Freie Presse Für Texas (San Antonio, Tex.)
May 11, 1908

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Am vorigen Donnerstag hat in Wien der große Gratulationsem pfang der deutschen Fürsten stattge funden. Der Verlauf war ganz pro grammge111ä13. Der Kaiser traf am Donnerstag morgen von Pola in Wien ein, wo ihn die übrigen deut schen Fürsten schon erwarteten, mit tags fand der Empfang statt und abends reiste der Kaiser, er noch ein Diner mitgemacht und das Stündchen der Wiener Sänger angehört hatte, wieder ab. Nicht alle deutschen Fürsten betei ligten sich an der Gratnlationsfahrt, aber doch die bervorragendsten. Die süddeutschen Fürsten waren alle an wesend, selbst der greife Prinzre gent von Bayern, der noch neun Jahre älter ist als Kaiser Franz Jo seph. Von den norddeutschen Fürsten waren der König von Sachsen, die Großherzöge von Weimar, Mecklen-« buta-Schwerin und Oldenburg, der nachdem Herzog von Anhalt und die Fürsten von Lippe und von Schaumburg ge kommen. Was bei dem Empfang ge sprochen worden, ist noch nicht be kannt gegeben und wird auch wohl nicht bekannt gegeben werden, aber auch ohne diese Aeußerungen zu ken nen, macht das Ganze doch einen ungemein sympathischen Eindruck. Denn es dokumentiert zugleich das feste Zusammenhalten der deutschen Reichsfürften mit dem Neichsobers haupt und das herzliche Verhältnis-, das zwischen ihnen und dem Kaiser Oesterreichs besteht. Und diese Do kumentierung ist, wenn man die hi storischen Ereignisse, die zu den heu tigen Zuständen geführt haben-, Re vue passieren läßt, sehr erfreulich. Jnteressant war es übrigens, daß am Tage vor dieser Fürsten-Gratula· -tion der Freiherr von Scher, der jetzige Staatsfekretär des deutschen Auswärtigen Amtes, in Wien ein traf, um mit dem Freiherrn von AehrenthaL dem Leiter der Auswär tigen Politik Oesterreich-Ungarn’s, zu «konferieren. Die späteren Berichte über den Gratulationsempfang haben noch verschiedene Einzelheiten gebracht, die man den früheren Mitteilungen als berichtigend und ergänzend zufügen muß. Jn erster Linie- war die Nach richt, daß der Empfang in der Hosburg stattgefunden habe, falsch, der Empfang fand im Schönbrunuer Schlosse statt, wo sich überhaupt alle Festljxhkeiten des Tages abspielten. Zu der Serenade der« Sänger am Abend war dem allgemeinen Publi kum der Eintritt in den Park nicht gestattet, nur einige hundert Ein -trittskarteu hatte man ausgegeben; in Folge dessen spielten sich, während die beiden Kaiser vom Fenster aus dem Gesange lauschten, am Eingang des Parks allerlei wüste Scenen ab. Viele Hunderte hatten sich am Tore zusammengedrängt, um Einlaß zu Enden und Jänzpften um den Platz. QUV WILL-c Yaslllgcutcugc UULJIU clllcu derartigen Umfang an, daß die Ret tungsgesellschajt zu verschiedenen Ma len eingreifen mußte. Als endlich Ruhe geschaffen war, bedeckten Stöcke, Schirme und Operngläser und an dere Gegenstände den Schauplatz des Tumults. Einen bösen Unfall, der leicht die schlimmsten Folgen haben konnte und für zwei Personen sehr böse ablief erlitt der Großherzog von Baden. Als der Großherzog aus-fuhr, gingen die Pferde seines Wagens durch. Der ;Leibjäger stürzte von seinem-Sitz und wurde von dem Gefährt mit den nicht zu bändigenden Tieren über fahren. Dasselbe Schicksal wurde ei nem Passanten zu Teil. Der Groß herzog selbst entkam unverletzt und setzte seine Fahrt in einem schnell her beigerusenen Fiaker fort. Fürst v. Bülow, der deutsche Reichskanzler ist anläßlich der Jubi länms-Gratulation vom Kaiser Franz Joseph besonders ausgezeichnet wor den. Der Kanzler hat die Brillanten zum St. StephansiOrden erhalten. Der österreichischsungarische Minister des Aeußern, Freiherr von Aehreni that, machte7 dem Fürsten Vülow ans telegraphischem Wege von der Eh rnng Mitteilung Der deutsche Reichstag hat sich bis zum Oktober Vertagt, nachdem er vor her noch schleunigst eine Menge Ge schäfte erledigt hat. Zu diesen Geschäften gehört die Annahme der Vorlage bezüglich des Ausbaus des Bahnnctzes in den asri kanischen Kolonien oder Schutzgebies ten, wie man offiziell sagt, Deutsch lands. Auch die Vorlage, die dem Nordd. Lloyd Subvention fiir die Einrichtung neuer Dainpfer-Linie11 gewährt, wurde angenommen, aber etwas verändert Es wurde die Sub ventionåslinie SingaporesDentschneus guinea gestrichen. Dadurch wird die Vorgeschlaqene Mel)rbewillignng von einer halben Million Mark ans 28(1,0l«) Mart ermäszigt In der letzten Sitzung wurden noch zwanzig kleinere Vol-lagen angenonnnen Der Staatsietretär des Reichska lonicilatiit5, Gebeimer Rat Ternburg, ist am Sonntag nach London abge reift und wird um 16. Mai von Eng land aus nach Südafrika in See gehen. Herr Dernburg wird fünf Wochen in der Kapkolonie verweilen und sich darnach zwei Monate in Deutsch-Siidwestafrika aufhalten, des sen Besuch längst auf seinem Pro gramm gestanden hat. Der Staats setretär beabsichtigt, einen beträchtli chen Teil dieses Schutzgebiets, das durch den mehrjährigen Krieg so schwer gelitten hat, aus eigenem Au genschein kennen zu lernen und die Möglichkeiten der Entwicklung zu prüfen. Dernburg hat sich über den Vor schlag Robert Koch’s, das Großwild in Afrika auszurotten, weil sich vor zugsweise von dessen Blut die Tsetse Fliege, der Erreger der Schlafkrank heit, nähre, durchaus ablehnend ge äußert. Er stellt sich auf den Stand punkt derjenigen, welche in der Ver sammlung der Wildschutzkommission für Deutsch-Ostafrika erklärten, daß durch das von dem Gelehrten gefor derte Verfahren die Krankheit durch aus nicht ausgerottet werden« könnte, sondern daß es eine zwecklose Vernich ltung« des vielleicht nutzbringendsten Teils der asrikanischen Tierwelt be deute· Die unglückliche Eulenburg-Ange legenheit, über die wir schon berichtet haben,« ist in ein kritisches Stadium der Entwicklung getreten. Eulen burg ist jetzt tatsächlich wegen Mein eids verhaftet nnd es ist jetzt gar nicht mehr zu verhindern, daß der ganze Schmutz des Moltke-Harden Prozesses noch einmal an die Oeffent lichkeit gelangen wird, ja vielleicht noch schlimmerer Schmutz. Eulen kuwkiIS Rossi-»Wen« offnfnf mif Ist-l Tatsache hin, daß er seinerzeit unter Eid erklärt hatte, er sei sich keiner sittlichen Verfehlungen bewußt und daß in dem eben verhandelten Prozeß Harden’s gegen den Münchener Re dakteur Staedeler zwei Zeugen Aus sagen gemacht hatten, die ihn, den Fürsten Eulenburg, schwer belasteten und seinen eidlichen Aus-sagen direkt widersprachen. Auf Grund dieses Widerspruchs erhob die Staatsan waltschaft die Anklage des Meineids gegen den Fürsten. Vor seiner Ver hastung wurden ihm jedoch die beiden Zeugen gegenüber gestellt, als sie aber bei ihren in München gemachten Aussagen beharrten, während der Fürst jede Schuld rundweg ableug nete, ordnete der Staatsanwalt seine Verhaftung an. Man kann sich denken, welch’ ein ungeheures Aufsehen diese erregt hat. Und auch Bedauern· Nicht wegen des Mannes, der so Von höchster Hö he in den tiefsten Abgrund gestürzt ist, sondern weil nun diese gräßliche Skandalgeschichte noch einmal durch gehechelt wird. Horden trägt keine Schuld, er würde die Sache aus freien Stücken kaum noch weiter ver folgt haben, so lange sich die Mitglie der der Liebenberger Tafelrunde ruhig verhalten hätten, aber er wur de durch fortwährende Angriffe zum Prozeß gezwungen und in diesem Prozeß mußte er eben, um sich zu rechtfertigen, jene Zeugen vorführen, deren Aussagen Eulenburgfs Verhaf tung veranlaßt haben. Der-Münche ner Prozeß hat mit einem glänzenden Erfolg Harden’s geendet. Abgesandte des marokkanischen Gegen-Sultans Malai Hafid sind in Berlin eingetroffen und werden dort, wie es heißt, empfangen wer den. Es ist nicht recht zu verstehen, wie die Regierung dies tun kann, da sie doch offiziell den Sultan Abdul Azis anerkennt Unwillkiirlich ver gleicht man damit die Art und Weise, wie seinerzeit der alte Krueger von ihr behandelt wurde. Wir billigen ihre damalige Haltung vollkommen, sie war, unserer Meinung nach, die einzig mögliche, wenn Deutschland nicht einen allgemeinen Krieg entfes seln wollte, aber wir sind auch der Ansicht, daß Deutschland in dem vor-. liegenden Falle ganz ebenso hätte handeln sollen. Dieser Empfang der Gesandten erscheint unvereinbar mit den Satzungen des Völkerrechts und muß bei den Signataarmächten des AlgesirassAbkommens, vor al lem bei den Franzosen-»Verftimmm-.g erregen. Es scheint aber, als wenn man in Berlin gar nicht abgeneigt sei, einen Krach herbeizuführen Man scheint den Franzosen nicht mehr fa recht zu trauen. Und im Publikum hat, seit dem soeben erschienenen Weißbuch über Marokko, eine ent schiedene Verstimmung Platz gegrif fen. Man« sagt geradezu, die Regie rung habe sich übertölpeln lassen. Trotz alledem aber können wir die sen Empfang der Gfandten Mulai Hafid’s nicht verstehen. Uebrigens ist die Nachricht, daß Mulai Hafid vernichtet sei,"allem Anscheine nach, falsch, bis jetzt ist sie wenigstens nicht bestätigt worden. Aus Oesterreich sind noch verschie dene Nachrichten gekommen, die nichts JubiliiumsFestliches an sich habet-. Die Studenten der Tier-Arznei-Schn le in Wien haben neulich Krawall gemacht und Polizei und Militär ha ben die jungen Herrschaften erst zur Ruhe bringen müssen. Aus Galizien werden ganz schauerliche Dinge ge meldet. Zahlreiche Personen sollen »Todesurteile« in rnthenischer Spra che erhalten haben. So unter An dern der Erzbischof Bilczewti, der Nektar der Leinberger Universität, Professor v. Dembinski. der Obmann des PolenklubS Dr. Glombinski. sa wie vierzehn hervorragende Persön lichkeiten der rnssophilen Partei. Dann, beißt est-, man habe entdeckt, daß eine Verschwörung existiere, den istndenten SikzynskL den Mörder des- Grafen Potocki, nnd seine Mut ter ane- dem Gefängnis zn befreien. Die Stimmung, die dein jungen Mann das Mordgewelir in die Hand drückte, muß also eine weitverbreitete sein. Der Konflikt mit Ungarn ist vor läufig beseitigt, d. h. man hat· tdie Erledigung der Streitfragen einfach aufgeschoben Das hat man in Oester reich ja immer gern getan. »Das Meiste erledigt sich durch Liegenlas sen«, pflegte Erzherzog Ludwig, der Mitglied der Regentschaft für Kai ser Ferdinand war, zu sagen. Und noch jetzt folgt man zeitweise diesem genialen Grundsatz. Jn Frankreich haben die Munizi palwahlen stattgefunden und soweit man bis jetzt sehen kann, haben die Regierungsparteien gesiegt. Sowohl die Nationalisten als auch die Sozia listen haben Verluste erlitten, Die Berichte sind noch nicht Vollständig und die Situation wird sich wohl noch etwas verändern, aber so viel ist ge wiß: die Wahlen haben gezeigt, daß an ein Zurückgehen der Macht der Regierung, von dem unsere katholi schen Zeitungen immer schwatzen, noch nicht zu denken ist. Englands Premierminister As quith hat neulich das Budget vorge legt und dabei eine Erklärung abge geben, welche die Finanzlage des Lan des als eine ungemein günstige zeigt. Er konnte es sich dabei nicht versagen einige Bemerkungen über die schlechte Finanzlage anderer Länder zu ma chen,die offenbar an die Adresse Deutschlands gerichtet waren. Eng land wird auch vom ersten Januar an eine Alterspension einführen und allen Leuten im Lande, die über 70 Jahre alt und bedriiftig sind, wöchent lich 8120 Pension auszahlen König Manuel von Portugal ist offiziell zum König-proklamir4th wor den und yat den Leid auf oie Verfas sung geleistet. Die umständliche Ce remonie, die im Parlamentsgebäude stattfand, ging ohne Störung»vorü ber. Merkwürdige Nachrichten kom men aus Lissabon über die Verschwö rung, der König Carlos sund sein äl tester Sohn zum Opfer fielen. Es sollen so viele hochgestellte Persönlich keiten in die Angelegenheit verwickelt gewesen sein, daß die Regierung be schlossen hat, Vorläufig weder den Be fund der Untersuchung zu veröffentli chen, noch die Verschwörer gerichtlich zu belangeu. Das Damoklesschwert einer möglichen gerichtlichen Verfol gung soll soll aber ihnen schweben bleiben, denn die allgemeine politische Amnestie, welche König Manuel gele gendlich seines Eides auf die Konstitu tion vor versammeltem Parlament er klärt hat, soll nur bis zum 30. Janu ar reichen, während das Attentat aus König Carlos und Kronprinz Miguel bekanntlich am l· Februar verübt wurde. Die Regierung behält da durch eine scharfe Waffe gegen die ihr nun bekannten Verschwörer in der Hand. Wenn sie mit dieser Politik nur Glück hat! Sie scheint fast ein wenig zu schlau zu sein. Katarrh kann nicht kuriert werden durch locale Applikationen, da sie den Sitz der Krankheit nicht erreichen können. Katarr ist eine Blut- oderCon stitutions-Krank eit und um sie zu hei len, müst Ihr innerliche Heilmittel neh men. alls Katarrb-Kur wird einge nommen und wirkt direkt au das Blut und die schleimi e Oberflä e. HalPs Katarrh-Kur ist eine Quacksalber-Medi in. Sie wurde seit Jahren von einem er hegen Aerzte dieses Landes verordnet und i ein regelmäßi es Recept. Sie besteht aus den besten etc-Tagen Tonika, verbunden mit den bestenBlu einigungs mitteln, die direkt auf die Schleimober läche wirken. Die vollkommene Verbin un der Zwei Bestandteile ist es, was sol wun ervolle Regiltate bei der Hei lun von Katarrh rvorbringt. Laßt Eu Zeuiänisse umsonst geben. F. heney Fa Co., Ei ent., To ledo, Verkauft von allen pothekern, Preis 75c. Hall’s Familien-Willen sind die besten. W ——Jn Mirabel im französischen Departement Dordogne, starb kürz lich ein alter Bauer Namens La vergne, dessen Vermögen aus einige tausend Francs geschätzt worden war. Der Nachlaß besteht, wie sich jetzt her ausstellt, aus drei Millionen Francs m-»»»»Js»»s c;·I»--m« Mosis-um« IW ps H- os-» Alle Schätze mußten aus den Möbeln, Betten usw. hervorgesucht werden ein Testament wurde nicht gesunden. Gegenwärtig ist man damit beschäf tigt, die Ansprüche der Verwandten -.sestzustellen. Lavergne war nicht ver heirathet, sein Verkehr beschränkte sich auf sein Dienstversonal und einige Lieferanten —Jn Paris ist der bekannte Bühnenschriststeller und Novellist Ludwig Halevy gestorben. Er war ein Nesse des Komponisten der »Ju din«. Halevy hat zu den bekannte sten stenbach’schen Operetten, wie »Orpheus in der Unterwelt«, »Schö ne Helena«, »Pariser Leben«, »Groß herzogin von Gerolstein« u. A. den Text geschrieben. Auch eine Reihe anderer Theaterstücke sind von ihm. Später schrieb er viel gelesene No mane, wie ,,Abbe Constantin« u. A. It ist nahezu 72 Jahre alt gewor en. Ging ans den richtigen Fleck. Mr. E. Humphreh, Kaufmann von Omega, O» und Präsident der dorti gen Telephongesellschaften, sagt von Dr. King’3 Neuer Entdeckung: »Sie rettete mein Leben, sie fand den rich tigen Fleck den Sitz meines Hu stens als alles Andere fehlschlug.« Dr. Knng Neue Entdeckung erreicht nicht nur den Hustensitz, sie heilt auch den wehen und schwachen Punkt der Kehle, Lungen und Brust. Garan tiert zu heilen bei Adolph Dreiß und R. thn å Eo., Apotheker. 50 Cis-. nnd 85100 Probeslasche frei Winston Ehurchill, der englische Minister, ist in Dundee zum Parla mentsmitglied erwählt worden« Jn seinem früheren Wablbezirk war er neulich unterlegen HllllllllllU Wle Doppelschrauben Expreszi und Post-Dampfer-Däenft. can New York via Pisa-umt- and Eberbourq uqu Hamburg· »Bli«icher« 14 Mai ,Kaiserin Auguste Victotin« (neii) 21 Mai ,Pretoria· 23 Mai »Teutschland«.».... ZU. Mai. Isi- Yocli Ist-is Sihrsiiar. Neapel a. sanns -Zå1mburq« 14 Mai oltke« Jiini »Bulgari-a« SgAugusL ,Bct-..viq« 0.0 August ,Hamburg« 27. Aignst. 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see-« Lokal-es. Die Konvention dcr Wirte, i die in Galveston tagte, hat die fiel-s genden Beschlüsse angenommen: Z Wir anerkennen die freundliches Haltung der Arbeiter-Parteien ins Texas unserer Organisation gegen-i über, sprechen ihnen dafür unseren; Dank aus und verpflichten uns in—s dividuell, alle Arbeiter-Kandidatens zu unterstützen, die sich für öffentli-! che Aemter anmelden, oder diejenies gen, die von den Arbeiter-Parteien ins Texas endorsiert sind. Jn Erwägung, daß eine praktische Jnkraftsetzung des von der 30. Le gislatur erlassenen Baskin-McGre-s gor Gesetzes ergeben hat, daß es ein ungerechter Eingriff in die Rechte und s Privilegien Derjenigen ist, die i·.n Signor-Geschäft engagiert sind; des-. halb beschließt diese Organisatio11,s ihren ganzen Einfluß aufzubietenJ damit dieses Gesetz von der Legisla tur widerrufen nnd an seiner Stelle ein anderes Gesetz geschaffen wird, welches dem Publikum denselben Schutz und dem Liquorhändlr mehr und größere Rechte und Privilegien zur Führung seines Geschästs ge währt. Jn Erwägung, Daß die Frage der Staatsprohibition jetzt von den poli tischen Parteien und Faktionen des Staates Texas mehr in den Vorder grund gedrängt und agitiert wird und dieselbe für unsere Mitglieder von größter Wichtigkeit ist, deßhalb sei es beschlossen, daß wir die Tatsa ehe wol erkennen und wissen, daß sie schließlich in einer Wahl zum Aus tr»ag»gebr"acht werden muß, und wir c:-.«»..:x sm-» molk-) hmH xuuukgcu »Hu-usu- Tean an, daß wir gegen Staatswo hibition sind und gegen Diejenigen, die sie befürworien; und wir fordern alle Die, die mit unseren Interessen identifiziert oder die mit nns eines Sinnes sind, aus, sich mit uns in eine Schlachtlinie zu stellen und sich in dem bevorstehenden Kampfe mit uns zu vereinigen Jn Erwägung,Daß eine Bewegung unter den Prohibitionisten in Texas im Gange ist, der demokratischen Partei die Prohibitionsfrage aufzu drängen und die Partei zum Verfech ter der Staatsprohibition zu machen, deßhalb sei es beschlossen, daß wir den Gedanken und die Jdee, daß die De mokratie von Teva Prohibition auf ihr Schild schreiben oder als Teil ih rer Doktrinen annehmen wird, als mit den Fundamentalprinzipien der demokratischen Partei unvereinbar, vonuns weisen und daß wir den De mokraten von Texas-empfehlen sich nicht zu Lastträgern für eine Klasse vorn Bürgern herzugeben, die nichtl stark genug ist, ihre Prinzipien und Lehren allein auszuführen Beschlofsen durch diese in Konven tion versammelte Organisation, daß wir die Gesetzgeber, die in unserer nächsten Legislatur Sitz und Stimme haben mögen, ersuchen, solche Gesetze zu erlassen, die für immer die Rechte der Prohibitionisten und Anti-Prohi bitionisten in den verschiedenen Conn Hps bsxiinlisb der Abbnftnnn tmn mußte. Cl j Uns zweit-n Tat-il dar Runda-»for Wahlen über Loeal Option fest- undi gleichstellen. Die Beamtenw l ergab folgendes Resultat; Präsid t, Charles Wer nette von San Antonio; erster Vice Präsident, W. W. Turner von Mar lin; zweiter VieesPräsident, A. A. Gittinger von San Antonio: dritter VicesPriisident, Georg Voß von Hon ston; Schatzmeifter, Georg Kempen von Seguim Sekretär, A. J. Fues von-Sau Antoniox Sergeantsat-arms, J. P. Smith, Seguin. Direktoren: Chas. Wemette, J. J. Norton, Gal veston; E. C. Morressey, Honston«. B. Destva Port Arthur; J. E. Co ker, LampafAT Otto Fisk, Victoria; J. H. Adams-, El Paso. Die nächste Konvention findet in El Pafo statt. Abendmmrhaltnug des Beethoven Mitmenschen Sonntag abend gab der Beethoven f Männerchor eine sehr hübsche Abend nnterhaltung für feine Mitglieder Den ersten Teil bildete ein kleines Konzert. Der Chor sang das ,«Ständchen« von Marschner und das «,,Haideröslein« von Werner ganz vorzüglich, was um so mehr anzuer kennen ist, als verschiedene seiner iMitglieder fehlten. Herr Richard »..Silberstein, der eine schöne sympathi sche Baßstimme besitzt, sang »Die bei den Grenadiere« und »Ich grolle nicht« von Schumann und Herr E. »Ihr-mass spielte mit bekannter Mei ftexfchaft ein Andante aus einem Biolinkonzert von Mendelssohm dem er noch eine Zugabe folgen lassen »von Mofer »Er soll dein Herr sein« gegeben. Es wurde flott gespielt und die einzelnen Partien wurden gut zur Geltung gebracht. Die Rol len lagen m den Händen der Damen, tau Mehrhahn und Frl Adel. g nnd der Herren Paul Rochg und Hugo Moeller Alle entledigt-en Ach äzrer Aufgaben m bester Weise D- iiß kein Ostemdliug in dem Lande der Mut leich tdu uerst kurze Zeit Mermis weilst, Obohasf dirfcho n ei nen Oben Kreis von tdankbaren Freun W it meist deneerltædnhdift goälizene Ge Vrgeg n a n: mei med-Kräuter-Pille, das che Heilmittel, welches sich in allen en von Störun en der Unter e, Leb er und ieren auf das Muse te bewährt hat Heil und Se en den t. Bernard- Brüdern für ihre v M E ndun Die St Bernard z. kPi en."" n allen Apotheke-n zu Ekkquftes« Wohlwollen steigt im Preise, so oft man seiner bedarf. Wung wurde det hübsche Einaktei r k O ZE X JUUU x.—..-«»’7 Soda Crackers, welche so knusprig sind wie gute Soda Crackers fein sollten Uneeda Iiscuit Mit Mahlzeiteu—alä Mahlzeiten——zwiichcn Mahlzeiten In staubfrcicn. gegen s Fruchtigkeit geichüyten Vackcten. NATlONÄL BlScUlT cOMPANY G ØHØ O IF l O Gegen Staatsvrohibition s Jn Dallas ist das ,,North Texasi Busineß Mens Democratic Anti PrH hibition Campaign Committee« qu sammengetreten, hat John L. Worth-1 am als Kampagnefiihrer erwählt und den folgenden Erlaß veröffentlicht: An die Demokratie von Texas: s Wir glauben, daß die Gesetze von Texas, die den Liquor-Handel regu lieren, die beste Basis für ein System bilden, um den Nachteilen und Schäd lichkeiten dieses Handels zu begegnen; deshalb sind wir für Local Option, weil sie jedem County und Distrikt Selbstregierung gewährt und erklä ren uns zu Gunsten des Baskin-Mc Gregor Gesetzes, weil durch seine Jnkrastsetzung der Liquor- Handel in denjenigen Gemeinden reguliert wird, wo das Local Option- Gesetz nicht existiertund deshalb side wir dagegen, daß eine Wahl über Staats prohibition angeordnet oder den Bürgern ein diesbezügliches konstitu tionelles Amendement vorgelegt wird. Erstens» Weil dadurch eine Kon croverse yetvorgerusen wird, me ge fährlich für den Frieden und die Ge schäftswohlfahrt des Staates ist und die im Jahre 1887 entschieden wurde und zwar zu Gunsten der Local Op tion. J Zweitens. Weil das System zur Regulierung des Getränkehandels, wovon das Baskin-McGregor Gesetz ein Teil ist, hinreichend demonstriert hat, daß dieser Handel reguliert und kontroliert werden kann und daß der regulierte Handel dem heimlichen entschieden vorzuziehen ist. Drittens-. Weil es zu dieser Zeit, rvo der Staat mit Verhältnissen zu kämpfen hat, die die kommerzielle und industrielle Fähigkeit suspendierten, ivii enswert ist, daß wir zu den ru igen und prosperierenden Zei ten, die durch die kürzlichePanic so säh unterbrochen wurden, zurückkeh ren-und es die patriotische Pflicht ei nes jeden einsichtigen Bürgers sein sollte, sich von einer Kontroverse und Agitation abzuwenden, die der Natur der· Dinge nach den Staat in einen Aufruhr versetzen muß, der den Frie den des Staates bedroht und County gegen County, Gemeinde gegen Ge meinde, Bürger gegen Bürger, Nach bar gegen Nachbar aufhetzt. Deshalb fordern wir alle Demo traten von Texas auf, sich mit uns zu vereinigen, und uns ihre tätige Unterstützung zu leihen in dem Pro test gegen eine Bewegung, die den Staat in Aufregung versetzt, den Frieden stört und die Rückke— r zu Ruhe und Wolfabrt auf unabsi- ban Zeit hinausschiebt Folgen die Unterschriften der ange sehensten Geschäftsleute verschiedener Städte. -—-O-.O-—-— Aus Wien meldet man: Zu ei nem Riesenskandal wächst die Asfäre des päpstlichen Grafen Veits aus, dessen Stieftochter, welche Veits zur Führung eines lasterhaften Lebens anhielt, sich in der Donau ertränkt hat. Die neuerdings bekannt gewor denen weiteren Einzelheiten haben die größte Sensation erregt. Der Stiefvater, welcher in den Kreisen der Lebewelt sehr bekannt ist und seit langem in den Händen von Wuche cern war, benutzte eine ihm verlieh-sue Tabaktrafik zum Kuppelplatz für ehe nalige Offiziere. Die Tote war die Tochter eines- hochgestellten Kavaliers. Es ist nunmehr ein Tagebnch der Un Zliicklichen ausgefunden worden-. M die darin enthaltenen Aus zeichnungen werden viele Adelige chwer kompromittiert Jm mexikanischen Staate Ener cero will man größere Lager von llranpecherz, aus dem Radinm her Jestellt wird, gefunden haben» Be tätigt sich die Nachricht, dann würde Mexiko einer der größten Nadium Broduzenten der Welt werden. Jm Gefängnis der rnsfischen Stadt Kiew sollen 200 Gefangene un Typhus gestorben sein. W Geld zu verleihen Emerson F To., 321 West-Commene Straße. Pfandleiher und Juweliere. Bar Iains in verfallenen Psändern. A l l e r l e i. Jm Bundesgericht ist die Klag( von H N. Morris, Massenverwaltet von Woods National Bank gegen J. M. Nix zu Gunsten des Klägers entschieden worden. Nix hatte eine Note fiIY die Bank zum Betrage von 83500 unterzeichnet, behauptet aber, das Geld nie erhalten, sondern die Note nur aus Gefälligkeit ausgestellt zu haben. William S. Conant von St. Louis, der während dieses Termins des Bundesgerichts wegen Fälschung einerPostanweisung zum zweiten Ma le prozessiert werden sollte, ist gestor ben. Beim ersten Prozeß im ver gangenen Jahre konnte sich die Jurh nicht einigen und da Conant leidend war, entließ ihn Richter Maxey ohne Bürgschaft. Am 14., 15. und 16. tagt hier die Staatskonvention der »Tra velers Protective Association os Texas«. Es werden zwischen 750 bis 1000 Besucher erwartet. Carl F. Michel und Frau, geb. Veltmann, feierten am Sonntag in ihrem Hause 228 Elm Straße im Kreise ihrer drei Kinder, fünfzehn Enkel und einer großen Anzahl Freunden ihren 50. Hochzeitstag. Der Jubilar kam im Jahre 1854 nach San Antonio und etablierte sich als Axkxäth EIN-us C»cn»1 Ida-Thus hor vg,·uq,·s »I— p- Use-» heiratete er sich Vor mehreren Jah ren zog er sich vom Geschäft zurück, es seinem Sohne Adolph überlassend. Am 4, ound 6. Juni veran staltet der Turnverein einen Bazaar. Das Arrangement liegt in den Hän den der Damen. Dem hier morgens 7 Uhr ab fahrenden Frachtzuge nach Kerrville ist jetzt eine Passagiercar angehängt Der Zug kommt um 12. 80 in Kerk ville an," fährt von Kerrville um 1·80 mittags wieder ab und trifft um 7 Uhr abends hier ein. Jrgend ein Witzbold hat sich den Spaß geleistet, das Buggy des Rev. W· S. Tomen, das vor der Trinity Methodistenkirche stand, wäh rend der würdige Herr predigte, mit einer alten schädigen Dray zu ver tauschen. Wunder, daß er das Pferd nicht auch mitgenommen und eine alte Kracke zurückgelassen hat. Herr Louis Kunkel hat mit seiner Familie eine Reise nach der alten Heimat angetreten Er gedenkt sich, mehrere Monate dort aufzuha".lten Wir wünschen ihm und den Seinen viel Vergnügen ——·Am Sonntag veranstaltete der Deutsche Männerchor ein Picnic im Madaraz Park, das gut besucht war und sehr erfolgreich verlies. Jm Grundeigentumsgeschäft wurden vergangene Woche 8221.894 umgesetzt Der Preis des Druckpapieres ist seit den letzten zehn Jahren um beinahe 3314 Prozent gestiegen. Cul. Ort-cu- stcljclls Ucc CUUUPL· spieler oft nicht auf der Bühne, fons dern zwischen den Kulissen. Seit über 60 Jahren schon wurde Mrs. Winölow’s Sooth ingsSyrup Von Millionen von Müt tern beim Zahnen der Kinder ange wendet. Wirst Du im Schlafe durch das Schreien eines Kindes gestört, das im Bahnen ist und vor Schmerzen weint? Wenn so, lasse sofort eine Flasche von ,,Mrs. Winslow’s Sooths ing-Syrup" holen. Sein Wert ist unbezahlbar. Es wird dem kleinen Leidenden sofort Linderung verschaf fen. Verlaßt euch darauf, Mütter, es ist kein Zweifel darüber. Es heilt Diarrhoe, reguliert den Magen und die Nieren, beseitigt Wind-KOM, er weicht den Gaumen, verhindert Ent zündung und stärkt das ganze Sy stem. ,,Mrs. Winslow's Soothing Symp« für zähnende Kinder ist an genehm im Geschmack; das Rezept stammt von einem der besten weibli chen Aerzte in den Ver. Staaten· Es ist bei allen Druggisten in der ganzen Welt zu haben. Preis 25 Cents per Flasche« Kauft nichts anderes als ,,Mrs. Winslow’s Soothing Syrup.« Garantiert unter der Food and Drugs Akte, 30. Juni 1906, Serinl Nummer 1098. "Der Vackfischkastcu. Eine fröhliche Sommergeschichte von FedorvonZobeltitz. (ertsehung«) Endlich hatte auch derletzte Gast das Schloß verlassen. Nur noch ein dicker kleiner Herr mit pausbackigem Gesicht und vergnügter Pontaknase war zu rückgeblieben, stand bescheiden an der Wand und hielt sich einen fast prähi storisch ausschauenden Zilinderhut mit ungeheuerlicher Krempe genau vor den Magen. »Na lieber Finck,« sagte der Gene ral zu ihm, ,,haben Sie keinen Wa gen »Untertänigst nein, Herr General,« antwortete der Rentmeister und die nierte, ,;inden1 daß ich nämlich die Pferde bei sogenanntem Mistwetter auch lieber im Stall lasse, als daß sie die Mauke kriegen. Aber ich habe ei nen Schirm draußen stehen, Herr Ge neral, dies ist ein taftiger Schirm indem daß ungefähr ein halbet Ba talljon darunter Platz findet. Da tut mir auch der entfamigste Regen nix, wenn ich diesen Schirm aufspans nen tu’«. ,,Lieber Finck, Jhren Schirm in Ehren,« meinte der General lächelnd, »aber der Regen kommt nicht immer von oben, sondern auch von der Seite und selbst von hinten und kriecht daL in den Kragen hinein, unddas ist zu- weilen unangenehm Also machen TSie keine Geschichten und essen Sie mit uns. Halb und halb gehören Sie ja mit zur Familie. Wie lange sitzen Sie nun schon auf Hohenwarte?« ,,Einunddreißig Jahr-, Herr Gene ral; dazumal hatte nämlich die alte Exzellenz gnädig grade Hohenwarte erstanden, indem daß der verfluchte Bredullje mit einem Schlage sozusa gen ein Ende gemacht werden sollte Diese Subhastation war ein Meister streich vor sich, Herr General; dies nenne ich heute noch so, obschon daß ein Subhasta gewöhnlich den Geruch des Klütrichten an sich trägt, was aber doch mannigmal anders is. Ein unddreißig Jahr, Herr General. Das sagt etwas. Und habe mich inc mermit allen Lehns in gutem Har monium befunden, auch mitdemHerrn Geheimrat selig, was sein besonderes Verdienst hat, möchte ich sagen, denn es war schwer mit ihm. Es war schwer mit ihm, indem daß er gar zu leicht krawallkigwurde, und wenn er koller te, Verlor er seine Bonität. Ach ja!« Der Rentmeister hatte seinen vor sintflutlichen Cylinderhut bei diesen Worten vom Magen genommen und auf die rechte Hüfte gesetzt. Das merkwürdige Kleidungsstück siel dem General erst jetzt auf und schien ihn lebhaft zu interessieren. »Geben Sie mal Jhren Hut her, Finck,« sagte er; »so-und nun wird der Hut versteckt, damit Sie uns nicht vorzeitig entwischen.. Gott, was ist das für ein Hut. Der hatsicher auch schon seine dreißig Jahre hinter sich. Aber sehn Sie, Finck, grade das ge fncfc mZI ms LIIUs c-«s-c»»« Hut lächerlich finden; ich habe eine gewisse Ehrfurcht vor ihm. Er hat etwas Kulturgeschichtliches an sich.« «Oho, Herr General-Ober meinet wegen: so sei’s. Was alt geworden is, kann man schließlicherweise alle weil aus dem Perspektivum der Kul turgeschichte ästimieren; so auch diesen Hut. Aber mit Verlaub, Herr Gene ral, er ist noch älter. Er stammt noch aus dem Jahre 1822, indem daß mein Vater ihn "dnnnemals in Pyr mont gekauft hatte. Das will 'was sagen. Jch habe ihn heute ausgesetzt, nicht aus gesellschaftlichetn Glanze, sondern wegen meiner Frau, die sag te, zu einem solchen Begräbnis gehört ein Eylinderhut nnd sagte ich sollte mir einen solchen in Riegnitz kaufen. Dies tat ich aber nicht, sondern suchte diesen hervor-. Er ist noch immer honorig.« »Das ist er, Finck Und schließlich: unser Herrgott schaut nicht auf den Hut: der schaut in’,«3 Herz. Was macht denn Jhr Mädelchen, Jhre Käte?-« Da lachte es über das ganze dicke Gesich des Rentmeisters. Er machte noch einen Kratzsufz. H-— sagte er, »ich danke. Sie macht mir viill Freude, ist niitlicht nnd lernt «-.,1lntertänigst, Herr General,« ’was. Jndem sie nnn sechzehn gewor- den Is, hab« ich sie zn Hienjaln in dem J sogenannten Vackfischkasten 1n Biitzow untergebracht.Her1 General wissen! schonst.« i ,;Jch weiß, ich 111eisz,« entgegnete? Lehn lachend, »in der Schröterschen Pension— —na, da ist sie gut anf gehoben. Jch hätte nicht übel Lust snieine Anna— —aber zunächst zu Tische, Finck——wir können nachher immer noch ein bißchen plaudern Hasenpfeffer—Paul mein Junge, guck dich mal nach dem Hasenpfeffer um und frage, ob angerichtet ist. Der kleine Kadett raste davon und kehrte auch bald, die Absätze zusam menschlagend, mit der Meldung zu rück: ,,Zu besehlen, ja, Onkel Gene ral; Hasenpfeffer steht schon neben der Suppenterrine nnd hat die Kelle in der Hund« »Also allons, Basen und Vettern,« rief der alte« Herr;,,geh’n mir zn Tisch Das war Landessitte Jedem Be gräbnis folgte ein Frühstück oder ein Diner. Der General reichte Bertlipp chen den Arm; derRechtsanwalt nahm sich Tante Rikchen und Oberst Jüttner die Tante Fiekchen. Otto, der Leut nant, verbeugte sich vor Anna und fragte: Schönes Fräulein, darf ich’s wagen—?« »Das ist ans dem Faust, Otto,« entgegnete Anna; »Wenn du schon etwas Klassisches sagst, muß esetwas weniger Bekanntes sein.« »Klassisch, oder nicht. Jch habe so viel auf dem Herzen, daß der Kopf nicht mehr mit will. Ach, Annchenl« »Jeses Otto, wie kann man laut seufzen! Wenn das nun einer gehört hättet« »Dann wär’s noch so. Anna, mein Schatz, weißt du was-? Jch möchte nachher mit deinem Vater sprechen Jhr Arm zuckte m dem seinen. Sie wurde zuerst blaß, dann rot und flü sterte zurück: »Willst du wirk lich Fortsetzung folgt-) Das beste Klima der Welt ist nicht frei von Krankheiten, Fieber in höheren, Malaria in niederen Ge genden mag herrschen. Klima-Ein- I flüsse zu überwinden, Malaria, Gelb sucht, Fieber und Schwäche, ist Elec trie Bitters das beste Mittel, das Ge genmittel jeder Form von Schwäche und Nervosität. Unter Garantie ver kauft bei Adolph Dreißnnd A. Cohn 8x Co. 50 Ets. Jn Montgomery, Alabama, hat ein Jteger namens Joseph Ken nedy seine sieben Kinder in sein Haus eingeschlossen und dann das Haus in Brand gesteckt. Fünf von d’en Kin dern sind in den Flammen umgekom men, die andere beiden wurden geret tet. ?—.-c.-O-.-s Der Mai. Als Wonnemonat galt der Mai Ia schon zu alten Zeiten, K-0c.-—Z«-f m- -s.«·. »Z Jä"ihä"iddh"i"z"ü"keisi"tcåf Früh morgens ging die Jungfrau aus Im Maientan zu baden. Nun, wenn’s ihr nichts genützet hat, Es konnt’ ihr auch nicht schaden. Jn England zogen sie hinaus, Den Maienbanm zu pflanzen Und abends ans dem Wiesenplan Um ihn herum zu tanzen. Tennyson singt: Weit schöner strahlt Im Mai der Taube Auge, Und weiter, daß der ganze Mond Zur Lieb’ besonders taugt-. Jn der ,,Waltiire« singen sie: »Daß Winterstiirmc weichen Dem Wonnemond«, doch schützt er dort Nicht vor den Todesstreichen. Doch manchmal täuscht er uns auch schr, Besonderlich im Norden, Wo es um diese Zeit noch ost, »Maikiihle« ist geworden. Doch hier im Süden wird cr uns Mitunter etwas schwüle, Und sehen wir uns dann wohl nm, Nach etwas, das uns kühle. Eiswasser macht so schcappcrich, Eigeteme verditbt den Magen, Wir wollen etwas lriistiges, Das ioird uns mehr behagen. Doch sieh, da ist dasspLonc Stat B i e r! Was suchen wir noch weiter, Drum setzt Euch in den Schatten hier Und kneipt vergnügt nnd heiter. Das Lone Star Bier ist Maicntrank Jin Texasland, dem weiten! Ob’s warm, ob’s kühl, das gilt uns gleich, Wir trinkens aller Zeiten. ——OO.— Für 83.00 iiach Deutschland. Deutsch amerikanische Zeitungen werden im alten Vaterland mit gro ßem Jnteresse gelesen, weil sie sich frei aussprechen und häufig von drü ben mehr Neuigkeiten und Nachrichten J bringen, als die deutschen Zeitungen selbst. 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