# Folge17: „Papa, wie soll ich mich wehren?“

An episode of ["Wenn Eltern Feinde werden" – Ein Podcast über Eltern- Kind- Entfremdung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1836892223), 29 Dec 2025, 1 h 02 min.

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Peter Müller selbst hat seinen Vater erst mit 18 Jahren kennengelernt, für eine echte Vater-Sohn-Beziehung mit Bindung, Nähe und Ur-Vertrauen war es da zu spät. Auch die Mutter seiner Tochter hatte in ihrer Kindheit ein traumatisches Erlebnis, sie wurde vom Vater getrennt, da war sie sieben Jahre jung. Und entwickelte offenbar einen Vater-Hass, so sieht es jedenfalls Peter Müller – denn nach der Geburt der gemeinsamen Tochter durfte er sie vier Wochen lang nicht sehen, schon vor der Geburt verhielt sich die Mutter abweisend und bisweilen aggressiv. Dann folgt die Mühle der Gerichte, Jugendämter, Rechtsanwälte – bis heute. Eines Tages lässt die Mutter tatsächlich die Tochter, gegen deren Willen, in die Psychiatrie einweisen - obwohl es einige Jahre „recht gut lief.“ Gegenwärtig sieht Peter Müller die Tochter nicht oft, er fühlte und fühlt sich oft von staatlichen Institutionen und den demokratischen politischen Parteien allein gelassen. Aber er ist konsequent und hat Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingelegt. Und die wird nun geprüft. Peter Müller spricht im Podcast „Wenn Eltern Feinde werden“ sehr offen über seinen Kampf. #Podcast #Elternschaft #Familie #Beziehung #Umgangsrecht #Sorgerecht #Familienrecht #VaterSohnBeziehung #VaterTochter #Elternkonflikt #Gerichtsverfahren #Jugendamt #Alleingelassen #Väterrechte #WennElternFeindeWerden –Weitere Podcasts unter: www.abendblatt.de/podcast - Wir freuen uns auf Eure Bewertungen und Likes - Abonniert unseren Podcast, natürlich kostenlos - Feedback: moinhamburg@abendblatt.de

## Transcript

[0:01] Wenn Eltern Feinde werden. Ein Podcast über Eltern-Kind-Entfremdung.
[0:07] Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer vom Podcast des Hamburger Abendblatt,
[0:11] wenn Eltern und Feinde werden, wir freuen uns, dass Sie wieder dabei sind.
[0:13] Mein Chorost Tom Prattner ist auch wieder dabei. Wir haben heute einen Gast,
[0:17] Andreas Gehring, dessen Namen haben wir geändert, weil er nämlich einige Verfahren
[0:22] noch hat und die möchte er nicht gefährden, was wir gut verstehen können.
[0:26] Nichtsdestotrotz ein sehr qualifizierter Gast. Wir freuen uns sehr,
[0:29] dass Sie dabei sind. wo immer sie uns zugeschaltet sind sozusagen.
[0:32] Herr Gehring, gleich Anfangsfrage von mir.
[0:36] Wir haben ja im Vorfeld natürlich kommuniziert miteinander. Sie sind als Kind
[0:40] auch entfremdet worden. Ist das richtig? Habe ich das richtig verstanden?
[0:43] Guten Tag erstmal zusammen in die Runde. Und vielen Dank auch für die Einladung. Sehr gerne.
[0:48] Entfremdend setzt ja voraus, dass man die andere Person, also das Elternteil zumindest, man kennt.
[0:54] Dass schon mal eine Nähe stattgefunden hat.
[0:57] Da war es in der Tat so, dass ich erst mit 18 dann meinen Vater,
[1:01] also meinen leiblichen Vater kennengelernt habe und davor es leider keinen Kontakt gab.
[1:06] Und somit war es keine Entfremdung, sondern er war eigentlich völlig fremd.
[1:12] Weil Entfremdung setzt ja voraus, dass es super eine Anteilung war durch Trennung, Scheidung.
[1:16] Aber hier war es wirklich so, dass ich einen sozialen Vater hatte und damals
[1:20] in den 70er Jahren war das so,
[1:23] dass man dann gesagt hat, die soziale Familie soll da nicht gestört werden und
[1:28] deshalb hatte der leibliche Vater da keinerlei Chance, da irgendwie Kontakt aufzubauen,
[1:34] sondern durfte im Prinzip nur Alimente zahlen. Und dann hatte ich mit dem 18.
[1:40] Lebensjahr, also mit 14, hat es mir dann meine Mutter geberichtigt, als sie 14 war.
[1:45] Und mit dem 18. Lebensjahr habe ich dann ein Schreiben bekommen vom Jugendamt
[1:49] und dass die Amtsbeistandschaft endet und ich möge doch mal bitte vorbeikommen zum Termin.
[1:55] Das war dann sehr nüchtern gehalten. Da saß dann der Sachbearbeiter mir gegenüber
[1:59] und hat mir dann einen Stapel übergeben von Gerichtsdokumenten.
[2:04] Und war jetzt nicht irgendwie eine psychologische Begleitung oder was.
[2:07] Das war sehr nüchtern und hat das alles rüber geschoben über die ganzen Verfahren,
[2:11] was da lief, eben Vaterschaftsanfechtung und dann eben auch Kindesunterhalt.
[2:15] Und auch da versucht, Kontakt aufzubauen, was aber dann unterbunden worden ist.
[2:24] Und am Ende des Gesprächs hat dann der Sachbearbeiter gemeint,
[2:28] ja, aber sie kennen ja doch ihren Vater, ne, und dann sage ich, ja, boah, ja, ja.
[2:32] Hat er bisher keinen Kontakt stattgefunden, war ja nicht möglich.
[2:35] Da war er ein bisschen perplex. Also das hat irgendwie seine Vorstellungskraft.
[2:42] Also war ihm zu viel von der Vorstellung und war es unangenehm.
[2:46] Da hat das Gespräch schnell beendet.
[2:47] Ich kann mich nur erinnern, ich bin aus diesem Gespräch raus und habe gedacht,
[2:50] also professionell ist das nicht.
[2:53] Also da braucht es eigentlich eine richtige Begleitung, dass man da zu dritt
[2:56] da sitzt und auch eine Annäherung, vielleicht eine Übergabe.
[2:59] Aber ja, das war meine erste, sage ich mal, direkte Konfrontation damals mit
[3:05] der Jugendhilfe oder dem Jugendamt. Wie war das denn für Sie persönlich damals?
[3:10] Ich habe gemerkt, da liegt vieles im Argen. Ja, wie war das denn für Sie gefühlt
[3:14] sozusagen, wie Sie plötzlich dann erfahren, ich kann jetzt meinen leiblichen
[3:20] Vater kennenlernen. Was ist das für ein Gefühl?
[3:23] Naja, erstmal war mir schon als Kind klar, dass da was nicht stimmen kann.
[3:30] Also das zeige ich mal, ich dachte immer, es ist meine Mutter,
[3:35] es ist meine Stiefmutter, weil die immer sehr wenig emotional zu mir war.
[3:40] Sie hat mir aber erklärt, sie wollte nicht, dass der Eindruck entsteht,
[3:44] dass ich jetzt irgendwie besonders als Lieblingskind da auffallende Familie
[3:48] gegenüber meinen anderen Haltgeschwistern.
[3:51] Also ich war sozusagen ein Kuckuckskind, wie man damals sagte.
[3:57] Und deshalb war ich dann ganz überrascht, als sie mir dann gesagt hat,
[4:00] weil der soziale Vater war immer sehr bemüht, hatte sicherlich auch seine Ecken
[4:05] und Kanten, aber hat es mich jetzt nicht irgendwie spüren lassen.
[4:10] Und von dem her gesehen war ich dann eher überrascht, weil ich immer dachte,
[4:14] mit meiner Mutter ist da was nicht gerade oder so.
[4:17] Und ja, sie haben mir das dann eben erklärt, wie das ist und meine Halbgeschwister,
[4:23] die wussten das dann auch und dann hat da aber kein Kontakt stattgefunden, weil,
[4:30] Auch mit 14, man da gesagt hat, naja, jetzt fahren wir mal ab.
[4:34] Meine Mutter wollte da auch keinen Kontakt.
[4:36] Bis du 18 bist, dann kannst du das selber in die Hand nehmen.
[4:39] Und da gab es dann auch ein Gespräch.
[4:43] Klar war aber, die Zeite kann man natürlich dann nicht mehr zurückdrehen.
[4:48] Die ist weg, die Abbindung fängt ja frügendlich an.
[4:53] Dann gibt es die sensiblen Phasen, wie die Pädagogen und die Psychologen auch
[4:57] sagen. Ich bin selber da auch mehr oder weniger auf dem Fach.
[5:00] Und das kann man nicht mehr aufholen. Deshalb auch immer dieser Rat,
[5:03] naja, die Kinder kommen irgendwann mal wieder, das ist schon richtig.
[5:06] Nur die Zeit ist natürlich dennoch weg. Und das sind ja alles Lebensphasen,
[5:10] auch mit einem Apathet und der Bleichen.
[5:12] Die kann man dann eben nicht mehr aufholen. Und das ist im Erwachsenenalter,
[5:16] natürlich haben die vielleicht nochmal ein anderes Verständnis,
[5:18] aber diese wichtigen Entwicklungsphasen, wo man ein Kind ja auch begleitet,
[5:23] die sind eher unwiederbringlich weg.
[5:26] Ja, und ja, Psychologen sprechen ja auch von Vertrauen, Urvertrauen und so alles.
[5:30] Und das sind ja alles Dinge, die sich entwicklungspsychologisch wie früher dann
[5:35] auch aufbauen und dann so im Alter dann nicht mehr so kompensiert werden können.
[5:39] Das heißt, Sie haben jetzt auch keinen Kontakt zu Ihrem leiblichen Vater mehr?
[5:42] Der ist mittlerweile verstorben, also der ist nicht mehr unter uns.
[5:47] Wir sind aber nicht im Streit auseinandergegangen, aber es war trotzdem,
[5:51] optisch waren wir uns in vielem ähnlich. auch meine jetzige Tochter, kann man das erkennen.
[5:58] Klar, es ist auch genetisch 50-50, das hat man schon gesehen,
[6:02] welche Anteile sind auch von der Mutter, welche vom Vater.
[6:06] Gleichwohl kam er vom Lande, vom Dorf, und war da sehr angesehen und Gemeinderat
[6:14] und Vereinsvorsitzender vom Tennisclub, Fahrerclub, was weiß ich was alles.
[6:19] Und da wollte er nicht, dass das da öffentlich wird, auch um seine Familie da
[6:24] zu schützen. Tatsächlich?
[6:26] Ja, das war für mich dann auch ein bisschen bitter.
[6:31] Aber ja, ich habe es dann akzeptiert und letzten Endes klar hatte ich dann mein
[6:37] Studium und so weiter und dann
[6:39] hat man den Kontakt jetzt nicht mehr weiter verfolgt und weiter vertieft.
[6:44] Und man geht ja dann durch sein eigenes Leben.
[6:47] Das ist natürlich auch schwierig, worüber will man sprechen,
[6:49] wenn es keine gemeinsame Geschichte gibt, sage ich jetzt mal so.
[6:54] Deshalb sind dann solche Gespräche oder die Gespräche, die wir da geführt haben,
[6:58] waren doch ein bisschen, also die Nähe, die sich dann da viele vorstellen, die ist ja nicht da.
[7:03] Also Nähe entsteht ja durch gemeinsame Erlebnisse, durch Bindung.
[7:08] Und das haben sie dann da nicht. Das ist dann dennoch irgendwo ein fremder Mann,
[7:12] der ihnen da gegenüber sitzt.
[7:14] Und sie sind vielleicht mehr oder weniger ein fremdes Kind. Also früher war
[7:18] es so, dass man ab und zu dann da Bilder geschickt hat und so weiter und so fort.
[7:23] Aber außer, sage ich jetzt mal, Informatio-Austausch ist es ja nichts weiter.
[7:28] Früher hieß ja auch bei der Rechtsprechung der Umgang, das Kind den Augenschein nehmen.
[7:33] Das war langsam ein bisschen der Anspruch des Umgangs. Also das ist ja ein völliger
[7:37] Quatsch, das ist zum Glück auch mittlerweile überholt.
[7:39] Es geht nicht darum, es geht den Augenschein zu nehmen, sondern dass man gemeinsames
[7:42] Erleben hat. Und auch vielleicht hier und da auch durchaus am Alltag partizipieren.
[7:50] Beim Wechselmodell natürlich, wenn das gelingt, ist es ja dann paritätisch.
[7:55] Und dadurch entsteht dann Bindung. Und das ist ja das, was Kinder brauchen.
[8:00] Und wenn sie das dann nicht haben, also bei mir war es so, dass ich immer so
[8:04] den Eindruck hatte, dass doch eine Hälfte von mir fehlt, weil die andere Identität,
[8:09] das ist ja auch die Suche nach den Wurzeln.
[8:13] Und da bleiben dann halt Fragen. Natürlich hat man das dann im Alter,
[8:17] also jetzt bin ich auch 51, mehr oder mehr dann kompensiert,
[8:22] weil man natürlich dann auch selber recherchiert.
[8:26] Und manche machen dann irgendwann ja auch Stammbaumanalysen und alles.
[8:28] Und was machen wir anderen Geschwister, beziehungsweise Halbgeschwister.
[8:32] Aber tatsächlich bin ich dann im mütterlichen Haushalt aufgewachsen und habe
[8:37] von der väterlichen Seite überhaupt nichts, gar nichts mitbekommen.
[8:43] Die Auswirkungen, die das dann haben kann.
[8:46] War dann das erste Mal so im Studium, wo ich dann damit konfrontiert worden bin.
[8:50] Ich habe ja auf Lehramt studiert, zunächst Jura und dann hat mich das frustriert,
[8:54] weil ich gedacht habe, oh, beiß dich mit meinem Idealismus.
[8:57] Wenn du kein Geld hast, dann gewinnt der, der längeren Atem hat.
[9:00] Dann habe ich da auf Lehramt gewechselt und da hat man ja dann auch viele Seminare
[9:06] mit Psychologie, Entwicklungspsychologie und so. Und da bin ich dann das erste
[9:09] Mal auch auf diese Auswirkungen, die das haben kann, gestoßen.
[9:15] Und da hat es dann bei mir so eingesetzt, hier doch auch daran zu arbeiten, sage ich mal.
[9:20] Und wie sind Sie dann selber sozusagen mit dem Thema Entfremdung dann persönlich
[9:29] konfrontiert worden, als Sie eine Familie gegründet hatten offensichtlich?
[9:34] Ja, dieser Triggerpunkt, sag ich
[9:37] jetzt mal, war tatsächlich dann auch ein Lernpunkt, wo man gematcht hat.
[9:44] Also meine damalige Frau, also wir waren auch verheiratet, die ich da kennengelernt
[9:48] habe, die war auch ein entfremdetes Kind.
[9:50] Sie hatte ihren Vater mit sieben quasi verloren oder Kontaktabbruch gehabt.
[9:58] Dann als sie 16 war also so hat sie es berichtet, ist er dann verstorben,
[10:02] also es war dann nicht mehr möglich da auch wieder Kontakt herzustellen,
[10:05] was natürlich sehr bitter ist,
[10:08] und wie es dann häufig zu beobachten ist diesen Trennungsschmerz so hat sie
[10:12] erzählt, den sie ja hatte hat sie dann,
[10:16] ja alles auf den Vater projiziert und man weiß von der Psychologie her,
[10:20] dass das häufig dann in Wut umschlägt, also sie wurde dann auf den Vater sehr
[10:24] wütend, hat sich dann quasi so ein Hass entwickelt mit,
[10:27] Und so ein Vaterhass. Und sie hatte ein starkes Bedürfnis gehabt,
[10:33] sich da auch wieder auszusöhnen, anzunähern.
[10:35] Aber ist ein Verstorbener, war das im Prinzip nicht mehr möglich vor ihrer Volljährigkeit.
[10:42] Darunter hat sie dann sehr gelitten und ist bei mir dann natürlich offene Türen
[10:46] eingerannt, weil ich das natürlich nachempfinden konnte, weil ich in einer ähnlichen Situation war.
[10:54] Und sie lebte eben bei ihrer Mutter, das tut sie noch heute,
[10:59] jetzt auch mit unserer gemeinsamen Tochter,
[11:02] und sie war dann in Therapie und hat sich da beraten lassen,
[11:06] warum sie so letzten Endes eine Bindungsstörung hatte, mit Männern gegenüber
[11:12] misstrauisch, also dass sich dieser Vaterhass,
[11:15] dieser frühkindliche Hass so eingebrannt hatte, dass sie dann auch bei Kontaktaufnahme
[11:22] da Schwierigkeiten hatte, sich da einzulassen.
[11:25] Also dieses Misstrauen, Bindungsfähigkeit, Beziehungsfähigkeit,
[11:29] das hat man ja da häufig dann im Erwachsenenalter, wenn man es nicht bearbeitet.
[11:33] Also sie hat sich da Hilfe geholt und dann wurde das richtig aufgearbeitet und
[11:37] dann hat man ihr quasi in Ahr gelegt.
[11:39] Die ganzen Dynamiken, die da wirken. Und da hat sie sich damit auseinandergesetzt
[11:43] und war dann soweit stabil.
[11:45] Also ein Rat war, dass sie die Chance auch zur Mutter schaffen müsste,
[11:49] dass das zu symbiotisch mit ihrer Mutter sei und so gelingt ja keine Annäherung
[11:53] dann irgendwo anders hin.
[11:55] Und so auf diesem Weg, also in diesem Setting haben wir uns quasi gegenseitig
[12:00] therapiert, mehr oder weniger. Und haben eine gemeinsame Tochter bekommen.
[12:04] Geheiratet und dann eine gemeinsame Tochter bekommen.
[12:07] Und dann, oh wei, dann ging das Spiel auf einmal mit mir los. Ach, das ist nur so.
[12:12] Das ist dann, also heute weiß ich das, dieses Brands-Generationale,
[12:15] was leider dann häufig wirkt, wenn man diesen Teufelskreis nicht durchbricht.
[12:21] Ja, und da bin ich erst mal aus allen Wolken gefahren. Also ich wusste gar nicht, wie mir geschieht.
[12:26] Also es fing so an, sie war dann schwanger und dann, sage ich mal kurz vor der
[12:33] Niederkunft, gab es dann schon erste Verhaltensauffälligkeiten und sich ja distanziert
[12:37] hat, aber es war natürlich auch bei mir das erste Kind.
[12:42] Und die ersten Hinweise gab es dann von der Hebamme, als das Kind da war.
[12:46] Ich durfte überhaupt nicht ans Kind ran. Ich durfte es nicht anfassen,
[12:50] nicht wickeln und total auf Abwehr, Ellenbogen raus.
[12:54] Wird unter Gatekeeping auch geführt, ja, maternal Gatekeeping.
[12:59] Und dann hat die Hebamme gesagt, ich möge doch mal bitte da mit der Frauenärztin
[13:03] oder auch einem Kinderarzt reden.
[13:05] Da brauchst du psychologische Hilfe. Das ist halt nicht normal.
[13:10] Vom Verhalten her oder auffällig. Ja, normal ist ja immer schwierig.
[13:14] Man sagt ja nicht normal. Ja, auffällig jedenfalls.
[13:17] Habe ich dann gemacht, da konsultiert.
[13:20] Dann hat die Frauenärzte damals geraten, ja, es könnte so eine Wochenbettdepression
[13:25] sein. Das war manchmal dann Mütter.
[13:27] Und man möge doch da einfach sich ärztliche Hilfe holen, zum Psychiater gehen.
[13:33] Das wollte sie aber auf keinen Fall sie hat dann gesagt, ich bin doch nicht
[13:37] verrückt, also diese Angst vor Stigmatisierung und du bist das Problem,
[13:41] du arbeitest den ganzen Tag, unterstützt mich nicht, hab dann auch,
[13:45] Elternzeit genommen, das ging dann damals schon hat der Mann gerade neu eingeführt auch für Väter.
[13:51] Letzten Endes hat sich immer weiter gesteigert und sie wurde sehr aggressiv
[13:57] auf Abwehr, ich war auf einmal der Feind im Kampf ums Kind Also sehr irrational das Ganze.
[14:04] Und dann haben wir uns verständigt, dass wir gemeinsam eine Paartherapie machen.
[14:09] Dann sind wir zum Paartherapeutin gegangen, dass ich da auch meinen Anteil da bearbeiten kann.
[14:15] Und das hat aber dann dazu geführt, dass nach einigen Sitzungen mehr oder weniger
[14:22] der Spiegel ein bisschen hochgehalten wurde, wo das Problem ist.
[14:26] Und da hat sie dann abgebrochen. Total eskaliert und ist dann das Bettkind quasi
[14:32] über Nacht ausgezogen, weg zur Mutter.
[14:37] Und dann war ich einem Vernichtungsfehlzug ausgesetzt, zunehmend, sehr unangenehm,
[14:45] ging auch mit Strafanzeigen, häuslicher Gewalt und alles, was alles sich nicht bestätigt hat.
[14:52] Ich bin selber ja auch Lehrer oder mittlerweile seit einigen Jahren Schulleiter,
[14:57] seit 17 Jahren Schulleitung, also unterrichte ich nicht mehr so viel.
[15:02] Dennoch natürlich schwieriger. Heutig kommt dann auch sexueller Missbrauch.
[15:05] Das kam nicht, weil dann hätte ich auch gar nicht mehr unterrichten dürfen.
[15:09] Das ist ja auch nicht so ganz ohne.
[15:12] Also ich habe mein Kind erst mal nicht mehr gesehen. Wie lange haben Sie das?
[15:16] Vier Wochen am Stück nicht. Das Kind war da im vierten Monat,
[15:20] also war noch ein Zeugling.
[15:22] Und ich hatte aber dann damals das Glück, einen sehr guten Anwalt zu haben über einen Freund.
[15:29] Also es war ein Anwalt, der eigentlich verunternehmen ist, also von der Wirtschaftskanzlei,
[15:33] heißt ja immer, sind die guten, aber auch die teuren.
[15:36] Und dann war man relativ zügig, erst beim Jugendamt, hat aber wenig gebracht,
[15:42] also das ist eigentlich fast immer das Gleiche, was man hört,
[15:44] die Eltern sollen halt nicht streiten und sich vertrauen, aber das hilft ja
[15:48] erstmal nicht weiter, so kommt man ja nicht ans Kind wieder ran.
[15:51] Und waren dann beim Familiengericht in Schwarzwald, war das also in Freudenstadt,
[15:57] und da hatte ich einen Richter der, glaube ich, kurz vor der Pensionierung war,
[16:03] der hatte noch wenige Wochen oder Monate.
[16:06] Da muss ich sagen, der war sehr...
[16:09] Wenn man es sich vielleicht wünscht, weise, einfühlsam.
[16:13] Und der hat auch gar nicht da lang debattiert. Also der hat gleich gesagt,
[16:17] entweder das Kind darf jetzt wieder auch mal zum Vater stundenweise natürlich
[16:21] bei einem Säugling oder wir verhandeln ja ganz schnell das Sauer gerecht.
[16:25] Und der hat dann auch seine ganzen Sanktionsmaßnahmen runtergelesen,
[16:30] die er zur Verfügung hat.
[16:31] Und dann lief das erstmal.
[16:34] Konnte Kontakt wieder angebahnt werden. Das Kind war völlig verändert nach vier Wochen.
[16:39] Man hat auch gemerkt, dass sie das stresst. Ich habe jetzt auch von Dr.
[16:43] Rücker gehört, dass man das mit Cortisol auch nachweisen kann.
[16:46] Das meine ich, hat man der Tochter auch da angesehen.
[16:52] Und das Problem aber dann, das ist ja leider häufig so, sie konnte natürlich
[16:56] dann umziehen zur Mutter und dann ändert sich die Zuständigkeit.
[17:01] Sie haben dann ein neues Jugendamt, was zuständig ist. Wo das Kind ist, ist ja Zuständigkeit.
[17:05] Ich hatte dann auch ein neues Familiengericht. Das war in dem Fall dann Schwarzwald
[17:10] Bar, also Villingen-Schwenningen unten und da lieg es dann überhaupt nicht mehr
[17:13] gut. Also das war dann...
[17:16] Es ist Mutterwohl über alles und wenn Mutter gut geht, geht es dem Kind gut
[17:21] und der Vater hat sich gefälligst danach zu richten.
[17:27] Ich weiß, der Termin bei diesem Richter war ein Desaster.
[17:33] Sie wollte die Umgangszeiten gleich wieder kürzen und dann sagt der Richter,
[17:37] man muss sich das mal geben, wie wollen Sie denn das Kind überhaupt säugen?
[17:42] Sie haben ja keine Brust, deshalb können Sie es gar nicht drei Stunden am Stück haben.
[17:47] Weil ich gesagt habe, naja, sie kriegt die Flasche und eine Flasche kann ich
[17:49] schon auch geben. Aber so ist ein hanebüchenes Sachen, ist man da teilweise ausgesetzt.
[17:55] Mein Anwalt hinterher war auch entsetzt.
[17:59] Und da habe ich dann schnell begriffen, dass es mehr oder weniger Glückssache
[18:03] ist, bei welchem Richter man landet und auch, ob man jemand Fähiges hat im Jugendamt.
[18:08] Ich meine, das kriege ich auch dienstlich hier und da mal mit.
[18:11] Die sind natürlich alle auch ständig in der Überlastung drin mit ihren Fallzahlen.
[18:16] Also das ist auch ein schwieriger Job. Also das sei an der Stelle auch gesagt,
[18:20] dass häufig auch gar nicht die Zeit bleibt, sich da jetzt so in die Tiefe zu bekräftigen.
[18:24] Und wenn sie natürlich so einen Fall auf dem Tisch haben, wo es um Obhutnahme
[18:28] geht wegen sexuellem Missbrauch, ist das halt wichtiger, wie jetzt die Eltern, die sich erstreiten.
[18:32] Da kommt dann immer, die sind hochstrittig, das ist dann irgendwann auch kindeswohlgefährdend.
[18:36] Aber die ganzen Entfremdungsdynamiken dahinter und diese psychologischen Tiefentwirkungen,
[18:42] die das da entfällt, das kann die Jugendamt nicht leisten.
[18:45] Da brauchen sie eigentlich einen abprobierten Psychologen.
[18:48] Hatte ich mir damals dann auch gesucht. Ich habe mich dann das schlau gemacht
[18:52] und war dann in Düsseldorf.
[18:54] Damals war der Führer, der Doktor, weiß gar nicht, ob er noch praktiziert, Dr.
[18:57] Walter Einbritzki, hatte ich dann mir ein paar Sitzungen gegeben und ist dann
[19:01] auch mal ein bisschen aufgearbeitet und hat der mir die ganzen Dynamiken,
[19:04] die da dahinter stehen, ein bisschen erklärt, hat auch dazu geforscht,
[19:08] auch das in fremde Verhalten von solchen Eltern und auch mein Verhalten,
[19:14] was das auch fördern kann oder eben.
[19:18] Aber letzten Endes, Sie können ja den anderen nicht ändern, Sie können sich nur einmal anpassen.
[19:21] Mir ging es dann immer darum, wie entwickle ich jetzt eine Anpassungsstrategie,
[19:25] möglichst lange den Kontakt zum Kind zu halten, weil mir gleich klar war,
[19:29] sonst bin ich raus. Und das kann man dann auch nicht mehr aufnehmen.
[19:33] Und wie geht man da am geschicktesten vor? Der Tenor war schon,
[19:37] Sie müssen da so ein bisschen der stabilisierende Anker sein.
[19:40] Aber meine Wahrnehmung war eben die, dass von den Institutionen,
[19:44] also vom Umfeld außenrum, vom Helfersystem, sage ich jetzt mal,
[19:47] Da geht es gar nicht so, da ist es, da muss man selber gucken,
[19:50] wie man da vorwärts kommt. Und,
[19:54] Da war dann aber am Schluss dann auch seine klare Aussage, wir haben zwei,
[19:57] brauchen Sie halt einen guten Anwalt.
[20:00] Dann sage ich, der Anwalt kostet aber auch Geld. Dann sagt er,
[20:03] weiß er und deshalb sind halt auch viele Kinder verloren.
[20:05] Und das fand ich natürlich dann schon starker Tobak, weil letzten Endes ist
[20:09] es doch eine Kinderflutssache und dass wir hier in Deutschland,
[20:14] muss man schon sagen, teilweise so schlechter aufgestellt sind und so mangelbehaftet
[20:19] das ist. Also ich will auch dem gar nichts Böses unterstellen.
[20:22] Das ist einfach, ja, Dr. Rüger hat ja gesagt, eine Überforderungssituation,
[20:26] Personalmangel und alles dergleichen.
[20:30] Aber es ist eben nicht ausreichend, weil es ist ja kein Randphänomen,
[20:34] so wie es immer wieder dargestellt wird, sondern es betrifft eben sehr viele in der Gesellschaft.
[20:38] Ich bin ja auch mit Politikern in Austausch gewesen, auch von Regierungsfraktionen,
[20:42] Fraktionschefen und dergleichen.
[20:44] Und da kam dann immer wieder, das ist halt ein Nischenthema.
[20:47] Also nein, es ist eigentlich kein Nischenthema. Ich habe in jeder Klasse vier
[20:50] bis sechs Kinder drin sitzen, die davon betroffen sind.
[20:53] Ich habe es jetzt erst vor zwei Jahren wieder gesehen, hatten wir in Deutsch
[20:57] das Prüfungsthema von Juliane Pichel.
[20:59] Da wurde auch ausgezeichnet, das Buch Krummer Hund, wo es ja auch ein bisschen um dieses Thema geht.
[21:04] Und da mussten die Schüler dann eben Aufsätze und so schreiben.
[21:06] Und da waren ein paar dabei.
[21:08] Sie haben richtig vom Leder gezogen und einen regelrechten Hass gegen einen
[21:12] Elternteil entwickelt.
[21:14] Und wenn ich das über die Jahre so sehe, sind in jeder Klasse immer zwischen
[21:18] vier bis sechs, acht Kinder von Trennung betroffen und wo es dann eben nicht harmonisch läuft.
[21:25] Wann haben Sie denn Ihre Tochter... Achso, Entschuldigung, ja.
[21:28] Ja, wo dann ein Elternteil eben in Kontakt verloren geht.
[21:33] Wann haben Sie denn dann Ihre Tochter wieder gesehen sozusagen?
[21:37] Das scheint ja ein dauerndes Hin und Her gewesen zu sein, jahrelang.
[21:39] Wie alt ist Ihre Tochter heute?
[21:41] Also die Mutter hat immer gesagt, das ist alles zu viel Umgang,
[21:43] das ist ein verunsichertes Kind und das macht sie nur unruhig.
[21:47] Und das hat dann über Jahre eskaliert und mit dem Richter legt es nicht so gut.
[21:51] Und dann waren wir irgendwann vor dem Oberlandesgericht, da hatte ich dann eine
[21:54] Richterin, Richterin am Oberlandesgericht,
[21:58] Und das war der erste, wo ich gemerkt habe, oh, die ist geschult.
[22:03] Also hat man auch Dr. Antritz gesagt, OLG ist besser, nicht so lange am Amtsgericht
[22:07] verweilen. Die sind häufig nicht geschult, die Familienrichter gehen sie ans OLG.
[22:11] Die war geschult in der Gesprächsführung, die hat dann anderthalb Stunden auf
[22:15] die Mutter eingeredet, dass es so nicht geht.
[22:17] Und sie wird ein Urteil eben oder ein Beschluss, wie es ja da heißt,
[22:20] im Familienrichter, wo klar der Kontakt geregelt ist.
[22:23] Aber sie müsste das Kind, und das Kind war damals noch drei,
[22:26] sehr klein, müsste sie dann anhören, weil sonst könnte sie eben für das Bundesverfassungsgericht.
[22:31] Und das fand ich so schlimm, weil ich gedacht habe, oh Gott,
[22:34] jetzt soll ihr Kind doch anhören. Das will mir kein Kind zumuten,
[22:37] aber die Rechtsprechung hat das eben so entwickelt.
[22:40] Und da musste ich sehr um Passung ringen. Und die Richterin hat dann anderthalb
[22:45] Stunden auf sie eingeredet.
[22:47] Letzten Endes ging es um den Wochenende, war nicht mehr schreitig.
[22:50] Also ich musste den Übernachtungsumgang einklagen, jedes zweite Wochenende,
[22:54] dass ich bei mir übernachten darf.
[22:56] Und es war eigentlich nur noch zweieinhalb Stunden mittwochs streitig,
[22:58] weil die Richterin mir gemeint hat, ja zwei Wochen, das reicht nicht.
[23:01] Das Kind ist drei und gibt ja dieses kindliche Zeitempfinden,
[23:05] Jan Fiedemann, der auch da geforscht hat.
[23:07] Und dann sagt man ja, so altes Kind, viel größeres wollten die Abstände nicht sein.
[23:11] Also bei dreijährigem Kind im Prinzip so alle drei, halb, drei, vier Tage Kontakt.
[23:16] Und da ging es dann letztlich nur noch um den Mittwochumgangskontakt von zweieinhalb
[23:21] Stunden und hat sich komplett quergestellt.
[23:23] Das war völlig irrational von dieser psychologischen Dynamik,
[23:28] Entfremdungsdynamik, aber erklärbar und die Gerichterin war sichtbar geschult
[23:31] und hat da jetzt nicht Druck gemacht, sondern hat da versucht,
[23:35] bei ihr eine gewisse Empathie und Einfühlungsvermögen zu entwickeln und diese Ängste zu nehmen,
[23:41] und sie hat sich aber nicht erweilen lassen und dann hat noch eine Kindesanhörung
[23:45] stattgefunden, natürlich einigermaßen kindgerecht, da gibt es dann ein Spielzimmer,
[23:49] geht man mit Kind und so rein.
[23:51] Ich habe dann später den Vermerk bekommen und es gelesen, ja.
[23:57] War schon haarig, weil es geht natürlich dann auch, sag ich mal,
[24:01] die Familie hier mit meiner ätzigen Frau, die hat auch Kinder.
[24:06] Und da hatte sie natürlich die auch schon erleben dürfen und glaube,
[24:10] sie nicht mal die Namen sagen, weil sie die Kinder hier dann halt auch schützen
[24:13] wollte. Also das Kind selber mit dabei. Das fand ich schon sehr heftig.
[24:18] Wo man dann auch sieht, dass selbst eine Dreijährige da schon merkt,
[24:21] was da eigentlich läuft und ein Loyalitätskonflikt angebahnt wird.
[24:25] Und aber die Richterin hat hier klare Kante gezeigt und nicht dann nochmal eine
[24:30] Mediationsschleife und nochmal eine Mediationsschleife weil,
[24:34] da kommt man ja meistens nicht zu Potte und was häufig vergessen wird das klingt
[24:38] immer erstmal gut, man macht eine Mediation aber wenn die Mediation ein halbes
[24:42] Jahr läuft oder so, schafft natürlich die Zeit auch wieder Fakten,
[24:45] gibt man manchmal auch Bühne und kann das auch eskalierend sein letzten Endes
[24:49] hat sie dann einen Beschluss gefasst und so lief es dann eigentlich auch sieben Jahre dann,
[24:54] die Mutter hat immer wieder probiert, dann war Corona zwischendrin,
[24:57] kann kein Umgang stattfinden, da war ja auch dann ein bisschen Rechtsunsicherheit am Anfang.
[25:02] Ganz glaube ich, Merkel hat gesagt, jeder muss zu Hause bleiben und so,
[25:06] haben wir aber dann auch durchgesetzt und ja, das ging dann bis September,
[25:12] also den OLG-Beschluss hatte ich 2017 und das lief dann bis.
[25:18] Sommer 23. Da war das Kind jetzt schon älter.
[25:23] War es jetzt Kind neun. Da ging es dann los, Kindes Handy mitgeben.
[25:32] Und ich sage mal, das Smartphone als Wanze, als Kontrollüberwachung beim Vater.
[25:41] Da gab es dann massive Konflikte im Sommerferienumgang, weil 18.03.04 da irgendwie
[25:47] SMS reingingen beim Kindes Handy.
[25:50] Ich habe gesagt, das geht so nicht. und dann habe ich jemandem das Handy beschlagt
[25:53] und habe gesagt, du, eine Stunde täglich reicht und über Nacht bleibt mal jetzt das Handy bei mir.
[26:00] Und das fand dann die Mutter übergrifflich und dann hat das total eskaliert,
[26:05] bis die dann irgendwann das Kind dann in der Psychiatrie gebracht hat gegen den Willen des Kindes.
[26:13] Was natürlich dann eine dramatische Eskalation der Lage war. Allerdings.
[26:18] Wie ist denn Ihre jetzige Frau mit dieser Situation umgegangen?
[26:24] Weil das ist ja eigentlich ein Dauerstress, den Sie da hatten,
[26:26] offensichtlich. Über Jahre. Ja.
[26:30] Also es gab mal ruhigere Phasen offensichtlich, dann ging es mal alles gut.
[26:32] Aber plötzlich, wie auch immer, aus heiterem Himmel, irgendeine andere Sache kam wie Ecke.
[26:37] Das ist ja schon... Naja gut, erhebliche Belastung hier, ne?
[26:40] Also natürlich, die sieht es natürlich anders. Also es wird ähnlich sein wie beim Herr Brander.
[26:43] Da hat er immer gesagt, ich habe das und das gemacht und unterstresste Kinder.
[26:46] Also erst und Ende waren immer wieder die Vorwürfe, ich begehe Kindesurgefährdung.
[26:51] Vom Kindersitz, der nicht im Autopass ist, was weiß ich, also völlig hanebüchen teilweise.
[26:56] Aber dem wird halt erstmal nachgegangen. Und in die Psychiatrie war der Vorwurf,
[27:00] das Kind hätte bei mir einen Film gesehen, das nicht für ihr im Alter entsprechend ist.
[27:03] Also tatsächlich, es ist ein Film, der bei Amazon Prime mit FSK 6 drin ist.
[27:08] Da ging es auch um Scheidungsfall, Trennungssituation.
[27:14] War sie immer sehr interessiert, auch wenn das mal so im Fernsehen lief,
[27:17] Notrufhafen kannte, was auch immer.
[27:19] Sie hat sich das mal mitgeschnappt, da hat sie sich das immer genau angeguckt.
[27:22] Und das ist natürlich auch so ein Alter, wo sie dann halt beginnen,
[27:24] langsam auch manche Dinge vielleicht zu hinterfragen.
[27:26] Und dann hat sie wohl auch Fragen gegenüber der Mutter gehabt.
[27:30] Und dann hat sich das hochgeschaut. Sie hat mir das Kind dann erzählt mit der
[27:33] Mutter und mit der Oma, also mit der Mutter der Mutter sozusagen. Nicht Kindesmutter.
[27:39] Und dass sich dann die Mutter behauptet, ich hätte das Kind seelisch misshandelt,
[27:45] psychisch misshandelt, unter Druck gesetzt und das in die Psychiatrie dann.
[27:50] Und wie lange war sie, sage ich? Wie lange war sie, sage ich?
[27:54] Naja, also es ist ja so, gemeinsames Sorgerecht, müssen die ja auch den anderen
[27:58] Sorgeberechtigten dann anrufen.
[28:00] Sie hat es um zwei Sonntags reingesteckt.
[28:04] Hinterher, als ich dann die ganzen Unterlagen hatte, war sie sehr dramatisch.
[28:07] Das Kind hat sich gewehrt und sogar ausgezogen. und habe euch gesagt,
[28:10] warum besitzt du dich nackt?
[28:11] Oder was war los? Da sagt sie, Papa, nackig können Sie mich nicht in die Klinik stecken.
[28:15] Also sprich, sich da gewehrt.
[28:20] Und sie wollte, dass ich nicht informiert werde. Also die Mutter hat gesagt,
[28:23] der Vater bitte nicht anrufen. Dann hat die Klinik gesagt, das dürfen wir nicht.
[28:26] Also wenn beide so ein Recht haben, müssen wir den Vater anrufen.
[28:29] Die haben mich dann um 16 Uhr erreicht.
[28:32] Da war ich gerade mit meiner Frau vom Karlsruher Schloss. Da hatten wir einen
[28:36] Kaffee getrunken und dann kam der Anruf von der Psychiatrie da. und ähm.
[28:43] Ja, ob ich damit einverstanden wäre. Also aus der Ferne, ich kann es überhaupt
[28:47] nicht einschätzen. Ich weiß, dass im Sommer sich das schon zugespitzt hat.
[28:50] Aber ich bin jetzt erstmal nicht einverstanden. Weiß ja nicht,
[28:52] ob das richtig ist, ein Kind jetzt einfach in die Psychiatrie zu stecken.
[28:56] Da gibt es ja nochmal andere Möglichkeiten.
[28:58] Erstmal in Pflegefamilie oder dann eben auch zum Vater.
[29:02] Da habe ich gesagt, ich komme sofort persönlich vorbei. Und dann sind wir da
[29:06] runtergefahren mit meiner Frau.
[29:09] Und hatte aber schon die Sorge, bis wir da unten sind. weil das waren halt dann doch fast drei Stunden.
[29:15] Dann ist sie vielleicht so bearbeitet oder erschöpft, dass es schon schwierig wird.
[29:20] Und ich durfte dann mit ihrem Telefon noch kurz sprechen, aber das Kind war
[29:25] in einem Schockzustand.
[29:27] Ich wollte erst gar nichts sagen, war ganz leis und ruhig und eigentlich ist
[29:31] ein sehr aufgewecktes, munderes Kind.
[29:34] Und da habe ich gesagt, du, ich komme vorbei und dann schau mal,
[29:37] wie man es regeln kann, vielleicht kannst du mit mir dann mit.
[29:40] Und vielleicht muss ich jetzt da nicht bleiben. hinterher hat sie zu mir gesagt,
[29:44] es sei dann auf sie eingeredet worden, es ist also stressig,
[29:46] jetzt bleibt es erstmal eine Nacht hier und dann am Tag drauf,
[29:49] gehen wir mal gucken, wie Sache ist.
[29:51] Auf jeden Fall waren wir dann nach etwa drei Stunden da und meine Frau wurde
[29:55] gleich wieder rausgeschmissen und sie sagt, sie haben kein Seulrecht, das wollen sie.
[29:59] Sie dürfen nicht mit rein. Dann war ich quasi, fand ich schon schwierig, wegen Zeugen und so.
[30:06] Den diensthabenden Arzt gegenüber dem Psychiater hat er mir die Vorwürfe der Mutter geschildert.
[30:11] Und da habe ich gesagt, ja, ist ja alles schön und gut, aber ich würde gerne
[30:13] mit meiner Tochter sprechen.
[30:15] Hat man mir aber dann verweigert, weil der Vorwurf war wirklich psychische Gewalt,
[30:18] hätte ich auf das Kind ausgeübt.
[30:20] Ich habe gesagt, naja, es gab ja schon einige Prozesse im Vorfeld.
[30:25] Letzten Endes hat er gesagt, was soll ich machen? Ich habe gesehen,
[30:28] ich habe der Mutter geraten, sie soll erstmal die Polizei anrufen,
[30:31] dass das Jugendamt das nochmal prüfen kann, da gibt es ja auch eine Bereitschaft.
[30:34] Aber dann stand sie halt doch mit dem Kind da und er war sich unsicher,
[30:38] ob die Mutter auch stabil ist. und habe gesagt, weil wenn sie das alles erfindet,
[30:41] dann hat sie auch nicht mehr alle Latten am Zaun.
[30:44] Dann habe er Angst gehabt, dass das Kind dann vielleicht über Nacht dann bei
[30:48] der Mutter was passiert.
[30:49] Naja, ich war trotzdem da und sie hat gesagt, so einfach ist es ja nicht,
[30:51] ich muss ja zustimmen, sie können sich einfach das Kind hier behalten.
[30:55] Und da ist aber ein Ausgewicht. Ich habe gesagt, das würde ich die Chefärztin entscheiden.
[30:59] Und letztlich bin ich dann ohne Kontakt zur Tochter wieder vom Platz gezogen.
[31:04] Das Kind war da drin, wusste nicht, wie es weitergeht.
[31:07] Und habe natürlich dann tags darauf Sonntags ist schwierig.
[31:10] Gleich dann den Anwalt, mit dem ich schon im Vorfeld Kontakt hatte,
[31:16] Kontakt aufgenommen und gesagt, wie gehen wir jetzt davor?
[31:19] Und dann hat er gesagt, jetzt mal Akteneinsicht und die rufen jetzt an.
[31:23] Und sie soll Widerspruch gegen diese Einweisung einlegen, weil innerhalb von
[31:27] 72 Stunden oder so muss dann ein Richter das entscheiden.
[31:30] Also habe ich den Widerspruch da eingelegt, das in der Klinik geschickt und
[31:34] da haben die angerufen. Und dann haben sie natürlich reagiert.
[31:38] Und da haben sie gesagt, ja, alles halb so wild. Sie ist jetzt heute schon in
[31:42] diesem offenen Bereich und sie machen jetzt erstmal ihre Clearing-Phase,
[31:45] um da mal alles im Hintergrund abzuklären, was die Sache ist.
[31:49] Habe natürlich auch sofort versucht, vom Jugendamt jemanden zu erreichen.
[31:54] Und das Jugendamt hat aber einen Kontakt zu mir verweigert. Also Sonntag kam
[31:57] das Kind in die Klinik und kam dann erst am Mittwoch der Rückruf.
[32:02] Montag keine Zeit, Dienstabjahr. Du musst einmal dazwischen.
[32:06] Wer hat denn ihre Tochter dort eingewiesen? Das muss ja ein Arzt gewesen sein.
[32:12] Das ist ja keine Notaufnahme, wo ich jetzt mein Kind mal eben in die Psychiatrie fahre.
[32:18] Oder wie ist das genau? War das ein Arzt, der sie dorthin überwiesen hat?
[32:21] Ja, das ist ein Psychiater, genau.
[32:25] Okay. Der hat dann mit mir das Gespräch geführt und ich habe natürlich der Darstellung
[32:30] widersprochen, so wie es die Mutter dargestellt hat.
[32:33] Er hat jetzt Aussage gegen Aussage und ich habe gesagt, also Gewaltvorwurf,
[32:40] das ist immer schwieriger, aber das nächste erste Mal mit dieser Kindeswohlgefährdung.
[32:44] Da hat er gesagt, naja, bis am Anfang, eine Abstimmung im Jugendamt dürfen sie
[32:48] und dann braucht es ja jemanden einen Gerichtsbeschluss.
[32:51] Letzten Endes haben die mich am Montag, die Klinik gesagt, sie klären das jetzt
[32:55] erstmal alles, lassen sie ein paar Tage hier.
[32:56] Und da habe ich mich natürlich einverstanden erklärt und dann waren die erstmal wieder rechtlich safe.
[33:01] Aber ich hatte ja überhaupt keinen Eindruck, ich wusste ja nicht, was Sache ist.
[33:05] Im Prinzip hat dann das erste Gespräch am Mittwoch dann stattgefunden,
[33:09] da hat mich das Jugendamt zurückgerufen.
[33:11] Und dann ging die ganz normal ihre Checkliste durch, die sie da haben vom KVRS.
[33:17] Kindeswohlgefährdung hat auch schon
[33:18] am Telefon gesagt, dass sie ein Kindeswohlgefährdungsverfahren eröffnet.
[33:22] Das war aber schon total gegen mich. Also ich bin der Gefährder.
[33:26] Also da war das nachher schon gesetzt.
[33:29] Und dann nach anderthalb Wochen hatte ich dann Zugang zu meiner Tochter in der Klinik.
[33:33] Dann ging es das erste Mal mit der Psychotherapeutin und Sozialpädagogen, die sie dann auch hatte.
[33:39] Und der Vorteil ist, es wird alles dokumentiert. Also auch hinterher kommen wir an die Unterlagen.
[33:45] Und dann sind die erst mal aus allen Wolken gefallen, als ich dem also ein bisschen
[33:47] die Vorgeschichte erzählt habe.
[33:49] Und dann hat sie sich entschuldigen und gesagt, es tut uns leid.
[33:54] Herr Gehring, wir wurden da vom Jugendamt falsch informiert.
[33:57] Weil sie irgendwann hat gesagt, bei der Familie gab es schon häufig Probleme.
[34:01] Und das ist natürlich auch noch eine schöne Wendung. Die hatten keine Vorachten
[34:05] mehr von diesen Prozessen vorher, weil das Jugendamt gewechselt hatte von der Stadt zum Landkreis.
[34:11] Und da war quasi das eine weiße Akte. Also es gab die Akten,
[34:14] aber die sind bei der Stadt. Und da gab es einen Wasserschaden.
[34:16] Also hat sie sich keinen Zugriff mehr. Und dann wieder bei null war sie begonnen.
[34:20] Obwohl ja schon mehrfach aktenkundig war, dass an diesen ganzen Vorwürfen gegen
[34:23] den Vater, also ein Kindeswohlgefährter, dass bisher nichts bewiesen werden konnte.
[34:28] Also da gab es keinen Zugriff. Im Prinzip auch gewisse Behördenschlamperei dann auch da.
[34:34] Ja, und da hat sich das peu à peu dann auch wieder normalisiert.
[34:39] Sie haben auch gesehen, das Kind hat jetzt gar keine Angst irgendwie vom Vater,
[34:42] sondern geht es sehr herzlich mit ihm um.
[34:44] Und dann haben sie auch den Umgang wieder eingesetzt.
[34:48] Und dann durfte sie nach dreieinhalb Wochen raus, man hat natürlich die Zeit
[34:51] auch genutzt, das war mir aber auch recht, bei der Mutter dann ein Hilfesetting
[34:56] aufzubauen mit Familienhilfe und dergleichen,
[35:00] bevor sie dann wieder quasi in den Haushalt der Mutter zurückkehrt.
[35:03] Und wie ist der Stand heute sozusagen?
[35:06] Der Stand heute ist, dass ich jetzt wieder diesem Vorwurf ausgesetzt war,
[35:14] letztes Jahr im Oktober, weil ich habe nach der ganzen Geschichte probiert,
[35:22] ans Aufenthaltsbestimmungsrecht zu kommen, sprich einen Wechsel zum Vater doch zu ermöglichen.
[35:26] Das Problem hat das Kind gesagt, will sie eigentlich nicht, sie will doch bei
[35:29] der Mama bleiben, die Mama braucht sie, sie müsste mir mal helfen und so.
[35:34] Und dann, je älter das Kind wird, sagt man, ja, Kind ist wieder,
[35:37] dann muss man ja auch da Gewicht geben.
[35:39] Vor allem, wenn es nicht so Richtung 12 geht, dann ist es fast schon monokausal.
[35:43] Kann man auch kritisch sehen. Mit 14 darf man entscheiden, ob man Religion teilnimmt
[35:46] oder nicht. Aber ob man zum Vater geht, schon mit 12.
[35:49] Das heißt drum, ich finde, da wird auch Verantwortung verlagert zu früh von
[35:52] den Gerichten auf die Kinder.
[35:55] Letztlich habe ich dann seit Oktober wieder ein, also letzten Jahres,
[35:59] wieder ein Gefährdungsverfahren bekommen. Ja.
[36:03] Wo dann das Jugendamt gegen richterlichen Beschluss empfohlen hat,
[36:07] den Umgang auszusetzen.
[36:10] Und da habe ich gesagt, jetzt ist das Ende der Fahnenstand. Und da haben wir
[36:14] auch eine Anzeige gemacht gegen das Jugendamt.
[36:17] Da haben wir gesagt, es geht nicht. Also dafür sind die Familiengerichte da,
[36:20] dafür wird alles geprüft, dafür gibt es Beschlüsse.
[36:22] Und da kann es nicht sein, ich meine, das ist eh schon alles sehr teuer,
[36:25] bis man so einen Beschluss hat. Und dann Vollstreckung ist nochmal eine andere Sache.
[36:29] Ordnungsgeld, 50 Euro, was verhängt wird. Ja, das ist ja auch, bringt ja gar nichts.
[36:36] Und ja, seither wurde dann der Umgang boykottiert, ortsgerichtlichen Beschluss.
[36:45] Ich habe dann sowohl natürlich Überordnungsgeld probiert, aber sowohl das Amtsgericht
[36:51] wie auch das Oberlandesgericht hat dann da nicht mitgemacht.
[36:55] Am Schluss sogar gesagt, als wir gesagt haben, das hat sich doch das Jugendamt strafbar gemacht.
[37:03] Die Mutter ist da ein Verbotsirrtum unterlegen. Sie hat da quasi dem Jugendamt
[37:08] vertraut, dass sie schon alles richtig machen, so wie das Recht des Vorsichts. Und,
[37:15] Ich habe dann Hilfe zur Erziehung, wie so schön dann heißt, im Prinzip begleitenden
[37:19] Umgang bekommen und bin jetzt, weil ich ja ein Gefährder bin,
[37:24] seit letztem Jahr, Oktober, im begleiteten Umgang.
[37:29] Das heißt, ich sehe mein Kind mit so einer Familienhelferin,
[37:36] die dabei ist an einem neutralen Ort, für eine Stunde.
[37:40] Einmal die Woche? Für eine Stunde.
[37:43] Für eine Stunde. Für eine Stunde ist natürlich eine sehr unnatürliche Situation.
[37:51] Man kann natürlich auch sich da nicht mehr annähern, weil intime Dinge spricht
[37:54] man nicht. Das signalisiert mir auch meine Tochter mit einem Augenbrauen. Ist ja klar.
[38:00] Und wo sehen Sie sich dann? Ja, das ist dann in so einer Jugendhilfeeinrichtung,
[38:06] wo man wohnt, wo man sich in einem neutralen Ort oder bei Feeling Training ist das.
[38:13] Und es war dann im Februar nochmal ein Familiengerichtstermin da habe ich gesagt,
[38:17] naja, das kann man ja nur befristen jetzt müssen wir ja irgendwie da vorwärts kommen,
[38:21] dann hat aber der Richter ja, das Kind möchte nicht und sie erzählen nur zu
[38:25] viel Erwachsenen-Zeugs also auch nichts Konkretes rumgeeiert also er wollte
[38:29] dann nicht Blanken reinhauen, sage ich jetzt mal um auch das Kind die Verantwortung zu nehmen und,
[38:37] Und meine Tochter hat sich dann letzten Endes auf die Position zurückgezogen,
[38:40] dass sie gesagt hat, der Papa redet immer so komisches Zeugs,
[38:44] aber nichts jetzt konkret, der staut es nicht an oder so, solche Sachen kamen.
[38:50] Und dass der Richter sich im Prinzip nicht mehr getraut hat,
[38:53] die Verfahrensbeistehende auch nicht, sondern die Eltern sollen weniger streiten,
[38:57] damit es nicht mehr so ein Neuertätskonflikt ist,
[39:00] da jetzt ein Ordnungsmittel zu verhängen, geschweige denn da nochmal eine Umgangsregelung zu finden.
[39:07] OLG liest dann genauso, dass ich dann gesagt habe, naja, jetzt ist eh bald zwölf,
[39:12] da wissen wir, wie es läuft, wenn es geht, dann sagt es, es will nicht mehr,
[39:14] dann zieht man es auch nicht.
[39:17] Dass man jetzt dann jemanden den Beschluss im Sommer aufgehoben hat vom Amtsgericht,
[39:21] also den OLG-Beschluss wurde aufgehoben und hat die Eltern vereinbart und sich
[39:25] jetzt zu einem Umgang oder streben es an.
[39:29] Aber ich habe auch beim Richter gesagt, wenn es zehn, elf Jahre nicht funktioniert
[39:32] hat, ist es auch unrealistisch, dass es jetzt die nächsten vier,
[39:35] fünf, sechs, sieben Jahre funktioniert.
[39:37] Natürlich, die Kinder werden größer, können sie auch mehr behaupten.
[39:41] Aber das sehe ich mir auch erst beim Fall Block. Als der Theo bei der Mutter
[39:45] war, hat er auch gesagt, ich will bei der Mama bleiben.
[39:47] Also der, wo die Kinder sind, hat die Gewalt, die Verfügungsgewalt über die Kinder.
[39:53] Und das kapieren natürlich die Kinder auch. Hat sie selber zu mir gesagt,
[39:56] Papa, wie soll ich mich wehren? Du hast es schon schwer mit der Mama.
[39:59] Ich bin ein Kind, sie kann über mich bestimmen. Also die Kinder sind da irgendwann
[40:02] halt im Überlebensmodus drin.
[40:04] Und wenn sie merken, ich habe jetzt da ein Helfersystem.
[40:08] Dass sich auch, und so ist ja unser Helfersystem doch überwiegend auch gestaltet,
[40:14] sich nach dem Obhutseldanteil richtet, das ist ja auch mit Meldewesen,
[40:17] alles was da dran hängt, dann was soll das Kind machen, das hat ja gar keine andere Wahl.
[40:23] Also sie möchte nach wie vor Kontakt, aber eben nicht unbegleitet,
[40:28] weil sie sagt, sie hat dann Angst, dass ich sie irgendwie anschreie,
[40:32] anschnauze, also psychisch unter Druck setze.
[40:35] Und das läuft jetzt seit Oktober letzten Jahres so, eine Stunde.
[40:40] Es ist aber nicht einmal in der Woche, sondern tatsächlich bin ich jetzt beim
[40:43] Modus, das hat man auch immer mehr ausgedünnt.
[40:46] Ja, alle sechs Wochen. Also im Prinzip ist es fast nichts.
[40:50] Aber man sollte ja mal meinen, also würde ich jetzt mal, wenn ich das alles
[40:53] so höre, mal denken, dass die Behörden und anderen involvierten Richter,
[40:59] wie auch immer psychologisch, schon mal alleine aufgrund ihrer Ausbildung,
[41:02] ihrer Karriere als Lehrer,
[41:04] jetzt sogar als Leiter einer Schule,
[41:07] ihnen doch irgendwie von Haus aus schon mal irgendwie eine gewisse Erziehungskompetenz zusprechen.
[41:11] Also mich wundert es, dass sie dann immer wieder in diese Mühle da gekommen
[41:15] sind, dass man ihnen immer wieder den einen und denselben Vorwurf gemacht hat,
[41:19] obwohl sie eigentlich auch von der Ausbildung her man ja sehen muss,
[41:23] Mensch, das ist einer, der kennt sich mit Kindern und mit Erziehung aus.
[41:29] Ja, aber das Gegenteil ist eher der Fall. Es war so, es ist ja so,
[41:34] wir hatten dann noch eine Heilpädagogin im Frühjahr bekommen,
[41:38] die das auch sehr gut gemacht hat.
[41:39] Also mit dem Kind gearbeitet, mit mir Gespräche geführt, aber letzten Endes
[41:42] bei der Annäherung, es ist wie so ein Gummiband, gab es wieder dann auch Gegenwehr
[41:49] von der Mutter, sage ich jetzt mal, und dann ist es im Ergebnis dann auch schlussendlich gescheitert. Und.
[41:56] Ja, also es war im Oktober so, dass ich gesagt habe, das Kind ist jetzt dann
[41:58] weiter von der Schule, jetzt soll es bei der Mutter bleiben, wir gehen davon zurück.
[42:02] Und dann fing aber das Jugendamt an, ja, wir meinen, das reicht nicht mehr,
[42:05] es braucht das alleinige Sorgerecht für die Mutter.
[42:08] Das hat natürlich dann eher wieder zur Eskalation beigetragen.
[42:11] Er war auch der Richter ein bisschen perplex.
[42:14] Verfahrensbeistet sind genauso. Also im Telefonat zu mir immer sehr freundlich.
[42:16] Sie sind doch Schulleiter.
[42:18] Und dann vor dem Bericht hat sie im Prinzip nachgebetet, was das Jugendamt gesagt hat.
[42:23] Vielleicht wollte das auch der Richter hören. Ich meine, mit Auftragserteilung
[42:25] ist ja manchmal auch klar, was schon der Richter möchte.
[42:28] Hat er mir auch im Vier-Augen-Gespräch mal gesagt, wir können jetzt auch nochmal
[42:31] ein Sachverständigen gut achten machen. Das kostet sehr viel Geld, wie sie wissen.
[42:34] Aber ich weiß jetzt schon, was drinstehen werden. Und er sagt,
[42:36] ja, dafür bin ich jetzt zu lange dabei. Ich weiß auch, wie das läuft. Das lassen wir mal.
[42:40] Sonst bin ich 8.000 Euro ärmer und steht am Schluss drin völlig erziehungsfähig.
[42:45] Aber ist ja schon lustig.
[42:46] Aber ganz am Anfang war ich da auch so in der Familienberatung von der Kirche damals.
[42:51] Und da sagte er zu mir, das ist kein Problem. Wir sagen einfach,
[42:54] Sie können mit fremden Kindern umgehen.
[42:57] Das ist ja professionell und mit einem eigenen Kind können Sie es nicht.
[43:00] Tatsächlich jetzt bei der Alleinsorge, die man dann hier übertragen hat,
[43:03] hat man mir quasi eine eingeschränkte Erziehungsfähigkeit unterstellt.
[43:09] Also so stellt sie den Beschluss drin, 35 Seiten hat er sich Mühe gegeben.
[43:12] Ich kann das nicht akzeptieren, ich sehe das auch als Wahnsinn an.
[43:15] Und deshalb gehe ich ja weiter. Ich bin ja gerade beim Bundesverfassungsgericht,
[43:19] das ist auch offen, also ist natürlich abgeschlossen.
[43:21] Also ich habe nicht so wie Sie dann aufgehört, da steht zwar drin,
[43:24] die Entscheidung ist unanfechtbar, aber ich habe mich noch ein bisschen schlau
[43:26] gemacht, also Anhörungsrüge.
[43:28] Das habe ich allerdings noch ohne Anwalt gemacht, nach einem fünfstelligen Betrag,
[43:31] und der nichts erreicht hat, muss man ja auch mal die Finanzen gucken.
[43:35] Es ist ja so, im Bundesverfassungsgericht gibt es glücklicherweise keinen Anwaltszwang,
[43:39] Anhörungsstrügen gemacht.
[43:40] Umgang haben sie zurückgewiesen, habe ich aber erwartet, also ohne drei Richter
[43:46] drunter und Stempel, weil die natürlich sagen, naja, das Kind ist jetzt zwölf und,
[43:51] Auch wenn das Sorgerecht bei der Mutter ist, wird das ja so schwierig.
[43:54] Die Sorge allerdings ist noch offen und da haben sie Unterlagen nochmal nachgefordert.
[43:58] Gleichzeitig habe ich aber schon mal alles nach Straßburg geschickt,
[44:01] am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.
[44:03] Und das hat mich doch sehr überrascht, weil eigentlich die sagen,
[44:05] sie nehmen erst zur Prüfung an, wenn wirklich der nationale Weg komplett erschöpft ist.
[44:10] Das Sorgerecht ist mit dem Bundesverfassungsgericht noch nicht und haben den
[44:13] auch schon angenommen und auch Aktenzeichen alles vergeben.
[44:16] Wann ist das passiert? Ob das der Kontakt herstellt, ist nochmal die andere
[44:19] Frage. Aber da geht es auch ein bisschen um die Gerechtigkeit und vielleicht
[44:22] kriege ich auch das eine oder andere Euro wieder zurück, weil es ist ja nicht
[44:25] nur die psychische Belastung, die man hat, im Übrigen auch fürs Umfeld.
[44:30] Sie haben es auch feuchtig erzählt, sondern es ist ja auch behindert.
[44:33] Ich finde das toll, dass Sie da nochmal diesen Schritt gegangen sind.
[44:38] Ich habe es, wie Sie schon gesagt haben, damals dann für mich beschlossen,
[44:41] die Richter ist jetzt vorbei.
[44:44] Ich versuche jetzt halt eben den Weg der Aufklärung zu gehen,
[44:47] öffentlich, durch Fernsehberichte, TV-Auftritte, durch den Podcast etc.
[44:52] Aber ich finde das sehr, sehr toll und mutig.
[44:54] Ich glaube, es sind auch der Erste, den ich kenne, so in dem ganzen Bekanntenkreis
[44:59] von Leuten, deren Fälle ich kenne, der dann wirklich diesen Schritt gegangen
[45:03] ist. Finde ich ganz toll.
[45:05] Wie geht das denn jetzt weiter, Herr Jering, mit dem Europäischen Gerichtshof?
[45:09] Also das ist jetzt ein Aktenzeichen angeliebt. Was heißt das?
[45:11] Was bedeutet das für das nächste Jahr? Ja, also 56.
[45:13] Dann reicht die Vorprüfung. Also es ist eine Kanzlei direkt am Gericht,
[45:17] die das erstmal prüft nach acht Ländern.
[45:19] Also da ist die Konversation auch deutsch. Die Klage habe ich trotzdem schon
[45:22] mal in Englisch eingereicht.
[45:25] Das ist ein ganzes Paket, was man da schickt, weil die wollen alle Beschlüsse, die es da gibt.
[45:29] Bei mir war sogar noch die Staatsanwaltschaft dabei, die dann gegen das Jugendamt
[45:32] auch ermittelt hat, wegen Kindesentziehung, weil man sich an diesen Umgangsbeschluss
[45:35] eben nicht gehalten hat.
[45:37] Das hat sie mittlerweile eingestellt. Da sind wir jetzt gerade bei der Generalstaatsanwaltschaft
[45:40] Also das habe ich alles nach Straßburg geschickt.
[45:43] Und es ist ja nicht so, dass da nicht schon wenige Urteile gab.
[45:46] Im Gegenteil, wenn man es mal durchzählt, 25 oder noch mehr,
[45:50] also europaweit, aber vor allem auch gegen Deutschland.
[45:55] Es interessiert halt trotzdem keinen. Das sind Einzelfälle, strukturell ändert sich nichts.
[46:00] Ich habe es sowohl über Parteien schon probiert, auch Regierungsfraktionen.
[46:04] Da haben wir auch schon ein Wechselmodell mit Fraktionschefin sogar einen großen Termin gemacht.
[46:07] War dann auch Franz Jörg Krieg dabei, das ist auch sehr bekannt in der Szene,
[46:11] wobei ich jetzt das unabhängig vom Federaufbruch gemacht habe,
[46:13] da auch kein Mitglied bin.
[46:15] Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat am 15.
[46:19] November jetzt die Klage angenommen. Und das ist schon deshalb sensationell,
[46:23] weil eigentlich der Rechtsweg noch nicht völlig erschöpft ist.
[46:27] Prüfphase rein, Bearbeitungszeit sagt man zwei bis drei Jahre.
[46:31] Gleichwohl könnten mir ja Schmerzenskelschaden, so dass es zugesprochen werden
[46:34] und dann habe ich wenigstens die finanzielle Milde.
[46:37] Aber trotzdem, ich habe noch Kontakt, also es ist nicht der totale Kontaktabbruch,
[46:41] Obwohl natürlich die Sorge und die Gefahr da groß ist. Und das habe ich da auch
[46:44] schon auch vom OLG gesagt.
[46:48] Klar, Öffentlichkeitsarbeit habe ich auch immer probiert und teilweise auch
[46:50] erfolgreich mit dem SWR hier zusammen.
[46:53] Und da haben wir auch den Film angestoßen, weil du mir gehörst.
[46:56] Und auch jetzt soll es ja noch eine neue Produktion geben.
[46:59] Da bin ich mit Herrn Rückert auf den Intendanten zugegangen vom SWR, Kai Knifke.
[47:04] Sie ist ja einer halt immer aus Urheberrechtsgründen. Ja, ja,
[47:06] wir hatten gerade die gleiche Idee.
[47:08] Ich bin ja immer ein bisschen albern, aber gut, da ist es so. auf die Produzenten.
[47:12] Aber da geht es ja weiter. Also im Prinzip haben wir dann drei Filme.
[47:14] Einmal dann, weil du mir gehörst und jetzt sogar nochmal ein Zweiteiler,
[47:17] auch von der Produzentin Simone Höller, da nochmal neu gemacht werden im NDR.
[47:22] Und auch da wurde das damals im Landtag gezeigt, in Rheinland-Pfalz,
[47:26] weil man sich da auch hofft hat, dass da mal eine politische Initiative oder
[47:29] was geht. Aber es ist ein Minenfeld.
[47:31] Also auch wenn man sich mit Politikern, ich habe mich wirklich mit Parteichefs
[47:34] auch schon unterhalten, also wirklich ganz oben. Ich bin auch selber Mitglied
[47:37] im Bundesausschuss Bildung.
[47:39] Also bin jetzt auch nicht irgendwie absoluter No-Name.
[47:43] Und die wissen es alle sofort. Also zu sagen, die kennen das nicht,
[47:47] das stimmt nicht, weil jeder kennt da jemanden, wo es genauso ist.
[47:49] Und da kommt fast nach nicht mal 30 Sekunden, ja, Herr Gehring,
[47:53] wir wissen, warum es geht oder ich weiß nicht, was du meinst.
[47:57] Wir reden hier auch, also Kindesentfremdung ist ja psychische Gewahrsehne.
[48:01] Dann sage ich, ja, genau.
[48:02] Aber es ist schwierig. Warum? Weil natürlich es ein Minenfeld ist,
[48:08] wurde schon mehrfach gesagt.
[48:09] Sie haben dann ruckzuck zig Verbände dann, mein Buschmann hat es ja auch mehr
[48:13] oder weniger probiert und hat es dann auch nicht mehr umgesetzt bekommen und
[48:17] dass er jetzt kein Interview geben will, auf der einen Seite was verstehen,
[48:20] auf der anderen Seite zeigst, wie es da läuft.
[48:23] Also ich erhoffe mir, wenn sich da mal eine Änderung ergeben sollte,
[48:27] dann nur über Europarecht, Europarat, Resolution 2079.
[48:33] Aber es ist halt so, Familienrecht ist noch in nationaler Hand.
[48:36] Vielleicht ändert sich das irgendwann.
[48:37] Und es ist nicht nur die Bananenprümmung wichtig, also Verbraucherschutz,
[48:42] sondern das ist doch ein sensibler Bereich.
[48:43] Wir reden hier von Kern der Familie und jetzt reden alle über Demokratie-Schützen.
[48:47] Ja, aber da geht es schon los.
[48:49] Natürlich wissen das auch, Extremisten zu nutzen und auch zu instrumentalisieren,
[48:54] Kern der Familie, Kern der Gesellschaft.
[48:58] Ich denke, Trennung und alles, das nimmt zu. Das wissen wir ja auch.
[49:02] Aber es geht doch darum, dass man eben die Bindungen zu beiden Elternteilen
[49:07] auch nach Trennung erhält.
[49:09] Und da muss der Staat eben im Zweifel unterstützen.
[49:12] Ob er dann vorher mal Faxis, Mediation, was auch immer da fährt.
[49:15] Da sollten wir immer wieder hin. Das ist egal.
[49:17] Aber es muss effektiv sein. Und momentan sehe ich es so, ich beobachte es jetzt
[49:22] auch seit 10, 15 Jahren, haben wir eher einen Rollback.
[49:24] Durch dieses unsägliche Urteil, das muss ich wirklich so sagen.
[49:28] Ja, man hat den Eindruck, dass das Alleinerziehende-Modell hochgelobt wird und
[49:33] das einige Familienprinzip, beide Eltern, das hat halt ausgedient.
[49:40] Aber wie gesagt, das haben wir auch schon mal erwähnt. Zu viel Verunsicherung
[49:43] des Bundesverfassungsgerichts. Absolut.
[49:45] Deshalb denke ich, es ist auch bei vielen OLG so, dass die denken,
[49:48] da gibt es schon auch PE-Gerichte, die das wissen.
[49:50] Aber wir sagen, naja, aber es hat Karl so gesagt, es gibt gar keine Kindesentfremdung
[49:53] oder induzierte Kindesentfremdung.
[49:56] Also dann können wir den Vortrag dann nicht berücksichtigen.
[50:00] Wobei, Sie haben es selber schon in den Folgen davor gesagt,
[50:02] natürlich gibt es das Erd, das sagt er auch, das ist so eine Erdressant.
[50:05] Inwieweit es natürlich dann,
[50:07] jetzt induziert ist. Das muss man natürlich überprüfen. Aber es ist auch schon
[50:12] ein Unding, dass mit 14 Kinder bei uns entscheiden, ob sie jetzt in Religionsunterricht
[50:16] gehen, zum Beispiel in der Schule oder Ethik.
[50:19] Aber mit 12 kann sie schon entscheiden, ob sie noch zum Vater Kontakt haben wollen oder nicht.
[50:24] Oh ja, was ist das? Da findet eine Verlagerung von Verantwortung statt.
[50:31] Natürlich muss man immer die Reife des Kindes, und dann setzt er auch die Adoleszenz
[50:34] ein und Autonomie und so weiter.
[50:38] Aber es läuft in vielen Bereichen nicht gut. Und je kleiner die Kinder sind,
[50:41] sieben, acht, neun, dann wird es ja ganz schwierig.
[50:44] Und häufig ist es doch auch so, das belegt ja auch die Statistik,
[50:48] wenn wir dann da einen Kontaktabbruch haben in diesem Alter,
[50:51] kriegen sie den nicht mehr hin.
[50:52] Die kommt dann irgendwann mit 18, 19, 20 vielleicht.
[50:55] Aber die Lücke dazwischen drin, die kann man im Nachhinein dann nicht mehr auffüllen.
[51:00] Wie sieht es denn da gut aus? Also das ist, wenn ich da nochmal kurz rein darf,
[51:05] das ist klar. Ich glaube, das ist jedem klar, dass man das nicht aufholen kann.
[51:10] Wichtig ist, dass wenn dann mal der Kontakt oder dass der Kontakt dann mal wieder
[51:14] stattfindet und dann ist es klar, es ist was anderes.
[51:18] Ich kenne auch Fälle von einem Freund von mir, da klopft es an der Tür,
[51:22] dann steht sein Sohn vor der Tür, den er seit 20 Jahren nicht gesehen hat.
[51:28] Die hatten sich aber davor gesehen, also es ist nicht so, dass sie sich nicht gekannt haben.
[51:32] Klar ist das Verhältnis jetzt ein anderes, aber sie sind super gute Freunde
[51:36] und es ist ein gutes Verhältnis, ja, also, auch wenn es so viele Jahre gedauert
[51:40] hat, aber die Zeit aufholen kann man nicht, es beginnt ein neuer Abschnitt,
[51:44] ein neues Leben und, und, und,
[51:46] ja, kann auch schön sein, ne, also, ähm.
[51:51] Aber die Zeit kann einem keiner mehr zurückgeben, da gebe ich Ihnen recht.
[51:54] Wie sieht denn der Kontakt jetzt aus zu Ihrer Tochter, Herr Gehring, heute?
[51:59] Telefonisch oder gibt es diesen Umgang wieder?
[52:02] Ja, es ist so, dass wir eigentlich alle zwei Wochen Kontakt hatten.
[52:07] Jetzt durch Stundenplan, der jetzt bei ihr sich auch aufbäht,
[52:10] war das jetzt nicht mehr unter der Woche möglich, dass wir jetzt auf die Schulferien
[52:14] quasi den Kontakt jetzt beschränken.
[52:17] Und somit sind wir jetzt in alle sechs Wochen drin. Ich bin aber der Meinung,
[52:21] dass sie über den Berges jetzt mit Entfremdung, also sie ist auch immer,
[52:26] jetzt da keine Ängste, freut sich immer sehr,
[52:29] dass da jetzt keine totale Entfremdung mehr stattfinden kann.
[52:34] Gleichzeitig intime Gespräche und so schwierig. Sie hatte jetzt aber kürzlich Geburtstag.
[52:39] Da habe ich einfach mal, unabhängig vom ganzen Helfer-System,
[52:42] wo meine Erfahrung ist, was auch nicht immer hilft, sondern manchmal auch eher eskaliert.
[52:47] Ist ja vielleicht auch Geschäftsstelle wegen, wenn es zu schnell klappt.
[52:50] Das sage ich jetzt mal ein bisschen provokant in den Raum. Also fing ja auch Geld daran.
[52:55] Aber das darf man ja auch nicht sagen. Das ist mir auch gleich Persona non grata.
[53:00] Da habe ich bei der Mutter gesagt, wie sieht es denn aus?
[53:01] Eigentlich habe ich mir vereinbart, dass wir telefonieren an ihrem Geburtstag.
[53:04] Dann hat die Mutter gesagt, okay.
[53:06] Hat dann ein bisschen lange Dauer, bis die Antwort gab. Ich musste sie erst
[53:08] nochmal ruhig versichern, ich weiß es nicht.
[53:10] Und das war jetzt im Prinzip seit über einem Jahr das erste Mal,
[53:13] wo ich wieder mit ihr alleine reden konnte.
[53:16] Also Videocall, also Telefon, Videotelefonat und sie war überglücklich,
[53:22] hat dann das Geschenk aufgemacht zum Geburtstag, hat sie extra gewartet,
[53:25] bis wir telefonieren und das dann aufgemacht und sich dann sehr gefreut. Ja.
[53:31] Aber das klingt schön, muss ich sagen. Wir haben im System halt viele Fehlanreize.
[53:35] Und wie auch bei Ihnen, Herr Brandner. Der Bär hilft denn wirklich?
[53:41] Man kriegt dann immer, naja, streiten Sie halt weniger, gehen Sie aufeinander zu.
[53:45] Aber wo ist jetzt wirklich die Inzernis, die auch sagt, hier greifen wir ein?
[53:49] Ich habe auch beim Richter gesagt, im Oberlandesgericht in Freiburg,
[53:52] Sie sagen jetzt, vielleicht verhänge ich gegen die Mutter 50 Euro wegen dem
[53:57] Umgangsbeugner. Das ist ein Witz.
[53:59] Gehen wir 50 Kilometer weiter über den Rhein in Frankreich, da reden wir über eine Straftat.
[54:02] Da wird nicht einhalten vom Umgang als Straftat. Und hier ist es halt so.
[54:07] Ja, da hat er halt in den Schultern gezuckt. Aber das ist schon auch,
[54:11] welches Problem es muss sein, haben wir auch.
[54:13] Und bei uns gibt es häufig auch klein geredet und unterschätzt.
[54:15] Es ist dann eben dann auch sehr schade, wenn sich schon mal so ein Graben aufgetan
[54:19] hat, der immer tiefer gegraben wird.
[54:21] Dann wäre ja eigentlich auch das Umfeld, die Freunde, die Familie des einen
[54:25] Elternteils wichtig, da mal entgegenzusteuern.
[54:28] Aber das passiert dann meistens auch nicht, weil dann ist man ja schon, sage ich mal, im Krieg.
[54:31] Und dann wird nur noch alles versucht, den anderen zu bekriegen.
[54:35] Da wird ja dann auch nicht mehr versucht, auf den Entfremder einzuwirken,
[54:40] um zu sagen, Mensch, was soll das?
[54:43] Im Gegenteil, das wird dann sogar immer noch befeuert, in den meisten Fällen.
[54:48] Aber ich bin eben überzeugt, dass wir hier systemische Mängel haben. Absolut.
[54:52] Und dann immer zu sagen, es liegt im Einzelfall, natürlich liegt es auch nur
[54:55] im Einzelfall, aber systemisch und wir haben so viele Fehlanreize.
[54:59] Grundsätzlich ist man Opfer des Systems und da verändert sich leider im Moment
[55:03] eher nichts. Das sehe ich genauso.
[55:05] Ja, das sehe ich auch so. Ich habe noch eine Frage, Herr Gehring,
[55:09] wie wirkt sich denn so eine Dauerbelastung auf Ihr Privatleben aus?
[55:16] Also es ist ja, ich meine, neben dem vielen Geld, das Sie da investieren,
[55:21] Sie empfehlen jede Menge Gefühle, Gespräche mit Ihrer jetzigen Frau möglicherweise,
[55:26] vielleicht mit den Kindern, also es dreht sich ja doch sehr viel darum,
[55:29] ist ja auch völlig verständlich, wie gehen Sie damit um?
[55:34] Das ist eine sehr berechtigte Frage, die mich auch immer wieder umtreibt.
[55:38] Aber meine Frau sagt, mir ist es genauso wichtig.
[55:41] Und wenn es dir nicht gut geht, geht es mir auch nicht gut. Und sie kennt ja
[55:43] jetzt die Tochter aus, als sie drei ist.
[55:47] Und war ja auch immer dann dabei, vor allem am Ferien, am Umgang und am Wochenende.
[55:53] Sie ist in einer ungekehrten Situation, also das gibt es durchaus auch,
[55:57] dass sie immer wollte Kontakt zum Vater, also es sind Kinder.
[56:01] Sie hat da jetzt nichts irgendwie unterbunden, aber der Vater wollte nicht wirklich.
[56:05] Sie hat eher wenig gekümmert. So, Herr, musst du viel arbeiten.
[56:08] Und vorhin jetzt Homeoffice viel IT, aber ja, das ist alles stressig.
[56:12] Also vielleicht alle drei Monate mal einen Termin.
[56:16] Und da hat sie mich so sehr bewundert, wie ich da um Kontakt kämpfe.
[56:20] Und das hört man ja auch häufig, dass der Vater sich gar nicht kümmern will.
[56:26] Ich habe dann immer gesagt, du, Ersatzvater kann ich nicht sein.
[56:28] Natürlich hier und da ist man da auch die Vaterfigur aber.
[56:33] Klar, den Vater auskriegen, das geht mit mir nicht sie überlegt wie kann sie
[56:39] ihn noch besser einbinden wie kommt er mehr,
[56:42] ja also somit kennen sie es andersrum aber ist natürlich richtig,
[56:47] das ist belastend aber wir tauschen uns da auch immer aus ist ja auch für die
[56:52] Kinder hier belastend weil die sagen, warum kommen die jetzt nicht mehr haben
[56:54] wir was falsch gemacht, weißt du Laubmann spielen,
[56:58] was ist da los es wird ja überhaupt nicht berücksichtigt also da wird auch gesagt,
[57:02] die hat ja kein Sorgerecht die kommt nicht vor jetzt auch in familiengerichtlichen
[57:08] Überlegungen, auch beim Jugendamt die haben ja von Anfang an auch gesagt,
[57:12] soll man vielleicht auch mal einen Obhutswechsel wie das dann heißt, amtsdeutsch prüfen,
[57:17] hat nie ein Gespräch stattgefunden auch vom Jugendamt also von dem her gesehen,
[57:23] ist es ja auch eskaliert wir haben mit der Hochzeit sehr lange gewartet Also
[57:26] ich kenne jetzt meine Frau,
[57:27] also meine jetzige Frau seit,
[57:30] 2015 haben wir uns kennengenannt und haben erst letztes Jahr geheiratet.
[57:35] Da haben wir gesagt, ein Kind und so, das ist auch schwierig.
[57:39] Dann warten wir mal ein bisschen. Dann hat man aber in der Verwandtschaft einen
[57:43] Sterbefall und haben gesagt, du, das ist mir gar nicht abgesichert, wenn nicht du oder ich.
[57:47] Also ganz pragmatisch, aber vielleicht doch mal heiraten.
[57:51] Und dann haben wir letztes Jahr im Sommer geheiratet und.
[57:56] Wie auf dem Fuße hat es dann natürlich mit der Ex-Frau wieder eskaliert.
[58:03] Das war vielleicht auch zu viel, ich weiß es nicht.
[58:07] Ja, also ich bin dann im Austausch, aber auch jetzt mit der Beschwerde,
[58:12] es war ja doch auch ganz schön aufwendig, das alles wieder einmal zusammenzustellen.
[58:15] Für den europäischen Gerichtshof war ich ja auch mit einem Erdnamen erlaubt.
[58:18] Und habe gesagt, da habe ich jetzt wieder dieser Beschluss und jener Beschluss.
[58:22] Ich kann nicht mehr, ich habe eigentlich auch keinen Bock mehr,
[58:25] es bringt eh alles nichts, solche Wahl hat man natürlich.
[58:28] Und dann hockt sie sich halt hin und klappt den Laptop auf und sagt,
[58:31] komm jetzt mache ich mal weiter und stelle es dann zusammen.
[58:35] Klar, aber es sind natürlich auch so Fragen, welche Bilder hängen wir auf?
[58:39] Auch von der Hochzeit. Zum Beispiel? Ich sehe es lang kein Fotoaufgang,
[58:43] wo sie jetzt mit drauf ist, weil sie gesagt, ich traue mich nicht.
[58:46] Dann kommt sie aus dem Schlafzimmer raus, siehst das und dann ist man immer wieder konfrontiert.
[58:50] Weil klar ist, Man hat diesen Schmerz und man denkt eigentlich immer an seine Kinder.
[58:56] Morgens, auch abends beim Einschlafen, habe ich jetzt auch das beim letzten
[58:59] Telefonat meiner Tochter nochmal gesagt, du, ich denke morgens an dich,
[59:03] ich denke abends an dich, ich bete für dich, dass es dir gut geht.
[59:06] Nicht, weil ich mich nicht melde, vermisse ich dich nicht, vermisse dich,
[59:09] sondern du weißt, dass ich melde mich weniger, damit es weniger stressig ist.
[59:12] Ja, Papa, ich weiß, und das fand ich sehr süß und rührend, ich bete auch jeden Abend für dich.
[59:18] Schön. Finde ich auch sehr schön. Herr Gering, wir haben Sie ganz,
[59:21] ganz vielen Dank für Ihre Offenheit.
[59:27] Ja, es geht um die Kinder. Es geht um die Kinder, absolut.
[59:31] Federrechtler und so, diese Gender-Kammer, das sind immer ganz furchtbar.
[59:35] Also es geht dafür, dass man sich für Kinderrechte stark macht. Genau.
[59:37] Schwer ist natürlich, weil die Kinder selber können sich nicht wehren.
[59:40] Leider nicht, nein. Wir wünschen Ihnen jedenfalls...
[59:43] Das ist, glaube ich, nur das Beste. Und ich bin sehr gespannt,
[59:45] was der Europäische Gerichtshof da so veranstaltet wird. Ich auch.
[59:50] Jedenfalls in Asien war ein Jahr im Kontakt bleiben. Und wenn sich da was tut,
[59:54] dass Sie vielleicht dann nochmal
[59:55] in die Sendung kommen und mal darüber berichten, was da entstanden ist.
[1:00:00] Also ich rechne noch vor Weihnachten mit einer Entscheidung aus Karlsruhe.
[1:00:04] Die haben auch schon gesagt, es soll ich dann Strafburg vorlegen.
[1:00:07] Also gestimmt auch ein Schreiben drin, bitte das dann auch nachreichen.
[1:00:11] Also ich weiß nicht nur so ein Standard schreiben sondern wirklich auch schon
[1:00:13] inhaltlich und dachte oha mittlerweile, aber ich bin ja auch ein Fuchs habe
[1:00:19] ich das natürlich auch Spaß Karlsruhe geschickt, also das Faxin geschickt das
[1:00:22] heißt also Karlsruhe weiß jetzt auch dass Straßburg schon drauf guckt,
[1:00:26] ohne Begründung einfach abzulehnen trauen sich vielleicht jetzt nicht mehr mal
[1:00:29] mir erzählen aber ich heiße ja von Aufländern sehr gerne Super,
[1:00:32] sehr schön, ganz vielen Dank und gleichwohl noch einen guten Tag für Sie und
[1:00:37] viel Glück für Ihr Verfahren, möchte ich Ihnen Ja, und Ihnen auch viel Glück mit dem Podcast.
[1:00:41] Ich hoffe, dass Sie die Abonnenten und Reichweite gewinnen.
[1:00:44] Das ist doch eine sehr gute Sache. Ich finde, Sie setzen das sehr gut um,
[1:00:46] weil Sie diese nationale Ebene da jetzt auch mal ausleuchten.
[1:00:50] Ich meine, in dem Blockprozess hat, wer hat jetzt gehekelt im Gerichtssaal und
[1:00:54] so weiter, denke ich manchmal, oh mein Gott, also das sollte jetzt nicht zentral sein.
[1:00:58] Und Sie legen wirklich den Finger auf die Wunde, worum es eigentlich geht,
[1:01:03] nämlich um die Bindungen, um die Gefühle in diesem ganzen Gefährd.
[1:01:08] Vielen Dank. Vielen Dank fürs Zuhören. Alles Gute. Ja, kann ich auch nur sagen.
[1:01:13] Liebe Zuhörer und Zuhörer, bleiben Sie uns gewogen. Bis zur nächsten Folge von
[1:01:18] Wenn Eltern Feinde werden bei Mango Abendblatt. Ciao. Tschüss. Danke.

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