Freie Presse Für Texas (San Antonio, Tex.)
May 5, 1886
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Freie Presse etscheint Mk Ausnahme des Sonntags I" und kostet TO für das Jahr oder 82. 50 für 3 Monate. Tägliche Ausgabe. ÄME TMEHMÆU BE D ie --«-J Wächst-Mein Freie Presse erscheint s- jeden Donnerstag nnd kostet I· 82 50 das Jahr oder II. 25 sät C Monate m Borausbezahlauk Jahkgaug 21« Sau Autouch Mittwoch den 5. Mai"1886. Nummer 1209 Niversivc Oake Restaurant, f ed von Commkkces und LosvyosSttaßc. EXY l ---«Sjmmang ök- liampeh Eigenthümer. Austern und Fische, Essen Tag frische Sendungem I» gis-Daika der Saisom »..MäreM eiten. Besteåkgßen a la Carte. ocheui n. Tages-Bearb ämobstand THAT-äu trihfchaft von A. Scholz. M stät Lillli Königl. Bel ische und Ver Staaten Hostd stdampfer. Des-In jeer sannst-eng zwischen New York nnd Antwerpetyj jws its-nicht d, Ei Muspfskkkkkåök El ZU zsytswsowmer Preise-T IIOFM M M slooz Runde-ei e von EDW klsoi s. Eajüte 845 voraus e zahlt we MUM ZwischeusechPassage zu Petexs m’Vs,71-1«gj:1t is- Sons, General- Ageuten. Io- 55 Mwsy, New York. Sau Autonio, Texas: Us. Youup C-. Griesenbeck. pwoäschmeltzenJ S. McNamara.» sauget Apotheke-, SZZ gegenüberde f ji« spswslopotl «T sziGrvße tMcchl von T men u. Chcmclalten. Die neuesten YWM u- Toilettgegenstände. s RMstlbse Zubereitangvder Recepte Mc sei-· Wsmschte Medizin-Hek xssngie Fee-Mut steht unter meiner per Mus. IcII IJ« IOIMI Wij Eigenthümer. f Q- keins-, »Mu, Bierwutysthaft und ' xxz kxsillaråssalow M Miso-, Liquöry Weine, Cham paguer. k- Messen kennstischcs Bier· Gu. nimm- Biams steh-u zur Mäguaq. 9-4 Ihm-es Martin, ss Hätt-let w 1G2kefelu und Schuhen fsr Dem- m Damen· M Mome- sttssse 237 still V. Dutz, Geschäftsführu. Uttlo Beet-Da »Gut-K Lan g e Eigenthümer. RAE-platt von S. B. Witchell, tu VI Wsttaßh neben dem Eandystote, Welle Uttru von Schuhen nnd Stiefeln M Witten schnell nnd gut aus. Kunst undvübetzeugt Euch! 2,2 ILYMIST fsisMATTmo Tem Ein Kampf nm’H Recht Roman von K. E. Franzos sFortsehungJ Herr Hajek war am Palmsoniag, während jener großen Versammlung nicht im Dorfe gewesen. Er war be reits in der Frühe nach Zablotow ge fahren, wohin ihn der Rittmeister der Palssh-Husaren, Geysa v. Mihaly szu einem k einen Dejeuner geladen hat x te. Es gestaltetete sich überaus laut und :lustig; außer den Ofsizieren der Gesta dron waren noch einige junge Adelige aus der Nachbarschaft erschienen. Der lustigste warHerrHasek nnd blieb es auch, als sich die Gesellschaft endlich vom Frühstück erhob, um sich am Spieltische niederzulassen-. Der Mandatar haßte das Fürbeln, welches er ein —frivoles, gesahrliches Spiel nannte, und so wur de auf seinen-Vorschlag das ernste, wür dige und harmlose Macao gespielt. Er hielt die Bank und gewann fortwü tend. Unaushbrlich sprudelten auch die eiter sien Scherzreden aus seinem Munde. Do trat der Bursche des Rittmeisterg ein und meldete mit erstannter Miene, draußen stehe der Maier Boleslaw und wünsche seinen Herrn in einer dringli chen Sache zu sprechen: der Bauer Ba srobola habe dem Kaiser soeben den thxsgxtklgtxs Olurmqaje Heiterkeit folgte oen Wot ten. Die Herren wälzten sich vor La chen auf ihren Stühlen. Anders err Hajek, er wurde todtenbleich, die ar ten entsunken seiner Hand; zitternd sprang er empor. Meine Herrenl stam melie er. Sie kennen den Mann nicht t .Dag ist eine Sache auf Leben nnd THO- .Verzeihen Sie, ich muß Nähereg ren. h Er wollte zur Thür, aber der Rittmei ster vertrat ihm lachend den Weg. Neinl rief er, wir bestehen darauf, daß Sie fden Mann hier anhören. Eine Kriegs ;erllitrung an Se. ·Majestiit geht ja wohl Jzunitchst uns Osfiziere an. Der Maier trat ein, der hünenhaste Mann war bleich, sein Antliy finster. n kurzen Worten berichtete er den Jn alt jener Rede. Wie der Mann ist, chloß er, wissen Sie, Herr. Jn einer Woche will er logbrechem Betst gegen Sie. Er hat sich nach dem ergwald gewendet, in der Richtung gegen die rothe Schlucht. Heute hat er vier Mann, in einer Woche wird er jünszig haben. Die herren lachten nicht mehr. Nicht so sehr die Worte, als der Ton des Rie sen hatte ste ernst gestimmt. Nun aber, nachdem er geendet, brach die Heiterkeit wieder los. Also Krieg, lachten die Of siziere, rasches Avancement, doppelte Löhnungl Und der Rittmeister ries: Er will ja erst in einer Woche losbres chenl Heute spielen wir weiter-. i Dajek, geben Sie die Karten und Mann! unterdra er sich erschreckt, was ist Ih nent.·.. r wird ohnmächtigl Jn der vThat sah der Mandator aus, als ob er un nächsten Augenblicke völlig zusammenbrechen müßte. Die Gestalt war geknickt, das blutlose Antlitz von Todesangst verzerrt. So kauerte er im auteuil, nnd das Haupt neigte aus den isch nieder-. wanz wie Benazart tachte ein junger Lieutennnt. Ja, lieber Dajek, Uene TekelllplwsiuL Sie scheinen gegen Jh- l re Bauern nicht das beste Gewissen zu; habenl Nun weinen Sie ari j n der That hatte der andatar zu fg ch en begonnen. Ach, stöhnte er, i muzß zur Stadt. .Er suchte fi zu erheben, sank aber wieder in den au tenil zurück. Rein. .·ich muß heimw» meine Papiere fett Rittineisteri s rie er siehentlich an taffen Sie so Yich hre Egcadrvn auf ken, führen e gnach Zulawce un bleiben Sie dorti· onst bin ich morgen früh eine Leiche und das Schloß eine Ruinet Unsinnt rief der Nittnieister unwil lig. Ich hätte Sie ftir für gefaßter Tghultent Die Angst verwirrt Jhren Mut-di Wissen Sie nicht, daß ich meine Egendron nicht eigenmächtig de la mubchthk Si ch di V i nn aen eau e erans worinnååriichrie qajet verzweiflungz Voll- n gehe ch nicht heim, fügte et sbetmclgichiu missian Cur-ach faßte et sich mit Hain-. Jch muß zur Stadt Ich- der Ku cher und der Mater find drei Leute, sümmjlich Unbe wasfnet- jener Yanditen find minde stens fünf-. Ich bitte Sie, ert Ritt nieifter, uns Waffen zu le hen und außerdem einige Vnsaren alg Escptte beizngebem Mit Vergnügen, erwiderte Herr b. Mihaiy höflich und cühi. Das geht nicht gegen meine Pflicht. Eine Stunde später war Herr Hnjet auf dem Wege nach Kaloniea. Am Wagenfchla e ritten zwei Pusaretn auch der aier, der neben ihm saß hatte sich bis an die ähne bewasset, lei wahi wäre der andaiar aus ng schier auf dem Wege gestorben. So oft irgend ein Laut an fein Ohr schlug, so oft ihnen ein Ritter begegne te, schrie er entsetzt auf. Vergeblich suchte ihn der Maier zu beruhigen. Denn wag er ihm zum Troste sagen konnte, war nur: Er hat angetan-. dist, daß er erst in einer Woche losbres en wird, und er ist ein Wann, der ort hätt. Die Antwort, die der Mandatar ds ran gab, war vielleicht das schönste Ehrenzeugniß, welches dem Taras Ie mals ausgestellt worden. Ach, seufzte er, vielleicht haben es Deine Späher schlecht gehört! Daß dieser Mann sein Wort halten würde, im Kleinsten wie im Größten, daran zweifelteXauch er nicht und just dies war ja das Ent setzliche an der Sachet-- Die Nachricht war ihm unerwartet gekommen, obwohl er über die Züge des ;Taras im Bergwald, über seine wach ssende Verstörung, endlich über die·Ab tretung des Hofes stets genau unterrich itet gewesen. Nur hatte er die Zeichen falsch gedeutet, er war fest überzeugt, daß Taras zum Selbstmord schreiten würde, wenn der abfchlijgige Bescheid des Kaisers käme-und in seiner Art hatte er sogar Mitleid mit dem Manne empfunden, etwa dasselbe Mitleid, wel ges der Fleischer mit emem schönen tier hat, von dem er sich guten Ge winn verspricht. Nun er den Entschluß des Tarag erfahren, schob sich ihm fo fort das richtige Charakterbild zusam men, und er, der jene Rede nur aus einigen Andeutungen kannte, verstand sie sicherlich besser, als die Mehrzahl der hören Ja ja, aus dem Engel ist ein Teufel geworden, stöhnte er, und das pflegen die bösesten Teufel zu sein. Endlich graute der Morgen, Herr Hajek wagte es, die Escorte zu verlas sen, und gegen neun Uhr erreichte er die KreigftadL Hierher hieß er auch den Maier zurückkehren. vartfethg fvletJ -—-——-o Welche Gegend ist frei von Malariak Man findet sie in der Stadt und den Barstädten, in den Dörfern und Wei lern, in den Beegban-Di en des Westens tn den Riederun en des S ens in Ge enden welche von sdeng deu- Landw g scha Ws MS ft strolzen und in den pfadlosen Einst-en, welche von halt-nackten Wilden bewohnt werden. Aber Neifende und alte Ansiedler, welche ihr aus gesetzt sind, tönt-en die Krankheiten, die sie ver ursacht, durch den Gebrauch von H o st etter’s M a g e n bitter s vermeiden oder ihnen vor beu en. e Wechsel-, Cangeftiv- und Gatten Fieer werden alle durch dieses kräftige nnd eindringli e Mittel gehoben. Es ist nicht we niger wirl am egen Leberleiden, Dyspepsie und Hartleibigleit, eiden, die oft mit malarifchen Krankheiten verbunden sind. Rhenmatismus, Nieren- und Blasenleiden und Entkriiftnng kön nen auch durch den fortgefepten Gebrauch des B i t t e r s geheilt werden. Appetit und Schlaf, welche immer schwer zu leiden haben durch die net-bösen und biliösen Leiden, welche ans mala rifche Krankheiten fo en, werden in jedem Falle durch das Vitters wie er hergestellt. I Ern- Frika Erzählung von Rudolph Lin-dau. Unfere ahrt nahte ihrem Ende. Wir durften ho en, die Westküste von Ame rika am nächsten Tage zu erblicken. Wir Lassen auf unserem alten Platz hinter em Mann am Steuer. Es war fpltt geworden. Die Nacht war wunderbar schön, die Luft milde und fo klar, daß bei dem Scheine der am tiefen Himmel leuchtenden großen Sterne die Gesichts-. züge eines Jeden von uns deutlich zu erkennen waren. Unser alter Kapitän McGregor blies nachdenklich den Rauch; feiner kur en Pfeife vor fich hin; Ueg T Tom war sanft eingefchlafenz der ftillej Passagier, den wir den Stuger nann ten. lag in chinesischem Schlafanzuge aufseiuem großen Bambugsessel lang in ausgestreckt, die nackten, mageren rme unter dem Kopfe u ammenge schlagen, das Gesicht ganz fti die Au gen weit geöffnet und unverwandt auf einen. fernen Punkt am Nachthimmel erichtet; unser irlitndifcher Gefährte unnin ham stand hinten am Schiffe, an die rüstung angelehnt, anscheinend mit den Augen die gliternde Silber furche verfolgend, die der s arfe Klip per in das dunkle, stille eer zog.— Endlich wandte er sich· um, näherte sich feinem S el nnd ließ sich dehaglich darauf nie er. Nachdem er eine langei Weile, leife vor sich hinpfeifend, dage s en hatte, reckte er sich wie ein müder-; ann und fagter »Gebt eö heute keinej Geschichte zu hören?« und als nach eini-; en Sekunden keine Antwort erfolgte-: gibt er fort: »Nun, dann will ich zum i chlusz eine zum Besten geben.« Jch sithre seit Jahren ein nnsiätes Lehen und bin meistens auf Dampf schissen, in Eisenbahnwagen, in Warte sälen, Gasthosen und Restauraiionen zu Hause. Wie das so gekommen ist, weiß ich nicht-Schickungl Aber das t ut anch nichts zur Sache. Es handelt ch ni t um eine Geschichte aus meinem Le en, sondern aus dem eines weit äl teren Mannes. Er war ein Deutscher, glaube ich; wenigstens klang sein Nanie deuts und wir sprachen gewöhnlich deuts miteinander; ein großer, etwas heiseren vornehmer Mann, mit schlich tem, weichem, grauem Haar, welches früher braun ewesen sein mochte, gu tekD chaan ngen nnd alleg in Allem mit Mem Gesichte, das wohlwollend mtd ewix wesen-. Wir trafen uns in London-in einein Ciub, in welchen ich OkUllchhkt worden war nnd schlossen uns einander an, obwohl ein großer Altersunterschied zwischen uns bestand und wir in unseren Besiääftigungen nichts gemeinsam hatten. r w rie n. Gelezrter misloser und liebenswücd Att, er nur lernen wollte, um zu wish Ist-, nicht uni Andere zu belehren oder im Anderen mit seinem Schahe von Kenntnissen zu glänzen. Jch war stets gern bei ihm, denn sein Zimmer war das behaglichste, das ich in ganz Lon don kannte; mittelgroß, mit hübschen Bildern und seltenen Büchern angefüllt, warm, mit guter, reiner -Luft, den de quemsten niedrigen Sesseln, die Einen sozusagen festhielten, wenn man einmal sich darauf niedergelassen hatte, und mit einem Feuer im Kamin, das allen Ge bräuchen zuwider wirklich wärmte und niemals tauchte. Als ich ihn eines Abends wieder be s uchte, sfand ich ihn, wie dies eigentlich ost vorkam, weit von der Lampe, welche aus dem Tische stand, am Kamin sitzend und damit beschäftigt, das Feuer zu un terhalten, wobei er großes Geschick an den-ng legt-. Er vegrußte mich artig, lud mich ein, neben ihm Platz zu nehmen, bot mir darauf eine Tasse Thee an und frug nach dem Wetter, alg wäre er den gan zen Tag über zu Hause gewesen und hätte seit frühem Morgen Niemand von draußen gesehen, und versank sodann wieder in träumerische Nachbenklichkeit. aus der ihn nur mein Kommen geweckt zu haben schien. »Sie scheinen heute nicht sehr mit-» theilsam zu sein,« versetzte ich nach einer längeren Pause. »Woran denken Sie eigentliche-« »Ich dachte soeben an meine-erste! Liebe«, antwortete er einfach. Jch sah ihn verwundert an, denn es: ivar nicht seine Art, von sich zu sprechen. »Das muß eine etwas alte Geschichtes sein«- sagte ich. s »Ja, eine ganz alte Geschichte.« »Und dessen ungeachtet denken Sie noch immer daraus-« »Nicht immer-nicht einmal häufig; aber von Zeit zu Zeit, wie zum Beispiel feute Abend, wenn ich lange allein ge essen shabe und zu müde zum Lesen ge worden bin und mich zu träge fühle, um noch auszugehen, und mir sage, da während es hier so einsam und stilFei st, draußen frisches- lautes,jungeg Leben herrscht.« »Ist es feine traurige Geschichte2« ,,Traurig? nun ja; aber doch die alltäglichste von der Welt.« »Erzählen Sie sie mir.« Er wandte sich langsam zu mir und blickte mich mit gehobenen Augenbrau nen aufmerksam an. l Die Gelschichte würde Sie nicht inter ;essiren,« «agte er. i
»Und Sie sind noch so jung-Sie i werden mich nicht verstehen.« s »Nun- ich bin in der That jung-« antwortete ich; »aber meine erste Liebe liegt doch schon fern hinter-nir, Sie unterschätzenmeine Erfuhr-un en und nxiZt Verständnis ftir eine iebegges r e.« »Sie glauben?« sagte er lachend. Darauf wandte er sich wieder dem HFeuer zu und rieb sich langsam, wie dies seine Gewohnheit war, die hageren Hände, und nach einer Weile begann er mit leiser Stimme, ohne mich anzuhä llen, gleichsam zu sich selbst redend: »Wenn ich«von meiner ersten Liebe spreche, so meine ich nicht die.allererste. Diese hat mir seiner Zeit wohl Zahllose Schmerzen und üngstliche Freu en be reitet; aber dies ist längst vergessen.—— Wenn ich jetztnoch manchmal daran zurückdenke, so ist es mir, als dächte ich an eines Andern, und nicht an meine eigene Jugendgeschichte. Jch war da mals zwölf oder dreizehn Jahre alt, und sie war die Schwester meines Schulkameraden Max. Jch begegnete ihr zum ersten Male aus der Eisbahm wo sie eines Nachmittags mit ihrer Mutter erschien, um ihren Bruder zu sehen. Die ganze Schule hatte sich dort versammelt und eg- wiithete ein grimmi ger Kampf zwischen den feindlichen Parteien, in die wir getheilt waren. Jn dem Augenblicke, als ich sie erblickte, traf mich ein harter Schneeball an den Kaps, so daß ich betäubt niederfiel. Als ich nach wenigen Minuten wieder zur Besinnung kam, saß ich aus einem Stuhl in der Nähe eines aus der Bahn errichteten Zelle-, und die beiden Da men, die Mutter und Schwester meines Freundes, standen neben mir und blick ten mich itugstlich an. Am nachsten Morgen ließen sie sich durch Max nach meinem Besinden er kundigen und am darau olgenden Sonntage besuchte ich sie. ch sprach kein Wort, ich wagte kaum die Augen aufzuschlagen, aber ich hätte mich tau sendmalin’s Feuer und tn’s Wasser »stürzen mögen, um den besorgten Blick Jdes schönen Mädchens wieder aus mich Tuziebem Am Abend dichtete ich mir ie wunderbarsten Heldentbaten an, wodurch ich sie in Erstaunen zu se en und zur Bewunderung zwingen wo te. Etwas anderes verlangte und erwarte tete ich nicht. Das unbewußte Auf ditmmern der Liebe im Herzen der Ju gend gehört mit seinen Eigenthümltch keiten noch der reinen Kindheit an. Das junge Herz ist albern opferfreudig, rührnd genügsam und unbeugsam egoiit stisch und eitel. Es kann noch nicht lieben, aber es dürstet danach, geliebt und bewundert zu werden; glücklich zu machen ist nicht sein Zweck, und das einzige Glück, das es kennt, ist eine wan stt«sUnruhe,; das einzige Bedürfnis Ltebeezusempsangem ohne-Lieben gez-. Eben. Jn späteren Jahren gibt man« 2ohne zu empfangen und befindet sich bei auch ganz wohl. So ist alles be stens eingerichtet in dieser Welt, wo es Leute gibt, die froh sind zu schenken, und andere, die ihr Glück darin finden, beschenkt zu wetden.—Aber welch’ se lige, nur zu kurze Zeit, wo man gibt und empfängt, wo man liebt und ge liebt wird.—Jch habe sie gekannt, aber !die, die mich damals so unbeschreiblich "glücklich machte, hat mich nun verlassen. Wie war die Welt so schön, als ich sie mit ihr sah, der Himmel so hell, die Lust so mild. Wir eilten Hand in Handbvnprt zakOfrd und überall, koo wir ankamen, lachte uns vie Freude entgegen, bat uns der Genuß, zu wei len. Wir gingen lachend, singend, ju belnd weiter, unseres Glückes sicher überall. Manchmal trieben wir es arg. und unsere laute Freude machte die be dächtigeren Leute stutzig; aber. der strenge Blick milderte sich, wenn er auf uns geruht hatte. »Sie sind jung-CI laßt sie sich freuen, sagten die Alten und gingen wehmüthig weiter. Siei hing fo fest an meinem Arm, sie schmieg te sich so innig an meine Seite, daß ichs meinte, ich könne sie nie verlieren. Der Gedanke an »eines- mbglichen Wechsel kam mir nicht, trübte mich nie. So lebte ich lange Zeit. Wochen, Monate, Jahre flogen dahin, ohne daß ich egs bemerkte. Eines Abends, nachdem wir den Tags noch lauter und lustiger als gewöhnlich verlebt hatten, erschien sie mir urplötzlich oerstimmt und kalt. Eine furchtbare; Angst, die ich nichtzu beschreiben vermag, überfiel mich. Es überriefelte mich eig kalt: Sie wird dich verlassen, sagte ich mir, sicher, gewiß, sie wird dich verlas sen. ES fiel mir ein, wie wenig ich mich eigentlich um sie gekümmert, wie ich ihrer Treue nnd Anhänglichkeit viel leicht zu viel zugemuthet hatte. Zum erstenmale fühlte ich mein Vertrauen Zu mir und zu ihr wanken und ängsil ch. forschte ich in ihren Augeu.—— Aber ihr Blick wandte sich müde von mir ab und gab mir keinen Befcheid.-—Meine Ruhe war dahin, mein Leben ein anderes. Wohl drückte sie mich noch man mal stürmisch an ihre Brust, aber die üßeI ihresKufses war verschwunden; oft stieß sie mich unfreundliclh zurück, und ich saht zu meiner namenlo en Pein, daß meine Liebe sie ermüdete. Und als ich einsi zu später Stunde ermattet und nieder gefchlagen nach Hause kam, fand ich das Zimmer dunkel, kalt und leer: sie, mei ne Freundin, mein Licht« mein Alles war verschwundenl Da begann ein elendes Leben für mich. Der Verlust, den ich erlitten hatte, nagte mir am Herzen; aber meine Sorge war zunächst, diesen Verlust der Welt noch zu verbergen. Jch bemühte mich, ein freundliches, glückliches Gesicht zu zeigen; ich suchte die Gesellschaft jun ger lustiger Leute; ich ver-wandte große, früher bespbttelte und nicht gekannte Sorgfalt auf mein Aeußereg und auf meine Kleider-. Dieses ucheln und Komödiespielen dauerte je och nur kurze Zeit-Ich wurde des Treibens bald müde, und heute bekümmert mich das Sagen der Welt schon längst nicht Max Jch weiß, daß mich die Geliebte immer verlassen hat; daß nichts sie zu rückbringen wird; Jedermann, der mich kennt, weiß das nun, und fremde Men schen erkennen den Verlust, den ich erlit ten habe, an meiner Gestalt.—-—Doch be weine ich die Verlorene noch immer; sie fehlt mir überall; nichts, nichts kann sie mir ersetzen, und ich gäbe gern Alles, was ich besitze und jede Freude und jedes Glück, das mir noch beschieden sein mag, um sie noch einmal mein nennen zu kön nen, umnoch einmal die schöne, kurze Zeit zu durchleben, während der allein ich glücklich war. Mein Freund schwiegund blickte un Ierwandt in das verglimmende Feuer. »Ist sie todts« fragte ich leise. a« »Wie hieß stei« »Meine Jugend« antwortete er und rieb sich langsam, wie dies seine Ge wohnheit war, die Hände. POIIEII Unbedingt rein. Das Royal Backpulver bleibt sich stets gleich Gin Wunder von Reinheit, Stärke und Zu tröglichteit; spatfamer als die gewöhnlichen Sorte-c und außer Konkurrenz mit der Reime Zmindertoekthigey zu leicht wiegender Amm oder «Phosphat· Pulver. Wird nur in Blech büchfen verkauft Royal Bating Vom-er c»o., HAMVU Wi Wall St» It. I. l-. Will-Essle Mode Hugo-m Bedeutcnd ermäßfgte Preise futulleWaexeie Nur für eine kurze Zeit wird zu den reduzertew Preisen Verkaqu Seide und Satin, schwarz und farbi, einfach und Vroeade, Cassimete chwarz undb farbig) Ttieoti, f Serge u. s. w. atin von Wolle und Kameelktaan anmet und Belvetine in alle-) seidene Pongees, Plaids m einfacher und doppe er Breite and Kleidstai. Handschuhe, Spitzen und Filum-Waaren» XII-EINIMMTIFBILDET-NRBETTLER-TM MM sp« DM Putzwaaren jeder Art vie Bonnets und Hute jeder sagen Strau edern Bänder Gmihyu u. I« III. 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Preisen verkauft. Davon kann sich Jedermann Mam,"der«i,jden Store l« Wolkeon Mipr m Aas-anse estellnngen aus dem s S ch uh e, Stiefel, Schuhse ist ein Artikel, der in jeden einzelnen Familie gebraucht wird, nnd da wo esW Kinder giebt ist die Schuhrechnung eine ganz bedeutende Attila e-. Es sgiebt einen Artikel ver so nothwendig ist als Schuhe, und in keimt auch- wächst-Mk schlechte Waare fabricirt als gerade in dieferz es hängt viel davon ab, wie siehka Kaufmann felbst vom Schnwa versteht nnd ob. er mit geringem Nasen ist, oder nicht. Wir haben es uns von Anfang an zur Aufgabe gemacht, nnr Gute Schuhe-zu billigem Preise-»F zu verkaufen und haben die Genugthnung zu bemerken, daß dieses von dem- It kum anerkannt worden ist. Unser Verlauf in dieser Brauche hat sich vjou FROSCH vergrößert und unser Lager ist diese Saison durch diese gesteigetze Inst-ge biet ßer und teichhaltiger als je zuvor. 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Ein dien liches Einen-nistet ge eu Materia, Hartleibigs netvösei Ko fwe, Uebelkeit, Niedergeschla neit, Dispept te, Galligkeit, Gelt-sucht, Blä nngen,Darmbes werden n.f. w. n. help Empr len den Gebrauch von 7 ellip nen Zins en a is die beste Hauearznei Kinder für sen-geh ene nnd ne ältliche gerate Bee jedem Zeistasnde des Ofrganiömns viseseschtewsuwes alleinige JMQ Exzesse-Its VI THE-IS 81s00 Stecke-M dem Mehl die Kraft gehende Why-phor sätm welche durch die· Kleie entfernt, aber vom M Berlin-Ist W, wieder Lein anderes DMet thut vie-. Es ist billiger- gesunder M stärker all irgend ein anderes Pulver l W ZZZZ —m«-« "l;ao..ll Kaltvyak Chemikey san stets-to se san NUM, Texas, l Missi. I "«.««Zi—i"is,ufke in dieser Stadt ein Packet von jseufetde self Raising Bread Preparatiou, »Is« W ei ein-c chmischm uswsqchuag und Gede, daj dasselbe vsu reinen und nicht giftigen WWMesestkst Dieses-DOHRN doesfbkv bat eine wirt Oh Wettge, das unverdanlithe weitestein HM W, welches in allen Fällen das HWMJM gis HMWM wid TM MADE MEPle ist s W das Eil-are phagphorsanre Kalt nnd Ra T" ten-ten Ukeuichgc schwang-sey hee Me MICHAEan erzeugenden Elemente Cis-Wes- Esset-« A ist Mich die beste und gesnadeste Prä W,depsh1itm jmgu pssecikt I siede, und jede Mutter, der die Gesundheit ihm siedet m Hei-en W, same kein mag Du Liebk- üiee diese Pråpaeation abgegeben two-IMM- indem ers-Leie- «Ich be Ihn-hättest Erfindung als eine der nütlichsteu essen-schieds- Bin-sichert de- Messe-hei Mike-TM »der-u im s m He soc-«- beibe- wiss-WITH THIS shW Oe kais-pl MU tingJiL W tm i ode III- »si- n aus-se IMP mpmsisqsmsmssu II- r ,ValsskseGo» Ie"as. txchötvfe Ckgeutyntmhz cui Ia t, IHWWEOZWM M MEng es meide- ers-H m »Im WH- GUva J skmcndork -«-«W«Wgsagcm Ip« f- W, wpr IMM, Fest Drittekntasse Von H. Villingeu Jn »der Ecke eines Wagens dritter Zins-keiner pfälzischen Eisenbahn saß seins.zeistticher Herr und las in seinem Brevter; sein Gegenüber, eine dicke Marktfrau, warf von Zeit zu Zeit einen ehrfurchtsvollen Blick aus den frommen Herrn, was sie jedoch nicht hinderte, ihre beiden großen, der Schuhe entle digten Füße an seine Seite auf den Sitz zu legen. Den soll der Teufel holen, den ver fluchten Schuhmacher, sprach sie im rau hem kräftigen Manns-ton, drückt mich das verdammte Schuhwerk seit heut früh um Flusse-aber und sie nahm beide Schuhein die Faust, an den Kopf sollet jeden kriegen, der Dunnerwet tersskerh ich will ihn lehren, ein Kreuz schlagen— Die paar Leute m den andern Av theilungen lachten, der Geistliche aber blieb ernsthaft in sein Brevier versenkt, und nachdem ihm die Frau abermals einen gottesfürchtigen Blick zugeworfen, nahm sie von Neuem das Wort: Kommt da so ’ne Madame, schaut mei nen Salat an und sind’t ihn nicht frisch. Wag, hab' ich gesagt-Sie sind nicht ;srisch, Verehrteste, «aber mein Salat ist frisch. Von mir soll Keiner behaup ten, daß ich was einsteck', oder mir wag gefallen laß,- oder nichts nachtrag’l Jch bin die Schuppel Und sie nahm eine Prise, klappte die Dose zu und schaute sich herausfordernd im Kupee um. Der Geistliche hatte sich svon den großen Füßen der Frau so weit wie möglich zu riiclgezogen Und saß nun ganz schmal in seiner Ecke, Er wartete geduldig einen ihrer ehrfurchtsvollen Blicke ab und sprach alsdann in seinem salbunggvob len. Tone. Haben Sie auchischon über die Worte der heiligötei Schrift nachgedacht, liebe Frau: nn Dich einer auf »die rechte Pause schlägt, so- reiche ihm die linke ar— Nein, Hochwürden, fiel sie ihm in's Wort, nachdenken thu’ ich nie, ich hau’ gleich u-tvissen Sie Hochwürden, das isi Geschäftssachhs wenn man g zu wag bringen will, muß man sich rühren. Der Sonntag, ja, der gehört unserm Herrgott-dg- haxt· ich draus-eis- echte its-tm in und geh-tin meine Kirch-, am We g«nder-schlag’ i mich rechtschaf ksen mit-dem Lumpenge ndel von Men schen herum, damit ich zu was· komm’. Wissen Sie, Hochwürden, ich kenn« die ·""Leut', ich hab' nicht umsonst ein paar Augen im Kopfwie ein Tintenklex, ich schau Jedem bis in den Magen und laß’ mir meine Waar« so nicht herun tersetzem Ja nnd das ist mein Trost noch im Grab, daß jeder seine Grob eit brie t. Jch bin die Schuppe.« Der er Gei iiche bewegte längst wieder die Lippen im Gebet und seine Wimpern berührten die vor- Aerger rothgliinzen den Wangen. Es schien ihm nicht ge bettet-, feinen Bekehrunggeifer an einem Gegenstand zu versuchen, der Niemand j« eine Grobheit schuldig blieb. Die Alte osfnete nach ihrer Rede die JHanbenbitndeix schimpste über die sverdammte Hitze, streifte die Aet sntei iiber die braunen massigen jArme und erklärte, das einzig Verniinf kiige«wiire, der Mensch gehe bei solcher zGiuth imHemd. Des Geistlichen An Iiis übe-fing Flammenrbthe- während s die Bauern in der- anderen Abtheilnng ikein Arg in der Behauptung fanden, -sondernidrummend beistimmtem Dersng hielt an, neue Reifende zwängtenkstch mit Sack und Pack zwi schen die Btnke hindurch, jeder den ihm angeme enen lag erspähend. Ein kleiner iasser enfch mittangenschwars enz« aaren,«iiber denen ein mächtiger zilz tthronte, nahm neben dem geist lichen Herrn Platz. »Was es aber jetzt so vieieMaler giebt,« wunderte sich die Frau. Der Markt voll Weiber ist nichts-s dagegen ver dient sich-s denn auch wag damit? aug fchann thun Sie ,ad’ nicht darnach bei uniereinemght man doch wenig stens, daß maniatt zu essen hatte. Aber jeder Stand hat seine Freud’ und mancher hat sie in der Einbiidung. Der blasse Künstler warf der Spre cherin einen Blick zu, gab jedoch keine Antwort ondern starrte zum Fenster aug. lich stieß ihn die Markt snu mit denf een annnd streckte ihm ihre Tabakgdose hin. »Zugegrissen« be-1 xahl fie, daß kein Bedenken möglich war, ann klnppte sie die Dosezn nnd wandte »sich nach der Abtheilnng hinterfihy wo etliche Bauern im Qualm ihrer Msnßenxcotel spuckten und über schlechte Zeiten wehklagtem ·«Flber’ö Obst steht schon gnt,« mein -tes-der Eine; bevor jedoch ein Anderer den, all überlegt, schrie schon die M sriin, die Arme auf die Lehne ge emmt: Was gut? kdnnt’ besser ein Jhr Bauern, Jhr seid mir die Psifsisstenl—über Euer Den habt Jhr immer-zu greinen-«- Futter gerathet nie, dnz ist so gewiß, wird-« Brod am Ladenl Aber mit dem Obst, da thun e breit— da kommkg ihnen nicht so ranfan——aher wißt Jhr, wem’g da raus nnkommi?——mirt und ich bin die Schnppel Die Männer lachten und mit ihren friedlichen Augeinanderse ungen hatte esein Ende; in all’ ihre eden platzte die Schuppe wie eine Bombe hinein war stets anderer Meinung nnd über lchtie sie alle. Der Geistliche in seiner Ecke hörte mit Unmuth dag Reden und der Leute mit an, die ihm als Unzusriedenheit mit den An s« gen ottez nnd dünkelhastes Besserwissen verriethen. Dasfoll ich nl tnmsonft gehört ha s ben, dachte der D ener Gottes-, und der Same-stimmt Predigt fiel in seine k Seele. such der Künstler an feiner Seite Weine stir seine Zwecke wichtige Entdeckung gemacht; in der Adtheilung nebenan saßen sich wei junge Menschen gegenüber, deren erschiedenheit wohl im Stande war, ein Wange zu s fesseln. DieMeine-snnmsechzehnjithrig, wohl die Tochter eines der qualmenden Bauern-trws die Tracht ihres Landes. Der Maler saß schon mit dem Stizzeni buch aus den Knien da und suchte, thd der schaukelnden Bewegung des Wagens das kindlich liebliche Gesicht unter dem runden Hut aus sein Papierzu bringen. Die kleine Bäuerin saß ganz stillund kerzengerade, die Hände gesaltet wie in der Kirche; das Reisen war ihr offenbar ein seltenes Vergnügen, vor dem sie großen Respekt hatte. Anders der junge Maussallenhändler ihr gegenüber, dessen braune lebendige Züge und liesschwar ze Augen keinen Augenblick still standen. Er schien sich ganz- heimisch zu fühlen aus den harten Bänken, ,»-,nichts Zwitngte ihn ein oder machte ihn verlegen, nicht einmal der strenge Blick dee Schaffners der ihm sein Billet abverlangte. Er ließ ihn sogar eine ganze Weile war ten, kramte in seinen zerlumpten Taschen herum und brachte die Karte erst zum Vorschein, als der Gestrenge die Ge :duld verlieren wollte. Nun lachte der sSchlingel und seine Zähne blitzten wie Schnee aus dem dunklen Gesicht. Lei se, wie verschämt huschte auch der Schat steu eines Lächelns über des Mädchens «Züge, während ein warmes Roih das seine Gesicht durchglühte. Der Maler i fuhr sich tief athmend durch das s chwar Jze Haar, der alte, schon so oft erlebte zSturm brach in ihm los und kühne Hofsnungen knüpften sich an das entste hende Bild, nach dem er schon den gan zen Sommer aus der Suche gewesen. Wenn nur der Bube still sitzen wollte —war der Stoßseufzer, der immer wie derkehrte. Da unterbrach ein Tunnel sämmtliche- Reden und Gedanken der »Reisenden; und nur der Mausfallen händler ließ einen Jubelschrei ertönen und fuhr- mit dem Kopf zum Fenster hinaus in die schwarze Dunkelheit welche von der ganzen schönen Welt al lein für ihn Interesse zu haben schien. Als es wieder hell wurde, versuchte der Male weiter zu zeichnem und Hoch würden kriszelten ein paar Worte an den Rand seines :iGebetbuches. Nur noch wie Schatten ragten die Bauern aus ihrem Tabaksqualm her aus, über dem noch immer die Schuppe thronte und daanrt führte. Der junge Mausfallenhändler aber sprach angele -gentlich auf sein blondes Gegenüber ein, ohne daß dieses ein Wort verstand. Je doch das schadete nichts, das Mädchen schien trohdem der biegsamen Stimme des Burschen mit Vergnügen zu lauschen, und langsam aber zusehendg verlor sich alle Steifheit aus ihrer Haltung. Beim nächsten Tunnel fchaute sie sogar mit dem heitern Gesellen um die Wette in die Nacht hinaus, und er legte unbefan gen den Arm um ihren Hals, während sein dunkles lHaar ihre Wange umspielte. Als er sich aber tollkühn, wie er war, weiter zum Fenster hinauglegte, holte ihn plötzlich eine derbe Hand kräftig zu rück, und da eg Licht ward, stand die Marktfrau var dem jungen Volk. Auch noch für einen Welschen muß man sorgen, potz Donnerwetter, als ob man nicht grad’ genug unnützeg Buben dolt im eigenen Land hätt'. Umkom men kann jeder, da hab’ ich nichts dage gen, aber vor meinen Augen verbitt’ ich mir’s, da hat man die Verantwortung, verstanden? Der Bube nickte, holte behende seinen Packen Mauzsallen unter der Bank her vor und erklärte in gebrochenen Lauten: Große sünfzi Pennig kleine dreißi Pennig. Das nenn« ich gerieben, platzte die Marktfrau los, will ich wissen, was Deine sMausefallen kosten- Bengel glaubst Du vielleicht, die Schnpbe lasse sich was aufbinden? Der Bursche nickte abermal-, knüpfte eine der großen Maus-fallen ab und hän digte sich der Frau ein, ihr dabei alle feine herrlichen Zähne zeigend. Die kleine Bäuerin lachte hell auf, wurde aber durch die Alte schnell zur Ruhe gebracht: Damme Dirn, fuhr diese auf, ein fältigeg Volk, das nichts als lachen kann, als wär’ die Welt ein Tanzboden mit Musikanten-wirst auch noch Deine Niiß' zu knacken kriegen, bleibt bei-keiner aus« L Mitten unter ihrem Schelten zog sie jedoch ihren Beutel hervor-, s etzte sich nie der- schüttelte dessen Inhalt .in den j Schooß und suchte aufmerksam ihr Ku Lpfergeld zusammen. Was sie alsdann dem Buben bot, war viel zu wenig, so daß er ihr das Geld kurz entschlossen in den Schooß zurücktrat-s- nach seiner -Maii5salle greifend. Sie riß ihm die selbe aus der Hand, ihm einige Pfen nige mehr bietend, er wollte nicht, und nun eiserten sie, Jedes in s einerSprache, leidenschaftlich aufeinander ein Zum Teufel, schrie der Maler, ganz unglücklich über sein zer drteg Bild, so geben Sie doch dem Bu chen sein’ Sach’ Füssen Sie vielleicht mit sich han e n Das konnte die Schuppe nicht gut be jahen, sie nahin ihres lle, zahlte und setzte sich aus ihren a ten Plan, dem Kün ler gegenüber. Als sie sah, daß er ze chnetekbeugte sie sich über sein Sitz enbuch, benahm ihm alle Lust und über rbnite ihn mit ihrem Athem. Aber für den Maler aW nur noch die kleine Ecke nebenan,.a eg Ungemach, das ihn selber traf, war ihm einerlei. Der Bur sche saß endlich still; erlag mit den Ar men über den Knien, drehte den grauen Filz zwischen den banden und sang. Leicht voraedengt, die gesalteten Hände auf den Knien, iaß die Maid und lauschte den lieblichen Melodien. 1 Der. Zug hielt und dampfte weitem die Beiden merkten es nicht. Von Zeit; zu seit fuhr die Schuppe in die Höhe« war ein kråstiaeg Wort in ihre Bauern- abtheilnng, lächelte Hochwürden ehr-; furchte-voll an und schaute dann wieder kritischen Blicks in das Stizzenbuch Plbhlich hielt der Zug, das Lied aus den Lippen des Burschen drach ab, er riß seine Last an sich, schnallte sie um und drückte den Filz aufs Haupt. Noch zögerte er, den Wagen zu verlassen, aber er hätte auch nicht tbnnen, die Schubpe stand mit Korb und Schirm breit unter der Thür und schob ihn mit eånexn »Ptatz da, Racker«——energisch zur ei e. Behüte’iiGott, dochivürdem rüßte sie den geistlichen Herin; zu dem tinsts ler sagte sie: Jhnen rath ich, schaffen Sie wag Gescheidts, was Sie da hinein krißelth macht sie ihr Lebtag nicht sitt. E Und mit Euch, wandte sie sich an die Bauern mit Euch nehm ich’s noch lang auf. Jch bin die Schuppel Damit gab sie Raum und keuchte, zufrieden, daß jeder seinen Antheil hatte, schwer fällig die Stufen hinab· Der Geistli ltche und der Maler folgten auf dem FußJder eine« hatte seine Predigt für den kommenden Sonntag im Kopf, der andere seine Arbeit auf Wochen hinaus; so kümmerte sich keiner mehr um den ander-n, Nur die beiden Kinder i,se·hnutens«seijnander traurig nach, und Iwiihrenbder Bube die Landstraße flir buß schritt, blieb das Mägdlein am Fen ster stehen und summte leise die Mild dien nach, mit denen es ihr der braune Bursche angethan. Guter Erfolg in jedem Inn-. D. A. Bradford, Papierhändler in Chattvs nooga,Ten., schreibt, daß seine Lungen vdn einer starken Ertältnng befallen wurden und daß er viele Mittel dagegen erfolglos anwandte. Er wurde«deranlabt,Dr. Kings New Diseoberh Ziegen Auszehrung zu versuchen, er folgte dem athe und ist durch den Gebrauch weniger Fla gchen eheilt worden. Seit jener Zeit hat er as ittel gegen Husten und Erlältung in seiner Familie stets mit gutem Erfolg angewandt· Dieselbe Erfahrung haben Tausende gemacht, deren reden durch die wundervolle Diseodery gerettet wurde. Probesiaschen frei in der Apotheke von A. Dreiß. Eine Episvde aus dem indisch bnlgarischen Kriege. »Der lange deschwerliche Ritt von .Sliwnitza bis in die Nähe von Pitot Jermüdete die bulgarischen Haiduken. iAm Saume eines Waldes durften sie jRast halten und abkochen. Lächelnd blickten sie auf den brodelnden Inhalt sder Kessel. Der Haiduk Radanow Irtjhrte mit Liebe und Sachkenntniß die Tgroßen Stücke Fleisch herum, welche in idem Kessel lagen, der einer Obhut an Idertraut war. Da erscheint plötzlich der gestrenge Herr Oberst am Hort out, es wird Alarm geblasen, die szerde wiehern und stampfen mit den Hufen. Nun heißt es so rasch als möglich: Auf sixzen!—Eben dachten die Bursche noch, daß jeder bald seinen Antheil erhalten werde, aber es war ein ,,aufgesessen«. Dem Blige gleich sprangen die Bursche banden esseln auf, deren Dampf ih neYAdschiedggzüße nachzpiziki. its-i I auuj »er- spueuur inultum-w our-u nicht zurück; aber er konnte es nicht über sich bringen, die ungeduldig erwartete Portion Fleisch zurückzulassen. Er riß ein mächtiges-, schwellendes Stück davon aus dem Kessel, schob es sofort in eine Satteltasche und« war im nächsten Mo ment auf dem Rücken des stampfenden Kriegsgefährtem Der sonst lammfromme Braune ging plötzlich an, augzuschlagen und si· zu böumen, daß es selbst dem gutmüthigen Haiduken zu bunt vorkam. Das arme Thier hatte sich nie mit der Wärmetheo riebefaßt und die an seinen Körper dringende hohe Temperatur der geret lteten Fleischration störte seine Kombi nationsfähigkeit dermaßen, daß ihm der Reiter vergeblich zutief: »Na, Dumm "kops-...na.. t« Kein Zerren und kem Streich-be half, der Braune ftürmte aus der Schwadrongfront und sprengte in wahnsinnigem Galopp den Waldsaum entlang. Vergeblich protestirte der aiduke ge gen die selbstständige takti che Opera tion. Das Roß schientgubgeworden u seinundauch deroahinsausende l» eiier hörte nicht das Lörtnenz der Of Hfiziere und das Gelächter der Kamera »den. Einige Meilen weit waret-be ;reits geritten, als er ch in einer Wald-, lichtung vor einem egiment serbischer Dragoner befand. Jn seiner Verwir rung glaubt er sein eigenes Negiment u erblicken, als er aber näher an den eind kam, sah er ein, daß der Braune jetzt eine Dummheit begangen hatte, die Radanow kaum selbst zu repariren Eint Stande war. Das in abwartender Stellung sich befindliche serbische Regiment erstaunte snoch mehr, als es einen einzigen-Vul lgaren gegen sich heransprenäen sah, aber sie dachten, es sei ein eserteur oder auch wohl gar-der ersehnte Frie densbote. Vom Flügel des Regiments winkte der Fahnenträger, als fich ihm der-Dai duke nahte, denn- jener dachte wohl, daß der bunte Soldat gewi den Kom mandanten fnche; freund ich schien er mit feiner Fahne andeuten zu wollen ,,Bitte, hier herum, Ferr aiduk!« Der Butgare na m d efes Fahne Tfchivenken aber für Spott. Mit einem kräftigen Griff rieß er die Fahne aus der and des ferbifchen Reitersz eß dem raunen die Sporen in die ei chen, riß ihn-herum und flüsterte ihm ins Ohre »Wenn du Lust bekamst, zu rennen, fo renne jetzt.« »Der-Manne flo auch dahin und ehe die Serben an erfolgung daYem hatte der Haidul einen weiten or iprung gewonnen. Von einem Hügel aus fah er bereits fein Regimentz mit rohem Wiehern und verdoppelter Ge chwindigkeit eilte der Braune vorwärts und gelangte bald vor die noch immer lachenden Burschen. Der Haiduk Radanow hält vor der Front. Das Fleisch ist abgekiihlt, da rum gehorcht auch das Roß. Er preßt die Fahne fest an die Seite, baß nur ist Stangenenbe vor dem strengen lick des Obersten sichtbar wird, der zornig ausrufn ,,Wo stolpertest Du herum, sich-histohW Der Haiduk Radanotv entfaltet die Fahne und hält sie oor den Obersten Mr ,,Melde gehorsamst, dort in der ldlichtung habe ich Serben gesehen, uin deren Fahne bin ich geritten. Bitte, hier ist fie....« Der Oberst macht große Au en und bie Burschen schütteln die Kbp e. Der Oberst zieht fein Portefeuille hervor und notirt den Namen des Helden, dann klopft er ihm freundlich auf die Schulter sund fagt ihm belebende? Worte. Als einige Tage später Fürst Alexan-« der selbst dem tapferm Bulgaren die goldene Medaille anheftete, da war dessen Brust bereits fo sehr von Ruhm und Stolz gefchwellt, baß er nicht um die Welt etwas von der geretteten Fleifchportion gefagt hätte. WMO Höfltng ök- Sohn. Unsere Hauptnahrung ist und bleibt das Fleisch, und um solches frisch und gut zu erlangen, kann man unmöglich einen zuverlässigeren Markt finden, als den von Wm. Höfling ö- Sohn, No 511 Ave. C. Die Herren haben dem Geschmack ihrer Kunden Rechnung ge tragen und in ihrem Etablissement eine kalte Luftmaschine errichtet, welche allen Anforderungen für Erhaltung und Ent fernung- schädlicher Jngredienzen deg Fleis entsprüht Sie haben bestän dig ixsthren Biehhöfen einen· großen Vorrath Von Mastvieh, aus welchem nur das Beste für ihre Kunden gewählt wird. Wer reell bedient sein will, der »besuehe den Markt, No. 5·11 sAvenue C. 1,10t11 l Kein Knochen-Reisen mehr. Edward Shepherd in Harrisburg, Jll.,·sagt »Da der Gebrauch deöElectric Bitter synops lhäti e Folgen für mich hatte, halletg mach sur ver ichtet, dies der leidener «Mens hett nut ntFeilen Jch hatte acht Jahrelang ein boses ein und meine Aerzte dekanptetenz daß ent weder der Knochen geschah oderdak Bern ab genommen werden mitne. 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Auch in dieser Stadt hat sie die Kinder zu Dank verpflichtet Große Quantitäten des Soothing Sykup werden hier täglich verkauft nnd verbraucht. Wir glauben, Mrs. Winslow hat sich durch diesen Artikel unsterblich gemacht und wir sind überzeugt, daß durch densel ben Tausende von Kindern gerettet wurden nnd daß Millionen denselben noch Mk Erfolg gebrauchen werden. Keine Mutter hat ihre Pflicht gethan,- wenn sie nicht Mes. Wind-lenk- Sooihine Symp an-« wandte.«-Versncht esUlle— Tadies Ziffer Ner York. Zu versanken biet Inse Drnggisten. 25 Cents die Flasche. Bell E Bros» Commerce Straße, Sau Antonio. Fabrikanten und Häüdkr in Juwelen-, Wand Upren Mich-nächij Silber -"Waa«ren, Plattirten Waaren, Brillen aller Art u. s. w. Taschen- u. Tischmesser Rastr Messer, Scheeren, Faucy Waaren te. G« York-MAY Wust I nkgk Grdßtes Lager von BLAMMWINL Uhren, Juwelen, Sikbers u. sixberplattirten Waaren, Brillen u- optischen Instrumenten. Feinen Tisch- u. Taschen-Messern2c. 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Nat Mk Unübertreffliche sozial-In i Ueber eine halbe Million bäte-D Louisiana State-LotteryxE Diese- Jnstitut wurde im «M-xajsth i nd W I 1FYTZFIF läg-tät WE- w WAGNER Jahren gefehlt-b YMZZIMZH MÆ "«"".D ein« WMM ;»,II«.W M vättigeu W, answ— es Ywa »F Skr- siehnaseuchstks I Hin-, vImmer-I Enden .s F les e nchfklkdwåesscåäeåm is Große mouatliche »in der Rade-up of Muß-:- Ris Dienstag den 11. Mai l v IOM Mets zu »O jM theil- i-.Jü-imi im sah-M Liste der Preise: 1 OWLFW W i IDMQ WHM 1 o 25000-- W l F 1 do 10.M-»10Æ— Osmia-keimt s,ooc Um 5 Co YM Ich 10 do hooc 10,ooq. Do do m wwo 100 do M ska Zoo do Ioo sowi Zoo do 50 gekom Iooo do As Nov spprsrtmcdiou Gewinne o Uppwkimatious-Sewiune zu 8750 »M 9 do 500 4500 9 do 250 W i Use-f Gewinne Im Betrage von WAG Isa für Ug ente- pvte Inte für M I am nur ing da flo- in ste Oele-m- senmcht werden. enäesm Auskunft schreibe ma- deutltck dies-to Hin-IN schicke Geld durch P o stIcl N o t e n, Expreß Money Ochs-, New York Wechsel auf M Otleaus I. 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CMutpttonspreis für Ins Wo Wlåu 82.50« —-————S—O—I-———-— Reifendse Agenten L. Busch. Andern sLoiales W San Antonio, 5. Mai, 1886. Von der Lone Star Braneret. Gestern Abend fand die statutenge mäße Neuwahl der sieben Direktoren unserer Lone Star Brauerei statt. Die Wahl fielan folgende Herren: O. Kochley G. A. Duerler, E. P. Doppe, A. D. Kampmanm C. Harnisch, L. S. Berg, G. H. Kalteyer. Von Seiten djefer sieben Direktoren wird demnächst die Wahl der Hauptbeamten (Präfl deut, Vicepriifident, Sekretär und Ge fchilftsleitey vorgenommen werden. Das Geschäftsjahr-, auf welches die Lone Star Brauerei zrzrückblickt, war ein außerordentlich günstiges, und was diesem Jahre die größte Wichtigkeit für dieselbe verlei t, ist der Umstand, daß im Laufe de elben die Erweiterungs pläne zur Durchführung gebracht wer den konnten, die sich schon kurze Zeit nach Erdssnung des Unternehmens als Lkmtlzedmgt nothwendig her-ausgestellt u en. Die Brauerei hat sich aus ursprüng -lich kleinen Anfängen jetzt zu einein ach tunggebietenden Umfange entwickelt, und während es ihr beim Beginne nur mit knapper Not gelang, gegen mäch tige auswärtige onturrenten das Feld zu behaupten, ist es ihr jetzt möglich ge worden, dieselben zum größten Theile änzlich in die Flucht zu schlagen. Die Zukunftdes Unternehmens ist dadurch nicht nur gesichert, sondern es ist auch die sichere Grundlage geschaffen, auf der sich die Brauerei immer weiter ent wickeln und vergrößern wird. Schon jegt beschäftigt dieselbe über 70 Arbei ter, repräsentirt «atfo in unserer indu strieormen Gegend einen Erwerbszweig von nicht u unterfchätzender Bedeutung. Die Re «gera"tor-Waggons der Lone Star Brauerei sind au· allen Bahnen des Südwestensonzutre en und sie zei gen, daß das Gebräu an Antonio’s ttderall dorthin gedrungen ist, wo man frtther auf St. Louis und Milwaukee angewiesen zu seinglaudte. st einem verständigen, umsichti gen und besonnenen Management hat ie Lone Star Brauerei diese erfreuli chen Erfolge der sich ftets gleichbleiben den Qualität des von ihr gelieferten Stoffes zu verdanken. Jm Gegensage zu anderen derartigen ActiemUnterne mungen, deren »Dividenden-Jnuche« und »Aktien-Brtihe« sich einer traurigen Berühmtheit erfreuen, ift die Loue Star Brauerei von Anfang an bestrebt ewesen, ein durchaus reines Bier zu teferu, das heißt ein fchmockhaftes, aus Mah, oper und Wasser bestehendes Geträn aber kein Gemanfch von Glu cofe, Colchicum, Quafsia, Weidenrinde, Patron und wie diese schöne Dinge sonst nochheißen mögen. ungemem angenehm veruan den fremden Besucher der LoneStar Braue rei die peinliche Sauberkeit, welche in allen Theilen destetablissements herrscht nnd bie einen erfreulichen Rückschluß aus den Geist der Ordnung, Pünttlich teit nnd Gewissenhaftigkeit gestattet, der sowohl in der Leitung, als auch bei den Fahlreichen Angestellten des Unter nehmens maßgebend ist. Demuiichst wird abermals ein neues Departement der- Brauerei in Betrieb gesekt werden· Es ist dies die Flaschen biasAbtheilung, aus deren Ausdehnung und«Thlitigkeit man in der nächsten Zeit besonderes Gewicht legen wird. Zwar t die Lone Star Brauerei auch bisher chon Flaschenbier geliefert, jedoch er stens nur in sehr beschränktem Maßstabe und dann entsprach auch bei der bishe rigen mangelhasten Einrichtng die Qualität dessele keineswegs derjeni gen des Lone Star-Faßbieres. Dies wird nun Alles anders werden. Ein geräumiges neues Gebäude ist errichtet ««worden, welches dieses Departement ausnehmen soll, neue Maschinen sind aus St. Lunis angekommen und ebenso eine aße Anzahl Wagenladungen voll las en, se da man inBitlde mit dem anipsbetrxeb ieses neuen Geschäfts ztvetges beginnen wird. Es ist kein Zweifel, dasz auch diese neue Einrichtung dazu beitragen werde, die Popularitlit ber Lone Star Braue rei zn ver süßem und ihr zu den bishe regen Ab akgebieten noch immer neue zu erbssneu. ..«Tpm1iue gab mir bessere Ge ««uunzhnuna bei seinem Gebrauche gegen esLeideth als irgeitd ein ande-« ve- empfohlenes ArzneimitteL B. Shnnnvay, M.D., Momer ville, Ohio. Die CliinescnsEinäikianderung in Me S ps Die vor einigen Wochen pvn Oxegvjl gemeldete Nachricht, daß die mexikam sche Regierung mit englischen und deut schen Kaufleuten einen Contrakt zur Einfuhr von Chinesen nach Mexiko ab geschlossen habe, wurde vielfach ange zweifelt. Dennoch beruht sie theilweise aus Wahrheit, nur die Anzahl der ein-« zuführenden Chinesen ist bedeutend T übertrieben worden. s Mexikanische Zeitungen bringen jetzt1 näheren Aufschluß über diese Angele-; genheit und es erhellt daraus, daß aller- dings ein solcher Contrakt besteht, der sonderbare Bedingungen enthält. Zum Abschluß des Contraktes wurde die Regierung durch den an der Pacisic küste herrschenden Arbeiterinangel be wogen. Die dortige Bevölkerung wen det sich mit Vorliebe den Minendistrik ten zu und so kommt es, daß an der Küste die nöthigen Arbeitskräfte zur Cultur des Bodens fehlen. Um dem Mangel nun abzuhelfen schlugen die Kaufleute von Sinaloa, Colinia und Sonora die Chinesen-Einfuhr vor und die Regierung billigte den Vorschlag. Indessen betrachtet sie die Ausführung desselben nur als ein Experiment und stellt den Grundsatz auf, daß die heimi sche Arbeiterbevölkerung nicht durch die Einwunderung geschädigt werden solle. Zu diesem Zwecke dürfen die Chinesen mein zu großer Anzahl importirt wer den, sie müssen sich ferner auf die Pa cificküste beschränken und dürfen sich nicht über andere Staaten verbreiten. Und schließlich darf kein Chinese unter 820 Monatslohn arbeiten. Wird eine dieser Bedingungen verletzt, dann soll der Contrakt der Chinesen-Einfuhr so fort aufgehoben werden. Wie will man aber die Contraktveri letzung von Seiten der Chinesen aus finden und was soll mit ihnen geschehen, wenn sie sich derselben schuldig machen? Da hat der Contralt eine bedenkliche Lücke. Sind die Chinesen einmal im Lande, dann werden sie sich weiter ver breiten, gerade wie seit neuerer Zeit diese unliebsame Einwanderung immer zahlreicher in Texas auftritt. cs Dea sh0t" Screw Wurm Lini ment wirkt get und schnell. Dieses Liniment tödtet die Würmer augenblickli hält Fliegen ab und heilt die Wunde. Jm asser aufgelö ist es ein ausgezeichnetes Heilmittel gegen irgen welche Wunden beim Vieh. Preis 50 Deuts. Präparirt und zum Verlauf bei A. Dreiß, Satz Antonio. 16,6 tulu Werkei. Auf Veranlassung des Mahors soll nächsten Sonnabend im Courthause eine Versammlung der Bürger stattfin den, um Maßregeln für den Empfang und die Unterhaltung der Redakteure zu treffen, die zur Conveution der Preß Association nach San Antonio kommen. Eine Depesche von San Antonio verkündet der »Galveston News«, daß die der hiesien Union angehörenden Seher die Geschäftsleute besucht und dieselben ersucht hätte, der »Times« ihre Unierstühung zu entziehen, Man sollte meinen, ein Freund der Times ätte diese Depesche abg»eschickt, um dem eschäfte derselben au-·zuhelfen., Daß die Seper derartige Schritte gethan ha ben, erscheint unwahrscheinlich, weil sie dadurch nur verlieren könnten, die Ti mes aber gewinnen würde. Die Geschäftsreisenden von Texas halten gegenwärtig ihre jährliche Kon vention in Dallas ab. Capt. Hall mit der Miliz des Jndianer Territoriums hat mehrere 1000 Kopf Rindvieh, das texanirschen Viehzüchtern gehört, im Indiana Territorium aufgetrieben und hält das selbe an der texanischen Grenze fest, dis die Eigenthümer des Viehs den India nern Zahlung für das Adweiden des Grases geleistet haben. Dann erst soll das Vieh über die Grenze nach Texas getrieben tyerdeth Zn m Paso llus ou- gutqnajc ein, daß die Postkutsche zwischen Genge town und Silver City von Räubern angefallen wurde. Sie schofsen viermal auf den Kutscher und verwundeten ihn. 81000, die der Expreß Compagme ge hörten, wurden von ihnen gestohlen. Jn Lampasas werden Vorberei tungen zum zweiten MilitäriiUebunggs lager getroffen, das im Juli abgehalten werden soll. Der Advolat Douglag von Blanco County ist in Kerrville wegen Unter fchleif zu 3 Jahren Zuchthaughaft ver urtheilt worden. Von allen Rauch- und Schnupf tahaken gelten die von G a i l do Ax m« Baltimore präparirten für die empfeh lenswerthestem weil fie, völlig frei von schädlichen Würzen, einen durchaus zuträglichen Genuß gewähren. Ein heftiger Kampf fand in Chi cago wischen der Polizei und den Sozia isten statt. 50 Polizisten wurden verwundet. Die Anzahl der verwun Peåen Sozialisten konnte man nicht et a ren. Zumoristisknka Mißver standen. Finden Sie nicht, daß unser Theater ein schönes Verhältniß hat? Schweigen Sie mir von Theaterdek hältnissen Jch habe auch eins gehabt —hat mich ein Heidengeld gekostet. Zur Anthropologie. Lehrerin: Elfa’chen, sage mir, wie nennt man die Zähne, die beim Men schen zuletzt-kommen? Elfa (prompt): Die falschen Zähne, Fräuleint Einverstanden. Pfarrer czu feinem neu eingetretenen Ochsenknecht): Nun Nazi, ich hoffe, daß wir gut miteinander auskommen.’ Nazi: Da fehlt sich nix, Hochwürden, wie ich sag, ich versteh mit Ochsen um zugehen. Ja dann! Denken Sie nur, die Frau Stichle soll an der Blutdu giftung gestorben seirkl Was, an der Vlutvergiftungs Wie ging denn das zu? Ja, es-heißt, sie habe sich in ihre ei gene Zunge gebissenl So, so, ja dann! Von der Universität. Bauer zu seinem Sohn, der von der Universität in die Ferien kommt mit einer großen Schmarre über den Mund: Na, das hätt’ ich zur Noth auch noch fertig gebracht, Dir aufs Maul zu schlagen; da hätt’ ich Dich nicht nach Bonn zu schicken brauchen. L o g i s ch. Ein Professor der Chirurgie fragt seine Zuhörer: Sie sehen, daß das rechte Bein des Patienten kürzer ist als das linke und daß er in Folge davon shinkh Nun, mag würden Sie di einem s solchen Falle thun? s Ein überreiser Student antwortet jJch würde auch hinten. i Aug der Jnstructionss sstn n d e. Unterossicier: Wissen Sie, was der Osficier für ein Abzeichen trügt? i Gemeinen Er trägt eine Schärpe um die Ri pen. Unteros cier: Rippen Sie Hammell Man sagt doch nicht zu ei ner Ossicierötaille Rippen, sondern Gemeiner (sreudig) Karbonadenl Hütet Euch vor Etfttmnitteln Das Publikum sollte nicht vergessen, daß Surrogate einer Normalarznei nicht zum Vortheil der Gesundheit angeboten werden, sondern nur Etwas wohlfeil Eingekauftes zu verkaufen, und da man sich nicht durch allzu genaue Nachahmung dem Strafgesetz aussetzen will, so sucht man die Sache nur so weit ähnlich zu machen, wie es zur Täuschung nöthig ist-Das Mittel zur Entdeckung von Betrügereien liegt in Jhrer Hand. Kauft keinen Simmon’s Liver Regulatar, wenn er nicht in wei ßem Umschlag verpackt ist, der mitten ein großes Z nnd an der Seite die Un terschrift J. H. Zeilin ä- Co. zeigt. s---«--.-·. —Bonplattdeutsch sprechen d e n N e g e r n zu Davenport in Iowa schreibt die »Jowa Tribiine«:· »Da venport ist zur Hälfte deutsch, und zwar plattdeutsch. »Platt«, das ächte ge müthliche »Platt«, ist die gewöhnliche Umgangssprache, und selbst der ,,Nig ger«, der in Davenport sein Brod ver dienen will, be eißigt sich, die gemind liche, plattdeutche Mundart zu spre chen. Wir erinnern uns noch mit gro kem Vergnügen eines solchen Vertreters er äthiopischen Ra e, der, als wir ge legentlich eines na Davenport unter nommenen Aus ugs uns für den Be neh« bei einem rominenten gehörig in ichs wer en wollten, uns mit dem nur einem igger eigenthüinlichen Au enblinzeln zum Niedersetzen aus sein ichsaielier einlud, und uns entgegen rief: »Du Landsmann, komm mol her, it will din Steveln puxzent Du brukst mi gor nich so grot antokieken, ik kann oot plattdiitsch snaken l« g Dampfschtff Agentun Nord-deutsche Dom »ferlinie nach nnd von New York und Bal unorr. 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Dabei über sehen die dortigen' Geistlichen indessen den Umstand, daß die Arbeit sttr die Sonntagsblätter zum größten Theil be reits am Samstag gethan wird; wenn sie nun gegen Sonntaggarbeit sind, so müßte ihr Zorn eigentlich den Mon taggzeitungen gelten, da dieselben der Hauptsache nach am Sonntag geschrie ben und gesetzt werden. Bnckleus Musik«-Salbe. Die beste Salbe der Welt für Schnitte. Quetschungen, Geschwüee, Fieber- und aut Ausschlag, Fle te, gesprungene Hände, rost heulen und a e Hauttrankheiten3 tnrirt Ha morrhoiden oder keine Be ahlnng. Bölljge Satissieation garantirt o er das Geld wird Zitäckerßstatteh 25 Cents die, Schachtel bei A. re1 Die Depeschen vom Norden be schäftigen sich ausschließlich mit Strikez, die in einigen Städten, namentlich in Milwaukee einen bedrohlichen Charakter annehmen. Der Gouverneur von Wis consinist nach Milwaukee gereist, um daselbst Ungesetzlichkeiten vorzubeugen Die Brauereien haben sich· zum Theil mit den Arbeitern geeinigt und 2500 Striker sind dadurch zur Arbeit uritck- I gekehrt. Aber no sind 12,000 triker! vorhanden, die si sehr aufrührerisch gebärden. Schwiudfitcht sehellts »Einem alten Arzte, der von der Praris n ruxk ezogen lebt, wurde durch einen ostindisåen Miäionar die Beschreibung eines einsa en vegetabilischen Heilmittels für die schnelle und dauernde Heilung von Lungenschwindsucht, Bronckitis, Catarr9, Asthma und allen Holz n«nd ungenkranllcitcn ausge ändiIL Fluch ern Mittel für pos ive, radikae Helnn von Nervensehmäche nnd allen Nervenkrankseiten.. Nachdem der Doktor die wunderbaren Heilkrtifte’ in tausenden Fällen erprobt hatte, erachtete er es ftür seine P icht, das Mittel seinen letdenden Mimens en etannt In machen. Von diesem Motiv nn Wunsch ge riet-en, handelte er. 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