# Darf Medizin alles, was sie kann, Alena Buyx?

An episode of [Nur eine Frage](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1839905254), 21 Oct 2026, 54 min.

Audio: https://mcdn.podbean.com/mf/web/53h5dba6mwwhni8p/n1f_Live_DarfMedizinAlles_final_1.mp3

In einer Liveaufnahme beim »Big Bang KI Festival« spricht die Medizinethikerin über KI in der Medizin, Longevity und Sterbehilfe. Im ZEIT-Podcast »Nur eine Frage« stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. Alena Michaela Buyx ist Ärztin und Philosophin und eine der bekanntesten Stimmen der deutschen Medizinethik. Sie ist Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der TU München. Von 2020 bis 2024 war Alena Buyx Vorsitzende des Deutschen Ethikrats – und damit eine der prominentesten wissenschaftlichen Stimmen während der Coronapandemie. Im März 2025 erschien ihr Buch Leben und Sterben, in dem sie sich den existenziellen medizinischen und ethischen Fragen widmet, die jeden Menschen im Laufe seines Lebens betreffen. Für die neue Folge von »Nur eine Frage« wollten wir von ihr wissen: Darf Medizin alles, was sie kann? Erstmals in der Geschichte des Videopodcasts fand die Aufnahme live vor Publikum statt: auf dem Big Bang KI Festival in Berlin 2026. Im Gespräch mit Jochen Wegner erklärt Alena Buyx, warum uns der medizinische Fortschritt vor große ethische Fragen stellt, vor deren Beantwortung wir uns nicht scheuen sollten. Für sie ist klar: Nein, Medizin darf nicht alles, was sie kann. Aber dahinter stecke die essenzielle Frage: Was ist verantwortliches Handeln? Am Beispiel von Hirnimplantaten zeigt sie, dass dieselbe Technologie, die gelähmten Menschen helfen könnte, eine Prothese mit ihren Gedanken zu steuern, theoretisch auch missbraucht werden könnte, um Menschen gegen ihren Willen zu beeinflussen. Gleichzeitig geht sie darauf ein, wie KI schon jetzt die Medizinforschung revolutioniert und dass ihre Arbeit als Medizinethikerin darin bestehe, »herauszufinden, welche von diesen tollen Möglichkeiten wir nutzen wollen und warum«. Sie spricht über Demis Hassabis’ KI-System AlphaFold, darüber, ob es jemals eine »Superpille« für ein verlängertes Leben geben wird – und ob wir sie überhaupt benötigen – und über Sterbehilfe. Sie erzählt von ihrem OpenClaw-KI-Agenten zu Longevity, erklärt, warum wir im Gesundheitswesen eigentlich »massiv umsteuern« müssten – weg von der reinen Reparaturmedizin, hin zu mehr Prävention – und wo die Potenziale für gesunde Langlebigkeit liegen. »Kein Mensch will die Art von Langlebigkeit, die wir im Moment haben: lange leben und davon 20 Jahre krank sein. Was wir lieber hätten, wäre: Wir leben bis 90 und sind 89,5 Jahre gesund.« Moderation: Jochen Wegner Redaktion: Sophie Hübner, Jens Lubbadeh, Tobias Oellig Videoproduktion: Lucie Liu, Iona Young, Nele Vogel Visuelle Produktion: Michael Pfister Kamera, Schnitt & Ton: ifbbw Visual Director: Malin Schulz Photo Director: Tina Ahrens Design: Adele Ogiermann, Jan Lichte Animation: Axel Rudolph Musik: Konrad Peschmann Logo: Lea Dohle

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