# Folge 43: Der Eltern-Kind-Entfremdung wird gewissermaßen die Tarnkappe entrissen

An episode of ["Wenn Eltern Feinde werden" – Ein Podcast über Eltern- Kind- Entfremdung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1836892223), 29 Jun 2026, 52 min.

Audio: https://cdn.audiorella.com/podcasts/1579-wenn-eltern-zu-feinden-werden/244481-folge43-der-eltern-kind-entfremdung-wird-gewissermassen-die-tarnkappe-entrissen.mp3?v=2

Wie zehntausend andere betroffene Elternteile in Deutschland fühlte sich Kent Bridgewater nach dem Kontaktabbruch zu seinem Kind machtlos und allein gelassen. Doch statt zu resignieren, wurde er aktiv: Mit der Plattform mein-einzelfall.de hat er bereits fast 200 Fälle dokumentiert – unterfüttert mit Fakten, Urteilen, Gesetzen und internationalen Studien. Im Podcast deckt er systematische Missstände im Familiensystem auf und erklärt, warum z. B. die Düsseldorfer Tabelle oft fälschlicherweise wie ein starres Gesetz angewendet wird. Dabei betont Kent Bridgewater: Seine Initiative ist strikt genderneutral – denn Kinder brauchen Mutter und Vater gleichermaßen. www.mein-einzelfall.de #WennElternFeindeWerden #MeinEinzelfall #KentBridgewater #ElternPodcast #Trennungskinder #GemeinsameSorge #MutterUndVater #ElternBleiben #Genderneutral#Familienrecht #Unterhalt #DüsseldorferTabelle #FamilienrechtDeutschland –Weitere Podcasts unter: www.abendblatt.de/podcast - Wir freuen uns auf Eure Bewertungen und Likes - Abonniert unseren Podcast, natürlich kostenlos - Feedback: moinhamburg@abendblatt.de

## Transcript

[0:08] Guten Tag, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer vom Podcast Wenn Eltern Feinde werden,
[0:12] das Hamburger Abendblatt. Wir sind heute zu dritt im Studio vom Abendblatt.
[0:17] Zu meiner Seite sitzt unser Co-Host Christoph. Und wir haben zum zweiten Mal
[0:21] Kent Bridgewater zu Gast. Hallo Kent. Hallo. Danke, dass du da bist.
[0:25] Du hast eben gesagt im Vorgespräch, du warst Anfang des Jahres da.
[0:29] Richtig. Ich weiß nur, es war echt kalt.
[0:32] Lacht, hatte Schnee noch eigentlich? Nein, es war ein bisschen.
[0:35] Ein bisschen Schnee. Ich habe das ja nicht. Ich hatte Winter.
[0:39] Ja, ich bin nicht so der Wintermensch. Egal.
[0:42] Vielleicht magst du nochmal ganz kurz sozusagen deine persönliche Situation schildern.
[0:46] Wie viele Kinder, wie so die Lage. Und dann kommen wir zu der Idee, die du geboren hast.
[0:51] Nach unserem Podcast. Das hat mit unserem Podcast gar nichts zu tun. Das ist deine Idee.
[0:56] Aber die wir für sehr gut halten. Von der wir denken, dass sie weit verbreitet
[1:00] werden sollte. Vielen Dank.
[1:01] Bitte, sag mal kurz persönlich was zu dir. Genau, ich bin Kent.
[1:04] Und hier geht es um meine beiden Söhne aus erster Ehe und ich darf hier halt
[1:11] weiterhin nur einen bestimmten Prozentsatz an Zeit zählen, wenn man das mal
[1:16] auf zwei Wochen rechnet.
[1:17] Die Ferien sind halbe halbe, den Widerspruch kann mir auch keiner erklären.
[1:23] An dem Punkt stehe ich weiterhin. Die Voraussetzungen sind ja ideal.
[1:28] Also ich wohne zwei, drei Kilometer entfernt.
[1:32] Also die beiden Elternhäuser sind zwei, drei Kilometer voneinander entfernt.
[1:35] Der Lebensmittelpunkt ist der gleiche. Die Schulen, die Sportvereine,
[1:38] Freundeskreis, alles gut.
[1:41] Das sind ja eigentlich gute Voraussetzungen. Korrekt. Sehr gute Voraussetzungen.
[1:44] Ja, ich bin selbstständig und wenn meine Kinder bei mir sind,
[1:47] dann arbeite ich im Grunde genommen auch nicht und konzentriere mich darauf.
[1:52] Darf ich kurz den Prozentsatz?
[1:55] Also ich habe es ausrechnen lassen, wir sind jetzt momentan bei 41,
[1:59] la la la, also 41, irgendwas Prozent.
[2:02] Man kann es ja mittlerweile sehr, sehr genau auf die Stunde genau ausrechnen.
[2:06] Und also wird halt das Jahr in Stunden umgerechnet und dann kann man halt die Betreuung.
[2:11] Aber warum, jetzt muss ich doch nochmal ins Detail sozusagen,
[2:15] also warum, wie kommt man darauf, dass man sagt 41% und eben nicht 50-50.
[2:23] Gute Frage. Wessen die Idee ist, hat der Richter die Idee gehabt,
[2:26] um jemanden zu befrieden?
[2:29] Hast du die Idee, weil du gesagt hast, ja, könnte ja sein, dass du auch sagst,
[2:33] dass du sagst, du bist selbstständig, ist ja auch ein hartes Brot unter Umständen,
[2:37] ich kann meine Kinder gar nicht so oft sehen, sondern 41%.
[2:40] Oder umgekehrt bei deiner früheren Frau, was ich völlig in Ordnung finde,
[2:43] man soll sehr flexibel sein in dem Fall.
[2:45] Aber das scheint ja nicht so zu sein, sondern irgendjemand hat sich 41,5 Prozent
[2:49] ausgedacht und dann musst du mit dem Taschenrechner ausrechnen,
[2:52] wie oft du dann deine beiden Söhne sehen darfst. Richtig.
[2:55] Es ist auf jeden Fall gegen den Wunsch der Kinder und gegen meinen Wunsch bislang immer gewesen.
[3:01] Es fing halt an, dass ich die Kinder ein paar Stunden alle zwei Wochen sehen durfte.
[3:05] Das war ein langer, harter Weg bis hierhin.
[3:09] Nein, man kann mir das nicht erklären. Wir sind beide Eltern.
[3:12] Man kann mir nicht erklären, wie so ein Elternteil gewisse Dinge bestimmt oder auch nicht.
[3:21] An dem Punkt stehe ich weiterhin. Also mit einem großen Fragezeichen,
[3:24] das kann mir keiner erklären.
[3:25] Aber es wird mir halt signalisiert seitens der Behörden und so weiter,
[3:29] dass es schon sehr schwierig ist, diesen momentanen Statusquote zu ändern.
[3:35] Genau. Und da wird dann oft auch dieses Kindeswohl ins Feld geführt.
[3:40] Auch das kann mir keiner erklären. Am Ende geht es darum, dass ich meine Kinder
[3:44] nicht sehen darf, weil das andere Elternteil Nein sagt. Relativ unbegründet Nein.
[3:53] Bist du jetzt noch, verstehe ich das, wenn ich 41 Prozent höre,
[3:59] also noch 9 Prozentpunkte, interpretiere ich das richtig, dass das auch ein Stück prinzipiell ist?
[4:05] Weil man könnte ja auch sagen, okay, 41 zu 59 ist jetzt, da gibt es schlechtere
[4:10] Fälle. Klar, ich bin mittlerweile in der glücklichen Lage, dass ich meine Kinder
[4:14] sehen darf und dass wir auch eine richtig gute Beziehung zueinander haben.
[4:20] Dennoch bin ich weiterhin Repressalien ausgeliefert.
[4:27] Jetzt muss ich wieder akzeptieren, dass ich die Sommerferien nur eine und zwei
[4:31] Wochen haben darf, nicht drei Wochen am Stück.
[4:33] Solche Geschichten, das wird mir präsentiert als ist.
[4:38] Da kann ich mich mit abfinden oder auch nicht. Aber das wird dann so durchgezogen, der Stiefel.
[4:46] Und das sind so Sachen, die verstehe ich nicht. Genau, wie gesagt, wir sind beide Eltern.
[4:52] Ich bin der Meinung, dass man vieles, viel, viel mehr auf Elternebene klären sollte.
[4:57] Und dass ganz, ganz viel überhaupt nicht geklärt werden kann,
[5:02] bei einer, wenn es sehr nötig ist, gerichtlichen Klärung, immer die Kinder mit reingezogen werden.
[5:07] Das heißt, jetzt hat man plötzlich den Sachverhalt, dass sofort bei einer kleinen
[5:14] Unstimmigkeit, die vor Gericht geht, hat man sofort, dass die Kinder befragt werden müssen.
[5:21] Möglicherweise gibt es ein Gutachten. Das Ganze zieht sich ewig hin wie Kaugummi.
[5:25] Und am Ende haben wir nur darüber gesprochen, ob wir die Ferien irgendwie so oder so aufteilen.
[5:29] Und das möchte alles keiner. Und das sind kriegsähnliche Zustände. Eigentlich nicht, ja.
[5:35] Genau, wenn man sich da mit dem Thema beschäftigt, sieht man,
[5:37] okay, wir sind an Gesetzen, die sind aus 1957.
[5:41] 57 und seitdem im Grunde genommen werden die willkürlich angewendet und an dem
[5:49] Punkt stand ich und habe gesagt, okay, also irgendwie,
[5:52] ja, ich habe mich gefühlt, als
[5:53] stehe ich im sogenannten Wald und verstehe einfach die Welt nicht mehr.
[5:58] Wie kann man von vornherein eine sehr unfaire Situation, wie kommt man da raus?
[6:05] Bin ich allein? Ist es wirklich mein Einzelfall? Und jetzt sind wir genau beim
[6:10] Thema sozusagen. Du hast nämlich vor wie vielen Monaten?
[6:13] Im Februar. Im Februar? Ein ganz frisches Projekt.
[6:18] Eine Website ins Leben gerufen, meinanzelfall.de. Richtig.
[6:23] Und die erfreut sich auch schon erstaunlicher Resonanz.
[6:27] Ja. Vielleicht magst du einfach nochmal kurz, vielleicht sage ich nochmal einen Satz dazu.
[6:33] Das Thema Eltern-Kind-Entfremdung oder Kontaktab oder wie auch immer ist eben
[6:37] leider in Deutschland in bestimmten Bereichen nicht genügend wissenschaftlich aufgearbeitet.
[6:43] Richtig. Nicht genügend statistisch aufgearbeitet.
[6:48] Durch bestimmte Fragen, auch in dem Zensus, den es immer gibt,
[6:52] alleinerziehend gibt es verzerrende Bilder unter Umständen.
[6:55] Deswegen sind wir sehr dankbar, dass du uns informiert hast,
[6:59] dass du diese Website ins Leben gerufen hast.
[7:01] Jetzt werde ich was sagen, weil man da vielleicht im Laufe der Zeit tatsächlich
[7:04] validere Zahlen einfach zu bestimmten Zusammenhängen in diesen ganzen Prozessen,
[7:12] in die eigentlich fast alle Gäste, die wir hier bis jetzt hatten, verwickelt sind.
[7:15] Bei einem oder anderen geht es vielleicht ein bisschen schneller,
[7:20] bei anderen geht es noch langsamer als bei dir.
[7:22] Also diese Willkür oder diese Ungleichzeitigkeiten, die man da,
[7:26] um es mal vorsichtig zu sagen, festmachen kann.
[7:29] Und da könnte natürlich deine Website Einzelfall.de, die ja eigentlich fast
[7:33] ein etwas ironischer Titel eigentlich ist für eine Website, weil es ist ja eben
[7:37] gerade kein Einzelfall, was dir widerfährt.
[7:39] Aber jetzt bitte zu dir, wie ist die Idee geboren worden? Danke Andreas.
[7:43] Also die Idee ist tatsächlich das direkte Resultat auf eine E-Mail vom Anwalt
[7:50] des anderen Elternteils.
[7:53] Die Situation war so, ich habe mich mal wieder, also meine Kinder und ich,
[7:57] wir haben uns unterhalten und auch über Umgang und wie wir das alles irgendwie
[8:00] eigentlich gerne hätten.
[8:02] Und das hat dann dazu geführt, dass ich eine E-Mail bekommen habe,
[8:07] in der mir erklärt wurde, was ich für ein schlechter Mensch bin,
[8:09] wenn ich über Umgang spreche mit meinen Kindern.
[8:13] Und wenn ich das nicht unterlasse, dann bekomme ich eine Klage nach Paragraph so und so.
[8:22] Und ich bin kein Jurist. Ich bin sicherlich, also ich glaube,
[8:27] ich bin ein informierter Mensch.
[8:29] Ich habe auch mal studiert also das ist alles in ordnung nur nur kenne ich nicht
[8:33] jeden paragrafen auswendig und das war so ein bisschen was mache ich jetzt gehe
[8:38] ich jetzt wieder darauf gehe ich gehe ich in den kampf gehe ich ihnen was tue ich von daher,
[8:44] Habe ich mein-einzelfall.de ins Leben gerufen.
[8:48] Und mir ging es jetzt aber ganz, ganz explizit darum, weil ich kenne ganz viele
[8:52] Menschen, die sowohl Frauen und Männer, denen furchtbares Leid widerfährt.
[8:58] Und es ist immer das Gleiche.
[8:59] Und dann hört man aber, nein, es ist ja nur dein Einzelfall.
[9:02] Wenn man sich dann die Politik anhört und anschaut und nachliest,
[9:06] dann wird ganz, ganz viel an Gesetzesmodernisierung, nenne ich es jetzt mal,
[9:12] abgeblockt mit dem Hinweis, Wir mischen uns da nicht ein, da geht es ums Kindeswohl.
[9:17] Und es ist immer ein Einzelfall.
[9:21] Also wenn es ein Einzelfall ist, dann, ich kann verstehen, wenn es mir so geht
[9:24] und vielleicht geht es noch irgendwie ein, zwei anderen Menschen so.
[9:27] Aber wenn es Hunderten, Tausenden, Zehntausenden so geht, dann ist das kein Einzelfall.
[9:32] Was wir vermuten, dass es Zehntausend im Jahr sind. Wir wissen nicht genau, wie viele es sind.
[9:36] Schätzungen liegen zwischen 30.000 und 50.000. Aber das ist erstmal eine Schätzung,
[9:40] muss man fairerweise sagen.
[9:41] Und genau daraus ist dann... Aber selbst Entschuldigung, selbst wenn es auch
[9:44] nur ein tüttelig ein 20.000 wäre, wäre auch schon zu viel. Ja, logisch.
[9:50] Und um das einmal vernünftig aufzuarbeiten, mittlerweile haben wir fast 200 Fälle auf der Webseite,
[9:57] die einfach mal, das sind OLG-Entscheidungen, das sind aber auch Nutzerfälle
[10:04] letztendlich, die können anonym eingereicht werden.
[10:09] Mir sind die Personen bekannt, also das Anmeldeverfahren ist so,
[10:13] dass man sich halt den Fall einmal schildert und veröffentlicht wird es dann
[10:18] aber in der Regel anonym.
[10:19] Das macht ja auch Sinn, ja. Ja, es sei denn, man möchte wirklich seinen Namen
[10:22] nennen, dann bitteschön. Aber das muss man explizit auswählen und die Voreinstellung ist anonym.
[10:27] Aber du weißt, wer es ist?
[10:31] Mir ist auch sicher. Also an der Stelle möchte ich auch mal ganz klar sagen,
[10:33] also die Seite ist mittlerweile so, Also selbst ich komme in die Datenbank nur
[10:37] mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung und mir ist das Thema Sicherheit unheimlich wichtig.
[10:44] An der Stelle auch gerne der Aufruf an die Öffentlichkeit, es ist ein einzelnes
[10:50] Projekt, wenn da gerne jemand mitmachen möchte, everybody's welcome,
[10:55] also gerne einfach eine Nachricht senden, das kann nur besser werden.
[10:59] Aber jetzt nochmal zurück zur Intention. Es ging jetzt darum,
[11:03] das Ganze genderneutral aufzuarbeiten, weil es gibt so viele Initiativen,
[11:07] die ein Gender irgendwie in den Vordergrund stellen.
[11:11] Und es geht mehr auf den Geist, weil die Väter wollen das Gleiche wie die Mütter.
[11:15] Und zwar Zeit mit ihren Eltern, mit ihren Kindern. Am Ende des Tages ist das so, ja.
[11:20] Und deshalb habe ich, wenn es um Neutralität geht, Habe ich ganz klar immer neutrale Statistiken,
[11:32] also Statistiken von Bundes, des Staates und verschiedenen Bundesbehörden,
[11:38] wenn es keine...
[11:41] Ich sage jetzt mal, öffentlichen Quellen gibt, sondern private,
[11:46] dann habe ich immer darauf geachtet, dass man nicht nur Müttervereine als Quelle
[11:49] hat, sondern eben auch Vätervereine oder so, oder umgekehrt,
[11:53] damit man eine gewisse Neutralität hat.
[11:55] Was ja auch wichtig ist, was wir ja auch versuchen, in unserem Podcast hinzukriegen,
[11:59] weil wir eben sagen, Kinder brauchen Väter und Mutter.
[12:03] Das sind Gewaltgeschichten, andere, das ist ein ganz anderes auf meinem Blatt,
[12:07] aber das ist nicht der Fall, es brauchen Kinder, Vater und Mutter. Ja, richtig, Andreas.
[12:11] Und das Thema Gewalt nehme ich auch nochmal ganz, können wir kurz angehen.
[12:15] Also wenn es wirklich explizit, also horrifying, also ganz, ganz schlimme Dinge
[12:21] sind, dann glaube ich, das sind dann auch wirklich Einzelfälle,
[12:25] die wir nochmal ganz anders anschauen sollten.
[12:27] Aber das große Leid, es gibt so viel kravierend furchtbare Entscheidungen,
[12:35] wo die Kinder am Ende richtig, richtig leiden, nur weil es eine Lagerbildung gibt.
[12:41] Und das möchte ich gerne aufzeigen. Es gibt eine ganz spannende Statistik,
[12:46] dass man das alleinige Sorgerecht wird zum Beispiel nach Bundesländern völlig
[12:52] unterschiedlich zugewiesen.
[12:56] Und ja Kent, sag uns mal was, es ist ja quantitativ hier, verstehe ich die Seite
[13:02] richtig, die ist ja stark quantitativ, um dahinter zu kommen, was ist...
[13:08] Aus den vielen Einzelfällen, was kristallisiert sich heraus,
[13:12] was statistisch signifikant ist, wie man so schön sagt?
[13:15] Also signifikant ist auf jeden Fall, wie Alleinsorge an einen Elternteil geurteilt wird.
[13:23] Und zwar ist das ganz klar nach Bundesland unterschiedlich. Es gibt ein ganz,
[13:27] ganz hartes Ost-West-Gefälle und ein Nord-Süd-Gefälle.
[13:30] In den neuen Bundesländern hat man 47 Prozent, dass ein Elternteil ein alleiniges Sorgerecht bekommt.
[13:38] Und in Bayern hat man 76 Prozent.
[13:41] Das heißt, wir sprechen hier über eine Riesendiskrepanz, wie das gleiche Bundesgesetz
[13:47] angewandt wird. Das heißt, wir haben einfach eine Postleitzahlen-Lotterie.
[13:51] Und das sind solche Punkte, die, das ist auch kein Einzelfall mehr.
[13:57] Das ist System, das kann man ganz klar nachzeigen. Es hat hier eine schöne kleine Deutschlandkarte.
[14:02] Baden-Württemberg und Bayern sind rot.
[14:05] Die alten Bundesländer sind orange, gelb. Und die neuen Bundesländer sind grün.
[14:09] Grün ist 47. Grün ist 47, genau. Das ist 50-50. Da ist 50-50,
[14:14] dass man alleiniges Sorgerecht bekommt.
[14:16] Aus der ehemaligen DDR, gewöhnt, dass beide berufstätig sind.
[14:21] Deswegen wird es auch gleich. Möglicherweise, ja.
[14:23] Weiß man nicht. Doch, da zeigt die Statistik auch relativ deutlich,
[14:27] dass es eben auch da entsprechende...
[14:32] Zahlen gibt, die das belegen. Das ist tatsächlich so. Und das ist letztendlich,
[14:36] wir brauchen gar nicht so sehr einsteigen.
[14:37] Ich glaube, wenn wir jetzt hier im Podcast nur über Zahlen sprechen,
[14:41] dann kann ich mir vorstellen, das ist ein recht langweiliger Diskurs.
[14:47] Wie viel Feld hast du jetzt? Knapp 200? Knapp 200, genau.
[14:51] Das ist ja schon eine Fallmenge, würde ich sagen, die ist schon ganz relevant.
[14:55] Und wenn du da sowas zum Beispiel rausbekommst, ist ja schon sehr interessant.
[14:59] Da hat Christoph recht. Das finde ich faszinierend.
[15:02] Also in Bayern 76 Prozent, upsara.
[15:04] Das sind aber auch Statistiken, die auch auf Fremdquellen basieren.
[15:08] Und das ist ganz, ganz wichtig.
[15:14] Quellen sind zum Beispiel die Status, das ist das Bundesamt für Familie,
[15:19] das ist die Bertelsmann Stiftung.
[15:21] Also das sind schon hochwertige Quellen. Die Quellenlage ist mir ganz wichtig
[15:25] und auf jede Zahl, die ich nenne, die sind öffentlich zugänglich.
[15:32] Basieren auch Studien, zum Beispiel Bertelsmann
[15:34] Studie oder kommen vom Familienministerium, die Status etc. pp.
[15:41] Und das ist mir ganz, ganz wichtig, dass einfach die Glaubwürdigkeit hier im
[15:45] Vordergrund steht und dass man das auch selber nachprüfen kann.
[15:48] Also es geht mir nicht darum, irgendwelche Dinge zu erfinden oder irgendwas hier rauszuposaunen.
[15:54] Mein-einzelfall.de basiert komplett
[15:57] auf Nutzerfällen oder auf öffentlich zugänglichen OLG-Entscheidungen.
[16:05] Sowie diversen Statistiken, deutschen, europäischen und internationalen Statistiken.
[16:11] Und immer belegt mit der tatsächlichen Quelle.
[16:16] Also eine ganz seriöse Veranstaltung. Ist mir wichtig. Für was anderes möchte ich auch nicht stehen.
[16:22] Wir sehen im Gegensatz zu vielen oder in Unterscheidung, würde ich sagen,
[16:27] zu vielen anderen Veranstaltungen, die sich ja auch um dieses Thema bemühen,
[16:30] wie auch immer, entweder gender oder auch genderneutral,
[16:34] können wir dich dann begreifen als quantitative Quelle.
[16:38] Da wird es dann quantifiziert, so wie mit den Bundesländern.
[16:42] Also so begreife ich die Zeit. Da gibt es vor allem, das sind jetzt 200 Fälle,
[16:49] wenn das mal 1.000 oder 2.000 sind. Das würde ich schon als signifikant bezeichnen.
[16:54] Wenn es 1.000 sind, würde ich es absolut als signifikant bezeichnen. Und dann ist es hart.
[17:00] Dann kann man sagen, in Thüringen wird anders entschieden. Dann kann man es
[17:03] auch in wissenschaftliche Hände.
[17:05] Aber kommen wir erst einmal zurück zu den Fällen. Was mich interessieren würde,
[17:07] ist mein-einzelfall.de,
[17:12] In relativ kurzer Zeit hast du knapp 200 Fälle bekommen. Wie hast du das hingekriegt?
[17:18] Du hast es, glaube ich, sogar im ersten Podcast mal erwähnen.
[17:20] Kann das sein? Ich weiß es gar nicht. Nee, da war das Thema noch nicht da. Kann nicht sein, genau.
[17:24] Nee, vollkommen richtig. Das kann gar nicht sein. Blödsinn. Aber das ist ja
[17:28] doch relativ schnell gegangen dann. Richtig.
[17:32] Februar, jetzt haben wir Mai. Ich meine, Kinders.
[17:34] Entschuldigung. Bitte. Genau. Mir war es ganz, ganz wichtig,
[17:38] dass die Seite super leicht auffindbar ist.
[17:42] Und man findet sie auch bei Google und das war mir ganz wichtig.
[17:45] Mir ist aber auch wichtig, dass sie insgesamt einfach auch neutral ist und gut
[17:52] funktioniert für Nutzer.
[17:54] Und klar habe ich das auch ein bisschen immer mal bekannt gemacht in Facebook-Gruppen.
[18:02] Aber ich habe auch, muss ich sagen, ein paar Mitstreiter, also Marketing-Mitstreiter,
[18:08] möchte ich jetzt mal sagen, dass das Thema auch wirklich nochmal vorangetrieben
[18:12] wird von anderen Betroffenen und von anderen Eltern auch.
[18:16] Und da wird das auch ganz, ganz stark nochmal publiziert und gesagt,
[18:21] okay, hey, ihr könnt euch den Frust runterschreiben, ihr könnt euren Fall einfach mal darstellen.
[18:27] Und es gibt nachher die Sicherheit, dass das Ganze anonym einfach in eine wissenschaftliche
[18:32] Aufarbeitung kommen kann.
[18:34] Ich sage, also es ist eine Möglichkeit. Momentan wird es noch nicht wissenschaftlich
[18:38] aufgearbeitet, doch das ist natürlich ein Ziel.
[18:42] Und dass daraus dann letztendlich auch vernünftige Politik gemacht wird.
[18:45] Wir haben in der vergangenen, ich glaube, was war das hier, Jamaika,
[18:50] man weiß ja gar nicht mehr, welche Farben das jetzt alles hat. Ampel. Ampel.
[18:54] Ampel. Die Ampel. Da ging es darum, das Familiengesetz zu modernisieren.
[18:59] Und interessanterweise gab es auf beiden Seiten, also das Elternspektrum,
[19:05] männlich, weiblich, Initiativen, das zu blockieren.
[19:11] So, und am Ende haben nur die Kinder gelitten. Und das habe ich auch nochmal
[19:13] mit Zahlen da drin und mit den entsprechenden Akteuren.
[19:18] Da ist das genau gegenübergestellt, dass zum gleichen Gesetzesentwurf es Initiativen
[19:22] gab von Eltern, männlichen Eltern und von Eltern, weiblichen Eltern,
[19:27] die dieses Gesetz auf ihre eigene Art torpediert haben.
[19:32] Wie bei anderen Themen wird eben Lobbyarbeit geleistet, mehr oder weniger.
[19:35] Ja, und das ist spannend. Und wenn wir beim Thema Politik sind,
[19:41] es gibt eine kleine Nischenpartei, die ist für ein ausgeglichenes Modell und
[19:50] alle anderen Parteien, die sind ja entweder dagegen oder entziehen sich ganz einer Meinung.
[19:55] Auch das ist auf der Seite genau nachlesbar.
[19:59] Welche ist das?
[20:01] Welche Partei, die FDP hat sich einmal zu bekannt,
[20:06] dass sie gerne das Wechselmodell haben möchte oder das als seriöses,
[20:16] faires Grundlage sieht.
[20:18] Und alle anderen Parteien sind für ein sogenanntes Residenzmodell,
[20:24] das heißt die Kinder sind hauptsächlich bei einem Elternteil und das andere
[20:27] Elternteil wird ausgeschlossen aus Gründen des Kindeswohls.
[20:32] Und das kann man genau nachlesen, wie gesagt, viele Parteien auch,
[20:35] also ich habe 15 Parteien dahingestellt, das kannst du alles öffentlich nachlesen,
[20:38] die haben ihre eigenen Parteiprogramme, auch da sind die ganzen Links drin.
[20:41] Und ich habe da nochmal, und das ist mir auch wichtig, nochmal die Funktion
[20:45] eingefügt, dass man jetzt auch nochmal eine Stellungnahme schicken kann.
[20:48] Also wenn ich Vertreter einer Partei bin, kann ich jetzt auch nochmal eine Stellungnahme
[20:52] schicken und sagen, das sehe ich anders oder wie auch immer.
[20:55] Also auch da bin ich ganz offen und mir geht es einfach nur um die Transparenz.
[21:01] Okay, sag mal, ich kann mir vorstellen, dass viele ganz neugierig sind für Plakatives,
[21:07] so wie mit den Bundesländern.
[21:09] Hast du noch was mitgebracht, von dem du sagen könntest? Also mich persönlich
[21:12] würde nochmal die Kontaktabbruchfrage interessieren.
[21:17] Werden die da beleuchtet? Könntest du sogar, hast du schon Zahlen erhoben,
[21:23] wie das, also könnte ich was wählen, würde ich sagen, wie hatten sich seit den
[21:27] 50er Jahren des letzten Jahrhunderts eigentlich das entwickelt?
[21:30] Das kannst du wahrscheinlich noch nicht darstellen, aber vielleicht gibt es einen kleinen Trend.
[21:35] Also was man auf jeden Fall darstellen kann, was das Thema Eltern-Kind-Entfremdung
[21:39] und Kontaktabbrüche betrifft, das kann man einmal nachlesen in den Fällen,
[21:45] ganz aktuell, aber das passiert ganz, ganz vielen Eltern,
[21:51] dass Kinder entfremd werden von einem Elternteil.
[21:55] Und nochmal, es ist genderneutral. Ich habe Einreichungen von Männern,
[22:01] denen geht es furchtbar. Ich habe Einreichungen von Frauen, denen geht es furchtbar.
[22:05] Und deshalb, glaube ich, ist so wichtig, das Gender-Ding, das muss weg.
[22:09] Und ich habe auch, wenn man Fälle einreicht, ich habe überhaupt kein Feld mehr
[22:12] zum Geschlecht, Männlein, Weiblein oder so, sondern es ist ein Freitext.
[22:17] Du kannst da reinschreiben, was du willst. Das ist mir völlig wurscht.
[22:20] Und es geht letztendlich um uns Menschen und vor allem um unsere Kinder.
[22:23] Genau. Und das ist so wichtig. Und nichts anderes zählt.
[22:27] Jetzt nochmal zu Christophs Frage mit den Kontaktabbrüchen.
[22:32] Die Statistiken dazu sind vor allem ganz, ganz signifikant, dass es erhöhte Suizidraten gibt.
[22:40] Sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern, die betroffen sind.
[22:44] Es gibt erhöhte ist ja furchtbar ja klar, tot also Menschen sterben kannst du
[22:53] sehr nicht bekannt nachweisen,
[22:55] Und es ist alles aufbereitet und basiert auf öffentlich zugänglichen Zahlen.
[23:01] Also es ist nichts, was man sich selber ausdenkt, sondern es ist alles öffentlich.
[23:04] Das sind solche Geschichten, die sind wirklich gravierend.
[23:08] Es gibt andere Marker, die furchtbar sind. Also die Menschen sind grundsätzlich
[23:12] dann, ja, also die haben es schwerer im Leben.
[23:15] So in Bildung, in Gesundheit, Beziehung.
[23:19] Und Entfremdete. Entfremdete. Oder Entfremden.
[23:23] Das ganze Spektrum. Es geht allen schlecht. So, furchtbar.
[23:29] Und das ist ein Punkt, aber was auch signifikant ist, dass es Studien gibt,
[23:34] die aufzeigen, dass 85 Prozent aller Gutachten,
[23:37] ich mache mal eine Pause, 85 Prozent aller Gutachten, gibt Studien zu, sind fehlerhaft.
[23:45] Das heißt, die Gerichte, die sagen, okay, wir haben hier einen Einzelfall,
[23:49] das müssen wir beleuchten, wir nehmen uns mal einen Gutachter Und darauf entscheiden
[23:54] wir nachher über Wohl und Wehe, was wir unseren Kindern antun.
[23:59] Und alle waschen sich die Hände in Reinheit und sagen, haben wir gut gemacht.
[24:04] Jetzt haben wir einen Gutachter gefunden, eine Gutachterin.
[24:09] Welche Instanz sagt dann an, dass das Gutachten falsch war?
[24:14] Oder wie kommt es zu der Aussage, dass die falsch sind? Es ist wissenschaftlich aufbereitet worden.
[24:19] Das heißt, gewisse Mindeststandards an Gutachten gibt es, auch wissenschaftlich anerkannte Standards.
[24:24] Und man kann anhand dessen schon sofort allein auf Formalitätsfehler,
[24:30] kommt man ganz, ganz schnell auf diese Zahl.
[24:32] Das heißt, jetzt haben wir, und dann wird es ja wild. Das heißt,
[24:35] jetzt hat man irgendwelche,
[24:39] Aber Gutachten, die mal so, mal so, mal so gestaltet werden.
[24:43] Das heißt, man hat einfach eine unwahrscheinliche Willkür.
[24:46] Und auch da ist es dann wieder Lotterie oder Zufall, wie so ein Gutachten ausgeht.
[24:51] Und wir haben ja, Andreas, schon vor längerer Zeit gelernt, dass die gesamte
[24:56] Richterschaft immer ein Gutachten beschafft. Die meisten jedenfalls.
[25:02] Und auch gerne mal mehrere, nicht nur eins, sondern mehrere,
[25:05] die auch immer die Eltern bezahlen müssen. Ja, so ist es. Die nehmen das dann
[25:08] und sagen, okay, so ist es.
[25:09] Gutachten sind auch furchtbar teuer. Ja, so ist es.
[25:13] Und das ist das Nächste, was ich auf der Seite habe. Und zwar ist das einmal
[25:16] die Kostenaufstellung.
[25:18] Also man sieht die ganzen aktuellen Kosten, was Gerichtsverfahren so kosten. Und?
[25:23] Ich glaube, 5.500 Euro oder 5.000 Euro ist schon mal der kleine Streitwert.
[25:28] Also für einen kleinen Fall.
[25:30] Und dann, ja, es wird halt einfach teuer. Also die Anwaltskosten sind nach oben
[25:33] offen. Wir hatten schon mal hier Fälle von 60.000 Euro, wo die futsch sind.
[25:37] Ja, ich kenne auch Fälle, die sieben Gutachten und so. Das ist furchtbar.
[25:40] Wobei nichts dabei rausgekommen ist.
[25:42] Das ist übrigens auch, also wenn man seine Fälle einreicht, kann man auch nochmal
[25:45] sagen, okay, für das und das und das habe ich so und so viel zahlen müssen bis jetzt.
[25:49] Und das ist immer fünfstellig. Also die Regel ist fünfstellig.
[25:53] Und da habe ich nochmal einen kleinen Kostenrechner drauf. Das heißt,
[25:56] man kann sich das nochmal als Kostenblock sehen.
[25:58] Wenn man dann so guckt, okay, 30.000 Euro, 50.000 Euro, dann hat man gleich
[26:03] den Vergleich dazu, was passiert eigentlich, wenn wir das Geld anlegen würden
[26:07] für unsere Kinder, wie viel Geld hätten die, wenn sie 18 sind. Gute Idee, ja.
[26:10] Ja, dann kannst du sagen, ich habe drei Kinder, die Kinder sind drei,
[26:14] vier, fünf und mit 18 werden dann aus 30.000, la la la.
[26:18] Und wir können zufügen, was der Staat, also was wir alle da für das System einzahlen.
[26:23] Das kommt ja auch noch dazu. Der ganze Apparat muss ja in Bewegung gehalten.
[26:28] Der Rechtsstaat muss ja auch in Bewegung gehalten.
[26:32] Also die Kosten für Familienstreitigkeiten sind immens.
[26:37] Es geht in die Milliarden, wenn man die Gutachten dazu zählt, die Anwaltskosten.
[26:41] Und dann nochmal die ganzen volkswirtschaftlichen Schäden, die das anrichtet.
[26:45] Wir haben die dann daraus resultierenden Kranken.
[26:49] Wir haben dann daraus resultierend Bildungsschwächere. Die Depression.
[26:54] Das ist zäh zu krank. Also genau, also diese, oder fällt in diesen Statistikblock,
[27:00] so würde ich es mal sagen.
[27:03] Und ja, es ist schon gravierend, was wir da eigentlich machen.
[27:08] Und letztendlich, weil man wegschaut, man sagt, es ist ein Einzelfall.
[27:12] Es geht mich doch nichts an, was bei den Nachbarn oder so passiert.
[27:16] Wie viel Zeit verbringst du damit in der Woche? Das ist ja, glaube ich,
[27:20] eine ziemlich aufwendige Sache.
[27:21] Ich habe tatsächlich einiges an Zeit dafür verwandt.
[27:25] Pro Woche, also momentan reduziert sich das darauf, dass ich einige Funktionen
[27:32] noch mit dazugefügt habe.
[27:34] Jetzt kann man zum Beispiel kleine Umfragen auswählen oder ausfüllen,
[27:38] damit man einfach noch mehr Daten sammeln kann.
[27:40] Okay, wie stellen sich Fälle dar?
[27:44] Alles anonym, also du brauchst keinen Namen, da schreiben kannst du am Anklick. Aber das so mit KI...
[27:50] Weil das würde man sich ja anbieten, dass du das eben nicht nur alles...
[27:53] Nein, ich bin kein Software-Ingenieur, wenn man das so möchte.
[28:00] Ich bin ein einfacher Mann und habe eine Webseite gemacht und ein einfaches Elternteil.
[28:10] Ich will es nochmal ein paar Tiefen. Also mein-einzelfall.de,
[28:15] super Idee, wird sich weiterentwickeln. Wer weiß, vielleicht haben wir dich
[28:18] zum dritten Mal irgendwann hier sitzen, wenn wir tausend Fälle haben.
[28:21] Genau. Also, da müssen wir gucken.
[28:24] Ich hoffe, dass die Politik vorher reagiert. Da wirst du gucken.
[28:27] Ja, die Schlauzen, würde ich auch mal sagen. Die wollen wir hier mit dem Tisch
[28:30] haben dann. Genau, mal gucken.
[28:33] Jetzt bist du sozusagen einer dieser berühmten Betroffenen, Väter oder Mütter.
[28:37] Das heißt, du hast mit deiner persönlichen Situation ja eigentlich schon genug zu tun.
[28:44] Jetzt nimmst du es noch auf dich in deiner Freizeit, mein-einzelfall.de aufzubauen.
[28:50] Du hast es vorhin schon erwähnt. Vielleicht wird es irgendwann auch so viel,
[28:52] dass du sagen musst, ich brauche jetzt Hilfe von außen, weil allein kriege ich
[28:56] es eben nicht mehr hin. Könnte ja sein.
[28:58] Gerne. Was wir natürlich wünschen würden, dass du sozusagen einen Hilferuf loslässt.
[29:01] Ich bekomme auch schon ein bisschen Hilfe. Aber es kostet dich ja alles Zeit.
[29:05] Ist das nicht auch enorm belastend für dich, wenn du dich dann in deiner Freizeit
[29:09] auch noch mit diesem verdammten Thema Eltern-Kind-Entfremdung,
[29:12] Kontaktabbruch, Manipulation mit schwereren Schicksalen auseinandersetzen musst.
[29:19] Oder kannst du da auch ein bisschen trennen sozusagen? Für mich ist es tatsächlich
[29:23] auch ein Ventil, muss ich ganz ehrlich zugeben.
[29:25] Also jedes Mal, wenn ich wieder einen Schuss von Bug bekomme vom anderen Elternteil
[29:33] oder wenn mir wieder erklärt wird, was wieder falsch läuft oder was auch immer.
[29:39] Dann merke ich, dann kommt so ein Arbeitsdrang, das zu verarbeiten.
[29:46] Also es kann auch sein, dass es einfach, das tut mir glaube ich ganz gut.
[29:49] Und ja, also mit jedem Anwaltsschreiben steigt der Umfang der Webseite und da
[30:00] kann man schon eine gewisse Verkniffung sehen, Relation.
[30:06] Was ist dein Traum in zwei Jahren?
[30:09] Wie sieht die Zeit dann, was ist dann passiert? Wie sieht die Zeit aus?
[30:13] Also zu allererstes mein Traum, dass ich für meine Kinder nicht mehr vor Gericht
[30:17] gehen muss und dass wir einfach eine faire Umgangsregelung haben,
[30:22] die uns beide als Eltern würdigt und nicht dem anderen Stein in die Weg liegt.
[30:26] Das ist mein Traum, das ist das, was ich wirklich möchte und das ist auch das,
[30:30] was unsere Kinder möchten.
[30:32] Das wäre in allen intüdlichen Fällen dieses Podcasts genau das zu wünschen,
[30:37] dass es genauso ist, wie du es formuliert hast.
[30:42] Wenn man das jetzt erweitert, dann ist es sicherlich auch der Traum,
[30:46] dass man erstmal beide Eltern in die Pflicht nimmt und sagt,
[30:52] okay, es gibt zwei Eltern und jetzt muss man erstmal eine Lösung finden,
[30:56] wie man da zusammenkommt, wie man für gemeinsame Kinder sorgt.
[31:00] Und dass man erst mal mit einer Parität anfängt.
[31:05] Und sollte jetzt, Andreas, ich glaube, du hattest es angesprochen,
[31:08] es so sein, dass ein Elternteil oder beide Elternteile entscheiden oder das
[31:12] Bedürfnis haben, irgendwie zu sagen, okay, ich möchte mich gerne auf meine Karriere
[31:17] konzentrieren oder, oder, oder, irgendwelche Dinge.
[31:20] Oder es ist, weiß ich nicht, möchte umziehen oder, keine Ahnung, ist ja egal.
[31:24] Also es kann sicherlich Gründe geben, die gegen eine paritätische Kindererziehung sprechen.
[31:30] Das sollte aber der zweite Step sein. Momentan ist es genau andersrum.
[31:35] Momentan muss das vermeintlich unterlegene Elternteil, um Möglichkeiten,
[31:41] das Kind oder die Kinder sehen zu können, kämpfen vor Gericht.
[31:45] Und das Schlimme daran ist, ist überall verboten, sind Kindersoldaten,
[31:52] nur nicht im deutschen Familienrecht, Und zwar schicken wir Eltern unsere Kinder an die Front.
[32:01] Ja, die Gerichtsfront, genau, ja. Und unsere Kinder stehen jetzt in der Schusslinie
[32:06] zwischen Elternpositionen, wo es um Geld geht, wo es um Macht geht, Stolz.
[32:13] All diese Dinge kann man auch in den Einzelfällen nochmal nachgucken.
[32:17] Die ganzen Fälle haben letztendlich auch Marker, das heißt, da kann man auch
[32:20] nochmal auswählen, was man meint, was hier gerade Thema ist.
[32:24] Auch wirklich die Radiesel-Marke. Ja, ja, klar. Stolz, Geld. Ja, korrekt, korrekt.
[32:29] Interessant, ja. Genau, und danach kann man natürlich auch nochmal auswählen
[32:31] und dann sortieren, was da wirklich vor sich geht.
[32:34] Wobei ja nicht nur die Eltern, die, oder Elternteile die Kinder vor das Gericht
[32:39] schicken, sondern das Gericht selber ist es ja oft auch so, dass der Richter
[32:42] oder die Richterin, so jetzt müssen wir die Kinder mal hören oder das Kind mal hören.
[32:46] Teilweise Dreijährige. Ich wollte gerade sagen, das Kind ist vielleicht sechs
[32:49] Jahre, vier Jahre, fünf Jahre, dreijährig.
[32:51] Was soll ein dreijähriges Kind? Also es gibt Fälle, da sind Kinder aus dem Tiefschlaf
[32:56] gerissen worden, aus dem Auto,
[32:58] wurden dann von einem Verfahrensbeistand vernommen, quasi drei Jahre alt.
[33:03] Und dann hat der Verfahrensbeistand oder Verfahrensbeiständin geschrieben,
[33:06] das Kind war ein bisschen abweisend und apathisch und deshalb war es komisch
[33:11] und deshalb muss der Status quo aufrechterhalten bleiben.
[33:14] Mit keinem Wort wurde erwähnt, dass das Kind aus dem Tiefschlaf gerissen wurde.
[33:18] Und es sind solche Dinge. und eine
[33:22] menge ungerechtigkeiten leider hast du denn signifikante marke sind die die
[33:27] wir alle sind das die die wir alle erwarten würden ja klar geht stolz macht
[33:31] klar die sind ganz oben das sind so die das sind signifikante marke auf jeden
[33:36] fall man kann es danach auch auch filtern sortieren wie auch immer das ist.
[33:43] Und darum geht es. Und es geht in den Fällen nicht um die Kinder.
[33:47] Das ist ja das Interessante, wenn man sich das jetzt mal anschaut, die ganzen Fälle.
[33:50] Und wie gesagt, es wird eingereicht von Frauen und es wird eingereicht von Männern.
[33:55] Oder von wie auch immer man sich bezeichnet.
[33:57] Und es ist immer das Gleiche.
[34:00] Es geht um Macht, es geht um Geld, Einfluss, Rache, solche Geschichten.
[34:06] Und es geht nicht um die Kinder. Es geht nicht um das Kindeswohl.
[34:09] Und wir schicken unsere Kinder an die Front mit Kindeswohlabsicht und unsere
[34:18] Politiker stellen sich hin und sagen, okay, das sind Einzelfälle,
[34:21] wir lassen das Kindeswohl im Einzelfall stehen.
[34:25] Und stattdessen müssten sich einfach zwei Eltern treffen können vor Gericht.
[34:29] Und man kann nichts machen, was schief läuft und dass die Kinder gleich mit reingezogen werden.
[34:37] Und Verstöße, das ist auch nochmal, du hattest es Christoph gefragt,
[34:40] signifikante Marker, es werden von den Gerichten keine, ich nenne es jetzt mal
[34:47] Strafen ausgesprochen, das heißt Verstöße gegen Umgangsregelung,
[34:53] Verstöße gegen Abmachung, Urteile, wie auch immer, werden von den Gerichten nicht geahnt.
[34:59] Das haben wir auch schon öfter von Juristen, speziell dazu nochmal eine Juristin
[35:05] auch haben, die genau das eben feststellen, dass Ordnungsgelder zum Beispiel
[35:08] eben de facto nicht verwendet wird.
[35:09] Also es gäbe ein Instrumentarium, das in aller Regel nicht verwendet wird.
[35:17] Also es wird signifikant nicht verwendet. Also es gibt sicherlich den einen oder anderen Fall.
[35:20] Aber das ist, und das ist auch auf der Webseite nachlesbar, es sind so wenige
[35:26] Fälle, dass man die einzeln benennen kann. Wo wirklich mal 500 Euro Strafgeld
[35:30] ausgesprochen wurde oder was.
[35:32] Irre. Absolut irre. Das heißt, völlige Narrenfreiheit und absolute Hilflosigkeit bei den Betroffenen.
[35:40] Dabei müssten die Strafen geradezu prohibitiv sein.
[35:44] Nicht 500 Euro, sondern so signifikant hoch, dass jeder sich hütet,
[35:50] irgendwie über die Linie zu laufen.
[35:51] Ja, es muss eigentlich schon richtig wehtun, ehrlich gesagt.
[35:53] Das muss richtig weht. Also musst du mindestens null dranhängen.
[35:58] Ich tue mich ein bisschen schwer, jetzt zu sagen, es muss gravierende, krasse Strafen geben.
[36:02] Ich glaube, die Strafen, die es gibt, bis 25.000 Euro für einen Verstoß,
[36:07] das ist schon signifikant.
[36:10] Nur das sollte auch genutzt werden. Das ist ein stumpfes Schwert.
[36:12] Das wird halt nicht verwendet.
[36:14] Und am Ende geht es halt wieder am Anfang. Es geht auch darum,
[36:18] dass man einfach beide Eltern Eltern sein lässt.
[36:21] Und das wird momentan verhindert in einem System, das das Kinder benachteiligt
[36:27] und ein Elternteil immer signifikant benachteiligt.
[36:33] Darf ich noch ein Beispiel nennen? Natürlich. Ich kenne einen Fall,
[36:36] da wurde ein Kind im Wechselmodell betreut und dann kam von einem Elternteil die Anfrage.
[36:45] Hey, wir würden gerne freitags eine Stunde früher den Wechsel machen,
[36:49] das würde dann besser passen mit dem Sport.
[36:51] Dass andere Elternteiler zugeschoben, ja klar, kein Problem, können wir tun.
[36:54] Zwei Wochen später schreiben vom Anwalt so, zack, 100 Prozent Zahlpflicht für Unterhalt.
[37:00] Das heißt, ein Elternteil hat freiwillig eine Stunde Zeit gegeben und das ging dann vor Gericht.
[37:05] Und das Gericht hat dann gesagt, ja klar, ist ja nicht mehr Parität,
[37:08] ist nicht mehr 50-50, wegen einer Stunde über eine 14-Tages-Periode.
[37:14] Und dann hat man 100 Prozent Zahlpflicht. Darüber wundere ich mich auch schon
[37:18] seit Monaten, seit ich hier dabei bin. über genau diese kleinen Details,
[37:23] die der normale Bürger auch gar nicht so drauf hat. Auf die Idee wird es ja gar nicht kommen.
[37:28] Nee, dass das natürlich dann nicht relativ zugewiesen wird.
[37:33] Das ist doch völlig logisch. Sondern dass, wenn man unter die Schwelle fällt
[37:36] von 50 Prozent, dann muss man plötzlich alles für die andere Seite bezahlen.
[37:40] Das ist völlig crazy und absolut nicht einsichtig, warum es mehr oder weniger
[37:44] nicht morgen durch den Bundestag durch kann.
[37:46] Alle sagen, das ist ja Quatsch, okay, dann schreiben wir mal neu auf.
[37:50] Alle stimmen ab und tschüss, fertig.
[37:53] Also, dass man sich wegen einer Stunde vor Gericht trifft und dadurch eine hundertprozentige
[37:57] Zahlpflicht auslöst. Jetzt kommen wir zum Geld gerne.
[38:01] Düsseldorfer Tabelle ist kein Gesetz.
[38:05] Es soll immer der Einzelfall beleuchtet werden, aber Juristen sind sich einig,
[38:10] Richter sind sich einig, kann man in vielen Quellen nachlesen,
[38:12] ist auch auf der Seite drauf.
[38:14] Düsseldorfer Tabelle wird quasi als Gesetz angewendet, ungeprüft, Einzelfälle.
[38:21] Viele Elternteile rutschen damit unterhalb der Armutsgrenze.
[38:25] Und das heißt, der Selbstbehalt, das ist übrigens auch schön aufgezeigt auf
[38:29] der Webseite, die Zahlen dazu, wie viel Selbstbehalt man nachher hat.
[38:33] Weil es gibt einen bestimmten Betrag, ich glaube 500 Euro Miete darf man ausgeben, noch für sich selber.
[38:39] Und wenn man aber jetzt irgendwie in Süddeutschland wohnt, ja,
[38:42] find mal einen Wohnort, der für 500 Euro so gut ist, dass man da noch ein Kind
[38:48] mit unterbringen möchte. Das geht gar nicht mehr.
[38:49] Das sind alles so alte Zahlen, die sich ja ständig verändern.
[38:53] Und trotzdem steigen diese Werte ständig.
[38:58] Und ja, ich habe manchmal das Gefühl, das Jugendamt ist mehr damit beschäftigt, in Kassel zu sein.
[39:06] Und statt wirklich Fälle, kindeswohlgefährdende Fälle irgendwie bearbeiten zu können.
[39:13] Was ich bei deiner Seite auch interessant fände, dass sie jetzt auch schon eine
[39:19] bestimmte Datengrundlage hat, aber wenn sie größer, sie wird,
[39:22] dass man die dann natürlich eben auch tatsächlich spezifisch auch mit bestimmten
[39:28] Auswertungen ja auch Politikern zur Verfügung stellen könnte.
[39:30] Und zwar aller Parteien zur Verfügung stellen können und sagen,
[39:33] so hier wir machen mal eine große Aussendung an die familienpolitischen Sprecher
[39:37] der im Bundestag vertretenen Parteien von AfD bis CDU, bis alle kriegen das.
[39:45] Und das können wir uns ja von einem halben Jahr mal vornehmen.
[39:48] Und dann gucken wir mal, was passiert.
[39:50] Ob das überhaupt jemand wahrnimmt oder ob das komplett ignoriert wird.
[39:55] Weil bis jetzt, ich wiederhole uns jetzt, wird es langsam langweilig.
[39:57] Wir haben ja immer wieder Versuche, Politiker einzuladen. Nein, nein, nein.
[40:03] Also einen habe ich noch. Und interessanterweise sieht man,
[40:08] dass Politiker, die irgendeiner Partei angehören, und diese Partei vertritt
[40:13] dann irgendeine Meinung, also die sagen dann, okay, wir sind für oder gegen
[40:17] ein was auch immer Modell,
[40:19] und dass diese Politiker im Privaten ganz anders handeln, als ihre Politik vermuten
[40:24] lassen würde. Ja, das ist auch das Ungewöhnliches bei Politikern.
[40:28] Leider. Das möchte ich so nicht sagen, aber ob das so gewöhnlich ist oder nicht, das weiß ich nicht.
[40:33] Aber ich habe auf jeden Fall belegbar dargestellt und auch da kann man wieder
[40:38] nochmal, Also da gibt es auch die Kommentarfunktion, wenn sich da jemand ungerechtfertigt
[40:43] dargestellt fühlt, kann man sich natürlich mit dem Kommentar an die Seite wenden.
[40:49] Und alles ist belegt mit Quellen aus öffentlichen Medien.
[40:55] Öffentliche Medien. Und dennoch, entschuldige, dass ich hier unterbreche,
[40:59] dennoch finde ich es immer noch rätselhaft, wir sprachen ja auch mal davon, nach Berlin zu fahren,
[41:05] finde ich es immer noch rätselhaft, wenn ich mir vorstelle, also eigentlich
[41:09] unterstelle ich ja jedem Abgeordneten zunächst mal, dass er schon einen Antrieb
[41:14] hat, der will schon irgendwo hin.
[41:16] Und natürlich muss man als Parlamentarier und Abgeordneter hat man,
[41:21] möglichst sucht man sich irgendeine Ecke aus, wo die noch unbearbeitet ist,
[41:24] weil der Rest ist bearbeitet, da kann man auch keinen Blumentopf mehr gewinnen
[41:28] und auch keine Karriere machen und nichts Neues sich ausdenken.
[41:31] Wir werden es sehen, es ist glaube ich eben, auch das haben wir schon öfter
[41:34] festgestellt, ein Thema, mit dem du erst mal,
[41:38] auf den ersten Blick außer bei den Betroffenen selber nicht punkten kannst.
[41:42] Und was eben ein einfach unangenehmes Thema ist.
[41:47] Bis man selbst betroffen ist. Bis man selbst betroffen ist, genau.
[41:50] Wenn jemand zu schnell fährt, ist es ja ganz einfach, da gibt es eine rote Ampel,
[41:54] dann gibt es halt eine Strafe.
[41:55] Das ist ganz klar. Das sieht auch jeder ein, außer irgendwelchen Knallköpfen, die Rennen machen.
[42:00] Aber das ist eben kompliziert.
[42:03] Das ist mit Unterunständen. Geht das nicht für alles Neue?
[42:09] Gleichgeschlechtlichkeit war auch mal kompliziert und wollte keiner und jeder
[42:12] hat sich weggeduckt und um Gottes Willen und Hilfe und die verstaubte Republik.
[42:16] Und dann gab es ein paar, es ist ja immer kompliziert gegen das System zu arbeiten
[42:22] und zu sagen, ich finde das System jetzt nicht mehr zeitgemäß, ich will es neu.
[42:26] Ja, man sieht ja gerade in den USA, wie schnell es geht, eine Demokratie auszuhöhlen.
[42:31] Und genau das zum Beispiel, also offenster Rassismus im Weißen Haus,
[42:38] und zwar nicht nur, wenn etwas die Hautfarbe anbelangt, sondern eben auch was
[42:42] queerer, was schwul, lesbisch anbelangt. Das geht ganz schnell.
[42:47] Ich glaube, das sind alles Punkte, genau das ist auch so ein Punkt,
[42:50] wo du immer kämpfen musst.
[42:51] Das ist nicht ausgekämpft in einer Gesellschaft und auch nicht in der Demokratie.
[42:54] Du musst darum immer kämpfen.
[42:56] Und bei uns wird es auch mal irgendwann leider, glaube ich, so einen Rückschlag geben.
[43:01] Ja, du musst kämpfen, klar, musst du kämpfen. Aber der Punkt ist ja,
[43:05] der Punkt ist ja, guck mal, aber der Punkt ist doch.
[43:08] Kent hat immerhin die Kraft, diese Website, um so aufs Thema zurückzukommen,
[43:12] zu machen. Und zwar jeden Tag, mehr oder weniger.
[43:14] Vielleicht mal eine Stunde, vielleicht mal eine halbe, vielleicht zwei Stunden.
[43:16] Er macht das jeden Tag. Toll. Der hat die Kraft.
[43:20] Er ist selbstständig, er ist ganz erfolgreich selbstständig.
[43:24] Er hat sich, weil ich das von außen beurteilen kann, natürlich nicht abgefunden,
[43:29] aber er kann mit der Situation leben und er hat noch Kraft, was zu machen.
[43:33] Viele, die wir kennen, und ich würde mal sagen, die Mehrzahl der Menschen,
[43:36] die hier saßen, die Betroffenen, haben dazu die Kraft nicht.
[43:39] Die sind froh, dass sie überhaupt morgens aufstehen.
[43:41] Die sind froh, dass sie arbeiten. Die sind froh, dass sie vielleicht die fünfte
[43:44] Therapie hinter sich haben. Andreas, aber mir ging es auch so.
[43:47] Ja gut, aber ich sage... Ich habe mein Loch gehabt. Ja gut, aber nur viele kommen
[43:51] aus dem Loch eben nicht raus, weil sich nichts verändert. Vor zwei,
[43:53] drei Jahren, da ging es auch mir, was meine Unternehmung betrifft und so, nicht gut.
[43:58] Da habe ich teilweise eine Stunde lang die Wand angeschaut.
[44:02] Und das resultiert da letztendlich draus.
[44:05] Also diese massive Belastung aus so einem Verfahren,
[44:13] wenn du wirklich das Gefühl hast, dass du nicht gehört, nicht gesehen wirst,
[44:18] dass egal was du tust, wird es gegen dich ausgelegt und am Ende geht es nur
[44:21] darum, dass man ein bisschen Zeit haben möchte mit seinen Kindern.
[44:24] Wir haben beide wunderbare, wir haben zwei wunderbare Kinder,
[44:28] wir haben beide ein gutes Zuhause.
[44:30] Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir beide ein Einfamilienhaus haben mit Garten.
[44:38] Und in meinem Haus hat jedes Kind ein eigenes Kinderzimmer.
[44:44] Im anderen Haushalt ist das nicht ganz so, aber okay.
[44:48] Muss auch ein bisschen machen.
[44:53] Aber das ist ja auch letztendlich so ein Punkt, also wie fair ist das Ganze,
[44:56] das heißt, man hat jetzt hier den kompletten Kleiderstamm, man hat die ganze,
[45:01] wie gesagt, alles eingerichtete Jugendzimmer, Kinderzimmer,
[45:06] Zeit, Sportvereine, macht die Arzttermine, tausend Dinge und trotzdem muss man...
[45:13] Und gewisse Dinge tun. Also ich darf meine Kinder nicht halb und halb sehen.
[45:18] Trotzdem muss ich auch, natürlich muss ich Unterhalt zahlen.
[45:22] Wie gesagt, ich bin ja über die eine Stunde hinweg.
[45:25] Und das sind so Fragen, die man sich dann stellt. Okay, was machen wir hier
[45:30] eigentlich als Gesellschaft?
[45:32] Also was legen wir jetzt eigentlich uns allen auf?
[45:38] Was passiert hier eigentlich?
[45:43] Und genau, das sind so Punkte, die Frage habe ich mir gestellt.
[45:47] Und ich glaube, dafür lohnt es sich, es aufzustehen. Und ich bin auch letztendlich
[45:50] ein halbwegs mündiger Bürger, würde ich sagen.
[45:54] Und kann eben für gewisse Dinge aufstehen, auch wenn es darum geht,
[45:59] Und wir hatten letzten Herbst, hatte unser Vortänzer da sicherlich ungewöhnliche Wortwahl.
[46:08] Und auch da stand ich letztendlich mit dem Schild draußen und habe gesagt,
[46:11] okay, ich habe zwei Pässe. Ich bin 100 Prozent Mensch.
[46:14] Also worum geht das hier? Aber das sind so Sachen, ich glaube,
[46:17] dafür muss man aufstehen und sagen, okay, bis hierhin nicht weiter.
[46:21] Wir brauchen diese Inklusion.
[46:23] Wir können nicht über Rassismus sprechen oder es einfach dulden.
[46:27] Das funktioniert nicht.
[46:29] Wir sind alles Menschen und gleichermaßen sind wir auch einfach nur Eltern.
[46:34] Und ich glaube, es ist irrelevant, ob wir Männlein oder Weiblein Eltern sind
[46:38] oder ob wir Mensch, Hautfarbe, XY sind. Das ist völlig irrelevant.
[46:43] Wir sind alles Individuum, wir fühlen alle und das ist wichtig.
[46:49] Und deshalb ist meine Seite auch genderneutral und so neutral,
[46:53] wie ich das irgendwie hinbekommen habe. Aber wenn das in Fällen nicht so ist,
[46:57] bitte eine kleine Nachricht, dann kann man das sicherlich nochmal anpassen.
[47:01] Ja, ich finde diese Initiative mein-anzelfall.de ganz hervorragend, ganz wichtig.
[47:09] Und wir danken dir sehr, dass du dich noch zum zweiten Mal hier bemüht hast.
[47:13] Hast du noch was? Ich habe noch einen Punkt.
[47:15] Wir haben ja über die Politik jetzt auch gesprochen.
[47:18] Ich habe auch vorbereitet, die Gesetze, die es jetzt momentan gibt,
[47:23] seit beinahe 100 Jahren, muss man sagen, 1957.
[47:27] Also wir gehen jetzt eher auf die 100 statt auf die 50, haben wir lange überquert an Jahren.
[47:33] Ich habe mir mal den Spaß gemacht und jedes Gesetz so umformuliert,
[47:37] dass es dann auch inklusiv ist.
[47:39] Oh, okay. Das heißt, an die Politiker da draußen, die Arbeit ist gemacht,
[47:43] kann man Copy-Paste, kann man so zur Vorlage bringen.
[47:47] Und dann würde vielen, vielen Menschen und vor allem unseren Kindern geholfen
[47:51] werden mit einer neutralen Familienpolitik.
[47:54] Wo sehen wir, wo können wir die sehen?
[47:57] Das ist auf der Seite, Gesetzesvorschlag und dann genau. Super, toll, toll, sehr gut.
[48:05] Gut, dass du das nochmal gesagt hast, weil wir uns dann ja vielleicht überlegen müssen.
[48:10] Was weiß ich, vielleicht mal 50 oder 60 Sendungen haben, was wir eben,
[48:15] vielleicht machen wir auch mal eine öffentliche Veranstaltung dazu,
[48:16] müssen wir einfach mal gucken.
[48:17] Ich habe auch, damit es irgendwie einfach wird, und wie gesagt,
[48:19] es gibt einen Verfahrenskostenrechner, es gibt auch eine Verfahrenshilfe,
[48:23] das heißt, da sind nochmal die ganzen Dokumente, die Schritte,
[48:25] die man machen muss, die man durchläuft.
[48:28] Was ist einfach relevant, wenn man in so einer Situation steckt?
[48:31] Und wie gesagt, ich wünsche es keinem, in so eine Situation zu kommen und kann
[48:35] nur jedem raten, das vor einer Trennung gemeinsam zu besprechen,
[48:40] wie man das mit den Kindern macht, wenn man nicht mehr ein Paar ist und nur noch Eltern ist.
[48:48] Darf ich noch mal ganz kurz zu dem Gesetzesvorschlag fragen?
[48:54] Können sich das alle, die jetzt hier zuhören, vorstellen?
[48:58] Da geht man auf die Seite und dann sieht man, was weiß ich, linke Spalte altes
[49:02] Gesetz, rechte Spalte neues Gesetz.
[49:04] Du siehst links, siehst du rot und rechts siehst du grün. Mit den Änderungen,
[49:08] die du drüben. Genau, also das ist eben Wortlaut, genau so Copy-Paste übernehmen.
[49:13] Wenn die Formulierung nicht glücklich ist, wie gesagt, auch da gerne melden oder mitmachen.
[49:19] Und die Änderung hast du auf Basis der statistischen Erkenntnis da eingeführt
[49:24] oder auf Basis der internationalen Handhabe?
[49:28] Was weiß ich, was machen unsere Nachbarn in Europa und wie haben die sich aufgestellt und das formuliert?
[49:34] Oder es ging, es ging, die Zielsetzung ist, dass man eine faire Familienpolitik
[49:39] hat und dass man, dass man ein ausgewogenes Gesetz hat,
[49:43] das beide Elternteile angemessen berücksichtigt und die Kinder natürlich in
[49:50] der Mitte, die Kinder im Blick.
[49:53] Ja, ich hoffe, dass du es auf dem Laufenden hältst.
[49:56] Kennt, das finde ich total wichtig, weil das ist.
[50:00] Ich meine, wer weiß, vielleicht wenn jemand den Podcast in Bayern hört und der
[50:04] hat seit zwei Jahren auch schon mal sowas gemacht und man könnte mal irgendwelche
[50:06] Datenbanken zusammenfassen, das wäre natürlich ein Träumchen,
[50:09] könnte ja sein, dass du nicht der Einzige bist, der das in Deutschland macht.
[50:13] Vielleicht gibt es schon drei, vier, das wäre natürlich ganz wunderbar,
[50:15] wenn man sich entweder bei dir direkt,
[50:17] über die Website oder bei uns eben meldet, um da, um das einfach immer mehr
[50:23] so viel statistisches Material anzusammeln, dass es dann wirklich eben so relevant wird und wir dann eben.
[50:30] Aussagen treffen können, die hoffentlich ein paar Leute erschrecken.
[50:33] Also können wir gerne machen.
[50:35] Also ich kann auch gerne da Initiativen, könnte ich mir vorstellen,
[50:38] dass man das zusammenbringt.
[50:39] Ich würde nur tatsächlich darauf achten, dass wenn es eine genderbasierte Initiative
[50:44] ist, dass die erst mit dazukommt, wenn wir das andere Gender auch mit dabei haben.
[50:48] Nee, das ist ja unser ohnehin hier im Podcast.
[50:52] Also mir ist die Ausgewogenheit. Das ist ja gebetsmühlenartig bei uns ja auch.
[50:55] Mutter und Väter, Väter und Mütter, das gibt es gar nicht. Ja, Eltern.
[50:58] Keine andere Eltern, so ist das. Kent, vielen Dank.
[51:02] Mein-einzelfall.de Kann man gar nicht aufgenutzt sagen. Vielen Dank für die Initiative.
[51:06] Danke, dass du heute da warst. Danke, dass ich das vorstellen durfte.
[51:09] Aber sehr versteckig. Das steuerte mir ganz viel. Vielen Dank.
[51:11] Möglicherweise nicht zum letzten Mal.
[51:13] Und wir sagen wieder Tschüss, Christoph.

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