Freie Presse Für Texas (San Antonio, Tex.)
July 16, 1878
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L i t Taglifdc Frcik Ptcfsc crfchurz man-v ncu Ausnahmrx tue Sonntags nnd kosic« ist-N jin NO Jahr obs-· ist« TM für d Monat-» Dir Wbchetttlichc Freie Presse erscheint jeden Donnerstag und kostet Rot-) das Jahr oder stso für 6 Monats in Votausbezahluim. Jahrgang ts Essian Autonio- Dienstag den 16. Juli IRS Nummer 811. Sklaven tieei Fersen-« Noxelie von Levin Schiicking. (Fortsevung.) Nun ja, fuhr der Vetter mit derselben nnscheinemten Gemüthorube sori, ktwno wünsche ich an Jhnen anders, aber weiter nichts aiø Jhren Namen. Meinen Namen Auch das nicht einmal nur das Fräu lein davor wünscht’ ich geändert in Frau. Das Fräulein blickte betroffen auf, wech selte leicht die Farbe, schien einen Augen blick zornig werden zu wollen nnd sagte dann mit einem Blick in Rudolf Norwiches enbig nnd unbefangen sie anblickende Augen lachend Zur Frau von Noewirb möchten Sie mich machen? Und dazu wollen Sie mich so un pas-end bei einem Geplandek nach dim Diner bei einer guten Cizzarte und einer Tasse ansee überreden Wovon das Herz voll ist, gebt der Mund übel-, auch dem, welcher eine Cigarre ver-. dnntpst. Wenn dieo Sie aber genirt, will ich sie wegwerfen. O nur das nicht— ich have weil lieber, daß Sie weiter tauchen als weiter reden. Das weiß ich; darumrede ich ja auch nicht weiter und mache aus meinem Herzen eine Mördergrube. Wenn ich redete, wenn ich Jhnen sagte, was Alles in der Tiefe dieses Herzens für Sie lebt, wenn ich gar dabei noch überwäitigt und hingerissen vor Ihnen kniete was käme dabei her aus-? Sie würden mir eine Antwort ge ben, mir Worte sagen, die ich lieber nicht hervorruer will weil mir die Sache doch zu ernst ist Sie haben Recht bleiben Sie bei die ser schönen Diskretiom Vetter, sagte das Fräulein Theodora ein wenig unsicher. Das werd’ ich auch, fiel mit einem halb melancholischen, halb zornigen Tone der junge Mann ein« ich habe durchaus keine Lust, für ein ehrlichee Gefühl mißhandelt, gequält, verspottet und verhöhnt zu werden. Er sprang dabei wie plötzlich von einer unbezwinglichen Erregung erfaßt auf und wars heftig seine Cigarre durch die offen stehende Fenster-thirty um sich mit der Schulter an den einen Flügel derselben zu lehnen und in den Garten hinauszustarrem Halten Sie mich wirklich für so böse, Rudolf? sagte nach einer Pause Theodora mit einem beschwichtigenden Tone. Böse? Wenn ich Sie dafür hielte, wür de ich mich wohl hüten, ed Jhnen zu geste ben ein richtiges Frauenzimmer will bös handeln dürfen nnd zugleich wegen fei ner Güte gelobt werden, alles zusammen Jch kenne Sie fa, Theodora, Von länger’ hee als heute Wir haben alo Kinder zu famunu gespielt z später betrachteten wir uns für einander bestimmt Von der then ren, lieber-reiben Familie war das ja aug gemachtz und dann wurden Sie ein herrsch füchtige6, überiniithiges, hartherzigee Ding, eine pratentiöse kleine Prinzeß, und ich, der ich meinen dünkelhaften Jungendhochmuth und meinen bodenlosen Leichtsinn hatte, ich lief fort, ging in die weite Welt und fand dort —zehn Jahre Zeit, fern von Madrid darüber nachzudenken l lieber meine schlechten Eigenschaften? fragte Theodora mit einer Stimme, worin ein Klang weicheren Gemütheo zu zittern schien. Ein wenig darüber. Noch mehr darü ber, weichunsägiicher Thor ich gewesen, von Ihnen sattzuiauseni Wahrhaftig, aufdem monaieiangeu, monotonen Fahrten in der zur Verzweiflung treibenden Einöde der Wasserwüsie, in den schlaflosen Zeltnächten nus einem siebeebauchenden Boden unter den Tropen habe ich darüber nachgedacht und immer daran gedacht. Es war mein Unglück, dieses sinpide ewige Denken an Sie, diese alberne Sehnsucht, dieses un männliche Gesesseltsein an einen einzigen Gedanken, um den man iich itn Kreise be wegt, wie ein angebundener Esel um seinen Pflock. Weiche rührende Schilderung Sie davon machen. i Die alberne Sehnsucht muß Jh nen sehr ties zu herzen gegangen sein! sag te gezwungen auflachend Theodpra. Wis sen Sie« welches Mittel ich an Ihrer Stel ie ergriffen hättet Nun Jch hätte rnich zu meinen Kameraden hinter die Fiasche geseht und im blauen Dunst der Cigarre, wie sagten sie vorhin philosophtsch die Lösung aller Dinge ge« sucht. Glauin Ihnen! Sie hätten das ac ihani Ach habe etwas Anderes versucht ias habe mich empört, habe heidenhast wider mich selber geiämpst, rni- seibek alle schnö dcsten herausscrdeeungem allen hohn über meine Schwäche ins Gesicht geschleu dert. Npck besser, das with doch geholfen ha ben l fiel Theobota spöttisch ein. Gebeier Es hat geholfen, wie Empii tut-gen gewöhnlich. helfen! Wenn starke gar nicht webt aushalten kann, greift man zae Empörnng, zur Gewalt, zur Rebellion, und witt- znk Streife dafür in noch ärgeee Fesseln geschlagen. Jn der That, was va tei bereitete-nnd das wissen wir, nnd wenn Si« nicht wissen, to sehen Sie’6 ich bin eben biet-. Jetzt aber, liebe Coasine, antworten Sie mir nicht-—- ich bitte Sie tun dsmmelswillett darum geben Sie Inik ltebekj eine neue Eigarke, ich wette ein wenig in den Wald geben. Ee zündete die neue Cigakke nn, Tbeo doea glaubte zu bemerken, baß feine Hand dabei ein wenig zitterte, nnd dann ging ee auf die Gartentetensse hinab und ver schwand. Sie ließ ihre Arbeit in den Schopf fallen, legte sich in ihrem Sessel zurück und blickte in die Wolken, die benu ßen sprühen-seh Was solch ein wunderlicher Mensch Ei nern zu denken gibt! sagte sie sich nach ei ner Weile. Was er mir sagt, liizi er es? Gewiß nicht« Er fühlt sich wirklich indem Banne eines Gefühle für inich, und da ihn seiner Natur nach Gefühle geniren, ern psindet er es als eine Last, als eine nndeqes me Fessel, als etwa-s wie eine Beschränkung seiner Freiheit. Eine tiefere Natur fühlt es·ganz andere, als ein wirklichea Unglück, als eine unselige Sklaverei des Herzenss. Bei der glücklichen Liebe ist dies-z zu ertra gen, bei der ungliicklichen muß es schrecklich sein! Aber mnß man nicht auch bei der glücklichen sich Vor einer Sklaverei hüten Liegt nicht auch in ihr ein-ask das uns Vle freie Verfügung über nnd selbst nimmt, entmiirdigt, und zum Resonanzboden für das Lied, das nnd ein Anderer vorsingt, macht nnd unserem eigenen Wesen Untier-. untreu an nne selber? Um ein ordentliche-r Mensch, ein respectabler Charakter, ein nach seiner Weise sich augtvachsendes ei genartiges Menschenkind, wie man allein es achten kann, zu bleiben, muß man vor Allem doch Herr über sich selbst bleiben Entsetzung folgtJ Texas. Die Bevölkerung von Daliaa besin det sich über das cursirende Gerücht, daß Sam Baß sich in der Stadt aufhalte, in größter Aufregung. Arn 12. 4 Uhr Morgens wurde ein Mann dunkler Haut farbe aber augenscheinlich ein Weißen der sein Gesicht und seine Hände gefärbt hatte in der Nähe der Erchange Bank gesehen. Er wurde den Wächteru verdäch tig, die ihn versagten. Er floh nach der California Wagen—Yard, wo er ein bereit stehendeet gutes Pferd bestieg und der Mc Kinueo Fahrstraße zueilte. Hier gesellten sich noch drei andere Reiter zu inne und sprengten mit ibm im Gallop davon. Aiie waren gut bewaffnet. Zwei Mädchen im Atter Von4und 7 Jahren wurden von zwei Jtalienern, die einen JceereamiSa lon halten« in den Salon gelockt und von diesen geschändet. Die Mädchen sind bet de gefährlich erkrankt und die Unmenscheu Verhaftet worden. Ungeheure Aufregung herrscht unter der Bevölkerung und man fürchtet die Anwendung des Lynchgesetzea. Das Gefängniß ist jedoch gut bewacht. Der Jndianer, der im Februar nahe Hallektevikle, Lavaca County, den Englän der Sam Hyde, ermordete, ist in Boeque County eingefangen worden. Die auf seine Einbringung auggesetzte Belohnung betrug slöotx Die Konvention der Lehrer-, die am 16. Juli in Messia zusammentreten sollte, ift bis zum S. August Vertagt worden. Dem Friedrichaburger Wochenblatt entnehmen wir folgendes Lolalneuigteitem Nächsten Donnerstag begeht Herr Her man Ochs« seu., die Feier seines Säften Geburtstagee.—Wohl selten erfreut sich ein Mensch in diesem hohen ehrwürdigen Alter einer solchen Geistesfrische, Leben digkeit nnd Humor-a wie dieses Geburts tagstind. Wir wünschen von Herzen, daß HerrOchs noch lange Jahre seiner-Familie, Freunden nnd Bekannten als angenehmer Gefellschaft erhalten bleibe.—Wie man shou, wird Herr Felix v. d. Stucken in deu nächsten Tagen die »Friedrich6burger Dampf-Mahlruühle« wieder eröffnen. Dckk Olllcccll Waklcl llllk Noch clUs einige Maschinerien, welche er znr Verbesserung l seines Etablisfements, aussiellen will· —Da8 Dallas Volksblatt schreibt: Die« Texas und Pacisic Eisenbahn soll nun endlich doch nach Weathetford weiterge bant werden. Ein Contite hervorragen der Bürger von Parter Connty war die se Woche in Marfchall um sich mit den Bahnbeatnten zu berathen und ist man da rüber übereingekontmen, baß die Bürger von Porter Eounty die Strecke zwischen Fort Werth und Wealherford gradiren nnd die Schwellen liefern, während vie Bahncompagnie die Schienen legt und sich verpflichtet die Linie zu befahren Jn Victoria Counto haben die Far mer schon mit dem Pfliicken der Baum wolle beginnen können. Am Donnerstag wurde in der Nähe von Houston ca Reiter nebst Pferd vom Blitz getroffen nnd Beide getödtet. Ein gewisser B. O. Gatnbrell, nahe Perry, MeLennan County wohnbaft, wurde Donnerstag Nacht ans feine-n Han se gerner und von vnbelannten Personen erschossen. Dr. Afchcombe hat vergangenen Freitag einen Mann Namens Smith Perry, in Gulf Prnirie, Harrio Connty erfchossen. Die Einzelheiten der That sind nicht bekannt Am Is. tritt die demokratische s Staats Konvention in Aastin zusannnen. s Es werden an 800 Delegaten ans allen i Theilen des Staates anwesend sein. Die neue von den Herren Preßler und Laugen-nun in Austin angefertigte Karte von Texas wird demnächst zum Druck fertig sein. Die Karte ist die voll ständigste und genaueste, die je von Tean aufgenommen wurde Jn Fort Taviö wurde am 4 Tom Howarv von einein Soldaten in Latdaws Tanzsalon ermorden-Am Abend des 5. wurde ein Mexitaner vier Meilen von von dem Fort von Jndinnern getödtet. Vom 6. Juli an vertnssen vie Züge Cuero süe Jnvtnnoin Montag-, Mittwoche nnd Samstag-z Morgens 7 Uhr. Samstag den 2(). versammeln sich die Farmek Von Dewitt County in Cueeo. Herr Schleicher wird anwesend sein und eine Rede halten. Uebet Heuschrecken und Baumon lenraupe schreibt der Naturforscher Jakob lBoll im Volksblatt. Wie vie Zeitungen berichten, so hat die Vauiuwollenraupe im Süden des Staates ihr Erscheinen ge macht, uni das Zerstörungswerk zu begin nen, und man ist aber auch ebenso ernst lich bemüht, durch Anwendung von Ar senik sie zu zerstören. Voriges Jahr schon wurde auf die Gefährlichkeit der Anwen dung dieses Mittels aufmerksam gemacht und die Nachtheile hervorgehoben, die fiir den Handel mit arseuikhaltiger Baumwol le entstehen könnten, unter gleichzeitiger Andeutung, in welcher Weise gegen dieses schädliche Insekt vorgegangen werden soll te. Mit aller Bestimmtheit darf auege sprechen werden, daß durch das Tödten der Raupe der Allgemeine Zweck uicht er reicht wird, daß aber durch Arsenik nach einer Anzahl von Jahren der Boden ver gistet nnd für alle nnd jede Kultur un fähig gemacht wird. Nur eine genaue s Untersuchung der Lebensweise und Natur« geschichte des Jusektes macht es möglich, s mit Erfolg dagegen einschreiten ziikisnnen sEs Fvur Hoffnung vorhanden, daß der IVereinigte Staaten Congreß in seiner Fletzten Sitzung Schritte dafür thun werde s was uni so eher zu erwarten war, da er s voriges Jahr eine eigene Couiinifiou zur Untersuchung der Heuschreckenfrage ernann jte und dafür die Summe von 18,000 Dollars ausgab. Der Congreß ist aus einander gegangen, ohne etwas dafür ge than zu haben. Was die Heuschrecken fiir den Norden, dae sind die Baumwol lenraupeu fiir den Süden. Die Erfor schung der Lebensweise nnd Naturgeschich te derselben wird mehrere Jahre in An fprnch nehmen, indem die Beobachtungen auch außerhalb des Ver. Staaten Terri toriums gemacht werden müssen, um zu einem sichere-n Resultate zu kommen, und ein energisches Einschreiten gegen den’ Cottenwurm sehr wahrscheinlich Bieträge und Uebereinkunst mit anderen bauniwot lenclutivirenden Staaten nöthig machen wird. Bevor nun ein irgendwie günsti ger Erfolg erreicht werden kann, müssen unbedingt mehrere Jahre vergehen. Die Raupen kommen während dieser Zeit jährlich wieder, und dabei werden die Farmer ihre Felder immer stärker ver-T gisten. Jm Interesse der Farmer, wie des Staates und der gesammten Baumwol-i len Handelstoelt werden diese Zeilen ale ein dringender Mahnrnf erlassen. Es sollte dieser Frage die größte Aufmerk samkeit geschenkt«werden, und im Interesse der allgemeinen Wohlfahrt werden alle öffentlichen Blätter ersucht, von diesem Artikel Noiiz zu nehmen. s W Herr John Eiswirth, Hartsord, Conn» theilt uns folgendes Jtem mit: »Ich bitte Sie, es Allen mitzutheilen, daß Dr. AugustKiinigW Hamburger Kräuter-Pflaster ein ausgezeichi neter Artikel ist. Ich hätte wenigstene 3100 an Doktor-nnd ApothelerRechnun gen sparen können, wenn ich früher mit diesem ausgezeichneten Heilmittel bekannt geworden wäre-« i w Prozeß TAntonelli. Jn dem nochs immer schwebenden Prozesse Lanibertini- i Antonelli fand nunmehr die Vernehmung der Hebeamuie Gervasi vor dem Tribunal zu Rom statt. Die Aussagen der Ger vasi sind äußerst pitant gewesen, jedoch von einer Art, daß sie sich derWiedergabe ent ziehen. Eines der Detail-, welches sich aus die Geburt der Lambertini beziehts T lautet; Als die Mutter der Lambertini zur I Hebeamme Gervast kam, um zu entbinden, E besuchte Kardinal Antonelli—verkleidet mehremale die Dame. Dr. Luechini, wel cher der Dame seinen Beistand leistete, er klärte der Gervasi, daß der Zustand der jungen Dame besorqnißerregend sei und er deshalb einen französischen Art, der gera. de in Rom anwesend sei, cousulirten wer de. Dieser Arzt kam auch iu Begleitung des Dr. Luechini. »Ich erkannte je doch,« deponirte die Hebeamme, »in dem angeblichen fremden Arzte den Kardinal Antonelli, trotz seiner Berileidnng.« Dr.Luechini ließ den Cardinal mit der Fremden allein. Als die Gervass das Ohr an das Schlüsselloch drückte, hörte sie deutlich das Geräusch von Küssen und seitens der jungen Dame auch Schluchzen und Weinen· Der Kardinal tröstete sie nnd versicherte, er habe Alles aus’e beste arrangirt, daß die Sache nie aufkommen werde. »Fküchte niciit6,« sagte er, ,.e6 wird Niemand etwas erfahren. Du wirst wieder heirathen. Die Sorge siir das Kind übernehmen ich schwöre Dir daß das Kind nie den Namen der Mutter erfahren ivi1d.« Die Vertheidiger der Brüder Antonelli dieselben waren bei der Lambertini richteten an die Gervasi zahlreiche Queisrageu, doch diese gab auf alle proknpte und sichere Antworten. Die Gervasi weigerte es, den Namen der jun genDame zu nennen, sie erklärte, den-Ita mkn nie und nimmer beianntzebeu zu wol im Schon seit Jahren gebraucht Mad. Caiharina Zimmermann in Lancasier, Erie Co» N. Y» Dr. August KöniqM Hamburger Familien Medizinen. Die ielbe schreibt darüber: »Die Hamburger Familienmevizinen des Dr. Aug Klinig sind hier schrZBelicbl nnd zwar mit Recht, denn dieselben wurden immer mit gutem Erfolge angewandt Deutsche Briefe, JWklche die sum 16. Juli,187s aufvetspostvfsiu i zu Sau Antonio verblieben sind K Böhm. Franl F Visl-—Jobn Bubeck.—H. Coffeubekg. Leona Fisch-»n— Dem-v Zuge-O I Kublmann.—-L)kinrich Mpgeltn, Adclbeit Ren H mann.——Cb«-I Ruff —Mkö Geokg Sauen-AM lbelmine Sahn. Guisie Schneider Peru- Jpl Gib-öden Mk tamvkb Mlstln Thomsensps Paul Reif-denke sägt-. Isixzßerigrdcmiiåch Verkauf VVU Sommer-Waaren, chi erswffen, leinencn Kleidern, Putzwaarcn ec. ZEIT-am Er Co» Doilair Storc, an der Nordseite des Main -Plaza, lsaben sich entschlossen, ihr ganzes Lager von Søsgmikk Wanken, auszuderkaufcm um« fär ein rrichhaltigeg und gut assoniktes Lager von Herbst- u. Winter Waaren Platz zu machen. 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Nun hat aber die Arbeiter partei in Californien einen. ganz anderen Character, als in den übrigen Staaten. Sie richtet sich hauptsächlich gegen das Chinesenthum und will die freie Arbeit gegen die rninirende Concurrenz der Chi nesenarbeit schützen. Das erklärt ihre ungemeine Stärke. Dabei ist sie»noch gespalten und wird der radikale Flügel von einem gewissen Kearneh geführt, der sich mehr der socialistischen Ideen zuneigt, als der andere Flügel. Aber grade Near neys Partei war es, welche den Sieg da von getragen haben sollte; folglich tonnte man schon immer etwas Außerordcntliches erwarten. Das ossicielle Wahlresultat aber hat alle Speculationen über den Haufen ge worfen, denn ihm zufolge haben nicht die Arbeiter-, sondern die Unabhängigen den Sieg davon getra en. Es waren nämlich beider letzten Wa lvier Parteien thätig, die Arbeiter, die Republikaner, die De mokraten und die Unabhängigen, die we der von den Republikanern, noch Demo kraten etwas wissen, sondern eine ganz neue Partei bilden wollten, und grade die Unabhängigen haben, wahrscheinlich mit Hülfe des gemäßigten Flügels der Arbei ter, den Sieg davon getra en. Jnsofern ist die Wahl von großer edentungz sie zeigt, daß es mit den alten Parteien ab wärts geht. Das officielle Resultat der Wahl ist folgendes: Unabhängige-Z Ticket 81, Arbeiter 52, Nepublikaner 11, Demokraten S, Unbe stimmt 2. Danach also hatdas unabhän gige Ticket eine Majorität über alle übri gen Parteistimmen. Die Chinesen wer den bei Alledem wenig zu hoffen haben. Nation-ice Jugendspiele. Eine Depesche aus Atlanta, Ga» theilte vor einigen Tagen mit, daß bei einem Bascballspiel in Atlanta ein junger Mann, Wut. Lawshe, von dem JLjährigen Jungen Carl Mitchell mit dein Ballschlä gel ermordet worden« Solche und ähn ;liche. Vorkommnisse beim Baseballspiel werden fast jede Woche gemeldet. Bald hat einer der Betheiligten ein Bein ge brochen, bald ist einem anderen der Ball ins Auge gefahren nnd hat dasselbe zer I stört, bald ist es zu einem: blutigen Streit jgekoinmem der mit zerschlagenen Köpfen i und kgebrochenen Rippen geendet, und hin und Zwider wird anch·ein Todtschlag ge meldet. Und das nennt man ein Spiel, s ein Nationalspiel zur Kräftigung derMus ikeln und-Förderung der Moral. Wir Thal-en in unserer Jugend auch Ball e spielt nnd schwelgen noch heute in der innerung an die frohen Stunden, die es i uns bereitet. Das aber war ein wirkli ches ugendspiel, ein Genuß für Körper und erst; da war Beschädignng des Kör pers fast eine Unmöglichkeit und Schläge reien konnten bei der herrschenden fröhli chen Stimmung gar nicht aufkommen. Man spielte um des Spielens willen. Hier aber ist das Ballspiel zu einer Ge schäftssache ausgeartet, es hat nur noch den Namen Spiel, ist aber sonst mit übermäßi en Anstrengungen verbunden, die dem Förper nimmer gut thun nnd aus der Lust eine Quälerei machen; und wa rum das? Um der allgemeinen Sitte des Wettens zu buldigen. Das unschuldige Jugendspiel ist zu einer professionellen Spielerei utn Ehre und Geld ans-geartet Man spielt nicht um des Vergnügens wil lens, sondern um irgend einem andern Bafe Ball Gab-natürlich hat sich das Clubwesen der Base Ball Spieler so gleich bemächti t—zn zeigen, daß man das all-Handwer besser versteht, als er, und— zu diesem Zwecke wird gearbeitet nnd sich abgegnält, bis man die nöthige Schulung erlangt hat, und nun eht’s ans Gefecht! Da kommen sie einhetstvlzirh die unschul digen Spieles-, die ihre Mußezeit auf eine angenehme Weise ausfüllen wollen, im lächerlichsten Fastnachtscostüni, mit großen Buchstaben auf der Brust nnd Jockehntiitzen auf dem Kopf, mit riesigen Kniitteln in den Händen nnd einem großen Ball, hart wie Eisen. Das Spiel geht los die Einscitze sind gemacht, die Damen haben sich eingefunden nnd die Sportsman ihre Wetten abgeschlossen——dcr Ball fliegt hin und her unter dem wüthenden Geschrei der zuschauenden Menge, bald wird einer der Matcidore blutend vom Kampfplatz getra gen, er ist verletzt, der Ball hat ihn an einer gefährlichen Stelle getrosfen,——ein anderer Experte nimmt seinen Platz-, da beklagt man sich über »auf-nic- plsy«; es gibt einen Zusammenlanf, die Gemüther sind erhitzt, böse Worte fallen, da erhebt ein erregter Spieler den Schlägel, nnd läßt ihn mit Wuch! ans den Schädel seines Nebentttaitrres, niederschmettern; der stürzt nieder nnd gibt seinen Geist anf. Das Spiel ist aus nnd das Publikum geht nach i Hans. So endet natürlich nicht jedes Base Ballspiel—— es gibt verschiedene Varian ten-, daß es aber so endigen kann und daß es so geenbigt hat, ist das Tranrige nnd Berdammenswerthe bei der Sache. Schon längst hat der bessere Theil der amerikanischen Presse gegen das Vase Ball Spiel als ein Nohheit fördernves Medium Partei ergriffen nnd zu anderen Unterhaltungen der Ja end ermahnt aber vorläufig ohne großen erolg Wahrlich, wir haben keinen Grund, uns über die Stiergesechte derMerikaner zu beklagen, so lange die Base Ball Clnbs in unserer Mitte blühen. Bei dieser Gelegenheit wollen wir auch der Sitte der Feumnänner gedenken, mit ih ren Spritzen zu gewissen Festlichkeiien zu ziehen nnd dort Lisettläufe um einen Preis oder Wettspritzen u. dergl. zu veranstalten. Wir finden dergleichen vollständig außer Ordnung. Schon das; man die.Spritzen von einem Orte zum andern schleppt, sollte nicht gedulde-l werden. Die Spritzen gehören dahin, wo sie eine Aufgabe zn er-- füllen haben und mi.kglicher Weise ges braucht werden. Was nützt z. B. deul Galvestonern eine Spritze, die bei ans-i brechendem Feuer aus der ,,Fair« in Waco i paradirii All’ das Wettlaufen nnd Wett- E spritzen unt silberne Trompeten oder diet »Championship« ist Spielerei, dem ernsten Zweck, für welchen die Spritzen angeschafs sind, durchaus nicht angemessen, nnd esl sollte eine der ersten Ausgaben der Verei- nignng der Feuerleute sein, dergleichens Spielerei ein Ende zu machen. l —--—-.O.«-« Das indische Heer Englands. i i Als England seine großen Panzerschifse i nach den Dakdanellen schickte, verhöhntei man in Peiersbueg diese Drohung mit Schiffekolossen. Man hatte ja Toepedoes genug, utn diese Ungethüme in tie Lust zu sprengen. lind als daraus zuerst eine und dann eine zweite Division der englischen Armee mit den Säbeln raffeln mußte, lachte man herzlich über diese ,,Londonee Wacht-Parade.« Man hatte ja einige hunderttausend Mann Rassen gegen die 50,000 Mann Nothköcke bereit. Auch das Ausgebot der Reserven machte keinen Ein druck aus den moekowitischen Herrscher. Da kam die IKaiserin der Königin von England zu Hilfe. Sie hat ja hundert tausende von indischen Truppen, für weiche im Augenblick daheim keine Verwendung ist. Das Ausland wunderte sich, daß sie daran nicht früher gedacht habe, aber die Engländer wanderten sich, daß sie daran überhaupt denke, daß sie Derartige-z wage. Denn die Verwendung dieser Teuppen außerhalb Jndiena verstößt gegen den eonsiitutionellen Grundsatz, daß die engli sche Regierung nur mit Bewilligung des Parlaments Truppen sue Reichazwecke aufbringen und benutzen dars. Dieser Grundsatz ist ein Hauptschuiz der englischen Bürgerfreiheit gegen Willkür und Militärs Despotiamita. Und die indischen Trup ;pen, weiche nur als eine Art Land Gene «daemerie sür Jndien selbst gelten, stehen nicht unter Botmäßigkeit des Parlamente. Die Engländer selbst waren ganz er siaunt, als die Regierung plötzlich indische Trupven nach Europa beordcrte; nnd Jhi rer Majestät allergehorsamste Opposition legte sofort entschiedenen Protest gegen diesen «verfassungaroidrigen« Schritt ein. Aber in St. Peterdburg machte derselbe einen gewaltigen Eindruck. Man sah plötzlich die verhöhnte Wachtparadezn London zu Hunderttausenden anschwellen, und hielt ed nun für gerathen, ans die bis dahin verworfenen Forderungen einzuge gehen. Fürst Biemarck selbst hat geäu ßert, daß nur diese Demonstration mit indischen Truppen in Europa die Ueber zeugung einflößte, daß England wirklich seine Forderungen mit dem Schwert ver fechten wolle und daß ed auch dazu die Macht habe. Nur ein paar indische Ne gimenter waren es, welche rnan von Bom bay nach Malta brachte. Das genügte, um den Congreß zu Stande zu bringen. Die indische Armee steht unter besonde rem Commando der Commandeur ist Ge neral Sie Frei-. P. Hainee. Jhr Budget betrug übes15 Millionen Pfund Sterling in 1875—1876 (60 Millionen Dollard[ Ihre Stärke wird für 1877—-1878 auf 140,000 Mann angegeben. Daneben standen noch 62,652 Mann englischer Regulärer in Indien, die man aber dort nicht entbehren kann. Und außerdem sorgt eine militärisch organisikte Polizei von 190,000 Mann für Ruhe und Ord »nung unter den 240 Millionen indischer LUnterthanen der Kaiserin-Königin Vikto Erla. s Der englische Militär-Schriftstei·ler Ge ’neral Sir Gar-net Wolseley hat bei dieser Gelegenheit in der »North American Re view« einen interessanten Artikel äber die indische Armee geschrieben. Zum ersten mal, sagte er, finden England und Entopa, idaß Jndten für erfierea nicht immer nnd i in jeder Hinsicht ein Element der Schwäche ist, sondern daß es noch in einem solchen ider Macht, der Stärke nnd des Angriffs werden kann· .Di6raeli bat einmal ge sagt, England sei mehr eine asiatische, als eine enropäische Macht« Er wollte damit sagen, daß die Anferchthaltung seiner in dischen Herrschaft sein Hanptinteresse sei. Richtiger wäre ea gewesen, wenn er gesagt hätte, England sei eine wahre Welt-nacht, welche ihre Interessen nicht bioa in Europa sondern in allen Meeren nnd Welttheilen In wahren habe. Aber das Wort Diaraelis ist jetzt in an derem Sinne in Erfüllung gegangen, als es gemeint war· Aflen oder vielmehr Jn dien bat England die Macht gegeben, Nuß land zn trotzen. Der Cgar hat 80 Mil lionen Menschen, ans denen er seine Heere rekrutirt, aber Viktoria kann in Jndlen allein ans 7240 Millionen retrntiren. Und General Gar-net Wolfelrh gibt diesem indischen ,,Kanonenfntter« das beste Zeug niß der Bravonr und Disziplinir-Feihig leit. Die bengalische Armee, welche aus Mannschasten von den Gebirgen besteht, wird von dem General am höchsten gefielltz auch ift sie stärker als die beiden Armeen ans den zwei anderen Präsidentschaften Madraa und Bomdav gnsammengerechneh Unter den verschiedenen Seiten und Racen Indien« liefern die Silha die besten Jn santeristen in ganz Astem »Kaiserin von Indien« ist doch lein leerer Titel——wie man höhnisch behauptet hat« Er bezeichnet eine ungeheure Macht« welche England in Indien bereit dat. Aber freilich die Opposition behauptet, daß damit zugleich die fgriißten Gefahren für die englische Bürgerfeeiheit verbunden wären. whil. Dem-) Grant’ö Auftreten in Entopa. In Bezug auf die Reife Grants in Europa, den Umfang, der ihm zn Theil wird, nnd die Ansprüche, welche er dabei an den Tag legt, scheint von den Correspondenten ame ’rikanischer Blätter ungeheuer viel zusam mengelogen zu werden. Je nach der Par -teistellnng sind sie bemüht, ihn entweder kfiir den »dritten Termin« herauszustafstr ken, indem sie das Ansehen hervorheben in welchem der Ex-Ptäfident und Ex-Ge neral bei allen hervorragenden Männern Europas siehe; oder ihn durch die Be schreibung des »fürstlichen Pritnkes«, den er entfalte, verhaßt zu machen. Wie Grant ans seinen Reisen wirklich auftritt, darüber entnehmen wir dem Berliner Ta geblatt vom 27. Juni Folgendes-: Ge neral Grant, der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, weilt seit Dienstag Abend als Gast in unserer ReichstianptstctdL Zn seinem Empsange war ihm Mr. Bahnrd Tatslorp der Ge sandte der nordameritanifchen k)kepnl!lik, bis Stendat entgegengefahren. Auf dein Bahnhofe hatten sich zur Begriißung die Herren der amerikanischen Gesandtschaft, ferner etwa ein Dutzend der hanptsächlichen Mitglieder der hiesigen amerikanischen Kolonie, geführt von dem hiesigen Vice Generalconsul, eingefunden. Er ist ein kleiner Herr der sehr bürgerlich, beinahe etwas kleinbürgerlich aussieht nnd dem man sehr wenig den ehemaligen Präsiden ten, am wenigsten aber den ehemaligen» General anmerkt. Seine Gattin ist eines kleine Dame. Kurz nach seiner Ankunfts sah man den ehemaligen Präsidenten der; großen Republik ganz allein, seine Cigarre rauchend, nnr begleitet von seinem Führer, durch die Hauptstraßen (Friedrichstraßez nnd Linden) schleudern nnd sich das Leben und Treiben nnd die besonders ausfallen- den Gebäude aufmerksam betrachten ——--s—.«.-—«—-—— Tages -Neuigkeiten. J n l a nd. Von Pendieton wird über Portland berichtet, daß die Jndianer überall in .hel- lem Ausstand sich befinden. Sechs Meilen von Pendieton wurden Geo. Cognan nnd A. Baker, die zu Pferde reisienvon den Jn dianern angegriffen, Ersterer wurde getöd tet und Letzterer schwer verwundet.—— Capt. Miles ist mit seinen Truppen am 15 Abends in der Agentur angekommen .tiurze Zeit daran war er mit den Unmitt la-Jndianern bereits in einen Kampf ver wickelt.—-Unier der Bevölkerung von Pen i dleton herrscht große Noib, man bat um Lebensmittel ec. gebeten. Von Maila Walla wird berichtet, daß zwischen der Mündung der-l Lode Wille-w and der Sta tion Caynse zwischen Bundeoiruppen und Jndianern ein Kampf im Gange isi. Viele Farmer Familien kommen der Sicherheit wegen von weitber in die Stadi.— Die Station Caynse ist von den Rothhänten vollständig zerstört worden. Jn den JndianersAgenturen in Da kota sind so großartige Schwindeleien ent deckt worden wie nie vorher zu berichten gewesen. Dr. Livingstone von der Crow Creek Agentnr isi ver Maiador in dem kolossalen Betrug gewesen. Man batte schon längst Verdacht, ais ohne daß er davon wußte, sein Geldichrani geöffnet nnd seine Privat- und ossiciellen Papiere durchgeseben wurden, welche die vollständig sien Beweise seiner Schuld liefern. Der Mensch hat nach allen Richtungen hin ge stohlen nnd nicht eine Rechnungoabiage ist richtig. Gegen den Burschen wird streng vorgegangen werden. Der Jndianer Kominissär Stanley bat mit den Red Ctoud Jndianern kein Abkocnmen treffen können. Reh Clond will nach dem Ciav Creel, über 200 Mei len von Missouri entfernt, geben, aber weigert sich, sich den Agentnren noch mehr zu nähern. Spotted Tail dagegen will vom Missouri abziehen nnd sagt, daß er alle Agentaren niederbrennen wird, wenn man ihn hindert, sein Vorhaben auszufüh ren. Jn Quiney, Jlle., ereigneten sich um 15. sieben Fälle von Sonnenstich. Jn St. Louie ist die Hitze unerträalieb. Am 18. wurden 30 Personen vom Sonnenstich betroffen oder von der Hitze überwältikjt neun davon starben. Auch in thtle Rock kommen Fälle von Sonnenstich vor, einzel ne mit tödtlichem Ausgang. Mebrere junge Leute an der Grenze von Kentucky gegenüber von Catto, Sile-» haben sich in ihre-n Schnappodusel den Spaß gemacht, aus die Neger zu schießen, wobei sie Einen verwundeten. Die Neger nahmen Reißaus und meldeten in Cairo, daß die Les-Kluer wieder an der Arbeit seien Das Wort »Lyncben« iit jetzt in Deutschland vollständig eingebürgert und man findet es Tag sür Tag in den dor tigen Zeitungen. Alle Hochverräthek und Majestätebeleidigek, die man erwischt, werden, den deutschen Zeitungen zufolge »gelt)ucht·« Es ist jedoch tröstlich zu er fahren, daß sie nachher der Polizei über geben nnd ins Gefängniß abgesiiyrt wer den. Wenn man hierzulande Jemanden gelijncht hat, behält höchstens dcr Todten schauer oder Todtengräber noch etwas zu thun, die weltlichen Gerichte sind aller Miihwaltung betreffs seiner über-hohem In Deutschland scheint das Wort Lynchen die Bedeutung angenommen zu haben, daß Alle über Einen, der der Majestätgbe leidigung bescbuldigt wird, her-fallen und ihn ,,fiirchterlich verhauen.« Dies ist jetzt draußen die neueste Mode nnd patrio tische Pflicht. So kam es, daß kürzlich ein ettappter Spitzt-libe, als ihn die Menge mit einem Hochverräther verwech selte nnd mit der itblichen Lijnchung he ginnen woFlie. schrie »Um Gottes willen, lieben Leute, schont mich Ich bin ja kein Majestätsoeleidiger, sondern nnr Spitz bndc i« Die Worte hatten die gewünschte Wirkung denn die Lyncher ließen von» ihm ab. Ausland i Ju Stambui soll eine neue Ver- i schwsrung gegen den Sultan entdeckt wor den sein. Ueber 50 Personen wurden ver daftet.-—Die Jnsurtettion in den Rhodops Bergen ist vollständig unterdrückt. Die Jnsel Cypern wird nur von einer kleinen Garnison eurooäischec Truppen be— seht wetten. Gen. Sir Gnrret Wolsely wird eine Miliz organisirem Der Gene ral ist am Mittwoch auf Malta angekom men und wird am 20. die Reise nach Cy pern fortsetzen. Die englische Presse, ausgenommen »Daily New-« spricht sich selir beseiedi gend über das Resultat der Arbeiten des Kongeesses aus-—Beaconsfield wurde am Hi. zurückerwartet nnd große Vorbereitun s gen für seinen Empfang sind im Gange Die Annahme findet Verbreitung, daß eine i allgämeine Neuwabl angeordnet werden wir Ueber Athen wird gemeldet, das ins einem großen Difttiit Thessaliens eine Feuersbrunst tvütben foll. Das Dorf J Sophiades ist theilweise zerstört. Das Feuer verbreitete sich zu gleicher Zeit von verschiedenen Stellen aus, so daß unzweifel- hast eine Brandstiftung vorliegt. Bei dein-am 15. im Vatikan abgehal tenen Konsistorium hat der Papst den Kardinälen elne Allocution zur Genehmi gung Vorgelegt, die auf dir zukünftige den verschletenen Großmächten gegenüberz beobachtende Politik Bezug bat. Anständig. Ein Buchhallcr des N. Y. «Hemld« hat jetzt he1«ansgerccl»met, baß Frau Restel dem Blalte im Ganzen SMOUOO gezahlt hat. WSIlcizieigenLA Ell-. W. Il. Dahmeu —von Austin wird slch etwa sechs Wochen in Neu-Braunstle; Hufhalten und kann dort von Augenlkioentsen con Iultm werden. Reu-Bkaunfels, l5. Juli lskz. 16,7,mwsw Ch. Ficke-iser Deutsche Väckerei, ersaubt sich Dem Publikum im Allgemeinen anzu zekgeth daß er Schwarz- u. Weißt-rob jeden Morgen frisch ius- Hauö liefert und außerdem Kuchen, Weitem Semmeln ec stets vorkätbig dat. Yeelzekn und Zäilkßweckre jeden Sonntag. tl,7,78,t— Mr5. E. Grunder, Gepriifte Xjklinmme, Hauptftrasssy zwischen Tenggs Buchstøre und Dürlers Condikorci. 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THE-as Dem Publikum btetm st zur Kenntatß nahme, daß wir neben II m alten Ge schäft an dem Mai-www eianyeqiggefchäft H auf dem-II M über dem Mut-l gekhotel in welchem wie kbesfalle it- sase III-saht vo Gtsewurestkcter gn, Acketbangerätbfchaften sc. zu den btlltgsteH Preisen stets an Hand haben. 5,14,t7j’ Eine Karte. In III-« welche In den Folgen von Jugmdsüw den, Netvöfek Schs eichk, Euttkäftigtns. Verlust der Rasueifkch u l. v. leide-, sum 10 I est e n fkei ein Recevt du e tukitr. Dieses the Heilmittel spukte m Mr i- id Olmrila entdeckt. schilt MMMMO com aa ka SMALL Jus-am Starken D, pilsle jense. New Ists Tit-. 25 Aus-nat Esgms und Detailhäudler in Ryc n. Boukvou Whisth Zätmäserry, Cyetry Dingen Vesch Applx nnd Eos-at Brauchte-, beiläudtfchm a. englische-n MI. Nun-, Gitter-, Lümmel, Ost-mein Stemp, Rhein- nnd Metetmefneu. Osm- Hirt-Ir Iüper der Pest-Dim« s« liess-I Lokales. San Antonio, 16. Juli. Die Woche. Endlich Friede! Der Berliner Con greß hat seine Arbeit vollendet und der Friede ist somit besiegelt Aber auf wie lange Die Pariser Beschlüsse. welche die orientalische Frage endgültig lösen und die Karte von Europa fär alle Zeiten fest stellen sollten, haben gerade 20 Jahre ge halten. Thatsächlich wurden sie schon 1870 durch die russische Erklärung, daß sich das Czarenteich nicht länger daran binden würde, und durch den Ausbau der Vesesiigungen von Sabastopol, aufgeho ben. Wie lange werden die Beschlüsse der Berliner Conserenz Stich halten Wir haben in unserer letzten Wochen schan bereite eine Uebersicht der Vereinba M rang der Mitchte gegeben, soweit tte da mals bekannt war. Seitdem hat sich Mancheriei geändert, und wir wollen das Resultat der Arbeiten des: Congresses hier noch einmal kurz zusammenfassem Rnß land erhält den Theil Armeniene, der state, Art-Man und Baioum einschließt. DieBeiestigungen der legierenStadt werden geschleift und die Stadt selbst zu einem ein fachen Hafenplatz degradirt, der den Schif fen ailek Nationen für alle Zeile-im of fen sieht. Bajazid und die große Ver tehresrraße nach Persien fällt an die Türkei zurück. Ferner erhält Rußland Bessarabien nnd eine Kriegerntschädigung, die niit den übrigen Schulden der Türkei aus einer Stufe siebt. Der zwischen den Balkan und der Donau gelegene Theil der Balgarei mit Ausnahme der Dobrutsrba, die an Numänien fällt, bildet ein unab hängigeo Reich unter einein, von den Großmächten zn ernennenden Fürsten; die Russen haben Bulgarien innerhalb 9 Monaten nach Friedenoabfrhiuß zu räumen Der südlich vom Balkan gelegene Theil Buigarieno, das alte Nutneiirn, wird eine türkische Provinz mit einein, vom Snlian zn ernennenden nnd von den Großmächten zu bestätigenden Gouvernem. Die Bal kelnpösse bleiben den Türken und können vom denfelben befestigt werdet-· Die Oe sierreieher erhalten die Donaansel Ada- i kaiah nnd besehen mit Zustimmung der Türkei, Bosnien und Herzegowina. An ßetdern steht ihren Kriegeschiffen ein Hafen Montenegroo offen. Serbien erhält einen kleinen Gebirgoznwaebo südlich von der Donau und wird nnabhängigz ebenso Nu manien, dem die Dobrutsrha und der Ha sen Kawarna am schwarzen Meer zufällt; dafür verliert eo Besfarabien. Auch Mon i tenegro wird um ein Stück Land vergrö Ißert und ein urabhängiger Staat. zCngland endlich erhält die Jnsel Cvpern, wofür es der Türkei jährlich 8750, 000 zahlt und außerdem den jetzigen Besitzstand der Türkei guarantirt. Es bleibt der ITürkeiin Europa also alles südlich vorn Baiian geiegene Land mit allen dazu gehö- eigen Jnseln und in Asien Armenien bie? Erzerurn Bajazid inclustve. Die Datda nellen bleiben den Kriegeschiffen aller Na- tionen nach wie vor geschlossen, so daßi Nußlanv nicht aus dein schwarzen Meer blanuekann und für seine Kriegefloite lei nen helfen im Mittelmeer bat. Mit Grie- chenland soll ein Sepereit-Ablonunen durch eine, von den Grpßniächten zu ernennende Connnnrission getroffen werden. Seel-ten und Numänien verpflichten sich außerdem, den Juden gleiche bürgerliche Rechte mit s allen andern Religionsgenossenschaiten ein zuräurneM England hat bereits Besitz von sCypern genommen und wird der Admiral Wolselp vorläufig das Gouvernement übernehmen. Es ist tin Plane, im Thal des Euphrat ei ne Eiienbabn zu bauen. In Dentschland tritt augenblicklich selbst die Socinlisienbetze vor der Wahlausregung in den Hintergrund. Alle Parteien rüsten sich zum Kampfe, der am 30. Juli stniisini det. So weit sich bis jetzt beurtbeilen läßt, hat die Regierung wenig Aussicht, einen Sieg im Sinne Bisnmrcko zu errin ges, Denn auch die meisten Fraetionen, mit Ausnahme der liberalen, Zugeständnlsse betresss der Ansnabrnegesetze machen. Jin Uebrigen sind die Verhältnisse höchst uner quicklicher Art. Das Denunziantenwesen hat eine erschreckende Ausdehnung gewon nen; der Vater ist nicht mehr vor seinem eigenen Sohne, der Mann nicht vor seiner IFreiu sicher-. Ein Fanaiienrus, wie ihn die Geschichte glückiicher Weise nur selten zu verzeichnen bat, bat sich aller Gesell schaftdllassers, selbst der Gerichtobearnten, bemächtigt. Die unschuldigsten Aeusierun gen werden zu Nuiesiätsbeleidigungen ge siernpelt nnd mit langjähriger Gefängniß sirafe belegt. Selbst Schulbuben müssen aus die Festung wandern. Die Gesäng Frige sind mit Majesiätibeleidigern unge i. hödel bat sein Veeböe bestanden nnd ist Ins Tode durch das Beil verurtheilt wor dzn. Nohiling scheint unstet Gefahr zu sein, doch fürchtet unn, daß seine Gehirn vetlepnng Blödstnn zne Folge haben wied. Der Gesundheiten-stand dee Kaisers ist nicht so günstig, wie man erwartete. Von den Schrotkörnetn ist noch lein- aue sei nesn Körpers enifeeni nnd stnd seine Hände so gut wie gelähmt. Wenn überhaupt eine vollständige Cur möglich, so wird die selbe lange Zeit in Anspruch nehmen. Der Tongkest ist geschlossen nnd die gro ßen inloinaten kehren in ihre Heimat-) zurück. Man sagt, daß Goitschakoss von seinem Neichskanzleeanii abtreten nnd daß Schnwalpss ihn ersetzen wied. Bismaeck sollte dem Beispiele Goeischalossa folgen. Frankreich lebt in dnice juhilo; ein Fest jagd das andere nnd die Aussteuuug gestaliet sich zu einem ooilstiindigem Eis foig. Dei- Shaie von Pkesien hält stch ge genmättig in Paris auf Geani bat Beelin einen Besuch abgestai let nnd ist von Biemaeck und dem Keim peinzen aus day Höchste setirt worden. Der Kaiser hat ihm fein Bedauern ausge sprochen, ihn nicht empfangen zu können. Mii der Gesundheii des Papstee soll eo schlecht bestellt sein« Trotzdem weinest er sich, den Vatikan zu verlassen. Er will ein Concii berufen. Jn Belgien haben die Liberalen bei der letzten Wahl einen entschiedenen Sieg über die Ulteamonianen davongetragen Mit der Psaffentnikibschast hat es also in Bel« gien ein Ende-, die ieyie Burg-der Uliras mouianen ist somitgefailem Der päpstiii che Nnneine ist von Brüssel abdeensen worden. Die Soeialisten sollen isn Plane habe-, ihren Sonst-est nach Yeüssel w wiege-. Wera Sassulitsch ist den Händen der Petersburger Polizei cntwischt und in Genf angekommen. Die Schweizer Be hörden haben sie iiber die Grenze nach Frankreich schaffen lassen. Sehr charak teristisch siir eine Repnblik, die sich riil)mt, einen Teil erzeugt zu haben. Jn den Ver-. Staaten ist die Zeit der Conventionen gekommen. Alle Zeitungen sind mit Conveutiontkberichten gefüllt. Die demokratischen Conoentionen athmen, niit Ausnahme der von Michigan, alle den Geist der Rpudiation nnd verlangen un begrenzte Auögabe von uneinlöölichem Papiergeld. Butter hat sich der Arbeiterpartei ange schlossen. Fort mit Schaden! Das PotteriComite setzt seine undank bare Arbeit noch immer fort und läßt sich in immer größerem Maßstabe anliigen. Es ist zur reinen Faxee herabgesunken. General Howard hat die Jndianer schwer auf’e Haupt geschlagen. Der Jn dianerkrieg wird damit vorläufig sein Ende erreicht haben. Jn Montreal, Canada, haben sich die Orauier aus eine schnicihliche Weise bla mirt, indem sie ihren Umzug noch im letz ten Augenblick aus Befehl des Mayors, welcher den Großmarschall arrctiren ließ, aufgabeu. Jn allen übrigen Städtcn hielten die Oranier unbelästigt ihren Uni zug. Texas ift augenblicklich der Tummel platz der Candidaten, welche nach höheren Aemtern fischen. Hubbard, Throckmortong und Long werden nicht müde, dem Volke ihre Reden zu halten nnd sind bei jedem Picnic zu finden. Schwerlich möchte ein Candidat je das im Reden geleistet haben, was unser Gouverneur im Laufe dieses Jahres fertig gekriegt hat. Am Rio Grande ist Alles still; von den 1000 Me xikanern, die bei El Paso in Texas ein fallen wollten, hat nichts weiter verlautet. Sau Antonio wird augenblicklich durch die Verhandlungen der Congreß Couvens tion in Aufregung versetzt. Die An hänger Jrelands haben eine ungewöhnliche Stärke entfaltet nnd in Folge dessen die Nomination ungemein erschwert, obwohl Schleicher von Anfang an nur ein Dutzend Stimmen fehlten. Die ausführlichen Verhandlungen finden unfere Leser in einer anderen Spalte dieses Blattes. Leider haben wir wieder einen Mord innerhalb unserer Mauern zu vermelden Ein deutlicher-, aus horto ntesivn stammen der Schmied, Namens Vlnsien;, ist auf eine feige Weise niedergeftochen wor den. Der Mörder ist verhaslet. Die neuen Wasserweike sind der Stadt übergeben worden. Ueber den Briickenbau ist der Stadtrath zum großen Mißvergnügen der Bürger noch immer nicht zu einem Beschluß ge kommen, obwohl die hölzerne Brücke in der Commersstraße baufällig erklärt worden. Die leidige Dorspotitit spielt da wieder ihre Rolle. Die Distrikts .Couverrtiou. Gestern, Montag Nachmittag 2 Uhr, wurden die Verhandlun en wieder aufge nommen. Das Komite sür Entwurf ei ner Platform reichte einen Majoritäts und einen Minoritätsbericht ein. Erste rer, lautet Wir die Delegaten der demokratischen Partei des 6. KongreßsDistrilts in Kon vention versammelt, erklären hiermit Ersterns: Daß wir die alten Prinzi pien der demokratischen Partei stetsin Ehren halten werden. Zweitens: Wir bestätigen die in der nationalen demokratischen Platsorm Von 1876 nieder-gelegten Prinzipien, sowie die in der im selben Jahre zu Galveston abgehaltenen demokratischen Staats Kon vention abgegebenen Erklärungen.· Drittens Daß es unserer Ansicht nach die dringende Pflicht der FöderaliNegie rung ist, ein Circulationsmittel von ge nügendem Umfang zu schaffen, um den Bedürfnissen und Erfordernisse-n des Vol les zu dienen, wodurch sie den Handel und die Jndustrie ermutbigen und die Resoneren des Landes zur schnellen Ent wickelung bringen würde. Viertens: Daß unserer Anstcht nach die Alte des 45. Kongresses, bekannt als die Silber-Bill unzureichend in ihren Ve stimmungen ist-daß sie den Ersordernissen des Volkes nicht nachkommt und daß wir zu Gunsten einer solchen nationalen Ge setzgebung sind, die dem Volke ein gesun des Circulationsmittel giebt. Fünftens Daß wir die Preiserniedri gung des merilanischen Silbergeldes be klagen und hoffen, daß der Kongreßs Maßnahmen treffen wird, um uns gegen ferneren Verlust zu schützen. Sechsten-: Daß die Bürger an der Jndianer« und merikanischen Grenze eines besseren Schußes bedürfen und daß wir die Bemühungen der Bundesregierung zu diesem Ende anerkennen. Der Minoritötsbericht,von den Jreiand l Leuten ausgearbeitet, ist die Verkörperung der Jdeen der Jnflationisten, spricht sich E für mehr Silber und gegen die Wieder aufnehme der Baarzahiunnen aus und« enthält zum Schluß den Wassers, daß die J Demokraten des o. District-I Niemand siir ein Bundesamt unterstützen könnten, der: sich nicht zu den Erklärungen dieser Plat- i form bekennt. Als der Minoritätsbertcht ver-lesen wor- s den war, erhob sich der Schleicher-Delos gat von BryakCountv, Rlchter T. J. De- vtne und endofsirte den Bericht, indem er sehe viel zu Gunsten desselben zu fagenj batte und Männer die Lamar uns Alex- Stephens wegen ihrer Stellung zur Sil beebill heftig angriff. Nach einiger Debatte wurde der Akt-I trag, den Minoritätebertcht anzuiiebmen,k verworfen und der Majoritätsbericht mitl litt gegen skt Stimmen angenommen. Man ging nun wieder zum Balle-i über und erreichte die iechounddceißigste Abstim« mutig olme Resultat, da die Zahlen sich gegen früh-re Adftimnungen wenig ver-; änderten und zuleet wieder 124 zu St! Stimmen standen. 7 Endlich erfolgte Vektagnng hie Viert-; stag Morgen t) Uhr. Tic Konvention wurde um 9 Uhr heute Vormittag wieder eröffnet. Jn Abwesen- heit des Herrn Spenecr wurde Herr E Montecue ais GehülföSekretär erwählt. j Die Abstinunungen wurden wieder ini Osdnmig erklärt und das erste Ballot gab lls Stimmen für Schleicher und 87 für I Iretantx Bier Abstimnumgen ergabeits dasselbe Resultat. 1 Da ergriff Burgeß von Seguin dass Wort und wollte den am Samstag Abend eingereichten Beschluß der Entsetzung ei nes Konserenz-Komite’s empfiehlt, noch eunnal verlesen haben. Die Versamm lung bei-weigerte ihre ZUsUMMWg- N die Angelegenheit bereits erledigt sci Und Redner ging sodann auf Besprechnng der Plalform über, indem er hervor-hold das; die Demokraten des (3. Distrikts einem Kong1«es·;-.(i«andidaten kaum znmnthen könnten, dieselbe anxnerkenneiy da sie zu 1111de1noernisch sei. Hätte man den Ent- T wnrf der Minorität angenonnnem so stände die Sache ungleich anders. Er sprach dann noch von den Vergewaltignn gen der Majorität und gab zn bedenken, daß es am Ende besser sei, wenn man ans die eine oder andere Weise zu einem Ver ständnis; komme. Er mache den Vor schlag, entweder das Komite noch einmal zusammentreten, oder beide Kandidaten lanjen zu lassen. Zum antwortete zunachn uanan von Gillespie Counth, der von einem Kontine miß Nichts hören wollte nnd erklärte-, daß es unbegreiflich sei, wie man von einer Majorität, wie die in der Konvention vor herrschendc, Zugeständnisse erwarten und verlangen könne. Würden alle Delegaten nach ihrer lieberzengnng stimmen, so wür de Schleicher die ihm noch fehlenden Stint men bald erhalten und gewählt werden. Da sind aber Delegaten gegenwärtig, welche instruirt wurden für Schleicher zu stimmen, die jetzt-im direkten Widerspruch mit dem Volkswillen -—-Jreland unter kstützem Er bezog sich direkt auf den De legaten von Karnes Counth. Da in Antwort auf den Jorrvurf Hon ston von Frio Counth scharf angegriffen wurde, der für Schleicher stimmte, so er hob sich dieser zur längeren Rede, in wel cher er den Jrelandern derbe Wahrheiten sagte und ihre demokratischen Gesinnungen antastete. Zu den beiden Kandidaten und ihren demokratischen Prinzipien überge hend, sagte Redner, Schleicher sei schon längst ein Demokrat gewesen, als Jreland als Knownothing die Partei bekämpfte. Redner sprach sehr gut und wurde häufig durch lebhaften Beifall unterbrochen. Burgeß versuchte den von Houston sei ner Partei zugefiigten Schaden wieder gut zumachein was ihm jedoch nicht gelang, obgleich er seine ganzen Fähi keiten an strengte, Poinkten zu finden ui ein Ge gengewicht hervorzubringen. Eine schlechte Sache ist sehr schwer zu vertheidigen und diese Thatfache leuchtete auch in der Rede des sonst so talentvollen Burgeß durch· Es war ein vergebliches Bemühen seinerseits, den nachhaltigen Eindruck zu verwischen, den Houston’s Rede anf die Versammlung gemacht· Als Burg-eß geendet, erhob sich Herr Wälder, der den Präsidentensitz abgetreten ;batte, zur speziellen Erklärung der beiden i Platfortnen, wobei er mit jedem Worte s kaltes Wasser aus dle heißblütigen Inlan der schüttete, die vorgab:n, allein dle wah ren Repräsentanten der Demokraiie zu s stin. Herr Wälder wies sehr geschickt die sLacherlichkeit der Finanzplanken in ihrer Plat form nach und bewiee ihnen geradezu, daß sie nicht gewußt, was sie gethan, als i sie die Platform ansarbeiteten. Er erwöhn I tc unter Anderen, daß es eine Anmaßnng i sonder Gleichen sei, wenn die Konvention s des G. Kongreß Distrieie sich herausnehme, über Finanzangelegenheiten entscheidend abzunrtheilen und Jeden auo den Reihen der Demokratie zu verbannen, der sich nicht zu ihren durch Nichts begründeten Ansich ten bekenne. Herrn Wäldero Rede wurde mit großer Aufmerksamkeit Verfolgt, da sie treffend, durchaus logisch und in einem äu ßerst ruhigen Tone gehalten war. Nach dem er die Verschiedenen Punkte der Mino ritätssPlatform eingehend beleuchtet, wobei er manchem Jreland Jnflationisten ein Licht aufsterlte, ging er zur Besprechnng der MvjoritätøsPlatform über und fkng, ob irgend ein guter Demokrat etwas gegen die Fassung derselben einzuwenden habe oder sagen könne, daß ein Kandidat für den Kongreß anf derselben nicht stehen könne Herrn Wäldeer Rede wurde von der Inland-Seite sehr schwach beantwortet und der Berichtersiatter verließ die Halle. da er den Hauptkampf für den Vormittag ale beendet ansah. Die Konvention vertagie sich heute Nachmittag ein Uhr nnd nahm nm Zz Ubr die Verhandlungen wieder auf. Ein Delegat von Guadalnpe County machte nochmals den Versuch, Herrn Wall-ers Rede zn beantworten. Die Ermordung von J. Blaftenz. Die Coronersiilntersnchnnn hat erge ben, daß die Ermordung von J. Blasienz ein Akt der schändlichsten Rohheitwar. Blasienz hatte mit dem Mörder einen ge ringfügigen Wortwechsel betreffs einer Geldsorderung, wodurch Schryver in solche Aufregung gerieth, daß er, als Bla sienz mit Valdez,der auf Schreyvers Seite stand, handgernein wurde, dem erstern ein Messer in die Brust stieß. Die Verhand lungen vor dem Coroner gewährten einen Einblick in die Art nnd, Weise, wie leider viele unserer jungen Leute miteinander verkehren i Weis-er Wein. Jn der Umgegend von Sein Antonio haben sich vie weißen Neben bis jehi nicht bewährt. Gewöhnlich wuchsen sie Anfangs schi- gni, brachten auch einigesshte Tran ben nnd gingen dacan ein. Indessen ha ben andere Plätze den Beweis geliefert, daß verschiedene Akten von weißen Reben in Texas fortkommen, sie sind z. B. in Ren-Brannfeis gar nicht so selten nnd in s Meyer-Mille scheinen sie sp häufig zu sein, s daß man sie zur Weinbereiinng benntji.3: Wir hatten Gelegenheit, diesen Wein tennen zu lernen, da nns Herr B. Not Meyeroviilc, bei seiner kürzlichen Anwe senheit hierselbsi, eine Flasche des von ihm s bereiteten weißen Weins als Probe übers gab, der dein Calisornia Wein ähnlich nnd sich sehr gut trinken läßt.
Ein sonderbarer Deicgiit·. Eine eigentbiiinliche Rolle unter den E Delegaten, welche Bei-at County sük biezs Demokmiilrbe Conoeniion erwählte, spielt ange T. I, Tanne-. Obgleich er instkuikk wurde-, sin Schleicher zu stimmen- wurde»v schon von Anfang an behauptet, daß er gegen denselben arbeitet. Man erwartet von einem Delegaten nicht, daß ereine Doppeleolie spielt, deßhalb fanden obige Behauptungen keinen Glauben, der gestei ge Tag hat aber den Beweis geliefert, daß es dennoch so isi. Bekanntlich hatte das Comite zur Entweesung einer Piatsoan einen Maiokiiäiis nnd Minoritätebekichts singe-eitlen welche beide in ver Finaniseasi ge differiren; chine ergriff Partei für die Minorität nnd hielt eine Rede zu Gunsten derselben. Jn dieser Rede stieß er Lamm- von Mississippi nnd Stephcnss von Georgi- weiche bekanntlich gegen die Sitberbill Gesamte-D and txt-demokrati-! schen Partei i)kk.:uS—-T«sevine einen La mar —nnd bezeichnete sie ais ,,Boiters.« Schieicher bat dasselbe getinm, auch er stimmte gegen die Silberbiih mithin ist er in den Augen Devinescbenfaliø ein ,,Voitek« und muß ans der demokratischen Partei ausgestoßen werden. Trotzdem läßt sich T. J. Devine ais Delegat wäh len nnd verpflichtet sich, iiir Schleicher zn stimmen-. Was muß der Mann für Be griffe von potitischer Ehrlichkeit haben? Alter«-L Am Gouvernemei1tsiDepot ist man gegenwärtig beschäftigt Stallnngcn fiir eine grose Anzahl vonPfcrdcn zn errichten, die inan binnen Kurzem von S Louia erwartet. Gestern erhielten die Polizisten ih ren Gehalt für Juni ausbezahlt Die Bewohner der-Gegend durch welche die Alanio und Young Ditch läiqt, liaan eine Petition an den Stadt rath gerichtet, in welcher sie denselben nin Jnstandsftzung der beiden Dirchea bitten. Durch die letzten Regen ist so viel Erde in dieselben geschwemmt worden, daß das Wasser nicht mehr itiuft nnd die Ditchee für die Petenten nutzlos sind. Uebrigens leidet sdie ganze Alamo Vorstadt dadurch, da daß Wasser-, da es keinen Absan hat, ans-tritt nnd verschiedene Straßen über schwrnnnt. Srii den leisten Tagen ist das Steh len von Hühner-n sehr in Gebrauch gekom men. .tamrnklich in der Maritstraße be klagt man sich darüber. Zu Ende vorgangener Woche kam ein Mexikaner von Ataecoso County in die Stadt, der von einer Schlange gebissen worden war. Er glaubte, daß man ihn in das Hoepital aufnehmen würde, am Sonn tag Abend lag er aber noch in einem Bar rocm in der Nähe des San Prdro Jn die nördliche Mauer des Couets hause-a sollen Fenster eingesetzt werden, um dem Saal, in welchem die District Conrt ihre Sitznngen hält, besser ventiliren zu können. Jn der Umgegend von Fort Davis sind die Jndlaner sehr häufig. Vier Mei len vom Fort wurde ein Mexikaner von ihnen ermordet. Ich bin da, um alle an Rheurnatis mus, Gicht oder Nenralgie Leidende zu jcuriren. Tausende stehen unbeschreibliche Qualen aus für welche sie Abhilfe durch verschiedene mehr oder weniger hoch-inge priesene Mittel suchten nnd die endlich durch 2 Flaschen von Jenkins A n n i h i lator vollständig von allen Leidene b freit wurden. Schickt Eure Aufträge und schreibt um Circulare an N. J e nk in s! u. C o., Eigenthümer-, New-Or.eans, La s ——OO-O——-———— Ruhige Nächte, qualfreie Tage erwarten den mit Rheumatismus behafteten, der zu Hostetter’s Magenbitterg seine Zuflucht nimmt. Daß dieses wohlthnende Bildungs und Reinigungsmittel weit zuverlässiger ist- als Coichiknm und andere zur Ausscheidung rheus matischer Säfte aus dem Blute gebrauchten Gifte, ist eine Thatsache, welche durch die Er fahrung hinlänglich dargeihan ist. Zu gleicher Zelt hat es den Boctheil, daß es —im Gegensatz zu jenen-vollkommen gesahrlos ist. Manche Personen haben eine gewisse Neigung zuRheu matiemus, die sich besonders geltend macht, wenn dieselben uasser Witterung- kaltem Luft zug- Temperaturwechselm oder bei warmer Kör per Temperatur der Kälte ausgesth sind, Solche Personen sollten sobald wie möglich, nachdem ihnen aus einer der obigen Ursachen Gefahr erwachsen ist, ein oder zwei Wetnglas voll Bittera nehmen, da dieses herrliche Schutz mittel die schädlichen Einsliisse wirksam neutras lisirl. 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Tityus-empfangen dle 7 Eigenthümer WOCHE wione« Liveis Kege- a wkss iAnerlennimHien aus allen Theilen s Landes von Der onen von Erziehung un o bee gesellte-aftle l lnng in Bezus on die wunderbaren heil öfte dieje- geoßen Medizltr. Kein anderes Des-barst als der .Regnlatot« ist ten-als entdeckt worden, das in erfolgt-end Dlispt sie und vermeint-te Lelden geheilt. nnd ocm Kranken nen· in jeder Einst-L t gelnnden Zustand des Körpers und Geistes wiedergegeben hätte Der sich rasch vermehrende Begebe nach vieler Medizin, und in olge dessen un er bedeuten dek Absatz terieibein find isreicheuder ewets ihrer großen Wohnt-trittst PZIUC scisssbxtciigptens harmlos: Er lann zu leg-nd einer Zeit gebraucht werden« ohne Uefabcteldit site die satteste Ennftilnttom Mleichqiltlg men welches-s Leiden qnn er selbst Kindern mitvollftäns Eger Sicherheit gegeben werden. Ia einein Gebraus keiiie til-ten Ali-langen folgen und nicht ee allekgeelnyfte Sckqvei daraus erwächst Als ein wildes Tonicam, als tanfteg Abfilyrunggs nnd iselahklofeg Stärkunssnilitel ifi ee weit erhaben tibek alle belanntenheilmlttel gegen Mal-etliche Fiel-en Leiden dei- steige-eite Gelbfuchr. Colle- umsan Ntedeegefchlagenhelh Nerpöfi o Kopfweh Vtkstspfuns, Gieliiefälih CssiyleM ilnvexsaaltchlctt a. s. w Mnn leje bte folgenden Nennen von gut iiiib bielieitiq bekannten Petidnlichleiien, welche für die werthvollen beim-nie von Ein-mone- Lioek vissulatoe om Medizin »Zum ablegen hon. Ale Skeoenssisiobn W. Veckruitlx Bischof von weitesiazcleneral Johnilx worden, Ber. St Se natonyon Johss Will Shottetz der ehrlo. Bischof Fucci-; :x. Edgae’llls1nivlon: Hon. B. bill; bon. Sol-n V kennst-ges Prof. David Wills, Doctoc pe- Theo logie-, Ein-am anker- obsrtier Richter non Oeoeglaz Wi- Wunden-sinkt Gott-Massen symiadeivhim und siesle Andere, von betten nur Brief« besitzen. welibe auf ist je Medizin nnd ihren Weitii als kin werthvolle Dciusinictel Bring nehmet-. Sie ist ohne Ausnahme Die billiesth reinste nnd beste Iantllimsaescslu in dir Welt Oiiginal nnd ächt mie allein zubereitet von J. p. seine t- sc-» Nilus-teils WMIMQ set altes III-Weit W Eine gute Gelegenheit, sein Glück zu machen. v O vazzii monaflixhc Ztrhtmg I s 7 Es in New Orlusuo am T tut-g den August Loumana Stute Lottery Co. Dieses Jnst tut wurde im Tiefes lskm für Ek zirhuligs- und Woleiigfknes Zwuir von der Staatslegislam Werk-o uscor.o1i1t mit einem Kapital von tl,(i(-».uuo, zu inlchcm sie stirbst einm Reservefond vor. JEAN-W hinzugefügt bet. Jstegroken Ziehuvgen von cknzecnen N um m ek n sinden monatiich stack Niemals wird eine Ztrhung vers-hohes« Pan lese nachfolgende Preisvmhetlung. 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