Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
April 16, 1858
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M WMMWUMs Daily Weekly Paper, PUBLISIIEiD BY FREDERICK RAtKE, S. E. Tor. of Baltimore Oay Strs., BALTIMOHE, SCO. I'rlce 7 Cents por wnek, paynble to tlie Carrlerc? per Anncm a,60; for inntllng 4,00, pnytblo In advance. Weekly papor 2,00 per Annum, payable In advance. ArtvurttßemmtH Ir.BPrtfl at tl»e imial raton. 18. Jahrgang. »sl'iliziiiisch,' Medizinisches chirurgisches Süd-Frcdcrictstraße, Beachtet Folgendes bei i Anch den Krankhei te des weiblichen Ke aen tägUchen Zeitungen. Briefe belieb/man unler fol gender Adresse z» sende»! Dr. I. B. S IN i l h, Nr. >l, Süd-Freterlekstraße, Discuit» und Cracker-Däckem. «Nr. »8, Prattstraße.) Früber Ai as o n und Bruder. Maines D. Mason Li Co. haben bedeutende Veränderungen und Verbesserungen ge macht in ihrer B i c ui I 11. Cr a cke r B ä cke re i dnech Einfiibrullg uelierMafchi»erie der neueste» Verbesserungen und sind jetzt im «Stande, alle Bestellun gen und Aufträge zn besorgen anf Piloten-u. Schiffs-Brod, Wasser-, But ler-, Zucker-, Picni» und Edinburgh Crackers Soda- und Wein^BiScui o'if c ii Jeden zeigen, welcher all dem „Fort schritt de« 3eital I e r s" Interesse bat. und werde» ferner einen Jeden durch ihr ausgedehnte» Etahltsseinent M. k Comp, erlauben sich, da« Publikum be sondcr« darauf aufmerlla zu machen, daß dieser Vaikofen der ei nzi g e. welcher in tiefer Stadt in Gebrauch ist. Ment-Rechte tarauf zumßrodhaae ll sind zn haben, wen» man sich bei den Unterzeichnete» Ein „deutfcker Elert" ist cbenfall« in ih rem Geschäfte angestellt. James D. Mason u. Comp., Älter Stand, alte Nummer V-». Prattstraße, -M«e) wir l-nken dt« Aufmerksamkeit »ich»' Aeeiinde de« Pudlilinn» im «ll»emein-n auf unserrn Vorrath «VN Schiie>de»«gen, Bvttchcr Äerten.-vedleisen. Ecknittmessern. Krob'« 1- sowie fiir Äolilchlag» «ckmale und breite Aerte. Än «nixtracht der schlechten Zill irrrden wir genannte Artikel ,u den niedrigste» Prei ten verlaufen und dafür garantire». Baker. Holme« «r»»», (LIt.SS.SMtc) Nr. l!«, Vratt" 11. Presidentstr. Och«! Wchu! k Ä Se»t t» di« Zeit. Sure Oefen,u laufen. M»iMUnd wenn Ihr n-rhlfeileOefen baben wollt, I« nach C. Ziischer. Nr. W, W-»ltraße. »"den tesor«». Ofen-Plattcn, Steine und sind be ständig zu haben. i^ttMKMe) Der Deutsche Correspondent. Dr. Henry Änderst'», westlich von Ereterstr. «sfice-Stunde»: S-» U. Vorm. u. U. Nachm.
Dr. M. Wiener, Homöopathischer Arzt, Nr. 1. Süd! ,?rc!>er»ekstraKe, Dr.E.Wist ist von feiner früheeen Wohnung ansgezogen und wohnt t ust^r a Dr. Fr. Bartscher wt feine Office verlegt „ach Ä i s q ll i t h st r a ke, Nr. Z „abeMati>o!islras!e. Ossicc-Stuiidcu: Morgen« bi« Uhr. Nachmittag« von I Uhr. lAng.lv.lÄlltet Sanitätörath »r Pape, Sprechstunden: Atorgen« llNl Uhr! RachNlittaz» um Uhr; um l! Ulr. i le> DeiltscherArzt. im» ai's ArW ll^nda r z Mehur^t«he l fer. Dr. M. U. Hopkinson, i.>r.!.uzl»^. De n t scheA p o thek e. Ferdinand Hassencamp, Skr. 7», Vanvv erst rufte. Obige auf's Äollstandigstr eingerilhtete Avothete^wird rinpleUe». Allst,age werde» die pünktlichste uud gcwisscnha,teste Besorgung finden,
De„ tscheAp ot h e k e A CbS. und SLm. Caspari, Nr. !t4, Nvr d a»st r st e, und von Peuuslilvallia^ »llllgen werde» zu jeder Zeit geuai, und mit der grollten Sorgfalt angefertigt, und sind wir dnrch häufige und fr> i.ftr.,.u iuuufi.n. Deiltsche Apotheke Theodor Gerok, Atte Urteil von Schleifen Reparaturen werden a»f V' »nd t'. soiqt- i'-.V/tt'» -An deutsche Publikum: Cmt Chriltian Uniiiimd's litiitstr psttcntirte Bruch für Männer, Kranen uudKinder, znr Heilnllg von Beilchell aller All. sind von de» vorzüglichsten Pro fessoren n»d Aerzten der Verein. Staaten, sowohl wie Europa's, alle» Leder Bandagen vorgezogen werden. Alle Diejenigen, die an Leibschäde» leiden, werde,, dabxr woll thllll. zu mir zu komme» und sich mit denselben bekannt zn »lachen. Äch garantire für dieselben »nd besorge die An legnng nneutgeldlich. Dieselben sind hier lden". Oktober IWKI sowohl wie in England nnd Frankreich patentirt und ist über deren Zweckniäsfigkeit de,il Verfertiger die schmeichelhaflestc Anerkenn»,ig zn Theil geworden. R ei iiHardts Deutsche und englische Schule Leu 'b^^sang ten ist eine Lehrerin angestellt. Auch werden Schüler in Kost und Logis genommen. ÜuterM in der e»lklischm^Spm^!!! als einel Klasje, nur semeN, criii»iai>e. in illogiichs« kllrzer Zeit in den Stand z» scheu, sich in bemerkter Sprache richtig auszu drücken. Peeis tk« Monat, tm Porails zahlbar. Ullt.riichlwilddrci ),atwöchentlich hendiNitl.'il. Nr. si. R. Gaystrafle. der „Zionslirche" gegenüber. Dr. I. Dieffeubach's Lndrur»dt»t Atndr »ii>, WeMi^des Nalieren'belirbe ilian sich an den bet,est-»- de» Prinzipat zu werdrir. Mail?. I. Di cffenbach. Aufputz- undAuylvaaren Sattler', Kutscht»-»ndGcschirr-Fabriwiiteil, sowie Aren. Springfedern ic. Das größte und bittiuft- Lager in der Stadt! Knrz >vaaren fnr Sattler Knlschen-luspuh, 8«, Prattstraße, Baltimore. Der Unterzeichnete bat in Nr. w». Prattstraße. ein Sattler. Kl, rzwaaren-Geschäft begonnen und nt ,n den Stand geseyt. seine Waaren zn a nße r st b i l l i ae n Preisen an Kntscken und Wagen Zabr kanten, sowie das lNewerbe im Ällaemcinen abjulassen. Da er feinen Borrath von den Fabriken für baar Geld bezogen bat und die Agentur für seine fchivercn Waaren von de» Fabriken ihn, übertragen worden ist, so kann er den Consumenten nnd dem Gewerbe in. Allgemeinen alle in fein Geschäft einschlagenden Artikel sehr billig fei?en Vorrath von Sprungfedern Are», Bolzen, Kaneva«, Speiche», N.ibe», »elge» Deichsel», Waaren, eniuillirteo und Paten« Leder, Bänder, Wachstuch, Damast, Bvrte», sowie alle Artikel, welihe gewöhnlich in Sattler Äurz waareii-HaiidlUiigell zu haben sind. Stöbert F. Paine, lMrz.t'l.UM,., 'V,.»l»,>»!c. Familienblatter für die Vereinigten Staaten. Eine illustrirte Wochenschrift für Unterhaltuuz. Beleb' rung, bäusliche« und öffentliche« Eigelitbümer und Redakteur: Doltor iarl Wiltbev. Nr. M. Nord Williamstr,, New «ork. Agent in Baltimore: Hr. W. R. Schmidt, N.-Gaystr., Nr. SS. Die „Familienl'lättcr« werde» den Abonnente» für de» auch i» New Aork zu zablende« »reis von K Cl«. lede Woche frei in'» Hau« geliefert. tDez.lk,i"Mte) Baltimore, Md., Freitag de» lli. Aprii I>M. uilki Arac de Batavia, Jamaika Rum, Ecotch Whiskey. Ä in billigst bei M. Schneider t T o m I>., oward nahe Prattstrasie. .n' zeichne'l iIN obige Artikel werdcll sehr billig a» Wieder M. Schue i de r Tom p., Frischer Linil'nrger Ääse. R och te B rem er okc»i, auao», große, sulie Bamber.,er Zwetscheii, große Böhmische Hirne», Sardine«. Sardelle». ?imbl>r»er Käse allxWicderverläufer billigst bei M. Schneider Äilliae und qiite hci KgMlltlEdliwllds^Vlli., ni Olive»z weig Schi »l eu, sehe fei» z» tl «IS.! Baltimore do. zil tüj Ct.'-i Porto tli ic o-M o ta sscs zil Ul Cts. per »lalionc! 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Es ist der Tcuscl! mur mellcn die Frommcn indcm sic mit an dack'tSvollcr Scheu auf dicfc riesengroße Gestalt in dem feuerrotbeu Gewaudte bi» blickten, derc» Antlitz ganz bcfchattet war von dem großen dreitgckrämpten Hut, vo» welchem rotbc Fcdern stolz und majestätisch cmporstiegc», während der dicke Klumpfuß ganz unzweifelhaft die leibbaftige Anwe feilbeit des Tcnfels k»»d gab. Sie glaubkeu wirklich an ibn, diese from me» Kinder Gottes, sic lagen anf ihren Kniee» und stammelte» Gcbetc, vo» denen sic selber wohl nicht wußten, ob sie an Golt oder an den Zenfcl geriebtet waren. Sie waren voll heiliger ~jerk»irsch»»g «nd An dacht. T a drinnen aber in dem lleiiie» Kabiiiet stand Fran von Kleist. bebend vor dachen und »nr mnbsam eine» laute» Ausbruch ibrer Fröblichkeir Sie blickte mit von Bosbeil und Schadenfreude leuch tenden Augen bin yl ibreni «bemahl. der ganz zertnirschl, ganz zitternd und todes bleich zu deu Fußen de» TenselS lt. des .Zie genbockes lag u. verwirrte Worte stammr>> t'ouife von Kleist tein b!ebeimniß war, da sie e? geiee sen, welche dem junge» Fredersdorf zn die ser Vcrmumm»ug den «»edanteu eingege ben, nnd ibm bei seiner Verkleidung be büflich gewesen. Tiefer Augeublick rächt mich für Alles, was ich an der Seite dieses eitlen, ringe bildeten uud verschwenderische» boren ge litten babe, sagte Frau»on Kleist zu sich selber, indem idr spottender Blick immer noch aus ilncn bemahl gerichtet war. Tie ser Moment überliefert ibn mir auf Gnade u. Ungnade! Ob, ob, ich will ibn verhob nen, ibn martern mit dieser Teufelsbeschwo rung. Tie ganze Welt soll davon erfabreu, denn vvn nuu au wird das Recht immer auf meiner Seite fein n. Jedermann wird mich beklagen und bemitleide» daß ich a» eine» solchen Blödsinnigen gefesselt bi», n. Jedermann wird ib» verspotten u. verböb nen. Ich werde sowobl die Vacher als die vcr»ünftigen Veule auf meiner Seite ba ben, und Niemand wird's mir noch ver argen, wenn ich meinen lyeinabl nicht tiebe uud ibn nicht treu fein kann! Aber wäbrend dir frommen Auserwäbl ten so auf ibren Kniee» dem Teufet ibre Huldigung darbrachten, batte der Plaue tarier Pfannenschmidt sich von der ersten Betäubung und dem ersten Schreck wieder erboll. Er, welcher nicht an den Teufel glaubte, obwohl er ihn täglich beschwor, er, welcher diesen da nicht bestellt und aus gerüstet hatte, er mußte also wissen, daß dieser Teufel, welcher vor ib»> staud, ent weder uur ei» unzicmlicher Scherz oder ei ne boshafte Verhöhnung sein konnte. Er mußte also diesen vermeintlichen Teufel als eine» Betrüger enthüllen, er mußte ihm die Maske ahreißen n. die Ver stellung ausdccken. Mit einer leidenschaftlichen »Uutb streck te er beide Arme gegen be» vermeintli chen Teufel aus. Hebe Tich weg, Tu Be trüger uud Baalsfobn, schrie er laut. Fliehe, siiehe, bevor wir Ticki entlarve». Ten» Du hist nicht, wofür Du Tich aus giehst! Tu bist »icht der Teufel! Wie Du willst mich verleugne» rief der Andere, indem er die mit einem rothen Handschuh bewaffnete Hand dem Beschwö rer entgcgenballte. Tu bast mich so lange gerufen, Tu hast diese» nieinen Kindern da so viel Geld abgeschwindelt, um mein Erscheine» damit zu «kaufe», und seht, da ich komme, willst Tu mich nicht aner kennen, weil es Dir scheint, daß, wenn ich selber komme, diese armen Gläubigen Dir nicht inebr ihr Geld geben und T ick» a»betc» werden, und sich von Tir an der Nase berumzichen lassen Geh, geh, u hist nicht mein rechter Hohepriester. Ich babe mich Teinen Beschwörnngen gefügt, ich bin gekommen, aber nur, um Tich vor meine» gläubige» Kitt der» da als ritten Betrüger zu entlarven, aber nur, um sie vo» T ir zu befreien. Hebe Tich weg, Tu Lästerer Gottes »nd des Zeufels, wir wol le» Tich nicht. Hebe Dich also weg u. ent flieh Uud indem er so sprach faßte der Teu fel mit mächtigem Arm dcn Planetarier und wollte ihn von dem Altar binunler drängen, aber Pfanuenschmidt war nicht der Mann, sich eine solche Unbill gefallen zu lassen. Mit einem Wuthgefchrci stürzte er sich anf feinen teuflischen Gegner, und nun begann eine jener Scenen, sür deren Schilderung es keine Worte und keine Aus drücke und Farben giebk, weil sie zu rasck, zu drastisch, zu gewaltig in ibrer Art sind. -Ein heftiger Fausteaiiipf entstand zwi schen dem Teufel und dem Planetarier. Die frommen Bttenden erhoben sich von ihren Knieen, um mit erstarrten Blicken biiiznschaueii aus dieses seltsame, unerhörte Schauspiel, um dann endlich hinzustürzen zu dem Altar, und je nachdem sie an den Ttusel oder an dcn Planetarier glaubten, demEincn oder dcniAndcrn zuHülfchu tom inen. Ein allgemeiner Kampf entstand, u. mitten in dieses Getümmel hinein stürzten sich jetzt die vier Polizeiheamten, um im Namen des König« die Anwesenden zu ver hasten, die Versammlung, welche das Ge setz verpönte, auszuheben, uud damit dem Kampf und allem Toben ein Ende zu ma che». Und wäbrend dieses Alle? geschah, lebnke Louise von Kleist mit vor Vachen »'einen dcn Augen an der Portiere, durch deren Leffnung ste die ganze Scene beobachtet batte. Sie sab, wie dicPolizeibeamlen den wüthenden Planetarier ergriffen, welcher die heftigsten Verwünschungen ausstieß ge- j gen den uuheiltgen König, welcher nicht an Gott glauhte, und den frechen Mutd habe, die Frommen und Betendc» als Vcrdrecher und Gottlose zu bebandeln und den Die- ner des Herrn zu verhaften. Sie sab, wie diese ehrbaren unv frommen Grafen u. Ba- rone, diese Offiziere und boben Beamten, welche die frommen Gläubigen des Plane tarier« gewesen, sich still uud beschämt von bannen schlichen, und in eiliger Flucht ibre Rettung suchten vor dcn Dienern des Ki>. nigS; sie sab, wie endlich ibr cigener Gatte von den Poltzeibeamten verlacht u. verspot tet ward, und wie man ihn, den eigen händigen schriftlichen Befehl des Könige übergab welcher lbn zum «Skfangenen 5 machte, aber um das Aufseben zu verniei- j de», ihm nur Hausarrest auferlegte. Del til'lllsche Cvllrjjilintleitl, tmjliche »iid wöchrntlichc Zeitunq, Friedrich Aainr, Südost Ecke von Baltimore u. Gavstraße, Baltimvrc, Md. Nummer !N. Als sie diesen Aescbl vorlesen stninnlte i'uisenS »'acl'en, «nd ihre Stirn verfinsterte sich. Waln'bafliji, sagte sie, das ist eine Scho nung welche sebr einer Malice des Kö nigs gleicht. Meinem (»temabl Hausarrest gedenk beißt mich da,u vervainmen, bestän dig mit seiner unleidlichen »jeseUschafl gestrast zu werden. Mein "wlt, wie grausam und wie dosbast ist doch der Ko nig! Er giebt meinem Hausar rest, das beistt so viel, als meinen «belieb ten, den scl'vnen, de» wundervollen llinbeni aus meinem Hause verbannen. Sb, wann werde ich T ich >eyt wicderseben. mein l^clievler! Die beide» Schwestern. Jetzt also siebe ich am ,!iel sagtePii» Zessin Ulrite indcin sie mit einem stel-cn trinmpl'ireiidcn lächeln das Mtsangbuch. ivelches sie eben noch in Hände» gebal teil, bei Seite legte mit' den langen wei ßen Spiveiischleier von ilmm Haupte lc ste. ie Hattptcereniouie ijl vorüber, uuli nur noch eine Ceremonie, lind ich weide eine Kronpriincssi» bald eine .nvniaul sei». Es ist ibiien nicht gelungen, mich bei zu sebii ben, man bat mir nicht den Affront anlbu» dursen, ineine lun gere Schwester vor mir verbeiiaiben, indem man alle, .Welt dadurch w'gte. daß man mich nicht gewollt, daß man mich vcrichmabt babe Ä»e meine Berech nttngen sind lichlig gewesen, »nv statt des Schleiers der Stistktame. oeil mir mein Äruder brstimml Italic. wird jet;t ein Mortbcnkrain und balc> eine Krone mein Haupt zieren «Fortsetzung folgt.» T as Haus des E ongresses trat vor gestern dem Beschlusse des Senates bei, sich am ersteu Montage im Juni ;u vertage» .Ml'kl/.iiulilll' Absiilirniilis Pillen fliid mit ter grösiteu e s.biitli.. teil wel.t>e i.>l! sv>i ziaisch« »aii» i» tleieiu 'leltalterbesikl zu^reltii l'eil und zu Menulkll all enttei"t. so manche« liede ?amm i^begla^di üle n^t!' -w>'i k nidsl Droauisteu uud Berlaufer von Ärz. neien «erilzeite» de« Kalester «w<-»^u°d «»er, praktischem und Ctimi ler, ?oi»cll. Mast. Präpanrt vvn Dr. I. E. A vcr, praktischer und «naivtischer Chemiker tu Loirell, Mass..
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Der Tägliche Deutsche Correspondent. den li>. April I>!.^. Nencstc Naclirichten. Tie Kansasfrage ist nunmehr einem Conferenz-Comite beider Häuser vorgelegt worden. Das Comite besteht aus den Se natoren Green von Missouri, Hunter von Virginien und Scward von New-Aork und den Mitgliedern des Unterhauses, English on Indiana, Stepbens von Georgia und Howard von Michigan—zwei Lecompton- und zwei Anti-Üeeompton-Demokraten und zwei Republikaner. Der „Mobile Mereury" schreibt, daß luarez einen Gesandten von Mexiko nach Washington abgesandt babe, daß aber, da der Gesandte der Ver. Staaten, Forsvth, die Zuloaga Regierung anerkannt babe, die Regierung in Washington den Gesand ten Jiiarez nicht empfangen könne. Das Zrue Delta" vom 8. enthält Nach richten ans Brilifch-Honduras bis zum li. Mrs. Große Bestürzung war durch den Uebcrfall der Stadt Beeealor und die Nie dermetzelung einiger ibrer Einwohner Sei ten? der Indianer verursacht worden. Man fürchtete, daß die Wilden ibre Streiszüge bis nach den Städten der hrittischen Colo nie ausdehnen würden. Truppen waren demzufolge den Rio Hondo hinaufgesandt, um die Niederlassungen zu schützen. Im Senate des CongresseS wurde gestern die Debatte über den Bau einer Eisenbahn nach der Küste des stillen Ozeans ausgeru fen, nachdem vorher das jährliche diploma tische VerwilligungS-Gesetz passirt worden war. Nowdniömuö in Washington. Gegenwärtig liegt dem Kongresse eine Bill zur Annahme vor, die den Zweck hat, eine Polizeimacht in der Hauptstadt der Union zu schaffen, welche unter dem direk ien Befehle des Ministers de? Innern stehen soll. Man schmeichelt sich, daß diese zum Gesetz erhobene Bill die Bewohner und das Eigenthum Wasbington'S ganz vollständig schützen werde. Was uns betrifft, so hegen wir einige Zweifel über die Wirksamkeit der Maßregel und zwar aus folgenden Gründen: Wir sind der Ansicht, daß das Rauferthum in Washington von der Stunde an überband nahm, als die Reprä sentanten des Volkes sich nicht schämten, «ich in der Halle des EapitolS, vor dem Sitze des Sprechers oder in der Senatskam mer als Rowdies zu benehmen. Wenn die Kaust oder der Gutta-Percha-Stock unter den Repräsentanten der Nation als hand greifliches Argument benutzt wird, wenn man alle Begriffe von Anstand ungescheut mit Füßen tritt, sich vor den Repräsentan ten auswärtiger Mächte dergestalt Vlamirt, daß man zum Gespötte des Auslandes wird, wie kann man alsdann noch darüber er nannt sein, daß die heranwachsende Jugend eine Ranftrgeneration bildet? Es ist so natürlich, daß die gesammte Nation auf ihre Repräsentanten in Wa sbiiigton, als aus die Elite der Gesellschaft blickt, daß sie die Blicke auf diese Stellver ireter des Volkes in der Absicht richtet, die eigenen Sitten und die eigene Moral nach jenen Vorbildern zu modeln. Wenn nun die „Honorables" im Capitel sich prügeln, wenn, wie dies am Todestage Benton's der Fall war, die Rohheit so weit getrieben wird, daß die anwesenden Damen bis auf den Tod erschrecken mußten, so ist dies die Ouintessenz raufcrischer Rohheit, wie sie in irgend einer Legislatur eines europäi schen Landes wohl nimmermehr stattfinden kann. Liegt nun nicht eine große Ironie in dem Gedanken, daß die Rauser im Con greß sich ernstlich damit beschäftigen, gegen das Rauftrtbum in Washington gesetzlich einzuschreiten? Vor allen Dingen sollten diese Herren erst vor der eigenen Thür fe gen, bevor sie sich um ihre Cameraden in der Rauferkunst bekümmern. Mindestens sollten sie eben so streng und nachdrücklich gegen das Rauferthum sn ihrer Mitte, wie gegen die „Plugs" in der Pennsylvania Avenue einschreiten. Bevor dies geschieht —wird kein Gcsek einen persönlichen Schutz erfolgreich gewähren können. Was den Schutz des „Eigenthums" anbetrifft, so gebt es damit nicht viel besser, denn auch hierbei bedarf es einer vollständigen, zuerst im Capitol beginnenden Reform. Wenn die Repräsentanten der Nation die Taschen des Onkels Sam dergestalt plündern, daß die Halste der Session mit Untersuchungen von Bestechungen und Diebstäblen vergeu det werden muß, die Volksvertreter sich zu Schulden kommen ließen, so muß es trau rig mit der Moral des Volkes in dieser Be gebung aussehen und Gesetze zum Schutze des Eigentbums müssen wie Ironie klin gen, wenn sie von einer solchen Körperschaft ausgeben. Wie traurig es mit dem mora lischen Charakter des Volkes aussieht, be weist die Thatsache, daß der Repräsentant Mattison von New-Aork, der wegen Plünderung von Onkel Sam'S Taschen, aus dem Congresse gestoßen wurde, von sei nen Constituenten trotzdem wieder gewählt und nach Washington zurückgesendet wurde. Wenn das nicht ein getreues Bild der Mo ral des Volkes abgiebt, so wissen wir nicht, wo ein schlagenderes aufzutreiben wäre. Wir mögen unsere Zustände beleuchten, von weicher Seite wir auch wollen, stets wird sich uns die Ueberzeugung aufdringen, daß der Sittenverfall von Oben herab alle schichten de» amerikanischen Bevölkerung durchdringt und daß eine Reform bei den sogenannlen Gebildeteren beginnen muß. So lange man sich im Capitol wie eine Herde,,PlugS" balgt, so lange werden wir uns über den Nowdvismus beklagrn müs sen. Wenn die CongreßmitgUeder die Staatskassen berauben, wird unser Eigen tum und unsere Tasche vor kleineren Spitz buben nicht sicher seiiu So lange die Re präsentanten des Volkes ihre wilden Or gien in Washington feiern, wird man sich über Trunksucht und die ekelhafteste Sinn lichkeit im Volke zu beklagen haben, so lange wird jedes Gesetz zur Aufrechterhal tung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit ein todter Buchstabe bleiben. Telegraphische'Tcpeschen, Washington, 15. Apri!. Eine Petition gegen dieLeeompton-Bill ging aus RaffaämsettS ein. Tie diplomatische Veiwilligungsbill passirte im Senate. Hr. Brown trug auf die Jncorporation der „Wasbington-Monument-Gcsellschaft" an. Im Hause passirte Gesetz zur Feststellung der Gehalte für Seeoffiziere. Ein Capitain soll H1, 50V, ein erster Lieu lenant H 1,200, ein zweiter Lieutenant Kl, wo, ein dritter Lieutenant Kl,ooo, Doktoren, Sergeanten nicht mehr als K4V pro Monat erhalten. Gesetze zu Verwilligungen für Hafen und Flüsse, zur Regulirung des Transporte« von Passa gieren in Dampfschiffen ic. undzurCodisi lation der Revenue-Gesetze wurden einbe richtet. Untergang»»» Schiffe« »3vh. Mtleo»/' New-Aork, 15. April. Im „He rald" finden wir ein Schreiben des Herrn E. W. Kirklep von St. Louis, der sich als Passagier auf dem vor einiger Zeit an der New-Jersev Küste untergegangenen Sckiffe „Joh. Milton" befand. Airkley hatte nehst zwei anderen Passagieren, einem Ehepaare, das Schiff auf der Hampton Rhede verlas sen. Am Bord befanden sich 20 Personen, z einschließlich der Mannschaft, welche ohne Zweifel sämmtlich ein Raub der Wellen wurden. Baiikdiebstiihl. Boston, 15. April. H. Pratt, ein Beamter der „Graston-Bank", wurde aus j die Anklage, dieselbe um K 12,000 beraubt j zu baben,'festgenommen. Aus Philadelphia. Pbiladelphia, 15. April. Die j Baltimorer Stadträtbe amüsiren sich hier famos. Mayor Vaux gab ibnen in der „Jndependenee Halle" eine amtliche Audi enz. —Nachher beschauten sie sich den Feuer- und Polizeitelegraphen und die Dampffen Erspritze wurde probiert. Abends wurden j Brandn Smashes und auch Champagner getrunken. Der Ohio-Kluft. PittShurg, 14. April. Der Fluß hier ist reißend gestiegen. Das Wasser steht jetzt 15 Fuß hoch im Canal und das Stei gen hat nachgelassen. Rochester, N.-A., den 14. April. j Heute Abend um 0 Übr war die Liste von 48 Geschworenen erschöpft und nur 3 Ge schworene waren für den Little-Mordfall angenommen worden. Eine neue Liste wird sofort beordert werden. Cincinnati, 15. April.—Der Dam- pfer „Adverture" sank gestern gegenüber Gallipolis und acht Deckarbeiter kamen dabei um's Leben. St. Louis, 14. April. Schreck liche Unglücksfälle werden wahrscheinlich durch das Steigen de? untern Mississippi veranlaßt werden; derselbe steht jetzt an ei l nigen Punkten höher, als man sich jemals j zu' erinnern vermag. Der Missouri- und Illinois-Fluß sind beide hoch and im Stei gen begriffen und alle ihre Nebenflüsse be i finden sich in Fluthhöhe.' Die Ueberschwemmung des Mississippi er streckt sich über das ganze westliche u. Nord westliche Land. Die gewöhnliche FrühlingS Anschwellung der Bergströme bat noch nicht stattgesunden, sollte sie aber eintreten, be vor die gegenwärtige Fluth nachläßt, so wird das ganze niedrige Land ohne Zweifel überschwemmt werden. St. LouiS, 14. April. Die Leiche Benton'S langte hier beute Nachmittag um 4 Uhr an und ward vom Militair und ei- I ner großen Menge Bürger nach der Woh nung des Col. Brant gebracht. C bieago, 14. April. Dreiund zwanzig CountieS inn südlichen Illinois haben Douglas in ihrer Convention endos sirt und Resolutionen gegen die Lcconlpton Constitution gefaßt. New-OrleanS, 14. April.— Ter Kessel des Dampfers „FallS-City" explo dirte heute gerade, als derselbe in der Stadt angelangt war. Sieben oder acht Menschen wurden getödtet, mehrere andere schwerver letzt. Tw Explosion beschädigte den Dam pfer ~John Simonds". New-Orleans, den 13. April. Die Ueberschwemmung gegenüber der Stadt hält noch fortwährend an; alle Eisenbahn- Züge stocken und die Pflanzungen auf jener Seite des Flusses haben einen ungeheuren Schaden erlitten. Tagcs-Neiiigkeitcn. Aus Washington. Am letzten Dienstag Abende wurde der Militair- Invalide I. Lynch, welcher in der Betrun kenheit eine Frau insultirt hatte, verhaf tet. Im Gefängnisse machte er einen Ver such, sich zu erhangen, welcher allein durch die Wachsamkeit des Aufsehers vereitelt wurde. Der Angriff, welchen am vorletzten Sonn tage Washingtoner Raufbolde bei einer BcerdigungSfeier in Alerandria aufdortige friedliche Einwohner machten, hat die Be hörden Ä'S veranlaßt, eine Belobnung von K2OV specialitcr für die Verhaftung des Bösewichts anzuweisen, welcher einem far bigen Mädchen das Gesicht zerschoß. Eine neue Schandthat kömmt uns soeben zu Obren. Sechszebn entladene Arbeiter verließen vorgestern Washington, um sich nach Baltimore zu begeben. Zwei Meilen von der Stadt begegneten die Vagabonden einer Frau, welche sie mit Messern angris sen und sie zwangen, im nahen Gebölz'e sich ihren Lüsten zu opfern. Sobald die Poli zei davon Kunde bekam, schickte sie Mann schast zur Verfolgung der Bösewichte ab u. dieselben wurden nahe BeltSville ergriffen uud gebunden nach der Stadt gebracht. Dünn schickte sie in'S Gefängniß. Der Vor fall rief in W. erhebliche Aufregung her vor. Vor dem Criminalgerichte wurde gestern der Prozeß gegen James Powers, der Er mordung des Edw. A. Luits angeklagt, geschlossen und der Fall den Geschworenen übergeben. (Späteres aus Washington.) James Powers, der Ermordung Edward A. Luits' in MeColganS' Taverne an der Pa. Ave nue am I. Dezbr. l. I. angeklagt, wurde vorgestern Abend des Mordes im ersten Grade schuldig befunden. PowcrS ist v?n Baltimore unvfoll hier achtbare Verwandte haben. Der Berurtheilte, welcher schwerlich dem Galgen entgehen wird, ist 23 24 Jahre alt. Zur Zeit des Mordes war P. Schenkhalter im „National-Hotel". Dem Vormann der Jury traten Thränen in die Augen, als er das Urtheil aussprach. Po werS verzog keine Muskel und die Stille wurde nur durch das Schluchzen der sich ne benan dcm GcrichtSlokale in einem Zimmer befindlichen Mutter de? Unglücklichen un terbrochen. Die „Union" sagt, daß PowcrS, als er wieder in der Jail ankam, sich als erstes Bedürfniß ein Glas Whiskey auSbat und dann einen Stock ergriff, an welchem er so gedankenlos schnitzte, als ob nichts vor gefallen wäre. Das Hinrichtungs-Urthcil wird erst in wenigen Tagen über Powers ausgesprochen werden. Der Prozeß ge gen Ogle, der Ermordung I. Webb's 'in Georgetown angeklagt, wird am 24. d. M. ausgerufen werden. Ueber den oben gemeldeten verbrechen schen Angriff auf ein Frauenzimmer erfah ren wir folgende Einzelnbeitcn, aus wel chen wir gleichzeitig zu unserm größten Be dauern entnehmen, daß die Mißhandelte sowohl als die Angeklagten Deutsche sind. Die Nichtswisserpreffe wird sich beeilen, die ses gebührend zu bemerken und oabei alle Missethaten der Plugs und ibrer Helfers helfer total vergessen. Die Klägerin heißt Viktoria Vogelmann. Sie ist ungefähr 25 Jahre alt und diente bisher bei Hrn. Glück in Washington. Sie begegnete un gefähr 2 Meilen von der Stadt auf dem Wege nach Baltimore einem Hausen von ungefähr 20 Menschen. Dieselben forder ten sie aus, mit ihnen nach Baltimore zu rückzugeben, welches sie aber ausschlug, in dem sie angab, daß sie kürzlich erst von dort nach Washington gekommen sei. „Sie er griffen" so sagt die Vogelmann „mich sodann und zwangen mich, ihnen in's Ge büsch zu folgen. Hier zogen sie mich nackt aus und legten mich auf eine Steppdecke, welche ich bei mir hatte. Als ich mich wi dersetzte, drohte einer der Männer mir mit einem Messer. Zebn begingen dann ein Minenlosesj Verbrechen an mir, einer nach dem andern. Zwei der Männer kannte ich in Baltimore. Sie raubten mir gleiche falls SV Cts." Die von der Polizei einge fangenen Individuen wuideu sodann vor geführt und folgeudermafien idcntisizirt: !,.»a>lHoffmanü ist Derjenige,welcher mit dem Messer drohte und mich zwang, ibm in's Gebüsch zu folgen; er mißhandelte mich zwei Male. I. A. Litner ist der zweite; Zeugin kannte ihn sowohl als Hoffmann in Baltimore. David Frank war der dritte, Herrmann Julius gestand, der vierte gewesen zu sein. W. BurnS war dadei, aber ging weg. Elias Keller umarmte mich zuerst und suchte mich zu bereden. W. Schmidt war ein anderer. Christian König uud Matthias Hauer wa ren ebenfalls Theilnehmer der Mißhand» lung." Job. Mills, ein 17-jähriger Knabe, sah, wie die Männer das Frauen zimmer ergriffen uud lief nach Washington, um die Polizei zu holen. W. BurnS beschwor, daß Alle von der Fischerei ans dem Heimwege begriffen gewesen seien. Er ging seinen Weg allein, traf aber mit den Ändern zusammen, als sie mit dem Frauen zimmer sprachen. Er wisse nichts von dem Vorfalle. Prcußen in Padueab sdie Bevölkerung hat sich nämlich in zwei Parteien „Prcußen und Anti-Preußeu" getheilt», daß die preußi sche Regierung 840,000 aus die Ergreifung dieses gefährlichen Revolutionairs gefetzt habe. Bei seinem Aufenthalte in N. Jork nannte sich Distling M. Trevelli und seine Be glciterin Bernardini. und derselbe fan tastische Hut mit der theatralischen blauen Schwungfeder, der au verschiedenen New- Uorker Straßenecken bedeutende? Aussehen erregte, ward auch im fernen Westen zum Ver'räther. Distling tauchte dort mit fei ner Begleiterin unter den verschiedenartig sten Namen aus mehreren deutschen Thea tern auf, der „Anzeiger des Westens" be richtet aus St. Louis am 8. d.: „Unsere Leser werden sich erinnern, daß vor mehre ren Wochen hier ein Hr. Torma mit seiner Schwester Felicita im deutschen Theater als Tänzer gastirte. Von hier ging er nach Chicago, wo er und Mlle. Tormain dem Stücke „Sennora Pepita" auftrete» sollten. Gerade vor dem Beginn des Stückes mußte jedoch dem Publikum angezeigt werden, daß „wegen außerordentlicher Umstände" Herr Torma verhindert sei, zu spielen. Diese außerordentlichen Umstände hestanden aus zwei preußischen Pvlizcikommissairen in Begleitung mehrerer New-Aorker Tetecti ves, die besagten Torma wegen einer klei nen, in Preußen begangenen Fälschung von 100,000 Tbalern verhaften wollten. Herr Torma hatte aber Wind bekommen und sich eine Viertelstunde vorher aus dem Staube gemacht. Gestern nun bringt der Tele graph die Nachricht aus Cairo vom 7. d., daß Torma, der preußische Fälscher, vor gestern in Paducah verhaftet worden ist." In Paducah aber galt Mademoiselle Ber narbini wieder für die Frau DistlingS und dieselben nannten sich Möns, und Madame Leroy. Der vom „St. Louis Republican" mitgetheilte Umstand, daß Mad. Leroy kurz vor der Verhaftung ihres Mannes ei nem jungen Amerikaner das Leben gab, scheint im Widerspruche mit der Thatsache zu stehen, daß diese Dame noch den Sonn tag zuvor im deutschen Theater zu Chicago ein Ballet cxecutirte. Der im „N.-A. Herald" als preußischer Polizeiagent fignrirende ~M. Multie" ist Niemand anders als Hr. v. Mottle, früher polnischer Legionair in Ungarn, der bloß als Zeuge mitreis'te, um den politischen Flüchtling Leroy als den Fälscher Distling zu identifiznen. Der bei diesem Prozesse fungirende New-lorker Dctective ist Herr Bowyer. Die von Distling auf gefälschte Wechsel gezogenen Summen belaufen sich übrigens nicht auf Kioo,ooo, sondern auf Hl >,842, die er sich ans drei Wechsel, zwei zn HSWO und einen zu HiB4:?, in Köln auszahlen ließ. Jn Paducal, bot Distling dem ihn ver hastenden Polizisten H5OO, wenn er ibn lausen ließe. Der Verhaftete soll seine Erklärung, amerikanischer Bürger zu werden, abgege ben haben. Dieser Tage werden wahr scheinlich weitere Nachrichten über die Er eignisse in Padueah eintreffen, wobei es übrigens für die Herren, denen die Ver folgung des Schuldigen übertragen ist, ziemlich lebensgefährlich hergeht, denn sie wurden mit Ziegelsteinen bombardirt und Hr. Lapaugh hatte vor den Gerichtsschran ken von Seiten der Vertheidigung und des intervenirenden Mobs ein förmliches Ha gelwetter zu bestellen. Der Sem ino len -K r ieg in Flo rida ist zn Ende. Wie eine telegraphische Depesche berichtet, bat sich Billy BowlegS er geben. Damit endet eine Fehde, die fast seil dem Ankauf Florida's gewährt und den Ver. Staaten über so Millionen ge kostet hat. Auf Pana m a wurde der dortige Cor respondeut der „N.-ZI. Times" von einem Neger-Redakteur, Namens A. H. Judah, in einem von dem Letzteren publizirten Blatte angegriffen. Hr. McFarland, der Angegriffene, drohte hieraus Judah mit einer Tracht Prügel, worauf dieser Erste rem aufpaßte und ihn erschoß. Nur um das Publikum durch etwas Neues anzulocken, beabsichtigt man jetzt in Wien ein weiblicheS Orchester unter einer Capcllmeisterin zusammenzustellen. Aebnliches hat man auch schon in Berlin versucht. Daß Frauenzimmer gern die erste Violine spielen, ist bekannt. Wie sie aber mit Contrabässen, Fagott und Posaune fertig werden, muß sich zeigen. Bremen, 20. März. Durch obrig keitliche Verordnung vom heutigen Tage wird bestimmt, daß die Beförderung der zur Reise nach einem außereuropäischen Haftn angenommenen Schiffspassagiere von der Stadt Bremen nach dem Abgangshafen, sofern dieselbe zu Wasser erfolgen soll, auf Dampfschiffen oder auf Fahrzeugen, die von Dampfschiffen geschleppt werden, gesche hen muß. Wien, 20. März. Man schreibt der „Frankfurter Pvstzeitung" von hier, daß die Nationalbank nicht erst am 1. Januar 1859 ihre Baarzahlungen wiederaufneh men werde, sondern es sei kaum noch einem Zweifel unterworfen, daß dieses wichtige Ereignis! hereits am 1. Juli d. I. eintre ten werde. Aber dasselbe Blatt bringt noch eine wichtigere, viel wichtigere Nachricht, nämlich daß der Voranschlag für den Staatshaushalt pro 1. Oktober 1857 —53 kin Defizit aufweise, also das längere Jahre hindurch vermißte Gleichgewicht in Einnahme und Ausgabe endlich erzielt worden sei. Wir gratuliren von Herzen! Ist es aber auch gewiß? Um ernst zu reden ist cS nicht leichtsin nig, immer von Neuem auf die Leichtgläu bigkeit des Publikums zu fpekulircu? Wie oft rst uns nicht seit sieben Jahren dieses Gleichgewicht zwischen den Staatöeinnah men und den StaatsauSgaben Oestreich's in allernächste Aussicht gestellt worden! Aber selbst das Jahr 1850 schloß noch mit einem Defizit von 02 Millionen Gulden! Selbst wenn wir davon die außerordent lichen Ausgaben, 14 Millionen, abzieben, bleibt noch eine Unterbilanz von 48 Will. Gulden. D ek n il n t mach Verein für den Unterricht und die weitere Erziehung Uusere israelilischen Bruder sind höflichst ersucht, sich K?» Ei l! l'n lich^^Be"^ Sozial demokratischer Turnverein. manN' Pott aus Philadelphia im großes Saale Nr. Avil, einen öffentlichen Welteinheit und Wcltentzweiimg ballen, wozu wir das deutsche Publikum Baltimore'« ein laden. Der «nfanz ist Adende S Uhr. Eintritt frei. Da? Comite. Extra-Generalversammlung des "Äa»g«Ä (gl) Bartell, Präsident, Bekanntmachung. Präsident. Pa.lheien ausgezahlt. E. P. Holden (i>l-ii> e l o^n eo. A. N oelke«, C. P., S. L. Rosc, Ree. Schriftführer. ik7,7!!,7g,»g> Vdmti>istral°rU>" Aufforderung., "Sil"u^^t s.i» taun. i-!,'F^.A"x^ickstr. Cimiitttinit Srcö Qnk, A. m ü l l S o h li, z. vV Söll»!', Handlung in hiesigen u. fremden Früchten, Produkten und Delikatessen, per Topf u Geschäfts Verlegung Clllltlks j.jolln»drr^^^ I ä I r«it st r a ÄKöbel-Lager von Nr. A!, Ost-Prattstr., »ach meinem neuen Laden Nr. W, West-Prattstraße, zwischen der Brücke und Marsii- Marlt, habe, und lade deshalb zu recht zahlreichem MrS HoUander Nr. 22, verleg, hat und daselbst eine große Auswahl Damen- Hüte der neuesten Mode vorräthig hat und solche auf Bestellung auch neu verfertigt. K?- Reparaturen werden ebenfalls pünl»ich besorg«. (Apr.l«,lSMle> H^H^Hanscrw Tannen-, Pappeln?, Eschen-,'Äche'n-Ho'l,°J°i»! Lina, wieder«, Post» da« wir zu den dilltgsten Marl,- preisen —im Großen und Kleinen—in Nr. NU, N-tstr.» Verlauf Eutaw- und Äermanstraße, zum Buens^Sloan. TabackS-Fabrik ji t i »r. 'wilkt» skCo IN p., Empfehlen ib'r Lager von alle» Sorten R a u ch' uud Ka Tabacken uitterbilligsterPreisstellunaWie der Nr. 17, Erchange Buildwg«^ I G, (5 urle4 t, Advokat K Rechtsanwalt. Law-Bnildings Nr. (der Reeord-Lffi-e gegenüber). KZ«- In der Lfsice wird Deutsch und FraiiN'slsch gesprochen. (Apr.il,-.'Mle.) Ä A Mthiot K Sohn. i lsl Nr. 2Z 27,N.-»ya!,str. 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Siid-Front-Stralie. sH Kommt und seht! F. Ditllich k Ks., Hut- und Kappen-Fabrik, e^ '«d Nr. W4.'WLst-7rat!siraße, 5 Thüren unterhalb Hamvcrstr. Gefchaftö^Verleglmgl Strohwaaren-Händler, Putzmacher, Hut macher und das Publikum überhaupt. Uichaid Hill ger^m^^^ machen wollen. Henry L. Reitz Söhne Frische Zusühren deutschem Limburger Käse. b?«ig"»erla«f"Ä NorblingerßroS., (77§) Nr. IW, Lsintarbstr. lu'ltmG mit! M»M. Verlangt: Ein deutsche« Mädchen für die Hausarbeit. Zu inel den Rr. Lst-Baltimoreslraße, bei Gesucht: Küfer. Nachzufragen Nr. -I, Hollingsworthstraße, nahe Prattstraße-Werft. off, SS Zu m'rmil'llil'tt zu iit'lluulsen. verittietheil: die G-schäfl- gc- erjage» Rr.'l, Marfh.Marlei---pa.c Zu^ des Ausschusses: (82-100.1 Da»iel B. Banks, Präsident. Verkauf: e'i uiid denfelben 7U, Lighistr.-Wersl,Baltimore. Richard B. Stewart, (Mrz.lB,2Mte> Nost-Ossice Warsaw, Birginien. Farm zu verkaufen. lker^i!> d tti»> rl. ci^inger^bst^^^^ (Apr.S.lMi? Nr. si», Nord-Culawslrake. dung«platz Fa» kr HH. W o Su^-C^ tr^ Ä. F? W. N? See ver s, (Mrz.IS.IMi.) «kr. 7». Exchange-Pla-e. bt '^!d «Slocker N oeri«, Nr. LZ, l^lh^wksilichvem Norri«. Bhom-Cases, »erftrttg« von loh Man er, (Mrj.lS >l> Nr. N, Z»clil«»anstr-ft.-(All^)
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Stadt-Uerichte. Für St eu erzah l e nd e. '.'kack dcm nun der Mayor dic Verordnung im Bctrcff dcr diesjährigen Steuererhebung dmch seine Unterschrift sanetionirt hat, wird, dcr Stcuercollcktor nächsten Montag beginnen, die Steuer pro '5B eutgegenzuneb men. Solchen, die ihre Steuerrechnung prompt bezablen wollen, sind folgende Ab züge gestattet worden Von allen Rechnun gen, welche an oder vor dem I. Mai bezahlt werden 5 Prozent; an oder vordem 1. Juni 4z Prozent; an oder vor dem l. Juli 4 1. August 85 l. Septbr. 3 1. Lktbr. 2z 1. Novbr. 2 1. Dezbr. Ii Ll.Dezbr. i Versammlung der Liquor bändle r. Vorgestern Abend fand eine weitere Versammlung der Liquorhändler im „Maryland-Institute" statt, welcher ungefäbr 1000 Personen beiwobnten. Das Comite berichtete, daß es dcn Anwalt W. P. Prcston binsichtlich seiner Meinung über die Constitutionalität dcs ncncn Liccnz gcsetzes befragt habe und am nächsten Mon tage' dessen Antwort der Versammlung vor legen werde. Auch der achtb. H. Wintcr Davis sei um seine Ansicht befragt worden, der erwiedert habe, „er könne jetzt noch keine Meinung abgeben." Es wurde nun ein aus zwei Personen von jeder Ward bestehen des Comite ernannt, welches Beiträge col lektiren soll, damit dcr Verein dcn Wider stand gegen das Gesetz bestreiten kann. Da rauf vertagte sich die Versammlung. Ein Gesetz ausgehoben. Im ersten Zweige des StadtratheS wurde am Freitag Abende dcr Theil der Polizeivcr ordnung gestrichen, welcher den Polizisten den Bcsuw der' WirthSväuser untersagte. Jedenfalls schr weise. Die Herren Po lizisten kehrten sich doch nicht an die ge setzliche Vorschrift und cS ist besser, daß man dieselbe aufgehoben hat, um wenig stens einen Vorwurf aus dem Wege zu schassen, nämlich dcn, daß die Polizei mit der Nichtachtung dcr Gcsetze vorangeht. Vorgestern Abend fand cine Versamm lung der Mitglieder des ~Mar yland Institutes" statt. Da Hon. I. Van sant die Präsidentur sürdas lausende Jahr abschlug, so wurden nunmehr die Herren s. Sands und I. Murray proponirt. Dic HH. Swann, Baylcy uud Anderson refü sirteu die Nomination. Ein musikalischer Abend.-- Heute Abend findet in dcn „Ncw-Asscmbly- Rooms" ein großes Ouintett-Conzert statt. Dasselbe bildet das erste einer Reibe von musikalischen Abcndunterhaltuugen, die ei nen mehr als gewöhnlichen Genuß dcn Kniistsrcundcn versprechen. Ein Saison billet für drei Conzerte nur Kl ifiehe Anzeige.) Ein Denkmal für Booth. Dem Andenken des großen Schauspielers Junius Brutus Booth läßt jetzt sein Sohn Edwin Booth im Baltimore Cemetery ein Denkmal errichten. Dasselbe besteht aus einem marmornen Obelisk, welcher auf einem granitnen Gestell ruht. Auf der Frontseite des Obelisken befindet sich, von einer einfachen Verzierung umgeben, der Name „Booth" in erhabenen Buchstaben. Auf dcr linken Seite sieht man in erhabe ner Schrift die Worte: „Junius Brutus Booth, geb. den 1. Mai 1790" und auf der rechten Seite: „Gestorben den 30. No vember 1852." Das Denkmal wurde in Boston angefertigt und kam vor einigen Tagen mit'dem Dampfer „William Jen kinS" hier an. Der P fe rd em arkt.—Wirhatten am Mittwoch Gelegenheit, dem in Plowman-, nahe Frontstr'aße, stattfindenden Pferde markt beizuwohnen und können nickt um bin, unsern Lesern einen kurzeil Bericht über denselben abzustatten. Es wurden 14 Stück verkauft, unter denen sich ein angeb lich 5 Jahre alter Schimmel befand, der aber wenigstens fünfzig Jahre alt zu sein schien. Als man seine Schnelligkeit pro biren wollte, weigerte sich der Gaul hart näckig, auch nur einen Schritt zu thun und nur/nachdem sein Eigenthümer aus einem nahen Stalle etwas Heu geholt und es dem Thiere vorgehalten hatte, setzte es sich in Bewegung. Der Gaul wurde endlich an einen'Letmsieder verkauft, dcr wcnigstcns ans der Haut und den Knochen noch Nutzen zu ziehen hoffte. Ein anderes Pferd war blind auf beiden Augen, windbrüchig und lahm. Nachdem es das Schicksal seines Vorgängers getheilt, forderte dcr Verkäu fer 'dcn Strick, an welchem er das Pferd geleitet hatte, zurück, denn unmöglich könne er Pferd und Strick für Kl 25 Cents preis geben. Ein Mißverständniß. Bor ei nigen Tagen waren wir Zeuge folgenden drolligen Vorfalles. Ein augenscheinlich benebelter junger Mann taumelte die Bal timorcstraße entlang, als plötzlich sein con fuser Blick auf die einen Chinesen vorstel lende Statue vor dem Thecladen an der Ecke von Frederick- und Baltimorcstr. siel. Er stand still und forderte den Chinesen in sehr bestimmtem Tone auf, ihm einen vier tel Dollar zurückzuzahlen, den er ihm vor einigen Tage» geliehen habe. Da dcr Mann natürlich kcine Antwort gab, so taumclte er auf ihn zu und versetzte ihm unter dem Gelächter dcr Zuschauer ein Paar tüchtige Faustschläge und ließ nicht nach, his er an seinen blutenden Fingern gewahr wurde, daß er in seiner Trunkenheit eine Statue für ein lebendes Wesen gehalten hatte. Fron tstr. Theater. Hente Abend steht cine besondere Unterhaltung durch die Aufführung der Piege „die Grille" in Aussicht. Das Stück wurde in letzterer Zeit in Deutschland mit dem größten Er folge gegeben. Die Hauptrolle, in welcher Fräul. Goßmann in Hamburg und Wien die Herzen des Publikums im Sturm er oberte, übernimmt hier Fräul. Böttner, die ohne Zweifel in einer Attaque auf die Herzen der hiesigen Theaterfreunde dem gleichen Erfolge begegnen wird. Möge es sich heute Abend Jeder zur Grille machen, das Theater zu besuchen! Patrick Skinner, welcher, wie wir gestern meldeten, von dcr Platsorm eines Waggons auf der Philadelphia-Eisenbahn zwischen die Räder siel und schrecklich ver letzt wurde, ging eine halbe Stunde nach seiner Ankunft in dcr „Jnfirmary" mit Tode ab. Grundstücks Verkauf. Der Auetionator S. H. Gover versteigerte ge stern im E.rchangegcbäude ein Haus nebst Grundstück an der Westseite von South-, nahe Baltimorestraße, an Herrn James H. Stone für H13.00V. Dasselbe hat 25 Fuß Fronte und 4t Fuß Tiefe und auf demsel ben befindet sich ein dreistöckiges Gebäude, welches jetzt als Restauration vermiethet ist. Der Grundzins beläuft sich auf K 27,77 Cents jährlich und die Miethe HBOO per Jahr. Derselbe Auktionator versteigerte ge stern an Ort und Stelle drei an Will-, zwischen Washington- und Chapelstraße belegene Grundstücke von je 13 Fuß Fronte und 42 Fuß Tiefe, worauf drei zweistöckige Häuser errichtet sind. Frau Margaretha Pfister kaufte sie für K 1,735. Verzögerte Ankunft.—ln Folge des bohrn Wasserstandes im Ohio gelangte der um Ivj Uhr gestern Morgen fällige Personenzug der „Baltimore- und Ohio- Eisenbahn" erst um 5 Uhr 15 Min. Nach znittagS an. Neues Schulaebäude. Las Schuldirektorium Hai mit dcn HH. B. F. und W. H. Forrester einen Contrakt zum Bau eines neuen Schulhauses in Eutaw-, nahe Prcstonstraße, abgeschlossen. Das Ge bäude wird in cinigcn Wochen vollendet sein. Weitere Untersuchung. Am Mittwoch Nachmittag trat in Folge dcr Vertagung die Jury wieder zusammen, um die Untersuchung über die angebliche Er mordung des Benj. Jones fortzusetzen. Aus dem Verhöre dcr Zeugen heben wir das des Dr. Baltzell hervor, welcher dem Verstorbe nen Medizin verschrieben batte uud ihu als einen nüchternen und gesunden Mann schil dert, der nur im böchsten Nothfall zur Me dizin Zuflucht genommen habe. I)ann sagt er, nach dem Aussehen dcr Leiche zu urtheilen, habe dieselbe ungefähr 24 Stun den im Wasser gelegen Ertrunkene tamen gewöhnlich mit dcm Kopfe zuerst an die Oberfläche des Wassers; ist dcr Ansicht, daß Etwas dcn Leicknam unter Wasser gehalten haben müsse, denn in dieser Jahreszeit bleiben Ertrnnkene selten länger als sechs Tage unter Wasser. Mehrere andere Zeu gen sprachen sich hinsichtlich ihrer Bekannt schaft mit dcm Verunglückten aus, doch Nie mand konnte etwas angeben, woraus sich auf die Schuld der beiden jungen Leute, Ma tbiaS Rochester u. James Anderson, schlie ßen ließ. Das Verdikt der Jury lautete dahin, daß Benjamin Jones durch unbe kannte Pcrsoncn gewaltsam um's Leben kam. Die Angeklagten wurden hierauf aus ihrer Haft entlassen. Aus Vorstellendem geht hervor, daß die Jury unfähig war, den Mördern auf dic Spur zu koinmcn, denn cincm Jedcn, dcr dcn Verhandlungen Aufmerksamkeit schenkte, wird einleuchten, daß mehr als eine Person bci dcr offcnba rcn Ermordung dcs Benj. Jones betheiligt waren. Wir wollen keineswegs hiermit be haupten, daß die Jury ihre Pflicht nicht that und hoffen, daß der Schleier, welcher über dieser Affaire schwebt, binnen Kurzem gelüftet wird und daß die Bösewichte, die den Mord nur um des Geldes willen begin gen der gerechten Strafe anheim fallen werden. Schiffs unglück. Am letzten Dienstag Abend, meldet eine Notiz in dcn Büchcrn dcs Börsen-Lesezimmers, stießen die von eine»»' Lootsen geleitete englische Brigantine „Victoria" und der Schooner „L. C. Kelly" in dcr Mitte dcr Chcsapcake- Bai in nvrd-nordwestlichcr Richtung vom Lcuchtthurmc auf Smith's Point zusam men. Der Schooner sank binnen fünf Minuten nnd die Brigg etwa 10 Minuten später. Am Bord der „Victoria" befan den sich 10 Passagiere, welche mit Ausnah me eines Hrn. G. Marriott, voa Nassau, N. Pr., gerettet wurden; auch die Mann schaft wurde gerettet uud später an Bord des Schooners „Adriana" gebracht, worauf sie gestcrn Morgen hier anlangte. Ma» vermuthet, daß sich der vermißte Marriott nach dcr Collision beider Fahrzeuge in die Cajüte dcr Brigg bcgcbcn hattc, um etwas zu holen und dort mit dcm Fahrzeuge ver sank. Dieses war nebst der Ladung, wo runter sich KSOOV in baarcm Gelde befan den, versichert. Dcr Schooncr war K5OOO werth und nicht versichert. U nfall. Gestern Morgen stürzte ein etwa 40 Jahre alter Arbeiter von dem Ge rüste vor einem im Bau befindlichen Hause auf Loenst Point, brach das rechte Hand gelenk und den Knochen oberhalb des Ellen bogens. Man brachte den Verwundeten zu Dr. Hintze, der den erforderlichen Ver band anlegte. James Gibbons, ein Matrose am Bord des Schooners„George Bcattu", stürzte am Mittwoch Morgen von der Mastspitze auf das Verdeck, verstauchte sich einen Fuß und brach den andern unweit des Knöchels. Man brrchte ihn in die „Jnfirmary" in Lombardstraße, wo der erforderliche Ver band angelegt txurde. Di e Verha ftu ng And. Thom son 's. In Bezug auf die gestern von uns berichtete Verhaftung des A. Thomson wiederbolen wir unsere vor einiger Zeit mitgetheilten Angaben über den Mord. T., der in Harsord Co. wohnt, kam betrunken nach Hause, bekam einen Streit mit seiner Frau und mißhandelte sie auf das Empö rendste. Jbr Geschrei hörte der junge Flet cher, als er am Hause vorüberging. Er trat ein und suchte den Mann zu besänfti gen. Thomson erwiderte einige Worte und ergriff in dcr Hitze der Leidenschaft cine Sichel und spaltete Fletcher'S Äopf mit ei nem Schlage. Ein junger Mann, Namens Trout, von dessen Vater Tbomson das Haus, in welchem er wohnte, gemiethet hatte, kam nun dcr mißhandelten Frau zu Hülse, worauf dcrcrboste Mörder ihn eben falls mit dcr Sichel angriff. Trout ent floh und wurde von Thomson mehrere Mei> len verfolgt. Letzterer kehrte natürlich nicht nach seiner Wohnung zurück und wurde endlich, wie wir gestern meldeten, sestgc nommcn. Er schien fürchterlich gelitten zu haben, sah sebr elend aus und würde bis auf Weiteres iu'S Gcfänguiß.gespcrrt. Diebstahlsklage. H. Crugh wurde wegen angeblichen Diebstahles ver haftet, indem man 10 12 Säcke Guano in seinem Besitz fand, über deren rechtmä ßigen Erwerb er sich nicht ausweisen konnte. Friedensrichter Grissin ließ ihn bis auf Weiteres gegen Bürgschaft frei. Joh. Rieley wurde am Mittwoch auf den Verdacht, ein H37S enthaltendes Packet aus dem Wirthshause des Hrn. Wallace Williams, Nr. 14, Fischmarkt, um 2 Uhr Mittags gcstohlcn zu babcn, festgenommen. Bci dein vorläufigen Verhör ergab sich, daß dcr Angeklagte mit cincinAndern imScbenk zimmer war, wo das Packet auf dem Tische lag. Während nun Hr. Williams anderwei tig beschäftigt war, soll dcr Angeklagte das Päckcben genommen und seinem Kameraden zugeschoben baben, worauf er das Hans verließ. Williams machte der Polizei so fort Anzeige, nachdem er feinen Verlust entdeckt batte und bald darauf ward Rieley an dcr Camdcnstatiön arretirt. Sein Ka merad entwischte einstweilen. Anklage wegen Hehlerei. C. Horn ward gestern in's Gefängnis: abge führt, weil er angeblich gußeiserne Thüren angekauft hatte, die, wie er wußte,'gestohlen waren. Die Dicbs-Operationen im Staats-Tabackö-Waarenhause. Wir erfahren in Bezug auf diese gestern vollständig mitgetheilte Affaire noch, daß die TabackSfabrikanten George Friedet, in Sharp-, nahe Hillstr., Hr. B. Menckcn, an der Ecke von Croß- uud Warnerstrafie, Hr. L. Wheland in Prattstraßc, welche sämmt lich gute Geschäfte betreiben, auf die An klage, von dem entwendeten Taback gekauft zu babcn, arretirt wurden. Fricdell kam gegen Bürgschaft für sein Erscheinen zum weiteren Verhöre wieder srei, während Menckcn u. Wheland in Ermangelung von Bürgschaft festgehalten wurden. Die Stief tochter von Hannab Dorn , die ebenfalls auf den Verdacht, bei dem Diebstahle betbciligt zu sei», verhaftet wurde, befand sich bis gestern im südlichen Stationshause in Hast, um als Zeugin bei der Untersuchung zN erscheinen. Wir vernehmen serner, daß mehrere Angeklagte sich ein nicht unbedeutendes Vermögen er worben baben. Ricker gesteht, Eigenthum im Werthe von Klv,ooo zu besitzen und Frau Dorn's Vermögen sollK2v,ooo betra gen. Auch Gray, der an Gallows'-Hill wohnt, soll in guten Vermögensumständen sein. Wir sehen mit Spannung weiteren Enthüllungen entgegen, Die Tabackshänd ler, deren wir erwähnten, stehen vor der Hand nur unter der Anklage des wissentli chen Ankaufes von gestohlenem Gute, we! ches natürlich erst bcwicfcn wcrdcn muß, che ihre Schuld begründet ist. Die auf gestcrn Nachmittag uinZ Uhr anberaumte weitere Untersuchung dcr dcs Diebstahles nnd der Annabme großer Ouan titäten Taback aus dcm Staats-Waarcn lager Nr. 4 angeklagten Personen wurde auf Ersuchen dcs Staatsanwaltes bis beute Nachmittag verschoben. Lange vor der an gegebenen Zeit war das südliche Stations- Haus von den Angeklagten, ihren Anwäl ten und den Zeugen für und gegen und einer Schaar Neugieriger angefüllt, welche das größte Interesse an dcr Angelegenheit verriethen. Ein cigen tbüinlicbe r Pr o ß. Gestern wurde vor Friedensrichter Sbo wacre eine Klage dcr Division der! Söhne der Mäßigkeit von Maryland" gegen W. P. Hülse, Beamten dcr „Vcr. Söhnc von Amcrika", Hr. Vallce, Mitglied die ses Ordens und Constable Jones verhan delt. ES erhellt, daß sich Hr. Hülse eine» HaussuchungSbefchl ausstelle« ließ uud eine Anzahl Regalien wegnahm, wclchc zwci aufgelösten Abtheilungen dieses Ordens ge- hörten. Dic erwähnte „Grand Divisioo" i klagte bicrauf gcnanntc Pcrsoncn dcs gc setzwidrigen Eingriffs in ihrc Rcchte und! gewaltsamer Entfernung ihres Eigenthums an, wofür sie einen Schadenersatz von KM verlangte. Nach langem Besinnen verschob der Richter dic Entscheidung his gestern u. verurtheiltc dann die Verklagten zn K«i:i! Schadenersatz nebst Kosten. Es ergab sich feiner, daß dcr HauSsucbungSbcfcbl nicht in gcfctzlickcr Form ausgeste llt war und daß Hr. Hülse nicht im Namen des Ordens sondern auf feineneigenen Namen die Re-! galien weggeholt hatte. Mörderischer Ueberfal l. Der Farbige Joh. Smith ward am Mittwock j Abcnd wegen mörderische» Angriffes aus einen der Clerks vom „Fountain Inn" verhaftet und bis auf Weiteres eingesperrt. Diebe drangen am Mittwoch Nach-! mittag in das Schulzimmer im ersten Stock- werk der Mctbodistentircbc in Ereterstraße! und stahlcn sämmtlichcS in kleiner Münze! vorbandencs Geld im Betrage von KB. Festnah m e. Zwei dcr Individuen, die bci dcm angeblichen Angriffe anf ein deutsches Frauenzimmer uabe Wasbiuglon betheiligt, Namens H. Fell uud David Hayward, wurden hier gestern ergriffen und bis zur Requisition dcr Washingto ner Behörden eingesperrt. Verhaftung. Conrad Ziegler und E. Neiler mußten sich gestern vor Friedens richter Carl wegen angeblicher Mißhand lung dcr Rosanna Zicgler stellen. Nach dcm vorläufigen Verböre überwies sie dcr Fri«> densrichter dem Criminalgerichte. Charles Marr wurde gestern vom Friedensrichter Showacrc zu K 3 Strafe nebst Kosten vcrnrtheilt. weil er einen bis sigen Hund auf der Straße frei umher laufen ließ. Fred. Nourfe wurde gestern zu Kl Strafe nebst Kosten verurtheilt, weil er Steine auf die Straße geworfeu hatte. Enos Hoyt wurde vorgestern Abend auf die Anklage arretirt, eine Anzahl Ma trosen von dcr Barle „Sylph zur Flucht von dem Fahrzeuge verleitet zu habe». Friedensrichter McariS Ucß Hoyt bis auf Weiteres einsperren. Rowdyismus. Man berichtet uns, daß eine AnMl junger Taugenichtse seit einiger Zeit Canton, an der Philadel phia- und Baltimore -Eisenbahn entlang, allabendlich heimsuchen und die Vorüber gebenden necken und nicht selten auf das Empörendste beschimpfen. Vor einigen Abenden überfiel die saubere Bande ein jun ges Mädchen, welches eine Freundin besu chen wollte u. würde sie ohne Zweifel miß handelt haben, wenn sie nicht durch lautes Hülferusen die Schlingel in die Flucht ge jagt hätte. l>'s Fir>! Zirämium- HIZ-Näh-Maschine! Johnson's patentirte K«! 0 elastische Stepp- Maschine. Lclal Nr. W, Baltimortftrabe,
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