Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
June 11, 1858

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rlk! liUUiiMll^l/ vailv k ?axvr, I>l lll »v kAMmcli Mtl»e, vor. ok Baltimore ä«^se"in"weulaeu Tagen ohne oder In kolivenienien für den Patienten geheilt. Zugleich garan ttrt Dr. I. B. SmU!>, daß teilieEiitjünduugen derParn s' oft Tharla«a»c'die traurigsten Folge» herbeiführen. Junge °rt und welche ili ihrem Gefolge ein Heer torper lt>er und geistiger Uebel haben, wenn die Heilung ver rachiäsligt wird, sollten sich bei Zeiten melden, wodurch sie .liUMiner und «r-k-n Leiden, wie auch groben Un- Es eincs'ter grüften Uebel, welche« den Menschen A^n^n,^ ibre indem er nur ein fach-und gelinde Mittel anwendet. Seine fr^ vonMer^undalle^imweral^ reise nothwendig. Auch den Krankheiten des weiblichen Ge sa' lechte hat Dr. H. B. Emith seit ein iißeibe von Znhre» eilic besondere Aufinerlsaink-it gewidmet und-er ftpara?- Zimril» Tisrosition der Osfeil von 8 Uhr Morgen» bis!> Übr i D?. m^Ub,^^ Discuii- und Crackcr-Nckmj. (Skr. »rattstrnß-.l Drüber Mason und Bruder. Aames D. Mason L? Eo. mach" L i c u't t. u. i! rai« e r. Bälie r e i durchEil.fuhcung n euer Ma fch ine r ie der nell-slen Werde,strunze» und sind imstande, alleßestellu»- Piloten-u.Schiffs-Brod, Wasser-, But ter-, Zucker-, Pienic- und Edinburgh- TrackerS, Soda-und Wein-Biscuit, veiä'e le"ü b r i"e ablisfcmcnts über- welcher in ihrer Bcbrauch ist" zum Brvtbacken Ein „de u t sch e r C l e?k" ist ebenfalls in ih rem G:sHäfte angestell!. James D. Mason u. Comp., früher R. Mason u. Bruder, Feld-Sämereien, und Maschinerie. x-r'unterzeichnete macht Farmer und Gärtner auf sei ncn Porrath von frischen und ä »l en Sämereien aufmerlsam. Dieselben bestehen au» allen vorzüglichsten Sorten, von den he st e n Pr->duz enl en E»r opa undAmerila s bezogen, sowie ans einer allg-miinen «u-wahl von Alle Auftrage Ivertcn mit der größten Sorgfalt ausgefiihrt. Eine grope und allgemeine Auswadl von A ck e r b a u- Meräthschaften und M a fch i ner i e n sind je derlei! vorrathig und werden dieselben IM Wroß- und «lein-Verlaufzu billigen Preisen abgelassen. N Flinten, P i 110 lcn u. s. w. "und machen, «erner balte ich stet- vorrälbsgi Buchsen. Revolver», SoltS R-vcc»cr». Pistolen aller Lorten, Jaztiaschen, Pulverslasch-n, Der Deutsche Correspondent. -U'rzll' mlsl Br. H 0 n r de rlO n, Si r. Ost Balii m 0 restraße, S«ti»dc»: U. Vcrm. u. 2—3 U. NiSm. rzt, Dr. E. Wist Dr. Fr. Vartfcher lat zerlegt nach q uitb ft r a ie, «Äuq,l»,lsNt!j Sai-itatSr,Tth vr me 6. Pape, Sprechstunden: M.r.en» uni '^Tt,^VMte> Dr. M. A. Hopkinfon, stnd die rühmlichst bekannte, best- Medizin gegen Au»> Schach ll und glünd- Pr!i"t'vfilce Nr. Sö, Albemarlestraße. Office- Stunden von Ulir Nach»,, ,'Avr.l.lSMte) Deutsche Ä p o t h e k e. Ferdinand Hassencamp, Nr. a n 0 v c r st r ß Obige auf's Sollstandigste cingerichtele mrd N'ierie uut "öe br'i U 5 Deutsche Apotheke /Ä CbS. und Wm. Easpart, b°sol!,.l> w.r IN n.is.rm Laboratorium. Deutschc Apotheke Tbeodor Gcrok, Bro., in allcr l nauf Beste nnd besorgt. lMrz.l.^Mte) daö deutsche Publikum! Cl>> l C!>tü'ilui I^iiiliiitd's schmeichelhafteste Anerleniimig zu Theil geworden. s a R da r U!i'v ciign,che schule F- Knapp, e^'' ch-, und «cgi« genommen ,.ir. drei Maln>iu.,ill ch h Nr. ZI N.-Gavstraße, Dr. I. Diesfenbach'S Ludrptttd cnt Äcnöemy, Md. I, Dieffenba Aufputz- undAurMaaren für 'Li.ickciizie^ Knrzwaaren für Sattler Kutlchcn-Aufpuh. Vrattstroße, Baltimore. Der Unter,-schneie int in Nr. VO, Prattstraße, ein Sattler d^en de» itonsumenten uur dem Gewerbe im Allgemeinen alle Spriiiiqfedrrii Äre», Bolden, ttaneva», Tveichen, Naben, iseijien Deichseln, Muß- Waaren, emaillirl« und Patent tieter. V l o ck M a r in o r U h r e n. Canfiekd, Br. Sc Co., Nr. L2V B-ilttmorestr., baben soeben eine Sendung von Blült.M-rmorUhren. mit und odne Bronze-Ziguren, geeignet für Speise- und Lesezimmer,.erhalle». Baltimore, Md., Freitag, dm 11. Juni 1838. liusi Billige und flnte Grocerieen bei Äiinutt P h i l a d e l p h i a P a k e Ä le. V VPreise«?ir?rd kiinstightli das Kaj von „Noivrt I Smilh's?a>e Äle," für j Äechttll.NWe Mein- u^s'iäu;^MeÄ?iilt. Liq^'ui" red. d z> e r v at 1 e r

DT'Ferciot, «Importeur von französischen Weinen alle reell, pünlllich zufrieden «u stel len. ssricheul.r ,»aoutt, A 1,1, N. Äste importlrtcWeiiieL» Liquors, Madeira, Lissabon, Port, U Malaga und dgl. Ferner- Altdn French-Arautl,, Holl, Gin, Old N«t- undPorrWeine von feiner Sorte S»o"Vi"e"rlel" Fässer mit Se I t e-/P o r 1., I Madei ra- u.^ ur^ under-Por 1 wNnen prÄ-"off^ri"e^ vorrathig verschiede»« Grade von Brand», Gin ort-, Burgund^or^', Bräuten! O l'd SiVe Bourbon-ZUbisles'« pon derübmten Destillateuren. Zum «erlauf bei b T b u. 6chl>i>i« he. De. in der alt etablirten gabril, N r. Süd-Eutaw straße. Da- allerbeste eichentot'-gare Leder wird verbrauch« und nur der lernigste Tbell. Es wird durch lraftvcllc Aiaschincrie verliltrt u»° Bänder werden ebenfall« am nämlichen Plake fabrizirt, und zwar vom allerbesten Leder, für Aeuerlcute, Mühlen, Gabrilen, Sck>iffe, Boote u. f. w., u. f. v?., und werden °°Zu »Äaufen- »or,üglicheißorlen-Leder, Nie ten und Kol benan sitze, Pfriemen u. f. Jobn H. HaSkell, (Mai2S,IJ) Nr. z», Eüd-Sutawstraßt. l!icht-!.rplodil'endeFtuidlim-Lampln? Newell's v"rtcntirte AIIen,MD.. j ci 'v H" V "'iek 5..z..s .iivovl, nie lm H. !>teip T ech !^llimortftr..^valttmcre. willigt/ Mee!sj> Wclsiriigrutzc! u. A>. ro tl,^ s"e 7 ie'n' «osten ver^ufcn^be^ koft nfre abgeliefert. Mch^ nie nur möglich t'U'^e^tund f g St. Esteph« zu 2.', IN», per Flasche, 55.75 per Duzend! St. Julie» »7l!t«. 10., S4M do. ChateauMargauiÄlllts. do., Äs.liu dc. Weiße Weine; Santerne« 251! t«. per Alasche, per Duyend! Haut Barsae ist». do., H-I,UU ho., Rhein-Weine: Wach-nheimcr N 7 Eis. perAlafche, TIM per Dukend; H?chheimer....s'o Cl«. do., HSM do. I,!'M ?eä>ant 75 llt«. do., A-.M do. l lohanutoderger.,?>.»» do., do. u"Doll°pcr Flasche. Moussirenke »thein-Zveine zu Lollar die Flasche, zu^ die Tlasche. oUr^!^ l Doll!"inÄo?/i/Jamaica"Nnm ju>i, Ä Dollar« die G-llou., bei A. Ulman, s est !Whi»le?>..ju 41l Ilt«. do. Boston Rum zu 4» Et». do. Kümmel zu Ct«. do. Do. do. Wein-Bitter zu Doli. do. Schweizer Magen-Bilter..zu Ij DoS. do. Ligueure, An>«sette, lommene und noch ant«, w-^bei^ Importeur Deftillal«»«, Nr. 5, Norb-Äapkraße (SH) zvischen Baltimore- nnd F»»«t!ikr. der rir.zige Arzt, wrlchki anzeigt, '."lle u die vl>iiiil !>e rder ailstige selber sich der ?t/l.ii oliiua und ,"l r a ,i Ib e i t >v ich 1 s e r Or gnn e.

bte «lüvrdem werk» durch's/ulv! Urtheil derr e sfe.' Die »ieten Tausende, An Fremde! Dr°. Johnston's StärkungS Mittel für AU?B?Ie/e müssen einen Slam» enthalten, um einer Annrrt sicher zu sein. Itr all ei n la^n n t b st e N e». »v/-Keine°Frauen werden behandelt. -^sO Gpr.l.lANte, Fmdlilh der Gwsj? iiild sciu Hvf. Friedrich der «kroße und setne Freundc. Ncrli» im J>it>re I?««. tÄorlsetzung.) Du wirst jetzt zugeben, daß ich Recht batte, nicht an unser Glück in Halle zu glauben, und an das innige Zusammen dalten der Männer der Wissenschaft mit den Männern der Kunst? Ja, Du hattest Recht, Josepb. Ich sehe das jetzt ein. Die Gelehrsamkeit dieser Männer ist ein erstarrender, blntbenloser Klumps, in dem alle ihre bessere» und menschlichen Gefühle zu Mrunde geben. Professoren nennen sie sich? Eunuchen find sie, gar nicht im Stande, neue Menschen j zu -engen, sondern nur klaffend und zäb ncftetschend vor den todten Schätzen zu lie j gen, welche sie bewachen, und die ibne» je schöner u. heiliger erscheinen, desto älter, I bestaubter und unverständlicher sie sind. Komm, Josepb, wir kaben nicbts mebr zn schaffen mit diesen Männern der Wissen schaft des Staubes und der Stubenge- lcbrfamkcit, wir sind Künstler, uns gebort das Leben, die Jugend und die Zukunft, und die ganze Welt ist unser Auditorium Komm, wir wollen in die Probe geben, und bci'm Himmel, wir wollen unserm Auditorium beule Abend eine Vorlesung balten, deren jauchzender Wicderball die j Herrn Professoren wie ein Blitzstrahl zer l seomettcrn soll.— in dem Zimmer des Herrn Pro scssor Franke ivaren indessen die drei Ge lcbrtcn in tiefer und ernster Beratbung beisammen geblieben. Heute Abend also ist sei» Benefiz! brummte Professor Franke. ,'jwcibundcrtStudenten werden dort sein! seufzte Professor Biermann. Und unsere Anditvrien stehen leer! Wim inerte Professor Heinrich. Eine Pause trat ein. Dann erhob Herr Professor Franke sein gesenktes Haupt und blickte mit leuchteuden Augeu auf seine i Freunde hin. Wir müssen einen energischen Entschluß fasse», sagte er. Wir müsse» diesem Uli- i wesen mit Mewalt Einbalt tbun. Es ist ein Scandal snr die Wissenschaft nnd die ganze Stadt, daß unsere Studenten den Hislrionen »acblausen und sich abwenden vo» den Professoren und ihrem Studiuni. Ja, wir müssen dem Einbalt thun, sagte Biermann, denn nicht bloß unser Ruf, sondern auch unsere Börse, nnd ich j darf sagen, auch unser häuskicbes leidet darunter. Ich habe meiner Frau die Eollegiengeldcr für alle Mal zu ibrem Taschengeld angewiesen. Nn», in diesem Semester hat sie also fast gar nichts bekom mcn, und das fällt auf mich zurück. Sie ist sehr verstimmt, weil sie lein Taschengeld hat, und achtet mich weniger, weil ich keine Zuhörer habe. Ich, der ich zum Glück keine Frau habe, sagte Professor Heinrich, ich pflegte für die j Eollcgicngclder meinen Bedarf an Schnupf- tabak und Canastcr einzukaufeu. Es stu dirt sich besser, der Geist ist frischer, wenn man seine Pfeife raucht und sein Gehirn mit einer Prise stärkt, ich muß mich aber in diesem Semester sehr in diesem Genusse beschränkn, und meine Studie» und Ar- beiic» leiden darunter. Sie scl?en also, wir müssen schleunig diesem wuchernde» Uebel abhelfen, rief Franke, Wir wollen noch heute einen Schritt dazu Ilm». Das General-Lirceto> rium hat entschieden, daß nur dann die Comödianten entfernt werden sollen, wenn ihr Hiersein zu öffentlichen Scandal Veranlassung gegeben hat. Nun wohl, rufen wir einen solchen öffentlichen Scan dal in'S Leben. Es werden heule Abend gegen zweihundert Studenten im Theater anwesend sein, wie dieser Eckhof sagt. Da raus folgt, daß es noch einige hundert Stu denten giebt, welche nicht da sein werden. Unter diesen werden sich ohne Frage, eini ge entschlossene, lühne und fromme Jüng linge finden, welche Gott, die Wissenschaft und ibre Lehrer hoch genug achten, um in die Schrankn zn treten gegen dieses un christliche Eomödiantenwcscn, und im Na men der guten Sitte einen Scandal zu ver anlassen. Wenn wir zum Beispiel einige solcher gutgesinnten Studenten veranlassen tonnten, beute Abend auch in'S Tbeater zu gehen, und zu zischen und zu trommeln, wenn die andern Studenten klatschen und Aravo rufen, so würde da« obne Zweifel genügen, den gewünschten Larm nnd das öffentliche Aergerniß hervorzurufen, und wir haben dem Gcnrral-Directorium ge genübcr, was wir brauchen. Eine ganz vortreffliche Idee! Nur fürchte sch, daß es schwer sein wird, Studenten zn finden', die sich in solche Ge fahr begeben, und'ihre gesunden Glieder, ja vielleicht ihr Leben wagen'wollen. Wir müssen sie unter denen sucben, in deren Vortheil es liegt, bei dem Reetor MagnifttUZ in Gunst zu stehen. Wir wer den unsere Streiter also unter den Jüng lingen suchen, welche Stipendien empfan gen, und also ganz naturgemD zu mir balten, weil es von mir abhängt, ihnen das Stipendium auch für das nächste Se mester zu sichern. Auch giebteScinigeStu denten, welche nur der.Wissenschast lebend, diese eikle Kunst verachten und, wie ich mit Bestimmtheit weiß, niemals das Tbea ter besuchen. Ich nenne Ihnen zum Bei spiel den jungen und fleißigen Studenten Lupinus. An ibn werde ich mich wenden, und er wird ohne Zweifel meiner Auffor derung entsprechen. Er ist klein u. scbwach lii!>, d.i.' ist wabr, aber er siebt in großem Anseben »inerter Studentenschaft, und es ist also gut, wenn er dabei ist. Außerdem kenne ich wobl nocb fünf Studenten, auf welck'e wir sicher zählen tonnen, und die uns behilflich sein werden, unser edles Ziel zu erreichen. Ihnen werde ich also diese BilletS geben, welcbe dieser übermütbige Eemödiant hier zurückgelassen bat. Es war sein Wunsch, daß dieselben beute von uns gebraucht werden sollten. Nun wohl denn, wir wollen sie gebrauchen, nur wol len wir es nict't ;um Zweck dieses schnöden und und sinnlichen Vergnügens thun, son dern im Dienste Gottes der Wissenschaft und der Tugend! Und weil dem so ist, wird Gott auch unser Bemübcn segnen und es mit einem glücklichen Erfolg krönen! sagte Professor Heinrich salbungsvoll, indem er dem Ree tor die Hand darreichte. Der Student LupinuS. Allein und einsam wie immer saß der junge LupinuS in seinem Zimmer, vor sei- Der tU'Utjciil'. Corlt.'il!(Nku>'ilt. tägliche und wijchcnlllche Zcittiilg, Friedrich Ruin:, Süd-Lst-Ecke von Bc!ltinlor> u. Baystrage, Baltimore, Md. ??cö e >q!»t?." n- den Tr-iier, wird da« vtatt knr H» «N, .7-/, Zahlbar, eipciir». te,'. ~,a- i-7 >-^iWrchc»- »l-tte«. »s,»» vrr 'sal 7, 9,«!jhar Nummer W. nem mit Büchcrn und Folianten b?dcck!??r Sein Z. ilüy war 110Ä blet cher, wie ramais, als n'ir ihn in Berlin kennen lernten. Eeine Augen, welche tlcf in ihre» Höblen lagen, waren uingeben von jenem traurige» bläulichen Ringe, der imliicr der ÄUederschein innern Leidens z» sei» pfiegt. ?eine bleiche» Lippe» waren j fest u. schmerUiib -usammengepreßt, ».diese schmale.kleine Hand, mit welcher sein armes blasses Haupt üüptc. war er von ci i ner durchsichtigen Magerkeit und Weiße. LupinuS arbeitete oder schien wenigsten« !zu arbeiten. Vor ihm lag einer jener ehr« wüldige», in gebundenen Z Foliautc», welche so sebr die Ehrsurcht u. Achtung der iÄlehrlt» errege» und in de ue» die L»ellen ib.eS Wilsens u. ibrer For- schuiigcn spruveln. Die Blicke des jui'gen Manne» rührten auf der vor ibm au' Seite des Folianten. Aber so lange und so statin, l daß man wobl sab, wie er über dem Ten te» u»d Grübeln oas Lesen ver 'e'.i batie. Welche Freude wurden die l enProfcs i soren gebabt haben, wen» n so, über j ven Folianten geneigt, ga Andacht und Ausmerksamkeit, hatte» sehen kennen! Aber welches Enlsetzen und welcher Ab scheu würde sie ergriffen haben, wenn sie gewahrt hallen. »a«> Lupinus eigentlich las, nnd welche? unbeilige Blatt da üver i der Ebrfurcht gebietenden Druckschrift aus gebreitet lag. Tiefts Blatt war der Comodienzettet, der Comodieiizettcl des beuiigen Abends, j lind aus ihm rubtcn die Blicke des jungen j Studeuten Lupinus. Nei», »ein, sagte er nach einer langer. Pause, ich werde nicht hingeben. Ich will mein Herz überwinden, wie ich es diese zwei langen, einschliche» Monate schon gethan babe. Ikknii! i11lz? i leil. tei? dtin Pttdlikrm al? tie t a! t und Medizin leyl »vtndt d»ä> wieder hin und '.e rosiqt Blutig der .'undtzetl. HrU't cs nichtö, ktck. I-mge autjurtchtcntz sind sit Und soch Ve.sÄu,^^ ?ie'v^N^!^ tlon ter eiviNiiiten Äenschhelt bat IN.IN xesrnten, t-I Aver s l'ianuir Mittel. Falle von ai zeu schrlulich „s:«eletzter SSwNidl«»« lind^»«r^ liche hülse laum erreichen tonnte, ssni chrcn Freundea und idrer Nui>ilb>c>> wiedergegeben, ,u trabrer Gt!und hltt und »u trn c»e,,ussen deo Leben» durch Ueie« all- und leigt N,e rrrhängnifvrllen L.'inptcme mehr und mebr an seiner „anen Vesta». Cr nimmt nun de» Kirschen Brustbalsai»; tenelde Au sten gel-.« nnd sein Äldire» erleichier,; letn schlaf «ah re, d >'el>i!.l l.brt «nruck und mit um ItitttTtf Pstil N'tläfr seine durä brl'it, "t gtdrcä?cn. ist irgend eine He ktnd tu nndtn. e mcht ein lrdendijzeö Viegekjei..t? aus.>,iv«ii>n da!,.' ivel.de» n-'e die'ee die °>or,u?e rertu»- det, die tem Irschen Arn stdats- m einen «i»!-!'«." lie ei^glleiti ivtl d/ !c!'u-V/ v!, rnlbig hallen l !-n>' sit Ivi>d s>nr.n. iai e» ein u.i! l-aplarer «chu,. gegen de» N»»b,r ist, der so ii.auche MuU.r-.-.claase dir Hltrde eNtrillt, so lnanch.» Nebe Lai.lm dinwegraffl. I,te i»gläudis,ttn Prwe»se für diese nebid der Ocdrauält-u, !r,'isui'H sur irde nnlet lktün in e anulUan.schem Kalender, ven de im «leinen und üb-rall »ol> Häiidle!» Mit (Su°ilS,>S

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M^üMchtPrMylCorreipondent.! B a ll?m ore, den 11. Juni tvö«. Tclc,;raphtjche Tcpcjchen, Ankunft Dampfe rs -Asia^ New-Zork. den tO. Juni. Heute! Morgen um 7 Uhr traf der Dampfer „Asici"! von Liverpool mit Nachrichten bis zum 29. v. Mts. vei'm Sandy Hook ein. Der Dampfer „Borussia" langte am 27. und der „Ariel" am A. d raußen an. England. Das Parlament eröff-! nete seine Sitzungen am 28. wieder. Die Telegrapbenstolille sollte am 29. Mai in i See gehen. Lord Job. Russet denunzirte! in eine, langen Rede eine glänzende, vo» so» «einen Eonstilnenten wab-! icnd des RecesseS des Parlaments gehaltene Rcde. worin er gesagt haben soll, da? Land l sei im Legiiff gewesen, in einen ve» l wickelt zu werde», als das jetzige Ministe «tum an's Ruder kam. ?'lsraeli vertheidigte sich mit großer Geschicklichkeit. Die Regierung geht mit dem Plane um. einen Landungsplatz auf Holvbead zn er richten, damii die transatlantischen Dam- vker ibre Post und Passagiere dort laude» tonnen. Frankreich. Die Pariser Eonfe renz hatte eine zweite Sitzung gehalten, worin sie den Beschluß faßte, öffentlich zu erklären, daß sie bebufs Erledigung der Donaufürstentbümerfrage zusammengetre ten sei Es ging das Gerächt, daß man eine» behufs einer Demonstratio» nach Marocco absende» wolle. Spanicn. Es hieß, daß der Her-1 zog von Alameda zum Nachfolger Eoncha's als Gouverneur ernannt werden würde. Türle i.— Die Montenegriner Menz strcitigkciten sollten durch eine Spezialtom mission in Eonstzntinopel geordnet wer i den. Die Türken landeten eine bedeutende Tr'ippenmaätt in Nagusa. Indien, Der Eorresondent der London „Times" schreibt in beunruhigen der Weise über den' Stand des Krieges in Indien. Die Rebellion balle tiefere Wur zeln, als man Anfangs sich eingebildct Ehin a. Die Nachrichten von Ho»g Kcng reichen bis ium t 3. April. Lie di ploniaiischeu Verhandlungen sollen nichts erzielt haben. Man will behaupten, daß die Antwort der auswärtigen Gesandten auf die Erwiederung des Kaisers dahin lau te. daß die schwebenden Fragen in Canton zur Debatte kommen möchten. Der Kaiser war aber hiermit nicht einverstanden und die Gesandten beschlossen dann, sich na.P Tecnsin.i zu begeben. In Canton war Al les ruhig. Zeitungsberichten zufolge soll Lcrd Elgin im Begriffe stehen, an der Spitze eines Corps nach Peking zu ma> schiren. Washington, den 9."Juni. Im Senate wurde» i» der heutige» Sitzung niederere Eoniiieberichte in Bezug auf transatlantische Telegraphen-Eompagnien eingereicht. Sodann ging man zur Bera thung der Äill über die Pcrwilligungeu sür die Indianer über, welche schließlich ange uommeu ward. Im Hause wurde der Beschluß des Senates wegen Verlängerung der Sitzungen bis zum nächsten Montage genehmigt. Dann ging das Hans zur Be raihung über die Biil wegen Berwilligun gen für die Marine über. Washington, den >O. Juni. In der heutigen Sitzung des Seiiaies enl dehnen die Verbandlungen alles Interesse. Im Hause wurde die Gcldverwilligungs Bill für das Geueral-Post-Amt beratben. Washington, 10. Juni. Offi zielle Nachrichten voin Gouverneur Cnni mings kundigen seine Ankunft in der Salz seestadt und seinen günstigen Emvsang an. Brigbam Joung trat ibm formell sämmt liche Autorität 'ab und empsabl den Be wobnern Geborsam gegen jenen. Er be merkie die geringste feindliche Demon straiion. Brigbam Aoung und mehrere angesebene Mormonen wollten die Stadt am letzten Dienstage verlassen. Mehrere Mormonen-Ansiedelungen waren zerstört worden und rbre Bewohner hatten sich nach Sonera begeben. Der General-Postmeister bat beute nieh ieie wichtige Eonlrakle zur Beförderung der Posten unterzeichnet. Unter diesen be merken wir denContrakt zur Beförderung der Post von New-Pjork nach New-Orleans binnen drei Tagen und 10 Stunden via Virginia und Tennessce-Eisenbab». wo durch der Weg zwischen New-lort uud San -Franzisco um 8 Tage verkürzt wird. Washington, 10. Juni.— Astern Witt de bier die Äacbt „Wandcrer" mitße Ichlag delcgt, weil man glaubte, er sei zum Sklaventränsport bestimmt. Gleichfalls wurde der Schooner „Charter Oak" wegge nommen. an dessen Bord man Vorrätbe für das Schiff „Wanderer" fand. Boston, 10. Juni. Nachrichten aus Domingo vom 22. Mai melden, daß Santa Anna die Stadt Samana erobert und zer stört habe. Auch soll Porto Plata von den Truppen des Präsidenten Baez erobert und zerstört worden sein. Petersburg, Va., den 10 Juli.— Bayliß, der des Menschenraubes angeklagt ist, hatte heute seinen Prozeß vor Richter Nash vom Kreisgerichte und wurde zu „vierzigjähriger Einsperrung" verurtheilt. Morgen findet Simpkinson's Prozeß statt. Watit. Concord.- New-Hampshire, 10. Juni. Der achtb. J..P. Hale wurde beute in Folge eines einstimmigen Beschlusses der Gesetzgebung von New-Hampsoire zum Ber, St. Senator wiedererwäblt. New-Orleans, 10. Mai. In unserer Stadt herrscht jetzt vollständige Ruhe und die neulichen Unrnben scheinen gänzlich zu Ende zu sein. Inzwischen ward bis j»tzt noch lein amtlicher Bericht über das Wablresultat veröffentlicht. Tagcs-Ncnigkeiteu. In Akera dr-ia, Va., fand am 8. Juni eine Abstimmung über ein Amende 'mens'zu dem städtischen Freibriefe statt, nach welchem die Stadtgrenze westlich bis Hoof s Run und südlich bis zum Husting Creek ausgedehut wird. Das Resultat fiel zu Gunsten des Amendements aus, indem LIS dafür und 65 dagegen stimmte». D i e Wahl i »W ashingto Die am Montage stattgefundene Wahl lie fert den traurigen Beweis, daß der Rowdy ismus in dieser Stadt noch nicht unter drückt ist und daß ungeachtet der getroffe nen polizeilichen Vorkehrungen, gesetzlose Individuen einen zum Theil nachtbeiligen Eipfiuß auf die zukünftige Wohlfahrt der Stadt ausübten, indem sie den freien, vol len und furchtlosen Ausdruck des Volks willenS verbinderten. Man giebt gern zu, daß der Einfluß nicht in dem Maße sich geltend machte, als man befürchtet hatte, allein auf der anderen Seite können wir I der Polizei ebenso wenig die Anerkennung geben, daß sie allein wesentlich zur Aufrecht- baltung der Ordnung beigetragen habe, Einige' Beamten verdienen wirklich den vot- len Dank der Vewobner, allein sie thaten das gute Werk nur bald, indem sie die Row- dvdande», welche die Stadt durchzogen und dadurch manche Bürger vom Wählen ad-! schreckten, ungehindert ziehen ließen. Wir wissen nicht, wesbalb man diese Rausbold banden undelästigt ließ, sind aber sreimü tbig genug, zu erklären, daß eine bedeu-' leiide Anzabl Bürger von jenen Clubs von den Stimmlasten verjagt und aus diese! Weise des Stimmrechtes deraubt wurden, i ancb gestebe» wir obne Scheu, daß viele 5 I Polizeibeaniten sich durch ibr herrisches und lvrannisches Benebnien hervortbaten. In der 4. Ward sand eine Schlägerei zwischen j citier Bande Rausbolde und der Polizei statt, wobei der Beamte Allen, der einen Man». Namens Hurlapy, verwundete, ver- haftet nnd »»'s «Äefängttivahgenihrt wur de, lvahrend mehrere Personen Schußwun» den davon trugen. Aehnliche Scenen fielen in den übrigen Wards vor. dock wurde! Niemand, soviel wir erfahren lomiten, lödtlich verwundet. Las Hauptereigniß war am Abend die Prozession mit ihren Einzelheiten. Dieselbe begann gegen 10 Übr Abends in der'!. Ward und zog unter dem lauten lubelruf der Tbeilnehmer nach der Wobnuna des neugewählten Mayors. AIS dieselbe die Office des „Star" passirte, machten mehrere Personen im ihren Unwillen über dieses Blatt durch allerlei Sottisen und Verhöhnungen Lnsl, wäb rend Andere eine Salve von wenigstens Pistolenschüssen auf das Haus abfeuerleti und einige Fenster degelbe», sowie der an stoßende» Häuser zertrümmerten. Leidcr wurde» zwei Personen, die in jenen Häu sern logirten, durch die Glassplitter licb beschädigt. Dan» zog die Prozession weiter zur Wohnung des erwählte» Mavors Berrett, der dald »ach der Ankunft dersel ben voi der Tbüre erschien und laut de grüßt wurde. In einer lurzen Anrede sagte er dann der Menge, das: heutein der Stadt, die de» Name» dessen trage, der „der Erste im Kriege, der Erste im Friede» u»d der Erste in den Herzen seiner Landsleute ge wesen sei", daß große Prinzip, daß der Mensch fäbig fei, sich selbst zu beberrsthen, vollständig und aufcclatante Weise gerecht fertigt worden fei. Das Betragen derGeg ner der demokratifchen uud anti Know notbing Parlei, die sich bei dem Ausdruck des Volköwillens obne Weiteres berubigt batten, fei der Nachabmung Wohl werth u. f. w. Häufig unterbrach ein donnernder Applaus den Redner. Nachdem noch Hr. W. Lenox und Hr. Schnabel Anrede» ge balte» batten, entfernte sich die Menge, die Freudenfeuer verlöschten, der EnthusiaS mus erstarb und »ilide von des Tages An strengungen begab sich Jeder zur Ruhe. Pbi lad e l pbi a. Juni. iDer Mord inWest-Pbiladeipbia.! OieSpe zialOfstzianten Eallanan, Taggart und Earlin verbafteten am Dienstag Nachmit tag EbarlesHergesheimer, alias ?r. Hu bett, und die Mrs. Dr. Hubert aus die An klage, den Tod der Mrs. Ann McGuigan berbeigesübrt zu baben, deren Leiche in den letzte» Tage» des April in AlliboneS Ge hölz, West.Pbiladelphia. gesunden wurde. Hergesheiiner war früher Polizei Offiziant Mrs. Hubert ist etwa W Jabre alt sie wohnt in der Pinestraße, nahe der Ilten Straße; eine Menge Werkzeuge, die angeb lich zur Herbeisübrung voii Abortionen die- nen, wurden in der Wobnung vorgefunden nnd mit Beschlag belegt; dasselbe geschab mit der beträchtlichen An-abl Briefe, welche die Ossizianten in dem Hause fanden. Gestern Nachmittag fand vor Ald. Ogle das Verhör statt/ Ed. Hergesheiiner er fchien in eleganicr Kleidung und war stark mit Jnweleii belade». Virginia La Costa, alias Madame Hubert, war ebenfalls sebr elegant gekleidet, und trug eine» so dicbten Schleier, daß man ihr Gesicht nicht seben konnte. Als H. sab, wie die Reporter sich vordereiteten, die Verbandlungen nieder;» schreiben, ivurde er etwas blaß. Als Zeugen wurden nur die Offizianlen Taggart. Earlin und Eallanan vernom- mei/ welche die Verbastung bewirkt bat ten; sie durchsuchten das Bettzimmer der Mrs. Hudert und fanden mebrereKchach ieln Pillen mir der Aufschrift: „Dr. Hu bertö'celebraled French Regulaling Pills", sowie mebrere Flaschen mit der Aufschrift „Madame Huberts Female Regulaling Fluid". Mehrere schärft Stablwaaren, die znr Adtreihung der Leibesfrucht ge braucht werden, wurden ebenfalls vorgefnn den. Die Eorrefpondenz. welche die Offi zianten mit Beschlag belegten, läßt keinen Zweifel übrig über das scheußliche Gewerbe, welches die Angeklagten betrieben. Die Offwanten find zuversichtlich, nach weisen zu können, daß die Anne McGuigan im Hause der Angellagten den Tod sand, und verlangten, daß dieselben für ein wei leres Verhör unter Bürgschaft gestellt wer den. Ald. Ogle kam diesem Verlangen nach nne stellte jeden der Angeklagten unter K5OOO Bürgschaft und da sie diese nicht stellen tonnte», in einem Wagen wurden sie »ach demMovamensing-Gefängniß gebracht. Unsere Leser erinnern sich, daß in der Tasche der Mrs. Ann McGuigan einige Pillen gesunden wurden, diese sind ebenso wie „Dr. Huberts Pillen" dem Professor Rogers behufs einer chemische» Analyse übergeben worden, um zn ermitteln, ob es ein und dieselben Pillen sind. Hergesbeimerist verbeirathet seine Frau und Kinder wobne» bier. Als Officer lernte er die Virginia La Costa kennen und lebte seit jener Zeit mit ihr. Hoffentlich wirb bei dem nächsten Verhör einer der beiden Distrikt-Attorneys zugegen sein, um für die Anklage aufzutreten.

Pitts burg, 8. Juni. iLaMesangS fest.! Vom schönsten Wetter begünstigt, sind gestern Abend die Sänger in unserer Mitte eingezogen. Es waren allerdings nicht so viele, als wir erwarteten und wo rauf sich unsere Mitbürger und Bürgerin nen einrichteten und freueten aber es war doch eine ertlccklicbe Zabl und das genügt. Mit Musik und fliegenden Fahnen zogen die Sängergäste von dem Enipsangseomite und vielen Bürgern begleitet, durch die Liberty' straße nach dem Hauptquartiere, der ~Lasan etteHalle", wo ein kühler Trank und ein Imbiß die ermatteten Lebensgciftcr erfrisch te» und erheiterte». Das Hauptquartier ist auf das Schönste ausgeschmückt und macbt dem Dekorations- Cvmite alle Ehre. In mächtigen Krän zen und Guirlanden von srischem Eichen laub sind gut gewäblte Wablsprüche auf fchwar;>rotb>gt,'ldcnen Wappenschildern an gebracht, und'vazwifchen glänzenaufSchil dern mit den amerikanischen Farben die Namen der zum Sängerbünde gehörenden Schwester Gesellschaften. Auf der Tribüne stebt das lebensgroße Bild der Fee Loreley, wie sie am Mein ströme ihre der Liebe geweibten und begei sterten besänge ertöne» läsit, und wie ein unglücklicher Sterblicher, der sie borte und nicht erreichen laiin, sich in den Rhein stürzt. Las Bild ist von den HH. Hetze! K Braun recht brav gemalt. In den Neben zimmern ist die Schentivirtbschast, dieEpei seballe und sind dort die Eomitemitglieder zu finden. Es sind etwa 180 Sänger von verschie denen Orten des Westens und Nordens hier angekommen. Namentlich sind Delegatio nen von Erie, Elevcland, Detroit, San-j dnsky, Mt. Eaton, Eincinnati, Louis- j ville, Wbeeling :c. Bier angelangt. Auch von Philadelphia sind mehrere Delegaten Umo Übr heute Morge» wurde deiisel ben in „Lafayette-Halle" ein feierlicher Em-' pfang bereitet. Herr Pastor Kredel hielt die Empfangsrede. Nach dem Empfang der Sänger fchntt j man zur Ueberreicbung einer prachtvollen Fabne an de» Gesangverein „Frohsinn" I Seitens der Frauen u. Jlingsrauen Pills bnrg's. Fräul. Earolina Rolb bielt die Rede bei dieser Gelegenbeit. Jbr antwoi tele Hr. E. F. Bauer im Namen des „Frob sin» Vereins." Beide Reden waren der Me legenbeit ganz angemessen und wurden vom Puhlikuni mit Enthusiasmus aufgenom men. Man begab sich dann nach dem Natio nal Theater, nm der Probe des ansgezeich neten TongemäideS: „Am Meeresstrande" beiulwobnen. Bis jetzt ist Alles ganz nach Wuufch ge gangen. Das angenehmste Wetler vegü» stigt uns und alle Freunde vsn »ab und ser» begrüßen sich wieder und srcuen sich der angenebmen die sie zufani mcn geführt. Hoffentlich werden auch die beiden nächsten Tage so günstig und ange nehm sein. iWechselhl.l Bufsalo, i''. Juni. sHcftiger Streit zwischen der Erie- und Eentral Ei senbabn.! Die zwischen die sen beiden Gesellschaften hinsichtlich der vor geschlagenen Kreuzung ibrer beiden Bahnen bei Batavia beginnen eineü drohenden Eba ratter anzunebmen. Die Eric Eifenbabn, um mit einer anderen Balm eine Verbin dung anzuknüpfen, ist Lcn iralbabn dort zu überschreiten. Dies will aber die Eentralbabn nicht dulden und hat a» dem Platze, wo der Uebergang geschehen soll, einen schweren Frachtzug, an welche» sechs Lokomotiven gekettet sind, sieben las sen das Ganze wird von einer große» An zahl Männer bewacht, denen es bis jetzt gelungen ist, die Blockade auszusübre». Die Eric-Eise»bahn hat bei'm Scheriff um Schutz nachgesucht, nnd wenn noth wendig, wird man die Kreuzung morgen mit Gewalt erzwinge», Die Centralbahn hat ihre Leute instruirt, der Gewalt zu weichen, aber sonst durch alle anderen Mit tel die Arbeit ui unterbrechen. Acht Mci len von dem Schauplätze dieser Zwistigkei ten bat die Eentralbabn eine starkeAbtbei lung Jrländer in Bereitschaft, jeden Au genblick vorzurücken. Man befürchtet ernst licbe Ausbrüche. St. Louis, 7. Juni. lEinegroße Ueberschwemmung in Aussicht. Das Wasser näberl ficb immer mehr den Trol toirs. Vieh ertrunken. Fortwäbren des Steigen der Flüsse.! Der Fluß ist i» den letzten 24 Stunden wieder um zwei Fuß gestiegen. Las Wasser nähert sich rasch den Trvttoirs längs de» Häusern an der Levee, und die Keller siud bereits alle unler Wasser. Zahlreiche Arheiter und TrayS waren gestern hescbastigt, die an der Levee anfgetbürinten Waaren fortzuichas sc». Eine große Masse Bauholz ist scho» weggeschwemmt. Der ungeheuer breite Fluß sieht wie ein stürmischer See aus.— Die Bäume am Illinois-User sieben im Wasser. Der Damm bei Bloodv Island soll in großer Gesahr sein, eingerissen zu werden. Ein gestern Ahcnd von Oben gckomme nes Boot meldet, daß es eine große Menge Schweine im Flusse bei Alton schwimmen sab. Im Jllinois-Bottom ertranken am Sonnabend über 150 Stück Rindvieb. Aber schlimmer als diese betrübenden Nach richte» ist die Tbatsache, daß alle obere» Flüsse noch immer im Steigen sind, und daß wir befürchten müssen, daß das Wasser heute noch in die Läden an der Levee dringt. Der Dampfer „Alice" meldet ein aber maliges Steige» von drei Fuß im Desinvi neS-River der „Oglesby", gestern Abend angekommen, meldet ein Steigen desMis souri um sechs Fuß, so baß dieser Fluß eine noch nicht erlebte Höbe erreicht bat. Der Illinois siebt nun böber, als in 1844. Mebrere Brücken sind weggerissen, uud die Stadt NapleS steht drei Fuß unter Was ser. iA. d. W.! St. Louis, 8. Juni. iGov. Eum mings noch immer in der Salzseestadt. Die früheren Berichte tbeilweise widerlegt.! Der „Leavenwortb Eorresvondent des siqe» „Republican" erfährt von einem Manne, der das Lager bei Fort Scott am 8. Mai verlassen, daß die Truppen daselbst vom l.luni an lein Fleisch mehr baben würdender übrige Proviant könnte allen salls bis zum t«. Juni ausreichen. Von Gov. Eummings waren im Lager keine Depeschen angekommen, auch von dem De tacbement des Eapt. Marcy der mit Zugtbieren aus Meriko sür die Armee unterwegs ist, war noch nichts vernommen worden. Man erwartet ihn jedoch am l, Juni. Eol. Hoffmann war mit seinem Eorps 80 Meilen jenseits Fort Laramie durch Schnee aufgehalten worden. Die Proviantzüge unter den Majors Russell und Waddell waren glücklich bis zum Südpaß gekommen, aber durch heftige Regengüsie am Weiterziehen verhindert worden. Ein Mormone, der in der Näbe von Lea venworth wohnt, bat einen Brief aus Salt Lake Eiln vom 8. Mai erbalte», worin geschrieben wird, daß im Tbale Alles rnbig sei, Gouverneur CummingS sei in der Stadt, das Volk babe jeden Gedanken an Wider stand aufgegeben und sei zu seiner Feldar beit zurückgekehrt. Der Jiidcpcndencc-Eor respondcnt'dcs „Republican" giebt an, daß die Salzseepost bis zum 18. April daselbst eingetroffen sei. Sie bringt Nachricht, daß ein Bote von Gouverneur EummingS im Lager bei Camp Scott angelangt ist, worin dieser meldet, daß er iii der Salzseestadt freundschaftlich aufgenommen wurde, daß Brigbam Aoung Willens fei, alle Autorität an ihn abzutre ten und die Mormonen aufgefordert babe, ihm, Gouverneur CummingS, alle nöthige Unterstützung bei der Erfüllung feiner Amtspflichten angedeiben zu lassen. New Orleans, 8. Juni, i" Übr Abends.j Die Stadt ist jetzt rubig. Im Laufe des Tages kamen einige Fälle von Rowdv-Unfug vor. Der Mayor hat wei i leren Verbastungen Einbalt getban und sämmtliche Verhaftete auf freien Fuß ge setzt. Gefecht zwischen Texas Ran ge rs u n d I n d i ane rn. Am 25. April ging eine Erpedition von Teras Rangers unter Eommando von Eapitain Jodn S. Ford von Fort Belknap ab, um die Nakonies, einen Eomanchenstamm, auf. zufuchen und zu züchtigen, welche an der Teranifchen Ärenze gestoblen, gebrannt u. gemordet haben. Eapitain Ford ist aus den Fehden mit den Indianern wohlbe kannt. seine Mannschaft bestand aus in Rangers und l 10 Indianern von der Bra zos Reserve, unter Eapt. Baß, sämmtlich wohl beritten und bewaffnet, jeder Mann hatte außer seinem Gewebre ein oder zwei sechsläufige Eolt'sche Marinepistolen. Die Rangers waren sämmtlich auscr wählte Leute, und da sie obne alle Bagage abginaen. waren sie im Stande, außeror dentlich schnell vorwärts zu kommen. Nach Briefen von Austin traf vie Erpedition be reits am 20. auf die Nakonies, u. ein Tref fen entspann sich, das sechs Meilen Wegs weit fortgesetzt wurde. Die Indianer, wel che eiwa 200 Krieger zählten, wurden voll standig geschlagensie hatten nach Bericht vo» Eapitain Ford 70 Todte n»d außer dem eine Anzahl Verwundete, 17 wurden gesangen und 800 Pferde erbeutet. Von Ford's Erredition siel 1 Ranger u. 1 In dianer u, 2 wurden leicht verwundet. Dies ist seit langer Zeit die erste Lektion, welche die marvd'irenden Jndianerbandcn an der nördlichen Grenze von Teras erbielten. Es fehlen weitere Einzelheiten, wabr fcheinlich aher hat Eavt. Ford die Rangers allein gegen die Nakonies fechten lassen n. seine Indianer dazu Heinitz!, die Pferde der selben zu einem Stampedo zu kreiden oder zu stehlen, um auf diese Weife dein Feind das Entkommen unmöglich zu machen, war wenigstens sein Plan, Aus de» mit diesem Dampfer erhaltenen europäischen Blättern entnebinen wir nock» Folgendes: In London langte am 24. Mai d>e erste Nachricht von den Excessen englischer Kreuzer im Golfe von Meneo gegen ame ritanische Fahrzeuge an. Nachrichten vom Kap der gute» Hoffnung gehen bis zum 20. April nnd melden,' daß fortwäbreiid Pferde nach Indien verschifft werden. Die Wein- und Getreideeriidte ist vortrefflich ausgefal len. Nach dem Londoner „Hof Eircular" ist Königin Victoria wiederum im Begriff, der königlichen Familie einen Zuwachs zu geden. Die Leiche der Herzogin von Orleans wurde am 22, Mai in Wegbridge Surrev unter entsprechenden ileremonien beerdigt. Prinz Albert und eine Anzahl fremder Ge sandten wohnten der Beerdigung bei. Die Streitigkeit zwischen England und Neapel ist »och immer nicht beigelegt uud man befürchtet, daß sie zu ernstlichen Thät lichkeiten zwischen deiden Regierungen füh ren wird. Briefe aus Neapel melden, daß die Bat lerieen zu Gaeta stark befestigt und mit 2100 Kanonen gespickt sind. Die junge Königin von Portugal dielt am 17. ihren Einzug in Lissabon n. Tags darauf fand die Hochzeitsfeier statt. Achmed Pascha, der älteste Sohn von Ibrahim Pascha und präsumtiver Erbe des Paschaliks von Egypten sand in Folge eines EisenbabnnnsallcS seinen Tod. Ter Waggon, in welchem er saß, rollte von der Platsorm aus dem Fährboote in den Fluß, wobei Achmed ertrank. Die englische Admiralität gab Befehle zur sofortigen Ausrüstung sämmtlicher disponiblen Kriegsschiffe und Kanonen boote. Europäische Berichte. Vom Rbein, 6. Mai. —Zuverläs siger Mittheilung zusolge wurden im Jahre 1857 in der Rbeinprovinz an Wein in runder Summe «i-lij,ooo Ei mer erzielt. Davon komme» aus das Gebiet derMoset 38«,000 Eimer, der Nabe 102,850 E-, des RbeineS 90,000 E,, der Saar 30,500 E., der Abr 21,000 E., der Nied 5,500 E., der 2,400 E. w. Veranschlagt man den Werth einer Obm im Durchschnitt »ur zu 30 Tbaleru, so ergiebt der Gesamnit Gewinn von 32>,- 500 Obm einen Werth von sast 10 Mill, Tbaler. Berlin, 14. Mai.—Die Frage wegen Montenegro's ist gerade jetzt eine so bre» »ende geworden, daß die Evnferenz zu Pa ris nicht wird umbin können, sie vor ihr Forum zu ziehen. Ueber die Stimmung der Großmächte in Bezug auf dieselbe steht sest, daß Oestreich und Rußland mit Ent schied,nbcit für die Selbstständigkeit des Ländcbeiis waren und daß Frankreich durch den Einfluß Rußland's sich bewogen ge fühlt bat, diese Ansicht zu acceptiren, wo bei es jedoch die Bedingung gemacht bat, daß eine vollständige Unabhängigkeit sür Montenegro nicht ausgesprochen werden soll, worin Rußland und Oestreich beige stimmt babe». Der Minister des Innern bat an eine Bezirks Regierung versügt: „Die Aus führung von städtischen Pflaster-Arbeiten, wobei die Gefangenen fortdauernd den Augen des Publikums ausgesetzt sind, muß schon an sich als eine nicht erwünschte Beschäftigung von Gefangenen betrachtet werden. Ich veranlasse daber die Königliche Regierung, der Straf-Anstalts-Direction in N. biernach zu eröffnen daß fübrung von Pflasterungen in der Stadt N. durch dortige Züchtlinge künftig besser zu unterlassen ist." Ein Schriftsteller balle eine Novelle un ter dem Titel „Ein Tobn Aleranders v. Humboldt, oder der Indianer von May bures" veröffentlicht. Der berühmte Ge lehrte bat sich auf deren nacblräglichc Ein sendung sebr entschiede» bei dem Verfasser bedankt. Berlin, N. Mai. Unsere Bäcker sind empört über die großen Brode und den enormen Absatz der Brodsabrik. Sie baben sich versammelt, und beschlossen nicht eben so große und noch größere Brode zu backen, wie ihnen angerätben wurde, son dern zu petitiouiren, daß derßrodsabrik die großen Brode amtlich untersagt wür den, da sie sonst ibre Gewerbesteuer nicht weiter entrichten könnten. Die Vereinsbrauerei auf dem Rreuzberg im ehemaligen Tivoli wird soeben in Aw griff genommen und wird der Eoalitioni unserer übermüthigen Brauer eine eben so' beilsame Eoncurrenz machen, wie die Brod fabrik den Bäckern. Auch für de» Bau von Arbeiterwohnun gen hat sich ein Verein gebildet, an dessen Spitze der Graf PourtaleS steht. In der Näbe der Hamburger Eisenbahn bat der selbe einen bedeutenden wüsten Raum ge tauft, aufweichen! mehrere Straßenentste ben sollen. Die drei Meilen vo» der preußischen Grenze entfernt liegende polnische Stadt Sezuezin wurde am 4. Mai vo» einer sehr großen Feuersbrunst heimgesucht und bei Erfolglosigkeit der Löschversuche bis aus ei »ige wenige Häuser ein Raub der Flam men, wobei auch zahlreiche Menschenleben verloren gegangen sind. Die Eiwohner schaft dieser Stadt besteht zum größten Theile aus polnische» Juden n. Schmugg lern, und sind allein 5N»v Juden durch diesen Brand obdachlos geworden, zu deren Unterstützung sich in der preußischen Kreis grenzstadt Lock ein Comite gebildet hat, welches an die Vorstände der Judengemein den im ganzen preußischen Staate Auffor derungeii zur Unterstützung ihrer unglückli chen Glaubenögenosten gerichtet bat. Bei dem wohlbekannten Woblthätigkeitsfinne der Inden gegen ihre Glaubensgenossen steht zu erwarten, daß den Abgebrannten und ibrer Habe Beraubten ausreichende Un terstützung zu Theil werden wird. Wer hier das Jahr l»4» erlebte, erin nert sich auch noch der „Rotte Monecke", einer Abtheilung des bewaffneten Studen ten-Eorps, welche nach ihrem Führer Ed mund benannt wurde. Dieser, zugleich ei ner der radikalsten und glänzendsten Red ner in den Volksversammlungen, mußte ein Prcßvergehen mit mehrjähriger Gefangen schast ans dem Fort Preuße» bei Stettin büßen. Nach Beendigung seiner Strafzeit wurde er Hauslehrer in Stettin, von dort aber verwiesen und in seinem Heimatbsort Halberstadt internirt. Obne jegliche Aus ficht, in einen andern seinen ausgezeichne ten Talenten Kenntnissen entsprechenden Wirkungskreis zu gelangen, soll Monecke, wie die „Nat.-Ztg." meldet, znr katholischen Religion übergetreten und Mönch geworden sein. Wie n, >4. Mai.—Trotz den günstigen -jusaaen des Grase» Walewski in Betreff der Bereitwilligkeit des Pariser Cabinets, aus jede Wcise die Conserenz-Verbandlun gen zu beschleunigen, sieht man bier densel-! den doch nickt ohne eine gewisse Befangen Z heit entgegen, da noch immer kein Ausweg gefundeii ist, wie die Forderungen Verlan der» Mäck'lc nacb einer Revision der Do nau-Acte mit der Weigerung sie aus der Eonserenz zu verhandeln, ver einigt werden sollen Wien, den 14, Mai. In neuerer j Zeit sällt die in Ungarn sich regende Lust I i zur Auswanderung nach Amerika aus, uud um so mehr, als diese Lust namentlich auch unter den Kleinbauern, derjenigen Elaste der Bevölkerung sich zeigt, für welche die i östreichische Regierung in der neuesten Ge setzgebung eine ganz besondere Scrgsatt be wiese» hat. Der Verwaltung kann man j also die Sache nickt zur Last legen. Tbat sacke ist, daß besonders auf protestantischer Seite Auswandcrungspläne vielfach ge- hegt werden. K öliigSber g, V. Mai. Am gest. rigen Tage erhob sich ein furchtbarer or kanartigcr Sturmwind, welcher an den Häusern und namentlich den Dächern arge Verbeerungen anrichtete. Größerer Nach theil noch wurde den auf offener See und im Pregel :e. befindlichen Schiffen zngefügt, j da inebrfache Beschädigungen an den Ma sie» zc. vorgekommen sind; auch hört man j bereits von eingetretenen Strandungen. Las Dampsboot von Pilla» kam über zwölf Stunden zu fpät und stark beschädigt hier an el'enfo das aus Wehlau. 'während heule kein Dampfschiff abgelassen werden Auch das zwei Meilen von hier ent feriite Dorf Gutenseld, in welchem Feuer ausgebrochen war, wurde in Folge des be j deutenden Sturmes, der alle Lösch-Versu che vereitelte, sast ausschließlich ein Raub der Flammen. Wie bedeutend der Sturm gewesen, zeigt die Thatsache, daß allein in Folge desselben der beutige Passagierzug von' Berlin zwei Stunden verspätet hier eintras. Hamburg. 15. Mai. Die dem i nächstigc Anerkennung der hiesigen etwa siinshundert Personen starken Baptisten- Gemeinde, als Gemeinde seitens desStaa tes steht mit Bestimmtheit bevor, nachdem dieser Sekte bier schon seit dem Jabre 1848 öffentlicher Gottesdienst zugestanden war. Nur wird bei dieser Anerkennung als Ge meinde den Baptisten auserlegt werden, sich der öffentlichen Vornabme von Taufen im Freien zu enthalten, die sie in früheren i Jahren vielfach in unangenehme Eonflikle mit der Polizei gebracht baben.—Nicht ge- ringes Aufscbeiscrregt die am Dienstag er folate förmliche Insolvenz-Erklärung der hamburg.brasilianischenDampfschifffabrts i Gesellschaft mit 1,300,000 Mk. Bco. Wenn gleich die mißlichen Verniögcnsvcrbällnisse dieser Gesellschaft seit längerer Zeit hetannt Ware», glaubte man doch allgemein, daß es der Direktion gelingen werde, mit einer Lignidation der 'Gesellschaft durchzukom men, und wäre auch wobl ein gerichtliches Fallit- Verfahren unter allen Umständen vermieden worden, wenn nicht englische j Wechsel-Inhaber durch Anstellung einer Wccbsclllage zur Insolvenz-Erklärung ge drängt hätten. DtklNliitmachullgen. (soucorvia-^ !tämn.Lorra«!>.« g»?>br!tte« werten/ Ties Kauslusli- II l> n W. K o I de, Eelr. AdininistrationS-Änzeige. (s,»gesandt vo» Washittgton. Eansield, Br. Comp., monai'«. Cigarren Etuis und dergl., Alle« beste, Qualität, vtach Bremen. Baltimore, den ÄSDoU. LWDoU. „V ander d U t" Fahrpreise: Crste Cajülc. Ter ",V anderbil schnellste Dampfer und macht die Reise in nenn Tagen. Da nur eine geringe Anzahl Passagiere dritter iguntt.lM» Nr !i B-Wltng Green, Ncw-Lerk. Mit der ersten Prämie im Md. 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Stadt-Derichte. M a u o r S wann besuchte vorgestern ~St. Timolhy's Hall" und wohnte der Pa cade des dortigen Artillerie-Bataillons bei. Wahl. In der gestern Abend statt zefundenen demokratischen ConventionS- Lenammlung wurden folgende Beamte er vählt: Joshua Vansanr, Präs.; 1. Viee j)räs. R. T. Banks 2. do. Joh. Mit hell; 3. do. R. Sands l. Sekr. H. P. Brooks; 2. do. I. B. O'Donnell; Schatz meistr Wm. Coulson. Ein ewo h lb aben de Be t t ler >n. Por einigen Tage» trat in den Laden eines Modewaarenbändlers in West-Baltimore straße eine anscheinend sehr altersschwache Frau, welche flehentlich um ein Almosen bat. In rübrenden Worten schilderte sie die Noth ihrer zahreichen Kinder, die dem Huugertodte Preis gegehen seien, da sie gar nichts verdienen könne, um ihnen Brod zu taufen. Ihre mit dem Gepräge der Wahr heit abgeschmückte Erzäblnng verfehlte ibre gute Wirkung aus das Mitleid des Kaufmannes nicht, der sofort zu seinem Geldkasten eilte und ihr einen Dollar ein händigte. Mit tiefgefühltem Danke und Glückwünschen für das Wohlergehen des Kaufmannes entfernte sich das Weib. Der Vorfall entschwand dem Gedächtniß des mitleidigen Kaufmannes, bis er endlich vorgestern auf seinem Wege in Pennsylva nia-Avgnue die Frau, eine Heerde Kühe treiben?, wiedersah. Er freute sich im Stil len, daß die Arme Beschäftigung erhalten habe und nun, wenn auch nur'mittelmäßig, sich und ibre Kinder ernähren könne. Er erzählte einem des Weges entlang kommen den Fleischer den Vorfall und fragte zuletzt denselben, ob denn die Frau im Stande sei, mit ihrem Verdienst sich und ihren Kin ncrn Unterhalt zu verschaffen Man denke sich daher das Erstaunen des Kaufmannes, als ihm der Fleischer ganz trocken erwie derte, die Kuhhirtin sei die wohlhabendste Frau in der ganzen Nachbarschaft! Sie ei gene drei oder vier Häuser, mehrere Stal lungen und eine Anzahl vortrefflicher Kühe, welche, sie eben zur Weide treibe. Ihre Be schäftigung bestebe theils im Hüten der Kühe und theils im Betteln, während sie von ihren Miethsleuten oft den Mieth zins fordere, ebe er noch fällig sei. Eine Gerichtsseene. —Während der vorletzten Sitzung des CriminalgerichtS ereignete sich folgende Scene, die einen lla ien Blick in die hiesigen Zustände unserer Rechtsverwaltung erlaubt. Die Grand- Jury erschien nämlich während der Ver handlung eines Prozesses, worauf der An walt Preston den Wunsch äußerte, die Jury möchte einige Minuten verweilen, da er dem Gerichte eine Sache vorzutragen babe, die die Jury mit anhören sollte. Es wä ren eine Anzahl Personen zugegen, die als Zeugen vor derselben aufzutreten wünsch ten. Hr. Whitney mischte sich jetzt in das Gespräch mit der Bemer kung, der Anwalt habe schon mit ibm über die Sache gesprochen und er babe ibm erklärt, er wolle sich nicht um die Ge schäfte der Jury hetümmern. Die in Rede stehende Angelegenbeil betreffe die neulich stattgefundcne Schlägerei in der „Turner- Halle", die bereits von der Jury unter sucht worden sei und es sei ganz gegen den Gebrauch, daß bei einem Prozesse beteiligte Personen Zeugniß vor der Grand-Juroab legen dürften. Er weigere sich, jene Per sonen vor die Grand-Jury laden zu lassen und sagte dem Anwalt, er möge sich an den Vorsitzer der Grand-Jury oder au den Richter wenden. Hr. Preston begann jetzt über das Recht der Bürger zu sprechen, ver Grand-Jury ibre Beschwerden vorzulegen und war im Begriff, seine Meinung über das geeignete Verfahren unter obwaltenden Umständen rund zu geben, als Hr. Whitney ibn mit den Worten unterbrach: „Eine vortreffliche Manier, Blech zu sprechen." Hr. Preston: „Ich bebe niemals vor meiner Pflichterfüllung zurück und nebme die Verantwortlichkeit meines Sprechens auf mich." Hr. Whitney: „Ich weiß schon warum." Hr. Preston: „Ja und der Anwalt zit tert vor den Folgen. Meinen Sie etwa po litischen Effektes wegen die verachte ich und weise die Zumulhung zurück." Hr. Whitney; „Sie baten die Grand- Jury Ihrer Rede Aufmerksamkeit zu schen ken." Als nun Hr. Preston feine Rede fort setzen wollte, machte der Staatsanwalt Einwendungen und bemerkte, er habe an dere Geschäfte zu verrichten und wünsche nicht gestört zu werden. Der Richter machte der Scene dadurch ein Ende, daß er bemerkte, wenn man ihm ein Verzeichniß der Zeugen geben wolle, so würde er es der Grandjury vorlegen und diese könnte dann nach ihrem Ermessen die Zeugen vernehmen oder nicht; wollte sie es nicht thun, so könnte er es nicht ändern. Hr. Cowan erhob sich jetzt und bemerkte, er sei ebenso wie Hr. Preston bei dem Falle betbeiligt; er müsse jedoch den Staatsan walt von allem Vorwurfe freisprechen; er habe den Anwälten gesagt, der Prozeß ginge ihm nichts an und habe sie an das Gericht verwiesen. Hier wiederholte der Richter seine frü liere Bemerkung, daß er die Liste der Zeu gen der Grand-Jury vorlegen wolle. (Da der in Rede siebende Fall namentlich Deut sche betrifft, denen Seitens der Polizei und der Rausbolde großes Unrecht zugefügt wurde, so läßt sich leicht erklären, weSbalb der Staatsanwalt so gleichgültig war.» Preise der F eueru'n g.—An Holz scheint, »ach einem Besuche an den Werften zu urtheilen, kein Mangel zu herrschen und die Preise desselben sind mäßig. Fichten holz bringt KA-—3,75 Eichenholz Hü,st) his K4,VO; Hickory H-t 5,25. Balto. Compagnie-Steinkoblen K 5,75 per Tonne. Salve.— Am Mittwoch Abend feuer ten die KnownotbingS der 17. Ward eine Salve zu Ehren des Wahlsieges in New- Orleans. Identifikation. Ter vorgestern aufgefundene Leichnam eines angeblich Un --t'ckanntcn, wurde gestern als dereines Hrn. R. Heaphy identifizirt, der vor einiger Zeit in Bankstraße gewohnt und am vor letzten Mittwoch das Haus verlassen hatte, um angeblich fertige Schubmacherarbeit sei nem Meister H. Jolmfon in Baltimore straße abzuliefern. Er hatte sich indessen dort nicht eingefunden und ward auch spä ter nicht wiedergesehen, bis man seine Lei che aus dem Wasser zog. Ter Verunglückte hinterläßt eine Frau und zwei Kinder. Sonnenstich. Der sechs Jahre alte Sohn des in Edenstraße wohnenden David Hunter hatte am vorgestrigen Nachmittage einen Anfall von Sonnenstich, der ibm die Besinnung raubte. Vier Stunder. lang be mühten sich die zur Hülfe herbeigerufenen Aerzte, den Knaben wieder zur Besinnung zu bringen, bis endlich am Abende ihre Versuche mit Erfolg gekrönt wurden. Ein bös e s Ger'üch t. Das gestern hier eingetroffene Lootsenboot „Maro Tay lor" bringt die unwillkommene Nachricht, daß aus dem in der Bai befindlichen und nach hier bestimmten Bremer Schiffe „Wie land" die Blattern ausgebrochen seien. Feuer. Gestern Morgen um fünf Uhr brach in dem an der Eagerstraße bele genen und von Hrn. Conrad Zipp als Gro .cerieladen und Wohnung benutzten Hause Feuer aus, welches von den herbeigeeilten Nachbarn gelöscht wurde. Leider wurde der ganze Waarenvorrath des Hrn. Z. zerstört, wodurch ihm ein Verlust von ZZOV erwuchs. Wir konnte» nicht erfahren, ob der Verlust durch Versicherung gedeckt ist. Ge st o r b e n. Der junge Kulmann, ein Deutscher, der, wie wir seiner Zeit be richteten, durch das unzeitige Entladen sei nes PistoleS am Fuße verwundet wurde, ging gestern Mittag mit Tode ab, indem der kalte Brand um sich gegriffen hatte. Unfall. Um K Übr am vorgestri gen Nachmittage fubren Hr. Hopkins und Frau in einem Buggy den Broadway ent lang bis zu Brown's Werfte. Bei'm Wen den'des Wagens stürzte derselbe unglückli cher Weise über Board, das Pferd folgte und Hr. u. Frau Hopkins fielen iu's Waf str. Auf den Hülseruf der Frau kamen mehrere Personen herbei und retteten Beide aus ihrer gefährlichen Situation. Sie tru gen nur einen großen Schreck davon und waren bald wieder im Stande, nach ibrer Wohnung im westlichen Stavltbeile zurück zukehren. U nfal l> Der in Diensten der „Bal timore- und Ohio Eisenbahn-Compagnie" stehende Bremser Davis sprang am Montag Abend i» der Nähe von Sykesville von ei nem Zuge und verletzte sich beide Beine, in dem er an einer Kette hängen blieb. Man brachte ihn nach der Stadt zurück und ließ ihm ärztliche Behandlung angedeihen. U n sa l l. Am Mittwoch wurde eine junge Frau, Namens Crosbv, in Jobn-, nabe Cathedralstraße, von dem Kutscher Job. Lohrfink, der in ungesetzlichem Tempo die Straße entlang fuhr, übersabre» und erheblich beschädigt. Lohrfink ward später verhaftet und vom Friedensrichter Morrow um Hü nebst Kosten gestraft. Traurig. Frau Sicktes, welche in Philadelphia wobnt und in Begleitung ihrer Tochter hierbeireiste, um ihre zweite hier wohnende Tochter zu befnchen, er krankte auf dem Wege und starb, ehe man ärztliche Hülfe herbeischaffen konnte. Man brachte den Leichnam nach der Stadt, wo die Verwandten sür seine Bestattung sorg ten. Selbstmordversuch. Ein in Ereter-, nahe Bankstr., wohnender Mann, Namens Thomas Murray, versuchte am vorgestrigen Nachmittage, um 4 Uhr, sich durch eine Dosis Stryclmin, das er als Rat tengift in einer Apotheke erhalten hatte, zu vergiften. Er verschluckte das Gift in seiner Wohnung, wurde aber bald darauf von schrecklichen Convulsionen ergriffen, die ibm den Schaum vor den Mniid triebe», während das Blut aus Mund und Nase bervorguoll. Die erschreckte Frau des Un glücklichen rief jetzt schleunigst einen Arzt zur Hülfe, der durch Anwendung von Chlo roform den Mann von seinen Schmerzen befreite und Hoffnung zu seiner völligen Herstellung erweckte. Ter Beklagenswertbe ist vcrbeirathet, bat drei Kinder und soll sich eines vortrefflichen Rufes in der Nach barschaft erfreuen. Ueber die Veranlassung zu der unbesonnenen That behauptet er ein hartnäckiges Stillschweigen. Rauferei. Um Iv Übr am vorletz ten Abende entstand in Wiltins' Nestau ratio» in Favetteftraße ein Wortwechsel zwischen Joh. MeGowan nnd Lewis Gold smith. Ersterer ergriff in der Hitze des Streites einen eisernen Spucknapf und schleuderte ih» seinem Gegner an den Kopf, der eine schwere Wunde davontrug. Ein Arzt verband dieselbe. Verhaftet wurde Niemand. Know Nothing Wirthschaft. Bei einer gestern nach Magnolia stattgefun i denen Sonntagsschul Erkursion griffen I Raufbolde dic Polizei an, schössen auf die selbe und begingen sonstigen Unfug. Unter den Verhafteten befindet sich der notorische Oranger. NowdyismuS. Verwundung mehrerer Personen.j Seit etwa t 4 Ta gen oder drei Wochen wurden die Arbeiter au? den Schiffsbauwerften am „Federal j Hill" von einer organisirten Schaar unzu friedener Individuen belästigt und nament lich waren es die farbigen SchiffSkalfaterer, auf die sich ihre Wuth entlud. Mehrere in dem Bauhöfe des Hrn. Robinson arbeitende Farbige wnrden auf ihrem Wege nach dem selben'übeifallen und gemißhandelt, wäh rend Andere die Arbeiter vom Werfte ver jagten. Am Dienstage drohten ernstliche Unruhen auszubrechen, weshalb ein Co mite von sechs Personen den Mavor um Schutz ersuchte. Sofort ließ er eine Anzabl Polizisten nach dem Schifföoauhofe aufbre chen und äni vorgestrigen Tage wurden die Arbeiter aus ihrem Wege nach und von ih ren Wohnungen in Fells-Point von einem Commando Polizeibeamten begleitet. Al les blieb rubig bis gegen V Uhr Abends, als die Arbeiter von einem vierzig bis fünf zig Mann zählenden Haufen mit Steinen geworfen und mit Knüppeln überfallen wurden. Es befanden sich zur Zeit, als der unprovozirte Angriff erfolgte, ungefähr 40 Farbige bei der Office des Hrn. Robinson. Bon Schrecken ergriffen, stoben die Ange griffenen nach allen Seiten auseinander, Einige suchten Schutz in der Office, wäh rend Andere von der schnelle ihrer Beine den bestmöglichsten Nutzen zogen. Man schloß die Laden und die Tbüre des Gebäu des, allein da? half wenig, denn Janhagel hatte bald die Läden erbrochen, das Haus erstürmt und schlug nun in blinder Wuth auf alle darin befindlichen Personen los. Die Flucht half wenig, denn bald waren mehrere von den: Pöbel umringt und zu Boden geschlagen. Welche Thätigkeit die zur Hülse reguirirte Polizei entwickelte, wird dadurch am besten bewiesen, daß un ser Berichterstatter sie mit Stillschweigen übergeht. Die Inhaber der Schiffsbau- Werste beschlossen am Dienstag Abend, die Werfte gänzlich zu schließe», wenn ihnen der Mayor de» Schutz nicht gewährte, de» sie zu beanspruchen haben. U?-Deutsche» siele lem-Seite. K?» Ountweiser für Steifende siede lerieSelte. Pässe in'S Ausland u gll? n A st/asi«ieten Nachmittag. mii Au«nadme de« Sonntag«. tMail6.2M«e,j.Samsl.> j. D. Brasbear«, Tele. HA- .ln.r lalden Unji. ii'B First Prüm nun- HIS-Näh-Maschine! Johnson s patentirte K«v elastische Stepp Maschine. Lokal Nr. W, Ballimorestrade. (Mr,.lK,lSMtei V. l>. >ldase, Agent. Keine lMeimillsi'e 11l lid'l Meinen. Tie des Daltimlirc »..111. die Gesellschaft wird in der Ofsice, S. W.ciite von Äonib t^ibr?2l.lSMte> CrilNina lgericht. In der ge strigen Sitzung ward Philipp Crowley, angeklagt, ein Haus in Brand gesteckt zu haben, schuldig beftmden. Sodann begann der Prozeß gegen Hnrch. Windwart, angeklagt, eine Gemeinschäd lichkeit i»iÜs!>»«'> ui Baltimore County zu besitzen, nämlich einen Schießstand. Be kanntlich ist gedachter Schießstand in Wind wart's „Rockspring-Garten" und der Zur» wurde ein Plan nebst Zeichnung des ganzen Platzes vorgelegt. Da jedoch die Jury sich in demselben nicht zu orientiren verstand, so verfügte sie sich in einem Omnibus an Ort und Stelle, um den Platz in Augen schein zu nehmen und dann ihr Urtheil fal len zu können. Darauf vertagte sich das Gericht. Im Com mon Pleas G erichte wurden mehrere Appellationen gegen Ehe scheidungen von Friedensrichtern verhan delt, worauf sich das Gericht vertagte. Heute kommen die Prozesse von Nr. 177 bis 202 zur Entscheidung. Dem Obergert chte lag die Klage Job. HooverS gegen die Stadtbebörde von Baltimore vor.' Kläger macht auf HSW» Schadenersatz Anspruch, weil er in Folge eines mit Eis bedeckten und sehr schlüpfri gen Fußweges in German, zwischen Hano ver- und Sharpstraße, gefallen sei und sei nen Arm gebrochen habe. Ter Prozeßward nicht beendigt. —WCt>> per Buft.i v! o q qe n Md. ii.i- Pa. 70 St« »er l a" p! "um s Schweine -7.n0 per lil» Pfv. «»esegelt: .Kohlen! Hohlen! Äohlen!

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