Der Deutsche Correspondent (Baltimore, Md.)
April 12, 1858
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Dt'r deuifche Corresj>vilt>eilt. liiglichc mid wiilhenttichc Friedrich liainc, Sud-Ost Ecke von Baltimore u. Gaystrajie, Baltimore, Md. ianfener AuSwSris wild das Bla,, fiir H, i>» S«ra>!» labibar. erpedirt. li IH. Jahrgang. Medizinisches ch irll r i säirs Sild-Frcdcrickstraße, Baltimore. Md.
i e ch t sAvr.l!lMte) BaNimcre. Md/ Niscuit' und Cracker Mckcrei. . C. gemacht und imporlirt. Rexaratur.n be «Lli.W.eMtcl Descn! Wesen! Vesen! Jebt ist die geil. Eure Lesen zu laufen. Ä. Vsnchraße! »Älu Koj>.^s»i^reslndb- Der Deutsche Correspondent. ' »Nil Dr .Henri» Anderson, j Nr. Ost Bal i restra s! e, Osiiec U. Vorm. u, Id?tachm. j Dr. M. Wiener, Homöopathischer Arzt, Nr. Tüd' KrederictKraste« WohllllllNü lst'sllNdttMlsi. Dr.
Dr. Varrscher LisiccSliiiidcil: I Witte/'' achnullags ion j Sanittitörath vi I»k>i Pape, Nr. I!) 2, Nord» E law-> nai?« M u l be rr>> ftr, Sprechstunden: um ..a>l m>liag> Deutscher l>. dn rls>,e l f. r K Dr. M. A. Hopkins»», I, AichlM i!, D e t scheÄ p o t l> e k e. id?- Ne»evle und medignische Anfiragc werten die
Deut s ci» e Äp ot heke l EHS. und Caspari,^
«czÄ utsche Apotheke Theodor Gerok, Äro., Ät r. I!i!i, West LoNlbardstralie, zwischen i!l?arleS- und Hanoverslr. das deutsche Publitiiin! Cnil Clikiliiik» lieilitiikld^ E b^/stet» da .'jullilttle. Deutsche und englische Schule F. MIW, nvt^rn Amt, werden Echüte/in Kost und Logis genommen. .lSMie> Englischer Sprach-Nntcrricht. Unlerrtchlwirdtiei talwdchlnlli^AbrndScrlbeill. Nr. sl^^..Ma>>stras!e. Dr7 I. Dieffcnbach'S L »drpf»dk«t Äclide »i», Manchester, Md. Di« Anstai! wird nach len besten (»irnndsäsxn^grleiiet -KU» per Metteljabr snrKost, Vo,!>s und Unlerrichl. I. DI ff back. Ichulj-und KnrMaarcn ..tan .»>.U Nr. SR. Vallimorc., nabe Lbarleestraße. für Sattler Kutschcn-Äuspuh, 8«, Prattsteaße. Vatliinorc. Sprungfedern Aren, Bolzen, Kanevas, Speiche», Nabe», Helgen Deichseln, wuS SS.iare», «»lailtirics nnd Paient Leder, Bander, Wach»tnch, Damast, Birten, sowie alle Artikel, welche gewöhnlich in dalller»Kurz Rober Paine. M, Prallkras-k. Familienblätter für die Vereinigten Staaten. Ein« Illnstrirle Woclienschrifi fnr Unierballung Beleh- Hing, bausiiedes und öffenlliche« Leben, liigcnil'nmcr und Redakteur: Doktor i!arl Wiltbev Geschäfts Lokali Nr. ZV. Nord-Wiiliamstr.. New-Aort. Agent in Baltimore: i Hr. W. R. Schmidt, N.-Gaystr., Nr. 55. Die „zamilienblätter" werden den Abonnenten fnr den j auch iu Ncw.«°rl zu zablenden P«'S von I. Li«, iete i Woche frei in'» Hau» g-licfM- (Lej.w.UMe) liaUimarc, Md., Montag den 13. April IM. .'jkkl, I'l li'I» Ulli) l!lt1»lil Liquor! Liquor! Liquor! ?lrac de V.itavici, deutsche .» .rdaii.u nnd ,nni 'Zlochlo rc!„er eiiü.lü.zeil, Vitt ige und ynte bei P l e -ü! I e. Ac.iilc ii nVsräilMchc!^ tt. Ebenso eine grrße Auswabl impertiiler und bieiigcr Äenne Aller liivrii-». Roggen--chnnp?, «5. ll>!!ine,> ,n vc.taufen b-> der iiml^aNon^oler veth d! Vvotli, «.it i r. Iz», Nord- G a r K TÄAS.i zwingen Ereier- u. (!i'.^nu»ir^ Importeure uud Händler in Wein nnd Sil' R Weinen K ViqnorS A »n tasi er ein rerzualiches Va,er von Nbtin- und sraniöjis.l>en Weinen. Brandt««. Wi>i.'te». Gin. ,er kräiiter-vitirr» k«»»
Acchte üuportirte Weines
Meinen qe-brlc» Zrennde» und t.m Pnbiilnm im Ali erlanbe ich mir biernM die eiiiebcnste >n mache» das, ich con iei'i ab feriw>.i>renb eine ante Ä nMabi von aibi.-n imporlirlen Ni?ein-. Moses- Pialier ranke n- und fran, os i sck e n e> n e «r I-, «tadeira »nd te re s-W e i n cn. Ärar de Va lavia, iL o g ac B ra n t y. Old N»e- und I Ferciot, von französische» Weinen und Brannttvcincn, /b c c? in Baliunore imperllr! n-crdcn es In ibrem Interesse finden, am rMcn Plave vurzuiprechen. und diu fen versichert scin. daiinichlö nnversntl't dleil'en w»rt »un alle Kulten reell, billig und pünktlich znfrtcden »n ,tcl. len. VorzüstlicheS Maqett-Bitter«. che« sich durch seinen «ngen.l?men lAeschma.t ioniobl. wie durch seine erfolgreichen Wirkungen ans ln der enipieb len wir besonders Aamilien, s'ch davon bci'm Tu»end ein enl sprechknter Rabalt. V. Ti ernn »So l> n, Äorzilgliche Weine, Vrandies ?c. Z. Cliiikkon vV Cmllp.. jt> Agenten für Wei» berg be sitzer in Frankreich, soeben nnd offeriren zum Dirlaus im Zolibanse und in unserm Sarbe We i Cb'l'i un d aullrnc W e t n e Sherrv Äladewi- und Porl-Weiiie von feincr^orlc Ecol» u. Jrisk, W^l^ten^^d^ biUift baar. B u"r n a n^ i!jil)t-tspt»direndtFluidllm-L.n»lptn! Newell'S pa len tirlc TichcrlieltöllUiive XeM'll'» li»j>r,m>! iivlur I,!IIIIII, «Ue srniiiimji der Auspruchc eincS vcrdiknstvollcn »icrüi» abzrbr. 'S t i Il man, sen. Ten Ailein-P-itaus ti«kr „L>chcrheil--k«mp»« ya> im Alfred H. R e^t». Witderderlauftr« «,rd >iorc'sei,e Ork zur Bcle»cht»»l1. valnpen unv »-ri sin. «u »'tauftii Sir. IM W.'!i-^»imorcslraße, '.Ualk.' tdun irrnn sie j hu U'm '"^Nehsiirter! Äie^u loslilisici abDlitftrt von M. I. u. W. A. Br ow W'elscsikorinzrüyo! j Wir rmpsangcn lZglick tic brsie srW ?c» M. W. A.^Vr ew» in ür°k-r suk-r -arcellrn. v i I» b u r gc r-, Schwe i. sc r und ,0 rulrr. K se Nicttrvcrtauser bil- llgkik» M. l Mc'il Billiges Filttcr s>>r Viel, und Schweine. Wir i>>i?en soeben iU«> Medl und Zei>, crkUicn.
j Sleirart !n in q t 5« »cn l-, Burgund-, Port-. Madeira- und Sberry iLda m p r und j L inr- u. slky'6 Pui,sch-^s^ Balavia-Arae Punsch-Essenz, Jamaica-Ztum- do., Franz. Brannlwcin-Punsch-Esscnz, Scolch Wbiskey Punsch-Essenz. B, K. Ulman. Eine PV2, Lembardstr, Dr. .MiM». der einzige Arzt, welcher anzeigt, »Va l ti »wro-Lvck-.hc>spital A» Fremde! Ivtlchrr lic von Er allein la»n dick bcrstcllcn, vsfii-k Nr. «ud-Frtdtrlckftrakc. VÄ" Keine Frauen werde» bchaiidelt. "'uÄl di Feld-Sämrrcie», Malchin cricn Nnv ir- Meine Bcrlinrr werfte, »g H. t»t e t'»>» Flitdnch der Onoßc »iid scin Hof. oder Friedrich der Große und seine Freunde. Berlin im Zatire l?>4. Wa? I.b von ibm will fragte der junge Mann sinnend uud crrvtbend zugleich. Weiß ick' das selber, mein Herr Es liegt da ei» Geheimniß in meiner Seele, wel l cbes ich selber nicht ergründen kann, und das er, welcher Lebenserfahrung, Weisheit nnd Aller befiyt, mir erklären soll. Ich babe Vertraue» zu seiiieu Augen, zu sei nein weißen Barl, uud was ick» Niemand sonst zu sagen wagen lönnle, das werde icb ihm sagen! Eckhof lachte. Was Eckhof's weiße» Bart anbetrifft, sagte er, so werden Sie, den in der Garderobe suche» müssen, wie seine Weisheit in de? Büchern der Dichter, deren Worte er ehe» gesprochen. Eckbofist weder alt, »och weise, nocb welterfabren, denn, um e? Ihnen kurz zu fagen, ich sel her bin Eckbof. Sie, Zie sind Eckbos? fragte VupinuS erbleichend, indem er wie entseh» einige Schritte zurückwich und mir weit ausgeris seilen Augen ans Eclhos binstarrte, deffen edles, jugtiidfrisches, von Lebenskraft und Geist strahlendes Angesicht ihm mit ka chelndem Ausdruck zugewandt war. Sie sind Eckhof? wiederbolte er nock' einmal, und es flog wie ein Schauder durch seine ganze Gestalt. Ich hin es, nnd ich denke, ?ie werden es mir verzeihen, daß ich ein wenig jünger, ei» wenig brauner und aucli weniger weise bin. wie der weise Eato, als welchen Sie mich ohne -',wciscl gellern gefeben haben. Hoffentlich wird das Ihrem Vertrauen zu mir leine» Abbruch tbun und ich bitte Eie von ganzem Herzen, mir zu sage», worin ich Ihnen nützen kann u, welches Geheim niß ich Ihnen ergründen Helsen soll. Nein, nein, Sie lönnen mir dieses heimniß nitht ergründen, Sie »ick't, lies der Jüngling mir vor Aufregung bebender j Stimme. Verzeihen Z ie, wen» ich ie vergeblich störte, denn Ihnen habe icb nicht? zu sage», nichts zu gestcben. Und ganz verwirrt uud scbcimvoll enlsloh j der junge Mann aus dem limmcr des Schauspielers, der ihm staunend und ganz überzeugt, daß er es mil einei» Wabiisiiini gen zu ibun gebabl, nachhlickte. j teuchendcr Brust, zitternden Her zeiis, kaum wistend, was er that, was er dachte, rannte Vupinns durch die Straßen seiner Wohnung zu, nnd wie er endlich sein „jinimer erreicht, wie er hinter sich die Thür geschlossen hatte, welche ihn ab trennte von der Well und den neugierigen Menscbc», da sank er ganz zerbrochen ans seine Knie nieder und rief mil herzzerrei ßendem Tone; Ich habe Eckbof gefeben LH, er ist jung, er ist schön. Unglückselig bin ich, daß ich ihn gesehen habe! Tann versank er tiefer in sich selbst, nnd imnier noch auf seine» Kniee» liegend, die Hände gefallen, starrte er träumend und I sinnend vor sich hin. Das dauerte eine lauge Zeit, dauu sprang er plohlich em por, uud mit vo» Energie uud Glutb flammenden Augen rief er: Icb will fort! j Ich muß sort! Ich will zurück »ach Halle zu meinen Bücher», meine» Studien, zu meiner stillen Kammer, welche sriedlich ist nnd einsam, und wobin das Geräusch der Welt und die Stimme Eckhofs nicht drin ge» kann. Dort werde ich dieses kurze Er wache» meiner Jugend vergessen, dort wird mein Herz wieder einschlafe» und träumen und unter dcm Stand der Bücher begra j ben liegen. So muß es sei», so soll es sein, denn es darf nicht anders sein. U»- selig hi» ich, daß ich hierher kommen muß- te, denn ick füble doch, daß ich bier am Scheidewege meiner Vcrgangenbeit stebe, am Ansang eines neuen Daseins. Aber ich will fort! Vielleicht ist es noch Zeil, viel leicht kann ich dein Unheil »och eiitgebe» nnd das Verderbe» noch beschworen, das mir droht. LH, oh, hei meine» Büchern und Studien werde ich alles Andere verges se», werde ich diese stimme nicht mehr bö ren, welcbe hier ewig vor meinen Linen tlingt, uud diese Augen nicht, mehr sehe», diese fürchterliche», ach, dieje wiiudervol leu Augeu! Icb muß also fort, heute, aus der Tteile. Uud mit sieberischer Hast und zitternde» Handen packte er seine Effecten zusammen und verschloß sie in dcm kleinen Rei sei of fer. Einige Sluudcn spater subr die Post »ach Halle mit lustigem Geschmetter die Straße hinunter. Als sie an der Wobnnng Eckbos's vorüber kam, lehnte ein bleicher junger Mann sich aus dcm Schlag bervor, uud blickte mit rotben vcrwcinlen Auge» zu dcm Fenster des Zchauspielers empor. Lebewohl, Eckbos, murmelte er. Ich fliehe vor Dir, aber Gott segne Dich! Fort nach Halle, wo meine Augen sicher find, Eckbos nicbl zu seben, wo mein Herz seine Etimme nicht mehr höre» wird! Der Postwagen rollte weiter gen Halle «zu der junge Nivinns lehnte sich Iranrig un seufzend in die Ecke des Wagens zurück, überzeugt, scin Verhängnis! beschworen u, der Gefahr sich entzogen zu haben. Aber das Verbängniß war über ihm, wie die mit Althen angefüllte Wetterwolke, u»t die Gefahr, welcher er entfliehen wollte, j folgte ibm nach. Aberglau be n und Prelis mu s. Es war also endlich erreicht. Die große t That war gethan, der schwarze Ziegenbock war aufgefunden nnd nach Berlin gebracht worden. Mit welcher Ungeduld, mil welcher hcrz klopfenden Sorge, erwartete Fredersdorf den bentigen Abend, welcber ibm endlich die Eiiibullung des große» Weltgebeimnis fts bringen, ibn endlich die Kunst lehre» sollte, Gold zu machen, -in seinem «Glücke war der König »icht in Berlin anwesend, sondern nach Eharloltenburg gegangen, Fredersdorf war also sür diese» Ahcud srei und Herr seines Willens. Und so wird es vo» morgen ah immer scin, sagle er sreudig zu sich selber. Von morgen an gebort mir die Welt, und ich beneide den Konig nicht um seinen Thron, den Gelehrten nicht um scin Wissen, »nd die Jugend nnd die Schöubcit nicht um ihre Wunderhlütbe, den» ich werde eine unerschöpfliche Lnelle des Goldes babe», des Goldes, welche» doch zuletzt der Herr und König aller Welt ist, und dem die Kö »ige und die Gelebrten, die Jugend n. die Schöubcit sich beuge». Lb, welch' ei» Ve ben der Wonne und des Entzückcns soll dies scin. Ich werde srei sein, ich werde i die Frau beiratbe», welche ich liebe, ich i!MM vailx k ?axor, nv sKLVllMet1?. j wcrte Niemand in.or augeboic», als mir j sclber! LH, schon nci.il sich die Sonne dcm j Abend zu, bald wird dcr Mond am Him nicl stehe» und dann Ei» leiscs Rauschen an der Tapetenthür machte ib» verstumme». u»d mir ciiici Ari Einsehen wandte Frederc-dor, seine Blicke dieser Thür zu, welche gerade in die Gcma cher des Königs sübrte und durch welche nur Er eintreten konnte! Und er war eS, es war Friedrich, wel cher diese Thür öffnete und mit beiter l.i chelndein Gesicht das Limmer seine» "'c j hcimkämmcrers betrat. Ich komme I.ic unerioarici. sagte dce .ikönig, dessen beller und sorschcndel Blick sebr wohl die Wolle bemerlt l'.ille, weiche bei seinem Eintrete» si» »der Fredersdorfs gelagert baue Adcr was willst u, j die Könige uud das Schicksal baben i»> das Recht, als der x i».ielnt>.i :>t erscheinen nnd die der I Heine» sterblichen ui stören, l .üb babe gar leine Berechnungen ge niaebt, Majestät, sagte Frcdersdois re> N'irrt, und die Anwesenheit meines >!e »igs lau» auch sür niich niemals störend sein. Lesto besser! Ries der König lacbelud, denn ich babe meine Berechnungen gemacht n. I'u svielii darin eine wichtiae?liolle. Wir werden bente Abend zu tbun baben, ,vu derSdors, und wen» Tu vielleicht daraus gehofft hattest, diesen Abend srei z» sein, so lbut es mir leid, diese Hoffnung stören zu müsse», denn sür diesen Abend li» der Gesaiigene Deines Königs. Ter Köniü sagte das mit einen« so ei genthümlichen, ernsten nnd zugleich liebi vollen Ausdruck, daß Fredersdors si.b u»- willlubrlich davon ergriffen und besänftigt sublte, nnd seine Kippen au? die Hano preßte welche der König ibm darreichte. >.'ll,r!i:!g. Präparirl von Tr. I. E. >^kr^ m>, M. i
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DerTüglicht Leutichc Corrcipondent. V nliiinnrc, dc» April c»k st cNa riü> tc». Eincr der bcrübmicsten amerikanischen Staatsmänner, Obcrst Tbomas H. Bcn ton vo» Mlsionri, ist am Samiiagc i» Wasbingto» im 7«!. Lebcnsjab» mit Tode abgegangen. Bentou ivar 24 Jabre Se nator de» Vee. St. nnd 2 Jabre Mitglied des Hauses der Repeastttlanlen. Beiito» 0 politische Caeeieee Iva, eine sl»inu>che und Niemand wird seine berühmten"kxj»u,j.-i,i>,; It^-'jutwii^', ificbe Biograpbie.j seine Krieg gegen den Noten Umlaus, seiii Golv gesetz seine Tcras-Beichl>ij>e, die von ibm peoponirten Eompromiß-Maß rcgcln und stinc uuversobuliche Feindsck'asi gegen Jobn C. Calhouu uud die „Nulli fiers" vergessen babc». Beiiio», obgleich Repräsentant Missouri's, wobntc iu dc» letzten 25Jahren inWasbingto» und wurde schon lange als ein Ansäßiger der Bundes- Hauptstadt betrachte!. Tee Tod ereilte Benton, ebe er seine Arbeit eines vvltstä» digcii Auszuges dei Cougreß Lebatteii, «ci, sind, bccndigt batte, was »in so giößcres Bedauern erregt, da dieses gedie gene Wert schwerlich einc würdige Feder zu ,einer Beendigung tindcn wird. Benton ist einer tcr wcnigen aineritanische» «taats manner, welche sich a» dcr krippc nicht bereichert babe» »nd dee, im Gee.entheile, aus das Eintomme» sür seine Utnarischc» Arbeite» zur tbeilioeise» Be schaffung seiner Erislenzmittel angewiesen war. Benton war Ansangs ein Feind Jack ün s «siebe Viograpbiei, später aber dcr 'e.ib und die Seele der Administration vo» „Old Hrckorv." Oberst Benton vinterläßt nee Tochter seine lessie, welche mit Col. Fiemoiit veiebelick't ist, Mad. Jones, tFrau des Hrn. Carev J.l eine dritle mit rem lelche» Farmer Jacob in Kentilckv und tine vierie mit einem srübeicn Attache der sianzösisck en Gesandtschast, jetzt Geneeal- Consul inCalcntta, unverbciratbet. B. war ci» äußcrst corpulcntcr Mail» u»d die Keanlbeit, welcher er zuni Lvser fiel, war ter Bauchtrebs. Kurz vor seinem Tode lam 8. ApriU schrieb er einen Bries an Gen. Lamuel Houston, in welchem er im »aben V orgesüble seines Todes als eine be sondere Gunst sich verbittet, daß im Con gresse von seinem Ableben amtliche Notiz genommen werde. Es sei dieses gcgen seine Gesüble und Ueberzeugung und er babc sich schon srübcr dagegen ausgesprochen. Man kann von dcm Vcrslorbcncn sagcn, daß cr dis zum letzten LebenSinomente literarisch tbätig war und daß dcr Tod ibn bci feiner Arbeit überraschte. Vcrmutblich wird dcr Ccngrcß sich bcutc gleich nach scincm Zusammentritte wieder vertage«!, um dem Leichenbegängnisse beizuwobne». TaS Unterhaus des CongresseS hat die, Ansangs im «leiste dee Opposition nieder gestimmte Defizit-Verwilligungs-Bill am Freitage abermals ausgenommen und nach einigen unerbeblicheii Plänkeleien schließlich mit lii gegen 07 Stimmen passirt. Tcr folgende Auszug aus einer Washiug toner Correspondcnz der „Ncw-Z'lorker Preß" vom 9. April giebt uns Hoffnung aus eine baldige Entscheidung der Kansassrage aus Gru»d des AmendemcntS, das im Hause »affine. Es hcißt: „Socbcn ersabre ich aus antbcntischcr Onclle, daß dcr Präsident dcr Hansbill günstig sei und deren Annab nie im Senate anstatt der Lecomptonbill angeratbcn babc. Vis'jetzt babe» sich ei nige Senatoren hartnäckig geweigert, aus einzugehe». Man glanbt aber, daß sie doch noch wcichcn wcrdcn." Aus St. Louis wirdMmcldct, daß Brig >am A!vuiui die Vcr. Staaten Truppen bei Hortßndgcr aufgcfvrdct bade, bis zum 10. Marz das «Gebiet Utab zu verlassen, widn .'.ensalls er sie vernichten wiirve. Seiner Aufforderung ist wabrscheinlich nicht Folge geleistet worden, und ob cr sie sodann vcr inchtct bat stcbt noch dabin. Ueber einen im „Crvstall-Palaste" zu New-Fork stattgefuiibenen Ball zum Beste» tcr Armen sagt der „N.-A. Herald": „Die ganze Affaire war eine Schande für die Stadt. Ein wilder Comanche-Jndianer ist ein Gentleman», verglichen mit einigen Barbaren unserer Stadt. Rum war im Ucberflussc iu jedem Winlel des Palastes zu baden und vor den schenken herrschte ein fortwährendes Gedränge. ES war genug irog vorbanden, um daraus eine Fregatte slvtt machen zu können, eine neue Revolu tion in Teras hervorzurufen oder die Mit glieder des EongresscS wäbrend einer Nacht sitzung zufriedeu zu stellen." J«i hiesigen „Patriot" empfiehlt ein Anonymus, daß die Grundbescher cer stadt .'.m Besten thäten, ihr ganzes Vermögen der Munizipalität zu überschreiben. Bei der biliösen Wirtbschast mit den öffentlichen Geldern und dem Stadt-Eredite würde die 'es dcrmalcinst doch eine Nothwendigkeit werden. Der Mann bat, wenn man die Bürgschaften der Stadt für die verschiedenen Lifenbabncn, die faule Zailbau- und viele .inderc mißlungene Spekulationen sich in ?er Nähe anschaut, vielleicht nicht so ganz .inrecht. ViolMphit Btiitou'S. Oberst Benton wurde am 14. März 1782 nabe Hillsborougb, Nord-Carolina, gebo ren. Sein Vater starb, als der junge Ben ron erst 8 Jahre alt war. Er besuchte An fangs eine Elementarschule, spater die llni versitat vo» Nord-Carolina. La mittler weile seine Mutter nach Tennessee zog, so verlies! er die Hochschule, obne seine Stu dien beeudigt zu haben. In Tennessee wurde er Advokat und spater zur Gesetzgebung er wäblt. Er bcwcrlstelligte in derselben die PassirungeinesGesetzeS, welches denSchwar ien das bis dabin verweigerte GeschO der Aburtbeilung vor einer Jury sicherte, wie renn überhaupt Benton stets ein Gegner ultra-südlicher Knechtung der Schwarzen war. Jackson, der zur Zeit General der Miliz von Tennessee war, machte ihn zu seinem Adjutanten mit dem Titel eines Obersten. Wahrend des Krieges rekrutute Benton selbst ein Regiment. Trotz der da mals zwischen Benton und Jackson berr schenden Frcundschast, entstand zwischen ib nen in Nasbville plötzlich ein Streit, wobei die beiden Streitenden und ihre Freunde Pistolen und Messer zogen und sich gegen seitig arg zurichteten. Jackson und Bcntvn waren nun bittere Feinde. In kttlü er nannte Madison Benton zum Ariuce>L-ber. sten, aber schon in 1814 legte er, da der Friede erklärt war, die Stelle wieder nie der. In 1815 zog cr nach St. Louis und gab dort den „Missouri Argus" heraus. Er erhielt in feiner Stellung als Redakteur niedrere Herausforderungen und tödtete in einem Duelle feinen Gegner Lucas. Zn 1820 wurde cr von dcr Missouri-Gesetzge bung zum Ver. St. Senator crnannt, trat das Amt aber erst in 1821, bei dcr Ans nabme M's in die Union, an. In die An fangSperiode feiner scnatvriellen Carriere fällt scin cifrigesStudinm frcmderSprachen jlatcinisch, spanisch, deutsch, französisch :c.> und Literatur, welches ihn später befä- i bigte, in feinen Reden die Gedanken der großen Geister anderer Nationen in glän zender Weise sich dienstbar zu machen. An wissenschaftlichen Kenntnissen stander kann» John Quincy Adams nach. Den höchstcn Ruhm erwarb sich Bcuton in dcm Ti tanen-Kämpft gegen die Vcr. St. Bank. Clan, Webster und Calboun tämpsten ge gen ibn. Als Gen. Jackson in l"> die Wegschaffnng der Regieruugsgelder aus der Ver. St. Bank in Pbiladelpbia besabl und als der Schatzamtssetretair sieb iveigcrte, dem Beseble »achziilommen und bev'balb abgesetzt wurdeals der Senat Belchlülje passirie, welcbe das Versabren Jackson s verdammteii uud eine» »eucu Freibriei sui das Moilltre- Institut der Bant annabin, welche» gleich liachber jedoch Jnckso» mil seinem Veto belegte, damals stand Bcuton aus „LldHickorv'S" Seite. Ein panischer! Schrecken batte das ganze Land ergriffen, Jackson's Veto batte der Epidemie der Spe tlltatio» uud Ertravagailz ei» doiiiierndeo? Hatt zugeruseu und die sibrcckllchc Aiisi.' vo» 1837 svlgle dem Todeskampse der Vei. St. Bant Jetzt setzte Beute» im beslig sten .Kampfe mit den geseierlsten Staaten Männer» dcr damaligen Mt durch, daß die Beschlusse von l8,!l, welche Jackson ver daninile», „auf Besebl des Scnatcs im Jo»r>ial dt»chstrichcn». mit cinem schwar zen Rande uiugebe» wurde»." lb-'-law iu" Tie Abstimmung stand u l gegen 10. ES war Mitteriiacht am U>. März IBü7. Tie LcnatSballe war in den Gallerien und aus der Flur von Mensche» übeesullt. Tie Frennde der Bant, »lud diese waren damals mächtig, säße» iu dich teni «bedränge aus de» Maliern» uub tau sende vo» drobeiide» Blicken richteten lieb a»s den Senator vo» Missouri. Als die veibäiigiiißvolle Abstiiiimuiig vertündigt wurde, berrsthte liest stille uud iumitte» derselben erbob sich Bento» und stellic de» Atttrag, daß sosort die Beschlusse vom 28. Mar; ans dem Jouruale gestrichen uud mit einem schwarzen Rande umgeben wurden. Bis dabin verhielt sich dic rubig, aber alle Anzcichcn dculelen aus einen die benden AnSbrucb des Unwillens bi». L ie Miiatoren Li»», Jones und Andere jebick mi uaeb Waffen und »giiiiigte» Beulou; seine Frau stand, sich wobl erinnernd^ was Jackson ei»stmals passirtc, ibm z«r ccitc. Tic Bant-Partci blickte ans ibn als ihren größte» Feind und es ist leicht ertlarlich, daß sie ibm in dem letzten Angcnblickc dcs sicbenjäbrigen große» gegen die Gcldmacht »abc sci» wolltc. So war dcr Stand dcr Tingc, als der des Senates die Feder ergriff, das Journal ausschlug, uud eiucn Strich durch die Be schlüsse von 1834 zog, dieselben mit cinem schwarze» Rande unigab und gner darüber schrieb: stv >n- »lnv koi". „Einzig und allcin setzte ich de» Ball l>nll iu nu,tl"n> war das Motto Bciitvn's nnd zur damaligen ,',cii und »och langc nachher war dieser Wablfpruch iu Jcdcr niannS Munde.. Tic Freude des Sieges dauerte jedoch nicht langc, dic Notcn und Schinplastcr-Cirkulation dcr klcincn, von Jackson bcgüiistigicn Banken beschleunigte l die Krisis nnd Van Buren fand bci stiiicm i Amtsautriktc die Berufung einer anßeror. deutlichen Sitzung des Congrcsscs für iiotb wcndig. Erst in 1840 passirtc das S»b- TreasiilV-Gesttz, wodurch die Regierung sich für immer voii den Banken unabbän gig machte. Am 4. Juli 1840 erhielt das stlbe dic Namcnsu»tcrschrift Van Buren'S. Bcnton stand immer auf dcr Scitc der Tc l mokratic und scin vo» 1820—I84i» gcsübr ter Kamps zu Gunsten des Hartgelc-Um lausts verschaffte ihm dcn Bcinamc» „Old Bullion." Was cr damals sagte, klingt noch jctzt prophetisch in unsere Zeit hin j über. Es waren die Lebrcn des gesunden j Menschenverstandes. Das Snb-Trcasnrv Snstcm brachte' jcdoch nicht die crwartcte j schnelle Abbütse und Gen. Harriso» l'l'ii>- iiiui l'vler t»o> wurde von der Op- Position mit beispielloser Einmütbigleit gewäbtt. Harrison starb u»d Tvler trat än's Ruder. Henri? Clav organisirle cin Whig-Cabinct. Wcbstcr wurde Staats- Sekretair. Tie Whigs passirteu cin allgc incines Baiigiicrottgesey, hohen die Snb Treasiitvaufundpassirtcn eine neue Ratio nal-Bank-Atte. Al'c>' Tvlcr bclcgtc dic Lctztcrc mit seinem Veto. Tyler wurdc aus bcr Whigpartcigtstos:cn,abc> Clay's glvßcn Maßregeln waren vernichtet. Benton stritt 5 bestig gegen da? Banguerott u. Bankgesttz und gegen die Ansbebung der Snb Trea sury. Als Tvler'S Veto der Nationalbank im Senate ankam, wicderbolte sich dort die Scene von 1837. Benton rief wüthend ans, ivic damals „Man vcrbaftc die j Bank Bösewichtc! dic zischenden Bank- I Rttssians!" Tie Teinotratie trat aus die Scitc Tvlcr's. Gcgcn dic Passirung von Clav's Laiid-Vcrtbeiluiigs- und Tarisattc tampfte Benton obne Ersolg. In 1813 wurde dic Bangnerottatte ausgeboben. Benton ergriff dabei die Initiative. Jetzt tam die Frage des Anschlusses von Teras. Benton und die „alten Bourbonen" der Tcmokratic waren dagegen, mußten aber der Popularität dcr Anschluß Maßrcgel weichen und vo» dieser Zeit an datirt sich die Auslösung dcr Jackson Tcniotratic. Van Buren's Bricf an dicßaltimorerNo minations-Convention von 1844, worin er sich gcgen den Anschluß aussprach, war sein politischer Todesstoß «nd der Stern Calboun's und der südlichen Demotialie begann zu steigen. Tvler und Calboun iStaatssekrctai'r als Nachfolger Wehster'sl waren zu Gunsten dcr uuhcdingtcn Aus nahme von Tcras Frieden oder Krieg Poll, dcr ncugcwähltc Präsident des Cvm promisses zwischen dcr altcn uud jungen Demokratie, battc dcn „altcn Bourhoncn" vcrsprochcn, die Richtung Tvter's und Calboun's nicht zu verfolgen, sondern die Politik dcr Negociation mit Teras, die friedliche Festsetzung seiner Grenzen in Un terhandlungen mit Meriko :c. vorzuneb men, damit so der Anschluß hintertrieben werden möchte. Es war in der letzten Nacht dcr Sitzung lMärz >B4sj, als das Compromiß zwischen dem Plane des Hau ses innbcdingter Anschluß! und Benton's NcqociativiiS Vorschlag dcs Senates zu Stande kam. Tie Alternative war dcm Präsidenten übcrlasscn. Die „Bourboncn" l hcgtcn keinen Augenblick Zweifel, daß nach allem Brauche dic Entscheidung dcm Nach folger Tyler's übcrlasscn wcrdcn würdc. Darin täuschten sie sich. T'Ker nahm die Feder, unterzeichnete dic Beschlüsse und er griff die Initiative, indem er dcn Plan dcs Z Unterhauses zum unbedingten Anschiusse von Texas wählte. Am Montage verließ! ein Bote das „we ße Haus", auf feinem Wege nach Teras, mit dcm mcrikanischcn Kricgc in dcr Tasthc. Mit Polk's Rcgic rnngsantrittc trat Vcnton's Friedenspoli tik in dcn Vordcrgrund, Bcnton wnrde als Ober der Armee crna»»t, nm inoglichit schnell den Frieden wiederherzn sielle». -Zu spat! lerßole Tvlei s^uach commerziellen Revolution, welche die i»i»e» öffnete »nd der ganzen civilisirtcn Welt eine neue Richtung gab. In l.impstc Bcuton erfolgreich gegen Calboun uud 54' 40' ode, Krieg mit Eng land und setzte de» 40' als Grenzlinie u»d das Verbot dee Sklaverei sür Lrego» iwcl >l'e? meelwürdiger i. ans ging» durch. Es seblte dabei nicht a» bcst ligcn Scenen »nd beinabe wäre ei» Tiiell ,wische» Beiiro» nnd 'Butler von ud- Carolina zu Staude getomme». In stritt bei elegcnbeit dcr Comveomis-Te balte Benton gcgcn Clav's sog. „Omnibus- Bill- und vo» dicsce ieit a» datirt sich die Spaltung der Tcmolratie i» Missouri lProstlaverei- u»d srcie Temotratiel und Benlon trat für immer vo» dem Schall- platze des Senates ah, da ihn die «iiesetzge bnng vo» Missouri nicht wiedererwäblte. Er ließ sieb dann auf den Wahlzettel von St. Louis für das Haus stelle» und wurdc crwäblt. Nun zeichnete er sich durch seine Opvofilion dcr Ncbrasla .»ansas Bill ans. Spätcrc Versuebc, ibu wicdcr sür dc» Cougrcß oder als ucur vo» Miljouri zu crwäblc», >eblugc» sebl u' d Veulo» trat i»'s Privatlebe» zu rück, »iu »uttmcbr sieb ganz uud gar poli tisch likcrarischc» Arbcitcu sl'lm'tv vieu iVl>rül?!»'N».'»> "l'tliv lX>l«lv!«>>t to.) zu widme». Vor der Beendi gung des letztere», großen Wertes ereilte Was Benton's Persönlichkeit anbetrifft, so war sein Erscheinen ein imposantes. Im Senate, in der Debatte, erbob sich seine große Figur über die seiner Uuige billig und seine gcmestcne, diktatorische Spracbc machte ibn zum "n>>lmf l!>»»:m ll»',» !,II", Z rotzdcm ffaild cr im Ruft, ci» alter, egoistischer Aristokrat zu leiu und ersreute sich deshalb nicht der Popularität anderer bcrvorragcndcr Großen. Benton war mit ciner Tochter des Gonv. AtcTo wall von Birginien verhcirathet. ,uau starh vor vier Jabren. Was leine anbetrifft, so besuchte er die »ircbe der neuen Presbvteriauischeu Schule iu Wasl'ington. Im häuslichen und Fa milienlebeii war cr ein Muster. Caß, und vielleicht auch Critteudeu, sind nun »och die letzten Ueberlebeiidcu dcr Racc großcr Staatsmänner aus der letzten Hälste des vorigen und der ersten des gegenwärtigen JabrbundertS. TclMipliisktie Depeschen, W asbiligton, lt. April. Präs!- j denk Bucha na» besuchte am Freitag Abend i reu sterbenden Er-Scnator Benton. Der Letztere war darüber sebr erfreut und sprach j sich gegen seinen Besucher mit grvßerSorge über den Stand dcr öffentlichen Angclcgcn beiten ans. Er besürchte. daß das Vater land großen Gefahren cntgcgc» gcbc. Er j ermahnte den Präsidenten, auf die Vorst Huna zu vertrauen und nicht auf Menschen zn bauen, die ibn täuschen würden, l Ter Schakamtöstkretair bat sich auf den 10. Mai Vorschläge !»r Uebernabmc von I 5 Mill. Tollrs. in Srbatzamts'Rotcn und Umtausch dcrstlbcn in Gcld crbctcn. Tic HH. Powcll und McEulloch gchcn am Montagc als Fricdens-Botschastcr nach Utah ab. Benton's Uebcrreste werden nach dem Westen zur Beerdigung gebracht werden. Washinton, 10. April.— Ter acht bare Tbom. H. Benton starb heute Morgen ium 7,! Übr. Es heißt, daß beide Hänscr tcs Congrcsscs sich nächsten Montag verta gen werden, um dcr Beerdigung beizuwoh W ski Washington, den 10. April. Leins dcr für dcn Krieg in Utah osscrirtcn Rcgimcntcr Freiwilliger wird angenom mcii werden, ehe nicht die Desiztt-Bill pas sirt ist. Senator Davis befindet sich auf dem Wege der Genesung. Washington 10. April. Das Comite des Auswärtigen hat Capt. Dnr kam ausgefordcrt, ani Montage vor ihm !>i erscheinen und Auskunft über das Ver sabren der franz. Bebörden iin Angelegen i beiten der Bargne „Adriatic" zu gebe». Tcr »cue Ver. St. Marschall I>at Pa Trick King an Wm. H. Wanuh's Stelle zum Jailor crnannt. Wash i n g ton, 10. April. Pctcr Bcsancon vcröfsentlichtc hcutc Morgcncinc j starte, in dcr cr sagt, daß cr scit Jahre» niit Hrn. Thompson in srenndschastlickem Verlebe stehe, daß die Begegnung am vor z bergebendcn Tage obne Vorbedacht eesolgt sci/ Nicmand bcdanere mehr, als ee, das Vorgefallenebewaffnet sei er gewesen znr Vertbeidignng gcgen Angriffe, die cr von andcrcr Scitc erwartet babe. New Ä oVk""> l.' Aprils— Antigua stand nach soeben von dort eingegangenen Berichten, am Vorabende einer Revolu lion. Viele Einwohner entflohen u»d inchrcrc sind bereits in St. Croix einge j Bost 0 n, 0. April. Tas Wobnbaus des Herrn Edmund Powers in Osttauntou wurde gestern '.'lacht »in Raub der Flam inen. Seine Frau verlor bierbei ibr i Leben. B 0 st 0 nll. April. Ter Dainpfcr „America" traf bcntc Abcnd vo» Halisar bier ei«. Tie Nachtpost uimmt die euro päische Post »ach New-Z>lork und dem Süden
Hali sa"r, 0. April.— Die „Niagara" kam biee beule Morgen »in 2 Übr vo» Bo ston a» uud ging um 5 Übr Morgens nach Liverpool ab. Hali sa r 0. April. Wegen eines bestigen SchnccsturmcS konnte' dic „Amc rica" nicht von hicr nach Boston abgcbc». Sie wird wabrscheinlich erst bei Tagesan bruch auslauscn könne». Utica, 0. April.' Herr I. H. Mungcr, Staatsanwalt von Lncida Countv, wurdc letzten Doniicrstag in Cam den, nahe seiner Wohnung, niedergeschla gen und beraubt. Er hatte einige salschc Banknoten bei sich, die einem verhafteten Fälscher kürzlich abgenommen waren, und man glanbt, daß der Ansall auf ibn von Leute» ausging, welche die Beweise gegen dic Fälscher vcrnichtcn wollten. L a n e'a st AprÜ. Ander so» und Richards wurde» heute hier wegen Ermordung dcr Fraucu Grubcr uud Richm bingcrichtct. Sic hielte» keine Reden uuter dem Galgen. Anderson machte ein vollstän diges Betentttniß. Petersburg, 0. April. Die Gießerei von Tapev hrannte heute ab. Ver lzist 12,000, der theilweift versichert ist. New OrlcanS, 10. April. Die Flnlb im Mississippi bat dic höchste Höhe erreicht und das ganze Land zu beiden Sei te» des Flusses vo» Napoleon bis zum Lake Providenee stcbt unter Wasser, welches un gebeuere Vcrwüftungc» auricbtctc. Mau bcsiireblct cincn Lcichbruch u»d suchtc ihn auf allc mögliche Weist zu verbüke». Das Wasser ist »och immer im Steige» begriffe». T iisics-lteiiilittitcil. Ans Wasbinglo», den 10. April. T ie am nächsten T ieilstag bier a bzubaltcilte Convention in Bezug anstie Ernennung ei nes Candidaic» siir das hicsige MavorSamt bildet baupts.ichlich de» der U» terbaltiiiig bei den Temotlate» nnd K»ow- Tie Fremide des jetzige» J»ba berS dieses Postens stbmeicheln sich, daß cr wicdcr »omi»irt wird, wabrcnd Andcrc ebcn so sichere' Ucbcrzcugnng babe», daß Wm. F. Bailv oder James «tt. Beeret oder Jos. F. Brown oder Job. I. ttioddard oder George W. Riggs Seitens dcr Con vention nomiiiirt wcrdc». Obiic werden die Fähigkeiten Aiijprüebe ei»es Jedeil diese, Heere» genau erwägt und bc sprochcu wcrdc» uud wir zwciscl» keiueu Augenblick, daß dcr vo» dcr Co»vc»tio» nomiinrtc Caudidat von dcr U»ionS Partci ancrtanttt wcrtcn >vild. Ncw-,A 0 r t. Eblorosormirt werde» in jüngster .jcit amb Hühnee nnd Feetel, uud zwar von Tieben, die ans diese Aet das lebende Eigentbum, aus das sie es ab gestben baben, voi» verrätberischen Kräben »nd Ouilen abbalten. Am Fecitag wurdc ein derartiger Cblorosoriuist eingezogen. Eine blutige Ass ai re siel vor ei »igen Tagen in O., vor. I» einer Singscbule fiel ei» Streit zwi schcn Medice und Michaet J. Tlwm son vor. MelÄe zog ein Pijtol und schoß nach Tbvinson, ihn schwer im Gesicht verwundend. Mcl«ee ging flüchtig uud wurdc von Tbomson vrrsolgt, wclchcr ihn in Cineinnati tras. Er wurde ver bastet uud iu das Stgtiousbaus bis auf Weiteres gebracht. Capt. T urbam vo» der Barte „A d i a t i e", welcbcr aus stiiic Wcise de» Frau zosen eine lange Nase drehle, befindet jick' i» Washiligto», um durch die Administra tion eine Entschädiglliig sür dic Beschlag uahnic seines Schisses uild kie weggeiiom ineiien Güter zu erhalten. Er bat bereits eine Menge Anträge von Schisfseigentbü inern zur llcbcrnabme eines Commaudo's erbalten. I, William.? vo» tor vill e, Dut cheß Co., N.-z'l., ging am letzten Sonntag mit seinen zwei Sobiie», l 7 »ud ll» Jabre alt, aus die Jagd. Alle drei setzte» sich j auf eine» Zau» und als der allere Sob» wieder aufstand, ging sein Gewehr los, und der ganze Schuß durch die Kcble seines Va ters Der Mann war ans der Steile todt. Für den Ankans der CollinS D ä m pse r bat sich in Philadelphia eine Gesell- schast gehildet. Dieselbe beabsichtigt eine regulaire Linie zwischen Pbiladelpbia und Europa berzustellen und bei dcm Congresse um PvstbcfördcruugS Contraktc anznhal tcn. ES wUl'Hcn am vergangenen NNttwoch bereits die TrusleeS dieser 'Gesellschaft ge wählt und dieselben sollten sofort mit den Herren, die neulich diese drei Dampfschiffe angekauft haben, in »nicrbandlung treten, i Zwei R u ss e», nnd Nu ekawifchinkosf, babc» vom KaiserAleeandcr I das Privilegium erhalten, eine Compagnie mit einem Kapital von einer Mill. Rubcl zu organisiren, zu dem Zwecke, die Flüsse Amur uud Schilka m asiatischen Ruß land) mit Dampsboolen zn befahren und an verschiedenen Pnnkten Handelsbeziehun gen mit den Eingeborenen anzulnüpsen. Bei dcm kürzlich bekannt gewordenen krie gerischen Austreten China's gcgen die An sprüche Rußland's ans die Amur-Mün dung würde die Compagnie bei Anssüb rung ihrer Pläne ans mancherlei Hinder nisse stoßen. Dies ist um so mehr zu be dauern, da dcr Handel CalifornienS mit de» russischc» Provinzcn durch Eröffnnng der Schiffsahrt des Amurstromes nur ge winnen könnte. Hr. G ough, der große Tempcreuzrcd ncr, vergoß bei der letzten Sonnenfinsternis! bittere Tbräncn bei dcm Gcdankcn, daß so j vicle Tausende seiner Landslcute sich dieses Anblicks mit dein Glase in dcr Hand er freuten. Zeugniß von dcm gesegneten Jabre 18ü7 hat die Frau Eugelwir thiii in Liestal in der Schweiz abgelegt, die ihren Gatten im Januar 1857 mit Zwil lingen nnd im Dezember desselben Jahres mit Drillingen ersreute. Mehr taun man nicht verlangen. Alle füus in einem Jahr vo» einer Mutter geborene Kinder befinden sich frisch nnd munter, die Mutter eben falls. Als eine Art Pendant hierzn kann ein vor wenigen Wochen in Canada 12l> Jabre alt gewordener Mann, Namens Da niel Arkiii, gelten, der aus 7 Ehen eine Nachkommenschaft von >!7«) Kindern uud KindcStindcrn hinterließ. Eine Merkwürdigkeit- „Ein Kornstcngel mit sechs Kolben vom Jahre 1857". Dieser Tage hrachte u»s ein Far mer einen Kornstcngel, woran vier ausge wachsene Kolben saßen, nicht so groß, als wenn nur Einer daran gewachsen wäre, doch ansehnlich genug und völlig reis. Ein sünfter u. sechster Kolbe» batte» angesetzt, käme» aber, da dcr Stengel von einer drit ten Pflanzung war, nicht zurvolligeu Aus bildung. IW-ebselbl.» Der erste Mensch ein Deut scher. Sapbir meint: Ich hinüber zeugt, dcr erste Mensch war ein Deutscher. Welcher Andere, als et» Teutscher, schläft im Paradiese gleich ein? Von welchem, als von einem Dentschen, sagt man mit Recht: „Es ist nicht g»t, daß cr allcin sci"; denn wenn dcr Deutsche allein ist, sieht er gleich Gespenster. Welcher Andere, als ein Deutscher, läßt sich so in die Nippen bincinschneiden? Welcher Andere, als ein Teutscher, versteckt sich selbst, wenn der Himmel frägt „Wo steckst Du"? Welcher Andere, als ein Deutscher, schiebt, wenn cr angeklagt wird, die Schuld sogleich aufsein Weib? Welcher Andere, als ein Deut scher, beißt so geschwind in den sauern Apfel? Hciratbdurch die Zeitung. lEine Eolumbuserin gewinnt den Preis.» Im verflossenen Monat Oktober ließ ein Wittwer, Namens W, H, Carr von Eagle Grove, K»., eine lange Anzeige in die New-;'lorler „Times" rücken, daß er eine Frau suche. Die Anzeige entbielt eine ge naue Beschreibung des Heiratbs-Candida teil; cr präsentirte sich als einen Mann von 4» Jahren, Fuß boch, >7O Pfund schwer, Wittwer seit 11 Jahre», hat zwei Töchter, dle älteste 17 Jahre alt. Sehr aufrichtig gestand cr in dcr Anzeige, daß er in seine!» Leben blos 17 Tage die Schule besuchte, daß ibm folglich das Schreiben schwer fällt; sein Besitztum besteht aus einigen Negern und einem Ucberflusse von Borräthen allcr Art. Schr genau war in dcr Anzeige die Frau beschrieben, wie er sie sucht, daß sie wenigstens 30 Jabre alt scin, braunes Haar und blaue Augen, eine nicht zu langc Nase haben müsse und nicht über 150 Psund wiegen dürfe. Auch dürfe sie bei Leibe keine Abolitionistin fei». Lieft merkwsirdige, mit drolliger Unbe-! bolstnheit geschriebene, falsch buchstabirte! Anzeige wnrde von verfchicdcnen Blättern copirt und erregte natürlich die Aufmerk- samteit vieler bciratbslustigcu Wittwe» jüngste». Jni crbielt dcr Kcntu ckvcr'Frcicrsmann 101 Briese mit ebcn so vielen Heiratbs Anträgen. Am Beste» scheint ibm der Bries eincr bicsigen Witt we, Fran Briggs, gesallen zu haben. Ter ei lte Mann der Frau Briggs ging vor meb reeen Jahre» nach Calisoruien. erwarb sich dort ci» kleines Vermöge», jtarb aber bald nach scincr Zurücktunst. Seitdem wobnte Fran Briggs »nt ihree 1 l-jährige» Tocbter in ColninbuS, L., und da ibr dic Mittel znlctzt etwas tuapp wurden, so be schloß sie, es mit dem Keiiluckver Freiers maiiu zu versuche». Am Mittwoch kam Herr Carr in Columbiis an, stieg im „Ameritan Hotel" ab, vcranstallctc eine '.usammcntnnft mit scincr Zntünstigcn und schon am Tonnerstag crschicn das glückliebe Paar vor Sr. Ebrwürden, dem Pastor Tast, dcr dann in aller Form Rechtens dc» Ebct»otc»schilrztc. Am Frei tag crstbic» dic Hochzcits-A»zeige in den bicsigcn cnglistbcn Blättcr». Columbus bat also dc» PrciS davongctmgc», doch köiiiic» wir i» uustrm gcrccht' ii Slolzc dc» I0«i ander» Heiraths Ca»didatin»cii »»sei innigstes Beileid »tcbt veisagrn. Hanibnrg, de» 13. März. Hier gebt jetzt das Gerücht vo» dcr Gründttllg eiiics Erzbistbums mit dcm Bischofssitz Hamburg als Ecntralpnnkt sür die latbo lisihcn Missionen im '.'korben Europa's. Uuseee Localprcsse hat sich hereitS der Sa chc bcmäcbtigt. bwiilty'ö vMtaliilischeS Pitter^ «ioille» j» verkaufen. lMj !K,lMt> .firjl Präminm^ ij-il^-Näh-Maschine! Jobnson's Patcntirtc !»!00 elastische Stcpp- Mascbine. «ii, jr., Präsiden». Rvhert A, Tanlor, William Gilinor, Stewart, die Gesellschaft wird in der Office, S.-W.Ecle von Leuth IÄrÄI.I-Mle, de/- Misi Mari a v ehr n>an n l»-,il cin Brief in der Ery, b. 81. (W-> Aekanntmachungen. Im »°r^Mieder erfordern. (SS-7) Lvut« Plaufuß, Sek. Grost-LogVA. cVosG/F. "vom Ztaalc Md. D!« M». Mitqliedcr der ..Gr°ß.«ogt O. es«. S-" sowie die Repräsentanten der untergeordneten I werten hiermit köstiä'st d. i der am Montage ten '.'lpril. ttattfindenten Ver,ammla»g zahlreich il'rcnl zn er r t ra ne ra l ve rsa »i i» l u ng C h. Bartell. Präs. UNI ndcr Uc Millcl nic E>eirclf>m.> vei^Map^icln iüra,de>>." Hierv^ Auffordernng. ine lde n bei "l. S cl' um a cl> e r k C 0.. Nr. U, S. (>harlesjtr. j Paltiinore. den l^. j Sharpstr-Vauvereiu, Nr I. Tie Mit.>licdcr obigen Vcrclno worden hiermit er- Ooftli^er^^ Anslvsiiiist eiiicr (^cschäftt?-Perl>iiidiliiq. Nri«l>stiel'K Schule. Ra.«>ri,l>t. ..lal? l r Veateiidall-u. Wohuungs-Äeränderiiiig Nr. Siid-Fii'iit-Strnsic verleg» hat. Damen-Kl ci de r. Mantillcu >c. onlfePlato> ««7.» Nr -iit.Arrnt.-ttaKe. TabackS-Fabrit il k C^iiip.^ TabackS-Fabrik Gro Iv i r l O»> l, Aufforderung. i Nach Bremen Varl 7. Bnildln.i«.^ Sprniyie vV Wal, Privat>Oftice ?!r. 25>, Albemarlestcaße. Office» Stunden v»n Übr N>i>l»n. lAvr.l.l.'Mtc) Will krcisiige« Älter vdcr ci» sruliieitiger Tvd! Der Zu^enttsiiieiief, Geheimnisse des Ge- U"ne""" Keine neue Perl-Gerste Nr.ijt',«. S. Vroadwav. Holz, Latten und Schindel»! haben ctncn großen Verrath von Holz, Latte» und unft"n"H°Ubef! Är. II«' »°n (7!>§) PtlsN»^El«a«. Verlan,si uM Macht. Btrlangt wird. Tciitschcs Piircnu, unter Aussicht tcr „dcutschcn («csellschaft." Ticjcni>icn Persencn, irclchc dcnts.l'c Hannvcikcr Ar- ÄÄwfr Tl'ai»csftras!e> wcUicr cr tlvilen wird. n,2«i 11, Zn »,'iini,'!!»'» ä' za »erlünisen. sM (s>» Hut- und Zu »crkauscll. Z» licrlailsc»: Pfd. frische grrd> li nnd per Nr IlÄtt ap!^ (Scll-.Peint,> WidflMS'Werft, Ga ftivl rtlie. P/!''"dcr" an' bei Willia T u»>! alle gewün sckte?l »slnnfl. Wtltl,volle zu veltiiilfeii. sU-ape. di!!i./z» Zn erfragen dei e t na de L'embartstr. (Mrz.l» 7U, Liahtstr.»Werft.Baltimore. NichardV. Stewart. Peit'l f'icr i.inv 'Uinnliitn. Farm zu verkaufen. (Icbi/I.'Mtt>3m.».W.) Hob» n Zu lierlauscn, vrMchtc» odcr »cruiicthcu: W. R? Servers, Ar.7!l.(»>Placc. ne Edenftr. GloclertNvrriS, Nr. KZ, Fayetteliraße, l Thür westlich »om „Mansioil Heusc."
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Atndt-Verichtc. Tie hiesige S chi sssa hr t. -Am Schln»se voriger Woche zählten wir im lue sigcn Haftn 120 Fahrzcngc imit Ausnabmc dcr Dampfer und kleinen Marktschiffe», nämlich t 5 Schilfe, Barken, 21 Briggs, und (!>i Schooner. Von diesen waren >ü nachNew-Aork, Snachßoston, 7 nachNor folk, 3 nach Ncw-Bedford, 3 nach Rio de Janeiro, ü nach Pernamhnco, 2 nach Ha vanna, 2 nach Monrovia, 2 nach Callao, 2 nach Monkevidco, 2 nach La neb men wir, daß der Pvlizeimar»'chall Herring entschlossen ist, von nächsten Dienstag Abend an das Gesetz, welches Minderjährigen das kaufen nach Fcucrsbrüustcn oder das Vau fcn mit den Spriten und anderen Löschap paraten verhietet, mitrücksichtsloserStrcnge zu handhahen und demgemäß die strictcstcn Befehle an dicPolizciheamtcn ergehen ließ, jcdenKnahen, der das «besetz übertritt, fest zunehme». Wir wollen hoffe», das? die Bc aniten in dieser Hinsicht weniger nachlässig sind, als in der Ausführung anderer Be fehle. Die Franklin Spritzenc pagnic im Verhöre. Am Freitag! Abend fand in der Stadthalle eine weitere Untersuchung der Klagen gegen die „Frank i lin Fcucrcompagnic" statt, welche be- kanntlich in einer Verletzung des Regle- j inenlö des Fenerdcpai tementS und in einem zweifachen Angriffe auf die „Columbia» Feuercompagnic" best. he». Tic rste Klage wurde fallengelassen, doch hcstand man auf Vernchmnng der Zeugen in Vczug auf die beiden andern Klagen. Nachdem eine Reibe ,-jcuge» et contra verhört worden, wurde die Entscheidung über dieVerurthei lung der verklagten Compagnie dem Co inite der Feucr'compagnieen zur Ahstim innna vorgelegt, welche mit 4 t gegen 5 St. zum Nachtheil der „Frankli» ausfiel. Dieselbe wurde nach Voriclnift des Reglements sodann in eine ttleldbuße von H2O verurtheilt. Ter Präsident ge dachtc'r Compagnie erklärte, er werde gegen das Straferkcnntniß appellircn. Mehrere andere Klagen gegen dieselbe Compagnie wurde» bis zu der heute Abeud stattfinden den Versammlung vcrfchohcn. Ter Criuoli» c n Z u g. Eine Fabrik inEonneetieut sabrizirt titäteii Stahl für die Verfertigung der fa inosen Skal'lrcifröckc oder Crinoliiic», das! man den Eisenbahnzug, der allwöchentlich die Stahlreisen »ach der Fabrik i» Ncw- Aork befördert, fpottweise de» „Erinolinen genannt hat und natürlich erregt die Ankunft desselben ungewöhnliche Neugierde. Will man indessen eine» „Crinolincn-Zug" ganz in der Nähe in Augenschein nehmen, so darf man sich nur jeden schönen Rachmit tag zwischen L und 5 Uhr in Baltimorestr. postircn. De r E e n t r em a r k t. —Ant Sainstag fanden wir den Ccntrcmarkt mit allen Er zeugnissen der Jahreszeit wohl angefüllt. Am nördlichen Ende hatten Herr Feast u. andere Gärtner eine schöne Ausstellung von mancherlei Blumen, Gesträuchen und klei ne» Bäumche» verattstaktet und mancher schone Rosenstock, manche herrliche Hyacin the, manche Nelke und andere Kinder Flo ra'S wurden von Jung und Alt zur Zim merzierde gekanst. Unter den Hausbal tiiiigsailitel» notirten wir Butter in Tonnen zu 37—44 Eents per Pf., Stück buttcr 23—ZI EIS. per Pf., Eier 42 EtS. per Dtzd., juuge Hüh»er «>2j EtS.—Kl per Paar, Radieschen 4« Cents per Bund, Salatköpft 10 Cts., Sprosseukohl 25 Cts. per Peck, Kartoffeln Cents per Peck. Der Fischmarkt war mit alle» zn dieser Jahreszeit vorha»dencn Fischen reichlich versehen und die Preise nicht uu mäßig. Abfahrt des „Joseph Wbik ii e v". Am Samstag Nachmittag um Z Uhr ging der Dampfte „Joseph Wbit ncy", Capt..Howes, mit werttwoller Fracht und l» Passagiere» am Bord vo» hier nach Boston ab. Der neue Marine-Schienen weg.— Unter den mancherlei Anlagen auf der Südseite des Hasens verdient nament lich der große Marine-Schicnenweg, wel chen die Firma Faid» K Bruder in ihrem SchissSbaubose am Fuße vo»„Fcdcral-Hill" für ü?20,00» errichten ließ, Erwähnung. Tiefer Schienenweg ist 000 Fuß lang und ruht auf ü',o Pfählen. Am äußersten Ende ist das Wasser 2li Fuß tief und kön neu daher die größte» Schiffe und längsten Dampfboote mit Leichtigkeit aus den Scknc ncnweg zum AuSbcstern gebracht werden. Derselbe soll, wie man behauptet, der größte Schienenweg dieser Art in den Ver. St. sein. Die Licenz 112 ü r T h e a t e r- uud andere Vorstellungen.— Bei >ve lcqenhcit der Berathung üher die Verord ninig, bctrcffcnd die Licenzen für Theater- Vorstellungen Menagerien, Eoi'zerte, Seiltänzer u. s. w. offerirte, wie wir in unfcrcm letzten Berichte erwähnten, Herr Bierbower ein Amendement, nach welchem die Licenz für Menagerien, Seiltänzer u. dergleichen Vorstellungen, wenn sie un ter einem Zelte stattfinden, beträchtlich er höbt und die Licenz für Theater-Vorstellun gen auf -Kloo herabgesetzt werden soll und motivirle das Amendement durch die Be merkung, daß Theatervorstellungen wcftiit kich zur Hebung der Geschäfte in der Stadt beifügen und die Moralität der Einwoh ner förderten; der Tbcatcrunternchmer l,äl>c fein Bestes gethan, um die Vorstelluu gen dahier von allem Unlautern zu rei nigen und die Stadt habe nun die Ver pflichtung, ihm aufzuhelfen und ihn zu unterstützen. Nach der Verwerfung des Amendements erhob sich Herrß. nochmals und sagte, der Unternehmer hahe sich ge weigert', die Schenkziminer des Theaters M Htto»o zu verpachten; er habe zum Besten der Stadt Opfer gebracht, die Nie mand machen würde und er würde Alles tkun, um ihm einen Dienst zu lei sten. Er sei stets ein Theaterfreund gewe feil und hahe stets seinen Eintritt bezahlt, dis er endlich mit dem Unternehmer naher bekannt geworden, der ihm aus eigenem Antriebe freien Zutritt bewilligte. Seiner Ansicht nach fei das Bespötteln seines An trages, das von einem keine tausend Mei len von ihm sitzenden Mitgliede ausgehe, verächtlich und er halte sich für eben so gut als der Herr, der über seinen Antrag die Nase rümpft. Hr. Simms erhob sich darauf und be merkte, er habe sich dein Amendement nur deswlb widersetzt, weil er die jetzige Li ccnz für sehr gering halteindem er dies gethan, habe er nur seine Ansichten geäu ßert und nach seinem Urtheile gestimmt. Er wissc nicht, worauf dcr Herr eigent lich anspielt. Die Stadthehörde vor Ge rich t. Im Ver. Staaten KreiSgerichte wurde am Freitage ein Prozcß dcs Hcze tiah Erout gcgcu den Maoor u. dcn Stadt rath von Baltimorc »vcgcn Becinträchti gnng cincS ans Straiienlampcn genonime nen Patentrechtes zn des Klägers cnlschieden nnd dic Stadt nm Scha dener»'atz »ebst Kostc» vcr»rtbeilt. Bereits vor einem Jahre war dem Kläger 51,000 Schadcncrsatz »vcgcn dcrftldcn Klagc zngc sprocbcn wordcn. Wcnn dic Stadtbebörde so sorlsährt, da»» wird ihr das Vcrgnü gen, cincs Anderen Patent zu heuutzen, fthr theuer zu stehen kommen. Es scheint aus diesem zwcitcn Prozcssc hervorzngchcn, daß dic Stadlbcbördc dnrch Schaden nicht klii ger geworden ist, denn his jetzt kostet ikr die Geschichte schon .i>;/>oo. Wo sind dic Eltcr nAm Frci tag Nachmittag sand dcr Polizcihcamtc Rulhcrsord nnwcit der Eckc von Light nnd Prattstraße cinen kleinen tieshekuiiimcrtcn Knahcn, dcr dcm Beamten aus Besragen mit Thränen in den Augen klagte, er heiße Stephan Nestor nnd sin mit seinen Eltern am Donnerstag in einem Zuge der „Balto. und Ohio Eisenhabn" von Cnmberland an gckominc» und babc sie in dem dichten t>»e drängc ans dcr Straßc vcrloren nnd lönnc sie nun nicht wieder finden. Dcr Bcamtc sührtc bicrauf dcu Knabcn in die an der Ecke von Liberty- und Faocttestraßc bele gene „Dispensarn", wo nian ibm Aufnahme hcwilligkc, bis cr von ftincn Elkcrn rckla mirt wcrdc, dic nach Anssagc des Knaben nach Pbiladelpbia zu reise» heabsichiigte». DieUnt e r s u ch u n g ü b e d i r m ordung des Beni. Jone S. Bei der am Freitage fortgesetzten Untersuchung über die mutbmaßliche Ermordung des B. Jones gäbe» die Herreu W. orbacker u. I. C rangle folgendes wichtige Zeugniß, wel ches die beiden Angeklagten erbeblich com proniittirt. W. Dorbacker sagte, er babe I von dem Verschwinden dcs Veni. Jones am nächsten Tage gehört sah Anderson am! Montag und fragte ihn, was er von de, Sache halte; Anderson antwortete, erwisse es nicht, denn der Alte hätte einmal die Gewohnheit gehabt, am Abend auszugeben; er habe «wie'er angab» Medizin bolen wol len, welche er gewöhnlich in der Apotheke an der Ecke von Pratt und Cbarlesstraße uud ani Federal-Hill zu boleuPflegte. An derson habe Zeugen gesagt, er, seine Frau, seine Tochter, Jamcö Anderson und Ma lbias ißvchesterj seien im Hause gewesen, als Jones wegging, in diesem Mvmeiit sei Matt herzugekommen u»d habe gesagt, er sei tinige Minuten vor Jones weggegangen Zeuge machte die Bemerkung, daß Jones i wohl niemals wiederkehren würde; Ander so» fagle, er ivisse das nicht, es sei ein zwei ter Webster- uud Partman Fall; Zeuge rieth ihm, er solle Joh. Eoates beaustra ge», sich »ach dem Hanse zu vegeben, um ein Inventar über die Effecte» desVermi»! teil a»fzuuchine»; A. erklärte, er liebe eine solche Eile »ich»; eine Woche daraussei A. zu ilon gekomiM" nno habe gesagt, er sei jetzt bereit, Eoates berbeibolen zu lassen; es mache jedoch keinen Unterschied, denn Alles würde ihm znsallen, weil Jones keine Verwandten babe und schon früher erklärte, er werde Alles seiner o, doch wünsche er, daß Torbacker gegen Niemanden etwas erwäbne; Zeuge fragte, nm welche Matt zu ihm ,Anderson» gekommen sei nnd erhielt die Antwort, an dem nämlichen Nachmittage, ftit welchem Jone? vermißt wurde; JameS Anderson sei dann herbei gekommen uud habe aus die Frage, wo er gewesen, als Major Jones das Haus ver lassen, geantwortet, er sei zu Haus gewesen, aber bald c araus fortgegangen. Zeuge gab dann seine Unterhaltung mit Hrn. Brent, hinsichtlich dieser Angelegenheit an und er wähnte, daß James Anderson inzwischen sich in der Nähe ausgehalten habe, um die Unterhaltung mit anzuhören; dau» hahe er ooo borgen, so würde sein Vater sie ihm gern leihen; am Abend vor dem Verschwinden des Jones sei James Anderson betrnnki'N gewesen nnd bal'e ein großes Neiterpistol in seiner Brust tasche gehabt; aus die Bcmcrtung, da»! er mit dem Pistol nichts machen könne, erwie derte er, er würde es gut zu be n ü tz en wi ss e n Zeuge hahe Rochester gefragt, wann er an dem in Rede stehenden Abende nach Hause gekommen fei; R. ant wortete, er wisse es nicht genau, doch sei er mit Jim zugleich in'S Hans gctommen; ftrner benierkte Ze»ge, die beide» Angellag teil verriethe» seit dem Verschwinden Jones' große Unruhe und sejen sichtlich in Sor gen; gelegentlich hatten sie sich ans seinem Hanse t'k'lireu 4'u vl i'ii in Prattstr.» cntftrnt und sehr ernst miteinander gespro chcn; Anderson habe ihm das Auffinden der Leiche mitgctbeilt und aus die mage, weshalb er »icbt hittgegangc» sei, uni de» Leichnam zu ideiitifizirc»,geantwortet,Matt sei hereits gegangen.— James Erangle be zeugte, Jaim» Anderson sei an dem Tage, als'Jones das Haus Verlanen, sehr beirun kcn gewesen James sei unerträglich, wenn cr betrunken sei; Nachmittags »ei er in Dorbactcr'S Schentzimmer gekommen und habe ein großes Pistol gezeigt; Zeuge habe ibn mit großer Mübe bewegt, das Pi stol ihm zn übergeben am Abend sei Jim Anderson zurnckgekedri uud habe das PiNol zurückgefordert und er babe es ibi» gegedcn; schöpfte aus gewissen Umständen Verdacht, daß I. 'Anderson nnd M. Ro chester mehr »m das verschwinden von neS wüßten, als ihnen lieb sei und theilte Dorbacker seinen Verdacht mit. Wir se he» mit Spannung näheren Enthüllungen z entgegen. Ertrunken. Samstag Mittag war der Farl'ige James Makhews mit andere» Matrose»'heschästigt, den Schooner ,/tteor gia" von einem Dock nach Smjlh's Werst am Ende von «Uavstraße zu bringen und st.ind, mit einer langen Stange sich gegen ein anderes Fahrzeug stemmeno, aus dem Geländer des genannte» SchooiierS, als die Stange unerwartet al'glitt und der Arme tn's Wasser stützte, welches an jener Stelle ungefähr'.' Nnsi tief ist. Erblich »ngefäbr 40—45. Minntcn untcr dem Was ftr'und als nun ein Mann in einem Boole hcrankam, um den Verunglückten zu ict If», schicn bereits sein Leben entwichen zu sein. Man brachte ihn an's Land, wo cr durch fortgesetztes Reiben nnd Rollen endlich wieder zur Besinnung gelangte. Dr. Williams übernahm seine Behandlung l und Anfangs glaubte man, ibn völlig her stellen zn können, doch gegen Abend ward er allmälicb schwächer, his ee endlich um 8 Uhr mit Tode abging. Feuer. Vorgestern Morgen um zwei Übr brach in der von Herrn Gerard Sap pingkon benutzten und in Jacksonstraiie, unweit Central Avenue belegenen Limmer mannS Werkstättc Feuer aus, welches die selbe gänzlich zerstörte. Der Verlust be trägt 'Hö>n> und ist nicht durch Versiebe rnng gedeckt. Die Flammen ergriffen zwei anstoßende Häuser uud einen Stall, welche zum Tbeii zerstört wurden. Der Verlust beläuft sich ungefähr auf KWI) und ist durch Versicherung gedeckt. Feuer lärm. Der Lärm zwischen 7 und 8 Uhr am Samstage war falsch. Bcklagcnswertber Unsall. Am Samstag Nachmittag fuhr W. Henry Rider, der kü-jährige Sohn des in straße wohnenden Hrn. Henrv Rider mit drei anderen Knaden in einem Ruderboote von der Ferry Bar nach der Umgebv «g des Marine-.bospitals, wo jene drei landeten n. R. im Voote lie»'!en. ?r. De?.!uk'^nnd Mnrra» beobachteten den Knah'.ü von dem Fenster ihrer Wohnung aus, borte» plöy licb de» Knall einer Fiinte und laben den Unglücklichen satten. Sie -eilte» ihm au gcnblictlicb zur Hülfe, sand-.n ibn ader be reits eulj'eclt. Es ergab sico. daß die ganze Ladnlig cincs Laufts in die lnile Seite, un weit des Herzens gedrungen und seinen an genblicklicben Tod herbeigeführt hatte. Man vermuthet, daß sich die Flinte ent lud, als der Knabe sie aus dem Boot boleu wollte. Venson begab sich nach dem Nt'ari»ebvspitale, »in den üblichen Ingnest abzuhalten, hielt dies iedoch sür übe>slns»ig, da die Veranlassung des Todes offenbar war. ?ie Leicbe des Knaben ward dann nach der Wohnung der Eltern gebracht nnd gestern heerdigt. U n säll e. kl!» Uhr am Freitag Abend siel ein Kutscher der „Milchcll's! Lmnil'us Linie" an der Ecke von Entaw j uud Baltimoreslraße vo» eine»! nnd bei'ehädigte sich dergestalt, daß er das Bewußtsein verlor, Pferde liefen mit i dem Wagen, in welchem mebrere Passagiere saßen, in gestrecktem Trahe Vallimorestraße' entlang nnd Niemand bemerkte die Abwe senbeit des Kntscheis, his endlich das ?ra heil der Pferde die Aufmerksamkeit der Pas »agiere erregte. Ma» bielt da»» de» Wa ge» an der Ecke von »'rcenslras!e an nnd ließ sämmtliche Passagiere aussteigen. Der verunglückte Kutscber lag längere Zeit aus der Straße uno w»rde dann von einem Vorübergehenden hemertt und in eine nahe Apotheke gebracht, wo man seine Wnnde» verband. Tarauf ließ man ibn in seine Wohnung in West Baltimoreslraße schas sc». Ein farhigerPftrdelnecht.NanicnsThoni. Wade, wurde am Donnerstag von einem Pferde in Dorhacker's Stall an der Ecke von Paea- und Prattstraße durch einen Hnsschlag erhehlich am Kopse verwundet. Der Arme ward vo» einem Arzte vcrhun den »iid dauu nach »einer Wohnung in Ehinastraße gei'chafft. N a ch l ä s sig kei t. Freitag? Nachts sand der PolizezheamteSulliva» vom initt leren l iilrille die Zhüre zum Waarenma-! gazine Nr. 10.',, an Smith's Werste, offen und sorgte sür deren Verschluß. Auch die Tl'üre zu der vo» Hngh Jentins in Sc condstraßc ward in derselben Nacht osscn gesunden. Kein Wunder daher, wenn Diebe ihre nächtlichen Operationen nnbemertt unterncbmcn können. Tbeu r e s N a ck> k g u arli c r. —Z b. Barrelt wurde Freitag N'achiS i» der Mai tt- Halle des Ceiitrcmarktes sck'laftttd angetros sen nnd mußte sesort vor Friedensrichter Meari» im miltleren Stationsbauft er scheinen, der ihm für das uncrlauhle Logis Hl.üt anrechnete nnd ihn in'S Gefängniß sandte, weil er nicht zahlen tonnte. Eine w ändernde Victoria. Victoria nicht die Beherrscherin Eng land's, sondern eine unglückliche Namens schwester derselben, wurde Freitag Nacht im östlichen Distrikte als ohdacbloseVaga- hondin aufgegriffen uud am Samstag Mor gen nach dein Armcnhanse besördert, da sie leine Subsisteuzmittel nachweiftn konnle. Diebstahl. Am Freitag Abend drangen mehrere junge Candzdaten sür das „,vo»se of Refnge" in cinen kleinen ««rocerieladen in Loinhardstraße und stah len das in einer Schndlade bcsindliche im Betrage von Man rrwtschtc zwei von den Dieben n. transportirte sie am Samstag Morgen nach dem „Honse os Re suge." S ch w e r e A ukla g e. Die Farbige Eliza Baltimore ward am Sanistag mittaganfdieAnklagesestgenoininen, Hrn. Slipper, den Eigenthümer des „Vull'S Head Hotels" in Front-, nahe mit heißem Kaffee verbrüht und einem far higen Mädchen den Tod geschworen zu ha be». Die Farbige war Mittags ans dem dienst gejagt worden, kebrle aber bald da rauf in das Hotel zurück nnd iing mit dem Mädchen einen Zank an. Als sie nun Hr. Skippcr wegjagen wollte, ergriff sie in ih- j rer Bosheit cincu init heißem Kaffee ange- füllten Kessel nnd stblendelte dcn Inhalt! dem Wirth in's Gesicht. Tie Schwarze ward his ans Wctleres eingesperrl. V c r h a 112 t u u g c n. T lc Beivohncr von Front südlich von Baltimorestrasse, I wurden am Samstag Abend durch deußus: Mord! Mord! »icht wenig allarmut. Bei näherer Erkundign»,) ergab es sich, daß einige Jrländer einander in die! Haare gerathen waren und sich durchprü- i gelten. Die Polizei machle hald dem lln- sug ein Ende uud führte die Slreileude» bis a»s Weiteres in'S Gesä»guiß. Louis Fried wurde wegen Verletzung einer iu Bezug ans dcn Mc»n»dheilszust>ind erlassenen Vcrvrdiiung vcrhaslct und zn H2o Straft nehst Kosten vernrtheilt. Die Karotte.—Man berichtet uns, daß cin Soli» dxs Hru. Caleb Littig am Sainstag Abend aus seinem Wege dnrch Lombard-, in der Näbe von LiberN'str., von ühcrfallen wnrde, von denen der cinc ihm dcn Hals zuschnürte, bis die übrigen die goldenen Knöpfe aus »'einem Hemde gerissen batte» Tann lie»> man ib» lausen. D i e bst ablsklagen. Edw. Me- Keiden und Michael Gnnn wurde» am letz ten Donnerstage wegen Enlwendnng eines j Stückes Butter im Wertbe von «!I se»lgc nvinme» und bis aufWeiteres iiiß gebracht. Einbrüche. Donnerstag Nachts! vcrübtcn Diebe cincn Einbruch in dic in Gcrnian nahe Pinestraße, hclcgcne Äiioh nung dcs Hcrrn Brnj. Harris'on und stah len aus dem Wandschranke im Erdgeschosse mehrere silherne Löffel. In derftlhe» Nacht ward auch die anstoßende Wohnung des Herrn Chas. M. «George erbrochen und eine 'dartie Silbergeschirr daraus gestohlen. F.rner hrachen in derselbe» Nacht Diebe pu'w ein Fenster dcs ander Ecke von Alicc Ann und Wolftstrasie belegenen Ladens dcs Hrn. Wilson und stahlen fünf Dollars in Kupftrmünze. Die Diehe liessen alles Ueb- rige nnberübrt. .Zwischen l und 2 Uhr am Freitag Morgen l'rach ei» Dich in dic Wohnung tes Dr. Owiiigs, Nr. >oü, Wcst-Favetlc nahe Sharpst'raßc, und d»rch»'uchte jedes Geinach im ersten Stockwcrle leider vergeb lich, tenn man vermißte nicht .iwei Röcke waren von der Wand genoni mc», wurden aber in einem anderen Zim mer ans der Diele gesnndcn, da der Tieb veri'cheucht worden zu sein schicn und sie wahrscheinlich ln dcr tüile des Rückzugs fal len ließ. Auch die anstoßende Wobnnng wurde in der nämlichen Nacht von einem Diebe heimgesucht, dock' auch hier fand der selbe nichts für feine Mühe. V e r. S t. K r e i sge r i ch t. lVor Richter Giles.» In der Sitzung am Sam stage wurde der Prozcß H. Erout's gegen d>e Corporation Baltimore, betreffend cinc Klage wegen Bcelnträchligung eines Pa tentrechts, geschlossen, woraus dic Jurv cin Vcrdikt zu '«vunstc» dcs Klägers für H 2050 fällte. Der städtische Anwalt trug auf et nen neuen Prozeß an. Sodann begann der Prozeß W. L. Mc Afte u. W.H. Ruffels gegen W.D. Crom well Co., wegen Entschädigung für cinc von Ncw Äor'k hierher verschiffte Partie Soda. Der Prozeß ward nicht beendigt. Cii m i nal ger icht. In Foige der Abiveienbeit des Richters Stuiiip ver tagte >i>h das Bericht, nachdem eS am Sonii abend Morge» zusammen gctommen war. I Eoinm o n P leas ericht. In der Sitzung am Samstage ward der Pro zeß der „Eisten Unabbangige» Kirchenge nieinde vo» Baltimore vers. Roh. Howard zn Gunsten der Klägerin entschieden, wel cher die Jury KüOv.l'.» EtS. Entschädigung znsvrach. ward der Prozeß W. L rtlvine'S gegen die Stadtbehörde vo» Baltimore ans gernsen. Kläger heanspriicht Schadener» »atz, weil in Folge des Nivellirens einer 2träne sein «»rundstück unter Wa»ferge etzt wurde. Nicht heeudigt. Hniitielc^iachlillilt». Verkäuft. N, C. N. N. 'li>'Nt>v »W s^l Vrl>ig«V»>.> »ru Za» Vl.i»! Z>b. i«es/gelt: EinNische RawUngs. nach Varbabwo. l'> Holland l5 Nr Schwell 27 "u!v.l i?> ttn Briest, .henrli L. Neiy d» Söhne "I Ha pt-N iederl aqe für lllld Uolilk>i-l!.'tl, Agenlen für diese Soidt: o in in t und s eht! rillinch Lro., Hut- »iid Kappe» Fabrik, weichen mann befriedigen. H. N. Hurtt. Nr. Prattstraßc. MeschäftS-Verlegung. Strohwaaren- Händler, Putzmacher, Hut inacher und das Publikum überhaupt. Uichard tjill Pressen und Färben, mache» woll l^sn^knstl'l»,) Nr. U, (!lllc?.) Si.! a s hington, I. (L. Mischn»«»!, Manufaktur- und Mvde-'Zttaarr», Weisse Weine Rotbe Weine Rhein Weine. Nr' Ver>i»l>ttlln>j. Au die Schuhmacher!!! und«>c>s'cs6r>UruNirr. Pcsal> Au.uns.t.w A die Atieftl- und Ichuhiiulchtl An die Schiihinacher scher Charles Friese, lieber! Leder!! Schuh- und Aticklmnchcr A l t st'a d t! 00,00» Schindeln und Latten zu ver- Lade» Lorenz D. D i e tz, Z Fancy Waaren- K n Nateln. Jntia Rubber, >2 Alle Lorten Seife, Lchnnre. F Sallierseite. 5' I ha.ir'Lel. Schichtrabl.
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Der Dampfer „Virginia" geh« vom Lizhtstraßcn- Werft jcden jreitaz um 4 Uhr Nachmitlgs ab. Auf der jeden Tienstag um