# Folge 82 - EmpCo & Green Claims | Droht das Ende aller Labels?

An episode of [Digi-News auf die Ohren!](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1732672138), 29 Jul 2026, 21 min.

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Neue EmpCo-Regeln: Umwelt‑Claims wie ‚,klimaneutral'‘ oder ‚,nachhaltig‘' müssen künftig strenger belegt werden EmpCo & Green Claims | Droht das Ende aller Labels? „Klimaneutral“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“: Viele Unternehmen nutzen Umwelt-Claims, um ihr Engagement sichtbar zu machen. Doch mit der neuen EmpCo-Richtlinie verändern sich die Anforderungen an Nachhaltigkeitsaussagen und Kennzeichnungen. In dieser Folge von Digi-News auf die Ohren spricht Moderatorin Martina Schellberg mit Joanna Behrend und Friedemann Gielnik aus dem Sustainability Team von GS1 Germany über die Auswirkungen der neuen Regelungen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In dieser Folge erfahren Sie: ✅ Was hinter der EmpCo-Richtlinie steckt ✅ Warum Umwelt-Claims künftig stärker geprüft werden ✅ Welche Aussagen problematisch oder unzulässig sein können ✅ Wie Unternehmen seriöse Labels erkennen ✅ Welche ersten Schritte Unternehmen jetzt angehen sollten ✅ Wie sich bestehende Verpackungen und Kennzeichnungen pragmatisch überprüfen lassen Die wichtigste Erkenntnis: 💡 Es geht nicht darum, weniger über Nachhaltigkeit zu kommunizieren. Entscheidend ist, klarer, transparenter und belegbarer zu werden. Das Mittelstand-Digital Zentrum WertNetzWerke unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kostenfrei, anbieterneutral und praxisnah bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Gerne kommen wir auch auf einen (virtuellen) Unternehmensbesuch bei Ihnen vorbei, um zu schauen, ob wir Sie bei der Digitalisierung unterstützen können – natürlich kostenfrei. Mailen Sie uns: geschaeftsstelle@wertnetzwerke.de 📧 geschaeftsstelle@wertnetzwerke.de 🌐 wertnetzwerke.de

## Transcript

[0:00] Speaker 2: Stellen Sie sich vor, Ihr Produkt steht im Regal.
[0:02] Speaker 2: Auf der Verpackung?
[0:04] Speaker 2: Klimaneutral, umweltfreundlich, nachhaltig!
[0:07] Speaker 2: Botschaften die Vertrauenschaften sollen und plötzlich droht genau das ein Problem zu werden – rechtlich und für ihr Vertrauen bei Kundinnen.
[0:16] Speaker 2: Genau darum geht es heute.
[0:19] Speaker 2: Herzlich willkommen bei den News auf die Orn, dem Podcast des Mittelstand Digitalzentrums Wertnetzwerke.
[0:25] Speaker 2: Mein Name ist Martina Schellberg und wir sprechen heute über die neue EMCO-Richtlinie und darüber, was sie gerade für kleine und mittlere Unternehmen konkret bedeutet.
[0:36] Speaker 2: Welche Aussagen künftig problematisch oder verboten sind?
[0:39] Speaker 2: Wie konformal Labels aussehen müssen?
[0:42] Speaker 2: Und warum das Thema jetzt wirklich dringlich wird!
[0:45] Speaker 2: Meine Gäste heute sind Joanna Behrendt und Friedemann Gehlnek – beide aus dem Sustainability-Team von GS One Germany mit direktem Einblick in die aktuellen Entwicklungen rund um Umweltclaims.
[0:57] Speaker 2: Schön, dass ihr beider hier seid!
[0:59] Speaker 1: Hallo Martina, vielen Dank für die Einladung.
[1:01] Speaker 0: Sehr schön hier zu sagen!
[1:12] Speaker 2: Ganz wichtig noch mal vorab zu erwähnen für unsere Hörer und Hörerin wir geben heute nur Orientierung und das hier ist keine Rechtsberatung.
[1:19] Speaker 2: Das ist uns an der Stelle nochmal ganz wichtig dass wir das festhalten.
[1:24] Speaker 2: Joanna und Friede man lass uns doch einmal direkt einordnen MCO.
[1:27] Speaker 2: was genau steckt da eigentlich dahinter?
[1:30] Speaker 2: Wie würdet ihr MCO ganz einfach erklären?
[1:33] Speaker 1: Ja, also die EMCO ist eine Richtlinie.
[1:35] Speaker 1: grundsätzlich erst mal gesprochen.
[1:37] Speaker 1: Beziehungsweise EMCO steht hier an der Stelle für Empowering Consumers for the Green Transition Directive.
[1:42] Speaker 1: Also sehr kompliziert.
[1:43] Speaker 1: von daher sprechen wir jetzt nur noch vom Thema EMCO.
[1:46] Speaker 1: und letztendlich soll die EMCOR-Richtlinie Verbraucherinnen davor schützen das irreführende Umweltaussagen getätigt
[1:53] Speaker 0: werden
[1:54] Speaker 1: Und gleichzeitig sollen auch ein Konsumenten dazu befähigt werden nachhaltigere Kaufentscheidungen zu tätigen.
[2:03] Speaker 1: Es bedeutet also, die MQ greift vor allen Dingen dann wenn eine Umweltaussage gegenüber einen Konsumentin getätigt wird.
[2:09] Speaker 1: Den Bereich Business to Business den klammern wir hier an der Stelle jetzt erstmal ein bisschen aus beziehungsweise das übernimmt ja in untergeordneter Rolle.
[2:17] Speaker 1: Also grundsätzlich geht es wirklich darum durch die M-Q Richtlinie mehr Orientierung zu bieten
[2:23] Speaker 0: Genau.
[2:24] Speaker 0: Einfach weniger Marketingversprechen, ne?
[2:26] Speaker 0: Und vielleicht noch mal ein bisschen zugespitzt so formuliert Die M-Kurse sorgt einfach dafür dass Aussagen nicht mehr beliebig getroffen werden und du klädst dich mit danach aussuchst das sie einfach gut klingen und sich gut anhören sondern die Aussage die in diesem Clement halten ist muss auch gewissen Kriterien standhalten können.
[2:45] Speaker 2: Also muss auch ein bisschen mehr Wahrheit drin stecken.
[2:47] Speaker 0: Ja genau unbelegbar
[2:49] Speaker 2: Ja.
[2:50] Speaker 2: Und wir sollten direkt auch noch einen zweiten Begriff klären, das ist UWG – wofür steht das?
[2:55] Speaker 0: Das UWG ist das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb.
[2:59] Speaker 0: also es gab in Deutschland schon mal ein Gesetz gegen die irreführende Werbung mit Green Claims.
[3:05] Speaker 0: Demnach ist das Thema nicht ganz sich neu in der deutschen Legislatur und die EMCO wird dort integriert werden bedeutet konkret, dass Regeln einfach deutlich strenger werden.
[3:17] Speaker 0: Dass nun gesetzlich geregelt ist und wir einfach von nice to have claims zu must-have Anforderungen die gesetzlichen gefordert werden eben kommen.
[3:27] Speaker 1: Wichtig ist an der Stelle natürlich auch das gerade der Handel hier nochmal genauer hinschauen wird welche Produkte überhaupt noch gelistet werden.
[3:34] Speaker 1: also letztendlich haftet der handel ja dann dafür wenn Produkte in den jeweiligen Einzelhandelshäusern entsprechend in den Regalen stehen.
[3:45] Speaker 1: Und hier muss natürlich eben auch der Handel dafür Sorge tragen, dass die Produkte auf MQ-Konform sind.
[3:51] Speaker 1: Also letztendlich geht es wirklich um Marktzugang für die ganzen Industrieunternehmen, dass deren Produkte weiterhin MQ konformen sind und entsprechend auch im Lebensmitteleinsinn handelt stehen können.
[4:01] Speaker 2: Okay, viele KMU fragen sich ja gilt das jetzt wirklich auch für mich oder gilt es nur für große Konzerne?
[4:06] Speaker 2: Für wen ist das Thema aus eurer Sicht jetzt sofort auch relevant?
[4:11] Speaker 1: Ganz platt gesagt für alle tatsächlich, weil die MQ zum einen natürlich Ende September am siebenzwanzigsten neunten ganz konkret in Kraft tritt und es wird nicht unterschieden zwischen Unternehmensgrößen.
[4:22] Speaker 1: Einzelne Branchen werden nicht ausgeschlossen und es werden auch keine Produktkategorien per se ausgeschlossen.
[4:27] Speaker 1: das heißt das Ganze ist für KMU genauso relevant wie Konzerne und darf eben nicht vernachlässigt werden, weil sonst können natürlich auch Sanktionen anfallen.
[4:36] Speaker 1: Die große Herausforderung ist an der Stelle eben auch, dass keine Übergangsrüsten angekündigt sind.
[4:40] Speaker 1: Das heißt mit dem siebenfanzigsten September sind diese Anforderungen umzusetzen.
[4:45] Speaker 2: Okay.
[4:46] Speaker 0: Genau ab dann zählt es und es wird auch noch kritisch wenn wir auf die Produktebene gehen.
[4:51] Speaker 0: also gerade Produkte die irgendwie lange im Umlauf sind oder auch ein großen Mengen im Vorrat eingekauft werden oder lange im Lager verweilen sind da besonders kritisch zu betrachten.
[5:02] Speaker 0: Gerade mit meinem Beispiel, wenn wir eine Verpackung im großen Stückmengen, also reden hier von Tonnen als Maßeinheit vorgestellt werden und die für Jahre auf Vorrat eingekauft werden und nicht MQ-konform sind habe ich natürlich ein gewisses Problem.
[5:18] Speaker 2: Jetzt haben wir schon das Thema so ein bisschen angerissen.
[5:21] Speaker 2: können wir nochmal ganz kurz auch klären was das ganz konkret Verantwortung sind mit denen Unternehmen jetzt auch konfrontiert werden?
[5:30] Speaker 1: Ja, sehr gerne.
[5:31] Speaker 1: Wir können ja mal einen groben Überblick geben, wird jetzt keine abschließende Liste sein.
[5:35] Speaker 1: aber wichtig ist auf der einen Seite dass wir unterscheiden zwischen allgemeinen Umweltaussagen und konkreten bzw spezifizierten Umweldaussagen.
[5:42] Speaker 1: das heißt umwältaussagens sind perspektivisch nur dann zulässig wenn sie eben spezificiert werden also wenn entsprechender aussagefähige Aussagekräftigen nachweise erbracht werden Und es muss auch eine anerkannte hervorragende Umweltleistung nachgewiesen werden.
[5:59] Speaker 1: Darüber hinausgehend ist auch die Werbung mit Kompensationsmaßnahmen, also reinkompensationen Maßnahmen nicht mehr zulässig.
[6:06] Speaker 1: Das heißt der Fokus liegt hier wirklich auf der Reduktion von Emotion und es ist auch entscheidend dass man spezifiziert auf welchen Teil des Produkts sich die Umwelt aussage bezieht.
[6:16] Speaker 1: das heißt geht es um das gesamte Produkt wird die Aussage nur auf ein Teil des Produktes bezogen oder geht es auch um die Packung oder ähnliches?
[6:24] Speaker 1: Und darüber hinaus gehen bzw.
[6:26] Speaker 1: Last but not least muss das Label.
[6:29] Speaker 1: Also gibt es spezifischere Anforderungen noch mal für das Thema Label und diese müssen eben auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlicher Stelle festgesetzt worden sein.
[6:40] Speaker 2: Viele KMU stehen jetzt nochmal auch vor zwei Fragen, also wie viel Zeit habe ich?
[6:44] Speaker 2: Und was muss ich als erstes tun?
[6:46] Speaker 2: Kannst du dazu nochmal etwas sagen?
[6:49] Speaker 0: Die Antwort ist so viel Zeit bleibt leider nicht mehr.
[6:51] Speaker 0: Johanna hat das Eingangs schon erwähnt, siebenzehn zu September, sechsundzwanzig.
[6:55] Speaker 0: Das Datum sollte einmal im Kalender markiert werden Und da das schon in ein paar wenigen Wochen ist sozusagen, sollte die Vorbereitung eigentlich sofort starten.
[7:05] Speaker 0: Aber der erste Schritt ist eigentlich simpel und was man dann natürlich immer gerne macht, ist erstmal eine Statusquo-Analyse.
[7:12] Speaker 0: heißt einfach mal sich einen Überblick zu verschaffen.
[7:15] Speaker 0: Ein strukturiertem Überblick.
[7:17] Speaker 0: wo habe ich Claims verwendet?
[7:19] Speaker 0: Welche Verpackungen nutze ich?
[7:21] Speaker 0: Wo sind da ClaimS drauf?
[7:23] Speaker 0: habe ich auf meiner Website potenzielle M-Co relevante Claims im e-Commerce Bereich etc.
[7:30] Speaker 0: Es gibt einige Orte, an denen Kundenkommunikation stattfindet und die sollte ich eben in der ersten Status quo Analyse erstmal identifizieren damit ich überhaupt weiß welche Claimes und Versprechen ich in Richtung Kunde kommunizier ist so ein bisschen vom Kleinesgroße zu arbeiten.
[7:49] Speaker 0: Das heißt, ich muss jetzt nicht alle Claims auf einmal umsetzen sondern ich fange mit einem Claim an und mache dann weiter Und man sollte natürlich pro Claim jeweils auf die wesentlichen Verbote und Gebote der MCOR eingehen.
[8:02] Speaker 0: das heißt alles was dort in der MCO definiert worden ist prüfe ich dann ob dieser Claim eine gewisse Schwachstelle aufweist und ich den noch mal überarbeiten muss streichen oder ersetzen muss.
[8:14] Speaker 0: So könnte man einmal anfangen.
[8:17] Speaker 2: Wir haben jetzt schon ganz viel über problematische Aussagen gesprochen.
[8:20] Speaker 2: Aber können wir es noch mal ein bisschen konkreter machen?
[8:22] Speaker 2: Habt ihr zwei oder ein bis zwei ganz konkrete Beispiele, welche Aussagen problematisch oder sogar auch verboten sind?
[8:32] Speaker 1: Ja vielleicht mal direkt den Praxis-Einblick zu geben.
[8:35] Speaker 1: Auch ich bin natürlich ein paar Braucherinnen und war letzte Woche im Supermarkt hat eine Verpackung in der Hand wo ich dann die Aufschrift gelesen habe geringe Umweltbelastungen.
[8:43] Speaker 1: Wenn man sich das natürlich vor Augen führt, geringe Umweltbelastungen kann man letztendlich keine Spezifizierung dahinter wahrnehmen.
[8:49] Speaker 1: Das heißt worauf bezieht sich eigentlich die geringen Umweltbelastung?
[8:53] Speaker 1: Bezieht es sich auf das Produkt, auf die Verpackung ein Teil des Produktes?
[8:56] Speaker 1: und dann fragt man sich
[8:57] Speaker 0: auch
[8:58] Speaker 1: wie lässt sich eben die gerenge Belastung quantifizieren?
[9:01] Speaker 1: also welche KPI stehen dahinten oder welche stehen im Vordergrund?
[9:05] Speaker 1: bezieht sich die geringe Umweltbelastung auf Klimaressourcen.
[9:08] Speaker 1: Also da ist ja die Bandbreite von potenziellen KPI's natürlich enorm, genau da setzt letztendlich auch unser Leitfaden der MQ an, wo wir uns jetzt eigentlich Begrifflichkeiten vornehmen oder wo wir letztendling Orientierung bieten und was dabei zu beachten ist bei der Kommunikation.
[9:26] Speaker 2: Habt ihr noch ein zweites Beispiel?
[9:28] Speaker 0: Ja!
[9:28] Speaker 0: Wir haben noch ein zweite Beispiel.
[9:30] Speaker 0: Häufig verwendet ist das Wort recycelbar als Beispiel.
[9:34] Speaker 0: Die Verpackung ist recycelbar und das Beispiel könnte okay sein, aber vielleicht auch nicht.
[9:41] Speaker 0: Und warum erkläre ich gerne ganz kurz?
[9:43] Speaker 0: Und zwar ist die Aussage relativ unkonkret und wir empfehlen dringend eine Ergänzung der Erläuterungen mitzuliefern.
[9:50] Speaker 0: heißt Produktaussagen sollen getroffen werden zu recycelbaren Materialien oder eben auch die Komponenten benennen und unter welchen Voraussetzungen diese auch recycelt werden können.
[10:01] Speaker 0: Das heißt einfach nur zu sagen, es ist recyclable.
[10:04] Speaker 0: Reicht vielleicht noch nicht aus sondern ich muss einen Schritt weitergehen und eben sagen welche Komponenten uns welchen Prozent Anteil dies auch zu recyceln sind und vielleicht auch zusätzliche Trennen und Sortierenweise mit Lieferer die dabei unterstützen könnten unter welchem Bedingung das dann quasi recycl-bar ist.
[10:23] Speaker 0: Und bei Aussagen wie hundert prozent recycl barm ist einfach ein bisschen vor sich geboten oder auch viel vor sich Geboten weil Es nicht zu hundert Prozent so gewährleisten ist, dass es tatsächlich zuhundert Prozent recyclingfähig ist.
[10:37] Speaker 0: Also ein sicheres Beispiel wäre die Flasche besteht aus mindestens neunzig Prozent aus Rezikatanteil.
[10:45] Speaker 0: Deswegen da einfach die kleine Merkhilfe nicht nur zu sagen das etwas recyclbar ist sondern auch war's genau von diesem Produkt ist recycl bar unter welchen Bedingungen und wie Verbraucherinnen richtig damit umgehen sollen.
[11:00] Speaker 0: Was da auch noch wichtig ist, ist eben auch nicht mit Selbstverständlichkeiten zu werben.
[11:05] Speaker 0: Heißt wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist dass dieses Produkt zum Beispiel durch die PPWR so einen gewissen Anteil recyclingfähig ist sollte man damit auch nicht werben.
[11:15] Speaker 0: aktiv weil es quasi eine Compliance Voraussetzung ist.
[11:20] Speaker 2: Gefriede man wie kann man die Aussagen dann besser machen?
[11:24] Speaker 0: Einfach gesagt und exemplarisch und jetzt mal nicht komplett.
[11:27] Speaker 0: abschließend hier wieder grundsätzlich drei Buzzwords konkretisieren, quantifizieren und auch belegen.
[11:35] Speaker 1: Konkretisieren wird ganz konkret das man sich eben damit beschäftigen sollte worauf sich die Aussage bezieht also dass man hier das spezifiziert.
[11:44] Speaker 1: ich hatte es gerade eben schon mal oder das öfteren schon erwähnt beziehe sich das ganze auf einer einen Teil des Produktes auf die Verpackung oder das gesamte Produkt?
[11:53] Speaker 1: darüber hinausgehend muss natürlich auch hinterlegt werden Was konkret gemeint ist, also bezieht sich die Aussage auf die Erhebung einzelner KPIs und wie lässt sich das Ganze auch quantifizieren?
[12:04] Speaker 1: Idealerweise werden natürlich prozentuale Angaben gemacht um es ganze zu spezifizierend.
[12:11] Speaker 1: Darüber hinaus gehende eben auch als letzten Punkt dass man das sinnvoll belegt durch beispielsweise Labels oder relevante Nachweise.
[12:19] Speaker 1: Und hier ist es besonders wichtig, dass man die Erklärung und Kontextualisierung direkt im Blickfeld des jeweiligen Claims hinterlegt.
[12:28] Speaker 1: Also es ist nicht erlaubt, dass man beispielsweise ein Sternchen macht und das Ganze dann eben auf der Rückseite der Verpackung erläutert sondern es ist letztendlich wirklich erforderlich, dass die Aussage an dem Claim selbst sozusagen oder auf dem Medium selbst spezifiziert wird.
[12:42] Speaker 2: Jetzt nochmal einen kurzer Reality-Check wenn ein kleines oder mittleres Unternehmen jetzt nichts macht was ist das realistische Risiko in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten?
[12:52] Speaker 2: wie würdet ihr das einschätzen?
[12:54] Speaker 0: Wir hatten uns eingangs auch schon erwähnt gehabt.
[12:56] Speaker 0: Natürlich besteht das Risiko erstmal, dass wenn ich ein nicht MCO-konformes Produkt habe natürlich auch keinen Marktzugang habe.
[13:04] Speaker 0: Das heißt natürlich Opportunitätskosten als Risiko aber juristisch gesehen bringt die MCO natürlich auch einige riesigen Mitzig.
[13:13] Speaker 0: Das können seinen Abmahnungen Schadensersatzzahlungen im Extremen von natürlich auch Bußgeldern mal ganz einfach dargestellt und untergebrochen.
[13:23] Speaker 1: Darüber hinausgehend darf man natürlich auch nicht vernachlässigen, dass es zu Reputationsschäden kommen kann.
[13:28] Speaker 1: Das Vertrauen bei den Endkonsumenten lässt sich nicht so schnell wiederherstellen, wenn das erst mal gestört ist.
[13:34] Speaker 2: Ja, das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt für alle Unternehmen.
[13:39] Speaker 2: Eine Frage kommt immer wieder?
[13:41] Speaker 2: Wie sehen denn conforme Labels eigentlich aus?
[13:45] Speaker 0: Martina, gute Frage.
[13:46] Speaker 0: nächste Frage!
[13:48] Speaker 0: Weil die Frage begegnet uns tatsächlich auch häufiger immer wieder Und die unbequeme Antwort ist, dass es da keine einfache Checkliste gibt und das lässt sich leider auch nicht pauschal beantworten.
[14:00] Speaker 0: Weil die M-Konnerei von Anforderungen mit sich bringt oder sich daraus ableiten lassen.
[14:04] Speaker 0: in Bezug auf Labels aber grundsätzlich kann ich die mal ganz kurz abreißen oder die wichtigsten benennen allen voran das Thema Transparenz bedeutet, dass die Standards, die Kriterien in einem Label, in einem Siegel eben thematisiert werden auch öffentlich zugänglich sein müssen.
[14:25] Speaker 0: Und zudem sprechen wir eben aus ein bisschen von diesem Dreiklang zwischen System-Inhabern also sprich die Standardgeber dann diejenigen die den Standard nutzen und das Siegeln und Labels auf dem Produkt anbringen wollen und die unabhängige dritte Zertifizierungsstelle heißt dass Labels um die MCO-Konformität zu gewährleisten, durch eine unabhängige Drittpartei zertifiziert werden muss.
[14:54] Speaker 0: und deswegen dieser Dreiklang eben.
[14:57] Speaker 0: Und was mir noch auch wichtig ist einmal mitzugebene Abgrenzung zwischen einem conform Label und einem conform Claim weil bloßweilig ein conformes Label habe bedeutet es noch nicht dass jeder Claim damit auch MCO conform ist bedeutet, dass es eine Diskrepanz zwischen Claim und Siegel geben kann.
[15:16] Speaker 0: Und ich nicht mit jedem Label plötzlich jeden Claim verwenden
[15:20] Speaker 0: darf.".
[15:21] Speaker 2: Also quasi zwei Dinge auf die ich dann achten muss?
[15:24] Speaker 1: Ja!
[15:25] Speaker 1: Darüber hinausgehend ist es eben auch wichtig zu wissen, wie davon ausgehen dürfen, dass insgesamt die Summe an Labels, die auf dem Markt vorherrscht, deutlich reduziert werden wird.
[15:36] Speaker 1: Insbesondere wenn man das Thema der selbst eigens entwickelten Label anschauen von Handeln und Industrie, weil diese oft eben nicht diesen Anforderungen aus der EMCO gerecht werden.
[15:46] Speaker 1: Das heißt nicht zwingend auf einem Z-Wizierungssystem beruhen oder eben auch nicht von Dritten verifiziert werden.
[15:53] Speaker 1: Und dadurch können wir aktuell davon ausgehen dass der eine oder andere Siegelgeber bzw die ein oder andere das eine oder anderen Siegeln und die Labels auch verschwinden werden.
[16:04] Speaker 2: Das war jetzt super viel Input.
[16:05] Speaker 2: Wenn jemand zuhört und sagt, ich habe dreißig Minuten Zeit, was ist der sinnvollste erste Schritt?
[16:11] Speaker 2: Was würdet ihr empfehlen?
[16:12] Speaker 2: Verpackung checken, Website checken interne Zuständigkeit klären – was zuerst?
[16:17] Speaker 1: Auf jeden Fall erst mal die Zuständigkeiten klären.
[16:18] Speaker 1: Der Rest kann danach passieren.
[16:20] Speaker 1: also das heißt ohne klare Verantwortung kann natürlich auch nicht umgesetzt werden und wichtig ist es dann auch pragmatisch anzufangen Das heißt, wirklich PöA-Pö sich den Themen widmen.
[16:32] Speaker 1: Also wo sind tatsächlich Claims?
[16:34] Speaker 1: Also die letztendlich erstmal zu identifizieren.
[16:36] Speaker 1: Friedemann hat es eben schon mal angesprochen im Sinne von gibt es ClaimS of Marketing Materialien auf Websites und
[16:42] Speaker 1: Co.,
[16:42] Speaker 1: dass man sich hier PöAPÖ wirklich einen Claim nach dem anderen vornimmt, diese dann kritisch prüft anhand der regulatorischen Anforderungen Und dann gilt es natürlich, diese entsprechend zu optimieren bzw.
[16:53] Speaker 1: auch mit Nachweisen zu spezifizieren.
[16:56] Speaker 1: und hier eben ganz wichtig wie wir es eben angesprochen haben das hier auch sichergestellt wird dass die nachweise also Labelsiegel die verwendet werden auch idealerweise M-Konform sind.
[17:06] Speaker 1: Wichtig und da steht wirklich nochmal über allem ist natürlich am Ende des Tages immer eine Fall zur Fallentscheidung.
[17:14] Speaker 1: Hier hilft es sicherlich, das Ganze nochmal mit dem fachspezifischen Anwalt zu verifizieren und noch mal zu spiegeln bevor man dann wirklich in die Kommunikation geht.
[17:23] Speaker 0: Oder auch nochmal einfacher gesagt lieber Einkleben nach dem anderen sauber behandeln als Zehenrestrente auf einmal behandeln und wirklich step by step das Thema angehen und vom Großen ins Kleine denken.
[17:38] Speaker 2: Was ist so grundsätzlich euer Tipp damit kleinere und mittlere Unternehmen nicht versuchen alles auf einmal zu lösen?
[17:44] Speaker 1: Um es ganz konkret runterzubrechen, wichtig ist, damit man sich nicht zu viel vornimmt das ganze Schritt für Schritt anzugehen.
[17:51] Speaker 1: Das heißt auf jeden Fall sofort angehen ich glaube da kommen wir leider nicht drum herum mit Blick auf die es in Kraft treten der MCO wirklich eben diese diese Thematik und spezifische Claims zu identifizieren sich dem anzunehmen fehlende Belege zu retten beziehungsweise hier wirklich auch Belege nachweise Nachliefern und potenziell irreführende Aussagen eben entweder ausschließen bzw.
[18:14] Speaker 1: nicht kommunizieren oder eben so weit konkretisieren, dass sie dann auch möglichst MQ-konform sind?
[18:20] Speaker 0: Also weniger Buzzwords mehr Beweise!
[18:23] Speaker 2: Okay also dann vielen Dank euch beiden für die Einblicke was ich heute mitnehme.
[18:28] Speaker 2: es geht nicht darum weniger zu kommuniziert sondern klarer transparenter und belegbarer.
[18:33] Speaker 2: vor allem
[18:34] Speaker 1: Ja ist wichtig das Wir wollen nicht dazu beitragen, dass es zu Greenhushing kommt.
[18:39] Speaker 1: Das bedeutet, dass man gar nicht mehr kommuniziert.
[18:42] Speaker 1: Denn wir möchten ja, dass Endkonsumenten dazu befähigt werden nachhaltigere Kaufentscheidungen zu tätigen und das wird natürlich nicht darüber gelingen, dass sie gar nicht kommunizieren.
[18:53] Speaker 2: Okay!
[18:54] Speaker 2: Das Thema ist kein Zukunftsthema mehr sondern etwas mit dem sich Unternehmen jetzt beschäftigen müssen denn am Ende geht es um Vertrauen.
[19:01] Speaker 2: Und das entsteht nur wenn Aussagen auch wirklich belastbar sind.
[19:05] Speaker 2: Deswegen unser Tipp nehmen Sie sich ein Produkt, ein Label oder eine zentrale Aussage und prüfen sie genau diese eine Stelle.
[19:14] Speaker 2: Wer jetzt anfängt reduziert Risiko.
[19:16] Speaker 2: wer wartet erhöht es!
[19:19] Speaker 2: Das Mittelstand Digitalzentrum Wertnetzwerke unterstützt die kostenfrei Anbieter neutral und praxisnah bei Ihren Digitalisierungsvorhaben.
[19:28] Speaker 2: Wenn Sie Fragen haben schreiben Sie uns gerne an geschäftsstelle at wertnetzwärke.de.
[19:33] Speaker 2: Wir freuen uns von Ihnen zu hören.
[19:36] Speaker 2: Alle Infos und Veranstaltungen finden Sie auf www.wertnetzwerke.de und in unseren Shownotes.
[19:43] Speaker 2: Das Mittelstand Digitalzentrum Wertnetzwerk gehört zum Mittelstand digital!
[19:47] Speaker 2: Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk.
[19:57] Speaker 2: Das Mittelstand-digital-Netzwerk bietet mit den Mittelstanddigitalzentren und der Initiative IT-Sicherheit umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung.
[20:08] Speaker 2: Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen und passgenauen Anbietern, neutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-Sicherheit!
[20:19] Speaker 2: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Angebote für Mittelstand digital.
[20:26] Speaker 2: Weitere Informationen finden Sie unter mittelstand-digital.de.
[20:32] Speaker 2: Und noch ein persönlicher Hinweis zum Schluss hat Ihnen die Folge weitergeholfen?
[20:36] Speaker 2: Dann nehmen Sie sich gerne einen kleinen Moment für eine fünf Sterne Bewertung und abonnieren Sie den Podcast.
[20:42] Speaker 2: Damit helfen sie uns, noch mehr Unternehmen zu erreichen!

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