Freie Presse Für Texas (San Antonio, Tex.)
October 8, 1886
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D i e Tägliche Freie Presse erscheint mit Ausnahme des Sonntage und kostet 10.00 fär das Jahr Aoder 82.50 für 3 Monate. Jahrgang 22. »J» v »W- -N M C X
I xkgz Tägliche Ausgabe. San Antonio, Freitazxx den 8. Oktober 1886. Die Wöcheutliche Freie etscheivt je d e ti D o n n e r and kostet 82.50 das Jahr oder U; Monateiu Versuche Nummer 13 :I:-. woLPsoU-s MAMMVTII-sToI-Es für das Lager der Herbst- und Winter-Saison von 1886-87. Kleiderstosfe In den verschiedensten Farben Und MUftern, wie Shouda» Cloth, Kameelhaar, Serge, Tricots, Melange, ganzwollene Sackings, Cashmeres, Debejes, Pongee u. f. w. Prächtise Seide, einfach und in allen neuen Farbens» Kleiderflanelle, Gilbert Flanelle, Jersey Stripes, solide und broeaded Sammet, Plüsch u. s. w. Besonders werden erwahnt: Embroidered Rohen, Combinations-Anzüge und gewürfelter nnd gestreifter Sammet. Die Damen sollten sich ferner erinnern, daß bei Wolffon eille Brakds Ommneute nnd sonstige Artikel zu finden find, die zum Verzieren dienen, sowie Cashmere Scarfs und clegante Fischus. Ist- kqs-Gsakckqkohe. 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Und denken Sie nicht, daß mich der Ge danke bedrücke, auch weiterhin zu be rufsmäßiger Arbeit genöthigt zu sein,—— die Aussicht, der Schuldenlast entledigt mit freiem Gemüthe in einen Beruf ein treten zu können, ist wohl geeignet, mir solchen DruckGom Her en zu nehmen. Machen Sie das Maß hrer Güte voll, indem Sie die Ausführung meines Wunsches übernehmen und verpflichten Sie dadurch noch einmal wie schon so oft zur innigsten Dankbarkeit Jhre ec. Luch hatte mit fliegender Feder, ohne eine Pause des Besinnens geschrieben. Sie athmete hoch auf, als sie geendigt hatte, siegelte und adressirte ihren Brief und derwahrte ihn an i rer Tasche. Erst als sie ihn eine Stand später dem Posiboten selbst übergeben hatte und ihn aus dem Wege wußte, legte sich ihre Aufregung und machte der natürlichen Abspannung Platz. Es war ein schweigsamer Kreis, der sich nach einigen Stunden zum Mitags mahl zusammenfand. Else war die ein zige, die den Versuch ·machte, ein Ge spräch in Gang zu bringen, das aber nach einigen Fragen und Antworten wieder ins Stocken gerieth. Zu Ende der Mahlzeit wurde der Freifrau eine Depesche überbracht, die nur die kurze Meldung enthielt: Hoffe um 7 Uhr bei euch zu sein. Dein K. Das ist eine er freuliche Nachricht, sagte sie mit einem Seufzer der Erleichterung, indem sie das elegramm an Ulrich weitergab. Sie fürchtete ihren Bruder, denn er war selten mit ihr zufrieden, und sie fürchte te vor allem die Art und Weise, die er hatte, sie mit ihrem Gewissen in Kon flikt zu bringen. Jn diesem Augenblick aber erschien ihr sein Kommen als eine Erleichterung und war-d mit Freuden begrüßt. Ulrich, der selbst daran ge dacht hatte,«2.uthesi enz zu reisen, um III L-- Q- bonI-II In svfissssn sag »Is- Ivaty »so-i san-us g- und nur durch den Wunsch seiner Mut ter davon zurückgehalten worden war schöpfte neue Hoffnung aus seinem Kommen, er hätte wohl selbst nicht angeben können, warum. Eise hoffte, daß seine Anwesenheit die gedrückte Stimmung beleben werde, und nur Margarethe fühlte aus natürlichen Gründen eine Scheu, ihm gerade jetzt entge en zu treten. Stand vielleicht sein omnien im Zusammenhange mit dem Briefe, den sie heute erhalten? Langfam verstrichen die Nachmittags stunden bis zur Ankunft des erwarteten Gastes. Jedes hielt sich auf seinem Zimmer, vergeblich bemüht, die Gedan ken durch angemessene Beschäftigung von dem Punkte abzulenken, aus den sie doch unablässig zurückkamen. Gegen Abend fanden sich nur Luch und Else zu dem gewohnten Spaziergang ein« der von ihnen wie eine Aufgabe, der sie sich nicht entziehen mochten, ohne die gewöhnliche lebhafte Unterhaltung zurückgelegt wur de. Bei ihrer Heimkehr fanden sie den Oberst bereits angelangt, aber obgleich er Weltmann genug warj um an sich keine ungewöhnliche Erregnng durchdlisi cken zu lassen, so fand doch die leichte e füllige Unterhaltung, die er so tres ich u führen verstand, heute nur wenigs nklang bei den sorgenvollen Znhörems Die jungen Leute wußten nicht, was ihn hergeführt habe, jedes hatte darüber sei-s ne eigenen Gedanken-Jedes aber wuß-« te auch, daß sie erst Ausschluß erhalteni würden, nachdem er sich mit ihrer Mut-s ter ausgesprochen hatte, und bis dahini ward es ihnen schwer, in einen leichten Gesellschaftston einzustimmen. Das Abendessen war heute, aus be sondere Anordnung, früher als sonst servitt worden, und nach demselben zog sich die Freisrau aus ihr Zimmer zu rück, gefolgt von ihrem Bruder, die jun gen Leute sich selbst überlassend. Sie hatte sich mit Anstrengung aufrecht ge halten, bis sie die Schwelle überschritt, da aber schien sie die Kraft zu verlassen. Ein nervöses Zittern durchsuhr ihre zGliederlund ein heftiger Schmerz nö thigte sie nach der Lehne des zunächst stehenden Sessels zu fassen und sich krampshaft darauf zu stützen. Der Oberst, erschüttert von diesem unabsichtlichen Zeichen eines tiefen See lenleidens, bot ihr den Arm und führte sie mit mehr Sorgsamkeit als gewöhn-» kichkzum Sofa, wo sie erschöpft nieder-’ an Beide schwie en eine Weile. Dann begann der O erst zögernd: Jch weiß nicht, Sophie, ob der gegenwärtige Augenblick geeignet ist O sprich nur, sprich nur, Konradl fiel sie ihm ins Wort. Sage, was dich hersührt. Es kann nichts Schlimmeres fein, als was ich dir zu sagen habe. So hast du von Marwitz gehört? Heute früh. Der Oberst langte über den Tisch, griff nach einem elfenbeinernen Feder halter, der auf dem silbernen Schreib zeuge lag, unddrehte denselben spielend zwischen den Fingern. Er war erschro cken über die geisterhafte Blitsse des Ge sichts, das sich ihm gegenüber scharf von dem Hintergrunde der dunklen Samt ki ·en abhob. Indessen bot sich kein ittel, sie zu schonen, er sah sich genü ähigst fortzufahrem Was schreibt er ir Er benachrichtigt mich, daß ihm der Rechtsanwalt der Mrs. Manfred die Mittheilung macht, daß er jetzt in den sStand gesekt fei, ihr Erbrechtzu bewei en. Zu beweisen! das heißt, mit Hilfe eines Zeugen, den er vergeblich sucht! Die Freifrau schüttelte den Kopf. Marwitz selbst meint, daß die Ermittes lung des fehlenden Arztes keine unüber steiglichen Schwierigkeiten bieten könne. Er räth zum Vergleich. Zum Vergleicht rief der Oberst hef tig. Meint er, unsere Gegner seien sol che Narren, jetzt auf einen Vergleich einzugehen? ——Sie haben sich bisher nicht von dieser Seite gezeigtt Die Zeit zum Vergleich ist vorüber, Sophiel Frau von Ellern zuckte die Achseln und sah ihn ängstlich fragend an. Aber doch scheint der Vergleich das einzige Mittel, uns wenigstens einen Theil un seres Eigenthums zu rettenl Eigenthumst wiederholte ihr Bruder und seine Lippen vorzogen sich zum Lit cheln (Fortsehung solgt.) Ueber viele Meilen erstreckt sich das Miasma oder die vergiftete Luft, die malarifche und typhöse Fieber erzeu gen. Wo sich stehendeö Wasser befindet, in dem Pflanzensioffe oder Abfall irgend welcher Art verfaulen, da werden, so gewiß wie die Sonne aufgeht, die Keime des Wechselsiebers, des Schüttelfrostes und anderen endemischen mala rischen Krankheiten erzeugt. Jn H o st e t t e r s Ma g e n bitte rs wird uns ein Mittel gegen diese vergiftete Lust eboten, welches sowohl die Zuziehung als die iederkehr solcher Krankhei ten verhütex Selbst bei den Ausgrrgiungennm Pllllllcllll scattuh Ull tauml-sug- Caritas-quas nicht nur bösartig, sondern auch tödtlrch aus treten, haben sich Zostetters Magenbitters als ein unvergleichli es Schnknrittel bewährt. Nicht nur bei Fiel-ern, sondern auch bei Ber dauungsstörungen, Unregelmäßigkeit der Leber absonderung und des Stuhlgangs, bei Rhea matisrnns und Unthätigteit der Nieren und der Blase, ifi es sehr wirksam. Es neutralisirt die Folgen der Ermüdung, der Feuchtigkeit und der Witterungs Einflüsse. Selbstnrord einer Mai-apum Ueber den Selbstmord der Prima donna des Berliner Walhalla-Theaters Fri. Eugnie Erdbsv, wird von dort ge schrieben: Die Künstlerin wurde Abends schwerverletzt und blutiiberströmt im Thiergarten gefunden. Eine Schuß wunde in der Schläfe und ein Revolver in der Hand, tlärten die Behörden sofort über die Art der Verletzung und die Weise auf, wie die Künstlerin zu der selben kam. Sie wurde nach der Cha ritö gebracht, wo sie am nächsten Tage starb. Fräulein Crdäsh war eine bild schltne Ungarin und mit einem jungen Aristokraten verlobt, mit dem sie am Tage vor dem Selbstmorde eine erregte Auseiuandersetzung gehabt hatte. Darin dürfte das Motiv für die That liegen. Jhre Leiche wurde in heimis er Erde, in Budapest, beigesetzt. Von ort wird geschrieben: Wer die bildschdne junge Künstlerim deren Carriere glänzend nach aufwärts führte, von früher kennt, Pätte sie kaum einer solcheen That für ähig gehalten. Das hiesige Publikum erinnert sich noch ganz wohl des Fräul. Erdösv und ihres Wirkens am Volks theater. Die überaus sympathische Er scheinung der jungen Künstlerin wirkte in manchen Rollen, wie Z. B. in ·sze kely Kutnlin’, geradezu leudend. Ein Engagement, das die Sängerin nach Berlin brachte, schien eine gläu zende Zukunft anzubahnen. Sie ge wann als Mitglied des Friedrich Wil helmstädter Theaters sich die Gunst des kritischen Berliner Publikums im Stur me und gehörte bald zu dessen erklärten Lieblingen. Als Fräul. Erdösy ihre Vaterstadt Kanisza während der Ferien besuchte, wurde sie dort enthusiastisch gefeiert. Noch vor Kurzem gastirte sie in Baden und kehrte an Erfolgen reich nach Berlin zurück. Dem Schmerz über den Verlust der jungen Künstlerin und über die tragi sche Ursache ihres Todes verleiht das »Berl·iner Tagblati« in den nachstehen den tiefgefühlten Worten Ausdruck: Eine Rose gebrochen, ehe der Sturm sie entblättertt Ein Mädchen, gefällt in der Blüthe der Jahre! Sie hat Tausen de erfreut mit ihrem unschuldigen La chen, hat Jedermann entzückt mit ihrer silbernen Stimme! Die rauhe Noth des Lebens ist niemals an sie herangetreten, der Kampf ums Dasein ist ihr nicht lä-: stig geworden. Fast schien es, als hätJ ten die zwölf gütigen Feen alle Gaben in ihre Wiege gelegt und der dreizehnten glücklich den Weg versperrt. Aber der Schein trügt; ein Augenblick voll Angst, eine Erkenntniß voll Schrecken, und ein Seufzer-die unglücklich Glückliche istl nicht mehr, sie ist heimgegangen ins ein l besseres Land, wo es nicht Irrthum, i nicht Treubruch gibt; dem schönen Leib i entfloh eine schönere Seele, um vor den irdischen Tücken und Stricken eine Zu flucht bei dem Weltgeist zu finden. Es ist nur ein Mädchen, nur eine Künstlerinz freilich, es ist eine alte Ge-l schichte, doch bleibt sie täglich neu, und wem sie just passiret, dem bricht das Herz entzwei. Was derarmen, jungen, makellosen Sängerin begegnet ist, es wiederholt sich alle Tage, bald laut und geräuschvoll, bald in der Stille der Nacht. Ueberall naht der Unschuld der Verfüh rer, und das Laster, es trägt ein goldenes Gewand. Wie vertrauensselig ist nicht das Mädchenherzl Es klammert sich um den Mann ihrer ersten Liebe wie der rankende Epheu um den Stamm der» Eiche. Sein Wort ist ihr heilig, sein Versprechen ihre Bibel. Der Wurm des Zweifels nagt nicht an ihrem Busen, die Schlange Mißtrauens naht ihr nicht. Sie lacht, sie spottet, sie tändelt in ihrem reinen Glücke. Denn der Glaube ist ihre Lebenslust. Wie, Er sollte nur spielen, Er sollte der Untreue fähig sein? Nimmermehrt Denn könnte dieser Mund lügen, könnte dieses Herz fre veln, die Sonne wäre Nacht und die Welt ein Lügenmeert Und nun hat sie doch daran glauben müssen, glauben, daß ihr Glück ein Irr wahn war, glauben, daß der Schwur in die Luft gesprochen, glauben, daß sie verrathen und verlassenl Armes Weib! Sie war ,,vom Stamme der Afra, wel che sterben, wenn sie lieben l« Er aber, der sie in den Tod getriebenfer lebt und wird leben, geachtet in der-Gesellschaft die sich die gute nennt, wohlgelitten von seinen vornehmen Standesgenossen, vielleicht noch ausgezeichnet und umwor ben von den Frauen, die erhoben die nackten Achseln iucken über die Limber lichkeit einer Bühnenprinzesfinl Was war sie denn? Theaterblutl Was hat te sie denn für Rechte an ihn? Sein Versprechen, sein Wortst Aber wie kann ein bürgerliches Weib einen Grafen be gehren? Sie ist gut zur Liebe, aber nicht zur Heirathl Liebesschwüre, das mußte fie wissen, hört Jupiter nicht, sag ten schon die Alten. Das ist die Moral der guten Gesell schaft, derselben Gesellschaft von aristo kratischer Ehre, die den Stab bricht über die Entstttlichung der Massen und den Bann schleudert wider die Enichristli chung der Zeitl Fa, wäre es noch ein Ehrenschein geween, den man einem Geldleiher berpfändet hat sein Ver fall wäre dem Aussteller verhängniß voll geworden; kein Graf hätte mehr mit ihm verkehrt, kein Offizier ihn in der Armee geduldet. Aber das heilige Versprechen, das gräfliche Ehrenwort nur einem liebenden Mädchen gebrochen, nur ihren edlen Glauben getäuscht, nur ihr Glück zertrümmert und ihr Leben vernichtet, pah, das schändet keinen vor nehmen Mann, das heftet keinen Flecken auf seine Ehre, das drückt ihm kein flammendes Brandmal auf. Denn was man einem- Wucherer auf Ehre verspricht, freilich, daß muß gehalten werden; aber was man einem unschul digen Mädchen fchivbtt, einem bürgerli chen Mädchen gar vom Theater, das zu erfüllen, ist eitle Thorheit, ist ein Ver stoß gegen die Standesfitte. Und dieser Sitte ist die Künstlerinn zum Opfer gefallen. Wie schrecklich muß ihr die Entdeckung gewesen sein, daß all’ ihr Sehnen, all’ ihr Denken nichtige Trugbilder sein sollten, in wel chen Abgrund muß sie der vorgeschobene Verdacht ihrer eigenen Untreue geschleu dert habenl Nicht genug, daß ihr die Treue nicht gehalten wird, muß fie selbst noch der Schande besichtigt wer den. Wäre sie gewesen, wessen sie be schuldigt wurde, um dem Treubruch einen Schein von Berechtigung zu ge ben, sie hätte gelacht und sich dem La ster in die Arme geworfen. Aber sie war rein und schuldlos, so rein und unnahbar, daß sie dem Leichenmesser ihre Rechtfertigung befahl. Den Glauben an die Menschheit verloren, das Herz gebrochen, das Glück geknickt, so schloß sie die Augen, und i r letzter Athem brachte nicht einmalei en Fluch auf die Lippen. Ruhe in Frieden, arme Sängerin! Die aber ergriffen an ihrer Leiche ste hen, die mögen die »gute Gesellschaft-« fragen, ob sie befugt ist, über die Sit tenlofigkeit der Massen zu schelten. Und die die Zunahme der Selbstmorde beklagen und auf einen Mangel an Re ligion zurückführen, die mögen sich fel ber die Antwort geben, auf welcher Seite mehr Religion, auf der der Künstlerin oder ihres treulofen Ge liebten. Und die mit pharifäifchem Hochmuth von den Arbeitern sprechen, und die kriminelle Bestrafung des Kon traktbruches verlangen, die mögen doch prüfen, was strafbarer fei, der Bruch des Arbeitskontrakts oder des Ehebu fprechens. Ein Weib über Bord-und zu der nämlichen Zeit stehen Weiber genug an dem drohenden Rand,dem Untergang geweiht, und die »gute Ge sellschaft« jubelt und lacht. »Ehre, was ist Ehre?« fragt Sir John Falstaff. »Es blinken die Sterne verschwiegen und stumm, und-ein Narr wartet auf Antwortl« i Anzetge für Contraktoren. J Mahors Office, San Antoniu, Tex» 21. Sept. 1886. Jn Uebereinftimmung mit dem vom Stadtrath am 20. Sept. 1886 ange nommenen Befchlusse werden bis zum 12. Oktober d. J. 12 Uhr Mittags in obiger Office versiegelte Angebvte für nachstehende in Contraci auszugebende ftädt. Arbeiten entgegenommen: Graveliren von 23,000 Square Yrds. Fahrweg mit Telford Grundlage; Ueberflachung von 25,000 Saum Yards gravelirter Fahrstraße; 6,500 Kubikfuß Volz-Gossen; 6,000 Kubikfuß Abzugsröhren. Um besondere Angebote wird ersucht für die beabsichtigten Verbesserungen der San Pedro Avenue von der U. L. Ditch bis zu den Springs. Die Ent fernung beträgt ungefähr 7000 Qua dra-thard. Der Contraktor hat das Recht, Steine aus dem Bruch nördlich der Stelle zu entnehmen für die Gra diränkh deren Höhe der Jngenieur an gie t. Pläne sind ersichtlich in der Office des städt. Jngenieurs, von wo auch Copien der Spcificationen bezogen wer den können. Beim City-Eint find zur Sicherheit des betr. Bonds als Gewährleistung 8100 zu hinterleg.en. Der Betreffende, dessen Angebot angenommen wird, hat eine sichere und verläßliche Bürgfchaft zum Betrage «von 30 pCt. der Contract l Illllllklc zll stellen. Die Stadt behält sich das Recht der Zurückweisung irgend eines oder aller Angebote vor, sowie auch jenes, die oben abgeschätzten Arbeits-Quantitäten jenach den gemachten Bewilligungen zu vermehren oder zu vermindern. Alle Angebote müssen adressirt sein Bryan Callaghan, 22,9—16,10 Mal-on Ungefähr auf der Grenze zwischen Alaska und British Nord-Amerika ist ein ergiebiges Goldlager entdeckt wor den, dein bereits Gold im Werthe von 824,0000 entommen wurde. Da be kanntlich die Grenze zwischen den bei derseitigen Besitzungen noch nicht abge steckt ist, wird dieser Fund jedenfalls zu Stretigkeiten zwischen den beiden Län dern führen, wenn auch wohl hoffent lich zu keinen schlimmen. PUWIEI Unbedingt rein. Das Royal Backvulvcr bleibt sich stets gleich· Ein Wunder von Reinheit, Stärke nnd·Zu iriigltchkeit; sparsamcr als oic»geloi1hiilichen Sekten und außer sinntiirrcns nut der Menge minderwerthigch zu leicht Plegender Mann oder Phoephat- Pulver. 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Einer der jüngsten, aber dennoch be merkenswerthesten und zukünftsreichsten amerikanischen Industriezweige ist die PräservensFabrikation. Dieselbe hat sich im Zeitraum von verhältnißmäszig sehr kurzer Zeit zu einer solchen Bedeutung aufgeschwungen, daß der Handel mit ,,c:mned goods«-—seien es nun Fleisch Fisch- Gemüse- oder Odst-Präserven zu einem sehr wichtigen Faktor nicht nur für den Binnen- sondern auch sür den Exporthandel geworden ist. Wie alle neuen Industriezweige, so hat auch die Präserven-Fabritation mit sehr vielen Vorurtheilen zu kämpfen. ,,Wat de Buhr nich kennt, dat frett he nicht« sagt das alte plattdeutsche Sprüchwort, und das trifft namentlich in Bezug auf die in Blechbüchsen conser virtets Nahrungsmittel ein. Hier in Amerika ist das natürlich weit weniger der Fall, als drüben in Europa, hier versucht man das Neue schon eher der Neuheit wegen, während drüben der Enkel nur essen und trinken mag, was auch der Vater und Großvater gegessen nnd getrunken haben. Jst jenes Vor urtheil gegen die Büchsen Präserven einmal überwunden, dann steht dieser jungen amerikanischen Industrie eine großartige Entwicklung bevor. Bis jetzt sieht das jedoch noch traurig aus. Der Schreiber dieser Zeilen entsinnt sich aus seiner Soldatenzeit, daß, als wäh rend eines Herbstmanüvers am Harze ausgezeichnetes amerikanisches Corned Beef in Büchsen geliefert wurde, hier über unter den Füfiliren aroße Entrü stung herrschte. Viele derselben warfen diefe Bücher fort und aßen lieber trock nes Commisbrot, ehe sie das präservirte Fleisch anrührten. Und das waren mei stens arme Tagelöhner aus dem Eichs felde oder ehemalige Mangfelder Berg knappem die bei Brot, Kartoffeln und Cichorien-Kaffee ausgewachsen warenl Aber lieber trocken Brot, als Etwas was sie nicht kennen! Noch ein fernerer Umstand hat viel dazu beigetragen, um dem Vorurtheil gegen die ,,ca»nned goods« neue Nah rung zuzuführen. Es ist dies die That fache, daß gewisse in Blechdlichfen ver packte Lebensmittel-namentlich Lachk und Hummer——in Berührung mit der atmosphiirischen Luft giftig werden, daf ihr Genuß also gefährlich ist« wen ;1 man sie nicht sofort nach dem Oeffnen der Blechbüchfe in ein anderes Gefäß bringt Daß sich nun ab und zu Unfälle mig nen, wenn diese Vorsichtsmaßregel außer Acht gelassen wurde, hat die Entwicklung dieser Industrie außerordentlich beein trächtigt. Wollte man deshalb die Bücher Präferven fiir gefährlich halten, dann dürfte man auch keinen »Jce-Cream«, keine Wurst nnd keinen Käse essen, denn durch irgend einenZufall kann auch durch eins dieser Dinge eine Vergiftung her beigeführt werden. Vor Jahren kam es oft vor, daß zu der Verlöthung jener Büchsen zuviel Blei benutzt wurde und daß dadurch oft Unfälle entstanden, daß flitfsigeg Blei in das Fleisch oder in die Früchte hineintropfte. Durch strenge iGefeseift dies jedoch in den Haupt Pritferben -Staaten (Californien und fMarhland) geregelt worden, und es ist ganz genau festgestellt worden, wie die MetwsLegirung zum Löthen beschaffen fein muß, um nicht schädlich wirken zu jkitnneu. Berücksichtigt man schließlich, sdaß jeztfährlich auf der ganzen Erde etwa 500 Millionen Blechbüchfen mit IPräferden verbraucht werden, und daß dieUeicht das gan e Jahr 10 Meitfchen Vatchderarti e giftnngen-—svou de nen noch mindestens 7 durch eigene Schutt-; herbeigeführt werden-zu Scha fzdentomnrrn,« ann muß man zugeben, Miene Gefahr noch weit geringer ist, alsiiber irgend eine belebige Straße Hin-. eher-. Dennda könnte Einem ja ans vieiieicht mal ein Ziegelftein oder gar ein ganzer Schornstein auf denseon qunu Jni größeren Maßstabe soll die Fa brikation von Fleisch- und Gemme-Prit serven zuerst withrend dez mexikanischen Krieges von 1846 betrieben worden sein, als ·eö sich darum handelte, di amerikanischen Truppen in den un sruchthareu und menschenleeren smexikas nischen Pistrtxten zu vroviantirem Die Industrie schlief jedoch damals wieder vbllig ein, um erst während des Seces Orts-Krieges zu neuer Blüthe zu gelan act· Jeht sind-wie schon erwähnt-Ma rhland und Calisoniien die Haupt-Jn sustriestaaten dieser Branche. In zwei ter Linie sind jedoch auch Oregon und Maine zu nennen, die namentlich in dei Produktion von Lachs- und Lobsters ritserven Großartiges leisten. Jm toate Maryland finden gegenwärtig über-SEND Menschen- durch sdiese Jn dustrie lohnende Beschäftigung. Hier handelt sich um die Conservirung von Steinener frischem Maig und Austern Eine große Fabrik in Frevertck Citr bringt allein-25 Millionen Büchsen con servirten fris en Mais in den Markt Ju ord ounty werden jährlich et wa 24 ’llionen Büchsen Tomatoes fa bricirt und etwa 12 Millionen Büchsen Mosis-. An Austern liefert der Stan Maryland jilhrlich mindestens 50 Mill. Büchstem was eine Gesammtprodultior von 150 Millionen »Konven« ausmacht Calisornien beschäftigt sich hauptsäch« lich mit der Conservirung von Früchten namentlich Arman Birnen, Pflaumen Achseln, Quitten und Weintrauben hierdurch, und durch seine reiche Wein Produkiion wird Calisornien in weit höherem Grade zu einem ,,Goldlande«, als es dies zu den Zeiten war, in denen die Abenteurer aller Herren Länder sein« Berge und Thaler nach dem gelben Me tall durchwühlten. Geradezu enorm ist die Menge des at der Pacisic Küste von Calisornien und Oregon eonservirten Lachse5. Man be rechnet diese Produktion aus mindestens 10 Mill. Kisten, jede mit einem Dutzend Büchsen 120,000,00(Y Carus-. t nur in commerzieller Beziehung ist die e ganze Industrie als ein bedeu tender Fortschritt zu betrachten, son dern auch durch die Annehmlichkeiten die sie bietet; Durch dieselbe kann man das ganze Jahr hindurch frisches Obst, s —I frischen Fisch und alle nur erdenklichen Genüsse bekommen und zwar zu Prei sen, die ganz erstaunlich niedrig sind. Durch den Zwischenhandel werden diese ursprünglich niedrigen Preise freilich ganz ungebiirlich in diesHöhe ge schraubt, namentlich auf dein flachen Lande, dem die Präserven-Jndustrie eigentlich in erster Linie zu Gute koni nien sollte. Uebrigens haben die Prü serven auch für alle jene Zwecke eine großartige Bedeutung, wo es sich uni die Verproviantirung von großen Men schenmengen oder auf sehr lange Zeit handelt, wie beispielsweise fiir Feld ziige, Forschungs Cxpeditionen, lange Seereisen u. s. w. Außerhalb Amerika-Z wird dieser Industriezweig nur noch in Australien in größerem Maßstabe be trieben. Dort handelt es sich handl sächlich um die Fabrikation von Fleisch Conserven, namentlich von eingek»och tem Hammelfleisch. Sonst· zu erwäh nen sind nur noch die Fleisch-Extrakt Fabriken in den La Plain-Staaten Süd-Amerikas. Uebrigens wäre dies, wie die ,,Freie Presse« schon wiederholt betonte-auch eine Industrie, die sich für Tean ganz außerordentlich eignen würde. Unsere großen Viehzuchter sollten diese Sache einmal reiflich in Erwägung ziehen Der Krebsgang Vermont’s. Ein republilanisches New Yorker Blatt, daß stets ganz besonders mit den Neu England St-:aten shmpathisirt, stimmt in letzter Zeit wiederholt Klage lieder an über den sichtlichen Rückgang dieser Staaten, speciell den des ,,Green Mountain« Staates Vermont. Dieser Krebsgang bezieht sich nicht aus den Reichthum der Vermonter, dieser nimmt im Gegentheil fortwährend zu, und das in ziemlich beträchtlichem Maße. Ver mont beweist jedoch, daß der Kapital besiß keineswegs der einzige Maßstab aller Dinge ist, denn es geht trotz zu nehmenden Reichthumg in jeder andern Beziehung sichtlich zurück. Man weise nur einen Blick auf die Bevölkerungs zunahme dieses lleinen Banne-Staates und vergleiche ihnsmit demjenigen an hpppk Senat-n h» Untat-, so mit-d man ein klares Bild von den bestehenden Verhältnissen erhalten. Ein derartiger Stillstand ist gleichbedeutend mit Rück gang. Jm Jahre 1840 zählte der Staat Vermont 291,950 Einwohner und bei dem letzten großen Census von 1880 war diese Zahl nur auf 332,280 an gewachsen. Jn dem Jahrzehnt von 1870 bis 1880, in welchem Texas bei spielsweise von 800,000 auf 1,400,000 Einwohner angewachsen ist, vermehrte sich die Bevölkerung Vermonts um volle 1735-—sage und sitsteibu stebzehnhun dert und funfunddreißig Seelen. Weit schlimmer als diese lächerlich geringe Bevölkerungszunahme ist jedoch die be trächtliche Abnahme der schulpflichtigen Bevölkerung während der genannten vierzig Jahre. Jn Vermont bestanden im Jahre 1840 2402 Schulen, welche von 97,518 Kindern besucht wurden. Jetzt sind dort 2557 Schulen, in denen man jedoch nur 71,667 Kinder unter richtet. Das bedeutet also eine Abnah me der Schulkinber um 25,851 in 40 Jahren. Ein Beweis, daß mit dem zunehmenden Reichthum auf der einen Seite, zunehmende Verarmung gleichen Schritt hält und daß jetztbie Eltern, die früher in bescheidenem aber gesicher tem Wohlstand lebten, jetzt gezwungen sind, ihre Kinder in die Fabriken zu schicken oder sie von klein aus bei der Feldarbeit zu verwenden. Selbstver ständlichsist, daß unter diesen Umstän den die Durchschnitts-Volksbildung der Bewohner von Vermont in bedenklicher Weise züriickgeht. Die-Zahl der »An alphabeten«« (derer, die weder lesen noch schreiben könne-il) betrug dort im Jahre 1840 nur 2270.Ist Jahre 1860 schon 8916 nnd im Jahre 1880 sogar 12,872. Das sind trostlose Zuständel Dieselben zeigen aber, daß das Banne-. thum stets zu verkümmern und zu ver rotten anfängt, sobald es nicht durch die Zufuhr von fremdem Blut wieder auf gefrischt wird. Das geschieht aber in Vermont in nur verschwindend gerin gem Maße, denn kaum ein Siebentel der Bevölkerung von Vermont ist außer halb dieses Staates gebo en. Auch in körperlicher nnd geistiger eziehung ver kümmert die Bevblkernng von Vermont, sowie die einiger anderer Yankeeftaaten immer mehr. Die kräftigen jungen Männer befolgen den Rath Greeleh’s und gehen nach dem Westen und die Einwanderung ist kaum erwähnen-s werth. Die reichen Immer-Familien Jans dem Lande-aber, sowiedie wohlha benden Burgerfannuen m oen Stadien degeneriren dadurch, daß fie fortwäh rend untereinander heirathen, ,,damit das Geld beisammenbleibt«. Ein New Yorker Gelehrter stellte vor Kurzem einmal die Behauptung auf, daß das Yankeethum im Aussterben be griffen sei. Man hielt diese Behaup tung ftir paradox, allein das Beispiel Vermonts zeigt, daß dieselbe sehr wohl berechtigt erscheint. Die Situation wird bedenklich! Die neuesten Kabeldepeschen dus But garien legen die Vermuthung nahe, daß die dortige Krisis mit Riesenschritten einer Katastrophe entgegeneiltl General Kaulbars, der russische Agent, gibt sich schon ar nicht mehr die Mühe, eine freund chieftliche Haltung zu heucheln, sondern er hat die Maske fallen lassen und tritt als das aus, was er von An fang an war, als russischer Wühler, der sich bemüht, den Frieden Bulgariens auf alle Fälle zustören und zu hinter treiben. «Dte«bulgarische Regentschaft hat den fremden Konsuln in Sofia von dem jetzigen Treiben des Gen.Kaulburs das folgende Bild entworfen:Kaulbars begab sich nach Sofia, von wo aus er angeblich nach St. Petersburg reisen wollte, nach Ruftschuck. Dort trat er ge wissermaßen als Ober- Kommandeur an befahl dem Festungskommanbaw ten, die politischen Gefangenen sofort Zu entlassen und drohte ihm sofort mit em Zorne des Czaren, wenn- er diesem Befehl nicht ohne Verzug Folge leistete. Zeige er sich jedoch willsährig, dann der-sprach er ihm reichliche Belohnung-en und eine milititrische Rangerhöhnng un mittelbar nach Ankunft der Rossen in Bulgarien. Der Kommandant berief darauf die Garnison von Rustschuck zu sammen, theilte ihr die Forderungen des General Kaulbas mit und dasz er dieselben mit Entrüstung von sich ge wiesen habe. Kaulbars begab sich von Rustschuck aus nach Plewna uno for derte dort den Bürgermeister auf, daß er eine Petition cirkuliren lasse, worin der Czar gebeten wird, Bulgarien zu annectiren. Große Entrüstung herrscht unter der Bewohnerschaft der bulgarischen Städie über die Art und Weise, wie die Rassen bemüht sind, durch Be ftechung unter der Landbevölkerung für Rnßland Stimmung zu machen. Das Central -Comit(s der Regierungspartei hat ein Circular an das Volk erlassen, in welcher die Regierung aufgefordert wird, diesem Unwesen zu steuern, und in welchem es heißt: »Halte-i die Ehre des Landes nnd der Armee aufrecht nnd zeigt Euch würdig der kaum errungenen Unabhängigkeit l« Unter den Offieieren der Garnison von Schumla scheint das rusfische Gold bereits gewirkt zu haben. Diese sandten ein Telegramm nach Sofia, in welchem sie Aufklärung darüber verlangten, ob es wahr sei, daß Bulgarien mit Roß land Krieg anfangen wolle. Die Re gierung verneinte diese Frage, drohte den Offizieren schwere Strafen an, falls sie es nochmals wagen sollten, sich auf eine solche Weise in die Angelegenheiten der Regierung zu mischen. Die bedenklichste aller der neuesten Nachrichten aus Butgarien ist jedoch, daß Karaveloff, das bei weitem fähig ste, energifchfte und intelligenteste Mit glied der bulgarifchen Regentschaft, der fortwährenden rus fischen Drangfalirun gen und Chicanirungen müde geworden ist und resignirt hat. Nach allen diesen Nachrichten scheint der Zeitpunkt nicht mehr fern zu fein, daß Russland endlich mit seinen lange gehegten wahren Ab sichten hervortritt und Bulgarien an nectirt. Verharrt Deutschland in seiner bisherigen passiven Haltung, dann wird schwerlich irgend eine Macht auftreten, die diesen unerhört frechen Vertrags bruch und Schurkenstreich des Mag-ko witers verhindert. Haltet ja immer Dr. August Kö ntg’5 Hamburger Tropfen im Hause gegen Leberleiden u. f. w. u. s. w. Ein Kaufmann in der Untersiadt, dem durch ein leidendeg und schreiendes Kind mehrere Nächte oer Schlaf geraubt wurde und der zu der Ueberzeugung ge langte, daß Mrs. Windlowg Soothing Syrup gerade der Artikel sei, dessen er für das Kind benöthigte, kaufte einen Vorrath davon Als er Yachpaufe kam und sei net iskllll Davon Utillycuullg euutyly wri gerte sie sich, dem Kinde von dem Getauf ten zn verabreichen, da sie eine Anhänge rin der Homöopathie war. Die nächste Nacht wurde wieder schlaflos verbracht. Als der Vater am nächsten Tage nach Hause kam, fand er das Kind schlechter als je, nnd da er abermals eine s laflose Nacht befürchtete; verabreichte er w hrend der Abwesenheit seiner Frau dem Kinde eine Portion des Syrup nnd sagte nichts davon. Die Nacht darauf schlief Alles wohl und der kleine Schreier erwachte am Morgen mit heiterm Gesicht. Die Mutter war erfreut über den plötzlichen wunderbaren Wechsel und obwohl sie sich zuerst beleidigt fühlte, als sie Aufklärung erhielt,setzte sie dennoch den Gebrauch des Syrnps fort. Schreiende Kinder nndschlaflose Nächte sind ihr jetzt unbe kannt. Eine einzelne Probe mit dem Syrup bat noch das Leiden jedes Kindes nnd das Vorurtbeil der Mutter besiegt. Jn allen Apothelen zu haben 25 Cents die Flasche. Aner’s GherrysXectoml ist ein zuverlässiges Heilmittel in allen Kehl und Lungenkrankheiten7 nnd zur raschen Heilung einer Erkältung oder eines Hustens giebt es nicht seines Gleichen. E. J. Downes von Boxitiea11's, Berkeley Eo., S. C» schreibt: »Vor- einiger Zeit setzte ich mich dem Wetter uns, und dies zog mir Erlältung nnd Hufteu zis. Nach zwei oder drei Monaten sing ich nn zu fürchten, daß ich auf keine Besserung mehr hoffen dürfe Da man mich aixf Amer Cl)erry-Pectoral aufmerksam machte, schaffte ich mir eine Ynfgche an und beginnt ed einzunehmen. re Heilte meinen Hinten ehe die erste Flasche Ver-braucht war, nnd in Kurzem nmr meine Gesundheit l)crqestcllt.« A. J. Dnvie non Atchison, Kansas, schreibt »Dieses Frjilijalsr zog ich mir eine heftige Ertättnnq Zu, die sich auf meine Lunge setzte. Nach drei Tagen konnte ich nur mit Schwierigkeit nnd Schmerzen nthmen. So bald wie möglich ver-schaffte ich mir eine Flasche von Atjcks Cherry-Peetoral, nnd dagnrch wurde ich schnell ierleichtert und ge ei.t.« Aner’s Eherry-Pectoral, Bereitet von Dr. J. C. Uyet ö- Co., Lamell, Wass. Jn allen Apothekewzu haben. 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Es herrscht Dei den Zichungen Ehrlichkeit gegen Jedermann Wir ermächtigen die Com pagnie, dieses Cscrtifimi für ihre Anzeigen v benahm THIij i Die nnterzeichneten Banken nnd Bankiers werden alle Gewinne in der Louisiana Staats Lotteric, die ihnen präsentiti werden, auszahlen J. H. Oglesbn, Präs. La. Nat. Bank J. W. Kilbrcth, Präs. State Nat. Bank. A. Baldwin, Präs. N. O. Nat.Bank. Unübertreffliche Anziehung Ueber eine halbe Million verloost. Louisiana State Lottery Co. Dieses Institut wurde im Jahre 1868 für Erzie ungsi und Wohlthätigkeiti Zwecke von ver taatslegiölaint sitt den Zeitraum von fünfunvzwanzig Jahren gesehlieh inwrporirt mit einem Kapital von 81,000,000, zu welchem sie seither einen Reservefond von ssöo,000 hin gegesiigt hat. Durch ein überschweuglichei otum wurden ihre Rechte ein Theil der gegen wärtigen Staatseonstitntion, angenommen am 2. December 187f9e Iytthps gen dkey Hungen ou et use-. n e n um tn e r u finden mouatlich statt Niemals wird eine Ziehung verschoben« Man lese nachfolgenden Plan. Große monatliche Ziehung in der Academy of Music, New Orleansz Dienstag den 12. October 1886. 100,000 Tickets zu 85 jedes. Bruch theile m Fünftel un Verhältniss Liste der Preise l Hauptgewinn von s 75 ,0008 75, 000 25 000 25,000 l do 10 000 10, 000 2 Gewinne von 6,000 12, 000 5 do 2,ooo 10 000 10 do 1,ooo 1o,ooo 20 do 500 10,ooo 100 do 200 20,007 300 äc, 100 30,00() 500 do 50 25,ooo 1000 do A 25,W Approtimations Gewinne 9 Approrinrationö-Gewinne zu 8750 ZEIT 9 no 500 4,50s 9 no 250 2,250 l,967 Gewinne im Betrage von 8265, soc s- Anfragen für Agenten, sowie Rates gr Clan können nnk in der Ofsice in Neu rleani gemacht werde n Wege näheter Auskunft fehkeibe man denkllei die ganze Apxessr. Atem fsptcke Otto outcy Zp v fca r Yr o te n, Expreß Money Order, New Yorl Wechsel auf New Orleans. 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i kfk ifk Heil Anfanggstadien der Auszehrung bat. Es thut dem Husten Einhalt, heilt die erkrankte Gewebe, und erzielt stets E"Mng, wenn man es zeitig genug an s H W 22 »Ihr drei Jahren zo ickåmir cine beftige MW, zu die si s ne zu Brustbränne HAVE entng entwickelte. Jch wach ans zu sein,J ma erte se r ab, Wmlaufhörlich. Jch ieß mi von lspäten behandeln, aber ihre Be ten-er zu helfen waren fruchtlos, M allesagtem ich habe die Auszehmng. End verfchasste mir ein Freund eine la sehe von Ayeks Cherry- Pectoral. Jch ng Mk dieses ein unehmen, nnd von der chersten M an emp and ich Linderu fuhr damit fort, nnd die zweite FUngch Heilte Mich Wen, und i bin eitdem gesund Je S- Mien, Ma den, Wust Ic- si c. syee F- Co.- Lamell, Mass. In allen Apotheke-c zu haben. m III sechs Flasche- Os« Wahl Anzeigem Bexar County. Für Countys Schahmeisten peee Sah n Wiiheri autvtisirt uns I Wäåyzakistseltatndgat ür daö Amt ges m n exar o· in er IW wapt anweisen. Bitstnd antorisirt, Verm Eb. Froböfe MMMU e Biedersahl für das Amt des Ist-» chaiineistets in der bevor Wden Mmäavahl anweisen s Für EvantyRichter. Mudantorifitt, peerL Wurzbach II tenfn fiir Ozeedekewählung fur das M Sau nt yeich ters anzusehn-. FAMMI Padua-. permS.B. NUM Ufetw ali: Naiv für das Friedens riätetsnkn deu. Preeiukts sitzt-kündigen: Zu die Mel-er des l. Ptecintts Bexae H EIN-Meine Herren! Da die Fahl von Wende nä steu November stattfin det, so mfäeickzes r siichhineineu Freunden accepts-Es Iåd die Begünstigungen g siedend-» die sie m in den vergangeneu sechs erwiesen haben, nnd vertraue dabei auf TZWMW »Es- MAX-IF »Das-L el It n r te DREI-Gier des I. Precintts .rlSo1mty au,uud øllte ich erwählt sdeedety so kanns-h tmv v en und mich ,die Pflichten meines mie- unpar teiisch der Zukunft zu erfülmy gerade wie ich site-facht habe, in der Msetckangeuhett- zu thun. sc Ist-leiden Mllutou Ade-Es ohstavqutpkisixtpm C gie. variie s III-Landbau färdas Amt eitles der riedenb M sei 1. Peniukts in der bevp ehe-den k- kodessbeaeahl ansnzeigeu. HIN Leqitlatut Repräsentant mäuisitt, denn-N E Ochse Ifskr LegtilatursRepräs VInstituten Inst-zeigen. Für Comm) -Kommissär. B ö l »Es-PMB KLEMM csInth Kommissätt dess. Pre M WIW etrn L Di o Inst Kupidifth siikHdas Anstandes III-its- -Osmmisfäts deis Preeiutts HMMIM Für Cpuetip Eier-. OR sind anwrisiet Herrn Thad. W Basis III Kaudidaten für Wiederermählnng M des Souutyis Clerks anzu en. v IN Evupty-Assessor. t. J C. jcee let-To Eikeime-Hist tät Falk des h Juckt-U W Wdek o e en u o em Anw, c M. EBOOK mähdettvkxth für das j M Will-Fäss- det bevpesiehenden Ihr Konstaslh WOO seg- essen-; II gest-aim- da 1 —DW sysng Msclcl· Hals-Hul- Ysziie Sitte-geber sen sexai can ty. W durch als Kaudidat as JLW alldlstkittaumltfüt Dis-enge Beschat Isr Wkts Clas. JII Rossi-seku- BexarCounty. Mk Æsandidat ur w si wid- District-ed Use-sit Dass-ich Die augafwss«st t L AMMWMO III-J tritt-MAY P We zxfngbm Ratt-so Sker f in derbe PMB-Weh Ist Steuer Kollektpr. J R OWMGW Ins-F ssimxäåu I W M is set locker-stehenden Ro M Wes jsp Ihr Eomuys ·setmesset. »W, M. L ck EIN-Fein- fsr siedoerersäblnng fiie ova: Ists-L Genuss Verm-»er- beider Wende-M ausnzeigeu Un »Mot- Erz-hause i-;",Wn. Mk und Sonntag M T a nz W und impoktinze Biere. IW Me- zsm Luchs DMZ Eiswthümm III l 41 Das Wochenvlatu Wir senden von jeZE «b das «Wochen bunt-« für den Preis von 53.00 aus ein Jaszsr portosrei nach Deutschlund. Der Herausgeber. ästibseriptionspreis für das Wo chenblatt 832.50. Reisende Agcntcn: F. L. Busch. Fr. The-dem M WLotnkjegå SanAntonio, s. Oct. 1886. Die Fnsion vorbereiten Das republikanische ExecutivsKomite war zwar übereingekommen, die Be-» mühungen wegen Aufstellung eines« Fussons-Tickeis nicht zu ermuthigen, doch troydem fand sich gestern Abend eine republikanische Convention in Scholz’g Halle zusammen. Ungefähr 80 Besucher waren gegenwärtig. Bolton wurde als Vorsitzender und Runge als Sekretür erwählt. I J. P. Newcomb stellte den Antrag, ein Campagne-Komite von 60 Mitglie dern zu ernennen. Er sagte, daß an oere Vereine gewillt seien, die Hand lungzweise der Republikaner zu unter stützen und daß die Angelegenheit von den Parteien aus- das Volk übergegan gen sci. Die Abhaltung einer Massen oersammlung sei nicht raihsam, da zu viel Confufion in derselben herrschen würde. Es sei daher besser, wenn ein Campagne- Komite die nothwendigen Arbeiten übernehme und zu diesem Zwecke mit andern Komites am Sonn abend zusammentreie. Newevmb for mulirte seine Ideen als Antrag, den er der Versammlung stellte. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Der Vorsitzende schlug vor, daß zwei Delegaten von jedem Precinct das Campagne Konnte ernennen, die Ver- sammlung ging darauf ein und Bolton ernannte zwei Mitglieder von jedem Distrikt. Dieseernannien in 10 ver schiedenen Bezirken 93 Mitglieder des Campagneskomitez die am Sonnabend Abend in der Halle der K. os P. zu kommsnsommsn Inn-In Jn der Halle befand sich eine Reprä sentation farbiger Bürger und New comb beantragte, daß man dieselbe dem Campagne- Komite hinzufüge. Eine längere Debatte entstand darüber, die endlich dadurch beigelegt wurde, dasz man von der Liste deg Campagne Komiteg die Namen aller Farbigen strich und dieselben durch die farbige Repräsentation ersetzte. Am 15. Oktober wird der republika nische Gouvernean Kandidat Dr. Co chrane in San Antonio eintreffen und hierselbst eine Rede halten. Es wurde beschlossen, ihn zu empfangen und zu diesem Zwecke ein Komite zu erwählen. Nachdem dasselbe erwählt war, vertagte sich die Versammlung. Ein alter Bürger spricht. Mr. I. M. Norris, ein alter Bewohner von Rome, Ga-» sagt, daß er heftig an Nierenleiden mehrere Jahre lang zn leiden hatte nnd ebenso drei Jahre lan an Erzema. Zn Zeiten konnte er gar nicht esen nnd hatte viel heilmittel ersol loe v acht, bis er anfing Electrie Ritters Zi ge tauchen und seine Hände nnd Füße mit ncklens Arniea Salbe einznreiben. Diese Behandlung berschasste ihm Erleichterung, nnd deshalb empfiehlt er Electrir Bitters Allen, die mit Rierenleiden behaftet sind, oder eines Blut reinigers bedürfen. Zn haben bei A. Dreiß. Die ,,Railroad Vertrauen«-. Schon seit längerer Zeit haben die englischen Zeitungen aus die Conven tion der obigen Vereinigung aufmerk sam gemacht, die am 18. Oktober in San Antonio ihren Anfang nimmt. Der hiesige Verein der Brakemen hat Alles ansgedoten, um die Zusammen knnft erfolgreich zu machen, und so kann man-wohl mit Recht etwas Groß artiges erwarten. Der erste Tag der Convention ist Festlichkeiten gewidmet, die hauptsächlich in einer Prozession be stehen; Die Ordnung des Zuges wird folgende sein: Poli ei, Gouverneur Jreland, Mayor Callag an nnd Stadtrath, General Stanleh mit Stab, Redner, San An tonio Risles, Belknaps Riflez, Feuer departement, Typographical Union, Legion of Honor; Grund Arm-, Turn berein, Drei Vereine der Arbeitsriiter, Orden der EisenwhnsCondnkienre, Eh renritter, Brüderschast der Railway Bralemen. Der Zua oraanifirt sich aus dem Mi lilitr Plaza und marschirt von dort nach dem Alamo Plaza, dann durch die Dou stonstraße nach dem Sau Pedro Part. Als Redner erwartet man: Mahor Callag an, Gouverneur Jreland, Ge neral oß, A. W. Terrell, Col. An drele, Mayor Fulton von Galoeston, Mahor Robinson von Austin, Super intendent G. Van Vleck, George Pa schal, Oscar Bergstrom, C. S. Rohm son, John H. Copeland und Andere. Wie alle diese Redner ihre· Redenin ei-. nein halben Tage fertig bringen wollen, ist freilich ein RitthseL Der Orden der Railroad Bratemen ist sehr start und wird in fähiger und conservativer Weise geleitet. Ausfal lend bleibt es, daß sich in seinen Statu ten auch folgender Paragraph befindet: »Jrgend ein Mitglied, das in berau enden Getränken handelt oder mit em Vertan derselben verbunden ist, muß vom Orden ausgeschlossen werden, wenn er sich nicht vom Geschäft zurück zieht. Irgend ein Mitglied, daß sich betrinkt, soll das erste Mal eine Zeit lang vom Orden ausgeschlossen werden. Die Wiederholung zieht den Ausschluß aus dem Orden nach sich.« Es ist sehr ldblich, daß die Bralemen keine Trunkenbolde unter sich dulden, indessen glauben wir, daß häufig genug gegen den Para aphen gesündigt wird. Der Ausschluß erlLiquorhitndler vom Orden war unndthig, denn Keiner der selben tragt wohl Verlangen danach Eisenbahn Brote-man zu werden Hunderte von Personen besuchen tilglich G u S. C a v e und trinken das berühmte SIko Faust Bier. Es ist dies der einzige Platz in der Stadt, in welchem das Bier zu haben ist. I—— J l— Die »Arneriean Oil Mill Symptom-C Schon seit zwei Jahren hat die unter dem obigen Namen bestehende Gesell schaft versucht, alle im Süden bestehen den Baunnvoll-Oelmühlen an sich zu bringen. Sie hat sich die Standard Oel Company zum Muster genommen und ist in ihren Unternehmungen noch immer erfolgreich gewesen. Jn fast allen Südstaaten. mit Ausnahme von Texas, hat die Gesellschaft die bestehen den Oelmühlen erworben und arbeitet auch seit den letzten beiden Jahren da ran, die Mühlen in Texas zu erwerben. Der Anfang in Texas wurde bereits gemacht. Jm vergangenen Jahre kaufte die Gesellschaft die Baumwoll Oelmiihle in Galveston und bezahlte den vierfachen Preis dafür. Sie er warb ferner die Mühlen in Austim Belton, Corsicana und Thler und schloß dieselben, weil sie geeignetere Punkte zur Oelbereitung hatte. Eine ihrer er sten Handlungen war die Herabsetzung des Baumwoll Samens auf 85 die Tonne und das Erhöhen der Oelpreise Von 28ik Cent auf 40 Cents. Noch giebt es Oelmühlen in Bren ham, Schnlenburg, Sherman, Paris, Pittsburg und San Antonio. Ob die Gesellschaft schon eine derselben gekauft hatte, wissen wir nicht, sie versuchte es aber erfolglos in Brenham. Doch dem Monopol stehen Wege genug offen, um ihr Ziel zu erreichen, und das ruini ren einer Mühle kommt oft billiger zu stehen, als das Kaufen. Diesen Weg hat sie in Brenham eingeschlagen, indem sie den Preis der Tonne Baum woll-Samen auf s7.75 erhöhte, einen Preis, den das dortige Privatunter nehmen kaum zu zahlen vermag. Die Farmer sind Zwar Gegner der Mono pole, doch wenn ihnen eins derselben einen solchen Preis flir Baumwoll-Sa men bietet, so bexnnen sie sich nicht lange und vertan en den Samen an das MonopoL Der Baumwoll-Samen, als Dünger verwandt, ist bei weitem mehr werth als sö die Tonne, und erzeugt schon im nächsten Jahre eine bessere Ernte. Leider sind jedoch die meisten Former gewohnt, den Samen zu verlaufen und werden auch in dieser Gewohnheit ver harren-. Indessen könnten sie sich im merhin das Beispiel der Former in Mississippi zu Herzen zu nehmen« Die dortigen Farmer sind nicht geneigt, nach der Pfeife ·der. habsüchtigen Geld propen zu tanzen Und weigern sich, ih nen Baumwo Samen zu verkaufen. Oder sie legen co-operative Mühlen an und pressen den Samen selbst. Will man einmal den Monopolen Krieg er klären, so sollte man ihnen auch nicht einen Finger reichen, denn bald genug zhaben sie die ganze Hand. Das Elend, das Körper nnd Geist bei andauernder Hartleibigkeit empfin den und erdulden müssen, läßt sich mit Worten nicht beschreiben. Die regelmä ßige Anwendung von Ahers absühren den Pillen in leichten Dosen gewährt den geschwächten Eingeweiden wieder gesunde Thätigkeit. Versuche es mit ih nen und-sie werden dich heilen. W Der Sau Pedrv Klub läßt von sich hören. Er wurde gebildet um die sogenannte Ringwirthschast in San Antonio zu brechen und erlitßt des halb folgenden Ausruf an das Volk: »Da politische Gaukelei, Jntriguen und Cliquenwesen schädigend und ge fährlich für die besten Interessen der Bürger sind, und da dieser Klub mit Ireinen Zwecken und dem Verlangen or ganisirt wurde, die politische Atmos phäre von Bexar County zu reinigen und Männer ihrer Verdienste wegen zu erwühlen, aber nicht der Handwertspo litik halber, sei es Beschlossen, daß wir, die Mitglieder dieses.Klubs, mit Entrüstung gegen die Handlungsioeise gewisser Ringmeister und politischer Trickster opponiren, die früher in betrügerischer Weise dieStimm kästen mnnipulirten und dadurch die be sien Elemente des Bolles um das freie Stimmrecht beschwindelten, welches die Konstitution gewährleistet. Und weil diese Ringtaktiken die cha rakteristische Tendenz haben, erneuert zu werden und das Cliquenwesen und die Corruption in Zukunft zu fördern So ist es nothwendig, daß wir die Kandidaten, welche vom-Bald nominirt und von unserm Feind enoornrr wuroen, warnen, sich vor den Ringmeistern zu hüten. Irgend ein Komplott, das ih nen von denselben empfohlen wird, soll »ten sie von sich weisen, oder der Klub stimmt nicht fitr sie und opponirt ihnen. »Im Vertrauen auf unsern vergan genen nnd gegenwärtigen Erfolg werden wir fest zu dein Manne oder den Män nern halten, welche es, gleich uns, auf das Niederbrechen des Ringes und die Verbannung von Corruption abgesehen haben-« Nun richtet Euch danach Jhr demo kratischen Dandwerlspolitiler, die Jhr nicht arbeiten, sondern von den Steuer zahlern ernährt sein wollt. Stellt Eure Allotria ein und werdet achtbare Bür ger, die ihr Geld in ehrlicher Weise ver dienen. Heute Abend erste Probe des ge kngfräzten FestsChores in Dullnig’s Ge u e. Das Konzert zdas am nächsten Dienstag in der Tur lnerhnlle egeben wird, verspricht die er Ifolgreich e Adendunterhaltung zu wer den, vdie je in San Antonio stattfand. Da ist zuerst Herr H. C. Müller-, der eine Selektion aus Romeo und Julie vorträgt. Fräulein Schleuning traf sheute Morgen in San Antonio ein und i wird ihre vielenFreunde durch ihre herr sliche Stimme erfreuen. Dann kommt -Miß Hortie Jones, die Tochter unseres «Mitbürgers Dr. Jones, die eins ihrer Liedlingsstitcke vortragen wird. Es wird nicht nothwendig fein, etwas iiber die Derren Marx nnd Gibt-recht zu sa en, denn sie find die besten Ptolom en des Südwestens und wohl bekannt. Ferner findet ein Männer Quarteit statt und verschiedene andere Anzie hangen. Man sehe das Programm in einer andern Spalte dieses Blattes. ,,Alvenriisli.« Es« freut ung, mittheilen zukönnen, daß in hiesiger Stadt ein Schweizer Verein unter dem Namen »Alpenrösli« gegründet wurde. Der neugegründcte Verein stellt sich das Princip der gegen seitigen Unterstützung und gemüthlichen Unterhaltung, um die in hiesiger Stadt sich befindenden Schweizerelemente zu einem gemüthlichen Ganzen zu vereinen. Mögen die gutgemeinten Gedanken des jungen Vereines, der bereits 20 Mitglie der zählt, zum vollen Ausdrucke gelan geni Der Vorstand wurde gewählt aus folgenden Mitgliedern: A. Sthger, Präsident; L. Scherer, Vice-Präsident; J. Wunderli, Actuar; J. Mangold, Kassirer; F. Metz, Bibliothekar. Der Fest-Chor hält heute Abend im dritten Stockwerke des Dullnig Ge bäude seine erste Probe ab. Dentsches Viere-Kommen tn Monte rey, Mexico. Herr Carl Christian Nicol. v. Holck ist zum interimistischen Vice-Konsul des Deutschen Reiches in genannter Stadt ernannt worden, da »Herr Otto Dege iau, der frühere Vice-Consul, demittirt und gegenwärtig seinen Wohnsitz in Monclova aufgeschlagen hat. Photographien, bessere als je in San Antonio angefertigt wurden, wer denjetzt in Callawayg Gaue r i e, 413 Houstonstraße, ausgenommen. Allerlei. Ein Mexikaner Namens Morda no Ormela, der für John’Wonier ein Fuhrwerk treibt, kam gestern auf elende Weise ums Leben. Offenbar wollte er oon der Alanzan Creek aus seine Fami lie besuchen und fuhr nach deren Woh nung zu. Er kam jedoch nicht daselbst an, sondern man fand seine Leiche, und es scheint, daß die Zugthiere durchgin gen, wobei Ormela eine viertel Meile weit auf der Erde geschleift wurde. Er hatte einen Schädelbrnch und mehrere andereAVerletzungen erlitten. Dic Bckmcncc ZUMIUUL Wiruuuj und Locke fuhren gestern nach dem San I Antonio Spring hinaus, um das am’ Fluß gelegene Land zu vermessen. Dort wurde ihnen aber von Brackenridges Arbeitern gesagt, daß sie sich auf frem dem Eigenthum befanden. Sie verlie ßen daher Brackenrldges Land und nah men Vermessungen auf Liecks Lande vor. Die verschiedenen Schlauchkom pagnien hielten gestern auf dem Alamo Plaza eine Probe ab. Jn No. 222 Houstonftraße hat Herr John Mangold eine Con fectionerh, verbunden mit Eis Cream und Austern Salon er öffnet. Herr Mangold ist erfahren in seinem Geschäft und weiß alle seine Kunden zufriedenzustellen. Das Lokal sollte seiner Lage und hübschen Ein richtung wegen zum Sammelplatz der deutschen Familien werden. Für die Unterhaltung der Gäste ist ein vorzüg liches Orchestrion aufgestellt, das ein Orchester vollständig ersetzt. Wir erweisen auf die Anzeige des S. W. McAllister, der sich um das Amt des Friedengrichterg des 1. Precinktg bewirbt. Herr McAllister ist seit 36 Jahren Bürger der Stadt, all gemein geachtet und würde ein gewissen hafter Beamter werden. Es wäre deg halbdwünschenswerth, daß er erwählt wür e. Massen-Versammlung Unter den Auspizien der Bexar Co. Jndustrial League findet morgen, Sam stag den 9. Oktober Abends eine Mas senversammlung in Krisckys Halle statt, wozu alle gutgesinnten Bürger einge laden sind. M----——» Texas Austin hat in Kurzem über den Vorschlag abzustimmen; 8375,000 für Wasserwerke und Sewerage anzuleihen. Der Vorschlag wird durchfallen. Bei einem Tanzvergniigen in der Nähe von Bremond erschoß Will Mur phh den Bud Lee. Murphy verlangte Geld für die Musik von ihm, das Lee nicht zahlen wollte. Letzterer ging hin aus, woselbsLMurphy auf ihn schoß. Bee war ein Orienoahnaroeiren Die Stadt Marshall hat gegen die Tean Pacific Bahn einen Prozeß ge wonnen, der die Bahn verbietet, ihre Offlcen von Marshall zu entfernen. Jn Laredo hat man den Rasael Pinales von New Laredo verhastet, weil er vor 6 oder 7 Jahren einen De serleur erschoß. John Molander, ein Farbiger in Brenham wurde vom Ver. St. Marshal verhaften Vor zehn Jahren hat er sich in Louisiana des Morde-S schuldig ge macht. T. J. Starkeh, einem der bedeu tendsten Kaufleute in Uvalde, ist aus eine Klage L. C- H. Blum in Galveston der Stare geschlossen worden. Ganz ausgezeichnet. J. J. Atkins, Polizeiehes in Knorville, Tenn» Lchreibh «Meiner Familie und mir selbst sind ie wohlthdtigen Folgen Ihrer ausgezeichneten Medizin, Dr. Kingi New Diskuberh gegen Aus- Lehrling, zu Theil geworden. Jch habe gesun en, daß sie halt, was von ihr versprochen wird und deshalb bezeuae ich ihren Werth. Alle mei ne Jacunde, denen ich die Medizin empfahl, lo ben sic. Garantie wird geleistet, daß Dr. Kings New Digeovery gegen Auszehrung Hastem Erkal tung, Bronchrtis, Asthma, Bräune und alle Hals-, Brust- und Lungenleideu geilh Probe flaschen frei bei A. D r e i ß. Gro e Flaschensl Frankreich hat nach der neuesten Zäplung seine Einwohnerzahl in den let en flins Jahren nur um eine halbe Million vermehrt; dieselbe beträgt bei läufig 38 Millionen. Lyon, Marseille und Voideuuu haben starker zugenom men, als Paris. A ch tun g S. J. va die Co» No. 266 Com merce-Ctrane, Deliquer die feinsten Herrn- und Tsaalcxx Modcivaarisn, so wie Schuhe und Eil-Tier zu erstaunlich billigen Preisen. Um gesitlligen Besuch wird gebeten-. 27,9,tuivtiM L Pf Tages Neuigkeiten. J n l a n d. Jm Weißen-Hause zu Washington wurde eine Cabinets-Sitzung abgehal ten, in welcher die Jndianersrage und speciell die Angelegenheiten Geronimos das ausschließliche Thema der Verhand lungen bildetcn. Von Washington aus wird jetzt übrigens bestritten, daß Miles sich auf Bedingungen eingelassen habe, als sich Geronimo ihm ausne ferte. Die ganze Streitfrage soll an geblich von der Cisersüchtelei zwischen Crook— der ein Westpointer ist und Miles, der als freiwilliger Soldat ein trat, herrühren. Die Westpointer be absichtigten fo heißt es Miles zu ducken. Es ist schließlich nicht mehr möglich, aus dem Wuste sich widerspre chender Berichte herauszusinden, was wahr und was erlogen ist. Die Convention der neuen Ar beiterpartei in St. Louis hat ein volles Ticket für die Communalwahlen aufge stellt und hat ferner eigene Candidaten für drei Congreßdistricte von Missouri nominirt. Das Appellationsgesuch der 8 verurtheilten Chicagoer Anarchisten um einen neuen Proceß ist jetzt von Richter Gary definitiv abgewiesen worden. Die Rinderpest in Chicago dau ert nach wie vor fort und breitet sich lei der immer mehr aus. Der Stadtanss walt von Chicago hat den Verkauf von s Milch verboten, die von solchen Kühenj herrührt, die mit den Tritbern der-I Brauereien und Brennereien gesiittert werden. Jn New York ist man in großer Sorge wegen des noch immer vermißten Auswanderer Dampfers Anchoria von Glasgotm Es gebrauchte für gewöhn lich 16 Tage von Queenstotvn nach New York, und jetzt find bereits 21 Tage verflossen, seit es Europa verfas sen. Man fürchtet, daß eine Kessel explofion stattgefunden hat oder daß das Schiff auf hoher See verbrannt ist. Die Mormonen hielten in Goal ville, einer kleinen, weltentlegenen Nie derlassung ibre 56. Jahresconvention der ,,Heiligen des letzten Tages-« ab. »Apostel Richard ermahnte die 200 an wesenden Delegaten zur Standhastig keit gegen die ,,Willkiihr der Heiden.« Ausland. Das gesammte spanische Mini sterium hat seine Resignation einge reicht. Die Königin hat den Senor Sagosta aufgefordert, ein neues Mini sterium zu bilden. Dasselbe wird völ lig umgeformt und auf einer demokra tischeren Basis wieder errichtet werden. Nachrichten zufolge, welche aus den französischen Besitzungen in Sene gnmbien in Paris eingetroffen sind, wurde dort der Negerkdnig Branzas von seinen Neffen entthront und er mordet. —siDas französische »Jnstitut« hat die großartige Schenkung angenommen, welche der vertriebene Herzog von Au male demselben mit der Herrschaft Chantillh machte. Das Institut nahm eine Resolution an, in welcher es dem Herzog seinen Dank sllr diese Freige bigkeit aussprach. Jn einer Kritik der Dartforder Rede des Lord Randolf Churchill sagt das Pariser »Joural des Döbats«: Rußland wird sich wenig um Oester reichs Unzufriedenheit oder sum Eng lands theoretische Proteste kümmern, solange es versichert sein kann, daß Deutschland die russische Balkan-Politik nicht durchkreuzt. Der Orden der ,,Knights of La bor« stellt sich in Canada unter die Aufsicht Und Controle der katholischen Priesterl Auch nicht übell Aus Montreal wird hierüber Folgendes vom 7. October berichtet: »Die Constitu tion des Ordens der Arbeitsritter wurde soeben von Mitgliedern des katholi schen Clerus revidirt und zwar unter der Oberleitung des Erzbischofs Faibre. Zweck dieser Revision ist, aus den Sta tuten alle jene Bestimmungen auszu merzen, die im Widerspruch mit den Lehren der allein seligmacheuden Kirche stehen. Als Herr Powderlv hier war, versprach er dem Erzbischof (i), in der Jahresconveniion zu Richmond über haupt dahin abzielende Amendements zu befürworten. Zwei canadische De legaten der K. of L. haben sich nach »Richmond begeben, und die von den ;Priestern revidirten Siatuten mit sich genommen. Eine sich unter den Schutz und die Controle der Kirche stellende sArbeiterbewegung das hat wenig i stens den Reiz der Neuheit siir ficht Eine nie fehlgehende Hans-Arzenei. s Jch habe in meiner Familie sietig ;Simmong’ Liver Regulator l bereitet von J. H. Zeilin se Co» u. zw. seit 8 10 Jahren gebraucht und ge funden, daß er alle gegen Frösiels und Schüttelsieber empfohlenen Arzneien übertrifft. Jch habe Calomel, Chinin und alle andere MetkurialsBehandlung aufgegeben und wende es bei meinen Kindern ohne Unterschied der Alters stufe an. Es ist Alles, was eine Fami lie nöthig hat. Bitte sich meines Na mens zu bedienen, falls Sie den Regu lator verlangen. Wirklich der Ihrige: C. H. Urbanks, Crawsord Co» Ga.« Neue Waaren! Neue Waaren! JmCinderellaSchuh-Store, Ecke Housionstraße eli- Ave. C. 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