# Ein Spiel und seine Geschichte: Guardians of Infinity

An episode of [Stay Forever - Retrogames & Technik](https://invisiblenetwork.ai/podcast/461077931), 30 Sep 2025, 1 h 30 min.

Audio: https://audio.podigee-cdn.net/2136985-m-d42cf442f7d2f6f3b7e2181e865848fb.mp3?source=feed

Live von der SF Con Nord 2025 Im Unterstützerdenformat „Neuzugänge“, in dem wir darüber sprechen, was wir neu in unsere Spielesammlungen aufgenommen haben, kamen wir in Folge 7 auf das Spiel Guardians of Infinity: To Save Kennedy. Aus einer Bemerkung in dem Gespräch entstand eine Aktion der SF-Community und, Jahre später, eine Recherche von Chris. Die hat er für sich behalten und dann, auf der SF Con Nord 2025 Gunnar und einem Publikum vorgetragen. Diese Folge ist der Mitschnitt des Gesprächs. Auf der Bühne gab eine Projektion dazu, die Bilder davon sind per Kapitelmarken in den Podcast integriert, werden im Dialog aber auch immer beschrieben. Viel Spaß beim Hören! Produktions-Credits: Sprecher, Redaktion: Christian Schmidt, Gunnar Lott Audioproduktion: Fabian Langer, Christian Schmidt Live-Recording: Daniel Sturm Titelgrafik: Johannes DuBois Intro & Outro: Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik) Aufgenommen live auf der Stay Forever Convention in Hannover am 31. August 2025. Herzlichen Dank an Natascha (meep), Antonia, Jan (Scarfy) und Andreas sowie an F.J. Lennon und John Antinori! Im Gespräch erwähnte und weiterführende Links: Das Spiel auf Gog: https://www.gog.com/en/game/guardiansofinfinitytosavekennedy Das Spiel auf Steam: https://store.steampowered.com/app/1357570/GuardiansofInfinityToSaveKennedy/ Stay Forever Neuzugänge #7 auf Patreon (https://www.patreon.com/posts/neuzugange-7-45956308) oder Steady (https://steady.page/de/stayforever/posts/91426b5e-1104-4636-8ef2-77297c3668eb) Andreas' Walkthrough-Video: https://www.youtube.com/watch?v=Q72k5KfAzto Text-Walkthrough auf stayforever.de: https://www.stayforever.de/artikel/walkthrough-guardians-of-infinity-to-save-kennedy/ Andreas' Artikel auf "Das klappt so nicht" https://www.dasklapptsonicht.de/guardians-of-infinity-to-save-kennedy/ Nataschas Twitch-Kanal: https://www.twitch.tv/meeplein Webseite von F.J. Lennon: http://www.fjlennon.com/ Unterstützung & Interaktion: Unterstützt Stay Forever: Ohne die Unterstützung von rund 7.500 Hörenden via Abo wäre dieser Podcast nicht möglich. Abos starten bei rund fünf Euro monatlich, jede/r Abonnent/in hat Zugang zum kompletten Archiv mit hunderten Extra-Folgen, zu denen jeden Monat 6-8 weitere dazukommen: Steady Patreon Wo wir sind: Unsere kostenlosen Folgen gibt es auf stayforever.de sowie in jeder Podcast-App, auf Spotify, RTL+, Amazon Music, Deezer und Youtube. Im Zweifel einfach “Stay Forever Podcast” suchen, damit findet man uns überall. Wer direkt den Feed braucht, hier: Stay-Forever-Podcast-Feed (RSS) Community: Teilt eure Gedanken, Erfahrungen, Lob und Kritik direkt im Folgen-Thread auf community.stayforever.de oder im Stay Forever Discord. Wir sind auch auf Facebook, BlueSky, Instagram und Mastodon. Support und Hilfe: Fragen gern per Mail an info@stayforever.de, wir haben aber auch strukturierte Infos zum Nachlesen, etwa ein generelles FAQ und ein spezielles FAQ für Unterstützer. Oder eine Liste aller Podcasts, ebenfalls unterteilt in öffentliche Folgen und Folgen für Unterstützer. Eine Vorschau auf das kommende Programm gibt es an jedem 1. eines Monats im Insider, unserem E-Mail-Magazin. SF-Mechandise: Wir haben einen eigenen Shop namens Retroshirty, wo es allerlei schöne Sachen für Retronauten gibt, neben Shirts, Caps und Postern auch Retrogames-Bücher und Geschenkgutscheine. Spenden: Stay Forever unterstützt aktiv den Retrogames e.V., die Hamburger Tafel e.V., das Internet Archive und Wikipedia.

## Transcript

[0:24] Chris: Hallo Gunnar.
[0:25] Gunnar: Hallo Christian, ich bin so gespannt. Ich weiß ja wie immer nichts.
[0:28] Gunnar: Er hat mir nichts erzählt.
[0:30] Chris: Die Prämisse von einem Spiel und seiner Geschichte ist ja, dass einer von uns
[0:34] Chris: dem anderen etwas über ein Spiel erzählt, von dem wir sicher sind,
[0:37] Chris: dass der andere das nicht kennt.
[0:39] Chris: Aber diese Regeln müssen wir heute brechen, denn ich weiß, dass du das Spiel
[0:44] Chris: kennst, über das wir heute sprechen.
[0:46] Gunnar: Endlich die Dark-Omen-Geschichte neu aufgearbeitet.
[0:49] Chris: Und ich weiß das deswegen, weil wir über dieses Spiel schon mal gesprochen haben,
[0:53] Chris: wir zwei. im Jahr 2021 im Zuge eines Unterstützerformats namens Neuzugänge.
[0:59] Chris: Das war die siebte Neuzugänge-Folge.
[1:01] Chris: Und das Spiel, um das es damals ging und auch heute geht, ist dieses hier.
[1:06] Chris: Guardians of Infinity to Save Kennedy heißt es. Ich bin mir sicher,
[1:12] Chris: dass du dich daran erinnerst.
[1:13] Gunnar: Das hat einen tiefen Eindruck hinterlassen, das Spiel.
[1:16] Chris: Ja, jetzt ist natürlich die Frage, was soll das? Warum sprechen wir hier über
[1:21] Chris: ein Spiel, das wir beide schon besprochen haben?
[1:24] Gunnar: Besprochen ist eine sehr großzügige Auslegung.
[1:27] Chris: Ja, aber wir haben zumindest schon mal drüber geredet. Wir haben es gestreift,
[1:29] Chris: genau. Und das hat im Wesentlichen mit einer Sache zu tun, genauer gesagt mit
[1:34] Chris: einer Frage, die wir beide damals im Podcast gestellt haben.
[1:38] Chris: Und das war diese Frage.
[1:41] Einspieler: Christian, glaubst du, das hat jemals jemand durchgespielt? Nein.
[1:45] Einspieler: Ja, nie, ne? Nee. Das ist ein Spiel, das nie durchgespielt wurde.
[1:51] Gunnar: Ja, exzellente Frage, die da jemand gestellt hat.
[1:53] Chris: Die haben wir damals gestellt, diese Frage. Und im Nachgang dieser Frage sind Dinge passiert.
[1:58] Chris: Und das ist der Grund, warum wir heute nochmal über Guardians of Infinity sprechen.
[2:03] Chris: Und ich möchte dir gerne die Geschichte dieses Spiels erzählen und aber gleichzeitig
[2:07] Chris: dir und euch auch die Geschichte, was danach passiert ist. Ich habe das Spiel hier.
[2:13] Chris: Schauen wir es uns erst mal an. Das ist das Cover. Beschreib mal erst mal,
[2:17] Chris: was auf dem Cover zu sehen ist.
[2:19] Gunnar: Das ist ein wildes Cover. Das ist ein gezeichnetes Cover.
[2:23] Gunnar: Also das Wort Krude drängt sich auf erst mal. Das ist ein einfach gezeichnetes
[2:27] Gunnar: Cover und das zeigt eine Reihe von Personen, von denen man noch nicht genau weiß, was es ist.
[2:32] Gunnar: Es könnten Bösewichter sein, es könnten auch eine Heldengruppe sein,
[2:35] Gunnar: man weiß es nicht. Leute mit so einem gewissen 80er, 90er-Vibe von den Klamotten her.
[2:41] Gunnar: Eine vollbusige Dame mit einer Waffe, die so ein bisschen raussticht.
[2:44] Gunnar: Und es ist da drauf, John F.
[2:47] Gunnar: Kennedy einmal im Profil und einmal in seinem natürlichen Habitat auf eine Uhr geklebt als Bild.
[2:54] Chris: Ja, was für eine Bewandtnis könnte die Uhr da haben? Die ist ja natürlich nicht ohne Grund hier drauf.
[2:59] Gunnar: Das ist wahr. Also wir wissen das ja schon, deswegen kann ich ja aus meinem
[3:03] Gunnar: Wissen ein bisschen schöpfen, dass es bestimmt ein Zeitreisespiel ist.
[3:05] Chris: Sag es ruhig, genau. Es hat was mit Zeit und Zeitreise in diesem Fall zu tun.
[3:09] Chris: Das Spiel, das stammt aus dem Jahr 1988 und das kommt, das ist jetzt beim Thema John F.
[3:15] Chris: Kennedy nicht so überraschend, aus den USA und zwar von einer Firma namens Paragon
[3:18] Chris: Software. Das steht ja hier auch groß auf dem Cover drauf.
[3:21] Chris: Die Firma ist uns schon mal untergekommen, also zumindest eine Spätform dieser
[3:25] Chris: Firma. Weißt du noch wann?
[3:26] Gunnar: Nein. Hä? Die Paragons?
[3:28] Chris: Ja, also abgesehen davon, dass Sie uns in den Neuzugängen schon mal begegnet
[3:32] Chris: sind, aber wir beide hatten eine Stay Forever Spielstaffel über Bloodnet.
[3:37] Chris: Bloodnet ist zwar bei Microprose erschienen, aber kommt eigentlich von Paragon Software.
[3:42] Chris: So, jetzt mach mal auf die Schachtel und beschreib mal kurz, was da drin ist.
[3:45] Gunnar: Zwei Disketten, A und B, gut, dann nochmal drei Disketten, es sind einmal dreieinhalb
[3:52] Gunnar: Zoll und einmal fünf und viertel Zoll Disketten und diese dreieinhalb Zoll Disketten
[3:57] Gunnar: sehen aus wie Programmdisketten.
[4:01] Gunnar: Bei diesen anderen Disketten sind es zwei Disketten, die wahrscheinlich identisch
[4:04] Gunnar: sind, also denselben Inhalt haben und eine dritte Diskette, wo Top Secret draufsteht.
[4:09] Gunnar: Ich weiß gar nicht, ob ich da drauf gucken darf.
[4:11] Chris: Nein.
[4:11] Gunnar: Und da steht, es sei eine Slideshow, also ein Dia-Vortrag, um mir in meiner
[4:16] Gunnar: Mission zu helfen. Da sind Informationen drauf, geheime Informationen.
[4:19] Chris: Geheime Informationen in Form eines Dia-Vortrags, das klingt ja schon mal sehr achte.
[4:23] Gunnar: Wahnsinnig, genau. Und sie sind von Tempus Frangit und das ist offenkundig das
[4:27] Gunnar: Institut für zeitgeschichtliche Forschung. Temporale Forschung.
[4:32] Chris: Zeitreise.
[4:33] Gunnar: Das sind einfach die Zeitreise. Und das habe ich jetzt hier in der Hand.
[4:39] Chris: Ja, gehe da vorsichtig damit um. Was haben wir noch in der Packung?
[4:43] Gunnar: Dann ist hier so ein Zettel, den brauchen wir glaube ich nicht so dringend.
[4:47] Chris: Zwei Dinge sind noch wichtig.
[4:48] Gunnar: Dann ist hier das, was aussieht wie ein Handbuch, nehme ich an,
[4:51] Gunnar: ein technisches Handbuch.
[4:53] Chris: Das ist nicht das Handbuch.
[4:53] Gunnar: Das ist eine Novelle.
[4:55] Chris: Das ist eine Kurzgeschichte, genau.
[4:57] Gunnar: Eine Erzählung, die sich wahrscheinlich um das Spiel dreht oder um die Geschichte
[5:00] Gunnar: des Spiels, kann mich an nichts erinnern.
[5:03] Chris: Vier Jahre her und wir können uns später an nichts mehr.
[5:06] Gunnar: Da haben wir bestimmt 20 Minuten drüber gesprochen und ich weiß nichts mehr.
[5:09] Gunnar: Und hier ist jetzt aber das Handbuch. Das Gameplay erklärt offenkundig,
[5:13] Gunnar: aber auch noch weitere Funktionen hat.
[5:15] Chris: Ja, das erklärt auch unter anderem sozusagen die Ausgangslage.
[5:18] Chris: Wenn du mal auf Seite 3 blätterst, da steht kurz zusammengefasst die Vorgeschichte.
[5:22] Chris: Ich habe das mal ins Deutsche übersetzt. Lies mal kurz vor, was da steht.
[5:25] Gunnar: Es ist das Jahr 2087. Zeitverwirbelungen drohen.
[5:30] Gunnar: Denn die könnten das Raum-Zeit-Kontinuum zerstören. Der weltbekannte Temporalforscher
[5:34] Gunnar: Adam Cooper hat die Störungen bis zum 22.
[5:37] Gunnar: November 1963 zurückverfolgt. Dem Tag, an dem der US-Präsident John F.
[5:43] Gunnar: Kennedy ermordet wurde.
[5:44] Gunnar: Cooper ist der Erfinder der Zeitsphäre, einer fabelhaften Maschine,
[5:48] Gunnar: mit der man die Grenzen von Zeit und Raum überwinden kann.
[5:51] Gunnar: Cooper stellt eine Gruppe aus fünf Leuten zusammen, um mit ihnen ins Jahr 1963
[5:55] Gunnar: zurückzureisen und das tragische Attentat auf Kennedy zu verhindern.
[6:01] Chris: Tja, und selbstverständlich ist das etwas, was dann an uns hängen bleibt.
[6:05] Chris: Aber diese Zeitstörungen im Jahr 2087, diese Risse im Raum-Zeit-Kontinuum,
[6:11] Chris: wie äußern die sich nun laut dieser Top-Secret-Slideshow-Diskette,
[6:14] Chris: die im Endeffekt das Intro des Spiels ist,
[6:17] Chris: äußert sich das dadurch, dass zum Beispiel Dinosaurier auf einmal durch die Städte trampeln.
[6:23] Chris: Und dieses Intro, das beschreibt dann auch, wie Cooper und sein Team diese Zeitsphäre
[6:27] Chris: hier im Hintergrund das gelbe Ding stehlen müssen. Das ist Conan.
[6:30] Chris: Genau, Cooper muss nämlich, das erklärt uns dieses Intro, damit eine Ablenkung
[6:34] Chris: geschaffen wird, damit sie dieses Zeitreise-Ding stehlen können,
[6:37] Chris: muss er das Zeitgefüge noch mehr destabilisieren.
[6:39] Chris: Was offensichtlich dazu führt, dass Conan der Barbar auf einmal im Jahr 2087 rumrennt.
[6:46] Chris: Warum muss er das eigentlich stehlen, wenn es doch sein Institut ist?
[6:48] Chris: Naja, weil da gibt es einen Gegenspieler, den sogenannten Highfather,
[6:51] Chris: eine mysteriöse Figur, tritt immer nur mit Maske auf und versucht,
[6:55] Chris: das Vorhaben dieser Zeitreise zurück ins Jahr 63 zu verhindern.
[7:00] Chris: Wir erfahren dann auch schon im Handbuch, dass dieser Typ, dieser Highfather,
[7:06] Chris: auch derjenige ist, der überhaupt hinter dem Attentat an Kennedy steckt.
[7:11] Chris: Also der ist zurückgereist ins Jahr 63 und hat überhaupt erst dafür gesorgt,
[7:15] Chris: dass Kennedy ermordet wird. Also eigentlich muss man das ungeschehen machen.
[7:18] Gunnar: So war das.
[7:18] Chris: Was er hier macht. Aber wir merken schon, es geht die ganze Zeit um einen Mann.
[7:22] Chris: Es geht um John F. Kennedy und seine Ermordung.
[7:25] Chris: Und ich glaube, da müssen wir erstmal ein bisschen den Rahmen setzen,
[7:27] Chris: weil das ist für das Spiel sehr wichtig. Also ein kleiner Ausflug in die Geschichte.
[7:31] Chris: Gunnar, spontan aus dem Stegreif, was weißt du denn über John F. Kennedy?
[7:37] Gunnar: Über die Person John F. Kennedy oder über das Attentat?
[7:40] Chris: Erstmal die Person. Zum Attentat kommen wir gleich noch.
[7:42] Gunnar: Es war ein amerikanischer Präsident, kommt aus einer Dynastie von amerikanischen
[7:46] Gunnar: Quasi-Adligen, den Kennedys halt, eine reiche Familie.
[7:49] Chris: Geldadel.
[7:50] Gunnar: Geldadel, genau. Und war ein junger Präsident, mit großen Hoffnungen ins Amt
[7:55] Gunnar: begleitet, progressiver Präsident, ein Präsident der Demokraten und war so ein
[8:00] Gunnar: Popstar-Präsident mit seiner hübschen Frau auch und so.
[8:02] Gunnar: Die haben sich da sehr gezeigt und er hat sehr mit seiner Person gearbeitet
[8:07] Gunnar: und seinem guten Aussehen.
[8:08] Chris: Ja, das ist schon sehr gut zusammengefasst. Der 35.
[8:11] Chris: Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, der wurde 1961 vereidigt und
[8:18] Chris: im dritten Jahr seiner Amtszeit 1963 ermordet.
[8:22] Chris: Er ist damit der vierte Präsident in der Geschichte dieses Landes,
[8:24] Chris: die einem Attentat zum Opfer fallen.
[8:26] Chris: Da gab es vorher schon welche, also Abraham Lincoln berühmterweise,
[8:29] Chris: aber bis heute auch der letzte, der im Amt einem Attentat zum Opfer gefallen
[8:32] Chris: ist. Und ja, also wir haben da eine Ära in den USA, da hatten wir vorher zwei
[8:37] Chris: Amtszeiten von Kennedys Vorgänger, von Dwight D.
[8:40] Chris: Eisenhower, ein verdienter General im Zweiten Weltkrieg, der gehörte zur Partei
[8:45] Chris: der Republikaner, also das war eher der konservative Flügel.
[8:48] Chris: Und in dieser ganzen Ära, in den 50er Jahren, sind wir mitten im Kalten Krieg.
[8:52] Chris: Da ist das primäre innen- und außenpolitische Ziel in der Ära Eisenhower der
[8:56] Chris: Kampf gegen den Kommunismus.
[8:58] Chris: Auch im Inneren des Landes. Aber unter Eisenhower beginnen schon Dinge,
[9:01] Chris: die wir heute stark mit Kennedy verknüpfen.
[9:03] Chris: Das Space Race zum Beispiel, das Wettlauf mit der Sowjetunion ins All,
[9:07] Chris: das beginnt schon unter Dwight D. Eisenhower.
[9:09] Chris: Der Vietnamkrieg, der natürlich erst später ausbricht, aber das bahnt sich schon
[9:13] Chris: an. Diese ganzen Entscheidungen der USA, die letztendlich dann zu diesem Krieg
[9:16] Chris: münden, die beginnen schon unter Eisenhower.
[9:19] Chris: Aber natürlich auch diese Zuspitzung des Konflikts mit der Sowjetunion,
[9:23] Chris: aber auch so innenpolitische Sachen wie, wir sind da in der Ära des Civil Rights
[9:27] Chris: Movements, also Martin Luther King und Co.
[9:30] Chris: Und das beginnt auch schon unter Eisenhower, dass es da also Modernisierungen gibt.
[9:34] Chris: Die sogenannte Rassentrennung an den Schulen zum Beispiel wird schon vor Kennedy
[9:37] Chris: aufgehoben. Viele von diesen Agenda-Punkten werden dann aber von ihm aufgenommen
[9:41] Chris: und sind stark mit seiner Amtszeit verknüpft, weil er die natürlich auch vorangetrieben hat.
[9:45] Chris: Und wie du es schon sagtest, dieser John F. Kennedy, der kommt also dann sozusagen
[9:49] Chris: als das Gegenmodell zu Eisenhower, wo Eisenhower die Vergangenheit ist und verkrustet
[9:54] Chris: und altmodisch ist er hier das neue Ding, der Hoffnungsträger für Amerika,
[9:58] Chris: eben auch, weil er gut aussehende ist, sehr charmant, kann gut sprechen,
[10:01] Chris: sehr eloquent und hat Jacqueline, Jackie,
[10:04] Chris: seine Frau, also die beiden sind Medienstars auch noch dazu.
[10:08] Chris: Kennedy hat auch seine Dämonen. Der ist von schwerer Krankheit gezeichnet zum Beispiel.
[10:12] Chris: Er hat Rückenprobleme, ist ein Frauenheld, geht seiner Frau fremd und er erbt
[10:17] Chris: auch viele politische Probleme, die in seine Ära dann fallen.
[10:20] Chris: Die Invasion in der Schweinebucht, die so ein Desaster ist zum Beispiel.
[10:23] Chris: Da kommt dann die Kubakrise in seine Amtszeit. Der Mauerbau in Berlin fällt
[10:26] Chris: in seine kurze Amtszeit und so weiter. haben.
[10:30] Chris: Also das ist eine wilde Zeit. Schwierige Zeiten für einen Präsidenten.
[10:33] Chris: Noch dazu, wenn man vergleichsweise jung ist, er ist bei Amtsantritt 43,
[10:36] Chris: glaube ich, und lernt aber sehr schnell im Amt.
[10:39] Chris: Macht auch einige Sachen gut, managt die Kupagräse zum Beispiel sehr gut,
[10:43] Chris: sodass es also generell in der Bevölkerung diese Hoffnung gibt,
[10:45] Chris: naja, was wird dieser Mann alles erreichen, wenn er in die zweite Amtszeit geht.
[10:50] Chris: Aber so weit kommt es, wie gesagt, nicht, weil am 22.
[10:54] Chris: November 1963 wird diese Geschichte abgekürzt. Ich habe hier ein kleines Hilfsmittel
[10:59] Chris: für dich, Gunnar, dabei.
[11:03] Chris: Eines von vielen, vielen Büchern, die es zu dieser Ermordung gibt.
[11:07] Chris: Four Days heißt es in diesem Fall. Was weißt du denn über die Ermordung von John F. Kennedy?
[11:12] Gunnar: Es hat in Dallas stattgefunden. Man hat den Attentäter gefasst.
[11:16] Gunnar: Ich habe den Namen vergessen gerade.
[11:18] Chris: Aber kommen wir gleich dazu.
[11:19] Gunnar: Aber da kommen wir sicher noch zu, genau. Das war ein Scharfschütze aus der
[11:24] Gunnar: Entfernung und Kennedy ist im offenen Wagen gefahren, da gibt es diese bekannte
[11:28] Gunnar: Szene, wo dann halt geschossen wurde und dann fällt er da halt um.
[11:32] Gunnar: Und das ist schon alles, was ich noch weiß.
[11:34] Chris: Ja, das ist aber schon das Wesentliche. Genau, wir sind in Dallas und da ist John F.
[11:39] Chris: Kennedy mit Jackie gerade angekommen am Flughafen, fährt dann mit dem Gouverneur
[11:45] Chris: von Texas in einer offenen Limousine durch die Stadt und um 12.30 Uhr,
[11:50] Chris: da biegen sie dann vom Dealey Plaza auf die Elm Street und kommen an Texas School
[11:53] Chris: Book Depository vorbei, an einem mehrstöckigen Gebäude oder,
[11:57] Chris: Und dort lauert der Attentäter Lee Harvey Oswald, heißt er, und gibt drei Schüsse
[12:02] Chris: ab auf diese Limousine, verletzt auch den Gouverneur dabei, aber er trifft vor allen Dingen John F.
[12:07] Chris: Kennedy und der dritte Schuss trifft ihn dann tödlich in den Kopf.
[12:10] Chris: Ich habe jetzt hier mal Bilder aus diesem Buch, das ist bei dir auf Seite 20.
[12:14] Chris: Es gibt den berühmten Sab Ruder-Film, der genau diesen Moment festhält.
[12:18] Chris: Den möchte ich hier aber ehrlich gesagt nicht zeigen, weil das ist ein Moment,
[12:21] Chris: wo man sieht, wie ein Mensch stirbt. Aber wir können uns einen Ausschnitt aus
[12:25] Chris: einer Radioübertragung anhören.
[12:27] Chris: Da gab es kurz nach diesen Ereignissen eine Unterbrechung des Radioprogramms
[12:31] Chris: und ein Reporter, der vor Ort war, berichtet live in diesem Moment von dem,
[12:36] Chris: was man da weiß zu diesem Zeitpunkt. Das klingt so.
[12:38] Einspieler: Just a few minutes ago, the President of the United States turned from Houston
[12:44] Einspieler: Street onto Alms Street, and as he went by the Texas School Book Depository,
[12:48] Einspieler: headed for the triple underpass, there were three loud reverberating explosions.
[12:53] Einspieler: Nobody moved, everyone seemed stunned, and suddenly the Secret Service man sprang into action.
[12:59] Einspieler: The convertible burying the President and Mrs. Kennedy sped away.
[13:03] Einspieler: There are two witnesses who were near the President's car bei der Zeit der Explosionen,
[13:08] Einspieler: die sagen, dass die Schuss wurden von welcher Oberwindel wir nicht wissen.
[13:13] Chris: Also selbst wenn man das nicht verstanden hat, was er gesagt hat,
[13:16] Chris: ich glaube, man hat an dem Tonfall gehört und an der Atemlosigkeit,
[13:19] Chris: in der das berichtet wird, Und wie schockierend diese Ereignisse für alle Beteiligten waren.
[13:23] Chris: Und der Schütze, Lee Harvey Oswald, wir sehen ihn auf Seite 64.
[13:27] Chris: Da ist ein Foto von ihm. Der wird noch am gleichen Tag verhaftet.
[13:31] Chris: Noch am gleichen Tag das Mordes beschuldigt an John F. Kennedy.
[13:34] Chris: Und was passiert dann mit ihm, Gunnar? Weißt du das?
[13:37] Gunnar: Nein, das ist mir entfallen.
[13:39] Chris: Ist nicht so schlimm. Er wird zwei Tage später ermordet. Im Polizeihauptquartier von Dallas.
[13:44] Chris: Er soll da verlegt werden in ein anderes Gefängnis. und vom Nachtclub-Besitzer
[13:47] Chris: Jack Ruby wird er bei dieser Gelegenheit erschossen.
[13:52] Chris: Also der Präsident ist tot, der Attentäter ist tot und es steht dann damals
[13:58] Chris: eine riesige Frage im Raum, nämlich warum?
[14:02] Chris: Warum dieser Anschlag? Der Mann, der es vielleicht beantworten könnte,
[14:05] Chris: lebt auch nicht mehr zu diesem Zeitpunkt, Lee Harvey Oswald.
[14:07] Chris: Und das ist ein nationales Traum in den USA und ist sofort der Nähboden für
[14:12] Chris: Verschwörungstheorien. Es gibt einen offiziellen Untersuchungsbericht dazu,
[14:16] Chris: den sogenannten Warren Report, benannt nach Earl Warren, der damals der Vorsitzende
[14:20] Chris: Verfassungsrichter ist.
[14:21] Chris: Und dieser Report, der kommt zu dem Schluss, Lee Harvey Oswald war Einzeltäter,
[14:26] Chris: hat alleine diesen Plan gefasst und John F. Kennedy erschossen.
[14:30] Chris: Es gibt ganz viele Leute damals wie heute, die das nicht glauben,
[14:33] Chris: vielleicht auch nicht glauben wollen, auch deswegen, weil man bis heute nicht
[14:37] Chris: genau sagen kann, warum Lee Harvey Oswald das hätte tun sollen.
[14:40] Chris: Jacqueline Kennedy zum Beispiel nennt ihn einen armseligen kleinen Kommunisten.
[14:46] Chris: Aber selbst das ist umstritten, ob Lee Harvey Oswald wirklich überzeugter Kommunist
[14:49] Chris: war, ob das der Grund war, warum er John F.
[14:51] Chris: Kennedy erschossen hat. Man weiß es nicht mit Genauigkeit.
[14:54] Chris: Und das ist natürlich frustrierend. Und das beschäftigt die amerikanische Öffentlichkeit
[14:59] Chris: und auch die Kulturschaffenden damals und in der Folge.
[15:01] Chris: Es entstehen Sachen wie dieses Buch, Dokumentationen.
[15:04] Chris: Es gibt fiktionale Aufarbeitungen wie den Film JFK mit Kevin Costner von 1991.
[15:09] Chris: Es gibt zahlreiche Was-wäre-wenn-Geschichten.
[15:11] Chris: Stephen King zum Beispiel hat ja ein Buch geschrieben, Der Anschlag.
[15:14] Chris: Das ist auch so eine Zeitreisegeschichte. Was, wenn jemand zurückreisen könnte.
[15:18] Chris: Und es gibt eine Episode einer Fernsehserie, nämlich der Fernsehserie The Twilight
[15:24] Chris: Zone. Das kennst du, oder? Oder hast du schon mal davon gehört?
[15:27] Gunnar: Ja, ja, ja.
[15:28] Chris: Genau. Und in den 80er Jahren….
[15:30] Gunnar: Ein investigatives Magazin, für die Leute, die das nicht kennen.
[15:34] Chris: Ja, wir sind bei fictionalen Aufbereitungen. Eine Staffel von The Twilight Zone
[15:38] Chris: läuft auch in den 80er Jahren.
[15:39] Chris: Und da gibt es eine Folge namens Profile in Silver. Die läuft am 7.
[15:44] Chris: März 1986 im US-Sender CBS.
[15:47] Chris: Und die dreht sich um einen Zeitreisenden namens Dr.
[15:50] Chris: Joseph Fitzgerald, der in die 60er Jahre zurückkehrt und zwar nominell als Beobachter.
[15:55] Chris: Der soll da sozusagen Zeitforschung betreiben. Vielleicht gehört er auch zu Tempus Frangit.
[15:59] Chris: Also der ist so ein Embedded Forscher sozusagen.
[16:02] Chris: Und der fiebert natürlich diesen 22. November hin, der Ermordung Kennedys,
[16:06] Chris: weil das so ein wichtiges geschichtliches Ereignis ist.
[16:08] Chris: Und dann ist er da auch vor Ort in Dallas. Und was dann passiert,
[16:12] Chris: das können wir uns mal angucken.
[16:23] Chris: Das ist er, der Doktor.
[16:57] Gunnar: Er hat das verhindert?
[16:59] Chris: Ja, da geht ihm auf, was er angerichtet hat. Ja, er hat das Attentat verhindert.
[17:02] Chris: War das eine gute Idee, Gunnar? Was glaubst du?
[17:05] Gunnar: Er scheint es nicht zu denken. Möglicherweise hat er Zeitverwirbelungen ausgelöst.
[17:10] Chris: Also um das klarzustellen, das war nicht der Esch der John F.
[17:13] Chris: Kennedy, den wir da gesehen haben. Das war ein Schauspieler.
[17:17] Chris: Und ja, in dieser Folge war das
[17:19] Chris: eine schlechte Idee. Da gibt es sofort Konsequenzen im Raum Zeitkontinuum.
[17:22] Chris: Unmittelbar danach wird West-Berlin von den Russen eingenommen als Konsequenz,
[17:26] Chris: dass der Präsident noch lebt und so. Und schließlich stellt sich raus, Kennedy muss sterben.
[17:30] Chris: Für die Geschichte der Zeit ist das wichtig. Das Entscheidende daran ist aber
[17:34] Chris: diese Folge der Twilight Zone.
[17:36] Chris: Das, was wir gerade gesehen haben, das sehen im März 1986 auch zwei junge Männer.
[17:40] Chris: Die sind beide 22 Jahre alt zu dem Zeitpunkt und die sind Roommates,
[17:45] Chris: also die wohnen gemeinsam und zwar in einem Studentenwohnheim des St.
[17:49] Chris: Vincent College in Pennsylvania an der US-Ostküste.
[17:53] Chris: Das liegt in Latrobe.
[17:55] Chris: Die nächstgrößere Stadt ist Pittsburgh. Ich habe eine Postkarte aus den 60ern
[17:58] Chris: von La Trope dabei. Das unten ist das St. Vincent College. Was ist das oben, Gunnar?
[18:02] Gunnar: Ein Flugplatz.
[18:03] Chris: Die andere große Attraktion, das ist der Flugplatz von La Trope.
[18:07] Chris: Da müssen sie schon sehr verzweifelt gewesen sein, was sie noch auf diese Postkarte draufnehmen könnten.
[18:12] Chris: Also das ist eine Kleinstadt, die hat damals ungefähr 10.000 Einwohner.
[18:16] Chris: Und das Wichtigste daran ist schon diese katholische Privat-Uni,
[18:18] Chris: dieses St. Vincent College.
[18:20] Chris: Aber La Trope, das ist für euch euer Funfact des Tages, vielleicht des ganzen
[18:24] Chris: Wochenendes. La Trobe, Pennsylvania ist der Ort, wo der Banana-Split erfunden wurde.
[18:29] Chris: Also wenn ihr das nächste Mal einen Banana-Split esst, es ist jetzt fest in
[18:34] Chris: eurem Gedächtnis, La Trobe, Pennsylvania.
[18:37] Chris: Die beiden Männer, von denen ich gesprochen habe, da sind sie.
[18:40] Chris: Ein bisschen später, das Foto ist aus den 90ern, aber damit wir ein ungefähr
[18:44] Chris: zeitgenössisches Foto haben.
[18:46] Chris: Die sind Studenten, also an diesem St. Vincent College und die können sich mal
[18:50] Chris: selbst vorstellen. Der erste davon ist F.J. Lennon.
[18:53] Einspieler: Hi, I'm F.J. Lennon. I was co-founder of Paragon Software and I was co-designer
[18:58] Einspieler: and co-writer of Guardians of Infinity to Save Kennedy, which was my first game ever.
[19:04] Chris: Also das ist F.J. Lennon, er ist der Mitgründer von Paragon Software,
[19:08] Chris: den Macher von Guardians of Infinity und der Designer von Guardians of Infinity und der andere.
[19:14] Einspieler: Hi, I'm John Antonori and I was a co-writer and game designer for Guardians
[19:18] Einspieler: of Infinity to save Kennedy.
[19:21] Gunnar: Das ist der Bloodnet-Typ.
[19:22] Chris: Das ist der Bloodnet-Typ, genau, den haben wir interviewt damals bei Bloodnet.
[19:26] Chris: Und im Jahr 1986, da sind die also beide noch in La Trobe in Pennsylvania.
[19:30] Chris: Der FJ auf der linken Seite, der ist ein Jahrgang weiter als John.
[19:35] Chris: Die sind aber wie gesagt, die wohnen zusammen und sind Freunde.
[19:38] Chris: Und während John noch studiert, ist FJ schon in einer Firma involviert,
[19:41] Chris: nämlich eben in jener Paragon Software, die er im Jahr 1985 mitgegründet hat.
[19:45] Chris: Da gibt es noch zwei weitere Kommilitonen, Anthony Davis und Mark Saramat, die das mitgründen.
[19:50] Chris: Die spielen für unsere weitere Geschichte keine Rolle mehr.
[19:53] Chris: Der Anthony Davis, der steigt auch nach kürzester Zeit wieder aus aus dieser Firma.
[19:56] Chris: Und den Mark Saramat erwähne ich nur deswegen, weil der letztes Jahr nochmal
[19:59] Chris: in den Nachrichten war und zwar in den USA zumindest mit dieser Schlagzeile.
[20:04] Chris: I'm a trophy wife, here's how
[20:05] Chris: I bagged my rich husband. Und das auf der rechten Seite ist Mark Saramat.
[20:09] Chris: Und der hat sich eine 30 Jahre jüngere Influencerin geangelt letztes Jahr.
[20:14] Chris: Also herzlichen Glückwunsch.
[20:14] Gunnar: Und wenn er wen geangelt hat? Also die Schlagzeile ist ja eindeutig hier.
[20:18] Chris: Die Schlagzeile ist eindeutig, genau. Gut, Klammer zu, der Mann spielt keine
[20:21] Chris: Rolle mehr. Wir sind bei Paragon Software.
[20:23] Chris: Und der Name legt es ja nahe. Diese Firma wird gegründet in erster Linie,
[20:28] Chris: um Software zu machen. Ihr erstes Programm ist ein Buchhaltungsprogramm für
[20:31] Chris: den Commodore 128, ausgerechnet.
[20:35] Chris: Und F.J., der da ja mit dabei ist, der ist aber kein Programmierer oder sowas.
[20:38] Chris: Der hat studiert Kommunikationswissenschaft mit Nebenfach Englisch.
[20:42] Chris: Und er ist auch gar nicht so begeistert von diesem Buchhaltungszeug,
[20:45] Chris: sondern die jungen Paragon-Leute, die sind zu der Zeit interessiert in etwas
[20:48] Chris: anderem, wie er mir erzählt hat.
[20:50] Einspieler: Wir waren alle auf die Spielzeuge, insbesondere die Arcade-Games,
[20:55] Einspieler: wo man zum Pizza-Place, ein Quartner in die Karate-Champagne spielt.
[20:59] Einspieler: We pivoted into games and we did a product called Master Ninja.
[21:04] Chris: Master Ninja, das war das erste Spiel von Paragon Software und das ist inspiriert
[21:09] Chris: von Karate Champ, hatte er ja gerade gesagt.
[21:11] Chris: Und Karate Champ ist dieser Spielehandspiel, das das Vorbild dann ist für Way
[21:15] Chris: of the Exploding Fist und International Karate und so weiter.
[21:19] Gunnar: Das sieht ganz gut aus.
[21:20] Chris: Welches von den beiden? Der Screenshot oder das Cover?
[21:22] Gunnar: Das Cover sieht schauderhaft aus, aber nee, das Cover ist auch nicht schlecht,
[21:24] Gunnar: ehrlich gesagt. Jetzt würde ich sagen, es ist beides ganz gut.
[21:27] Gunnar: Und es wurde von EA gemacht, also es wurde von EA gepublished.
[21:31] Chris: Vertrieben war. Vertrieben, genau. Am Anfang, später, dann waren sie bei Microprose
[21:34] Chris: im Vertrieb. Das Cover ist das Beste an dem Spiel, wenn du mich fragst.
[21:38] Chris: Also qualitativ können wir das gleich wieder vergessen.
[21:40] Gunnar: Ich finde, es hat sehr schöne Berge im Hintergrund.
[21:42] Chris: Ja, wenn man was Nettes über das Spiel sagen möchte, dann kann man das tun.
[21:46] Gunnar: Nicht alle Spiele haben schöne Berge.
[21:48] Chris: Ja, das ist wie gesagt das erste Spiel. 1986 stößt dann der John Antinori dazu,
[21:54] Chris: der dann jetzt auch fertig ist und er und F.J.
[21:57] Chris: Lennon überlegen gemeinsam, was könnten sie denn jetzt für ein Spiel machen für Paragon Software.
[22:01] Chris: Die sind beide keine Programmierer. Die kommen beide vom Schreiben her,
[22:04] Chris: vom kreativen Schreiben und dann denken sie ja logischerweise irgendwas mit
[22:07] Chris: Text, ein Text-Adventure.
[22:09] Chris: Das kann man im Jahr 86 schon noch machen, würde ich sagen.
[22:11] Gunnar: Kann man easy noch machen. Muss man ein bisschen Innovatives machen.
[22:15] Gunnar: Die großen Sachen sind schon gemacht zu der Zeit. Die Standards.
[22:18] Chris: Ja, aber das ist ja zwei Jahre vor einem Manic Mansion zum Beispiel,
[22:21] Chris: da bahnt sich die Ära der Grafik-Adventure zwar schon an, aber wir sind eigentlich
[22:25] Chris: noch in den guten Zeiten der Text-Adventure.
[22:26] Chris: Es ist also jetzt nicht absurd zu sagen, wir machen sowas.
[22:29] Chris: Aber dazu brauchen sie zwei Sachen. Sie brauchen einen Parser, logischerweise.
[22:32] Chris: Sie sind ja keine Programmierer, aber dann wird ein junger Mann angestellt.
[22:35] Chris: Thomas Holmes, der macht später noch lange Karriere in der Branche.
[22:38] Chris: Der hat dann später Halo-Titeln mitgemacht. Der hat dann Forza-Spielen mitgemacht in Leitner-Position.
[22:43] Chris: Aber damals fängt er also an hier bei Paragon und schreibt ihnen diesen Parser.
[22:48] Chris: Und sie brauchen eine Idee. Du sagtest gerade, es muss schon irgendwas Originelles
[22:51] Chris: sein und die Idee kommt daher.
[22:53] Chris: Die kommt von John F. Kennedy und wir sind wieder bei dieser Twilight Zone Episode.
[22:56] Chris: Das haben die beiden gesehen und das ist ein Anstoß zu sagen,
[23:00] Chris: wir könnten uns mit der Ermordung von John F. Kennedy beschäftigen.
[23:05] Chris: Ich sagte es gerade schon, die beiden sind damals 22. Die Ermordung von Kennedy
[23:09] Chris: ist 24 Jahre her. Das war vor ihrer Geburt.
[23:12] Chris: Und ich fragte mich, wieso jetzt ausgerechnet mit dem Thema beschäftigen?
[23:17] Chris: Das ist für die ja auch altmodisch.
[23:19] Chris: Und daraufhin sagte John Antinori Folgendes.
[23:22] Einspieler: The assassination was 24 years ago, but it was recent enough,
[23:25] Einspieler: certainly for our parents. It was a living memory.
[23:27] Einspieler: I mean, I remember everyone's house had two books in it. There was a book about
[23:30] Einspieler: the Apollo 11 moon landing and a book about the Kennedy assassination. What was it called?
[23:34] Einspieler: 13 days or 11 days? Yeah. The coffee table book. And honest to God,
[23:39] Einspieler: up and through the 80s, you'd see that in people's houses all the time.
[23:42] Chris: Wie hieß das Buch, Gunnar?
[23:44] Gunnar: Er hat eben gesagt, das hieß Eleven Days, die hier heißt Four Days.
[23:47] Gunnar: Ich nehme mal an, es ist die Fortsetzung.
[23:49] Chris: Es heißt Four Days und es ist das Buch, das du gerade in den Händen hältst, genau.
[23:52] Chris: Aber er sagt im Wesentlichen, naja, für unsere Eltern war das super präsent,
[23:55] Chris: in den Häusern war das noch immer präsent und also war es für sie als Kinder auch präsent.
[24:02] Chris: Jetzt fassen die beiden also folgenden Plan. Wir nehmen diese Zeitreise-Idee
[24:05] Chris: aus Twilight Zone und übrigens auch noch eine weitere Inspiration,
[24:08] Chris: wie Sie erzählt haben, ist ein Comic.
[24:11] Chris: Wir müssen immer auch einen Comicbezug haben hier bei Ein Spiel und seine Geschichte.
[24:14] Chris: Aztec Ace hast du noch nie gehört. Das ist ein kurzlebiges Comic von 1985 und
[24:20] Chris: das dreht sich um einen Azteken, der durch die Zeit reist in einer Zeitsphäre,
[24:25] Chris: um Zeitprobleme zu lösen.
[24:27] Chris: Ja, ist toll. Also die beiden haben auch sehr geschwärmt davon.
[24:30] Chris: Die fanden das offensichtlich super.
[24:31] Gunnar: Boah, Sci-Fi und ein Krokodil. und Azteken.
[24:36] Chris: Also Ihre Idee ist,
[24:39] Chris: Man reist jetzt in ihrem Spiel zurück in den November 1963 nach Texas und zwar
[24:44] Chris: sieben Tage vor dem Anschlag auf John F.
[24:48] Chris: Kennedy und hat nun im Spiel sieben Tage Zeit, um zu verhindern,
[24:52] Chris: dass John F. Kennedy stirbt.
[24:53] Gunnar: Aber wenn der das Raumzeitgefüge, wenn der nicht stirbt, haben sie die Twilight
[24:57] Gunnar: Zone Folge nicht gesehen?
[24:58] Chris: Nein, sie kommen ja aus einer Zeit, wo das Raumzeitgefüge, die Dinosaurier,
[25:03] Chris: erinnerst du dich? Also das kann nicht mehr schlimmer werden.
[25:06] Chris: Die einzige Möglichkeit, es wieder zu heilen, ist zurückzugehen und das Attentat
[25:10] Chris: zu verhindern. Also das ist ja eigentlich eine ganz coole Prämisse.
[25:13] Chris: Aber wenn du jetzt in dieser Zeit Kapsel zurückreißen würdest und deine Aufgabe
[25:16] Chris: wäre, hier in sieben Tagen wird der Präsident erschossen, mach was dagegen,
[25:19] Chris: was würdest du denn machen? Wie könnte man das verhindern?
[25:23] Gunnar: Es kommt erstmal darauf an, was ist denn überhaupt das Problem in der späteren Zeit?
[25:26] Gunnar: Sind es die Dinosaurier oder diese komische Art, Bilder einzuscannen?
[25:30] Gunnar: Das ist doch nicht gepixelt.
[25:32] Chris: Doch, das ist gepixelt.
[25:33] Gunnar: Aber die anderen Sachen waren, die Pixelpixel sind zu random.
[25:36] Chris: Ja, das ist hundertprozentig gepixelt. Das ist natürlich auch ein Bild aus dieser Info.
[25:40] Gunnar: Das ist ja nicht das Schlimmste. Das Schlimmste war ja das von Kennedy vorher,
[25:42] Gunnar: was aussieht wirklich wie nach einem Foto. Na, egal.
[25:45] Chris: Also, was ich machen würde ist.
[25:48] Gunnar: Ich würde mich in diese Schule schleichen, von wo aus der Attentäter schießt
[25:52] Gunnar: und ich würde ihn in einem Boxkampf daran hindern, seine Flinte abzufeuern.
[25:56] Chris: Eine ausgezeichnete Idee, da wirst du leider schon auf den ersten Seiten des
[26:01] Chris: Handbuchs ausgebremst bei dieser Idee, denn da steht drin,
[26:06] Chris: im Jahr 1963 hat diese Warren-Kommission, von der ich vorhin berichtet habe,
[26:11] Chris: Lee Harvey Oswald als Einzeltäter identifiziert, aber im Jahr 2021 gibt es eine
[26:16] Chris: weitere Kommission, die Lambert Commission und die schlussfolgert,
[26:20] Chris: es hat mehr als einen Attentäter gegeben.
[26:23] Chris: Da wird also sofort hier die Luft aus deinem Versuch gelassen.
[26:25] Chris: Schon im Handbuch heißt das, ne, ne, ne, ne, ne.
[26:28] Chris: Oswald hat nicht allein gehandelt.
[26:30] Gunnar: Ich würde auch mit zwei hinfertig.
[26:31] Chris: Das ist es nicht. Ach und übrigens, ich habe nachgeguckt. Ich meine,
[26:34] Chris: das wurde geschrieben im Jahr 1987, 88, dieses Handbuch. Und ich habe nachgeguckt.
[26:40] Chris: Im Jahr 2021 war Deborah H. Lambert
[26:43] Chris: die Vorsitzende Richterin des Verfassungsgerichtshofs von Kentucky.
[26:47] Chris: Und das ist sie auch heute noch. Also vielleicht weiß Frau Lambert irgendwas, was wir nicht wissen.
[26:52] Gunnar: Die hat den Report geschrieben, aber nie veröffentlicht.
[26:54] Chris: Aber es ist so brisant, es wurde nie veröffentlicht. Genau.
[26:58] Chris: Nee, also das ist es nicht. Oswald ausschalten ist im Spiel nicht die richtige
[27:02] Chris: Lösung wäre, zu nahe legen.
[27:03] Chris: Stattdessen sagt das Spiel direkt, wie du vorgehen sollst, um das Attentat zu
[27:07] Chris: verhindern. Und zwar musst du John F.
[27:09] Chris: Kennedy persönlich davon überzeugen, dass er gar nicht erst nach Dallas fliegen
[27:13] Chris: soll. Also das wird für dich schon entschieden.
[27:15] Gunnar: Das ist aber sehr gründlich.
[27:16] Chris: Die Frage ist, wie mache ich denn das? Das ist natürlich leichter gesagt als
[27:19] Chris: getan, weil auch im Jahr 1963, wo Präsidenten noch in offenen Limousinen herumgefahren
[27:25] Chris: werden, kommt man trotzdem nicht so leicht an den Präsidenten der Vereinigten Staaten heran.
[27:30] Chris: Wenn man da überhaupt eine Chance haben will, dann muss man da über Leute in
[27:34] Chris: seinem Umfeld gehen, über Mittelsleute.
[27:37] Chris: Und jetzt kommen wir zu den zwei faszinierenden Twists an diesem Spiel,
[27:42] Chris: an Guardians of Infinity to Save Kennedy.
[27:44] Chris: Weil erstens, das ist gar kein Text-Adventure.
[27:48] Chris: Das ist eigentlich eine Simulation.
[27:50] Chris: Schon Text. Das, was wir vorhin gesehen haben, die Bilder waren nur aus der
[27:53] Chris: Intro-Diskette. Danach ist das reiner Text. Wir sehen das gleich noch, das Spiel.
[27:57] Chris: Aber das ist eine Simulation. Was das Spiel macht, oder sagen wir mal zumindest
[28:00] Chris: vorgibt zu machen, ist den Tagesablauf von John F.
[28:03] Chris: Kennedy und mehr als 100 Personen in seinem Umkreis zu simulieren über diese sieben Tage des Spiels.
[28:09] Chris: Hauptsächlich, wo halten die sich auf? Sind die zugänglich oder nicht?
[28:13] Chris: Und deine Aufgabe ist dann logischerweise, an irgendwelche Leute ranzukommen
[28:16] Chris: und die davon zu überzeugen, dass der Präsident in Gefahr ist.
[28:19] Chris: Und dass die das weitersagen, dass die demnächst Tören in der Rangordnung sagen,
[28:24] Chris: hier, gib das mal weiter.
[28:26] Chris: Und der zweite Twist ist, du steuerst da eigentlich gar keinen Charakter.
[28:31] Chris: Du bist im Spiel zwar Adam Cooper, aber der bewegt sich nie aus seiner Zeitkapsel raus.
[28:35] Chris: Die landet im Jahr 1963 in Fort Worth und da sitzt der da drin.
[28:39] Chris: Was du steuerst, ist dein Team.
[28:41] Chris: Denn wir hatten es ja vorhin gehört, du hast fünf Leute mit dabei und das ist
[28:45] Chris: ein reines Dialogspiel.
[28:46] Chris: Du gibst in Gesprächen, in Dialogen Anweisungen an deine Mitstreiter und schickst
[28:54] Chris: sie sozusagen auf Missionen und sagst, hier, triff dich mal mit X oder Y.
[28:58] Chris: Und weißt du was, Gunnar, das schauen wir uns jetzt einfach mal an,
[29:00] Chris: damit wir uns das besser vorstellen können.
[29:02] Gunnar: Ich erinnere mich. Also was wir vielleicht noch nicht gesagt haben,
[29:07] Gunnar: das Spiel heißt ja Guardians of Infinity und jetzt fällt es mir auch alles wieder
[29:09] Gunnar: ein, das hier sind die Guardians of Infinity.
[29:11] Chris: Das sind die Guardians of Infinity.
[29:12] Gunnar: Das ist deren Superhelden-Team-Name.
[29:14] Chris: Ganz genau.
[29:15] Gunnar: Und das ist ja sicherlich der erste Teil, weil To Save Kennedy ist ja nur der
[29:18] Gunnar: Untertitel. Danach hätten sie noch To Save Schweinebucht oder irgendwas.
[29:22] Chris: Wir kommen da noch dazu. Genau, richtig. So, guck mal, setz dich mal hier davor,
[29:26] Chris: vor das Ding. Wir sehen jetzt hier die Oberfläche an, das sieht das Spiel auch
[29:28] Chris: nicht aus. Das ist das, was man sieht.
[29:30] Chris: Du siehst hier unten das rote Feld, das ist dein Eingabefeld. Du bist Adam Cooper.
[29:34] Chris: Und ich sag dir mal, warte mal, bevor du loslegst, hier oben sind die Namen
[29:37] Chris: von deinen fünf Teammitgliedern.
[29:39] Chris: Das gelbe, Cooper, das ist deine Tochter.
[29:42] Chris: Adam Cooper hat eine Tochter namens Bridget. Und jetzt sprich mal,
[29:46] Chris: sprich mal mit Bridget. Mach einfach mal.
[29:50] Chris: Gunnar tippt, Cooper meet Kennedy. So, und jetzt antwortet Bridget,
[29:57] Chris: meinst du Ethel Kennedy?
[29:58] Chris: Ethel Kennedy ist die Frau von Robert Kennedy, dem jüngeren Bruder von John F. Kennedy.
[30:04] Gunnar: Ja klar, wen sonst?
[30:05] Chris: Yes. Jetzt sagt sie, Vater, ich habe kein Geld.
[30:11] Chris: Wie soll ich denn irgendwo anders hinkommen als Forrest Worth oder Dallas?
[30:18] Chris: Gunnar tippt, sende 100 Dollar an Ethel?
[30:24] Gunnar: Nein, nein, Quatsch.
[30:25] Chris: Das ignoriert das Spiel geflissentlich, weil es Quatsch ist.
[30:29] Chris: Sende 100 Dollar an Cooper.
[30:33] Chris: Do you want me to see Bridget? Instead of Ethel Kennedy, sagt sie,
[30:37] Chris: soll ich mich selber treffen, anstatt Ethel?
[30:39] Chris: Ich glaube, sie hat nicht ganz verstanden, was du von ihr wolltest.
[30:42] Gunnar: Aber sie hat zu wenig Geld, um sich selber zu treffen.
[30:43] Chris: Sie kann sich nicht selber treffen.
[30:45] Gunnar: Doch, doch, sie könnte sich selber treffen, sie hat nur kein Geld.
[30:47] Chris: Die Situation ist, die hockt hier neben dir in der Zeitsphäre.
[30:50] Chris: Die ist noch nicht anderswo. Du brauchst dir keine 100 Dollar schicken.
[30:53] Chris: Du hast nämlich auch keine 100 Dollar.
[30:54] Gunnar: Ich habe keine 100 Dollar?
[30:55] Chris: Nee.
[30:56] Gunnar: Inventory.
[30:57] Chris: Ah, sehr gute Idee. Es gibt kein Inventor in dem Spiel.
[31:00] Gunnar: Ja, das dachte ich mir schon, Blüttmann.
[31:02] Chris: Aber lieber mal ausprobieren.
[31:03] Gunnar: Okay, dann ist es, man darf kein so weites Ziel nehmen. Es muss irgendwas sein.
[31:07] Gunnar: Wo sind wir denn gelandet überhaupt? In New York?
[31:08] Chris: Wir sind in Fort Worth. Und du wirst als Adam Cooper auch nie woanders sein.
[31:12] Gunnar: Okay, aber ich kann sie ja ansprechen, das hat ja schon mal funktioniert.
[31:14] Gunnar: Also dann sage ich, Cooper, earn money.
[31:17] Chris: Ja, gute Idee. So, das ist der gleiche Antwort.
[31:21] Chris: Wenn sich nichts passiert, dann weißt du was? Ich gebe dir einen kleinen Tipp.
[31:24] Chris: Schreib mal Cooper, rob money. Oder steal money.
[31:28] Chris: Steal money, also stehl mal Geld.
[31:31] Chris: So, fragt sie, soll ich mein eigenes Geld stehlen oder soll ich das Geld einer
[31:35] Chris: Bank stehlen? Ich glaube, du hast das Spiel ganz schön verwirrt.
[31:39] Gunnar: Ah, diese Tastatur hier. Wer macht denn solche Tastaturen, warte.
[31:42] Gunnar: Cooper steal money from bank.
[31:48] Chris: Ja, sehr gut.
[31:51] Chris: Normalerweise sollte das funktionieren, aber ich glaube, du hast das Spiel jetzt
[31:54] Chris: in einen Status völliger Resignation mit wenigen Eingaben schon geschickt.
[31:59] Chris: Das reicht schon, Dankeschön.
[32:00] Gunnar: Sehr schön.
[32:01] Chris: Also wir merken schon...
[32:02] Gunnar: Ist nicht so leicht.
[32:07] Chris: Genau, wir merken an dieser Stelle schon, das ist nicht so leicht.
[32:13] Gunnar: Ich habe ja alles richtig gemacht. Das Spiel ist ja einfach kaputt.
[32:16] Chris: Ja, ganz genau. Also das klingt ja jetzt nach einem ungewöhnlichen System,
[32:20] Chris: dass du mit deinen Leuten redest und ihnen Anweisungen gibst.
[32:23] Chris: Es gibt kein Inventar, es gibt keine Verben oder so irgendwas.
[32:26] Chris: Es gibt keine Objekträtsel in diesem Spiel, sondern es gibt nur Anweisungen an dein Team.
[32:30] Chris: Das gab es aber vorher schon mal. Das ist inspiriert von einem anderen Spiel
[32:33] Chris: und zwar auch eines, das wir schon mal gestriffen haben, nämlich dieses hier.
[32:37] Chris: Erinnerst du dich noch zufällig?
[32:38] Gunnar: Ja, ja, ja.
[32:39] Chris: Das ist Star Trek The Kobayashi Alternative. Und weißt du noch,
[32:43] Chris: worum es da ging zufälligerweise?
[32:44] Gunnar: Das Kobayashi-Manöver ist ja diese berühmte Prüfung an der Sternenakademie,
[32:48] Gunnar: die man nicht schaffen kann.
[32:49] Chris: Ja.
[32:49] Gunnar: Wo man halt in eine verzweifelte Situation kommt und man kann das nicht mit
[32:53] Gunnar: den normalen Mitteln eines Käptens lösen. Das ist ein Training für Offiziere
[32:56] Gunnar: und berühmtermaßen hat die nur ein Mensch geschafft und das ist Captain Kirk,
[33:00] Gunnar: also der spätere Captain Kirk und der hat gecheatet, der hat das Programm betrogen,
[33:03] Gunnar: wenn ich mich recht entsinne.
[33:04] Chris: Ja genau, das ist sehr wichtig, aber völlig irrelevant für dieses Spiel.
[33:07] Chris: Da geht es in erster Linie darum, dass das ist so eine Mischung aus wirklich
[33:10] Chris: einem Adventure und einem Brückensimulator und du steuerst das auch zumindest
[33:14] Chris: zum Teil dadurch, dass du deiner Crew Anweisungen gibst.
[33:17] Chris: Also zum Beispiel dem Chekhov, den ich hier falsch geschrieben habe,
[33:20] Chris: das Spiel versteht es aber trotzdem glücklicherweise, dem sagst du hier,
[33:24] Chris: mach mal Orbit in diesem Planeten und sowas und dann macht er das.
[33:26] Chris: Also das haben F.J. Lennon und John Antinari erzählt, die kannten das Spiel,
[33:30] Chris: das ist von 85, die haben das gespielt und dachten, das ist ja mega gut,
[33:33] Chris: so ein Dialogsystem, lass uns das mal umsetzen.
[33:36] Chris: Dass das jetzt bei dir gerade nicht so gut geklappt hat, ist kein Wunder,
[33:39] Chris: das konnte auch gar nicht klappen, weil du warst unzureichend vorbereitet darauf.
[33:42] Chris: Wir müssen uns nochmal das Handbuch
[33:44] Chris: anschauen, Gunnar, wir müssen nochmal schnell gucken, was da drin ist.
[33:47] Chris: Lies mal bitte vor, was auf Seite 4 von dem Handbuch gesagt wird,
[33:51] Chris: was die richtige Reihenfolge ist, um dieses Spiel zu spielen.
[33:55] Chris: Ich habe es auch wieder übersetzt.
[33:57] Gunnar: Lies die beiliegende Novelle, um dich mit den Persönlichkeiten deiner fünf Agenten vertraut zu machen.
[34:05] Gunnar: Entschuldige, ich muss da ganz kurz innehalten. Was? Okay. Okay,
[34:08] Gunnar: liest dann, zweiter Punkt, liest das Missionshandbuch vollständig und gründlich.
[34:13] Gunnar: Arbeite die Liste der mehr als 100 Personen durch, die du im Spiel treffen kannst.
[34:19] Gunnar: Nachdem du das ganze Material gesichtet hast, wird es Zeit, das Spiel zu spielen.
[34:25] Gunnar: Also das Einzige, was noch fehlt, ist ein zynisches Habspaß.
[34:30] Chris: Also die Novelle hat 90 Seiten, das Handbuch hat 148 Seiten.
[34:34] Chris: Da ist erstmal einiges zu lesen.
[34:36] Chris: Aber die schreiben das nicht umsonst da rein, das ist schon richtig.
[34:39] Chris: Wir gucken mal, was in dem Handbuch so alles Wichtiges drin ist.
[34:42] Chris: Das geht los mit einer Kurzbeschreibung, einem Steckbrief deiner Mitglieder.
[34:46] Chris: Das ist die Bridget, mit der wir gerade gesprochen haben. Die Beschreibung tut
[34:49] Chris: jetzt nicht zur Sache, aber beschreib sie mal kurz, damit sich unsere Zuhörer das vorstellen können.
[34:53] Gunnar: Das ist eine hippe, junge, moderne Frau. Das ist ja die Tochter des Helden.
[34:59] Gunnar: Die ist erstaunlich jung, könnte hier auf dem Bild fast auch 16 sein und die
[35:03] Gunnar: hat so einen Kopfhörer auf.
[35:05] Chris: Die ist 19.
[35:05] Gunnar: Und einen Walkman. Ich weiß nicht, ob das eine Zeitreisemechanik ist oder ob
[35:09] Gunnar: die einfach einen Walkman hat, weil das halt üblich war in den 80ern.
[35:12] Chris: Das ist der Walkman der 80er, weiter gedacht ins Jahr 2087. Genau,
[35:16] Chris: das ist die Technologie der Zukunft.
[35:18] Chris: Ich finde das immer super sympathisch, diese Retro-Futuristik-Gadgets zu sehen.
[35:23] Chris: Das ist also eine von unseren Agentinnen.
[35:25] Chris: Und dann haben wir Iris Steele, das ist die Frau fürs Grobe,
[35:29] Chris: die ist Geheimagentin, die ist Straßenkämpferin.
[35:31] Chris: Das ist jetzt nicht unbedingt die für diplomatische Missionen.
[35:33] Chris: Dann haben wir William Stein, der ist ein Nachfahre der Kennedys,
[35:37] Chris: Historiker, der ist Experte für die 60er Jahre, aber der ist schon 64 Jahre
[35:41] Chris: alt, also der ist jetzt vielleicht nicht mehr der belastbarste Agent.
[35:44] Chris: Wir haben Carl Tschernak, der ist Wissenschaftler, super schlau,
[35:47] Chris: sehr rational, sozial, eher so naja und er hat einen osteuropäischen Akzent.
[35:53] Chris: Warum könnte das ein Nachteil sein im Jahr 63?
[35:56] Gunnar: Weil wir alle denken, er ist ein russischer Spion.
[35:57] Chris: Absolut, genau. Und der fünfte im Bunde, das ist Alexander Blue,
[36:02] Chris: der ist Diplomat, der spricht mehrere Sprachen fließend, sehr überzeugender
[36:05] Chris: Redner, aber der hat eine schwarze Hautfarbe.
[36:08] Chris: Warum könnte das ein Nachteil sein im Jahr 1963?
[36:12] Gunnar: Naja, weil es ja eine rassistische Zeit ist.
[36:14] Chris: Weil das noch eine ganz schön rassistische Zeit ist.
[36:15] Gunnar: Mit Rastentrennung und so. Und aus dem sieht er aus wie ein Vampir, ehrlich gesagt.
[36:19] Chris: So, also das ist das Personal, das du da auf Missionen schickst.
[36:22] Chris: Die Frage im Spiel ist nicht nur, mit wem von diesen über 100 Personen möchte
[36:25] Chris: ich sprechen, sondern auch, wen schicke ich da hin? Wer ist am geeignetsten für die Mission?
[36:30] Gunnar: Aber es liegt ja jetzt alles schon auf der Hand, wenn man das so sieht mit diesen
[36:33] Gunnar: Persönlichkeiten. Es gibt Leute zum Bankausrauben, da wüsste ich auch schon,
[36:36] Gunnar: wen, wer das machen soll.
[36:37] Chris: Ja, ich auch.
[36:38] Gunnar: Vielleicht nicht die Cooper.
[36:39] Chris: Nee, die weigert sich auch.
[36:40] Gunnar: Sondern die Dame da mit der Waffe. Es gibt Leute, die die Informationen beschaffen.
[36:45] Gunnar: Ehrlich gesagt, sehen zwei von den drei Leuten aus, als würden sie nur Informationen
[36:49] Gunnar: verarbeiten. Und die beiden Frauen müssten die ganzen Informationen reinschaffen.
[36:53] Chris: Nee, nee, du musst die schon alle rausschicken. Aber na, du musst das clever
[36:55] Chris: auswählen. So, aber dann haben wir ja diese Personen. Gehen wir schnell auf die Seite 37.
[37:02] Chris: Da beginnt ein Abschnitt, ein fünfseitiger Abschnitt mit all diesen Personen
[37:06] Chris: im Spiel. Aus welchen Bereichen kommen die denn so her?
[37:10] Gunnar: Also es gibt die Familienmitglieder der Kennedys. Das sind schon mal ein Dutzend fast.
[37:15] Gunnar: Dann gibt es die Kabinettsmitglieder, also die Regierung der USA,
[37:18] Gunnar: der Stab des Vizepräsidenten, der Stab des Weißen Hauses, der Stab des State
[37:22] Gunnar: Department, das Treasury Department, das Defense Department,
[37:25] Gunnar: das Justice Department, das Naval Department, das Peace Corps.
[37:27] Chris: Wie gesagt, das geht fünf Seiten lang so, wir brauchen sie jetzt nicht alle.
[37:30] Gunnar: Ja, ja, ja. Aber ich finde es schön, dass...
[37:34] Chris: Genau. Die sind auch interessant, die Random Persons. Danach kommen zu jeder
[37:39] Chris: dieser Personen dann Kurzbiografien.
[37:41] Chris: Da sind wir jetzt also dann schon bei sehr vielen Seiten.
[37:44] Chris: Das Beispiel, das ich habe, ist bei dir auf Seite 52.
[37:47] Chris: Da haben wir zum Beispiel Leute wie Lyndon B. Johnson, den Vizepräsidenten,
[37:51] Chris: oder Jacqueline Kennedy, die Frau von John F. Kennedy.
[37:54] Chris: Aber auch sowas wie Harold Jew, den US-Botschafter in Indonesien,
[37:59] Chris: von dem das Handbuch sagt, naja, der hat halt in dieser einen Woche Kennedy
[38:03] Chris: im Oval Office getroffen.
[38:05] Chris: Hältst du das für vielversprechend, mit dem zu sprechen, an den rankommen zu wollen?
[38:10] Gunnar: Ja, warum denn nicht? Also ich glaube, alle Leute, die ihn getroffen haben,
[38:14] Gunnar: das passiert ja auf deinem echten Zeitplan.
[38:15] Chris: Das passiert auf echten Recherchen, ja.
[38:16] Gunnar: Ich würde sagen, alle Leute, die ihn getroffen haben, können ihm ja was sagen.
[38:20] Gunnar: Ich nehme nicht an, dass er viel Einfluss hat, aber sagen könnte man schon.
[38:23] Gunnar: Ich würde den nicht fragen, ich würde andere Leute zuerst.
[38:25] Gunnar: Aber, sagen wir mal so, ich würde mal sagen, am besten ist es, Jackie sagt ihm das.
[38:31] Gunnar: Aber ich glaube, es ist schwierig, Jackie kennenzulernen. Und ich glaube,
[38:34] Gunnar: es ist leichter, Harold Dewey mal auf der Straße anzuquatschen und zu sagen,
[38:37] Gunnar: wie ist es eigentlich in Indonesien? Erzähl doch mal.
[38:39] Chris: Damit hast du auch recht. Es ist leichter, den zu treffen, logischerweise.
[38:42] Chris: Aber das ist nicht nur die Frage, ob sie Kennedy das sagen können,
[38:45] Chris: sondern auch, ob sie es umsagen wollen.
[38:47] Chris: Und Harold Dewey will nicht. Er sagt, ich mische mich nicht in die Innenpolitik des Landes ein.
[38:51] Gunnar: Kein Grund.
[38:52] Chris: Das ist noch nicht alles.
[38:54] Chris: Jetzt kommt ein noch größerer Teil. Jetzt kommen die Zeitpläne,
[38:58] Chris: 63 Seiten Terminkalender von allen Personen im Spiel.
[39:03] Chris: Wir haben hier das Beispiel von Seite 98.
[39:05] Chris: Das ist zum Beispiel der schon erwähnte Robert Kennedy, das ist der jüngere
[39:10] Chris: Bruder und Verteidigungsminister. Rose Kennedy auf der rechten Seite ist die
[39:13] Chris: Mutter von den beiden und Malcolm Kildorf ist einer von den Pressesprechern im Weißen Haus.
[39:19] Chris: Das ist derjenige, der übrigens kurz nach dem Attentat sich vor die Presse stellen
[39:22] Chris: musste und der sagen musste, dass der Präsident erschossen wurde, also dass er tot ist.
[39:27] Chris: Und in diesen Terminkalendern sind auch teilweise wichtige Ereignisse.
[39:30] Chris: Zum Beispiel sind Robert und Rose auf der Premiere eines Kinofilms It's a Mad,
[39:35] Chris: Mad, Mad, Mad World in New York. Da sind auch noch viele andere Personen zu diesem Zeitpunkt.
[39:40] Chris: Oder der Robert Kennedy, der hat zufälligerweise kurz vor dem Attentat Geburtstag am 20.11.
[39:45] Chris: Und da gibt es natürlich dann Partys. Da gibt es ein Empfang mit den ganzen
[39:48] Chris: hohen Richtern des Landes und eine Privatparty in Hickory Hall.
[39:53] Chris: Da lernen wir auch die Orte kennen, wo sind denn die Kennedys und so weiter.
[39:56] Chris: Das war immer noch nicht alles, Gunnar?
[39:58] Gunnar: Nee, nee, man weiß ja noch nicht alles.
[39:59] Chris: Wenn wir dann im Spiel entschieden haben, wen schicken wir wann,
[40:04] Chris: wohin, an welchen Ort, um wen zu treffen, dann will das Spiel noch was von dir
[40:08] Chris: wissen, nämlich, wie überzeuge ich denn diese Person eigentlich davon,
[40:12] Chris: dass ich ein ernsthaftes Anliegen habe?
[40:14] Chris: Und das löst das Spiel so, indem die Agenten fragen, soll ich der Zielperson
[40:17] Chris: sagen, dass ich aus der Zukunft komme? Ja oder nein?
[40:20] Chris: Und wenn du sagst, ja, ja, sag ruhig, sag Ethel Kennedy ruhig,
[40:23] Chris: dass du aus der Zukunft kommst oder Bobby oder wie auch immer,
[40:26] Chris: dann wollen die wissen, okay, wie kann ich das Überzeugen nahelegen?
[40:29] Chris: Was bringe ich für einen Beweis mit? Und jetzt hat das Handbuch noch 15 Seiten
[40:33] Chris: von Informationsschnipseln völlig random durcheinander über alle möglichen Personen,
[40:38] Chris: die möglicherweise Beweise sein könnten für bestimmte Personen,
[40:43] Chris: dass man aus der Zukunft kommt.
[40:44] Chris: Das geht von solchen Sachen wie Dave Bowers Lieblingsbier ist Heineken bis zu
[40:49] Chris: sowas hier. Das Privatleben des Verfassungsrichters William Douglas sorgte regelmäßig
[40:53] Chris: für Anstoß bei seinen weniger flamboyanten Kollegen.
[40:56] Chris: Von den vier Frauen, die er im Laufe seines Lebens hatte, waren drei signifikant
[41:00] Chris: jünger als er, einschließlich seiner aktuellen Frau Joni Douglas.
[41:04] Chris: Die ist nämlich 24 und er ist zu diesem Zeitpunkt 64.
[41:08] Chris: Aber die Gianni, also die Frau von dem Verfassungsrichter, ist auch eine der
[41:12] Chris: Personen, die wir im Spiel treffen können.
[41:15] Chris: Und es liegt es an dir, Gunnar, oder an den Spielenden, mit all diesen Informationen
[41:19] Chris: Pläne zu schmieden und zu sagen, mit wem spreche ich denn?
[41:24] Chris: Und das probieren wir jetzt nochmal kurz aus. Jetzt machen wir das mal in der Praxis.
[41:28] Gunnar: Aber das sind ja so rückwärtsgewandte Informationen. Dann gehe ich halt zu irgendeinem
[41:30] Gunnar: Typen rein, zu Dave Powers und sage, ich bin aus der Zukunft.
[41:34] Gunnar: Und der so, wie wollen Sie das beweisen? Dann sage ich, dein Lieblingsbier ist
[41:37] Gunnar: Heineken. So funktioniert das?
[41:39] Chris: So funktioniert das?
[41:40] Gunnar: Woher soll ich das sonst wissen? Woher könnte irgendjemand wissen,
[41:42] Gunnar: was dein Lieblingsbier ist, wenn ich nicht aus der Zukunft lerne?
[41:44] Chris: Mit dem kleinen Problem, dass
[41:45] Chris: du keine Chance hast, zu Dave Powers vorzukommen, zu diesem Zeitpunkt.
[41:48] Chris: So, ich habe eine konkrete Aufgabe für dich. Und zwar wollen wir mit Dranny
[41:52] Chris: Douglas sprechen. Mit dieser jungen Frau des Verfassungsrichters.
[41:56] Chris: Und die erste Frage ist mal, wen würdest du denn da hinschicken?
[41:58] Chris: Die raubeinige Kämpferin Iris Steele, deine quirlige Tochter.
[42:02] Gunnar: Meine quirlige Tochter.
[42:03] Chris: Ja, gut. Das ist eine sehr vernünftige Entscheidung. Schick mal deine quirlige
[42:06] Chris: Tochter dahin. Also, die soll Dranny Douglas treffen.
[42:10] Gunnar: Wie schreibe ich die? Joanny?
[42:13] Chris: Joanny wird mit Doppel-N und I-E geschrieben. Und du musst den Nachnamen schon
[42:17] Chris: auch mit dazu schreiben, sonst wissen die nicht, was los ist.
[42:20] Chris: Go to Dranny Douglas, genau.
[42:25] Chris: Ja, sag ihr halt, was du tun möchtest. Probier mal folgendes.
[42:29] Chris: Cooper, sie, Dranny Douglas.
[42:32] Gunnar: So? Ja.
[42:34] Chris: So, jetzt sagt sie, Jenny Douglas, meinst du, die junge Frau des Verfassungsrichters,
[42:39] Chris: sollen wir uns nicht mit wichtigeren Leuten treffen?
[42:44] Chris: Das Ding an dem Spiel ist nämlich, deine Agenten geben Widerworte.
[42:49] Chris: Die sind nicht unbedingt mit allem einverstanden, was du ihnen sagst.
[42:52] Chris: Was sagst du ihr jetzt? Wenn sie sagt, sollten wir nicht jemanden Wichtigeren treffen?
[42:57] Chris: I will cut your pocket money.
[43:03] Chris: Hat sie nicht beeindruckt?
[43:04] Gunnar: Nee.
[43:05] Chris: Dass du ihr das Taschengeld entziehst. Die Frau ist auch schon 19.
[43:08] Chris: Ich hoffe, die kriegt kein Taschengeld mehr.
[43:10] Chris: Du musst nicht immer Cooper schreiben. Du bist jetzt im Dialog mit ihr.
[43:13] Chris: Ich helfe dir ein bisschen. Ihre Frage ist, denkst du nicht,
[43:17] Chris: dass es wichtigere Leute gibt, die ich sehen sollte? No, genau.
[43:20] Chris: Komm schon, Vater. Hast du deinen Verstand verloren? Wie gesagt, wieder Worte.
[43:25] Chris: Wie kann uns Johnny Douglas helfen, JFK zu retten?
[43:29] Gunnar: Wie heißt ihr Mann?
[43:29] Chris: William Douglas.
[43:32] Gunnar: Also das ist gar kein Zeitreisespiel, das ist ein Überzeugungs-Dialog-Spiel
[43:36] Gunnar: für meine Tochter. Ja, in gewisser Weise. Das ist mehr so ein Inter...
[43:39] Chris: Was das Spiel von dir möchte ist, warte mal, bevor du tippst,
[43:42] Chris: was das Spiel von dir möchte ist, dass du jetzt ins Handbuch guckst und einen
[43:45] Chris: Grund rausfindest, warum Joanny Douglas uns helfen könnte.
[43:49] Chris: Und dieser Grund ist, sie trifft Kennedy auch, nämlich bei der Justices Reception.
[43:53] Chris: Also she meets Kennedy at the Justices Reception. Du musst die Terminkalender
[43:57] Chris: durchforsten, gucken, wo ihr Mann ist und daraus folgern, dass sie da vermutlich dabei sein wird.
[44:02] Chris: Und wir müssen hier bei den Keywords auch genau sein bei diesem Spiel.
[44:07] Chris: So, und dann gibt es jetzt zwei Optionen. Soll ich Sie bitten,
[44:11] Chris: dass Sie mit Kennedy direkt spricht oder soll ich Sie bitten,
[44:13] Chris: dass Sie mit Ihrem Mann spricht?
[44:15] Chris: Also, soll ich Sie bitten, direkt mit dem Präsidenten zu sprechen?
[44:18] Chris: No, natürlich nicht. Genau, Sie soll mit Ihrem Mann sprechen.
[44:22] Chris: Und jetzt möchte Sie wissen, in welcher Stadt Sie ihn treffen soll.
[44:25] Chris: Auch da schauen wir wieder ins Handbuch. Wo ist die denn eigentlich zu diesem
[44:28] Chris: Zeitpunkt? Sie ist in einem Ort namens Falls Church.
[44:32] Chris: Falls Church, genau. Und wann? Es ist jetzt, wie wir oben sehen,
[44:36] Chris: 23.14 Uhr. Das wird heute nichts mehr.
[44:39] Chris: Sag mal 10 Uhr, also 10.00 Uhr. Das wird wie 1000 geschrieben.
[44:43] Chris: Wir sind hier bei der Military Time. Sie soll sich also morgen mit ihr treffen.
[44:47] Chris: Sollen wir ihr sagen, dass wir aus der Zukunft sind? Nee, also bei diesen einfachen
[44:50] Chris: Leuten machen wir das mal noch nicht. Gut.
[44:54] Gunnar: Wie schön sie das noch bewertet. Ja, das findet sie gut. Papa,
[44:57] Gunnar: hast du dir schön gesagt.
[44:59] Chris: Sie fasst es nochmal zusammen. Und du musst dir schon mal das Okay dazu geben,
[45:02] Chris: dass sie das jetzt auch wirklich macht. Gut, jetzt spülen wir die Zeit vor mit STRG W.
[45:08] Gunnar: STRG W?
[45:09] Chris: So, und dann meldet sich Cooper aus Falls Church und sagt uns,
[45:13] Chris: was sie herausgefunden hat.
[45:14] Chris: Nämlich, dass die Frau Douglas ja kaum älter ist als sie und sehr freundlich war.
[45:18] Chris: Aber dass es auch keine Rolle spielt. Das Wichtige ist, sie hat zugestimmt,
[45:21] Chris: morgen Abend habe ich ein Treffen mit ihrem Mann, mit William Douglas.
[45:25] Chris: Vielleicht kommt da was dabei raus. Drückt mal die Leertaste.
[45:28] Chris: Und jetzt fragt sie, soll ich mich mit William Douglas treffen?
[45:31] Gunnar: Ja, meinetwegen.
[45:32] Chris: Selbstverständlich, yes. Also dann wünsche mir Glück, ob das klappt und soll
[45:36] Chris: sie ihm sagen, dass sie aus der Zukunft ist?
[45:38] Chris: Sag mal no an dieser Stelle. Nee, das sagen wir immer noch nicht.
[45:41] Chris: Genau, und ist das nicht super aufregend? Wir haben jetzt die Chance,
[45:43] Chris: mit einem der obersten Verfassungsrichter der USA persönlich zu sprechen.
[45:48] Chris: Spulen wir mal die Zeit vor, wir gucken mal, was passiert.
[45:53] Chris: Please write down the message below. Fatal error, illegal instructions for character
[45:58] Chris: 1. Herzlichen Glückwunsch, Gunnar.
[46:00] Chris: Du hast einen Bug gefunden. Das Spiel geht an dieser Stelle nicht weiter.
[46:06] Gunnar: Aber ich hatte...
[46:14] Gunnar: Ich hatte gerade meine Tochter überzeugt. Ich war so stolz. Das ist das erste
[46:16] Gunnar: Mal, dass mir das gelungen ist in den letzten 17 Jahren.
[46:19] Chris: Die härtere Arbeit in dem Spiel ist tatsächlich, sich deine Agenten zu überzeugen
[46:23] Chris: und nicht unbedingt die Leute.
[46:24] Chris: Aber es sollte ja schon klar gewesen sein, das ist ein kniffliges Spiel.
[46:27] Chris: Das ist ein schwieriges Spiel.
[46:29] Chris: Den richtigen Agenten da, zur richtigen Person, zur richtigen Zeit.
[46:32] Chris: Und dann hat es auch noch diese Sackgassen und diese Bugs.
[46:34] Chris: Und du kannst dir auch vorstellen, allein wenn du dir das Handbuch anschaust,
[46:37] Chris: da steckt echt viel Arbeit drin.
[46:39] Chris: Und wenn wir nochmal zurückkommen zu F.J. Lennon und John Antinori,
[46:42] Chris: die arbeiten zwei Jahre lang an dem Spiel.
[46:44] Chris: 86 ist der Plan gefasst, 88 erscheint es ja dann.
[46:48] Chris: Und die verbringen viel Zeit in Bibliotheken logischerweise,
[46:50] Chris: wie man es halt damals gemacht hat.
[46:52] Chris: Die Welt sind Bücher, die arbeiten sich durch den Warren Report,
[46:55] Chris: die reisen eine Woche lang nach Boston, weil da ist die Kennedy Presidential Library.
[46:59] Chris: Dort lesen sie sich auch durch den Materialien, machen sich Zettel, hängen alles an Wände.
[47:04] Chris: Also das ist ein mega Recherchierungs- und Sortierungsaufwand,
[47:07] Chris: hauptsächlich um diese Tagesabläufe nachzuvollziehen.
[47:10] Chris: Zwischenzeitlich macht der John Antonori ein anderes Spiel, Twilight's Ransom.
[47:13] Chris: Das ist ein richtiges Text-Adventure, erscheint auch bei Paragon.
[47:17] Chris: Und dann steigt er aus der Entwicklung aus, also der rechte Mann hier.
[47:20] Chris: Weil er nämlich noch seinen Master machen möchte. Das war eine hübsche Stelle in unserem Gespräch.
[47:26] Einspieler: Ja, ich habe in die Hochschule geholt und in den Spielern gab es noch viel mehr
[47:29] Einspieler: Arbeit zu tun, was ich sehr schrecklich fühle, aber ja.
[47:33] Einspieler: F.J., sind Sie noch so schwer, dass John left? Oh, nein, nicht mehr. Nein,
[47:40] Einspieler: es war dann mehr so schwer als alles. Aber er kam zurück.
[47:44] Chris: Er kam zurück, genau. Er hat ja dann später noch an anderen Spielen mitgearbeitet.
[47:48] Chris: Aber im Spätsommer 1988 ist das Spiel dann fertig.
[47:51] Chris: Im November 1988 kommt es auf den Markt noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft.
[47:55] Chris: Und das hat ja diese Novelle drin, weil Text-Adventures brauchen damals irgendwelche
[47:59] Chris: Feelys, irgendwelche Beigaben. Das ist der Grund dafür.
[48:01] Chris: Das hat diese ungelenke Slideshow-Diskette, damit man irgendwelche Grafiken
[48:05] Chris: auf die Packung hinten drauf machen kann. Weil das Spiel selbst hat ja keine.
[48:09] Chris: Das ist also wirklich eine Menge Aufwand für ein Text-Adventure,
[48:13] Chris: die Zeit, die da reingeflossen ist.
[48:15] Chris: Und ich habe den FJ gefragt, sag mal, wie sah denn euer Business Case für das
[48:19] Chris: Ding aus? Woraufhin er sagte...
[48:21] Einspieler: Oh, it was terrible. It had almost banked up Paragon. Es war wirklich schwer zu machen.
[48:27] Einspieler: Zwischen dem gigantischen Manual und dem Spiral-Binding und dem Novella,
[48:32] Einspieler: der Kosten der Gäste hat uns verletzt.
[48:35] Einspieler: Also ja, der Geschäftsfälle war, wir wissen nichts über Geschäftsfälle.
[48:41] Gunnar: Ja, okay, er wusste nicht, was er tat.
[48:44] Chris: Nee, er wusste nicht, was er tat. Aber das Motto war, ich hab mir jetzt zwei
[48:46] Chris: Jahre lang den Arsch aufgerissen für das Spiel, das kommt jetzt bitte auch auf den Markt.
[48:50] Chris: Und das ist es ja dann auch gekommen. Er hat an unterschiedlichen Stellen unterschiedliche
[48:54] Chris: Zahlen gesagt, wie oft sich das verkauft hat. Was würdest du denn schätzen?
[48:57] Gunnar: 4.000 Mal.
[48:59] Chris: Also mir hat er im Gespräch 2.500 gesagt, er hat aber in anderen Interviews
[49:02] Chris: auch 1.000 genannt. Also es ist irgendwo diese Größenordnung.
[49:06] Chris: Das ist finanziell ein absolutes Disaster für Pergan Software.
[49:10] Chris: Also tiefrote Zahlen logischerweise. Die machen später Marvel-Spiele und die
[49:13] Chris: sind auch nicht gut, aber die sind wenigstens erfolgreich.
[49:15] Chris: Also dadurch gibt es die Firma dann noch länger. Es gibt damals eine Handvoll
[49:19] Chris: Kritiken zu dem Spiel, nicht viele, eins davon aus einer Zeitschrift namens Compute,
[49:25] Chris: Lies doch mal kurz vor, ich habe das gehighlighted, was da steht.
[49:28] Gunnar: One of the few games to include real life characters, Guardians of Infinity
[49:32] Gunnar: is an absolutely fascinating blend
[49:34] Gunnar: of fact and fiction and will have you riveted to your seat and screen.
[49:40] Gunnar: Das nagelt dich auf deinen Stuhl vor dem Bildschirm.
[49:43] Chris: Ja, also ich meine, das sind ja starke Aussagen. Die fanden es gut.
[49:47] Chris: Damals ein wichtiges Magazin in den USA war die Computer Gaming World.
[49:51] Chris: Und die hat im Mai 89 zwar keinen Test zu dem Spiel veröffentlicht,
[49:55] Chris: aber da gab es ja diese berühmte Spielekritikerin Scorpia und die hat zwei Seiten
[50:00] Chris: Tipps zu dem Spiel veröffentlicht.
[50:02] Chris: Also das ist so eine Mischung aus, ich stelle euch das mal vor und gebe euch
[50:05] Chris: schon ein bisschen Hilfestellung.
[50:06] Chris: Da ist also kein Urteil drin, aber sie schreibt immerhin, es sei eine beeindruckende
[50:10] Chris: Rechercheleistung dieses Spiels. Und das ist es ja wirklich,
[50:13] Chris: also das ist es auf jeden Fall.
[50:14] Chris: Aber sonst darüber hinaus scheint sich das wirklich niemand so richtig angesehen
[50:18] Chris: zu haben. Es gibt über diese Handvoll Tests hinaus keine Hinweise,
[50:22] Chris: dass das irgendwo irgendwen auf der Welt jemals beschäftigt hätte, dieses Spiel.
[50:27] Chris: Es gibt insbesondere keine Walkthroughs, keine Lösungen dazu.
[50:31] Chris: Nicht im Internet, nicht in irgendwelchen Lösungsbüchern. Und damit sind wir
[50:35] Chris: ja wieder bei unserer Neuzugänge-Folge im Jahr 2021.
[50:40] Einspieler: Christian, glaubst du, das hat jemals jemand durchgespielt? Nein.
[50:44] Einspieler: Ja, nie, ne? Nee. Das ist ein Spiel, das nie durchgespielt wurde.
[50:49] Chris: Das war ja der Ausgangspunkt hier unserer Geschichte. Aber das ist ja nicht
[50:53] Chris: alles, was wir in dieser Folge gesagt haben, wenn du dich erinnerst.
[50:56] Chris: Da sind noch zwei weitere verhängnisvolle Sätze gefallen, und zwar die folgenden.
[51:03] Einspieler: Müsste man fast mal machen, was? Und ich möchte an dieser Stelle auch die offizielle
[51:07] Einspieler: Stay Forever Herausforderung an Meep aussprechen, dass sie das bitte in ihrem
[51:10] Einspieler: Stream durchspielen soll. Guardians of Infinity. Nächstes Projekt.
[51:14] Chris: Das, was ich da gerade ausgesprochen hatte damals, war eine Herausforderung
[51:17] Chris: an eine Hörerin von uns, von der wir wussten, die streamt Spiele mit,
[51:21] Chris: wenn wir sie in Stay Forever Spiel spielen.
[51:23] Chris: Das war jetzt zwar in den Neuzugängen, aber nichtsdestotrotz.
[51:26] Chris: Ich hatte das so halb im Scherz gesprochen, aber diese Miep,
[51:30] Chris: die im echten Leben Natascha heißt, hat das natürlich gehört und fühlte sich herausgefordert.
[51:35] Gunnar: Tut uns auch leid.
[51:38] Chris: Und kurz nach dieser Neuzugänge-Folge hat sie zwei Mitstreiter rekrutiert,
[51:44] Chris: und zwar die Antonia aus Österreich und den Scarfi, den Jan aus der Schweiz.
[51:50] Chris: Das war dann also eine multinationale Truppe.
[51:53] Chris: Natascha ist aus Deutschland und die drei haben sich dann im Februar 2021 bei
[51:58] Chris: uns gemeldet und haben uns gesagt, pass auf, wir machen das.
[52:01] Chris: Wir wagen uns an Guardians of Infinity und schauen mal, ob wir es schaffen,
[52:05] Chris: dieses Spiel zu knacken.
[52:07] Chris: Und daraufhin haben wir gesagt, coole Sache, lass uns das mal dokumentieren, diesen Versuch.
[52:12] Chris: Dann hast du damals ein Vorgespräch mit den dreien geführt. Also bevor sie losgelegt
[52:15] Chris: haben, hast du gesagt, komm, ich lade euch mal schnell ein, wir machen mal einen
[52:17] Chris: kurzen Call und ihr erzählt uns, was ihr da so vorhabt.
[52:21] Chris: Und hier ist ein Ausschnitt aus diesem Vorgespräch.
[52:24] Einspieler: Es kommt eigentlich auf das Spiel an. Also wenn das Spiel wirklich gnadenlos
[52:28] Einspieler: furchtbar ist oder sehr schwierig zu verstehen, dann kann es durchaus sein,
[52:32] Einspieler: dass wir uns irgendwie ein gemeinsames Dokument machen und dann Tipps reinschreiben.
[52:36] Einspieler: Es kommt einfach an, wie schwierig es wird. Naja, wie schwierig kann das sein, ne?
[52:40] Gunnar: Ich habe keine Ahnung.
[52:41] Einspieler: Ich habe Schiss.
[52:44] Einspieler: Das ist sicher nicht verkauft. Das ist nicht ab 18, also das sollte ja für Kinder
[52:47] Einspieler: geeignet sein. Ich weiß nicht, es wird ja jemand umgebracht.
[52:50] Einspieler: Idealerweise nicht, aber... Spoiler! Da stirbt niemand in dem Spiel,
[52:55] Einspieler: wenn ihr das richtig macht.
[52:56] Chris: Die drei haben sich damals aber auch den Plan gemacht, dass sie das jetzt nicht
[52:59] Chris: auf Teufel komm rausknacken wollen, das Spiel, sondern dass die das ganz legal
[53:03] Chris: spielen wollen, wie wir es damals auch gemacht hätten.
[53:05] Gunnar: Ich wusste nicht, dass du dieses Vorgespräch hast.
[53:07] Chris: Du hast das damals geführt.
[53:09] Gunnar: Ja, ich habe das geführt und ich wusste gar nicht, dass ich dir das jemals gegeben
[53:11] Gunnar: habe, weil wir haben ja nie was damit gemacht.
[53:13] Chris: Ich habe Zugriff auf die Dateien, sagen wir es mal so.
[53:17] Chris: Also wie gesagt, die drei wollten das dann so spielen, wie man es halt damals
[53:21] Chris: auch gespielt hätte. Also mit Stift und Papier und den ganzen Materialien.
[53:24] Chris: Ich meine, die Versuchung, in ein Walkthrough zu schauen, erüblicht sich,
[53:28] Chris: weil da gab es ja sowieso keinen.
[53:30] Chris: Und dieser Plan wurde dann so formuliert.
[53:32] Einspieler: Und wollt ihr das spielen, so wie wir bei Stave Reaver Spiel spielen?
[53:36] Einspieler: Also quasi ohne Netz und doppelten Boden?
[53:39] Einspieler: Oder habt ihr vor, Tricks zu bemühen in Hex-Editor, um mal in die Dateien zu
[53:44] Einspieler: gucken oder irgendwas, wenn ihr anderweitig nicht weiterkommt? Also ich nicht.
[53:48] Einspieler: Nicht vor Ende des Spiels, hätte ich gesagt. Ja, weil das wäre ja geschummelt.
[53:52] Einspieler: Also in die Spieldateien würde ich nur als aller, aller, allerletztes gucken.
[53:57] Einspieler: Entweder wenn es durchgespielt ist oder wenn wir wirklich so arg uns verfahren
[54:01] Einspieler: haben, dass wir gar keinen Ausweg irgendwo mehr sehen.
[54:04] Gunnar: So tapfer.
[54:06] Chris: Ja, ne? Also hörst du die Energie in der Stimme?
[54:08] Gunnar: Ja, so tapfer.
[54:09] Chris: Da sind die drei noch total zuversichtlich, weil die sind ja auch zu dritt unterschiedliche
[54:13] Chris: Herangehensweisen und kein Zeitlimit.
[54:16] Chris: Das war auch gut, sich da kein Zeitlimit zu setzen.
[54:19] Chris: Und wenn es lösbar ist, das Spiel, das steht ja durchaus auch noch im Raum,
[54:23] Chris: kann man das überhaupt lösen?
[54:25] Chris: Gab ja nie einen Nachweis dafür aus der Vergangenheit. Wir werden also sehen, ob es klappt.
[54:29] Chris: Und dann haben sie das angefangen zu streamen. Das ist so ein Beispiel aus diesem
[54:33] Chris: Stream, wo die 30 regelmäßig getroffen haben, um dann halt einfach gemeinsam
[54:37] Chris: zu spielen oder ihre Fortschritte zu vergleichen.
[54:39] Chris: Und die wichtige Frage ist jetzt natürlich, wie ist das gelaufen? Hat es geklappt?
[54:43] Chris: Und ich würde sagen, Gunnar, das fragen wir sie persönlich, weil zwei von den
[54:46] Chris: drei sind heute da, Nämlich Natascha und Jan. Herzlich willkommen bei uns auf der Bühne.
[54:55] Jan: Hallo.
[54:56] Chris: Hallo.
[54:58] Jan: Hallo.
[55:02] Chris: So, also schön, dass ihr da seid und ich muss noch dazu sagen,
[55:06] Chris: ihr wart natürlich drei.
[55:07] Chris: Die Antonia konnte heute leider nicht da sein, aber wenn alles geklappt hat,
[55:11] Chris: dann schaut sie uns jetzt gerade im Stream zu und deswegen sagen wir an dieser
[55:14] Chris: Stelle auch, liebe Grüße nach Österreich an Antonia.
[55:18] Jan: Liebe Grüße.
[55:25] Chris: Also ihr habt das sehr ernst genommen, damals im Februar 2021 und Natascha,
[55:30] Chris: es gibt ein Foto, das du mir geschickt hast. Ich glaube, so ähnlich war das
[55:33] Chris: auch in eurem Stream zu sehen.
[55:35] Chris: Ich würde das mal zeigen gerne und dich fragen, was sehen wir denn hier?
[55:43] Natascha: Ja, also das sind die bearbeiteten Unterlagen.
[55:48] Natascha: Man hat ja gerade gesehen, das Handbuch ist etwas umfangreich.
[55:52] Natascha: Man hat auch noch die Novelle und man hat diese Timetables, die über die Personen verteilt sind.
[55:58] Natascha: Und ich habe das Zeug übrigens dabei.
[56:02] Natascha: Also wer später mal anschauen will.
[56:04] Chris: Also das gehört in ein Museum, das kann ich jetzt schon sagen.
[56:07] Chris: Das darfst du niemals wegwerfen.
[56:09] Natascha: Also ich habe zum Beispiel, die Timetables sind ja nach Personen geordnet und
[56:14] Natascha: ich habe sie nach Zeit geordnet, schön laminiert, damit man da noch Notizen
[56:17] Natascha: drauf machen kann, mit Departments sortiert und so.
[56:20] Chris: Ich habe hier noch ein paar Detailfotos da, die zeige ich mal schnell.
[56:23] Chris: Du sagst kurz, was wir da sehen. Das hier zum Beispiel.
[56:26] Natascha: Ach ja, genau. Es sind diese Random... Facts. Ja, das sind diese Random Facts
[56:31] Natascha: am Schluss. Die habe ich in einen Karteikasten sortiert.
[56:35] Natascha: Und zwar waren die ja randomisiert, also nicht zu einer Person zugehörig,
[56:40] Natascha: aber es kamen ja verschiedene Personen vor.
[56:42] Natascha: Und man will ja immer Fakten zu einer Person wissen. Wir haben zuerst versucht,
[56:46] Natascha: einen Scan des Handbuchs zu machen, aber das hat nur so halb geklappt mit der Texterkennung.
[56:52] Natascha: Und dann habe ich pro Person, in dem Fall Dave Powers, der ist ja sehr wichtig,
[56:55] Natascha: das Handbuch kopiert und dann alle Schnipsel, die zu Dave Powers gehört haben,
[57:00] Natascha: auf eine Karteikarte zu Dave Powers geklebt.
[57:02] Natascha: Dazu die Seite im Handbuch und das dann im Karteikasten sortiert,
[57:07] Natascha: damit man es auch findet.
[57:08] Chris: Für die 100 plus, ich glaube es sind...
[57:10] Natascha: Für alle Personen, die im Handbuch vorkommen.
[57:12] Chris: Nicht alle Personen, die im Spiel vorkommen, stehen auch im Handbuch.
[57:15] Chris: Also ihr hattet irgendwann mal eine Zahl genannt und 120 rund oder sowas sind
[57:19] Chris: es, glaube ich, die man treffen kann.
[57:20] Natascha: Ja, ich müsste mal zählen.
[57:21] Chris: Also das ist schon mal, das ist ein Teil der Arbeit. Was ist das hier, was wir sehen?
[57:25] Natascha: Das ist eins der kleineren Mindmaps. Da war eigentlich gedacht,
[57:30] Natascha: die Beziehungen zu Kennedy in einer großen Mindmap darzustellen.
[57:34] Natascha: Die hat halt irgendwann nicht mehr ausgereicht.
[57:37] Chris: Weil es ist ja auch erstmal nicht klar, wer gehört denn zu wem?
[57:40] Chris: Wer hat überhaupt Kontakt mit wem? Und auch das musstet ihr euch erstmal erschließen.
[57:44] Chris: Oder hier auch so ein Fall, ich hatte vorhin erwähnt, es gibt diese Ereignisse
[57:48] Chris: im Spiel, wie diese Kinopremiere, auch nirgendwo im Handbuch steht,
[57:52] Chris: wer ist denn da eigentlich alles da?
[57:54] Chris: Und das ist auch etwas, was wir hier sehen, wo du zusammengefasst hast,
[57:58] Chris: wer ist eigentlich zu welchem Zeitpunkt überhaupt wo?
[58:01] Natascha: Genau.
[58:02] Chris: Das war ja Teil der Vorarbeit, wenn ich das richtig im Kopf habe.
[58:05] Natascha: Also in dem Fall glaube ich, dass diese Notizen sogar sind, wenn wir dann vor
[58:09] Natascha: Ort waren, weil man kann ja wirklich zu diesen Ereignissen gehen.
[58:13] Natascha: Nicht zu allen, bei manchen wird man gar nicht reingelassen oder rausgeschmissen
[58:17] Natascha: oder ins Gefängnis geworfen, so schöne Sachen.
[58:19] Natascha: Aber zu dieser Premiere zum Beispiel kann man hingehen und man kann teilweise
[58:23] Natascha: aus dem Handbuch vorher lesen, wer da ist.
[58:26] Natascha: Und manchmal sieht man dann auch, wer da ist und mit wem man sprechen kann.
[58:30] Natascha: Und das sind dann auch diese Notizen und die sind, wie man sieht,
[58:32] Natascha: auch datiert, damit man weiß, an welchem Tag das ist, weil es ist ja sieben
[58:36] Natascha: Tage und mit fortlaufendem Zeitlinie.
[58:38] Chris: Also ich glaube, wir kriegen schon einen ganz guten Eindruck davon,
[58:42] Chris: was für ein Aufwand da dahinter steckt.
[58:45] Chris: Und ich kann das an der Stelle schon sagen, ihr habt euch über Monate an dem Spiel abgearbeitet.
[58:50] Chris: Es gibt 41 Streams von euch, mehr als 110 Stunden konnte man euch dabei zusehen.
[58:55] Chris: Und der Zeitraum, das beginnt mit dem ersten Solostream von dir Ende Februar
[58:59] Chris: 2021 und endet dann Ende Juli, also nach fünf vollen Monaten.
[59:07] Chris: Das bedeutet, dass ihr in dieser Zeit, ihr drei das Spiel vermutlich besser
[59:11] Chris: kennengelernt habt, als fast jeder andere Mensch auf diesem Planeten.
[59:15] Chris: Und wir hatten ja vorhin gehört, ich habe mit F.J.
[59:20] Chris: Lennon und John Antinori gesprochen und ich habe denen auch erzählt,
[59:23] Chris: dass dieses Projekt existiert, also dass ihr euch vorgenommen hattet, das zu knacken.
[59:28] Chris: Und ich möchte mal eine kurze Passage einspielen, wo John Antinori erzählt,
[59:32] Chris: wie sie sich damals das Spielerlebnis vorgestellt haben, wie sie dachten,
[59:35] Chris: okay, so wird das funktionieren.
[59:37] Chris: Und da spricht er nämlich am Ende euch auch an.
[59:39] Einspieler: Und ich glaube, wir haben fünf Agents, und es wird genug für dich beschäftigt.
[59:44] Einspieler: Ich glaube, Sie können alle auf eine Mission in parallel geben.
[59:46] Einspieler: So es wird dich beschäftigt. Du hast das eine auf eine Mission,
[59:49] Einspieler: das eine auf eine Mission. Es hat eine bestimmte Aufgabe, vielleicht.
[59:52] Einspieler: Oder vielleicht du hast du eine Erfahrung.
[59:53] Einspieler: From it, they report back and that that would keep it flowing.
[59:56] Einspieler: I'd be curious to learn from the folks who played it recently whether that's
[1:00:00] Einspieler: how the game actually played.
[1:00:01] Chris: Also er sagt da kurz zusammengefasst, Sie hatten sich das so vorgestellt,
[1:00:05] Chris: dass man Parallelagenten auf Einsätze schickt und dann kommt immer einer zurück und hat Feedback.
[1:00:09] Chris: Und daraus zieht man dann seine Schlüsse und dann gibt man dem einen neuen Auftrag
[1:00:12] Chris: und dann entsteht da ein Spielfluss. Hat das für euch so funktioniert?
[1:00:17] Natascha: Jein.
[1:00:19] Jan: Also eben, dass die Agenten, dass man immer verschiedene Leute irgendwo hinschicken
[1:00:23] Jan: kann und mehr Sachen gleichzeitig ausprobieren, das muss man sagen,
[1:00:26] Jan: das kann es wirklich, ja.
[1:00:27] Natascha: Und wenn man was findet, was vorgesehen ist, man hat es ja teilweise gesehen,
[1:00:31] Natascha: es ist ein sehr wortreiches Spiel, dann ist es auch wirklich schön.
[1:00:35] Chris: Das ist schön geschrieben.
[1:00:35] Natascha: Das ist wirklich schön geschrieben und man kriegt dann auch sehr viel Feedback,
[1:00:39] Natascha: aber manchmal kriegt man auch keins.
[1:00:42] Jan: Nur weil du Agent A Cooper hingeschickt hast, heißt das nicht,
[1:00:46] Jan: dass das die falsche Zeit mit der falschen Person ist. Es könnte sein,
[1:00:48] Jan: dass du Chernak hinschicken musst.
[1:00:51] Chris: Okay, also Feedback ist ein guter Stichpunkt. Wir hören mal schnell in einen
[1:00:55] Chris: Ausschnitt aus einem Stream rein. damit wir eine Vorstellung bekommen,
[1:00:58] Chris: womit ihr euch so rumschlagen musstet.
[1:01:01] Chris: Da ist der erwähnte Tschernak, das ist einer der Agenten, der kommt da gerade
[1:01:04] Chris: von einem Einsatz zurück und fragt dann, ob er bei einer anderen Person weitermachen
[1:01:08] Chris: soll. Das hören wir mal schnell an.
[1:01:10] Einspieler: I do however find some merit in seeking out one of Sylvester's Defense Department
[1:01:14] Einspieler: colleagues. Do you agree with me?
[1:01:17] Einspieler: Und dieses do you agree with me?
[1:01:19] Einspieler: Diese Nachfrage und ich gehe jetzt zu wem anders, das ist der einzige Hint,
[1:01:24] Einspieler: den du hast. Und der ist nicht eindeutig. Definitiv nicht.
[1:01:28] Einspieler: Eben, weil es gibt ja viele Stellen, wo die Leute dumme Ideen haben.
[1:01:33] Jan: Das ist vor allem der Journal.
[1:01:35] Einspieler: Also da kannst du dir zu irgendeiner Person schicken, die super wichtig ist
[1:01:38] Einspieler: und der sagt, nee, ich will lieber direkt mit dem Präsidenten reden.
[1:01:42] Einspieler: Findest du nicht auch, ich soll mit dem Präsidenten reden? Do you agree?
[1:01:45] Einspieler: Also das kommt ja ständig.
[1:01:46] Einspieler: Ja, aber normalerweise kommt es, bevor du den zu wem hingeschickt hast.
[1:01:50] Einspieler: Und da kommt es, nachdem er mit ihm gesprochen hat, als Antwort darauf,
[1:01:54] Einspieler: dass er mit dem gesprochen hat.
[1:01:56] Einspieler: Für mich war das ein Hint, es könnte sein, dass hier was geht.
[1:02:00] Einspieler: Also das Spiel... Es könnte sein, es kann so viel sein wie dann.
[1:02:02] Einspieler: Es könnte sein, es war nicht eindeutig, definitiv nicht.
[1:02:06] Chris: Also ich würde sagen, da wart ihr schon in eurer psychoanalytischen Phase,
[1:02:10] Chris: da wurde also das Spiel schon wirklich tiefenpsychologisch auseinandergenommen.
[1:02:13] Chris: Jetzt sagt uns mal bitte fünf Monate, was ist so schwierig an diesem Spiel?
[1:02:18] Chris: Warum braucht man da so lange?
[1:02:20] Natascha: Alles?
[1:02:21] Jan: Die Permutationen, oder?
[1:02:23] Natascha: Ja, die Permutationen. Und es ist viel Information. Und die Information,
[1:02:29] Natascha: Also um das mal kurz zu spoilern, die Information ist vollkommen scheißegal für die Lösung.
[1:02:37] Natascha: Es ist sogar andersrum, dass eigentlich die Sachen, die im Handbuch stehen,
[1:02:43] Natascha: dich dazu verleiten würden, die Lösung nie zu machen.
[1:02:46] Jan: Also man sucht logik, wo es keine gibt.
[1:02:48] Natascha: Genau, also es ist halt unlogisch.
[1:02:50] Chris: Es gab auch diesen schönen Moment in einem eurer letzten Streams,
[1:02:53] Chris: wo du diesen Zettelkasten, den wir gerade gesehen haben, hochhältst und sagst,
[1:02:56] Chris: wofür habe ich das alles gemacht? Das hat uns nichts genutzt.
[1:03:00] Natascha: Ja, das ist wirklich so.
[1:03:02] Jan: Es gibt auch zu viele Möglichkeiten. Okay, wir haben jetzt gecheckt,
[1:03:05] Jan: Person A gesprochen mit Person B. Jetzt können wir die anderen Agenten anderen Sachen checken lassen.
[1:03:10] Jan: Nee, du musst alle mit allen checken, weil du weißt nicht, ob die andere Person
[1:03:13] Jan: anders gehandelt hätte in der Situation.
[1:03:14] Chris: Also es ist Trial and Error im Endeffekt. Es ist einfach stumpft,
[1:03:17] Chris: alle Optionen durchprobieren. Und es gibt sehr viele Optionen.
[1:03:23] Chris: Ihr habt aber im Verlauf des Spielens eine ganz charmante Erkenntnis gewonnen.
[1:03:27] Chris: Eine ganz hübsche Entdeckung gemacht, die euch offensichtlich auch sehr geholfen
[1:03:31] Chris: hat, so oft, wie das dann später thematisiert wurde.
[1:03:33] Chris: Weil das Spiel fragt ja immer mal wieder, wenn man die Agenten auf Aufträge
[1:03:37] Chris: schickt, ob die der Zielpersonen was Bestimmtes sagen sollen.
[1:03:41] Chris: Oder wenn man sagt, ja, sag ihr, dass ich aus der Zukunft bin,
[1:03:43] Chris: was soll ich dir dann sagen? Und da habt ihr ein Zauberwort entdeckt, ein magisches Wort.
[1:03:48] Natascha: Willst du es du sagen?
[1:03:49] Jan: Kann ich schon. Also das Zauberwort ist Mieb. Das Programm haben sie dazumal
[1:03:53] Jan: schon erstellt, dass sie die Lösung ist zu allem.
[1:03:56] Chris: Das müsst ihr uns erklären. Wieso ist Miep ein Teil der Lösung?
[1:04:01] Natascha: Weil manchmal egal ist, was man schreibt. Man muss nur etwas schreiben.
[1:04:05] Chris: Das lassen wir uns nochmal auf der Zunge zu gehen. Es ist häufig egal,
[1:04:08] Chris: was man da reinschreibt.
[1:04:10] Jan: Meist.
[1:04:10] Natascha: Meist.
[1:04:11] Jan: Es gibt auch zwei Stellen, wo man erst effektiv aus dem Buch hinschreiben muss.
[1:04:15] Chris: Also manchmal, das ist ja das perfide, möchte das Spiel tatsächlich den genauen Beweis wissen.
[1:04:20] Jan: Ohne Schreibfehler.
[1:04:21] Chris: Aber ganz oft ist es egal, da kann man auch Stay Forever reinschreiben und das funktioniert auch. Ja.
[1:04:26] Natascha: Ja.
[1:04:30] Chris: Nun, also nach dieser langen Beschäftigung ...
[1:04:35] Chris: Gab es dann einen Moment, das ist auch ganz hübsch, das möchte ich kurz zeigen,
[1:04:38] Chris: auch so gegen Ende, da hast du und Natascha im Chat Folgendes geschrieben,
[1:04:43] Chris: vielleicht magst du es selber vorlesen.
[1:04:45] Natascha: Ach Leute, ich bin gerade voll in der Geht-es-bitte-endlich-vorbeiphase.
[1:04:50] Natascha: Am liebsten würde ich das Spiel mal ein Jahr vor sich hingehen lassen und dann nochmal anfangen.
[1:04:56] Chris: Ja, also das war schon kurz vor, es reicht, ich schmeiß das Handtuch.
[1:05:00] Chris: Und das war ja jetzt schon nach viereinhalb Monaten oder sowas.
[1:05:03] Chris: Aber das war kurz bevor euch der Durchbruch gelungen ist, kurz vor dem Ende.
[1:05:08] Chris: Und dann gibt es diesen schönen Moment im Stream, wo du die Lösung des Spiels zeigst.
[1:05:13] Chris: Und die möchte ich euch natürlich auch zeigen. Die sieht nämlich so aus.
[1:05:20] Chris: Also wir sehen hier ein handgemaltes, ich sag mal eine Art Float-Jart,
[1:05:25] Chris: als ein Kasten Pfeile explodiert auf diesem Bild und Farben noch drüber gelaufen. Es ist sehr verwirrend.
[1:05:32] Natascha: Ja, ich hab's dabei. Es ist auch noch die Lösung drauf.
[1:05:36] Chris: Also ihr habt das Spiel tatsächlich gelöst. An dieser Stelle erstmal Applaus dafür.
[1:05:54] Chris: Und deswegen würde ich, wenn wir schon alle hier sind, jetzt auch kurz die Lösung
[1:05:58] Chris: beschreiben, die ihr herausgefunden habt.
[1:06:00] Chris: Und zwar erfordert das Spiel, ich glaube, das sagt auch schon das Handbuch,
[1:06:04] Chris: dass drei Warnungen zu Präsident Kennedy durchdringen.
[1:06:07] Chris: Aber nicht zu ihm persönlich, sondern zu einer Person in seinem nahen Umfeld.
[1:06:10] Chris: Und zwar zu wem? Wisst ihr es noch?
[1:06:13] Jan: Dave Powers.
[1:06:13] Natascha: Ja, man muss zu Dave Powers.
[1:06:15] Chris: Zu Dave Powers, genau. Der Mann hier links ist Dave Powers.
[1:06:18] Chris: Wer ist das? Der ist von Beruf Präsidentenkumpel, der wohnt im Weißen Haus,
[1:06:22] Chris: der hängt praktisch rund um die Uhr mit Kennedy ab.
[1:06:25] Chris: Offiziell ist sein Titel Special Assistant.
[1:06:28] Chris: Und im Endeffekt ist das so, wenn gerade mal nichts zu tun ist,
[1:06:31] Chris: dann schauen die beiden abends Football, trinken Bier zusammen.
[1:06:34] Chris: Vor allem, wenn Jackie aus dem Haus ist, dann hängt Kennedy mit ihm ab im Stream.
[1:06:37] Chris: Natascha, hast du den schönen Ausdruck gesagt, das ist Kennedys Work Wife.
[1:06:42] Natascha: Ja, definitiv. Ich glaube, er verbringt mehr Zeit mit Dave Powers als mit seiner Frau.
[1:06:47] Chris: Ja, genau. Das kann man, glaube ich, so sagen. Das ist sein bester Kumpel.
[1:06:50] Chris: Und Dave Powers muss Warnungen von drei Personen hören und zwar einmal von Evelyn
[1:06:54] Chris: Jackson. Das ist die persönliche Sekretärin von Kennedy.
[1:06:58] Chris: Der Weg zu ihr führt über ihre Verwandtschaft.
[1:07:00] Chris: Dann von dem Verteidigungsminister Robert McNamara. Der Weg zu ihm führt über
[1:07:04] Chris: das Verteidigungsministerium.
[1:07:05] Chris: Da muss man, glaube ich, mit jedem einzelnen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums
[1:07:08] Chris: reden, bis man bei ihm ist.
[1:07:10] Jan: Man muss zuerst auch einen Ausweis stehlen, um überhaupt reinzukommen ins Verteidigungsministerium.
[1:07:14] Chris: Ja, man muss ja Geld und Ausweise stellen am Anfang. Und dann haben wir zum
[1:07:17] Chris: Dritten noch Theodor Sorenson, das ist auch einer von diesen engen Vertrauten,
[1:07:21] Chris: der ist ein Rechtsberater und der Redenschreiber für Kennedy und den erreicht
[1:07:25] Chris: man übers Innenministerium.
[1:07:27] Chris: Und Dave Powers wiederum, der geht dann zu Kennedy und sagt,
[1:07:30] Chris: pass auf, da ist dieser Typ, der sagt, in Dallas droht Gefahr.
[1:07:34] Chris: Und dann kommt der zweite Teil des Spiels, dann ist es nämlich noch nicht vorbei.
[1:07:38] Chris: Dann wird man als Adam Cooper persönlich in die Air Force One eingeladen,
[1:07:42] Chris: in das Flugzeug des Präsidenten am 22.
[1:07:45] Chris: November am Tag des Attentats auf dem Flug nach Dallas und hat jetzt 15 Minuten
[1:07:50] Chris: in Echtzeit, 15 Minuten Echtzeit, um den Präsidenten davon zu überzeugen,
[1:07:55] Chris: dass er besser umdrehen sollte.
[1:07:57] Chris: Und das gucken wir uns auch nochmal live an.
[1:07:59] Chris: Aber an der Stelle würde ich mich bei euch beiden schon mal verabschieden und
[1:08:03] Chris: ganz herzlichen Dank dafür sagen, dass ihr hier wart. Ein Applaus nochmal für
[1:08:07] Chris: Natascha, Jan und auch für Toni.
[1:08:20] Chris: So, und ich zeige das auch deswegen, weil das ja in gewisser Weise ein historischer Moment ist.
[1:08:26] Chris: Auf der ganzen Welt haben vielleicht eine Handvoll Menschen bisher das gesehen,
[1:08:32] Chris: was ihr jetzt sehen werdet, nämlich das Ende dieses Spiels.
[1:08:36] Chris: Das ist tatsächlich ein separater Spielbestandteil, der jetzt hier geladen wird.
[1:08:40] Chris: Wir sind wieder in ihrem Dialogfeld. Hier sind jetzt mit uns im Flugzeug oben
[1:08:43] Chris: John F. Kennedy, in der Mitte Dave Powers. Die sprechen mit uns und unten tippen wir das ein.
[1:08:48] Chris: Und John F. Kennedy möchte jetzt von uns wissen, was wissen wir denn von dieser angeblichen Gefahr?
[1:08:53] Chris: Und da sagen wir ihm jetzt Lee Harvey Oswald ...
[1:09:02] Chris: So, das findet er sehr interessant und fragt erst mal, ja, woher wissen wir
[1:09:07] Chris: denn das eigentlich? Sind wir an dieser Verspörung beteiligt?
[1:09:11] Chris: Nein, das sind wir natürlich nicht. Und dann stellt er die nachvollziehbare
[1:09:14] Chris: Frage, Gunnar, woher weiß ich das? Und hier fallen jetzt die wichtigen Worte.
[1:09:20] Chris: I am from the future.
[1:09:23] Chris: Das findet der Präsident natürlich nicht so toll, aber Dave Powers sagt nochmal,
[1:09:27] Chris: ja, hör ihm lieber mal zu.
[1:09:28] Chris: Und jetzt fragt John F. Kennedy, okay, dann überzeugt mich davon.
[1:09:31] Chris: Und jetzt sind wir wieder an diesem Punkt, wo wir hoffentlich die 15 Seiten
[1:09:34] Chris: gut durchgearbeitet haben oder wo wir vielleicht doch den Zettelkasten von Natascha
[1:09:38] Chris: brauchen könnten, weil jetzt müssen wir ihm Fakten sagen, die wir eigentlich nicht wissen können.
[1:09:43] Chris: Und da funktioniert eine ganze Menge. Also relativ viele Dinge kann man sagen.
[1:09:47] Chris: Und man braucht aber nur, je nachdem, zwei oder drei, um ihn zu überzeugen.
[1:09:50] Chris: Und eine von diesen Sachen zum Beispiel ist, es ist historisch überliefert,
[1:09:54] Chris: dass er an dem Morgen, an dem er da abgeflogen ist nach Dallas,
[1:09:58] Chris: ein Gedicht zitiert hat.
[1:09:59] Chris: This morning you said, westward look, the land is bright.
[1:10:07] Chris: Das ist erstaunlich, Mr. Cooper. Das darf eigentlich keiner wissen.
[1:10:12] Chris: Und er möchte aber noch mehr, also ganz überzeugt ist er noch nicht.
[1:10:15] Chris: Und dann können wir ihm zum Beispiel noch erzählen, Khrushchev,
[1:10:20] Chris: also der Staatspräsident der UdSSR damals,
[1:10:25] Chris: hat ihm einen Brief geschickt, in dem er schreibt, not to tie the knot of war too tightly. liegen.
[1:10:37] Chris: Auch das findet er ganz beeindruckend. Und das war's.
[1:10:40] Chris: Jetzt haben wir John F. Kennedy überzeugt und er entscheidet jetzt an dieser
[1:10:43] Chris: Stelle, das Flugzeug dreht um, wir fliegen nicht nach Dallas und damit ist er gerettet.
[1:10:49] Chris: So, also wir kriegen the outcome, also das Flugzeug dreht um.
[1:10:54] Chris: Dann geht's aber nochmal zurück
[1:10:54] Chris: in die Zeitsphäre, denn jetzt kommt eine überraschende Nachricht rein.
[1:10:58] Chris: Es gibt ja noch diesen Gegenspieler, erinnert ihr euch noch,
[1:11:00] Chris: diesen seltsamen Typ mit der Maske, der übrigens auch hier im Spiel einen sabotieren
[1:11:04] Chris: kann, wenn man Leute zu der falschen Stelle schickt. Und der enthüllt sich jetzt hier.
[1:11:09] Chris: My God, Dad, he looks exactly like you. Es ist Adam Cooper, aber der Adam Cooper
[1:11:14] Chris: aus einem Paralleluniversum.
[1:11:17] Chris: Also eine Kopie von unserem Helden, der böse Adam Cooper, der in die Zeit zurückgereist
[1:11:22] Chris: ist und der hier an dieser Stelle auch sagt, I'll kill you.
[1:11:25] Chris: Das war noch nicht das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben.
[1:11:29] Chris: Du hattest das vorhin schon prophezeit.
[1:11:32] Chris: Guardians of Infinity, das hätte nicht ihre letzte Mission sein sollen.
[1:11:35] Chris: Gab es eine Fortsetzung, Gunnar?
[1:11:36] Gunnar: Sicher nicht.
[1:11:37] Chris: Nein, sicher nicht, genau. Wir müssen, glaube ich, nicht erklären, warum.
[1:11:41] Chris: So, dann fliegen die zurück in ihre Zeit und zum Schluss darf John F.
[1:11:46] Chris: Kennedy noch einmal eine Rede halten.
[1:11:50] Chris: Und jetzt haltet euch fest, weil jetzt seht ihr den letzten Bildschirm des Spiels.
[1:11:54] Chris: Wie gesagt, große Premiere, der Abschlussbildschirm von Guardians of Infinity.
[1:12:16] Chris: Es ist der DOS-Prompt und da steht einfach nur The End. War das den Aufwand wert? Nun.
[1:12:23] Gunnar: Aber du durftest die Rede lesen.
[1:12:25] Chris: Ja, aber jetzt möchte ich noch auf eine Sache. Nämlich Natascha,
[1:12:28] Chris: Jan und Antonia, die haben ja diesen Bildschirm im Juli 2021 gesehen,
[1:12:33] Chris: aber jetzt ist natürlich die große Frage, waren sie wirklich die Ersten?
[1:12:38] Chris: Zur Erinnerung, unsere Frage damals war… Christian.
[1:12:42] Einspieler: Glaubst du, das hat jemals jemand durchgespielt? Nein. Naja, nie, ne? Nee.
[1:12:47] Einspieler: Das ist ein Spiel, das nie durchgespielt wurde.
[1:12:51] Chris: Aber stimmt das eigentlich, Gunnar?
[1:12:53] Gunnar: Wenn wir das sagen.
[1:12:54] Chris: Wenn wir das sagen. Also ich habe das natürlich auch F.J. und John gefragt. Und F.J. sagte,
[1:13:08] Chris: Schön selbstironisch. Also sie hat damals keine Nachricht erreicht bei Paragon,
[1:13:11] Chris: dass das jemals jemand durchgespielt hätte.
[1:13:13] Chris: Jetzt habe ich aber ja vorher erwähnt, in der Computer Gaming World gab es diesen
[1:13:16] Chris: Tipps-Artikel von Scorpia.
[1:13:18] Chris: Dem Artikel konnte ich jetzt nicht entnehmen, ob sie es durchgespielt hat.
[1:13:21] Chris: Aber da schreibt sie sowas wie, es ist am besten, über die Leute in Washington
[1:13:25] Chris: zu gehen. Das stimmt. Das ist ein richtiger Teil der Lösung.
[1:13:28] Chris: Sie schreibt auch, Kennedy muss von drei Leuten gewarnt werden.
[1:13:31] Chris: Das stimmt so halb. Kennedy muss nicht gewarnt werden, sondern Dave Powers.
[1:13:34] Chris: Aber ja, es geht schon in die richtige Richtung. Aber die Lösung steht da nicht
[1:13:37] Chris: drin. Also da steht nichts von Dave Powers.
[1:13:39] Chris: Hat sie es jetzt durchgespielt oder nicht? Das habe ich sie gefragt,
[1:13:42] Chris: ob sie sich daran erinnern kann. Dann hat sie mir zurückgeschrieben,
[1:13:47] Chris: Und sagte im Wesentlichen, ich weiß es nicht mehr, keine Ahnung,
[1:13:51] Chris: ob mir das gelungen ist oder nicht.
[1:13:53] Gunnar: Ich sage, sie hätte sich an den Endbildschirm erinnert.
[1:13:57] Chris: Sie wusste zumindest mit Sicherheit zu sagen, dass sie keine Hilfestellung von
[1:14:00] Chris: Paragon bekommen hat. Das hat sie ausgeschlossen.
[1:14:02] Chris: Also wir wissen es nicht genau, aber sagen wir mal so, der Beweis steht aus.
[1:14:06] Chris: Also es gibt keinen Beweis dafür, dass sie es durchgespielt hat.
[1:14:09] Chris: Gut, also das ist alles abgehakt.
[1:14:12] Chris: Also könnten wir eigentlich das Krönchen aufsetzen, den dreien, aber.
[1:14:17] Chris: Aber im April des Jahres 2021, während die drei gerade an dem Spiel arbeiten,
[1:14:23] Chris: erscheint auf YouTube ein Video.
[1:14:26] Chris: Das heißt einfach nur Guardians of Infinity to Save Kennedy.
[1:14:29] Chris: Und das ist ein 27 Minuten langer, unkommentierter Walkthrough des Spiels.
[1:14:35] Chris: Vollständig, bis zum Ende, bis zu dem Bildschirm, den wir gesehen haben.
[1:14:38] Chris: Und am gleichen Tag, an diesem 25.
[1:14:41] Chris: April, geht bei uns im Stay Forever E-Mail-Postfach eine Mail ein von dem Andreas
[1:14:46] Chris: Müller, der dieses Video gepostet hat.
[1:14:48] Chris: Er schickte liebe Grüße und hat uns eine kurze Textbesprechung von dem Spiel mitgeschickt.
[1:14:52] Chris: Link zum Video und sagte, der Anstoß dafür, dass er das durchgespielt hat,
[1:14:56] Chris: war unsere Besprechung im Rahmen der Neuzugänge.
[1:14:59] Chris: Also ohne, dass wir oder die anderen es wussten, hat noch eine zweite Person
[1:15:04] Chris: sich das als Projekt genommen, das zu knacken.
[1:15:08] Chris: Und wie hatte Andreas das jetzt aber so schnell hinbekommen,
[1:15:11] Chris: beziehungsweise der Andi, weil er sagte mir, Andreas nennt ihn nur seine Frau,
[1:15:15] Chris: wenn er was angestellt hat.
[1:15:17] Chris: Ich würde sagen, das fragen wir ihn selber, denn er ist auch heute hier.
[1:15:20] Chris: Herzlich willkommen, Andrea.
[1:15:28] Andreas: Hallo. Hi. Wir sind hier ganz kuschelig.
[1:15:39] Chris: So, Andreas, also du bist auch damals durch unsere Neuzugänge-Folge,
[1:15:42] Chris: ich sag mal, inspiriert worden.
[1:15:44] Andreas: Genau.
[1:15:44] Chris: Aber die wichtigste Frage ist, warum? Wie kommt man auf diese Idee?
[1:15:48] Chris: Ich probiere das jetzt mal.
[1:15:50] Andreas: Das war ja Corona-Zeit.
[1:15:54] Andreas: Hatte ja nicht so viel zu tun.
[1:15:57] Chris: Alles klar.
[1:15:58] Andreas: Ich habe während Corona erst angefangen, Stay Forever zu hören,
[1:16:01] Andreas: durch meinen Bruder. Der hat gesagt, hör das mal an, das gefällt dir.
[1:16:04] Chris: Guter Mann, Grüße an den Bruder.
[1:16:06] Andreas: Ja, dann habe ich das gehört, das fand ich spannend. Und nachdem ich eh ein
[1:16:09] Andreas: bisschen sammle, hatte ich dann ein paar Tage später eine Kopie gefunden bei Ebay.
[1:16:13] Andreas: Und dann kam das auch irgendwann an und dann habe ich auch erst mal ganz normal angefangen zu spielen.
[1:16:18] Andreas: Also jetzt ohne Karteikarten und ohne Mindmaps, ich habe das alles wie Christian
[1:16:22] Andreas: das auch macht, in eine Excel-Datei geschrieben.
[1:16:25] Andreas: Auch nicht kopiert und irgendwo eingeklebt. Ich habe die ganzen Texte abgeschrieben
[1:16:29] Andreas: am Computer, damit ich die schneller durchgucken kann.
[1:16:32] Andreas: Und dann erst mal angefangen, ganz normal zu spielen und mit der Excel-Tabelle
[1:16:35] Andreas: konsequent einen Agenten nach dem anderen durchzugehen, die ganzen Kombinationen auszuprobieren.
[1:16:40] Andreas: Und dann hatte ich auch oft die Abstürze, die wir auch gerade gesehen haben.
[1:16:43] Andreas: Die kommen öfter vor. Ich habe dann auch die DOS-Box gewechselt,
[1:16:46] Andreas: weil ich dachte, vielleicht liegt es da dran. Das kann ja nicht sein.
[1:16:49] Andreas: Und dann bin ich irgendwann zu dem Punkt gekommen, wo ich dachte,
[1:16:53] Andreas: okay, das lässt sich so vielleicht gar nicht durchspielen.
[1:16:56] Chris: Ja, weil der Punkt ist, also du hast das ja nachweislich im April gelöst. Also der Beweis ist da.
[1:17:01] Chris: Aber du bist da auf einem etwas anderen Weg hingekommen als die drei.
[1:17:05] Chris: Und das finde ich spannend. Erzähl uns mal, was du gemacht hast.
[1:17:08] Andreas: Ich habe quasi mit dem Holzhammer, also ich habe es erst normal gespielt und
[1:17:11] Andreas: dann ungefähr, also ich habe 76 Tage gebraucht, ich habe mal nachgerechnet.
[1:17:16] Andreas: Und ungefähr bei der Hälfte habe ich angefangen, das Spiel an sich zu untersuchen.
[1:17:19] Andreas: Das Erste, was man macht, ist natürlich mit dem Hex Editor in die Programmdatei
[1:17:22] Andreas: gucken, ob man da vielleicht was finden kann.
[1:17:24] Chris: Andi hat mir Screenshots dazu geschickt, das können wir also auch parallel angucken.
[1:17:28] Chris: Das ist jetzt erstmal mit dem Hex Editor reingeguckt.
[1:17:30] Andreas: Genau, das ist die ausführbare Datei im Hex Editor. Man findet da relativ viele
[1:17:34] Andreas: Texte und auch viele Verben, aber nichts Brauchbares, was einem die Lösung näher bringt.
[1:17:41] Andreas: Ich habe dann auch weitergespielt und habe noch versucht, die normalen Datendateien
[1:17:44] Andreas: anzugucken. Da findet man aber keinen Klartext drin.
[1:17:48] Andreas: Dann habe ich gesehen, dass der DOSBoxX Emulator auch einen Debugger hat.
[1:17:53] Andreas: Und dann habe ich angefangen, das Programm zu reverse-engineeren.
[1:17:58] Chris: Wie man das halt so macht.
[1:18:01] Andreas: Man hat ja Zeit. Und das ging dann ganz gut.
[1:18:06] Andreas: Also man sieht hier auf dem Screenshot einmal das Spiel.
[1:18:09] Andreas: Das Gute ist ja, das Spiel läuft zwar in Echtzeit, aber solange man keinen Knopf
[1:18:12] Andreas: drückt, geht ja die Zeit nicht vorwärts.
[1:18:14] Andreas: Die Texte bleiben auch relativ lange stehen, also habe ich mir immer eine Stelle
[1:18:18] Andreas: aus dem Text ausgesucht, die so im Klartext nicht zu finden ist in den Dateien
[1:18:24] Andreas: und dann den Debugger angeworfen und dann erstmal den ganzen Speicher durchsucht, wo denn der Text steht.
[1:18:30] Andreas: Findet man dann auch. Dann habe ich angefangen, an den Stellen Breakpoints zu
[1:18:34] Andreas: setzen, also Haltepunkte, das Spiel wieder gespielt, das Spiel hält dann da
[1:18:37] Andreas: an, wenn der Text auftaucht.
[1:18:39] Andreas: Zu dem Zeitpunkt hat man dann noch den Code an der Stelle, wo der Text herkommt, was passiert,
[1:18:44] Andreas: und von da an habe ich dann das Programm rückwärts durchsucht und dann herausgefunden,
[1:18:49] Andreas: dass der Text aus den Dateien kommt, dann wird der dekodiert und von da dann
[1:18:52] Andreas: auf den Bildschirm kopiert,
[1:18:54] Andreas: und bis ich dann die Stelle hatte, wo es hin dekodiert würde,
[1:18:56] Andreas: da ging es dann los, dass ich das Programm analysieren konnte,
[1:18:59] Andreas: was es tut, um die Texte zu dekodieren.
[1:19:01] Andreas: Das habe ich mir dann ein, zwei Wochen lang mit Papier und Bleibstift angeguckt,
[1:19:07] Andreas: und dann quasi den Assembler-Code rausgesucht. Das war ein bisschen mühsam, weil ich mit,
[1:19:15] Andreas: Intel ist nicht so mein Lieblings-Assembler. Ich bin eher mit C64,
[1:19:19] Andreas: Super Nintendo, das ist schon was Vernünftiges.
[1:19:23] Andreas: Und dann habe ich mir ein C-Programm geschrieben, was den Assembler-Code nachbildet.
[1:19:28] Andreas: Habe das dann über die ganzen Programmdateien laufen lassen und dann kommt halbwegs
[1:19:32] Andreas: vernünftiger Text raus.
[1:19:33] Chris: Das sieht dann so aus, der Text, den du rausbekommen hast.
[1:19:36] Andreas: Genau. Immer noch nicht der komplette Text und auch nicht die komplette Lösung,
[1:19:39] Andreas: sondern da stehen immer nur die Antworten von den Agenten auf die Befehle, die man ihnen gibt.
[1:19:43] Andreas: Was ich ja schon rausgefunden hatte, durchs normale Spielen ist,
[1:19:46] Andreas: der Parser ist jetzt nicht so, der Brüller, also er reagiert auf Stichwörter.
[1:19:50] Andreas: Manche Stichwörter will er genauso haben, wie sie im Handbuch stehen, manche nicht.
[1:19:54] Andreas: Gegen Ende werden es immer mehr Stichwörter, die man treffen muss.
[1:19:57] Andreas: Und dann habe ich mir die ganzen Texte angeguckt und mit deren Hilfe konnte
[1:20:02] Andreas: ich dann auf die Agenten schließen, wer wohin muss und was tun muss,
[1:20:05] Andreas: damit man auf die Lösung kommt und dann kommt man auch relativ schnell zu Kennedy,
[1:20:10] Andreas: und das Endgame habe ich dann wieder normal gespielt, weil das fand ich relativ einfach.
[1:20:14] Chris: Ja, da gibt es wie gesagt mehrere Möglichkeiten. Für uns war das tatsächlich
[1:20:18] Chris: ein Glücksfall, dass hier zwei Teams parallel gespielt haben,
[1:20:21] Chris: weil das heißt ja auch, dass es zwei unabhängige,
[1:20:24] Chris: verifizierte Lösungen des Spiels gibt Und ich konnte die jetzt auch mal nebeneinander
[1:20:27] Chris: legen, dein Video und die Lösung von den dreien und gucken, seid ihr auf dem
[1:20:31] Chris: gleichen Weg dahin gekommen oder nicht.
[1:20:34] Chris: Und für den Weg zu Kennedy, also über Dave Powers, ist es praktisch steckungsgleich.
[1:20:40] Chris: Also es gibt nur diesen einen Lösungsweg.
[1:20:42] Chris: Bei Kennedy selbst gibt es aber Varianzen.
[1:20:45] Chris: Zum Beispiel eine Sache, die du anders gemacht hast, du hast auch diesen Khrushchev-Brief
[1:20:50] Chris: erwähnt, aber du hattest da noch ein Faktum über die Cuban Missile Crisis und
[1:20:54] Chris: vor allen Dingen hast du noch das überzeugende Argument benutzt,
[1:20:58] Chris: Dave Bowers Lieblingsbier ist Heineken.
[1:21:10] Chris: Und da gibt es dann so einen schönen Dialog zwischen Kennedy und Dave Powers,
[1:21:14] Chris: das möchte ich noch kurz zeigen.
[1:21:15] Chris: Spiel du mal schnell John F. Kennedy, Gunnar, lies du mal den Part von John
[1:21:18] Chris: F. Kennedy und ich lese den von Dave Powers.
[1:21:20] Gunnar: Gott weiß, du trinkst genug von meinen Heinekens, Dave.
[1:21:23] Gunnar: Aber könnte Cooper hier nicht sehen, dich in Restaurants oder Tavernen zu haben?
[1:21:29] Chris: Highly unlikely, John. Ich bin mit dir 16 Stunden a day.
[1:21:35] Gunnar: Ich bin schweizhaft davon aware, Dave. Vielleicht hat Herr Cooper hier etwas
[1:21:39] Gunnar: mit diesem Claim, dass er aus dem Zukunft ist.
[1:21:45] Chris: Das fand ich sehr schön. Wer das nochmal im Detail nachlesen möchte,
[1:21:50] Chris: Andi hat das auch aufgeschrieben,
[1:21:52] Chris: diesen ganzen Prozess und bei den Kollegen von Das klappt so nicht einen Artikel
[1:21:55] Chris: dazu veröffentlicht, auch noch mit ein bisschen Information danach und davor
[1:21:58] Chris: und das empfehle ich an dieser Stelle auch nochmal.
[1:22:01] Chris: Das ist ein sehr schöner Artikel, wo man das nochmal nachlesen kann.
[1:22:03] Andreas: Was für ein Zufall.
[1:22:04] Chris: Ja, aber es war wirklich ein Zufall. Ich habe den entdeckt, lange nachdem die
[1:22:09] Chris: Entscheidung getroffen war, dass wir heute darüber sprechen und habe dann gesehen,
[1:22:12] Chris: dass du zufällig jetzt im gleichen Monat vor, wann war das, vor zwei Wochen oder sowas?
[1:22:16] Chris: Vor zwei Wochen diesen Artikel veröffentlicht hast. Da hatten zwei den gleichen Gedanken.
[1:22:20] Chris: Es gibt noch eine Kleinigkeit, die du in diesem Artikel erwähnst,
[1:22:24] Chris: wonach ich dich dann gefragt hatte, nämlich, dass du da schriebst,
[1:22:27] Chris: dass das mindestens zum Teil in Prolog geschrieben sein muss.
[1:22:30] Chris: Erzähl mal kurz, wie du darauf kamst und was das ist.
[1:22:32] Andreas: Ich glaube, ich hatte es in einem der wenigen Reviews gelesen und beim Durchforschen
[1:22:37] Andreas: der Programmdateien steht es auch in den Texten.
[1:22:40] Andreas: Es gibt ein Copyright-Message für Wall-in-Turbo-C, also C-Programmiersprache,
[1:22:43] Andreas: da wird der Hauptteil geschrieben sein oder die Bildschirmausgabe und es gibt
[1:22:46] Andreas: eine Ausgabe über Wall-in-Turbo-Prolook 1.0.
[1:22:50] Andreas: Muss ein Teil davon in Prolog geschrieben sein. Ich habe es nicht rausgekriegt,
[1:22:53] Andreas: welcher Teil. Ich habe es auch nicht extrahieren können.
[1:22:56] Andreas: Ich habe auch dann den Tom Holmes kontaktiert. Der hat auch geantwortet damals.
[1:23:00] Gunnar: Wie man das so macht.
[1:23:02] Andreas: Und er war erst ganz freundlich. Also er war die ganze Zeit freundlich.
[1:23:06] Andreas: Aber er meinte dann auch, ich kann ihm Fragen schicken und dann hat er nie wieder geantwortet.
[1:23:09] Chris: Schade, vielleicht muss ich das nochmal probieren, weil das ist schon spannend.
[1:23:12] Chris: Mir wäre kein anderes Spiel bekannt, dass die Programmiersprache Prolog benutzt.
[1:23:16] Chris: Also zumindest zum Teil.
[1:23:17] Chris: Mir war das auch neu. Vielleicht gibt es Leute von euch, die das kennen.
[1:23:20] Chris: Das ist eine Programmiersprache, die spezifisch für die Abfrage von Datenbanken gemacht wurde.
[1:23:26] Chris: Also da hat man eine Wissensdatenbank und kann dann Fragen an diese Datenbank
[1:23:31] Chris: formulieren, ganz simpel gesagt. Und das ist ja zumindest zum Teil schon auch das, was man macht.
[1:23:37] Chris: Also wenn zum Beispiel das Spiel uns fragt, was für einen Beweis soll ich denn
[1:23:40] Chris: erbringen, was für einen Informationsstipsel soll ich denn sagen,
[1:23:43] Chris: damit ich jemanden überzeugen kann, dann müssen wir ja hier teilweise richtig
[1:23:46] Chris: lange Sätze eintippen. Wir haben das bei Kennedy vorhin auch gesehen.
[1:23:49] Chris: Und das ist ja im Endeffekt etwas, wo dann diese Keywords abgefragt werden aus
[1:23:53] Chris: einer Datenbank. So stelle ich mir das zumindest vor.
[1:23:55] Chris: Aber das wäre dann noch ein historisches Unikum sozusagen, dass das ein Spiel
[1:24:00] Chris: ist, das mindestens zum Teil diese Technologie nutzt.
[1:24:02] Andreas: Also ich kenne auch kein anderes Spiel.
[1:24:03] Chris: Andi, dann an dieser Stelle vielen Dank, dass du da warst. Aber auch erst einen
[1:24:07] Chris: großen Applaus natürlich für diese Leistung.
[1:24:13] Chris: Herzlichen Dank.
[1:24:16] Andreas: Danke, bis zum nächsten Spiel.
[1:24:22] Chris: So Gunnar, jetzt überlasse ich dir das Amt des Schiedsrichters.
[1:24:28] Chris: Wem von den beiden Teams gebührt denn jetzt die Krone, das Spiel zum ersten
[1:24:34] Chris: Mal seit über 30 Jahren vollständig gelöst zu haben?
[1:24:39] Gunnar: Naja, wir wissen ja, es gibt ja Durchspielen und Cheaten.
[1:24:47] Gunnar: Und ich würde sagen, wenn man das Spiel so durchgespielt hat,
[1:24:50] Gunnar: wie es durchgespielt werden wollte, und wenn es auch tausende von Mannstunden
[1:24:55] Gunnar: benötigt, dann hat man das richtig geschafft, würde ich sagen.
[1:24:59] Gunnar: Und wenn man technische Hilfsmittel benutzt, dann ist das eine wichtige historische
[1:25:03] Gunnar: Leistung, aber nicht der Sieg, würde ich sagen.
[1:25:05] Chris: Fair enough, ich würde sagen, beide haben es.
[1:25:16] Chris: Ich würde sagen, beide haben es logischerweise geschafft und beide haben es sich erarbeitet.
[1:25:22] Chris: Also dieses Spiel hat es niemandem leicht gemacht.
[1:25:24] Chris: Und das Ergebnis von unserer kleinen Flapsigkeit damals in der Neuzugänge-Folge
[1:25:28] Chris: ist, dass es jetzt in diesem Moment zwei Lösungen für Guardians of Infinity to save Kennedy gibt.
[1:25:36] Chris: Nach, wie gesagt, mehr als 30 Jahren, nämlich das Video von Andi.
[1:25:39] Chris: Und heute, kurz nach drei Uhr, ist bei uns auf der Webseite der erste Text-Walkthrough
[1:25:45] Chris: zu Guardians of Infinity live gegangen.
[1:25:56] Chris: Der in diesem Fall überwiegend auf der Arbeit von dem Dreierteam von Natascha,
[1:26:01] Chris: Jan und Antonia basiert.
[1:26:03] Chris: Und ja, nun ist die Lösung für dieses Spiel gleich auf zwei Arten und Weisen
[1:26:06] Chris: für die Nachwelt dokumentiert. Und ich kann da nur sagen, danke an euch vier,
[1:26:11] Chris: danke an die Stay Forever Community für diese unfassbare Arbeit.
[1:26:16] Gunnar: Vielen Dank.
[1:26:25] Gunnar: Ich bin nicht so sicher, ob wir uns nochmal trauen, sowas zu sagen.
[1:26:28] Chris: Ich finde, also wenn, wann nicht jetzt. Ich meine, wir wissen ja jetzt,
[1:26:32] Chris: wozu unsere Community fähig ist und wie leidensfähig sie ist vor allen Dingen.
[1:26:35] Chris: Ich soll euch übrigens allen vieren auch ganz herzliche Grüße und Glückwünsche
[1:26:39] Chris: von F.J. Lennon und John Antinori ausrichten.
[1:26:43] Chris: Ich hatte noch eine letzte Frage an die beiden, an F.J. und John.
[1:26:47] Chris: Und das ist eine Frage, die ich dir jetzt zuerst stellen möchte, Gunnar.
[1:26:51] Chris: Glaubst du, dass John F. Kennedy vom Einzeltäter Lee Harvey Oswald ermordet wurde?
[1:26:57] Gunnar: Das ist eine gefährliche Frage. Da kommt man ja leicht in so verschwörungstheoretische
[1:27:00] Gunnar: Gewässer, aber ich glaube das nicht.
[1:27:03] Gunnar: Also alles, was ich darüber weiß, und ich wusste ja schon vorhin nicht mehr,
[1:27:06] Gunnar: dass er ermordet wurde kurz danach, aber alles, was ich darüber weiß,
[1:27:08] Gunnar: war doch, der hat das doch sofort bestritten.
[1:27:10] Gunnar: Und der wurde ja nicht auf frischer Tat ertappt, der wurde dann hinterher gecashed
[1:27:13] Gunnar: und hat das sofort bestritten, ich habe es nicht getan und dann hinterher wird er ermordet.
[1:27:18] Gunnar: Das hat doch so Epstein-Vibes, oder? Stimmt doch was nicht.
[1:27:21] Chris: Was glaubst du denn, was die beiden gesagt haben? Die sich ja nun wirklich,
[1:27:24] Chris: wie wir gehört haben, zwei Jahre lang beschäftigt haben mit dem ganzen Zeug.
[1:27:28] Gunnar: Ich glaube, so wie Menschen sind, die haben beide unterschiedliche Theorien.
[1:27:31] Chris: Dann hören wir doch mal an, was sie gesagt haben, das ist ein bisschen ein längerer
[1:27:34] Chris: Einspieler auf Englisch und zwar folgendes.
[1:27:40] Einspieler: Ich will sagen, no, ich glaube nicht. Ich denke, es ist ein novel von James
[1:27:42] Einspieler: Elroy, der American Tabloid ist.
[1:27:44] Einspieler: Ich denke, dass Elroy, das Intersection von der Far-Wright-Wing und der crazy
[1:27:49] Einspieler: John Birch side mit der Mafia und Cuba ist, das Stu kam aus dem,
[1:27:54] Einspieler: und ich denke, wir werden nicht mehr darüber finden, außer in Fiction.
[1:27:57] Einspieler: Ich denke, Elroy wird wahrscheinlich als close zu der Truth als anyone,
[1:28:00] Einspieler: aber das ist meine Meinung.
[1:28:01] Einspieler: Ja, und meine Meinung ist es ziemlich die gleiche. Ich denke,
[1:28:04] Einspieler: Oswald hat sich nicht mehr involviert, aber ich denke, er war der Lone Killer.
[1:28:08] Einspieler: Und ich weiß nicht, ich glaube, es ist Son of a Hitman, der Podcast.
[1:28:12] Einspieler: Es ist über Woody Harrelson's father. Er war für eine Führung für eine federaler Juden.
[1:28:18] Einspieler: Und da ist fotografisch evidence, dass er in Dallas das Tag war.
[1:28:22] Einspieler: A lot von Leuten put ihn da.
[1:28:24] Einspieler: Ich denke, Howard Hunt war in Dallas das Tag. So, er ist ein CIA operativ.
[1:28:29] Einspieler: Er war ein von den Hoboten, der wird auf den Train geholfen.
[1:28:31] Einspieler: Und so war Charles Harrelson.
[1:28:33] Einspieler: Er ist ein von den Hoboten. Es ist nicht paranoide, zu sagen.
[1:28:37] Einspieler: Du klingtest wie eine verrückte Person, aber ja. Ich denke, es gab definitiv eine Konspiratie.
[1:28:44] Chris: Ich möchte dazu jetzt eigentlich nur so viel sagen. Ich finde,
[1:28:47] Chris: das Schöne an Computerspielen ist, die haben in der Regel eine Lösung,
[1:28:51] Chris: auch wenn es vielleicht 30 Jahre dauert, sie zu finden, so wie ja auch dieses
[1:28:56] Chris: Spiel am Ende eine Lösung hatte.
[1:28:57] Chris: Und bei so bedeutsamen und traumatisierenden historischen Ereignissen wie der Ermordung von John F.
[1:29:02] Chris: Kennedy wird immer Platz bleiben. für Spekulationen, aber wie John und F.J.
[1:29:08] Chris: So schön gesagt haben, der Platz für diese Spekulationen ist in der Fiktion
[1:29:13] Chris: und nicht unbedingt in unserer Realität, die ja wahrlich schon genug geplagt
[1:29:18] Chris: ist durch Verschwörungstheorien in unseren Seiten, in denen wir gerade sind.
[1:29:23] Chris: Und damit beenden wir das. Das war die Geschichte des Spiels Guardians of Infinity
[1:29:28] Chris: to Save Kennedy und wie die Stay Forever Community es gelöst hat.
[1:29:32] Chris: Vielen Dank fürs Zuhören.
[1:29:34] Chris: Vielen Dank.

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