Heinrich Moch, Frl Berta a,Beyer Herr- ran Eier Eacha und rau, Franiisek acha, E ward Dunin ichard Faust, Wis elm Groschup, Louis Gansly, Arno uudhammer, Frl Gentru d Kuri aum, Frau Margarethe Kramer, Mar garethe Kramer, KarlKr Kramer, Frau ouise Krone, Paul Kai er,n1isa beth Lindemann, Hans d, An touius Laus-, z rI. Kath. Mrazek, Chais McGre or,kai1l MarivedeL Ali-is Pospis il, Walter Rennecke, Rudon Renner, Frau Frieda Schult, Fri. An na Scheren Frl. Erna Stremmel Mai tin S midt, Frau Rosa Schmidt, B. ISchroeA er, JChas. Schä er, Wil. Schulz, FrauA Vuy steke un Kinder-, Frau Richard MWillens, Elsa Wilke1i.., Beim Willens, Lou Willens-. Kirchliches. Die evangelisch-lutherische St« Jo hannes-Gemeinde feiert am nächsten Sonntag ihr diesjiihriges Ernte Dankfest in der Kirche, Ecke Nuevn und Siid-Presa Straße Zum Ve iuch dieses FestsGottesdieiistes, so wie zu allen Gottes-Diensten ist das deutsche lutherische Publikum Von Jan Antonio und Umgegend hier mit freundlich eingeladen Am na tionalen Daiikiagiiiigsstag, Donners tag den 2(;. Eiiovembeix wird sei-I Gottesdienst stattfinden, da der Pa stor an dein Taae in Yorktonni Pre digen wird. L. H a r i In a n n, Pastoix M HeitatssScheinr. Will Manes nnd Eiisa Heiisei Alfred Veck nnd Frau Anna Zaum-» Arthnr Sclniliz und Clara ancier William Sulicmener nnd Frau Dirn rietla V Weise Albclt C Zaesti n. Maniie:’1 Juni Hugle Ebqu Lockliart und Anna A ski Weiizler Ld U Mann und Clara H. Piepeiz Otto Wehmeyer und Annie Wollen Wm A. Eckeri n. Vertha C. Sckimidi Das Giiikr in Freudemhai1 Berliner Vorsprunqu vgn Welcher-Schult vom Brod-. (Schluß·) Jch finde Jhre freundliche Auf forderung vollkommen in der Ord nung, Herr Baron, und danke siir Ihre Gastsreundschast«, sagte Sim selka, sich ver-beugend »Ich gehe schon, aber gestatten Sie mir zum Abschied, Sie ernstlich vor meiner chere Mania zu warnen, wenn an ders sie keine Passion siir eine Ebe brecherin und das Aktmodell und die Geliebte eines Bildhauers haben.« ,,Gehen Sie, Schurke!« knirschte Allenstein und hob die Faust, aber der andere schlenderte schon, ganz mit dem Gehoben eines vergnügten Festgastes, iiber den hell erleuchte ten Platz vor dem Schlosse und ver schwand nach der Villenkolonie zu. Allenstein aber ließ sich wieder auf seinem Stuhl neben der Künstlerin nieder und stützte die Stirn in die Hand. »Sie sind mir böse um diesen Eklat, von dem zum Glück keiner Zeuge war?« frug Melitta zagend. »Nun, so weisen Sie mich auch von hier fort.« »Wie können Sie reden«, entgeg nete er vorwurssvolb »Es ist nicht schön, was ich da gehört habe, aber ich will es nicht gehört haben, Me litta. Wer richtet über ein schwa ches, in die Wogen des Lebens ge worfenes Weib? Nein, nein, ich habe nichts gehört«, sagte er sast heftig, und dann wandte er sich wie der mit weichem Tone zu ihr: »Ich hatte mich den ganzen Abend da raus gefreut, hier bei meinem Feste mit Jhnen zusammen zu sein, mei ne Freundin, mit Ihnen, von mei nen Gästen fern, diesen Abend zu genießen Mein Herz war so voll, Lilielittm nnd diese Scene hat nicht-J wesentliches daran geändert« Er erariff ihre Hand nnd küß-«- Hp »Sie sind mirdieselbe geblieben, die schöne, kluge, liebenswürdige die anbetungswiirdigeFrau· Nein, da ran ändert auch das Dunkle nichts-, das hinter Jhnen liegt.« Sie streichelte seine Hand. »Ich danke Ihnen, mein Freund, ich dan ke Jhnen von ganzem Herzen«, sagte sie weich. »Aber Schranken sind doch zwischen uns entstanden, müssen entstanden sein, Jhkenthalben und meinethalben. Sehen Sie, die ser elende Mensch, der sich eben fort schlich, hat nicht ganz unrecht ge habt, als er mir gewisse Pläne un terlegte. Ja, ich habe einmal da von geträumt, nach meinem unru higen Leben bei Jhnen Ruhe zu finden, sorgenlos zu fein und in Ansehen zu stehen.· Es war nicht nur gemeine Spekulation, Baron, denn Sie erschienen mir als das Muster eines Kavaliers, und Ihre Person ist mir ungewöhnlich sympa thisch. Das darf ich Jhnen wohl sagen. Aber je mehr ich Sie schätzen lernte, Sie und Jhr Haus, je öf ter wurde der Gedanke in mir rege: »Nein, an diese Stelle gehört keine Abenteuerin, keine unstäte Künstle rin, kein Weib mit einer Vergan- genheit.« Die Ihrigen hatten recht mich mit Mißtrauen zu betrachten. Und wenn ich auch anfangs ani meinem Stolz heraus daran dachte, mich siir dies Mißtrauen zu rächen indem ich meine Pläne dnrchsetzte so kam ich doch bald zu der Einsicht dafz jene Recht hatten nnd nun, mir widerstrebte est-, stets alLs fein Eindringling, als- eine Ilnwiirdige angesehen zu werden« »Das alles wiirde sich gegeben hu ben, biitte man Sie erst zn Ihrem Werte erkannt, Ulielitta«, sagte er. Doch sie schüttelte den klopf, »Nun, mein lieber Freund, nach den Wir ren, in die Sie Jhr Jdealiszsnnizs nnd Jhr Optimistnnci bei der Grün dnng der Kolonie geführt, sollten Zie nicht in ein nenesz Abenteuer gestürzt werden Und eine Ehe mit mir ist nnd bleibt ein Abenteuer Zie haben Iniih ja mich nicht nötig, lie: ber Freund, wenn Sie es- sich viel leicht anrh eingeredet haben, das; Sie noch eine Lebensgesährtiir brauchten· Sie nnd Jhr Hans sind« nicht verwaist nnd vereinsamt. Jln«e«« Tochter Cornelia hat mich mit Misk trauen lnstrachtet aller e: ist ein herr liches kllkiidchen In ihrem Gliisl werden Sie ein neue-k- Veraniiaen sinden.« ,,Jn ihrem Wink? Wie soll ich dasri oerstehen?« »Da sieht nian’«:s wieder«, snöti telte sie antmiitia »He-lieu Sie denn noch nicht bemerkt, das; zwischen ihr nnd diesem Architekten sich etwas angesponnen hat oder sich anspinnen 1nns3.« ,,dc’ein«, sagte er überrascht »das ist mir nen.« »Nun so lassen Sie e: sich non mir erzählen. Und wenn Sie »se scheit sind, dann sagen Sie Ja nnd Amen zn der Geschichte und hal ten Sie die Kinder bei sich auf dem Schloß nnd srenen Sie sich an ihrem Glück nnd genießen Sie mit davon. Und dann denken Sie manchmal an mich zurück, mit warmer inniaer, Freundschaft nnd sagen können Sie eJ auch meinethalben: Diese Me litta, dieser fremde Vogel da an meinem Walde war doch ein guter Kerl nnd trotz alledem eine anständige Seele.« Schritte näherten sich ausz- der Tiefe des Pal«kes, von der Linden allee her. Sie kamen bisdicht an die kleine Laube, in der Melitta und der Baron saßen. Dann hörte man Cornelias Stimme: »Wie schadl, daß wir nun in den bunten Trubel müssen. Und ob es uns gelingen wird, Papa allein zu sprechen.« »Wenn ihm diese Ueberraschung nur keine unangenebme sein wiid’, meinte Griinwald bedenklich. »Wir brauchen nichts zu fürchten Und wir werden nie voneinander lassen«, sagte das Mädchen »Heler Sie Ihnen iiber die Fra ge doch l)inweg«, sliisterte Melittsi dem Baron zu. Da trat er an das Paar l)era-i, das seine lange Gestalt plötzlich ir schrocken und überrascht vor sich sali. »Ihr wollet den Papa-allein spre chen Kinder?« sagte er. »Nim, was hättet Jhr ihm denn so Wichtiges anzuvertrauen?« »Papa, lieber Papa!« rief Corne lia und umarmte ihn. Er küßte sie auf die Stirn und dann reichte er dem Architekten kräftig die Hand. »Ich freue mich, daß mir dieser schö ne Abend einen so lieben und tüchti gen Sohn zugeführt bat«, sagte er mit großer Herzlichkeit. Jetzt trat auch Melitta aus der Laube hervor nnd aus die Gruppe zu. Verwundert und mit einige-n Argwohn blickte Cornelia auf die Kiinstlerin· Doch Melitta lächel1e und sprach mit einer leichten Rüh rung: »Sie dürfen es mir schon gönnen, daß ich Jhnen als die erste Glück wünsche, und Sie diirfen es mir auch glauben, daß mir Jlir Glück und das Glück des anderen Paares, das sich eben öffentlich der lobt hat, ein wenig über mein Schri deweh forthilst.« »Sie »wollten Freudenthal nei lassen?« srug Cornelia, die Hand der Künstlerin nehmend, die sie ihr hinstreckte. Melitta nickte. »Ja, heute in acht Tagen bin ich in Paris-. Dort Hist jemand, der mich notwendig braucht, Jhr aber seid alle recht, recht glück lich in Freudenthal Es ist der rech-» te Ort für frische, kernhaste Men schen, aber er ist wohl auf die Dauer nichts fiir mich, nichts fiir ei ne unstäte Künstlerin nicht-Z siir eine Vobencieifne.« E n d e. W N»s«-«4 Leute, die 1000 oder mehr Acker Land ,,,,clearen« und kultivieren wollen, zehn Meilen westlich von Pleasanton. 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