Kleine Coco J8 N16
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Erfheint —— Erſchent ‚alle 14 Tage. won alle 14 Tage. D Dftertage, goldene Zeit, Sm grünen Klee und blum’gen Gras Doll Glanz und Kinderwonne, Iſt dort beim Eierlegen ; Es ftrahlt auf all die Geligfeit Der liebe, gute Ofterhaf’; | Herab die Mutter Sonne. = welh ein bunter Segen! |
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Seite 258 Der fleine Coco Nummer }5 Das Dfterenglein, Bon Magdalene Rorn-Diele, Oben im Himmel war großes Ofterreine- machen, &s follte wie alle Jahre auch dies Mal alles bligeblant fein. Darum plagten fih nun all die Englein fo arg. Gie hatten alle große Schürzen vorgebunden un weiße Tüchlein um : die Loden und bantierten mit Schrubber und Be- fen und Fleder— wife, daß es nur jo eine Urt hatte, Auf der frühlings- bunten Himmels- wieje lagen all die Federbettleinszum Sonnen, und all die Engelshemd- hen flatterten im weichen Himmels- wind auf goldener Zeine und glänzten wie Gilberfchnee, Ein ganzes Trüpp- lein zog gerade mit Puklappen und Schnuppfcheren und - Öltännlein aus, die Sterne zu pußen und in Ordnung zu bringen, denn fie follten in der Ofternacht ihr hellſtes Leuchten auf die Erde herabfchiden. Alle hatten fie zu tun, nur ein ganz kleines Engelchen jaß mit verbundenen Händchen traurig und untätig neben Petrus, der eifrig an dem Himmels- -fchlüffel herumtieb, bis der es nicht mehr mit anſehen tonnte und den Herrgott, als er juft vorüberging, um Rat bat: “Sieber Nur ein ganz kleines Engelchen far mit verbundenen Händchen traurig und untätig neben Perrus. Gott,“ jagte Petrus, „es iſt halt fo bedrückt, weil 25 fo gar untätig daligen muß." Da lächelte der liebe Gott. „Sollſt mein Oiter- englein jein und unten mal nachſchauen, ob da auch wirklich alles werk, daß Oftern werden will, das iſt AUuf- erſtehung. Sonſt künd' es ihnen, lieb Englem, daß ſie jich bereit machen,“ So flog das Eng- lein auf die Erde herab, Nein, nun war es nicht mehr unnüß — es gab noch viel zu machen, das ſah es gleich. Aber das meiſte war voll- bradt, das ſah sau — und harrte ſehnſüchtig des heraufdäm— mernden Oſter— morgens. Das Eng- lein hörte die Rin- der in der Schule den Ofterchoral üben und ſah an- dere gelbe Kränze winden. Und jah ein Geſangbuch mit einer weißen Narziffe darauf neben einer Sonn- tagshaube im Großmutterftübchen auf der Kommode liegen, Hörte das Klingen einer Orgel und fab den Landpaftor mit feligen Augen am Fliederbufh und hörte ihn murmeln: „Auferftehung“, Aber auch die Birken am Weg flüfterten „Oftern“ und kämmten jich forgfältiger ihre langen grün— REICH
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Nummer 16 Der fleine Coco Seite 259 goldenen Haare, Die Annemonenmädchen es fpät, das Englein mußte ji eilen, Raſch hatten ihre Nödlein gefaßt und übten zum balfes noch ein paar Schlüffelblumen, die leßtenmal ihren Reigen, Der Igel ſaß vor ſich fo abmühten, durch das Dicht zufam- feiner Tür und RR ae 7 RENGETIRIR PIE befierte feine . Milk \ ZIG jahrslaub zu dein- Sonntagshofe, gen, ein wenig und die Starmätze nad und flüfterte pußten ihre dem knurrigen al- ſchwarz glängen- ten. Kantor, der den Bräde, daß gerade. eine wüten- auch fein Stäub- de Dier auf eine ben mehr zu Ofterzenfur malen finden war, wollte, das Wört- Am längjten lein „Oſtern“ ins verweilte fih das Ohr, daß er auf- Englein bei Oiter- ſchrak und dann haſens. Daß auch lächelte und dann da alles in der eine wunderſchöne Reihe war, ſah es ſchlanke Eins dahin- gleich an Stups, ſetzte. Als abends dem düngſten, der der liebe Gott bei mit einem rot der Abendandacht und blau getupften des Oſterengleins Schwänzden im Re ; frohmüdes Geficht- Wintertoggen ver- 1 0. SUPEEN Yang, ein ab, lächelte er. ihwand, Frau lerkese _—— a EN. Oil.05 Man berdin Ofterhäfinichmagte rau Ollerhäin IOncbr gem an bishen und auch richtig Oftern, gern ein bißchen du?“ Da nidte und hörte gern was Neues. Auch vom das Kleine fröhlich und ſeufzte: Nun hab? ich Himmel, denn Oftern fühlte fie fich ein biß- doch auch mein Zeil dazu getan — nun kann chen wie mit dazu gehörig. Aber dann war es richtig Oftern werden,“ a jur == I —IIVIAICLLCL.MIIIIIIILLIIBIIL Liebe Kinder! O, vor Staunen und Verwundern Treten an mit wunderbaren Macht ihr Augen wie die Zlundern, Oftereiern, bunt und fein, Wenn ihr Fips, den vierten, feht, Einfach, herlih foll es fein! Hi = = Rein, was darin alles flieht! Alſo, Mädchen, alfo, Knaben, DOfterhäschen, ganze Öcharen, Tips, den vierten, müßt ihr haben! —ILVVVVVVVVVV REEL EUGEN I rxxwppeezeeettetttteetttt
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cite 2650 Der flein e &oco ur... Ru mimier+l Feiimunge A ma Verse: von Hermann Fr enzs Oftern naht — der Ofterhafe Mummelt mit der kleinen Nafe, .- Wackelt mit dem Wadelohr, ‚Denn viel Arbeit; fteht bevor. Alles muß zum Tag bereit ‚ Sein und darum wird es Zeit! ‚nd er ruft die Häslein alle, "Die in ſolch befondrem Kalle Gern ihm helfen, — kon.men fehon Gleich zu ihm zur Inſtruktion! Wie ein Feldherr — 's ift ein Spaß, Steht hier unfer Ofterhaf? ! Er verteilt die Rollen dann Jedem, was er leiften kann. Ofterhaf’ iſt fo beliebt, Weil’er jedem gerne gibt — Und ermahnt fie eine Weile, Daß ſich jeder möglichſt eile, Daß zu Oftern jedermann Auch Die Eier ſuchen kann. ‚„pPitt und Jupp, ihr geht mit mir Auf den Markt — ich fage dir, Pitt, nimm nur die dickſten Eier, Zahle gerne einen Dreier, Aber was wir bringen, muß . Sein ein wahrer Hochgenuß !“ And fie traben gleich ſchon los Mit den Kiepen, die fo groß! Auf dem Markte Bank an Bant Sitzt, behäbig. oder fchlant, Huhn an Huhn — hier gibs, nicht teuer, Seine, felbitgelegte Eier. Oſterhaſe, aud vom Land, : Geht vorbei nun Stand um Stand And kauft ein, was für ihn taugt, Bas er fo zu Oftern braucht. Nun macht er mit Kaufen halt, Angefüllt die Kiepen bald find und fröhlich mit den andern, Sieht man ihn jest heimwärts wandern, Was er feldft nicht ſchleppen kann, Bringen ihm Die Marktfrau'n dann, Selbit Frau Ente: qua, qua, qual Iſt mit Riefeneiern dat Weil SchoPlade gar fo leder, Eilt zum biedern Zuderbäder Oſterhaſe und beftellt, Was an „Süßem“ ihm gefällt!
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Rummer 16 +J Dorkleine Coco ES — au = A | Budereier — Marzipan, Schokolade — alles kann Er gebrauchen — ad) wie groß, Wird die Rechnung hier Doch bios, Heim er eilt — die Sonne finkt Und zu Haus die Arbeit winkt, Jetzt heraus mit Vinfel und Farben, die fo ſchön und bunt. Schnell holt jeden er heran, Der ein bißchen malen kann. Emſig eilten fie herbei Zu der Eierklexrerei. Langſam fieht man fie hier drehn, Immer ſchön're kann man ſehn. Ach, wie Oſterhaſe lacht! Weil's ihm viel Bergnügen macht. Doch da klingt das Telephon, €i, da meldet man ſich fchon, Dater — Muter rufen an: „Ob er Eier liefern kann!“ Und fo Blingelt’s, was es mag, Bis fpät abends Tag für Tag, Selbft per Radio geht’s los, „Radio“ iſt doch famos! Briefe laufen ein und Karten, ui \ 'Settei261 5 — — ac N; ES, de } N —P ee möcht’ — warten an auf unſern Oſterhaſen Für die Richten — Neffen — Bafen,: Für die Enkel und die Kinder, Ale freuen fih nicht minder! Bun ift Oftern — früh am Morgen‘ ER “ F * — Heißt es emſig eilen, ſorgen, ke m m, ei": ; Nu, Oſterhaſe — herum, Daß im Kopf ihm wird ganz —— Bald im Garten, bald in Stuben, Bald für Mädel, bald für Buben,
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Sei10'262 Muß in allen Winkeln, Eden Er fein, allerlei verfteden, ) ® Pa a = u) y ein NN, —9. Ne Sen U WER NN AN ur, ARENA N N ® N INA —BRGFGt N ur a Nr nn a NN u, a" 6 N LLIK vac Te a2 — 0703 Die der Blitz eilt er, herjeh, Daß ihn ficher niemand feh, And ift alles Das vorbei, Dertleine Coco Rummer16 Hat nicht mehr ein einzig Ei, Geht zufrieden er nach Haus Und ruht von der Arbeit aus. Uff! jagt er, das war mal ſchwer, And trinkt einen Troftlitör! Run geht's Suchen an, mit Wonne Lacht vom Himmel Ofterfonne, Hedwig — Hans und Aniteliefe, Irmgard — fuchen auf der Wiefe, ; Heinrich, Lene, huſch — huſch — huſch Kriechen unter jeden Bufch, Ob der Haje mit Bedacht Ihnen wohl ein Neft gemacht. Findet man ein folches dann, Hebt die Luft und freude an, i Hier! — — hurrah! — wir haben ſchon Für das Bravfein unfern Lohn: Schaut das ſchöne Net im Gras, Oh! der liebe Hfterhaf’ ! ; Jedes freut fi), wie es mag, Ja, ein ſolcher Oftertag Mit der ſchönſten Ofterfonne Iſt jo rechte Frühlingswonne! Dantbar denken alle dann An den Kleinen Eiermann. Der erfte Es war cin Heiner Tu-nicht-gut, Dem Alter nach ſechs Jahr, Sein G’fichterl war wie Milch und Blut And blond fein Lodenhaar. gu dem fagt’s Mutterl: Gott fei Dant, Daß bald die Schul’ beginnt. Da lernft du's Sitzen in der Bant, Dort blaft ein and’rer Wind. Es ging der Kleine Tu-nicht-gut sur Schul’ am erften Mai, Mit neuem Höslein, neuem Hut — Die Mutter war dabei, So, fagt fie, Friterl, daß du's weißt: Sei brav und merk’ ſchön auf — Und daß du's Hofer! nicht zerreißt, Sonſt gibt's was bintendranf. LELFETTEIT PUT ©» Ergedniß des RELILILZETLLERELIEITLELETSETTTETTELTTTTLTETPLZLTTTETETETERRETFTLLLTELTTITTLELTELTTELLLLLLELLITRTITTSLELFITTELTITRETTEELTTETTRELETELTECTERTLTELLTETZLTELERELETTELETTIELTEITLT „Hänfels und Gretels Weibnachtstraum“ wird in der Nummer 17 befanntgegeben, Gleichzeitig z werden die für die ſchönſten Malbogen ausgejehten Breife an Die in Betracht kommenden i Kinder abgejandt, Bitte, liebe Kinder, geduldet Euch bis dahin, Schultag! Es war ein kleiner Tu-nicht-gut, Der ging um elf nah Haus, Und dort, wo man fonft fiten tut, Da fah das Hemd heraus. Nun, fprach Die Mutter, war es fchön? Was habt ihr denn gemadht? h a, fagt der Schelm, das kannt du fehn, Und dreht fich um und lacht. Wir hab’n heut’ Fangermandl g’ipicht, Und ratfch — hat's hinten kracht! Da wird die gute Mutter wild: Warum gibft du nicht acht? Gleich heut’ werd’ ich's dem Lehrer fag’n, Daß er dir’s Höferl ſtaubt! Da, meint der Fritz, darfft mich verklag’n Der hbat’s uns ja erlaubt, Hof. Steck. Malmwertitreitg Wetgererirısırentestaten @o9co-Derlag. VUꝛnaateantocacuccaata catacita cicxvacxa ꝛittazaitiacacxeavaaiav ataara taria uaxxeancaaceaxxitaaxaaaaicaxicaxtxaiaxiuvaitxaraxacaxxaxata deauvacaoreacaaaxcai
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Nummer 16 | Der !leine Coco Seite 263 geute bekommen wir die Zeugniſe! Von Hubert Fleders. Warum ſind die Mädchen fo aufgeregt? Sonft fpielen fie immer bis zum le&ten Augenblid. Beßt-ftehen fie zufammen und fönnen mit dem Reden kein Ende finden, Eins will noch mehr wiſſen als das andere, Ich werde verfegt, ich auch, ich auch, ich au! Nein, du bleibft fißen, du auch, du auch! So fprechen und plappern fie durcheinander, bis es ſchellt. Mollen denn beute die Stunden "gar nit um- geben? Bald muß es a el a „Roſe,“ jagt die Lehrerin, „bu mußt Dich im Rechnen noch fehr anftrengen, damit du im nächjten Bahre ein befieres Beugnis ber kommſt. ber fteigen tuft du.“ Roſe hört nur das Wörtchen: Steigen! Vergeſſen ift alle Angft, und freudig nimmt fie das Zeugnisheft. Im nächſten Sabre wird es ſchon befier werden. Am andern Tage bringen die Rinder die Hefte wieder mit zur Schule, Die Lehrerin erkundigt fich, was der Dater, die Mutter gefagt haben. Ein Mädchen bat Doch zwölf Uhr fein! Da nimmt die Leh— retin, einen Stoß roter Hefte aus dem Pult. DO, wieda die kleinen Herzen ſchlagen! Die Mädchen fönnen gar nicht mehr rubig fißen, Beſonders Noje Baum nicht. Es ift fo ein lie- bes, kleines Mädchen mit blonden Haaren und blauen Augen. Aber fie kann nicht gut rechnen, ob fie fi) auch noch fo ſehr anftrengt. SEASSERBESEEEERBEESEEREHEHE Wie Lehrer n. Erzieher über die Kinderzeitung „Der Heine Coco“ urteilen. . ©o fügt fid) afles zueinan— ander zu einem Nahmen von fel- tener und föftlicher Vollendung. Es iſt erfreulich, zu ſehen, wie hier auter Geſchmack und fünftlerifcher Geſtaltungswille eine Kinder zeit⸗ ſchrift geſchaffen haben, die in ihrer Abgeſchloſſenheit u. erzieheriſchem Reichtum, die jeder Veranlagung etwas bietet auch den verwöhntee flen Anfprüden genügen dürfte, Darum ieſt den „Kleinen Coco” und gebt ihn euern Rindern in die Hände, Ihr fihöpft daraus daus ‚ernden Gewinn.“ eine Tafel Schokolade be- fommen, ein anderes eine neue Tafel. Chriftel darf Sonntag zweimal auf der Gchiffichaufel fahren. Berta hat einen neuen Ball befommen, Paula ein neues Som- merfleid und zwei Haar- ‚Ichleifen, eine tote und eine grüne, Lenchen ipart auf ein Fahrrad, und Dater bat ihr drei Marl in die Sparbüchſe getan. Faſt alle Rinder ha- VEEEREEBD VIIISISIISIFIIIAFTFIITTIIIIFIITTHFHN ü Max Antesb Wenn ſie nun ſitzen — ben etwas geſchenkt be— blieb? Wie müßte ſie kommen, nur die mit ſich da ſchämen. Sie SOSPFITITISIIIISTEITTIT ſchlechten Zeugmſſen käme zu andern Kindern und könnte nicht mehr mit Trude und Anna ſpielen. Jeden Abend hat ſie zum lieben Gott gebetet, er möge doch ſorgen, daß ſie in eine andere Klaſſe käme. Dann wolle ſie noch viel braver werden. Und erſt mal das ſchöne Kleid und der bunte Ball, den Mutter verſprochen hat, wenn fie fteigt, . Und dann befommt fie von dem Bruder Fritz auch keine Prügel. Geftern bat er nod) gejagt: „Ich mag feine Schwefter, die ſitzen bleibt, dann muß ich mic) auch ſchämen.“ An alles denkt Rofe Baum. i Da ruft die Lehrerin ihren Namen. Wie das Mädchen zufammenzudt! haben nichts erhalten. Gretchen Holz weint, ich glaube, Mutter bat ſehr geichimpft. Am zehn Uhr ziehen die Kinder mit der Lehrerin in eine neue Klaſſe. Hier follen fie ein ganzes Jahr bleiben. Die Bänte find viel größer, an der Wand hängen andere Bilder. An den Fenftern ftehen Blumen. Wer in diefem Sahre fleißig ift, darf eine Blume ganz allein pflegen. Während des ganzen Morgens wird um- gezogen, Dis Die. Lehrerin ſagt: „So, jekt find wir fertig. Jetzt gehen wir auf den Hof Ipielen.“ Echön war es, und um zwölf Uhr gab es Ofterferien.
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Gong Der Beine Coco Rum mer 16 KRERERRRERREENET EREREANARRERFRRANAHKRAKANERNF ARE EKARRERENETTN! Dreisaugichreiben: „Das Nahma-L Liebe Kinder! Wenn ihr das köſtliche Bild zu unſerem diesmaligen Preisausfchreiben betrachtet, iſt der deütſche Frühling nicht mehr weit." Leife, leiſe kommt er ſchon näher und näher geſchritten. — Schneeglöckchen haben ihr helles Läuten bereits eingeſtellt, und die ſüßen blauen Märzveilchen blühen und duften ſchon hinter den Heden und Gatten- zäunen, im Maid und auf der Heide. Und wie bald prangt nun die Erde in des Lenzes DBlütenpracht, ummwoben von feinem Duft und Slanze. Ganz fo, wie es unfer Bild euch zeigt! Schaut fie euch an, die zwölf lieben Mädels, denen die helle Luft am : Wandern nur io aus den Augen leuchtet. Wie die Waldvöglein flattern fie hinaus und jubeln ibre junge Früblingsgefelligteit mit Tönen um die Wette in die wunderjchöne Gotteswelt hinein. Möchte man da nicht von ganzem Herzen froh in das Lied mit- einjtimmen, das von ihren voten Zi ippen kommt? Wie fie alle heißen, die zwölf, das fönnen wir euch nicht verraten, doch find wir’ gewiß, daß fie euch fämtlich gefallen. Aber eme ift Darumter, um die gebt cs bei unferem Preisausfchreiben. Um eine, die ihr alle längft Fennt und in euer Herz gefchlofjen habt, um das lebendfrifche, blond- zöpfige, blauäugige Rahma-Mädchen! Die elf anderen Wandervöglein haben es eingeladen, mitzuzieben in den lachenden Frühlingstag, und unfer Rahma-Mädchen bat fich nicht lange bitten lajfen. Es ift unter ihnen, und ihr, liebe Heine Freunde und Freundinnen, jollt es uns, mit der richtigen Zahl benennen. Das werden viele, ſehr viele unter euch genau jo fiher tun, wie der junge Wanderburfche auf unferem Bilde es, froher Überrafchung: voll, feinem Kameraden kündet, wer das Rahma- Mädchen it. Unter feinen Findern und Finderinnen werden die unten benannten, ſehr ſchönen Preiſe zur Verloſung kommen, Heil und Gruß! en een : Für die Übermittlung der Löſung wollt ihr nur eine Poſtkarte be- gm nußen, die -ibr gemäß folgendem Mufter ausfüllt. Als Löfung braucht ihr nur dic a Babl anzugeben, die von den 12 Wanderinnen das „Rahma-Mädchen“ bezeichnet. 5 — Vorderſeite: Rückſeite: An den Xach meiner Anſicht tft | „Kleinen Coco“ das Hahma-Mädchen”, ia Sod Gbid.) nee hen * — — — —— — — Als letzter Tag für die Einſendung der Löſung dieſes Preisausſchreibens iſt der 2 1. 3uni 1925 a feitgejegt. — Für die Nennung der richtigen Zahl des „Rahma- —— ſetzen wir 2000 Preiie A aus. Ausdrücklich bemerten wir, dag, wenn mehr als 2000 richtige Löfungen ein- geben, die Breife duch DBerlofung Zur Verteilung gelangen. ; 1. Breis: 50 Mark in bar. 201.—500. Breis: je eine Sammlung von 2, Preis: 25 Mark in bar, 300 verfchiedenen Briefmarken aus allen —5, Preis: 20 Mark in bar. Weltteilen, —20. Preis: 10 Mark in bar. Be = h 21.50. Breis: 5 Mark in bar. Ve Breis: je ein ſchönes Märchen 51.—200. Breis: je eine Kaſette Et mit Briefbogen und Umfchlägen | 1001.—2000. Breis: je ein eingerahmtes für Rinder. Bild vom lieben Coco, RARITERNARENENEEERENEREERRRRNERRRRRRRRERR ———— en
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Nummer 16 Son tlesinle. Couch Ä Stel 265 SR GEABABSERBTEBSNTTERTSEERSTEAETTERSEREDETEENSERSTETENSERETESSENTESERSERSTSTHEENENTERSERTER Radchen bei den Wandervögeln.“ ERRBSRRERARTTERER Eee aereeT ee eeereetseetetceenehetstzbsgrehcekeschsschresskehebasckebriee ERLITT EREBRTURERERERTRIEERENTAEN ANNE RREM ———
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Seite 266 Der fleine Coco Nummer 16 auf feiner fe ducch und Beaflien Der erfte Bericht, - (Bortfegung)* Ich hatte mir auf einem alleinftehenden und hohen Baume einen bequemen Sitz aus- geſucht, wo ich zwifchen den Zweigen bin- ducch einen guten Ausblid hatte, Die Ein- Ze A N len ze Da eines Tages. zeigten fih in_der (Ferne die j weißen Schornfteine eines Dampfers, gebörenen trugen weiter feine Kleidung als: „einen Zendengürtel aus Laub, und dieje allgemeine Tracht hatte auch ich an- genommen. Go hatte ich denn aus den Überreften meines Anzuges eine Art Fabne angefertigt, die ich immer forglic) verwahrte, Damit der Regen und die heiße Sonne fie mir nicht gerftöcten, Neunmal — darauf konnte id mich befinnen — batte fich die Re- genzeit wiederholt, und allein bier- nach konnte ich berechnen, daß ich mich nun fchon im 10. Sabre meiner unfteiwilligen Verbannung befand. Aus dem fünfzehnjährigen Jungen, Der ich gewefen war, als der Sciff- bruch mich an diefen Strand warf, war num ein junger Mann (24 Sabre) geworden, der mit allen Kräften dagegen anfämpfte, inmitten von Halbtieren zu ihresgleichen zu werden. Ge mebr ich aber heranwuchs, um jo herzzereißender wurde
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Nummer 16 in mir die Sehnſucht nach der fernen Welt, die ich niemals vergeffen konnte, und ich fühlte mebr und mebr, daß ih an den "Erinnerungen fterben müſſe, wenn nicht bald die Erlöſung käme. Da eines Tages erbarmte Gott fich meiner und gab mir den Lohn dafür, daß ich nie unterlaffen babe, zu ihm zu flehen und mein Ochidjal ihm anheimzuſtellen. Die weißen Schornfteine eines Dampfers zeigten fich in der Ferne, gekrönt von. ei- nen Rauchwöltchen, und dann ftieg der Rumpf des Schiffes am Horizont herauf, und es zog flott feine Bahn quer an meiner Inſel entlang. Ich fprang vom Baum herab und war mit wenigen Sägen am Ötrande, wo ich wie wild meine Fahne ſchwenkte. Offenbarhatte man auf dem PDampfer das Eiland fchon bemertt, und wie ich ſpäter er- fuhr, interefjierte man fich für diefes Fled- en Erde, das man an einer Ötelle vor- fand, wo man feine Spur non Land mehr zu feben erwartete, ſonſt wären meine Anftrengungen vergeblich geblieben, Go aber drehte das Schiff bei; ein Boot wurde ausgefeßt, und noch ehe es das Ufer er- reichte, warf ih mich in die Flut und ſchwamm in langen, haftigen Stößen auf das Fahrzeug zu. Man nahm mich auf, kehrte auf meine inftändigen Bitten fofort um und brachte mic an Bord. Ich wollte nicht wieder mit zurüd auf die Inſel; ich wollte vor allem die Planken des Schiffes unter meinen Füßen fühlen, und als ich das Schiff betrat, ſank ich vor Aufregung befinnungslos nieder. Erft als ich nah mehreren Wochen von dem Nervenfieber geheilt war, das mic . niedergeworfen hatte, erfuhr ich, daß ſich an Bord des Dampfers eine Forſchungs— expedition befand, die nun auf der Rüd- reife nach Südamerifa war. Der Führer dieſer Kleinen wilfenfchaftlichen Gefellichaft bieß Dr, Vanderbilt, und diefer Herr war mit einigen feiner Begleiter, nachdem man mich an Bord gebracht hatte, zu der Heinen Infel Hinübergefahren, hatte ihren Umfang und ihre Lage feitgeitellt, fie dann. in feiner Karte eingezeichnet und ihr einen Namen gegeben, Bon den Eingeborenen hatten Der kleine Coco Seite 267 die Herren auf ihrem Nundgange nicht” wahrgenommen ; ficherlich waren die Wilden in eine nahe Felſenſchlucht geflüchtet und dort verftedt geblieben, bis die rätſelhaften Eriheinungen diefer fremden Menſchen das Eiland verlaffen hatten, Pas Inſelchen mochte feiner ganzen Natur nad) dem Go⸗ lehrten keinen Anlaß zu längerem Aufent- halt gegeben haben. Er hat mid dantt fpäter nach der Beichaffenipeit der Eine geborenen und ihrer Lebensart befragt, aber was ich ihm von meinem Leben untet diefen Wilden erzählen konnte, ſchien ihr nichts Neues oder fonderlich Bemertens- wertes zu bieten. Es genügte wohl für feine wede, feftgeftellt zu haben, daß ſich an dieſem Fleckchen des Weltmeeres noch ein vereinzeltes Eiland befand, das in wiſſenſchaftlichem Sinne zu irgendeiner der vielen Injelgruppen des Stillen Ozeans gerechnet werden konnte. Wir haben danfı beide nicht mehr darüber geſprochen, und da Dr, Vanderbilt keine Fragen an. mic itellte, fo wares mir lieb, daß ich Die Erinne- rung an diefe traurigſte Zeit meines jungen Lebens nicht mehr wach zu rufen brauchte. Eines Tages ließ er mich zu ſich rufen und fagte mir, fein Diener fei.auf det Reife erkrankt und geftorben, und er fei auf der Suche nad einem Erſatz. Was id von meiner Vergangenheit erzählt hätte, wie aud der ganze Eindrud, den ih auf ihn machte, habe ihn auf den Gedanten 'ge- bracht, daß ih mid recht gut für dieſe Stellung eignen würde. Wenn ich alſo Luſt hätte, dann könnte ich ſogleich in ſeine Dienſte treten. „Ich reiſe zunächſt nach Buenos · Aires“, ſagte er, „dort will ich die Ergebniſſe meiner Suͤdſeefahrt ordnen. Dann geht es nach Peru, und wenn ich dort mit meinen Studien fertig bin, gedenke ic, den Ama- zonenfttom abwärts durch Brafilien zu reifen. Fühlen Sie ſich imftande, eine folche lange Reife mitzumachen? Ich für mein Zeil bin überzeugt, wir werden gut miteinander austommen. Es wundert Sie vielleicht, daß ich Ihnen einen ſolchen An⸗ trag ſtelle, da ich Sie doch erſt ſeit kurzertt kenne und Sie ſozuſagen mitten aus dem Weltmeere aufgefiſcht habe. Fortf. folgt:)
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Nummer 1 % As RAITGSChErm “ ‚Srüähli Sm März . Wird jung das Herz! Da tanzen den Reigen Auf Blüten und Zweigen Die Bienen und Humme'n in luſtigem Chor, Und Himmelsſch üfeihen fprießen hervor. Die Waldb che fingen, Und Vögelchen fingen Aus voll r Bruft Vor Luft. Hinaus Aus Stube und Haus! Shen liegt in der Sonne Das Kätzchen voll Wonne; Im Scha ten nur ſieht man noch Fleden von Schnee. 57 Zanemmwnur nl, Bier ———— — — —* —ð x ( Ya SS Ne Ss fu N N N IRRZEN, N N N — ngeluff“ Der Frühling, der Frühling iſt ganz in der Näh', Liegf hinter der Hecke In feinem Berftede, Hat's über Nacht Volibracht. Verzagt Iſt und gejagt, Der Winter gegangen, Und Gtaubblüten hangen Am Hafelbufch, der am Wiefenrand thront. Da fühlt jedes Herz, daß der Trübſinn nicht lohnt. Drum fort mit den Sargen, Die bieiden ung morgen, Fröhliche Leut’ Eind wir heut! Reinhold Hanſche. nn r — — — — — — —
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Nummer lö Der kleine Coco Seite 209 Hfter-Reigen. ad) der Melodie: u Beginn des Gefang: Der Haje jagt zu — Frau: „Frau Haſemann, ade! Ich weiß mir eine ſchöne Au, Dort wächſt ein guter Klee. Zwiſchenruf: Ude, ich geb’. och geh’ zum grünen Klee jube, Ich geh’ zum grünen Klee.“ Der Hafe I im grünen Rlee Und frißt, jo viel er kann, Da.tut ihm bald fein Bäuchlein'weh, Er fängt zu ſchlafen an. Zwiſchenruf: Und ichläft, und ſchläft. Und ſchläft im grünen Klee juhe, Und ſchläft im grünen Klee. (Säger und Hund kommen herein.) Der Täger jagt: „Wer liegt da dort? Der Hafemann, ſchau, ſchau!“ — Waldmann ſpringt vor Freude fort: „ Run fang ich dich, hau, hau!“ Zwiſchenruf: Schau, ſchau, hau, hau! So ſpring doch aus dem Klee juhe, So ſpring doch aus dem Klee. - (Häger geht bis zum Kreis, Hund [auf alten Bieren] 2 jucht Hineinzufoinmen.) Das Häslein aber war fo did Und konnte nicht mehr gehn. Da jah es ſchon mit fieengem Blick Den Jäger vor ſich ftehn. Zwiſchenruf: Schau, ſchau, hau, hau, Was tuft du in dem grünen Rlee, Was tuft du in dem lee. (Galbchor.) Ich bitte dich, Here Jägersmann, O tut mir nichts zu leid, Ich fange bier zu legen an, Denn bald iſt Ofterzeit. Zwiſchenruf: Kommt ihr, um vier, Dann liegt ein Ei im Klee jube, Dann liegt ein Ei im Rlee. (Hund und Jäger ab.) Der Bäger jagt’s dem kleinen Fritz: HoP dir die Eier dort... Und wie er kommt, huſch! wie der Blitz, Da ſprang das Häslein fort: Zwiſchenruf: Nun jucht, nun ſucht Die Eierlein im Klee jube, Die Eierlein im Alec. „Ueb' immer Trew und Nedlichteit‘‘) Spieles verftedt ein älteres Kind runde Dinge als Gier. Spiel: (Reigen nach links.) (Schütteln dem Hafen die Hand.) (Reigen.) (Rlopfen auf den Baud).) = (Wie 2. Zeile. Geben fich die Hände.) ' j (Reigen nad) rechts.) (Nachahınen.) (Neigen.) (Hand, ar die Wange.) 2 (Nahahmen: Hafe legt ſich nieder.) : (Reigen.) (Reigen.) (Reigen nad) lints.) (Mit dem: Finger drohen.) (Reigen büpfen.) (Mit den Händen nad dem Hafen greifen.) (Die Seile 2 und 4.) \ (Reigen.). . (Reigen nad) rechts.) (Sorten wie der Haas.) (Reigen.) (Halten: Täger und Hund in den Kreis .) (Wie Strophe 5, Zeile 2 umd 4.) . (Tanz.) (Reigen nach links. (Hände heben.) (Reigen.) (Halten.) (Sum Yäger.) — Häslein bittet.) (Reigen.) (Reigen nach rechts.) (Hinzeigen.) (Reigen.) (Hafe fort. — Nahahmen,) (Bu: einander jagen.) N (Reigen.) Die Kinder laffen die Hände os und nk u m die verſteckten Sir, zeigen fic einander, —— und jube —
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Beite 279 Oſterſtreuſel kuchen. 25 Gramm in lauer Milch mit 1 Eßlöffel Zuder verquirkter Hefe ſetzt man mit % Pfund Mehl zu einem Hefeitüd an, das man zugededt an warmer Stelle eine halbe Stunde geben läßt. Nun fügt man 1 €i, 1 Taſſe Buder, Yy, Pfund „Rahma buttergleich“ (zu vorzerlaffen, 1 Seelöfel Salz, das übrige Mehl (14 Pfund) und ſo⸗ viellaue Milch bei, daß man einen ausrollbaren Teig erhält, den man auf eingefetteten Blechbleiftift ſtark aus mangelt. Mit einem ausgeterbten Teigrand verſehen, bededt man ihn mit folgenden Streufeln: 2 Eplöffel zerlaffene „Rahma“ verrührt man mit 2 Ehlöffel Zuder, Eßlöffel Vanillezuder und foviel Mehl, daß die Maffe große Streufeln bildet, die man mit bemehlten Händen auf den Ruchen verreibt. Der Streuſelkuchen wird dann nad) vorherigem halbftündigem Gehen mit guter Ober- hie — 1 Stunde gebaden. Onark-Zäfchel. (Feines Schmalzgebäd.) Von 1—2Eiern, einer halben Taſſe Zuder, 12 Taffen Mich, 1 Pfund Mehl und 1 geftrichenen Tee- löffel doppeltfohlenfaures Natron bereitet man einen austollbaren Teig, den man mit folgender Quarffülling verfieht: 1 Pfund teodenen Quark verreibt man mit 3% Pfund „Rahma buttergleih“, 1 Eßlöffel ver- lejenen, abgewafchenen und abgetropften Ko— rinthen, 1 Eßlöffel Zuder, 1 Mefferfpige Salz und 1Ei ſowie 1 Eplöffel Banillenzuder oder 2—5 ge- tiebenen bitteren Mandeln zu glattfämiger Maſſe, der man zum Zuſammenhalten noch nach Bedarf 1-2 Ehlöffel geriebenen Zwieback oder geriebenes Weißbrot untermifcht. Dann füllt man je 1 Eß löffel auf handgroße, vieredig geſchnittene Teig- ftüdchen, Die man an den Rändern, mit Eiweiß be- ſtrichen, fuvertartig zuſammenklappt, aufeinander- drüdt u. dann in figdendheigem Schmalz (wie oben bejchrieben zufammen gemifcht) Schön goldbraun bädt, um fie dann noch warm mit Buderzuder zu überfieben. Tamm Ragont, Dazu wird ein fchönes Stück Lammſchulter in nicht zu große Würfel gefchnitten, die, in Mehl gewendet, in heißer Pfanne mit „Rahma buttergleih“ von allen Geiten gold- braun geröjtet werden, Dann nimmt man das Fleiſch in einen Topf, zufammen mit 1-2 ge- nittenen eingelegten Tomaten, oder aber 1—2 Eplöffel Tomatenpürree, füllt mit ſoviel Waſſer ! Der fleine Even E Back⸗ und Kochrezepte für die Oſterfeſtzett. Nummer 18 auf, daß das Fleiſch davon bededt wird, und fügt eine nicht zu große kleingejchnittene Zwiebel bei und läßt alles zufammen I—1Y, Stunde langſam ihmoren. Bor dem Auftragen ſchmeckt man das Gericht mit 1 Gläschen Apfel- oder Weißwein, 1 Likörgläschen KRognat, I Meſſerſpitze Paprika und Salz nach Gefchmad ab und verdidt es mit wenig verrührtern Rartoffelmehl. Man trägt das pikantſchmecdende Ragout in gebadenem Neisrand auf, den man mit grüner Beterfilie und einen Kartoffelfrofetten garniert reſp. umlegt und recht heiß aufträgt. Kartoffelkrokette. Die Kartoffeln geichält, ge- kocht und durch den Kartoffelquetſcher gedrüdt. Darauf gibt man auf 1 Pfund KRartoffelmup Liter Milch, 2 Eigelb, etwas Salz, Pfeffer, Mus- katnuß und Barmefantäfe, Diejen Teig rollt man in kleine Bällchen und kocht fie in heißer „Nahma“. Ofterrolle mit Marmeladefüllung. Aus 5 Obertaffen Mebl, etwas geriebener Mustatnuß, 2—5 geriebenen bitteren Madeln, | geitrihenem Teelöffel Salz. 1 Zafje voll Zuder, 1% Taſſe Mid, 1-2 Eiern und Y, Pfund „Rahma butter- gleich“ wird ein nicht zu feiter Teig gefnetet, unter den man zuvor das zu ſteifem Schnee gejchlagene Eiweiß der Eier zog. Darauf wird der Teig blei- ftiftftart ausgerolft und mit Himbeer-, Erdbeer, Apritofen-, Pfirfih- oder anderen Marmeladen bejtrichen, evtl. auch mit Pflaumenmuß, freut geriebenen Swiebad darüber und rollt die Teig- platte zu einer langen Rolle zufammen, die man in einer gefetteten Raitenform bei guter Mittel- hie goldgelb bädt, nachdem man die Oberfläche mit zerlafjener „Rahma“ bepinjelt hat. Ofterfräpfli. 100 Gramm „Rahma butter- gleich“, 60 Gramm Suder und 1—2 Eier verrührt man ſchaumig, fügt 2 Eßlöffel Rofenwafjer, 1 Li- törgläschen Rum, das Abgeriebene einer halben Zitrone, 1 Eplöffel Vanillezuder bei, worauf man 350 Sramm Mehl u, fo viel Milch (auch aufgelöfte Büchfen- oder Trockenmilch) dazu gibt u, verinetet, daß es einen feinen Teig ergibt. Darauf % Zenti- meter did ausgerolft, fticht man entweder mit einem Wein- oder Wafjerglas runde Krapfen aus oder fchneidet mit dem Kuchenrädchen Heine vieredige Stüdchen aus, die man in fiedendem Fett (halb „Rabma buttergleich‘‘ u. Rokosfett) fchnell gold- braun bädt und abtropft mit Buderzuderüberjiebt.
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Nummer 168 DerfleineCoen N ® Seite 271 Briefkasten Otto Blümel, Priebus, Schlefien, Einen ſchönen Brief haft du gefchrieben, das muß man fagen. Und dein Märchen ift auch beinahe drud- reif, und das will für einen Jungen von elf Jahren aub was jagen, Pflege nur dein Talent, und fhide uns wieder mal etwas. Welche Anrede du gebrauchen follft? Schreibe nur auch wie früher deine Gejchwilter: „Lieber Coco!“ Näm- lih: der „Coco“ ift wieder aus der Derjchollen- beit aufgetaucht, natüt- lich ätter geworden und gewachſen. Aber die alte, traute Anrede hört er noch heute ſehr gerne, Sei ſchön gegrüßt! Ernſt Funſch, Frank⸗ furt a. M. Alſo: der „Coco“, ſehr erfreut über deine Liebeserklärung, ervwidert ſie berzlicht und läßt dir ſagen, daß er demnächſt wunderſchöne all all Einnenes Preisausſchreiben iſt auf den Seiten 264 und 265 dieſer Nummer veröffentlicht. Liebe Kinder, be» teiligt euch alle an der Löfung dieſes hübſchen Preisräffels, . Wir bitten dringend: Coco“ regelmäßig, dann haft du auch Vorteile in Hülle und Fülle. Und fei gegrügf! - Kajpar Gubbels, Ouisburg. Wie uns deine Rahma-Bweizeiler gefallen haben, willſt du willen? Aber fehr gut, mein Sohn, das kannt du dir doch denken, find wir doch davon überzeugt, daß du fie aus deiner eignen Freude über unfere töjtliche „Rahma buttergleih“ heraus gejhrieben bat. Schönen Dank und alles Slüd zur Auflöfung. Eva v. R. im Eri« gebirge. Gib uns bitte deine. Adrefſe an; mit baben dir etwas mit- zuteilen, Emma Ahlborn, Srier da Lorenz, Hohenhagen. Uns wurde es ganz vegen- ‚ bogenfarbig vor den Au- gen, als wir eure liebe Rarte bekamen. Gelbjt- verjtändlich vor lauter Freude darüber! Alſo — und Ba⸗ — En —— teleien für Knaben i D übſch und geſchma bringt. Deine Anfichts- BAR Schittt Ba Löſung, Schönſten Dank für die karte gefällt uns ſehr. die ja nur in der Angabe der Zahl beiteht, 7 Überrafhung! Und jo Dank und Gruß! Paulchen v. Dollart, Emden. Alſo, du ſiehſt dem „Rahma-Mädchen“ ähnlich? Das freut uns aber! Da mußt du ja ein rechtes deutſches Gret- chen dem Ausjehen nach fein. Gei es nur aud immer dem inneren nad). Laß dir die „Rahma“ weiter fo vorzüglich fhmeden, und lies den „Kleinen Eoco“ ftets mit derjelben Freude, Grüße. i Hildchen Beder, Magdeburg. Bravo, Eleine® Hildchen, für deine deutſche Gefinnung! Behalt fie nur immer unentwegt. Wie wäre es abet, wenn du es umgetebrt mit der Überfeßung machteſt? Pa kannt du auch zeigen, was du gelernt haft, Daß du eine Begabung für fremde Sprachen haft, ist ein Dorzug. Auch wenn es fich, wie in deinem (Falle, um die franzöſiſche handelt. Das bat mit vaterländiicher Gefinnung nichts zu tun, Lerne nur fleißig weiter! Lies den „Kleinen RRRAREIIREIERKEARRRARERERRANETE welche das „Rahmas Mädchen” bezeichnet, nur anf Poftlarte ein, Senaue Adreſſe nicht vergeſſen! fleißig ſeid ihr fehon? Das muß man. lohen. Dann werdet ihr gewiß einmal gute deutſche Hausfrauen werden. Wir grüßen euch! — ——— Re 2 BERNER TRENNEN „me Dreisnngt, Köln. Recht fo, daß du deiner lieben Mutter das alles vorgelefen haft, was die im „Kleinen Eoco“ ans Herz gelegt wurde, Tue das nur jedesinal, dann wird dein Mütterlein Nutzen davon haben. Und du ganz gewiß auch. Zum Dank wird der „Rleine Coco“ dir in jeder neuen‘ Ausgabe viel Freude bereiten. Bei gegrüßt!. ; ; Elifabeth Reinede, Walldorf. Gerne werden wir deinen Wunfh erfüllen und ein Theater- jtüdchen ‚bringen, das ber Großmutter, zu Geburtstag viel Freude mahen wird. Wen nur nicht zu fpät fommt. Wünfche müffen immer recht, techt früh geäußert werden, liebes Wald“ find; Herzensgrüße! h “
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er tleine@pncoh Seite 272 D —— Lied erraten. Für die ER it auch das fol- gende Spiel unterhaltend Ihr fest euch gemütlih in einen Rreis, einer von euch wird hinausgefchidt. (Nicht horchen! O web, das wäre nicht bin: Die Burüd- bleibenden beitimmen ein Lied, das der Hinausgefchidte natürlich ennen muß. Men einigt jich, welcher das erſte Wort des Liedes Nummer 16 Ferner Schloß und Hütte, Mond und Sonne, And in Bayern führt als Namen eine Stadt. i ip) 2. Was du gar oftmals (bon an Bäumen haft geſchaut, Das bat im deutihen Land als Berge Gott gebaut. . Rechenanfgabe. - Fig, Hans und in ſeiner Antwort nachher zu erwähnen IS bat. Dann geht’s wei- ter immer der Reihe nach im. Kreis herum, ‚ Rihtung . Raffee- müble! Euer (Freund oder eure Beine Freundin vor der Tür wird nun. bereinge- £ufen, und, nachdem mitgeteilt wurde, wer das erſte Liedwort Bat, ſtellt er (oder fie!) I beliebige Fragen, bei der bezeichneten Per— fon mit dem erſten Ernit befommen, da fie brav waren, von ihrer Mutter 11% Schock Nüſſe. Fritz als der jüngſte ſoll die wenigſten erhalten. Hans doppelt ſoviel, und Ernſt als der äl- teſte dreimal foviel. Wieviel betommt je- der der drei Buben? Dant für eingejandte Anfichte- und Künfler- tarten. Annelieſe Schüren, | Bohum; F. Dauven, Wort beginnend. In der Antwort muß nun ftets ein Wort des Liedes enthalten is Erſt das erſte, dann das zweite, dritte u. ſ. f., immer der Reihe nach, bis das Lied erraten iſt. Abrigens kann man ſtatt des Liedes — ein — nehmen. Rätfel. 1. Bin begierig, ob du wirſt erraten, Was der. Bauer wie der König bat, M.-Gladbach; A. Löb- tau,Dresden-A,, Mar- — Moortwiete, A.Ottenſen; Marianne Lansbein, Leipzig; Reinhold Habes, Oldis- leben; Gerda Overbeck, Rendsburg. Aufloſung des Guchbildes aus Nummer 15. Man ſtelle das Bild verkehrt. Die fprin- gende Geflalt des Kindes findet ſich leicht im alten Bretterzaun und Gebüſch am Eingang des Duchblides nach dem Rirchlein. Ser etwas mitzuteilen da fehreibe an die Abreſſe: „Der Tleine Coco“, Goch (Rhld). \