Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
March 16, 1908

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Hrntc L klnrrs Wetter, P westliche Winde. 98. Jahrgang. Salirt VB. Farmers und Merchants National-Bank, Svnth- ,id Lvmbnrdstrnsii. o (sredit-ivrlefc. Tonristen-Cherks. National Exchangeßttttk apii>l !?1,1M0,8M. Urdcrlchust Prosit Mio.!!. HopNnS Placr, Gorma- nd cüucriy -irnstc. . P. Paldwln, Ziasstrcrl SHaS. tk. t 5. SmN. (?12-Z HUIsS-Kahlrcr. eo l?au!tablcGcbiluc, lc-lvrrl- und Factt-S>rakk, a> lind nach Montag, drn U>. Das Spar-Dcpnrtcmrnt (81—1 "lbn DeutscheTvarbauk vonßaltlmore Südwest-Ecke Baltimore- und Eutaw-Stras-c. cur lis gl NN voi, bl^l^ In litt PrnnS. c> LllttrlcS Spilman, Hentti D. Drcvcr, ?vNn cviclirillg. i an ö. vonr Tchliser, Job Lgngr. tibrisl. Hcinmcier. Harr Lindcman, Karl Nrbrrknrchl, Schabmoificr. (Jan-t.w)"'' Gb nci cr. 411 Lst-Baltimvrc-Strnsie. chr ISglich uo IN bis Ubr. kamsiagS von N dt t Übr. Zweige: (kcke Gagcr- nd Soinrrsrt-Lirasie. Nr. IN.',, Digiti Llrastr, ,wische u. rsl- Clrnsw. (kile IZaN-Nocnuc n. Pouldl Sirabr iNanlon). (e. Z. Tbalcr, Präs. garoli Pro, Picc Präs.. tionrad Nnddc. Lchnvmcislcr. Koter Wclteigy, (klke an Kabettr- nd HolNday-Sir. lkuropäischrr Plan. Zimmer lsli Gl ig 82 581 ro lag. Teiuschr SprNcn eine Special it,. tiunsch vrn >2 Nbr vis :i Uhr Nachm., 25c. !egnläre Mahlgeirrn 50c. Ta gcebrle PlU'Mum wirb ans die Rene Sticduna importirtcr deutscher uud frniizösischcr Weine John Tjarks L Co. (lulii.Tj-Z.lJldl Schumacher S- Foreman, Optiker, baden loht >br GeschäitSlolal In Ibrcm neuen Laden, r. Wrii-Leeinglou-Straß. Noue uswahl opiischcr Piaare,,. Schumacher L Foreman, (Vit—ll>) Nr. !10, Weft-Lertugton-Strake. Beide Teltphone v o Tic Freude am Wichen von (Ge müse für Ihrcu eigenen Tisch o> witsch E->>. t Preis pro Eremplor ein Toller. F." P- Kummer Becker, Deutsches Bank- und Wechsclgcschäst, Ai Sontli-Strasic, MiddtNdllrl, Wiliims Co., Wcrn Kiers, North nnd Faiiette-Slr. ckurilätc sür Kapitalanlafftn. (lviaM.i.-;) Wir sind über Äilgcnlcidr qnt unterrichtet Noller Optica! Co. tl)s Nvrd Charlcs-Straßc. Teutscher Polsterer nd Movelschrcincr. 20 TcN-ohvi'':,2',o 2i/ärinat Musicr uuo S W, IN!,. Lüdwrii StrKcr- ud Mashcr-Strafte. o) Hktliiall Union Fi,r Fnsnraiicc Ev. 417 Lst-Bnltimvrc-Strnsjr. LnniS Tilctla, j!>m. ?eki. .^owler, M, Tnolb. Naltt, 'pi-inoiiälan, ,712-Xk, ?l, ?nlkicld, Clin-/, 15ZUI8 Ralph Verrman, AnacnZvcpalis. Nr 5.7'2. N.-G-,.Sr °''iaiiBasMic)° rtlelen. Baltimore, Md., Montag den li. Mar; 1908^ Angebote sür HS.(N>o,oo Schulßscheinc.' der Stadt Saltnnove. Ninnc L. Nrwinan, Clerk. (izcb2z.2N.2B,MNra. >.8.10.14.lll.l) Durch das Versichriiiiigsdcpartciilcnt. Grsminie Cinuttlnnen PI 1,280,021.2 reim-/ 1,5,02,1 M äer GcielNäiMl eebmel 17,828,007.05 ''-Mittle 1,0ii.007 17 ?l,leMe i>ilnn,-,en 02.NM.70 Vrilllv GttNmäe 22,25.2,751,50 sMlg, 28.08!>,->7 Gel!äon:o eie 02,077,00 !!ol!''!'.'"'/.,, 5.00,000,011 Alixuninne des >mr>llMB .?nhal>cr,. 0,702,2>1.27 Gcslimmle Vcrbindlichkeilcn 520,802,007,08 äciittdlicheu PnNcc 1,020,050,201,00 2t.4M.v71.00 ?n Mttwimid >OO7 bcsahNc 21erlnllc 01,870.72 ?n MnrMnnd in 1007 erlülcne '''"l-IM,,- 10102-1,20 Staat Marlilanli, Bären des Ztaats-PerN. den, Ist. 2'rni, !5 Oronl, (.17.04.71101 Nowland's türkische Bäder, Canltadle-Gebtinde, Postamt egB. Stet oske. (Ug22—) s Schicksal. lictzcrmvrgc wird er sein Todes nrthcil Periichmr. Er verlangt keine (xZnade und ist zum Sterben bereit. Ankiwst der Torpedoslotille zu Panania. Auch dort großer Klimbim. Berhaftnhg eines der Ermordung soiiies Schwagers z Reading, Pa., angeklagten Mannes in Oklahoma. Frocho Rah ansälte und Mordlhalon durch Reger i R'e>v Orleons. Fnto rossante Mittheilungen des An walts Ei tönigs Morse. B o i s e, Fdäho, 17, .März.-- Harrh Orchard, einc-i' c Btörder des Er- Ktonvernenrs Front Stennenberg. welch' letzterer am Abend des ÜN. De zember littO durch eine Bonibeii-Er plosion vor dem Zbore seines Hofes zu Ealdlvell gc)ödtel mnrde, ivird am nächsten Mittwoch, seinem ich Ew bnrtstag, sein Todesnrtheil vcrneh inen. Er iveigerte sich bekanntlich, als er am t>. d. Mts. dem Bericht vorge führt ivnrde, seine frühere aus „nicht ichnldig" lautende Erklärung beste Heu.zu lasse, und erklärte sich, dem ausdrücklichen Ratbe seines Anwalts und anderer Leute zum Trotze, des Mordes im ersten EKade schulßg. „Fch bin schuldig,"sogte er. „und be reit. meine Strafe zu erdulden. Fch babe die Wahrheil gesagt und versiehe vollständig, was die Folgen sei Ver den." Viele Personen glauben, daß ihm ans irgend eine Weise Straslosigteit zugesichert worden ist. Orchard und die Vertreter der (Gerichtsbehörde' be streiten dies. Alle Leute, welche mit Orchard verkehrt Häven, namentlich ct?isiliche und (M'fangmßbeamle, er klären sich überzeugt, daß er. salls ein Versuch gemacht werden sollte, sein Todesnrtheil in lebenslängliche Hast innznivaiidelii, oder gar voUsläiidige Begnadigung zu erwirken, sich wei gern würde, eine solche Vergünsti gnng zu aceeptire. Die allgemeine Ansicht ist, daß er den Tod erwartet nnd vollständig Willens ist, die äu ßerste Strafe sür sein Verbrechen zn erleiden. Er weigert sich, der Presse irgend welche Mittheilungen zu ma chen, und beschäftigt sich hauptsächlich mit Lesen der Bibel nnd anderer, von Religion handolnder Werlo. Tvrpedolvtillr in Poiiamn. Panama, >7,. März. Die amerikanische Torpedoslotille erreichte gestern den hiesigen Hafen, nnd ihre Anknnst war eine Ileberra'chnng, in dem die Tchine erst heute oder Mon tag erwartet worden waren. Feder i.w schien sich jedoch darüber zn freuen, namentlich die Amerikaner aus der Kanalzoiic, welche in bellen Hansen hier ankamen, um die Flotille zn sehen. Die Zwischen ainllichen Be suche sind zwischen den Offizieren nnd Vertretern der Behörde ansgetanicht morden, und eine Reihe von Festlich keiten finden zn Ehren der Amerika ner statt. Fn Otllchcimn verhaftet. Etnthrie, Oklahp., 17,. März. Abraham Ro'enthal, welcher beschul digt ist, seinen Schwager Lewis Elawson am I7>. Februar in dessen Hemdcnfabrik z Reading, Pa., er schossen zu haben, wurde am letzten Mittwoch zn Billings verhastet und befindet sich jetzt im Gesängniß von Perry, Lklab. Wie es heißt, hat er seine Fdentitat zuzugeben, bestreitet jedoch, daß er ein Mörder sei. Als Elawscm's Leiche i Reading ansge snnden ivnrde, glaubte man zuerst, daß er Selbstmord begangen habe, allein bald nachher kamen Umstände an's Licht, welche Verdacht cun Rosen thal lenkten. Schwarzes Raub- nd Mordgrsiiidcl in New-Lrlcans. R e>v Orlea n S, t 7>. Marz. Robert Bonner und Fames Wilktains. zwei junge Reger, haben sich gestern Abend eines schweren Verbrechens schuldig gemacht. Sic ermordeten Ehas. Funk bei einein Ranbüberfall auf der Straße und verübten, wäh rend man noch nach Spuren der Mörder suchte, einen Raubaniall ani einen anderen Mann. Sie wurden von bewalsiieten Bürgern verfolgt und es kam nahe der Stadtgrenze zn einem Kamps, in welchem einer der Verfolger oerwnndet wurde. Bon ner trug lebensgefährliche Wunde davon, allein sein Spießgeselle ent kam. Bonner hat mehrere kürzlich verübte Einbrüche-eingeslande. Morse znhliliigsfäliig? New Port', t7>. März. Eugene P, Earver, Anwalt des Bon kiors und Eistrnsl Magnato Ehas. W. Morse, erklärt sich beule Abend überzeugt, daß sein Klient, wenn seine (Banbiger nr einigermaßen mil ibm cooperiren, ini Stande sein ivird, allen seinen Verbindlichkeiten bei Heiler und Pfennig nachznkom nie. Alle gesetzlichen Rechte nd Schutzmittel sollen zur Förderung dieses Fwcckes angewendet werden, und man wird auch die Staats nnd Viindesgerichle ersuchen, die sck.we benden Eriminal Anklagen so rasch als es mit Hinsicht ans gesetzliche Vor 'christen und Thatsachen möglich ist, zn erledigen. Der Anwalt besteht daraus, daß Morse solvent ist, nnd daß alle Versuche, ihn zum Bankerott z zwingen, scheitern werden. Fcncrpanik verhütet. Holnote, Mass.. l.ö. Marz. Ein Panik wurde henke Rachinittag im xdoinoke Opernhaus, wo l öivi Männer, Frauen und Kinder einer Vorstellung heweglicher Bilder bei wohnten, nur mit lnavper Roth ver. miede. Frgend Feniand schrie „Feuer" und zugleich sah man Rauch und Flammen im xdintergrimde der zweiten (Batterie. Ein Andrang nach den Ausgängen erfolgte, allein die Versicherungen des Direktors F. H. O'Eoimelk, welcher aus der Vülme er schien, daß keine (xlesahr vorliege, fan den schließlich Etehör. Löschinann schaslen waren zur Ansrechlerhaltnng der Ordnung behülslich und binen Ü-'/t Miiinten war das Gebäude, ge leert, ebne daß irgend Fernand er wähnenswerthe Verletzungen erlitten Halle, Das im Rauchzimmer ansge brochene Feuer wurde gelöscht, ehe es erwühnenswerlhen Schaden angerich tet hatte. Verdienstvoller Offizier gestorben. W ashi n g t o li. D.E., l7i. Rl'ärz. Vrigadegeneral Ronal Thaxter Frank von der Vimdesarinee, ist hier in seinem 7i. Lebensjahre gestorhen. Er absolvirle die Weslpoint Militär- Akademie in l,K7>tt und machte den Bürgerkrieg mit, in welchem er we gen Vravonr vor dem Feinde zum Range eines Oberstlieutenants avan eirt wurde. Fit IM! erhielt er den Vrigadegenerals Rang und wurde bald darauf in Ruhestand versetzt. Sein Gebnrtsork ist Grag, Me. Die Beerdigung sindet am Dienstag ans der „Arlington Rational.Eemeterh" statt. Linevln's Speznil Tclegrophift in gctoiiiiiicn. B i ii g l> a m t o n, R. l.ö.März. De Will Füller ans Hancock, wel cher ivährend des Bärgerkrieges als Spezial Telegraplnst in Diensten des Peäsidenle Abraham Lincoln gestanden haben soll, ist as dem Ge leise der ~(erie-Ba!m" zn Rarroivs bnrg, Pa.. überfahren und getödtet worden. Er war etwa 7t) Fahre alt nnd stand als Telegraphen Reparircr in Diensten der „Erie Bahn." Srlbstinvrd ms einem Bnh'.g Ehattanooga, Ten., k.7. März. Fames Fohnso, ein be kannter hiesiger Kapilalist und Pols tiker, beging heule Abend ans einem Fuge der „Alabama Great Southern Bahn," zwischen hiesiger Stadt nnd Birmingham, Selbstmord, indem er sich die Kehle durchschnitt. Tnft verreist wieder. W a s hingto n, D.E., 15. März, Kriegsä'lretär Tast reiste heute nach New Port, wo er die Nacht bei seinem Bruder H. W, Taft verbringt. Morgen begiebt er sich nach Rew- Haven, Eon., m einer Versamm lung der Pale Eongregation beizu wohnen. Morgen Abend wird er vor drr Hamplon Gewllschast eine Rede über die Erziehung der Reger und der Fndianer halten, und am Dien slag redet er gelegentlich eines St. Patrickstag Banketts vor den „Friendly Zons os St. Patrick." Fii Winswd. Eon., ist der Hälsspostmeistcr Alfred Hensel ans die Beschnldignng des Postdiebstahls verhaftet worden. nitl'trill'ittlctt^-I. -vllllrelttigunas.'Nitlcl Nt co unllOcrtrkiilich, Tic ?I PernttiX cullulcr Pillcii 'lud In alicii Avc- Ihclcu zu haben. cv!oM>Sr) Wirk beseitigt. Abbruch des Panllievno der spani sche Kolonir in Madrid. Duo Volk soll nicbt inoor sehen, woo es durch lliisoliigkeil seiner Ne giernng verlor. nier Fron, Foseph wieder durch Erkültnng an sein i',immer gesesselt. Nenernlig uns den Etehiete deut scher Ttudenten Rohrstöcke als Ersatz sür Tchtöger. Fiiteressonteo Tchrei be des Prinzen Helie de Tag.in an seine Pariser EZeliebte. Hochwasser täesahr in Deutsch land. M adri d. l VlNl z. Das Pan theo der spanischen Eolomen, ein Pavillon im Retiro von Madrid, in welchem viele Andenken an Tpanien N iMere iintergevrachl sind, seil abgebrochen nnd die darin enthaltene Tammlnng von Büchern, tß'mülden >md archäologischen, geologischen, all l! ropologischen, mineralogischen nnd botanischen Schätze unter die verschie denen 'täbliotlieten nnd Museen der xAuiMsladt vertbeilt und begraben leerden. Die vorgebliche llesache da sär ist, dasz das t'äniadslnck läe an dere A>necke gebraucht wird, nd dag der Besuch der Anstalt fast gänzlich aufgehört hat. FnWirklichkeit wünscht man jedoch die vielen Beweise der tß'ösze nnd des Werthes des einst von Spanien beherrschten Eoloiäaleeichs, welche- durch schlechte Regierung nnd Verwaltung verloren ging, ans dem E'esichlsteeis des Polles zu entfernen. Eine der wichtigsten Abtheilungen der Sammlung ist diejenige, welche the genstände von de Philippinen ent bält. Stndentendnell mit Röhr st ö et o n. E i s s a. Posen, März. Die Studenten der hiesigen technischen Hochschule Häven beschlossen, tänstig bm ihre Streilhzleiten obne Amven dnng scharser Wassen zum An trag zu bringen, und diesem Entschlüsse ge inäsz hahen sich zwei der jungen Her reu nahe der hiesigen Stadtgrenz.' mit Nolirstöcken dnellirt, nin sestznstel len, welcher von den beiden .Xiämpen die meisten Hiebe vertragen tonnte An einem abgelegenen Ort wurde ei Ring martirt, in welchen die Streiter, nachdem sie Rohrstöcke von gleicher Einige erhalten hatten, bis an die Hüfte entblößt eintraten. Ans den bom Eeiter der Assaire gegebenen Be seht „Oos!" schlugen sie mit den Stöcken 17 Mumien lang ans einan der ei, bis einer von ihnen znsällig die Grenze dos Ringes überschritt. Ans , März. Prinz xti igoschi Kniii. ein Eonsiii de>. Kaisers von Fapan, überreichte hcnle der Kö nigin Viktoria im Namen der Kaise rin von Favan die Fnsigiüech des ja panisch e n .K ronenor d e i S. Me h r Boin b e n i n Barce l o Ii a. B arceio n a, lü. Rtürz. Eine Bombe erplodine beute in der hiesi gen Eentral-Martlhatte nnd verletzte eine Frcm ichiver. Eine andere Bombe wurde in oer Nähe gesunden. Man (Zortsctzuilg siehe L. Seite.) -08 I I 11,11 t Weitverbreitetste deutsche ll Reitling südlich von New g.')ork. l! Nr. 79. Bttgeßtoicht Ml Hilnd zu holten eine Flasche von Hnlc'S Hvnrh of Hurchoiiiid nd Tnr. Der frühzei tige Gebrnnch knn Tic vor Krank heit behüten, de Aerzte führen inilchc ciiisllichr Erkrankung auf Er kältung zurück. Halcp's Heue vf Horchonnd and Dar hat seit Eeiicrativnrn Husten und Erkältungen knrirt. Die That sache, das es Fe.hrr lang ein belieb tes HnilSniittel gelvcsr, zeugt für seinen Werth und seine Kraft. fjck's sjllUlj tls s>m'ljtll!ijtüllr bringt schnelle Erleichterung in Fäl len von luehcm HalS, Bronchitis nnd Kenchhsleu. Es 'st leicht zi nehmen und stört die Verdauung nicht. Ilcbcrall bau Apothekern verknust; zZ7 EciltS, 7> It,->. A. stump, NordÄ'°"r-ftr. Creamen, Butter und Eiern. Uliacll, wN.H: e>lirl. NX Hlrch Zlr. C c- P. Pdone.

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2 (Fortsetzung von der l. Seite.) nabm sie zum Zwecke einer Unter?', chiing nacb einein Laboratorium, Hcli e'S W e r b u n g u m A n n a G o ii I d, ß, P ari s. IT Marz, Ter mV sjeiiöse Vlies, welcher, Gras Boni de Easleltane gelegentlich der letzten Vei Handlung vor dem Pnchtpotizeige, ich! vorwies, hat jetzi eine Anstlärniig je salioneller Arl gesmiden. Tiejer nach Voin's Vebaiiptnng vom Peinzen von Saga geschriebene 'Brief war von dem Prinzen als eine Fälschung be zeichnet worden. Ein Eoeieiponden! ersäbrt jetzt, das; Sagau den Bne? in Wirtlichteit geschrieben und an eine Pariser Halbweltdame genchlet bat, die Ansprüche an ibn geltend machte, lnhalt ist folgender: „Meine Ge liebte! Ich habe keine Pienmg, doch warte nur, bis ich verheiratbet bin, Tann will ich Dir schon zeigen, wie das Geld durchdringen tömien." Ter Brief entlüeli weiterbin insnl tuende Beinct'kmigen über Anna Aoiild, und hierin lag der Grund, Tas; Gras Boni den Prinzen öffentlich Mißhandelte, Ter Brief war von der Empfängerin an George Gonld per läuft worden, der ibn Boni übergab, Drinz Helle von Soga, den man Pbon mit Anna Gonld auf der Reise lpach Amerika geivähnt hatte, ist wie Ter in Paris eingetroffen, Hlaiser W i l h e l in g r at n l i rt, A London, 111, März, Einer Spezialdepcsche der „Taili? New-:" -uns Berlin zufolge hat Kaiser Wi! Helm dem Präsidenten Raosevett eine 'Depesche geschickt, in welcher er dem selben ans warine Weise zu der un erwartet rascben Antmisi der Schlacht schiff Flotte in der Magdalena Bai gratnllrt. l-'T ro h ende Ue bersch w e in in ii ii g s g e s a h r. Berlin, lü. März, I vielen (Hegenden des Reick?-:- sind wieder star tc Schiieeniassen niedergegangen, Tie .oingetrelene wilde Witterung läßt be fürchten, das; verbeereiide lieber schwennnttiigen sich ereigne werden. Namentlich im Osten und Westen Teutschlands erschein! die Hochwasser PGefabr von Neuem deingend, Bon den Behörde werden schleunigst nm Pissende Borsichls Maßregeln gelrof sen. E oiikiirreii z n nbcd eute n d. Berlin, l-ü. Mär;. Tie Gene raldirelllon der „Hanilmrg Ainerila Linie" ertlärt, daß die Eontnrrenz der „New Bork öS Eonllnental Line" i'iibedeiiteiid sei, da diese nicht über zulängliche Mittel verfüge. Tie An gäbe, das; die Erie-Bahn dabinier s.ccke, sei unsinnig, weil die Mihn der Margan-Griippe gehöre, welche eine Eoiit'urrenz-Lniie doch sicherlich nicht unterstützen werde. Offizier wird Sänger, Berlin, k.ü. März. Bei dein Rothen Kreuz-Fest, welches Tomen pnd Herren der Gesellschaft gestern in den Räumen der hiesigen König lichen Kriegs-Akademie veranslalte ten, hat ein neuer Tenor aus dein Ossiziersstande zum ersten Mal öf fentlich detnllirt. der nach Kenneran ficht über eine ganz hervorragende Stimme verfügt. Es ist dies der Obertielitenant a, T. Mübllialisen, Iber früber im Regiment Gras Schive rin siand nd. um sich der Bühne zu widmen, ausschied. Er sang das Preislied ans den „Meistersingern", das Gralslied ans dein „Lohengrin" vnd eine Arie aus den „Bajazi". Von Castro's Gericht ver de n n e r t. Earnca s, Venezuela, Donners tag. iL März, via Willeiiistad, Erna .icao, IT März. Das Lbergerichl von Venezuela hat das Urtheil der unteren Insianz bestätigt, nach wel chem die „New Bork and Bermuda Asplialt Company" sür ihre Unter slntzling der gegen den Präsidenten Easiro gerichtete Malos Revolution oii die venezuelanische Regierung PT voii.iXi? Buße m zahlen hat, Ter "Betrag entsprich! der Summe, ans die Kosien Ter UiNerdi iickung der Revolution geschätzt werden, Tie Gesellschaft will an den Bn des- und Kassalionsgerichishof appel lire. Nach Ro k o h win a anstatt New j'jort London, IT März. Auf Ko bclansragen an Japan bat sich ber ausgesieUt, daß die im Januar, miill, inaßlich von dem Tchnpier „Eeltic" aus der Fabrt zwischen Liverpool" und New-chork verschwundenen Ein schreibe-Packete in Bokobamo ausge taucht und bereits deu Ver, Staaten wieder zugestellt.sind, kür SücussUuxe uuck Xioäer -vis M, Vis llis ImiM MM w Viele Tode urtheile. Russische Bniiditcii dcm ,Henker über all tloortrt. Entsehliche Hnngersiwth in Nord Sibirien, Bater Gregor Pe tross führt einen Besuch des Tol larlandes im Schilde. lingos in Rußland und die Armada Fahrt. Enttäuscht über die Aussichten auf friedliche Bei legung unserer Differenzen mit Japan. Australier freuen sich über angekündigte Flotlenvisite, Kreuzzug gegen amerikanische Bordelle in Hong-Kong. P e t e r s b n r g, lö, März.—Viele Todesurtheile wurden heute in ver jchiedeneu Tlieilen Rußland'S gefäll! Unter den Vernrtheille befinden sich zehn Räuber zu Kremeulchug, vier A'äuber zu Kiesf, drei Männer, welche das Postamt von Proskurov übersie len, drei Banditen zu Lodz, ein Bauer zu Kharkov und zwei politische Ge faugeue zu Kursk, In chcialerinburg sind wegen des Ileberfalls des Eoniploirs eines (Hrn benbergwerks, welches einem Mit glied des Reichsralbs gehört, sieben Männer zum Tode durch deu Strang und ein anderer zu lebenslänglicher Haft verurtheilt worden. Mehr Besuch aus R u s; l a n d. P e t e r s b u r g, 111. März, Va ter Gregor Pelrosf, der bekannte Ar beiterfüvrer und conilitutionelt demo kratische Abgeordnete, hat sich letzthin emsig mit dem Studium der engst scheu Sprache beschäftigt, und kündigt an, das; er im Begriffe ist, die Per. Staaten zuv,besuchen, um dort Vor lcsungen zu halten. Ezar betete am Grabe sei u e r A h n e u, Petersburg. IT März. —Wie hier bekannt wird, hat der Ezar am Tonuerslag die St, Peter und St, Paul Festung besucht und in dein Mausoleuni seinerAhnen gebetet, TaS kaiserliche Gefolge war in drei Auto mobilen, die Fürst Aleris Orloff führte nach der Festung gefahren. Hn n g e rsuoth in Sibirien, P eter sbu r g, 111, Bcärz. —Hier eingegangene Nachrichten melden, das; in Nord Sibirien eine entsetzliche Hnngersnvth hrrrscht, nnter der be sonders die Stämme der Tschuksen und Natutsin furchtbar z leiden ha ben. Es werden grauenhafte Einzel bciten gemeldet. Kinder wurden ge funden, die an den Leibern ihrer aus Hunger gestorbenen Mütter nagen, Tie Noth wird och durch die in je neu Gegenden unter dey Rennthicren ausgebrochene Epidemie erhöht, der ütiti.tltit Nennthiere zum Opfer gefal len sind, wodurch die Bewohner um ihr ganzes Hab und Gut gekommen sind, Tie „Novoe Vremja" macht die Negierung zum Theil für die Zu stände verantwortlich. Vvr b e reit un g e fii r Ein psang der Flotte in A ii st r a l i e n. Melbourne, Australien, kll. März, Tie Nachricht, das; die anic rilanische Schlachtschifs Flotte verschie dene anslralische Häsen im nächsten Juli und August besuchen wird, ver ursacht hier lebhaste Geuugtlmung, Tie Australier sind, trotz der britisch japanischen Allianz, mehr für die Amerilaner eingenommen, als für die Japaner, und die Per, Staaten sind in der That die einzige fremde Macht, welche Gebiet im Stillen Meere besitzt, welche sich der vorzüg lichen Hochachtung Australien s er freut, Blau ist bier der Ansicht, das; Anstralien'S Zukunft im Stillen Meere mit derjenigen der Ver. Staa ten Hand in Hand gehen wird. Vor lereitnngen für den Empfang der Schlachtschiff Flotte werden jetzt schon vielfach besprochen. Armada iniponirt den Franzo s e n. Pari s. lü, März. Temjeuigen Theile des französischen Volkes, wel ches bisher die Fabrt der ameritani scheu Schlachtschiff Flotte für einen Verblüssnngsvcrsnch hielt, sind nun die Augen geöffnet worden. Man hatte sich schon in die Ueberzeugung eingelebt, die Fahrt um Süd Amerika werde die llntauglichkeit der Sänfte erweisen, die nachher gut genug für altes Eisen sein würden. Sogar in französischenMarinekreisrn hatte man geglaubt, aus der laugen Fahrt wär den sich Eonstrnklionssebler au den Schüfen herausstellen, mindestens aber würden die Maschinen versagen. So hat die Nachricht von der An Pnust der Flotte in der Magdalena Bai vor der planmäßigen Feit, fertig zu Schießübungen und sogar in bes. Ter Teutsche Eorrespoiidriit, Bnltiinore/ Md., Moutng, den l monstranten den Weg, Diese schössen darauf mit Revolvern und machte auch von Pflastersteinen ausgiebigen Gebrauch, Trei Polizisten trugen mehr oder minder schwere Berletzn gen davon. Erst als die berittene Polizei mit blanker Waffe verging, konnten die Tiiinultuautrn zu Paaren getrieben werden, ES wurden zahl reiche Verhaftungen vorgenommen, Tie Temoustranteu, welche von der bewaffneten Macht zerstreut Warzen, sichteten dann in einzelne Gruppen weitereu Unfug an, schlugen massen haft Zensier ein nd deniolirten Lä den und Lokale, an denen sie vorbei zogen, Eoin p r o in is; gescheite rt, Wien, IT März. Ter Eonflikt der gemeinsamen Minister mit den maßgebenden Faktoren Ungarn's, eine Folge deö nicht zu Stande ge- kommenen Ausgleichs über die Eriiö hnng der Offiziersgehäller, wird auf das Eifrigste distutirt, Tas völlige Scheitern des Eonipronnsses ist deu meisten unerwartet gekommen, Aber da die ungarische Delegation die Er lediguug der Frage wieder gänzlich von der vorherigen Bewilligung der nationalen Forderungen Ungarn'--, abhängig machte, war eine Verständi gung ansgrschlossen. In Verbindung hiermit wird dar auf hingewiesen, das; die Verhältnisse in Ungarn sich stetig kritischer gestal ten, so das; die Auflösung des Reühs tags immer wahrscheinlicher wird. Untersuchung verlangt. Angebliche Zeichnung eines Fonds zur gerichtlichen Feststellung der Umstände, unter welclzen Averbuch erschossen wurde. E h i e a g o, lü, März, In den hiesigen jüdischen Kreisen ist angeblich eine Bewegung die eine Ehrenrettung für den von dem Poli zciches Shippi; erschossenen Attentäter und angeblichen Anarchisten Lazarus Averbnch zum .jweck bat. Pur Ver solguug Shjppy's soll ein geheimer Fond im Betrage von !jUX>,Mi auf gebracht worden sein. Unter den prominenten Fsraeliten, die an der Bewegung betheiligt sein sollen, besiuden sich angeblich Henri? L, Frank, Nabbiner Tr, Emil G. Hirsch, Nichter Julius W, Plack und Nichler Mact stellte einem Vertreter der Prdsse ge gen über in blb rede, das; er zu einem Fond zur Verfolgung Shippp's bei gesteuert habe, aber er sagte: „Ich i-elnue ein sehr großes Interesse an diesem Falle und glaube, das; eine gründliche Untersuchung eingeleitet werden sollte," Tie Urheberin des Gerüchtes über de Pl>>t>.>tl Fond ist Emma Gold mann. Tieselbe behauptet, das; das Geld in wenigen Tagen ausgebracht worden sei und die Beisteuern nicht von den Anarchisten, sonder von den wohlhabendsten conservativen Israe liten von Elücago kamen. Kolonie reicher Verbrecher. Ez'-BantPräsident Walsb's zukünfti ger Aufenthalt im Anchthause. Eine dislingiürle Gesellschaft. Lea, v enlvqrth. K aS„ lü. März. Wenn der Ehieago'er Bank ganner John N, Walsh hier eintrifft, nin seinen fünfjährigen Strasterinin an zutrete, wird er fich in einer sehr dislinguirten t>Psellichast finden, TaS hiesige BundeSgenüignis; ist nämlich eine wahre Kokouie der „criminellen Neichen." Eapt, Oberlin M, Earter, Eapt, EK'orge W, Kirkman und ein Dutzend anderer Offiziere habe in den letzten Igliren nijPdiverien Bank- Präsidenten und soüstigen „Prolin nenten" Spitzbuben hier gebrummt, Tie beiden gegenwärtigen „Stars" unter den Gefangenen sind der senrrr Uebersübrung nach einer Irrenau stalt entgegen sehende Lieutenant Al len Lesart und der diebische Er Ban tier Bigelow von Milwaukee, Walsh. der ein intimer persönlicher Freund des „Warden" Major N. W, MeElaughri? ist, wird eine neue, bei nahe elegant eingerichtete Pelle erhal ten. Pu arbeitei braucht er nicht, und so lange Gr sich gut aufführt, wird er auch nicht i die „Pebra lacke" gesteckt werden. Er darf sich jeden Tag mehrere Stunden in der reiche Bücherschätze enthaltenden Vi bliothek aushalte;, im Hofe spazieren gehen und sich mit seinen Mitgefan genen unterhalten. Bei den Mahl zeiten muß er sich jedoch, wenn ihm nicht nachträglich och eine ganz be sondereVergünslignkig bewilligt wird, mit den übrigen Sträflingen an eine der langen Zaseln im Speisesaale setzen und Grfängnißkost verzehren. Tliiinrr's uriies Tankrfnstrn. L o n g B e a ch, Eal., lü. März, Tie Ehicago'er Lehrerin Etla Pris cilla Grove. die nnter der Aufsicht des bekannten Hiuigerkünstlers Tr, H. S. Tanner hier fastet, ist entschlossen, Tage keine Nahrung zu sich zu neh men und damit den von Tr. Tanner gemachten „Necord" zu schlagen, lk t Hungertage hat die Tarne bereits hinter sich und sie befindet sich immer noch bei bester Gesundheit, Ihr Kör pergewicht ist zwar von llü auf ll l Pfund gefallen, aber sie macht jeden Tag einen Spaziergang von fünf Meilen und klagt nie über Ermü dnng. Wen es ihr gelingt, länger zu hungern, als Tr. Tanner seiner Peit, so wird dieser, obgleich er be reits in Hohem Alter sieht, einen Ver such machen, den Titel eines „Ehain pion Hungerleiders" zurück zu er obern, Er trifft bereits Vorberei tuuge sür das längste, je dagewesene Taneriaslen und mit ihm wird eine an einer Nervenkrankheit leidende jüngere Schwester von Frl. Grove hungern, rrt Sis I>W Sock. W II lmmi MM ltM Tic Acmcsis. Tuichgrbniiiiiter Pnstvr und srinc Eviikiibiiic in bitterer Noth. Floretta Whalei, schreibt an die Groß mama und ersucht um Hülfe. Tiefe aber hat keine Lust, den „Reverend" lere Knode zu er nähren. Tas flüchtige Paar hat der Welt Trotz geboten und erntet jetzt seiner Sünde Lohn. S a u F r a n c i s c o, l ü. März, In bitterster Noth, mit ihrem Kinde todtkrank und dem Ernährer der klei nen Familie seit Wochen bettlägerig und arbeitsunfähig, sehen die Durch brenner aus Hempsiead. L. I„ Er- Pasior lere Knode Eooke und die Hjährige Floretta Whalev, Ivel che er seine Gattin nennt, einer düsle ren, trostlosen Zukunft in banger Ahnung entgegen. Zu stolz, seine hiesigen Freunde um Unterstützung anzusprechen, muß der ehemalige Geistliche, welcher Frau und Kinder in Henipstead zurückließ und Floretta bewog, ein gemüthliches Heim zu verlassen, um luitsaiiimt der Wahlverwandtschafk nd dem hin siechenden Säugling, welchem selbst die nöthigste Nahrung und Pflege mangeln, darben. Seit seinem hie sigen Aufenthalt hatte er sich als An streicher und Dekorateur versucht, aber selbst der karge den er da durch verdiente, blieb aus. als er vor einigen Wochen anf's Krankenlager geworfen wurde. Floretta richtete in ihrer Bedräng nis; an die Großmutter ein Tele gramm mit der Bitte um Pusendung eines Theils der bedeutenden Erb schaft, zu welcher sie nach Erlangung ihrer Volljährigkeit berechtigt sein wird, aber bislang ist in der ärm lichen Behausung, Nr, III!?, Greene Straße, keine Antwort eingetroffen. Man vepmnthet jedoch, daß Eooke'S hiesige Freunde, da der Sachverhalt jetzt.bekannt geworden, ihm Hülfe leisten werden, Eooke hielt' heute in seiner Be drängnis; Einkehr und erklärte: „Wir können Freunde nicht ansprechen, da wir Freunde von uns gestoßen habe. Wir verlachten die Welt uzzd jetzt werden wir selbst von der Well. vizr lgcht. Erst seit Kuz'zem b.j?i. ich z>z,d,er Einsicht gelangt, daß Niemand, iviii stark und mächtig er auch sei ijnä wel ches immer seine Beweggründe seilt mögen, gegen die Welt ankämpfen kann. Es handelt sich hier weniger um unser materielles Wohlergehen, als um das Bewußtsein, das; man ein Ausgestoßener ist. Für gutherzige Menschen ist man ein Gegenstand furioser Wohlthätigkeit, nach der Meinung Anderer jedoch einfach ein armseliger Gesell, Tagegen läßt sich nun einmal nicht anfüinpsen, und ich bin der Geschichte herzlich über drüssig." Tie Großmutter uner bittlich. Henipstead, L, 1,. lü. März, Frau Keziah Whalei?, die Groß mutter Floretta'S, erklärt, das; sie kei neswegs dir Absicht habe, ihrer En kelin Geld zu senden, Tie Thatsache, daß das Telegramm vorausbezahlt worden sei, lasse nicht gerade daraus schließen, daß die Durchbrenner äu ßerste Mangel litten. Außerdem sei sie überzeugt, daß, falls sie Flora un terstütze. Eooke sich aus die Bärenhaut legen und sich von dem Mädchen er nähren lassen werde, Frau Eooke, die gegenwärtig in Hartford, Eonn,, bei ihren Eltern weile, beabsichtige, ihre treulosen Gatten ans Scheidung zu verklagen, aber sie (die Großmut teri gebe sich der Hofsnung hin. daß Flora noch zur Erkenntnis; gelangen und nicht so thöricht sein werde, einem solchen' Manne die Hand zum Ehe bande zu reiche, Tie Allwissenden in der St. George'S Kirche erklären jetzt: „Ich hab's doch gesagt!" Florelta's Muller siarb vor Jah ren, ihr Vater einige Monate vor ihrer, im Avnl v.J. erfolgten Flucht, Taö Vermögen, welches Whalei? sei neu beiden Töchtern hinterließ, soll ei beträchtliches sein. Einige schätzen es ans mehr als Plt>t),tA). Streit rndrt mit Mord. A shvill e. N E., lü. März, Nach einem Streit über eine (He schäststransaktion erschoß Leo Fisher, ein bekannter Geschäftsmann von Trvon, Robert Alston, einen angesehe neu Bürger von Süd-Earolina, in der Nähe von dessen Sommerwohnung in Trvon. Fisher ist entflohen, und ein Scherisfsaufgebot ist zu seiner Ver folgung aufgebrochen. Man glaubt, daß sich der Mörder in's Gebirge ge flüchtet bat, Ter Streit entstand an geblich dadurch, das; Alston an,Fi sber's Wahrheitsliebe zweifelte. Plillr Uir Slond besorgt E. Raine, Nr. tu LX-LaliNuorl-Str., abc iKom Honse-. Alia s Fliichtvrrsiich. Pater Leo Heinrich's Mörder macht Mordangriss auf einen mit Rei nigung seiner Pelle beschästigen „Trusth" und verwundet ihn schwer. Ter italienische Konsul hält den Verbrecher für wahn sinnig. Denver, Eol., lü. März/ Ginseppe Alia, der vernrtheilte Mör der des Paters Leo Heinrich, machte gestern, wie schon berichtet, einen Ver such, dem hiesigen Eonnti? Ge fängniß zu entkommen, in welchem er Tag und Nacht auf das Strengste be wacht wjrd. Er ging dabei in der Weise zu Werke, das; er den soge nannten „Truslii," welcher mit dem Neinigen seiner Pelle beschäftigt war, mit einem Nasirinesser übersiel und ihm einen Schnitt am Halse beibrach te, worauf er das Freie zu gewinnen suchte, Ter Verletzte setzte ihm aber trotz seiner Wunde ans der Stelle nach, holte ihn ein und wurde mit ihm handgemein, nd es dauerte nicht lange, bis der Hülfs Gesäugnißver walter Earpen ihm zu Hülse eilte, und mit seiner Hülfe wurde Alia überwältigt und in seine Pelle zurück gebracht, Ter „Triistv" bat eine zwei und einen halben Zoll lange Wunde am Halse; da aber die große Halsvene nicht verletzt worden, wird er wieder gesunden. Als Alia nach seiner Ver urtheilung am Tonnerstag nach dem Gefängniß zurück gebracht worden war, ahm man ihm seine sämmt lichen Kleider mit Ausnahme der Socken ab; diese sind aber auch im tersucht worden. Hierauf gab man ihm neue Kleider und schloß ihn in die Pelle sür die Verurtheilten ein. Auch diese war vollständig gereinigt und mit neuem Bettzeug versehen worden. In derselbe war vorher der Italiener Bernati eingeschlossen gewesen, welcher Alia ans der Fahrt von New Port' nach Denver begleitet und den man als Verdächtigen seit der Ermordung Pater Heinrich's ge fangen hält. Nach Alia's Verurthei- Inng wurde Bernati nach einem ande ren Theile des Gefängnisses gebracht und die Pelle für die Aufnahme des Verurtheilten hergerichtet. Gestern Abend entließ man Bernati und als er an Alia's Zelle vorbei ging, sprach ei mit ihm in ihrer Muttersprache. Man nimmt an. daß Bernati das Ra sirinrsser im Abort in der Pelle ver steckt und bej'm Vorbeigehen Alia mitgetheilt hatte, wo sich dasselbe be fand. Michael Bernati leugnete heute Nachmittag ans das Entschiedenste, irgend welche Kenntniß davon zu ha ben, ans welche Weise Alia sich das Nasirmesser verschafft hat. Scheriss Alerander Nisbet und die Polizei sind jedoch überzeugt, das; Alia Verbün dete hat und daß sie einer Orgakiisa tion angehören. Ter italienische Kon sul, Baron Gustavo Tosti, erklärte dagegen, gerade Alia's vollkommen aussichtsloser Fluchtversuch habe ihn in seiner Ueberzeugung bestärkt, daß der Vernrtheilte irrsinnig sei. „Ich habe übrigens nicht die Absicht," setzte er hinzu, „mich an die italie nische Regierung zu wenden oder die Sache zum Gegenstände internationa ler Verhandlungen zu machen. Es ist eine rein lokale Angelegenheit. Alia befindet sich hier, er hat seine That in diesem L'inde begangen und er muß nach de Gesetzen von Eolorado vernrtheilt werden, Ich habe auch keinen Versuch in's Aiizze gefaßt, 'eine Freilassung durchzusetzen, aber ich bin allerdings überzeugt, da er in eine Irrenanstalt gehört." New Herker Justiz Kinkerlitzchen, N e w A o r k. lü. März, Das Schicksal eines Polizeibeaniten von New-lerseh, welcher in New Pork we gen Tragens eines Revolvers verhas tet und vom Richter Herrnian im Tombs Polizeigerichl unter PltK Bürgschaft dem Prchzeß überwiesen wurde, dürfte aus anderen Stachen kommenden Detektivs und Polizisten für die Pukunft zur Warnung dienen. Samuel Srinnour, welcher die Mes suilgen nach dem Bertillon'scheii Sti ften? im Nrlv-Icrsei? Reformator?? zu Rabwav vornimmt, kam gestern nach New?lork, um nach einem entsprun genen Sträfling zu sabnden. von des sen Aufenthalt in dieser Stadt er ge bärt halte. Durch einen Zufall er spälite der Polizist Gargan von der Ehurch-Str, Revierwache den Revol ver in der Tasche Seiiinour's und ver haftete Semnour. Ter Arr?stant wurde nach dem Tombs-Polizeigerichr geführt und trotz seiger Proteste von Richter Herrnian scharf getadelt und! dem Prozeß überwiesen. Ei guter Ruf. Nrown'S Bronchial TrochcS sind über all als das beste Mittel für wehe Hals, Heiserkeit und Bronchial Leide anerkant. Ohe Opiate. li, u. Ncw-Irrscy'o Mucker Goiitirrnriir. Will deiu„Flnch des Wirthsgeschästs" in seinem Staate den Garaus machen.— Strengere Vollstrcknng der Sonntagsgesetze. N e iv a r k. N. J., lü, März. —Gou- verneur Fort von New-lersey, der von den Muckern und Prohibitioni sten angegriffen wurde, weil er nicht fiir die Annahme der in der Legisla tur schwebende Loral Option Bill ein getreten ist, hat gestern Abend üi Millville in der lahresversalninlung der Metbodisten-Episkopal Kirche sei z neu Standpunkt vertheidigt und ge zeigt, daß itun hauptsächlich um eine strikte Durchführung de Sonntags gesetzes zu tbnn sei. jetzt nicht aufgeklärt. Schirdsgrrichts Vertrag mit Frank reich. Washingto ii, T, E„ l.ü, März, Ter Präsident erließ eine Protlania tion. durch welche die Bedingungen des kürzlich zwischen Frankreich und den Ver, Staaten vereinbarten Schiedsgerichtsvcrtrages bekannt ge geben werden. Schiffahrts-Interrsscn in Gefahr. Maiiilg, l.ü. März. Tic Assembly hat ihre Delegaten in Wash ington instruirt, den Eongreß zu er suchen, das Frye Schifssahrtsgesetz dauernd zu suspendircn, Ties sei so fort nothwendig, um einer Vernich tung der Schissfahrts-Interessen aus der Insel vorzubeugen, In Akron, Ohio, hat sich der Rechtsanwalt George E, Koher, Sohn des früheren Generalanwalts des Staates, General I. A, Koher, er schossen. angeblich iiifolge von Ver lusten bei verfehlten Kapitalanlagen.

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Aus Deutschland. Wachsende Sorge um die Finanzlage des Reiches. Aufschub der versprochenen Erhöhung der Beamtengebälter erregt Ver stimmung. Hitzige Tebatten im Reichstage zn erwarten. Sozialdemokraten planen März tags Teinonstrationeii. Je nes Schreiben an Lord Tiveed mouth. Kaiser Wilhelm sollte derartige unvorsichtige Aeußerun gen nicht ohne Billigung des Kanzlers in's Ausland abschicken. Sozialistischer Agitator und Gattin in Straßburg verhaftet. Berlin, 15, März. Tie Sor gen über die Finanzlage des Reiches mehren sich: große Verstimmung herrscht in Folge der abermaligen Verschiebimg der längst fest verspro chenen Erhöhung der Beamtengebäl ter, die nun erst für den Herbst in Aussicht genommen ist, Tas Miß tranen erscheint mir zu sehr gerecht fertigt, daß auch bis dahin ein Weg ans dem herrschenden Tilemma nicht gesunden sein und man mit den glei chen Schwierigkeiten zu kämpfen ha bemvird, wie im Augenblick, Taneben erzeugen die Henimnisse, welche der Verabschiedung des Ver eiiisgesetzes. mit dem verpönten Spra chen-Paragraphen, und der Börsen reform-Porlage, die von Eonservati ven und Centrum in der zuständigen Commission des Reichstages abge lehnt worden ist. großen Mißmuth, Tie liberalen Blätter üben Kritik an der llnthätigkeit des Reichskanzlers Fürsten von Bülow, welcher die Tinge doch gar zu sehr ihren Weg gehen ließe. Augenblicklich steht es mit dem Block zweifellos äußerst wackelig. Hinter den Coulissen sind zwar lebhafte Verhandlungen im Gange, um die Gegensätze zu versah neu und die Pfade des Blocks wieder zu ebnen, aber das Vertrauen af ein ersprießliches Zusammenarbeiten sür die nächste Zukunft ist nicht groß, Tie Meinungsverschiedenheiten zwischen Rechts und Links treten bei der Be rathung jeher, wichtigen Frgge stet-j schärfer hervor. Immerhin ist ein Gerücht im Um lauf, daß eine Einigung zwischen den maßgebenden Faktoren erzielt sei. Angeblich wollen die Liberalen hin sichtlich des Sprachen-Paragraphen des Vcreinsgesetzes nachgeben, müh rend die Conservativen sich zu Zuge ständnissen in Sachen der Börsenre sorm bereit erklärt haben sollen, Toch entbebrt dieses Gerücht noch jedweder Bestätigung. Schwere Stürme sind für die näch ste Woche im Reichstag z erwarten. Am Tieiistag nimmt die Tebatte über den Kolonial-Etat im Plenum ihren Anfang, Staatssekretär Ternbnrg wird sicherlich keinen leichten Stand haben. Schon die Verhandlungen in der Büdget-Cammission, in welcher namentlich die Eingeborenen Politik in der schärfsten Weise kritisirt wurde, deuteten darauf hin. Nur der Frei sinn unterstützt den Staatssekretär, während ihm sonst die lebhafteste Op position gemacht wird, Tie gestimmt.' Kolonial-Tebatte ist auf fünf Tage berechnet und dürste an Lebhaftigkeit und Bitterkeit Alles übertreffen, was im Laufe dieser Sitzungsperiode bis lang zu registriren gewesen. Opposition gegen Vorlage zurErrich tu ng indu stricller Arbeits kammer n. Tie Vorlage betreffs Errichtung industrieller Arbeitskammern stößt sowohl innerhalb, wie außerhalb des Reichstages auf Opposition. Neuer dings haben die Telegirten des Cen tralverbandes der Indurstiellcn ge harnischten Protest gegen die Maß rcgel erhoben. Es wird betont, daß in den geplanten Arbeitskammern die Sozialdemokratie als Vertreter der Arbeitnehmer dominiren werde, und zwar dergestalt, daß der ganze Per söhinmgs- und Friedenszweck. der da mit verfolgt werden solle, illusorisch lverden niiisse. Tiefer Protest erregt um so mehr Aufmerksamkeit, als gegenwärtig im Hinblick auf die Märzseier vielfach mit neuen Temonstrationsplänen der Sozialdemokratie gerechnet wird, Tie Polizei hat inzwischen die sorgfältig sten Vorbereitungen für den 18 März, an welchem Tage Gl lahrc seit dem blutigen Ausstand in Berlin verflossen sein werden, getroffen, trotz dem von der Leitung der sozialdemo kratischen Partei längst entschieden in Abrede gestellt worden ist, daß jkind gebungen größeren Styis in Aussicht genommen seien. Tie Arbeitgeber-Verbände erklären sämmtlich, daß sie solche ihrer Arbei ter, welche am sogenannten Märztage feiern und sozialdemokratische Ver sammlungen besuchen, aus eine Woche aussperren werde. Wahrscheinlich wird aber ein allgemeiner Kamps vermieden werden, da unter den Är beitermasseu keine große Neigung be steht, dem Willen der Arbeitgeber zu trotzen. MehrVorsich t g c b 0 t e it. Während der abgelaufenen Woche haben der Brief des Kaisers an Lord Tiveedmouth, den ersten Lord der britischen Admiralität, die noch im mer nngelöslten Zinanzfragen und die wenig aussichtsvolle Zukunft der Block Politik die allgemeine Aufmerk samkeit in hervorragendem Maße be schäftigt, Tie von der Londoner „Times" zu Hetzziveckcn aufgebauschte Affaire des Kaiserbriefes kann als de sinitov beendet angesehen werden. Es mehren sich aber die Stimmen in der Presse und im Piihliknm, weiche zur größten Vorsicht und äußersten Zu rückhaltung im Schreiben von Brie sen an Ausländer ermahnen. Nach dem Tafürhalten Wohlmeinender sollten solche Kundgebungen des Mo narchen nicht ohne die Zustimmung "des Reichskanzlers in die weite Welt gesandt werden, Sozialdemokrat als Ver räther in Hast. Laut Meldung aus Straßburg sind au der Schweizer Grenze der sozial demokratische Agitator Möhring und seine Ära in Hast genommen wor den. Ter Koffer des Paares, welcher von der Polizei mit Beschlag belegt wurde, enthielt eintausend scharfe Armee-Patronen und die Correspon denz mit einem französischen Offizier in Nancy, Eine gleichzeitig vorgenommene Revision in den Garnisonen ergab, daß bei'in zweiten Bataillon des l 12, Znfaiiterie-Regimeiits in Neubrei fach, Oberelsaß, Patronen fehlten, Zu Äolge dessen wurden vier Unteroffi ziere als verdächtig in Haft genom mcn. Kaiserliche C 0 mPlimente fürEharl e m a g 11 e. Tos schon erwähnte Tiner, welche? der amerikanische Botschafter, Herr Eharlemagne Tower, und seine Ge mahlin vorgestern Abend gaben und dem der Kaiser und die Kaiserin bei wohnten, zählt, wie allgemein aner kannt wird, z den glänzendsten Er eignissen der gesellschaftlichen Saison. Tie festliche Ä""ktion nahm einen äußerst angenehmen und hochinterds sauten Verlauf. Ter Kaiser machte Ära Tower das Eompliment, daß er nie zuvor eine so schön und so geschmackvoll dekorirte Tasel gesehen habe. Auch nahm der Monarch die Gelegenheit wahr, seiner Werthschätznng der diplomatischen Thätigkeit des Herrn Tower beredten Ausdruck zu verleihen. Nach dem Es sen unterhielt sich der Kaiser längere Zeit mit dem hiesigen amerikanischen Vice-Kansul ,T, W, Eauldwell, welcher gestern eine Reise nach den Per, Staaten angetreten hat, Ter Kaiser trug Herrn Eauldwell Grüße ans für den Präsidenten Roosevelt und be merkte: „Sagen Sie Zhrem Präsi denten. daß ich sehr böse ans ihn bin, weil er Herrn Tower's Entlassimgs gcsnch genehmigt hat," Tos Weiteren ersuchte der Kaiser den Konsul, dem Präsidtenten Roose velt zn der nnsxrordentlich erfolgrei chen Änbrt des amerikanischen Ge schwaders und der frühzeitigen An kunft der Schlachtschiffe in der Mag daleiia-Bncht seinen Glückwunsch zu übermitteln. Endlich bat der Kaiser noch darum, Herrn Andrew Carnegie zn grüßen und ihm wärmsten Tank für die hochherzige Gabe von einer halben Million Mark für die Robert Koch- Stiftung zur Bekämpfung der Tuberkulose zn sagen, Ter Kaiser hat jedem der Kinder des Herrn Tower sein Bild mit eigen händiger Unterschrift geschenkt. Auch haben die Kinder je ein Bild der Prinzessin Viktoria Louise, der einzi gen Tochter des Monarchen, erhalten. Sänger-Teutschland fahrt. Botschafter Tower sprach niit dent Kaiser über die demnächstigc Teutsch landsahrt der Tängerschaar vom Brooklyner„Arion," Ter Monarch erkläite sich mit M'rgnügcn bereit, die Vorträge der Brooklyner Sänger ans Schloß Wilhelmshöbe zu höre, wo der Kaiser nach der jährlichen Nord landfahrt gegen Ende der ersten An gustwoche eintreffen wird. Zugegen war auch der Schloß- Hauptmann der Wartburg, Major z. T, von Crcmach, Cr theilte Herrn Tower mit. Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach habe eingewilligt, dem Conzert des „Arion" auf der Wartburg beizuwoh nen und lasse den Botschafter Tower und seine Gemahlin zu der festlichen Gelegenheit herzlich einladen. Major v. Cranach hat den Wunsch ausgesprochen, daß ihm sofort eine Liste der Theilnehmcr an der Teutsch landfahrt des Brooklyner „Arion" übersandt werden möchte, damit die Ter Teutsche Corrrspondent, Baltimore, Md., Montag, dcu 16. März 199^!. Arrangemeiiss rechtzeitig bewerkslel ligt werden könnten. In Berlin gestorben, Ter Tirektor der Sammlung des königlichen Kilnstgeiverbe-Mnsenms, Geheiniratb Zuliiis Lessing, ist an Tiabetes gestorben. Er hatte im koin inenden Monat von der Leitung des wichtigen Postens zurücktreten wol len, Lessing bat durch Schritt und Wort sehr bedeutenden Einfluß ans das deutsche Kunstgewerbe ausgeübt, i Inlins Lessing wurde am 29, Sep tember lkkll in Stettin geboren, Nachdem er sich in Berlin nd Bonn philologischen und tnnstgcschichtlichen Studien gewidmet hatte, begann er im Jahre lM) seine Lehrthätigkeit an der Berliner Ban- und Gewerbe. Akademie und hielt Vorlesungen über die Geschichte des Kimsigewerbes, Be deutsam für sein Jach und ilm selbst wurde die on ihm geleitete Ausfiel lnng älterer kunstgewerblicher Arbei ten im Zenghanse Anno ItBrdlnpitul, 288,888,88 "Älen 7N.82,88 cleberschub siir Paltccii-Znhadcr 278,882,88 Gesummte VcrbtiidlichkeNcn,,,, 347.718,44 Betrag der am 31, Teiemdcr 1887 delindlichen Puiiren 8,837,248,88 Betrag der i Mariiland Im Jahre Bi 7 andgesletllen Policen 2,888,887,88 Prämien tus Policen, in Maru rpland in lli7 ansgestellt 22.483,87 In MarNland während l!ili7 de zahlte Berluste 87,4,4 l In MarNland in 1887 erliltene Berluste 087,38 Staat Marplan, Bltrea de StaatS-Bersl chermiac>-Lepartrmr> —a lt i mor e. de 1887, wle er in diesem Vllreau eingereicht wur, den, ist, Beul, (77.84,71) Vcrsichrriiiigs-Anoiukisr. Harry F. Klinefelter, lst)t „AmericaiG-Gcliäude. TeilnllMe 128,882,28 148,242,7.8 Perdindliltilktlcn, Nnl.epililte Verluste und l l 8,842 88 Eil.e,lntitlrS lilriild k.lplt.ll 2,78,888,88 UelB'elltif! liec alle "lesamiiile Perl.iiidllchseile 1,872,821,23 2,883,88 Bcfai„ile liilirep 1> >.>l>iiie,,,. 728,>82,7,7 !e 1 227,1488,88 Nnbe.inbltc Verl sie Neltol 28.474,48 Nichl sali l.ie Prä mie 88!.227,7>8 EindeÄteS 821,71.,8. tapllnl 288,888,88 Verl.ittdlktllelleii, 1,787,488,82 Ncl.crschilh siir Policcll lichal>ee,. 1,787,488,82 "lefailimlr Acidliidlichleitc 2,228,178,78 delidäche' 'u 1,748.288,88 Verlttllc 8,887,7 t lii Miirlilaiid i 1887 erNueiic Verl? 8,782,71 Vel, !Z crousk, (82,8.78) -rNcherunaS EammMr. Grant Stockham, Agent, Nr. 417, Ost Baltimvrk Straße. tZoiidensirter Vusmrch den Stand er 828,817,88 i MSPeI, Einrichtn, l Uttd Vucher,. 8,82.2,8 VdUslrecll.arc Urthctlc 1,278,14 Brullo Gulhal.cn 771.81/78 iaUl'a. 8.188.84 VvlNlrechare Urtheile 1,278,84 MSlicl, Elllrichllllia etc. 8,822,88 der Tetlirilälc 8,718,74 27,821,42 -4>erdllidltleitrn, Ailspriichc",, 17,844,31 Nicht verdicule Pril lie, laltti 447,818,42 Gehüller, Miethe, AuSlaacil cle 1,033,8? Ausnahnie de- ,apltl 48,7,788,48 Miur 288,88,"8 Letten",', 88,182,7 Ucbcrschnl! sür Pvllcen-Inhnhcr.. 288,182,74 Gcsammle lileil.liidllchscllrn 727,881.14 Bclina der am 21, Tercmlicr IW7 l.esiiidNchc i a le> i, 88,432,223818 PeNice",','^,' 827,222,88 I Marhland i NiB7 dciahile Verluste 7,188.87 In Machlnnd ln 1887 crlllleiie Verluste 0,727,7!) (77,84,71) Felir Weingartner, der neue Tirek tor der Wiener, Hofoper, plant eine Reform des Ballets. Persicherungs Ausweise. H. L. Spear k Co., lt? Franklin Gebäude. "n ittic. Brutto l >4,847,72 Biullo-Gulhubc >-27,888,78 Nlchl igeslnudcnc Gulhadc, 'M.7,l 117 Viilprüche iNelloi 18 4",-. "l^ re" 11i111ü8.888,88 rc rlc 38.887,87 Etl>e,iahllcd Grillldlapttal 28,. lcllc 177,8781,47 "Ver 3,22",>4 '"Verluste"," 3,184,"7 laft Il 4." bi zum 21 ?>'zc>lr 1887, Brut, I, Erulc, grlHi 28","","" Brutto sälUg ,/Z,"'"','!' 8,428.78 lurilätc "7.4,214,18 BBB 843,38 VerblndUchleltr, Alilplüche l'Ncllol, .P 1"7,184.7,8 Nicht l.iüigc Bräiuic 2,"48.""8,"8 ,2"2,12 lällig Ii Nüctvcrsichc ruugs Gclclllchiritc l 1,821,74 EinbcznlUtc-i Grttublilpiliil 1 tkilr 848,2",8 Ncbcrichusi sür Policcu luhubcr,, 1,848,2"",88 Gcsliiiimlc 2!crldlichlcilcii 7>,187,,"48,7.1 bcsiublichr Polirc ,!5"N",272,828,8" Pollcc 1 7,784,771,"0 I Miirulniib i l""7 beziihltc Bcrliislc 17,884,17. In Miirliluilb in >BB7 crllltcne 5 j, ch den 28, I>i"> 1888, Ich bklchciuige hicrmil, Brut, I, Erusr, (2,8,7") Gcfliiiililtc luhrcs Einlittl?,, ls2> 1 ,,4,7.85. P?ut> l 7!""" ll d i 4 "II- 2 P41>4,82 -Brnlto 7.88,817,8" fällig 288,8" 2>crbldllchlrsrn. süV'pcr vclucllc Bisllos 23,37 Salärc, Mlclhrii, Ull etc 7>7>,23 bührril 8,378,74 Gcfliminle Bcrl.liidlichfcilcn, mit Auoilhic bcs llpitnls 212,"l,!l.8 Bu.ir cinbclnhllcs Griillbtupitgl, 2"",""","" tcileu 17,"N,ll" Ut-bcrschlls! für Policcii-liihubcr, lll" 18 Grsgmnrle Berbindlichkelleii ,7.N8,"2U,1tt l"lib"ichc" ","','2tt,388,7.7.8,NU bc Inhrcs 1887 aSgc!tellteli Policen 8,"47.,"24, N Prämie, welche während l""7 i In Mnrhllind in IBU7 bczahlle Bcrlnlle 11.78tt,113 Bcrlullc 13,7.87,88 rcau cingcr.lcht worden, crrnle, (2,8,78) Allmand (i)allaglser, Chamber os Commerce Building. Tnrch das Persichcrullgsdepartemeut. B- "B 18,887,81 heile l ,81,812 28 1,282,7.42,27 teilen 4,417,,37.2,37. Gcsliimiitc Berbindlithlcile..... .12,7g8,"28."4 "eiindlicheii Poilee 1 288,77.7,788 8" 8,882,7.14,88 In i>)!.irl>ind NiB7 l.ez.ilNle -Perlulle 44,722.88 -Bcrlusle 44,782,22 (7.7.4.71) Hotels und Restaurationen. 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WllNaiu G, 21ttilis>m, Bicc-Prülldent. Jod P. pauder. elrelür. TlreNorrn: Al, G Bunnecke, Aupult Pteii, John Brun. 1 Auiiuil Ililetir. grederick Deiter, I,' HiUlsd!"?!" Ii illi'nger. Apeiiteil der Gelellschalti Nordwest' Ecke Holliday- und Baltimore Straße. Kermania Feurr Bersichernngs Gesellschaft von New-Ärk. Geliiiite Gll>at>cii 7,,187>,048,(>t Nrdersüiuft sür Pottcen Indabrr 1,84v,2UU.K0 John G. Rolkrr, Geschäftsführer. Beide Telephone. (luiill.ll.inTi G. Frank Ban Sank. Cafe und Pool-Parlor. kdoN.lkcke Baltlmore nd HaNldatz 4rH Nahi dem Govelv-Theater. Alle orren ZI, Goaevrr (April2l!,ll) Tille. "Baltimore Bity Directory" für list)B. R. L. Polk Co. von Baltim, E I, Lor-uarr. elchültstüde,. N 57—950 Calvert Bnildia. (Tj2

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4 Der Deutsche Korrespondent erscheint jeden Tag im Jahre. Rr. Ost-Baltiinvre-Straße. 6. 6- Paul. Maryland 1799 Courtland. tlchSttsfadrkr Hrlnj. Wohimn: P. ISI W aibrool. nilir svr Walliingt>> nd risiritt lloluinbia: Hnnnkman, lc>!!> N>!arionStr., IN -W. che nliadk (durch TrSger besorg IS!4c NÄglichc od Sonn>a.d? (^abibnr G-niltagS ÄnSgodr, pro ?abr l.l>o r- re nd iulgsic drutsche la I den Uttel, nd Siidsiaatcn. Montag, den l lein die Bill ist über ein im Senat zugefügtes Amendement noch nicht binanSgekoninien. obgleich die A slern-.Uiiltnr siir die Stadt wie siir die südliche Colinties von bobem wirtbschastlichen Interesse ist. Tas neue Wablgesetz iü vom linterbans angenommen worden, ist aber im Se nat noch unter Berakbung. Ebenso stebt es mit der Vorlage, der Stallt Baltimore eine Einwobnrr;alil entsprechende Perli-tztimg in der Ge setzgebung des Stckalt's zn geben. Tie Porlage sollte unter allen Umstände Gesetz werde, döiin die jetzige Per tretung Baltiiiwr/s in der Staats Gesetzgebung ist cine Anomalie, im ter der die Stadt zu kur; kommt. Tie Bill, welche die Priniärwablen siir den Staat anordnet, schwebt och im Senat: ebenso die Vorlage, welche die Verfälschung von Rabrungs Ge uuß° und Arzneimitteln strafbar macht. Auch die Cvpporations Bill ist noch in der Schwebe. Dazu sollen im Laute dieser Woche noch verschiedene j neue Geseyentivülie eingereicht wer dn. >o die Priniärwablen Bit! für Cr wäblnng der Senatoren und eine Bill zur Ratifikation des Wahlrcchts Amendements durch das 8011. Ter Clesetzgebnng liegt also für die beiden letzten Wochen noch eine Menge un erledigter Arbeiten vor. Zn diesen ge bört anch die sogenannte Crleichte j rnngs Bill in Stenerfragen für den ner. Tie Steuer Regnlirnng im An ner ist seit Jahren Zankapfel zwischen j Stadt und Anner gewesen, bat eine Reibe von Prozessen zur Zeige gebabt j und sollte endlich einmal geregelt iverden. Tie Aussichten ans eine end I gillige Lößnig sind nicht vielverspre j chend, weil die Beivolmer des Anner j der vorliegenden Bill opponiren. lim einen Ausgleich berbeiznsübren, ist die Zeit bis zum Schlns', der Session reichlich kurz, und so wird es wobl bei den alten nnergnicklichen -Ausländen I bleiben. Cine iveitere Porlage, welche speziell die Stadt Baltimore angebt, j die Jüiisiiiittionen Anleihe siir städti sche Wasserwerke, ist vom Ilnterbanse bereits genelmiigt und ivird anch im Senat keine Opposition finden. Roch Arbeit in Hülle und Mittle für die we igen Tage, welche den (Gesetzgebern in dieser Session noch zur Verfügung steben. Ganz besonders wird sich der Senat sputen müssen, wenn er sein Pensum erledigen will. Frankreich und Marokko. Cinige Blnltbalen in Casablanca gaben Frankreich den Borivand zu ei er militärischen Intervention in Ma rokko. Tie Angelegenbeit bälte sich anders ordnen lassen, allein eine Großmacht wie Frankreich konnte doch nicht dulden, daß Marokkaner einige Franzosen nngestrast ermordeten. CS nmßte beivafsnet eingeschritten wer den. lind dann iniißleii beträchtliche Verstärkungen nachgeschoben werden, denn die Zahnen Ehre liinßte gerächt werden, llnd Europa siebt bübsch zu, ivie die Franzosen die Marokkaner z Paaren zu treiben und Marokko zu pacisiziren versuchen nd dabei notb gedrungen weiter und weiter vorrük ten, bis sie die ganze Käste und die gröberen Städte besetzt baben wei den. Tann ivird natürlich von einer Räumung Marokko's erst recht nicht die Rede sein können, denn dann wär de der inanrische Fanatismus mit ver doppelter Heftigkeit ausbrechen. Also wird man es bei einer „provisorischen Ottnpation" versuchen. Clan; so, wie es die Engländer mit Egiiplen ge macht baben. Tiefe dauert jetzt schon läitger als ein Pierteljabrbnndert, und kein Mensch fragt mehr nach ib rem Cbi'- obgleich sie anch mir eine „provisorische" sein sollte. Tie fran zösische Colonial Partei macht auch kein Hebt daraus, das; es in Marokko genau so geben wird, ivie in Egypten, und ein Abgeordneter erklärte in der .Kammer ganz ossenberzig, das; das in Marokko vergossene Blut nicht um sonst geflossen sein werde, das; die Machte die von Frankreich gebrachten „Opfer" in Rechnung stellen nkid den Zranzose Porrechte in Marokko be willigeil müßten. Opfer an Men schenleben baben die Franzosen, wenn man den französischen Berichten aus Marokko (Rauben schenken darf, noch nicht viele gebracht, ivobl aber wird berichtet, das; die Franzosen die un glücklichen Eingeborene, „die Rebel len", in jedem Gesechte zu Hunderten zusammengeschossen, weil sie ibren Heimatbboden vertbeidigen. Allel dings baben die Franzosen auch Ver luste. bringen Opfer, aber die meisten dieser Opfer sind Arenidenlegionäre, also meist Ausländer, und ani;er die i jen Araber -oder (tabylen aus Algier und Tunis. Aber für die (R'ldopser, die Frankreich in Marokko bereits ge bracht bat und noch weiter bringen ms;, verlangt es anch Entschädigung, lind von Räumnng wird desbalb kei ne Rede sein können. Frankreich bat es aus Marokko abgeseben, um seinen nordasrikanischen Besitz abzurunden. Ans der „provisorischen Okkupation" i ivird dann eine ständige. England ist Frankreich in Egypten mit gutem i Beispiel vorangegangen, bat letzterem gezeigt, ivie eS gemacht wird. Tic Bordvrrpslcgnng dcr Hamburg Amerika Linie und dir brvvr stchrnde Rrisrzcit. Jür die mit dem Jrühjnhr Herrn-, nahende Reisesaison ans der Hain bnrg tk'eiv Z'lorler Weltronle sind nie alljährlich, anch in diesem Satire ivieder mancherlei interessante Rene rnm.n'n in den der Passagicchegncin lichteit dienenden Ciiirichlmigen an Bord der großen deutschen Passanier Tampserzn erivarlen. So giebt die Hainhiirg Amerika Linie schon jetzt de tannt, das: sie den berühmten großen Speisesaal ihres Schnelldainpsers „Tenlschland" nindanen iverdo, nin von der ersten Reise des schisse im neuen Satire' an l>. April at> Hain bürg. G>. April ab R'ew Port eine neue Pervollkoiuninnng ihrer Passa glkrverpslegmig einführen zn können. Der Deutsche Corrrfpondtnl, Haltlmore, Md., Montag, den 111. März IWB. Wo sicki fri'iber in dem allen Ozean reisenden bekannten verrlichen Knp pelsaal die lange Mittellaseln neben einander binzogen, werden i Zu lmnt kleine runde Tische für (l, 8 und ll> Personen zu finden sein. Tiefe Aeildernng entspricht de modernsten Hotelgepflogenbeiten und erhöbt die Gemütblichkeit der Tischgesellschaft. Tas erste und das zweite Gabelsrüh ilück werden liier „a la carte" servirt werden. Tiefe Einrichtung ermög licht also, die Berpslegnng an Bord der „Teutschland" der in den Ritz' Carlton Restaurants äbnlich zu ge stalten, die bekanntlich vor zwei Jab ren von der Hamburg Amerika-Linie ans ibren Tnmpfern „Amerika" und „Kaiserin Auguste Viktoria" einge fiibrt worden sind: mir daß die Per pslegung auf der „Teutschland" im mer in dem picchrpreis einbegriffen ist Ter Oberkoch, dem die Küche ans der „Teutschland" unterstellt ist, bat die stille :jeit des Winters dazu benutzt, um im Londoner Carlton-Hotel seine Kunst noch zu vervollkommnen. Es cossier, der bänsig genannte Kiichen- Ches des Carlton-Hotels, wird auf der ersten Reise der „Teutschland" persön lich den Tienst überwachen. Auch die Leistungsfähigkeit des Grillroonis an Bord der „Teutschland" wird man in der kommenden Saison erweitert sin den. Hier sollen kleinere Gesellschaf ten. die gemeinsam zu irgend einer Tagesstunde zn frühstücken oder zn dinire wünschen, jederzeit nach der Karle speisen können. Man sieht, die deutsche Rhederei ist an der Arbeit, ihre Kräfte und ibr Geld", Ivie Herr Generaldirektor Ballin nach dein glücklichen Abschluß der Londoner Conferenzen äußerte, „dem weiteren Aushau der Perbindungen zwischen den beiden Welten z widmen, statt sie in Tarifkäinpfen zn vergeuden." „Hamburger Beiträge." (5 i n j u n gc' r R ech t s a nw a l t präsentirte kürzlich Nor (Bericht eine Rechnung bo l(>,(i(> Tollgrs für lnapp ein Jaly- Arbeit als '.Rasse vermalter, lii das elirliches Geschäft oder gesetzliche Räuberei? T a s R e P r ä s e n t a n t e n bans bat für den Postdienst der Per. Staaten für das nächste Jistaljaln M2.1111,:>!>2 Tollars bewilligt, nahe ;n anderlbnlb Millionen mehr, als das Comite festgesetzt batte. Cine Cr liöhniig der Brieslräger (beliäller ivnrde niit gegen l'A! Stimmen angenoinuieii. Te r srüb e r e R' e>v o rler Staats Senator Tr. Prnsch ans Brootlun bebaiiptet: „Tie Sabbath rnbe cht ein göttliches Gebot, ans dem liiisere Republik begründet ist." Be lianpten läßt sich freilich jeder llnsinn. Ter Beweis ist schon schwerer zu süh ren. Man merkt bei solchen Behaup tnngen die Absicht. Ter ainerikani sche Reverend trachtet darnach, in der Republik die erste (Rüge zu spielen, zur Herrschast zu gelangen. Tempe ren,pPetvegung, Local-Option, puri tanischer Sonntags,gvang sind ibin nur Mittel zu dem einen Zweck. Tie Pen n s tz lvanis ch e n K a pitol-Schivindler, die es verstanden batten, ein Kapitol, das vier Millio nen Tollars kosten sollte, für l l Mit lionen fertig zu stellen, sind, soweit sie angeklagt waren, alle schuldig befun den worden. Tie Betrügereien bei der Ausstattung und Tekorirnng des Kapitols beliesen sich allein ans fünf Millionen Tollars. Tie Haupt schwindler sind schuldig befunden. Jetzt soll noch eine weitere Anzahl ..Grafters" an die Reibe koniinen, die es nicht ganz so toll getrieben baben, wie die Schnldiggesprochenen: San derson, Cr (R'neralauditeur Snvder, Cr Staats Schatzmeister Matbnes n. Maines Slmmaker. Tie Hanplver schwörer sind übersübrt und schuldig befunden vordem Ten übrigen „(Rasters" wird eö ivobl nicht besser ergeben, lind nun müssen gesalzene Strafen folgen, denn so unverschämt, wie in Harrisburg, ist in den Per. Staate der Schwindel nicht getrie ben worden. Tas amerikanische Cre lativ Coinile für die olvmpischen Spiele l!>x in London bat beschlos se. drei Persnchs-MeetingS abzuhal ten, um ein „American Team" aus zuwählen, und zwar in Pbiladelpbia, Chicago und San Francisco. In Pbiladelpbia iverden am 'S'. Mai alle legislrirlen AinatenißlUbleten der Me tropolilan. Mitlelatlantischen, Ren Cngland und Südatlanlischen Per bände zugelassen. Wettlaufen und Springen, Hammer-, TiScns und Speerwerfen n. A. werden geprobt iverden. Amneldnngs Jormnlare und Bedingungen für die Prüfung in Pbiladelpbia sind von Maines C. Sul livan, LI Warren Str., Ren Bort. R.-R Z baben. Tas canadische P arla nie! und die verschiedene Provin ziell (R'setzgebnngen zäble insge j sammt 717 Gesetzgeber, darunter 77 im Auslande geborene; Englän der, l'> Schotten, k."> Jrländer, 7 Ame rikaner, ,7 Waleser, L Isländer, L Rus sen und je 1 Teutscher, Schweizer, Italiener und Jndier. Von den in Canada Geborene bilden die Schot ten die Mehrzahl in den gesetzgeben den Körpern: an zweiter Stelle steben die sranzösischen Canadier, an dritter Stelle die Irisch- und an vierter die Englisch-Canadier. Welch' riesige Einna h inen ans öffentlichen Betrieben ge zogen werden und wie wenig die Stadtverwaltungen davon erhalte, ist ans de Berichten der Präsidenten von zwei Chicago'er Straszenbahn- Geseklschasten ersichtlich. Unter einer neuen Ordinanz fließen der Stadt jährlich isll,C>B7,ü(>s> z. Nach diesem Abzüge verbleibe nenn Prozent für die Aktionäre, P7(11,77k( für den Til gungSfond und die Zinsen nebst Til gung für sieben Millionen Tollars Bonds, welche behufs Perbesserung des Straßenbahn Eigenthums aus gegeben worden sind. li' den Ein geweihten, bemerkt dazu das „Cine. Polksblatt," sind diese Ziffern nicht überraschend. Es ist allbekannt, das; die öffentlichen Betriebe Goldgruben sind, der Prosit wird aber durch Äk tienverwässernng verheimlicht. Wenn ein Betrieh fünf Millionen werth ist, werden für zwanzig Millionen Tol lars Bonds und Aktien emittirt. Tie Gemeinwesen, welche die Privilegien bewilligen, erhalten so gut wie nichts. Um aber gegen die Tividendenlast aufzukommen, muß das Publikum manches Opfer bringen: ans ihm schindet man im Allgemeinen die Zin sen berans, die auf die überkapitali sirten Werthe aufgebracht werden müssen. Tie große Scblächt e r f i r nia Swift >K Co. in Chicago hat eine Ranch, d. h. Weideland, von etwa Acker Umfang in Teras für drei Millionen Tollars gekauft, um dort ihr eigenes Vieh zn züchten. Ter Ankauf schließt gegen M.titill Stück Pietz nd 7>i Reitpferde für die Hirten ei. Ob der Kauf ans eigene Rechnung oder im Austrage der „Big Jour" geschehen ist, wird nicht mit getheilt. Wenn der jvleischtrust im Stande sein sollte, das Pietz zn züch ten. ebenso wie es zu schlachten und für den Markt herzurichten, so würde er auf den Standpnntt des Stahl- Trusts angekommen sein, der durch die Controle so ziemlich alter erreich baren Eisenerzlager sich unüberwind lich gemacht hat. Te in Entdeck er de S Vo r koninirns von Seidenraupen am Vit toriasee in Teutsch Ostcisrika, Paul Küller. ist es gelungen, ein ostasrika isches Seidensynditat von eljäjsischen Großindustriellen zn bilden. Cr ist von Marseille nach Ostasrika zur Ein leitung des geschäftlichen Betriebes abgereist. Ter „Milwaukee Herold" schreibt: „Tie Reform macht immer noch Fortschritte in Oklaahonia: die Legislatur bat dort soeben eine Re solution niedergesiiinnit, die den Mit gliedern verbot, Popcorn während der Sitzung zu essen. Ta der Genuß dieses Artikels ein sehr beliebtes Mittel ist, nin de Wirkungen reich lichen Whiskey Consuins zu begeg ne, so ist die Beibehaltung der Sitte i der gesetzgebenden Versammlung eines ProhibitionSstaates doppelt nöthig. Ti e M ordb re n erei e u der Rachtreiter in Kentucky haben es fer tig gebracht, das; die drangsalirteu Tabakspflanzer ihren Landbesitz aus geben und in anderen Staaten neue Heimstätten suchen wollen. Einige hundert Pflanzer wollen den Staat verlasse. Infolge des Treibens der Pslanzer-Perrinignug werden über dies die Tabaksselder in ganzen Ti strikle Kentncky's unbebaut bleiben, weil die Rachtreiter die Kulturen zer stören oder die Ernte verbrennen würden. Tie „Eine. Jreic Presse" schreibt: „Ter Legislatur ist eine Bor läge nnterbrcitet worden, christlichen Teniperenzfranen andere würden sich bedanke das Recht zu geben, bei Local Oplioii-Abstinunungen niit ziisiiniinen. Wir verstehen nicht, wes halb der Antragsteller sich ans diese Kreise beschränkt hat. Weshalb nicht Säuglinge und Idioten einschließen? Es würde dasselbe sein." Ter Landgra b s ch e r Ta vid Jratt, ein reicher Viehzüchter in Montana, bat eingestanden, daß er kOXXt Acker össenllicher Ländereieu für sich eingezäunt habe. Strafe? Acht uudvierzig Stunden Haft und IRR Tollars Geldbuße, llnd das soll cine Strafe für einen schwerreichen Man sei! Kouunt ein armer Trusel, der in der Roth Rahrungsinittel oder .Kleider stiehlt, so gnädig ab? Im Jahre lllGt wurden 11118 Soldaten der Bundesarmee we- gen Trunkenheit bestraft. Aufaugs lllOk trat das Verbot der Kantine in Kraft, und bis zum Ende des Jahres war die Zahl der wegen Ti-imkcnhcit verhäuglen Disziplinarstrafen ans llltl l zzesliegen. Trotzdem ist der Congreß nicht zn bewegen, die Armce- Kantiiie wieder einzuführen, denn er läßt sich von den Teinperenzlerinnen! und ihren Hinterniännern vorlügen, durch Ahschafsnng der-Kantine sei die Moral der Soldaten gefördert wor den, obgleich die amtliche Statistik! das Gegentheil beweist. Jvhanlia Mcycr. Pastor A. L. Timothrns Stirmkc. William L. Hasel. Louis E. Kaiser. Joyn (f. Schuh Sohn, Lrichciihcstattrr nd Einbalsamircr. T a sc" n Pollkoiiiliienc Beerdigungen von

Lcichcnbcstattcr nnd Einbalsamircr. Ctadlirt l4(>. Albert . K5O. Linden S'venue. ,ei,t ?I. S. Tniane, 032 Äesl-Pallimore Str. (.v!ör.j>2 Unterhaltungen. ANN GrokicTlncr- 1i) CklltS Ausstellung. Theater. Akademie. Clsie Janis The Hvydcu". Preise: Ä',c., üiic., 75e„ KI.Mi, KI.SU. ein SN, über I Mlnte': r'.me,s..^. „The Christian". Auditorium. Wrothr, Wntsv nd Arliiigton in— „Mc, Him and I". '"che. ZnnloiiS „Superim !Maee': Moniaq. VtIU?U Vi MNlwiMi, ?rcilan nn Samstaa. We.^ „Thr Smart Set." „The Black Pvliticinn" S. H. Tndlcy.^ Ford's. Mnntcll in Shnkrspcarc. Mauety. „Blne Ribboii Girls". SoUidas. Genarv und Bailey „Tony, thc Bvvtblack". -Mir Po Sti,r 2.'! c. Maryland. Keith's „All Star" Landcnille. May Ward I odTÄr!esÄrhe'^' Prnltiyre in alle (criaishiM'N. Tenisair Vrhslliasissiilik eine PeialitiU. Fernsprecher: lk. P. St. Paul Sil. M. rhland P. tool. SepiS.LiToSaZv—) , eam Pnilding. Äe>. (2NO-rnn.gnsen getanst. A die Tamk. r. >O2. rst.earalagn.Stratze. (37—) (.luniio.t^) Kageys Airch-Aier. Gute Neuigkeiten. ine dtnisch iialirnische Phnrmaeie ist eriiss- Sie nicht die Kummer. BAcbr2:!.lM 0, öb P Pbune, zprine Vandte Soul l> 453 W. nn lkhakal. Diener's Tafftes. Stand Wt Lexington-Markt. SiidseUe, .wischen Pgea-, nb lhrernr.Strafte.

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Selb genlttchle frische Wurst. 07kc. Frische Schulter. ?4c. Schinken Frübslllck Speck I l fie. Zucker Schinlen izzhc. 0 Psd. -Püchse Soinpound 20c. ütteitzer Pudding. 7A,c. Trrple, 4?c. Pcrnhelmcr BroZ.' Fttie öden. rlni. dl r ur Sahrue Strahe. Vereinigte Säuger. Ten säumigen Telegaten wird der Text gelesen. Tie gestrige monatliche Sitzung konnte man gels eines Onornins erst um !0/g Uhr eröffnet werden. Ter Stnndenchor. Tie in der gestrigen Telcgaten- Sitziing der Ver. Sänger anwesenden Telegaten konnten erst um !N/p Ulir mit den Verhandlungen beginnen, da vorher kein Onornni vorbanden war. Ta nun eine derartige Sanmselig teil schon mehrere Monatssitzungen in Frage gestellt hat, ivnrde Sekretär George Himmelheber vom Präsiden ten Henry Thomas beanslragt. nach dem Hr. F. Nordenholz die Frage auf's Tapet gebracht'hatte, die einzel nen Vereine zu ersuchen, dafür zu sorgen, das; ihre Telegaten ihre Pflicht hesser als bisher erfüllen. Te r S tnnden ch 0 r. Ter Stnndenchor sür den Kaiser- Preis bei'm Sängerfest in New-Bort im nächsten Jabre,"der schon so viel Staub ansgewirbelt hat, war auch ge stern wieder Gegenstand einer länge ren Verhandlung und wurde schlies;- lich beschlossen, den diesigen Tirekto ren, welche der ans den 22, März in Philadelpbia angesetzten Sitzung des Tirektoriiilns des „Nordöstlichen Sängerbundes beiivolmen, vollständig freie Hand z lassen, in dieser Ange legenheit nach eigenem besten Ernies sen zu bandeln. Hr. F. Kettler („Frohsinn") stellte diesen Antrag und lzph hervor, dasz Valtiinorr's Hauptinteresse i dieser Angelegen heit die Attsrechterhallnng der Har monie unter de Sängern sei. Hr. Mar Greicz sagte darauf, dasz die Te legaten des „Germania Männer chors" ach einer eingehende Te batte im Verein darauf dringen sol len, das; die Tirektoren instrnirt wei den, den in Wilkest'arre geiastte Be schlus; des Tirektorinms, den Text des Kaiserpreisliedes einen Monat vor dem Säiigerfesle den concurri rende Vereinen zuzustellen, aufrecht zu erbalten. Hr. L. E. Wagner hielt es für einen grasten Fehler, solchen Vereinen, wie der „Concordia" in Wiltesdarre, durch einen Stnnden chor einen Riegel vorzuschieben. Er sei prinzipiell gegen den Stnnden chor, und wäre es das 'Beste, densel- ben ganz und gar bei Seite zu lassen. Würden die Wilkesbarrer änüich trotz dieses Stundenchor-?, ohne den vorher" zü' kennen,' Mich' 'deil Preis gewinnen, würde die Blamage noch viel grösster sein, da der Protest des „Jungen Männerchors" nur ge gen den Verein in Wilkesbarre ge richtet ist. Nun c'rbob sich Teleaat Hofsniann („Germania Männer chor") und erhob auf Grund einer gestern gemachten Bekanntschast eines Geschäftsmannes, der während der letzten Tirektorensitzung in Wilkes barre anwesend war, Anschuldigun gen gegen die „Concordia," das; Raubsänger von diesem Verein bei'm letzten Sängerfeste engagirt worden seien und sich die Mitglieder des Ver eins in rüpelhafter Weise ach der Preisvertheilung in Krüger's Audi torium betragen hätten. Auch wäre es allgemein bekannt gewesen, das; die Wilkesbarrer die schon einen Tag vor der letzten Tirektorensitzung ein getroffenen Telegaten beeinslusstt hät ten, den vom Bundes-Mnsik-Comite gefasstte Bejchlus; eines Slundenchors zu ihren Gunsten zu modifizire. Hr. Wagner entgegnete, das; diese An schuldigungen sehr schwerwiegender Nattn; feien und nur auf Hörensagen beruhte. Tie hiesigen Tirektoren sollten in der Sitzung in Philadel phia aber immer die Feslsiadt unter stütze. die die Verantwortlichkeit sür den Erfolg des Festes zu tragen hät te. Hr. G. Lefsert sagte, das; die hiesigen Tirektoren in der letzten Ti rektorensitzung von keiner Beeinflus sung etwas gewicht, sondern nach bestem Gewissen gehandelt hätten. Er glaube kaum, das; eine Aenderaing des in Wilkesbarre gesagten Beschlus ses/vorgenommen werden würde, da die Tirigenten Lorenz und Hein energisch die vorhergehende Veröf fentlichung des Textes des Kaiser preisliedes befürwortet hätte. Prä sident Thomas schlag die Tebatte mit einem kurzen Hinweis, das; die hiesi gen Tirektoren in Philadelphia in dieser Sache von de besten Motive geleitet und mit ihrer Meinung nicht hilster dem Berge halten würden, da er persönlich höchlichst erstaunt gewe sen sei. als der niodiiizirte Beschlus; de? Bundes Musik Comite's in der Tirektorensitzung vorgelegt wurde. Ter Beschlus; eines Slundenchors sei gefasst worden, um die preissinge den Vereine bis auf die Nieren zu prüfe. Wer da nicht mitmachen könne, solle drangen bleiben. Hier auf wurde der oben erwähnte Be schlag angenommen. Tas Soin ine r n achtsfe st. Für das am 22. Juni im Westend- Park stattfindende Soinniernachtsfcst ernannte Präsident Thomas das fol- Ter Teutsche Aorrcsponbent, Pnstimore, Md., Samstag, den 14. Marz 1905. gcnde Comite: F. Kektler (Frohsinn), F. Hendricts (Arbeiter Mämierchor), H. Micklich iHarinoniel, George Hiin inelheber Thalia Männerchor), 'l. Billing Eichenkranz), H. Gorscbbolh (Arion), Max Greicz (Germania Männcrchor), I. Siemon (Arheiter- Liedertaiel), Eh. Kummer Genna uia Onarlett Elnh), A. Scharnagl (Locnst-Point Tnrn-V.erein), Joseph Schmücker (Mozart Mämierchor), L. E. Wagner (Metzger Gesangver ein). Fr. Limperl (Melodie), Wm. Fivicker Bayerischer Männerchor), M. Frank (Badenia). Ta s ge in einsame (5 0 nze rt. Eine Einladung z dem am i.Ayril stattsinSenden gemeinsamen Eonzeit des „Thalia Mäittierchors," „Arbei ter-Männerchors" und „B,etzger Ge sängvereins" ivnrde angenommen, n. bezeichnete PräsideittTHamas dieselin ternehinnng als einen achahinnngs loerlheii Schritt, bei -dem der Erfolg nicht ausbleiben könne. Tie Sänger würden dadurch in engere Fnlilnng mit einander gebracht und könnte durch solche Fnsaniinenjchliestmig klei er Vereine schöne Leistungen erzielt werden, sowie auch der finanzielle E> folg nicht ausbleibe. Er forderte alle Telegaten aus, in ibren.Vereinen für den 'Besuch dieses Eonzerles zu Ugitiren. N 0 tizc n. Tie von de Vereinigten Israelit! scheu ElnbS snr de Wobllbäligkeits ball in der „Lyric" sür das Endowood Schwindsiichts Hospital zugesandte Billete wurden zurückgesandt, da die einzelnen Vereine ebenfalls Billete er halten haben. Herr Win. Fivicker, der neue Tele gat des „Bayerischen Mäiinerchors," erhielt Sitz nd Stimme. Städtische Anleihen n >l Weil der südöstliche Stadttheil, besonders die erste Ward, angeblich von der Stadt vernachläs sigt wird, insofern Straszenvslaster und -Beleuchtung in Betracht kam inen, hat der „Südost Baltimore Verschönerung-? Verein" beschlossen, alle geplanten städtischen Anleihen zu bekämpfen. Bis etwas snr jenen Theil der Stadt geschieht, gedenki der Verein, ans diescm Standpunkt zu beharren. Ter „A then äui>C l n b" wird laut Beschlus; seines Tirekto rinuiS an, ül. März aufhören z eri stiren und sein historisches Heim, an der Ecke von Franklin u. Charles- Stras;e, Tie seiner Mitgliedei' 'aar seit einiger Fei?'im Rückgang-begrifsen und dieAnflösung des Clubs abwendbar. Tie jetzi gen Beamten sind: Präsident Henry B. Gilpin, Vice-Präsident Charles Mackalt und Sekretär N. .K. Goode now. P eiisionirte Poli z i st e n. die ehrenvoll aus die Pcnsionsliste ge stellt worden sind, Protestiren gegen die vielen Bills für Pensionirung von Polizisten Wittwen und unehrenvoll entlassene Tetektivs und Polizisten, die in Annapolis im Nnterhanse ein gereicht-werden. Sie befürchten, das: die Pensionslisle dadurch so gros; wird, das; der Fond „bankerott" ge macht wird. Zwecks energischen Pro testes habe sie nun eine Organisation in's Leben gerufen mit den folgenden Beamten: Präsident Michael Niley, Vice-Präsident Frank A. Fiininer man, Sekretär Charles Meyers, Schatzmeister Joseph Gilbert: Tiret toren: George A. Smith, Michael Ni ley. William Appleby, John A. St. Schnitz, George L. Campbell, John Mittendorf. F. A. Fimmerman und Andrew Saners. Goldenellhra l s G e s ch e n k. Teui Chef-Clerk des Fracht-Agen ten der „Baltimore Ohio Bahn" im Cainden Station. Hrn. Edward L. Williams, ist von den Clerks dieses Tepartenients als Fei chen der Hoch o.chtiing ein Geschenk in (Gestalt einer goldenen Uhr überreicht worden. Hr. Williainsoii, welcher in Kürze nach Saranac Lake, New Bork, zur Erho lung reist, ist seit lo Jabren Chef- Clerk im Frachtdepartement im Cani den-Bahnhose und erfreut sich sowohl unter den Beamten als Clerks groszei Popularität. In Lu b i u's Theater tritt nächste Woche als Eitra Attraktion der berühmte Gedankenleser der Welt. Prof. Neiiinann, ans. dessen Fä higkeit zu prüfen, der Geschäftsführer Carl/ irgend ein Comite interessüter Personen anssordert. Während ein Theil dieses Comite's den Professor in einem Finiiner bewacht, wird ei nein anderen Mitglied desselben die Ausgabe zu Theil, irgend einen Ge genstand, eine Stecknadel zum Bei spiel, irgendwo in der Stadt zu ver stecke. Professor Neumann macht sich anheischig, denselben mit verbun denen Augen zu finden, oder eine Smniue Geldes irgend einer Wohl thätiglwits-Gesellschast zu übergeben, wenn ihm dies nicht gelingt. I einer ähnlichen Probe in New Bork fand Pros. Nemnann eine Nadel, die in einem Buch in einer öffentlichen Bib liothek versteckt worden warl Noch vier Jahren. Wall'er Pool, der angeblich in 100 l Brauerei besiabl, gestern ver haftet. Bier seiner .Kumpane da mal-? Gefasst, er entkam. Ein brecher schnell verhaftet. Einen gute Fang machte gestern der Polizist Robert S. Tavis des süd westlichen Tistrikts. indem er den 2l jährigen Walter Pool von Nr. 2l 10, Süd Ebarlesftrasze. eincn seil 1001 gesuchte angeblichen Einbrecher, ans einem Waggon der Gaysirasten Linie verhaftete. Pool ivnrde beschuldigt, am 12. Oktober lOttl in das alte Ge bäude der „Lion-Branerei." Nr. 2125, E'alvertan-Road, eingebrochen zu sein und Knpserplatteii. Messing- und K pferröbren im Werthe von PIOO,, das Eigenthum der G-B S Bran-Eo., ge stahlen zu haben. Richter Stanley in der südwestlichen Polizeistation er klärte Polizist Tavis. dasz der Feit vier Männer nnter derselben Anschnl dignng verhaftet und vernrtbeilt war den seien. Pool gelang e? damals, zu entfliehen, trotz der Schüsse, welche ans Pool abgefeuert ivnrden: cr et kam und wandte sich nach deniSüden, Ivo ee sich bis vor Knr.zrm ansgebal ten haben soll. Polizist TaviS be banptete, dast Pool einem Gefängnis; entsprungen sei und von inebreren anderen Polizeibehörden noch gesucht wird. Ter Vertheidiger Pool's er tlärte, das; dieser nicht mehr bestraft werden könne, da da? Verbrechen ver jäbrt sei. Richter Stanlrn setzte die Fortsetzung deS Verbörs ans beute an und stellte den Angeschuldigten unter Ps>o Bürgschaft. E i br ech e r schnell gesa st t. Wegen angeblichen Einbruchs in die Wiribschaft Nr. 22, Nord Vineenl Attev. und Stehlen? von Blei und Messing im Werthe von s">. Eigen thum der „Eigenbrot Brau Eonivag nie," wurde gestern die Neger Hall Lewis von Nr. 022. Harmony Laue, und James E. Matthews von Nr. ll2i. Parrisb Alley. in der sndweslli che Polizeislation durch RichterStan ley dem Eriminalgericht überwiesen. Ter Einbrnch ereignete sich in der Nacht ans dcui 11. März. Polizist Ja nies I. Toiiagban entdeckte das ge sloblene Gut bei dem Trödler Mattb. Briskma an' der West Lexingtoiislr., welcher eine! Quittung von Thomas Smith über erhaltene iD für die vee kansten Gegenstände vorlegte. Ta die Beschreibung/.ans Lewis passte, nahm Polizist Tonaghan Letzteren fest. Bei der Verhaftung erklärte dieser, das; auch Matttzeivs an dem Einbruch be theiligt gewesen sei. Unfr e i willi g e Feri e n. Gegen >OO Kinder von Eauto tön neu seit dem vor etwa zwei Wochen stattgehabten Brand>>y dem Sehnige bände Nr. 1 an der Ersten nndElliott Strasze keine Schule besuchen und die Eltern derselben sind nicht wenig da rüber entrüstet, das; Seitens der Be Hörde für die Schulen von Baltimore Connty noch keine Schritte gethan wnrden, um ein leinporäresLokal sür den Unterricht einzurichte. Tic II Lehrer der Schule und zahlreiche El tern hielten am Mittwoch in einem Zimmer des demolirten Schnlgebäu des eine Versammlung, in welcher die Situation besprochen wurde, und der Prinzipal Andrews erschien am Mitt woch Nachmittag vor der County- Schulbehörde und stellte den Antrag zur Errichtung eines neuen Schlüge bäudes, wobei er hervorhob, das; die sanitären Fnstäude in dem jetzigen Schulgebäude sehr schlecht seien. Schlüsnperintendent A. T. Cook sag te, die Schulbehörde habe Arrange inents zur Rcparirnng der Schule ge troffen und solle mit denselben sofort nach Regelung derFenerversicherungs suninie begonnen werden. Falls die Reparaturen längere Feit in Anspruch nehmen sollten, werden temporäre Quartiere eingerichtet werden. Tie Schnlbehörde stellte auszerdeni an die Connty .Commissäre das Ersuchen um die Errichtung eines Anbaus an die jetzige Schule. Briefmarken Auto m a te n. Vom nächsten Montag an werde im Corridor des Haupt Post amts in New Bork zwei automatische Briefmarken Vrrlaussniaschineii auf gestellt sei, um 20 Tage lang einer öffentlichen Probe unterzogen zu werden. Tie Apparate sind von sehr einfacher Consti ultion, und nach dem Einwurf der Münzen fällt auS einer Oefsnung das benöthigte Poslwerth zeichen. Vorläufig kaun man durch die Maschinen, die gestern Nachmit tag im Biirean vom Postmeister Mor gan besichtigt wurde, 1, 2 und 5 Cents Marken erhalte. Wenn sich die Automaten bewähren, sollen sie auch in Bastunore und anderen Groszstädten eingesührt werden. Ter „Ostend Leih und Spar- Verein" hält am nächsten Mittwoch Abend in seinem Vereinslokal au der Südwestecke von Orleans- und Wolfe- Straste seine 21. Jahresversammlung mit Tirektorenwahl. Tie Wahl wird I zwischen 7 und 0 Uhr vorgenommen. Fnkiiiifts Pltiiir. Eine 'Brücke über die obere Bay nach dem Oittlser. Soll Baltimore seinen Nachbarn näher bringen.— „Verein der .Kaufleute und Fa brikanten" Befürworter des Pro jekts. In dem Februar Bulletin des „Bereins der .Kaufleute und Fabri lauten" wird der Plan, das Ost- und Westufer von Maryland durch eine Brücke zu verbinden, ernstlich bespro cben und als ausführbar bezeichnet. In Verbindung mit demselben wird ans die 'Balm hingewiesen, die Herr Flagler über die Florida Kaps gebaut und kürzlich dem Perkehr übergeben bat. Tas Bulletin sagt: „Tem Ver ein ist ein scheinbar aiissührbarerPian unterbreitet worden, die obere Bay zu überbrücke und über dieselbe eine elektrische Balm zwischen 'Baltimore und dem Ostnfer z leiten. Terselbe ist an eminente Ingenieure zur Be gutachtung überwiesen worden, deren Gutachten seine Ausführbarkeit nach weist. Sollte eine genaue Bcrmessniig diese Thatsache bestätigen, so babeu wir die Bersicheriing sür siiianzielle Unterstütz,;. Tieser Verein bat sich zur Schaffung genügender Trans port Farilitäten ach dein Ost- und Weslnser der Ehejapeake verpflichtet nd keine Gelegenheit dafür soll ver nachlässigt werden. Tie Ausführung dieses wichtigen Projekts liegt in den Hände der Bürger Baltimore'-?. Wir werden bereitwilligst alle in unserem Besitz befindliche Information über diesen Gegenstand geben." Ward nicht ganz eib l i n den. Tas Besinden des im Uni versiläts Hospital untei-gebrachten Hi 11. Joseph A. ttzcstch, Sohn des Ma jois WioniaS B. OZatcki von Towson, welchei- bei einer lür.zlich in denSlein brächen von Gatch de Sons ersolgten Ervlosion die Sebkrast des rechten Anstes und drei Finger der rechten Hand verlor, ist besser, und es besiebt keine Gefabr mebr. das; der Bern glückte auch die Sebkrast drs linken Auges verlieren wird. Bei der A rbeit schwer v er letz t. Ter 22 jährige Arbeiter Sa inuel Jelly von Nr. 1120, Hgtl-Alley, wurde am Tonnerstag Abend ans dem Güterbahnhofe der „Baltimore Ohio Balm" in Brunswick, Md., zwischen einem Ervhaufe und dem Puffer ei nes Waggons eiiigellenimt und erlitt gefährliche Verletzungen. Er wurde mit dem Piltsburg und St. Lom-s Erpregziige nach Baltimore lranspoi tirt und nach seiner Wohnung ge bracht. Er wird sich wahrscheinlich er hole. Po P n/l ä re r P ast o r gesto r b e n. Paslor Tnncan McLennan Buchanan von der bischöflichen La fahette Square Kirche ist gestern Morgen nach einer Operation wegen eines Leberleidens in Tr. Howard A. Kelly's Sanatorium ans dem Lebe geschieden. Ter Verstorbene war einer der populärsten Pastoren der Stadt. Er war in Elmira, Stark Connty, Jll., im Jahre Isoi geboren und gradnirte im Knox-Col lege, Jll., und im theologischen Union Seminar, New-Bort. Seine erste 'Mitsttzätigkeit übte er in der bischösl. Kirche in Oeeanville, L. 1., ans, woselbst er bis l5!l verblieb. Von da an bis zum Jahre 1002 stand er der bischösl. Kirche in Manch Chunk, Pa., vor und folgte dann ei nein Nuse nach Baltimore -als Nach folger des Pastors L. S. Fulmer. Ter Tahingeschiedene hinterläszt seine Wittwe, Frau Jsabella Buchanan. geb. McLennan, sowie einen Bruder, Hrn. John Buchanan, in Illinois. Tie Beerdigung wird vermuthlich am Montag auf der „London-Park Ce inetery" stattfinden, Ableben. Im Alter von 0! Jahren ist gestern Frau Julia Troste! aus dem Leben geschieden. Sie hin terlässt ihren Gatten, Hrn. Cornelius Trostel. Tie Beerdigung findet nior gen Nachmittag um Uhr von der Wohnung ihrer Tochter, Nr. 2501, Rayner Avenue, ans statt. W o l l e ii B r u d e r befreie u. T. Le Roy und Leon B. Robinson suchten gestern in Annapolis bei Gou vernenr Crothers um die Begnadi gung ihres Bruders John T. Robin so nach, der wegen Meineids zu ei ein Jahr Fuchthans vernrtlzeilt wor den war. Seine Eltern waren zur Feit ans;erhalb des Staates und die Geschwister des Vernrtheilten wollen ihn in Freiheit gesetzt sehen, ehe diese nach Maryland zurückkehren. rwalter ernannt. Mchter Garter ernannte gestern Hrn. Geo. M. Brady gegen Stellung von hlooo Bürgschaft als Verwalter sür das „Fnlton Case"an Fulton- und Pennsylvania-Avenue. Tie Eigen lhümer desselben, W. Cushman Bar rett und Albert I. Holz, können sich nicht über die Geschäftsführung eini gen, und ersterer stellte den genann le Antrag und einen weiteren aus I Lösung der Theilhaberschaft. Ter; n 11 g e M a ck e s s y g e f n n ld c 11. Polizeichef Gorsiich von Bai limoiP Connty erhielt gestern Abend vom Polizeichef Eoyle von Parker? bnrg, Va.. ein Telegramm, wonach der 15 Jabre alte James Mactessy in Partersbiirg aufgefunden wurde. Terselbe fand dort Arbeit als Hotel jiinge, nachdem er sich von Friedrich Halm, dem Tättowirer und Fanber künsiler. der als sein Entführer ge nannt wird, getrennt batte. Polizist Harry Hiillins erhielt den Auftrag, den Knabcn lüerher .zurück zu drin gen. Ueber den gegenwärtigen Auf enthalt Hahn's wurde noch Nichts be kannt: derselbe soll zuletzt in Savan nah, Ga., gesellen worden sei. Von Secu 11 dHase Ter ,Nord Lloyd-"Tamvier „Breslau" langte gester Morgen kurz nach 5 Übr in New Bork an. wird also nicht vor Montag Nachmittag oder Tie steig liier eintreffen. Frau Wilson Earr und Fräulein Louise S. Matlüas voiißallimore rei st.en tzente mit dem „Nordd. Llovd Tampfer „Königin Louisa" von New Bork nach Genua ab. K irchl! ch es. Pastor A. F. Sterger wird morgen Abend bei dem Gottesdienst, der >/„5 Uyr in der alten Treieinigkeits-Kirche stattfin det, eine Polksvredigt über das Tl;e ma: „Was deutsche Franc in Ame rika gelbaii," balten. P,' e s s e r beld v e r b astet. Nachdem er angeblich von der Nege rin Tella Wajbingto von Nr. l l>7. Allen's Alley, mit einer Art angegrif sen worden war, brachte der 10 Jabre alte Neger Job Hanno dem Mäd chen mit einem Messer tiefe Schnitt wunden im Gesicht und am Halse bei. Job wurde verbastet nd im öst lichen Stalioiishause eingeliefert, Iväbreiid Tella nach dem St. Josepb-?- Hospilal gebracht wurde. Ei Pechvogel. Ter 55 Jabre alte G. A. McNaniara von Nr. 22, Nord Patterson Park Avenue, ei früherer Seecapitän, trank gestern einen über den Tnrsr und siel in seinem benebelten Fn stände in das Schaufenster des La dens Nr. 525, Osl Praltsllasze. Er erlitt zablreiche Schnittwunden im Gesicht und an der Stirn und iniiszte im Patrolivagen des östlichen Ti siritls nach dem Stt Josephv-Hospi tat gebracht werden. Griiiidstiicko Uebrrtragiillgc. Adeline Pfeiffer und Galle a Tho mas I. Evans und Frau, Westseite East-Avenne, nahe O'Tonnellftras;e, ?2.10 hei 75, Grundzins 520, 5 >O, PI. Bridget Lynch an William E. Wash ington, Lstseite Boonestrasze, nahe Orjord-Avenne, 12 bei 50, Grundzins 5 1.5.50. P 5. Adeline H. Pfeifer und Mann a Charles I. Nelson und Iran, West seite Cast-Avenue, nahe O'Tonnell stras;e, 12.11 bei 75, Grnndzius P2l), 51175. Frank Wittenburg an Josephine Orlikow-?ki, Westseile Madeira Allen, nahe PraNslras'.e, >2 bei 07.0, Grund ZINS Pl.'., PSM. Frank Ehldn an James L. Thomas und Iran, Nordvstseite MrEnlloh, nahe Pres;tmaiistras;e, 17.5 bei 115.0, Grundzins Plso, 55. Eliza A. Hatto an John T. Mer cer. Westseite Parrish nahe McHen nislras;e, >2.2tz2 hei P 5. Samuel I. Harnign an Louis Stern, Nordseite Litlle Hampstead-, nahe Cdenstrasze, 12.> bei 50, Grund zins PIN. P 750. George C. Shelton an Kate Eliani berlain, Nordjeite Fort-Avenue, nahe Bonlestras;e, 12.0 bei 105, Grundzins P52,P-5. Charles E. Harrison an „Baltimo re Cooperative Real Cstate Associa tion." Südseite der Oxford-Avenue, nahe Boonestras;e, 12 bei 50, Grdz. 5-52. P 5. C. Nettie Belbin an C. Nettie Bei bin, Nordostseite der Fayette-, nahe Vondstras;e, 12 bei 75, Grdz, 52!. 5-5- Alna H. Tyson an Samuel C. T. Stuart, Nordostseite der Woodbrook- Avenue, nahe Clistonslrasie, 15 bei 100, PI. 'Joseph Heller an Charles H. Mnl ler, Nordivesi-Ccke der Millinan- und Charlesstras;e, 11 bei !5, tzrvz. 525.- 50. !s!5. William A. Marburg an Albert Gunther, Nr. 22>tO. Avenue, PI- Charles S. Hopkins und Gatte an Marion Moale. Nordseite der Heu riettastrasze, nahe China Allen, 0! bei 7>. 5>5. John H. Tboinan und Iran an H. C. Pseff, Südseite der Prattstr., nahe Patterson-Park Ave., 20 bei 125, Grdz. 570. 5-5. George Nickel lind Iran an Char le>? V/Wt'bör, Südseite der Prent uu/u. nahe I>. Strasze. 20 bei !X>, 5-5- Kachel B. Bennett und Gattin an 'Xiina C. Feldstein. Westseite der Bl- ton, nahe Lennor-Strasze, 17 bei G.g.loG, 52522.22. Henry Mnblban an Steven Knchta und (Gattin, Südost Ecke der Lanca sier- und Port Strasze, t t bei Ost, Grundzins 512, 5.5. (George F. Hine an Marsball G. Tanlor und Lstseite der Beech, nabe 12.5 bei 55, Grundzins -J5. Abel Rosentbak an Solomon Men delson ii. A., Oiip,zst- der Aisguith-, nahe Madison-Stninste, 1! 7'/> hei 50, Ostiindzins 515. 5-5. August F. P. Stenzy und Gattin an Joseph Roth und Gattin, Lstseite der Binnen-, nahe Tillon-Straste, 12 hei 100, 55. William M. Willis an die „Mer chanis and Mechanics' B. L. C 0.," Westseite der Parrisb Alley. nahe der Presstman Strasze, 12 bei 57, Grund zins 520. 55. Laura B. Wrigtst und Gatte an Samuel T. Oivings, 2 Grundstück-.', ziveilrs Grmidstnck, Grundzins P 75, 55. Hinter dcn Coiilisscii cinrs grogen Modehnnscs. Droste Modehäuser sind Groginäch te, deren Leitung eiste wahre Kunst. ia eine Wisfenschast ist, denn die Mode' machen und sie lanciren, heisst auch Sine machen oder ahschaffen. Ter Berns des Gr.uid Conlnrier ist dein gemäs; auch nickit leichst und die schwe ren ttzelder, die der Conturier ver dient, sind souer verdient. Tie Arbeit, die mit der Schaffung einer neuen Mode verbunden ist, ist gewaltig. Monate vor Beginn der Saison, so schildern die Annale-?, beginnt die Auswahl der Stosse und der Farben. Tann gebt es an die Bestimmung der kleine Fntbaten, und schliesstich bc ginnen die „Proben" in den Modell sälen. Wenn der Chef hierzu das nö thige Material vertheilt hat, geniesst er gewöhnlich einen Monat lang wohlverdiente Nnhe und kehrt dann zurück, um eine Heerschan über das abzuhalten, wa-S sein „crogniste" in zwischen geschaffen hat. Cs wird ein groster Kriegsrath mit den „Premie re-?" gehalten, bei dein, dein Spruch wart zum Trotz, über Geschmack und Farben gestritten wird. Tiefe Form ist unbrauchbar, jener Volant taugt nichts, diese Farbe ist ungeeignet sa beisst es dann, alles ms; umgeän dert werden. Cs beginnt also wie derum eine gewaltige Arbeit, aber Niemand beklagt sich darüber, denn der goldenrLohn, der de ersten Kräf ten winkt, ist des Schweis;? der Ed len ivertb. So eine „Premiere" bringt es jäbrlich gut und gern af 15,000 Francs; ihre nächsten Unter gebenen kommen ibr mit 12- bis lt.- oo Francs ziemlich nahe: die beiden ersten Verkäuferinnen beziehen etwa 000 Francs Monatsgehalt und au sierdem einen Gewinnantheil, so das; sie es auch ans t5,i00 Francs brin gen könne. Bescheidener sind die Ansprüche der „Mannequin", die nur stoo Francs im Monat erhält. Aber auch an sie werden hohe Anforderun gen gestellt. Sie ms; von tadellosem Wuchs, gewisserincysten eine lebende Puppe sein. Sie ist es, an der die Wirkung aller neuen Schöpfungen des Hauses erprobt sind, sie nms; cs versiebe, vor den Käufern jede Wir kung richtig vorzuführen, so das; sie die personisizirte Aesthetik, Eleganz nd Schönheit sein mich. Im Eoniity Gefängnis; in Chicago, Jlls.. ist an Stelle von Louis Larsen, der entlassen werden sollte, irrthüinlich ein anderer Mann, der wegen Tiebstahls prozessirt wer den sollte, freigelassen worden. Lar sen wurde nnter Verdacht, an dein Betrug betheiligt gewesen zu sein, festgehalten. Verrechnet. Herr Bückec strebt schon seit Landein darnach, sich bei bei neuen Amtsvorsteher angc iielnn bemerkbar zu machen: stets war er der erste im Amte, verlieb es als letzter, und da er wusste, das; der neue Chef seinen Abendspaziergang am Aintsgebäude vorbei zu nehmen pfleg te, suchte er selbst Abends noch sein Bürean aus, wobei er stets darauf acht gab, das; das Fenster an der Strasze auch immer recht auffällig be leuchtet war. Aber trotz alledem schien der Herr Vorsteher sowohl von der Person, als auch dem Anitseifer sei ne-? Veainten nicht die geringste Na tt.; zu nehmen. Ta kam eines Ta ge-? Herr Bücker im t,Nrsthause neben seine, verebrteii Chef zu sitzen, und höher schlägt sein Herz, als dieser endlich auch an ihn einige Worte rich tet, ihn sogar freundlich auf die Schu lter tippt und sagt: „Wirklich, mein sieber Viicker, ich bewundere Sie, wie Sie..." „Aha", dachte der strah lende Beamte, „wie Sie fleihig sind wird der Herr Vorsteher nun sagen" und sah sich bereits auf eine höheren Posten als der .Herr Chef fortfuhr „...wie Sie diese miserablen Cigarren nur immer rau- che können, ohne das; Ihnen übel lwirdl" 5

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6 Hinüber und herüber. Geschäfte der Seean Tampfer Gesell scha'ten lieben sich, nach Ciiropa beginnt. Mehr ?am pfer in Tieiist gestellt. Rem 1.3. März, Ob gleich vorläniig auf eine starte .sii nabme der nicht zu reckmen ist, so Kl doch die siane sseil im tranoällanliimen Tampfer Ve> tebr vorüber in der nächüen Woche sind beüens'end inebr Tampfer bier fällig, alö''tväbrend der letzlen Wochen, erster Linie toinnien i dieser Hinsicht die „Hamburg Amerika Linie" und der „Rorddentickie Llovd," die beiden deutschen Tampserlinien, in Betracht, Tenn sie erballen den Löivenantbeil der Passagiere, wie an den jäbrlichen Ttatisliten über den iraM'atlantischen Tampser Berkebr in der Kajüte, wie auch im deck zu erseben ist, Tie „Hamburg Amerika Linie" nimmt den Früb jabro-Perkehr mit den stattlichen Tampfern „Gras Waldersee." „Pa tricia," „Penniplvania" und „Ame rika" auf. und ibnen wird sich die Riesenslotte von Tawpfein, über die die „Hamburg Amerika Linie" ver sijgt, anreihe. Ter „Rorddentsche Llopd" führt seine Ozean Windhunde „Kronprin zessin Cecilie." „Kronprinz Wilhelm," „Kaiser Wilhelm der Zweite" und „Kaiser Wilhelm der Groszc" Tresse, denn sie nehmen in diesem Monat und im April ihre regelinäs gen Fahrten von hüben und drüben Mieder ans. Mit ihnen zugleich be ginnen die Tampfer der „Barba rossa" Klasse ihre regelmäszigen Fahr ten zwischen Bremen und Nem-short, Ten deutschen Tampserlinien schlie szen sich an die „Holland-Amerita-Li-, nie," die in dem Dampfer „Rotter dam" Zinvachs erhält, die „Red Star Linie" und „Aiistro-Americana Li nie." welch' Letztere die neuen Top pelschrauben Tampfer „Argentinia" und „Martha Washington" in Tienst stellt. Auch diese drei Linien nehmen in diesem Monat den regelmäszigeit Berkehr auf. Das; die Buchungen für den Kajü ten-Berkehr im Pergleich mit der bor jährigen Saison nicht viel zu mün sehen übrig lassen, wurde bereits her vorgehoben, auch sind die Zwischen deckZ-Nämiilichkeiteii der von hier ab fahrenden Tampfer dieser Linien och immer stark beseht, nd man erwar tet in den Büreaur dieser Linie, das: der Zmischendecks-Berkehr von drüben auch bald eine Zunahme erfahren wird, wenn auch nicht in dem Masze, wie dies mährend der letzten Jahre der Fall war. Ter Zug nach Europa ist im Zmi schendeck und in der 2. Kajüte noch immer sehr stark, mährend die bis herige diesjährige Bewegung nach Europa in der l, Kajüte im Vergleich z> vorjährigen um nur t>! Personen ziirückgebliehen ist, Ter Ausfall in den Einnahmen anS der Bewegung westwärts wird also durch die Mehr einnahmen ans der Bewegung nach Europa bic> zu einem gewissen Grade anfgewogen. Vom 1. Haimar PK- Ich März d, Is. reisten von hier 7B> Personen im Zivischendeck nach Europa, gegen 41!,1!t2 in der gleichen Periode des Vorjahres, eine Zmwh me von bichGidi Personen, ch>n der 2 Kajüte reisten vom t, Januar l 5 Ich März d. lI.NU Personen nach Europa, gegen 75>12 in der glei che Periode des Vorjahren, eine Zu nähme von t.'B2, In der 1, Kajüte reisten vom I, Januar bis lch März d, IS, 12,7 Personen nach Europa, gegen 12,72,' in der gleichen Periode des Vorjahres, eine Abnahme von IN, Von Europa trafen hier vom 1. Januar bis lch März d. IS. Pt,712 Personen im Zwischendeck ein, gegen lch,s,>'>2 in der gleichen Periode des Vorjahres, ein Abfall von Kchchw. In der 2, Kajüte trafen l 1,1 t 2 Per sonen ei, gegen 17.'>> t in der glei chen Periode des Vorjahres, eine Ab nahme von !!122, In der ersten Ka jüte bat die Papagier Bewegnng nach hier zugenommen. Vom 1, Januar bis 1!!, März trafen bier 7'!! Per fönen ein. gegen !2 in der gleichen Periode des Vorjahres, eine Zu nähme von Kl) 7. Vermischte telegraphische Depeschen. Für die Errichtung eines Lehr stnhls zum ehrenden Angedenken für Earl Schurz an der Universität von Wisconsin hat Milwankee bereits Pi'iMt ansgtchrächt. In Verlmtdung mit dem im Februar IlX>7 gemachten Versnche, bei Providence, R, t t Ehinesen in die Ver, Staaten einzujchninggeln, ist in Boston, Mass., G. Phillips von Ro> bürg zu sechs Monaten Gefängnisi verurthejlt morden. Wegen derselben Sache wurde kürzlich dort F. B, Leh ilrmann von Brookline zu vier Mo i.aten Gefängnis; verurtheilt. 1? O I rt ckt Socke, vis liis lmmii llttitövs^ft, Grundstücks Uebctragtingen. James W, Patterson und Frau an Job Bock, Südost Ecke Fapette- n. Lnzernestrasze, I.' bei 7' Fnsz, PKB7.- Roger B, Tanep Anderson, an A. M, Eampbell.Südost Seite der La valesirasze, nahe Mason Alley, 18 bei l>ü> Fns'„ Grundzins P5l, P.', .Harr Schein an David Hamitoivs t, Westseite Bondstrasze, nahe Hamp sieadslras'.e, 12 bei 78 Fns;, Grundzins !t!2I. !p., Harve L, Ehase n, A. an Eharles E, Eliase, Südseite der .Harlem Ave,, nahe Papjonstrasze, 18 bei 71 Fns'„ ijil.lil, Wm, A, Ilmbach und Fra an Geo, E, Frederick nd Frau, Rordseile der Baltimore-, nahe Ealherinenrape, 1 I bei Bi> Fns;, Grundzins !j!7i>, !j!.'>, (George E, Frederick und (Gattin an John G, Fi ederick. 2 Lots, 81, John G, Frederick an George E, Frederick, 8 Lots. 81>x>, Thomas A, Aire und Gattin an Tallas M. Harrison und Gattin, Westseite der Bort Road, nahe Sc eondstrasze, l bei 78,7 Fnsz, Grund zins 8.78, 8-'>. West End Secnrit Loa and In vestment Association an H. D. Ford, Nordseite der Saratoga, nahe der Moniitstrasze, 18,8 bei 7>> Fnsz, Grdz, 8-7.7. 8-7. I, E. Legrand Eole an Dallas M, .Harrison und Frau, Südseite der Strasze, nahe Barl Road, 18,8 bei G> Fnsz, Grundzins 872,87, 8"'- Title Gnarantee n, Trust Eo, an Lillian A, Seeinan, Oslseite der Ba ker-, nahe Monntstrasze, 18 bei 7.7 Fnsz, 8-7, zicelson E, Showacre an Eathcrin? I, Ryan, etc., Westseite der Kenned- Avenne, nahe 2>>, Strasze, 1.7 bei M> Fnsz, Grundzins BU-7, 8-m Wm. H. Russell an David Shapi ro und Frau, Nordost Seite Frc moiit Avenue, nahe Gerinanstrasze, 87.8 Fns; bei 78 Fnsz, Grundzins 870, 8.7.00. Theodore Eovke an Walter C. Pot ter und Frau, Ostseite der Wolfe- Strasze nahe Lasavette Avenne, I8, 2. 81700, Morris Weinstein an Emma A, Lewis, Ostseite der Holbrook, nahe Fcderalstrasze, 18,2 bei 80 Fnsz, Grdz, 81-7. 8-7, John P, O'Ferrall, Adm,. an Wm, .H, Russell, Nordost Seite der Fre montslrasze, nahe 87,8 bei 70 Fnsz, 8-7. Henri, F. R. Snvder an I, Mil ton Lvell. 2 sjia- William B. Ralnier an Isidor Raimer, Westseite der St.Panl-, nahe Eliaseslraszc, 18 bei >2O, Grundzins B-7. Howard A, P, Wilcor etc, an Fo seph W, Fanto. Nordseite der Biddlestrasze, nahe Eentral-Avenne. 1.7 hei >27, Grnndzins 8!>0'. 8-7. Edivard I. an Wash ington T. Fasste, Südseite der Mo nument nahe Lnzernestrasze. 18 bei 70, Grund,zins H-''- Hirain K, Herman an Fonas Her ina, 7 Grmidsliicke: Bä>- „Estates Fnvbstment Eo" an Ma wie O. Foster Barham, Harsord- Avenne, 10,0 bei 70z 81088.8:1, William Penrose a laines A. Adams nd Frau, 2 Grundstücke: 8-7, Eonrad Reich an William Bndeker, Nordostseite der Ranisa-, nahe Man roestrasze, 18 bei 78 z 8"'. Thomas D. Elarken etc, an Jas. L. Elarken, Westseite der Hickor Avenue, 17 bei —B-7. George Lamar Kell und Frau an Nannie O. Foster Barham. Nordseite der Fremont Avenue, 10 best 88, Grnndzins B: 81000. Mar A, Wcddingseld an Frede rick W. Severn und Frau. Oslseite der Dallas-, nahe Ehajeslrasze, 18 bei 00, Grundzins 8 >O-50; 85. AngiistuS D. Clemens, jun,, und Frau an Luther B. Ditch, Ostseite der Abell, nahe 82. Strasze, 1t bei 01, (Grnndzins 80'0.50l 81120. Dieselben a M. Alice Ditch, Ost seile der Abell-, nahe 82, Strasze, 1t bei 00, Grundzins 8'>0.50: BH2O, Boston Fear an Mar Fear, meh rere Grmidsliicke i 8-7. Isabella N, Wilkinso nd Gemahl an Fames McLaren, Nordseite der Walbrook- Avenue, nahe Strasze. 80 bei 170, Grnndzins B>: 8-m Job W, Elautice an Mar I. Stavlor, 8 Grundstücke; 8-5. Elizabeth Fickling und Gemahl an 1. Edwin Davis, 2 Grundstücke: B>o Helene B. Warsield nd Gemahlin an Samuel R. Soper und Frau, Westseite der Monroe-, nahe Sara togasirasze. 1t bei 81. stlrniidzins 8'!7; B>ttOO, Boston Fear a Leona Thomas und Gemahl, Oslseite der Slinglufs-, nahe Elifton Aventie, 21.2 bei 207: 8-5. .F^Ädvit>T-üÄs.st" Elizabeth Fick- Tlmg, 2 Grlindstncke, i^tO. Rena L. Messer an Ith r ist Wol sei, Westseite der Monroe-, nahe Lara toga-Strafze. 1t bei Bt, B'2l''R). Der Teutsche Correspondcnt, Baltimore, Md., Mviitng, den 10. März 1008. E, A- Spalding Eo, NN Rena L. Meiier, Westseite der Monroe-, nabe Saratoga-Strafze, l l bei 81, Grund zins 800: 8-5. Mar I. Stayler an I. W, Elau tice, 8 Grundstücke, 87. Ephraim Macht an Harr Naro vlansk, Westseite der Caroline, nahe Baltimore-Ttr,, 11,0 bei 17, Olrnnd zins 88l 85, Ernst I. Ficht und Frau an Valen tin Kolstvepp, Südoslseite der Hai sord Aueiiiie, 18 bei >OO, Clrnndzins 8>: 8007,07. Anton Ealon und Frau an Eharles W, Ruttig und Frau. Westseile der Castle Strasze, nahe Ashland Avenue, 12 bei 07, Grundzins 880. 8>>7.7. Charles R, Bmgesz und Frau an George Lamar Kell, Nordwest Ecke Greene- und Mnlberr Strasze, l:!, 0 bei 02, Grundzins 800 85, John W, Dietrich an William A, W, Knszmanl und Frau. Nordseste der Madison Strasze, 27 bei 100, (Grundzins 887,-72: B>o7o. „Fairmoniit nnd Ehapel-Str, Im nierwährender Bauverein" an Law-1 rence Bobb und Frau, Nordscite der Moe>-, nahe Ebester Strasze, 18 bei 71, Grundzins 820: B>-5, William Merriten und Frau an Geo. P, Bagb, Südwestjeite der Rntter Alle, abe Townsend Strasze, 12.0 bei 70. 8-7. W, H, Dennis an denselben, Nord scite der George Strasze, nahe Ar iington Ave,, l:',,t! hei 77,8, Grund zins B: 8-5- George P, Bagb an William -H, Dennis, Nordseite der (George Straße, nahe Arlington Avenne, 18,0 hei 77,8, Grnndzins 80: 8-5- Geo. Grasser und Fean an den „Olnardian Banverein," Südseite der Keser, nahe Ehester Straße, 12 bei 00, Grundzins 880; 8>"0- Schiffsiinchrichtcn. G ibralta r, 17, Blärz, Hier passirte der Dampfer „HamPiirg", von Neapel nach NewZstork nnter Wegs. P l in oiit h, 17. März. Dam pser „Amerikä", ans der Reise von New Bvrk nach Eherlwnrg nnd Harn bnrg. traf heute hier ei nnd fuhr weiter. O n e e n s t o >v n, 1!!, März, —Ter Dampfer „Eeltic", vonNem Bork nach Liverpool bestimmt, ist hier eingetros so. New ?1 vr k, 17, B>ärz, -Hier angekommen sind die Dampfer „New bjorl" von Sonthampton und Eher bonrg, und „Minnehaha" von Lon don. Abfiihrtstligc der Ozcnndampser van New Bork. Am 2B. März Tampser „König Albert" nach Gibraltar und Neapel. Am 28. März Tampser ..Perms! vniiia" nach Hamburg. Am 28. März Tampser „Regina de Ftalia" nach Neapel und Genna, Am 28. März Tampser „Califor nia" nach Glasgow, Am 81. März Tampser „Ham burg" nach Gibraltar und Neapel. Am 81, Mär; Tampfer „Kaiser Wilhelm der Zweite" nach Bremen. Vereinigte Sänger vvn Bnltimvrc. Hanptguartier: „Germania Män nerchor Halle"; Präsident Henr Thomas: correspondirender nd pro tokollireiider Setrelär pro tem. K. -Himmelheber, Nr, 817, Nord-Cden- Strasze: Finanzselretär G. Himmel Heber, Nr. 817, Nord Cden-Strasze: Schatzmeister H. Micklich, Nr. 718. Warner-Strasze: Tirigent Th. Hein berger. Versanmilmig jeden zweiten Freitag im Monat. „Gcrmania-Ouartett-Club." Hanptgiiariier: Wagner's Halle, Nr. ttOz Nord-Paca-Sjraße, Sing stunde: Dienstags. Dirigent. F. Karolns. „Arion." Hauptqnarster: „Stag Halle," Nr. 207, Hanoner Strasze. Singstunde: Mittwoch Dirigent: I. C. Frank. „Harmonie." Hanptguartier: Nr. 114, West- Fayette-Strafze, Singstunde: Dien stags Dirigent: John A. Klein. „Germania-Männerchor." Hauptguarticr: Germania Män nerchor-Halle, Nr, 410—412, West- Lombard-Strafze, Singstunde: Don nerstags Tirigent: Theodor Hem berger. „Frohsinn," Hauptquartier: Frohsinn Halle, Nr. 2000. Frederick Avenue. Sing stunde- Mittwochs Dirigent: John A. Klein. „Arbeiter Männerchor." Hanptguartier: Andreas' Halle, Nr, 814, Hanoversttrafze. Singstunde: Mittwochs 'Dirigent: David Me- „Thalia Männerchor," Hanptguartier: Voigl's Halle. Nr, 1122, Hgrsord Avenue. Singstunde: Tienstags—Dirigent: I. C. Frank. „Lornst-Postlt-Männcrchor." Hanptc-nart'.er: Zwicker's Halle, Ecke Cnba- und Andrestrafze, Sing i'timde:' ülliltwoch Abends 8 Uhr Tirigent: Hubert Krüppel. „Arbeiter-Liedertafel." .Haiiptgna.'tier: Volz' Halle, Nr, 108. West Leringtonstrasze. Sing stunde: Dienstags—Dirigent: Hubert Krüppel. „Melodie." Hanptguartier: F. Ries Halle. Ecke Lowstrasze und Belast Markt, Singstunde: Toimerstags—Dirigent: F. Karolns. „Baperischer Männerchor." Hauptguarticr: Ackermann's Habe, Ecke von Caroline- und Gotighslrasze. Singstunde: Donnerstag Almuds Dirigent: August Schneider „Metzger Gesangverein." Hauptquarster: Hoffmann' 6 Halle, Low- und Fönest Straf'. Ting stunde: Dienstag—Dirigent: Hubert Krüppel. „Mvzart-Männerchor." Hauptguarticr: Robert Vollrner's Halle, Nr. 1021—1028. Orleans- Straße: Singstunde jeden Donner stag Abend; G. Pöhlmann, Tirigent, „Eichenkranz." Hanptguartier: John Schmidt'S (vorm. Zorn's) Halle, Ecke 3. und Gonghstrasze, Highlandtown. Sing stunde: Mittwochs Dirigent Geo. W. Poehlmann. „Badenia-Männerchor." Hauptguarticr: Preist- und 7, Str., Highlandtown. Singstunde: Dien stggs—Dirigent: Geo, W. Pöhlmann. Vereins Kalender. Bäcker-Gesangverein von Baltimore. Dirigent Prof. F. Karolns. Hanptgnanier lahn Ahl's Halle. Nr. 408. West Lexstigton Straße. Jeden Samstag Abend mit Ausnahme des dritten Samstags im Monat Singstunde. (April 7—II) „Deutsch imgarisclzer Liederkranz." Hanptguarlier. Otterbein's Halle früher Eintracht Halle), Loeusl Point. Singstunde: Donnerstag Abends. Dirigent Franz Koch. (UMai.II) äi Bt, VI Ist ImiM tzöltliM KM llt, welae ai Nk,arn. stten 11, stnltthen ?ut Saläre, Wölicl und SNund- INelhaden, „Vnltl gnneH Nr. 4, NirN.Vnca.etr. (7—j Schöpfer der 87.7 Leichenbegängnisse. Ciii Preis rl bczghlt für Will in in Cvvk, N, a P. Pilo'! Mi, 'Vcruon 3lt. (Nc'VN'.Mc'Zc Pfandleihe?. K. Sulubes Pfandleiher, Nr. 077, West Baltimore Straße, nafte Plnr-Straße. cid verltrftrn ant irden tvierttzraenftaad. tlnutw II a r Geld auszuleihen, Benjamin Comp.'s Darlehen- nd Bank Cmsir, Nr" 03! 8 '.'scwt W P. Phon: Gilmor 1024, 8 ö Nc'v23,lg> Q M. I. Otfcrpman soal Äoblc und Cokr zum „Brennen." 50 'ntiftel EannrltölilNe 700 25 ntchel a-nnrllSvinr 3 7 Sharp- nnd Lombard-Straße. Kohlen. Kohlen. Mrlne Noftlrn, frei an SAlmken, 5,25. Nr, l datr, ,70 Nr. 3 Sunvur,. .7,50 Nr, 2 arte.. .7 '25 Nr, 4d S-inbnr 7,50 Nr. 3 arte,,," 25 RrSi ndtcnö s'irlirlirn, scftust Stur Nntrcftlicist „Paca Loa Na„" Nr, >5, Nard-Paca Straftr, Anleihe auf Möbel nd andere Sicherheiten !0r S Prozent, genau nach dem neuen esetz?. anz privatim. Nichter, Nr. 21, Oft-Leptn,. >on.Strafte. „Panlrnt V^Udlag". In de. cMee mir entsch rsre. f^untlk—) 1801. elirNe tadllttcment. loa. Mar,land Chatte! Loa Associatio. ldert BNl^ "n nt^z^' Landwirthschastliche Geräthe und Sämereien. sftrifsith ch Zurer 00., 205 Nvrd-Paca Strafte, Marmor- imd (Granit-Werke. L, Hllgartnrr ch Johne, 714—7t8 Wesl-VaNi. Plumbing, Fnrnaces, Ranges und Oese, Tachdecken und Rinnen. Kupferschmiede und Pluinbers. Fener-Velsichernngen. Grundeigeiithiilns-Agenten und -Händler. .Hnfschmied-Zul'ehör. >c"-Kevände, Mt. Nodal Papier iitid Papier-Tiiten. Smith, Tire 00,, 105 niid 107 Hunover-Str, Bsl'chvlatt'e, Metall etc. I'hon. lontltn ch 00,, 13 I valderllon Slr. Tetektiv-Agentnren. vlilpln Zirouse Tetestiu 'Aarntur, 7 Clad Str., Aattinwre, Md St I>ai 'lN2ti, Alte Mit. Leichen bestatter. Friedhöfe. „London Pars wemkterh," Qsflce: 2l West- WesNich, Perl, Ml, Nohal Perl. Eamd, Ehirpgo ,via pitts>,.Ziigl>ch 7.45 A. 8,00 P, tlvirago Täglich 7,10. !!Üi i Eine sc L, n, Whig,, Tagiuh 7.45 P. 8.00 P, Einc, n, sl, L N, 3,00 N, 'PNlsvncg Täglich 7,45 V, 8,00 P, pur- vncg Täglich i.-,13 N. 12,22 31. lMlsv Ulrvel Taaltch B.M li, s '^r.ö 511.53, TII 55 vrin,, '12.13, 512,53. 51,55, l^.. NochlN,, sT lÜi, -8,00. 'B3O (Limi.ed, 510,00, -1N,5, '11,05, '11,32 Adds, !Iredrrig Er? llgwr dem 'Nähw nd gni'betoithrtrS Mittel. Norddeutscher Lloyd N ii Damps-Schiffsahrt Z Ä ,wischt Baltimore und Bremen. W folgt. o Baltimore crvcdtrt: -A sZ Pre-slau, dcn 30. Mär, Ehc-uiulft," giictluu, dl? 17, April, N 2 Uhr Nachmitlua, N Z n.ch A Ziorlte olittc.Pisg-P,et: ff! Awischrndrcks.Paslaar.Prrl! Von Balttuiorc ach Brciuc ...30,00 A. Schumacher L Co., ff Nr, 7, ea.a.e,raie. u! -oder- u Ä Edward Nalnr A Hamdnrg-Amerila Plmonth —Chrrbonrg—Hamburg Doppclchrauben (Lxpresz- nd Pasiagirr-Dienst. "Pairiciu""'/."... ZZZ Z! ÄpÄi '„Pretoria" 11, April. „aiserin" tili, April. .P, Lincoln'' (neu) 25, April. „Teutschland" 30. Aprll, Hamburg-Amrrika-Linic, 87 Broadway, New-lork. Arthur W. Rvbsv, 127 Ost-Ba'ltimore-Str. McrchantS üi- Miners Transport. Co. .1 '"dz cht i Iliir Nch li, .c A"I!" po!>./ Po Haupt.Ptlreaui ftermau- und Ltgftt.Straye. 37, Lslßatttuiorr. Aeuden Mokier, g, vhföm, Elen tNeschiisloliibrer, tfte,-Palt -Aarnt, T, H. Melannet, Hi>lso-tZ>en,.Pals,-Agcnt. Baltimore Tampf Packet Co. zNltr und lucrlösftae BatLtntr,, nu-n/'voii deu"^PorÄme"?pier^^Ar,">o'— >N. Liaiit-Strafte, 30 Ndends, dtrelt nach tld in den Pill et Pftrean der „Pap Line," Ar. IN7, Ost Paltlmoie strafte, Ar, 500- 50, Liaftl-slraftc, S, A, 2, Tttdast-Ecke der Trust Piiilding" und Aldaugh's, Nr, 100, Nord und Pennsylvania-Bahn. 0 30 Arcom,, 3,2,'. iänUch, Westcrn 2,45 Nachm. Allomodatton nach Uriton- Bridge, '43)0 7,00 EarttSle, 7,50 Morgens Atloni, nach Unton-Brtdae, '8,57 Morgen Western Eppreft, Weltmtn ster, ruceville (Frederick), EmmitSburg, Zhurmont, Plue Ridge, WatineSboro', kham mch 2.3 N Nachm. Hauptltnte, östlich von Emord- Grvve, seiner Norl, Hanover, elchsbura v.lo AdendS Unton.Prtdge. ,Z 0 Norm. Aklomm, nach Unton-Brtdg nicht an Nennsftlvanla-Adenue- Statton. Nooertso, g. H,. ico-Pras. n. en,.süsts, en.^nN,..

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Verlangt Frauen und Mädchen. Verlangt Männer und Äualirn. Verlangt im Allgemeine. Stellcgrsuchr: Zn vcrmirthcn. Zu verkaufen: lr b>i>iv> Acrilinil icr icichir Bc> (MiirzD'lMt) tTeptS.lZ) (klabUri llb-.',. Consolidated Loon Co.. 1 Nvrd-Gah-Ttraßc. Nch uvd Wcftpbal, Bauntsiftcr. it/Äri-irs Gallnghcr, der Baumeister. Halt! Scheu Sie! Lesen Sir diese Annonce! Z crkaulcn Sbnirr im Block drr Äbzn^silinn^Aniaii uft/ lMch vr!" lubr."" Br"is"m>"^liv>o. Kr i^ ?b>! eaa/vbiarr HSulrr ud AaMokronrii Im Bftrrau, Nr. 27,37. cft Monnmrnl-Slraftr. il üounl lÜÜ Acker in Prinre HcoiM's ikc'iinü!..!ki tuick eullchc !>urniiiilc bei e> Ivadcn ftoov. r. >ll. eiord-Vliarlr S!r., !>!-!ilc. kScVii.l?) Elina RriitS in der Z-h rewnU: WDWDMM iiälinr de Plaiir Uc A!ur. ranlirt. wol Nronen Üiil.lUi dis di Wold- Aullunaen uon I I, Ncr 7>c. ard.Hiward.eira^e^^'' 7,"^äds UoS lod> ß Dr Wm.Svcker Z u regiftrtrter dentschcr rjt. V iin lodrinr Viixt. r Svrzialiil vir ft>icr- und Zraucn- Sri Krankhrüen, Heül in kürzester Zeil W Slidüllls. ?lusict>lun. Hais- und.Mund- st .ilrnnweUeir Andilüsle tedcr Strik- misckien, Äulniin" Ar. u!x."cft Ä-M- W Uhr PurmiltuliS dis IN Udr Abends. N N tvüttnwch von N Uhr Pormitinas bis 2 ?s MI Uhr Nnctnnitluns und von bis IN Uhr A K bis Z Uhr Nam. Q K B. Ir. Verr's Pakie bellt S ÄiNWMtZicn^MUI->, ..MMi- H lvrotsi, ,uinc s.uu loch 08. „Ja. Nach dem Kaukasus. Herr Roloff bekommt dort näher: Nachricht von mir. Es sind da allerhand Ge schäfte, die... Jetzt bade ich dazu keine Zeit!" Er wollte geh n und bemerkte nun erst, daß Lisa ihr Gespräch ver folgt hatte. Er preßte die Lippen zw sammen. Tann fuhr er sie ganz gegen seine Art heftig an: „Was fällt Dir denn ein? Warum läßt Du denn den Onkel da draußen allein? Ich kann doch nicht überall sein! Hilf mir doch ein wenig! Die Sache ist wichtig ge nug." Sie ging schweigend hinaus, um sich von Kaspar Furtwang zu verabschie den. Tann fuhren der und ihr Mann davon, dem Hafen zu. Mowsche Mitzenmacher verließ gleich darauf, die Tcpesche in der Hand, daS HauS. Sie blieb allein zurück. Ihre erste Empfindung war ein stür misches Aufatbmen des Glücks. Nun war es entschieden: Kaspar Furtwana half! Da mußte sich alles zum Besten wenden! Die llntcrnchmung gelang, wie jede, bei der der alte St:p;en!r'ö sus, der sich noch nie in seinun Leben getäuscht, die Hand im Spiel hatte. Sein Beistand gab Nilolai den Reich thum, gab. ihr, ohne daß er es wußte, die Freiheit zurück. Ihr schwindelte bci diesem Gedan ken. So nah, so greifbar nah, in we nigen Tagen erreichbar war das Ende der Noth, die Erlösung aus ihrem bisherigen Leben. Das war so wun derbar, so unwahrscheinlich, daß sie es kaum zu glauben wagte.' Die Angst vor der Freude beklemmte ihr immer mehr die Brust. Gegen ihren Willen stiegen bange Zweifel in ihr auf, erst ichattenhaft, dann immer mehr sich zu einem quälenden, zwingenden Gedan ..n formend, der sie zu ihrem eignen Schrecken beherrschte. Wie kam Kaspar Furtwang dazu, hierher zu reisen und in's Haus zu treten und von seinem Beistand als einer ganz selbstverständlichen, durch Nilolais Brief genügend erklärten Sache zu reden, wo doch die Männer früher darin einig gewesen waren, daß der Alte ohne Rotoffs Empfehlung zu nichts zu haben sein würde? Und Ro loff hatte sich doch gegeit das Unter nehmen ausgesprochen und war eben deswegen weit weg auf Reisen gesandt worden und sollte noch weiter weg gehen Und jetzt fiel ihr ein, wie schnell Nikolai eben die Erwähnung Roloffs durch den Alten in ihrer Gegenwart bei den ersten Worten abgeschnitten! Er hatte dabei merkwürdig unruhig und erregt ausgesehen. Und wenn Kaspar Furtwang an sich schon kaum einem Nienschen auf ein paar Zeilen hin ohne weiteres zu glau ben bereit war, dann am wenigsten sei nem Nassen. Und doch hatte er sich gleich selbst auf di: Eisenbahn gesetzt und war getvmmen und ohne viel Um schweife zu allem lernt. Solche Bie derkeit eines Vetters vom Lande sah dem greisen, sonst so vorsichtigen und fuchsschlauen StevpenkrösuS so wenig ähnlich, daß Lisa dafür, während ihr das Herz vor Bangen und Grauen still stand, immer nur di: ein: Erklärung fand: er war hintcrgangen worden! Hintergangen von Nikolai! Was kam es dem auf ein? Lüge mehr im Leben an? Er hatte, da er sah, daß es ohne Roloff nun einmal nicht ging, dessen Namen in seinem Schreiben an den Oheim mißbraucht und dann, um je der Weiterung vorzuheugen, den Pro kuristen nach der Krim geschickt, wie er ihn jetzt weiter nach dem Kaukasus schickte, bis hier sein großer Schlag gelungen war... Auf einmal war das alles Lisa ganz klar. Sie wunderte sich auch nicht einmal darüber. Sie kannte ja ihren Mann. Nur eines begriff sie nicht, daß jemand wie Kaspar Furtwang, von dem es hieß, daß er noch nie in seinem Leben von einem Menschen hin ter's Licht geführt worden sei, sich in einer derartig plumpen Weise habe fangen lassen sollen. DaS schien so unmöglich, daß es sie wieder an ihrem eignen Verdacht irremachte. Aber wie sie sich das auch sagen mochte, ein dumpfes Mißtrauen blieb ein Drang, etwas zu thun, damit der Name Roloffs nicht in Nikolais wilder Jagd nach dem Glück gleich vorn an der Spitze wie ein Wahrzei chen leuchtete. Aber sie wußt: ja nicht einmal seine Adresse in der Krim. Sie konnte ihm nicht schreiben ober telegra phiren, und mit einem jäben Aufaih men des Schreckens sagte sie sich, daß das eigentlich für sie ein Glück sei. Denn wenn ihr Verdacht sich bestätigte und bei den andern Glauben fand, dann war nur neues Unheil für Niko lai und damit die Unmöglichkeit für sie, ihn zu verlassen, die Folge. Lisa trat müde vom Fenster, durch das sie auf das weite Meec gestarrt hatte, in das Zimmer zurück. Nein in ihrer Lage gab es keinen Rath und keine That. Ihr war jeder Schritt verwehrt. Sie tonnte nichts thun, als weiter harren, was das Schicksal über sie beschloß... Harren, wie schon so viele Tage und Jahre in der einsamen, todtcnstillcn Villa, in deren zum Schutz gegen den Sonnenbrand verdunkelten Gemächern langsam Stunde auf stunde verrann, ohne daß jemand kam oder jemand ging oder irgend ein Ereigniß das dämmernde Einerlei ihrer trüben Ge danken unterbrach. Auch die Diener schaft rührte sich nicht. Sie schnarchte, von der Hitze erschlafft, im Hause zer streut. in den Winkeln der Treppe, hinter Bodenverschlägen. Es war ein verwunschenes Reich des Nichtsthuns in dem grünen, stets verschwenderisch mit köstlichem, frischen Wasser über thauten Parkgartln, während draußen, wo unter der tiesblauen Himmelswöl- biing auch jktzt im Oo::n iischeln eine! düstere Rauchvolke über dein Hafen! brütend schwelte, die Welt in Lärm, Staub und Schweiß ihren ewigen Se gensweg der Arbeit weiterging. Und sie saß siuinm hier, die Hände im Schooß, und verzehrte sich im Warten. Nicht handeln dürfen und alles leiden müssen, das war nun einmal ihr Loos. Das war ikir Leben (Fortsetzung folgt.) Eic rrichr Luicgvbcule. Wohl- niemals ist Siegern eine rei chere Beute in einer einzigen Schlacht zu theil geworden als den Schweizern tci Grausen, wo sie im Jahre l 170 i Karl den kühnen, Herzog von Bur gund, schlugen und sich seines LagcrS! bemächtigten. Karl war mit einer iin- erhörten Prachtentfaltung in den Krieg gezogen. In dem Lager, das er bei Granson aufschlug, standen über vier hundert seidene Zelte. Das Zelt des Herzogs war inwendig mit Sammt ausgelleidet und mit Gold und Perlen besetzt. Im Zelte stand des Herzogs goldener Stuhl, daneben lag der reich? Hut, der edelsteinbesctzte Orden des! goldenen Vließes und sein Pracht schwerst dessen Griff ebenfalls mit gro Ben Diamanten, Rubinen und anderen Edelsteinen besetzt war. Im Speise zelt standen hoch aufgcthürmt die gol denen und silbernen Pokale, Schüsseln, Teller und anderes Geräth. In vier hundert Kisten lagen die silbernen und goldenen Kleiderstoffe mit hundert ge- stickten goldenen Röcken des Herzogs, dazu die feinste Leinwand und Seide im llebcrfluß. Auch den größten da mals bekannten Diamanten, den „Flo. s rentiner," wie er heute genannt wird, hatte Karl mitgebracht. Aehnlich aus gerüstet wie Karl war seine Gefolg schaft, die Blüthe des burgundischen und niederländischen Adels. Alle diese Kostbarkeiten fielen den Schweizern in die Hände. Karl schätzte den Verlust an seinein persönlichen Ei genthum auf eine Million Dukaten. Die Höhe des Verlustes wird verständ lich, wenn man hört, daß allein sein mit Edelsteinen und Perlen Überseites Prachtgewand, das er sonst zu Hof bei festlichen Gelegenheiten trug, nicht we niger als 200,000 Dukaten gekostet hatte. Die Schweizer Bauern wußten aller- s dings'den Werth der Beute nicht zrstl würdigen. Die kostbaren Seidenstoffe' wurden zu Bauernröckcn verarbeitet und die künstlerisch ausgezeichneten Tafelgeräthe zerschlagen. Der Krieger, der den „Florentiner," einen etwas gelblichen Diamanten, jetzt im Besitz deZ Kaisers von Oesterreich, fand, ver kaufte ihn für einen Gulden. Inseln vergehen. Während im alten Europa daS kleinste Jnselchen, sei es im Meere, sei es in einem Binnensee pdcr einem Flusse, von den Menschen mit Beschlag belegt ist und, wenn nicht bewohnt, so doch zu Zwecken des Ackerbaues, der Fische rei, der Jagd, der Zucht von Wasser vögeln etc. ausgenützt wird, gibt es im Indischen Ozean Tausende von schö- I ncn, fruchtbaren Inseln, die noch der! menschlichen Besitznahme harren. Es brauchte nur jemand zu kommen und ein solches Eiland zu annetiiren, um ein kleiner Monarch in seinem unbean standeten Reiche zu sein. Bor einigen Jahren hat sich ein Rci scnder das Privatvergnügen gemacht, die kleinen Inseln im Westen des In dischen Ozeans zu durchforschen, von Afrikas Ostkap Guardafui südlich gehend bis Madagaskar und östlich bis Vorderindien. Er führte sorgsam Buch darüber und fand ihrer nicht we niger als 10,200. Nur 000 davon waren bewohnt, 15,000 aber zeigten keine Spur von m-nschlicher Wohnung. Wenn nun auch diese unbewohnten! Inseln nicht groß sind, manche nur i einen halben Quadratkilometer umfas sen, so ist doch das schon ein nicht zu verachtendes Besiizthum für eine an spruchslose, fleißige Familie, die sich aus dem Umgang mit anderen Men schen nichts machi. Einige aber brin gen cS auch zu einer Länge von einer englischen Meile, sogar von zwei Mei len, wobei sie etwa den vierten Theil so breit sind. Manch: sind gerade nur so weit über dem Meeresspiegel erha ben, daß sie ziw Fluthzeit nicht über spült werden, andere, von Korallenrif-! ken umsäumt, sind Granltfelsew und ragen 20 lil 0 0 Fuß steil aus dem Meere em.por, zeigen sich mit reichem! Ackerboden bedeckt und von kristallkla-! Ren Flüßchcn durchrieselt, als wenn sie nur auf die Hände unternehmungs- luftiger Ansiedler warteten, um den, Anbau hundertfältig zu lohnen. Und das alles ist herrenloses Gu: und kann vom ersten besten, der die Hand danach ausstreckt, in Besitz ge nommen werden, ohne Formalitäten, ohne Ankaufssumme, ohne Hypotheken schulden, ohne Steuern! Ein niistvcrlUwdtnka Geschenk. Während Li Hung Tschong im Jahre IWO Europa bereiste, wobei er sich auch einige Zeit in England auf hielt, legte er an dem Monument des Generals Charles George Gordon einen herrlichen Kranz nieder. Der im Sudanaufstande getödtete General hatte vier Jahre lang in chinesischen Diensten gestanden und sich durch Un terdrückung deS Taipingaufstandes um China sehr verdient gemacht; daher war die Aufmerksamkeit des chinesi schen Vizckönigs mehr als eine bloße Höflichkeitsform. Sie wurde ihm von den Engländern, die Gordon sehr ver ehren, hoch angerechnet, und namentlich die Familie deS Generals war so ge- rührt davon, daß sie auf eine taktvolleo Erwiderung dieser Huldigung Schließlich kam ein Neffe des Ge nerals auf den Gedanken, dem chinesi schen Würdenträger eine preisge krönte, sehr werthvolle Bulldogge, die sich in seinem Besitz befand, als Ge schenk zu übersenden. Das Geschenk kam an, als Li Hung Tschang eben im Begriff stand, in sein Vaterland zu rückzureisen, und wurde nach chinesi scher Manier mit überschwenglichen Dankesbezeugungen entgegengenom men. Nach einigen Monaten kam auch noch ein besonderer Dantesbricf aus China an den Spender der Bulldogge, in welchem es hieß: „Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr Ihr groß artiges Geschenk mich gerührt hat. Das Thier war einfach herrlich. Leider konnte ich selbst es nur kosten, denn mein Magen ist für solche Delikatesse zu schwach. Mein Gefolge aber hat sich daran doppelt gütlich gethan." A u s anb Hohes Alter. Die in der ganzen Gegend bei Kitzingen in Unter franken bekannte frühere Botenfrau Babette Kuhnert, genannt die Sach scnbärbel, wurde am 20. Oktober 100 Jahre alt. Von einer Walze zer malmt. Der Schulknabe Zakr zewski aus Spitlowski, Provinz Po sen, gerieth unter eine Feldwalze, die über ihn hinwegging. Der Knabe wurde zermalmt. Ki n d c r ra u b. In den letzten Monaten sind nicht weniger als 30 Kinder auf den Straßen Kairos, Egypten, geraubt worden, und so ist die Bevölkerung, zumal die backschisch nchmende Polizei ohnmächtig ist, be unruhigt. Nachahmenswertstes Bei spiel. Das Elektrizitätswerk der Stadt Straßburg, Elsaß, stellte 5000 elektrische Bügeleisen sowie den Strom dazu unentgeltlich für einen Monat zur Probe zur Verfügung und erzielte einen Verkauf von 4000 solcher Bügel eisen. Im Fuchseisen gefan gen. Der Waldwärter Müller in Tangcrmiinde, Provinz Sachsen, stellte im Walde Fuchseisen auf; plötzlich schlug die Feder zusammen und 'Mül ler saß selbst in der Falle. Stunden lang mußte er in seiner unangenehmen Lage verbringen, ehe jemand kam und ihn befreite. Wunderbare Geburt eines Kalbes. Eine nahe vor dem Kalben stehende Kuh war auf das Bahngeleis in Asze, Holstein, gerathen und vom Zuge überfahren worden, wobei der Körper in zwei Theile ge trennt wurde. Das voll ausgetragen: Kalb aber blieb unversehrt und befin det sich wohlauf.' Bubenstreich. Auf der elek trischen Kleinbahnstrccke Eupen Aachen, Rheinland, war der Draht der elektri schen Leitung von ruchloser Hand ab geschnitten worden. Als frühmorgens ein Gemüsehändler die Strecke passirte und mit dem hängenden Drahte in Verbindung kam, wurde er durch er littene Brandwunden lebensgefährlich verletzt. Selbstmordtpegen un glücklicher Liebe. Die 20- jährige Dienstmagd Anna Richters aus Belum, Provinz Hannover, ließ sich von dem Kuxhavener Morgenzug über fahren. Das junge Mädchen legte sich aus unglücklicher Liebe mit verbunde nen Augen auf die Schienen. Der Kopf wurde der Unglücklichen vom Rumpfe'getrennt. Achtjähriger Einbre ch er. Vor- einiger Zeit merkten We bersleute von Aubachthal, Rheinland, daß ihnen 45 Mark und zwei Taschen uhren mittelst Einbruchs gestohlen worden waren. Bald darauf beobach tete man, wie der eigene achtjährige Sohn der Familie im benachbarten Bauhof etwas aus der Erde grub. Es stellte sich heraus, daß der Junge das Geld gestohlen und vergraben hatte, um gelegentlich Geld zum Naschen zu haben. Durch einen Pflaster stein erschlagen. Ter mit Erdarbeiten beschäftigte Arbeiter Schulz von Altenburg, Thüringen, wurde von einem durch einen Last wagen in's Rollen gebrachten Pflaster stein so unglücklich auf den Kopf ge troffen, daß der Tod sofort eintrat. Todtschlag wrt,o>b 7v>r :v!w, 'tcuv '.MV NkluilN Cahill Tr, Frank Ben Briesoefvideiiing nach dem Auslande. Die ausländische Post für die mit dem I I. März endende Woche schließt hier im Hauptpostamt, in allen Fäl len pünktlich, wie folgt: Die Packet Post ist von 0 llhr Vor mittags bis ä llhr Nachmittags täg lich offen, ausgenommen Sonntags. Tie Packet Post nach Großbritan nien und Irland schließt Dienstags und Freitags nm ä llhr Nachmittags, nach Deutschland am 10. März m ä llhr Nachmittags. Seit dem l. Oktober des Vorjahres sind die Briefrale nach dem Auslan de (ausgenommen Canada, Mexilo, Panama und Euba), wie folgt: Füs Cents für die erste llnze und drei Cents für jede weitere llnze, oder ein Brnchtheil, und sollte voll frankirt werden, widrigenfalls bei Ankunft der Briefe der doppelte Betrag col lektirt wird. Dampfer verlassen New jstork bit anderweitig angegeben. a n s a t l a ii l i sch e P o st. Mvntag 7 lllir Abends, für Eu ropa, Afrika und Ostindien, perTam pfer „krvnprinzesfin Cecilie," via Plhmonth, Cherbonrg und Bremen. Dienstag 7 llhr AbendS, für Europa, per Dampfer „Tetttonic,"via Plhmonth und Cherbourg. Mittwoch 7 llhr Abends, für Großbritannien und Irland, per Dampfer „Baltir", via OneenStown Post für andere Theile Cnrvpa's muß per Dampfer „Baltir" adressirt sein); !t llhr Abends, für Frankreich, Süd Europa. Cghpten und Britisch Indien, per Dampfer „La Bretag ne". via Havre. Freitag 7 Uhr Abends, für Eu ropa, Afrika und Ostindien, per Dampfer „Lufitania." via OneenVi town; 8 Uhr Abends, für Europa) per Dampfer Nein .Hort, via Plh month und Eherbvnrg. P o st n a ch S ü d- n ii d C e n t r a l- A in e r i k a. W e stindie n etc. Montag l Uhr Nachmittags, für Bahamas, per Dampfer von Mia mi; llhr Avends, für Eentral Aine rika, die Kanal Zone, Eolombia n. Süd Pacific Häfen, per Dampfer via Eolan. Dienstag 0 Uhr Avends, siir Ja inaica, per Dampfer „Admiral Far ragnt;" für Jnagiia, Haiti und Eo lombia, per Dampfer „AUeghanh;" siir Pernambnra. per Dampfer Brantivood." ÄiUivoch l Übr Nachmittags, für die Bahamas, per Dampfer von Miami; 0 Uhr Abends, für Euba, Plicata und Campeche, Per Dam pfer „Mvuteren:" für Jamaica, per Dampfer von Philadelphia. Doniierflag 0 Uhr Abends, für Süd Brasilien und die La Plata- Staaten, per Tainpfer „Voltaire," für die Bahamas, per Dampfer „Se gnranca." Freitag li Uhr Abends, für Ber l innda, per Dampfer „Bermndian." für Curacaa und Venezuela, per Dampfer „Maracaibo;" für Porto Rico, per Dampfer „San Juan;" für Fortune Island und Eolonibia, per Dampfer „Prinz Eitel Friedrich!" für Barbados, St. Lucia. Guiaua n. Nord Brasilien, per Dampfer „Goiiaz:" für Jamaica fund speziell adressirtc Post für Panain und die diauat Jone per Dampfer „Ta gns." Samstag l Uhr Nachmittags, für die Bahamas, per Dampfer via Miami. Post für Nciisnndland. via North- Sidneh, und für Mianelon, via Bo ston, schließt hier täglich mn Uhr Nachm.; für Euba, via Tampa, täg lich nm t Uhr Nachm.; für Eosta Ri co. Honduras, Nicaragua (Osttüste). (ünotamala und Salvador, via New i Orleans, täglich nm I Uhr AbendS; nach Menco Eit täglich nm 2 llhr Nachm. und 10 llhr Abends. Preise im Lrxington-Markt. A r ii ch t e. Preiselbeeren, Oucirt 12c —läc Birnen, Licrtelpeck LOc—2sc Orangen, Dnhend 25c —c —12c Sellerie, Bündel 8c —12c Rosenkohl, Onart 2l)c —llllc Parsenaten, Viertelpeck Oc—Bc Tomaten, Jla., Dutzend... .!!l>c —0c Pfeffer, Dutzend 10c Pilze, Pfund 7äc Nene.Kartoffeln, Viertelpeck, 22c —15c Fische. I Haddock, Pfund 7c s Frischer Cod. Pfund Bc—loc i (Großer gelber Perch, Pfd.. .15c —10c Itlei'ier gelber Perch, Pfund. 12c —15c SmeltS. Pfund 15c l Hecht/ Pfund lBc A'c Frische Makrele, Pfund 18c—20c Grane Forelle, Pfund 12c f Baß, Pfund 12c Rock, Pfund läc —18c .Karpfen, Pfund U>c —12c j Shad, Stück 50c—P1.50 i'ShrimP, Pfund 25c Frischer Lachs, Pfund 18c Frischer Halibnt, Pfund 18c Hummern. Pfund 25c Krabbenfleisch, Pfund llOc Schildkröten OOc—lpt.OO Fleisch. Cotletten, Pfund 10c —21c Schinken, Pfund 18c—10c Lt-mm Coteletten, Pfund.. .18c —20c kglb§ Schnitzel. Pfnnd 22c —25c Pll-terhouse Steak. Pfund..22c —25c Sirloin Steak, Pfund 20c—25c Kak. Sleber, Pfund.. i 25c Kall sbröschen, Dutzend. P 2.00 Butter und Eier. Stückbntter. Pfund 10c Cremuern Rollenbuttcr, Pfund..BBc Eier, stützend 25c Geflügel. Hühnez Pfund 10c—17c Junge ITanben, Stück 25c Enten, lPsm'.d 18c Junge Hühner, Pfund 18c —20c Turkem Pfund 18c —20c Gänse Pfund 20c Perlh/hner 3äc 7

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8 Unterhaltungs Wegweiser. Zur Beachtung. Sonnenaiifgaiig nnd Untergang. Sonnenaufgang 0 U. 2> M. Sonnenuntergang U. l M. Mondnntergang 5 U. 18 M. Flutb 5 U 12 M. Morgen. Fluth U. 1 M. Nachm. Tas Wetter. Soneiischein, bewölkter Himmel, Regen, Blitz nnd Tonnerschlag und trotz alledem ein angenehmer Tag, wurde gestern der Stadt Baltimore bescheert. Tie Temperatur vor an genehm mild n. lockte in's Freie. Re gen sowohl als Gewitter waren nur von kurzer Tauer. 2,' ach dem alte Volksglauben sind nun mit dem er sten Blitz und Tonner Schlangen nnd Frösche ans ihrem Winterschlaf erwacht. Erstere zur ungelegenen Zeit, da schon morgen der Tag des St. Patrick gefeiert wird, des Heili gen, der Schlangen nnd sonstiges Ge wärm aus der grünen Insel vertrieb. Für die Frösche ist das Erwache anch nicht gerade angenehm, nanientlich für die Sorte mit der tiefen Baß stimme, denen Liebhaber nun mit Ge wehr nnd den mit rothen Lappen ge spickten Fischhakeu zu Leibe rücken verde. Für Marvland nnd den Tislrikt Columbia heute nnd morgen klar: westliche Winde. Tie niedrigste Temperatur vor ge stern 1! Grad nm 7 Übr Morgens und die höchste 71 Grad NM 0 Uhr Nachmittags. In den anderen Bundes Wetter Beobachlungsslationen wurden die folgenden niedrigsten Temperaturen verzeichnet: EaslpvrtOl, Porlland?>!. Boston 12, Alban 00, New-Port I!, Philadelphia I!. Atlantic City 12, Washington 18, Norfolk 18. Hattcras 50, Charleston 50, Savnnah 50, Jacl sonville 00. Jupiter 01. Ken-West 08, Atlanta 52, Montgomern 50, New- Orleans 00. Palestine 01, Galveston 00, Corpus Clirisli 08, Memphis 01, Cincinnati 50, Piltsbnrg 18, Lswego 00. BufsaloOl, Cleveland 0!, Tetroit 02, Alpena 28, Marquelte 22, Green Ban 00, Chicago 08 .Tnluth 0, Lt. Paul 21, St. Louis 18. Kanjas-E! 11. Omalia 08. Huron 21, Bismarck I!. Williston >O. Havre 20, Helena 08. Salt Lake 52, Teitver 52, North Platte 00, TodgeCitn 02, Amaiillo 08 und Los Angeles 4!. „Harmonir-Tamrn Vrrrin". Auster Souper und Tanz, Heute u. morgen, X. 17. März, Elaggctt's Halle,oll N.-Frrinvnt Ao. Billrtr 05c., einschl. Sonprr n. Tanz. (75- Va n K o h leng a s be t ä u bl. Capt. William H. Riggin von der Barge..Roanoke" von der „Soutliern Transportation Co." zu Philadel pbia, welche zur Zeit am Fuße der Patnrent-Straße liegt, und dessen 2! Jahre alte Gattin, Frau Leitha Rig gin, beide von Leasord. Tel., befinden sich nn„Jolms .Hopkins Hospital," an den folgen von .Kolilengasvergiitmig leidend. Tos Ehepaar wnrde gestern Bormittag gegen Ubr in seiner Ka bine ans dem Boot von dem farbigen Steward William Alexander bewußt los niisgesunden. Einem in der Ka-, bine befindlichen Herd, ans dem d'/ Teckel fehlten, entströmte Koblengajv. Alexander rief Tr. E. I. Williams von Nr. 1108. Chesapeake Str.. her bei. der, die' Usberführnng der Er krankten nach dem genannten Hospi tal anordnete. Capt.Riggin hatte sich gestern :>gbend einigermaßen erholt, dagegen Befin det sich seine Frau noch in kriichem Zustande. Tas Ehepaar ist ct seit etwa zwei Wochen verheirath und befand sich auf seiner Hochzeiteise. „Harmonie Cafe," Nr. 414, Wcst-Fayette-Stra, Karl Schmidt, Inhaber. Würzbur Hof bräu ftisch am Zapf. Tiners, upers a la carte. Jeden Samstag bend Frci-Coazert. (AprillHJ) Tie.Nlltz',lus dem Sack. Anderson giebt de Kampf nicht nnf. Enthüllte gester seine Pläne. Trohungen gegen Gesetzgeber. Masseiwersamnilnng der Anhän ger des Wasser-Apostels in der „schrie." Anderson wird diese Woche die Local-Option-Bill mit einem Amendement einreichen lassen. Seine versprochenen Sensationen mir winzige „Sen satiönchen." Tie eine besteht in einem Angriff auf einen Prie ster nd die andere in angeblichen Methoden der Spiritnoscnhänd ler. Braucht aber Geld und fordert jeden der viertausend An wesende ans, einen Tollar bei zusteuern. Wer gedacht hat, daß die Local Op tivn seilte die Hoffnung ans die An nähme eines Loael Option Gesetzes aufgegeben haben, befand sich in ei nem gewaltigen Irrthum. Anli Sa loon Anderson und seine sanatische Heerde haben einen Plan ausgedacht, mit dem sie diese Woche die Staats- Gesetzgebung überrumpeln verde. Gestern ließ Anderson i einer in der „Lnric" abgehaltenen Massenver sanimlnng die Katz ans dem Sack. Er wird beute in Annapolis eine amendirte Local Option Bill einrei chen, in welcher i dem Paragraphen 0 eine Klausel enthalten ist, welche die Abstimmung in der Stadt Bali more über Local Option durch Wards vorsieht, Tie Bersammluug fand uuter den Auspizien der Vereine, welche zur „Christian Endeavor Liga" gehören, der „Epworth Liga" und der „Union junger Baptislen"statt nd war wohl von 100 Personen besucht, denn es vor in der Halle nicht ei Sitzplatz, und ungefähr 1200 Personen begnüg ten sich mit Stehplätze,während meh rere Hundert Personen heinitehrten, als sie keine Plätze mehr vorfanden. Herr George L. Baßsord vom Balti more Tistrikt der „Epworth Leagne" führte den Vorsitz. Nachdem er die Versammlung eröffnet hatte, wurden sechs wieder von den Anwesende ge snngen. Ein Gebet von Pastor Job Roach Slratton von der 7. Baptisten .Kirche und ein Quartett der HH. Eh. R. Woods. I. Tenny Armstrong, E. C. Smith und William C. Keimn Iva reu die nächsten Nummern ans dem Programm, als da endlich die Glanznummer des Tages, die Rede des Her> I Anderson, kam. vbschon Hr. Anderson behauptete, Bnndessenator Roberl L. Owen von Oklahoma sei der Hauptredner des Tages. Für das liberale Element im Staate im Allge meinen und die Teutschen ganz im Besonderen ist entschiede Herrn An derjon's Rede von größerem Inte resse. Er sagte im Verlaufe seiner Ausführungen unter Anderem: „Wollt Ihr den Kamps jiir Loeal Option fortsetzen? (Stürmischer Ap plaus.) Es stellen ms nur zwei Wegr affen. Ter eine besteht darin, daß vir uns von dem Kamps zurückziehen und uns mit einer Entschuldigung gegen den 80ß niedersetzen, und der andere besteht darin, daß vir tam psen. Ten Kampf gegen den Spiri tnosenhandel aufzunehmen, ist leine Arbeit, die einer schnell vor dem Frühstück bewältigen kann. Ich weiß ans eigener Erfahrung, daß es kein Picnic ist. Eine .Zeitung ließ sich diese Woche ans Annapolis telegraphier', daß die Anti Snloon Liga in der Ge setzgebnng über die Kohlen gezogen worden sew Es kann och passiren, daß ehe dee Sitzung der gegenwärti gen Gesetzgebung zu Ende ist, die Spirit/isen Interessen über die KohlFN gezogen verde. Wie viele von/Ench kennen den Namen des Bcntimorer Boßes? Allgemeine Hei- Fragt nicht etwa Herrn Taivkins, den Vorsitzer des Tempe re; Ausschusses. Cr kennt ilni sicher lich nicht. Gelächter.) llin nun aber ans de Punkt zu koinnieii. möchte ich Ihnen sage, daß sie geglaubt haben, die Local Option- Bill sei durch die Inrzliche Abstiin ninng todtgeinncht tvorden. Keine Spur davon. Tie Katze kam zurück, beißt es im Bolksmnnd. Ich kann Jh neu die Bersicherling geben, daß diese Katze überhaupt noch niemals ver schwunden war. Wir batlen genügend Versprechungen von Mitgliedern des Unterhauses, um die Bill durch;- bringen, allein etliche waiikelmütbige Mitglieder ließen sich durch die Boße einschüchtern. Am nächsten Mittwoch verde vir beten und fasten', bete, daß unsere amcndirte Locul Option-Bill angc- Trr Teutsche Correspondent, Baltimore, Md., Montag, den 10. März 1!)l)8. nomine! wird. Niemand betet für die Saloons. In unserer neuen Bill verde vir den dritten Paragraphen so abändern, daß derselbe eine Ab stimmung durch die Wards in der Stadt anstatt für die ganze Stadt vorschreibt. Wenn vir nicht in gewis sen Theilen der Stadt nnd des Staa tes Local Option erhalten können, so verde wir das nächste Mal besser wissen, was wir zu thun haben. Wir werden einfach den ganzen Staat trocken legen. Ich habe selbst die Ile berzeugung gewonnen, das; bei einer allgemeinen Abstimmung in Balti more Local Option vorläufig noch eine Niederlage erleide würde. Es gibt indessen keine ehrliche Entschuld! gnng, nicht gewissen Tistritten das Recht einzuräumen, selbst darüber zu entscheiden, ob sie Wirthschaften ha bei wollen oder nicht. Ich fordere Sie auf, ei Hoch ans den einzigen Vertreter der Stadt Baltimore aus zubringen, der de Muth hatte, für die Vorlage zu siinimeu. James E. Godwi heißt der Man. Lang an haltender Applaus.) Sie sagen, das; wir die Bill in dieser Gesetzgebung nicht wieder ausbringen können. Tas ist nicht wahr. Mit einem Aniende inent vesehen, kann die Bill mit 51 Mitgliedern ans der ganzen Gesetzge bnng angenommen werden. Es sind nur zwei Tritlel der Stimmen ersor derlich. Tie nächsten zwei Woche wer den wir im Staude sein, zu beweise, ob wir so viele Stimmen zusammen bringen können. Es wird jetzt eine Staats Spiritno sen Licenz in Vorschlag gebracht, nm den Spirituosenhandel zu regnliren. Wir wissen genau, was eine solche Commission bedeuten würde. Eine politische Maschine, In Newchork haben sie solche Erfahrungen gemacht. Sie wollen nicht, daß die Licenzen unter die Jnrisdiktion der Richter kommen. Sie wissen wohl warum, weil unsere Richter zu ehrenhafte Männer sind, als daß sie sich von Boßen beeinflussen ließen. In Balti nwre-Connty ist den Wirthen die Wainnug ertheilt worden, daß sie, im Falle sie die Gesetze übertreten, ihre Licenz einbüßen. Ist das nicht zum Lachen? Gelächter.) Eine große Majorität des Senats ist mit der Local Option-Bill in ibrer ursprünglichen Form einverstanden gewesen, doch wnrde von vielen Se natoren ihre Lauheit der Bill gegen über damit motivirt, das; dieselbe doch teine Aussicht habe, im Unterhans angenommen zu werden. Was wir in dem kommenden Kampfe zu thun haben, ist, die Vorgänge im Senat genau zu bewachen, und wir müssen ms jeden Senator, der nicht für die selbe stimmt, genau auf das Korn nehmen, jede Verzögerung zu verhü ten suchen, und wir wissen dann ge an, >vo die Schuld hinzuschieben ist. Angenommen nun, daß sie die Bill dennoch todt machen sollten, verde vir ihnen in der nächsten Wahl zei gen, was man in einem solchen Falle thut. Wir nehmen uns einfach Ohio als Muster. Taselbst wnrde vor zwei Jahren eine Local Option Bill nmge bracht. Bei der letzten Abstimmung ging dieselbe im Senat einstimmig durch, und im Unterhaus erhielt sie 51 Stimmen. Wollt Ihr in der nächsten Wahl alle selbst gegen die Candidaten E rer Partei stimmen, wen dieselbe gegen Loeal Option sind? Rase: Ja! Ja!) Ihr sagt vielleicht jetzt so, nnd venu Ihr den Stimmplatz be tretet, handelt Ihr doch anders. (Ge lächter.) Wie Ihr Alle wisset, sind eine An zahl Mitglieder des- Unterhauses zu Friedensrichtern ernannt worden, je denfalls war es die Absicht, sie zu Po lizeirichter zu ernennen, da ihre Er neiuuing ans den Antrag des Boßes der Stadt Baltimore geschah. Sie haben aber ibre Ernennnnge zu Po lizeirichtern nicht in der Tasche. Ich glaube auch nicht, daß Gouverneur Crothers mit einem solchen Schacher wirklich einverstanden ist." Hierauf zollte dann Anderson der Presse seinen Tribut, weil dieselbe sich den Schund nicht aufhalsen läßt, den er gerne nnenigeltlich in den Spalten der hiesigen tagesblätter veröffent licht haben möchte, und es sogar wa ge, Anderson bei seinem richtigen Na men zu nennen und durch statistische Tabellen zu beweisen, daß Anderson zuweilen mit der Wahrheit auf sehr gespanntem Fuße staikd, als er gewisse Angaben machte, wie zum Beispiel, daß die große Mehrzahl der Geistli chen auf seiner Seite stehe. „Es bat." sagte Anderson weiter, ..drei Geistliche gegeben, welche vor dem Tempere,z-Comite erschienen, um gegen die Local-Option-Bill zu sprechen. Wir haben über dieselben etliche Erkundigungen eingezogen und fanden, daß einer derselben in kürzerer drei Mal Erlaubniß holte, um in der Halle, welche zu seiner Ge ineinde gehört, zwi'che 8 ÜbrAbends und 2 Übr Morgens gelegentlich von Festlichkeiten Bier zu verkaufen. Wir schickten seilte zu ihm, denen er be- reitwilligst die Halle zu Festlichkeiten vermietlieu wollte und speziell hervor hob, daß sie de Gebrauch der Bar erhalten könnten. Einem von Mise ren 2eten. die ibn aussuchten, sagte er, daß während der Fastenzeit zwar nicht getanzt werden dürfte, daß man jedoch ein Auge zudrücken würde, venu die Gesellschaft, die der Mann vertrat, die Bar benutzen wollte. Tie fer Mann vertritt nicht das christliche Sentintcnt dieser Stadt," (Applaus von Anderson's Gelrenen,) Und dann kam, was Anderson als die Sensation des Tages betrachtete. Er hatte nämlich in seiner kürzlich erlassenen Proklamation angekündigt, daß er zwei Sensaliouen vom Stapel lassen würde, wodiiich sehr viele Neu gierige herbei gelockt wurden. Ver muthlich bezog sich die erste Sensation auf den Verkauf von Bier in jener Halle, die unter der Controle einer Kirche steht, und die zweite war eben so lahm, wie die erste. Als wollte er ein epochemachendes Ereignis; vertäu den, räusperte sich der Temperen; Apostel und hub also an: „Jetzt habe ich Euch etwas mitzu theilen, was Euch erschüttern wird. In einer Convention von Spiritno seuhändlein in Ohio wnrde kürzlich folgende Benierknngen gemacht: „Wir müssen, nm unser Geschäft aiifrecht zu erhalte, in dem Publikum den Appetit für das Trinke erwecken, sonst müssen nnsere Frauen und Kin der Hunger leiden, und wir selbst müsse uns nach anderer Beschüttn gung umsehen. Wir können das Verlangen nach geistigen Getränken dadurch am allerbesten züchten, wenn wir den Knaben hier und da einen Nickel geben. Für jeden Nickel, den wir aus diese Weise ausgeben, erhal ten wir später einen Tollar zurück." „Und auf die nämliche Weise ver suchen die nämlichen Tente, auch un sere Töchter von ihrem Heim weg zu locken und sie ans einen schiefen Le benswandel zu bringen." Tas war die zweite Sensation des Tages. Tann wnrde Anderson theatralisch und dankte zu wiederholten Malen seinem Schöpser, daß er nicbt sei wie diese Menschen, die Spirituosen genießen und ihren Kinder das Beispiel zum Trinken geben. Ter Schluß bildete in der Rede des Hrn. Anderson indessen wohl für den selben den Keriipmikl seinerAnsprache und der Zweck des Einbernfens der Versammlung. Ca gebraucht näm lich Geld, viel Ge.d und noch mehr Geld. Er führte die infpirirenden Beispiele anderer Staaten an. wo die Leute viel freiwilliger für Tempe renzzwecke geben als in Marvland und stellte das bescheidene Ersuchen an alle Anwesenden, daß jeder einen Tollar aus den Altar der Prohibition lege: ganz besonders sollten die Frauen dieser Forderung nachkom men, da sie kein Ttiminrecht hätten und folglich nicht im Interesse der Temperenz mitslimmen könnten. Er erklärte, daß die SpirituosenJntc ressen mit Geldmitteln reichlich ver sehen seien und deutete an, daß das Geld zum Kaufen von Stimmen ge braucht werde, während er und seine Anhänger das Geld mir gebrauchte, nm Stimmung für ihre Sache zu mache Welche Sache, erklärte Hr. Anderson nicht. Endlich verlieh Redner noch der Hofsnnng Ausdruck, daß es seiner Partei bald gelinge, den politischen 80ß abznschasfen und auch in den Eongreß der Ber. Staaten Werkzeuge der „Anti Saloon Liga" zu erwäh len. Reingefallen. Auf Vera lassung von Maines B. Buekler, von Nr. 1701, Barelaistraße, verhaftete der Polizist Lncey gestern früh die Negerin Jessie Leivis, von Nr. 1120, Halls-Allen, welche Bnckler des Tieb stahls von PO.oi beschuldigte. Beim Verliör vor stiichter MeNally in der östlichen Poli,emotion gab Jessie an, daß Bnckler ilir einen frenndschastli ehe Besuch abgestattet und das Geld wahrscheinlich verloren habe. That sächlich fand sich daS Geld auch auf dem Fußboden vor, und Jessie durste gehen, dagegen wurde Bnckler unter der Anschnldignng des angeblichen ordentlichen Betragens mit PN und Kosten bestraft. Einb recher erw i scht—Frau Sarah Ofsqovitz, von Nr. .it.",, Süd- Caioline-Str.. berichtete am Samstag der Polizei des östlichen Tistrikts, daß in der Nacht vom Freitag auf Sanis tag ein Tieb das Schaufenster ihres Badens zerschlagen und dann von der Auslage Kleidungsstücke im Werthe von P 2.75 gestohlen habe. Bereits gestern Pormittag gelang es den Sergeanten McLean und den Poli zisten Wankmiller, Joeckel und Gor don, den Einbrecher in der Person des 22 Jahre alten Negers George Wil liams. von Nr. 107, Süd-Tallasstr., zu verhaften, als derselbe den Versuch machte, die gestohlenen Artikel in ei ner Altwaareiihandliulg an Gougli- und Tallas Str. loszuschlagen. Ter Arrestant wird beute dem Polizeirich ter McNallh vorgeführt. Arno Lcviihnrdt's Rückzug. Will nur von „Machinationen" und nicht von Bestechung der Preis richter beim Newarker Sängersest gesprochen haben. Philadelphia hält treu zur Fahne. Was hat Arno Leonhardt, der Prä sident des „Junger Männerchor" von Philadelphia, gesagt? Hat er wirklich von Bestechung der Preisrichter des Sängcrfestes in Newark und des in Brooklyn abgehaltenen gesprochen, nnd wird er, falls er so etwas gesagt oder anch nur angedeutet hat, dies be weisen können? Tiefe Frage haben sich viele Sänger vorgelegt, die es anderenfalls (dan erlich finden würden, das; durch leere Verdächtigungen das Mißtranen der Sänger erregt nnd der Er'olg des im nächsten Jabre in New-Rork stattnn denden Sängersestcs gefährdet wird. Herr Arno Leonhardt ist vom Se kretär des „Nordöstlichen Sängerbun des," Herrn Charles O. Korth (New- Rork), aufgefordert worden, in der am 22. Mäz in Philadelphia statt findenden Tpezial Tiiektorensitznng Beweise für die in einer Versamm lung der „Vereinigten Sänger" von ihm aiifgeslellte Behauptung zu er bringen, das; bei den Sängerfesten in Brooklyn und New Rork die Preis richter für ihr unrichtiges Urtheil be zahlt worden wären. Herr Leonhardt hat daraufhin schleunigst da? Protokoll der betref fende Versammlung eingesehen und giebt jetzt zu, daß er das gesagt hat, was Bnndesdirektor Karl Kühl in sei nem „Vereins Deporter" wie folgt an die „schwarz auf weiße" Oes'eutlich keit gdbracht hat: „Herr Arno Leonhardt. Präsident des „Junger Männerchor," ergriff dann das Wort und erklärte, jener Beschluß, den Text des Zweistunden chors vorzeitig zu veröffentliche, rich te sich direkt gegen hen „Junger Mänerchor." Brooklyn nnd Neiv-Port gönnen es seinem Vereine nicht, daß er den .Kaiserpreis erhalte. In Brook lyn IltOO, sowie in Newark >!X>!, habe der.„Junger Männerchor" den Kai serpreis ebenso gut gcwonneii, wie im Jahre 1!>0 in Baltimore, aber durch die Machinationen, welche mit den Preisrichtern vorgenommen wurden, sowie durch die Stupidität einzelner Preisrichter sei er Ahm in Brooklyn nnd Newark nicht zugesprochen wor den. In WiltM-barre habe am Sam stag Abend vor der Vnndcs-Tirekto reN'Persamnilniig eine Versammlung der Vertreter von Brooklyn, Neiv- Ror, Newark u. s. w. stattgefunden und in dieser sei beschlossen worden, den Kaiserpreislied-Text drei Monate vor dem Feste bekannt zu machen, um die „Concordia" in Wilkesbarre zu bevorzugen und den „Junger Män nerchor" zu schädigen. Herr Tiemaiiu von Brooklyn, der Vorsitzende des Bnndes-Mnsil-Coinite's, habe ganz andere Tinge in Wilkesbarre borge bracht, als das Musik-Comite vorher beschlossen habe, woraus man ersehe könne, daß die ganze Sache vorher abgekartet worden sei, den „Junger Mäunerchor" um den Kaiferpreis zu bringen." Tanach waren also nr in Balti more, wo der „Junger Mäunerchor" den Preis erhielt, die Preisrichter ganz zweifelsohne. Tie Frage: „Was werden Sic nn in der Spezial Tirektorensitzimg thun?" beautwortete Herr Leonhardt wie folgt: „O, ich denke, die Herren werden einsehen, daß ich nichts Nu rechtes gethan habe. Ich habe öffent lich von Bestechungen nicht gespro che. Machinationen sind Vereinba rnngen. Tie Herren verde dasein sehen. Man kann mich nicht verdon nern. Aber wenn ich verdonnert ver de, dann tritt der „Junge Männer chor" ans. Tas heißt, der „Junge Mäunerchor" nd ich, das sind zwei verschiedene Personen. 'lch weiß nicht, was der „Junge Mänerchor" thun würde, aber ich würde nichts mehr mit deni„Nordöstliche Sängerbund" zu thun haben vollen. Warum ver tuscht man die Sache nicht im Inte resse der Einigkeit und hängt sie an die große Glocke? Ich will keine Streitigkeiten noch Zwistigkeiten her vorrufen. Je näher wir der Harmo nie kominen. nm so glänzender viro das nächste Fest in New Rork ansfal lcn. Ich war nie Krakeliler, bin jetzt bald 25 Jahre Präsident des „Junger Mäunerchor," habe aber das Gefühl, daß wir zwei Mal den Preis verdient nnd ihn trotzdem zwei Mal nicht be kommen haben. Ich habe das Ge fühl. das; nicht alles mit rechten Tin gen zuging, aber beweisen kann ich es nicht. Ich kann nur, venu ich dazu gezwungen verde, meinen Gewährs mann dafür nennen, das; es in New ark schon bevor die Converts geöffnet wurden, welche die ll theile der Preisrichter enthielten, bekannt vor, daß die „Concordia" den Preis ge- Wonnen hatte." Püffe zur Reise in s Ausland be sorgt E. Raine, Nr. 413, Lst-Balti morestraßc, nahe Custom Honse Ave. Prof. Zchöiirich's Ehrentag. Feierte gestern den 10. Jahrestag als Lehrer. Unterrichtete zuerst in der evang. lnth. St. Paul's Ge meindeschnle. Seit 187! im städtischen Tienst. —Lehrte 05,000 Zöglingen. Gestern waren es 10 Jahre, daß Prof. C. O. Schönrich das schwierige Amt eines Lehrers der Jugend er griff, Er gedachte diesen Ehrentag in aller Stille zu begehen, hatte aber die Rechnung gemacht, ohne an seine vielen Freunde zu denken. Tiefe ge dachten des Tages und verwandelten den Parlor seiner Wohnung, Nr. 2127 McCnllohStr., in einen wahren Bin mengarlen. Tie Zöglinge der Schule Nr. !O, an Baltimore-, nahe Aisqnith-Straße. Seit 187, gab er Unterricht in de Abendschule' und richtete er die erste Klasse für Eiu gewanderte ein. Sein Wirken für dies Element ist von ganz besonderem Vortheil gewesen. Seit mehreren Jahren sieht er an der Spitze der Abendschule am Broadway nnd East er Avenue, eine der am zahlreichsten besuchten der Stadt, in der Mitglie der von 8 bis 10 Nationalitäten ih reu Wissensdurst befriedigen. Pros. Schönrich berechnet, daß er während seiner Carriere 05,000 Schülern nnd Schülerinnen Unterricht ertheilt hat. „U n a b h ä n g ige r B ürgcr Verein." Tie Exekutiv- und Le gislativ-Comite'n des- „Unabhängi gen Bürger Vereins" hielten gestern im „Raleigh.Hotcl" eine Spezial- Sivnng ab. in wekcherPräsident John Tjarks den Vorsitz und Sekretär Karl A. M. Schultz das Protokoll sührte. Es wurde beschlossen, die Biddison Bill, welche den Bau von Landstraßen im Staate vorsieht, sowie speziell den Antrag des Mayens für Verivillignng von 1 Million Tollars zur Verbesse rung der Landstraßen innerhalb der Stadtgrenzen zu befürworten. Land straßenban-Jngcnienr Crosby hielt ei neu Vortrag und erörterte die Ben sen Bill nnd legte die Wichtigkeit der Passirnng der Biddison-Bill dar. Weitere Arrangements für die Fichte- Feier wurden getroffen und beschlos sen, sie an einem Sonntag Anfang nächsten Monats stattfinden zu lassen. Prof. Göbel von der Harvard-Uni versität wird die Festrede halten. „C o in p a g n i e O." Während Probibitioiis-Pascha Anderson in der „Lyric Halle" seine Gebete zum Him mel steigen ließ, hielt die „Compagnie 0." unter Leitung von Hauptmann Fred. G. Linck in der Kanonengießerei des Hrn. August Röseke, Nr. 12, N,- Frederick Straße. eine Versammlung ab, deren Zweck es war, gegen den niederträchtige Angriff ans die deut scheu Frauen zu prolestireu nnd nm Mittel und Wege zu finden, den Un willen der Teutschen über diese Hand lang bekannt zu geben. Herr Röscke bewirthete die Anwesenden ans das Beste. Unter Anderen hielten die folgenden Herren Ansprachen: Mar Honig, Samuel Hamburger, Fred. G. Linck nnd August Röseke. M esserl, cld bestraf t.—Ter 21 Jalire alte Tominick Maltie, von Nr. 110,.Albemarle-Str., wnrde ge stern durch Polizeirichter McNally im östlichen Stationshans mit PlO und Kosten und Tagen Gefängnis; be straft. weil er seinem Landsmanne Jochn Tennio, der mit ihm im selben Hanse wohnt, während eines Streites gestern früh gegen 2 Uhr mehrere schlimme Schnittwunden nm Kopfe beigebracht hatte. fkfvckel's Bulletin. Vereine und Kirchen können den ehemaligen „Acton'S Park" am Ende der Liglitstraßen-Brücke jetzt für den Sommer belegen. Man wende sich an Fred. Rockel. Eigenthümer, -120, Frederick-Avenue. Beide Telephone. (Mz2.Mo.To-) Hebbel' einziges Atelier. Wir haben nur ein Atelier in Balti more, und da befindet sich in der Etage z ebener Erde, Nr. 321, Nord- Gay-, nahe High-Str. Kinder-Pho tographien eine Spezialitat. —Keine Agenten ad keine Treppen z steigen 1. Hebbel. E. Erai, Geschäftsführer. (315-) Washington-Agentur. —des— "Deutschen Korrespondent,'- Win. Hiiiincniliiln, 1015 Marion Strasic, N.-W. Lokalberichte ans Washington. Von Schmerz übermannt. Hugh Hollis, jnn., der in der Frei tag Nacht im Schlafe seine innge Gattin mit einem Revolver schoß und todt zu Boden streckte, liegt im Ga'.'- field Hospital" an totaler Nervener schülternng leidend darnieder. Ter ihn behandelnde Arzt, Tr. Twigbt G. Smith, erklärt seinen Zustand als ge fährlich. Tie Leiche der unglücklichen Frau wurde gester Nachmittag von der Herz Jesu-Kirche an der 11, Str.. nahe Parkßoad, unter großer Be theiligung zu Grabe getragen. „S älg e r b nd"-Con z c r t. Tas zweite öffentliche Conzert des „Sängerbundes" fand gestern Abend im „National Theater" statt und ver diente die Signatur fein, sehr fein. Tirjgent Henry Pander halte seine Sänger unter vorzüglicher Control", und die Präzision, mit welcher die Chöre, darunter etliche sehr schwie rige, zum Vortrag gebracht wnrde, zeugte von großem Feiß und liebe voller Hingabe an ihre Aufgabe. Anch die Solisten, der Violinist Edouard Tetbier, der den Geigenmeister Saint Saens ans zwei Eonzertlon reu durch Europa begleitet hat, nno die Sopransängcrin Fra Mary His sein de Mos; erndteten reichen Beifall mit ihren vorzüglichen Tarbietnngen. Ter Tirigent und die Sänger könncii deshalb mit ihrem großen Erfolg vollständig zufrieden sein. Tas Pro? Gramm war wie folgt: Ouvertüre „Raymond" von Tho mas, Orchester: Chor „Sonnenans gang" von Hermes, „Sängerbnnd" und Orchester: Violin-Soli „Adagio" und „Finale" von Bruch. Hr. Edou ard Tethier: Sopron Solo „Polo naise" ans „Mignon" von Thomas, Mine. Mary Hissem de Mos;: „Char freitagszanber" ans „Parsisal" von Wagner und „Ungarischer Taiz" von Bralnns, Orchester: Chöre „Herbst im Meere" von Gcrickc, „Morgen im Wald" von Hegar und „Tie Post im Walde" vonSchäfscr, „Sängerbnnd": Trompeten-Solo, Hr. Andre Galo Violin-Soli „Nocturne" von Chopin und „AirS Rnsses" von Wieniawski, Hr. Edouard Tethier: Sopran Soli, „My Mother bids me bind my hair" von Haydu, „Comc out, Mister Snn sliine" von Bliß und „Walz Song" nnd „April Batten, Mine. Mary Hissem de Mos;: Chor „Matro senchor" ans „Ter fliegende Holläu der" von Wagner, „Sängerbund" n. Orchester. „G erin an i a M änncrchor. Tie zweite große Conzert-, Theater nnd Batlvergnügnng des „Germania- Männerchors, welche heute Abend in der „National Rifles Halle" stattfin det, ist von zuständigen Comite' in Verbindniig mit den Sängern und ihrem Tirigenten, sowie den darstel lenden Künstler mit derselben Ein sicht vorbereitet, wie die erste es war. Sie wird ohneZweifel ebenso wie jene sich zu einem Erfolg gestalte. Tas Programm ist: Ouvertüre, Helbig's Orchester: Chöre, „Wonncleben am Rhein" von Ayßlinger nnd „Heimliche Liebe" von I. Schinder, „Germania Männer chor": Contralto Solo, Frl. A. Mat tern (begleitet von Frl.Rial): Piano Solo „Aufforderung zum Tanz" von Weber, Frau Jas. E. Sanford: Te nor-Solo „Love's Sorrow" von Shelly, Hr. Leo. Stiefel. „Ter Fatalist." Singspiel i einem Akt von E. Christian!. Personen: „Stephan Müller," Hr. I. F. Brauer: „Franz" (ein junger Wachtmeisters. Hr. I. Thode: „Michel" Bauer), Hr. Fred. L. Ane: die drei Müller's Töch ter „Grete," Frau L. S, Weber: „Li zette," Frau Lehnhardt: „Katrina." Frl. L. Helbig. Theo. H. Diener Schiffskarten von und nach Europa über Baltimore oder New-Zlork, Kajüte oder Zwischen deck. Wechsel, ausländisches Geld. Creditbriefe und Geldsendungen. Theo. H. Tiener L Co., Nr. 217, Ost-Baltimore-Straße. Nc lind esra, S. ilxe, 13, vft.Valllr-?te., atzt