# Folge 85 - KI trifft Design Thinking | Schneller zur Idee oder schneller am Kunden vorbei?

An episode of [Digi-News auf die Ohren!](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1732672138), 30 Sep 2026, 20 min.

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Wie KI Design Thinking verändert – zwischen schneller Ideengenerierung und echter Kundennähe. KI trifft Design Thinking | Schneller zur Idee oder schneller am Kunden vorbei? Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) möchten innovativer werden, neue Zielgruppen erreichen oder bestehende Angebote weiterentwickeln. Künstliche Intelligenz (KI) verspricht dabei Unterstützung von der ersten Recherche bis hin zu ersten Prototypen. Doch kann KI wirklich verstehen, was Kundinnen und Kunden benötigen? Oder besteht die Gefahr, mit überzeugenden Annahmen am tatsächlichen Bedarf vorbeizuarbeiten? In dieser Folge von Digi-News auf die Ohren spricht Martina Schellberg mit Tobias Kegler, Manager Design Thinking im Mittelstand-Digital Zentrum WertNetzWerke, über das Zusammenspiel von Design Thinking und Künstlicher Intelligenz im Innovationsprozess. In dieser Folge erfahren Sie: • Was Design Thinking ausmacht und warum die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt stehen. • Wie Künstliche Intelligenz als Sparringspartner bei Recherche, Personas und Ideengenerierung unterstützen kann. • Warum Annahmen immer durch echte Gespräche mit Kundinnen und Kunden überprüft werden sollten. • Wie einfache Prototypen helfen, Ideen schnell und mit geringem Aufwand zu testen. • Welche typischen Fehler Unternehmen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Innovationsprozess vermeiden sollten. • Wie eine einfache Drei-Schritte-Challenge den Einstieg erleichtern kann. Die wichtigste Erkenntnis: KI liefert Annahmen, keine Gewissheiten. Erfolgreiche Innovation entsteht dort, wo digitale Werkzeuge und echte Gespräche mit Kund:innen zusammenkommen. Veranstaltungstipp Am 20. Oktober zeigt Tobias Kegler in einem Webinar, wie Design Thinking und Künstliche Intelligenz (KI) zusammenwirken. Die Teilnehmenden erwarten praxisnahe Beispiele, interaktive Übungen und konkrete Impulse für die eigene Innovationsarbeit. Das Mittelstand-Digital Zentrum WertNetzWerke unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kostenfrei, anbieterneutral und praxisnah bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Weitere Informationen finden Sie unter: www.wertnetzwerke.de

## Transcript

[0:00] Speaker 0: Viele kleine und mittlere Unternehmen wollen innovativer werden, neue Angebote entwickeln, neue Kundengruppen erreichen oder auch bestehende Produkte besser an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
[0:11] Speaker 0: Am Anfang steht oft ein leeres Blatt – wer sind eigentlich unsere Kundinnen?
[0:16] Speaker 0: Was brauchen sie wirklich und welche unserer Ideenlösenden?
[0:20] Speaker 0: tatsächlich auch ein relevantes Problem?
[0:23] Speaker 0: KI verspricht da an vielen Stellen zu unterstützen und von der ersten Recherche über die Ideenentwicklung bis hin zur ersten Tests.
[0:31] Speaker 0: Aber kann eine KI-Kundin wirklich verstehen oder besteht die Gefahr des Unternehmen auf überzeugende Annahmen vertrauen?
[0:39] Speaker 0: Und dadurch auch nur noch schneller am eigentlichen Bedarf vorbeierbeiten?
[0:45] Speaker 0: Herzlich willkommen bei DGNews auf die Ohren, dem Podcast des Mittelstand Digitalcentrums Wertnetzwerke!
[0:51] Speaker 0: Mein Name ist Martina Schellberg und wir sprechen heute darüber, wie Unternehmen KI im Innovationsprozess für sich nutzen können.
[0:59] Speaker 0: Und warum sie dabei den echten Kundenkontakt nicht aus der Hand geben sollten?
[1:04] Speaker 0: Mein Gast heute ist Tobias Keckler.
[1:06] Speaker 0: Er beschäftigt sich schon lange mit dem Thema Design Thinking und zeigt in seinen Webinaren, wie KI die einzelnen Schritte eines Innovations-Prozesses unterstützen kann!
[1:28] Speaker 0: Bevor wir jetzt gleich über KI sprechen, kannst du vielleicht einmal ganz kurz erklären was bedeutet Design Thinking und am besten erklärst du es in ganz einfach und möglichst in einem Satz.
[1:40] Speaker 1: Okay, gib mir zwei!
[1:44] Speaker 1: Design Thinking ist ein sechsstufiger Innovationsprozess mit ganz vielen unterschiedlichen Methoden weil wir zuerst genau verstehen was unsere Kunden wirklich brauchen bevor wir anfangen eine Lösung zu bauen.
[1:57] Speaker 1: Man tendiert ja selber zu, man hat irgendwie direkt eine Idee im Kopf und möchte diese Idee dann umsetzen.
[2:04] Speaker 1: Aber die beste Idee nützt nichts wenn sie wirklich am Bedarf, am echten Bedarf des Kundenes Jusos vorbeigeht.
[2:12] Speaker 0: Du hast gerade von sechs Stufen des Innovationsprozesses gesprochen.
[2:16] Speaker 0: kannst du noch mal ganz kurz auf diese Stufen eingehen und nochmal ganz kurz erklären was dahinter steckt?
[2:21] Speaker 1: Ja klar, der ganze Prozess hat sechs Stufen und man kann sich auch vorstellen dass diese sechs Stufen in zwei Räume sind.
[2:29] Speaker 1: Die ersten drei Stufen das nennt man den Problemraum und da geht es viel um das Kundenbedürfnis.
[2:33] Speaker 1: also ich muss den Kunden verstehen Ich beobachte die Kunden und am Ende in dem dritten Prozess Schritt definiere ich einen Standpunkt und damit schließe ich den Problem Raum Öffne erst dann den Lösungsraum und fange erst mit der Ideen-Generierung an.
[2:48] Speaker 1: Und das ist ja das Besondere bei Design Thinking, dass ich halt erst das Kundenbedürfnis verstehe.
[2:52] Speaker 1: Und dann geht es halt wie man's vielleicht eher kennt.
[2:55] Speaker 1: Ich finde meine Ideen, ich generiere meine Ideien, ich entwickel den Prototypen und gehe dann ins Testing.
[3:00] Speaker 1: Das ist auch am Ende des Design Thinking Prozesses.
[3:07] Speaker 0: Wir wollen jetzt heute nicht nur auf Design Thinking gucken... Könnten wir wahrscheinlich auch sehr lange darüber sprechen, aber wir wollen eben nochmal genau schauen.
[3:16] Speaker 0: Wie kann KI tatsächlich auch diesen Prozess unterstützen?
[3:21] Speaker 0: Was verändert sich dann am Vorgehen im Prozess wenn KI noch mit dazu kommt?
[3:27] Speaker 1: Ganz klar das Tempo.
[3:28] Speaker 1: also Designsinking wird auch irrtürmlich immer als ein Workshop gesehen der vielleicht so in ein zwei drei Stündchen durch exaktiert werden kann, aber es ist ein Prozess der über wirklich lange Wochen geht.
[3:41] Speaker 1: Und wir haben halt inhaltlich beim Design Thinking auch viele To-Do's, viele Methoden die wirklich zeitigen Siefs sind also Interviews, Recherchen
[3:49] Speaker 1: etc.,
[3:49] Speaker 1: WP.
[3:50] Speaker 1: und da ist KI ein super ja ich würde sagen Sparings Partner der einem da hilft.
[3:55] Speaker 1: und ja das ist wie bei vielen Use Cases mit KI.
[4:00] Speaker 1: Zeitlich liegt man da auf ganz anderes Tempo an.
[4:04] Speaker 0: Ich finde, das ist ein ganz schönes Bild auch KI als Sparringspartner zu bezeichnen.
[4:10] Speaker 0: Vielleicht kannst du noch mal so'n bisschen genauer erklären was heißt das denn ganz konkret?
[4:14] Speaker 0: Also wo kann KI in einem Innovationsprozess tatsächlich helfen?
[4:20] Speaker 1: Es ist der Austausch.
[4:22] Speaker 1: wenn ich jetzt sage ich mach an Design Thinking Workshop sitze ich optimalerweise oder bin ich optimalweise mit meinem Design Thinking Team unterwegs.
[4:30] Speaker 1: Jetzt haben wir viele kleine mittlere mittelständische Unternehmen die auch gar nicht die Kapazität haben, in so einem Team auszusenden oder zu bestimmen.
[4:41] Speaker 1: Da hilft es mir, wenn ich jetzt vielleicht für mich selber erst mal überlegen möchte, wo es denn der Bedarf meines Kunden ist und ich kenne das von meiner eigenen Arbeit.
[4:51] Speaker 1: Wenn ich irgendwie mitstarte, dann sitze ich oft vor so einem leeren Blatt Papier.
[4:54] Speaker 1: Ich weiß nicht ob du's kennst?
[4:56] Speaker 1: Das ist erstmal eine Krücke Aktuell, wenn man KI benutzt, hast du super schnell auf deine Frage schon mal eine erste Antwort, auf die du aussetzen kannst.
[5:05] Speaker 1: Und das hilft ungemein und auch mir im alltäglichen Leben, im Job aber halt auch, wenn ich wirklich so Design-Thinking-Methoden durch arbeite.
[5:16] Speaker 0: Lass uns das doch mal an einem ganz einfachen Beispiel irgendwie durchspielen.
[5:19] Speaker 0: Also du arbeitest in deinem Webinar ja auch mit der fiktiven Bäckerei, die Bäckerei liegt in einer kleineren Stadt.
[5:27] Speaker 0: Der Umsatz geht zurück und jetzt will diese Bäckery eben mehr junge Kundinnen erreichen.
[5:34] Speaker 0: Und wenn wir uns jetzt diese Bäckerei mal vorstellen, wäre jetzt wahrscheinlich der erste Impuls so ... Oh!
[5:40] Speaker 0: Wir brauchen ein neues Produkt.
[5:41] Speaker 0: Vielleicht irgendwie ein trendiges Gebäck oder auch einen neuen Auftritt auf Social Media?
[5:46] Speaker 0: Aber damit wären wir ja schon direkt in der Lösung eigentlich.
[5:50] Speaker 0: Wie würde denn jetzt die Bäckerei stattdessen sinnvoll starten?
[5:54] Speaker 1: Ja genau das sind so die Klassiker wie ich ja schon sagte und man ist direkt irgendwie hat eine Idee und möchte die Idee dann lösen.
[6:02] Speaker 1: ist das überhaupt der Bedarf und muss ich überhaupt ein neues Produkt entwickeln.
[6:06] Speaker 1: Und wenn ich jetzt diese beispielehafte Packerei hat, mit der sich ja hoffentlich auch jeder identifizieren kann... Dann könnte halt so eine Frage sein, wirklich allgemein wie es ist.
[6:15] Speaker 1: Ich bin in der Bäckerei, in einer Kleinstadt und wenn man mehrere Details hat kann man die ja auch schon angeben.
[6:21] Speaker 1: Ich habe einen Industriegebiet angebunden oder in meiner Kleinststadt nach einer Universitätsstadt.
[6:28] Speaker 1: Ich möchte mehr junge Kunden gewinnen.
[6:30] Speaker 1: was könnten typische Bedürfnisse und Gewohnheiten dieser Zielgruppe sein?
[6:34] Speaker 1: Und so entstehen erstmal erste Denkanstöße bevor man dann quasi in Lösung denkt.
[6:40] Speaker 1: Und im Designsinking nennt man das erstmal auch, dass man sich erst mal in einem Problemraum aufhält, wo ich das Kundenbedürfnis schärfe.
[6:48] Speaker 0: Das heißt also ich arbeite ja erst einmal ganz klar den Bedarf heraus?
[6:53] Speaker 0: Jetzt kommt die KI noch mit ins Spiel!
[6:55] Speaker 0: Also wie könnte denn die Bäckerei-KI nutzen um jetzt zum Beispiel eine erste Person zu entwickeln?
[7:01] Speaker 0: oder noch wichtiger auch was müsste sie anschließend mit echten Kundinnen überprüfen?
[7:07] Speaker 1: Ja, du hast jetzt schon was ganz Wichtiges gesagt.
[7:09] Speaker 1: Also Persona ist eine Methode im Designsinking oder Innovationsprozess wo ich mich halt in ein fiktive Personen-Reinarbeite rein denke und da gebe ich einfach der KI die Person einmal vor.
[7:20] Speaker 1: also ich sage hier erstelle mir bitte eine Persona für eine Zweiundzwanzigjährige Kundin, die in einer Kleinstadt lebt und an den Bäckereien nutzt.
[7:29] Speaker 1: dann gibt man ihr noch Namen und dann lasst du die KI erstmal die ersten Wünsche und Frustationspunkte auch von mir aus für diese Person erarbeiten.
[7:40] Speaker 1: Persona ist ja auch ein standardisierte Methodik, die kennt IKI auch und gibt dir halt da auch strukturiert schon erstmal eine fiktive Person an der du dich entlang hängen kannst.
[7:49] Speaker 1: Und wenn sie ... Die kannst du ja auch weiter gestalten und so aufbauen wie du denkst.
[7:54] Speaker 1: ah das könnte wirklich passen.
[7:56] Speaker 1: und dann kommt der zweite Punkt den ihr gesagt hast TKI ersetzt niemals Das echte Gespräch mit Kunden.
[8:02] Speaker 1: Ich muss diese Person oder jegliche Ergebnisse immer mit meinen Kunden, den Leuten vor Ort
[8:08] Speaker 1: verifizieren.".
[8:10] Speaker 0: Also die KI hilft dabei, erste Annahmen sichtbar zu machen?
[8:14] Speaker 0: Aber ob diese Annahme dann stimmen erfährt die Bergerei halt auch nicht von der KI.
[8:19] Speaker 0: Das erfährt sie nur von dem Menschen selbst im Dialog.
[8:22] Speaker 0: und genau da wird es ja auch interessant in.
[8:26] Speaker 0: viele kleinere Unternehmen haben ja eigentlich gar keine ... große Marktforschungsabteilung, vielleicht weiß auch ein Inhaber oder eine Inhaberin gar nicht genau so.
[8:35] Speaker 0: welche Fragen stelle ich denn meinen Kundinnen überhaupt sinnvollerweise?
[8:40] Speaker 0: Wie kann da die KI helfen einen ganz einfachen Interviewleitfaden zu entwickeln.
[8:47] Speaker 1: Ja genauso man fragt die KI kann zu mir ein Interviewleidfragen entwickeln.
[8:52] Speaker 1: also tatsächlich ist es so einfach, aber es steckt meistens mehr dahinter.
[8:57] Speaker 1: Das ist eine meiner Lieblingsprogramms auch in meinem Webinar weil ich da auch einfach gelernt habe dass die KI auch einen unterstützt bei den Anfragen die man stellt und auch nochmal rechts und links denkt.
[9:06] Speaker 1: also ich bin jetzt auch kein Marketing Mensch.
[9:10] Speaker 1: Die KI hat mir direkt vorgeschlagen.
[9:12] Speaker 1: Ja, ich stelle gerne ein Interview-Lightfragen aber ich mache auch direkt... Ich stelle die Fragen auch so, dass quasi keine jahrenein Fragen produziert werden können und einfach auch neu dem gegenüber geweckt wird, sodass du viel mehr aus dem Interview rauskriegst.
[9:28] Speaker 1: Da dachte ich so, ah ja wow!
[9:30] Speaker 1: Habe ich jetzt eigentlich gar nicht dran gedacht?
[9:31] Speaker 1: Ich wollte nur ein Interview Lightfaden haben, aber
[9:34] Speaker 1: super!".
[9:34] Speaker 0: Sehr spannend.
[9:36] Speaker 0: Die KI führt das Gespräch nicht für mich, sie kann mir aber helfen, einfach die Fragen besser vorzubereiten.
[9:42] Speaker 0: und wenn wir jetzt mal annehmen ... Die Bäckerei hat mit einigen Kundinnen gesprochen also sie hat erstes Feedback erhalten.
[9:49] Speaker 0: daraus sind jetzt ein paar Ideen entstanden.
[9:52] Speaker 0: Wie kann denn jetzt die KI dabei helfen aus diesen Ideen auch einen kleinen Test zu machen?
[9:58] Speaker 1: Also Du hangest dich ja auch gerade wirklich am Design-Syncing-Prozess entlang.
[10:03] Speaker 1: Also wir haben jetzt recherchiert, wir haben daraufhin Personas auch gestaltet auf mehrere.
[10:09] Speaker 1: Wir haben diese Interviewer geführt, diese Kurzinterviews und jetzt haben wir ganz viel Daten gesammelt also das Feedback von den Kunden.
[10:16] Speaker 1: Und entweder im Interviewform aber halt auch.
[10:19] Speaker 1: vielleicht habe ich ja auch irgendwie eine Umfrage über Insta gemacht gibt es ja alles.
[10:22] Speaker 1: mittlerweile ist ja möglich und die KI kann die ganzen Antworten, die ich bekommen habe sich anschauen und wirklich in jeglicher Form als Input nehmen.
[10:33] Speaker 1: Und dann daraus erst mal die Ideen zusammenklustern.
[10:37] Speaker 1: Wenn Sie sich da Überschneidung geben oder du denkst das ist eine vielversprechende Idee für dich weil du bist ja derjenige der den Prozess steuert, nicht die KI.
[10:48] Speaker 1: Das ist ja auch ganz wichtig!
[10:50] Speaker 1: Nicht immer alles für wahre Münze nehmen was die KI sagt und du bewertest das für dich selbst als relevant?
[10:56] Speaker 1: Dann kannst du sagen okay ich nehme jetzt dir Idee.
[10:59] Speaker 1: und jetzt liebe KI würde ich gerne mit dem Budget von, weiß ich nicht, hundert Euro das größtmögliche Optimum zu vertesten.
[11:08] Speaker 1: Und es kann tatsächlich sein dass ich sage oder ich möchte ein neues Produkt entwickeln, dann stelle ich einen Probiertisch auf.
[11:16] Speaker 1: Aber ich kriege vielleicht auch mit.
[11:18] Speaker 1: und jetzt kommt ja die Frage, weil du hast am Anfang gesagt, muss ich ein neues Product entwickeln?
[11:23] Speaker 1: Vielleicht kommt dir jetzt heraus das Bedürfnis ist, ah nee, ich hätte gerne nur einen WLAN Anschluss damit ich beim Frühstück oder bei meinem Mittagskuchen noch ein bisschen arbeiten kann, dann stellte ich halt einen Router auf und gebe eine Steckdose an den Tisch frei Und da sind alles Möglichkeiten, die dann einfach mit einem schmalen Budget vertestet werden können.
[11:42] Speaker 0: Im nächsten Step kommen wir dann quasi zum Prototypen.
[11:47] Speaker 0: Was könnte denn jetzt bei einer Bäckerei ein einfacher Prototyp sein?
[11:51] Speaker 0: Also was, dass man ausprobieren kann ohne sofort ... Du hast es eigentlich ja gerade auch schon mal so ein bisschen angerissen aber vielleicht können wir da noch mal ein bisschen tiefer reingehen.
[11:59] Speaker 0: also was kann man aus probieren ohne sofort jetzt super viel Geld zu investieren oder gleich auch den ganzen Laden umzubauen?
[12:06] Speaker 1: Ja genau, das Prototyping ist nochmal im Zusammenspiel dann mit dem nächsten Step der Validierung des Testergebnisses, weil wenn ich jetzt prototypisch was teste oder zur Verfügung stelle und bekomme dann von meinem Kunden Feedback.
[12:22] Speaker 1: Dann ist das ja quasi auch eine Validierung und das Feedback zu meinem Prototyp gibt mir direkt den Impuls oder die Idee, ist das richtig oder falsch?
[12:30] Speaker 1: Gehe ich da jetzt mit weiter ran, baue ich jetzt doch die ganze Bäckerei rum Die ja mit gegebenen Maßnahmen, also du kannst der KI oder solltest du den KI auch sagen.
[12:41] Speaker 1: Ich bin eine kleine Bäckerei ich habe vielleicht so ein viel Quadratmeter fünf Tische, dreißig Stühle.
[12:47] Speaker 1: wie kann ich jetzt quasi einen prototypischen Setup machen für einen separaten Verkaufsdresen?
[12:53] Speaker 1: Was muss ich dann da beachten?
[12:54] Speaker 1: Also gehe ich dahin und lege sogar noch ein Liste aus um das Feedback einzusammeln.
[12:59] Speaker 1: oder bin ich schon bisschen moderner, habe ich einen Tablet?
[13:03] Speaker 1: Oder könnt ihr auch über Instagram Feedback nehmen und natürlich direkt über Social Media die Marketingmaschine anwerfen.
[13:12] Speaker 0: Hier haben wir jetzt ja gerade genau den Unterschied zum klassischen Brainstorming gesehen.
[13:16] Speaker 0: also wir sammeln nicht nur Ideen sondern wir probieren etwas aus Wir holen aktiv Feedback ein und dann wird die Idee quasi weiterentwickelt Klingt ja jetzt die KI nach einer ziemlich vielseitigen Unterstützung.
[13:30] Speaker 0: Sie gibt Orientierung, sie strukturiert und kann auch helfen, schneller ans Ausprobieren zu kommen.
[13:35] Speaker 0: Aber KI hat natürlich auch Grenzen.
[13:39] Speaker 0: Lass uns zum Schluss noch mal über die Stolperfallen sprechen.
[13:42] Speaker 0: Was sind denn so aus deiner Sicht die häufigsten Fehler?
[13:45] Speaker 0: Die passieren wenn Unternehmen KI in einem solchen Innovationsprozess einsetzen?
[13:53] Speaker 1: Also unser Beispiel in dem Webinar oder jetzt hier im Podcast mit der Bäckerei ist natürlich super allgemein gehalten.
[14:00] Speaker 1: Da braucht man eine Anwendung im eigenen Unternehmen natürlich ein bisschen mehr Futter, weil man hat auch lokale Märkte und man hat lokale Gegebenheiten.
[14:10] Speaker 1: Da muss man die KI schon ein bisschen mit anfüttern.
[14:12] Speaker 1: und trotz des guten Promtes, sage ich mal kennt die KI ja auf den lokalen Markt nicht.
[14:16] Speaker 1: also sie steht jetzt nicht bei mir im Fenster und weiß, welche Kunden vorbeikommen.
[14:20] Speaker 1: Also das muss man immer noch mal nachprüfen und nie die Antworten quasi der KI fürbare Münze nehmen.
[14:27] Speaker 1: Nach dem Motto okay, die KI hätte es gesagt wir machen das jetzt so.
[14:30] Speaker 1: Das ist so die erste Stolperfalle.
[14:32] Speaker 1: Der zweite Fehler ist und ich habe sehr eingangs gesagt der größte Vorteil der KI Sparing mit Designsinking ist das Tempo eigentlich.
[14:41] Speaker 1: aber hier ist halt auch eine Stolparfalle weil ich kriege durch die KI viel viel mehr Ideen, ich kriege viel mehr Personen als wenn ich das möchte.
[14:49] Speaker 1: Ich kriege vielmehr Lösungen quasi angezeigt die ich vielleicht gar nicht überblicken kann.
[14:55] Speaker 1: Ich muss sie dann doch als Prozess-Auner sozusagen würde ich sagen also als der Herrscher des Prozesses, des Designsinking-Prozesses muss sich die ja schon sichten und einen Überblick haben weil ich ja dann prototypisch teste könnte halt passieren, dass viele Ideen generiert werden die auch gut sind aber nie getestet werden weil ich einfach mich verrenne.
[15:16] Speaker 1: Das ist wirklich das zweite Problem und je nach Kontext ist es an der KI so wie sie allgemeiner die Prom's desto weniger Kontext gibt.
[15:27] Speaker 1: also man kommt vielleicht eine oberflächliche Antwort oder generische Antwort zurück.
[15:32] Speaker 1: das ist halt auch ein Fehler dass man denkt okay die KI wird dazu zu mir schon machen Bedenken, dass die kreative Verantwortung beim Menschen bleibt und das ist der wichtigste Punkt eigentlich bei dem Thema.
[15:44] Speaker 1: Also jetzt bei unserem Thema ist das die keine Gespräche mit echten Kunden ersetzt.
[15:48] Speaker 0: Genau.
[15:50] Speaker 0: Tobi wir wollen am Ende ja unseren Hörerinnen immer was mitgeben dass sie einfach wirklich für sich ausprobieren können.
[15:57] Speaker 0: Deswegen machen wir es jetzt noch mal ganz konkret, ein Unternehmen hört also diese Folge und sagt ja das klingt total spannend.
[16:03] Speaker 0: ich will jetzt anfangen aber bitte ganz klein und auch ohne riesen Innovationsprojekt.
[16:09] Speaker 0: lassen uns mal so eine kleine drei Schritte Challenge machen Also einen KMU möchte morgen starten.
[16:14] Speaker 0: was ist jetzt der allererste Schritt?
[16:17] Speaker 1: Ja, also es ist für beides.
[16:18] Speaker 1: Für KI und Design Thinking das gleiche Thema.
[16:21] Speaker 1: Man muss da wirklich step by step sich ran arbeiten.
[16:24] Speaker 1: In dem gemeinsamen Thema ist es tatsächlich dass ich sage okay Ich öffne KI welche auch immer da genutzt werden kann darf Und lasse eine Persona für eine relevante Kundengruppe für mich erstellen.
[16:38] Speaker 0: Was ist dann Schritt zwei?
[16:40] Speaker 1: Dass ich anhand dieser Person natürlich selber dann noch mal validiert habe, ob die KI mir jetzt auch eine richtige Fiktive... Das hört sich jetzt ein bisschen komisch an, weil ich eine richtig fiktive Person gegeben habe.
[16:53] Speaker 1: Anhand dieser Persona lasse ich mir drei offene Fragen für ein erstes Kundengespräche ausarbeiten.
[17:00] Speaker 0: Und wenn ich denn diese Fragen habe?
[17:02] Speaker 0: Was ist dann Schritt drei?
[17:04] Speaker 1: Der wichtigste Schritt von allen mit der Kunden oder dem Kunden zu sprechen, zuzuhören Und anschließend die Idee aufnehmen und dann im nächsten Step testen.
[17:14] Speaker 0: Danke Tobi, danke dir für die Einblicke heute!
[17:17] Speaker 1: Sehr gerne!
[17:20] Speaker 0: Was ich aus diesem Gespräch mitnehme, KI kann ein guter Sparingspartner sein.
[17:25] Speaker 0: Sie hilft uns vor allem wenn wir noch vorn am leeren Blatt sitzen.
[17:29] Speaker 0: sie kann erste Informationen liefern sie kann Personas entwerfen sie kann Ideen strukturieren und sie kann uns auch dabei helfen bessere Fragen zu stellen.
[17:39] Speaker 0: Aber eine KI kennt unsere Kundinnen nicht automatisch.
[17:43] Speaker 0: Sie liefert uns immer nur Annahmen, sie liefert keine Gewissheiten.
[17:48] Speaker 0: Deshalb bleibt weiterhin der wichtigste Teil bei uns Menschen.
[17:52] Speaker 0: Wir müssen rausgehen wir müssen fragen und wir müssen zuhören Und wir müssen ausprobieren ob eine Idee im echten Leben auch wirklich funktioniert.
[18:00] Speaker 0: Vielleicht ist die wichtigste Frage für Unternehmen deshalb nicht welche Idee gibt uns die KI?
[18:06] Speaker 0: sondern wie finden wir heraus, ob diese Idee für unsere Kundinnen wirklich auch relevant ist.
[18:11] Speaker 0: Und noch ein Tipp für alle die Innovationen weiter voran bringen möchten!
[18:15] Speaker 0: Am zwanzigsten Oktober zeigt Tobi Kegler, wie Design Thinking und KI zusammenwirken.
[18:21] Speaker 0: Freuen Sie sich auf praxisnahe Beispiele, interaktive Übungen und jede Menge Impulse für neue Ideen im Unternehmen.
[18:29] Speaker 0: Die Plätze sind begrenzt also jetzt schnell anmelden.
[18:33] Speaker 0: Das Mittelstand Digitalzentrum Wertnetzwerke unterstützt Sie kostenfrei, anbieterneutral und praxisnah bei Ihren Digitalisierungsvorhaben.
[18:43] Speaker 0: Wenn Sie Fragen haben schreiben sie uns gerne an geschäftsstelle etwertnetzwärke.de.
[18:48] Speaker 0: Wir freuen uns von Ihnen zu hören!
[18:51] Speaker 0: Alle Infos und Veranstaltungen finden Sie auf wertnetzwerk.e.
[18:55] Speaker 0: und in unseren Shownotes.
[18:57] Speaker 0: Das Mittelstand Digitalzentrem Wertnetzerkel gehört zum Mittelstand digital.
[19:02] Speaker 0: Mit Mittelstand Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk.
[19:12] Speaker 0: Das Mittelstand-Digital-Netzwerk bietet mit den Mittelstanddigitalzentren und der Initiative IT-Sicherheit an der Wirtschaft umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung.
[19:23] Speaker 0: Kleine und mittlere Unternehmen profitieren von konkreten Praxisbeispielen und passgenauen Anbietern, neutralen Angeboten zur Qualifikation und IT-Sicherheit.
[19:34] Speaker 0: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung der Angebote für Mittelstand digital.
[19:41] Speaker 0: Weitere Informationen finden Sie unter mittelstand-digital.de.
[19:46] Speaker 0: Und noch ein persönlicher Hinweis zum Schluss?
[19:49] Speaker 0: Hat Ihnen die Folge weitergeholfen, dann nehmen Sie sich gerne einen kleinen Moment für eine fünf Sterne Bewertung!
[19:54] Speaker 0: Und abonnieren Sie den Podcast – damit helfen sie uns noch mehr Unternehmen zu erreichen!

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