Kleine Coco J8 N18
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Seite 290 Der kleine Coco Nummer 18 Familie Tümpelbein. Bei Tümpelbeins geht ſehr gemütlich, Wie man hier, ſehen kann, es zu, Sie tun ſich's, wo ſie's können, gütlich And pflegen ihres Leibes Ruh‘. Was ſchert der Streit ſie und der Jammer Von rechts und links im Nachbarhaus? Gar friedlich iſt's in ihrer Kammer, And auch die Sorgen bleiben draus. Frau Tümpelbein verſteht zu kochen, Sehr fein ſchmeckt alles, zart und weich, Das kommt daher, ſie tut's ſeit Wochen Nur noch mit „Rahma buttergleich“. Herr Tümpelbein indes ganz ſachte — Vergnügen macht's ihm grade keins — Bringt ſeinem Sohn von Jahrer achte Mit Mühe bei das Einmaleins. Am Himmel zieht nach ſeiner Weiſe Der Mond vorüber groß und ſtill, And ſchaut, und lächelt dazu leiſe, Ins Tümpelbeiniſche Idyll. J. Kirch. OOOOOOO009000000900000000000000000000000000000000000000908 Der pfiffige Fax. Ein Märchen von Magda Trott. Das ganze Land ſeufzte unter dem gro— ßen Leid und dem großen Schaden, den ihm der böſe Rieſe Turmhoch zufügte. Rieſe Turmhoch war vor zwei Jahren in jene Gegend gekommen und verwüſtete alle Wälder und Felder. Er war ein böſer Mann, dem es Ver— gnügen machte, die Bäume des Waldes umzubrechen, die Acker mit ſeinen gro- ßen Stiefeln zu zer— treten und das Vieh zwiſchen feinen Fin- gern zu zerdrücken. Der Herrſcher des Landes hatte Boten zu ihm geſandt, er möge wieder zurück in das Land der Rieſen gehen, aber Turm- hoch hatte lachend geſagt, er ginge erſt dann, wenn ihn irgend ſolch ein Zwergen— menſch überliſte. So ſchrieb der König eine große Beloh— nung für den aus, dem es gelänge, den Rieſen Turmhoch zu überliſten. Es fanden ſich auch verſchiedene Burſchen, die den Verſuch machten, aber der Rieſe blieb ſchließlich doch immer Sieger. Da lebte in dem Lande ein Jüngling, der ſich einbildete, der Klügſte in der gan- zen Gegend zu ſein. Es war der kluge Se- baſtian. Der ſagte zu ſeinem Vater, daß er ſich die Belohnung verdienen und den Rieſen überliſten wolle.
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a Nummer 18. „Ich komme mit,“ rief ſein Bruder, der kleine Fax. Fax war ſchon zwölf Jahre, aber er war noch ſo klein wie ein Sechs— jähriger und darum hieß er in der ganzen Stadt der kleine Fax. Sebaſtian lachte den Bruder aus, nahm ihn aber doch mit, und ſo wanderten beide zu dem Rieſen. Der lachte fchallend auf, als er die beiden, beſonders aber Fax, er— blickte. „Den da, den ſteck' ich ja in meine Hoſentaſche. Was willſt du denn von mir, du Knirps.“ „Ich will mich mit dir meſſen,“ ſagte Sebaſtian ſtolz, „ſtelle mir eine Auf— gabe, damit ich ſie löſe, und damit du endlich das Land verläßt.“ „Gut“, ſagte der Riefe, „Siehſt dort hinten, ganz in der Ferne, den Berg e Ja „Wir werden einen Wettlauf veranſtal— ten. Wer zuerſt auf dem Berge iſt, der hat gewonnen. Biſt du zuerſt angelangt, ſo ver- laß ich euer Land, bin ich aber zuerſt da, ſo bleibe ich. Biſt du einverſtanden?“ Sebaftian ſagte zu. Er konnte ſehr ſchnell laufen und hoffte, den Rieſen zu beſiegen. So begann denn der Lauf. Aber der Rieſe hatte große Siebenmeilenſtiefel an und war fchon nach wenigen Minuten auf dem Berge, wäh— rend Gebajtian noch keuchend durch die Felder rannte. Der Rieſe lachte ihn aus und ſchickte ihn heim. „Wollen wir einmal Wette laufen?“ piepſte Fax und ſchaute zu dem Rieſen empor. „Hahahaha,“ lachte der Rieſe, „du willſt mich beſiegen? Gut. So verſuche es. Aber „ „ „ „esse ο eee eee eee eee In Pfanne, Topf und Kuchenteig Der kleine Coco S eite 291 eine Ohrfeige bekommſt du für deine Rec heit, das merke dir.“ „Erſt, wenn du mich beſiegt haſt.“ „Gut, ſo laufen wir los. Ich zähle bis drei, dann beginnt der Wettlauf.“ Der kleine Fax aber kletterte, ohne daß es der Rieſe merkte, an dem hohen Schaft— ſtiefel empor, feßte ſich oben auf den Rand des Siebenmeilenſtiefels und hielt ſich an der grünen Hoſe des Rieſen feſt. Dann begann der Rieſe zu laufen. Es wurde zwar dem kleinen Fax ganz ſchwin— delig, aber der Berg war bald erreicht, da ſprang der Burſche raſch herab. „Jetzt erſt kommſt du, Rieſe Turmhoch? Ich bin ſchon ge hier!“ Der Rieſe war ſprachlos. Aber er ſah ein, daß er beſiegt war, und ſo zog er noch am ſelben Tage zurück in fein Rieſenland, weil er ſich ſchämte, daß ihn ſolch ein Knirps beſiegt hatte. Fax aber wurde zum König gerufen und dort reich beſchenkt. Und das ganze Land feierte den kleinen Burſchen und ließ ihm Ehrungen zuteil werden. eee eee eee eee ese eee eee ves e gehört ı nur ‚Rabma buttergleich“! Kerr eee eee teseeteeeeeseeeseeeeeeeseeeeeeegeeeeeeegeeeeseee eee eee 66 ee ee eee eee „ 1 1 4 51 4 (be 7 0
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Seite 292 Serkleine Coco Nummer 18 Die Sahnetorte. Eine tragiſche Geſchichte von Ma ja Kornatis mit 15 Zeichnungen von Fritz Seck. Dann, heftig ſchlenkernd rechts und links 7 Flink über Stock und Steine ging's; Die Mutter ſpricht: „Nun höre, Fritz, Nimm mal zuſammen deinen Witz, Du mußt mit dieſem feinen Kuchen 125 % Den guten Gnkel gleich beſuchen, S: weil heute ſein Geburtstag iſt ı Und du fein Patenkindchen bit!“ J Die Mutter packt die Torte ein; Der Fritz denkt: die muß lecker ſein! Der dicke Sahneguß darüber, Was äße wohl das Fritzchen lieber! Er gegen die Laterne fliegt. Doch als Fritz um die Ecke biegt, Und ſeine Finger alle zehn Die Strippe reißt ihm ritſche ratſch, Leckt Fritzchen ab, hier kann man's ſehm. Im Schmutz die Torte, kladderadatſch.
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Nummer 18 Derkleine Coco Seite 295 — ——— 7. Da kam der Karl von ungefähr, Das war vor Onkels Haus geſchehn, Die piep im Mund, des Wegs daher, ab MG Dee 5 cz ma 155 ſehn, 51095 er De en an der Naſed s ſuche droben er Geſpenſter 5 f . 5 Mißt er mit ſcheuem Blick die Fenſter. Die Band im Topf ſteckt bis zum Daum In blütenweißem Seifenſchaum. Der Fritze hält mit Lecken an Und winkt den Karl zu ſich heran: „Du kannſt die andre Sahne kriegen, Hei! die iſt fein, ein ſüß' Vergnügen. Mit deinem Seifenſchaum garniert, Iſt dan die Torte repariert. Gottlob! 's ſtand niemand dran, nein nein, And da 'ne Pumpe, das iſt fein, Dem Fritzchen tut die Corte leid, Geſagt, getan, es wird gemacnt, Schwarz war ſie, rein nur — 's Sahnekleid, Wie ſich's der Fritze ausgedacht, Indeſſen muß man doch verſuchen, Gereinigt erſt die gute Torte, ou reinigen den fchönen Kuchen, Don Muttchens allerbefter Sorte, Die weiße Sahne, zu fatal — Dann obendrauf der Seifenſchaum, Ich leck' ſie ab, 's iſt ſchon egal. Von Winterſchnee ein zarter Traum.
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Seite 294 Das Wunderwerk voll Andacht ſehn Die Jungen an, nun iſt's geſchehn. Doch oben hinter der Gardine Steht Onkel Fritz, und die Karline, Die holt er, daß ſie's ſähe auch, Und beide halten ſich den Bauch. Der Fritz geht zu dem Onkel friſch Und ſetzt die Torte auf den Ciſch: „Und Mutti läßt ſchön gratulieren, Du ſollteſt das Rezept probieren!“ Dann bringt er feinen Glückwunſch an, will ſchnell dann fort, der kleine Mann. „Du wirſt ja nicht ſo eilig ſein, Lädt ihn der Onkel freundlich ein, „Du mußt ihn ſelber doch verſuchen, Den köſtlichen Geburtstagskuchen!“ Tummer 18 Er ſchneidet ab ein mächt'ges Stück: Der Fritze ſieht's mit Graun im Blick. „Ich danke, habe keine Seit, Fu Haufe wartet Schularbeit!“ „Nein, komm nur, komm, mußt erſt verſuchen Den neuen Sei — hm! — Sahnekuchen!“ Er tut noch drauf 'nen großen Kleds „Nun iß nur, Junge, nimm und ſchleck's.“ Der Fritze rückt auf ſeinem Stuhl, Ihm wird es heiß, ihm wird es fchwul, Ob wohl der Onkel etwas ahnted Von Rohrſtock, Prügel ihm was ſchwaate, Drum greift er zu mit Reldenmut. — „Ba, Fritze, ſchmeckt die Torte gut?“ „Ei ja, die Torte iſt ſehr ſchön!“ Man muß nur Fritzchens Augen ſehn. „Nimm noch ein Stück der guten Sorte!“ Schwapp! bat er drauf die halbe Torte. Der Fritz, der wird erſchreckend bleich, Er fühlt, das Unheil naht ſogleich.
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Nummer 18 Derllelne Coco Seite 295 Der Onkel ſieht's und ſpricht voll Bohn: „Na, Fritzchen, wirkt die Seife ſchond Die Hälfte hier für Karl im Garten, Er ſollte doch wohl auf dich warten.“ OOO οο,H 009900 Einbanddecken 0 werden wir gegen den Schluß des Jahrganges (25 Nummern) anfertigen f 9 laſſen und zu einem billigen Preiſe liefern. Näheres wird noch bekanntgegeben. 0 — Fehlende Nummern d 5 8 find bei uns gegen Einſendung von 10 Pfg. pro Stück (in Briefmarken) zu haben. 9 i Adreſſe: „Der kleine Coco“, Goch (Rhld.) OOO dees οοοοιιςοιοσοοẽ,,e e οοο
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Tummer 18 Seite 296 D er klein e € o co I N * = Bisheriger Berleuf der Erzählung. Der kleine Coco iſt wieder aufgetaucht und erzählt uns, wie es ihm die vielen Jahre hindurch ergangen iſt, während welcher er für uns verſchollen war. Während des Krieges iſt er eines ſchönen Tages von Goch aufgebrochen, um ſich nach Oſtafrika zu begeben und dort an der Seite ſeiner Landsleute für die deutſchen Kolonien zu kämpfen. Das Schiff wurde von den Engländern aufgegriffen. Die Paſſagiere follten in ein Internlerungslager gebracht werden. Ein Sturm überraſchte das Schiff; es ſcheiterte. Coco rettete ſich auf eine einſame Inſel und lebte hier unter den friedlichen Eingeborenen, fern von allem Verkehr, ſtändig erfüllt von der Sehnſucht, zur ziviliſierten Menſchheit zurückzugelargen. Tag für Tag ſpähte er nach einem Schiffe aus, das ihn aufnehmen könnte, bis endlich im 10. Jahre dieſer Verbannung fein Sehnen erfüllt wurde. Ein Schiff kam an der Inſel vorbei. Es gelang ihm, Zeichen zu geben, und fie heiten ihn an Bord. Dr. Vanderbilt, ein os lehrter aus Amerika, der ſich auf der Rückreiſe nach Südamerika befand und vor kurzem feinen Diener verloren hatte, nahm ihn an deſſen Stelle in Tienſt. Ihn begleitet er nun auf der weiten Reiſe, die den Gelehrten zunächſt nach Peril und dann ins Gebiet des Amgzonenſtroms und durch Braſilien führt. In Buenos Aires hat Dr. Vanderbilt die auf der Reiſe durch Afrika angelegten Sammlungen geordnet und dann auf der tranſandiniſchen Eiſenbahn die Reiſe nach Chile augetreten. Unterwegs, mitten in der Steppe, verurſachte ein Maſchinendeſelt einen längeren Aufenthalt. Coco unternahm, um die Zeit hinzubringen, einen kleinen Jagdausflug. Einem Hirſche nachſetzend, den er einſam in der Prärſe graſen ſah, verirrte e ſich, da er bei einem Fall in ein Erdloch feinen Kompaß verlor. 2. Bericht. (Fortſetzung.) Aber als ich die Flinte wieder hob, zog Weilchen geweſen ſein, denn der Atem er davon, und ehe ich ihn feſt aufs Korn nehmen konnte, verſchwand er in einer Baumgruppe, die wie eine Inſel mitten in der Steppe lag. Jetzt ging mir allmählich die Geduld aus. Wollte das Tier mich etwa zum Narren balten? Spornſtreichs lief ich auf die Baumgruppe zu, aber obgleich ich ſie nach allen Richtungen hin durchforſchte, in jedes Geſtrüpp hineinlugte, um jeden Baum herumguckte, ich fand keine Spur von mei— nem Hirſche. Ich trat jenſeits wieder auf die Steppe heraus — richtig, da ſt and er — ganz ſeelen ruhig. as wenn er auf mich wartete, Außer mir vor Arger, rannte ich auf ihn zu, riß die Büchſe an die Wange und ſchoß. Ich hätte beſſer getan, bedächtig zu bleiben und kaltblütig zu zielen — der Schuß ging fehl. Der Hirſch trabte abermals von dannen. Ich war entſchloſſen, ihn nicht entwiſchen zu laſſen; er ſollte mir dieſe Fopperei bezahlen. Und indem ich im Laufen lud, ſtiefelte ich hinter ihm drein. Ich weiß nicht, wie lange er mich hinter ich herzog; aber es muß doch ein ganzes ging mir aus, ich wurde müde, und zu meinem größten Verdruß kam ich ihm, obwohl er lahm ging, doch nicht näher. Endlich verſchwand er in einer zweiten Bauminſel. Ich nahm mir vor, einen letzten Verſuch zu machen, denn nun wurde mir die Geſchichte langweilig, und obwohl der Hirſch ein prachtvolles Geweih trug, das ich gern gehabt hätte, wollte ich, wenn ich auch jetzt nicht zu einem ſichern Schuſſe kam, die Sache aufgeben und zur Bahn zurück— kehren. Nachdem ich auch dieſes Geſtrüpp durch— ſucht hatte und jenſeits auf die Steppe hinaustrat, ſah ich den Hirſch nicht mehr. Er mußte ſchon über eine Geländewelle hinweggelaufen ſein, die ſich in beträcht- licher Entfernung erhob und ihn nun meinen Blicken entzog. Nun machte ich kehrt und ſchritt in der Richtung, aus der ich gekommen war, durch die Baumgruppe zurück. Am Rande der Prärie blieb ich ſteben, denn jetzt ward ich zum erſtenmal gewahr, daß ich müde geworden war. Solange die Aufregung
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Nummer 18 der Jagd mich auf den Beinen gehalten hatte, war ich mir deſſen nicht bewußt geweſen. Ich ſah nach der Uhr. Um zehn Uhr hatte ich mich auf den Weg gemacht, jetzt war es zwei. War es möglich? Volle drei Stunden hatte dieſe närriſche Jagd hinter dem lahmen Hirſche her gedauert? Ich wollte es zuerſt nicht glauben und hielt die Uhr ans Ohr. Jawohl, ſie ging! Nun, wenn auch! Rechnete ich für den Rückweg ſelbſt vier Stunden, ſo war ich immer noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder an der Bahn. Ich konnte mir alſo eine halbe Stunde Ruhe gönnen und legte mich in den Schatten. Aber plötzlich ſchnellte ich, von geheimer Unruhe bewegt, empor. Vier Stunden Weges, mein Gott, das war denn doch keine Kleinigkeit! Und in welcher Richtung mußte ich denn überhaupt gehen? Dieſe Frage ſprang fo jählings auf mich ein, daß ich erſchrak. Ich griff in die Taſche, um nach dem Kompaß zu ſehen. Er war nicht mehr da! Ich mußte ihn bei dem Fell verloren haben! Aber da vor mir war ja die Baum— gruppe, durch die ich vor kurzem noch gegangen war. Erleichtert aufatmend, ging ich darauf zu. Doch was war das? Rechts und links davon lagen genau eben— ſolche Baumgruppen. Ich hatte ſie nur, während ich dem Hirſche nachlief, nicht bemerkt. Welche mochte nun die richtige fein? Ich ging auf die mittlere zu; aber bier war ich ganz beſtimmt nicht bindurch— gekommen, ſonſt hätte ich die Sparen noch ſehen müſſen. Jetzt bekam ich wirklich Angſt. Hatte ich mich etwa verirrt? Aber wie ſollte ich mich in den wenigen Stunden, die ich unterwegs war, denn verirrt haben? Nein, nein! Nur die Ruhe nicht verlieren! Die Sonne ſtand ja noch am Himmel, und ſolange ich ſie dort oben ſah, konnte ich die Rich— tung nicht verfehlen. And ich lief und lief und lief, ohne Raſt, ohne auch nur einen Augenblick innezuhalten. Nur hin und wieder netzte ich meinen brennenden Gaumen mit einem Schluck Wein, löſchte Der kleine Coco Seite 297 — p— — den Durſt an einer Frucht, die ich unter- wegs in einer der immer wieder auftau— chenden Baumgruppen brach. Von Zeit zu Zeit lauſchte ich angeſtrengt in die Luft hinaus. Aber kein Geräuſch unterbrach die erdrückend wirkende Stille. Und immer noch hatte ich die gleiche, unabänderliche Landſchaft um mich her — die endloſe Steppe, die vereinzelten Gehölze, die ſanften Erhebungen. Dieſe Gleichförmigkeit, der jegliches Anterſcheidungsmerkmal fehlte, flößte mir Grauen ein. Ich ſah die Sonne mehr und mehr ſinken und erſchrak zu Tode bei dem Gedanken, daß die Nacht hereinbrechen könne, ohne daß ich mein Ziel erreicht hätte. Und dahinter hob ſich bereits die Befürchtung, ich würde es auch am fol— genden Tage nicht finden. Ich fing an zu laufen, und ich lief, bis ich über und über in Schweiß gebadet war und mir die Zunge am Gaumen klebte. Die Erſchöpfung, die mich mehr und mehr überkam, rang ich nieder, bis ich endlich doch nicht mehr weiter konnte und keuchend, atemlos, kraftlos niederſank. Mit Grauſen erinnerte ich mich an allerlei Geſchichten die ich früher von Verirrten gehört hatte, von armen Menſchen, die tage-, ja wochen— lang in der Prärie herumgelaufen waren, bis fie dem Tode des Verſchmachtens in die Arme fielen. Von dieſen Vorſtellungen auf— gepeitſcht, jagte ich wieder weiter. Dann kam die Nacht, die ſchreckliche einſame Steppen— nacht. Da war mir bisweilen, als ſähe ich Häuſer mit erleuchteten Fenſtern, aber was ich für Lichter bielt, waren nur Feuer— käfer, die mir in ganzen Klumpen aus der Dunkelheit von Baumgruppen entgegen— glänzten. Ich habe nie etwas Ahnliches erlebt wie dieſe ſchreckliche Nacht. Über mir hatte ich den tiefſchwarzen Himmel mit ſeinen Myriaden von Sternen und um mich einen Ozean von magiſchem Licht, das Myriaden von Glühwürmchen entſtrahlte. Ich wähnte mich in eine verzauberte Welt verſetzt. Jeder Halm, jeder Baum, jede Blume war mit dieſen ſchimmernden Tierchen bedeckt, und in der Luft ſchwebten ſie wie ganze Wolken. Fortſetzung folgt.
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Seite 298 r )) liebes Kind, Konnt' man denſelben Namen leſen Wenn du nach Haus fommft, ganz geſchwind. Ach, Mutter, fein iſt das geweſen! Daß du 'nen Würfel heute geſehn And ſchließlich fing der Würfelmann Auf Füßen durch die Straßen gehn. Wahrhaftig auch zu reden an 'nen Töffel ſchwang er in der Hand, And ſprach: „Geh ſchnell zu deiner Mutter Und ringsum auf dem Würfel ſtand: And ſag' daß ſie die teure Butter „Rahma“ und „Rahma butiergleich”; Nicht kauft, wo rühmlichſt ich im Land Selbſt auf der Mütze, weiß und weich, Als „Rahmo butteraleich“ bekannt IHHHHHHHHEHHEHH HHH nun ETIHAHHH AAN HH HHH Ser fleine Coco Nummer! 0 1 2 FF d IIHHHHEHHHHANHHHHHHHH HHH *
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Nummer 18 Der kleine Coco 1 2 0 Seite Vater Monds guter Rat. don Maria Behrens. „Lieber Papa Mond!“ ſchrien die Englein und ſtürzten auf den guten alten Mond zu, der bedächtig am dunkelblauen Nachthimmel entlang wanderte. „Lieber Papa Mond! Du mußt uns helfen, wir können allein nichts dabei tun! So kann es aber nicht weitergehen! Was machen wir bloß?“ ſchwirrte es bunt durcheinander, und der gute Mond konnte natürlich nicht begreifen, um was es ſich igentlich handelte. „Erzählt mal vernünftig, was ihr von mir wollt!“ ſagte er, „und ſchwatzt nicht alle ſo wirr durcheinander. Glanzflügelchen, ſprich du! Was wollt ihr alle ſo eifrig von mir?“ Und Glanzflügel— chen antwortete: „Helfen ſollſt du uns, lieber Papa Mond, uns und der armen Erde da unten, gegen die böſe, dicke Wolke. Gucke nun die ſchon ſeit Tagen da und begießt immer mal, hängt wieder dieſelbe Stelle. Die Blumen ſind ſchon beinahe ertrunken, die Vögel find jämmerlich zerzauſt und zerrupft, und es iſt jo mühſam für ſie, zu fliegen, wenn's immer regnet und alle ihre Federchen klatſchnaß und ſchwer find! Die Haſenkinder und die Mauskleinchen nieſen immer und huſten jämmerlich, well ſie immer nur in der Näſſe ſitzen müſſen. Die Kinder aber können gar nicht ein bißchen draußen ſpielen, weil alles vor Näſſe trieft. — Ja, und Frau Sonne hat zu viel zu tun, um alles kann ſie ſich wirklich nicht kümmern, ſie iſt jetzt gerade dabei, den Schnee oben beim Nordpol herum ein bißchen wegzutauen und die Eis— bären ein wenig anzuwärmen. Ser Wind aber, den wir baten, die Wolke wegzu— jagen — der tagte, er wäre viel zu faul und müde, und gähnte bloß!“ „Das war recht häßlich vom Wind“, rief Gold— härchen dazwiſchen; „denn für, gewöhn— lich tobt er ſo herum, daß einem vom bloßen Zuſehen ſchwindlig wird. Er ſchmeißt alles umher nach allen Richtungen und ſpielt mit den Wolken Fangeball. Und nun, wo er bloß ein bißchen zu puſten brauchte, um dieſe eine gräßliche Wolke wegzukriegen — nun paßt es ihm nicht!“ „Laßt doch den ungefälligen Wind in Ruhe,“ lachte der Mond, „und helft euch ſelber. Holt euch mal ordentlich ein paar Dutzend Ka- meraden heran, packt die Wolke rund berum feſt an und ſchleppt ſie weg, wohin ihr wollt!“ „Hurra! Hur- ra!“ ſchrien da alle die Engel— chen, und — ſurr- di-burr! — ganz ohne dem guten Mond für feinen feinen Rat auch nur „Dante!“ zu ſagen, ſtürzten ſie alle von dannen, daß es nur ſo ſchwirrte. Es dauerte nur ein Augenblickchen, da hatten ſie eine ganz große Geſellſchaft Mitengel beiſammen, und geſchwind flogen ſie alle auf die dicke, freche graue Wolke zu, die noch immer fortregnete. Her, wie die ſich böſe und erſtaunt umguckte, als Ne plöglich ringsherum von kräftigen Engleins fäuſtchen angepackt und mir nichts dir nichts fortgeſchleift wurde! Sie ſchalt aus Leibeskräften und machte ſich ſo ſchwer tie konnte, ſo daß die Englein ſehr keuchen mußten. Aber lie ließen nicht los. Die Wolke mußte mit, vie mochte wollen oder nicht, über die halbe Himmelsfläche beinahe. Dann gaben ſie ihr noch einen ganz gehörigen Schubs und warfen ſie weg, irgendwobin!
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Seite 300 | Der kleine Coco Nummer 18 Die Neger hinten in Afrika haben ſich war ihnen aber ganz recht, denn die Pflan— cecht gewundert, daß plötzlich eine dicke zen konnten die Näſſe gut gebrauchen. graue Wolke über ihnen hing und eine Die Blumen, Vögel und Kinder aber, Menge Regen über ſie ausſchüttete zu die ſo lange hatten in der Näſſe ſitzen einer Zeit, wo es ſonſt ſtets trocken war. Es müſſen, waren den Englein ſehr dankbar! N N ee ee ere 70 606 66 66 656 a 66 650 66 686 686 686 60 600 66 650 660 60 68 66 6% 6 0 68 NENNT TEE NENNEN UNTIL N TETE TEN NENNT t ee eee ETE TEEN ENTE NEE = Die Apfel frau N n Mops Eine Gans 0 N) 75 ri dine Henne Line Katze
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Nummer 18 Der kleine Coco Seite 501 Zum Malwettſtreit. Namen⸗Verzeichnis der Preisträger (6.— 150. preis). 6.—10. Preis: Je ein Knabenanzug oder Mädcheukleid nach Maß. 6. Scherer, Gertrud, Karlsruhe t. Bad., Karl-Wilhelm⸗ Straße 21.— 7. Geilen, Heinrich, (fehlt Ort), Ringſtr. 484. — 8. Jaane, Erich, Frankfurt a. M., Brahmsſtr. 12. — 9. Hummel, Käthe, Dresden-N., Schubertusſtr. 47. — 10. Geue, Ernſt, Davidsluſt, Poſt Bittkau, Kr. Stendal. 11.40. Preis: Je eine Taſchen⸗ oder Armbanduhr. Marth, Kurt, Berlin; Kleinteich, Kurt, Untergörlitz (Thür.); Bergk, Erika, Eſſen; Velte, Heinz, Nieder-Ramſtadt b. Darmſtadt; Klein, Harald, Kottbus; Brückner, Georg, Charlottenburg; Borchert, Bernhardt, Bln. -Schmargendorf: Zenkert, Edmund, München; Eſſer, Ernſt, Iſerlohn; Kremer, Gertrud, Bensberg b. Köln; Becker, Hilde, Donrath b. Sieg— burg; Wettlaufer, Otto, Eberswalde b. Berlin; Elger, Wolf— gang, Zittau; Traue, Erich, Witten a. d. Ruhr; Köhler, Hugo, Erfurt; Schira, Maria, Kaiſerslautern (Pfalz); Hoch, Maria, Düffeldorf; Münz, Hilde, Meiſatal b. Meißen; Wa⸗ genknecht, Helmut, Dresden-Neuſtadt: Becker, Willfried, Lohmar (Siegkreis): Wagner, Günther, Elberfeld; Gr ritzen, Amandus, Rheinberg b. Moers; Hentſchel, Paul, Meißen (Sadhf); Grimm, Lore, Erfurt; Goll, Georg, Dortmund; Killiches, Wilhelm, Dresden-Naußlitz 28; Rich⸗ ter, Irmgard, Erzberg i. Oberfr. Sonntag, Käte, Leipzig⸗ Schönefeld; Kauff, Helene, Mainz; Müllenmeiſter, Finchen, Linnich. 41.—80. Preis: Je ein Steinbau⸗ oder Handarbeitskaſten oder eine Mandoline. Betranet, Charlotte, Leipzig-Plagwitz; Siol, Martin, Berlin-Lankwitz; Ewald, Karlheinz, Hagen i. W.; Pape, Bruno, Klein-Bodungen (Harz): Renner, Egon, Dragien- burg b. Berlin; Schneider, Inge, Brandenburg a. d. Havel; Stauch, Fritz, Binsförth b. Kaſſel: Kinter, Gertrud, Magde— burg; Böttcher, Irene, Leipzig Gohlis; Enköters, Hanſi, Düſſeldorf-Werſten; Viſchoff, Hans Joachim, Berlin NW. 52; Rebſchuh, Lina, Iſerlohn; Mat, Eugen, Borlin-Lichter— felde-Weſt; Poel, Chriſtel, Goch: Grünert, Heinz, Meißen: Colle, Kurt, Wiesdorf a. Rh.: Otten, Gerhard, Thale a. Harz; Hubel, Emilie, Frankfurt a. M.; Dräger, Elli, Mar- burg (Lahn); Engler, Walter, Erfurt; Zang, Antonie, Mainz; Regetzki, Heini, Leipzig-Camewitz; Ledermann, Ida, Heidelberg: Weigel, Herbert, Schönfeld b. Zwickau (Sachſ.): Berthold, Arno, Salzmünde b. Hacle: Fändrich, Robert, Döbeln t. Sachſ.: Keßler, Alfred, Suhl t. Thür.: Elſel, Feodor, Glatz (Schleſ.): Eule, Alfred, Bertin N 113; Wenzel, Helmut, Weißenfels a. d. S.; Kohaut, Friedrich, Höchſt a. M.;: Vahr, Gerda, Rauſchwalde b. Görlitz; Bräu⸗ ninger, Richard, Kaſendorf (Oberfr.): Bender-Menke, Manfred. Frankfurt a. M.⸗Süd: Flohr, Karl, Frankfurt SAULGAU Das Namen: Verzeichnis ſämtlicher 3000 Preisträger im „Malwettfire.t“ iſt von uns gegen Einſendung von 10 Pfennig zu erhalten a. M.; Ludolph, Walter, Kaſſel; Jörg, Willi, Mainz; Wag⸗ ner, Walter, Planitz -N. (Sachſ.): Sauder, Fritz, Meißen i. Sachſ.: Intlekofer, Rene, Chemnitz. 81.150. Preis: Je eine hübſche eingerahntte Radierung. Himmelſtoß, Klaus, vof et. Bayern; Bartel, Emmy, Frank⸗ furt a. M.; Kümmet, Fritz, Magdeburg: Kirſch, Marga, Marburg a. Lahn, Börſchel, Erich, Mainz: Klann, Kurt, Zielenzig (Neumark); Henne, Marianne, Halle a. d. S.: Kopler, Hubert, Annen i. W.; Werther, Erich, Leipzig— Wahren; Schiffer, Hildegard, Düſſeldorf: Zanger, Waldes mar, Birkelsdorf b. Düren; Herbrandt, Rudi, Kempen a. Rh.; Hommola, Herbert, Radeberg i. Sachſ.: Köhler, Urſula, Swinemünde; Hoffmann, Amanda, Blankeueſe b. Hamburg; Jäger, Hans, Berlin Niederſchönhauſen; Ploner, Walter, Moritzburg-Eiſenberg b. Dresden; Vordfeld, Hel— mut, Schalksmühle i. Weſtf.; Weber, Juſtina, Oberzier b. Düren, Häcker, Heinz, Elberfeld; Wätjer, Karl, Senftenberg N.-L., Weißer, Klara, Charlottenburg; Trommler, Harry, Reichenbach (Vogtld.); Schulz, Fritz, Berlin-Wilmersdorf: Schulz, Ilſe, Magdeburg-N., Droſt, Hildegard, Verlin SW 29; Bendig, Reinhold, Kiel⸗Gaarden; Guggenberger, Larly, Dortmund; Gulde, Roſa, Hachelloch b. Tübingen (Württembg.); Fuchs, Auni, Frankfurt a. M.; Heil, Georg, Sprendlingen b. Frankfurt a. M.; Brieſemeiſter, Gerhard, Stettin; Hilbert, Arno, Leipzig: Mök, Hans, Berlins Lankwitz; Hannauſch, Ernſt, Berlin WS 29; Förſter, Gott⸗ hard, Schweidnitz (Schleſ.;) Vetter, Lieſelotte, Frankfurt a. M.⸗Rödelheim; Vetter, Margrit, Frankfurt a. M.-Rödel⸗ heim; Hartung, Irmgard, Bochum; Paffenholz, Peter, Opiaden; Langenberg, Roland, Goch: Schröder, Arnold, Güſen b. Magdeburg; Lange, Ruth, Erfurt; Schürmann, Katharina, Clarholz i. W.; Gernhard, Hermann, Rudol— ſtadt i. Thür.; Stein, Judith, Lütgendortmund; Höltgen, Luiſe, Gelſentirchen-Heßler; Schwarz, Ernſt, Jena: Hummel, Elfriede, Leipzig-Paunsdorf; Flemm, Bruno, Gräfrath b. Solingen; Klaus, Rudolf, Geringswalde i. Sachſ.; Jaſtrom, Walter, Stargard t. Pomm.; Kluge, Wera, Berlin-Nieder— ſchönhauſen; Stubenhöfer, Charlotte, Ebersbach t. Sachs.; Mattern, Gertrud, Mannheim; Nitzſche, Hermann, Berlin— Mariendorf; Hübſchmann, Anita, Biebrich a. Rh.; Krafft, Heinz, Mannheim B. 7. 15.; Taeppe, Günther, Berlins Neukölln; Pfeffer, Crich, Frankfurt a. M.-Oberrad; Fiſcher, Willi, Düſſeldorf; Buley, Elfe, Kochsdorf b. Sprengberg N.-L.; Haffenftein, Harry, Erfurt; Noack, Hugo, Düffeldorf; Leſch, Hans, Lünen i. Weſtf.: Domm rich, Fritz, Nordhauſen (Harz): Lodz, Walter, Wolfhagen b. Kaſſel; Jahn, Erika, Meißen a. d. Elbe; Krane, Gerhard. Stettin: Nagel, Guſtav, Lünen i. Weſtf. SNEUNNNUEURREUREAUUMUUNE
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x 2 — [a7 6 — > r PA 2 = n — a * Um Praluſche Winke. Alte, ausgediente Lederhandſchuhe noch nutz⸗ bringend zu verwerten. Abgetragene Handſchuhe aus Leder aller Art können noch auf verſchiedene Weiſe Verwendung finden. Man ſollte ſie aus dieſem Grunde nicht achtlos wegwerfen, ſondern aufheben. So leiſten ſie z. B. dort gute Dienſte, wo der Hausfrau oder Tochter ſelbſt die Rei— nigung der Wohnung ob— liegt und ſie aus irgend— welchen Gründen auf Schonung ihrer Hände bedacht ſein müſſen. Beim Staubwiſchen über die Hände geſtreift, bleiben dieſe von der Be— rührung mit dem ſtaub— beſetzten Lappen ver— ſchont, der bekanntlich der größte Feind der Haut iſt. Note Hände oder ſolche mit Froſtbeulen heilen infolgedeſſen bedeutend ſchneller und erhalten ſehr ſchnell ihre urſprüng— liche Weiße und Glätte wieder, beſonders dann, wenn man des Nachts ein Paar ausgediente Handſchuhe anzieht, nach— dem man die Hände zuvor mit irgendeiner Salbe, Lanolin oder Vaſeline, eingerieben hat. Die abgeſchnittenen Fingerlinge ergeben Schutz hüllen für „kranke“ oder verletzte Finger, während das Innere der Handfläche rund oder viereckig ausgeſchnitten, faſerfreie Putzfleckchen für Brillen und Klemmer ergibt, ſich aber auch vorzüglich zum Glänzendpolieren von Nickel- und Silberſachen eignet. Auch laſſen ſich davon praktiſche Nadelbücher herſtellen, die, aus mehreren Lederfleckchen beſtehend, buchartig mit irgendeinem Band eingefaßt werden. Schließlich ſind ſie zu Tintenwiſchern zu verwenden. Hier it für geſchickte Kinderhände Gelegenheit ge- boten, ſich zu betätigen. Für Mlutfer a Nu Mime r ] Ey Bad: und Kochrezepte. Kartoffelſuppe mit Nudeln und Fleiſch⸗ klößchen. Zutaten: 5 Pfd. Kartoffeln, eine Portion Suppengrün, 1, Pfd. Bandnudeln, 80 Gr. „Nahma buttergleich“, Salz und Pfeffer nach Geſchmack. Für die Klöße: 1, Pfund Ge- hacktes, ein Ei, zwei ge- weichte Semmel, Salz, Pfeffer. Zubereitung: Die geſchälten und gewa— ſchenen Kartoffeln gibt man mit 5 Liter Waſſer, Salz und Kraut aufs Feuer und kocht ſie weich, rührt ſie dann durch ein Sieb, fügt die „Rahma buttergleich“ binzu und ſtellt fie bei- ſeite. In 1 Liter Waſſer mit Salz kocht man num die Nudeln und die Klöße gar, gibt alles zuſammen und ſchmeckt mit Salz und ein wenig Pfeffer ab. Dieſe Suppe iſt ein voll- ſtändiges Mittageſſen. Streifkuchen. 15 Pfd. „Rahma buttergleich“, 7 Eier, ½ Pfd. Zucker, ein Päckchen Backpulver, eine Priſe Salz, ein Päckchen Vanillezucker, 1 Pfd. Mehl, D Gr. Kakao. „Nahma butter— gleich“ wird verrührt, dann werden Eigelb, Zucker und das mit Backpulver, Salz und Vanille— zucker verrührte Mehl hinzugefügt, und zuletzt gibt man das zu Schnee geſchlagene Eiweiß hinein. Die Hälfte des Teiges wird weiß gelaſſen, und die andere Hälfte wird mit Kakao vermiſcht. In eine gebutterte Form werden beide Teige ſchichtweiſe gefüllt und eine Stunde gebacken.
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Nummer 28 Der teens ee Seite 305 Lucie und Thea Wolff. Euer liebes Briefchen haben wir mit viel Freude geleſen. Möchte euch beiden lieben Mädelchen das Glück bei einer unſerer ſchönen Preisaufgaben hold fein. Das wünſchen wir von ganzem Herzen. Den ſchönen deutſchen Rhein werdet ihr gewiß auch einmal kennenlernen und uns dann beſuchen. Gilt's? Geſchwiſter Heidenreich. Wenn wir ſo liebe Vriefchen wie das eure leſen, wünſchen 2222222222222 7299222222222 2222222222222 22782772,“ 8537885855 9.˙9 0 9,8 5 rr fein, auf den Schneeſchuhen und Rodelſchlitten zu Tal zu ſauſen. Heil! Klaus Bardawiek, Schöliſch, Kreis Hannover. Ich bekam zuerſt einen kleinen Schrecken, als ich die drei ſchwarzen Männer ſah. Um ſo mehr freute mich dein Briefchen mit dem „Tiefſee— taucher“, den wir gelegentlich wohl mal bringen werden. Schönen Dank und viele Grüße! Vierblätteriges Kleeblatt aus Stral- wir von ganzem Her- 22 Fivs⸗Auszählvers. * fund. In eurem Leſe— zen, daß euch das 27 J. 2. 3, 4, 5, 6, 7 2: und Handarbeits- Hlück hold ſein möge; # . 2 % „ 5 2: Kränzchen möchten aber ihr wißt ja, daß 3: Kinder, ſeht, hier ſteht geſchrieben, 2: wir auch mal gerne es ſich nicht zwingen 27 Was euch ſicher herzlich frommt, 22 weilen. Da muß es läßt. Aber ibr müßt 22 Daß der neuſte Fips bald kommt. 2: ſehr nett zugehen. nicht verzagen, wenn 32 gr 5 8 5 2: Wie es ſich mit dem es auch 7 an 22 dn Tage noch, amd, 22 elne Coco“ und euch vorübergeht, 22 Und dann iſt er wirklich da! 22 dem Zim verhält, das dann kommt es ein z: Kreuzfidel und puppenluſtig, * erfahrt ihr unterdeſ— andermal. Wir brin- 22 Goldner Schnacken, Schnurren voll, 22 ſen. Beteiligt euch 2 5 22 gen ja fortgeſetzt 22 ſchöne Preisausſchrei- 22 3 Aus dem Fell möcht er ſchier fahren, 22 22 nur weiter fleißig an D den ſchönen Nätjeln den. Was euer lieber 2: Schien ihm das nicht gar zu toll! 2 und Preisausſchrei- Vater gefagt, ſtimt. 2 Käme auch vielleicht nicht wieder :: ben im „Coco“. Grüußt ihn! :: In die alte luſtige Haut, 2: Tauſend Grüße dem „Des Ir Famen, : And das wäre wirklich ſchade, ag Freund, wer wird 2: Weil er euch in ihr vertraut. 23 blatt! denn fo ungalant 3 Alſo: nur noch ein paar Tage, : Heinz Dewes, ein und bei fo lieben 2 Dann, ihr Kinder, rennt und lauft, 2: Erfurt. Dein Ge- leinen Mädels von 22 : Holt umſonſt den neuſten „Fips“ euch f: dicht „Mein Oeutſch— einer „großen Klappe“ ® 0 8 land“ iſt wirklich eben Wir freuen 3: Da, wo ihr die „Nhama“ kauft, 2: ſehr hübſch; wir uns aber doch, daß es 2 Und dann freut euch dran zu Haus; 2: werden es unſerer zwiſchen dir und 21 1, 2, 3, 4 — du biſt aus! 2: Sammlung beifügen. deinem Freund nicht eee eee eee eee ar een Wenn DU nach dei- zu Sieben kam, und „ „477% nen Verſen lebſt, ioch mehr, daß es der „Kleine Coco“ war, wirſt du einmal ein echter deutſcher Mann. der die Verſöhnung wieder hergeſtellt hat. Hof- ſentlich entzweit ihr euch nie mehr. Grüßt die Mädelchen und ſeid auch ihr gegrüßt! Otto Schmidt, Lichte (Thüringen). Nein, was du für ein ehrlicher Junge biſt, daß du bekennſt, ein Freund habe dir beim Walbogen geholfen. Bleibe nur immer ſo aufrichtig. Hoffentlich haſt du Glück. Ja, am Rhein iſt's ſchön; aber bei zuch in Thüringen doch auch. Das muß ia herrlich Hans Holdermund wird ſich freuen, wenn er hört, wie ſehr dir ſein Gedicht gefallen hat, und daß du es für deine Eltern ausſägen willſt. Tante Grete. Wir danken Ihnen für die Mühe, die Sie ſich gaben. Der arme Wurzel tat uns in der Seele leid. Schade, daß das Gedicht ſo lang iſt. Auf den zweiten Streich wären wir geſpannt. Rex. Ihr Wuni wird erfüllt werden.
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en Der kleine Coco Nummer 18 Kurzıveit . Der Fuchs chwanz. (Geſellſchaͤftsſpiel.) Der ſpaßige Onkel war wieder in unſerem Kreiſe, wir wußten ſchon, da gab es zu lachen. Der Onkel legte einen Groſchen auf den Tiſch und ſagte: „Ich will euch mal einen ganz kleinen Vers vorſprechen, wer Bilderrätiel ihn dreimal ſchnell hintereinander nach— ſprechen kann, der bekommt den Gro— ſchen. Nun paßt auf: „Es ſind nicht ſo— viel Tag' im Jahr, Als wie der Fuchs um'n Schwanz hat Haar“, Alſo nun jeder ſchnell dreimal hin— tereinander.“ . Wir verſuchten es alle, aber ihr glaubt nicht, wie ſchwer es iſt, dieſen kleinen Vers dreimal ſchnell hintereinander zu ſprechen, ohne einen Fehler zu machen. Verſucht es nur, wenn ihr gemütlich im Kreiſe beiſammen ſeid, ihr 1 aus dem Lachen nicht heraus. H. H. Das Schleißenſcheit. Wir ſaßen im Kreiſe um den eden Onkel, er legte eine Mark auf den Tiſch und hielt uns ein Streichhölzchen vor Augen, indem er ſagte: „Die Mark bekommt der— jenige, welcher mir ſchnell und genau meine kleine Geſchichte nacherzählen kann. Und Ver etwas mitzuteilen hat, \ CCC Add Eduard Schumann, Engers; Marthe Stipp, chreibe an die Adreſſe: ſch der Onkel een ‚Dies te ein oh ein wohlgeſchliſſenes Schleißenſcheit; das gab mir des Schleißenſcheitſchleißers Frau, und fie ſagte, daß ihr Mann den ganzen Mor- gen einen großen Haufen Schleißenſcheite geſchliſſen hätte.“ Wir verſuchten es alle nachzuſprechen, aber keiner bekam die Mark, denn alle verſprachen ſich. Was aber dabei herauskam, war ein pruſtendes Geläch— ter. H. H. Richtige Löſungen ſandten ein: Maria Mainz; Fritz Wer- Kurt Schimmel, Trautſch; Hans Gerlach, Breslau; Hans Bütav, Berlin; Luzia Linke, Bres- lau; Kurt Pfing⸗- ö ſten, Harburg; Altenhundem, Willi Lüke, Detmold; Fritz Eymann, Eſſen-Weſt; Hedwig Hartrumpf, Breslau; Günther Katzmareck, Oberau; Anny Szeſuy, Bochum. Dieſe Löſungen haben auf ein Preis- ausſchreiben keinen Bezug. Auflöſung des Suchbildes in Ar. 17. Man Seite. Die offenen Stellen im Schatten der Straße vor dem Hundewagen bilden die Figur keiner Milchfrau. „Der kleine Coco“, Goch (Ahld) Lehmann, der, Luckenwalde; ſtelle das Bild auf die rechte —