Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
October 20, 1908
Historic newspapers carry the language, views and graphic reporting of their time, including racist content. They are shown to teen and adult profiles.
The text was read from the page scans by machine (OCR), so it has mistakes and its columns may run together. See the pages · About this title · At the Library of Congress
Page 1
r Z. Hcute D klares Wetter, F T iiispriiigciide Winde. F l) 8. Jahrgang. Elablir l>swol>>' l Ost-Baltimorc-Strasik. cssc lälNil vv io bis I! >,r. (cm tkancr vEA.RäA'i'rr eo Das Spar-Dcpartrmrnl (8l—) Kummer k Becker, Deutsches Pank- und Wcchsclgcschäft, 21l Svuth-Ttrasic, Htwan Atlio Fire Jusuranee Eo. 417 Ost-Baltimorc-Straßr. vrnn, 8. vniicr. cswr Selrclär. i.-enN, G. nmccke, V. rm-l-it W. Nci. Grvnl Stockham. Wm. Schludollioia. >4dw. VI. To,melv>. Säule, EchleaüoS.^ir.. LouiS BirlMkher, T. Tllcftou, i!m. DevNn. W. 6. AowUr, S M. Mnllb, vlobt. Pci'n.nälon, yredt. A. Tolsield. Char. Lies. Hob H. HuU, Wm. HosmeN!!:. Junis—l KoteL' Wcl^eigH. kcke von !4aeie. „at, Holllbad-S. Zimmer S> VIS ;!i.sc. neue Srndung impvrtirtcr deutsche: uud franziisischrr Wein John Tjnrks Co. JuItt.ZKS.4II>, Für Ihre Brqutachtunq. Spezielles Dinner 25?. von >4 Uhr Morarns bis 4 Uh7 Nachmlttaaö JokMlie Hopwood, 425 Ost-Baltimorr-Striisic. lahrige Präcis. Nile ZlranNieltr ber Rase, kehle, Lungen, Nhren. 4LV4, Weft-^ahette-Strasje. Conrad Enrich's H*itfener und "Kl'osterbräu Pcller, I tmvottirtcs Plcr.
Der DmtM Comßonöent. l Baltimore H Ohio (ksknrsionen-Bnllrti. -ü! —~d oirülk. Sluli Ästm. Ik-icui aus -Nü.ci.iint 0.4 r. Abcn!>S. 4' II k- Zair. W., P. und A. E. P. Co „Die elektrische Linie^ U i I s Schumacher S? Koreman. Optiker. Schumacher Forema, ?lur zuverrässtge Arbeit. R 00? öl- NLIttDl'E. LO. Nr. 117, Sittk -lrastc. C. O. P. ztlioo.v vife Mvl li. "Feiw" Rauft direkt vom Fabrikanten. Kodslfon-Httte ilabrll: Nr. IM, NordPaca-Sir. (Scc..,.i.villi,! lticschrnke jeder Art 4 Seiimulksachen. W.'l.°'Wisser^Jnwelier, 28 Ost-Bastimorc-Btrasze. kIZ..) Schrotfliiitc, Püchsr, Revolver, Munition. A. (er selbst), Deutsche Spnrbank von Baltimore, Baltimore- nd Entaw-Strasze. Diich- lind feuchte Wand Anstreiche. Chronische Krankheiten! Fernen-Krankheiten! n sich an N H eouth- und BalUm-rr-etr?, Ii v let s iVlur. N schmcrilosc vrhunx Home. Sweet Howe. Porhnt der Armada zurück von Fuhrt in dir Welt. Schlachtschiff „Maine" zu Ports moisth und „Alabama" zu A'eiv- Pork aiigefoninien. Eine Reise von nahezu st>> Meile olme erivähnenswerthe Unfall. Er Botschafter Ebarleinagiie Toivcr aus Europa zurückgekehrt. Waldbrände und Ranch im Osten und Weste.— Rege und Schnee in Eolorndo. Pillik's Appelia tion vom Oberhiliidesgericht ver worsen, P o r t s in o ii t h. N. H.. I l>. Okt. Das Schlachtschiff „Maine," Ivel ches zusammen mit dem Schlachtschiff „Alabama" die Porhnt der amerila nischen Schlachtschiff-Flotte ans ihrer Fahrt um die Welt bildete, kam beute Porinittag hier an und erhielt einen begeisterten Empfmig. Die „Alaba ma," welche sich am l I. Oktober ans dem atlantischen Ozean von der „Maine" trennte, wird morgen im New Porter Hasen erwartet nd auch dort sind grosze Porbereitiingen für einen Empfang getroffen. Die zwei Schlachtschifse haben ans ihrer am l. Dezember I!>7 von Hanipton Roads ans angetretenen Fahrt etwa !!ü.>> Meilen zurückgelegt und er litten dabei keinen erwähnensivertheu Unfall. Die „Maine" wird 2st Tage lang im hiesigen Trockendock bebnss Repa ratnr bleibe und dann ans einen oder zwei Monate als Flaggschiff eist die iiordatlanlische Station geschickt werden. Hieraus wird sie nach drei jähriger nnnnterhrochener Dienstlei stung ans eine .Feit lang auster Dienst gestellt werden. Nahezu alle ihre Seeleiste brachten Souvenirs von ih rer langen Reise mit. Das Schlackst schisi brachle auch eine graste Anzahl Seeleiste von anderen Schissen der Flotte mit, deren Dienslterniine ver strichen sind. Siebzig dieser Leute entfernten sich gleich nachdem die „Maine" im Trockendock war. Wäb rend nahezu chx Seeleiste die ganze Fahrt um die Welt ans der „Maine" inirinachten, waren nur zwölf ihrer gegenwärtigen Offiziere vom Aus brnch an ans dem Schiff. Eapitän (st. P. Harber führte den Befehl bei der Abfahrt von Hanipton Roads, trat ihn jedoch zu Manila an den Ea pitän Eaperto ab, und dieser führte das Schiss zurück nach Hanse. New Por k, st>. Oktober. Das Schlachtschiff „Alabama", welches erst morgen erwartet wnrde, ist schon Heu te hier eingetrofsen. Es Passirte Sand Hook um Nachmittags. Eharlemnlznr's Heimkehr. New Por k. Ist. Oktober. Ebarleniagne Tomer, der frühere amerikanische Botschafter an Deutsch land, kam heute nach nahezu elfjäh rigem diplomatischen Dienst im Aus lande aus dem Dampfer „Niemv Am sterdam" hier an und wird sich wie der in seiner Vaterstadt Philadelphia niederlassen. Vor seiner Ernennung zum Potschaster in Perliii war er in gleicher Eigenschaft in Petersburg i und Wien thätig gewesen, und es hat ihm gut dort gefalle, dennoch aber erklärte er heute, Amerika sei das einzige Land, in welchem sich ein Amerikaner ans die Dauer behaglich fühlen könne. Ueber die hier zu Lande schwebenden politischen Fragen wollte er nicht reden. Die Waldbrändr. A l p e ii a. Mich., Ist. Oktober. Die Nachrichten über die Waldbrände in Michigan lauten heute günstiger nd die (stesahr scheint vorüber. Keine weiteren Perinste durch Brände sind iiber Nacht gemeldet worden. Bon den sieben gestern zwischen Rogers und Metz gefundene Leichen sind die jenige der Fra Hermann Orte und i ihrer drei Kinder idrntisizirt worden. Regen ist für diese Nacht in Aussicht gestellt. New Por k, j st. Oktober. Nene Waldbrände werden hente ans verschiedenen (stegenden der Adirvn dacks gemeldet. Dichte Rauchwolken bängen heute über der Stadt Neiv- Porl und so ziemlich den ganzen Staa. P hiladel phia, I!). Oktober. Die hiesige (stegend war heute in Baltimore, Md., Dienstag, den 20. Oktober 100^>. Raintzwolken von den Waldbränden in Pennshlvanien und anderen Slaa ten gehüllt. Der (sterncb von bren nendein Holz und Plattern war deut lich wahrnehmbar. Reading. Pa.. Ist. Oktober. ('roste Woldbrande wüthen beute in den Pergen östlich und nördlich von liier. Der Onai, ist so dicht, das; Mannt Pom, nickst n-hr sichtbar ist. Die Staatspolizei betümpste beule einen Brand ans Monnt Penn selbst. Eable, Wise.. Ist. Oktober. Alle Wälder stehen bis ans sechs Mei ten östlich vom Nainagon See in bei len Flammen, nd der angericlstele Schaden belänsl sich bereits ans über BU>n.tt. Der Landsitz des slapila listen Erawford Livingsion ans St. Paul wnrde nur mit Mühe vor Fer störnng bewalut. nachdem Fra Liv ingston, ihre Töchter mid melnere lstäsle aus Booten von dort entflohen waren. A l t a o n a, Pa., 11. Oktober. Die hiesigen (steistlichen haben die Pe pöltcriing aufgefordert, sich nächsten Mittwoch Abend zu versammeln und um Regen zu Helen. Die Dürre wird täglich schlimmer. Mann, Frii und drci Kindcr nmge tommcn. Mannt Sterling. .En.. Ist. Oktober. (steorge Stafsord und seine drei Kinder erlitten während der letzten Nacht bei'm Abbrennen ihrer Wohnung zu Paintsville, Fohn son-Eonnth. den Flammentod. Frau Stafsord sprang ans einem Fenster im zweiten Stockwerk und blieb mit gebrochenem (stenict todt liegen. Schnee im Weste. Denver. Eol.. Ist. Oktober. Seit >8 Stunden hat es im nordöst lichen Eolorado geregnet oder ge schneit. Fn manche (stegenden der (stebirge liegt tiefer Schnee. Der Sturm hat den Eisenbahn und Tele grapbenlinien beträchtlichen Schaden zugefügt. F. F. MEloskei, ans Phi ladelphia, Pnchfübrer der „Northern Eolorado Power Eo." zu Lonisville, Eol.. tani dort durch Berührung ei nes durch den Sturm zerrissenen elet tri'che Dra mn's Leben. (Später.) Sechs Menschen sind durch den in der Samstag Nach! und Sonntag in Eolorado wüthenden Schneesturm mn's Leben gekommen, darunter Foseph .Henry in Denver, F. F. McElost'ei) in Lonisville und Frau Lizzie Winslow, welche durch Berührung elektrischer Drahte getöd tet wurden. Ansterdeni erfror Angnst O. Earson im Schnee nahe Long niont, Leonard F. Pnnter wurde hei einer Fug Eollision ans der „Rock Fsland Bahn" nahe Earlton zu Tode verbrüht und Henry Fohn verun glückte hei einer Eollision zwischen einer Draisine und einem Automobil zu Denver. Alle diese Unfälle wur den durch den Sturm verursacht. Pillik's Appcllntivn vcrwvrsr. Washington D. E., Okt. Das Oberdnndesgericht hat heute die Berufung des in Ehicago wegen (stistinordes zum Tode vernrtheilten Hermann Bilük wegen Mangels an Fnrisdiktio abgewiesen, und Billil'S Schicksal ist hiermit besiegelt. Er isl beianntlich überführt, siins Mitglie der der F.mnlie Pzral durch ('ist ans dem Wege geräumt zu habe. Ehic ag o. l!>. Oktober. Billik vernahm die A'achricht über das Per iverieii seiner Appellation ohne die geringste Erregung und scheint es nicht für möglich zu halten, das; er aili (stalgen enden wird. „Der Kamps hat gerade erst begonnen," sagte er ganz riibig. Deine Anwälte wissen noch nicht, c s ne irgend welche neue Schritte ergrei'cn werden, mn ihn zu retten. Fug EcMision in Kansas. N em t o n. Es., t!l. Oktober. Ein westlich gehender Personenzug der „Atchiieu Topeka und Santa Fe Bahn" cellidule heute früh nahe Braddock, l"> Reiten östlich von hier, mit einem Wehzug. Lokomotivfüh rer David V eerts kam mn's Leben und 22 P.' .-giere wurden verletzt, jedoch hosn m. ds; keiner der Per j letzten mn Leben kommen wird. Vierzig Stack Rindvieh kamen aui drin Piezng mu's Leben. Die Bedie nung des h>!' nenzuges verschuldete den Uniall durch Mistachtnng eines Signals. ?rr drs >kisc,i Ilreilet Nni dem Maar INicr dir Jra f wu welcku-i Is. f>Src->!l,c0l-u .Ntiak" >irl>eNc,lN sr>>ll- ewbcii brsli-UI Nr Turui ck>!>i mich i-r Ntt„> ch 'N'ls diirmil. dul! r-!U Mn,- irchis r -vr Ihn, kiumlil elw zuIIiN-I ilicki wird- lii Zr I'riimtti Mcusch „s, s Von Zmileudc d-cli- pu aclil-111-u lis !>>,s rin.g mm ISIIi---- NNI-l Iraiil? Mao lind I NpolheM- TITr?.a.TK-I Thomson steht. Fraiikreich's Marine Minister legt sein Amt nieder. Wurde für die vielen lürzliehen Nu stille ans der franstisiichen Flotte verantwortlich geinacht. Wie der eine Marokko Note. Pe dingnngen für die Anerkennung Mnlai Hafid's als Sultan. Streitfrage über deutsche Deser teure zu Easablanca soll dein Hanger Schiedsgericht nnterbrei tri werden. Statur George Washington's i einen Schweizer See geworfen. P a r i s. 11. Ott. Etaslo Thon, so, der französische Marineininisler. dankte heute in Folge der A.ahme eines Peschlnsses der Eaimner, Ivel eher Pedanern über die durch die „Fena" Katastrophe an das Licht ge kommene Nachlässigkeit in seinem Departement änstert. ab. Die wach sende Unzufriedenheit über die Nie thoden des Mariiieininislrrinnis vre aiilastlen eine Fnlerpellation, in der Drleasse eine bittere Nede gegen Thomson hielt und offen behauptete, die lange Reihe von Unfällen in der Flotte sei eine direkte Folge der ..ad ministrativen Anarchie und strafba ren Nachlässigkeit" des Ftvtten De partements. Thomson wnrde am S'i. Fannar IstlM zum Marineminister in dem Kala et des Premiers Ronvier er nannt und behielt den Pasten, als Eleineneean am 111. Oktober des nämlichen Fabres Premier wnrde. Während der der lebten zwei Fahre haben sich viele bedenkliche Unstille ans französischen Kriegsschiffen ereig net. Der schlimmste derselben war die ain lF März l!>7 zu Tonion auf dem Schlachtschiffe „Fena" eingetre kene Erplasion, welche über Im Ossi zieren und Seelenten das Leben ko stete. Der Senat ernannte eine Eoni mission zur Untersuchung des Porsal les und dieselbe erklärt in ihrem Pe richt, das Unglück sei direkt durch das herrschende Shstein der Unverant ivortlichkeit. durch die allgemeine j Etleichgültigkeit und diuch den Man gel an Uebereinstimmung in der Flotte herbeigeführt worden. N och ei e Mgrokko N o t e. P erli n. l!l. Okt. Die hiesigen Potschgfter Frankreich's und Spa nien's überreichten heute dem deut schen stster des Auswärtigen v. Schön de Entwurf einer Note an Mnlai Hafid, welche dein diplomati scheu Eorps zu Tanger zugestellt wer den soll und die Pediiigmigen der Anerkennung Mnlai Hand's als Sultan von Marotko enthält. Easablanca wieder ein- i a l. Per lin. Il>. Oktober. Die „Kölni'che Festung" iiniist in einein sichtlich inipirirlen Artitel Peranlas sung. ans den Angesichts der Polka Wirren zur Feit völlig in den Hinter gründ gedrängten Easablanca Fwi schenfail zurück ;n komme. Die anst lichen Perichte iiber die angel'liche Unterslühiing der Desertion von Fremdenlegioiiären durch deutsche Reichsbeainte in Marokko und über das Rencontro französischer Est'iidar inen niit deutschen Peaniten und Sol daten sind nunmehr von französischer, wie von deutscher Seile bei den be theiligten Regierungen eingegangen, nachdem die gemeinsam geführte Un tersuchung beendigt ist. Tie Ange legenheit selbst, die zur Feit so viel Staub aingeivirbelt hat und bei der beide Parteien das Recht für sich in Anwrnch nahmen, ist jedoch durch die Untersuchung keineswegs geklärt worden. Der Fwifcheiisall hat jetzt Monate lang einen ('Gegenstand der Perbandlimgen zwischen den Eatmie ten Fraiikreich's und Teistschland's gebildet. Wie die „Kölnische Festung" offiziös feststellt, walten so erhebliche Meiiiiingsverschiedenheite zwischen den Heiden Kabineten, das; eine Wei tenührnng der Perbandlnngen auch nicht die geringste Aussicht nist einen i Erfolg bieten würde. Ter richtigsten Weg ;nr Schlichtung der Disterrn i ;en. meint der offiziöse Artitel. wäre die Uiiterhreitiing der Streitfragen c an de Haager Schiedsgerichlsboi. l Perichiedene Auslandsblätter. de reu Prinzip es ist, gegen Deutschland zu Hetzen, haben in neuerer Feit die i Eternchte aiisgeivärmt. das; Deutsch land zne fjeit der Loslösiuig Norive grn's von Schweden beabsichtigt habe. I einen dliitschen Peiii;en aus den nor wegiichen uönigstheon heiligen. Auch gegeiuibee diesen nebenbei durch die Entwickelung der Perhält nisse in Nerwegen völlig gegenstand los gewordenen Hetzversuchen ist die kölnische Feitnng" das Mnndsuick der Regierung. Fn einen? offiziösen Artitel werden diese Aiis-itreniingen i gebührender Weise ..niedriger ge hängt." E.> wird nachdrücklichst er- Ilart, das; der U. Skt. Frankreich hat das Anerbieten DentschlandF- in Pe zng ans die Deserteure van der iran zösischen Fremdenlegion zu Easa blanra aceeptirt. Diese Deserteure waren bekanntlich Deutsche und bat ten Schutz im deutschen >tansnlat ;n Easablanca gesucht. Deutschland schlug vor. diese Streitfrage dein Hangee Tribunal zur Entscheidung zu iliiteebreiken und Frankreich ivil ligle unter der Pedingniig ein. das; die Tliatsachen des Falles sowohl, wie die iiivolvirlen völkerrechtlichen Fragen van dein Tribunal in Erivä giing gezagen werden müssen. Was h i ii gt v n -Skat u e i n See gewvr f e n. Ln g a n v, Schlveiz, l!>. Okt. Eine ans dem hiesigen Onai errichtete Statue Eteorge Washington's wurde tväbreiid der letzten Nacht von ihrem Piedestal berabgerissen und in de See geworfen. Strohe Entrüslnng herrscht unter de hiesigen Pewoh nern über die von nnhekannten Strolchen verübte Frevelthat. Die Statue wurde in lttäl für den Land sih eines nahe liier ansässigen Ameri kaners angefertigt und später van der Munizipalität gekauft. A r m ada i n F a P c> >i. Tv li v. lkt.Okt. Admiral Sperrp, der Oberbefehlshaber der amerikani schen Schlachtschiff Flvtte. kam in Pegleitnng der tß'schwader Ehefs und der Eapitäne der verschiedenen Schisse heute Varinittag nin l Ilbr mit Ertrazug van Pokobama ach Tvkio. Tie Etesellschast ivnrde am Palm bvf, Iva graste Rienscheiiinassen sich drängten, vei der Anknnst des fsnges mit Fnvel empfangen. Das Wetter mar klar und prächtig. Perschiedene grostartige Fesilichte! ten fanden im Laufe des Tages hier und in Pokohaina zu Einen der Anw rikaner statt. Admiral Sperrn und seine haiivtsächlichslen Oisiziere wur den halb IL Ilbr morgen Porinittag vom .tianer von Fapan und seiner . Oktober. Wenn c auch soiveit keine oiiizielle Erllärnng A betrefis der Heirath des Herzogs der 8 Abriizzen mit Fräulein liolberine El- 8 lins erlassen ist, so vertäutet nunmehr ö doch mit groster Pestinimlheit, das; der liönig von Flalien seine Flistim. iniiiig gegeben habe. Der .Herzog schickt sich in Folge dessen ;nr Reise nach den Per. Staaten an. Wahr scheinlich wird er über Havre fahren. Die fieitniigen sagen unter der An nahme, das; die Heirath sicher sei, Fräulein Ellins könne nunmehr als eine italienische königliche Prinzessin betrachtet werden, da sie durch die Heirath die Position und alle Ehren eines Mitgliedes der toniglicheii Fa milie erlangen werde. D Weitverbreitetste ocutsche F D Zritunff südlich von F P New-Aork. Nr. 2L4. P o c c st ge g e >i deut sch e F e i t il ii >1 e ii i ii P a g. Wien. l Oktober. Wie vou Prag teic'grapbiich gemeldet wird, siedt dort ein rulststcher Monstor-Pro zes; in Ansüchr ser proste Sensatio neu zu zeitigen verspricht. Der Prä ger Stadiraib bat die Rlehrzahl der dvrt erscheinenden deutsch böhinischen fseitiingen wegen der Eritit verklagt, die an den Stadtväwrn anlas',lich der vielbesprochenen Röhreistiesernngsaf faire geübt werden ist. Man ist ans den Verlans des Pro zesses um so gespannter, da der Zu schlag der sraglichen Röbrenliesernng an eine französische Firma, die eine wesentlich poliere Forderung stellte, als inländische Eonkiirreiiz, berechtig l>'s Aistseben erregt bat. Es werden iedensalls verblüffende Enthüllnnge'i erivarlet. Wird abgesetzt. W i e n. in. Oktober. Tie deutsch seindlichen Erzesse, die im vorigen l Monat in Laibach, Erain, stattgesun den haben, geben noch immer ihre Kreise. Nun scheint auch das Schick sal de's Landesprüsidente von Kraiu, Tb. Schwaig, Der Landes präsident ist wegen seiner Haltung iu den Tiiinnlte bei der Regierung iu Ungnade gefallen und seine Abberu fung steht bevor. .it analp r o j ek te. W i e ii. l!>. Oktober. Die Reichs regierung beabsichtigt, dem Abgeord netenhanse des Reichsraths eine neue Kaiialvorlage zu unterbreiten, die ei nen Dona Oder Kamst. einen Weich sel Durchstich Kanal und auszerdeiu umfangreiche Flnszregnlirnngen vor siebt. Vir- min Fahre U>2:; ist die Fertig stellnng der Arbeiten projektirt und der Voranschlag ausgestellt. Der Etat ist bis egi diejein Feitvnnkt mit jähr lich siins Millionen .Krone festgelegt. Wilddiebe crsckiicstcn Fngdwnrdein und vier (strhülsrn. H e l e n a, M'ont., l!>. Oktober. Eine liier eingeirossene Nachricht mel det, das; Fagdwardein Pepton und vier als Aisistenten in seinen Dienste stehende Fndiaiier in Powell-Eoiinth in einem Kampfe mit anderen Fndia nein getödtet worden sind. Die Letz teren hatten Wild in der Schonzeit erlegt und leisteten Widerstand, als Pepton sie verhaften wollte. t Später.) Nach einer anderen Depesche wurden Fagdwardein Pep ton und vier der rothhäntigen Wild diebe getödtet. Pepton hatte nur ei nen (''hülsen. Namens Herrnan Ru dolph. bei sich. Unter den getödteten Fndianern. welche znin Flathead- Stamm gehören, befindet sich der Häuptling Pellowbead. Die Fndia ner feuerten zuerst. Bniikprästdrnt begeht Selbstmord. (5 a r r o l t. Fa., l!>. Oktober. W. L. Enlbertsoii, !l Fahre alt. Präsident der hiesigen „Ersten Na tionalbant." beging beute srnhSelbst wrd durch einen Schuf; in den Kopf. Die Pank ist zum Fweck einer Unter suchung ihrer (steschästslage geschlos sen. Wie der Kaisirer erklärt, hat sie Depositen znnißetrage von ifiüö!, und kann alle ihre Verbindlichkeiteu decken, jedoch werden ihr ganzes Ak lienkapital, sowie der Ueberschns; da zu erforderlich sein. Eulbertso stand 25 Fahre lang au der Spitze der Pank.
Pässe znr Reise in's Ausland be sorgt E. Rnilie, Rr. 4)2, Ost-Balti ivrestrnsie, ohr tzsustom Heu sc Ave. 5 wegen der beste Steider. 8 ö Sie m baldiger Besichtigung ein. T H Ueber NM) „u.' Kunden sind während F A der legten Snison .in uns. um ihre N Uieider Fu lassen, znrltctge T te!nl. null sN' durch die Arbeit anderer Ä 8 JH. Reitze ä: Sohn Z ö t! Ut West-Pliltimvre-Straße, 8 8 rüder Nr. OL-I. eftPalifm-rrStr-Se. 8 s cgebrL.TilrZo—) X Wreym's 'Mier, „oz?r o!.?.- Fn Baltimore gebraut. Al i r nach den beste deutschen wissen schaftlichen Methode. ifÜ.tXl pro Ltiste. abgeliefert. H Telephone.
Page 2
2 Reibereien im Orient. Ltampf zivisclic Orstrcichcrii nid Mvlitciicgrilicri zu Antivnri. Oestreichisches Torpedoboot beschlag nahmt briti'chen Tanipser vegen Wasseiischmnggels. Weitere r> Unterhandlungen zur Erhaltung des Friedens ans der Balkan Halbinsel. Ter am Samstag plötzlich entstandene Kriegslärm legt sich nieder. Itnlicner in Belgrad demonstriren gegen Oes reich. Serben in Bosnien ver weigern Militärdienst. Berlin, ll>. Oktober. Einer Tepesche ans Wien an das hiesige „Tageblatt" zufolge hat ein Gefecht zwischen einer östreichischen II ölten inannschast und einem ans Montene grinern bestehenden Mob zu Antivari stattgesnnden. Tie Montenegriner hatten den östreichischen Konsul da selbst wiederholt bedroht, und die drei in der Räbe liegenden östreichischen Kriegsschiffe schickten daher eine Wa che an'-? Ufer, um ihn zu schützen. Tie Wache gerieth in einen Eonflikt mit dem Mob und eine Plänkelei ent spann sich, welche mehrere Stunde dauerte. Britischer TamPfer bc schlag lah in t. Berli n, ll>. Oktober. Wie ein Eorrespondent des hiesigen „Tage blatt" ans Budapest telegraphirt, ist ein britischer Tampscr, welcher nach Montenegro bestimmte Waffen und Munition an Bord hatte, nahe Eat taro, an der Bai von Antivari, durch ein östreichisches Torpedoboot saisirt Vörden. London beruhigt sich. London, tl>. Oktober. Tic Wolke, die sich am Samstag über die Situation im Rahen Osten gelagert hatte, ist zerstreut, und die Aussichten für die Wahrung des Friedens sind hoffnungsvoller. Amtliche Dementis der Mobilmachnngsgerüchte von Sei teu der Türkei und von Bulgarien gelten als Symptome für den Erfolg der diplomatischen Beniülumge der westlichen Mächte in Eonstantinope! und Sofia im Sinne der Lösung ei es schwierigen Problems, und in den bestinformirten reisen herrscht die Hoffnung, dast der Friede unge e stört bleibt, immer noch, trotzdem e-.- täglich deutlicher wird, dast die Ab machungen zwischen dem britischen Staatssekretär des Aenstern, Sir Ed ward Grey, und dem Leiter der ruf fischen Anslandspolitik, Iswolsky, über die geplante Mächte Eonferenz weder für Oestreich noch für die Tür kei annehmbar erscheinen. Ter hiesige türkische Botschafter und der bulgarische Geschäftsträger haben einphatisch die Meldung, dast der Krieg zwischen den beiden Län der unmittelbar bevorstehe, demen tirt. Ter Letztere erklärte: „Ich bin im Besitz der positiven Information, dast in Bulgarien nicht mehr Trnp Pen mobil gemacht werden, als der Fall gewesen, auch venu es nicht zum Tisput mit der Türkei gekommen wäre." Ter türkische Botschafter sagte: „Meine Regierung ist nicht um das Geringste von der Politik ruhigen Abwartens abgewichen, welche sie ver folgt hat, seitdem der Türkei die so schwierige Situation ansgezwungen vorden ist. Sie hat auch nicht einen einzigen Schritt provikatorische Eha i akters unternommen." Immer noch E o in p l ikat i o Ii e u. London, ll). Oktober. Wenn die Regierung auch froh ist. dast eine akute Krisis vermieden und Aussicht auf friedliche Beilegung des türkisch bulgarischen Streites vorbanden ist, so drohen doch immer och Eomplika twnen. Ezar Ferdinand hat augeii scheinlich einen Sieg über die Kriegs partei davongetragen, aber er hat noch mit der VolkSstiinninng zu rech neu, und ein Funke kann einen schlimmen Brand entzünden. Vor läufig ist die geplante internationale Eonferenz nahezu aus der Sehweite verschwunden. Ter russische Minister des Aeustern, Iswolsky, bleibt dabei, die Unter handlungen im Sinne einer solchen Eonferenz persönlich weiterzuführen. Nach einem Besuch in Teutschland, vo er vegen Hochzeitsfcicrlichkeiten den Kaiser oder den Kanzler nicht vor Touiicrstag sprechen tan, hat der Minister die Absicht, nach Wien zu reisen, und so würden l l Tage ver gehen, ehe eine Einladung an die Per schicdenen Grostmächte geschickt Ver den kann. Tie ungünstige Ausnahme des Programms in Eonstantinoprl und Budapest hat den Eifer Frank- reich's und Großbritannien'-? einiger aste gedämpft, und es gilt als möglich, dast sich eine neue Art der Lösung der Streitsragen findet. Privalmeldnngen von snngtürki scher Seite lassen ersehen, das; die Si tuation im Innern bedenklicher wiro und in Kleinasien, Iva Kriegsrecht er klärt ist, graste reattianäre Erregung lerrschl. In Bagdad haben Inden schlächtcreien stattgesnnden und in Wiranschebr sind Arnienier massakrirl worden. Sie Inngtürken hehanpten, Be.veise für einen Anschlag gegen ih ren Führer, den Prinzen Sa bah Ed dine, zu haben und glauben, dast es zu einem mörderischen Aufruhr kommt, falls der Prinz ermordet verde. Geschästs st o ck u n g in Bu l garten. Sofi a, kO. Oktober. Hier gilt die Situation noch für prekär. Es wird gemeldet, dast die Mächte be tresst. desHandels Bulgarien's zwecks Zahlung einer Entschädigung an die Türkei für de in Wegsall gekomme nen ostrninelischen Tribut interveni ren vollen, und dies mist als Faktor der Bernhignng anigesastt verde. Tas hiesige Geschäft ist zum Still stand gekommen. Sie Situation dürste sich derartig hinziehen, bis die in Aussicht genommene internatio nale Eonserenz zum Abschluß gekom men ist. Zwei Selegaten des inngtürkischen Central Eomite's sind in einer Frie densmiision as Eostatinopel hier eingetrofsen nid srenndlich anfge iionimen vordei. Ezar Ferdinand ist heute von Bistritza hierher zurückgekehrt. n r Sti ninn I g in Sosi a. Sofi a, l!>. Oktober. Tie Mo bilmachnng des türküchen dritten Ar meecorpS in Macedonien wird hier ans die irrthümliche Anffasstmg der Einbernfiing der hiesigen ersten drei Reservisten blassen zurückgeführt. Bor einigen Tagen hat die Regierung lä.O'X Rekruten der gleichen lasse, welche bisher ans verschiedenen Einlu den vom Militärdienst befreit gewe sen sind, unter die saline gerufen. Tiefe Mannschasten werden, nin ein ererzirt zu verde, am l!l. Oktober in die Armee eingestellt verde. An genscheinlich hat die türkische Regie rung diese Mastnahme irrthümlicher Weise als allgemeine Mobilmachnng angesehen, woraus die Rervojität der Türkei zurückgeführt wird. Sie bulgarische Regierung hat die Mastregel, sobald sie von deren un günsligein Eindruck auf die Türkei und die anderen Machte erfahren, vi derrnfen. Tie Minister geben ihrem aufrich tigen Vertrauen ans Erhaltung des Friedens Ausdruck. ES ist seht augen scheinlich. dast Bulgarien nicht im Entferntesten an eine Angriffskrieg denkt. Bulgarien ist im Stande, sei e Streitkräfte in voller Stärke und ohne Verzug mobil machen zu kön nen. SeShalb wird eS auch nicht frü her an aktive Riastregeln herantreten, bevor die Türkei kriegerische Absich ten durch die Transferirnng beträcht licher Truppenkorper von Kleinasien bekundet. Radau in Belgrad. B elgrad, 10. Oktober. Hier wird gemeldet, dast die Serben in Bosnien sich weigern, zu den Reser ven einzurücken. Es hätten bereits scharfe Zusammenstöste zwischen ih nen und den Gendarmen stattgefun den, die blutig verlausen seien. Italiener, die hier ansässig sind, haben gestern Rachmittag eine anti östreichische Temonslration in Scene geseht. Sie inarschirlen nach dein PalaiS König Peler's, der aus einen Balkon erschien und ihnen dankte und erklärte: „Hoffen vir, dast unsere ge rechte Sache nicht unterliegen wird." Eine Bande von Lümmeln rist am Abend die Schilder von östreichische Läden und zertrümmerte die Fenster. Sa es der Gendarmerie nicht gelin gen wollte, des Pöbels Herr zu wer den, wurde Kavallerie zur Stelle ge brach!, welche die Plünderer verjagle und die Strasten abpatronillirte. Direkte Unter h a dl n ge n. P a r i s, ll>. Oktober. Eine Spe zialdepesche ans Sofia besläligt die Meldung, dast Bulgarien sich ent schlössen hat, betreffs der Orientbahn mit der Türkei direkt zu verhandeln. Tiefe Schwenknng i der Haltung der bulgarischen Regierung ist aus persönliche Intervention Ferdinand's zurückzuführen. Er stellte den Mini stern die Nothivendigkeit, ans den Rath der Mächte zu hören, vor, doch ist, um die Verantwortnilg der Regie rung vor dem Volke zu decken, die Einbernsnng der Sobranje zu einer Spezialsesiio beschlossen worden. John Karle, ei Arbeiter in der Fabrik der „America Rope Mann sactnring Eo." zu Brook!, wnrde beute von der Maschinerie ersastt und vor den Augen von :ix> Arbeitsmäd chen angenblicklich getödtet. Ter Teutsche Korrespondent, Baltimore, Md., Tienstag, den M. Lktobe, IWB BNM's Zuversicht. Erwnrtct, vom 4. März an in Washington zu wohne. Sein Interesse an der Erivählnng eines demokratischen Eongresses. Interessantes Schreiben John Bigelow's, Tilden's Freundes. Versuche republikanischer Prinzi pale zur Einschüchterung ihrer demokratischen Arbeiter vereitelt. Rege Eampagnethätigkeit i allen zweifelhaften Staaten. Onlahan über R.oosevelt's Trust- Zerschmetternng. Lincoln, Ills., 11. Oktober. „Ich bin mehr interessirt an der Er ivählnng von Temokraten in den Eongrest, als selbst die meiste demo kratischen Eandidate, denn ich er warte nach dem I. März nächste Jahres in Washington zu ein." Tas Beisallsjanchzen einer groste und sympathischen Menge folgte ant obige Aensteriing Wm. I. Bryan'S, welcher heute Minuten lang am hiesigen Bahnhos von der Platsorm seines Inges aus redete. Er sagte, er wünsche einen deniokralischen Eon grest, damit er seine Politik diirchfüb ren könnle, und er ermahnte seine Zuhörer, Alles aufzubieten, im die demokratischen Eongrest Eandidate in ihren respektive Tistrikten zu er wählen. Bryan redete heute mich zu Alton, Ills., an der nämlichen Stelle, an welcher Lincoln und Tonglas in lB',B ihre historische Debatte schlössen. In verschiedenen der beute ans der Fahrt durch Illinois gehaltenen Re den erhob Bryan die Anklage, dast die republikanische Partei jetzt An stalten treffe, die Präsidentenwahl zu kaufen, und dast sie zu diesem Zwecke bemüht sei, einen Eampagnesond von !s;l,000,000 aufzubringen. Ihre Ab sicht sei. dieses Geld am Wahltage zur Eorrnmpirimg vo Wähler zu be nutzen, wie sie es schon vorher ein Jahr über das andere gethan habe. Diese Aensterungen Bryan's erregten beträchtliches Aussehen. Ehicag o, 11. Oktober. Wm. I. Bryan kam um 8 Uhr heute Abend hier an und redete im Pilsen Park, sowie in der „Arcade-Halle." Tie Be völkerung brachte ihm eine Reihe von Ovationen dar. Tilde n's F r e n n d f ü r B r y a n. Eine besondere Attraktion der heu tigen Massenversammlnng der demo kratischen Geschäftsleute in „Emme gieHall" bildete die Verlesung eines Briefes von Job Bigelow, dem im 01. Lebenssahre stehenden Frennde n. Rachlastverwalter vo Samuel I. Tilden. Ans Hrn. Bigelow's Verlan gen wurde daS Schreiben von Mayor McElellan verlesen. In der Ver sammlung. die sich zu einer imposan ten Knndgebling gestaltete, führte Hr. Ratha Ttraus den Vorsitz. Unter den Rednern befanden sich Hr. David R. Francis, der frühere Gouverneur vo Missouri und ei Mitglied von Präsident Eleveland's Kabinet, sowie die früheren Kabinets mitglieder Richard Olney, Indson Hanno und Hillary Herbert. Ter alte Unkcnrn f. New?)ork. IG Oktober. I einer sehr wortreichen Erklärn g hat Hr. Eornelins R. Blist, der frühere Sekretär des Inneren in McKinley's Kabinet und mehrsährige Schatzniei sler des republikanischen Ratiönal Eomite's, die alte, oft widerlegte Be Häuptling ausgestellt, dast die Eriväh lnng Bryan's eine ernstliche Störung der geschäftlichen Verhältnisse in die sem Lande zur Folge hätte. E i Ii schüch t e r I Ig s Versu-, ch e verf e h le i h r e n Z w eck. Re w Aor k, l!>. Okt. Tie Be mühungen gewisser Arbeitgeber, ihre Angestellten durch Einschüchterung an Stimmen für Taft zu veranlas sen, haben nicht den von den Repu blikanern gewünschten Erfolg. Vor ei niger Zeit machte die „Sharplest Se parator E0.," eine östliche Firma, ei nen verzweifelten Versuch, ihre Arbei ter zum Stimmen des republikani schen Tickets zu zwingen und bedrohte sie mit Verlust ihrer Arbeitsstellen durch die Schliestnng ihrer Werkstät ten für de Fall der Erivählnng des Herrn Bryan. Tie Drohung war aber lediglich ein „Blnss" von Seiten der Gesellschaft, der zur Unterstützung des Tims Tickets dienen sollte, wie Herr W W. Marsh, der Präsident der „lowa Tain, and Separator E0.." in Waterloo. Ja., schlagend nachgewiesen hat. s Herr Marsh hegt die Ueberzeugung, dast die Erwählnng des Herrn Bryan nicht eine Geschästsdepressio. so der ein fröhliches Aufblühen des Geschäfts zur Folge haben wird. Sollte die „Sharplest Eo." ihre Tro hnng wahr machen, so erbittet sich Herr Marsh in einem Schreiben an Herr Nack, dem Vorützenden des de mokratischen Rational Eomite's, je dem Manne, der ai solche Weise durch das Vorgehen der „Tbarplest Eo." brvdlos gemacht wird, in seiner eigenen Fabrik Beschäftigung zu ge währen. Eain P ag leplä lie der Rc publik a I e r. New?) ort, IL. Ottober. Tie Republikaner verde in der vorletzten Woche der Eanipagne besonders in den sogenannten zweifelhaften Staa ten eine rege Thätigkeit entfalten. AnS dem Süden kommend, wnd Hr. Tast die erste Tage der Woche dem Staate Ncw-crsey widmen, und nach eintägigem ufenthalt in Ohio nach ndianTla reisen, wo er in Evansvil le, ndianapolis und Fort Wayne spre chen wird. Hr. Sherman, der Vice- PräsidentschastS-Eandidat der Repub likaner, wird am Montag in Wil mington, Tel., am Tienstag in Phi ladelphia erwartet und wird den Rest der Woche im Staate eiv?)ork ver bringen. Eine ganze zahl Eanipagne Reden von Mitgliedern des Roosevelt'schen Kabinets steht für die Woche in Aus sicht. Kriegssekretär Wright wird in New?)ork sprechen und Handelssekre tär Strans in Eleveland, Chicago, St. Lonis nnd Lonisville zu hören sein. Gouverneur Hughes, der ge stern zu kurzem Anfenlhalt nach AI bann zurückkehrte, wird die Woche über den nördlichen nnd niitleren Theil des Staates besuchen. Mehr Wahl Prophezein g e N e iv-?)o r k, 1!>. Okt. —Ter „New Hort Herald" spricht ans Eirund von Probe 'Abstimmungen, die in den verschiedenen Staaten vorgenommen wurden, die Ansicht ans, dast sich die Aussichten Tast's in der letzten Woche leicht gebessert haben. Tast werden von dem Blatte All und Bryan KU Elektoralstimnien als sicher zuer kannt, so dast Tast weitere .48 und Bryan weitere 81 Stimmen geivin ei inüstte, in erwählt zu werden. Ter „Herald" rechnet aber mit der starken Möglichkeit eines sogenann ten Landrntsches im mittleren We sten, der alle diese Berechnungen über den Hansen werfen würde. Tas Ar beitervotnm nnd das Regervotum werden Bryan zugeschrieben. Ter Staat New?)ork gilt dem „Herald" als zweifelhaft, aber die Aussichten der Republikaner, ihn zu gewinnen, weiden als besser bezeichnet, als jene der Temokraten., Tie „Rem ?)ork World" gibt auf Grund von Probe Abstimmungen, die von 2 Festungen in den verschie denen Landestheilen vorgenommen wurden. Tast 20.'. und Bryan 178 Elektoralstimnien. Als zweifelhaft verde 100 Stimmen im Elektoral- Colleginm bezeichnet. Ke r n's V ette r ge st orben. B r i st o l, Ten., l!>. Oktober. Isaac T. Kern, 00 Jahre alt, ein Ge schwisterkind des demokratischen Ean didate für die Vice-Präsidentschaft, ist heute in seiner Wohnung zu Big Stone Gap. Va., gestorben. Er diente wälnend des Bürgerkrieges in der consöderirten Armee, schlost sich je doch nach dem Bürgerkriege der repu blikanstchen Partei an. Millionär soll dcportirt verde. New ort, 1!). Oktober. James Howard Allport aus Liver pool, England, angeblich ein Millio när, und Frl. Ray Bucy, eine Eng länderin von 22 lahren, befinden sich ans Ellis Island in Hast nnd solle morgen ans der „Mauretania" dcportirt werden. Sie waren Passa giere in der ersten Kajüte dieses Fahrzeuges, als es am Samstag hier anlangte. Vor ihnen war schon eine Kabeldeveicbe von Howard 'Allport, dem Vater de.- jungen Mannes, hier aiigelangt. welche mittheilte, dast der Letzlere geistesgestört ist imd Frau indstKstid in Liverpool zurückliest, als er mit Frl. Bucy von dort flüch tete. Ans Veranlassung des hiesigen bestächen Konstils wurde die lurück spedirnng des Pärchens angeordnet. Tornado in Nr-Mrxiko. E l P a s o, Tex., 1!1. Oktober. Eine heute Rachmittag hier eingetros jene Nachricht ergiebt, das; ein Tor nado während der vergangenen Rächt durch Elantan, R.-M., fegte, eine An zahl Hänier über den Haufe warf nnd das Gerichtsgebände beschädigte. Mehrere Menicheu büstten das Leben ein. Ter telegraphische Verkehr mit der hrimgcsnchtrn Gegend ist unter brochen. (Später. Vier Personen kamen m's Leben, nämlich R- H- Haight. I. S. For, sowie die Gattin und Tochter des Letzteren. Aiisterdein sind 20 Per'onen verletzt, drei derselben lebensgefährlich. Ter bekannte Komiker „Gus" Rogers, welcher mit seinem Bruder Mar seil I.KBL in allen Theilen des Landes gespielt hat, ist gestern in Rew-chork an Appendicitis gestorben. Worte ohnc Thntcn sind Nichts. Resultate der Roosevelt'schen Trust zerschnirtternngs Politik gleich Rull. Bonaparle's ausweichen de Antworten ans Daniels' Fra cken. Chicago. 111., 10. Oktober. Tas demokratische Hanptgnartier in Chicago bat gelegentlich des Ilnistan des. das; General-Anwalt Bonaparte die Fragen nur ausweichend beant wartet hat. reiche Hr. losephus Da niels als Ehef des demokratischen Pnblizitäts Bureaus unlängst be treffs der Resultate der von der jetzi gen Adininislration begonnen Anst Trust Eampagne ihm vorgelegt hatte, jetzt eine sehr interessante Tpe zialdepesche Richard Onlahan's, des Washingtoner Eorrespondenten der ~R.-?). Sun" vom 12. Rovembew 1007 veröffentlicht. Terselbe Herr Oulahan steht setzt an der Spitze des Publizität-? Bureaus des republika nischen 'Rational Eomite's, und die ser Umstand mag es mehr als recht fertigen, dast man seinen danialigen Ausführungen Glaube beimistt. Tie Tpezialdepesche lautet in ihrem we sentlichen Theile wie folgt: „Trotz Allem, was von dieser Ad ministration und für dieselbe bezüg lich der Tnrchsührnng der alten und neuen Olesetze gegen groste Corpora tionen gesagt worden ist, sehen sich die höhere juristischen Beamten der Regierung in der Anflösnng irgend welcher groster Eorporationen, wel che den Handel schädigen, gehemmt und rühmen sich, privatim wenig stens, dessen, was sie erreicht haben, nicht. Ter Präsident hat so viel über Trusts, Eisenbahn-Gesetzgebiliig nnd die Uebel des Reichthums geredet, dast das Land begonnen hat, zu glan bei, die gegenwärtige 'Administra tion habe ungleich niehr erreicht, als jemals vorher erreicht worden sei. Thatsache ist aber, dast nach den Ans- Zeichnungen der Regierung in dekl sechs lahren der Roosevelt'schen 'Ad ministration nur drei Prozesse unter dem Sheriiian-Gesetz theilweise er folgreich gewesen sind, und überdies waren einige davon von untergeord neter Bedeutung. Von den acht be deutenderen Fällen, die zur Verhand lung gelangten, hat die Regierung nur drei gewonnen: mit einem Fall war dieselbe nur theilweise erfolgreich und es wnrde in diesem, der gegen einen der grössten industriellen Trusts des Landes gerichtet war, die jäm merlich kleine Strafsiimme von -j!lB,' 000 aufgelegt. Ihren besonderen Stolz setzt die 'Administration in den Vollzug des zwischenstaatlichen Ver kchrsgesetzes nnd des Elkins'schen Rabattgesetzes und doch weisen die Auszeichnungen des Instizdeparte ients nach, dast die Zahl der tinter Präsident Roosevelt nister dem zwi schenstaatlichen Vertehrsge'etze an hängig gemachten Prozesse kleiner gewesen ist, als die der Prozesse, die unter Präsident Harriso, Präsident Elevcland während seiner zweiten Administration und Präsident Mc- Kinley anhängig gemacht wurden. Unter der Administration von Harri fem wurden deren 47. unter der zwei ten Administration von Eleveland 102, nnter Präsident McKinley 28, nnter Präsident Roosevelt 27 anhän gig gemacht." Tie Tepesche setzt dann auseinan der. dast die drei „Hanptsiege" der Administration, der gegen die „Northern Securities C 0.," gegen Swift de Co., de Fleisch-Trust nnd gegen die „General Paper Eo." sich nur als Scheinsiege erwiesen haben. Tie Tepesche Hrn. Oulahan's. jetzi gen Ebess des Pnblizitäts Bureaus des republikanischen Rational Eo mite's. schliesst mit folgenden bezeich nenden Worten: „Präsident Roosevelt hat trotz der grosten Zuversicht welche er in seinen jüngsten Reden zur Schau getragen, die innerliche Ueberzeugung vo der Unfähigkeit seiner Administratioii. Resultate zu erzielen, welche dem vor her gemachten Geschrei nur einiger niafsten entsprechen. Mit Aiisschlusi der Orffcntlichkcit. Len o x, Mass., 19. Oktober. Prestberichterstatter sind von jetzt an von Besuch der Trinity Episkopal- Kirche ausgeschlossen. Rektor Arrow smith stand gestern selbst in seinem Ornat vor der Schwelle und wies zwei Reporter ab. Ter Ausschluß der Presse geschieht auf Wunsch der Ge nieindemitglieder. Tie Zeitungen hatten durch ihre Kirchen Bericht erstatter erfahren, wer Gäste hat und wie die Letzteren heißen. 'Auch wa ren die Damen, welche nach dem Got tesdienst sich ihre Briefe von der Post zu holen pflegen, ungehalten darüber, dast ihr Spaziergang von den Blät tern als „Mode-Parade" bezeichnet wnrde. —Sämmtliche Millionäre in Lenoi, ohnc Ausnahme der Eonses sion. verrichten ihre 'Andacht in der Trinity-Kirche. >NI- fllr'S Altsland dcsargl s. Ralnc. Nr. LN-Vauimarr-Slr., nar Suftom Hlr-Ar. Noch zwei Wochen. Präsidcntschnfts Eniiipngnc nähert sich ihrem Ende. Hauptarbeit gethan, bis ans das letzte Kesseltreiben. Haltung des Arbeiter Elements wird den Ausschlag geben. Rew chork auch in diesem Jahre der Kern pinikt des Wahlkampfes. Ein interessanter Rückblick auf die Wahlen von 1001, 1000 und UM!. Republikaner diesmal in die Defensive gedrängt. Al bert Patrick's Berufung. W a s h ing t o li. T. E., ll). Okt.— Mit der Wahl nur noch zwei Wochen entfernt, ist die Eampagne in ihre Tchlustperiode ein getreten. Tie Hauptarbeit ist gethan. Tie groste Mehrzahl der Wähler hat um diese Zeit wahrscheinlich ihre Be schlüsse gesastt. wie man stimmen will, es bleibt nur noch das letzte Kes seltreiben übrig, die Sicherung des sogenannten „Mnsitwagen-Votiims," d. h. derjenigen Wähler, die sich nach der herrschenden Stimmung richten und für den Egndidaten stimmen vollen, welcher voraussichtlich siegen wird. Es giebt Tausende solcher Wäh ler fast in allen Staaten: ein merk vürdiges politisches Phänomen, aber eins, mit welchem zu rechnen ist. Um ans diese schwankenden Stimmgeber Eindruck zu machen, wird die Schlust periode einer Wahlcampagne stets mit besonderer Verve zur Glühhitze gebracht. In der diesjährigen Eampagne niag vielleicht mehr von der in den letzten beiden Wochen erzielten Wir kung abhängen, als in irgend einer Eampagne der letztverflossenen drei Tecennien, mit Ausnahme derjenigen vo 1884. Tie Situation erscheint wenigstens so. venu man nach änste- A'n 'Merkzeichen urtheilt. Es spielen in der Henrigen Campagne Elemente mit, die auf der Oberfläche nur wenig wahrnehmbare Strudel hervorgeru fen haben, und deren Tendenz nur schwer zu beurtheilen ist. Wenn z. B. die wirkliche Haltung des Arbeiter- Elements in der Henrigen Eampagne mit Sicherheit festgestellt werden könnte, so würde aller Wahrscheinlich keit nach die zur Zeit herrschende Un gewistheit fast völlig gehoben sein. Aber man kann in Wesentlichen nur Miithmastnngen habe. Tie Situa tion im Staate Rew°?)ork z. B. mag ähnlich sein, wie in der Eampagne vo 1884. und in dem Falle könnle die Entsclieidnng in dem Empire- Staate von der Wirkung der Krast anstrengiingen in der Schlustperiode abhängen. Rew-chort ist der Kern punkt des ganzen Wahlstreits. Tie Stimmung in Neiv-Dork ist ein Ba rometer für die Stimmung in ande ren Staaten, weil die nämlichen Ur sachen, welche in New-?)ork eine ent scheidende Wirkung ausüben, auch in anderen Staate als mastgebende Faktoren figuriren. E i Ii R ü ck b l i ck. In 1800 var der demokratische Präsidentschasts Eandidat, abgese hen von den Südstaaten, erfolgreich in Colorado, Idaho. Kansas, Mon tana, Revada, Nebraska, Süd-Ta kota. Utah, Washington und Wyo ming. Tiefe Staaten gaben ihm ins gesammt tili Elektoralstimmen. In 1000 erhielt Bryan die Südstaaten und ansterdei vier der sogenannten Bergslaaten. Colorado, Montana, Idaho und Revada. Richter Parker in 1004 erhielt weiter nichts als die Südstaaten. er verlor mehrere der so genannten Grenzstaaten, wie Mis souri etc. Tie enormen Plnralitäten Roosevelt's i ll>>4 bildeten gewisser mästen die werthvollstckn Aktiva des republikanischen Präsidentschafts- Eandidate in der heurigen Eam pagne. Tie republikanische Partei hatte in diesem Jahre geplant, die östlichen Staaten mit „Taft, dem conservati ven Eandidate," z gewinnen, den Westen mit „Tast, dem Roosevelt Eandidate," unter Verwerthung der Roosevelt Popularität. Bei diesem Plan ist nnn allerhand schiefgegan gen. Bryan. anstatt wie in den lah ren 18!! und l!XX) in der Defensive zu kämpfen, hatte seinen republikani scheu Gegen-Candidaten Taft von vornherein in die Defensive gedrängt, und Tastist gar nicht ans derselben herausgekommen. Tie republikanische Partei hatte von Anbeginn schwer zu kämpfe, in die Bergstaaten und das Misissippithal zu halten. Das var nur theilweise gelungen, als eine alarnüreiide Situation in einigen der wichtigsten Ost-Staaten sich be merkbar machte, und nun auch hier, wo man ganz sicher zu sein glaubte,- eine enrgische Defensive organisirt werden musste. Patri ck's Berufun g. Ter Rcw-?)orker Rechtsanwalt Al bert Patrick, welcher wegen Er mordung des teranischen Millionärs Rice eine lebenslängliche Freiheits strafe im Staatszuchthause von Sing Sing verbüßt, bat sich mit einer Be rufung gegen die Abweisung seines Habens Corpus Antrages seitens des Bundesgerichts von Rew-?)ork an das Oberbnndesgericht gewandt. Tie Begründung ist eine sehr weit läufige und er führt darin an, sein Aufenthalt im Znchthanse sei auf eine willkürliche Ausübung seiner Befug nisse seitens des verstorbenen Gon vernenrs Higgins znrückzusühren und das Verhandlnngsrecht habe in der Sache keine Zuständigkeit besessen. Auch Richter O'Brien vom Bundes- Appellhos von Rew-?)ork habe in sei ner dissentirenden Ansicht den Stand punkt getheilt, dast ihm kein gerechter Prozeß zu Theil geworden sei. Wäh rend des Schwebens seines Antrages Nmf Renverhandlnng im Jahre 100! vegen Entdeckung nenen Beweis materials habe die Staatslegislatnr eine später vetirte Bill angenommen, welche ihm ermöglicht haben würde, gegen eine erwartete nngünslige Enl scheidung zu appelliren, woraus sich ergebe, dast auch die Legislatur kein Vertranen zu der Unparteilichkeit des Richters gehegt habe. Außerdem führt Patrick an, er leide an einer Eompli kation schmerer Kraiiklieiten und die Behandlung seitens der Zuchthaus behörden gehe darauf hinaus, die Ge fangenen geistig, moralisch nnd kör perlich zu Grunde zu richten. Mordangriff aus Priester. Chicago, 111., 10. Oktober. Gestern Rachniittag wurde in der hie sigen katholischen Corpus Ehrisli- Kirche ein Versuch gemacht, den Seel sorger, Reo. I. K. Fieldüig, zu er morden. In dem zur Sonntagsschnle der Kirche führenden Gange gab der Attentäter ans den Geistlichen zwei schösse ab, fliest dann auf der Flucht mehrere Kinder zu Boden nnd ent kam. Ter Geistliche wurde nicht ver letzt. aber durch die Schüsse und die Angstschreie der Kinder gerieth die ganzeGegend, welche in einem fashio iiablen Wohndislrikte der Stadt liegt, in groste Anfregung. Ter Attentä ter ist der Erscheinimg nach ein Ita liener oder Grieche. Wahl-Unriihcii auf Euba bcfiirchtct. Hava n a. 10, Oktober. In Folge der angeblichen Wahl Ein schüchterung seitens der Liberalen, besonders in der Provinz Santa Cla ra, fordert ein couservatives Blatt die Partei ans, Gewalt mit Geivalt zu vergelten, Knüppel gegen Knüp pel und Revolver gegen Revolver zu gebrauchen. Es sei dies der einzige Weg. die Wahl zu gewinnen, in der die Liberalen mir dadurch zu siege hoffen, indem sie die Eoiiservativen von den Wahlplätzen mit Geivalt zu rückhalten. Tas Vorgehen der Libe ralen verde als Belveis dafür erach tet, dast sie Angesichts einer wirklichen conservativen Mehrheit ihre Zuflucht zu verzweifelten Mitteln nehmen. Frecher Wegelagerer entkomme. N e w o r k, !ä. Oktober. Alle Nachforschungen nach dem Banditen, der, wie gestern anssührlich berichtet wnrde, am Samstag Abend zwischen Red Bank und Middleton die Insas sen eines Autonwbils ansiel nnd be raubte. sind bisher vergeblich gewe sen. Ter Bandit hatte sich, nachdem er Ps>o und zwei goldene Uhren er beutet hatte, davongemacht und var im Tuntel der Wälder verschwunden. Ta er bei dem Ueberfall eine Schutz drille getragen und einen breitrandi gen Schlapphut tief in's Gesicht ge zogen hatte, vermochten die Ueberfal lenen sein Gesicht nicht zu erkennen. Tie Beschreibung der Figur des Banditen stimmt mit der eines Man nes, überein. der wenige Stunden vor her ans dem Bahnhofe in Rahway mit vier anderen Gesellen den Ban nnternelmier Edward W. Cook über fallen hatte. Nur seiner energischen Wehr hatte Cook es zu danke, das; es der Bande nicht gelang, ihm eine Brieftasche mit PBOO z rauben. Bcrmischtc tclcgraphischr Trprschcn. In Cincinnati. 0.. ist Hiram Harper Peck, vormals Präsident der „Farmers sc Shippers Lee n C 0.." im Alter von 5,0 7 u Gehirnschlag gestorben. 7 r bcne war in Finanzkrei' >e kannt. In Amarillo, Tb Lo komotiven-Remise ni tur- Werkstätte der^lSanta ab gebrannt. Im Walde be' Mass., hat man Theile ein' glichen Skeletts gesunden, l an für das von F. I. Bur arlboro hält, der für eine c mvelier- Firina reiste nnd .er tOOst allem Aiiichein fer eines Raubmordes tk
Page 3
Aus Teutschland. Bisiiilnck's Büstr in dcr Walhalla zu To ii an stau f. Interessante Eiiizeliilicitcu der Feier hei der Ausstellung. Enkel des Altreichskanzlers wurde in dem Menschengewühl ohnmächtig. Errichtung eines Tentmals ans der Stelle der Vernichtung des Zeppelin Luftschiffes bei Echter dingen. Enorme Ausgaben für die königlichen Schauspiel häuser in Berlin. Inangiirn tions Porträge amerikanischcr Professoren. Bert in. l!). Oktober. Seit dem gestrigen Tage ist die van Praf. Er win Kurz geschaffene Büste des Alt reichskanzlers der Reihe der ML Wal halla Kenossen eingefügt. Sie hat ihren Platz in dem pon Ludwig dem Ersten gestifteten Riihmestempel zu Tonanslaiiss in nächster Nähe Kaiser Wilhelm'S des Ersten erhalten, zu dem drr Eiserne Kanzler auch im Le hrn unzertrennlich gehörte. Ohne höfisches Kepränge, ergre! send und eindrucksvoll, verlies dir Feier in der würdige Weise, die bei bei der Aufstellung neuer Büsten in der Walhalla traditionell geworden ist. Tie Begeisterung war größer, als sie je zuvor bei ähnliche Anlässen gewesen, und wenn auch dcr Hosprnnk nicht in der Vordergrund trat, so ver lieh ihr doch die Anwesenheit der Re gicrimgsvertreter einen hervorragen den Klanz. Auch Reichskanzler von Biilow war zugegen. Auf dessen Er scheinen hatte man im Hinblick ans die Balknnwirrrn und die Nothwen digkeit seiner Anwesenheit in Berlin nicht mehr gerechnet, doch hatte sich der Reichskanzler noch in der letzten Minute entschlossen, zu der Verherrli gnng seines ersten Vorgängers im Amte nach Regensbiirg zu kommen. Tie verhältnißmäßig späte Be kanntgabe des Enthülllingstages durch das Kultusministerium hatte es immöglich gemacht, die Verehrer Bis marck'? an? den entfernteren Theilen des Reiches in der Weise zu der Feier 'heronzuzieben. wie die Stadt dies ge plant hatte. Tcmwch zogen Tausen de die Straßen nach Tonaiistanf, wie Wallfahrer. Tie Straßenbahn Stadt rnnhof-Tonaiistanf. die „Waballc> Bahn," hatte Mühe, den enormen Verkehr z bewältigen. Eingeleitet wurde das Fest durch eine Serenade nd eine glänzende Fesworstelliing in Regensbiirg. Im Saale des „Neuen Hauses" fand esne Festpersammlnng statt, die die Räum lichkeiten tu? ans den letzten Winkel füllte. Ter Präsident der Münchener Akademie der Wissenschaften. Tr. K. Theodor Heigl, hielt eine zündende Festrede über Bismarck's Schüssen, ans die noch mehrere Ansprachen folg ten, welche die Brdentnng drs Tages, auch als des TageS dcr Befreiimgs schlackst, würdigten. Ter eigentliche Fesinkt fand heute statt. Tie Reichsregierung war außer durch den Reichskanzler och durch de Staatssekretär des Inneren von j Bethniann-Hottweg. und den Unter stanlssekretär des Reichs und des Aen ßeren, Kanimerherrn v. Löbell, per treten. Tas bayerische Minister-Ka binet war vollständig erschienen, auch der Reichstagspräsident, Kraf zu Ttolberg-Wernigerode und der baye rische Landtags Präsident Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Freiidenberg ii. zahlreiche Tepntationen mit Lorbeer Eichenkränzcn waren in der jonische Riihmeshalle. als die Enthüllung dcw! Büste erfolgte. Mit gespannter Aiif mertsamteit und staunendem Blick folgte den Vorgängen der zehnjäbri ge Enkelsohn des Kroßen Kanzlers,! Otto Fürst Bismarck, der einzige Sohn des verstorbenen Fürsten Her bert. Nachdem sich die Anwesenden grnp- Pirt und die Sänger Aufstellung ge nomine hatten, wurde die Feier durch einen Kesang erüssnet. der die vorhan dene ernste und würdige Stimmung womöglich noch erhöhte. Miinsterprä sident von Podewils-Tnrnig, welcher nebst dem Kultusminister v. Wehnor die bayerische Regierung offiziell ver trat- hielt eine Festrede, in der er des Fürsten Bismarck's Wirken in treff licher Beleuchtung zusammenfaßte n. auch die Intentionen streifte, die Kö nig Ludwig den Ersten bei der Krün- düng des Riihmesjeinpels geleitet ha- ben. j Nach der Rede des Ministerpräsi- deuten kam Bewegung in die Krnp- Pen, die bis dahin still gelauscht hat- ten. Nach einander traten die Per- treter der verschiedenen Regierungen und Körperschaften zu dem Tenkmgl i und legten ihre Fk.ildigniigskränze am Sockel nieder,/ Vild in ein Ge- i ivand Von Laiib'unV Schleifen gehüllt war. Begleitet wurde die symboli sche Huldigung durch einen CUorge z sang, der diesen Theil der Feier im Inneren deo Tempelo schlaf;. Traiisien im Schatten der dänischen Säuleu erklaur, dann Fansareiijuhei. Tausende waren dort versammelt. Tie Fanfarentlänge verstnimnteu. Eie Z Massenchorgesang erscholl au ihrer Stelle, nd als dao Lied zn (rnde ivar, hielt Hosrath Tr. Linter eine Festrede unter freiem Hunniel, ivelche die Bismarck-Begeisterung zu hellen Flammen entiesselte. Ter Schlnszchor „Teutschland, Teutschland über Al les" wurde enthusiastisch von allen Anwesenden mitgesungen. Tie Bismarck Begeisterung war nn i hrschrrihlich. Wrnii es auch Alles Verehrer des Alteeichstanzlers ivaren, die sich ;n der Frier riligesnnden hat ten, so ivnrdr die Begeisterung für den eisernen Lenker der dentichrn Po litik noch durch mancherlei Anspielun gen in den Festreden ans das Fehle seiner eisernen Hund in der gegeiiwär iigen Fei! erhöht. Mit einem Festabend, der in ganz Rrgenshnrg gefeiert wurde, erhielt der ..bin;ug Bismarck's in Walhalla" den würdigste Ab ich ins;. A ii s reg e ii de r F w ischensall. Ter Festakt in der Halle war von einen, einigerinnsien aufregenden Fwischenfall begleitet, der allerdings mnächst nur Tenjenigen bekannt wurde, vor deren Augen er sich ab s spielte. Für die (sonstitntion des klei neu Fürsien Ttto war das, was um! ihn herum vorging, das Menschengr l wühl, die Aufmerksamkeit, die ihm von allen Seiten geschenkt wurde, und die Aufregung, die sich seiner bemäch tigte, z viel. Mit einem kaum hör baren Schrei siel der Knabe vor der Büste seines Kroßvaters nieder. Im Augenblick schau hatten ihn ein Tnhend Hände erfaßt. Er wurde empor gehoben und in die frische Luft gebracht, Ivo er sich auch nach wenigen Minuten wieder völlig erholte, ohne daß es nöthig gewesen wäre, ärztliche Hülfe, die zur Stelle war, in An spruch zu nehmen. Tcnkmal in Echterdingen. Ter Feppelin Entnsiasmns wird in den nächsten Tagen Kelegenheit ha bcn, sich zu bethätigen. Patriotische Bürger in Echtcrdingen. Württem Heeg, wo „Feppelin Nr. t" am Au gust vernichtet wurde, haben eine Fond zur Errichtung oines Tentmals für den kühnsten Eroberer der Lüste ausgebracht und werden an der Stet le. auf welcher däs Luftschiff ein u rnhinliches Ende fand, ein Tenkmal errichten. Tiefes zeigt ans der einen! Seite das Bas Relief Bild des Kra I fen und auf der anderen eine allego- riiche Scene, die ihn als Besieger der Elemente darstellt. Viel Kelfür Theater. In keinem Jahre waren die Aus gaben für Erhaltung der königlichen Schauspielhäuser so bedeutend, wie in! dem laufenden, bei dessen Ende der Kaiser vor einem Budget stehen wird, dessen Tilgung feine leichte Aufgabe sein durfte. Außer den zweieinhalb Millionen Zuschuß SeitenSPrenßen's verschlingen Oper und Schauspiel z Hans nahezu eine halbe Million Mk. ans der Privatschatnlle des Kaisers, und hierzu kommt noch ein durch schnittliches Defizit in der Höhe von Plll.ifM bis üM,tKX> Mark. Meiches der Kaiser ebenfalls z decken Hut, so daß er jährlich ungefähr eine Million j Mark zur Erhaltung beider Institute hergeben muß. Tamit ist aber die Liste der Thea- j terkosten des Kaiser? nicht erschöpft, denn jedes Mal, wenn er eine gewisse Vorstellung befiehlt und die Sihe an seine Persönlichen Freunde und Käste verschenkt, muß er das ga;e Theater kansen, was durchschnittlich für jede solche Vorstellung ÜlllX Mark as macht. Hierbei sind die Kagen der ersten Sänger und Schauspieler im Ver gleich zu Pen in New-Bork bezahlten gar nicht hach, den kein Künstler er hält mehr, als üO.IXX Mark pra Jahr. Auch di.'Kebälter der einzelnen Thea terhramten, einschließlich des (Gene ral-Intendanten, sind mäßig. Aber trohdem mied der Kaiser dieses Jahr mit dem größten, bisher dagewesenen Schanspielhaus-Etat rechnen müssen, den dieser schließt die erheblichen j Ausgaben für des Kaisers Lieblings- Pantomime „Sardanapal" ein, die, ehe noch ein einziger Sih vertäust j war, einen Kastenanswand von ülXt,- IXX> Mark verursacht hat. Inauguration amerikani- i sch er Professo re n. Unmittelbar nach Austausch des 5 diesjährigen Austausch Professors Tr. 1 Tnvis von Bnle werden die hiesigen f Universitätsbehörden Vorbereitungen zu seinem und des diesjährigen Roo sevelt-Professors Tr. Felix Adler In rmgnrations.Portrag treffen. Tie Frier findet entweder Ende dieses oder Anfangs nächsten Monats statt. Wie verlautet, hat der Kaiser den Wunsch geäußert, hierbei anwesend zu sein, doch ist os noch fraglich, ob seine Plä- ne. die er für die betreffende Zeit hegt, ihn, dies erlauben werden. Ter Teutsche Corre Vom Schlage geröhrt. i- j _ r 7." Ter Hotelier Harry E. Eront erleidet im Kayety-Theater einen Herz schlag und stirbt. Er Staats Senator Wm. F. Applegarih in Folge eines Schlagnnfalüe schiver e. Ki ant. r Einem Herzschlag erlag gestern Nachmittag im KancstnThealer Herr Harry E. Eront, Keschäslssistne,- des Elnh-Hotels. Herr Eront, der Ii Jahre alt ivar, wohnte der Matinee r bei; er wurde plötzlich nnwolst imh st, die Lobby des Piusentempels geführt. wo er 5 Minuten später seinen Keift aufgab. Seine Gattin befand sich zur Zeit in Reistcrstown. Earroll Eoiinty, wo das Paar ursprünglich her ist und wo sie bei Verwandten ans Besuch weilte. Herr Eront be fand nch zur Zeit in Keselischnft von Tr. Joseph T. Hering und drr Her ren Wm. Piirnell Hall und E. E. Thompson. Tie Leiche wurde nach dem Elnb Hotel gebracht. Ivo gestern Abend auch die tief erschütterte Wilt >ve ei ntrof. Herr Eront mar ein idea ler Hotelwirth. Er war stets jovial und verstand es, seinen Kästen den Anseiithnlt i seinem Hotel ange nehm zu machen. Er führte Jahre lang das Hotel Westminster zu West minster, Md.. und vor drei lahren auch das Blne Mountain Honse zu Pen Mar. Tas Elnb Hotel üver s nahm er, als Elmer B. MrEatzan. drr i frühere Geschäftsführer desselben, nach Frederick zog. Ter Vater des Herrn Eront, Herr Job E. Eront, ivar auch ein sehr populärer Hotelier, der Jahre lang den Eßsaal zu Pen- Mar führte und vor einem Jahre starb. Ter Verstorbene hinterläßt leine Kinder, aber außer seiner Kat tili I Brüder und st Schwestern, sowie seine hochbetagte Mutter. S enator A p p l e g a r t sch w e r kr a k. Er Staats Senator Wni. F. Apple gartb liegt in seinem Heim zu Golden Hill, I Meilen von Cambridge, Tor cbester Eoiinty, entfernt, schwer krnnt darnieder. Am Tonnerstag letzter Woche erlitt er eine Schlaga!!!, der scheinbar ungefährlich war. Am Sonntag jedoch verschlimmerte sich sein Zustand, und gestern befürchte ten seine Aerzte, Tr. John Mace und Tr. Guy Steele von Eambridge, das Schlimmste. Herr Applegartb ist ein sehr reicher Mann; er soll der wohl habendste Bürger in Torchester Eonn ty seist. Er ist ein strammer Temo trat und großer Verehrer Bryan's. In lstllK, IIXXt, in he,' Spe.zialsitznng vvn und in lllstL und l!X>> ver trat er Torchester Eomity im Staats- Senat, und vordem ivar er Mit l glied des llnterhauscs. Er nahm stets die Interessen der Aiisternfifcher iviihr. und er war eine, der erbittert neu Gegner der Haman-Aiistern Bill. Er war eS, der die Bill IWI im Se nat tvdt machte. Er ist Präsident der Farmers und Merchants National Bank von Eambridge, Farmer, Eon servenfahriknnt und wohl eine der be kaiinteste Persönlichkeiten im östli che Maryland. Schifssliachrichtrn. New Nock, I!>. Oktober. Angekommen sind die Tampfer „Co lumbia" von Glasgow und „Niemv Amsterdam" von Rotterdam. Plyino ii t h. l!>. Oktober. Ter Tampfer „Kaiser Wilhelm der Zweite" traf vvn Nem-Pork ein und j fuhr nach Bremen weiter. Ter Tampser „President Lincoln" ist von New-Poet hier eingetroffen. H a Iburg, l dl. Oktober. Ter Tampfer „Blücher" ist von New-?)or> hier enigelrmseii. Bremen, l!). Oktober. Ter Tampfer „Main" ist nach Ncwstyork abgefahren. O ii e e n s t a >v n, l lt. Ottober. Ter Tanipser „Lusitania" ist von Nriv-Nork eiiigetrofsen. Neapel, II). Ottober. Ter Tampfer „Eretic" ist ach New-jyork in See gestochen. Fin m e, l!>. Oktober. Ter Tampfer „Slavonia" ist nach New jyork abgefahren. Eherbonrg, ll). Oktober. Ter Tampser „St. Paul" setzte seine Reise nach New-Nork fort. Ter Tampser „Kaiser Wilhelm dcr Zweite" traf von New-ryork ein und fuhr nach Bremen weiter. P ly m ont h, l!>. Oktober. —Ter Tampfer „Pretoria" von Hnmbrg ist nach Port weiter gefahren. T o v e r, II). Oktober. Ter von New-Nork nach Antwerpen bestimmte Tampfer „Finland" ist hier einge troffen. Mflihrtstagc der Lzeiiii Tampfer von Nrw-Nork. Am LO. Okt. Tampfer „Kaiser" ach Bremen. Am L. Okt. Tampfer „Notier dam" nach Rotterdam. Am Lt. Okt. Tampfer „Oceanic" nach Soiithamptoii. Am 21. Okt. Tampfer „Maureta nia" nach Liverpool. Wviidcnt? Baliimore, Md., Tieiising, de W. Oktober ?or Infant anck clkilärsll. R exlmiiiii n w l! I ?Lli VIIK2'. M MzM linglliediomciclisimitllMekck KZuature W kwmolesHigeslionLlitM ki jz ü NOBB Mick IleZi.coiNälnz neiilii.7 Xv a-F vpiillu.Korptliae noriiiel. V X t DM,' t V H A f. IN' IN kz! n Et WUZ,?j t M DM Npeckeeillemeck>korCmi;>ijig tioii.Som Btainaeli.vlsrckkZ UtV Äon. VVc>rms.stoitvul!>>nz.k?vrkisl> X V/ VVVI ,WM MM- rscSimile SiKiamn! °5 -b-s. pnst°cs Lx-c Lop,! Ok Wrpper. Am 21. Ott. Tampfer „Alice" ach Neapel und Trieft. Am Ll. Ott. Tampser „Perugia" nach Neapel. Am LL. Ott. Tampser „Savoie" nach Havre. Am LL. Ott. Tampser „Eeltic" nach Liverpool. Am .LL. Okt. Tampser „Earpa thia" nach Kibraltar mio Neapel. Am LL. Ott. Tmiipser „Teutsch land" ach Hamburg. Am LL. Okt. Tampser „Friedrich" nach Bremen. AmLLe Ott. Tampser „E. F. Tirl gen" nach Kopenhckgbn. Am L I. Okt. Tainpser „Prnnsvl vania" „ach Hamhiiv,;. Am L'l!--l?4'te Tiimpser "„Kromi land" ach Antwerpen. Am LI. Okt. Tanipser „Minnc apolis" liäch LoNisöii. Am Ll. Okt. Tampser „Philadel Phia" noch Sontliamptoii. Am Ll. Ott. Tampser „Colum bia" nach Klasgow. Am LI. Okt. Tampser „Prinzesfm Irene" nach Kibraltar und Neapel. Am LI. Ott. Tampser „Venezia" nach Neapel und Marseille. Am L 7. Ott. Tampfer „Eecilie" ach Bremen Am L 7. Ott. Tampser „New-Am sterdain" nach Rotterdam. Am L 7. Okt. Tampser „Regina d'llalia" nach N'eapel und Kemia. Am Ld!. Ott. Tampfer „Tcntoiiic" nach Soiilhanipton. Am Ott. Tampser „Provence" mich Havre. Am LN. OIA. Tampfer „Baltic" nach Liverpool. Am L!>. Ott. Tampser „Ultonia" nach Neapel und Trieft. Am L!>. Ott. Tampfer „Heilig Olav" nach Kopenhagen. Am L!i. Ott. Tampser „Kurfürst" ach Bremen. Am Ll>. Ott. Tampfer „Amerika" nach Hamburg. Am l!l. Okt. Tampfer..Nord-Ame rita" nach N'rapel und Kemia. Am li l. Otl Tampfer „Fiirnessia" nach t'zlasgoiv Am !!l. Ltt. Tampser „Eampa n!a" nach Lirrrpool. Am 111. Otl Tampfer „St. Paul" nach Tonthanwto. Am l!l. Oli Tampfer „Miimelon ta" nach London. Am -'.I. TU. Tampser „Itnlia" nach Neapel. Am!!. NA Tampfer „Haiifbnrg" ach tzübraltor und Neapel. Am T Nov. Tampfer „Kronprinz Wilhelm" noch Bremen^ Am lj. Ne. Tompier „Nvndam" nach Rotterdam. Am l. Noo Lampier „M. Wash ington" nglh 7 opelhiiiid Trieft. Am I. N >o Tampsex „Lusitania" nach Liverpool. g,- ?lm f. N Tampser „Adriatic" nach Sontham !.m. Am 5. A Tampser „Ecdric" nach Lioerp. Am 5. Ab Lampfer „Lorraine" nach Haiiibm Am 7. Nee Tampfer „Pretoria" nach Hamb! Am 7. N Tampfer „Eretic" nach Kibralt end Neapel. Am 7. N> Tampfer „Königin Louise" nach roltar und Neapel. Am 7. Nor nipscr „Rew-Nork" nach SouthninH.n. Am 7. Nov. Tampfer „Mesaba" nach London. Am 7. Nov. Tampfer „Ehicago" I nach Havre. Am 7. Nov. Tanipser „Tue di Ke- novo" nach Neapel und Kemia. I Am ll>. Nov. Tampfer „Kaiser Wilhelm der Zweite" nach Bremen. Am ll>. Nov. Oampser „Staten dam" nach Rotterdam. Am 11. Nov. Tampfer „Liicania" nach Liverpool. Am l l. Nov. Tampfer „Finland" nach Antwerpen. Ani 11. Nov. Tampfer „Madon na" nach Neapel und Marseille. In der Anlage der „Roimgs t.own Iren k Steel.liopsing Eö.-," zu .Romigslown, 0., isl durch Feuer ein Schaden von PlFü.Klli geschehe. Kohlen und Holz. Kohlen. Louis I. Willingrr Tel.! 0 I 2>>7. iAl'rNM.lMlcl W. I. Ghttpnrttn ll,ci>. IMI. AcilcsirS i?inlilrmenl. N"!. Mariilnud Ehnticl Lvnn Aisorialivu Mo. Pkcme. (sourtiailo A PK?' :e. ?t. Paul 2U.V.. Auleihrn niif Möbel und andcrc Sichrrhritcn. llunu" wir ger,e. (?rlcrnril Zir das (?iiflratiiren. ZiN,-c> sich i, il. ZI. Shaiicr, Rr. M,!.'Wrs>.Zi,. riic Llrasic. .'lvr. Siodii, Miz. 7O? ri-ovk befriedigcild. verkauf! in den iüibcn I. W. Crvok. 4IN, c navr c!ulam Houscc. Musikalien. Der Kauf eines Klmbt-Pialw ist ein Schritt vorwärts in musikalischer Ausbildung. Ihre Tonstärke ist eine Eigenschaft, die sich allen Musik-Liebhabern empfiehlt. Wm. Knabe H Co. Park Aveuur, Ecke Fnlfctte-Strnsic, Baltimore. Attkl MM" (wWkÄM! Hotels und Restaurationen. Kote! Kerinonn. Nordwest Ecke Prntt- Ctnw-Slr. iSci'WV.IJ) V""iann rncr, Md. 'Phon,! W 221. i!. öii P. El. Paul 5212 Avm. Berk s >o. I. Maiidicr, Vs!cr. Tas nllgcmciiic Piibliknin. „The Bismarck," 4 Nord Ciay ahc Baltimorc-Str. Lunch de ganze Tag. Nüst. Bcrkrmrier, iMiirzl4.TS-S.II) kiaeniviimcr. x k Ist', .sdaiiovetslr?, l iiN2.II/ I. 'li Liyrt>, aigenlhlinirr. Zoim DLederköfer s Ncstauraiit, .'!A> Wcst-Taratostli strafe. Teutsche Köche. 2i!iir..bracr PiNcni-, -oirr d i-npurNUr vriuc. Nialilzritrii z allen Tageszeiten. George Filling, Weinen und Likören, -tEl—Flli Ost-Baltimorc-Str. 2>aiiin>orr, Md. a>-Ntirrt!" dufcidst iihrsavralc Telrdho H (?Ipril4.l.i) S riNr, luqcnwiillrs N, daz sc!, c rrs Laaer v Nlsftlli,, B. Mayer 3 Versicheriiiigs Anzeigen. Etablirt IS. Frankfurt Spiegelglas- c nt> ulie li!,!a>>me!Lkll?ii der „,>rlin Marine Unia. d Aikqrll4- in.!, sind Joyn Belker, Asitnt, Deutsch-Amerikanische Feuer Versichrriings Kesrllschnft, wiarli Mriieedirck, eralldeu^ Zoll v. Tis! er. j., Ülke-Prütideiil, !U. in Mawu, Leli^M^ Deuts che Feuer Versicherung! (Gesellschaft vvn Baltimore, Md. Wtlliaa, I. Ailiusä. !>ic Piiifideni. lah P. Lauiicr, ZelreUir, c>. v ÜauiS I, !i>.i>N,acr, I. G. HivISHaU. '.Union H. IcU>n>i. ?>ncnlcn der oMolllchM li!' Iclrlrld, i. 2l>>. Sitiiir, vriisl L>mid>. Nordwest-Ecke Hvllidoy- und Baltimore-Strasse. Hermama Feuer VersichernngH (Gesellschaft von New Zjork. vnnr Kni'Nni I.i!ZN,ONO aa Gnlhnncn r> 155.04v.b1 Ucl'crlchui! ilir Pnlitrn-Ilibnlicr.. 1,V40.200.V4 Fol,n K. Notker, Geschäftsführer. V.'aedosi'irac 2>l>iiic. und arlh-Sirak. 2^Uha,i-, Pfniidlcihcr Anzeigen. S. Salubes Comp., Nr. 075, West Baltimore Straße, Geld auszuleihen, Benjamin 6 Eomp.'s 'e innnllns' im Are cifcn van Irtt 7 Uhr 14 7,den UI! I-nm'inqS 10 >a Uhr Acn4. Prw, r. 420—424, Lil.laUk. Slraiie lNovl.ll.r4iS) Medizinische Anzeigen. KIIILK S LOOOO INS I Vir! ioc. vri arn 7>thrler. I (Ä.u,Ü. j.a.1.11) Dr. Ulm. Wecker', Mi Frauen- 4 Nrnnldoilk. Heilt In IlirieUer geil >v 7 ChvtiiiiS, Innsenan. Hais- nd Munt- i> V muchrm Mulriizi. r. 7, Ol' 7 UN- -I!ninnl!n„z lii >0 Uhr wen, Mui.void van Uhr Zlormittna Kit Z 7 Udr achmiiianl und van 5 vi 10 Uhr bi 2 Uhr Naedm. 7 7>, v>"rr' diu unlehltir leden uNutz. onsultatto s' l i knivlohi! von PvSncr lii Berlin. uslecvimgrn au den Urin. I e>.„.n-,' he, i>e,!>en eeschiechtcrn in 40 i Innncn. i?ö iil heiler als N'avaiba, 11. I l.en oder Cinshr,Hunnen >,nt> srei hi au.'i ichicchten ervchen andere I Unnnncbmlichkeilen Sanial.Midd v enlftnilen, ui denen lii,,h" l'cine cchh Alle AvolhN^
Page 4
4 Per Deutsche gorrespontwut erscheint jeden Tag im Jahre. Hr. Tägliche und Sonn-ns.Ausgnde szabiiAr Sniags Ausgabr, vro JasE I Sll Tu beste nd billigste drutsche Blatt In de Mittel- und Stidsiaairn. Tirnftag, den 20. Oktolier 1908. Acht Seiten. Wahl Beeinflussung. Ter Präsident einer grvften Jnvn slrie-Corporntion in West-Cbester, Pa., hat in den Werken Plakate an schlagen lasien. in denen er droht, die Werke zu schürften, sobald er van der fürchterlichen Kalamität der Crwäb lnng Brvan's überzeug! sei. Tas bciftt also: Wenn Ihr Angestellten n. Arbeiter nicht für Taft agitirt und stimmt, dann seid Ihr entlassen. Eine andere Jirma in Philadelphia macht durch Anschläge in ihren Werten be kannt. daft die im letzten Winter vor gonommciie Lohnrednltion von zetzn Prozent wieder anfgetzobc werden solle, wenn Taft gewäblt werde. Ter Leiter der Jabrit erklärt dazu, er wol le den Arbeitern nicht vorschreiben, wie sie ftiniinen sollten. Tas mag stimmen! aber er giebt einen Wink mit dem Zannpsabl: Wenn Ihr nicht sür Tast und gegen Brnan in's Zeug geht, dann bleibt es bei der Lobner niedrigung von zehn Prozent. Eine midere Jirma. die „Sbarplc's Sepe rator Compagnie," droht ihre Arbei ter z entlassen, wenn Hr. Bryan er wählt werde. Ans diese Trohnng ant wartet Hr. W. Marsh, der Präsident der „lowa Tairh and Serator Com Pagil.ie," er sei überzeugt, daft dir Cr wählnng Bryan's nicht einen Ge schästsrückaiig, sondern ein Ausblühen der Geschäfte zur Jolge habe werde. Cr verpflichtet sich, jedem Arbeiter, der durch die Trohnng der „Sharples Compagnie" brodlos gemacht werde, in seiner Jabrit Beschäftigung zu ge be. Tie Liste solcher Trohnngen. um das Stimmen der Angestellten n. Arbeiter zu beeinflussen, läftt sich nach verlängern. Toch wozu Es kommt nur darauf an. den Nachweis zii füb ren, welche Mittel angewandt wer den, um Arbeiter nnd Angestellte in den Tiensl einer Partei zu pressen, ihnen das Recht des freie Sünimens und Bürgers zu verkümmern. Taft Trohnngen, wie die oben mitgelheil ten, ihre Wirkung haben, wird Nie wand bezweifeln. Niemand verlier! seine Arbeitsstelle gern, am Allerwe nigsten aber in so magerer Zeit, wie wir sie seil einem Jahre gehabt haben. Tie Trohnngen oder Bersprechnngen sind in krinein Jalle ernst gemeint, sie sind vielmehr ein „Blnfs," um Arbei ter gefügig zu mache. Es fällt den Leitern von Corporationen und Jabri ken nicht ei, ihre Werke zu schlieften, das angelegte kapital brach liegen zu lassen, so l.iiige die Betriebe gute Pro fite abwerfen. Tazn ist der Z'lnirrika ner ei zu guter Geschäftsmann, zu sehr ans den Tollar erpicht. Und wenn Einer ans purem Eigensinn schlieften sollte, würde ein Anderer anfangen. Hr. Bryan verspricht die rasche Wiederkehr der Projperilät. wenn er zum Präsivente gewäblt wird. Tie Stnmpredner Zast's er tlärrn, daft des schlechten Zeiten kein! Ende sein werde, wenn Brnan er wählt wird! die Rückkehr der Praspe-! rität liege einzig und allein in der Crwäblnng Taft's. So einfach und so leicht wird sich dir Wiederbeestel lnng der Projperilät nicht Noll ziehen, n. die Periönüchkeft des Präsidenten und der Einstuft, den sie ans die Pro sperität bade, werden seyr überschätzt. In monarchischen Staaten, in denen nicht alle vier oder acht Jahre ei Wechsel des Staatsoberhauptes ein sammenbrnch der Prosperität in den solchen ivirtbichallücher Depression. Und Präsident Roosevelt bat den Zu sammenbrnch der roiperität in de Vereinigten Staaten nicht Verbindern iöiinen. Wenn in den Bereinigten Staaten das Volk regiere soll, wie sas in den Prinzipien unserer Rrgie ningsfvrm bestimmt ist, dann ist jede Beeinflussung durch Bersprechnngen. wie durch Trohnngen vom Uebel. Tie Idee, daft die Prosperität und die Wolftsahrt des Landes lediglich von der Crwähluiig eines beftimmlcnPrä sidentschasts Candidaten abhänge, .wird lediglich zu politischen Partei zwecken und für private oder Corpo- ralivtis Interessen pnsgeschlachtet. Und da greift man auch zu dem ver werflichen Mittel, die Wahl des freien Bürgers durch Beisprechungen nnd Trohnngen zu beeinflussen. Ter Kriegsminister ans dem Stnmp. Nun ms; es aber flecken! Ter Herr kriegsminisler C. Wright,, der Nachfolger Tast's, bat sich in die Wablschlacht gestürzt nnd zwar ait der wichtigsten Stelle, i Neiv-?)vrk. Herr Wrigbt ist geborener Südländer nnd war früher ein überzeugter Te iiwkrat. Cr ist später in's republika iftsche abgeschwentt, wurde Gouverneur ani den Philippinen und. als Herr Tast sein Amt nieder legte, Kriegsminister. Und jetzt stnmpl er in Nciv-Avrk für Herrn Taft und prophezeit, daft das Land durch dessen Crwählnng den Marsch zur Prosperität wieder beginnen wird. An den Taris Plänen Brvan's, an der Tepositen Sicherung, der Stellung Bryan's in der Philippi nen Jrage läftt Herr Wrigbt kein gn tes Haar. Natürlich wärmte er auch die Silbergeschichte des Jahres 1800, seine Idee der Ciienbahn-Ber staatlichung wieder ans. So was lnftt sich ein politischer Stnmpredner nicht entgehen. JürT,lnitiative und Refe rendum" bat Herr Wrigbt nichts übrig, aber Herr Brvan scheine da- t rin eine grvfte Berbefternng der Re gierung, wie sie von nnseren Vätern geschaffen worden, zu sehen. Ter langen Rede kurzer Sinn ist: Brhan zu wählen ist ein gewagtes Experi ment- dagegen ist Taft ein idealer Candidat! ein Jrennd des Präsiden ten Roosevelt. Ob der Herr Kriegs minister durch seine Rede wohl Hlfs tenppen in's republikanische Heer lager hinüberziehen mied? Wir be zweifeln es, den etwas Neues bat er nitch gesagt. RälllMS Ter deutsche Ostmark-Verein über sendet uns folgende Zuschrift mit der Bitte, dieselbe z veiöffentlichen: „Poland. the knight amoiig na tions" nnter diesem tendenziösen Titel bat ein als flotter, aber ober flächlicher Plauderer nnd Tentschen seind bekannter Herr Lonis C. van Norman in Amerika Inden und etwa 7000 evangelische Teutsche, lind weiter: Norman be banplet, die Namen Posen, ?an zig Breslau eriftirten nur ans der karte. Tie Leute, die in je nen Gegenden lebten nd Handel trieben, bedienten sich nur der polni scheu Name. Tie „Groftbei zogtbü mer" Polen. Posen, Oftvrenften nnd Wcftprenften sind nach Normann pol nisch. Schlesien sasl ganz und selbst die Poiimieril n. Brandenburger sprechen einen Tialekt, der ihren sla vischen Ursprung verräth. Ja. solch baarftränbende Unsng lischt Nor mann in einem Buche ans. das Arne rika über die Polenfrage „belebren" soll. Seine Unwissenheit nnd Tbor heil überschlägt sich aber förmlich, wen er wörtlich behauptet, „ilcwiicb ist das ganze Teutschland östlich einer Linie von der Mündung der Elbe bis ein wenig östlich von TreSden," nnd an diese einfach kindisch zu neu nenve Behauptung die ebenso kindi sche Jolgernng knüpft, dos; dieses ganze „slavische" Teutschland sich ans Seiten Ruftland's stellen würde, falls Tentschlnad sich in einen Krieg mit seinem östlichen Nachbar eintiefte. Also Holstein und Mecklenburg schenkt Norman einiach der polni schen Jrredenta! Cr isl somit allpol nücher als selbst der gröszte aller pol nischen llebernlopisten. Cr siebt in den Polen weiterhin ein Volk, das niemals andere Böller mit Watten gemalt bedrückt hat. dagegen die Civi liialion ohne Tank gegen den beidni scheu Oslen vertheidigt hat kurz, er redet sich solchen Unsinn über die polnische Bergangenheit nnd Gegen l wart zu jammen. daft man diese Jülle van blödesten Behauptungen kaum ans das Coistv seiner Unwissen. j beit setzen darf, sondern ihm das Be esizinm krassester Böswilligkeit ge- Ter Teutsche Corrcspondent, Baltimore, Md., Ticiislng, drn 20. Oktober 1908 gen alles, was Teutsch heisst, ,;ul>il ligeu ums;. Au dieses Beuefiziiim mögen alle die deute, die das llu glück hadeu, vielleicht eine Stunde au das alderue Rarmauu'sche Pamphlet zu verschweudeu. Tas Clek I a a l Calle giuui, welches die eigentliche Präsi dentenwahl vornimmt, zählt Stimmen. Cs sind alia Clektv ral Stiuimeu für die Wahl des Präsi deuten erforderlich. Weitere Wahl- Arithmetik zu treiheu und mit lauter uuhekauuleu Grössen rechnen, düntt uns überflüssig. Auch die he ften Rechner bringen nichts Zuverläs siges heraus. Wozu sich also den lgopf zerbreche? G a uz Ja pa n b e>v i l l tvmninet unsere Ziriegsslvtte! Ter Cnthnsiasmns ist grenzenlas! Wilde Temanstralianen zu Chren der Ame rikaner! So und ähnlich lauten die Ileberschristen, die amerikanische Zei tungen den.Zabelnieldnngen ans Tv tia geben, llnsere Presse arbeitet in Superlativen! immer werden die stärksten Jragen ausgetragen. Ge stern waren wir einem lüriege mit Japan nahe und heute schlägt ganz Japan init dem Mitada und seinen Ministern an der Spihe Purzelbäume aus Jrende über den Besuch der ame rikanischen Jlatte. Wazn diese unsin nigen Uebertreibungen unserer Zei tnngen. Japan hat unseren Jlatten beinch srenndlich ansgenanmien. Tas gebietet die internatianale Gepslagen heit. Tie politischen Pläne der Ja paner werden deswegen nicht beiseite geseht werden. silng, schlau und ver schlagen sind sie ja, diese Japaner. Tie „N. World" hat Herr Brual> und Herrn Taft über ihre Aussichten befragen lassen, und Beide sind siegesgewift. Herr Bryan erklärt: Wir machen Gewinne in je dem Staate der Union, und die Nach richten der letzten Wache sind besser als in irgend einer Woche vorher. Wir tonne die Berichte um die Hälf te discontiren und doch noch einen grossen nationalen Sieg gewinnen. Herr Tast erklärt: Ten erhaltene Nachrichten znsolge bin ich überzeugt, das; eine unparteiische vorläufige Ab stimmung den Erfolg des republika nischen Tickets im November klar er geben und Ueberraschung über die po litische Stellung von Staaten brin gen wird, die bisher als Zweifelbast oder demokratisch klassifizirt worden sind. Nun kann sich Jeder seinen „Berich" darauf inachen. TerStaat N e w ork mit seinen lil> Clektoralftiinmen wird bei der Präsidentenwahl wahrscheinlich den Ausschlag geben. New Bort wird also bis zur Wahl das Hanpttnm inelfeld der Stnmpredner beider Par teien sein. Nach Ansicht verschiedener New Bort er Zeitungen haben sich die Aussichten der Republikaner in der letzten Woche im Staate New-Borl verschlechtert. Ter Staat ist soweit zweifelhaft. Heute in I I Tagen wer den die Zweifel schwinden. Al I e Wablprvp b e z e i u n gen der Zeitungen sind Spielereien mit den Lesern, zumal vor dieser Wahl, da die übrigen Parteien dies mal den beide greiften gegenüber eine bedeutendere Rolle spielen, als je vorher! vor allen die Arbeiterpar tei. Auch die Probibitionspartei wird in verschiedeneil Theilen des Landes der republikanischen wie der demokra lischen Partei viele Stimmen entzie hen. Tazn kommt, das; das Neger- Bvtnm dieses Jahr über das ganze Mnd ein unsicheres ist, ans das die republikanische Partei nicht mehr, wie seit vier Jahrzehnten, rechnen kann. Mit der Trust Bändi gung der Roosevelt Administration, von welcher so viel Wesens gemacht morden ist, war es nicht weit her. Bon den Prozessen, welche die Regie rnng in den sechs Jahren der Roose velt Adniinistratio gegen Trusts und Groftcvrpvrntioileil anhängig gemacht bat. sind nur wenige von der Regie rnng gewonnen worden, und die Hanptsiege gegen die Northern Secnrities Co., gegen den Jleisch- Trnst und den Papier-Trilst ha ben sich nur als Scheinsiege erwiesen. Cs ist jer.l null, festgestellt worden, das; trotz des vielen Rärins die Zahl der Trusl Prozeüe nnter Präsident Rvosevelt's Rdmniiftrativn kleiner ge wesen ist. als die der unter Präsident Harrisan. Präsident Cleveland und Präsident M'euinleh eingeleiteten. Unter Harrisan wurden t 7, unter der zweiten Adininiftrativn Cleveland's IGT unter M'cUinlen und unter Roosevelt -7 solcher Prozesse anbän gig gemacht. Tie letzten Tage haben nach einmal wahre Sommertempera lnr gebracht. Tie Normal- oder Tnrchschmtts Temperatnr deträgt nach den Criiiittelnngen nnseres Wet ter Büreans für den Oktober wäh rend der letzten li 7 Jahre l>7 Grad, letzten Samstag hatten wir als höch- ste Temperatur 80 l'lrad, eine Wärme, die ill den 07 Andren, in tvelchen das Wetter Bürean besieht. nur eiinilal übertrofsen ivorden ist und Mar in 1897 mit 90 Grad am >O. Oktober. Tie niedrigsten Oktober Zempcratn ren ivnrden ain 00. Oktober >873, am Oktober 1870 nd am :!l>. Oltober 187!) mit 30 Grad, also vei Grad unter dem Gefrierpunkt, regislrirt. Angnst G. .Kahler. Kntherinc Grenzer. siiirli um 17. Olwücr NM! in llncr N'i Icn Bartholemew Gleich. wvinu nUI, .mon Jiiüü Uslar. Zur Erinnerung Loudon-Park-Ccictcn>. Lorralnc. !,Union' TruWGcbiiudeS." Eytirie,. Siraftc. Nr. SVS. Slinerican-ZiG. Zunder Söhne, John Herwig öft Sohn, Ckristian.Miller, Lcichenbes.ntter nd Einbalsamirer. Mäsiinc Preise. U. 4 P. PlN!,—Wolfe 22! t I Svel22—) Eindiir 1840. Albert E. Kuller Willinm S> Fry. Mäsilgrn Preisen. Tueiciltnmmcr und Kapelle, i.uclt zui'i Friedhof. ?llle Vttreain Ar. 111, Norv-^harleS-Stratze. Televbrve. litlirl> d.-o ~WlttelSach-Vein." (JuniOü.TtcS.W L. HilM'tnerL: Söhne, Marmor- und Kranit Werke 711--718 West-PaMniorc-Strusic, Ecke Sharp- lind Ostcnd'Ttrasie. Sine nroüc >lS>vakl o Granit und Marmor-Monumenten E. Sniiii Md. Senriclta öl. §3.00 Erstklassige K-ttschrn §3.00 §3.00 für Begräbnissr. §3.00 20ir eiNichkn Sic nicht, einen Snrn in tll'er mölnnen! ine, ,u> fnnien. y' diesen Pinn in, rin Benrnlimtl zu erhallen, lloliert UinnUr^^^ Bmiünore Wolfe .77' WelteAaie
(sine Aerordnunq, uu U'.ciNstst tincr Ukte der Lciiioliuur von A>r vud, >Ü>cr asvunr Sti'Uiin im Zalirc i.""' nvvnrt .14 ai hrü dir AliS'iddr von Sllinidiihrinr dcs MiNiorv und Iwu Paiiimorc z amiirisircn i rincni von niaii uvcr Hills Millionen ToUors .^uni NNiiri zur Trünnh vir liliiollc lu-dir .lud' suiirulii, dcr V r i l, ciic r !!.!>lvllin>ir tNlc vo lm>B, ziapiicl Uli, ior ocu .Mu und dir Uiiirrhali,! cincs virservoirs °bcr -cr s im Thalc des 'ji,powd>> „iuncs, Eouulh, ncuommc lmd wt.dcn soilrn, und jiir de Zweit, dir munizipale Wasicrzusuhr der Ziaoi o vcr dcsscru, wir Pcsanic Atic ver PriilSlalur Alle dcr e>il>oilli>ö'^'" /"AiN ilind. in der Zumiur--ihm! im -'MB als Kapitel 2,4 pa-nrl. vor Mattor und rulh Po,, Buliimore uulollfni 0-urti i. oe>eu -chuiicheine im Mirave von ve i>> Millioncn Tvllcirs nmh dcr Varl miüe>sA>cne>i tr-cise und BchiNi!Nl>ei> lnr -cn Bau Ml d c Nnlerhuituno cincs Mer siev >n. Ümie des Guupowdel PPUmorc Eounih. auszugehen und 3wocl olc munizipale Waiierzusuhr der stasf vaUiMIN zu vergröszeru m>d zu Verdeiferii, wie all z w-' durch bcsaglc Alle der Legis,alur auiv'is! iür B'B^^Zwecse Eommissürc hicrmii uuiorlfiri uns angeivicik.l sein ioilen und lind, die reglsirlrien -!cvuid lcheiue der Ziadi II Peiragc von slinf ,lli>o neu Tvuars Pü.l>i>.tN>i von Zeil zu Zeil, wie es für vorgeullnilie Zwecke nöthig sein mag. aus zulegen, und daft heiligte Schuldscheine den den Zlnmlz Edlilinisilirc von gi werden 'solleil! und der Ertrug aus dem Nersum hetuglrr Schuldscheine idii jiir die lwlgciiamllru Zwecke und ,ür leine andere Zwecke venupl lvcrdeli: tintcr dciu schall, dnn diele 'tl drdnmlg ich! ill Krall lrcle. vis sie von einer hcsugl!-" Schuidschcine >u Belingen von nicht unter cinhundcrl Sollurs iPlUli ausgegehcn werden, am rillen Tage im Teiemdcr des Sah urrordnei das, iedrm hundert Tollars ,siu> Werl desicuer darcil Eigenthums in dcr Stadl Baltimore und im richtigen ZeriiaNiiisl für eitlen grösiereli oder erlcgl'ävcrde Zahln der Zinsen mit de ffllr getreu? AdtchriN, sc, VNW, more zu auiorisirc. die R'odn!^ !l. Barry Mahool. Ziir gelreue Al'tch.lll, N>, r'NMer^bu^, A. Sj.,Hkapdletou-5 Tollars tttlNi 17.1Ü.2.21.22.Z3.24.Z1!.27> Unterhaltungen. Erstes Pcabodn-Rrcital. Tavid Bispham, Bariton. Saison Biürle irrsrrdirN für 57.
Theater. Al,drn.ir7^^ Hnttic Williams Scr." (2!2) „Wniitcd l> the Police" (22 -8> „Mr, Hin, and I" Ed. Lee Wrothe. (2!12-'8?"° ...Gay Ncw.?,orl. ch I MaNnre'n: Moniag, LZ l II Pts Mtllwoch, ffrriing und v, Samsi-g. 2llc. „The Angel of the Trail." Sclma Hcrmn, 4 Matinech, Mittwoch V. und Samstag, Richard Earlc „Marh's Pamb." Nbrndpreisc: 2.7 c., 711 c., 7.7 c., 5t.111> und 51-70.
'v'i drm Bolle bclirdt. Täglich Matinee. I. Herbert Mnct'S „World Braters" „The §.">000 Pnrsc" .Normng Glortcs. Wnrnlund. Kcith's „All Star" Laudrvillc. l 7 Lnr Bohs in Blnr 17 (2V2 8> Uew Wonnmentsl. „The Big Review" Tanz-Alademlc, I N. Zrrmo, Ave. vcrn iclvcn, H chz '3 A, (0N17.2M> Nr, lin. Wcsi Lcxingto.Strafte. sc. NN 2.reinigt, gef^h LcrüMlon-Slr, ""ft ts P, Phoiie. St. Paul Ikvo. teilll.tMt) So gnt wie Gold nnd besser wie tcn ton Tock. ichnlc l>ao gan.ic Aahr hindurch. iSlUgll.LMtci adler s Bryant Ttratton Handels College tkife ffahelte. und Hanover.Slrasjc. Taglchulc feht oslen, Abendschule bcginnl am 28. September. Telephone. Pattimore Juristen Schule. u." Temas 4ill! Vu?idil>ü. (AuglU.ZMtc) College of Phnsicians and SnrgconS of Baltimore, Md. elnaerichlete G-bliudc, treffliche Uaboralorlen, groüe Hofplläler. gcburlHhlUfllche Anstalt u,f,w. Ter 37. Nnrs I-auiNl NM l, an- Standard-Schute —für— Slcnot;raplie n. Moschillcnschrlibcn 437 —137 A Eguitablc Building. Zag- und Abend-Klassen. McKcc-Sl>siem. Herbstfeniestcr beginnt am 14. Teplcmbcr. tAUj,2B.4AsI) WerLih Schute ffranzojisch,, TeutsNi, Spanljch.,ltalienisch etc. noch den ueneslen, berahtnleliell Älettwden e ichrt. s-icrgcborenc. l afle oder privat, Tng- und Nacht. Lehrer nach Wohnungen gesandt. Ueversehnngen. Englisch snr AnSländer. Nr. 14, West ffranfli., nahe Eharles-Strasfe. (Sepl27,lN!l) Tic Baltimore Acaoemh of the Visitation. werden. Rechtsanwälte. Henry A. Ulrich. Tcutso>cr Geld sicher angelegt. Referenten! Besriedigte Klienten aus allen Theilen der Stadt. (Dezl2.l?l Tcan öe Johannscu, Deutsche Rechtsanwälte, tjinimer lv7 —lva. Gaitber-GebSude, Nr 111, Rord-EharleS-Stranc. Pralti/liren in allen Gerichtshöfen. Trnlsitie Erbfchosiosiille eine Spcztaliilit. ffernfprecherl E. Sr P El. Paul 3>14. Maryland B ISNI. (SeptB,DiDSao> C. sc P. Sl^Pall^ Karl A M. Tcholh, Rechtsanwalt, Simmer l>. praliizirt in Nachlall'Slnaelcgenhcitcn. Testamente und Ur> funden aller fhA. Eollcllionen. Land, Hsuser und Grondtiilsen gekauft. l2oo—l Etwas Neues: Zähne ohne Platten. Tiefes Svllem erfordert kein AuSzichen. daher keine^Schiner- liirchinl. Sahngebiisc Kü.ov! ane g. eentirt. Gold.Kronen 53, im dis xb.lli'! alle a. raiiiirt. PriiKrn-Arveit 531> >S 5.' 'B>. Goto- Kitllungen von Kt an. Sitber-AUltung bo. Tr, I. W. Teil in, deutscher Zahnarzt, Nr. 811, Nord.Howord.Strahe. Sprechswnden von 8 Uhr BormitiagS b>S S Uhr AbendS: Sonntags von bis >2O Uhr. lablirt 12 Jahre. tOfft? An die Tamen. setn. wohin sich dasür zu wenden, Tie hraucheu nur hei ,>rl. :N, HudcrS, Nr. ltN'Z, West-Sara toqa-Strabc, vorzusprechen, ihren Zlanieii aiS Zögling eintragen, und sie lernen die .umist nach der sortgc'chiillemle Methode. >c erkalte nns'.erdein gründliche Unterricht n Zulchnei dcn Sehr liberale Bedingungen ,rl. M. Hudcrs. Nr. :UIS. Wesi-Saraioga.Strafte. 2. Nord-Pallerson. Parl-Aoenue. Wolfe 3377 —K. Bollkomrnr Beerdignngeu von §35 (Marz?,l2l
Page 5
Tic Anleihe. Cine Anzahl wichtiger Versammlun gen zu Gunsten der Subway- und Wasser-Anlehen in dieser Woche,— Tie Arbeiter von Warren Bro thers. Jndossirnngen der An leihen in allen Kreisen. Nur noch zwei Wochen und da? Schicksal der Subway- und Wasser- Anleihen wird am Wahltage besiegelt Verden. Nach den bisherigen Jndossi rimgen der Anleihen von politischen, Verschönernngs-, Geschäftsleute und anderen Vereinen, deren Mitglieder sich ans allen Bevölkernngsschichten rekrntiren, ist es wohl kaum noch fraglich, das; die Mehrheit für die Anlehen eine ganz entschiedene sein wird, vorzüglich da die Opposition, an deren Spitze die „Federation of Cabor" steht, in der letzten Feit ziem lich in die Brüche gegangen zu sein scheint. Trotzdem läszt das Campagne- Comite kein Gras unter den Füszen wachsen und sind folgende Versamm lungen für diese Woche festgesetzt wor den. in welchen die Wähler über die Wichtigkeit der Anleihen aufgeklärt werden sollen: Montag Baltimore Troguen- Vörse im Baltimore Athletischen Club. Tienstag Massenversammlung in der Hollins Markthalle: Verein der Kanslente und Fabrikanten der Alt" stadt, Wasserwagen mit stereoptischen Bildern i.n Canton- Markt. Mittwoch St. Andrew s Halle, Ehester- und Mura Strafte: Horn's Halle, North-, nahe Madison-Avenne. Tonnerstag Bloomingdale Ver schönernngSverrin. Nr,7lo,Bloomiiig dalc-Noad: Wasserwagen im Catrobe- Park; Neger Versammlung in der Zion Kirche, Pennsylvania Avenue und Toiphin-Strasze. Sonntag—Massenversammlung in der „Frohsinn-Halle." Unter den so zahlreichen Organisa tionen, welche die Anleihen indossirt haben, befindet.sich auch das St. Jo sePlis-Cyeenm. Sekretär A. T. Golds borongh hat bereits mehrere Beispiele von Arbeiten unter städtischen Con trakten angeführt, die trotz gegenthei ligen Behauptungen fast ansschlies;- lich Baltimorer beschäftigen, und ist nerfür Warren Brothers ein weiterer ieiveis. Warren Brothers, welche torth-Nvenne und andere Straften iit Bitnlitbik pflastern, beschäftigen 10 Arbeiter. Hiervon sind "98 regi stirtc Bürger und zwei erfahrene Wrkführer, ivelche von auswärts nch hier gebracht wurden/Tie Me dizftsche Geyellschäff link' ebötistälks' ch Ansprachen des Mayens und des Hlsindheits Commissärs Tr. Boslen die Anleihen enthusiastisch indossirt. Tu von Ingenieur Onick znsammen ges'llle illnstrirte Broschüre kann in denscher, böhmischer und jüdischer Uebrsetznng vom Wasseringenienr odeiim MayorS-Burean erlangt Ver den. I gendliche Taugenicht se. Trei Knaben im Alter von 12 bis ll Jahren wurde gestern Abend gegei 8 Uhr vom Polizisten MeMa uns wm westlichen Tistrikt dabei er wischt wie sie sich i verdächtiger Weise um einen Frnchlstand an der Ecke um Lombard und Paea Strafte zu shasfen machten. Ter Beamte fand i>ci näherer Untersuchung, das;! das Zchloft deS Fruchtstandes erbro chen var. Cr schritt daraufhin zur Verhrftimg der Burschen, die in der westlichen Polizeistation ihre Namen als James Flootwood, Andrew Co ivery nnd Walter Carter (Neger) an gaben. Tie beiden Erstgenannten vollen angeblich kürzlich aus dem „Knabenheim" an der Calvert und Pleasant-Strafte entlassen Verden sein, doch hegt die Polizei die Ver muthung, das; dieselben dort franzö sischen Abschied genommen haben. Sie ivnrden vorläufig unter der An ichnldigung de? unordentliche Be tragens bis zu einem heute stattfin denden Verhör festgehalten. Ein gehöriger Teukzet tel. Wm. T. Benson, ein Neger- Geistlicher, stand gestern vor Kadi! Coden unter der Anschuldigung der! Nnhestörimg. Ans dem Verhör ging hervor, das; der Biedermann in der Nacht vom Samstag zu gestern seinen geistlichen Beruf völlig vergessen und in seiner Wohnung, Nr. 702, Penn- Alley, einen derartigen Lärm geschla gen hatte, daft die ganze Nachbarschaft ans die Beine kam. Polizeirichter Co den var in freigebiger- Laune und brummte ihm Ptoo auf. Ein rabiater M a rose. JameS Gallagher, ein Matrose vom ssollkntter „Arushnet", hatte estern eins oder auch mehrere über den Turst getrunken und kam Vormittags in ein Spcisehaus an Franklin-, nahe Calvert Strafte. Er bestellte cine opulente Mahlzeit, als es aber zum Berappen kam, verweigerte er iiicht nur die Zahlung, sondern fing auh wie ein Kümmeltürke an zu ivettcrü und zu fluchen, bis Polizist Healy ihn in die mittlere Polizeistation in siche ren Gewahrsam brachte. Im Zeichen dxx iSchanlthicrc. Ter „Bayerische Männerchor" veran staltet im „White Hall"-Garten ein Ansternrösten mit groftem Erfolg. „Baltimore Bayern- Verein" trifft Vorbercitmige für ähnliche Vercinstaltniig. Ei Ansternrösten, das in jeder Beziehung erfolgreich verlief, veran staltete der „Bayerische Männerchor" gestern -Nachmittag im „White Hall"- Garten an Bankstrafte, nahe Broad way. Zu demselben hatten sich nicht nur die Mitglieder des Vereins ein gcsnnden, sondern auch eine grofte Anzahl ihrer Freunde. Trotzdem ge stern ein richtiges Sommerivetter herrschte, tieften sich die Erschienenen die Austern, vetche ans alle Arten zu haben waren, vortresslich munde. Hr. Martin Ealson, der Verwalter der „White Hall," halte es ausge zeichnet verstanden, die Schaalen thiere zuzubereiten. Für Solche, die keine Liebhaber von Auster waren, gab es Sauerkraut und Schiveinc ichwäiize. Natürlich fehlte es auch nicht an dem nöthigen Stoff zum Löschen durstige Kehlen. Zur Un terhaltung sangen die Aktiven des Vereins nnter Leitung ihres Tiri genten, Prof. Aug. Schneider meh rere Lieder, darunter „Gruft Tich Gott. Tu bolder Schatz." „Wenn ich den- Wand rer frage" und „My old Kentucky Home." Arrangirt wurde das Ansternrösten durch die HH. Ebarlcs Kunkel. Hermann Acker mann, John L. Rauh, Aug. Loh lnami. E. Schindler. Thomas -Boden sleiner. Ed. Leimbach. Gustav Volker, John A. Schäfer, Henry Heckmaiin und Jotzn A. Ackermann, Unter den Theitnehiiierii besanden sich Mitglie der folgeiiderVereinc: „Eicheiitraiiz," „Locnst-Pomt Männerchor," „Ein tracht," „Baltimore Bayern-Berein, V. N. V„" „Baltimore Bayern-Ver ein" und „Wittc-lsbach Verein." Baltimore Bayer n-V erei n. In der „Wlsite Halle" an der Bantstrafte, nahe Broadway, fand gestern Nachmittag die halbmonat liche Versammlung de? „Baltimore Bayern Vereins" nnler dem Vorsitz des Präsidenten Peter Schneider und der Protokollführung des Sekretärs R. Schwarz statt. Es wurden in er ster Linie Vorbereitniigen für ein Ende November stattfindendes An steriiröstc-n im Liberty-Park getrof fen: sodann vnrde beschlossen, an der JnbiläuinSseier der deutschen Trei einigteits-Geineinde theil zunehme. Eine Einladung der Tamensektion zu einem heute Abend stattfindenden Familienfest vnrde angenommen. Gegründet wnrde eine sogenannte Buminelllasse, ivelche den Zweck hat. hei Ausflügen die Auslagen der Mit glieder zu decken. Ein neuer Bay e r n-V erc i Tie Zahl der deutschen Vereine von Baltimore ist wieder um einen ver mehrt worden. In dem Hanse des -Bäckermeisters Hrn. Georg Blaser, Nr. 2222, ?)en'k-Road, gründete man am Samstag Abend den Verein „Tie fidelen Bayern." Ter Zweck des Ver eins besteht darin, den Mitgliedern bei den Zusaminenlünften fröhliche Stünde zu bereiten, im wenigstens zeitweise die Hast des amerikanischen Lebens und die Jagd nach dem Dol lar zu vergessen. Als Versaimn lnngsort wurde Schmidt's Restaurant an Patersoii-Pnrk-Aveiine, nahe Val tiinvrcslrafte, erwählt. Kardinal firmtVierhn n d e r t. In einer Prozessian, an der niebr als tausend Personen theilnah inen, wurde gestern Kardinal Gib bons zu der „St. Mary Star of tbe Sea"-Kirche geleitet, wo derselbe 100 Personell sirmte. Unter den Gesinn ten waren fünfzig Personen, welche von einem anderen Glauben zum Katholizismus übergetreten waren. Unter den Prozessions Theilnehmern befand sich Tr. T. I. Flyiin, Präsi dent d?S „Mannt St. Mary's Col lege" in Emmittsbnrg. Vater Mi chael RiPPle celebrirte ein feierliches Hochamt. Als Ehren Tiakonc snn girte Vater John T. Whitney vom Loyola Eollc-g und Vater Tr. M. I. Teuren vom St. Mary's Seminar. Stecherei an Fair m o nt- Aoc ii ne. Polizist Woelser lie ferte gestern Abend den 20 Jayre al ten August Trcnkamp von Nr. 200. Nard-Wolfe-Ttrafte. und den 10 Jahre alten Jolm G. Fischer von Nr. 1010, Fairmomit-Avc-mie, im Nordost liehen Stationshause ein nd beschul digte Treiiiamp des angeblich nnor dentlichen Vctragcns und Fischer des j angeblichen thätlichen Angriffs auf Trcnkamp. Wie Fischer's Vater ge stern angab, benahm sich Trenkamp vor Fischer's Haus ans nnanstäiidige Weise, weshalb ihn der junge Fischer vom Trottoir weisen wollte. Tren kamp sott dann ans Fischer losge schlagen und Letzterer zur Gegenwehr ein Messer gebraucht habe. Trenkamp srlitt Verletzungen im Gesicht und an iX-r Hand, welche um „Johns Hopkins Hkpital" vcrbmidejPj'vurden. Ter Teutsche Ccnrespoiideiit, Baltimore, Md., Ticnstag, den 20. Oktober 1908 Ter gcfnngcne Zigeuner. Pietro de Metro empfängt den Besuch seiner Frau und von Stamiiic-: genossen. Cr iftt nur die von seiner Frau zubereiteten Speisen. Seine Verhaftung scheint auf einem Jrrtlmm zu beruhen. Ter Zigeuner Pietro de Metro, der mit der l 5-jährigen Juliata Moro, ciner brasilianischen Zigeunerin, am Samstag verhaftet worden war, ein pfiiig gestern den Bestich seiner Frau, die mit der Bande in Brehm'S Waid lagert, und anderer Mitglieder dieser Bande. Tiae Sache scheint sich in all gemeines Wohlgefallen auslösen zu wollen, da der von dem Onkel des Mädchens in North Bergen erlangte Hastbefehl auf einem Irrthum zu k-c -ruhen scheint, TaS Mädchen var Pietro nach Baltimore gefolgt, um srne sechszebnjährigen Neffen zu hei rathen, und sagte dieselbe, das; sie die sen Cntschliift freiwillig gefaszt babe. Ter Vater des Mädchens befindet sich auf dein Wege nach Chicago, um dort!slsoo in einer Bank zu deponi ren, und wird ebenfalls tzicr erwartet. Tic Frau Pietro'S und der Sohn des Häuptlings der biesigen Bande brach ten dem Gefangenen gestern Nal rnngSmittel, da sich Pietro vegert. andere als von seinen Staimnesge nossen ziibc-reitele Speisen zu essen. Tie Angabe, das; Pietro und Juliata PIOOO entwendet liaben sollen, scheint ebenfalls au? der Cnst gegriffen zu sein, da Beide nur etwa P7O in brasi lianischen Goldstücken in ilirem Besitze ballen. Trotz ihrer Jugend war I liaka, wie die hiesigen Zjigeiincr sa gen, an einen Mann verkauft, den sie aber auf Besebl ihres Vaters nieder verlieft, Tie farbenreichen Trachten der im Stationsbanse erscheinenden Zigeuner erregten selbstvef-ständlich bedenkende Anfmerksaniseit, doch ver standen die nach Amerika verscllage neu Söbne nd Töchter der Puftta schnell Freundschaft niit den Polizi sie zu schlieften. Frau de Metro sagte dem Lieutenant Fullen sogar ans den Linien der Hand sene Zntnnft voraus, Ter Barbier Job T, Bür ger, Nr, 1807. Nord Gay Str., hat sich der Zigeuner in aufopsernder Weise angeiwmmen und begleitete auch gestern Frau de Metro nach dein Stationshanse, wo sie cine längere Ilnterredmig iiiit ihrem Manne hat te, Ter von Rechtsanwalt Thomas C. Rnddell erwirkte Haben? Carpns-An trag für de Metro kommt heute im Gericht zur Verhandlung, Le'ch t e r B r and. Während Hr. Adam Herbert mit seiner Familie von Hanse abwescnid mar. entstand i seiner Wohnung, Nr, 1202, Siid Syarp-Strafte, ein Brand. Cine Nachbari, Frn Carrie Mitchell, be merkte die Flammen und bcnachrich tigte die Mitglieder der Spritzen- Compagnie Nr, 20. ivelche den Brand löschte,, olme daft eni Alarm einge sandt vnrde. TaS Inventar der Wolmnng vnrde stark beschädigt. A bleb en. Im Alter von 7l Jabren verschied am Samstag Frau Katharine Grenzer, Wittwe von Bernhard Grenzer, i ihrer Wohnung Nr. >lO, Kemvood-Avenne. Tie Be erdignng findet morgen Nachmittag m 2 Uhr vom Tranertzaiise ans ans dem „Jinmamiels-Friedhofe" statt. Mu ft da s Geld hera u s rücken. Richter Tiinea erlies; im Kreisgericht zu Towson einen Ge richtsbeschl, welcher Hrn. John L. Calp aniveist, die von ihm imter ei nem Baumstamm ans seiner Farm gefundenen Pl5OO in Gold herauszu geben. Auf das Geld erhoben be kanntlich die Erben des Hrn. Joseph Hare mit der Begründung Anspruch, das; Letzterer es an dem Fundorte verborgen hatte. T r a u u n g. Herr August Hel berg und Frl. Jobaima Teidelbeck ivnrden gestern Abend in der St. Vi eentS-Kirche zum Bunde sür's Leben vereint. Als Trauzeugen sungirten Herr Nathan Jäger und Herr Angnst Freund. Nach der Trauung fand im „Star Lunch Noom," Nr. 500,, Ost- Baltimvre-Ttraftc, ein Empfang statt, bei welchem die Gäste ans das aller beste bewirthet ivnrden. Alle Anwe senden amüsirten sich vorzüglich. Tas neuvermählte Paar wird in Nr. 022, Ost-Baltimore-Ttrafte, wohnen. Von einem Hunde gebis s e ii. Ter Jatzre alte Benjamin Börnste, Sohn von Jsaac Born siein, von Nr. l 120, Gongh Strafte, wurde gestern Abend während eines Besuchs bei Wolf Mazor, von Nr. 10>, Süd Bond Str., von dem Hund des Letzteren in die linke Wange ge bissen. Tie Wunde wnrde von Tr. Rosette, Nr. 1500, Ost-Baltimorestr., verbunden. Ter Hund trug keinen Maulkorb. Auf der Strafte gestor bei. Ter II Jahre alte Neger Charles Johnson, der an Vine-Str. ivohiihast ist. brach gestern Abend vor dem Haus Nr. 1005, Orleans Strafte, todt zusammen. Caroner Carnthers vom nordöstlichen Tistrikt constatirte Herzschlag als Todesursache. Sonntags Razzias. Verschiedene Wirthe gestern wegen angeblicher Uebertretmig der Sonntags-Gesetze verhaftet. Haftbefehle für andere in Sicht. Zwei Verhaftungen in Balti inore-Connty. Andere Einge heimste. Ein volles HanS hatte gestern Morgen der !K>-jäl,rige Joseph A. Telaney. Inhaber eines Nr-ianrants in Nr. k 7l —l7t>B, Presbnrysrrafte: nicht weniger als 21 Gäste besanden ich in dem Lokal. Tie Nnhe dieser ülNigens sehr- sried-ainen -Gesellschaft wurde jedoch Zäh gestört durch den Besuch der Sergeanten Pfennig und Carbery und der Polizisten Wingate, Cmrich und Webster, ivelche die Herr schasten höflichst >n einer kostenfreie Spazierfahrt nach der nordwesilichen Polizeistation einluden. Hier wurde der Wirth dem Polizeirichter Tyson unter der Anschuldigung des Spiri tiiosenverkanfs an Sonntag vorge führt. Ta jedoch sämmtliche Zeugen beschworen, keine alkoyoliichen Ge tränke erhaiten zu haben, schlug der Nichter die Anschuldigung nieder. W irth und ji eben Gäste v crliaft e t. Als ungebetene Gäste stellten sich gestern Nachmittag die Sergeanten Pfennig und Carbery in der Wirth schaft des Hrn. Mich. A. Nenehan, Nr. i:Z7. Cnmberlandslrafte. ein. Sie fanden in derselben sieben Gäsle vor, die sie nebst dem Inhaber nach der nordwesilichen Polizeislation mit gehen hieften. Während die Mengen bis zu dem henke Morgen vor Kadi Tyson stattfindenden Verhör entlassen wurden, ward Hr. Nenehan unter der Aiischnldigmig. alkoholische Getränke am Sonntag verkauft zu haben, vor vorläufig festgehalten. Jni mittleren Tistrikt. Tie Polizisten Lanahaii. O'Neill nndSergeant Forrest drangen gestern Vormittag in die Wirthschaft des Ita lieners Salvatore Bolonio. Nr. 020, Ost Praltflrafte, Ivo sie fünf Gäste, den Wirth und den schwarzen Kellner Joshua Gittings, Nr. l(0l. Sanls bnry-Conrt, mit verschiedenen vollen Biergläsern antrafen und die ganze Gesellschast nach der mittleren Poli zeistation brachten, wo Richter Gran nan Bolonio und Gittings, den Er steren wegen, Tonntagluerkanfs von Spirituosen fhid den Letzteren wegen Arbeitens am Sonntag dem Gerichts verfahren ülwrivisK. N e g e r f v e tun tA" au s g e .H? -mit- '^e. tz i-' N. Kurz vor I Uhr gestern früh iiber rnmpelten Nnndeiergeant Niesner, die Sergeanten Barry und Nelson und vier Polizisten ueim Neger in der Wohnung des Negers Wm. H. Noringn von NrAs2ä.">, Siid Spring Strafte, welche sich angehlich ivegen eines Erapspietes stritte. Die Ueber raschten vnrde nach dein östlichen Stationshanse gebracht und dort des angeblichen Spielens am Sonntag beschuldigt. Anfterdem wnrde gegen Norman die Anschuldigung erhohe, in seiner Wohnung das Spiel gestat tet zu haben. Bei'm Perhör vor Po lizeirichter Garland gestern Vormit tag wurden jedoch diese Anschnldi gimgc-n wegc-n Bciveismangels fallen gelassen, dagegen bestrafte der Rich ter acht der Arrestanten mit je Ptk> und Kosten, während er den nennten entlieft.. Als die Polizisten u Nor man's Hans eindrangen, erfaftte die Neger ein solcher Schrecken, daft sie nach allen Richtungen anseinander stobe. Keinem derselben gelang es U'doch zu entwischen: einer, der ans einem Fenster des -,weiten Stockwerks sprang, entging dadurch einer Ver letzung, daft er ans den breite Rucken des Sergeanten Nelson zu fallen kam. „E in lebend c- sßest a n r a t." Ter H 0 jährige Charles Sweeney von Nr. 120. On Norkjtrafte, vnrde gestern vom Poliststen Wm. Werner dabei beobachtet, wie er eine von dem Neger Henry Cewi in der Hand ge haltene kleinere Flasche aus einer gröftcren aujjiillle, Ter Polizist nn tersiichte den Jnl-alt der Flasche und fand, daft derselbe ans Whiskey be stand. Cr nahm daher beide Män ner fest und brachle dieselben ach der südlichen Potizeinalion, wo gegen Sweeney die Anschuldigung erhoben winde, ohne Cicc-n; Spirituosen ver kauft zu haben, während Leivis als Staatszenge st-jigc-balten wurdp,. Ver h a ft s b c-' cli l erlang t. Polizist Oliphanl iafttv'gestern'ei nen Mann ab. dc-r einen Schluck Whiskey ans c-iwi- Flasche auf der Strafte trank. Ter Man gestand, den Whiskey in der Wirthschaft von Cdlvard O'Maily, Nr. 812. Hillen- Strafte, erlangt haben, und er langte daher dcc Polizist einen Ver haftsbesehl für S Maily vom Richter Grannan, der hc-nlc- vollstreckt verde wird. Im Coiinty. Tie Polizei von Canton var ge stern schon früh am den Beinen, um deu Wirthe von Baltiiuore-Eounth ans die Finger zu sehen. VereitS um 0 llbr Morgens stberrmiipelte Mar schall Geisiich und die Polizisten Span, K reiner und Heft die Wirth schast von Cbrist. Habersacl an der Easlcrii Avenue und 5. Strafte, in welcher sie angeblich zwei (-äste an trafen. aber teine Getränke erbente ten. lim 10 llbr Vormittags statte ten Sergeant Mann und die Polizi sten Monlan.Spa, Kremer. Heft nd Virch Jolm M. Lvivry's „Woodbine- Hotel" an der Eastern-Aveime Road, gegenüber dem Prospect-Part, einen Besucb ab. Sie trafen m demselben drei Gäste an und consiszirten zwei Flaschen Bier, Habc-rsack und Low, werden sich heute Vor Polizeirichter Tliompson ivegen angeblichen Spiri tnost'iwertanss am Sonntag zu ver antworten haben. Nen e r Kirchen ch o r. Die Eutaw-Str. bischöflich nwtbodistische Kirche hat jetzt einen 28 Stimmen zäylenden gemischten nniformirten Elior, der bei dem Vormittags-Got tesdienst zum ersten Mal mitwirkte. Tie genannte Kirche ist damit die vierte der bischöflich methodistischen Denomination in Amersta, welche sich eines solchen Etzores erfreuen kam, Tie Neneinfiihrniig ist ans eine An regnng des Seelsorgers der Gemein de, Pastor Tr. E. L. Hnbbard, zurück ziisüliren. Ter Chor stebt nnter de'- Leitung von Frl. Lillian Stnrgis. Kriegerbnnd" veranstaltet heute Abend in Voigt's Halte. Nr. 1122, Harford Avenue, ein Taiizkränzchen. mit dem zugleich das Stistmigssest des Vereins ver bunden wird, Tas Arrangements- Eonsite hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Thc-iliiehmern einen vergnügten Abend zu bereiten. Ans dcm stiiiierci! Min-ylond's und den iiiigrciizeiide Stintte. Eiithnsia st i s ch e Temo k r a t e n. Tie Temotraten von Talbot Eonn ty fanden pch am Sanistag in Easlon zu einer der grössten Temonslratio nen ein, welche jemals in Talbot- Eoimty stattgefunden haben. Tie beiden Hauptredner des Tages waren Gouverneur Erothcrs und Gouver neur Glenn von Nord-Earolina. Nene Industrie für West m i n st e r. Tie Joshua Regester San? Comp, von Baltimore hat beschlossen, eine Eisengic-fterei in Westminster anzu legen, und desgleichen wird die Fre drricl Knavp Co. von Elncago iyre Werte nach Westminster verlegen, Vemühimgeii des Vereins der Kanf lrnte und Fabrikanten sind tzanpt sachlich dafür verantwortlich, daft Westminster diese neuen Industrien erhält. In Washington gesunden. Ter 07 Jahre alte James L. Scott von Lanrel, welcher vor drei Mona ten nach dc-r Theilnahme an einem Somitagsjchiil Pienic plötzlich ver schwand, ist in Washington gesunden worden, wohin ihm seine Gattin und Tochter folgten. Ae lt c-re Frau begeht Telvstmor d. Frau Lelia Boyd, die 51 Jahre alte Gattin von E. W. Boyd, eines prominenten Bewoyners von Lynch bnrg, Ba., yat in einem Anfall von temporärem Wahnsinn Selbstmord begange, indem sie eine Dosis Kar bolsäure trank. Pl 0,000 Schadenersatz, In Elarksbnrg, W, Va„ habe die Geschworenen Jra E, Post PIUM Schadenersatz für Berletzungen znge sprachen, welche er erlitt, als er bei der Entgleisung eine? Zuges zu El kiiis zwischen die Trümmer eines Waggons emgetlemmt wurde. Tie „Westliche Maryländer Bahn," gegen welche das Verdikt gerichtet ist, hat gegen die Entscheidung der Geschwo reuen appeilirt, Hn n d Yer n r sacht eine S Kindes Tod. Ein eigenthümlicher linsall trug sich zu Luhay, Va., z. woselbst ein Hund den l Jahre alten L. Riddle meyer anrannte, so daft der Knabe in den Miihlteich seines Vaters biet und ertrank. Unter schwerer Anschiildi. g a 0. In Eovington, Va., wurde der >0 Jabrc alte John H. Averitt af die Anschuldigung hin verhaftet, seinen Vater, der vor mehreren Tagen mit einer Kugelwimde im Kopf aufgefun den wurde, ermordet zu haben. Ter ältere Averitt balle den jungen Mann vor zwei Monaten ans seiner Wob niing verjagt, und turze Zeit vor dem Mord war der Jüngling nach Hanse znrnckgetehrt. Erhalten eine weitere Ge legcn h c i t. Treinndzwanzig Kadetten po der Flotten Akademie zu Aimapolis, Ivel che kürzlich aufgefordert wurden, zu resignireii, weil sie in ihre Studien nicht genügend fortgeschritten sind, haben von Wasbington aus die Nach richt erhalten, das; ihnen die Gelegen heit gegeben wird, das Versäumte im kommenden Jahre nachzuholen. Tie von per Verfügung Ka detten sind: Harold T. Vartlett, Oil Line. Conin: (Gerald A. Johnson, St, Paul. Minin: Smnmerfic-Id K. Na gon, Ehattanooga, Tenn,; Samuel G, Strickland, Atlallta. (-)a,: Loni: A, Falligant. Savannah, Ga.: T, H, MeSbeehy. Logansport, Ind.: W, H, Osgood, Colnmbns, O,: E, F. Ney nard, Vaton N'onge, Ca. W, E, Wad dell, Peoria, Jlls., I. H. -INeKittrick, 'Bnrlington, Ja.: S. T. Maddor, Vnffalo Valley, Tenin: T. F, Patter so. Nein der, -N.-E.i Geo. W, Wliite side, Earrollto, Jlls, F eierten goldene H och zeit. Herr Ebarles Sommerlatte und Gattin haben ain Samstag zu Vcans Eove, nahe Ennibc-rland, ihre goldene Hochzeit gefeiert. Vv n a s betä nh t. Frau Gilmore N. Flanght, Tochter von Herrn Franklin Davis zu Frede rick, iviirde in der Küche von Gas be° täubt aufgefunden. Tas (-)as soll ei nem Kochofen entströmt sein. Gute Kartoffele rut c. Tie Ernte von Siift.Lartofseln in Caroline Comity ist dieses Jayr rei cher ausgefallen, als je zuvor. Viele Farmer sind gezwungen worden, An bauten an ihre Scheunen zu machen, um die Crnte nterznl'ringen. Anklagen gegen Kassirer Wnlsvn. Pitt sbn r g, Pa., 18. Oktober, National Vank-Eramiiiator Wm. L. FoldS machte zwei Klagen gegen H. G, Watson, de früheren Kassen beamlen der „Allegveny National -Bank," anhängig, in denen er ihn der Mitschuld mit dem Kassirer William Montgomery deschnldigt, der zur Feit wegen Unterschlagung von !sl 109,000 nnler !j!loo, Viirgschaft gestellt ist. Heute wnrde bekannt, das? Nodert Lyons von der besagten Vank in der nächsten Woche Kl Prozent Tividende an seine Depositoren znr Auszahlung dringen null, Temgemäs; erhält die Stadt PittSdnrg etwa POOO.OOO, Pennsylvanien etiva MXi.tX!), mäh rend annähernd )j!175,(X>0 an Privat Depositoren fallen. Ans Sing Sing entflöhe. New Norf. 18, Oktober. Von dem Wardein des Staats Zucht lianses Sing Sing wnrde gestern ein Alarm nach dem Sträsling Harry Miner ausgeschickt, welchem eS ge lungen ist, sein Cnttommen aus der Anstalt zu bewerkstellige. Miner wurde vor Jahressrist wegen eineS Ciiidrnchs zu einer Haststrase im Staaw FnckNyaNse veriirtheikt. Cr arbeitete gestern Nachmittag mit ei ner Abtheilung von Gefangenen ans Jona-Island, in dessen Nähe das neue Staats FnchthanS errichtet wird, und in einem unbeobachteten Augen blicke gelang es ihm, sich sortznschlei chen. Alle Polizeibehörden in den Ortschaften entlang dem Hudson wurden von der Flucht des Sträf lings telegraphisch in Kenntnis! ge fetzt. Griechen Prinz im Hndsvii Tniincl. New Nor k, 18. Oktober. Ter in Frankreich ansässige (Griechen- Prinz Petrorokino und sein Veglei ter, Major S. Weil von der französi schen Armee, nahmen gestern in der Vegleitung ciner Gesellschaft von Jn geiiieiiren und dislingnirten (Nisten eine gründliche Inspektion desNiesen nnternelnnens der Hudson Tnnnel- Gesellschast vor. Ter sehr kapital lrüstige Prinz interessirt sich für den projektirten Tunnel unter dem Aer mel Kanal, der Calais und Tover „trocken" verbinden soll. Tie beiden Herren brachten den Hndson-Tnnnels die ihnen gebühren de Würdigung entgegen und erlang ten von Vicc-Präsident Wilbnr C. Fiske, der den Führer spielte, allerlei technische Auskunft, welche Prinz Pe trorokino zu der Erklärung veranlas; te, venu noch irgend etwas gefehlt hätte, um den Beweis zu liefern, daft der Kanal-Tunnel gebaut werden könne, so hätten die Hudson Tunnels dies Fehlende geliefert. Bekennt sich als Schwindler schuldig. Neiv Orle a n s. Ca., >B. Okt. Ans die Anklage, das; er durch Fälschungen, betrügerische Manipn lationen n. s. >v. Wittwen und Wai sen beraubt und durch zehnjährige Schwindeleien eine halbe Million Tollars zusammen gescharrt habe, um den Cannen eines halben Tntzeiio Assinities entsprechen zu können, er klärte sich hier der angesehene Rechts anwalt Nobert I. Maloney, welcher auch in Kirchenkreisen eine angesehene Stellung einnahm, schuldig. Tie Frau, a welche er das meiste Geld gehängt hat, ist seit drei Tagen ver schwunden und soll sich jetzt in New- Nork aushalten, und als ein Beam ter ihre lurnriöse Wolmnng nufsuch te, um eine Beschlagnahme auszufüh ren, fand er nur die nackten Wände vor. Pässe znr Reise m s Ausland be sorgt (5. Raine, Nr. 413, Lst-Balti inorcstraHr, nahe Ciistom Housc Ave. Im mistrcüischm Dukch. Von dem Leben im australischen Vusch entwirft eine dort ansässige Le serin der „Teutschen Zeitung" folgende Schilderung Unser Häuschen liegt hoch im Ge birge, weitab vom Endpunkt der Bahn; von dort ist es per Achse etwa in fünf Stunden zu erreichen. Des Weg führt durch weite Ebenen mit kärglichem Graswuchs, dann nieder durch dichten Urwald cder auch durch ausgebrannte Wälder, die einen trostlosen Anblick ge währen. Allerdings schlagen überall die Wurzeln bald wieder aus, und der Tod ist auch hier nur ein steter Uceergang zu neuem Leben. Die au stralischen Wälder bestehen hauptsäch lich aus Eukalyptusbäumen, von denen es 500 Arten gibt; sie wachsen bis zu einer enormen Höhe schlank und kahl ästig empor; geht Buschfeuer darüber hin, so macht die Landschaft einen ge spensterhaften trostlosen Eindruck. In gewisser Höhenlage ist der Boden mit Farnen dicht bewachsen; dazwischen blühen reizend geformte, zarte, wilde Blumen in wunderschönen Farben, un gleich allen europäischen Pflanzen die ser Art. Dieselbe Farbenschönheit fin det man bei den Vögeln; zur singen sie nicht, sondern sie schreien, krächzen oder lachen ein recht unheimlicher Em pfang für den einsamen „Bushman," der, ermüdet von schwerer Last, seinem ersehnten Obdach zustrebt. Noch un heimlicher ist es im Walde, wenn Sturm und Regen hindurchrasen, schwere Zweige abgeschlagen oder auch große Bäume entwurzelt werden; dann wagt sich selbst der Kühnste nicht hin aus. Die Luft ist wie in den Bergen von köstlicher Frische, ja. für den Städ ter berauschend, wohl wegen der eigen artigen Ausdünstung der Eukalypten. Der Winter dauert drei Monate. In dieser Zeit Verden Arbeiten gemacht, die iin Sommer und während der Ernte liegen geblieben waren; da werden Bäume zusammengeschleppt und zu Feuerholz oder Einfriedigungen zer schlagen und zersägt; das übrige wird verbrannt, und gar seltsam und wild leuchten die Feuer auf in dunkler Nacht. Der Boden ist an manchen Stellen so reich, daß nur gepflügt und gesät zu verde braucht. Alle Hülsenfrücht ge deihen gut, solvie auch Wein alle Obstsorten, obgleich es nöthig ist. von Zeit zu Zeit frische Stämine und Sä mereien von Europa einzuführen, eben so frische Zuchtthiere. 'Australien selbst bringt kein Nutzvieh hervor; die einge borenen Säugethiere, wie z. B. das Känguruh, eignen sich nicht zu Nutz thieren. Tagegen betreibt man hier viel die Känguruhjagd. Es ist ein tol les, mit Lebensgefahr verbundenes Un ternehmen, denn Wege kennt man nicht beim Jagen, und ist ein Thier in die Enge getrieben, so setzt es sich verzwei felt zur Wehr. Die Umarmung eines Männchens fällt für den Jäger oft ge nug tödtlich aus. Die Füße deS Kän guruhs haben außerdem wahre Teu felsklauen. deren Schlag unbedingt tödtlich wirkt. Trotz der Schwierig keit, die Känguruhs zu jagen, sind sie in vielen Gegenden schon ausgerottet. Darum hat die Regierung seit Jahren Jagdschutz eingeführt. Das Pferd ist in Australien wohl das unentbehrlichste Thier, ein wahrer Freund des Men schen. Sicher findet es den Weg, wenn sein Herr oder seine Herrin längst d>e richtige Spur verloren. Und auch der Hund ist unersetzlich auf der einsam gelegenen Farm. Die Farmerfrauen sind abgehärtet und arbeiten tüchtig? venn sie einander besuchen, reiten sie, aber nicht etiva im Reitkostüm, son dern so oie sie sind, iin Ausgehekleid. Von der äußeren Haltung der jungen Männer spricht man lieber nicht; nur sei bemerkt, daß ihnen eine militärische Zucht oie in Deutschland jedenfalls noth thäte. Will man als Deutscher dieses Land bearbeiten, so ist es nöthig, die englische Spracl? vorlzer zu erlernen wegen des Verkehrs; man kann jedoch in der Fa milie gut seine Eigenart bewahren und an der Sprache seiner Voreltern fest halten. denn sie ist der Ausdruck der angeborenen Eigenschaften, und man könnte diese doch nur zum Schaden sei nes Wesens und Charakters ableugnen. Besitzer ciner australischen Farm zu sein, hat seine großen Reize, aber es gehört Energie und besondere Zähigkeit zu diesem Posten. Sotpslcvllentttttistz. Nichter „Also, der Meier hat den Huber einen Ochsen und dieser den Meier einen Esel genannt! Ich meine, Ihr könnt Euch vergleichen dann sind die Beschimpfungen gegenseitig ge tilgt!" —Hu ber „Na, ich ver gleich' mi' net, i will a Urtheil! I bleib' der Ochs!" Gedankensplitter. WaZ fich uns im Leben abschleift, ist ost unser Pesics. Pässe zur Reise in s Ausland be sorgt E. Raine, Nr. 413, Lst-Balti morrstraßc, nahe Custom Hanse Ave. 5
Page 6
6 Unsere Theater. „M llsir A k a d e 111 i e." Hattie Williams hielt gestern in „Fluss Rutiles" ibren Einzug in die ..Musst Akademie". Frl. Williams ist dem Baltiniorer Tbeater-Publikm keine Fremde: Viele werden sich noch des groszen Erfolges erinnern, den die interessante junge Künstlerin in „Tbe Linie Ebernb" in der letzten Saison erzielte. „Fluffy Rufsles" ist rine Eoinbination von Musik, Tanz/ Ulk, verschwenderischer Ausstattung, ele ganten Pariser Kostümen und hüb scheu Mädeln. Das Stück erzielte bei seiner Ausführung im „Eriterom Theater" in New Bort einen Bom ben Ertolg: die Schauspieler Truppe, die es zur Darstellung bringt, besteht aus 7E Personen, darunter Künstler von anerkanntem Ruf, wie George Grossiiiith, jr., vom „Gahety-Tliea ter" in London, Bert Leslie nnd Jack Gardiier. Millwoch und Samstag sind die Matinee Tage. „F old s Theate r." In „Ford'S Opernbaus," diesem in allen Kreisen der Bevölkerung gleich beliebten Theater, tritt diese Wvche Richard Earle in der männ lichen Hauptrolle in „Mary's Lamb" ans. Das Stück ist in New Bvrk drei Monate hinter einander täglich gege ben worden und wurde auch i Bo ston und Ehieago vom Publikum und Presse mit seltener Eiuniiitbigkeit ge priesen. „Mary's Lamb" ist eine Umgestaltung der berühmten franzö fischen Posse „Madame Mongodin," aber die Komödie imitli't gleichwohl wie ein ganz neues Stück an. Herr Earle zeigt i der Rolle von Leander Lainb, dem (hatten der Frau Mary Miranda Lamb, seine humoristische Begabung im glänzendsten Lichte; überall, Ivo or bisher diese Partie verkörpert hat, blieb ibni das Publi tum mit dem herzlichsten Beifall treu. Der Ehor, welcher in „Mary's Lcmib" erscheint, enthält eine gerade zu einzigartige Cottektioii yöu Sän gerinnen und Tänzerinnen, an Lieb reiz, Grazie und Schönheit unüber troffen. Die üblichen Mittwoch und Samstag Matinee' werden gegeben. „H o I l i d a y st r. Theater." „Wanted hy the Police" ist der Titel des sensationellen Melodramas, Ivel che? diese Woche im „Hollidaystr.- Theater" in Scene geht. Ter Ver fasser des Strickes ist Langds Mc- Evrmick, dessen hier in Baltimore be kannte Werke „Tbe Eoiwick eyid the Girl" und „The Life ost an Bctpfh" ihn in die erste Reihe der Melodra men-Autoren stellten. Diese seine neueste Schöpfung bezeichnet den Höhepunkt seines bisherigen Schaf fens; das Stück hält die Aufmerk samteit des Publikums in steter Spannung von den, Augenblicke an, in dem der Vorhang sich zu, ersten Male hebt, bis zu dem, in welchem ei' sich zum letzten Male senkt. Für die Verkörperung der Hauptrolle ist Hr. Harold Vosburgh gewonnen worden, ein Schauspieler von unbestrittenen Fähigkeiten, die zu bethätigen er in diesem Stücke reiche Gelegenheit er 'hält. Scenische Ausstattung und Ko stiime stehen durchweg af achtnng gebietender Höhe, und die Darsteller triippe ist eine aiiszergewöhnlich gute. Es finden täglich Nachmittags Vor stellniigen statt. „V laue y's Theate r." Frl. Seliua Hermay in Howard Hall's „Tbe angle of the Trait" ist die Attraktion, mit welcher diese Wo .che „Blaney's Theater" seineu zahl reichen Freunden und Gönnern auf wartet. Das Stück ist das letzte ans der Jeder der berühmten Autoren n. würd von den meisten seiner Bewu deren, als sei Meisterwerk bezeig, et. Ter Ort der Handlung ist das südliche Ealisornien (San Bernardi no Eouiity), und die Bühnenbilder geben eine so getreue Reprodilltion jener Gegend, dasz der Zuschauer sich wirtlich in das sonnige Klima des fruchtbaren Ealisormeu's versetzt fühlt. Frl. Seliua Henna, diese interessante junge Künstlerin, spielt die weibliche Hauptrolle der „Peedi to". und zwar in so vollendeter Weise, dasz sie sich die Herzen ihres Puhl tuiiis im Sturm erobert. Auch die übrigen Rolle des Stückes liegen in guten Händen. Wie üblich, finden Mittwoch, Freitag und Samstag Nachmittags Vorstellungen statt. „M arhla d T hcat e r." Gewohnt, seinen Gönnern ans dein Gebiete der Vnrieties nur das Aller beste zu bieten, hat Hr. Fames Ker um der Geschästssübrer der „Mary land-Theaters," auch für diese Woche wieder ein Programm zusammen zu stellen verstanden, das auch dein ver wöhuteste Geschmack keinen Raum zu abfälliger Kritik gewähren dürste. An der Spitze desseltzen steht Frl. Vir ginia Harned, eine der besten und populärsten Schanspif.lerinnen der aiiierikaiiischen Bühne. Sie ist erst vor wenigen Vwchen zum Variete übergegangen und tritt in einer rei zenden klelnell Komödie vuf, die von I ihr selbst iM'sgsft ivnrde nnd sich „The Fdol vs Hviir" betitelt. Ne ben ibr seien erwähnt: die „Empire Eemiedh Fonr." vorzügliche Gesangs nnd Tanzkünstler; Mc.Eenzie und Sbaiuioii in der Skizze ~'A Sbine Flirtativu": die lvebrüder Philipp!, europäische Akrobaten, und Maltie Lockett, „die kleine .Komödiantin". Als Ertra-Atlraklion sind „Tbe Boys in Vliie" gewomieu worden, säinint lich alte gediente Soldaten, die erakte militärische Evoliitioncii vorführen. Die üblichen täglichen Nachniittags- Vorslellnngen fehlen auch diese Woche nicht. „A nditori u m." Hurtig ii. Seamvu's „Me, Hirn and F" gebt diese Woche im ~'Audilvriniu" lwer die Bretter, ipelche die Welt be deuten. Das Stück ist seit seinem letzten Erscheinen hier in Baltimore gänzlich umgearbeitet worden, nnd für die Aufführung sind völlig neue Evstüiue und Scenerien angeschassl worden. Wrothe, Eraig und Dei ning spiele die männlichen Haupt rollen, die des „Eonn Eomi", eines Irländers, des „U. Kali," eine? Deutschen, nnd des „Dusly Dawson". eines Tramps. Dieselben erleben eine Anzahl ergötzlicher Abenteuer und die Art, wie diese famosen Ko miter ihre Rollen durchführen, stellt wirklich riesige Anforderlingeii an die Lachimiskeln der Hörer. Eine treff liche Eharakler Studie stellt auch Frank Williamson in der Rolle des „Kloiidhte Ebarlen", Inhabers de? „Frozen Dog Salvon", ans die Bich ne. Ter Ehor ist stark in Zahl nnd seine Mitglieder stehe, was Schön heit, Jugend und GesangSkmisk an belangt. weit über dem Durchschnitt. Matinee Tage sind Dienstag, Freilag und Sanislag. „Gayety Theater." Prickelnde Melodien, behender Hn inor und schöne Frauen, da? sind die Ingredienzen, aus denen das Pro graiuiu des „Gayety Theaters" in dieser Woche aufgemacht ist. „The World Beaters" nennt sich die Trup pe, die dort auftritt, und sie trägt wirklich ihren Namen nicht mit tin recht. „Zwei musikalische Fantasien" .stehen als Hauptuunimern aus dein Programm, „The P7t)llE Piuse" uyd „Wideawake Sluinberlaud" betitelt. Edward Hausord hat die Musik zu beiden geschrieben nd zahlreiche ein schmeichelnde Weisen geschaffen. Ein Komiker Trio Par Ercellenee, Fred. Nosan, Igwes S. Kearney Rüssel, tritt af und läszt die Zuhö rer gar nicht aus deiii Lachen heraus' toiuiuen. Ei vorzügliches Variete Programm vervollständigt die Ans sührung; unter den in demselben ans tretenden Artisten seien die folgenden besonders hervorgehoben: die „Van Ter Koors", Illusionisten, mit ihrer gedankenlesendeii Ente; serner Bo hgiiiiail ii. Eorey und die „Borke Eo medy Fonr" in einer essektvollenSkiz ze. Es werde täglich Matinee' ge geben. ~'N eues M o n u m c u t e. l-T h c a t e r." Eine der besten Burleske Organ! satioueii der amerikanischen Bühne, „Dessauer n. Tixon's Big Review," n:acht diese Woche im „Neuen Momi Illental Theater" ihr Erscheinen. Sie bringt eine durchweg originelle und bochinleresiante niusitalische Ko lödie „Frivolsties of .deren Bühnen. Eelebrstäten. Die El,ordanie verstehen' nicht wir ihre eleganten Evstiiiue mit Ehiek zu tea gen nnd die Herzen der Männerwelt mit lockendem Lächeln zu entstam men, sondern auch trefflich z singen und zu tanzen. Wie üblich, gibt es täglich Nachmittags Vorstellungen. „L ub i :i' s T b eate r." Hr. Edwin E. Earle. der imermiid liche Geschäitsfübrer des Lnbin'scheii Doppel Elablissemonls bietet in dieser Woche dem Valliniorer TbeaterPn blikuiu i:ine ErtnMwes die Aiissüb rmlg deS groszartigen elektrische Schaustückes „Desliny". Diese Dar- Perfekte Gesundheit. Halten Sie oasSystem in vollständiger Ordnung durch gelegentlichen Gebrauch von Tutt's Leber Pillen. Dieselben re gulircn die Eingeweide und verschaffen einen kräftigen Körper. Für Kopfschmerzen, Biliosstät, Mala ria. Unverdaulichkeit und ähnliche Lei den, ein positives Heilmittel rvrr Bl.vder V11.1.L. Der Deutsche Cllrrespvndeiist. B>illsE Md.. Dienstiig, den 2(). Oktober kWK. bietuilg wird als ein Rivale zu „Dooms Dm>" bezeichnet, iiberrtifst aber das leblere beinahe noch durch Glanz, Pracht und scenische Ausstat lung. Während der ganzen Darstcl luug ist die Vübne ein Earueval bleu dender Farben Effekte von mibe schreiblicher Schönheit. Tie Insceni nmg des Stückes hat viele.Tausende von Dollars gekostet. Neben dieser Erlra-Atkrattion macheu och ver schiedene erslklaisigeVaudeville-.Eünst ler ihr Erscheinen, unter diesen: M'nr pby und Dnnn, Evuiödicinteii; „The Evllons," Eccentriker! Pete La Mar. Amerika's bester Jodler"; Frank Barre, Neger Finitator, und Andere mehr. Der Zünetograph bringt wieder die neuesten bewegli chen Bilder mit täglich wechselndem Programm. Edward Rosser, Frl. Rnlb Wright und AI. S. Wilson, Baltimore's Lieblinge, treten auch diese Woche in illnslrirlen Liedern ans, Fetzt kllnii es losgehen. Die Geschworenen inr de Prozess des ehemaligen Strassendnrchbruchs Eommissärs Marine auserkoren. Die Verhandlungen am ersle Tag durch technische Frage am gehalten. Andere Gerichtsnach richte. Fi Eriminalgericht nahm gestern der Prozess gegbn den ehemaligen Slrasseiidurchbrnchs Eonunissär Vc'a rine, welcher angetlagt ist. für das Vergeben des EoiitrattS für die Pfla sterung der Willens Avenue an die „Maryland Paving Ev." von der ge nannten Gesellschaft angeblich eine Beslechilugssuimne im Betrage von PIGtE entgegen genommen zu haben, begonnen. Die Auswahl der Ge schworenen nahm einen groszen Theil der Morgenstunden in Anspruch, da der Anwalt des Angeklagten, Hr. Thomas G. Hayes, sogar die Religion und die politischen Glattbensbekennt isse der Geschworene wisse wollte. Schliesslich wnrden die folgenden Ge schworenen von beiden Parteien ae ceptirU Ebarles H. Merrmuan, Demokrat, Leibstallbejiyer, Nr, lk!7, Myrlte Avenue. Ehaffles Rebbeiu, Demokrat, Eigar reusnbrikant, Nr. 1.711, Nord Wasb ingtoii-Str. Job D. Schwarz, Demokrat, Gro eee. ckc'r. 2tilB, Eanlo Ave. ~^Viscli^HS.,Gtte.st, Demokrat, Elerl, Nr. 28. Nord Paca Str. Fohu H, Lee, Republikaner, Pro- duktenhändler, Nr. 2, Süd Schroe der Str. Frederick H. Lobmever, Repnblika i uer, Gruiideigentbumsbändler, Nr. Walbrook Ave. 'Michael Alt, Demokrat, Schuhma cher, 'Nr. I2ÜI, Riverside Ave. Henry Sudbrovk. Demokrat, Eis liändler. Nr. IB>B. Süd Eharlesstr. John T. Müller, Republikaner, Milchhändler, Nr. 8, Landwehr Laue. Paul Braun, Demokrat. Gastwirtb, Nr. 71. Ost Fort Ave. Samuel Moore, Republikaner, Milchbändlrr. Nr. Bl>B, Freniont Str. William Teniplenian, Repnblika uer, Gärtner, Nr. Liberi Strasse, Waverl. Die höchste Strafe, welche dem Au I geklagten zudiktirt werden kann, be trägt P7lX)l> (Yeldbiisze oder zwölf Jahre Fuchlbans. Ter erste Zeuge, tvelcher in dem Fall vernommen wurde, war Her-' Howard R. Buekley, Elork in dem Bü reau der Wahlaussichtsbehörde, wel cher beweisen sollte, das; die 'Anner i 'Anleihe am 2. Mai I!X>7 angenoni inen wurde, und dass mit der Annah me dieser Anleihe Hr. Marine zu gleich ei Mitglied der Amier Eom- Mission ivurde. Da Hr. Hapes ver langte, dass die o> iginellen Dokiliiien te nach dem Gericht gebracht werden, uni die Annahme der Aniier Anleihe zu beiveiseu, wurde das Verhör läu gere Zeit ausgehalten und zwischen dem Staatsanwalt Owens und An walt Hages trug sich daher ein leb- hafte? Wortgefecht zu. Tie Hi>ndeges ch i ch t e noch nicht ju Ende. lim genaue Elarheit über die Wahl der Veamien der Thierschuh Gesell schast zu erhalte, über welche so lan ge prozesüri wurde, hat Richter Tob ler eine Neiisähluiig der Stinmizette! angeordnet. Der Richter ist offenbar mit dein jhm vorgebrachten Beweis- l Material allein nicht zufrieden. I Der Prozess findet hier st a tt. c Richter Morris hat gestern im Bun des Distrikts Geeicht entschieden, das; der Prozrs; in dem Whiskey Eonfis- kationstakl. in welchem 47 Fas; Schnapp? der Firma A. L. Webh öc Eo. ronsiszirt tvurden. weil die Eti- ketten nicht mit den Bestimmungen des ReineiieihrmigCiuittel Gesetzes übebeinsliimiiten. tzier verhandelt werden niusz. Der Schnapp? wurde vor einem Jahre coiifiszirt, und da i dc'i'scU'i' vmi eiliel' Fir ma nach Balimwn' gesandt ivurde, ist ein Versuch geme.chl iverdeu, den Fall nach jenem Limit aerlegeu. Wege V,'i s, acht>i ii g des Ge ri ch te s i> e sl a s l. Israel Bartenield wurde gesiern wegen Vi'lsiachtliug der- u>erül>le>.' Vau Richter Stackdridge im terimiual Gr richt uii! P>>> und >iaü.m deslrast. Barteuseld war cuigeiclluldigt, unter Varspirgrl,lig falicher bliallachen Geld eislcuigt zu llgdev, ivar iedvch bei seilivii.iZeugeuaw >igen all'.u eis rig, sa dgh der Richter ilni ichliehtich siraste. Dje iujprilligt.iwe Antlage wurde abgewiesen. Va ni tsler i cht -n Zawsan. Im Preisgericht -gi Ti.wsaii wur den gestern 28 An-eilanten varge iülsrt. Vigrsliall Band tielaniite sich des Einbruchs schuldig, rbenia gaben Tlsvinas Darsep, William Elarl, Wil iiani Balstili und V.'iltan ck. Watt'iiis, welche des Diebstahls angetlagt sind, ihre Schuld zu. Die übrigen Gefan genen plaidirtrii nicht schuldig. Das Gericht wird. am 2!. vlieber über diese Fälle entscheiden. Ge r i ck> tsn v t i en. Die Wahilinig des jusligüsichtigen Dr. Harris Fluider, Rr. III!, Dsl Baltimore Str., wurde gestern auf Anordmnig von dein Staatsanwalt Diven.- vvm Hülss Scherijs Evrrigan für.die istlülsis Bürgschaft des Detters mit Besclslag belegt. Das Testament des verssorbenen Fackliui.Holland, das geilern im Wai süggeinchte-eingereicht mnrde, seht die Safe Deposit u. Trust Eo. als Bor Malierin des Rachlaves >ür seine Frau ei. Letztere erhält auf Le beuszoit die Einliinste. Hcirnths Liceuzcii. Fohn i'l. Wilson, !!I, R'r. 2'>>l>, l l. Strasse, R.-W., Wasbingten. D. E., und Bc'arl) P. Watter, l! 4, Wasb ington, D. E. Fanies j?l. Dölau, 21, R'r. 121, Earwell Avenue, und Fda Baggarly, 20. Earnielo 'Belardino, !!l, und Giv vamiina Enrzio, 2lis Applitänt Sal vatore Bonoiiio, Rr. (>2i>, Ost Pralt- Strasg'. 'i 5, Sainnel Nr. l >l7. Dsl Baltisiioreslrgfse, und Tora Fried mau, 22. Stellt? e's als einen Rau b a n Hfpl l i Salonion Belt, drei WocheiE'VlcMi „,js durckischnittbiVlnii ivnrde midi ttildich Pblüstlt des „llni versitats HlWitais" iväf. konnte ge sierii nun erneiiWßale eine zusani inenhängendl" dessen ge ben, was derzeit mit ibni geicheben. Er giebt sei Alter äüs 1!.7 Fahre, seilieii BdNis-ats-HäiiiDrbr mW seine Heiinatb als Richniond. Ba., an. Er ivill in der Nähe Vvii Eaiousville von zwei sVc'äniierii aligegrisfeii. mit Mes rn bearbeitet uüd P 188.77 be raubt worden sein. Eine Beschreibung der Thäter ist er nicht im Staude, zu geben. W eiber p r ü glcr b e sl r a s t. Polizeirichter Llewelllsii beslraste geslern Vormittag im 'nordöstlichen Stationsbaii' Peter Ebni von Rr. 2Gt7. Osl Biddlestrasze. mit P 27 und Bosien. weil derselbe angeblich seine Frau geschlagen' hatte. Wie Frau Elm, angab, kam ihr Mann am Sonntag Abend betrunken nach Hause lind schlug 'sie dreimal in s Gesicht, weil sie dagegen vpponirle, das- ihre 7och!er für Ehni eine Aus gang inachle. Pnst o r V ässe bes u chtsein e ehemalige Gemeinde. Pastor F, W. Vösse, der frühere Seel jorger der deutschen bisch. M'elhodi slenkirche am Broadway, nahe Bank Dtrage, >uid jetziger Seelsorger einer groszen lyeineiiide in Rem-Bork, kehrte kürzlich vo einer Europareise zurück und hielt am Sonntag esiie Predigt vor seiner früheren Geniein de. De, jenige Seelsorger der Ge niernde ist Pastor George Bubeck. u'soAahrcn^a^beft Urattchelt, erftopfullg. s plutadeg i T-r NiiM VLOZ7UB 87. äbs de, Packet. Oesfeiitlichc Allgcmcinc Gesetze. Priii-l von Nie!. Cinc 'lllc, dc„ >l>> sri!c,' ?äci "äUniidy'rit." Unccrlitrl „Prattl- Iniiic dcc MrdiU, ä wtderrnfc nd br. sribca Amrndrinenicn neu anzunehme. l'n-'bniil l cS von der LrnlSlatur von i7.nl.>iib versagt, ab dkanM ivl de NrMci- Ii s>c-c Code! der Oefscntlichen ANae me-ii.'i c>y. ..na zcwl ~csunbbetl. NnterNlel P'nliil.nilcn def cen n-imc"! um tollen In der Meinuna blcles UnterliselS sls PraUilnnicn der LNediun bkii.ichtet werden, die seinem oder ihrem Namen die Worte oder Buchslaben Dr., Oessentliche Allgemeine Gesetze. I Äiw'/ichf','!!' DD.-c wclcl' 'lür.'i'ciicy..' ,>c>lll>'.c ..>!.-ollle.>cn l ,4 u oirrt! üder"!!-'!! II Vi." '-ö ~i,g ü! ..'"'.'en >n> e.cil c'ccc clü.cln.d 1.11 0 '.llli'cicc llcNcu l vdcr sies!n,'oir AZ" ihllcil ,'ilcll c'dc'l 0 .11'.1c.1 Ictllll 034> '.II .-.11.11'- !..'c>.ii.c'-- de .'.-c, i,. -i ii-!.,.-ii. i c'yci- w'l.'.' e.r.i'l, Ilnio lic'N 2i'lui. -c>!!'l.iuiii'l l'Scc 5 liliiy! nillcilllll- ä>; t c>"-, I "st'.u!''" n!> 'ä'ic I."lcii>icic S'icn-'. ''"Ä'YMgll' NM 8. lvcil IW3 3>„slin L. CrcillierS, Jsev Sech. PrSlident des C-iialS. Z. Sn Tprccher des Geschästs-Wegweiser. Bäcker-, Konditor- nd Hotel- Bcdarsonrtikcl. Zeitungen, etc. Baumaterialien, Thüren, Fenster rahmen, Laden etc. ZomrS B. Dosier 41 Co., lIS und 117 Sü-ge> 'jeo. F.'Tloaii 4- Bio., 14 Stghtstr.-Wersle. Staats Banken. Spar Banken. Trust- Compagnien. „Vallimore Trusi 4t Cluarantce C 0.," Enullable 3'ulldin. 3'uNdiii. IMUiiii'cn- ien>. !'>4dc Telephone. sm-i. >wi^Lllw^uNdln. Lundwirthscheftliche Geräthe und Sämereien. lüri'fitt! 4t Turner Co., xnz Nord-Pnea-SlraKc. Marnwr- und Granit-Werke. L. HNünrti. 6 Sclllnc. 714..713 Kest-LaNl- Plinnbing, Furnaces, Ranges und Oese, Dachdeckcn und Rinnen. Kupferschmiede und Plumbers. 7,ohn Suberl, 1714 Thames-Slrahe. C. 4t P. Weiers- Wolle 1000. Feuer Versicherungen. Am. T. Ehoitclsord K Co., IS und 17 Chamber „Nodal aiun>ce Co. of Llcrpool," Henry M. Warsicld. Mdcnl-Manaaer, 101 —102 Cham- Eigenthums Agenten und -.Händler. Hufschmied Zubehör. C. e.ott P-ch't Co.. 302 und 304 Nvrd'ay. Kohlen und Holz. Schmucksachen und Uhren. W .7. Zliller, 23 Oft Vallimore-Slrabe. Pfandleih Geschäfte. Pianos und Orgeln. Cha. M. Stiel!, 0 Slord-Livcrly-Strasce. Wm. Zlnabc 4- Co., Par.' Nvc. und Fayelte-Slr. Papier und Papier-Düten. Blechplatten, Metall etc. LAchenbestcittei Friedhöfe. .London Port Ccmetcry," Office! LI Ldcfl- Westcrii Maryland Cisrnbah. Pcginncnd 27. Sepldr.. dcrinhl Hillen Sation. TäNliNi 4.> n Dörnens SMnellvoll HanerdtoU'n. N. 7.0 N Pioraenc. Avil. P. nui- H. Dil'., und Car lisle. 11 NN '.'lbcndS— all, i Howcii,^ R^dik^iizeilnng —der— Nervenschwäche Vlcndt'i ÄudfiiNlen, Vrult-, glücken- und Kopf- Hanrai,lnll. Abnahme de^Grhor Ilodfuna, Mitdiolril. CrrStyon, Zillern, Hc-zNo dien. PruftdeNemmilna. Acnallchkelt und Trüb sinn eriadre,. au dem „Znacndfrcund," wie einlach, chnr.l und Nil!, lle unnatürlichen Verlüde und andere Aal.- loaendllUier Vertr runyen ründllcy che! und olle Clelundhel, nd Frohsinn wirdcr erlanq norde tonnen Clan' neue Helldersahrru. Irl-, sein eigene, 'Dieses auherorbenllich interellanre und l-hr reiche Puch >T-Ulche N4la,e 100,. welche Urivat-Ktinik, 181—K. Ave Re Nor, N.-H An riefe enne man de „Corrrsdondeiu.- ,Febr.Dt Baltimore Transfcr Co. SlldoN Ccke Light- und Lomard-Strafte. Frocht-rranSserlr-Agentr. Hnndelgern, vioichlnerle Pässe zur Rxiic zil's Ausland,llr sorgt E. Raine, Nr. 413, Ott-P>lti morestraße, nahe Custom Hnvfe Ave. 't U i Norddeutscher Lloyd Damps-Schiffsahrt twlsqc ch Baltimore nd Bremen. I Z t t; ml alle BcqneuiltchteUte verlehrne Poscd-mps-r erster lasse werdr, wt, Zweite olütc.Pailage.Prrt: ff an ZS2..SO au. Zwischendeckö-Paisagc-Prett: K von Baltimore nach Bremen 523.00. A. Schnmacher äe Co., 7. Sd-atz.tra. —er— dwar Katnr, Homdurg-Amerika Plhmouth —Chrrbonrg—Hamburg Toppelschraubea- Exprcsz- und Passagicr-Ticnst. Hamburg Amerika Linie, 41—45 Broadway, New-Vork. Arthur W. Robson, 127 Lst-Ba'timore-Sr. Mcrchantö Miliers Transport. Co. and ,Ire!laa. 0 llbr Abcild 11. lcNcitt/ Aaeäl^Pier'^uü^ llI3.Tö!iZ Baltimore Dämpf Packet -Ci i'llllr nd wderlülstgr Bai Linie.l a? Nr." i SVB. T. SllbolMcke der i Trust ?>u.ildinn" ud Albaugh's Nr. IN', Nord- CharleS Stral.e godn R. Shcrwooo, S. Bwon, Vice-Prils. u. Gen. Manaaer. Men.-Pch.-Agen ieslltch. Verl. Ml. oval e. am. Chicago tvmPitts)..Taglich 12.10 N. 12.25-i. Chicago (Newarl). .Täglich 4.10 3t. 4.30 N. Ccnc St L. u. Whig. .Tägilch 7.4 S 3.00 Cinc. u Sl. C Täglich 2.43 N. s.oo N. Cinc. u. St. L Täglich 10.00 N. ll.os A Pillsburg Täglich 7.4 S B. 3.00 B. Pilisburg Täglich 12.10 3!. 12.20 3i. PttlSb. u. Clevet Tggiich 3.v0 N. Pillsburg Täglich 11.23 N. 11.32 N. Cols u. Whig. Täglich 4.10 3t. 4 .30 3t. örurcoiüge „Jede Llunoc ans Stnnie" von der Cambeu-SlMloi! Slal'w u mU lle südlich 11t.53, iUI.SS Pocm.. >2.10. 412.03, jI.SS 2 43. 43.00, -4.1, 44.00. 40.00 Nachm.. i., 40.00, -3.00 (Liinitcdi. -10.5,0. -11.23 Abends-, berialsc-n Camdcn Slalion 40 00, -U.IS, 40 20, 42.00, -3.00, 43.00 44.00, 4.30, 40.0?, -0.20, -7 00, 47.20, -3.00, -3.20, -0.00. -Ulli. 4l 1.0 'Porm.. -12.00 T>!.. 412.02, -!2.25, 4>.00, h 1.05, 42.00, -3.0, 4" OS. 4100, -4.30, 4S.ON, -S.OS. StochM.. 40.00, -L.17, -0.20, 47.00, 43.00, 43.1 Norm., 43 c>o, 44.00 Nachm. ch Phi?°d°/ h?"" .g >l. Strafe. deo-ccin lern und eschäilsd'slrll. er! ff Oeslli. amden-S. Wtt°-li SchlaftvaggouS Tägl. 3.4 B. .18. Parlor n. Diner Tägl. '.SSV. 3 00>. Parlur Tiner aus. Co. V.SO 54. Parlor, Sbeiscw... nur So. v.k>2 B. Parlor! Sbei'ews s N.' I.' s „odal Limite!," Tägl. 3.48. t. z. CoachcS, Pbila., auög. Co V.OO N. 5.0 N. Parlor, Edeise.o Tugl. 000 .DSU. Coachc-s. PH la Tögl. 11.00 9.VK 31, Schlo-waagons .Tägl. 1.00 3t. 1.10. Lolal Schlafloa-aon nach New-Borl stnd reit „im Äeiiranch in der amde- und MI. Aobal-Slaiion um 10.00 Slebud. oder^ar P.. St. Saul 1524. oder Md., Tourtland tvoi-, Mr. 3tol-SloUon, C. 4t P.. MI. ernon SIL! Camdt-Stalion Insormatlon-3'üreau, ch P.. Si. Paul 34, oder Md., ourtlan 271 i: ich Nr. 2. Süd-Broadwa. Pässe zv? Reise in's Ausland be sorgt T. Raine, Nr. 413, Ost-Balti morrstraße, nahe Custom House Atze.
Page 7
Verlangt Frauen und Mädchen. in Nr, C-Uow-Avcnuc. Nnchziisrngen in Nr 200, Weit-Pratt-Tlraftr. (.'INI 4> Bcrlangti Cine ältere deutsche grau in cincc^camiNe Verlangt Männer und Knaben. zusrageii in Nr, 2'222, Rortßond le-Zlr, Oktin-, gri?Pu>?' Holg'eic. Zia!usragen in Nr. 11, SUdCalurrt-Strasie, (202,4,0) Charles- und Z.incltc-^tr, tjallaglirr, dem Banmrister. Btiriaui Nr. 2737, Lsl Moniiincnt Strasse. 4>---> 2700 Geviert Rahncr-Avcnuc. Zloeistöltiirc, Beranda-Froiii Wohnhäuser, alte I,'tZi Griiiidgiis 40, diese Häuicr Niedrige Preist. Lcichtr Bedingungen Täglich und Sonntags offen. Namry, Sit.', Law-Building. IScvIIB.IMU Spczial-Nvtiz Geviert welcher rnsch tin Werthe eorge C Thomas,
Gemüse- und Gessügel Anrmen „Englifls Consnl" Besitz, Hoch aus Stadt und Chas. I. Hnll, Nr. Sil, 'Nord.Caivcrt Strafte. (crin.liNli Besitzt ein Heim. 1800 Geviert NordH'ollingtvn-Ave. lonicii B!iA>il>o, Wir habe die svlgrndtn gnlen Land- Eomplexc zum Verkauf: 7 Acker 4370 i 7 Acker 47N0-. 7H Acker 150: 10 Acker 050: 10 Acker ZUM: Acker 4iUooi l^i^ Scvcrn Realty Companh, Nr. 111, Nard tsh-rleS.Ltrahe. lM4r(24.w> 'Anktioiis-Aiizeigcii. Trustec!^ Paltison C- ahan, Auslionaloren. (284.0,8,00,4.0—7,300—3) Plätze von Jnrrrcssr. Etliche der Sehenswürdigkeiten Baltimore's sind: Tas Washington Monument am Mount Vernon- und Washington- Place und i derselben Nachbarschaft die John Eager Howard-, die Roger B. Taneh-Staftie und andere Werke der Bildhaue.kunst Tas Schlachten Monument am Monument Sgnare zwischen Postamt und dem Justizpalast, errich tet zur Erinnerung an die Schlacht vom 12. September 1811. Tas Baltimore Ohio Gebäude an der Nordwest-Ecke von Baltimore- und Charlesstraste. Der Truid-Hill-Park, 700 Acker grast. Ter Justizpalast an Calvert-, Fayette-, St. Paul- und Lcxington- Straste, kostet 81,000,000. Tas Postamt, östlich vom Justiz- Palast, nd das Nathhans, östlich vom Postamt. Tas neue Gebäude der Sparbank von Baltimore an der Südost-Ecke von Baltimore- und Charlesstraste. Tic Enoch Pratt Frcibibiiothek: das Ccntralgebnnde steht an der Mul bcrry- und Cathedra! Straste, und Zweiggcbäudc liegen in allen Ttadt t heilen. Tas Watson Monument an Mount Ropal-Avenne und Lanvale- Straste, zu Ehren von Oberstlieute nant Wm. H. Watson errichlet. der in 1810 im mexikanischen Kriege in der Schlacht von Monterey fiel. Tas Peabodp Institut mit Biblia thek, Kunstgalleric und Musik-Eon servatorium an Mvunt Vernon- und Washington-Place. Ter Tcntsckjc Eorrcspiindknr, Vaitimur, Nd-, Ticiiftiig, den ?0. Oktober 1008 Der Mörder. Skizze von Adolf Stark. (Schlich.) Eines Tages wurde nieine Iran trank. Tie Aerzte sagten, das; ibr j Zustand gefährlich sei. Wäbrend ig, an ihrem Bette wachte, kam mir derj Gedanke, was gescheben würde, wen sie stürbe, lind mein Herz begann zu! klopfen vor Erregung und Bangen.j Wenn sie stürbe! Tann wäre ich frei, Herr eines kleine Berniögens, das es mir gestaltete, einige Jabre sor gensrei ans dem Bollen zu leben. lind alle jene tollen Phantasien von Glück und Freude stiege in mir ans: geniesten wollte ich. die verlorene I gend einbringen, lachen und jubeln mit den Frölftichen. Sie genas wieder. Ich empfand es wie einen Schlag. Seitdem haste ich sie. Ich weist, das; dies thöricht ist, dich sie keine Schuld hat an meinem Schicksal, dast ich auch nach ihrem Tode wahrscheinlich nicht anders le ben würde als seht. Ich bin eben für dies graue Tasein geboren. Ties AI les sage ich mir Tag für Tag und bemühe mich doppelt sreuiidlich zu ihr zu sein. Bei Naibt aber, wen ich nicht schlafen kann, wenn die alten Hoff Hungen und Träume lebendig wer den, dann stcht wich ei wahnsinniger Hast; ich slnche ihr, weil sie dainals nicht gestorben: ich wünsche ibr de Tod: ich setze wich ans im Bette und betrachte ibr kaltes, trübes Gesicht und male es wir ans, wie es sei würde, wen diese Augen sich nicht mehr öffneten, und umkralle ihren Hals mit nieinen Fingern oder lwhre ihr den Tolch i die Brust. Tausendmal habe ich sie schon er mordet, freilich mir i meiner Phan taste, wie ich sie überhaupt nur in Träumen lebe. Aber wäre ich ein Mann der That, dann hätte ich es wohl schon ausgeführt. Sehen Sie jetzt ei, dast ich kein Recht habe, zu Gericht zu sitzen über einen Anderen, der nicht schlechter ist, als ich, nur imitbiger V" Ter Staatsauwalt lachte. „Nichts sehe ich ein, mein Lieber, als dast Sie sich mit thörichten Skrupel guäle. Eswird Ihnen gar nichts schaden, auch einmal das Leben kenne zu ler neu, Sie Träumer, das Leben, wie es ist, brutal und roh. TaS wird Sie vielleicht heilen, lind damit Gott befohlen. Auf Wiedersehen inor gen im Berhandlmigssaale." Als die Verhandlung beginnen sollte, fehlte der blasse Träumer noch immer. Ter Platz aus der Geschwo reiieubaiik war leer, und ein Ersatz- s mann musttc eintreten. „Ten Mann innst man gehörig bc strafen", sagte der Substitut zum Borsitzenden, als sie zusammen nach Beendigmig des Falles im Bera thungsziiimier fasten. Er war inner lick zufrieden, denn er hatte gesiegt: der Angeklagte war einstimmig schul dig gesprochen und zmii Tode verur theilt worden. Ter Porsitzende zog die Augen brauen hoch und antwortet, mit hei den Backen kauend: „Wie, Sie wis sen noch nicht? Aber der Mensch hat sich doch heute Nacht erhängt!" H n in o r i st ischc s. A.: „Ich habe eine überaus reizen de Ferienzeit verbracht. Ausgezeich netes Essen, priina Onalität, grostes, kühles Schlafzimmer mit Balkon, e beiian Badezimmer, kaltes oder war mes Bad zu jeder Stunde des Tages! nd der Nacht ohne Extra Bezahlung, elektrischer Fahrstuhl, Obst und Ge niüse i Fülle, famoser Weinkeller und denken Sie mir keinen Pfen- ig Trinkgelder!" B.: „Hören Sie! 'mal, den famosen Ort müssen Sie s mir verrathen. Ganz im Vertrauen natürlich. Wo sind Sie denn gewe sen?" A.: „Zu Hanse." Vorschlag. Herr (einen Ein brecher in der Wohnung überra- l schend): „Mensch, ich könnte Sie so-s fort einsperren lassen aber ich will! Sie schonen!" Einbrecher: „Sie! sind ein guter Herr! Wissen S' was, sagen wir Tu zu einander!" Bitter. Kadett (beim Ausflug einem Banern begegnend, der einen i Stier führt): „Ach. janz hübsches Thier, aber wildes Jescha! Js wohl i ich zu trauen, was!?" Bauer: „Ach, der thut Tir nix der is an d' Kinder g'wöhnt!" kl ebcrfl ü s s i g. Hausherr (zum Tetektiv): Tas wollen Sie l ansspioniren, wovon die Leut' leben und wo sie herkommen? Ta geben Sie sich nur gar keine Mühe das hat nickt 'mal meine Alte 'rausge- kriegt!" i Sie: „Ist es wahr, dast verheira- thete Männer länger leben, als ledi- i ge?" Er: „Was fällt Tir ein, es kommt ihnen nur so vorl" Ter Dejraudant. Skizze von H a n s H Y a „Faber k Co.!" rief der Banktassi j rer. „Hier!" sagte Henri Bnrria mit ruhiger, fester Stimme. „Wie viel?" „Ziveimiddreistigtanieiidsünflmn dert." Cr stockte nicht, als er diese Zahl anssprach, seine Stimme und sein Gesichtsansdruck blieben kalt und ifteichinütbig. Tann erwiderte er ans die Frage des Kassirers. wie viel er in Gold haben wollte: „Tausend Marl!" Steckte die Toppelkroneiirolle in die Jackettasche und schob die Scheine in sein altes abgegriffenes Porte feuille. da? ihm einst die Klara ge schenkt hatte, seine Braut. Und ein Lachen stieg in ihm ans. eine harte Freude, dast er das Alles noch recht zeitig von sich abgethan habe. Tas wär' ihm so 'was gewesen, mit einer Frau dazusitzen, die schon verblüht war, eh' er sie heirathete, und ivo möglich 'ne Schaar Kinder um sich, denen er die Mäuler stopfen tonnte, mit hmidertzwaiizig Marl Gehalt monatlich! Nein, hundertsülismid zwanzig! Sie hatte ihm ja Zulage gegebe, ganze fünf Mark den Mo mit! vaba! Was dieser Schafskopf von Tirektor für ein Gesicht machen würde, wen er'S erfuhr! Morgen sicher noch niaft! Und übermorgen am Ende auch noch nicht Cr hatte es ja so schlau eingefädelt Ten Check hatte er schon vor drei Tagen in dem 'Augenblick, als Tirektor War teuberg einen Mmnent das Privat- Contor verlassen hatte.... Hatte a türlich auch nichts gemerkt, dieser Fdiot! Und wen er's gesehen hätte, na. dann wäre eben alles Andere un terblieben. aber drauf gekonmieii wäre auch nichts. Inzwischen waren schon die folgende Formulare ans dem Heft herausgenommen, an den fortlaufenden Nummern tonnte setzt also auch nichts iiiehr gemerkt wer den. wenigstens in, Bürea nicht Tie nothwendigen Stempel standen ihm jederzeit zur Verfügung, mW Wartenberg's Unterschrift hatte Henri Bnrria schon seit Monaten täglich geübt genau so lange, als er den verbrecherischen Plan mit sich herum trug. Und nicht einnial hatte ihm in dieser Zeit das Gewissen geschlagen: das Gefühl, er sei im Begriff, ein schweres Unrecht zu thun, das Gefühl kam ihm gar nicht. Nur die Angst überwältigte ihn hin und wieder, es könnte etwas schief gehen dabei. Ten seine Furcht vor dein Gesängnist war beinahe so gros;, wie sein Hast gegen die Arbeit. Wurmn hatte er eigentlich nicht eine!p>l!,AM" oder „80.000" ans den Wisch gemalt?! Cin leiser Aerger wollte da? gehobene Gefühl in ihm berabdrückeu zcbntansend Thaler waren doch eigentlich eine Lappalie im Verhältnis-, zu dem Risiko, das er einging! Aber die Ueberlegimg der Sicherbcitsiiiastrcgeln, die er jetzt treffen ninstte, sein scharf an der nach steil Zukunft arbeitender Verstand binderte ilm. sich solch unfruchtbaren Betrachtungen hinzugeben. Ten Teibel auch! Gerade heute imistte mitten im Ottober ein Wetter wie im Hochsommer sein. Keine ge schlössen? Troschte zu finden. Nein, ehe er sich einer Clektrische anver traute, lieber wollte er zu Fust gehe. Ta. da kam eine Gepäckdroschke! Cr rief sie an und sprang hinein. Tri leimte er einige Augenblicke mit ge schlvsseneii Auge in den Polstern. Ach. Geld haben! Geld!.... Wie tausendmal hatte er sich so glühend danach geselln. Und nn. mm war's soweit, er hatte Geld, er besäst Tau sende. Er rist die Augen auf und slibr zusammen: hielt nicht die Trosch ke?— WaS war denn? Aber dann lächelte Bmriaii und strich vor sichtig über sein glattgescheiteltes, oben schon recht dünnes, schwarzes Haar. Ter bisherige zweite Buchhal ter des Hauses Faler K Eo. sah ge wohiihcitSmästig über den modefarbi gen steifen Filzhiit. den er in der Linke hielt, und über seinen tadel losen Jacketaiizng bin und schnipste ein Stückchen Faden vom Beinkleid ach ja, ans sein Aeusteres hatte er stets sehr gel alten, lieber versagte er sich ei Glas Bier nd eine Cigarre, ehe er mit schlechten Stiefeln oder in salopper Kleidung umherlief. Tie Hanptfache war. dast er seine Ber waiidlmig jetzt ranb und geschickt be werkstelligte. Weshalb fuhr denn die Troschke! auf einmal so langsam? Er Hattos bisher absichtlich, tiei in den Sitz ge lehnt. nicht hinan geieben. Nun beug te er sich vor. dro war offenbar ei Leichenzug, der zwang seine Troschke, vor der noch ein Lanwagen herging, zum Lailgsainlabien. Gleichgültig sab Henri Bnrriaii aui die schwarzge kleideten Menschen Ta. der eine im kurzen Jacket mit den, Ehapeau Elague sah drollig genug ans. Aber Plötzlich fuhr Henri Burriaii zurück: ein Bekannter von ihm ging da, ein Töpfermeister, den er oft im Hause seiner Braut gesehen hatte: eS tuest damals immer, Herr Müller würde sich längst lim Klara beworben ha ben. wenn er nur Aussicht gehabt hätte, angenommen zu werden ah. das war an? Ende auch nur leeres Gerede gewesen. Jetzt schätz sich die Troschte vor, an der letzte Trauer Cgnipage vorbei: vorsichtig hinein lugend, sah Henri Bnrrian den dicken Herrn Fleischermeisler Reistinehl. Tas war Klara Metzger's Onkel, er hatte osl genug Skat mit ihm gespielt. Herr Reistinehl fast neben einem An deren. in dessen kleiner unbedeutender Figur der Buchhalter den Calkulator Lenz, den Better seiner Braut, zu er kenne glantzte: im Fond der Kutsche sasten sicher die beiden Frauen, aber Henri Bnrrian wagte nicht, seinen schmalen Körper so weit vorznreckeii, dast er sich danach Hinsehen konnte. Fm nächsten Wagen sasten auch Per wandte von Klara, der Buchhalter kannte sie Alle. lind nun im ande re, im ersten hinter dein Sarge? Henri Bnrrian fühlte, wie ihm das Herz trieb nd wie er erblaßte. Jetzt, jetzt reckte er mit der grössten Behut samkeit den Kops vor, nd jetzt sah er hinein i den schwarz ansgeschtage eii Wagen: ans dem Rücksitz sasten Else und Fritz. Klara's snngere Ge l schwisler. und hinten er mustte sich für eine Angeiitzlick ganz weit vor drehen da sasten ihre Eltern, und der Mann, de er so oft schon mit „lieber Schwiegervater" angeredet hatte, hielt die schluchzende, verzwei feite Frau in den Arme. Klara? Klara war todt? Stu dt Maltimore. Rnzzin Nachklänge. Ter Besitzer des „Wovdlftne Hotels" a der Castcrii Avenue Road und Christian Habersack wegen angeb licher Ilebertretnng der Sonntags- Gesetze dem Gerichtsversahren überwiesen. Job W. Lowens, der Besitzer des „Woodbine-HvtelS" an der Castern- Avemie Road, und der Restaurateur Christian Habersack von Castern-Ave. und 5,. Straste, deren Lokale am Sonntag von der County-Polizei überrumpelt wurden, sind gestern we gen angeblichen Spirituosen Verkaufs am Sonntag durch Richter Thomp so in der Canton-Polizeistativil un ter je ij>s>oo Bürgschaft für das Ge richtsverfahren gestellt worden. Ter Italiener Luigi Cullazga, von Nr. Il, Albemarle Str., wurde am Sonntag Nachmittag von den Poli zisleii Creamer und Hutchins abge fastt, als er in Highlandtown von einem Wagen ans Bier verkaufte. Cr wurde des angeblichen Spirituosen Verkaufs am Sonntag und des Sp! ritiiosenverkanss ohne Licenz beschul digt und gestern durch Polizeirichter Tboinpso von Eaifton ach dem Ge sängnist gesandt, da er die verlangte Bürgschaft von Püoo nicht bezahlen konnte. Tie auf Spirituosen Verkauf am Sonntag lautende Anschuldigung ge gen Frau Margaret Schneider, Inda berin eines Restaurants in Nr. tiltlt, Little Greenestr., welche am Sonntag, de 11. ds. Mts.. ans das Zeiignist einer Jegerin hin verhaftet worden war, wurde gester vom Kadi Loden im westlichen Polizeidistrftt abgewie sen. Ebenso glücklich kam auch Hr. M. A. Rcnehan davon, welcher in Nr. 007, Eumberlaudstr. eine Wirtbschaft betreibt und gestern Richter Thson in der nordwestlichen Polizeistation we gen angebliche Spirituosen-Verkaufs am Sonntag vorgefühlt wurde. Auch in diesem Falte schlug der Richter we gen mangelnden Beweismaterials die Aiischnldignng nieder. Von See und Hnfcii. Ter Norddeutsche Llovd Tampfer „Brandenburg" am Mittwoch er wartet. Hat nur 010 Passa giere an Bord. Tie Namen der Kaftiten Passagiere. Im Lause des morgigen Tages oder spätestens am Tonnerstag wird der Norddeutsche Llovd Tampser „Brandenburg," der am 8. Oktober von Bremen abfuhr, hier eintreffen. An Bord desselben befinden sich nur! 010 Passagiere, von denen die Nach stehenden in der Kajüte reisen: Hr. j und Frau Henrv AUina, Hr. Carl Astheniier. Hr. Foseph Vonblik, Hr F. A. Tamina, Frl. Eva S.Ebelke, Hr. John Ebelke, Hr. W. H. Edge. Hr. Louis Eckstein, Hr. Ferd. N. i Grün, Hr, Friedr. Taniel Giesler, z Frau Johanna Grosser, Frau Lina Groer, Frl. Eliza Götz, Hr. Vaclav Holnb, Frau Anna Holub und Km-! der. Frl. Magdalena Hvdl. Hr. Wil- j Helm Hnckemeher, Hr. Friedr. För dens. Frl. Anezka Kocvva, Hr. Ebar-1 ley Klein, Hr. Valentin Kotlarz, Frl. Marie Klnmpp, Fxl. Marg, Kirsch, Frau Panline Lenschncr, Hr, Friedr: von Lübke, Hr. Otto Malchow, Frl. Jvscfa Matejka, Frl. Bertha Mntzen becher, Hr. Simon Mosler, Frl. Essic Müller. Frau Veilchen Michaelis, Frau Marie Neubaus, Hr. Alois Plastnig, Frau Allna Plastnig, Frl. Julia Plastnig. Edwin Plastnig. Frau Heinr. Rnhstrat, Else Ruhstrat, Paul Rnhslrak. Frl. Elisabeth Ruh strat, Frl. Paula Rokb, Hr. Julius Roseiifcld, Frau Barbara Rastäkter. Hr. Roses Raslätter, Frau Frieda Sander und Kinder, Hr. John Schmidt. Frl. Snsanna Schäffer. Hr. M. Schiniinelpsennig, Frl. Louise Schmidt. Richard Steinmetz, Frau Elisabeth Steitz und Kinder, Frau Elise Weber. Frau Katharina Wild, Hr. Ernerst Bonng. Baltimurc Marktberichte. Balti in 0 r e. 111. Oktober ItXB. Mehl. Zufnbr 2i>, 117 Fässer, einschliestlich 7i!ll> Fässer zu Lorust Point und Itl.tNilt Fässor zu Canton. Die Notirmige waren wie folgt: Winter Extra ü.llli —ltstllt Winter Clear -I.ttä —st.Bl Winter Straigbt l.llt)—st.tü Winter Patent t.Bt> —l.ltä Spring Clear -1.!!ä —Ist>ä Spring Slraight.. st.!)ä —5>.2K Spring Patent 5.70 —ü.ltü Eft Mills Best Patent. l>.G> High Grade Patent.. 5.20 High Grade Straight t.!ll> Choice Faiiiuh. .z -t.ftft Extra li.ftft —!t.7ä Roggeniiielft, niittelmästigeS bis ausgewähltes.. 1.2.7 —-t.ätl Maismehl, pro ltltt Psd 1,8.7 —l.ltt Weizen. Zufuhr 28, Bn schel: Versandt von den Elevatoren llstx> Büschel: Elevatoren Verrath :i2!1.5,2> Blischet. Heutige Schlnstrate: Nr, 2 westlicher Spot litll-'scj—lG!?? Nr, 2 rother Spot... I^ 'Nr. ll rother Spot... GNj Stoainer Nr. 2 Spot. l>B>/^ Südlicher per Probe.. !tü Südlicher klassifizirt.. !)B>/^ —Il>/j Oktober IM'/jr-IM-A November lKlsstj—lM-'^ Tezember ltl2'!cj—Mt Mais. Zufnbr 2M> Büschel: Versandt von den Elevatoren 2818 Büschel: Elevatoren Porrath 18,- l-7 Büschel. Heutige Schlnstrate: Südlicher weister 87, —Bk! Südlicher gelber 8.7 —Bll Jahr t',7i/u-iZ, Gemischter Nr. 2 7 l —7 l Vi: Gemischter Nr. 1 7M/Ü—7l R o g g e ii Znsuhr 2077 Bnschel: ans den Elevatoren zurückgezogen 118 Bnschel: Elevatoren Borratb 02,- 07 Bnschel. Heutige Schlnstrate: Nr. 2 westlicher Roggen. 81 —Bl >/ä Nr. 1 westlicher Roggen. 80 —80(N Nr. 2 Roggen 70>/7 —80 In Säcke, je nach Ona litärt 77 —BO Verkäufe ans der hiesigen Effekten, börie. TINS! ikiiwtt M 45 Birgiiii Central ocr 10345 32000 eurgia Southern u oi!a 7er lU7V, >0 Conf G E L II P Co Psd 0 100 Cilllsn' Bank 34H 140 Norsolk Rh Ii 1! Aklicil 17 i okt.Ni., 413000 INiiuii MS Eint 45000 Norsoit Rh i, Light 7er 02 41000 Ba:io, SV Pl II Che! Her 7H 42NNN Melorvolttaii lWnihl 7er INN 200 Citizens' Bank 34H >OO Baliimore Brick Com 35,! tun ivinrhiand Casiiailli 7 Baltimorer Efsektenmaikt, Geb. erl. INarhiand 3er klloiisolSi 00H Baltimore tadtAllicii liegt McDonogh Crt 7er >OB 1 cviiernatioiial Impt 3Her 0245 03>z, 1 aZ und Electric, Atlanta Light l 7er >OO 2 Ball Slcktr 7er sstamvcdt 83H Consolidated Gas I er 103 Cons as m C M 7cr >1045 112 Cons u M 4 Her I 01H s Cons CL u P Com 20 Cons I e v II P g!s!> 00 70 uEeII P 15 M l'-s-r vi'z, 03 Z'aiilkn und Trull-Sompognle'n. Tbild NnNonal Bank 111 120 üiscnlinbu-ZNNkn. A I! L of Conn 2N7>/5 22.7 Northern Central 05 !>r>ih Sealionid Co 2 Ps!> 12's, 13 NorfoN N>> li. Liabt 10 Nnlted RVS li. Elec 10 Ivzh Unilcd Nhs ii. E Ir ClfS in >n?z ?h,:lw 11. Pol I oer i Toiiih ii. Hla l. !>cr 107 INiwz oieoiaia Pacific 1. oer 112 cheoraia ii. Nlabnma Conf 7er... 00 000 I. 7er 101 Met s lUOH NorsoN ZI N R I, 7er INI INSH NniteS RV-5 ii, Elec giind 7er,... 70 70H NiiNed Ms li. Clertrir Ciuk ler.. 7lhz 73 Ala Cons C ii. Pid 17 ?l'a Conf C li. A Com 27 Baltimore Brick Com 3 -IH Baltimore Brick Psd..., 1 Baltimore Brick 7er 01H 70 Cons Cotlo Türk Com 0 7H Cons Cotton Duck Psd 37H 3V Colton Duck 7er 77?-s 70H 01 B.S Brem k 3H B T 2. Ciuk 7er 11-K I7>-, erinnii ütnierican 20H Aktienmarkt. Slmerican Ca Co UH VH Vtincrlcaii Collon ?>I 31-X 31St Sliiiciicnn Linseed !0H IOH itmcrimii Malt Co 7H 8 '.'lniericaii !v!all Co Pfd -10 40 Aiiicricaii Zmelliiia it. Res 87hs, 80H Nmcricuii Tel li. Tel Co 127 H 12741, Nmeriraii Zudacco Psd 03H V3H '.'Niaconda Mlninn 44 44H Slllanltc Coasl Line 88 00 Baltimore LPio 07H V7H BalopoliS Mining 2 2^ Brovklhii hiaoid Transit 48H 4SH Canadtaii Paetfic 177 H 177 ChesuVcakc U. Ohio 42',i 42 Chicago li, Alton 38H 3SH Chicago, tvitlwaiikce ii Tt P ,138'/. 138' i Colorado ?uel n, Iro 37H 37 Chicago rcal Wcflern Psd IOH IOH Dciider Rio rande 2745 28H Denver ii, Rio rande P5d,,,,, 0V 08H DilllllcrS ?.'criiieS ZIH 30H Dul, S T u, A Rh 17 17 Crie ZI 3045 Crie I Psd 4345 44 Crie 2, Psd 3745 3745 Louisville ii, Nashvllsc iOO lngzz Manhattan 137 137 Missouri, Kansas ,'ZeraS 30H 30V, MMourl, Kailia' TeraS Psd,, 00 7H MMoiiri Pnrttic 70>,i 77>5 Peiiiishlvniiia R R 12415 123"5 Rendiiig Co 131 IZOH Rock ISiniid 1045 1045 Rock gsiaiid Pfd 47H 4045 Southern Pacific 10345 >0345 Southern Pncisic Pfd NBH lISH Southern Raitwal Z2H 2145 Päsie zur Reise i'S Auslaud be sorgt (5. Raiur, Nr. Lst-Balti morrstraste, nahe Eustom Honse Ave. 7
Page 8
8 Unterhaltiings Wegweiser. N.iil' '.'Ul Hülse thut noth. Tas Ergebniß der Sammlung, die am Freitag Abend im Harmonie- Ease veu einer Anzahl hochherziger Herren zum Besten der Wittwe und der Kinder des Schneiders Zawes Kaplan veranstaltet wurde, der am Tienstag unter so traurigen Umstän den Selbstmord beging, wurde gc-! Stern den Hinterbliebenen zugestellt. Tie Familie beündet sich dennoch in so traurigen Verhältnissen, daß mehr Hülse bitter noth thut, und der „Teutsche Eorrespondent" nimmt be- reitwillig >ür die unglückliche Wittwe und die sinn Kinder Gaben entgegen, für welche in den Lokalspallen gnit tirt wird. Als Beiträge gingen bisher ein; P. Z. Slmnet l.G^ Eine Mahnung an die Teutsche. Tos nachstehende Tantschreiben verdient in erster Linie von allen Per rmen beherzigt zu werden. „An die Redaktion des „Teutschen Eorrespoudenten." Werthe Herren! Wir, die Unterzeichneten, erlauben uns. im Namen des „Eannstatter! Volksfest Vereins von Baltimore" um j sere herzlichste Anerkennung auSzu- j sprechen für die energische und fähige Art und Weise, in welcher Sie, resp. Ihre Zeitung, unser letzthin stattge habtes Test ä, „Westend-Park" nn tersiützten. Es war dies wieder ein mal ein Beweis dafür, daß die deut scheu Vereine der Stadt, sowie das Teutschthnin im Allgemeinen, die deutschen Tageszeitungen unterstützen sollten, denn wenn diese unsere Tät lichkeiten in gleicher Weise nnlerslüt zen, wie es hei unserer letzten Volks sest-Tcier geschah, so kann der Erfolg nicht ausbleiben. Nochmals Zhnen tiir die geleistete Unterstützung dankend und hofsend, daß Zhr Zeitung grünen und blühen möge und daß unsere Teutschen im mer mehr und mehr den erzieherischen Werth der deutschen Presse Baltimo re's anerkennen werden, zeichnen mit Hochachtung Franz Sanier, Präsi dent; Arthur Bömmel, Sekrtär." Svnnnunif- und Untergang. Sonnerrotlsgang .0 U. 23 M. Sonnenuntergang 7 U. 10 M. Mondausgang. I U. 73 M. Nachts. Tlnth 3 11. Nachts. Tluth 3 U. U 1 M. Nachm. Tay Wetter. Tür Maryland und den Tistrikt Eolunibia hellte und morgen klar, frische östliche bis nordöstliche Winde. Soninierwetter herrichte auch ge ster wieder in Baltimore, aber es war doch nicht ganz so warm wie am Sonntag. Tie höchste Temperatur j war 82 Grad von bis 2 llbr Nach- mittags und die niedrigste t! 2 Grad! um Uhr Morgens. Zn den anderen Bundes Welter Beobachtung S Stationen des La des wurden die folgenden niedrigsten Temperaturen verzeichnet: Easlport 71. Portland 71, Boston >l2, Albann AN. New-Aork 11, Philadelphia 02. Atlantic Eity 78, Washington AI, Norsoll .78, Hatteras lt. Eharlotte j 71. Wilmüigton 74, Eharleston 78, Sauannah 78, Zacksonville 2, Zu piter 11. gen West 72, Montgoinery 71. New Qrleans 01. Palestine Galveston 71, Eerpuö Ehristi 78, Memphis 02. Eincinnati 74, Pitts burg 7t>. Qsivego 72, Bussalo 74. Eleveland 70. Tetroit >B, Alpena l. Marguette 12, Green Bay 11. Chi cago 74. Tnluth l>, St. Paul >O. St. Louis tili, Kansas Eity Gl, Omaha 74, Huron l>, Bismarck 30, Williston 30, Havre 21, Helena 22. Salt Late i! 2. Teuver 3>. North Platte 38, Todge Eity 7t!, Amarillo 11, Los Angeles 48. Kaufte prächtigen Land sitz. Allen L. Earter von der „Re sinol Eheinical Eo." kaufte „Lin wood." de prächtigen Landsitz von Hrn. und Trau Seymour Mandel hauin an Eold Spring Laue, nahe der Eharlesnraßen Avenue. Ter elegante Wohnsitz ist von einem herr lichen Park umgeben. Neue polnische Zeitung. Tie „Polish Publishing Compa ny". welche kürzlich mit einem Kapi tal von P3OOO organisirt wurde, be ginnt am Tonnerstag mit der Her ausgabe einer wöchentlichen Polin scheu Zeitung, welche den Namen ..Polish Weekly Unity" erhält. Tas Büreau der Eompagnie besilidel sich in Nr. 1712, Easlcrn-Avenne. und die Beamten derselben sind: Präsident Peter Teczkowski, Schatzmeister Zohn Auguslyiiiak und Sekretär Vladis larw Urbanski. Ter Gejchästssührer und Redakteur ist George Mirsti. Tnft und Eiiilialtsbcfchsr. Ter republikaiiksche Präsidentschaft-:- Eandidat vertheidigt sich im Lvric" gegen verschiedene von den Arbeiterführern gegen ihn erho bene Anschuldigungen. Greift Hrn. Bryan zu wiederholte Ma len an. Hr. William H. Taft, der Banner träger der republikanischen Partei, hielt gesiern Abend die einzige An sprache während seiner Eainpagne in Baltimore im „Lyric," woselbst unter den Auspizien oer Liga repnblikant cher Eliibs eine Massenversammlung nattsand. Ter Besuch war ein enor mer. und es fand daher auch im Freien eine Versammlung sür Tic jevige statt, welche nicht in die Hatte gelange konnten. Geradezu ausfallend war die erbit terte Weise, i welcher Hr. Taft sei nen demokratischen Gegner zu wie derholten Male angriss, und auch der General-Anwalt Bonaparte rich tete etliche Breitseiten gegen Hrn. Bryan. Hrn. Tast's Rede war. wenn man sie genau analysirt, weiter nichts als eine Vertheidigung gegen die An schuldigungen, welche die Teinokra ten gegen ihn erhoben hatten, sowie ei Loblied ans die republikanische Prosperität, welcher wir uns bekannt lich so ziemlich zwölf Monate erfreu ten. und die Kolonialpolitik der Re publikaner. Als Zugabe wurde das hohe Lied von Roosevelt, dein „Frie densfürslen." gegeben. Hr. Tast ver theidigte seine Stellungnahme als Richter bei dem Ausstellen von Ein- Haltsbesehlen gegen Arbeiter gele gentlich verschiedener Strikes und griff die von Bryan geplante Politik der Trnstzersiörung und die Reorga nisation des Bankwesens nach den Plänen der Teinokraten an. Lange vor dem Beginn der Ver sammlung war die Halle bis zu ihrer vollen Eapazität gepackt, nnd viele Tausende horchten draußen den Red nern, welche bis zur Zeit, als Hr. Tast die Halle verließ, in auch im Freien etliche Worte zn sprechen, ge duldig zu. Eins stellte sich heraus, daß im Falle die Teinokraten gewinnen, sie sicher ihren Tieg nicht den Ziegern von Baltimore zn verdanken haben. Ter Prozentsatz der anwesenden Ne ger war gestern Abend ebenso groß, wie in früheren Zahren. Was Be geisterung anbelangt, so konnte man dieselbe der Versaniinlnng nicht ab sprechen. So ziemlich einer ans drei Mann trug ein amerikanisches Ban ner, und da Hr. Tast nnd seine Be gleiter spät eintrafen es war bei nahe >Z.!i llbr ivnrden auch ach den Klängen der Musik viele patrio tische Lieder gesunden. Ter Beifallssturm, welcher bei dem Eintreffen Tafts ausbrach, wollte minnteiilang kein Ende nehmen. Hr. Eharles R. Schirm, der die Per'amniliing eröffnete, begann gleich mit einer herbe Kritit des de mokratischen Eandidaten nnd erzielte Beisallsgeheiil. Ter dann von Hrn. Schirm als Vorsitzer vorgestellte Hr. Zolin Haues Hammoiid von Gloiicester. Mass., welcher angeblich P.7>0,000 Salär pro Zahr als Minen-Experte beziehen soll nnd daher mit Ueberzeugung von der republikanischen Prosperität spreche konnte, that dieses in einer Welle, welche an Aufrichtigkeit des Zweckes nichts zu wünschen übrig ließ. Hr. Charles Bonaparte, der Genc l ralainvalt de. Per. Staaten, war der nächste Redner. Auch er befaßte sich ziemlich start mit persönlichen Angris fen ans den denwtratischen Eandida ten. Er vermtbeille auch die beste henden Wahlgesetze in Maryland. Mit beißendem Sarkasmus walte er Zerr bilder von Hrn. Bryan. weil derselbe sich nicht bequeme ivoltie, als Eandi dat der deinotratischen Partei zurück zustehen. Er-Schatzmeisier Haskell vom demokratischen National Comite j erhielt ebensalls seine Sei. Ruhe j srörnngen draußen veranlaßten Hrn. Bonaparte, seine Rede eine Zeit lang zn milerhrechen,. und nachdem endlich Rübe geschaffen war, stellte der Vor sitzer Hrn. Tast als nächsten Redner vor. Hr. Tast war gemein heiser, nd nur der trästigen Eonstrnklion seiner Lungen war es zn verdanken, daß er zuerst verstanden wurde. Redner wollte zuerst wissen, ob eine Veran- I lassniig vorhanden sei. eine politische l Veränderung vorzunehmen. Freisil ber war das erste Angriüsobjekt des Hrn. Tast. Sodann theilte Redner oer Versammlung mit, was die re pnblikanische Partei Altes gethan ha be, unter Anderem die Befreiung Eu ba's. die Aniierion von Porto Rico und der Philippinen. Er sagte serner, daß durch die nach dem spanisch anie rikanischen Kriege eingesetzte Prosperi tät es soweit gekommen sei. daß On kel Sani beute an der Spitze des voll- bedeckte Tisches stehe. Tann ging .Redner auf dpn Präsidcnle Roosevelt j als...Trnstzerschinetterer" über. Zn Tcr Deutsche Corrcspoiident, Baltimore, Md., Dienstag, i-,, Olwbcr 1008. erster Linie berührte er das Amdre wen des Rabattshnems iiiirch Annah me der Ratenbill. Er meinte, daß einer der größte Zrrthümer Brnan's der von demselben aiisgestelllen Behauptung bestehe, daß die Eonso lidation von Kapital zwecks billigerer Fabrikation nicht im Znteresie des Volkes sei: er glaube, daß, wenn sich Kapital unk zu solchem Zwecke ver binde, darin nichts Unrechtes zu iiii den sei. Tas Heil des Volkes sei auch in der Regulation der Trusts zu su chen. Hier wurde dein „Trustzerschiiiette rer Bonaparte ebenfalls eine schiuei chelhaste Bewertuiig tür sein Wirken in besagter Richtung zu Theil. Tas nächste Thema war der Schutz zoll. Redner gestand, daß uvtee dem Schutzzoll sich mancher Ueheiüaud u. manches Monopol gebildet habe, al lein er wolle deshalb dennoch trimm .Freihandel und damit das Kind mit dem Bade ausschütten. Zhm sei es imhegreislich, wie ans diesen und den anderen Artikel der Zoll revidirt wer den könnte niiö ans andere nicht. Ten noch habe sich die republikanische Par tei für Tarif-Revision verpflichtet. Zu erst wüßten 3 Pmitle in Betracht ge zogen werden, die Kosten für Arbeit, die Ansprüche des Kapitals und die Kosten der Herstellung von Waaren im Auslande. Tann kam die Arbeiterfrage auf's Tapet. Zu erster Linie erhielt Sa muel Gompers, Präsident der „Ame litanische Tederation os Labor," sei iieii Senf, weil derselbe angeblich die Arbeiter an Bryan ausgeliefert habe; er glaube indessen nicht, daß sich die Arbeiter mir nichts, Tir nichts a ei ne politische Partei ausliefern ließen. Tann wies er ans das Achtstmideii- Gesetz hin. welches zum ersten Male unter der gegenwärtigen Administra tion durchgeführt werde; weiter ans das Gesetz für UmaUsstatistit, das Achtstiiiiden-Gesetz für Elsenhahnen, das Kinderarbeits-Gcsetz, das Gesetz für die Vergütung von Arbeitern bei Unfällen im Regiernngsdienst, die Untersuchung der Ursache von Un fällen in Bergwerl'en etc. Tann begann Richter Tast sich ans die Anschuldigung hin zu vertheidi ge, daß er Einhaltsbefehle gegen Ar beiter ausgestellt babe. Er gestand ein, der Richter zn sein, der den ersten Einhaltsbefehl gegen Arbeiter aus stellte, aber er babe nicht nur gegen Arbeiter, sondern auch gegen Arbeit geber nnd Prosessionelle Leute Ein haltsbefehle ausgestellt. Weiter er klärte er den Tvlt von Morse Eo. in Eincijinati, wo es sich um einen Tal! der Arbeiter gegen eine T>nna handelte, die bei einem Boycott erst in zweiter Linie in Betracht gekom men sei. Er verdammte den Boycott in zweiter Linie als nnaiiierikaiiisch und nahm Anlaß, Samuel Gompers nochmals anzugreifen. Tan kam der Tvll der Lokomotiv führer zur Verhandlung, welcher ge legentlich des Strites der Toledo u. Ann Arbor Road bestand. Tie Loko moivführer hatte einen Paragra phen >2, nach welchem die Union kei ne Waaren einer Gesellschaft, deren Arbeiter am Ctrike waren, befördern durften. Redner gestand ein, daß er eine Entscheidung gegen die Arbeiter abgegeben babe, allein durch spätere! Ereignisse seine Handlungsweise gc rechtfertigt worden sei. Zn seiner Schlußerklärung über diese Angelegenheil sagte Herr Taf:, daß er den Arbeiter ihre Rechte zu gestehe. aber nicht dulde, daß die Ar beitgeber durch Zerstörung von Ei genthum oder sekundären Boycott ge schädigt werden. Nun kam der sozialistische Präsi dentschasts-Eandidat Eugene Tebs an die Reihe, und zwar zog Redner die sen Herr ans erbarmungslose Weise über die Kohlen für die Art und Wei se, wie derselbe etliche StrikeS ge führt habe, und schloß mit den Wor ten, daß er denselben ans sechs Mo nate nach dem Gefängniß sandte. Tann kam er och auf andere ge richtliche Entscheidungen zu sprechen und schloß diese Paragraphen mit den Wcirten, daß er eigentlich gekoin nie sei, um sich gegen die von den Uiiions gegen ihn erhobene Anschnl dignngeii zn vertheidige, aber er doch unwillkürlich ans die Angelegen heit zu sprechen komme. Es sei ihm einerlei, welche Felge es für ihn oder seine Partei im Ge solgc haben möge, er werde niemals gestatten, daß die Art a die Wurzel des Zmlizsystems de§ Landes gelegt werde. Herr Taft gestand ein, daß der letz te Tinanzpanik unter einer republika nischen Perwaltnng eingesetzt habe aber er erklärte, daß die Wahl von Brhan noch schlimmere Zeiten im Ge folge haben würde. Hrn. K r o nin i l l e r's Rede. Hr. Zohn Kromniller appellirte in seiner Ansprache banptsächlich a das Arbeiter Polinn. Er berührte die be kannte Prosperität, welche wir wäh rend der vergangenen 12 Monate zur Genüge keime gelernt haben, in al- len ihren wohlthätigen Phasen. Hr. Kronmiller vektlstzidigte den Schutz zoll als das einzige Mittel, den anie rikanische Arbeiter z schützeli, und zog dann Parallelen zwischen den englischen und amerikanischen Arbei tern. Er legte besonderes Gewicht aus die Thatsache, daß die amerikani scheu Arbeiter die best gekleideten, bell genährten und mit den besten Woh nungen versehenen seien. Tas Eomite, welches Hrn. Taft am Bahnhof empfing und ach der Halle geleitete, bestand aus den HH. Ehas. R. Schirm. Gen. Telir Agnus, Lean der Toruia, Hugh McElderry, Z. Ebarles Smith, Charles C. Blauey, Tr. T- Leivis, Percy C. Hennig bause.,William Cullimore. William S. Booze. Charles nleinjoh, A. Lin coln Traden, William Z. Vannort, Z. Wesley Carver, H. C. Porter, Zolin Kromniller, Henry B. Chrislhilf, AI sred Toivers, Alerander Williams, Albert V. Bevens, Alired H. Pitts. Mng fatalen Ausgang eljincn. Wortstreit zwischen Zoseph Gorma und Zolin Gary nimmt blutiges Ende. Gorma liegt in kritischem Zustande im „Trank lin-Sguare Hospital" darnieder. —Eine Birrilasche war dieWasfe. Unter der Anschuldigung, Zoseph Gorma von Nr. 3l!>, Süd-Amity- Straße. angeblich thätlich angegrif sen und lebensgefährlich verletzt zn haben, wurde der 21 jährige, im sel ben Hause wohnende Zohn Gary ge siern dem Polizeirichter Beach in der südwestlichen Polizeistatio vorge führt. Er wurde bis zu einem aus de 2!. d. M. angesetzte Verhör dem Gesängniß überwiesen, um die Eut Wickelung des Zustandes seinesOpsers abzuwarten. Gorma kam gestern Morgen ge gen l Uhr blutüberströmt nach Hause und erzählte Gary's Schwester, daß ihr Bruder ihn während eines Wert streites mit einer Tlasche über den Kops gehauen habe. Gorma verlor bald daraus das Bewußtsein, worauf hin Gary's Schwester die südwestliche Polizeistatio benachrichtigte. Tiese sandte den Verletzten mittelst der Ambulanz iiach dem „Tranklin- Tgliare Hospital," während Ser geant Quirck. Gary verhaftete. Nachrichten aus dem Hospital zu folge ist der Znstand Gorinan'S im höchsten Grade besorgnißerregend. Gestern Abend spät hatte er noch nicht völlig das Bewußtsein wieder erlangt. Gary wird als ein Mvn geschil dert, der angeblich periodenweise stark trinkt und Mtter denulEinslusse von Alkohol zu Zähzorno Ausbrüchen geneigt ist. Geburtstag im Gefäng niß. George Rntledge von Nr. KM, Nord Earolincstraße, der am Sonntag Abend durch den Polizisten Thies verhaftet wurde, weil er sich angeblich am Sonntag Abend in der Nachbarschaft von Harford- n. North- Avenue unordentlich benahm, erklär te gestern Vormittag vor Polizeirich ter Llewellyn im nordöstlichen Sta tionshanse mit sauersüßer Miene, daß dies sein 17. Geburtstag sei. Ter Richter lachte, gratulirte ihm u. ließ itni dann mit einer Warnung lausen. Kann wieder sehen. Tie 11 Zahre alte Marie Eiermann. Toch ter von Hrn. und Trau Zakob Eier mann von Nr. 234. Süd-Chesterstr., welche vor einigen angeblich von ei nem Unbekannten entführt wurde durch den ausgestandenen Schrc-cken erblindete, bat ihr Augenlicht wieder erlangt. Sie wurde von Tr. George Renting von Nr. M 3, West Moni, mentstraße, behandelt. Als sie den selben am Sonntag besuchte, konnte sie noch nicht sehen, aber als sie ge stern Morgen erwachte, war sie wieder sehend. Zur letzten Ruhe. Unter dem Ritus der „Eassia-Loge Nr. 47" der „Treiniaurer" wurde gestern Nach mittag der am 17. Oktober im Alter von 22 Zahren verstorbene Zohn B. Tchwatta von Nr. IM3, Nord-Broad way, im Beisein zahlreicher Leidtra gender aus dem „Lodon-Park°Trieo bose" zur letzten Ruhe bestattet. Als Bahrtnchträger fuugirte Hr. George Leach. Eine Tüll' kostbarer Blume spenden schmückte den Grabeshiigel. Tie letzte Ehre als Bahrtuchträger er wiesen dem Entschlafenen Mitglieder der „Eassta Loge." Hn Albert E. T"> ler leitete die Beerdigung. Ter Per slorbene wurde in Baltimore geboren. C> war ein Student.der Medizin und erkranlle vor zwei Zahren au der Tclwindsncht. Er hinterläßt seinen Vater. Tr. Zohn B. Schwatka. einen Bruder, Hrn. Hermann Schwatka, eine Schwester. Tel. Margarethe Tchwatka. Schiffstarten von und nach Europa über Baltimore oder New-Zlork. Kajüte oder Zwischen deck. Wechsel, ausländisches Geld. Crcditbriefc und Geldsendungen. Theo. K. Diener b Co., I Nr. 217. OffValtimorr-Gtrnße. Pom Tcldr der Politik. Tie Registration äußerst günstig für die Tcnwkraten. lieber ItM> mebr Tewotraten als Republika ner registrirt. Tie republikani sche Prelle frohlockte zu früh. Temokratiscbe Persaniiiilimgen. Offizielle Zableu über die Registra tion nach der Parteiangehörigkeit liegen noch nicht vor. Nach einer Zn samiilenstellung. die im demokrati schen Hanvtauarlier gemacht wurde, und die ans Berichte basirt, welche die demotratisckie Regislratioiisbeaniten der einzelnen Prezinkle lieseile, ver theilen die 117.11.74 registrirten Stimmgeber sich etwa wie folgt: 77,84! Tciiiotraten. 14,8 Republikaner. 17.71 X) Unabhängige. Tewnach sind 11,238 mehr Teme kraten als Republikaner registrirt. Bei der Präsidentenwahl vor vier Zahren waren 11,13t> mehr Temokra ten als Republikaner registrirt. Ta mals betrug die Zahl der als Unab hängige registrirten Stimmgeber 17.331, gegen jetzt 17,.7s>4 vermieden, und doch ist es gerade diese Registration, mit der der Vergleich gezogen werden muß. T e i oiratische V e r s a in ni l n ii g e n. Ter Höhepunkt der Wahleanipagne wird i dieser und nächster Woche er reicht werden. Beide Parteien, die demokratische und die repudlikanische, haben für Tntzende Versammlungen in Baltimore und in den Eonnties Vorbereitungen getroffen. Tie wich tigste demokratische Versammlung findet nächsten Tonnerstag in der „Lyrie Halle" statt. Tie Redner wer den sein: der Maryländer Bundes senator Zsidor Rayner und der Eon greßabgeordnete Robert L. Henry von TeraS. Hr. Henry ist ein Red ner von nationalem Ruf. Es wird Senator Rayner's erste Rede in Bal timore in dieser Eainpagne sein. Mayor Mahool wird den Vorsitz führen. Tie nächste bedeutende Versamm lung halte die Teinokraten Mon tmz, den 2. Oktober; für die 2. Ward im Broadway- Znstitut am 28. und in der neuen polnischen Halle an Aliceanna-, nahe Ann-Straße, am 2!). Oktober; für die 3. Ward am 211. Oktober, für die 4. Ward—in Nr. 212, Nord- Paca-Straße, am 30. Oktober; für die 7. Ward im Lokal des ..Hillen-Elnb" an Eolvin-, nahe Gay- Straße, am 21. Oktober; für die Ward im Lokal des „Tniniiomit-Elnh" an der Tmr momit-Aveniie am 27. Oktober; für die 8. Ward im Lokal des „Bomig Men's Temoeratic Elnb" an Gay Straße und Pettersoii-Park-Ahe. am 23. Oktober, an Gay und Wash ington-Straße am 20. Oktober, an Broadway und Presto Straße am 2.. Oktober, in der „Vöhmeiihalle" an Gay- und Presto Straße am 2!, Oktober; für die 11. Ward am 27. und 30. Ottober; für die l. Ward am 20. Okto ber in Weant's Halle an Viddle-Str.. nahe Ceiitrak-Avenue; für die t 3. Ward an Roland- und 3. Avenue z Hampden am 28. und 211. Oktober; für die 111. Ward im Lokal des „Coneord-Elub" am 20. Oktober; für die 20. Ward in der „Froh sinn-Halle" am 211. Oktober. Zn den Eonnties finde demokra tische Versaiiimlmigen wie folgt statt: Zn Mt. Air am 24.Oktober, Nach mittags und Abends, mit Er-Gow verneur Edwin Warfield, Z. T. E. Talbott, B. T- Eronse, George M. Sinitb. Tavid Z. Lewis und I. S. Easlen Smith von Washington als Redner. Zu Voyds am 28. Oktober mit W. T. Giles als Redner. Z Prince Trrderick am 20. Okto ber mit George M. Smith und Staatssenator A. P. Gonnan als Redner. Zn Leonardtown am 23. Oktober mit Gouvecneilr Ervthers nd Olco. M, Smith als^ediier. Z Havre de Grace am 27. Ok tober niit Z. F. E. Talbott, A. S. Goldsborongh und Gouverneur M. F. Anset von SüdEarolina als Red ner. Zu Velair am 30. Oktober mit Bimdessenator Rnyner und Z. F. E. Talbott als Redner. Zu Uvver Mnrtboro mit 27. Otto ber mit dem Achtb. E. C. Taniel von Nord Carolina und Staatssenator A. P. Gornitui 010 Redner. Zu Rockville mn 27. Oktober mit Gouverneur Ervthers und Binides seimtor Rovner als Redner. Zu Hagerstom am 30. Oktober mit dem Achtb. M. P. Gminon von Zowa als Redner. Zu Frederick am 30. Oktober mit Richter Moses Wright von Georgia als Redner. Zn Ehestertoivn mn 2U.Ot'tober mit Senator Raimer, Senator Smith und Gouverneur Ervthers als Red ner. Zu Eentreville mu 20. Oktober, Ziachmittags, mit Senator Rayner als Redner. Zu alisbnry um 2t. Oktober mit Gouverneur von Pirginicn als Redner. Zu Keiisiiigtoii am 2!>. Oktober mit Generalamvalt Zsaac Lobe Straus als Redner. Schicsit sich i den Unterleib. Ter zweinndzwanzigjährige George Verneberg macht Selbstmordver such. feuert sich eine Revolver kugel in den Leib. Motiv der That vorläufig nnbekannt. Aus vorläufig noch völlig in Tun ke! gehüllten Gründen versuchte ge stern der zweinndzwanzigjährige George Verneberg von Rr. 34, Siid- Parkinstraße, seinem jungen Leben ein Ziel zn sehen. Es mar gegen 7 llbr gestern Morgen, als die Gattin des im selben Hause wohnenden Bru ders des Lebensmüden den Knall ei nes Schusses hörte. Sie eilte mit Verneberg's Schwester, Frl. Rose Verneberg, zusammen in das Zim mer des jungen Mannes und fand denselben halb entkleidet in einer Blutlache auf einem Vette liegend vor, den rauchenden Revolver neben ihm. Eine Untersuchung ergab, daß die Kugel in den Unterleib einge drungen und im Rücken wieder her aus gekommen war. Eook's Privat- Ambulanz, welche eiligst herbei geru fen. brachte ihn nach dem „Maryland Univcrsitäts Hofvital," wo Dr. Lake die Behandlung Verneberg's übernahm. Aach Ansicht der Aerzte hat der Patient gute Aussicht auf Wiederherstellung. Ter junge Mann wird als ein flei ßiger, braver und nüchterner Mensch geschildert; seine Schwester äußerte sich gestern dahin, daß es ihr ein voll kommenes Räthsel sei, was ibren Vrnder zn der unseligen That trieb. Verneberg selbst weigerte sich, ir gend welches Motiv anzugeben. Es heißt jedoch, daß er längere Zeit au ßer Arbeit war und dieses ihn viel fach sehr trübsinnig stimmte. Zeitungsjunge fällt von Straßenbahn. Ter sieben jährige Zoseph Vergis von Rr. 70, Ost Randall-Straße, kam gestern Nachmittag zu Talle, als er den in südlicher Richtung gehenden Straßen bahn-Waggon Nr. 2>t>2 an der Ecke von Light- und Elementstraße in der Absicht besteigen wollte, auf demsel ben Zeitungen zu verkaufen. Er er litt eine Fleischwunde am Kopse und eine Quetschung der linken Seite. Er war im Stande, sich nach seiner elter lichen Wobnnng zu begeben, wo ilnn ärztlich Hülfe zu Theil ward. „Peggy Stewart" Tag wurde gestern gefeiert zur Erinne rung an die vor 134 fahren erfolgte Verbrennung des Tbeeschiffes „Peggy Sewart" im Hafen von AnnapoliS. Aber nur patriotische Gesellschaften, wie z. V. die Töchter und die Söhne der amerikanischen Revolution feiern den Tag. Zin Eolonial-Haus. Nr. 417, Nord-Ebarlesstraße, gab das Baltimore Kapitel der Töchter der Revolution eine Unterhaltung, und in den Räumlichkeiten des Vereins der Kaufleute und Fabrikanten gab die Maryländer Gesellschaft der Söhne der Revolution dem Richter Ttockbridge zu Ehren gestern Abend einen Einpsang. Ter Richter ist jetzt Präsident der National Gesellschaft. Tos Kindes Schutzengel. Ter vierjährige Harry Black von Nr. 5, Weyler-Straße, wurde, wäh rend er an der Ecke von Weyler- und Ebarles-Straße. in der Gosse spielte, von einem vorbei fahrenden. Hrn. V. TashieldS gehörigen Wagen ge troffen und zn Boden geworfen. Er kam jedoch mit leichten Hautabschür fungen davon. Pässe zur Reise in's Anslaud be sorgt E. Raine, Nr. 413, Ost-Balti morrstraße, nahe Custom Honsc Ave Lcbcnsmndr Erdcnpilgcr. Ter 27-jähnge Stellmacher Peter Richwien läßt sich von einem Zuge überfahren und wird in zwei Häliten geschnitten. Häusliche Wirren als das Motiv der That angesehen. Andere Selbst morde. „Bald werden alle meine Leiden ein Ende haben, Mutter, vergieb mir, wenn ich Tir Kummer bereite und erfülle mir die eine Bitte: laß mich neben dem Bater begraben," mit die sen Worten verabschiedete sich der 27- jährige Peter Richwien von Nr. 207, Harmisonstraße. von seiner Mutter, Frau Eatherine Richwien. Er hatte nur zu wahr gesprochen. Gestern Morgen gegen 2 Uhr wurde der in zwei Hälften getheilte Leichnam eines Mannes von einem Tetektiv der„Bal limore-Ohio-Bahn," Namens Arthur Pole, bei West-Baltimore, Valtiniorc- Eoniith, aufgefunden. Ter Leichnam wurde später als der des Peter Rich wien identifizirt. Zunächst jedoch dachte man an einen Unglücksfall; doch der gestern unter Richter Miller i der Mvunt Winan's Polizeistation abgehaltene Zngnest ergab die Un richtigkeit dieser Theorie. Tie Eoro liers-Geschworcnen gaben ein auf Tod durch Selbstmord lautendes Verdill ab. Ter Leichnam wurde darauf der Leichenbcstatter-Firma Zoseph B.Eook übergehen. Tie Mutter des Todten erzählte ei ne, Berichterstatter des „Teutschen Eorrespondeiiten, daß ihr Sohn am Sonntag Mittag mit den oben er wähnte Worten von ihr Abschied ge nommen habe. Am Nachmittag habe er seine beiden kleinen Kinder noch nach der Timdalk-Shore genommen, um 0 Uhr Abends habe er dieselben nach Hanse gebracht, das sei da? Letzte gewesen, was sie von ihn, gehört habe. Tic Mutter erklärte, daß er des Oes tereii ibr gegenüber über seine Leiden er sott in der Ehe nicht das erwar tete Glück gefunden haben geklagt und dieselben zn enden gedrobt habe. Ter Lebensmüde hinterläßt nebei seiner Mutter seine Gattin Tclla, geh Tiivall, zwei Kinder, die fünfjährig' Torothea und die dreijährige Inn, zwei Brüder, A. L. Alexander nid George Richwien, drei Schwestern, Fran Marn A. Miller nnd Frls. Ea ra und Katie Richwien. Er war in Mitglied des „Westend Krankeii ln terstiitzungs-Pereins;" auch gehört er der deutschen evang.-lntherischen St. Zohannes.Kirche an der verl. Low bardstsaße an. V e r s ch luckt K nrbols ä n r?. Fannie Kleson, 20 Zahre alt. vm Nr. 0. Nord-Ereterstraße. verschlickte gestern Abend 0 Uhr, nachdem-ihr Bräutigam ihr den Laufpaß gegiben hatte, eine Quantität Karbolsmre. Zwar wurde Tr. Freedom. Favete Ereterstraße, sofort herbeigenisen, doch starb das Mädchen, trotzdeil Al les aufgeboten wurde, um ibr ?ebcn zn retten, mn I>>/, Uhr Abend. Eo roner Tr. Riten wurde benachrlchtigt. Tritt bei M sik dieke tz t e Reise an. Ter 31 Zabre alte Frank W.Weber endete gestern Abend sein Letrn in einem Ziinnier des zweiten Stockwer kes seiner Wohnung, Nr. 1, Nord- Bradfordstraße, durch KarbUsänre. während nuten im Parlor seine Gat tin nnd Freundinnen derselben ans dem Piano spielten. Frau Varbara Tietz, eine Eonsine des Lebensmüden, hörte ihn hinfallen, nd als sie hinaus i das Zimmer eilte, lag er, sich in. Schwerzen windend, ans dem Fußbo den. Er batte 10 Cents werth Kar bolsänre getrunken, die er kurz vorher geholt. Als der herbeigerufene Arzt anlangte, war der Mann schon todt. Weber war Fuhrmann eines Eiswa gens. Außer seiner Gattin hinterläßt er ein vier Wochen altes.Mnd. Tie Wittwe weiß nicht, weshalb er sich das Leben genommen. „Selbstmord" da? Verdikt. Tie Geschworene bei'in Znqiiest über die Todesursache des Versiche rungs.Agenten William N. Sweeney. der mit einer Schußwunde todt in sei nein Comptoir im „American Ge bände" am Sonntag Abend aufgefiiii den wurde, gaben gestern in der mitt leren Polizeistatio de Wahrspruch ab. daß Sweeney den Tod durch seine eigene Hand fand.
Theo. H. Diener 6 Co. 217 Ost-Baltimore-Straße. Deutsches und anderes ausländi sches Geld gekaust und verkauft. Geldsendungen besorgt nach Deutsch land Oestreich', Rußland u. s. w. Wechsel ausgestellt auf ausländische Banken. Crcditbriefe und Travellers Cheques. Hebbels einzige Atelier. Wir haben nur ei Atelier in Balti more, und das befindet sich in der Etage zn ebener Erde, Nr. 321, Nord Gay-, nahe High-Str. Kinder-PH, tograpbien eine Spezialität. eine Agenten nnd krincTreppcu zu fingen. F. Hebbel. E. Erni. Geschäftsführer.