Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
May 28, 1858
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1111. lilllllU itlMMllM, vaily k ?axer, xizxvekleli KAlii>u. 8. v. c?i>cnicn. fidlen Maffc^uk-r^lli-i !?elniSwtise nolbwendig, Auch den .»raiilhctlen des weihllchen ISe schlechtes i>al Dr, B, Smilh seil ein eißeihr von geni!i Nr. ll,^wi>dlreb^ricklliaße, Ni>!,»it- und Cralkrr.DSckcrci. (Kr. SB, Vrattstrastc.) Früher Mason undßruder. James D. Masonta«-n, Haspel-Backofen, welcher in ihrer vackerci i» «gebrauch ist, ist nach einer g an« neuen lionftrullton und fähiz, täglich IWHi> ffer Mehl zu ck er "b o find zu man sich bei den Unierzeichnelen Ein „deutscher Slerl" ist ebenfail« in ih s«m Äeschäfte angestellt, James D.^ Mason ru Comp., alle Nummer R, Prattstrape, (Mt.rs,KMte) McClure'« Dock gegenüber^ Garten« Aeld-Sämercien, Urzeit vorratbig und werten dieselben im Groß- und «l-tn.B«rlausjU dilligen Preisen atgetassen. Thoma S N or ri Niederlage »on Ack-rdau-Äeräthen und Nr. «s. kightstraßt, Baltimore. ck!n N 14 wttchtnÄ'«ruck, d NB. Slinien, v?chftn'u!f,w, werden nach Austrag gemacht und imporlirl! Reparalur«n weNen kstens de- Der Deutsche Correspondent. lllttl Dr. Heu ry Anderso Ol'riee-Siunb.»: U. Vorm. u, '2 -II U Nachm, Dr. M. Wiciior, H omoo p a s ch Arzt,
IViijiMl»tVi-i>trn!idml»q. Dr. Fr. Bartscher bat seine Ofsice vcrlcgl nach AiSguithstraße, Nr, Z, nabeMatiionstrasic. Officc-Eliindkn: M-rgen« bis Übt. Nachmittags von I —!t Uhr. ".ISMI-> Saiiitatörath Oi Pape, Sprechstunden: Morgen« um ,l.>..>mMa- un^^^ Deutscher Arzt. Dr. McKcw, Nr l >I Sharpstraße, da» driile Haus vcn emvsieblt sich dcm de»«tsä>cn Publi kum als' Arzt, Wundarzt und Gebur t shel fer. i lc'Mlle> An daS deutsche Publikum! Cnil Christin» schiiieichefkisieste Anerlennuug zu Theil geworden/ ll »a r Deutsche und englische Schule Anwerbe» Schüle/in Kost und vogi« genommen. ,lÄM,e> wöcheullich Abend« erlheiil. Nr. N, Gavstraße, DrVJ.Dieffenbach's Lndkvtildknt Aladtiily, I. Di«ffendach. Aufputz- undKuywaaml für Sattler Kutschrn-Aufpuh, den iLonsumenle» und km Gewerbe im Ällgcmcinen alle Geschäft «rlil-l sehr billig Tprungsedcrn Aren, Bolzen, San»»««, Speiche», Staden, Deichst!»,^vwf> Bä>>der,'Wach«ittch, Damasts Borten, w?aren Handlungen,u hadern sind. Roderl A. Paine, (Mrj.>lt,!Mte) Nr. Prallstraß«. Laltimorr, Md., Freitag, dcii W. IM. ttNt> t.'i>i»lil-z. i Arae do Batavia, Ä i n hilligst bei fechte Ärem Billisse und flute ltj^ooerioeu bei Anmiirl Eiiiiloilds xV' Äs»., zu l-l Els.; Baliimore bo, z» CIS.i Porio i Rico- M o I a ssc s per cyaiione; B ester Aechte n. sriuizufisilicWciitl'. Sl. listephe tkhenowetl) vi Booth, i Importeure 'und Händler in Wein und sei i or^d"hi?u Ko/» undN!a gc»hi I ler Peilanfim Manien nnd Einzelnen. ci»cu A tÄÄ'U "i' MM.jAechte importirte Si iiio i Fzrciot, »Importeur von französischen Weine» und alte Ku,!d»»/rerU. punltlich znslieten zu tiel sprech.ni.r .'lnbatl, >x Nr. N I Alte importirte Weine d 5 Liquors, Madeira, Lissabon, Port, I Malaga und dgl. Ferner: Alten Arench Brandy. Holl, (hin, Old Nve- Kumme^ sowie em Asjvrtement von ordi nair.in«ra.ini«m^.iw^^^ owie eine Auswahl feiner Thee's aller dorten stets vor ratbifl. Borzügiiche Weine, VrandieS?e. L. Cliarron k Comp,. MAgenten für Wein bergbe sitzer in und R«e Whi»lco, itN do, sehr aiien feine» »ltie Tvdisle», >5 do. sehr milden alle» Bourdoii Wbitle», welche wlr de n Handellreldenden zu den niedrigste» Marli preisen offerlren. Im Zoll-Waarenhäuse! den Vondon vom Schiffe^, Deoonsbire," fzchem Mavor, mil dem Schiff« „Mifflf fspxi» «on s»'« Jilgnd >d Ja's Slewarl u. So'« Paisiev IN aica R u B r V?n Port?, Burgund-, Porl Madeira, und und ilicht-npltidirriidtFluiduiil-Laniplii! Rewell's patentirtc I >III gewöhnlichen Klugheit sein, Ballimore, N, Aebr. Herrn A, H, R e i p, .tchl.,n^>.^^^, n, M,D„ g P d New' Haven. llonn.. -tt. Mai l^>s». Ten Allein verkaufdiejer Sicherheit» Vainpt" liat im l ir ed 5). M c i p. Nr. UU7. Baltimeressr., Baltimore. l'frk.nif, rn wird greper Nalatt le- willigt. lMrz.V.t'Mtr') Niellsiitte» l M. u, W, A, Vr oivn,^ Wolschkorngrütze! ZlUr empfangn iagiich Ue beste Kv> e»,,.i in o aus unk,. li.sten z^utt^n^minen^ kostenfrei ahgelieferl. Billiges M
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I fo»e 11, ober 5-t'lch», wel.iie si.b zn o.ebi iralbtubc.ibsichiigeii, UNl'lich piwsi scher l /n u -'?i!.ierntn..i dewiißl stnb, sotilen Alte '.lnrernthe «eae» die Eb,. pi »!isch/oler geistige ,te.. ntlnng terNerven, ,Üllern»nd schwache oder ctrschopsmig der schrecklichsten Ar,, weibcn schneit und oeiii.biti» auf lein, arzttich.^vrschi^u^ n r a n k l' 112 t t wicdt i g e l Organe. Liclc Kiaiillkit ist oft das l.'vvs 'l.'rer. die tbren Vct lt>-!> ,ü Auift.weifungel! geueigV Nltl't gt'Ntitt kennen. Lbqletch sie auch durch Strukturen, .'tlrtersmlagett im varn. «iqe,?Kräs«r vernillu^ ült. rn U'id yrkl wi„en oft nicht die du fache der.ürank dett idr.r.Ninder ed.r oft jchretl'.n sle dlt Ursachen die durch die Är. 7, sieben Tburen lj!listig schreiklichen des Vustrrs Dr. Johnston's StärlungS Mittel für «eine grauen werden behandelt. ssm'diich di'i V'lvsje lliiö sri» V-u's. oder Friedrich d, r «Oroße und seine Freunde, kl.rli» i>» Äalirt I7 zeichnen Sie n n fer i> Eoiilract, Swe. rts, lemnie» >?ie hierher uud »»lerzeiiliiie» ,'ie, u»d >'u, Ftidersdoli, Halle eiue Siegel hereil, ierEo»traet ist fertig! Ein trauriger ( Ma» hat mir gesagt, daß der «Nru»d Deiner jet zige» Kraulheit dari» herubt, daß ich Tir nicht erlauben wollte, Dich zu vermähle». Nun de»n, Fredersdorf, ich will heute »icht hartherzig sei». Ist doch meiner Ebcscheu heute schon ein unschuldiges Lpfer gefalle», bat doch die schöne Signora Barberina meinem Wunsche nachgegeben und sich ver pflichlc» müssen, uuvermahlt zu hleibeu. Um ihretwillen, Fre»»d, hegnadige ich Dich n treuen Dieners feines Hauses, welcher »bon dcm dritte» Könige Preuße»'» diente, z» erbarme». Pöll»i»gebi'r>e zue tonigliiben Familie, er war ei» iiber»o»»i>e»rs liivetttarinm, a»d das darf man »ich! geringschätze», nicht bei Eeite Wersen. Er batte alle seine Mittel erschöpst, er hatte geborgt bei Jude» u»d Ehriste», er hatte inil schöne» Redeiisarte» und erhei ternden Erzablungen aus oen sonst unbe zwingbare» Tasche» reicher Zpießbiirger so gar Weld beivo rgelo.lt, alle seine Fteunde hatten »»gelöste iUrldstheittc von ihm a», zuweisen, fein eigener Bedienter fogar hallr sich hethoren lassen, iliid die Elsparnisfe langer Jahre feinem Herrn geopfert. Er, wie gesagt, batte lange Jahre daran ge spart uno doch war oie Siimme taiim groß genug gewesen, daß PöllniY davo» eine Woche lang den noblen Kavalier, de» rei chen verschwenderische» großmiitbigen Herr» spielen tonnle. Mein «'wtt, welche tpfer Halle er »i.bt schon seinee gehracht, welche I e »lüthiguuge» hatte er nicht um ihretwillen scho» erleiden müsse», uud alles vergeblich! Bergeblich, daß ee drei Mal scho» sei». Religio» gewechselt balle, daß er sich fo weit herabgelafse», eine Kaufmaiinstochtti, ja, sogar eine reiche 'Zclmeiderstochter bei rathe» zu wollen. Alles war ihm schlge schlage», und sogar A»»a Prictertii, hatte ihn verschmäht. Uild doch hätte Alles noch gut gehen kön nen sagte er, indem er eben sein Ve ben überdachte, ja Alles hätte noch gut wer den können, wenn der König nicht diesen formidablen Einfall gehabt hatte, dae Ber hot, mir «ttcld zu leiben, »»strommeln z» lasse». ES hat mlr geschadet und mir sürch terliche Mübe und Duältrei verursacht. Es war eine rassinirte sur die ich eines Tages Bergeltung üben werde, wenn der König sie nicht wieder gut macht. Ha Da tommt eine königliche Lrdvnanz hcr heigcsprengt. Lie halt vor meiner Thür. Gott sei Dank! TerKönigantwortet mir, daß heißt, der König schickt mir (tteld! Er war kaum im Stande, seine Würde soweit zu bewahren, daß er »icht selhst hinauslief, dem Boten des Königs entge gege», und nur der sGcdanke hielt ihn zu rück, daß er nothwendig alsdann ei» an ständiges T vueeur zahlen ittüsse, welches er indessen licher sich selber gegehen hahen würde. Endlich kam dt'r Diener und übergab ihm einen Brief. Ich hoffe, fugte Herr v. Pöllniy würdevoll, ich hoffe, Du hast dem Boten des König» eine anständige Leloh nnng gegeben? Nein, Herr Baron, ich habe ihm nichts gegeben. Nichts? schrie Herr von Döllnitz. Und das wagt dieser Mensch mir in s Mcsicht zu sagen und er fürchtet nicht, dah ich Ihn sofort aus meinem Dienst entlasse! Lb, eS ist eine Schmach sondcr 'bleichen. Ich ein Reichsbaron, der Ober-Cercmo»ienmeister L't'l »t'llljtl»«' illit l i'jjiliiiili'»!, lüizlichc lind Friedrich i!ninc, I ?üdDfi Eckcvo» Baltimore u. Gavslraiie, Blillimori', M?. Niiiniiii'i IZi. !otisKonigo, lasse eilien fnu.r loellbei eilie» Briis bringt, aus »leinein Hause geben. Esel, lein ttield ballest, warum lamst I» als dann nkl't U> mir, waruni liesi.sl i.» i,t> ni.i't von nur eine» l ue.iten grbe». We»u »in (Niere eilien Duea teu geben wolle», fo will üb dem Bolen nachlaufen, ich weif! ibn zu finden, delin er ist bier geeakeiiber zu bei» niener.il Ro thenburg geg.liigeu. Mache, dast I, u i'»nauölommst, !olp> l, liiid verschone niieb mit l eine» t uminbei te», j.beie Herr vo» 'pollnin, iiideni e> die Haubeibob »nd ga»; beieil ir.ir, >ie auf de» Rücken feines oemülbi.>e» t ieiliis nie derfalle» zu lasse». iefee e»lflol> eili., aus dein h »ud Herr vo» Pollnitj war iviedee allein mit feinen .',iil»»fl>.' ll.iUINr». Er eebraeb bastig da' iegel NS ltniig li.bt» uiid f>l'!»g io» au.'eiii.iudir. Nicht vom König stlbst foiideui nui von Fredersdorf, murmelle er umvlllig u»!' be ga»» !>l lese». Aber wabiend des i'cfeiiS verstiisterte sich seine Stii» iminer nithr >i»d seine Vippeii murmelten Zvorte der Bei wiinschuug u»d des .Zornes. At'gefchlage»! rief er, als er zu E»de gclefen »»d das zusammengerollte Papier ingrimmig zu Boden schlenderte. Abg» schlagen! Der König hat tein Meld für mich! Der Konig braucht all' sein >eld hat, de»n wen» er das bat, fo giebt es zu leltt immer noch ein Mittel, etwas davo» zu belomme». I»deß werde ich jedenfalls hingeben. .Ilst'lil/,iili>li>l' n Pudlilu»l ai»t>e 1.. VMiMa delten und volilommen angeboten. n.''lä>c Ue '.'lhsüljr»ng>« Pillen il V sind mit i-r «rrsttkn "'e j,blai».dtrii weiche meei- ,j,u,»e .„unk in diei des!?!. «uder.u.l ,'vorden und >d«e Wtrlun» acn »eigen, tah sie iiigenschafien liabeir w>ia e der dl» drlamuev dek.imu Wae. in der Äu.'ro>>nng von "ieeiien seilte 'A'uil.nnleil n»! "Nlfi '.lliiem ile >ie Vn.d.r. Nisse der inneren Legane beseitigen und sie ,i» g«>nul«r Zdaligieil reizen, erneuern »e die VebensgneUr-l und am>> >,eN »N.b er i!i i>n>>d Nie i. mit Vinilnenien u»l g,li,nili enen d idm Uese Vitien >nr !l> ini.iung >,e>ntee. r>eil.udl t ien iie Um »ich«, denn eo liudt in t.e .i.itle, r>e Nu» ll.> iti.de Ma.ltt eil.l.t>n I.INN aUeli, >«>b' gr'/v''n't"ugl! ~,u.^^'^>i»t»'>d^ Vipp.lH ,ni n.isit'een Nnd niii .t.ii I.ini sied' i.en'es Velen in ta.' S'inl >inzn,ie>>n, i,a.t ir U.^nnn nc"ii.l/i>'u!.'e l iee und .idntichen Kianlt'.Uen eniii.i.n r.n l.» Uneidnungrii, w. Pitt u weiche so »tele beim S»»»>l°me medr und medr an feiner ganjen Gesia», itr ntminl »un den irsche Vrustba isain terletde dat seinen Au sten geiegl und sein Ätdmen erieichxrl', sein Schlaswad rend der «ach, ist aeiunt! fein Appetit lchrt inruel und mii »>m seine Eiä-le. Der Pfeil weicher seine S-ite diir.i,bohrt, ist gcdrcchen, Schweriich ist irgend eine Ge gend IN finden, weich« nicht ein Ildentigt« siege-, eicht» ansinweisen ballt, welches wie dieses die Vorzug« vctluii '?e I C d e"r v P e'e a wenn es «eiligangewandt wird, JedeAamUit soliie e« vereatdig ballen i denn ne
Präparirt von Dr. I- C. Aver, pratllscher und analvli scher Sdemiler in Lowe», Mast. Tbomsen, Wood"s ta.l^, .!"l'!otger« und m p iw,>
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PrrTägliche Deutsche Correipondent. Baltimore, dt» Vtai 1858. N e ii e sl e a ch r i ll> t e Der Senat de? Congresses bat das Gefey pafsirt, welches eine Nationalanleihe von gcnebmigt. BemerkcnSwerlh ist, daß bereits zwei New-lorker Miliz-Regimenter im Falle eines Krieges mit England ihre Dienste angeboten haben. Dem türkischen Pascha zu Ehren gab die Stadt Boston am Dienstag Abcnde im dor tigen „Reverc-Hause" ein großes Fest. Die Dampfer „Africa" und „Eitn os Glasgow", Ersterer seit dem 15. d. MtS. von Liverpool und Letzterer seit dem 12. d. Mts. von Glasgow unterwegs, sind in New-lork angekommen. Im Oberbanse bat das Derbv-Ministerium mit genauer Notb eine Verwerfung der gegen dasselbe über die indischen Angelegenheiten cinge reieblen Mißbilligungsbeschlüssc erlangt. Die Mehrbeit zu Gunsten des Minister!' nmS betrug indeß nur l> Stimmen. Die Pariser Konferenzen sollten am 22. d. MtS, wieder eröffnet werden. Der Floridakrieg ist beendigt. Die In dianer, weläie sich in Florida aushiel ten, sind nach Arkansas, wo ihnen die Regierung Ländereien angewiesen hat, ab gezogen. Die Spekulanten, welche bisher auf Unkosten der Regierung den Krieg ge gen die Indianer fü'brten, sind untröstlich. Sie baben durch denselben seit 1837 dem Lande nickt weniger alS6l>Mill. Dollars aus der Tascke gelockt. Noch vor weni gen Wochen, wabrend sich kaum 30 In dianer mehr im ganzen Staate besanden, mackten die Spekulanten Forderungen von ,?l!0,000 pro Tag, der Erteilt des Verlu stes, dem sie angeblich durch die Anwesen heit der Rothhälite ausgesetzt waren. Bereits liegen dem Congresse Forderun gen zum Belaufe von 5 Mill. DllrS. für Indianer Deputationen in Lregon vor. Die „indianischen Kriege" sind Goldgruben für die Grenz-Spekulanten. Es heißt nunmebr, daß der Befehl zur Durchsuchung amerikanischer Fabrzeuge im Golfe noch von Palmerston ausgegangen sei, und das Terbv-Ministerium sich be eilen werde, denselben zurückzunehmen. Vidaurri bat eine Proklamation gegen alle amerikanischen Flibustier erlassen, die ihm so bereitwillig ihre Dienste angebo ten haben. TliS (krgeliiiiß der »orgcslrigcn Abstimmung. Die Abstimmung über die Berusung ei ner Convention zuin Entwürfe einer neuen Staats Constitution gab ein Resultat, das zu interessant ist, um nicht einen reichbal tigen Stoff zu einer Besprechung abzuge ben. Trokdem die gcsammte WeißnicbtS- Presse unseres Staates sich seit Monaten alle nur erdenkliche Mübe gab, um die Nolb wendigkcit einer Abschaffung dcr gegenwär tigen Verfassung zu beweisen und trotzdem die Mängel und Schwächen der bestellenden jedem Bürger mit gesundem Menschenver stände schon längst klar waren, beweis't doch das Resultat der Abstimmung in Valti more, daß nur N!6l Stimmen überhaupt abgegeben wurden. Im Verbältniß zu den früheren Wahl, esultaten ist diese S timmen zabl eine höchst unbedeutende. Die Partei- Blätter der Know-NvthingS suchen dies da durch zu erklären, daß nur der erleuchtete und hochgebildete xheil unserer Stimmge her sich an der Abstimmung beteiligte. Dergestalt, "attcinzugestebcn, daß die Tage des WeißniaMhnms gezählt und die fin steren Ordens-Fanatiler dem Verscheiden nahe sind, suchen sie die nackte Wahrbeit durch eine Insultation zu bemänteln. Als wenn nicht jeder Bürger dieses Staates eben so klar, wie der Redakteur eines Knownv tbing-Organs es einsebeu kvunte, daß eine Abstimmung über die Grnndversassung des Staates bei Weitem wichtiger ist, als selbst eine Präsidentenwahl, weil sie uns näber angeht, weil unsere Rechte und Freiheiten dabei weit mehr in Frage kommen! Die Erklärung über die so auffallend geringe Stimmenabgabe läßt sich in anderer, böchst bestimmter Weise geben. Der Vorschlag zu einer Abstimmung über Beibehaltung oder Abschaffung der bestehenden Constitu tion ging von Alexander dem Großen in der Änow-Nothing-Legislatur aus, wurde von diesen Weißnichtsen angenommen und sie waren es, die den Abstimmungstag fest setttcn. Da die besagte Legislatur nichts bewerkstelligte, was zum Woble des Staa tes dient, so entstand natürlich unter dem denkenden, gebildeten Theile unserer Bür ger die Frage: Wesbalb wollen die Weiß nichtSheldrn eine andere Constitution? Diese Frage beantwortete sich jeder den kende, echte Republikaner damit, daß die Fanatiker die Rechte der Adoptivbevölke rnng, der unter uns lebenden Katholiken und'alier Derjenigen, welche nicht zu ihrem Bunde gehören, zn beschränken suchen wol len und wie ein Mann beschlossen sämmt liche AntiKnow-Notbings, lieber die Mä ngel des Beliebenden geduldig zu tragen nnd gegen eine nene Constitution zu stimmen. Zn Baltimore waren die Stimmplatze sür alle Bürger, die es wagten, Gegner der Rowdv-Partei zu sein, so unsicher, die Ab stimmuug schon seit Jahren eine so voll ständige Cbimaire, daß jeder Vernünftige zu dem Entschlüsse kam, von den Polls in solchen WardS wegzubleiben, wo ein Nicht- Know-Nothing nur mit LcbcuSgesahr stim men oder auck nur sich zeigen konnte. Das allein war der Grund, daß so wenig Stim men abgegeben wurden, das die Ursache, weshalb vorgestern unsere Straßen nickt wie früher von dem Blute der Ermordeten überschwemmt wurden. Es war verbältniß mäßigfricdlicku. ordentlich bei den Stim m weil die Mörderbanden keinen Ge genstand hatten, nm an ibm ibre Mord end Rauflust zu befriedigen. Trotzdem, daß dergestalt die Weißnicktse das Feld sür sich allein battcn. belauft sich die sür il)re Maßregel erlangte Majorität iu Balti more nur aus 1447 Stimmen. Sie können jetzt nicht bcbauptcn, daß sie nicht in ihrer ganzen Mackt gestimmt baben. Erst am Tage vor der Wahl sagte ibnen ihr Apostel, der „Clipper", diese Haupt kloake des WeißnichtStbums, „daß die gc sammte Demokratie wie ein Mann dage gen stimmen werde daß die deutschen Zei tungen namentlich ihre Landsleute aufge fordert hätten, gegen cineneue Constitution zustimmen; daß, falls der Know-Nothing- Plan für Umänderung der Constitution nicht durchgehen sollte, dies als eine Nie derlage dcr'WeißnichtSpartei erachtet wer den würde," Dergestalt angefeuert, konnte kein Know-Nothing anders umhin, als an der Wablnrne zu erscheinen und seine Stimme zu Gunsten einer neuen Constitu tion abgeben. Das Resultat vou nur 1447 Stimmen, in einer Stadt, wo kein rubiger Bürger es wagt, sich an den Polls blicken zu lassen, giebt den Klagendste» Beweis, daß es mit'dem Weißnichtsibninein Mar? Land zu Ende geht, daß wir der Schrek- ZenSherrschast sehr bald ledig sein werden, daß bessere Tage, die Tage des zunehmen den Wohlstandes, nahe sind. In den Coun ties hat sich eine regere Theilnahme an den Polls kundgegeben, weil dort die Gefahr bei dem Stimmen geringer war. Dort hat sich gezeigt, daß die öffentliche Meinung ge aen das Weißnichlstbum gerichtet ist und, obgleich wir das volle Resultat noch nickt wissen können, stellt sich doch jetzt schon die Gewißheit berans, daß das souverame Volt die Wcißnicktsmaßregel mit großer Ma>o ntät niedergestimmt hat. Die Tage der WeißnichtSfanatiker sind gezählt, sie sind zu leicht befunden worden. Telegraphische Tepeschen, Dampfers „A fri ca.« New Nork, 27. Mai. Der Dam pfer „Africa" lief hente Morgen mit Nach richten von Liverpool bis zum 15. d. Mts. hier ein. Das Derby-Ministcrium fand im Hause der Lords mit neun Stimmen gegen den Tadelsbeschluß Unterstützung. Im Hanse der Gemeinen war die Debatte noch im Gange, als der Dampfer abfuhr. Die engl. Regierung giebt der Dampf fregatte einen als Tender an die Stelle des „SuSguehanna" bei. Die am Telegraphentau mit Hughes te legraphifchem Instrumente angcstclllciiPro ben waren von dem besten Erfolge gekrönt. Es heißt, Lord Ellenborougb werde Lord Stanley zum Nachfolger erhalten und Bul wer Lytton werde das Colonialamt über nehmen. Hr. W. Dyer wurde zum engl. Consul für Baltimore und H. C. Tulin zum Con sul für Mobile ernannt. Die Post aus Bombay bringt Nach richten bis zum 24. April, welche jedoch nichts Wichtiges enthalten. Der Cbef- Commandeur war imßegriffe, nach Rohii cund aufzubrechen, während das Gros der Armee in Lucknow blieb. Der Handel in Bombay war flau und das Geld knapp. In Paris trafen immer mebr die Bevollmächtigten ein und die Conferenz sollte am 22. Mai beginnen. Das fpanifche Ministerium hatte sich noch nicht wieder organisirt. Im östreicb. Italien schritt der Bau der Festungswerke rasch vorwärts. Der Streit zwischen der Türkei nnd i Motenegro erregt nach und nach Aus merksamkeit. England u, Frankreich wollen als Vermittler auftreten. Marktbericht. Baumwolle stieg anfangs um Ijlo P-, ging aber später auf den vorigen Preis zurück. Brodstoffe waren sehr flau. Provisionen hatten feste l Preise. —Confols 975 gz, Eviiqrc«, Sitzung, Washington, 27. Mai. Im Senate reichte Hr. Slidell ein Gesetz zur Gewährung einer Pension für die Wittwe des verstorbenen Gen. Smith ein. Hier auf lag die „Hafen- und Fluß-Berbcssc rungS-Bill" vor. Im Hanse pasfirte das'wcsctz, welches 4 Mill. DollrS. zurCol lektirnng der Revenuen anweiset. Die Ta rifschwindel-Untcrsuchung endigte beute da mit. daß das Comite weiterer Begutachtung der Sache enthoben wurde. Es passirte so dann die, .Naval-AppropriationS-Bill" nach Ausstreichung der Verwilligung für den An kauf eines neuen Grundstückes in der Brook lyn Navy-Aard. Washington, 27. 'Mai. Das Ge rücht von dem Einrichten eines halbmonat lichen PostdiensteS von New-OrleanS nach San Franziseo über den Isthmus von Te buantepee hatte seinen Ursprung in dem Umstände, daß man gestern die betreffen i den Contrakte abschließen wollte; allein neue Schwierigkeiten erhoben sich und der Contrattabschluß kam nicht zn Stande. Weiterer Aufenthalt der „Pcrsia." New lork, 27. Mai. Die „Per i fia" liegt noch vor Anker und wird schwer lich vor 5 0 Uhr Abends abgehen. Bifclivfswalil. Philadelphia, 27. Mai. Die heute bier stattgefundene Wahl eines stell vertretenden Bischofs der bischöflichen Con vention der Diöcese von Penns. lieferte kein Resultat. Ankunft de« Dampfer« „Isabel. Savannab, 27. Mai. Der Pos tdampfer „Isabel" langte hente Nachmit tag hier mit Nachrichten aus Havanna bis zuin 25. d. Mts. an. Das Schiff „Cla rendon" ist ein totales Wrack. Der englische Dampfer „Styr", der be kanntlich eine Anzahl unter amerikanischer Flaage fahrender Fahrzeuge durchsuchte, befand sich am 22. d. bei Key West. Der Zucker war um einen halben Realen im Preise gestiegen. Boonville, Mo., 27. Mai. Der Lawrence „Republiean" meldet, daß eine Bande Anti-Sklaverei Leute nahe Fort Scott einen sog. „Trading Post" angegris fen und fünf Männer erschossen und sechs verwundet haben. In Lawrence herrsche darüber die größte Aufregung. Dcr„St. Louis Republiean" erzählt den Vorfall in anderer Weife, wornach die durch Mont gomery'ö Bande vertriebenen Leute zurück j gekehrt fein und die am besagten Handels plätze befindlichen Leute verhaftet haben j sollen. Als sie ausfanden, daß dieselben nicht zu Montgomery's Bande gehörten, j habe man sie wieder sreigegeben. Nachher sei jedoch von den Letzteren ein Schuß ge feuert und obiges Resultat berheigesührt worden. Eine Seite der „Story" trägt eine Pro-, die andere eine Anti-Sklave rei Färbung. 'Wahrscheinlich sind beide unbegründet und anspolitischen Effekt be rechnet. j Gefecht ,wische» den Ansiedlern und Jndia- St. Louis, Mo., 20. Mai. Eine Depesche ans Nebraska-City vom 23. Mai zeigt an, daß aus Gale Couutn berichtet worden sei, eö habe dort joeben zwischen den Ansiedlern und den Kiowab-Jndia nein ein Gefecht stattgefunden, wobei der Häuptling der Letzteren getödtet und eine Anzahl entwendeter Pferde zurückerhalten wurden. In jenem Tbeile des Territo riumS waren stets zahlreiche Klagen über Verheerungen durch Indianer laut gewor den. Tagcs-Nenigkeitcn. New Aork, 27. Mai. Hr. Vander bilt beabsichtigt, eine wöchentliche Däm pferverbindnng zwischen New-Aorkund Eu ropa auf eigene Kosten herzustellen, und >war sollen 'die Dämpfer „Vanderbilt", .North Star", „Ariel", „Nortbern-Light" und der neue Dämpfer „Queen of tbe 5-cean" zwischen New Zlork, Louthampton, Havre und Bremen rcgclmäßigc Fabrten machen. Im New-SjorkerWaisenbausc fand vor gestern die 52. Jahresfeier statt. Der 39. Gel'urtStag der Königin Victo ria wurde vorgestern von dem lvvalcnTbcile der bier wohnenden Engländer durch Din ners und Parties gefeiert. Tie Königin Victoria ist wohl die einzige Frau der Ge genwart, welche sich damit schmeicheln kann, daß ihr Geburtstag in allen Welttbeilen und unter allen Zonen gefeiert wird. Im nächsten Monate sind es 21 Jahre, seit sie die leichte Bürde. Königin von England ,u heißen, übernommen. Das alte „Burton's Tbeaker" ,st nun I wirklich an die Bundesregierung auf fünf zehn Jabre für Hl", »«»jährlich vermiethet SonntagS-Verbrecher.» Auf Ve fehl des Polizei-Superintendenten haben die Polizei-Sergeanten über die Uebertre ter des SonntägSgesetzcS vorgestern einen ausführlichen Bericht geliefert. In dem- selben werden im Ganzen 78lUebertreiu> gen vom letzten Sonntage gemcldet. Es sind also mindestens tausend Geschäfte, die Sonntags offen halten und gegen die poli zeilich eingeschritten werten soll. einer jungen teutschenFrau.j Dienstag Nacht vergiftete sich Frau Sophie Meßmann mit Arsenik. Es verlautet, daß Eifersucht das Motiv dieser Tbat war. Sie war erst IS Jahre alt, aber schon Mutter von zwei Kindern. Neues Weizenmehl, von der diesjährigen Ernte in Georgia gemahlen, ist vorgestern in New-lork angekommen. (Außerordentlich schnelle Fahrt.> Das Hamburger Clipperscbiff „Jobn Bertram", Capt. Knndsen, welches gestern bier an kam, bat die Reise von Hamburg nack New-Aork in der abnorm kurzen Zeit von 22 Tagen zurückgelegt. Dasselbe Sckiff hat die Reife von bier nach Hainburg fckon zwei Mal in 18 Tagen gemacht. Der „Jobn Bertram", für den Hr. Max Cobn beim, Nr. 29 North-Williamstr., Agent ist, wird am 1. Juni wieder von hier ab segeln. sDer erste Schritt zur Gründung eines deutschen Spitales., In der MattbewS- Akadcmie.Walkerstr., fand vorgesternAbend um 0 Übr eine vorbereitende Versammlung jener Deutschen statt, die sick für Errich tung eines deutschen HoSpitaleS interessi ren. MSztg.j In New A o r k hat nun der Bürger meister auck einen Feldzng gegen die Quack salber eröffnet und vom Oberpostamte die Erlaubniß erbalten, alle Briese unter sol gcnden Adressen mit Beschlag zu belegen: Wallace,Morton, Jamse. Monet, Leßrun, xuvlon, Traey, de la Rome und Professor James Horn. Diese Namen find, wie es hei Vielen schon der Klang verräth, singirt und wurden von medizinischen Jndustrie rittern getragen, die der leichtgläubigen Landbevölkerung für schweres Geld ein alle Krankbcilcn heilendes Mittel, etwa in der Gestalt eines beliebigen Zahnpulvers, lie ferten. Wie ausgedehnt dieses Geschäft war, ist daraus zu ersehen, daß sick bereits am ersten Tage der allgemeinen Beschlag nahme nickt weniger als 700 Briefe, größ tcntbeils mit Geld beschwert, an obige „Doktoren" adressirt, aus dem hiesigen Post amte vorfanden. Diese Briese werden nach Wasbington an das Departement der „tod ten Briefe" geschickt, dort geöffnet und das darin enthaltene Geld an die Absender zu rückbefördert, mit der Meldung, daß die Übr des DoetorS 5. oder Professors A ab geiaufen ist und er die versäumten inedizi iiischen Collegien in irgend einer Anstalt nachzuholen bat. Tie Summen, welche von sparsamen Farmers, die durch ihr Uui versalmittel eine kostspielige ärztliche Be handlung zu umgehen suchten, sür unschul dige Pülverchen ausgegeben wurden, belau fen sich jährlich auf einige Hunderttau sende. Die Philadelphia „si eie Presse" ist uns in vergrößertem Gewände zugekommen. In Phi l a delP bi a bat der Bürger meister eine Untersuchung der dort stattge fundenen, bereits von uns mitgetheilten bedauerlichen Vorfälle angeordnet. Die Klage des Capt. Ballier lautet auf Verhaf tung der strafwürdigen Polizisten. Von den Verwundeten ist bis dabin keiner ge storben, aber Hr. Brenner noch nicht außer Lebensgefahr. Heute findet in Philadelphia die Beer digungsfeier des in Lcavcnwvrth verstorbe nen Gen. P. Sin itb statt. Auf den „Pieble Zweig der Staatsbank von Ohio" sind falsche Kio-Noten im Um laufe. Sie sind von echten Hl-Noten um geändert nnd zwar so geschickt, daß sich der Betrug nur durch einen Vergleich mit den echten'Hlo-Noteu entdecken läßt. Taufen inHoo ps. In Chicago ereignete es sick, daß eine junge Schöne da rauf bestand, die Baptistentaufe, ohne ihre Hoops ahzuthun, zu empfangen. Als sie nun untertauchen sollte, so erfüllten sich die Worte des Priesters, es gab ein großes Spektakel, die Hoops schwammen obenauf, wie ein Luftballon, und von allen Seiten mußte nachgeholfen werden, die Schöne un ter Wasser zu bringen, was denn freilich nach großen Bemühungen gelang, aber auch die Scene höchst komisch machte, St. Louis.—s Eine Unterhaltung mit Herrn Fr. Loba über die Mormonen.) Das klingt, wie ein Mährchen aus alten Zeiten! Wie ein Mährchen, dem weiter nichts als die Gluth und der farbige Hintergrund des Orients fehlt, nm uns in die ersten Tage des Mohammedanismus zurück zu versetze»; und das inmitten einer traurigen Wüste, unter verkommenen und versunkenen Fana tikern zu einem gehässigen, fast Ekel erre genden Anwuchs der allgemeinen Verwahr losung wird. Aus dem alten Europa wall fabrt ein gebildeter Mann, der umsonst Trost uud Berubigung in allen Religionen gesucht hat, viel Tausend Meilen in's Land der Mormonen, von deren Religion er ver meint, sie sei die wabre heute noch durch lebendige Propbeten gelehrte Offenbarung. Nach unsäglichen Mühsalen kommt er end lich in der Salzscestadt an, einem weitläu figen, Lager ähnlichen Orte aus lauter ein stöckigen, armseligen Erdhütten bestehend, mit nur zwei einzigen Steinhäusern von denen das Eine das Regierungshaiis u. daö Andere Brigbam Aonng'S Serail ist. Er läßt sich einweihen in die Geheimnisse ihrer Religion, und da er einen großen Fond von religiöser Empfänglichkeit aus seinem Heimathlande mitbringt, wird er l'ald ei ner ihrer Weisen, einer ihrer Groß-Priester. Die Mormonen-Religion wirkt mit einer solchen Macht auf ihn, daß er sich bis zur Stunde ihrem Einflüsse noch nicht ganz entziehen kann; das: er ihr eine Bedeutung, eine Gewalt über die Menschen zutraut, die mit jedem Tage, trotz aller Unter drückungsversiicbe, nur wachsen muß, wenn, wie er sich ausdrückte, auch nur zehn Mor monen in dem VertilgungSkampfc, den er gegen sie für »ötbig hält, übrig bleibe« sollten. Er beschreibt uns Brigbam als einen untersetzten, stämmigen häßlichen Menschen er sckildert ihn als einen mit den größten Eigenschaften begabten Mann, um auf die Masse zu wirken; der nack der kürzesten Unterhaltung seinen Menschen durchschaut und die Eigenschaften entdeckt, die er an ihm besonders benutzen kann. Da bei zeichnet er ihn aus als einen bis M'S Geckenhafte grenzenden eitlen Menschen, dessen Frisur und Toilette ihm mehrere Stunden des Tages kostet, und der sich nicht nur als einen Propbeten verebrt, son dern von dem größten Theil der Seinen als einen Gott' angebetet siebt. Er be treibt uns das Wesen jener Religion als ein lebendiges, durch fortdauernde nickt ab geschlossene Offenbarungen genährtes und transsorinirtes Christenthum, dessen fana tische Bekenner zu jeder Tbat und zu jeder Schandthat sich bereit finden, sobald ihnen das Dictat dazu von Oben kommt. Er zeichnet uns reizende junge Weiber, die aus demselben religiösen Grunde sich mit uucr hörten fanatischen Anstrengungen bemübcn, ihrem Herrn uiid Gatten neue Frauen zu zuführen. Er zeigt uns die Daniten als eine faule, lügnerische Priesterbrut, die vom Schweiße der gemeinen Bekenner ibres Glaubens lebt; diese Bekenner selbst, als ein armes Vvlkcken, da« mit der größten Anstrengung dem undankbaren Boden seine allerunentbchrlichstcn Bedürfnisse entlockt; gleichgültig gegen Künste und Wissensckaf ten; ohne industrielle Triebe; ohne beson dere Bedürfnisse; ohne sensuelle Leiden- fchafteu; ohne Geld und nur durch Tausch den elenden Handel vermittelnd, den sie treiben aber dnrchsckauert von einem unerschütterlichen religiösen Glauben an ihre irdische zukünftige Größe, und an die Verheißungen seiner Propheten vom Jen seits. Er zeigt uns die Mormonen ohne jede militairische, überhaupt ohne jede phy sische Widerstandskraft, ohne Waffen und ohne militairische Organisation. Aber er ist überzeugt, daß außer der wirklichen Ver nichtung kein Mittel besteht, ihre Religion zu unterdrücken; daß dieser Friede sie wobl vertreiben kann, aber ihren Anhang, ihren Fanatismus nur verstärken muß, uud wie gewaltig bat jene abcntbencrlichc Re ligion auf unsern Berichterstatter gewirkt er sieht sie zu Herren dieses Landes wer den, wenn sie nicht bis auf den letzten Mann ausgerottet werden. Das Alles em pört unsern Convertitcn. und er entschließt sich zur Flucht aus dieser religiösen Ein öde. Das erfahren die Elders, und man beschließt ihn zu ermorden. Da gebt er mit einem Zeugen zu Brigham Aonng, und nach vollendetem Mittagsmahl sragt er den Propheten, ob es wabr sei, das! er ihn ermorden lassen wolle. Da schlägt Brig ham die Augen nieder, legt beide Hände aus sein Haupt, und sagt ihm: „Glaube nicht Alles, was die Bösen sagen, ich segne dich!" Doch traut Loba, dem Falschen nicht, und nach einer Flucht voller sal obue Gleichen finden wir ihn hier an unserm Tische! Hatten wir Unrecht, wenn wir sagten, das klänge wie ein Mähr chen aus alten Zeiten? jA. d. W.> Europäische Berichte. London, 11. Mai.—Das Tan, wel ches sich in den Behältern von Keyham be fand, ist jetzt gänzlich an Bord der „Nia gara" und das „Agamemnon" verstaut worden, so daß nur noch nöthig war, den kleinen Ueberrest des noch nachbestellten Taues, und die Abhaspelmaschine einzu nehmen. Die Abfahrt der Schiffe zu dem Probeausflug sollte am 25. Mai stattfin den. Berlin, K. Mai. Die Zeitungen fast aller Städte Mittel-Deutschlands brin gen Berichte über eine schauerliche Winds braut, die am 9. April, nngebeure Staub massen mit sich führend, aufkürze Zeit Al les in Dunkelheit versetzte, und znm Theil sehr schlimme Verheerungen anrichtete. Angstvoll, als ob der jüngste Tag käme, flüchteten die Menschen. Interessante De tails giebt eine Mittheilung der „Magdeb. Ztg." ans Aschersleben. „Ich befand mich." schreibt der Corrcfpondent, „am 2y. Nach mittags 4 Uhr 28 Minuten, im Postwa gen auf der Straße zwischen Bernbnrg und Aschersleben, und zwar in der Näbe der Zuckerfabrik Zernitz, als ich bei ganz stiller Lust und balbbedeckrem Himmel gegen Sü den, rechts vom Dorfe Aderstedt und dem Anscheine nach kaum eine Viertelstunde ent fernt, eine imposante Wolkcnmassc von dunkelbrauner Farbe sich entwickeln, welche von der Erde aussteigend sich mit einem noch dunkleren Gewölke am Himmel in be trächtlicher Höhe vereinigte. Mit jedem Augenblicke wurde das Phänomen dunkler und drohender, der Postillon stieg vom Bocke und hielt seine Pferde an; es war dies jedoch kaum geschehen, als der Post wagen plötzlich von einer dichten Wolke Erde und Sand, ja selbst mit erbsengro ßen Steinen überschüttet, von einem furcht baren Sturme auf die Seite geschoben und beinahe umgestürzt, wurde. Die Dunkel heit war etwa eine Minute lang eine voll kommene nächtliche, die ganze Erscheinung jedoch in drei Minute» vorüber; der Wind blieb bei gelindem Regen noch etwa eine Viertelstunde ziemlich heftig, während der Himmel sich aus klärte und den schönsten Sonnenschein zeigte," Potsdam, 0. Mai.—Bei einem jüngst gegen Groß-Glienicke hinausgeführten Ma növer verging sich ein Unteroffizier des 1. Garde-Regimentes, so wird berichtet, gegen einen Vorgesetzten, indem er die Ausdrucks weise desseiben spöttisch wiederholte. Das Kriegsgericht fällte das Urtheil, wonach derselbe feinen Rang verlieren und als Ge meiner weiter dienen sollte; das aber kränkte ibn, der bisher vier bis sechs Jahre gut u. tadellos gedient hatte, so tief, daß er zu dem unseligen Entschlüsse kam, seinem Le ben zugleich mit dem seiner Braut, die hier bei einer achtbare» Familie diente, ein Ende zu machen. Am vergangenen Sonntage führten sie die Tbat aus. Man sand die dnrch einen Sckuß gctödtcten Leichname an der Havel, unfern der Jakob'schen Besit zung. Das Mädchen hatte ihr Gesangbuch in den Händen. Fr ankenst e i n, 29. April, Das Maß des über uns verhängten Unglücks scheint noch nicht erfüllt zn fein. Gestern früh wurde nur durch zeitige Entdeckung eines böslich angelegten Feuers ein ähn liches Schicksal, wie wir es erlitten haben, von unserem Nachbardorf Heimersdorf ab gewendet; Nachmittags, als die Menge auf dem Kirchhofe das offene Grab der Ver brannten umstand, wurde die Rede des Geistlichen unterbrochen durch einen Feucr ruf. ES brannte in Altalimannsdorf, dessen Gespann uud Mannschaften sich ge rade in Frankenstein zur Hülfsleistung be fanden. Heute Morgen haben wir die letz ten Winkel unseres RathbanseS geräumt, da das Verbleiben selbst in den startgewölb ten Räumen des Erd- und KelkrgeschosseS lebensgefährlich wurde. Der Magistrat ist jetzt geradezu obdachlos. In diesem Au genbiicke treibt ein deftiger Sturm neue leckende Flammen auf, und wirft das Flug feuer nach den Schindeldächern des erhalte nen Stadttheiles hin. Reitende Boten ja gen davon, um Spritzen und Mannschaf ten aus Tornau, PeterwitzundKunzendors zu requiriren. Die Trümmer unseres fern hin sichtbaren schlanken RathStburmeS und des weitbekannten schiefen GlockenthurmeS werden in ein Paar Tagen verschwunden sein; sie sollen durch Pulver gesprengt wer den. Die bedrohlichsten Giebel sind ge stürzt, jetzt fallen die Mauern ganzer Stra ßenviertel der durch Rücksicht aufSicherheit des Lebens gebotenen Zerstörung. Wien. Während unsere Blätter einen auSsiihrlicken Bericht über den Brand in Sputzau «-Berl>andlungen. Erster Zweig. Hr. Harvcy überreichte ein Memorial von Thom. C. Aardley u. A gegeu Oeffnung einer 10 Fuß breiten Alle?; überwiesen. Der Bürgermeister j machte von seiner Genehmigung mehrerer Verordnungen und Beschlüsse Mittheilung. Eine Mittheilung vom Stadt-Registra tor wurde dem betreffenden Comite über wiesen. In einer Botschaft scblug der zweite dem ersten vor, daß beide vom 4. bis zum dritten Montage un September sick vertagen möchten durch ein Amendement wurde der li. Juni anstatt des 4. anberaumt, Einige vom zweiten Zweige übersandte Comite-Berichte wurden I verlesen. Hr. Dukcbart überreichte den Bericht des Confercnz.Comite's über die Polizei-Vcrvrdiiung; passirte mit einigen Amendements. Die Verordnung zum Lcffnen einer 10 Fuß breiten Alle» zwischen Madison- wurde verworfen. Darauf Vertagung. Zweiter —ln heutiger Sitzung überreichte Hr. Äirk den Bericht des Fi nanz-Comite's nebst Beschluß, die Linie der direkten Besteuerung weiter auszudehnen, ward auf den Tisch gelegt. Auf Antrag Hrn. Kirk wurde die gestern erfolgte Ab stimmung über die Verordnung iu Bezug auf Pumpen u. Wasserpflöcke nochmals in Erwägung gezogen und dann mit einigen Mvdificationen genehmigt. Der Beschluß des ersten Zweiges im Betreff der Einfüh rung eines Polizei» uud Feuer-Allarm-Te lcgr'apben ward bis auf Weiteres auf den Tisch gelegt. Der dem ersten Zweige übersandte Vorschlag wegen der Vertagung am 4. Juni ward mit dem Amendement zu rückgeschickt, daß beide Zweige sich am 11. Juni bis zum dritten Montage im Sept vertagen möchten; ward angenommen. Nachdem noch einige unwesentliche Geschäfte erledigt worden, vertagte sich der Zweig bis heute Nachmittag. Hmidcls-Nachrichte». Verläufe. KWi>c> Baltimore Sechst, IKW SMll Central Ohio R, R. BdS. I. Hnpvtb,,.,« 'iso Batto, O. R. R, Altien 50 Nortb, Centr. R, R, d°, >öj I Mebl—war in ziemlich guter Rachfrage und der i Markt für alle Sorten fest, S»ll Fässer Ohio super wurden,u S>,U7j oerlanfi; 15.»0F, Stadtmnbien do, zu ,KI AM A, Oiste und 150 Howartstr, Cut ErN'a i!« CtS, per Äusdei, Roggen westl. 72; Md, «s>—«>7 Et«, per Busd-l, r —Md.W—Ri Pa>!l6—M Cts,perßnft>c^, weiter getrieben, nnd St, z» SM, oder »nm Durchschnittspreise von H 4,75 per IM Pfd, ver- Schweine .H 7M —7.L5 per IW Pfd. Scha a pfer planier,"" Paiurent River; Brigg ..Muscovado," Clarirt- Tampfer „Richard Willing." Philadelphia, B' Lid'?!°^l'"' DckilnntmachunAtN. Wichtige General -Vcrsaniml»»g de» driugend Bcrcm->n Officei>ci' g^" Nach Rotterdam. Stach Bremen wird prompt erpedirt da» schnellsegelnd« erster llapt. Ml Pro s>o»o inlktico. «M» sU?Mciiic eigne Proklamation.? Mt! leset! Met! Stiesel- und Schuhmacher von winen? dast ich Euch vor ungesädr jwei Wocheu deutlich sagte, alles Sovlenleder zu laufen, welche» Zhr für die nächsten drei oder vier Moimte weil von Hänte deutlich sab und ivuh'e. daß der Preis steigen Und ich sage Euch jes>t Einem und Alle» kauft Sot»c»leder, soviel nur möglicher Weile konnt; Ihr. die Idr seihst kein Neid habt, borgt welche», wenn Ihr könnt; nnd Ihr. die Ihr guten Credit habt überall wo Ihr handelt, lauft i-tzt für die nächstfolgenden fechs Mouate «e Zhr da« baare Mel^'d^kouimt de/niedrigstet'Baarpretten einen Dollar zu erspare». lch liabe gegenwärtig über Pfd. aller Sorten bald, und e sp H. GrUVY, «renzen deristatt?ai> tiniorc geschlachtet werden, auf der zu diesem Zwecke be stimmten Staatswaage gewogen werte» tinnien, nm"' Slrafe'vo» Hl bis Per Stüh wevon die ,hälfte der Uebett°retcr!>n verbasten, Ja S>- »te r> Wa»er Ingenieur.^ Pekniliitiilachiliils. Die B°rstchcrder„Baliim°rcAssoiiation j»r Verbesserung der Lage der Armen" Hahr» an Dr, 6, P, Moreng in testen weichicklichkett ste Aiigrn- Nachmittag, mit Ausnahme des Sonntag», um hall, nach !i Uhr gegenwärtig sein. Im Auftrage des Augen- und Arzt. Dr. C'. p. Moronl, ÄIMN- >i»s> ohll>i>°.!irli»liheileit medizinisch und wundärztlich Office: Nr. 71, Nord-ChmleSstraßc, (MaiN,II? Baltimore, Md. A» das Publik»!»! Ter unvergleichliche Wefu»dhcits-Li.iucur, sMiene Litter.s, Dr. .lg.,tten,t.» ..nn, Nr, S üd-Howardstr.. iMail-lüMte) Baitiiiivrc. Nr. IklZ, Baltimorestraße, m!d'w! e?^"^ (5-iittil naiiz neueil ü^narcii-Vorrat!) von Strumpf-Waaren, Handschuhen, Unter- Etiles Alihlcn-ArilMMi,!. Dießalti^nore^ Dodliin t'e Warsicld, Wi i'so». Präsident. April 2-1,, IM«, (Mail»,lM» getroffen werten, Dobbin ii Warfteld, Agenten. Baltimore, den Mai IW«,' (Ma>Ul,lMt>^ W.McLainsSrlohnDampf-Mhte 112 ü r gedrehte, gesagte und geschnitzte SimSarbeit, Ti schle>ne. j. nßbaum, Kirfch°.Pappel frei adgeliefert, !Apr.l-I?!>Mte,> Feine neue Perl SSs"s,.Broadwa».°" Vertaniit und Schicht. .I'U 6» ,»c d -Äachwciiiiiigs Bureau, unter Aussicht der „deutschen Gesellschaft." Zu uerimethen zu »erlumjen. Zii ucrkaiisrii oder zu vcrmicthcn Grundbestk genommen. Das Äanze ist billig zu baden, (125-Ai> ?ir!!», SutÄen?lr,"' woselbst auch eine angenchtm vc^mietbe» Holz silr Hauserhauer, Fabriken »lid Äscher. ling, ic,! d»s wir ju de» billigsten Marli' preisen im lÄrosien und Kleinen in Ar, II», i'igtstr,- Werste, oder Ecke von iiutaw und ivermanstraße, zum Bauholz! Bauholz! 3,500,0v0 Fuß Bauholz, und 700,000 Schindeln und Latten zu ver kaufen. Wir lenken die Aufmcrksamlcit aus litateu und Gröben, Wir schneiten Bills aus Bestellung unb liefern Zensterrabmen. Thüren, jltabmen und Hobelarbeit zu INI. ober Noch billiger! 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Stad t-Ae r i ch te. Die n eue A bsch ätzung. Der! Bürgermeister bat folgende Herren zu As sessoren der neuen Steuer-Abschätzung er nannt I 1. Distrikt Archibald Teal, Edw. Hornev, Sam'l M. EvanS, Clerk. 2. Distrikt JohnEhrman, Joseph WeatberS, James M. Baker, Clerk. 3. Distrikt John Guuton, W. H. B. Fusselbaugh, Dr. Edwin S. Tbomas, Clerk. 4. Distrikt William E. Beale, W. JenkinS, Durus Carter, Clerk. 5. Distrikt Thomas Hanson Belt, Benj. F. Natt?, Wm. McPhail, Clert. 6. Distrikt James L. Armstrong, Deeter Barger, Charles West, Clerk. 7. Distrikt Edward I. Ballard, Henry MyerS, Sam'l Guest, Clerk. Distrikt William OnrSler, Sa muel Adams, Geo. H. Harmon, Clerk. 9. Distrikt George W. Showacre, Asa HigginS, Benjamin F. Gonld, Clerk. 10. Distrikt William Wright, I. Weslev Walker, John W. Loane, Clerk. General-Direktorium. F. Littig Sbaffer, Henry Snvder, Henry Travers. Geo. H. Dutton, Thom. E. Hamble ton. Heute Morgen um Ii Uhr befördert das Dampfboot „Baltimore" zur jährlichen Inspektion den Stadtrath nach dem Ma rinc-Hospitale. Die Leiche loh. M eD ono gh 's, der bekanntlich in New-OrleanS starb, soll in Gemäßheit einer im Testamente des Ver storhenen enthaltenen Clause! behufs Be erdigung hierhergebracht werden. Zu die sem Zwecke wies'der erste Zweig des Stadt rathes in seiner vorlctztenSitzung K2VW an. Das Marvland Ackerba n-Col legi um. Aus dem uns vorliegenden Berichte über dieses Institut ersehen wir, daß dasselbe am 5. Januar nach Einzah lung von H50,1>00, in Gemäßheit der Be stimmung des Freibriefes, etablirt ward. Dasselbe liegt 2j Meilen vön BladenSburg, 9 Meilen von Washington, D. C., und 28 Meilen von Baltimore entfernt und kann von letzterem Orte binnen per Eisenbahn erreicht werden. Die nnt dem Institute verbundene Farm enthalt 428 Acker Land, für welche per Acker MO gezahlt wurden. Der Bericht giebt min eine umständliche Beschreibung von der Er richtung der Gebäude, die zur Aufnahme von 120 Studenten geeignet sind und gebt dann zu dem Lehrplan über, der in theo retischen und praktischen Unterricht zerfällt. Die Farm soll als Musterwirthschast gel ten und die besten Zuchten von Vieb, Ge flügel, sowie die vorzüglichsten Ackerbauge rätbschaften ausweisen. Spricht sein Bedauern aus der „Clipper", daß man die Abstimmung für oder gegen die Convention nicht mit einer Munizipal- oder Staatswahl verbunden Pabe. Die Wahl war dem „Clipper" viel zu flau, was man seiner Vorliebe für gewal t- j same Verhinderung der Bürger am Stimm rechte zuschreiben muß. An des „ClipperS" Anbang lag es wahrhaftig nicht, daß die Wahl so rubig vorüberging. Das Publi kum stimmte theilweise nicht, weil es alle Berübrung mit dem NichtSwisserthum ver meidet und anderntheils hielten sich die Adoptivbürgcr in mehreren ihrer Haupt- Wards von den Stimmplätzen entfernt, da die alten Gesichter der Raufbolde sich dort sehen ließen. So wurde in der zweiten Ward eine Störung versucht, demzufolge dort nicht mehr als 35 demokratische Stim men fielen. In der scchszcbnlen Ward wurde Hr. Sauerteig von mehreren „jun gen Männern", vülgo uichtSwisserischen Raufbolden, überfallen und durch Schläge mit einer Bleifchlingc verletzt. In vielen Wards gelang eS den Adoptivbürgern, ihre Stimme abzugeben und dieser Umstand bat obne dazu beigetragen, daß die Mebrbeit der Nichtswisser im Vergleiche zur Wabl im Herbste von 9,528 ans re duzirt wurde. Bill Alexander hat beschloß sen, nach Japan auszuwandern. Die Co n zerte be i eu t b ech e r 'S. Die rege Zheilnahme für die musikalischen Abcnd'Unterbaltungen im Salon des Hrn. Leutbecher, Frederickstraße, wächst in dem Grade, als es in unserer Mitte augenblick lich sast gänzlich an Gelegenheit mangelt, sich der Ocdc zu entziehen, die Baltimore zur Heit zum langweiligsten Orte der Welt macht. Nirgends scheint'» sich bier zu re gen. Während New-Aork, Philadelphia, Cincinnatt Zt. ibre deutsche Pfingstfeicr begingen, batten wir hier einen der ledern sten Pfingstmontage, deren wir uns erin nern können. Schlechte Geschäfte und der TerroriSmuS der Rausbolde babeu ein Za qen und ein Bangen hervorgerufen, das schon in mancher Brust die Wanderlust „nach dem Westen" wachrief. Ja, einige alte Bekannte zogen bereits ab, Andere treffen Borbereituugeu, ibnen zu folgen. Das Alles bekundet einen Zustand, der nicht allein eine Folge des gewaltigen Fi nanzfchwindels des vergangenen Jahres ist. Durch diesen litten alle Städte, aber neues Leben durchdringt bereits wieder die eom merzicllen Empörten der Union. Nur in Baltimore stockt'S: die fremden Einkänfer bleiben ans, oder gehen meisten« weiter öst lich anhaltender Regen bat viele Detail listen dem Banguerotte nahe gebracht; eine Menge Arbeiter wurden erst neuerdings wieder entlassen und das Gefühl der Un sicherheit hat durch die vorgestrige Abstim mung einen neuen Ausdruck erhalten. Doch „es kann icS darfj ja nicht immer so blei den" und den Wahlstörungen der letzten Jabre, denen wir den größten Theil der hiesigen Uebel zuschreiben, muß eine bessere Zeit folgen. Unabhängige Männer müssen und werden die Partetfanatiker verdrängen und dem Raufboldthume Einhalt thun. Zwischen all' diesen Fatalitäten glänzt uns aus der Frederickstr. ein freundliches Licht entgegen und in Lcutbecher's Salon sucht jetzt Mancher die Sorge zu verscheuchen, wozu die herrlichen Musik-Vorträge am Montage, Mittwoch und Samstag die Ge legenheit bieten. Den Künstlern des Leut bcchcr'schen Salons wird sich, wie wir hö ren, nun auch der treffliche Violinist Mahr zugesellen, während das kleine Orchester durch das Engagement des talentvollen Flötisten Freund bereits Zuwachs erhalten hat. Hr. Ahrend steht nach wie vor an je dem Conzcrt-Abende mit einigen Soli auf dem Programme und kaum eine Woche ver gebt, wo das Repertoir nicht durch eine neue Piege vermehrt wird. Auch der Ame rikaner, d. h. der Eingeborne, beginnt, Geschmack an den musikalischen Abend Un terhaltungen zu finden und, nachdem er nunmehr mit seiner Kritik über „Lagerbier und Cigarrendampf". gerade weil er ge lernt hat, sich mit dcmfclbcn Gusto als seine teutonischen Nachbarn dem Consum dersel beN zu unterziehen, fertig ist, horcht er mit Aufmerksamkeit auf die Weisen der Meister der Kunst und wenn ihm bei'm Anbören eines Ahrcnd'fchen Violoncellso lo's die Cigarre aus dem Munde fällt, so ist wabrbastig die Lualität de« Rauck'sten aclS nicht daran schuld. Die Musik civNi sirt und da der Eintrittspreis so gering ist, so steht eine immer größere Betheiligung ,u erwarten. Wir haben ernstlich vor, e>- nen Leitartikel zu schreiben, um zu bewei sc? daß durch die Musik bei Leu.becher'S nach und nach das Raufboldthum Balti «ivrc'S vernichtet werden kann. Fnr Mapor Swann dürfte es von Wichtigkeit sein, sich deshalb mit Hrn. Lcutbecher ,n Corre sponden; zu setzen. Ernennuug. Der Ver. St. Mar schall WatkinS ernannte vorgestern Hrn. Jakob Sutton von Kent Co. zu einem sei ner Assistenten. Die 75. Jahressitzung der EpiS eopalkirche des «Staates Marvland wurde vorgestern in der Christkirche in Gaystraße er öffnet. Verspätung von Babnzuge». Tie am Mittwoch um 5 und 9j Übr Morgens und 5 Übr Abends bier fälligen Eisen babnzüge ans dem Westen langten erst in vorgestriger Nacht an. Die Verspä tung batte ibren Grund in den in Folge der deftigen Regengüsse an niedreren Stel len der Bah» stattgesuiidenen Erdsällen. Die von bier nach Wheeling abgegangenen Züge stießen auf einer Strecke von 250 Mei len auf kein Hinderniß.. In Folge der auf der ganzen Bahnstrecke eingeführten Wachsamkeit wurden die Zugführer bei Zeiten von de» stattgefunden«!» Erdfällcn In Kenntniß gefetzt, wesbalb weder die jüge, noch die Passagiere in Gefahr gerie theii. Eine bedeutende Anzabl Arbeiter ist jetzt mit dem Wegräumen der Erbmassen beschäftigt und glauben die Beamten, die Bahn bis heute wieder in fahrbaren Zu stand fetzen zu können, wcnn nicht der Re gen neue Erdfälle herbeiführt. Die Züge der „Baltimore- und Ohio- Eisenbahn" trafen gestern in östlicher und westlicher Richtung wieder regelmäßig hier ein. Zum Sänger feste in Pitts burg. Der bicsige „Liederkranz" wird auf dem Pittsburger Sängerfeste vertreten sein. Sechszehn Mitglieder ein vollstän diges Ouartett werden an der Sänger- frier theilnchmen. Solche, welche die Fabrt mitmachen wollen, tönnen bei Hrn. W. Holtzmänn, Frederickstr., weitere Auskunft erhalten. Die Pfing st-Exe ursion der hie sigen Mitglieder der „Egg Harbor" Gesell schaft fiel sebr befriedigend aus. Manche unserer Mitbürger, welche Lust hegen, ganz und gar nach Egg Harbor überzusiedeln, hatten den Ort bis dahin nicht besucht und sind durch das freundliche Erscheinen des selben nicht wenig überrascht worden. Bei nahe 200 Häuser sind bereits errichtet und in Errichtung begriffen und die Bevölke rung zählt über 1000 Seelen. Eine be kannte Persönlichkeit, welche die Baltimo rer bei ibrer Ankunft in Egg Harbor be grüßte, war Hr. Wolsieffer, als Lehrer u. Gefangdirektor früher in unserer Stadt ansäßig. Hr. W.ist der Lehrer der Jugend Egg Harbor's u. bat das Commando über eine nicht mehr kleine Schaar heranwach sender Republikaner und Republikanerin nen. Das Unternehmen von Egg Harbor macht unzweifelhaft gute Fortschritte und bleiben das Interesse und die Tbeilnahme so groß, als bisher, so tönnen wir der Zu kunft der von deutschen Advptjyhürgern be gründeten Stadt das günstigste Prognosti kon stellen. Die Liquor Händler hielten vor gestern eine Versammlung in der „Metro pvl itan-Halle", während welcher niedrere des unliccnsirten Berkaufs spirituöser Getränke angeklagte Mitglieder ihre Namen einzeich nen ließen, damit der Anwalt des Vereins die Vertheidigung führen kann. Es wurde nach Erledigüng'einigti unwesentlichen Ge schäfte beschlossen, den Verein permanent zu organisircn, worauf der Präsident ein aus fünf Personen bestehendes Comite er nannte, welches die betreffende Constitution nebst Ncbcngcsetzen zu cntwcrsen hat. Dar rauf vertagte sich die Versammlung. Bcgräbniß.— Der „deutsche Hülfs- Vcrein", begleitet von Capt. Feldtmann'S Musik-Corps, geleitete gestern die Ueber reste des verstorbenen Mitgliedes I. Fuchs zur letzten Rubestätte. Eine eigenthümliche Verun stalt nn g. Einem englischen hier er scheinenden Blatte entnehmen wir folgende Notiz. Eine in 'einer von Canal- nach j Ävugbstr. sübrenden Alley wohnhasle Fa milie, Namens Brown, besitzt ein vier zebn Tage altes Aind, dessen Gesicht auf eigentbümliche Weife verunstaltet ist. Ma» sieht »ämlich nur eine Lippe und zwar die untere. Der obere Tbeil des Mundes be findet sich in gerader Linie mit der Nase u. öffnet das Kind den Mund, so erblickt ma» den ganzen unteren Tbeil der Nase mit al len Einzelnheiten. Zwischen der Nase und dem rechten Backen bcmertt man ein barteS und weißes Stückchen Fleisch von der Größe einer Wallnuß. Das Kind erfreut sich seit seiner Geburt einer vortrefflichen Gesund» beit. Rettung.- Gestern Morgen fiel an der Südseite des Bassins ein junger Mauu, Namens Louis Kulp, als er Kupferplatten von einem kleinen Boote trug, in'S Wal ser. Ein Knabe, Namens Brewer, war der einzige Zeuge des Vorfalles und eilte mit einem lleinen Boote dem Manne, wel- cher dein Ertrinken nahe war, zu Hülfe und rettete ihn. Aus der Besserung befindet sich der vor einigen Wochen in Washington durch Rausbolde schwer verwundete Jail- Capitain JameS. Uebrigens waren die erhaltenen Wunden sehr schlimm und I. soll nur mit genauer Noth dem Tode ent gangen sein. Ün sa 11. —ln Folge eine« Unfalles an der Maschinerie inustte vorgestern der Dampfer „City os Norfolk", der seine Fahrt nach Savannahangetreten hatte, nachdem hiesigen Hasen zurückkehren und wird nun vollständig reparirt werden, ehe er seine Fahrten wieder beginnt. Mißglückte Ärandstiftung. Bösewichte batten vorgestern Abend um v Übr eine Zimmermannswerkstätte in der Grantstraße in Brand gesteckt, doch wurde derselbe bald von Vorübergehenden entdeckt und gelöscht, ehe er große Fortschritte ge macht hatte. Auf frischer That ertappt. In vorlehter Nacht erbrach ein Nkb den in Baltimore-, nahe Pearlstrafie, belegenen Äleiderladen des Hrn. I. Störn und war eben im Begriff, eine Anzahl KleidungS stücke einzupacken, als ihn sein böses !i.'Aldcn occupirten u. jn Süd-Cbarlcsstraße belegenen Waaren- Magazine offen und entwendeten daraus AISO. Wie die Diebe in das Haus ge langten, ist unbekannt und man vermu thet, daß sich dieselben schon vor dem Schlie ßen der Thüre in, Gebäude befanden. Die Diebe hatten das ungefähr H4O kostende Schloß abgezwängt und mitgenommen. Die Spülich t-M i lch. —ln Folge der Enthüllungen über die Fabrikation des giftigen ans dem Spülichtwasser erzeugten Stoffes, den dießew-Aorker unterdcmNa inen „Milch" zu trinken bekommen und ibnen gewöhnlich als „echte reine Milch aus Orange Co." aufgedrungen wird, ha ben niedrere hiesige Familien, die ihnen von den Milchleuten verlauste Milch einer ge nauen Prüfung unterworfen, und sind zu zu der Ueberzeugung gekommen, daß kein einziges Luart den giftigen für so viele Kinder in New-Aork verderblich gewesenen Stoff enthielt. Von einem Hunde gebissen wurde vorgestern in der Frontstraße der 15- jährige Th. Ward. Der Mayor gab Be- sehl, den Hund zu erschlagen. Anklage wegen "g' Vorgestern wnrde des EchoonerS „R. B. .öUiUand, wegen angeblicher grausamer Mt,!.'a»vlung des Matrosen Tbom. Dllviö verbaftet u. mu>ite Bürgschaft für fein Erscheinen zum fern' Ren Verhör stellen. Polizeib e r i cht. —Am M>ttw l)ch eonnscirte der Marlti.ieister vom ttre maltte eine Quantität Bntt.r, welche r das normale üwvicht seblte. In der Näbe der 'Polls ,n de' achten am vorgestrigen Nach mittagc CbarleS Riple'.' wegen unprovozir ten grisscs aus den bejabrten Hrn. Fr Supplee arretirt und bis auf Weiteres ei iigesperrl. R. nahte sich dem angeblich in r'Mger Un terbaltuug mit einem Zelannten begriffenen alten Herrn u. streckte ihn mit ei nem Faust schlage zu Boden, sobald dies der als Clerk der Wahinchter agircni.>c Sohn des Mißbandelten bemerlte, eilte. e> zu desten Beistande herbei und wnrb-e von einigen Uinstebnden mit Schlägen traktirt. Schon entwickelte sich eine allgemeine Schlägerei, als der demokratische Wahlrichter S. G. Davidson einschritt »nd Ruhe stiftete. Hr. Supplee wurde nach seiner Wobnnng in! Monumentstr. gebracht, wo ein Arzt seine! Behandlung übernahm. Während der vorgestrigen Abstimmung I in der zweiten Ward machten nicbtSwisseri- sche Raufbolde dreimal einen Angriff auf I Hrn. Slater, den Clerk der Wahlrichter, schlugen ihn zu Boden und traten ihn mir j Füßen. Der Marschall Herring war wäh- rend des Vorfalles anwesend, fragte aber, anstatt dic„Bnllies" zu arretireu, was Hr. Slater gethan baben wollte. Mayor Swann hatte diesem Hülfe versprochen, wcnn die selbe nöthig werden würde, allein es blieb bei dem Versprechen. Auktionen. Die Auktionatoren F. W. Ben nett Co. versteigerten am vor gestrigen Tage ein an der Nordseite von Baltimore, westlich von Pearlstraße, bele genes Gruudstück vou 18 Fuß Fronte und 'll)2 Fuß Tiefe, auf welchem ein ü-stöckigeS Wohnhaus nebst Hintergebäude steht. Hr. Levi Sanders erstand es für K 2500. Der jährliche Grundzins beträgt Kl-tt. Dieselben Auktionatoren verkauften am vorgestrigen Nachmittage ein früher von der „Phoinir-Meter-'Compagnie" benuhteS und in Hollldaystraße belegenes Gebäude von 2!U Fuß Fronte und 77z Fuß Tiefe an Hrn. Starr für KISOO. Der jährliche Grundzins beträgt HISU. Im Auftrage des Stadt-Auditems versteigerten gestern die Auktionatoren S. I. Soper K Co. eine Anzahl für welche die städtischen Abgaben seit meh reren Jahren nicht entrichtet worden ren. Unter den Käufern bemcrttc» wir die Herren F. G. Scharff, Heinr. Seim, S. Winter, Bübler u. s. w. Der ganze Betrag der verkauften Grundstücke beläuft sich auf .HBIK6. manund darf reeller Betiemmg geiv.iriig sein. Wer alsoßedarfhat. spreche, wie oben. vor. (i«i-> s' le !r^i Porloberecknnng ist die billigste. K?-Das >o>i>nl»irj,er D.iuipsftlinV „Austritt" wegen seiner schnciien nndglniilichen Dahnen rnbmiichsi betannl. segelt an> Dienstag den .»nni. ven Ä.w ?!orl nachHambnrj, via W>ge„ u, Briese n.ic>, Dcinsttiland »»d den, ,l»e>,lvvtt^ perVriesvon'einerbalbenllnje ^Mte> und Knsfee, welche gut sind. Tl?ec und Kaffee »n lanfen. tMai^>Mt> Baltimore Fire Insurance-Nsfire, Südwest Ecke von Sonth> n. Waterstr., versichert fortwährend gegen Perlust oder Schade» durch Rrandunglück, sowohl in der Star«, wir lm Land», alle Arten von«!lge»tbu»>: Wohn Vaden- ».Waaren- Häuser. Handelsgüter. A-le rba Up rodn lte. Möbeln. Hausgerathschaften. im Bau begriffene oder im Hasen tn Latunghc. finbliche Fahrzeuge n. f. N>. Z. I. «olicn, jr., Präsident. Robert A. Wi^am^Giimor, E. Car^!!"'' Wm. A. Worlhington, R. S. Stewart. I. W. Alrick«. 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