Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
March 7, 1908

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Heute klar und wärmer, H frische südwestliche Winde. A 08. Jahrgang. Inbicnbuelle el'elUvifche Alotorcn l'cdetttett Bj>ttil.minl.eit. Wenn Tic in Fabrik Fndividnelle Elektrischr Motoren iiiitit benutze, p,iid>izirt Fhr Eunknrreiit billi ger. Ter Fndividncllr Elektrischr Molvr ist der kirnst erzeuger von hentc. Er ist stets bereit, zuverlässig und sicher. Eke Gas ü Electric Eo. Elektrische Dept., kontinental (.Fcbä,!). 411 Ost-Baltimorc-Striisik. csscn NiiiN.H u°n 10 bis g Uhr. SamsiagS vo lv INS 1 Übr. Sckc ckacr> und evmcrlct-Sirastk. Nr. 1U1.',, Llnlit-Slrastc. ciroh- u. Weg oar Aail.Avcnnc u.sti>ou>dl,i?r!es V. Hnsrarlner. lNea. l'l. Redl. Printtiigton, Viredl. ?l. !aNield. Ulms. .-'.WS. Jahn s Hursl. WM. Hosuicislcr. (stliiB—> Beide kist stE ol umb> Avco e. A M>o Vrrvlrntcr Nrl>crsil>s> 22.'>,1>00 Sun! sallctlirt. Q V rSkqrii dkS s:lU>k ZilUirfikaS der Slrs„>ilftsh>lu. co Tns Splir-Tcparteicnt IIi.NV SlliciidS osscn lt'Nl. lI—) Haben Sie Katarrh Weshalb cunsiNNren Sie dNscr Slarll bat? lcv'S, elr 12Ulnie Zleaftc.^ 12 Uhr' MillagS vis Uhr Abend. lDeriM—' Baltimore, Md., Samstag, den 7. Mär; 1908 HHennsylYania-Bayn. .25 Wnsljinzlm und zurück T„i>stags nd Tt-utttnq>iö. E. t§. Smiili, (lIS-) Hulss-Naisircr. Kotck' Hkcik'eigh, CNc von Fa?tts- und Sollidav-Slr. Alimucr 01 00 di>' 52..' pro Acne Sendung inipvrlirtcr dcntschcr und französischer Weine Folni Tjarks je Co. I.T^Z.IZK Schumacher K Foreman, Ovtikcr, Schumacher äi Forcman, Hoch.zeits-lyz schenke. Ziir KI lSm- eil! schiincS SlNck CVc.liniitiNcn. Wm. I. Mitter. 2.K Ost Baltiinorr-Strasie. (1.1-) Deutscher Polsterer Sirl-Irr- und Molhrr-Slrafte. llttlill.TjcZ.lPtt.l B. Metter. m I ?!tl>.Volmre. ords>.uml.ll>> Anarchisten Trvhiiiigcn gegen deiit schc Zeitung. T t. P a Ii l. Min., März. Tie hicsi.ie „Voltszeitnng," ein dent sches Tagrblast. verösientlicht einen in Teutsch abgrsassten Trohbrirf ei nes Anarchisten, der sich in wüste Tchünpstvorten gegen die Heilung er geht und sie warnt, die Angrifse aus die Anarchisten fortzusetzen, falls dein Herausgeber 'ein wichen lieb sei. Auch ertlärt der unbekannte Briesschreiber, Polizeichef Tin nun in Chicago werde seinem Henker doch nicht entgehe. Fn dem (Krnbenorte (Kjrards ville, Pa., sind nahezu ein Tuhend Hänser einem. Brande zum Opfer ge fallen. Asche zu Asche. Beerdigung der Tpiec von Colliu wovd bcgvnueii. Plan eines gemeinsamen deichende gängnisses ausgegeben. Anr die nicht idenliiizirten Ceichen sollen zusammen begraben wer den. der Tpier beträgt tvahrscheinlich ich! iiber l! 7. TtaatS Legislatur verwitligt islTÜgunl. Heimgesuchte Cllern sollen islUvl sür jedes nmgetoin mene .Uind erhallen. Aus sagen der geretteten Lehrerinnen. .Catherine PCüler's Helden mnlh. Cleneland, T., kl. März, ltZanzen sind lüs heute Pormiltag Il'> 7 Leichen van Tpsern des Tchnl hanshrandeS in Cvllinwood ansgesun den, und nur derselven sind noch nicht identisizirt. Unter den zuletzt identiiizirten Opfern hesindet sich ,vrl. Catherine Weiler, eine der zwei um gekommenen Lehrerinnen. Heute glaubt man, das; alle Leichen aufge funden sind und das; die der Opfer nicht üher lk!7 beträgt. Ter Porschlag eines gemeinsamen Leichen begängnisseS ist durchgefallen und in den meiste Fällen werde die heini gesnchten ihre Todten selbst begraben. Peerdigungen waren den ganzen Tag über im Ciange. Tie nicht idenlifizirten Opfer werden am Montag in einem einzigen tbrabe bei gesetzt werden. As welchem ein Tenk mal errichtet werden soll. Tie Legislatur von Ohio hat beute PL.ä.lill! sür die heimgesuchten svami lien in Collinwood verwilligt. Tie Hinterbliehenen der Opfer solle PllXl sür jedes umgekommene Cind erhalten. Cianzen fanden heute etwa ük> Leichenbegängnisse slnlt und ebenso viele sind ans morgen an beraumt. Tie öffentliche Beisetzung der nichlidenti 'fizirtcn Opfer wird am Tonntag stattfinden. Ter Coroner ist mit ei ner genauen Untersuchung beschäftigt, um womöglich dieCntstelmngsnrsache des Brandes festzustellen. Mehrere der geretteten Lehrerinnen wurden heute vernommen, und jede derselben beschrieb in drastischer Weise ihre Be mühnngen, die ihnen anvertrauten Kinder zu retten. Manchen gelang eS, alle ihre Tchnler zu rette, manche verloren zwei oder drei Kinder und andere ihre ganze Klassen. Alle Prie seu den Heldenmuth Katherine Wei ler'S, welche steil und ttzelegeubeit ge nug balle, sich selbst i Ticherheit zu bringen, jedoch bei ihre Kindern lstirb, bis zum Letzten. Ueber die svrage. wer die hauptsächliche Peranl wortlichUil sür die Katastrophe trägt, bat die Untersuchung noch wenig Lichl verbreitet. Te tsch e C o ndol en z. B erli n, 'land brwrqt , csiavallimorr Zlr.. niilie vnltom Housc .Ivc. Höherer Sold. Senat sür der Oisiziere und Toldate. Te pew iiber Conraniresorni. AnsliesernngS Vertrag mit der Schweiz. Untersuchung des Unterseeboot-Skandals boni Hans beschlossen. W a s h i n g t o n. C., ü März. Ter Tenal passirle heule die Ar niee-Vorlage, welche die Ciage der Osiiziere um st bis Lst Prozent und den Told der Unterossiziere nnd Cle meinen >un IU Prozent erhöhl. Tepew A'. P.l hielt eine lange Rede zu (Künsten der schwebenden Canrantresornibill. Cr erwähnte den Plan zur Ctablirnng einer Central Bant in lobenden Worten, erklärte jedoch, derselbe tarne angenblicklich nicht in Betracht, da es sich zur steil nur um .veslslellnng einer Methode handle, durch welche Conrant genug sür einen Aotbsall geschassen werden iönne. Ter Senat ralisizirte eine AnS liesernngsvertrag zwischen den Per. Staaten und der Schweiz. Um st.-',st crsolgle Vertagung bis zum Montag. Tas Repräsentantenhaus passirle einen Beschlnsz zur Untersuchung der von Lille Conn.) erhobene Anlla gen bezüglich des Unterseeboot Stau dals. lAäheres darüber siehe an an derer Stelle! A. d. R.>, und der Sprecher ernannte folgende Herren zu Mitgliedern des UntersiichnngS- Comite's: Bontell liAls.), Vorsitzer, Olmsled (Pa.), Stevens (Minn.) und Bronssard (La.). Tas Hans beschäftigte sich mehrere Stnnden lang mit Erörterung der Bill, welche verordnet, das; dem rö misch t'atholischen Crzbischos von Ma uila !s! I>st,,Us>U sür Beschädigung von Kircheneigentlmni ans den Philipp! neu durch unser Militär ausgezahlt werden sollen, im!/ die Bill wurde schUestlich angenommen. Um l.stU vertagte sich das Haus. Entfesselte Elemriitc. Ueherschwemmnngen in Illinois nd Indiana. Wisconsin tobt der schlimmste Schneesturm der Saison. Toled o. 0., K. März. Ter Manmee River steht heute höher als je zuvor nnd eine über ihn führende Brücke ist durch Treibeis zerstört wor den. Tie Mannschaft einer heute durch den Cisgang gegen die Brücke geführten schweren Slahlbarge eist ging nur mit knapper Aoth dem Tode. Peru. 5,nd.. K März. Aahezn INKIi Mann sind durch das Anstrrten drs Wabash River arbeitslos gewor den und viele Wvhniinge schweben in ktzesahr. Ter stliis; steigt heute zur Rate von einem stoll pro Stunde, und man fürchtet, das; der südliche Theil der Stadt hcnte Abend über schwemmt sein wird. New Richin o n d, Wisc., (i. März. Trr schlimmste Schnee stürm der Saison ist hier entsessrli. Trr Schneefall begann um Miller nacht am Mittwoch.und der Schnee liegt jetzt durchschnittlich ein ,Tus; tief. Tie Cise>st>ahueil siu-d jedoch soweit im Slaude gewesen, ihre stüge leidlich gut zu zu befördern. Chir a g o. St. März. Schwerer Regen ist seit gestern hier gesalteu und drr uiitrr dri Aniueii (Kage Part betannle Stadllheil zwischen der 17. nnd 71. Slrastr nnd drr Soisthwestern Avenue nn'd South Krdzie Avenue wurde während der virgaugrurii 'A'acht eine bis sechs 7)lis; tief unler Wasser gesetzt. Viele ivareu zur ,T>ucht gezwun Ist' Trust Pier Präsident begeht Selbst mord. Tetrvit, Mich., März. Ellwvvd T. Harne, erster Vire Prä sident der „llniou Trust Cv." und frührrer Postmeister von Tetroit. er schos; sich heute früh in seiner hiesige Wohnung, svinaiizielle Sorgen sol len ihn in den Tod getrieben haben, allein wie die Beamten der Trust Compagnie erklären, befinden sich seine Rechnungen in vollständiger Ordnung. Harne wurde vor st! TKstst reu in Wilniington, Tel.. geboren und kam in lst7st nach Tetroit. 2110, srci vcrsnnoi. iTtToTa.II-rZ) Hetzer nm Werk. sturchlboresCieschrei in England über ei Schreibe des Kaisers. Ter Brief war ein persönlicher nnd an eine Lord der lnilischen Ad miralilät gerichtet. Trotz sei es harmlosen sststwst erblicken die englischen (Kermanophoben darin eine Cimnischnngsversnch nnd lärmen wie Hasessen. Berlin regt man sich nicht da rüber ans. König Edward amüsiri sich in Paris. (Kerüchl über mögliche Perlobung der ein zigen Tochler des denlschen Kai serpaares mil dein jungen König von Portugal. L o n d o n, st. März. Tie „Ti nies," welche behauptet, das; Kaiser Willirlm kürzlich einen Brief an Lord Tweednionlh, ersten Lord der Admi raliiät. über die britische und die deutsche Marine Politik gesandt ha be, stellte heule die,Ta>'dernng. das; der Brief im Parlament vorgelegt werde. Ungleich verlangt das Blast Betanntgabe der Antwort des Lord Tweednionlh, weil man es mit ei nein Versuch zu thun habed den für svlvtten Angelegenheiten veranl mortlichen britischen Minister in deiil schein Interesse z beeinflusse. 7)n einem bitteren Leitartikel er klärt die „Times," der Pries werde peinliche Ueberraschnng und gerechte Empörung hei'm britischen Volke her vorrufen, umso mehr, da Kaiser Wil helm den Rang eines Ehren Admi rals in der britischen Marine bekleide. Lord Tiveedmoiith gab heute sol gende Antivorl ans die .inmnilmng der „Timrs," das; Kaiser Wilhelm's Schreiben und die Antivorl ans das selbe dem Lord der Admiralität vor gelegt werde: „Tas Schreiben dcs deutschen Kai sers ist eine rein persönliche Mitthei lung und das britische szsolleu Budget ist darin nicht erwähnt." Lord Tweediuouth deutet au, das; er am st. Mär; weitere Mittheilungen über die Angelegenheit im hritisctieu Herreuhause wachen werde. Seine Erklärungen aber haben soweit die von vielen Engländern gehegte Angst, das; Kaiser Wilhelm Anschläge geg"n die Sicherheit England's im Schilde führt, nicht beseitigt, und von alle Seilen her wird die sKn'derung laut, das; die Sache im Parlament ventilirt werde. Schatzkanzler Aisgnittz erwähnte die Episode kurz vor dem Schlns; der Heu ligen Sitzung des Nnlerhanses und sagte, eine Erklärung scheine im ös sentlichen geboten. Es sei Thatsache, das; Lord sweedmonsti am Ist. Februar ein Schreiben vom dent scheu .Kaiser erhielt. Tasielbe sei je doch ein rein persönliches nnd priva les und in höchst srenndschaillichen Ausdrücken geHallen gewesen. Tie Antwort brs Lord Tweednionlh war. wie der Schatztanster weiter millbest te, gleich persönlich nnd privat, nnd weder das Schreiben des Kaisers, noch die Antwort daraus wurde dem Ka lnnet vorgelegt. .Tm Nebrigen haste das Kabinel, al Kaiser Wilhelm':- Schreiben hier eintraf, bereits seine Entscheidung über das diesjübrige i>lo>teist>ndget getrosten. o>n liberalen Kreisen wird bebanp tet, Kaiser Wilhelm'-- Schreiben habe gewisse Kritiken britischer Blätter ge gen Tentschlnnd's sclollenpolilil und die kürzlich von Lord Esber in einem Schreiben an die britische Klotten Li ga gemachte Angabe, das; der Rück tritt Sir TK'bn ist stier 's als erster Lord der britischen Admiralität tci nein Menschen gröstere (Kenngllmnng bereiten werde, als dem deutschen Kaiser, besprochen, stiegen diese An gäbe soll der Kaiser Einsprache erbe ben haben, und die Leute, welche obi ge Version verbreiten, behaupten, dcr Kaiser wrrde, wenn man seinen Brief veröisrntliche, nach dem König Ed ward der populärste Mann in Eng land sein, Ter Lärm, welchen das Schreiben des Kaisers verursacht, beweist, wie stark die (Kerni.mophoben Partei noch immer in England ist. Wahrichein lich wird es derselben gelingen, eine Peröisentlichnkig des Brieses und der Antwort zu erzwultchn. Alles, was (Fortsetzung siehe 2. Seite.) ch Weitverbreitetste deutsche Zeitung südlich von H New-Aork. I Nr. l) 7. tHKu-?lvrk. cn Prandstistiiiig als Liebhaberei. P hiladel phi a, ti. Mörz. Arthur Ponnem, lti alt. legte beute im hiesigen Polizeigericht das Geständnis', ab. das, er elf verschiedene Brände angelegt habe, damit er die Tprihen in Thätigkeit sehen könne. Cr wurde ohne Pürgschast dem tye richtsversaliren überwiesen und wird mittlerweile bezüglich seines Cteisles znsiandes unterinclg werden. Tie Po lizi! hält ihn für schwachsinnig. täonveriieiir .u'hiiso als Präsident schaft Kandidat. Tl. Paul. Minn., März. Tas demokratisäp' TtaatS Comite von Minnesota nahm heute mit Utt gegen 2', Ttinnne einen Peichlus; an. welcher dem bevorstehenden deino l ratischen National Convent in Tenver die Aoniinalion des nenrs sZvlin C. Johnson zum Präsi dentschasts Candidalen empfiehlt. Prvan's Anhänger widersebten sich dem Pesttilnst ani's Aelisterste und erklärten, sie erachteten die Cntschei dnng des Comite's nicht als eine Per p'lichlnng für sie. Aach Pertagung des Comite's hielten sie eine Per saminlung im ..Avaii.Hotei" und gründeten eine Organisation, um in allen Pezirken des Ttaates Propa ganda für die Aoniiiiation Pryan'S zu machen. Wreym's INier, ~ONr vßävx orki.?. ln Baltimore gebraut. Aber nach den besten deutschen wissen schaftlichcn Methoden. ?I.<X) pro Kiste, abgeliefert. Beide Telephon.

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2 sJortsetiilng von der k. Seite.) man soweit mit Eewihbeit über den Inhalt weih. isi. das; das Schreiben ein Persuch des Kaisers war, die täg lich von vielen tonangebenden eng tischen Blättern wiederholte Belianp tung zu widerlegen, das; seindliche Absichten gegen England dem deut scheu Jlottenprogranun zn Krnnde liegen. Wenn sich dies besiäligt. so dürfte sich das heutige lpeschrei eben so schnell legen, wie es ausbrach, allein inzwischen werden es die „Times" und andere dentschseindliche Blätter nicht an Hetzereien fehlen las sen. Ter Kaiser hat erst kürzlich durch seinen Besuch in England be wiesen, wie sehr es ihm nm die Er Haltung der freundschaftlichen Bezie hniigen zwischen beiden Ländern zn tbun ist, allein Mihtranen gegen Teutschland hat im brilischen Volke einmal Wurzel geschlagen, und die Jeinde Teut'chland's lassen keine Ele legenheit benutzt, m dieses Mis; tränen z verschärfen. Ter britischen Regierung bereitet diese Episode gegenwärtig um so grö szere Verlegenheit, da König Edward nach dem Eontinent verreist und der Premier Sir Henri; Eanipbell Ban iierman so krank ist, das; er sich nicht um amtliche Angelegenheiten bekam mern kann. Was man in Berlin sagt. B erli n. Tl. März. Tas dem sche Auswärtige An erklärt, es sei nicht wahr, dah Kaiser Willielm durch seinen Brief an Lord Tweed nionth die britischen Jlottenpläne zn beeinflusse versuchte. Er habe in dem fraglichen Schreiben nr gewisse falsche Eindrücke in England Hinsicht lich der Entwickelung der deut'che Jlotte berichtigen wollen. Ter Kaiser sei in England sowohl, wie in Tenlschland als Sachverständiger in Bezug auf Jlotten Angelegenheiten anerkannt, und als deutscher Kaiser werde er sicherlich den Versuch irgend eines auswärtigen Landes, vor; schreiben, wie gros; die deutsche Jlotte werden solle, zurückweisen. Tie deutsche offizielle Ansicht gebt dahin, das; kein EZrmid gegen die Veröffentlichung des Schreibens eri flirt, obgleich dasselbe lediglich eine Privat Angelegenheit zwischen dem Kaiser und Lord Tweedmoiuli ist. Tie Berliner Blätter änhern sich sehr vor sichtig über die Affaire und erklären, es sei ihnen munöglich. ihre Meinimg auszudrücken, so lange sie nicht volle Kenntnis; aller Einzelheiten haben. Nur ei Blatte nämlich die „Berliner Zeitung," riskirt ein Eonunentar, und dasselbe lautet dahin, das; der Kaiser „mit indistreter Ausführlich keil an eine Beamten einer answär tigen Nation" geschrieben habe. Tas; die Epiiode ein Nachspiel ha bei, könnte, ähnlich wie Kaiser Wil Helm'S berühmte Tepesche an den Präsidenten Paul Krüger, wird in offiziellen Kreisen nicht befürchtet. Eine Braut siir König M a ii u e l. Lissabo n. März. Tie An gäbe, das; der deutsche Kaiser im Jrnhjalir ach Lissabon kommen wer de, hat das Eerücht veranlasst, das; Arrangemeinents für die Verlobung des Königs Manuel mit der Prin Zessin Viktoria, einzigen Tochter des Kaiser Wilhelm, im Estinge seien. Eine baldige Verehelichnng des Kö nigs wird als eine Nothwendigkeit für den Staat erachtet, allein die eng lische Partei am Hofe opponirt, wie es heisst, irgend einer Heirath des Königs mit einer deutschen Prin zessin. „Herzog >.50 Laueaster" in Paris. Paris, 5. März. König Ed ward ist ans seiner Reise zn einem vierwöchigen Erholung.? Ausenthalt in Biarritz gesteh Abend von Lon don hier angekommen. Ter König wurde auf dem Bahnhose von Sir Jraiieis Bertie, dem englische Bot schaster in Jrankreich, enipsangen und nach einem Privatbotel begleitet. Ter Monarch reist incognito als Her zog von Laneaster. wird aber trotz dem den Präsidenten Jallieres vor seiner Weiterreise -nach Biarritz am Samstag besuchen. Am Abend wohnte der König der Ausführung von Bonr get's „Tivorce" bei. Zum Schutze König Edward's sind Ivegen der neuerlichen Rührigkeit der Anarchisten in der ganze Welt liier die umfassendste Vorkehrungen ge troffen worden. Polizei nnd Tetek tivs geriethen in Schrecken, als ein unternehimingslustiger Photograph auf dem Trottoir ein Blitzlicht ab brannte, wie der König gerade ans seinem Automobil ausstieg. Von Biarritz aus wird der König später mit der Königin Alerandra eine Mittelmeerreise antreten. Premier Elemeneeau und der Mi uister des Aeuszern Pichon waren Heu te bin König Edward zu einem Jabre alt, erschos; heme im Rausche seine Schwiegermutter Iran Eatlierine Tittman, verwn dele seine tKatti tödtlich und beging Selbstmord. Iran Lmich ist durch die Brust geschossen und wird schwer lich den Tag überleben. Ter Teutsche Korrespondent, Baltimore, Md., Samstag, den 7. März INE?;. Tlösscl's Urtheil. Wird vfsizielt angekündigt, jedoch schwerlich vollstreckt. Elenera! Lieutenant Jost entkommt ohne den ihm vom Kriegsgericht zugedachten Verweis. Pol! tische Est'sangene wegen eines Jliichtversnchs zum Tode ver urtheilt. Massenverhastung von Sozialistensührern in Riga. Est'os;sener in einer Brauerei Vorstadt von Tokio. Jort dauernde Aufregung in Ehina nnd Japan iiber die „Tatsii Maru" Affaire. P eter s b n r g. März. Tas Verdikt im Jalle des Est'neral Lieute nants Stössel. ivelchen ein Kriegsge richt kürzlich wegen der llebergabe Port Arthur zum Tode vernr theilte, ivurde heute formell angetan digt. Man hält es jedoch für gewis;. das; .Kaiser Nikolaus die Empfehlung des EZerichts, das Todesnrtbeil in zehnjährige Jestimgshast mzmvan dein, genelniiigen wird. Tas ans einen Verweis lautende Urtheil gegen Estnieral Lieutenant Jock ist wegen der EZeringsügigleil seines Vergehens iungestos;en worden. We g e n I lacht vers u ch s z u m Tode vernrtl> eil t M o s l an. Mär;. Zwei poli tische (stesangene lunrden heute ivegen eines Versuchs zur II cht aus deni (Gefängnis; zum Tode vernrtlieilt. Einer derselben ist der Student Pol tavatslch. welcher im Januar ll>ö, ein Allenlat alls den t';eneral Treposs veriible und deshalb ;n siiinjähriaer Hast verilrtlieilt wurde. Peido svliicht liiige ividersehten sich der Wiederver dastnng und ein Ansseher ivnrde von ihnen verivundet. ll> nssi sch e R ä de r g eschich t e n. Latin, Ruhland, März. Treis; ig Vandilen grisseli l'iirzlich das diesige Postamt an, tödleten einen Veaniten und einen Polizisten nnd entflohen, ohne irgend welche Pente gemacht zn baden, nnd Panern verfolgte sie zwei sage lang, tödleten zwei der Ränder und nadmen drei gesangen. Ans Seilen der Verfolger wurden vier Mann ge tödtet und drei verivundet. E lalerinoda r. 7, gegriindet wurde, um sich zu sammen niit einem Professorenrath an der Perwaltnng der Universitäten zn betheiligen, aufgehoben werde, .in sener ;ie>t spielte die Studenten eine wichtige Rolle. Sie iahten sich politische,Ttlionen an, riefe allge meine Versammlnngen ein, prokla niirlen Strites nnd Popeotts und ga den siir die svnhrung der Universitä ten den Ton an. Peispiel wurde selbst aus den russischen Hänser des Trtes zerstörte. Man schäht tcen Schaden ans!P2T..lX-,. TerCtreit über die „T a t s n M a r u" -Affaire. Pefing, März. Japan droht, mit (Gewalt die Jreigade des beschlagnahniten Tampfers „Tatm Maru" zu erzwingen, der von der chinesischen Regierung bis seht noch in Huangpu am Si Kiang, deni Weh River, detinirt wird. Tie an einen Kaufmann inMaeao consignii le. aber nach chinesischer Ueberzeugung >iir chinesische Revolutionäre bestimmte Ladung von Waffen und Munition befindet sich noch an Bord, und der Vicekönig von Eanlon. Ehang Jini Elnin. verlangt erst Beweise dafür, das; das Eargo nicht beschlagnahmt werde durste. Hier ivi'd ein ge waltsamer Schritt von Seiten Ja pan's befürchtet, nm die Jreilasstmg de-- Tampfers zu cn anngen, weil ei nerscits die Regieinmg schwach ist, und andererseits die Beschlagnahme durch den Vicekönig nicht zweifelsfrei legal erscheint. Ter japanische EZesandte Visconnt Hahnshf behändigte der chinesischen Regiern ig am Mittwoch eine Nov., in welcher Elntna's Vorschlag der Ei setziing einer'ickpanischen nnd chineii scheu Eommission zivect- llnlersuclsnng des ganzen Jallcs rnlsthiedeu znrik gewiesen wird. Inzwischen sollte der Tampser gegen Eantion freigegeben werde. Japan aber besteht ans einer bedingungslose Ireigäbe und ver langt, das; Ehina sich zur Schadlas hallung der Absender verpflichte. Tiefe Jorderung bedeutet, das; Ehina das Eargo der „Tatin Marn" ankaa fen soll. Eststern wurde von Seiten Ehina's eine schiedsgerichtliche Entschcndnng durch den Vice Admiral Sir Arthur William Moore, Ehei der britischen Jloltenslation in den chinesischen Est' wässern, vorgeschlagen, jedoch auch diesen Vorschlag hat Japan abgelehnt und dem chinesischen Rath siir Ans wältige Angelegenheiten zu verstehen gegeben, das; derartige Vorschläge nicht genehm seien. Man wünsche, das; der Tampfer freigegeben verde, und sehe sich anderenfalls zu den zur Erlangung der Jreigabe nöthigen Schritten gezwungen. Nach Ehina's Ueberzeugung ist da gegen das Vorliegen von Verletzung der Neutralität vollkommen bewiesen, zumal mehrfache anderweitige Be schlagnahmen von Schissen in dem selben Jahrwasser gemeldet sind, in dem die „Tatsn Marn" von den dort zuständigen chinesischen Behörden be schlagnalnnt wurde. Auch bei diesen Schisse hatte es sich um Eontrebande gebandelt. Bis jevt ist es gänhich mihlnngen, eine Versländigung zwischen Ehina und Japan auch nnr über eineEtrund läge siir die Beilegung der gefahr vollen Streitfrage herbeizuführen. alledem komm! noch eine dro hende innere Lage in dem Liang Knang Tislritt. Tie Regierung de tämpst dort einen chronischen l>stand der lliebellion, die durch einen regen Handel ipit Waffen und.Munition, an welchem verschiedene Ausländer detdeiligt sind, genährt wird. Japan soll beschlossen haben, die in dem Kriege mit Rnhland erbeutet.' Ulewehre und Munilion ;n verkaufen, und nicht weniger als lAl.tilXl wehre sollen bereits an Händler für den chinesischen Markt geliesert wor den sein. Eine weitere Bedrängnis; siir die chinesische Regierung ist die angeblich von Japanern Engros betriebene J'älschnng von chinesischem Papier geld. die das Kupfergeld entwerlhet hat. K eine A n w e n d u n g v o n e walt b e g b s i cli t i g t. Tokio. März. Tie japani sche Regierung bleibt völlig fest in der Behandlung der am 7. Jebrnar vor Macao erfolgten Beschlagnahme des Tampfers ..Tats Marn" durch chii'e fische Zollbeamte, dentt aber gar ich; daran, die Jreigabe des Schisfes mil Elewalt zu erp.vingen. Jiir de Jall. das; Ehina eine Verzögernngspolitil eiiischlägt. ist es möglich, das; Japan die Vermitteln.; England's oder der Ver. Staaten anrnst. Angesichts der oppositionellen Ag tation gegen das Auswärtige Amt winde jedes Anzeichen von Rachgie bigteik siir das jehige Kabinel höchst verhängnihvolt sei. Wie dem Eorre jpondenlen der „Associietcn Presse" seitens des Auswärtigen Amtes ver sichert wird, würde Japan einen der artig geringfügigen Anlas; nie zur Ursache einer Kriegserklärung ma che, doch Halle man es für ange bracht, das; japanische Kriegsschnse sich in die Räbe des beschlagnahmien Tampfers begebpn. Mn weist darauf lii, das; sich kürzlich englische Kriegsschiffe und Torpedoboote auch nach Eanton be ade, als dort,iu der Näbe ei eng Ii ich es schiff pon chinesische See rändern iidersallen nnd derondt woi den war. Ei Eompromis; ange si r e d Wie. I. Mörz. Ter Eonslil't der deide Telegationeii der die ge plante Erdödna der kstebälter von Tfsizieren nd Militärbeainten hat sich ziemlich tiarf gestaltet. Doch ist e5 niöalich. das; och ein Eoniproinis; zn Stande tonimt; wenigstens sind Verhandlungen z deni Ende recht leddast ini tstange. Der Eompromis: niaa ans der iKriindlage ersolae. das; die iingari'che Telegation de Beschlns; der östreichische annininit. im Mai adernials ;n tage und dann die Esthälter. niit rückwirkender Kraft siir die inzwischen verslossene Zeit, zn erhöhen. Licenz Applikationen. Spirituosen Licenz Petitionen. Mkic ir. 2. ai.'Ni.', eäui 2c2c ce.slic.'rrn Zlc Zniuc 2>!i!lMn lii s.c. rcn 22 c-c>il'ci2li. :>!ll!>>c. 27 2! c-roler Zlr .7 Zilc'nnis 2 72!> ü. 722 2>,M Ztr. .'22 ->>'>ln>> ?>-!>ft su'.'ic>c 17 s Zl ni il? 2, z'Z 2l "u 'Ui-irlcö Olr 22 S-:I.-II. 21.. 1707. 01l evinluir!, Ztr. 2 "„MM', "Niaiill 2!l> 111. 2Nlic>'"t 11l 2 2>!.. .-K NU Z sul.nr siu-J? />l"rö'ilvt'"2'NUim-1 J"i 124''' von. li-dllw. ort. m. .0 Licenz Applikationen. z,n,a Z.. 2l>! PkinNir 4 P (wir, .--vi,,. 172! 01l PniMlr 2 vulml-r. MN Z rmr 21 rliNNc'-?. 0.. 2U W. >snwknilr 22 PiN>'".v ?cl>nNi-Ilr ü I-illci lim I>2. c>!. ParriNislr IN -rliNmi suacnc P. 407 Truid silia'lvc !7 21.-7, e>>ull>urt> I! Viin-U'. '"ssli'li. Itzw Rv- Urc'Nlli- ZZZ 4 liilidll'n. Em, I.'iNl Inn ren 2>r 22 -Nin„ j> 1120 s"'"4l>r I! N.niN. golm, xa MX! R..ince,:tftr...l Acsdemanli. tzulia, 1727, S!.-P>rlslr S Licenz Applikationen. i>!c>n. '".'mil' c 5. 'Kinwi-,,!!", Mul'rr>Ni2 2c!c>n, Pclc'i g.. 712 sullcr 2le 2 I nI, Nu äls'ch. cumrlcs 122 PN">'lc>n ä 221 '22!> zg aawul',.., 11 aiciclcr. 2" 22 Ost a!cc'lil'slr -I cvciil'i- vrcwls I'!NN I.st>2 N Üiilwci-At'. 17. 2 I -!c> !>!rll> Mc- I ''siüsi-t. eiulcn'. 11 v! ?.7 'lNnc-str I ,i>crt-! srn. 7n -!>nltncs>r 1 I i>!lt>. c'lim!, 2Wl> M.-LniwalcNr 10 NiN' c'.'u-!. in.a 2 ai'.irloS 21 422 skall Zlr 7. N -Glihstr 5, 7) „Jninor Republie" Tpirlerci. 5 t d a c a. N.-U., E. Mär;. Ter aus zwölf Gnaden und Mädchen und Win. R. George, dein llrdeder der .George Junior Republie" zu Jree rille bestellende Portrab ist von liier nach San Francisco, Eal., abgegan aen, wo eine Republie gegründet werden soll. Auf diese Bewegung riindet sich die Hoffnung aus eine nationale Trganisatio des Ausbaus der „George Junior Republie." El nier Jones von Pnffalo, ein Bürger der Jreeville-Republik. wird Präsi dent der neuen Kolonie werden. In einer von 2I)W Kindern be suchten Schule an der Strasze. zwischen Anislerdain Avenue und Proadwau, in der Stadt New-?)ork, brach gestern svener aus. Es gelang, die Rnbe zn dewaliren. und die Kin der entfernten sich singend aus dem Gebäude. Tos Jeuer, welches durch Prandstiftung entstanden sein soll, wurde gelöscht, oline groszen Schaden angerichtet zu haben.

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Die Legislatur. Tie Bcnsvn Landstrasicubnii Bill im Hanse nngriiomnirn. Rur zwei Mitglieder stimmten dage gen. Ter Kampf wird mm im Senat ausgesochteu werden. Tie Senatoren besichtigen die Irrenanstalt Springsield. Lehiiiayer's Wahl Amendement im Hause angeuomiiieii. Tie Sabbath RevisionS Bitt des Biir gervereins eingereicht.— Schwere Zeiten für die Telegaten von Garrett Eonnty. AniiapoliS, tl. März. Ter Senat hielt heute die kürzeste Sitz ung dieser Session. Uni l Uhr rief Präsident Seth diesen Zweig der gesetz gebenden Körperschaft zur Ordnung, und um 12 Minute nach Uhr wa ren die vorliegenden Geschäfte schon erledigt und Vertagung bis Montag Abend d! Uhr trat ein. Tie Senato ren eilten dann nach dein Bahnhofe nd bestiegen den l.!!.') Zug der An napolis Short Line sür Baltimore, um sich nach dem Irren Asyl Spring sield bei Sykesville zu begeben, das besichtigt wurde. Senator Moore von Wvrcester Eonnty, der dießacht in Baltimore verbracht hatte, kam mit dem Zuge der Short-Line-Bahn nach Aiiiinpolis, der kurz vor l Uhr dort anlangt, nicht ahnend, daß er seinen College ans halbem Wege be gegnet war. Tas Irren-Asyl Spring sield ist in dieseinlabre in so fern von außerordentlichem Interesse, als eine Berwilligiing von P:;2U,GX> für das selbe verlangt wird. Bon dieserSnin nie sind für Ren bauten und Pl2 für den Unter halt der Irren. Es wird die Errich tung von zwei neuen Hospital Ge bäuden für Frauen, eine elektrische Kraftanlage, der Bau einer elektri schen Bahn und die Anlage eines Ab ziigskanal Systems geplant. I e tz t b e g i ii ii t d e r K a in p f. Tie Landstraßen Bau Bill des Telegaten Benson von Baltimore Eonnty wurde ln'iite im Haus ange nommen. 72 Telegaten stimmte sür die Bill und nur zwei Lehmayer von Baltimore und Eoghlan von Bal timore Eoimty dagegen. Letzte rer sagte: „Ich stimme gegen diese Bill, weil die Eriieuuuug einer be zahlten Eommission überflüssig ist." Herr Lehmayer lenkte die Ausmerk samkeit des Hauses auf die Thatsa che. daß alle Farmer Elubs im Staate gegen die Bill in ihrer jetzigen Form seien, und er hoffe, die Bill würde in solcher Berfassiing vom Se pal zurückkommen, daß er dann sür sie stimmen könnte. Montag Abend wird die Bill an den Senat gesandt werden und dort wahrscheinlich dem Finanz Eoinite überwiesen werden, das auch die von Senator Biddiso eingereichte Wege bau Bill, die die Ernennung einer uuhezablte Commission und Aus führung der Wegebaupläiie durch die geologische VeruiessuugS Eommis sion verfügt, in Berathung hat. Er wird einen schweren Kampf ab setzen ini Senat. Tie Befürworter der Benson Bill sind aber überzeugt, daß diese Bill in imveräiiderteiuForiii vom Senat angenommen werden wird, weil sie die Saiiktioiiiriiug d Gouverneurs Erothers hat. Eine weitere Hülse sür die Benson Bill toiut von den Evuuty Eoniiuissäreu verschiedener Couuties, die nicht mit Herrn W. W. Erosby, Ingenieur der geologischen VeriuessuiigS Eoimuis siou zufrieden sind. Er führt die Laudstraßeiibnuteu, die unter den Be stimmungen des Shoeiiiater Gesetzes von den verschiedeneu Eouutics vor genommen werden und läßt die Eoun ty Eonimissäre nicht dreinreden. Eon traktoren, denen er scharf auf die Fin ger gesehen hat. zählen ebenfalls zu seinen Gegnern und machen deshalb ihren Einfluß zn Gunsten der Ben svn-Bill geltend, weil unter der Bid dison-Bill Herr Erosby die ganzen Arbeiten als Ingenieur der geologi schen Bermesstings Eommission lei ten würde. Herr Benson sagt, es würde für Ingenieur Erosby eine zu große Bür de werden, wenn er beide Arten We gebauten, die für die EountieS und die für den Staat führen müßte. Wahl- A in e n d c in e n t P a s s i r l Haus. Tie Bill des Telegaten Lehmayer von Baltimore, die das Wahlgesetz im ganzen Staate so ameiidirt, daß ein Stimmzettel nicht mehr verworfen werden kann, wenn die Enden eines Kreuzzeichens über die Linien des Vierecks reichen, wurde heute im Haus angenommen und wird Mon tag an den Senat geschickt werden. ES ist Hoffiliiilft vorhanden, das; die Pill auch in diesem aiiftenoniine werden wird. Bleibt >v ohl fro in in e r W >l n s ch. Teleftat Malov vonßaltiinore reichte heute im Haus zwei Bills ein, die die Constitution des Staates ändern. Tie Bills fteden der Stadt Baltimore l! Senatoren und linterhaus Mit glieder. Tie ;sahl der Tislritte vleivt dieselve—vier; statt l! iverdeu aber 7 Telegateu in jedem Tistrikt er wählt und allgemein erwählen die Stinmigeher der Stadt zwei weitere Senatoren auszer den vier Senatoren, die nach Tistritten erwählt werden. Zur dritten Lesung. Tie Wasser Anleihe Bill der Stadt Baltimore ist im Haus gün stig einverichtet und zur dritten Le sung passirt worden. Montag oder Tienstag wird die Bill wahrscheinlich angenommen nud dann an den Se nat gesandt werden. H a h e u ihreL a st. Tie armen Telegaten von Garrelt C'onnt, tälreene und Meyers, hadeu einen dornenvollen Weg. .kürzlich wurde ihre Bill, durch die das einzige Hotel in Accideut, Garrett Countv, geschlossen werden sollte, im Haus niedergestiinuit, weil es sich heraus stellte, das; politische Motive die Cin° reichung der Bill veranlagten. Tan fochten sie auf der Flnr des Hauses über eine Lokallnil einen heftigen Streit mit einander ans, in welchem Herr Meyers Sieger Wied. Heute nun erschien unerwartet eine Bill im Hans, die das lltOl in.Craft getretene Local Option Gesetz für ville im zweiten Walildislrikt jenes Counties, der von Herrn Meyers ver treten wird, widerruft. Herr Maloy von Baltimore reichte die Bill aus Er suchen des Herrn Hamill. eines deino tratischeu ssüdrers von Garrett-Eoun ty. ein. Herr Meyers, der leicht erreg bar ist, war sehr anfgevracht darüder; er sagte, die Herren von Baltimore ginge doch sein Wahlbezirk nichts an. Bürgerverein S B i l l e i ng e reich t. Im Haus wurde heute endlich vom Telegaten Earr von Baltimore die Bill des „Unabhängigen Bürger- Bereins," die den Gouverneur au weist, eine Eonimission zu ernennen Zwecks Nevidirnng der SonntagSge sehe, eingereicht. Sprecher Ray ver wies die Bill an das ludizial-Eo mite. Alter Bek a n n t e r. Eine altbekannte Bill wurde heute vom Telegaten Earr von Baltimore im Haus eingereicht. Tieselbe vcr fügt, das; Telephon Gesellschaften den Telephon Apparat solcher Sub skribenten, die für eine bestimmte An zahl „Ealls" eine bestimmte Summe bezahlen, mit antomatischen Registra toren versehen müssen, die genau melde, wie oft der Subskribent das Telephon benutzt hat. Tie Telephon Gesellschaften dürfen jährlich Etc. Miethe für einen solchen Apparat verlangen. Scheint todtzu sein. Tie Handels Licenz Bill, die die jährlichen Handels Licenzen je nach dem Werth des Waarenlagers von PIL bis binaus z PUXXI anseht, scheint todt zu sein. Sie ruht im Mit tel und Wege Eoinite des Unter liauses. Es bris;t, das; Gouverneur Erothers, der sie befürwortete, davon abgestanden hat, angesichts der gro s;en Opposition der Baltiinorer Ge schäftsleute auf ihre Annahme zu dringen. Gegen auswärtige Eorpo ratio n e n. Eine Bill, die vom Senator Bid dison im Senat eingereicht worden ist, giebt dem Gouverneur und Gene ralanwalt die Macht, den in anderen Staaten incorporirtcn aber in Ma ryland Geschäft betreibenden Eorpo rationen genau auf die linger zu se Heu und ihnen die Erlaubnis; zum Geschäftsbetrieb in Maryland zu ent ziehen. wenn sie nicht genau die Ge setze des Staates beachten und den Bestimmungen ibres Freibriefes nicht in allen Stücken nachkommen. Tie Glalibelis h e i l e rf rag e. Vor dem Senats Eomite für sa nitäre Zustände sprach Herr Omar I. Hcrshey, ein Baltiinorer Rechtsan walt, über die Bill, die denGlaubens heilern verbietet, für ihre Tienste Be zahlung zu verlangen. Herr Hershey sagte, er habe nichts gegen „Ehristian Science" einzuwenden, wohl aber ge gen die Glaubenshciler. Advokaten und Aerzte, denen das Publikum ver trauen müßte, würden vom Staate gezwungen, ein gewisses Erainen zu bestehen, um zu sehen, ob das Publi kum ihnen auch vertrauen könnte. Tie in Iragc stehendcßill sage nichts über Religion, sondern bestimme mir. daß alle Leute, die als Heiler auftreten, dazu von der Staats Prüfungsbe hörde autorisirt sein müßten, also ein ärztliches Erainen bestanden haben müßten. Wenn die Glaubensheiler ungestört ihrem Gewerbe nachgehen wollten, brauchten sie sich nur die Ter Teutsche Clirrespondeiit, Bnltimore, Md., Sinnstng, de 7. iNärz .Ceuutnisst' aneignen, die der Staat vou Aerzten verlange. TieSüd Balti m ore W e l t verbesse r e r. Vor dein Tempere; Eomite des Hauses erschienen Repräsentanten der „Süd Baltimore Law- and Order League" und arguiueiitirteu zu Gnu steu der Bill, die den Lightstraszeu Werfte Tistrikt vou „Saloous" he freien soll. Neunzig Gastwirtyschos tcu würden geschlossen werden uiiis seil, wenn die Bill Gesetz werden soll te. Ter Präsident der Liga, ein ge wisser Paul A. Stewart, legte dein Eoinite eine Petition vor, die von et lichen der Geschäftsleute in jenem Ti strikt unterzeichnet war. Herr Ash, einer der Mitglieder des Eoniite's, er tlärte nach Tnrchsicht der Petition prompt, die Petition repräjenlire bei Weitem nicht die Mebrzabl der Ge schäftsleute in jener Gegend. Ans den Einwurf des Herrn Marriott, das; Hochlicenz die Zabl der Wirthschaften verringern würde, antwortete Stew art, die Gastivirthschasten prosperirten in jener Gegend so gut, daß Höchst cenz nur von wenigen gefühlt werden würde. Er argninentirte, dos; es sür die Fabritinädchen iiangenelnn sei, wenn sie Morgens und Abends an so vielen „Saloons" vorbei geben muß teil Tie Bitt wird wahr scheinlich nicht günstig einberichtet iverdeu. Fette Siiieciire n. Tie Bill, die eine staatliche Begna digniigS Behörde schasst, creirt weh rere fette Sinecnren. Ter Sekretär soll Pstixxi erhalten und sechs Beam ten, die Begnadigte überwachen sol len, erhalten je !fil2>x> pro Jahr. Sie würden sehr wenig zn tbim baben n. im Stande sein, einer Rebenbeschästi gniig nachzugeben. Für neue St a als -Un t e r st ü tz n n g s Behörde. Eine Bill wird in den nächsten Ta gen eingereicht werden, die eine neue Behörde sür Staats Unterstützung schasst. Senator Gorma wird sie einreichen. Ter Bebörde werden PAG ii> verwilligt sür Ausgaben. Zur dritten Lesn n g. Tie aniendirte Jim Erow Bilt des Senators Etagctt von Prince g.vz,inn löl-,w -p biMtlalliigiliepMMlkcPM 1563.1' L 1116 lla6llit'Z,nMcli!igiiiilZuvelzis LiMture WD ß v L newBmiöl!c"y.(.onlalnsnellkc (V tlpiillii nor Merzt. K ß ck R W >V H I NN H i UMÄ!j Ii Ms X tton.Loui Roiiiack.lllsrrlivcz I Rtv Mn L Woeinz,k'oimi>s>oiiB.lcveu!>l> TM f> f lIVKI -Än lie8san>1I,l188vi vIUI lögsZ D WWpttVlllllllt VunrnMeeTl Lxncl ok 4X/rsps>er. vx xr-, von L Tröstungen gegen PolizcichrfS. Einschüchleriingsversnche im Rainen der Schwarzen Hand. B irining h a in, Ala„ t>. März. Tei hiesige Polizeiches Bodeter ging beute ei in Besiemee, Ala., ans gegebener Brief zu, worin er ansge fordert ivird, einer gewissen Sache nicht nachzuspüren. widrigen'alls man ihm mit dem Meyer an den Hals geben werde. In dein Briese war eine „schwarze Hand" abgebil det. Bodeter hatte, als er noch Te lektiv wätV eine ansge spürt, in weichen einer der Bersandt Clerks einet- biösigen Biseisit Eo. ans betrügerische Weise Zucker, Meli! und andere Tinge an kleine Lädenbesitzer ausländischer Herkiins! verkanst hal te, was die Eehebnng einer Anzahl Antlagen durch die Grand Jury zur Folge balle. Ans den Berdachl. den Trobbrief geschrieen z baben, sind mehrere Ilaliener verbaftet ivorden. S t. L o n i s, Mo., März. Briese von der „schwarzen Haild" nehmen hier überhand. Auch Poli zeichef Ereecn erhielt ein solches Schreiben, in welchem erklär! wird, daß er als nächstes Opfer anserseben Ivorden ist. Ter Schreiber sagt ziiin Schluß: „Ich würde Sie persönlich aufsuchen, will aber kein Gezeichneter sein. Ein ainerikanjscher Italiener." Poli zeich es Ereecy verlocht die Tro bnng. Ter Florist Edward L. Lonel und der Restaurateur Theo. Tonrse haben ebenfalls Trohbriese erhallen. Sie nbernnllelten dieselben der Po lizei. Uadilialheilung Nerv ciischwn che Vrivtlt-Akinik, 15l- tt.Äve 1 PI l Geld z verleihen. s a Anleihen aus Möbel uud andere Sicherheiten wr S Prozent. n!vm> nach dem neuen Äeset:. Sianz prlvaliin. vochier, Nr. S>, cil-lieiiii liu-Glraße, „Panlavt Building". In de. cgicr wlrd Irnllch geldroche. (luntlS—l lill. NclteNkd l?li>imrinrne. IN-. Maryland Ehattcl Lvan Association Nlr vinine, Inn., e.el>i>nt. und 2!U Llockwerli. ei>do.>le Nodeiie. nd >öl. Pnul-Slr. Torlehen vis wo all? Mddil. Pia, Phon" cionw'Nd 73L. ?4l v Phon' e. Paul Lnr.n. lNnvN.l^.T' wen' ineld oeornnUlen, sxrechen die, xienlbum. Perlrauen. Neille Loan-cillce, Methoden. „PoMmore Jnveiknen Nr. t!iv. Norh-ra-a eliahe. (278—) jsmurr's 575) Peiilghiiissc A A sid digesten. In dem Zeitalter dir Vernunft Leichenlicrslindt tjlütl. farlors, Broadway ad Lliver-Strasie. cklvkrt Miilinlsamlrrr. !l>cide Miiuc. ircUl.iSi.Ttt I Psniidlciher. K. Zniubes Comp.. Pfandleiher, Nr. l7v, West Baltimore Straße, im? Pliic.Ztrafte. cluwia.iei t loat-^liieau. Geld anszuleihcn, Benininiii öö Evinp.'S Tnrtehe. ud Bank Evintvir, ""Äse", ">lir"lN/210',!,^ Tninftan b>4 >l> lir.'lbettdS. Privat Siu.miU! 4!r 420—424, Lst-ilianrNe. S,ra. INuftl W.T4S Rcchlsaniviiltr. 'Henry Zl. Ulrich, Teutscher Rechtsanwalt. Plircau: '24 2>uildrra- or-aae PuNdl^, P. Tclclwoiic: Gelder sicher niiftelrftt. Tran öl- Ivhnnnscn, Teutsche Rechtsanwälte, Trullchc orbschallvtallr rir ZpeUalilii. tzrrnlvrrairr: 0. a. P Sl. Paul all. Mo. Nilaud ü>. I!!l. ZeVlS.TiivZaTo—) .S P. Tr Paul Karl A. M. Tcholtz, Zlmiucr l!ü!—>'2v. Law-Ülulldinz. vir. 2'21, oourUal>.?r. all, ur Slan rlaral k. aiur, 445. cit Valttmorc-Sl., nae >tt Hotels nd Restailrotioncii. Fedeiiiwiin trinkt gern Frit; tinsstttl' si'xeiäi. xxx 52.27, die Giillviic. Anchsböbl'c. Teutsche, Ciise niid Nestniirtnit, 4.) Djr. Münchner Lölueilbi'ün und Pilsner Bier am Znps. Iniportirtc Rhein ud Mosel Weine Spezinlitäten. Md. Telcvbon. >24!! (louiNaiid s. X P, TNcphu. Tl. Paul 4!47. iSlVrilüv.lll Tns nllgcmeinc Publikum „The Bismarck/^ 4 Nord:Gilli-,n>lhc Paltiiniire-Slr. Lunch de giinzen Taft. Aust. Bcrlemeirr, tMSrzX.TKT.II Il!cull>l>icr. John Uirderhöfer's Restaurant, Nr. West-Taratoqa-Ttr. Teutsche Küchr. Mahlzeiten zn allen Tageszeiten. G. Frank Van Sank Cafe und Pvvl-Parlor. (NprUÄN.II) Telephon,. Johnnie Hopwood's Speise Loücrl'. cllcn da i Nbr Mlirorii di s Uhr Ndrnd SvrzlrN Sirloin Steak 25c., Nr. 425 Ost-Baltinivrt-Straslr. (S-PW.IZ) Staq-Haüe, 1 s-/ 2'st, .sFiiiwbeislr., George Filling, Weinen und Likören, 4dl esl r> r Il! l a Gl.'l'V. ,Aroc>.ia) c>bo4. M-Udlrr. elthrr. soll ''.V 8 8 ins s'' Är'N-chmlÜnö.'' 'ik" v" 8 H hn Ml. Per,, .'Nu U. 6> Pool"' P. MouesÄttmor UiÄ. Ä 2 NovS.-l.i.Z) 2 ss 4- --NU n >l u uun >1 tt !l Wnr.Kecker Z A ssj!", l roVls'' Tdelliilill llir M umc, und ireacu> K ülchcm 'Niulcum. Nr. 7i l>> Ulir Ni>ond4. A Millwoch nun u Nde l>l-> 2 ss und dnn lu lldr W I>ll 2 Nbr 9.'a>!n. W u ,l. Ir ?rt>. L?uiS 0! ü.lllngr, Ätievlcn lx-r GrfeUschvil: v eaiii Nordwest' Ecke Holliday- und Baltimore Straße. Kermania Jener Vcrsicheronfts Gesellschaft von Net Uork. (üklnttimle oivthiive k>.lac>.v4,r>t Ncbrrsch! N>r Pvllccn Inhxdcr l,040,20.l>!) John G. Rolkcr, Geschäftsführer. bvne. M I. Gherpman li>>tuale ta.ia Sharp- nd Lombard-Straß. Pld Tln 'NtO.U Kohlen. Kohlen. Meine lrn. leel von Znilncke, 4ü.'2S. !r. I dane, .Ü7, 2lr. :i Snndnev... 7.aa dneie ?.l e-lndn.. 72W l a 4-ne.. .4'2 Nr. 2 > Niens Pal. a.tlt Melnaie i.NenNol,. 45 ce.r S4.ÜO. i lel>iqtea Kichten>>, 45 r.r 4.50. Willinger 6 Hebrank. i !laii?Saftr. '""weit, aÄ Moiininen., nahe !4-G4e i Tel.! S 4. P. Wolle 1117-Md. oarU. 7. l (priljjo.öMt) 3

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4 Der Pcutschc Korrespondent erscheint jrdcn Tng im Jahre. Nr. Lst Baltiinvrr-Straße. C. 6 P. 3173 St. Paul. Maryland 17V!) Eouttland. P. Te!Pl>ii! Isc>l Madtio—. klchSfilUrkr ff. Hrinj. Wvlinung: li. P. 121 W aNirovl. Samstag, den 7. März llltG. Acht Seite. Bnltiinvrc und sein Annex. Wedelt der Hund mit deiuTchwan; oder der Schwan; mit dem Hund 7 Selbstversiandlich sollte der Hund das Wedeln besorgen: aber der Schwanz, den sich die Stadt Baltimore im Jahre des Heils oder Unheils Üsbitzi angegliedert hat. spielt mit der Stadt. Tie Vortheile, welche die Eingemein düng dein Antier gebracht, lies; man sich gefallen: aber einen entsprechen den Beitrag zu dem städtischen Hans halt beizutragen, ja Bauer, das ist ganz was anderes. Ter Anner hat der Stadt viel Geld nutz Prozesse über Prozesse gekostet, und schließlich nach zwanzig Labien ist die Rede davon, in der Staats Gesetzgebung durch ein Gesetz den Anner wieder zu Balti more Eoiinth zu schlage. Wär' der Gedank' nicht so verwünschl gescheidt, man wär' versucht, ihn herzlich dumm zu nennen. Tas; vo einer Loslö snng des Anner keine Rede sein kann, liegt auf der Hand. Es ist den Schrei er mit einer Scheidung zwischen Stadt und Anuer auch nicht ernst. Tie Bewohner des Anner wollen nicht wieder in das Evuntii znrink, sie tönn. ten auch nicht, selbst wenn sie wollten, den sie haben sich Nor zwanzig lah reu ans freien Stücken sü-r die Einge Windung entschieden und bilden seit dem einen Theil der Stadt so gut wie die ältesten Wards Baltimore's. Also von einer Scheidung taun keine Rede sein. Tas iinergniciliche Verhältnis; zwischen dein alten Stadtgebiet und dem Anuer aber sollte ein Ende eh men und ei Modus gesunden wer den, mit dem die Interessen der alten, ivie der neue Sladttheile znsrieden sein können. Tie Interessen der Stadt als Ganzes müssen maßgebend sei und bleiben. Tie Stadl bat dem An er bei der Angliederung verschiedene .'siigesländnisse gemacht, besonders in Bezug ans Stenerzablunge. Ten, Anuer wurde dic' niedrige Stenerrate von Baltimore Eoiiiilh aus IL Jahre ach der Eingemeindung zugesta den. Allein auch seit dieser Termin abgelaufen, bat man im Anner keine Neigung, die städtischen Stenerbe träge zu entrichten, unter dem Vor wände, daß die Stadt ihre Per pslichtnngrn ii. Versprechungen nicht voll eingelöst habe. Tie Stadt be Häuptel, das; der Anner seine enl sprechende Antheil an der Stener rate nicht zahle. Tie Bewohner des Anuer behaupten, das; sie ungerecht, natürlich z hoch besteuert seien, lind bis jetzt haben sindige Advokaten die unklug oder unllar abgesaßte Ver sprechung:- Paragraphen zu Gunsten des Anner ausgebeutet. Erst i den letztrnTagen ist man im Anner etwas comproinißlicher gestimmt. In den Verhandlungen mit dem Mayor zei gen die Vertreter des Anner eine ver söhnlichere Stimmung, und man scheint des ewigen Haders müde z sein, so daß Hosinung ist. z einer endgültigen Verständigung zu toi inen, die siir beide Parteien annelmi bar ist. Tie Lösung der Evngv Irngr. Xlöiiig Leopold von Belgien lenkt ein, um eine Eongo Xrisis zu verinei den. Bisher bestand er hartnäckig da rauf, einen großen Eonipler des Eon go-Staates als !>tron Toniäne iiir sich zu reserviren. Tie belgische Eanimer wollte ans diese Handel nicht einge hen. Belgien wollte den Eongo- Staat nur übernehme,wenn ilnu die Verwaltung des ganzen Staates zu gestanden verde. Ztönig Leopold hat sich unter dem Truck der Verhältnisse und um eine Einmischung England's zu verhindern, bereit erklärt, aus die .Ervii-Toniäne, die etwa so groß, wie Frankreich ist, zu verzichten. Er for dert mir Vt.txxi Hektare (etwa l>x>,. tXX Acker) Landes zur Anlage von .iaffec- und Eakao-Plantageu. Im Uebrigcn solle Belgien die volle Eon- trole erhalten, dafür alle Verpl'lich tnngen übernehmen Ter Belgier ist aber ein kluger Geschäftsmann, des halb will er sich die Nutznießung der Einkünfte ans dem Eougo auf Le benszeit vorbehalten. Es ist nun recht fraglich, ob die Lpposition in der belgische aimner ans diesen Hau del eingeht. Ziöiüg Leopold soll zwar mit Frankreich über den Verkauf des Eongo-Staates unterhandelt haben. Als slanspreis wurde eine Milliarde Iranes genannt. Allein diese Gerüch te sind wohl nur zu dem I,wecke in llinlaus gesetzt worden, um das belai sehe Parlament gefügiger zu machen. Tb das verfängt, ist bei der gereizien Stimmung der oppositionellen Pole tiler Belgien's sehr zweiselhait. Lo nig Leopold ivird wohl noch mit sich handeln lassen und in einem oder dem anderen Punkte nachgeben, so in den Baarzahlungen, die er für sich und seine inder fordert. I-ür sich allein möchte er als Geschenk zur Anerien umig seiner Verdienste nm den Eon go Staat zehn Millionen Tollars ha ben. Angesichls der imgünsligen Ii nanzlage Belgien's ist a Leistung eines solchen Millionen Geschenkes kam zn denken. Wird.Eonig Leopold nachgeben oder nicht'k Tder ivird die belgische Tpposition einlenken, so das; ein Eompromiß zn Stande kommt. Tas sind Iragen. um die sich jetzt Al les dreht. Tie Eongo Angelegenheit verträgt leinen Aufschub mehr, weil England mit einer internationalen Eonserenz droht, ans welcher das Schicksal des afrikanische Ireistaatcs erledigt werden soll. Eine solche Erle digung würde aber schwerlich zur größten Befriedigung Leopold's des Zweiten ausfallen. Wald Schulen und Wald E>Hollings statten. Ter Teutsche bat von jeher Liebe zum Walde gehabt, und der Hnllur Historiker Rieht meint, wenn man dem Teutschen de Wald verschließen wollte, würde man die Revolution vorbereiten. Tie staubfreie, würzige Lust des Waldes hat aus das körper liche und geistige Wohlbefinden de-.- Menschen großen Einfluß, den größ ten wobl aus das >!ind. Ter „Wald im Leben des.Lindes" ist nun i Teutschland auch zu einer Art pädagogischen und medizinischen Wissenschaft geworden, lind zwar, wie es a den Ansängen solcher Bc sirrbnngeu zu geschehe pflegt: zu ei er nnistlittenen. Vor einigen Tagen lag der 'Berliner Stadtverordneten Versammlung ei Antrag ihrcSAus schusses vor, sich dainil rinveistanden zu erklären, daß ans dem städtischen Waldgelände in Buch eine Walderho lungsslättr für !AX> schwächliche schul Pflichtige Linder errichtet wird, in der während der einen Hälfte des Soin iners L!X> Lnaben. während der an dere Hälfte LtXl Mädchen Ausnahme. Verpflegung und Unterricht finden. Weitere Bestimmungen des Antrage besagten, das; die Anstalt mindestens :il Wochen benutzt werde solle, und daß der Losleuanschlag i'.ixi.lxi! Marl betrage. Während der Magistrat nur für schwächliche, aber nicht kranke Linder halte sorgen wollen, Halle der Ausschuß der Stadtverordneten die Anstalt auch kränllichcn Lindern os sen balle wollen. Tas Plenum der Stadtverordneten war aber weder mit dem Antrage seines Ausschusses, noch mit dem Magistrats Vorschlage einverstanden, sondern lebnte beide ab. laclmiäiiner, wie die Aerzte Landau und Langerbans, sowie der Regierung-:- Baumeister .Harle wand ten sich gegen die .sweckbestinimnng des Geldes. Tr. Landau betonte, daß für die Höbe der Summe viel zu we ig geleistet werde. Und wenn man von Praktischen Gesichtspunkten aus gehl, ist dieser Einwurf nicht zu un terschätzen. Es wäre salsch. z sagen, das; die Gesuudbeil von bx> Lindern nicht AtXi.tXiti Mark werth sei. So muß man die I-rage nicht stellen. Aber das Publikum macht sich doch eine Vorstellung davon, wieviel siir eine bestimmte Summe geleistet wei den kann. Und da entstellt die Ge fahr, daß Waldschule und Walderho lugsstälte unpopulär werden, wenn man nicht siebt, daß Losten und äu ßere Leistungen ebenso in einem Ver liällnisse stehen, wie bei allem Uebri gen, was wir ansangen, und man ist geneigt, irgend einen lebler in der Trganisation anzunehmen, wenn der Aufenthalt siir Linder auf dem Lande oder im Walde, wo doch die Lust nichts kostet, sich allzu theuer ge stallet. Im Berliner Stadt Paria uienl ist mau bisher zn einer Eini gung nicht gekommen. Es wäre dringend zu wünschen, das; deiLainpj zwischen Waldschule und Walderho lungssiätle ausgetragen und etwas Ppveckcnlsprecheiides mit nicht über mäßigen Losten geschossen wird, was .dann auch den kleineren Gemeinden zum Muster diene kann. V, n St. 'Ü7L b'tl i s ist ei It e beiilsätz' Lign zum Schlitze bei- persön lichen Ireihcir gegrünbel worden. Tie neue Liga wird sich wahrscheinlich Ter Deutsche Correspondriit, Baltimore Md., Samstag, den 7. März I9OL. dem „Teutsch aineriianischen Ratio nalbnnd" anschliesien. Im leh leuS.u a r t a l lli ist die , Mark betragenden Vermögens einge seht. Ta aber ans dem selbslgeschcie denen Testament das Tatmn sehll, so ivird wohl Vetter „liskns" de fette Bissen einstreichen. T i e V ertrete r d e s st ritt e n Sabbaths in Trov, N'. P.. verlangten vom Gouverneur Hughes, das; er de Mayor Man von !ro absehe, weil dieser die Sonntag-.-gesrhe nicht strikt durchführe. Sie sind aber bei dem Gouverneur abgeblitzt. Hr. Hnghrs erklärte den Sabbaths Heloten, das; gewichtige weise! vorhanden seien, ob der Gouverneur berechtigt sei, den Mahor Mann abmsehen. Gan; abgese hen davon, ob die erhobenen Anita gen auch begründet seien. Bürger meister Mann bleibt also im Amte n. wird sein liberales Regiment weiter führen. Ti e vo n de r „E li ur ch E r tension Soeietv" erbante und bennhte „Ehapel Ear" soll vorläufig ans;er Tienst gestellt werden. Wie man ans Wichila in Eansas berichtet, befinde! sich die „Eapelle ans Rädern," welche von Bischof Hennessev ans seinen Rei sen durch ausgedehntes Missionssels benutzt wird, vorläufig in den Pull man Reparatur Werkstätten in Ehi eago, da dir Eisenbahnen sowohl in Eansas, ivie in anderen westlichen und südwestlichen Staaten, wo der Wagen verwendet cerden sollte, seit Neujahr durch die Staalsgejelze ver liindert sind. iln frei zu befördern. Tie Transporlloslen aber zu zahlen, sind Bischof, wie Gläubige ans;er Stand. Ter neue deutsche Schah Sekretär wird einen recht harten Stand haben. Nicht nur, das; er die schwere Ausgabe hat, der linanz Mi sere des Reiches ein Ende zu machen, er findet bei verschiedenen Parteien fein besonderes Entgegenkommen. So schreibt die „Ireijinnigeleilnng „Tb gerade Hr. Siidow der geeignete Mann ist, in dieser kritischen .ch'Ü an die Spitze des Reichs Schatzamtes zu treten, können vir nicht bejahen, wir wollen es auch nicht ohne Weiteres verneinen. Tb er die hrntc melir, als je. nöthige politische Umsicht nd Be sähignna besitzt, einen gros;ziigige linaii; Resorinplan zu entwerfen und durchzuführen, das miis; erst die In kniisk lehre. Tie „Germania." das führende Blatt der Eentrnnis Partei, schreibt: „Tas Eentrnin ivird dem neuen Reichsschahjekretär ohne Voreingenommenheit entgegen treten und seine linanzvorschläge von rein sachlichen Gesichtspunkten aus prüfen. Hat Hr. Sbdoiv branchbare, de Grundsätzen des Erntrnius nicht >vi dersprechende Vorschläge zu machen, so wird es an ihre Prüfung nnbesan gen herantreten nd auch an ihrer Tnrchführniig mitarbeite. Vorläufig warten wir ab, was Hr. Sydow plant nd mache wird." Tas Nächste ans dein Re forniplan ist. den Eisenbahnverkehr im gcin;en Lande am Sonntag matt zu setzen. Man weis; nicht recht, was man diese Menschen nennen soll: Idealisten oder Narren. In den Per. Staaten sind etwa 7U Millionen Men schen auf ihr Tagewerk augewieseu, um ihren Lebensunterhalt zu vcrdie neu. Tas ist nur möglich, wenn ein beständiger Transport von Rohstoffen und lerlig labrikaten stattfindet. Je de Unterbrechung bedeutet einen gro s;en Lohnverliist. Wer ein Herz im Leibe hat. wird eine solchen Verlust nicht absichtlich herbeiführen, aber es ist eine alte Beobachtung, das; die Svnnlagscheiligen am Allerwenigsten das Wort dessen beherzigen, den sie ihren liibrer und Berather nennen. lEine. Schade, das; diese Sabbath-Heilige nicht mehr com mandireii können, ivie Joshua in der Schlacht mit den Aitwritern: „Sonne, stehe still ;n Gideon und Mond im Tbale Appalon!" Sie würden geivis; am Sabbath Sonne und Mond still siede heißen, wie Be's jetzt mit de Eisenbahnen vorhabe. Tie Betrieb s E i der preußisch hessischen Staats-°Eisen bahne ergahen für de Haimar IN! ei Bl'ehr von IT Millionen Marl, gegenüber de, Haimar des Vorjab reo. Ter Personenverlehr ergab ei Picbr vo I Milüvnr, der ttzüter Verkehr ein Mehr vo I,'> Millionen. Eine pra ktiI ch e Ersi billig bat eine Tame ans Iranksiirt am Main gemacht. Tie hat eine Taniengürtek mit verschiebbare Ta I schen eonslrnirt. Tie Tame bra che un keine Tasche mehr in der s Hand zu tragen, Ter l'iiirtel hat zwei velsäziebbare lederne Taschen i der Ivrni eines PorteinonnaieS, eine siir Geld n. dgl., die aiidere siir das Ta schentnch bestimmt. Hr. Wiley, der Ebef chemische Regiernngs Büreans, hat die Temperenzler und Abslineiizler i Harnisch gebracht. Er bat niimlich ge sagt. das: ei Mann, der nicht hin nd wieder eine Schnapps trinke, ein „Mollpcoddle" sei. d. h. ans Teutsch nngefahr so viel, ivie ei „Waschlappen," Also ach Wilry' scher Auffassung: Wer niemals eine Wbistey trinkt, Ter ist ein Mollneoddle. I m I ahre INN? sind in Ita lien t'.ltx; Morde und absichl lieh bc'igebrachteßerwnndungc'n regi slrirt worden. Imlabre vorher ivaren cs lbüT Morde nd rd NN,N!> Per ivnndnngrii. Tas ergiebt einen Alord I ans je ItXXI Eimvobner der Bevölke rnng. v, Teutschland kommen 0.l!-> Pivrde ans OXXI Einwobner ivobei j die von Italienern nd Kroate in j Tenlschland beganacnen Morde ein I gerechnet sind. A n s der seit l b e st e h e den Pension-!- und lliiierslützmigs blasse der „Pennsiilvania Bahn" war den im Lause des labrc-. PI7, Blßl als Sterbegelder oder Pensionen am befahlt. Tie Ausgaben im Mona! Januar beliese sich ans PUlü.T'k, da vo islülTl!! als Sterbegelder. Tie Laße ivird von dem Personal unter! der Aufsicht der Balmleilnng unter halte, jedoch leistet die Balmgesell j schast den größten Tbeil der 'Beiträge. Ter achahmenswerllie Ältersversor gimgsptan der „Penniiilvania Eüen bahn" ist leider Po einigen wenige oidp.- lii'Vct'liti ivnrden de, Wartentlebe, nachdem sie s spiit ans dem Tbealer nach Hanse ge kommen und ihren Schmink abgelegt hatte, ein Perlenhalsband im Werthe von 27>,!>X> MariPtind eine Einzelprr le, die einen Werth von I.PMc Mark hat, geslvble. Ter Verdacht lenkte sich ans die Lammerfra der Gräfin, Martha Sieger. Es Ivird angenvm inen, das; die Steuer die Perlen in einem Seisenlappe denn dieser! fehlte auch eingewickelt nd ans! dem lensler geworfen hat. Ivo ihre Helfershelfer gewartet haben. Ein ,gasten mit Schmiiekgrgensläiideii, die einen Werth von vielenTansend Mark habe, blieb nnberiihrt. Tie Lam merfra ivnrde verhaftet, Ans die Wiedererlangung der Perlen ist eine Velohnnng von Ith! XX Mark ansge seht. „Es giebt feine guten Menschen in der Stadt New Park, der nicht wünscht, das; die Wirthschas ten am Sonntag geschlossen sind," sagte der Reverend Stone Hubbell von der New Porter Sabbatb Liga vor dem Aerise Ausschuß i der Le gislatnr von Albany. Tas ist min inipertinient gelogen, allein die Absli nenzler verstehe es, siir ibre Sache das Vlane vom Himmel herunter lügen, Und dabei wollen sie doch gute Menschen sein. Auch die Herren Re verends liigen im Eiser für ihre Sa ehe, trohdeni sie Wahrheit verkünden sollen und ans die Wahrheit geaicht sind. Noch linvcrschäinter, als der Reverend Stone Hubbell, log der Vaptislen Prediger Wood, welcher die Verbrechen ans de Genus; geistiger Getränke zurückführte und den Ein gewanderten borwarf, das grosze Elend über da;- Land,;n bringen. Rowland's türkische Viider, kirchliche Anzeigen. Piinur L vo mir is, leine .ZusallS rittst. Ich Nike. iu 111 Elizabeth Lrniiß. ii^ Catheriiir Hildebrandt. Marin Lcüner. Lcicheiibesintier nd Eiubalsniliircr. P!.>liuna nud ovetzi: :-iiff. N..Pe,1!.-Pnr! Ävc. ff.ioiie l!-I77—cr. ü>ollki'iilicnc von Pi!!)

John Herwig ch Sohn, Joseph I. Herr. Leichciibcstiitter und Eiiibnlsnmircr. ff. P. Plione cr. j ff. KP. Coulb 151. Md. HrnricNa si. A StttMp, Nord'-ManrocNr. Creamen, Butter und Eiern. Stände: 12.',. Nichniand-Martt, und Lerlnqton ff kP. Phonc.

Tamrnschncider. j Avenue."' -Nor'' 10.1 Nrd^remant- Bekanntmachungen. acn 'd>->" uo>rtk" svoörd vi Awnids" und dri''.'inischrisl i'id sor wuina os ffn Hu" t vrisriicn. um odrr vor dcm 11. Mur.c i-.n>B, Pvrmitinas II nur, vci ru. srwr riiomod -ii wache o.a UIN z. Prrsion, Bcsiäliati I. Pore Mali 'ß' ivcroai. aluiml g. Nurrli Mnliool, Prüsidail der ffvulcull Pchordc. Vermischte Anzeige. Ti)m. I. Seidel, 1242 Light Str., Eike Tstend-Str. ff. öv P. Teicvvoii, Toniu 2. (-uilir.ffl.lP.li Baltimore. Md. DNS Veit unrunlirl, wie un.ce.ei-ff ,Zrri uvueiioN und.inrii.-s uevruchi. ff. re P. Televiion, -.ount -B. na.-, i. Ws IN fte !12 lind nimvarts kailscn einen fci- Yenniqliausen Stein, gm 1. n Hnnitskt), i.-Poov!c'i 0., r. .UlnsjUc, ÄEMt'.'le clc. —'iilt: "Baltimore Kity Directory" für 1908. R. L- Polk ch- Ev. pon Baltimore. 937—9ü9 Ealvcrt Building. Baltiliivrc Transfer Eo. Sinclair'; Bniimschulr, ffcruSsuunieii und iuntzdiiiiacr. iAuliio.l^ ff .s P Plioiie, rNic Dieer's Tafsies Stand 97,1 Lexington Markt. Henry E Tienrriolo,"mn!ii.scras>c. (gicvr22.lMl) G,te Uruigkeitru. ff,!a luv Tritt!ch UN glalirnisch gcsvrochcu. cScvr2Z.lMt) Tye I. A. Wießner ck Sons Preiving Bs., unabhängige Bierbrauerei Bureau: Nr. 1702, Nord-Gay-Str caan.TS) lcimnre. Kein Keim ist stcher ohne x Fiunily Physirian Alle Apotheker, 2.'c. und 30c. (Tc;5.,lMic.T.T) Feine .Lutschen mit Gummirädrrn Baltimore Coupe Company, Nr. iUö, Wesi .-VuVeilc.Tros;e. Telephone: P'il. Pcruon öS; ffourtlaiid 111-0. Ilutcrhciltit ngcn. Achter Miskcnlitiss uul.i.viu.i-: ineuuuui'i-um c ev.eiri-mu ,eca-c> icu^i'lo! oiiinll-ö.Ziraljc. Tic lungscc Pvrsicttinm siir dcii qcrii,slc Preis Hvmsriiic rsliiivciVildcr. 5 (sents. u—7?" fcn. HIM 1 i l lLtlits geoür Sctiau. n>r -.>nir6. Theater. Zimmcrman'S Henry Miller „The Grent Tividc" Alwnghhu Auditorium. „Gay New Park" Harry Emerson^ .-,1 ?I!nUecn: Moiitixi, ruouru o Miiiwom, Zrrilaa ud P. Rag. Anderson „The Enrsr os Trink" Ford's. William Evllier —i ii— „Eailght in lhr Rain". .ilrisirlll in lussv Gozzetn. Robert Ma' s ''s Äollidun. „In Tld Lciltiicty". Mary land. Lcith's „All Star" Vaiideville. Willie Pausier Truppe. Uew Monument!. „The Ttrvlliiig Players" >'r .172, -li.iny Tt. Pallimvrc, Md. lm>r. so smm ich Triicn liritirdrii und ridlwitz- Ichnsscn. wcichr n drn ?lnari' icidri,.. und inoaiich, "wniia.wMlc"° Pniuirn und aurrrn. Sanmcn nd PN. TNT "und Tcloraicur. tzirllbcr rbonni Pinccni. cz-inliliri 1881. A!ir acln-n Tradlns Cianiv. ff K Phonc Gtlmor lii. (Janl.ZMlcl Sül.iiii bis K.',.i> nd ausivärc. ranlni. Noid.cironr S:i.nc> bis Z.7l>'i a>- ,ni IN -.iln-ndsi TonniauS von ö vis 1.3 N Udr. ffiadlirt 15, Jabrc. cOUI7—) Kagens Airch-Aier. lull-- Geprüfte Hebamme, seit 1892 aus Europa. Wcirio Schutz, Nr. 1705,. Lsi-ffnncr-Sirnsic. Lcisict liir Elektrische Beleuchtung. Wrccther ä? Go. 346 ud 348 Nord-Calvert-Straße. eUrych nd atnat>,.Naele,. vte Tclc-. s G ,-,5- 5:

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„Wrstrrn Martzlaiidßnhn" zahlungs unfähig. Präsident Busch wird als Verwalter eingesetzt. TaS Tirektorimn konnte keine Teckimg sür am 1. April fällig werdende Verpflich tungen schasse. Tie Geld klemme die Ursache. Ta die „Western Maryland Bahn" nicht im Stande war, Teclung sür ihre am 1. April 1008 fälligen Zinsen z schassen, wurde gestern von Nick; ter Morris im Bundes Tistritts-Ge richt auf Antrag der „Bowling Green Trust Co." in New Port die Einsctz ung eines Verwalters gewährt und Präsident Benjamin Franklin Bnsy als der Verwalter ernannt, der PIOO, 000 Biirgschast stellte. Tic Toknmen te wurden im Biirean der Rechtsan wälte Gans n. Hamann milerzeichnet. und waren hierbei ausser Präsident Bush die Rechtsanwälte George R. Gaither und. Lawrence Grier anwe send. Tie Einsetzung des Verwalters kam Finanztreisen nicht unerwartet, denn es war bekannt, das; das Tirektorimn Schwierigkeiten hatte, Teclung für am I. April sättige Zinse und An leihen zu schassen. Präsident Bush war seit acht Tagen in New Bork, um finanzielle Arrangements in dieser Hinsicht zu treffen, doch erwiesen sich seine Bemühungen als ein Fehlschlag. Tie Bahn hat P 3.770.750 ausstehende Schulden, die durch Ps,o37.t>i!t> erste Hypotheken-Obligationen gedeckt sind. Unter diesen Umständen wurde die Einsetzung eines Verwalters für den besten Ausweg gehalten. Tic Aktien der Bahn wurden ge stern auf der hiesigen Börse für I'/-: angeboten. Ihr gestern veröffentlich ter Ausweis für die letzte Woche im Februar ergab einen Zuwachs von P 12,882 in den Brutto Einnahmen über die gleiche Periode des Vorjah res, nämlich Pl 10,573. Tie Brntto- Einnahiuen für Februar wurden ans P 355.81 l angegeben, eine Abnahm.' von P 30.530, und die Brutto-Einnah inen für das Jahr bis zum 20. Fe bruar aus P 3,072,071, eine Zunahme von P 500.105 über das letzte Jahr. Tie Ernennung des Verwalters ge schal; auf Veranlassung der Tirekto ren der Bahn in New-Pork, denen ein vom I. März datirter Brief des Prä sidenten der Bahn in Baltimore zu gegangen war. In diesem heisst es unter Anderem: Tie Brutto Einnahmen der Bahn für die mit dem 31. Tezember 1007 endenden 0 Monate zeigten eine Zu nähme von P 510,725.32 oder 20.33 Prozent und die Netto Einnahmen eine solche von P 350.170.18 oder 30.22 Prozent über die der gleichen Periode des letzten Finanzjahres. Wegen des knappen Geldmarktes war es der Balm nicht möglich, die nöthige Tecl ung für Zinsen und Schulden zu schaffen, und wurde daher ein Ver Walter eingesetzt. Herr John Rhein gestor be n. Nach längerrni Leiden starb gester Herr John Rhein im Alter von 7! lahren. Tie Beerdigung sin det am Samstag Vormittag vom Tranerhause Nr. >7l l, Ost Presto Strasse, ans auf dem „Hl. Erlöser Friedhose" stall. Ter Verstorbene wnrde am 20. Mai 1832 in Bayer geboren und kam im Alter von 17 Jahren nach Amerika. Er war Wa genbauer von Beruf und früher Theilhaber der Zinna Tnncaa. Rhein dc Conway. Später gründete er sein eigenes Geschäft unter der Zinna Rhein Söhne in Nr. 010, Linden-Avemie. Vor fünf Jahre zog er sich in den Ruhestand zurück. Herr Rhein war drei Mal verheira thet, das erste Mal mit Anna Marie, geb. Ruth, dann mit Louise, geb. Kent, ud zuletzt mit der jetzigen Wittwe Katharine, geb. Weyandt. Neben Letzterer hinterlässt er einen Sohn aus erster Ehe, Herrn Natha iel C. Rhein, und sechs Kinder ans dritter Ehe, H.H. William H.. John, Joseph. Charles und Harry Rhein und Zrau lessie Jester, sowie drei Enkelkinder. Herr Rhein war Mit glied und Er-Kanzlcr des „St. Bene dict-Cvnzils. C. B. L." Republikanische Telega te n. Tie republikanischen Con ventionen deS 3. und 1. Tistrikts er wählten gestern folgende Telegaten zur Nalioual-Convention in Chicago: 3. Tistrikt, Tr. W. S. Booze, George W. Padgctt; Stellvertreter. John A. lanetzke und George B. Zlynn: 4. Tistrikt, Tr. H. C. Elgise und Pastor Wm. M. Alerander (Neger): Stell vertreter, Tr. Wm. A. Montell und Alerander Hemslcy (Nieger). Als Elektoren wurden erwählt: 3. Ti strikt. Joseph Brooks: 4. Tistrikt, Millard Z. Burgcss. Zunahme der Mehlaus fnhr. Seit dem 1. Januar sind 338,000 oder 105,080 mehr Zäfser Mehl von Baltimore ans nach dem Auslande versandt worden, als im vorhergehenden Jähre der Zoll war. Allgciiicin bcfricdigt. Ter „Unabhängige Bürger-Verein' mit seinen Erfolgen während der letzten Zeit vollkommen zufrieden. Tie Ernennung des Hrn. Robert M. Rother zum Schnl-Commissär gutgeheissen.—Gratulationen von nah' und fern. Herzerfrischend war die Sprache, welche gestern Abend im „Unabhäiigi gen Bürger Verein" geführt wurde. Sie legte beredtes Zeugnis; ab von der Einimithigkeit, mit welcher unsere c.entschainerikanischen Bürger für ihre freiheitlichen Prinzipien eintreten. Natürlich war die Temonstration, welche letzten Tonnerstag unter den Auspizien des „Unabhängigen Bür ger Vereins" in AnnapvliS stattfand, das Hauptthema des Tages. Mässig aber, wie die Befürworter der Tak ten, der persönliche Freiheit sind, war auch gestern Abend ihre Sprache. Man sreutx sich, dass die Knndgebnug zu Ten, geworden, was sie wirtlich war. Ehe das wichtige Thema auf's Ta pet gebracht wurde, berichtete Herr John Tjarks in der Versammlung, i welcher er selbst den Vorsitz führte und Hr. Hermann Badenhoop als Protokollführer snngirte, dass Hr. Ro bcrt M. Rother, der Präsident der Hopkins Place-Sparbank, eines der Mitglieder sei, welche von Mayor Mahool zu Schuleoimnissären er nannt worden seien. Er ersteh der Ansicht Ausdruck, das; die Mitglieder des Bürger Vereins die Ernenming des Mayors gutheissen würden, in dem dieselbe gewiss klar darlege, dass die Bemühungen des Bürgervereins im Interesse der Ernennung eines Teutschen zum Schulcoinmissär be rücksichtigt worden sei. Weiter machte Herr Tjarks ans die Fichte Feier aufmerksam, welche hier allerdings in bescheidenem Masse ge feiert worden ist, und ging dann auf die erfolgreiche Fahrt nach Annapvlis über. Auch stellte Herr Tjarks in Ans säht, dass in der kommenden Saison wiederum deutsche Theatervorstellun gen stattfinden würden. In Bezug auf die Gesetzesvorlagen, welche von dem „Unabhängigen Bür gcr-Vcrein" der Staats-Gesetzgebung unterbreitet wurden, wurden beson ders diejenigen hervorgehoben, welche ans den Geschworenendienst der Poli zisten, Aerzte und Richter Bezug ha Pen. Ferner diejenige, welche sich aus den Theaterbesuch der Kinder, ehe sie voll jährig werden, bezicht, nd dann eine Vorlage für die Ernennnng einer Commission, welche die Local Option Frage studircn und in der nächsten Staatsgesetzgebimg entsprechende Ge sctzeSmassnahnien einbringen soll. Eine grosse Zahl von neuen Ver einen wurde nfgenomnien. Es be fanden sich darunter der „Frohsinn- Franenverein", der Frauen Verein „Liberty", der „Eannstatter Franeii- Verrin", der Tnnieu Verein des „Ar beiter Männerchors" und die „Soz. Liedertafel". Besonders erfreulich war die Zahl der Gratulationsjchreiben, welche von miswärts einliesen und bekundeten, das; man der gegenwärtigen Bewe gung in Maryland mit grösserem I stresse folgt, als bisher angenommen wurde. Ter Philadelphia Zweig deS .Teutsch Amerikanischen National Verbandes" sandte unter Anderem das folgende Schreiben ein: „Zu der so erfolgreich verlauscneu Temonstration gegen Local Option übermittele ich Ihnen hiermit die Au erkriuuulg und die Glückwünsche des Vorstandes des Nationalbundcs. Mit dentschem Gruss, Adolph Timm, Se kretär." Vom Zweig-Verband in Brooklyn, N.lief solgendes Schreiben ein: „Unabhängiger Bürger Verein, Baltimore, Md. Werthe Herren! Einem Beschluss der letzten Sitzung des obigen Verbandes nachkommend, gestatte ich mir, Ihnen unsere ausrich tigslen Glückwünsche anlässlich der so wohl gelungenen und imposanten Opposition gegen die Local Option- Bill auszusprechen. Es erfüllt uns mit Bewunderung, dass Sic es ver mochten, über 3000 Personen unter Unterlassung jeglicher Religion und politischer Gesinnung für eine Mar tige Temonstration gegen heuchleri sches Muckerthum zu gewinnen, und hosten wir. Dass diese Temonstration die Früchte zeitigt, die von allen Teutschen der Vereinigten Staaten erwartet werden. Mit deutschem Gruss. Bruno Schmidt. Verbands schriftwart." Ein Antrag der Erekutive. Dass in Zukunft Leute, welche sich besou ders um den „Unabhängigen Bürger- Verein" verdient machen, durch Be schluss der "Versammlung zu Ehren- Telegaten erhoben werden können, wurde gutgcheissen. Tiefe Frage wurde bejmpders wegen der Wahl des Hrn. Karl A. M. Scholtz zuin Ehren- Trr Teutsch? Korrespondent, Bnltiinvre, Md., Freitag, de 0. März 1008. Telegaten bei der letzten Versamm lung aufgebracht. Laut der Eonsti tution muss der Beschluss bis zur näch slen Sitzung überliegen bleiben. Hr. Henry Wienefeld machte in längerer Rede ans den Erfolg des Bürger Vereins am letzten Tonners tag aufmerksam, und der Auwalt des Vereins, Hr. Paul Johannsen, sprach sich in ähnlichem Sinne ans. Pastor A. F. Sterger hielt eine län gere Ansprache, in welcher er zne Hauptsache erklärte, das; nach seiner Auffassung das Herz bei dem Me scheu nur eine Funkenstation sei. das Gehirn aber sür alle Sachen entschei dend sei, und es sich bei der kürzlicheu .Kundgebung herausgestellt habe, das; unsere Teutschen bei der Temonstra tiou am Tonnerstag Herz und Kopf am rechten Ort gehabt hätten. Hr. .Karl A. M. Scholtz wurde aus Empfehlung der Erekutive zum Bei sitzer des Natioual-Verbaiides in Vor schlag gebracht, welcher Vorschlag der gestrigen Stimmung zufolge ange vnmien wird, sobald das obener wälmle Amendement zu der Eonsti tution in der nächsten Sitzung ange noinmen wird. Einem Verleger ans New Port, welcher zum Wohl und Besten des Teukschtlmius von Baltimore einen Vortrag über Prohibition halten möchte, wurde zwar der Tank der Or ganisation ausgesprochen, aber auch zur selben Zeil durch Verschiedeue Herren dargelegt, dass wir bereits mehrere Herren in unserer Mitte ha ben, welche das besagte Thema auf fähige Weise bearbeitet haben. Auf Autrag des Hru. Fritz Fiiick wurde der Erekutive der Taut sür die Bemühungen um die Aunapolissahrt ausgesprochen, und auch die deutsche Presse erhielt ein Tankesvotum, wel ches von den Vertretern der beiden deutschen Tageszeitungen beantwor ret wurde. Herr A. F. Trappe hielt eine An sprache. in welcher er die Telegaten und Sekretäre der Bereine ganz be sonders darauf ansmerksam machte, das; sie es nicht als etwas Selbstver ständliches betrachten sollten, dass die Mitglieder der verschiedenen Bereine über alle Borgängc in den Telegaten signngen genau informirt seien, son derli in jeder Versammlung ihrer re spekliven Vereine genau Bericht er statten sollten. Ans der nämlichen Ursache protestier er gegen die Erneu nnng zu vieler Comite'. Herr Julius Meyer begann seine Ansprache mit den Worten „Tas Ei srn soll geschmiedet werde, während es heiss ist", wies dann ans die glän zrnden Errnngenschasten des Bürger Vereins in letzter Zeit hin und ein psabl den Mitglieder Wachsamkeit für die Zukunft. „Mo zart M ä nnercho r." In Hrn. Rob. Bolliner'S Halle, Ecke von Chapel- und Orleansslrasse, fand gestern Abend die regelmässige Singstunde des „Mozart Männer chors" statt. Geübt wurden unter Leitung des Tirigente Prof. Geo. W. Pöhlniann Chöre für die bevor stehende Kriegerbnndseier. Nach der Probe fand eine lurze Geschäjts sjhnng statt, in welcher eine Einla dung der „Bereinigten israelitischen Clubs" entgegen genommen wnrde. Ter vorläufige Bericht über das finanzielle Resultat des Maskenballs kantete günstig. „M elodi e." Ter Gesangverein „Melodie" übte gestern Abend i seinem Bereins lotäl, Hrn. Jacob Ries;' Halle, Ecke von Forrest- und Lowslrasse, mehrere Chöre. Ten Taktstock führte zum er slen Mal wieder der von längerer Krankheit genesene Tirigent Pros. F. Karolus. In der Geschästssihnng wnrde die Abrechnung der kürzlich stattgehabte Unterhaltung vorge nommen. Tieselbe ergab ein sehr günstiges Resultat. Eine Einladung des „Teutschen Kriegerbundes" wurde angenommen. „Eichenkran z." In Hrn. Aug. Göbel's Halle, Ecke der!!. und Goughslrasse, fand gestern Abend eine gut besuchte Versamm lnng des „Eichenkranz Tanienver cins" statt, in welcher die Wahl der Beamtinnen für das lausende Jahr vorgenommen wurden. TaS Resul tat derselben war folgendes: Präsi dentin Iran John Sause, Vice-Prä sidentin Iran Albert Knop, Schatz meisierin Iran Martin Ries, Finanz- Zekretäriii Iran John Hofsmeister und protokollirende Sekretärin Frau Fritz Tkeinbach. „B ayeris chcr Mä nercho r." Tie Singstunde des „Bayerischen Männerchors" siel gestern Abend aus, dagegen fanden sich die Sänger im Vereinslokal. Hrn. John A. Ackermann's Halle, Ecke von Caro line- und Goughstrasse, zu einer Nachfeier des wohlgeliingenen Eon zerts, das der Verein am Montag in der „Labor Lyceum Halle" gab, ein. In einer kurzen Geschästs sihnng wurde Hr. Wm. G. Zwicker als Telegat für die „Ver. Sänger" aufgestellt. Ter bisherige Telegat, Hr. John A. Ackermann, legte dieses Amt krankheitshalber nieder. Tü ch tig an de r Arbe i t. Tas ans 18 Mann bestehende Ar rangeiucuts Comite für das bevor stehende gemcuischaslliche Eonzert der Vereine „Thalia Männerchor/' „Metzger Gesangverein" und „Ar beiler Männerchor" hatte sich gestern Abend vollzählig in Herr Julius Bayer's Restaurant an der Forrest Strasse eingefunden. Unter dem Vorsitz des Herrn Fred. Nordeutzol; und der Protokollführung des Herrn Fritz Holzhauer wurde eifrigst mit den Vorbereitn'' sür das Eonzert fortgefahren.-' linier den Arrangeu ren herrscht eine so grosse Begeisle rang, das; ein grosser Erfolg sicher nicht ausbleiben kann. Tie nächste gemeinschastliche Probe findet am kommende Tienfiag im Vereins lokal des „Metzger Gesangvereins." Herrn Jolm Hosfman's Halle, Ecke von Forrcst und Low Strasse,' statt. Ger m a ia -Lo g e. O. d. H. S. Tie „Germania Loge" vom „Ver besserten Orden der Hermanns Söh ne" hielt in Hrn. Wackerhanser's Halle, 'Nr. 7 nd 0. Frederick-Avenue, ihre regelmässige Versaninstung ab. In der Geschästssitznng, in welcher Präsident Franz Krasser den Vorsitz führte und Hr. H. Heinrich als Pro tokollsührer fmigirte, wurde ein giin sliger Bericht über die letzte Unter Haltung eingereicht. „Adonis-lüng e r V e r e i In seiner regelmässigen Versamm lung hak der „Adams Jünger Ver ein" beschlossen, demnächst wiederum ein Austernrösleii im „Adonis-Park" zu veranstalten, und ein aus den HH. Bernhard Barr, George Rimbach, Fritz Mayer, John Passau und Peter Hesfer bestehendes Comite wurde er nannt. um die Vorbereitungen zu treffen. Te r „N ord o st B alti mo r e Ve r s cl> öner un g s Vere i n" lüelt gestern Abend in der Emannels Kapelle an Hoffinan und Eden Str. seine Monatsversanmilung unter dem Vorsitz des Präsidenten W. W. Parker ab. Nachdem Herr G. A. Zipp, der erste Vice-Präsident, den Amve senden eine kurzen lieberblick über die Thätigkeit des Vereins im ver flössen? Jahre gegeben hatte, wurde zur Wahl der Beamten für das lau sende Jahr geschritten. Erwählt ivur de als Präsident W. W. Parker zum dritten Mal. erster Vice Präsident G. A. .Zipp, zweiler Vice Präsident Henry Blirnt, Sekretär E. A. Helivig, Zinanzsekrelär Harry W. Adams, Schatzmeister George W. Blanksord, und Tirrktoren Charles I. Tobler, John W. Erdnia, John H. Butler, Arthur Thompson, Jas. S. Miller, W. S. Carre, Noah Z. Zlitton, John Z. Tusiiian, A. E. Tietrich, John Kronmiller, Charles S. Rossiter, William H. Martin, Z. Chase Mac cubbin, Waller P. Wright und Chas. ly. Taneker. T a s Leiche n b e g ä n g n i ss von Z r a A lberti n e Vi. Le h wert, welche am Montag in ihrer letzte Wohnung aus dem Leben schied, fand gestern Nachmittag vom Tranerhause ns ans dem London Park Friedhofe statt. Pastor E. E. Jde von der evang.-lnth. Treieinig keils-Kirche an der Baltimore- und Pulaskistrasse hielt den Trauergottes dienst ab, nd als Bahrtnchträger snngirte die H.H. Gottsried A. Smith, E. Z. AyerS, Charles H. Sadtler, E. W. Gill, Andreas Pledge und Edivard Wischmeyer. Tie Ver blichene >var in Towson, Baltimore- Connty, gebore: wie viele der Hier geborenen hat sie ihr Tentschthuni bis zu ihrem Tode aufrecht erhalten, und ihre Kinder pflegen die deutsche Sprache in Ehren. Ter Gatte der Verstorbenen war Hr. Charles A. Lehnert, der bekannte Essighändler. Zran Lehnert hinterlässt drei Töch ter und sechs Söhne, nämlich Zrau Mollie Carter, Zran Annie Ledley, Zrau Anna Ehenowith und die H.H. Charles A., William, Albert, Jacob, John T. nd Ferdinand Lehnert. Zahlreiche und prächtige Bliimen spenden, welche an ihrem Sarge nie dergelegt waren, bewiese, welcher Beliebtheit nd Achtung sich die Ent schlafene ersteute. Nach sieben lahren ein gesungen. —Nachdem die Po lizei sieben Jahre lang vergeblich nach ihm gefahndet hat, wurde ge stern der Neger Elwood Arniondale verhastet, weil er zu jener Zeit etliche Sachen ans dem Laboratorium des „Baltimore Medical College" gesteh-, len haben soll. Tie Zuhälter! des Negers soll dessen Aufenthalt aus Eifersucht verrathen haben. Te in Gerichtsverfahren überwiesen wurden gestern in der westlichen Polizeistation lulinS Martin und Joseph ToglaS, welche, wie bereits gestern ausführlich im „Teutschen Eorrespondenten" berich tet, eine Anzahl ungarischer Lands leute beschwindelten, indem sie den selben werthlofe Artikel verkauft ha ben sollen. Skulpturen Ausstellung. Ueber 350 Kunstwerke erster Klasse werden hier erwartet. Werden in der Wafsenhalle des 5. Regi ments zu sehen sein. Tie Ge fahr eines Misslingens lag nahe Glücklich abgewendet. Tie städtische Knnst Gesellschaft hielt gestern Nachmittag im Biirean der Architekten Emmart X Ellicott im „Union Trust "Gebäude eine Sitzung für die im nächsten Monat in der Wafsenhalle des 5. Regiments geplan te „National Skulptnre "Ausstellung ab. Mit derselben sollte eine Blu men Ausstellung Seitens des „Bln mengärlner Vereins" veranstaltet werden, welch' Letzterer ein aus den HH. Charles L. Zcybold, E. A. Seide nütz und I. H. Mos; bestehendes Ar rangemcnt Comite ernannt hatte. Er, stere beiden Herren waren zu der ge steigen Sitzung eingeladen. Hr. Sey bold, der Vorsitzer des Eomite's, er klärte sich zum Rücktritt von diesem Ehrenamte bereit, da ihm Seitens sei ues Vorgesetzte angedeutet worden war, er habe als Angestellter der Parkbehörde kein Recht, sich an össenl lichen Veranstaltungen, wie der ge Planten Ausstellung, zu betheiligen. Er schlug daher Hru. Seidewitz als Vorsitzer des Tekorations Eomite's vor, was dieser entschiede abschlug. Tie Herreu von der Kunst Gesellschaft veranlassten schliesslich Beide gleich vortheilhast bekannte Gärtner, des schwierigen Amtes geminsam zu Iva! teu. Ohne die Mitwirkung des „Gärtner Clubs," so wnrde betont, wäre die Skulpturen Ansstellung von vornherein ein Fehlschlag, den die 00,t>0 Onadratfus; grosse Wafsenhal le biete mit stiren kable Wänden durchaus keinen passenden Hinter grund für die in grosser Anzahl er warteten Marmor- und- Bronze Standbilder der Künstler des ganzen Landes. Ein Misslingen dieser Aus stellung. die zum ersten Mal ausser halb der Stadt New Port stattfände, würde ein grosser Schaudsleck für die Ehre der Stadt der Monumente sein. Nach der Sitzung begab sich ein Co mite in das Biirean des Generals Ferdinand E. Latrobe, nm durch ihn die Beihülfe der Parkbehörde in dem Unternehmen zu gewinnen, was ihm auch gelang. Es wird harter Arbeit und der thatkräftigen Unterstützung der hiesigen und auswärtigen Bln mengärtner und Baumschnlbesitzer be dürfen, den Kunstwerken ei würd! gcs Relief zu gebe, denn für das Riesenwert steht etwa nnr noch ein Monat zur Verfügung. FranMar i e K r ii ger tod t. Im hohen Aller von 87 Jahren ist gesler Abend Frau Marie Krü ger, Wittwe des vor Jahren schon verstorbenen Herrn Taniel Krüger, der viele Jahre ein Schnhmacherge schäst an der Nord Gay Strasse, ge gen über der Zionskirche, betrieb, ge starben. Frau Krüger wurde am 2G Januar 182 l zu Michelstadt im Grossherzogthum Hessen gebore, kam am 25. Juli 1817 nach Basti more und verheirathete sich hier im Oktober 1818 mit Herrn Taniel Krüger. Tie Ehe war mit sieben Kinder gesegnet,, von denen zwei die Mutter überleben, Frl. Tora Krüger und Frau Richard Ortmann. Frau Krüger erfreute sich bis in die letzte Tage noch der besten Gesnndheil und war geistig noch frisch, lieber 00 Jahre war sie Leserin des „Teutschen Correspondenlen. T a s- „C h ess a p e a k e C o n z i l Nr. 03, K. W. L.." hielt gester Abend in der „St. Michaels Halle" an Baltimore und Wolfe Strasse seine Moualsversammlung, in Ivel cher durch das ans den HH. Henry A. Bosse, F. 'M. Linsenmeyer, Tr. Wm. I. Snlliva, Adam Welzenbach, Paul I. Prodvehl, loseah I. Cnr roll, W. S. Homburg, Jos. Geissler, Michael Maloney und L. H. Eller brock zusammengesetzte Tegree Team des Marnland Staats-Conzils vier neue Mitglieder einführte. Nach der Versammlung wurden Erfrischungen scrvirt. Nachfolger des Vater? R n ssell. Ter Sekretär des apo stolischen Telegaten Mvnsignor Fal conio in Washington, Vater Louis Stickncy, ist zum Nachfolger des Va ters Russell als Privalsekretär des Cardinals Gibbons ernannt worden. In kritischem Zustande liegt der Neger John C. Plowden von Nr. killt, Peim-Alley, welcher am Mittwoch Abend von dem Poli zisten Cole geschossen wurde, im „Ma rnland llniverfitäts-Hospital" darnie der. Tie Einzelheiten des Zolles wurden bereits gestern ausführlich im „Teutschen Eorrespondenten" berich tet. Ringkampf in der Lyric- Halle. George Hackenschmidr, der deutsche Champion-Ringkämpfer der Welt, wird ain 21. März in der Lyric-Halle austreten. Am April wird er sich in Chicago niit Frank Gotch für eine PID,(XX) Wette messen. Rniibaiifall im Pattcrson Park. Ter 17 Jahre alte Robert Tull von zwei Unbekannten überfallen. Bis; einem seiner Angreifer in den Finger. Passanten ver scheuchten die Wegelagerer. Nachdem erst vor einigen Wochen ein Ranbanfall im Pattenau Park stattgefunden hat, dem jedoch von der Polizei wenig Beachtung geschenkt wurde, ereignete sich gestern Abend ei erneuter Uebersall in demselben Park. Ter Angegriffene ist der 17 Jahre alte Roberl Tull von Nr. >O3, Nord Gloverslrasse, der eine beträcht liche Summe Geldes bei sich trug, das ihm die Wegelagerer jedoch nicht abnehmen konnten, da ans seine Hiilsernfe zwar lein Parkpolizist, aber mehrere Passanten von der Bal tstnoreslrasse herbei geeilt kamen. Tie HH. Thomas F. Herr von Nr. 201 1, Ost Lombardstrasse, und John G. Nagengast, ein Rechtsan walt von Nr. 22, Nord Patterjon Part Avenue, gingen gesler Abend gegen Glo Uhr die Ost-Baltimore- Strasse entlang. Als sie sich der Ln zerneslrasse näherten, hörten sie die Rufe „Mörder!" „Polizei!" welche ans dem Park kamen. Sie besannen sich nicht lange, sondern eilte sofort der Richtung zu, woher die Hülferufe kamen, indem fie selbst Rufe ansstie ssen, um den Bedrängte wisse zu lassen, das; Hülse nahe. AIS sie an die sogenannte „Mall" lamen, fan den sie dort den oben genannte jun gen Mann in derangirter Kleidung. Terselbe machte ihnen folgende Mit theilung: „Ich ging ahnungslos mit aufgespanntem Schirm durch den Park, als plötzlich zwei Männer, die sich hinter einem Gebüsch versteckt hatten, ans mich zusprangen. Ter eine derselben schlang seinen Arm um meinen Hais, während der andere sich daran machte, meine Tasche zu untersuchen. Ter Mann, der mich festhielt, hatte seine Hand aus meinen Mund gedrückt, es gelang mir jedoch, denselben so stark i einen Finger zu beisse, dass derselbe von mir losliess. Auf meine Hülfernse gaben Sie Ant wort und die Strolche ergriffen die Flucht." In Folge der Tunkelheit war -es dem Ueberfallenen nicht möglich, seine Angreifer zu erkennen, der zer bissene Finger des einen dürfte aber der Polizei eine guten Anhaltspnnlt biete, um ans die Spur derselben zu kommen. „Frankfurt" von Bremen abgefahren. Gestern Abend nm 5 Uhr fuhr der Norddeutsche Lloyddampfer „Zraiiksnrt" von Bre men nach Baltimore ab. Terselbe hat 220 Passagiere für Baltimore nd ebenso viele für Galveslo, Teras, an Bord. H atte zu kleine A nste r Weil er angeblich 300 Büschel iinver käufliche Ansiern an Bord halte, wnr de der Austernboot Eapitän Monnie Jones von Chance. Md., gestern ans Veranlassung des Inspektors Wm. I. Kennedy dem Polizeirichter McNally im östliche Stationshaus vorgeführt und von Letzterem mit !j!25 und Ko sten bestrast. Feuer i n e i er Kirche. Um >2.32 heute früh brach im So terrain der evangelisch lutherischen Grace Kirche. Ecke von Goughstrasse und Broadway tPastor Newcomer), ei Brand ans, der beträchtlichen Schaden anrichtete. Hr. Heinrich Krause sandle rinen Alarm ein und waren bald die Spritzen Compagnie' Nr. 3. 5,! und 11 zur Stelle, welche de Brand ach einer etwa einstündi gen Arbeit löschten, nachdem-die Or gel, Plattform nd die Tecke in dem Souterrain schwer beschädigt wnr de. Briefkasten. L. M. Man richtet sich in sol chen Fälle meistens nach den deut schen Sprachregeln und würde des halb „der" sagen. Aus dem Inner? Maryland s nd drn angrcnzrndc Staaten. Schrecke n sthateinesWa h n sinnigen. Nathan Jacobs, ein Zeitnngs händler in Norfolk. Va., brachte in einem Anfall von Geistesstörung sei er erst seit einer Woche ibm ange trauten jungen Gattin mit einem Rasirmesser eine gefährliche Wunde am Nacken bei und durchschnitt sich so dann selbst den Hals. Auf die Hülse rufe der Frau eilte die im selben Hanse wohnende Schwester des Thä ters, Frau N. Kaplan, herbei und alarmirte die Polizei, welche beide Verwundeten nach dem „St.Vincents- Hospital" brachte. Hier erlangte Ja cobs nach kurzer Zeit sein Bewusst sein wieder, eilte zu eineni Fenster n. sprang aus einer Höhe von 35 Fuss herab., wobei er das Schnlterbcin brach. Er wird jedenfalls sterben, während seiner Gattin Verwundung als ungesährlich betrachtet wird. Ja cobs litt schon seit längerer Zeit au i periodischen Wahnsinns-Anfällen. Misse. H'cisse. Wäsfe für Reisende nach Deutschland:c. tssrgt Naine, Notar, Korrespondent." Pollmachten, Perzichtleistnngen, Erbschafts Angelegenheiten, Einziehung von Vermächtnisse G. Notar, „Cvrrrspo.idnit" Office. von und nach Peutschland —i,— Aorddentsche LloZd Rajitte oder Zwischendeck, G. Wnine, „Teutscher Korrespondent," dir. 413, Ost-Baltimore-Strasse. Se Ib st mord di e gla bhaft e st eLeSart. Tos Perschivinden des Postmeisters Vau P. Canada von Glen-Echo, Md., inelcher seit Sonntag von seiner Woh nung abwesend ist, umhüllt noch im mer ein räthselhaftes Tnnkel. Eine inzwischen auf Peranlasfung seiner Amtsbürgen vorgenommene Untersu chung seiner Amtsbncher ergab, dass die Kasse bis ans den legten Cent stimmt: auch seine persönlichen Ver hältnisse befinden sich in bester Ord nung. Ties lässt die Annahme weite ren Raum gewinnen, das; der Vermis ste ans Schwermuth über die fortschrei tende Krankheit seiner Gattin Selbst mord begangen haben mag. letztere wnrde kürzlich ach dem „Rothes Kreuz-Heim" in Glen-Echo überge führt. Panik in einer Tabaks- Fabrik. Eine Feuersbrnnst im zweiten Stockwerk des Gebäudes der „Pattcr son Tobarco Company" in Rich mond, Pa.. verursachte einen bedeu tenden Panik unter den daselbst be schästigten Arbeiterinnen. Ter ange richtete Materialschaden war nnr ge ring. da die Feuerwehr das Feuer bald unter Controle hatte: doch wur den lwi dem dichten Gedränge meh rere Mädchen mehr oder minder schwer verlegt. Ein Feuerwehrmann fiel bei der Rettungsarbeit von einer Feuerleiter herab und wnrde gefähr lich verwundet. Ein Neger-Schicssbold. x X I. S. Onery. ein Ingenieur der „Atlantic Coast Line Bahn," wurde bei Valley-Station, Pa., in eine Schiesserei mit dem Neger GnS Ses sons, einem Bremser ans demselben Zuge, venvickelt. Eine Kugel streifte,- Onery's Kopf, verursachte aber nr eine Hautivunde, so dass der Inge nieur seinen Tienst nicht zu unterbre chen brauchte. Sessons wurde nicht vcrivundet: er entkam. Blau Wasser. Ein alter Leuchtthurmwärter an der Ostsee, der in dem Rufe stand, dem Alkohol nicht abgeneigt zu sein, erhält eines Tages den Besuch eines revidirenden Bauinspektors; dieser findet alles in bester Ordnung, kann es aber nicht unterlasse, dem Wär ter, der in dein bösen Ruf steht, gern einen über den Tnrst zu trinken, da rüber Borstellungen zu machen. Ta bei entwickelt sich folgendes Ge spräch: Wärter: „Wat, Herr Baumei ster:' Ik drinken? Keinen Trup pen!" Bauinspektor: „Na, na! Man sieht es ihm ja an der Nase an; sie ist ja ganz blau!" Wärter:,.Ja dat sei blag is, dat weit ik: äwer Herr Baumeister, sitten Sie mal as ik hier 25 lohr immer up de sülwe Städ un kiken Tag vör Tag in dat blage Water, denn wull ik mal seihn. Ivo blag Ihr Näs' wir. Ne, Herr Banmeister! Tat is blot von 4>at blage Water!" iMe sr' s,r N,1,. U. US cft-vaUt?-., 5

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6 Aus Teutschland. Näheres übrr den .Hvfthcatcr Brand in Mciiiillgcii. Meta Illing's Plan zur (kründmig eines englisch aiiieritanischen Theaters in Berlin vom Kaiser mitersliitzt. Ban eines grossen Hotels nnd Theaters an den Linde, gegenüber der Kaiser Gallerte, projetlirt. Betrach tmigen der deutschen Presse über die Schnlbrand Katastrophe in Collinwood. Kaiser Wilhelm's hevorslehender Besuch in Wien, Gerücht über Drei Monarchen Zusammenkunft nicht bestätigt, Berlin, (i, März. Durch den bereits gemeldeten, gestrigen Ho theaterbrand in Meiiüngeii, Hanpl stadt des Herzogtlmms Sachse Mei ningen, isl nicht mir dasGebände, so der auch der gesammte Inhalt in Flammen aufgegangen, so das; cs sich mii einen lokalen Verlust bau delt, Herzog tveorg von Sachsen Meiniiigen, ivelcher die Hofbühne zu ihrer unerreichte Blüthe erhoben und sich zur Zeit in der Riviera be findet, wurde von dein Unheil ans telegraphischem Wege in .Kennlmss zzescyt. Zum Glück and zur Zeit leine Vorstellung statt. Verlusl an Menschenleben ist nicht zu beklagen, (Das .Hoftheater in R, ei ningen verdankte seine Bedeutung dem nahe z VL Jahre alten Herzog Georg der Zweite, der seinerzeit die Oper auf löste, alle verfügbaren Mittel an das Schauspiel verwendete und hier das Werthvolle mid Dauernde, zumal die deutschen Klassiker, bevorzugte. Der ausserordentliche Fleis; des Ciii nbens, sowie die vielen Wiederholun gen sicherten den Meiningern die gewöhnliche Bezeichnung der durch ihre Gastspiele im In- und Ausland bekannt gewordenen Hvslheater Ge sellschaft Meiniiigen's einen sonst unerreichten Grad von künstlerischem Zusainmenspiel. Namenilich die Massenszenen bildeten lebendige Gruppen. Das erste Gastspiel der Mciiiinger begann im Mai >k7l in Perlin am Friedrich Wilhelmstäd tischen Theater. Herzog Georg >vnr de seitdem der anerkannte Lelirmeister sür die gesaiimite deutsche Regie. Tie Gesellschaft hat Tausende von Gast- Vorstellungen ans zahlreichen Bich neu Tcntschland's und des Auslan des, so auch in den Ver. Staaten, spe ziell in New Bork, gegeben, aber izn Sommer tt-llt ihre kmistreiseii eingestellt.) Das projcktirte englische Theater in Berlin. Frau Meta Flling. die (Gattin des Dr. M'erghach, hat sich über ihre-schon vor ein paar Tagen angekündigte Nhsicht, eine englische „Stock Com pany" nach ameritaiiischeiil Muster in Berlin in's Leben zu ruseu, in einem Interview geäussert. Tie .Künstlerin, welche de New Borler Theaterfreunde von ihrem Nustre teil im Jahre l!y! her bekannt ist, bespricht das Projekt in enthusiasii scher Weise. Tao >tapital ist aller dingo erst theiliveise vorhanden, dech scheint dessen Beschaffung keinen son derlichen Schwierigkeiten zu begeg nen. Insgcsaiiiit ist der Betrag von einer Biertrlmillion Mark ersvr derlich, Frau Illing sucht ein cen tral gelegeni's Theater für ihre chve cke, das sie iniethen witl. Tie Bor stettunge, welche sich auf aineritam sche nnd englische Stücke beschränken nnd ausschliesslich in englischerSpra che von Stallen gehen sollen, werden nn Oktober beginnen, lunächst wird vier Monate lang in Berlin gespielt werden. Tann erfolgen Gastspiele in Hamburg. Dresden, kioln und Frantsnrl a, M, Oberhosmarschall Gras sii Clilen. bürg machte Frau Illing die Mit theiliing, dass der ilaiser an dem Projekt grosses liitei'.pe nehme und ihr seine Patronage zusichere. Räch dem Programm der Unternehmerin sollen die besten amerikanischen und englischen Schauspieler engagirt wer den. Das Repertoire wird wöchent lich wechseln, und es werden charak teristische amerit anische Stinke be Vorzug! werden, so: „Mnsir Master," .Littlc Minister," „Tbe Lion and the Monse," „Tbe Cliinbers" u.a.in. Noch ein Theater Plan. Zu gleicher Zeit sind Pläne Be treffs Errichtung eines grossen Ho tels und Theaters bei der Polizei ein gereicht. An der Nordseite der Lin den. gegenüber der Passage (Kaiser Gallerte), ist ein Compler angekauft, welcher die Kirchgassc einschliefst, Cs verden neben dem Ncubaue zwei Pri vatstraben bis zur Mittelstrahe an gelegt verden. Tie Front des Ho- °A. H. H D, HRX ,',v/v V tels wird sich nnier den Linden be sindeii. Taliinter wird das Tbeater zu stehen tvimnen, das bis zur Mil telslrasze reichen wird. Es wird das grösste Theater Berlin's werden. Ar chitett Goedecke ist mit der Aussüb imig des Baues betraut worden. Der Invalidendnnk" bat den sinanziel len Theil der nnternom inen. Nach den bis jetzt in's Auge gesassteii Plänen sollen sowohlSchan spiel wie Oper gepflegt werden. Shin P athiefnr di e OPf e r v 0 n Colli iv v 0 d. Tie hiesigen Blätter veröffentli che ausführliche Berichte über die entsehliche Schnlbrand katastrvphe im Eleveländer Vorort North Eck linwood. In Ivarin empfnndeiien Worten verleihe sie ihrer Sympa thie Ailsdriick aiilässlich des Unglücks, besvnders da sv zahlreiche denlsche Kinder einen urchtbaren Tod gesnn i den baben. Zugleich verurtheilen die Zeiiun gen aver den Leichtsinn der Vehör den, welche hansällige Menschensal leii als Schul Häuser benutzen. Ter durch Entwürfe siir Schnlban ten renvmnürte tziejige Architekt Lud wig .Hosfmaiiii ivnrde über die Ka tasirvphe vvn Evllinwood interviewt und erklärte ein ähnliches Unglück in Teutschland für durchaus mög lich. Tie deutschen Schulen seien aus solidestem Material mit senersesten Decken und Fnsshödeii gebaut. Etliche der Schulhäuscr fassen Li .Kinder, doch ist jede mögliche Vorkehrung getrofsen, die Kinder im Falle eines Feuers in Sicherheit z bringen. Ans den Schuliäumeii führen breite, in doppelter, manch mal dreifacher Zahl, angelegte Trep Pen Himmler, nnd die Kinder wer den regelmässig daranshin eingeüvt, riihig die Treppe hinab zu gehen, sobald der Feueralarm ertönt, und sich dann ans dem Spielplay aufs ielleii, bis die Feuerwehr tommt. Tie Feuerwehr leitet dann den Ab gang der Kinder nach der Sirasse, und au diese Weise wird die Lösch arbeit nicht behindert. N.il ckreise via Trie st. Kaiser Wilhelm wird seine Rück reise vv Eon über T rieft bewert sielligeii, von wv er sich ach Wie begeben wird, in den Kaiser Franz Joseph z besuchen und dem eng be sreundeten greisen Monarchen zu seinein >U jährigen Regiernngs In bilämn zu grcitulireii Dieser Be such wird mit Rücksicht an den der Schonung bedürftigen Gesnndheits -nstand Franz Joseph's durchaus fa miliär gehalten werden. Tie im Umlauf befindlichen Ge rächte von einer dreifachen Monar chen Znsanimenkmift. und zwar zwischen Kaiser Wilhelm, König Ed ward und König Viktor Emamiel. haben soweit keine Bestätigung ge funden. Crhö hn n g der Bc amte 11 g e h ä l t e r. Reichskanzler Fürst p. Bülow lud die Parteiführer des prenszischen Landtags ein, um mit ihnen die Frage der Deckung der längst inAus ficht genommene mid i der Thron rede versprochenen Crhöbnng der Ü'eamtengehälter zu bespreche. Tie Anküiidigmig, das; die einschlägigen Vorlagen bis zum Herbst znriickge stellt verden sollen, hat sehr böses Blut gemacht. Allerlei ans Deutschland. Ter in den Friedberg'schen Bank krach verwickelte Prokurist Bvlm. wel cher sich, als der vielcrwähnte Skan dal enthüllt wurde, nach Londcm ?cr Tnitschc Cvirespondrnt, Bnltimort, Md., Tarnst,,q, dc 7. VZärz l!)s>8. slüchlelr, ist mit!ellost von dort nach Berlin ziirückgetehrt. Bahn Hai sich freiwillig der Polizei gehellt. La! Meldung ans München ha ben zehn deutsche Universitäten dem Professor lojepb Schniher, welcher imlängst wegen seines Angriffs ans die Encyklika gegen den Modernis mus ertommmnzirt ivnrde, ihreGlücl wünsche dazu gesandt, das; er siir die Lehrfreiheit eiilgetreien sei. Wie ans Tmiiiskadl berichtet wird, erklärte in der zweiten Kammer des hessischen Landtags der Che des Staatsminisleriiims, Tr. k, Ewald dass Strassentnndgehiingcn nach dem Muster von Berlin nicht gestaltet werden würden, Tie Polizei habe dementsprechende Inslruktioiien er halte. LeOP 0 ld und derC 0 n g 0 sl a a t. i Brüss e l, März, Premier Minister Schollaert Hai dem Parla ment de neuen Bertrag für die An nellining des Congo vorgelegt, und ans seinen Antrag ivnrde der Cnt ivnrf ohne Tebatte einer Commission überwiesen. Wie bereits in früheren Tepeschen vis Bermnthniig ansge sprechen, ist in dein Perirag konig Leopold thatsächlich bereit, ans die Krondomäne nnd die krön Fuiidi riingeii zu Gnnsten von Belgien zu verzichten, verlangt aber, dass Bel gien nicht nur alle Verpflichtungen des Cvngv im Betrage von PLIMO, iiiiii übernimmt, sondern auch dem König die lebenslängliche Nnhnie ssilng der Cintnnfte ans dem Congo iveiter überlässt. Insbesondere wird Belgien angehalten, die im Jahre t!G! an zwei amerikanische Gesell schasler, an denen ThomaS F, Ryan l etheiligt ist, gewährten Conzessionen zu respektiren, Tie Crlrägnisse des Congo sind init folgende Apanage Zahlungen belastet: PLI) an den Prinzen Albert, den Sohn des Grase von Flandern, des Bruders des Königs 1 isüA.Oiiii an Prinzessin Clementine. die drille Tochter Leopold'S, und an den König selbst als besonderes Zei che der Tantbarteit ist>,>>>,(, zahlbar i 1.7 Jahresrate, zu seiner Verwendung für Hospital undSchnl t-altten und zur Förderung wissen schaftlicher Arbeiten in Afrika. Au sserdem soll Belgien die Summe von ijm.Uiiii.iiiiii iür bereits abgeschlossene Contrakle übernehmen. König Leopold fordert nur ti>,Ol> .Hektar Landes in Mahiimpe für An läge von Kaffee- nnd Kakao Per snchs Plantagen und behält sich sei ne Interessen an den im Congo con zessionirien (Gesellschaften lebens länglich vor, sowie die ans den Grän dnngssonds des Congo in Frankreich nd Belgien angekausten Besitzungen. Nach Leopold's Tode soll alles dies an Belgien fallen. Alle besonderen kolonial Fonds sollen ausschliesslich für den Congo verwendet werden. Troh oppositioneller Kritik hält man in Parlamenrskreisen durch die Zllgeständnine des .Königs die An nähme des Vertrags sür gesichert. Staatsminisler Baron Teschamps meinte, der König schenke dem Staate eine koleiiie, die er seihst gesckassen, zwanzig Mal so gros; wie Belgien, ferner die enorm reiche kroii-Tomäne von der GrösseFrankreich's nnd präch tige Ländereien im Süden Frank reich's und behalte sür sich nur die Nutzniessnng. Belgien bekomme die volle Contrele und dafür wolle Leo pold nr, das; Belgien die von ihm begonnene kulturelle Arbeit im Con- go fortsetze. Tiefe Hecht,er,sigkeit müsse alle, Kritik im Auslande zum Schweigen bringen. Sellle das Parlament den Beelrag nicht genehmigen, so iried, wie man vernnilhet, König Leopold, um aus wärtige Inlerventiou ;u vermeiden, den Congo Frankreich anbieten, denn Frankreich bat ein privilegieles An recht daran, salls Belgien die Annek lirinig ablehnt. Als Pcrrätlier verhaftet. Teutscher Maschinist angeklagt, ge heime Pläne nnd Cnlwürse des Flotten Tepartemönt-s gestohlen und ausländischen Regierungen sinn kaufe,!ang,eboi.'n zu habe'- New 0r k. Marz, -Einen Fang von allszewi'deiMich grosser Wnbtig'l'i'il' glaubt Brvoblvner Teleliio Bureau geuiacht zu liyben, Ans Anklage von Louis Conradl ei nein Verlreier dee C, W, Blij; Co., welche Torpedos und andere Proje! lile abriziet und gegenwärtig einen ConlraU zur Anierligniig von !or pedos sär die Bnndess-iiötle zum Be irage von vier Millionen Tollars in Ausführung hat, wurde geilern Abend William Csser, ein an Lenor Read nnd Alban Avenue, Flatl'nih, wohnender Manu von lbi lahren, verhaftet, unter der Beschnldignng, der Bliss'Comp, seit Jahren Theile der Torpedos, deren Anfertigung ein nur der genannien Firma und dem Bundes Flotlendeparteinenl betaun tes Geheimnis; in, sowie geheime Pläne, Cnlwürse 11, s. w. entwendet und dieselben ansländi scher Regierungen zu! kaufe ange boten zu haben. Wie die Polizei in Erfahrung ge bracht haben will, kam Csser im Jahre I!N2 ven Köln ach Amerika, arbeitete in New Aork in mehreren Fabriken als Maschinist nnd erhielt zwei Jahre später eine Stelle in dem a der I. Avenue in Brook! ge legenen Projeklil Departement der Bliss-Eomp., in welchem er zwei Jahre lang arbeitete. Seit er seine Sielle dort aufgegeben hatte, arbei tete er für sich in der von ihm an der Lenar Read errichteten Wertstätte, in welcher er allerlei Maschinenlheile nnd Werkzeuge anfertigte. Wie heute bekannt wurde, hat die deutsche Regierung selbst die Insor maiioii gegeben, welche zur Verhaf tiing des Maschinisten Heinrich W, Csser in Tienslen der Bliss'schen Ge schösse Fabrik in Broöklyn fährte. Washingt 0 n, T. C.. März. Hier legt man där Verhaftung Esser's keine Bedentiliit bei, und im Flottendepartement wW erklärt, die Firma, für welche deL' Mann arbei tete, sei nicht im Besitz erwäbnens verther Regiernngs Geheimnisse gewesen. Strriihlirg in Santiagv. S a 11 t i a g v, Euba. März. Freiherr Spech von Sternbnrg, der deutsche Botschajter in Wasbington, ist in Begleitung der Freifrau von Stcrnhnrg, Fran und Frl. Barry, der Gattin, resp. Tochter des Bri gadegenerals Tb. H. Barry. Com nandcurs der amerikanischen Trup pen auf Cilba. nnd eskortirt von Major Elias. G. Treat. im Privat- Waggon von Sir W. Van Horn hier angekommen. Sic haben hier die Bergwerke und andere sehenswerlbe Punkte besucht. Pistk für' land rsara RaNir. Nr. lii, cst.Haiiimore.Slr,, ade Üstm Hlr Philadclphia's Polizei thätig. Energisches Vorgehen gegen die Anarchisten Propaganda,, Viele Deportationen in Aussicht. P hiladelphi a, Pa„ Mörz, Veranlasst durch die Art nnd Weise, wie die Anarchisten und iür Anhang in hicsiger Stadt den Poli zcihehörden wiederholt Troy gebo ten, hat die hiesige Polizei beschlossen, dem von den Behörden i Chicago gegebenen Beispiel olgend, mit den Bmidesbehörden nach Massgaiie der von Handclssetrelär Strans erlasse neu Ordre Hand i Hand zu gehe, um die Stadl von Anarchisten und anderen Verbrechern ans dem Ans lande zu säubern, Cs sind eilige hendc ilnleiiichmigen eingeleitet, um alle Anarchisten, gleichviel Ivo sie ich befinden, ans freiem Fusse oder in Strafanstalten, aussindig zu ma chen, mid diejenigen, welche nach weislich Verbrechen im Auslande be gangen haben, ohne Weiteres zu de porliren, Tie Zahl dieser Teporta lionen dürfte, wie man glaubt, sehr gross werden, Cinwaiidermigs Com missär Rogers hat sich dahin ausge sprochen, er iiaüe zwar nicht die Macht, alte Ausländer zu deporliren, die sich in den Ver. Staalen eines Verbrechens schuldig gemacht, wohl aber solche, denen nachgewiesen wer den tonne, dass sie im Auslande ein Verbrechen begangen haben, und gegen solche werde prompt vorgegan gen werden. Von sriuer Frau 'ociliinzut. Italiener wegen Ermordung eines Landsmannes in Hast, Zerstn ckelte Leiche im Flusse gesunden, Moos >i p, Cvml,, März, Ans die von seiner Gaitin erhobene Ve schnldigmig hin, einen gewissen Tina Pietro ans der Stadl New-Bork vor zwei Monaten ermordet zu haben haben die hiesigen Behörden das Wckinhans des Italieners Salvalore Capagello, sowie die Umgebung ab suchen lassen und in der Nähe des Mübldammes im Moosnv Flusse eine zerstückelte Mamicsleicye gesnn den, Tie Glieder waren vom Körper abgetrennt nnd mit dem Torso mit startem Draht fest zlliaimiiengehil den worden. Im Wohnhaiise des Capagello. der sofort in Hast genom men ivnrde, and man ein bluliges Peitz hlmbesleckle Kleider und ein cbensc'lches Kopfkissen, Tie aus dem Flusse anigesisclken, mit Gewichlen heichwerleii Leiche theile befanden sich in einem vorge schrittenen Zustande der Verwesung, Wie verlaute!, soll die Gattin des Ver bastele Angen,zengni des Mordes gewesen sein, doch ans Furcht so lan ge geschwiegen haben, Tina Pietro soll in New Bort in Mnlbernistr. gcwolmt haben. Atttvritnts-Cailslikt befürchtet. C 0 l n m b i a, S. C., März. Gouverneur Ansei hat an die Gene ral Assemlkv eine Speziaibotschast gesandt, in welcher er dringend er sucht, Gesehe z erlassen, m die An tonvmie des Staates zu wahre nud die Tispensary Fonds vor der Cin iniichnng der Bundesgerichte zu schätzen, Tie Spezialbotschast ist eine Folge der Cnlscheidniig des Bun desnchlei's Pritchard. das; er die Iu risditiio über die Fälle nimmt, Ivel ehe von Gläubigern der eiiemaligen Staats Tispenlarv siir gelieferte Spirituosen angestrengt worden sind, Tie General Assembly besindet sich in Crtrasitznng, Ter verstorbene Bundessenator Redsield Proctor von Verinont ivnrde gestern zu Proctvr, Vt.. unter grosser Betheiligung zur Ruhe gebettet. .Hrirnths Licrnzrii. Timothy Davis Hill. l,">, und Laura R, Seigel, Vst Applitant Her mann Piel, jnn., Nr. ll 17, Cntaw Strasse. Schiffsnachrichtrn. Neiv Bvrk, März. Auge kommen ist hier der Tnmpser „La Provence" von Havre. Ha vre, März. Ter Tain pser „La Tonraine" von New Bork ist hier eingetroffen. Liverpool. s>. März. Ter Dampfer „Carmania" vvn New Bort ist im hiesigen Hasen eingelaufen. Soul li ampt 0 n, s>. März. Ciiigelansen ist hier der Dampfer „Adriatic" von New Bvrk. Ksji'iiünlß iler ist Gcsundhcit. Das Gehcimnitz der Gesundheit besteht in dem Verduu ui:gs- und Assimilirunzs Vermögen eine? gehörigen Quantität Nahrung. Wisse Sic das? Tutt's Leber Pillen sind ein absolutes Heilmittel für Kopfschmerzen, DySpep sia, Malaria, Hartleibigkcit und ähnli che Leiden. 'Mir S l.sdr?ll.l.k!tk, 0 i> .4 4, Gcschüsts-WcMeiser. Bailiiiaterialie, Thüren, rahnli'n, Laden ctr. P Kastelch Co,, 112 Ulld N 7 Tüd Are r.'."sioan 'Pro,. 4l t LiaSlstr.-Wcrsle. National-Lanken. kn'ast Präsidel! Hc>l, e ,'iicdne, .liuisircr, 2^aeI! l^^' Prstadlral). SiaM2,>2 7>. >2,22 I>, Pillost, rklrvcl..,,Täglich ",00 o>. P lllc'stnrg T>!gl!ch I ,22 st!, 1 1,22 sti, N^'^l -!,^V'"'!2 511,22, 22 st!vl.l, 'i2,i!>. i 12,22. 1i,22, 2 12, l !N, >.22, 22 ,2 ÄachM^ 'o,st, l VNI.u MW ll >n,nn' 12 100 'Parin,, ',2,00 M. 112,02, 12,22, 11,00, j-1,'.. 42,00. 52,02, Ii 00, ,„!0. 12 00, 7,.d NstchiN,. 10 00, 'O,lO, '0,20, 17,00, 'st,oo. "010 t m IN i! l,22 P, e,27 P, Istirlor, Speisen', ,ang. So, 11,20 P, 11,21 V, Parior, SstcNew iTägl, 1,22?!. i 2st st!, „liolial Limited" Tägl, 2. ist?!, 0 22?!, CoachrS. Pdiln,, aug To, 2,0 >stl!2 Zs' Porlor, Speise' Tägl, 0 110 ?l, M Tchlni-vaggonst Tägl, 12 !2?!. 12,411!, Lola! -chiniwaggon nach ?!ew?>orl sind de reit inni Grstrnnch in der und stst.l, lor>Mggon, 'speiscrnlcn clc, werden schnell'be lorgl per Tcicplio in anen folgenden Pillet- Bllrcnnr! Cvarle nnd 'l>allimore-i>ns!e, C, c P T>, Panl 17.21, oder Md., Eonrtlnnd w!l, 'iiovgl Zlatioi', C, P,, MI, 'Pernoii 012,1: Cnmd.'i! 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Verlangt Frauen und Mädchen.' (usliine in ir. tilti, S.>cii '.iloi>i>.-liiciiur. (US—7) Verlaugt Männer und Knaben. csr i "w?—d>" Slraftc. Verlangt: Ein Mann als Stall „Boß." Nachzuflngen bei Hafer Eoal Co., Gareison-Lane und Penn sylvania Eisenbahn. hsisi —7) "si,., ""'si Verlaugt im Allgemeinen. Sei A. Zrnvi', Dir, UNI, iliard e,lJ) (llliblir, 125>. Consolidated Loa Ca., 1 Nvrd-Gn-Strasie. 125, AUcr ConiilN ~H2,4M> INI NUcr in Carolin? Cvuiiitt ?>nreaii an Ort und Tielle, ,i Tollars. vkiIINNMN) (lan24—Avil'^ Gallagher, drr Baumeister. Halt! Sehen Sie! AnSnusi'nM !^n!ttdiins^ lachiufraarn Im Zlürcau, Nr. 25,27, Oft. Monnmcnt-Ttrastc. (14—> An dir Damea. Sehr M. r m>2. iweli.S-t.Slrar, lZ7—> l-7' Pässe zur Reise in's Ausland be sorgt (5. Raine, Rr. 413, Ost Balti-t inorestraße, nahe Cnstom House Ave. Gib mir die Hand Roman von Rudolph Strich. (Forrjetzung.) „Und dabei Noloffs Gesicht mir ge genüber! Ich, dem früher so viel? Spekulationen geglückt sind, sitze da vor meinen eignen Leuten wie... wie ein Narr, und mein Untergebener hat gegen mich recht behalten! Das halte ich auf die Dauer nicht aus!" Sein Berather nickt: kammervoll. Ihm selbst ging es ja am meisten nast', wenn Roleils Stellung sich in Zukunft womöglich noch festigte. 'Nikolai aber sprang plötzlich von dem Diwan auf und eilte an das Fenster. Es war, als ob er etwas BeGnderes gesehen hatte Und doch bot sich da draußen nur ein alltäglich gewohnter Anblick... eine niedrige Einspännerdroschke, ans der Jraklis Uaiuwpoulo. d.r SchUfsmal ler. stieg. Aber er schritt nicht wie sonst langsam in d:r Hitze dem Haus zu er lief förmlich und winkte schon von weitem mit der Hand lpnauf. E mußt? eine wichtta? Nachricht brin gen... Ter stiernacki'e, levantin.sch: Tespe rado war sichtlich erregt, als er in dm Zimmer trat und die beiden Männer geschäftlich vertraulich, Lisa, d.r.m An wesenheit ihn stets bellmimcn machte, mit kriechender Höflichkeit begrüßte. Sei Athem ging schwer, Er trocknete sich den Schweiß von der Stirn. Mehr noch als sonst zeigte sich envas Gie riges und Lauernves in seinem Wesen. „Also nochmals, Herr Sandbauer," begann er rasch und ohn: Umschweife ins Französisch. „Sie geben mir wirt lich sür ein Schiff nach Galatz dreißig tausend 'Rubel Mailergebühr?" Nikolai bejahte. Seine Augen hin gen starr, in fiebernder Spannung an den Lippen dzS Griechen. „Ich bekomme das Geld sofort, wenn das SchUt in Odessa ist?" Nikolai wiederholte hastig zwei-, dreimal seine Kopfbewegnng. Er konnte ein leises Beben nicht verber gen. „Nun also dann..." ein trium phirendes Lächeln verbreitete sich über die gebräunten, von einem vechichwar zen Schnurrbart geschmückten Züge des Levantiners. „Heute Abend noch läuft die .Russalka' hier im Hafen ein! Sie kennen den großen Dampfer, dcr sonst meine Ochsenlieferungen sür die englische Armee nach Alexandrien bringt. Er und sein Kapitän Mac- Lcan stehen zu Ihrer Verfügung!" ~Und wie geht das zu?" „Sehr einfach, Egypten ist in Pest quarantänc. Die ,Russalka' muß die gewohnten Fahrten dorthin einstellen. Sie ist gestern von Konltantincpe! nach Sebastopol znriickg'kcbrh und ich have sie telegraphisch hicrhcr beordert, In wenigen Stunden ist sie da." In Nitolais Haltung war eine selt same Unsicherheit gekommen, leit plötz lich die Veclörperung seines SehnenS, Rache an seinem Schicksal zu nehmen, in der stämmigen Gestalt Uannopou los lebendig voc ihm stand. Plötzlich klaffte ver ihm die Kluft zwischen dem Wollen und dem Handeln. Bisher hatte er mit dem Gedanken an die Un ternehmung nur gespielt. Jetzt aber stand die That fragend und lockend vor ihm. „Und warum geben Si: das Schiff gerade mir, Uannopoulo?" fragte er mit schwankender Stimme. Dcr Grieche zuckt: die Schultern. „Ich bin froh, daß ich Ihnen einmal dienen kann! Ich bin Ihnen doch wahrhaftig zu Tank verpflichtet. Und außerdem: für mich sind dreißigtau send Rubel ein Vermögen!" Diese letzteren Worte überzeugten Nikolai mehr, als was Uannopoulo von TankbartcU sprach. Und doch zö gerte er noch immer. „Das Schiff war doch dtzttin.il nur in Koni an.inopel, nicht in Alerandricn?" forschte er. Und Uannopoulo antwertet: achselzuckend: „Man wird Ihnen die Papiere vor legen!" Er schien gekrault über dies: Frage und langte nach seinem Panama. „Ich hab' gedacht. Sie empfangen mich mit offenen Armen! Aber wie Sie wollen! Ich fahre jetzt zu Tscheschtsch.nlo. Ter macht mit Vergnügen das Geschäft..." Das wirkte. Nikolai streckte unwill kürlich den Arm aus, um Rn Makler zurückzuhalten, und ließ ihn dann zö gernd wieder sinken. Ein letztes Et was, über das, er sich keine Rechenschaft geben konnte, hielt ihn von dem ent scheidenden Schritt zurück. Der Hinterwäldler sah die Verän derung auf Nikolais Gesicht, er merkte dumpf, daß jener schon ein gepreßtes „Nein" im Herzen, halb auf den Lip pen hatte, und entschloß sich nun, sei nen letzten Trumpf auszuspielen. „Alio gehen Sie mit Gott. Uannopoulo!" schrie er mit scinerßärensrimme. „Wer fen Sie Tschcschtschenko die Million vor die Füße. Er braucht sie! Er hat ja erst ein halbes Dutzend! Aber wis fen Sie. warum Herr Sandbauer plötzlich nicht mag und uns das Nach fehen läßt?" Der Grieche verneinte finster. „Weil Noloff ihm verboten hat, die Spekulation zu risiiren!" fuhr der Gospodin Gaas in tückischem Triumphe fort. „Und es ist ja in ganz Odessa bekannt: im Kontor von Sand bauer A Sohn geschieht nur, was Herr Noloff will!" Uannopoulo erwiderte nichts. Er lächelte nur höhnisch auf und blickte auf Nikolai. Der war jetzt auf ein mal ganz kalt und ruhig geworden. Der Giftstachel des Sibiriaken hatte seine Wirkung bei ihm gethan: sein weißglühender Haß gegen Roloff raubte ihm jetzt unter den forschenden Auaen des Levantiners. dem bosbaf- Der Deutsche Correspvudent, Baltimore, Md., Samstag, den 7. März IWB. ten"Bl!zeln des GoSpo'o'm Gaas jede weitere Ueberlegung. Und plötzlich war sein Entschluß gefaßt. „AUo bitte, fahren Sie zu Tschesch tschenko!" sagte er, sich eine neue Ciga rette anzündend, so gelassen, als han delte es sich um ein alltägliches W:i zenangeleot. zu dem Makler. „Theilen Sie ihm mit, ich Ki bereit, dar Ge schäft abzuschließen! Er möge sich zu mir bemühen, weil ich wegen dcr Trauer nicht wohl mein Haus verlas sen kann. Und mein Buchhalter, Herr Freidkind. mag auch gleich mitkom men!" Dcr Grieche ließ sich das nicht zwei mal sagen. Im nächsten Augenblick war er aus dcr Thüre und rollte gleich darauf, eine lange weiße Staubfahne hinter seinem Wägelchen cuUwirbelnd, Odessa zu. Nitolai war eine Weile stehen geblieben und hatt: leer vor sich hingestarrt. Nun ging er, ohne sich weiter um seine Frau oder deren Schwager zu kümmern, in lein ansto ßendes Arbeitskabinett. Dort setzte er sich an den Schreibtisch und zog ein Bündel langer Papiersireifen ans der Schublade, Wechselformulare, die er langsam, die Papiros zwischen den Zähnen, auf einem Notizblatt daneben in krausen Zifferreihcn rechnend, mit seiner Feder mehr zu bemalen als voll zuschreiben begann. Im Nebcngemach plauderte indessen de: Sibirier mit gedämpfter Stimm: zu Lisa. Er hatt: Mühe, seinen Ju bel zurückzuhalten. Nun war es er reicht! Für ihn. der wi: alle, die nichts zu verlieren haben, auch nicht mit der Möglichkeit eines Berlustes rechnete, war der goldene Segen schon unter Dach und Fach „Glaube mir. Lisa!" sagte er nach denklich und kraute sich in der flachs gelben Mähne. „Tu bist vielleicht glücklicher, als Tu selbst ahnst. Da drinnen sitzt Dein Mann und schreibt seinen Namen auf dumme, winzige Zettelchcn. und daraus wird blankes Gold. Warum? Weil er reich ist. Wo Tauben sind, da fliegen Tauben zu. Die Unterschrift eines armen Teufels gilt keine Kopeke und kann keine Ko peke bringen. Und dadurch, daß Tu so reich bist, bist Tu so vieler kleiner Mühsal ledig. Was Du brauchst, ist da! Du lebst hier wie mitten in Eu ropa! Dieser Perserteppich, auf dem ich mit meinen rindsledernen Stiefeln stehe dies Schlößchen am Meer... der grüne Park... das deutsche Kla vier... die Pariser Robe, die Du an hast ja Nikolai versteht zu leben Du bist eine glückliche Frau.. Lisa lächelte nur trübe bei diesen Lobpreisungen des gutmüthigen Schwagers. Sie begriff ja seine Freude an all diesen schönen Dingen, seine Wehmuth, daß er sie nicht auch seiner Gattin bieten konnte. Auch sie hatte sich einst, dem kahlgewordcnen trüben Elternhaus entronnen, wohlig vcn dem gewählten Reichthum um schmeicheln lassen, in dem die Räume der Villa Sandbauer prangten. Aber wie fern war das, wi: fern. Was jetzt um. sie war, das gehörte ihr ja nicht mehr, wenn sie es auch mit der Hand noch greifen konnte. In kurzem stand dcr goldene Käfig leer. Sie war weg von hier. Sic war jetzt ganz mit sich in's reine gekommen: sobald diese ge schäftlichen Verhandlungen, von denen sie keinen Antheil mehr nahm, beendet waren, wollte sie offen mit Nikolai sprechen. Das war ihr unumstößlicher Entschluß. Und was sie ihm dann sagte, sagen mußte, das war so, daß sie wohl noch zur selben Stunde sein Haus verließ. Er hielt sie nicht zu rück Sie dachte ganz ruhig daran. Das Maß tvar voll. Es mußte sein! Die ses Bewußtsein ließ kein Bangen und kein Zaudern mehr in ihr aufkommen. Seit gestern sah sie Nikolai zu tief un ter sich. Sie fürchtet: nichts mehr an ihm, auch nicht seine Liebe. Ter Ekel, den sie seit gestern Abend empfand, das war ihre beste Waffe. Gospodin Gaas redete ununterbro chen weiter, um sie von ihrem ehelichen Glück zu überzeugen, und si: dacht: sich im stillen müde: Du Aermster... wenn Du wüßtest! Plötzlich sprang der Hin terwäldler auf. Er hörte in Nitolais Kabinett Männerstimmen. „Das ist Tscheschtschenko!" rief er und eilte in das Nebcngemach. Lisa folgte ihm. Sie hatte beim ecstcn Ton erkannt, daß das nicht der 80ß des Zuckerkrösus war. Ihr schien es, als hört: sie No loff mit seinem gewohni.cn ruhigen Ernst sprechen. Und wirklich da stand er, Nikolai ihm gegenüber. „Sie fragen, warum ich schon wie der da bin, Herr Sandbauer?" sagte er. „Weil Uannopoulo im Kontor war, um Freidkind zu Ihnen zu be stellen, und sich dabei rühmte, Sie hät ten von ihm für eine sehr hohe Summe die .Russalka' für ein: Zuckerspelula tion gechartert!" „Haben Sie etwas dagegen, Herr Noloff?" „Nur ein: Bitt? habe ich:" Der Pro kurist wurde immer kaltblütiger, je mehr sein Chef vor Ingrimm bebte. „Gestatten Si: mir, morgen das ganze Schiff durchsuchen zu dürfen aber bis in die letzten Winkel und in den Kielraum hinunter..." „Und warum das wenn ich fra gen darf?" „Weil ich überzeugt bin..." etwas stärler klang Roloffs tiefe Stimme dcch, weil ich die Hand dafür in's Feuer legen möchte, daß Uannopoulo Sie hintergeht! Er ist von Haus aus ein Glücksritter, ein geschäftlicher Hochstapler und kann unmöglich jetzt, wo seit Wochen jeder Dampfer von dcn Exporteuren mit Beschlag belegt iit. anders als durch irgendeinen mir noch unbekannten Betrug Ihnen die Nu' satka" an die Hand geben!" (F. f.) „Die ich lief. die Geisler"— Lille nicht erbaut über die vn ihm angeregte Iliilerstichung. Gründliche Ventilirnug des Untewsee boe't SkandglS einps ol, len. Senator Frye's Bill zur Erlw bmig der Saläre der Küsteiirel tinigs MjMii'chasten. Neger agiliren für Forater's Präsident schasls Eandidatur. Ausfiel lmig lenkbarer Lusisthiffe gele gentlich der Fttlton Eenlenar seier. Botschafter Takahira über Streitigkeile in Qstasien. W a s l, i ii g t o n, D. E..!. N.'ärz. Dem Repräientgn'.eulmnse ist durch das Eoinile für l'>eick>äilsordinig ein Beschliist niilcn'brene: worden, welckier eine llntersnehinig des vom Reprä sentaiuen Litton angeräbnen llntor soeboot Skandals ompstebll. Es soll erinillell worden, welche Beweise Li! len für seine Behauptungen, daß '.Nil glie'der des Comite s für Flotte As fairen im Solde der „Electric Boat C 0.," ständen, vorzubringen bat. Man wird die Interviews, welche Li! ten in Zeitungen hat erscheinen las sc, znr Grundlage der Untersuchung mache, Lille scheint keineswegs begeistert sür den Plan des Ausschusses zu sein. Abgesehen von don Angaben, welche Lille vor dem Eoinile inachte, bat er Nichts von sich bore lassen. Er revidirte diese Aussagen und brachte das eorrigirte Mamistript am Don norstag in das Znnuier des Spro chers zurück, wobei er gleichzeitig be merkte, er verde nach Eonnectient rei sen müsse und erwarte am Dienstag dieser Woche zurück zu sei. Dann möge er dem Comite Weiteres vorzn legen haben. Er kam am Mittwoch zn-rück, anstatt Dienstag, unlerrichlele aber weder den Sprecher noch Mit glieder des Ausschusses für Geschäfts ordniing von seiner Ainveienbeit. Er ward zufällig im Hanse gesellen, und als dies dem Sprecher tünlerbrackst wurde, Gnies derselbe de Ausschuß ans gestern znr Sitzung ein. Dan erfolgte der vorsiehend erwäbnte Be schlnß. Sprecher Ennnon sowie die übn gen Pier Mitglieder des Ausschusses sind von vornherein für die Anord nnng einer Untersuchung gewesen, >i. es wird ans die beste Autorität Inn versichert, dos: zu keiner steil darüber eine Meiniingsverschiedeichejt ge herrscht habe. Für H e b u n g d e s .K ü st e n r e t t ii n gsdi e n st s. Da eS außerordentlich schwer ge halten hat, Rekruten für den Lehens retlnngsdiensl anzuwerhen, hat Se nalor Frpe von Maine eine Bill ein ge brockn, welche die Gehälter für die Angestellten dieses Dicnslzweigs we sentlich erhöht. Gleichzeitig sieht die Bill ein Peiisicnissystein für die Fa milie der brave Männer, welche das eigene Leben in die Schanze schlagen, um Mitmenschen vor dem Tode zu bewahren, vor. Die Hinterbliebenen der Angestellien, welche ibr Leben in Verfolgung ibres gefährlichen Berufs ttbrlieren, sollen zwei Jahre lang das Gehalt des Verstorhenen als Pension erhalten. Die Bill wurde von dem Eonüte für Handels Angelegenhei ten dem Senat günstig -einberich tet. Laut de Bestimmungen derselben tollen alle Superintendenten des Le benseetlungsdienstes, ausgenommen in: 8. und si. Distrikt, jährlich 22sisi Dollars erhalten, diejenigen des si. und si. Distrikts P2isi pro Monat, Die Gehälter der Superin tendenten sind mn je P2si> erhöht war den, die Mannschniten der Lebensret tiuigsboole erhalten jetzt gleichmäßig 8',7 und dem Bootsührer ist nun ein geringer Zuschuß gewährt. Foraker' s An h o ii g. DnS Campagne Vigilanz Comite der Neger hat in einem erlassenen Ausruf die farbigen Stimgeber der Südstaaten anigefoedert, uns die Er wählung solcher Delegaten zum repu blikanischen National Eonveiit in Chicago binznwirten, welche sür die i Nomination von Bundessenotor Io- seph B. Foraker von Ohio für das Präüdeiitenani! stimmen werden, und die sich, falls es nicht gelinge sollte, i die Nominalst' Foraker's zu bewir ken, auf die Noinination vn Vi rePräsident Foirbanks oder Bundes- senator R. M. La Fvllette von Wis- eonsin einigen würden. Auch wird! in dem Antritt daraus gedrungen, der i Noniiatst,ii des Kriegssekretärs Tast ln deutschen Hanskaltnngen Tr. August König 5 Vlamburger 5 Rrusttbee hoch geschätzt zur Heilung von ff Küsten, Erkältungen, voup, Asthma, ans dem Grunde zu opponiren, daß derselbe imltbälig gewesen sei nn der Entlassung der sarbigenSoldateii. die in die Schießerei in Brawnsville, Heras, verwickele waren, ans der Ar inee. Aiisste t ii g leiitb a r e r Lnflball e' s. William Bern, Mitglied der staat liehen Eammistwii von New Uart für die Fülle' Hndstm Feier zur Erinnerung an die vor lmnderl laii reu erfolgte erste Dampserstchrt ans dem Hiidse'ii, sprach bei dem Präsi denten vor. mn dessen Interesse nn den Bemühungen wachzurufen, die Nationen der Erde zr Ausstellung lenkbarer Lnstballans bei der mit dein 2si. September lsisi! BeginnendenFeier zu gewinnen. Der Präsident sprach sieh seyr zu Gunsten der Luftballon Ausstellung ans. Die Eonnnission beabsichtigt, glle Völler der Erde znr Feier einpiladen, falls der Eongreß in seiner jetzigen Sitzung eine ent sprechende Bewilligung sür diesen stwecl macht. Die Biindesregiermig wird in der Verlebrsaiissiellmig nist allen Arten von Verteyrsnütlel er treten sein, die seit Hudst'n's Hagen eingesührt worden sind. Takahi r n e r iv nrret friedli ch e B eile g n n g. Botschafter Baron Totahira er t lärt in Bezug ans die Beschlag oh ine des japanischen Dampfers „Tnts.i Marn" durch die chinesischen Belwr den. er gtanbe, daß hine einein oder zwei Tagen eine zufriedenstellende Beilegung der Angelegenheit erfolgen werde. Der Botschafter gab diese Erltärnng nach einer längeren Eon serenz mit StaatSjelretär Root ab. Er erwarte auch keinen ernstlichen choiit mit China wegen dieses Vor salles. Als Baron Takahira gefragt ivnr de, od er die Angelegenheit wegen der migebtichen Proteste gegen die japa isihe eoinmerzietle Thäligleit in der Mandschurei mit der amerikanischen Regierung besprochen habe, erwiderte er, daß dies nicht geschehen sei, daß aber der chinesische Gesandte W. der demnächst hier eintreffen wird. An gaben i Bezug auf diese Angelegen heit gemacht haben soll. Tos Hans Comite sür Künste n. Ausstellungen bat beschlossen, eine Vorlage, welche die Bewilligung von Psii.ii für die Betbeilignng der Ver. Staate as der Weltansstet lnng i Tokio im labre !112 vor steht, günstig einznherichteii. In der ursprüngliche Vorlage waren nur ifüisisi.sisisi vorgesehen. T r. W i l e n ü h e r d a STri n l e n. !In einem schriftlichen Erklärung stellt Dr. H. W. Wile vom chemischen Biüeau des Ackerbau Departements mit großem Nachdruck die iluu in den Mund gelegten Aeußerungen, welche er am 2si. Februar in einer im „Uni versitn Elub" in Washington gehalte nen Ansprache gethan haben sollte, als gänzlich unwahr in Abrede. Eine dieser Aeußerungen soll gewesen sei, „ein Mann, der niemals Eins tri kr. sei ein Schwächling." Herr Wiley versichert, er habe niemals irgend ei nein jungen Manne geratheu, geistige Getränke zu genießen, vielmehr stets gesagt, das Zeche sei zu allen seilen verwerflich. Preise im Leringtvn-Markt. F r ü ch t e. Preiselbeeren. Quart 12c —17c Birnen, Viertelpeck Lsie—27e Orangen, Dutzend 2sic—lsic Eitronen, Dutzend 12c—2>>c Bananen. Dutzend lsic —2t>e Aepfel, Peck -lsic—B>c Kochäpfel, Viertelpeck .sie—lsic Limone, Dutzend 2sic Traube, Pfund lsic—l7c Ananas, Stück lsie—2sie Grapefruit. Stück sie—lt>e Erdbeeren, Quart lsic—7sic G e in ü s e. Süßkartoffeln, Viertelpeck. .lsic—l7c Kartoffeln, Viertelpeck sie—lsie Radieschen, Bündel sie—Bc Blumenkohl, Stück lsie —.'lsie .Kohl, Stück. lsie—lsie Junge Zwiebel, Bündel sie Spinat. Peck !',2e Kopfsalat, Stück sie— lsie Rothe Rüben, Bündel Ic—Bc Gurken, Stück lsie—l2e Bohnen, Viertelpeck 2sie Erbsen, Viertel peck 27c j Eggplants, Stück. lsic—2sic j Limaliohnen, Pinte 2sic j Rhabarber, Bündel Bc—l2c Sellerie, Bündel Bc—t2c i Weiße Rüben, Viertelpeck.. ,Bc—lsie j Rosenkobl, Quart 2sic—sisic Parsenaten, Viertelpeck sie—Be i Tomaten, Fla,, Dutzend -Isic I Grüne Pfeffer, Dutzend lsie Pilze, Pfund 77c Fische. Haddock, Pfund 7e Frischer Eod, Pfund lsic —l2e j öroßcr gelber Perch. Pfd... lckc lsie I Kleiner gelber Perch, Pfund. 12c—lsie Smelts. Pfund lsic Hecht. Pfund lsie Frische Makrele, Pfund l 8 Grane Forelle, Pfund 12c Baß, Pfund 12c Rock. Pfund lsic —18c j.Karpfen, Pfund lsic —lsic Shad, Stück -ltlc—Pl SlirimP, Pfund 2sic Frischer Lachs, Pfund IBe Frischer Halibut, Psnnd IBe Hummern, Pfund 2sic .Krabbenfleisch, Pfund d.! !l!c Flei s ch. Kalbs Eotlettcn, Pfund lsie—2le Schinken, Pfund lBc- lsie Lamm Eolrleiten, Pfund... IBc—2sie .Kalbs Scl> nitzel, Pfiind 22c —Lsic Porterhoiise Steak, Pfund..22c —2sic Sirlo! Steak, Pfund 2sie —22c Ka l bsleber, Pfund 2sic Kalbsbröschen, Dutzend P2.t)si Butler ii ii d Eie r. Slückbnlter, Pfund 42c Ereainerh Rollenbntter, Pfund... lsic Eier, Dutzend 28c Geslü g e l. Hühner, Pfund.. lsic—l7e Junge Tauben, Stück 2sic Enten, Pfund 18c Junge Hübner, Pfund IBc—2sie Tiirkeh. Pfnnd 2 >c—22c sstänfe, Pfund 2c—22c Perlhühner si,7c Bnltimorc Marktbcrichte. Ba l t i in o r e. ti. März I!t8. Mehl. stusubr !7>si Fässer, ein schließlich >B7 Fässer zu Locus! Point i und 2>7 Fässer zu Conto. Die Notirunge waren wie folgt: Winter Extra >,>-1.2> Winter Elear 4.27—1,4 Winter Stroigbt 4 17 —I.!si Winter Potent l.B I Spring Patent si. lsi—si.7si Eil Mills Best Patent., i.lsi— i High Grade Patent., si.llsi— Highiiirade Strastcht.. si.sisi—.... Ehviee Fauiili, 4.75 i Eitra l.lsi—l.2 i Roggemuehl, uulteluiäßiges bis ausgewähltes -I.sisi—si.sisi Maismehl, lsisi Pfund.. l.lsi I.sisi Wei z e Zustihr si!:t Büschel. Heutige Schlnßrale: Ne. 2 westlicher Spot. Isii>/„ lsiiilst Nr. 2 rother Spot... sisi-'sH —lsisi Nr. 3 rother Spot... siDA E8 Steamer Nr. 2 Spot.. !si^ Südlicher klassifizirt.. !si>/>—lsisi März —si April lsi! —lsi^l/, Mai !si2/4 M' a i s. Iniiihr üsi.silsi Büschel; Versandt ans den Elevatoren !t72, >ii!B Büschel. Heutige Schlnßrate: Gemischter Spot iihs/, !:E^ Nr. 2 weißer Spot i:!^ Steamer geinischler sisiäH sisistst Südlicher weißer Südlicher gelber B.lii! Bnschel. Heutige Schlnßrate: Weißer Nr. 2 schwerer., silst/st-!> Weißer Nr. 2 leichter bis mittlerer siKck/.—sitl Weißer Nr. schwerer.. 7.8>/I—sisi Vteißcr Nr. i! mitllerer.. si" Weißer Nr. !i leichter... si7 si7hst Weißer Nr. l leichter bis schwerer 7>si —sisihz! Geinijchter Nr. 2 si7 si7>.st s'ieinifchte: Nr. si! sii> Gemischter Nr. 4 sit sisi 7 R o g g e ii. Zufuhr Büschel; ans den Elevatoren zurnekgezogen lsi I Bnickiel; Elevatoren Vorralh Bnschel. Heutige Schlnßrate: Ausgewählter Roggen., sisi l Nr. 2 westlicher Roggen. 8! —sisi Nr. si westlicher Roggen. 8-7 —8! Nr. I westlicher Roggen. Bsi —Bl In Säcken, je nach Qua lität Bsi —B7 Verkäufe ans der hiesigen Effekten- Börse. LLsioNV siäl.l.. Pen liileli -liiie. Kundinn See 7.1 SINXW Ullilcd MS (sml 4,l'Z, 52MXI Mied MS Sink lIIS, Notirunge ans der hiesigen Effekte i- Börse. cb. Herl. OiiS Tekiiriliitcn. (ttniMlUiiili'd olnS !er IOU>5 ino-tz Piml MNeii. li. A RalMiiitt (welstt 102 lüsenimbim'lllleii. Zriisl c'ttNeii. MercimMe T u. T Co Ina eitliiiitlc C L l. 4er 0 Gii Ton ii. sln l. Ncr !>>4 II ii. Weid Gold Ncr ICNH Vallo (!INi Mss oer INI M,lo Inic (5o l. s>er INN, t' T v! DM I. s,er I4N>4 111 (NM u. T iWnsb I. s>er WH Verschiedenes. SNliiiwc (5 L Sonn 175> Mlniitic (5 L !1 V 4er lss) NN (lollon !rl s,er N7>/s, G V I (Zoili -4er 4 GV Z 2. >5Mr s>er I4H WN Ncw-Uorkcr Aktienmarkt. Vroolllm Viwid Transit 4iiH 4NH (liiiiadMn Pacific 144 145, (Zbesaocalc u. Ohio 27 27H Tender u. Rio Grande >5, Srie I2H 125-, (sric I. Pfd 24A, 25, Eric l. Pld 24, 25, (krie 2. Psd IN I Grenl Northern lIH No>z, golva (Icnlral NH ll'- Interli Mcl i!o Illinois Central 124 I24HY LouiSviNc ii. Nashorn (IH oa Mcrican Cenlral I'.-! 1e Missouri Pacific VIIi 21 Nochern Pncisic >22>H 122>.Z Penna NN lI2H 114", Pressed Tlccl Cor 20 2!^' Nevndlic ?ron n. Tlccl IN IN Tlol.i Tbcsllcld 42V, 42e^ Tonil,er Pncisic nH na Toulhern Pacific Pfd INO IVO United Tlolrs Tlccl 2!i 2NH niled Ti.ilrS Tleei Psd (>2H !>2H Wadulb Nif, ze, ZOalialh Psd WH 1.2 H Äcstcr Union 4SH 47H.

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8 IlntcrhaltnngS Wegweiser. .l.ulil ..111 lar I.IS> LubNi's, li.la^NNnork.Z^ll- ü, Zur Vrnchtilng. Ter Svniitngs-Evrrespoiidriit. Ter „Sonntags Correspondent" geniesst den Aus, ein gnteS Familien blalt z sein. Tie SonntagSplande reien sind höchst interessant; der Te peschentheil enthält die neuesten Nachrichten aus dem In- und Aus lande: im lokalen Theil sind die Ta gesereignisse vom Samstag gegeben; was in der kommenden Woche in den Theatern ansgesührt wird, ist be schrieben und illuslrirt; zwei Seiten enthalten spannende Erzählungen; eine Seite ist dem Humor gewidmet und enthält ergötzliche Illustrationen. Tie Hausfrau sindet außerdem ganze Seiten Anzeigen, die Vargains in Sctmitlwaaren ankündigen. Tas Wochenblatt. Tie gestern erschienene Wochen Ausgabe des „Teutschen Correspon denten" enthält Berichte über die Verhandlungen der Maryland Legis latur, giebt eine ausführlichen Be richt über das grässtiche Vrandnnglück in Cleveland, bietet im Tepeschen- und im editoriellen Theil ein klares Bild der politische Lage im In und Auslande, liefert Lokalberichte aus deutschen Ländern, Erzählungen, Humoristisches, Leitartikel. Lokal- Nachrichten aus Valtiinore und den umliegenden Tislrilten. Svniienaiif- d Untergang. Sonnenaufgang ...,t>.st7 Morgens. Sonnennntergang ..0.02 Abends. Monduntergang ...11.27 Abends. Flnth 10.21 Vorm. Flnth 10.11 Abends. Tas Wetter. Für Maryland und den Tistrikt Columbia heute klar und wärmer, morgen klar und kälter, frische süd westliche bis westliche Winde. Valtiinore hatte gestern von Mor gens bis Abends regnerisches Wetter, die Temperatur war aber ebenmässtg, die niedrigste war nämlich 22 Grad m i Uhr Morgens und die höchste 20 Grad von 5 bis 2 Uhr Abends. In den anderen VundeS Wetter Veobachtungs Stationen wurden die folgenden niedrigsten Temperaturen verzeichnet: Easlport 11, Portland 12. Boston 2t, Albany 12, New-chork 20. Philadelphia Atlantic City 22. Washington 2t, Norfolk 22, Charlotte -t l, Wilmington I!, Cbar leston 5 t, Savannah 5l!, lallsonville !0, Jupiter 01, Key West At lanta s2. Havre Helena 10. Salt Lake 2t. Tenver 20. North Platte >2, Todge City 22, Amarillo 12, Los Angeles 10. Ein alter „Tri ll." Ei jun ger Mann, welcher am Tieusiag im Hause des Hrn. Charles F. Hendersou, Nr. 2kX>2, Boltonstraße, erschien und erklärte, von dem Eigenthümer des Hauses gesandt zu sein, stahl aus einem der stiimuer Schmullsacheu im Werthe von obrere Huudert Tol lars. Ein Tienstmädchen des Hrn. Heuderson gestattete dem Tiebe Ei las;, und nachdem dieser das Tach un tersucht und den Zimmern einen Ve such abgestattet hatte, verschwand er. Tie Polizei, welche eine genaue Ve schreibmig des „Agenten" in Händen hat, ist auf der Suche nach dem Tiebe. Nahm all s Vcr s eh eli Gis t. Ter 28 Jahre alte August Co miniski von Nr. .019, Süd-Caroline Strasze, wollte gestern Abend eine Medizin gegen Kopfschmerzen einueh nicn und erwischte aus Versehn, eine Giftflasche. Er wurde in der Arnim lcmz des östlichen Tistrikts nach dem St. losephs-Hospital" gebracht und befindet sich jetzt außer Lebensgefahr. Ein nciics Hliiidegrsctz. Statisliter Ilack sammelt für den Mayor Material hierzu aus an deren Stadien. Tie Amier sieuer Irage scheint ihrer Lösung nahe zu sein. Ter städtische Statislikee Harare E. Ilall hat dem Mayor eine Bericht über dir Huudesieuer Gesetze in andc rru Slädteu uterbreitet, und zeigt derselbe, daß in den meisten Groß städten die Hiiiidesteiirr böher, als IN Baltimore ist. Hr. Ilack berichtet, daß die Hiindestelier nach den von ihm eingezogen Erknndigmigen wie folgt ist: Boston P 2, P 5; Tenver P 2. PI; Kansas Eity PI, P 2; Richnioiid PI, P 2; Nrwark Pl, P 2; New Orleans P 2, P 2; Ehicago P 2, P 2; Cineimiali Pl, Pl; Trtrail Pl. P 2; Minneapolis Pl, P 2; St. Paul P 2, Pl; Nashville P 2. P 2; Litlle Roll P 1.50, P 1.50; Louisvillr P 2, P 2; .Harrisburg P 1.50, P 2; Bulle City P 2, P 5; Norioll P 2. Pl; Butsalo PI, P 2. Tie rrsleu stahlen repräsentiern den Liceuzpreis sür einen männlichen, die zweiten für einen weiblichen Hmiv. Tiefe Steuer ist dieselbe sm das erste Jahr, wie für alle folgenden Jahre. In St. Paul und Bussalo müssen die Hunde aus der Straße stets einen Maultorb tragen, n. wirst besonders in Vussalo das Olesetz setzr streng stnrchgrsiihrt. In Ehicago müs sen stie Hnnste an einer Leine geführt Wersten oder M'aultörhe tragen. Tie Olesetze in Tetrait verlangen, stoß Hmiste im Juni, Juli, Angiisl und September Maulkörbe tragen inüs sen. Butte Eity hat mir sür „Bull dogs" den Manlloizwang, während in Tenver, Louisuille. Minneapolis. Rochester, Kaiisns-Eity, Eincimiati. Eharleston, S C., Springfielst mist St. Joseph der Mayor staS Recht hat, das Trage von Maulkörben für Hnnste durch Proklamation anziiorst neu, wen stie öffentliche Sicherheit dieses verlangt. Mayor Mabool hat te gestern eine Conferenz mit stein Collektor der Wassertare und Licenzen über diese Gesetze, mist wirst derselbe eine Brrardnniig alisarbeite, welche eine schärfere Uehcrwachmig der Hun de ermöglicht und eine Erhöhung der Cinnghinen anS der Hmidestener in sich schließt. Ti e Aiier Be st e ernn g. Hnlss-Stadtprokrntor Pae und die Richter des Stener-ApPellationS-Ge. richts hatten gestern eine Conserenz über die Aiisarheitiing einer Auner Bestenerlings Bill, welche der Staats- Olesetzgehiiiig unterhreitct iverden soll, inn den ewigen Tifferciizrn in dieser Hinsicht in Ende z wachen. Als Grundlage bei dieser Conferenz dien ten die vom Stadt-Prokurator und vom Rechtsanwalt Hall ansgearbeite ten Bills, dach werden die vorgeschla genen Raten abgeändert werden, und zwar zu der vollen Stcnerrate für städtisches Grundeigeiitlinin, ;n zwei Tritte! der Struerrate für vorstädti sches und zu ein Trittel der Steuer, rate sür ländliches Grmidrigenthinn. Tie Hall Bill bestimmte, daß varstäd tisches Grliiideigenthiini nur dieSten errate bezahlen sollte. Tiefe neue Bill wird heute dem von den Berschö nermigs-Bereinen im Annex ernann ten Comite vorgelegt werden, und hoffe die städtischen Behörden, daß diese Bill Gnade vor den Augen der Griidrigeiilhi'iier im Annex finden wird. Bailifs o r n a n n t. SteiielZEiiiiiehnieü Irank Brotvn eriianiite gestern Harry B Hmii phrieS, deniokratischrn Crelnlivße muten der Ward, als Nachfolger des BailisfS Ja mm- MI Garnelt nn Steuer Teportement. Herr Hmn phrieS war ii Postamt angestellt, als Iran! Brown Postmeister war. Tie T rnPi k e S. Stadt Solicitar Bruce hat die StraßeiidurchbriichS Coniinissäre da von in .Kenntniß gesetzt, daß alle Hin dernisse sür die Erwerbung und Ca demnirnng der TurnpikeS ans dem Wege geräumt sind und sie mit den Borarbeiten beginnen lönnen, falls sie eS wünschen. Tie Inspektion der S ch n l g e b ä i> d e. Gebäude Impeltor Presto habe gestern seinem am Toimerstag Abrust ausgegebeueii Bericht nichts tzinzu zu sägen. Nur wird er noch emvsehlen, in einigen der alten Gebäude ein seucrsichrres Treppenhaus zu er bauen, da er die au den Außeniiiau ern augehrachleu Reltuugsleiter für unpraktisch hält. Herr Presto bat derartige feuersichere Treppeubäuser in Philadelptüa gesehen und hält die selben für ansgezeichnet mid allen Anfarderiiiigen entsprechend. Tie Edinondson -Ave n n e Brück e. Tie Arbeiten an der neuen Cd niondso Avenue Brülle, welche stie „Baltimore lerro Concrete Co." über Gwynn'S Zolls erbauen wird, iverden in der nächsten Wvchp,beginnen, In genieur Ivhn S. Toyle vom Stadt- Ingenieur Tepaneinent wird die Oberaufsicht über die Briillriiarbeiten Trr Teutsche Eorrespondeiik, Baltimore, Md., Samstag, de 7. März 1002. führen. Ter Neubau wird ohne Stö rung des Verkebrs an Stelle der jetzi gen Brülle in Ausführung gebracht werden, indem zuerst eine Hülst.', dann die andere Hälfte gebaut und der erstgebante Theil während des Baues des zweiten Theiles dem Ber kel übergeben werden kann, „Thalia Miinnerchor." Maskenball. Montag Marz. Gcrmania-Mnniirrchvr-Halle. Preise für dir acht besten Einzel- Maske, sowie die besten Gruppen. Ticket 25c., nn der Kasse 50c. (02-2,0—0) VonS e e ii dHaf e n. Nach einem hier von London eingetrofse ncii .abetgrmmn ivnrde die vvllstän digr Besatzung des SchvonerS „Wm. H. Tkiimer," welche bereits als verio reu betrachtet wvrden war, af hoher See von dein Tampfer „Brayhead" an Bord genommen und befindet sich jetzt -ans der Fahrt nach Beliast. wo hin der Tampser „Brayhead" be stinnnt ist. Tiefe Meldung wurde gestern von dein Tampser signalisir!, als derselbe Maliiihead passirte. Ter Bolschaft gemäß wurde die Mann schast des „Skinner" am 22. Februar etwa 200 Meilen südwestlich von Cape Henry gesichtet und an Bord genominen, Ter Schooner sntzr am l l. Februar yon Georgetown. C.. nach NewHaven, Eon., mit einer Ladung Hol; ah und gerieth am da rmissolgeiiden Tag in einen Hefligen Sturm. Tas ganze Takelage wurde abgerissen und das Fahrzeug war am Sinken, als die von Galveslo koin inende „Brayhead" in Sicht kam. Zwei Tage nach der Rettung der Mannschaft deS SchoonerS überbrach te der Tampser „Bhran" die Nach richt von dein Mißgeschick, das dem Schooner zugestoßen war. Tie Ver wandten der Mannschaften desSchoo nrrs waren bereits derlleberzengimg, daß die Letzteren mibedingt verloren sein würden, lim so erfreulicher wirkte die eben eingetroffene Bot schast. Eine in Norfolk, Va., von Old Point Eonisort eingelanfene Tepeschr besagt, daß die Präsidenten-Jacht „Mayflower," die sich ans der Fahrt van Wasbingtan ach Narsolk befand, in der unteren Ehesapeakr-Vai, in der Näbe des Tlnible LenchtthiiriiiS, in Folge eines dichten Nebels auslief. Ter Bundes Kalilendainpser „Nero" wurde von Old Point ans zur Hülse leistmig abgesandt. 01 raiid Ariny El b. —Im „Earrollton Hotel" fand gestern das 12. lahresbankett des „Grand Ariuy- Eliibs" von Maryland statt, zu dein sich die Veteranen des Bürgerkrieges zahlreich eingesiinden hatten. Nach einem aiisgezrichiieten Menü erhob sich Toastnieister George R. Graham und stellte die folgenden Redner vor, die nachstehende Toaste beantworte ten; Präsident General John R.King, „Willkommen;" Tepartenients Com mandeur Fred. E. Tarr, „Tiellnions- Veteranen" von Maryland; Hr. V. F. Taylor, „Tie Tainen;" Tr. G. Laue Taneyhitl, Generalarzt der „01. A. R.", „Tie große Armer der Rr publik;" Hr. A. A. Reese, „Tie amrri tanischr Falme". Im Stehe und schweigend wurde der Toast ans die verstorbenen Kameraden getrunken, und folgte dann kurze Ansprache fast aller Anwesenden. Tie Tafel iiuisik lieferte Pros. E. F-. K. Will. n. wiirdrn zwischen den Toasten geniein schaftlich patriotische Lieder gesungen. Tie Beamten des Eliibs sind; Präsi deut lahn R. King, Sekretär John A Thompson, Schatzmeister William Stahl, Finanzsekretär George W. Johnson; Tirektoren James Eanip pell, lolni 01. Taylor, A. A. Reese, H. E. Smith, Clus. H. Schmidt. jn., Hanscoinitr George W. Ivlmson, I. Woodsin Minifie, William T. Elben, Gus. H. Schmidt, jiin., Eins. H. Hart man, Thomas G. Henrir. P 25 00 Schaden. Tas Feuer, das gestern früh in der engli schen lutherische GraeeKirche am Broadway und Gangh-Straße ans brach, richtete einen Schaden von P 2500 an. der jedoch durch eine Ver sicherung bei der „Teutschen Feuer- Versichirmigs-Gesellschast" gedeckt ist. Plötzlich gestor b e n. Hr. Francis M. Jackson, der seit 20 lah reu an der Fünften Avenue, Balti more Eomity, einen Groeery Laden betrieb, winde gestern Vormittag rvu einem Herzschlag getroffen und brach todt zusammen. Er hinterläßt seine Wittwe und vier Kinder. Im „Zoo" wird heute Morgen um 10 Ulm wieder ein Carneval für Kunden und 'Mädchen veranstaltet, bei welchem Preise im Werthe von P2>X> .zur Vertbeilmig gelungen werden. In Cvnklirreiiz treten besonders die fettesten, düniisteu und hübschesten Knaben und Mädchen und auch das jenige xiind, wrlckws daS rötheste .Haar hat. erhält eine Preis, Tie große Promenade in dem nnteren Saal findet um 2 llhr Nachmittags statt. „Westliche Maryliuid Bahn." Weigerung der „Teul'cheii Bank" in Teulschlaud, eine Anleihe zu stun den, sott Krisis herbeigeführt haben. Konnie außerdem merthvolle Kohlrnläudereieu nicht preiswerth verkaufen. Tie Ernennung des Hrn. Benja min I, Bush, des Präsideuten der „Westlichen Maryland-Bahn," als deren Verwalter kam als eine große Ueberraschung für dieFiiiauzlreise der Stadt, obgleich seit Wochen Gc'üchle über eine Krisis in den Angelegenhei ten der Bahn im llinlanse waren, die jedoch von ihren Beamten entschieden in Abrede gestellt wurden. Tie Wir kung dieser Gerüchte spiegelten sich aber in dem Falle der Preise der Sclnritäten ab. trotzdem stie Cimiah wen ster Bahn eine beständige st nähme ansivirsen. Tie Aktien stersel Heu sielen gestern am der Börse m 2 Punkte und die l prozeiitigen Hy polhek Obligationen wurden zu 12>2 verkauft; sie hatten am Tage zuvor ans 5! gestanden. Tie am l. April fälligen Anleihe im Betrage von P 2,770.750, sü>- Ivel che die Tirektoren keine Teckiing fin den konnten, waren zum zröstteii Theil im Auslande untergebracht worden, und stie „Teutsche Bank" in Tenlschlanst war eine Hanptglä bigerin. Tie Weigerung dieser Cre stitore, die Anleihe zu verlängern, wie die;- schon einmal vor einem Jahr geschehen, machte denn den gestern gelhancn Schritt nothwendig. Auch das an, l. Mai d. Is. in Kraft trr tende Heplinrn Gesetz trug viel zn den Schwierigkeiten der Bahn zu. Tas Gesetz verbietet nämlich den Kohle transportirenden Bahnen. Kohlen z befördern, die von ihnen selbst gegra ben werden. Tie „Westliche Mary land Bahn" besitzt mm gegen 100.000 Acker Kohlenländereien in Maryland und West Virginien, und es war ihr nicht möglich, diesen Iverilwolleii Be sitz zn einem Preis zn verkaufen, der sie vor schwere Verlusten geschützt hätte, wie dies anderen, größeren Bahnen, wie z, B. der „Baltiniare >Ä Ohio Bahn" und anderen ähnlichen finaiizkräsiigen Carporatianen ge lang. Ein anderer Faktor in den Finanz iiötbrn der Bahn ist die Thatsache, daß die „Westliche Maryland-Bahn" dein Gould-Shstein angehört, das seit der Zeit den Aißlkiffen rivalisi render Magnaten ausgesetzt ist, seit dem Hr. George I. Gonlst mit dem Plane für eine transcoiitinentale Bahn vor die Oeffentlichkeit trat. Außerdem sind die Steuern innerhalb des letzten Jahres um etwa 20 Pro zent gestiegen, und die in West Virgi nien eingeführte Meilenratc von 2 Cents hat die Einkünfte ans dem Passagiervrrkebr in jenem Staate be deutend beschnitten. Tie Vahn ginig bekanntlich im Jahre 1002 ans dem Besitz der Stadl in den der jetzigen Eigeuthiümr über, die seither Verbesserungen in gros'.em Maßstabe vorgenommen haben.Turch die Bestimmungen des Verkauf Con trakts wurden sie gebunden, Termi al-lacilitäten an schiffbarem Wasser anzulegen; dicS ist geschehen, und der ohlenpier und andere Anlagen in Port Covington sind das Nesultat. Ter .Kostenaufwand war P2,5>X>,XX>. Einschliesstich dieser Summe hat die „Westliche Maryland Bahn" seit 1002 nahezu 12 Millionen TollarS ver braucht, und zwar P2.7lX>,lXX> sür den Ankauf der Interessen der Stadt, Pl2,lxx,>xx> als .Kaufst' sür die „West Virginia Central." Po.six>.ooo sür die Cuniberland Verlängerung, P2..ooo sist Eynipirung und P 2, txxi.txx für Verbesserung an dem Vahnbett. Vor etwa einem tlabre wurde dann noch die „George's und Cumberlaud Balm" für Pl.2OO, Vaar erworben, obgleich die Verkäu fer gewillt waren, die Vahn der „Westlichen Maryland" gegen deren Garantie für die Obligationen der Compagnie zu überlassen. Ter Vor schlag ivnrde abgewiesen, weil diese Strelle ein Theil der Stammlinie bilden und als solcher frei von Obli gationen sein sollte. Ter Netto Verdienst der Balm hat unter der Gould-Cvntrole beständig zugenommen und betrug in I!X7 PI,- 270,7! gegen P 1,221.002 in IlX>2 oder gegen PI.XX 1,520 sür Monate in l'.X2. Tie suudirte Schuld der Coinpag nie ist P 52.712,275, und zwar erste l-prazentige Hypothek, 1052 fällig, Pl2,s>2,; 1 prozentige Allgemeine Pfand- und eonvertirhare Hypothek von 1052, Pl 0,000,000; erste Hypothek Scrip. P 275; Oprozentigr erste Hypo thek der „Potomac-BaUey-Babn" von l!>1l, O-prozentige erste Hypothek „West Virginia Central u, Pittslnirg-Vahn" von 1011, P 2,250.; 5-prozentigr erste Hnpotliek „Piedinoitt und Cuniberland Bahn" von l!>l l. P!s>,xx>! 5-prozentige erste Hypothek „Coal und Iron-Bahn" von 1020, PI,000,(X. Tos Anlagekapital der Compagnie ist P15,025,1!X>. Es ist wenig Gefahr vorhanden, daß die Vahn der Eontrole der Gould entrissen werden wird, da die „Vow ling Green Eonipany," Trustee sür die Pi0.000.000 Hypothek, ans welche die „Weüliche Maryland" die in kur zer Zeit fälligen Zinsen nicht bezahlen kann, ein Gould-Unternelnnen ist. Hr. Edwin Ganld, ein Bruder yon George Gould, ist deren Präsident, und keine andere Partei wird Bestand vor dem Gericht haben. Teshalb ist es mehr als unwahrscheinlich, daß ein Antrag für einen Mitverwalter gestellt oder ein Einwand gegen die Vornahmen des Hrn. Bush erhoben werden wird, Tie Bahn befindet sich in gutem Zustand, wie ans oben an gesnhrten stahlen über den Netto Ver dienst hervorgeht. Von einem Beamten der Zwischen staatlichen Handels Commission wirst die Cinenumlg des Verwalters sür die Bahn als ein unnöthiger Schritt bezeichnet, der jedenfalls überhaupt nicht ergrissen worden wäre, wenn das Gesetz die Ernennung von Be nmten derselben als solche nicht ge stalte. Tie „Westliche Maryland" ist die zweite Gould Bah, die in den leisten 10 Tagen in die Hände va Vermal tirn überging. Tie erste war die „International de Greal Northern,'" ein l l Meilen langes System, das hauptsächlich im Staate Texas be trieben wird. Je u e r i ui Tpri tz e u h a u s. Aus bisher uuerllär! gebliebene Wei se entstand gestern Morgen in dem Spritzenhause der Compagnie Nr. 20 au der Ecke vvn Leadenball und Ost endstraße ein Jener, welches jedoch bald gelöscht wurde. Capilän Touo hue eutdellte den Brand in einem Kleiderschrank des Heizers John 'est ker. Ter Schaven beträgt uugesähr PO5. Cine Ueberraschling berei teten vorgestern Abend der 10 Jahre alte Edward W. Schulz und die 12 Jahre alte Laura Collendar, als sie ihre Familien mittheilten, daß sie sich am Weihnachtslag durch Pastor Henry Brauch in Ellicott-City trauen ließen. Tas junge Ehepaar, das bis her einsam und allein in den elter lichen Wohnungen logirte, entschloß sich am Mittwoch, bei der Mutler der ueugehalleurn Ehefrau, Nr. 1212, Hellbrook Avenue, Wohnung zu neh men. Tie beiderseitige Eltern er theilten ihren nachträglichen Segen. Vortrag über Nordpol- Expedition. In dein Ver saiimiliiiigs Lokal der „Friends' Schule" an der Elle von Park-Avenue und LanreiiSstraße hielt gestern Nach mittag und Abend der Eoinmandeur der Bmidesmarine Robert E. Peary einen hochinteressanten geographischen Bortrag über seine Reisen und Cxpc ditjoncn zur Auffindung deS Nord pols, Eoinmandelir Peary, welcher von allen Fvrschimgsreiseiiden dein Pol am Nächsten gekommen ist er war im Jahre tl>7 bis zum 27, Grad 0 Minuten vorgedrungen wird in Kurzem eine neue Reise antreten. Tein gestrigen Bortrage wurde von einer großen Anzahl Zuhörer mit In teresse gefolgt. Wicderiin Ti e st. Runde Sergeant Harrn Swartz vom nord westlichen Tistrikt. welcher vor eini gen Wochen ans mysteriöse Weise ans Baltimore verschwand, hat seinen Tieust wieder ausgeiioimuen. Tie Polizeibehörde hat die Beschuldigun gen gegen ihn niedergeschlagen und ihn i seine frühere Stellung wieder eingestellt, da die Heiden Aerzte, ?r. Richard Gnndry und Tr. Piiikney TaviS, erklärten, daß Hr. Swartz wie der geistig yollkaiuiiieu gesundet sei und die derzeitige temporäre Geistes störuiig aus die in seiner Familie ein getretenen Todes- und Krankheitssäl le zurilllzusühreii sei. Ter „Thalia Männerchor," der grösste Gesangverein Ost-Balti more'S, hält seinen dieSjährigeit Maskenball am nächsten Montag i der „Germania Männerchor Halle." Tas Arrangenieiits-Cainite giebt sich die grösste Miiln', alles bisher Tage wesene in Schatten zu stellen und scheut keine Zeit und Kosten, um das gestellte stiel zu erreichen, Ter Ball wird durch ein gros',artiges Tableau eingeleitet, dessen Charakter jedoch vorerst noch ein Cleheininiß der Ar rangeure bleibt. Tas Comite hat sich entschlossen, neben den Gruppenprci sen, anstatt wie früher sechs, dieses Jahr acht Einzelpreise an die besten Masten zur Vertheilung zu bringen. Ta der Eintrittspreis im Billetvor verkauf auf nur 25 Cents festgesetzt ist, braucht sich Niemand das Vergnü gen der Theilnahme an dein Vall zu versagen. Tie Cintrittskaisten sind bei den Mitgliedern und im Vereins lokal, H. Voigt'S Halle. Nr. 1122, Harsord-Avenue, zu bekommen. Am Abend des Maskenballes wird an der Kasse ein Eintrittspreis von st) Cts. erhoben. Mord im zweiten Grade. Tie Geschworenen in dem Mordpro zeß gegen John I. E.mlfield eini gen sich auf dies Verdikt nach halbstündiger Berathung. —Per suchte vergeblich, die Schuld auf Kaberuagel abzuwälzen. Ter Prozeß gegen John I. Eaul sieid, des Mordes von Ernrst Ton glas am 10. Januar augeklagt, kam gestern Abend um 0.20 llbr zu Ende, als die Geschworenen ein Perdikl am Mord im zweiten Grade abgaben und zu gleicher Zeil den Gefangenen der Gnade des Richters empfahlen. Nach diesem llrtbeil taun Caulfield von 5 bis 18 Jahre Zuchthaus erhalten. Richter Wright verschob den Aus spruch der Strafe, da der Anwalt der Vertheidigung, Robert F. Leach, Au trag aus einen neuen Prozeß stellte. Ter Gleichuiuth, den der Gesaugeue während der Tauer des Prozesses au de Tag legte, verließ ihn auch im kritischsten Moment nicht, und den einzigen Comiueular, den er machte, lautete: „Tie haben es mir richtig gegeben." Cr betrat am Nachmittag den steu gei/iaud und bestritt, daß er den tödtlicheu Schuß abseuoele und er den Geheiuipoliststeu Pohlrr und Pable ein Cleständniß atzlegte. Cr behaup tete hingegen, daß der Verhängnis; volle Schuß siel, als der Revolver sich i den Händen Xiaberuagel's vesaud. Cr veschiieb in klarer Weise die Par tomimiisse des Abends, erzählte wie er Carrie Suyder in Begleitung eine. Mau ms. Namens Burtoii. i den „Cascadeu" au der Süd Eutaw Str. Gel rosse ii habe. Mit ihm sei Rena Almer gewesen. Tie Gesellschaft ver ließ. wie Caulfield erklärte, den Platz und traf mit .oaberiingel und Tau glas zusammen und Alle begannen eine Spritztour, die schließlich an der Clle von Eutaw und Lerigton-Slr. ihr Ende nahm, wann die Almer nach Hanse ging, während Tonglas und Carrie Snhder sich in anderer Rich tung entfernten. Vor Caulfield's Wohnung sah Kahernagel Licht in dem von Tonglas bewohnten stini wer, und Beide gingen in das Haus und nach dein genannten Zimmer, llebrr die Schießasiaire selbst sagte Caulfield: „Ich klopfte an Tonglas' Thüre und drohte, dieselbe zu erbre chen, wenn er nicht öffnete. Tonglas gehorchte, und dann befahl ich der Carrie Snhder, das HauS zu verlas se. Ich machte TauglaS Vorwürfe darüber, daß er Zraneiizininier in das HanS meines Vaters bringe. Ich sagte ihm, daß ich meinem Vater da von Mittheilung machen würde. We nige Minuten später versetzte wir Tvnglas einen Schlag. Ich war be täubt, und als ich wich umdrehte, er faßte Tonglas wich an der Kehle, Ich riß wich IoS und warf TvuglaS zur Seite. In diesem Augenblick griff er mit der rechten Hand in seine Hüften tasche mid zu gleicher Zeit sagte Ka hernagel: „Hier ist mein Revolver". Tie Waffe entlud sich und Tonglas stürzte zu Vvden." Cr bestritt, daß er die Snhder mit dem Tode bedrohte, wenn sie das Zimmer verlassen wollte, und sagte, daß er sich nach der Schießerei in die ans der anderen Seite der Straße gelegene Wohnung von Rena Adner begeben habe. Im Kreuzverhör sagte Cmiljietst, er sei an dem Abend nicht betrunken, wohl aber angetrunken gewesen sei, nd erklärte de Unter schied zwischen tzeiden Zuständen, daß ein betrunkener Mann nicht wüßte, was er thue, während ein aiigctrmi lener Mann sich seiner Handlungen wohl bewußt sei. Michael Canlsield. der Vater, be- Aii geklagten, bezeugte, daß er seit ei nein Monat vor dem Mvrd durch Krankheit an das Hans gebunden ge wesen sei. An dein verhängiüßvollen 1!. Januar habe er Geräusch gehört, sich ach dein van Tonglas bewohn ten Zimmer begehen und den Revol ver in Kaberiiagel's 'Hand gesehen. Ans Znrcht. als Zeuge nach dem Ge fängniß gesandt zu werden, habe er bisher geschwiegen. Michael Caiiliseld. der Vater, be schwor. er habe van der traurigen Ge schichte erst am nächsten Morgen Kenntniß erbrüten, er besäße einen so tiefen Schlaf, ans dem ihn tri Lärm, ganz gleich wie groß, erwecke könnte. Staatsanwalt Owens verlangte in seiner Ansprache an die Geschworenen ein ans Mord im zweiten Grade lau tendes Verdikt. Caulfield war seiner Freisprechung so sicher, daß er bereits Vorkehrungen getroffen hatte, sich vom Gerichtszini iner nach Hause zu begeben. Sein Vater und seine Geliebte, Rena Ab er, waren bis zum letzten Augen blick anwesend. Ersterer mar von dein llrtbeil tief ergriffen und hatte eine kurze Unterredung mit seinem Sohn im Zellenvcrlicß. Pässe zr Reise in s Ausland be sorgt E. Raine, Nr. 413, Lst-Balti morcstraßc, nahe Custom Honse Ave. Wtlsyington-Agentur. —deS— "Deutschen Korrespondent," Wm. Haiincinaiin, 1015 Marion- Straße, N.-W. Lokalbrrichtc von Washington. Auf den Vahngeleisen g e t ö d t e t. Vei'm Auslesen von Kohle wurde der 10-jährige Neger Peter Wood von Nr. 227, M-Straße, Südwest, in der Nähe der 1-1. Straße von einem stuge der „Chesapeake Ohio Vahn" getroffen und getödtet. Erlagepilept i s ch e m A n s a l l Ein Mann, in den, P. P. Lynch, der früher in Nr. 1221, Neiv-lersey Ave nue, wohnte, vermuthet wird, starb gestern Mitlag im „Emergency Ho spital" in Fvlge heftiger epileptischer Anfälle, die er auf der Straße erlit ten hatte. Als er den ersten Anfall um ungefähr II Uhr Vormittags er litt, brachte man ihn nach dem Hospi tal, er erholte sich aber ehe das Hospi tal erreicht wurde und weigert sich, sich hineinführen zu lasse. Bald nachher bekam er einen erneuerten Anfall, und als die schnell herbeige rufene Ambulan; mit ihm bei'm Ho spital anlangte, war das Leben ent flohen. Hatte Milch gestohlen. Ein Mann, der sich „William Jen nings Vryan Nr. 2" nannte, wurde gestern Morgen au der Pennsylvania- Avenue vom Polizisten Gall bei'm Milchdiebstahl erwischt. In der Po- Polizeistationgab er an G. W.Henault zu heißen, loot 1000 Page der Maryläuder Gesetzgebung gewesen zu sein und seinen Namen in Wm. I. Vryan Nr. 2 umgeändert bekommen zu haben. Sobald sein berühmter Namensvetter Präsident der Vereinig ten Staaten geworden, würde dersel be ihn zum Botschafter an Frankreich ernennen. Polizeirichter Kim ball verurtheilte ihn zur Zahlung von PlO Strafe, die Freunde des Perurtheilten bezahlte. Henault wohnt neben dem Hanse Nr. 1020, Pennsylvania-Ave nue, dessen Bewohnern die gestohlene Milch gehörte. 15 Jahre Zuchthans. Zur 15 lahren Zuchthaus wurde gestern der Neger John W. Newby im Criminalgericht Nr. 1 von Richter Stafsord wegen eines auf eine Nege rin begangenen unsittlichen Angriffs. Auch der leger Gilbert Lewis er hielt 15 Jahre Zuchthaus wegen Todt schlags. Er hatte ant 15. Mai letzten Jahres Eugen Rotherford in George town erschlagen. Ter des Mordes im zweiten Grade schuldig befundene Neger Nikolaus N. Warren erhielt 20.Jahre Zuchthaus. Er hatte Adam Lawson am 2-1. Juni 1007 die Kehle durchschnitten. Weil der Neger Wm. Green, alias Wm. Cohen, Nähmaschinen auf Ab zahlung gekauft und dann wieder ver kauft hatte, wurden ihm 20 Jahre ZnchthauShaft vom Richter Stafsord aufdiktirt. Er hat schon in Virginien 5 Jahre im Zuchthaus gesessen. In jedem Hauslinltr sollte das reine, wohlschmellende „So lace"-Vier aus Fred. Vauernjchnndt's „American Vrewery" stets vorräthig sein ein gesundes und stärkendes Getränk. Bestellt eine Probekiste bei Eurem Wirth oder per Telephon C. k P. 201. Md. 1101. Brauerei 1101 bis 1122 Hillen-Str. (07) Würzburger Simdcr-Vräu —im— Henkeltöpfchen, Nr. 511, West-Lexington-Ttrapt. „Harmonie Cafe," Nr. 414, West-Fahrttr-Strasie, Kar! Schmidt, Inhaber. Würzburger Hof bräu frisch am Zapf. Tiners, Soupers a la carte. Irden Samstag Abend Frei Conzei-t. (Aprill.ll) Hebbrl's einziges Atelier. Wir haben nur ein Atelier in Balti more, und das befindet sich in der Etage zu ebener Erde, Nr. 324, Nord- Gay-, nahe High-Str. Kinder-Pho tographien eine Spezialität. Keine Agenten und keine Treppen z steigen. I. Hebbel. E. Erni, Geschäftsführer. (315-) Schiffskarten von mid nach Europa über Baltimore oder New-shork, Kajiite oder Zwischen dcll. Wechsel, ausländisches Geld, Crcditbricfe und Geldsendungen. Theo. H. Ticuer ck Co., Nr. 217, Ost-Baltimore-Straße. (4-) The. H. Diener ä- Co. Teutsches und anderes ausländi sches Geld gekauft und verkauft. Geldsendungen besorgt nach Teutsch land, Oestreich, Rußland u. s. w. Wechsel ausgestellt auf ausländische Banken. Creditbriefe und Travelers Cheques. 2170.-vltirr-Str.