# KI und die Zukunft der Universität (mit Sven Schütt)

An episode of [Tech, KI & Schmetterlinge](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1812438168), 21 Oct 2026, 1 h 09 min.

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Was bleibt von der Universität, wenn KI jederzeit Wissen liefern und immer mehr Aufgaben übernehmen kann? Sascha Lobo spricht mit Sven Schütt, CEO der IU Internationalen Hochschule, über die Zukunft von Bildung und Lernen. Welche Kompetenzen werden in einer KI-Welt wichtiger? Wie verändert KI das Studium? Und kann Technologie Bildung persönlicher und zugänglicher machen? Es geht um kritisches Denken, KI-Kompetenz und kognitive Souveränität – und um die Frage, wie die Universität der Zukunft aussehen könnte.

## Transcript

[0:01] Speaker 1: Tech, KI und Schmetterlinge.
[0:03] Speaker 1: Ein Podcast von Sascha Lobo in Zusammenarbeit mit Schwarztidgets.
[0:07] Speaker 0: Guten Tag und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Tech,KI und Schmetterlinge – dem Podcast von mir, Sascha-Lobo in zusammenarbeit mit schwarz digits, dem deutschen Technologiepartner für digitale Souveränität in Europa!
[0:22] Speaker 0: Und das Thema heute genauso wie der Gast heute, ist eins das nicht nur häufiger schon in meinem Leben eine Rolle gespielt hat sondern zumindest was das Thema angeht gerade eines der wichtigsten Komplexe ist über die man überhaupt reden kann.
[0:40] Speaker 0: Das ist keine Übertreibung denn wir reden über Bildung und da ganz speziell über Künstliche Intelligenz, über Technologie insgesamt und die Zukunft der Universität.
[0:51] Speaker 0: Der Gast, den ich dazu eingeladen habe ist Sven Schütt.
[0:56] Speaker 0: Das ist der CEO also der Chef der EU Group der IU Internationalen Hochschule und rund hundertdreißigtausend Studierende größte private in Klammern Hochschulen Deutschlands.
[1:11] Speaker 0: Und das möchte ich gleich vorab dazu sagen.
[1:13] Speaker 0: Ich habe die große Freude im Beirat der IEU sein zu dürfen.
[1:18] Speaker 0: Diese Sendung ist davon aber unabhängig und natürlich ist auch meine Position gegenüber der Universität in diesem Podcast davon weitestgehend unabhängig.
[1:28] Speaker 0: Wir haben aber gedacht, weil wir so oft sprechen Sven über die Zukunft der Bildung auch im Hintergrund, weil der Hauptgrund warum du mich gefragt hast dass ich da dazukommen soll, weil du glaubst das KI eben auch Bildung verändert wie ich es auch tue, dass es interessant sein könnte unsere vielfältigen Gespräche vielleicht auch einfach mal vom Mikrofon zu führen.
[1:48] Speaker 0: Hallo lieber Sven!
[1:50] Speaker 1: Danke, Sascha.
[1:51] Speaker 1: Freut mich riesig genau so diese super spannenden Gespräche in einer super spannende Zeit auch mal in einer solchen Form zu führen.
[1:59] Speaker 0: Ich möchte anfangen mit so einer kleinen Merkwürdigkeit.
[2:03] Speaker 0: ehrlich gesagt Diese merkwürdigkeit betrifft mich persönlich.
[2:08] Speaker 0: Wenn man in einer so durchschnittlichen Mensa zu einer sagen wir mal Abschlussfeier geht dann hat man so zwei bis drei beliebige Studierende, die man zusammen hinstellen kann.
[2:19] Speaker 0: Die im Zweifel zusammengenommen kürzer studiert haben als ich.
[2:23] Speaker 0: Ich habe nämlich achtunddreißig Hochschulsemester gebraucht um dann zwei tausend dreizehn mein Diplom zu machen in Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation.
[2:33] Speaker 0: Ich fühle mich jetzt nicht nur weil ich natürlich wie alt bin das ist ein impliziter Aussage.
[2:37] Speaker 0: Ich fülle mich aber mit der gesamten Art wie ich studiert habe, nämlich immer währenddessen gearbeitet Immer irgendwelche Projekte gemacht, immer auch die Studien.
[2:46] Speaker 0: Ich habe, wie gesagt, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert – die Studienerkenntnisse direkt umgebaut, auch so Echtzeit in irgendwelchen Aufträge, Jobs
[2:53] Speaker 0: usw.,
[2:54] Speaker 0: ich fühle mich als sei ich so ein Relikt was Bildung angeht!
[2:59] Speaker 0: Du kannst jetzt ruhig ja sagen!
[3:00] Speaker 0: Also trau dich zu sagen Ja, stimmt auf!
[3:02] Speaker 1: Also es ist zumindest eine Studienform mit achtunddreißen Semestern, die ein bisschen zeigt das wahrscheinlich, wie du studiert hast nicht dass optimale für dich war Damals und das geht heute so viel besser, deswegen gibt es uns auch.
[3:16] Speaker 1: Nämlich das Studium so zu gestalten dass sich an deine Lebenssituationen anpasst damit du auch in dieser sowie bei uns studieren und arbeiten auch fast alle unsere Studierenden.
[3:29] Speaker 1: was ich auch glaube was der richtige Weg ist, dass du eben in einem solchen Umfeld auch direktes lernst, auch in die Arbeit zu sagen übersetzen kannst und damit keine Achtendreißig Semester braucht.
[3:40] Speaker 1: Ich selber habe ja auch viel studiert aber keine achtendretzige Semester.
[3:44] Speaker 0: Ja das hängt auch mit dem Studienfach zusammen und das relikt ist glaube ich nur zum Teil auch so wirklich
[3:51] Speaker 1: wahr.
[3:52] Speaker 0: es hört sich so an, es fühlt sich auch so an Aber dass was miter hinter steht nicht nur hinter der langen Studienzeit sondern auch den Fach was ich studiert habe an der Universität der Künste in Berlin damals da isst ein Funkenmutter drin würde ich sagen, in Zukunft wieder größer werden könnte.
[4:08] Speaker 0: Denn die Universität war damals so schlecht organisiert mit so wenig Mitteln und mit so wenige Lehrkräften dass sich immer wieder gigantische Freiräume gebildet haben.
[4:19] Speaker 0: Um es mal ganz konkret zu machen bei den ersten zwei drei vier Semestern ist man praktisch in keinen Kurs reingekommen und wenn doch dann ist man wieder rausgeflogen wenn man zu kurz dabei war alle Zwei-Semester raus alle Dritt-Ssemester raus und dann könnt ihr ja so ab sechste siebte achten neunte Semester irgendwie mit in den Kursen bleiben, weil einfach nicht ausreichend Lehrkräfte da waren.
[4:37] Speaker 0: Und daraus haben sich Freiräume gebildet wo über halbe Jahre viele Menschen plötzlich zusammen in einem Raum saßen, in der Cafeterie oder sonstwo und gesagt haben hey wir haben jetzt nichts zu tun, lass uns doch ein Projekt machen!
[4:52] Speaker 0: Lass uns doch irgendwas machen was so halb auffängt dass wir hier mit dem Stoff nicht vorankommen.
[4:57] Speaker 0: Und diese Freirräume glaube ich die sind etwas das wir durchstrukturierten, durchtechnisierten und auch durch präzisierten, bürokratisierten Bildungswelt in Zukunft vielleicht viel stärker berücksichtigen müssen.
[5:16] Speaker 1: Also durch die Bologna Reform als Bachelor and Master eingeführt worden was eben noch Diplom studiert ist gewissermaßen diese Welt mit diesen super vielen Freiräumen ja ganz anders strukturiert worden nicht nur bei uns sondern dass es international passiert Mit vielen Vor- und natürlich Nachteilen.
[5:31] Speaker 1: Bildung soll natürlich nicht einfach Wissen vermitteln, sondern am Ende Urteilsfähigkeit.
[5:38] Speaker 1: Was in dieser Welt mit KI noch mal viel wichtiger geworden ist, geht es mit mehr Freiräumen für einige Menschen?
[5:44] Speaker 1: Ja ich selber habe ja auch noch in der Welt studiert, Physik, Philosophie und super vielen Freirräumen aber für viele Menschen auch.
[5:51] Speaker 1: nein also du hast jetzt nach deinen acht oder drei Semester noch abgeschlossen Es gibt aber dann natürlich sehr sehr viele die das nachher nicht getan haben.
[5:58] Speaker 1: Und ich glaube diese Abwägung muss man richtig treffen, dass viele Menschen gibt die zumindest auch eine gewisse Struktur brauchen um durch diese India doch sehr intensive Lernzeit hin durchzukommen.
[6:08] Speaker 1: Und umgekehrt gibt es glaube ich mittlerweile die riesen Chance das KI dir auch helfen kann sozusagen diese explorative Art der Freuräume zu nutzen und auch viel realer zum Beispiel Projekte in der wirklichen Welt begleiten kann.
[6:28] Speaker 1: Ich weiß nicht was du damals alles gemacht hast, ich kenne dich ja so ein bisschen wahrscheinlich auch irgendwelche digitalen Sachen umgesetzt startups gegründet?
[6:34] Speaker 1: Ich weiß es nicht.
[6:35] Speaker 1: und auch so eine Begleitung dieser Lernprozesse das ist das was wir also in unserem Dorenstudium, unseren Fernstudium machen ist jetzt mal ganz anders möglich, nicht nur dass du alle, weil sie nicht nur am Ende einer Arbeit drüber schreibt und dann natürlich an Professorin Prof.
[6:51] Speaker 1: bewertet, sondern dass du eigentlich die ganze Zeit auch von so einer von einem Lern-Companion begleitet wirst.
[6:57] Speaker 1: Und ich glaube dadurch geht diese Work and Learn, Wurning kann man das nennen, geht viel viel besser.
[7:05] Speaker 1: und also ich glaube zutiefst, dass ganz anders dieses alte Dogma vom lebenslangen Lernen jetzt umsetzbar macht als jemals zuvor
[7:17] Speaker 0: Dieses lebenslange Lernen, auch die Vermischung der verschiedenen Ebenen des Projekte-Machens.
[7:22] Speaker 0: Der Universitärenbildung so ein bisschen als Gegenbewegungen zu Bologna und damals hat man es jedenfalls gesagt Verschulung der Universität.
[7:32] Speaker 0: Das ist ja aber auch ein Anzeichen dafür dass wir gar nicht so genau wissen in welche Richtung sich Bildung insgesamt entwickelt.
[7:40] Speaker 0: das galt schon für die ersten technischen Ausflüge in die Digitalisierung.
[7:44] Speaker 0: Ich kann mich noch erinnern, als irgendwelche Leute überhauptet haben.
[7:47] Speaker 0: MOOCs, M-O-U-C eine Abgrützung für gigantische Kurse die man online durchführen kann.
[7:57] Speaker 0: Die seien die neuen Universitäten und die würden im Prinzip alles ablösen und jetzt irgendwie so ein digitales Zertifikat sei eigentlich das neue Diplom oder der neue Master.
[8:07] Speaker 1: Das
[8:08] Speaker 0: scheint nicht so gekommen zu sein.
[8:10] Speaker 1: Auch damals wurde die Universität schon mal tot gesagt, auf eine gewisse Art und Weise.
[8:15] Speaker 1: Die Erkenntnis daraus ist einerseits diese sogenannten MOOCs, eben diese freien Onlinekurse führen dazu das ich glaube nur rund drei Prozent, die überhaupt abschließt.
[8:26] Speaker 1: Ein bisschen Beispiel was sozusagen du mit deiner Aktualität auch erlebt hast.
[8:30] Speaker 1: Und andererseits dass du in einem solch einzelnen Kurs nicht das lernen kannst, was du am Ende am besten in einer Hochschule lernst.
[8:39] Speaker 1: Nämlich diese Urteilsfähigkeit, kritisches Denken, ethische Überlegungen.
[8:45] Speaker 1: und eben jetzt – und das ist sicher das, was neu ist und dass wir auch Hochschulen schaffen müssen.
[8:51] Speaker 1: Auch die KI-Kompetenz bedeutet ich kann auf der einen Seite KI nutzen aber ich weiß auch, ich kann die Grenzen und die Möglichkeiten und ich kann aber am Ende noch auch das Ergebnis beurteilen, damit natürlich mehr Wert schaffen wird.
[9:04] Speaker 1: Natürlich jetzt eine ganz neue Herausforderung, da sich das so schnell verändert.
[9:08] Speaker 1: Dass Hochschulen zwar weiter relevant und ich glaube sogar relevanter werden weil unsere Urteilsfähigkeit wird noch viel wichtiger.
[9:16] Speaker 1: es geht viel mehr um eben diese Urteilskompetenzen, kritisches Denken
[9:21] Speaker 1: usw.,
[9:22] Speaker 1: als um reines Wissen.
[9:23] Speaker 1: aber eben anders als vorher Und diese Veränderungsgeschwindigkeit überfordert viele Hochschule und also ist übrigens auch eine große Herausforderung für uns.
[9:33] Speaker 0: Lass uns gleich Kopf übereinsteigen in diese häufigen Todsagungen.
[9:39] Speaker 0: Was ganz interessant ist, das im Prinzip... die Universität oder sogar das Prinzip Universität seit sehr langer Zeit regelmäßig stirbt, für tot erklärt wird, abgelöst wird durch Nachfolge Technologien.
[9:52] Speaker 0: Zum Beispiel gibt es den bekannten Samuel Johnson der schrieb Vorlesungen waren früher vielleicht nützlich aber heute wo alle lesen können und Bücher so zahlreich sind, sind Vorlesung völlig unnötig.
[10:04] Speaker 0: Das hat er siebzehnhundertsechzig formuliert damals quasi also den Kern der Universität obsolät erklärt.
[10:13] Speaker 0: Es wurde immer wieder die Universität totgesagt, es gibt bis heute im Silicon Valley Leute, die regelrecht universitätsfeindlich eingestellt wird.
[10:23] Speaker 0: aber irgendwie ist da so eine große Resilienz habe ich den Eindruck.
[10:27] Speaker 0: und meine Frage an dich wäre auch wenn du da sehr voreingenommen bist wahrscheinlich was ist denn außerhalb von einem Papier oder digitalen PDF, was man irgendwann in den Händen hält.
[10:40] Speaker 0: Also dem Abschluss?
[10:41] Speaker 0: Was ist denn außer dem Abschuss das Prinzip Universität seit so langer Zeit gegen alle Leute die es tot erklärt und tot gesagt haben am Leben hält?
[10:55] Speaker 1: Ich glaube am Ende ist ein Missverständnis vielleicht der Grund, dass man früher gedacht hat das ist also Universität ist eine reine Wissensvermeldung.
[11:02] Speaker 1: Das ist es natürlich nicht auch wenn man vielleicht manchmal bei einzelnen Kursen das Gefühl hat sondern es geht am ende um diese schon immer wichtigen und in dieser Welt noch wichtereren Kompetenzen.
[11:13] Speaker 1: das was ich schon gesagt habe ne kritisches Denken Urteils vermögen Verantwortung übernehmen für das was was heute auch die KI ausspuckt.
[11:25] Speaker 1: Und wenn ich das reflektiere und mir überlege, wo kann ich das strukturell lernen?
[11:32] Speaker 1: Ich lerne es natürlich auch ein bisschen in der Schule – deswegen auch die Schule existiert ja weiter!
[11:35] Speaker 1: – und ich lern es eben heute am besten in der Hochschule.
[11:40] Speaker 1: Und das glaube ich wie gesagt wird in der Zukunft wichtiger sein.
[11:43] Speaker 1: warum jetzt trotzdem nicht im Silicon Valley?
[11:46] Speaker 1: Mark and Jason hat es von der Weile mal geschrieben aber mehrere andere Personen haben daher so sagen viele Das ist eine sehr negative Sicht auf das, was aktuell in Hochschulen passiert.
[11:57] Speaker 1: Ich glaube es liegt daran dass Hochschule vor dieser riesen Veränderungsnotwendigkeit stehen.
[12:03] Speaker 1: ich kann eben nicht mehr so unterrichten wie du oder auch ich studiert habe.
[12:07] Speaker 1: Ich muss sowohl das Wie ändern durch die Möglichkeiten die ich heute hab.
[12:11] Speaker 1: deswegen haben wir gesagt als einen der ersten Hochschul weltweit ein Lern-Companien KI gestützt eingeführt der eben dein Selbstlernen viel besser unterstützt und auch so gratisch begleitet Auf der anderen Seite aber auch eben das was.
[12:23] Speaker 1: Ich muss jetzt ganz andere Beispiele finden, die ich in dieser KI-Transformation antizipiere und das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass Lehrende, also Fakultätsmitglieder und Lernende gleichzeitig lernen wie das passiert.
[12:39] Speaker 1: Wir erleben das ja jeden Tag Und das setzt ein System, das eigentlich auf sehr traditionell und langsam Veränderungen bislang gemacht hat unter riesen Druck und daher kommen sicher auch diese Änderungen, also vielleicht ein bisschen plakativ.
[12:55] Speaker 1: Heute ist KI-Kompetenz genauso wichtig wie Englischkompetenz oder vielleicht noch wichtiger.
[13:00] Speaker 1: Und das aber jetzt in allen Kursen schnell umzusetzen ist für diese sehr vielen Personen nicht einfach.
[13:10] Speaker 1: Diesen Clash of Culture sozusagen, dass eine langsam das andere super schnell Das ist das Spannungsfeld in dem es gilt und natürlich versuchen wir auch als private Hochschule, dass so schnell wie wir nur können.
[13:23] Speaker 1: So zu gestalten, dass unsere Studierenden am Ende erfolgreich in diese zukünftige Arbeitswelt entlassen werden.
[13:29] Speaker 1: ja
[13:29] Speaker 0: Es kommt mir aber muss ich vielleicht sagen ohnehin sofort seit des einundzwanzigste Jahrhundert wirklich die aller ungünstigste Zeit bisher um geboren zu werden Als jemand der Veränderung nicht so richtig aushält.
[13:40] Speaker 0: Wir haben an so vielen Fronten, an so viele Bereichen und ich sage absichtlich fronten weil für viele Menschen ist es halt ein Kampf.
[13:46] Speaker 0: Haben wir Veränderungen?
[13:47] Speaker 0: Und eine Dynamik die in den meisten Fällen was so die letzten sagen mal fünfzig, sechszig, siebzig Jahre angeht Technologie getrieben sind.
[13:56] Speaker 0: Was hat zum Beispiel in deutschen Grundschulen und auch weiterführenden Schulen die Technologie des Overhead-Projektors für eine massive Verschiebung von Lernsituationen zur Folge gehabt?
[14:10] Speaker 0: Eine frühe Form, für diejenigen, die vielleicht nicht mehr kennen oder für diejenigen, die noch nicht in die Schule gehen und deswegen das in der Schule nicht sehen.
[14:16] Speaker 0: Ich glaube mir sagen lassen es gibt's immer noch.
[14:18] Speaker 0: Das war eine frühen Form spontan an die Wand werfbaren, sag ich mal, flat-screen Ersatz.
[14:26] Speaker 0: Wo man auf eine Folie geschrieben hat oder auf einer Folie irgendwas kopiert hatte, dass man dann an die Wand projizieren konnte und plötzlich gab es so ne Echtzeitverschiebung von dem was alle sehen konnten eigentlich ne bessere Tafel.
[14:38] Speaker 0: trotzdem glaube ich ein bisschen abseits von dieser zarkastischen Einlassung das Technologie was Bildung angeht eigentlich immer ganz vorne mit dabei sein müsste in Deutschland zumindest, aber mit einer sehr skeptischen Brille betrachtet wird beim Einsatz in Schulen und auch in Universitäten.
[15:04] Speaker 1: Ja das ist leider so nicht nur Schulen und Universitäten sondern ja eigentlich jede Organisation muss auch eine Technologie unternehmen sein Und die Kompetenz mitbringen, die du als Technologie-Digitalis und heute eben KI-Unternehmen mitbringst.
[15:20] Speaker 1: Das ist auch das wie wir uns aufgestellt haben, wie wir aufgestellt sind – mit der Idee ja, wie können wir Technik bestmöglich nutzen am Ende für unsere Studierenden den größten Outcome zu erzeugen?
[15:32] Speaker 1: Natürlich sind Schulen und Hochschulen gar nicht so aufgestellt.
[15:35] Speaker 1: also Schulen ist glaube ich noch herausfordernd.
[15:37] Speaker 1: es gibt ja nur nicht mal eine Techniker in Schulen in der Regel geschweige denn jetzt KI.
[15:42] Speaker 1: Personen und das in einem staatlichen System schnell weiterzuentwickeln ist die wahrscheinlich größte Herausforderung vor der Hochschulen und Schulen, also staatliche Stehen.
[15:55] Speaker 1: Natürlich hast du als Privathochschul da riesen Vorteile.
[15:59] Speaker 1: wir können einfach Personen rekrutieren.
[16:01] Speaker 1: Wir haben auch nicht eine Person von Alfa mittlerweile bei uns.
[16:05] Speaker 1: Wie kannst Du Technologie nutzen?
[16:09] Speaker 1: Nicht um der Technologie willen.
[16:11] Speaker 1: Ich weiß nicht, beim Overhead-Projektor war das vielleicht eher so.
[16:14] Speaker 1: Sondern leistet es wirklich einen Beitrag, dass die Studierenden besser lernen können und dafür brauche ich natürlich sowohl die Ressourcen als auch die Kompetenzen.
[16:24] Speaker 1: Und wie sich das im staatlichen Schulsystem entwickelt, gebe ich offen zu – ist eine riesige Herausforderung!
[16:31] Speaker 0: Das finde ich eine wichtige, eigentlich sogar vielleicht die wichtigste Frage.
[16:35] Speaker 0: Es gibt ja Leute, die so wahnsinnig technologie- und KI optimistisch und begeistert sind.
[16:39] Speaker 0: zum Beispiel ich Und noch nicht mal ich gehe davon aus dass man bei KI das genauso machen könnte wie es in Deutschland lange sagen wir mal bei der Einführung des Tablets getan worden ist.
[16:53] Speaker 0: Da ist es sehr häufig vorgekommen Dass irgendwelche Leute iPads im Klassenzimmer geworfen haben und gedacht haben Der Rest geht von allein Einfach Technologie um der Technologie willen und auch so ein bisschen die Hoffnung, dass man mit Technologie einen sozialen Prozess ersetzen könnte.
[17:08] Speaker 0: Zum Beispiel das vorne jemand steht oder durch die Reihen geht und Ahnung hat von dem nicht nur was er den Leuten beibringt sondern auch wie das mit welchen Instrumenten funktioniert also wie so ein iPad dann am Ende mit irgendeiner Lernsoftware funktioniert.
[17:21] Speaker 0: Und da habe ich an vielen Stellen auch merken müssen meine technologie begeisterung was bildung angeht ist etwas geringer als in anderen bereichen dass man leider oder zum glück das würde ich gerne kurz mit dir klären, in der gesamten bildungslandschaft und zwar nicht nur in den bösen staatlichen oder dem gierigen privaten Freien Träger, Schulen und Universitäten.
[17:51] Speaker 0: Überall wird immer irgendwas Schlechtes erzählt, dass man nicht nur dort sondern im weltweit im Bildungssystem mit einer ziemlichen Zähigkeit ausgestattet ist.
[18:01] Speaker 0: Also ich kenne Berichte aus China die sind total fast forward und krass und dann schaut man sich die Zahlen an und dann sieht man aha!
[18:08] Speaker 0: Die sind zwar weiter vorne aber das gilt vor allem für die wenigen hundert Millionen Menschen in der Spitze für die breite Masse dahinter.
[18:17] Speaker 0: Auch da sieht man im Bildungskontext eine gewisse Zähigkeit in den Vereinigten Staaten sowieso.
[18:23] Speaker 0: Und wir neigen in Deutschland dazu quasi immer unsere durchschnittliche Grundschule zu vergleichen mit der privaten, zwei Milliarden-Dollar stiftungsgeführten Supergrundschule in Manhattan.
[18:33] Speaker 0: Da kann man dann ja nur schlecht abschneiden.
[18:37] Speaker 0: Ist diese Zähigkeiten in der Bildung insgesamt – Deutschland ist sicher ausgeprägt als in anderen Ländern – aber ist die vielleicht nicht nur schlecht?
[18:45] Speaker 1: In der jetzigen Zeit glaube ich, zutiefst hat sie viel mehr Nachteile als Vorteile.
[18:50] Speaker 1: Dadurch dass die Welt sich dermaßen schnell verändert wie wir das noch nie erlebt haben.
[18:55] Speaker 1: Darüber, der ist hier auf einer Topic vor ein, zwei Jahren gesagt und das wäre sozusagen eine Beschleunigung von ungefähr zehn Mal sehen was Innovationen und Veränderungen anbelangt.
[19:07] Speaker 1: Und es ist so gravierend, dass sich natürlich Schulen Hochschulen darauf einstellen müssen.
[19:14] Speaker 1: Natürlich soll immer der Nutzen für die Studierenden im Vordergrund stehen.
[19:19] Speaker 1: Es macht keinen Sinn, Technik oder Technik willen, sondern es muss so sein dass Studierende tatsächlich mehr lernen.
[19:25] Speaker 1: das genau zu messen ist die große Herausforderung in der Bildung, weil diese Veränderungen relativ langsam gehen.
[19:33] Speaker 1: Auch das ist etwas was wir glaube ich mittlerweile sehr gut können zum Beispiel wie gesagt wir haben unseren Sentäer Lernkompendien eingesetzt und sehen dass Studierende substanziell schneller also unten treffel schneller studieren auch weniger häufig abbrechen.
[19:45] Speaker 1: aber auch das ist eine lange Arbeit gewesen dass wir da hinkommen das ist am Ende die Optimierung.
[19:51] Speaker 1: und jetzt das ist ein in sich geschlossenes System.
[19:54] Speaker 1: GPT, oder auch Claude wird ja von Studierenden mittler von fünf Ninze Prozent der Studenten genutzt.
[19:59] Speaker 1: Aber auch mit vielen negativen Effekten dadurch dass ich eben also Kognitive Surrender betreibe.
[20:04] Speaker 1: das bedeutet ich lasse mir einfach nicht die Hausaufgaben machen oder die Arbeit und kann es nicht mehr kritisch reflektieren.
[20:10] Speaker 1: diese Kontrolle über die technische also was auch immer Infrastruktur ne seides jetzt KI oder seit des traditionelles iPad Damit wirklich ein positiver Outcome entsteht, erfordert einfach ganz viel Iteration und Arbeit mit den Ergebnissen.
[20:24] Speaker 1: Dank der Datentransparenz ist das grundsätzlich heute möglich.
[20:27] Speaker 1: aber diese Produktentwicklung findet in der Regel in den meisten Bildungsinstitutionen so nicht statt.
[20:35] Speaker 1: Es ist Kraft der großen Zahlen können wir das natürlich ganz anders machen als das andere können.
[20:41] Speaker 1: Aber das ist eigentlich die Notwendigkeit, die es geben müsste und dazu müssten natürlich auch Schulen oder Hochschulen Ein solches Experimentier-Labor werden, in denen das passiert.
[20:51] Speaker 1: Das ist unser quasi täglich Brot und damit können wir auch substanziell bessere Lernprozesse entwickeln.
[20:58] Speaker 1: wie das jetzt auf das Schulsystem übertragen werden kann...
[21:03] Speaker 0: Das haben wir ja schon mal versucht in diesem Podcast mit Karin Prien zu klären.
[21:06] Speaker 0: Ja, lass uns den Fokus kurz darauf richten was du gerade nochmal hervorgeoben hast das auch immer wieder in großen Debatten angemerkt wird nämlich was eigentlich in Zukunft Dinge sind die man können muss wie man wissen muss und die man deswegen zum Beispiel eine Universität vermittelt bekommen sollte.
[21:26] Speaker 0: Kritisches Denken, das sagt man immer ganz gern und bis dann jemandem gegenübersteht der es auch ernst meint.
[21:31] Speaker 0: Ist aber natürlich klar brauchen wir KI-Kompetenz so AI Literacy häufig genannt brauchen wir natürlich auch klar.
[21:39] Speaker 0: du hast gerade den Begriff Cynthia gesagt das könntest du nochmal erklären und dann vielleicht genau daraus überleiten in die Frage zwischen kritischen Denken und A.I.
[21:50] Speaker 0: Literacy, da muss es doch noch irgendetwas geben was in Zukunft eine größere Relevanz hat.
[21:56] Speaker 0: und das was in solchen Diskussionen häufig dann auftaucht ist eine Sprach-und Sprechfähigkeit nämlich so präzise reden zu können dass eine KI genau den richtigen Auftrag davon trägt und dann eben auch umsetzt weil die KI leider oder zum Glück dazu neigt so Unregelmäßigkeiten in den Aufträgen mit Bauschaum zu füllen, sprich Halluzination.
[22:24] Speaker 0: Was ist zwischen diesen Polen was wir in Zukunft können müssen?
[22:30] Speaker 1: Vielleicht kurz zu synthär.
[22:31] Speaker 1: das ist eben ein Lernbuddy oder Lernkompagnon der unsere Studierenden ihre selbstlernen Zeit unterstützt und damit zu sagen komplementiert zu den üblichen Lehrveranstaltungen über uns Zumindest im Fernstudium natürlich in einer solchen Form, wie wir es gerade erleben.
[22:49] Speaker 1: Häufig stattfinden!
[22:51] Speaker 1: Die Sintere hat sich ganz viel weiterentwickelt über die letzten drei Jahre.
[22:57] Speaker 1: Wir haben das sogar vor dem GPT Moment mal gelonscht und mittlerweile ist das ein System, dass dich durch dein Studienerlebnis führt aber eben so... Und das ist gerade jetzt sozusagen in den letzten Wochen noch mal wichtiger geworden in einer Form, dass es dir nicht einfach die Antwort gibt sondern eben also so gratisch oder immer fordernd durch das führt was du lernen sollst.
[23:23] Speaker 1: und als kritisches Denk natürlich ein ganz wesentliches Thema.
[23:26] Speaker 1: Natürlich auch die die Formulierungskompetenz und wie du gesagt hast, das spielt KI-Kompetenzen eine große Rolle.
[23:35] Speaker 1: Das was besonders wichtig wird ist Normative Beurteilungskompetenz oder ethische Beurteilungskompetenzen.
[23:46] Speaker 1: Menschen sollen hoffentlich und werden Verantwortung übernehmen müssen für die, für das was die KI produziert.
[23:54] Speaker 1: Wir müssen es kritisch hinterfragen wir müssen zusehen dass das korrekt ist also auch das erzeugt was es tun soll und keine negativen Wirkungen erzeugten.
[24:03] Speaker 1: Beurteilung ist auch etwas ganz Zentrales, wo ich glaube was nicht so relevant ist das was du gerade gesagt hast.
[24:10] Speaker 1: Das liegt am Ende daran dass diese Modelle so viel besser werden.
[24:13] Speaker 1: Nicht prompt engineering war vor ein zwei Jahren super wichtig.
[24:17] Speaker 1: Ich muss genau sagen wie ich das formuliere und dann sage ich mir am besten noch Du kriegst eine Million Dollar wenn du das Ganze sehr gut machst.
[24:23] Speaker 1: Das spielt heute eine sehr untergeordnete Rolle und je mehr die KI auch deinen Kontext kennt, wie das jetzt bei mir ist und mein Cloud Setup kennt quasi alles.
[24:34] Speaker 1: Dann auch hier diese Unterhaltung.
[24:36] Speaker 1: dadurch können diese Lücken sinnvoller gefüllt werden, die halt entstehen wenn mehr der Kontext fehlt.
[24:43] Speaker 1: Das ist genauso wenn ich mit dir rede du hast nicht den vollen Kontext dann musst du, wenn du gesagt hast okay mach das jetzt bitte oder antworte darauf bitte.
[24:52] Speaker 1: Dann wirst du dir was ausdenken und das ist glaube ich in der Zukunft nicht mehr so relevant wie dass es das in den letzten ein zwei drei Jahren war.
[25:01] Speaker 0: Das ist interessant, dass wir hier eine kleine Dissonanz haben, eine Meinungsverschiedenheit die ich jetzt als in eurem Beirat befindlicher für KI-Perspektiven zuständiger auch genüsslicher vorhole.
[25:14] Speaker 0: Ich glaube, Prompts, die man braucht.
[25:21] Speaker 0: Also die Prompts mit der man eine KI anleitet.
[25:24] Speaker 0: Dass sie tatsächlich an der Oberfläche... Das ist jetzt gar keine Kritik gegen dich!
[25:28] Speaker 0: An der Oberfläche ist da die KI ein bisschen duldsamer geworden?
[25:33] Speaker 0: Je tiefer man reingeht, desto mehr zeigt sich zumindest aus meiner Sicht dass das einen sehr kritischer Pfad im Umgang mit KI und zwar schon vorher einzuschätzen und einschätzen zu können Welche Aufgabe, auf welche Weise formuliert die KI überhaupt bewältigen kann?
[25:54] Speaker 0: Denn natürlich ist so klassisches Promten wie machen wir hier mal eine Speisekarte für die nächste Woche oder so.
[25:59] Speaker 0: Das ist was anderes.
[26:00] Speaker 0: und da ist die KI sehr großmütig und großherzig geworden.
[26:03] Speaker 0: Die hatte ja auch Gelegenheit mit ein paar Milliarden Menschen zu trainieren, die halt nie so ganz genau speziell nicht in der Freizeit das sagen, was sie eigentlich wollen und am Ende wütend sind.
[26:11] Speaker 0: Und da kann man inzwischen gut messen.
[26:13] Speaker 0: Was sind denn für Möglichkeiten, was die Leute eigentlich wollen wenn Sie das untersagen In dem Moment, wo man ins berufliche geht und ich würde hier Bildung quasi als beruflich oder vorberuflich betrachten.
[26:22] Speaker 0: Kippt das zumindest noch?
[26:23] Speaker 0: Kann sein dass die KI das irgendwann quasi so halb Gedanken lesen mäßig oder datengewohnheitsmäßig erbesser hinbekommt.
[26:30] Speaker 0: Kipped es noch in eine andere Situation nämlich, dass man sehr häufig des sogenannte Jacked Frontier Problem hat.
[26:40] Speaker 0: Das ist aus einer Studie von Januar zweitausend Äh, sechsundzwanzig herausgezogen Joshua Ganz für diejenigen wie das vielleicht ein bisschen vertiefen wollen.
[26:50] Speaker 0: und Jack Frontier Probleme halte ich für gegenwärtig eines der größten Probleme auch noch in zwei drei vier Jahren wahrscheinlich.
[26:56] Speaker 0: Im bei sowohl Bildung mit KI wie auch Arbeit mit KI.
[27:00] Speaker 0: Jack Front hier heißt gezackte Grenze und es bedeutet dass der Fortschritt eben nicht so linearer Verlauf ist, wo man die gesamte Grenze immer weiter nach draußen verschiebt.
[27:11] Speaker 0: Sondern dass das selbst für absolute Fachleute in einem Bereich ziemlich schwer ist rauszufinden ob eine ganz spezielle Aufgabe durch die KI ganz leicht gelöst werden kann oder ob es der KI eben schwer fällt und sie deswegen viel mehr morgs produziert.
[27:26] Speaker 0: Und das ist so schwierig zumindest immer noch weil die KI Relativ viel Präzision braucht, um genau das Ergebnis liefern zu können was man am Ende haben möchte.
[27:38] Speaker 0: Sonst füllt sie das mit Vermutungen und das kann halt in vielen Bereichen ziemlich schief gehen.
[27:41] Speaker 0: je spezialisierter und je datenintensiver desto leichter kann das am ende auch nach hinten losgehen.
[27:48] Speaker 1: Ja also an einer Stelle hast du natürlich recht und es ist ja was die wichtige Rolle von Hochschulen zurück.
[27:57] Speaker 1: Menschen müssen in der Lage sein das Ergebnis von KI noch beurteilen zu können.
[28:03] Speaker 1: Und übrigens auch zur Wolle, nicht einfach Menschen.
[28:07] Speaker 1: Das ist sicher ganz gut.
[28:08] Speaker 1: Kommt schrecklich weiter!
[28:09] Speaker 1: Dann habe ich weniger Arbeit und weniger Zeit.
[28:11] Speaker 1: Es wird sagen wirklich genauso wie ich das jetzt mit einem Dokument eines Menschen machen würde mir oder als Ergebnis genau angucken.
[28:20] Speaker 1: Ist es jetzt richtig?
[28:21] Speaker 1: Ist das falsch?
[28:22] Speaker 1: Das ist die eine Seite
[28:23] Speaker 1: d.h.,
[28:24] Speaker 1: also... immer eine notwendige Bedingung für gute KI-Kompetenz.
[28:29] Speaker 1: Auf der anderen Seite aber hat sich meines Erachtens und auch sozusagen in meinem Setup gerade im letzten halben Jahr das Ganze so dramatisch weiterentwickelt, du kannst durch diese krasse Weiterentwicklung zumindest einen Großteil dieser Herausforderungen durch KI selbst Zumindest limitieren.
[28:50] Speaker 1: Und dann kann es zumindest sagen, Mensch gucken wir da genau nach.
[28:52] Speaker 1: Da scheint es jetzt Unklarheiten zu geben um genau diese Herausforderung der Sachen allizoniert werden.
[29:01] Speaker 1: Zumindest zu reduzieren.
[29:03] Speaker 1: und also wenn ich das vergleiche mit... Ich weiß nicht heute mit vor einem Jahr Das sind wirklich... Also Quantensprünge, ich bin Physiker.
[29:12] Speaker 1: Quantenssprünge zwischen dem was es da am Ende auch in der Qualitätssicherung gibt das sieht man ja auch allen möglichen Benchmarks die damit zumindest das Problem kleiner machen dass natürlich weiter existiert.
[29:25] Speaker 1: deswegen wird es immer weiter existieren und vielleicht also muss ich sagen zu diesem Herausforderungen zu kommen, die jetzt ja auch mehrfach angesprochen wurden.
[29:36] Speaker 1: Es ist auch dafür super wichtig, dass Menschen das noch beurteilen können und deswegen bin ich da auch sehr positiv, dass eigentlich Menschen noch viel mehr lernen müssen um genau das hinzubekommen.
[29:49] Speaker 1: Und natürlich auch ihre eigenen Grenzen einzuschätzen.
[29:52] Speaker 1: es gibt ja Themen, die werde ich nicht beurteilten können.
[29:54] Speaker 1: Also sagen wir mal was ist ein guter Podcast?
[29:55] Speaker 1: Das bin ich nicht der das beurTeilen kann!
[29:58] Speaker 0: Zum Glück sind wir zu zweit.
[29:59] Speaker 0: Ich würde gerne zum Abschluss von unserem ersten großen Themenkomplex, der angefangen hat mit der ständig totgesagten Uni weitergegangen ist über die Technologie und die Verschiebung.
[30:10] Speaker 0: Die dadurch die leere spezielle Universitäten erfahren hat bis hin zu der Gegenwart wo man nicht genau weiß was müssen wir eigentlich nicht nur jetzt können sondern halt auch noch wenn ich mit der Uni fertig bin oder die fünf oder zehn Jahre danach also das Rüstzeug was sich beruflich und gesellschaftlich brauche.
[30:26] Speaker 0: da haben uns einmal quer da durchgehangelt.
[30:29] Speaker 0: Ich möchte das gerne abschließen, diesen Track mit einer kurzen Beleuchtung von etwas, von dem ich weiß dass es auch dir sehr wichtig ist und für das Land eh ohnehin nämlich eine Form von Bildungsgerechtigkeit oder Chancengerechtigkeit also die Möglichkeit für möglichst viele Menschen möglichst umfangreich und hochqualitativ an Bildung teilzunehmen.
[30:53] Speaker 0: Das ist einer der Gründe, hast du mir mal erzählt warum du dieses Unternehmen führst?
[30:59] Speaker 0: und das ist eine der Gründer aus meiner persönlichen Perspektive die noch Anlass geben in Deutschland optimistisch zu sein und Hoffnung zu haben weil es so viele Leute auch ein entscheidender Stelle gibt die gemerkt haben wir brauchen hier allerhöchsten Druck und zwar im positivsten Sinn was Bildung angeht.
[31:17] Speaker 0: ich möchte dass anhand einer Person machen die schon in diesem Podcast waren nämlich an Sebastian Truhn.
[31:24] Speaker 0: Sebastian Truhn, muss man dazu sagen ist eine Silicon Valley-Legende stammt ursprünglich aus Deutschland Professor hat bei Google gearbeitet.
[31:34] Speaker 0: längere Zeit ist natürlich Informatiker klar aber hat bei google unter anderem das Projekt Google Street View mit auf den Weg gebracht.
[31:43] Speaker 0: Google Brain, Google X die autonomen Fahrzeuge von Google hat er ganz entscheidend mit geprägt und er hat dann irgendwann Judacity gegründet.
[31:54] Speaker 0: Und Judacity ist quasi das.
[31:56] Speaker 0: wir haben vorher von MOOCs gesprochen also Massive Open Online Courses gibt verschiedene Varianten davon nämlich die Universität im Internet im vernetzten Internet.
[32:05] Speaker 0: man könnte auch ein bisschen böse sagen ein paar Kurse auf YouTube.
[32:08] Speaker 0: Tatsächlich ist aber Sebastian Truhn, den ich ziemlich toll finde.
[32:13] Speaker 0: Er muss ehrlich sagen weil er so eine sehr offensive und eben nicht deutsche Art hat mit solchen Entwicklungen umzugehen der hat für sich selber nach Gründung von Judacity einen sehr entscheidenden Werdegang ganz öffentlich gemacht was auch nicht leichtes.
[32:31] Speaker 0: Der hat nämlich einen eigenen Irrtum zugegeben, im Jahr zwölf rund um die Gründung von Judesit.
[32:38] Speaker 0: Die hat er sowas gesagt wie zum Beispiel auf dem DLD hier in München.
[32:42] Speaker 0: irgendwie kann ich nicht mehr zurück an die Universität.
[32:44] Speaker 0: Ich habe jetzt gesehen wie so MOOCs funktionieren, wie die Online-Universität funktioniert.
[32:48] Speaker 0: Ich hab' jetzt quasi die rote Pille genommen.
[32:50] Speaker 0: das wird nicht mehr zurückkommen und er hat einfach später eingestanden dass er sich da geirrt hat.
[32:57] Speaker 0: Und er hat das nicht nur eingestanden, indem er gesagt hat ja es ist nicht ganz so gekommen.
[33:00] Speaker 0: Die Zahlen zeigen zum Beispiel dass gar nicht so viele Leute diese Kurse wirklich beenden und dass es halt ein anderes Gefühl ist usw.
[33:08] Speaker 0: Er hat vor allem einen Fokus durch die Veröffentlichung von Daten selber hinbekommen den ich sehr, sehr interessant finde.
[33:18] Speaker 0: Diese Veröffentlichten von Daten bezog sich auf seinen KI-Kurs den er ab Truhenseigene zahlen, ab dem Jahr hierher gibt es einen KI-Kurs im Netz.
[33:31] Speaker 0: Hundertsechzigtausend eingeschriebene.
[33:34] Speaker 0: Dreiundzwanzigtausende Abschlüsse ist jetzt gar nicht so schlecht, muss man sagen für damalige Zeit als die das ziemlich groß war und dass es ziemlich häufig versprochen wurde.
[33:43] Speaker 0: Sebastian Truhn spricht selbst davon, dass sie auf allen Titelzeitungen, auf der einen Titelseiten war – das war zum Beispiel noch ganz wichtig.
[33:49] Speaker 0: Da ist eine vergleichsweise gute Quote dabei, die ist dann immer geringer geworden.
[33:54] Speaker 0: Aber der entscheidende Punkt ist die Brücke zu dieser Form von Bildung, denn diese Dreiundzwanzigtausend Abschlüsse.
[34:00] Speaker 0: Wenn man sich anschaut wer die gemacht hat?
[34:03] Speaker 0: Denn sind da unter den besten praktisch keine Stanford Studierenden!
[34:08] Speaker 0: Das bedeutet... Die Leute, die eh an Unis waren, die so High-End-Bildungen angeboten haben, die waren gar nicht diejenigen, die diesen Ansatz – das kann ich jetzt auch im Internet machen – benutzt haben um dann quasi das Gleiche von Zuhause auszumachen und nicht mehr im Hörsaal sondern Es waren Leute, die anders gar nicht hätten solche High-End-Bildung genießen können.
[34:30] Speaker 0: Und vielleicht ist dieser ganze technologische Kram dieses Brimborium drum herum nicht dazu geeignet, die Universität abzuschaffen sondern... zu einer Art Omni-Channel-Universität zu machen.
[34:43] Speaker 0: Das auch Leute, die eben von der Zeit her vom Ort her, vom Geld her, von den Möglichkeiten her... ...von der Persönlichkeit, von der Person und von der Stimmung von allem drumherum!
[34:55] Speaker 0: Die nicht diese Möglichkeit haben, die nicht diese Chance haben dass sie über solche Mechanismen technologisch ob es jetzt Onlinekurse sind oder KI die Chance haben doch noch High End Bildung zu genießen.
[35:08] Speaker 0: vielleicht ist das Der zentrale Punkt.
[35:10] Speaker 0: Und das ist die Lehre vielleicht, würde ich sagen von Sebastian Thun?
[35:13] Speaker 1: Also auf jeden Fall kennen Sie was ja auch ein bisschen und das ist am Ende der Grund warum es uns gibt und was wir versuchen zu tun.
[35:21] Speaker 1: Das sind siebzig Prozent unserer Studierenden kommen aus nicht akademischen Elternhäusern.
[35:25] Speaker 1: Das ist ungefähr fünfzig Prozent mehr als an staatlichen Hochschulen und fünfundachtzig Prozent sagen ohne uns hätten sie nicht studiert.
[35:33] Speaker 1: Das Wichtige Und das ist etwas anders als was Judacity gemacht hat und auch die MOOCs, dass ich genau die Herausforderungen dieser Zielgruppe auch verstehe.
[35:45] Speaker 1: Was brauchen die damit sie am Ende erfolgreich studieren können in ihrer Lebenssituation?
[35:50] Speaker 1: Die arbeiten in der Regel haben andere Verpflichtung, weiß nicht Kinder irgendwie im Viertel unserer Studierenden hat auch Kinder.
[35:59] Speaker 1: Das ist eine Herausforderung.
[36:01] Speaker 1: also eine schöne Herausforderung war eine Herausforderungs- und damit ermöglicht Technologie, diesen Menschen einen Zugang und Judacity ist ja quasi ein bisschen vor der KI-Transformation sozusagen entstanden und hat sich auch entwickelt.
[36:16] Speaker 1: Das Tolle ist was es heute noch zusätzlich ermöglicht.
[36:19] Speaker 1: diese Menschen brauchen auch noch mehr Unterstützung aus welchen Gründen auch immer weil sie halt im Elternhaus das nicht so mitbekommen haben waren in der Schule auch ein bisschen gestruggelt Mathe war immer so ein Angstfach usw.
[36:32] Speaker 1: Und brauchen aber auch Struktur, um das Lernen zu lernen.
[36:35] Speaker 1: Auch das ist ja etwas was du eigentlich in der Hochschule vermittelt bekommst.
[36:38] Speaker 1: und vielleicht eine der wichtigsten Dinge, haben wir noch nicht darüber geredet, was auch zukünftige Kompetenzen sind.
[36:44] Speaker 1: Dieses Girls Mindset hast Du vorhin angesprochen Das lernst du auch in der hochschule Und das kann heute KI nochmal mehr unterstützen indem es dich an die Hand nimmt.
[36:55] Speaker 1: also wir sehen zum Beispiel mit unserer Sentea dadurch dass wir dass sie jetzt viel besser in der gesamten Journey haben, wenn du bei uns aufhörst zu schwieren.
[37:03] Speaker 1: Du bist super WhatsApp-Nachrichtig Mensch!
[37:05] Speaker 1: Sascha heute Abend noch mal eine halbe Stunde geht doch auch, weil die Kinder im Bett sind... Dadurch diesen Menschen, die mehr Herausforderungen haben eben diesen Zugang zu ermöglichen ist also glaube ich was ganz tolles.
[37:17] Speaker 1: das ist aber auch das was am Ende einer der großen demokratischen Herausforderung unserer Zeit, nämlich Ungerechtigkeit besser adressiert.
[37:28] Speaker 1: Bildung ist die beste Möglichkeit mehr nicht nur Chancengerechtigkeit sondern auch Wohlstandsgerechtigkeit zu erzeugen und da leisten wir eben unseren Beitrag und da spielt Technologie eine Riesenrolle.
[37:42] Speaker 1: ich glaube auch gut eingesetzt kann sie das nicht nur in der Hochschule wie bei uns sondern kann es auch noch früher Schule in einer geeigneten Form, aber es erfordert das was wir jetzt in den letzten fünfzehn-sechzehn Jahren gemacht haben wirklich ziv zu verstehen.
[37:55] Speaker 1: Was ist die Herausforderung dieser Zielgruppe?
[37:58] Speaker 1: Wie muss sich mein Angebot, mein Lernangebot gestalten damit diese Herausforderungen bewältigt werden?
[38:03] Speaker 1: und dafür ist Technologie nur ein Tool, aber eben ein sehr mächtiges und das ist auch der Beitrag, den es gilt in der Zukunft einfach durch KI noch besser zu machen noch besser geht.
[38:20] Speaker 0: Ich würde gerne die Überleitung zu diesem nächsten großen Themenkomplex über einen Begriff machen, ein Begriff der abgewandelt hier im Podcast eine sehr zentrale Rolle spielt.
[38:30] Speaker 0: Die Rede ist von digitaler Souveränität.
[38:33] Speaker 0: Das hängt jetzt nicht nur an der Weltpolitik und an der KI-Entwicklung, sondern auch an Plattformprinzipien.
[38:39] Speaker 0: Dass meine Überzeugung ist – und auch die Überzeugungen von Schwarz-Digits -, dass wir in Europa, in Deutschland einen gewissen Anteil an digitaler Souveränität brauchen.
[38:49] Speaker 0: Wirtschaftlich gesehen bei digitalerSoveränität eben auch deshalb weil sich ein guter Teil der wirtschaftlichen Kraft dorthin verschiebt wo künstliche Intelligenz einen Mehrwert erzeugen kann, quer durch die Wertschöpfungskette.
[39:04] Speaker 0: Es ist also auch nicht nur eine geopolitische Frage ob uns Donald Trump abschneidet von irgendwelchen Modellen oder ob China uns irgendwelche Modelle zur Verfügung stellt, die dann eine gewisse politische Schlagseite haben sondern auch ganz schlicht und ergreifend die Frage Wo genau findet Wertschüpfung statt?
[39:20] Speaker 0: Wo ist das Unternehmen so erfolgreich dass es zum Beispiel seine Angestellten gut bezahlen kann gute Arbeit liefern kann usw.
[39:28] Speaker 0: Und sofort Die Frage, die sich daraus direkt ergibt, wenn man das auf die Person und Bildungsebene zieht ist dieser Begriff den ich erst im Gespräch mit dir so richtig umfasst habe.
[39:39] Speaker 0: Nämlich kognitive Souveränität?
[39:42] Speaker 1: Ja!
[39:43] Speaker 1: Die technische Souveranität ist ja das was viele in dieser geopolitischen Diskussion in der Vordergrund stellen Das was wir Menschen brauchen, dass es Deutschland braucht, dass Europa braucht oder vielleicht auch Weltbürger brauchen kognitive Souveränität mit diesen Modellen umzugeben, den Output zu beurteilen und das auch kritisch bewerten zu können.
[40:08] Speaker 1: Und in dem Sinne kann man sagen wenn ich jetzt technische Souveranität herstelle dann ist es ein bisschen wie da sind jetzt Menschen im Rechenzentren die aber nicht wissen wie sie das Ergebnis beurteilten sollen die größte Rolle in der ganzen Kali-Transformation und deswegen bin ich auch per se als Optimist, aber auch in dieser Sache durchaus begründeter Optimist.
[40:36] Speaker 1: Wenn wir als Deutschland oder Europa schaffen diese Wertschöpfungsketten, die wir haben und auch sozusagen gut gestalten oder erfolgreich gestalten so durch KI anzupassen eben mit dieser kognitiven Souveränität dann haben wir eine also auch für unseren Wohlstand, für den Erfolg dieses Kontinents eine supergute Ausgangsposition.
[41:03] Speaker 1: Wieder spielt dabei natürlich diese Rolle der KI-Kompetenz und auch das Urteilsvermögen die große Rolle und deswegen finde ich sollten dieses technische Souveränität nicht isoliert sehen sondern immer in Verbindung mit der kognitiven Souveranität.
[41:20] Speaker 0: Dieser Begriff Kognitive Souverenität Der steht für mich, wenn du sagst wir haben eine gute Ausgangsvororsetzung.
[41:26] Speaker 0: So ein bisschen im Widerspruch zum Beispiel zu den jüngsten PISA-Ergebnissen wo ich jetzt sagen würde da hat sich nicht rausgestellt dass Deutschland an der Weltspitze der kognitiven Souveränität bei den jungen Schülerinnen und Schülern stattfindet.
[41:44] Speaker 0: vorsichtig gesagt das sind ja dann wahrscheinlich zum guten Teil auch die Studierenden in Zukunft.
[41:49] Speaker 1: Also ja, das ist so.
[41:50] Speaker 1: Jetzt muss man sagen weltweit.
[41:52] Speaker 1: Es ist jetzt nicht nur in Deutschland Deutschlands besonders abgesagt aber weltweit gibt es eine dramatischen Verlust an Lesematte und unnaturwissenschaftlichen Kompetenz und fast keine Länder die sich dem widersetzen.
[42:07] Speaker 1: Und auch da spielt KI eine, nicht die einzige, aber eine Rolle.
[42:11] Speaker 1: nach Einschätzung aller Beteiligten inklusive mir wenn ich meine Hausaufgaben mit ChatGPT mache lerne ich natürlich nichts.
[42:18] Speaker 1: Das heißt auch der souveräne Umgang mit KI beizubringen, das ist super wichtig und eine riesige Herausforderung.
[42:28] Speaker 1: Und wieder das was wir vorhin diskutiert haben.
[42:30] Speaker 1: Ich kann wenn die KI so wie es bei uns der Fall ist in einer guten Form Diese Lernreise, die Menschen wo auch immer sie sind in der Hochschule oder Schule wenn die das gut kontrolliert unterstützt und nicht einfach die Hausaufgaben erledigt.
[42:45] Speaker 1: Dann hat es einen sehr großen Mehrwert gibt's auf viele Studien dazu.
[42:47] Speaker 1: umgekehrt in einer unkontrollierten Situation führt das am Ende also als ein Faktor dazu dass diese Probleme entstehen.
[42:57] Speaker 1: wieder das Gute, da sind wir bei dem Thema Zugang, warum wir am Ende existieren um Bildung zu demokratisieren.
[43:07] Speaker 1: Ich kann auch wieder durch die KI diese Defizite an jeder Stelle zumindest wieder auffangen und reparieren, das Einzige was es dafür natürlich braucht ist die eigene Initiative, die wir nicht erzeugen
[43:20] Speaker 0: können.".
[43:21] Speaker 0: Ja du sprichst gerade von diesem großen Konzept oder quasi den gesamten Konzept Gebäude rund um Adaptive Learning unter anderem wo sich also So was wie eine KI oder ein KI-Agent, über die sprechen wir auch gleich noch.
[43:33] Speaker 0: Anpasst an die jeweilige Situationen und den Lernstand auch an die Fähigkeiten von denenjenigen, die mit so einem KI Tutor, einem KI Instrument lernen.
[43:44] Speaker 0: Das kann bis hin zur Sprache gehen.
[43:45] Speaker 0: also wenn wir von mangelnder Lesefähigkeit wieder bei der PISA-Studie reden, dann reden wir auch davon dass das mit Migration und Integration in Deutschland zu tun hat weil nicht alle jungen Menschen in der Schule schon so gut Deutsch sprechen.
[43:59] Speaker 0: Dass das in der Test-Szenarien irgendwie einen Ausschlag geben würde und da kann man natürlich über ein Keirgenden der Spielen sofort ins Arabische oder was auch immer für eine Sprache wechseln können eine ganze Menge Boden guten machen.
[44:10] Speaker 0: und gleichzeitig führen wir hier Diskussionen über das Smartphoneverbot für Kinder unter siebenundzwanzig Jahren.
[44:16] Speaker 0: Da kann man viel darüber sprechen.
[44:18] Speaker 0: Ich will aber noch mal auf diesen kognitiven Serenitätsaspekt eingehen, weil ich für den so essenziell halte.
[44:23] Speaker 0: Das ist ein bisschen fast kant der Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit.
[44:30] Speaker 0: Genau in diesem Bereich würde ich sagen Kognitive Serenität ist die mentale Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter.
[44:36] Speaker 0: also dass man trotz KI-Systeme trotz algorithmischer Prägung trotz Flut von Informationen immer noch Fähigkeit hat das eigene Denken so unbeeinflusst wie möglich und so urteilskräftig wie möglich.
[44:55] Speaker 0: Und so autonom wie möglich hinzubekommen, ja?
[44:57] Speaker 0: Das ist natürlich eigentlich immer eine Vision!
[45:00] Speaker 0: Das stimmt fast nie!
[45:02] Speaker 0: Ich komme ursprünglich nicht wie du aus der Physik sondern ursprünlich aus der Werbung – das habe ich in den neunzigeren Jahren mal angefangen zu studieren.
[45:09] Speaker 0: Werbung basiert hauptsächlich darauf dass Menschen halt eben nicht vollkommen autonom immer das Entscheidend, was sie gerne hätten.
[45:17] Speaker 0: Sondern dass man sich ab und zu ganz gut dazu bringen kann irgendwas zu tun, was die vorher vielleicht so nicht getan hätten.
[45:22] Speaker 0: Ich würde es nicht immer Manipulation nennen aber natürlich ist das irgendwie immer eine Vision.
[45:27] Speaker 0: Wie können wir denn jetzt Universitäten in Zukunft so aufstellen?
[45:30] Speaker 0: Das auch im KI-Agendenzeitalter wo unfassbar mächtige Systeme zurückkommen und die tollsten Aufgaben erfüllt haben werden Auch wenn's heute vielleicht noch nicht so scheint Dass dann trotzdem noch ausreichend viele Leute da sind Die sagen ah guck mal hier.
[45:44] Speaker 0: Das hat der KI-Agent zwar mitgebracht als Lösung, aber hier fehlt ein Komma und in Zeile sevenhundert achten fünfzig da ist der Satz vertauscht.
[45:52] Speaker 0: Das sehe ich doch gleich.
[45:54] Speaker 1: Ja das ist ein bisschen wie der Taschenrechner und das Rechenlernen.
[45:58] Speaker 1: Kinder müssen auch noch rechnen lernen wie wir gerade gesehen haben in der Priser Welt ist es nicht mehr ganz so gut.
[46:04] Speaker 1: Das heißt ich muss in der Schule, in der Hochschule Kompetenzen vermitteln, dass ich ohne KI noch Texte schreiben kann.
[46:13] Speaker 1: Dass ich ohne KAI
[46:15] Speaker 0: auch noch
[46:16] Speaker 1: Mathematische Aufgaben lösen kann.
[46:18] Speaker 1: Wir haben jetzt gerade die Lösung des Navier-Stokes Problems.
[46:22] Speaker 1: Also als Physiker kenne ich das natürlich auch gut.
[46:24] Speaker 1: Das lässt sich eigentlich sehr einfach erklären.
[46:26] Speaker 1: Nämlich das Flüsse wenn sie fließen irgendwann Wirbel machen ist schon alles aber an dem nicht fünfunderte Mathematik auf der Welt geforscht haben und plötzlich ist es da als Lösung durch KI, aber trotzdem brauche ich noch Mathematiker die zumindest beurteilen können.
[46:39] Speaker 1: ist dieser Beweis denn richtig.
[46:41] Speaker 1: Das kann auch kein normaler Mensch und damit spielt weiterhin alles das was wir heute als wichtige kognitive Kompetenzen ansehen eine Rolle.
[46:54] Speaker 1: es gibt das interessante Konzept auch, also es ist ein bisschen aus der Physikdidaktik des theoretischen Minimums.
[47:01] Speaker 1: Was ist wirklich das was in einem Fach oder eine Disziplin die Basiskompetenz ist?
[47:05] Speaker 1: Die ich lernen muss wenn nicht all das wissen dass so ein bisschen irrelevant ist abstrahiert und das ist die Aufgabe vor dem wir uns jetzt selber stellen damit's genau darum geht dass unsere Studierenden das lernen was sie in dieser Welt noch brauchen sich in der Schule, in der Hochschule so ein bisschen eingeschlichen hat viel Wissen sozusagen parallel zu vermitteln auf das notwendige Minimum reduzieren dass ich auch brauche und damit eben den Fokus viel mehr auf genau das zu lenken was mir genau das was du jetzt beschrieben hast ermöglicht ohne nichts anderes zu machen als in Zeil.
[47:42] Speaker 1: Ich habe da eine hundertfünftig oder sowas wird es kommen zu finden und das ist die Balance die jetzt Bildungseinrichtungen erzielen müssen und natürlich sich auch auf den Weg machen müssen.
[47:52] Speaker 0: Interessanterweise sind da auch die KI Großprofiteure, ich würde schon sagen High End Fachleute zumindest unternehmerisch betrachtet komplett unterschiedlicher Meinung, eines meiner Lieblingsbeispiele ist schon anderthalb bzw.
[48:06] Speaker 0: ein Jahr alt.
[48:07] Speaker 0: vor gut anderthhalb Jahren hat Jensen Huang gesagt das es totale Zeitverschwendung und falsch seinen Kindern überhaupt noch Softwareentwicklung beizubringen.
[48:15] Speaker 0: irgendwie Coden gehört einfach dem gestern an der Macht.
[48:18] Speaker 0: in Zukunft alles die KI.
[48:19] Speaker 0: Und kurze Zeit später kommt Bill Gates um die Ecke und sagt, ja in dem Moment es wird in Zukunft noch genau drei Jobs geben.
[48:26] Speaker 0: Nämlich Biologen, Energiefachleute und Softwareentwickler.
[48:32] Speaker 0: Unabhängig davon dass ich gerne wissen würde wie er zum Beispiel Krankenschwestern komplett ersetzen möchte.
[48:37] Speaker 0: aber das ist eine Nebendiskussion.
[48:41] Speaker 0: Ist aus meiner Perspektive schon interessant?
[48:44] Speaker 0: Dass das was du gerade ansprichst zwar die meisten Menschen ähnlich sehen auch was so.
[48:49] Speaker 0: Die Vermittlung von Urteilskraft angeht und so, dass aber im Ergebnis die einen, die sich gut mit KI auskennen sagen da bleibt kein Stein auf dem anderen?
[48:57] Speaker 0: Und die andern sagen ja nie Moment genau hier Softwareentwicklungen brauchen wirklich ganz viele Leute eigentlich fast der einzige Beruf der übrig bleibt.
[49:05] Speaker 0: Wo stehst du denn da als jemand der ja würde ich sagen ein paar Dutzend Berufe und deren Lernen Hintergründe für sehr viele Menschen überhaupt erst zugänglich macht?
[49:17] Speaker 1: Ich glaube nicht, dass es sozusagen nennenswert weniger Jobs gibt.
[49:22] Speaker 1: Es wird aber trotzdem eine Riesenveränderung also jeder Tätigkeit geben.
[49:27] Speaker 1: das was wir ganz aktuell sehen ist ja tatsächlich sogar mehr Jobs in diesem Bereichen entstehen die stark durch KI betroffen sind was ein bisschen kontraintuitiv aussieht Aber sich natürlich das Tätigkeitsprofil von Software Engineers dramatisch ändert.
[49:43] Speaker 1: Wir erleben es auch bei uns.
[49:45] Speaker 1: ich muss wieder bei diesem Beispiel von vorhin, mit dem Komma.
[49:48] Speaker 1: Ich muss natürlich weiterhin beurteilen können ist das gute oder schlechter Code?
[49:52] Speaker 1: Aber ich schreibe ihn in der Regel nicht mehr selber und damit bleibt die Kompetenz weiter sehr wichtig.
[49:58] Speaker 1: nur die Art und Weise wie ich arbeite ändert sich mit allen Herausforderungen auch für Menschen, die einfach sehr gerne gecoated haben.
[50:08] Speaker 1: Wie sich das weiterentwickelt, ist natürlich mit der großen Preis-Fragen dieser Welt.
[50:12] Speaker 1: Aber deswegen haben wir unser sogenanntes Stop-Bredinist-Framebook entwickelt.
[50:16] Speaker 1: auf jeden Fall wird es sich so weiter entwickeln dass ich diese, da sind wir bei diesen Grundkompetenzen die werde ich brauchen und um dann in meiner sagen dazu Domäne im meinem Arbeitsbereich
[50:28] Speaker 0: auch
[50:29] Speaker 1: mit KI sehr gute Arbeit ergebnisse zu erstellen, die ich eben kritisch überprüfen kann.
[50:35] Speaker 1: damit werden sicher alle Tätigkeiten weiter da bleiben, wo so wie wir eine menschlichen Kontakt miteinander besteht.
[50:42] Speaker 1: Und ich hoffe das ich nicht mit einem Wort rede.
[50:44] Speaker 1: Ich bin auf jeden Fall keiner.
[50:46] Speaker 1: Das ist ja mittlerweile möglich, lieber Sascha!
[50:48] Speaker 1: Aber natürlich auch dort, wo bislang viele Dinge hätten passieren sollen und da ist sicher Engineering ein wichtiges Beispiel.
[50:57] Speaker 1: Es gibt eine so großen bottleneck Mensch, das sollten wir machen und anpassen.
[51:01] Speaker 1: Und hier könnte man noch was verbessern, was bislang einfach nicht möglich war weil es zu teuer war uns gar nicht diese Menschen gehabt ihr das tun können.
[51:07] Speaker 1: gleichzeitig verschieben sich dann wiederum Dinge zum Beispiel medizinischen Bereich.
[51:11] Speaker 1: ich gehe davon aus dass sagen die Zeit die Ärzte in der Zukunft mit Patienten verbringen werden steigen wird was ja eine tolle Sache ist und damit sehen wir diese krassen Veränderungen.
[51:21] Speaker 1: da kommt vielleicht noch letzter Satz Dazu, was du vorhin meintest.
[51:25] Speaker 1: Die riesige Herausforderung ist diese Anpassung, die jetzt einfach viel schneller passiert als in der industriellen Revolution.
[51:31] Speaker 1: Da hatten wir hundert Jahre dafür, jetzt haben wir vielleicht zehn Jahre dafür und natürlich bedeutet das für den individuellen Menschen, der eben Angst vor Veränderungen hat dass diese Personen eine ganz große Verwerfung und damit auch herausfordernd stehen.
[51:47] Speaker 0: Eine meiner Lieblingsanekdoten rund um Bildung und neue Technologien bzw.
[51:51] Speaker 0: eigentlich sogar richtigerweise Jugend- und neue technologien, das versuche ich in jedes Buch was ich schreibe rein zu schummeln auch wenn es gar nicht passt stammt von Steven Berlund Johnson aus dem Buch Everything Bad Is Good For You und er nimmt dazu Stellungen wie so viele Leute glauben dass vernetzte Videospiele damals, zwei tausend fünf die Sperrspitze der Technologie wenn man sagen wir mal vom Internet Kontext ab sieht der dann Social Media wurde.
[52:16] Speaker 0: Er skizziert daran, wie es gewesen wäre, wenn schon ein paar Hundert Jahre lang das vernetzte Computerspiel verfügbar gewesen wäre.
[52:22] Speaker 0: und dann wird plötzlich das Buch erfunden.
[52:24] Speaker 0: Und Eltern unterhalten sich über dieses neue Buch und sagen dann so was wie Oh mein Justin der früher hat er mit seinen Freunden gespielt und da war einen Jubeln und Trubeln alle zusammen im Chat und das war lustig!
[52:37] Speaker 0: Das hat man gemerkt, das war lebendig die haben aufeinander reagiert, das waren soziale Interaktionen.
[52:41] Speaker 0: und jetzt sitzt er alleine im Halbdunkel mit diesem Buch.
[52:45] Speaker 0: Und der liest das.
[52:46] Speaker 0: und das Krasseste ist, ich habe mir das mal angeschaut.
[52:48] Speaker 0: Wenn da einmal ein Fehler drin ist, er geht nie wieder weg weil das sind so Seiten, da kann man nichts verändern und das nimmt ihn manchmal richtig mit.
[52:56] Speaker 0: Er kommt nicht mehr runter zum Essen.
[52:57] Speaker 0: Er wird da reingesogen in dieses Buch.
[52:59] Speaker 0: Das macht mir richtig Angst.
[53:00] Speaker 0: Ich glaube er ist buchsüchtig!
[53:02] Speaker 0: Und diese kleine Anekdote der Umkehrung... Da würde ich sagen, ganz viel wie wir heute gerade bei jungen Menschen Technologie und künstliche Intelligenz vor allem wahrnehmen.
[53:12] Speaker 0: Und das findet ja im Bildungskontext statt, die können nicht mehr so gut lesen.
[53:16] Speaker 0: Ganz viel davon könnte man vielleicht zumindest zu einem Teil
[53:21] Speaker 1: auch
[53:21] Speaker 0: umgedreht als Folge von etwas eigentlich positivem sehen.
[53:26] Speaker 0: Ja und ich meine jetzt nicht Hurra, die Kinder lesen schlechter.
[53:28] Speaker 0: Toll Pisa Danke!
[53:29] Speaker 0: Sondern ich mein jetzt eher sowas wie die vielen Ergebnisse, die zeigen dass Menschen die mit KI Hausaufgaben machen oder lernen in bestimmten Bereichen besser werden und in bestimmte anderen schlechter.
[53:39] Speaker 0: das der Wharton Effekt nennt man das zum Beispiel bei der Übung sind sie mit KI besser und an der Prüfung sind sich viel schlechter.
[53:45] Speaker 0: Hintergrund ist das was du vorher gesagt hast nämlich dass Leute wenn Sie mit KI eine Aufgabe machen weniger intensiv und gut lernen.
[53:53] Speaker 0: Das könnte mal noch umdrehen und sagen wow Endlich habe ich für die achtzig Prozent, die mich in der Bildungssituation gar nicht interessiert haben mit meiner Bildungslaufbahn.
[54:03] Speaker 0: Ein Instrument wo ich das schnell abfielen kann und kann mich stichwort Eigeninitiative auf die zwanzig Prozent die ich total toll finde super intensiv mit dem gleichen Instrument KI nämlich konzentrieren und werde dort viel viel besser weil machen wir uns nichts vor.
[54:19] Speaker 0: Natürlich ist während der Schule nicht jeder Bildungsinheit gleich gut gewesen und heute hört man hunderttausend Leute, die sagen ne wie irgendwie binominal Formeln weiß ich überhaupt gar nichts mehr wo den Neulich irgendwie mein Kind kommt aus der Schule.
[54:31] Speaker 0: Ich habe gar nichts verstanden.
[54:33] Speaker 0: das spricht jetzt für mich nicht dafür dass die klassische vordigitale Bildung Langzeiteffekte in allen Bereichen hatte will sagen vielleicht erleben wir hier so eine Art Evolution der Verbesserung der Bilder die uns früherer Illusionen beraubt.
[54:48] Speaker 0: Das könnte doch sein.
[54:50] Speaker 1: Also das ist auf jeden Fall so, wenn wir jetzt... also ich sehe so meine Eltern die haben mal viele Gedichte auswendig gelernt und es war halt auch ein anderer Lernenhalt.
[54:59] Speaker 1: Insofern diese Evolution gibt's schon immer und das Bild mit dem Buch und im Computerspiel ist sehr schön.
[55:04] Speaker 1: Ich kannte das nicht.
[55:05] Speaker 1: Das zeigt dass es natürlich bestimmte Kompetenzen gibt.
[55:10] Speaker 1: Und bleiben wir wieder bei dieser Veränderungsfähigkeit.
[55:13] Speaker 1: Junge Menschen haben das viel mehr dadurch dass sie viel schneller neue Technologien adaptieren, damit umgehen.
[55:21] Speaker 1: Kinder und auch junge Menschen sind ja mit ganz vorne bei KI-Nutzung gleichwohl wie immer.
[55:29] Speaker 1: Auch deswegen ist es ein bisschen glasvoll halb leer hat positive negative Seiten an der Veränderungsfähigkeit.
[55:36] Speaker 1: Das ist ja positive Seiten.
[55:38] Speaker 1: gerade bei diesem kann ich noch gut urteilen Aufmerksamkeitsspanne und damit auch die kognitive eben wieder Souveränität und Tiefe mich mit diesen Sachen so tief auseinanderzusetzen, dass ich das in Gänze verstehe.
[55:55] Speaker 1: Und nicht einfach sozusagen wie ein TikTok-Rührerskolle.
[55:58] Speaker 1: Das ist dann wiederum die negative Seite und ich glaube die Herausforderung für alle Bildungseinrichtungen und vielleicht doch für uns Eltern, die am Ende haben wir ja auch einen inoffiziellen Bildungsauftrag davon nie vergessen kann ich nicht komplett an der Schule oder die Hochschule aus, also an die HochSchule vielleicht schon zu aussen aber nicht an die Schule das einfach reflektiert.
[56:15] Speaker 1: Was ist daran gut, was ist daran schlecht?
[56:17] Speaker 1: und bleiben wir bei Computerspielen.
[56:19] Speaker 1: natürlich haben die ganz tolle Möglichkeiten auch zum Beispiel Wissen zu vermitteln.
[56:25] Speaker 1: mein Sohn über Minecraft mods hat schon Sachen gelernt in der Chemie krass.
[56:30] Speaker 1: es ist super also was da sozusagen spielerisch an Tiefe im Wissen erworben wird.
[56:36] Speaker 1: Aber natürlich hat es auch ähnliche negative Effekte von Social Media auf alle möglichen persönlichen Eigenschaften und das gilt es halt zu nutzen.
[56:48] Speaker 1: Und ich glaube, dass ist vor dem Hintergrund relativ simpel.
[56:50] Speaker 1: Also wie gesagt Physiker hat viel mit Atomspaltung zu tun.
[56:53] Speaker 1: Mein Vater hat meine Atomenistik gearbeitet.
[56:56] Speaker 1: Auch Atomindustrie, auch wenn es in Deutschland immer anders reflektiert wird, hat positive und negative Seiten und entsprechend ist jede Technologie kann zum Benefit und zum Schaden der Menschheit eingesetzt werden.
[57:08] Speaker 1: Und das Wichtige ist... Das gilt es ganz, insbesondere bei KI.
[57:13] Speaker 1: Ich muss zusehen dass ich die Positiven nutzen, realisiere natürlich die negativen Risiken so gut.
[57:21] Speaker 1: also ich oder wir als Gesellschaft können begrenzen.
[57:25] Speaker 0: Ja!
[57:25] Speaker 0: Ich möchte jetzt Abschluss, dass wir eine kleine gemeinsame Vision zusammen entwickeln.
[57:31] Speaker 0: Zwar gibt es einen Begriff, den ich im Bildungskontext sehr schätze der in der großen Debatte rund um Bildung für mich enttäuschend selten überhaupt auch nur erwähnt wird.
[57:42] Speaker 0: Dieser Begriff ist gleichzeitig eine Kunst und eine Wissenschaft und zwar didaktik.
[57:47] Speaker 0: das ist gleichzeitig die Kunst aber auch die Wissenschaft des Lehrens und des Lernens ja und diese natürlich aus dem altgriechischen.
[57:54] Speaker 0: kommende Didaktik hat in Deutschland zäh und starre Funktionen lange gehabt.
[58:03] Speaker 0: Ich habe ein paar mal Bildungsprojekte gemacht, da war quasi in der Grundschule und noch in Teilen der Oberstufe das wichtigste didaktische Muster die Doppelseite im Schulbuch dass man von links oben bis rechts unten eine Schulstunde durchgehen kann und danach wissen die Kinder was los ist und das gleiche Buch kann man dann für den dreißig Jahre benutzen.
[58:23] Speaker 0: ich übertreibe nur ganz bisschen nichts gegen Schubücher aber diese Didaktik ganz vielfältig weiterentwickelt worden durch Technologien.
[58:33] Speaker 0: Das ist schon immer so, Buchdruck war da nur eins von den vielen Beispielen.
[58:38] Speaker 0: aber jetzt kommt die Frage brauchen wir und diese Vision möchte ich mit dir entwickeln Sven eine neue KI-Ditaktik?
[58:46] Speaker 1: Ich glaube nein keine grundsätzlich neue KI.
[58:52] Speaker 1: didaktik im Sinne von was sind Prinzipien?
[58:57] Speaker 1: Aber, also da ist es ein Jahr.
[59:00] Speaker 1: Es eröffnet neue Möglichkeiten die ich schon immer vielleicht gesucht habe als Didaktiker, die ich aber nie realisieren konnte weil sie zu aufwendig waren, zu schwierig nicht selber hinbekommen.
[59:14] Speaker 1: und damit is KI die große Chance Dinge umzusetzen die didaktiker schon immer tun wollten.
[59:22] Speaker 1: Ich gebe freikonkrete Beispiele.
[59:24] Speaker 1: das eine Das ist schon lange bekannt, ich weiß nicht.
[59:27] Speaker 1: Blumen hat dazu viel gemacht.
[59:28] Speaker 1: Es ist ganz klar es ist besser wenn Menschen einen persönlichen Tutor haben der ihnen sozusagen durch ihre Lernreise so praktisch wie möglich das erzeugt, ist halt zu teuer.
[59:40] Speaker 1: Konnt man nur dem Adel ermöglichen oder vielleicht auch früher bei den alten Griechen?
[59:42] Speaker 1: Das waren ja am Ende auch privilegierte Menschen.
[59:45] Speaker 1: Das ist jetzt für alle mögliche ein Beispiel was auch ganz klaren Erkenntnis aus der Detaktik ist.
[59:50] Speaker 1: Der zweite ist eben dieses Anwenden ist besser als nur lesen.
[59:54] Speaker 1: Ich kann mittlerweile krandios gute Simulationen auch über KI erzeugen, was Leute schon immer versucht haben.
[1:00:00] Speaker 1: Manchmal auch in einigen Bereichen gemacht haben, aber es ist einfach viel zu teuer als dass ich das sozusagen im großen Umfang hätte tun können.
[1:00:05] Speaker 1: Auch das geht mittlerweile weil einfach dieses Ausprobieren die beste Form des Lernens.
[1:00:12] Speaker 1: und das dritte ist die Möglichkeit viel besser aus... Ja, dem vielen Materialien die es gibt sozusagen meinen eigenen taktischen Ansatz zu verbessern und sogar so zu verbesseren dass ich das für den individuellen Studierende mache.
[1:00:31] Speaker 1: Wir machen das mittlerweile so, dass wir diese ganzen, es sind mehrere Millionen Chats im Monat natürlich Datenschutzkonform analysieren und dann sowohl für den einzelnen Lernenden immer wieder für sie oder ihn optimieren.
[1:00:44] Speaker 1: Was ist jetzt?
[1:00:45] Speaker 1: Wie kann ich dich bestmöglich unterstützen aber natürlich auch übergreifend über alle unsere Studierenden lernen musste entwickeln die man dann wieder anwenden kann.
[1:00:57] Speaker 1: Am Ende ja das, was die Daktik eigentlich tun sollte empirisch vorgehen.
[1:01:00] Speaker 1: Was funktioniert?
[1:01:01] Speaker 1: Was funktioniert nicht?
[1:01:02] Speaker 1: und das verbessern und eben nicht über, weiß ich, langsam geschriebene Paper sondern hier geht es jetzt sogar in Echtzeit also gewößermaßen.
[1:01:09] Speaker 1: jeden Nacht läuft dieser Job durch.
[1:01:11] Speaker 1: Dadurch habe ich plötzlich die daktische Möglichkeiten, die ich nie hatte Und das zu reflektieren ist glaube ich der riesen Riesenchance die KI für die Diktiker möglich.
[1:01:22] Speaker 0: Das knüpft interessanterweise direkt an meine Vision, die ich dem nicht entgegenstellen möchte sondern wie ich das ergänzen möchte was du gerade skizziert hast.
[1:01:33] Speaker 0: Ich kann verstehen wenn dir diese Version jetzt nicht so ganz super gut gefällt weil sie ein kleines Knirschen zwischen Universität und Studierende bringen könnte beziehungsweise was die Institution angeht ist es nämlich einen Rückgriff auf die erste Universität der Welt in Bologna gegründet im Norditalien hier im Jahr.
[1:01:54] Speaker 0: Und das ist deswegen so interessant aus einer Perspektive der KI-Didaktik, weil da ... Die Machtverhältnisse, übrigens auch die Privilegiertheitsverhältnisse komplett anders waren als sie heute zumindest scheinen.
[1:02:05] Speaker 0: Denn die Studierenden haben damals einfach eine Genossenschaft in den Unternehmen gegründet und haben die Lehrer, die Professorin dort angestellt und haben auch einen Rektor angestellt der mit einem sehr harten Regel- und vor allem Bewertungskorsett ständig prüfen musste ob die Professoren ihren Job den Studierende was beizubringen auch richtig erfüllen.
[1:02:28] Speaker 0: Und die Professoren konnten von den Studierenden sehr schnell entlassen werden, sie waren an die harte Kandarre genommen worden könnte man vielleicht sagen.
[1:02:36] Speaker 0: und diese Umkehrung davon dass die Studierende selbst dafür verantwortlich sind und auch selbst dafür für antwortlich sind die richtigen Lerkörper im weitesten Sinn an Bord zu holen und immer wieder zu bewerten ob die und sei es über Bande noch die Richtigen wie man die so entwickeln kann, dass sie die richtigen sind.
[1:02:57] Speaker 0: Das ist für mich eine Erzählung, die von ein paar adligen Studierenden mit sehr viel Geld natürlich leicht durchgeführt werden konnte, die aber heute in demokratischen liberalen Gesellschaften nur durch künstliche Intelligenz möglich wird.
[1:03:12] Speaker 0: Dass also jede und jeder Studierende einen eigenen Tutor hat der ganz präzise und genau richtig einen Durchsunde Universität durchführt der auch selbst kontrolliert wird und bei dem man selbst dafür verantwortlich ist, zu sagen ob das das richtige Instrument ist.
[1:03:30] Speaker 0: Und wenn nein wie mache ich es zum richtigen Instrument?
[1:03:33] Speaker 0: Das finde ich eine sehr schöne Vision der KI-Didaktik dass die Universität zurückkommt zu einer Art Machtumkehr weil natürlich da draußen noch die Professorinnen sind, weil natürlich dann noch eine Institution ist und da geht man hin und wir haben schon ganz viele Sachen dazu gesagt warum das weiter wichtig ist dass aber so ein zentrales Leerinstrument von mir selbst kontrolliert und vor allem von mir selber verantwortet wird.
[1:03:57] Speaker 0: Das macht mir irgendwie eine Art warme KI-Vision rund um einen KI-Didaktik der Zukunft in meinem Bauch.
[1:04:06] Speaker 1: Ja, also das ist ein richtiger und sehr schöner Gedanke... Ich habe
[1:04:10] Speaker 0: auch noch begeistert auf meinen... Nein,
[1:04:12] Speaker 1: nein!
[1:04:13] Speaker 1: Richtiger und viel schöner Gedanken.
[1:04:15] Speaker 1: Das ist aber auch das was wir eigentlich schon Also seit es uns gibt versuchen, also der studierenden Erfolg steht im Mittelpunkt.
[1:04:22] Speaker 1: Das ist der einzige Grund warum's uns gibt, warum es eigentlich auch alle anderen Hochschulen und Schulen dieser Welt gibt.
[1:04:30] Speaker 1: leider... Und so ist das in komplexen Organisationen schiebt sich manchmal die Institution da irgendwie in den Mittelpunkten und das worum es eigentlich geht nämlich die Studierenden und deren langfristige Erfolg geht in den Hintergrund Und so habe ich noch nicht drüber nachgedacht, deswegen gefällt mir jetzt etwas positiver zu fällen.
[1:04:49] Speaker 1: Diese Visionen die du da skizzierst noch besser das ist das was es ohnehin schon sein sollte.
[1:04:55] Speaker 1: KI kann sich ja einen Beitrag leisten dass das noch mehr passiert und damit is ja KI auch ein Tool also eine Demokratisierung von Wissen und Können voranzutreiben.
[1:05:15] Speaker 1: Ich bin nicht so ein Soziologe.
[1:05:18] Speaker 1: Ich würde da nicht in Machtstrukturen denken, sondern es geht eher darum wirklich einfach den Kunden... Also das ist für Hochschulen der Studierende im Blick zu behalten und sagen okay ich muss wirklich sicherstellen dass unsere Studierenden erfolgreich sind und das ist auch das was nicht einfach zu messen ist.
[1:05:34] Speaker 1: Was ist jetzt wirklich genau studieren Erfolg?
[1:05:37] Speaker 1: Das misst sich definitiv nicht an Forschungspapern Das ist nicht die richtige Maßzahl für Studienerfolge, sondern das ist nur die Maßzahl von Forschungs-Output.
[1:05:46] Speaker 1: Sondern es misst sich daran ob Studierende am Ende sagen ja, dass hat sich gelohnt und wenn das geht ja auch im Ende Beschäftigung und eine Beschäftigungsfähigkeit.
[1:05:56] Speaker 1: Arbeitgeber sagen Ja Mensch dieser Studierenden macht das sehr gut Und das ist auch das was wir tun, wie unsere Studierendfragen Wenn man dies mal auf der Zunge zergehen lässt Dass unsere Studierenen obwohl sie Studiengebühren zahlen und natürlich staatliche Hochschulen kostenlos sind deutlich mehr sagen, dass die Investitionen in den Studium hat sich gelohnt.
[1:06:17] Speaker 1: Nicht nur die Zeit sondern auch das Geld, obwohl ich bei staatlichen ja nur dass die Zeit investiere.
[1:06:22] Speaker 1: Das zeigt uns wir sind auf dem richtigen Weg und gleichzeitig zeigt uns auch Ja, das ist ein super wichtiges Thema Und mit deiner Vision um darauf zurückzukommen is KI wahrscheinlich eine Chance Die Studierenden noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen und nicht nur die Studierende Sondern dann auch hoffentlich die Schüler.
[1:06:42] Speaker 0: Lieber Sen, danke dass du hier im Podcast warst und danke das wir zusammen gesprochen haben nicht nur über die Zukunft der Universität sondern auch die Zukunft Technologie mit der man Bildung irgendwann ermöglicht.
[1:06:53] Speaker 0: Und warum?
[1:06:54] Speaker 0: Wofür und in welche Richtung es überhaupt tut.
[1:06:57] Speaker 0: falls ihr Lust habt mit uns darüber zu diskutieren könnt ihr das gerne tun auf den verschiedenen Plattformen auf den Tech-KI und Schmetterlinge unterwegs ist zum Beispiel LinkedIn zum Beispiel Instagram zum Beispiel TikTok und auch YouTube.
[1:07:11] Speaker 0: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
[1:07:15] Speaker 1: Danke schön, hat super Spaß gemacht Sascha!

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