Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
October 1, 1908
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i! Heilte I klares Wctier, r nmspringcnde Winde. v-t^t"l-1.1-1- l'-l -I 1- l'-I-I"! -I'-I-I- t-Z-1"l--I"l -c--1 l>B. Jahrgang. R Jedermann M ZU verlanat M H WZ su>>e>azmk ~/s .m ITl?r7>o C's baut de Körper ans siärlt t-jz> Nerven reinigt das Blut I. F. Mehner clchftSäu. srr nmyrtnd der Tvmmcriuonatc wird die aväßäNTilZ! eo. Tas Spar-Trpartrmrnt (1—) Üb"'' vitcn Inn. 411 Lst-Baltimorc-Strastr. cncu Nid von w bi II Uhr. Damftans N bis 1 Übr. Z> c I r Ikife lkanrr- und -dmcrstl-Slrnstc. Sir. tiN.',, Liiibi-siraftc. Misibcn srnii- und Teutsche Spurbank von Baltimore, Baltimore- und Eutnw-Ttraße. cisrn liviNch von Uh^ (Jan.!?)"'' H"lss.Schavm>fter. Kummer k Becker, Teutsches Bank- und Wechsclgcschiist, 2l Sonth-Straßr, „RuNsnul anl f cionnrr-e".r der eine Uelir. Od Sie daliir nur oder mebr anSuel>n, M. I. Wisser, Juwelier, 28 Ost-Baltimorc-Strahc. (15..) Ranft direkt vom Fabrikanten. Kodslson-Knte Sabril: Vir. 11, ViordPaca-Str. ) Schumacher Foreman. Optiker. Schumacher L Ftrewa, r. sa. Wtt.Srrt,t,wtr-e. Khronische Krankheiten! Hlerven-Krankheiten! Wer I-idcr damit behaftet, ioend sich an crman node'rufte Einrtchluuo, schmerzlose vrhuud'una, vousuliaUo che!. (Mai7.lJ.Tch,) Wreyin's?Vier, „OFH 0R1.7." I Baltimore gebraut. z'P er nach den besten deutschen wissen schaftlichen Methoden. tfil.lXl pro Kiste, abgeliefert, lveitze Telephone. Baltimore, Md„ Donnerstag den l. Oktober ltMl ttualihäftiffer Biirqer Permi von BaUimvrt. s/ nl^i'- li'!)".' Illlltt..
Baltimores Ohio l R 7 Ost-Plalte-S S "d Srcdl. A. ToNteld. Ch.iri Zohn H. Hull, Wm. HotmtNler. (JuS- B. und A. E. B. Co. „Die elektrische Linie" Dvppelgcleise zwischen Baltimore und N.II Vvrm. IS.Ol! MNlnus. is.zg, -I SN. I.M. S.NV S.I.Ü. S.W. .(10.^5.0U. 1 Vezcilkm- Vic-'al Vlcadcmy luiiclion Lolal niiavi'l'''— lii. 7 45. .45. c.45. 10 45 und cm. Ü-.45. 1.45. L.45. 5.45. 4.45, 5.45. 0.45. 7.15. 8.5. 0.45. >1.45 Adends NtkNch. Zill .ftUac sind vis zur Navlft Slcadeuch Zn etncr Richiunn. undfahrl. Na Wnlbinulon 75c.. 1.25. Nock nnavolis 10c. I.W. still VNlcle unk AuSlunft wendc man sich nn doS 81111-I.Biirean. Tsrmmal-SlnNvn. Pari, dbvnlrr nn k P r ""(riTaZd) Paste ansgegangen^ Roosevelt wird Brpan's jüngstes Schreiben nicht beaiitwvrtcn. .Es war nnr 'in Persönlicher An griff," Hai e gejagl. Auch die Ausfälle des Professois Ta>> nn>t er unbeachtet lassen. Unteres sante, vom deinakratischen Ratio nal-Eomite an den General Ban desanwalt Bonaparte gerichtete grasen. Tast redete gestern in der Heimatli Brpan's. letzte rer langt heute früh ivieder dort an. Washington. T. E.. 30. Sep teinber. Präsident Roosevelt ivird das gestern Atzznd zn Ruck T'Bond, Tlls., verössentt'chte neilesie Schrei den Win. T Brpan's nicht beantwor ten. Wie Sekretär Loeb heute kund nnd gi inisien giebt, erachtet sein Herr nnd (üebieter .'ieses Schreiben als iveiter N'ichts, wie einen persönlichen Angriff ans ihn, welcher keine Ant wort verdiene. Herr Loeb vertiilidete heilte serner, dag der Präsident gegelnvärtig keine Absicht hegt, für Tast ans den Stilinp !>i gehe, obgleich er von vielen Sei ten her dazu ansgesordert ivorden ist. Ans die Trage, ob sich Herr Roosevelt nachgerade nicht doch noch entschlie ße werde, republikanische Eanipag ne-Reden zn halten, erwiderte Loeb, er könne es nicht sagen. Niemand könne wissen, was die .Antiinst brin gen werde. A n Po n a park c's A dress e. E li i c a g o. v/t. Sepkeniber. sephiw Tanielr. Vorsitzer des deino kratischen Presz-Eoiniles, verössentlicht heute ein im A uirag des denwkrali schen N> tional-t. .uiites an den Gene ralblindesanwall Ponaparte gerichte tes Schreiben, welches denselben fragt, gegen wie viele von den 'W7 söge nannten Trnsts im lande gerichtliche Schritte eingeleitet ivorden sind, nnd wie viele weitere Prozesse er einznlei ten gedenkt. Taniel's Pries nmsaßt nnr llt> Worte, allein eine vollständige Liste der angeblichen tW7/ Trnsts ist ihm angehängt. Tie Lst ivnrde, idie der Schreiber hinznsü.zA „Moodp's P,'a nnal of Eorporation Secnrities" enk noniinen. Taniels ersucht auch nni Anfklärniig über die Peträge der von schuldig hesnndenen Trnsts bezahlten Strafgelder, sowie der noch nnbezahl ten Strafgelder: ferner fragt er, >va rnni Gcncralamvalt Ponaparte nicht gegen den Stahltrnst einschritt, Ivel cher lehr 'Begünstigungen. als irgend ei anderer Trust, von der Regierung erhielt und dir größten Suinnien snr die republikanische Eainpagnrkasse beisteuerte. W a sl, i gt on, D. E.. 30. Sept. Tas Tst!,l Tepartenient verös sentlicht heute eine Proschüre, ans welcher die Resultate aller von den Per. Staaten unter dein Sherinan'- ichen Antitriist-Gesetze vom it. Tli 18!l> nnd dein Gesetz zur Regelung des Verkehrs vom l. Tvbrnar 18,5i7, nebst Amendenienten. eingeleiteten Civil- und Erimincil-Prozesse zu er sehen sind. Tie Broschüre enthält cine Unmasse von Zahlen und sonsti gen Mittheilungen. P e i n a h e hätten sich B r v a n und Taft in Lincoln grtrosfe n. L i n c o l n. Nebr., M. September. Ans die gestrigen Aensjernngen Prpan's zu Rock Island eingehend, indossirte Herr Tast in einer heute Abend hier, in der Heimath seines Gegner?. nicht nnr die Stellung des Präsidenten Roosevclt in der Trage über Veröffentlichung von Eainpagne beitrügen, sondern suchte auch durch Argumente zu beweisen, daß diese Stellung ini Tvteresse der össrntlichen Wohlfahrt geboten, während diesem ge Prpaii's nr ans Eainpagne Knallesfekte berechnet sei. Taft hielt heute l l Reden in Nebraska, ehe er Lincoln erreichte, und dann noch fünf nach Anknntt in hiesiger Stadt. Win. T- Prtian durchflog heute Torna und redete zu Muscntine nnd anderen Orten. Er hatte beabsichtigt, heute Nachmittag nach seiner dreiivö chigen Enlnpagmloiir wieder hier an znlangeki. war jedoch zu einer Aende rnng seiner Pläne gezwungen und wird seht erst um l Übr morgen lTonnerstag> früh anlangen. Ohne diese Veränderung würden sich die zwei Eandidnten hier getroffen ha ben. No ch ein Schre i b e n Ha s l c l l's. G n t l> i e, Oklab., Sept. Gonveenenr Eharles N. Hastet! von Otlalioina, Er Schalnneislei- des de inotratifchen National Eomite's, ver öffentlicht beute Abend wieder ein langes Schreiben an den Präsidenten Roosevclt. Er wiederholt darin seine früheren Erklärungen, um sich dezüg lich der gegen ihn erhohenen Ankla gen zn vertheidigen, und führt hitlere Beschwerde darüher, daß ihn der Prä sident nngehört vernrllieilte. Herr Roosevelt. sagt Haskeil in dem Schre iben, wnßte Nichts von der in Tragi' stehenden Affaire, außer was er durch Hörensagen ans seinen Parleignetlen erfahren hatte, und anf Grund solche Beweise brach der Präsident den Stab über ihn, ohne sein Gesuch um Gehör zn beachten. Tn und Roosevclt. Angriffe des.Kanzlers der Universität Svraense oni den Präsidenten im Kabinet erörtert. W a s h ingt o n. T. E., 3. September Richter Elias. Nagel von SI. Lonis, der in Abwesenheit von T- H- Hitchcock die Obbiit über das repn k,litauische nationale Hanptguarlier bat, gab hier in einer Erklärung z. Äiß die Advokatensirina. deren Mit glied er iß. Advokatendieiisle für die Waters-Pierce Eo. thut. 'Veranlaßt war die Erklärung durch die Angabe von H. T. Priest von St. Lonis. ei nem Temotraten, von dem Präsident Rooievelt in seinein Brief an Brpan als einem Triislanwall, der Brpan unterßützt hat. gesprochen -hat. Prien gab zn. daß er als Advokat von der Oelgciellschast engagirt war, conßa tirte aber, daß mit Nagel, einem Mitglied des repnl'litamichen Natio nal-Eomite's von Missouri, das Weiche der Fall sei. Nagel sagt in ß-iner Ertlärnng. das Engagement seiner Tinna durch die Walers-Pieree Eo." liabe vor drei Tahren hegonnen, als die Tirma nn 'ernahiii. die tR-B'tze von Missouri de ziiglich des Geschäftsbetriebes der Waters Pieree Eo. unter denselben n prüien. Als Genralanivatt Had i lep das gerichtliche 'Verfahren zur Vertreibung dir Gesellschaft Hegann. wi die Nagel'sche Tirnia für die Per theidignng der Ge'elischnsr engagirt worden. Nach mehrere Monaten habe sich ergeben, daß die Stellung der Advokatcnsirnia zn dem Talle eine andere mar, als vorausgesetzt worden war. Tie Advotatenürnia habe daher abgelehnt, in dem Tab iveiter ibälig zn sein, und gebeten, von jenem speziellen Talle znrücklre len z dürfen. Tas sei ihr aber ver weigert worden. Seitdem habe die Advotatensirma mit der 'Waters- Pieree Eo. nichts weiter zn thun ge liabt, als soweit sener Tall in Be tracht toiinne. Tie Lngc in New Purk. Ei republikanischer Kriegsratb. G. O. P. verlast sich anf die Hearst'schen Hülsstrnppen. New Z) or k, !ll>. September. Es kann kaum einem mite, liegen, daß bei den ans dem repnbli tanischen -N'ational Hanptanarlicr kommenden rosig gefärbten Milthei lnngen über die angeblich glänzenden Aussichten ani einen Sieg der Herren Tast und Hughes in nnserein Staate der 'Wunsch der Vater des Gedankens gewesen ist. Tür diese Annahme spricht ein Kriegsrath, welcher gestern ,z später Nachinittagsstniide im Na tional HanPtpnartier stattfand und zn welchem Herr Hitchcock de Staats Vorsitzenden 'kzioodrnß, den Eonntp Vorsitzende Parsons, sowie Herrn Ward. Vertreter des Staates New- Aort im National Eomite, entboten hatte. Seinen sicheren Auslassungen zu folge.hat Hitchcock die Cam pagne im Staate den belreüenden Tübrern überlassen, aber deren Er folge scheinen ibni nicht zn genügen, denn sonst würde er dieselben nicht zn einer Verathnng citirt haben. Ter Kiiegsrath währte niipeihätliiißniä Big lange, doch gelangten keine de stimmten Mittheilungen über die stattgehabten Erörterungen an die Oesientlichteit. Taß die Republikaner anf die Hüt se der Hearst'schen Kolonnen rechnen, i in die Temotraten zn schlagen, tritt immer mehr zn Tage. Angestanden winde dies gester von dem VnndeS- Senatoi" Tepeiv im StaatS-HaiiPt pnartier der Repiiblitaner, woselbst dieser zn einer Eonferenz mit dem Vorsitzenden Woodruff vorsprach. Al lerdings irmrde ans dieser Eonserenz nichts, da Herr Woodruff beim Ein treffen des Herrn Tepew gerade im Vegriss stand, sich zn dem Nation! Vorsitzende Hilcheock z begeben. Nichtsdestoweniger weilte Herr Tr Peiv einige Teil im Hmiptgnartier, und diese (Gelegenheit benlitzte ein Ve richterslotler eines 'Blattes zn einein Versuch, iim über seine Ansichten bin sichtlich der Politischen Situation ans znholen, Herr Trpew ertlörte zwar, über die Lage nichts zn sagen zn ha ben. aber er fügte hinzu: ..Tie Aussichten ans einen Sieg der Herren Tast nnd Hughes in unserem Staate sind sehr günstig, nnd nach meinem Tasürhalten kann an ibrer Envählnng nicht gezweifelt werden, besonders seitdem Hearst in die Eam pagne eingegrüfen bat." Tas Eliicago'er Tiner am 7. Oktober. E li i r a g o. Tü September.— Tas vierte Tabresdiper der „Ebirago Association os Eonnnerre", ivelckes am 7. Oktober im Auditorium Hotel statt finden soll und zn welchem die Herren Tast und Brpan ihr Erscheinen znge sagt haben, verspricht eines der in leressantesten öisentlichen Tiners zn iverden, ivelche in Ebieago je stattge funden haben. Allgemein erregt die Veranstaltung Aussehen und die Nachfrage nach Antrittskarten ist enorm. T>n' die TBltbeilnehnier sind l lAA Sitze verfügbar, von denen aber allein 27> von geladene Güsten und der Presse in Anivrnch genommen iverden. Abgesehen von den Präsi dentschafts Eandidaten wird auch Theodore P. Shonts Ehrengast sein st. alle drei iverden Reden hallen. Tie Herren Tast und Vrpan iverden sich jedoch in ihren Ansprachen von allen politischen Tragen fern halten nnd über allgemeine bürgerliche 'Verhält nisse sprechen, während Herr Shonts sich das Transportwesen als Tbenia ausgewählt hat. A Weitverbreitetste deutsche i Zeitung südlich von r Rcw-Aork. Nr. 275. Opser der Fluchen. Tiinscildc von Mcnschcii in Ostindien ertrunken. Eollision zweier Tampser vor dein Hase von Smprna kostet l tl> Personen das Leben. Erschwe rung der Schiffahrt ans dem öst lichen atlantischen Ozean durch dichte Nebel. Cardinal Gib bons aus seinem Heimwege zu O.neenstown aiigekomnien. Heute schifft er sich dort nach New-Port ein. Lasker behaup tet die Schachmeisterschaft der Welt. H i, d e r a b a d, Tmdie, Sept. Man fürchtet, daß eine Pestilenz ans die Ueherschiveinniniig folgen ivird. welche durch die beispiellosen Regengüsse der letzten paar Woche in den Tislrikten Hpderabad und Ter ra verursacht wurden. Tas Wasser wich gestern zurück und Tausende von menschlichen Leichen liegen seht nnbe crdigl in dein zurückgebliebenen Schlamme. Tie meisten der Ertrun kenen sind Tranen und Kinder. Tie llebcrreste gehen so rasch in Verwe sung über, daß es unmöglich ist. sie rasch genug zu bestatten, und aus die sem Grunde hält man einen bedenkli chen Ausbruch von .Krankheit für un vermeidlich. Viele Elephanten wer den zur Entfernung der Leichen ver wendet. Obgleich die mit denAnfräumnngS arbeiten beschäftigten Mannschaften gerade eben de Rand des über schwemmten Gebietes berührt haben, so läßt sich dennoch mit Sicherheit an nehmen. daß die Zahl der Opfer Niel, rcr'e Tausend beträgt. Etliche Schä tzungen stellen sie so hoch als 10.000. Tas ans cirka Ii! Häusern best'ehen dc Torf Ghongligooda, am User des M'nsisliisses. ist gänzlich im Schlam nie vei'snnken. l ll Menschen ertrunken. S in i) r n a, l!l>. September. Ein türkischer Tampser bohrte heute die Tampffähre „Stambnl" vor dem hie sigen Hasen in de Grund. lt> Men schen ertranken. Nebel erschwert Schiff fahr t. Lon d o n.30. September. Tich Irr Nebel erschwert die Schiffahrt ans dem Atlantischen Ocean. Eine heute Nachmittag eingetrossene drahtlose Tepesche meldet, daß der schon heute in Plinonth fällige Tampser „Teutschland" den erwähnten Hafen wahrscheinlich erst gegen 8 Uhr mor gen früh erreichen wird. Kardinal Gibbons anf de in He i in weg e. L o n d o litt. September. Kar dinal Osthbons, Erzbüchof von Valti more, reiste heute von hier nach Li verpool ab, Ivo er sich aus dem Tam pser „Earonia" nach New-Hork ein ich>".> lrland. ck>. Srvtrniber. Eardinal Gibbons reiste nicht nach Liverpool, sonder" tain hierher, wo er bis morgen bei'm Vischos von Elowie zn Gaste sein wird, ehe er sich ans der „Earonia" einschifft. Er wurde am Pahnhof von Mitgliedern des Stadtraths nnd anderen hervorragenden Bürgern em pfangen. welche ihm einePewillkomin migS-Adresse überreichte. T einer Unterredung sagte der Eardinal unter Anderem, in den Per. Staaten würde, wie er fest überzeugt sei, kein Einwand gegen das Trage der Hostie durch die Straßen erhoben ivorden sein, wie es in London ge schah. Ter gesunde Menschenverstand ollein sollte den Widerruf des Ge setzes gebieten, mil.r welchem die Prozeüion in England verboten wnr de. Tie Katholiken Amerika's wür den sich nicht fürchten, das heilige Sakrament in New-Pvrk. Posten. Philadelvlna oder Ebieago durch die Straßen zn tragen. Hinsichtlich der bevorstehenden Präsidentenwahl in den Ver. Stau nn iagte der Eardinal, dieselbe wür de friedlich an der Wahlurne entschie den werde, nnd alle Aufregung werde sich dann raich legen. Heute Abend gab Vnchof Browne von Elonne dem Eardinal zn Ebren ein Abschiedsbantetk. Laster siegt. München, AU. September. (Fortsetzung siehe 2. Seite.)
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2 (Fortsetzung von der 1. Seite.) Emaiiuel LaSker von New-Bork be hauptet seinen Titel als Schachmei sler der Welt. Heute gewann er mit crstannlicher Schnelligkeit die t>. und letzte Partie in seinem Wettspiel ge gen Tr. Tarrasch von Nürnberg. Von den t! gespielten Partien hat Tar rasch drei gewonnen und fünf endeten als Remis. Oestreich warnt. W i c n, 30. September. Tic öst reichische Regierung erläßt wiederhol te Warnungen gegen die Auswande rung ihrer Unterthanen nach Ameri ka und speziell nach Pennsylvanien. Wie sie erklärt, geht aus den Berich ten ihrer Botschaft zu Washington hervor, das; die industrielle Lage in dem erwähnte Staate noch immer eine schlechte ist und daß weitere Ent lassungcn von Arbeitern dort zn er warten sind. Frankreich schließt sich an. Pari s, 30. September. Frank reich hat sich dem Protest der übrigen Mächte gegen die fortdauernde bulga rische Besetzung der oslriunelischen Strecke der Orient Bahn angejchlos sen. N eue skandin a v i s ch e T a ni pferliiii e. C h r i st i a n i a, 30. Sept. Ter schon lange unter Erwägung stehende Plan zur Errichtung einer direkten Tampferliiüe zwischen Skandinavien Norwegen, Schweden und Täne inark und den Ver. Staaten hat niiimiehr feste Gestalt gewonnen. Tie Vorschläge siir unabhängige Linien für die drei Länder sind fallen gelas sen worden: sie werden aber nach dem zur Annahme gelangten Plan gleiche Kapitals Antheile für die consoli dirte Linie beitragen. Funächst wer den sechs Tainpfer gechartert, die im ter der norwegischen Flagge fahren sollen. Bergen wird der Sitz der Ge sellschaft. Den? Vernehmen nach hat sich die Gesellschaft bereits mit de deutschen Tampferlinien iu's Einvernehmen gesetzt, wodurch eine Fahrpreis lln terbietung vermieden wird. Eiiglan d's P c n n y P orto. London, 3>. Sept. Tie Post verwaltinig ist daraus vorbereite?, in Folge der Einführung des „Penny- PortoS" im Verkehr mit Amerika, ein bedeutend größeres Oiiantmn von Post bewältigen zu müssen. Beson ders erwartet man in dieser Woche große Postsendungen, weil viele Briefschreiber unwichtigere Mitthei liingen bis zur Einführung des billi gen Portosatzes zurückgehalte haben. Später dürste der Fiiwachs schritt weise zu einer permanenten Höhe ge laugen. Tie Philatelistische Gesellschaft hat zum Andenke an die Porto Aende rnng besondere Brief Couverts her stellen lassen. Tie Couverts sind mit den Wappen der beiden Länder und mit Taten wichtiger Postrefornien onsgcstattet. Schah'S Truppen abermals verh a u e n. Berlin, !i>. Sept. Eine Spe zialdepesche des „Lokal Anzeigers" nieldet aus Teheran, daß die Trup pen des Schah's bei Tabriz eine Nie derlage erlitten haben und daß der Schah in Folge dessen die Eröffnung des Parlaments aus de 30. Oktober anberaumt hat. Ties wäre früher, als man erwartet hatte, doch hofft -der Schah, ans diese Weise die Ruhe herstellen zu rönnen. In Hoskreisen ist man äußerst er vös, und die nin den Palast anfge stellten Truppen weigern sich, dem Befehle, nach Tabris zu larschiren, nachzukommen. Ter Kriegsminister hat vergeblich versucht, das Geld zur Löhnung für die Soldaten auszutrei ben, die Bevölkerung vonTabris zeigt sich vollständig gleichgültig. Castr o's B o ck b e i u i g k e i t. Willem st a d, Eurpeao, 30.Sept. Wie von Venezuela hierher ge meldet wird, hat Präsident Castro sich geweigert, von dem deutschen Ge sandten Freiherrn v. Seckendorfs die zweite niederländische Note in Bezug aus die Schwierigkenteu mit Venezue la in Empfang zu nehme. Er er klärte, der deutsche Gesandte sei nur zur Uebcrwachnng der Interessen der Niederlande in Venezuela berechtigt und könne nicht die Funktionen eim's Vermittlers zwischen dsr niederländi schen Regierung und Venezuela über nehmen. Castro will darauf beste hen, daß die Note von einem Spezial- Gesandten der Niederlande übcr bracht werde. In Willeinstad sieht man in Ca stro's Verhalten nichts weiter, als ei nen Versuch, ein Vorgehen Holland's gegen die venezuelanischen Häsen zu verzögern. In Eric, Pa.. ist das fünsstöcki ge, Henry Meyer gehörige Gebäude, >n welchem sich verschiedene Geschäfts laden'befanden, durch Feuer zerstört Worden. Ter Verlust beträgt etwa PÜoo,ool>. Appell an Studenten. Wahrung der schwer errungene Autonomie russischer Hochschulen. Erhöhte Verwillignngen für die rns sische Armee gesordert. Cho lera in Petersburg im täglichen Schwinden. Amerikanische Schlachtschiffe „Alabama" und „Maine" auf ihrer Fahrt um die Welt zu Gibraltar angekommen. Vorbereitungen für den Em pfang der Armada z Anioy. China. Verhaftung angeblicher Verschwörer gegen König Alsonso in Budapest. M oska li, 30. September. Tie Fakultät der Universität Moskau er lies; heute in Nachahmung des von den Petersburger Professoren gegebe nen Beispiels einen Appell an die Studenten der Universiiät. welcher dieselben ermahnt, sich aller Bethejli giing an Strikes oder sonstigen lln ruhen zu enthalten, m die so theuer erkaufte Autonomie der russischen Hochschulen nicht auf's Neue zu ge fährden. E r höht e Ansg a b e n fn r R s; la ii d's Arin c e. P e t e r s b u r g, 30. September.— Trotz der vom Kabinet angekündigten SparsamkeitS-Bestrebiingen involvirt das heute der Tuina unterbreitete Mi litärbudget für 1000 eine Mehraus gabe von P2O.tXXI.IXXZ. Tavon sollen P3,xx>, auf Erhöhung der Gagen der Subalternoffiziere und PtI.GX),- >XX> auf Besserung der Tienstvcrhält isse und der Beköstigung der Solda ten verwendet werden. „A e o n" Schiffbrüchige ans dem Heimwege. Suva, Fidschi-Inseln, 30. Sept. Tie schiffbrüchigen Passagiere und Seeleute des gescheiterten britischen Tainpsers „Aeon," welche nahezu zwei Monate auf Chrislmas Island, einer öden Korallen-Insel im Stillen Meere, zubrachten, kamen heute aus dem Tainpfer „Mannka" von der Eanadisch Australischen Linie hier an. Alle besinden sich wohl und ihre Zahl ist sogar um eine 'Herson erhöht Wörde, indem die Galvn des Kap lans B. R. Patrick von der Bundes slotte LI Stunde .vor der Ankunft des „Mannka" bei der Insel ein Kind zur Welt brachte. Ter „Aeon" ging am Inli von San Francisco nach Apia und Anckland ab und scheiterte in Folge stürmischen Wetters und widriger Strömungen an der Küsll von Christmas Island. Vorhut der Armada er reicht Gibraltar. Gibealtar, 30. September. Tie aus de Schlachtschifsen „Alaba nia" und „Maine" bestehende Vorhut der amerikanischen Schlachtschisf Flot te kamen um 2.!1> heute Nachiuittag ans ihrer Jährt um die Welt von Neapel hier a und lauschten Salute mit den Forts und britischen Kricgs ,..,men ans. Sic werden hier Kohlen einnehme, ehe sie ihreßeise fortsetzn,. Ihre nächste Station ist Horta, ans den Azoren. Vorbereitungen für Ar mada Ei Pfang. Peking, 30. September. Tie amerikanische Regierung ist seitens Ehina's heute amtlich davon in Kenntnis; gesetzt worden, das; Prinz V Laug und Liang Tun-Nen die amerikanische Schlachtschiff-Flotte bei ihrem Besuch in Aman im November Namens der chinesische Regierung begrüszen werden. Prinz V Laug gehört der kaiserliche Familie an nd steht im Range höher als Prinz Pu Lun, welcher für diese Ehre ur sprünglich in Aussicht genommen worden war. Liang Tun yen ist ein Graduirter der Rale-Universität. Sein Name wurde cinnial mit der Besetz uiig des chinesischen Gesandtschafts Postens in Washington in Verbin dung gebracht. Unser Flvtten b e j u ch zu A p i a. Apia, Sainoa. 23. September: via Suva, Fidji-Jnsrln, 30. Sept. Apia, die Hafesistadt von Teutsch Sainoa, bat de Offizieren n. Mann schasten der im hiesige Hafen liegen den vier Schiffe de? zweiten Geschwa ders der amerikanischen Pacisicflotte. die am LG September hier angckoni mcn sind, eine überaus herzlichen und begeisterten Empfang bereitet. Tie Flotte wird ungefähr drei Wochen in saiuoanische Gewässern verweilen und sich meist in Pago-Pago aushal ten. Am 17. Oktober wird sie ihre Rückreise nach San Tiego. Eal., an treten. Tie im Hafen von Apia liegenden Schiffe sind die Kreuzer „Tennessec" und „Washington," von denen das Ter Teutsche Correspoiidciit, Bnltimore, Md., ToniirrstU!;, dcn 1. Oktober 1003. Erstere als Flaggschiff des Eontre- Admirals Uriel Sebrce dient, ferner die beiden Torpedoboot Ferstörer „Whipple" und „Hopkins". Sie sind, einer Einladnng der deutschen Behör de folgend, von Pago Pago, wo der übrige Theil der Flotte sich befindet, hierher gekommen. Tie beiden Kreu zer vermochten ihre Einfahrt in den Hafen nicht zu bewerkstelligen und mußten daher außerhalb der Riffe vor Anker geben. Für die Toner der Anwesenheit der Schisse im hiesigen Hafen war ein allgemeiner Feiertag proklaniilt war de. Tie Gebäude in Apia hatten sich zn Ehren der Amerikaner festlich herausgeputzt nd eine riesige Tri uniphpforte war über der Bismarck- Brücke errichtet worden. Unter den vielen Flaggen der verschiedensten Nationen herrschten die deutsche Flagge und das Sternenbanner vor. Am Montag Morgen fand eine Veranstaltung von Wettspielen statt, welcher die Offiziere und Mannschaf ten der Kriegsschiffe, sowie die Ein wohner von Apia beiwohnten. Am Nachmittag wurden die Gäste durch Vorführung einer Reihe Sportübun gen der Eingeborenen unterhalten, und am Abend gab der Gouverneur Tr. Sols den Offizieren einen Ball, während die Mannschaften sich bei Bier und Musik .vergnügten. Am Tiensrag war National Feiertag, aber unglücklicherweise setzte ein schwerer Negenfall ein, der die Fest liclsteiten störte. Am Tienstag Abend fand anf der „Tennessee" ein Ball statt, während dessen die zu Gaste wei lendeu Schisse eine Stunde lang nach Einbruch der Tunkelheit im Lichte glänzender Beleuchtung und Blitz lichter erstrahlten. Ungefähr '2kXX> Manu hatten die Erlaubnis; erhalten, an Land zu toni men. Ihr Betragen war musterhaft. Tie Kriegsschiffe sind heute Morgen wieder nach Pago-Pago abgedampft, nin sich mit dem Hauptgcscbwader zu vereinigen. Coinplote gegen Alfons und Fer d i n a n d. Bildn Pest, liO. September.-- Hier sind zwei Anarchisten verhaftet, die im dringenden Verdachte stehe, ein Attentat gegen den König Alfons von Spanien im Schilde geführt zn haben. Alfons wird in wenigen Ta gen in Budapest erwartet. Tie Na men der Verhafteten find Robinson und Vascov. In ihrem Besitze fan den sich belastende technische Feich Hilgen. Wie aus Sofia gemeldet wird, ist ans de Prinzen Ferdinand von Bn! garien ein Attentat verübt worden, als er sich ans der Jährt nach Mün che befand, ein.zehn Pfund schwe rer Stein wurde durch das Fenster des Balmwagens geschlendert, in dem der Prinz sah. Niemand wurde verletzt. Tie Suche nach den Alten tätern ist bis jetzt vergeblich gewesen. Tie 5 hol era in Rußland. Peters b rg. 3>. September.- Tie hiesigen Munizipal Hospitäler be richten '2'23 neue Krankheits- und ltü Todesfälle an der sl,olera für die heute Mittag verflossenen 2l Stiin den. Tie Fahl der Todte und als gesund Entlassenen wird setzt allinä lig gröszer, als die der neuen Erkran klinge, sodaß den überfüllten städti scheu Hospitälern Erleichterung winkt, linier de niedere Klasse kiusireiide falsche Gerüchte über die schlechte Be Handlung von Patienten in Hospitä lern haben die Thätigkeit der Aerzte wesentlich erschwert. Tie Angehöri gen von Cholera Kranken versuche vielfach, die Meldung eines Falles zn lüntertreiben, was die AnsteckungSge fahr bedeutend erhöht. Verdächtiger Todcssall in L ütti ch. Lüttich. 30. September. Ma dame Mortier, eine Französin, ist auf der Rückreise von Warschau, wo ibr Gatte, ein Militärarzt, bei der Be bandlung von Cholera Patienten der Seuche zum Opfer siel, aus einem Ei srnbnbuzuge erkrankt, und zwar, wie man ersr vermuthete, au der Cholera. Tic Patientin wurde hier in ein Ho spital gebracht: die Waggons des und der Bahnhof wurden gründlich desinfizirt. Später stellten die Aerzte in Ab rede. das; die Frau. die bald nach ihrer Ilebersülirung in das Hospital verschied, an derCbolera gelitten habe. Sie gaben an, der Tod sei durch den schweren Gram über den Tod des Gatten herbeigeführt worden. T re i T o d es f ä ll c aufeine i T a in p f c r. A n t w erpe n. 30. September. Ter Tainpfer „Kinghowcl" von Ta ganrog. Rußland, ist hier angekoin nie und meldete, das; drei Mitglieder der Mannschaft unterwegs gestorben seien. Tas Schiff wurde in Ouaran täue gelegt. Tie Sanitätsbehörden liaben nach vorgenommener Inspek tion erklärt, das; gegenwärtig kein Cholerasall an Bord vorliege. Aus Teutschland. Ex-Bvtschnftcr Andrew T. White ans Besuch i Friedrichsruh. Gedenkt im dortigen Mausoleum sei nes alten Freundes, des Allreichs kanzlers. Nene Vorlage zw rascheren Ausbau der Kriegs jlotte. Aussichten aus gütlich.' Beilegung des Easablmtca Fwi scheitsMe;-. Fürst Ferdinand P,.''">!lE von Bitlsiprien in peinlicher Ver legenheit.— Albert Ballüi's Vor schlag z Gunsten einer interna tionalen Vereinigung der großen Tainpserlinien. B erli n, 30. September. Herr Andrew T. White, der ehemalige Bot schafter der Per. Staate in Berlin, welcher sich seit einer Woche in aller Stille hier ausgehalten und die Feit zur Erneueriing alleb Bekanntschaf ten benutzt hat, folgte gestern einer Einladnng der Fürstin Marguerite von Bismarck, Wittwe des Fürsten Herbert Bismarck. Herr White hat in Gemeinschaft mit Pastor Tickie von der hiesigen Amerikanischen Kirche die Reise nach Friedrichsruh unternom men. Ter ehemalige diplomatische Vertreter der Vcr. Staaten war im merdar ein ausgesprochener Verehrer des verewigten Alt Reichskanzlers und wird im Mausoleum des großen Todten gedenken, der dort am I>. März >3!>!l beigesetzt wurde. Am l. Oktober wird Herr White mit dem Tampser „Kaiserin. Auguste Viktoria" die Heimreise antreten. Er hat sich in Homburg v. d. H., wo er eine Kur durchmachte, bestens erholt. N eues F l o t t e n g e s c tz. Aus den Kreisen des Reichs-Mari neanits verlautet, das; die maßgeben de Stellen das gestern mitgetheilte Programm des Präsidiums des Teutschen Flottenvsreins billigen, das nicht nur verlangt, daß die Bestim mungen des bestehenden Flottenge setzes in vollstem llinsaiig und in der schnellsten Weise durchgeführt werden, sondern auch den Ausbau der Kren zerslotte und einer Reserveslotte drin gend befürwortet. Ties würde bedeuten) daß siir das Etatjahr tlMj demLeichstag eine No velle zum Flottengesetz .unterbreitet werden würde., Tiese Novelle würde die Vermehrung und Beschleunigung des Bans von Kreuzern und die Schassung einer ausreichenden Reser veslotte bezwecken. Eons er e ü be r C a s a b lan c a F w i j ch e n j a l l. In hiesige politischen Kreisen wird eine gütliche Beilegung des luehrer wähnten Fwischenfalls von Easablau ea mit Bestimmtheit erwartet. Man ersähet, das; die lange Eonferenz, Ivel che der deutsche Geschäftsträger in Paris, Botjchasts Rath Freiherr v. d. Lancken Wakenitz, mit dem französi scheu Minister des Aenßern Pichon über die sensationellen Vorgänge in der marokkanische Hafenstadt hatte, den Charakter größter Freundlichkeit getragen. Es wird als möglich er achtet, daß Frankreich bald eine Note an die deutsche Regierung richten wird, in welcher es erklärt, daß es die Vorkommnisse bedauere, womit die Affaire als beigelegt gelten könne. Im Allgemeinen besprechen die Blätter den Fwischenfall vollkommen ruhig. Nur einige erwidern scharf aus die von sranzösischeii Feitungeu ans gestellte Behauptungen, das; Casa blanea französisches Okkupations Ge biet sei. Sie weisen darauf hin, daß die Algeciras Akte die Integrität des Gebiets des Sultans von Marokko ausdrücklich garantire und lediglich eine gemischte Hafenpolizei einführe, während zur Verwendui'g des Mili tärs keine Ermächtigung erttieilt sei. F r Balkankrisi S. Neben dem neuen marokkanischen Eonflikt wird auch die Entwicklung der Balkankrise. welche durch das selbstständige Austrete Bulgarien'S heraufbeschworen, in der aufmerksam ste Weise verfolgt. Von bestunter richtete,- Seite wird versichert, daß Teutschland in dem Streit zwischen Bulgarien und der Türkei Oeslreickp llngarn die Führung überlasse und dem verbündeten Reiche folge in dem, was es Angesichts der überraschende Situation für das Gerathcnste er achte. Meldungen, welche aus Wien hier eingctrosscn sind, lauten dabin, daß Fürst Ferdinand von Bulgarien dort eine Minislerrath abgehalten und dann üt dem Leiter der ausivärti gen Politik Oestrcich-Ungarn's. Frei Herrn v. Aehrenthal. conferirt habe. Oestreich suche in dem Streit zu ver mitteln und sei Bulgarien überaus wohlgesinnt. Aus zuverlässiger Quelle verlautet aber, das; in bestüiitcrrichteteii Krei sei, der Eindruck vorherrscht. Fürst Ferdinand würde de Thron verlie ren, falls er dem bulgarischen Volke nachgäbe, das sich entschlossen zeige, die Situation auszunutzen, die von seinen Truppen besetzte Strecke der Orientbalm festzuhalten nd seine Unabhängigkeit zu erkläre. I n Rn h estand v ersetz t. Ter erste Armee Musikinspizient, Professor Gustav Roßberg, Veteran dreier Feldzüge, welcher auf eine Tienstzeit von nicht weniger als 5L Jahre zurückblickt, ist in den Ruhe stand getreten, der ihm mit Pension bewilligt worden ist. Infolge seines vorgerückten Alters hatte er sich schon seit tängerer Feit mit dem Gedanken getragen, seinen Abschied zu nehmen. Professor Roßberg hat sich reiche Per dienüe um die Entwickelung der Preu Bischen Militäruiusik erworben, ivaS von den Blätter gebührend aner kannt wird. Gustav Roßberg begann am t. Ot tober ldiü! in, L. Garden-Regiment z. H. als >3 jähriger Hoboist seine Laufbahn und fand bereits im Alter von LO lahren Gelegenheit, sein Ta lent als Mililäriuusiker hervorragend zu bethätigen, so das; er nach zwei lahren schon an die Spitze der Regi uientsmnsik des l. Garde-Regiments zu Fuß gestellt wurde, die er 30 Jahre laug vortrefflich geleitet und in den Feldzügen l3!I, 13!! und 1370- '7l geführt hat. Tas Militär-Ehrenzei chen und das Eiserne Kreuz zweiter Klasse wurde ihm hierfür zutheil. Seine in jener Feit bewiesene Tüch tigkeit führte ihn ini Jahre l3!>0 an die höchste Stelle der königlich preußi schen Militärmusik, in das Amt des Armee Mnsikinspizienten. Fu gleicher Feit wurde Herr Roßberg Lehrer an der Königliche Akademie der Künste, Hochschule für Musik, wo er die Aus bildung der dorthin couunandirten Hoboislen zu leiten hatte, die in drei jährigem Studium die Reise als Stabshoboisteu zu erlangen berufe sind. Tort erhielt er später de Titel Professor. Ties und die vielen in- und ausländischen Ordeus-Auszeich nuugen, die er sich in dieser Stellung erwarb, zeugen von der hohen Aner kennung seiner verdienstreichen Thä tigkeit: die allgemein anerkannte Tüchtigkeit der preußischen Militär uiiisik ist ei klangvolles Fengniß, daß er an dem richtige Platze stand. A lbert Ballin s V o r s ch l a g. Generaldirektor Albert Ballin von der „Hamburg Amerika Linie," welcher sich gegeuwärtig hier aushält, hat sich von einem Interviewer aus holen lassen. Herr Ballin schildert die Finanzlage der Schissfahrts-Ge sellschast als verhältnißinäßig giin stig. Große Fühlungen für Neubau te seien vor dem Ablauf der wirth schastlichen Krisis nicht zu erwarten. Herr Ballin schlägt eine internatio ale Einigung der großen Linien vor zu dem Ende, das; alte Schiffe abge stoßen und die Fahrten der Schnell dampser eingeschränkt werden, wo durch die Ausgaben eine wesentliche Pernünderiing erfahren würden. G e f ä h r l i ch e s G eleis Trei eck wird abgeschafft. Infolge des furchtbaren Unfall's, welcher sich am Samstag aus der Ber liner Hochbahn ereignete und der so zahlreiche Opfer an Menschenleben forderte, wird wahrscheinlich das ver hängnißvolle Geleis Treieck am Pols damer Bahnhof abgeschafft werden. Tie öffentliche Meinung verlangt dies in energischer Weise. Wie bekannt gegebe wird, sind auch bereits Pläne zur Beseitigung des gefährliche Kreuzuiigspunktes eingefordert worden. Sie sollen in thunlichster Eile in Erwägung gezo gen werden. Iswo ski und Tittoni. Tesi o, Italien, Sept. Tie Leiter'der Auslandspolitik Rußlands und Oestreich's, die Minister Iswols ki und Tittoni, hatten gestern eine längere Eonserenz, in der neben ande ren wichtigen Fragen besonders die des Nahen Ostens, die neuen Verhält uisse im Ottonianischen Reiche, erör tert ivurden. Hiermit ist eine Reihe von Conse il uzen, dir der russische Minister Ive ge der gleichen Fragen mit andere Staatsmännern hatte, abgeschlossen, und, wie ach der Fusanunenkunst eonslatirt wird, stehen Italien und Rußland ans intimerem und freund schastlicherein Fuße, als seit langer Feit. Ein klarer Kopf, gute Verdauung und ein hohes Alte, sind einige der Resultate infolge des Gebrauchs von Tutt's Leber-Pillen. M Msich SMM Eine absolute Heilung für Kopfschmer zen, Malaria, Magensäure, Hartlei bigkeit. Tyspepsia, Biliosität und ähn liche Leiden. rvll'Bl-edsr Pässe zur Reise ,a s Ausland be sorgt E. Raine, Nr. 413, Ost-Balii morrstraße, nahe Custom Houje Ave. Kostspielige Kranlhett. Alljährlich verausgabte Millionen im Kampfe gegen Schwindsucht. lieber P 1,000,000,100 in den Ver. Staaten allein. Interessante Vorträge im Tuberkulose Con greß. Präsident Roosevelt über Eorporations Maßregelung. Warum die Bundes-Regierung nicht gegen den sogenannten Bal tie oder Ostsee-Pool einschritt. Fortschritte der Volkserziehung anf Porto Rico. W a shingt o n, T. E., 30. Sept. Professor Irving Fisher, von der ?)ale Universität, besprach in dem hier tagende Internationalen Tu berkulose Eongreß das Thema „Tie Kosten der Tuberkulose" und führte dabei ans, das; von den derzeitigen Beivolmern der Ver. Staaten nicht weniger als ü,000,000 m, Schwind sucht leiden und vorzeitig dem Grabes entgegen siechen. Tie Tarlegung bil dete einen Theil eines Vortrages über die Tiät bei der Tuberkulose, und der Vortragende gelangte zu deniSchlnß, daß die Seuche dem Lande alljährlich eine Steuer von mehr als tausend Millionen TollarS auferlege, und schätzte, das; jährlich der Tuberkulose im Gebiet der Ver. Staaten UV.OOO Personen erliegen. Ter Vortragende berechnete, das; in jedem Falle bis zum Eintritt des TodeS die Kosten an Toktor Rechnungen, Medikamen ten, Krankenpflege und die Einbuße an Verdienst sich auf durchschnittlich über P2IOO belaufen und daß der Ei ntritt des Todes selbst noch eine Ein buße an möglichem Verdienst von mindestens KdilXlO bedeutet. Aus 133,- 000 Fälle berechnet, ergibt dies die kaum vorstellbare Summe von lOM Millionen. Etwa die Hälfte dieser enormen Kosten tragen die Opfer der Schwindsucht selbst, während andere Personen dazu jährlich ungefähr 5> 10,000,000 beitragen.Hiernach wär de es noch im eigene Interesse des ganzen Gemeinwesens liegen, 500,000,000 zu verausgaben, um nur den vierten Theil der Menschen zu retten, welcheFjetzt der Schwindsucht verfallen und erliegen, während ge genwärtig um; ein Bruchtheil einez Prozentes dieses Betrages für die Be kämpfung der Krankheit verausgabt wird. Walter F. Willcor von der Eornell liniversität behandelte ein ähnliches Thema, nämlich die wirthschaftlichen Verluste des Staates New Pork wäh rend des lahreS l!>07 in Folge der Tuberkulose und führt dabei an, daß die Schwindsucht in 1!,570 Fällen oder einem Neuntel aller Todesfälle die Todesursache war. Ten Ge samintverlust des Staates New Rork durch Tuberkulose schätzte der Redner auf uiindesleus P!s>,xxi, jährlich. Au der Tiskiission der verschiedenen Vorträge bethciligleu sich auch viele ausländische Evrnphäeu. Generalarzt Simon von lluterberger ans Peters bürg entwickelte seine Ansichten über die Vererbbarkeit der Schwindsucht. In der Sektion siir wissenschaftliche Entdeckungen, welche als eine der wichtigsten betrachtet wird, trug Pro fessor Ealniette aus Lille in Frank reich, Tirektor des Pasteur Institu tes, die Theorie vor, daß die Tulni-kel- Bazillen in den Organismus durch die Speisegänge anfgcnoinii.cn wer den, während man bisher angenom men hatte, das; die Aufnahme haupt sächlich durch die Athniungs Organe erfolge. Letztere Theorie wurde dem Vortragenden gegenüber besonders lebhaft von Professor Tendeloo aus Holland vertheidigt. Tr. Robert Koch und Tr. I. F.Hey inaiis aus Belgien erhielten Tele gramme von Nathan Ctraus in New Rork. welcher sich seit Jahren bemüht, die Pastenrisirung der Milch zur Verhinderung der Verbreitung der Tuberkulose allgemein einzufüh ren. Hr. Straus beglückwünscht da rin Tr. Koch zu der Annahme des Vorsitzes in der Eoniiiiissio, welche autoritativ darüber entscheiden soll,ob tuberkulöse Infektionen durch die Milch zu fürchten sind und dem belgsi scheu Forscher dazu, daß er den An stoß zu der Einsetzung der Commis sion gegeben hat. A nkla g c n u n d U rth c i l c ge genCorpor a t i o n e n. Präsident Roosevelt veröffentlichte ein Schreiben von John H. Marble, dem Anwalt der Commission siir den zwischenstaatlichen Handelsverkehr, welches Bericht über die während des laufenden Jahres auf Grund des zwischenstaatlichen Handelsgesetzes eingeleiteten Strafverfolgung erstat tet, und weist dabei darauf bin, daß die diesjährigen Leistungen der Com mission noch anerkennenswerther sind, als diejenigen, anf welche er in seinem jüngsten Schreiben an Hrn. Bryan Bezug genommen hat. Ter Bericht führt eine Liste von l Bah neu ans, gegen welche im Laufe des Jahres Anklagen erhoben worden sind, Frachtrabatte angenomnien zu haben. Ferner werden verschiedene Fracht Verkehrs Beamte erwähnt, gegen welche Anklagen vorliegen, u. eS werden mehrere Fälle erwähnt, m welchen Corporationen wegen Bewil ligung oder Annahme von Rabatten verurtheilt worden sind. K e i ii e I urisdiktio n. lieber dib Entscheidung der Com mission über d'Fi zwischenstaatlichen Handelsverkehr in dem von der Eos iiiopolitan Slnpping Co. angestreng ten Prozeß ertheilte Eoniniissär Laue in einen Schreiben an die Handels kammer von Taconia, Wash., erklä rende Auskunst, welches der Oefsent lichkeit übergeben wurde, da darüber die irrigsten Vorstellungen bestehen. Wie der Eouimissär darlegt, halte die erwähnte Olesellschaft verlangt, das; ein Pool, der zwischen den beiden deutschen Taiupserlinien, den Wilson Linien und der skandinavisch anie rikanischen Linie bezüglich der Ver theilnng der Fracht abgeschlossen wor den war, welche von der amerikani schen Küste oder dem amerikanischen Inlande nach dem Norden Europa's geht, i gewissem Verhältniß unter ihnen vertheilt wird, als gesetzwidrig aufgehoben werde, wobei die Gesell schast sich auf die Bestimmung des zwischenstaatlichen Handels Gesetzes gegen Pools berief. Tie Eoninüssion stand somit vor der Frage, ob ihre Fuständigteit sich aus Ocean Tain pserlinien beziehe, welche zwischen der amerikanischen Küste und nicht angrenzendem fremden Olebiet ver lehrten. Tiese Frage war schon frü her wiederholt ausgeworfen, aber nie endgültig entschieden worden, und die Commission hat nn nach reiflicher Ueberlegung erkannt, daß die luriS diktions Klausel des angezogenen Gesetzes ihr keine Autorität über die in Frage kommenden ausländischen Tainpserlinien verleiht, weshalb die Klage abgewiesen wurde. Schul e u a u s P o r t o R i c o. S a n I u a n, Porto Rico, LO.Sept. Tie jetzt wieder eröffnete Schu len von Porto Rico werden von !>s>,- 000 Schülern in 1.">75> Schule be sucht: die Gesamintzahl der Lehrer ist l!5>0: der Aufwand für die Schulen beträgt PI, IL!t,ä!>. Während des letzten Jahres unter spanischer Herr schaft war die Fahl der Schulen nur s>Ls>, die der Schüler Lä,xx>, der Auf wand siir die Schulen PL35>,000. In allen Schulen wird die englische Sprache gelehrt. Trei Viertel der Lehrer sind geborene Portoricaner. Rasch wrißgciunschcii. Indiana p o l i s, Ind.. 30. September. Tas vom Ilnterhause der Gesetzgebung ernannte Speziat- Conüte, welches den Austrag erhielt, die am letzten Montag von dem Re präsentanten Knisely erhobene Be stechnngs-Anklage gegen den Gouver neur Hanly zu untersuchen, reichte heute Nachmittag einen Bericht ei, welcher den Gouverneur vollständig entlastet. Nach Hrn. Knisely's An gäbe hatte ihm Hanl eine mit chllooO salarirte Stelle im Staatsdienst an geboten. wenn er für die in der Le gislatur schwebende am letzten Sam stags passirte Local Option-Bill jtun men wollte. Tie Untersuchung winde aus Veranlassung des Gouverneurs eingeleitet. Möglicher Weise trug der Umstand, das; die Legislatur von ei ner republikanischen Majorität be herrscht wird, erheblich zu der über raschend schnellen Wcißwaschung deS Republikaners Hanly bei. An ciiirr der Samvo-liisrl grstrnndr. S a n Francisc o, 30. Sept.— Tie „Merchants Exchange" wird durch eine Kabeldepesche benachrich tigt, daß der Bnndesdampfer „Tar lock" am '23. September durch einen Stnrni überrascht wurde und an der Küste der Insel Borongan, in der Sainoa Gruppe, strandete. Man fürchtet, daß das Fahrzeug total ver loren ist. Frl. Shlva Speer, eine wohl bekannte Taine der Atlanta Gesell schaft und dereinslige Erbin eines Millionen-Vermögens, ist von ihrem Vater, nachdem sie sich von seinem Chausscur hatte entführen lassen, in Gainesville, Gm. eingeholt und wie der nach Hanse gebracht worden. Un>era>lichtt, erfto,, r,
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Zur Abwehr labrikanten von Eisenbahn Material organisiren sich, in ihre Intere' sen gegen Legislativ- und andere Eingriffe zu vertheidigen. N e w o r k, 40. September. labrikanten vvn Eisenbahn-Material, welche Hunderte von Millionen Tol lars Kapital vertreten, traten heute im „Waldvrs-Astvria-Hotel" zusam men. um eine Lrganisativn zur Per theidigmig ihrer Interessen gegen Angriffe durch Staats Gesetzgebun gen nlid andere Einflüsse zu gründen. AIS Beweis der Wichtigkeit der Belm gniig wird mitgetheilt, daß fünf der in der Versammlung vertretenen Compagnie allein zusammen über ein Kapital von !j> 100.000,000 uer fügen. Als direkte lolge der neuerdings gemachten allgemeinen Angriffe ans Eisenbahnen haben, wie in der Per sannnlnng mitgetheilt wurde, etliche der an der Herstellung von Eisen bahn-Material betheiligten lirnicn Perlnsie vvn nicht weniger als 70 Prozent erlitten. Tic Stahlschienen- Interessen ivnrden während des letz ten Jahres besonders schlimm mitge ilvmmen. Oberst H. G. Prent, Vice- Präsident und General Geschäfts führer der „Union Switch and Sig nal Eo." von Pittsbnrg, bot einen Beschluß an. welcher den Zweck der vorgeschlagenen Organisation aus- c'inandersetzt, und derselbe wurde an genommen. Ter Vorsitzer ernannte gemäß der ihm durch den Beschluß übertragenen Autorität ein Innszeh' ner-Eomite, welches einen Organisa tionsplan entwerfen nnd Eandidaten uir die Aemter vorschlagen soll. Tie Organisation soll den Namen „Asso ciated Mannfactnrers of Nailwah Material" erhalten. Ein Postinspcktvr ermordet. Jackson, Miss.. 40. September Aufgebote nnter dem Scherisf nno dem Bundesmarschall fahnden au; Will Sorsbh, Hülfs Postmeister von Elinton, Miss., welcher dort gestern Nachmittag den Postamts Inspektor lilzgerald ermordete, nachdem der i'rlbe ein Defizit in SorSbp's Rechst nngen entdeckt hatte, Ter Mörder erlangte nach der That ein Pferd und ritt davon, ohne daß irgend Jemand! ihn anstiihalten versuchte. H?m Iliiiniiieiitvde rntstimstcu. Tctroit. Mich., 4. September. Gestern früh brannte die an deck Eüoah'rtt'in li'en Detroit'-R'iver li'e-' grnde Paggermaschine „Gladiator," die größte ans den Pinnenseen. bis ans den Wasserspiegel ab und zwölf ans derselben befindliche Personen, darunter der Regiernngs Inspektor Major Walsh von New-Pork, entran rn mit Mühe dem Ilannnentod Alle Zwölf hatten gerade noch Zeit; >n ihren Nachtkleider in dieSchlepp dainpfer zu springen, die zli ihrer Rettung herbei eilten; die Haare wa reu ihnen bereits durch die Ilanunen versengt. Tas Jener war dadurch entstanden, daß der Henkel der La terne eines Wächters gebrochen nnd die brennende Laterne in einen Hau >cn leicht entzündlichen Materials ge sallc war. Tie Baggermaschin.' hatte PIOO.OOO getoslei. Evnlicnt der nmrriknuischen Bankiers. Tenv e r, Col., 40. Septembel. In Verbindung mit deni hier ta genden Eonvcnt amerikanischer Ban kiers trat die „Trust Company Sec tio" des Verbandes im „Brown Pa lace Hotel" zusammen, Tas Pro gramm umfaßte Bewillkommnnngs. Ansprachen dnrch Gonvernenr >H. A. Buchtel von Colorado nd Oberst Win, E, Hughes, Präsident der „Eon ttnental Trust Co," von Tenver. Präsident Philip Z, Babcock beant wortete die Pewillkonnnniuigs An sprachen und erstattete seinen Jahres bericht. Auch gelangte die Berichte des Sekretärs, des Erekntiv-Comite'S und des Comite's für Schutzgesetze zur Vorlage, Ter Rest des Tages wurde mit Ansprachen und Tistnssio neu verbracht. Unter den bentigen Porträgen sind hervorzuheben: einer von Lawrence L.Gillespie über „New ?)ork City Trnstgesellschasten nnter der gegenwärtigen Gesetzgebung" und einer von Joseph N, Babcock von New-Port üder „Setnritäten in Trust. Methoden der Controlirung md Sicherung derselben," Schlappe für Wrstrr Tistillerics Ca Sa Irancisco. Cal„ litt. September —Richter Van Ileet ivies iin hiesigen Bnsldcsdistritlsgcricht den Antrag der ...Western Tistillerie-Z Co." in ihrem Prozeß mit der In landsleiier Verwaltung ans Crlaß eines Einhctttsbefehls während des schwebenden Prozesses ab. in welchen, es sich um die Verfügung tzandclk. daß Teslillations Produkte als l „Alkobol" statt als „Zpiiits" bezcich. iiet werde sollen. Tie „Weslerv Tistilleries Co," stahlt ani ibre Pro- Miktion jüMich eine Million TöltkrS ait Abgaben. W —c Label J I A Wholesome Brew .of the Finest Malt and Hops. H flavor comes from perfect brewing. B I Per Bottle Per Bottle At all Hotels, Cafes, Clubs Pleasure Resorts 1| U e li vere j to h ome at $1.25 per case of 2 doz. bottles W Bottled especially for the local trade by m Anheuser-Busch Branch, Baltimore JL Telephones) G. H. SAPPER, Mngr. Ter Sünde Lohn. Ungetreue Gattin, vom (hatten aus Abwegen ertappt, tödtel sich durch Nevolverschusp M i l s v r d, Tel, 40, September.— Iran William Eirwithien wurde letzte Nacht von ibreni Gatten mit einein anderen Mann überrascht und tödtete sich durch einen Nevoloerschnsz, nach dem ihr Mann üe aus dem Hause ge jagt hatte. Eirivitlnen ist Geschäftsreisender, nnd seine Aufträge zwingen ihn, oft wochenlang seinein Heim fern zu blei ben. Kürstiich Härte, er Gerüchte, die .Aich, 'in!e,ine.lr.ou. khüpttru, -uwd>vSnp Ilittersnchung. die er anstellte, brachte ihm die Uehersteugnng hei, das; seine Iran ihn mit Ired Windsor. dem Sohne eines prominenten Hoteliers l in der Stadt, betrog. Eirwitbien kündigte umi ieine,- Iran eine längere Reise an. fuhr ab und kam nni Mitternacht Plötzlich wieder. Er überraschte seine Iran und Windsor in seinem Schlaf.zim nier. Windsor riß au?. Eirivitlnen lies hinter ihm her und schoß ans der Straße viermal ans ihn. Er bchanp trt. ihn geirofsen st haben, Tann ging er st seiner Iran ,;ii rück nnd.besabl ibr, sich anzukleiden und sofort daS HanS zu verlassen, Sie fiel vor i'nn nieder und flehte ihn an, ihr zu verzeihen. Er jedoch war hart nnd unerbittlich. Kaum war aber die Hausthür hjntrr ihr in's Schloß gw fallen. IS ein Jahre alt, und ihre Schwester Iran Kate Ilopd ans Nv tick. Mass,, den Ilammeittod, Beidr Irazien waren Wittwen, Man fand ihre Leiche unter den Trümmern des l über Nacht eingeäscherten kleinen lärmhanses der Iran Cook. Auf welche Weise das Jener ausbrach, ist nicht ermittelt. Pom Sohne gctödtct. Stroudsb r g. Pa,. 40, Scpt einem Streit über Permögens- Ailgelegenheiten wurde der Hl4>jäh. lige Sanmel Hotienschelt. ein reicher l Äbmohiier von Eherry Valley. nah>- bier, von seinem Sohne John von der Veranda seines .Hanfes herab geslo- Pen, Cr fiel aus einen Stein nnd war binnen .zwanzig Minuten eine Leiche. John befindet sich in Hast. Der Tcntschc Cv.rrspoiidcitt, .Baltimore, Md., Toiuierstag. de l. Ottobcr lttttS. Fannie ivird Gräfin. Grand RapidS. Mich., 40, September. Hier mnrde die Per lobiinst von s>rl, lannie T. Hastellinr >wn hier, der Tochter von Tr. (5. S. Hasteltine. früherem amerikanische i kviiiiit in Mailand, wät dem lrasen Adolph Nlontstetas von München, Teutschlands hekannt gestehen. Tie fer ist erster Sekretär drr dentschen Potschcht in Tolio und wurde mit nrl- Hostel!ine bekannt, als diese bei dem amerikanischen Potschaster T. T'Piien ans Besuch war. Tie Hoch zeit soll im Testember j Grand No ,ids stattsinden,, 'tt'iköt §N.W bekam einen Tobsuchtsanjall und ver siel später in Peivns'.tlosistkeit, Erste Ii üchte von Lkveal Sptivii tu i Indiana. K o in o n o, Ind,, !iO. September. I Weil sie glaubten, das-, das Eocal I Svlion Gesetz ihnen die Whisten s',,!-1 fuhr abschneiden würde, zogen sich l j Eharlc-5 ThreSper nnd Charles und William Lindlep am Sonnlaa mit ei nem grossen Kruge Whiskep in eine Kiesgrube stnrück. um dort ein Ab schieosgelage st feiern. Thicsper und William H'indle, wurden beute todt in der kieSgrnbe ansstesiinden. und Charles Xtiiidle lag sterbend neben de Zeichen. Tie Vebrer und Schüler der Green loivii-Schiile. in der Näbe der Kies grübe, besictitistten heute die Leichen. l damit die Kinder einmal die lolgen der Trunksucht mit eigenen Augen sälwn Ein Gehen miß des Meeres gelöst. Ne iv or k, 40. September. Wie eine heute Nachmittag der „Asso- Birten Presse" zugegangene drahtlos Tepesche mittheilt, entstand ans dem l Clinord Tauipfer „Ilmbria." als sich l derselbe aus seiner Jährt von Liver- i vool nach Nem-s?)ork heute etwa 2,> Meil-'n östlich ooin Nantiicket-Lenchl- i schiss befand, beträchtliche Erregung s über die Entdeckung der Motorjacht I ~Imogene" ans Ehatbam. welche! i verlassen auf dem Meere trieb. Au-1 t steiischeiiilich waren nieheere Personen ans den, Wahrste., stlini szischfaiist ab st 'sobren. allein der Grund für ihre Abwesenheit tonnte nicht ermittelt werden, C hatt, am, Mass,, :i, Sept, Tie Jacht ~Tnvstene" stebörle einem Herrn in H,nl?ich nnd wurde vor >elm Tasten dort ditrch eine Sturm lon ihrem Anftrstriinde" lossterissen nnd iit'S Meer stetriebeln Niemand besand sickj an Bord! New'Aorsrt Privntbiinkc siiopeu diren.' N'e tt"-t olls, UO, Tle'ptember, Ueber 40t' ailsssteMtttt'A.'ünn,. iid TiÄirii'-drättst'lt'iN'slck^heilte vor Pu low,, iMsti-len'Sti e>: Pri vatbank l-dit"der GGltditrahe stnsani inen, al? Phkanitt wurde, dass die An s'att stesthlossen nnd 'ettiem Massetnra >or übertrastrn morden muri Tie Bant tisttte'stirvnel Geichästl? mit Hau sirern der Tsiseite stemacht und viele orrsetbeiiibesanden jichainter der ans sterestten Nsenae. Tie Gehlere ver ichinand erst, als die Nichlosistttil ser ileren T.iarteiis tiar steworden >var, tendnardo Avatlone'H Privatbank an drr Pleeterstrasze wurde beute ebensaitt. stejchlojsen, Ein an der Tiiirr anstejchlastene.ö Plakat vertun dete, dag. sie rine llebertrastiinst stiini Besten ihrer Gtaubister vorstcnommen l>ar, Lniistc, Strike beriidrt. W i n li, u e st. Man,, 40, Sept. Ter am t. Anstach begoipiene Steile der Handwerker der „kanadischen Pa cisic Bahn," an welchem etwa 20,000 Mann belheilistt waren, wurde heute beendet erklärt Tie Brdinstunsteii der Beitestunst sind och nicht mitste l heilt worden. Professor Tän-ll in Chicnsto. h i c a st o, 011. So;. Prosessor Tänell von der tlniversität kiel, der bi-.' Pude Testeniber an der Ilniversi tät Chicasto in enstiischer Sprache Bvrtesnnsten über europäische Hau dels und kolonial Politik vom Halire läoo bis vir tilestemvarl hat len ivird, ist hier einstelrossen und wird nnvcr'.nstlich mit seiner Thn listkeil bestinnrn Bic. vor nicht lau ster .seit hakte i ch Prosessor Tänell o Wesens liehen mit der Oleschichte der deutschen. Häüsa beschäftigt und ist varAltem durch in lttoCerschienenes dreisstekronA Buch „Tie.Witts,ezeit der deiitscliep Hansa voii der Niilte des 11. bis letztes Hertel des lö, Jahr/,z,.ndei> stelvor den i daiiit stiber wurde es„cch Vor leninsten chpW°ali-.Mi>eMM,idels u. dam, strsührt. tt'i" der.Aetchichle drr Per. Staaten wniivendcn. Er ist ge steiiwärtist mit d,n Porstudirn zu ei er dreibändiaen Geschichte der Per. Staaten brich!, ,t. hat,;u dem Ilverk nnd IoOi onatrlanst i don stearbeitel und l!U>7 alsPorlänfer eine Inrste Tariteiliuig dieser Oleschichte erscheinen tauen. Von Januar bis April nächsten Jahres wird er in Washinstton, Po'wn d Nein ,')ork seine diesbrstästlichen Studien fortse den, Während seines Aufenthaltes in Ehieastv wird Professor Tänell nn ter den Auspizien der „Grrnianistie Soeietti os tsliicsto" iich eine Kur siiS von Vorlesiiiisten siir das ntlste meine Piililitiii iierniistiilteii, NechtSnnwältc. i Yrnrh Zl. Ulrich Teittschcr Geld sicher ntistrlkstt. Tra cke lohaiinse, Deutsche Nechtsanwältc, iümmee 107 Gniitie lüebstudc, Nr, li>, üloed.sthorieo.etroK, in nlie lli>ciö>it>.lse, Leuische t> rbichosidsolir eine Spe,Uoiii>it, Aeiusveccher: li, i V. Si, Paul litt, Mowiund tl iiiili, Karl .^Scholh, Hüuser und (Urundstiilcn !touil. tSW-) ktilslr und Holst. Louis I. Williiister. M. I. Cchapnlttn ,,." Sharp- und Lombard'Striißt Geld zu verleihen. Mariilaiid Chuttel rton Asioeiution, i Albe Viume, >nn, 'i>bsissichrer. leolneeiiNe^cu^s,^^^^^^ Md Vlone >evell Vdv.ie, St. Paul 2hr i! Pro.ieni, genni, noch dem neuen eiche swiu vriduiil. Vi chice, Nr, 2lii, csl2e,io. ion-Strob, „Vonloiii Vuildiug'. An der Lssic, loir Trilch gelheoche. tZunil Consolidated Loan Co. ISL 4 T soits! co iinbhniististe Brniirrei, B-irestiii Nr, 1702. N.'ed.Gm,-Ztr IIcn.TSiS) Voiüuio. W, Mnsiknlicu. Der Kauf eines Knllbc-Pmno ist ei Schritt vermiirtS in iiiiisik.ttischer ttiiobildmisi. s>lire ?eiisiürle ist eine (rcheüschmt, die sich cilleii rmpfiehlt. Win. Knabe K Co. 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4 Per Deutsche Korrespondent erscheint jede Tag im Jahre. Nr. 413, Ost-Baltimore-Strasie. C. 6 Panl. Maryland l7!)l) Eoiirtland. E, s: P. Tclciihvn, löuu Madison —R. vlrsiiiliftSführcr E, A Hrln,!, Wohnung: E, s- P, Tclephon, 124 W, Walbrool. Zöglichc Xnsgabc (durch Trägrr vrforgl) )2^c, Tuulirrstag, de l. Oktober lltkk. Acht Seite. Aas welcher Seile stehen Trusts nd Eolporationrii? In den levle drei Präsidentschafts- Eaiiipagneil haben die Trnsls und throszcorporatieneii aus Seilen der republikanischen Seite gestände',. Jetzt haben es einige Politiker ver sucht, die Ekrestcorperalieiieii oder doch einige von ihnen den Teme traten an die Rockschöße zu hängen. Schlechte kkegik. Räch der Plante der demvtratische Plalserm, die diesen Ekegeiisiaud behandelt, wie nach der Stellung, die Hr. Brnan einnimmt lind mehrfach betont hat, ist es ein Unding, anzunehmen, das; Trusts ii, tyroßrorperatienen der repiiblitani scheu Partei, unter deren Regime sie sd gut gediehen sind, jetzt den Rücken lehren seilten. Tie „Eonselidated Eetten Tnck Ee," macht auch kein Hehl daraus, das; sie aus Seilen der Republikaner steht und in einem Sie ge der Temetraten eine Ekesahr sieht, Tieser Trust prednzirt etwa dik Pro zent, also mehr als drei Viertel dieser tyelvebe in den Ver. Staaten, Unter den Bryauhchen Hordernngen müs; ten die Jadeiten etwa M> bis l! Pro Zent ihrer Betriebe eingehen lassen, sagt der Präsident dirjesTrusts. Man sucht also bange zu machen und stellt große Arbeiter Entlassungen in Aus sicht, wenn die Temetraten im Rs vember siege sollten, Run ist aber nicht anzunebineil, das; der Verbrauch im blande mit einer geringeren Pre dilktieii des Eettvn Tucl Trusts ebenfalls abnehmen werde, Jabrizirt der Trust weniger, so werden schon andere Jabrilen errichtet werden und ein Wettbewerb, den der Trust lahm gelegt, wieder rege werden. Wir sind dahingeremnieii. daß die Ekreßcorpe rationen die Jabrikatien fast ganz an sich gerissen habe, und es gibt iken ts,' welche die Eerperatienen für eine Notliwendigkeit in unserem wirth schastlichen Leben ballen. Warum al so die Anschuldigungen gegen alle großen industriellen Eombiiiatiene? Tie Ailschilldignngeii sind weblbe gründet. Tie Ekreßeerperatioiie n, Trusts sind gegründet werden und werden noch gegründet, um eine künstliche Eentrele der Preise durch Vernichtung des Wettbewerbs zu ge Winnen, Tie Prosite, die sich im Wettbewerb ans viele vertheilen, slie Brn hei den Ekreßcerperatienen in die Taschen Weniger nd schasse die geschwollenen Vermögen, Tie Ten dez, ganze Industrie' zu meiiepeli sireil, die sich in den letzten Jahren mehr mid mehr entwickelt hat, ver trägt sich schlecht mit unserer Regie rimgsst'rm, für ein freies Volk, und steht nicht im Eiiitlniig mit njerer Verfassung, Tas individuelle Unter nehmen wie die individuelle Prvspe rijät wird zerstört, Taber auch die allgemeine Abneigung des Volkes gegen diese EZreßcenil'inatieneil. Tie demokratische Prinzipien Erklärung will verhindern, das; die Monopolist rang in der Industrie noch weiter fortschreitet, weil sie eine Ekesabr für das Volt sind: sie will sie in Ekrenze halten. Tas gefällt den Ekroßcontt'i Nationen ichl, Es ist also selbstver ständlich, daß diese im repnhlikani sllfcn Lager z finden sind, Ta stört man ihre kreise nicht. Ti e „N... World" leitarti kelt über die deutschen Finanzen, Sie sagt, nicht blos; das Reich, sondern anch die einzelnen Bundes Staaten hätten schwere Schulden, Preußen z. B, llXik) Millionen Tollars. also mehr, als das Reich selbst, Tie „World" vergißt aber zu bemerken, das; die hohe Schuld Preußen's eine Holsse der Eisenbahn Verstaatlichung ist. Ter Werth der Bahnen wiegt die Schuld ans, und überdies sind die Bahnen eine reiche Einnahmequelle für den Staat, Von Schulden allein zu sprechen, ohne den Besch in Rech nung zu stellen, gibt ein schiefes Bild. (Yrofibnlgnrischc Ucbergrisse. kaum haben die Jnngtürten dem Sultan eine Verfassimg abgerungen und eine neue Aera in der Türkei eingcleste;, da wird das Land schon in seiner inneren Entwickelung ge stört. weil Bulgarien den Jrieden stört. Tie Bulgaren hatten während eines Strikes einen Teil der türli scheu Orient Bahn besetzt, Ter Strike ist längst beigelegt, aber Bulgarien weigert sich barlnäckig, die Bahnstrecke wieder an die Türkei abzutreten, „Sei im Besitze und Tu wohnst im Recht," sagen die Bulgaren mit Schiller's Wallrnstein, Tie Türkei aber kann und will sich diesen Handstreich Bul garien's nicht gefallen lassen. Räch den Bestimmungen des Berliner Jnedens Vertrages von MIV ist Bul garien ein unabhängiges, aber dem Sultan der Türkei tributpflichtiges Jürstenthlim, Taniit sind die Bul gare aber seit Jahren nicht mehr zu frieden. Sie reden und träumen von einem ganz und gar unabhängigen Est'oß-Bnlgarün, >id Bnlgnren ha ben in den türkische Wirren und kämpfen der letzten Jahre eineHanpt rolle gespielt, Jürst Jerdinand von Bulgarien trägt sich zur ,jeit mehr, als je, mit dem (bedanken, das Land zum Königreich zu lachen und sich die K enigst reue auszusetzen, Er weilt zur Jeit in Wien, um dort für seinen Plan zu wirken, mid von Wien ans auch die übrigen Re gierungen ansznsncheii und günstig zu stimmen, Tarans wird nun vor erst nichts werden. Er kehrt von Wie mich Tesia zurück, weil seine Anwesenheit dort dringend nethwen dig ist, Tie Bulgaren verlangen, daß Jürst Jerdinand und seine Regierung in der Eisenbalm Angelegenheit sesl stehen seile. Nun baben aber bereits Oestreich-Ungarn, Teutschland nnd j England erklärt, daß die Türkei in ihrem vollen Recht sei, wenn sie den besetzlen Theil der Orient Balm zn rüclfvrdere. Ans Vorstelln gen der srenide (Gesandten in Sofia hat die bulgarische Regierung dadurch geant wertet, daß sie die Bahnstationen mi lilärisch besetzte und die Billetverkän scr durch Bulgaren ersetzte. Nun ist die Jrage, ob Jiirst Jerdinand seine Bulgaren zur Vernunft bringen kann, oder ob die Partei der Esteßbulgaren die Ueberhand behalten, Jerdinand, der geriehene kelmiger, ist in der Klemme, Elegen den Willen der Ber liner Vertragsmächle kann er keine tückische Bahn annektinm, Estbt er die Bahn ;nrück, so könnte es ihm Angesichts der greßbnlgarischen Pro- Pnganda gehen, wie seinem Vvrgän ger in Bulgarien, den, Batlenberger Alerander. Jürst Jerdinand ist in einer gefährlichen Lage, Tie Eires; inächte werden Sorge tragen, daß in der Türkei, die in ihrem llebergangs stadiiim zum Verfassungs-Staale ist, kein Krieg ausbricht, der nahsehbare Jelgrn habe lönntr, und wenn es auch dem Rande! sein Jürsleiithniii oder gar noch mehr kosten sollte. P r efesso r H i s ch e r v e n de r Aale Universität sagt in einem Vor trage ans dem Tuberkulose Eengres; in Washington, das; es zur :ieit in den Ver. Staaten fünf Millionen Menschen gebe, die an der Schwind sucht leiden, nd das; alljährlich IM. ixx Personen der Xlrankheit erliegen. Trmnach käme ans 17 Bewohner des Landes ein Schwindsüchtiger. Tie Evntreverse z iv i s ch e n den, Präsidenten und Brvan geht mmitrr fort, Hr. Brhan hat den Brief, den Präsident Reeseveit letzten Sonntag an ihn gerichtet, prompt n. schari beantwortet. Hr. Brnan wirst dem Präsidenten vor, das; er Wstikel züge mache mid die ausgeworfenen Slreilsragen verschiebe: er stellt ent schiede in Abrede, das; er mit irgend einem Trust, einem Monopol oder ei ner das Ekejeh uns',achtenden Eerpera iwn in Verbindung gestanden habe, und erklärt sich bereit, die Reeseveli' scheu Anschuldigungen den Stimm gebe des Landes z miterbreiten. Jetzt aber genug des grausliche Spiels zwischen dem Präsidenten und dem demokratischen Präsidentschasts- Eandidate, Eine Herlsehnng deS nnerauicklichen Briefwechsels wird das Poll nicht wünschen. Es bat so schon hedmiert, das; sich Hr. Reesevelt als oberster Beamter der Ver. Staa tili in eine persönlich Politische Par tei Eentreverse überhaupt eingelas sen hat, die der Würde seines Amtes nicht entspricht. Seit laussen Jahren hat tein Unfall zur See in den weitesten Schichte des amerikanischen Volkes ielche Aufregung erzeugt. wie der Nu terssanss der amerikanischen Barte „Star es Trassat" ans drr Höhe von Helm Point bei Eoronatio Island, Richt wrnisser als lmndertnndets Per sonen sind dabei theils ertrunken, theile von den Trümmern des Schis ses aetödtet werden. Aber das ist nicht das Schlimmste bei der Kata strophe ssewesen solche Unfälle er eissnen sich zu allen Zeiten, und daS ist Seemanils Schicksal, Aber wenn Ter Teutsche Korrespondent, Baltimore, Md, Tonnerstag, den 1. Oktober lstllk. es sich als buchstäblich wahr erweist, was der Eapilän des verunglückten Schisses, Wagner, gesagt hat, das; er vergeblich versucht hat, durch Noth- Signale die Eapitäne der in der Nä he und in Sicht befindlichen Schlepp boote „Hattie Etage" und „kayak" zu Hülse zn rnsen, und daß wahrschein. üch alle seine Leute hätten gerettet werden können, wenn diese Eapitäne ibni zn Hülse gekommen wären, so wirst das einen so häßlichen Jleck auf unsere Seefahrer, das; die Ansregnng darüber eine wolstberechtigte ist. Ea pitän Wagner erklärt, das; diese bei den Eapitäne sich criminell feige ge zeigt bätten, und daß er alles in sei neu Kräften Stehende ihn werde, dieselben vor die zuständigen Elerichte zn zieben und zur wohlverdienten Strafe ;u bringen. Natürlich muß eine scharfe Untersuchung der erhobe nen Beschuldigungen angestellt wer den, mid es ist zu hoffen, daß durch dieselbe Klarheit in der Sache geschaf fen und die etiva Schuldigen bestraft werden. Bisher sind gegen amerika nische Seeleute so schwere Beschnldi gnngen wohl nur sehr selten oder nie erhoben worden. Im Estgentheil ha ben gerade die Anieriianer sich bei solchen Est'legenheite immer dadurch nusgezeichliet, das; sie Kopf und Heiz auf dem rechten Platze hatten, „Ealif. Temokr," Vor Kurzem erging von der baherische Staats Regierung ein Preis Ausschreiben in Höhe von ü>.- lxx Mark wegen Errichtung einer großen Thalsperre bei dem diEE Meter hochgelegenen Wnlchensee in den bau erischen Alpen, Bekanntlich solle aus der hierdurch zn geivinnenden Was serkraft sämmtliche baherischenStaats bahnen, mit Ausnahme der Psalz- Bahnen ans der linken Rheinseite, mit elektrischer kraft versehen werden. Tas gleichzeitig in Ausarbeitung ge iionimene Projekt ;nr Elektrisirnng der Staatshalmen ist nunmehr fer tiggestellt und die Tnrchsilhriing hängt lediglich noch von der Vollen dilng der geplanten großen Thal sperre ab, wird sich also rascher ver wirklichen, als man in aller Welt glaubte. Ter „G er m n n i a-k nlender für Ex!!," der von Eieerg Brninder in Milivuiikee. Wise., heransgegeheii wird, ist als Erstcr uns miserem Re diiktieiistisch erschiene. Zum Mute tritt der reich uiisgestallele und schmuck gelmudeue .kuleuder seine Riliidgmig au, Belehreudes und llu leel>alteiides. Ernst, Hiimer u, Scherz, aller Art, Erzählun gen und Abhandlungen, die der neue Kalender bietet, sind gut gewählt. Einen besondere Schmuck bilden die zahlreichen Illustrationen und eiue Reihe schöner colerirker Eiulageu. Ter Herausgeber hat Alles gethan, um den neuen Kalender zu einem willkommene Hausfreunde für das Jahr l!l>!> zu machen. Er kostet in schönem retheu Einband und porto frei nur l!.'i Eeuls. Bestellungen sind nn die Buchhandlung von Ekoerge Briinider, Milwaukee, Wise,, zu rich ten. Endlich er s ä hr t man ei n mal, wie gros; die Bevölkerung Ehi na's ist, Tie bisherigen Schätzungen gingen weit anseinander. Räch einer Volkszählung der ersten, die von der chinesischen Regierung mit Ernst durchgesetzt wnrde tzat Ehina eine Bevölkerung von Seelen, nlse säst ein Trittel aller Bewohner der. Erde, Tie der in Ehina le benden Ausländer betrüg; 7,lXX>. Ter wackere journalisti sche .Kämpe Hein, Watterson schreibt: Eine Partei, die Jahrzehnte lang im gestört i der Macht festsiht. ins; car riipt werden. Es miisseu sich, weil ibre Jiihrer i dem Gefühl der abso luten Sicherbeit gleichgültig und lriclitfertiss verden. Rosirr von Estaft heranbilden, lind weil unter unse rem Shslem der zwei großen, sich in der Regier ahlösondrii Parteien Tas so ist. wäre schon deshalh einmal riu Wechsel wüiischeiisinerth, damit neues Blut in die Resorts komme und das Pudlitmii oudlich einmal Ekele geuheit siude, eiue Blick in das Haiiptduch und die .Kladde zu thun. Tie Politiker sind zur Zeit unter die Propheten gegangen und prophezeien dreist draus los, wie die Präsidentenwahl anssalleii wird, Ter Wmlsch ist dahei der Vater der Prophezeiung, Sind al'er kleine Pro pheten vom Range des Ames. der iiler den Hirten zu Tbekoa war. aber weniger ehrlich, den ihre Prophezei ungen sind ans Sliiimiensaiig berech net Ob sie Ekänbige siude werde EKaube und Politik vertragen sich nicht. I n lli d i a ii n bat ein l i b e ral gesinntes Mitglied der Est'setzge bimg Johnson beis;t der Brave für die LoralOption-Vorlage ge stimmt, nachdem er verber erklärt batte, das', ihm das Gesrh zuwider sei mid daß auch seine Eenstitiienten nicht damit eiiiverstaiiden seien. Tas Lebe sei ihm aber in der lebten Zeit zu Hanse zur Last gemacht worden, und er sehe sich gezwungen, nie die Vorlage zu stimmen, lind neben die sem Pantoffelhelden sah, seine Toch ter und klatschte Beifall, und mit ihr klatschten die übrigen Weiber, -kein Wunder, wenn die Prohibitionisle das Jraiienstimmrecht befürworten. Andrew Tvtterweich. Andrew Weber. Harr E. Mnthir. Lvlldoil-Park-Ecinrtrry. Lorrattie. Baltimore Ccmctrry. Mt. Olivet Ceinetrry. s, ttliieriiAN-Plvl, E, ä P, ,i> (grvrlü—!)"'"' EuAclS, Truid Ridqc Cemetcry. dflüNr wfsichk Nirvriqe PiM-ail: Nr, 11, Nurd ovritl>.'?,!Nftk/ Pi-'de Tel.vbrn, 2B-> John Herwig Sohn, Ckristian MiUer, Leichcnbestatter und Einbalsamirer. Zlvciq, Nr. E, 6 P, Plioiit—Wulfe 2SW.
Joseph I. Herr, Lcichrnbrftatter und Einbalsumirer. Nr, UNI, Lli Zavkttr-Slraftc. E, ä P, Vvoiir oe NM!—A. Mttqlicd dcu „Wniel^blich-Vrrein," Ettiblirl tBW, Albert Füller, William S- Ary. Mäsiigr Preisen. 2, Robert.Kinnicr 8 d 111 -eorioiiri, vii Iciidc Övcrv sNmiilmlN' Zö.iio Nr, 218, '.„rd-Vrolidwoli >Zep!27 A. N.VoPPleoi> Er. Noiiiane ,"c!" Tividciidcn. Beknillltmnchilngrli. ölmai ÄdN 7Ä.OU i.8,15>,22) Niirean^^rs^Sta^t.R^a^ Äai'7 und Ti>viUnl!u"b/der llmlaaeu für die Vcrmischtc Anzeigen. Nörde am oder Hol 2, Olioöer 1208 gellelll .iiNli.isi, ,Nk'ora/ W>, Möwen, Präsident. Etwas Neues: Zahne ohne Platten. neue enqsauae-'.'Neliiod- ieflichrnd gemacht, wo '.ZalinaklUiie' ini: aUe ga rantirt. Slald.ranen dls alle ga raittlr, NriiNen-Ardeii 82.00 bis S.W.^ald. Dr. I, W, DrrUn, deittschcr Anbnarxl, Nr, 8i l, Nord-sawurd-Sieafle. lSprechiiunoen von 8 Uhr Normlllag itt, llbr Nvends: SonnlagS von 9 vi 1,20 Ud. tadllet lS tzahi. lvvtt—) Theater. Madame Nazimvva Zlinifluu clticiid: „Tc Eoiuct". Preise: 2.'> c, bis Nu, MiNwachS Matinre: 2ör, biS Kl.sv, „(Yrailstnrk." NAchfte Woche: „Too ma?y WiveS," 1271—7) Moiilaa, Millwoch, reltaa und 1 Nli l 2Sc. „The Blackmailero of New ?)ork", H Maiinee'u Mittwoch V. ud Snuisiaa. 25., is SN.oo. Andrew Mack „Arrah Nn Pvgr.e". Nbcnviireisr: 25>c,, öiic,, 75>e., dl.ea und Kl„70. >27l-7) /d a Bei dem Nolle deNrlit. ?oaiich Mmiuee? „Bvwcnl Büllrsqncrs". HollLdan. „The Pnlice of StznidtlinstsM Nöchfle 20ock>e: „Oii Triul for bis Life," >21!) 70! Mlirntund. .Keith'S „All Star" Pandeville. Extra?Nlrallivn: Virginia Ende. (27t—7) New Monumental. „The BohemianS". Ncfser, als je, Erlra: (271-7) West-Cnd-Park. viusiuv wraudner, (Slpril2,oMte) Eigenibilmer, WatKLNS' o""2k7re".i.Noe, Vermischte Anzeigen. Für Ihre Pegntachtunsi. Spezielles Tinncr Lüc. Joknnie Hopwood, Ost-Baltimorc-Strasie. (ScvlB.BMte) Am^die Nr, 202, istü-Saraloua Slrake? Elabllrt .882, UkNTSTRS 70? ITOVS befriedigend. I. Baltimore Transfer Co. Ildoft Eite Lialtt- und üomard S-Sr. ffracht-Trausserlr-Agenre. Mafchluerle ud ->ldiu. Tchnl-Aiizeigcn. Mertitz SchuLe. Teiiilai, Zdanisch, Aeulfeultch ete. lloiiciiekunac, Enaiifch für 'Aiisiiindeik Nr. l I, Wrkt oraiittin-, nahe Edarleo-Strnsie, (Scvl27,!:')!,) Maryland-Institut. Kunst- no krichc,schult. Mechani und Archiiettur, Markrt-Placc. Sainsiaas-Nlaiien am 2. LUober eröffnet, Nur für Inder, Marlet-Placr, Mir alnloai- ?>iislnsl und für "sevli?.- ?fi2"">' Tic Baltimore Acascmy of the Visitation. Tie li!,nie in diesem tznltilnt werden am! dritten Moni Im Seplemder i2>.) eröffnet werden. (ScpllS.lMt) Schul Anzcigcu. per Post JUttesandt. (Seplt.l.Vtt) Nmi' lchriinie iai7 an Edward (5, Wilson, (Zciitl.iMt) Prinjipal. Gaton 6 Wnrnett Handels- Jd Steiiographlc-Eellrg. Baltimore Knsiness E. H. Norman, Präsident. (AmmÄMNN sirakr, 2 all mar Slr cr e r s Vusinvss , galired-Skinestcr bculiiii 22. Seiicnidcr. <SeV2,IMj Mattimore Juristen Schute. Richter Alfred S, Res. Irlan. Norlefiluocil SllieudS, Hcriifl-Semellcr lieninu am 28, Srdirmdrr I!U18, laliiloiN ei game U, Iciinis. L.lirlüi, 400 Eauitalle Buildlü. <?lu„lii,2Ml-) Kollege of Physicians anv SnrgeonS of Baltimore, Md. Kl! Uli und adrcsslrechTr, Be earatoga-Strahe. kalvcrt Hall College.
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Tic Rcgistrntion. Nahezu 82M1 Stimmgeber jetzt regi strirt. —12, mehr, als am vier ten Registrationstage in 19. Tie 'Namen von 9,817 Weißen und 12,511 Negern in den Bü chern. Zwei Wahlrichter prü geln sich. Tie Rcgistration war gestern, am vierten Tage, wiederum geringer, als nni dritten Tage, und sie blieb hinter der Registration des vierten Tages in 1!XX! um reichlich 1 zurück' aber dst> Gesammtzabl der jetzt Regismst'ten. übersteigt die Negistration an den er sten 4 Tagen in 19 m 12M), Während jetzt 81,828 Namen in den Slinigeber-Büchern stehen, waren in 19 am 4. Tage nur 9,898 Perso nen registrirt. Von den jetzt Regi striern sind 9,817 Weiße und 12,511 Neger. Gestern kamen 18,70! neue Namen hinzu: von den Besitzern der selben waren >1,120 Weiße und 228 Neger. Heute ist wiederum Registra tion. und dann folgen in der nächsten Woche noch zwei Registrationstage. Tie gestrige Registralion und das Gejainiutresultat nach Wards ist, wie folgt: Wards Weiße Neger Zuvor Total j 528 9 2,150 2,087 2 417 18 I,l>BB 2,88 808 1,152 1,821 4 889 111 2.1! 2,11 5 288 l! 1 I,!>:lt> 2.Ü88 t! 5l!8- !>7 8,817 4,12 7 st!B 7! >8 8,! 590 5 8,t!8 1,871 lii 5 8,89! 4.055 1 :!!8 15t! >'!,:t7! 8.! II 1 588 17! 8,!88 4.417 1;..... 50.", 1.',:; !i,!28 4,2! I 1 21 884 2.72 8,281 8,!11 2 515 2.487 8,!>2 2 815 158 2,211 2.709 28 418 58 2,518 2.984 21 57 1 2,589 8.1 Total 11,42 2,28 t! 8,122 81,828 I w e i W a hlricht e r g erat h e n an einander. Ei Neger, welcher früher in Balti niore gewohnt hatte, dann nach Vir giiüe verzogen'war itnir sich' jetzt in dieser Stadt registriren lassen wollte, war gestern Nachmittag die unschul dige Veranlassung zu einem Streite zwischen dem demokratischen Wahl richter Charles A. Korn und dem re publikanischen Wahlrichter George E. Smith im Wahllokal des 9. Prezinkts der 1. Ward. Es handelte sich um die Frage, ob der Neger den gesetzli chen Bestimmungen genügt hätte, die vorschreiben, daß ein von Auswärts nach Baltimore Kommender im Stadtgericht seine Absicht zu erklären hat, in dieser Stadt dauernd seinen Wohnsitz aufschlagen zu wolle, um hier registrirt werden zn können, lie ber diese Frage, wie Polizist Phillipps berichtete, entspann sich dann ein Wortgefecht zivischeu den beideuWahl richtern, im Verlaufe dessen Herr Stiüth seinen College einen Lügner nannte. Ter Letztere warnte ihn, das Wort nicht noch einmal zn gebrauchen, doch Smith verstärkte seine Aensze rüiig noch dadurch, daß er Hr. Kern jetzt als „den Lügner" bezeichnete. Ta riß Hrn. kern denn doch die Geduld: im nächsten Moment hatte er seine Ziaust mit dem Gesicht seines Gegners eine derartige intime Bekanntschaft machen lassen, daß der Letztere gegen die Wand taumelte. Polizist Phi lipps vom Nordwest!. Tistrilt trennte die Streitenden. Hr. Smith rstiHrn. Korn in drohender Weise zu: „Sie haben mich zuerst geschlagen, dafür werden Sie bezahlen müssen, jedoch schien er sich bald wieder zu berühr ge, denn als Polizist Philipps ihn fragte, ob er die Verhaftung des Hrn. Korn verlange, verneinte er dies. Ter Letztere bedauerte dann Hrn. Smith gegenüber seine übereilte Handlungs- weise, und Alles löste sich in Wohlge fallen auf. Polizist Schleich der Tie st e r. 11 Bedsord-Eity, Va., wur den gestern Morgen 7.4 von dem Stationsvorsteher Tavidso niehrert Hundert Brieftauben hiesiger Tau benzüchter in Freiheit gesetzt. lim k.li; Nachmittags traf die erste dieser Tauben wieder im Schlag ihres Be sitzers Robert P. Schleigb. Nr. 1825, Hope-Straße, ei, wodurch derselbe nicht nur den ausgesetzten Geldpreis, sondern auch ein Tiploin erhält. Tie Taube legte l 84.98 Harbs in der Minute zurück, eine ganz ausgezeich nete Leistung. Nichtschuldig. Zessie B. Conway, in dessen Wirtbschaft. Nr. 5, Water-Ttras;e, am Sonntag Spirituosen verkauft sein sollten, wurde gestern vom Nichter Graniian an Beweisen aus freien Fuß gesetzt. Bon See und Hasen. Ter „Norddeutsche Lloyd" Tampser „Neckar" tritt heute die Heimfahrt nach Bremen an. Tie Passa giere. Nimmt zwei Trachoma kranke mit. „Main" in Bremen angelangt. Mit dem heute Nachmittag von hier abgehenden „Norddeutsche Lloyd"- Tainpfer „Neckar," Capt. A. Traue, reisen die Folgenden in der Kajüte nach Bremen: Frl. Betty Tauersberg, Frl. Rosalie H. Torsey, Hr. Paul Schumann, Hr. Fritz Wolsi, Frl, The rese Wieling und Frl. Zda Hoeiulein von Baltimore; Frl. Louise Best, Frl. Frames B. Zolnison und Frl, Helen Schäfer von Cincinnati. O.; Tr. Marie Z. Ch. Becker von Buffalo, N.-H.; Hr. ZohanneS Teetjen von New-Hork; Hr. Felir Fonrobert von Brooklyn, N.-H.; Hr. August Helle biish von Seneca, kans.; Herr und Frau Albert N, Hume nebst Kind und Sohn Albert Hume vo Chainpaign, Zlls.; Hr. Otto E. koch und Hr. Zn lius Pauli von Chicago, Zlls.; Hr. Fred. LaForge von Bridgeport, Colin.; Tr, Sigel Rousli und Gattin von Troy. N, H,; Hr. George Ricger von Zndiauapolis, Zud,; Frau Char lotte H, Sievers von Phillip, Wise.; Tr. C. W. Ttoue von Eleveland, O.; Hr. Mathias Schweisthal von EvanS ville, Zud. Zwei Trachoinakranke werden heute auf dem Tampser „Neckar" nach Teutschland zurückgesandt und zwar sind die Fälle um so bedauernswer ther, als dadurch enge Fainilienbande getrennt werden. Zn einem Falle handelt eS sich um ein ganz junges Ehepaar, Zoseph und Margaretha Jacob, 19, bezw. 2 Zahre alt. Nach dem sich die Beiden iu Rußland halten trauen lassen, kamen sie hierher, um ihr Glück zu versuche. Hier entdeckte der inspizirende Arzt, daß der junge Gatte Trachoma hat. Alle Vorstel lungen haben nichts geholfen. Cr ms; heute zurück und die Frau bleibt hier. Ter andere Fall betrifft die 22 Zahre alte Frau Elizabeth Walter, welche letzte Woche von Teutschland kam und an derselben Krankheit lei det. Zhr Gatte kam den ganzen Weg von Nebraska hierher, um sie abzu holen, doch sind auch in diesem Falle die Bcchörden nicht zu bewegen gewe sen. die Frau und ihr kleines Kind landen zu lassen. „.Main" in Breden an ge lang t.e nbegä u g n i ß von Herren George Mahkmiitz, welcher am Sountaa im Alter v0n.48 Zah re aus d?M'Leben sch!ed/säntr ge stern Nachmittag voni. zTraperhanje, Nr. 185,' NM'd Zront-Stkiiste, vs aus dem „Lcwdo Park -"Friedhofe" statt, slkach "einem Ätziiergottes dienst in der letzten Wohnung des Verblichenen gingen die Ceremonien auf dem Friedhofe unter dem ein drucksvollen Ritual der Zreimanrer von statten. Tie folgenden Beam ten der „Germania Loge" vom Orden der Zreinianrer sungirten am Grabe: Ehrwürdiger Meister Gustav Schuster, erster Aufseher Zrederick Tetinar, zweiter Aufseher Zohn Ho henberger, Sekretär George P. Reinhardt, Kaplan Ernst Schmidt, Marschall Phil. Schmidt. Als Bah. tuchträger fniigirten die folgenden tzisenberg's Eisenberg's Eisenberg's Millich' PH sin sjUchsk-MMli. Glauben Sie, bitte, nicht, daß die nuten angeführten Werthe UZie diese wundervollen übertriebe sind. Es ist dies nicht der Fall, sie sind absolut wahr- Oreise erzielt werden. yeilSgetre. Tie Fabrikanten selbst wachen diese Spezial-,,Verkaufs- Preise" möglich, indem sie uns große Mengen ihrer Waaren zn etwa der Hälfte der regulären Engros-Preise geben. Zhr Zweck dabei ist, für ihre Waaren eine größere allge meine Nachfrage durch unsere halbjährlichen Verläufe zu schasstn. Wir Helsen dabei, indem wir die;e Waaren zu kostenpreiien verkaup'n nd den großen Ilnkosten Verlust als eine Weist' der Reklame be trachten. Sie brauchen nur die Waaren zu sehen, um zu erkennen, wie wunderbar die Preise sind. Bürsten und Besen. Tnrynois bliiuc und weis, enniillirtc Waaren. W-m>, --r-Mtll, „„x, Äcrw, Tpcmil, P.N-IM'l'cm, >,zc ö'c I4c G'' ."c 10 em> -!o.omc,mcr Wc ü'.'c .'-VUK-UH,U' !'äc Tvppcl-cmnillirte graue Waaren. Tch.un-iilll.- I r r üllerlli, TvcN-11. ,Z.-Un- Tc>-c?iil> Nu 7.'i1.-U.-ii ?liiSchisi siincr U tc >-'c i-.uc c si.-i.chc .i.'chisi.f.- mit Z.-.1.-1 -Ic Mc Gas- d Lel-Oefcn d rcnchtcr. ,li.-ii>-> Uli ?c.!.>u 0 OII.NI e.'c lic li.-jl.-1 Ulli !-.-.c.-U 1! Ozi.ilt 01.- I-tc 5O w s'o-ao eim'.r! -o.!!i!!!-! nuchchuil-Z ist ZZZZ im- ik'k öich Ich im.' "c z.-.- .ch.-> liuil.-.-lch.i.-i o>,- 1i.i11.-.-lch.s.-i 1 du.irl 4c A> ',i.-i.c.-i.ii.!iii>-,.- rw.!iuiii.-isAi.ii>--ii,V, ,V, s'„'-o m.ii' 0 Oiiun i.>c u>- Milch-, .-11.1.- c.i.ch..>iiiii..,in>..-. lchiisiüiidi., Koc 4.1- 'lw Bzs Porzellan d Glasn,.iure. "'"'"'.o'.' o- -'r.lii. Olchu.ii Hailshalt-Knrzwaarcn nd Holz-Artikel. P.nchiam suii! SNOU Karl..,-, .sandln--Her "'"n 1.1.1 7,.1.-1.- Mnl-Uiid ?iiu-i Z.-ll'i.->- 5I is 50144 mlich.o!>ch,i-ii, Pi',il.-u ich-r OiiilVizi Zii "ö- so ZZi. ZZ. i '.sc 7"'- i!li.->.-.-liiii- -011.-id.-ii-.'-.Utlch-Nirci.- j!I u a- lind Politur. lillc 7,elt->I.-ii I'isl>- sc 01sr 1 pch, ,oi> ,111.11.- 7.-mn 11. Lackirtr nd Blechwnnrcn. ZZZ.'Z.' ZZZZ Ä- A o.nli.l.- Zl.nU.lch.il.l.-111 l'Uch.iisl.-lch inil T.-ck.-1 74.- 40c 0,-. hch -,ni.-i.a,iii.-.i, 4,ch o!>c Galiianiii.'ti' Artikel ll'/, -xch I.ichillc luiniiilchr,,,, I>c 4'Niivniiiil.ie .irriril. ii "i!- "k li.'li- >.,niis,ri- >,ii-ni-.->- '-ch 4sc -.n2ei-, Ms-nberg's Klndersolling Store Meistermaiirer von der „Monnnien tat koiiithnrei" der „Tempelritter:" (sh. N'oetheu, H. Sanders, tyeorge Willing, August Reesele. M. Koehler und H. E. Klei. (5 inenu g e n e hui ell eu err a s ch ii Ii g. Hr. Parker Bnrbank. ein ivohlbekannter Einwohner der Stadt, wurde kürzlich durch die angenehme Nachricht überrascht, das; ihm von sei nein Onkel, dem verstorbenen Maines N. Sahre, einem reichen Neivarker Fabrikanten, !j!l,00 hinterlassen worden seien. Er reiste sofort nach Newark, um die Erbschaft anzutreten. Kurze Lokalnachrichte. Tie Gattin des Nichters Tanie! Gi raud Wright ist so schwer krank in dem Hanse ihres Sohnes bei An na Po lis, das; der Nichter gestern Morgen die Nichterbank verlassen und an das Krankenbett eilen mußte. Tie Theater-Vorstellungen in dem Ford's Opern Hans zum Besten des „Emptn Stocking Elnbs" sind ans Montag Abend, den 11.. und Mitt woch Nachmittag, den 21, Oktober, festgesetzt. Postmeister W. Hall Harris macht noch einmal darauf aufmerksam, das; vom l. Oktober dieses Lohres an die Naten für Postsachen erster nach England und Irland zwei Cents pro Unze oder Brnchtheil einer llnze i sein wird. Gebrüder Hecht, welche de Kleider- Laden an der Nordost Ecke von Bat linwre nd EHarlesstraße betreiben, haben das jetzt im Besitz von N. Lertz sc Sohn befindliche Geschäftshaus Nr. 7, Nord Eharlesstraße, und den Ban Platz nördlich hiervon gekauft. Tnrch eine Brücke über Bank Laue sollen das alte und das neu erworbene Ge schäftshaus mit einander verbunden werden. Ter deutsche Ningkämpser Gustav Schönlein, der als „Ainericus" be kannt ist, will den Ehainpioii-Ring käinpfer Gotch. der augenblicklich in Baltimore in einer Theater Ausfüh rung auftritt, fordern. Er sagt, der Russe Hackenschniidt würde zum Frühjahr den Meistcr-Ningkänipfer Gotch och einmal fordern. Es verlautet, daß die Vertrustung der Ehenütalienwerke des Landes nicht die Schließung der Baltünorer Ehronie Werke zur Folge haben wird, trotzdem Herr B. B, Ehillas, der Ge schäftsführer dieser Werke, perma nent nach Neiv-Hork übersiedeln wird. Tie Baltünorer Ehrome-Werke ivnr den ursprünglich von der Tyson-Fa milie gegründet. Hr. Lawrence Greer, Generalan walt der „Westlichen Marpländer Bahn," ist zur Zeit in Baltimore, um Vorkehrungen z treffen für die Ver ausgabung von Massenverwalters- Eertifikateu zur Zahlung der am l. Oktober fägig werdenden Poo,ooo Zinsen der ersten Hypothek Obligatio- neu der Bahn. Tie Eertisikate wer den 5R Prozent Zinse tragen. Tie Schlachtschiff Flotte trifft am Freitag in Manila ein. M a i l a. 8. Sept. Ein Ter legranu ist von Admiral Sherry hier empfangen worden, wonach die Flotte am Freitag Nachmittag in Manila eintreffen wird. Ein Abenteuer Cthcl Barrynivre's SPri gfiel d, Zll„ 29. Sept. Bei Tiveron, 2 Meilen südlich von hier, verunglückte der südlich gehende „Tiainoiid Spezialzug" der „Zlli nois Central Bahn" an einer offen stehenden Weiche. Tie Lokomotive stürzte über de Zahrdaiuni ab und ging in Trümmer. Ein Stück dersel ben flog in den Hos eines nahen Ha scs ab; die dort spielende 7 Zahn' alte Elizabeth McGuire wurde davon getroffen und getödtet. Tie Passa giere kamen mit dem Schrecken da von. Unter denselben befand sich die Schauspielerin Ethel Barrymore. Sie war außer Stande, den zertrümmer ten Waggon durch die Thüre zu ver lassen: ein Bahnbediensteter zog sie durch das neuster ans dem Waggon. Sie wollte einen Crtrazug nach St. Louis nehmen, Ivo sie am Abend spie le sollte, doch gelang ihr das nicht. Vermischte telegraphische Tepcschcn Zn St. Lvnis stießen an der Kreuzung von Zesferson Avenue und Lasayette-Avenne an einer ab schüssigen Stelle des Geleises zwei elektrische Bahnwaggons mit ver hängnißvoller Wirkung zusammen. Martin Ehret erlitt Verletzungen, die wahrscheinlich seine Tod herbeifüh ren werden. Ter einstige Staatssekretär Coleb Powers von Kentucky, welcher anläßlich der Crmordiing des Gou verneurs Goebel acht Zahre Haft zu bestehen gehabt hat und schließlich vom Gouverneur Willson begnadigt wurde, ist in Zellico zur BaAtisten- Kirche übergetreten und hat sich im Beisein eines Publikums von 5 Personen taufen lassen. Ter in San Francisco. Cal., I aus Osiasien angekommene Tampser I „Eorea" hatte ein Eargo Rohseide im Werthe von !j!2,00l,oo und Opium im Werthe von !jis.>>o an Bord. llnterden Passagieren befanden sich der anierikaniiche Generalkonsul H. S. Miller von Hokohaiua, Zapan, und der frühere Gouverneur Carter vo Hawaii. Frankreich's Flotte hat seit ;>liignst 1 bei 21 Erplosionen nd andere Katastrophen 288 Offi ziere nd Mannschaften durch den Tod ei gehäßt, bei einein Material verlust im chix-itbe von !s!I7,tXX>,(XX>. Tiefe Ziffern sind so hoch, das; man meinen könnte, es handle sich um eine amerikanische Statistik. Bulgarien besetzte letzten Sommer während eines Strikes den ostrumelischen Theil der türkischen Orient Bahn. Ter Strike ist längst beigelegt, Bulgarien aber weigert sich, die Bahnstrecke wieder herauszugeben. Auf die Proteste Oestreich's, Teutsch land's und Eugland'S erwidert die bulgarische Regierung kühl, die öf fentliche Meinung sei so stark für die dauernde Besetzung der Bahn, daß eine Zurückgabe an die Türkei un möglich sei. Ein Rechtsstandpunkt, der den Mächten nicht einleuchten wird und der Türkei am allerwenig ste. Reverend Zglehart, der New Horker Superintendent der Anti- Liga," sagt in einer Ver sammlung von Methodisten Geistli chen: Man werde schon dafür sorgen, daß „Onkel Zoe" Cannon nicht wie der in das Repräsentantenhaus ge wählt werde. Eannoii hat sich letztes Zrühjalir geweigert, nach der Metho distenpfeise zu tanzen. Taher der Groll, Tie New Horker Methodisten- Reverends werden die Wahl Cau uon's schwerlich hintertreiben. Tas ist Sache seines Eongreß-TistriktS. iß' a ch m ehrjährigcr Pause tauchen jetzt hier und dort wieder jene „Gel Aich Oiiick"-Gescllschaften auf. welche es so meisterlich verstehen, Te ilen. die nicht alle werden, das Geld aus der Tasche zn locken. Ein schla gendes Beispiel dafür bietet die „Mer cantile Securities Co." in Chicago, welcher in unglaublich kurzer Zeit l '/v Millionen Tollars zuflössen, von denen der jetzt ernannte Massenver walter nur noch .1?819,92 finden könn te. Tas sollte doch eine Warnung sein für Alle, die ohne Arbeit schnell reich werden wollen. TasWachsthum des cana dischen Westens wird durch folgende Thatsache illustrirt: Vor Kurzem wurde in Winnipeg die dortige neue Postoffiee, das schönste Gebäude sei ner Art in ganz Canada, eröffnet, und Cx-Postineister Hargrave. der erste Postmeister von Winnipeg. der seiner Zeit die ganze Winnipeger Post in der Ileberrocktasche trug, ist noch am Leben, Zn weniger als vierzig Zahre hat sich die ehemalige Hau delsslation zur Metropole entwickelt. Zw verflossenen August sind nur 27,782 Einwanderer nach den Vereinigten Staaten gekommen; in den eisten acht Monaten dieses ahres 197,; 28, weniger als in derselben Zeit 1907. Zrrthii in. Friseur (zu einem Bauer, der sich in der Stadt das Haar schneiden läßt): „Vielleicht etwas Oel gefällig?" Bar,er: „Na. a, i' kauf' mir nacha a Halbe Bier." 5
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6 Ruch liiiiidcrt Hnhrcn, Tie Eimveihlmg der renovirten Zions Hirche am kämmenden Sonntag, Eine imposante Heier geplant. Gelegenheit sür die ehemaligen -Zionsschüler. Mit einem einfachen, eindrucksvol len Gottesdienst wird am lommenden Sonntag der Einzug in die renovirte -hons!irche, an der Rord Gaustrasze, begangen. Damit wird zugleich der M( Jahrestag der Eimveihimg der Zionskirchp gefeiert. Der H-eslgottes dienst jindet mn I Uhr Rachmittags statt, um den vielen einslinaligen Schülern der HionS Schule, welche sich inzwischen anderen Gemeinden angeschlossen haben. Gelegenheii zu geben, demselben beizuwohnen, Pa stvr Hill. Hosmami wird dir Fesipre digt halten, nnd der Hirchenchor ver herrlicht die Heier durch ein anSge wähltrs Programm, welches unter der Leitung von Prof, Ed. Pöckner zur Durchführung gelangt. Dir Hirche bietet in ihrem neuen Gewand, das in jeder Hinsicht vor nehm ist, einen prächtigen Anblick dar, Bekanntlich hat die Gemeinde be reits am Sonntag, den lä. Oktober M>ü, ihr lüG Jubiläum durch eine grosse kirchliche Heier begangen, an welche sich am folgenden Montag ein Hirchen Eonzert anschloss,. Die Jubel feier 'wurde mit einem Gottesdienst sür die Gemeinde ani Dienstag Abend abgeschlossen. Geschichte der Gemeinde. Der genane Peginn dieser Gemein de ist niemals historisch festgestellt worden. Vor dein siebenjährigen Hriege in Deutschland, 21 Jahre vor der Unabhängigkeits-Erklärung, fan den sich in miserer Stadt deutsche Protestanten zusammen, die gemein schaftlich Lutheraner und Resor mirte ihre deutschen Gottesdienste perlangten. Diese Versammlungen niüssen etwa mn llkick angesangen haben, und hat später die abgezweig te resorinirte Gemeinde „Hilst Re sormed Ehnrch" an Rord Ealvertstr. schon bor acht Jahren ihr IGi. Hubi lämn gefeiert. Es ist urkundlich er wiesen, das; 7"i der erste Reise Pre diger seine Wirksamkeit miter den Lu theranern in Baltimore antrat, wes halb dieses Jahr sür das Jubiläum der Zions Gemeinde gewählt wnrde. Ter erste Prediger der Geiiieinde war Johann 'Georg Bager, dessen Roch-! kommen später unter dem Raincih Banghed hohe Stellungen im penn-, shlvanischen Lnthrriitbiiw einnahmen. Er kam sechs Mal da? Jahr von Pennsnlvaiiien zu Pferde, und erhielt si'ms Psiind „pemiiplv. Eiold für seine Mühe." Sei Nachfolger wurde >778 Johann Kaspar Kirchner, der alle Wache von Pemishlvanien kow. Er blieb indes; nicht lange, und musste Pastor Bager wieder die Gemeinde übernehmen. 17t!2 wnrde der erste Banplat- für eine Kirche gekauft; lr kostete ckck Pfund Gold. 17>lck war der Krieg mit Hrankreich nd den India nern vorüber, nd Job. Ebristoph Hartwig, der Heldprediger unter Ge neral Aiiiherst gewesen war, konnte Pfarrer der Gemeinde iverden. Dar nach kain Pastor Kirchner zurück und siedelte sich in Baltimore an. Er Pre digte altsountäglich und erhielt kick Psmid Jckhresgehalt. l7ck! wurde die erste Verfassung aiigenominen. die von ckä Männern nickerzeichiiet wurde. 177 l wurde das Kirchenland schulden frei, auch ivnrde die Geineindeschnle in Angriff genoimne, I77ck schloss Pnstor Kirchner die Augen. Jlnn folgte Johann Siegsried Gerock, ein Glied, der berühmten würtienibergi-- schen Theologen Hamilie. Dns Got teshaus siand damals an Hüb Str., jetzige Taratogastrasse. Unter Pastor Gerock wurde am 5, August 177k> eine neue Verfassung angenonmie, von 1l? Mitgliedern unterschrieben, lim 17kik> schritt man zu einein Anbau an das alte Backsleiiihaus. Pei der Ein iveihimg predigte Jobann Daniel Knrtz, ein Sohn von Johann Niko laus Knrtz, dem ersten von einer Sy nodal Behörde ordmirten Lutheraner in Ainercka. >787 starb Pastor Ge rock und Job. Daniel Knrtz ivnrde der Prediger der Gemeinve. 178, beginnt, das Kirchenbuch der „Evangelisch Lu therischen Geniemde in Pallimore im Staate Maryland." Das Jahr lBckck brachte einen Ausruf ;mn Ban einer neuen Kirche. Pl2,k>k>9.l.!l> wurden von 2ck.Ä Leuten gezeichnet, indess, ko steten Bau und Grimdsiücke beinahe die dreifache Summe. >BOB ivnrde die neue Kirche eingeweiht, nnd zum ersten Male der Raine „Hians-.Kirche" gebraucht. IBlk> trat ein Enkel von Nikolaus Knrtz, Benjamin, seinem Onkel zur Seite. 187 l wurde die Treihnndertjahrfeier des Thesen An schlages gefeiert. l8l! kam Pastor Schober von Nord-Earoliiia nach Bal timore, mn eine Vereinigung der ln iberischen Kirchenkörper zu betreiben, und wurde >B2ck unter dein Vorsitze von Daniel Knrtz in Hagerstow die Evangelisch Lntbeiliche General Sa ode gegründet. 182 wurde dem al ternden Pastor Knrtz Pastor Jobonn Uhlhorn beigeordnet. Derselbe war eine Melanchlonnatm i ein zorter (pe tehrter von bedenteiidem Wissen, ein Mann, der indess ungeeignet war. die Wirren in der Gemeinde zu schlichten. Sie spaltete sich nnd hatte zu einer Zeit zwei Kirchenräthe, die emandei befehdeten. 18l'„"> legte Pastor Daniel Knrtz sein Amt nieder, das er lck lah re verwaltet hatte. Sein Pater Riko laus war l7ckck gestarben nad wnrde er neben Pastor Gerock an der Süd seile der Kirche begraben. Pastor llhl born starb 182 l, nachdem er nur ein Jahr alleiniger Prediger gewesen. Die verwaiste Geineinde fand in den Pastoren Donwier nnd Hesbert vor übergehend Ersatz. Im September IBi!k> wurde Pastor Heinrich Scheid zum Prediger erwählt. Pastor Scheid war am 8. Juli IBckB zu Bacharach am Rbein geboren. Nachdem er in urenznach das Gvninasinm besucht hatte, stildirtc er in Von und Utrecht, wo er sich eine grosse Gewandtheit in der lateinischen Sprache erwarb. Er hatte sich eine gründliche Hachlenm niss erworben und die holländische Theologie sleissig sindirl. l8i!l mn Weihnachten schiiste er sich in Rotter dam ein und langte im Avril des fol genden Jahres in Rew-Rork an, Ei er der Hührer des dortigen Lnther thmns, Dr. Geiisenheimer, ivnrde sein Beschützer. Einer Einladmig zufolge traf er, damals 27 Jahre alt, bald darauf in Valtimore ein. Im Hrnh jähr lBlck brach in der Räbe der Kir che Heuer ans, das bald auch diese ergriss nnd zerstörte. Rur die Grund mnnern btil'ben stehen. Der Renalis bmi winde svfvi't in blngriss genvin meni es ist bie gegenwärlige Hsrche. 7>m Spätliei'bste Ik!!i!> ivm be der Ean bidnt bei Thevlvgie 7d>>l">s Hofnwnn uns iinebberg in der Wetteran cilS Hnlssbrebiger hernsen nnb hielt um 7>. lGick seine Rntiittsprebigt. tbäll! lcgte Pnstor Heinrich Säieib sein Amt niebeci er starb, ein GI-läln'sger, mn I7>. Rb'vembei' Ruch seinem Rücktritt wurde Pastvi' Hos nilum einstinmiig von der Gemeinde erwählt, und am 17>. Raveniber ld>9(> eingeseht. lM> wurde die Svmitags schnle van dem späteren Pvrschenden des Hirchenratbes. W. Thea. Schnlhe, gegründet. Der Hirchenratb wird nn> terstiibt durch einen szrnneiwerein, dem t>2 Mitglieder angehören. Pcrmischtc Lotnliinchrichtc. Eapt. s),vl>n H. Lpnch ist iviedermn zmn Superintendenten des Hnaben Heims an Ealvert nd Pleasantstr. ernanick 'wurde.Machdem .p.r ~A> 7>alne lang Pvrsteher des.Heims ge wesen, resignirte er vvr 7> Habren, und Herr Robert D. .cklees ivnrde sem s>l'achsvlger. Herr Hlees resignirte vvr etlichen Tagen, da seine Hran eine Scheidimgstlage gegen ihn im Ge richt anbängig gemacht bat, Hr, Hlees biterläs;t seinem Rachfvlger das Heim in ausgezeichneter Persas sung. Dem Habresberichl der Abzngska nal-Evmmisssvn zufolge wird das sa iistäre Abziigskanal Spsteui Gl I ser tig werden und PI IMisMli kosten. Eine weitere Anleihe von wird deshalb notbwendig sein. Pon den !s!I I.ckoo.ixi eicksallen PI l"f>.Gprozenlige Obligatio nen der Sladt Pallimore iw Markt !>ck bringen, liat da? Städtchen Emn berland in Alleganu Eonntii sür PtM.Ofis 7> prozentige Obligationen PckX!,W7.7> und 77, Jabre. Möbelivagen waren gestern gesucht,! Der Dcntschc Corrrspondcnt, Baltimork, Md., Donncrstilg, dc„ 1. Okivbcr !WB. cs war nämlich Umziigslag für sol che Leute, die ibre Wohnungen uns ei Jobr miethen. Rn iverden auch die Wäschereien in 'Baltimore vertrustet. Es seilen nämlich die Ercelsior Wäscherei vmi Rr ck27 i>2!>, binden Avenue, die Ideal Wäscherei ven Rr ,">l2, West- Biddlenrasse, nnd die Baltimore Wä scherei neu Rr, 7>tk>, Halls Road, ver schniol-eii und in einem neuen grossen ('lebende ein der lüdest Erle ven Bayard- und Earrollstrasse nnterge brecht werde. Das (Gebäude, ein vierstöckiges, isl 7l> bei U7iB Hilst gross, Hr. I'lee. 'A R'ogers isl das -Haupt der verschmolzenen Wäschereien Hr. A. -Hilgartner lässt in der Rabe ven Roger's Perl en der Rork Road ein Bungalow nach eelisernischeni Styl bauen. Die Wohnung ivird nichte en Begnenilichteit zu wünichen übrig lassen. Der Storch bat dem belaunten de inetralischen Eampagne Zänger D. H. Pä'Rullv iviedernu! einen Resuch abgesiottet. Diesmal brachie er ein Mädchen, vvr reichlich einem Jahre ertrenle Pleister Laagbei Hrn. Me Rull mit einem Knaben. Der Merebeuse'sche -Komet bat ai> -Helligteit se zngenoimnen, das; er letzt scheu ven gewöhnlichenHinimels kundigen walngenonnnen werden iverden kann, wenn die Rachl tlae isr. Der Schweis des Kometen ist schmal, aber drei cklrade lau lii >ve lügen Wachen Ivird der Hinmiele' bmmnler- nist den nackten Augen zu seben sein. Eine Spezial Eonvention der R,a Inländer Diözese der bischöflich pro tesianlnchen Kirche lach beule in der Sl. Peters Kirche an Drnid Hill- Avenue und Lanvalestrasse, um einen Asiistenle sür Bischof Win. Paret zu erwälilen. Letzlerer ivird dem Parsit! sichren. Er ist 82 Jahre alt und braucht einen Eoadjiitor. Koliie gebt beute, wie es heisst, wie der 27, (settte- im Preis in die Höhe. Rr. l Hniiiace Kahle sali P 7, Rr. 2, 7, und Riiss, Kahle P 7.27, nnd Sn bnr ij!7.k>ck pro Tanne lasten. ES ist die regelmässige jäbrliche Preissteige rnng. Pan dem venu Perein der.Hansleute und Fabrikanten eingesülirten Na batt System haben bis iebt in die sein Herbst II2l! Kaufleute van aus ivärtS Gebranch gemacht. "v iNischiiiit I. A b loiint itt AuiUil L. 'roilierS, goiepl, P. Selb, y. CiiuS Ala. Lesfentlichr Atlgcuuiiu' Gl'sl'hc. Kapitel ls. Tiiie Abschiiill 2 ställc in de- Ablchnitl ts ckliiHtoi ee-.^Essener ersiial. 'Asle.,l'/o!bt,Pliii,i.lYierrAiial>nie In '.'.ear. .gnieph l lap> Raa,-" lcriminal chiiUe lurlodiltian. Pesiäiigi am lo°. llasr'pli Seffent!che AttglMliiil' Gischt'. inleli ,0t Mich d StreiiNMe lerne,lim. -7'.' eiiii iO, saiidlaiiaer. bej ädlischr Arbeite nae Alilchiiill i. Sei es 0 der 'Legipliiliir m iiiioaeiioiiiiiie in de ..alle tid 'lieiijuaiiiiaeii dl >m. 'AliichiiiN 2 dies.r "ilie vorgesehe sid^ ei,s, ei>v.'.ogei,e Cirase !-N'ichiittt 5. II sei es ferner ersiigt da sl> die 'Vorschiisle dieser Alle ich, a! die Anaelievleii des Tepärlements. ~151 ApschiiiN 0 Niid sei es serncr persiigt. Alle poni Dal! ihrer Ailiiaiiiiie 111 Tuscvii B. Sri. 'ie Ane. N drs Ariiirlo 52 drs en'schiiin I Sei es vo der Legisiatiir A>iiad criiigl. das! Abschiiin 17 des ArlNeis ei des o'oder der OesieMcheii 'Aliae' oik'ee. !Nei .."Niewslierr Mie l'i'il er wie'sölgV"iai!wl:"'" ""M'"oimi isl. so das-, Al>ichill 17 Das soigeiidc l!igellii .losepl, Zcth, g. ieos Rai,'."' -iMU'd Sprecher des Dclegalenhauseä. Ocsfeicklichc Allgcmeiiic Gcsctic. Gcschasts-Wegwetser. Bäckcr-, Coiidilllr- nd Hotcl- Pcdnrfsartikcl. Heitlingen, Zeitschristen etc.^ Bauniaterialien, Thüren, Fenster rahmen. Laden etc. Inmcs B. Nostcr eli Co., 115 und 117 Sll-Fre drrict-Elraki.-. Aro. g. 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Hem berger. Versammlung jeden zweiten Freitag im Monat. „Arivu." Singstunde Mittwoch in der „Stag- Halle," R'r. L 5, Hanoverstraße. Di rigent D. Melauiet. „Germania-Mämierchor." Hauptquartier: Germania Mäu ncrchor-Halle, Nr. -Uli bis 412, West- Lombard-Straße. Singstunde: Don nerstags Dirigent: Theodor Hem berger. „„Frohsinn." Hauptquartier: Frohsinn Halle, Nr. 23(X>, Fredcnck Avenue. Sing- Nr. 1!(i, Nord-Paca-Straße, Sing stunde: Mittwochs Dirigent: John A. Klein. „Arbeiter-Männerchor." Haiiptgiiartier: Andreas' Halle, Nr. 311, Hanoverstraße. Singstunde: Mittwochs Dirigent: David Me lamet. „Germaiiia-Ouarkett-Club." Hauptquartier: Wagner's Halle, stunde: Dienstags. Dirigent F. Karows. „Thalia-Männerchor." Hauptquartier: Voigt's Halle, Nr. 112 L, Harford-Avenue. Singstunde: Dienstags Dirigent I. C. Frank.. „Locust-Point-Männerchor." Hauptquartier: Zwicker's Halle, Ecke Euba- und Andrcstraße. Sing stunde: Mittwoch Abends 8 Uhr Dirigent: Hubert Krüppel. „Arbeiter-Liedertafel." Hauptquartier: Volz' Halle, Nr. 408, West Lexingtoustraße. Sing stunde: Dienstags—Dirigent: Huberl Krüppel. „Bayerischer Männerchor." Hauptquartier: Ackermann's Halle, Ecke von Caroline- und Goughstraße, Singstunde: Donnerstag Abends Dirigent: August Schneider. „Mozart-Mänmrchvr." Hauptquartier: Robert Vollmer's Halle, Nr. 1921—1023, Orleans- Straße: Singstunde j->den Donner stag Abend Dirigent z MauUi'c, MatiUeNe 00c.^ neue Sendung importirter deutsche: und französischer Wem Joya Tjarks C. IJuIH,T4SS.IJW2 Der Deutsche Eorrespundent, Bnltinwrr, Md., Dviiuerstug, den I. Lk ober 1908. ß Der ZZ.Hnl'chmn; Wmgs> st I)lltl>riki!ie Hiimorcskc von fcllx 8 (Schluß.) Paul entsprach unverzüglich dieser Weisung. Er steckte sein blankes In strument in den Mund des Königs. Ein rascher leichter Ruck —nnd heraus war der böse Zahn. Bachelier hatte ans Gebciß de? Leib arztes ein aromatisches Gurgelwasser gebracht, welches dann zur Anwmdnng kam. „Sire, nun verspüren Sie g'ww schon Linderung," sagic Lapchromüc. „Sehr," sprach der König. „Ich werde jetzt sicher.ich auch Nachtruhe ha ben. Dieser treffliche junge Mann ist außerordentlich geschickt. Er machte das viel rascher und besser als Morelic! früher. In Zukunft soll er immer meine Zähne unter seiner Obhut haben." „Ich danle Euer Majestät für die Gnade und werde mich ihrer würdig zu machen suchen," sagte Paul hocher freut, verneigte sich ehrerbietig und ent fernte sich. Bachelier gab ihm das Geleile. Im Vorzimmer sprach er noch ein paar Worte mit ihm über die Zähne des Königs. „Warum läßt Seine Majestät sich nicht einige künstliche Zähne einsetzen?" fragte der junge Mann. „Er hat jetzt eine unschöne Zahnlücke. Früher fehl ten nur zwei, jetzt fehlen aber gar drei Zähne nebeneinander." „Ei," versetzte der Kammerdiener, „Herr Morcllet hat ihm allerdings ein mal zwei künstliche Zähne eingesetzt,- der König war aber damit nicht zu frieden: sie belästigten ihn, waren ihm unbequem im Munde, und mußten des halb wieder herausgenommen werden." „So, so." sprach Paul nachdenklich. „Herr Morcllet arbeitet freilich auch in solcher Hinsicht noch nach einer veralte ten Methode. Jetzt versteht man die Sache ganz anders und viel besser." Er verließ das Schloß nnd ging nach Hanse, das Herz erfüllt von ange nehmen Hoffnungen. Bambillot war sehr spät in der Nacht angeheitert nach Hause gekom men und halte sich sogleich zu Bette ge legt. Am andern Vormittag erfuhr er zu seinem größten Erstaunen das in der Nacht Geschehene. „Man hätte mich holen sollen!" rief er aufgeregt. „Das ging doch nicht an," sagte seine Frau. „Bedenke, es war um ein Uhr Nachts. Hättest Du um die Zeit mil unsicheren Beinen und ncch unsicherer Hand vor dem Könige erscheinen dür fen? Nein! Ganz unmöglich! Herr Riquct mußte das also besorgen." Mariin Bambillot sank ganz zer knirscht auf einen Stuhl. Ach, seine Frau halte leider recht. Er hatte wirk lich nni ein Uhr Nachts schon des Gn ten zu viel gethan. „Verwünscht!" murmelte er. „Wa rum mußte dies sich auch gerade in der FrcitagSnacht ereignen!" „Das ist die Folge Deiner nächt lichen Kneiperei!" sagte vorwurfsvoll seine Frau. „Ja, daZ kommt davon. Bessere Dich! Du hast es nöthig."— Nachher sprach der Zahnarzt mit sei nem Assistenten über die Angelegmheit. „Wie war der König mit Ihnen zu frieden?" „O. sehr." „Und der Leibarzt?" „Nicht minder." „Nuivwohl, wenn ich auch selbst nicht das außerordentliche Glück Halle, dem Könige einen Zahn ausziehen zu dür fen, so haben doch Sie, mein Gehilfe, das gut und zufriedenstellend besorgt. Mir scheint's, ich werde den gewünsch ten Titel jetzt zweifellos bekommen. Was denken Sic davon?" „Hm!" „Was soll das heißen? Sic hatten doch sicherlich in der Nacht gute Ge legenheit, dem Könige etwas zu meinem Lobe und zu meiner Empfehlung zu sagen?" „O ja." „Und haben Sic es gethan?" „Nein." „Warum nicht?" „Weil ich dazu gar keine Ursache hatte." „Sic sind ein Intrigant! Ich be fürchte, Sie haben sich bemüht, mir zu schaden, meine Hoffnung zu Schanden zu ipachen.F „Ob Sie etwas bei Hofe zu hoffen haben, weiß ich nicht. Ich aber habe allerdings sehr schöne Aussichten." „Wie das?" „Ter König war so sehr mit mir zu frieden, daß er sagte, nur ich solle in' Zukunft seine Zähne unter meimr Ob hut haben und sie in Erkrankungsfäl lcn behandeln. Ich würde Weiteres darüber baldigst erfahren." „Ist das wirklich wahr?" „Es ist die reinste Wahrheit." „Das schmettert ineine Hoffnung nie der. O, Du unglückseliger, verhäng nißvoller Freitagsklub!" Es wurde angeklopft. Ein Bote er schien mit zwei Briefen, beide für Paul Riquet. Der junge Mann öffnete und las zuerst den größeren. Es war seine Bestallung zum Hofzahnarzt mit an sehnlichem Gehalt. Der zweite, kleinere Brief war vom Leibarzt Lapeyronnie, der ihm schrieb, er möge unverzüglich in's Schloß kom- Es hätte sich wieder Schmerz etngci.'eUl in einem auC, vcn Morcllet plombirten Zal?ne des Königs. Vielleicht könne eine neue, zweckmässi gere Füllung dem Uebel rasch abhelfen: er möge das Nöthige mitbringen. Mo rcllet sei pensionirt worden. „Bitte, lesen Sie dies!" sagte Paul. „Sie dürfen gratnliren, wenn's Ihnen Vergnügen macht. Ich bin jetzt wohl bestallter königlicher Hofzahnarzt." „Ein Intrigant sind Sie!" schrie Bambillot ergrimmt, „Diesen Titel haben Sie mir hinterrücks wegge schnappt." „Ich begreife Ihren Kummer," sprach der junge Mann. „Und -ch verzeihe Ihren Zorn. Ja, ich will sogar sehen, ob ich nicht etwas Er sprühliches für Sie thun tann." „Was denn, Herr —Herr Hofzahn arzt? Hahaha! Es scheint, Sie sind in gnädiger Laune." „Ich will, in Anbetracht unseres bis herigen guten Einvernehmens, und weil Sie mein verehrter Lehrmeister sind, mich dankbar beweisen und versuchen, Ihnen denselben Titel zu verschaffen, freilich vielleicht ohne Gehalt." „Ja, wenn Sic das könnten! Aber wie wollen Sie das machen?" „Herr Bambillot, Sie haben eine neue, verbesserte Methode in Bezug auf das Einsetzen künstlicher Zähne erfun den." „Jawohl. Das ist mein Ruhm." „Ich kann's aber ebensogut wie Sie." „Weil Sie es von mir gelernt ha ben." „Der König hat eine häßlich Zahn lücke, die ihn entstellt. Drei Zähne nebeneinander fehlen ihm. Ich werde ihm die Einsetzung künstlicher Zähne nach Ihrer neuen, vortrefflichen Me thode anrathen und zugleich Sie selbst als den großen Meister, der dies am besten zu machen versteht. Geht er darauf eing was ich kaum bezweifle, dann wird sicherlich der ersehnte Titel auch fiir Sie der Lohn sein." Bambillot umarmte voller Entzücken den jungen Mann. „Bortrefflich ausgedacht!" rief er. „Ja, so wird sich's machen lassen. Und wenn Sie wollten, so vereinigen wir als königliche Hofzahnärzte unsere Ge schäfte hier unter einem und demselben prächtigen Wappenschilde." „Es ist mir recht." Paul Riguet begab sich alsdann eilig nach dem Schlosse. Alles ging gut, auch der Borschlag, sich von Bambillot drei Zähne einsetzen zu lassen, wurde von Seiner Majestät huldvoll ange nommen. Schon am folgenden Tage mußte Paul seinen bisherigen Herrn und Lehrmeister mitbringen. Dem Kö nige wurden drei künstliche Zähne ein gesetzt, so praktisch und bequem, daß Seine Majestät darüber geradezu in Entzücken gerieth. Der Titel „Königlicher Hofzahn arzt" war des geschickten Meisters Lohn. Die beiden Hoszahnärztc betrieben fortan gemeinschaftlich ihre Geschäfte in demselben Hause, das ein prachtool leS Wappen schmückte. Paul wurde später Bambillots Schwiegersohn und nicht nur Erbe seiner ausgedehnte Praxis, sondern auch seines Vermö gens. Und das halten die Zahnschmcr zen des Königs und die Freilagsknei percien des Herrn Bambillot zuwege ge bracht. Nl.unii! liiier nicht Minister muriir. Wie alle Bourbonen, war auch Kö nig Ludwig XVIII. von Frankreich ein gewaltiger Esser, aber als Mann von Geist auch ein Feinschmecker. Eines Tages lud er einen Abgeordneten zur Tafel, welcher in der Kammer eine Rede vcn wirklich staalsmännischcr Be dcutung gehalten halte und der ganz das Zeug zu einem guten Minister zu haben schien. Bei Tafel verhielt sich dieser Gast des Königs sehr zurückhal tend und schien ganz in Gedanken an ernste Staatsgeschäfte vertieft. Plötz lich- -man hatte gerade ein Leibgericht deS Königs aufgetragen—wandte sich dieser an seinen Gast mit der Frage: „Was sagen Sie zu dieser Schüssel, mein Herr?" Der Testulirte, der nur an das ihm winkende Portefeuille dachte und sich als Mann zeigen wollte, für den mate rielle Genüsse keinen Reiz haben, beging die Dummheit, dem gekrönten Gour mand zu antworten: „Sire, ich beküm mere mich niemals darum, was ich esse! „Da haben Sie unrecht, mein Herr," erwiderte der König, „man muß immer auf zwei Dinge acht geben: auf das, was man ißt, und auf das, was man sagt." In den Tnilcrien aber speiste der un bcdachtsame Kostverächter, der natürlich nicht Minister wurde, nach jenem Tage nicht wieder. Vermischte telegraphische Depeschen. Einer i Toronto eingetrosse iie Kabeldepesche zufolge ist Daniel B. Sargent, der amerikanische Konsul i Jnagua, Bahaina Inseln, am l". September dort gestorben. Man quiiibt. daß er dein schweren Lrkan, der in den Tagen win 11. bis l:;. September die Inseln heimsuchte, zum Opfer gefalle ist. Hrlibcl's ciii.igcö Atelier. 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Tie Briesralen nach dem Auslande (ausgenommen Eanada, Mexico, Panama, Euba und Shanghai die selbe wie einhemstschc Rate) sind, mm folgt: Fünf (7>) EentS für die erste Unze und drei (3) Eents für jede weitere Unze, oder ein Bruch theil, und sollte voll frankirt werden, widrigenfalls bei Ankunft der Briese der doppelte Betrag collektirt wird. Dampfer fahren von Neiv-?)oek ab, wenn nicht audcrweitg angegeben. Tran s -At l a tischeP a ek e t- P o st. Großbritannien n. Irland, schließt Dienstag und Freitag mn 5 Uhr Nachmittags. Deutschland schließt Montag uno Mittwoch am 5 Uhr Rachimttags. Frankreich, schließt Montag, Dien stag und Freilag um ü Uhr Nach mittags. Belgien, schließt Freitag um 5 Uhr Nachmittag.'. Norwegen, Schweden nnd Däne mark schließt am !Y). September, 7 Uhr Nachmittags. Holland, schließt Montag um 3 Uhr Nachmittags. Italien, schließt am 7. Oktober, 5 Uhr Nachmittags. Transatlantische P o st. Freitag, L. Oktober. Um l Uhr Nachmittags nach den Azoren per Dampfer von Boston: m l! Uhr Abends nach Irland. Liverpool und Schottland per Dampfer,.Eampama," via Oiieeiistown (Post nach anderen Ländern muß „per Eampama" adrej sirt sei: NM 7 Uhr Abends nach En rvpa, Afrika nnd Ostindien per Dam pier „St. Paul," via Plinnoiith und Eherbourg. P o st ii a ch S ü d- u n d Een t r a l- A in erik a, W e st i u d i e u etc. Donnerstag, l. Oktober. Ilm l> Uhr Abends nach Fortune Island und Eolvmbia per Dampfer „Prinz E. Friedrich." Freitag. L. Ilm IE Uhr Abends nach Emacao und Venezuela per Dampfer „Maraeaibo:" nach Porto ico per Dampser „Carolina:" nach Jnagua und Hayti per Dampfer „Saruia:" ach lamaiea, Panama, Kaiialzoiie. Barbados und Eolombia per Dampfer „Atrato." Tie Post nach Neu Fundland. via Nord-Sidney. und nach Miquelon, via Boston, schliesst hier täglich um 3 Uhr Nachmittags: nach Euba, via Tampa. täglich um t Uhr; nach Costa Rica, Honduras, Nicaragua (Ost käste), Salvador und Guatamala, via New-Orleans, täglich um 10 Uhr Abends: nach Mexico Eitv täglich um 2 Uhr Nachmittags und 10 Uhr Abends. T r a Ii s P aeisic P o st. Domierslag, l. Oktober. Um 7 Uhr Abends nach Hawaii und speziell adressiete Post nach Japan. Eorea und Ebiua, bia Sau Francisco. Freitag, 2. Um 7 Uhr Abends nach Japan, Eorea, China und den Philippinen via Vaiieouver. B. E. Sonntag, I. Um 7 11l- Abends nach Australien, Neuseeland, Neu- Ealedoman und deu Fiji Inseln, via Vaiieouver, B. E. Post nach Hawaii, via Seattle, schließt hier täglich um 7 Uhr Abends bis zum 0. Oktober: nach Japan, Eo rea, China und den Philippinen, via Seattle, täglich um 7 Uhr Abends bis zum 8. Oktober. Tie Trans-Pacific-Post wird täg lich zum Abgangshafen befördert, und der Schluß der Post ist so arran girt, daß eine iimiterbrochenc tteber iand Beförderimg ermöglicht wird. Bnltittivre Marktbcrichte. B ultimo r e, 30. Sept. M e b l. Zujuhr 75(!5 Fässer, (inschließlich 3798 Fässe zu Lacnsl- Poiiit und >LL3 Fässer gl Eanton. Tie R'vtirmigen waren wie folgt: Winter Extra Winter Eitra 3.(!0—3.85 Winter Eleai'.- 1.N5-I.LO Winter Slraiglst 1.30—4.15 Winter Patent 4.80—4.95 Spring Elear 1.10—4.70 Spring Straight 5.00—5.25 Spring Patent 5.75 —0.00 City Mills Best Patent. 0.25 High Grade Patent... 5.20 High Grade Straight. -I.IXI Ehoice Family 4.00 Extra 3.00—3!.75 Roggeiimehl, mittelmäßiges bis ausgewähltes ..4.25—1.50 Maismehl. >OO Psd 1.85—1.95 W e i z e n. Zufuhr 00. >3 l Bu schel; Versandt von den Elevatoren IB.IUL Biischel; Elevatoren Vorrath 903,'3 l Busches. Heutige Schwßratc: R'r. L westlicher Spot lots/.- lOlssst Nr. L rother Spot. ML'/) 102-sst R'r. 3 rother Spot. lwU/j loossst Stornier R'r. L Spot 99>/, Südlicher klassijizirt 99>/, U>L>/4 September U>2>/, lOßjst Oktober llst I>! ('4 R'r. L rother Spot.. I OLsch IOL s/4 R'r. 3 rother Spot., loosch— 1001/4 Sleaiiicr R'r. L Spot 99(4, 99>/4 Südlicher llassisizirt 99>/t IOLs/4 September t OL (4j—-102>/t Oktober IOL'/B—tOL>/^ Dezember >O3AOl Mais. Zusichr I 10l Büschel. Versandt von den Elevatoren 3173 Biijchel: Elevatoren Vorrath 70,333 Vnschel. Heutige Schwßrate: Südlicher weißer —.83 Südlicher gelber —Bl Jahr OKs/a-Ott/) Januar Obis/z —OUssl, Gestrige Schlußrate: Südlicher weißer —B3 Südlicher gelber —B5 Jvhr 08>/ij. / H aser. Zufuhr 0030 Büschel: (Ms den Elevatoren znrnckgc",ogen 91L7 -Vnschel: Elevatoren Borralh 231.51 L Büschel. Heutige Schwßratc: Weißer Nr. L 53 Weißer R'r. 3 5L 5Ls,-> Weißer Nr. l iiOsH —51 Gewischter Nr. 2 51 —st Gemischter R'r. 3 50 —sos/. R 0 g g e 11. Zufuhr 5379 Bü schel: aus den Elevtaoren zurückgezo qen I9L Buichel; Elevataren-Borralh 83.L70 Büschel. Heutige Schwßratc: Nr. L westlicher Roggen 83s/, Nr. 2 Roggen 795/, 80 I Säcken, je nach Dua lität 75 —BO Verkäufe auf der hiesigen Effekten börse. DIKZ? OA.ID. 1000 Ilmti'd MO. Auiidin oer 78H 2000 Via., Cur. k Nurlh. ocr 01?5 1000 U. E, L, si P, 4Hcr 4 srcosv 0^1.1.. tini"" llniled MllwastS 4cr 84 2V"" llld, Ans, Aliud. '.er 7?L ista. sc Ata, Cous. 7>cr uv 41"" CK i'.cr, 1010 (20. L.) 108 H, 2 Altantic C. 2, N, >1 87Z^ 2000 ?ltianla (lons, Tl. Ah, ,'.cr 400>H Baltiniorer Esfcktenmaikt. Geboten. Vcclungl. Staats-Setuitiiten, Kater "er, l'.il" lim Zlniier 4er, 1004 404 H Intcruul Ampi. "Her, 1028 Building Ilster, >OOO "t! iticsnndtng 3Hcr. 1040 O,!H Zltcr iVüNtoacii (Her. >O4O Vi! Zoe ItHcr, ltt'.l 0 Cewcragc Ilster, 108".... "245 "31,5 Gas und Glcktril, Atlant" G, L, 1, ocr 10" Mili tute Gas I 11g i!>isvll, Gas G, l!, M, oer 10045 t IN'/. l?, G, e, L, sc P, i 5, M, 4'/Ler,, 74 70 Cons, Gas E, L, sc P, com 20 vonsotid. Gas 1, Ucr 103 "viis, G, E, L, s- P, 1, pfd 72 U, 15, 1!, 4- P, I, (5, SN, 454cr,... 2 Union Trust Co 0014 visciibahN'Allien, G.i, To, sc ,a. t, psd 70 Western Marl,land 0 V>4 td. Ays, sc Clert lg I"sh lltd, MS, s- Ctect. , Con, 4er 04 41,5 Char,, Cot, sc A, Ext, ocr IO2A, 104 Char, Col, te Aug, 2, 7er 100 IggsH Geuigln Pacific I, oer 14 North. Cent, oer (Serie A 1.... 107 K, North, Cent, oer (Serie IN7>4, Nicki, sc Tanv, Gold ver loo^ Ceab, Air Line 4, 4er 04 00 Send, Air Line IN Jahre oer,,. (115 An, Midland Gen M, oer lOOl4 West N, Car, (kons, oer 10714 InSH W, 2ln, Cent, 1, ver 40H Zvil, Col, Slng ver 104 Washington Terminal Her tUIH Vnllo, I, N, 7>, D. 1, oer Ilhj 11l C, s- S, l lSnsh l, Ver INVh; Maron N. sc L, l, C, oer 04 Newp. N, sc O, P, I, oer 87 V2H Norlotl Nh, ei Light oer lH lltd, NHS, sc El, Aliud. ocr 78H 7"H llld, Nv, ei: El, l, 4er BIH lltd. Ms, sc El, ine, 4er 01H 02 Eons, Cotlon Tucl com VH G, S, 4, 4er 4?hj N(,'>v>;')oik(T AktlcmilM'ft. Aincrtcnn Cur sc Aounftrh 0 iigiH rlinerienii Cinclt, K cklcf B'H 84?5 Ainerieaii Tel, .L Tel, Co 127 H 127 H Annneoiidii iivtning 1H 44^ At,. T, eii Santa Ae 87H 87H Proollhu N, T Chic, sc AI j>BH Chicago sc N, 2r> 427 H 47^ Chic., Milw, sc St, P thl, 1^ C,, C,. C, sc St, L 5,214 02 Col, South, 2, psd V7H VB?u Cvtlsvlid, Gas 44z 447 TiltillerS' Sceurllies 4 2OHH 0 Gerat Northern 1N 42045 tlnterbor Met, Co 105- 4^ flilterbor Met Co pfd Zlhj z, AlllnoiS Central 4 ,7^ Aown Central psd 27 28 >rse Centml 4,^ LouiSbille sc Nalhvllle IN4H Met, Street N. 0 2S Mitsonrt Paetsle 5.2^ Northern Pacifle 420 H 42^ Norf gSland 40^ Ruck Ödland pfd 44^ eoulhcrn Paetlic 402 H 40' H Teiln, Coppec Co 2015 40H >l, S Niibber psd 4„N^ 42?5 psd 4"B-^ P.r-Cae Chcni, pfd 44g 4,^ Zitnbush R, N 40^ li'!i 2VH 2^ Wellern Union WH WH ZSisconsin Central 27H 27?^ 7
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8 UiitcrhnltmigS Wegweiser. Soiiiicnnlif- und Untergang. Honneiiansgang st U. st M. Oomicnniitergang 7> 11. Ist M. Moiidnntergang U. 2t M Flnth ll 11. 27 M. Morgens. Bluth II 11. 17, M, Abends. Das Wetter. Für Maryland und den Distrikt Columbia heute und morgen klar, wische südwestliche und westliche Winde. Baltimore hatte gestern wieder klares und kühles Wetter. Tie nächste Temperatur war stbt Grad in ü Uhr Rachniittags und die niedrigste l 7 Grad um st Ulir Morgens. In den anderen Bundes Wetter- Beobachtnngs-Statioiien des Landes wurden die folgenden höchsten Tem peraturen verzeichnet: Easlpvrt stst. Portland öü, Boston Albany stl, New Bork Philadelphia B, Al lantic City stst, Cape May stst, Wash ington 7i>. Norfolk stkl, Hatteras 72, Ebarlolte l>B, Wilmingtcni 7st, Cliar lcstv 7!, Savannah 72, Jackjvnville 71, Jupiter 81, Key Wesl 88, Al laiika stB, Mviitgvmery 7st, New Or leans 78. Pcilestine 80, Galvestoii 71, Corpus Christi 78, Memphis 7st, Cincinnati 72, Maranette ckck, Green Bay ,72, Chicago stst. Tu lull, 18, St. Paul 18, St, Lvnis 72. Kansas City tiB, Omaha stck, Hnrvii äck, Bismarck .72, Williswn -7st, Havre iB, Helena 72, Salt Lake 71, Denver 72, North Platte . Oktober, eröffnet werden, und speziell Einwanderer und arbei tende Knaben und Mädchen Gelegen heit geboten, ihre Schulbildung zu erhöhen und dadurch besser für den Kämpf unt's Tasein gerüstet zu sein. Im letzten Dezember besuchten 5t88,7 Personen diese Schulen. Tie Schulen sind: Polytechnisches Institut Court land, nahe Saratogastraße'. Nr. >7 Broadway und Ajhland- Abeiine. Nr. !I0 Hollinsstraße, ncibe Monroeslraße. Nr. 12 Broadway und Bankstr. Nr. tlt High, mibe Fnyeyttestr. Nr. ckck Shnrp-, nahe Montgo merystraße. Nr. st,7 Chestnnt und Pierte Abcniie, Nr. 7st Hiill und Cleiiienlstr. Nr. 8.! Lakewood Avenue und Orleansstraße. Nr. 81 Gilmor- und Preßtman- Straße. Neger Abend Hochschule Penn sylvania Avenue und Tvlphinstr. Nr. lltck Jesserson-, nahe Caro lineslraße. Nr. lost Hill-, nahe Shnrpstr. Nr. 112 Carey und Chappell- Straße, Nr. II!! Gerard Avenue-Hund Shernia Place. Nr. Ilst Merryman'sLaiie, nahe Bork Road. In den Schulen Nr. St. M und 7li wird mir die englische Sprache ge lehrt: und außerdem Stenographie mid Biichbnltnng im Polytechnischen Institut. In den Schulen ck2, ck!i. ckck, stst iiiid 8.". wird in Stenographie, Mathemalit, Buchhaltung und Eng lisch Unterricht ertbeilt. In Schule Nr, 8l wird nur Handiertigleits-Uii terricht gelehrt, Tie Abend Koch Klassen sind: Nr, 17 (70 Brauch) Light u, Poultneystraße, Nr. ckl) Aisyiiith nd Orleans Straße, Nr. ckst Greeiniwiint Avenue, und Eagerstraße, Nr. ck7 Eastern Avenue und Pciturentstrnße. Nr, 7ck 22, nd Cromwellstr, Nr. 7st Carrvllloii Avenue und Lepingtonstraße. Nr. 81 Gilmor und Preßtman Straße. Nr. Bst Lakewood Avenue und Oliverstraße. Nr. 97 Nr. 117 und 119, Jack sun-Place. Nr. 98 Ranisay- nd Pnlaskistr. Pässe zur Reise in s Ausland be sorgt C. Raiur, Nr. ckl3, Ost Balt: orestrahr, ahe Custom Honsc Ave Tic „große rcpiiblitaiiischc Bombe." Gonvernenr Charles C, Hughes in der Richmond Blarkt-Halle. —Sehr enthusiastisch als der Sieger über die republikanische Maschine New- Bort's begrüßt.—Läßt an Herrn Bryan kein gutes Haar und lobt Herr Taft in den Himmel hinein. Enthusiastisch war allerdings der Empfang, der Gouverneur Charles C. Hughes von New-Bork gestern Abend in der Richmond-Markt Halle, der früheren Wafsenhalle, von den nahe zu Ilxll) Republikanern, die dort ver sammelt waren, zu Theil wurde, a!S er nach lange! Warten des Publi kums um kl Uhr kä Minuten in Be gleitung von den tonangebenden Par leilenteii der Stadt, unter ihnen Ge neral-Anwalt Charles F. Bonaparte, Thomas Parrnn. Vorsitzer des re publikanischen Staats-Central Comi tes, Wm. T. Platt, Vorsitzer deS Stadt-Comites, I. Cookman Boyd, Robert H, Smith, dem Vorsitzer der Versammlung, die republikanischen Congres; Candidaten Fohn Kronniil ler, John Philipp Hill, Robert Gar rett, Folleinnehmer Wm. F. Staue, Er-Mayor E. Clay Timanns, Bnn desrichter Thomas Morris, Bnndes- Tistriktsnnwalt John C. Rose, John B. Hanna, Charles N. Schirm, an langte. Alle Anwesenden sprangen von ih ren Sitzen ans und jubelten dem be rühmten Gouverneur von New Bork zu, dem der stets lächelnde Herr Bo naparte voranschritt. Herr Thomas Parran stellte, nach dem der Applaus sich gelegt, mit we nigen Worten Herr Robert H. Smith als den Vorsitzer der Versammlung bor. Tiefer Herr faßte sich auch kurz. Er sagte, er wolle die Versammlung nicht mit „republikanische Parteige nossen" anreden, denn das würde nicht Alle einschließen, die tressendste Anrede sei seiner Meinung nach „An hänger des Herrn Taft." Gleich im Anfang seiner kurzen Ansprache er wähnte Herr Smith den Präsidenten Theodore Rvosevelt als den bestbe kanntestcn und geachtetsten Mann in den Ver. Staaten, und dröhnender Beifall schallte durch'S HanS. Etwas Wunderbares geschah aber gleich da rauf. Herr Smith fing an, eine Anekdote über William I. Bryan zu erzählen, und beim Nennen des Na mens des demokratischen Präsident schafts Candidaten machte zuerst ein schüchternes Händeklatschen sich be merkbar, das aber in den nächsten Sekunden z einem schallenden Ap PlanS anwuchs, so daß der Vorsitzer sichtlich etwas in Verlegenheit gerietb.! Sohald er seine kleine Anekdote, die! von Hrn. Bryan's Empfang in New Bork, als er von seiner Weltreise zu rückkehrte, herrührte, beendet hatte, stellte er Herrn HngheS vor, den nur einmal zu hören und zu sehen viele Hunderte guter Temokrate nach der alten Walsenhalle gebracht hatte. Gouverneur Charles E. HngheS wurde, als Hr. Smith ihn vorstellte, abermals mit wildem Enthusiasmus begrüßt, Hr, Hughes begann seine Rede mit der Bemerkung, daß diese die enthusiastischste Versammlung sei, die er in der diesjährigen Campagne gesehen. Tann ging er ohne weitere Ceremonien zu Angriffen anf Bryan und Lobsprüchen ans Taft über, die darin gipfelten, daß Bryan weiter nichts als ein Träumer, ein Theore tiker: Taft dagegen das Muster eines ehrlichen und Praktischen StaatSnian nes sei.- Nichts Neues sagte Hr. HngheS, was- er gestern Abend in der Richmond Markthalle verzapfte, hat er schon in New Bork nd ander wärts gesagt lind ist den Lesern durch de Tepeschentheil des „Tciitschen Eorrejvondenten" bekannt. Er sprach des Längeren über die vonHrn.Bryan befürwortete Garantie für Vank-Te positen und wiederholte das schon von Tntzenden republikanischen Com pagnerednern vorgebrachte sonder bare Argument, das; durch Garant-e der Tepositen die Bankiers oder eine gewisse Klasse derselben zu wilden Spekulationen verleitet werden könn ten. Aber wie alle andere Redner der Grand Old Party erwälmte er wohlweislich nichts davon, daß durch Garantie der Tepositen das Ver trauen der Teposiloren ein derartiges würde, daß keine Finanzpanike ein trete könnten, wie es der festeGlau be des Hrn. Bryan ist. Als ein wei teres Argninent gegen die Garantie führte Hr. HnglieS an, daß während der jüngsten Finanz Panik in New- Bork Depositoren nur HIÜMi verlo ren gegangen seien, trotzdem Banken und Trust Conipagnie'n ihre Thü ren temporär schlössen, deren Teposi ten sich ans über G> Millionen Dol lars belieien. Hieraus ging Gouverneur Hughes zu der Arbeiter und Einhalts Bö sel,lsrage über. Er schilderte Richter Tast als einen gerechten Mann, der dem Arbeiter Alles gewähren würde, wozu ihn das Gesetz berecknigc. Ta? Gericht sei der starke Arm der Regie rung, und diesen Arm zu schwächen, Der Deutsche Correspondent, Baltimore, Md., Donnerstag, den 1. Oktober 1908. in der Weise, wie Hr, Bryan es beab sichligte, sei namerikaiüsche. Sogar die Arbeiter, in deren Interesse er die Macht der Gerichte in Fällen von. in dnstriellen Streitigkeiten vermindern möchte, würden das zugeben, wenn sie die Frage richtig verstünden. Tie nächste Planke der demokrati schen Platform, über die Hr, Hughes Hersiel, war die Trust Planke. Er zerpflückte die Heilnüttel des Herrn Bryan in seiner Weise, führte aber selbst keine repnblikan. Heilmittel an, und dieser ganze Theil seiner Rede war weiter nichts, als eine indi rekte Vertheidigung der Trusts und Monopole. Er verfiel dabei in die alte Gewohnheit der republikanischen Stumpredner, über die Arbeiter, Wittwen nndWaisen zu jammern, die durch arbiträre Unterdrückung der ar men Trusts und Monopole leiden würden. Fun! Schluß erklärte Hr. Hughes, daß Theodore Roosevelt der erfolg reichste Präsident sei, den dieses Land je gehabt. Abermals wilder Beifall. Ter Andrang des Publikums war nicht so groß, als die republikanischen Parteiführer erwartet liatten. Bis ans wenige hundert Personen konnten sie alle in der Halle Platz finden. Fn den Wenigen, die d'ranßen bleiben mußten, sprachen lokale Redner: nn ter Anderen Levi Thompson. Sie rit ten alle ans Hrn. Bryan's „Record" umher und gruben todte Jssues her aus, Gonvernenr Hughes kam direkt vom Bahnhose der Baltimore Ohio Bahn nach der Halle. Er laugte von Enmberlaiid an, Ivo er am frühen Nachmittag eine Rede gehalten hatte, H u ghes al s Trn st Fren n d, Tas; Gonvernenr Hughes gestery Abend in seiner Rede in der Rich mond-Marlthnlle nicht allein die Trusts indirekt gegen Bryan in Schutz nahm und leine Silbe nnßerte, wie seiner Ansicht nach dem lieber handnehinen derselben Halt geboten werden kann, sondern es auch unter ließ, anf Bryan's Anschuldigung, daß er, Hughes, de Trusts n. Monopolen verbunden sei, da dieselben viele Tan sende Tollars z seinem Campagne Fond beisteuerten, als er das erste Mal die Nomiiiation für Gonvernenr erhielt, zu antworten, wird von den vielen unabhängigen Wählern, die der gestrigen Versammlung beiwohnten, als ein sicheres Feichen angesehen, daß er sich fürchtet, den Trusts und Geld magnatj'n. von welchen ja so viele zu seine „Nnterthanen" gehören, zu na he zu treten, und sie sind überzeugt, daß Richter Parker, der nächsten Montag Abend in einer demokrati schen Massenversammlung in Hersel be Halle spricht, im Stande sein wird. Herrn Hughes und die ganze re° pnblikanstche Partcimaschine effektvoll als Trnsldiener an den Pranger zu stellen. Senator Smith guter Tinge. Bundes Senator John Walter Smith, der am Dienstag nach Balti more kam, m bis nach der am nächsten Montag stattfindenden de mokratischenMassenversammliiug hier zu bleiben, äußerte gestern, er glaube ganz bestimmt, das; im ersten Eon greßdistrikt das ganze demokratische Ticket siegreich sein würde, und über haupt Bryan die besten Aussichten habe, in Maryland zu siegen. Möchte wieder heim zu Mutter'. John Kuhn, der Fuß -l Fall messende „große Junge," welcher, wie gester im „Teutschen Cvrrespvndent" berichtet, seit Sani stag von seiner besorgten Mutter ver mißt wurde, hat von sich hören lassen. Der 17-jälirige junge Mann sandte seiner Mutter einen Brief, in dem er ihr mittheilte, daß er sich in Steelton. Pa., befinde und gar zu gerne wieder nach Hause zurückkehren würde wenn sie ihm nur die nöthigen Mone ten schicken wolle. Starb eines natürlichen Todes. In Sachen des plötzlichen Tode? de? -lü-jährigen William T, Muse von Nr. 7115ck/z. West-Saratoga- Tlraße. welcher am Dienstag Abend knr; vor Mitternacht an der Ecke von Franklin- und Greene-Straße ttidt aufgefunden wurde, hat Coroner Baldwin seine Untersuchung beendet nd ein anf „Tod durch Schlagflnß" lautendes Verdikt abgegeben. Es war zunächst die Vermuthung laut gcwor den, haß vielleicht ei Verbrechen vor liegen könne: z dieser Auffassung habe sich jedoch nicht die geringsten Anhaltspunkte ergeben. Muse war früher Costektor für die Firma „The Hub": seine Familie lebt in Lynch bürg. Va. Er hinterläßt seine Wittwe und mehrere Kinder. Theo. H. Ticnrr L Co. 217 Lst-?altimorc-StraKe. Teutsches und anderes ausländi sches Geld gekauft und verkauft. Geldsendungen besorgt nach Teutsch land Oestreich, Rußland u. f. w. Wechsel ausgestellt auf ausländische Banken. Creditbriefe und Travelers Cheques. Ter Cmpsaiig des Cardiaals. Tie letzte Versammlung des Arran gements Comite's wird im Ka tholischen Club abgehallen. Tie Parade Ordnung wird definitiv festgesetzt. lim 2 Uhr setzt sich der Fug in Bewegung. Fi Katholischen Club an Nord- Charlesstraße fand gestern Abend die letzte Versammlung des Arrange ments Cpmite'S für den Empfang des Kardinals am 10, Oktober unter dem Vorsitz des Hanptmarschalls I. R. Wheeler statt, in welcher die Schlnßvorbereitimgeii getroffen wnr den. Ter Großmarschatt und seine Adjutanten werden sich am Parade tc.ge im Kakholischen Club um l Uhr Nachmittags versammeln. Ter Ver ein der Katholischen jungen Freunde wird sich an Franklinstraße, zwischen Charles- und Cathedralstrasze. auf stellen. Tie zweite Tivision versam melt sich an Ost-Chasestraße mit dem rechten Flügel an St. Panlstraßc. Tritte Tivision versammelt sich an der St. Panlstrasze, südlich von Cha jestraße, mit dem rechten Flügel an Chaseslraße. Ter Fug setzt sich um 2 Uhr in Be wegung und marschirt durch folgende Straßen: Cathedral-, Chase-, St. Panlstraße, Mt. Rohal und North- Avenne. und znriickmarschirend durch Cathedral und Saratogastraße, wo der Fug sich auslöst. Seine Eminenz wird vom Portico der Cathedrale die Revüe über die Parade abnehmen. Besonders ist noch hervorzuheben, daß keine Reitpferde in der Parade er laubt werden. Tie Marschordnung ist wie folgt festgesetzt: Eingeladene Gäste, Natio nal Gnard Kapelle von Washing ton, Chefmarschall Jas. R. Wheeler. Hüifs Marschälle W, S. Tnbel, Jo seph W. Brooks, Tr. P. F. Martin, nationale und Staats-Flaggen. Adjutanten des Marschalls und Ehrengarde: die HH. C. C. Shriver, W. S, Tnbel, William H. Martin, N. Lee Goldsborongh, Henry A. Bosse. Thomas W. Jenkins, George Bakel, W. T. McLanghli, James I, Ryan, Joseph J.Gallagher, Adam Tenpert, William P. Lyons, George V. Milholland, E. F.. Baldwin, Michael Jenkins, R. C, Pasin, John I, Tnfsu, Mgrk O. ShiNM, George R, Kolb. Tmijes R, Scylly. Winsield Peters, T. Fplep Pntle^. W. Henisler, Z, Mnpphy, William P. Ryan. James L, Kernap, James T. Kelly, B, I Barrett, Job B. Wheatle, Robert Biggs, Thomas P. Philbin, William F. Wheatley, Fer gus O'Connor, I. Harzy Windsor, Alban B, Cronch. H. L. Stewart. I Austin Fink, Bartholomew McA drews, Edward F. Hanna, W. F. O'Brien, jnn., M. S. Brenan, H, M. Benzinger. Walter F. Boggs, Owen Taly, Charles H. Krapp, F. C. O'- Brien, Charles O'Tonovan, T. Her bert Shriver, William A. Wheatley, Philip C. Müller, William H.Gahan, B. I. Gorma. Hugh A. Norman, Harry P. Boyd. Job I, Kelly, Frank A. Fürsl. F,C. Latrobe, Henry B. Breadn, Charles B. Tiernan, Thomas M. Castle, Henry Clark. B. Lncian Brun, Allan MacSherry, Harry P. Goldsborongh, George E. Harris, Joseph W. Brooks, I, Frau! Cronch, H. R nisbnrg, Jerome H. Joyce, A. I, Lauster, John Trainor, F, A, Kerchner, C. I. Tun, James F. Lindsay, Clareiice W. Jenkins, G, Frank Gilnicy, F. A. Tonnelly, Thos, F. McHn.stp.Patr, Tongherty, James F. Shea, Tbomas O'Neill. M, F. Weller. C. F. Milholland, P, F. McEvoy, Wülimn T. Riten, Jas. F. Lacey, Thomas A. Whelan, Geo. G. Muth, Edward G, Bnrns, C. B. Telaney, John F. Ringgold, Joseph C. Judge. C. M. Kelly, John Noeth, William T. Warwick. Talbot W. Fe lins, Folni H. Tuniler, Frank Kil cyenstei. Henry Sondergelt, Tavid H. Fenkins. E. V. Milholland, Henry Rosendale, Fobii Tatterweich, F. Sborb Neale, a. Parkin Brown und Geo. M. Bradn. Katholischer Verein junger Freu de: Charles W. Tuff, Marschall. Wagen des Carbinals. Ignies Mar tin, Kutscher, Washington Tivision. l. Tivissoiii Caps. N. Lee Goldsboroügli, Mar schall, Gemeinden: Ät. AlphonsuS, Leon Bayer, M.irschcstt: St. Peters. F. F. CuinmingS: Fintnactilate Con ception. P. F. MartinysSt. Fgnatius, Oberst Winiicnd Peters: Heilige .Kreuz, St. Martins, F. E. Cnsty; St. Mary's Our of the Sea. W. A. Larkin: Our Lady of good Council, Fames Ellis, tst heilige Nathhelfcr. St. ThoniaS. S. Frank, McManamin: St. Ann'S, Emil G. Mann: St. Pius, Charles M. Kelly: Corpus Christi. W. F. Wheatley: St Ulregory's, PH. E. Mc l Enanv: St. Edward'?. George F, Tnkehart: St Fose'szh's Passionisten- Kloster. Henry Martin: St. Jerome's, Folm T. McNaney: St. Philipp n. James, Thomas Canhahan: St. Be- ediet's, August Ziegler: St. Eeeilia, E. I. Tun: St. John the Baptist, Ambrose Laiikaities; St. Ambras?, St. Angnstine, Elkridge: St. Joseph, Texas, Michael Pnvigan: St. Mark's, Eatvnsville, William P. Harmani St. Francis kavier, St. Peter Elaver, Cd. S. Smitb. St. Barnabas. 2. Tivision. Major F. 'O, Eonnor, Marschall: St. Patrick's, S. S. 'Bemielt: St. Ja kobus, Charles I. Wittar: St. Vin cent, Eugene Vaugbani St. Mi chael's, Paul I. Predöhl: St. Brid get's, James W, Erook: St. Jolm's, M. I, Olaffney: Herz Fesii, Jos, I, Geist,ler: St. Andrew's, I, E. Ca reu: St. Leo. St. Antonius, St. Pauls, W. M. Tniiii: St. Weneeslaus, St. Berunrd. St. Elizabeth, E. I. Gal lagber: Heil. Roseiitranz, Michael ll! zuski: St. Katharine, I. Vincent Roach: St. Toniinie's, Geo, A. Tchel stedt: St. Stanislaus, Frank Schultz: St. Casimir, James Bartkowick. 3, Tivisio n. Unisormirte Organisationen. Capt, Tavid W, Jenkins. Marschall. Hibernische Schützen, Capt, Job I. Earrolli „St. Jakolnis Ritter." Eapt, Jakob Fleckenstein: „St. Georgs-Ritter." Eapt, Michael Bole ivicki: „St. Easimir-Eadetten," St. Johannes Gemeinde, Eapt, Peter Bnrkkowski: „St. Casimir-Ritter," Capt. Frank OstniykS: „St. Georgs- Ritter," Capt. Frank Rnbns: „St. Martins-Rilter," St. Stanilaus-Ge meinde, Capt. Robert Milenick. Pnmpstativ im Mnrket-Plnce. Tie Fenerbebörde ivill im Bett des Market Place die Pumpstation für das neue Röbren System bauen. Tie Anleihen werden indossirt. Eoiiknrrenz bei An schasfnng neuer Spritzen. Tie Fenerbehörde hielt gestern eine sehr wichtige Sitzung ab. in welcher Ingenieur T. Bants eine Zeichnung der Pumpstation für das Röhrensy slem des Feuer Tepartenicnts por legte. Tas Gebäude ist geplant im Bett deS Market Place an der Ccke von Prattslraste errichtet zu werde. Tasselbe wird I bei 2>>o Fuß gros: und aus Concrete mit Fiegelsteinver kleidnng errichtet iverden. Tie Ar cl itektnr ist den Marktgebäuden an gepaßt und berechnet Hr. BankS die Koste auf Pl)i>,000 bis PlOO.OOl). Die Fenerbehörde beschlos;, die Empfeh lnng des Ingenieurs zur Ausfüh rung zn bringen und den Stadt- Prokurator zu ersuchen, eine diesbe zügliche Verordnung auszuarbeiten. Hr. Banks legte aber mit seinem Pla ne einen Protest gegen die Errich tung des Gebäudes im Bett dcSMar ket Place vor, und wird die Verord nung daher im Stadtrathe eine Feu erprobe zu bestehen haben. Commissär Shaw ergriff, nachdem alle Rontinegeschäste erledigt waren, das Wort und stellte den Antrag, das; der Chefingenieur beauftragt werde, durch die Tistriktschefs den Mannschaften nn's Herz zu legen, ihr Möglichstes für die Annahme der An leihen zu thun. Hr. Cathcart hielt diesen Beschluß für einen zu gefahr volle Präcedenzfall. Cr sagte, daß ein solcher Beschluß ein Befehl für die Mannschaften sei würde. Tie lelben hätte aber als freie amerika nische Bürger das Reckst, siir oder ge gen die Anleihen zu stimmen. Hr. Shaw antwortete, daß er in Anbetracht der Wichtigkeit der Anlei hen Willens sei. einen Präcedenzfall zu schaffen. Präsident Parrlsh ber suchte nun einen Ausweg dadurch zu finden, das; die Behörde die Anleihen indossire soll. Hr. Cathcart brachte aber einen anderen Beschluß ein. daß in Anbetracht der Wiclstigkcnt der An nahme der Wasser- und Subway-An leihen alle Bürger ersucht werden, für diese Anleihen zu stimmen. Tie ser Beschluß wurde einstimnÜA angc nomine. Tie Bebörde beschloß,Spe zifilatione siir IG) Fener Alarm Kästen und zwei Tampfspritzen der Contrakt Vergebung? Behörde am lt. Oktober vorzulegen. Für die Spritzen wird eine Conkurrenz zwi schen den Amoskcag-, La France- u. Ahrens Spritzen vorgesehen wer den. Tie Frage der Anschaffung ei nes Automobils für den Chef In gerne, >r wurde bis zur Rückkehr des Chefs ans Philadelphia, wo derselbe seine Sommer,irlaub in der näch sten Woche verleben wibd. zurückge legt, da er erst das Automobil des dortigen Chefs Allen besichtigen will, ehe er eine Empfehlung macht. Erhie l t en dc n elterlichen Segen. Hr. William H. Spilker und Gattin, geb. Springer, welche sich heimlich in Washington trauen ließen, sind gestern nach Bgltiinore zurückgekehrt, und der Segen, de die Eltern der Beiden ihren Kindern zu Theil werden ließ, wurde gestern Abend durch einen Empfang in der Wohnung der Eltern der Braut, Nr. 2132, Madison Avenue, gefeiert. Arbeitslohn. Stadt Prokurator Poe sucht eine heikle Frage zu entscheiden. Laue Brothers Sc Jones drohen. den gebräuchlichen Arbeitslohn ge richtlich feststellen zu lassen. Seit Ailnahine des Achtstunden-Ge setzes für Arbeiter in städtischen Dien sten durch die Staats Gesetzgebung haben sich zwischen dem Wasser De partement und den Contraktoren Laue Brothers n. Jones Differenzen über die Bedeutung de-Z Wortes „ge bräuchlichen Lohn" ergeben. Tie Contraktoren bezahlen jetzt lst Cents pro Stunde, also!j!t .20 pro Tag, wäh lend die Wasscrbchörde sich ans den Standpunkt gestellt hat, daß Pl.stL pro Tag an die bei'm Reservoir in Forest Park beschäftigten Arbeiter be zahlt iverden müssen. Laue Brothers n. Jones haben nun gestern an In genieur Onick eine Antwort gesand:, in welcher sie sich weigern, diesen Lohn z bezahlen. Ter Brief sagt u. A.: „Wir bezahlen den Tageslohn der für Tagelöhner in dieser Gegend be zahlten Lohn. Unser Contraktpreis gestattet nn? nicht, größere Bürden auf uns zu nehmen. Wir haben ver sucht. dem Olesetz in jeder Beziehung Folge zu leisten, obwohl wir von un serem Rechtsanwalt iiiformirt wur den, daß die Rechtskraft des Gesetzes sehr zweifelhaft sei und dasselbe wahr scheinlich für null und nichtig erklärt werden würde, falls diese Frage auf geworfen iverden sollte. Falls die Be stimmungen deS Gesetzc's aber derar tig ausgelegt werden solle, nin nicht mir jeden möglichen Gewinn auszu wischen, sondern lins einem unver meidlichen Verlust aiiszilsetzen, wür ben wir gezwungen sein, die Gerichte in Anspruch zu nehmen, um die Rechtskraft dieses Gesetzes mit allen seinen erschwerenden Bestimmungen zu prüfen." Stadt Prokurator Poe hat Hrn. Onick über die Bedeutung des Wortes „gebräuchlichen Lohn" ein Gutachten gegeben, das besagt, daß dieser Lohn nicht nothwendiger Weise der von der Stadt ihren Arbeitern bezahlte durch Olesetz festgesetzte Lohn sei muß. Ter von Eontrattoren zu bezahlende „ge bräuchliche Lohn" muß von Allen fest gesetzt werden, die Arbeiter beschäkti gen, wobei dieselbe Arbeit und Ge gend in Betracht gezogen werden muß, nin welche es sich in jedem Fall handelt. Ein theures Vergnügen, Eine „tolle Nacht" theuer bezahlen mußten Charles H, Cobb von Nr. 832, Harleni-Aveiiiie, und James Stevens von Nr. 2700, Aork-Road, welche gestern Morgen von Richter Loden wegen Ruhestörung zu je PIOO Geldstrafe verdonnert wurden. Tie Beiden hatten sich in der Nacht vom Dienstag zu gestern im Tenderloin- Tistrikt der Stadt aninsirt und dabei etwas tief in'ä Glas geschaut. In ihrem Blinde hatte sich noch ein Trit ter befunden, der aber vorläufig noch „liiibekaiint verzogen" ist. Dieses würdige Kleeblatt machte gegen 2 Uhr Morgens ans einer der Straßen der genannten Gegend eine derartigen Rada, daß Polizist MeJntyre vom westlichen Distrikt sich veranlaßt sah, sie höflich,z bitten, ihrer guten Laune einen etwas weniger gerönjchvollen' Ausdruck zu geben. Statt jeder Ant wort. stürzten alle Drei ans den Be amten los, rissen ihm seinen Knüppel weg und schickten sich eben aip ihm das Fell zu verklopfen, als der Poll zist seinen Revolver abfeiierte nd da durch zwei in der Nähe weilende Evl legen zur Hülfe herbeirief. In diesem Augenblick schien dem einen von den drei gleichen Brüdern der Boden n ter den Füßen zu heiß zu werden: er suchte sein Heil in der Flucht, Tie anderen Heiden dagegen wnrdeii ver haftet und nach der westlichen Polizei station gebracht, Ivo sie sich zunächst einige Stunden abkühlen konnten, be vor sie Richter Loden vorgeführt wur de, der die obenerwähnte Strafen über sie verhängte. Wirdrrcriiffinlng dcr „Vorwärts"- Turnschnlc, 732—734 W-Lexingtou- Str. Tonnerstag. 1. Oktober. Anmcl dungrie jederzeit entgegen genommen (270,2,ck,5t) Eine fröhliche GeburtS lagsfeicr fand am Tienstag zu Ehren von Frl, Elsie Gerke, Tochter von Hrn. Charles und Frau Lena Gerke, Nr. l! 09, Süd-Wolse-Straße, statt. Dem Geburtstagskind gingen verschiedene hübsche Geschenke, darun ter Blllmensträliße, zu, und bei ange nehmer Unterhaltung wurde der Abend verbracht, Tie Gäste wurden auf'das Beste bewirthet. Trauung,,— Pastor C. F. Ey sier von der ersten deutschen Pereinig ten evangelischen Kckrche traute am Tienstag Abend Hrn. Henry W. Lau mann und Frl, Margaret E. Keyser. AIS Trauzeugen fungirten Frl. Katie Anilin und Hr. Henry Pretz. Nnch der Hcimath. Abfahrt des Tainpfers „Neckar." 2li Kajüten- und 93 Zwischen decks Passagiere. Bekannte Batlimorer unter Ersteren.—Ein Trachoma Patient und ein Gei steskranker unter denTeportirten. Mit 2 Kajüten- und 03 Zivijchen decks Pajsagieren fuhr gestern der Dampfer „Neckar" vom Norddeut schen Lloyd von Locusl-Poiiit nach Bremen ah. Es war nicht mehr das Gedränge nd Hin- und Herschicheu gestern, wie man es im Hochsommer findet, sondern Jeder, welcher einen Freund an Bord hatte, konnte sich gemüthlich von demselben verabschie den. Eine größere Gesellschaft hatte sich um Hrn. Fred, Steil, den Bruder des bekannten Branherrn, Hrn. Frank Steil, gejchaart, und das war sehr merkwürdig, Hr, Steil wurde in der letzten Otiiiide durch seinen Bruder bewogen, eine Erholungsreise nach Teutschland anzutreten, da er sich von dem Schlag, welchen ihm der Tod seiner Gattin im Frühjahr beibrachte, nie recht erholt hat. und man wollte die Abfahrt daher geheim halten, aber troydgm fanden sich viele Freun de des Hrn. Steil ein, um demselhen glückliche Reise zu wünsche. Hr. Frank Steil überreichte dem Schei denden vor der Abfahrt ein Anden ken. welches Letzterem in der alten Heimath wohl sehr zu Staaten kom men wird; Capitän Theodor Find ling gab ihm zum Abschied ein seide nes Sternenbanner init, und auch Hr. Adam Bath ließ es sich nicht nehmen, seinem alten Freunde ein Andenken mitzubringen, Hr, Steil besucht zu erst seine Vaterstadt und macht dann eine Nheinreise. Tr, Christian Teetjen begleitecke seinen Bruder, Hrn. Johannes Teet ;en, welcher sich in Geschäften nach Berlin, Dresden. Leipzig. Hannover und Nürnberg begiebt, auf den Dam pfer. Dort fand sich auch Hr. Juß Lehmann zum Abschied ei. Frl. Bethy Tauersberg, welche sich seit vier Jahren hier bei dem Schlach ter Conrad Hohl anshielk, wurde von einer größeren Gesellschaft begleitet, i welcher sich Hr. Conrad Hohl, Fran und Tochter, Fra Anna Bött ger, Fran Cbas. E. Lehne. Frl. Nod gers. Frau Ztiibler, Frau Fox, Frau Stoue, Frau Thon und Frl. Knie pert befanden. Frau Paul Schumann war außer von ihrem Gatten von einem großen Freundes- und Bekanntenkreis be gleitet, Frau Schumann ivill zuerst der Silberhochzeit ihrer Zchwesier. Frau Anna Benz, und deren Gatten zu Halle a. S. beiwohnen, welche niii 21. Oktober stattfindet, sodann Weih nachten bei der Mutter zubringen nd nach dem Besuch mehrerer ande rer deutsche Großstädte im Februar nach Baltimore zurückkehren, Upter de zurück gesandten Zwi schendecks Passagieren befindet sich Schleim Lewitanski, ei Trachoina- Kraiiker, welcher seit Februar im Hospital behandelt wurde, sowie ein irrsinniger Teutsch llngar. Namens Andreas Bloch, welcher ebenfalls im Februar hier landete und sich eine Zeit lang im Westen aufhielt. „Rhein" kommt. Ter Tampser „Rhein" wird heut.' hier erwartet, T a in p s e r „II l l e r" geborge n. Ter norwegische Fruchtdainpser „llller," >velcl)er vor zehn Tagen m>s Castle Island im westindischen Ar chipel auflief, während er die Mann schaft dos Fruchtdaiiipsers „Aumiiri" landete, ist wohlbehalten in New- Avrk angelangt. N e u e r L e il ch t t h u r m. Ter neue Leuchtthnrm ain unteren Ende des Craighill Kanals, nahe der Mündung des Magotty River, wird heute zum erste Male erleuch tet. Ter Thurm ragt stst Fuß über der Wasserfläche empor. Mit einem eigenthümli ch en P roble m sind die Jag>- Wärdeine von Baltimore County beschäftigt. In Uebereinstimmung mit dem des Gesetzes dürfte daselbst die Hasen- und Reb hiihnjagd nicht vor dem 10. Novem ber beginnen, doch wird allgemein angenommen, das; die StaatSgesetzgc l'iing keine derartige Maßnahme be cll'sichtigte, sonder das Datum nach wie vor ans den I. November fest stellen wollte. Ta viele Jäger und .andere Herren, die niit einem Ge lvehr, Pulver und Blei versehen, im Walde und ans dem Felde herumlau fen, mit der Auslegung des Gesetzes im Unklaren sind, dürfte die Hasen jagb während der ersten zehn Tuge ini November jedenfalls recht interes sant iverden. SchiffSkartr von und nach Europa über Baltimore oder New-Aork, Kajüte oder Zwischen deck. Wechsel, ausländisches Geld. Creditbriefe und Geldsendungen. Theo. H. Diener ck Eo., Nr. 217, Lst-Baltimore-Strnße.