# Folge 36: Ein Vater, der Vergebung und Verzeihen vorleben und verwirklichen will

An episode of ["Wenn Eltern Feinde werden" – Ein Podcast über Eltern- Kind- Entfremdung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1836892223), 11 May 2026, 1 h 01 min.

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Als Burkhard Röttger, 61, er lebt in Lübeck, kurz vor Weihnachten 2004 nach Hause kommt, sind seine kleine Tochter und seine mit dem zweiten Kind schwangere Frau nicht mehr da. „Beide Kinder waren gewollt von uns, aber wir Erwachsenen sind schon sehr unterschiedlich gewesen.“ Zunächst konnte er die Erstgeborene regelmäßig sehen, aber spätestens als er erst drei Tage nach der Geburt der zweiten Tochter von deren Zur Welt kommen erfährt, ahnt er, dass die Mutter aus unerfindlichen Gründen ihm die Kinder vorenthalten will und wird. Er verliert zwar nie das Sorgerecht, aber zu den Töchtern hat er nun seit 15 Jahren keinerlei Kontakt mehr. Das sind inzwischen mehr als 5475 Tage. Im Podcast „Wenn Eltern Feinde werden“ streckt er jedoch seine Hände aus in Richtung von Mutter und Töchtern: Man solle die Vergangenheit sein lassen und sich mit den Kindern treffen - er hat inzwischen noch eine Tochter - um in eine gemeinsame familiäre Zukunft zu gehen. Unter dem Motto: „Vergeben und Verzeihen“. #Elternkindentfremdung #Kontaktabbruch #Väterrechte #Verzeihung #WennElternFeindeWerden #Familienschicksal #Versöhnung #Sorgerecht #Podcast #Hamburger Abendblatt #Wenn Eltern Feinde werden –Weitere Podcasts unter: www.abendblatt.de/podcast - Wir freuen uns auf Eure Bewertungen und Likes - Abonniert unseren Podcast, natürlich kostenlos - Feedback: moinhamburg@abendblatt.de

## Transcript

[0:01] Wenn Eltern Feinde werden. Ein Podcast über Eltern-Kind-Entfremdung.
[0:08] Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wir sind hier bei Ihnen heute mit dem Hamburger
[0:13] Abendblatt-Podcast Wenn Eltern Feinde werden.
[0:18] Zum Thema Eltern-Kind-Entfremdung und anderen verwandten Themen.
[0:21] Wir haben einen Gast aus Lübeck.
[0:26] Aus Lübeck, ganz genau, aus Lübeck. Und zwar Burkhard Röttger aus Lübeck.
[0:32] Tom kennt ihn auch schon ganz lange. Tom ist aber nicht da, sondern unser Co-Hust.
[0:35] Christoph ist heute wieder da. Und,
[0:41] Burkhard, arbeitest du in Bag der Heide, weil du als Bag der Heide geformt bist?
[0:44] Ich arbeite in Bag der Heide.
[0:46] Wie weit ist das von Haug entfernt? Das ist ein Stündchen. Noch nicht mal, 40 Minuten.
[0:53] Trotzdem sehr nett, dass du heute kommst, denn du hast uns erzählt,
[0:56] dass du eigentlich morgen in Urlaub fährst. Richtig.
[0:58] Und zwar nach Holland. Da schließt sich der Kreis wieder. Christoph ist ja auch ganz auf Holland.
[1:02] It's a small world. Erzähl uns doch bitte ganz kurz, Burkhard,
[1:05] erstmal zunächst, was du so beruflich machst, womit du deine Brötchen verdienst. Ja.
[1:09] Ja, also mein Name ist Burkhard Ratger. Ich werde in diesem Jahr noch 62 Jahre alt. Junger Schuhl.
[1:16] Und ja, ich arbeite tatsächlich, ich habe jetzt gerade mein 25-jähriges Filmjubiläum in der Firma.
[1:23] Und das ist, wir machen Getriebemotoren.
[1:26] Und da bin ich in der Custom Logistik koordiniert. Getriebemotoren für Autos,
[1:31] Flugzeuge, Industrie, Förderbänder für alles mit ihr Lebensindustrie und so weiter.
[1:36] Und dann exportiert ihr auch weltweit? Ja, wir sind tatsächlich.
[1:39] Das klingt nach deutschem guter Mittelstand. Absolut, über eine Milliarde Umsatz mittlerweile.
[1:44] Die Firma ist gerade ungefähr so alt wie ich. Wie heißt die Firma?
[1:47] Getrieben Born Nord. Getrieben Born Nord ist ja auch ein sehr klassischer Getrieben Born Nord.
[1:52] Und seid ihr auch so? Wie am liebsten, wie alle wir. Um Gottes Willen,
[1:56] die Wirtschaft, die Wirtschaft. Aber da war die Straße von Hornus, die gerade zu ist.
[1:59] Ein bisschen schon, weil wir natürlich auch China-Ware kriegen. Ne, ne.
[2:02] Wollte ich gerade sagen, ja. Ja, ist schon ein bisschen bemerkbar,
[2:04] aber wir sind da breit aufgestellt. und nein, eigentlich noch nicht.
[2:10] Getriebewerdende Braut, die fordert ja aus dem Lauf. Und wir sind grundsätzlich optimistisch.
[2:14] Das ist auch gut. Sehr schön. Ich kann das immer gut verstehen,
[2:17] es ist ja wirklich mit diesem idiotischen Krieg, sorry muss man aber sagen,
[2:21] der wirtschaftlich eben, außer für Herrn Trump und sein Öl überhaupt keinen
[2:25] Sinn macht, für niemanden auf der Welt, uns allen nur Geld kostet.
[2:28] Ich merke jetzt schon wieder an der Kasse, dass Lebensmittel teurer werden.
[2:31] Ist einfach so. Vor allem das Brieb.
[2:35] Ich mag es nicht, weil ich kein Auto mehr habe inzwischen, aber ich finde es
[2:37] eben einfach so völlig irre alles.
[2:41] Man braucht das ein bisschen nicht. Deswegen ist es schön, dass wir jemanden
[2:43] hier haben, der in einem erfolgreichen Unternehmen arbeitet,
[2:47] das vielleicht kritisch ist, aber eben nicht rumjammern, sondern die machen
[2:50] eben einfach, damit die Bände auch laufen. Finde ich sehr gut, Christoph.
[2:53] Das ist jetzt das Schöne, Burkhard. Das nicht so Schöne ist,
[2:56] dass du, wie lange hast du jetzt?
[2:58] Oh, meine Trennung ist ja schon Erzähl mal. Das ist schon Ende 2000.
[3:05] 2004. Okay. 2004, das sind mittlerweile also über 20 Jahre. Ja.
[3:11] Ich habe gerade tatsächlich, dieses Jahr hätte ich, wenn die Ehe gehalten hätte,
[3:15] Silberhautzeit. Okay, ja.
[3:17] Das war unglaublich. Wie waren denn die Umstände damals der Trennung?
[3:21] Also die Kinder gab es schon?
[3:23] Ja, naja, die Älteste war dreieinhalb und die war tatsächlich im fünften Monat
[3:28] schwanger. Unterwegs sozusagen.
[3:29] Da ist sie kurz vor Weihnachten mit den Kindern ausgezogen.
[3:33] Die kamen nach Hause und dann waren sie weg.
[3:35] Ja, ja. Das war schon, es hatte sich angebahnt, muss ich sagen,
[3:40] aber es war so unabgesprochen.
[3:43] Wie hat es sich, wie warnt sich sowas denn an? Ich meine, dass trotzdem nur
[3:46] eines saßen nach Hause kommt und dann ist es ein Teil der Verwirklichkeit da.
[3:48] Ich muss mal sagen, es fängt eigentlich an, als sie mit dem zweiten Kind schwanger wurde.
[3:53] Das kam so ein bisschen hoch, zweite Kind, ja.
[3:57] Und dass man sich darüber schon gar nicht mehr so richtig freuen konnte,
[4:00] sondern irgendwie die Reaktion, hm, eigentlich, wir sind doch gerade in Schwierigkeiten.
[4:06] War die in Schwierigkeiten? War es die schwierige Ehe? Genau, schwierige Ehe.
[4:13] Wir waren gerade so am Gucken, ob wir uns Eigentum anschaffen und haben uns
[4:18] so ein bisschen orientiert und da stand eventuell Umzug im Raum.
[4:23] Und da hätte ich theoretisch schon damals in meiner Heimatstadt,
[4:27] ich bin in Lübeck geboren, da hätten wir ein Haus kriegen können.
[4:30] Aber da wollte sie nicht hin.
[4:32] So, und da habe ich aber gesagt, ich mache das auf jeden Fall.
[4:35] Und damit ist sie wohl klar, ja. Okay.
[4:39] Ja, so hängt das eigentlich an. Und dann kamst du eines Abends oder eines Tages nach Hause?
[4:44] Ja, beziehungsweise, ja, sie ist erst mal zu einer Freundin hin.
[4:49] Sie hatte mir dann schon Bescheid gegeben, dass sie da zu einer Freundin ist,
[4:51] im gleichen Ort, die ich auch kannte. Welcher Ort war das? Bagteheide.
[4:56] Wie ist er in Bagteheide groß geworden? Alles klar. Also muss man sich immer
[4:58] vorstellen, ich habe all die Jahre praktisch nur Luftlinien über den Kilometer
[5:01] von ihnen weggewohnt. Ja.
[5:03] Bin aber dann immer links abgebogen nach Lübeck. Das ist ja ganz oft so leider.
[5:07] Das ist schon, es hätte so einfach sein können, sage ich mal. Einfach so dicht.
[5:12] Sag mal bitte ganz kurz, wie hat sich das entwickelt? Also die war weg und dann,
[5:16] wie ging das dann? Ja, die erste Zeit...
[5:21] Habe ich also, ja, die Große schon bekommen, aber auch nur, weiß ich gar nicht
[5:27] mehr so genau, ich habe darüber Buch geführt, aber das habe ich mir jetzt nicht
[5:31] mal angeguckt, das war extrem wenig.
[5:33] So am Wochenende, alle 14 Tage, die Übernachtung war ein Riesenproblem.
[5:38] Das ging nur, ich musste ihr zusichern, dass sie nicht bei mir alleine wohnt,
[5:42] sondern ich musste im Haus bei meiner Mutter.
[5:45] Meine Mutter musste irgendwie so. Also ja, das war von Anfang an sehr merkwürdig,
[5:50] dass sie irgendwie Sorge hatte, warum auch immer.
[5:53] Na, ich hatte eine kleine Wohnung, zwei Zimmerwohnungen, da sollte ich aber
[5:56] nicht sein, sondern ich bin da auf dem Bauernhof groß geworden mit noch acht Geschwistern.
[6:02] Ja, also die Kinder haben 20 Cousinen und Cousins und 16 Tanten und Onkel,
[6:07] also ein Großvonnier. Mehr schlecht.
[6:09] Alle weg, alle für die Kinder weggebrochen.
[6:12] Ja, also und dann, ja, das waren ja dann noch ungefähr vier Monate bis.
[6:17] Fährt einen kleinen Schritt zurück. Also du kommst nach Hause.
[6:22] Deine Frau ist mit der Tochter, der kleinen Tochter, ist sie für einen Monat
[6:29] schwanger, ausgezogen, beziehungsweise erst auf seiner Freundin gezogen. Genau, genau.
[6:32] Das heißt, du warst erstmal sehr verletzt.
[6:35] Ja, das war natürlich schon ein gewisser Schock für einen, weil sie auch erstmal
[6:38] nicht reden wollte, hat sich also total nah.
[6:42] Die zurückgezogen. Ja, die konnte nur mit einer Freundin reden.
[6:45] Ja, und wie habt ihr euch denn überhaupt dann geeinigt, sozusagen,
[6:50] dass, also, wie oft sehe ich die Tochter, wurde gleich ein Anwalt eingeschrieben?
[6:55] Nee, das war, wie gesagt, ich habe die große bekommen, aber wie gesagt,
[7:00] ganz wenig und das war so extrem anstrengend, weil wenn ich fünf Minuten zu
[7:08] spät kam, dann gab es schon Stress.
[7:11] Es war so richtig, wie soll man sagen, so misstrauisch, quasi irgendwie von Anfang an.
[7:19] Das waren ja dann noch diese vier Monate, ja irgendwie, da hatte ich das Kind.
[7:24] Mit der Hand musst du ein bisschen wehren, aber kannst du gar nicht so machen, weil man hört das.
[7:30] Die sind irgendwie wie im Fluge vergangen, dann kam halt die Geburt.
[7:33] Und da begann eigentlich die Haumverletzung, weil da wurde ich nicht informiert,
[7:38] geschweige denn, dass ich dabei sein durfte.
[7:40] Nicht mehr, drei Tage später erst.
[7:44] Und dann bin ich... Ihr wart verheiratet? Ja. Okay, nur zu Inhause.
[7:47] Na ja, als ich dann informiert wurde, bin ich dann mit meiner Tochter da hingefahren.
[7:56] Klar, wollte ich ja sehen und das war auch sehr angespannt,
[8:02] aber da habe ich dann vielleicht einen Satz gesagt, da erinnere ich mich noch
[8:07] dran, das war so, weil ich durfte
[8:08] nur ganz kurz das Kind angucken und dann sollte ich wieder gehen. Mhm.
[8:15] Ja, da war ich schon auch verletzt und habe da vielleicht auch irgendwas gesagt,
[8:22] was sie dann so im Hinterkopf gehabt hat, oh je, der will mir jetzt mein Kind wegnehmen.
[8:27] Das hatte ich von Anfang an das Gefühl, dass das so ihre Angst war.
[8:34] Und dann bin ich nach Hause gefahren und nicht direkt, ich habe noch jemanden
[8:44] besucht und dann hat sie wohl die Tante,
[8:49] oder nicht die Tante, die Freundin angerufen,
[8:52] wenn ich das noch richtig erinnere, hat er die Tochter zurückgebracht.
[8:58] Wir hatten ja nicht so genau auf eine halbe Stunde das vereinbart und dann hatte
[9:04] sie wohl gleich das Jugendamt angerufen auf dem Motto, wo ist er jetzt mit meinem Kind,
[9:10] naja, ich habe sie natürlich hingebracht aber ich war dann so auf eine halbe
[9:15] Stunde genau ich hatte da ihren Bruder besucht, der ja auch zwei Kinder hat und ja,
[9:23] So war das vorhin anbegangen, so misstrauisch, muss man ganz ehrlich sagen.
[9:27] Und ihr kamt offensichtlich auch nicht mehr ins Gespräch? Genau.
[9:31] Das ist ein Gespräch, was möglicherweise kontrovers ist, aber trotzdem,
[9:34] wo man am Ende des Tages eine Lösung hat für alle.
[9:37] Ganz genau, das Gespräch ist tatsächlich, vielleicht auch, wenn ich dann so
[9:43] richtig reflektiere, war ich schon sehr, sehr aufgewühlt damals und da konnte
[9:47] ich vielleicht auch nicht so auf sie eingehen, muss man aber auch sagen.
[9:50] Oder hat irgendwann mal gesagt, ja, mit dir kann man ja nicht mehr reden und
[9:53] hat dann wirklich die Kommunikation eingestellt, mehr oder weniger.
[9:59] Und ja, dann habe ich die ersten paar Monate auch mein zweites Kind nicht sehen
[10:05] dürfen. Das ist auch eine Tochter oder so? Tochter. Tochter.
[10:08] Und das war natürlich auch echt eine harte Zeit. Ja, glaube ich.
[10:12] Dann ging es, wenn ich das so erzählen darf, das war dann, habe ich irgendwann
[10:16] mal gesagt, ich möchte sie gerne sehen.
[10:20] Ich habe dann aber, ja, weil ich sie ja nicht richtig erreichen konnte,
[10:24] sie wollte auch nicht sprechen, bin ich hingefahren zu dieser Freundin.
[10:27] Und dann war sie ausgerechnet den Tag nicht da, da war jemand anders da,
[10:31] jemand fremdes, die Tür aufgemacht und dann wollten sie mich nicht reinlassen.
[10:34] Und dann habe ich gesagt, ich möchte jetzt bitte rein. Habe mich so ein bisschen
[10:37] reingedrängt in das Haus.
[10:39] Und habe mich hingesetzt und gesagt, ich möchte mal geben sehen.
[10:43] Was ist passiert? Natürlich haben sie die Polizei gerufen.
[10:47] Und dann ging das Träumer los mit Gewaltschutz und so weiter.
[10:52] Ja, wahrscheinlich war das dann auch das, was mir nachher so ein bisschen das
[10:56] ganze Leben schwer gemacht hat, beim Jugendamt und sonst was.
[10:59] Wie ist es denn dann, also ich nehme an, Heute lebt sie nicht mehr mehr davor
[11:03] und sie hat eine eigene Ruhe. Hat sie einen neuen Partner auch?
[11:05] Ja, den hatte sie dann noch...
[11:09] Wollen wir mal sagen, so nach vier Jahren ungefähr. Die ersten vier Jahre habe
[11:13] ich nachher, also nach einem halben Jahr ungefähr, habe ich das erste Mal meine Tochter gesehen.
[11:18] Und dann habe ich sie so, die Kleine.
[11:20] Ja, die Kleine, weil ich dann so ein Umgangsverfahren angestrengt habe.
[11:25] Hatte ich sie dann so alle 14 Tage, so samstags und sonntags,
[11:30] musste sie aber abends am Samstag wieder zurückbringen und am Sonntag noch mal wieder abholen.
[11:33] Und die war nach Beig der Heide. Stunden, also ein paar Stunden.
[11:38] Ja, und das war immer Stress, weil man auf fünf Minuten extrem pünktlich und
[11:42] das Kind war einfach so glücklich und hat gesagt, Papa, können wir noch ein bisschen bleiben?
[11:46] Habe ich sie einmal angerufen, können wir eine halbe Stunde später kommen? Oh nein.
[11:51] Ja, naja. Das war einmal an meinem Geburtstag, genau.
[11:55] Ja, und die Große, die kam,
[12:00] das waren dann auch ungefähr nur drei Jahre, noch nicht mal,
[12:04] noch nicht mal, dieses Jahr war dreieinhalb, viereinhalb, fünfmal knapp,
[12:08] also knapp zwei Jahre kam die, habe ich die gesehen und dann hat die,
[12:13] als sie eigentlich zur Schule kam, mit sechs Jahren so ungefähr, da hat die dann, ähm.
[12:20] Wie war das? Ja, das ist schon so lange her, muss ich wirklich zurückgucken.
[12:25] Nein, im Gerichtsverfahren haben die dann beschlossen, ein Jahr Umgangsausschluss. Ein ganzes Jahr.
[12:33] Eine fechere Begründung? Ja, das Kind müsste zur Ruhe kommen.
[12:36] Das ist so das Herbliche. Das war damals, glaube ich, noch populärer als die Jahre.
[12:41] Ich glaube, damals war das so das Mittel der Wahl. Ja, das ist ja wohl.
[12:44] Das Kind muss zur Ruhe kommen. Ein Jahr und dann ist der Kontakt. Ja, so ist es. Ja, genau.
[12:50] Und selbst nach dem einen Jahr, das hat noch nicht gereicht.
[12:53] Sie wollte da wirklich immer noch zu mir eigentlich und mit dem anderen zusammen.
[13:01] Und dann hat man… Die Kleine kam in der Zeit. Die Kleine kam.
[13:05] Die war sogar noch unbekümmert da und die anderen fing da, das ist ja so typisch,
[13:09] dieses Alter so mit fünf, sechs, da fängt das an mit diesem Loyalitätskonflikt.
[13:14] Und ja, dann hat man dann nochmal ein Jahr dran gehängt und gesagt,
[13:18] das hat kein Zweck, die Große brauche ich nicht mehr kommen.
[13:21] Aber die Kleine kam wirklich bis.
[13:25] Ungefähr viereinhalb. Und dann,
[13:30] Ich hatte, da war ein Umgangspfleger drin, der wollte eigentlich mehr Umgang.
[13:35] Der hat sich bemüht, hat gemerkt, hey, das funktioniert doch super.
[13:38] Und den hatte sie dann aber über ihren Anwalt rausgekickt. Der hat gesagt,
[13:41] der hat mich bedrängt oder irgendwas zu viel.
[13:44] Den will ich nicht mehr haben. Die Richterin zugestimmt und dann musste der
[13:47] gehen. Der war eigentlich auch ganz optimistisch, hat mir viel Mut gemacht, das wird schon.
[13:54] Und dann kam jemand anders und die war so ganz, auf Seiten der Mutter muss man
[13:59] sagen, Da hatte ich mal dann recherchiert, die waren so am Verein für Gewalt gegen Mütter.
[14:05] Die hat also sehr viele Väter erlebt, die wirklich gewalttätig waren. Das war ich ja nie.
[14:09] Aber ich wurde so behandelt. Die ist dann auch teilweise mitgekommen und hat
[14:17] dann geguckt, wie spiele ich mit den Kindern und so weiter. Ganz komisch.
[14:24] Und immer wieder hieß es dann auch, es ist ja so schwierig.
[14:28] Und dann hat auch die Kleine ein Jahr Umgangsausschuss bekommen vom Amtsgericht.
[14:34] Okay. Das werde ich nie vergessen. Und dann habe ich um das Oberlebensgericht geklagt.
[14:40] Und diese ganze Klage, Gesamtgutachten hat genau das Jahr gedauert. Ein Jahr.
[14:45] Ein wahnsinnig aufwendiges Gutachten. Ja. Mit einer Professorin aus Kiel.
[14:50] 16.000 Euro gekostet. Ich wollte gerade sagen, 20. Kostet auch viel.
[14:55] Die Hälfte durfte ich davon dann noch Jahre später bezahlen,
[14:58] halbwegs lang gegen Wert. Unfassbar.
[15:00] Ich sehe noch heute mich da im Oberlandesgerät sitzen. Wir beide wollten das
[15:03] Gutachten gar nicht. Ich hätte mein Ex-Rod gesagt, bitte kein Gutachten, ich auch nicht.
[15:06] Ja, wenn Sie das nicht wollen, müssen Sie jetzt Ihren Antrag zurücknehmen.
[15:10] Ja, heute, sage ich mal, hätte ich das gemacht, aber dann hätte ich meine Tochter
[15:14] auch nicht mehr gesehen.
[15:15] Ich hatte so, und das geht ja vielen Vätern so, du wirst ja zu diesem Kampf
[15:20] ein Stück weit gezwungen.
[15:23] Du willst ja für dein Kind da sein, du glaubst ja, du bist wichtig und gut.
[15:27] Das wird ja auch allen Vätern gesagt, bringt euch mehr ein.
[15:31] Wie ist denn der Stand der Dinge heute? Ich habe jetzt wirklich,
[15:36] also es sind ja jetzt über 15 Jahre, kein Kontakt.
[15:40] Zwei Sachen, das kann ich gleich erzählen. Zu Corona-Zeit, wenn ich einmal in
[15:44] Bagda Heide dachte, wo habe ich dann zufällig erfahren, ich habe ja viele Arbeitskollegen,
[15:48] die in Bagda Heide wohnen.
[15:49] Also manche Arbeitskollegen haben einen Ex-Raum mit den Kindern manchmal gesehen
[15:52] und auch sogar ein Arbeitskollege, seine Frau hatte persönlichen Kontakt zu
[15:57] meiner Frau, aber die können dann auch nicht wirklich helfen,
[16:01] das ist so, das geht nicht.
[16:02] Und auch die Freundin, das ist ja die Patentante von meiner zweiten Tochter,
[16:07] die ist mittlerweile, hat auch keinen Kontakt mehr.
[16:10] Die Jahre lang geholfen und plötzlich, vielleicht hat sie irgendwann mal was
[16:12] gesagt, ja nun wird es ja langsam mal Zeit, dass die Kinder doch mal,
[16:15] keine Ahnung, die haben nicht Kontakt abgebrochen auf die Tochter.
[16:21] Das ist schon sehr, sehr schreckend. Jetzt seit Jahren, 15 Jahren, 15 Jahre.
[16:29] Ich habe dann ja nach zehn Jahren ungefähr, habe ich tatsächlich kurz nach meinem
[16:33] 50., zwei Tage nach meinem 50. Geburtstag, habe ich meine heutige Frau kennengelernt.
[16:38] Und dann habe ich dann nochmal geheiratet und ich habe dann nochmal eine Tochter
[16:40] bekommen, die ist jetzt neuneinhalb. Ja, das ist natürlich mein Sonnenschein
[16:43] und das ist mein Glück letztendlich, dass mich irgendwie am Leben hält, muss man sagen.
[16:49] Das ist schon emotional extrem herausfordernd.
[16:51] Und nach wie vor auch jetzt für meine Frau, das lässt einen nicht los.
[16:57] Das lässt einen nicht los, wenn du Kinder lieb hast und du vermisst die.
[17:01] Was jetzt, seitdem sie erwachsen sind, als sie 18 wurden, das hat mich so ein
[17:04] bisschen, sag ich mal, ich habe ja im Arzneimittelrecht gehabt.
[17:07] Das hat sie nicht, also ich durfte zur Schule, ich habe auch an den,
[17:10] das war das Einzige, zur Schule mit der Lehrerin geredet, die Zeugnisse bekommen.
[17:15] Ich sollte eigentlich auch immer alle drei Monate so einen Bericht bekommen
[17:17] über die Kinder, wie es ihnen geht und was sie so machen.
[17:20] Das war sogar gerichtlich festgelegt. Das hat sie irgendwie nach einem halben
[17:23] Jahr irgendwann eingestellt. Stand eh nicht ordentlich viel drin.
[17:27] Ich hätte jedes Mal über ihren Anwalt das antragen müssen, das habe ich dann
[17:29] gelassen. Und direkten Kontakt auch in WhatsApp oder blockiert?
[17:35] Genau, bei Social Media habe ich natürlich versucht. Ich bin da überall dabei,
[17:39] aus dem Grund, weil ich dachte, da finden eben meine Kinder.
[17:41] Ich habe natürlich Briefe geschrieben.
[17:43] Nein, da kam nie ein persönlicher Brief von den Kindern.
[17:47] Das ist jetzt erst seitdem sie studieren wegen BAföG-Antrag.
[17:50] Da werde ich dann angeschrieben, ganz neutral, ohne Ansprache.
[17:54] Und das ist jetzt so ein kleines Highland, wollte ich erzählen.
[17:57] Studieren Sie beide jetzt? Ja, beide. Die zweite wahrscheinlich sogar in Lübeck.
[18:00] Aber ich weiß es nicht genau.
[18:01] Das habe ich nur, interessanterweise, einen Freund von mir, dessen Tochter hat
[18:05] mit ihr zusammen Abitur gemacht.
[18:07] Und über den habe ich das... Ihr habt zufällig erfahren. Ja, ja, ja, aber...
[18:11] Was schreibst du noch? Kriegen die noch was? Kriegen die noch Hilfe in den?
[18:15] Wir legen ja zu Weihnachten und zum Geburtstag.
[18:18] Und die Kontonummern habe ich von beiden. Dann kann ich zu Weihnachten eine
[18:22] Kleinigkeit überweisen und schreibe dann noch einen kleinen netten Satz in den Betreff rein.
[18:29] Und ich habe jetzt seit letztem Herbst tatsächlich die private E-Mail-Adresse von meiner Großen.
[18:34] Das war für mich so ein Highlight. Wie hast du die bekommen?
[18:37] Sie hat mich angeschrieben, weil sie BAföG-Unterlagen brauchte.
[18:39] Sonst hatte sie mich immer per Post angeschrieben. Und dann hatte ich aber irgendwann
[18:43] mal per Post zurückgeschrieben, schreib doch beim nächsten Mal eine E-Mail,
[18:46] da kann ich dir sofort, kann ich dir am gleichen Tag die Unterlagen zurückchecken.
[18:49] Jetzt scanne ich die eine und das ist viel einfacher.
[18:53] Die dürfte jetzt eigentlich bald fertig sein mit dem Studium.
[18:56] Hast du Hoffnung, dass sich da was verändert? Irgendwie dieses Jahr.
[19:00] Ich bin sehr optimistisch.
[19:03] Ja, irgendwie ja. Ich weiß nicht, ob das diese 25 Jahre sind.
[19:06] Es sind auch die Zahlen 26 und 06.
[19:11] Überhaupt 26. 26.
[19:15] Mai hatten wir damals geheiratet. Am 26. ist meine erste Tochter geboren und
[19:19] am 6. meine zweite. Ah, okay.
[19:22] Und jetzt stellt euch mal vor, ich habe ja noch wieder mal geheiratet und meine
[19:25] Frau hat eine Tochter mit reingebracht, eine große.
[19:28] Die hat am 26. Juni Geburtstag. Ist der Wesen? Ja. Aha.
[19:33] Das ist schon ein bisschen angeschaut, oder? Ja.
[19:37] Und weißt du, ob die beiden, deine Töchter, noch bei der Mutter leben? Nein.
[19:42] Naja, ich habe die Adresse von der Großen studiert in Flensburg.
[19:47] Die habe ich dann rausgefunden. Ich habe einen ganz normalen Antrag.
[19:49] Kann man ja so als Vater, wie nennt man das? Versuchantrag.
[19:53] Genau, ganz genau. Habe ich die Adresse bekommen. Muss ich natürlich ein bisschen das bezahlen. Ja.
[19:57] Und dann habe ich die bekommen. Und letztendlich auch über den BAföG-Antrag.
[20:03] Normalerweise, naja, den kriege ich natürlich nicht zugeschickt.
[20:06] Eigentlich steht dann auch irgendwo drin in der Adresse.
[20:09] Bei der zweiten, da habe ich jetzt die Unterlagen, die hatte sie schriftlich
[20:12] angefordert. Dann habe ich die auch schriftlich zurückgeschickt.
[20:14] Da war noch die Adresse der Mutter, ja.
[20:16] Aber ich weiß ja nicht, wird ja nicht immer von Lübeck nach Bad Geheide pendeln. Das glaube ich nicht.
[20:22] Aber ich weiß nicht, wo sie wohnt. Das habe ich noch nicht. Hattest du mal den
[20:25] Drang? dich da irgendwie, keine Ahnung, Auto mit Sonnenbräder.
[20:29] Nee, das nicht, aber Folgendes, es ist ja so, wie gesagt, ich habe...
[20:33] Na gut, hat er einmal schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ja, ja.
[20:35] Ja, aber das, naja, Eindring, Tür aufhalten. Nein, sowas nicht.
[20:40] Aber ich habe zwei Sachen erlebt, das war einmal, wie gesagt,
[20:42] bei der Großen, wollte ich vorhin erzählen, die haben ja also meine Ex-Frau
[20:46] so einen kleinen Laden, Verkaufsladen, Wackteide und das war,
[20:49] ja, und zu Corona-Zeit bin ich da einmal vorbeigegangen und da habe ich aber
[20:53] da meine Tochter stehen sehend.
[20:55] Und dann bin ich kurz reingegangen, habe gesagt hallo und ich war kaum drin.
[21:01] Naja, ich konnte nicht viel sagen. Ich habe nur gesagt, ich habe dich sehr lieb
[21:04] und vermisst dich oder so.
[21:05] Wie gesagt, ja, brauchen wir mal reden. Sagt sie, mit dir kann man doch nicht reden.
[21:10] Das ist so der Spruch von meiner Ex-Frau. Die hat uns ja auch gesagt,
[21:13] das ist ganz tief drin wohl. Ne, kann man nicht reden.
[21:16] Naja, so das war so ein kleines, sie hat mich trotz Maske erkannt,
[21:20] das fand ich schon erstaunlich.
[21:22] Ja, und ich habe, das ist das einzig, Das Schöne eigentlich,
[21:25] ich habe ja nie von den Extrafotos gekriegt, aber über Social Media,
[21:30] weil sie ihn auch wieder mal auf Social Media reinsetzen durch eine Nichte,
[21:35] die hat mit der Mama, sonst wüsste ich gar nicht, wie sie aussehen,
[21:38] aber dadurch habe ich das halt mitbekommen.
[21:41] Die geht man eigentlich damit um, wenn man jetzt, also wenn du jetzt mal rückblickend,
[21:46] auch wenn du jetzt optimistisch bist.
[21:51] 15 Jahre ist eine lange Zeit. Das heißt, 15 Jahre sind deine Kinder aufgewachsen,
[21:56] sind jetzt schon einigermaßen erwachsen sozusagen.
[21:59] Hast du alles nicht begleiten können?
[22:02] Wie bist du im Laufe der Jahre, wenn du einfach warst, du warst wahrscheinlich
[22:06] wütend, du warst traurig, du warst verletzt, kann man verstehen.
[22:09] Jetzt bist du vielleicht nicht mehr wütend, vielleicht auch nicht mehr traurig,
[22:11] nicht mehr verletzt, sondern hast du irgendeinen Mechanismus für dich entwickelt?
[22:15] Ich freue mich über deine Frage.
[22:17] Wie man damit umgeht. Ja, das ist natürlich... Das bringt dir auch nichts,
[22:22] die Ex-Frauen als Griechenfeindbild aufzubauen.
[22:24] Die Christliche Geschichte auch nicht wieder. Wie gehst du damit um? Richtig.
[22:27] Also ich habe sieben Jahre ungefähr mit Gerichtsverfahren gekämpft.
[22:31] Und dann hieß es ja politisch, Kinder wollen nicht mehr.
[22:33] Das war zuletzt noch begleiteter Umgang über den Kinderschutzbund.
[22:36] Und von denen kam dann die Aussage, ich habe es nie von meinen Kindern persönlich gehört.
[22:40] Ihre Kinder wollen selbst nicht mehr zum begleiteten Umgang kommen.
[22:43] Dann habe ich auch aufgehört, dann habe ich nichts mehr gemacht.
[22:46] Da waren die Kleine eben fünfeinhalb und die Große neun.
[22:57] Hast du dich auch mal in therapeutische Hilfe gegeben oder nicht? Ja, hatte ich auch mal.
[23:05] Irgendwann hat er da fast, da hat er eigentlich aufgegeben, mehr oder weniger,
[23:09] weil diese Thematik, er sagt, ich kann ihm da nicht wirklich helfen.
[23:13] Er sagte, eigentlich gucken Sie nach vorne, suchen Sie sich eine neue Frau.
[23:17] So ungefähr hat er gesagt, fangen Sie ein neues Leben an. Und im Endeffekt war
[23:20] das tatsächlich ein richtiger Tipp.
[23:23] Und tatsächlich, drei Jahre später, also wie gesagt, nach zehn Jahren ungefähr,
[23:27] habe ich ja meine heutige Frau kennengelernt.
[23:29] Das war für mich schon ein kleines Wunder, muss man sagen.
[23:32] Ich bin ja ein totaler Familienmensch, ich bin mit vielen Geschwistern groß
[23:35] geworden und ich wollte Papa sein und für die Kinder da sein.
[23:40] Sonst hätte ich auch nicht so gelitten. Das ist ja so. Es gibt ja auch Fehler,
[23:42] die kein Interesse haben. Ich habe mir immer gedacht, es gibt Fehler,
[23:45] die sagen, Mütter, die kein Interesse haben. Ja, genau.
[23:50] Ja, und.
[23:54] Gab es Freunde, die dich gestützt haben?
[23:59] Wie Familie? Ich bin mir das gar nicht vorstellt. 15 Jahre lang meine Kinder.
[24:02] Das war wirklich, ich würde sagen,
[24:06] das ist schon psychische Folter ein Stück weit. Das ist psychische Gewalt, ja.
[24:11] Ja, ich habe da also irgendwie intuitiv gewisse Mechanismen gehabt.
[24:17] Wir haben ja in Lübeck einen wunderbaren Ruderclub oder zwei Ruderclubs.
[24:20] Ich bin in den Ruderclub eingetreten und dann bin ich da gerudert.
[24:23] In Gemeinschaft mit anderen.
[24:25] Und ich habe ganz viel geredet. Innerhalb der Familie.
[24:29] Auch über das Thema? Ja, ja, ja. Was ja viele auch nicht machen teilweise,
[24:33] teilweise auch Scham auch nicht.
[24:35] Ja, also das konnte ich. Ich bin ein extrovertierter Mensch an sich.
[24:40] Das hat mir sicherlich auch geholfen. Ich kenne auch viele, die tatsächlich
[24:43] depressiv darüber werden oder in Alkohol oder sonst was kommen.
[24:47] Hat die Familie versucht, da Kontakt zu kriegen? Meine Mutter einmal,
[24:52] ja, wir hatten einmal so ein großes Familienfest, da wollte sie die Kinder bekommen
[24:55] und hat sie aber auch gesagt, nee, mache ich nicht. Oder nur, wenn ich mitkomme.
[25:01] Und da, meine Mutter lebt mittlerweile nicht mehr, die hat die Kinder auch nicht
[25:04] mehr gesehen, da hat sie dann Nein gesagt.
[25:09] Und im Nachhinein einmal hat sie mir gesagt, das tut mir leid,
[25:11] vielleicht hätte ich sagen sollen, dann nimm sie ruhig mit rein.
[25:14] Habe sie so, immer so ausgeschlossen. Und der Rest der Geschwister?
[25:19] Auch nicht, auch nicht. Einer hat es mal versucht und so weiter.
[25:23] Nee, dass die hat wirklich radikal, wollte sie auch nicht. Okay.
[25:28] Ach, sie ist eh, also im Nachhinein muss ich sagen, wir waren einfach nur verschieden,
[25:31] sehr verschieden. Ich ein ländlicher Mensch und sie eher ein Stadtmensch.
[25:37] Aber das zieht sich ja auch manchmal an, so Gegensätze. Ich war sehr verliebt,
[25:40] muss ich sagen. Ich kann mir da also keine, ich habe zwei Kinder.
[25:43] Ja, ich finde das auch ganz wichtig. Die Kinder sind wirklich aus Liebe entstanden.
[25:46] Von meiner Sicht so auf jeden Fall. Und wirklich Wunschkinder.
[25:50] Und es ist ja auch wichtig. Es gibt ja alle möglichen Konzentrationen da.
[25:55] Hast du dich in irgendwelchen Selbsthilfegruppen engagiert? Ja,
[25:58] genau. Gut, dass das anspruchs. Ja, richtig.
[26:00] Ich bin dann, ja, zwei, zwei, wann war das? Eine ganze, nicht sofort.
[26:06] Das war eigentlich ein bisschen schade, dass ich erst ein Tickchen später,
[26:08] ich bin dann zum Väteraufbruch für Kinder gekommen. Was ist das für eine Organisation?
[26:13] Das ist, ja, die sind bundesweit vertreten.
[26:17] Die haben ganz viele kleinere Kreisgruppen, so eben auch in Lüberg,
[26:20] Hamburg ist ein eigenständiger Verein.
[26:24] Und gibt es in allen größeren Städten an sich und ja, es ist eigentlich der
[26:30] größte Verein, der sich für Trennungseltern einsetzt.
[26:35] Also obwohl der Väteraufbau für Kinder heißt, dürfen sie genauso Mütteraufbekommen
[26:39] und wie gesagt, für Kinder, wir setzen uns ja dafür ein, dass allen Kindern,
[26:45] beide Eltern beteiligt.
[26:47] Ja, ja, ich leite mit dieser Kreisgruppe in Lübeck, seit vielen Jahren.
[26:51] Wie oft trefft ihr euch? Einmal im Monat.
[26:55] Das ist regelmäßig. Gerade gestern hatten wir wieder, und waren wieder zwei neue da.
[27:00] Und ich habe die Erfahrung gemacht mittlerweile, und man fragt sich auch,
[27:03] wozu musst du das alles durchmachen?
[27:05] Und heute sehe ich irgendwie, dass ich kann da vielen wirklich erstmal so emotional
[27:10] auch ein Stück weit runterholen, weil die verstehen, was da los ist.
[27:14] Am Anfang habe ich auch nichts verstanden, und dann hatte ich da welche,
[27:17] die mir das ein bisschen erklärt haben, und die mir auch zur Seite standen.
[27:21] Das hat mir wirklich viel gegeben. Das haben wir ja ganz oft gehabt,
[27:25] oder Christoph Witz aus eigener Erfahrung, auch die Situation, dass dann plötzlich.
[27:34] Ein Elternteil solche Schwierigkeiten macht, mit der rechten Mann ja im Leben nicht.
[27:39] Und dann auch noch die Kinder sozusagen mit reinzieht, ich will das gar nicht
[27:42] benutzt sagen, sondern mit reinzieht, damit rechte man ja auch nicht.
[27:45] Das heißt, du stehst ja erstmal vor einer großen Wand und denkst.
[27:48] Ich wusste ja nicht, was ich sagen sollte. Richtig.
[27:52] Kürzlich hatte ich eine junge Dame hier, die hat mehrere Jahre geboren,
[27:58] ehe sie mit anderen Menschen, die jetzt nicht die engsten Freunde waren,
[28:02] überhaupt darüber sprechen konnten. Die ist von dem Mann sitzen gelassen worden.
[28:05] Da war sie schwanger, der Mann ist nach drei Tagen abgehauen.
[28:08] Völlig irre. Dann hat er nie bezahlt. Völlig gar gehafte.
[28:10] Es gibt nichts, was es nicht gibt. Sie hat aber eine tiefe Scham empfunden,
[28:15] weil sie das Gefühl hatte und sie wollte nie eine alleinerziehende Mutter sein.
[28:18] Wollte sie mit der Haut noch nicht. Jetzt macht sie das super, alles gut.
[28:22] Aber das ist da schon, deswegen kann ich mir vorstellen, dass jemand wie du,
[28:25] der dann eben wirklich so lange auch gelitten hat und Erfahrung gemacht hat,
[28:28] konkret eben auch helfen kann.
[28:31] Weil das ist, glaube ich, in so einer Situation ganz, ganz wichtig.
[28:34] Ich wäre ja wahrscheinlich, wenn ich in so einer Situation gewesen wäre,
[28:37] nie auf die Idee gekommen, ehrlich gesagt, ganz ehrlich nicht.
[28:41] Weil ich auch eher der Typ bin, der sagt, ich kriege das schon so irgendwie
[28:43] hin oder ich mache es mit mir selber aus, in so eine Selbsthilfegruppe zu gehen.
[28:47] Ich hätte auch gar nicht gewusst, dass es es überhaupt gibt.
[28:50] Ja, ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich dazu gekommen bin.
[28:53] Das kann ich gar nicht mehr so genau sagen, aber da bin ich dankbar.
[28:55] Ich habe irgendeine Person getroffen, die hat gesagt, Mensch,
[28:58] schnuppere doch mal rein.
[28:59] Das war, glaube ich, in Hamburg sogar. Ja, aber ich habe noch eine zweite Sache,
[29:05] oder sage ich mal, von Geburt an, wo ich sehr dankbar bin, vor allem meiner Mutter.
[29:10] Ich bin christlich erzogen worden und ich bin gläubiger Mensch.
[29:14] Und das, muss ich sagen, hat mich aufgetragen, sehr getragen.
[29:18] Das ist tief in mir drin. Und auch, das ist etwas, weshalb ich sehr schockiert
[29:23] war, auch über das weiter von meiner Ex-Trauber, die eigentlich auch gläubig ist.
[29:27] Und wir, ja, dass uns beiden auch sehr wichtig waren. Und ich hätte,
[29:32] wie du vorhin gesagt hast, nie ihr zugetraut, dass sie sowas macht.
[29:36] Vielleicht hat sie das auch gar nicht so wirklich gewollt. Das ist ja so nachher...
[29:41] Manchmal bist du ja in so einem Tunnel drin. In bestimmten Handlungen kennen wir ja alle.
[29:45] Wichtig und unwichtige Handlung, dass du eben, wenn dich nicht jemand von außen
[29:48] aufmerksam macht, du eben so drin bist, du kommst nicht zurück.
[29:51] Und sie hat nicht mehr geredet, über ihre Ängste oder was auch immer da war, nicht mehr.
[29:56] Nur noch über Anwalt. Das glaube ich eben auch ganz oft, das kann ich gar nicht,
[30:00] absichtlich nicht passieren, sondern aus Ängsten heraus und aus dem Motiv nur
[30:04] das Beste zu wollen und zu tun.
[30:07] Der festen Überdehung zu sagen. Das Beste für die Kinder.
[30:10] Das Beste für die Kinder, ich bin die Mutter, ich stehe im Volk.
[30:14] Und ich bin wirklich noch Im Frieden mittlerweile mit der Mutter.
[30:17] Ich habe die irgendwie eingeladen mit ihrem Ex-Mann, mit den Kindern.
[30:20] Ich habe die zu uns nach Hause eingeladen.
[30:22] Kommt doch vorbei, lasst uns doch endlich die Vergangenheit loslassen,
[30:25] lasst uns nach vorne gucken. Habe ich den Kindern auch geschrieben.
[30:28] Aber für die Kinder muss das wirklich ganz, ganz extrem schwer sein.
[30:34] Die verdrängen das, ne? Nee, es gibt ja auch Fälle, es gibt nichts,
[30:39] was es nichts gibt, es gibt auch Fälle, ich las von einer Dame,
[30:42] die war inzwischen 60, die wurde entfremdet, glaube ich, von ihrem Vater.
[30:47] Der Vater inzwischen tot. Die hat selber berichtet, sie konnte noch nicht mal zu dem Grab gehen.
[30:53] Da kommt ja auch, für die armen Kinder kann das ja auch passieren,
[30:57] dass da eine wahnsinnige Scham auftritt.
[31:00] Denken, was habe ich denn da gemahnt und eben auch nicht über diesen Huppel
[31:05] herbekommen zu sagen, okay, das war jetzt so, ich kann auch nichts dafür,
[31:09] ich war Kind und jetzt lass mal, wie eine Nulllinie machen und weitergehen.
[31:15] Ich habe ja auch, als meine Mutter so krank wurde, habe ich natürlich auch angeschrieben
[31:18] und das war auch für mich nochmal und für meine Mutter sowieso auch nochmal
[31:22] echt schwer, da kam keine Reaktion, nichts.
[31:26] Wie alt hast du sie geworden, deine Mitte? 77.
[31:30] Nicht so alt sind sie? Nee, nee, nee. Das war dann, ja, also die war mir eine
[31:35] große Stürze bis zuletzt.
[31:37] Aber sie hat noch meine heutige Frau kennenlernen dürfen.
[31:40] Das war nur kurz, sie war schon sehr krank. Wie geht denn deine heutige Frau damit um?
[31:46] Wie geht Simone damit um?
[31:49] Ja, die hat mich da total... Ist ja auch nicht ganz... Nein,
[31:52] nein, das ist richtig. Das ist auch nicht einfach und manchmal ist es auch zu präsent.
[31:56] Aber trotzdem, die Kinder gehören dazu. Da hängt ein Bild, so bei den anderen Bildern.
[32:01] Und meine jetzige Tochter betet ja auch immer abends für die beiden.
[32:04] Wer ist deine jetzige Tochter? Das ist Jolien. Jolien, okay.
[32:09] Und habe ich nicht, also mal davon, jetzt ist sie neun, vielleicht so mit sechs oder so.
[32:17] Das ist ja, sie kennt sie ja gar nicht und das ist ja auch immer wichtig zu
[32:20] spüren, nicht, dass sie irgendwie da leidet oder irgendwas. Ja, eben.
[32:25] Hast du dir das versucht zu erklären? Hat sie selber gefragt?
[32:28] Ja, das hat sich irgendwann mal so ergeben. Da kamen wir irgendwie drauf.
[32:33] Das hat sie auch irgendwann, das Schulalter so, da habe ich gedacht, so jetzt kannst du das,
[32:39] Mal erklären, aber jetzt auch nicht in allen Details, aber so,
[32:41] das ist eben, für sie sind das ja auch irgendwie Fremde, aber eine Geschichte,
[32:45] muss ich eben erzählen, die zweite Tochter, die zweite Tochter,
[32:49] die habe ich, das war letztes Jahr,
[32:52] wollte ich erzählen, ein Arbeitskollege hatte sie, der kannte ein Foto,
[32:55] habe ich ihm ein Foto gezeigt, der hat sie dann gesehen im Berg der Heide,
[32:59] und zwar an der Kasse bei Rossmann.
[33:02] Und hatte sie auch kurz angesprochen. Da hat sie natürlich ziemlich schnell abgeblockt.
[33:07] Aber ich hatte ich doch den Drang da mal hin.
[33:12] Oder habe ich das einmal oder zweimal gemacht, da war sie nicht da und beim
[33:16] dritten Mal, da hatte ich sie tatsächlich dann auch gesehen.
[33:20] Aber es war für sie natürlich eine Überforderung. War es für dich nicht auch eine Überforderung?
[33:26] Ich meine, wenn du sie jetzt Jahre lang nicht siehst, beten sie da an der Katze.
[33:29] Ja, das war's. Was sagt man da? Die verhält man sich.
[33:31] Also, dass man den Wunsch hat, kann ich total verstehen. Aber ich wüsste jetzt
[33:35] selber nicht, wie ich reagiere. Ja, ja.
[33:37] Ich hatte auch total Herzkloppen. Ich weiß auch nicht. Also,
[33:40] ich habe eigentlich mit wenig Erwartungen, da bin ich dahin.
[33:44] Ich wollte es einfach nur mal sehen.
[33:47] Und ich habe mich auch sofort erkannt. Das ist das Erstaunliche.
[33:50] Also, ich bin ja auch im Internet mit Foto zu finden. So ist das ja nicht.
[33:52] Und ich bin auf Social Media überall. Ich kann mir vorstellen, dass die auch da gucken.
[33:56] Aber selber kann ich nichts sehen. bin ich belagiert.
[34:01] Naja, das war so ein ganz kurzer Moment. Sie rief dann ins Mikrofon rein. Ich bitte so.
[34:06] Sofortige Ablösung und verschwand das Ganze. In zehn Sekunden.
[34:11] War dann die Überforderung. Aber ich glaube trotzdem, dass das grundsätzlich was Positives ist.
[34:19] Also ich denke, ich schicke Ihnen ja ganz viel Liebe, das spüren Sie, glaube ich schon.
[34:23] Und dass Ihnen das auch Kraft gibt, auch wenn wir uns jetzt nicht sehen,
[34:27] aber da ist ein Band und das bleibt.
[34:31] Üblicherweise auch ein spirituelles. Ja, genau. Das ist so, glaube ich.
[34:36] Okay. Ich habe gelesen, darf ich was fragen? Du darfst immer was fragen, Christoph Nikolaus.
[34:44] Ich habe gelesen, eine Initiative, die nennt sich das Elternhaus.
[34:49] Ja, finde ich toll, dass du das ansprichst, Christoph. Ja, genau.
[34:53] Da beschäftige ich mich. Das war mal wirklich, das ist jetzt auch schon ein
[34:56] paar Jahre her, da hatte ich diese Idee. Es treibt mich einfach um.
[35:00] Wir reden hier so viel, aber auch von der Jugendamt. Und auch niemand hat so richtig Lösungen.
[35:06] Wie können wir da irgendwie mal die Kuh vom Eis kriegen?
[35:09] Ja, darüber wollen wir gerne mal sprechen. Das freut mich, was machen wir jetzt?
[35:13] Weil das Elternhaus sah so aus, in der Tat. Es sah schon ein bisschen so aus,
[35:17] als wäre das ein paar Jahre alt. Ja, ja, mittlerweile ja.
[35:20] Ich bin jetzt auch kein großer, ich habe da eine kleine Website gemacht,
[35:24] wo ein paar Infos drin sind.
[35:25] Das heißt, einherzfürscheidungs- und trennungskinder.de. Alles mit Bindestrich.
[35:31] Aber wenn man es reinspricht, das kann man heute bei Google, dann kommt das sofort.
[35:35] Und da ist das so in kurzen Zügen erläutert. Darf ich dazu was sagen?
[35:41] Es geht mir eigentlich darum, beide Eltern mit Kind ins Boot zu holen.
[35:49] Und nicht bei den Beratungsgesprächen. Da ist man im ersten Moment sogar alleine,
[35:55] weil der andere Partner sagt, ich komme nicht mit.
[35:58] Das ist ja kein Zwang in dem Sinne. Man wird zwar von Gericht manchmal zur Beratung
[36:02] geschickt, Aber wenn einer sagt, oh, ich habe heute keine Lust,
[36:05] stehe ich da nicht mit hin. Und.
[36:09] Die Idee ist eigentlich, das ist als Präventivkonzept gedacht.
[36:14] Das geht letztendlich darum, dass die Eltern lernen, die Paarebene von der Elternebene zu trennen.
[36:20] Weil wir wissen alle, wir reden ja so gerne, oder das hört man,
[36:24] dieses Hochkonfliktfall.
[36:26] Und eigentlich sind das sogenannte, wie sagt man, da geht es ja um Emotionen.
[36:31] Also das ist eigentlich um Verletzungen aus der Ehe, aus der Partnerschaft, wie auch immer.
[36:40] Und das wird völlig außen vor gelassen. Auch wenn man beim Jugendamt ist,
[36:43] da musst du funktionieren, da geht es um Kindeswohl und Kind.
[36:47] Und du bist aber eigentlich mit anderen Sachen beschäftigt. Da muss vielleicht
[36:49] ein Haus verkauft werden, da muss dies gemacht werden. Ganz viel, ganz viel zur Regel.
[36:53] Ja, völlig Überforderung. Und wenn man dann erstmal sagen kann,
[36:56] hey Eltern, kommt mal her, hier gibt es ein Elternhaus.
[36:59] Da habt ihr erstmal jeder euer Zimmer und die Kinder sind mal eine Nacht beim
[37:03] Vater, eine Nacht bei der Mutter und dann könnt ihr sehen, dass das funktioniert.
[37:06] Ihr könnt lernen, auf Elternebene euch zu vertrauen. Das möchte ich genau für schon.
[37:13] Da gibt es ein wichtiges Haus.
[37:16] Ja, das kann natürlich auch ein Kurort sein.
[37:19] Also das Elternhaus, das ist die Frage, ob man das ganz neu aufbauen muss oder ob man sagen kann,
[37:25] es gibt ja diese, wie sagt man, zum Beispiel hier Müttergenesungswerk ist bekannt,
[37:30] wo ja auch mittlerweile auch Väter aufgenommen werden, aber immer nur einzeln,
[37:35] Väter mit Kind oder Mutter mit Kind.
[37:38] Und die habe ich eigentlich das Gefühl, die könnte man da ins Boot holen,
[37:41] weil die auch ganz viel von Gleichberechtigung reden und Entlastung von Müttern
[37:44] und was heißt Entlastung für Mütter, heißt doch auch Väter mehr ein Stück weit
[37:47] in die Pflicht zu nehmen, bei der Neuung ne?
[37:50] Also die ziehen da um. Vater, Mutter, Kind zieht in dieses Kurs und ist da eine
[37:56] Weile. Ja genau, wie so eine Kur.
[37:59] Eltern-Kind-Kur und nicht Mutter-Kind-Kur, sondern kann man sagen Eltern-Kind-Kur.
[38:02] Wie lange? Ein paar Tage, drei Monate? Mindestens vier bis sechs Wochen.
[38:07] Und im besten Fall wird ein Großteil von der Krankenkasse übernommen,
[38:10] weil ja sowieso steht einem ja zu, Vater-Kur oder Mutter-Kur.
[38:14] Und hier ist natürlich beide zusammen. Und sozialtherapeutische Betreuung,
[38:17] oder? Nicht nur sozial, sondern alles Mögliche, genau. Also ein multiprofessionelles Team dabei.
[38:23] Das kann theoretisch auch mal ein Anwalt sein, der dann für beide diese rechtlichen
[38:27] Dinge erklärt, wenn es um Geld geht oder sonst was.
[38:29] Und Traumatherapeuten und Mediatoren.
[38:33] Intensivkurs. Vielleicht sogar Seelsorge. Genau.
[38:37] Interessant. Das ist ein sehr
[38:39] interessante Modell. Ihr hattet doch mal den Jorge González hier. Genau.
[38:45] Ein wunderbarer Mensch. ganzer Team, den würde ich da auf jeden Fall mit reinnehmen
[38:49] und auch den Guido Lieder, die kenne ich ja beide auch schon länger.
[38:52] Das sind zwei Menschen, die würde ich unter...
[38:55] Und Guido, hier ist da auch, den habe ich dir schon erklärt und der bin auf
[38:58] jeden Fall auch dabei als Mediator und du brauchst Leute, die diese Thematik
[39:03] kennen und die müssen nicht immer unbedingt vor Ort sein, sondern kann ja heute
[39:07] auch über Videokonferenz schulen und informieren,
[39:09] das also einbinden in diese Kur.
[39:13] Dass die auch mal abends sagen können, hey, ich kriege heute Abend mal eine
[39:15] schöne Massage oder ich kann schwimmen gehen oder ich gehe draußen joggen,
[39:19] um runterzukommen, runterzukommen, weil das fehlt total. Das habe ich so geobachtet.
[39:24] Das fehlt auch. Die sind doch alle unter Strom.
[39:26] Ja, ohnehin ja unter Strom beruflich.
[39:29] Ja, genau. Und beide haben ja auch einen hohen Anspruch. Das ist auch ein Riesenthema.
[39:33] Wir haben ja einen hohen Anspruch an Erziehung.
[39:35] Und wir wollen ja perfekte Eltern sein.
[39:38] Das wird immer wieder im Grunde genommen, überfordern wir uns da.
[39:43] Und deswegen denke ich, das könnte, da geht es natürlich darum,
[39:46] ja, wie kriegst du die da hin und, ja, wegen der Kosten, ne, so.
[39:53] Kosten, Kosten, Kosten kennen wir ja. Gutachten, Anwälte. Richtig, genau.
[39:59] In Zweifelsfall günstiger als Gerichtsverfahren. Langejährige, leise im Spiel.
[40:03] Genau, darüber hatten wir auch mal gesprochen, dass diese Interventionskosten
[40:06] hinterher, dieser ganze Rattenschwanz, wer war hier nochmal,
[40:09] der das wunderbar gesagt hat?
[40:10] Trotz Rentorwehr, ausgerechnet. So, genau.
[40:14] Und wir müssen dahin kommen, dass wir mehr präventiv, präventiv auch bereit
[40:18] sind, Geld in die Hand zu nehmen.
[40:20] Da haben wir hinterher wieder gesunde Eltern, die viel leistungsfähiger sind. Das ist so meine Idee.
[40:25] Aber das ist leider irgendwie... Ja, ich sag mal, wahrscheinlich muss ich noch,
[40:30] vier, fünf Jahre muss ich noch arbeiten, dann bin ich Rentner und dann kann
[40:33] ich mich ein bisschen mehr drum kümmern. Ich habe allerdings auch nur noch eine kleine Tochter.
[40:38] Und das geht natürlich vor. Mir fehlt ein bisschen die Zeit.
[40:43] Aber ich bin ja dabei, das ist ja mit dem Netzwerk getrennt erziehen von Guido
[40:47] Lieder. Er sammelt ja diese Experten um sich.
[40:51] Und das wächst und wächst. Und das ist ehrlich gesagt ein ganz gutes Konzept.
[40:57] Da baut du wirklich Expertise auf, wo Menschen lernen können,
[41:02] wo sie schulen lassen können.
[41:03] Wir haben ja ein Riesen, das ist ja ein Riesengeflecht. mittlerweile ist es
[41:07] natürlich auch so, dass wirklich viele die Not zur Tugend machen und damit natürlich
[41:10] auch beraten, hier und da viele.
[41:13] Das Schlimme ist, dass sich viele so in Geschlechterkämpfe nach wie vor da gegeben
[41:19] und da ist das Dünnste, was man macht.
[41:22] Ja, total, total, weil das ist ja auch,
[41:25] Wir wollen ja Gleichberechtigung, das ist auch in Ordnung. Ein Stück weit müsste
[41:29] man das Wort Verpflichtung vielleicht mit reinnehmen.
[41:32] Und das ist ja auch keine Einbahnstraße.
[41:34] Wenn man mehr Frauenrechte heißt, doch genauso gut eben auch mehr Männerrechte oder Väterrechte.
[41:40] Das muss Hand in Hand gehen. Und eigentlich, was fehlt, sind Rahmenbedingungen der Politik.
[41:46] Rahmenbedingungen. Wie die Wirtschaft ja auch Rahmenbedingungen kriegt,
[41:48] damit sie funktioniert. So fehlen eigentlich im Familienrecht.
[41:52] Rahmenbedingungen. Hattet ihr ja hier auch schon das Thema Doppelresidenz,
[41:57] halbe halbe mit Frau Sünder. Hauf, glaube ich, war hier.
[42:01] Mein Lieblingsthema, wenn du jetzt König von Deutschland wirst,
[42:06] frage ich dann ja am liebsten, dann würdest du was befehlen?
[42:10] Was würdest du dir wünschen?
[42:11] Was würdest du dann befehlen? Ich finde Residenz als gesetzliches Leitbild. ein.
[42:16] Das ist einfach, dass wir so die Eltern auf Augenhöhe bringen.
[42:20] Das ist ein Präventivkonzept. Das hat selbst die FDP nicht begriffen,
[42:23] dass das ein paar Jahre braucht.
[42:25] Wir brauchen erstmal diese Rahmenbedingungen weg von einer zieht,
[42:29] der andere zahlt, hin zu beide betreuen, beide bezahlen. Das braucht ja eine Weile.
[42:35] Und das wird immer gesagt, das funktioniert doch nicht.
[42:39] Das funktioniert, man weiß es ja aus Schweden oder aus anderen Ländern,
[42:42] Wenn das eine Weile läuft, dann weiß man schon bei der Hochzeit,
[42:46] wenn wir uns mal trennen, dann ist das selbstverständlich halbe, halbe.
[42:50] Dann arbeitet die Frau auch wieder früher und so weiter.
[42:54] Das hat die Politik noch nicht so richtig verstanden. Ja, Moment,
[42:58] die Ampel hatte das total verstanden.
[43:00] Es wird ja immer gesagt, auch von Frau Sünderhauf, wir brennen da so knapp davor,
[43:03] bis die Koalition geplatzt ist.
[43:07] Ich habe jetzt gelernt, nicht gesetzlich verankert, aber als gesetzliche Möglichkeit. Genau, immerhin.
[43:13] Ein Schritt vor mir.
[43:16] Da hat die 20 Jahre dran gefummelt. Ja, genau. Da kommt ja jetzt demnächst irgendwie
[43:21] ein Buch raus, da bin ich auch ganz gespannt. Ja.
[43:24] Ja, es geht so in wenigen Schritten hoffentlich, aber die jetzige Regierung,
[43:28] ja. Da passiert gar nichts im Familienrecht. Mit der SPD ist es unglaublich schwer.
[43:33] Da hat ja Frau Giffey zur Zeit, was war das, die GroKo, ja, die hat ein bisschen was versucht.
[43:37] Aber dann kam diese Affäre mit dem Doktor da und da war sie weg.
[43:41] Da waren wir auch mit unserem Verein da.
[43:44] Wirklich? Also Frau Giffey habe ich mir angesprochen auf einer Veranstaltung
[43:48] in Berlin, als die Ministerin war, auch über Entfremdung. Entfremdung,
[43:52] da hat die mich angeguckt. Ja, so riesigen Augen.
[43:56] Oh Gott, das ist langer Weg. Ja, da waren so ein paar gute Ansätze,
[44:00] aber die kriegt er dann auch.
[44:01] Und die kriegen richtig Feuer von den Damen.
[44:05] Ja, das ist irgendwo, da ist irgendwie, keine Ahnung, was steckt dahinter?
[44:11] Ich habe mal, also wenn man da recherchiert, da geht es ja um Fördergelder.
[44:16] Fördergelder, die wirklich versickern da in irgendwelchen Richtungen und die
[44:20] wollen sie weiterhin behalten.
[44:23] Und dann haben wir eben einen Verein gehabt, der hatte ja mal,
[44:27] eigentlich sollte der auch Fördergelder kriegen, der sich hier so für Gleichberechnung
[44:30] einsetzt. Und das wurde dann gestrichen.
[44:33] Und das war ja auch ganz komisch. Und wir als Väter für Kinder,
[44:38] wir kriegen ja auch null.
[44:39] Da ist keine, wir sind rein. Ihr seid ein Verein.
[44:44] Wie viele Mitglieder? So auf dem Spiel sind es um die 4000 rum.
[44:48] Oh, das war ganz schön viel.
[44:50] Und wie guckst du da auf die deutsche Szene? Ihr seid ja nicht allein.
[44:55] Ja, genau, so ein Rattenschwanz. Da wollt ihr in Staltung gerne auch noch mal was zu sagen.
[45:00] Ich frage mich immer, wo ist denn die Glocke, die die alle mal zusammenfrierst?
[45:04] Genau, das ist mir auch ein großes Herz in Amtsliegen.
[45:07] Es gab ja diese Aktion, genug Tränen, vielleicht habt ihr davon ja gehört,
[45:12] gegen Eltern-Kind-Entfremdung.
[45:13] Das hat ja auch ein Vater vom Väteraufbruch, der damals Bundeslofstand war,
[45:18] initiiert und der hat ja fünf andere Vereine damit reingeholt.
[45:22] Das war ja wirklich mal was.
[45:25] Aber wir hätten uns gewünscht, dass da noch viel mehr mitmachen.
[45:27] Manche haben da eben nicht mitgemacht.
[45:30] Und das war, ja, da habe ich mich auch sehr für eingesetzt.
[45:35] Das war ja auch so 2022, 2023, das ließ so knapp zwei Jahre.
[45:40] Da war ja eine Petition, um Eltern-Kind-Entremdung zu geben, auch wirksam.
[45:45] Und da gab es dann ungefähr nachher so gute 15.000 Unterschriften.
[45:49] Da habe ich mal eine ganze Woche Urlaub genommen und bin hier in Schleswig-Holstein
[45:52] rumgefahren mit so einem Transporter.
[45:55] Ich habe dann auch hier Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen,
[45:58] Hamburg mit reingenommen.
[46:01] Und da wir ja so vernetzt sind, das war dann die sogenannte Nordtour,
[46:05] die ging dann über eine ganze Zeit.
[46:07] Und das hatte eigentlich ein sehr gut, das ging dann noch weiter nach hier Richtung
[46:10] Süden und Richtung Osten.
[46:12] Das war so eine Deutschlandtour, die mit so einem, wo eigentlich diese Thematik.
[46:17] Sag mal kurz, was war das Ziel? Eine Petition? Ja, um die Eltern auf ihre Kinder
[46:22] in Fremdung aufmerksam zu machen und das auch Gesetzesinitiative und so weiter zu schaffen,
[46:28] um da irgendwo wirksame Mittel zu finden, dass das nicht mehr passiert.
[46:33] Weniger passiert. Ganz ausschließend. Aber zum Beispiel, wir sagen ja auch,
[46:37] und das ist ja auch, wenn man jetzt mal in andere Länder guckt,
[46:39] wo das Wechselmodell Standard ist, da ist weniger Entfremdung.
[46:43] Da ist weniger Entfremdung.
[46:45] Das ist wirklich extrem. Ja, absolut. Klar. Und das wird natürlich auch überhaupt
[46:50] nicht verstanden, weil wir ja diese Thematik haben, das hatte die ja auch schon,
[46:53] dass Eltern-Kindern-Fremdung ja auch geleugnet wird teilweise.
[46:56] Dabei ist das eigentlich, das wäre präventiv. Doppelresidenz oder das gesetzliche
[47:02] Leib würde wirklich, das wirkt nicht sofort, aber das würde,
[47:06] wenn sich das erstmal so als normal, würde das wirken.
[47:10] Und das ist natürlich auch etwas, was hilfreich wäre für das Elternhauskonzept,
[47:14] wenn man weiß, das ist so die Grundlage eigentlich, im Idealfall wollen wir da hinkommen.
[47:20] Dann hat man diese Augehöhe. Und wenn man sich dann aber etwas anders einigt, ist es auch okay.
[47:24] Das ist ja jederzeit möglich, sich anders zu einigen. Aber du bist eigentlich
[47:28] trotzdem immer noch optimistisch, dass du mit deinen Töchtern mal irgendwann…
[47:31] Ja, das ist dann die zweite Sache… Mindestens eines in speaking terms bist.
[47:35] Ob es dann jemals ein normales Verhältnis wird, weiß man ja nicht.
[47:38] Das weiß man nicht und das ist auch nicht gesagt tatsächlich,
[47:43] aber ich bin ein sehr hoffnungsvoller Mensch, obwohl ich jedes Mal denke,
[47:47] wenn der Sommer wieder rum ist, oh je.
[47:49] Jetzt kommt wieder Winter und Herbst, das ist immer etwas anstrengender.
[47:54] Ist das so für dich? Ja, ich glaube, das merken aber viele.
[47:59] Wo es jetzt so lange kalt war, dann freuen wir uns doch irgendwie jetzt auf
[48:02] den Frühling und da ist doch eine andere Stimmung. Das stimmt, ja.
[48:08] Und ich glaube, grundsätzlich ist es wichtig, wirklich auch eine gute Selbstfürsorge zu betreiben.
[48:15] Zum Beispiel Rodern. Ja, genau. Das hat dir sicherlich geholfen damit.
[48:18] Ja, jetzt mache ich es nicht mal, als das Kind kam, habe ich gesagt,
[48:22] jetzt will ja das Kind da sein.
[48:24] Da habe ich wirklich mit vielen aufgedacht, aber da war ich auch ausgefüllt.
[48:26] Und meine Frau hat mir das gelassen.
[48:28] Die hat sich gefreut, die hat gesagt, toll, bring dich ein, so viel du willst. Ja, wunderbar.
[48:34] Also, das haben wir alles gemacht.
[48:38] Wenn da viel mit ihr schwimmen und wir haben einen See bei uns im Ort.
[48:43] Ja, ach, das macht mir nach wie vor Spaß. Ich hüpfe immer noch auf den Trampolin,
[48:46] jetzt mit der zweijährigen Hirland.
[48:50] Aber jetzt mache ich tatsächlich kein Ruder mehr ich müsste jetzt eigentlich
[48:52] wieder Sporten irgendwas überlegen, ich merke das schon je älter man wird,
[48:56] um die mehr muss man machen aber,
[48:59] ja, dafür singe ich jetzt im Chor es macht auch Spaß du hast gesagt,
[49:04] dass ihr euch einmal im Monat trifft,
[49:07] und kommen dann regelmäßig neue Männer dazu ja, tatsächlich,
[49:10] immer wieder Männer und Frauen und auch Großmütter haben wir teilweise auch okay,
[49:17] Wir haben mittlerweile auch wirklich ein gutes Standing dort.
[49:21] Wir sind da in einer Familienbildungsstätte, die eben auch andere Sachen anbietet,
[49:25] auch die in der Stadt bekannt, weil wir schon seit zwölf Jahren jetzt durch
[49:29] das Rudern, gibt es die Veranstaltung Rudern gegen Krebs. Das ist so eine Benefits-Regata.
[49:33] Da machen wir mit Väterboot jetzt die ganzen Jahre mit. Aber schön,
[49:37] schöne Idee, ja. Ja, da machen wir natürlich immer auch unseren Verein bekannt.
[49:41] Dadurch haben wir auch durch den Bürgermeister letztendlich dann diese neue
[49:45] Räumlichkeit bekommen.
[49:45] Ist das das Wesentliche eurer Arbeit, dass ihr im Grunde genommen Aufklärung
[49:50] betreibt, Leute in den Arm nehmt, die irgendwie mit den Armen rudern und nicht
[49:55] wissen, was ihnen geschieht? Ja, genau.
[49:57] Das ist dieses eine, die Selbstarbeit, den Leuten so ein bisschen da so ein bisschen aufzufangen.
[50:04] Und dann natürlich dafür zu werben, eben für gleichberechtigte Elternschaft für die Kinder.
[50:12] Genau. Und ja. Und wie viel, würdest du sagen, wie viele aktive Kräfte sind da wirklich dabei?
[50:20] Ja, da sprichst du was an. Das können ja nie genug sein.
[50:24] Wir haben schon das Gefühl, das hängt an einigen wenigen.
[50:28] Das sind doch immer wieder die gleichen, die sich über viele Jahre,
[50:32] jetzt bei mir sind es ja natürlich auch schon,
[50:34] Ja, bald 14, 15 Jahre. Wir sind aber ein guter Stand in Lübeck,
[50:39] zwei, drei, vier Leute, aber es könnten mehr sein.
[50:42] Also wir haben auch viele, die kommen und gehen. Die kriegen einmal einen guten
[50:45] Hinweis und dann irgendwie kommen sie nicht mehr.
[50:47] Kann man vielleicht sagen, okay, an Scheibe läuft es wieder, ist ja gut.
[50:50] Aber wir haben auch wirklich eine Fehler gehabt, wo die gesagt haben,
[50:53] hey, du hast mich gerettet.
[50:55] Sonst wäre ich hier untergegangen. Wir hatten lange, das ist eine Hamburger
[51:00] Stiftung hier, die in Lübeck, kann ich vielleicht noch kurz erzählen.
[51:02] Gerne. Dr. Ball Stiftung.
[51:04] Die hat uns da mal... Dr. Ball? Ball, Ball. Das war ein Arzt in Lübeck.
[51:09] Und der hat tatsächlich, der hatte auch seine Tochter nicht mehr sehen dürfen.
[51:13] Und dann hat der sich umgebracht. Der konnte das nicht aushalten.
[51:17] Man kennt ja so Geschichten immer mal.
[51:19] Hat aber vorher dann irgendwo diese, sein ganzes Vermögen da eine Stiftung gemacht.
[51:25] Und dadurch hat eben seine Tochter und seine Ex da nichts bekommen.
[51:28] Und davon haben wir lange Jahre profitiert. Wir haben da in seiner Wohnung uns treffen können.
[51:33] Und wir hatten auch lange Jahre eine ganz nette Dame, die unglaublich viel Zeit
[51:37] da reingesteckt hat, auch uns emotional sehr unterstützt hat,
[51:41] Kontakte zum Jugendamt aufgebaut.
[51:43] Also wir sind da mittlerweile recht gut wirklich vernetzt.
[51:46] Selbst das Jugendamt oder die Die Beratungsstellen schicken da Väter zu uns.
[51:52] Und ja, das hat uns sehr geholfen.
[51:56] Die Frau ist leider jetzt auch verstorben und haben sie noch keinen neuen da vor Ort.
[52:03] Aber die Stiftung lebt noch. Ja, genau. Bloß wir sind im Moment im Gespräch,
[52:09] da ist noch nicht so richtig klar, wie es da weitergeht, was da gemacht wird.
[52:13] Ob die da weiterhin in Lübeck-Kälie sein wollen oder in Hamburg oder woanders,
[52:18] das ist ja dann so ein Stiftungsrat.
[52:21] Aber wenn ich nochmal zum Elternhaus zurückkommen darf. Gerne.
[52:24] Das soll wirklich kein Hirngeschwirtes Spins bleiben, sondern ich möchte das
[52:28] wirklich, das ist so mein, ich sag mal, irgendwo.
[52:32] Ja, da wurde ich auch schon von ganz vielen auch gesagt, Mensch,
[52:35] das ist ja toll, nur das Problem ist, ja, wie willst du die denn da hinbringen?
[52:39] Oder wenn das dann mal steht, dann bist du natürlich angewiesen,
[52:42] wenn die vielleicht schon vor Gericht sind oder von Jugendamt sind,
[52:45] dass die sagen, hey, da gibt es das Elternhaus, da schicken wir euch jetzt mal hin.
[52:48] Also der Wunsch wäre ja, ich würde das gerne anfühlen wollen mit meinem Lieblingsstufenmodell.
[52:55] Mein Lieblingsstufenmodell ist ja, Hochstrittigkeit erkennen,
[53:00] also verleihend von den Institutionen oder den Betroffenen und dann gleich rein
[53:06] in so ein Elternhaus. Genau, genau.
[53:08] Das befordert, Daniel ist Richter und Anwälser und so früh, die müssen sich fort.
[53:13] Eigentlich, genau, der Erste da zum Jugendamt, da fängt er meistens an.
[53:17] Dann ist es schon schief gegangen. Ja, eigentlich schon. Dann ist es schon schief
[53:20] gegangen. Ja, das stimmt.
[53:21] Also außer die sind eben trainiert und sagen, wir müssen da sofort drauf losgehen.
[53:26] Und so wie du sagst, sofort Wechselmodell.
[53:30] Das wäre ein Geassnahmenpaket. Und das muss dann auch durchgesetzt werden,
[53:35] wenn es irgendeine Institution da sein, die da drauf guckt.
[53:39] Und das ist ja nicht einfach, das ist auch sehr komplex. Wir haben ja gerade
[53:42] hier, ich diskutiere das ja immer ständig, das ist hier diese,
[53:47] ja, wenn du mit Falschbeschuldigungen, und du weißt ja nicht wirklich, was ist wirklich wahr.
[53:51] Und wir wissen alle, es gibt Gewalt gegen Männer und es gibt Gewalt gegen Frauen.
[53:55] Und diese Thematik schwingt natürlich immer mit, Deswegen ist das sehr komplex
[53:59] und schwierig und es braucht eine gewisse Zeit und gute Menschenkenntnis,
[54:02] Fachleute, die das erkennen und dann wirklich auch einen Stopp setzen und auf
[54:07] Stopp setzen und der Stopp wird dann nicht gesetzt und im Zweifel,
[54:10] wenn man eindeutig erkennt,
[54:12] hier ist das Kind eigentlich beim, wie soll man sagen, beim Elternteil,
[54:17] der eigentlich nicht so gut ist fürs Kind, dann müsste man zweifel auch sagen,
[54:22] jetzt geht es mal zum anderen Elternteil, wenn der das leisten kann. die sind.
[54:27] Es ist ja aber auch immer, ich fühle mich beinahe aufgerufen,
[54:31] diesen Elternteil in Schutz zu nehmen, weil da ist ja nur sozusagen,
[54:35] da fehlt ein Stück des Kuchens, nämlich diese Bindungstoleranz,
[54:38] diese Ängste, diese Verletzungen,
[54:41] die können ja wunderbar, das sind wunderbare Eltern auch, wunderbare Eltern.
[54:45] Aber dieses eine Stück fehlt, dass die eben nicht das ausführen,
[54:50] was ja sogar im Gesetz steht, dass beide Eltern zusehen müssen,
[54:53] dass die gerne hin und her.
[54:54] Und jetzt komme ich nochmal zu einem Punkt, wo ich eben auch sehr viel daran
[54:57] gearbeitet habe durch mein Glauben, das ist das Thema Vergebung.
[55:00] Vergebung und Verzeihen. Und das ist ganz, ganz wichtig.
[55:05] Da gibt es ja auch,
[55:08] Wie gesagt, beim letzten Getrennerziehen, so einen Vortrag, da ging das um eine
[55:12] Verbitterungsstörung. Man kann eine Verbitterungsstörung bekommen.
[55:18] Da haben wir ja auch einige Väter, die kämpfen und kämpfen und auch Mütter natürlich,
[55:24] die dann so verbittern und dann so bleiben.
[55:27] Dieser Fallblock, der treibt mich natürlich auch um.
[55:30] Du hast es schon erklärt. Ja, ich bin jetzt einmal da gewesen,
[55:32] vor kurzem habe ich mir das einmal angeguckt. Ich habe mir gehört,
[55:35] was für eine Show da. Was für eine Show.
[55:37] Und ich habe gedacht hier, wie schön wäre es, wenn Hänsel und Frau Block sagen
[55:44] würden, hey komm, was machen wir hier eigentlich?
[55:46] Lass uns mal hier eine Stiftung gründen und damit das den Kindern besser geht.
[55:51] Ich würde jetzt gerne das, so würde ich die gerne aufrufen und das müssen wir angehen.
[55:56] Gemeinsam. Gemeinsam. Auch mit den Mütterverbänden, die haben doch alle eigentlich
[56:00] kein Interesse daran, dass das Zusammenarbeit.
[56:03] Da waren wir ja vorhin schon mit dem Dachverband, Zusammenschluss,
[56:07] das ist schwierig, weil wir haben auch natürlich viele Charakterköpfe,
[56:10] die dann gar nicht schnell... Ja, wie immer. Wie in Europa. Ja, wie in Europa.
[56:16] Aber das Stichwort, ich glaube, das Stichwort vergeben und verzeihen ist ein
[56:19] ganz wichtiges Stichwort, dass man nicht unterschätzen darf.
[56:24] Und insofern auch eigentlich ein schönes Schlusswort, Burkhard,
[56:28] weil das ist, wenn man da hinkommt,
[56:32] dann sind die Erwachsenen erstmal ein Stückchen vorangekommen und die Kinder
[56:35] sind auf der sicheren Seite.
[56:37] Meistländerunfalls nicht. Aber das ist, wie du sagst, beide Seiten können sich
[56:42] da manchmal sehr verrennen und sie haben weder die Mütter oder die Väter.
[56:47] Aber ich finde es ganz toll, dass du aus deiner Notsituation heraus hier eigentlich viel gemacht hast.
[56:53] Du bist jetzt bei diesem Väteraufbruch, du engagierst dich, du erzählst deine Geschichte draußen.
[56:59] Das ist auch die einzige Möglichkeit, dass man eben diesem Phänomen Entfremdung,
[57:03] in der Öffentlichkeit verschafft.
[57:05] Wenn dann einfach mehr Menschen auch verstehen, worum es geht und warum das
[57:07] so schrecklich ist für die Kinder und auch natürlich für die Älter. Richtig, ja.
[57:14] Also das ist natürlich, das sind die Kinder immer die Hauptleidtragenden,
[57:18] aber wie du sagst, es gibt eben auch Väter, die darüber für den Rest ihres Lebens verzweifeln.
[57:25] Ja, und bis zum Schluss irgendwo, je länger es eigentlich dauert,
[57:29] umso schwieriger wird es natürlich, die Kurve zu kriegen.
[57:32] Ich habe das bei Herrn Hänsel gesehen, der hat ja, das wird ja auch immer geschrieben,
[57:36] wie der da manchmal so grinst und sitzt.
[57:38] Da denke ich, im Grunde genommen ist das schon fast peinlich.
[57:43] Das spürt man förmlich. Ja, und dann denke ich, ja, aber es ist eben, dass diese...
[57:50] Da sind die Grenzen halt schon längst überschritten worden. Da sind noch keine Grenzen mehr gezogen.
[57:55] Da wird nur noch, man bekämpft sich gegenseitig. Genau, aber die könnten von
[57:58] heute auf morgen sagen, das ist es, wir könnten theoretisch sich an einen Tisch
[58:03] setzen und sagen, wir ändern das nicht komplett.
[58:07] Und eigentlich, was ich muss sagen, diese Öffentlichkeitsarbeit,
[58:12] Wenn man das auch die Medien darüber,
[58:14] das ist ja eigentlich eine Chance, das ist eine Chance, das Thema in die Gesellschaft
[58:18] kommt, weil das ist einfach, wir suchen ja auch noch Menschen,
[58:21] die sich engagieren, hier im Bereich eben Öffentlichkeitsarbeit noch mehr da,
[58:25] da müsste noch mehr passieren, auch durch Prominente, man merkt ja wie schnell
[58:28] das geht, wenn hier eine,
[58:30] gerade haben wir das ja wieder mit der Fernandes da.
[58:33] Ja, genau. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Das ist ein komplexes Thema.
[58:39] Aber diese Chance, dass wir wirklich etwas verändern können,
[58:47] wenn man verzeiht und nach vorne guckt.
[58:51] Das wurde ja gerade von Döpfner angemahnt, dass unsere Medienlandschaft viel
[58:56] zu gleich geschaltet ist und dass wir Meinungsvielfalt brauchen.
[59:00] Und das ist eben, so ein Blatt könnte auch mal die Bild, könnte auch mal so
[59:03] fett aufmachen und sagen, wie wäre es denn, wenn wir den ganzen Prozess mal
[59:07] zugunsten der Kinder umdrehen. Ja, genau.
[59:11] Für einen Irrsinn bis Ende des Jahres. Das wird noch erst nächstes Jahr reingehen.
[59:16] Ich glaube nicht, dass es im Dezimmer vorbei ist. Es ist das an Zeit und Geld
[59:19] und natürlich, die Anbilde freuen sich. das ist eine Show der Anwälte da und und,
[59:23] Och, das tut einem wirklich unglaublich leid. Aber das wäre wirklich,
[59:28] ja, das ist eigentlich, wenn man doch diese Kinder jetzt, wie kann man genau,
[59:32] das ist etwas, wie kann man die, das ist eben am einfachsten wäre es,
[59:38] wenn die Eltern, die Kinder merken, sobald die merken, die Eltern reden wieder miteinander.
[59:40] Ich glaube, Schwung, dann macht das so und die Kinder können wieder Zugang haben.
[59:45] Es gibt da so ein Buch über fremde Kinder, die haben darüber berichtet,
[59:51] dass sie dann irgendwann die Kurve gekriegt haben, dass sie gemerkt haben,
[59:53] aber dann ist zum anderen Elternteil die Beziehung natürlich schlechter geworden.
[59:56] Und das ist doch auch nicht schön. Das wollen wir auch nicht.
[1:00:00] Wir wollen, dass Mütter und Väter für beide Kinder jeweils immer da sind,
[1:00:05] für alle Kinder da sind, das ist ganz wichtig.
[1:00:07] Und wir danken dir sehr für deine Offenheit, Burkhardt, dass du heute dich auf
[1:00:11] den Weg gemacht hast und wünsche dir morgen einen schönen Urlaub.
[1:00:15] Dankeschön. Ich habe mich sehr gefreut, eine Woche zu sein.
[1:00:20] Es ist eine wunderbare Chance, einfach das zu verändern, zu verbessern zugunsten,
[1:00:27] aller Trennungseltern und Kinder.
[1:00:29] Ja, mit allem Dank ans Abendblatt. Ja, ganz genau. Wunderbar.

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