Freie Presse Für Texas (San Antonio, Tex.)
July 7, 1886
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Die gliehe Freie Presse erscheint mit Ausnahme des Sonntage und kostet 10.00 für das Jahr oder 82.50 für 3 Monate. STIMME THEng W MXW Tägliche Ausgabe. Die Wöchentllche Freie presse erscheint jeden Donnerstag und kostet 82.50 das Jahr oder 81.25 ist Monate in Vorausbezahlnng. Jahrgang 22 Sau Antoniot Mittwoch den 7. Juli 1886. Nummer 1263 Gebrauche= sIMMONS Liver Regulator gegen alle Krankheiten der Leber, Nieren, Milz und Magens. Dieses rein ve etabilifche Mit tel, nun so berii mt als caus akzned entstand 1 s 2 s im S«udeu. Es wirkt m il d auf die D Z r m e und Nieren, regn xkrt die Thätigkeit der Leber und Ist daher, gleichviel was sich als die Krankheit herausstellen mag das beste Schupmitteh Bei allen gewöhnlichen Krankhei ten wird es ohne Beihilfe ir gend einer andern Arznei eine schleimige Heilung her beiführen. Ein wirksames Heilmittel. »Ich kann Sinnnonö Liver Regulator als ein witsfames Heilmittel gegen alles Lebetleiden, Kopfweh und egen Dyspegsie empfehlen.« Levis G. unda, Ass. oftm» Philadclphia. Kein Z eitherlnst, keine Unterbrechung oder Ge fchäftsstörnng während man den Regulator einnimmt. Kindern, die über B l äh n n gen, Kopfweh oder Ma äen ii b elte it klagen, wird ein heelöffel voll oder mehr Linde rnn gewähren. s nn das Mittel gelegentlich s hause-dienten eingenommen wird, die der Maria ansgesett sind, Und es das Gift anzsmerzen und sie vor demZniall bewahren. Gntachten eines Arzte-. Seit 20 Jahren praktizike ich als Arzt und bin-nie im Stande gewesen, eine vegetabilische Riß-jung zufammensnseiem welche wie Sim tnons Libe-: Regulator die Leber zur Thiitigleit anr t nnd gleichzeitig die Verdauung-s nnd Pl nngsktäfte des Organist-its stärkt, statt sie In schwächen-L M, Hinton, M. D» Wa shington, Ark. Achtet darauf, das Echte zu bekommen, bereitet von J. I-I. Zeilin Fe- Co., Philadelphiai Preis 81.00. Teil star Lmok AhNicöttigh Bel ische undf Ber. Staaten Heft dumpf r segexn Fersen sann-Muts zwischen New York und Antwerpen, dem Rhein Deutschland, Italien Holland und Frankreich Frühjahr-u u.-Sommer Preise Salin von 860 bis 81003R Rundreise von 8110 bti 8180. 2. Caj üte 8453 vorausbezahlt 845 Rund-seist soo. Zwischenvecks sPassage zu niedrigen Preisen. Peter Wright is- sons, General- Agentem N 55 Bmadwsy, New York. Sau Antonio, Texas Young. C Griefenbeck. WJ HugoæSchmeltzenJ S. McNamara. so ,1,uJ As Bebels-, Bartoonh Bierwirtyschaft und Billet-Osaka Feine Whiskieö, Liquöre, Weine, Cham paguer. Q- Allezeit kellerftsifches Biep ·Eine Anzahl der besten Billärds stehen Milch-Spielern zur Verfügung. 9,4 z YTQ Brei-Clng Gam Zahnärzte, Dallnig Block, Sau Amor-im cousullationen Tag u.Nacht, Sonntag eingeschlossen. James Martin, Häupter in Stiefeln und Schuhen für Herren und Damen. 237 Gemme-we strasse 237 J dh u V. K y r tz Geschäftsführu. Uttlo Beohivo. Er n st L a n g e Eigenthümer. Nachfolger von S. B. Witchell, US Ost Honstpustrcßh neben dem Caudystorh vers alle Akten von Schuhen und Stie eln nahe-IX Reparatureu schnell und gut qui-f Kost-it und überzeugt Euch 2,2 LRGHDII DIRE 12 YT lST T—SMAIENIO "ll·FkxAI Ein Kampf nm’ø Recht. Roman von K. E. Fremon vartseingJ «Wtihrend das Mädchen so voll Fas sung seinem Schicksale entgegenharrte, nahte Taras mit feiner Schaar, es ge waltsam zu wenden. Das Hügelland zwischen Czeremosz, Pruth und Sereth war von Truppen entblößt, auch kannte er die Gegend genügend, gleichwohl wars dieser Zug das größte Wagniß, welches Ier bisher unternommen. Jn seiner lin-; ken Flanke stand der General mit seiner I gesammten Truppenmacht, vor ihm lag eine Stadt mit etwa zehntausend Be wohnern und einer jedenfalls starken Garnison, über deren Höhe er keinerlei Gewißheit hatte. Wohl waren Naschko und der Edelsalke rasch vorausgeritten, sowohl dies wie die Lage-des Gefäng nisses zu erkunden, aber sie konnten kaum früher zurück sein, als bis sich die Schaar bereits auf zwei Meilen Entfer nung der Stadt genähert. Wurde ihr Zug bemerkt, verbreitete sich das Ge rücht hiervon bis Zablotow und Czerno witz, dann war die Schaar verloren; der General konnte sie durch einen Marsch von wenigen Stunden vom Ge birge abschneiden. Was irgend an Vorsicht au--geboten werden konnte, früh zeitige Entdeckung u verhüten, geschah redlich; sie hatten roviant für sich und die Pferde mitgenommen, um nicht mit den Bewohnern nothgedrungen in Ver kehr treten zu müssen; sie ritten nur »Nachts, in kleine Haufen geschieden, und rasteten vom ersten Bahnenschrei bis zum tiefen Abend an einsamen Waldstellen, ohne Feuer anzuzünden; sie vermieden jede Ortschaft, umritten sogar vereinzelte Siedlungen und wähl ten, wo irgend möglich, felsige Wald pfade, auf denen sich keine Spur der Hufe abdrückte. Gleichwohl konnten ja hundert Reiter nicht wie die Mäuse xdutch’s Land huschen. Hievon abgese hen, kam Alles darauf an, daß der Ueberfall binnen einer Stunde glücke; kam es zu einem langwierigen Kampfe, m«..h- «I-I-k-I«lls bot-Infor c- U-- su II Uns Usv was-»I- --s--7.--- Auch die früheren Züge des Taras wa ren Wagnisfe auf Leben und Tod ge wesen, aber so bedenklich wie diesmal waren die Chancen nie gelegen. Die Dusulen ahnten dies kaum oder schlu gen sich leicht alle Sorgen aus dem Sinne; um so schwerer empfand Ta ras die Last der Verantwortung. Jm Morgengrauen des vierten Ta ges erreichten sie jenes fast unbewohnte, von unzähligen Schluchten zerklüftete Waldterrain, welches sich vom Dorfe Dracynetz bis an die westliche Vorstadt von Czernowik, die Schwabencolonie Rosch, erstreckt. Breit und mächtig er hebt sich aus dieser Waldgegend der jBerg Decina, dessen weithin sichtbarer Gipfel im Mittelalter mit den Wällen und Mauern einer festen Burg getrönt »gewesen. Jn der tiefen, von Gerblle und Zwergholz erfüllten Schlucht am Westabhange dieses Berges barg sich die Schaut-; hierher hatte Taras die beiden ausgesendeten Kundschaster. beschieden. Sie fanden sich denn auch im Laufe des Nachmittags pünktlich ein, aber ihre Mittheilungen lauteten noch viel schlim mer, als der Heiman von vornherein befürchtet hatte. Das Gebäude, melde ten fie, liege allerdings ziemlich abgele gen am äußer ten Ende der Stadt,. aber in nächster achbarschaft einer großen Kaferne, in welcher ein Bataillon u tier gebracht sei. Gleichwohl beschloß Taras den Ue berfall, und das Wagniß glückte, ja noch mehr, es glückte ohne jedes Opfer. Das Unglaubliche war durch eine Reihe glücklicher Zufälle möglich und wahr hastig geworden. »»Mit sinkender Sonne hatte«sj»ch ein 4 l chktllls mlliyllgek Quer-m uni- sag-u erhoben und währte die Nacht hindurch. So gelang es der Scham-, um die erste Stunde nach Mitternacht das Plateau zwischen dem Gefängniß und dem katho llschen Friedhofe zu erreichen, ohne daß es die Wache der nahen Kaferne oder fqttst ein Ohr vernahm. ier angelangt stieg Tarag mit etwa fitn zig Leuten ab UZId schlich auf das Thor deg Gefäng nisseg zu. Ein weiterer glücklicher Zufall Wpllks Oöz daß der Posten am Thore in sein Schilderhauz geschmiegt, fest ein geschlafen war. Als er erwachte, hatte er schon den Knebel im Munde und die Arme und Beine mit Stricken umwun den. Nun zog Tarag die Glocke am Thore. Eine geraume Weile regte sich nichts, nur der Sturm pfiff und der Regen prasselte nieder. Erst als Tarag zum zweiten Male lautete, da vernahm man von drinnen das Klirren eines! Schlüsselbundes und eine schlit ige, ver drossene Stimme fragte: un, wag giebtg denn wieder?« ,,Jnspectionl« erwiderte Tarag laut und befehlend. Die Thttr wurde schleunig geil net und in derselben erschien ein alter chließer ein Laternchen in der Linken. Er prallte entsept zurück. Ju der nächsten Sekuude schon war auch ihm geschehen, wie vor hin dem Soldaten. Wo sitzt die Tatiana Bodenkor fragte der Detmatn Führst Du unz zu ihr, fo geschieht Dir nichts. Jch halte mein Wort. ch bin der »Ritcher«. Der ann taumelte entfeht zurück, dann deutete er in einen Korridor zur Linken und öffnete, als ihm Tarag die Pistole verhielt, die Zelle der Berurs theilten. Tatiana schlief so fest und so ruhig, als ruhte sie nach beendigtem Tagewerk in ihres Vaters Hütte und fuhr erst auf, alsfsich die Thüre geöff net hatte und ein hochgewachsener Mann mit wirrem, grauen Bart und Haar, ein Laternchen hoch empor hal tend, an ihr Lager trat. Sie erschrak tüdtlich und dieser Schreck minderte sich nicht, als er auch hier wiederholte: Jch bin der »Rächer«! und hinzufügte: Komm’l Sie wollte aufschreien, er legte ihr die Hand auf den Mund. Komm' zu Deiner Mutter. Sie hat mich gesen det, Dich zu holen. Mache dich bereit! Er wendete sich ab. Schwankend er hob sie sich, ihr wars, als träumte sie. Aber Taras konnte ihr nicht die Zeit zur Fassung gönnen. Er nahm die Bunda von seinen Schultern, schlug dieselbe Um ihre Glieder und trug die Zitternde auf seinen Armen aus der Zelle, aus dem Thorweg und durch die stürmische Nacht dahin, bis sie wieder die Schaars erreicht. Dann hob er sie auf ein Roß, schnallte sie im Sattel fest, knotete die Zügel des Pserdes mit denen des seini gen zusammen, und pseilschnell jagte die Schaar zurück, dem Cecina zu. Wie wunderbar das Wagniß geglückt war, noch durften sie nicht aufjubeln. Hatten die Herren in Czernowitz nichts ganz den Kon verloren, dann mußten sie sofort Botschaft nach dem Lager von Zablotow schicken und der- Generals konnte, wenn er seine Truppen an den s Czeremosz vorschob, der Schaar den Rückweg in die Berge abschneiden, ohne sich besonders beeilen zu müssen. Gortseßung solgt.) Eine wichtige Funktion angeregt. Die Nieren haben höchst wichtige Funktionen zu verrichten, welche so anstrengend sind, daß sie die Kraft und Ausduuer dieser geschäftigen kleinen Organe anfs Aeufzersie in Anspruch nehmen« Mit jedem Athemzug, mit jedem Herz schlag, jeder Bewegung eines Gliedes, jedem Gedanken werden Zellengeivebe zerstört und die Entwickelung neuer Atome nöthig gemacht. Die verbrauchten Blutkörperchen werden durch die i Nieren aus dem Blute ausgeschieden nnd in s einer wässerigen Flüssigkeit aufgelöst, woraus dann diese Flüin leit in die Blase übergeht Es würde eine Neige von Ungliicköfällen für den Körper zur Folge haben, wenn diese »Asche«, um einen bezeichnenden Ausdruck zu ebrauchen, nicht gründlich aus dem Blute entfernt wird. Dies ist der Fall, wenn die Nieren unthätig Lud. Hostetterg Magenbitt ers, in eni es ihre Thätigkeit wiederherstellt, hält nicht nur einen wichtigen Abzugsianal für Unreinigs leiten offen, sondern verhütet auch Krankheiten der Nieren selber, die, wenn sie in Unthätigteit verfallen, leicht der Diabetes, der Bright’schen Nierenkranlheit, der Mephitis, der Albemenuria und anderen Krankheiten, denen sie besonders ausgesept sind, zum Opfer fallen, welche, ob leich nicht besonders rasch in ihrem Fortschritte, och außerordentlich hartnäckig nnd von ernsten Fo gen begleitet sind. Tages Neuigkeitem J n l a n d. Morrjson, der Vorsitzende deg Co mites für Mittel und Wege, wird die Verwerfung von Randalls Tuns-Bill empfehlen. Durch die Feuerwerkerei am 4. Juli brannte in Chicago ein fünfstöckigeg Logierhaus ab, wobei zwei Menschen ums Leben kamen. Der Verlust beträgt 815,000. Der Dryguods-Sore von Strausty in New York gerieth gleichfalls i durch Feuerwerl in Brand und wurde’ zerstört. Verlust 8200,000. Jn Peabody, Kansas, stürzte bei der Feier des 4. Juli ein mit Menschen beseyter Bnlcon herab. 20 Personen wurden mehr oder minder schwer ver wundet. Ein Feuer in Denver, Col-» zer störte die Musikacademie, die Ofsice der Rocky Mountain News und mehrere an dere Gebäude. Anarchisten in Cyicago ichonen nach einer Ver. Staaten Flagge, die in einer aus Norwegern bestehenden Pro zession getragen wurde. Aus einer bei Little Rock gelege nen Plantage, auf der 200 Farbige be schäftigt sind, herrscht Aufruhr. Die Farbigen haben die Arbeit eingestellt und verhindern andere Arbeiter an der Arbeit. Der Anarchist Parsons hat aus dein Gefängniß in Chicago, das er die Bastille von Cook County nennt, einen Aufruf an alle Völker znr Unterstützung der Anarchisten erlassen. A u s l a n d. Ein Pöbelhaufen griff in Dublin einen Club Conservativer mit Steinen an. Die Mitglieder des Clubs ver theidigten sich mit Flaschen und Feuer wassen, wodurch ein Mann getödtet und 20 verwundet wurden. Daraus versuchte der Pöbel das Haus anzu ziindenz doch glücklicher Weise erschien die Polizei und stellte die Ordnung her. Gladstone'5 abermalige Nieder lage ist als sicher anzunehmen. Es hat sich herausgestellt, daß bei dem Tumult in Dublin der conserva ivei Club der angreifende Theil war. ie! Mitglieder desselben griffen eine vorbei ziehende Prozession von Katholilen an. Jii Montreal ist ein schwunghaf ter Handel mit canadischen Mädchen nach den Ver.Staaten entdeckt worden. Constatire bereitwilligst, daß Ton galine ein auggezeichnetes Mittel gegen Rheumatigniug und neuralgische Leiden allerart ist« i A-P. Dendersom M.D., Martin i ville, Missouri. Amerikautfche Bäume. Der bekannte Prof.C. S. Sargent hat unlängst in Pamphletform einen k sehr interessanten und lehrreichen Aufsatz über die Frage veröffentlicht, welche Bäume in Massachusetts am besten um Anpflanzen geeignet find. Seine n gaben sind fast durchweg für alle nörd lichen Staaten öftlich von den Felsen gebirgen passend und verdienen demnach eine weitere Verbreitung. Jn erster Reihe räth der Professor, sich vor Allem auf die Zucht ein h ei- m is ch er Bäume zu verlegen, da aus Idem Auslande eingeführte Baumarten nur in den seltensten Fällen sich bewährt haben. Die europitische Linde, die europitische Esche, der europäische Spitz uhorn (H«cer platanoides) und die eu ropäische Eiche wachsen zwar anfäng lich in Massachusetts recht gut, bekom men aber bald eine unansehnliche Form, sterben frühzeitig ab und sind für ökonomische Zwecke werthlos. Die schottische Fichte, die normegische Kiefer und die österreichische Fichte, in die man nach ihrer Verpflanzung in amerikani sche Erde so große Erwartungen gesetzt hatte, sind fämmtlich verkümmert. Be sonders ist die norwegische Kiefer ein werthloser Baum. Das Holz taugt nichts, sie bekommt ein schäbiges Aus sehen und wird bis zu ihrem frühen Ende immer schäbiger. Die schottische und die österreichische Fichte werden frühzeitig durch Würmer zerstört. Da eignen sich unendlich besser die amerika nische Weißfichte, die amerikanische Fiothfichte und die amerikanische Weiß anne. Die europäische Sycamore und die englischeund holländifche Ulme lassen sich etwas-besser an, doch find die Ansich ten über ihren Werth noch immer ge theilt. Nur die europäifche weiße Wei de ist entschieden besser als alle amerika nischen Weidenarten, auch mag der europäische Lärchenbaum sich für ame rikanische Zwecke als werthvoll auswei en. Von asiatischen Bäumen empfiehlt Professor Sargent vor Allem die Maul beere, den Ailanthus und den Genko. Besonders passend ist der Ai l a n t h u s fiir mageren Boden und liefert ausge zeichnetes Nutz- nnd Brennholz. Der Professor schließt feinen Auffag mit der Mahnung: ,,Vor allen Din gen soll man nie eine Gelegenheit zum Pflanzen von Bäumen vorübergeben lassen und stets die besten Baumsorten wählen.« Verbiitung des gelben Fiel-ers Die Locomotivsührer der Central Bahn von Georgia sagen: Obgleich den schlimmsten miasmatifchen Einflüssen beim Ankommen in und beim Absabren von Savannah in verschiedenen Nacht ftunden ausgesetzt und während der Herrs aft des gelben Fiebers von 1874 ganze ächte in der Stadt verbringend, sind wir doch mit Ausnahme eines Ein zigen, welcher erkrankte aber schnell ge nas, bei unserer gewöhnlichen guten Gesundheit geblieben, was wir auf keine andere Weise als durch den ge wohnten sortgesetzien Gebrauch von Simmon"s’ Liver Regulator uns zu erklären vermögen. Texas. Jn einem großen Pasture in Clay County wurden von Viehziichtern, die daselbst einwanderten 5 Meilen Fenz zerschnitten und 20,000 Kon Vieh hin eingetrieben. Die dort ansässigen Far mer und Viebziichter sammelten sich und trieben die Eindringlinge zurück. Die Fenzen werden jetzt fortwährend be wacht. San Angelo soll corporirt wer den. Man beabsichtigt damit, die Grundeigenihümer, welche außerhalb der Stadt wohnen, zum Zahlen von Steuern zu zwingen. Waco hat sich erboten, den Bau der Aransas Paß Bahn nach dort in liberaler Weise zu unterstützen. —Die ,,Leichte Garbe« von Bren ham ist zur Leibwache des Gouverneurs beim Preis-Exerciren in Galveston er nannt worden. Nun müssen die Leib wächter neue Uniformen haben. Der Vater des Repräsentanten Sayers starb in Bastrop. Was kamt geschehen 's Durch nochmaligem Versuch und Aufrechter haltung des Muthes kann manches erreicht wer den, was unmö lich erscheint. Hunderte hoff nungsloser Fii e vou Nieren- und Leberleiden sind durch Electric Bitters geheilt worden, nach dem alles übrige vergeblich versucht wurde. Darum denke man nicht, daß es leine Heilung giebt, sondern dersu e Electrie Bitters. Es iebt keine andere Mc izin, die so ecselt und sicher das Blut reinigt. Electrie ittees heilt Dyöpepsia,Harns und alle Krankheiten der Nieren. Unschähbar in allen Magen- und Leberkrantheiten. Zu haben für 50 Cente die Flasche dei A. D r e i ß. Jn Dallas brach Feuer in einem an der Cammercestrasze gelegenen Hause aug, in dem sich die Officen des Eve ning Herold, der San, des Volksblat ieg und mehrere Jodosficen befanden. Alle Druckereien sind mehr oder weniger beschädigt worden. Schneller Temperaturwechsel er zeugt nicht selten theumatische Leiden· St. Jakobs Oel ist das einzige Mittel, welches alle Schmerzen heilt und dassel be ist für 50 Cis-. die Flasche in irgend welcher Apotheke zu haben. A y e r’s Chererectorai ist in den Ansangsstadien der Auszehrung nnschätzbar. Es thnt dem Husten Einhalt, heilt die erkrankte Gewebe, und erzielt stets Heilung, wenn man es zeitig genug an wendet. ,,Vor drei Jahren zog ich mir eine heftige Erkältung, zu die sich schnell zu Brustbräane und selbst zu Aus ehrnng entwickelte. Jch war n schwach aus zu sein, ma erte se r ab, und Zustetennaushörliclx Jch ieß mi von mehreren Aerzten behandeln, aber ihre Be mühungen mir zu helfen waren fruchtlos-, nnd sie alle sagten, ich habe die Anszehrung. Endlich verschafftc mir ein Freund eine a sche von Aher’s Cherry-Pectoral. Jch ng an, dieses einzunehmen, und von der ersten Dosis an empsand ich Linderun Jch damit fort, und die zweite Flusse Herlte Mich vollkommen, und i bin eitdem gesund.« J. S. Bradleh, Ma den, ass. streitet von Dr. J. C. Ader E Cis-, Lamell, Mass» Jn allen Apotheken in haben Pkeis slz sechs Fleckchen Os. Jung und Alt. Schon seit sOlimö grauerZeit Wollte man’ö erdenken: Wem auf Erden weit und breit Wohl der Preis sit-schenken Und trotz aller Streiterei Hat sich’s bald ergeben, Daß die Lieb’ das Höchste sei, Und der Wein danebent Doch beim süßen Zeitvertreib Thut sich’g offenbaren: Gluth hat nur ein junges Weib, Frost kommt mit den Jahren. Bei dem Wein soll’g anders sein, Denn-bei meiner Treue Kraft hat nur der alte Wein, Leeren Braus der neuel Und so folg’ ich der Gewalt Meiner schönsten Triebe Was ich trinke, das sei alt, Jung sei, was ich liebe! Und es soll mein Wahlspruch sein, Dem ich mich ergeben: Junge Weiber, alter Wein, Und ein freies Lebent Aufregung in Texas. Große Aufregung wurde in der Umge end von Paris, Dem-, durch die Genesung des ru. J. E. Corleh hervorgemfen. Derjelbe war so hülstos, daß er sich im Bette nicht hernmzndret hen, oder nur den Kopf zu heben vermochte. Je dermann glaubte, daß er an der Auszehrung sterbe. Eine Probeflasche von Dr. Rings Ren Diseovery wurde ihm geschickt. Hierdurch fühlte er sich gekräftigt und kaufte eine große Flasche und eine Schachtel von Dr. Kings New Life Pills, nnd na dem er zwei Flaschen davon ein enowrnen hat e, war er gesund und hatte 36 gzsund an Flei ch gewonnen. Gram-Mo eftaschen bei A D r e iß. Große Jlaschen st. California Weine. Herr F. J. M e y er, Wholefale ä Retailhändler in Weinen, Alamo Pla a, ist vor Kurzem von feiner vierten e schitftsreife nach Califvrnien zurückge kehrt. Er kann jetzt feine Kunden und Familien mit den besten Sorten von California-Weinen und reinem Trau ben-Brandy versehen. Reinen Califor nia Clarei verkauft er die Gallone—81. Port- und andere unverfälschte Weine sind stets bei ihm vorräthig. Bnckleus Amme-Salbe. Die beste Salbe der Welt für Schnitte Quetsckiungen, Geschwüre, Fiel-ers und Haut Antschlag, Flechte, gesprungene Hände, Frost beuleu und alle Hautlrantheiten; kurirt ca mvrrhaiden oder keine Be ahlung. 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W; m ei An en er e o M- ges-Mem- imch des Kauz-eh itd es Temperameuts, gedruckt Manns-, ein Gefühl aID habe man irgend ist-W zuo TM» usw III-Ver Jus-ketze un mbe RGM eines mittels? das cis-Ha ichi THIS OMUÆ euu en. i tun Nieren aund Haut ist eben aa promot, Mc unreinheiten durch dieser ei»Ms III-mö« b eitigea. nnd Appetit, ge MWMI ,reselta en Stælgaxh klare ad einen kräftigen Kö er herstee utkj IF D störend iMäglltchenM Beeufsarbei.t und bei WILL-TM E- Mc Ihn-zitterte Willen IC WM d mit einer Maue M dieselben o augene m wie dem ichs-ehste »V Its-I Us- MS »spiele«-m Hemmt etc-»Is J: Fng s U U—««— siokvkssvarsuowkeeyjtkorsaig «:--.»;»««·’-s THF PFST J« Misssp HYNL USE-; Iris mu: wJI il« IS VIII-DIE Its-s hin-F wdeks m ve M do hoc-Mk an IMIIO every oneky »d- hi Mheshouhusohavoaoswtoktssewgk Uns-W »Im kaut Moor-o ot the M qualmt-s ot W m- MW It M m no Ihm oksmmonlh WIPICT ders. majalis-t Ss Hin-. ssvs W, m irs-« Mit us weit Minos-paid IM,HMM lästiin horels and syst-Zumut JMTJWMEZZWOWI Gut-z- Jmms cø w» 176 MCM sto- NO r Mosis-»k- ÆHM III-F i Wamselk Herbst Erzählung von L. Dilling. Bei Mamsell Herbst lernte ich lesen. WIL sie eigentlich in unser· HEXUS ge kommen war, das weiß ich nicht- Ich ent sinne mich nur, daß sie mit uns auf das Land zog, als mein Großvater starb und Mein Vater den alten Familienbesitz übernahm. Sie wurde stets als ein Glied der Familie behandelt, obgleich sie nicht mit uns verwandt war. Wie gut erinnere ich mich ibrerl Sie war eine unterschie, wohlge nährte Erscheinung mit Grübchen auf den fleischigen weißen Händen und blü hend rothecn Angesicht, das durch ei nen falschen braunen Scheitel verschö nert wurde und durch drei zierliche Hün gelocken, die an jeder Seite mit Haar nadelu angesteckt waren. Für täglich trug sie eine schwarze Seidenschürze und eine weiße aube mit hellgelben Schleifen bei den hren und langen hellgelben Wehbiindern, die liber die Schultern herab fielen. Jhr Vater war Landarzt gewesen und dazu seiner Zeit der Titel Fräulein! noch nichts-i allgemein zuertheilt wurde wie heute, blieb eg dabei, daß man sie kchlecht und und recht Mamsell nann- e. Mamsell Herbst hatte auch ihren Ross nian gehabt. Jn ihrer Jugendzeit hat te sie einen Sergeanten geliebt. Es ist mit den Frauen wie mit den Kindern: sie spielen allzugern mit blan ken Knöpfem Aber ein simpler Setgeant war na türlich nicht gut genug ür die Tochter eines Beamten. Die ltern widersetz ten sich der Partie und die Liebenden wurden getrennt. i Daran fing der Sergeant an zu trin ken, um sich u trbsten.. Mamsell zerbst that gleiches nicht, Kerl-; sie legte sich aufs essen-um sich zu« etl Ja, das ist wahr und wahrhaftig; sie aß anfangs gebrannte Kasseebohnen und Reiskbrner, um den Gram zu däm psen, später wandte fie sich solideren Dingen zu. Da sie keine Erlaubniß be kam, für-den Sergeanten zu schwärmen, so verlegte siesich auf die Schwärme rei für gutes Essen. Deshalb ward Mamsell Herbst auch .nichtdlirr, mager und bbssinnig, wie so manche andere alte Mamsell, sondernwurde aus un glücklicher Liebe wohlgenährt uud ge miithlich. Sie wohnte in einem der Seitenflligel des alten herrschaftlichen Hauses in einem großen lustigen Zim mer mit schneewei en Gardinen vor den Fenstern und he en Birkenholzmöbeln mitroth und weiß gemusterten Baum wollenüberzügen. Da saß fie den gan en Tag in einer Sofa-Ecke mit einem trickzeug oder ei nem Roman in den Händen und kam nur zu den Mahlzeiten herunter oder wenn Besuch da war. Dann schickte meine Mutter jedesmal nach ihr und sie» Faßte, daß es etwas Gutes geben wür- e. Und wenn sie herunter kam, verneig te sie sich graziös, und die hellgelben Wehbitnder unddie Grübchen auf den! sleischigen Händen boten ein herzliches Willkommen. Zu einer bestimmten Stunde des Ta ges ging ich zu ihr hinauf, um zu lesen, aber meistens wurde nicht viel daraus denn siesaß oft und-plauderte mit mir, wie mit einem derstiinigen Erwachsenen, »und als Gegenleistung vertraute ich ihr alle meine kindischen Sorgen und Klim- mernisse an. Uebrigens war ich nicht der einzi e,;« dem sie Trüstung spendete. Alle e-; wohnerdes Hauses verehrten sie, ganz; besonders aber war die Kdchin Anna ihr gut, oder wie sie gewöhnlich genannt! wurde: Kbcksch-Anna. Kbcksch-Anna nnd Mamsell Herd hatten viele Sympathien gemeinsam.« Sie waren beide sitt gutes Essen; An jna kochte es gern, Mamsell Herbst aß es ;gern. Außerdem litt Anna ebenfalls an unsj Glücklicher Liebe. Der Gegenstand ihrerj s eigung warHans, derKutscher. Dersel E be hatte dunkles, krauses Haar, einen ge swaltigen rothbraunen Schnurrbart und blonde Knitpse an dem Rock-gerade so swie Mamsell Herbsts einstiger Ser sgchlL s- Akt »Du-J .2«. i Ullllll D cbcck Wut IIIIYL casulct kluc simgliickliche gewesen. Hans hatte sie sinnig geliebt, bis sich eine Schlange in sihr Paradies einschlich und war in Gestalt des neuen schwedischen iubens smildchensMaria Lisu. s Maria Lisa wargroß und schlank, mit einem feinen, bleichen Gesicht, das noch mehr durch ihre schwareestleidung geho ben wurde,und durch as weiße klare Tuch, das sie leicht über ihr dunkles aor geworfen und mit einer totetten chleise unter dein Kinn zusammenge bunden trug. Die arme, unterseyte Anna, mit Mehl in den Haaren und Nuß in ihrem bra ven rothen Ange chi, nahm sich nnleug barre trinvo eilhast an der Seite der hii schen Schwedin aus, Und einer der ersten, die dies bemerkten, war Paps- dir-Witwen u« Seit-Mitten gegen Anna wurde von Tag zu Tage kühler und seine Au sgen folgten mit sichtlichein Wo lbeha Egen Maria Lisa’s schlanker ali, swenn sie dann und wann in die üche trippelte und sich zu s chafsen machte. Jeden Tag, nach Tisch, wenn ich meine Lesestiiiideii hatte, kam Kbckschs Anna hinauf, um ihrem Schmerz bei Mumsell Herbst Lust zu machen und wenn sie wieder hinunter ging, glich iihr Antlitz dein Delta des Nilslusses, so durchfurcht war es von Thronenstrdmem Um dieselbe Zeit fiel es meiner Miit ter onl, daß unglaubliche Mengeii von Gig mdaushalt verbraucht wurden. I I An einem Sonntagnachinittag, als i meine Eltern zu einem Gastinahle gebe ten waren, und ich oben bei Mamsell erbst saß, kam Kbcksch Anna in der efsten Ver iflug herauf; der Sprache nicht måcht g, deutete sie durch das Fen ster aus den of und so wurden wir Halle drei betrit te Zeugen von der Un ihat, daß Duns, der Kutscher, mit Ma ria Lisa in dem neuen Gig nach der Stadt fuhr. Anna war nicht zu trösten. Sie ging in ihr Stübchen hinunter und wir sahen sie an diesem Tag überhaupt nicht mehr. Am nächsten Mittag erzählte meine Mutter, daß Anna bedenklich krank läge, und fügte hinzu, daß sie den Grund der Krankheit ungefähr ahne. Jn der Speisekammer war eine große. Flasche von dem starken französischen Essig leer geworden. J Mamsell Herbst saß ernst schweigend bei Tische. Als Maria Lise mit der-J Suppe eintrat, fragte sie, ob die LeuteI bereits in der Küche zum Essen ver sammelt seien, und da sie eine bejahende Antwort erhielt, erhob sie sich stets und feierlich und ging festen Schrittes hinaus. Hans, der Kutscher, saß an dem Ende deg Tische-s. Mamsell Herbst trat auf ihn zu. Hans, sagte sie mit erregter Stimme. Hans wandte das Haupt und in demselben Augenblicke holte Mamsell Herbstsmit der fetten kleinen Hand und den Grübchen darin, energisch aus und gab ihm eins an die Ohren, daß es- laut durch die ganze Küche schallte. Die Dienstleute saßen insgesammt sprachlos ver Entsetzen und Hang, der im Schreck der Ueberraschung seinen Holzlbffel aus der Hand verloren hatte, starrte sie mit weitausgerissenen Au gen an. vWenn du gegessen hast, kannst du zu mir auf mein Zimmer kommen, da wer de ich weiter mit dir sprechen, sagte Mamsell Herbst, indem sie sich wandte und ebenso feierlich in den Speisesaal zurückschritt, wie sie gekommen war. Es ging an diesem Mittag sehr still bei Tische zu. Maria Lisa schwebte beim Aufwarten aus den Zehen, und wechselte nur von Zeit u Zeit verdächtige Blicke mit dem schmucken Amtgschreiber, der bei ung speiste. Als sie Mamsell Herbst die Suppe reichte bebten ihre Hände heftig. Marnsell Herbst würdigte sie keines Blickes-, aber ihre gelben aubenbitnder bebtengvie vor innerem erger und die braunen Oberlocken sträubten sich wild. I s Am Nachmittage, zur Zeit meiner ges wohnten Lesestunde, trat Hans beiMam sell Herbst ein. Augenscheinlich hatte er sich vorgenommen, nnhöflich zu wer den, aber ihr ruhiges Wesen entwasfnete Ihn. Jch müßte wohl zum Amtsgerichte ge hen und Mamsell Herbst- wegen Ueber fall aus einen wehrlofen Menschen an zeigen, sagte er, seinen Hut halb verle gen zwischen den Händen drehend, aber vorher möchte ich doch gern wissen, wa rum Mamsell Herbst, die sonst doch eine feine Dame ist, so ddse wurde nnd mich ugi Das willi dir erklären, sagte Mam sell Herbst un legte ihr Strickzeug in den-Schoß, das geschah, weil du ein rechtschaffenes Mädchen verderbt hast, beides an Leib und Seele. So schlimm wird es wohl nicht sein. So schlimm ist est Kdcksch-Anna ist unehrlich geworden und das um deinet willen. Hat sie gestohlen? awohll Mehrere Flaschen Essig. as wäre das legte, was ich nehmen würde,. murmelte Hans und schnitt ein Gesicht. Den hat sie getrunken, um ebenso bleich und schlank zu werden, wie deine allerliebste Maria Lisa, aber statt dei sen liegt sie todtkrank darnieder. Du hast ihr das Leben genommen, Hans, und deßhalb gab ich dir ein paar an die Ohren. Möge unser Herrgott dich nicht härter strafen. Aber....stotterte Hans, sie sie wird doch wohl noch wieder gesund werden. Vielleicht ginge ich doch wohl lieber nach dem«Doktor, als aus das Amtsgericht. Was nützt ihr dass Was hiäft es ihr, wenn sie Ich auch wieder be ert? Glücklich wird as arme Mädchen doch nicht mehr in seinem Leben. Und ich hatte so schöne Pläne für ihre Zu kunft. Jn meinem Testament habe ich ihr meine kleine Einrichtung vermacht und vierhundert Spezies in baarem Gelde dazu. Jch dachte mir, du und fie, ihr hättet geheirathet und so lange hier aus dein Dose gedient, bis ich meine Augen schließe. hernach, so meinte ich, khäitest du dir mit dem Gelde Pferd nnd Wagen getauft nnd wärst als Fuhr mann in der Stadt dein eigener Herr geworden. Der Traum ist nun vorbei. Vans verlor feine Haltung mehr und mehr. at qusrll das schriftlich ausgesehtL laubst du, ich befasse mich mit Un wahrheitens Nein, Gott behüte, so habe ich es nicht gemeint, aber wenn Anna nun bald wieder besser würde, dann könnte ja Al les noch ganz gut werden. Nein. Behalk du nur deine Maria Lisa, der hübsche Amt-schreib« wird schon stir euch sorgen. Der Amte-schreian Jawohl, der! Jch sehe ihn doch hier vom Fenster aus jeden Abend mit Ma- ria Lisa im Garten spazieren gehen. Zwischen zehn nnd els kannst du Beide im JagminsLusthause finden, wenn du sie treffen willst. Liegt die Sache so....grallte Hans-. Hat sie mich zum Narren, dann ist es rein aus zwischen uns Beiden. Jch wer de in dem Lusihanse mit ihr reden; und das noch heute Abend. Er wandte sich zum Gehen, zögerte aber verlegen. V Hast? du «och Etwas auf dem Herzen, ans Ja, ich möchte Mamsell Herbst doch allzugerne noch um Verzeihung gebeten haben, weil Weil ich Dir einen an die Ohren gab? Cigentlich käme es mir wohl zu, dich zu bitten. O nein, Mamsell, Sie sollen dafür bedankt sein. .Es ist damit, wie mit der spanischen Fliege, die ich in der Lun genentzündung aus die Brust bekam. Sie brannte anfangs furchtbar, aber nachher war es gut. Mit diesen Wor ten entfernte ek sich. Am Abend ging es sehr lustig in dem Lusthause zu. Am nächsten Morgen bat Maria Lifa meine Mutter auss eindringlichste, ihr die Erlaubnißzur Reise nach Schweden zu geben: sie könne es vor Heimweh nicht mehr aushalten. Es standkein Hinderniß im Wege. Der Amtsschretber ließ um Entschul- digung bitten, daß er nicht zu Tische skomme. Er habe seinen Fuß verrenkt und müsse sich dieserhalben einige Tage ruhig«halten;·’. Köckfchk Anna; starke Natur gewann Essqchx den- Sieg iiher den französischen I g. Ein« paar Tage später strahlte ihr -’Angesicht:.wieder von Gesundheit und Herdfeuer." Hans hatte Abbitte geleistet und Ver gebung erhalten. Die wird den bbsen Männern ja stets so leicht gewährt.· si k si Einige Monate fvitter, an einem herrlichen Sommernachmittag, rumpelte unsere alte Familienkaleiehe den Kirch weg entlang. Mein Vater und ich saßen auf dem Bock, die Mutter und Mamsell Herbst aus dein Vorder-sitz nnd.Hans, der Kutscher und Rasch-Anna aus dem Rücksig, denn die beiden waren die Eh s rengbste des Tages, d. i. als Braut und T Bräutigam. KsckfchsAnna mit Myrthenkrone und langem weißen Schleier, saß stumm und weinte die ganze Zeit, wie es sich nach ihrer Anschauung fiir eine wohler zogene Braut schickte und Hans saß da holzsteis in seinem neuen Anzuge, ohne ein Auge für seine Braut zu haben. Seine ganze Aufmerksamkeit dagegen galt meinem Vater, von dem er unver kennbar erwartete, daß er die Pferde über die nächste Decke oder gar in einen oder den andern Graben jagen würde. Nach der Trauung nahmen die Reu vermithlten ihr Mittagsmahl gemein schaftlich mit uns ein, aber es schien alg wenn sie sich nicht recht behaglich fühlten. Hang hatte o enbar keine Ue bungim Umgang mit ilber-Bestecken und Anna war sichtlich zu tief gerührt, als daß sie auch- nur eine Spur hätte genießen können. um Io frohucher p egte nch Mannen Herbst und bediente ch von allen Ge richten. Namentlich gab es einen mart nirten Lachs, der ihr ganz besonders zu sagte. Sie ließ sich ihn wiederholt rei chen-öfter, als ihr gut war. Nach Tisch befand sie sich nicht recht wohl und die anfangs geringe Unpäßlichkeit nahm so rasch und gewaltsam zu, daß sie zu Bette gebracht werden mußte. Köcksch-Anna legte den Myrthenkranz und den Brautschleier ab und ging in die Küche, um Haferschleim zu bereiten; ans, der Kutscher, zog eilig seinen ivreerock an. um in dieStadt nach dem Arzte zu fahren. Einer von den Leuten erbot sich hierzu, aber Hans gestattete es nicht. Sie hat so viel für mich ge than, sagte er, diesen Dienst muß ich ihr erweisen. Vielleicht ist es das-letzte Mal, daß ich für sie fahre, vor ihrer allerlehten Tour Der Arzt kam, aber er erklärte, seine Kunst sei hier zu Ende. Die Morgensonne sandte ihre ersten Strahlen durch das Fenster und streifte Mamsell Herbsts Bett. Meine Eltern und ich saßen neben dem Kopskissen, Anna hatte zu ihren Füßen Platz ge nommen und Hans stand weiter unten an der Thüre. Sie schlief. Die Augen waren geschlossen,1 die weißen Hände mit den Grübchen lagen zusammengefaltet über der Brust. Sie hatte noch ihre weiße Haube mit den hellgelben Rosetten und den langen hellgelben Wehbiindern auf. Meine Mutter hatte sie nicht abnehmen wollen, weil sie fürchtete, den Scheitel in Un ordnung zu bringen. Plötzlich erwachte Mamsell Herbst aus ihrem leichten Schlummer. Sie wandte sich langsam gegen die Thüre und winkte Hans. Komm näher, mein Freund, sprach sie leise. Wie bist du so hübsch heute. Die Sonne glänzt auf Deinen Knä pfen. Sie sehen aus, als wären sie von Gold. Sen« dich zusmir her. ans setzte sich ans Bett. Thritnen ro ten an seinensonnverbrannten Wan gen herab. Du mußt nicht weinen, mein Freund, du weißt ja, daß ich dich liebe, obgleich du nur ein simpler Sergeant bist. Du bist so stattlich mit deinem großen krau sen Schrgrgiart« und·«in deiner Uni form. Vielleicht giesst ev nceeg, ou zeichnest dich aus und kommst heim als General. Dann machen nur« Hochzeit und ang fährt uns zur Kirche und -Kdcks Anna kocht das Essen.·pracht volles Essen. Mit suchender Hand tappte sie auf der Decke. Sesr.mse e dich ein wenig näher. Wir waren g cklich....e5....eg ist so· langeher. Die Mutter legie sachte die Hand auf ihren Arm. Es ist Hang, der Kutscher, sprach sie san t. Sie haben ein wenig; geschlafen un geträumt. Ja, ich träumte, flüsterte sie. Schöne Träume, Jugendträume. Sie faltetedie Hände wieder und: legte,dag Haupt auf die Kissen zurück. Jch bin so matt; ich denke, ich werde wieder schlafen-. ch will versuchen- den Traum von vorh n fortzuträumen, den schonen Traum Mamsell Herbst schloß die Augen und schlummerte ein, um nie mehr aug ihren Jugendträumen zu erwachen. Meine Mutter öffnete leise das Fen ster und zog die weißen Gardinen vor. Das Brauipaar stand zu Füßen der Todten. Hans hielt Anna umfaßt. Der Liede lächelnder Gott, mit dem Finger auf den Lippen, hatte ihnen nicht in das Brautgemach geleuchiet, sein bleicher Bruder mit der umgewan ten Fackel war gekommen und führte sie statt dessen an ein Sterbebett. Und doch war diese düstere ochzeitg nacht nicht von schlimmer edeutung für die Zukunft.« Jm Gegentdetb Es schien, als ob«die weiße and mit den Grübchen darin, die so ästig in ihren LebensganF einng auch später sie ungesehen sch tzte un schixmte und Glück und Segen auf ihren-Weg streute. Wm. Hdkciug G- Sohn. 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Unser Geschworerzcmsystem mrd feine Mangel. Niemand in den Ver. Staaten hält das jetzt geltende Jury-Svstem für schdn und gut, mit einziger Ausnahme zweier Bevölkerungs Klassen: Advokaten und Verbrecher. Den ersteren bietet es an allen Ecken und Enden bequeme Hand gri e, um der ,,intelligenten« Jury ein X ür ein U vorzumachen und den letz teren liefert es die hocherwtinschte Ge legenheit, durch die weiten Maschen des Strafgesetzes hindurchzuschlüpfen. Es ist zwar schon unendlich viel gegen das jetzige Geschworenen-System geschrieben und geredet worden und mit Ausnahme der vorerwithnten beiden Menschen klaxsen zweifelt auch Niemand an der Re ormbedürftigkeit dieses Gesetzes-, aber dennoch erweist sich die Macht der Ge wohnheit als so stark, daß man weder von Bundes- noch von Staatswegen die geringsten Anstrengungen macht, dieses widersinnige und verrottete Juw System über den Haufen zu werfen und durch ein vernunftgemüßeres zu ersetzen. Der Chicagoer AnarchistensProceß bat die allgemeine Aufmerksamkeit jeyt wieder einmal au jene Mißstände ge lenkt und dem edanken Geltung ver schafft, daß hier über kurz oder lang Wandel geschafft werden muß, wenn die amerikanische Rechtspflege nicht total in Verruf kommen soll. ts- IU UZRD h-- -Z«03«- Munde v-- Is· »du-- s-- --·-o-vs Punkt unseres Geschworenen Systems, der jetzt in Chicago so viel Aufsehen er regt-nämlich die Unmöglichkeit, in» absehbarer Zeit eine Jury überhaupt zusammenzubringent sondern eg hat noch andere Krebsichitben auszuweisen,’ die auggebrannt werden müssen, wenn Frau Justitia nicht bei lebendigem Leibe verfaulen soll. Jener Punkt ist jedoch recht geeignet, die Nichigwürdigkeit die ses Systems in ein möglichst grelles Licht zu setzen. Für den, der die Be stimmungen kennt, welche für die Zu sammensesung der Jurieg gelten, ist die skandalöse Thatsache nicht verwun derlich, daß man in jenem Chicagoer Prozesse nach fast dreiwöchentticher Quälerei erst 7 Geschworene zusammen bringen konnte, für den ist es vielmehr erstaunlich, daß überhaupt noch eine einzige competente Jury zu Stande ge hracht werden kann. Jn Illinois hat sowohl die Anklage, als auch die Ver theidigung das Recht, je 20 als Ge schworene prüsentirte Bürger ohne Gr u nd a nga b e zurückzuweisem Jn dem Prozesse gegen Spieß, Schwab, Parsongund Genossen handelt es sich um 8 Angeklagte. Staat unb Verthei digung können also von vornherein zu sammen 320 Geschworene zurückweisen, ohne ch überhaupt wegen der Gründe den opf zu zerbrechen. Damit stnd aber die chwierigkeiten noch lange nicht zu Ende-im Gegentheil, dann beginnen sie erst. Jn Deutschland nnd Frankreich, wo ein verständigeg Ge schworenen-System herrscht, nach wel chem unser nach englischen Muster zu recht gestutzteg umaeündert werden sollte, begnügt man sich damit, vor der Bereidigung die Geschworenen zu fra gen, ob sie mit dem Augeklagten »ver tvandt oder verschwiigert« sind, oder ob sie zu dem in Verhandlung stehenden Verbrechen in irgend welchen persön lichen Beziehungen stehen. Staats anwalt und Vertheidiger haben eben falls das Recht, eine gewisse, aber sehr beschränkte Zahl von Geschworenen ,,auszuloosen«. Nach dem hiesigen Ge setze spielt jedoch die Frage nach der »Voreingeuomrnenheit« eine große Rolle. Dieser Begriff läßt nun eine kautschuknrtige Dehnbarkeit zu. Jeder, der auf Befrager zugesteht, einmal einen Zeitunggartikel über den vor liegenden Fall gelesen zu haben, kann alz ,,voreingenommen und vorher be einflußt-« angesehen und zurückgewiesen werden. Naturgemäß liefert daher die zohesth ungebildetste Klasse der Bevöl 3 II-s--- Ipon- uuh s«ks-s obs-usu, su- 0·-,· syqu qu- »-7-» auch nicht in die Lage kommt, sich durch Zeitungsartiiel beeinflussen zu lassen, das geeignetste Material fiir Juries welcher die Herren Advokaten dann das s Prädikat ,,intelligent« beilegen. i Schlimm, aber dennoch begreiflich ist es, daß die wirklich intelligenten Bürgers stets alle Hebel in Bewegung setzen, um» sich von dem Geschworenendienste zuz ,,driicken«. Und Nichts ist leichter, als das, sie brau chen ja nur zu erklären, sich bereits »ein Urtheil gebildet zu haben«, und dann sind sie dem Gesehe nach nicht als JurysMünner zu gebrauchen. Es wurde soeben gesagt, es sei be greiflich, wenn sich Jedermann um den Geschwornendienst berunidrttckr. Es ist nicht nur begreiflich, sondern bis zu ei nem gewissen Grade zu entschuldigen. Das hat feinen Grund in einem andern schweren Krebsschaden unseres gesamnis ten Juni-Systems Dies ist die-wider sinnige Bestimmung, daß nicht die Ma orititt der 12 Geschworenen den Aus schlag zu geben dat, sondern daß eine Cimgung aller 12 Jurymltnner stattfin den mu.ß. Jn Deutschland und Frank reich gilt die Bestimmung, daß »mehr als 7 gegen 5 Stimmen-« die Schuld fra e enIcheidem Stimmen also acht F wo ene sttr schuldig und vier für ei prechung, so gilt der Angätlagte iiir verurtheilt. Hier dagegen muß die Jury so lange sipem dis alle zwölf Ge schworenen zur Ansicht gekommen sind, daß der Angeklagte schuldig oder un schuldig ist. Der Richter hat das Recht, sie so lange zusammenzubehaltem bis diese Einigung erzielt ist, und sollte ·es Wochen lang dauern. Das ist natürlich der ossendare Blddsinn. Denn es istl ygut anzunehmen, daß unterzwöls Män nern immer mindestens ein Querkopf ist, der stets eine andere Meinung hat als alle andern Menschen-, oder gar em Hallunte, der fremden Einflüssen (na mentlich, wenn es sich um prominente ,,cases« handelt) nicht unzugänglich ist. Bei dem jetzigen System genügt aber ein solcher Querkops oder ein bestoche ’ner Hallunke, um den ganzenProzeß zwecklos zu machen und wäre die Schuld des Angeklagten noch so sonnen Ttlar bewiesen wordent Handelt es sich uniFälle von minder großer Bedeutung, ;und können sich dann die Geschworenen Inicht einigen, so läßt sich die Minorität sgern überreden und schließt sich der An schauung der Andern an, blos um nicht ztagelang gefangen zu sitzen. Daß sie durch dieses Aufgeben Ihrer Ueberzeu gung einen Meineid begehen, kommt den Meisten gar nicht zum Bewußtsein. Jedenfalls aber kann man es unter die sen Umständen Niemandem verargen, wenn er sich nach Möglichkeit um den Geschworenendienst herumdrückt. Noch ein Bedenken läßt sich gegen das jetzige Juno-System erheben, und zwar, daß der Richter zu geringe Befugnisse und die Advokaten zu weitgehende ha ben. Dadurch, daß die Leitung des Verhörs zum größten Theile in Händen der Advokaten liegt, werden die Ber handlungen ungebührlich in die Länge »gezogen, der Thatbesiand wird unnütz verwirrt und das Urtheil der Geschma ’nen dadurch ebenfalls verworren und erschwert. Das Alles sind schwere Bedenken ge gen das hierzulande geltende Juni-Sy stem-welches mit geringen Ausnahmen in der ganzen Union dasselbe ist-—und es isi die höchste Zeit, daß man zu einer gründlichen Reform desselben schreitet. Jn diesem Sinne ist es beinahe zu wün schen, daß es in Chicago überhaupt gar nicht gelingt, eine Jurh für den Anor chiften Prozeß zusammen zu bringen. Denn dann würde der allgemeine Un wille des Volkes über diesen jammer vollen Zustand der Dinge so groß wer den, daß sich keine Staats-Legislatur und kein Advokat (was so ziemlich das selbe sagt, da es in diesem Lande die Advokaten sind, welche die Gesetze ma chenl) mehr gegen jene Reform stem men könnte. Die nordwestliche Eisenbahn. Wir haben von der am vergangenen Sonnabend abgehaltenen Eisenbahn Versammlung keine Notiz genommen, weil nur ein einziges Komite zu berich ten hatte. Es konnte, trotz aller ausge wandten Mühe nicht mehr als 82000 erlangen, und das ist doch wohl kaum des Crwähnens werth. Da geht man in Cuero ganz anders voran. Freiwillig kamen die dortigen Bürger überein, 5; Procent ihres Eigenthums für die Eisen bahn zu zeichnen, und sogar der Turn verein in Cuero, dessen Eigenthum nur auf 81000 abgeschäyt wurde, opferte seine 8200 willig dem allgemeinen Be sten. Von solch einer Bevölkerung läszt sich behaupten, daß sie Unternehmungs geist besiht und fortschrittlich gesinnt ist. Läßt sich aber wohl in Sau Antonio ein Beispiel ähnlicher Opferwilligkeit aufstellens Auch die Geschäftsleute in Waco sind sernstchtiger, alsdie Kapita-; listen San Antonius-. Sie haben dem Präsidenten Lott freiwillig ihre Unter-» stützung des Baues der Zweigbahn nach Waco zugesagt und nicht erst ge-« wartet, bis sie von Komites dazu ge-. drängt werden. Man scheint es in Wa co einzusehen, daßjene Zweigbahn einst die Dauptlinie der Atansas Paß Bahn werden muß, während die sogenannte Missionsbahn nur eine Zweigbahn sein wird. Jn San Antonio wird dies lei der vielfach nicht erkannt. Sogar dieLandhevdlkerung zeigt mehr forschrittli en Geist als die von San Antonio. a ist z. B. das fern gelegene McCulloch Counth, dessen Bevölkerung Verbindung mitderGolfküste sucht. Für den ganzen dortigen Landestheil würde der nächste und natürliche Ausgangs punkt am Aransas Paß zu suchen sein, und um dorthin zu gelangen wäre eine Bahn in gerader Linie von SanAntonio über Börne, Friedrichsburg und Mason nach Brady zu führen. Aber auf die s chtasende Alamo- Stadt verläßt sich Mc Culloch County nicht, sondern auf das fortschrittliche Fort Worth und die San ta Fe Bahn;-durch diese hofft es, Ver bindung mit Galvefton zu «erlangen. Gleichzeitig tritt das Volk jenes Conn ties für die Vertiefung des Galvestoner Hafens ein und will zu diesem Zwecke der Legislatur einen Plan vorlegen. Etwas abenteuerlich erscheint dieser Plan freilich,-auch wird er nie zur Aus führung kommen, aber er bekundet we nigstens Sinn für Fortschritt. Sollte nämlich die Bundegregierung die Bewilligung der nothwendigen Summe für die Hafenvertiefung ver weigern, so schlägt der Plan vor, daß der Staat die Verbesserung unternimmt und die Wherften in Galvefton ankauft. Zur Durchführung des Planes wären 12 Millionen erforderlich, deren Zinsen durch Erhebung von Wherftgeldern ge deckt werden könnten, und bringt man dabei den Wegfall der Verladungskosten durch Leichterschiffe in Ansch!ag, so hüt te man auch einen Tilgunngond. Sollte dieser kühn angelegte Plan des Volkes vonMcCullvchCounty dieBewoh net SanAntonios nicht zum Nachdenken anregen? Vielleicht möchte auch folgen de Stelle aug einem Briefe dazu dienen, den ein früherer deutscher Bewohner unserer Stadt von St. Louis aus an einen hiesigen Geschäftgfreund richtet. Er schreibt: »San Antonio müßte ein zweites St. Louis werden, die Bedingungen dazu find günstig. Wäre eg mir möglich, ich würde alle alten Bürger von dort, die hinter der Zeit zurückgeblieben sind, nach St. Louis kommen lassen. Zier fänden fie Gelegenheit, mit eigenen u )gen zu beobachten, »und dann könnten sie zllxückgehell UUP ach schämen, gerade wie ich mich threr zuweilen schämen muß. Ueber San Antonio wage ich kaum fnoch zu sprechen, aus Furcht von Je mand gehört zu werden, der die Ver Ihitltnisse kennt und mich deshalb der Prahlerei beschuldigt.« ·Peute Abend findet wiederum eine Ei enbahnversammlung statt und die sVesürworter der nordwestlichen Bahn erwarten günstige Berichte von den SubicriptionssKomites zu hören. Sie lassen sich überhaupt den Glauben nicht rauben, diiß die verlangte Summe doch noch endlich zusammengebracht wird denn so argumentiren sie die Bahn ist ja eine Nothwendigkeit. Ja freilich ist sie das, aber leider hat mancher nn serer Geldmänner ein so schwaches Be !grifssvermögen, daß man eher Berge ’versetzen·könnte, als ihm diese Ueber eu gung beibringen. Das Argument steht mithin auf schwachen Füßen. kAyer’s«Ague Cure ist ein kräftiges, »tonisches Bitter, nur aus pflanzlichen Bestandtheilen zusammengesetzt Seine iWirkung ist eigenthitmlich rasch und Ienergisch; es endigt das Frösteln, heilt das Fieber und treibt das Gift aus dem Körper, ohne nachtheilige oder unange nehme Folgen· zurückzulasseii. Wer an Frost und Fieber gelitten und Chinin gebraucht hat, wird dies sicher zu schä tzen wissen. Ullcrleb Die zahlreichen Angestellten unse rer Lone Star Brauerei veranstalten nächsten Sonntag (——ents»etzlicht wirk lich am ,,Sabbath«, wo doch selbst Gräberfchmückungstag und 4. Juli nicht gefeiert werden dürfenl) ein g r o ße s Gambrinus-Fest imSan Pedro SpringsParl. Jedermann wird freund lichst eingeladen, sich an diesem Feste zu betheiligen. Ein großartiger Straßen-Umzng des erhabenen hopfeni umkränzten Bierkönigs mit seinem Ge folge wird das Fest einleiten. Draußen an den Quellen des San Pedro werden Volksbelustigungen aller Art stattfin den, wie Sackhiipfen, Wurst- und Schmeinegreisen, Weitrennen zwischen dicken Männern ec. ic. Man komme am Sonntag nach den Springs und mache Seiner Majestät die pflichtschuldige Reverenzt Ein altes, gegenüber dem Santa Rosa Hospital gelegenes und McGinty gehbräges Haus brannte heute Vormit ag a Bei der vom Superintendenten angeordneien Lchrerprüfung haben sich nicht genug Ab likanten gesunden, um alle Stellen be eben u können. Ueber das Be «nden des Dr. F. Herss in Börne laufen günstige Nach zrichtenteinz Dcll llelvcll uugcuuujeu www-m des Harris, Frank Scott und T.C. wurde die Bürgschaft verweigert. Sie sind nach dem Gefängnisse zurückge bracht worden. Jn der Nähe von McKinney wurde der frühere Conntyvermesser von Collin Conntv, George White, in seiner Wohnung ermordet. Yntnøristisrlrecu N e i d.—Kanfma-in: »Verflixt, daß gerade drüben bei meinem Konkurren ten eingebrochen worden istl Nu giebt das für den Menschen schon wieder eine Reklame1« R e v a n ch e. Fnhrmann (einem vorüberdampfenden Eisenbahnzug mit der geballten Faust drohend): »Warte nur, Eisenbahn, Du wirst nicht mehr lange -vfeifen und dampfen, jth komm die Electricitittl« U n b estr e it b a r.-— Gefchichtspros sessor: »Was glauben Sie, wag wäre geschehen, wenn Wallenstein nicht er mordet worden?«-—ngling (unbefan gen): »Ich glaube, er wäre später doch gestorben.« T r e ff e n d.—Sohn (Studiosug in den ersten Semestern): »Sieh’ doch, Mama, wie blaß der Mond aus-sichtl« Mutter: »Ganz wie Du, weil er auch die ganze Nacht bummelt.« Aus der Schu le.—Professor: »Kennt Einer von Euch das Lied »dem braven Mann?« Das kleine Karlchen (die Hand empor hebend): Jch, Herr Profe«·or! Professor: »Nun, wie ift der Anfang des LiedeSW Karlchem »Wer niemals einen Rausch gehabt, der ist kein braver Manni« Memoiren eines "Eheman n e s. Die Frau tritt zu ihrem am Schreibtische sißenden Gatten und frügi: »Was schreibst Du denn da, mein liebes Männchen?« »Ich arbeiie an meinen «Menioiren.« »So, hast Du denn da rin auch mich nicht vergessen?« »O, bewahre, ich habe Dich als die Sonne meines Lebens hingestellt und bin eben bei der Schilderung der Tage, die Du mir besonders heiß gemacht has »Kdnnen Sie mir fünfhundert Dol lars leihen?« »Gewiß kann ich das, aber ich werde mich sehr hüten, es zu thun.« »Und nuran »Weil alle Welt dann bei mir würde bargen wollen.« »Aber, Lieber, ich würde es Nieman dem iaaeii.« »O bitte, sagen Sie es nur edeni, daß ich nie Geld derleihh und ie er weisen mir damit einen viel größeren Dienst, als derjenige, den Sie von mir verlangen l« Bei Calla w a n erhaltet Jhr bessere Photographien und zu billigeren Preisen, als in irgend einer anderen Gallerie. 3,6w6in Zur Nachricht fiir meine Kunden. Während der Monate Juli und Au gust wird mein Geschitft Abends 8 Uhr geschlossen werden, mit Ausnahme des Sonnabends. An diesem Tage werde ich bis 10 Uhr offen halten. 6,7,16mw1m L. W o lf s o n. Eine Grdtnanz, welche die Bedeutung eines »ossenen Schuppens« erläutert, wie das Wort in Sektion 14- Kapitel 21 der revi dirten Ordinanzen zur Anwendung kommt. Sei es verordnet durch den Stadt rath der Staat San Antonio: Sektion 1. das Wort offener Schup pen, dessen in Sektion 14, Kapitel 21 der Revidirien Ordinanzen Erwäh nung geschieht, soll bedeuten: Ein Bauwerk, das als Schutzdach errichtet wird, ohne Seitenwände und ohne hölzernen Fußboden. Ein solches Schutzdach darf nicht an der Frontseite eines Lots errichtet werden, noch soll es als Wohnung benutzt werden. Angenommen am 21. Juni 1886. F. Schreiner, Mahor p.t. Zum Zeugnißx C. Vglgud o n, er Eine Eritis-and welche Sektion 25, Capitel 23 der Re vidirten Statuten verändert. Sei es verordnet durch den Stadt rath der Stadt San Antonio: Settion 1. daß Sektion 25, Kapi tel 32, der Revidirten Ordinanzen hierdurch so verändert wird, daß fie künstighin lautet Sektion 25. daß beim Ertheilen von Erlaubniß zur Errichtung von Fleisch ständen außerhalb des Markthauses den Miethern von Ständen im regulären Markt der Vorzug gegeben werden soll. Vor-ausgesetzt jedoch, daß keine Erlaub niß an Miether von Ständen in irgend einem der regulären Märkte zu erthei len ist, die ihren Miethsbedingungen sür solche Stände nicht nachgekommen sind. Alle Erlaubnißscheine erlöschen am 31. December des Jahres, in wel chem sie ausgestellt wurden. Angenommen am 21. Juni 1886. F. Schreiner, Mayor p.·t.l Zum Zeugniß: C. Vgl gud o n er est-I llOll k! HWF gegeben von den Angestellten —der Zone gis-i- Iwane-sei am I I. Juli im sSan Pedro Springs Parke. Vormittags großer Straßen-Umzug des Königs Gambrinus mit seinen Jüngern. IF- Das Publikum ist herzlichst eingeladen sich an diesem Feste zu betheiligen. Das Korn-ite. Hermann Kupfernagel, Ecke Ave E und Fifth Street, Bier Salon. Eiskalt und stets vonsthig St. Louis u. Lone Star Bier. Mßamose Cigarren. Semüthliches Lokals Metropoljtan saloIH 16, Coutmerce-Straße. Hoch elcgant und gemüthlich eingerichtet. Feine Waaren, Ente Whiskies und famose igarren superber Lunoh. Die verschiedensten Biere stets eiskalt und frisch vom Faß. Ptompte Bedienung. IND· Herblg Eigenthümer-. MEPng Bxgywhg 268 Markt-Straße .Telephone 192. CAN ANTON10« TEXAS. Frauzöfiskhes Reftaukant. J.B. Guillemette, Eigenthümer Äms-h graste-m Mel und alle Delitafessen der Jahreszeit stets txt-nöthig Mahlzeiten zu jederseit. Ofer Tag und Nacht. Das einzigeRestaurant erster Klasse in derStadt. 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