# Meditation - Mentale Gesundheit für Healthy Longevity mit Dr. Ulrich Bauhofer & Nina Ruge - Podcast

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 18 Apr 2025, 1 h 07 min.

Audio: https://traffic.megaphone.fm/APO3245382751.mp3

Heute spreche ich mit Dr. Ulrich Bauhofer, einem wahren Pionier, wenn es um die Verbindung von moderner Medizin und jahrtausendealtem Ayurveda-Wissen geht. Schon in seiner Doktorarbeit 1978 hat er sich mit der Wirkung transzendentaler Meditation auf das Herz-Kreislauf-System beschäftigt – ein Thema, das aktueller nicht sein könnte. In dieser Folge geht es um mentale Balance, Stressresilienz und warum innere Ruhe nicht nur gut für unser Wohlbefinden ist, sondern auch unsere Langlebigkeit unterstützt. Ein Gespräch, das Brücken schlägt – zwischen Wissenschaft und Weisheit. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: Welche Rolle spielt mentale Gesundheit für ein langes, gesundes Leben? Warum psychische Balance der Schlüssel zur körperlichen Gesundheit ist. Wie beeinflusst chronischer Stress unsere Alterung auf Zellebene? Einblicke in epigenetische Veränderungen und Stress als Alterungsbeschleuniger. Was unterscheidet toxischen von hormetischem Stress – und warum ist das wichtig? Die feine Linie zwischen Belastung und biologischem Trainingseffekt. Wie diagnostiziert Ayurveda psychische Belastung über den Puls? Die Kunst der Pulsdiagnose als Spiegel innerer Dysbalance. Wie hängen die ayurvedischen Doshas mit westlicher Medizin zusammen? Vata, Pitta, Kapha – und ihre Verbindung zu Nervensystem, Stoffwechsel & Co. Wie wirkt sich die Herzfrequenzvariabilität auf unsere Stressresistenz aus? Was moderne Technik und Ayurveda gemeinsam erkennen. Wie verändert Meditation messbar unsere Herz-Kreislauf-Werte? Studienergebnisse zu Blutdruck, Herzfrequenz und Herzschlagvolumen. Was lehrt uns Ayurveda über Schlaf – und warum zählt die Zeit vor Mitternacht doppelt? Die Rückkehr zu alten Weisheiten in der modernen Longevity-Forschung. Warum ist transzendentale Meditation keine esoterische Praxis, sondern evidenzbasiert? Eine Brücke zwischen uralter Tradition und wissenschaftlicher Fundierung. Wie können wir die Prinzipien der Ayurveda-Medizin in unseren modernen Alltag integrieren? Konkrete Ansätze für mehr Balance, Resilienz und Lebensqualität. Weitere Informationen zu Dr. Ulrich Bauhofer findest du hier: https://www.drbauhofer.de/ Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder Youtube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-179

## Transcript

[0:04] Willkommen bei Stay Young Lebensstilfaktoren.
[0:07] Da haben wir so einige Hebel selbst in der Hand, um lange,
[0:11] lange gesund und fit zu bleiben, um Alterskrankheiten die Rote
[0:14] Karte zu zeigen. Ernährung, Bewegung, Schlaf,
[0:17] Atmung, bereichernde Freundschaft, Familie,
[0:21] Beziehungen und jetzt geht es um mentale Balance,
[0:25] stressresilienz, Entspannung. Das war bisher selten Thema bei
[0:29] Steyang. Erkenntnisse dazu sind halt noch
[0:32] im Zwielicht. Doch es gibt immer mehr Studien
[0:35] dazu und das Erfahrungswissen der traditionellen Medizinformen
[0:39] ist enorm. Deshalb bin ich glücklich, einen
[0:42] Wanderer zwischen den Welten begrüßen zu dürfen, zwischen den
[0:45] Welten der westlichen Schulmedizin und der
[0:47] traditionellen indischen Medizin Ayurveda.
[0:50] Schon 1978 in Form seiner Doktorarbeit an der Uni Würzburg
[0:54] verband er Medizin und östliche Weisheit.
[0:57] Er untersuchte nämlich, ob sich die Transzendentale Meditation
[1:02] positiv auswirken kann auf unser Herz, Kreislauf, System und seit
[1:06] 22 Jahren hat er seine ayurvedische Praxis in München
[1:10] Dr. Ulrich Bauhofer Willkommen bei Steyang ich.
[1:13] Freue mich sehr, dass ich bei dir sein darf.
[1:16] Wir duzen uns, weil wir kennen uns seit Jahrzehnten.
[1:19] Und ich darf natürlich nicht unterschlagen, dass du zuvor 15
[1:23] Jahre, also vor deiner Praxis in München 15 Jahre ayurvedische
[1:27] Kliniken in Deutschland aufgebaut und geleitet hast.
[1:29] Also du hast eine enorm lange Erfahrung.
[1:32] Welche Rolle spielt denn aus deiner Sicht die mentale
[1:35] Gesundheit, die Stressresilienz jetzt mal ganz allgemein gefragt
[1:39] für ein gesundes, langes Leben? Das ist eine absolut
[1:42] herausragende Rolle. Weil über die Psyche natürlich
[1:46] unsere körperlichen Funktionen auch ganz entscheidend geprägt
[1:49] und gesteuert werden. Und die
[1:52] Weltgesundheitsorganisation hat ja Stress, also die Gefahr für
[1:57] unsere mentale Gesundheit als die größte gesundheitliche
[2:02] Herausforderung dieses Jahrhunderts ausgerufen, und
[2:06] deswegen ist es natürlich wichtig, dass wir auch
[2:08] Möglichkeiten zur Verfügung haben.
[2:10] Um mit Stress besser umgehen zu können, unsere Resilienz und
[2:14] Stressresistenz zu steigern. Mhm, wenn wir uns überhaupt das
[2:18] Thema, also diese große Herausforderung, Stress
[2:21] anschauen, deine 40 Jahre Praxis, was hat sich aus deiner
[2:26] Sicht bei deinen Patienten in Sachen Stressbelastung und
[2:31] vielleicht auch in der Fähigkeit mit Stress umzugehen, verändert?
[2:35] Also wir brauchen ja uns einfach nur die Entwicklung unserer Welt
[2:39] anzuschauen und. Wenn ich jetzt so an meine
[2:42] Jugend zurückdenke und viele unsere Zuhörer und Zuhörerinnen
[2:46] werden das mit Sicherheit bestätigen.
[2:48] Da sah die Welt natürlich noch ganz anders aus.
[2:51] Vor 50 Jahren oder vor 40 Jahren noch, da war auf den Straßen
[2:56] deutlich weniger Verkehr, es gab keine Computer, es gab kein
[3:00] Internet, es gab keine e Mails, es gab keine Handys, wir haben
[3:05] uns im Wesentlichen in der realen Welt bewegt.
[3:08] Und zu dieser realen Welt, die sich so dramatisch verändert hat
[3:12] in einer unglaublichen Geschwindigkeit, gesellt sich
[3:16] jetzt auch noch die virtuelle Welt.
[3:18] Das heißt, es ist eine unglaubliche Belastung, die die
[3:22] Menschen heute haben, und erst kürzlich ist ja von der DAK eine
[3:26] Studie herausgekommen, dass beispielsweise innerhalb des
[3:30] letzten Jahres, also innerhalb von einem Jahr, die Anzahl der
[3:34] Depressionen sich verdoppelt hat.
[3:37] Und das zeigt eigentlich schon alles aus.
[3:39] Ich sehe das in meiner täglichen Praxis jeden Tag, dass Menschen
[3:45] von diesen psychischen Belastungen extrem oder von
[3:49] diesen psychischen Belastungen extrem leiden.
[3:53] Depression ist eine Erkrankung, die durch Stress ausgelöst
[3:58] werden kann. Alterskrankheiten.
[4:02] Weiterer Natur gehören auch noch dazu.
[4:04] Welche wären denn damit noch in Verbindung zu bringen mit
[4:06] Stress? Die Herz Kreislauf Erkrankungen
[4:08] spielen natürlich eine ganz entscheidende Rolle.
[4:10] Bluthochdruck eine Milliarde Menschen auf der Welt haben
[4:15] Bluthochdruck, das muss man sich auch mal klar machen.
[4:17] Ja und der Bluthochdruck kommt ja hauptsächlich durch eine
[4:21] Stressbelastung, also die essentielle Hypertonie spielt
[4:25] eine herausragende Rolle. Und ist beispielsweise für die
[4:29] Entwicklung des Herzinfarkts natürlich der Risikofaktor
[4:32] Nummer 1. Aber auch alle
[4:33] Stoffwechselkrankheiten werden natürlich durch Stress auch
[4:37] getriggert, also beispielsweise der Diabetes, die Veränderung
[4:43] unseres Immunsystems, die Schwächung unseres Immunsystems
[4:46] durch Stress führt natürlich auch dazu, dass man viel
[4:49] infektanfälliger wird und auch Krebs natürlich viel leichter
[4:54] entstehen kann. Das Mikrobiom verändert sich,
[4:57] dadurch kommen diese gerade niedrigschwelligen Entzündungen
[5:01] immer mehr ins Bild, die ganz, ganz viele Krankheiten triggern.
[5:06] Also das tödliche Quartett, also das metabolische Syndrom, spielt
[5:11] eine wesentliche Rolle, und bei all diesen Krankheiten ist
[5:15] Stress mit Sicherheit ein Mitverursacher, zumindest wenn
[5:20] nicht der direkte Verursacher. Ja, das finde ich jetzt wichtig,
[5:23] dass du das sagst, denn. In unserer Long gevity Forschung
[5:27] in der Science based Forschung, da sehen wir ja ganz deutlich,
[5:30] dass Alterungsprozesse in unserem Körper sehr stark all
[5:34] die Krankheiten triggern, gerade auch Entzündungen, die jetzt
[5:38] nichts mit Stress zu tun haben, also auch die Versteifung
[5:40] unserer Gefäßwände mit dem Altern erhöht den Blutdruck.
[5:45] Silent Inflormation diese vielen Entzündungsprozesse auch durch
[5:50] seneszente Zellen et cetera. Also dass wir, wir müssen schon
[5:53] aufpassen, dass wir nicht den Stress allein verantwortlich
[5:55] machen für viele Krankheiten. Aber wie du eben gerade gesagt
[5:58] hast, Triggert durchaus viele der Alterskrankheiten alles.
[6:02] Miteinander zusammen. Wie Diagnostizierst denn du das
[6:06] Stresslevel eines Patienten? Es gibt natürlich viele
[6:11] objektive, objektive Variablen, die man da einsetzen kann.
[6:15] Man kann beispielsweise natürlich ein umfassendes
[6:18] Blutbild machen. Man kann die Hormone,
[6:20] insbesondere die Stresshormone, messen, aber was ich
[6:24] festgestellt habe, gerade in der täglichen ärztlichen Praxis
[6:27] kommt es, wird jeder Arzt bestätigen, kommt es sehr häufig
[6:30] vor, dass Menschen zu einem kommen, denen es nicht gut geht.
[6:33] Und wenn man dann alles untersucht, dann kommt
[6:36] eigentlich nichts dabei raus. Also die subjektive, die
[6:39] subjektive Befindlichkeit spielt immer eine ganz große Rolle, und
[6:44] das sollte man nie unterschätzen.
[6:45] Ja, viele Ärzte sagen zu ihren Patienten, denen es nicht gut
[6:49] geht, aber die Werte nichts anderes hergeben als
[6:53] Normalwerte, dass man dann sagen, sie seien sie zufrieden,
[6:56] sie sind total gesund, ja, aber die Leute fühlen sich einfach
[7:01] nicht gut und das in der ayurvedischen Medizin.
[7:04] Beispielsweise eine ganz entscheidende Rolle spielt ist
[7:07] da die Pulsdiagnose man ertastet im Puls nicht nur die
[7:11] Herzfrequenz, sondern man ertastet.
[7:14] Da kommen wir vielleicht später noch mal ganz kurz drauf zu
[7:16] sprechen, die Harmonie, das Wechselspiel von 3 biologischen
[7:21] Programmen und aufgrund dieser dieses Wechselspiels kann man
[7:26] genau diagnostizieren, ob ein Mensch psychisch stark belastet
[7:31] ist oder nicht. Aber das musst du im Detail
[7:34] erklären. Das ist natürlich wahnsinnig
[7:36] spannend. Du misst mit dem Puls nicht nur
[7:41] die Frequenz, sondern was spürst du denn da genau, also.
[7:45] Da muss ich jetzt vielleicht ein bisschen ausholen.
[7:48] Ja, in der ayurvedischen Medizin geht es, wie übrigens in jedem
[7:51] medizinischen System, immer um das Prinzip der Homöostase, wie
[7:56] wir heute sagen. Das ist das Gleichgewicht der
[7:59] Körperfunktion. Und diese Homöostase wird in der
[8:04] ayurvedischen Medizin definiert als das Wechselspiel von 3
[8:08] biologischen Programmen, wie wir sie nennen können.
[8:12] Das sind die sogenannten 3 Dojas, die heißen Vata, Pitta
[8:15] und Kaffa ja, vata steht für Bewegung, also alles, was mit
[8:19] Bewegung zu tun hat, wird von diesem vata Prinzip gesteuert,
[8:23] ob sie jetzt. Ob wir jetzt den Arm heben, ob
[8:25] das Herz schlägt, die Lunge sich ausdehnt, eine Zelle sich teilt,
[8:29] die DNA sich aufwendet, wo immer Bewegung ist.
[8:33] Als dieses Varta aktiv. Darf ich da reingehen?
[8:36] Entschuldigung, weil ich habe in der Vorbereitung auf diesen
[8:39] Podcast überlegt, wo sind denn die Schnittmengen mit der
[8:42] westlichen Medizin und natürlich auch mit der Science Based
[8:45] Healthy Long Gravity und habe mir gedacht, ja, gerade diese
[8:48] doschas, du sagst jetzt eben Varta Bewegung.
[8:52] Ist das eventuell in der Medizin mit Mitochondrien Aktivität zu
[8:57] verbinden? Ja, mit allem möglichen, wo
[9:00] Bewegung im Spiel ist. Bewegung ist immer im Spiel.
[9:03] Ja und Wasa ist das Prinzip, das im Wesentlichen die anderen
[9:08] Prinzipien steuert. Ja, es gibt so n schön ich mein
[9:11] Bewegung ist ein wesentlicher Aspekt und ein wesentliches
[9:15] Kriterium des Lebens, ja, wenn die Bewegung aufhört.
[9:19] Ja, also ich weiß das nicht. Also wir kommen total nicht mehr
[9:23] in die Mikrofon. Ayurvedische.
[9:24] Menge ja. Aber ich versuche halt so fest
[9:27] zu machen. Gibt es nicht eine Schnittmenge
[9:29] zur Wissenschaft der Medizin? Es ist so wenig greifbar
[9:34] Bewegung. Also es ist natürlich wenig
[9:37] greifbar, wenn man zum ersten Mal davon hört, wenn man sich
[9:40] mit der ayurvedischen Medizin näher befasst, wird es sehr
[9:43] greifbar, weil es gibt natürlich alles, was in unser System
[9:48] eindringt. Beeinflusst diese 3 Dojas.
[9:51] Also wenn ich jetzt beispielsweise sehr viel Rohkost
[9:54] zu mir nehme, wenn ich wenig schlafe, dann geht dieses Vata
[9:59] aus dem Gleichgewicht, es wird zu stark angeregt und es geht in
[10:03] der ayurvedischen Medizin immer darum, eine Balance
[10:06] herzustellen, im Organismus genauso wie in der westlichen
[10:09] Medizin. Du hilfst mir jetzt nicht zu
[10:12] sagen, da ist vielleicht das autonome Nervensystem auch mit
[10:16] gemeint, also dass der Sympathikus und Parasympathikus
[10:20] ja bitte. Vata stimuliert natürlich das
[10:24] nicht nur das vegetative Nervensystem, sondern das
[10:27] Nervensystem. Grundsätzlich, also wenn
[10:29] Menschen beispielsweise sehr gestresst sind, dann ufert
[10:33] dieses vata Prinzip aus, einfach weil das Vegetativum natürlich
[10:37] massiv aktiviert wird. Und es kommt insbesondere aus
[10:41] dem Gleichgewicht. Ja, wenn der ich habe einen
[10:45] Großteil meiner Patienten leidet unter einem Sympathik erhöhten
[10:48] Sympathikotonus die meisten Menschen haben einen erhöhten
[10:51] Sympathikotonus, also müssen wir vielleicht diejenigen abholen,
[10:54] die jetzt mit einem autonomen Nervensystem noch nicht so viel
[10:57] anfangen können. Ja, das autonome Nervensystem
[11:00] besteht aus diesen 2 Schenkeln, das ist der Sympathikus, das ist
[11:03] der anregende Schenkel des. Vegetativums und dem
[11:07] Parasympathikus, das ist der eher dämpfende, beruhigende
[11:11] Aspekt. Und wenn wir unter Stress
[11:13] stehen, dann wird dieser Sympathikus permanent angeregt,
[11:18] und das bedeutet aus ayurvedischer Sicht, um jetzt
[11:21] die Schnittmenge herzustellen, das heißt, eine Anregung von
[11:25] diesem vata Prinzip, also wenn Vata angeregt ist, schießt der
[11:30] Sympathikus nach oben, ja, das passiert automatisch.
[11:34] Also das hilft mir jetzt sehr in der im im Varta, also im
[11:38] ayurvedischen Varta haben wir wahrscheinlich einen sehr
[11:41] starken Bezug zum autonomen Nervensystem und zum
[11:45] Sympathikus. Also und der steuert ja
[11:48] Blutdruck und Puls und vieles andere.
[11:50] Aha, also da sollte man mal eine Doktorarbeit drüber schreiben,
[11:54] wie kann man Ayurveda in. Medizinische Wissenschaft
[11:58] übersetzen. Ich glaube, das ist, das ist ja
[12:00] das, was mich in den letzten 40 Jahren, ich meine jetzt über 40
[12:04] Jahre Ayurveda, extrem fasziniert, dass die westliche
[12:08] Wissenschaft diese Prinzipien, die der Ayurveda seit Tausenden
[12:12] von Jahren beherzigt und auch propagiert, immer mehr bestätigt
[12:19] und dadurch diese Schnittmenge gut, es ist wichtig, dass man
[12:22] diese. Die Sprache des Altertums
[12:25] natürlich in die moderne Sprache übersetzt, das ist die große
[12:28] Herausforderung. Weil ja auch die gesamte
[12:32] klassische Schulmedizin, wenn du schon Varta sagst und und capa,
[12:37] wie heißt das nochmal? Varta, Pitta und Capitan.
[12:41] Genau, ich weiß, ich habe mich damit beschäftigt.
[12:43] So ist nicht, aber die 3 gehen mir noch nicht so ganz locker
[12:46] über die Lippen, dabei sind das ja Grundprinzipien, da lass du
[12:48] dich tot. Also wenn wir zum Puls
[12:52] zurückkommen, dann. Dann kannst du wie auslesen,
[12:57] dass da eventuell der Sympathikus, sage ich jetzt mal,
[13:01] chronisch aktiviert ist. Gut, also ich zeige es jetzt
[13:04] mal. Ja, wenn man den Puls fühlt, das
[13:06] macht man hier, das sieht man vielleicht nicht so gut mit 3
[13:10] Fingern und diese 3 Finger die wo kommt Albert Ding von der
[13:14] anderen Seite, Nina, ja der, der beispielsweise der Zeigefinger
[13:19] repräsentiert, das rata Prinzip der.
[13:23] Mittelfinger, das Bitterprinzip und der Ringfinger, das kaffa
[13:26] Prinzip ja, also wenn man jetzt den Puls fühlt, dann kann der
[13:29] erfahrene Pulsdiagnostiker natürlich sofort erkennen, was
[13:34] ist aus der Balance geraten und der Waterfinger, wenn der sehr
[13:38] stark dominiert. Das ist jetzt sehr, sehr
[13:41] vereinfacht ausgedrückt, dann weiß ich sofort, und zwar ein
[13:44] bestimmter Aspekt des Waters, dann weiß ich das Nervensystem
[13:48] dieses Menschen ist massiv belastet.
[13:50] Und ich sehe, bei mir ist es jetzt der Mittelfinger.
[13:53] Ja, das ist klar, das ist dein Pitta.
[13:55] Du bist ja auch eine sehr temperamentvolle Dame, also von
[13:58] daher gesehen geht das Pitta natürlich automatisch nach oben
[14:01] und das prägt dich auch. Ja, die Konstitution die du
[14:05] hast, deine ja das was dich ausmacht, dein Charakter, deine
[14:10] Persönlichkeit, deine Eigenschaften, die sind sehr
[14:12] stark von Pitta und Pitta ist Feuer ja das feurige, das
[14:16] temperamentvolle, das wird von Pitta geregelt, auch der
[14:19] Intellekt, die analytischen Fähigkeiten.
[14:22] Jetzt müssen wir echt unterbrechen, weil wir machen
[14:25] noch mal einen extra Podcast zum Thema Ayurveda und und wie wir
[14:30] das vielleicht zusammenbringen können mit unserer westlichen
[14:33] Logik, weil da ist ja, da muss ganz, ganz viel dran sein, und
[14:37] dann, das müssen wir im im noch mal viel genauer klären, also du
[14:41] kriegst, jetzt, lassen wir es mal so stehen, über die
[14:44] Pulsdiagnostik hat das eigentlich.
[14:47] Mit der Herzfrequenzvariabilität zu tun du kriegst ganz viel über
[14:50] das Stresslevel deines Patienten über die Pulsdiagnostik raus.
[14:54] Ist das was, kann man das auch mit der mit so einem Ring
[14:57] messen, zum Beispiel HFV, ist das dasselbe?
[15:00] Ja, also so ein Ring ist natürlich wunderbar.
[15:03] Ich habe jetzt gar nicht an, aber du hast einen an und die
[15:07] Herzdatenvariabilität spielt natürlich eine ganz wichtige
[15:10] Rolle, weil es über das vegetative Nervensystem auch
[15:13] geregelt wäre. Und wenn die
[15:15] Herzratenvariabilität hoch ist, dann ist es sehr positiv, obwohl
[15:19] man natürlich zunächst glaubt, das Herz sollte ganz, ganz
[15:22] regelmäßig schlagen und dann hat man aber rausgefunden, dass es
[15:25] viel besser ist, wenn es da zwischendrin ein paar
[15:28] Unregelmäßigkeiten gibt oder dass die Abstände zwischen den
[15:32] Herzschlägen etwas größer ist. Das bedeutet, dass wir einen
[15:37] niedrigeren Stresslevel haben, ja, je höher der Sympathikus
[15:40] ist, umso. Regelmäßiger werden die
[15:43] Herzschläge und dadurch sinkt die Herzratenvariabilität.
[15:47] Das heißt, unsere Stressresistenz ist nicht sehr
[15:49] hoch. Ich erzähle jetzt nicht, welche
[15:52] herzfrequenzvariabilität ich habe.
[15:55] Ich erzähle es ja nachher unter 4 Augen.
[15:57] Aber sie muss sicher nur hingehängt sein.
[16:00] Ganz schlimm. Echt, ganz schlimm.
[16:02] Das heißt, du hattest in letzter Zeit viel Stress.
[16:05] Schon seit Jahren. Also ich meine, irgendwie muss
[16:07] man ja das alles entwickeln und auch.
[16:09] Nicht sonderlich gut für das, was du propagierst.
[16:12] Ja, da hast du ein Cevity. Ist das nicht das optimale?
[16:16] Ja, das ist meine einzige Achillesferse.
[16:18] Ja, jetzt habe ich das doch ausgeplaudert, okay also du
[16:22] kannst ziemlich gut sehen, spüren am Puls und natürlich
[16:26] andere Faktoren. Du sprichst auch mit deinen
[16:29] Patienten. Wie hoch das Stresslevel ist und
[16:32] vielleicht noch eingeschoben. Wir kommen jetzt gleich zur
[16:35] Meditation, was ich so wahnsinnig wichtig finde,
[16:39] eingeschoben, aber etwas, von dem ich auch meine kann, auch
[16:42] aus meiner eigenen Weltsicht kommen, wir müssen ja schon
[16:47] unterscheiden zwischen chronischen Dauerstress, der
[16:49] schlecht ist, also toxisch, und hormetischem Stress, das heißt
[16:54] also. Leichter Stress oder auch mal
[16:57] eine kurze Stressphase, wo man sich wahnsinnig ins Zeug legt.
[17:01] Aber was tolles erreicht und dann sich wieder entspannen
[17:03] kann. Wie ist die ayurvedische Sicht
[17:06] auf diese beiden Stressformen, die man ja vielleicht beide
[17:10] berücksichtigen sollte? Absolut.
[17:12] Also es ist gerade für dich als long chevity Expertin natürlich
[17:19] wichtig zu, das weißt du ja auch.
[17:22] Beispielsweise hat man festgestellt, dass Menschen, die
[17:25] unter chronischem Stress leiden, das nennt man ja heute toxischen
[17:29] Stress, sehr ähnliche epigenetische Muster haben wie
[17:35] alte Menschen, also dass jemand beispielsweise mit Mitte oder
[17:39] Ende 30, der unter chronischem toxischem Stress leidet,
[17:44] Methylierungsmuster in seinem Epigenom in seinem Epigenom
[17:48] aufweist. Die sehr ähnlich sind wie bei
[17:52] alten Menschen. Und das bedeutet, dass Stress
[17:55] chronischer, toxischer Stress den Alterungsprozess massiv
[17:59] vorantreibt. Das ist ein Aspekt, die.
[18:01] Genetische Uhr haben wir erklärt in Podcasts, also unsere
[18:05] diejenigen, die jetzt noch mal nachgucken wollen, die können
[18:08] sich gerne bei zum Beispiel Björn Schumacher, dem
[18:11] Professorin Köln, sich den Podcast noch mal anhören.
[18:14] Wunderbar. Und der hormetische Stress, der
[18:16] wird in der ayurvedischen Medizin, es ist ja ein
[18:19] Anpassungsprozess, ja, es ist ein Schutzmechanismus auch für
[18:23] die Zellen, beispielsweise ausgelöst durch Kälte, durch
[18:27] einen Kältereiz, durch Wärme, durch Bewegung, und, was ganz
[18:32] wichtig ist, auch durch Nahrungsentzug, also
[18:34] beispielsweise durch das Intervallfasten oder in dem man
[18:38] grundsätzlich mal ein bisschen fastet, was aus ayurvedischer
[18:41] Sicht übrigens nicht für jeden. Absolut geeignet ist also der
[18:46] Hormetische. Stress spielt in der
[18:47] ayurvedischen Medizin als therapeutische Maßnahme eine
[18:51] wichtige, eine wichtige Rolle und gerade in der ayurvedischen
[18:55] Medizin spielt die Langlebigkeitsstrategie
[18:58] natürlich eine ganz entscheidende Rolle.
[19:01] Also das ist, was du gerade gesagt hast.
[19:03] Diese Verbindung herzustellen ist was ganz, ganz
[19:06] entscheidendes, Ich habe das gerade versucht in meinem neuen
[19:10] Buch, ja, auch wenn es sich um die Langlebigkeit dreht, dann.
[19:14] Wie man die ayurvedischen Prinzipien und die modernen Dong
[19:18] javity Strategien zusammenbringt und wie die, die sich auch
[19:22] ergänzen und wie die eine das andere auch bestätigt, und das
[19:26] ist, glaube ich, aus meiner Sicht sehr wichtig, dass man
[19:28] schauen muss, gibt es da Übereinstimmung und sagen beide
[19:33] das gleiche, und dann kann man sich eigentlich recht gut darauf
[19:35] verlassen. Dein Buch erscheint ja bald,
[19:38] sagst du mal kurz den Titel, Wir machen dann mit deiner
[19:40] Einverständnis natürlich vorausgesetzt.
[19:44] Wir machen dann noch einen Podcast.
[19:46] Wie heißt das Buch? Weil das.
[19:47] Aktiv verjüngen und die Betonung liegt auf aktiv.
[19:52] Ja, weil wir können etwas tun für unsere Verjüngung, ich
[19:56] meine, das ist ja deine ganze deine ganze Botschaft, ja, dass
[19:59] die Menschen von in jedem Moment anfangen können, ihr Leben auch
[20:04] so einzustellen, dass es für die Langlebigkeit positiv ist.
[20:08] Ab wann kommt es auf den Markt? Wann kommt es auf den Markt?
[20:11] 23. April.
[20:13] Ja, dann machen wir gleich einen Termin für den nächsten Podcast.
[20:16] Super, entschuldige, dass ich unterbrochen habe.
[20:19] Also ich finde das ganz wichtig, dass wir das uns bewusst machen,
[20:22] was du gerade gesagt hast. Es gibt eben für unsere vor
[20:26] allem unser Stoffwechsel, unsere Zellen, den positiven Effekt von
[20:30] Stress, Kälte, Stress, Bewegung, also richtig auch sich mal
[20:34] auspowern von Sauna oder Wärme, von Fasten und noch noch einiges
[20:40] andere mehr und. Das eben nicht auf Dauer.
[20:44] Das ist das wichtige übrigens, was mich persönlich betrifft,
[20:48] ich bin ja, seit ich meinen letzten epigenetischen Test
[20:52] gemacht habe, ich kann gar nicht unter Dauerstress stehen, ich
[20:54] bin 11 Jahre jünger, wer glaubt wird selig, wer ist gratuliert,
[20:59] wer es glaubt, wird selig, also man muss mal gucken, welche
[21:01] epigenetische Uhr das war, und ich mache immer noch normalen
[21:03] Test. So, also jetzt kommen wir zu
[21:05] dem, was du deinen Patienten empfiehlst.
[21:07] Du hast festgestellt kurzdiagnostik Gespräch, viele
[21:10] andere Parameter vielleicht aus dem Blut.
[21:13] Was empfiehlst du deinen Patienten im Dauerstress?
[21:17] Wir kommen auf die Meditation, aber vielleicht ist es ja noch
[21:19] mehr, ja. Es geht dann im Wesentlichen
[21:22] darum, das ganze System so einzukreisen um und jetzt komme
[21:27] ich wieder auf das Varta zurück um das Varta zu beruhigen.
[21:31] Es geht. Darum immer eine Balance wieder
[21:33] herzustellen, die möglicherweise verloren gegangen ist.
[21:37] Und jede Krankheit entsteht immer durch ein Ungleichgewicht,
[21:41] ja das Ungleichgewicht, wodurch auch immer, wenn die Homöostase
[21:45] verloren geht, dann ist ist die Tür offen für eine Krankheit
[21:49] und. Jetzt gibt es nun Möglichkeiten,
[21:52] bestimmte Dinge zu tun, die das System wieder beruhigen oder die
[21:56] es anregen. Und ein wesentlicher Aspekt ist
[21:59] natürlich der Aspekt der Ruhe, also Schlaf spielt natürlich
[22:03] eine absolut herausragende Rolle, wurde sehr, sehr lange
[22:07] unterschätzt mit der Long Gravity Forschung hat der Schlaf
[22:10] wieder eine ganz andere Bedeutung gewonnen und was
[22:13] insbesondere so interessant ist, dass so alte.
[22:17] Maßnahmen, die wir von unseren Großeltern schon kennen.
[22:20] Plötzlich wieder so aktuell werden ja beispielsweise dieser
[22:24] Satz, der Schlaf vor Mitternacht zählt doppelt, ja, das hat man
[22:28] wirklich festgestellt, dass das stimmt, weil die
[22:30] Tiefschlafphasen vor Mitternacht eben deutlich häufiger vorkommen
[22:35] als nach Mitternacht, ja nach Mitternacht der Schlaf dazu
[22:38] dient, vor allem die die Erfahrungen, die man während des
[22:43] Tages gemacht hat, und die synaptischen Verbindungen, die
[22:46] dann in. Bestimmte Erfahrungen auch
[22:49] repräsentieren und die dann in die Großhirnrinde verlagert
[22:52] werden, die zu stabilisieren und zu stärken.
[22:55] Und das passiert dann hauptsächlich in der rem Phase,
[22:58] die in der zweiten Nachthälfte stärker werden.
[23:00] Also das sind wichtige Faktoren, also Ruhe spielt eine wichtige
[23:04] Rolle, Ernährung spielt eine richtige Rolle, alles was du am
[23:08] Anfang gerade erwähnt hast und natürlich Meditation,
[23:11] Stressmanagement spielt eine entscheidende Rolle.
[23:14] Ja, entgiftende Maßnahmen, Bewegung, all die Dinge, die
[23:19] unsere Gesundheit fördern. Also Stressmanagement.
[23:22] Dazu gehört, wirklich im Alltag zu schauen, wie kriege ich das,
[23:25] was ich mir vorgenommen habe, erstmal geklärt, muss ich mir
[23:28] das alles vornehmen und zum zweiten, wenn ich es mir
[23:30] vorgenommen habe, wie kriege ich das entspannt in meinen Tag
[23:33] rein, nicht unser Thema heute, sondern du hast das Stichwort
[23:36] gesagt, Meditation, und da bist du ja ein super Profi.
[23:41] Um es vielleicht nicht sehr ayurvedisch zu formulieren, die
[23:45] Transzendentale Meditation ist ja dein Thema, du hast ja, ich
[23:49] kann mich sagen, du bist Meister, du hast auf jeden Fall
[23:52] eine so langjährige und umfassende Erfahrung, vielleicht
[23:56] beschreibst du, du hast ja deine Doktorarbeit auch über
[23:59] Transzendentale Meditation und Herz Kreislauf System
[24:02] gesprochen. Beschreibst du mal wie tief
[24:05] deine Erfahrung einfach persönlich ist?
[24:08] Mit dieser Form der Meditation? Also ich habe die Meditation vor
[24:13] über 50 Jahren gelernt. Diese spezielle Form der
[24:16] Meditation, Transzendentale Meditation, die vielen
[24:19] vielleicht vom Begriff her jetzt gar nicht mehr so bekannt ist.
[24:22] Die wurde sehr, sehr populär. Ende der 60er Jahre, als die
[24:26] Beatles angefangen haben, die Meditation zu lernen und mit
[24:31] Maharishi Maishiogi, der die Transzendentale Meditation in
[24:35] den Westen gebracht hat, nach Indien gegangen sind und die.
[24:41] Diese Meditation kommt aus der Yoga Tradition.
[24:44] Es ist also nicht irgendetwas ganz Neues, sondern es ist etwas
[24:47] uraltes. Die Yoga Tradition ist viele
[24:50] 1000 Jahre alt und da kommt die her.
[24:54] Ich habe dann in den 70er Jahren meine Doktorarbeit darüber
[24:58] gemacht, übrigens interessanterweise bei einem,
[25:02] das würde dich vielleicht interessieren bei einem.
[25:06] Arzt Swank, Geriater, Professor der Inneren Medizin und
[25:10] Ordinarius dort an der Universität Würzburg, und seine
[25:15] große Leidenschaft war Centeneriens ja über 100
[25:20] Jährige. Es gab zu der Zeit in
[25:22] Deutschland keinen einzigen über 100 Jährigen, den er nicht auf
[25:26] Herz und Viren untersucht hat, der hat die immer zu Hause
[25:29] besucht mit einem großen Lieferwagen angekommen, hat
[25:32] sämtliche Geräte da auch dabei gehabt.
[25:34] Und dann hat er so ein rares Exemplar damals noch da am Ende
[25:39] des Semesters seinen Studenten vorgestellt.
[25:41] Das war die populärste Vorlesung in der Medizin überhaupt, im
[25:45] Ganzen, in der ganzen Universität, da war der
[25:48] Vorlesungssaal immer gerammelt voll, jetzt muss ich eine kleine
[25:50] Anekdote noch erzählen, und der Mann, der in meinem Semester
[25:54] war, war 104 Jahre alt, und nachdem alle medizinischen
[25:58] Aspekte durchdiskutiert waren, fragte mein Doktorvater diesen
[26:02] Mann jetzt, sagen sie mal diesen jungen Menschen, was ist denn
[26:06] das Geheimnis ihres Alters, und dann sagte er, ja, er hat immer
[26:10] versucht, im Laufe seines Lebens Stress aus dem Wege zu gehen,
[26:13] und deswegen hat er sich mit seiner Frau nach seiner
[26:16] Pensionierung ein kleines Häuschen am Waldrand gekauft,
[26:19] und immer, wenn es Stress zwischen ihm beiden gab, hat er
[26:22] seinen Mantel, seinen Schirm und seinen Hut genommen und ist in
[26:25] den Wald spaziert und dann hielt er kurz inne und sagte ja und so
[26:29] auf diese Art und Weise hat er die letzten 40 Jahre eigentlich
[26:32] fast immer nur im Wald verbracht.
[26:34] Also das war das Geheimnis seines Alters.
[26:38] Volle Ehe dieser, dieser Professor von mir, dessen Frau
[26:45] Meditierte, und er hatte aber ein neues Gerät bekommen von der
[26:49] Nasa, das auf unblutige Weise das Herzminutenvolumen bestimmen
[26:54] konnte. Und was seine Frau da so trieb
[26:57] mit der Meditation, das war ihm auch nicht so ganz geheuer.
[27:00] Und er wusste, dass ich mich für das Thema interessiere und hat
[27:03] dann gesagt, machen sie da mal jetzt eine Studie drüber, ich
[27:06] möchte wissen, was passiert bei einer fortlaufenden Messung,
[27:10] wenn jemand meditiert mit dem Herz Minuten Volumen, das ist
[27:14] die Menge Blut, die das Herz in einer Minute umwälzt und dem
[27:17] Herzschlagvolumen, das ist die Menge Blut, die das Herz mit
[27:20] einem Schlag auswirft, mit dem Blutdruck und der Herzfrequenz
[27:24] und und da habe ich meine Doktorarbeit drüber gemacht, und
[27:27] da kam eben raus, dass während der Meditation sowohl das
[27:31] Herzminutenvolumen wie das Herzschlagvolumen, der Blutdruck
[27:35] und die Herzfrequenz sinken, und zwar signifikant sinken, und das
[27:38] war deswegen interessant, weil das war diesem Professor
[27:42] natürlich klar, diese Herz Kreislauf schonende Methode,
[27:47] sich für die Langlebigkeit nur positiv auswirkt, das weiß man
[27:50] ja auch, wenn beispielsweise Menschen eine niedrige
[27:53] Herzfrequenz haben. Dass das für die Langlebigkeit
[27:55] sehr positiv ist, ja, im Gegensatz zu jemand, der eine
[27:59] sehr hohe Herzfrequenz hat, und das hängt natürlich auch wieder
[28:02] mit dem autonomen Nervensystem zusammen, also in der
[28:05] Meditation, das war im Wesentlichen die Windessetz, hat
[28:09] sich gezeigt und herausgestellt, dass rein physiologisch
[28:13] betrachtet genau das Gegenteil von dem passiert, was in einer
[28:17] Stressreaktion passiert, und das war natürlich eine sehr
[28:21] interessante. Erfahrung, die ich da gemacht
[28:24] habe. Ich persönlich.
[28:25] Für mich kann jetzt nur sagen, diese Meditation ist das Beste,
[28:29] was ich in meinem Leben gelernt habe.
[28:31] Das Tolle ist daran, dass sie so einfach ist.
[28:34] Ja, man macht es zweimal am Tag 20 Minuten setzt sich bequem hin
[28:38] und dann wendet man diese Technik an, die auf der
[28:43] natürlichen Tendenz des menschlichen Geistes beruht.
[28:46] Und was ist die natürliche Tendenz des menschlichen
[28:49] Geistes? Stell dir vor, du sitzt an
[28:52] deinem Schreibtisch und studierst eben keine Long
[28:56] Charity Forschung, die dir unheimlich Spaß macht und die
[29:00] dich begeistert und dich voll in ihren Bann zieht, sondern du
[29:04] kümmerst dich um deine Steuererklärung und plötzlich
[29:08] hörst du aus dem Nebenzimmer deine Lieblingsmelodie und das
[29:11] merkst du dann nach einer gewissen Zeit, dass du überhaupt
[29:14] nicht mehr dich um deine Steuererklärung gekümmert hast,
[29:17] sondern. Dein Geist ganz automatisch zu
[29:20] der Melodie gewandert ist und der Grund ist einfach der, weil
[29:25] die Melodie, also die Musik, für dich angenehmer zu erfahren war.
[29:30] Das heißt, ganz automatisch strebt unser Geist immer
[29:34] dorthin, wo es angenehmer wird, und deswegen hat Aristoteles mal
[29:39] den schönen Satz gesagt, der Zweck des Lebens ist die
[29:42] Ausdehnung von Glück, also wir sind permanent darum.
[29:47] Bemüht unser unser Glück zu vermehren, unser Lebensglück und
[29:53] dieses Lebensglück suchen wir dauernd im Außen.
[29:56] Ja, wir wollen immer schönere Sachen haben, wir wollen mehr
[29:59] Geld haben, wir wollen einfach dafür sorgen, dass es uns
[30:03] materiell besser geht, ja, dass wir gute Freunde haben, dass wir
[30:07] tollen Urlaub haben, das heißt, wir suchen unser Glück permanent
[30:10] im außen, da ist es aber immer nur sehr vorübergehend.
[30:16] Wenn wir jetzt meditieren, dann gehen wir mal offline mit außen,
[30:22] weil normalerweise sind wir 24 Stunden online mit außen, außer
[30:26] wenn wir schlafen und wir gehen mal online mit innen, das heißt,
[30:31] wir gehen jetzt mal nach innen und in dieser Meditation, es
[30:36] gibt einen schönen Satz in der Bibel, der heißt Selig, sind die
[30:39] Arm im Geiste, ja, das heißt nicht selig, sind die ein
[30:43] bisschen bekloppt sind, sondern arm im Geiste heißt.
[30:46] Selig sind die, deren Geist arm wird an Aktivität.
[30:51] Ja, wenn du einfach ruhiger wirst im Geist.
[30:54] Wenn du zu dir kommst. Und deswegen hat Goethe das so
[30:57] schön gesagt, mal in einem Satz, wie gesagt, die beste Freude,
[31:00] also das größte Glück ist Wohnen in sich selbst.
[31:04] Also wenn man einfach bei sich ist, wenn du einen Menschen
[31:08] siehst, der total gestresst ist und du beschreibst den, dann
[31:11] sagst du, der Typ ist ja vollkommen außer sie.
[31:15] Ja, also wenn man außer sich ist und nicht bei sich ist, dann ist
[31:19] man natürlich nicht ruhig. Ja, dann ist man gestresst und
[31:23] das ist, was in der Meditation vollkommen automatisch
[31:27] stattfindet, dass der Geist ganz spontan und mühelos, wenn man
[31:33] ihm die Rahmenbedingungen dazu gibt, in diese Stille abtaucht,
[31:38] und da ist es eben sehr angenehm, und deswegen mag er
[31:41] dahin, das ist der Hintergrund. Also das ist, was in der
[31:45] Meditation stattfindet, und das ist im Wesentlichen die
[31:48] spezifische Technik der transzendentalen Meditation.
[31:51] Ich finde sie einfach so gut, auch in der ärztlichen Praxis,
[31:54] weil sie so einfach ist, so einfach auszuüben, und der
[31:58] Effekt ist relativ schnell da. Du kannst das wunderbar
[32:03] beschreiben. Man merkt auch, dass du Vorträge
[32:05] hältst dazu und die Menschen wirklich.
[32:08] Gelernt hast, total abzuholen und sie neugierig zu machen.
[32:12] Wer noch nie meditiert, hat das für sich selber auszuprobieren.
[32:16] Mir fällt noch ein Satz dazu ein, den hab ich geklaut für
[32:18] einen Buchtitel von Albert Camus mitten im tiefsten Winter
[32:22] entdeckte ich, dass in mir ein unbesiegbarer Sommer wohnt, also
[32:27] dieser Sommer, der in mir wohnt, den möchte ich erreichen, und
[32:31] der ist nicht da draußen, der ist im Winter auch bei mir.
[32:34] OK, ganz, ganz schön. Und jetzt verstehe ich auch,
[32:36] warum die Meditation transzendental heißt, weil das
[32:41] ist natürlich. N Dias, das heißt
[32:43] Überschreitest, immer feinere und feinere Aspekte des Denkens
[32:47] ganz automatisch, und der Begriff kommt ja von dem Begriff
[32:52] von dem Sanskritwort dian, das ist einer der 8
[32:55] unterschiedlichen Aspekte des Yoga, dian heißt Transzendieren.
[33:00] Und als Marischi in den Westen kam, dann hat er natürlich das
[33:03] irgendwie übersetzen müssen und hat es halt in dem auch etwas
[33:07] sperrigen Begriff Transzendentale Meditation
[33:13] gebracht. Und man muss das eine sagen, man
[33:16] hat das irgendwann später zu dem in das Kurzl TM umgewandelt.
[33:21] Also TM heißt seit transzendentalen Metern.
[33:24] Jetzt gibt es ganz viele, die sagen, ja, ich habe mal probiert
[33:27] mit der Meditation und mich da so auf den Atem zu konzentrieren
[33:31] oder meine meine Gedanken zu verscheuchen.
[33:34] Das gelingt mir alles nicht und jetzt sprichst du davon, das ist
[33:38] eigentlich ein ganz tiefes Bedürfnis meines Geistes, sich
[33:41] in diesen Zustand zu versetzen und man braucht nur die richtige
[33:45] Technik dazu, du musst es jetzt natürlich für uns erklären,
[33:50] vorneweg. Transzendentale Meditation hatte
[33:54] immer so ein bisschen, manchmal so einen negativen Beigeschmack,
[33:58] weil man wusste, Marichi hatte ganz viel Geld und man warf ihm
[34:02] auch so ein bisschen sektentum vor.
[34:04] Und man kann ja eigentlich diese Meditation nur machen, wenn man
[34:07] von dem Lehrer ein Mantra bekommt, und ohne Mantra kann
[34:11] man diese Meditation nicht machen, dann macht man sich doch
[34:14] ein bisschen abhängig von dem Lehrer, kannst du uns sagen, wie
[34:18] man das ohne. Lehrer einfach mal so, wie du es
[34:22] jetzt beschreibst, durchführen kann und dann entdecken kann,
[34:27] dass das ganz einfach ist und man nur dem eigenen Geiste
[34:30] folgen muss. Also der Lehrer ist nicht dazu
[34:33] da, dass man abhängig davon wird.
[34:35] Ich bin selber meditationslehrer, also Lehrer
[34:39] für Translator Meditation, und ich habe, glaube ich, über 10000
[34:43] Leute oder mehr in die Meditation eingewiesen im Laufe
[34:48] der Jahrzehnte. Und es ist keiner von mir
[34:52] abhängig geworden. Ja, aber man muss diese Technik
[34:55] schon lernen, und das ist ein ganz großer Unterschied bei
[34:59] dieser Meditationstechnik von anderen meditationstechniken,
[35:02] man muss das systematisch lernen und Marischi hat immer ein Wort
[35:06] gesagt, er hat gesagt, es ist nicht nur wichtig, die Erfahrung
[35:10] zu machen, sondern muss die Erfahrung auch verstehen, also
[35:13] sowohl die Erfahrung wie das intellektuelle Verständnis
[35:17] deiner Erfahrung, das ist sehr wichtig, dass weil wenn ich
[35:20] jetzt jemandem die Meditation beibringe, und ich lasse ihn
[35:23] dann alleine los, dann hat er vielleicht 3 Wochen später
[35:27] irgendeine Erfahrung, die er überhaupt nicht einordnen kann,
[35:30] und deswegen ist es wichtig, dass er dieses Verständnis dafür
[35:33] auch gewinnt, wenn jemand so einen Kurs macht, der geht über
[35:37] 5 Sitzungen und diese 5 Sitzungen, dann ist man
[35:41] vollkommen unabhängig von jemandem.
[35:43] Also ich habe viele Menschen in die Meditation eingewiesen,
[35:46] möglicherweise vor 30 Jahren. Ja, die habe ich seitdem nicht
[35:50] mehr gesehen, weil die das Halt selber in ihrem Alltag
[35:53] praktizieren, ohne dass sie irgendjemand dafür benötigen.
[35:56] Also es ist jetzt nicht wichtig, dass man die Meditation in
[36:03] zusammen mit einem Lehrer praktiziert, das macht man
[36:05] Physik zweimal am Tag, morgens und abends für eine Stunde 20
[36:10] Minuten und. Und das gibt einem einfach diese
[36:12] tiefe Ruhe und auch diese Stressresistenz.
[36:16] Man wird viel gelassener, man geht mit Stress anders um.
[36:20] Ich habe beispielsweise in jedem Kurs, den ich mache, viele
[36:23] Leute, die nicht schlafen können, und da wird die
[36:25] Meditation sensationell, ja, in wenigen Tagen kann man dann
[36:29] einfach wieder besser schlafen, aber ich erklär es vielleicht
[36:32] jetzt mal kurz. Ja, das wäre super, denn man
[36:35] muss es ja wirklich beim machen überhaupt erst lernen.
[36:38] Aber so ein Überblick, das wollen natürlich jetzt alle
[36:40] wissen und. Genau, also viele Leute haben ja
[36:43] immer die Vorstellung, wenn ich meditiere, dann darf ich
[36:46] eigentlich nicht mehr denken und so kommen immer ganz viele zu
[36:49] mir oder sagen, ich kriege mein Gedankenkarussell nicht in den
[36:52] Griff. Das dreht sich immer, und wenn
[36:54] ich mich abends ins Bett lege, dann geht das natürlich
[36:57] unentwegt weiter. Man muss das eine Wissen, der
[37:01] Geist hat eine bestimmte Funktion und diese Funktion ist
[37:06] es zu denken. Nur deswegen, weil ich mir jetzt
[37:09] einbilde, ich möchte jetzt meditieren, hört der ja nicht
[37:12] auf mit seiner Funktion. Das heißt, er stellt seine
[37:15] Funktion nicht ein, sondern natürlich denkt er.
[37:18] Aber das Denken ist jetzt kein Problem, ja, das Mantra, das du
[37:22] jetzt gerade angesprochen hast, das sind Silbenkombinationen,
[37:26] die seit Jahrtausenden bekannt sind und in der Yoga Tradition
[37:30] natürlich immer weiter vermittelt worden sind.
[37:32] Wenn jetzt ein Meditationslehrer.
[37:36] Jemanden in die Meditation einweist, dann kriegt er
[37:40] aufgrund von bestimmten Kriterien, der spricht mit der
[37:43] mit der Person, füllt den Fragebogen aus und nach
[37:46] bestimmten Kriterien wird dieses Mantra dann ausgewählt.
[37:50] Und dieses Mantra hat keine Bedeutung, sondern ist einfach
[37:54] nur eine bestimmte Frequenz und diese Frequenz, dieses Mantra
[37:59] hat folgenden Weg. Es gibt dem Geist die
[38:03] Möglichkeit, auf ganz natürliche Art und Weise zur Ruhe zu
[38:07] kommen. Warum?
[38:08] Weil das Geist? Weil das Manta, wenn ich es im
[38:12] Geist wiederhole, so auf eine ganz zarte Art und Weise
[38:15] automatisch innerlich beschreibst, du es einfach mal
[38:20] so für Kling und verhallt, das heißt, es wird feiner und feiner
[38:24] und feiner und feiner, der Geist nutzt dieses Manta auch als
[38:29] einen Gedanken. Ja, ist ja auch ein Gedanke.
[38:32] Das sind etwas, was ich denke, also ich denke dieses Mantra,
[38:36] aber dieses Mantra hat jetzt keine Bedeutung, das heißt, es
[38:39] setzt keine Assoziationskette in Gang, also wenn ich jetzt
[38:42] beispielsweise denken würde, Rose ja.
[38:46] Dann hätte ich sofort ein Bild, eine wunderbare Rose.
[38:49] Dann würde ich daran denken, okay bei meinem letzten, bei
[38:51] meinem letzten Geburtstag hat mir jemand diesen wunderbaren
[38:54] Rosenstrauß gebracht, da waren so viele Freunde da, die kamen
[38:58] von überall her und ich denke dann an meinen Geburtstag, das
[39:01] heißt, ich setze eine Assoziationskette in Gang, das
[39:04] mache ich bei dieser Meditation nicht, das manchmal hat keine
[39:07] Bedeutung, es hat aber diese Eigenschaft, den Geist
[39:10] mitzunehmen in diese feineren und feineren Bereiche hinein.
[39:14] Und jetzt kommt ein entscheidender Punkt, wenn der
[39:16] Geist sich beruhigt, stellen wir uns vor, hier ist unser Geist,
[39:20] hier ist unser Körper, wenn der Geist sich beruhigt und das
[39:23] denken immer mehr transzendiert, dann zieht der Körper mit, der
[39:30] Körper wird auch ruhiger, wenn der Geist ruhiger wird, wird der
[39:34] Körper auch ruhiger und das kann ich ja jetzt messen.
[39:37] Ja, ich kann messen, wie ist die Herzfrequenz, wie ist das
[39:39] Herzschlagvolumen, das Herzminutenvolumen, wie ist die.
[39:42] Der Muskeltonus wie sieht es beispielsweise mit meinen
[39:45] Stresshormonen aus, wenn ich plötzlich in diesen Zustand
[39:48] komme? Jetzt kann ich alles messen, was
[39:50] passiert in meinem Gehirn, ich Messe das EEG, wie verändern
[39:54] sich die Gehirnwellen, das ist alles objektiv nachweisbar und
[39:59] wenn ich jetzt feststelle, dass in der Meditation die Ruhe immer
[40:03] größer wird, dann wird sich in dieser Entspannung werden sich
[40:08] natürlich meine Verspannungen. Sprich die die Rückstände meiner
[40:15] Stressreaktionen, die werden sich mehr und mehr lösen.
[40:19] Also beispielsweise stelle ich fest, wenn irgendwo der ganze
[40:24] Hartspann in meinem, in meiner Rückenmuskulatur lässt etwas
[40:27] nach, wenn ich einfach ruhiger werde und dadurch sich das ganze
[40:31] System entspannt und dann, und das ist jetzt ganz wichtig, dann
[40:35] komme ich schließlich aus der Meditation raus und dann fühle
[40:38] ich mich einfach besser. Und dann fühle ich mich klarer
[40:41] im Kopf und ich fühle mich bereiter, in die Aktivität zu
[40:45] gehen. Also die Meditation erfüllt
[40:47] keinen Selbstzweck, sondern es ist eine Vorbereitung für
[40:51] Effektives Tun und effektives Handeln.
[40:55] Ja, und ich bin dann souveräner, ich bin stressresistenter, ich
[40:58] fühle mich besser und ich bin auch zufriedener und
[41:01] glücklicher, weil ich diese Zufriedenheit, die ich in der
[41:03] Meditation spüre, natürlich auch mit nach draußen nehme.
[41:07] Jetzt muss man das eine natürlich auch schon
[41:09] einschränkend sagen. Das ist nicht etwas von einem
[41:12] Tag auf den anderen passiert, sondern das übe ich, indem ich
[41:16] es regelmäßig praktiziere, und damit trainiere ich meine Birne,
[41:21] sprich mein Gehirn, einfach diesen Zustand mehr und mehr
[41:25] aufrecht zu erhalten, auch wenn ich aktiv bin.
[41:28] Ja, also dass ich die Ruhe mit in die Aktivität nehme und dies
[41:33] in der Aktivität, auch diese Ruhe aufrecht erhalten kann.
[41:37] Das ist der eigentliche Zweck. Also es geht nicht darum, in der
[41:40] Meditation ja so ein paar schöne Minuten zu verbringen, sondern
[41:45] im Alltag effektiv zu sein. Und da tue ich was ganz Gutes
[41:51] für meine Gesundheit und auch für meine Langlebigkeit.
[41:55] Ich bin schon ganz ruhig, wenn ich dir zuhöre.
[41:58] Ich habe viele Jahre meditiert und hatte genau immer dieses
[42:03] Thema, dass ich mich darauf. Ich habe keine TM gemacht,
[42:08] sondern ich habe mich immer darauf in Häkchen konzentriert,
[42:12] dass ich meinen Atem verlangsame und dass ich den ganz natürlich
[42:16] fließen lasse, dass ich meine Gedanken zur Ruhe bringe und
[42:21] möglichst meine Gedanken, Moskitos, wie ich sie nenne,
[42:24] vertreibe. Und das ist mir eben ganz oft
[42:28] nicht gelungen und das finde ich jetzt sehr, sehr spannend.
[42:31] Was passiert denn, wenn ich jetzt die 15 oder 20 minuten
[42:34] morgens. Mich hinsetze muss ja nicht
[42:38] unbedingt im Yoga Sitz sitzen, sondern kann es auch auf dem
[42:40] Stuhl sitzen. Beide Beine auf dem Boden, Hände
[42:43] wahrscheinlich auf den Oberschenkeln, so oder so und da
[42:50] kommen wieder die Gedanken. Also ich habe mein Mantra, wie
[42:54] verknüpfe ich das mit dem Atem und wie kann ich das möglich
[43:01] machen, dass ich nicht an meine nächsten Termine denke.
[43:04] Also. Wenn du an deine nächsten
[43:06] Termine denkst, ist das überhaupt gar kein Problem.
[43:08] Ja, weil in der Meditation kümmerst du dich weder um deinen
[43:13] Atem noch um deine Gedanken, ja, es zieht einfach alles vorbei
[43:17] wie die Wolken am Himmel vorbeiziehen.
[43:20] Es gibt viele Meditationstechniken, die über
[43:22] den Atem gehen, die TM ist eine rein geistige.
[43:27] Technik, das heißt, du kümmerst dich nicht um deinen Atem, aber
[43:30] dein Atem, wenn du zur Ruhe kommst, geht automatisch, wird
[43:34] er ruhiger und es gibt beispielsweise dann auch
[43:37] durchaus Phasen, wenn der Geist total still ist.
[43:41] Also selig sind die Arm im Geiste heißt, wenn dein Geist
[43:45] arm wird an Aktivität, wenn er still wird und wenn der Geist
[43:49] ganz, ganz still wird, dann gibt es auch Phasen und Perioden, wo
[43:53] du aufhörst zu atmen. Ja, das kann dann durchaus sein,
[43:56] dass du mal eine halbe Minute nicht mehr atmest, einfach weil
[44:00] dein Stoffwechsel sie so verlangsamt hat, dass dein
[44:03] Körper keine Energie oder sehr, sehr wenig Energie verbraucht.
[44:08] Und deswegen geht natürlich automatisch auch dein
[44:11] Sauerstoffverbrauch und dein Sauerstoffbedarf zurück und
[44:15] dadurch atmest du weniger, wenn du dann wieder rauskommst aus
[44:18] der Meditation, dann geht deine Atemfrequenz zurück.
[44:21] Es ist übrigens hochinteressant, was den Stress angeht.
[44:24] Die Menschen heutzutage atmen sehr, sehr viel häufiger, also
[44:29] schneller. Die Atemfrequenz hat im
[44:31] Vergleich zu Menschen vor 50 Jahren dramatisch zugenommen,
[44:35] und das ist natürlich auch ein Hinweis dafür, wie gestresst wir
[44:39] sind, ja, wenn wir uns sehr gestresst fühlen, dann atmen wir
[44:42] schneller, wenn wir viel Sauerstoff benötigen, wenn wir
[44:45] viel Energie verbrauchen, dann atmen wir natürlich mehr, das
[44:50] heißt? Wenn wir jetzt beispielsweise
[44:52] joggen, dann brauche ich mehr Sauerstoff.
[44:53] Deswegen atme ich häufiger. Wenn ich meditiere, dann atme
[44:58] ich automatisch weniger. Ich versuche also jetzt nicht,
[45:01] die Atmung in irgendeiner Weise zu kontrollieren oder zu
[45:04] steuern, bei der TM. Ja, es gibt viele Techniken, die
[45:08] die Atmung benutzen, also beispielsweise die
[45:11] Achtsamkeitsmeditation, die arbeitet mit der Atmung, es gibt
[45:16] ja viele Meditationstechniken, auch geführte Meditationen.
[45:20] Die sind auch alle wunderbar. Also wenn jemand eine
[45:23] Meditationstechnik ausübt, mit der wunderbare Erfolge hat,
[45:26] super beibehalten, aber es regelmäßig machen, das ist halt
[45:30] der entscheidende Punkt. Also ich versuche
[45:34] zusammenzufassen. Eigentlich ist es nicht
[45:38] unbedingt, es gibt ganz wenige Regeln.
[45:42] Das Entscheidende ist nicht, dass du auf deinen Atem in
[45:45] irgendeiner Form Einfluss nimmst, dass du deine Gedanken
[45:47] in irgendeiner Form verscheuchen willst, sondern du lässt das
[45:51] alles so, wie es da ist. Das Entscheidende ist das
[45:55] Mantra. Und wie setzt du das genau für
[45:58] dich ein, wenn du jemanden hast, der einsteigt in die TM?
[46:04] Du bringst dir einfach bei, dieses Mantra zu denken.
[46:07] Ja, du, du lernst dieses Mantra und.
[46:09] Stell dir vor, das ist deine bewusste Denkebene.
[46:12] Hier findet dein bewusstes Denken statt, was wir im
[46:16] Augenblick jetzt machen, da starten wir natürlich mit der
[46:19] Meditation, das heißt, du beginnst da mit deinem Mantra
[46:22] und dieses Mantra, wie ich vorhin gesagt habe, musst dir
[46:25] vorstellen, vielleicht wie eine Gitarrenseite ja, wenn du die
[46:28] gitarrenseite anschwingst. Dann ist es die ist der Klang im
[46:33] ersten Moment sehr stark und dann verhallt das Ganze.
[46:37] Und genauso ist es mit deinem Mantra, das Mantra verhallt,
[46:41] wenn du es auf die richtige, ganz sanfte Art und Weise
[46:44] aktivierst und der Geist reitet dann sozusagen auf dem Rücken
[46:49] des Mantras nach innen, ja, und dann wird es feiner und feiner
[46:53] und feiner und du wirst einfach stiller und ruhiger und.
[46:57] Wenn da zwischendrin irgendwelche Gedankenfetzen
[46:59] kommen, wo du vielleicht dran denkst, den muss ich ja bis
[47:01] nachher noch anrufen, dann ist das überhaupt gar kein Problem.
[47:04] Ja, du kümmerst dich einfach nicht darum, weil dich
[47:07] interessiert dieses Mal. Das ist dann zwischendrin auch
[47:10] mal weg, dann fällt es dir wieder ein und dann kommst du
[47:13] wieder drauf zurück. Also das ist einfach die
[47:15] Technik, die du lernen musst. Und dafür ist der Lehrer da, der
[47:19] Lehrer ist nicht dafür da, dass du dann regelmäßig bei ihm
[47:22] aufkreuzt und. Und in einen Teil deines deines
[47:26] Einkommens auf den Tisch legst, sondern der ist dafür da, dir
[47:30] das einmal beizubringen und diese Technik dir dann auch klar
[47:34] zu machen und dir zu erklären, wie bestimmte Erfahrungen, die
[47:39] du in der Meditation machst, einzuordnen sind.
[47:42] Ja, und wenn immer du irgendwelche Fragen hast, das
[47:45] ist auch das Schöne bei der TM beispielsweise passiert es mir
[47:48] häufig, dass mich Leute anrufen. Die in einer der Kliniken, die
[47:53] ich gemacht habe, die Meditation bei mir gelernt haben. 20 Jahre
[47:56] später und sage, ich habe das mal bei Ihnen gelernt, ich habe
[47:59] es aber irgendwie aus den Augen verloren, jetzt würde ich gerne
[48:01] wieder anfangen, könnten sie mir vielleicht das alles noch mal
[48:05] ein bisschen erklären und dann macht man das ja, also da muss
[48:08] man dann auch nichts bezahlen dafür, sondern man hat im
[48:11] wesentlichen lebenslangen Service, wenn man diese
[48:14] Meditation mal lernt. Ja, das ist halt marishi.
[48:18] War später dann ein wahnsinnig reicher Inder.
[48:22] Also da muss ich jetzt wirklich einhaken, weil das stimmt nicht.
[48:25] Ja, Marishi war ein Mönch, ja, ich, ich persönlich hatte das
[48:29] große Glück in meinem Leben, dass ich wirklich 10 Jahre mit
[48:32] ihm verbracht habe, und zwar wirklich in so einem engen Kreis
[48:35] und das stimmt einfach nicht. Marishi hat wirklich Tag und
[48:41] Nacht gearbeitet um. Diesen Aspekt der Spiritualität,
[48:47] ja, und dazu gehört die Meditation dazu, gehört auch
[48:50] Ayurveda. Yoga und Ayurveda sind ja
[48:53] schwesterdisziplinen, das in die Welt zu tragen, und er hat immer
[48:57] ganz groß und das wird dich freuen, das zu hören, ganz
[49:00] großen Wert darauf gelegt, die moderne Wissenschaft, dieses
[49:05] alte Wissen zusammenzubringen, das zu integrieren, denn das
[49:10] Entscheidende ist, dass die Wahrheit.
[49:12] Die Wahrheit verändert sich ja nicht, aber sie ist natürlich in
[49:16] den unterschiedlichen Epochen der Menschheitsgeschichte
[49:19] unterschiedlich formuliert worden.
[49:22] Und als ich jetzt beispielsweise Ayurveda zum ersten Mal gelernt
[49:25] habe, ja, da habe ich ein Buch gelesen, es gab es noch nicht
[49:28] viele englische Bücher über Ayurveda vor, über 40 Jahren, da
[49:32] wurde Bata Pitta und Kaffa immer übersetzt mit Wind, Galle und
[49:37] Schleim. Ja, das hätte vielleicht jemand
[49:39] verstanden, der im Mittelalter gewohnt gelebt hat.
[49:42] Ja, das waren ja Begriffe, die man da zu der Zeit benutzt hat,
[49:46] aber damit konnte ich 0 anfangen, nachdem ich eine
[49:50] schulmedizinische Ausbildung gemacht habe, aber wenn man dann
[49:54] versteht, was damit eigentlich gemeint ist, dann kann man da
[49:58] natürlich diese Brücken schlagen und dann stellt man fest,
[50:01] Mensch, das ist eine unheimlich ganzheitliche, personalisierte
[50:05] und. Und sehr effektive Maßnahme.
[50:08] Und und hat ganz unglaublich viel Wissen und Strategien, die
[50:12] für die Gesundheit extrem hilfreich sind.
[50:15] Ich finde es sehr spannend. Ich habe mir natürlich vorher
[50:17] durchgelesen, wer ist das gewesen und so weiter ich habe
[50:20] mich ja immer früher nur um andere Meditationsformen
[50:22] gekümmert und da immer so htm ist vielleicht so ein bisschen
[50:26] Sekte, da bin ich eben in der falschen.
[50:30] Profilierung dieses großen Meisters aufgesessen weil in
[50:33] vielen der Publikationen steht, er hätte ein sehr, sehr großes
[50:36] Vermögen hinterlassen. Und als er dann 1900 wann ist er
[50:40] gestorben? Ja, das waren ja Stiftungen, die
[50:43] da gemacht. Worden ist ja okay.
[50:45] Ja, aber das war nie eher persönlich, der Geld hatte.
[50:48] Ja, aber er hat offensichtlich irgendwie sehr viel Geld mit der
[50:52] Stiftung eingenommen. Das lassen wir aber jetzt
[50:54] wirklich so stehen. Ich habe damit überhaupt gar
[50:56] kein Thema. Was?
[50:57] Ich versuche ja immer vom Zuhörer Zuschauerin zu denken.
[51:00] Viele denken sich jetzt bestimmt, also ich habe da jetzt
[51:02] schon ganz viel gespürt, was da dran sein kann, und das ist
[51:07] spannend für mich, aber wie gehe ich mit diesem Mantra um, das
[51:11] spreche ich ja nicht, das denke ich, und in welchem Rhythmus
[51:16] denke ich das, und ja, also wie nähere ich mich oder werde ich
[51:22] vielleicht dann auch 1 mit diesem Mantra, vielleicht kannst
[51:25] du uns dazu noch was sagen. Ja, ich denke das einfach nur.
[51:29] Ja, ich denke, dieses Mantra auf eine ganz zarte Art und Weise,
[51:32] und das verändert sich dann auch mal.
[51:35] Ja, und das lernt man eben in diesem Kurs, wie man mit diesen
[51:40] unterschiedlichen Dingen umgeht. Ich glaube, das würde jetzt nur
[51:43] verwirren, wenn man sagt, okay, wir machen das, jetzt, mache ich
[51:45] dann irgendwie selber was, sondern das macht man eben ganz
[51:48] systematisch, dann wirkt diese Technik auch.
[51:52] Ja, wenn man jetzt selber versucht, da irgendwelche Dinge
[51:54] zu machen, das wäre nicht das optimale.
[51:57] Das wäre genauso, wenn wenn ich dir sagen würde, wie jetzt eine
[52:00] Blinddarmoperation funktioniert, vielleicht das bisschen weit
[52:04] hergeholt dieses Beispiel, und dann würde jemand anfangen,
[52:08] einen Blinddarm zu operieren. Ja, also das muss man schon
[52:12] systematisch lernen. Ja, machst du.
[52:15] Machst du auch Onlinekurse? Das macht man immer nur
[52:19] persönlich. Man kann das dann später online
[52:22] machen. Ja, wenn man die Meditation also
[52:24] immer beispielsweise mit den Leuten, die ich in die
[52:27] Meditation eingewiesen habe, machen wir alle paar Wochen, 2
[52:30] Wochen oder 3 oder 4 Wochen immer so online Meditation für
[52:34] die, die Lust haben, da mitzumachen und die doch
[52:37] irgendwelche Fragen haben zwischendrin, wenn irgendwelche
[52:39] Erfahrungen nicht so ganz einzuordnen waren, dann machen
[52:43] wir das immer regelmäßig und. Es wird niemand allein gelassen
[52:49] mit den Erfahrungen, die er macht und dir fragen, die dann
[52:51] aufkommen. Ja, wenn man es beispielsweise
[52:54] mal 6 Wochen gemacht hat, sagt jetzt hätte ich aber die Frage
[52:56] oder jene Frage noch, dann werden wir die natürlich immer
[53:00] behandeln. 1. Auch jeder TM Lehrer. 1.
[53:03] Musst du jetzt trotzdem beantworten, auch wenn das dann
[53:07] eben einem Menschen, dem Lehrer zugeordnet wird, dass Mantra sag
[53:13] mal ein paar Beispiele für Mantras.
[53:17] Also diese Mantren, die werden nicht ausgeplaudert.
[53:20] Man muss folgendes sagen, es gibt unterschiedliche Formen von
[53:24] Mantren, unterschiedliche Klassen von Mantren, also
[53:28] diejenigen, die sich mit Yoga vielleicht mal beschäftigt
[53:30] haben, die haben von dem Gayatri Mantra gehört, das ist etwas,
[53:34] was man rezitiert und chaunted und dann gibt es Mantren, die
[53:38] man nur für die Meditation einsetzt und die man nur denkt.
[53:43] Es gibt ein Mantra, das haben alle schon mal gehört.
[53:46] Wahrscheinlich, das ist das Mantra.
[53:47] Ohm Ohm ist ein sehr, sehr machtvolles Mantra, und man
[53:52] muss, das ist ganz wichtig zu verstehen, mit diesen Manteln
[53:55] sehr, sehr vorsichtig umgehen. Ohm ist ein Mantra, das ist
[53:59] gemacht für Mönche, für Einsiedler, weil wenn man dieses
[54:06] Mantra benutzt. Und regelmäßig benutzt für die
[54:09] Meditation. Das ist nicht, wenn man
[54:11] beispielsweise am Ende in einer Rezitation hört man sehr häufig,
[54:15] wenn jetzt beispielsweise die vedischen Pandels sind, indische
[54:20] Gelehrte, die das Rezitieren am Ende um sagen, aber wenn man das
[54:25] regelmäßig nutzt, dann stellt man fest, dass man eine gewisse
[54:30] Gleichgültigkeit den alltäglichen Dingen gegenüber
[54:35] entwickelt. Und das ist nicht geeignet für
[54:38] jemanden, der im festen Leben steht, der seine Miete bezahlen
[54:43] muss, ja, der seinen Beruf ausübt, der seine Familie hat.
[54:47] Das ist nicht für Menschen geeignet, damit zu meditieren,
[54:51] die wirklich im Leben stehen, aber das ist so ein Mantra, das
[54:57] beispielsweise. Du verrätst jetzt keins und man
[55:00] darf auch sein Mantra nicht verraten anderen.
[55:03] Ja, man sollte das deswegen nicht.
[55:06] Man sollte es halt nicht aussprechen, das wird jetzt kein
[55:09] Riesen Theater, wenn jemand das das macht, aber ich möchte halt
[55:14] wissen, dass das auch das richtige Mantra für mich ist.
[55:16] Das ist ein Aspekt. Der zweite Aspekt ist, wenn ich
[55:20] das Mantra ausspreche, dann vergröbe ich es ja ja, das
[55:23] Mantra ist dazu da, den Geist zu verfeinern, wenn ich es.
[55:28] Ausspreche dann vergrübe ich es. Das ist das gleiche, wenn ich
[55:31] beispielsweise einen Baum Pflanze und ich nehme jetzt
[55:34] einen Apfelkern und Pflanze den in die Erde, den buddele ich ja
[55:38] auch nicht jeden Tag aus und schaue hat er jetzt schon
[55:40] gewisse Triebe, sondern den lasse ich ihm Erdreich, weil da
[55:44] arbeitet er und dann bricht er irgendwann durch und genauso ist
[55:49] es mit dem Mantra, das arbeitet in der Stille nicht, wenn ich
[55:53] wenn ich nach draußen gehe. Schönes Bild.
[55:57] Gut also das war jetzt mache ich sehr gerne eine
[56:00] Werbeveranstaltung für Bauhof als Anleitungen zur
[56:03] transzendentalen Meditation und alle haben jetzt ganz große
[56:06] Lust, bei dir einen Kurs zu belegen.
[56:09] Ich glaube auch ich, alles Wichtige haben wir, was die
[56:12] Praxis angeht, besprochen, jetzt geht es ums Tool und viele sagen
[56:17] sich auch wenn das nur 5 Sitzungen sind, dann dann
[56:20] probiere ich das ja mal. Also diese Werbeveranstaltung
[56:23] funktioniert bestimmt super. Das sollte aber keine
[56:26] Werbeveranstaltung sein. Wichtig.
[56:28] Ist so was du? Gemacht hast beispielsweise,
[56:31] dass man einfach Meditation, das ist so ein wichtiger Aspekt, und
[56:36] das wird ja immer populärer, und das ist deswegen so wichtig,
[56:40] weil sich unser Leben mit einer unfassbaren Geschwindigkeit
[56:43] verändert und das, was du jetzt mit hormetischem Stress
[56:47] bezeichnet hast, ja, das ist einfach so wichtig, dass man
[56:50] diese Stressimpulse auch leicht händeln kann.
[56:55] Ja, weil die die Zeit, die die, die verändert, sich so
[56:59] unglaublich schnell. Wir sind ja jetzt gerade in
[57:01] einer Epoche, ja, wo ich glaube, das ist jedem bewusst, ja, wie
[57:05] sich unser, unser Leben und die Welt radikal verändert, und da
[57:09] muss man in der Lage sein, damit mitzuhalten, weil die, die die
[57:14] Geschwindigkeit der biologischen Evolution, also so wie wir uns
[57:20] entwickeln und der technologischen Evolution.
[57:24] Das klafft immer mehr auseinander und die Frage wird
[57:26] sich stellen, halten wir da überhaupt noch mit, jetzt gerade
[57:29] mit der Entwicklung der KI beispielsweise, was ist da
[57:33] passiert? Da gibt es eine Korrelation zu
[57:35] der Rate der Depressionsfälle. Ja, das ist einfach
[57:38] wahrscheinlich ein ganz klarer Zusammenhang.
[57:43] Jetzt haben wir schon, wieviel Zeit haben wir denn jetzt,
[57:45] schade, ja, ich glaube, wir müssen zum Schluss kommen, aber
[57:49] ich finde es jetzt total wichtig.
[57:51] Wenn wir schon gespürt haben, was transzendentale Meditation
[57:56] bewirken kann, für jeden einzelnen und in seiner
[58:00] geistigen Welt, dann noch mal zurückzuklappen auf deine
[58:04] Doktorarbeit. Was hast du denn herausgefunden,
[58:07] welche physiologischen Marker waren denn tatsächlich
[58:12] nachweislich? Du hattest natürlich eine sehr
[58:13] kleine Gruppe von 32 Studienteilnehmern, aber was hat
[58:17] sich nachweislich verändert bei Menschen, die wie lange TM
[58:23] praktiziert haben? Also die Leute, die, die ich
[58:28] untersucht habe, und das ist eigentlich immer auch wichtig zu
[58:32] wissen, es waren nur 32 Leute, die ich in der Doktorarbeit
[58:35] untersucht habe, das war ja ein bisschen aufwendiger, eine
[58:38] Studie experimenteller Aufbau, es war trotzdem eine deutliche
[58:44] statistische Signifikanz, dass sich das Herzminutenvolumen
[58:48] reduziert hat. Das heißt, das Herz hat weniger
[58:52] intensiv geschlagen. Das Herzschlagvolumen ist
[58:56] zurückgegangen, die Herzfrequenz und der Blutdruck ist
[58:59] runtergegangen, und das hat eben alles dafür gesprochen, dass das
[59:06] Herz Kreislauf System deutlich weniger arbeiten muss.
[59:09] Also das war einfach eine sehr schonende Zeit für das Herz,
[59:13] Kreislauf System und das jetzt im Zusammenhang mit vielen
[59:17] anderen physiologischen Parametern.
[59:20] Die für Stress stehen, zeigt sich einfach, dass das eine sehr
[59:25] hilfreiche Methode ist, um sich von Stress zu befreien.
[59:29] Zum einen, um mit Stress anders umzugehen, zum anderen, ja, also
[59:35] das war die das Resultat dieser Arbeit im Wesentlichen.
[59:39] Da sind wir am Anfang unseres Podcasts gelandet und haben
[59:42] schönen Kreis geschlossen. Eine Schlussfrage muss natürlich
[59:46] sein, wie. Nutzt du heute transzendentale
[59:50] meditation, morgens 20 minuten, abends 20 minuten fragezeichen.
[59:54] Wie richtest du dir das ein, wie tust du das so ganz praktisch in
[59:58] deinen Alltag? Also ich mache das.
[1:00:00] Es ist für mich eine absolute Routine geworden.
[1:00:03] Ja, ich denke da gar nicht drüber nach, ich gehe auch nicht
[1:00:05] am Morgen ins Badezimmer und schaue im Spiegel und so, es
[1:00:09] sieht eigentlich noch ganz gut aus und putze mir jetzt nicht
[1:00:12] die Zähne, sondern dann nehme ich eine Zahnbürste und.
[1:00:15] Futze mir meine Zähne, das ist ein Automatismus, da denke ich
[1:00:18] nicht drüber nach. Und genauso habe ich einen
[1:00:20] Automatismus, meinen Geist zu reinigen und ich glaube, das ist
[1:00:23] ein ganz wesentlicher Punkt. Die Medizin hat sich
[1:00:27] hauptsächlich entwickelt durch die Veränderung der Hygiene, ja,
[1:00:31] das vergisst man sehr häufig. Aber die Hygiene war ein ganz,
[1:00:36] ganz großer Game Changer in der Medizin und auch beispielsweise
[1:00:40] für die Langlebigkeit der Menschen.
[1:00:43] Also Hygiene und diese Hygiene haben wir halt immer auf die
[1:00:46] körperliche und auf die Umwelt Hygiene bezogen.
[1:00:52] Aber die geistige Hygiene, die spielt eine herausragende Rolle,
[1:00:57] gerade in der heutigen Zeit, ja wo der Stress immer stärker
[1:01:00] wird, wo die unglaublichen Massen an Informationen, die
[1:01:04] unser Gehirn ja verarbeiten muss, ja wir müssen uns
[1:01:07] klarmachen, dass das, was Menschen vor 200 Jahren an einem
[1:01:11] Tag erlebt haben und ja, in in 7 Jahren erlebt haben oder so, das
[1:01:17] erleben wir heute an einem Tag, und das muss ja unser Gehirn ja
[1:01:20] alles verarbeiten, und deswegen ist diese geistige Hygiene so
[1:01:25] ein absolut essentieller Aspekt aus meiner Sicht und glaube ich,
[1:01:30] gerade für unsere Gesundheit absolut essentiell.
[1:01:33] Und wenn das schon. Nacht ist einfach morgens, weil
[1:01:36] ich morgens, nachdem ich aufgestanden bin, gehe ich
[1:01:37] zuerst ins Bad und dann mache ich meine Meditation.
[1:01:40] Und abends vor dem Abendessen setze ich mich auch noch mal hin
[1:01:44] und meditiere auch wieder. Und dann kann ich den Abend auch
[1:01:47] noch ganz anders genießen, weil ich natürlich wieder frisch und
[1:01:51] und voller Energie bin. Also morgens erstmal Zähneputzen
[1:01:57] und überhaupt alles wesentliche so machen, was da so anfällt und
[1:02:01] dann sich zurückziehen für eine Viertelstunde und abends nicht
[1:02:04] unbedingt kurz vorm Einschlafen, wenn man sowieso schon ein
[1:02:07] bisschen ja. Sonst will man wieder Wasser.
[1:02:14] Jetzt, ganz zum Schluss Ulli, so ein paar zusammenfassende Fragen
[1:02:18] und Antworten. Ayurveda und Healthy Longjavity
[1:02:21] wo liegen die Schnittmengen? Also die Schnittmengen sind ganz
[1:02:26] intensiv, weil Ayurveda sich ja seit Jahrtausenden ganz
[1:02:29] essentiell auch mit der Langlebigkeit befasst und.
[1:02:32] Und in den alten vedischen Texten ist man immer davon
[1:02:35] ausgegangen, dass die natürliche Lebensspanne eines Menschen bei
[1:02:38] 100 Jahren liegen sollte und aus dem Grunde sind die ganzen
[1:02:44] Hacks, die jetzt beispielsweise die moderne Nong chevity
[1:02:47] Forschung uns gibt und die ja sehr hilfreich sind, auch in der
[1:02:52] ayurvedischen Medizin bereits vorhanden, und deswegen kann man
[1:02:55] das wunderbar miteinander kombinieren.
[1:02:58] Transzendentale Meditation sagt uns.
[1:03:01] So kurz wie möglich. Wie funktioniert die?
[1:03:04] Transsedentale Meditation ist eine ganz einfache, natürliche
[1:03:09] Technik, die auf mühelose Art und Weise den Geist in feinere
[1:03:14] Bereiche bringt, den Körper damit zur Ruhe bringt und damit
[1:03:19] unsere Stressresistenz massiv erhöht.
[1:03:22] Das war jetzt sehr kurz, aber das ist im Wesentlichen, was in
[1:03:26] der Meditation passiert. Und sagt uns in 3 Punkten, wie
[1:03:30] man es ganz praktisch macht. Man setzt sich ganz bequem hin,
[1:03:35] das ist ganz wichtig. Man schließt die Augen, man
[1:03:39] lernt dann, wenn man die Transzendentale Meditation
[1:03:42] erlernt hat, ein Mantra, das ist eine Silbenkombination, die
[1:03:46] keine Bedeutung hat und die dem Geist auf ganz natürliche und
[1:03:50] mühelose und spontane Art und Weise erlaubt.
[1:03:54] Zu transzendieren also feinere Aspekte des Denkens zu
[1:03:58] transzendieren und dann schließlich in einem Zustand
[1:04:01] reinen Bewusstseins anzukommen, wo der Geist vollkommen nur bei
[1:04:05] sich selbst ist. Muss ich auf den Atem achten?
[1:04:10] Wir müssen uns überhaupt nicht auf den Atem konzentrieren, weil
[1:04:14] es eine rein geistige Technik ist.
[1:04:17] Aber wenn der Geist zur Ruhe kommt, zieht der Geist den
[1:04:20] Körper mit. Das heißt, die Atmung wird
[1:04:22] automatisch. Reduziert werden, der Herzschlag
[1:04:25] wird reduziert sein, die Muskulatur wird sich entspannen,
[1:04:29] Stresshormone gehen runter und solche Glückshormone wie
[1:04:32] Serotonin oder Dopamin werden automatisch gesteigert in der
[1:04:37] Meditation. Muss ich Gedanken verscheuchen?
[1:04:40] Gedanken Moskitos. Nein, muss ich nicht, sondern
[1:04:43] die Gedanken, die werden immer ein Teil unserer geistigen
[1:04:46] Aktivität sein. Wir lassen die Gedanken einfach
[1:04:49] nur ganz mühelos vorbeiziehen und.
[1:04:52] Kümmern wir uns in der Meditation nicht groß darum.
[1:04:56] Welche positiven Effekte für Herz Kreislauf hast du in deiner
[1:04:59] Doktorarbeit herausgefunden? Ich habe festgestellt in meiner
[1:05:03] Doktorarbeit, dass in der Meditation das Herz Kreislauf
[1:05:06] System geschont wird, dass das Herzminutenvolumen zurückgeht,
[1:05:12] das Herzschlagvolumen, der Blutdruck absinkt und auch die
[1:05:15] Herzfrequenz. Zur Ruhe kommt das wirkt sich
[1:05:18] natürlich auch auf Dauer auf den Blutdruck sehr positiv aus und
[1:05:23] auf die Herzfrequenz, auch auf die hohe Herzfrequenz in unserem
[1:05:27] Alltag, also in der Aktivität, was für das Herz Kreislauf
[1:05:30] System natürlich sehr schonend ist.
[1:05:34] Wieso kann Meditation stressresilienz stärken?
[1:05:38] Weil wir in der Meditation einfach den Kontakt zu unserer
[1:05:43] Inneren Mitte. Finden und dann auch in einer
[1:05:47] Stresssituation sehr viel souveräner und gelassener mit
[1:05:51] der Situation umgehen können. Also Ulli, das war jetzt eine
[1:05:56] unglaublich tiefe und zugleich sehr, sehr gut verständliche
[1:06:01] Einführung in die Transzendentale Meditation, aber
[1:06:04] auch in das Denken des Ayurveda. Und ich könnte mir vorstellen,
[1:06:08] dass jetzt ganz viele dabei sind, sich zu überlegen.
[1:06:11] Ich würde gerne ein eigenes Mantra haben, also dazu brauche
[1:06:13] ich einen Lehrer und das Ganze dauert ja nicht so ganz lange,
[1:06:17] ich probiere das mal, vor allem, weil in diesen Zeiten
[1:06:21] stressresilienz so wichtig ist wie noch nie.
[1:06:24] Danke dir Dr. Ulrich Bauhofer, ayurvedischer Arzt, aber eben
[1:06:29] auch ein klassischer westlicher Schulmediziner, von der
[1:06:32] Ausbildung her, danke dir. Ich danke dir ganz herzlich
[1:06:35] wieder. Danke fürs Zuhören.
[1:06:37] Ich hoffe diese Folge hat dir gefallen.
[1:06:40] Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes, wenn
[1:06:44] du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast
[1:06:47] unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen,
[1:06:51] damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast
[1:06:54] und seine Inhalte leichter gefunden werden.
[1:06:58] Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram,
[1:07:02] tik tok, Facebook oder Youtube. Ich freue mich immer über
[1:07:06] Feedback und weitere Fragen von dir.
[1:07:10] Alles wird gut, aber nicht von alleine.

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