Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
June 22, 1858

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IM lil,!!!IN ill»!I!,VlizlilN, ?Aper, l-VNI>!»,»>«» »v skxvektett l!/il»e. I'., slot, ns Rivltimnrv s >iti»., R «ro. 18. Jahrgang. 'lll!'sN,'>lMlllU' 'U. Medizinisches

chirnrqisches IMlut. Süd-Frederickstraße, aNimort, Md. Brachtet Folgendes bei Zeiten! f bchaudelt werden,wodurch so est Sharlataue die traurigsten Jolgen herbeiführen. Junge Leute 'und Äesotge elu Heer korper licher i.nd geistiger Uebel baden, wenn die Heilung ver nachlässigt wird, sollten sich beizeiten meiden, wodurch ste Kummer und gr-i-n Leide.,, wie auch großen Un- Es ist eine» der größten Uebel, welche« den Menschen treffen kann, denn e« erzengt Herzkrankheit, Dy-pepsta, Abmagerung n, s, w, und endet -st tn voillommener r. «uiith hat durch die glückliche Kur obiger »rankheiten größere Berühmtheit, al« irgend ein anderer iiezt in Amerila erlang. Er heilt m^den K wieder, tndeni er nur ein stche nnd gelinde Mittel anwendet, ?einc Medizin ist frei von Merknr und allen Minerals scheu Giften, in einet bcgncmen, dichten Masse zubereitet und lann in und Prlvathänsern, oder ansder Reise m.b.Mirkt angewendet werden. Nur wen» heftige Ent, »iindnng eingetreten ist, wird eine Etnschranlung der kel>in«>oelse nothwendig, Auch de» Kraiilheiten be wel blich en Ne fchlechte hat Tr, ii, B, Smith seit ein „Reibe von fahren eine besondere Aufnie.lsaiuleU gewidmet undper. hell!ni'tz'iah"ilcn° Uiid di.rfrn der Heilung sicher sein, na?ch Pnaue/Angak t'cr'SpNiPtome Dr, I, B, Smitb gegen poitcfreie Äriese eousultire.. und die Medizin nach irgend eine.» theile de« Lande» geschickt erhalten. Alle »insragen bleiben streng privatim, I» dir Osfiee stnd separate Limmer zur Disposition der Patienten. Offen von v Uhr Morgens bis 9 Uhr Abends, UebrUen« verweis t er auf seine An,eigen tn den übri gen täglichen Zeitungen, «riefe beliebe man unter ,ol glnder Adresse zu senden. Dr. I. B-S iI b, Nr. 11, Sud-Arederickstraßt, (Apr.llSMte) Baltimore, Md. Discuit- nnd Cracker-Däckcrei. (»r. »8, Vrattftrage.) Früber Ma s on und Bruder. James D. Wtason Li Vo. m-'b" u/ilm" «1 "e"u"""n" st, ri> cker^Back erN duriii Einfübrnng ne »e rM a schi ner i c der neueste» «i.besserunge» und stnd i-i>t im Stand«, alle Bestellun Piloten-u/SchiffS-Brod, Wasser-, But ter', Zucker-, Pientc- und Edinburgh- Crackers, Soda- und Wein^Btseuit, sowie alle Sorten von „Aancu Laie«" feiner Lualikät, welche alle übrigen Etablissement« Über- welcher in ihrer tn iAdeanch Ist, ist nach einer gan z ntue n Konstruktion und fähia, täglich IWFässcr Mehl o°fen'/-'incm^Jcde>?zeigen, welcher an dem.Hort'- schritt de» Zeitallei »"Ji»eressel'at,undwerdrn ferner tiuen Ztden durch ihr ausgedehnte« Etablifscmenl M, 1- Somp, erlauben da« Publikum be- darauf aufmerksam zu Neuser man sich bei den Unttrzeichneten Ein „deutscher Sleri" ist tbeitfall« in ih nm Geschäfte angestellt, lames^ Comp., Garten» Feld-Sämereien, Klcin-Sirkaus zu billigen Preisen abgelassen. Thoma«N o r r i Niederlage von Ackerbau Geräthen und senİ»""' »!r,14, Vrattstraße, zwischen der Brücke und dem Een«re-Markte,B«ltiinort. NB. Mint«», Büchsen u. s.w. werden nach Auftrag «macht int importi't! «eparaturen werden besten« be sorg,. reit'.!tr,n>scheileil medizinisch und wundärztlich Office: Nr. 71, Nord CharlMraße, (Mai»,l Baltimore, Md. Dr. Anderson, Dr. M. Svieuer, Homöop a t h sch N-chmitiag- von l ,»r. Wliliiiii'.ins-^filiiiiirltiiig. Geiillschaft, Nr. .n>, Zh^me^tra^-^ Dr. Fr. Bartscher Ossicc-Stiiililln: Morgens bis 9 Uhr. Nachmittag« von l Uhr. (?lug.lL,!?Mte) Tanitcitsrath vr Pape, Sprechstunden: Morgen« um 8 Ui r: nm 2 Übr; ÄbendS nni «i (Dez.W,siMtt) ltirädnirter deutscher Zahnarzt.' Dr. M. Ä. Hopkinson, re.i w.rd, seine zahna.jlli-he Uan« au«ju Deutsche Apotheke. Deu t s che A HHt heke Deutsche Apotheke /A Theodor Kerok, daS deutsche Publikum! Clirl Cl>liliinn Vniilinrd^ .'jiilliliil«'. Deutsche uud englische Schule F. Knapp, d r c "Epischer Äan^ Unterricht! i dd 'ch ?>r, 51, N,-Mapst>ak, Dr. I. Dieffeubach'S llidept»d eit t c»i> tin y, Mi»ichest«r, Md. Die Anstalt wird nach den besten Grundsätzen geleitet und bezweckt, tt?re Zöglinge da^prakiUche^Lchc^eor dc"?!äheren deliebe man sich an den betreffen den Prinzipal zu >i« den, lMail7-) I, Dt e ffe nb a ck, .ttechk-Mmätt«'. Alexander Wolff, Bd»okat und Rechts-Anwalt, «sstce Skr 17, „t!un> B»ilbi»q«/ Peter Ä. «Sauerweiu, Nciitlchrr Advokat, hat seine Osstce nach dem „Mansion Houfe," »r «!l, Faytttr-Straßc, »erlegt. ,«a»f' und Tausch Briese, Mietb Verträge, Hvpothe ken, Vollmalhteu, Zeüamente u, s, w, werden au«gifcrtigl uiidallrrhaud lÄeschäst« und »-richt« Auftrage pnnltlich bcs«gt, iR°v,II,IJ) Theophilu« Ä. Horwitz, Grrichls-Äiilviilt, hat feine nach Rr, ZZ, i! erin g t n ai e, Ä. H. Ftalkman, Advokat, ssrüber Ariedenirich »r. I». «st-tieriiigw»-, nahe «aloertstraße, Bekanntmachung. Tbo W, Griffin, Sr>ed«n«richter für die erste Ward, Hai seine Ossl-e tn Nr, l?X, Broadway, »ade San lon Avenue, eroffne» Alle ihm übertragenen N-schafte werden zuverlässig und pünktlich besorgt. auch sind stet« pünktliche und thätige Sonstabler «i. Bereitschaft, NB. Urlnnden,Pachl-E°nlralte,Pfa..dverschr-ibunaen, Kaufbriefe, Testamente und Papiere jeder Art zur Re gistratur werben mit Sorgfalt aufgezeichnet und Be. scheinigungen zu jeder Stund« besorgt, lDcz,W,«>Mte>. B l ö ck -Marmor-Uhren. Canfield, Br. KCo,, Rr 22» Baltimorestr., haben soeben eine Sendung von Block Marmor Uhren, mit und ohne «ronze Figuren geeignet für Eptise- und Les-timm", «thattea. t»H> Äaitimorc, Md., Dienstag, dc» 22. Juni I^.^. u, t'lit'lt u»s> t.lqiit'l^ P h i l a d e l p h i a P a l e Ale. Mamillen >n i Acchten,tullMNliMi n. il.lnulsl!»orö^ Aechte importirte Weines F. Nliltiiinfülilillscn, däl/ ich von jekt ab foetwähienb eine gnte Äncnahl von ächte» importirte» St be i n Mosel Pfalz er, Ferciot, W Importeur von französischen Weinen Und Branntweinen, st Knuden .eell. biä,., und Punkt»» len besonders Familien, sich davon «ictö verrat!'zu dalttil. Preis der H 1.25, bei'm Dutzend ein ent sprechender Nabalt. V. Tier,«an Svkin, Älte importirte 2t! ei» edi Vi «iuorS, Madeira, Lissabon, Port, yi Malaga und dgl. Ferner: Allen Hrench-Brandt». Holl, (V.iii, Old Nve- Whi«ky, seinen Kümmel, sowic ein Assortement von ordi uairem Branntwein, billig zn haben hei Henry V. Reiv, N r, «N, N o r d Ga v it r a ß e, oivie eine Auswahl feiuer Thee'« aller Sorten stet» vor räthla, 'U»I Äorzüglichr ilLeiiie, ic. I A Cl>lttli>» vV Ci»»p,. ckAgentcn für We i n bc rg bt si yer in i il" ic"i" mit I e or t °^WVi^l s» n th, Ani und ,l'i r s >h welche wir den Haudellreibcnten zu den niedrigsten preisen offeriern. (Mrj.l l.lI) Bränden! Old Rue -»,Bourbo n W d i «l e»'« Verkauf bei Li) Meit wir dem Schiffe „Ne Biehfnttcr! Äirl>fntkr! und kirnen de/heften Qualität, zu verkaufen und »ost-tlfrei abgeliefert von M. I. u. W, A, Br ow n, zu verlaufen hei M. I, W, ow n,^ koK fre a g Welschkorngrütze! Ebinfo'wc'ße l'ohnen, schwarzäugige Erdsen ie, ie. Kostenfr-t in'« Hau« g-iteferi von W, A,^Br°wn, edee,erkausern wirh Reisende. Cansield, Br. >K Conip., -ja hu b st eu, Aächer, Ul!n W.MrLains^SlihnDampf-Mühlt 112 ü r Simöarbcit, wirVinn-rhalb der Stadtgrenzen kosten frei abgeliesrrt, 'M'ü.,, Mächten Rothe Weine: St. Estepbe zu 25 i!>«, per ?lasche, ,^,7speeDuf!enb! Et. Julien N ilt«, d°„ «-IM do, >,ibateauMarzau?sii Lt«, do., HSM do. Weiße Weine; Sauierne« zu 25 llt», per Jlasche, M.75 per Dufslnd; Hautßarsac ~!>7Ct«. do., H-lM ho,, Rhein-Weine: Wachenbeimer Ct«, per Alasche, per Duzend; Hechheiiner....sl) Et«. do., Ks»,litt do. Dom Dechant 75 Et«, do„ ,ß«,lM do, iZohannisberger,K> do„ do, zu I Dollar die Flasche, Ehanipagner zu lj und lj Doll. die Flasche, oder 111, 12 und l'> Dollar-da» Du«end, Aranzösische Branntweine iC-gnae«) zu l, >t, 2, .1,1, 5, tl, und l" Dollar« die Wallone, Holland, Wach holder Schnap« fiAn) zu 75 Cts„ l, >t, >t und 2 Doll, die Wallone, Alter reiner sttoggen- lvld Rue> und

Nr, 5, KT- B?n mir selbst'sorgsalt?« zuberritet und frei von allen schädlichen Ingredienzen offerire ich folgende Artikel- Branntwein !Brand«> ,u 1» i!I«, pee GaNone, Wachboider Schnapsl«Rn),u 40 iit«, do. Koru-SchnapSiwl>>«k!v>.,,u-luiUs, do. Boston Rum to' Do.do. Drppel (imporlirt! zu Ct«, do, Aranler-Bitter ,u4VCt«, do, Do. do. deutsche« zu 75 do, Schweiber Magen, Bitter., zu >i Toll. do. xigueure, sCordial«,! al«! Anissrttt, Rose, B». nille, Bitter Mandeln, Pseffermünte, Maraschino, »oll kommene Vicd- Zwetschgen, In großer süßer Waare, Erbsen, Sinsen, Sa»», Werste, deutsche Tamillen, ach!« frische Holland. inge, Sa rde l l iN mdurge r S ch »ei- Feine neue Perl-Gerste empfingen und tt'kauf-n in Zässern von 25 Pfund und angebroch«« H S>r a «k v r j7sj> Ar, SV« S -vr»«d«»»> Dr. s!uli»jl»n, der einzige Arzt, welcher anzeigt, »Baltimore-Lock-Hospital.^ wird den Piah dcrfcl'len. Nr. IvknljN n, des könij'liti'»! Uotte.V'UM'.' der Wundärzte in k-it, sind fu, Ttwahrl-.stung, Dr, lelmAon ist der einzige regelmäßig gebildete Arzt, welcher die Heilung von gewissen Arankbeitin anzeigt, Ckwl^Me^und Dn Jobnston's Stärkung» Mittel für rga 'srschopfung der fürchterlichsten Art »erden Huntiite solcher Mißgeliiteten sind durch diese» müssen einen Slam» enthalten, um einer An wcrt sicher zu sein, itr allein kann dich »erstellen. Keine "grauen werden behandelt. -WI t«pr.l ISM»> j Friedrich der »nd stiii Hof. Friedrich der Mroße und seine Freunde. !orlschung,> Tie Prosessoren empfanden ein tiefes «Ärauen vor diesem Anblick, wie angewur Zelt blieben sie auf ibren Plätzen. Nur Prosessor Heinrich fand die Kraft sich ans znrassen und zu seinem Freunde binzuei len. Er legte sanft seine Hand aus Frankes Arm; dieser znckte bei dieser Benibrung z wie von tödtlichem Schrecken ergriffen zu sammcn und richtete seine gläsernen Augen j aus seinen Frcnnd bin. Wobin wolle» Sie gebe», mein lbeu- rer Freund fragte Prosessor Heinrich zärt» lick'. Ich will thun, was der König befohlen bal, rief Franke kreischend lant, wie in ei nein Kamps'der Bcrzweistnng. Icb will iii's Tbeater gebe» uud den Herren Comö dianten demüthigst Abbitte thun. Er hrach in ein gellendes Vachcn ans, dann sank er seinem Frcuude ohnmächtig in die Arme. Unter so bewandten Umslaiideii, sagte einer de» Professoren gelassen, unter so be wandten Umständen, denke ich, erklären wir die Sitzung für anfgeboben. Nein, erwiederte Professor Biermann fast gebieterisch, icb als Tekan der Univer sität und Secretair des Senats, ich bitte die ehrenvolle Brrsammlung, sich noch nicht zu trennen, zuvörderst aber unserm Freunde dort zu belfeu und die Pedellen zu rufen. Mät Hülfe der Pedellen trug man den immer noch obnmäcbtige» Profcssor u»d Rector Frauke in das Sprechzimmer und legte il'n auf das dort befindliche Canapee. Einer der Pedellen eilte von damit», ei ne» Arzt zu hole» der andere blieb bei dem wiedererwachten Profcssor, und die übrigen Herren iebrten wieder i» das Ses sionszimmer zurück. Ehrenwertbc College» und Prosessoren, sagte Professor Biermann, indem er den Lebnstubi des ReetorS einnabm, als Leka» der Universität erkläre icb jetzt die Sitzung für wiedereröffuet. Ich bade Ibnen eine» Borschlag zu mache», vo» dem ich wobl lwssen dars, das! er bei Ibnen Allen eine bereitwillige Zustimmung finden werde. Tiefes barte und grausame Urlbeil des .Fr ings kann ilnd darf nichl vollstreckt werden. Ter Reetor Magnisicus unsercraltebttvür digen und bcrübmten Universität darfnicht solche Tcmütbiguilg und Schmach erdnl den, vor de» vcrachtnngswürdigen Histrio nen sich bcngen »nd sie um Berzeibung bit teil zu müsse». Niemals tan» das gesche hen, de»» nicht blos seine persönliche Eb re, sondern auch die Ebre und der Rus un serer Universität Halle würde darunter lei den. Wir müssen also Alles anwenden, dieses furchtbare Urtbeil rückgängig zu ma chen, und icb darf es daher als ein Glück bezeichnen, dafi uufer würdign Freund so eben erkrankt ist. Das enibcbt ibn vor läufig im Tbealer zu erscheinen, und sei er krank oder gesund, mich er doch so lange im Bette bleiben, bis eine andere Entschei dung des König» von uns erwirkt worden ist. Ter Arzt inusi aber ein Attest ausstel len. daß Professor Franke wirklich krank nnd anfier Stande ist, das Bett zu verlas se», dieses Attest werden wir dem «tteneral- Tirectorium einschicken und demselben eine Bittschrift beifügen, in welcher wir das General-Tirectorinm beschwören, bei'm König dabin zu wirken, dast er dies harte Urtheil zurücknehme, »der wenigstens es mildere. Sind Sie meitlerMeinung, meine verehrten Herren College» Lcr Vorschlag des würdigen Lclans ward cinstimmig angenommen und sofort eine Bittschrift entworfen welche allen Professoren der Universität zur Unterschrift vorgelegt u. von Allen unterzeichnet ward. Um dieser Bitischrist mcbr Nachdruck zu verleihen, erwählten die Professoren einen aus ihrer Mitte, welcher dieselbe persönlich »ach Berlin bringen uud dem tticneral- Direktorium übergeben, wie auch darnach trachten sollte, bis zum »onigzu gelangen, um ihm die Notb und Angst der Universi tät in Halle zu schildern. Aber der König empfing den Herrn Pro sessor nicht. Bielleicht war ihm die ganze Attgelegenbeit zu unwichtig, um sich wegen derselben in seinen ernsten und viclsaaieu Rcgieruiigsgeschästcn unterbrechen zu las sen, vielleicht war sein erster Zorn verraucht und er fand, das, die Professoren von Halle genugsam gestraft worden, und genug der Lemuthigungen erlitten batten. Ter König nabm, wie gesagt den Hölli schen Prosessor nicht an, aber lies; ihm sa gen, in acht Tage» werde die Universität seine letzte Resolution durch das General- Direktorium empsange». Das war ein Trost, mit welchem der Professor nach Halle zuiücktehrte. Der Kö nig beabsichtigte also doch nicht, das erste Urheil zur Ausführung bringe» zu wollen, denn wäre das gewesen, so würde er ganz einfach deeretirt habe», daß es bei dem ge fällten Urtbeil fein Bewenden haben solle. Die Herren Professoren athmeten also Wieder auf in neuer Hoffnung, und ließen eS willig und ohne zu murren geschehen, daß die Studenten Eckhos an jenem Abend eine Serenade darbrachten, und niemals in einer Tbcatcrvorstclluiig, desto mehr aber in den Collcgic» sehlten. Sie verbargen ihren Zorn und ihren wram wohlweislich in ibrem Herzen, ja einige von ihnen ent schlossen sich sogar, selber einmal das Thea ter zu besuchen und diesen Eckbof, welcher ihnen so viel Herzeleid uud Kuinmcr ge macht, selber einmal spielen zu sehen. Die Studenten, welche ihre würdigen Herren t'ehrer im Theater bemerkten, sühlten sich ganz stolz und glücklich über diese? ibnen gemachte Zugeständnis,, und prießen diese Männer als die freisinnigsten und aufge klärtesten Männer der Universität. Um sie dafür zu bclolmen, strömten sie am an dern Tage massenweise in die Collegia die ser Prosessoren, welche daber niemals ein so vielles Auditorium gebabt, als jetzt in Folge ibrcs Besuches des Tbeaters. sas machte die übrigen Professoren bestürzt uuv nachdenklich, und jogar Herr Professor Biermann, welcher seine Frau zu sehr liebte, um nicht ein »eues Mittel versu chen zu wollen, ibr wieder Collegiengeldcr zu verschaffen, und HerrProsessor Heinrich, welcher des schlechten Tabacke satt u. über drüssig war, entschlossen sich endlich, Friede zu machen mit den Stnkenten und den Comöoiaten, und in'» Theater zu gebe», damit die Studenten wieder ihre Collegia „belegen" möchten. So schien Friede und Eintracht wieder hergestellt, und Eckhof, d ssen weiches und edles Herz ganz von Der Henlsslje Cor» ejjii'iuient, i tilgliche Heilung, Friedrich linine, Sud-Lst Ecke von Baltimore- u. avstraiie. 'Nummer lanl uud Freude erfüllt >rar, foielte den „BritannicuS" mit solcher Begeisterllng u. i»Uulb, daß er selbst den gestrengen Herren Professoren laute Zeiche» des Beifalls ab gewann. Herr Professor Franke indessen war noch immer krank und ans sein Zimmert!, sein Bett aiigewicscn, noch immer sab er das drobente Gespenst einer öffentlichen Buse, j einer öffentlichen Abbitte vor sich, und das machte seine Aäck'ie schlaflos, und zeistörte ailf einige Zeit ganz tiefe ansere gottselige christliche Milde nnd Frenutlichleii, bintcr derer sonst so gut seinen Hochmut!' und seine Unduldsamkeit zu verbergen verstand. Tas Tflmvklcsschwcrt des gezwungene» Zbeatcrlvsnck'cs scbweble nocb immer übe. Ibm, so lange die Anlwort des Tirekioei'ilins auf die Bittschrift der Pro sessoren uichk angelangt war. Aber diese Anrworl' kam endlich, und dies Mal baltc der derr Nector Maguificu.' nicht die stolze Nubc und Zuversicht, das Rescript so lange »»eröffnet zu lassen, bis die Hcrren Sena toren sieb zu feierlicher Sitzung hei ibm eingefunden ballen. Er bcsiblcd Mir de» Tekan, Herrn Professor Biciiuann, und den Professor Heinrich zn sich, und indem er die Hände faltete, und eine fanfie, ganz rcilgnirte Miene annabm, bal n den Herrn Tekan, das Reskript vorzulesu» Bill »ges Bier. —ln E'niinnatt wird Lagerbier zu S EtS,, in Neading, Pa., zuEtS. pro Teidel ausgeschenkt. In ColumbuS, Ind., lann man sich sogar für wenige Cents einen Haarbeutelantrin ken, wie e»i „Poet" in einer dortigen Zei tung gar erbanlich meldet: ,>!l!'l1l/,IUll!i»' .'i»',t'i!z!'!i, '^itlzln Allsühtttiigö Pillen ---SS' ,1 n,! in di-s,m .>italterbci'^t,,udcreU.t nisse der inneren Llsiane beseitigen uud sie ,u Älatisikeit rei,en. eri.euern sie die V,l't''sqmUeii, unv .N»a 112 l ««e st, ntbeit st»o,nl von Vteutni tul.! l».. b ist wilder gesund. und ter wenn sie ein lNesnnder nimint drin sie nur werng Wirkung bervor. liti? isl tie Ln.te. eii.i.n söin. a langst »cUc.enen u >tte> >n> !ui,.! >ei" Oed feine zaheu Wesicht-,üge in neuer iresundl'eit eidlichen. Meb^Pillei, "nrie e n 'n Ne Ui zur iücinignug KW»« viU>ei>> i i.!- i len sie ii n n!chi, teun giebt lii de, l.iur steibllche Macht erreichen lann allein lab w,e >r eben noch an .struilen hintt, und >el?t gebt er ail.in die Pillen hakn ihn aebeiit, Mieb sie dein-lageie», mmr„ schcn, abgezehrten Magenschwallien, reifen ni,ier,ter Ma gen schon lungst jede« Dickel» von seinem t»>eu.hl unv iiie Mn°lnit il ni i>ine Gekmtl'iit il'l ren neuen Menschen, eiel,' das Weib, »kl,l eo in» >»e funtheit und iiehcnewurtinliit rrangie, iie veiillii und aiizusenh hinweill M,ii>g>l an isinng odee gti- stige Lnai, oder iegeiid eine lauenite,iuanfhnt dat dir inneren Organe her Perdanung ~jnfn! nng und terung in Unordnung gebeaiol, b>« iie >i ren t, Ichlcchr verrichten, Blnt ist verdorben, ihre >esni>dl«il >il dahlu. Wik» ihr dieje PN l« n, nni len V-t>cno,ni>t zu neuer straft zu reiten, dl» Hindenifie «n eiiiiernen und nenes in da- >!>lnt einfnslih.n, Ve>,achte sie nun wieder tie Mosen blühen auf lhren Wangen, imb t-l, jungst noch hten^ Je ernstlicher die Sumplome diesc, ,stran!l!iit bei die stch »eiaen, desto >»chter sind s" «u knei.en, >v> idsuchi, Verstopfung, ,Hopsichn»rSchw-rj in> ltnt.eteide, Blatiuna, Appetttlosigleit, Konigsnbri, !>?sch>vuchc, M»d, und alle abnlichen Kranlicil-n eii» >d»iee Schwindsucht sind durch denselben luriel worden, und Tausende von «eidenden, die mensch liche Hülse kaum »reichen konnte, sind ihren Sreuuden uud ihrer Nütl'chleit wiedergegeben, ,u nabrer Äesund heil »nd den Menussen de« LedenOurch diese« »ll mächtige Gegengift der »!ung,,>, und Alhl.Äranlbiit-n luruckä-biacht worden. Der trockene, hackende Husien, da« gläserne Äuge und die blassen, abgejebrten »tsicht«. luge besten, der eben noch munter und trafiig war, wispern iu Allen, auher >i>m, Schwindsucht, iir v'rsucht Alle«! aber t!e Krau'leit nagt au seinen Led«n«lra»rn und »igt ihre »erbäugnißvolle» Snmptome mehr und mehr an seiner gan,en »iestall, lir nimmt nun de» Kirschen, Brustdalsam! tcr-.!be iai seinen Hu sten gelegt und sein Athme» erleichtert! sein «chlaswah rend dee »t gesund sein Appetit kehrt zurück u. d mit ihm seine St-.ke, Pf.> welche, sein. Seit» dufchhcbrt, ist gebr.chen, r.l'wkrlich ist irgend eine schast> hatten, wenn sie zur Reist aedirl.'t»!waren. Ittflueiiza Seilrnstrchett. .Pruchbusten. sewtr antr.in Kranket !i he"> v P-'t "°r-"geheilt, wenn e« z-itigangewant« wird, Zete Familie sollte verräth», halten den» sie wird ssnden tas e« ein unschavh'ircr Schu» gegen dm Räuber ist, der so manche Mutter -chaafe der Heird« enireifl, so manche« liebe t!amm hinwcgeafft. Die beglanblaten Beweise für diese Thatsachen, nebst ter ti>rdrauck«a»w«isung fnr jede Nranlde" »nlk« man in Auer amerikauischrM Ratender, von dem wir tret Millionen Erempiare drncken nnt über die Erre verbret ten, vheiall die l.ankendie welche crenll.ill. Droguisten und Verlauf.r von Ar,, neien übeihanpl vertheilen de» .r umsonst und »'lausen tiele beiden Heilmittel, die .übereilet sind rei, Dr, H, k, A »er, praktischem upd auaiptilchem ler, Powell, Mass. Präparirt von Dr. I. C. Ayer, praktischer und anaivlischer Chemiker in Lowe», Majf. Tdomse«, Vlack', Brown »Bru der, und aanbv Halch im »rohen, und Solemaun Rodger« und S, S, H-nr« im «leinen und überall Handiera Olli Medizt». iZuni>«lZ!'«,pw,>

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KrrCäglichcKeutlchcCorrrlpondrnl.! u Baltimore, den 22. Juni liilincr wltcS Blut! u Bei einer Hiye von !>2 Grad im Schal-« ten sieht ein Zeitungsschreiber die Nützlich- keit und Notbwendigkeit des goldenen Wahlspruchs:„lmmer kaltes Blut '."voll- u kommen ein. Heißes Blut schadet doppelt bei heißem Wetter. Wir geben daher allen unseren, von Fanatismus, Brodneid oder i Dummheit aus.zcblasenenGegnern die vollste Freiheit, die Lacken recbt voll zu nehmen vnd nach Herzenslust über den u d,nten" herzuzieben, soviel Wind wie mög lich zu mache» und so viele Albernheiten, wie nur möglich, vom Stapel zu lassen. Mit derartigem Geschmeiße sich einzulassen, ist zu viel verlangt in einer Zeit, wo die! j Fliegen die Lust verfinstern und einen ar»i men Zeitungsschreibir ineommodiren. „Immer kaltes Blut!" rufen wir unseren enitsseii LaudSleute» zu, wenn die hiesige Knownolbiugwirthschcift ihnen die Galle rege macht, wenn sie seben, daß sogar deut- v sche Wiiikelblätter mit den saubereu Weiß- t lluchtseu liebäugeln und einen Stolz darin ful'en, von der WcißirichtSprcsse mit Lobes erhebungen überschüttet zu werden. Immer kaltes Blut! Das Rauserthum, uuler des- t sen Knute wir crseufzcn, gebt feiner Auflö- i fung entgegen; sein Sieg in New-OrleanS l wird mit Recht einer Niederlage gleich ge achtet; das Resultat der bier stattgesunde uen jüngsten Wahl bewies zur Geuüge, daß auch in die Tage des DZeißnichtS- tbums aezaytt sind und daß wir nur kaltes i müsse,,, Init das Uugetbüm binnen Kuncm zu Grabe.geleiten zu kön -nen. Immer kalte? Blut! Wenn unsere t Nepräseiiianten im Congreß sich auch noch so hivig mit Püffen regaliren und ihre be- iten Argumente mit der Faust zu -suhren stichen. Wer darüber den Gleichmut!' ver-! liert' der berücksichtigt nicht, daß von jeher die Repräsentanten der Nation das 801 l Vorst llen. Unser Volk ist nun einmal cin lämvflustiges, es befindet sich gegeiuvärtig in seine» Flegcljahren; ist eS demnach nicht natürlich, daß Flegel im Congrep das Ca vitol al? die Arena sür Faustkämvse erach- ten? Wenn der geneigte Leser mit kallcin Blute diesen amerikanische» Stiergefechle» beiwohnt, so wird er die beite Gelegciibcit hiben, seine Studie» der Naturgeschichte des Mensche» um ei» Bedeutendes zu beiei- cbern; thut er das Gegentheil, betrachtet. cr dergleichen Fauslkämpse als eine Cur- Würdigung der Nationalehre und ärgert sich darüber, so kann cr böchstens ein Gal lensiebcr davontragen, trägt aber durchaus i Aici'lS zur Aenderung der Zustände bei. Immer kaltes Blnt! Wenn die Geld- klemme aucb noch immer nicht ausbören! will, jedes Geschäft zu läbmen, jede Schichte der Gesellschaft zu durchdringen; in sol cher Zeit ist kaltes Blut besouderS nothwen- dig der Blick wird alsdann klarer, man reiüert die nötbige Seelenruhe nicht und bat somit eher Gelegenheit, den finanziellen Alp von sich abzuschütteln. Immer kaltes Blut! wenn die Zustände in der alten Welt auch noch so trostlos zusein scheinen wenn die Franzosen auch noch so geduldig sich trete» lassen und der deutsche Michet die Nachtmütze auch noch so tief über die zibren ziebt.' Geduldig abwarten! das ist eine goldene Regel, besonders wenn mit Ungeduld nichts ausgerichtet werden kann. Da wo jetU den Nucken des BcsuvS hin- ab cin glühcndcr Lavastrom sich verheerend wälzt, breitete sich vor noch nicht langer ein lieblicher, stiller Blumenteppicb aus. Das beweist, daß unter einer schein- bar friedlichen Decke sehr schwere Gewitter schlummern können, daß so wenig Italien wie Deutschland oder Frankreich vorEruv klonen geschützt sind, daß Freund Michel mit sciiier Schlafmütze cine Stelle errei chen könnte, wo dcr Kopf ein Ende bat, selbst wenn er in seiner Geduld so weit geben sollte, die Kappe bis über das Kinn berab- l zuzicbc». Immer kaltes Blut, lieber Le ser Das bewahrt vor dem Sonnenstich und macht, daß wir selbst bei 02° Hitze im Schauen den Gleicbmutb nicht verlieren. Napoleon in Nicaras>»it. Ciuc nähere Begründung erhalten in: lemerer Zeit die an der Äüste von Central- Limcnka'von französischer Seite gemachten Bewegungen, die zu verschiedenen Bemer lungen unserer Blätter Veranlassung ge geben babe»,durch nachstehende Mittheilung der „WashingtonStates", welche aus guter! Luelle geschöpft zu sein scheint „Napoleon macht Vorbereitungen, den Isthmus bei'm See Nicaragua durchstechen zu lassen und zu kvlonisiren. Dieser gigan tische Plan, dcr seines Namens und seiner Nace würdig ist, ist kein neuer Traum. Derselbe beschäftigte ihn wäbrend seiner Gefangenschaft in Ham, und hier sammelte rr seine geographischen und statistischen No tuen u. verarbeitete dies Material bis auf die genauesten Berechnungen, denn gleich seinem großen Lnkel hat LouiS Napoleon cin angedvrenes Ingenieur-Talent. Hätte cr nicht das Kaiscrrcich und die Adlcr des ersten Napoleon wieder errungen, so würde er Rübm und Macht auf dem Isthmus von Amerika gesucht habe». Während cr Staatsgefangener war, cor respondirie cr mit Marcoleta, damaligem Gesandte» von Nicaragua, über dieses Projekt eines Scbiff»canalS über den Jstb muS und die neuen commerzicllen Verbin diinaen. wclche cin solcbeS Ereignis? für die Reiche der Welt zur Folge haben würde. Wir haben diese Briese, geschrieben in dcr lcichtcii, fließenden Schreibweise Louis Napoleon'S, gelesen, welche nebenbei be merkt, dcr des Gc». Walker nicht unähn lich ist, und sie bittlerließcn einen tiesen Eindruck dcS Umfangs und der Kühnheit seiner Ansichten und der kalte» matbcmati schen Genauigkeit, mit der die Einzelheiten berechnet waren. Diese Briese müssen »ith reien unserer Senatoren uud vielen Mit gliedern des diplomatischen Corp? bekannt gewesen sein, da Marcoleta ein eifriger Ver ihrer LouiS Napvlcou's war und nicht ab geneigt gewesen ist, gewissen Personen diese Beweise seiner großen StaalSkenntniß mit zutheilen. Die Ankunft M. Belly's und seiner Tafel.Diplo»,atiein Nicaragua ruft diese tief gewurzelten Pläne bci'm Kaiser wieder wach, und bietet einen Schlüssel zu manchcil Dingcn, die sonst uucrklarlich siud. Um cine Compagnie für dieses große Unternehmen zu ciigagire», einen Canal vom Ziicaragua-Sec bis zum Pacific zu durchstechen, war eS nothwendig, eine Ar mee von wvblseilen und zuverlässigen Ar beitern für die Arbeit zusammenzubringen. Afrika allein kann diese darbieten und Na poleon öffnete sofort die Thore gerade im Gesicht des ärgerlichen und binterlistigen Enaland'S. Seine offiziellen Lrgane bewie scu"vie Leichtigkeit und die Ersparung. in die amerikanischen Gewässer mehr Sklaven zu bringen, als dieAmcrikaner selbst haben. Tic Fakta und Zahlen sind so genau, daß es klar erwiesen wird, daß nicht blos der Caiial in Nicaragua mit großem Vortbeil A»t> Leichtigkeit gegraben werden kann, son dem daß Zucker und alle Produkte des tro pischen Amerika durch wohlfeile afrikain sche Covlies iu dcr Hand französ!sch«r Co lonisten könnten zu bedeutend billigerer Preisen vcrlauft werden. Napoleon's Politik gebt dabin, das eng- Uebergewicht in unfern Gewässern zr Er hat den Palnierston hiei China üb?r'S Lhrge. cs ae.^dn. lich mit unscrm Cabinct und den Congrex- Comitc'S tn Bezug auf auswärtige Angc- lcgcnbcitcn unscrcr Bürger iu den tropi-! l schen Ländern zu machen pflegt. Unsere einzige «Gegenwehr bestand in dem Walker-! RivaS-Gouvernement in Nicaragua, aber! Napoleon wuf:te mit Palmerston u. Marcy umzuspringen, u. dicsc wußten dann, wo sie solche Leute als Davis, Pauldingu. Costa- Rica zu gebrauchen l'ätten, um den Jüb- inuS von den Amerikanern rein zu scgen. Tie ersten Früchte davon liegen nun in der Gestalt des Belw'schen Canal Projektesvor! uns." TelW'aMchc Tcpejchen, A >i kunstd.S Dampfers e r s i a" dei'm Cap Nace. St. Ivb us, den 2t. Juni. Ter, von Liverpool am 12- d. Mts. abgegangene i und nach New-Aork bestimmte Dampser! j „Persia" wurde am Samstag, den 19. d. MtS., aus der Hohe des Cap Nacc von der ZeitungSvacht der associirten Presse ange troffen, welche heute folgende Uebersicht der, mir dem Dampfer überbrachten Neuigkeiten j bierber beförderte. j Die Telegrapbett-Flottillesubr am Iv. d. MtS. ab und der Dampfer „Niagara" ourfie demnach am 2!>. Amerika erreichen. Am 13. Juni sollte eine neue Dampfer i Linie zwischen lyalivav, Irland, Halisar l und New-Aork in's Leben treten. i Tie Cagliari-Affairc ist zur gegenfeitl- gen Zufriedenheit erledigt worden. Aus Indien melden neuere Berichte, daß die englischen Trnvpcu Bareillv uacb leichter Gegenwehr beseht hatten. Ebenso waren die Engländer im volle» Besitze von Robilcuud. I» Frankreich haben die KricgSrn stungen ihren Fortgang und zogen bereits die Aufmerksamkeit oes englischen Parla mcnlcS auf sich. Herr Fitzgcrald erklärte im Parlamente, der amerikanische Gesandte in Paris sei! im Irrthume, wenn er sage, daß England i oie Arbeiterbewegung mit Gleichgültigkeit j betrachte. Spanien. General Couck'a koll, j wie es heißt, seinen Posten als Gouverneur vou Euba beibehalten. M arktbericht. Baumwolle flau l Vrodstoffe fest im Preise. Geldmarkt NSK ve. Wasbingtoit. 21. Juni, Nack' den hier eingetroffenen neueren Nachrichten darf man mit Gewißheit aiuiebmeu, daß die Truvveii unter Capitaiu Marcv glück lich im Camp Scott eingetroffen waren. Gouverneur CummingS hatte die Absicht, mit de» Mormonen wegen AnkausseiueS IcheileS ibres Riiidviebes zu unterbandeln, da, wie verlautetc, viele Mormvnen mebr Vieb besäße», als sie trausportiren konn ten und es deshalb gern zu verkaufen wünschten. Die Truppen im Camp Scott und auf der Strcckc zwischen jenem Lager uud den Ver. Staaten sind jetzt nicht mehr gesähr det. Die Mormouentruppeu bielteu diel Zugänge nach dem Salzsee uicht mehr be j fttzt, wiewobl das Volk drohetc, sofort zurückzukchren, wcuu die Armee vorrücke, j ebe sie die Weizenerndte vollendet uud den Ertrag derselben in Sicherheit gebracht bälteu. (ttouverneur CummiugS sagt, Emigranten aus den Ver. Staaten könn ten üun die Reise nach Calisornieu via den Salzsee ohne Gefabr zurücklegen. Der Generalstaatsanwalt, der Schatz amtssckretair und der General-Postmeister beabsichtigen, im «l»saug nächster Woche! nach PbÜadelphia zu reisen, um den Vau des dortigen PosthavseS, des Zollamts gebäudes und des Gerichtslokales zu regu liren. Zwei der ueueu KriegSschaluppcn sollen in Phiiadelpbia gebaut werden. Boston', '"l/Juni. Ter große Pro zeß zwischen dem Staate Massachusetts und der Stadt Rorburg wegen Besitztitel von Ländereien zwischen Rorburg uud Boston im Wertbe von mehreren Millionen Dol» lars wurde zu Gunsten des Staates ent schiede!!. St-LouiS, LI. Juni. Eine De pesche aus Leavenwortb meldet, daß Gen. Harnev nebst Stab am 15. d. MtS. nach Mab ausbrach. Tages-Ntiliqktitcil. Washington. Vor dem Mili. tair-Asvlum erhing sich am Freitag Mor- gen der alte Soldat Tbomas LvonS. L. trat in 1812 in die Armee und dienst bis 1848. Ter Alte war dem Trünke sehr er- Heben. Das Criminal-Gericht trat gestern zur 5 Junisitzung zusammen. Dcr Prozeß gegen die dcr Ermordung Berrv's angeklagten DevlinS soll am uächstcu Montage begin nen u. gleich darauf dcr Prozeß gcgc» HeiS ler und'Jobnfon, dcr Ermordung Stovps angeklaat. aufgerufen werden. Tie Mutter des Powers, welcher am Freitage bingerichtct'werden soll, machte angeblich vor dem Präsidenten einen Fuß sali uud bat um Umwandlung dcr Todes in Zuchlbausstrase. Mau bezweifelt übn geiis, daß Hr. Bucbanan ibre Bittc gcwäh. rcn wird. Aus dcr Pbiladclpbiaer Münze sind nenc Centstücke bervorgcaangen. Dieselben ent- baltcn auf einer Seile den Kopf einer In l diancrin und auf dcr andern die Wvrte „lluited StaleS of America". Sie babcu dicfclbe Form, als die Ceiite von 1857. InSurrv Co.. Ba., wurde in der Nacht vom letzten Mittwoch auf Donner, st.ig der alte I. W. Waltins au der Ein gaiigStbür. feiner Farm ermordet gefun den.' Der Kopf war ibm eingeschlagen uud der siorper in sonstiger Weije schrecklich zu gerichtet worden. Drei der Negersklaven W'S sind, der That durch Geständniß schul dig, verkästet worden und werden ohne Zweifel bald genug am Galgen baumelu. New.lort, den 21. Juni. «Sterblichkeit.» Im Verlause der ver- gaugenen Woche starben bier »50 Perso-; »cu, um 51 weniger, als die Woche zu-! vor u»v uni l'i mehr, als in der ent sprechenden Woche des vorigen Jahres. iTodtschlag., Freitag Nacht wurde eine Jrlänoerin, Namens Bridget LvonS, ron ibrem Manne erschlagen. Derselbe ist ein Arbeiter, der seit acht Jahren in der Zuckerfabrik der HH. Frier, Turner k Co., in der Kinqstraße, angestellt war. Als er Freitag Abend von der anstren genden Arbeit' in seine Wohnung, Nr. '404, Grcenwichstraße, zurückgekehrt war, giug er in Begleitung eines andcrn Ar beiters, Thomas Pepper, in die Kneipe seines ScWaqerS, die sich im Erdgeschosse desselben Hauses befindet. Stark berauscht qing er einige Stunden später mit seinem j Gefäbrteu die Treppe binaus in seinZim nier und wurde von seiner scheltenden Gat- I tin wegen seiner Unmäßigkeit hart mit genommen. Aus dem sich hierüber ent spinnenden Streite entstand cine Schläge- wobei LvonS seine Frau mit zwei Fauftschläqen zu Boden schlug. Hieraus versetzte er ihr noch einige Fußtritte, und wurde von Pepper an fernerer Mißband luna seines Weibes gehindert. Die niichan delte Frau legte sich zu Bctte. Da aber ibr stand sic wicdcr auf. sicl zu Bodcn und wurde um 4 Uhr Morgens leblos an der selben Stelle gesunden. Lvons und sein Be .zlciter hatten sich gleichfalls zu Bette gc lcgt und crwachtcn nicht früber, als bis die Polizei sic Samsiag Morgen um 7 Uhr wccktc, um LvonS wegen Tödtung inner Frau zu verbaften. Bei der Leicheufcha» stellte es sich beraus, daß in Folge eines SchlaaeS die Leber zerriß uud auf diese Art ibr Tod berbcigeführt wurde. Sie dinier, läßt ein -l jähriges Kind. L'.?o»S lagt, er habc die Tbat in völlig bewußtloscm Zu stande begangen. Er befindet sich gcgenwär tig in den TombS, um dic Entscheidung dcr Gra nd-J urv abz» wa rlc». Bon Pitts bürg meldet der dortige „Courier", daß dcr von cincm Rausboldc am Abcndc dcs Sängcr ConzertS gctödtctc Prof. Bahr von Baltimore am Samstagc unter großcm Gcsolgc von Leidtragende» beerdigt wurde. Sämmtliche Gesa»gver° eine, Turner :e. folgten der Leiche und am Grabe wurde cin Trauerlied gesungen. Ter Mörder, McKee, wurde vor dem Tode des Hr». Bäbr in'S Sterbezimmer gebracht und vollkommen als Tbäter ideulisizirt iTie biesige Wittwe des Prof. Bäbr iit in Folge der Schreckensnachricht, trotzdem man ihr dieselbe so vorsichtig als möglich beibrachte, schwer erkrankt.> Eine Mitlbeiluna aus Pittsburg, de» 19. Juni, lautet: „Prof. Bäbr von Balti more, Agent des Pianoforten-Fabrikanten daselbst, ist gestern Nachmittag in dcr Wundc, wclchc cr vo» I. M'Kec a.lt einem Slungsbot an den Kopf erhielt, gestorben. Man wird sich erinnern, das; ,'or a.bt Tagen sich MeKce erbot, genann ten Hrn. Bahr aus den rechten Weg uach zu bringen, daß er ibn durch eine enge, wenig besuchte Straße sübrtc und ihm da eins mit dcm Slungshot versetzte, wobl in der Absicht, Hrn. Bäbr zu berauben. Zufällig kam Jemand dazu und McKcc flüchtete sich. Prof. Bähr ward übel zugerichict uach feinem Logis im „ireott bouse" gebracbt uud Tr. Kern behandelte il'n. Sein Zustand verschlimmerte sich von Tag zu Tag mehr, da sein Schädel gebro chen war. bis ibu gestern der Tod von sei »ein Leide» besreiic. McKee ward kurz nacb der That verhaftet u»o befiiidct sich i» sicherem Gewabrsam. Hoffentlich Wird er der «rechten Strafe nicht entgebcn. Stern Nachmitraa bielt der Coroner Lei chenfchau. Tas Ergebniß der Untersuchung war den obigen Umständen angcmcsten. Seit Mittbeilung des Obigen erfahren wir, daß die Leiche des so niederträchtig er mordeten Hrn. Bähr bierbcrgebracbt u. auf dcr „Baltimore Cemcterv" beigesetzt wurde. Seine hiesigen Freunde wollen dem Ver blichenen cine Leichenfeier veranstalten." DaS Sängersest in polis, Ind. Die Festlichkeiten sind vorüber und die munteren Sänger von der Nähe und Ferne sind wieder abgezogen. Wenn je ein Fest im Stande ist, die ver schiedenen Elemente der deutschen Bevölke rniig uuter den Schirm und Schatten dcr scligsk'» Eintracht zu vereinigen, so sind eS gewiß unsere deutschen Sängerseste, wo die Quintessenz unserer deutschen Meister bei de» woblorganisirlcn deutschen Gestingver einen mit magischer Gewalt die Herzen er-! saßt, wo Freundschaft, Eintracht, Brüder- schast den Geist belebt uud überall ein fro-! bes Echo findet. Die m starker Anzahl erschienene» Ciucinuati Sänger wurden bei. ihrer Ankunft am vorigen Montage vou j ibren Brüdern in Indianapolis mit lau tem Jubel unter dem Donner dcr Kairo-! nen empfangen und mit klingendem Spiel! und fliegenden Bannern nach Emenegger'S „Union-Halle" abgebolt, wo ein delikater Luuch parat stand. Abends wurde in der Turn-Hallc„Leonore oder die Todtenbraut" aufgefübrt. Am Dienstage war großes Cvuzert unter Direktion des Herrn BaruS vou Ciucinuati, in wckchcm sich die Säu ger von Ciucinuati, LouiSvillc, dcr „Män ner-Chor von Indianapolis und der „An rvra-Sängerbuud" besonders auszeichneten und stürmische» Beifall erndteteri. Habn'S Musik-Corps leistete Vorzügliches. Die Chöre waren sehr effektreich; besonders waren „Wein und Wasser" und „DaS Ge bet dcr Erdc" meisterhaft aufgefübrt. Je dermann war außerordentlich befriedigt. Eiue imposante Scene war die Ueberrci chung dcr Flagge durch zwölf Jungfrauen. Tie Reönerin, welche die Fahne im Na> j nie» ibrer Frcnudiuncu überreichte, war Fräulcin Hcnningcr, dic Tocbter des Her ausgebers der „Freien Presse", wen» wir nicht irre». Die Fahne selbst ist roth auf I der ciuc» und weiß auf dcr andcreu Scitc; j auf dcr rotbcn Seite befindet sich eine gvl j dcne Lvra von cinem Kranze umgeben und auf der weißen Seite befinde» sich die Wor te „Dcr Menschheit Würde ist in Eure Hand gegeben. Bewahret sie!" Am Mitt wvch a'iiiges auf den Festplatz, wo es außer ordentlich lustig und beiter zuging. Eine Teputation Farmer mit ihren Weiber» u. Kindern kam aus dem Busche und legteeine mühsame Reise von eilicbcn ZV Mcilcn zu j rück, um an dcm Feste Theil nehmen zu können. Die von ihnen vorgetragenen schwäbischen Lieder, wie z.B. „Jetzt gangi an's Brünucle, trink aber »et u. s. w." fanden ungetbeilkeu Beifall. Abeuds war 5 ein brillanter Ball in der „Union-Halle", welcher bis zum nächsten Morgen dauerte. Nach dcm Conzerte wurde von sämmtlichen Sängern dcm kranken Herr» Bauer, Grün der des „Mäniicr-CborS" i» Indianapolis, uud dcm Fräulci» Hcnningcr, wclchcS dic Anrcdc bei der Fabnen Ueberreichiing gehal ten hatte, ein Ständchen gebracht. Wel chen Eindruck das Fest auf die englisch re dende Bevölkerung gemacht hat, geht aus der folgende» Bemerkung hervor, die wir im „Seniincl" vom 17. Juni sin de» „Tie gestrige Prozession dcr dcntschc» Sängcr ivar prachtvoll. Tic „Indianapolis liirevs" marschirtcn an dcr Spitze und dic Musik- Cböre dcr „GuardS" und dcr „GrcvS" bc grüßte» sic. Prachtvolle und schone Bau iicr walltcn über sie. Tic "cli-mw ot' tlie .-irelv" iCbvre?> waren erbaben und un übertrefflich. Ei» solches Picnie wie dieses, ward niemals vorher unter der Sonne er lebt." (BolkSsr.j InDavto n, Ba., erhing sich aus un bekannten Gründen B. F. Fischbach. Prof. A.zassiz. Wiederkäutet, soll Louis Napoleon nun dennoch Aussicht hahcn. den Proftss.'r Agassiz von Boston zur Nehersiedelunq nach Paris zu gewinne». Napoleon beabsichtigt, den Professor zum Direktor des „Jardin des PlanteS" zu ma che» u. bietet dem berühmtenNaturbistorikcr cin Gebaltvon 2S.WN FiS. pro. Jahr u. die Scmitur Frankreich'S an, welche weitere 30, VN» FrS. einträgt. A. hat vorläufig cine Einladung nach Paris zu mündlicher Besprechung angenommen. Louis Napo leon lerntc'Aaassiz in der Schweiz kennen. In Waukesha Co., WiSe., begin gen zwei Deutsche Selbstmord. Der Name des einen ist Joh. Tansey, welcher sich „aus Mangel an Liebe und wegen Rück sichtslfsiqkeit von Seiten seiner Frau" mit Arsenik vergiftete. Der Name des Andern ist nicht bekannt. Uebrigens war derselbe Küser von Profession und derselbe erbing sich in Folge von „Armuth, Krankheit und Noth." In Bezuq auf die Ueberfluth u n gen de« Mississippi in Louisiana verlau ten fortwährend die trübsten Nachrichten. Tie Nachlässigkeit der Pflanzer, von denen manche vielleicht pecuuiair nicht im Stande kul>. die erforderlichen großen Arl'titcn zu machen unb dic Unthätigkeit der betasten den Behörde» habc» unermeßliche» den zur Folge gehabt. Ter>elde läßt uck uicht nach Tausenden, souder» uach Mil lionen berechnen, wenn ma» bedenkt, daß die Verschwemniiingen der Kanäle u. de» des bebaute» Landes, sowie rie Maß bineingeschwemmter Baumiiamnie, zcl». Schlammes :c. fortzuschaffen n»e A> beit ist, die lauge Zeit erfordert. Wir ün beschäftigt, nähere statitiscl'e Rachnchtc. zu sammeln, die wir bald mitzutdeilen c! len werden. Cs ist dies ein für un>e>? finanziellen Interessen sebr wichtiger Ge aciistand. In Bezug aus die Bell i>.>evaße am obcren Ende der Stadt am gegenseiti .zen User gehen Berichte zu, die es liar de j weisen, daß, wie schon längst bekannt, die Verschwendung an Arbeit und Gcld dort j aäiizlich nutzlos ist. Tie Flutben walzen sich »ach wie vor mit unwidersteblieber Ge »'alt in die Niederung, st daß selbst die größten Catsische mit sortgeschwemmt wer i oe», wo Tauseiide von Fischen im schaale» Wasser eiitwcdcr von dcr Sonuc gcbratcn j oder von dem faulende» Wasser geiödket i werde» u»d eine» üble» Geruch verhreUcn. j Nach tclcgraphiscbc» Tcpejche» von ist sobald nicht auf Aenderung zu boffen. lijcstcrn Morgen zeigte sich äußerst starte Strömung im Mississippi nach dem Golsc zu, was aus niederen Wasserstand an der Varre schließen läßt, doch ist dies taum von großcm Einfluß. Die Stadt ist fclbn i so ziemlich siehcr, daß sic uicht überschwemm! werde. Wer dic Lage der >Ltadt kennt, Wirt j wissen, was für Gefahr, d. h. nicht für den i Mississippi, sondern für die Stadt New Orleans darausentstehcn könnte. InChicago, Jll., wurde cine F. Schwarz unter der Anklage verhaftet, dic Mörderin ihres am ?)kai in Bilt- salo gestorbene» Mannes zu sein. I» C. wurde ebenfalls die Leiche des ertrunte- nen Teutschen Friedrich Simon aus dcm Wasscrgczogcn. Englische r Held e n m u t l'. —l5O Offiziere der oslindisck'eu Armee babcu dem Lbcrbcsehlshaber ibre Nengnatioir zuge. schickt. AuS Mexilo sind ueuerc Nachrichten bis zum 20. eingetroffen. Tie Lage der Linge gestalteten sich immer kiäqlicher i» dcr Hciiipista?t. Tie Paar Millionen, die der Clcrus vorgestreckt hatte, waren bis auf den letzten Dollar ausgegeben worden, nnd der Regierung ward cs schwer, selbst auch nur vo» der Ha»d i» den Mund zu leben. Bekanntlich war man auf das Projekt gesallen, von dem Vermögen aller Ausländer cin Prozent zu erheben; man hatte schon augesangen, es zum Theil in Ausführung zu bringen, wobei man sicb indessen der größten Willkür und Ungerech tigkeit schuldig machte; allein der Sturm, dcr sich gegen diese Maßregel erhob, ward immer größcr und der Gesandte dcr Vtr. Staate» sowie dcr England'S stelllen sich so entschieden zum Ausdrucke dieses Wider standes, daß die Regierung scheinbar nach gab und versprach, daß dic Maßregel rück gängig gemacht werden sollte. Kaum aber war die'brittische Post, mit dcr dicse Nach richt noch biiiauSgcgaugen, erschien in den offiziellen Zeitungen ein De kret, daß jene Zwangsauflage doch stattfin den solle. Tie Regierung Mexiko'S befin det sich also in einer so furchtbaren K lemme, daß sie selbst auf die Gefahr, bi» sich mit den auswärtigen hrouilliren, gleichgültig um die Folgen de» Moment so stark ausheiltet, wie sie es uur verma'. So bat sic noch, um nur irgendwie dcr fi nanziellen Ebbe abzubelfkn, zu dcm bereits bestehenden Tarif auf HandclSeinfuhre» einen weiteren Zoll von wenigstens KOpCt. binzugesügt. Hr. Forfylh bat g gen dicse willkürliche Crböbung Protest eingelegt, wie er es sich überhaupt in der letzten Zeit zur Ausgabe gemacht zu hal'e» scheint, al j len reactionärcn Maßrcgeln derNegierilng, soweit es in seinem Bereiche liegt, entge genzutreten. Vom Kriegsschauplätze bei San Luis Potosi waren schlimme Nachrichten ein aetrossen. Die Truppen LsolloS uud Miramon waren geschlagen worden. Ter Fall dcr Stadt uud des Staates San Luis in dic Hände der Liberale» ward vorauSge j sehen, cin solches Ereignis! aber für gleich bedeutend mit dem Falle derZuloaga-Regic i rung selbst gehalten. i In Vera Cruz war Alles im status quo; die Stadt befand sich noch im BelagerungS- Zustand und von den Tingen außerhalb der Stadt waren »ur unzuverlässige Gcrüchtc I vcrhrcitet. Die Postverbindung mit dem Innern hakte aufgehört,wie gleichfalls auch nicht dic geringste Ucbcrmittelung von Gü tern gestattet ward. Große Vcrliistc für Bürger dcr Ver.St. werden dic Folge davon sein. Die Nachrichten aus Mexiko weiden sort an spärlicher, da die „Tennesse die bisber zwischen Vera Cruz uud New Orleans lies, j sür wcnigilens zwei Monate ihre Fabrte» untcrbrochcn hat. Tics ist uutcr dcu gcgcn j wärtigcu Umständen sehr,zu bedauern.^ Stockholm, 27.Mai.—AiinfFranen, die bisher dem lutherischen Glaubeiisbe kenntniß angehörten und sich zum römisch katholischen' GlanbenSbetcnntniß bckebrt haben, sind aus dem Lande verbannt wor den. Sie hatten Anfangs beabsichtigt, vou diesem gransam intoleranten Urtheil zu appelliren, allein das „Astonblatt" von Stockholm, das sich sonst auf's Theilneh. mendste sür sie ausspricht un.> die mittel allerliche Intoleranz Schweden's auf's Schärfste rügt, meint, daß unter den gegen wärtigen Umständen auch nicht die gering, ste Aussicht wäre, daß das Urtheil des kö niglichen Gerichtshofes anders ausfallen würde. Eine solche Appellation würde nur dazu dienen, ihre Abreise bis zum Wiutcr hinauszuschieben. Franks u rt, 26. Mai. Am Abend des 24. Mai spürte man in Mainz, Wies baden, Biebrich und der weiteren Umge« gend die Stöße eines außerordentlich hefti gen Erdbebens. Die Stöße waren von ei nem dumpfen rollenden Schalle begleitet. Schaden fand keiner statt; nur in Main;, wo die Erinnerung an die jüngße schreck liche Eü'plvsio» noch srisch im Gedächluisse per Bewohner ist, entstand ein furchibarer Schrecken, bevor man die Natur der Stoß erkannte. —Hier in Frankfurt hat die Mo. zartstiftnng cin großes Gebäude für I2Y-, 000 Guldcu angekanft, um eSzuciuei Mu sikakademie PlUmml'-'-Hriclliuc vom 2l I II II i I ü s s I Angst. Mauin iU'-W. S Andreas Gdtllcb Mutier, Stark:» Beiles Hrnru R Lttd, Tbeotvr 4 Zjuttcmcier, Wilhelm N Pillmann. A. 5. ««odein, Nretcrick Oucinlcr, Mr. N Pulling, Francis 25 Rnhart Joachim 7 i> lab, Heinrich R d I» M SenfN Balentt» N Mischer, geb. Link, >!ath. -w Silber, Peter 12 G>übe,Heinrich u,Bar- ->l Zckniie,Trittri-?>W>lh. IZ (Lr?eser,Peter Zann.r, Neorz >4 Hol,inner, Franzis -II Svemer, Eluard 15 5->eimbucher, Michael -Ii Schiiffer, Adam ik Hanrcl, Jakob 4« Einger, I, T. t 7 Hklmft-tter, Philip? 47 Tckonscld, ißrauerge l«Joh, Aram .-.^lfe) IS Kur», Weorg 48 Teufel, Johann SO Kodier, ÄmhroS Victor, Anselm S> Kodier, August M Wanver, Ma^iaretha Ä Landmann"J-h. Bern- W Äner, Satharina 55 Sngelbrecht, Martin M »oner, Wilhelm 5« Allgemeiner Arbeiter- S? Si,idewalv od Bindewald Krank,-Unterstützung«» WSitzenl>erz.>,Zriedrich v"ein SS Langemann, I. H, 57 PozelNMnWargarethi I IS) Z h M rr P«siml>>lei. i-r.ek er Office des „Correspontenlen." Veluinntmiichungrn. >ll»zei.>>-ii »lUfsc» Vvrau» dezalzit ocrdoii, il.n »».»hllielie Ä »m.il'nie zu erlialieii. vemWaisena!e°b!sd?r-^ V°-wa. g sir w eichnile selbst, des alihier verstorbenen Pe- j !7r in I erbal.eu ha,, Älle, die °n ticsei' l.ibcn, werten diernnt auf^eforder^ solche nehst ">r vor dem li>, Dezem^ lc> i-ei-!,enreichc» und gellend zu machen, zu a.- r ,1c U'l.-.- -.inle-ru»» an ticlen Ra» ai a.-soi-u.l' ü-r .-eilnst», tlllärl werten m.>ge,l. Me. d ablungen an diesen Nachlaß zu machen haben, werden hiermit anfgef.-eden, solche unverzngl.ch an Un l l!i""," «t«k. «winikr. j dl! Ii! littrativn -A eiqe. Nachricht wird hiermit gegeben, daß die Untcrjeichnct! vom -'l'.aiscnP.i.bte ter -latt Vollmacht znr ->e"wu reo Nachlasses des veislvrhenen i ir ha rlesßotl. erhallen hat. Alle, die Forderungen an ki.-len Nachlas dal.-n, i-.-e.ten hiermit ansgcfordcrt, solche z nebst ten nöthigen Belegen ant oder vor dem U>. Tezbr. lr.« einznreich.ll nnd g.-11-nd ,zn mache«, oder j» V'var- tie.cn ras. nc ihrer Änfvrnche an Uesen 'Nachlaß geu-Ylich w verlustig eelart wcrden «logen, Alle, die Zahlungen an rieien >'!»chlaß zn machen haben, werten b.crnllt au,' g-fertil, rolche unverzüglich an Nnlerzelchne e zn leisten, i l!> 5,, i «U e> ar o iue Ret l'. A.miinilr. Adm i »istrati onS-Änzeige. Nachricht Wirt hiermit gegeben, taß tie »nlerzeichnite vim Waiseng.-richte ter Statt Baltimore Vollmacht »ur Vcrwaltnng tes Nachlasses, mit angehangtci»Testamente fSr Unieizeichnete selbst, te? allhier verstorbenen H e r j !ua->-Z-»rv Zchonc, erhalten hat,Alle,t.e Forternu an tieseuNachlaßbaben.werden hiermit ausgeforter«, solche nehst tenne thlgen Belegen a>» oter vor den, A>. j pller einzureichen unb gellend zu machen öker'zn gewärtigen, taß sie il-rer Ansprüche an tieien I Nachlaß e.ekevllch für verlustig erllärt werten mögen. Alle die ?,.>hlnngen an tiefen Nachlaß zn machen haben, l werten hiermit anfgefordert, solche unverzüglich an Un- j n-"'-'Scho» e und Herman Theye, s Liinii vi Coiiiiucici', 1 Baltimore, den IS.Juni 1555. Tie ?lkliel>ilil'.-!ber werten hiermit benachrichtigt, daß I die jllbr l i e Wa dl derTl re 112 l vre n die sr r a l in delN a! r mitt.n> üattstnlek. Im Auftrage: George C. Miller, Kalstrer- Aufforderiiug. i Hr. Adrian Desse, wird hiermit srrundlickst er sncht, j.i»e» seinem unterzeichneten Lrud-rmitju.hei.en. Warnniig. Da Nleine 'Xran Maria aus w.il'en Ä!ame>i 6twa6 »u borgen oder ste I zu beherbcrzen. da ich vou ihr gemachte schulden nicht Wilhelm Heniminger. Erklärung. her Stall Lldendoifnebmehie. mit >.l!e .legen die Wilheimine Brö.ele ausgesprochenen ilnd crll»ne dlcrdurch daß iw Aüe/nur in c.r->lusecguuz gesagthabe. Baltimore, deuLi. Juni l«S«. Achte "Feuer,verdeKeuerwerke! Für den Juli.^^' j »ilten Lualilat, nebst einer grofeu Auowahl von lsonditor- Waaren und welche wir HanLlern^u^.eil Liiltimorcr Äimpl Waschllnstait,

zumWaschvn, Stärke» »nd Vttgeln in großarligri» Maßstabe. wird losteufret abgeholt allc'uns üvergebene Wasche «nd >Zr «er a:ltiroltlich. Nailulcht »ach dem Suden. Geys!!' vült »lu!> dkl» Aii!>kll. üiwei ra.,lich- Pe'si-v'>lii»l 'lira Wcid Ii Wii ii.i.igit»i R.-K. «lmrtcstv» S.-tz. «ugufta. G.I n»d Sicw Onc.in» ut-cr Wasliiiiatvit Vit.) D.V'. ron >^-«^i> m i^t! sum Haid »aä> fünf Udr ah. Wegen weite reeAu-Innft nndDnr>»fa!'rl«-Biliele wende mau sich an die sndli.be ZWet Lffi..' an der Camden-«--!« iion, iwis-!>eu Howard und an Z. I. E n g l a n d, Agent! Wm, P, S'mi th, Tranovortmeifter Versaufen: Vom Unicrzei.l'neten am Donnerstag Nack-n.it.nl, den 17. d. Mt.'„ eine Büffel roth, gelb »nd weiß. Eine angemc^ jurüllbriugt. Canlonßead, dcr (ldesapeakeFurnaee (I4S-8) -U'l.-en! Vorsicht! welche bei'm Getreten te« die Reser öoirs um.iehendcn I«r!lnddesit>e« ter Stadt, oder bei'in Baren, Ai.chen u, s, w. in denwe»assern eriavp^werten, Miics Tlvcciie- üiid Ilikiivl Gcschtifl. "teil! di Evuil-." ein gompagniegeschafr gegründet u»o euin rc gnniethet, der früher von I, ,Y. Lcdcr Leder Bchti«)-und simicher seidttus Cu.cn Nüven bedacht! Birely, Nr d° Lagerbier, gelbahn ir. Z»r Uaterhaltuus Men. iÄu»t!S,KM,e) SS DoüV Da« prachtvolle Räder-Dampffchiff „Nanderbilt" von SWBT>'NN>N Gehalt, L v wird be- Fahrpreise-

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Stadt-Derichlt. ?cl läilqst e 7 ag im Jabre und viel- Reichn auch der heißeste war gestern. Im Schatten konnten es Fußgänger noch er lräglich finden, allein in der vollen Son icnaliUb waren sell'st Sonnenschirme nicht uisreichend und Jeder suchte schleunigst ein Plätzchen auf, wo er fich iin „Schatten küh ler Tenkungsart" erholen konnte. In Folge der großen Hitze waren die! ScbisfSziin'mcrlcute genöthigt, ibre Arbeit j einzustellen und auch die Maurer mußten j )ie Arbeit aufgeben. Der Tbermometer stieg von 85 Grad am Morgen aus 88, am Mittag uud gegen Abend bis zu v 2 Grade, i Wöcbent sicherSterblichkei tS- Sericht. Im Lause voriger Woche! starben hier, einschließlich von LI Farbi ,iti>, 30 Personen, nämlich 48 männliche und 41 weibliche. Todtgeboren wurde« i diervon 4, an der Kindercholera starben 13. z an AuSzel?rung 8, an den Blattern K. ani Dahnen o. ai> uubekannten Krankheiten IS, am Scharlachsieber 4 und an Gelnrw entzündung 4 I war ertrunken und drei kamen dnrch Unglücksfälle um'S Leben. batten das erste Lebensjahr nicht erreicht,

rvlander Gesetzgebung, wurde vom Gouver- j ncnr HickS zuni Mirgliede der Commission ernannt, welche den Bau des Staatshospi- j tales in Catonsville zu beaufsichtigen hat. j Die Auffindung des Albert Ender s.—Unsern gestrigen Bericht über das Auffinden des Albert EuderS, der, wie die Beamten des Zuchtbauses Anfangs glaubten, aus dem Bereiche desselben ent-' wischt sei, vervollständigen wir dahin, das, die Beamten, nachdem sie sich hinlänglich überzeugt batten, daß EnderS sich noch in-! nerhalb der Mauern des Zuchthauses befin den müsse, am Sonntage nochmals die Räume des Gebäudes sorgfältig untersuch ten und endlich das Versteck des Sträflings im Backlmuse der Strafanstalt entdeckten, wo EnderS zuvor beschäftigt gewesen war. Anfangs batte der Aufseber EvanS bei'm Durchsuchen des Backbaufes eine« Haufen Holz nicht beachtet, der neben dem Ofen aufgeschichtet war und als er denselben durch einen Sträfling, Namens Lssuth, wegräumen lief?, fanden sie ein ziemlich ge räumiges Loch, in welchem die Asche auf be wahrt zu werden pflegte, sorgfältig mit Holz bedeckt. Sobald dieses entfernt wor den war, kamen drei Anzüge, einige Seile, eine Lampe, Wafsereimer ?e. uud eine Quantität frischen Brodes zum Vorscheine und endlich entdeckte man deu vermißien EnderS, der sich in einer Kiste am Boden des Loches einquartiert batte. Der Aufse her EvanS befahl ibm nun, aus feinem Schlupfwinkel hervorzukommen, worauf er herauekroch, ein Messer aus feinen Bein kleiden, zog und sich mit demselben die Pulsader am Arme zu offnen versuchte. Sobald der Aufseher dies sah, schlug er ihm das Messer aus der Hand, befahl ibm, wenn ihm sein Leben lkb sei, die Kleider abzulegen, ehe er den Ort verlasse, nnv ließ ihn dann aus dem Backhause bringen. Die heißen Sonnenstrahlen, noch mehr aber das Bewußtsein seiner Hülflosigkeit mach ten den Sträfling ohnmächtig und man sab sich genothigt, ihn bis zu feiner volli gcn Erholung auf den Schlafsaal zu sper ren. Als er sich gänzlich erholt hatte, gab er auf Befragen, wie er die Nahrung er halten habe, zur Antwort, er sei in der Nacht aus seinem Schlupfwinkel herauSge krochen und habe die für ihn bereit gestellte Nahrung geholt. Dieses veranlaßte den Aufseher, die ebenfalls im Backhause ange stellten Sträflinge Michael Funk und Joh. Schumann in enges Gewahrsam zu bringen und an eine eiserne mit einer Kugel verse liene Kette schließen zu lassen. Wie die Aleivnng in das Loch kam, konnte man nicht ermitteln. Die Beamten sind der Ansicht, daß EnderS, Funk und Schumann gemeinschaftlich die Flucht vorbereitet hat ten unv nur darauf warteten, bis die dop pelle Nachtwache aufgehoben werden würde, worauf sie den Wächter niederschlagen und über die Mauer entfliehen wollten. Ein an-! derer Sträfling, Namens Job. Jones, erzählte dem Aufseher, Funk habe sich feit dem Verschwinden des Enders häufig mit Schumann in deutscher Sprache unterhal ten und auf die Bemerkung Jones', daß sie wobl von dem Ausenthalte de« Vermißten unterrichtet wären, die Antwort erhalten, er iJoneSj müsse nicht Alles wissen. Glasmalerei. Wir hatten Gele genheit, vor wenigen Tagen das Atelier des Hrn. Philipp Krau« in Mcrccrstraße, zwischen Talvert- und Lightstr., zu besu chen. Wir sahen dort eine Menge höchst geschmackvoll ausgeführter Glasmalereien. Leutze's „Washington's Uebergang über den Oelaware" zog unsere besondere Auf merksamkeit auf sich. Die verschiedenen Portraits sind vortrefflich wiedergegeben, das Colorit makellos und die Ausführung de« Ganzen zeugt von Künstlershand. Wir sahen dort ebenfalls sehr hübsche An sichten von Bremen, für die Kajüttenfenster des neuen, für Rechnung des Herrn B. A. Fritze in Bremen auf Cooper K Butler's Schiffswerft? erbauten Schiffes „Syrius" bestimmt. Ferner Glasmalerei für Kir chenfensler, für Privatwobnuugen :c. Die Arbeiten des Ateliers verdienen die Auf merksamkeit des Publikums uud ein Besuch bei Hr». Kraus kaun für die Freunde der Kunst «ur lobnettd fei». ErwäbnenSwertt? ist noch, daß das Atelier des Herrn Kraus sich in dem erste» und ältesten Hotel Balti more's befindet, wo einstmals Wasbington »nd andere Väter der Republik sich von den Strapazen ibrer Anstrengung für die Be gründung amerikanischer Unabhängigkeit ausrubten. Plötzlicher Todesfall. Der Coroner SparkliN bielt am Sonntage Lei chenschau über die Leiche eines elf Jahre al ten Mädchens, Namens Margarethe Spa de. welche plötzlich in der elterlichen Woh nung in Wolf-, nahe Gougbstr., mit Tode abgegangen war. Die Jury fällte das Verdikt,' daß das Mädchen in Folge eines heftigen Anfalles von Scharlachfieber und der dadurch veranlaßten Congestion des Blutes starb. Leichenschau hielt am Sonntage der Coroner Nelson über den im Hafenbas fin gefundenen Körper eines ungefähr 30 Jahre alten Mannes, der neue Beinkleider, neue Stiefeln und ein gewürfeltes Hemd trug. Niemand schien den Verunglückten identifiziren zu können und die Jury fällte dann das Verdikt, daß er zufällig ertrunken fei. Später ermittelte man, daß der Mann Neorge Bifbop heiße und als Matrose am Bord des Cchooncrs „Maryland" beschäf- tigt gewesen war. Den Capitain desselben hatte er am Samstage auf den Markt be gleitet und war, nachdem er den Korb mit Lebensmitteln an Bord des Schooners ge- bracht hatte, spurlos verschwunden, bis man endlich, wie oben bemerkt, feine Leiche fand. Warnung. —Gegen Mittag am gest- I rigen Tage begab sich der in Frederickstraße j wohnende Arbeiter Watfon in erhitztem Zlistande an eine nabe Pumpe und sog in vollen Zügen den küblen Trank, ohne auf die Warnung seiner Kameraden zu achten. Nachdem er mehrere Gläser geleert hatte, war er unfähig, sich aufrecht zu erhalten u. würde sicherlich ei» Opfer feiner Unvorsich tigkeit geworden sein, wenn nicht seine Ks i meraden ihn mittelst einer tüchtigen Dosis Brandy gerettet hätten, l Bekiagenswerther Unfall. Um S Uhr am gestrigen Morgen trafen sich zwei ungefähr 18 Jahre alte Knaben am I Belair-Markte, von denen der eine, Na i mens Hayes, ein wohlgefülltes Pnlverhorn in der Hand halte. Auf den Vorschlag fei »es Freundes Arthur schüttete er einegehö- Z rige Ouantität auf die flache Hand und ließ diese dann durch A. mittelst einer bren nenden Cigarre anzünden. Kaum aber batte er den unklugen Rath in's Werk ge- I setzt, als sich mit dem Pulver in der Hand auch sofort der im Pulverhorn zurückgeblie bene Vorratb entzündete und das Letztere explodirend dem unglücklichen Knaben in's Gesicht flog, und dasselbe schrecklich ver brannte. Arthur kam mit schwer verwun detem Arme davon. Beide Verwundete wurden in die in AiSquitb nahe Jeffer sonstr., belegene Wobuungvon Haves' El tern geschafft, wo ihnen ärztliche Hülfe zu Tbeil wurde. Heute Morgen fiel der Arbeiter M. Charles im „Erchangegebäude" in Folge eines Fehltrittes von eiiiem Gerüste in der Rotunda auf die Flur und brach ein Bein. Man brachte den Verunglückten nach der „Jnfirmary" in Lombardstrafie, um ibn dort euriren zu lassen. Hr. Tboinas Welch, ein Maßinfpek tor, fiel am gestrigen Morgen in Folge ei nes epileptischen Anfalles an der Ecke von Howard- und Favettcstr., wobei er eine bäßlicbe Kopfwunde erhielt. Mit Hülfe eines Arztes wurde Hr. W. bald soweit wieder hergestellt, daß er sich allein nach Hause begeben konnte. Falscher Lärm.— Der Feuerlärm zwischen und 4 Uhr am gestrigen Mor gcn war falsch. Brandstiftung. Polizisten lösch ten am Sonntag Morgen um üj Uhr ein in dem Kappenladen des Hrn. I. Robert in Stockton Allev, nahe Baltimorestraße, angelegtes Feuer. Schlägerei.— Jn einem Lagerbier salon an der Pennsvlvania Avenue gerie ten am Sonntag Abend Wilhelm Knausf und Philipp Kral) mit einander in Streit, wobei Ersterer ein Bierglas ergriff und es seinem Gegner an den Kopf warf. Man trennte dic'Strcitenden uud bracht« Knauff vor Friedensrichter Logan. der ihn gegen Bürgschaft für sein Erscheinen vor Gericht freigab. Knauff wurde bald daraufwegen allzuraschen FahrenS durch die Straßen der Stadt arretirt und mußte bei dem nämli chen Friedensrichter Hü Straft nebst Ko sten entrichten. Entlasse n. —Die wegen angeblicher Betheiligung bei der kürzlich stattgefunde nen Schlägerei bei'm „Reservoir' Haufe" verhaflelen E. Telly und Joh. Mully wur de» am Samstage gegen Bürgschaft in Frei heit gefetzt. U?- 4>a»dweis>r s»r Nciselide lkt'teEeite. Vorstellung geben, Äial'rrcs in einir spateren Anzeige. H?. Die jäürlichc Ettursion des Carroll-Vereins" findet heule, und zwar nach „Magnolia Grove", statt. Die Nr, l, O. D. ü. 5,." begehl an, Milln-och in Hrn. Riillmann'» berrliche», „Belle, vue-warlen" an der!ir.reriil-!>ioad ein ländliche» «est. kl?- Bei Hrn. A. «ucr, Str. l->, N,-Howardstrafe, vorlref,liche Restauration undschänmcnde» Lagerbier zu gelt am Sonnabend, ten N. von borl nach Bremen ah. wegen Paskage und nadere Be dl»,nl',gcn Tavelen. v-n e, >a n sch e Blenden >e. in großer Au swahl bei Hrn. Valen ti n Dieter, Nr. SS, Nort-Howard», nabe Leringt-llsirave. Wer für den niedrigste» Preis gnte Tap-jlcrarbeit besorgt >u da be» wunsiKt »nd sich ein schone» und elegantes Muster dazu aussnchen will, spreche bei V. Dieter. Nr. N.-Howard'. 9 Ttuireu nörl-lich von Faycttesiraße. vor. Auch venetianische Blenden, taurrl'aft und nett angefer tigt. Jireboarrs :c. erhalt mau dort und earf reeller Bedienung gewartig sein. Wer also Bedarf hat. spreche, wie oben. vor. (lllv-) Pailrtbeförderung nach Europa. W. Suri.i! ervetirl jede» Sonnabend Packele nach Siiropa ms, un r?n abgebenden Dampfern, Wer daher Daguerreowpen oder beschenke an freunde oder Verwandle im allen Valerlandi ju machen wunschl möge da« belr. Dackel in der Office des ..Sorresvonden ten" abgeben. Tie Vorloberechnun» ist die billigste. go» Da« -vailili Duiupsfchiff „Taro »i a" wegen seiner schnellen undglulililben Zavrteii eul mlichn bekannt, segelt am r-nnerstag den I. Juli, von illew-ilorl nach Hamburg ota Sontdamplon. Wegen der Passage für Hamburg, haore, Soullampton und London in eaiilli oder Zwischenteil wende man sich an g. W. liursch in der Qsiiee de« „Deutschen Sorrespondenten Briefe Dc>,tschl»»d »»d dem Son tinentvv» «-urvpawrrden in allenNoiiamtern der Vereinigten Staate» franlirl -der »nsraniirlange nommen, und sind jnbcj-tchn-n gl>!»ma,nbnrg I« llt«. nach dem Innern von Deutschland 15—Will«, per Briefvon einer halben Un,e. (AprLo,l2Mle> Äckanntumchung. Die Vorsteher der ..Ualtimore'Afsociation zur Verbesserung der Lage der Armen" haben an D r. E. P. Morong. in dessen Geschicklichkeit als Augenarn sie ihr ganzes Vertäuen seyen, den Gebrauch ihres Lokales Augen-Krankheiten der Armen, übergeben und benachrichtigen das Publikum, baß alle jene Armen, welche an irgendeiner Augenkrankheit lei den. alle Aufmerksamkeit. welche ihre Laae erfordert, umsonst erhallen werden, wenn sie il>n ,n Rathe,leben. Der Doltor wird in der ie»tri>l>Ossi-e, straße, ieden Na-bmitiag, mti Ausnahnie de« Sonntags um Haid nach !i Uvr gegenwärtig sein. Im Auftrage de« Direltorcn.Ausschusses i (M«itli,SM>e,j.Samst.) g. D, Bra sh«ar«, S«»r. Pässe iu'S Ausland werden billig und fchnell besorgt in der Ossicr de« Die größte Ciitdeanng des llU°givt»'s «sirst pramium tii-IZ-Näh-Maschine! Johnson'S patentirte H«io elastische Skepp l Maschine. -rl>alten«ind zwar lostenfrei für den Käufer. Verlauf«- Lolal Nr. M, Baltimorestrate. (Mrj.lö,l2Mtei L. D. sba 112«, Agent. Daltimure Fire Lnluranre Vtßre, Skeue» «tiktiäude, Südwcst-Eckcvon u. Waterstr., und Waiirstrak, ertheilt, wo anch alle Auslräge sofort Geheiimliise in der Medizin. Kriminalgericht. sVor Richter Stump.» In gestriger Sitzung beschäf tigte sich das Gericht mit den Prozessen wegen Verkaufs von Liquor obne Lizense Der Anwalt Schle« verfocht die Sache der Angeklagten und suchte zu beweisen, daß die Anklage null und nichtig sei. da sie zwei verschiedene Vergeben in sich fasse. Der Staatsanwalt Wbitne« bewies durch An führung mehrerer Prozesse, daß eine An klage mehrere Punkte enthalten könne und daß es der Jury vorbehalten bliebe, die Angeklagten in diesem oder jenem Punkte schuldig oder nicht schuldig zu erklären. Die Verbandlungen werden heule fortge setzt. Städtisches Kreisgericht. SMO Central Ohio s. Hnpolh SLj-S!i l Howard Bank Allien "Lj SM» Ballo, R. R. Altic» 57^-5^ lber HU-o-IM: S'I.M-i.IS; ausgew. do. Hi,A per Bnsbel. Kor n gules bis beste« weiße« und gelb!« Et«. per Busbel, fx r Md. ZK—R! Pa.-io—4i St«, per Anstel. Roggen bester Pa. »I lit«.; Md. leiner im M-rlt. nnd ieo?, Ll'lo «u 24 Patureutßiver Brigg gehn s. Keffer." Rcw-Lo,l i Brigg,,R. 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Juli, »ach Norfolk, Portsmonth und Lid-Point tsomsort. Mit dem Vorrechte, die Gültigkeit der Tickets auf die Rückkebr an irgend einem Tage wäbreild der Woche auszudehnen. Tiilel? liiid in dir Lfiice. oder an Vvrd US Borte« ju ""(i4S?"»>"' a'l l Agent. M, Zweite (M Mrlichc Erclirlilin »ffarroll-VeretnS" heute, Dienstag, den 22. Juni 1853, „Magiioll^ Heier des Tage« ju erdshen «nd die Tafijlnsjtgen jii ie , Nord Frederillstraße. K/- liinirilievreis lii l!ls, I HA Ercnrsi »in »Maryland laarr (sompagine," am Montag, den 23. Juni 18K8, „Mgnolia-Grovc," !z°ag verschaffen, Schreiber's Nli liorps ist suchend Zur Ordnung und Sinhe wird ans Brstc gesorgl werden. Abfabr» Punlt Ulir Morgen« vom Philadelphia- Depol, Präsitentstra,!-, 7i>ielS ,u 5« kl«., und snr er wacksene Hinter die Hälse, sind vei'm Coniiie und am Abfabrliplas! jn haben, —Die Pnrll form jn tischet»«». «!a»t, Kulh, Vorsitzer, Las !e»ipcl-Loge, Nr. I, D. l?. g.d Musil Corp« ist ta,u"engagiit. (I4«-ch Agne« Santler, Selr. Ej'l 11l llilM'». ist, so lann dassetb'e"n !innrsionen und anderen -jiv,il«n gemiethet werte». Man wende sich an los. Jas. Taylor, Agent, Wrst Ä'lnne, tzN UI alhin glon Gurtcn, M in der lugUchen Ruse« erfreule, übernommen und freuen sich, dem hiesigen Publikum die Versicherung geben ,u lonnen, da« ter bei allen Denlschen »iailen iehl gan,. Wahle» Inndgegeben hatte, befreit ist und seder Deutsche dort seine Nachmittage mit seiner Jamili« unbelastigt von jeglicher Stornng Mringen lann. andern Amen! J"B,Vb"-nist«r? e. de« «ladiissement« diUigft (M«i,i,>Ä) nßei» Muhl,. I.?» Wm. Hamilton, Äukt MjA, Nr. V 4 z- liti, Charlessti. Ein kleines Haus in Little Aorkstraße, nahe Süd Howardftr., zum Auknons-Ver kaufe. iireNag, den s>,^Mls,^RachmU^, ein zweistöckiges Haus Nr. 171, »lorlsti w isich bei 5» Jup, mit einer Äli,l>. Grundzins Il'.'üU. Mielbe H»,W fnr ten Monat. Äjtt» lauf positiv, Di H l°l b de Rest IN Tam'l H. 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