# „Hör auf zu weinen“: Warum uns Kindertränen überfordern

An episode of [Familienrad](https://invisiblenetwork.ai/podcast/6795160352), 26 Oct 2026, 22 min.

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Gefühle begleiten, ohne jede Grenze aufzugeben – und den eigenen Handlungsdruck besser verstehen. Wenn Kinder weinen, müssen wir nicht jede Träne erklären oder sofort eine Lösung finden. In dieser Folge geht es darum, genauer hinzuschauen: Was braucht mein Kind gerade – und was löst sein Weinen in mir aus? Darüber sprechen Melanie und Julia: - Warum Sätze wie „Ist doch nicht so schlimm“ Gefühle aus Erwachsenensicht bewerten. - Wie eigene Kindheitserfahrungen und die Sorge vor fremden Blicken unseren Umgang mit Tränen prägen. - Warum Verständnis für Enttäuschung nicht bedeutet, eine gesetzte Grenze aufzugeben. - Was Raumhalten im Alltag heißen kann: da sein, Sicherheit vermitteln und auf das Bedürfnis nach Nähe oder Ruhe achten. - Wie eine schwierige Kita-Verabschiedung zum Anlass wird, nach dem Bedürfnis hinter den Tränen zu fragen. Ruhig zu bleiben braucht Übung und gelingt nicht immer. Der Impuls dieser Folge: Gefühle dürfen da sein, ohne dass Eltern sie sofort wegmachen müssen. Welche Fragen beschäftigen euch im Familienalltag? Melanie und Julia freuen sich über eure Themen und Fragen für weitere Folgen. Finde uns auf Instagram: Unser Podcast: https://www.instagram.com/familienrad.podcast/ Julia auf Insta: https://www.instagram.com/julia_schubertluecke/ Melli auf Insta: https://www.instagram.com/ergoling/

## Transcript

[0:00] Speaker 1: Guten Morgen.
[0:01] Speaker 0: Also bei uns ist es morgens, ich weiß noch nicht wann die Hörer das hören.
[0:05] Speaker 1: Hallo und herzlich willkommen!
[0:08] Speaker 0: Ja?
[0:10] Speaker 0: Wir mit Kaffee wieder?
[0:11] Speaker 1: Ja.
[0:12] Speaker 0: Du mit dem großen Pott, den du
[0:13] Speaker 1: meintest... Ich baute heute den großen Potti, weißt du sieht wahrscheinlich auf einem Video aus wie so ein Liederpottich aber ich brauche das heute.
[0:23] Speaker 0: Wir haben ein bisschen den Plan umgeschmissen weil uns ein Thema nochmal so ein bisschen dazwischen gekommen ist.
[0:28] Speaker 1: ja
[0:29] Speaker 0: Und zwar der Satz, Hör auf zu weinen.
[0:32] Speaker 0: Tränen
[0:32] Speaker 1: bei Kindern ist heute das Thema?
[0:34] Speaker 1: Oh
[0:34] Speaker 0: ja!
[0:35] Speaker 0: Also die Frage ist, warum wollen wir Eltern diese Träne immer so schnell wegmachen und meistens ... Wir meinen das auch nicht böse, dass die Träden aufhören sollen.
[0:45] Speaker 1: Naja ich glaube es ist ein Stück weit Überforderung.
[0:50] Speaker 1: Ja also dieses innere Gefühl von Möcht eigentlich schnell weg haben, dass das jetzt so ist weil ich selber vielleicht auch überfordert
[0:56] Speaker 0: bin.
[0:56] Speaker 0: Herzlich willkommen beim Familienrat.
[1:02] Speaker 0: Warum wollen wir eigentlich die Tränen der Kinder so schnell weg haben?
[1:05] Speaker 1: Ich gehe jetzt mal von mir aus.
[1:07] Speaker 1: Ja, also ich habe das Gefühl dass Träne bei meiner kleinen Mal mehr logischerweise kommen weil sie ja noch in ihrem Regulationslernen ist wenn ich gerade das überhaupt nicht gebrauchen kann und dann ist so mein Inneres nicht jetzt.
[1:29] Speaker 1: Ich habe mich jetzt mittlerweile schon so weit reflektiert, dass ich schon irgendwie da gut die Kurve kriege und Verständnis habe.
[1:40] Speaker 1: Aber das hatte ich so vor sieben, acht Jahren.
[1:45] Speaker 1: Da waren ja so Sätze bei wie Mensch warum weinst du denn jetzt deswegen also gleich mit so einer Bewertung mit hinten dran?
[1:53] Speaker 1: Ich weiß nicht wie das bei dir ist, aber
[1:55] Speaker 0: es
[1:56] Speaker 1: hat sich noch nicht drüber unterhalten.
[1:57] Speaker 0: Naja, es ist so ein bisschen... Ich finde ja so Tränen.
[1:59] Speaker 0: mehr Kindern erzeugen bei uns Handlungsdruck.
[2:02] Speaker 0: Also das ist ja bei uns sofort wir müssen handeln!
[2:06] Speaker 0: Wir müssen das jetzt weg machen und dann kommen wir oft in dieses Warum weinst du denn jetzt?
[2:13] Speaker 0: Es ist doch gar nichts passiert.
[2:15] Speaker 0: Ja da sind diese typischen Sätze oder es ist doch nicht so schlimm.
[2:20] Speaker 0: Das sind so die typische Sätze die wahrscheinlich von uns Eltern relativ schnell fallen.
[2:26] Speaker 0: aber Da muss man halt auch sagen, ist das jetzt so richtig?
[2:31] Speaker 1: Naja und ich glaube die Ruhe, die wir ja eigentlich damit erzeugen wollen hört auf.
[2:36] Speaker 1: Ist ja nicht gleich dass das Kind das verarbeitet worum es weint.
[2:40] Speaker 1: Ich glaube das ist der springende Punkt sag' ich mal wenn wir überlegen Wir wollen eigentlich gerade nur wieder Ruhe Weil nicht noch ne Tudu Nicht noch irgendwas worum wir uns kümmern müssen weil wir vielleicht gerade selbst irgendwie nervlich nicht die Kapazität haben.
[2:58] Speaker 1: Aber ich glaube, dass... Ich will nicht immer so auf unsere Elterngenerationen darauf herum reiten.
[3:06] Speaker 1: Aber auch hier wieder haben wir gelernt – also ich weiß noch mal meine Oma zum Beispiel – die hat immer gesagt doch nicht deswegen!
[3:17] Speaker 1: Also das ist doch nicht so schlimm.
[3:21] Speaker 0: Woher
[3:22] Speaker 1: will sie wissen wie schlimm ich es gerade finde?
[3:25] Speaker 1: Das macht ja bei mir in meiner Kindheit Glaubenssatz.
[3:30] Speaker 1: Weinen ist nicht okay, weine in der Öffentlichkeit ist noch viel blöder für alle anderen?
[3:36] Speaker 1: Was sollen denn die anderen
[3:37] Speaker 0: denken?
[3:37] Speaker 0: Das ist überhaupt nicht okay.
[3:40] Speaker 1: Gut ich war kein Junge und ich hab auch keine Geschwister aber ich habe auch in Akida bin ich der
[3:45] Speaker 0: Meinung
[3:46] Speaker 1: so was gehört wie Indianern kennt keinen Schmerz und all das.
[3:51] Speaker 1: Und ich glaube daraus sind ja in unserer Generation schöne Glauben-Sätze entstanden.
[3:56] Speaker 0: Wir haben darüber schon mal gesprochen, über dieses Thema Jungsweine nicht.
[4:02] Speaker 1: Stimmt!
[4:03] Speaker 0: Und das war... ist ja auch so ein typischer Satz der in diesem Zusammenhang.
[4:07] Speaker 0: wir haben damals glaube ich über das Thema große Gefühle gesprochen und da gehören ja nur mal Tränen dazu.
[4:14] Speaker 0: aber ich glaube dass es halt auch so einen Riesenthema.
[4:18] Speaker 0: also das erste Thema ist wenn das Kind weint wir sehen einfach nur Träne Wir folgen daraus gleich und nehmen etwas an.
[4:30] Speaker 0: Wir bewerten das, ja?
[4:32] Speaker 0: Das ist jetzt übertrieben, es ist doch gar nichts passiert... ...das ist doch nicht so schlimm!
[4:36] Speaker 0: Das ist unsere Sicht der Dinge.
[4:39] Speaker 0: aber wir haben auch das Thema auf der anderen Seite.
[4:43] Speaker 0: was könnten wir denn halt
[4:44] Speaker 0: übersehen?!
[4:46] Speaker 0: Na
[4:46] Speaker 1: ja, und ich glaube wenn man jetzt tatsächlich überlegt was kann ich übersehen?
[4:50] Speaker 1: Was ist denn vielleicht der Grund den ich jetzt so vielleicht auch im ersten Moment nicht habe.
[4:56] Speaker 1: Wenn wir das aber mal auf uns beide beziehen Ja Ich weiß nicht mehr wann ich das letzte Mal geweint habe Aber grundsätzlich glaube ich dass ich weine wenn es mir wenn mir etwas zu viel wird Wenn ich wegen etwas traurig bin.
[5:11] Speaker 1: also ich wein ja jetzt nicht
[5:14] Speaker 0: ohne Grund.
[5:16] Speaker 1: Also es gibt ja immer ein Warum.
[5:20] Speaker 1: Und mein Warum muss ja ein anderer nicht verstehen, weißt du?
[5:25] Speaker 1: Also wenn ich jetzt gerade merke, Ors ist mir zu viel... was weiß ich?
[5:30] Speaker 1: Wenn man das jetzt auf einem Kinderalltag bezieht, Energieta hat vielleicht schon wer gesagt Es ist nicht in Ordnung, dass Du Dich so und so verhalten hast Ja okay Dann hat wer gesagt Dein T-Shirt ist hässlich Pink ist doof Das Essen hat mich geschmeckt.
[5:47] Speaker 1: Und dann komme ich als Mama und sage, wir können nicht auf dem Spielplatz.
[5:52] Speaker 1: Weil ... Wir noch eine Verabredung da unter haben?
[5:55] Speaker 1: Keine Ahnung!
[5:56] Speaker 1: Dann gibt's die Tränen.
[5:58] Speaker 1: Das ist ja wie die letzte oder vorletzte Folge, wo man gesagt hat, ich weiß gar nicht was im Kindergarten alles passiert ist.
[6:04] Speaker 1: Aber so weiß ich auch nicht, was hat das Kind schon traurig gemacht?
[6:09] Speaker 1: Was sind vielleicht Dinge, die unausgesprochen sind, aber so ein ... Traurigen Touch mit sich bringen, was ich schwierig finde ist quasi diese Enttäuschung kleinen Reden zu wollen.
[6:23] Speaker 0: Ich glaube dass das ja das eigentliche Thema ist.
[6:26] Speaker 0: also es geht ja hier sagt man nicht darum das Kind fährt hin und verletzt sich wirklich darum.
[6:33] Speaker 0: darum geht es nicht sondern diese ich sage mal diese Kleinigkeiten wo Kinder wahrscheinlich mal schneller anfangen zu weinen als wir Erwachsenen weil wir einfach ... ein anderes Nervensystem haben.
[6:45] Speaker 0: Ja?
[6:46] Speaker 1: Na ja, du meinst was da nicht so was wie... Das Kind möchte Süßigkeit und wir sagen nein!
[6:52] Speaker 1: Oder ein schönes
[6:53] Speaker 0: Beispiel, ja?
[6:55] Speaker 1: So.
[6:57] Speaker 1: Ja, darum geht es glaube ich tatsächlich um so Kleinigkeiten wo man vielleicht auch denken könnte wenn ich dem jetzt nachgehe diesem Wein dass man dann vielleicht oder das Eltern die Angst haben.
[7:13] Speaker 1: Wenn ich da jetzt aber nachgebe oder darauf reagiere, dann ist es bei der nächsten.
[7:19] Speaker 1: Ich möchte einen Eis und ein Bonbon wieder
[7:23] Speaker 1: so.".
[7:23] Speaker 0: Also die grundsätzliche Frage ist für mich so ein bisschen müssen wir jede Träne als Eltern begleiten?
[7:32] Speaker 1: Man kann ja sagen Mensch bist du jetzt enttäuscht?
[7:34] Speaker 1: oder man kann ja fragen was ist denn jetzt los?
[7:37] Speaker 1: Aber grundsätzlich ist es ja so nicht jede Tränung braucht irgendwie eine Grundsatzanalyse ... oder einen Stoppsatz, oder irgendwas.
[7:44] Speaker 1: Manchmal ist es ja auch mit einem... Du ich verstehe das?
[7:49] Speaker 1: Aber schau mal!
[7:50] Speaker 1: Das und das und das hattest du ja heute schon.
[7:52] Speaker 1: Also dass man nochmal offensichtlich dem Kind auch noch mal darlegt.
[7:56] Speaker 1: Du pass auf.
[7:57] Speaker 1: Darum habe ich das jetzt so entschieden.
[7:59] Speaker 1: Ja klar ist ein Nein erstmal riesengroß und vielleicht auch manchmal Dorf.
[8:05] Speaker 1: Ja, wenn ich abends gerne noch ein Nashi hätte und wir haben so eine Gummibärchentüte in einem ganz bestimmten Schrank.
[8:13] Speaker 1: Und auch mein Mann geht da manchmal abends ran, wo ich dann so ganz kackfrecht durch die Tür gucke und sage Na?
[8:19] Speaker 1: Haben wir doch einen Hiper?
[8:20] Speaker 1: Ja!
[8:21] Speaker 1: Habe
[8:21] Speaker 1: ich?!
[8:22] Speaker 1: Wenn ich da sagen würde Nein gibt's jetzt nicht.
[8:24] Speaker 1: Wo hat das vorhin schon?
[8:26] Speaker 1: Da wurde ja dieses Nein auch erst mal so.
[8:28] Speaker 1: Willst du mir jetzt sagen, glaubt ich jetzt essen?
[8:31] Speaker 1: So weißt
[8:32] Speaker 0: Du?
[8:32] Speaker 0: Meinst Du ja würde Wein.
[8:35] Speaker 1: Ich weiß
[8:36] Speaker 0: nicht!
[8:37] Speaker 0: Wir fragen ihn.
[8:39] Speaker 1: Weißt Du aber wie ich das meine?
[8:40] Speaker 1: Also unser Nein... Ich muss auch sagen, weiß nicht ob es vielleicht auch manch anderen so geht Aber manchmal rutscht mir ein Nein raus obwohl ich das gar nicht eigentlich so meine.
[8:50] Speaker 1: Das rutsche mir schneller raus als dass es mir vielleicht lieb ist.
[8:55] Speaker 1: So weisst Du also viele Nein's könnte man auch durch andere Dinge ersetzen.
[9:00] Speaker 0: Dahingehend einfach zu sagen, ich halte meine Grenze aber ich lasse die Tür offen finde ich sehr wichtig weil ein Nein ist immer so wie sein Schloss was ich zuschließe.
[9:13] Speaker 0: Aber wenn ich sage hey es gibt die und die Optionen da können wir drüber reden das wäre für mich in Ordnung dann halte ich meine Grenzen.
[9:22] Speaker 0: Aber trotzdem lasse ich ein Stück weit die Tür offen für Verbindung, für Kommunikation.
[9:29] Speaker 0: Für einen Miteinander und ich denke dass das für die Kinder halt auch unheimlich wichtig ist.
[9:34] Speaker 0: Egal ob es ein Weinen ist aus irgendeinem Grund den wir jetzt als Erwachsene nicht so schlimm erachten oder ob es eine Weine aus sich sagt mal weil es etwas nicht bekommt egal wie.
[9:49] Speaker 0: Aber ich glaube, dass die ein Stück weit die Tür offen zu halten ganz extrem wichtig ist.
[9:55] Speaker 1: Ich glaube halt auch mit A diese Tür aufzulassen und B auch in diese Bewertung nicht so reinzugehen.
[10:03] Speaker 1: also das muss ja nicht gerechtfertigt sein für mich als Erwachsener ob die Tränen da jetzt fließen oder nicht Ja?
[10:12] Speaker 1: Also dass wir vielleicht einfach so ein bisschen für uns das weglassen.
[10:17] Speaker 1: Ist das jetzt gerechtfertigt wegen dieser Sache zu weinen?
[10:20] Speaker 1: Für das kennt ihr offensichtlich schon.
[10:21] Speaker 1: Es ist ja auch ... Weinen hatten wir in einer Folge, ähm ... Wein ist auch Druckabbau, Cortisol rauslassen und so weiter.
[10:32] Speaker 0: Stimmt!
[10:33] Speaker 1: Es ist eine wertvolle Strategie.
[10:36] Speaker 1: Ja?
[10:36] Speaker 1: Nur weil ich aber als Erwachsener gelernt habe, dass Wein in der Öffentlichkeit nicht so cool ist oder was sollen denn die anderen denken?
[10:43] Speaker 1: oder oder oder?
[10:45] Speaker 1: Diese Bewertung muss ja auch irgendwo bei uns in den Köpfen umprogrammiert werden.
[10:51] Speaker 1: Dass das nicht von heute auf morgen geht, ist ja klar.
[10:54] Speaker 1: aber dass man einfach auch auf Augenhöhe miteinander kommuniziert und sagt Mensch wie kann ich dir gerade helfen?
[11:04] Speaker 1: Was brauchst du gerade so?
[11:07] Speaker 1: Und das muss ja nicht immer noch irgendeine Belohnung oder irgendwas sein für diese Tränen Sondern es kann ja auch einfach nur einen auf Augenhöhe.
[11:15] Speaker 1: Ich bin da, hey... ich sehe das!
[11:19] Speaker 1: Ich würde mich auch ärgern Verständnis.
[11:22] Speaker 0: Naja, ich glaube dass die Angst viele Eltern ist ne?
[11:25] Speaker 0: Dass sie dadurch in irgendeine Situation reingeraten wo sie vielleicht nicht wissen wie sie wieder rauskommen.
[11:33] Speaker 0: aber ich glaube, dass das ein bisschen Differenzierung braucht weißt du weil ein Kind kann Gefühle zeigen.
[11:39] Speaker 0: Aber trotzdem darf ich auch meine Grenze halten Und ich glaube, dass das unheimlich wichtig ist.
[11:46] Speaker 0: Und dass wir diese Gefühle auch da sein lassen.
[11:49] Speaker 0: Absolut!
[11:50] Speaker 0: Dass die Tränen wirklich einfach... ...einfach kurlern dürfen und wir nicht in diesem Handlungsdruck sind zu sagen... ..."Oh Gott, oh Gott, diese Träden müssen super schnell
[12:00] Speaker 0: weg.".
[12:01] Speaker 0: Weil manchmal muss das einfach auch mal raus, auch bei den Kindern.
[12:04] Speaker 1: Und weißt du?
[12:05] Speaker 1: Manchmal ist es ja auch so, dass wir diesen Träner immer nur stoppen weil sie uns unangenehm sind Weil man ja uns eingetrichtert hat.
[12:13] Speaker 0: Spannend!
[12:15] Speaker 1: Weil man hier uns eingedrichtert hatte, dass es in der Öffentlichkeit das sein kann.
[12:21] Speaker 1: So, weißt du?
[12:22] Speaker 1: Aber
[12:22] Speaker 1: warum?!
[12:25] Speaker 0: Naja, es gibt uns Eltern wahrscheinlich das Gefühl, dass wir was falsch machen.
[12:28] Speaker 0: Weißt du... Es ist ja für uns wahrscheinlich so ... Es ist einfach auch so.
[12:32] Speaker 0: Das Kind weint und es ist unangenehm.
[12:34] Speaker 0: Es ist unangenehmen nicht weil ich persönlich zum Beispiel das jetzt blöd finde sondern einfach weil ich denke Hab ich was nicht gesehen, hab ich irgendwie was vielleicht auch falsch gemacht.
[12:44] Speaker 0: Und das wollen wir Eltern ja eigentlich
[12:45] Speaker 1: nicht.
[12:45] Speaker 1: Ja und du willst ja nicht, dass ihr ein Kind traurig ist?
[12:49] Speaker 1: Ich möchte gar nicht.
[12:50] Speaker 1: Aber guck mal, wenn du jetzt anrufen würdest, irgendwas ist passiert... ...und du weinst geht es mir ja genauso!
[12:59] Speaker 1: Da sind wir wieder bei diesem Thema, was ich immer wieder in der Therapie erlebe.
[13:04] Speaker 1: Ich als Therapeut
[13:05] Speaker 0: halte
[13:06] Speaker 1: den Raum Wenn ich aber es als... Ich muss es jetzt aushalten, betrachte.
[13:13] Speaker 1: Da sind zwei unterschiedliche Schuhe!
[13:15] Speaker 1: Wenn ich zu dir sage, oh, ich kann's gerade ganz schwer halten ist grad ganz schwer dich weinzuhören.
[13:20] Speaker 1: Oh Gott, oh Gott, o Gott, ich steinge ja irgendwie in den Boden mit rein und heule mit.
[13:24] Speaker 1: wenn ich aber sage boah Mausie.
[13:27] Speaker 1: Was macht man da jetzt?
[13:28] Speaker 1: Ja also das versteh' ich.
[13:30] Speaker 1: uns tut mir leid und hm.
[13:31] Speaker 1: Aber ich gebe dir den Raum dass die Tränen da sein dürfen.
[13:34] Speaker 1: Ich gebe dir auch Mitgefühl Ähm... selbst mit Gedankenweisen.
[13:42] Speaker 1: gebe dem Raum, dass du das fühlen darfst.
[13:47] Speaker 1: Was ist für dich jetzt schon im Erzählen besser an?
[13:49] Speaker 0: Na das zweite.
[13:50] Speaker 0: So
[13:51] Speaker 1: und ich glaube, dass wir auch wegkommen müssen von in dieser Dramatologie mit einzusteigen weil wir es ja selber fühlen sondern wirklich versuchen Ich halte dir den Raum!
[14:04] Speaker 1: Ich gebe dir die Sicherheit.
[14:06] Speaker 1: Ich bin aber für dich da und wir beide, wir schaffen das.
[14:10] Speaker 1: Und egal wenn jetzt noch was kommt, wir schaffen es!
[14:12] Speaker 1: Dieses Gefühl müssen wir versuchen zu vermitteln.
[14:19] Speaker 1: Und nicht quasi dieses... Oh Gott, jetzt mein Skint, um Gottes Willen.
[14:22] Speaker 1: Jetzt gucken alle?
[14:23] Speaker 1: Oh mein Gott, oh mein Gott ich bin mitten im Einkaufslang.
[14:26] Speaker 1: Alle gucken, was die alle wohl denken, wenn ich da einsteige.
[14:30] Speaker 1: Nee, wir machen dann eine Glaskuppe drüber, ich konzentriere mich Auf das Kind ist egal in welcher Situation.
[14:37] Speaker 1: Aber ich stelle mir mal vor, ne Glaskuppe drüber?
[14:41] Speaker 1: Ich konzentriere mich jetzt auf das Kind und halte den Raum Wenn das Kind nur ansatzweise merkt... ...ich gebe Sicherheit!
[14:49] Speaker 1: Ich bleibe stabil!
[14:50] Speaker 1: Ich gebe den Raum!
[14:52] Speaker 1: Ich kann das halten!
[14:55] Speaker 1: Dann zieht sich das auch nicht ein lang in die Länge.
[14:57] Speaker 1: Das geht NUR in die richtige ... ins richtige Drama rein, wenn ich quasi ja mit in dieses Boot einsteige und richtig anfange zu ruhen.
[15:08] Speaker 0: Ich glaube das ist ... ... ultra wichtig also auch so ein bisschen darüber nachzudenken nicht wie bekomme ich das jetzt schnell wieder weg?
[15:16] Speaker 0: So wenn ich jetzt anders ... Ja absolut!
[15:17] Speaker 0: ... rumdenke oder sonstwo sondern was braucht mein Kind gerade... Und da gibt es ja enorme Unterschiede zwischen Nähe Raum manchmal auch einfach Ruhe.
[15:28] Speaker 0: Da sind die Unterschiede ... sind ja groß, weil wir nun mal alle anders sind.
[15:34] Speaker 0: Ja?
[15:35] Speaker 0: Also... ... bei meinem Kleinen brauche ich nicht anfangen ihn zu drücken,... ... der braucht Ruhe und einfach, dass ich da bin.
[15:45] Speaker 0: Der weiß, ich bin da!
[15:47] Speaker 1: Und du gehst
[15:47] Speaker 1: nicht?!
[15:48] Speaker 0: Und ich gehe nicht!
[15:49] Speaker 0: Das würde ich auch nie tun!
[15:50] Speaker 1: Aber du hältst das, was ich sage.
[15:52] Speaker 1: Du hältst für ihn den Raum,... ... du gibst Sicherheit... ...und lässt es quasi
[16:00] Speaker 0: zu!
[16:01] Speaker 0: Ja.
[16:01] Speaker 1: Und hältst!
[16:03] Speaker 1: Hältst, und hältst... Das ist genau das Gleiche, was ich heute Früher in die Kita gebracht habe.
[16:09] Speaker 1: Auf einmal kam er an mich fest.
[16:10] Speaker 1: Ich dachte, was ist das denn jetzt?
[16:12] Speaker 1: Hatten wir schon ewig nicht.
[16:13] Speaker 1: Ich gehe nicht rein.
[16:14] Speaker 1: Ich möchte bei dir bleiben.
[16:15] Speaker 1: Zu deiner Arbeit.
[16:17] Speaker 1: Dann hab' ich gesehen, woher kommt es los.
[16:21] Speaker 1: Ich möcht über dich bleiben.
[16:24] Speaker 1: Ein Gedanke schon im Alter.
[16:27] Speaker 1: Da habe ich gar keine Zeit für ihn.
[16:29] Speaker 1: Und dann dachte ich mir, äh äh, nein.
[16:33] Speaker 1: Die gleich wieder umkehren und andere Kreuzungen abbiegen.
[16:36] Speaker 1: Ich habe gesagt, Warte mal!
[16:38] Speaker 1: Was brauchst du jetzt?
[16:39] Speaker 1: Fehlt
[16:40] Speaker 1: irgendwas?!
[16:41] Speaker 1: Warum kannst du noch nicht reingehen?
[16:43] Speaker 1: Es fehlt noch Leben von dir!
[16:46] Speaker 1: Okay... Dann hab' ich ihr Föhrt-Achtenvorscherzen auf der Hand gemeint und hab' er gesagt so Jetzt laden wir die noch mit ganz viel Energie auf und tausend Küstchen drauf.
[16:55] Speaker 1: Die erzieht uns schon da auch, Mutte komm rein.
[16:58] Speaker 1: Und dann habe ich gesagt, weiß was?
[17:01] Speaker 1: Ich sage Papa der soll nachher nicht ganz so spät kommen.
[17:03] Speaker 1: Also er kommt nie spät aber für sie ist das dann okay.
[17:06] Speaker 1: jetzt hab' ich Liebe.
[17:07] Speaker 1: Jetzt kommt Papa auch noch früher und wenn das nur zehn Minuten sind ja Ich wurde gesehen So und sich spaziert rein.
[17:16] Speaker 1: ich glaube vor zwei Jahren war das da war dass jeden tag ein Krampf die hat den ganzen Kita sei zusammen mit wollt wie Sie wollen nicht.
[17:25] Speaker 1: sie kennen wahrscheinlich alle Kennt wahrscheinlich alle Sondensituationen.
[17:29] Speaker 1: Und da war immer
[17:30] Speaker 0: mein Gedanke ... So,
[17:32] Speaker 1: jetzt schaut wieder die ganze Gitarre davon!
[17:37] Speaker 1: Sodass ich teilweise wirklich schon rausgegangen bin und gesagt hab so wir fangen noch mal von vorne an Wir laufen nochmal auf der Mauer hoch runter, noch ein bisschen nach dem System Regulation.
[17:45] Speaker 1: Aber wenn du als Erwachsener falsch abbiegst Die Tränen, das befeuert nur, habe ich das Gefühl.
[17:52] Speaker 1: Also, auch von mir so das Gefühl.
[17:53] Speaker 0: Die Kinder spüren das irgendwie?
[17:55] Speaker 0: Wir haben ein Gefühl, irgendwie so einen Radar ... Aber wir müssen halt einfach lernen die Tränen nicht stoppen zu wollen weil sie uns unangenehm sind.
[18:07] Speaker 0: Das ist halt so'n Riesenthema.
[18:09] Speaker 0: ja!
[18:10] Speaker 0: Die Träne dürfen aufhören wenn es in Ordnung ist aber für das Kind nicht per se nur dafür dass wir uns besser fühlen.
[18:18] Speaker 1: Ja und das darf ja auch ein Signal sein.
[18:21] Speaker 1: Das ist mir zu viel, es ist mir so... Ich bin halt auch wirklich traurig über was du gesagt hast oder deine Entscheidung.
[18:29] Speaker 1: aber weißt du Tränen?
[18:32] Speaker 1: Das ist ja so wichtig dass sie dir signalisieren können als Gegenüber.
[18:36] Speaker 1: Dass irgendwas gerade doof.
[18:39] Speaker 1: Aber es gibt ja noch lange keine Gebrauchsanweisung das ganze Ding zu stoppen.
[18:46] Speaker 0: Absolut Punkt!
[18:51] Speaker 0: Das lassen wir jetzt mal kurz wirken.
[19:00] Speaker 1: Also ich glaube, wir dürfen den Zuhörern zu schauen wirklich irgendwie mitgeben versucht mal diesen Raum der da entsteht dem zu halten es nicht immer per se gleich weg machen zu wollen sondern zu halten und auch wieder hier bei euch zu bleiben ... ruhig zu bleiben,
[19:19] Speaker 0: ...
[19:19] Speaker 1: ... zu signalisieren.
[19:23] Speaker 1: Hier bist du sicher?
[19:25] Speaker 1: Und es gibt ja mal eine Lösung!
[19:27] Speaker 0: Was ich jetzt aber gerne dazu noch einmal sagen möchte... Es ist auch nicht so einfach.
[19:31] Speaker 0: Also...
[19:32] Speaker 1: Einfach mal hier die Rede halt schon!
[19:34] Speaker 0: Also wie das gleich rausgeschoben kommt,
[19:36] Speaker 0: ja?!
[19:36] Speaker 0: Es klingt dann immer so bleibt bei dir und so weiter, aber schlussendlich... Das ist viel Arbeit, das
[19:41] Speaker 1: ist viel Übung
[19:43] Speaker 0: und dann klappt es halt auch nicht sondern wir haben geübt viel, lange und wie immer noch.
[19:50] Speaker 0: Es klappt auch mal besser und mal denkt man so... What's up?
[19:54] Speaker 1: Ich muss atmen!
[19:56] Speaker 0: Ja aber es hilft auf jeden Fall dran zu bleiben und sich auch mit Sicht zu beschäftigen weil umso klarer ich mit mir selbst bin umso besser ist das auch was ich an die Kinder weitergebe.
[20:11] Speaker 1: ja in deinem inneren Ordnung und quasi Stabilität in deinem Inneren, in deinen Gedanken.
[20:18] Speaker 1: In deinem Sein umso stabiler und sicher bist du mit den Kindern.
[20:22] Speaker 1: Also, setz it!
[20:24] Speaker 0: Punkt fertig aus bis nächste Woche.
[20:28] Speaker 1: Also ich sage nochmal ordentlich tschüss.
[20:32] Speaker 1: Und ja wir wollen natürlich auch diesmal wieder euch die Möglichkeit geben uns Fragen zu stellen.
[20:38] Speaker 1: Ihr habt schon einige Fragen gestellt.
[20:40] Speaker 1: immer gerne weiter so...
[20:42] Speaker 0: Wir haben überlegt tatsächlich mal eine Fragefolge zu machen, wo wir so ein bisschen die Fragen auch mal sortieren und nacheinander mal ein bisschen abzuarbeiten.
[20:51] Speaker 1: Ja jetzt haben wir es ja immer so ein bißchen so gemacht dass die Fragen, die wir bekommen haben, in diese Folgen mit einfliessen?
[20:57] Speaker 0: Wo's gepasst hat, haben wir versucht so die Thematiken aufzubauen.
[21:02] Speaker 0: Wir hatten dieses Thema Geschwister ganz viel Geschwistersdynamik, wir hatten viel Wut!
[21:07] Speaker 0: Wir hatten jetzt oft tatsächlich das mit Tränen Und da haben wir gedacht ist eigentlich so ein großes gutes Thema.
[21:14] Speaker 0: Also wir versuchen da wirklich einen Punkt ein bisschen zu bleiben auch.
[21:19] Speaker 0: Ja, das Liebe da für uns.
[21:20] Speaker 0: Das
[21:20] Speaker 1: Liebe da, Herzen hört, teilt diese ganzen Sachen folgt uns auf Instagram dass wir da auch noch viele Menschen erreichen die diese Themen irgendwie brauchen.
[21:31] Speaker 1: Auch genau gebrauchen können!
[21:33] Speaker 0: Ja, für den Perspektivwechsel.
[21:36] Speaker 0: Bis nächste Woche ihr Lieben
[21:37] Speaker 1: bis nächste Woche.

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