# Folge 83 - Digitaler Produktpass | Neue Pflicht oder Chance für den Mittelstand?

An episode of [Digi-News auf die Ohren!](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1732672138), 2 Sep 2026, 35 min.

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Digitaler Produktpass: Pflicht oder Chance für den Mittelstand? Digitaler Produktpass | Neue Pflicht oder Chance für den Mittelstand? Der Digitale Produktpass (DPP) kommt schrittweise für verschiedene Produktgruppen und wird die Anforderungen an Produktdaten in den kommenden Jahren verändern. Doch was bedeutet das konkret für kleine und mittlere Unternehmen (KMU)? In dieser Folge von Digi-News auf die Ohren spricht Martina Schellberg mit Alexander König von GS1 Germany darüber, warum Unternehmen sich bereits heute mit ihren Produktdaten beschäftigen sollten und weshalb der Digitale Produktpass weit mehr ist als ein QR-Code auf einem Produkt. In dieser Folge erfahren Sie: • Was der Digitale Produktpass ist und wie er funktioniert. • Warum der DPP eng mit Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit verbunden ist. • Welche Produktgruppen besonders im Fokus stehen. • Warum strukturierte Produktdaten künftig immer wichtiger werden. • Weshalb kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Umsetzung sogar Vorteile haben können. • Welche ersten Schritte Unternehmen schon heute angehen sollten. Die wichtigste Erkenntnis: Der Digitale Produktpass ist nicht nur eine regulatorische Anforderung. Er bietet Unternehmen die Chance, Produktdaten besser zu organisieren, Transparenz zu schaffen und sich frühzeitig auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten. Das Mittelstand-Digital Zentrum WertNetzWerke unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kostenfrei, anbieterneutral und praxisnah bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Weitere Informationen finden Sie unter: www.wertnetzwerke.de

## Transcript

[0:00] Speaker 1: Stellen Sie sich vor, sie kaufen eine Jacke.
[0:02] Speaker 1: Sie scannen ein Code und sehen nicht nur aus welchem Material sie besteht sondern auch wo sie repariert werden kann wie sie recycelt werden sollte welche Informationen für Händler Behörden oder Recyclingbetriebe wichtig sind.
[0:14] Speaker 1: Klingt erstmal nach Zukunftsmusik?
[0:16] Speaker 1: Nach einem Thema für große Konzerne?
[0:19] Speaker 1: Lassen Sie uns mal ganz ehrlich sein!
[0:20] Speaker 1: Wissen Sie in Ihrem Unternehmen genau wo alle diese Produktdaten liegen?
[0:25] Speaker 1: Sind Materialinformationen, Lieferantendaten und Nachhaltigkeitsangaben eigentlich gepflegt?
[0:30] Speaker 1: Und können Sie diese Informationen morgen strukturiert weitergeben wenn eine neue gesetzliche Pflicht kommt?
[0:36] Speaker 1: Wenn sie jetzt innerlich gedacht haben – ah vielleicht nicht ganz!
[0:40] Speaker 1: Dann sind sie nicht allein.
[0:42] Speaker 1: Genau darum geht's heute.
[0:45] Speaker 1: Herzlich willkommen bei DiggNews auf die Ohren dem Podcast des Mittelstand Digitalzentrums Wertnetzwerke.
[0:51] Speaker 1: Mein Name ist Martina Schellberg und wir sprechen heute darüber, was der digitale Produktpass für kleine und mittlere Unternehmen bedeutet.
[0:59] Speaker 1: Warum er eben nicht einfach nur ein neues Regulierungsthema ist?
[1:03] Speaker 1: Warum er viel mit Kreislaufwirtschaft zu tun hat?
[1:05] Speaker 1: Und warum gerade kleinere Unternehmen bei der Umsetzung sogar einen riesengroßen Vorteil haben können!
[1:10] Speaker 1: Mein Gast heute ist Alexander König.
[1:13] Speaker 1: Er beschäftigt sich intensiv mit dem digitalen Produktpass und damit wie kleine und mittlere Unternehmen sich praktisch auf dieses Thema vorbereiten können.
[1:21] Speaker 1: Aktuell arbeitet er an einem Leitfaden speziell für KMU, der genau dabei Orientierung geben soll!
[1:42] Speaker 1: Unternehmen hören ja gerade zum ersten Mal vom digitalen Produktpass.
[1:45] Speaker 1: Manche denken sich wahrscheinlich auch neue Pflichten, neue Daten, neue Bürokratie und sind eher so ein bisschen negativ eingestellt.
[1:54] Speaker 1: Wenn du jetzt einen kleinen Mittelständler in ganz einfachen Worten mal erklären müsstest was ist denn der digitale Produktpass eigentlich?
[2:03] Speaker 0: Technisch gesehen ist der digitale Produktpass eine Art technischer Begleiter eines Produkts Erstellt Informationsverfügung beispielsweise über die Materialzusammensetzung eines Produktes oder darüber, wie ein Artikel bestmöglich repariert oder so lang wie möglich eingesetzt werden kann.
[2:21] Speaker 0: Oder eben auch wir am Ende des Lebenszyklus am besten entsorgt werden muss.
[2:26] Speaker 0: Inhaltlich soll das alles dazu führen dass die Art und Weise wie wir Artikel konsumieren und einsetzen möglichst langlebig und nachhaltig wird.
[2:34] Speaker 1: Viele hören bei dem Thema wahrscheinlich zuerst so, oh Gott da kommt was Neues auf uns zu.
[2:38] Speaker 1: Warum wird der digitale Produktpass denn gerade jetzt auch überhaupt relevant?
[2:43] Speaker 0: Der digitalen Produktpass wird über die sogenannte Ökodesignverordnung für nachhaltige Produkte seitens der EU verpflichtet und eingefüllt.
[2:51] Speaker 0: Diese Ökodesignverordnungen oder ESPR ist im Juli den Kraft getreten und definiert sozusagen verschiedene Pflichte für verschiedene Produktkategorien.
[3:03] Speaker 0: Und ich habe es eben schon erwähnt, das Ziel ist eben dass wir in Europa nachhaltiger Produkte nutzen, konsumieren einkaufen etc.
[3:11] Speaker 0: und dafür hat die EU auch analysiert für welche Produktgruppen das Potenzial besonders groß ist durch den DPP-Nachhaltiger zu werden.
[3:20] Speaker 0: Dafür hat sie dann einen privatisierten Working Plan erstellt der eben genau wieder gibt für welcher Artikel zu welchem Zeitpunkt der DPP eingeführt werden wird.
[3:31] Speaker 1: Kannst du das für uns mal zeitlich einordnen?
[3:33] Speaker 1: Also welche Produktgruppen stehen derzeit im Fokus, wann sind die ersten Rechtsakte auch zu erwarten und ist es überhaupt auch schon sinnvoll sich heute schon mit der Vorbereitung auseinanderzusetzen.
[3:46] Speaker 0: Der DPP kann im Grunde über zwei verschiedene Arten und Weisen für eine Produktkaliorie eingeführt werden.
[3:52] Speaker 0: Einerseits kann das passieren, indem eine bestehende Produktverordnung eine neue Fassung erhält Und andererseits ist es eben möglich, dass über den Working-Clan der DPP über sogenannte Delegatorrechtsakte eingeführt werden.
[4:05] Speaker 0: Über Produktverordnungen wird der DTP beispielsweise als erstes relevant für Industriebatterien bereits im Februar nächsten Jahres.
[4:13] Speaker 0: Er wird aber auch eingefügt für Detergänzien – das sind dann häufig Waschmittel und ähnliche Produkte – aber auch für Spielzeuge.
[4:20] Speaker 0: Über die delegierten Rechtsaktoren in the Working-Clans kommt der DDP beispielsweise für Textilartikel und Bekleidung aber auch für Möbel, Reichen oder Matratzen.
[4:31] Speaker 0: Für Textilien eines der sicherlich ersten und schwanzigen Produkte erwarten wir den Delegaten Rechtsakt für Ende twenty-sevenundzwanzig.
[4:39] Speaker 0: da steht dann exakt drin welche Inhalte auch der DPP für Textilieren beinhalten muss und dann rechnen wir damit das Unternehmen achtzehn Monate Zeit haben um den DPP umzusetzen so dass wir von einer Pflicht für Textilen beispielsweise ungefähr im Jahr zwanzig neunzwanzige ausgehen können.
[4:57] Speaker 1: Und wenn du jetzt auf die Gespräche mit kleinen und mittleren Unternehmen schaust, was ist so ein ganz typischer Satz?
[5:02] Speaker 1: Den du hörst bei dem du denkst so da sollten wir echt noch mal bisschen genauer hingucken.
[5:08] Speaker 0: Ein Typischer Satzes beispielsweise erwarten erstmal ab bis alle Anforderungen feststehen und das ist aus meiner Sicht aus zweierlei Hinsicht gefährlich oder nicht ideal.
[5:17] Speaker 0: Einerseits habe ich ja eben davon gesprochen, achtzehn Monate zur Umsetzung sind dann gar nicht mehr so viel Zeit, wenn alles fest steht Und zweitens steckt für mich in diesem Satz so wenig die Geisteshaltung.
[5:28] Speaker 0: Ich will ja nur die Pflicht erfüllen und ich glaube, da verkennt man auch den ganzen Potenzialen und Chancen, die im digitalen Produktpass drinstecken nämlich dass man im Grunde eine bessere Dateninfrastruktur zur Verfügung stellt das man eigene Prozesse effizienter und günstiger gestalten kann aber vor allem auch das eben neue Geschäftsmodelle, neue Services und vor allem ein neuer Kommunikationskanal zum Kunden entstehen kann Wenn man den digitalen Produkt passt nicht nur als Pflicht, sondern auch als Chance begreift.
[5:56] Speaker 1: Du hast es eben schon mal so ein bisschen angerissen.
[5:59] Speaker 1: wenn wir jetzt auf die Branchen schauen und wer sollte denn jetzt aktuell besonders aufmerksam zu hören?
[6:05] Speaker 0: Ehrlich gesagt würde ich sagen fast alle Unternehmen die irgendwie Produkte produzieren.
[6:10] Speaker 0: dann die EU hat mit der ESPR auch die Ziersetzung vorgegeben das Kurz nach zwanzig, dreißig über neunzig Prozent aller in der EU gehandelten Waren über ein digitalen Produkt was verfügen sollen.
[6:23] Speaker 0: Aber klar es gibt wie schon erwähnt priorisierte Produktpuken.
[6:27] Speaker 0: das Thema Textil haben wir angesprochen Batterienspielzeug etc.
[6:31] Speaker 0: Relevant wird der DPP aber eben auch nicht nur für die Hersteller von Produkten sondern auch für Akteure entlang einer Wertschiffungskettel.
[6:39] Speaker 0: wenn ich also Lieferant bin der Fashion Unternehmen beliefert wird der DPP wahrscheinlich Auswirkungen auf mich haben, weil ich neue Informationsbefügung stellen muss.
[6:47] Speaker 0: Aber auch wenn ich hinten in der Kette sitze, beispielsweise als Recycler ist der DTP für mich relevant, weil er mir es eben im Zukunft ermöglichen würde noch effizienter und besser Stoffströme zu trennen und besser Recyclingquoten zu erzielen.
[7:03] Speaker 1: Viele Unternehmen verbinden neue Regulierungen ja erst mal mit Aufwand.
[7:06] Speaker 1: Aber beim digitalen Produktpass steckt eine noch viel größere Idee auch dahinter, es geht nicht nur darum, Informationen bereitzustellen – es geht ja auch darum, Produkte insgesamt länger nutzbar zu machen und Reparaturen zu erleichtern und am Ende bessere Entscheidungen für Wiederverwertung und Recycling zu ermöglichen.
[7:24] Speaker 1: Kannst du nochmal erklären was hat der digitale Produktpass mit der Kreislaufwirtschaft zu tun?
[7:30] Speaker 0: Sehr gerne!
[7:31] Speaker 0: Überkreislaufwirtschafts sprechen, dann kommen häufig die sogenannten Err-Strategien zum Einsatz.
[7:37] Speaker 0: Begriffe, die da runterfallen jetzt aus dem Englischen genommen sind solche Dinge wie Redesign, Reuse, Recycle Repair Refurbish Resale etc.
[7:47] Speaker 0: All diese Begriffen stehen im Grunde dafür dass an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette dafür gesorgt wird das Artikel oder auch Rohstoffe länger genutzt werden können häufiger wieder eingesetzt werden kann oder würden zurückgewarmen werden, dass sie eben wieder bei der Produktion neuer Produkte zum Einsatz kommen.
[8:06] Speaker 0: Und all das funktioniert aber dann besonders gut wenn auch an den entsprechenden Stellen der Wertschöpfungskette die relevanten Informationen zur Verfügung stellen um diese Errstrategien auch umzusetzen.
[8:19] Speaker 0: und da kommt der digitale Produktpass eben zum Einsatz weil er genau dafür sorgen soll die richtigen Informationen zur Verfügung stehen, um eben die Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen und nicht mehr nur Artikel linear einzusetzen und zu nutzen.
[8:38] Speaker 1: Du hast in unserem Vorgespräch auch ein sehr greifbares Beispiel genannt – das Auto.
[8:43] Speaker 1: Ein Auto ist ja kein Wegwerfprodukt, es wird gewartet, repariert, verkauft vielleicht weiterverwendet und am Ende auch wieder in seine Bestandteile zerlegt.
[8:52] Speaker 1: Warum eignet sich gerade ein Auto so gut, um Kreislaufwirtschaft zu erklären?
[8:57] Speaker 0: Genau, das hast du im Grunde schon gesagt.
[8:58] Speaker 0: Es nutzt das Auto ja ein untypisches Weilspiel wenn wir über Vorbilder im Nachhaltigkeitskontext sprechen.
[9:05] Speaker 0: aber in der Tat würde ich das Auto als vielleicht das kreislauffähigste Produkt der Gegenwart bezeichnen.
[9:12] Speaker 0: Das erkennt man ja allein schon daran dass in Deutschland mehr als doppelt so viele Autos umgemeldet werden also gebraucht weiter verkauft werden.
[9:19] Speaker 0: als dass es Neuanmeldungen gibt und die muss ich mir jetzt so unterführen ist jetzt da müssen wir ehrlich sein natürlich erstmal nicht aus einer Nachhaltigkeit Perspektive kommen, sondern sicherlich durch den Preis von Autos getrieben und die Tatsache, dass ich jetzt eine Delle im Auto fahre.
[9:34] Speaker 0: Dass ich einfach wegwerfe an mir neues kaufe wie es vielleicht dann im Trost machen würde.
[9:38] Speaker 1: aber
[9:39] Speaker 0: Es funktioniert eben auch nur weil eben das was ich gerade bei den Erstrategien gesagt habe Im Kontext des autos vorliegt.
[9:46] Speaker 0: Das heißt Die richtigen Akteure haben zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen.
[9:51] Speaker 0: Werkstätten können sehr schnell ermitteln welche Schäden ein Auto schon hatte und wie die Performance gerade aussieht, um dann eben sehr gezielt und kosteneffizient ein Auto in Stand zu halten, zu reparieren, zu warten etc.
[10:06] Speaker 0: Aber es ist mir als Privatkunde auch super einfach und schnell möglich mit einem Auto über neuen Kunden oder Menschen zu verkaufen.
[10:13] Speaker 0: Und in der Tat die recycling Quote bei Autos ist fast hundert Prozent.
[10:17] Speaker 0: also man sieht hier die Kreislaufwirtschaft funktioniert Und sie funktioniert, weil eben die Informationen bereitstehen.
[10:23] Speaker 0: Im Fall vom Auto dann häufig noch irgendwie sehr analog im Check-Heft, im Fahrzeugbrief etc.
[10:29] Speaker 0: Das will im Grunde der DPP optimieren indem man all diese Informationen in ein Digitalsinstrument zusammenflügt und eben auf eine ganze Reihe von Produkten ausweitet damit dort die Reißlaufstrategien genauso gut zum Tragen kommen wie das beim Auto heute schon der Fall ist
[10:46] Speaker 1: Wenn wir das jetzt auf kleine und mittlere Unternehmen mal übertragen, was verändert sich wenn Unternehmen ihre Produkte nicht mehr nur bis zum Verkauf denken sondern wirklich über den gesamten Lebensweg?
[10:56] Speaker 0: Vieles verändert sich.
[10:57] Speaker 0: Und das beginnt schon ganz vorne.
[10:58] Speaker 0: aber vielleicht noch ein kleiner Hinweis neben dem digitalen Produktpass wird es an der Voraussicht nach aus so einer Art Öko-Design Label geben.
[11:06] Speaker 0: Das kann man sich dann so ähnlich vorstellen wie das Energielabel dass wir schon auf Elektroprodukten kennen Wenn es darum geht, dass Kunden im Nachhalt jeder Elektro-Produkte einkaufen.
[11:19] Speaker 0: Und so wird's eben bei von der PP betroffenen Produkte auch ein Label geben das dem Kunden schon auf die Verpackung direkt darauf hinweift wie nachhaltig ist ein Artikel hergestellt, wie langlebig lässt er sich einsetzen oder wie gut lässt sie sich reparieren.
[11:35] Speaker 0: und wenn das zur Kaufentscheidung beiträgt dann werden Unternehmen eben gezwungen sein schon beim Design von Produkten auch darüber nachzudenken, wie sie ein Artikel möglichst langlebig und nachhaltig produzieren können.
[11:48] Speaker 0: Das ist sozusagen zu Beginn der Lebenskette und genau diese Themen spielen dann eben auch später in den Lebenszyklus eines Produktes eine Rolle wenn es darum geht ein Artikels Deoperier oder auch einen Artikel so zu recyceln das möglichst viel des entsorgten Produktes wieder an Materialen zurückgewonnen die Produktion neue Produkte eingesetzt werden kann.
[12:12] Speaker 1: Viele sehen beim digitalen Produktpass in QA-Code, was steckt dann eigentlich dahinter damit das ganze langfristig funktioniert?
[12:19] Speaker 0: Der QA Code ist tatsächlich nur die Spitze des Icepaks, das was wir sozusagen auf dem Produkt oder der Verpackung sehen und darüber können wir dann auf den digitalen Produktpass zurückgreifen können.
[12:29] Speaker 0: unter der Wasseroberfläche schlummert eine ganze Menge würde ich sagen.
[12:33] Speaker 0: Das beginnt beim DPP-System, das die EU jetzt in den vergangenen Monaten geregelt hat.
[12:38] Speaker 0: Indem solche Fragen geklärt sind wie beispielsweise, wie man Zugriffsrechte organisiert?
[12:45] Speaker 0: Wie das mit der Datensicherheit auch aussieht?
[12:48] Speaker 0: Wie man Produkte eindeutig identifiziert etc.
[12:51] Speaker 0: und es kommt natürlich vor allem das Thema Daten zum Tragen.
[12:55] Speaker 0: Welche Daten liegen dahinter?
[12:57] Speaker 0: Wie sind die Produktdaten strukturiert?
[12:59] Speaker 0: Wo kommen sie her?
[13:02] Speaker 0: ist natürlich der große Teil der Arbeit, die ihr Unternehmen erledigen muss wenn sie im Digitalpult etwas zur Verfügung stellen.
[13:08] Speaker 0: Wir haben
[13:10] Speaker 1: jetzt schon ganz viel über Daten gehört.
[13:13] Speaker 1: Welche Daten sind denn überhaupt gemeint?
[13:16] Speaker 1: Also gibt es so ein oder zwei Datenpunkte bei denen du fast immer sagst hier wird später der DPP auch spannend?
[13:24] Speaker 0: Genau das ist sicherlich die Frage, die uns am häufigsten erreicht.
[13:27] Speaker 0: was muss denn eigentlich am Ende drinstehen?
[13:29] Speaker 0: und bedauerlicherweise können wir dann Leider nur Antworten.
[13:33] Speaker 0: Wir wissen es noch nicht, denn genau diese Inhalte, die verpflichtend werden je nach Produktkategorie, werden eben erst in den delegierten Rechtsakten festgelegt, die noch nicht veröffentlicht sind.
[13:44] Speaker 0: Es gibt natürlich ein paar Hinweise.
[13:45] Speaker 0: Es geht vor Studien, die den Aufbau dieser Rechtsakte einfließen und es gibt natürlich die Zielsetzung der ESPR.
[13:52] Speaker 0: Und daraus lässt sich ableiten dass natürlich Informationen relevant werden, die dem Konsumenten dabei helfen eine nachhaltige Kaufentscheidung zu treffen und Informationen, die dabei helfen, Artikel möglichst lange auch im Einsatz zu halten.
[14:07] Speaker 0: Sie bestmöglich zu reparieren oder bestmöglich zu recyceln.
[14:10] Speaker 0: Und da reden wir dann eben viel über die Materialzusammenstellung von Artikeln und Komponenten, Nutzungshinweise
[14:18] Speaker 0: etc.,
[14:19] Speaker 0: es kommen aber natürlich auch Informationen zur Konfirmität und Ähnlichem am Ende in den DPP zum Einsatz.
[14:27] Speaker 1: Lasst uns noch mal ganz praktisch werden.
[14:28] Speaker 1: Welche dieser Informationen haben Unternehmen typischerweise denn heute schon im Haus und wo entstehen auch aus deiner Sicht die größten Lücken?
[14:36] Speaker 0: Die gute Nachricht ist, dass die allermeisten Daten heutzutage schon irgendwo in den Unternehmen vorliegen.
[14:43] Speaker 0: Es kann da kleinere Ausnahmen geben wenn es tatsächlich um die Materialzusammensetzung geht und sehr komplexiver kennen.
[14:49] Speaker 0: dann kann das schonmal sein was man zusätzliche Informationen von den eigenen Lieferanten einholen muss.
[14:54] Speaker 0: Aber das ist in der Tat eher die Ausnahme als die Regel.
[14:57] Speaker 0: Die Herausforderung besteht eher darin, dass die Daten, die heute schon vorliegen oftmals aus sehr verschiedenen Quellen kommen.
[15:05] Speaker 0: Wir reden ja über EAP-Systeme, Datenblätter oder irgendwelche Excel-Dateien und der DPP zwingt Unternehmen im Grunde dazu all diese Datensilos zusammenzuführen um ebenso effizient und skalierbar die Produktarten zur Verfügung zu stellen.
[15:22] Speaker 0: Das heißt Die Hauptherausforderung liegt weniger in der Einsammlung noch fehlender Daten und viel mehr darin, ja so eine Art Dateninventur zu machen.
[15:31] Speaker 0: Und die Dateninfrastruktur so aufzustellen dass man eben die TPPs auch skalierbar zur Verfügung stellen kann.
[15:38] Speaker 1: Das heißt also das Problem viele Unternehmen ist gar nicht unbedingt das fehlende Wissen sondern eher die Frage wo liegen die Informationen eigentlich?
[15:45] Speaker 1: Und in welcher Qualität auch?
[15:47] Speaker 0: Ganz genau!
[15:48] Speaker 0: Also es geht häufig darum Datensidus zu identifizieren und dann eben auch Schmidtstellen zu schaffen oder die Infrastruktur so zur Verfügung zu stellen, dass man eben auf die Daten jederzeit und auch aktuell zugreifen kann.
[16:00] Speaker 0: Weil man muss natürlich auch sicherstellen, das die Datenqualität stimmt weil man als Inverkehrbringer eben auch rechtlich dafür haftet, dass die Affirmationen, die man im digitalen Produktplatz zur Verfügung stellt richtig sind.
[16:14] Speaker 1: Viele kleine Unternehmen denken vielleicht, wir haben keine große IT-Abteilung.
[16:17] Speaker 1: Wir haben keine riesigen Budgets und keine perfekte Datenstruktur.
[16:21] Speaker 1: Also sind wir im Nachteil.
[16:22] Speaker 1: Du hast aber im Vorgespräch auch schon gesagt, kleine Unternehmen können sogar einen Riesenvorteil haben.
[16:29] Speaker 1: Warum kann gerade Größe hier ein Vorteil sein?
[16:33] Speaker 0: Eine Herausforderung ist die Datensilus, um es darauf zu brechen.
[16:36] Speaker 0: Und bei kleinen Unternehmen ist die Grundlage hier häufig einfach schon mal viel besser.
[16:43] Speaker 0: Kleine Unternehmen haben weniger Datenmüll als das häufig bei großen Jahrzehntelang etablierten Unternehmen der Fall ist.
[16:49] Speaker 0: Das heißt, dass Aufräum fällt hier und da etwas leichter.
[16:53] Speaker 0: Die Geschwindigkeit ist aber auch sonst ein großer Vorteil Denn kleinere Unternehmen fällt es häufig leichter Teams zusammenzustellen Rototypen in Angriff zu nehmen Und einfach mal auch testweise Dinge auf den Markt zu bringen.
[17:06] Speaker 0: Und ich glaube, Geschwindigkeit wird beim DPP ein absoluter Wettbewerbsvorteil sein bei die Unternehmen, die das Thema für sich frühzeitig und strategisch entdecken einfach auch einen besseren Service zur Verfügung stellen werden.
[17:21] Speaker 1: Wenn wir das nochmal runterbrechen?
[17:23] Speaker 1: Was wäre ein guter erster Schritt für ein kleines Unternehmen, dass eigentlich nur gar nicht weiß wo es anfangen soll?
[17:29] Speaker 0: Sich das Thema strategisch wirklich vor die Brust zu nehmen.
[17:32] Speaker 0: Das heißt sich die Frage zu stellen Was will ich eigentlich mit dem digitalen Produktpass erreichen?
[17:36] Speaker 0: Will ich tatsächlich nur die Pflicht erfüllen oder möchte ich die Chancen, die darin liegen auch ergreifen?
[17:42] Speaker 0: und wenn ja.
[17:43] Speaker 0: Welche Chancens sind das in meinem Fall genau?
[17:45] Speaker 0: Welche Ziele verknüpfe ich mit dem Digitalen Produkt Pass?
[17:48] Speaker 0: Und wenn man das für sich definiert hat dann kann man Verantwortlichkeiten klären.
[17:52] Speaker 0: Kann eine Bestandsaufnahme vor allem der Dateninfrastruktur machen.
[17:56] Speaker 0: Kann aber schon mal anfangen sich extern umzuschauen.
[17:58] Speaker 0: welche positiv Beispiele gibt es in meiner Branche?
[18:01] Speaker 0: welcher Dienstleister machen einen guten Job.
[18:04] Speaker 0: Mit wem kann ich mich hier unterhalten?
[18:06] Speaker 0: oder auch welche Aktivitäten gibt es innerhalb meiner Verbände dazu?
[18:11] Speaker 0: Und wenn man sich dann rundum informiert hat, glaube ich, hat man schon den ersten wichtigen Schritt gemacht bevor es an die tatsächliche Umsetzung geht.
[18:20] Speaker 1: Und setzlich klingt das aber nach einem Thema auch dass viele Bereiche betrifft.
[18:23] Speaker 1: werden sollte der DPP jetzt nicht einfach nur in die IT-Abteilung abgeschoben
[18:30] Speaker 0: Aus meiner Sicht die großen Chancen in den DPP-Stecken verkennt.
[18:35] Speaker 0: Ja klar, der DPP wirkt erst mal wie ein IT Projekt weil es um Thema Daten und Dateninfrastruktur geht.
[18:41] Speaker 0: aber wir haben's ja schon angesprochen letztlich wird der digitale Produktpass auch Auswirkungen auf das Produktdesign haben auf die Nachhaltigkeitsbilanz eines Unternehmens gegebenenfalls auch auf die Einkaufsabteilung ins anlieferanten Verhältnis etc.
[18:54] Speaker 0: geht Aber vor allem auch in Richtung Kunden groß Einfluss Marketingvertriebe haben und eben tolle Chancen für neue Geschäftsmodelle bieten, wenn ich über solche Themen wie Recommerce oder Trade in Denke.
[19:09] Speaker 0: Und dementsprechend ist der DPP aus meiner Sicht zwingend auch mit einer Geschäftsführungsverantwortlichkeit zu versehen um dann eben auch das richtige Team je Unternehmen zusammenzustellen.
[19:21] Speaker 1: Alex, du hast vorhin gesagt besonders relevant wird das Thema für die Fashionbranche.
[19:25] Speaker 1: Also für Unternehmen, die mit Textilienbekleidung, Kollektion oder Materialien arbeiten.
[19:31] Speaker 1: Warum sollten gerade Mode und Textilunternehmen beim digitalen Produktpass genau hinschauen?
[19:37] Speaker 0: Einerseits sicherlich weil sie einfach zu dem priorisierten Produkt gucken gehören und als erstes für die Einführungen des TPP verpflichtet sein werden.
[19:45] Speaker 0: Und gleichzeitig ist es natürlich so, dass wir im Textilbereich häufig über sehr tiefe komplexe Lieferketten sprechen und je nach Anforderung und Ist-Situation man hier auch frühzeitig auf Lieferanten zugehen muss um notwendige Daten einzusammeln sollten sie noch fehlen.
[20:02] Speaker 0: Wir reden Faschenkontext aber eben auch über schnelle Sortimentswechsel und eben hier eine hohe Dynamik die schon dazu führen können Die Einführung des DPPs, eine gewisse Komplexität mit sich bringt und dementsprechend ist es sicherlich von Vorteil wenn man hier entsprechend früh startet.
[20:20] Speaker 0: Und sich vielleicht einen kleinen Vorteil dadurch verschafft.
[20:24] Speaker 1: Lass uns mal ein kleines Modal unternehmen nehmen zehn Mitarbeitenden eigene Online Shop.
[20:29] Speaker 1: was würde sich da in den nächsten zwei Jahren durch den DPP wahrscheinlich verändern?
[20:35] Speaker 0: Ja das Unternehmen muss ich in jedem Fall der eigenen Dateninfrastruktur auseinandersetzen und muss dafür sorgen, dass die besonders digital, besonders effizient aufgestellt ist.
[20:46] Speaker 0: Und wenn das gelingt – und es muss im Grunde gelingen – dann wird dieses Unternehmen aber sicherlich feststellen, dass daraus sehr viele Vorteile erwachsen, da sich auch Kosten einsparen kann indem ich eben diese Datensilos überwinde meine Datenqualität in den Griff bekommen habe und dass ich aber neue Chancen eben in Richtung des Kunden entwickeln, weil ich eben jetzt einen neuen Kommunikations-Kanal direkt über mein Produkt in Richtung des Kunden aufbauen kann.
[21:11] Speaker 0: Über den ich dann eben auch neue Produkte vermarkten kann oder auch neue Geschäftsmodelle wie beispielsweise das Thema Retrait and Recomers also die Chance sozusagen auch im Zweitmarkt einzusteigen.
[21:24] Speaker 0: dadurch ergeben
[21:26] Speaker 1: Wenn ich jetzt ein kleines Fashion Label bin und nach dieser Folge denke, okay.
[21:30] Speaker 1: Ich muss meine Daten irgendwie besser in den Griff bekommen?
[21:32] Speaker 1: Welche Informationen sollte ich mir als erstes einmal
[21:35] Speaker 1: anschauen?".
[21:37] Speaker 0: Ich glaube es kann total hilfreich sein, wenn man einfach mal mit einem Prototypen bestimmtet.
[21:40] Speaker 0: Der kann auch erstmal sozusagen nur intern sein.
[21:43] Speaker 0: aber wenn ich mich dem DPP auseinandergesetzt habe vielleicht mal im Markt geschaut habe was sind so Beispiele aus meiner Produktkategorie?
[21:51] Speaker 0: dann kann man einfach auf einen weißen Zettel anfangen zu notieren, welche Attribute glaube ich müssen später im DPP auftauchen und dann suche ich mir mal ein repräsentatives Produkt aus und fange an diese Daten einzusammeln.
[22:06] Speaker 0: Und da wird man als Unternehmen sehr schnell feststellen, welche Informationen sehr leicht zu beschaffen sind und bei welcher Information es schwierig wird oder sogar Lücken entstehen.
[22:15] Speaker 0: Dann kann man anfangen diese Lücken strukturell zu schließen und wenn man das geschafft hat, hat man die perfekte Grundlage um dann eben auch in den Rollout zu gehen und den DPP wirklich flächendmäßig umzusetzen.
[22:28] Speaker 0: Und auch dann extern an den Start zu bringen.
[22:31] Speaker 1: Bisher haben wir darüber gesprochen, wie der digitale Produktpass-Unternehmen dabei helfen kann, Produktinformationen besser bereitzustellen.
[22:39] Speaker 1: Im Leitfaden geht ihr jetzt aber ja noch einen Schritt weiter.
[22:42] Speaker 1: Ihr schaut auf ein Thema das aktuell viel diskutiert wird.
[22:45] Speaker 1: Agente Commerce – Der Begriff klingt ja erstmal ziemlich abstrakt.
[22:51] Speaker 1: heißt das, in der Zukunft kauft vielleicht nicht mehr der Kunde bei mir ein sondern die KI des Kunden?
[22:57] Speaker 0: Im Grunde ja und ich glaube jeder Zuhörer, jede Zuhöhrer kennt es wahrscheinlich schon fast aus dem eigenen Verhalten.
[23:04] Speaker 0: Wir befragen ja inzwischen unsere KI für alles Mögliche und dazu gehört eben auch wie wir Produkte bestmöglich nutzen oder auch welches Produkt eine KI empfehlen würde wenn man sich ein neues Produkt anschaffen möchte.
[23:18] Speaker 0: Und für Unternehmen ist natürlich die ganz spannende Frage zu verstehen, wie funktioniert eigentlich das was dann passiert?
[23:25] Speaker 0: Wie schlägt ein KI ein bestücktes Produkt vor und wie kann ich als Marke mich hier besonders gut aufstellen und die Wahrscheinlichkeit erhöhen eben durch eine KI-Vorbeschlange zu werden.
[23:36] Speaker 0: Man stellt halt eben sehr schnell fest dass KIs ganz anders entscheiden als Menschen, dass da viel weniger Wert gelegt wird auf Emotionalität und es viel mehr darum geht strukturierte Maschinen lesbare Daten braucht, um eben mit einer möglichst hohen Konfidenz dann eine Antwort an den Nutzer zu geben.
[23:58] Speaker 0: Und das ist eine riesige Chance gerade für kleine und mittelständische Unternehmen weil sie eben hier in Geschwindigkeitsvorteile haben und wir heute schon sehen dass über dem Kanal Genetic Commerce die Marktanteile ganz andere sind als wir Sie sozusagen aus einem klassischen Verkauf kennen anders als andere Kanäle wirklich noch große Marktanteile gewinnen können und dieser Kanal natürlich enorm wachsen wird in Zukunft.
[24:24] Speaker 0: Deswegen ist das aus meiner Sicht eigentlich das größte Potenzial, wenn es darum geht, als kleines Unternehmen den eigenen Marktanteil zu erhöhen dann sollte ich wirklich alles auf die Karte agentiCommerce setzen.
[24:36] Speaker 1: Was genau könnte sich durch AgentiComverse tatsächlich verändern?
[24:41] Speaker 0: Ich glaube sehr vieles!
[24:42] Speaker 0: Ich habe eben schon so ein bisschen gesagt, ich erwarte dass sich hier wirklich große Marktantragsbewegungen verziehen werden und vor allem die Marken profitieren werden, die eben frühzeitig erkennen wie sie ihre Daten und Informationen so bereitstellen das eben nicht nur der Mensch als Kunde.
[25:00] Speaker 0: Sie lesen und verstehen kann sondern dass eben auch die KI dieser Welt möglichst einfach darauf zugreifen können und möglichst viele strukturierte Informationen erhalten um möglichst viele Anfragen beantworten zu können dadurch dafür sorgen, dass diese Marke eben höher in den Empfehlungen renten wird.
[25:20] Speaker 0: Und das wird ganz ansläufig dann dazu führen, dass mehr Kunden eben auch seist direkt über die KI oder aufgrund einer Empfehlung einer KI bestimmte Artikeln einkaufen
[25:30] Speaker 0: werden.".
[25:31] Speaker 1: Das klingt fast so als wäre der DPP nicht nur eine Antwort auf eine Regulierung sondern eben auch eine Vorbereitung auf die nächste Generation digitaler Geschäftsmodelle?
[25:41] Speaker 1: Oder meinst du es ist übertrieben formuliert?
[25:44] Speaker 0: Zunächst mal ist wichtig festzuhalten, dass der digitale Produktpass und Agenting Commerce natürlich nicht ein- und dasselbe sind.
[25:49] Speaker 0: Beim DPP geht es eben darum auch die regulatorische Pflicht zu erfüllen und über das Produkten-Kommunikationskanal zum Kunden herzustellen weil Agenting Commercials jetzt eher darum machinelesbare Informationen einer Stelle sonst verfunden zu stellen, damit ich darauf zurückgreifen könnte.
[26:06] Speaker 0: Das kann sich aber überschneiden Und vor allem ist die Grundlage um beides zu erreichen Die gleiche.
[26:11] Speaker 0: Es geht in beiden Fällen Darum, Produktdaten sauber zur Verfügung zu stellen.
[26:19] Speaker 0: Sie maschinenlässbar zu machen, interoperabel zu machen und eben so auszuspielen, dass sowohl Mensch als auch Kaidarov zurückgreifen können.
[26:27] Speaker 0: Das heißt wenn man die notwendige Vorbereitungsarbeit für den digitalen Produktpass erledigt ist man im Grunde schon bestens aufgestellt um mit wenig Aufwand das Spiel Fet Authentic Commerce zu bespielen.
[26:40] Speaker 1: Produktinformationen müssen ja künftig dann zwischen Unternehmen, Behörden, Plattformen und auch KI-Systeme funktionieren.
[26:47] Speaker 1: Warum sind gemeinsame Standards dafür so wichtig?
[26:50] Speaker 0: Um die Frage zu beantworten, wenn ich kurz verwechselte wofür es überhaupt Standards gibt.
[26:55] Speaker 0: Standards sind im Grunde eine gemeinsame Sprache, die innerhalb von Branchen gesprochen werden.
[26:59] Speaker 0: Ohne Standards würde es dazu kommen dass wir Unternehmen beispielsweise Informationen austauschen zwei Unternehmen immer erst mal sozusagen gewisse Spielregeln definieren müssen und wenn man das eben auf viele Unternehmensbeziehungen hochskaliert, wird das Ganze sehr ineffizient.
[27:14] Speaker 0: Standards sorgen eben dafür dass alle eine gemeinsame Sprache sprechen und immer auch verstanden werden kann was die andere Partei meint.
[27:22] Speaker 0: Und das ist sowohl beim digitalen Produktpass als auch bei Agente Commerce von entscheidender Bedeutung, dass beispielsweise GKI genau versteht was mit einer Information der Innerheit eines digitalem Produktpasses gemeint ist.
[27:35] Speaker 0: Und damit das funktioniert, hat die Europäische Kommission bei den Spielregeln für das DPP-System eben festgelegt, dass bereits etablierte Branchenstandards in den unterschiedlichen Branchen auch beim DPP zum Einsatz kommen können.
[27:49] Speaker 0: Im Handelskontext sind es vor allem die GS One Standards – da geht's dann beispielsweise um die GTIN, die ein Artikel weltweit eindeutig identifiziert oder den QR Code der sich über einen sogenannten GS One Digital Link aufrufen lässt der es eben nicht nur ermöglicht, dass der Konsument den DPP liest sondern in Zukunft auch ermöglichen wird das ein Produkt an der Kasse über den QR-Code gescannt und erkannt werden kann.
[28:16] Speaker 0: Und ein Beispiel vielleicht noch des sogenannte GS One Web Vocabulary stellt ein gemeinsames Vokabular für maschinenlesbare Produkteinformation bereit und das ermögle ich, dass eben das KI ist ganz eindeutig nachvollziehen können, was mit einer bestimmten Beschreibung gemeint ist und so wiederum die Chance erhöht wird dass eine KI ein entsprechendes Produkt dann auch bei der Produktsuche zum Beispiel vorschlägt.
[28:40] Speaker 0: Standards sind also an vielen Stellen ganz wichtig um eben für eine effiziente Umsetzung sowohl von TPPs als auch von Genetic Commerce zu sorgen.
[28:52] Speaker 1: Lass uns zum Schluss noch mal praktisch werden.
[28:54] Speaker 1: Also viele Unternehmen fühlen sich ja bei den neuen Anforderungen überfordert, weil sie denken Sie müssten sofort alles perfekt machen Wenn du jetzt das ganze Thema einmal in drei greifbare Bereiche klustern müsstest also vielleicht Daten Verantwortung und Lieferkette.
[29:08] Speaker 1: Was sollten kleine und mittlere Unternehmen jeweils als erstes tun?
[29:12] Speaker 0: Ich habe an erster Stelle stehen wirklich Die Frage, wer soll sich eigentlich hauptverantwortlich um das Thema kümmern?
[29:18] Speaker 0: Denn am Anfang geht es sicher auch darum, das Thema gut zu begreifen oder auf das eigene Unternehmen ja umzuwälzen.
[29:27] Speaker 0: Um eine ganz klare Zielsetzung zu definieren was möchte ich eigentlich mit dem digitalen Produktpass erreichen?
[29:32] Speaker 0: wie ordentlich mich eben in diesem Spektrum ein zwischen reiner Pflichterfüllung und der Ergreifungen der ganzen Chancen die mit dem DPP einhergehen.
[29:41] Speaker 0: Und wenn das klar ist, dann sollte man eben ein interdisziplinäres Team ausstellen und vielleicht einfach mal anfangen mit einem Prototypen intern das Ganze durchzuspielen um eben Daten und Prozesslücken zu erkennen.
[29:54] Speaker 0: Und diese dann auch zu schließen.
[29:56] Speaker 0: Je nachdem wie leicht oder schwer in diesen Übungen gefallen sind kann man dann immer noch eine sehr informierte Entscheidung zum Make or Buy treffen.
[30:04] Speaker 0: will ich also den DPP selber am Ende umsetzen oder suche ich mir einen geeigneten Dienstleister?
[30:09] Speaker 0: Und ich glaube, wenn man diesen Prozess folgt dann ist es gar nicht so schwer sondern muss man einfach Schritt für Schritt vorangehen und wird feststellen das ist auf jeden Fall sich lohnt sich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.
[30:21] Speaker 1: Wenn jetzt ein Betrieb nach dieser Folge nur eine Sache angeht was wäre der kleinste sinnvolle erste Schritt?
[30:27] Speaker 0: Einfach loszulegen such dir den Produkt aus schreibt dir mal zehn Datenattribute runter die du glaubst die relevant werden.
[30:36] Speaker 0: Geh mal los und such diese Daten.
[30:37] Speaker 0: Und dann wird man schon sozusagen vom einen Schritt zum nächsten kommen, und ehemals ich versiehe, da hätte man ein tolles digitalen Produktpass zur Verfügung gestellt, der eine neue Kundenpotenziale ermöglicht.
[30:49] Speaker 1: Was ist so?
[30:50] Speaker 1: die eine Sache?
[30:51] Speaker 1: Die KMU nach dieser Folge auch nicht mehr über den digitalen Product Pass missverstehen sollten?
[30:57] Speaker 0: Aus meiner Sicht eben dass der Digital Product Pass nicht nur ein QR Code ist und das er auch nicht nur eine reine Pflichterfüllung sein sollte sondern dass es sich lohnt, sich mit dem Thema aus einer Chancenperspektive auseinanderzusetzen.
[31:10] Speaker 0: Dass gesellschaftlich eine riesige Chance im DPP schlummert tatsächlich die Art und Weise, die der Artikel und Produkte konsumieren und einsetzen zu verändern und für das einzelne Unternehmen heruntergebrochen eben ist eine große Chance darin besteht hier wirklich schnell voranzugehen und dadurch Wettbewerbsvorteile zu sichern und neue Geschäftsfelder, wie zum Beispiel Gentik-Commerce zu erschließen.
[31:37] Speaker 1: Eine allerletzte Frage.
[31:38] Speaker 1: Stell dir mal vor wir sprechen in fünf Jahren nochmal über den digitalen Produktpass.
[31:43] Speaker 1: Woran würden wir erkennen das er funktioniert hat?
[31:45] Speaker 0: Da würde ich gerne zum Auto kommen.
[31:47] Speaker 0: wenn es in fünf jahren der Fall ist dass im Grunde alle Artikel so kreislauffähig gemacht sind wie das Auto es freut du schon ist dann war das ein Riesenerfolg.
[31:56] Speaker 0: Ich stelle mir da einen Szenario vor dass ich meine KI beispielsweise nach eine neuen Fernseherfrage und die KI mir eben über die Information, die es aus den PPS erhält direkt das richtige Modell empfiehlt.
[32:10] Speaker 0: Und dieses Modell vielleicht dann sogar schon gebraucht ist, dass zweimal vorher in der Reparatur war aber noch super funktionstüchtig ist.
[32:17] Speaker 0: Dann haben wir glaube ich viel erreicht wenn wir wirklich vom linearen Wirtschaft in Richtung einer Kreislaufwirtschaft als bewegt haben
[32:23] Speaker 1: wollen.
[32:25] Speaker 1: Alex, vielen Dank für deine Einblicke und vor allem auch für die beruhigende Botschaft der digitale Produktpass.
[32:31] Speaker 1: Der kommt nicht über Nacht, der kommt Schritt für Schritt!
[32:35] Speaker 1: Was ich heute mitnehme – der DPP ist mehr als nur eine neue Pflicht -, er ist einfach ein Anlass, Produktdaten aufzuräumen, Verantwortlichkeiten zu klären und Kreislaufwirtschaft auch konkret zu machen.
[32:47] Speaker 1: Und gerade kleinere Unternehmen müssen sich nicht verstecken Denn wer weniger Datenmüll hat, wer kurze Wege hat und wer jetzt anfängt die wichtigsten Informationen zu ordnen – hat schon eine echt gute Ausgangslage.
[33:00] Speaker 1: Das Mittelstand Digitalzentrum Wertnetzwerke unterstützt Sie kostenfrei, anbieterneutral und praxisnah bei Ihren Digitalisierungsvorhaben!
[33:09] Speaker 1: Wenn Sie Fragen haben schreiben sie uns gerne an geschäftsstelleetwertnetzwärke.de.
[33:15] Speaker 1: Wir freuen uns von Ihnen zu hören.
[33:18] Speaker 1: Alle Infos und Veranstaltungen finden Sie auf www.wertnetzwerke.de und in unseren Shownotes.
[33:24] Speaker 1: Das Mittelstand Digitalzentrum Wertnetzwerk gehört zum Mittelstand digital!
[33:29] Speaker 1: Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Digitalisierung im kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk.
[33:39] Speaker 1: Das Mittelstand-digital-Netzwerk bietet mit den Mittelstanddigitalzentren und der Initiative IT-Sicherheit an der Wirtschaft umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung.
[33:50] Speaker 1: Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen und passgenauen Anbietern, neutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-Sicherheit!
[34:01] Speaker 1: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Angebote für Mittelstand digital.
[34:08] Speaker 1: Weitere Informationen finden Sie unter mittelstand-digital.de.
[34:13] Speaker 1: Und noch ein persönlicher Hinweis zum Schluss, hat Ihnen die Folge weitergeholfen?
[34:18] Speaker 1: Dann nehmen Sie sich gerne einen kleinen Moment für eine fünf Sterne Bewertung und abonnieren Sie den Podcast.
[34:23] Speaker 1: Damit helfen sie uns noch mehr Unternehmen zu erreichen!

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