Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
September 7, 1908

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l! -"i! l -l .Z. Heute Z. T klares Wetter, f. frische Rvrdwrst-Winde. Jahrgang. TlßrAb n l l s siiii!^l!7lÄstlüilll?!!. Rwl'onü,"' Zrül!'" one 4 F o „cursten Novtiiiie in Zbivc Portieren. z John Gurnbullt, zuir.. ck Ko., Kownrd- und Arunklin-Slr lße. Enrieh s IZPiLsener nd AlosterbvEiu gegenwärtig im GnhriliigS-Prozrß brgrifsr. -ontll und Scoti-Str. Hrnricll lii! lAng2B.l?> Beide Televtwne. 859 Columbia-Avenue. Kummer K Becker, Teutsches Bank- und Wechselgcschäft, 26 Sonth-Straßr, „National Panl os nde. MitaUcdrr der AtUendörse. Perlaul bUtieu imd i Pollmachlc. chU.e rtcn .on und ua 41t Ost-Baltimore-Straße. citen ttiglt vo 10 dt 3 GamliagS van 40 dt 4 Uhr. Swelge: Nr 4135>! L?av'-Strafte? cwuchen 4roh- und I Wett-Slrasze, Ecke sratt-Avenue Pouidin-Ztraftc Ivanton). Veo. g.Imle^r, UM Ztacod Pci, Teutsche Sparbank von Baltimore. Baltimore- und Eutaw-Straße. tittten titglich an 0 bis 3 Uhr, Donnerstag Aheud von 0 di 8 Nhr. DU werden Mi: in und annelegt. ha. eilman, Präsident. ler,icht,^Echabmeisier. Wm. Shilman, HiNIS Schahm-isier. de, Salvert- nd ahette-Str-fte. m n na >llong. de I. Inlt, he Bunt Deparlcmrnl tSgli um 3 Nhr Aach- Mittag Ichllcben, Mlt Ausnahme von Ärmslag. a eamsiage m 42 Uhr Mittag. Tas Spar-Tcpartemcnt ir an Z>zmNaaen von 7 Uhr Abend dt 40.30 Abend allen lein. 4 Paste nach dem dctoegi vv^Namc. labltrt 7808. Farmers und Merchants Natioual-Bank, South- und Lombardstraßk. ablial Z050,N0 Perdirnler cbectlduft.... 325,000 I sallrlNr, s iL L Koteb' Mcib'eigtz. neue Tcliditiig importirtrr drutschrr und französ,scher Weine Jvhn TjarkS L Co. wuM.TchS.UZId) Schumacher äe Optiker. Schumacher K Foreman, j Kyronische Krankheiten! ii Mernen-Krankheiten! s 4 >l dritter Zciur, j Beda nd in F" s KtMtlk Will Firc Jnsuranee Co. kl 7 Ost-Baltttnorc-Straßt. cs"or PMcr,"-clre'lOr. luaiisl Neinie. s>olcph Dt Giorgio. Charles 0. sUaarMcr, Gco. A. glnch. Heim, G, 2'unneiie, Wafvwic, Albert W. Sldt. Granl Stockham, Wm. Tchwderberg, Cdw. A. Doniielv,. Herinam! Nnollcnbcrg, !Z, Wehrcnberg, ?ohn ?ausc, SchicuneS, tr.. Louis Pirlincycr, T. TNetion, 4i!m. DcpUn. 20. G. ZZowler, S. M. Einitb, Rodt. Penniilglon. Aredk. A. Tolsletd. sdar. Zies, Jodn H. Hüll, WM. Hosmtlller. Geschenke jeder Art m Schmucksachen. f Sausen Zthrer Tochter einen Ntug, kl 28 Ost-Baltimore-Straßc. cis..) Baltimore. Md.. Montag, den 7. September llwk. Bekniiiitmachiiiig. I John Krom,tiller. Emididitt für Eongres, Baltimores Ohio (slkursionen-Bullrtin. 82,00 —Piiilodripbia und .mrtiik. w'> Eine ausgezeichnete Idee Eaßt uns einen Tag zubringen in dem beliebten Aen-Msr Exkursionen täglich nin 9.15 Vorm. Tie gewöhnlichen niedrigen Nnnd reise-Rate. (JuntZo—) Urospekt Größer nd besser als jc. Neunte jüyrtilye Hu6stelln,!,; —Triitschcs Torf Vollzählige Militär .Kiipchc. Ginirllt 25, kl. Pools urrtoust. l.ll>mre und Al-.tt.lvoNs, drrr,, üsaqqo.i. dao ar.llrnm uom ivalinlw!? drr clrl.rii.ur Linik. Naili Waitiinqto l! -7.00, 7.Z0. l^l

s czcichiicl Nni-al tzunciion Lotnl piuc uach alliingtvn. Ruch nnovou 0.45>, 7 45>, 8 45, e.4c>, 10.4 S und >i.4k Vorm 12.45,. i 45>. 2.45>, z.k, 4.45>. V.45,. 0.45>, 7.45, 8,30. 0.15, U 45, AvendS Alle tztinl- lind vis zur Novo! Arode,h adrvreid. Z einer XNchiun. iuudfi. Nach Äasbiiiato 7üc., 4.20. Na ilnnasoNS oe. ZI.OO. Fllr ViNele lind AiiKluntt wende man iich an daS Billel-Vüreau. Tern,inal-?aNon. Pari. Adenae. mibe Lerinftlon-Tlratze oder inan telc dlwmre an d- >4>. -I. Paul 5,25.0 oder Mary -j land, itourtiaud 15,00. l4.TS-> Dr. K. ?S. Harttey NN jähriiic Praxis. Ä? Alle ilranllicNr drr Nase, etile, Lunaen. ciire. 4204, Siraftt. bis 10 Porin., 12 bis 8 AddS. (Trz.-O—) Erbeben Einwand. Englische Protestanten und der Eilcha risten Eoiigrcß. Prolest gegen den offiziellen Enipsang bei'm .König Edward. Auch gegen Prozession in den Straßen wird agitirl. Bade knr beendet. Feindliche Temon stralion gegen den Prinzen von Eonnaught in Glasgow. lln liebsame Erfahrungen des Königs Alfonso bei seinem jüngsten Be such in Paris. Eond o n, 6. September. Ter Eucharislische Eongreß. dessen Eröff nung auf nächsten Mittwoch mibe I räumt ist, wird sich zu einer der im posanteslen Temonslraliouen der ka tholischen Kirche in der eueren Feit gestalten. Kardinal Vanulelli, Ivel cher als Vorsitzer ansersehen ist, wird bei dieser Gelegenheit das englische Volt ausfordern, zu der „Einheit des katholischen Glaubens" zurück zI eh reu. Taß die Bevölkerung dem Eon grosse großes Interesse entgegen bringt, geht daraus hervor, daß die ursprüngliche Beschränkung der Fahl der Eintrittskarten ans Giiitt hat auf gehoben werden müssen. Es wird für die Fnlassung einer weit größeren Fahl von Besuchern gesorgt werden. Ter Herzog von Rorsolk, als der Fiih rer der englischen.Katholiken, steht an der Spitze des Empfangs Eomites des Eon grosses. Tie Absicht König Edward's, den päpstliche Telegaten Kardinal Va nntelli, welcher eine Botschaft vom Papste an den König mitbringt, zu empfangen, hat einen Protest des Reichs Protestanten Verbandes Im perial Protestant Föderation) Hervor gerufe. In einen. Schreiben an den König bittet der Verband, der König möge seine protestantischen llntertha neu versichern, daß er den Telegaten nicht offiziell empfangen werde. Es wird serner darauf hingewiesen, daß nach einer Entscheidung aus dem lah re l.ütil die Anwesenheit eines päpst liche Abgesandte im britischen Rei che mit den Eandesgesetzeu in Wider spruch stehe. Ans den di. September ist eine Mas scVersammlung von 51 protestanti scheu Gesellschaften einberufen wor den, in welcher gegen die Abhaltung einer römisch katholischen Prozession in den Straße, als gegen die Gesetze verstoßend, proteslirt werden soll. Treibn dort Parlaments Mitgl ie der sind von ihren Wähler ersucht worden, beim Minister des Innern gegen die Tnldnng von öffentlichem Hervortreten des katholischen Eongres ses zu protesiiren. Tie Geichäftssitzungen des Eongres seS werden in der Albert Halle und in kleineren Eokalen in der Röhe der .Kathedrale stattfinden. K aise rm a öv er beginne n. B erli n, li. September. Tie Kaisernianöver der deutschen Armee nehmen morgen in Elsaß Eothringen ihren Anfang. Tas IT Armeecorps unter dem General Ritter v. Gilgen heim ist zu Slraßburg, und das El. unter dem General v. Pritlwitz und Gassron zu Metz slationirt. Auf spe ziehen Wunsch des Kaisers werde zwei bäuerische Brigaden an den Ria uövern theilnelnnen, so daß die Fahl der betheiligten Soldaten etwa 7ti,tt> betragen wird. Soweit man bis jetzt weiß, bildet die hügelige Gegend zwi scheu Saarbrücken und der sranzösi scheu Grenze das Manövergelände, und der Schlußakt wird ans dem Schauplätze der blutigen Schlacht auf den Spiche-rer Höhe vor sich gehen. Tie „blaue Armee", unter General v. Gilgenheim, wird gegen die „rothe Armee" unter General von Prittwitz und Gchfron, welche unterhalb Trier an der Mosel operirt, vorrücken. Ver schiedene Rencrnngen werden diesmal eine Rolle spitten, einschließlich eines Motor-Eomnünariats, welches den Truppen in den vorgeschobensten Stellungen Vorrälhe zuführt. .Kaiser Wilhelm, welcher sich gegeiiwärtig in seinem Schäme nahe Metz befindet, wird, wie gewöhnlich, als Schieasrich ter fungiren. Ter Kronprinz, Prinz regent Eunpeld von Bauern. General major Eeonard Wood von der ameri kanischen Armee und andere höhere Offiziere sind zu Saarbrücken ange kommen, wo das Haupkguartier des

I Generalstabes zuifgeschlagen izt. Tie i Fahl der als Ga.sie anwesende ans ländischen Offiziere ist dics'mal, wahr scheinlich in Anbetracht der für die Manöver ausgewählten Gegend, bei Weitem nicht so zahlreich, als in frü Heren Jahren. England istzz. B. nur durch einen Militär Attache vertreten, nämlich Ober A. Sluari Wortle, welchen der Kaiser persönlich einlud, weil derselbe ihm in, letzten Herbst seine Eandwolnuiiig in England zur Berfügiuig stellte. I n Su e z a gela n g t. S u e z. 11. September. Tie ame rikanischen Schlachtschiffe „Maine" und „Alabama" sind heute als Vor Hut der um die Well fahrenden Ar niada hier angelangt. Nachzügler der Armada. Melbourne, Montag, 7. Sep tember. Eine von der amerikani schen Schlachtschiff-Flotte hier zurück gelassene Patrouille sucht noch immer nach den X Seelenten, welche von ihren Schiffen abwesend waren, als die Flotte abging. Rahezu alle See lente, welche sich in Shdiiep auf äh liche Weife absentirlen, sind wieder auf die Flotte zurückgekehrt. K ö nig Ed wa r d na ch Hau s e. E o n d o n, September. Kö nig Edward hat von Marienbad dte Heimreise angetreten. Sein dortiger Arzt, Tr. Ott, hat ein offizielles Bul letin erlassen, worin er sagt, daß die Resultate der Marienbader Kur dies mal noch günstiger gewesen sind, als in früheren Jahren. Vom Besinden des Königs heißt es in der Erklä iimgi „Es ist geradezu wunderbar, wie robust seine Ratür bei seinem Alter ist." Aufruhr i Glasgow un terd r ü ck t. Glasgo >v, t!. September. I den letzten Tagen ist Glasgow mit ei ner Erneuerung der Brod-Tumulte bedroht gewesen, der Folge eines von einer großen Menge Arbeitsloser n ternommene Versuchs, sich vor dem Stadtrath mit Gewalt Gehör zu ver schaffen. Tie Unruhen erreichte ge stern ihren Höhepunkt, als eine große Anzahl von Sozialisten und Arbeits losen, die in den letzten vierundzwan zig Slnuden eine höchst bedrohliche Haltung eingenommen hatten, sich an einer feindseligen Temouslration ge gen den Prinzen von Eounaught ge legentlich einer Parade von M.lststi Mitgliedern der Jngendwehr bethei liglen. Ter Stadt Glasgow ist kürzlich die bisher hier garnisonirte Kavallerie entzogen morde, und das ganze Heu te anwesende Militär bestand aus ei ner Ehrenwache von Infanterie. Tie Behörden hatten jedoch Tisferenzen erwartet und die Polizei bedeutend verstärkt, der es auch gelaug, die Men ge von Gill Unzufriedenen zur Ruhe zu bringe. Tie Temonslranten hatten sich im Ansang der Veranstaltung längs der Marschlinie aufgestellt, und einzelne Gruppe machten bösartige Vorstöße in der Richtung des priuzlichen Wa gens, die aber von der Polizei erfolg reich abgewehrt wurden. Tie Erce denteu mußte sich damit begnügen, zu johlen und die Marseillaise und andere revolutionäre Eieder. zu sin gen, ivas sie trotz des Regens thaten, so lange die dreistündige Parade nd da? Gabelfrühstück dauerten, das dem Prinzen im Ralhhaus gegeben ivurde. Heute machte Ailitt Sozialiste und Arbeitslose nach einer Versanun Imig, in welcher mehrere sehr heftige Reden gehalten wurden, eine Ver such, in die Kathedrale einzudringen, während der Gottesdienst im Gange war. Eine dort aufgestellte starke Polizeimacht ging jedoch mit ge jchwmigenem .Knüppel vor und zer streute die Tumultnanteu. Mehrere ber Eetzleren ivurde verletzt. Tie Sozialisten drohen, sich am nächsten Tonnerstag in einer Stärke von Gl.liUU Mann zu versammeln und die Muiiizipalgebäude anzugreifen. A lfons o's „I ii cogni t o". E o n d o n, September. Kö ig Alfonse von Spanien hat ge schworen, daß er nie wieder incognilo auf Reisen gehen oder doch wenig stens nicht nach Eoudon kommen wird. Er hat bei seinem kürzlich zum Abschluß gelangten Besuch mit seinem Jncognito zu schlechte Erfahrungen gemacht. Taß er sich einen falsche Rainen beilegte und ohne königliches Gefolge iiibr. nützte dem jugendlichen Monarchen nicht das Geringste. Er war kaum in Eondon angekommen und im „Hotel Ritz" abgestiegen, als jeder Mensch i Eoudon von derTbat tFvrtsctnliig siehe 2. Seite.) Mehr Soldaten. Was Roosevelt in seiner lebte Bot i sehnst ciiipsrhlen wird. Erböliung der Stärke der regulären Armee auf INN.oiNI Mann abso lut notlnvendig. Tie gegen wärtige Stärke von t!>>,!>> Mann reicht unter dem neuen Kurs nicht mehr aus. Rachtheilige Wie kungen der Prohibitionsbeive gung auf die Geschäfte des En des. Wahnsinnige Iran er tränkt sich ud ihre Tochter im Kanal. Washington, T. E., 6. Sep tember. Präsident Roosevelt wird in feiner letzten Botschaft an den Eon greß wahrscheinlich eine Erhöhung der Stärke der regulären Armee auf mindestens IM.Mt Mann empfehlen. Tie gegenwärtige Friedespräsez be trägt bekanntlich llli.ttiitt Manu. Ter Generalstab pat in den letzten zwei Jahren häusig daraufhin gewiesen, daß Gi.iiüti Man nicht hinreichen, um die verschiedene Militärposien des Landes wirksam zu besetzen, selbst ausschließlich dersenige auf den Phi lippinen und in anderen auswärtigen Besitzungen der Ber. Staaten. TaS gegenwärtige Gesetz schreibt vor, daß die Stärke der Armee in .Kriegszeiten aus ltlu.lltiii Mmin erhöht werden darf. Tie iienangeworbeneu Eeule würden iedoch größtentheils aus un erfahrenen Rekrute bestehen, und im Kriegsfalle würde die Armeebehörde schwerlich Feit genug haben, um diese Eenle gehörig einzuüben und zu wirk liche Soldaten zu machen. Tie Roth wendigkeil der Erislruz einer lüchti gen und genügend starke Militär macht in den verschiedenen Theilen der Republik sowohl, wie in ihre auswärtigen Besitzungen ist in letz terer .Feit häufig genug zu Tage ge treten. Auf Hawaii z. 8., wo gegen wärtig kostspielige Berlheidigungs werke zu Pearl Harbor und an ande reu Punkte errichtet werden, würden mindestens Rstst> Mann zur Besetzung dieser Werke und zu ihrer Bertheidi gung gegen einen möglichen Feind nothwendig sein. Es besinden sich zur Feit an lEMit Japaner, größtentheils gediente Soldaten, auf Hawaii, ein Umstand, welcher in dieser Perbin duug jedenfalls Berücksichtigung ver dient. Man erwartet daher, daß der Prä sident in seiner nächsten und letzten Jahresbotschaft an den Eongreß eine Berstärknng der Armee um zehn Re gimenter Infanterie, fünf Regimenter Kavallerie und mehrere Batterien .Küsteuartillerie empfehlen wird. Tnrch Prohibition rninirt. Rew Bork, September. Tie Prohibition tzeweguug in alle Theilen des Tandes wird als Grund des Falliments der „Rational Bott lers Supplv Po." angegeben. Tie Passiva betragen ljt.">>>,lit> und die Ak tiva !jttl7,lil>. Tie Advokatensirma Stern, Singer u. Barr hat liier im Raine der Gläubiger eine Petition um Bankerotlerkläi ilng eingereicht. Seit der Einführung twn Prohibition i Georgia und anderen Staaten war dir Eompagiüe dort nicht mehr im Stande, ihre Guthabe einzutreiben, und auch in anderen Staaten haben ihre Geschäfte dn'maßen abgcnom wen, daß sie zahlungsunsähig gewor den ist. Enche im Kiuinl. A l l e n t o >v li, Pa., 6. September. Im Eehigh-Kmwle ivurden, ach dem seit Mittwoch nach denselben ge sucht worden war, die Erichen von Frau Tina Fensternwcher. einer Witt we, und ihrer elf Jahre alten Tochter Eva in der Rälie von Eataiaugua ge funden. Frau Fenslermacher tvohnte in der Rühe von Ealasaugua und hat te J,eichen vom Rachlaß ihrer Geistes kräfte gezeigt und gedroht, ihr und ihres Kindes Erben zu enden. Sie und das Kind verschwände am Mitt woch, und sofort ivurde nach ihnen gesucht. Eva's Eriche wurde von ei nem Schleusenwärter gesunde und jene der Multer etwas später unge lälir hundert Fuß von der Stelle, an welcher die Eriche des Kindes entdeckt worden war. Ta die Arme der Frau gefaltet waren, glaubt man, daß sie das Kind an die Brust drückte, als sie in den Kanal sprang. ltz Weitverbreitetste deutsche T I 7 Feitung südlich von I .'tl Rciu-Bvrk. I Nr 251. Cmfm't, Neinlichkeit. Gesundheit Persönliche Reinlichkeit bedeutet körperliche Gesundheit. Wenn di? Haut rein und frei von Schweiß und llnreinlichkeiten gehalten wird, erfül len die winzig kleinen Poren ihre Funktion reichlich und natürlich. Wahre körperliche Reinlichkeit aber hängt von der benutzten Seife ab. Eine reiuc unverfälschte Seife aus wahrhaft zuträgliche Bestandtheilen ist nöthig. Tie milden, reinigenden und cintiseptischcn Eigenschaften von Glenn's Schwefel- Seife sind Beweise für ihre perfekte Rein heit und unübertroffenen medizini schen Werth. 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Aber nach den besten deutschen wissen schaftlichen Methoden. ifil.Ot) pro Lüste, abgeliefert. Beide Telephone. j T

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2 (Fortsetzung von der 4. Seite.) fache unterrichtet zn sein schien, lind als Alfonso dann ausging, wurde er auf seinem ganzen Wege von erner immer wachsende Menschenmenge umdrängt, Bei'm Heraustreten aus dem Hotel wurde er von Photogra phen unzählige Male ausgenommen. Zweimal wurde ilnn von den an drängenden Menschen der Hut vom Kopf gestoßen und schließlich sah sich der Monarch genöthigt, in einer Troschke Fiislnchl zn suchen. Am näch sten Tage verließ er London. ~.K öllli s ch e Feiln ng" üb e r Marokko Frage. Berlin, 0. September. Tis Maroktofrage, welche nach dem enl scheidenden Sieg Mnlai Haflv's über seinen Bruder Abdul Aziz durch die EirknlarNote Tentschland's an die Signatar Mächte der Algeeiras-Akle von Neuem aufgerollt worden isl, überschattet bei Weitem alle anderen Angelegenheiten ans internationalem Gebiet. Es erregt aber nickst wenig Verwunderung, wie rasch das gewal lige Geschrei, das sich in einem gewis sen Theil der anslänoischen Presse über Tentschland's „selbstsüchtiges Vorgehen" im nordasrikaiüschen Sche risat erhoben hat, wieder verstumm! ist, Tie einzige Erklärung liegt nach allgemeinem Tasürhalten in der Thatsache, das; an der Eorrektheit der Stellungnahme Tentschland's in Wahrheit nicht z mäkeln ist. Mit den französischen und englischen Brunnenvergiftern, welche dies nickst gelten lassen wollten, geht die „Köl nische Zeitung" in einem offiziösen Artikel in's Gericht, der große Beach tnng findet. Tos rheinische Blatt führt ans/ Hciilai Hasid habe schon am tk>. Fun! amtlich die Mächte von seinem Einzug in Fez benachrichtigt. Am 25. Fnli habe er in formellster Weise um seine Anerkennung ersucht, indem er zugleich seine Bereltschaft erklärte, den Bestimmungen der Al geciras Akte Folge zu leisten und die internationalen Folgen seiner Thron besteigung zn übernehmen. Tie fran zösischen und englischen Kritiker, Ivel che verlangten, die Mächte sollten Mnlai Hasid's Gesuch um Anerken nung erst abwarten, ehe sie selbst wei tere Schritte thäten, wären somit reckst vergeßliche Menschen. Teutschland glaube, so heißt es in dem offiziösen Artikel weiter, daß die Anerkennung Mnlai Hand's das beste Mittel sei, den chaotischen Zuständen in Marokko ein Ende z bereiten. Es habe dies vorgeschlagen, ohne die Ei nigkeit der Signatarmächte der Alge ciras Akte zu durchbrechen, och Fe rnanden z bedrohen. Sein Anrufen der Mächte sei vielmehr Beweis für den Wunsch, die Einigkeit z bewah ren. Tie von Frankreich ausgespro chene grundsätzliche Bereüschast zur Regelung der in Rede siehendenFrage beweise gleichfalls das Fernsein des Nngehenerlichen und Verletzenden, doS von den Kritiker in der Anre gung Tentschland's gefunden wor den. Wenn eine Großmacht glaube, daß sie einen praktischen Vorschlag zur Hebung der Schwierigkeiten in Marokko machen könne, dann habe sie hoffentlich auch das Recht, ihn zn unterbreiten. Soweit, die „Kölnische Zeitung," deren MitttieilKngeii zweifellos direkt ans dem hiesigen Auswärtige Amt stammen. Von anderiveitiger gut unterrichteter Seite verlautet, daß die Eonferenzen, welche der deutsche Ge schässträger in Paris mit de, dorti ge Auswärtigen Amt und der sran zösische Geschäftsträger i Berlin mit dem deutsche Auswärtigen Amt ge habt haben, die Spannung, welche ei paar Tage obwaltete, genüiwert habe. Französisch sPanischeMa rokko Note erwartet. P aris, 0. Sept. Alle Meldn I gen französischer Tiploinaten ans dein Auslande haben mit einander insofern ähnlichen Fnhalt, als die ver schiedenen Mächte hiernach das Ei treffen der französisch spanischen Note über Marokko abwarten wollen, bevor sie irgend welche Schritte anläßlich der deutschen Note thun wollen, in welcher die Anerkennung Mnlai Ha sid's als des legitime Sultans von Marokko anempfohlen wird. Man ist jetzt hier immer mehr da von überzeugt, das; Teutschland An gesichtS der Aufnahme, die sein Vorge hen gesunden, nicht weiter ans Befol gung seiner Anregung drängen ivird. Premierminister Eleniencran ist von Marienbad nach Paris zurückgekehrt. Tie Note ist nunmehr zur Uebernütic lung an die Mächte fertig und soll ab gehen, sobald Spanien's endgültiges Einverständniß eingcgqngen ist. E i n v e r st ä n d n i ß erklärt. San Tebastian, t>. Sept. Premier Manra hat nach einer Unter redung mit König Alfonso bekannt gegeben, daß Spanien in der Ma rokko-Angelegenheit in Uebereinstim mung niit Frankreich handeln werde. Visit fir ilond ,It. Vr. AthleteN'Pcch. Piktrv Tcir.uid wird nicht mehr iu mcheil. Seitdem er beinahe das Marathon- Rennen gewonnen, bat er ein Bein gebrochen und seine Braut I hat ihm abgesagt. Vereinba rungen der Minister Aehrenthal und Tilloni in Salzburg. Tol stoi's Geburtstag und die Kirche. Ftalienische Prinzen werden die amerikanische Armada im Mittelnieer begrüßen. Tragö die in einem rumänischen Hospi tat. M aila n d, 0. September.—Pie lio Torando, der das Marathon Wettlaufen in London beinahe ge Wonnen liälie, wenn er nämlich nicht dicht vor dem Fiele zusammengebro chen wäre, so das; er mit fremder Hilse an das Fiel geschleppt werden mußte, ivird den Tag verfluchen, a dem er sich entschloß, sich um den Preis zu bewerben. Seil seiner Rückkehr hat seine Braut ihm abgesagt, weil er sich mit Erfolgen, die er bei englischen Mädchen gehabt haben wollte, brüste te, und außerdem bat er sich jetzt noch ein "Bein gebrochen. Torando war beute anf einer Radsahrt nach Salsa Maggiore begrifsen, um seine i Lon don geschwächte Eonslitntiou wieder herzustellen. Ein Automobil, das ihn überholte, hüllte Torando in eine Staubwolke ein, und in der Verwir rung siel er vom Rade und brach ein Bein. Er wird nie mehr au athleti scheu Spielen Iheilnehinen. Ti e Fnsa in in cuknnst Tit t o n i's u n d A e h rentha l's. W i e n, 0. September. Tie En trevue des italienischen Ministers des Aeußern Tittoni mit dem Leiter der auswärtigen Politik Oestreich Un garn's, Freiherrn v. Aehrenthal, in Salzburg hat augenscheinlich ein vor zügliches Ergebnis; gehabt. Fn einer heute erschienenen offiziellen Mitthei lung ivird ausdrücklich erklärt, daß die Besprechungen der beiden Staats männer den befriedigendsten Verlauf genommen hätten. Es wird consta tirt, daß vollste Uebereinstimmung in allen Hanplsrageu unter den beiden Regierungen herrsche, namentlich auch hinsichtlich der Verhältnisse in der Türkei. Man habe vereinbart, der weiteren Entwickln der Tinge auf dem Balkan gegenüber ein wohlwol lendes Abwarten zu bewahren. Tolstoi und die Kirche. P eter s b u r g. 0. September. Nur bei einem geringen Theil der Presse und des Publikums findet die vom heiligen Synod an alle Gläubi- j gen gerichtete Encyklika Beifall, in der gegen die Theilnahme an der Feier zn Ehre des 80. Geburtstages Tolstoi's, am 0. September, geeifert ivird, weil eine Ehrung dieses Gegners der Kir che leicht zu einem Fallslrick für die Glanbensschwacheu werden könnte. Tiejenigen, die an der Eneytlika Ge fallen jiiiden, gehören dem „Bunde des rnssischen Volkes" an. Tas Rundschreiben bedeutet im Grunde genommen eine zweite Er ecmunnnizirnng des betagten Schrift stellers. Tie „Fuaiuia" und andere Feitungen vernrtlieilen es. Eine bei ßende Kritik der „Novoje Vremja", die sonst stramm anf Seiten der Re gierung steht, liesert eine gute Maßstab siir die Stiuunung der rus sischen Gesellschaft im Allgemeinen. Tie Provinzial VerivallnngSbe Hörden beeilen sich, die Feier von Tol sioi's Geburtstag noch in elfter Stu de zu hintertreiben, und die Gouver neure der Provinzen Moskau, War schau, Saratoss, Sinibirsk, haben ihre Fiislnchl zu den Bestimmungen des .Kriegsrechts genommen, in die von den Stadtverwaltungen vorbereiteten Festlichkeiten zu verbieten. Tie Pe tersburger Censur hat außerdem eine in einem dortigen Theater angesagte Festvorstellnng nnterfagt. Ein Telegramm von Fasnaja Pol jana meldet, das; die Fnjlnenza und das Fieber bei dem vor Kurzem er tränkten Fnbilar gehoben seien und daß die Entzündung in seinem Bein nachgelassen habe. Toch sei Gras Tol stoi in den letzten Tagen dermaßen schwach und hinfällig geworden, daß ei kaum sprechen könne. Gräfin Tolstoi hat alte Zeitungen, welche Gedächtnißartikel verösfeutli wen wollen, ersucht, Abdrucke dem Moskauer Rmiuantsoff-Miisenm für Geschichte zur Aufbewahrung im To:- stoi Saale zu übersenden. Tie Beinühnng der Gräfin, die Kunde von der durch die Feier her anfbeschworenen Aufregung ihrem Gatten vorzuenthalten, war vergeb i lich, da er darauf besteht, alle Feit- gen zu bekommen. Sein Schmerz Trr Teutsche Korrespondent, Baltimore Md., Montag, den 7. Zepteniber 4008 über die zum Ausdruck gekommene Befehdnng isl pathetisch. P rinz e n werden Flotte de g r ü ß e ü. R o in, September. König Victor Emaiinel bat bestimmt, daß sein Onkel, der Herzog von Genua, und sein Vetter, der Herzog der Abrnzzen, sowie der Prinz von Udine, der älteste Sohn des Herzogs von Ge nua, die amerikanische Schlachtschiff- Flolke begrüßen sollen, wenn sie auf der Heimsabrt durch das Mittelmeer kommt. Admiral Sperry wird vor aussichtlich vom König empfangen iverden. Gran e h a ster Vorfall iin H o s P i ta l. B ii t a r e st, September. Fi Spital der Stadt Buzen hat sich ein granenhasler Vorfall ereignet. Eine Fra wurde im dortigen Spital in Pflege genommen, starb aber, wie es den Aerzte schien, nach wenigen Stunden, und wurde in die Leichen kaininer geschasst. Als einige Stun den später die Leichenschau vorgenoni inen werden svllie, fand man die Fran ladt, neben ibr jedoch lag ein neiigo borenes Kind und ei zweites Kind lag neben dem Seeirlisch mit zer schmettertem Schädel ans dem Boden. Es wurde eine slrenge Untersuchung eingeleitet. R v o sevelt v e rinittelt e. Ro i, >i. September. Mgr. Aversa, der apostolische Telegat in Euba, hat dem Papste mitgetheilt, dasz die Frage des kirchlichen Eigen lhuins aus Euba, die seit Besetzung der Fusel durch amerikanische Trup peu der Lösung harrte, jetzt durch di rette Einmischung von Präsident Roosevelt i zufriedenstellender Weise arrangirt worden ist. Ter Vatikan wird für vormaliges Eigenthum der Kirche ans Euba acht Millionen Francs erhalten. Meh r L nfts ch ifser Lei st n g v Paris, U. September. Fran zösische Aeroplansabrer und Fntc'res srnten hatten sich früh i großer Fahl nach Fssy begeben, um eine Anzahl von Aufstiegen hiesiger Aeroplansah rer anzusehen. Leon Telagrange imisnhr das Feld fünf Mal und legte eine Strecke von etwas mehr als 7 Meilen in einer Höhe von durchschnittlich 20 Fuß zu rück. Ferber blieb mit seinem Biplan zwei Minuten in der Lust. Malevot umfuhr, mit einem Maschinisten ne ben sich, das Feld zwei Mal in einer Höhe von 7.0 Fuß, hatte aber Schwie rigkeiten mit seinem Motor n. mußte seine Benüihimgen anfgeben. An Bleriot's Maschine zerbrachen zwei Räder bei den Vorbereitungen zum Ausstieg, der infolge Tessen nicht stattfinden tonnte. Fn viel Bedingungen. B erli n. 0. Sept. Tie Ausgabe der gemeinsamen französisch spani scheu Note hinsichtlich der Marokko i Lage verzögert sich, weil Spanien den französischen Vorschläge Fnsätze an gefügt hat und dadurch die Unter Handlungen zivischen den beiden Re gierungen sich in die Länge ziehen. Spanien ist. wie man hier amtlich er fährt, der Meinung, das; es rathsamer wäre, von Mnlai Hasid nicht die A nähme so vieler Bedingungen, wie sie Frankreich zuerst vorgeschlagen hat, z verlange. Fn Folge der Haltung Tentschsand's und Spanien's zu die ser Frage hat die von Frankreich vor zehn Tagen eingenommene Stellung, wie man glaubt, eine wesentliche Aen derung erfahren. Zahlung luicdcr luifgeiiviuinr. Pitt s b n r g, Pa., 0. September. Tie „Mannt Washington Sewings and Trnsr E0.," eine Ttaatsanstalt. welche gestern vom Etaininator F. M. Cover geschlossen wurde, Ivird, wie ihre Beamte heute Abend ankündi gen, am Tienstag ihre Geschäfte wie der aufnehmen und würde es schon morgen thun, wenn nicht die Feier des Arbeilertages es verhinderte. Tas gestrige Falliment der „Eosmopoli tan National Bank," welches Hr. Eover veranlaßte, den Schluß der Thüre der „Mannt Washington Sewings and Trust Eo." zn dekreti ren, übte, wie die Beamten weiter er klären, seine sehr achtheilige Ein slnß anf die letztere Anstalt ans, di ihr zeitweiliges Guthabe in der Na tionalbaiik nur Plooo betrug, ub das Vorgehen des Eranünators Iva:' die Folge eines Mißverständnisses. Trri Opfer drr Eifersucht. Tallys, Teras., September. Tr. F. H. Watson erschoß auf dc.' Straße Ehar Tliorne. einen junge Geschäftsmann, verwundete die Tele graphistin Etliel Edsall tödtlich mit machte dann seinem eigene Leben ei Ende. Wation war in das Mädchen verliebt und wollte nicht leiden, daß auch Thorne seiner Angebeteten den Hof machte. Gestern trafen die bei de Männer vor dem Telegrapphen aml mit Frl. Edsall zusammen und Watson senertc'. während sie mit ein ander die Straße entlang schritten. Grgucr für Hmihcs. Ei deutscher Gouverneurs töuididiit für New Hork. Nomination des Richters Tngro vor geschlagen. Anerkennung für die Wichtigkeit deS deiitichen Vo tums in der New-Hniker Kam pagne. Hughes krilisirt Bryan in seiner zu Hornigstem, O„ ge haltenen Rede. Tie gepnblika nische Partei allein kann seiner Behauptung nach das Volk glück lich machen. Senator Beve ridge singt ein Loblied anf Tast und seine Verdienste. N e in H o r k. i!. Sept. Fnr Er ringnng eines Sieges in der bevorste henden Staatswahl ivird, namentlich im Falle der Wiedernominalion deS Gouverneurs Hughes, die Ausstellung eines demokratischen Eandidaten siir nothwendig erachtet, welcher sich nicht nur innerhalb seiner eigenen Partei des höchsten Ansehens erfreut, sondern welchem auch die Stimmen deS libe ralen Elements der republikanischen Partei zufallen würden. Ein solcher Eandidat würde, nach dem Tasürhal len von Politikern, welche mit der lo taten Situation durchaus vertraut sind, am ehesten unter den deutschen Bürgern der Stadt New Hoi k zu fin den sei, und dahin hat sich gestern ein Tauuuanyit, welcher in dem Ra the des Wigwams eine leitende Stel lung einnimmt, einem Vertreter der Presse gegenüber unverhohlen ausge sprochen. „Tas liberale Prinzip wird in der bevorstehenden Wahl eines Gouver neurs das Fssne bilden," lauteten die Ausführungen, „und wir müssen ei nen Eandidaten ausstellen, an dessen liberaler Gesinnung nicht die leisesten Zweifel obwalten, llni sicher zn geben, sollten wir nuter den deutschen Bür gern, welche im öffentlichen wie priva ten Leben an leitender Stelle stehen und welche das allgemeine Vertrauen besitzen. Umschau halten und einen solchen siir die Eandidatnr zn gewin nen trachten. „Fch bin der festen Ueberzeugung, daß Richter Tngro solch' ein Mann ist, und dasz wir mit ihm an der er sten Stelle des Tickets den Gouver neur Hughes im Falle seiner Wieder nomination leicht schlagen können." Anf seine Frage, wie eS mit den Aussichten des Vice-Gonveruenrs Ehanler oder des Richters Parker anf die Nomination stehe, erhielt der Be richterstatter zur Antwort: „Beide sind ausgezeichnete Män er, doch könnten sie sich an Stärke mit dem Richter Tngro nicht mes sen." Hn g hes kritisirt Bry a n. H o n n gst o w n, 0., 0. Sept. Gouverneur Hughes von New Hort' war der Hauptredner in der Ver saninilnng. mit welcher die Repnbli Kaner von Ohio gestern ihre Eam pagne eröffneten. Nachdem Hxghes im Beginn seiner Rede ausgeführt, das; seit der Entfernung der Teniokra ten ans dem Weiißen Hanse vor 12 Fahre das Volk tum die bekannte Bryan'sche Plirase zn gebrauchen) in der That regiert habe, indem sowohl der Märtyrer Präsident McKinley als auch Präsident Roojevelt stets be strebt gewesen, den Willen des Volkes zur Ausführung zu bringen, fuhr er im Wesentlichen fort: „Es ist leicht siir Tiejenigen, die von Verantwortlichkeit dafür frei sind, die Adniinislralion zn kritisiren. Herr Bryan iß ein beredter Kritiker, aber die Geschickte der republikanischen Partei ist Federniann bekannt und das amerikanische Volt läßt sich durch geschickte Seitenhiebe oder Mnndser tigkeit weder verwirren noch irresiili reu. Wenn man den nnvernieidlichen Widerstreit der Meinungen und die Wichtigkeit der involvirten Fragen er wägt, so erscheint die Geschichte der fortschrittlichen Gesetzgebung der re publikanischen Partei als etwas An Brrordentliches. Tie Creirnng des Eorporations Bureaus, die Bill über die Balmralen. die gegen Fälschung von Nahrungsmitteln, die Fleisch inspektionsbill und die zum besseren Schutz der Arbeiter angenommenen Bills sind Gesetzgebnngstliaten. Ivel che keine Kritik zn verkleinern vor mag. „Wenn Alles, dem Herr Brnan in den letzten zwölf Fahren das Wort ge redet hat. zum Gesetz geworden wäre, würde wir mit Unglück überhäuft worden sein und es künftig als nnser Hanptgejcliäft betrachten, einen Aus weg aus den Maschen unüberlegter Gesetzgebung, worin wir uns verwik kelt. zu finden. Ein Glück für uns und Herrn Bryan selbst, das; er ge ichlagen wurde und daß bas von ihm ansgesietlte Programm nicht zur Aus führung gelangte." N nrbeid e Republik n e r n ist Heil zu finden. Herr Hngbes unterzog dann die ein zelnen Punkte der demokratischen Platsorm einer scharfen Kritik und fuhr dann fort: „Von der republikanischen Partei unter ibrer klugen und erfahrenen Leitung müssen wir unter gegenwär tigen Umständen auch die geeignete Führung zn den uns gesteckten Fielen erwarten. Es ist keine Feit für Onacksalbereien, noch für die Herr schaft einer Partei, die solche in Vor schlag bringt. Während wir aber die Programme und die Eandidaten der Gegenpartei freimüthig kritisiren, er kennen wir mit demselben Freimnth an, daß keine Partei ein Monopol hat auf patriotische Beweggründe oder aufrichtiges Bestreben, zum Wohle des Landes beizutragen. Fn verschie dene Gruppen getheilt, verschiedenen Prinzipien anhängend und verschie dene Methoden befürwortend, sind alle Bürger dieses Landes von der selben Vaterlandsliebe erfüllt und von derselben Tevotiou sin das altge meine Beste inspirirt. Wir kritisiren nS gegenseitig ohne Bitterkeit, weil wir wissen, das; in der össentlichen Tisknssion wichtiger Fragen der beste Schutz für unsere Fiislilnlionen liegt. Fch hege ein unerschütterliches Ver trauen anf den Fortschritt des Volkes. Unwiderstehlich schreitet dieses zur Er reichnng seiner Fiele vorwärts. Fe des Privileg, das aus Koste der all gemeinen Fnteresse besteht, muß schließlich den Weg gehen, den der TespotisiuuS und die Tyrannei von jeher schließlich gehen uinßten. Wäh rend wir aber fortschreiten, müssen wir Fehltritte vermeiden. Wir müssen uns von der Vernunft leiten lassen, mit klarem Auge, ruhig und unent wegt vorwärts schreiten. Ter Sinn für Gerechtigkeit und die Auerken nnng der Thatsache, das; wir gegen seitig von einander abhängig sind, müssen in Allem vorherrschen. Wir müssen uns geloben, uns loyaler denn je dem allgemeinen Wohl zn widmen und unsere Parteisiege nur insoweit als einen Gewinn zu betrachten, als sie unS eine Gelegenheit geben, nnse rem gemeinsamen Vaterlande zn die nen." Beveridgesin g t T a f t's L o b. Senator Beveridge folgte Herrn HngheS als nächster Redner. Er er klärte vor Allem, daß wir uns innut ten einer historischen Bewegung befin den und dasz die Frage besteht/öb diese Bewegung weiter geführt soll oder nicht. Er erklärte, die Tarifrevi sion komme zuerst, doch sei es die Fdee der Republikaner, dir anderen handel treibende Völker mit ihren eigenen Waffen zu bekämpfen. Herrn Bryan's Fdee bedeute in Bezug ans die Ma rine ein Ausgeben der Monroe-Tok trin. Tann zog er Vergleiche zwischen Herrn Bryan und Herrn Tast und meinte, Herr Bryan habe noch gar nichts gethan. Er predige nur Recht schaffenheit. verstehe aber nichts von der Verwaltung, wie z. B. Herr Tast. Weder in unseren auswärtigen noch in unseren inneren Angelegenheiten habe Herr Bryan irgend etwas ge than. Er habe keinen Kanal gebaut, keine Philippinen verwaltet „d ans Euba nichts gethan. Ties Alles sei Tast's Werk. Tr. Rustin's Ermordung. O in a h a, Nebr., l!. September.— A. F. McElarey, Vater von Fran Rice, welche in Verbindung mit der Erniordnng von Nr. Frederick Rnstin sich hier in Hast befindet, hat seine Tochter im Gefängnis; besucht. Spä ter sprach er bei'm Polizeiches vor. Keiner der Beiden wollte sich über die Unterredung äußern. Für Feit suchen die Tetektivs Flau Rice'S Gatten welcher Freiwilliger im spanisch-ame rikanischen Kriege war. Tr. Rnstin ist gestern Nachmittag beerdigt woi den. Gnttiiimord und Selbstmord. Ea st Bridge w a t e r. Mass t!. September. Fn ihrem Hanse an der Ceutralstraße sind die Leichen des Ehepaares .Kimball E. Sheldon von einem Milchmann am Morgen aufge funden worden. Frau Sheldon lag ans dem Bette und hatte eine tiefe Wunde am Kopse. Tas Finnner war mit Leuchtgas gefüllt. Sheldon war 78 Fahre alt und seine Gattin mn zwei Fahre jünger. Tie Behörden glauben, daß Sheldon seine Gattin erschlagen und hieraus Selbstmord be gange habe. Sheldon war sehr reich, hatte aber sein ganzes Vermögen ver loren. Eine Truppe des Hrn. Savage brachte vorgestern in Philadelphia das Sensationsstück „Tbe Tevil" vor üherfüllteni Hanse zur Ausführung. Hunderte von Personen, die dasselbe gern iehen wollten, konnten keinen Fntritt mehr finden. s o Si vi Lock, vi liis IMüMI-eilM lklll Earle's Schicksal. Eine Wohnung für den nussätzigcii Soldaten in Washington. Seine Gattin bleibt in seiner Nähe, bis ihn der Tod erlöst. Tas Sternenbanner wird als Schmuck und gleichzeitig als Warnnngs- Signal über dem Krankenhause wehen. Schaaken von Tou risten auf dem Heimwege von Europa. Offiziere der Armee und Flotte mit militärischen Stu dien in Europa beauftragt. Lieutenant Eonunander TaviS will drahtlosen Verkehr zwischen Washington, Paris und London herstellen. Washington, T. C., 0. Sep tember. Tie hiesige Sanitäts-Be Hörde hat mit derErrichtnng der Woh nung begonnen, in welcher der am Aussatz leidende frühere Soldat Fohn R. Early seine Tage beschlieszen soll. Ter Unglückliche erhält ei Wohn-, Schlaf und Badezimmer enthalten des, sehr bequem eingerichtetes Häus chen am östlichen Potomac. Seine Umgebung wird allerdings einen dü sieren Eharakter tragen, denn ans ei ner Seite seiner künftigen Behausung befindet sich das Quarantäne Hospi tal, und aus der anderen der Armen- Friedhof. Er ist jedoch mit dein ihm angewiesenen Plätzchen sehr zufrieden und freut sich darüber, dasz er an dem Hügel, an dessen Abhang seine Hütte liegt, ein kleines Blumen und Ge müsegärtchen anlege kaun. Obgleich sein Zustand hoffnungslos ist, zeigt der Arme keine Spur von Niedergeschlagenheit oder gar Ver zweiflnng. Fn heldeniuüthiger Erge bung in sein entsetzliches Geschick sieht er seiner einsamen, schrecklichen Zu knufl fast heiter entgegen. Sein Trost ist, das; seine treue Gattin mit seinem .Emde in seiner Nähe bleiben, bis der Tod ihn erlöst. Tie wackere Frau hat mit dem Ertrage der für sie veranstalteten Sauunlnngen ein klei nes einstöckiges Hans in nächster Nä he der Hütte ihres unglücklichen Le bensgesährten gemiethet und wird ihn mit ihrem kleine Söhnchen täglich besuchen. Nie wird ihr jedoch gestat tet iverden, sich dem Kranken ans mehr als zwei Schritte zu nähern. „Fch werde bei ineineuiManne blei ben, bis sei Ende kommt", erklärte die opferfreudige Frau. „Wenn die Behörden beschließen sollten, ihn spä ter nach einem anderen Orte zn brin gen. so werde ich ihm folgen. Nichts lau mich von ihm trennen, wenn ich ihn in meinem Leben nie wieder küs sen darf." Für den Unterhalt des Aussätzigen und seiner Familie ist hinreichend ge sorgt. Er erhält vom l. September an eine monatliche Pension von P 72. Tas Geld wird, da er dasselbe weder berühren och eine Ouittnng unter schreiben darf, nach Abzug der gerin gen Koste seiner Verpflegung seiner Frau ausbezahlt, so das; diese mit ih rem .Emde keine Noth z leiden braucht. Als einzige besondere Vergünsti gnng bat der Kranke darum, das; vor seiner Hütte eine Flaggenstange er richtet werde, damit er das Sternen banner, unter welchem er kämpfte, als er sich sein gräßliches Leiden zuzog, immer vor Auge habe. Tie Flagge ivird gleichzeitig als Warnnngssignal für die Passanten dienen. Tie Nahrung des beständig von ei ner Wache ningebenen Mannes ivird sorgfältig nach ärztlichen Vorschriften zubereitet. Bei seiner starken Eonsti tntion und der Bereitivillgkeit, mit welcher er sich allen Anordnungen fügt, glauben die Aerzte, daß es viel leicht noch möglich ist, seinem Leiden Einhalt zu gebieten und sein Leben um Fahre zu verlängern, wen seine Heilung auch als ausgeschlossen be trachtet iverden muß. Tanüt er in seiner Einsamkeit nicht in Schwer uuith versalle, erhält er zn seinem Gärtche bin eine Bibliothek, für wei che ihm alle Bischer geliefert iverden sollen, die er wünscht. .Zugvögel auf derßückkehr. Ter Rückslroin von Touristen ans Europa war schon im Monat August sehr stark. Fni Hafen von New-Hork trafen, laut einer Zusammenstellung des statistischen Büreaus auf Ellis- Fsland, in, abgelaufenen Monat 4 t,- 800 Personen in der l. und 18,077 in der 2. Kajüte ein. 2.4 Tampfer-Li nie theilten sich in die Fahl der Pas sagiere. Tie vier größten Tampfer- Gesellschaften, Hamburg Amerika, Norddeutscher Lloyd. Eunard und White Star hatten den Löwenanthei! am Geschäft. Sie brachten 7407 Pas sagiere in der 1. und 788!) in der 2. Kajüte, zusammen 45,140, hierher. Hapag steht init 1102 Passagieren in der ersten und 2270 in der zweiteil Kajüte, die mit!> Fahrten van Ham burg befördert worden sind, an der Spitze der Lifte. Ter Norddeutsche Lloyd brachte mit !1 Fahrten van Bre men 1825 Passagiere in der ersten und 24 42 in der zweiten Kajüte, aus Mittelmeerhäfcn mit zivei Fahrten 404 in der ersten und 820 in der zwei ten Kajüte. Tie Eunard-Linie brach te mit 8 Fahrten >587 Passagiere in der ersten und 2840 in der zweiten Kajüte. Tie White Star Linie brach te init Fahrte van Santhaniptan und Liverpool 4!>!)t in der erste und 21>7 in der ziveiten Kajüte. Tie Hat land Amerika-Linie brachte van Rot terdam mit 4 Fahrten 084 Passagiere in der ersten Kajüte und 728 in der zweiten Kajüte. Tie Red Star Linie brachte niit 4 Fahrten 400 Passagiere in der ersten und 710 in der zweiten .Kajüte, und die Anstro Aniericana brachte mit 2 Fahrten 42> Passagiere. Tie anderen Tampser Linien besör derte de Rest der Passagiere. Militä r i s ch e Studien in E n r a p a. lim in Teutschland die Lnstschisf sahrt, wie sie von den Militärbehör den betrieben wird, und in Frankreich die Fartschritte ans dem Gebiete drahtloser Telephonie zu slndiren, trat gestern ans dem Tampser „St. Paul" General Fanies Allen van der Ban desarinee van New Hart aus seine Europasahrt an. Fn Frankreich ivird er mit dem Commander Ehapin van der PnndeSmarine znsammentressen. Beide iverden die einschlägigen nüli tärischen Pcrsnchsstatianen in Frank reich, Teutschland und später auch in England besuchen. General Allen erklärte vor der Ab fahrt, dasz die Amerikaner keineswegs versuchen würden, in unbefugter Wei se den europäischen Großmächten mi litärische Geheimnisse abzuknüpfen, sondern dasz die Mission die sei, unter zulässiger Führung solchen Erperi menten beizuwohnen, die vorzufüh ren für gut erachtet würden. A rgentini e'sß ü st nge n. Tie argentinische Republik ist krie gerisch gestimmt. Sie betrachtet die kolossalen Rüstungen Brasilien's, in Sonderheit den Ban zweier Kriegs schifse vom „Treadnonght"-Typus, als gegen Argentinien gerichtet. Ties erklärt, das; die Abgeordnetenkammer mit überwältigender Majorität für kriegerische Rüstungen P 55,000,000 bewilligt hat, Eoiuuierzielle Fragen und Grenz-Eoiiflitte haben seit lan ger Feil das Verhältnis; der beiden Länder unerquicklich gemacht. Trahtlos e r B e r k e h r ü b e r'S M e e r. Lientenant-Eonunander Eleveland Tavis. tvelcher kürzlich das ans Ge schiitzeii abschies;bare Torpedo ersand, beabsichtigt deinnächst direkte draht lose Perbindnngen zivischen Washing ton und Paris und London einzurich ten. Zu diesem Zwecke hat er um die Erlaubnis! ersucht, ans der Spilze des Washington Monuments, in einer Höhe von 555 Fns;, einen Apparat in stalliren zu dürfen. Er will dann in England und Frankreich gleich hohe Stationen errichte. Räiibcrgcschickstci, ans dem Osten und Westen. Bridgcport, Eon., kl. Sepc. Einbrecher erbeuteten vorletzte Nacht im Heim der Frau F. R. Ro bertson, Wittwe des Präsidenten de' „Tiamond Match E0.," in Greensield Hills Silbersachen im Werthe von PB5OO. Tie Räuber entführten den Raub in einem Automobil. Während der Nacht befanden sich Frau Roberr son, deren Tochter Eleanor und Hr. und Fran H. A. Robertjon im Hause, doch hatte Niemand irgend ein ver dächtiges Geräusch gehört. Als Frl. Eleanor am Morgen das Silber ver nützte, setzte sie den Räubern in einem Automobil nach, doch verlor sie deren Spur bei Sonthport. Tulnt h. Min., 0. September. Fn Biwabik haben süns Einbrecher die dortige Bank geplündert. Ein Bürger, der sie bei der Arbeit über raschte, wurde niedergeschossen. Elevelan d, 0., t!. September. Ter in Tiensle der „Pennsylva nia Bahn" siehende Tetektiv Edward B. Stanton, 28 Fahre alt, ist von Einbrechern nahe der Tavenportstra szenStation niedergeschossen und tödt lich verletzt worden. Tie Räuber ent tarne, doch hat die Polizei zwei Män ner als verdächtig verhaftet. Tie Postverwaltung in Austin. Teras, hat Ansichtskarten, die das Bild von Neger Lynchungen zeigen, von der Beförderung ausgeschlossen. OKSI'oMK kür Qvü lZie Äle, vis U Immei- Köhlis! sbt

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Aus Deutschland. Feuerversicherung nd große Bränoc hüben und drüben. Europäische Versicherungs Gesell schasten nachen schlechte Geschäfte in Amerika. Anerkennung sür eine seöinäimische Leistung der Ossiziere des TampserS „Kaiser Wilhelm der Große." Kron prinz Wilhelm verbleibt vorläufig in der Civilverwaltnng.—Reichs Tesizit von 11 Millionen Mark im letzten Rechnungsjahr. Teutsche Coiimieiitarc über die Fahrt unserer Schlachtschiff-Flot te. —Iswolski's Besuch in Berlin. B erli n, 0. September. Gro ßes Fnteresse erregen in weitere.! Kreisen einige Mittheilungen, welch" Hr. Ltznian Cafe vo Neiv-Nork. der dortige Betriebsleiter der „London Assnrance Corporation," der sich seit einiger Feit in der deutschen Reichs hanptstadt aufhält, über die Geschäfte europäischer Versicherungs Gesell schaften in de Ver. Staate geinacht hat. Hr. Case hat hier die Versiche rimgs Gesellschaften mit Fleiß sin dirt. Ter Fachmann führte in einer Unterredung aus, das; die enropäi scheu Versicherungs Gesellschaften bockst beunruhigt seien durch die fort gesetzten Feuersbrnnste in Amerika, welche die geringen Profite des regn kören Ge'chästs auszehrten. Sie be trachteten das Hineinlesen der Erd hebenklansel in die Police durch die kalifornischen Gerichte als durchaus imgerechk. Tie enropäi'che Versiche rungs Gesellschaften setzten jedoch ihre Geschäfte i Amerika in der Hosf nung fort, das; dort ach nd nach eine Besserung der Bcmgesetze erfolge. In dieser Hinsicht sei Europa Ame rika weit überlegen, so insbesondere durch das Einbauen von Fenerwim den hei elektrische Installationen. Hr. Ease schloß mit der Erklärung, daß in London, Paris, Berlin und Wie zusammen weniger große Bräu de vorkäme, als in irgend einer Großstadt Amerika's. Aintl i ch e Genehin i g u ii g. Tie'SttMiteii"p"Aenditthmgeto der „New Bork Life liftiiranee C 0.," von welcher es vor einiger Feit geheißen hatte, sie wolle ihre Geschäfte in Teutschland ausgehen, sind imninehr amtlich genehmigt worden. Tie New- Borker Gesellschaft hatte schon danigls diesbezügliche irrige Meldungen mit dein Beinerken demeiitirt. das; sie das deutsche Geschäft in eingeschränktem Umfange aiisrecht erhalten werde. Tiese Cstftchränkmig sei nicht die Folge der scharfen Besliimnungen, welche das deutsche Aiftsichtsaint für Privat- Versicherniig durchführe, sondern der neue Gesetze, welche im Staate New- Bvt'k in Kraft getreten seien. Gute Leistung des Kai sers Wilhel i de r G r o ß e." Tas Seegericht in Bremerhaven hat soeben die Entscheidung abgege ben, das; der vom Norddeutschen Llond-Tampser „Kaiser Wilhelm der Große" im vergangene Oktober er littene Verlust des Ruders nicht aus geklärt werden könne. Wahrscheinlich sei die Havarie eine Folge des Wel ters gewesen. Tie Bauart, die Schiftsleilnng, die Maschinen seien mitadelbar befunden. Tie ohne Rn der zurückgelegte Fahrt sei eine her vorragende, des höchste Lobes wiir dige seeiiiannische Leistung gewesen. Kaiser Wilhelm hatte, wie seiner Feit gemeldet, die Großthat, als der Lloyd Tampser „Kaiser Wilhelm der Große," nach dem Bruch des Steuers auf der Fahrt von New-Bork, mit de i Schrauben nuf eine Strecke von 1700 Meilen sicher durch die Wogen geführt und nach dem Heimathshafe gebracht wurde, in glänzenderWeise anerkannt. Außer dem Eapitän Polack waren auch der damalige crsle Offizier Isecke, der erste Ingenieur Beyers dors und der erste Maschinist Gcrdes, sowie die ntereii Offiziere dekorirt worden. Ter Eapitän hatte in den kritischen Tagen nicht weniger als 2l Angebote, ihm Hülfe zu leisten, abg.'- wiese. Tes Kronprinzen Thätig -te.i t. Kronprin; Wilhelm wird vorläu fig kein militärisches Eommando übernehme. Er beendet zunächst seine Thätigkeit im preußischen Minist?- rium des Inneren, wird dann drei i Monate im preußischen Finanzmini sterium arbeiten und hieraus den Gang der im Neichs- Marineamt kennen lerne. Etatdefizit sür letztes Rechnungsjahr. Tie Diskussion der Steucrplän? der Regierung, durch welche dauernde Meli,-Ciluiahmestdes Reiches i der Höhe von sünfhmidert Millionen Mark pro Jahr beschafft werden sol len. wird in erregter Weise fortge setzt. Tie Stimmung ist och ver schürst worden durch die soeben er folgte Veröffentlich!; der Clat Cr gelmisse sür das Rechnungsjahr I!>>8. Tas Tesizit hat darnach nicht weniger als vierzehn Millionen Mark betra gen. G e n e r a l v. H ä n i s ch todt. Fm 80. Lebensjahr isl hier Gene ral der Kavallerie Karl v. Häniicki. Chef des Ulanen Regiments vo Katzler (Schlesisches) Nr. 2 und lang jähriger eomniaiidirender General des t. Armeecorps in Magdeburg, dahingeschieden. Am ck. Januar 182'. in Ratibor geboren, trgt Karl v. Hänisch am 1!. Juli 18Z7 in das 2. lUane Regi ment ein und wurde in diesem Regi meiit 181!) zum Lientenaitt besörderi. Im Feldznge 18! erwarb er sich als Adjutant der 10. Tivision, als Ivel eher er an den Schlachten und Gefech ten von Nachod, Skalitz, Schwein schädel und Königgrätz theilnahm, den rothen Adlerorden st Klasse mit Schwertern; 1870 —'71 machte er die Schlachten hei Gravelotte, Beamnonl, Sedan und die Belagerung von Pa ris mit. Cr wurde durch die Perlei himg des eisernen Kreuzes 2. und 1. .Klasse ausgezeichnet. Fm Fahre 1888 wurde er mit der Führung der Ka vallerie Tivision des lü. Armee Corps betraut, woraus er am 22. 2Närz 188!) mit der Führung des l. Armeecorps in Magdeburg beauftragt wurde und als coiimiandireiider Ge neral am 21. Faiuiar 1800 zum Go neral der Kavallerie und am l. Au gust 180.", zum Chef des Ulaneii-Re gimeitts von Katzler ernannt wurde. Nach Beendigung des Kaisermanö vers 1800 erhielt er de schwarzen Adlerorden und am Tage seines 00- jährigen Militär Tiensljnhilänms die Brillanten zu diesem Orden. Vo riges Fahr beging er das 00-jährige Tieiistjiihiläni. Ter General ist auch 'chrijtsleklerisch mit einer Biographie des Generals v. Goeben hervorgetre ten.) Selbstmord ans Nah r ii ii g s s o r g e n. 'Mit großem Bedauern wird na mentlich in literarische Kreise die Knude aufgenommen, das; der Ro man und Novellen Schriftsteller Theodor Tnimchen SelbsMiord be gangen hat. Nach dc'n Angabe vo iMisten Bekbnutest stft bee Beweg grund der That darin zu suchen, das; TnilNchen in jüngster Feit mit Nah rimgssorgen zu kämpfen hatte, die seinen Geist iiiiidüstcrteii. Angeblich hat er in den Ver. Staaten, wo er vor vielen Fahren weilte, ein beträcht liches Kapital eingebüßt. Neuerdings setzte ihm Geldnoth derart zu. das; er 'ii einem Anfall von Verzweiflung zum Revolver griff und durch einen Schuß seinem Leben ein Ende machte. Theodor Tnimchen wurde am 28. August 11-i.ö:; i Delitzsch als Sohn eines Cigarre Fabrikanten gebo reit und schlug die kmismäiuüsche Laifthahn ein. Sein Berns führte ihn durch die Hauptländer Cnropg's, 'nach Amerika miid Weslindie. Fahre langer Anfeitthatt unter den verschie denen Völkern bot ihm eine reiche Fülle interessanter Beobachtungen, die er später schriftstellerisch, beson ders in Romanen und Novelle ver werthet hat.) C o in m e ii t a r e ü her A r m a d a fahrt. Tie australische Reise der amerika nischen Schlachtschifs-Flolte wird mtt lerksam verfolgt. Ter hei de zahl reiche Festlichkeiten gepflogein.' Re den-Aiistmisch wird hier ans das Ge naueste wiedergegeben und eingehend besprochen. Fn den Kommentaren wird darauf hingewiesen, daß in den hervorragendste oratorischen Leistn gen eine deutliche Spitze gegen Fa pan enthalten sei. Fngleich wird be tont, das; die unbehagliche Stim mung Cngland's Angesichts dieser Situation, wie sie ans de Beiner knngen der tonangebenden Londoner Blätter hervorgehe, sehr wohl begreif lich sei. Bartholdt in Berlin. Ter Präsident der amerikanischen Gruppe der Fiiterparlainentarischen Union, Repräsentant Richard Bart holdt von Missouri, ist hier zum In terparlamentarischen Congres; einge troffen. Tie Cröffnuiig ist auf den 17. September verschoben, um den Reichskanzler Fürsten Bülow die Theilnahme zu ermöglichen. Fwöls bis vierzehn College Hrn. Bartholdt's dürsten später noch ein- treffen. Iswolski kommt ini Okto ber. Wie lebhaft die Marokkosragc die verschiedenen betheiligten Kalnnete beschäftigt, erhellt, so wird betont, auch ans den zahlreichen Fiisanuneit künsten der leitenden Staatsmänner im gegenwärtigen Augenblick. Beson dere Wichtigkeit wirdstoch dem Besuch .beigelegt, welche der russische Minister Ter Trittst,e Cvrrrspviioritt, Baltimore, A,a., Montag, den 7. September l!) 08 Offizielle Stinnnzettel. Büren der Wnhlanssichts-Bchördc Gerichls-Gebiiude, Bnltinwrr, 7. September l!X)K. I ebereiiislinmnuig mit den Bestimmungen des Artikels!'.!! des Codex der Allgemeinen Oefseiitlicheii Gesetze wird hierdurch bekannt gemacht, daß die nte genannten Nonünalioiien hei dieser Behörde unter den Bestimmungen des Artikels !!N der Allgemeinen OessentiniM, Gesetze eingereicht worden sind. Tie Noininatio neu, die so au die Behörde eingereicht worden sind, werden ans dem offiziellen Ticket sein, so nahe als möglich in der nuten flehende Form und Ordnung arrangstt. Tie mittu flehenden Formen sind die der offiziellen Stimmzettel snr die eiste Ward des dritten Copgreß-Tisuitis. Farbe weift. Farbe rosa. (srste Ward—TemokratischrS Ticket. Crstr Ward—Republikanisches Ticket. ,vür dir dciiwkrittischc Nvininntion dir republikanische Nvnuiiativn Für Mitglied des Repräsentanten Hansbs im til. Eon- F.j„- K'Ujstü-d des Repräsentanten-Hauses im il. gieß der Vereinigten Staate vo, Tritten Eon- Cvngrrs, der Vereinigte Staaten vom Tritten gresi-Tistrikt von Manilnnd. Cvngrrß-Tistrikt von Mnnilnnd. Stimmt für Eine. Stimmt für Einen. Harr B. Wolf, Temverntic. George A. Finch, Rcpublicnn von der Stadt Baltimore. vvn Stadt Baltimore.

Elmcr F. Fvncs, Rrpnblican von der Stadt Baltimore. Fvtzn Krvnmillrr, Rcpublicnn von der Stadt Baltimore. Ter Tritte Eongres; Tislrikt besteht ans de Wards l. 2. l. ö, l!, 7, tt, 22 und de IG. l l. und lü. Prezüttten der lsi. Ward der Stadt Baltimore. Für die deinokrgtüche Noininatio sür Mitglied Für die republikanische Nominalion für ?Nilglieo des Repräsentantenhauses im 01. Eoiigreß der Ver des Repräsenlanten-Hanses im l!l. Congres; der Ver einigten Staaten vom Vierten Congreß-Tisirikt von einigte Staaten vom Vierten Eongreß-Tislrikt von M arylalld. st sarhland. Fol, Gill, Temverntic. Fol, Philip Hill, Repnblicnn. von der Stadt Baltimore. von der Stadt Baltimore. Ter Vierte Eongreß-Tislrikt besteht ans den Wards l>. 11, 12. l!i, I l. 17. I!> und 2t> und de 1.. 2.. lt. und 12. Prezinkle der 18. Ward der Stadt Baltimore. Fm Auftrag der Behörde, Famrs E. Hnbbert, Charles H. Carter, Chef Clerk. Präsident. des Aenszern Fswolsti in Berlin ab statten wird. Tie Vsite wird aller dings erst im Oktober erwartet. Sie dürste, wie man annimmt, eine gründliche Aussprache über die ge sauiiutcu Hanptsrageu der interna tionalen Politik mit sich bringe. Vom Gebiete der Kunst. Tie au der Hofoper als Kapellmei ster wirkenden Herren RichardStrans; und Tr. Karl Muck erhielten den Ti tel Musikdirektor. Ter dritte Kapell meisftr per Oper, deinEompouist Herr Leo Blech, wurde vom Kaiser dnren Verleihung des Rothe Adlerordens vierter Klasse ausgezeichnet. Ter lü. deutsche Sängerteig wird am It. und 12. September abgehak te werden. Tie Tagung der Tele girten findet im „Hotel Bristol" statt. Ter belgische „L'Art Eonleinpo rain, Societe Ro>?ale des Beaur Arts," eröffnet seine Ausstellung im S ezessio nsgebäiide. In Tresde ist der Eoiizertmeister der dortigen Hotkapelle Lewinger ge storben. Alfred Abel, der junge Charakter- Tnrsteller, dessen groszes Talent in New-Aork. während seines einjähri gen Engagements im „Frvüig Place Theater," in einer der lebten Eon ried'jchen Saisons, erst so recht ei gentlich entdeckt wurde kzmn ersten Male in einer denkwürdigen Anssüh nuig vem Halbe's „Strom"), wurde dieser Tage in seiner Abschiedsvorstel lung vom „Kleinen Theater" sehr ge feiert. Er geht an das hiesige „Teut sche Theater" über, wo sich ihm zwei fellos wohl noch ein grösierer Wir kungskreis eröffnen wird. Im Hamburger Stadl Theater hatte das neue Krüger'sche historische Trama „Ter Kronprinz," Meiches den Eonflikt Friedrich's des Grosien mit seinem Vater behandelt, bei seiner Erstaufführung nur einen malten Erfolg. In Wien bereitet Helene Odilo, über deren geistige ftnreckmimgsfähig keit ei langaiidauer der. operetten hatt annuithender Advokatenstreit in den östreichischen Gerichten getobt hat. frisch und munter die Heraus gabe ihrer Memoiren vor. Nach Allem, was man über Frau Odilo weis;, können die heiter werden, zu mal da der angekündigte Titel. „Pha tographie'ii ohne Retonche," sehr viel versprechend klingt. Ten Schnelldramatikern ist nichts heilig. In Stuttgart ist ein anony mer Trniiieitfer bereits mit einem einaktigen Schauspiel „izeppelln's Lustschisffahrt" aus der Bildflöche er schienen. Solche Geschwindigkeit ist aber selten Hcrcrei. und so entpuppte sich denn auch dieser Einakter wieder als ein recht plumpes und blödes Machwerk. In Hannover hat Ludwig Barnay seinen Amtsantritt als der Reorgani sator der Hofbühne damit markirt. das; er eine große Ansprache an das Personal losließ. Sem nicht gerade sehr originell klingendes Schlagwort war „Kunst über Alles". PS, AI land d-s°ra> 'Haine, r. 41., cft alllmatt-eir., nadc vustom v-ulr-,. Wahl N'ichter. Wahl-Rlailcr. gamco H. K „..nie. vldroile. 7' l.' ililkftc !aw/ 2 duvv..,,21l t!olttll>ttoll Nvo. Aiocitc Ward. 7 71. P, slisttanlo., ,811 l T, >Uonv Tlr. i> T. li. clsl, Mix 2'aiil Z 'lNcrtr Ward. n eirw Ullis' W,^"rnlo!^^^ Ward. N. eilvorl 2'riwlch .72.7 N.'oii>li-Tli. 7 M ?in"rl ,7nV tt 7i. cidwirrd 15. eiuii 2U 2!.-Hiali°Zlr. 7 71, Znimwl Tlciii .28 S!.'.vl,ib Sir. Zlrbeulc Ward. >7 T. liohn l, Bauer. 2122 Osl-Moittttilclstt', Ächlr Ward IN livhu 2. Tchrucser. I7NI N.-Vrndsordlli. Nchitt ieard. I N. aolm will,ll Nl>7 eil-Presloullr. Ivom.i .7, ~'ll U2B Hil's'lvvlrllr 1 71. livlui li. '.Uinlllwws, >228 2!. Evensli. Nwittsit Ward. Ii 71. T. c, Tee.Nol! 27N2 ?lork'Noad Plrrirdiue Ward. l T. Waller vi, Rotcnslecl 1710 livbnilr Ztrbrnielinir Ward. ll N, oico, H C. ,N>na, 711 iieniishlvania'llde. Nchl.rhittc Ward. s 7 T. Teiui! P Zwreiic>i....ll2! Hnuvverllr,

K eine Beleidigung des delits ch e n 0Z esg 11 dte 11 i n P e nezl, es a. Berlin, 0. September. Eine New-Borker.Uabelineldimg, das; Prä sident Eastro von Venezuela den deut schen Gesandten in Caracas, Frei herr v. Seckendorfs, beleidigt habe, indem er ihm die Abseiidiing einer chifsrirten Tepesche verboten, hat liier einiges Aussehen erregt. Auf eine Nachfrage wurde im Auswärtigen Amt der Bescheid, dnsz nigii dort keine Kenntnis; von der Affaire habe und der diesbezüglichen Nachricht keinen Glauben schenke. Tns Aiiswärlige Amt bat bekannt gegeben, das;, laut einem von der haytianische Negieriuig am ltt> Au gust unterzeichneten Handelsabkom men zwischen Teutschland und der Republik Hanti. jeht deutsche Waaren unter einem erniäs'.iglen .ollsah nach Hapti erporirt werden können. Holland's zweite Note. Haag. 0. September. Tie nie derländische Regierung hat in einer zweite Nole ant die von Caracas am Wahl-Clerks.

iUorltc Ward. 7 l. Ni'iiiill Ciiliil sm T. 2i>olscllr. I l N. oiicdcriU Ziearisl .217 Z, Wolscitt'. 1 71, Wm, 17, Niivolom ,22tt 2!, Ciilvcitllr, 2 N, I valvlii Willon, ttw 28, Zarnlonnllr 2 8. Cliiii NaliiiiN, N, iBrcrmBl>, Zlcbciitc Ward, Z !N Wnllor L. Tinr, 2NIZ cst.(kl>nscslr, i Nchlr 'Ward, 1 !>llilk (klttc Ward, 2 Thomms Ulli iftinUrliiite Ward, II T. ZNolor U, Zlauv Kill! Sl, i^ilmorstt, Tlcbrnzrlintr Ward, MorllttidiivanUafte Ward, II .is V. Nurlli '.'.'.'.'.'.'.'..'.7vu"i>i'".llrs iZcvt7.B 2', August hier eingetroffenen Eolii miinikation geantwortet. In dieser zweiten Antwort be'.eigt .Holland, während ec- grundiätckickl n>: dem einmal eingenommciicn Stand' Punkt festhält, die grösfte Alles zu vermeiden, was der Mög j lichkeit der Wiederherstellung besserer Beziehungen mit Venezuela im Wege flehen könnte. Ter Tcrt dieser Note wird erst nach der Eröffnung des Parlaments bekannt gegeben wer den. Föhn F. Emerh aus New-Aork, welcher in Eincinnati und anderen westlichen Städten bedeutende Mriiiidbeslh besas; und dessen Berwö- s gen ani 10 Millionen veranschlagt wird, ist ans seinem Soiiiiiiersih in der Nähe von Bar Harber. Me., nach mehrwöchigem Leide an der l.uin geiulit'.iindung im Aller von 7>> Fah reu gestorben. s>Z lieNs, d!g ills immN ksizuli lklit i Schul Aifftigen. College vf PhtzsieiniiS and Surgcons of Baltimore, Md. Musikalien. Der Kauf ine Knabt-Pinno ist ein Schritt vorwärt in musikalischer Ausbildung. Ihre Tonstärke ist eine Eigenschaft, die sich allen Musik-Liebhabern empfiehlt. Wm. Knabe k Co. Park-Auruue, Ecke Faiftttc-Straßc, Baltimore. I '.vuUoe 'IMZ?' IWKWK iWHWIdLo/tÄ. :vraoMU>l!csl>i.-k äK Hotel uno Ne;rauri..coue. Hotel Konrdord Nr. 117, Wcst-Lvibe.rd-Str. (NittUZ l' Nid. Plwuc W 8281. il. .ili P. Tl. Paul 8212 svm. Berk s (safe, Niihlsler Plv im Millelvittille der ClnVI. l. I'UIV!I> liiiii i>i-7vii.i.i':iit,u,vi!B>„ liZev.'.lZ> lin. li. Mandlrr, Vcs'.her. Taö allgemeine Publikum. „The Bismarck," 4 Nord Ciah nahe Baltiiorc-Str. Lunch den gniize Tag. Aug. Berkeineier, llmcr. (?1112.11i> 11. Zchlruac. aiaeiilhiimer. Jolm Kiederköfer's Nestau rant, West-saratogr-Strasse. Teutsche Küche. ~lirvrarr und >mort>'r Mahlzeiten zu alle Tageszeiten. !>irs,iirc Tlucro zivischrn 12 und 2 llltt. lAnNll' 1 C)eorqe Filling, Weinen und Likören, —!!U! T st-Baltillloer Str. Versicherungs Anzeige. Frankfurt Unfa"u.d Iss--r-ngs Spiegelglas- (Gesellschaft von Frankfurt 1. M„ Teutschland. Zoyn (H. Kolker, Agent, üiultlmorc, Mo. alo,jaT—) Deutsch-Amerikanische Fee v Versich e i n g s Gesc ll sch a ft, Doutsciie Feuer Versicherungs Gesellschaft von Baltimore, Md. der 2. Ardlcuscld, G Wi> SUilir, Hciir Hosmaim. Nordmrst-Eckc Hvllid- und Battimorr-Straße. Hermania Feuer Versichernngs Gesellschaft von New?)ork. Ulinr Ki>u. P> .o.o'>l.> IHesmmnle Giillmocu 7,187,040.71 Ucl'crschul! tiir Po>lcc.lhal>ce.. 1,7.10,200.04 Fol; G. Notker, Geschäftsführer. Tcl-ob-1,. Pfandleiher Anzeige. K. SiUnbes CsmP., Pfandleiher Nr. 075, West Baltimore Strafft, ol,c Plnr-Mratzkl" Slcld vi-illcltt auf Itdrn Wkrtliqrlirilstimd. cyunUlMZ)"^"^ Geld auszuleihen, Benjamin Comp.'s Tarlehen- und Bank Coir.toir. 7>ri>ttt' l'lebiludr >188! c,udl>n>. cilrn van Irin, 7 Mir 01 -Ndrud 0 Uhr; Zaiiii'ian dl lii /IdcuUS. Medizinische Anzeige. Dr, Wm. Kecker, iiiilÄii, :'.'!uNum' Nr 7vB,"cnÄl !>!alr Mittel. Prel lilc, polheler. t I'll!ai2. j.-.T,11Z) jMtzMst (fmvfl,vltn von Posner in Benin. I '.'ittÖleerunoen ans den Urin bei deiden in i.e. jll Vesser al irovolva C, l .!i oder Ciiisvri,uu„wn iiiid loci von ttl in MiAln enlV.iltcn!?A'd?,!eu der Name gcschrieven s'l .ohn? die IMVVI sind ksiiie echl Nile w>Ntken Xst 3

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4 Der Deutsche Borrespondenl erscheint jede Tag im Jahre. Nr. 111, Ost Baltimore Straße. k. 6 P. l!l7F St. Paul. Maryland 17!>0 konrtland. Montag, de 7. Srplcinbrr 1108. Acht Seite. (brnrrnl Anwalt Strnns iibcr die korinptioiis Akte. Die (besetzgeber Morhloiid's boben in der letzte Session ei (besetz ge mocht. in der Korruption bei den po tilischen Wohle im Ttoote z slen er, (benerolonwoll Strons, der Po> ter des (besetzes, bot mm dieser Toge dos ivortreiche und theilweije recht verklonsulirte (besetz onch sür Richt- Fnrislen verstöndlich gemocht. Do wir bor den Herbstwoblen sieben, ist es om Plötze, die Honptpnnkte der Strous'schen Krllä-Oingen iviederzn geben. Herr StronS bot ollerdingS in einige Pnulte bereils Wider spruch gesiiiideü, ollein mon sollte doch omiebinen. dos; Herr Strons, der dos (besetz entworfen, den Sinn dessel ben oni besten beurtheile konn. To noch schreibt dos (besetz vor: Fede Per so welche direkt oder indirekt selbst oder durch ondere einer Person (beld, (beschenke, Vortheile n. dgl. onbietet oder verspricht, in dodnrch die Wohl zn (bnnston oder zu Ungunsten einer Person zu hoeinsliijst, soll eorrnpter Proktiten schuldig sein nd dosür be strost werden. Und zwor gilt dos für olle politischen Wohle, onch sin Prö sidenleiiwobleii, Konvente nd Cegis lotnr Sitzungen. Fede Person, ivelche direkt oder indi rekt von einein Kondidoten oder ir gend einem Andere, von einem ko mite, einer Orggnisotion oder Korpo rotion, (beld, (beschenke direkt oder in direkt erbölt oder erbittet, um jemnud zu vermttossen. für oder gegen eine Person zn wühlen oder sich seines Po tnins zn entbolte onch bei Pri niärwohlen ist cvrrnpter Proktiken schuldig nnd sott dosiir bestrost wer den. Dosselbe gilt sür jeden.der für lbeld, (beschenle oder Pe> sprechnnge zu ei genein oder Anderer Portbeil/sliniint oder sich des Stiimiiens entbäst. Wer direkt oder indirekt (beld oder ondere Wertbgegenslöude zn Korn pognekoslen oder Woblonsgobe bei trögt, sei es on Personen, komites, Klubs oder Orgonisotionen, ist eben falls eorrnpter Praktiken schuldig, wenn die Beistöge nicht on den Schotzineisier- odkr den politischen Agenten geleistet werden. Ansgenoi wen sind, die Fegliigre Mitglieds beitröge von incorporirte politische Klnbsi deren (beider lediglich durch den Schotzineisier oder sür Telegioin nn. Schrribinoteiiolien. Driicksoche, Reise eines kondidoten dgl. ver oiisgobt werden. Feder Arbeitgeber, der seinen Auge stellte Coli oder (behalt i Konver ten aushändigt, ons welchen ein ge schriebenes oder gedrucktes politische? Motto ist oder welche Argnmeitte oder Drehungen entbolte, welche die poli tischen Ansichten der Angestellten be einflussen könne, möcht sich ebenso? corrnpier Proktiken schuldig. Auch dos Anbiingen von Plakaten oder Schriftstücke, welche Drohungen oder die Mittheilung entholte, dos; dos (beschüst ganz oder tbeilweise ein gestellt oder die Cölme herabgesetzt werde würde, wen ein gewisser kondidot gewühlt oder geschlagen würde, sollt mer die Bestimmungen der korriiptions Alle und ist strafbar, wenn dergleichen Woblbeeinilnssmig W Toge vor den Wahlen onch den Primärwobleii eriolgt. Wer vor. ivöb rend oder noch de Wahlen ielbsi oder durch Andere Speisen, (betränke, Un terholtiingeii oder dgl, verobsolgl. in die freie Wobl von Bürgern zn beein slnssen oder sie vom Stimmen obzn holten, ist ebenso wie der. welcher iol che Dinge oniiimnit. der korrnplion schuldig. Korporationen ist es verbo ten- kompogiieheiträge ;n leiste. Ue bertrelmigen sollen noch Uebersüh rniig für jeden Fall hestiott werden. Dos (besetz ist drastisch und so mit der politische Korruption oniröii men. Rur nöthig, daß es strikt durch geführt wird, und nicht, wie io viele ondere (besetze, todter Buchstabe ist. PINe tiir's nSlan clll Ruine. Re. tili n,c li, H,ir-e. k Zum Aibeiteitag. Der erste Monlog im September gebärt ols Feiertog den Arbeitern. Ein Heer von Arbeitern bot diesmol wenig Anloß. den Tog ;n iesUich >n begehen. Trotz oller Arbeilsivillig keit sind Hmiderttonst'iide miserer Ar beiler schon seit Monoton gezwungen gewesen, unfreiwillig z „feiern" oder nur bolbe Feit zu orbeilen, nnd viele ons der großen Armee der Arbeiter iverden beule trübselige Betrochlmi gen onstellen. Unsere Arbeiter Hobe denn onch diesmol von einer Porode Absloiid genommen, wie sie sonst üblich wor. Diese Umzüge hotten pim Theil de Fweck, die Möcht der orgonisirleii Arbeit vor Auge zu fübren. Fn möchtige Verbünden hoben sich die Arbeiter ziifommenge schlösse, um onch ihr Plätzchen on i der Somieiiseile des (st'bens zu errin ge in der Erkenntniß, dos; mir ein mükbiges Fnsonniiensteheii deinToge werk den verdieiilen Colin und eine bessere Cebensstellnng sichern könne. Viel bobe sie im Coufe der Fohre erkämpft. Aher gegen wirthschoftliche Depression, wie sie seit der Oktober- Ponil des letzte Fohres über doS Cond gekommen, sind mich die stor ken Arheiter-Verhände ohnmächtig. Und gerode die Arheiter sind es, die unter wirthschostlichen Rückschlägen om meisten zu leide Hoden, obgleich sie on der Herbeiführung des ivirth schosllichen Riedergonges mischiildig sind. Dos Kopitol Hot sich mehr und mehr zustimmen gebollk. (broßcorpo rotioiien. Trusts nnd Monopole sind üherinächtig geworden. Ein Heer Po Arbeitern steht in ihren Diensten und Hilst die „geschwollenen Permögen" mehren. Und wenn durch (bründiiiig über (biüildniig, durch eine sträsliche Aktien Penvässerinig schließlich dos Pertrouen des Volkes in die (broß (bründmigen erschüttert ivird. doiin ersolgt ein Rückschlog wie letzten Herbst, unter dem der Arbeiter om schwersten zu leide Hot. kr wird orbeils nd domit verdienstlos. Und seien die Arbeitei Verbünde noch so stork und geschlossen, gegen Arbeits losigkeit sind sie obinnöchtig. Ein Recht ons Arbeit hoben sie nicht und tonnen es nicht erzwinge. Die Ar beitskrosl. dos Honptkopitol des Ar Hilters, ist brochgelegt: er ist ons un bestimmte Feit ois wirthschoftlicher Folter onsgescholst't. kr ist ober im mer och ein politischer Mochtfoktor. Hier bot er (belegenpeit, seine Möcht geltend zu inochen, dos; sich Feiten wirthschostlichen Riedergoiiges, von denen ein jederzeit om schwersten be troffen wird, nicht wiederhole, es sei denn dos; sie durch iiotürliche Kreig insse. wie Mißernten n. dgl., herbei geführt werden. Toris, die Mittler der Trusts: Trusts und Monopole, die rücksichtslos und brnlol oiisben ten, sollten dem Arbeiter heule bejoii ders zu denken gehen, kr hol, wenn er bei den Wohle i geschlossene Reihe onsmorschirt, die Möcht, den Ausschlug zu gebe und zu verhin der, dos; wir einer Plittokrolie oder (beldbeiischost noch mehr zutreiben, ols es jetzt schon der Fol! äst. Die (brschnfts- iid Finniizlagr. Die slotislischen Erhebungen für den Monot Angnst hoben keine we st'ittliche Besserung der (beschöslsloge ergebe. Der (beldmorkt ist zwor überfüllt, so dos; keine (besobr liegt, dos; den größeren Anfordern gen. welche die Ernte on die Bonte stellt, nicht genügt werde könnte: ol lein der überfüllte (beldmorkt isl onch ein Feichen, dos; Hondel nnd Fndn sirie noch immer dorniederliegen. Die Bonlliüligkeit ist imAngnsl sogor wie der gegen Fnli znrückgegonge. Die Kiseiibolm Kimiobineii sind noch im mer niibefriedigend. iveinigleich sie ge gen Fmii und Fnli etivos gestiegen sind und die Fobl der stillstehenden Woggons obgenoiinne bot. Eine ge ringe Besserniig isl im Eisen- und Stohlgewerbe eingetreten. Die Boh nen bronchen Schienen und oiidere kisenboh Bedors, nd im fernen We sten sollen neue Bolmstreckeii gehont iverden. Trotzdem sieht die Herstel lnng von Roheisen gegen letztes Fgbr noch ivoil zurück. Ach die Bonmwoll- Fndnslrio will sich och nicht erboten, wenngleich dos Robmoteriol pro Bol len Fl Dollors billiger isl ols letzte? Fobr. ktlvo die Hülste oller Spin dUn siebt noch still. Auch dio Fobl der Bonkerotte ist och iminer hoch. Roch Dnn's Krinitteluiigen Helios sich die Fobl der Folliinente im Angnst oni l l!l!> mit Berbindlichkeilen in der Höbe von nohezn Fl Millionen Dol lors. Fm Angnst I!t7 belies sich die Fobl der Bonkerolte oiis 850 mit Per l-indlicbteilen in der Höbe von etivos über >5 Millionen Dollors. Dem ge gennber isl es ersrenlich, dos; die Krn te eine reiche ist. Boininvolle und Mois sind ollerdiiigs in de letzten Woche durch WitternngsniibUden hier und do geschädigt worden ollein ivenn in den nächste Wochen keine Frnbsröste eimremi, ist eine Boui. ivvll Ernte von mehr ols drei;ebn Millionen Bollen sicher, nnd onch die Der Deutsche Korrespondent, Baltimore, Md., Montag, den 7. September 1008. Mois Ernte is> eine reiche. Der Ans soll der Ernten wird belebend ouf die Fiidnslrien einwirken, ober es wird noch eino Feit verstreichen, bis in Fn dnsirie nnd (beschüst ivieder normole Fustönde eintreten, (broßeorporotio neu. die vor der Oktober Ponik üppig in's Krönt schössen, worden seht vor sichtiger gegründet. Tie Angnst-Fn eorporotioiien iverden ouf nur 1:1 Millionen Dollors geschäht, weniger o!s seit vielen Mvnoten. Ein Beweis, dos; die Kopitolislen ons der Pnnik gelernt hoben und vorsichtig gewor den sind. Po n de ii Al. dos Stimmrecht in ibren respektive Stooten. Tie llebri ge sind weibliche Personen, oder sie sind dem Distrikt kolmiibio ongerech net. in dem kein Stimmrecht eristirt. Pen den !XXXI stimmberechtigten Re giernngs Angestellten kommt ein gro ßer Theil ouf die ongrenzeiiden Stoo ten Morplond und Pirginieii, deren Stimmen in monchen Kongreß Di strikten den Ausschlug geben können. Dos repnblikonische Rolionol Konnte Hot min in Woshnigloii ein Büreon zur Regislrirnng oller stinimherech liglen R'egiernngs Angestellte eröff net. Dos Büreon soll dosür sorge, dos; diese (Mite om Wohltoge ihre Bürgerpslichl erfülle. Ks wird do rüder Buch geführt, und die Beom teu werden es in ihrem Fnteresse sin de, dem Pertongen der Portei zu entsprechen. Ks giebt unter den Be omlen übrigens onch Deinokroten, die ihre Stellung dem Kivildienst (besetz verdonken. Dos Wühlen ist sür die Woshliigtoner Beomte ein kostspieli ges Pergnügen, do die knenhohiien keine Freipösse mehr ousgebe dürfen. Die ii nohhü n g i g e kvening Posl" hemerkt z der Aus lossinig des Kongreßmitglieder Se reno K. Poiine, „der Toris muß von den.Freunden der onierikonischen Ar heiler revidirt werden, ein onderes Beisohren bietet keine Sicherbeit": Dummes (beschwätz dieser Art ver dient gor keinen Kvimnentor. Der Toris ist niemols zum Wohle des omerikonische Arbeiters eiilworsen worden. Der Fobrikont, der zum Konipogncsond Beitröge liefert, wor der Einzige, dessen Beclonge berück sichtigt ivnrde. Ks giebt viele dunkle Punkte im Torisgesetz, die on's (ficht gezogen iverden solllen; ober die Re vnblikoner mit ihrer brntolen Mehr heit hoben bis jetzt Feden inndtodt gemocht, der die Froge onf's Topet bringen wollte." „D o S Bn ch fü r A l l e". di e bekonnte Holbmoiiotsschrifl, bot ihren 11. Fohrgnng ongetreteii. Die über die gonze Welt verbreitete Feitschrift bringt in dein neuen Fobrgong gleich zwei Roinone. die svonnend beginnen: ,Dgs Nötbsel von Krvnseld" von (bevrg Horlivig nnd einen Krinnnol- Ronio, „Der Bonkdirektor" von F. Foeobsen. Doiieben wird dem Wi> sensiuertlien ons dem (bebiete der Ro turwisseiischosten, der Fndiistrle nnd der krfiiidnngen, soivie den Togeser eignissen Rechnnng getrogen. Tie Fllnstrotionen der Feitschrift sind vor züglich. Der Preis betrögt für F8 Hefte nur k Morl b> Psennige pro Fobrgong oder:! Piemiigo pro Hest. Bestellungen nimmt die Bnchhond lmig von A. Honitsch, 10 R.-Poppte to-Str., entgegen. Die orin e ib etre i d e nd Bounnvoll Speknlonien! Sie sollen onsgeschollet und onf's Trockene ge setzt verde. Die ..Formers Koopero tive od Kdncolionol Union", welche bereits gegen l.k(lx>.,xx> Mitglieder zählt, will den Formern de vollen krtrog ihrer Arbeil sichern nnd die Fivischeiibändler und Speknlonleii be seitigen. Die Union errichtet große (.'ogerhänser im (ioiide, in denen der Former seine Prodnile onfspeichern nnd Pvrschiiüe erbolle könn, bis sich günstige Preise doibielen. Die Mini niol-Preise. mer welchen kein Mit glied vertonst' dort, werden von ei nem Konvent der Union festgesetzt. Bleibt obziiwoilen. ob der Plön der Former Union den krivortnngeii ent spreche wird. N och eine m nen e n >(b e; etz iverden in Reiv Bork die Wirtbschosts (ficeiize nicht mehr om ersten Moi, sondern om ersten Oktober ousgestellt. Wie die „R. P. Stoots-Ftg." mit theilt, iverden KZ bis Prozent der Wirthe (broß A'eiv Aork's ihre (.'okole schließen. Klivo Prozent der (.'i eenzgehühreii ivürden gonz oder doch lbeiliveise von den Bronern vorge streckt. Die Bi oner boben infolge der Finonz-Poiiik große Verluste erlitten, weil viele Wirthe infolge schlechter (be schofle ibre Ab;oblin>gen sür die vor gestreckten (ficen'.gebühren nicht leisten konnten. (B o n v e r ii e n r Hughes von Rem Bork ist in Obio für die republi lonische Porlei rednerisch thätig. Fn seiner Rede zu Homigstown sogte er u. A.: „Die (beschichte der rrt'ul'liku Nischen Partei ist be tonnt." Tie äussere Schote dieser (be schichte, nicht ober d,is iuurre ibelrie be, der eigentliche Ocholt ü! ollgeuiei er bekoiiut. die dorten lossen sich I die Aepubtitnner nicht seben. A l t b e i d e l b e r g, die Fei n e, bot dieses Fobr keine Sedon'eier ver onsiollet. in den sroiizösiicben Profes sore, die on dem interiiolionoten Pbilosopben Kongreß in Heidelberg tbeiliielmien, nicht ivelie zu tbnn. Bei Philosophen, die den Zusonnnenhong der Dinge e,griiiide. hülle ec- einer solche,, Rücksicht >/,',t hedorit. Die sindeii sich mit der kogil der Wellge schichte schon oh. ki ii t>k e>v-A o ik erPol i z e i Richter, der ei (beholt von 7üul Tol lors hezieht, Hot seinen Ponte,otl on gemeldet, kr Hot üher PI?. Dol lorö Schulden, oder onsier einem Be gröh iiip.pl oh und (borderobeslürlen leine Attivo. Der Richler. er heißt Wohle, Hot eingesehen, dop er nicht mehr of die Richterbont getlörl, und desholb resignirt. Wenn dos ge schieht oiu grüne Holz Die osfiziellen R esu l to te der Ahstümunng über die Krthei Imig des Stimmrechts on die Fronen in Oregon liege nun vor. und sie ge währen denßenirivortorn in der Thol mir geringen Trost. Ks itt dies dos dritte Mol, dos; die Froge den Stimmgeher iiiiterhreiiet umrde, und jedesmol ist die Mebrheit doge ge größer geivordeu. Fm Fohre lllliil umrde der Porschlog mit 'cklck? Stimmen Mehrheit ohgelelmt. im Fohre >!li>l! stieg die Fobl o> lil.llck und diesmol ouf und dobei hetheiliglen sich Heuer eine migewohn lich große Fohl Stimiugeher ou der Abstimmung. Tie Astronomen unseres Mondes bolte zur Feit Ausschou och dem Holley'schen Kometen, der seit dem elften Fobrlmudert olle 75 Fobre erschiene ist. Bis seht ist dos (bestirn nicht sichtbor geworden, ober die Her ien nii! den große Fernrolireii geben, die Hofsuuug nicht ons, es eines schö neu Toges zu entdecken. Der Feit Punkt, do der Komet erscheinen sott, ist eigentlich noch nicht do. Krsl im Moi l!li> wird der Welteiibnnnnler dem nockten Auge sichlbor werden. Doch die Slernensncher wollen ihn ehe schon hei seinem Eintritt in un seren Welttreis begrüßen. König, kdnard kvnrnd. Fvlni Frank. Lorralne. Parl.inin. Friedlich. WaaaviiS ViicN lis lUNI Cinpang. Pcidc Zc ..Uuivu Triisi Ncbäiid.S.- Charles, nud Fnhciie. Siralie. (Mail.ll.TS-S) Truid Ridgr Cemctery. ideale Feleddol von PalNinorr, nahe Pikcsvillc. gwri cicllrilch- Pahn-Linien od Pnniiei'.-I'viilcvard birclt zum Friedhof. Sllls Äruudsliiäc nvlcrttäudigcr Aussicht. Ricdrigc Prcisc. -PcUanal die neuen Couvcnii-Nalalage. r. 111, Rrv.lihar,cS.Snaf,c.^'ttcide Baltimore kcinettry. Norihstr. Mt. Llivet krmetery. PerlaufS-Age"!' 'A o^gu"m Nr-> i scrl liir Hochzeiten. Uulü'luiüuiipcu uo andere ciepciibeilui. Velde Tlicphoiie. 3—F. MNalicd des ~L!lttc!ach-rretns." n Willinson, Berniischte Anzeigen. Anglist F. Kaiser An die Damen. West-Vnd-Parkl ittustav Clranbncr, (Avril2.tt2>!te) Clgcnlhumer. N. St.,Pot>plcou5 Nndre. H. Sander 6- Sohne, L.Hllgartnerä: Söhne, Marmor- nnd Kranit Werke 71-l—7lB West-Baltimorc-Strasic, Ecke Sharp- nnd Lftcnd-Strasie. (Yranit- ud Marnior-Monninrntcn C. P. South Md. Hcnrietla Sl. Feine Kutschen mit Gummirädcrn sür Pearädntsse, HochreNen und elellschitien. Pvisler-Ileberiiige elcltrischcS Licht Baltimore Conpr Company, Rr. 315, est'Fadttte Strnisr. Telephone: Mt. Bernon Sttt ltvurUand Uvs. Schnl-Anzrigc. n Dentsch-engl. Jmmaliiicls-Schiilc. Maryland Taubstummen Schult Pcabody -Musik ffviiservntorinin. nn n l Cdward Wilson. (Tepll.lMt) Priii.iipal. Gawn^Wnrnett! .Yandels-Schule, HuMmore Knsiness "Attl^cr^^l.^ H. 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Kirchliches. Gotesdiensl in der St. Matth; Kirche zum 27,-jährigen Fubiläuni de? evangelischen Predigerseminars.— Tie neue Kirche an Gorsuch-Ave. 37-jähriges Fubiläuni der deut schen ver. evangelischen Gemeinde. Tas 27-jährige Fnbiläum des evan gelischen Predigersciuiuars in St. Louis wird am Sonntag Abend, de 20. September, 8 Uhr, in der evange lisch-lutherischen St. Matth;-Kirch.' durch einen Fubelgottesdienst aller mit dieser Kirche in Baltimore ver bundenen Gemeinden gefeiert werden. Tas aus den Pastoren W. Batz, F. Lehmann, E. W. Locher nnd F. 'kiese bestehende Eomite hat folgendes reich haltige Programm aufgestellt: l. Präludium. Herr Scheuen: 2. Ehor, St. Matthäi-Gemeinde: Eröfsnungsgrusz, Pastor E. W. Lo cher: Gesang der Versammlung: 7. Gebet, Pastor O. Apitz: Schrist wort, Pyslor F. Hcihn-Fmnpt: 7.Ehor der Pastoren: 8. Ansprache. Ge schichtliche? über das Seminar, Pa stor P. A, Menzel: Ansprache: ein Tag in dem Seminar, Pastor Wm. Batz: l>. Fuuior-Ehor der St. Mal thäi Gemeinde: 11. Ansprache, „An Appeal to onr young men," Pastor E. W. Locher: 12. Ansprache, "Unsere Professoren," Pastor W. Hauff: lü. Hymne, „All hail the Power," Ver sammlung: 1 l.Ansprache. „Tas häus liche Leben im Seminar," Pastor F. Giese: 17. TaS Eurriculiini des Se iniiiars, Pastor W. Ausderhaar; l!. Ehor, St. Mattbäi Gemeinde: >7. Ansprache, „Tas Verhältnis; der Ge meiude zum Seminar," Pastor T. Lehmann: >B. Gesang der Versaun lnng und Eollekte: l!>. Schlußgebet und Segen, Pastor G. Esnianni 2>. Aiisgaugsvers. E v. S t. N; a t t li ä i K i r ch e a n Gorsuch A v e n e. Tie neue Missions Gemeinde in Houiestead an Gorsuch-Avenue macht unter Pastor F. Hahn Fnnipt erfreu liche Fortschritte und hebt sich'der Be such der deutsche und englischen Got tesdienste in erfreulicher Weise. Ter Pastor hat zur Hebung der Sonn tagsschule monatliche Sonntagsschnl lehrer-Versanimlungen eingesiihrt. St. M arti ns Geine i n d e i n A unapoli s. Ter am 2. August durch Pastor F. Lehmann in sein Amt als Seelsorger der St. Martins-Gemeinde in Anna poli s eingeführte Pastor F. H. Klem me hat seine ganze Aufmerksamkeit der vernachlässigten Sonnlagsschnle zugewendet und verschiedene neue .Klassen organisirt. Tas am 11. Au gust abgehaltene Sonnlagsschul Pie nie war ein durchschlagender Erfolg. 37, j ä h r i g e s F übil ä u in. Tie deutsche ver. evangelische Ge meinde Pastor W. Batz wird am 27. September ihr 37. Fubiläuni durch sechs GoteSdienste gebührend feiern. Tas Programm ist vorlänsig wie folgt festgesetzt: Sonntag Vormit tags Fi'slgottesdirnst, Nachmittags Gotesdieust für die Orden und Ver eine aus Eanton und Highlandtow, Abends Gottesdienst für die Schwe stergenieiude. Montag Abend Fest des Fraiienvereins. Tienstag Abend Fest der Sonntagsschnle. Mittwach Fest des Vereins der jungen Leute. Tie Pasloren der Gemeinde waren: Tr. Schwartz l> Fahre, Pastor Paul A. Menzel 7 Fahre und seit l 2 Fah re Pastor W. Batz. Tas prachtvolle Altarbild, welches der Frauenverein gestiftet hat, wird von Professor W. E. Rost gemalt nnd bajsz fertig sein. 17-jährigesK i r ch e n j u b i l a u in. Tie deutsche evaiigelisch-liilherische Eoncordia 'kenieinde Pasior Geo. Esinann feiert am 1.. 7. und Ok tober'ihr I7.jähriges Fnbiläum. Am l. Oktober wird mit dieser Feier das Erndledanksesl und Abendmahl ver bunden. Ter Abendgottesdienst am 7. Oktober wird der Fugend gewid inet sein: am Okt. ist Gottesdienst für den Frauenverei und Baltimore PastorabEonserenz. Synodal Eouserenz der deutschen res. Kirche. Tie Teutsche Synode des Ostens der resoriiiirten Kirche tritt am näch sten Mittwoch in der 7. St. Paul- Kirche, Pratt'tr. nnd Broadway Pa stor Tr. Marcus Bachmann, zu einer Eouserenz zusammen, welche wahr scheinlich eine Woche dauern wird. An derselben werden sich etwa 70 Pasto ren und die gleiche Anzahl .Kirchenäl tester belheiligen. Am nächsten Sonn tag werden in allen deutscheu refor uiirten Kirchen der Stadt an der Eon ferenz theilnelmiende Pastoren Gast- Predigten halten. F e st g o t t e s d i e n st in der ret. St. Fohannes Kir ch e. Fn der prachtvoll renovirten resor uiirte St. Fohannes-Kirche an Nord- Ealvertstraßc fände geslern wieder Gottesdienste statt. Am Vormittag predigte Pastor Hugo Eickelberg. wäh rend Alvnds in einer mit Andächtigen überfüllten Kirche Pastor L. T. Ben er von der Enianuels-Kirche, Ecke Saratoga und Schroeder Str., und Pastor Tr. Marcus Bachmann von der 7>. St. Pauls Kirche, Broadway und Prattstraße, sowie Pastor Fulins .Kofuiann von der Fionsgeineinde pre digten. Assistirt wurden diese Pred! Ger von den Pastoren H. Wieiner, F. Soiuiuerlatte, Tr. H. E. Schlüter und H. Graf, Ein prächtiges musikalisches Programm unter Leitung des Orga nisten Prof. Eharles Schlicker gelang te zur Turchführung. Ter Thäter bekannt, Eine' Tcpeschc aus Atlantic-Eity nn ter'ni gestrigen Tatum meldet: „Taß die Behörden mehr über die geheim nißvolle Schießerei von Eharles B. Roberts, jr.. aus Baltimore wissen, als sie bisher zugestanden haben, wurde gestern durch Mayor Stoy an gedeutet, der sagte: „Meiner Ansicht nach werden wir die Person, welche Roberts verwundete, i kurzer Feit dingfest haben," Er weigerte sich aber, eine weitere Erklärung abzuge ben. Ter Fusland von Robert? war am Abend znsriedenstellend." Tie Maryland Staats- A u s st eiln n g zu Timonil schloß am Saniag mit dem besten Resultat ab, da? in den litt Fahren seit Ein siihrung der Ausstellung erzielt wurde. Plötzlich gest o r be n. Ter 2> Fahre alte Ehester Leo Moore von Nr. 2ül, Gonghstraße. brach gestern Abend gegen 7, Uhr an dem am Eol gate Ereek befindlichen Shore des „Wlüppoor Will Pleasure Elub" todt zusammen. Eoroner W. S. Sudler von Eanton stellte fest, daß der junge Mann akuten Magenbeschwerden er lag. A sche z u A sch e. Ein außer ordentlich starkes Trauergesolge ge leitete gestern die irdische Hülle des am Freitag im Alter von 7>t Fahren versiorbenen Hrn. Ehrislian Mayer von Nr. ittl, Orford-Avenne, ach dem „Baltimore Friedhose," wo die selbe zur letzten Ruhe gebettet wurde, nachdem Pastor A. F. Sterger von der deutschen Treieinigkeits-Kirche ei ne ergreisenden Tranergoltesdienjl gehalten hatte. Ter „Thalia Mär nerchor," der sich in corpore auf dein Friedhof eingefunden hatte, lies; eine prächtige Lyra am Grabe niederlegen und sang unter Leitung von Pros. Fohn E. Frank die Ehöre „Siunini schläft der Sänger" und „Gcbettet in der Erde Schoos;." Tie letzt; Ehre als Bahrtnchträger erwiesen dem Ta hingeschiedenen die HH. Leonhard Mosmüller. Aug. Pieper, Wilhelm Fischer/ Vatentiir Kckhthepi'7 Paulus Linstiel und Heinrich Schwartz von der „Wilhelm Teil Loge" des unab hängigen Ordens der Pythiasritter. Tie Grabstätte wurden mit einer gro ßen Fahl herrlicher Bluinenstücke ge schmückt. Unter den vielen Leidtra befand sich neben den genannten Ver einen eine Telegation des Turnver eins „Vorwärts." Ta? Leichenbegängnis; der am d. Mts. im Alter von 7,!> Fahren ver storbenen Frau Barbara Brüiiunec fand gestern Nachmittag vom Traner- Hause Nr. 7>M, Nord Luzerne Straße, aus unter großer Betheiligung vzui Leidtragenden auf dem „Treieinig keits Friedhose" statt, nachdem Pa stor A. F. Sterger einen feierlichen Trauergottesdienst gehalten hatte. Eine Fülle kostbarer Bluinenspendeii schmückte die letzte Ruhestätte der Ent schlafenen. Als Bahrtuchträger snn girlrn die HH. Fohn Nützet, Fohn Städler, sen., William Miller, Fred. Henmieter. Fohn Fester und Albert Büttner. Herr Ehr. Miller an Mont sord-Avcnue n?> Fefferson-Straß-' leitete die Beerdigung. Frau Brüni mer wurde in Bayern geboren, kam aber schon im Alter von k Fahren nach Amerika. Sie war mit Herrn Frederick Brüninier verheiratbet, der der ihr vor 20 Monaten im Tode vor anging. Tie Verstorbene hinterläßt eine Tochter, Frau Michael A. Stäo ler, und fünf Enkelkinder. Nene s Poli z ciboot. Tie Polizeibehörde wird im nächsljähri gen Etat eine Forderung von etwa HR.! im- ein neues Stabl-Polizei boot einfügen, da der Tampfer „Lan nau," der seit 17 Fahren im Tienst ist, den Ansprüchen nicht mehr gewachsen ist, wenn er auch als Hülssboot beibe halten werden soll. Auch wird die Be hörde eine Bewilligung für einen Schießplatz fordern, an: dem die Po lizisten Schießübungen mit Revolvern anstellen können, da bisher nur we nige Polizisten gute Schützen sind, iveil es ihnen an der nothwendigen Praris sehlt. Tie Herbste r ö f s n n g der F irina Fo h n Turnb u l l, j r.. 8 Frli Razzia? an einem Tage. Tie Polizei überrumpelt Wirthe in allen Stadttheilen. Auch Spiel Huden ausgehoben. Eine Ne staurateurs Gattin verfällt bei dem Eintresfen der Polizei in Krämpfe. Als gestern Nachmittag ei Nuude sergeant und drei Polizisten in da? von Fohu Hirch betriebene Restaurant Nr. tttM, Part Avenue, eindrangen, verfiel die Gattin des Genannten bei dem Anblick der Beamten in hysteri sche Krämpfe. Es wurde deshalb vor läufig von einer Verhaftung des Mannes abgesehen. Tagegen wurde der Schankwärter Thomas Glauley und sechs 'käste, fünf Neger und eine Negerin, nach der nordwestlichen Poli zeistation mitgenommen, wo gegen- Glanley die Anschuldigung des unge setzlichen Arbeitens am Sonntag er hoben wurde. E in g ?st örte s K a r t e n spie l. Rundesergeant Niefner, Sergeant Earey und die Polizisten Eoininaud, Eroghan und Sanders überraschten gestern Abend Elarence M. Pierre und Otto Hauff von Nr. lk>22, Ean ton Avenue, Folm Murphy von Nr. lü2l, Eanton Avenue, Folm Lehman von Nr. 1721, Bankslraße, Tan. S. March von Nr. >">2l. Siid Tallasstr.. Ed. Baue von s>r. 7>l. Süd Tallas Straße, und Hermann L. Major? von Nr. 7,21>,' Süd Tallasstraße, in der Wohnung des Letzteren beim Kar tenspiel. Tie Gesellschaft wurde nach dem östlichen Stationshaus gebracht und unter der Anschuldigung des an geblichen Kartenspielens am Sonntag für ein heute stattfindendes Verhör festgehalten. Gegen Majors wurde mißerdem noch die Anschuldigung er hoben, das Spiel in seiner Wohnung gestattet zu haben. Nazzia auf Neg erwirt h s ch a s t. Gestern Vormittag gegen Pl 2 Uhr beinertlen Nundesergeant N. H. Ear Herrn, Sergeant Smith und die Poli zisten Ulrich, West, Liudney und Luke, das; aus der Hinterthür;' einer von dem Neger Thomas Pinder, in Nr. 2t. Parrish Allen, geführten Wirth schast vier Neger unbemerkt zu entwi schen suchten. Tie Beamten zwangen die Neger mit vorgehaltenem Revol ver zum Stillstehen und verhafteten dieselben zusammen mit dem Eigen thümer des Lokals. Alle fünf muß ten dann den Gang nach der nord westlichen Polizeistation antreten. Bei dem vor Kadi Earr stattfindenden Verhör gab einer der Neger au, in dem Restaurant Bier getrunken zu haben. Pinder wurde daraufhin dem Gerichtsverfahren überwiesen. Hotelbesitzer in Schwuli tät;' n. Eine Razzia aus das Hotel von Fohn Brandt. Nr. 7>!!l, West Frank linslr., endete mit der Verhastung des Letzteren und fünf männlicher und drei weiblicher Hotelgäste. Nuude- Sergeant Sivartz. Sergeant H. Wicks und die Polizisten Elianibers, Kelly und Meeks ahmen die Verhastung vor. Brandt wnrde unter der An schuldigung. ein nnordeiilliches Haus zu führe, dem Gerichtsversahren überwiesen und nach Stellung von Bürgschaft vorläufig aus freien Fuß gesetzt. Ein gest ä di ge r G a st. Ter Restaurateur Michael Hepner von Nr. Süd Bond Straße, wurde geslern durch Polizeirichter Garland im östlichen Stalioushanse. wegen angeblichen Spirituoseuver kaufs am Sonntag unter isiA Bürg schaft für das Gerichtsverfahren ge stellt. Sergeant Tan und die Polizi sten Fohnsv ö Wankmiller hatten gestern Vormittag Beuj. Weeks von Nr. 27>ü. Süd-Tallas-Straße. beob achtet, als er Hepner's Wirthschaft be trat. Sie warteten, bis derselbe wie der aus der Straße erschien, und faß ten ihn dann ab. lieber den Fweck seincs Ausenthalts in der Wirthschaft befragt, gab Weeks angeblich zu, Ge tränke gelaust zu haben, worauf Ser geant Tay eine Haftbefehl gegen den Wirth erwirkte. Weeks wurde als Staatszenge nach dem Gefängnis; gesandt. Andrew Gerstbrich von Nr. 7>V, Süd-Tallas-Straße, der sich in der Wirthschaft befand, als der Ser geant den Haftbefehl präseittirte, wurde angeblich bockbeinig und dafür mit!ji7> und Kosten bestraft. F i mittleren T ist r i tt. Tie Sergeanten Forrest und Ke ealy und die Polizisten Kearney, Oliphant, Batzer und Wedi betraten gestern Vormittag um tt Mir unge hindert die Wirthschaft von Folm To wer, Nr. l Hillen-Straße. Ivo sie einen Pluniber und t andere Perso neu vorfanden. Ter Vorraum war voll Wasier und besserte der Pluniber den angerichtete Schaden aus. To wer und die 7 Frugen wurden verhaf tet und nach der mittleren Polizeista- tion gebracht, wo Richter Graiinan i Tower unter Bürgschaft für das Ge richisversahreu festhielt, nachdem Ser geant Forrest und Polizist Oliphant ausgesagt hatten, das; sie gesehen hät ten, wie einer der Männer ein Glas Bier trank. Tie Fiwtü'" wurden ent lasse. Tieselben Polizisten und Sergeant Fenkins veransttütt'tt'n mn ü Uhr eine Nazzia auf die Wirthschail von Na thau Galvasky, Nr. 27!!. N'ord Ereter- Strasze, und brachte denselben mit Fei igen und 2 Glas Bier nach der mittleren Polizeistation, wo Wirth nnd Frugen bis zu ihrem heutigen Verhör festgehalten winden. Nicht so leicht wurde diesen Polizi sten die Ueberruinpelung der Wirth schast von Föhn Goomley. Nr. ü>7, Ost Madison-Strasze. da es nnniög lich war, sich in dieselbe Eingang zu verschaffen. Es wurde daher zu einer regulären Belagerung der Festung geschritten, nachdem noch die Polizi sten Monks und Freeman als Hüls?- truppen hinzugezogen waren. Es dau erte eine volle Stunde, ehe es den Po lizisten gelang, durch ein Fensler des dritte Stockwerkes den Angriff auf das Hans zu machen. Ter Wirth nno U! Gäste wurden in die mittlere Poli zeistation gebracht und iimyten eben falls die Nacht in diesem etwas uii 'gasilichen Hotel zubringen. S ech s Ii n gebe t e n e G äst e. Als gestern Morgen gegen ll Uhr ein Gast das Nestanranl von Frank F. Melville, Nr. Süd Poppleton Straße, verließ, schlüvslen gleichzei tig sechs durchaus ungebetene Etäste in die Thür hinein. Es waren dies Nunde Sergeant Fos. E. Smith. Sergeant Fas. M. Leverlon nnd die Polizisten Lindiing, Ulrich, West und Mitchell, sämmtlich in Eivil. Fn dem Schankziiiittier saiiden die Beamten U Gäste vor, die sie nebsi dem Eigen Ummer des Lokales nach der west lichen Polizeistation niilgehcn hießen. Auch sechs frisch gefüllte 'Käser Bier, vier große und zwei kleine, wurden im Triliniphzuge initgeiührt. Herr Melville wurde von Kadi Loden un ter der Anschuldigung dem Gerichts verfahren überwiesen, am Sonntag Spirituosen verkauft zu haben. Er wurde gegen Stellung von PI Bürgschaft vorläufig a> freien Fuß gesetzt. Wirt h war nicht z Hau s e. Auch dem Nestanranl und Hotel von Folm Kaluska, Nr. !EN, West Eaniden Strasze, staltele gestern Morgen die Polizei einen unerwar teten Besuch ab, Nunde Sergeant Smith, Sergeant Leverlon und die Polizisten Lille, Lindimg und Ulrich drangen Kreitz. I!) lM >n die ge nannte WirthschM ein und verhafte ten mehrere dort .aiyvesende 'käste. Ein 'las Bier wurde beschlagnahmt. Einer der Verhaftete gab an, in dem Lokale Bier erhalten zu haben. Ta de,- Fiiliaber des Lokales jedoch nicht anwesend war, so wurde in der west lichen Polizeistation vorlänsig gegen Niemand Anschuldigung erhoben. Rasch tritt de r Tod d e Mensch e n an Einem Herz schlag erlag am Samswg Abend ganz plötzlich der 'jährige Restaurateur Emil König. Nr. Ül I, Süd Eutaw- Str. Herr König, der die Gewohnheit hatte, am Abend in dem dicht neben dem Schankziiuiner gelegenen Wohn ziiiiiner im Arnisttihl sitzend ein klei nes Schläfchen zu machen, hatte sich auch am Samstag dorthin irückgezo gen. Als gegen halb 12 Uhr sein Soli Edward, welcher indessen den Ausschank besorgte, seinen Vater aus wecken wollte, fand er denselben todt vor. Tr. Heinpel. welcher später gern fen wurde, benachrichtigte den Eoro ner Martin vom westlichen Tistrikt, welcher dcis Verdikt abgab, daß Herr König an einem Herzleiden verschied, und von der Abhaltung eines' Fn yuests absah. Herr König war früher Brauer und leitete seiner Feit den Strike der Brauer-Unioii. Er war Mitglied des „Wirthe Schutzvereins" und des „Ger luania-Eonclaves Nr. 2>2, F. O. H." Er hinterläßt neben seiner Gattin, Frau Fennie König, zwei Soluie, Ed ward und Henry König. Tie Beerdi gung findet am Mittwoch, den d. Mts., um 2 Uhr Nachmittags, vom Trauerhause aus statt. Pasior A. F. Steiger von der deutschen luthrischen Treieinigkeits Kirche wird aiiitiren. Tie Beisetzung eriolgt ant dem „Lon don Park-Friedbose." Billiger So n ta g s bra ten lockte i Ii n. Ter 2ü-jährige Milton Kjluier. alias Martin Whit ney. alias Foseph TaviT dessen Bild das Verbrechbralbmii ziert, wurde ge stern von Kadi Earr in der nordwest lichen Polizeistation dem Gerichtsver fahren überwiesen unter der Anschul digung, am Samstag von A. Holstein, Nr. 2t>!. West Franklinstr.. ein Stück Fleisch im Werthe von P! gestohlen zu haben. Soweit ans dem Verhör er hellte, ging Kilmer eine Feit lang vor dem Laden des Genannten aus und ab, als er plötzlich mit schnellem Griff den Brate unter seinem Artn ver schwinden ließ. Er wurde aber ver folgt und vom Polizisten Earroll ver lwstt't. Patte für s Anölauo Licjorat Aatne. Ar 41U, Ost-Valttmorc.Llr., nahe Hsuse-Ave. AS dciitschru Pcrcincii. Massenprobe der „Pereinigten Sän ger" für die Feier de? Ternsche Tage? von 12-'! Sängern besucht. Nur ein Verein unentschntdigt abwesend. Andere Vereinsnych richten. Tie gestrige erste Massenprobe der „Pereinigten Sänger" für die Feier de? Teutsche Tages, welche in Herrn Hermann Voigt? Halle an Harsord- Avenue stattfand, war besser besucht, wie frühere sogenannte Massenproben. ES hatten sich im Ganzen 122. Sän ger zu derselben eingesuuden. Als Prof. Theodor Heniberger, der sich be kanntlich bereit erklärt hatte, bei der genannten Feier nochmals den Takt stock zu schwingen, in der Halle er schien, wnrde er von den Sängern mit gros;em Applaus begriiszt. Er dankte lrz nnd begann dann sofort mit der Einübung de? ersten Ehores „Gott grüs;e Tich". Nichl vertreten bei der Probe waren „Locusl Point Männerchor", „Melo die" und „Germania Ouartett Elub", jedoch waren die beiden letztgenann len Vereine entschuldigt. „B alti in or e Bay er Ver e i n." Fn der White Halle an Bank Str. nahe Broadway fand gestern Nach mittag die halbmonatliche Versa lnng de? „Baltimore Bayern Ver eins" unter dem Vorsitz des Präsiden ten Peter Schneider und der Proto kollführung de? Sekretärs N.Schwarz statt. Beschlossen wnrde, an der Feier des Teutschen Tages in Eorpore theil zunehmen nnd vier Telegaten zur Enthüllung de? Pastorin? Tenkmals in Germantown zu entsenden. An der hei der Feier de? Teutsche Tage? sialtsindenden Flaggenparade wird sich der Verein mit drei Fahnen, der Vereins deutschen und aiueritani scheu Fahne, betheiligen. Funi Schluß der Versammlung legte der Sekretär die vierteljährliche Abrechnung, wel che als richtig anerkannt wurde, vor. „B aye r n Ta> e n v erei n." Tie Taniensektion de? „Baltimore Bayern Verein?" hielt gestern Nach mittag in der Wliite Halle ihre reget inäsüge Sitznng ab, in welcher dir Präsidentin Frau Elisabeth Prell den Vorsitz nnd die Sekretärin Fran Mar garethe Schwarz das Protokoll führ te. Beschlossen wurde, au der Feier de? Tenlschen Tages vollzählig theil zunehmen, serner im nächsten Monat eui Familienjest zu veranstalten. „O'K eil- e-s ells ch a s t."- Tie „O'Keil Gesellschaft" hielt auch geslern Abend eine änszerst gut be suchte Moiialsversanmiluug ab. An Stelle des in Atlantic Eity weilenden Präsidenten, Herrn Edward Name, führte Herr Louis Neitz den Vorsitz, und Herr Foseph Uhlhorn, welcher sich emigrrmas;rn von seiner längeren Krankheit erholt hat, sungirte als i Protokollführer. Es wurden sieben neue Mitglieder ausgenommen und sechs Eandidnten vorgeschlagen. Ta? plötzliche Ableben von Herrn Emil König wurde berichtet und während die Mitglieder sich von den Stühlen erhoben zollte der Präsident dem Tod ten einen ehrenden Tribut. „Wittels!'ach Sektion Nr. l. B. N. V." Tie „Wiltelsbach Sektion Nr. l" vom „Bayerischen Nalional-Verband" hielt gestern Abend eine sehr gut be suchte Versammlung in Herrn Louis Nüfsel's Halle ab. Präsident E. En gel? führte den Vorsitz und Herr B. Nosenbanrr sungirte als Protokoll sichrer. ES wnrde beschlossen, an der Flaggenparade gelegentlich der Ten! scheu Tagseier Theil zu nehme, und ferner wurden Vorbereitungen für den Maskenball getroffen, bei Ivel chein groyartige Bilder vorgeführt werden sollen. „E inig kei t." Für seinen am kommenden Sonn tag stattfindenden Faniilien-Aussliig üble gestern Abend der Gesangverein „Einigkeit" in seinem Vereinslotale, Nr. Gl. Ost Lombard Strasze, un ter Leitung von Pros. Karl Koch ver schiedene hübsche Ehöre. Fn der ans die Siiigsliinde folgenden Geschäils sitzung wurden ein aktives und zwei passive Mitglieder ausgenommen und beschlosien, an der Feier des „Tenl scheu Tages" theilzuuehnie. Fi Uetzingen wurden die letzten Vorbe reilnngen für den bereits erwähnten Ausflug gelrofsen. Ihren 2!. G e burtst a g feierte gestern ganz im engen Familienkreise Fran Elisabeth Filling, Gattin von Herrn Geo. Filling. in ihrer Woh nung Nr. IT!,''. Patterson-Park Ave. Viele hübsche Geschenke und Gratnla tionsschreiben gingen natürlich dem GebnrtslagSkinde zu. Tarunter be fanden sich ein Baargeschenk von Hrn. Filling. Blumen von den nächsten Verwandten und Gratulationsdepe schen von nah und fern. Sehr erfreut war Frau Filling ob eines Glück wiinschschreibens, welches guer über den atlantischen Ocean von dem Va ter des Herrn Filling kam. Hinter Sckloß und Riegel. Tie Einbrecher, welche kürzlich Ehri slopher Heiiinieter'S Kleiderreini niingS Etblissemeut ausraubten, abgefaßt. Sind alle Trei ge ständig. Traugen vom Nach barhanse aus in den Laden ein. Tie Eindringlinge, welche am Ton erslag dem Kleiderreinigungs-Eta blissemenl von Ehr. Heninieter, Nr. litt, West SaratogaStraße, einen nächtlichen Besuch abstattete und mit reicher Beule von dannen zogen, sitzen hinter Seblos; und Niegel. Es sind dies der jährige Samuel Pletzer von Nr. 800, West Franklin Straße, der gleichnaltrige William M. Find ley von Nr. l>2. Pearl Straße, und der 22-jährige Milton E. Eareckson, alias Siein, von Nr. 221. N'ord Paea Straße. Tie beiden Erstgenannten wurde gestern Morgen gegen 2 Uhr an der Raborg-Straße von dem Runde Sergeanten Wm. Wbittle, dem Sergeanten Wm. Wortinan und den Polizisten F. H. McFntire und Hugh F. Byrne verhastet. Tie sauberen Herren waren in zwei der Anzüge ge kleioet. die sie ans ihrem Beutezuge erobert hatten. Toch dieses wurde ihnen zum Verhängnis;, da nämlich de Beamten eine genane Beschrei bung der gestohlenen Güter zur Ver sügung stand, sührte die? zu ihrer Festnahme. Tie Beiden legten kurz nachher ein Geständnis; ab und ver wickelten Eareckson in die Affaire auf den die Polizei schon gleich nach der That ein argwöhnische? Auge gehabt hatte. Auch dieser ist geständig. Wie oie Tiebe erzählten, gewannen sie dadurch Eintritt in da? Hau? Hein Nieter'?, das; sie ein Brett von der Wohnung Eareckson'? in ein geöffne tes Fensler des dritten Stockes des Heninieler'schen Etablissements legten und ans diesem Wege Eareckson durch das Fenster einstieg. Tiefer öffnete dann die Hinterthür, lies; seine beiden Kameraden lünein, die sich mit der Beule davon machten. Er selbst suchte dann ans demselben Wege seine Wob nung wieder auf. Tie Trei gaben der Polizei an, wo sie die Waaren untergebracht hatten, und diese ivur den dann auch bis aus eine Kleiuig keit sämmtlich wiedererlangt. Ter Werth der gestohlenen Sache belies sich auf etwa jtt!)i. Tie schlauen Burschen wurden unter der Anschul digung des GroßdiebslablS dem Ge richisversahreu überantwortet. Liidciibcsitirr nufgepnsit! Tie Großgeschworenen besassen sich mit solchen, welche ihre Licenzen nichl erlangt haben. Treiszig Bäcker tlagen gegen Eine. Unglückliche Eben. Andere Ge richtsnachrichten. Tie HH. Eharles L. Hntchins, Hülfs Obmann der Geschworenen, Henry F. Ford nnd Milbott W. Fe Uns, welche von den Großgeschwore neu als Eomite ernannt worden sind, um zu berathen, was mit den 727 Ladenbesitzeru geschehen soll, welche ihre Licenzen nicht erlangten, haben eine wichtige Eouserenz abgehalten, deren Ergebnis; wahrscheinlich morgen dieser Körperschaft übermittelt wird. Ta die Fahl der Ladenbesitzer, welche ihre Licenzen dieies Fahr nicht er langt habe, grös;er ist, als je zuvor, werde wahrscheinlich den Gros;ge schworene weitgehende Enipfehlun ge gemacht. T re i s; i g B äck er kl age n. Morris Lisansky wurde im Eoin nion Pleas Gericht von dreis;ig Bäckern, welche genienischastlich eine Bäckerei in Ost-Baltimore ansangen wollten, uiu islätttt Schadenersatz ver klagt, weil derselbe sich angeblich wer gerte, ihnen ei versprochenes Ouan luni Mehl, das sie zum Betrieb ge brauchte, zu liesern. P erlaug e n S ch in erzens pfla st e r. Plary und Pi'argaret Moylan, zivei Minderjährige, verklagten durch ihre Stellvertreter Ehrisiina Props je um PGii, iveil die Perklagte sie thätlich augegrifseu haben soll. Kla g e weg e u angebl i ch e u Eoutraktbr u ch S. Folm W. Ferguson reichte im Eom mon Pleas Gericht eine Klage für 5 IG gegen Emil H. l'kötzke, den Ei genthünier einer Nestanration an ver Baltimore Straße. ein. Er behauptet in der Klageschrist, am 11. Fuli die Nestaiiratiou unter der Bedingung au den Verklagten vertäust zu haben, das; er als Geschäfts iihrer dc's Platzes ein Wochengehalt im Betrage von PN", ziehe. Er habe seine Arbeil gewissen hast erfüllt, sei aber am l. August entlassen worden. Perlaugen S ch in e r z e u s g e l d. Herr Michael B. Wild, Statistiker der „Baltimore Ohio Bahn." und seine 'kattiu Frau Eliza S. M. Wild, verklagten im Eoninion Pleas-Gericht F. Smith Titch und F. S. Titch H Eo. ans je P.7xx> Schadenersatz für Verletzungen, ivelche sie dadurch erlit- teil, das; eine Kutsche der Beklagtet! gegen ihr „Rnnabout" rannte. B a h n g s e l l s ch a f t verklagt. Eine ans I7XO lautende Schaden ersatzklage lies', Frank Henry durch sei ne Bater Folm F. Henry beim Eoin uwtt Pleas-lNricht gegen die „Phila delphia. Baltimore ös Washington- Babngesellschast" einreichen. Wie in der Klageschrift angegeben wird, batte Henry am 3. Fnli IW7 eine Fahr karte von Seasord ach Laurel gelöst und wurde aus einer Brücke nahe Seasord abgesetzt, ohne das; ihm Gele,- genbeit gegeben wurde, seine Fahr karte vorzuzeigen. Er war gezwungen, in dunkler Nacht und bei strömendem Regen zu Fuß weh Seatord zurück zukehren. An s zn in E a nst alter B o lk s f e st! Heute nimmt in: „Westend Park" die drei Tage wäy rende Feier des Eannstatter VoltS sesres ibren Ansang. Wie alljährlich wird auch dieses Mal wieder diese in: besten Sinne volksthüinliche Veran staltung da? ganze Teutschthiim Baltimore':, vereinigen, und wie sonst, wird auch heute, morgen und über morgen ei jeder Besucher de? Festes sich so amüsiren, wie man eben sich nur i der Mitte des lustigen, ge müthlichen Ochwaben-Völkchens amü siren kann. Gouverneur Erothers und Player Mahool werden heute Nachmittag von ihren jeweilige Bu reaus per ,Z Ische abgeholt werden, der Erstere durch Stadtrathsmitglied Henry L. Wienefeld und der Letztere durch den Präsidenten des „Unabhän gigen Bürgerverein?." Hrn. Fohn Tjarl?. Am Mittwoch werden 70 Fii'assen de? kreisenheiins da? Fest besuchen. TjeßMii.werden von dein Eomite abgeholt und- in einem Spe zialwaggon der Straßenbahn nach dem Fi'jiplatze gebracht werden. W ä r e i h n e u b e i u a h e schlecht bekommen. Fhren Borwilz mit dem Tode gebüßt hätten geslern Abend beinahe mehrere Kna ben, die sich aus dem Geleise der We stern Maryland Bahn zwischen Light- und Hanover-Straße einer Traisine bemächtigt batte und mit Hin- und Hersabren aniüsirlen. Ohne das; es die Knabe bemerkten, kam ein Fug berangebranst, dieselben hätten ibren Ueberniutb sicherlich theuer be ablen müssen, ivenu nicht der Bahn wärter durch Abseuern mehrerer Schüsse den Lokoniolivsiihrer noch ge rade rechtzeitig zum Halten veranlass hätte. Ter Knall der Schüsse ries den Sergeanten Nam sey herbei, der zwei der Knaben, Namens Earlisle Tay lo von Nr. l l l, West Eros; Straße, und Eharles Schmidt von Nr. 030. Eainpbell Str., verhastete. Tie An deren entkamen. Tie Genannten wurden bis zu einem aus den 8. ds. Mts. vor dem Jugendgericht angesetz len Perhör in die Obhut ihrer Eltern gegeben. E i n g u ter F a n g In dem 30 jährigen Neger William Mack von Nr. 323, Bruce Str., der am Sams tag Abend verhaftet wurde und ge stern ein Perbör vor Pvlizeirichlec Earr in der nordwestlichen Polizei- Stalio zu bestehen hatte, scheint die Polizei einen guten Fang gemacht zu haben. Mackist angeschuldigt, am Samstag drei Tarnen, Frl. Ethel Per tins, Frau Eliston Hand und Frl. Elsie Schneider, ans dsh über fallen und ihre Handtaschen vom Arme gen gen zu haben. Hm ersten Falle erbeutele der freche Bur sche P 22, im zweite Falle lj!7 und im dritten 80 Eents. Tann ereilte ihn das Perderbe in Gestalt der Polizi sten Arnold und Earroll, welche den Neger sestnahinen. Er wurde dem Gerichtsverfahren überwiesen. Nach seiner Perhastuug erzählte Plack Ea pitä Ward, das; er inMt. Aire, N. E.. wegen Tiebstahls in'? Arbeitshaus gesandt worden iei. Er sei aus dem selben ausgebrochen, nachdem er den Gesäugnißwärter niedergeschlagen ha be. Tie Bestätigung dieser Angabo bleibt abzuwarten. Frohe Geburtstagsfeier. Frau Anna Scherbe!, Gattin von Herrn Georg Scherbe!, beging gestern im besten Wohlergehen in ihrer Woh nung. Nr. !7l>—ool, West-Prattstr., ihr 18. Wiegenfest im trauten Fami lien und Freundeskreise. Eine An gibt angenehmer lleberraschungen harrten des Geburtstagskindes. Ta- Hinter befanden sich ein Tiainautriiig von dem Gatten, ein Mahagoni-Tisch von dem Sohne. Hrn. F. G. Scherbe!, jn.. eine goldene Medaillon-Kette von Hrn. W. G. Scherbe!, ein Toilet ten Service von Frl. Maggie Wach ler, ein reichbesehter Kamm von der Mutter. Unter den anwesenden Gä sten befanden sich.- Frau Folm TsarkS, Frau Eck, Frau Wesler. Frau M. Nickel. Fils. M. Oliner, Anna Olmer. A. E. Oliner, M. Wachler, E. TjarkS, HH. H. Weyrich. M. A. Ritter. Wm. Simder, T. Tufsy, Aug. Obcrheini. Land, L. Steinberg. Fohn Leonards Aiigusl Wiegand, E. Hahn. Pässe zur Reise in s Ausland be sorgt E. Raine, Rr. 413, Lst-BalN moreftraße, nahe Cnstom Honse Ave. 5

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Verlangt Franc und Mädchen. m Nr. .04,Slnsrn-Nocaur. crsrngcn Nparimri, -4,8) 2ide.vrur. Vrrlaugt Männer und Knaben. Verlangt im Allgemeinen. Immer >7^ Nr, 2l!> Sourliaad Slrahr,' Stellengesuche. Zu verkaufen. zulmgra 18.4, .es, Pratt-^,raste. Somhanli. Ne. Saw-BuNding, PaMmore. abriet 82S. Consolidated Loan Co. I Nord-Gay-Straße. °"sncl'cii. Gallaghcr, der Paumeister. ""43 61-Mouumen,.^tre- Hermann Vadcnhaop, wo- zur Perlaberimg Nach "'"'n reo IN 407 Gailher Nldg—lll N.- Hermann Padruhxo, 407 Matthrritzldg., >1 Nord ShaeleO Sirahe. rSeptä.tl) Wir haben dir folgenden guten Land (Lomplexc zum Berkauf: 5 Acker 5350: Acker 5500: 7K Acker 5450! 10 Acker 5050: >0 Acker 5"0 N: 30 Acker 51000: 48 Acker 52500: 70 Acker 3250. Auf etlichen Plaste flehen Mlnu- le'lchl'cn verlausen abensall-, 75 Acker grobe ',7aNN mit seiner Wai- nngesalir goei van^derselben Severn Realty Company, r. Itt, Nord ahorlril-Sleoste. (MZr24.I) siir rcleNriiilal I-l Namei)"?,, Teannor," Nr Mosher Sie!, ohr 2ide.er. (250-2) Kohlen und Holz. Kohlen. Kohlen. Lvilio I. Wikinger. Tel.: ö- >s""l 2070. (?>Vril2Y.c,Mlt> M. I. Ghapman Coal Co. Kohle und Cokc zum 50 Volchkl 6,ni>tUN. (sre lw wusch! „nrllsvlllc w-le o.l> Sharp- nd Lombard-Straße, Rechtsanwälte. Henry A. Ulrich, Deutscher Rechtsanwalt. ZOlrtau: 24 -NuildrrS' kll>anc Building, Nordost-Elte. Lcximiwii-Ttrab. Geld sicher nngclrgt. Tea ch- Johaniise, Deutsche Rechtsanwälte, Mmiilnnds !VN 2U—l2O, Law !i>ulldlng, Nr. 221, oaurllattd-Slrasit. Geld zn l'rrlrlhkn. 80. AelltsleS tadlNlrmrn. >B-!. Maryland Chattel Loa Association lbcrt Pluinr, Inn., MrfchgslSsührer. nM nos etc., abne Cnlfernun,/dcrselhcn. ÄeschNche Ralkn. r.aeine Wucherei.) Md. Plane. EaurUand 731>. E P Pdc.ie. ?I. Paul 2tioil. (Nadg.II.TKS) Metbaden. s.Palttinore chiueftmen >2O, Nord.Paca-Strohe. voliitionsdenkmal. Das neue Zollgebände an Gay-, Water-, und Lombardstraße. Das „Johns Hopkins' Hospital" an Broadway, Monument-, Wolse nnd Jessersonstraße, das großartigste Hospital in den Ver. Staaten. Tie „Johns Hopkins' Universität" an der Nvrd-Howardslraße, die bedeu tendste Lehranstalt in diesem Lande. Das Peabody Institut mit Biblio thek, Knnstgallerie und Musik-Eon servatorinm an Mannt Vornan- und Washington Place. Die Riesenwasfenhalle des .7. Re giments an Presto- nd Hosfman- Straßc und Park- nd Linden-Ave. Ter Schrotthnrin an Fayette- und Frontstraße, das einzige och stehende Banivcrk dieser Art in den Ver. Staa ten. Die Enoch Pratt Freibibiiothek: das Centrnlgebände steht an der Mnl berry- und Eathedral Straße, und Zmeiggebände liegen in allen Ttadt theilen. Ter Druid-Hilk-Park. 700 Acker groß. Beinnaunsrn. r Z. v,rck.^>>^ Der Deutsche Correspvndciit, Baltimore, Md., Momag, den 7. September 1008. 55 55 55 55 55 55 55 O le Lneftascke 55 55 55 55 55 55 55 (Fortsetzung.) Johanna at an den lingkiickSasscs soc heran und sagte mit ".sichere. Stimme: „Sie ecschcsie.i mich mit Ihren Worten, deren Sinn ich nicht vollständig verstehe. Wollen S'e stck mir nicht anvertrauen? Sie tänncn e offen thun. Niemand will Ihnen woh 1er..." Sie brach plötzlich ab. „Ich weiß es. Johanna, wie edel und gut Sie sind; aber auch Sie wissen, ich hoffe es, was Sic meinem Herzen sind. Nun werden Sie begreif:, was es für mich heißt, Sie zu verlieren. Sie verstehen mich!" Sie verstand ihn va'ürlich n'chst. Sie schwieg deshalb, aber in ihren Augen erschie.ienTliräi.cn, li:c, schwere Thea neu und sie rollieu üoer ihre Wangev und fielen wie blitzende T ian ant u aus ihre Hände. Nun gibt es Männer, die es allsoi! nicht ertragen, ein Weid weine zu sehen. O, wenn die Frauen nur wüß ten. wieviel solcher Männer es gibt, sie würden mit ihren Thränen noch mehr Unheil anrichten! Holst hatte das Bedürfniß, Johanne unter allen Umständen vom Weinen abzuhalten und nahm sie deshalb in seine Arme. Johanna sträubte sich nicht, aber legann noch mehr zu weinen. Das erschreckte den braven Halst so sehr, daß er zu dem verzweifelten Mit tcl griff, sie zu tüssen und aus das zärtlichste ihren Namen zu ennen. Und stehe da das wirkte! Johanna lächelte unter Thränen. Tann hörte man einen affeltirten Schrei, die Liebenden fuhren ant einan der und sahen an der Thür das Stu benmädchen stehen, das wahrscheinlich gehorcht hatte und durch seine Mitwis senschaft sich dem Paar interessant und werthvoll machen wollte. Johanna verließ fluchtartig das Zimmer, und Holst entfernte sich eben falls schnell. Als er noch ganz erhitzt in seine Wohnung kam und nach dem Tischchen ging, wo das Feuerzeug stand, trat er auf etwas Weiches. Er machte Licht, sah nach und fand seine Brieftasche, die ihm im eigenen Zimmer aus der Rocktasche gefallen war, als er die Kleid:r wechselte. Am nächs en Vormittag machte Holst in höchster Gala lei Herrn v. Bockum einen Besuch und hielt nicht nur um die Hand Johannas an, sondern theilte auch mit, daß er der Nesse des ange nehmen Nachbars Jürgen v. Düsing sei, er las sogar dem staunenden Bockum einzelne Stellen jenes inertwürdige Briefes vor. Herr v. Bockum hatte daher wohl ge nügende Gründe. Johanna mit Holst vorläufig nur heimlich zu verloben. Jürgen v. Düsing war hocherfreut, als er schon nach acht Ta- en einen Brief seines Neffen betam, weicher lautete: „Lieber Ohm! Alle Hochachtung Vor Deiner Tha!- trast und Energie. Ich glaube, cs giit keinen widerwärtigeren Nachbar als Dich in der Jagdangelegcnheit und in dem Krieg lis auf's Messer, den Du mit Bockum führst. Ich kann Dir ver sichern, daß ich Dich bewundere. Ich bin begeistert von Deiner Idee, und deshalb sprich mir nichts von Deinen: Testament. Du weißt, ich bin selbst nicht ohne Mittel, wenn ich auch nicht mit den Millionen um mich heruinwee fen kann, wie Du. Was ich thue, ge schieht nur zu meinem Privatvergnü gen, nd es macht mir einen Hanp! spaß, dein alten Bockum einen Streich zu spielen. Ja, Du hast Recht, Scha dcnfreude ist ein hoher Genuß. Ich habe denselben hier gewissermaßen für Dich und muß Tic schon deshalb dank bar sein. Wenn Du fragst, was der alte Bockum macht, so muß ich Dir sagen: er ist halb toll vor Wuth und fährt fast aus der Haut. Er fühlt, daß er ganz und gar geschlagen daß er Dir nicht gewachsen ist: und wie er mir milgc theilt hat, beabsichtigt er, sein Gut zu verkaufen, da er den Kampf mit Dir nicht mehr fortführen lann. Tu wür dest bersten vor Freude, wenn Du hö ren könntest, wie der Kerl ans Dich schimpft. Ich hätte es kaum für mög lich gehalten, chaß ein Mensch einen derartigen Vorrath von Injurien bei sich hat. X Das nenne ich doch einen Erfolg! Manchmal hüpft mir das Herz vor Freude, wenn ich daran denke: der Mensch niit solchem Erfolg ist mein Onkel. Ich hoffe, Du bist mit mir zufrieden, wie ich mit Dir. Auf ein fröhliches Halali Dein Neffe Kurt v. Holst." Es war ein Glück, daß Jürgen den angeheiratheien Neffen nicht bei sich hatte: er hätie ihn wahrscheinlich mi! seinen Zärtlichkeiten erdrückt. Das ge fiel ihm! Der Schreiber des Briese-: war leiner von diesen modischen Gi gerln; da? war ein Mann vom alte. Schlag, ein Mensch, der rückjichtslo vorgini, der ein kräftiges Wort lieble zu allen Zeilen. „Ein Goldjunge, ein Prachtkerl, ein verteufelter Halunkist dirse: Kur!!' schrie Jürgen, naclldem er den Brie wohl fünf- cder s'chsmal gele en haüe Da: n setzt.' c. sich hin. um soso.: s:i.nm 55 t-5 N N N N N st Anlnorcvlie 4"- A. Osil.tr LU.ttllliii.nm 55 55 55 55 55 55 55 55 Nejsen einen Dankbrief zu schreiben und ihn zu erneuter Thätigkeit gegen den Todfeind anzufeuern. Aber er blieb nicht beim Schreiben. Er gab Anweisung an seinen Panlier, dein Neffen tausend Mark auszuzahlen. Außerdem lcauftragte cc die erste Weinhandlung von 0.. Kurt als lc sondere Belohnung einen Korb mit fünfundzwanzig Flaschen vom besten Selt zuzustellen. Tie Antwort auf diese großmüihige Anerkennung bestand in einem groben Briese des Assessors. In diesem ver bat er sich ein- für allemal die „plundri gen Groschen" des Onlels und erklärte, nur um des lieben Friedens willen und in, wie er schrieb, „den alten Knaben nicht vor den Kopf zu stoßen." sich bc reit, das „erbärmliche, labbrige Gc söff," wie er den Champagner nannte, anzunehmen. Ein ordentlicher Korn wäre ihm lieber gewescn. Dieser Brief erregte daS Entzücken Jürgens im höchsten Maße, lim gehend theilte er dem Nesse mit, daß dieser ein Hauptkerl sei, den er über Alles liebe und schätze. Wo Grobheit sei, da finde man auch Ehrlichkeit. Er sehe selbst ein, daß tausend Marc für einen solchen Prachtkerl ein erbarm liches Trinkgeld seien, und deshalb habe er seinem Bankier Austrag geze ben, die Summe zu verdoppeln. Der liebe Nesse sei sicherlich auch ein ordent licher Lumpazi, habe hoffentlich auch Schulden und irgendwelche Ausgaben, von denen Niemand etwas zu wissen brauche. Für derartige Sachen solle der Assessor das Geld verwenden. An bei sende er auch zehn Liter selbstge brannten .Kornschnapses, und Kurt möge nur mittheile, ob er mit diesem Quantum monatlich auskomme, sonst könne natürlich die Lieferung verdop pelt werden. In dieser angenehmen Weise korre spondirtcn Neffe und Onlel nicht weni ger als fünf Wochen liiitAnaiider. Da erhielt Jürgen v. DUsing wieder einen Brief des Neffen, welcher lautete: „Lieber Alter! Trotzdem ich aimchme, daß Tu von den menschlichen Dingen, die außerhalb Deines Düngerhaufens und Jagd reviers liegen, verteufelt wenig ver stehst, schätze ich doch Dein gesundes Urtheil und Deine Vorliebe für Alles, was außerhalb des erbärmlichen, ver lumpten, modernen GesellschaftstgneS sieht. Ich bin in eine scheußliche Klemme gerathen natürlich steckt ein Frauenzimmer dahinter. Ich sage Dir. Onkel, ein Prachtmädsl! Aler denle Dir, ich soll sie nicht kriegen, weil ein Esel von Vater und ein böser Nachbar dazwischen stehen. Hier muß mit dein Knüppel dazwischen geschlagen werden. Das will ich auch, aber ich fühle mich allein für das Unternehmen zu schwach: ich bedarf eines Freundes von Deiner Energie. Ich bitte und beschwöre Dich, lomme hierher. Es wird Dir gar nicht schaden, wenn Du Deinen Ban 'mal auf einige Tage mit eincni anderen Ort vertauschest. Unser O. ist zwar ein erbärinliches Krähwinkel, aber immer hin gibt es hier ganz famose Kneipen und einen vortrefflichen Stoff. Also ich hoffe, Tu kommst. Ich bin Dir gefällig gewesen: nun sei Tu mir gefällig. Ich erwarte Dich innerhalb der nächsten drei Tage." (Schluß folgt.) Ausland Eisenbahnzug über fallen. Räuber hielten kürzlich auf der Fayuin-Eisenbahn in Egypten einen Zug auf, brachten ihn zum Ent gleisen. verwundeten einen Schaffner und plünderten die Passagiere aus. Spielende Kinder vom Blitz erschlagen. In Nybnii, Schlesien, schlug der Blitz in eins Gruppe spielender Kinder. Ein sechs jähriger Knabe wurde getödtet, meh rere andere Kinder wurden betäubt oder gelähmt. Eigenartiger Beschwer de g r u n d. Vom Rittergutsbesitzer von Borke auf Hohensee, Provinz Westpreußen, wurde der „Küster" W., der im Hauptamt Lehrer ist, wegen „nicht vorschriftinäßigcn Sitzens in der Kirche" zur Anzeige gebracht. Alter Zuchthäusler. Die Strafkammer in Düsseldorf, Rhein land, verurtheilte den 70jährigen ge werblosen Franz van Siaa wegen Diebstahls, er hatte aus dem Flur eines Hauses einen Herrenrock entwendet, zu zwei Jahren Zuchthaus. Der alte Mann hat fast die Hälfte seines Le bens in Arbeitsanstalten, Gefängnissen und Zuchthäusern zugebracht. -Explosion einer Pul-j verfabrik. In Cheles, Spanien, ist eine Pulverfabrik in die Luft ge flogen. Neun Arbeiter wurden getöd tet, eine große Anzahl schwer verletzt. Mehrere tausend Tonnen Pulver sind zur Explosion gelangt. Die Gewalt der l Explosion war so groß, daß das in der Nähe liegende Torf vollkommen in Trümmer gelegt wurde. Piillk Mr'S land brlor! l. Ralnk. Nr. Lft ltlmvr Zir. avr v(c Av. Der tins.unc Zar. Eine Korrespondenz des „Berliner Tageblattes" schreibt auS St. Peters burg: Wie groß die Attentatsfurcht der nächsten Umgebung des Zaren oder vielmehr des Generals Dedsulin. des Leiters des Sicherheitsdienstes, ist. geht daraus hervor, daß das kleine Zars- koje-Selo allein von 150 V Geheim agenten bewacht wird, von denen also s mehr als einer auf jedes Haus kommt. Auher dieser Schaar, von der allein! 1000 Mann den Zaren auf seiner Reise i nach Reval zur Bcgrühung des eng lischen Herrscherpaares begleiteten, be sitzt das Palais in Zarskojc-Selo noch eine innere „Ochrana" 00-4, gegen 400 j Mann, die mehreren Offizieren unter stellt ist und vom General Dedjulin ge leitet wird. Tie letzten Jahre haben im Sicher heitsdienst des Zaren sehr große Ver änderungen herbeigeführt. Seit über einem Jahr ist die Telephonverbindung zwischen Zarskoje-Selo und Peters burg so eingerichtet, das; jedes geführte Telcphongespräch selbstthätig aufge schrieben und von Dedjuiln gelesen wird. Kein Telegramm, leine Post karte, kein Brief kommt in Zaräkojc- Selo an, der nicht von Spionen geöff net, gelesen, kopirt würbe. Trotzdem ist die Stellung des Generals Dedjulin bei weiten: nicht die, wie sie etwa seine Vorgänger General Trepow oder Hesse innegehabt haben. Hesse und Trepow begleiteten den Zaren sogar auf seinen Spaziergängen. Er, der meist sehr Schweigsame, sprach mit ihnen auch zuweilen über Politik, hörte ihre An sicht oder deutete seine Auffassung an. Mit Dedjulin spricht der Zar nur noch über die Schntzvorkchrnngen, über die Bewachung des Palais und andere Si cherhcitsmahregelii. Diese sind mit einer derartigen Routine ausgebildet, daß, wie erwähnt, jedes Telephongespräch mit Zarskoje Selo, wenn man sich z. B. eilig über irgend weichen den Hof be treffenden, selbst ganz unschuldigen Vorgang informiren möchte, zur Un möglichkeit gelvorden ist. Auch das in den Blättern im verflossenen Sommer gekennzeichnete Treiben von frommen Brüdern, wie Mitja und allerhand son stigem fahrenden Volk, welches spiriti stischen und religiösen Hokuspokus trieb, hat unter dem Regiment des Si cherheitsdienstes aufgehört. Mit stiller Wehmuth mag der „heilige" Mitja an die reiche Tafel und die „wunderbaren Branntweine" des KaiscrschlosseS zu rückdenken. Das Leben ist einförmiger und gleichmähiger geworden. Die At tentatsfurcht hat auch hierbei mitge spielt. Aber auch heuie steht der Zar allein. Außer den Großfürsten Peter Nilolaje- Ivitsch und Nikolai Nilolajewitsch hat er keinen nahen Vertrauten. Nieman dem gegenüber spricht er sich aus. Sein Leben ist, abgesehen von Paraden und Empfängen, weit einsamer als vor we nigen Jahren. Wohl spricht der Zar mit Stolypin über innere Politik, er hat auch ireit mehr Interesse für die selbe als früher, aber alles geschieht unter einer gewissen Zurückhaltung, kurz, ohne das; tiefer auf eine Frage eingegangen würde. Unlängst war die Hofkamarilla recht beunruhigt, als der Zar den Präsidenten der Reichsduina, Chomkajow, fast volle zwei Stunden bi sich behielt und mit ihm nicht nur über die Angelegenheiten der Duma, sondern auch über manche Frage der inneren Politik mit viel Interesse und genauer Kenntniß sprach. Die Hof ireiscn sehen dieses teimende Vertrau ensverhältnis; des Zaren zu Chomtajo nicht gern. Schon finden sich besonders feine Spürnasen, die in dem leutseli gen. guten Chonijakow den „loinmcn den Mann" lviitern. Man sieht dar aus, wie -üferlüchtig die Hoftamarilla auch heute noch dcmüter wacht, den Za ren zu isolicen. Ganz gegen seine Ge wohnheiten bleibt der Zar Abends meist sehr lange auf. Er beschäftigt sich viel mit Lesen. Zu seiner Lektüre gehören auch die stenographischen Berichte der Dulnadebatlcn. Uni diese späte Stunde, mcist>Mit ternacht, erscheint Stolypin nach einer: aus Petersburg nach Zarskoje-Selo j in's Palais gemeldeten, streng geheim gehaltenen telephonischen Losung zum Bortrag. Diese nächtlichen Borträge hat ihm der Zar nach dein entsetzlichen Attentat gegen seine Villa auf der Apo thekerinsel vor zwei Jahren bewilligt. Auch auf dieser Seite herrscht eine recht begreifliche Attentatsfurcht, obgleich das Soinmerpalais Stolypins von 100 Mann Polwei und zahlreichen Geheim agenten lewacht lvird. In Zarskoje- Selo hat die Attcntatsfurcht seit dem Sommer eher etwas abgenommen, seit das in der Duma besprochene Komplott gegen das Leben des Zaren sich bei nä- i herer Prüfung als ziemlicher Unsinn erwiesen hat. Dennoch fürchtet die Be wachung Stolypins immer noch eln neues Attentat gegen ihn, sonderbarer weise in Form eines plötzlich vorfah renden, mit Dynamit oder anderem Sprengstoff gefüllten Automobils. Al lerdings sind alle Reisen des Zaren paares auch heute noch stark in Frage gestellt. Gedankensplitter. Die fsessel des Alllogs ist sllr manchcn ein kettungsseil. Erfüllte Pflichten beglücken mehr, als er füllte Wünsche. Von niemand lästt sich der Mensch soviel >efallen al von (ich selbst. IHT 5. D VkITSLRDU k 80X8 LRUVkIXd 00 nnabhäiigigr Brauerei, Bureau: Nr. 17k da grüßte, ößigste lcl öeste z Blatt im Osten. Pro Jahr Pro Jahr. s 8 Ein übersichtlich geordnetes Bild der wichtigsten Ereignisse der verflossener. Woche nebst Unterhnltuugöstoff und enthält s Kabel- und Jnlaud-Deveschen, Z Berichte aus Stadt und Staat, Z Markt- und Börsenberichte, s i!i Romane, Feuilleton ?c., ?c. Bricfbcfördcriing ach dri Anslniidc. Tie ausländische Post für die mit dem IS Sept. endende Woche schlief'/ hier im Hauptpostamt, in allen Fäl len pünktlich, wie folgt: Tie Packet-Post ist von l) Uhr Vor mittags bis .7 Uhr Nachmittags täg lich offen, ausgenommen Sonntags, j Tie Briefraten nach dem Auslande i t ausgenommen Canada, Merico, Panama, Cnba und Shanghai die- selben wie einheimische Raten) sind, I wie folgt: Fünf (7) Cents für die erste Unze und drei (li) Cents sür j jede weitere Unze, oder ein Bruch j theil, und sollte voll srankirt werden, widrigensalls bei Antnnft der Briese der doppelte Betrag collektirt wird. Dampfex fahren von New-Nork ab, wen nicht anderweitg angegeben. T r a n S Atlanti j ch e P a ck e t- P o st. Großbritannien n. Irland, schlicht Tienstag und Freisag lim .7 Uh Nachmittags. Deutschland schlicht Montag und Mittwoch um .7 Uhr Nachmittags. Frankreich, schlicht Montag, Dien steig und Freilag um .7 Uhr Nach- l mittags. Belgien, schlicht Freitag um .7 Uhr Nachmittags. Norwegen, Schweden und Täne mark, schlicht Mittwoch um .7 Uhr Nachmittags. Holland, schlicht Montag in .1 Uhr Nachmittags. Italien, schlicht Dienstag ni .7 Uhr Nachmittags. Trans- Atlantis ch e P o st. Montag. 7. Um 7 Uhr Abend sür Europa, Afrika und Ostindien per -Dampfer .Kronprinz Wilhelm," vi i Plyinonth. Clierbourg und Bremen Freland muh speziell adressin sein). Dienstag, 8. Um 7 Uhr Abends sür Europa per Dampfer „Lnrania." via O.neenslown: sür Europa innr 'peziell adressirt) per Dampfer „Adriatic," via Plyinoiilh und Che bonrg. Mittwoch, !).—Um 7 Uhr Abends sür Deutschland per Dampfer „Blü cher," via Plvmonlh, Clierbourg nd Hamburg (andere Länder müssen per „Blücher" adressirt sein: sür Gruß- Britannien und Irland per Dampfer „Cedric." via Oneenstown und Livei Pool (andere Länder müssen per „Ce- dric" adressirt sein): Uhr Abends für Europa, Egypten und Ostindien per Dampfer „La Pro vence," via Havre. Freitag. li—Um I Uhr Abend? für Irland per Dampfer „Ilmbria," via Ou.'enstownt andere Länder müs- >en per „llmbria" adressirt sein): i 7 Ilhr Anends für Europa, Afrika und Ostindien per Danipser „Nein chort," via Plymonth und Clierbourg. Post ach Sud- und Cen tral Amerika, West in dien etc. Montag, 7. —Um 0 ilhr Abend? per Dampfer „Bermndian." Diensiag, 8. Ilm I lll>r Nachmit tags für Jamaica per Dampfer pon Boston. Mittwoch. 0. —Ilm Ilbr Abend? für Cnba, Zlicatan und Canipeche pc: Dampfer „Merida"; sür Jnagna und Ha Mi per Dampfer „Altai": für Ceu- Iral-Ailierika, Kaiialzone, Colombia und Sud Pacisie Häsen per Dampfe" via Colon: sür Jckmaica per Danipser von Pbiladelpliia i für Süd Brasilien per Dampfer „CÄsican Prince," via Baliia und Rio Janeiro. Donnersiag, —Um I Ilbr Nach mittag für Bermuda per Danipser von Halifax, N. 2.: um 111,. Abends sür Hayti per Danipser „Prins Willein": für Bahamas per Dampfer „Vigilancia": sür Pernani bneo per Dampfer „Dagheslan." Freitag. l>.—Um 0 Ilbr Abends per Dampfer „Caracas": für Cnra rao und Penepiela per Dampfer „Dagsred": sür Porto Nico, via Mayaguez, per Dampfer „Ponce' sür Fortune Island, Fainaica, Pana ma, Kanalzone und Colombia per Daiiipser „Prin; Anglist Wilhelm." Tie Post nach Nen-Fundlmid, via N'vrd-Sidney, und nach Miyuclon. via Boston, schlickt bier tätlich um Ilbr Nachmittag?: nach Cnba, via Tanipa, täglich um 1 Uhr: nach Costa Rica. Honduras, Nicaragua (Ost küste), Salvador und Guatamala. via New-Orlean-Z, täglich un? 1!) Uhr Abendsi nach Mexico Citv täglich niu 2 Uhr Nachmittag? und l Uhr Abends. Trans-Paci f i c P o st. Donnerstag. 10. —Um 7 Ilbr Abends für Japan, Corea und China (nur speziell adressirt). via Seattle: sür Hawaii, via San Francisco. Freitag, 11. Uni 7 Uhr Abends sür Japan, Corea, China und die Philippinen, via Vanconver, B. C. Samstag, lt.—-Um 7 uyr Abend? für Japan, Corea. China und die Philippinen, via Seattle. Post für Australien. Neuseeland, New Caledonien und Sanioa, via San Francisco, schliesg hier täglich nlii 7 Uhr Abends bis zum 20. Sep tember. W. Hall H a r r i Postmeister. 7

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