# Folge21: „Immer positive Energie und viel Liebe für die Kinder"

An episode of ["Wenn Eltern Feinde werden" – Ein Podcast über Eltern- Kind- Entfremdung](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1836892223), 26 Jan 2026, 45 min.

Audio: https://cdn.audiorella.com/podcasts/1579-wenn-eltern-zu-feinden-werden/231172-tim-korth.mp3?v=2

Das Thema Selbsthilfe bespricht Andreas Wrede mit Timm Korth. Der Hamburger lebt inzwischen in Zürich. Er arbeitet als Patchwork-Coach im deutschsprachigen Raum und hält u.a. sehr viel von Selbsthilfegruppen. Betroffene Mütter oder Väter sind von Entfremdung oder Kontaktverlust zunächst einmal total überfordert und wähnen sich oftmals in einer singulären Lebenssituation. Um später zu realiseren, dass nicht nur sie sich damit auseinandersetzen müssen. Christoph glaubt, dass er seinen beiden Töchtern in ruhigen Momenten spirituell „ganz viel positive Energie schicken und ihnen nur das Beste wünschen kann.“ Timm Korth findet, dass etwa Tagebuch-Schreiben „hilft auf andere Art und Weise in ständigem Kontakt zu seinen Kindern zu bleiben.“ Ansonsten gibt er zu bedenken: „Das Leben ist ja nicht vorbei!“ Betroffene müssen eben nicht selbstgewählt allein sein in Kontaktverlust, man kann sich und anderen Menschen helfen. #TimmKorth #Zürich #Hamburg #PodcastDeutsch #Lebenshilfe #Selbsthilfegruppe #ElternKindEntfremdung #Kontaktabbruch #VerlasseneEltern #PatchworkFamilie #Familienkonflikte –Weitere Podcasts unter: www.abendblatt.de/podcast - Wir freuen uns auf Eure Bewertungen und Likes - Abonniert unseren Podcast, natürlich kostenlos - Feedback: moinhamburg@abendblatt.de

## Transcript

[0:01] Wenn Eltern Feinde werden. Ein Podcast über Eltern-Kind-Entfremdung.
[0:07] Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer des Podcasts Wenn Eltern Feinde werden,
[0:12] das Hamburger Abendblatt. Wir sind heute sehr international.
[0:15] Ich bin in Hamburg. Unser Gast Tim Kort, zu dem kommen wir gleich mal genauer
[0:18] natürlich, sitzt in Zürich.
[0:20] Und mein Co-Host Christoph, der in Zukunft ja Thomas Brandner würdig vertreten
[0:25] wird, sitzt in Amsterdam in einem kleinen Karbov am Fluchhafen.
[0:28] Wir sind halt also sehr international.
[0:31] Ich hoffe, dass trotzdem die Tonqualität so ist, dass sie damit leben können.
[0:34] Wir haben uns heute vorgenommen, dass wir zum Thema Selbsthilfe sprechen.
[0:39] Aber zunächst möchte ich nochmal, dass du dich selber nochmal ganz kurz vorstellst.
[0:43] Tim, du warst im Frühjahr, ich glaube im Früh- oder Midsommer,
[0:46] keine Ahnung, letzten Jahres warst du bei uns.
[0:48] Jemals war es in Hamburg sehr schön warm und im Studio auch. Es war herrlich.
[0:52] Nicht gerade kurze Hose, aber zumindest kurzes Hemd. Sag nochmal ganz kurz was zu dir, bitte.
[0:57] Ja, ich bin Tim Kort. Ich bin gebürtiger Hamburger.
[1:01] Das heißt, in der Hansestadt geboren, habe da jetzt 50 Jahre lang gelebt und
[1:07] bin mit drei Kindern unterwegs.
[1:11] Also das heißt, ich habe drei Kinder als Vater, bin in einer zweiten Ehe mit
[1:15] einer Schweizerin verheiratet,
[1:17] weswegen ich jetzt auch mit meinem jüngsten Sohn nach Zürich gezogen bin und
[1:22] habe selbst als Kind das Thema Eltern-Kind-Entfremdung erlebt,
[1:27] was wir ja schon in dem ersten Podcast intensiver besprochen haben.
[1:31] Und aufgrund der ersten Gruppe, die Tom damals ins Leben gerufen hat,
[1:37] bin ich damals selbst erst darauf aufmerksam geworden, dass ich das a.
[1:42] Erlebt habe und b. dass ich Ansätze eben auch in meiner sehr strittigen Trennung
[1:47] erlebt habe, in meiner ersten Ehe und habe mich dann dazu entschlossen,
[1:54] in Hamburg mit einer Partnerin, die witzigerweise auch Deutsche ist,
[1:58] aber in dem Dreiländereck lebt, der Julia,
[2:02] in Hamburg eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen, die sich quartalsweise trifft.
[2:08] Angeschlossen ist dazu eine WhatsApp-Gruppe. Ja, richtig.
[2:12] Und ich begleite mit meiner Frau zusammen seit zwei Jahren Patchworker,
[2:17] in denen dieses Thema ja auch immer wieder ein bedeutendes Randthema ist,
[2:22] zum Glück an vielen Stellen, aber eben auch doch durchaus in Trennungssituationen,
[2:27] leider oftmals vorkommt.
[2:30] Genau, und das ist das, was ich tue und das ist das, was ich,
[2:33] weswegen ich heute hier bin, um eben auch nochmal die Brücke zu schlagen,
[2:35] zu Unterstützung, die Eltern vor allen Dingen darin auch brauchen.
[2:39] Und ich persönlich glaube, dass die Kinder das noch viel nötiger hätten.
[2:43] Aber vielleicht kommen wir ja an zu.
[2:44] Christoph, vielleicht magst du dich auch noch mal ganz kurz vorstellen.
[2:47] Auch du warst ja vor einigen Sendungen bei uns zu Gast.
[2:50] Jetzt bist du bei uns als Co-Host dabei. Ja, Christoph Linkwitz mein Name.
[2:54] Ich wohne inzwischen in Hamburg und in Amsterdam.
[2:59] Ich habe zwei wundervolle Töchter.
[3:03] Die sind jetzt beinahe 22 und 25 Jahre alt.
[3:07] Ich habe mich vor 15 Jahren von der Mutter der Töchter getrennt und würde mich
[3:14] auch bezeichnen als mittlerweile entfremdet,
[3:18] bei weitem nicht so scharf wie andere Gäste dieses Podcasts oder überhaupt generell.
[3:25] Aber es gibt schwierigen Kontakt und setzt mich hier ein, um dem vielleicht
[3:32] auch vorzugreifen, was wir heute besprechen.
[3:36] Mein Motiv, hier dabei zu sein, ist die Erkenntnis dieser Entfremdungsgeschichte,
[3:43] wie man sie auch immer nennt.
[3:45] Ich nenne sie lieber Kontaktverlust zu Elternteilen oder auch dann zur erweiterten Familie.
[3:51] Und mein Einsatz gilt, diese Tatsache unterbinden zu wollen.
[3:56] Es muss eigentlich alles geschehen. Alle Institutionen müssen alle Energie darauf
[4:00] anwenden, Kindern das zu ersparen.
[4:04] Ich bin ähnlich wie Tim das berichtet, auch selber teilentfremdet worden und
[4:10] das ist das Entscheidende und das würde ich auch allen Entfremdern wünschen,
[4:16] dass sie das einfach glasklar sehen, dass sie ihren Kindern Teile der Familie,
[4:22] erst der nächsten Familie nehmen, aber zum Teil auch Stiefkinder,
[4:26] zum Teil auch Cousinen und eben auch Väter und eben auch Mütter,
[4:31] also den allerwichtigsten Bezugspersonen.
[4:34] Ich finde, dass das nicht richtig ist und dass das sich ändern muss.
[4:38] Und vielleicht schaffen wir es
[4:39] hier mit dem Podcast nicht, dass sich das irgendwie in fünf Jahren ändert.
[4:43] Aber hoffentlich hat es sich so in den 30 Jahren irgendwann mal gelten.
[4:46] Tim und Christoph, wir haben uns heute so ein bisschen zum Ziel gesetzt,
[4:50] dass wir das Thema Selbsthilfe in den Mittelpunkt unserer heutigen Episode stellen.
[4:57] Denn es ist ja doch immer wieder so, also ich glaube, wir haben noch keinen
[5:01] Gast gehabt hier, ob nun weiblich oder männlich, der sich mit dem Phänomen auseinandersetzen
[5:04] musste und der vorher eigentlich was davon gewirrt hatte, sondern erst im Laufe
[5:08] des Prozesses sozusagen,
[5:10] ist man eben mit dem Thema, nennen wir es Kontaktverbot, nennen wir es Entfremdung,
[5:15] nennen wir es Manipulation, wie auch immer,
[5:16] sich damit auseinandersetzen musste und dann erst mal sehr hilflos in der Gegend
[5:21] rumsteht, in der Landschaft rumsteht und eigentlich gar nicht weiß, was man machen soll.
[5:26] Außer vielleicht ab einem bestimmten verzweifelten Punkt zu Gericht zu gehen,
[5:29] aber das ist ja meistens ein Schritt, der nicht immer ruhig weiterhilft, ehrlich gesagt.
[5:32] Was ist da so deine Erfahrung in den letzten Jahren, Tim? Was rätst du,
[5:37] wenn du so eine Patchwork-Therapie beginnst?
[5:40] Also wie fühle ich mich auch selber? Also das Wichtigste ist erstmal.
[5:46] Dass Menschen, die in so eine Situation kommen, das sind ja häufig die Elternteile,
[5:54] die schleichend feststellen, dass die Kinder sich abwenden.
[5:59] Ein natürliches Verhaltensmuster, was man dann hat, wenn man denn dann zum Beispiel
[6:03] mit Vorwürfen konfrontiert wird oder Situationen hat, dass man versucht,
[6:09] das auf eine ganz natürliche Weise zu regeln.
[6:11] Also man fängt an, sich zu rechtfertigen oder Dinge zu tun, die eigentlich ganz
[6:17] natürlich sind, oftmals aber für die Kinder ganz irritierend.
[6:22] Denn Kinder, die in eine Trennungssituation kommen, die finden das per se ja
[6:28] schon mal total beschissen.
[6:29] Denen wird einmal der ganze Boden der Sicherheit entzogen.
[6:33] Was vorher das Familiensystem war. Und Vertrauen wird in gewisser Weise entzogen in die Eltern.
[6:46] Ja, genau. Je nachdem, wie die Eltern sich eben miteinander verhalten,
[6:49] kooperativ oder nicht kooperativ, hat das Kind Angst um die Bindung zu seinen
[6:55] Eltern, weil es je nach Alter ist es noch nicht autonom genug,
[6:59] dass es sich auch davon eben losgelöst hat.
[7:02] Nach der Pubertät ist man dann ja durchaus schon in der Lage,
[7:05] mal den Eltern quasi Paroli zu bieten, was der Jüngle ja so tut.
[7:10] Aber wir haben ja ganz starken Bezug dazu. Das ist auch wahnsinnig wichtig, die Bindung.
[7:14] Denn dadurch entsteht ja auch am Ende des Tages später das Bindungsverhalten,
[7:20] was dann eben auch in der Partnerschaft wichtig ist. Aber da können Therapeuten
[7:24] natürlich besser was zu sagen als ich, der das als Coaching betreibt.
[7:29] Nichtsdestotrotz rate ich Eltern, die in solche Situationen kommen,
[7:33] sich erst einmal wirklich Hilfe
[7:35] auch in Selbsthilfegruppen zu suchen unter anderem oder eben in Verbänden.
[7:40] Es gibt mittlerweile recht viele Anlaufstellen auch in Deutschland,
[7:44] die sowas ehrenamtlich tun,
[7:46] weil wenn man ins Jugendamt geht,
[7:52] hat man häufig Fragezeichen, wenn jemand da über Eltern-Kind-Entfremdung redet
[8:00] oder vielleicht auch noch das andere Wort in den Mund nimmt.
[8:04] Ich glaube, es ist Paar-Syndrom, heißt das.
[8:06] Das ist ehrenamtlich.
[8:09] Stark besetzt an vielen Stellen, wenn man da schon gleich mitkommt und sich
[8:15] Hilfe von anderen auch zu holen, die ähnliche Geschichten haben,
[8:19] weil die Muster, die da passieren, sind an vielen Stellen gleich.
[8:23] Also es geht ja darum, den anderen Elternteil zu entsorgen.
[8:28] Das ist manchmal noch nicht mal von vornherein mutwillig, sondern weil durch
[8:34] eine Trennung oder in einer Trennung passiert ja häufig Folgendes.
[8:37] Man hat sich auseinandergelebt, es gibt Gründe dafür, man kann den anderen nicht
[8:40] mehr riechen und dann muss man über das Kind immer noch mit ihm Kontakt haben.
[8:44] Oh Gott, das kotzt mich an, will ich gar nicht, ist wahrscheinlich auch schon
[8:48] x-mal in den Sendungen gefallen.
[8:50] Und deswegen möchte man das natürlich möglichst weghaben.
[8:55] Und wenn das Kind sich dann auch mal auf den anderen freut, ist das ja auch
[8:57] richtig übel und anstrengend.
[8:59] Und je mehr er dann da zurückkommt, auch an Rückfragen, mühsam. Und.
[9:06] Eltern, die in so einer Situation stecken, wenn denn einer anfängt,
[9:10] gegen den anderen zu arbeiten, wissen eben oft gar nicht, wohin mit ihren Gefühlen,
[9:14] die extrem stark sind. Die Angst, die Verlustangst ist riesig.
[9:18] Sie wissen auch nicht, wie sie sich dem zur Wehr setzen sollen.
[9:21] Denken kann auch riesig sein. Erklären, erklären und all sowas nützt häufig
[9:26] nichts, wie ich ja schon anfangs sagte.
[9:28] Und das Dritte ist, dass der andere Partner auch für normale Konversationen
[9:33] gar nicht mehr zugänglich ist, denn er verfolgt ja innerlich eine Strategie.
[9:37] Das heißt, hier finden Eltern meiner Erfahrung nach oftmals erstmal emotionale
[9:44] Hilfe, denn bis man vielleicht jemanden
[9:47] findet, der therapeutisch einen unterstützt, dauert es lange und...
[9:53] Und glaube ich, ist auch manchmal nicht unbedingt nur zielführend in der Sache.
[9:57] Das ist das, was ich zumindest sagen kann, was ich den Eltern erst mal rate.
[10:00] Wie bist du denn damals damit umgegangen, Christoph, als du gemerkt hast,
[10:03] da passiert irgendwas und ich bin da eigentlich doch einigermaßen dem hilflos
[10:07] ausgesetzt. Und was ist denn hier los?
[10:10] Großes Fragezeichen. Ja, das ist es.
[10:14] Da falle ich Tim in den Arm, dass es passiert.
[10:18] Am Anfang kann man es ja gar nicht einsortieren. Also das ist irgendwie so, wie du sagst.
[10:24] Dann denkt man, hä, was sagen die Kinder? Und wie du sagst, man rechtfertigt
[10:27] sich, man hat Argumente.
[10:29] Man merkt aber, dass da irgendwie ein Kampf im Gange ist.
[10:33] Jetzt komme ich zurück auf meine Eingangsbemerkung. Die werde ich vielleicht
[10:36] heute noch dreimal bemerken. Das ist so eine Art Mantra.
[10:41] Beide Partner haben noch nicht gemerkt, dass es ihre heiligste Aufgabe ist,
[10:45] den Weg des Kindes zu jeweils dem anderen Elternteil freizuräumen,
[10:50] wie eine vollgeschnallte Autobahn, wo das Räumfahrzeug kommt und alles freimacht,
[10:55] den Weg zum anderen, was du schreibst.
[10:57] Am Anfang Konflikt und Kämpferei, statt andersrum.
[11:02] Und ich, um auf deine Frage zu kommen, Andreas, habe eine ganze Zeit gebraucht,
[11:07] um überhaupt die Begrifflichkeiten, also überhaupt rauszukriegen,
[11:11] warum bin ich jetzt querschnittsgelehnt? Was ist denn überhaupt das Phänomen?
[11:16] Dann eben über Gardner und die üblichen Kanäle, mit denen man sich auseinandersetzt.
[11:21] Aber ja, so war das, bevor ich es überhaupt gemerkt hatte und da war die Zeit
[11:26] schon ziemlich fortgeschritten.
[11:29] Das war der negative Aspekt. Als positiv habe ich damals empfunden, mehr Grip zu kriegen.
[11:35] Also nur, dass man sich nicht so hilflos ausgeliefert fühlt,
[11:38] sondern dass man denkt, oh, das spielt da.
[11:40] Da kann ich wenigstens, weiß ich jetzt, worum es geht.
[11:44] Und Tim dann sagt, dass man auch nicht, auch mit dem Therapeuten muss ich auch
[11:49] zustimmen, das ist oft schwierig, oft langwierig.
[11:52] Und wenn man einen findet, heißt es noch lang nicht, dass das ein guter Partner
[11:55] für einen ist. und der Richtige.
[11:57] Während wenn du Selbsthilfegruppen hast, ist das natürlich...
[12:02] Kann man sehr schnell, weiß nicht wie viele Teilnehmer da normalerweise kommen,
[12:06] aber wahrscheinlich findet man immer irgendjemand, mit dem man sich auseinandersetzen kann.
[12:11] Magst du was zur Selbsthilfegruppe erzählen, Tim? Ja, auf jeden Fall.
[12:15] Also es ist ja in der Hamburger Selbsthilfegruppe so, dass die sich eben nicht
[12:20] so regelmäßig trifft wie andere.
[12:22] Es gibt einige, die ich kenne, die treffen sich monatlich und da ist es eher
[12:28] vor allen Dingen ein Online-Austausch. Es kommen auch Menschen aus nicht nur
[12:33] Hamburg, sondern von weit her.
[12:35] Und in der Selbsthilfegruppe geht es maßgeblich darum, dass die Menschen,
[12:40] die ja ein unfassbares Leid erfahren in dem Moment, sich ja wahnsinnig hilflos fühlen.
[12:45] Und was wir in der Selbsthilfegruppe ganz stark machen, ist natürlich Unterstützung
[12:52] mit Tipps und Ideen, wie in der jeweiligen Situation zu verfahren ist,
[12:57] helfen, also auch gegenseitig.
[13:00] Und was aber am aller, aller wichtigsten ist, den Menschen Mut zu machen,
[13:04] dass es sich lohnt, diese Strecke zu gehen, egal wie lang sie ist und dass es
[13:09] auch noch ein Leben gibt,
[13:11] wenn denn der Kontakt, wie du das ja auch beschreibst hier, Christoph,
[13:15] wenn der abbricht komplett und eben ein Kontaktverlust da ist.
[13:19] Denn ich kann umgekehrt aus meiner eigenen Erlebniswelt ja sagen,
[13:24] ich hatte zeitweilig ja fast zehn Jahre auch keinen Kontakt zu meinem Vater.
[13:28] Umgekehrt war das dann ja mit meiner Mutter auch. Das hat also bei meinen Eltern abgewechselt.
[13:33] Am Ende ist es dann doch anders gekommen und wir haben uns ausgesprochen.
[13:40] Und das ist etwas, was viele natürlich in dem Moment nicht sehen können.
[13:44] Das heißt, wir unterstützen ganz viel auf der Selbstwert, auf der Ebene von,
[13:51] ja, ich darf das fühlen und ich bin deswegen nicht falsch.
[13:55] Ich werde angenommen hier und die Menschen fühlen sich danach ganz oft getragen
[14:00] von diesem kleinen Minifeld, was dann da in so einem Tag aufgebaut wird.
[14:05] Und je nachdem, was sie denn als Ziel haben, ob sie jetzt entsprechend anders
[14:11] damit umgehen wollen, ob sie es loslassen, ob sie versuchen,
[14:15] über Gericht oder andere Institutionen Wege zu finden, gucken wir einfach miteinander,
[14:21] was ihnen dann genau hilft.
[14:23] Und das ist das, was in der Selbsthilfegruppe passiert, vor allen Dingen eben
[14:27] wahnsinnig viel menschliche und.
[14:31] Empathische Unterstützung untereinander, das ist wirklich toll,
[14:34] weil die Menschen alle sehen was und wissen ja, was dahinter steht also sie
[14:38] können das gut nachempfinden Ihr wart ja so, seid ja immer jetzt nicht mehr so Tim, aber Christoph,
[14:44] in so einer extremen Situation eigentlich immer drin, jeden Tag dass man an
[14:48] die Töchter oder an die Söhne denkt und dass man,
[14:51] eigentlich sie gar nicht jeden Tag sehen möchte, aber es klappt eben nicht.
[14:54] Seid ihr manchmal auch dann so hart, weil ihr bestimmte Erfahrungen schon gemacht
[14:58] habt, dass ihr dann den Menschen auch sagt, ihr müsst jetzt bitte euer eigenes
[15:02] Leben leben, sonst geht ihr kaputt.
[15:04] Weil ihr eben eine bestimmte Erfahrung ja auch schon gemacht habt und gedacht
[15:07] habt, jetzt bin ich ja am Rand, was mache ich denn jetzt?
[15:09] Also ich weiß eigentlich weder vor noch zurück und so.
[15:14] Und jetzt seid ihr beide natürlich auch gestandene Männer, ihr seid im Beruf erfolgreich.
[15:20] Gleichwohl nimmt einen das ja total mit. Ist man da manchmal auch so offen,
[15:24] Tim, dass man sagt, Mensch, es kann passieren, dass du deinen Sohn zehn Jahre nicht sehen wirst.
[15:31] Ja, also ich bin da auch so ehrlich. Und ich kenne auch viele,
[15:36] die dann das Thema für sich abschreiben, weil sie es emotional nicht aushalten.
[15:40] Und das geht jetzt ein bisschen über unseren Verstand hinaus,
[15:44] aber wenn wir weiterdenken, gibt es da ja irgendeine Verbindung.
[15:47] Man hat ja Jahre mit den Kindern auch zusammen verlebt.
[15:50] Es ist ja häufig nicht so, dass das irgendwie nach der Geburt gleich passiert
[15:53] ist, sondern dass da Erinnerungen da sind und auch die Kinder haben Erinnerungen.
[15:59] Also ich habe das im ersten Podcast auch schon gesagt, bei mir kam der Shift,
[16:04] als ich selber geheiratet habe und Kinder bekommen habe, habe ich mich gefragt,
[16:08] ja, sollen die Kinder denn ohne Großvater groß werden? Was will ich denn da?
[16:13] Und solche Gedanken kommen irgendwann auf und in der Tiefe in unserem Bewusstsein
[16:18] bin ich zutiefst davon überzeugt, dass da eine Erinnerung wohnt und vielleicht kann es sein,
[16:25] dass man die Kinder nicht wieder sieht, das kann passieren,
[16:28] das ist schlimm und dennoch gibt es eine Verbindung,
[16:32] die vielleicht auch auf anderen Ebenen stattfindet und,
[16:34] was Hoffnung schenken kann. Und das ist eine riesen Herausforderung,
[16:38] den Spagat zu gehen, weil vom Verstand her unbedingt, wir wollen das ja gerne
[16:43] den Menschen anfassen, sehen, unsere Sinne wollen das ja erleben,
[16:48] diesen Spagat zu gehen, aber etwas Höheres zu finden, was einem dann noch Vertrauen
[16:54] gibt, das ist für viele herausfordernd und einige schließen auch wirklich damit ab, wie du das sagst.
[17:02] Und sagen, nee, wieder, und es kann auch passieren, dass das so ist.
[17:05] Gibt es keine Garantie für.
[17:07] Das, was es gibt, ist halt die Möglichkeit, sich selber entsprechend aufzustellen
[17:12] und die Liebe in sich zu finden, so wie die Kinder das ja auch tun.
[17:16] Denen hat es ja auch wehgetan, wenn das Papa, Mama weg ist. Das ist so.
[17:20] Die mussten einen Teil auch irgendwo in ihrem Innersten ablegen und der ist
[17:25] da noch. Der ist nicht weg.
[17:27] Der ist vielleicht mit einer anderen Sicht belegt. Das verschützt sozusagen.
[17:32] So, wir haben da einen anderen Blickwinkel drauf und irgendwann stellt vielleicht
[17:36] auch denen mal einer eine Frage und dann erzählen sie vielleicht die Geschichte,
[17:39] aber es fühlt sich oftmals, so ging das mir, eben so an, dass da irgendwie auch
[17:44] noch ein Teil drin ist, bei dem irgendwas nicht rund ist so.
[17:47] Und je nachdem, wie reflektiert und offen Kinder dann später sind, gehen sie dem auch nach.
[17:53] Also, ich kann das ja nur von mir behaupten und andersherum erlebe ich das in
[17:57] anderen Situationen auch so.
[17:59] Bist du damals auch in eine Selbstsehfüllgruppe gegangen, Christoph?
[18:03] Oder hat das so lange gedauert, bis du, oder wolltest du das gar nicht?
[18:06] Nee, ich kannte keine. Fehlen ist Know-how.
[18:11] Keine Ahnung. Würde ich auch heute. Also Tim, keine kenne ich nicht.
[18:14] Ich dachte, ich kenne jetzt schon einiges in dem Bereich. Kenne ich nicht.
[18:19] Habe ich nicht gemacht. Aber ich würde da gerne was anfügen.
[18:22] Also meine Technik ist, ich kann mir nicht vorstellen, da jeweils ehemals aufzugeben.
[18:27] Wobei ich mal betonen muss, ich habe Schwerdessenkontaktstörungen mal sagen
[18:33] und keine Komplettentfremdung, so wie ich das hier gemächtlich höre.
[18:37] Aber mein Mittel ist esoterisch und ich glaube, wir haben gute Energie.
[18:43] Ich glaube daran, wenn ich im Bett liege, die Augen zumache und mir vorstelle,
[18:48] wie meine Töchter auch jetzt gerade im Bett liegen, ganz ruhig, gut schlafen können,
[18:55] und warm sind und alles gut um sie rum ist und sie einen guten Tag hatten und
[19:00] ich davon behoffen kann oder es vielleicht auch gerade mitgekriegt hat,
[19:04] dass es ihm eigentlich ganz gut geht.
[19:06] Das heißt, wenn ich dieses Gefühl selber wachrufen kann und dann auch denke,
[19:11] ich kann die Energie auch weitergeben, dass ich an sie denke,
[19:14] dass ich für mich da bin, dass ich mir nur das Beste wünsche,
[19:18] dann ist es mein Mittel, auch nur ein Mittel meinerseits damit umzugehen.
[19:24] Und das macht mir ganz gute Gefühle gelegentlich.
[19:28] Finde ich sehr schön. Hauptsache es geht denen gut. Ja.
[19:32] Hast du auch so ein paar Tricks noch parat, Tim? So wie diese Energiegeschichte von Christoph?
[19:40] Ja, ich mag mich da super gerne anschließen, Christoph.
[19:45] Das ist was, was ich wahnsinnig toll finde, wenn Menschen das schaffen.
[19:49] Ich glaube, dass es gut ist, Tagebuch zu führen, also sich Erinnerungen auch
[19:52] hervorzuholen, in Form von, dass man sich Fotos anguckt oder sich vorstellt,
[19:57] wie die Situation ist, Weil unser Unterbewusstsein ist ja in der Lage,
[20:02] viele Dinge sich vorzustellen, also zu imaginisieren oder wie man das auch mal
[20:07] nennen mag und sich Situationen dann eben auch zu kreieren und sie auch zu beschreiben.
[20:12] Also ich kenne einige Eltern, die für ihre Kinder quasi eine Handynummer,
[20:19] einen Handyvertrag kaufen,
[20:21] wo sie dem Handy jeden Tag eine Nachricht schreiben mit Bildern und Erzählungen
[20:28] oder irgendetwas, sodass, falls dieser Tag dann kommt, wo sie sich dann doch
[20:31] wiedersehen oder die Kinder irgendwann offen sind oder sie sterben und dann
[20:34] wird der Nachlass ihnen vermacht.
[20:37] Sie diese Gewissheit haben, dass das, was sie quasi erlebt haben,
[20:41] ihrem Kind noch zuteil wird und es dann irgendwann vielleicht,
[20:44] also wirklich Hollywood-mäßig dann übergeben wird und sie dann dadurch… Die
[20:50] Flaschenpost. Genau, so die Flaschenpost.
[20:53] Und das ist etwas, was ich vielen mit auf den Weg gebe, das eben auch in einem
[20:59] anderen Ort zu suchen und zu finden.
[21:00] Und das bewirbt ganz viel,
[21:05] weil wenn man auch therapeutisch arbeitet, ist ja auch ganz viel eine Hilfestellung
[21:10] da, indem man sich anfängt, andere innere Bereiche anzugucken und andere Perspektiven einzunehmen.
[21:19] Nicht nur die, ich bin jetzt geschädigt, ich bin jetzt das Opfer,
[21:23] ich leide, ich gebe nicht mehr, sondern eben zu gucken, was bin ich denn noch alles.
[21:27] Ja, ich bin nach wie vor Vater, ich bin Mutter.
[21:30] Ich habe nur keinen Kontakt, erst sachlich auseinandergenommen.
[21:33] Ich habe derzeit keine Beziehung, weil ich sie nicht pflegen kann,
[21:37] aber ich habe ja eine Beziehung, vielleicht nur nicht aktiv,
[21:40] sondern sie ist eben auf Wartestellung.
[21:43] Und die kann ich trotzdem pflegen, auf diese Weise.
[21:47] Finde ich sehr wichtig den Gedanken du hast auch eben auch einen anderen Gedanken
[21:50] auch am Rande so erwähnt ganz oft ist es ja dann auch so dass wenn es einem
[21:55] schlecht geht dass man sich dann ganz gerne so eine Opferrolle begibt,
[22:00] und dann auch bei Freundinnen oder Freunden oder Verwandten etc. pp.
[22:06] Trost sucht sozusagen als Opfer meine Erfahrung ist eigentlich das kann man
[22:11] vielleicht mal eine Weile machen aber auf Dauer ist das sehr ungesund Ja,
[22:16] da würde ich gerne was dazu sagen, um für mich zu sprechen.
[22:21] Ich finde, manchmal darf man das ruhig. Man darf auch mal wirklich traurig sein,
[22:27] ohne, ich glaube, das Opfer ist nicht das richtige Wort, aber man darf seiner
[22:33] Trauer, das gibt ja auch.
[22:37] Es wäre noch ein Bereich, darauf einzugehen, Trauerarbeit.
[22:43] Egentlig darf man auch einfach mal, finde ich, traurig sein,
[22:47] weil das auch am Ende dann doch wieder Kraft gibt. Es gehört eben dazu.
[22:53] Es gehört zu diesem Gefühlsspektrum dazu, wenn man in einer solchen Situation
[22:59] mit seinen eigenen Kindern ist.
[23:01] Denn sie sind wohl, um nochmal bei Tim zu verlängern, Und man hat eine Beziehung, genau so ist es.
[23:10] Man hat keinen Kontakt, aber man hat eine Beziehung, weil man blutsverwandt ist.
[23:14] Das sind die eigenen Nachkommen. Und diese Beziehung ist komplett unzerstörbar.
[23:19] Sie ist nur momentan ohne Kontakt.
[23:22] Und dann ist es eben eine andere Beziehung, als andere Menschen sie mit ihren Kindern haben.
[23:28] Und damit muss man umgehen können mit allem, was wir jetzt hier so besprechen,
[23:32] mit dem gesamten Instrumentarium.
[23:34] Weißt du, mir hat irgendwann auch in meiner Situation ein Satz von Viktor Frankl sehr geholfen,
[23:41] der ja das KZ erlebt hat und viele Bücher geschrieben hat und ja auch Menschen
[23:47] in Depressionen weitergeholfen hat.
[23:49] Der hat mal gesagt, du kannst das Wetter nicht verändern, aber deine Betrachtungsweise.
[23:56] Und der hat mir einfach immer wieder sehr geholfen, weil am Ende des Tages kann
[24:03] es ja auch sein, dass dein Kind stirbt.
[24:05] Und wenn das der Fall wäre, hättest du auch keinen Kontakt. Das ist natürlich
[24:09] eine andere Wahrheit, aber in dem Moment darfst du diese Beziehung ja auch weiter
[24:13] pflegen. Sie ist ja nicht weg.
[24:15] Natürlich ist es so, dass das Kind jetzt in deinem Leben nicht mehr stattfindet,
[24:19] aber das ist eben nicht verloren. Es ist nicht.
[24:23] Und dann zu trauern, total wichtig. Die Gefühle, die wir haben,
[24:26] sind immens wichtig, sie anzunehmen und nicht zu versuchen, dagegen anzukämpfen.
[24:32] Der Trauerprozess ist...
[24:34] Das ist wahnsinnig wichtig, auch immer wieder, wenn man traurig ist,
[24:37] sich diese Gefühle einzugestehen, auch zu weinen und das zu fühlen,
[24:40] weil das reinigt innerlich auch total viel.
[24:43] Und das passiert auch in den Selbsthilfegruppen ganz oft, dass viele schon hinkommen
[24:48] und das eben dann schwer ist für sie auszuhalten, weil sie dann noch,
[24:52] sie denken, sie waren schon schlecht dran und dann hören sie noch ganz andere Geschichten.
[24:55] Aber es tut halt gut, zu merken, dass es da sein darf.
[25:00] Das gehört jetzt in diesem Lebensabschnitt leider dazu.
[25:06] Wir waren so ein bisschen vom Thema abgekommen. Du hast gesagt,
[25:08] ihr trefft euch jetzt als Selbsthilfegruppe nicht so oft, so drei,
[25:11] vier Mal im Jahr trefft ihr euch?
[25:13] Ja, genau. Also wir haben es quartalsvoll. A, weil ich jetzt derzeit nicht mehr in Hamburg lebe.
[25:18] Und B, weil es ja auch natürlich immer räumlich ein Kostenfaktor ist,
[25:23] wo wir so eine Unterstützung bekommen.
[25:25] Aber das versuchen wir dann schon zu etablieren. Und das tut den Menschen eben
[25:29] auch sehr gut. Das ist immer ein ganzer Tag, den wir dann verbringen miteinander.
[25:33] Genau, und weil du sagtest, Christoph, du wüsstest jetzt gar nicht,
[25:36] wo die Anlaufstelle sind.
[25:37] Es gibt, um das mal zu erwähnen, in Hamburg eine Kontaktplattform für Selbsthilfegruppen,
[25:43] die eben KISS mit i-hh.de heißt.
[25:48] Und da gibt es unzählige Selbsthilfegruppen, in denen man alleine für Hamburg
[25:51] diverse eben auch uns finden kann, wenn man danach sucht. KISS wieder mit Doppel-S?
[25:58] Ja, KISS-HH.de. Okay, Kontakt.
[26:01] Und die Informationen stellen für Selbsthilfegruppen. Okay. So ist die Langform davon. Gut zu wissen.
[26:07] Genau, ich glaube, das ist für viele dann auch hilfreich, wenn sie nach einem
[26:10] Tipp suchen, wo sie denn auch zu anderen Bereichen selbsthilfegruppen.
[26:13] Und wie firmiert ihr unter KISS? Was ist das Stichwort bei euch?
[26:19] Eltern-Kinder-Entfremdung. Also ich finde, das Portal ist noch ein bisschen,
[26:23] kann noch durchaus sich verändern, aber wenn du da halt Thema Erkrankung suchst,
[26:28] dann musst du da durchscrollen, das ist so ein Aufklappmenü und da findest du
[26:31] Eltern-Kind-Entrennung. Okay.
[26:35] Und wann treffst du dich das nächste Mal? Das nächste Treffen ist jetzt Anfang Februar, am 7.
[26:40] Februar. Und das zweite Treffen liegt genau auf dem internationalen Tag der
[26:45] Eltern-Kind-Entfremdung am, ich bin der Meinung, es ist der 25.
[26:51] April. Genau, da ist unser nächstes Treffen. Da wir dann natürlich auch entsprechend
[26:55] ein bisschen die Eltern unterstützen wollen und glauben, dass da vielleicht
[26:59] der eine oder andere noch mehr Bedarf hat. Natürlich, natürlich.
[27:02] Da kommen wir sicherlich irgendwie auch dazu. Vielleicht machen wir drumherum
[27:05] hier auch eine Sendung, müssen wir mal gucken. Wäre ja interessant,
[27:08] mal ein anderes Format zu wählen sozusagen.
[27:11] Ist das so, ich vermute mal, dass das bei euch so ist, wie wir es ja eigentlich auch hier handhaben.
[27:17] Da gibt es keine Mütter- und keine Väterfraktionen in der Selbsthilfegruppe,
[27:20] Tim, sondern das ist eben einfach, es geht um die Eltern und es geht um die
[27:23] Kinder vor allen Dingen.
[27:25] Ja, das ist so. Oder gibt es auch schon mal Auseinandersetzungen? Nein, nein, gar nicht.
[27:30] Also die Menschen, die da hinkommen, und es ist sehr erstaunlich,
[27:34] wie viele Frauen eben auch davon betroffen sind. Das hätte ich damals gar nicht gedacht.
[27:38] Ich dachte, das trifft mehr Männer, aber das ist überhaupt nicht der Fall.
[27:42] Und das erlebt zumindest die Julia, die sehr stark in dieser Verbandsarbeit auch drin ist.
[27:47] Erlebt sie auch, sie ist selber ja auch entfremdete Mutter, dass das also sich nichts gibt.
[27:53] Manchmal sitzen da auch mehr Männer drin, wenn sie denn kommen,
[27:55] weil viele trauen sich eben auch nicht zu kommen. so.
[27:59] Brauchen sie eher Frauen bekommen, würdest du sagen, als Männer?
[28:02] Ja, meine Erfahrung ist noch, dass Männer eben anders als Frauen nicht so danach
[28:10] suchen und von sich aus in so eine Selbsthilfegruppe gehen, weil sie deutlich
[28:14] kontaktscheuer sind als Frauen.
[28:17] Weiß ich nicht, wie du das erlebst, Christoph, aber meine Erfahrung ist das so. ist so.
[28:22] Und wenn, dann suchen sie eben so einen geschützten Raum, wo sie erst mal andocken
[28:25] müssen und gucken, passt mir der. Weswegen ich auch entschieden habe,
[28:28] dass ich das eben als Mann mitmache.
[28:29] Weil ich glaube, dass das nochmal einen Unterschied bewirkt bei Männern.
[28:34] Aber also Anfeindung oder untereinander irgendetwas gibt es da gar nicht,
[28:38] weil alle ja das gleiche Leid tragen.
[28:39] Sie sehen ihre Kinder nicht mehr. Und das ist die Verbundenheit, die da entsteht.
[28:44] Und es sind auch Großeltern da. Also es sind nicht nur Eltern,
[28:47] es sind auch Großeltern da, die ihre Kinder nicht mehr sehen und einige eben
[28:52] auch, wie du Christoph sagst,
[28:54] beschreiben Situationen, in denen sie eben auch selber das schon erfahren haben
[28:58] und dann in die gleiche Schleife gefallen sind,
[29:01] weil sie vielleicht dann eben durch nicht verarbeitete Themen in der Kindheit
[29:06] sich überangepasst haben in ihrer Partnerschaft.
[29:10] Das ist häufig auch so ein Grund, der dann entsteht und einem dann später auf die Füße fällt.
[29:17] Ja, kann ich nur unterschreichen. Was ist denn die typische Größe,
[29:21] die typische Teilnehmerzahl?
[29:23] Von bis, wir hatten manchmal nur zwei Menschen und dann auch 20 oder beim ersten
[29:28] Treffen von Tom Brandner waren es über 40. Über 40 würde ich sagen, ja, weiter über 40.
[29:32] Das war ein ziemlich großes Großteil. Aus Deutschland, das war ja echt interessant.
[29:36] Genau, aus ganz Deutschland, auch jetzt noch, kommen aus Berlin,
[29:39] aus sonst wo her, über Nachtwochen in Hamburg, ist ganz unterschiedlich.
[29:45] Kannst du die Uhr nicht nachstellen. Das ist auch völlig egal,
[29:48] weil am Ende des Tages geht es uns darum, wenn es zwei Menschen sind,
[29:51] dann hast du einfach mehr Zeit für die Themen von jedem Einzelnen. Das ist toll.
[29:58] Habt ihr dann ein Medium, wo da, vielleicht kommen da ja auch Dinge raus,
[30:02] die wertvoll sind für andere Betroffene.
[30:04] Habt ihr irgendein Medium, das das dann multipliziert?
[30:08] Oder sichtbar wird? Ja, also die WhatsApp-Gruppe, die da angeschlossen ist,
[30:14] wo jeder rein kann, Da wo transportieren wir dann natürlich viele Sachen,
[30:18] was wir denn dann zumindest dokumentieren.
[30:21] Es gibt noch nicht so eine Vernetzung von Eltern-Kind-Entfremdungen-Gruppen
[30:26] in Deutschland, die mir bekannt ist.
[30:29] Ich weiß, ich sage das jetzt doch schon zum nächsten Mal, dass es sechs Verbände
[30:33] gibt, die diesbezüglich Lobbyarbeit in Deutschland machen,
[30:37] diese Thematik mehr ans Licht zu bringen und da eben auch unterschiedlich arbeiten
[30:42] für Mütter und für Väter.
[30:47] Schön wäre es, wenn wir da natürlich irgendwie etwas Übergreifendes hätten.
[30:51] Davon ist mir jetzt aber bisher nicht bekannt. Ich kenne halt Einzelne,
[30:54] die Selbsthilfegruppen betreiben und da tauschen wir uns dann aus.
[30:57] Also zum Beispiel habe ich beim letzten Mal von, ich arbeite sehr intensiv mit
[31:01] einem Elternratgeberautor zusammen, der mittlerweile fast 80 ist,
[31:05] vielleicht auch dem einen oder anderen bekannt, Dr. Jan-Uwe Rogge.
[31:09] Und ich hatte ihn gebeten, fast mit seiner 40-jährigen Arbeit als Familienberater
[31:15] ein Video aufzuzeichnen, was den Eltern vielleicht helfen kann.
[31:20] Und das fanden die, das haben wir dann da uns angeguckt, das fanden viele sehr bereichernd.
[31:25] Und das wurde zum Beispiel jetzt in der anderen Gruppe weitergereicht,
[31:28] weil die das auch so hilfreich fanden.
[31:31] Sowas ist dann zum Beispiel auch etwas, was inspirierend ist und weitergetragen wird.
[31:36] Und das Video ging direkt auf das Thema Eltern-Kind-Übfremdung?
[31:40] Ja, also direkt darauf, wie man sich denn als Elternteil in so einer Situation stärken kann.
[31:46] Und wenn ihr solche Treppen habt, wie große oder klein auch immer,
[31:50] fließen da oft auch die Tränen, Tim?
[31:52] Ja, auf jeden Fall. Also vielmals.
[31:57] Was aber, wie wir vorhin ja schon gesagt haben, dann wahrscheinlich in dem einen
[32:00] oder anderen Fall durchaus befreiend sein kann, nicht?
[32:02] Ist so. Also für viele ist es manchmal auch so, dass sie in solchen Treffen
[32:06] dann Erkenntnisse haben, die ihnen so viel weiterbringen, was sie über Jahre
[32:10] hinweg, also das hatten wir auch schon, die eine oder andere Situation,
[32:13] auch ganz traurige Fälle,
[32:15] wo denn Menschen gesagt haben, ja, jetzt haben wir nach einem Jahr Gerichtskampf
[32:19] unser letztes Kind verloren, wenn man das mal so bezeichnen möchte.
[32:23] Und gesagt haben, aber dieses Treffen, das hat uns so gut getan,
[32:28] dass wir eben einfach uns dadurch nicht mehr schlecht oder abgenabelt oder sonst
[32:33] was fühlen, sondern einfach in dieser Thematik mit all den Eltern verbunden.
[32:39] Und da besteht dann auch noch Kontakt darüber hinaus. Und dennoch ist es tragisch,
[32:43] aber wichtig, dass Menschen aus meiner Sicht gucken, dass sie sich halt...
[32:49] Ja, aufstehen, weil ihr Leben ist ja nicht vorbei. Es lohnt sich weiterzuleben
[32:53] und also zumindest eine Sichtweise und zu gucken, dass man, warum auch immer
[33:00] das Leben einen damit getroffen und betroffen gemacht hat,
[33:04] zu schauen, was einen dann in dieser Situation stärken kann, dass es weitergeht.
[33:09] Eben, wie gesagt, der Blickwinkel auf das Wetter und nicht das Wetter.
[33:14] Das Wetter ist jetzt gerade so. Ja, wie ist denn das? Ihr seid ja auch international
[33:18] sozusagen mindestens viel unterwegs.
[33:22] Stichwort Selbsthilfegruppen in der Schweiz oder in Holland,
[33:25] respektive Niederlande, muss man glaube ich sagen. Wie sieht es denn da aus, Tim und Christoph?
[33:31] Gibt es da eine Szene, die aktiv ist oder?
[33:34] Also interessanterweise kann ich, also ich kann noch nichts zu einer Selbsthilfegruppe
[33:38] hier in der Schweiz sagen.
[33:39] Ich kann dir sagen, dass ich durch einen Artikel in einer Schweizer Zeitung
[33:43] auf dieses Thema erst vor vielen Jahren aufmerksam geworden bin.
[33:46] Das heißt, das ist hier auch präsent.
[33:49] Und was ich aber weiß, ist, dass es auch hier Menschen gibt,
[33:54] die sich dafür einsetzen.
[33:55] Ich habe erst kürzlich mit einer Ärztin einen Zoom-Call gehabt,
[34:01] bei dem wir uns darüber ausgetauscht haben, dass sie eben hier jetzt in der
[34:05] Schweiz lebt und hier Arbeit eben genau dafür macht, einen Verein gegründet hat,
[34:09] um eben da unterstützend tätig zu sein.
[34:12] Das heißt, auch hier gibt es
[34:14] das und kann aber noch nicht so viel dazu sagen, wie stark das hier ist.
[34:19] Ich kenne aber hier einige Eltern, denen das auch widerfahren ist.
[34:24] Der Korrespondent aus Holland, der Landen sagt.
[34:31] Mir unbekannt. Ich kenne es nicht. Ich kenne einige.
[34:35] Ich kenne ja, habe ich auch schon in unserem ersten Gespräch gesagt,
[34:39] die Holländer leuchten ja gerne in jede Ecke rein. Auch.
[34:48] Angetrieben durch die Administration, also öffentliche Stellen,
[34:52] die ganz viel machen und ich würde beinahe mich jetzt mal zu der Behauptung,
[34:58] versteigen wollen, dass das auch gelernt ist in dem Land, mehr als Selbsthilfegruppen.
[35:04] Aber ich wüsste nicht, ich kann nur wieder die auch in dem Podcast von neulich
[35:11] zitierte Kette zitieren, The Keten,
[35:15] wo sich ganz viele Leute um dieses Thema umrum kreisen, die meistens aber professionell
[35:21] sind und damit am Ende auch Geld verdienen.
[35:25] Ja. Aber auch politisch, ich sehe...
[35:29] Auch in Holland, ich sehe keine Bewegung.
[35:34] Ich sehe keine Bewegung. Im Gegenteil, jetzt zum 01.01.2026 kam eigentlich aus
[35:40] Holland der Rückschlag, dass Kinder ab jetzt nicht mehr ab 12,
[35:44] genauso wie in Deutschland,
[35:46] vor Gericht befragt werden sollen, was sie denn eigentlich wollen, sondern ab 8.
[35:50] Das ist natürlich für unsere Ideen, wie man die Themen anfassen sollte, falsch.
[36:00] Wie kann man denn auf so eine Idee kommen, ganz ernsthaft?
[36:04] Ja, Kindeswohl, Kindeswohl, Kindeswohl. Das ist ja die Perspektive,
[36:08] aus der, das kennen wir alles, hinreichend, aus der die Institutionen da drauf gucken.
[36:13] Und die Holländer sind da noch beflissener, die sagen, das Kindeswohl setzt schon mit acht ein.
[36:19] Man soll das selber sagen, was es kann. Also so war das Schlagwort in der Zeitung.
[36:25] Ich bin da auch nicht tiefer reingestiegen, das nütze ich auch manchmal oder
[36:30] oft. Das ist das Schlagwort.
[36:34] Zurück zu den Selbsthilfegruppen, ich sehe sie nicht. Du hast sozusagen eine
[36:39] Partnerin in deiner Selbsthilfegruppe, Julia. Das macht Julia.
[36:42] Wie bitte? Du hast doch vorhin von Julia gesprochen, die auch in der Selbsthilfegruppe
[36:46] mit dir das zusammen macht sozusagen. Genau. Was macht sie?
[36:52] Was sie beruflich gerade tut, das weiß ich ehrlich gesagt wirklich nicht.
[36:56] Ich weiß nur, dass sie auch Mama von mehreren Kindern ist und da sind einige
[37:01] eben von auch entfremdet.
[37:03] Und sie setzt sich halt sehr stark in den unterschiedlichsten Verbänden ein.
[37:08] Denn sie war vorher bei Papa, Mama auch und ist dann zu einem anderen Verband gewechselt.
[37:15] Und sie kümmert sich stark darum, dass das Thema eben auch politisch bespielt wird.
[37:23] Das heißt also, dass da Unterstützung stattfinden, dass das in der Politik mit ankommt.
[37:29] Das ist hier ein ganz großes Anliegen, weil nur wenn wir darauf aufmerksam machen, ändert sich was.
[37:35] Ich bin selbst ja auch noch beim Netzwerk Getrennte Erziehen mit Unterstützen
[37:39] tätig, mehr für den Patchwork-Familienteil, aber auch dort geht es ja darum zu versuchen,
[37:45] dass bevor es zu einem Gerichtsverfahren kommt, es irgendwelche Möglichkeiten
[37:50] gibt, dass Eltern miteinander kooperieren müssen, im Sinne der Kinder.
[37:55] Und das ist das, wofür sie sich stark mit einsetzt.
[37:58] Und wir eben versuchen, über die Selbsthilfegruppen die Eltern zu unterstützen,
[38:02] abzufangen, ihnen Mut zu machen, dafür einzutreten, auch trotz der Angst,
[38:06] Kinder zu verlieren für ihre Rechte, ihre Werte, ihre Beziehung zum Kind.
[38:12] Und das wird vielleicht einige Jahre noch dauern, bis sich das bei uns verändert.
[38:17] Wir wissen alle, wie viel systemisch da mit noch drin hängt,
[38:22] was eben auch dann verändert werden darf.
[38:26] Und das ist ihr Part darin. Sie ist stark in diesem Bereich tätig.
[38:31] Ja, wir geben hier auch die Hoffnung nicht auf, dass wir eines Tages auch noch
[38:34] vielleicht mal den einen oder anderen Politiker oder die eine oder andere Politikerin
[38:37] hier zu Gast haben, die da mal Stellung nimmt.
[38:40] Aber das ist glaube ich fast schon eine Herkulesaufgabe, Christoph, oder?
[38:44] Das erscheint sich. Ja, absolut. Aber irgendwann werden wir es auch schaffen. Ja, ja.
[38:51] Stichwort Selbsthilfe. Du hast gesagt, am 25. April ist sozusagen der Tag der,
[38:57] Eltern-Kind-Entfremdung.
[38:59] Der Internationale. Und dann trefft ihr euch auch wieder in Hamburg? Ja.
[39:04] Und gibt es da schon ein besonderes Programm? Irgendwelche Art?
[39:09] Das Programm ist oft ähnlich strukturiert. Es gibt vor allen Dingen erstmal
[39:13] einen Teil, weil man sich hier kennenlernen darf.
[39:16] Das heißt also, dass die Geschichten erstmal auf den Tisch kommen,
[39:19] damit man so eine Vorstellung davon hat, was haben wir hier jetzt vor uns, alle miteinander.
[39:26] Man kennt sich auch untereinander. Ne, man kennt sich nicht und dadurch gibt
[39:31] es dann erstmal eben die erste Berührung.
[39:34] Wir handhaben das so, dass alle etwas Kulinarisches mitbringen,
[39:37] damit wir uns dann auch versorgen können. Das Treffen geht meist so von 11 bis
[39:41] 16, 30, schrägstrich 17 Uhr.
[39:44] Die Zeit reicht meistens nie. Natürlich nicht. Kann ich nur sagen.
[39:49] Und was wir machen, ist in dem zweiten Teil nach dem kulinarischen Verzehr der
[39:56] Köstlichkeiten, da geht es häufig darum, je nachdem, entweder haben wir einen
[40:01] Gast, der einen Beitrag leistet.
[40:03] Das war schon mal Anna Pelz da online zugeschaltet.
[40:06] Geschaltet. Das war der, wie heißt der denn jetzt? Jorge?
[40:10] Ja, Frau Gendales, Dr. González. Genau, der war auch schon da.
[40:14] Wir hatten auch schon mal einen anderen Besuch.
[40:18] Jetzt eben dann den Dr. Jan-Uwe Rocke per Aufzeichnung dazu,
[40:23] entweder einen Gastbeitrag oder wir kümmern uns ganz stark darum,
[40:27] dass das, was dann vorher stattgefunden hat und wir gesammelt haben an Themen,
[40:32] was wir anschauen wollen und wo der größte Bedarf der Eltern sitzt.
[40:36] Dass wir das miteinander besprechen und dafür Lösungen finden.
[40:40] Selbst wenn sie dann noch nicht endgültig sind, aber wenn sie zumindest ihnen weiterhelfen.
[40:45] Und das hilft oftmals eben auch den anderen Eltern weiter.
[40:49] Es gibt viele, die dann kommen, die sind rechtlich gut aufgestellt.
[40:52] Die haben sehr viel Erfahrung, weil sie x Gerichtsverfahren hinter sich haben
[40:55] und können Tipps zu rechtlichen Themen geben, wie man sich da ausstecken darf.
[40:58] Es gibt viele, die dann natürlich auch durchaus das ein oder andere Unterstützungsprogramm
[41:05] bei Therapeuten gemacht haben und sagen können, was ihnen geholfen hat.
[41:10] Und was wir dann auch oft machen, ist etwas in meditativer Form,
[41:15] wenn das passt. Das hängt ganz von der Wunsch an.
[41:18] Ich biete sowas gerne mit an. Ich mache stärkende Arbeit, wo wir uns gegenseitig
[41:22] auch wertschätzende Dinge sagen, damit man aufgeladen zurückgeht,
[41:26] weil das ist mir immer ein ganz großer Wert, dass man da rausgeht und sich gestärkt fühlt.
[41:30] Und deswegen heißt es eben auch Stärke dich, so unser Abendprogramm,
[41:34] Weil das ist das, was alle brauchen, dass sie eben innerlich gekräftig da rausgehen.
[41:40] So kannst du dir das ungefähr vorstellen. Und meistens gibt es am Ende noch eine Austauschgruppe.
[41:45] Einige müssen dann auch manchmal wieder früher los, kommt auch vor,
[41:49] je nachdem, wie weit sie fahren müssen.
[41:51] Und das ist so der Rahmen, so sechs Stunden, die wir dann miteinander verbringen.
[41:56] Und das braucht es einfach auch.
[41:59] Klingt aber sehr konstruktiv und vorwärtsweisend. Das finde ich erstmal ganz
[42:02] schön. Also, das heißt ganz schön, sehr schön.
[42:06] Ja, danke. Ja, ist ja nicht ganz unwichtig, weil man eben ja trotz allem Optimismus,
[42:12] der einfach hier erinnert,
[42:13] wo man manchmal eben auch mal seinen Tiefpunkt hat, wie Christoph auch zu Recht
[42:16] gesagt hat, dass man eben auch trauern darf, sicherlich auch ein ganz...
[42:22] Ja, auch dafür nehmen wir uns auch Zeit.
[42:26] Also wenn das sein muss bei jemandem, weil der gerade so viel empfindet und
[42:31] es endlich mal raus darf, weil hier ist der Raum, da traut man sich das mal
[42:34] zu tun, der ganze Kampf, den man geführt hat, dann geben wir dem auch miteinander total viel Raum.
[42:39] Und das ist auch berührender anzusehen, wie das denn bei Eltern wirkt.
[42:46] Also da kann man das, was du sagst, esoterisch, Christoph, ganz gut wahrnehmen, was da passiert.
[42:52] Also da ist wahnsinnig viel Mitgefühl im Raum, viel Unterstützung.
[42:57] Und das ist eigentlich das, was am meisten hilft, denn Menschen wirklich merken,
[43:02] sie sind damit nicht allein.
[43:06] Gefährten waren schon immer gut, egal in welchem Bereich.
[43:09] Deswegen ist es auch toll, dass sie das macht. Weil das, klar,
[43:13] wenn man endlich mal, endlich muss man sich nicht erklären.
[43:17] Sondern jeder weiß, was jetzt geht. Endlich kriegt man mal nicht die Sprüche
[43:20] zu hören. Ah, die kommen von selbst wieder. Der Stundheitsbruch.
[43:26] Entweder das oder du hast doch bestimmt auch irgendwas. Ja, genau.
[43:31] Oh Mann, oh Mann. Ja, ich danke euch beiden sehr.
[43:35] Ich finde, das war eine schöne Annäherung. auch gerade zum Stichwort Esoterik,
[43:40] zum Stichwort Meditation.
[43:41] Das sind ja Sachen, die wir noch gar nicht so bei uns hatten.
[43:43] Können wir sicherlich auch nochmal weiter vertiefen sozusagen.
[43:48] Also vielen Dank nach Zürich und nach Amsterdam. Ich hoffe, dass unsere Zuhörerinnen
[43:52] und Zuhörer vielleicht die ein oder andere Inspiration für sich selber auch
[43:56] mitgenommen haben, dass man auch im Kleinen was für sich tun kann.
[44:00] Ob es nun Trauerarbeit ist oder wie Christoph das schön beschrieben hat,
[44:04] abends im Bett ganz fest an die lieben Kinder zu denken.
[44:09] Ja, vielen Dank. Hat mich sehr berührt, die Sendung heute, muss ich sagen.
[44:13] Und ich wünsche euch dann weitere
[44:16] gute Wege, wo ihr uns mal jetzt von Amsterdam und Zürich noch führt.
[44:21] Dankeschön. Ebenfalls und danke, dass du und ihr das macht. Es ist wirklich
[44:27] wertvoll und das Abendblatt es bereitstellt.
[44:29] Sehr gerne und wir werden dann auch sicherlich im Vorfeld, keine Sorge, zum 7.2.
[44:35] Ist ein bisschen eng, aber zum 25. machen wir noch was, da kriegen wir was hin.
[44:39] Das ist doch toll, prima. Okay, Jungs und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
[44:43] ich sage Tschüss für heute aus Hamburg. Tschüss.

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