Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
May 5, 1858

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silk MM ItV fnxoemek I?), nr. ok ItiNtimnio l!u; Xti.l., viv. 18. Jahrgang. !je!>ien, welches Ms, iu il»em Korpee wutliet, luuge Ve»tc dcu v Nl'r Morgens Ins ü Ul'r Adcnds. g.nter Adicssc zu slnmn Dr. i). V. S »>i th. Nr. 11, End zrcdtn.lstrasje, Baltimore.Md, Discuit- und Craäm-Dückmi.

Nr. 14 iwis.wu rcr Brnck» und NB. Witten, Ruchsen u. s. w. werden nach Äuslrag gemacht und imporlirl Neparaluren >«rtcn d. Li Feld-Sämereien, Ackerbau Merätbe°und Maschinerie. Der Iwlerjeichnele macht Zarnier undÄärlner anf s.i nrn Porratd von frischen und ächten Sämereien aufmerksam, Dieselben bestellen au« allen vri'juMdlten Sorieu, von tcn be ste nPr du, eulen i! u e spa unl Ä mertla dejraen, sowie au» einer allgemeinen Auswahl von äeld J) Nr, 4«, Baltimor». Der Deutsche Correspondent. »»kl Dr. HenryAndersv», Nr, >>'-ÄNr> Dr. M. Wiener, Homöop sch e Ar Zt, W l>n »»dn »Nil. Dr. (5. Wisi le»t in »i», s>> d i?« b c r»v ft raj Ms»»« Dr. Fr. Bartscher '"I gen'ii v 'IM Sanitätörath »r mn! ,Lkl/.>»' l'Mle, Deutsch e R p o t h e k e. Ferdinand Hasseneainp, i";° >'>w>l>.aiafl.N. füllen, Deutsche Ap ot he k e Ebs. und Wm. Caspar!,^ su>.> .u aln.» 1.f.r«.» >Ur in uns.rni r Deutsche Apotheke H. .«Koch Li Bro», A» da» deutsche Publikum.' Ciul ChliKi»» ncileste plUcillivtk Pnich P>nid>sW Erzielnin^-^illlilute. Deutsche uud englische Schule F. littnpp, und Ugi« gen Unterricht in Vrr tiißschtii Sprache!! Dr. Ä.Gunjburg.

Saliimorc, Md., Mittwoch dc» 7». Mai I^7»^. llllil l!l,1»lU!>. Liquor! Liquor! Liquor! Arac de Vatavia, Deutsche tt>rvrrrien. Aechte Brenier eu u a uqrii, Billige und gute (hrocerieeu bei EdnistiiiiS vV Olli., P l» i e l p l, i P a I e A l e. Akchtc».bilüMßhein n. IriiiizliiischcWeine. Vkl»e»oweth Li Booth, Importeure und Händler in Wein und !i'ianor, Firi»'lick llniiii, niiil Weinen.V .n'^' Aechte importirte Stteine» F. IvrltiiMSlimisr», (t». Ferciot, von französischen Weinen und Branntweinen, Nr. !tll, Hvl Ii da u ,^n Sa ato^ ast ß e ,»nndc„ >eell, billig unc puntll.ch »..sneien ,u u. l Vorzügliche Weine, Vrandieö zc. A Climroii vV Cl'iiiti,. MAqcntcn für Weiuberg besiher in Im Richt-rrplodireildeFuidliiil-Lamptn! Newell'S p.Uentirte liniirusnl Xvliir I>'liiiil n am 'L. A i I, n. s>»r r n A.-s? .Nk t r. 2 üNelisutter! Welschkorugrutze! Zlvetschqril, »^e»^! M>ehl Z abMlirs.rt, Kuller snr Viel, und Schweine. >l,i Nachricht. Rothe Weiße Weine; j Rliein Weine! Ep'inische und portugiesische Weine: r eiil ln G,UI o iez u 7 t l lar. lj, Malaga z»i j u.T ctt. r p. r isch^^B'! ?r. .1lil>»sto», der einzige Arzt, welcher anzeigt, t» l et d""^'d» Lu'l»' z./. Jolmston's StärknnsiS Mittel snr '"«v! Alle !!'r>.se müssen einen Slam» U«I einer Äntwrrl sichre ju sein allein ei.« be^rsteNe«. iApr I.t^Mte» Friedrich drr »lid srin Hof. edrr Friedrich der Tic Prinzessin ging l.ick'elnd z» ibrem Schreiblisch nnd »abiii ans demselden eine kleine Rolle welch» sie dem 57 bei Eeremoniennitister daroicbte, Aebme» Sie, sagle sie. «Glücklicherweise belam ick' gester» mein Nadelgeld sür den nächsten Monat bin also im Stande, die «Uleick'beit Ibrer «Gläubiger uud Ibrcr Vouisd'or sür dies Mal beizustellen. Pöllnis> nabm das obne zu errö lben, und tüßte der Prinzessin mit einem vergnügten Vaeben die Hand. leb>, Kö nigliche Hobelt, sagte er, jeht bereue icb nur noch Eins! Ann, und das ist? laß ich die ,jabl meiner ttU.inbiger nicht böber angegeben babe Mein "iott, wer konnte aber auch die großmiltbige Absicht unserer erbabenen Prinzessin abnen! Tie erst eli W olle n. Noch ganz lrnnken von Mück, ganz selig in der Erinnernng an dieses erste Reiitez vons mit seiner schöneil nnd erbabenen ">e liebten, ritt Friedrich von Trenck die ede, eiilsame Bandstraße nach Potsdam dabin. Er batte nicht nölbig, ans den Weg zn a>b len, obwobl derselbe dauials sreilick' no.b durchaus teineAebnli.bleit mit deii glatte» und ebenen Ebansseen der I'entigell Tage zeigte, sondern bolprig oder liessalidig war. Seil» Pserd lannle diesen Weg genan illld Trenck loniite sich ganz und gar a»s die Klngbeit und deffelbe» v.r laffrn. Er legle die ,!>>gel sorglos ans den Hal? des edl.n Tbieies und ließ sich von demselben langsam und bebaglicki seinem Ziel enlgcgentrage». Allmablig begann es Tag z» werden, nnd der HijNMel, welcher vorber in purpuriien "Uutben gestrablt, tlarte si.b ab z>i eiliei» tiesen sanilen Blan. Fii deli Vüsten, welebe liocb ni.bl von dein und dem la»l> de>> Tages ge trübt waren, sauge» die i'ercben ibr sreb liebes Morgenlied nnd wirbelten sieb ans in diese linermeßlichleit, welebe >oir den von der'ttottbeit nnd drn Engelii bewobn len Himinel nennen, von der die Pbvsiler nnd Malbemaliler sage» das! sie nicbls weiter sei, als ei» mit Nist gefüllter Rani». Trenck achtele Iveder ans Lerchengesang, noch ans das allmäblige Aussteigeii der Sonne, welebe mit ibren goldene» Strab- leii die anmutbige Vandsibast ringouni er lenchlete, und die Z bantropfeii in den Kel chen der Plnmen, die am Rande des zu beiden Seiten de» bililanfeliden «Kraben» standen, zu Tiamanten u. schim j mernden Rnblnen verwandelle. Er war ganz ersüllt von diesem süße» und wundee baren das sieh wie ein goldener Re gen über ibn ergossen »alte. Er wieder bolle sich jedes Wort, jedes Lübeln, jeden Händedrnek seiner «beliebten, ilnd eilie glll bende Rötbe slaininte in seinem "i,>sjch, allf, ein süßer Schauer bellemmle sein i Herz, als er daran dachte, daß sie in seinen Armen gernbt, daß seine i'ippen dies.» len scheu, jnngsränlichen Mnnd geliißt balteii, dessen Atbem ibm srischer, reiner und dns tiger dnnlle, als dieser lane srisebe Mor genwind, der eben seine Wangen säebelle mit seinem schwarzen i'oelenbaarspielte. Mit einem seligen Väebeln und mit stolz erhobenem Hauple dackile er daran, daß Prinzessin Amalie ibm Hoffnung zugegeben anf ihren Bcsi», daß sie an die Möglichleit elncr dereinfligen Verbindung mit ibm glanble. lind i» der Tbat, warum sollte dies nicht möglich sein Halte Treiict niebt In wenigen Monaten eine so glänzende, über eiegemacht,daßdieHcr.zrn sei ner Kameraden davon mit And ersüllt wa ren, u, man von ihm wie voncinein besoiue re» Liebling des «Mieles sprach Kaum seebs Monate waren vergangen, seit er als ein junger unbelannler, wenig bcmiltelter Student nach Berlin gelommen war, um durch seinen Besebüher, den Silasen von Collum, dem König sieb empscblen zu las sen und die ttlnadc zu erlangen, in die Veib garde Seiner Majestät ausgenommen zn werden, Ter König, überrascht vo» seiner schönen, ächl triegerisehen «Gestalt, seinem reichen Wisse», seinem wunderbare» dächtniß, der König hatte ihn sosort zum Eornet in seiner berittenen VeibgardeA ge macht und ihn wcnigc Wochen spalcr schon zum erhoben. Als solck'ee balle er die große, und sür einen tanm achtzeb» jährige» Jüngling uuerborle Ehre genos sen, vvin König dazu erwäblt zu werde», zwei Regimeiiler» derschlesischen Eavallerie die neuen Maneuvers einzuercrciren, »iid Friedrich selber batte ibm sodann nicht bloß in gnädige», sondern in liebevollen Worten seine Zufriedenheit ausgedrüäl. Ann ist aber die .jusliedeubeit und das gnädige Rubeln eines Fnrsten wieder Son »enstrabl, welcher dein von ihm getroffenen «Ikgeiisland einen weilbin leuchtenden,strab lcnden «Bilanz verleibt nild die Blicke der nengicrigen Menschen ans sich ziebl. Ter von dei Sonne der Fürstenguust bestrablte junge Vicntenanl Friedrich von Treiick war natürlich sofort ein «Agenstaiid der Anf mertsamtcit, der Freunbliehteit, der vorlommeiiheil für alle diese Kreise, welche von irgend einem Slreisliebt des Hoses ge troffen ivurden. Mebe als einmal baue man geseben, daß der Konig vertraulich den Arm aus die Scbulter des j>>" Vien tenants legle nnd sich lange und lächelnd mit ibm unlerhicll, mcbr als einmal balle die stolze nnd sast unnabbare K onigiii.Mnt ter dem jungen ssizier ein gnadiges Kops »icke», ei» srenndlichcs Wort gegönnl, mebr als einmal ballen die Prinzessinnen bei den Festlichkeiten des lebte» Wittlers j ibn z» ibrem Tänzer eriväbll, und alle diese jungen schönen Mädchen der Hosgesell schast erllart.il, daß Aieinand eiii besserer Tänzer, ein a»»nerlsa»icrer Eavaller. ein nnlerbalt.nder "ksrllschaslcr sei. als Fried rlck'von Trenck, dieser junge, lebrnslnstige, ewig beilere, ewig sorglose t ssizier, der alle seine nicht nur »m eine Kop feslänge, sondern d,«ch dur.b seine i'iebens würdigliit, seine Talente weit »berragle. Es war dabei s.br natürlich, daß diese ganze glänzende Angolraiie sebr bemüht war, den jungen Viebling yes Konz.zs und der Tanieii in ihreKreift hinein zu zieben, daß man ibm überall stündlich entgegen taül u.ch ihm dze Ebrsnrck't uud Ausmerl samfeit bewies, weick'e ihm als dem Viel' ling des Königs, der Musen und «Grazien »»bestritte» zugestände» ward. Friedrich vo» Trettck war i» seinem In- neen zu gesund, zu uaturkrastig, um durch diese allseilige Beack'iung nnd Berberrliche- j Dt't' sll'lltjcht' tiiljliche und wöchcutlichc »ittliiiig, Friedrich lltiinc, Süd ost Ecke von Baltimore u. Gaystraße, Baltiiiiort, Md. Numincr 107. rung eilel nnd bochsabrend geniachr;n wer den. Aur gewöbnle er sich daran, wie an ein ii'ni znstel'ende? Recht, nnd es '.'ei'wun derie uud erschütterte ilni kanm noch, als l der König iöni seiner l rung zwei Pferde aus seinem eigenen Mar' j stall nnd die für die damalige .Zeilen deden- tendeSnmine von tausend Tbaiern senkte. '.'!nr ersüllte il'n diese große allgemeine ninnst mit tübnen Lvüiischen und doch strebenden Traumen, und ließ il'in das lln glaublichste und Unerbörteste als etwas j Mögliches und Erreichbares erscheinen, .tu dem »>ar Friedrich von Zrcnck, wenn nicht eitel nnd aufgeblasen, doch stolz und ebr geizig. Er balle sich ein groües .jiet ge se»l, er strengte alle seine Kräfte, an es zu erreichen, uno iu seinen schönen und mu tbigen Stunden zweiselte er gar nicht, daß !es ibni gelingen werte. Er war dabei im mer tbatig, immer wachsam, immerzu ir gend einer ?b,it bereit, und ganz erwar lllnge'roll anf irgend ein Riefenwerk, das j ibm anf Einen Schlag Macht nnd Reick'- rl'nm, Rubin nnd ««,i>ße bringen sollte! Er snblte die Kraft in sich, eine Welt zu erobern und sie zu seinen Füßen »iederzu schlendern wenn der König ibm die zwölf Rieseiiarl'eiteu de? Hereuks übe»tragen batte, so U'ürdeei Mb nichtdaoorerschreckt, j sodern er würde sie oollsnbrt baben. Ueber zengl davon, daß ibm eine glänzende und rubinvolle ,tnl»>ist bevorstände, bereitete j er sieb ans dieselbe vor. Keine mit einem ersten Studium einer strengen wisseuschaillüben Arbeit beschästigt, all sei »ein Schreibtisch, iimgebeli von wuchern, Vandtarten undPlanzeichiilingen Präparirt von Tr. I. E. A per, praltischer und auai»tijchrr Lhe.uNer i» Lowe», Maff. z Hemsen, Worts x i^unä öVlr>na'»n'.!":'todg»r« und S, 'S. Hanl» im Kl in.» nur ud.raU »°n Hantiern mit Meli»»», W.>

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DcrCügliche Deutsche Corm'plmdrnt B alti m o rc, dm 5. Neuc st c achri ch tc u. Hr. Buchanan bat die Kansasbill u» terzeichnet und ein Eremplar derselbe! nach dcm Embrvo-Staate erpedirt. Stan ton und Walker wollen in Kurzem sol gen und den „Stump" gegen die Bill ir Kansas nel'men. Im Senate des Congresses passirte dil indianische Verwilligungsbill, welche Will. Dllrs. aus der Nationalkasse re quirirt. Im Hause, lag gestern das Gesetz zur Nusnabme Minnesotas al« Staat in die Union vor. Gouverneur Hicks von Marvland da das Ansuchen der Eastcrn-Sborc.Bcvollc rung, zur Erledignug ihrer Anfprüchi eine Ertrasitzung der «Gesetzgebung zu bc rufcu, abgelebut. Jenem StaatStbcilc werde so wie so Gerechtigkeit gescheben unl es sei nicht nothig, durch eine Extrasitzum unnotbige Kosten zu veranlassen. In Washington eingegangene Briest aus Meriko sind voll von Auffordern» gen zur Errichtung eines amerikanischen Protektorates in der Nachbarrcpnblik. Tu liberale Partei sprach sogar davon, zu die sein Zwecke Eommissairenacb den Per. St. schicken zu wollen. La sich auf's Neue eu ropäisch-monarchische (Gelüste aus Mcritc bemerkbar machen, so ist es nicht unwahr sckeinlich, das: früher oder später ein Ein schreiten erforderlich wird. Eomonfori ist von ?!ew Orleans nach New-Aork abge reist. Tie Dampfer „Europa" und „Ariel' haben bis zum -4. April lautende Bc richte aus Europa nberdracht. In I»- dien haben die Engländer neue Erfolgt errungen. Tie englische Regierung bat eS abgeschlagen, weitere Schritte gegen Dr. Bcrnard zu tbun. In Italien scheint der Tanz bereits los zugehen. Lie Lestreicher rücken in Masse aus die sardinische Grenze los und Piace» tia war inßelagerungszustaud erklärt wor den. Vou Utah erdalten wir die Nachricht ei neS Vorposteiigefeebls nnt den Mormonen. Gestern vertagte sich die bier eine !Z>)vchc in Sitzung gewesene wissenschastliche Eon vention. Tie Freisprechung!>eo Dr. Veriiarii. Nicht allein in unserer Republik, sondern auch bei allen Freunden der Freibeit in Europa u. namentlich in Frankreich wird die Nachricht von der Freisprechung des Dr. Bernard die innigste Befriedigung hervor rufen, denn durch das „Nichtschuldig" bat die englische Jurv das Verdammuugsur tbeil über jeden Bersuch ausgesprochen, das dem Britten beilige zu beschrän ken, gleichviel ob dieser Bersueb von seiner eigenen Regierung oder von einem auswär tigen Tespoten gewagt werden sollte. Das Bernard's Freisprechung aus keiner andern Ursache stattsand, als der oben angeführ ten, erhellt aus den selbst. Es war unumstößlich bewiesen, das! er mit Rudio und den anderen Verschwor nen im Einverständnisse war, das! er genau wußte, das! und wann ein Attentat auf Napoleon stattfinden werde, das! er einen Theil des Materials, mit dem die Bomben gefüllt wareu, eingekauft batteund derver trauteste Freund Orsini'S war. linker so bewandten Umständen war ein Weisel an seiner Mitwissenschast nicht gnt möglich u. daher kam eS, daß selbst tüchtige RcchtSgc lcbrteein Verdanimungsurlhcil erwarteten. Wenn trotzdem die Freisprechung erfolgte, so geschab es, weil im Lause des Verhörs sich erstens die demütkigeude Thatsache her ausstellte, daß die englische Regierung in gleicher Weise, wie die Regierungen aus dem Eontinente. ein Heer von Spionen be soldet und sich über die Borgänge in den politischen Verfammluugen der in London lebenden politischen Flüchtlinge Bericht ab statten läßt, offenbar in der Absicht, um den anderen europäischen Regierungen über etwaige Revoluliouoplänc Winke zu gebeu; zweitens, weil die zwölf englischen Bürger sich sagen mußten, daß der Diktator in Frankreich nur deshalb gegen ttwoßbritta nien nicht mit derselben Frechheit, wie ge gen und die Schweiz austritt, weil er England noch einstweilen sür zu mächtig und die Engländer für zu frei bält, um dies gegenwärtig schon wagen zu dür fen. Die Jur» gab dem ehemaligen Londo uer Eonstable durch ihr Verdikt zu erken ne», daß die engl. Nation seine Dröhnn gen verlacht und den französischen Gcns d'arMN ein warmer Empfang zu Tbeil werden wurde, wenn sie es sich einfallen lic sie», die Attentäter in ihrer Hoble aufni suchen. Merkwürdig ist die Rede, welche Hr. Edwin JameS, der eminente Verthei diger Bernard's, am Schlüsse des Zeugen Verhörs gehalten hak. Er richtete die Frage an die Geschwornen, ob sie es über sich ge winnen konnten, der Regierung und Na poleon zu Gefallen, einen Menschen zum Tode zu verurtbeilen, der keines Menschen Blut vergossen hat. Man sollte meinen, daß die französische Justiz mit dem Blute Orsini'S und Pierri's vollkommen gesättigt sein müßte. Die englische Regierung sei mit ihrem Vcrfchwvrniigsgcsctzc nur des halb zum Vorschein gelommen, um sich dcm Kaiser gcsällig zu erweise», der seine Saite» etwas hoher spannte, als er dasselbe Verlangen gcgcn Sardinien die Schweiz richtete. Aber der Diensteifer der Kronbe-- amten gegcn den answärtigcn Despoten bleibt bei dcm Bcrschwöruugsgesetze nicht stehen, man sucht auch eine veraltete, hier gar nicht anwendbare Parlamentsakte in der Absicht heroor, um die Jurv zu verlei te», dcn Angeklagten des absichtliche» Mor des schnldig zu finden. Wenn unsere Regierung so dienstbeflis sen und gefällig gegen Napoleon fein laun, wird die Jury, die aus freie» englische» Bürger» besteht, eine gleiche Gefälligkeit gegen den gekrönten Lcfpoieii an den Tag legen, der vor zehn Jahren sich noch glück lich schätzte, daß er von dcm englischen Asylrecbte sclbst Gcbrauch machcn u. von bicr aus hochvcrräthist-he Pläne zum Um stürze der Regierung Louis Philipp'S uu jzckiudcrt schmieden konnte? Eine in diesen: Geiste durchgeführte Ber-- tbcidigungSrede konnte ihre Wirkung nicht verfehlen und so kam eS denn, daß die Geschworenen nach kurzer Berathung ein freisprechendes Gutachten abgaben. Dieser Ausgang des Prozesses hat es meder einmal bewiesen, daß die englische Nation der Freiheit vollkommen wür dig ist. TcitMpliischc Tepcschrit, Ankunft „Enropa." Halifar, 4. Mai. Der Dampfer „Europa" langte beute Morgen mit Nach richten aus Liverpool bis zum 24. April hier an. Der Dampfer „Citv of Baltimore" kam am 22. und die „Persia" ant 24. d'raußeu an. Tic Verhandlungen des brittischcn Par lamentes entbehren allen Interesses. Tie Regierung weigerte sich, eine neue Äntiage gegen Tr. Bernard anbängig zu machen. Das amerikanische Clippcrschiss „James Laines" wurde in den TvciS zu Liverpool ein Raub der Flammen. Schiff und La düng waren ungefähr 170,000 Pfd. St wertb. ?!achrichte» aus Caleutta bis zum W Märzmejden, daß die Engländer neue Vor tbeile über die Rebelle» errungen batten Der General «Gouverneur batte in eine Proklamation die Einwobner aufgefordert sich den Forderungen der Regierung zu un rerwerfe». Markt Bericht. Baumwolle Ter Markt ist fest. Brod st o ffe sind ruhig. P r ovifio n e n flau. Geldmarkt. CoufolS'.»V/ —005 Im überbaust bemerkte Lord ?erbv mau werde keine ausschließliche» Privile gien irgend einer Compagnie ertheilen, dr mit dem atlantischen Tclegravben in Ver bindung stebe. Das Einschiffen des Te legrapbendrabteS ging stelig vor sich nnl die Erperimenle mit demselben waren be friedigend ausgefallen. Sir Colin Campbell war nach Lnclno» ',nrückgckebrt. Man erstiirmte Ne»a Sa bib's Lager, doch er entkam. Aeb ivar zufolge eines Cdictes des Kai fers von Cbina feiner Stelle eiilsetzt wegen seines Vencbmens scbars gerügt wor den. An ku nft des Tampfer „'Ariel" traf beute mit Nacbricl' len von Soutbamplon bis zum "l. bui ein, welche wir indes! bereits pr. ,Europa" via Halifar, erbiUlen. er große Taiupfer „Leviatban" wiri er>s im Herbste vollendet werden, worau er niedrere Fabrteu nach ?lmerika niache, und im nächsten Frübjabre für den Ver kebr zwischen England, Cbina und Aujtra lieu verwendet werden soll. las serbische Miuisterinm bat resiguir und die Verbältnissc in diesem Lande wer den mit jedem 'Zage compli-irter. bestreich ziebt ein Armeceorps an de sardinischen «Grenze zusammen. Piacenzc ist in Belagerungszustand erklärt worden ?ie zivischen Frankreich und Portnga binsichtlich der Beschlagnabiiie eines fran zofischen Auswandernngsschisses entstände neu Differenzen waren beseitigt. Wasbington, -l' Mai, Se n a t. In beutiger Sitzung überreicht« der StaatSfelretair die Aktenstücke in Be zug aus den neulich an dem amerilanischer ?)tissionair und seiner Familie in Joppc iKleinasienj verüblen «^ewallstreichroart ans den Tisch gelegt. ?er Ecnat be schloß ferne?, vom nächsten Montag an um 11 Übr Morgens die Sitzung zu beginnen. Im Hansede r R e p r ä seut ant e r wurde die Minnesota Bill ausgernsen. Wasbington, den Mai. Heute begann im Criminalgerichte der Prozeß ge geil Joh. A. Sitzer. David Franck, .«ar> Hossmann, W. Schmidt, Herrniann In lins, Elias Kenner. K. König u. Mat tbias Hab», angeklagt, ain >l. April Bit toria Bogelmann nahe der Sladt überfal len und eitlen criminellen Angriff auf sie geinacht zu baben. ?ie .;cugcnanssagen find nickt zur Verossentliebnug geeignet. Wir bemerken nur, das! die Bogelmann zngab, nicbt zu der Ausdehnung ein ?pfer der Angeklagten gewesen zu sein, als man vermnlbet batte. Sie erwartete, das« die Angeklagten sie Vergehe» an ihrer Person, wie sie vorher versprochen batten, zahlen würden. Die L. gab ferner zu, das? sie schon früber drei oder vier der Auge klagten gekannt und mit Zweien gtscblecht liehen Umgang gebabt babe. Sie erklärte gleichfalls, daß'sie niemals die Verbafte te» verklagt baben würde, batte die Poli zei nicht die Sache aufgenommen, Sie habe den ganzen Vorfall sur einen „Spaß" ge ballen. Trotz dieser Aussage», welche die Bogelmann in keinem löblichen siebte er scheinen lasscn und genügend die Anklage schwächten, brachte die Jurv gegen Sitzer, Franck, Julius, 'Schmidt und Hossmann das Verdikt „Schuldig" ein und der Ricblcr beeilte sich, Erstere je zu 12 und den letz tem zu Jahren Zuchthaus zuverurtbei lcn! lDcissclbe «Bericht schickte den Morder Lgle ans Jahre in's Zuchtbaus und ließ in neuerer Zeit eine Menge von Vagabon den frei ausgehen. Aber dieAngeklag ten waren Dcutscheund ein Ereinpel mußte zum Schlitze der-Wasbingtoner Moral sta tuirt werden. War jemals eine Bcgnadi gung gerecht, so verdienen die Vernrtbeil teu sieUi diesem Falle.! Washington, t. Mai. Eine Convention der Aerzte der Union trat bier heute zusammen. ">B5 Delegaten, dar»» ter Dr. Harvey von Paris, sind zugegen. Der Präsident giebt de» Freniden im „wei ßen Hanfe" ein großes Fest. Die Versamm langen der Convention finden im „Smitb sonian Institute" statt. Watter'S V-rl>afi»»q. Wasbington, 4. Mai. Das Co mite des Auswärtige» stattete einen Be richt ab, worin es den Schritt des Commo dore Paulding, indem er das Gebiet Ni earagna's betrat und dort General Walter verbastete, verdammt. Die auf morgen zum Gegenstände der Debatte gemacht. Wasbingto», l, M'ai, Das Staatsdcpartci»e»t besiiidet sich jetzt im im Besitz aller Einzelnbeiten binsichliicb des Angriffes auf den amcrikaiiifchen Mif fionair Walter Diclsou, der !ewalllbätig keit an dessen Gattin »nd Tochter und der Ermordung seines SchwiegersobneS Stein deck in Joppa. Die fünf Verbrecher, welche diese Schandthat verübten, wnrden auf Anlaß des Ver. St. Consuls zu Jernsa- Icm verbaftet und sebe» der Aukuttst ibres Strasurtbeils von Consta»tinopel entge wn. Ter im Hause der Repräsentanten von s?rn, Colsnr gestellte Antrag, den Bericbt r>eS auswärtige Angelegen keilen über die Aufbebung des Clavto». Vulwer'fcheu Vertrages auf de» Tisch zu lege», wurde als keine Testfrage betrach tet, da fowobl die Freunde, wie die Geg ner eine Gelegenbeit zur Debattirung des selben wünschen. St. Louis, den t. Mai.- Racb Angabe des „Leaveuwortb Ledger" kam am Montag eine Depesche von der Mab-Armce im Fort an, worin »m Verstärkungen nach gesucht wird, da zwischen einem Tetache incnt Moemonen »nd einem Corps Ver, St. Soldaten uuler Capt. Anderson ei »ige Scharmützel stattfanden, wobei von beiden Seiten mehr als die Hälfte blieben. Drei Compagnien winden darauf sofort zur Unterstützung Capt. Andersons abge sandt. Man schenkt dieser Nachricht hier wenig Glauben. St. Louis, de» 4. Mai. Ter „Leavenwortb Herald" meldet, es feien im Fort Nachrichten eingetroffen, daß eine Bande gesetzloser Individuen und ein klei »es Truppen-Corps, uuter Capital» A» derson, am kleine» Lsage Flusse eittSwar mützel batte», bei welchem ein Soldat ge tottet wurde »ud Capt. A. eine« Schuß in's Bein crbiell. Chicago, A. Mai.—Ter „nationale" bierselbst, erwäblte R. C. Smith von Pbi ladelpbia zum Präsidenten für das nächste Jahr, nnd beschloß, seine nächste Conven tion in Boston abzuhalten. He Ii rite». Aus Walbin >1 t o Im Crimi nalgerichte brachte die Jury in Sachen Oglc's, der Ermordung eines Knaben in Georgetown angeklagt, das Berdikt auf l ein. Ter befangene beniertte, daß einer der Zeugen gegen ihn des Mein eidS schuldig sei nnd das! er um einen !Ug von aci't Tagen bitte, ehe man ihn in'S Zuchtbans schicke. Ler Richter schlug das Crsueben ab u. sebickte Lgle auf acht Jabrc in's ZuebtbauS. wobei er gleichzeitig sein Bedauern aussprach, dasi ibm das nicht erlaube, den schuldigen auf längere Zeit in'S zu senden, vorgestern wurde der Prozeß gegen die brutaler Mißbandlnng der Teutschen Vit toria Engelmann Angcklagleu ausgerufen. ie Angeklagten wurden in die Schranken gebraebt und plaidirteu „nicht sebuldig". Ibr Prozeß sollte gestern beginnen. AuSW a s h ingto n. Ter Präsi sident bat ans glaubwürdiger Quelle Nach riebt erbalten, das! eine große Anzabl In dianer von verschiedenen feindlichen Stäm me» an der Quelle des NedslusseS versam nieit sind. Jbre z'ager erstrecken sich k 5» -''üilcu an dem Ufer dieses Flusses entlang. Sie sindwoblbcwaffnel nnd feint lig, und sagen, es sei die Absiebt Brig bani Aonng'S, „des großen Häuptlings im Westen", die Ansiedler an der Grenze auszurotten. In N e w o r t waren falfebeNo ten auf die„Hanover Baut" in Ilmlauf ge fetzt >vorde».—Zn'ei Bremer Schiffe brach teu "5U Einwanderer. Ter Baar v o rr a t b ind e u ew o r l e r Bank e n bat sieh in der lebten Woche wieder um eine Million vermebrt, Bei dem gemeldeten großen Brande in Boston sind glücklicherweise niebt vier, sondern nur zwei Personen um'S Veben >e kommen. Man hofft, daß die beiden an deren für todt gebaltenen genesen werden. ler Schaden beträgt In P bladel vb i a bat unter den Mitgliedern der italienischen Lper 'U Mill. Tblr. kosten. Am 5. April ging der Oberste Gantier de Rougenwnt von Paris naeb St. Helena ab, um in Zukunft im Namen z'ouis N'a poleou's am «Ärabplaize des erste» Kaisers Wächterdienste zu verliebten. In Ei»cinnati wurde ein i»> Aus lande geborner Herr, der seine Erklärung, Bürger der Per. Staaten werden zu wol len, abgegeben batle, zur Praris an den dortigen «öerichten zugelassen. Die Ein Wendung, das! nnr eingeborne oder bereits naturalisirte Bürger' zugelassen werde» könnten, wurde aus nirund eines gcsetzli chen Erlasses abschlägig bi schieden. St. ouis.-'>i. April. sDer Kö nig von Preusien gegen F. W. Kncpper.i Ter obige Prozeß >vurde vorgestern im Common Pleas Gerichte zu Gunsten des Klägers entschieden und demselben die Summe von ans dem Nachlasse des Verstorbene», dessen Testamentsvollstrecker Hr. Fcli.r Coste ist, zugesprochen. Kncp per war Postmeister in Wermelskirchen in Preußen, veruntreute die obige Summe aus ihm anvertrauten Briefen und flüchtete sich nach St. wo er im Sommer 184 N starb. Ter Prozesi bat mebrerc Jahre gedauert und ist jetzt, wie wir glaube», endlich entschiede». >(sbr.> Die von dem Lampser „Zcnncssee" am 26. v. Mts. nach Ncw Lrlcans überbrach tc» in c r ikanischc n Z eitungcn sind hier eingetrvssen. Sic daliren:Vera Cruz bis zum 21. und Mexiko bis zum k 7. Sic enthalten einige intrrcssaiitc Einzclbcitcii. Echcagara», dcn man in der Nähc von Pnchla geglaubt hatte, war plötzlich gcgcn Orizaha marschirt nnd hatte es, da es nur von cincr klcincn Abtheilung dcr liberalen Truppen besetzt war, ohne erheblichen Widerstandgenommen. Dann war er weiter marsehirt, battc Cordova und den befestigten Pas! Cbiqnihila oeeupirt und befand sich nach dcn letzten Daten am Nandc der t>c>rr!> li>>ute. La Llava N'ar quer durch's Laud gezogen, um ihn, in den Meten zu sallen. In Fesintlan undlalapa balle man sich für dic Consti tution erhoben. In Tabasco wüthcte dcr Bürgerkrieg in vollster «lärke. «Sarza soll mit den reakiionaircn 'Generälen, dic ibin zu Ansang April in dic Hände gesalleu wa- lnrzen Prozess gemacht uiid sie baben erschießen lasse». Sollte sieb diese Nachricht bestätigen, sv würde er dein Porwnrs nn »ölhiger Grausamkeit nicht entgehen. Vera Cruz stand noch aus der Seite dcr Constitntionellen, und man battc keine Furcht vor Perrath im Innern. In dcr Nacht vom 2k. waren allc Wachen verdop pelt und fast die gesammie?.'n!!"nalgarde in Wastcn. Osollo, dcr lijencral dcr Rcak tionaire und Lcrda de Tejada, bisher einer dcr entschiedensten Gegner der Kirche, sollen daran scin, sich zu vcrständigcn und ihre Thätigkeit dcr Art zu eombinire», das? Lsollv den Präsldciitensitz einncbnic und Tejada sein Premierminister würde. Tic Idee des anicrikaniftben Protektorates soll immer größeren Anklang unter dcn ausge klärlen Mexikanern siudc». Chicago, den April. li!cstcni, so berichtet die biesige,,Tinies", traf ein Bundcspolizcibcamter, Coudrn, lvon Wis consin,! mit einemTeutschcn, Namens Karl Reisner, alias Charles Herst, lner ein, welcher des Einbruchs, Raubs, der Brand stistuug und des Mordes angeklagt ist. R. wurde in Peoria verbastet, wo er unter dem Namen Herst das Fleischergesebast be trieb. Im Sommer des Jabres I«kiüwur de er in unstrrr Stadt wegen Diebstahl ver baslet nnd ans zwei Ja lue nach Alton ge sandt. ')kachdcm er in dem dortigen Zucht banse seine Strafzeit ausgebalten batte, er sich nach i!a Crosse, wo er nicht gsi»; sechs Wochen nach seiner Ankunft den Mord be.iing, wegen dessen er nun verkästet worden ist. ie'näbexen Umstcinde, unter denen dies geftbab, sind folgende Im Zuli tBü7 tan,'auf einem der zwischen Prairie du Clue» unv St. Paul fabrcnden Packet schifte ein junger Mann in Crosse an, ging geradem nacb einem Psertcleibilall u. inielbele einen Cinspanner, um, wie er sagte, auf's i!and zü fabren. Von dieser lclntc cr in der Abenddamniernng zurück und ließ, als cr den Pserdelcibstall balter bezablre, etwa Km>» in .Hüu-Noten undKlvo-Nvtcn sehen. Von einer derHso bezahlte cr den Pfcrdcvcrlciher. Ein Mann, Namen? Wm. John, der bierbci zngcgcn war, folgte deni jungen Mcnfcbcn bei'm Weggehen nach, welcher von nun an nicht mel'r lebendig gefeben wurde. Unge fäbr zwei Wochen später sandcn einige Fi scher einen Leichnam im Flusse. Terfelbe bal«c in dcrNabc dcsHcrzcnsvierSticl'ivn» den und eine Wunde im Gesiebt, wclck'c einen mit einer schweren Wastc vcr sttzicn Schlag verursacht worden war. Tie deiche war ganz entkleidet. Ungefabr ni» dieselbe Zeit wurden in La Crosse aus einem Juwclcrieladen zn dem Wertbe von Juwelen gestoblen, nnv man tonnte bis oor wenigen Monaten weder diesem Dieb stable, nöck dem Morde auf die «pur >om me». der Zeit, als diese Verbrechcn verübt wurden, wvbnten in La Crosse vier Tculfcbc, Ramens L. «eigner, All>. Mab low, Wm. Job» und Reisner, welcbe das Fleischcrgefebäft betrieben, und die man in Verdacht hatte, das: sie den größtcu Tbeil ibrcs Schlacbtvicbs den,'>'ar inerii und andern Leuten der Nachbarschaft gestoblen batten. Dicfc Individuen gerie tben endlich wegen des Verdachtes, einen, Flciscber die Scbeuue in Brand gestc.tt zu babcn, in große Verlegenhcit und fucbtcu ibr Heil in der Flucht. Mablow liest tin und Kind in Crosse zurück. Sie waren uugesabr drci Mouate weg, als Mablow's Weib, um das Kostgeld zu dezableu, einige Juwele» verlauste, welcbe als die in dem erwähnten Lade» gestoblcne» erkannt wur den. Man uutcrsuchte sogleich das Hans, iu welebem sie wobnte und fand in einem unter de»i Bette stcbenden Köster zu gestbätzte Inwclen und Kleider, welche man an den mit einem 'Messer vernrsaebten, an denselben Stellen, an welebc» der im Was ser gefundene Leichnam Wnnden balte, be sindlichen Löcbcrn als die des ermordeleu junge» Menschen crlanntc. Mablow und der ei»ige Stnndcn vorber nacl' der Stadt zurückgckchrtc Rcisncr wurden obne verhaftet und dci» «Gefängnis! über geben. Mablow'ward in Council Bluffs, lowa, gefnnde», wo cr nnter dein Nanic» William Tcalc das Flciscbergeschäst be trieb; lobn fand >»a» i» Missouri, nabc Leaveuwortb, wo derselbe in einer Säge mi'.ble arbeitete. Derselbe batte iiu eine Vretterbütte, in der »>a» fürungeftibr Juwele» fa»d. Als er i» Veglei Inng eines Polizeibeamte» aus cincm Mii fouri Tanipfboote bierbcr trausportirt wurde, sprang cr in's Wasser und ertrank. Carl Reisner, der Lctztc der Bandc, wurde letzten Dicnftag in Pcoria verhaftet. Un gcfäbr sür lulvclcu wurden bei ibm gefunden und dennoch leugnete er hart nackig jede Mitschuld a» dein verübte» Ver brechen. n i s >lj e erich l e. In de» Londoner Abendblätter» vom Samstag, den 17. April, ist folgender knr zer Bericht über die an diesem Tage vorge loniinene» Sehlufi Verbandluugc» cnlbal ten: „Lord Canipbell, Chief Baro» Pol lock Richtcr Erlc und ANchtcr Croiv ter nabnie» kurz nach Übr ibre Sitze ein. Das Gerickttslolal war wieder g» drängt voll Me»fck'e». Ter Gefaugeue schien niebrAcngsllicbteit zu verratbc», als er wäbrcnd der llnterfucbuuggezeigt batte. Gerade vor de>n Scblussc der Ver handlungcn am Mittwoch wurde bemerkt, daß ei» ga»z »abe am Dock stcbendcr Herr dem Gefangene» ein weißes-Taschen luch hi»rcichtc uud saglc: „Hier ist ei» reines Taschentuch sür Sie, Herr Ver nard," uud es in seinc Hand legte. AufVc fehl des Gesängniß-Go»ver»enrs Wcalhead nahmen die Unter Schcrisss dem Gefan genen das Tascbentucb ab, u»d als sie es entfaltete», fanden sie ein Päckibe» Ta bat. Die Behörde» waren Aiisangs er staunt, daß Jemand dem Gefangenen ei »c» Artikel übcrrcichle, dessen Benützung im Gefäuguisse uiebl erlaubt war, und es entstand einiger Verdarbt. Gestern ricbtctc der einen Brief an die Unter Scberiffs, woriner um Erlaubniß bat, am Schluß der Gerichts Verbaudluug dieses Tages einem Freunde die Hand schütteln zu dürfen, was aber verweigert wurde. Heute Morgen wurden in den» Gericht ver schiedene ncueEinrichtungen getroste». Nie mand durfte vor dem Docke stehen, nnd in verschiedenen Tbcilen des Gerichtes wurden Detektiv-Polizisten ausgestellt, um die Be weguugeu einiger anwesenden Frenidenz» überwachen. Diese Vorsichtsmaßregel wur de» ergriffen, damit.der Gesaug'ene mit keinem Mittel der Sclbftcntlcibung verse he» werde» konnte. Lord Campbell begann hieraus das Re sume. Er sagte: Sie seien jetzt demSchlussc dieser feierlichen Untersuchung nahe, und cr wie seine Aitrickter bätten mit dcr groß ten Befriedigung die Aufmcrkfamlcit gese hen, welche die Geschworenen den Verhand lungen schenkten. Wenn das Leben eines Menschen auf dem Spiele steht, so sollte nichts als Opfer betrachtet werden. Meh rere Gcsetzpnnkte scicn dcr Verathnng der Richtcr rcservirt worden; dcr Gcfangeuc solle den vollen Vor!be4l derselben haben, nnd sollte einer dcr Bebanplnug des Gest,» genen gemäß besnnden werden, so würde er, selbst wenn das Verditt der Geschworencn ungünstig sür ihn ausgefallen wäre, von der gegen ihn vorgebrachte» Klage enlbnn den werden. Tie Geschwornen seien Rieb ter über die Thatsachen, nnd die wichtige Thatsache für ihre Berücksichtigung sci, ob dcr Angeschuldigte ein Mithelfer an dem Complotte zur Ermordung des Kaisers dcr Franzosen durch die Erplosion von Grana ten war. Er ist beschuldigt, ein Accomplic ci» dem Morde eines Nicbolas Batli zn sein, z»»d obwohl dcr Tod Batti'S uicbt beabsichtigt war, so war dcnnoch, wenn sei» Tod die mnthmaßliche Folge des Ver snches, dcn Kaiser der Franzosen zu ermor> d.'i>, war, dcr Gefangene ein Mitschuldiger an jenem Morde. Der Gefangene ist ein Resident im Vereinigten Königreiche nnd bis zu einer gewissen Ansdchnung ci» Un tcrtban Jhrcr Majestät. Er genoß ein Asvl in diesem Lande. Er wurde dnrch die Gesetze der Constitution beschützt, uud er war iu derselben Weise, wie die Untertba nen Ihrer Majestät, dcn Gesetzen Gebor sam schuldig und habe sich zu rechtfertigen, ob cr in dem Vereinigten Königreiche etwas gethan habe, was ihn zn einem Mitschul digen an dcm Mordvcrsuche au Kaiser Napoleon macht. Wie zuvor gesagt, ob wohl sie den Tod des Nicholas Batti nicht beabsichtigt habcn mögen, wenn aber doch sein Tod eine wahrscheinliche Folge des Mordversuches ans den Kaiser Napoleon war, und der Gefange»e mit Anderen con spirirte, den Mordversuch zu mache», so würde der Gefangene der Mitschuld au dcr Verursachung dieses Todes schuldig sein. Man babe den Richter» Pniikte vorgelegt, welche ibm gänzlich unanwendbar erschei nen, aber das Gericht ließ sie doch besprechen, damit man nicht vermntben könne, daß der Anwalt des Bcllcigtcn in dem Vorbringen von Pnnktcn beschränkt wordcn sci, die cr für scincnClienten dienstlich gehalten hatte. Dieses sei ein Bericht der »ierechtigkeit, in welchem man nichts von Politik kenne. Es sci die Pflicht der Geschwornen, sich auf das Gesetz und die Tbatsachcn des Falles zu beschränke», obne a»f das Zerfallen der Rcgicrnng des Lord Palmcrston, das Vcr fakrcn der Administration dcs LordDerbv, die Diskussion im Parlamente und die >Vg'auptuugcnl iiber auslaiidischc DMation sehe», und er bitte sie deshalb, in einer unabhängigen Weise zu handeln, und ibr jierditt auf die ibnen vorgelegten Bcweijc ;u sinden. Ter Richter verlas hierauf die nnd machte stellenweise nemcrtungen darüber. Kurz vor L Uhr 50g sich die Jur» zur Berathung des Vei diltes zurück, kam um 4 Uhr wieder in das Bericht und erklärte den Gefangenen nicht schuldig. Ita l ieu. Es ist seitens Neapel'S nnstlich heabsichligt, in Gaeta ein Lager zu bilden. ?ie BerschwoiungSbill ist abermals mit vieler Wärme in der sardiniscben Teputir tenlanimer debatlirt worden. >'!raf Eavour erklärte, die Maßregel sei ohne Rücksicht üuf äußern Druck eingebracht worden und das Ministerin»! hatie sie zu einer Eabi uetsfrage gemacht. 5 euts wlan d. Das Ergebniß der Wiener Zollkonfercnz ist so iM'ollständig, das? die Repräsentanten der verschiedenen deutschen Staaten im Juni abermals mit neuen Instruktionen in Wien kommen werden. In der Eitting des preußischen Abge ordnetenbauses vom April erregte die Mittheilung eine? polnischen Mitgliedes, Bentowsti, daß die Polizei in Posen die Errichtung eines Lenkmals sür den Dicb ter Micliewic; als ein Symbol des Ans rubrs betrachtet und deshalb untersagt ba be, das größte Aussehen. Hr. v. Benlowsli wies aus die in neuester Zeit im König reich Polen hesolgte mildere und humanere Praris hin und appellirte unter dem Bei fall dec> Hauses an den tiicrechtigkcitssinn de>? gebildeten deutschen Volkes. Der Mi nisterpräsident und der Enltusminister er klärten, daß ihnen der ganze Borsall unbe tanut sei undErsterer gab deutlich genug zu versieben, das! die StaatSregierung die Maßuabmen der Posener Polizei keineswegs zu billigen gedenke. Schweiz. Der „Schwäbische M» kur" vom kl,. April meldet ans Hegbnrg, das: Mann Truppen abgesandt worden sind, nin in Hegeburg in Folge der Wablen ausgebroebene R'ubesiörungen zu unterdrük ten. Es war eine rotbe Fahne entfaltet worden. ?ie von den Radikalen besuchten Wirthshäuser sind von den Behörden schlössen worden. Aargau, i«. April. DcrerstcPsar rer, welcher wegen Verweigerung der tenen Verlündigung einer gemischten Ehe in Buße sällt, ist Hr. Robner. Er gab an den Bischos und die Regiernug die Er Ilärung ab „willig und freudig bringe er das erste Opfer der Treue und des Gehor sams gegen die heilige Kirche dar, welches, wenn e? gleich dem unwürdigen FiSeus zu falle, doch iU würdigem Zwecke unv Ziele gegeben werde." rnnv sikiv lli l> 5 'tll fl »IZ-Näl,-M.isclü,ir.' Johnson's patentirte elastische Stepp' Maschine. Li'lul Ni'. Uü/Paltinii'rchrasie^ L, D. C l>a se. «ilkiit. sl,!!ti»uire Fitt Ziüunnul-Vtsicc, Südwest Ecke von Sontb- n. Waterstr., A! vl>c l Ha ii sze ia t d sch sf I c li. im Bau W> AlrickS. iZcbrL'l.lLM,.') Wlwis's Haar-Ncstorntiv. ÄcllUi »lliilkch u» >;rn. wr .V Viuio Vüjik, Ar. I, B. 5. Schwestern. P isse in>> Ausland laS. T, Mason Comp., «r. i«. PrattAraKe, (U»7) M. (Vidle ma n. Präs. kiinveih«»,; ses Schiesi-Standcs «.niilii. tIO7-k> A r"/y^Sctr!' a» dcni vinini Mittwoch dcs Monats des tunrl ns« »miumi Pleae« .11N,:! W. I. Hilm il l, Slerl, Dividende. jl«>el,!>»iri n. Brod. I I. M, Ü. Vetaiiiitinachnn^. 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Stadt-Derichte. lic w i sfe n sch aftli ch e Con v e n tion bat sich gestern vertagt, nachdem sie beschlossen, im nächsten Ja ine in New Aork zusammen zu treten. Als Präsident fnr die nächste Convention wurde Proses for S. Alexander von Princeton, N. J., erwählt. Die Convention nahm mit großem Bei falle den Antrag des zu diesem Zwecke er nannten Comite'S an, in allen Staaten anf die Rcgistriruug aller Geburten, Hei ratbeu uuv Todesfälle hinzuwirken. Gleichfalls befürwortete die Convention mit Eifer geologische Bermessnnge» in den verschiedenen Staaten. Anträge zur Beschränkung der Mitgliedschaft aus or deutliche nnd außerordentliche MeniherS wurden der Begutachtung der nächsten Eon vention überlasse» uudei» Beschlußpassirt, auch Damen die Berechtigung zum Beitritte zu geben. Abends besuchten die Fremden Abreiid's Duintctt-Cvuzert und später die Dampf Bäckerei. Heute werden wohl die meisten der „Sa van?" beimkebren, nachdem sie die Gast freundschaft der Stadt im vollsten Maße genossen und ihnen die Gelegcnbcit gegeben worden, in wenigen Tagen ein halbes Lut zeud Festgelage mit allen Eteeeteras durch zumache». Wen» der Champagner durch die Anwesenheit der Convention nicht im Preise gestiegen ist, so hat dieses allein da rin feine» Grund, daß in Folge der schlech ten Zeiten sich hier ein guter Vorrat!? a» gehäuft hatte. Die französische Wohlthäki g keitS Gesellschaft. Die aus den achtbarsten hiesigen ans Frankreich einge wanderten Bürgern bestebeude Gesellschaft feierte am Montag Abend ihr Stiftungs fest iu „Simon's Hotel" in Fayettestraße. Nachdem der Jahresbericht vorgelesen wor den, crwäbltcn die anwesenden- Mitglieder nachstchcndcßeamten für das folgendeJabn Hr. LoniS Conine, Präsident; !r, F. E. Cbalard, Vice Präsident; Hr. F. Lande- Ict, Schatzmeister; Hr. E. Larogue, Assi stent; Hr. Fr. Bonn, Sekretair; Hr. I. B. Cbarron, assistireuderSekretair; Aerzte de? Vereins sind: Dr. F. E. Chalard uud Dr. I. M. Larogue. 'X e n e Ä! arktverord n u u g.—li» 2. Zweige de.'Stadt:a!heö legte vorgestern Hr' Bierbower eil, Supplement zu der Verordnung über die hiesige» Markte vor, nach welchem der Vcrküus si iscben Fleisches, Ge»>üsc ic. auf die Märkte beschränkt wer den soll. Desgleiche» bestimmt dieses Snp plcmelit eine bedeutende Erhöhung des Mielhzinse? für Vcikaufsstände i» de» ver schiedcnen Marktl'änsern. Man glaubt durch diese Maßregel die städtischen Reve uueu beträchtlich vermehren zu köi»ie» wenn das Supplement genehmigt werden sollte. Ernen n u »g vonßea m t e u. Gestcru ei nannten die neuen Taback? I"- spettorcn ihre Uiiterbeamte», die »allir lich »nr aus guten Nichtswissern beste hen. Die „An n i o r A r t i t l e r i e C o in pagu ic" war am Montage Nachmit tag nicht im Zuge, als die verschiedene» Mtlizcompagtiiec» Ballimorestraße entlang marschitlen nnd wuroe deshalb nicht er wäbnt. Gleichwohl rernehmen wir, daß die obige Compagnie mit zwei sechspsün digen Kanonen und zwei Bombenwagen bei der Parade am Broadway in Linie rückte. Hci ra I b ssch c i n e. Wäluend de? vcrwichenc» MouatS April serli>ite der Clerk de? Common Pleas-Gericht? HeirathSscheine aus. Im nämlichen Mo nate vorigen Jubre? wurde» lüij erlbeilt. Grundstück? Verlauf. Vor gestern versteiqerte der Auktionator S. H. niover ein Grundstück nebst Wobnung in MeElderry-, nake Sbortstr., welches 15 Fuß Fronte und 74 Fuß Tiefe hat und ei nen jährlichen Grundzins von .H24,37Z Cents trägt, an Mar» E. Mnrran für Osoo. Die Auktionatoren Lcmmon Brog d:n verkauften vorgestern im Erchangege bäudc das unter dem Namen „Waverlev Farm" bekannte Bcsitzthum, welche? 17 Meilen von der Stadt entfernt ist und !!00 Meilen Land enthält. Hr. Andrew Elli cvtt erstand es für Si!>,ooo. Preise de r Feuer u g. Ungeach tet des raschen Herannabens der Sommer faison herrscht doch noch ungewöhnlich viel Leben im Holzmarkte und die Preise sind seit unseren letztenNotirungeu merklich ge stiegen. Eichenholz brachte bei der eiiuel nen Klafterladung !^4,50 —A4,vv; Heftes Fichtenholz H»,7s> Cent?, zweite K:j,2s> Cts.-,.Hickoruholz ist nicht vorhan den; Buchenholz kostet H5,,75 die Tonne; Schmiedetohlen und Cninl'erland-Sleinloblen H 4.75 große Koklenstücke K«,»» Per Tonne. Arbeitseinstellung. Die Ar beiter an der stell ten gestern Morgen ihre Arbeiten ein, nxil die Contraltnnternehmer seit vier Woche» den Loh» nicht ansgezablt hatten. Tie Rückstände werden iu einigen Tagen berich tigt und dann die Arbeiten wieder fortge setzt werden. Ein Wahnsinniger erregte vorgestern Abend in der Nabe der „Tempe ren, in Gavstraße durch seine wun derlichen Streiche uud Grimassen nicht ge ringe Sensation. Es stellte sich später he raus, daß der Unglückliche Job. Jacobs heißt uud seit geraumer Zeit an Geiste? tiankheit leidet. Man führte ibn in'S nahe Stationshaus und dann nach der Wohnung seiner Verwandten. Feuer. Zwischen 12 uud I Uhr ge stern Morgen brannte der von Hrn. C l issord geeignete und in Jobnsonstraße am Fede ral-Hill belegene Stall nieder. Es verlaii' tet, daß der Eigenthümer desselben »in K2tXl vcrsicht'rt ist. ll ii sa l l. Während der vorgestrigen Revue des MilitairS am Broadway wurde Col. Sbutt durch einen Seitensprung des Pferdes, das er ritt, aus dem mattet ge ivorfen, siel so heftig anf die Erde, daß er einige Minuten hesinnnngSloö blieb. Er erholte sich jedoch bald »nd konnte das Com inando wieder übernehmen. kl n fa l l. Gestern Morgen stellte sich ein ungefähr I>'i t 4 labre aller Knahe auf den Tritt eines Omnibus, der die Bal timorestraße entlang fuhr. La das Ge dränge der Wagen den LmnibuSkutfcher zum Halten niilhigte. so sprang der Knabe vom Tritte, nm schneller seinen Weg zu Fuße machen zu lonnen, glitt aber aus, fiel und wurde von einem Buggvwagen über fahren, wobei er einen Armbruch erlitt. Mau brachte den Knaben in eine nabe be findliche Apotheke, um ihn verbinden zu lassen, allein der Knabe lief aus vollem Halse schreiend davon. N owdnis in u s. Zwischen 8 und !i Übr am vorletzten Abende versuchte der Kutscher W. Conowan einige Raufbolde aus einer Allen in Verington, zwischen Calvert und Rortbstraße, zn verjagen, als dieselben unvermutbet ihre Pistole» auf ibn abfeuerten. Leider hatten sie nur zu gut gezielt, den» der Unglückliche siel vo» zwei Kugeln getroffen nieder. Tie Ransbolde entkamen, während einige Personen den Verwundeten zu einem in der Räbe woh «enden Arzte brachten. Anklage wegen Brandstiftung. Vorgestern Nachmittag fand ein weiteres Verbör der wegen Brandstiftung in einem Haufe in Abbottstraße verhafteten Lfldj viduen isiehe die gestrige -Zeilungj vor Frie densrichter Griffin statt. Es wurden meh rere Zeugen vernommen, doch vermochten dieselben nur anzugeben, daß die Angeklag len den Tag über in der Näbe des Hauses zugebracht uud Neigung gezeigt hätten, sich einen „lur" zu machen. Ein Zeuge be bauptete, daß er gehört habe, daß Jemand nach dem Ausbruche des Feuers ries: „Laßt es uur brennen, wir wollen einmal einen Brand ii» „Moore" haben," Ein anderer .jenge gab an, er habe McDevitt nach dem Ausbrüche des Feuers über die Einzäunung Netter» seben. Die Angeklagten wurden mit Ausnahme MeDevitt's frcigegehen, da ma» ih»c» die Aiitlage nicht hinreichend beweise» tonnte. Job. McDevitt tam spä ler gegen Bürgschast im Betrage von Unu» Dollars frei. T a sch endiebe beschäftigten wäh rend der Parade des Mililairs die Aus merlsamleil der Polizei. In Hollidavstr. bevbachlele sie sechs Indnstrierilter sehr scharf und zwang sie endlich, ein anderes peratioiisseld auszusuchen. Anklage wegen Schwindelei. Gestern wurde I. Livermann auf die Aullagc sestgenomme», einige Kleidung? iiichtigein Borwande vo» W. FleiNiuiiig erschwindelt zu haben. Frie densrichter Mearis tieß den Angeklagten h>s auf Weiteres einsperre». Mi ß glückter Ei »br u ch.—ii>estcrn Morgen erregte die ausgelöschte Waslampe an der Ecke vo» Fraulliu- und Statestraße die Ausmerksamkeit zweier Polizeibeamten des westlichen Distriktes, welche, als sie näher lamen, bemerkten, daß ein Man» sich eiligst vo» der Thüre des luweleriela de»s des Hr». Übland eiitsernte. Es stellte sich b.'i näherer Unlersnchnng heraus, daß der Mensih im Begriff gewesen war, dnrch Bohreii von Lechern in die Tbüre sich Eiu gang in den Laden zu verschaffen, um alle», Anschein nach eine» Tiebstabl zu begehen. S träfe. Der Polizist Eolegate siel über Hrn. A. Fink her und brachte ihn vor Richler Logan, welcher ihn, weil er angeb lich zu schuell durch die Straße fuhr, zu K 5 Strasiahlungveruitheilte. Hr. F. ist eiu T eutscher und zur Verhaslung Solcher ist die Kiiow Nolhing Polizei jederzeit schnell bei der Hand. ilknslaa, Mai., Erster Zweig. Hr. McCoülaS rief de» Beschluß aus, zur Vollendung der Arheiten in Eutaw Square zu bewillige» wurde dnrch eiu Amen dement des Hrn. MeComas aus tjp2üü re dnzirt «ud dann passirl. Hr. Addison überreicblc eine Petition von P. F. nnd W. Forrester um Erstattung einer Summe von !?!t!s(>, welche sie bei'm Bau eines »eue» Schulbauses iu 'lt. Eulawstraße zugesetzt habe»; überwiese». Hierauf wurden folgende revidirte Ver ordnunge» verlesen und paslirt: eine Ver orduling in Bezug aus die CoronerS; do. in Betreff des Zweckes des nisses; do. zur Äufbewahinng vo» Schieß- Pulver innerhalb der do. znr Re gnlilnng des Eisverkanfs; do. zur Inspet Uon der Maaße und Gewichte. Auf Anlrag des Hrn. Talbolt vertagte sich dann der Zweig. Zweig. In heutiger Sitzung schritt derselbe nach Erledigung einiger uu wesentllchen Geschäfte aufAntrag des Hrn. Herriuq zur Tebatte über die »eue Ab schätzung de, Stadt. Kirk widersetzte sich dem Antrage auf den Grund der Ab wefenbeit eines deinolratifchen Mitgliedes >Dr. Hintzej und beinerkte, es >ei >letS lije brauch des Zweiges gewesen, wichtige Ge genständc nickt inßerätbung zu ziebeii, weil» ein oder das andere Mitglied fehle. Sein Antrag, die Debatte bis zur Rückkehr des Mitgliedes aufzuschieben, siel indessen mit fünsgegeu vier Stimmen durch. Die Ver vrdnung ward nun beratben uud tbcilweise amendirl. Der Zweig vertagte sich sodanu, ok> e eiu Endresultat erzielt zu habe». C o in m o P lea? e r i cht. In der gestrigen Sitzung wurde nichts Erwäb ncuswerlbes verbandet!. Das Ver. St. Bezirksgericht war gestern nicht in Sitzung. Das Obergericht beschäftigte sich ge stern Morgen »iit Anhörung von AuSglei chungspro!,csseu WZ?" B e II esiz sII r F ran Elise U n ger. Heute Abend sindet im Front stt.tßcn-Thcater das Benefiz der Fran Elise Uliger statt und zur Aufführung kömmt Schiller's Drama: „Cabale und Liebe." Daß eine mehr als gewöhnlich gute Lei stung zu erwarten, dürfen wir nach dem eifrigen Studium, welchem sich die Gesell schast unterzogen, um uns eine in jeder Beziehung würdige Bvestellung zu bringe», nicht bezweifeln uud der Besuch des Thea ters ist deshalb heute Abend Allen zu em pfehlen. HmidkK'-Mchiichtc». '^,'itiinsc. z-At>s, Baltimore Techse, t,s IV>t, >675, !«t II MW Valto. Ohioß.R.Bd»., l w?>,.. ütt—Bt»t MMN To. tc. lv> !w 5,t10 Lo. tc, t°- do. N l«5«N N> clenlral N. lt«l> .-u I!i n.Planlers' Bl Aktien ü7 N«5. O, N. M, Allien Sl,-,V> lii7SN.ti. !>l. Ailieii 'tilN'tll l'i'l! Vi>ltjt»v,r, sc» lt. Min Aniutommentc Dampfer. «jdinbnrz v. «lii.»,low n, New Aork April l-t. Borussia v Viamvnrz n. New Äorl Avril is. Aurora v, Vireivool n. Boston April 'Ä. j«a,,l.i «',,,,-c.i Zl>-I c. >t Briests Arne! it!Uu>d»tt>, iL lochstarter, Geo B Tnnlte, Ä'^EMUte^ Noten-Papier. Alle .Sorten Musil-P-pier v°rrz«btg bel^ Nr. SS, Nord-AayKrail. W. N Schmidt, Nr. 55, N ord -Gay st r a Be, Io h M »rl ett, Recht^anntiilt. VV I'l> l I!atl! Alllllü t'llvtM Nr. l Valtimorestrasie, j Cliic» liriitil Wamtii Ptirrati, Strumpf Waaren, Handschuhen, Unter Ämr» v»vrio'.i ll IV Wo>>»»iigS-^»er.ittderii^ Nr. tt, Süd Frniit Straße diltizeii Äd>»giiil>i.n d.i inn Mezchäfts j ClMltslililltiiidtt, Nr. 22 st -Vra I t A r s Möhel Lager Mrs. .Holländer 22, West Prattstraße, McschästS-Äerlegiitt,i. Slrvhwaarcn Händler, P»tz»iacher, Hut macher und das Publikunl überhaupt. lUchilld Ljill Änihlmt-Ftiltnk im Große» Kleine» s H 0 ttl «I l U ii d s e h t! F. Yliitlch vV Älti,, zl.>v,>!'„ .i.t'.t-'s, A FrWchr-i-Wl^ Valtimcrestrabr, dem Achtung! Lchlulig!! /H Stroh-Hute,^ Kossuth- oder weichen Hülm lillvdkv Snper-PlioSphvrkanrer Kalk, gesendet. 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S.iin'l t>'i.>ver» Alt kr. Wcilbvvlle? iu Pa>l»ia>!c, ual'c Slavin., zutu '.'lullit'u? V>>>au>e.

l i.a? »tdi! oeu i^tl'aulichlt'ilni, «Zain'l H. Mover. Aull.. 'Mi U'voll>?Bcs>>>tl'um ni PltasaiilAX.v P.j iUIU sa? "!t'uutslu>k uedst l>'u tac^i»>i>l'ltileti, i i» »i Sani'l H. Mover, Äutt. ,!wci dteisti'ckigc l'aekslnuciuc scr au HolltU?>ir., nal'c Auttiouo-Vtllausc. ,UltUlli.l'e iWt't UUdstUele' I» l'jl i b.lUlUl'ie'ileU, Sam't Mover. Aull., Tiustce'?-Pnlauf vvu in Eivln^stiasic. r.i? «!U u»dsiti>l !iterkinis: Norrt». S.> «lr ij>>schote, weiter l,«l>>t> ZI Va»I>olj! VaiiUolz! !!,f.sw,» Hutani-a G«em>nAr .'lusllitltti'!». Sani l H. Mover, Aukt. A Zwölf werthvolle Bauplätze an der u mit,, tonnen m>, Ettlaus di't' M 7» Sani'l t»>over, Aull. ")tr. AaUiiuciesUußt. >.'vu ivnllwollcm BeslvUutt» tu d>t uul> Holland-, svwic iti ü-^alltiut'iiiit.iit. Äull. KM?S ')le> «altimverftr.^, Wa >sc >tch tS Vcrtaus Pfttdt'N, Kulitll, «.i»vittirii, .«.Is telt, utiilt,'u-i)!n.tll>-'u, ic. >ius Auklimi. II Aideil^pftitt I 7,ullcn 7 vmzuglulk' M,'lllul>e', .^utu^chsc; L Ntueu vitt't', «tktociuc I Hami I>l»-.>t»li>I'c ncu u Bujistv-Wa geit; i vUtsp.tttuiiM Wagc»; zwei j do.; 7 .«aiiui I do. kernet K O'o., Ant«. . Nnd Cdait.stteatl j.u irt. l Verlaus.^ sa? qai,;c "j,,iiitiiu>s. iAprÄtuV F.) ?vm. s)ai»itlvn >tl»kt xSaiii'l 4>. Änkt. Wn lhvvllcö Wol/»ka»» au Pcinis»tvaina Ä'.'tnur. zum Auk da? «Uiuudslüet nM nitl'utliitl'tcuen

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