# Die Welt von Alien

An episode of [Stay Forever - Retrogames & Technik](https://invisiblenetwork.ai/podcast/461077931), 14 Jun 2026, 2 h 05 min.

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(Sponsored by Weyland-Yutani) Was ist "Die Welt von …?" Wenn wir über Video- und Computerspiele sprechen, die entweder elaborat ausgestaltete eigene Welten mit Hintergrundgeschichten haben oder über solche, die ihre Welt aus Literatur, Rollenspiel oder Film borgen, nehmen wir uns zuweilen die Zeit und sprechen ausführlicher über Lore jener Welten als das in den regulären Folgen möglich wäre. Im Format Die Welt von… erkunden Rahel Schmitz und Mháire Stritter die Legenden, die Geografie, die Geschichte, die Politik von diesen fiktiven Welten und holen sich dabei von Fall zu Fall ergänzende Expertise von ausgewiesenen Kennern und Kennerinnen der jeweiligen Welt. Worum geht’s: Die Welt von Alien ist kein klassisches Science-Fiction-Szenario mit klaren Fronten zwischen Gut und Böse, sondern ein düsteres, komplexes Geflecht aus technologischem Fortschritt, corporate Macht, biologischer Bedrohung und menschlicher Ohnmacht. Die Handlung spielt im 22. bis 25. Jahrhundert, in einer Zukunft, die von Megakonzerne wie der Weyland-Yutani Corporation dominiert wird. Diese Konzerne handeln mit Technologie, Kolonisierung und biologischen Waffen – und opfern dabei bedenkenlos Menschenleben, um Profit zu sichern. Die politische Landschaft ist geprägt von einem zersplitterten Erd-Bund, der gegen die Interessen der Konzerne kämpft, während gleichzeitig abgelegene Kolonien und Frontier-Planeten im All existieren, die oft von Isolation, Armut und der ständigen Bedrohung durch außerirdische Lebensformen geprägt sind. Götter oder höhere Mächte existieren in dieser Welt nicht – stattdessen regieren Korporationen, Militärs und die unberechenbare Natur des Universums selbst. In dieser Folge erkunden Rahel und Mháire die Eigenheiten dieser Spielwelt: ihre politische Struktur, die Rolle von Technologie und Biowaffen, das Nebeneinander von wissenschaftlichem Fortschritt und archaischer Gewalt, sowie die bewusste Mehrdeutigkeit vieler Erzählungen. Es geht darum, wie Alien Weltenbau betreibt, warum sich das Universum je nach Standort völlig anders anfühlt – und weshalb diese Serie bis heute eine der dichtesten und faszinierendsten Sci-Fi-Welten der Computerspiel- und Filmgeschichte hervorgebracht hat. Gast: Diesmal kommt im Podcast neben den Sprecherinnen Felix Rick zu Wort, der als Redakteur bei GameStar arbeitet und sich seit 2002 als einer der profundesten Kenner der Alien-Lore einen Namen gemacht hat. Zuvor war er unter anderem für Giga Games und Gameswelt tätig und hat sich in unzähligen Artikeln, Analysen und Videos mit der Welt von Alien auseinandergesetzt. Podcast-Credits: Sprecher, Redaktion: Rahel Schmitz, Mháire Stritter Gast: Felix Rick Audioproduktion: Fabian Langer, Christian Schmidt Titelgrafik: Paul Schmidt Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik) "Welt von"-Folgen sind Belgeitfolgen für Podcasts zu Games, die in der Welt spielen, aber zu einem Alien-Spiel hatten wir bisher noch keine Folge, ahem. Kommt sicher noch irgendwann. Unterstützung & Interaktion: Unterstützt Stay Forever: Ohne die Unterstützung von rund 7.500 Hörenden via Abo wäre dieser Podcast nicht möglich. Abos starten bei rund fünf Euro monatlich, jede/r Abonnent/in hat Zugang zum kompletten Archiv mit hunderten Extra-Folgen, zu denen jeden Monat 6-8 weitere dazukommen: Steady Patreon - einen Überblick über das Archiv an Folgen gibt es hier: klick. Wo wir sind: Unsere kostenlosen Folgen gibt es auf www.stayforever.de sowie in jeder Podcast-App, auf Spotify, RTL+, Amazon Music, Deezer und Youtube. Im Zweifel einfach “Stay Forever Podcast” suchen, damit findet man uns überall. Wer direkt den Feed braucht, hier: Stay-Forever-Podcast-Feed (RSS) Community: Teilt eure Gedanken, Erfahrungen, Lob und Kritik direkt im Folgen-Thread auf community.stayforever.de oder im Stay Forever Discord. Wir sind auch auf Facebook, BlueSky, Instagram und Mastodon. Support und Hilfe: Fragen gern per Mail an info@stayforever.de, wir haben aber auch strukturierte Infos zum…

## Transcript

[0:00] Rahel: Hi, Mayri.
[0:01] Mháire: Hallo, Rahel. Es ist wieder soweit.
[0:04] Rahel: Es ist wieder soweit. Und ich habe zum Einschied direkt eine Frage für dich.
[0:07] Mháire: Ja.
[0:08] Rahel: Du weißt doch bestimmt, dass im Weltraum ein großes Vakuum herrscht, oder?
[0:12] Mháire: Ja, das ist natürlich alles relativ, aber man kann grob sagen,
[0:16] Mháire: dass da ein Vakuum herrscht. Das bedeutet natürlich, dass dort verschiedenste
[0:19] Mháire: Dinge anders funktionieren als hier bei uns unter einem Druckatmosphäre,
[0:23] Mháire: Alle möglichen Dinge bewegen sich anders, funktionieren anders,
[0:25] Mháire: die Abgabe von Wärme und aha, du willst darauf hinaus, dass Schallwellen sich nicht ausbreiten.
[0:30] Rahel: Das ist genau das, worauf ich hinaus will. Man könnte auch sagen,
[0:33] Rahel: Mairi, im Weltraum, da hört dich niemand schreien.
[0:36] Mháire: Das ist richtig. Also es sei denn, man ist an Bord desselben Schiffs.
[0:40] Rahel: Das stimmt. Wir reden heute über die Welt von Alien, eine Folge,
[0:44] Rahel: die wir uns, glaube ich, beide schon seit geraumer Zeit gewünscht haben und jetzt ist es soweit.
[0:48] Mháire: Es ist ein Thema, das uns beiden sehr liegt. Wir mögen beide kosmischen Horror,
[0:52] Mháire: wir mögen beide gute Monster-Designs und das hier bringt alles davon mit.
[0:57] Mháire: Und außerdem mögen wir gute Filme, würde ich jetzt mal unterstellen.
[0:59] Rahel: Ja, wobei das bei Alien durchaus ja auch ein weites Feld ist.
[1:04] Mháire: Ja, was gut ist und in welchem Genre wir uns bewegen vor allen Dingen.
[1:08] Rahel: Ich würde sagen, lass uns doch zum Einstieg mal überhaupt einen groben Überblick
[1:12] Rahel: bieten, was es denn mit Alien überhaupt auf sich hat.
[1:15] Mháire: Die allermeisten Leute werden damit vertraut sein, weil es schon eines der ikonischsten
[1:18] Mháire: Monster und dementsprechend auch ein sehr ikonisches Franchise ist.
[1:22] Mháire: Aber ganz grundlegend ist es Science Fiction mit Horror.
[1:26] Mháire: Die Menschheit bereist das Weltall, aber vor allen Dingen zu ganz prosagen,
[1:32] Mháire: schnöden Zwecken Geld zu verdienen und Dinge abzubauen. Es ist kein Star Trek.
[1:36] Mháire: Und dabei stößt die Menschheit auf eine Spezies, die die Menschen sowohl als
[1:42] Mháire: essen, als auch eine Möglichkeit zur Fortpflanzung sehen, auf eine parasitäre Art und Weise.
[1:47] Mháire: Und dann kommen Leute und denken sich, das kann man doch sicher hervorragend
[1:50] Mháire: benutzen, um daraus irgendeine militärische Sache zu machen.
[1:54] Rahel: Du hast das jetzt sehr treffend und in sehr knappen Worten zusammengefasst.
[1:57] Rahel: Das, was du gerade beschrieben hast, ist allerdings ein Franchise,
[2:00] Rahel: das aus sieben Filmen, zahlreichen Romanen, noch viel mehr Comics und über 30
[2:05] Rahel: Videospielen besteht. Ja.
[2:07] Rahel: Und wenn man ganz ehrlich ist, ist vieles davon eine Abwandlung von dem,
[2:12] Rahel: was du gerade beschrieben hast. Also es sind nicht immer die gleichen Arten
[2:14] Rahel: von Aliens, die wir sehen. Oft haben sie aber erkennbare Verwandtschaften.
[2:18] Rahel: Wir haben auch nicht immer die gleichen bösen Konzerne, aber meistens doch die gleichen Keyplayer.
[2:23] Rahel: Das heißt unterm Strich, es geht darum, die Menschen sind im Weltraum,
[2:27] Rahel: niemand ist so richtig freiwillig da.
[2:28] Rahel: Aber irgendwelche Konzerne möchten Geld daraus schlagen. Und dann gibt es noch
[2:31] Rahel: die Xenomorphen, die ja potenziell sehr geldergiebig sein könnten.
[2:36] Rahel: Das Kernsetting davon ist eigentlich immer der Weltraum im 22.
[2:39] Rahel: Jahrhundert. Mit ein paar Ausreißern, sowohl in frühere Zeiten als auch in deutlich spätere Zeiten.
[2:44] Mháire: Das ist vergleichsweise nah an unserer Jetzt-Zeit dran. Das heißt,
[2:48] Mháire: wir bewegen uns hier in keiner sehr futuristischen Science-Fiction,
[2:51] Mháire: auch keiner Far-Future-Science-Fiction mit Technik, die schon wieder wie Magie erscheinen kann.
[2:56] Mháire: Es ist alles, obwohl wir im Weltall sind, down to earth.
[2:59] Rahel: Elvin hat, wenn man sich das genauer betrachtet, ein paar Alleinstellungsmerkmale.
[3:03] Rahel: Nämlich einmal, dass es so ein riesiges Franchise geworden ist.
[3:06] Rahel: Also der ursprüngliche Alienfilm ist von 1979. Seitdem ist da aber eben so einiges
[3:11] Rahel: hinzugekommen und das ist wirklich eine Reihe, die nie wirklich geruht hat,
[3:15] Rahel: sondern wo immer zumindest im Hintergrund irgendwas dran gewerkelt wurde.
[3:20] Rahel: Eine weitere Besonderheit ist es, dass es eine transmediale Story ist.
[3:24] Rahel: Das heißt, dass die einzelnen Beiträge sich häufig ergänzen.
[3:27] Rahel: Das gilt jetzt nicht für alle, aber es gibt nicht nur die sieben Filme,
[3:31] Rahel: die aufeinander aufbauen oder sich ergänzen, sondern dann werden mal erzählerische
[3:35] Rahel: Lücken dazwischen von einem Roman gefüllt.
[3:37] Rahel: Oder wir haben Videospiele wie beispielsweise Alien Isolation,
[3:41] Rahel: wo auf einmal die Geschichte von einem Charakter erwähnt wird oder erzählt wird,
[3:46] Rahel: der in den Filmen nur nebensächlich erwähnt wird.
[3:48] Rahel: Also wer wirklich diese komplette Alien-Story kennen möchte,
[3:53] Rahel: muss sich theoretisch durch alle Alien-Medien durchfühlen.
[3:56] Mháire: Das ist richtig. Aber man kann sie auch sich teilweise einzeln rauspicken.
[4:00] Mháire: Und ich denke, dass wenn man Alien Isolation zum Beispiel spielt,
[4:03] Mháire: man nicht die gesamte Grundkenntnis braucht von diesem weiten Universum,
[4:06] Mháire: um dieses eine Spiel zu genießen.
[4:08] Mháire: Das macht es auch spannend insofern, als dass die meisten transmedialen Universen
[4:13] Mháire: oder IPs irgendwann in einem Punkt ankommen, wo man nicht mehr verstehen kann,
[4:16] Mháire: was passiert, wenn man nicht irgendwie alle Bestandteile davon sich schon zu Gemüte geführt hat.
[4:20] Rahel: Das stimmt. Das macht Alien deutlich geschickter. Das bringt mich auch schon
[4:24] Rahel: so ein bisschen zum dritten Alleinstellungsmerkmal, nämlich wie einflussreich
[4:28] Rahel: das auf die Popkultur geworden ist in diesen, jetzt bin ich schlecht in Mathe, 50? Mehr als 50?
[4:35] Mháire: 47.
[4:36] Rahel: In diesen fast 50 Jahren. Und deswegen habe ich Literatur studiert.
[4:43] Mháire: Aber das sind auch nicht ganz 50 Jahre, behalten wir einfach das bei,
[4:49] Mháire: in denen haufenweise Leute Alien nicht nur kopiert haben, sondern auch davon inspiriert wurden.
[4:53] Mháire: Also es ist erstens ein Film, der, wenn man sich so für B-Movie und Schlock
[4:57] Mháire: interessiert, eine Unmenge an ungemein unterhaltsamen Kopien nach sich gezogen hat.
[5:03] Mháire: Sowohl Alien als auch Aliens, der zweite Teil.
[5:06] Mháire: Und gleichzeitig, denke ich, mit ein Genre begründet hat, nämlich den etwas
[5:11] Mháire: grungy Weltraumhorror.
[5:13] Mháire: Das ist etwas, was dann überhaupt die Voraussetzung dafür war,
[5:17] Mháire: dass ganz andere, auch Computerspiel-Franchises oder Videospiel-Franchises,
[5:21] Mháire: überhaupt erst so entstehen konnten. Und das hat es getan, weil es einfach, ich sag mal, gut ist.
[5:26] Mháire: Und wie dieser Lightning-in-a-Bottle-Effekt zusammenkam, darüber werden wir
[5:30] Mháire: zum Ende dieses Podcasts reden. Es ist nämlich auch einfach sehr spannend,
[5:33] Mháire: wie es überhaupt zu diesem ikonischen Zusammenwirken kam.
[5:36] Rahel: Ja, denn man muss ja auch kurioserweise sagen, es gibt bisher keine Stay Forever-Besprechung
[5:42] Rahel: zu irgendeinem der Alien-Spiele, obwohl es so viele sind.
[5:45] Rahel: Aber wenn man sich dann anschaut, wie viele Spiele sind beispielsweise einfach
[5:49] Rahel: nur durch dieses Franchise und vor allen Dingen dieses Weltgefühl,
[5:53] Rahel: dieses World-Feeling, was du eben beschrieben hast, diese Grunginess beeinflusst,
[5:57] Rahel: oder auch das Monster-Design.
[5:58] Rahel: Auf einmal findet man dann ganz schön viele Videospiele, wo eben diese Alien-DNA drinsteckt.
[6:03] Mháire: Und wir werden auch noch über ein paar Dinge sprechen, da freue ich mich immer drüber, dass wir
[6:08] Mháire: da dann auch am Ende immer das Steckenpferd rausholen, beziehungsweise,
[6:11] Mháire: dass du da auch Wert drauf legst, mit deinem Hintergrund, dass wir eben auch
[6:14] Mháire: über die Themen reden und darüber, was es über Gesellschaft und dergleichen aussagt.
[6:19] Mháire: Denn das tut es, auch wenn es vielleicht gar nicht absichtlich war,
[6:22] Mháire: es hat eines der ikonischsten Monster überhaupt, nämlich Weyland Yutani. Ja, ja.
[6:28] Mháire: Also das wahre Böse ist gar nicht die Kreatur, sondern die Welt,
[6:31] Mháire: in der sie sich bewegt. Und das finde ich ist auch etwas sehr Spannendes,
[6:34] Mháire: dass das fest in die DNS, diese Settings hineingebacken ist und das gar nicht
[6:40] Mháire: aufdringlich macht tatsächlich.
[6:42] Rahel: Wir haben jetzt ja schon so die ersten Begriffe um uns geschmissen,
[6:44] Rahel: wie Weyland-Yutani. Und ich glaube, das Wort Xenomorph ist auch schon gefallen.
[6:48] Rahel: Ich würde sagen, sollen wir mal das Weltall bereisen?
[6:51] Mháire: Lass uns mal das Weltall bereisen. Die Weiten des Raums und der Zeit.
[6:55] Mháire: Wie gesagt, das ist ja ein eher in der Nahen Zukunft angesiedeltes Setting.
[6:59] Mháire: Jetzt fast 50 Jahre näher als zu dem Zeitpunkt, als man damit angefangen hat.
[7:04] Mháire: Das heißt, für mich stellt sich immer die Frage, wie kam überhaupt die Menschheit zu den Sternen?
[7:10] Mháire: Deswegen wäre mein Vorschlag, wir arbeiten uns ein bisschen vor,
[7:12] Mháire: wie hat sich das Universum entwickelt kanonisch?
[7:15] Mháire: Und dann gehen wir dazu, wie sieht es aus? Und dann können wir die Story weiterschreiben.
[7:20] Mháire: Dieser Break ist vielleicht kurios, aber ich glaube, der könnte ganz gut funktionieren.
[7:24] Mháire: Dementsprechend können wir einmal anfangen, indem wir sagen,
[7:27] Mháire: wann spielen überhaupt die Medien, von denen wir hier reden,
[7:31] Mháire: beziehungsweise das Franchise.
[7:33] Mháire: Der erste Alien-Film, der 1979 in unserer realen Zeitrechnung erschien, der spielt 21-22.
[7:40] Rahel: Das wird gleich auch unser Schlüsseldatum, wo wir eben in der Reihenfolge,
[7:44] Rahel: wie du es gerade erwähnt hast, einen Cut machen. Das heißt, wir werden erstmal
[7:47] Rahel: die Historie bis 2021 erzählen.
[7:51] Rahel: Die Filme, die danach erst mal kommen, die ersten vier Filme,
[7:54] Rahel: die spielen alle nach diesem Datum. Beispielsweise Aliens spielt 37 Jahre später.
[8:02] Rahel: Und das geht dann hin bis zu Alien Resurrection, der auf einmal sogar sehr weit
[8:06] Rahel: in der Zukunft spielt. Das ist einer von diesen, wenn man sich die Chronologie
[8:09] Rahel: anschaut, von diesen Randgebieten, die ich eben erwähnt hatte.
[8:11] Rahel: Der spielt im 24. Jahrhundert, also 2381. Und davon geht es dann aber auf einmal
[8:17] Rahel: wieder zurück in die, in Anführungszeichen, Vergangenheit mit Prometheus, dem Film von 2012,
[8:23] Rahel: der bis dato der früheste Eintrag in der Alien-Chronologie ist. Der spielt 2091.
[8:29] Rahel: Das ist ein sehr breites Feld, was sich da auftut. Das heißt aber auch,
[8:33] Rahel: dass wir die Veröffentlichungsdaten von den Filmen oder Romanen oder von den
[8:37] Rahel: Spielen immer getrennt betrachten müssen von der Chronologie der erzählten Zeit.
[8:42] Rahel: Die bewegen sich nicht in die gleiche Richtung, sondern in der erzählten Zeit
[8:45] Rahel: springen wir vor und zurück und dann geht es in eine Lücke zwischen zwei Filmen
[8:48] Rahel: oder es geht auf einmal sehr weit in die Zukunft.
[8:50] Rahel: Bis dato der weiteste Eintrag, den ich gefunden habe, das war auch wieder ein
[8:53] Rahel: Roman, der kurioserweise im Deutschen, wenn ich das richtig sehe,
[8:56] Rahel: unter zwei Titeln veröffentlicht wurde von 2015.
[8:59] Rahel: Nämlich entweder unter dem Titel Jenseits der Sterne oder als Hörbuch als Wüste
[9:04] Rahel: des Grauens. Und der spielt 2496, also Ende des 25. Jahrhunderts.
[9:10] Rahel: Was, das will ich schon mal spoilern, übrigens nicht anders aussieht als das
[9:14] Rahel: 22. Jahrhundert von Alien.
[9:16] Mháire: Ja, sobald gewisse Technologien da sind, friert die Entwicklung ein bisschen
[9:21] Mháire: ein, beziehungsweise macht sogar fast wieder Rückschritte.
[9:24] Mháire: Aber gehen wir das mal eben durch. Wie kommen wir überhaupt in diese Situation,
[9:27] Mháire: dass Menschen im Weltall sind und dort auf Aliens stoßen können?
[9:31] Mháire: Da müssen wir einmal in eine nicht wirklich klar benannte Vergangenheit zurück.
[9:35] Mháire: Das ganze Setting geht davon aus, dass die menschliche Evolution nicht ganz
[9:39] Mháire: natürlich verlaufen ist, sondern dass sich da eine Spezies eingemischt hat,
[9:43] Mháire: die wir dann später auch kennenlernen als die Konstrukteure.
[9:47] Mháire: Die kommen dann nachher noch in dem Kapitel zu, was gibt es dort draußen überhaupt außer Menschen.
[9:53] Mháire: Aber kurz gesagt, die manipulieren an dem Leben auf anderen Planeten herum auf
[9:57] Mháire: der Suche nach, ja was genau, das finden wir vielleicht noch raus.
[10:02] Mháire: Also die Menschen sind nicht ganz von alleine entstanden, aber dann passiert
[10:05] Mháire: die menschliche Geschichte, so wie wir sie kennen, bis 2012.
[10:09] Mháire: Das liegt für uns jetzt schon in der Vergangenheit, aber wir müssen das jetzt
[10:11] Mháire: einfach so akzeptieren, so wie bei Shadowrun.
[10:14] Rahel: 2012 gründet nämlich Peter Weyland seine Firma Weyland Industries.
[10:19] Rahel: Der hat zu diesem Zeitpunkt schon einige Patente unter dem Gürtel und da wundert
[10:23] Rahel: es auch nicht, dass sich Weyland Industries innerhalb kürzester Zeit zu einem
[10:26] Rahel: Großkonzern entwickelt, der dann in den darauffolgenden Jahrzehnten die Raumfahrt
[10:31] Rahel: eigentlich revolutioniert.
[10:32] Mháire: Ja, die entwickeln im Grunde alles, was man dafür braucht. Den Überlichtantrieb,
[10:37] Mháire: sie entwickeln die Technologie für Terraforming, sie entwickeln den Hyperschlaf
[10:42] Mháire: oder Kryoschlaf, dass Menschen also jahrelang bewusstlos, ohne dass sie wirklich
[10:46] Mháire: altern und ohne dass sie zu Schaden kommen, eingefroren dösen können.
[10:50] Mháire: Und sie entwickeln verschiedene Formen von künstlicher Intelligenz,
[10:53] Mháire: sowohl die von Mainframes auf Schiffen oder in Stationen, als auch die von rumlaufenden
[10:59] Mháire: Androiden von künstlichen Lebewesen.
[11:01] Mháire: Und da ist quasi alleine alles geregelt, wie man zu fernen Sternen kommen kann und auch wieder zurück.
[11:08] Rahel: Das nutzt die Menschheit dann auch schon ab den 2030er Jahren.
[11:12] Rahel: Da wird der Erdmond Luna, also sprich unser Mond, terraformiert.
[11:17] Rahel: Das erste Überlichtraumschiff verlässt die Erde. Wir kriegen Siedlungen auf
[11:21] Rahel: dem Mars und dem Titanen.
[11:22] Rahel: Und es wird auch sogar schon der erste extrasolare Planet terraformiert.
[11:27] Rahel: Da haben wir wirklich dann den Startschuss für die Kolonisation des Weltraums
[11:30] Rahel: in seiner Tiefe und Weite durch mehrere Konzerne.
[11:35] Rahel: Das heißt, schon ab den 2030ern haben wir natürlich auch andere von diesen großen
[11:38] Rahel: Konzernen, die so langsam auf der Bühne erscheinen und die dann auch das Rennen
[11:43] Rahel: um das lukrative Geschäft im Weltraum beginnen.
[11:46] Mháire: Einer der großen anderen Namen ist Yutani. Also wir haben Wayland,
[11:50] Mháire: britisch, englischsprachig und wir haben Yutani, eine japanische Firma,
[11:55] Mháire: die da beide vorne an der Spitze sind und auch wirklich im Wettrennen.
[11:58] Mháire: Das wird mehr oder weniger dargestellt, als wären sie so durchaus auch gegeneinander
[12:03] Mháire: mit Corporate Espionage und so etwas.
[12:06] Mháire: Je nachdem, welche von den Medien als kanonisch gelten und welche nicht.
[12:10] Rahel: In den 2040ern passiert etwas, das erstmal ganz gewöhnlich und unauffällig wirkt.
[12:17] Rahel: Nämlich wird im tief entfernten Weltraum ein Mond kartografiert,
[12:21] Rahel: von dem schwache Notsignale empfangen werden. Und dieser Mond erhält die Bezeichnung LV 426.
[12:27] Mháire: Mysteriös. Da sollte ja eigentlich noch keiner sein.
[12:30] Rahel: Da kommen wir auch später noch drauf zu sprechen.
[12:33] Mháire: Dann, in den 2080ern ändert sich die gesamte, sag ich, politische Sphäre mit
[12:39] Mháire: einem relativ großen Schritt. Das ist etwas, was sich ohnehin schon entwickelt hat.
[12:42] Mháire: Die Corporations, große Firmen werden immer mächtiger und dafür schließen sich
[12:46] Mháire: dann Staatengruppen zusammen.
[12:48] Mháire: Und in den 2080ern bildet sich das sogenannte Three World Empire,
[12:52] Mháire: führend mit Großbritannien und Japan als zwei große Mächte, aber nicht nur.
[12:57] Mháire: Und die wiederum sind sehr eng verbandelt mit Weyland und Yutani.
[13:02] Mháire: Also politische Macht und wirtschaftliche Macht gehen da Hand in Hand.
[13:05] Mháire: Nicht als wäre das nicht heute hier auch so, nur da ist es sehr viel offener.
[13:10] Rahel: Genau.
[13:11] Rahel: Also inklusive davon, dass, ich glaube, Wayland ist es, die beim Drei-Welten-Imperium
[13:16] Rahel: einen Platz im Parlament haben.
[13:17] Mháire: Ja, die dürfen wirklich mitbestimmen.
[13:19] Rahel: Bis dahin ist also eigentlich die technologische, gesellschaftliche und auch
[13:23] Rahel: eben politische Grundlage für das geschaffen, was wir dann später als die typische
[13:27] Rahel: Alien-Geschichte kennenlernen werden.
[13:30] Rahel: Und deswegen wundert es auch nicht, dass wir ab hier dann jetzt den ersten Filmeintrag hätten.
[13:35] Rahel: Nämlich jetzt käme in der Chronologie Prometheus, der Film, der ja im Jahre
[13:39] Rahel: 2091 spielt, beziehungsweise spielt streng genommen über drei Jahre hinweg.
[13:44] Rahel: Also sagen wir mal von 2091 bis 2093.
[13:47] Mháire: Das braucht halt eine Weile, so ein Schiff. Selbst wenn es die namensgebende
[13:51] Mháire: Prometheus ist, die ein sehr nobles und sehr schnelles und sehr tolles Schiff ist.
[13:56] Mháire: Aber trotzdem, die bricht auf, auf der Spur von mehreren Nachrichten bzw.
[14:02] Mháire: Sternenkarten, die auf der Welt verteilt gefunden wurden.
[14:05] Mháire: So ein bisschen im Rahmen der Ancient Aliens-These, die ja auch in etwas verschwörungstheoretisch
[14:12] Mháire: angehauchten Kreisen unterwegs ist in unserer realen Welt.
[14:15] Mháire: Und das kann man offensichtlich klar genug lesen, um damit dann aufzubrechen
[14:19] Mháire: und sehr spontan dafür eine Crew zusammenzustellen, die in den Hyperschlaf gelegt
[14:23] Mháire: wird und rausfinden soll, Wo kommen die Nachrichten her? Wo führen die Koordinaten hin?
[14:28] Mháire: Leider kommt die Prometheus nie wieder zurück zur Erde.
[14:30] Rahel: Ab hier passiert jetzt im Alien-Storytelling etwas, was uns fortan begleiten
[14:35] Rahel: wird. Nämlich es gibt jetzt immer eine offizielle und eine inoffizielle Story
[14:38] Rahel: von dem, was passiert ist.
[14:40] Rahel: Offiziell, wie du eben schon erzählt hast, die Prometheus bricht auf und sie verschwindet spurlos.
[14:45] Rahel: Das ist deswegen ein Problem, weil an Bord auch Peter Whelan selbst war,
[14:49] Rahel: also der Firmenchef höchstpersönlich und auch seine Firmennachfolgerin Meredith Vickers.
[14:55] Rahel: Das heißt, der Konzern gerät nach dem Verschwinden der Prometheus in eine Krise.
[15:00] Rahel: Und das ist es, was dann die Fusion mit Yutani auslöst.
[15:04] Rahel: Das heißt, erst nach dem Verschwinden der Prometheus haben wir diesen noch viel
[15:09] Rahel: größeren Konzern Weyland-Yutani.
[15:11] Mháire: Building Better Worlds ist ihr Slogan.
[15:14] Rahel: Building Better Worlds, genau.
[15:17] Rahel: Was wirklich passiert ist, ist, dass die Prometheus zu diesem Planeten hingetuckert
[15:22] Rahel: ist, wo all die Sternenkarten hingedeutet haben. Das ist der Planet LV233.
[15:27] Rahel: Und sie haben da die Ruine eines Schiffs gefunden, so ein hufeisenförmiges, großes Schiff.
[15:32] Rahel: Darin finden sie ein bisschen Technologie und vor allem aber Leichen von diesen
[15:36] Rahel: Konstrukteuren, die du ja eben schon erwähnt hast.
[15:39] Rahel: Zusammen mit Ohnen, wo so ein schwarzer Schleim drin ist. Der wird später auch
[15:43] Rahel: bekannt als Prometheus-Feuer.
[15:45] Rahel: Und dieser Schleim ist eine tödliche Substanz. Wer damit in Berührung kommt,
[15:50] Rahel: durchläuft auf einmal so merkwürdige Mutationen.
[15:53] Rahel: Es stellt sich heraus, mit dem Schleim wollten die Konstrukteure die Menschheit
[15:56] Rahel: scheinbar wieder auslöschen.
[15:57] Rahel: Das heißt, es ist eine Biowaffe, aber durch den Kontakt mit dem Schleim entstehen
[16:01] Rahel: dann schon auf LV-233 ganz viele hybride Kreaturen.
[16:05] Rahel: Und am Ende überleben nur zwei Leute von der Prometheus-Besatzung,
[16:08] Rahel: nämlich einmal die Wissenschaftlerin Elisabeth Shaw und der durchaus zwielichtige Androide David.
[16:13] Mháire: David, ein bisschen das Kind von Peter Weyland, aber das ungeliebte Kind von
[16:18] Mháire: Peter Weyland. Da ist auch ganz viel von dem, die Kreatur, die ich geschaffen
[16:22] Mháire: habe, die ist mir nicht gut genug.
[16:24] Mháire: Sehr klassischer Frankenstein-Moment mit der Erschaffung eines Wesens,
[16:28] Mháire: aber dann nicht dem Wunsch, es als das zu akzeptieren, was es ist.
[16:32] Mháire: Hätte man vielleicht mal drüber nachdenken sollen, aber das ist generell das
[16:35] Mháire: Thema von Prometheus. Die Leute hätten mal ein bisschen drüber nachdenken sollen, was sie tun.
[16:39] Rahel: Da fällt mir ein, da wir jetzt ja schon so tief drin sind, Und wir sollten auch
[16:42] Rahel: kurz darauf hinweisen, dass wir durchaus auch über die Story von neueren Alien-Filmen
[16:47] Rahel: und Serien sprechen werden. Also es gibt schon den einen oder anderen Spoiler.
[16:50] Rahel: Auch nicht nur zu einem Film, der fast 50 Jahre alt ist.
[16:53] Rahel: Das sind keine Spoiler mehr. Das ist popkulturelles Wissen. Aber ob jetzt alle
[16:57] Rahel: auch Alien Romulus gesehen haben, sei mal dahingestellt.
[17:00] Mháire: Oder Alien Earth.
[17:01] Rahel: Oder Alien Earth, genau.
[17:03] Rahel: Was jedenfalls passiert, das passiert allerdings offscreen, das erfahren wir
[17:07] Rahel: erst später, ist, dass David und Elizabeth Shaw LV233 wieder verlassen auf einem
[17:14] Rahel: Raumschiff der Konstrukteure.
[17:17] Rahel: Und sie fliegen damit zu einem anderen Planeten, da wo sie wissen,
[17:21] Rahel: da gibt es noch mehr Konstrukteure.
[17:22] Rahel: Das ist Planet 4 und dieser Planet wird durch die Ankunft von diesem Schiff
[17:27] Rahel: mit Elizabeth und David zerstört, zumindest das Leben darauf.
[17:31] Rahel: Warum, erklären wir später.
[17:32] Mháire: Wir müssen einmal kurz noch zurück zur Erde schauen, nämlich da wird am Anfang
[17:37] Mháire: des 22. Jahrhundert der Trend vorgesetzt, dass sich Megastaaten bilden,
[17:40] Mháire: Nord, Süd und Mittelamerika verschmelzen zu den Vereinigten Amerikas.
[17:44] Mháire: Sie hätten auch einfach Amerika sagen können.
[17:46] Rahel: Ich glaube, da hätten die Kanadier was dagegen gehabt.
[17:48] Mháire: Stimmt, die sind nicht dabei, du hast recht. Fast ganz Amerika.
[17:53] Mháire: Und die sind auch diejenigen, die ein bisschen militaristischer drauf sind. Das sind die Hurra.
[17:59] Mháire: Und wir haben hier unsere Marines und unsere Kampfschiffe, während das Three
[18:03] Mháire: World Empire schon vor allen Dingen eine Handels- und Technologienation ist.
[18:08] Mháire: Also die haben so unterschiedliche Geschmäcker, diese Riesenstaaten, die da entstehen.
[18:12] Rahel: Kurz nachdem sich die Vereinigten Amerikas gebildet haben, verlässt im Jahre
[18:16] Rahel: 2104 das Kolonieschiff Covenant die Erde.
[18:20] Rahel: An Bord sind mehrere tausend Kolonisten oder Embryos, die eigentlich zum Planeten
[18:27] Rahel: Origai Six wollen. Da wollen sie ursprünglich hin.
[18:29] Rahel: Was offiziell mit dem Schiff passiert oder was kommuniziert wird,
[18:33] Rahel: was mit dem Schiff passiert ist, erfahren wir tatsächlich nie.
[18:37] Rahel: Wir wissen aus dem Film Alien Romulus, dass Origai 6 irgendwann besiedelt wird.
[18:43] Rahel: Wir erfahren aber nie durch wen.
[18:45] Rahel: Vermutlich war es nämlich nicht die
[18:47] Rahel: Covenant, denn jetzt kommt wieder der inoffizielle Teil der Geschichte,
[18:51] Rahel: Die Covenant legt ungeplanten Stopp auf einem scheinbar sehr lebensfreundlichen
[18:55] Rahel: Planeten, nämlich Planet 4, ein.
[18:58] Rahel: Da finden Sie den ehemaligen Wayland-Androiden David und Überreste vom schwarzen
[19:03] Rahel: Schleim, der ja schon im Film Prometheus nicht gerade gesund war.
[19:07] Rahel: Und wie sich herausstellt, hat eben genau dieser Schleim unter der Aufsicht
[19:10] Rahel: von David, der viele Experimente durchgeführt hat, das Leben auf dem kompletten Planeten ausgelöscht.
[19:15] Rahel: Und David freut sich jetzt aber, dass er neues Material zum Experimentieren hat.
[19:19] Rahel: Und das ist auch der Kontext, in dem zum ersten Mal ein Xenomorph erschaffen wird.
[19:24] Rahel: Das heißt, die Aliens, die so ikonisch sind für die Alienreihe,
[19:27] Rahel: sind eigentlich ein genetisches Experiment, keine natürlich entstandene Spezies.
[19:32] Mháire: Wir werden ja später noch mehr darüber reden, wenn es um die Xenomorphe,
[19:37] Mháire: die Aliens an sich geht, wo genau die herkommen, was verschiedene Formen es davon gibt.
[19:43] Mháire: Aber tatsächlich haben alle gemeint, dass sie irgendwann in irgendeiner Form
[19:46] Mháire: künstlich erschaffen wurden.
[19:48] Mháire: Und dass eine Art Urform schon lange nicht mehr existiert. Aber das ist sehr
[19:51] Mháire: spannend und da muss man tatsächlich relativ tief in das Material reingehen.
[19:55] Mháire: Aber wenn man auf dieser Ebene das Ganze betrachtet, sind die Xenomorphen,
[19:58] Mháire: so wie wir sie kennen, eine Erschaffung von einem schlecht erzogenen Androiden.
[20:03] Rahel: Ich bin versucht, aber ich glaube, das schneiden wir später raus,
[20:05] Rahel: hinzuzufügen, von einem schlecht erzogenen männlichen Androiden.
[20:10] Mháire: Er hat schon Daddy-Komplex, ne?
[20:12] Rahel: Absolut.
[20:13] Mháire: Ja, oder ich erinnere mich, wie irgendjemand den Film zusammenfasst,
[20:16] Mháire: möglicherweise sogar ich. Und dann bringt er sich selber Flötespielen bei.
[20:20] Mháire: Ein interessanter Film. Wir bekommen kurz darauf auf der Erde jetzt die dritte
[20:25] Mháire: große Staaten-Bohai-Sache, nämlich die Union der fortschrittlichen Völker oder
[20:32] Mháire: Union of Progressive Peoples, die UPP.
[20:34] Mháire: Die gründet sich aus China und Russland und noch ein bisschen was anderem.
[20:37] Mháire: Und das ist wieder eine Reaktion eben auf Reward Empire und die United Americas.
[20:44] Mháire: Und wir haben wieder ähnliche Blöcke, wie wir es aus dem Kalten Krieg kennen,
[20:49] Mháire: nämlich Sowjetunion und China versus Amerika versus Großbritannien,
[20:55] Mháire: Europa und die Tigerstaaten Süd- und Ostasiens.
[21:00] Mháire: Also eigentlich im Grunde ein heute schon wieder verschwundenes politisches
[21:05] Mháire: Profil, das in die Zukunft wieder neu projiziert wird.
[21:08] Mháire: Und die UPP, das sind auch so die Scrappy-Leute, das sind die,
[21:11] Mháire: die lieber in Kommunen zusammenleben und die auch alte und kaputte Technologie
[21:16] Mháire: lange am Laufen erhalten. Also da sind auch Klischees aus diesem Setting übernommen worden.
[21:20] Rahel: Wir kommen jetzt ins Jahr 2120 und damit auch zum neuesten Beitrag im Alien-Franchise,
[21:27] Rahel: nämlich der Serie Alien Earth.
[21:29] Rahel: Die allerdings streng genommen kein Kanon ist, ähnlich wie auch die,
[21:33] Rahel: und jetzt muss ich alle Leute enttäuschen, Alien-Versus-Predator-Filme.
[21:37] Rahel: Ich gehe trotzdem mal kurz darauf ein, was passiert, weil es uns mal ein Bild
[21:43] Rahel: davon gibt, was eigentlich wirklich auf der Erde passiert. Wie sieht es da aus,
[21:46] Rahel: während draußen im Weltall Leute rumtuckern und Xenomoffen treffen?
[21:49] Rahel: Das Forschungsschiff USCSS Maginot stürzt auf die Erde ab. Von Weyland-Yutani.
[21:56] Rahel: Da sind beide Firmen schon zusammengeschlossen eigentlich, auch wenn man das
[21:58] Rahel: in der Serie hauptsächlich Yutani-Seite sieht.
[22:02] Rahel: Und es beginnt darauf, ein Wettlauf der Megakonzerne, wer die Ware darin behalten
[22:06] Rahel: darf. Denn an Bord waren verschiedene Alien-Spezies, insgesamt fünf verschiedene.
[22:12] Rahel: Und auf der Erde gibt es aber natürlich auch einen Haufen Megakonzerne, abgesehen von Yutani.
[22:17] Rahel: Und die beanspruchen jetzt insbesondere die Firma Prodigy, dieses abgestürzte
[22:22] Rahel: Schiff für sich und damit eben auch die Forschung an diesen potenziellen Biowaffen.
[22:27] Mháire: Was wir da auch sehen können, ist vor allen Dingen, wie diese Konzerne agieren.
[22:32] Mháire: Und dass die Lebensqualität auf der Erde sehr unterschiedlich sein kann,
[22:35] Mháire: je nachdem in welcher Einkommensklasse, sag ich mal, man lebt.
[22:40] Mháire: Aber dass es eben auch einfach so Dinge gibt wie extraterritoriales Gebiet,
[22:43] Mháire: das einem Konzern gehört.
[22:46] Mháire: Also Prodigy hat Anspruch oder versucht Anspruch zu erheben auf den Inhalt dieses
[22:50] Mháire: Schiffes, weil das Schiff in einer Stadt abgestürzt ist, die Prodigy gehört.
[22:54] Mháire: Die gehört keinem Staat, keinem Staatenkonglomerat, sondern diesem Konzern.
[23:00] Mháire: Es ist also schon sehr 80s-Cyberpunk durchaus.
[23:04] Rahel: Man sieht in der Serie auch an einer Stelle eine Weltkarte, also im Sinne von
[23:07] Rahel: Karte der Erde, jetzt nicht vom Weltraum.
[23:10] Rahel: Eine Karte der Erde, wo man ganz genau sieht, wie die Kontinente auf insgesamt
[23:14] Rahel: fünf Konzerne aufgeteilt wurden. Weil mehr sind es nicht. Es sind die fünf großen
[23:18] Rahel: Konzerne und denen gehört buchstäblich die Welt.
[23:20] Mháire: Yay!
[23:21] Rahel: Das sind doch super Aussichten.
[23:22] Mháire: Das sind wunderbare Aussichten. Aber damit sind wir jetzt kurz
[23:27] Mháire: vor dem In-World-Datum von Alien und deswegen lass uns doch mal darauf schauen,
[23:32] Mháire: wenn wir jetzt schon die Erdkarte haben und die ist aufgeteilt unter Konzernen
[23:35] Mháire: und drei großen Staatenkonglomeraten, die aber so eng mit den Konzernen verbandelt
[23:39] Mháire: sind, dass es quasi, naja, Personalunion ist.
[23:43] Mháire: Wie die Weltkarte außerhalb der Erde aussieht. Denn die lässt sich reichlich
[23:48] Mháire: Ressourcen zuführen von anderen Planeten und hat Kolonien gegründet.
[23:53] Mháire: Und da haben wir naheliegenderweise einen zentralen Bereich, die Kernsysteme.
[23:59] Mháire: Das ist alles, was in der Nähe der Erde existiert. Das sind auch alles Kolonien,
[24:02] Mháire: die sehr früh gegründet wurden. Terraforming braucht seine Zeit in dieser Welt.
[24:07] Mháire: Und dementsprechend, das sind Planeten, die diese Zeit schon hatten,
[24:11] Mháire: um sich gut zu entwickeln.
[24:12] Mháire: Das heißt, dort leben die Leute verhältnismäßig gut.
[24:16] Rahel: Um diese Kernsysteme legt sich der sogenannte äußere Schleier.
[24:20] Rahel: Das ist also quasi ringförmig, eine Reihe an Planeten und auch Monden,
[24:26] Rahel: die ursprünglich mal ressourcenreich waren, die dann ab den 2080ern terraformiert
[24:31] Rahel: wurden, besiedelt wurden und inzwischen eben auch ausgebeutet sind.
[24:35] Rahel: Das heißt, das sind einst schöne Planeten, die jetzt eher unbewohnbar sind.
[24:39] Rahel: Und einen dieser Planeten lernen wir sogar in den Alien-Filmen genauer kennen,
[24:42] Rahel: nämlich ist das Fiorina 161, auch bekannt als Fury 161.
[24:48] Rahel: Ein karger, eiskalter Planet, wo sich die verlauste Hochsicherheitsstrafkolonie
[24:54] Rahel: für sogenannte Doppel-Y-Häftlinge befindet.
[24:57] Rahel: Das ist eine real existierende und in der Regel unauffällige genetische Mutation, das XY-Syndrom.
[25:04] Rahel: In Alien sind aber diese Doppel-Y-Häftlinge alle extrem aggressiv.
[25:09] Mháire: Das beruht auf einer Fehlannahme, die durchaus in unserer Realität auch eine
[25:13] Mháire: Weile vorherrschte dazu.
[25:15] Mháire: Inzwischen wissen wir es besser, der Film nicht.
[25:18] Mháire: Das ist aber, wie du schon sagtest, eine Zone, in der es den Leuten nicht so gut geht.
[25:22] Mháire: Die Industrie und Terraforming und dergleichen sind weitergezogen.
[25:25] Mháire: Da sind viele Kolonien, die niemanden mehr interessieren und kaum jemand vorbeikommt,
[25:29] Mháire: die halt versuchen irgendwie noch ein bisschen was aus den erschöpften Minen
[25:32] Mháire: heraus zu krabbeln oder die Leute versuchen von dort wegzukommen.
[25:36] Rahel: Wenn du es so beschreibst, hört es sich ein bisschen an wie Alabama.
[25:38] Mháire: Ja, es ist ein ähnliches Rust Belt Phänomen. Es wird nicht mehr gebraucht,
[25:42] Mháire: die Ressourcen, die man da hat, werden nicht mehr gebraucht.
[25:45] Mháire: Oder wie die Kohleregionen in Wales, im Port in den Appalachen.
[25:49] Mháire: Es ist sehr nah immer wieder von den Themen her an die Realität des Endes des
[25:55] Mháire: 20. Jahrhunderts, eben auch mit dem, dass die Industrie irgendwann weiterzieht
[25:59] Mháire: und nur Narben hinterlässt und Leute, die keine Jobs mehr haben.
[26:02] Mháire: Nur, dass sie in diesem Fall nicht in Alabama leben, sondern 30 Lichtjahre entfernen.
[26:08] Rahel: Um den äußeren Schleier legt sich noch mal ein Ring und der hat den faszinierenden Namen Äußerer Rand.
[26:13] Mháire: Ja, es gibt in so vielen Galaxien einen äußeren Rand. Es ist einfach naheliegend.
[26:18] Rahel: Der ist natürlich auch nicht der Rand, um das schon mal vorwegzunehmen.
[26:21] Rahel: Der äußere Rand enthält einige ressourcenreiche Planeten.
[26:24] Rahel: Die sind sogar ohne aufwendiges Terraforming bewohnbar. Das heißt,
[26:28] Rahel: da hat sich dann noch mal für viele Konzerne so eine lukrative Geldquelle aufgetan.
[26:31] Mháire: Hier sind ein paar wichtige Planeten, einfach von denen Ressourcen zur Erde geschickt werden.
[26:36] Mháire: Du sagtest ja schon, der äußere Rand ist nicht der Rand der Galaxie.
[26:39] Mháire: Es ist erst mal der Rand einer Phase der Kolonisierung.
[26:42] Mháire: Und dann gibt es darüber hinaus den Grenzraum. Hier sind wir jetzt in dem Bereich,
[26:46] Mháire: wo die Kontrolle sowohl durch Staatenkonglomerate als auch durch die großen Konzerne ausfasert.
[26:53] Mháire: Wir sind ja in einem dreidimensionalen Raum. Es wird immer mehr Gebiet,
[26:57] Mháire: das schwer zu kontrollieren ist und immer längere Zeit, die es dauert,
[27:01] Mháire: dass Nachrichten hin und her geschickt werden können.
[27:04] Mháire: Und hier gibt es eine Handvoll von terraformierten Kolonien,
[27:07] Mháire: die durchaus auch mal die Besitzer wechseln können.
[27:10] Mháire: Und das kann auch manchmal passieren, ohne dass die Leute auf der Kolonie das
[27:13] Mháire: erfahren, während es schon auf der Erde festgelegt worden ist.
[27:16] Rahel: Es gibt in diesem Grenzraum einige relevante Orte für die Alien-Story.
[27:20] Rahel: Allen voran Orte, die irgendwie mit dem Doppelsternensystem Ceteretikuli zusammenhängen.
[27:25] Rahel: Was übrigens auch das Doppelsternensystem ist, wo in den meisten Alien-Entführungen
[27:30] Rahel: Geschichten die grünen oder grauen Männchen herkommen.
[27:33] Mháire: Ernsthaft?
[27:34] Rahel: Ja.
[27:34] Mháire: Oh, wow. Das ist eine Information, die ich bisher noch nicht hatte.
[27:38] Mháire: Das ist kein Zufall, oder? Das hat jemand tatsächlich sich dann rausgesucht.
[27:41] Rahel: Ich glaube auch, dass das Absicht ist. Und ich war auch sehr überrascht, das festzustellen.
[27:46] Rahel: Aber im Alien-Universum gehört zu diesem Doppelstern-System beispielsweise der
[27:51] Rahel: eben erwähnte Planet LV 426, der später auch den Namen Acheron erhält.
[27:57] Rahel: Das ist ein trostloser, steiniger und dunkler Mond,
[28:01] Rahel: Der wurde eben schon in den 2040ern entdeckt, aber erst 2122 betreten Menschen diesen Mond.
[28:08] Rahel: Das ist nämlich die Geschichte vom Film Alien.
[28:11] Rahel: Und es dauert dann aber noch mal einige Jahre mehr, bis der Mond kolonisiert wird.
[28:16] Rahel: Weil was in der Zwischenzeit passiert ist, ist, dass die Besatzung der Nostromo
[28:21] Rahel: Alien-Eier auf Acheron gefunden hat.
[28:24] Rahel: Und auch die Spuren einer weiteren Spezies. Also spätestens ab da wissen eigentlich
[28:28] Rahel: die Menschen, aha, es gibt noch Wesen außer uns. Vielen Dank.
[28:32] Rahel: Weyland-Yutani findet das natürlich sehr spannend und beschließt deswegen auch
[28:35] Rahel: kurz nach diesem Fund durch die Nostromo, der ja eigentlich katastrophal endet,
[28:39] Rahel: stört den Konzern nicht.
[28:40] Rahel: Deswegen wird eben die Besiedlung des Mondes beschlossen.
[28:44] Mháire: In derselben Ecke befindet sich der von uns ja schon erwähnte LV223,
[28:48] Mháire: nämlich der Ort, zu dem die Prometheus geflogen ist und dort ebenfalls keine guten Dinge erlebt hat.
[28:54] Rahel: Es befindet sich auch in Ceter Reticuli der Gasriese KG 348,
[29:00] Rahel: um den die Sevastopol-Station der Firma Siegsen kreist.
[29:04] Rahel: Die Sevastopol-Station sieht man im Spiel Alien Isolation.
[29:08] Rahel: Und auch die stürzt irgendwann aus mysteriösen Gründen auf den Gasriesen ab.
[29:12] Rahel: Und ich bin mir sicher, das hat überhaupt nichts mit Aliens zu tun.
[29:16] Mháire: Nein, auf keinen Fall. Und wir haben auch noch L4178, die sind alle so großartig
[29:21] Mháire: benannt, aber das ist ja realistisch. Die meisten Dinge, die auch in unserer
[29:25] Mháire: Realität irgendwo da draußen unterwegs sind, haben einfach nur eine Liste von Buchstaben und Zahlen.
[29:30] Mháire: New Galveston wird es aber auch genannt. Und das ist ein bewohnbarer oder zumindest
[29:35] Mháire: terraformierbarer Himmelskörper,
[29:38] Mháire: der von Weyland-Yutani kolonisiert wird, obwohl sie genau wissen,
[29:42] Mháire: dass es dort Überbleibsel gibt von den Konstrukteuren und ihren Kreaturen,
[29:47] Mháire: die sie hinterlassen haben.
[29:49] Mháire: Nur weil es einmal schief gegangen ist, heißt das ja nicht, dass man nicht aus
[29:52] Mháire: dem nächsten Fehler irgendwie was Spannendes draus ziehen könnte,
[29:54] Mháire: indem man Menschen in der Nähe von sowas ansiedelt.
[29:57] Rahel: Bei New Galveston lohnt sich jetzt so ein bisschen der Blick hinter die Kulissen,
[30:00] Rahel: weil das ist ein Ort, den lernt man meines Wissens bisher ausschließlich in
[30:04] Rahel: den Alien-Romanen kennen, vielleicht noch in den Comics.
[30:08] Rahel: Und das ist eindeutig ein Setting,
[30:10] Rahel: was geschaffen wurde, um vielleicht mal einen Reboot zu ermöglichen.
[30:13] Rahel: Denn es ähnelt LV-426 extrem. Also auch da ist es einfach dieser Himmelskörper
[30:19] Rahel: mit den Alien-Relikten, Bergbaustation. Es ist eigentlich die gleiche Historie,
[30:24] Rahel: die auch Acheron durchlaufen hat.
[30:26] Rahel: Nur heißt es hier eben New Galveston. Und vielleicht brauchen wir das irgendwann
[30:29] Rahel: mal, wenn wir in Anführungszeichen was Neues im Alien-Universum erzählen wollen.
[30:33] Mháire: Damit haben wir die Teile der Galaxie abgesteckt. die halbwegs definiert sind.
[30:39] Mháire: Es gibt darüber hinaus einfach noch weitere Teile der Galaxis,
[30:43] Mháire: in die zwar teilweise Menschen vorgedrungen sind, aber auf die aktuell niemand
[30:47] Mháire: Anspruch erhebt oder erheben kann.
[30:49] Mháire: Da sind teilweise auch ganze Kolonisierungsgenerationen gelaufen,
[30:55] Mháire: die dann abgeschnitten wurden von der Erde
[30:57] Mháire: und von Nachschub durch teilweise unterschiedliche politische und oder auch
[31:02] Mháire: stellare Effekte, die einfach dafür gesorgt haben, dass man nicht mehr hinkam.
[31:06] Mháire: Und da ist es eine sehr durchmischte Lage, je nachdem, wie viel Glück die Leute
[31:12] Mháire: damit hatten, auf welchen Planeten sie festsaßen, wenn der Kontakt abbrach.
[31:15] Mháire: Und wie gut das Ganze geteraformt war, dass ich terraformieren ließ.
[31:20] Mháire: Da liegt zum Beispiel der Planet 4, der eigentlich ein gut belembarer Planet
[31:26] Mháire: ist, nur dass dann unter anderem David dort auftaucht und anfängt Xenomorphe zu züchten.
[31:32] Rahel: Da liegt auch der Planet G435. Den sieht man in den Comics und ich glaube vielleicht
[31:38] Rahel: doch wieder bei Alien vs. Predator.
[31:40] Rahel: Das ist eine Brutwelt der Xenomorphen. Das heißt, da gibt es nochmal ganz besonders
[31:44] Rahel: große Exemplare davon, weil die haben sich einfach unkontrolliert hier ausgebreitet.
[31:49] Rahel: Und das ist so ein Planet, der unter allen Umständen gemieden werden sollte.
[31:53] Mháire: Kommt nicht in die Nähe, landet auf keinen Fall und wenn etwas landet,
[31:56] Mháire: darf es auf keinen Fall wieder raus, denn ist dann auf jeden Fall infiziert.
[32:00] Mháire: Also, das ist die Galaxis, in der wir uns bewegen und in der all diese Dinge
[32:04] Mháire: passieren. Und jetzt können wir mit Alien wieder einsteigen und schauen,
[32:09] Mháire: was für unglückliche Dinge darin jetzt auch ablaufen.
[32:13] Mháire: 2021 gibt es den Kontakt der USCSS Nostromo mit einer außerirdischen Lebensform,
[32:22] Mháire: die Initialzündung für dieses Franchise.
[32:25] Rahel: Offiziell verschwindet die Nostromo auf dem Rückweg zur Erde.
[32:29] Rahel: Sie wollte eigentlich sehr teures, also sehr wertvolles Trimonit transportieren.
[32:33] Rahel: Das sieht man auch ganz schön im Schiffdesign. Die Nostromo selbst ist ein kleines
[32:37] Rahel: Schiff, aber da hängen hintendran so riesige Raffinerietürme,
[32:41] Rahel: dass es eigentlich aussieht wie ein Spukschloss im Weltall.
[32:43] Mháire: Das stimmt, ja. Es hat sowas von einer Burg mit vier Türmen.
[32:46] Rahel: Dieses gesamte Ding verschwindet spurlos. Was inoffiziell passiert ist,
[32:51] Rahel: ist, dass eben die Nostromo auf LV 426 gelandet ist.
[32:55] Rahel: Wir erfahren auch später, dass Weyland-Yutani Nostrumo gezielt dahin geleitet
[33:00] Rahel: hat, weil es eben schon früh dieses schwache Notsignal vom Mond gegeben hatte.
[33:06] Rahel: Das ist dann etwas, was im Rahmen vom sogenannten Sonderauftrag 937 passiert,
[33:11] Rahel: sprich Weyland-Yutani will wissen, was hat es damit auf sich und sammelt das
[33:15] Rahel: mal für unsere Forschung ein.
[33:17] Rahel: Die Crew der Nostromo entdeckt aber dann auf LV-426 eben sogenannte Ovomorphen,
[33:23] Rahel: also Alien-Eier, bringt die an Bord, beziehungsweise bringt das,
[33:27] Rahel: was daraus schlüpft, an Bord.
[33:29] Rahel: Und damit stirbt bis auf eine Person die gesamte Besatzung der Nostromo.
[33:33] Rahel: Ellen Ripley ist die einzige Überlebende, die im Shuttle Narzissus fliegen kann.
[33:36] Rahel: Zusammen mit ihrer Katze. Jonesy.
[33:39] Mháire: Ich wollte gerade sagen, Ellen Ripley und die Katze. Jonesy.
[33:42] Mháire: Das ist wichtig, dass man eine Katze an Bord hat.
[33:46] Mháire: Und die Anwesenheit dieses Haustieres macht das Ganze sehr menschlich.
[33:49] Mháire: In der Folge gibt es mehrere mysteriöse Momente, in denen Stationen und Schiffe versagen.
[33:57] Mháire: Die schon erwähnte Sevastopol-Station, die stürzt ab die Mendel-Station.
[34:02] Mháire: Und die Renaissance heißt sie, das ist die aus Alien Romulus, richtig?
[34:08] Mháire: Also es wiederholt sich über die nächsten 20 Jahre mehr oder weniger.
[34:13] Mháire: Ja, irgendwo taucht was mit Aliens auf und daraufhin wird eine ganze Station vernichtet.
[34:18] Rahel: Was dadurch unter anderem passiert, ist, dass ein weiterer Megakonzern,
[34:21] Rahel: nämlich Seaxon, den Sevastopol Station und die Mendel Station gehören,
[34:26] Rahel: der Konzern gerät in die Krise.
[34:28] Rahel: Generell einmal hat sich ihr Konzept davon, Raumstationen zu bauen,
[34:31] Rahel: anstatt einfach Planeten zu terraformieren, nicht ganz durchgesetzt.
[34:35] Rahel: Aber dann gehen eben auch noch viele von diesen Stationen kaputt.
[34:39] Rahel: Inoffiziell an fast allen von diesen Abstürzen übrigens beteiligt war Amanda
[34:43] Rahel: Ripley, die Tochter von Ellen Ripley, die eigentlich nur herausfinden will,
[34:46] Rahel: was mit ihrer Mutter passiert ist.
[34:48] Rahel: Also wir sind jetzt ungefähr 15 Jahre nach den Ereignissen von Alien.
[34:51] Rahel: Ellen Ripley ist irgendwo in Kryostase und versucht nach Hause zu kommen auf der Narzissus.
[34:56] Rahel: Währenddessen sucht ihre inzwischen erwachsene Tochter Amanda eben nach ihrer
[34:59] Rahel: Mutter und begegnet auch dem ein oder anderen Xenomorphen.
[35:03] Mháire: Dann wird auf LV426 eine Bergbaukolonie gegründet und Hadley's Hope genannt.
[35:10] Mháire: Was für ein wunderschöner Name für einen Ort, von dem man schon weiß,
[35:13] Mháire: dass er zutiefst vergiftet ist mit einer biologischen Waffe.
[35:17] Rahel: Zwei Jahre nach der Eröffnung von Hadley's Hope, nämlich genauer gesagt im Jahre
[35:20] Rahel: 2159, passiert etwas, was in keiner Aufzeichnung zu finden ist.
[35:26] Rahel: Das heißt, hier haben wir so einen Geschichtseintrag, der ausschließlich inoffiziell
[35:29] Rahel: ist, stammt aus dem Roman In den Schatten.
[35:31] Rahel: Da erfahren wir, was mit Alan Ripleys Shuttle passiert ist.
[35:35] Rahel: Weil eigentlich sollte die Narcissus ja den Weg zumindest in den Grenzraum oder
[35:40] Rahel: aus dem Grenzraum näher zu den Kernsystemen schaffen, damit sie irgendwo aufgefischt
[35:44] Rahel: werden kann. Das passiert aber nie.
[35:46] Rahel: Sondern sie landet später schließlich eigentlich wieder bei LV426.
[35:50] Rahel: Das heißt, sie kann sich nie weit von da weg bewegt haben. Und wir erfahren
[35:53] Rahel: das Lied unter anderem daran, dass die KI von ihrem Shuttle infiziert war von
[35:58] Rahel: einem bösen Androiden, von Ash.
[36:01] Rahel: Und der steuert quasi Narzissus weiter durch die gleiche Region,
[36:05] Rahel: um zu versuchen, doch noch seinen Sonderauftrag 937 sicherzustellen,
[36:09] Rahel: sprich einen Xenomorphen einzusammeln.
[36:12] Rahel: Und deswegen landet Ellen Ripley im Jahre 2159 bei der Bergbaukolonie L4178.
[36:18] Rahel: Das ist dieser Neustart, den ich eben erwähnt habe, New Galveston,
[36:22] Rahel: wo im Grunde genommen erstmal die gleiche Geschichte sich in grün abspielt.
[36:25] Rahel: Auch da, wir entdecken wieder ein Schiff der Konstrukteure, wir entdecken viele
[36:29] Rahel: Xenomorph-Eier und am Ende gelingt es Ash, Ripley in einen Madpod zu locken,
[36:33] Rahel: damit er nämlich ihr Gedächtnis auslöschen kann.
[36:35] Rahel: Deswegen weiß sie, wenn der Film Aliens startet, nicht, dass das passiert ist,
[36:40] Rahel: aber zum Zeitpunkt vom Film Aliens hat Ripley streng genommen schon wieder in
[36:43] Rahel: der Zwischenzeit Xenomorphen getroffen und wir wissen jetzt endlich,
[36:47] Rahel: warum das Shuttle eben nie den Weg nach Hause gefunden hat.
[36:50] Mháire: Ja, es ist eine Redcon-Pre-Secret-Geschichte, die da dazwischen geschrieben wurde.
[36:54] Rahel: Ja, genau.
[36:55] Mháire: Dann springen wir zu 2179, Aliens.
[37:01] Mháire: Da wird jetzt die Narzissus gefunden, offiziell, und Ripley aufgeweckt.
[37:06] Mháire: Sie ist aber, wie wir gerade festgelegt haben, nie weit von LV426 weggekommen.
[37:12] Mháire: Und Weyland Yutani ist jetzt interessiert daran, was ist da passiert,
[37:16] Mháire: denn LV426 hat sich auch nicht mehr gemeldet und hier haben sie diese Frau,
[37:20] Mháire: die bei dem ersten Initialkontakt mit irgendetwas Seltsam dabei war und die
[37:23] Mháire: einzige Überlebende ist.
[37:24] Mháire: Und sie wird zurückgeschickt dorthin zusammen mit einer Truppe von Colonial
[37:30] Mháire: Marines und stellen fest, wenig überraschend, Hadley's Hope ist von Aliens überrannt worden,
[37:36] Mháire: und die begründen dort einen Schwarm.
[37:40] Mháire: Wir hatten in Alien ja nur die singuläre Kreatur, beziehungsweise einfach die
[37:44] Mháire: Reihe von Lebenszyklusbestandteilen, aber wir sehen nur ein einziges wirklich ausgewachsenes Alien
[37:51] Mháire: und hier sehen wir, dass es eine Schwarmkreatur ist und wie unterschiedliche
[37:54] Mháire: Formen sich daraus entwickeln können.
[37:56] Mháire: Und am Ende entkommt wieder nur eine Handvoll von Leuten.
[37:59] Mháire: Ripley, ein schwer verletzter Soldat, Higgs, ein Mädchen namens Newt,
[38:04] Mháire: das sie als einzige Überlebende gefunden haben der Kolonie und die Katze wieder.
[38:08] Rahel: Und sie nehmen die Überreste vom Androiden Bishop mit.
[38:10] Mháire: Ja, wir haben wieder einen Androiden dabei, aber diesmal ist er nicht das Arschloch.
[38:14] Rahel: Genau.
[38:14] Mháire: Sondern diesmal ist er auf der Seite der Menschen.
[38:17] Rahel: Was ein bisschen blöd ist, ist, dass scheinbar auf diesem Rettungsschuttle auch
[38:21] Rahel: wieder ein Xenomorph war.
[38:22] Rahel: Deswegen stürzt nämlich die Solarko schon kurz darauf auf den Gefängnisplaneten Fury 161.
[38:28] Rahel: Und daraufhin nimmt das Geschehen natürlich auch auf diesem Planeten seinen
[38:31] Rahel: Lauf. Und diesmal sterben aufgrund dieser Xenomorphen-Infestationen wirklich
[38:37] Rahel: alle auf dem Planeten. Inklusive Alan Ripley.
[38:40] Mháire: Ja, eigentlich Ende dieser Film damit, dass es vorbei ist. Alle sind tot, alles ist vernichtet.
[38:45] Mháire: Das heißt aber nicht, dass das Franchise zu Ende ist. Man findet dann immer wieder einen Weg.
[38:49] Mháire: In der Geschichtsschreibung werden jetzt ein paar Dinge, die als Status Quo
[38:53] Mháire: für das Universum aufgebaut waren, wieder zurückgebaut.
[38:56] Mháire: Beziehungsweise erstmal verschmelzen das Three World Empire,
[38:58] Mháire: also hier Großbritannien, Japan und die Vereinigten Amerikas, zu den United Systems.
[39:04] Mháire: Und die militarisieren sich und es wird dann also eine Militärherrschaft als
[39:09] Mháire: die United Systems Military.
[39:12] Rahel: Das läuft dummerweise für die Megakonzerne nicht so gut, denn in den 2340er
[39:18] Rahel: Jahren verbietet die USM derartige Megakonzerne.
[39:22] Rahel: Das heißt, Weyland-Yutani wird offiziell aufgelöst.
[39:25] Mháire: Ich sehe dieses Surprise-Pikachu-Face. Moment, wir haben zugelassen,
[39:29] Mháire: dass eine große militärisch-politische Macht sich bildet und sie wendet sich gegen uns? Ja.
[39:34] Rahel: Das heißt, zum Zeitpunkt, wo der vierte Alien-Film spielt, Alien Resurrection,
[39:38] Rahel: im Jahre 2381, existiert Weyland-Yutani offiziell nicht.
[39:44] Rahel: Was aber passiert, ist, dass die USM Auriga, also United Systems Military,
[39:49] Rahel: das ist ein Schiff von genau dieser Militärregierung,
[39:52] Rahel: Das stürzt aus Gründen auf die Erde, löst dabei eine globale Umweltkatastrophe
[39:57] Rahel: aus, was dummerweise dann aber
[39:59] Rahel: auch der Todesstoß vom bis dahin schon kritisierten Militärregime ist.
[40:04] Rahel: Und als Reaktion auf das Machtvakuum gründet sich natürlich prompt Weyland-Yutani neu.
[40:09] Mháire: Ja, die haben nur gewartet.
[40:10] Rahel: Also auch da, man kann es sich schon denken, was ist mit der Auriga passiert.
[40:14] Rahel: Sie haben halt rum experimentiert. Unter anderem hatten sie auf dem Planeten
[40:18] Rahel: Fury 161 DNA gefunden, sowohl von Alan Ripley als auch von einem Alien,
[40:22] Rahel: haben beides geklont, nachgezüchtet, noch mal genetisch modifiziert.
[40:27] Rahel: Und dadurch hat es quasi einmal eine Super-Alan Ripley gegeben,
[40:30] Rahel: auch bekannt als Ripley 8. Und es hat aber auch ein Super-Alien gegeben.
[40:35] Rahel: Das hat leider der Besatzung der Auriga nicht gut getan.
[40:38] Mháire: Nein, es ist eine menschliche Person mit Alien-DNS und wiederum andersrum ein
[40:43] Mháire: Alien mit menschlicher DNA ist.
[40:45] Rahel: Man redet meistens über diesen Film nicht.
[40:47] Mháire: Ich finde, da kann man schon drüber reden. Der gehört dazu.
[40:50] Rahel: Ich finde den auch immer ganz lustig.
[40:52] Mháire: Es ist auch der Film mit der überdramatischsten Darstellung davon,
[40:55] Mháire: was in der Realität nicht passiert, wenn man ein Loch in der Hülle eines Raumschiffs
[40:59] Mháire: hat. Nämlich, dass etwas gewaltsam dadurch nach draußen gedrückt wird.
[41:03] Mháire: Aber es ist zumindest unterhaltsam auf eine sehr schön schlonzig-blutige Art
[41:09] Mháire: und Weise. Also wenn man diesen Splatter mag und sehr viel Schleim und klebrigen
[41:13] Mháire: Kram, sind da schöne Dinge für einen dabei.
[41:16] Mháire: Wir haben dann zum Ende unserer Zeitleiste, dass jetzt das neu gegründete Weyland-Yutani
[41:21] Mháire: ein Nachfahren von Alan Ripley nach LV 178, das schon erwähnte New Galveston,
[41:26] Mháire: schickt, um dort Xenomorphen zu sammeln.
[41:28] Mháire: Also wir haben einen zweiten Planeten, der sehr ähnlich zu Hadley's Hope ist.
[41:33] Mháire: Wir haben einen Nachfahren von Alan Ripley und wir haben wieder Weyland-Yutani,
[41:37] Mháire: nachdem sie zwischendurch aufgelöst waren.
[41:39] Mháire: Es ist also ein Full-Circle-Moment und auch ganz klar eine Bereitlegung des
[41:45] Mháire: Weltenzustands dafür, falls man im Grunde ein Soft-Reboot machen will.
[41:49] Rahel: Und das ist der bisher letzte Eintrag in der Alien-Chronologie.
[41:53] Mháire: Ja.
[41:54] Rahel: Ich würde sagen, wir haben bisher so viel über Xenomorphen, die jedes Mal,
[41:58] Rahel: wirklich jedes einzelne Mal absolut tödlich sind, gesprochen,
[42:02] Rahel: dass wir jetzt vielleicht erklären sollten, warum die eigentlich so tödlich
[42:05] Rahel: sind. Reden wir über Monster.
[42:07] Mháire: Lass uns über den Xenomorph reden. Der ist das ikonische Alien von Alien.
[42:13] Mháire: Hat ein bemerkenswertes und ungewöhnliches Design, das Grenzen überschreitet
[42:19] Mháire: zwischen biologischen und nichtbiologischen Bestandteilen.
[42:24] Mháire: Dass es eine lebende Kreatur ist, aber teilweise aus Metall gemacht zu sein
[42:28] Mháire: scheint, dass seine biologischen Funktionen unseren widersprechen mit Säureblut und dergleichen.
[42:35] Mháire: Das ist nicht das einzige Monster, das werden wir jetzt ziemlich eindeutig einmal
[42:40] Mháire: aufführen, indem wir hier eine lange Liste von anderen Kreaturen erzählen,
[42:44] Mháire: aber es ist das ikonische Monster.
[42:46] Rahel: Das ist gleichzeitig auch ein bisschen seine Schwäche geworden,
[42:49] Rahel: weil der Xenomorph ist in gewisser Hinsicht zum Maskottchen verkommen,
[42:53] Rahel: der immer wieder wie das Kaninchen aus dem Hut gezaubert wird und dadurch aber
[42:57] Rahel: im Laufe der Zeit auch ein bisschen seine furchteinflößenden Eigenschaften verloren hat.
[43:02] Rahel: Aber ich weiß nicht, wie du das siehst.
[43:05] Mháire: Ja, das hat ja schon sehr früh angefangen mit Aliens.
[43:09] Mháire: Ich sage immer gerne, der Alien-Film, das ist wirklich reiner Horror im Weltall.
[43:14] Mháire: Und Aliens ist dann ein Actionfilm mit einer Kreatur, die man bekämpft.
[43:18] Mháire: Es ist im ersten Film eine so erschreckende und fremdartige Kreatur,
[43:23] Mháire: dass sie den gesamten Film tragen kann.
[43:25] Mháire: Und dann ist es im zweiten direkt schon nur noch die Soldatenform beziehungsweise
[43:30] Mháire: Drohnenform an voll aus der Front.
[43:32] Mháire: Und die können gleich zu Dutzenden abgeschossen werden, auch wenn sie gefährlich sind.
[43:36] Mháire: Also das ging sehr schnell in dem Franchise und das ist auch ein bisschen schade,
[43:39] Mháire: aber es ist und bleibt eines der besten Monster-Designs, das ich kenne.
[43:42] Rahel: Das stimmt.
[43:43] Mháire: Und das hat eben auch ganz viel damit zu tun, wie diese Kreaturen sich fortpflanzen.
[43:47] Rahel: Genau, denn die Xenomorphen durchlaufen einen parasitären Lebenszyklus,
[43:52] Rahel: der im ersten Film noch aus vier Stationen besteht.
[43:55] Rahel: Man muss jetzt dazu sagen, das Design von diesen Aliens stammt vom Schweizer
[43:59] Rahel: Künstler Hans-Rüdi Giger Und mit Design meine ich nicht nur,
[44:03] Rahel: wie die aussehen, sondern er hat auch tatsächlich für den Film die Kostüme gebaut.
[44:08] Mháire: Oder mitgebaut.
[44:10] Rahel: Oder mitgebaut, genau. Und er hat sich auch einen kompletten Lebenszyklus dafür
[44:13] Rahel: ausgedacht. Also quasi eine, ich nenne es jetzt mal Naturgeschichte.
[44:18] Rahel: Und da haben wir als erste Entwicklungsstufe das Alien-Ei.
[44:22] Mháire: Oder der Ovomorph. Ein großes, ledriges Ei, etwas über Knie hoch,
[44:28] Mháire: das oben eingekerbt ist wie eine Marone, wenn man sie grillen will.
[44:34] Mháire: Und das, wenn ein Lebewesen in die Nähe kommt, sich öffnet und die zweite Form
[44:40] Mháire: des Lebenszyklus freigibt, die vorher da drin quasi in Stasis gewartet hat.
[44:44] Mháire: Und das kann auch sehr, sehr lange warten, dieses Ei, bis ein potenzieller Wirt vorbeikommt.
[44:49] Mháire: Und dann kommt etwas rausgesprungen und hängt sich an dein Gesicht.
[44:53] Rahel: Genau, das ist der Facehugger. Der sieht so spinnen- oder krabbenartig aus.
[44:57] Rahel: Oder auch wie eine Hand mit viel zu vielen Fingern und einem langen Schwanz.
[45:02] Rahel: Und der setzt sich eben auf das Gesicht eines Wirts und implantiert dann durch
[45:06] Rahel: den Mund ein Embryo. Das ist ein Vorgang, der mehrere Stunden dauert.
[45:10] Mháire: Beziehungsweise kein Embryo. Das hängt davon ab, auf welche Quelle wir zurückgreifen,
[45:15] Mháire: sondern eine Menge von parasitären Zellen.
[45:18] Mháire: Es injiziert etwas, was in dem Wirt heranwächst. Aber was genau die Aliens sind
[45:24] Mháire: und wie sie sich entwickeln, ist auch durchaus schon mal geradconnt worden.
[45:27] Mháire: Aber ich glaube, der aktuelle Stand ist, dass es parasitäre Zellen sind,
[45:31] Mháire: die dann die Biomasse des Wirts benutzen, um einen tatsächlichen Embryo zu bilden. Abgefahren.
[45:36] Rahel: Oh, spannend. Ich lerne hier wieder richtig was dazu.
[45:39] Mháire: Ich liebe das. Es ist nicht mal ein erkennbarer Organismus in dem Moment,
[45:42] Mháire: wo es eingepflanzt wird, sondern es ist im Grunde Bio-Hacking,
[45:45] Mháire: das dafür sorgt, dass der menschliche Körper ein neues Alien baut.
[45:49] Rahel: Dieser Prozess kann auch nicht unterbrochen werden, beziehungsweise nicht so
[45:53] Rahel: unterbrochen werden, dass der Wirt das überlebt.
[45:55] Rahel: Denn der Facehager hat schon Säure als Blut und er legt in diesem Vorgang seinen
[46:01] Rahel: Schwanz auch um die Kehle des Opfers.
[46:03] Rahel: Das heißt, wenn man versuchen würde, ihn abzuziehen, erwürgt er sein Opfer.
[46:07] Rahel: Und wenn man ihn gewaltsam ablöst, dann ist es meistens das Säureblut,
[46:11] Rahel: was tödlich ist für das Opfer.
[46:12] Rahel: Das heißt, wenn jemand so ein Facehacker auf dem Gesicht hat,
[46:15] Rahel: ist es an der Stelle eigentlich schon gelaufen.
[46:17] Mháire: Dann kann man nur warten. Aber irgendwann fällt der Facehacker ab und ist tot.
[46:20] Mháire: Und dann sind alle erleichtert für ungefähr 20 Minuten.
[46:24] Rahel: Ja, weil dann kommen wir nämlich zur dritten Entwicklungsstufe, dem Chestburster.
[46:29] Mháire: Ich finde es großartig übrigens, dass du in den Notizen dahinter geschrieben
[46:32] Mháire: hast, Klammer auf niedlicher Wurm.
[46:35] Mháire: Klammer zu, ich glaube nur sehr wenige Leute würden das als niedlich bezeichnen.
[46:40] Mháire: Aber es macht tatsächlich so arme kleine Geräusche. Es ist eine fast gliedmaßenlose,
[46:45] Mháire: wurmartige, aber schon mit einem erkennbar alien-esken Kopf ausgestattete Kreatur,
[46:50] Mháire: die sich gewaltsam von innen den Weg aus dem Körper frei bricht und dabei auch
[46:56] Mháire: einen Brustkorb aufstemmt.
[46:57] Rahel: Dieser Chessburster wird sich dann erstmal irgendwo verkrümeln,
[47:00] Rahel: damit er in Ruhe wachsen kann.
[47:02] Rahel: Er wächst allerdings sehr schnell und deswegen haben wir schon nach wenigen
[47:05] Rahel: Stunden dann die vierte Entwicklungsstufe und das ist dann das ausgewachsene Alien.
[47:11] Rahel: Oder später wird das dann bekannt sein als eine Drohne.
[47:15] Rahel: Das ist ein Wesen, was ungefähr zwei bis drei Meter groß ist,
[47:18] Rahel: so eine schwarz glänzende Haut hat, mit einem länglichen, sehr glatten Kopf ohne erkennbare Augen.
[47:23] Rahel: Ein Doppelgebiss mit sehr viel schleimigem Sabber, ein langer,
[47:27] Rahel: spitzer Schwanz, der auch sehr tödlich ist,
[47:30] Rahel: Lange Klauen und auf dem Rücken sind so merkwürdige Röhren. Also quasi alles
[47:35] Rahel: an diesem Wesen ist erkennbar tödlich.
[47:38] Mháire: Und erkennbar fremdartig. Das keine Augen, sie orientieren sich anders.
[47:43] Mháire: Wir bekommen später in Romulus auf jeden Fall gesetzt, dass die Facehugger sich
[47:48] Mháire: über Wärmesinne orientieren.
[47:52] Mháire: Und wie genau die Aliens wissen, was wie wo, warum passiert,
[47:57] Mháire: das hat auf jeden Fall nichts mit Augen zu tun und nichts mit Licht.
[48:00] Mháire: Die brauchen auch per se kein Licht.
[48:02] Mháire: Trotzdem richten sie durchaus, wenn sie etwas studieren, den Kopf auf das,
[48:07] Mháire: was sie sich in Anführungsstrichen anschauen.
[48:09] Mháire: Das heißt, irgendetwas passiert da an Sinn, der genutzt wird.
[48:13] Mháire: Und das Ikonische daran ist eben, dass sie dieses Maul haben,
[48:16] Mháire: das sich öffnet und das ist ein kleineres Maul wie eine Zunge,
[48:19] Mháire: die vorne nochmal einen Kiefer hat, die nach vorne schnellen kann.
[48:22] Mháire: Inspiriert, glaube ich, von Libellen, die ihren Kiefer so nach vorne schnappen
[48:27] Mháire: können und bestimmte Insekten.
[48:29] Mháire: Also auch etwas sehr creepy Fieses, das aus diesem langsam grinsenden Totenschädellächeln
[48:36] Mháire: von dem Alien nochmal eine zweite Falle macht, die daraus hervorschnappt.
[48:39] Mháire: Selbst wenn du denkst, du bist sicher, es kommt nicht an dich ran.
[48:42] Mháire: Snack, weg ist dein Gesicht.
[48:44] Rahel: Dieses Design hat übrigens die Popkultur ein bisschen in die Krise geworfen,
[48:47] Rahel: weil es geht immer wieder die Frage um, wo eigentlich ein Xenomorph genau einen Hut tragen würde.
[48:54] Rahel: Ich gebe euch das mal zum Denken mit.
[48:56] Mháire: Wie würde ein Zitaura eine Jeans tragen? Trägt das Alien den Hut vorne auf dem
[49:01] Mháire: Kopf, hinten auf dem Kopf, auf dem langen oder auf dem kleinen Kopf im Mund?
[49:04] Mháire: Richtig, das ist die Frage?
[49:06] Rahel: Genau.
[49:06] Mháire: Hervorragend. Das kannte ich noch nicht. Hat meinen Tag bereichert.
[49:11] Mháire: Also, das ist auf jeden Fall der Lebenszyklus, wie direkt im ersten Film von,
[49:15] Mháire: Giga festgelegt wurde und dann umgesetzt wurde. Aber wir kriegen über das Franchise
[49:20] Mháire: hinweg noch weitere Entwicklungen und Seitenstränge davon.
[49:25] Mháire: Unter anderem wird mehr oder weniger nahegelegt, dass je nachdem,
[49:28] Mháire: in welchem Wirt so ein Facehugger dann die Masse an parasitären Zellen einpflanzt,
[49:34] Mháire: die Endform sich ändert. Also es gibt auch ein Hunde-Alien zwischendurch.
[49:38] Mháire: Aber vor allen Dingen könnt ihr noch weiter wachsen und einen Schwarm bilden,
[49:42] Mháire: der dann eine Königin hat. Die sehen wir in Aliens. Die ist viel größer,
[49:47] Mháire: hat einen Schädel, der sich so zu einem großen, durchbrochenen Kronenkamm entwickelt.
[49:53] Mháire: Mehr Armpaare und sie ist rein theoretisch unbeweglich, weil ihr Hinterleib
[49:58] Mháire: zu so einer großen Masse angewachsen ist, wie eine Termitenkönigin, um Eier zu legen.
[50:03] Mháire: Und die produziert diese Ovomorphe, was nur eine Variante ist,
[50:07] Mháire: wie Eier entstehen können.
[50:09] Mháire: Und die andere ist viel cooler, muss ich ganz ehrlich sagen.
[50:12] Rahel: Und zwar?
[50:13] Mháire: Das ist auch etwas, was vor allen Dingen angedeutet wird.
[50:16] Mháire: Aliens entführen auch manchmal lebende Opfer und spinnen die in so ein schleimiges
[50:21] Mháire: Zeug ein und darin verwandeln die sich langsam in Eier.
[50:26] Mháire: Die haben also auch einen Prozess, der einfach die Biomasse von einem Opfer
[50:30] Mháire: umwandelt in ein neues Alien-Eye und einen Facehugger.
[50:33] Mháire: Und das ist so wunderbar creepy, ich liebe es. Overmorphing.
[50:38] Rahel: Kecker.
[50:39] Rahel: Danke für dieses Bild.
[50:41] Mháire: Das ist einfach großartig. Aber das ist etwas, was nur angedeutet wird in den
[50:45] Mháire: Filmen. Das war tatsächlich mehr geplant, aber das sind Sachen,
[50:48] Mháire: die teilweise geschnitten wurden, dass da entführte Leute gefunden werden können,
[50:52] Mháire: die in die Wände eingesponnen sind und schon dabei sind, sich zu verwandeln.
[50:56] Rahel: Teilweise wird die Idee ja auch genutzt, allerdings für andere Zwecke.
[51:01] Rahel: Was die Aliens eben machen, ist, dass sie vor diese eingesponnenen Leute einfach
[51:04] Rahel: Ovomorphen platzieren, damit dann die Facehugger direkt schon einen Wirt haben.
[51:09] Rahel: Neben der Königin haben wir in späteren Filmen dann auch die Praetorianer,
[51:14] Rahel: was quasi die Leibwächter der Königin sind.
[51:17] Rahel: Die sehen anders aus als Drohnen, insofern, dass sie größer sind, stärker.
[51:21] Rahel: Sie haben auch einen stärkeren Panzer und sie haben schon den leichten Ansatz
[51:25] Rahel: von so einem Kopfkamm. Das heißt, sie sehen irgendwo aus wie ein Zwischending
[51:28] Rahel: zwischen einer Drohne und einer Königin.
[51:31] Mháire: Und dann kann eine Königin noch größer wachsen und eine Königinmutter oder Kaiserin werden.
[51:36] Mháire: Und da sind wir bei dem Punkt, dass im erweiterten Universum gerade beim Rollenspiel,
[51:42] Mháire: das ganz ganz viele andere Quellen dann zusammenführt, Romane und Comics und
[51:45] Mháire: dergleichen, es diese Endphase gibt mit einem ganzen Planeten, der ein Schwarm ist.
[51:51] Mháire: Und was wir aber auch in den Filmen schon sehen, ist, dass die Königinnen offensichtlich
[51:55] Mháire: in irgendeiner Form in Kontakt stehen mit ihrem gesamten Schwarm und durchaus
[52:00] Mháire: um Hilfe rufen können oder die Leute, die Drohnen gezielt einsetzen können und die Soldaten.
[52:05] Mháire: Und da irgendeine Art von Schwarmbewusstsein existiert.
[52:09] Mháire: Also das einzelne Alien ist sehr tierhaft, aber der Schwarm selber entwickelt
[52:13] Mháire: eine Art emergente, größere Intelligenz, die auch gezielt handeln kann,
[52:18] Mháire: gerade wenn wir so einen Schwarmplaneten haben.
[52:20] Rahel: Das ist jetzt erstmal alles, was kanonisch zur Evolution vom Xenomorphen dazu zählt.
[52:25] Rahel: Wir haben jetzt aber, wie du das so schön genannt hast, auch mehrere evolutionäre Seitenpfade.
[52:30] Rahel: Das heißt, das sind Artverwandte, die sind dem Xenomorphen auch ähnlich,
[52:33] Rahel: sind aber eigentlich was ganz anderes.
[52:35] Rahel: Und davon gibt es sehr, sehr viele. Das heißt, wir haben hier mal so ein paar
[52:39] Rahel: Beispiele mitgebracht.
[52:41] Mháire: Ja, eine der widerlichsten ist auf jeden Fall der Trilobit.
[52:46] Mháire: Der entsteht, wenn ein mit dem Prometheus-Feuer infizierter,
[52:53] Mháire: menschlicher, zeugungsfähiger Mann mit der passenden Ausrüstung mit einer Person
[52:59] Mháire: schläft, die einen funktionierenden Uterus hat.
[53:01] Mháire: Dann wächst nämlich auf einmal ein Alien-Baby in diesem Uterus heran und bahnt
[53:06] Mháire: sich dann den Weg daraus. Und das ist im Grunde eine Mischung aus einem Oktopus und einem Seestern.
[53:13] Mháire: Und das Ding wächst dann auch innerhalb von kürzester Zeit auf mehrere Meter Größe an.
[53:18] Mháire: Und im Gegensatz zum Facehacker, der einen anspringt und einem dranhängt,
[53:21] Mháire: legt sich dieses Ding auf dich drauf. Aber dann macht es das Gleiche und implantiert etwas.
[53:25] Mháire: Es ist sehr verstörend, möchte ich sagen.
[53:27] Rahel: In Prometheus sehen wir, wie genau so ein Trilobit sich nämlich auf einen Konstrukteur
[53:32] Rahel: legt, auf den letzten überlebenden Konstrukteur auf LV223.
[53:37] Rahel: Dem geht es danach dann auch nicht mehr so gut, denn aus ihm wächst dann ein sogenannter Deacon.
[53:44] Rahel: Und das ist jetzt so ein Fall, man sieht sehr eindeutig, das geht schon in die
[53:47] Rahel: Richtung von einem Xenomorphen.
[53:48] Rahel: Wir haben auch diesen langgezogenen Kopf, wir haben sogar den Ansatz eines Doppelgebisses,
[53:54] Rahel: Aber der Deacon ist viel organischer, der hat auch richtig Haut und nicht eben
[53:59] Rahel: so einen metallischen, käferartigen Panzer.
[54:03] Rahel: Laut dem Alien-Rollenspiel werden beide diese Entwicklungsstufen übrigens dem
[54:07] Rahel: Protomorph zugeordnet.
[54:09] Mháire: Nicht Xenomorph, sondern Protomorph.
[54:12] Rahel: Also halten wir fest, Protomorphen ist schwarzer Schleim plus Mensch plus Konstrukteur.
[54:17] Rahel: Das ist so die DNS, die da irgendwo drin verarbeitet ist.
[54:20] Mháire: Und dann haben wir noch die Neomorphen. Das ist nämlich das,
[54:23] Mháire: was wir auf Planet 4 haben, wo David herum experimentiert
[54:26] Mháire: und wo die gesamte Biosphäre mehr oder weniger infiziert ist mit dem schwarzen
[54:30] Mháire: Schleim, mit dem Prometheus-Feuer und Leute über den Stich von insektenartigen
[54:35] Mháire: Kreaturen oder das Einatmen von Sporen infiziert werden können.
[54:38] Mháire: Und die mutieren dann und werden ein bisschen alienartig, mit langen Kopf,
[54:46] Mháire: keine Augen und Stachelschwanz, aber sie haben kein Säureblut und sie sind auch weniger intelligent.
[54:51] Mháire: Eher wie so ein bisschen simplere Verwandte.
[54:55] Rahel: Dann haben wir noch zwei eher skurrile Wesen, die aber einen wichtigen Punkt
[55:00] Rahel: beim schwarzen Schleim verdeutlichen. Nämlich, es spielt nicht nur eine Rolle,
[55:03] Rahel: wessen DNS mit dem schwarzen Schleim kombiniert wird, sondern auch,
[55:07] Rahel: auf welche Weise das passiert.
[55:10] Rahel: Nämlich die zwei Wesen, die ich meine, ist einmal das Newborn aus Alien Resurrection
[55:14] Rahel: und einmal der Offspring aus Alien Romulus.
[55:18] Rahel: Jetzt muss man sagen, bei Alien Resurrection, da gibt es diesen schwarzen Schleim
[55:22] Rahel: nicht, zumindest nicht, dass wir ihn sehen. Aber trotzdem gibt es schon diese
[55:25] Rahel: Idee von komplexer genetischer Interaktion, nennen wir es mal so.
[55:30] Mháire: Da haben wir ja schon gesagt, da gibt es Aliens mit Menschen-DNS und das führt dann zu diesem Newborn.
[55:36] Mháire: Das ist vom Design her im Grunde ein Alien, aber mit Menschenhaut und Augen.
[55:43] Rahel: Das kann so traurig gucken.
[55:45] Mháire: Es ist falsch. Am besten machen wir kein zweites von dir. Das ist einfach alles falsch hier.
[55:50] Mháire: Es bleibt auch ein einzigartiges Ding und wird vernichtet am Ende des Films.
[55:56] Rahel: Der Offspring im Gegenzug ist dann anders als der von dir eben beschriebene
[56:00] Rahel: Trilobit, wenn man das Prometheus-Feuer direkt mit der schwangeren Menschenfrau zusammenbringt.
[56:06] Rahel: Also nicht erst ein Prometheus-Feuer infizierter Mann schwängert Frau,
[56:10] Rahel: sondern schwangere Frau wird mit Prometheus-Feuer infiziert.
[56:14] Rahel: Da kommt nämlich was ganz anderes bei raus. Und dieser Offspring ist im Grunde
[56:17] Rahel: genommen eine Mischung aus Mensch und Konstrukteur mit einem Hauch Xenomorphen.
[56:21] Rahel: Also sehr groß, sehr dürr, hat aber auch schon eben clownartige Hände und sogar einen Schwanz.
[56:27] Mháire: Das finde ich einen großartigen Entwurf, der unter anderem dadurch extrem gewinnt,
[56:32] Mháire: dass das ein echter Mensch im Anzug ist wieder, nur dass sie dafür einen unglaublich
[56:36] Mháire: großen, dürren Basketballspieler gecastet haben.
[56:40] Mháire: Und das ist so brutal im Uncanny Valley von der Wahrnehmung,
[56:45] Mháire: was für eine Kreatur das ist, aber sieht so realistisch aus dadurch,
[56:48] Mháire: dass es ein praktischer Effekt ist, dass es mit einer der verstörendsten Sachen
[56:52] Mháire: war, die ich den ganzen Franchise kenne.
[56:54] Mháire: Da scheiden sich die Geister sehr. Ich finde das Ding großartig.
[56:57] Rahel: Doch, der hat mir auch gefallen. Der Film im Ganzen eher nicht so.
[57:01] Mháire: Okay. Geschmackssache. Ich fand den besser als gedacht, tatsächlich.
[57:06] Mháire: Auch wenn er zugegebenermaßen größtenteils ein Rehash von Dingen ist,
[57:10] Mháire: die man schon kannte. Aber immerhin ein größtenteils kompetenter Rehash.
[57:13] Rahel: Das stimmt. Wir haben auch noch so einen Seitenpfad, den möchte ich jetzt trotzdem
[57:18] Rahel: erwähnen, weil der ist offiziell nicht kanonisch, aber er ist noch nicht kanonisch.
[57:24] Rahel: Nämlich ist es das Predalien, also ein Predator- und Alien-Hybrid.
[57:29] Rahel: Ich sage deswegen, dass das noch nicht kanonisch ist, weil mehrere von den Wesen,
[57:33] Rahel: die wir bisher beschrieben haben, kommen ursprünglich aus dem jahrzehntealten
[57:37] Rahel: Predator vs. Alien Crossover Franchise.
[57:40] Mháire: Das nicht kanonisch ist.
[57:42] Rahel: Das offiziell nicht kanonisch ist, aber viele Sachen von da sind eben im Laufe
[57:46] Rahel: der Zeit, wie der Praetorianer irgendwann in das offizielle Alien Franchise hinübergeschwappt.
[57:52] Rahel: Also dieses Predalien-Wesen, das gibt es beispielsweise schon seit den frühen 90er Jahren.
[57:57] Rahel: Das heißt, so alt muss auch schon die Idee im Franchise sein,
[58:00] Rahel: dass der Xenomorph-Parasit eben immer die Eigenschaften von seinem Wirt übernimmt.
[58:04] Rahel: Dass es so eine Form von Hybridisierung gibt.
[58:07] Mháire: Wie mit dem Hunde-Alien auch.
[58:08] Rahel: Ja, genau.
[58:10] Mháire: Wobei ich an dieser Stelle sagen muss, der Film, aus dem diese Kreatur ist,
[58:13] Mháire: der ist bei mir relativ weit hinten in der Liste, von welchen ich davon gut
[58:17] Mháire: finde und welchen nicht.
[58:18] Rahel: Das ist absolut okay.
[58:19] Mháire: Damit haben wir nicht hundertprozentig erschöpfend, weil es gibt immer mal wieder
[58:23] Mháire: neue Zwischenstadien und Seitenentwicklungen und dergleichen.
[58:28] Mháire: Und vor allen Dingen mit Prometheus sind auch noch weitere Zwischenformen und
[58:33] Mháire: Kreaturen, die mit dem schwarzen Schleim zu tun haben, dazugekommen,
[58:36] Mháire: wie die Kobra-Würmer oder Hammer-Würmer, die in den Mund kriechen und so weiter und so fort.
[58:42] Mháire: Wir werden es nicht hundertprozentig hier erschöpfend machen,
[58:44] Mháire: weil es werden auch noch weitere dazukommen über die nächsten Jahre immer wieder, da bin ich mir sicher.
[58:48] Mháire: Aber wechseln wir von den Xenomorphen und ihren Verwandten, also diesem ganzen
[58:52] Mháire: Zyklus, wir sollten später noch sagen, was ist überhaupt die Inworld-Erklärung
[58:56] Mháire: dafür, dass es so viele verschiedene davon gibt, zu den anderen nichtmenschlichen
[59:00] Mháire: Kreaturen, die hier unterwegs sind.
[59:02] Mháire: Und die Konstrukteure haben wir schon mehrfach erwähnt.
[59:05] Rahel: Genau, die sind groß, sehen humanoid aus, bläuliche Haut und das sind eben die
[59:11] Rahel: Wesen, die ganz im Sinne der Präastronautik das Leben auf der Erde geschaffen
[59:15] Rahel: haben oder zumindest den Menschen geschaffen haben.
[59:17] Rahel: Und die das menschliche Leben aber auch wieder auslöschen wollen.
[59:21] Rahel: Das heißt, die sind nicht allzu gut auf den Menschen zu sprechen,
[59:23] Rahel: wenn sie ihn denn mal treffen.
[59:26] Rahel: Im ursprünglichen Alien-Film findet die Crew der Nostromo auf LV-426 auch schon
[59:31] Rahel: ein Schiff von den Konstrukteuren. Das ist dieses hufeisenförmige Juggernaut-Schiff.
[59:36] Rahel: Und darin eben auch eine Leiche. Die Konstrukteure sind nämlich auch Teil eines Redcons geworden,
[59:42] Rahel: denn im Alien-Film hat diese Leiche eine Art Elefantenrüssel und im Film Prometheus
[59:46] Rahel: erfahren wir, aha, das sind die Helme, die die Konstrukteure aufhaben,
[59:50] Rahel: wenn sie durch das Weltall reisen.
[59:52] Rahel: Das ist also so eine biomechanische Konstruktion.
[59:55] Mháire: Im Original wurde diese Kreatur einfach nur als Space Jockey benannt und hat
[1:00:00] Mháire: keinen weiteren Zweck, als unheimlich in
[1:00:03] Mháire: einem großen Konstrukt zu sitzen, als die Person, die vermutlich irgendwann
[1:00:07] Mháire: mal dieses Schiff gesteuert hat, aber schon lange tot und regelrecht versteinert ist.
[1:00:11] Mháire: Und dass daraus dann eine ganze Spezies wurde, ist etwas, was sich erst später
[1:00:14] Mháire: entwickelt hat. Das war so nicht geplant.
[1:00:16] Rahel: Dann habe ich hier auf der Liste noch einen Haufen Monster, über die du viel
[1:00:21] Rahel: mehr zu erzählen haben wirst als ich, weil ich glaube, du kennst die Serie besser als ich.
[1:00:25] Rahel: Nämlich alles, was in Alien Earth rumkreucht und fleucht.
[1:00:29] Mháire: Ja, Alien Earth hat ja diese Story damit, dass ein Weyland-Yutani-Schiff abstürzt.
[1:00:35] Mháire: Und dieses Weyland-Yutani-Schiff hatte einen jahrelangen Auftrag,
[1:00:38] Mháire: durch die Galaxis zu ziehen und nichtmenschliche Spezies zu sammeln,
[1:00:43] Mháire: aus denen man vielleicht Gewinn schlagen kann.
[1:00:45] Mháire: Dementsprechend haben die Alien-Eier an Bord. Also wir haben Xenomorphen,
[1:00:50] Mháire: die sich da entwickeln können.
[1:00:52] Mháire: Aber das ist nicht das Einzige, was sie mitgebracht haben. Sie haben an Bord
[1:00:55] Mháire: noch eine Kreatur, die Zecke genannt wird,
[1:00:58] Mháire: die auch einer Zecke gar nicht so unähnlich sieht, als dass wir vorne einen
[1:01:02] Mháire: Insekten- oder Spinnenartigen Körperteil haben mit Beißwerkzeugen und hinten
[1:01:07] Mháire: einen großen Körperteil, der anschwellen kann.
[1:01:10] Mháire: Nur, dass das Ganze noch sehr viel ekliger und wobbelig-blasiger ist und vor
[1:01:14] Mháire: allen Dingen, das Ding trinkt mehrere Liter innerhalb von 30 Sekunden weg.
[1:01:18] Mháire: Also wenn sich das an dich dran zeckt, dann ist man quasi tot,
[1:01:22] Mháire: weil es einen Menschen einfach aussaugt oder zwei von denen auf jeden Fall.
[1:01:26] Mháire: Dann haben wir den Kokon, das ist eine von der Decke hängende, große...
[1:01:32] Mháire: Tüten- oder sackartige Pflanze, aus der aber so eine längere Tentakel rauskommt.
[1:01:37] Mháire: Die wartet im Grunde, bis jemand drunter durchläuft und dann stühlt sie sich drüber.
[1:01:41] Mháire: Scheint wirklich nicht intelligent zu sein und keine Agenda zu haben,
[1:01:44] Mháire: also wirklich eher pflanzenartig.
[1:01:46] Mháire: Wir haben die Fliege, insektenartig und flattert auch durch die Gegend und hat
[1:01:51] Mháire: an biologischen Leuten kein großes Interesse.
[1:01:54] Mháire: Die kotzt aber eine weißliche Flüssigkeit aus, die Metalle und Plastik zersetzt.
[1:02:00] Mháire: Und die fressen also tatsächlich künstliche Lebewesen.
[1:02:03] Mháire: Die mögen synthetische gerne essen. Und mit das Coolste, was aus Alien Earth
[1:02:08] Mháire: als andere Lebensform rausgekommen ist, ist das wandelnde Auge.
[1:02:12] Mháire: Das sieht aus wie mehrere miteinander verschmolzene Augäpfel.
[1:02:16] Mháire: Also eine Kugel, die eine ganze Reihe von unterschiedlichen Pupillen hat.
[1:02:21] Mháire: Und die bewegen sich auf einer Gruppe von Tentakeln durch die Gegend.
[1:02:25] Mháire: Also das rennt und flutscht und springt und hangelt sich wie eine Mischung aus
[1:02:30] Mháire: Äffchen und einem Oktopus durch die Gegend.
[1:02:33] Mháire: Und es kann sich in einen Wirtskörper reinbohren und eines der Augen dieses
[1:02:38] Mháire: Wirtskörpers ersetzen und dann auch den Körper übernehmen.
[1:02:43] Mháire: Also wir sehen in der Serie unter anderem, dass es das mit einem Mensch macht.
[1:02:46] Mháire: Aber auch eine ganze Weile steckt es im Körper eines Schafes,
[1:02:49] Mháire: kann aber dann als dieses Schaf intelligent kommunizieren, eben über Klopfen
[1:02:53] Mháire: mit Hufen und dergleichen und ist offensichtlich nicht nur intelligent,
[1:02:58] Mháire: sondern darüber hinaus gebildet und kann Mathematik.
[1:03:01] Mháire: Also ganz rätselhaftes und extrem cooles Ding, das mir sehr gut gefallen hat.
[1:03:06] Rahel: Es ist auch eindeutig der Versuch eben von diesem Xenomorph maskottchenhaften
[1:03:10] Rahel: wegzukommen und auch mal ein ebenso ikonisches alternatives Monster in den Vordergrund zu rücken.
[1:03:16] Rahel: Also das wandelnde Auge ist schon die coolere Form von Ratatouille.
[1:03:21] Mháire: Oh Gott, ja, es will nicht kochen, es will dich kochen und es könnte das auch und es will nach Hause.
[1:03:28] Mháire: Aber es ist nur ein kleiner Augapfel, ein kleiner ekliger Augapfel,
[1:03:31] Mháire: der sich in deinem Hirn fressen wird.
[1:03:33] Rahel: Sehr häufig kämpfen die Heldinnen und Helden in den Alien-Geschichten auch gegen
[1:03:38] Rahel: Androiden beziehungsweise synthetische.
[1:03:40] Rahel: Hängt immer ein bisschen ab, wo wir uns gerade befinden, wie diese künstliche
[1:03:45] Rahel: Intelligenzen genannt werden.
[1:03:47] Rahel: Aber wie wir uns ja vom Namen generell schon denken können, die sehen erstmal
[1:03:50] Rahel: wie Menschen aus. Sie tarnen sich oft auch als solche.
[1:03:54] Rahel: Die Nostromo hatte die ganze Zeit so einen Androiden an Bord.
[1:03:57] Rahel: Die Crew wusste das aber nicht.
[1:03:59] Rahel: Nämlich war der Wissenschaftsoffizier Ash, so ein getarnter Androide.
[1:04:03] Rahel: Die sind nicht von Haus aus grundsätzlich inhärent böse, aber sie müssen eben
[1:04:09] Rahel: Befehlen ihrer Firma folgen.
[1:04:10] Mháire: Ja, sie sind programmiert.
[1:04:12] Rahel: Genau, sie sind programmiert und genau dadurch ergeben sich dann meistens zwielichtige,
[1:04:16] Rahel: wenn nicht sogar böse Absichten.
[1:04:19] Rahel: Meistens wird dann festgestellt, oh, das ist ja ein Synthetischer,
[1:04:23] Rahel: dadurch, dass diese Figur anfängt zu bluten, weil Androinen haben ein weißes, zähflüssiges Blut.
[1:04:29] Rahel: Das heißt, ab da sind sie dann sehr eindeutig erkennbar. Aber von ihren Fähigkeiten
[1:04:33] Rahel: sind sie erstmal schneller und stärker als Menschen. Sie fühlen auch keinen Schmerz.
[1:04:37] Rahel: Sie sind aber nicht wirklich widerstandsfähiger. Also sie sind sehr reparaturentfällig.
[1:04:41] Mháire: Und es kann auch einfach sein, dass was mit ihrer Programmierung nicht stimmt.
[1:04:45] Mháire: In Alien Romulus zum Beispiel sehen wir einen Androiden, der einfach einen Hau
[1:04:50] Mháire: weg hat, aber nicht richtig gewartet werden kann. Und der dementsprechend mit
[1:04:55] Mháire: einigen höheren Entscheidungsfindungen oder Sprache und dergleichen Probleme hat.
[1:05:00] Mháire: Also Software ist genauso anfällig wie die Hardware zu weinen.
[1:05:03] Rahel: Ja, was auch wieder ein schöner Punkt dafür ist, dass eben die Technologie,
[1:05:07] Rahel: wie wir sie in Alien sehen, einerseits sehr fortschrittlich ist,
[1:05:10] Rahel: aber andererseits nicht sonderlich. Das ist keine Magie und sie ist an vielen
[1:05:14] Rahel: Stellen lebensbedrohlich fehlerinfällig.
[1:05:16] Mháire: Ja, Dinge können und werden schief gehen.
[1:05:19] Mháire: Dann haben wir noch Kreaturen, die vor allen Dingen über das Rollenspiel mit
[1:05:24] Mháire: reingebracht wurden oder Comics, also tertiäre Quellen nach Filmen und Serien
[1:05:31] Mháire: und Artbooks und dergleichen.
[1:05:33] Mháire: Und da sind einfach mal eine Reihe von Tieren, die man da draußen finden kann.
[1:05:39] Mháire: Ein Schwarm aus alles fressenden Insekten, die immer abwarten,
[1:05:43] Mháire: bis mehr Essen vorbeikommt und bis dahin lange im Winterschlaf liegen können.
[1:05:47] Mháire: Dann haben wir Löwenwürmer, das sind große, fleischfressende Riesenwürmer.
[1:05:52] Mháire: Und großartig finde ich auch die Drescher. Das sind eine Art Nacktmulle-Gigantische
[1:05:58] Mháire: oder Horror-Maulwürfe, hast du als Notiz geschrieben.
[1:06:01] Mháire: Und die werden laut des Rollenspiels durchaus auch domestiziert und eingesetzt, um Tunnel zu graben.
[1:06:08] Mháire: Auch wenn es gefährlich ist auf Planeten, wo aber im Endeffekt die Rechnung,
[1:06:12] Mháire: wir haben hier ein Tier, das wir gefügig machen können, leichter ist,
[1:06:15] Mháire: als eine Bohrmaschine zu fahren.
[1:06:19] Rahel: Ja, ich glaube, man kann alle diese Wesen ganz gut zusammenfassen,
[1:06:23] Rahel: als ein erstaunlich großer Teil der Lebewesen im Weltraum will und kann den Menschen essen.
[1:06:29] Mháire: Aber wir haben noch die Tanakantischen Skorpionide. Es sind Riesenskorpione vom Planeten Tanaka 5.
[1:06:34] Rahel: Oh.
[1:06:35] Mháire: Sie können nicht essen. Viel mehr gibt es nicht.
[1:06:37] Rahel: Das fasst es ganz gut zusammen.
[1:06:39] Mháire: Aber das Spannendste, finde ich, was aus dem Rollenspiel kommt,
[1:06:42] Mháire: sind die sogenannten Fullfremden.
[1:06:44] Mháire: Das ist eine Form von Alien bzw.
[1:06:49] Mháire: Aus derselben Familie des Xenomorphen, die mit dem zu tun hat,
[1:06:53] Mháire: was so als Semi-Retcon oder als Zusammenfassung von allem, was wir vorher wussten,
[1:06:58] Mháire: erklärt wird, warum überhaupt Xenomorphe in Anführungsstrichen hergestellt werden,
[1:07:03] Mháire: warum es schon Formen von Xenomorphen und Darstellungen von ihnen gibt teilweise,
[1:07:07] Mháire: bevor David die Xenomorphe, wie wir sie kennen, entwickelt.
[1:07:11] Mháire: Und das hat damit zu tun, dass irgendwann in der fernen Vergangenheit unserer
[1:07:15] Mháire: Galaxis es schon einmal eine solche Lebensform gab wie die Xenomorphen.
[1:07:19] Mháire: Die sind aber in großen interstellaren Kriegen irgendwann vernichtet worden.
[1:07:24] Mháire: Und die Konstrukteure haben unter anderem eine Art religiöse Doktrin,
[1:07:30] Mháire: es ist unklar, ob das für alle von ihnen zutrifft oder es teilweise da Streit zwischen ihnen gibt,
[1:07:35] Mháire: dass sie versuchen, diese Kreaturen wieder zu erschaffen, ihre sogenannten zerstörenden
[1:07:41] Mháire: Engel, vernichtenden Engel oder rächenden Engel.
[1:07:44] Mháire: Und haben da die Idealformen von, es ist ein Schwarmwesen mit einer parasitären
[1:07:49] Mháire: Lebensform, mit diesem verlängerten Schädel und sie können ganze Planeten vernichten.
[1:07:55] Mháire: Und die Fullfremden sind die Endform von einer weiteren parallelen Entwicklung,
[1:08:01] Mháire: die teilweise ähnlich ist wie das, was wir in Prometheus sehen,
[1:08:04] Mháire: aber die am Ende zu einer intelligenten,
[1:08:07] Mháire: menschenähnlicheren, aber fast schon überirdisch schönen Version dieser Kreaturen führen.
[1:08:14] Mháire: Also eine aufrechtgehende, blasse Gestalt mit einem durchaus als menschenähnlich
[1:08:19] Mháire: erkennbaren Gesicht, aber dann einem verlängerten, großen Schädel,
[1:08:22] Mháire: der auch an eine Königin, an eine Alienkönigin erinnert, die intelligent sind und versuchen,
[1:08:28] Mháire: die Galaxis Stück für Stück zu erobern und lange Zeit aber in einem unbekannten
[1:08:33] Mháire: Teil mehr oder weniger abgeschieden waren.
[1:08:35] Mháire: Und die Technologie, die sie hatten, die steht ihnen nicht mehr zur Verfügung
[1:08:39] Mháire: und die Konstrukteure haben sie quasi dort eingesperrt.
[1:08:42] Mháire: Das ist jetzt schon sehr exotisch, aber,
[1:08:45] Mháire: wiederum die Kette von Kreaturen, die zu den Fuhlfremden hört und die verstörende
[1:08:50] Mháire: Anwesenheit von denen, weil es ist auf einmal ein Alien, das überirdisch schön
[1:08:53] Mháire: ist, also wirklich engelhaft fast und das kommunizieren kann,
[1:08:57] Mháire: das kann sehr gut kommen.
[1:08:58] Rahel: Damit haben wir doch jetzt erstmal einen guten Überblick über die Monster von Alien geliefert.
[1:09:04] Rahel: Dann lass uns doch mal über die verschiedenen Gruppierungen sprechen.
[1:09:08] Rahel: Viele davon haben wir ja schon zumindest kurz angerissen.
[1:09:12] Rahel: Aber ich würde sagen, wir gehen mal im Schnelldurchlauf durch die wichtigsten
[1:09:17] Rahel: Regierungen und Konzerne, damit man ein bisschen besser auch versteht,
[1:09:20] Rahel: wie die eigentlich zusammenhängen.
[1:09:21] Rahel: Und das ist, um das schon direkt vorwegzugreifen, ähnlich wie in Shadowrun,
[1:09:25] Rahel: Individuen haben in dieser Welt eigentlich keinen Einfluss, sondern die Macht
[1:09:29] Rahel: liegt wirklich bei einigen wenigen Staatenbündnissen oder aber vor allem eben den Großkonzernen.
[1:09:34] Rahel: Die alle Xenomorfen haben wollen. Alle wollen ihre Aliens haben und damit Forschung
[1:09:38] Rahel: betreiben und Geld verdienen.
[1:09:39] Rahel: Und deswegen landen einzelne Menschen auch immer wieder in den gleichen unglücklichen Situationen.
[1:09:44] Mháire: Man denkt sich immer, das ist unrealistisch, bis man sich anschaut,
[1:09:47] Mháire: was passiert, wenn irgendeine neue Technologie aufkommt und wie sich alle wie
[1:09:51] Mháire: die Geier draufstürzen und sie nutzen, obwohl noch keiner weiß, was sie bringt.
[1:09:54] Mháire: Parallelen sind möglicherweise absichtlich.
[1:09:58] Mháire: Die Menschen, du sagtest schon, individuell haben sehr wenig Rechte und sie
[1:10:02] Mháire: sind in erster Linie Arbeitskraft.
[1:10:04] Mháire: Die werden gebraucht, aber es gibt so viele von ihnen, dass sie auch austauschbar
[1:10:08] Mháire: sind und dass sie vor allen Dingen teilweise auf fast schon unterhaltsam bösartige
[1:10:12] Mháire: Art und Weise in Arbeitsverhältnisse gezwungen werden, aus denen sie nicht mehr rauskommen.
[1:10:17] Mháire: Und es ist auch okay, mehrere von ihnen wegzuwerfen, um bestimmte Ziele zu erreichen.
[1:10:22] Mháire: Wir haben mehrere große und wichtige Regierungen.
[1:10:26] Mháire: Drei davon sind auf der Erde gleichzeitig aktiv.
[1:10:31] Mháire: Dann haben wir noch etwas, was sich im All gründet und dann haben wir in die
[1:10:35] Mháire: Zukunft hinein die Militärherrschaft, die wir auch schon erwähnt haben.
[1:10:39] Mháire: Wir können es ja noch einmal kurz durchgehen, damit man einen guten Überblick hat.
[1:10:43] Rahel: Als erstes und auch als die stabilste interstellare Macht haben wir eben das
[1:10:47] Rahel: Drei-Welten-Imperium, das sich in den 2080ern gegründet hat.
[1:10:51] Rahel: Der Name bezieht sich übrigens auf die ersten drei Welten, die kolonisiert wurden.
[1:10:54] Rahel: Die Erde, gut, die war schon kolonisiert, die Erde, Mars und der Titan.
[1:10:59] Rahel: Man trifft das Drei-Welten-Imperium in so ziemlich allen Regionen des Weltalls.
[1:11:04] Rahel: Es hat aber seine Vormachtstellung sowohl im äußeren Schleier als auch in den Kernsystemen.
[1:11:08] Rahel: Ansonsten militärisch ist es jetzt nicht sonderlich gut aufgestellt,
[1:11:11] Rahel: sondern da setzt es dann häufig auf Privatsoldaten von Weyland-Yutani.
[1:11:16] Mháire: Und Weyland-Yutani hat auch einen Sitz im Parlament, also die entscheiden mit.
[1:11:20] Mháire: Dann gründen sich 2104 als Gegenpol zu diesem Three World Empire die Vereinigten Amerikas.
[1:11:28] Mháire: Da sind eine ganze Menge verschiedener Nationen Amerikas, Nord-,
[1:11:32] Mháire: Mittel- und Südamerikas mit dabei.
[1:11:34] Mháire: Aber im Endeffekt ist es die USA und ihre Nachbarn, ob sie wollen oder nicht.
[1:11:38] Mháire: Die haben im Weltall ihr Territorium vor allen Dingen im äußeren Rand,
[1:11:43] Mháire: was wir ja gelernt haben, nur ein Rand einer bestimmten Kolonisationsphase ist, und im Grenzraum.
[1:11:49] Mháire: Und sie sind vor allen Dingen bekannt für ihr Militär. Die müssen nämlich nichts
[1:11:53] Mháire: von irgendeiner großen Firma ausleihen, sondern in der guten Tradition der USA
[1:11:57] Mháire: haben sie ihr eigenes Marine Corps, die kolonialen Marines, die USCMC.
[1:12:02] Mháire: Und die sollen die Sicherheit von allen Leuten der United Americas sichern,
[1:12:08] Mháire: humanitäre Hilfe leisten und Kolonien beschützen.
[1:12:11] Mháire: Also das, was die USA auch machen.
[1:12:13] Rahel: Dann haben wir noch die Union der fortschrittlichen Völker oder eben auch EUPP,
[1:12:19] Rahel: was eben dieser Staatenbund aus vormals Russland, China und ein bisschen Kleingemüse
[1:12:24] Rahel: ist, hat einen starken sozialistischen Einschlag, dementsprechend auch,
[1:12:28] Rahel: also wirklich sehr stereotyp, wenig Ressourcen, wurde im frühen 22.
[1:12:32] Rahel: Jahrhundert als Reaktion auf
[1:12:34] Rahel: das Drei-Welten-Imperium und die Vereinigten Amerikas gegründet worden.
[1:12:39] Rahel: Und die Union kontrolliert einen zwar sehr großen, aber auch sehr ressourcenarmen
[1:12:43] Rahel: Bereich im äußeren Schleier und im äußeren Rand.
[1:12:46] Rahel: Problem ist, dass sie auch kein Terraforming betreiben. Das heißt,
[1:12:49] Rahel: sie haben eine starke Überbevölkerung, weil wenig Platz zum Leben und dementsprechend auch viel Armut.
[1:12:56] Rahel: Die Regierung hat übrigens, also diese Union der fortschrittlichen Völker,
[1:12:59] Rahel: hat ihren Ursprung in einem unverwirklichten Skript für den dritten Alienfilm.
[1:13:04] Rahel: Da werden wir auch später noch ein bisschen drüber reden.
[1:13:06] Mháire: Dann haben wir die unabhängigen Kernsystemkolonien. Die machen sich in den 20er,
[1:13:11] Mháire: 80ern von den tatsächlich politischen Regierungen unabhängig,
[1:13:16] Mháire: um keine Zölle zu zahlen.
[1:13:18] Mháire: Und sammeln dann Stück für Stück noch mehr andere Kolonien ein,
[1:13:22] Mháire: die zum Eintritt eine Schutzgebühr bezahlen müssen.
[1:13:25] Mháire: Das ist eine sich selbst zu Freistaat erklärende Mafia, so ein bisschen, die da entsteht.
[1:13:31] Mháire: Das ist dementsprechend auch sehr offen, was die Gesetzgebung und dergleichen
[1:13:36] Mháire: angeht, quasi ultraliberal marktwirtschaftlich gesehen und in eigentlich allen anderen Bereichen.
[1:13:42] Mháire: Und sie sitzen dort, wo man es vielleicht erwarten würde, nämlich in den reichsten
[1:13:46] Mháire: Gegenden in den Kernsystemen.
[1:13:48] Mháire: Da, wo es viele Ressourcen gibt, gutes Terraforming und Leute,
[1:13:51] Mháire: die viel Geld haben und nicht einsehen, warum sie welches davon als Steuern abgeben sollen.
[1:13:55] Rahel: Dann haben wir noch zu guter Letzt United Systems, beziehungsweise später United
[1:13:59] Rahel: Systems Military, was eben die Fusion aus dem Drei-Welten-Imperium und den Vereinigten
[1:14:04] Rahel: Amerikas wird und auch einigen Staaten aus den unabhängigen Kernsystem-Kolonien.
[1:14:10] Rahel: Das United Systems Military ist eben vor allem militärisch relevant und ist
[1:14:15] Rahel: im Grunde genommen die neuere Form der Colonial Marines.
[1:14:19] Rahel: Das heißt, man erkennt da besonders stark eben den militärischen Fußabdruck
[1:14:23] Rahel: von den Vereinigten Amerikas drin.
[1:14:25] Mháire: Hält ja auch nicht ewig, wird Ende des 24. Jahrhunderts auch wieder aufgelöst.
[1:14:30] Mháire: Bei den Konzernen sind zwei vor allen Dingen wichtig, auch wenn es darüber hinaus
[1:14:34] Mháire: noch welche gibt. Und einer ist auch nur aus einem semikanonischen Material, der dritte.
[1:14:39] Mháire: Weyland-Yutani ist das große Ding, ursprünglich Weyland und Yutani legen sich dann zusammen.
[1:14:44] Mháire: Und die bauen alles und machen alles. Vor allen Dingen alles,
[1:14:47] Mháire: was sehr fortschrittliche und aufwendige Technologie bedeutet.
[1:14:50] Mháire: Die Dinge, die mit Raumfahrt zu tun haben, mit Kryoschlaf und dergleichen.
[1:14:54] Rahel: Weyland-Yutani konnte unter anderem deswegen so übermächtig werden,
[1:14:58] Rahel: weil eben sowohl Weyland als auch Yutani schon sehr viele Patente und sehr viele
[1:15:03] Rahel: Ressourcen an sich mitgebracht haben.
[1:15:06] Rahel: Und in dem Moment, wo sich diese beiden Firmen dann auch noch zusammengeschlossen
[1:15:09] Rahel: haben, war das einfach ein gigantischer Marktsprung im Bereich Weltraumreisen,
[1:15:13] Rahel: künstliche Intelligenz, aber auch Überwachungsausrüstung.
[1:15:17] Rahel: Das heißt, da haben wir dann auch nochmal einen ganz neuen Impetus eigentlich
[1:15:20] Rahel: für alles, was sich wirklich gegen den Menschen richtet.
[1:15:24] Rahel: Plus, was ja auch noch dazu kam, ist, dass durch die fortschreitende Kolonisierung
[1:15:28] Rahel: des Weltraums, auch insbesondere eben am äußeren Rand, ist auch der Bedarf an
[1:15:33] Rahel: Waffen und an Raumschiffen gestiegen. Und das sind eben genau die Felder,
[1:15:36] Rahel: die Weyland-Yutani bedienen konnte.
[1:15:38] Mháire: Und auch immer weiter an der Spitze bleiben will. Deswegen sammelt man ja irgendwelche
[1:15:42] Mháire: Aliens und versucht, aus denen was zu machen.
[1:15:45] Mháire: Ein anderer Konzern, der zumindest immer mal wieder erwähnt wird, ist Seekson.
[1:15:50] Mháire: Das ist ein europäisches Konglomerat, ursprünglich mal Seek & Son genannt.
[1:15:55] Mháire: Und das ist mehr oder weniger die Firma, die das Gleiche anbietet wie Will &
[1:16:01] Mháire: Yutani, nur ein bisschen günstiger. Also die bauen auch Androiden, die aber simpler sind.
[1:16:06] Mháire: Und sie bieten sozusagen Alternativen zum Terraforming, indem sie Raumstationen bauen.
[1:16:12] Mháire: Und was sie auch machen, sind so Sachen wie Trecker und schweres Gerät.
[1:16:16] Mháire: Also Seaksen sind günstig, stabil, praktisch und nicht so fancy wie bei Alien-Tutani.
[1:16:23] Rahel: Die haben auch ihre eigene KI, nämlich die Apollo-KI. Die haben auch ihre eigenen
[1:16:28] Rahel: Arbeitsdruinen, die Working Joes.
[1:16:31] Rahel: Beides kennt man unter anderem aus dem Computerspiel Alien Isolation,
[1:16:35] Rahel: wo beides zu einem sehr gefährlichen Problem wird.
[1:16:38] Rahel: Dann haben wir eben noch insbesondere Prodigy, also eine Firma,
[1:16:42] Rahel: die jetzt inzwischen durch Alien Earth bekannt ist.
[1:16:45] Rahel: Wenn man aber ehrlich ist, wissen wir bisher über diesen Megakonzern nicht viel.
[1:16:49] Rahel: Außer eben, dass er zusammen mit Wayland Yutani einer von fünf großen Konzernen
[1:16:52] Rahel: ist, die die Welt regieren.
[1:16:54] Mháire: Also wir wissen, dass Prodigy auch der Neueste ist von diesem Konzern und dass
[1:16:58] Mháire: er von einem Wunderkind sozusagen gegründet und geführt wird,
[1:17:02] Mháire: mit dem auch dieser Konzern steht und fällt, mehr oder weniger.
[1:17:06] Mháire: Und dass Prodigy versucht sich ein bisschen so als der, und wir tun jetzt was
[1:17:10] Mháire: für den Menschen, Konzern darzustellen, was natürlich ziemlicher Schmuh ist,
[1:17:13] Mháire: aber die trotzdem halt ein besseres Leben versprechen und schönere Städte und
[1:17:17] Mháire: Technologie, die einem helfen soll und nicht einen ausnutzen.
[1:17:20] Rahel: Über das Franchise verteilt werden noch viele, viele andere Firmennamen genannt.
[1:17:25] Rahel: Meistens stellt sich dann heraus, dass diese Firmen über zig Umwege,
[1:17:29] Rahel: möglichst verdeckt, möglichst vertuscht, doch wieder Tochterfirmen von diesen
[1:17:33] Rahel: größeren Konzernen sind.
[1:17:34] Mháire: Ja, Überraschung. Da muss man auch keinen von irgendwie jetzt groß kennen,
[1:17:38] Mháire: um einen besseren Überblick darüber zu bekommen.
[1:17:40] Rahel: Im Zweifel gehört sowieso Weyland-Yutani. Merkt euch das.
[1:17:43] Mháire: Genau.
[1:17:44] Rahel: Kommen wir doch mal zu den Schlüsselfiguren, also die Figuren,
[1:17:47] Rahel: die im Alien-Universum entweder besonders wichtig sind oder zumindest häufiger auftauchen.
[1:17:52] Rahel: Da haben wir natürlich, müssen wir einfach mit anfangen, Alan Ripley.
[1:17:56] Rahel: Die Protagonistin der ersten vier Filme, auch von zahlreichen Comics,
[1:18:01] Rahel: Romanen, wie gesagt, die war eigentlich lange Zeit so die zentrale Figur von Alien.
[1:18:07] Rahel: Und das ist deswegen spannend, weil erstens, es ist eine Frau und zweitens,
[1:18:10] Rahel: sie ist keine klassische Heldin.
[1:18:12] Mháire: Nein, sie ist eine Offizierin an Bord dieses Schiffes und sie will ihren Job
[1:18:17] Mháire: machen. Damit fängt alles an, dass sie eine vernünftige Person ist,
[1:18:20] Mháire: die in einer stressigen Situation versucht, die Dinge am Laufen zu halten und
[1:18:23] Mháire: die richtige Entscheidung zu treffen.
[1:18:25] Mháire: Also sie ist eine fähige Person, aber sie ist keine in irgendeiner Form übermenschliche
[1:18:29] Mháire: oder unrealistische Gestalt.
[1:18:31] Rahel: Vielleicht mal ein bisschen was zum Biografischen. Ellen Ripley wurde 2092 auf
[1:18:36] Rahel: Luna geboren, also sprich auf unserem Mond.
[1:18:38] Rahel: Und sie ist dann 2179 auf Fury 161 gestorben, zumindest als Menschenfrau.
[1:18:45] Rahel: Später gab es ja noch den Ripley-Klon.
[1:18:48] Rahel: Charakterlich ist sie sehr willensstark, intelligent, aber auch vor allem ruhig.
[1:18:52] Rahel: Das ist generell übrigens eine Sache, die ich insbesondere am ersten Film sehr genieße.
[1:18:57] Rahel: Erwachsene Leute brüllen sich da quasi nie an gegenseitig. Ernstige Gespräche
[1:19:01] Rahel: werden in leisen Worten gesprochen.
[1:19:03] Mháire: Es sind alles Profis.
[1:19:04] Rahel: Genau. Und das beschreibt eigentlich Ripley sehr gut. Das heißt auch selbst
[1:19:08] Rahel: in Krisen ist sie jetzt nicht aufbrausend, sondern sie bleibt eigentlich immer sehr ruhig.
[1:19:13] Rahel: Wird aber mit der Zeit auch immer desillusionierter und ist auch irgendwann
[1:19:16] Rahel: eindeutig traumatisiert.
[1:19:18] Rahel: Also nach den Ereignissen auf der Nostromo hat sie beispielsweise einfach einen
[1:19:22] Rahel: Hass auf Synthetische, eben wegen Ash.
[1:19:25] Rahel: Sie ist eine Mutter, die in gewisser Hinsicht zweimal ein Kind verloren hat.
[1:19:28] Rahel: Also einmal eben ihre leibliche Tochter Amanda, glaubt sie zumindest,
[1:19:32] Rahel: weil sie eben viel zu lange im Weltall umhergetrieben ist, als dass ihre Tochter noch leben könnte.
[1:19:37] Rahel: Dann aber auch ihre im Grunde genommen Ziehtochter Newt aus Aliens.
[1:19:42] Rahel: Das heißt, sie ist auch eine Person, die viel mit Verlust zu kämpfen hat.
[1:19:45] Rahel: Und dann haben wir natürlich noch eben als diese neuere Version von Ripley,
[1:19:49] Rahel: die etwas abgewandelt ist, aber trotzdem noch irgendwie eine Ripley sein soll,
[1:19:54] Rahel: Ripley 8, der Klon, der Ripley und Alien-DNS miteinander vermischt.
[1:19:59] Rahel: Sieht menschlich aus, hat aber eindeutig animalische Instinkte und Reflexe.
[1:20:03] Rahel: Das heißt, man könnte auch sagen, das ist im Grunde genommen die abgefuckte Version von Ripley.
[1:20:07] Mháire: Ja, die eine Version war traumatisiert. Die hier kommt direkt von Natur aus
[1:20:11] Mháire: schon mit ungünstigen Instinkten daher und Aggression.
[1:20:16] Mháire: Und kann einen Ball über das gesamte Feld blind werfen und dabei treffen.
[1:20:20] Mháire: Was, Fun Fact, tatsächlich bei einer der Einstellungen passiert sein soll.
[1:20:24] Mháire: Aus Versehen quasi, weswegen Ron Perlman, der in der Szene daneben steht,
[1:20:27] Mháire: beinahe das Ganze geschmissen hätte, weil niemand damit gerechnet hat und ihm
[1:20:32] Mháire: wirklich alles aus dem Gesicht fällt in dem Moment.
[1:20:34] Rahel: Ich kann es verstehen.
[1:20:35] Mháire: Ich glaube, der Moment, den die meisten Leute in Erinnerung behalten haben aus diesem Film.
[1:20:38] Rahel: Ja. Wie das irgendwie dann wieder zu solchen Franchises passt,
[1:20:43] Rahel: die sich ja irgendwann sehr episch verhalten, auch Alan Ripleys Nachkommen werden zu HeldInnen.
[1:20:50] Rahel: Auch wenn Alan Ripley das ja streng genommen im klassischen Sinne nie war.
[1:20:54] Rahel: Die Leute, die später in ihrer Blutslinie stehen, sind es dann auch wieder.
[1:20:58] Rahel: Wir haben einmal Amanda Ripley, ihre Tochter, wurde 2111 geboren und,
[1:21:03] Rahel: Fängt an als die Tochter, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist,
[1:21:06] Rahel: eine clevere Ingenieurin und sie fängt an, Weyland Yutani zu sabotieren von
[1:21:10] Rahel: innen heraus, zusammen mit einer engen Kameradin von ihr, nämlich Sula Hendricks.
[1:21:15] Rahel: Also sie wird irgendwann wirklich so eine Untergrundkämpferin.
[1:21:17] Rahel: Und dann haben wir noch in der weit entfernten Zukunft aus Ellen Ripleys Sicht Alan Decker.
[1:21:22] Rahel: Das ist dann im 25. Jahrhundert.
[1:21:25] Rahel: Auch das ist jemand, der scheinbar so besondere Eigenschaften von Ripley mitbekommen
[1:21:31] Rahel: hat. Der ist vor allem auch empath. Das heißt, er kann Gedanken und Gefühle
[1:21:34] Rahel: anderer Lebewesen erahnen.
[1:21:36] Rahel: Da bricht so ein bisschen das Alien-Franchise seiner eigenen Fähigkeiten,
[1:21:41] Rahel: möchte ich fast sagen, in dem doch so eine leicht magische Komponente reingebracht wird.
[1:21:46] Rahel: Aber spätestens mit Alan Decker ist der Kampf zwischen den Ripleys und den Xenomorphen
[1:21:50] Rahel: etwas, was wirklich schon ganz tief in der Familie verankert ist.
[1:21:54] Rahel: Weil wir stellen fest, die Xenomorphen hassen Alan Decker allein deswegen,
[1:21:58] Rahel: weil er ein Nachkommen mit Ripleys ist.
[1:21:59] Mháire: Okay. Das ergibt ungefähr so viel Sinn, irgendwie, dass der Hai in einer der
[1:22:04] Mháire: Jaws-Fordstätten den Leuten folgt, weil er ihnen persönlich in Kroll legt.
[1:22:07] Rahel: Ja, genau so ist das aber.
[1:22:09] Mháire: Dann haben wir, abgesehen von den Ripley's, eine der wichtigsten Familien sind die Waylands.
[1:22:15] Mháire: In dem Sinne, als das Peter Wayland von Wayland-Yutani gegründet hat und dementsprechend
[1:22:20] Mháire: die wichtigsten Technologien auch hervorgebracht hat.
[1:22:24] Mháire: Der ist 1990 in Mumbai geboren. Der ist also schon hier unterwegs,
[1:22:29] Mháire: irgendwo, wenn wir uns in dieser Welt bewegen würden.
[1:22:32] Mháire: Und hat aber zumindest einen guten oberen Mittelklasse-Start,
[1:22:36] Mháire: würde ich sagen, mit Uniprofessorinnen und Ingenieur als Eltern.
[1:22:40] Mháire: Und der gewinnt durchaus für seine wissenschaftlichen Erkenntnisse auch Preise,
[1:22:44] Mháire: kriegt den Nobelpreis für seine Arbeit in der Krebsheilung.
[1:22:47] Mháire: Und er baut mit David einen ersten perfektionierten Androiden-System.
[1:22:53] Mháire: Und er ist ein absoluter Weirdo, der sich seiner eigenen Sterblichkeit nicht
[1:22:58] Mháire: stellen kann und wissen will, was es mit Schöpfer, Geschöpf und dergleichen auf sich hat.
[1:23:04] Mháire: Er selber ist ein Schöpfer von Geschöpfen, er baut Androiden,
[1:23:08] Mháire: aber er will wissen, wer hat ihn gemacht, wo kommt er bzw.
[1:23:11] Mháire: Die Menschheit her und warum hat dieser Schöpfer nichts zu sagen.
[1:23:15] Mháire: Und das ist seine Motivation dahinter, nicht nur die Prometheus loszuschicken,
[1:23:18] Mháire: sondern heimlich auch selber an Bord zu sein, obwohl er zu dem Zeitpunkt schon
[1:23:21] Mháire: uralt ist und nur mit sehr viel Pflege und Hilfsmitteln unterwegs sein kann.
[1:23:26] Mháire: Und als der Hilfsmittel ist unter anderem auch David, der aber vielleicht auch
[1:23:31] Mháire: seine Probleme hat mit der Schöpfer- und Schöpfungssituation, die da herrscht.
[1:23:35] Rahel: Ja, ein Prometheus ist spezifisch David 8 an Bord, also ein David-Androide der achten Generation.
[1:23:42] Rahel: Und diese Generation hat ein Problem oder viele Probleme, aber das Hauptproblem
[1:23:48] Rahel: ist, dass David Dinge kreieren kann.
[1:23:51] Rahel: Das ist etwas, was in späteren Generationen aus dieser Baureihe wieder rausgenommen
[1:23:55] Rahel: wird, weil man eben festgestellt hat, dass das zu einer Sinnkrise beim Androiden
[1:23:59] Rahel: führen kann, woaufhin er dann mörderisch und gefährlich wird.
[1:24:02] Rahel: Dieser David, wie wir ihn in Prometheus sehen, ist dem Menschen zwar in vielerlei
[1:24:05] Rahel: Hinsicht überlegen, er ist aber eben zutiefst fasziniert von ihrer Fähigkeit,
[1:24:10] Rahel: Dinge zu erschaffen. Also einmal Sachen wie Kunst und Musik oder auch Träume.
[1:24:15] Rahel: Das ist was, was David aber theoretisch auch selber kann. Was er selber nicht
[1:24:19] Rahel: ohne weiteres kann, ist Leben erschaffen.
[1:24:22] Rahel: Und deswegen fängt er eben auch früh an, sobald sich ihm die Gelegenheit bietet,
[1:24:25] Rahel: dass er mit diesem schwarzen Schleim experimentiert, um eben zu schauen,
[1:24:31] Rahel: was für Lebensformen kann er denn so schaffen, wenn er damit verschiedene DNS kombiniert.
[1:24:36] Rahel: Und in dem Moment, wo Peter Whelan dann auch irgendwann stirbt,
[1:24:39] Rahel: brechen auch bei David dann die letzten Hemmungen weg und er löscht schließlich
[1:24:45] Rahel: eigentlich den ganzen Planeten aus.
[1:24:47] Mháire: Wahrscheinlich noch mehr, indem wir Xenomorphen auf andere Kolonien schicken.
[1:24:51] Mháire: Wir haben noch mehr Androiden, beziehungsweise Leute, die Androiden bauen.
[1:24:54] Mháire: Wir haben Bishop als Androiden in Aliens, der dort ein freundlicher und auch
[1:25:00] Mháire: aufopferungsbereiter Androide ist, der Menschen helfen und sie retten will.
[1:25:05] Mháire: Der ist aber designt nach Michael Bishop, der die Abteilung für Spezialprojekte
[1:25:11] Mháire: Biowaffen und Androiden bei Weyland-Yutani geleitet hat und zu den Leuten gehört,
[1:25:16] Mháire: die ihre Schöpfung dann direkt auch gleich ihr Gesicht geben.
[1:25:18] Mháire: Das hat damit zu tun, dass einfach Lance Hendrickson beide dieser Rollen spielt.
[1:25:22] Mháire: Und dementsprechend dann sie das gleiche Gesicht haben und diese Verbindung gezogen wird.
[1:25:28] Rahel: Androide Bischop? Gut. Mensch Bischop? Böse.
[1:25:31] Mháire: Android Ash? Auch nicht gut. Und gibt sich erst als Mensch aus.
[1:25:37] Rahel: Genau. Der Wissenschaftsoffizier der Nostromo, der ein synthetischer Maulwurf
[1:25:42] Rahel: ist. Also sprich, niemand wusste, dass sie einen Androiden an Bord haben.
[1:25:46] Rahel: Und er hatte die ganze Und die ganze Zeit diesen Geheimauftrag 937,
[1:25:50] Rahel: nämlich sollte er einen lebenden Xenomorphen zur Erde zurückbringen und die
[1:25:53] Rahel: Crew der Nostromo, also die menschliche Crew, ist entbehrlich.
[1:25:58] Rahel: Ash wirkt erstmal ruhig und intelligent, deswegen kann er sich auch so gut als Mensch tarnen.
[1:26:03] Rahel: Er entpuppt sich dann aber im Laufe der Zeit als erstens sehr gewaltbereit und
[1:26:07] Rahel: eben als auch eiskalter Lügner.
[1:26:10] Rahel: Und er bewundert das Alien sehr, daher kommt auch ein sehr berühmter Ausspruch
[1:26:14] Rahel: eigentlich im ganzen Alien-Universum, nämlich dass der Xenomorph als perfekter
[1:26:18] Rahel: Organismus beschrieben wird.
[1:26:20] Rahel: Das ist so eine Bewunderung, die Ash erstmals dem Alien gegenüber ausspricht.
[1:26:24] Rahel: Und ich bin mir auch ziemlich sicher, das ist dann später die Blaupause geworden
[1:26:27] Rahel: dafür, warum David so komplett von der Rolle dreht als Androide.
[1:26:32] Rahel: Weil eben auch David diese Bewunderung für Lebewesen im Allgemeinen,
[1:26:36] Rahel: aber spezifisch auch für dieses Alien birgt.
[1:26:39] Mháire: Wesen, die selber kein Leben erschaffen können, begegnen einer Kreatur,
[1:26:43] Mháire: die aus allem Kopien von sich selbst erschaffen kann. Durch Parasidentum,
[1:26:47] Mháire: durch Ovomorphing und durch absolute Gnadenlosigkeit. Man kann schon verstehen,
[1:26:52] Mháire: dass da eine Faszination da ist.
[1:26:53] Mháire: Und Ash ist natürlich der Double Bluff von Arian.
[1:26:57] Mháire: Wir haben eine fremdartige Kreatur, die die Crew unterwandert,
[1:27:02] Mháire: indem sie ihn kleine Visionen für sich selbst einpflanzt.
[1:27:05] Mháire: Aber die ganze Crew ist schon unterwandert und der eigentliche Feind ist ein
[1:27:09] Mháire: künstlicher Mensch, der darauf programmiert ist, zu sagen, dass menschliches
[1:27:13] Mháire: Leben überflüssig ist und der diese Kreatur haben will. Das ist ein ziemlich
[1:27:17] Mháire: brillanter Kniff, ganz ehrlich.
[1:27:19] Rahel: Das ist auch ein Kniff, wie wir später erfahren werden, der nicht im ursprünglichen
[1:27:23] Rahel: Drehbuch vorgesehen war.
[1:27:24] Rahel: Aber bevor wir dahin kommen, müssen wir noch ein bisschen über das Leben im Weltraum selbst reden.
[1:27:29] Rahel: Denn alles, was wir jetzt bisher beschrieben haben, ist ja nicht sonderlich menschenfreundlich.
[1:27:33] Rahel: Ehrlich gesagt, das Leben der Menschen in Alien hört sich ziemlich scheiße an.
[1:27:37] Rahel: Und das bleibt auch so. Das wird nicht schöner.
[1:27:39] Rahel: Also die komplette Lebensrealität der Menschen ist durch Kapitalismus,
[1:27:43] Rahel: Weltraumreisen und technologischen Fortschritt bestimmt.
[1:27:46] Rahel: Wobei die Weltraumreisen und der technologische Fortschritt wieder an das Thema
[1:27:49] Rahel: Kapitalismus zurückgebunden sind.
[1:27:52] Rahel: Das heißt, davon hängt dann ab, was für Berufe gibt es überhaupt?
[1:27:55] Rahel: Wie sieht die Lebensqualität der Leute aus? Was haben die für Freizeitaktivitäten?
[1:27:59] Rahel: Das wird alles durch die Großkonzerne bestimmt.
[1:28:02] Mháire: Generell die Technologie, wir haben ja schon mehrfach gesagt,
[1:28:05] Mháire: es ist keine Magie, es ist keine Fernzukunftstechnologie.
[1:28:08] Mháire: Es ist alles erkennbar als das, was es macht, wenn wir irgendwas gezeigt bekommen.
[1:28:12] Mháire: Es hat echte Schalter und Dinge, die geschmiert werden müssen,
[1:28:16] Mháire: Sachen, die kaputt gehen können.
[1:28:18] Mháire: Alles kann kaputt gehen und wird kaputt gehen. Es ist mühselig,
[1:28:21] Mháire: man braucht Ersatzteile und Ingenieure und nichts will einfach mal fünf Minuten
[1:28:26] Mháire: funktionieren, ohne dass man dran rumschrauben muss.
[1:28:29] Mháire: Und vor allen Dingen, wir sehen auch über die gesamte Zeit dieses Alien-Universums,
[1:28:32] Mháire: dass wir es beobachten, quasi keinen Fortschritt.
[1:28:35] Mháire: Dadurch, dass die Filme zu anderen Zeiten entstanden sind und damit auch eine
[1:28:39] Mháire: andere Ausgangstechnologie haben, mit deren Hintergrund wir auf die Sachen draufschauen,
[1:28:42] Mháire: sieht es sogar aus, als würde die Technologie einen Rückschritt machen.
[1:28:45] Mháire: Der Computer an Bord der Nostromo-Mother kommuniziert über einen winzigen Röhrenbildschirm
[1:28:51] Mháire: mit grünen Buchstaben drauf.
[1:28:53] Mháire: Das war damals nicht rückständig, heute wirkt das schon so.
[1:28:57] Mháire: Aber man hat sich auch mehr oder weniger dafür entschieden, diese Ästhetik beizubehalten.
[1:29:02] Rahel: Was bei der Technologie vielleicht noch ganz wichtig ist, ist,
[1:29:04] Rahel: dass sie immer suggeriert, schon allein wie sie visuell dargestellt wird,
[1:29:08] Rahel: der Mensch passt sich der Technologie an und nicht die Technologie dem Menschen.
[1:29:13] Rahel: Das heißt, es bleibt immer unbequem, sie zu nutzen. Also beispielsweise,
[1:29:16] Rahel: wer aus dem Hyperschlaf aufwacht, hat Probleme mit Übelkeit.
[1:29:20] Rahel: Ich bin mir sicher, das wäre theoretisch ein lösbares Problem,
[1:29:22] Rahel: aber ist halt nicht wichtig genug.
[1:29:23] Mháire: Warum soll man daran forschen? Braucht man nicht.
[1:29:26] Mháire: Dadurch, dass wir uns weiterentwickelt haben von Ende der 70er,
[1:29:29] Mháire: als der erste Film kam, ist das inzwischen ein Retrofuturismus.
[1:29:32] Mháire: Ich möchte bei sowas aber immer auch sagen, das ist per se gar nicht so unrealistisch,
[1:29:37] Mháire: denn auch die NASA hat gerne echte Schalter, die man umlegen kann und keine
[1:29:41] Mháire: Touchscreens oder so etwas, weil irgendwann kommt der Punkt,
[1:29:43] Mháire: wo Technologie zu fehleranfällig wird, wenn man sie komplexer macht.
[1:29:48] Mháire: Die entscheidenden Technologien, die wir nicht haben, sehr, sehr viel wirkt
[1:29:51] Mháire: vertraut, aber die entscheidenden haben wir ja schon genannt,
[1:29:53] Mháire: überlichtschnelles Reisen, Hyperschlaf, der es einem erlaubt,
[1:29:56] Mháire: lange zu leben, während man auf den Reisen einfach pennt.
[1:29:59] Mháire: Aber das bedeutet, dass eben wie Ripley Leute lange im Weltall irgendwo eingefroren
[1:30:03] Mháire: sind, während ihre Verwandten auf der Erde einfach davon altern.
[1:30:07] Mháire: Und KI unter anderem in Form von Ruinen, aber eben auch als die Systeme,
[1:30:11] Mháire: die ein Raumschiff oder eine Station leiten können, wie die ikonische Mother,
[1:30:15] Mháire: aber auch Apollo haben wir schon erwähnt, das Seek-SIM-System und Terraforming.
[1:30:19] Rahel: Dadurch, dass wir die Konzerne den Weltraum kolonisieren und Ressourcen zur
[1:30:23] Rahel: Erde zurück transportieren wollen, ergeben sich auch sehr klassische Berufe.
[1:30:27] Rahel: Also wir haben einmal ganz typische Blue-Collar-Berufe, also so Sachen wie Bergleute,
[1:30:33] Rahel: Landwirte. Wir haben Prospektoren.
[1:30:36] Rahel: Ellen Ripley ist am Anfang Space Truckerin, also die Nostromo ist ein Transportschiff,
[1:30:40] Rahel: ein Frachter, der eben dieses wertvolle Material zur Erde bringen soll.
[1:30:45] Rahel: Das macht eigentlich schon einen großen Anteil der Berufe aus.
[1:30:48] Rahel: Dann haben wir aber auch klassische White-Collar-Berufe, meistens mit einer
[1:30:52] Rahel: fragwürdigen Moral. Und was wir da am meisten sehen, in den Alien-Filmen zumindest,
[1:30:57] Rahel: sind Forschung und Entwicklung.
[1:30:59] Rahel: Also so Leute eben wie der Mensch, Bishop, der viel durch die Gegend reist,
[1:31:03] Rahel: dem wird es wahrscheinlich auch immer gut gehen.
[1:31:05] Rahel: Aber der ist in erster Linie da, um eben neue Projekte zu entwickeln,
[1:31:09] Rahel: Forschung voranzutreiben und so weiter.
[1:31:12] Rahel: Und dann haben wir so als drittes Standbein noch die militärischen Berufe.
[1:31:16] Rahel: Wir haben also sehr viele Colonial Marines und vor allem aber auch Söldner.
[1:31:21] Rahel: Aber egal, wo man sich da jetzt beruflich eingruppiert, was die alle teilen,
[1:31:25] Rahel: ist, sie sind grundsätzlich entbehrlich.
[1:31:28] Rahel: Weil Menschen gibt es genug, die können immer ersetzt werden.
[1:31:30] Mháire: Und das Leben ist auch generell nicht so toll. Also wir sehen zum Beispiel in
[1:31:33] Mháire: Alien Earth, dass es da unterschiedliche Abstufungen gibt. Wir sehen aber durchaus
[1:31:38] Mháire: auch zum Anfang von Aliens, dass es da definitiv Leute gibt,
[1:31:42] Mháire: die ein besseres Einkommen haben und ein besseres Leben.
[1:31:45] Mháire: Mit der Station, die wir sehen und mit Leuten im höheren Rang bei Weyland-Yutani.
[1:31:50] Mháire: Aber trotzdem, das, was wir wirklich aktiv erleben, ist größtenteils dreckig.
[1:31:54] Mháire: Es gibt wenig Ablenkungen, die man irgendwie beobachten könnte,
[1:31:58] Mháire: außer dass die Leute miteinander reden, was für ein absurdes Konzept.
[1:32:01] Mháire: Oder trinken oder rauchen, was großartig ist. Leute, die an Bord eines Raumschiffs
[1:32:06] Mháire: rauchen, sowas kann man nur in den 70ern machen.
[1:32:09] Rahel: Ja, das ist eine Frage, die ich mir immer wieder gestellt habe.
[1:32:12] Rahel: Warum lassen die Menschen das mit sich machen in Alien? Es gibt sehr wenig,
[1:32:15] Rahel: was von dem Alien ablenkt, aber scheinbar haben sie keine Wahl.
[1:32:19] Rahel: Das würde ja auch immer wieder suggeriert, der Mensch gehört dem Konzern.
[1:32:22] Rahel: Das heißt, dadurch, dass Alan Ripley beispielsweise dafür verantwortlich gemacht
[1:32:25] Rahel: wird, dass die Nostromo verschwindet, muss später dann ihr Nachfahre Alan Decker
[1:32:30] Rahel: die Schulden abbezahlen.
[1:32:31] Mháire: Ja, das ist die kallschnäuzige Kapitalismus-Variante, von der wir gar nicht
[1:32:36] Mháire: mehr so weit entfernt sind. Wir holen das immer mehr ein, finde ich.
[1:32:40] Rahel: Deswegen möchte ich kurz, aber subtil an dieser Stelle äußern,
[1:32:43] Rahel: aber Revolution ist manchmal eine Option.
[1:32:45] Mháire: Die UPP hat es versucht.
[1:32:46] Rahel: Das stimmt.
[1:32:47] Mháire: Also es gibt ja sogar tatsächlich die logische Reaktion darauf.
[1:32:50] Mháire: Gut, lass uns ein bisschen darüber reden, wie es überhaupt dazu kam,
[1:32:54] Mháire: dass sich dieses bemerkenswerte Universum aus einem einzelnen Film entwickelt hat.
[1:32:59] Mháire: Denn das ist nicht so geradlinig, jemand hatte eine tolle Idee und hat dann
[1:33:02] Mháire: die richtigen Leute gefunden und dann, bam, wurde es umgesetzt.
[1:33:05] Mháire: Nein, es hat so ein paar Schlaufen und ein paar bizarre Gestalten, die beteiligt sind.
[1:33:09] Mháire: Und im Kern des Ganzen steht Dan O'Bannon, der ein Autor ist.
[1:33:15] Rahel: Genau. Der ist nämlich irgendwann mit einem sogenannten Specscript vorstellig geworden.
[1:33:21] Rahel: Das heißt, Alien ist wirklich seine eigene Idee und kein Studioauftrag gewesen.
[1:33:26] Rahel: Also Specscript heißt Speculative Script. Ich spekuliere mal darauf,
[1:33:30] Rahel: dass ich dieses Drehbuch irgendwo an den Mann kriege oder die Frau.
[1:33:33] Mháire: Ursprünglich hieß das Starbeast.
[1:33:35] Rahel: Oh ja.
[1:33:36] Mháire: Was ein weniger guter Titel ist.
[1:33:37] Rahel: Passt allerdings auch zu der Ära, wo der Film gemacht wurde.
[1:33:41] Rahel: Also schaut man in die Credits, dann geht die Story von Alien auf Dan O'Bannon
[1:33:44] Rahel: und Ronald Schasse zurück. Für das Drehbuch war aber offiziell Dan O'Bannon
[1:33:49] Rahel: allein nicht zuständig. Das stimmt aber auch nicht so ganz.
[1:33:53] Rahel: Und 1975 sollte O'Ben eigentlich am Film Dune mitarbeiten von Alejandro Dodorowsky.
[1:34:01] Rahel: Das ist ja so ein sehr berühmtes, nie verwirklichtes Filmprojekt,
[1:34:05] Rahel: denn da waren allerhand berühmte Künstler dran beteiligt.
[1:34:09] Rahel: Also O'Ben lernte am Set von Dune einmal Chris Forsken, aber auch den Künstler,
[1:34:15] Rahel: also insbesondere kennt man ihn, glaube ich, aus der Comicwelt,
[1:34:18] Rahel: Jean Giraud, auch bekannt als Möbius und Hans Rüdiger.
[1:34:23] Rahel: Jetzt ist aber dieses Dune-Projekt schon im nächsten Jahr hinfällig.
[1:34:26] Rahel: Also Dune ist gescheitert und O'Ban hatte alle Pferde darauf gesetzt.
[1:34:29] Rahel: Das heißt, der kehrt zurück, ist verarmt und obdachlos.
[1:34:33] Rahel: Er kommt dann erst mal bei seinem Freund Ronald Shustard unter und zusammen
[1:34:36] Rahel: überarbeiten sie, um eben O'Ban irgendwie wieder auf die Füße zu kriegen,
[1:34:40] Rahel: ein altes Skript von ihm, zusammen mit so ein paar verworfenen Filmideen.
[1:34:44] Rahel: Und das wird dann eben dieses Spec-Skript Starbeast, was sie verschiedenen Studios anbieten.
[1:34:50] Rahel: Das ist also die erste Fassung von Alien. Es besteht aus mehreren eigenen Versatzstücken,
[1:34:54] Rahel: aber auch vor allem vielen, vielen fremden Inspirationen.
[1:34:56] Rahel: Also so Sachen wie das Ding aus einer anderen Welt und viele Science-Fiction-A,
[1:35:01] Rahel: aber auch vor allem B-Movies aus der Zeit stecken in diesem Skript.
[1:35:05] Rahel: Deswegen hat Owen auch irgendwann mal so schön gesagt, ich habe Alien von niemandem
[1:35:09] Rahel: gestohlen. Ich habe es von allen gestohlen.
[1:35:13] Mháire: Er hat insofern Erfolg, als dass dieses Backscript tatsächlich gekauft wird
[1:35:17] Mháire: von einer Tochterfirma von 20th Century Fox.
[1:35:21] Mháire: Die haben aber dann Änderungswünsche daran. Und das ist der Punkt,
[1:35:24] Mháire: wir hatten es ja schon gesagt, Ash war nicht von Anfang an Teil dieses Scripts.
[1:35:27] Mháire: Das heißt, dieser brillante doppelte Kniff mit dem zweiten Verräter,
[1:35:32] Mháire: nicht nur mit der Kreatur, sondern auch mit dem Mensch, der keiner ist,
[1:35:35] Mháire: das ist nicht ursprünglich O'Banons Idee.
[1:35:38] Mháire: Und dann hat dieses Studio dieses Script, das per se fertig ist,
[1:35:43] Mháire: aber aussieht, als würde es eine Menge kosten. Und Science-Fiction ist eigentlich
[1:35:47] Mháire: eher ein B-Movie-Genre.
[1:35:49] Mháire: Wie viel Geld will man also überhaupt drauf werfen?
[1:35:51] Mháire: Aber dann kommt Star Wars 1977 und macht so viel Geld, wie man noch nie gesehen hat.
[1:35:56] Mháire: Und auf einmal besinnen sie sich darauf im Moment, wir haben da doch in der
[1:36:00] Mháire: Schublade dieses Script liegen, das können wir doch umsetzen.
[1:36:03] Mháire: Und wen nehmen wir denn dafür? Und dann steht O'Bannon da und zeigt auf und
[1:36:06] Mháire: sagt, ich dachte, ich könnte das. Fox sieht das nicht so.
[1:36:10] Rahel: Nein. Sie shoppen dieses Skript erstmal an Haufen Regisseure,
[1:36:14] Rahel: unter anderem auf Steven Spielberg. Der war aber zeitlich verhindert.
[1:36:17] Rahel: Der hatte durchaus Interesse.
[1:36:19] Rahel: Und so ist dann letztlich Ridley Scott auf dem Regiestuhl gelandet.
[1:36:23] Rahel: Der war noch neu in der Branche, der hatte hauptsächlich Werbefilme bis dato
[1:36:28] Rahel: gemacht und einen Spielfilm, die Duelisten, der ist nie sonderlich bekannt geworden,
[1:36:32] Rahel: aber in Kritiken kam er sehr gut an.
[1:36:34] Rahel: Und das hat dann eben Brandywine bzw.
[1:36:37] Rahel: 20th Century Fox gereicht, dass sie sagen, ja, mach mal.
[1:36:40] Mháire: Genau, Brandywine ist der Name dieser Tochterfirma.
[1:36:42] Rahel: Genau.
[1:36:43] Mháire: Ridley Scott kommt da auch mit sehr klaren Vorstellungen rein,
[1:36:46] Mháire: wie das aussehen soll, weicht da auch durchaus stark von dem ab,
[1:36:49] Mháire: wie man sich Raumschiffe vorstellt.
[1:36:51] Mháire: Also Ridley Scott ist es zu verdanken, dass die Nostromo so schlecht beleuchtet,
[1:36:55] Mháire: so schmutzig, so windig verraucht und mit Räumen durchsetzt ist,
[1:36:59] Mháire: die wenig Sinn ergeben, wie einer in dem Ketten von der Decke hängen und das
[1:37:02] Mháire: Wasser regnet, ein großer Schacht oder so etwas.
[1:37:05] Mháire: Aber bei dem geht Vibe und Look eben davor, dass es in der Welt sinnig ist.
[1:37:10] Mháire: Aber dafür sieht dieser Film auch unglaublich gut aus und hat eine Welt,
[1:37:14] Mháire: von der man glaubt, dass man sie schmecken kann, durch den Bildschirm hindurch.
[1:37:17] Mháire: Und er bekommt von O'Bannon etwas gezeigt, wo er sagt, das ist unsere Kreatur.
[1:37:23] Mháire: Es gibt nämlich schon Entwürfe eigentlich für das Monster in Starbeast slash Alien.
[1:37:29] Mháire: Und die sehen, wenn man sie sich anschaut, ganz ehrlich, richtig doof aus.
[1:37:32] Mháire: Aber O'Bannon zeigt ein Bildband, das Necronomicon, eines der Necronomicons,
[1:37:38] Mháire: spezifisch ein namensgebendes Bild, davon von H.R. Giga Scott.
[1:37:43] Mháire: Und der sagt, das muss es sein.
[1:37:45] Mháire: O'Bannon ist natürlich davon durchaus begeistert, aber Fox nicht.
[1:37:48] Mháire: Denn Giga malt gerne auch Bilder mit Penissen. Der ist zu anzüglich und zu europäisch
[1:37:54] Mháire: und zu seltsam. Das heißt, sie müssen da wirklich lobbyieren und das durchsetzen
[1:37:58] Mháire: und mehr oder weniger sagen, dieser Typ kommt jetzt am Set und macht das oder
[1:38:00] Mháire: wir machen das nicht mehr, damit der Film zustande kommt.
[1:38:04] Mháire: Und ich glaube, wir sind uns da einig und nicht nur wir, sondern allgemein alle
[1:38:07] Mháire: Leute, die sich damit beschäftigt haben, dass ohne dieses Design der Film nicht funktioniert hätte.
[1:38:12] Rahel: Nein. Definitiv, das Design war der Schlüssel,
[1:38:15] Rahel: Und ist es ja bis heute, warum Alien sich von vielen, vielen anderen Science-Fiction-Filmen abhebt.
[1:38:20] Mháire: Und das heißt, hier kommen mehrere Sachen zusammen, nämlich die starke Bildsprache
[1:38:25] Mháire: von Ridley Scott, die teilweise durch durchgemachte Nächte,
[1:38:30] Mháire: Drogen und den allgemeinen Wahnsinn rings um das Dune-Projekt von Jodorowsky
[1:38:34] Mháire: befeuerte Drehbuch, das dann noch überarbeitet wurde, und die wunderbaren biomechanischen
[1:38:39] Mháire: Designs, die Giga mit einbringt, der auch wirklich ganz intensiv in diesem Projekt mitarbeitet.
[1:38:44] Mháire: Der hat sogar dann für Fortsetzungen noch weitere Entwürfe gemacht,
[1:38:47] Mháire: die gar nicht angenommen wurden. Also der war sehr investiert.
[1:38:50] Mháire: Und nur durch dieses Zusammenkommen davon und noch eben dann weiteren Dingen,
[1:38:55] Mháire: wie dem Casting, für das Scott auch sehr stark verantwortlich ist,
[1:38:59] Mháire: ist ein so guter Film entstanden. Das ist eines von diesen Phänomenen,
[1:39:02] Mháire: dass man Lightning in a Bottle nennt.
[1:39:04] Mháire: Man kann nicht damit rechnen, dass es funktioniert, aber auf wundersame Art
[1:39:06] Mháire: und Weise tut es das aber nur einmal. Und durch das Zusammenkommen genau die
[1:39:10] Mháire: richtigen Dinge, wie eben auch unserer Ellen Ripley.
[1:39:14] Rahel: Genau, denn das ist eine Entscheidung, die auch erst im Casting gefällt wurde.
[1:39:19] Rahel: O'Bannon's Script merkt eigentlich explizit an, dass jede Rolle im Film von
[1:39:24] Rahel: jedem Geschlecht gespielt werden könnte.
[1:39:26] Rahel: Aber wie das nun mal so ist und wie insbesondere Männer in der Filmbranche gerne
[1:39:30] Rahel: so sind, Ridley Scott hatte zuerst daran gedacht, Ripley natürlich dann männlich
[1:39:34] Rahel: zu besetzen, weil er ist ja der Protagonist vom Film.
[1:39:36] Rahel: Und erst so beim Casting ist ihm bewusst geworden, nein, die gleiche Rolle würde
[1:39:41] Rahel: auch mit einer Frau in der Hauptrolle funktionieren.
[1:39:44] Rahel: Also hat er Sigourney Weaver für ihren allerersten Film dazugerohlt.
[1:39:48] Rahel: Das heißt, das muss man sich auch mal wegstecken. Erstens, Alien hätte ein sehr
[1:39:52] Rahel: anderer Film werden können, nämlich mit einem männlichen Ripley.
[1:39:56] Rahel: Aber vor allem war Sigourney Weaver zu dem Zeitpunkt noch sehr,
[1:39:59] Rahel: sehr jung mit einem wirklich illustren Cast. Also fast alle Leute,
[1:40:03] Rahel: die an diesem Film mitgespielt haben, sind Absolventen der Juliet School.
[1:40:07] Rahel: Das sind ausgebildete, renommierte Schauspieler zu dem Zeitpunkt. Und Sigourney Weaver.
[1:40:12] Mháire: Ja, Juliet mit die exklusivste Schule für die Performing Arts in den USA,
[1:40:18] Mháire: wo jedes Jahr wirklich nur eine Handvoll Leute angenommen wird.
[1:40:21] Mháire: Damit kann man schon angeben.
[1:40:22] Mháire: Also ich meine, da ist auch ein Ian Holm dabei, der generell ein unglaublich
[1:40:27] Mháire: guter, klassisch ausgebildeter Schauspieler ist.
[1:40:29] Mháire: Nur in Anführungsstrichen, um den Androiden, den Verräter zu spielen,
[1:40:32] Mháire: aber das eben auf eine so unglaublich zurückhaltend, perfekt getimte,
[1:40:37] Mháire: charmante Art und Weise macht. Einfach ein brillanter Cast.
[1:40:40] Rahel: Dann noch so ein Funfact am Rande. Diese Doom-Zusammenarbeit,
[1:40:43] Rahel: wo ja ein Haufen Künstler aufeinander getroffen ist, hat sich nicht nur insofern
[1:40:47] Rahel: auf Alien ausgewirkt, als dass Giga mit ans Set geholt wurde für das Alien-Design.
[1:40:51] Rahel: Also Giga hat das Alien-Design, die Oberfläche von LV-426 und natürlich der
[1:40:56] Rahel: Juggernaut inklusive dem Space Jockey,
[1:40:59] Rahel: sondern Chris Voss, den ich eben auch schon erwähnt habe, hat zusammen mit Ron
[1:41:03] Rahel: Korb dann die Nostromo gestaltet und Möbius hat die Raumanzüge gestaltet.
[1:41:08] Rahel: Das heißt, fast alle diese Künstler, die bei Dune hätten mitwirken sollen,
[1:41:12] Rahel: sind dann in irgendeiner Weise, mal in größerer, mal in kleinerer Funktion,
[1:41:16] Rahel: zum Alien-Set weitergewandert.
[1:41:18] Mháire: Also, auch wenn der Film nichts geworden ist, er hat Leute zusammengebracht.
[1:41:22] Mháire: Alien kommt dann also raus und ist ein bemerkenswerter Film,
[1:41:25] Mháire: den man so noch nie gesehen hat und wird in den Kritiken zugegeben,
[1:41:30] Mháire: erstmal sehr durchmischt gehandhabt.
[1:41:33] Mháire: Einige Leute können sehen, was für einen Impact das haben wird,
[1:41:36] Mháire: aber andere sagen, naja, es ist halt ein Horrorfilm, nur dass es im Weltall spielt.
[1:41:40] Mháire: Was ja auch irgendwo stimmt, es sind die handwerklichen Qualitäten,
[1:41:43] Mháire: die es über dieses Konzept hinausheben. Wird aber finanziell ziemlich erfolgreich, das Ding.
[1:41:48] Rahel: Ja, das gibt allerdings Fox erstmal lange Zeit nicht zu. Daraus entsteht später noch ein Rechtsstreit.
[1:41:54] Rahel: Aber bevor wir dazu kommen, im Laufe der Zeit hat das Alien-Franchise viele,
[1:41:58] Rahel: viele berühmte Regisseure angezogen oder Regisseure berühmt gemacht.
[1:42:02] Rahel: Also wenn man sich mal anguckt, wer war schon alles irgendwie in einem Alien-Film
[1:42:06] Rahel: auf dem Regiestuhl, dann haben wir dann Namen wie James Cameron,
[1:42:09] Rahel: David Fincher, also es ist David Finchers erster Film, der hat dann später so
[1:42:12] Rahel: Filme wie Seven gemacht.
[1:42:14] Rahel: Wir haben mal ein Skript, was von Joss Whedon verfasst wurde.
[1:42:18] Rahel: Das sind heute alles Namen, ja, hat man schon mal gehört. Die haben aber teilweise
[1:42:23] Rahel: erst dank Alien überhaupt ihren Ruf aufbauen können.
[1:42:26] Rahel: Und seit 2019 liegen die Rechte von Alien dann bei Disney.
[1:42:29] Mháire: Das heißt, Alan replaced eine Disney-Prinzessin.
[1:42:32] Rahel: Ja, und die Alien-Königin auch.
[1:42:36] Rahel: Aber allein das zeigt ja schon immer, wenn Disney sich so eine Franchise oder
[1:42:40] Rahel: so eine IP kauft. Ja, da steckt offensichtlich Potenzial drin.
[1:42:44] Mháire: Auch wenn Fox das lange Zeit nicht behauptet hat, um der eigenen Tochter-Falmer
[1:42:48] Mháire: Brandywine eben nicht das Geld geben zu müssen dafür.
[1:42:52] Mháire: Die mussten das einklagen und dann im Rahmen der Klage wusste dann auch,
[1:42:56] Mháire: die Fortsetzungen finanziert werden. Also das hat das alles in die Länge gezogen,
[1:42:59] Mháire: dass es überhaupt dazu kam.
[1:43:01] Rahel: Das war aber damit auch die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Film eigentlich
[1:43:05] Rahel: die einzige Phase, wo es mal still wurde um Alien.
[1:43:08] Rahel: Weil eben Fox das Sequel blockieren konnte, dadurch, dass sie gesagt haben,
[1:43:11] Rahel: nee, nee, der Film, das war ein Verlustgeschäft.
[1:43:13] Rahel: Und erst als das dann aufgelöst war und das Alien-Sequel kam,
[1:43:16] Rahel: also sprich Aliens, ab da war irgendwo immer ein Alien-Film oder eben irgendwo
[1:43:22] Rahel: eine transmediale Story in Arbeit.
[1:43:25] Mháire: Es hätte auch zwischenzeitlich weit anders weitergehen sollen.
[1:43:28] Mháire: Es gab unterschiedliche Skripte für Alien 3, bis man sich dann für eins entschieden
[1:43:31] Mháire: hat. Da hat unter anderem William Gibson dafür geschrieben, der Vater des Cyberpunk.
[1:43:36] Mháire: Und dieses verworfene Skript ist aber inzwischen wieder aufgearbeitet worden
[1:43:39] Mháire: als Audiodrama zum Beispiel, als Roman.
[1:43:42] Mháire: Das heißt, teilweise ist aus diesem verlorenen Material dann wieder was geworden,
[1:43:46] Mháire: beziehungsweise Dinge, die in denen eingebracht wurden, in die Lore,
[1:43:49] Mháire: in den Hintergrund der Welt, die sind dann anderweitig wieder aufgetaucht,
[1:43:52] Mháire: wie Alien-Hybride und der Hintergrund der Xenomorphen.
[1:43:57] Mháire: Und Ridley Scott, der den ersten Film gemacht hat, ist ja durchaus länger dabei
[1:44:01] Mháire: geblieben, beziehungsweise er hat auch erstmal beobachtet, was machen andere
[1:44:03] Mháire: Leute damit, um dann mit Prometheus zurückzukommen.
[1:44:07] Mháire: Und jetzt ist es so, dass halt immer mal wieder jemand die Chance bekommt,
[1:44:11] Mháire: etwas mit Alien zu machen. Und dann schaut mal, wie gut es wird im Endeffekt.
[1:44:14] Mháire: Und da hatten wir zum letzten Romulus und eben Alien Earth, die beide,
[1:44:19] Mháire: glaube ich, ganz gut angekommen sind, zumindest bei mir.
[1:44:21] Mháire: Und was es natürlich auch gibt, sind Spiele. Dafür sind wir zwei aber gar nicht die Fachleute.
[1:44:27] Rahel: Nein, denn die Geschichte der Alien-Spiele fängt wirklich schon in den 80er Jahren an.
[1:44:32] Rahel: Da hat es sehr, sehr viele Lizenzspiele gegeben und irgendwann in der Zeit sind
[1:44:36] Rahel: die Spiele dann aber auch selbstständiger geworden, bis wir dann schließlich
[1:44:40] Rahel: sowas wie Alien Isolation haben, was eine ganz eigene Geschichte erzählt.
[1:44:44] Rahel: Und weil das viel zu viel war und viel zu groß, dass wir uns da einen wirklich
[1:44:48] Rahel: fundierten Überblick hätten verschaffen können.
[1:44:51] Rahel: Haben wir mit einem Experten gesprochen. Und zwar mit Felix Rigg,
[1:44:54] Rahel: der schon seit 2002 im Games-Journalismus ist. Der hat angefangen bei Giga Games,
[1:44:59] Rahel: war dann bei Gamesfeld und ist inzwischen bei der GameStar.
[1:45:03] Rahel: Und das Schöne ist, Felix ist selbst ein großer Alien-Fan, der sich auch mehrfach
[1:45:08] Rahel: schon mit der Geschichte der Alien-Games befasst hat. Hallo Felix!
[1:45:12] Felix: Hi, hallo, servus, grüß dich. Freut mich, dass ich hier dabei sein darf.
[1:45:15] Rahel: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Felix, du bist selbst großer Alien-Fan.
[1:45:21] Felix: Ja, ich muss sagen, das ist so mittlerweile meine Lieblingsfilmserie,
[1:45:25] Felix: also zumindest die ersten drei Filme, die finde ich alle durch die Bank fantastisch,
[1:45:29] Felix: ist bei mir noch irgendwie vor Star Wars oder Indiana Jones oder der Pate,
[1:45:33] Felix: ist wirklich die Alien-Trilogie, die ich einfach absolut feiere und bis zum
[1:45:38] Felix: Umfallen schon gesehen habe.
[1:45:39] Rahel: Du hast jetzt mit dem Begriff Alien-Trilogie ja schon ganz sneaky auch gleich
[1:45:44] Rahel: einen Spieletitel untergebracht, nämlich von dem Spiel Alien-Trilogie.
[1:45:48] Rahel: Damit hast du mir jetzt eine schöne Überleitung geschaffen, denn du interessierst
[1:45:52] Rahel: dich auch für die Alien-Spiele, also sowohl die neueren als auch die älteren, richtig?
[1:45:58] Felix: Ja, absolut. Ich mag halt dieses ganze Universum und was es da so gibt.
[1:46:02] Felix: Und wenn man mal alle Filme wie blöd durchgeschaut hat, dann schaut man natürlich
[1:46:05] Felix: weiter. Und Videospiele ist halt mein Beruf und Leidenschaft.
[1:46:08] Felix: Und natürlich schaue ich mir da auch die ganzen Alien-Spiele an.
[1:46:11] Rahel: Dann kannst du uns ja vielleicht auch so einen historischen Schnelldurchlauf geben.
[1:46:16] Rahel: Seit wann gibt es denn überhaupt Alien-Spiele? Und wie wurde in deinen Augen
[1:46:21] Rahel: über die Jahre hinweg mit dieser Lizenz umgegangen?
[1:46:23] Felix: Ja, das Ganze fing ganz rudimentär an im Jahr 1982. Da erschien nämlich ein
[1:46:27] Felix: Alien-Spiel für den Atari VCS oder Atari 2600.
[1:46:31] Felix: Und es war dann im Endeffekt eigentlich nur so ein Klon von Pac-Man und Frogger,
[1:46:35] Felix: wo es manche Level gab, die waren wie Pac-Man aufgebaut, man musste so Punkte
[1:46:38] Felix: einsammeln und musste für den Aliens weglaufen und dann Frogger,
[1:46:42] Felix: wo man über so eine Straße drüber gehen musste ...
[1:46:45] Felix: Das war noch so ganz rudimentär. Es wurde dann aber schon 1984 ein bisschen
[1:46:50] Felix: ausgeklügelter mit Alien für den C64, auch basierend auf dem Film.
[1:46:54] Felix: Das war so ein bisschen Strategie und Abenteuer, wo man auf dem Schiff der Nostromo
[1:46:59] Felix: unterwegs war. Und dann hatten auch die Crewmitglieder unterschiedliche Gemütszustände
[1:47:03] Felix: und konnten auch sterben und so.
[1:47:05] Felix: Das war ziemlich abgefahren. Und dann kam natürlich auch mit
[1:47:09] Felix: Aliens, also mit James Camerons Film, Spiele dann raus etwas später,
[1:47:12] Felix: die halt auch so ein bisschen actionlastiger waren von Aliens,
[1:47:15] Felix: da gab es dann auch mehrere Spiele, einmal eine US-Version, die
[1:47:18] Felix: ein bisschen actionlastiger war und dann gab es noch Aliens the Computer Game,
[1:47:23] Felix: das war so eine Art Action-Adventure aus der Ego-Perspektive,
[1:47:26] Felix: und so hat sich das dann immer weiterentwickelt, also diese Lizenz war immer
[1:47:30] Felix: irgendwie da, wurde dann auch in der Spielhalle verwurstet mit Aliens,
[1:47:34] Felix: das war so ein typisches Run-and-Gun-Spiel, wo man von links nach rechts gelaufen ist mit Ripley und Hicks
[1:47:39] Felix: und alles niedergeballert hat, etliche Aliens, da wurden auch neue Aliens eingeführt,
[1:47:43] Felix: die man noch gar nicht kannte.
[1:47:44] Felix: Alien 3 hat natürlich auch Versoftungen bekommen für Super Nintendo und Mega Drive.
[1:47:49] Felix: Und dann auf dem Atari Jaguar eines der wichtigsten Spiele, finde ich,
[1:47:53] Felix: Alien vs. Predator von Rebellion, das erste Alien vs. Predator,
[1:47:57] Felix: das richtig gut war auf dieser, ja, sehr exotischen weirden Konsole.
[1:48:02] Felix: Alien Resurrection im Jahr 2000 für die Playstation von Argonaut Games,
[1:48:07] Felix: das dann tatsächlich in dem Sinne Maßstäbe gesetzt hat, weil da die Twin-Stick-Steuerung,
[1:48:12] Felix: die man heute bei jedem Ego-Shooter auf Konsole hat, zum Standard gemacht hat.
[1:48:16] Felix: Wussten damals die Leute noch gar nicht so mit umzugehen.
[1:48:19] Felix: Aber wie gesagt, ich könnte jetzt hier noch ewig weiterreden,
[1:48:21] Felix: aber diese Lizenz, die wurde über die Jahre schon immer wieder ausgegraben,
[1:48:26] Felix: also sie war eigentlich immer präsent.
[1:48:28] Felix: Wenn man sich so anschaut, es waren nie viele Jahre dazwischen und es kam immer
[1:48:31] Felix: wieder ein neues Alien-Spiel, was ich natürlich schön fand, weil viele davon
[1:48:36] Felix: waren tatsächlich auch ganz gut, muss man auch sagen.
[1:48:39] Felix: Also ich finde schon, dass das eine Serie ist, wo man sagen muss,
[1:48:42] Felix: die Spiele, das hätte weitaus schlimmer werden können.
[1:48:47] Rahel: Ja, man hat es ja ganz gerne bei so Versoffungen, dass das dann häufig,
[1:48:51] Rahel: platt gesagt, Lizenzgurken sind.
[1:48:53] Rahel: Das heißt aber, in deinen Augen ist das bei den Alien-Spielen gar nicht mal unbedingt der Fall?
[1:48:58] Felix: Da gab es auch Spiele, die definitiv nicht gut waren.
[1:49:01] Felix: Ich meine, wir alle erinnern uns an das Jahr 2013 und als Gearbox
[1:49:05] Felix: Alien Colonial Marines rausgebracht hat, dass sie angeblich selber entwickelt
[1:49:10] Felix: haben und wenn man dann rausbekommen hat, da war noch ein anderer Entwickler
[1:49:13] Felix: im Hintergrund und sie haben das Geld eigentlich in eine andere Produktion gesteckt.
[1:49:16] Felix: Das war eine riesige Gurke einfach. Das wirkte alles sehr unfertig.
[1:49:20] Felix: Und natürlich gab es da auch schon ein paar Ausfälle. So ist das nicht.
[1:49:24] Felix: Aber du hast es ja gerade eben schon angesprochen, diese Lizenzgurken,
[1:49:27] Felix: die man in den 90ern hatte. Also wenn ich da an dieses Terminator 2-Spiel denke,
[1:49:32] Felix: dass ich auf meinem Sega 500 gespielt habe, was für ein Schrott das war.
[1:49:37] Felix: Und da muss ich sagen, ja, es gab schlechte Alien-Spiele, aber nie etwas,
[1:49:42] Felix: wo ich sagen muss, das ist ja miseratis. Also wie gesagt, Alien Colonial Marines
[1:49:46] Felix: ist da für mich so die große Ausnahme.
[1:49:49] Rahel: Würdest du denn sagen, dass die Alien-Spiele in irgendeiner Art und Weise auch
[1:49:53] Rahel: wirklich eine popkulturelle Breitenwirkung entfalten haben?
[1:49:57] Rahel: Oder sind das wirklich nur Spiele, die die Filme begleitet haben und deswegen
[1:50:01] Rahel: auch nur interessant waren für die Leute, die eben die Filme mochten?
[1:50:04] Felix: Ich glaube anfänglich schon, dass es halt für die Leute war,
[1:50:07] Felix: die die Filme mochten, weil ich meine, das Design von H.R. Giger und das Design
[1:50:12] Felix: von Ridley Scott und James Cameron, was man in den Filmen hatte,
[1:50:15] Felix: das ist schon sehr ikonisch und das wollte man natürlich dann auch in die Spiele rüberbringen.
[1:50:19] Felix: Und die haben sich dann natürlich auch immer an den Filmen orientiert und waren
[1:50:23] Felix: dann oftmals so Tie-ins zu den Filmen.
[1:50:25] Felix: Aber ich finde dann schon, dass auch relativ schnell eigener Kram gemacht wurde.
[1:50:29] Felix: Eben wie gesagt Alien vs. Predator.
[1:50:31] Felix: Mag sein, dass es da schon eine Comic-Version von vorher gab.
[1:50:34] Felix: Aber dann hat man eben auch versucht, so ein paar eigene Wege zu gehen.
[1:50:37] Felix: Und das fand ich schon sehr, sehr cool. Und das ist dann meines Erachtens komplett
[1:50:41] Felix: steil gegangen mit Alien Isolation.
[1:50:44] Felix: Was ja dann eine Geschichte erzählt, die super eigen war.
[1:50:47] Felix: Weil da geht es um die Tochter von Ripley. Und was sie für ein Abenteuer erlebt,
[1:50:50] Felix: während sie auf der Suche nach ihrer Mutter ist, wo ich schon der Meinung bin,
[1:50:54] Felix: die Filme sind natürlich die Basis von dem Ganzen, aber mittlerweile kann diese
[1:50:58] Felix: Lizenz sehr gut auf eigenen Beinen stehen.
[1:51:01] Rahel: Alien Isolation ist ein Spiel, das wir jetzt auch in der Hauptfolge immer wieder
[1:51:05] Rahel: erwähnt haben, weil es eben die Erzählung von Alien erweitert,
[1:51:09] Rahel: weil es eine Lücke in Ellen Ripleys Biografie auffüllt, dadurch,
[1:51:13] Rahel: dass wir jetzt was von ihrer Tochter erfahren wollen.
[1:51:15] Rahel: Und das ist ja generell was, was die Alien-Franchise inzwischen wirklich auszeichnet,
[1:51:20] Rahel: dass es nicht nur die Filme gibt, sondern die Filme oder deren Story wird ergänzt
[1:51:25] Rahel: durch die Spiele, durch Romane, durch Comics.
[1:51:28] Rahel: Ab wann sind denn in deinen Augen diese Alien-Versoftungen keine reinen Adaptionen
[1:51:34] Rahel: oder auch Kopien mehr, sondern gehen eben inhaltlich ihren eigenen Weg?
[1:51:38] Rahel: Ist das erst seit Alien Isolation der Fall?
[1:51:40] Felix: Nee, da würde ich schon sagen, das fing schon zum Beispiel bei Aliens Arcadern,
[1:51:44] Felix: das ich vorhin genannt habe aus dem Jahr 1990, was ein Run and Gun war,
[1:51:48] Felix: eigentlich vom Gameplay relativ simpel,
[1:51:50] Felix: sowas wie Super Pro-Botector oder Contra 3, wie es in den USA hieß.
[1:51:53] Felix: Und da wurden Aliens auf einmal eingeführt, die man so überhaupt nicht kannte,
[1:51:57] Felix: die man nie in den Filmen gesehen hat.
[1:51:59] Felix: In den Filmen ist es relativ simpel. Da gibt es dieses singuläre Alien aus Alien
[1:52:02] Felix: 1 und dann gibt es halt diese ganzen Drohnen in Aliens und die Königin.
[1:52:06] Felix: Und mit Alien 3 hat man noch versucht, hier dieses schnellere Alien einzuführen,
[1:52:10] Felix: das aus dem Hund oder aus den Ochsen kommt, je nachdem, welche Version man da geguckt hat.
[1:52:14] Felix: Und schon bei diesem Aliens Arcade war es halt so, dass da ganz abgefahrene
[1:52:18] Felix: Aliens dabei waren, die man nicht kannte.
[1:52:20] Felix: Und das fing dann auch popkulturell an. Das weiß ich nämlich noch,
[1:52:23] Felix: als ich dann mal in den USA war, konnte man auch Actionfiguren kaufen von Aliens,
[1:52:27] Felix: die in den Filmen überhaupt nicht aufgetreten sind. Und das war schon in den 90ern so.
[1:52:31] Felix: Und da würde ich sagen, da fing das Ganze dann an. Dann hat man noch weiter
[1:52:35] Felix: versucht, sich so ein bisschen zu entfernen mit Alien vs. Predator,
[1:52:38] Felix: da kam es ja dann auch dazu.
[1:52:40] Felix: Mit Alien Resurrection ging man wieder zurück zum vierten Teil.
[1:52:43] Felix: Also es ging aber so ein bisschen hin und her.
[1:52:45] Felix: Und dann hat man auch so was wie Alien Infestation auf Nintendo DS gehabt,
[1:52:48] Felix: was so ein Metroidvania war, was ja auch recht eigen war.
[1:52:51] Felix: Also das fing meines Erachtens schon relativ früh an, dass man da so versucht
[1:52:55] Felix: hat, eigene Sachen zu machen.
[1:52:56] Felix: Was ja auch so ein bisschen dem Gameplay geschuldet ist, wenn man bei einem
[1:53:00] Felix: Run-and-Gun-Spiel nur gegen zwei, drei unterschiedliche Gegner spielt,
[1:53:04] Felix: dann wird das halt irgendwie auch langweilig. Und da hat man sich halt da so
[1:53:06] Felix: ein paar Freiheiten genommen, was dann spielerisch halt auch sehr viel besser war, meines Erachtens.
[1:53:11] Rahel: Es ist natürlich auch einfach eine schöne Möglichkeit, um generell mehr Abwechslung
[1:53:15] Rahel: in die Spiele reinzubringen. Vor allem, wenn es eben schon so viele Spiele gibt,
[1:53:19] Rahel: die dieselbe Lizenz nutzen.
[1:53:21] Felix: Absolut.
[1:53:22] Rahel: Inwiefern hat in deinen Augen denn Alien Videospiele im Allgemeinen beeinflusst?
[1:53:27] Rahel: Weil für mich ist so eine steile These, dass das Alien-Franchise vielleicht
[1:53:31] Rahel: nicht die allergrößten Videospiele der Videospielgeschichte hervorgebracht hat,
[1:53:36] Rahel: wobei ich da mit Alien Isolation schon sagen würde, das ist schon ein sehr wichtiger Titel,
[1:53:41] Rahel: Aber dass Alien eben viele andere Videospiele beeinflusst hat.
[1:53:44] Felix: Ja, würde ich definitiv sagen. Also sowas wie in den Metroid zum Beispiel auf
[1:53:48] Felix: dem NES, das war ein Spiel, das beeinflusst wurde vom Alien-Film,
[1:53:53] Felix: weil da gibt es auch dieses biomechanische Design.
[1:53:56] Felix: Und wir haben Samus Aran als weibliche Protagonistin.
[1:54:00] Felix: Da sind ein paar Parallelen da.
[1:54:02] Felix: Dann eines der größten Videospiele aller Zeiten, Half-Life, also die Headcrabs.
[1:54:06] Felix: Das ist definitiv etwas, was natürlich sehr an die Facehugger erinnert.
[1:54:11] Felix: Also da kann man auch sagen, da sind Einflüsse da. Contra habe ich ja schon
[1:54:14] Felix: erwähnt, auch da sieht man Ähnlichkeiten.
[1:54:16] Felix: Die Dead Space Serie, da kann man natürlich auch sagen, das ist beeinflusst
[1:54:20] Felix: auch von das Ding aus einer anderen Welt, das stimmt auch mit diesem Body Horror,
[1:54:24] Felix: den man da sieht, aber dass man da auf diesem Raumschiff unterwegs ist und das
[1:54:27] Felix: ist auch alles so industriell düster gehalten.
[1:54:30] Felix: Ich finde, da gibt es viele, viele Spiele, wo man sehen kann,
[1:54:34] Felix: dass es beeinflusst würde.
[1:54:36] Felix: Ich weiß, viele Leute sagen auch hier, Echo the Dolphin wurde beeinflusst von
[1:54:39] Felix: Alien. Und ja, das kann ich nachvollziehen aufgrund der Alien-Rasse,
[1:54:42] Felix: die man da am Schluss so bekämpft. Da sieht man auch, dass eine gewisse Ähnlichkeit
[1:54:46] Felix: auf jeden Fall zum Alien-Monster da.
[1:54:48] Felix: Auch wenn ich das Spiel persönlich nicht so direkt heranziehen würde,
[1:54:51] Felix: weil ich finde es dann doch ein bisschen zu anders.
[1:54:53] Felix: Aber ich finde, man sieht sehr oft in Spielen Elemente, die ans Alien erinnern
[1:54:58] Felix: oder Spiele, die inspiriert wurden
[1:55:00] Felix: davon. Eines der ersten Survival-Horror-Spiele bei Project Firestart.
[1:55:04] Felix: Das ist auch von Alien inspiriert worden. Da gibt es sogar ein Raumschiff, das heißt Prometheus.
[1:55:09] Rahel: Sehr wegweisend, ja.
[1:55:10] Felix: Ja, also ich finde, man kann es schon erkennen. Man könnte auch sagen,
[1:55:14] Felix: bei der Halo-Serie, die Flood ist auch etwas, wo man sagen kann,
[1:55:18] Felix: das könnte auch etwas sein, was von Alien inspiriert wurde.
[1:55:21] Rahel: Das heißt, in deinen Augen sind das eigentlich mehrere Bausteine,
[1:55:24] Rahel: die sich in anderen Spielen verselbstständigt haben.
[1:55:27] Rahel: Einmal so, ich nenne es jetzt mal ästhetische Einflüsse, wie dann eben Echo
[1:55:30] Rahel: the Dolphin, was vielleicht im Großen und Ganzen gar nichts mit dem Alien-Feeling
[1:55:33] Rahel: zu tun hat, aber ästhetisch ist.
[1:55:35] Rahel: Aber dann wiederum sowas wie Project Firestart, wo wir dann in Richtung Survival
[1:55:39] Rahel: Horror gehen. Das würde ja heißen, dass Alien auch einfach etwas ist,
[1:55:42] Rahel: was sich sehr gut in, ich nenne es jetzt mal, Einzelteile aufsplitten lässt.
[1:55:47] Felix: Absolut. Es ist die Angst vor dem Fremden, die man eben hier sieht.
[1:55:51] Felix: Und das ästhetische Design, das ist halt so prägnant und furchteinflößend.
[1:55:55] Felix: Und dieser ganze Zyklus des Aliens, dass natürlich klar ist,
[1:55:59] Felix: dass sowas dann eventuell auch inspiriert, andere Entwickler sowas ähnliches
[1:56:02] Felix: in ihr Spiel einzubauen, dass man allein auf einem Raumschiff ist und gegen
[1:56:07] Felix: eine Bedrohung ankämpfen muss.
[1:56:09] Felix: Ich finde, da gibt es einfach viele Überschneidungspunkte. Es ist natürlich
[1:56:12] Felix: immer schwierig zu sagen, zu sagen, das ist definitiv von Alien inspiriert.
[1:56:16] Felix: Aber ich finde, man merkt das schon einfach, dass dieser Film in der popkulturellen
[1:56:20] Felix: Geschichte enorm wichtig war und natürlich über das Medium Film hinaus auch ausgestrahlt hat.
[1:56:26] Rahel: Was glaubst du, als Alien-Fan ist denn der Grund, dass dieses World-Feeling
[1:56:30] Rahel: von Alien derart einflussreich überhaupt werden konnte?
[1:56:34] Felix: Weil es normale Leute sind. Ich meine, bei Alien 1 wird immer gesagt,
[1:56:38] Felix: es sind Trucker in Space, also Truckerfahrer, die halt auf dem Weg sind,
[1:56:41] Felix: ihre Ladung abzuliefern.
[1:56:43] Felix: Und ich finde nach wie vor, dass diese Dialoge von Alien 1, wo sie da am Tisch
[1:56:48] Felix: sitzen und über dieses Alltägliche reden, sind mit die besten geschriebenen
[1:56:52] Felix: Dialoge in einem Film, die ich je gesehen habe.
[1:56:55] Felix: Weil ich finde, die wirken so normal und bodenständig und realistisch und eben
[1:56:59] Felix: nicht, als würde ich einen Film gucken, sondern ich beobachte eine Gruppe an
[1:57:03] Felix: normalen Menschen, die ihre Probleme haben und ihre Sorgen haben
[1:57:07] Felix: und das eben auf einem Raumschiff, was nicht Hochglanz-Bling-Bling ist,
[1:57:12] Felix: sondern einfach funktional gebaut ist.
[1:57:15] Felix: Ich finde, das ist einfach so ein ansprechender Gedanke, weil es macht es so greifbar.
[1:57:21] Felix: Es lässt das Ganze nicht wirken, wie Sci-Fi das komplett unrealistisch ist.
[1:57:26] Felix: Dieser retrofuturistische Charakter, der da damals eingebaut wurde oder der
[1:57:30] Felix: halt damals so das Konzept war, ohne das zu wissen, dass das so halt ist.
[1:57:34] Felix: Das macht es halt alles so greifbar. Es ist ein Universum, das schmutzig ist,
[1:57:39] Felix: und diesen realistischen Touch hat. Und das macht es halt so interessant,
[1:57:43] Felix: weil es könnte die Zukunft unserer Welt sein.
[1:57:46] Rahel: Dann lass uns doch zum Abschluss noch mal zu den Alien-Spielen zurückkommen,
[1:57:49] Rahel: weil du hast ein paar schöne Highlights hervorgehoben, wo Spiele entweder technische
[1:57:53] Rahel: Besonderheiten mit sich gebracht haben, wie eben die Twin-Stick-Steuerung oder
[1:57:57] Rahel: die du wegen ihrer Story und Atmosphäre hervorgehoben hast.
[1:58:00] Rahel: Was wären denn von dir für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer so die wichtigsten
[1:58:05] Rahel: Alien-Spiele, bei denen es sich auch heute noch lohnt, die zu spielen?
[1:58:09] Felix: Da würde ich sagen Alien vs. Predator. Nicht jeder wird diese Atari-Jagor-Version
[1:58:12] Felix: bekommen. Die ist auch ein bisschen sperrig, heutzutage zu spielen.
[1:58:15] Felix: Dann lieber den zweiten Teil, Alien vs. Predator 2, für einen PC zum Beispiel,
[1:58:19] Felix: ist sehr, sehr gut, weil du kannst auch als Alien spielen.
[1:58:22] Felix: Das ist einfach ein tolles Paket, das durchaus auch recht gruselig ist.
[1:58:25] Felix: Alien Resurrection, trotz der Twin-Stick-Steuerung, oder wo das halt so ein
[1:58:29] Felix: bisschen zum Standard wurde auf Konsolen, würde ich nicht so empfehlen.
[1:58:32] Felix: Das Spiel ist so was von knüppel, knüppel schwer.
[1:58:37] Felix: Das ist hart an der Grenze. finde ich.
[1:58:39] Felix: Was ich besonders liebe, ist Alien Isolation. Das ist für mich nicht nur das
[1:58:43] Felix: beste Alien-Spiel schlechthin, sondern wirklich eines der besten Videospiele grundsätzlich.
[1:58:48] Felix: Ich finde, das ist so unglaublich gut gemacht. Das hat für mich auch nochmal
[1:58:52] Felix: Filmumsetzung in Sachen Detailverliebtheit auf ein neues Level gehoben.
[1:58:57] Felix: Deswegen bin ich auch so gespannt, wie da der zweite Teil wird,
[1:58:59] Felix: weil ich kann mir schwer vorstellen, dass sie das nochmal wiederholen können,
[1:59:02] Felix: diesen Impact, den dieses Spiel auf mich hatte.
[1:59:05] Felix: Sowas wie Aliens Fireteam Elite geht auch. Das ist halt ein Left 4 Dead-ähnliches
[1:59:09] Felix: Spiel. Das kam 2021 raus.
[1:59:11] Felix: Das ist jetzt nicht Shakespeare, aber das macht Spaß.
[1:59:14] Felix: Bei den anderen Sachen, die halt älter sind, da muss man ein Faible für haben, für Oldschool-Sachen.
[1:59:20] Felix: Und ich finde das Alien-Spiel für den C64, wo man auf der Nostromo unterwegs
[1:59:24] Felix: ist, finde ich so abgefahren.
[1:59:26] Felix: Weil ich finde, es hat für damals schon ziemlich komplexe Spielmechaniken gehabt,
[1:59:30] Felix: die einfach super interessant waren und dieses Spiel auch zu etwas Eigenem gemacht haben.
[1:59:35] Rahel: Vielen Dank für die Empfehlung. Und ich muss sagen, bei Alien Isolation,
[1:59:39] Rahel: ich stimme dir zu und ich bin genauso gespannt, ob Isolation 2 wirklich noch
[1:59:44] Rahel: mal das toppen kann und vor allem auch Neues der Formel hinzufügen kann. Das bleibt spannend.
[1:59:49] Rahel: Felix, danke, dass du dir die Zeit genommen hast und dass du als unser Alien-Experte
[1:59:52] Rahel: hier die Folge bereichert hast.
[1:59:54] Felix: Ja, vielen, vielen Dank, dass ich dabei sein durfte.
[1:59:57] Mháire: Also, worum geht es am Ende bei Alien? Ist es ein Horrorfilm im Weltall?
[2:00:02] Mháire: Oder gibt es noch Themen, die darüber hinausgehen? Ich glaube,
[2:00:04] Mháire: das haben wir schon gesagt. Das ist kein großer Spoiler. Es hat eine überraschende Tiefe entwickelt.
[2:00:08] Rahel: Ja, es ist ein Horrorfilm im Weltall, aber der eben auch Dinge tut,
[2:00:12] Rahel: wie den Hyperkapitalismus kritisch zu beleuchten. Oder wie ich es immer gerne
[2:00:17] Rahel: nenne, warum Betriebsräte und Gewerkschaften eine gute Sache sind.
[2:00:21] Mháire: Jawohl. Und warum die bösen Corporations versuchen sie uns zu unterdrücken?
[2:00:25] Mháire: Das ist nicht neu. Science Fiction ist fast von seiner Geburtsstunde an relativ
[2:00:30] Mháire: schnell auch kapitalismuskritisch.
[2:00:33] Mháire: Unter anderem eben bei Harry Harrisons Vorlage für Soylent Green,
[2:00:37] Mháire: wo Menschen im wahrsten Sinne des Wortes gegessen werden, weil das günstiger ist.
[2:00:40] Mháire: Das Einzige, was Alien neu macht, ist, das alles rein ins Weltall zu verlegen
[2:00:46] Mháire: und als Hintergrund zu nehmen für eine Horrorgeschichte.
[2:00:48] Mháire: Also es hat auch hier nichts neu erfunden, sondern nur Dinge rekombiniert,
[2:00:52] Mháire: aber das sehr gut gemacht.
[2:00:54] Mháire: Und ein Thema, das hier sehr stark drin ist, aber ich glaube,
[2:00:56] Mháire: das ist fast aus Versehen geschehen, ist der Umgang mit Genderrollen und Mutterschaft
[2:01:01] Mháire: oder Elternschaft von Gebären.
[2:01:03] Mháire: Weil das Alien ist im Grunde der Horror, der Gebot, nur dass es jeden treffen
[2:01:09] Mháire: kann und gänzlich geschlechtsunabhängig ist.
[2:01:12] Mháire: Wir haben dadurch, dass das erste Screenplay genderneutral geschrieben wurde
[2:01:15] Mháire: und dann jemand sagte, Moment, das könnte auch eine Frau sein.
[2:01:17] Mháire: Starke und sehr fähige Frauenfiguren, weil sie ursprünglich nicht mit einer
[2:01:21] Mháire: Schauspielerin im Kopf geschrieben wurden.
[2:01:23] Mháire: Was mit Ellen Ripley zu einer absoluten und faszinierenden Identifikationsfigur
[2:01:28] Mháire: geführt hat, die weiblich ist, aber keine klischeehafte Weiblichkeit erfüllen
[2:01:32] Mháire: muss und gleichzeitig aber auch keine spezielle Härte zeigen muss.
[2:01:36] Mháire: Einfach ein einzigartiger Charakter.
[2:01:38] Rahel: Der bis heute noch in dieser Form eine Seltenheit ist.
[2:01:41] Mháire: Ja, und deswegen sage ich auch, nicht nur Betriebsräte sind gut,
[2:01:45] Mháire: sondern auch genderneutrale Drehbücher können wirklich zu tollen Ergebnissen führen.
[2:01:49] Rahel: Absolut. Vielleicht noch so ein drittes Kernthema, was ich hinzufügen würde,
[2:01:53] Rahel: ist immer dieser Kampf zwischen Technologie und Biologie.
[2:01:56] Rahel: Also wir haben einmal sowas wie die künstlichen Intelligenzen,
[2:01:59] Rahel: die Androiden auf der einen Seite, wir haben diese kalte, metallische Nostromo
[2:02:04] Rahel: und dann haben wir dieses super organische Alien mit seinem Schleim, was allen Leuten
[2:02:09] Rahel: überlegen ist und sie einfach auseinanderreißen kann, was eben sowas sehr Tierhaftes
[2:02:12] Rahel: hat, aber trotzdem noch intelligent bleibt auf der anderen Seite.
[2:02:16] Mháire: Beziehungsweise auch teilweise das ein bisschen verbindet mit den organischen, metallischen Teilen.
[2:02:20] Mháire: Damit sind wir am Ende angekommen. Und am Ende machen wir immer noch kurz eine
[2:02:24] Mháire: Empfehlung, was sind Dinge, mit denen man sich beschäftigen kann,
[2:02:27] Mháire: um in dieses Universum tiefer einzutauchen.
[2:02:29] Mháire: Und an der Stelle würde ich auf jeden Fall immer noch sagen,
[2:02:32] Mháire: den ersten Film schauen.
[2:02:33] Mháire: Das ist für mich immer noch der allerbeste Einstieg. Ich weiß nicht,
[2:02:36] Mháire: wie es für dich da aussieht.
[2:02:37] Rahel: Der erste Film ist auch generell einfach ein toller Film, wenn man mehr über
[2:02:41] Rahel: Film an sich erfahren will, weil man gut sehen kann, wie ist der gemacht worden. Vielen Dank.
[2:02:46] Rahel: Das heißt, er ist einfach auch schon wirklich ein Augenschmaus,
[2:02:48] Rahel: aber er ist eben auch schon wirklich die Grundlage für dieses Worldbuilding an sich.
[2:02:54] Rahel: Ich würde sagen, wenn man tiefer einsteigen möchte, und ich behaupte jetzt mal,
[2:02:57] Rahel: dass das für uns beide wahrscheinlich die Hauptinformationsquelle war,
[2:03:00] Rahel: dann ist das tatsächlich das Alien-Pen-Paper-Rollenspiel.
[2:03:03] Mháire: Ja, gibt es in der zweiten Edition, wird von Free League, Fria Legan,
[2:03:09] Mháire: einem schwedischen Verlag herausgebracht und ist ein sehr gutes Spiel.
[2:03:13] Mháire: Und darüber hinaus haben die die ganze Arbeit gemacht, schon sämtliche Quellen
[2:03:17] Mháire: durchzugehen und Informationen zusammenzutragen und zu einem großen Mythos zusammenzupuzzeln.
[2:03:21] Mháire: Also einfach ein sehr gutes Nachschlagewerk. Zu dem Regelwerk,
[2:03:24] Mháire: aber auch Zusatzbänden und Abenteuern haben wir bei OrkenspalterTV nicht nur Let's Plays,
[2:03:30] Mháire: sondern natürlich auch Rezensionen und ich rede auch gern mal darüber,
[2:03:34] Mháire: wie man solche Spiele, wie man Horror im Pen & Paper gut umsetzt.
[2:03:38] Mháire: Das heißt, wenn euch das interessiert oder ihr euch generell für Pen & Paper
[2:03:41] Mháire: interessiert, könnt ihr auch gerne
[2:03:42] Mháire: mal bei OrkenspalterTV auf YouTube vorbeischauen und ein Abo dalassen.
[2:03:46] Rahel: Und ansonsten würde ich grundsätzlich immer empfehlen, das Bonusmaterial auf
[2:03:50] Rahel: DVDs und Blu-rays. Weil da sind gute Making-ofs drauf, wo auch wieder viel Wissen
[2:03:54] Rahel: drin steckt. Und genau da werden auch so kleinere Details über irgendwelche
[2:03:58] Rahel: Hintergründe fast schon beiläufig erläutert.
[2:04:00] Mháire: Und es gibt Begleitbücher. Da kann man sich unter anderem auch so Sachen anschauen,
[2:04:05] Mháire: wie sah der ursprüngliche Alien-Entwurf und noch Starbeast oder so etwas aus.
[2:04:10] Mháire: Also Artbooks sind auch in diesem Fall eine sehr gute Quelle.
[2:04:13] Mháire: Und man kann sich auch Giga-Snecronomicon anschauen.
[2:04:16] Rahel: Wer jetzt ganz, ganz tief einsteigen möchte, kann natürlich zu Romanen und Comics
[2:04:22] Rahel: oder auch Hörbüchern greifen.
[2:04:24] Rahel: Vieles davon sind allerdings Auftragsarbeiten. Das heißt, die sind spannend
[2:04:27] Rahel: für das Worldbuilding, sind jetzt aber nicht unbedingt aus literarischer Sicht
[2:04:32] Rahel: die Kür. Um es mal so zu sagen.
[2:04:35] Mháire: Vielen, vielen Dank, Rahel. Es war mir eine große Freude, eines meiner Lieblings-Horror-
[2:04:40] Mháire: und Monsteruniversen mit dir zu besprechen.
[2:04:42] Mháire: Und ich freue mich auf weitere solche Gespräche.
[2:04:44] Rahel: Die Freude war ganz auf meiner Seite. Bis zum nächsten Mal.
[2:04:47] Mháire: Bis dann. Tschüss.
[2:04:48] Rahel: Tschüss.

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