Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
June 18, 1858

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111l I,MM iliWt>l'ii^ll>^, Vailv Li V/'sslllv kaxer, lIV fizxventM IitZINL, 8 kt 01. nk IZttMumiv l'ltei» medizinisch und wundärztlich Ossice: Nr. 71, Nord (sliarltGraße, Dr. Henry Anderson, Nr. Vst B t i rellraße, Office-Stunde»: U. Vorm. u. U—!i U. Nachm.

Dr. M. Wiener, Homöopathischer Arzt, Str. 1, Süd isrebei lekstraße, («ik-, il'ciljliüiiii^Ui'liNldesllllg. Dr. Wist ist von feiner frnlieren Wohnung ausgezogen und wohnt >ekt i» L iherlystraße, zwlschen Nr. .V>. a^zu Dr. Fr. Bartscher Öisicc^Znmde»: Morgens bis l» Uhr. Nachmittags von l— Übr. l'Miel iSanitätsrath »r M'U. Pape, Spreciislunden Morgen« um wradnirter dentsAcr Zahnarzt! yr. ».'im!!in, Preise sind niedrig uu/er sichert gule und pünltllche Behandlung zu. zMai.ll.UiMtel^ Dr. M. A. Hopkinfon, re» wird, s.ine ,aw>ar,lli-.>e i'rar>« Deutsche Apotheke. v» Ferdinand Hassencamp, Obige aus VoUsiändigste cingcrichtrle Apotdele wird Deutsche Apotheke Ehs. und Win. Cafpari, r. S! o r d ««a y st r a Be, un^^'^n^ schttUnalosi!,b°?°rg-n wir inunscnn t.ad°ra°r Deutsche Apotheke Theodor Äerok, daS deutseile Publikum! Ciirl Clillstiliii veiilliikrd's n 'mache?,, für dieselben und besorge die An legung unentgeltlich. Dieselben sind bier lden7. Oltoder IBs>«> sowohl wie i»^Ehland und iz>a>»reich patentiri schincichelhaftcsle Anerlennung zu Theil geworden. Deutsche und englische Schule F. üilllpp, '^.^ra^-. ''Äch weiden und Logi« genommen. «Aug.W IWl!>> Unterricht nird drei Ital w >l e». V Vir. N. Gavstraße, Dr. I' Dieffenbach'S Lcndtiny, Manchester, Mb. Die Anstalt wird nach den besten wrundsätzen geleitet ch Theophilu» B. Horwitz, C'trichls-^nwlill, bat feine Ofsile nach Nr. SZ. Leringtonstraße, dem .»««et «»enSde». verlea». Ä. H. Kalkman, Advokat, früher Ariedentrichter undSelretair de«Bürgermeister- Amte«.) »tr. I», Vst-Lerington-, nahe «alvertstra«», in den ..N ewtonuni v fN v B püÄtÜch" besorgt." Dolumenie llonlralte. Uebertra gung-schelue. leeds >e. werden angefertigt. ,s .^a'' puia"Üch"/ul/d!b?tige Eonstabler in BereÜschast!^ NB. Urkunden.Pacht Eontralte.Pfandverschreibungen. Kaufbriefe. Papiere inigung/» /u leder lDez.2S.SMle>I Block-Marmor-Uhren. Canfield, B>. ScCo., Kr SSS.Baltimorestr., baben soeben eine Sendung von Block Marmor.Ubren. mit und obne Bronze Aiguren, geeignet für Speise, und ?«fet>mmer..erda»eii- t>i.^) Baltimore, Md., Freitag, dm I!?!. Juni I!»M. mlki Philade l p h i a Pa l e Ale. V V Emith's Pale Ale" Gasthaushesiher .««.«n, Der beste (früher Smith und Licklo'sl Pale ÄN>. lilan.ll Aechlrn.billigeßhciil u. jranzviMcWriilc. St. Estephe Medor, Chateau Margaur, lsshenoweth Li Booth, Nr. Ick!» r d a sl r a ß e, Importeure nnd Händler in Wein und -e deuii >eu .tsszlttlch imiiWtiilen zu maehen daß er ei» vorzügliches Vager von Rhein und französischen Weinen. Brandie?. 'Wdleken. Gin. Schwei zer Kranter Biil.rs stets vorraibig halt nnd dieselhen bei der Alasche und bei'm Aaß zu äußerst billige» Preisen verlauft. Mai»>s> sUechte importirte Weine« F. Wsltliimsliniil'tn, ächtet R hein .Mo?>lP fä i c r Franken und französisch en Weinen. Por t. Madeira anhand Meine Berbindung in Deutsch land garanlirt mir, die Versicherung geben zn iönnen. stns die reinsten und zu i>>tten welche Ich Uhrmacher und In Im Staute sowohl dei^Verlauf, wie Reparaturen die vi. Aerciot, A lmporteur von französischen Weinen und billigend punlllich zufrieren zn stel len. (Apr.«.l'.>> Alte importirte Weine Le»r» L. Reiy, Nr. «N.Nord GaiNtraße. owle eine Auswahl feiner Thee's aller Sorten stets vor» raihig. «II Äorzugliche Weine, ÄrandieS?c. Cljiirrl'»^.'Ciniip,. sür Wei n berg be si her tn

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j >ln>>n!keck Xiilils h'!nii> r nl"e"l >on S^il! e?r n Baltimore. S.br. 01l i Her r n A. H !»e ip. Wiet.rverlaufern wird Für Reisende. Cansicld, Br. Eoinp., haben steis vorräthig ein grosso Ajsortemenl der verschie denften ArliNl. Tollelten it ast che n. j ülei selaschen. Seifen. Pa rfü me r ien !>la i niouais. iligarrcn Etuis und dergi.. Alles bester W.MtLilillS^ZohnDailips-Mlihtr 112 ü r szcdrchkc, gcsitgkt lind geschnchte Simöarbeit, y h o l Z. z. al?agoiU»s>ba m tisch .Pappel frei abgeliefert. i> Et». do., do. Dom Dechant 75 kl«. do., M.«" do. Johannisberger .KlM do.. do. Malaga zu uÄIU I di^ zn i!» u. 7.^Cls!'un^l. die Gallone, bei B. UUnan Nr. ü. Nord Wavstraße. g?)» Bon mir sorgfältig zubereitet imd frei von lngredlenzen ich folgende do. Kümmel j»4UE>«. do. Do. Berliner zu 5» l!t». do. Do. do. Doppel (imporllrt)zu M EI«. do. K.auter'Bilter »u wEts. do. Do. do. deutsche«.. zu 75, do. Wein Bitter z» l Do». do. Schweizer Mage»-Bitter.. zu lj DvU. do. Liqueure, (Eordials.) als! Anislette. Niose, Va lommene n.de und »och a Nord Ka»Nraie. Zwetschaen, In großer süßer Waare. Erbse». Minsen. Sago. Gerste, deutsche Ea e ächte frische hoNänd. Feine neue Perl-Gerstc empfingen und »»»kaufe» In Hassern von Pfund und angebrochen H. Str u B r t7vi) M Nr.Ajv.S.'Brpadva». Dr. Alihnjlml. l der einzige Arzt, welcher anzeigt, »Baltimorc-Lock-Hospital.^

Schwache rrlnii llrafl i'"z. schrecklichen 'Wirlungen de« Vaster« Schwäche der Consti >nl i o». Tr. I. wendet U»f re iwil l i g Em sion c n. Vom tlesem die »achlbettigen^viil^ng.^ t h^i l der re e? l T:/. Johnston's Stärkung» Mittel für l'" Keine°Frauen werden behandelt. -"W« Friedrich der und srii« Hof. Friedrich der Große und seine Freunde. Niemand wird durch sich selber berübint, sondern nur durch die Menschen. Wenn Du also der große, weltberübmte Künstler Eck bof bist, so schuldest Lu das zwar erstens l Dir, doch zweitens auch I einem Publi kum, welches Dir ein offenes und dankba res Herz entgegengetragen bat. Es ist wabr, icb mag Unrecht haben, er widerte Eckbos trübe, aber was willst Dn Fecund! Wenn man von den Menschen j immer verfolg!, immer gelästert, immer aus seiner Rube uud seinem Frieden zu neuem Wandern und neuem Streiten aus gebeizt wird, so mnß man wobl zulrvl mismitttbig werden und sich selber und sein eigenes Thun verwünschen und an seinem Berus verzweifeln. Müssen wir nicht ieht wie gcbevle Hirsche dieser wider uns beu lenden nnd belsernden Mente der gclebrtcn HerrtN Professoren entslieben und dieser Stadt den Rnckcn wenden, die ich mit so großen Hvssiiungen, mit so srcudig stolzen Aiiüsichlen betreten babe r Muß üb nicb! schamvoll erröibend die Augen niederscbla gen, wenn die Menschen mich sragen, >va rum ich Halle, de» Siv der Musen, der ttielcbrsainleit und Wisseilschast verlassen habe? Oder willst Tu, daß ich ibnen sage, daß die tticlcbrsamteil und die Wissenschafl müb als einen AuSgestoßemn nno Verpe steten vcracbtet baben, dessen Berübiung schändet, dessen Nabe Unehre bringt. daß sie mich verfolgt baben wie einen Uebellba tcr uud Berbrecher, und daß Aicmand da war, mich in meinem gnicn Recht zu fcbüt' zen, daß es für den Schauspieler lein i«e seh, leine s'iknugtbuung giebt, daß er ganz rechtlos, ganz verlassen ist Wer weiß, ob das so ist lssagte Josepb, einen läcbelnden Blick des Euiveisländ' iiisseS auf VupinuS wersend, dessen Augen mit einem schwärinerifchen, brgeisterle» Ausdruck auf dem Antlili Eikhof s ruhte». Wer weiß, ob die Schauspieler doch nicht zniehl nocb diesen anmaßenden aufgeblase nen Proftssoren gegenüber eine >«tnugtb» ung empfangen. Vorläufig hat uns die Obrigkeit da« Schauspielbaus geschlossen uud die Tarstel lungen untersagt, bis oas irck torillln in Berlin eiilschiede» Hai, ob »ach dein neillichrn Tbeatcrfea»dal ilberba»pi weiter gespielt werde» soll! Tas General'Tireltorium wird beseblen, daß weiter gespielt werden soll, sagte Jo feph Fredersdorf. Eckbof kachle laut, aber es war ein trau riges schneidendes Vachen dcs Holms. lieber Fre»»d, sagte er, da»» lvürde es ja lylt für mich, das! mein Bruder der Kämmerer des Ki.'»>qS ist, son dern auch M für Dich Ja, ich war dei'm König und habe ikm diese ganze erbärm liche Intrigue der Herren Professoren ent hüllt. Er hätte vielleicht dem leichlferli gen, kleine» Schauspieler Joseph Frede,«, dors nicht geglaubt, aber ich batte einen ernsten, gewichtigen Zeugen mit mir, wel> eher meine Worte bestätigte und dem Ko> »ig das ganze Complott enthüllte. lind wer war dieser Zeuge? Dieser da! rief Josepb, indem er Vupi nus sanft vorwärts zog. Ueber Eckhos's Antliy flog ein Strahl der Freude. Oh, sagte er, und ich beklage mich noch, ich murre noch mit dcm ich, welcher Freunde hat, die ibn nicht bloß lieben mit Worten, sondern auch mit Thaten, Freunde, welche für ihn handeln, indeß er verzagt und mißmuthig die Hände in den Schoos! legt, und mit dem Geschick grollt, statt tbin nilttbig und gcwaffnet entgegen zu treten. Verzeihe mir, Josevb, verzeibenSte auch mir, mein jungerFreund, den ich so raub und egoistisch von mir ge wiesen habe. Verzeiht mir, Ihr Beide, meine Kampfgenossen, meine Brüder, kommt in meine Arme und sagt mir, daß Ihr dem armeil Ecthos seine Kit und Verzagtheit verzeihen und verges sen wollt! Er breitete seine Arme aus, und Joseph Fredersdorf'warf sich mit lautem Ausru fen innigster Viebe an feine Brust. Und Sie, mein Freund, komme» nicht in meine Arme? Zürnen Sie mir also wirklich, weil ich Sie vorher nirückgewit' sen? fragte Eckhof ganz traurig den jun gen i'upinus, der bleich und mit niederge schlagenen Augen dastand. Josepb aber sprang zu ihm bin, u. ibn mit kräftiger Hand vorwärts und in Eck bof's Arme schiebend, sagte er babe ich nicht wieder Recht? Seid Ihr nicht Beide wie zwei wobei i!upinus wirk lich die schüchterne Jungfrau vorstellen innß, und wabrbaflig, Eclbof, ich wünscble Tir, es wäre so, i.'upi»us koniile sich für Dich in eine Jungfrau verwandeln, und Tu konntest ibn keiratben. Ten» ich glau be, Tu wirst niemals ein Weib finde», welches T ich zärtlicher und schwärmerischer liebt, wie es der lyckcbrtc s!upinus thut. Hörle i'upinuS die Worte seines über müthigen Freundes, und war es desbalb, daß er erbleichte und ganz überwältigt und zitternd sein Haupt an Eckbos's Schulter lehnte, und dort rubte mit geschlossenen Augen? Oder war eS, weil Eckbos ihn so sest an sein Her; gedrückt und einen so glü benden Kuß auf feine Wangen gepreßt battc? Dt'l' iU'Illjl!)!' ClUli'llll'llOt'ltt. ltl»lichc und wöchentlich» Heilung, Friedrich l!>littc, Süd Ost Ecke von Baltimore u. ltiavstraße, Baltlmurc, Md. per Koä'e zahlbar an den Trager. ver im Zorans zahlbar nach abge lausenrr ?uhseriplionSttit Nach Auswär,« wird das fu» Ki tz m», tui VvraüS zahlbar ervedtrl. blut?.'^lrilu^t> crs^'Niieifdcn Nummer 145. Viebe mich, liebe mich, mein lunger, j tbeuerer Freund, sagte Eckbof sanft und j leise, und wenn Tu Dich für mich nicht tn ein Weib verwandeln kannst, fo liebe mich i als leinen treuesten und danklarsten Freund. Vcge den Balsam Deiner iungen und schwärmerischen Freundschaft auf mein armes, gequältes Herz, und lebrce? Wiedel fanfl uiid glücklich sein. Ob, die Freund schaft ist das beiligste und reinste «iieschenl der iiiöller, es ist diegelaukerte, geschlecku lose i'iebe tcr Beelen, l'aß mich derselben tbeilbaslig werden, mein PuiadeS, und bleibe mir treu in i'iebe und Freundschaft, wie ich Tir treu bleiben will mein i!eben lang! Hch will Tir treu bleiben so laug ick> lebe, treu bis über das «>irab binans, siu sterie Vupinus so leise, daß nur Eckbof'ö Obren es vernehmen tonnten. Nun, und mich vergesst Ibr ganz, Ihr schwärmerische» Seelen, rics Josepb mit heilerem dachen. Flüstert und säuselt da, wie ein junges Ehepaar am i!endemain, u. bedenkt gar nicht, daß ick', eigentlich der Hohepriester bin, welcher diese Euere See lciiebe cingesegnet bat. Laßt uns jeyt ein wenig vernünftig sprechen, und vor allen Dingen Eckhof, entscheide I ii icltt über die nnseres ell c». glnch mir, seine Sndicn alllgcbcn und ei» Schauspiele, werden, wobei ick'Tir jedcch bemerken mnß, daß ich cm sehr faule. Stu dent war, und cl eiu scbr fleißiger ist, daß die Herren der Wissenschaft mich sür ein ganz nichtsnutzige? Subjclt, in zu i.cw Gclebrsamknt, erklärten, wäbrcnd sie den LnpinilS oa als ciiz Wunder von Kenntniß und Fleiß preisen. Soll er das Alles bin wersen und Dir nachfolgen? l,s Plllm Präparirt von Dr. I. T. Ayer,

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perTWichrDtlltlcheCorrtlpondtnt. L as?sm vre, ven 18. Juni Tcr neueste schwindet de»? Kaisers Napoleon. Der Leser ist ohne Zweifel mit der That sache bekannt, daß Louis Napoleon nicht ohne Nutzen unter den Uankees gelebt bat, das beweisen seine sinanzrellcn Operationen, denen man Verschlagenheit und Uebersicht nicht absprechen kann. Napoleon ist der Stifter der Schwindelanstalt, die unter dem Namen "Lrcäi! wodilior" ganz Frankreich ausplündert und geknebelt bätt. Es ist ein Institut, da? einen böheren Zweck bat, als mit dem Gelde der französischen Capital!- sten zu sxekuiiren; es dient hauptsächlich dazu, die Regierung und Dynastie Napo- Icon's zu besestigen. Fast jeder Eapitaiist in Frankreich ist an diesem Institute betbec ligt, das unter Napoleon'S Herrschaft ent stand, und mit ihm zu Grunde geben wird. Jede politische Erschütterung bringt dem raodilicr" Verluste, diese Anstalt dient mithin dazu, die CapitalistenzuGeg nun jeder politischen Erschütterung zu ma chen sie sind gezwungen, das Bestehende aufrecht zu erhalten, weil alsdann ihr Geld beutel nicht in Gefahr kommt. Diese Politik weiter verfolgend, bat nun Navoieon eine Maßregel in's Leben geru fen, welche zwar auf heftigen Widerstand stoßen, aber nichts dcstowen'iger erfolgreich durchgesetzt werden wird; nämlich das Ei genthum sämmtlicher WohitbätigkeitS-An- Italten Frankreichs, in so weit es in liegen den Gründen bestebt, zu veräußern und das daraus gelöste Geld in StaatSpapieren zu fnndireu. Die Idee ist großartig und einer bessern Sache würdig. Die vorgeb liche Beschönigung einer solchen Napoleon'- scM Zwangsmaßregel besteht in Folgen dem: Die Grundstücke, welche sich im Be sitze der Wohlthätigkeits-Anstalten befin den, werden dem reellen Werthe nach auf nicht weniger als ein Hundert Millionen Dollars angeschlagen. Diese Sl00,»00,000 dringen gegenwärtig nicht über 25 Prozent Zinsen, wabrend das daraus gelös'te und in StaatSpapieren angelegte Geld s Pro zent tragen würde, die den besagten Anstal ten zu Gute kommen würden. Man muß gestehen, daß dieser angeregte Plan auf den ersten Blick für einen wahren und heilsa men Fortschritt gehalten werden muß. Echt man aber näher darauf ein, so wird der großartige Schwindel jedem Unbefan genen sofort offenbar werden. D"s gegen wärtige Svstem, das Vermögen Wobl thäligkeitS-Anstallen in Grundbesitz anzu legen. sicherte die Existenz dieser Anstalten für alle Zeiten gegen Handelskrisen und die Schwankungen der Börse. Politische Stür me gingen spurlos an dem Bestehen der An stallen vorüber, denn fest war der Boden, auf dem sie fußten. Man versilbere das Grundeigentbum und lege die daraus ge lösten Summen in StaatSpapieren an, so ist die wahre Existenz ver Institute bedroht; jeder politische Windstoß kann das Funda ment zum Wanten und zum Zusammen brechen bringen und wenn der Zinsfuß no minell auch noch so hoch ist. Dies siebt gewiß Niemad klarer ein, als Louis Napo leon und deßhalb will er hauptsächlich die Durchsetzung seiner Maßregel. Wenn sämmtliche derartige Institute in die ibnen gelegte Falle geben, so kann nichts als die Stabilität der Napoleonischen Dy nastie ihre Existenz sichern. Diese Institute befinden sich zum großen Theile in den Hän den der Geistlichkeit oder werden als Fa milien-Legate von einflußreichen Civilisten verwaltet." Alle diese Verwalter und alle diejenigen, welche aus dem Bestehen der An stalten' Nutzen ziehen, sind alsdann für die Ausrechtbaltung der Napolconischen Dvna stie gewonnen und werden, aus Selbster haltungstrieb, Gegner jeder politischen Umwälzung. Die Tbalsache, daß Napoleon's neuester Hmanzschwindel auf heftigen Widerstand Hol?!, beweis'! zur Genüge, wie wenig ver lockend ten dabei Beteiligten der höhere Zinsfuß erscheint, wie klar sie die Gefahr einsehen, ihr solides Besitztum in imagi naircMillionen umgewandelt zu sehen.Aber Napoleon scheint allmächtig in Frankreich zu sein und es ist mebr als wahrscheinlich, daß sein Plan durchgeführt werden wird. Er gewinnt dadurch in doppelter Hinsicht, einmal erschwert er jede revolutionaire Be wegung und dann verschasst er dem "Oeckir raädiuvr" die Mittel zur Fortexistenz und schiebt den unvermeidlichen Banquerott die ser großartigen Schwindel-Anstalt auf un bestimmte Zeit hinaus. Man wird jetzt gestehen müssen, daß Lruis Napoleon nicht ohne Nutzen seine Eiudien unter den Augen Barnum'S ge dacht hat. Telegraphische Tepeschen, Ankunft Dampfers „Vanderbilt« St. JobnS, 17.'Juni. Gestern Morgen pafsirte der Dampfer„Vanderbilt" Cap'Nace und die von ihm überbrachten Nachrichten gelangten soeben an's Land. Sic sind vom S. Juni datirt und gebt da raus hervor, daß der Dampfer zur Fahrt ron Liverpool nach dem amerikanischen Mstade 20 Stunden weniger gebrauchte, als irgend ein früherer Dampfer. Ter Dampfer „Persia" erreichte Livepool am s. d. Mts. Neuere Nachrichten aus Indien mel den, daß General Rost die Rcl'ellen geschla gen habe und daß diese sich wieder in Cal xec gesammelt hätten. Nena Sahib versuchte nach Mittelindien zu flüchten, wurde von den englischen Sol daten verfolgt und in'S Gebirge zurückge drängt. Ein neuer schrecklicher Ausbruch des Ve suvs wird gemeldet. Der französische Gesandte am spanischen Hose war nach Paris zurückgekehrt. In Candia gewann der Aufstand an Ausdehnung. Marktbericht. Baumwolle. Tic früher angeführten Preist hielten sich nur mit Mühe. Brod st off e. Meblsorten waren flau. Provisionen. Tie Preise waren st- Produkte desgleichen. Geld markt. ConsolS Ssj—9sz. Verknus der Dampfer „>t»l'»ia»i>" und „Wasliingtv»." Ntw. Ivrk, oen 17. Juni. Heute wurden hier die Tampfer „Hermann" und „Washington- für K 46.000 an Capitain W. Tyson verauttionirt. New.Hvrk, 17. Juni. TerTain pfer „Saxonia" ist unten. Seine Nach richten.sind veraltet. Milwautie, Wisc., Iv. Juni. TaS 4.üöckige, vom Grocer I. H. Cordes rccuvir'c Haus stürzte heute zusammen. Karl Ewe wurde dabei getödtet und drei andere Personen schrecklich beschädigt, «kl Brand de» Danipstr» „Pennsyloani-I.' Memphis, !b. Juni.—Soweit man tiS jetzt erfahren, sind 8ü Kajütten- und 120 Deckpassagiere gerettet worden. Dem nach beträgt die Zahl der Umgekommenen §5! Die westliche Ueberschwcmmung. Centralis, Jll., 1«. Juni. —Ter Kluß bei Cairo stieg in letzter Nacht um I einen Zoll. Steigt er noch 6 Zoll böber, so sieht das ganze Ohio-User unter Wasser. I Bei Cincinuati ist das Fahrwasser des Ohio 44 Fuß tief. G Augusta, Geo., Ii). Juni. Die Exchange-Bank" soll fallirt haben. Sie hat j eine Agentur in Memphis. Talje S N e!i i kei t e ii. In Washington wollen die Frei maurer einen Begräbnißhof kaufen und ha den dazu einen Platz auf der congressionel len Cemeterie ausgesucht. Der Senat der Ver. St. hat sich voraestern vertagt, nachdem er Mason'S Beschlüsse gegen die Uebergrisse England's mit »2 gegen n St. angenommen hatte. Wie aus Washington berichtet wird, ist der Präsident, wahrscheinlich in Folge anstrengender Tbäligkttt wäbrend der letz- ten Tage des CongrcsseS, nnwohl. Wir hoffen jedoch, daß seine Unpäßlichkeit von kurzer Lauer sein wird, damit er sich bald wieder mit gewohntem Eifer feinen höchst wichtigen Geschäften widmen könne. Die Seefabrer wird die Nachricht besonders befriedigen, daß der letzte Con greß für den Ankauf von zwei der besten Rettungsboote für die Küste von Ncw-Jcrsen und GIO.OW für einen ähn lichen Zweck an der Küste Long Island'S bestimmt bat. Ter englische Marine Lieutenant P m, der das brittische Kanonenboot „Jasper" im Golf befehligt, läßt es sich angelegen sein, sich und seine College» wegen ihres Verhaltens zu entschuldigen. Daß er seine eigenen rechtswidrigen Handlungen zu be schönigen suchen würde, ließ sich als natür lich erwarten, aber unverschämt ist es, wenn er die beschworenen Angaben der amerika nischen Scbiffs-Capitaine in brüsker Ma nier zu Lügen stempelt und das Auftreten der englischen Kreuzer rechtfertigt. Washington, 17. Juni. Soll ten keine Hindernisse eintreten, so wird mor gen unsere Stadt seit vier Jahren zum er sten Male der Schauplatz einer Hinrichtung sein. Morgen wird nämlich James Pow ers, dessen mehrfach Erwähnung gefchab, sein Verbrechen büßen, indem er dem ver letzten und Genugthuung fordernden Gesetze sein Leben zum Opfer bringt. In Anbe tracht feiner Jugend hegen, wie sich natür lich erwanen läßt, viele unserer Mitbürger große Theilnahme gegen ihn; dieselbe er streckt sich sogar auf die Gcrichtsbeamten, unter deren Gewahrsam er ist und welche das Urtheil an ihm vollstrecken werden. Als geistliche Rathgeber sieben ihm die Pa storen T. I. O'Toole von der St. Pa trick's-und Hr. Edelin von der St. To minick's- Kirche zur Seite. Seine Mut ter und andere Verwandte bringen viel Zeit bei ihm zu und thun alles Mögliche, um ibn in seiner trostlosen Lage aufzurichten. Das Gerücht von einem beabsichtigten Gewaltstreiche zu seiner Befreiung bat den Präsidenten veranlaßt, eine starke Abthei lung Marinesoldaten zur Bewachung des Gesangnisses zu beordern, welche Tag und Nacht beständig auf dem Posten sind. Die ses Gerücht scheint sich übrigens auf nichts zu gründen, wovon der Gefangene oder seine Freunde unterrichtet sein konnten, u. trotz der angewandten Vorsichtsmaßregeln wird von Seiten der Gefängnißbeamten demselben sehr wenig Gewicht beigelegt. Das Unpraktische, 'irgend eine derartige Absicht mit Erfolg auszuführen, ist an und für sich genügend, um alle Befürchtun gen eines beabsichtigten Gewaltstreiches zu beschwichtigen. Die zur Hinrichtung bereits gemachten Vorbereitungen bestehen in der Ernennung von Beamten für die verschiedenen Oblie genheiten und in der Errichtung eines SchaffotteS. Marschall Selten ist ent schlossen, Alles mit der größten Pünktlich keit zu leiten und die Vorschriften des Ge setzes gewissenhaft in allen Einzelheiten auszuführen. Deshalb wird er die Hin richtung gänzlich abgeschlossen leiten und nicht mebr Personen als Zeugen zulassen, als die Statuten vorschreiben. Der Gal gen ist nördlich vom Gefängnisse im Hof 'raume errichtet und durch das Gefängniß gebäude und die hohe Mauer dem Anblicke der außen befindlichen Personen gänzlich verschlossen. Es ist das nämliche Schaffott, welches ursprünglich zu WellS' Hinrichtung erbaut wurde, weicher einen Knaben, Na> mens Mundell, ermordet hatte. Wells' Urtheil wurde jedoch später umgestoßen und das Schaffott nachher zur Hinrichtung Woodwart'S verwendet, weicher wegenTöd tung feiner Frau vor ungefähr vier Jahren gehängt wurde. Hinrichtung von fünf Män nern und Züchti gung von zwei Frauen. In Florida sind die „Regu laloren" außerordentlich thätig, wie ein südliches Blatt berichtet. Binnen einem Monate wurden von den „Regulatoren" in der Umgebung der Tampa-Bai fünf Män ner wegen verschiedener Verbrechen, ohne vorder verhört worden zu sein, gehängt. Eilsen Mann knüpfte man an einen Baum in einer Straße von Tampa so hoch auf, daß selbst ein Reiter zu Pserde ihn nicht er reichen konnte. Ferner heißt es, ein Neger sei in Nassau-Countv wegen eines Mordes vor Gericht gestellt worden, allein der 12. Geschworne seblte, weshalb der Scheriss he auftragt wurde, die Zur» vollzählig zu ma chen. 'Während seiner Abwesenheit dran gen etwa 15 „Regulatoren" in den Gerichts 'saal, bemächtigten sich des Arrestanten und knüpften ib>i an einen Baum auf der Grenz linie zwischen Florida und Georgia. Ein Freiwilliger in dem letzten Kriege gegen die Indianer erzählt, er sei wegen des nämli chen Vergebens von den „Regulatoren" ver haftet und im Bereich des Lagers durcbge- worden, worauf man ihm die Wei fung gab, binnen 24 Stunden den Staat zu meiden. Um der Rache der „Regulato ren" zu entgeben, dcsertirte der Soldat und blieb seitdem verschollen. Zwei in nicht gutem Ruft stehende Frauenzimmer wurden in Tvmpa arretirt und erhielten je l S Peit schenhiebe, worauf man ihnen andeutete, die Stadt binnen 24 Stunden zu verlas sen. Da sie nach Ablanf der Frist noch keine Miene machten, sich zu entfernen, so wurden sie abermals festgenommen und auf's Neue mit Peitschenbieben traktirt; dann schor man ihre Köpfe kahl und trans portirte sie aus der Stadt. Amerika ist ein freies Land! Ein Knabe drei Stunden schwim in e n d. Capt. Smith vom Schoo ner„Sbcppa>d A. Mount", welcher vor eini gen Tagen von Nassau in Philadelphia an gekommen ist, erzählt, daß sein 14 Jahre alter Cohn Warren Smith am 20. Mai d. I. über Bord gefallen sei. Ter Knabe wurde eine Zeit lang nickt vermißt, als der Vater aber endlich entdeckte, daß er nicht an Bord sei und vermuthete, daß er in'S Meer gestürzt, liest er ein Boot herun ter und ertheilte der Mannschaft den Be fehl, so genau als möglich den Lauf zu ver folgen, den das Schiff zurückgelegt kalte. Trei Stunden nachher, nachdem der Knabe vermißt worden, wurde er im Meere schwim mend gefunden und gerettet; er schien nicht sehr ermüdet und meinte, daß er es noch eine Stunde langer hätte aushalten kön nen. lßr. Pr.j Tie Flutb im Westen scheint ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Wie der Te legrapb meldet, beginnt der Misichivpi bei St. LouiS langsam zu fallen. Ebenso bei Cairo bat das Steigen dieses Flusses wie des Ohio hedeutend nachgelassen. St. Lon is, 11. Juni. iEin eleu der Schurkenstreich.) Wir hörten von ei nem boshaften Schurkenstreiche, welcher sich vor einigen Tagen im nördlichen Stadt teile zugetragen hat. Ein elender Bube streute einem Metzger, welcher in seinem Laden ei» Fenster e!>ras offen stehen ließ, Arsenik auf mehrere Stücke Fleisch. Am nächsten Morgen fand der Metzger das Fleisch nicht ganz in der Ordnung, hatte aber keine Abnuug, daß das Fleisch vergif tet sei, und schnitt einige Stücke davon ab, er in den Hof warf, wo mehrere Hunde und Schweine davon fraßen, was 'deren Tod zur Folge hatte. Wir haben seit langer Zeit von keiner größeren Nieder trächtigkeit gehört, und ist zu bedauern, daß bis jetzt der Thäter nichtermittelt wer i den konnte. Die Blatter von St. LouiS melden, daß auch dort die Überschwemmung enor men Schaden angerichtet und Hunderte von Familien aus ihren Wohnungen getriehen hat. Die Noth ist sehr groß und um so fühlbarer,' da viele Fabriken und Werkstät ten geschlossen sind. Nahe S ouis wurden unlängst meb rere Raufbolde wegen unanständigen Be tragens aus einem Wirthshaus«! erpedirt. Wenige Tage nachher kehrten sie zurück und fingen abermals Streit an. Die Folge war, daß einer der Raufbolde, J.Mar schall, und ein Arbeiter, Namens Nägle, erschossen wurden. Tie Bewohner von 'I e 112 fer sonv i l le in Indiana genossen kürzlich ein eigenthüm liches Schauspiel. Im dortigen Zucht bause gaben nämlich mehrere Sträflinge ein Conzert. Mehrere Gefangene hielten dahei Reden über die Befreiung Amerika'S. Es ist dies vielleicht das einzige Zuchthaus, wo so etwas vorkommen kann; jedenfalls muß der Direktor der Anstalt mit den Ge fangenen sehr freundlich umgeben. Den Erfolg dieser humanen Behandlung an betreffend, ist zu bemerken, daß schwerlich irgendwo anders die Sträflinge so rubig uüd fleißig sind, als in dem Gefängnisse zu Jcffersonville. Eine Frau durch einen Mob geraubt. In Marseille?, Lasalle Co., Jll., verbeirathete sich vor einigen Tagen Fräulein Hogan mit einem gewissen Fnnk gegen den Willen ihres Vaters. Dieser wurde ini höchsten Grade ausgebracht, be stellte eine Anzahl LoaferS, machte diesen mit Schnaps Mutl, und befahl thuen dann, seine Tochter aus Funk's Hause mit Ge walt heraus zu boten. Die Loascrs thaten, wie ihnen besoblen worden war und sügten den Möbeln nebenbei vielen Schaden zu. Mehrere der RowdteS wurden verhastet und werden zur Untersuchung kommen. Schrecklich c M ord 'in Michi gan.— Die „Detroit Free Preß" vom 11. Juni berichtet folgenden schrecklichen Vorfall, der am Dienstage in der Stadt Mill River Point, Macomb Eountv, statt fand. Zwei Brüder bewohnten mit ihrer Schwester ein Haus in jenem Orte. Erstere erschienen in vorletzter Nacht an der Thüre eines drei bis vier Meilen von ihnen woh nenden Farmers und jagten ihn aus dem Bette. Als er die Thüre öffnete, bot sich ihm ein seltsamer Anblick dar, indem Beide nackt waren und um ihre Hüfte Strohseile trugen. Sie baten den Farmer um Beher bergung und Hülfe, denn man verfolge sie und wolle sie verhaften. Als er sie nun um die Ursache der Verfolgung befragte, gaben sie an, sie hätten ihre Schwester um gebracht. Man glaubte ihnen nicht, hieß sie in das Haus kommen und wies ihnen eine Stube im oberen Stockwerke an, wo man sie wobl bewachte, da es schien, als seien sie wahnsinnig. Als nun am gestri gen Morgen die Farmer zusammen kamen und nach dem Hause der beiden Brüder gingen, fanden sie zu ihrem großen Ent setzen den verstümmelten und sast enMöß ten Leichnam des jungen Mädchens auf einem Wagen, unweit vom Hause. Zm Hause selbst trafen sie einen Mann, Na mens Delsair, der bei Vertheidigung des jungen Mädchens beinabe sein Leben einge büßt hatte und aus mehreren Wunden l'lu tete. Das Haus trug unverkennbare Spu ren eines verzweifelten Kampfes, in wel chem das Mädchen getödtet wurde. Ihr Haar war dicht am Kopfe abgeschoren, ihre Brust vou Schüssen durchbohrt und das Gesicht von zahllosen Schnitten unkenntlich geworden. Die Mörder ließen den Leich nam in seinem Blute liegen und suchten dann die Nachbarn auf. Sie benehmen sich wie Wahnsinnige, obschon man früher diesen Fehler an ihnen nicht bemerkte, und es ist ein Räthsel, wie sie auf ein Mal wahnsinnig werden und eine so gräßliche That hegehen konnten. Auf Befragen ga ben sie an, sie hätten die That auf Gottes Geheiß vollbracht, weil ihre Schwester da rauf bestanden habe, jeden Sonntag die Kirche besuchen zu müssen unddreimal hät ten sie den Mord zu begehen versucht, ehe sie ihn ausführten. Die Nachbarn sind der Ansicht, daß der Wahnsinn in Folge reli giöser Ueberspannung entstand. Wir wol len annehmen, daß dem so ist, möglich ist es aber auch, daß die Brüder denselben zum Deckmantel eines unnatürlichenVerbrechenS vorgeben. Aus Utah sind einige neuere Nachrich richten eingetroffen, die jedoch nur über die Truppenbewegungen Einiges mittheilen. Gouv.-Cumming war in's Lager zurückge kehrt, würde jedoch bald wieder nach der großen Salzseestadt abgehen. Im Territo rium war Alles ruhig. Ein Courier der Mormonen war auf dem Wege nach den Staaten und würde bald in Council Bluff eintreffen. Dies stimmt mit einer uns aus Privatwcgen zugekommenen Nachricht über ein, das! in New-Hork zwei der hervor ragenderen Apostel der Mormonenkircheim Lause der nächsten Woche erwartet werden. Was sie dort wollen, werden wir melden, sobald wir erfahren, dast sie angekommen sind. New-OrleanS, N. Juni. Europäische Berichte. England. Im Unterhause wurde eine Reihe von Anfragen an die Regierung gestellt. In Bezug auf eine Anfrage Lord John Russcl's betreffs der Lag? der Dinge von China bemerkte Hr. d'JSraeli, daß "es un möglich für ihn wäre, irgend welche neue Mittheilung üher diese Angelegenheit zu machen. Die gegenwärtige Regierung hätte Lord Elgin dieselbe ausgedehnte discretio naire Gewalt ertheilt,'die ihm von der früheren Regierung eingeräumt worden, aber man vermöge nicht zuerkennen, welch' ein Beweggrund ihn veranlaßt habe, sich nach dem Norden zu begeben, nachdem ihn die chinesische Regierung ersucht habe, sich uach Canton zu hegcben welche Forderung er an China gestellt habe, das vermöge die Regierung nicht zu sagen. Hr. Bright bemerkte, daß die ursprüng liche Frage nur Großbrittanien beträfe u. daß die' Macht des Landes vollkommen hin reiche, um feine Ehre zu verfechten, ohne daß es nöthig wäre, sich in hehindernde Be ziehungen zu Frankreich, Rußland und den Ver. Staaten einznlässen. Er empfehle der Regierung auf's dringendste, die Tinge zu einem baldigen Ende zu führen. Eng land befindet sich im Kriege mit der Hälfte des ganzen Menschengeschlechtes und hätte 10,ovo Soldaten und sichzig Schiffe in China. Er zweifelte, ob diese KriegSnn terncbmungcn dein Handel auch nur den geringsten Vortheil bringen würden. Tie „London Times" wiederholt in ei nein Leitartikel über die Durchsuchung ame rikanischer Fahrzeuge die Einwände gegen die Politik, ein Geschwader beizuhehaUcn, welches sich so unwirksam für den beabsich tigten Zweck erwiesen habe. „Was auch", schreibt sie, „das Reckt des Falles sein mag undwie weit auch die Ame rikaner augenblicklich um der Erbaltung des Friedens willen in ihrer Willfährigkeit gehen mögen, so müssen wir doch auf einen Tag Hinblicken, wo es den Amerikanern weniger genehm und zu gleicher Zeit weni ger nothwendig sein Wird, sich zu fügen und wo es eine weit größere Demüthigung un seres Stolzes sein würde, wenn wir nach geben müßten." Nachdem sie sodann noch sich in einigen tadelnden Bemerkungen über die Apathie der amerikanischen Regierung in der Unter drückung des Sklavenhandels ausgelassen, schließt sie folgendermaßen „Wir bringen sie nicht zu der Tugend, die sie nicht besitzt, obne daß nicht binnen Kurzem auch uur der bloße Versuch einen fürchterlichen Krieg herbeiführen müßte. Ist es denn nicht möglich, eine Kreuzfabrt aufzugeben, weiche von Ansang an unwirk sam gewesen ist Ist nichts nachzugeben, als eist «ach dem Verlust vou ÜOMO Le ben auf beiden Seiten und 3l> Millionen Geld? Giebt es denn keinen anderen gleich wobltbätigen Zweck, auf den mau die baibe Million Geld und die werthvollen Leben, die jährlich von jenem Geschwader in An spruch genommen werden, zu verwenden vermag?" In dem Citv Artikel der „Times" wer den einige Neflektionen übcr dieselbe Ange legenheit ausgesprochen, und es wird ge fragt, ob, angenommen, daß Amerika nicht geneigt wäre,' Schiffe wegen des Sklaven handels zu verurtheilen, das Geschwader nicht dann einen Vergleich treffen könnte, daß ein oder zwei amerikanische Offiziere als beständige Gäste auf brittifchen Fahr zeuge« aufgenommen und ob nicht alle Durchsuchungen unter den Anspielen sol cher amerikanischen Offiziere vorgenommen werden könnten. Tie „Daily News" betrachtet die Ange legenheit als eine höchst verdrießliche, hält es aber für voreilig, sich schon auf Schlüsse einzulassen, bevor man beide Seiten ge hört. Sie schenkt einigen der von ameri kanischen Capitainen gemachten Berichte leinen Glauben. Die „London Post" meint, daß, wenn Unbilden erlitten worden, England sich nickt weigern könne, die vom StaaiSsekre tair Caß beanspruchte Genugthuung zu ge währen und sie verlangt, daß man nichts versäume, um die freundschaftlichen Bezie hungen zwischen Heiden Ländern aufrecht zu erhalten. Der „London Star" hält die Gefahr für drohend, sobald nicht die englische Regie rung ihre »»haltbare Position aufgebe. Dlklliiutmachungcn. im Tiüiüt dvlninhia. deiiÄ». AlieiidSL Mir, „Turnhalle" in Lombardstraße grosse Veriammlmig Ä. Lurch, Vierte reform, deutsche Kirche, Th. H. Qu in an. (I Bibel-Glsellsä'afr." Öjsicchcr Ga^vinpagllicvoiißaltiiiiorc,! deii 1.',. Ju>ii l«8. Z Sekr. »r' Washington, T. C. W SchSftr's Exciirfioiieil nnd PicnicS. (LA" Tic testen und Weine, in Ata (Mai7l>Micl C. Schäfer. Neuci c a p s i d e, Nach Rotterdam. Menke, wird prompt eri n g e Anzahl Passagiere dritter slunll.lM» Nr. S Powlimi Green,'ltew-klork. '.l» da« dciilsche Publikiiiii! 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Ztadt-Derichte. Die neue Abschätzung. Die Taxatoren und Clerks, weiche vor Kurzem vom Bürgermeister Swann ernannt wur den, hielten vorgestern Nachmittag eine gut besuchte Versammlung in der Office des AnfsichtS Direktoriums, um sich zur Erle digung der erforderlichen Arbeit gehörig zu Man glaubt zuversichtlich, daß die Abschätzung mindestens den vierten Theil mehr Personen ergeben wird, als ge genwärtig in den Steuerbüchern verzeichnet sind und daß der ganze Betrag den früberen um mehrere Millionen Dollars übersteigen wird, so daß dadnrch der Stand der Steuern im Vergleich zu dem gegenwärtigen beträcht- lich vermindert werden würde. Bekannt- lich wurde, um die Abschätzung mit dem bestmöglichen Erfolge durchzuführen, von dem Stadtrathe kürzlich eine Verordnung passirt, wonach Jeder, welcher die Angabe j seines Eigenthums oder feiner Effekten ver- wei.zert öder dieselbe nach einer gestellten Frist von zwanzig Tagen vernachlässigt, in eine Strafe von hundert Dollars verfällt, und in eine Strafe von nicht über taufend Dollars, sobald er eine falsche oder theil- weife Angabe macht, um der Zahlung, wel- j che die genaue Abschätzung des Eigenthums auferlegt, zu entgehen. Ganz besondere Aufmerksamkeit werden die Taxatoren auf das persönliche Eigenthum verwenden, da mit Niemand der Besteuerung entgehen kann. Es sind bereits gedruckte Cireulare j vorbereitet, welche au Jeden vertheilt wer- den u. die das Nähere üher diezu machenden Angaben enthalten. Noch eine Dampfsvritze.—-Auch die„Watchman-Fcucr-Compagnie" geht niit dem Plane um, sich eine Dampffpritze an zuschaffen. EiserneEisenbabnhrücken nach dem Modell des Hrn. Wendell Bollnian i werden jetzt unter Aufsicht desselben in der Eisengießerei der HH. Murray k Hazlehurst gegossen. Sie sind für die neuen Ei feit Hah r/n auf Euba bestimmt und bereits wur den zwei vollendet und nach ihrem Bestim mungsorte befördert. Das Schiff „Mary Washington" ladet jetzt fünf solcher Brük' ken, welche für eine Eisenbahn in Ebili be- stimmt sind. Hollida y- u. Saratogastr. siud in der Umgebnng des Has-HanseS mit tie fcm Schlamme bedeckt, den die Stadtbe- Hörde schleunigst entfernen sollte, wenn sie Krankheiten vorbeugen will. Anstellung. Hr. Wm. Price! wurde als Spezialrichter des Obergerichtes ernannt, um heute während des Prozesses Fitzgerald's gegen Carroll den Vorsitz zu führen, da .Nichter Lee als Anwalt in der Klage engagirt ist. Erdbeeren und Ananas. Von beiden Delicatessen scheint die Stadt nach Maßgabe der Märkte und Fruchthandlun gea buchstäblich übcrfluthet zu sein und Verkäufer waren gestern froh, diese Artikel zn irgend einem Preise losschlagen zu kön- j nen. Die Ananas wurden zu 6 Cts. das Stück auSgeboten. Intolerantes Benehmen. j Unsere Ansicht war bisher, daß jeder sich anständig betragende Bürger zum Besuch j der öffentlichen Plätze und „Springs" z in der Stadt berechtigt sei, allein die bei lige Hermandad des Mayors hat auf ein mal eine andere Ansicht von der Sache ge wonnen, indem sie Raufbolde und Tage diebe an solchen Plätzen ungestört läßt und uur die friedlichen Bürger hinwegtreibt. Die guten Leute könnten Recht haben, wenn sie das Blatt umwenden wollten. Zurße glaubigung des Vorstehenden wird uns mit gethoilt, daß die Beamten am letzten Sonn taae eine Anzahl ruhiger Bürger aus dem „Spring" in Calvertstraße vertrieb, wäh- i rend eine Anzahl Raufbolde sich nach Her- zenSlust dort amüsiren durften. Ja, ein Bürger, der sich dieser Intoleranz nicht fü gen wollte, mußte einen Gang in's Stadt gesängniß machen. In London wurde „Dr. Willoughby vom botanischen Collegium in Baltimore," des Betrugs schuldig befunden. Dieser „Dr. Willoughby" ist ursprünglich ein Uhr- macher und sein eigentlicher Name John Glenn. Die neuen Wasserwerke. Die Überschwemmung hat keinen erhebli chen Einfluß auf die Arbeiten an der neuen Wasserleitung von Jones' Fällen nach der Stadt gehabt. An den beiden Schachten des Hrn. F. C. Crowlev bat man jetzt be- j Hufs Auspumpen des Wassers Dampfma schinen errichtet und das Ausgraben der Erde schreitet rüstig vorwärts. An sämmt lichen Tunnels sind Arbeiter beschäftigt u. im nächsten Herbste beabsichtigt man das große Reservoir anzulegen, welches 18 Fuß tief werden soll. Die ganze Wasserlei jung dürfte binnen zwei Jahren vollendet sein. Herzloses Verlassen zweier Kinder. Am vorgestrigen -Nachmit tage wurden zwei Knaben, NaimnS JameS und Barne? Campbell auf Anlaß des Hrn. Nob. A. MeAllister, Armcnpflcger der li. Ward, nach dem „Houfe of Refuge" ge bracht, da ibre Eltern bei ihrer Abreise »ach Euba keine Verfügung über die Kna ben getroffen hatten. Die Hundc-Vergi ftung dauert allen Ernstes fort und wurden bis jetzt im mittleren Distrikte 1W und im südlichen 100 dieser herrenlos herumlaufenden Vier füßler aus dem Wege geschafft. Haupt- Agenten in diesem Vcrtilgungskriege sind die Knaben, die mit unübertrefflicher G» wandtbeit dem verfolgten Hunde die Schlin ge um den Hals werfen und ihn nach dem nächsten Stationshause bringen, wo man ihnen sür jedes Exemplar l 0 Cts. bezahlt. Eine große Anzahl wird von der Nacht wache vergiftet, indem sie jedem ihnen be gegnenden Hunde ein Stück vergifteter Wurst hinwerfen, welches derselbe natürlich gierig verschluckt. Auch sollen mehrere sehr werthvolle Hunde vergiftet sein, weshalb wir Besitzern von dergleichen Hunden ra then, dieselben nicht aus dem Bereich des Hoses zu lassen. Verkäufe. Folgende Grundstücke wurden gestern meistbietend versteigert: Ein an der Ecke von Camden-Alley und Dover- belegenes von 44 Fuß Fronte und «5 Fuß Tiefe, worauf ein Grundzins von 5184.vl per Jahr haftet. Hr. P. S. Cbappel erstand es sür H 2400. Ein Grundstück an der Südseite von Jeffersonstraße von l 2 Fuß Fronte nnd KV Fuß Tiefe an Hrn. E. B. B. für K4VO. Ferner ein Grundstück an der Nordost- Ecke von Eden- und Lombardstraße von Ivo Fuß Fronte und l3v Fuß Tiefe. Auf demselben hastet ein jährlicher Grundzins von KSüv. Das Grundstück ist mit zwei großen Wohnhäusern, Ställen und zwei Ofsicen bebaut, auch ist eine Steinkoblen niederlage darauf angelegt. Hr. B. Packer kaufte es sür Z46VO. Unfall.— Ein Knabe, Namens W. Müller, der sich am gestrigen Morgen auf der Südseite des Hafens amüsirte, in dem er auf den dort im Wasser liegenden Balken hin- und hersprang, that einen Fehltritt und siel in's Wasser, aus welchem er mir mit großer Mühe gerettet wurde. Ein Einfall. Gestern Morgen stürzten die Mauern eines in, Bau befind lichen Hauses in Ost Baliimorestraße, öst lich von Annstraße, mit schrecklichemGepol ter ein, als die Arbeiter im Begriff standen, die Balken für das zweite Stockwerk aufzu setzen. Zur Zeit des Unfalles waren sieben Arbeiter im Gebäude, von denen merkwür diger Weise keiner eine erhebliche Ver letzung erhielt. Hr. Carl Treusch, welcher die blechernen Röhren in dem Hause anzu bringen hatte, wurde durch einen Backstein am Arme verletzt. U nfal l.— Als der Polizeibeamte Cbs. Clifford vorgestern in Kidd's Restauration in Forreststraße feinen Revolver mit Zünd hütchen versehen wollte, erplodirte unerwar tet ein Lauf, wodurch der Polizeibeamte er beblich an der linken Hand verwundet ward. Vergeblich erVersuch.— Die Lei che des bei der Rock-Müble vor einigen Ta gen ertrunkenen jungen Bern. McNally wurde trotz allen Euchens bis jetzt noch nicht aufgefunden. Man vermuthet, daß die Lei che sich zwischen die Felsen unter dem Wasser einklemmte. Seit Niederschreibung des Obigen er fahren wir, daß man nach ttu-stündigem Suchen die Leiche fand und nun für die Be erdigung derselben Sorge trägt. Todessall. Hr. Joseph Lipp, ein Mitglied der tapfern Schaar, welche im Jahre 1812 den Krieg gegen die Engländer mitkämpfte, starb am vorgestrigen Morgen im Alter von 7S Jahren. Er war gebür tig aus Frederick, Md. Auffinden zweier Leichen. Die Leichen ber beiden Negerinnen, wel che, wie wir bereits meldeten, während der Überschwemmung am Samstage ertran ken, sind aufgefunden worden u. zwar fand man die eine an der Stelle, wo die Farbi gen ertranken und die andere im hiesigen Hafen, unweit der Mündung von Jones' Fällen. Die Leiche der Leitern wurde in einem netten Sarge den in Frederick leben den Verwandten dn Berunglückten zuge sandt, damit sie für die Beerdigung Sorge tragen können. Plövlicher Todes fa 11. Am Dienstag Morgen ging der KV Jahre alre H. Thomas, der sich bei feinem «chwieger folme Johnsohn in Monumentstrafie zum Besuch aufhielt, in Folge eines krampfhaf ten Kolik-Anfalles mit Tode ab. Hr. Nel fon hielt den üblichen Jnguest, der mit deni mit obiger Angabe gleichlautenden Verdikt endigte. Der Verstorbene hatte bisher in Five Mills, Baltimore Co., gewohnt. Polizeiliches. Nicolaus Winter wurde gestern verhaftet, weil er eine Ver ordnung in Bezug auf den Gesundheitszu stand übertreten hatte. Frau Busch wurde arretirt und zu Hl Strafe verurtheilt, weil sie angeblich eine Verordnung in Bezug auf den Gefundheits- Zustand verlcht hatte. Der Sträfling, dessen Flucht aus dem Zuchthaufe wir gestern meldeten, beißt Albett, alias Eduard Enders. Man durch suchte auch gestern alle Winkel des Gebän-- des, sandte Boten nach allen Polizeistatio nen, um den Flüchtling, womöglich wieder aufzufinden, allein es stellte sich bald her aus, daß er spurlos verschwunden war. Der Aufseher hat eine namhafte Belohnung auf feine Ablieferung festgesetzt. Enders war, wie man uns berichtet, bis vor Kurzem in der Bäckerei beschäftigt, als man bemerkte, daß er sich einen Strick und einen Knittel zu verschaffen gewußt hatte, mit welchem er den Nachtwächter zu ermorden und dann die Mauer zu übersteigen beabsichtigte. Ein anderer Sträfling verrieth ihn, woraufman ibn zur Rechenschaft zog und ihn, als er fein Vorhaben gestanden hatte, in die Weberei placirte, wo er zur Zufriedenheit der Auf seher arbeitete. Am Dienstag hatte er acht ?>ards Tuch gewebt und war noch um 4 Uhr Nachmittags gesehen worden. Als man die Sträflinge später zum Abendessen rief, ward er vermißt. Ein Sträfling gab an, Enders habe ihm gesagt, er wolle, nachdem er seine Arbeit vollendet, sein Messer schlei fen und es im Nothfalle gebrauchen. An fangs glaubte man, ein Sträfling, der am Morgen vor EndcrS' Flucht entlassen wor den war und sich in Howard Co. aushielt, wisse um dieselbe, weshalb man einen Be amten zu ihm sandte und ihn scharf era miniren ließ, allein man war so klug wie zuvor, da der Mann hartnäckig schwieg. EndcrS war wegen Raub- und Mordver suches in Prinee George'S Co. auf zehn Jahre in'S Zuchthaus gesandt worden und hatte nur sechözehn Monate gesessen. Er ist erst 22 Jahre alt und soll ein Mensch von entschlossenem Charakter sein. Nachträglich erfahren wir noch, daß F. Eickhoff, alias C. Cramer, Heinrich Heil bach, alias Colenbrvok, und Job. Geiger, auf die Anklage, dem Sträfling zur Flucht verholsen zu haben, arretirt wurden. Auch verhaftete man einen dem Sträfling täu schend ähnlichen Mann, ließ ihn aber nach scharfem Verhöre wieder frei, da es sich herausstellte, daß er der nicht war, für den man ihn gehalten hatte. R owd y isinus. —So wenig auch unsere Stadt mit öffentlichen Promenade- Plätzen versehen ist, so lassen doch die zahl reichen gesetzlosen Banden, die sich un gestört in der Stadt umhertreiben, fried liche Bürger selbst an diesen Plätzen nicht in Ruhe und namentlich sind Frauen, auch wenn sie in männlicher Begleitung sind, stets der rohesten Behandlung ausgesetzt, wie uns nachstehender Fall bezeugt. Am vorletzten Abende ging ein junges Mädchen in Begleitung ihres Bruders im Patterson- Parke spazieren, als zwei Taugenichtse her beikamen und sie auf das Empörendste be schimpften. Der junge Mann blieb in der Voraussetzung, daß die Individuen des SchimpsenS müre werden würden, Anfangs ruhig, als er aber sah, daß dies nichts nütze, ließ er den Arm seiner Schwester los und gab dem einen Rowdy einen heftigen Schlag, in Folge dessen derselbe zu Boden stürzte und als nun der Andere mit gezück tem Messer auf ihn eindrang, hielt er ihm die Mündnng eines Revolvers entgegen, bei dessen Anblick der Raufbold schnell die Flucht ergriff. Daß die Geschwister nnn rasch ibre Wohnung anssuchten, versteht sich von selbst." T hierquälerei. George Brandt wurde gestern wegen Mißhandlung seines Pserdes arretirt ü. in Ermangelung einer Bürgschaft für fein Erscheinen vor Gericht eiögesperrt. Pserdediebsta bl. Zwei junge Leute, Namens Th. ErwardS und Charles Hill wurden gestern auf die Anklage arre tirt, ein dem Hrn. Heinr. Smith gehöri ges Pferd gestohlen zu haben. Das Pferd nebst Wagen stand in der Nähe des L>ano vermarktes und die Angeklagten hatten es zu einer Spazierfahrt benutzt. Als der Ei genthümer später dasselbe zurückverlangte, wurde er von den Angeklagten verhöhnt, worauf er sie des Diebstahls anklagte. Frie densrichter Logan ließ sie bis auf Weiteres einsperren. Freigegeben. Conrad Meixel, welcher deö Diebstahls eines Regenschirmes schuldig befunden worden war und dessen Strafürtheil das Gericht bis jetzt nicht ver kündet hatte, wurde gestern auf Befehl des Gouverneurs aus der Haft entlassen. den nl gnte Tqpe^ji e da- Wer also Bedarf ha/spreche. »le«d.n,»or. Ovo-' K?» gdr eine anständige deutiche Zainiiie. ireiche dei der liingsten Nederstuthung ihre ganze Hade einouxlc. liegt eine Subseripiionsliste von milde» Benrage» dei Ken. Jos. Blüinlein ans. M. 7, Nor» Viderlvstraße. allein »ock Bieie« ist erforderlich, um de» Schaden »nr zum Tdeii zn decken. Die Liste liegt nur noch wenige Tage zur Zeichnung und Einsicht am obigen Piaije vor. N?» Das P»nil>. Danipsscknss „Tliroii ia" wiegen s^ine^schnelle^^ nemmeu, und stnd ju bcicichnen prell st>'NMl'i'. 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stille Geheimnisse i» der Medizin. Die mediziniscke Hacultät veröffentlicht alte ibre Entdeckungen, sodald sie gemacht werden nnd leinade Tie größte Eiitdectiliig deö Zeitalters. Criininalgericht. I» der gest rigen Sitzung wurde James Rilcv wegen Angriffs und Mißhandlung der Eva Ocbs aufgerusen, meldete sich aber nicht, worauf seine Bürgschaft für verfallen erklärt und eine Strafe von Hic> nebst Kosten gegen ihn verhängt ward. CbarleS Nile», äuge klagt, Franklin Supplee überfallen u. ge mißhandelt zu haben, stellte sich ebenfalls nicht, als man seinen Prozeß ausrief. Las Gericht verurtheilte ihn daher zu einer Meld buße von Hl« nebst Kosten und 30-tägiger Haft und erklärte seine Bürgschaft für ver fallen. Joh. Kinfey, wegen Angriffs auf den Polizeibeamten Lee angeklagt, stellte sich ebenfalls bei'm Aufrufen seines Namens nicht, ward daher zu K 5 Strafe und 8-tä giger Einsperrung verurtheilt, während das Gericht seine Bürgschaften für verfallen er klärte. Darauf Hegann der Prozeß gegen Joseph Lee, angeklagt, am -N. Mai einen mörderischen Angriff auf W. A. Tullv in Canton gemacht zu haben. Aus den Zeugenaussagen geht hervor, daß Turley >heiläufig ein kleiner Knabe» in Gesellschaft mehrerer Kameraden nach Lee's HauS, einer Schenke an der Canton- Avenue ging. Lee verjagte sie, worauf einer die Thüre einschlug. Als Lee den Lärm hörte, lief er in das obere Stockwerk, er griff ein Gewehr, schoß aus dem Fenster auf die Knaben und verwundete Turley, der gar nicht in'S Hans gegangen war, an dem Fuße. Die Verhandlungen wurden dann geschlossen und der Jurv übergeben, welche bei'm Bertagen des Gerichtes noch kein Berdikt gefunden hatte. Städtisches KreiSgericht. per IW ?fd. a a fe »ft. Cit» Point; Brigg lllarirti n i' Hdl B -Z. Pekauutiuachiiiig. !j j jl? Eggert Robetd. ?!r. »l->. West.Prattstraßc.^jwischen Mil der erstell Pläiilie belohnt, k z'ä !z! ft, oey 0., Fabrikanten von Flügel- u. 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