# Meistgehört: Wechseljahre ohne Hormone? Dr. med. Sheila de Liz im Gespräch mit Nina Ruge

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 8 Feb 2026, 47 min.

Audio: https://traffic.megaphone.fm/APO8454757293.mp3

In dieser Folge spreche ich mit Dr. Sheila de Liz, Fachärztin für Gynäkologie und eine der profiliertesten Stimmen zur modernen Hormonmedizin. Im Mittelpunkt steht die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren – ein Thema, das bis heute stark emotionalisiert und von alten Studien, Ängsten und Missverständnissen geprägt ist. Wir sprechen darüber, warum die Angst vor Brustkrebs wissenschaftlich nicht mehr haltbar ist, welche gesundheitlichen Vorteile eine zeitgemäße, individuell begleitete Hormontherapie haben kann und wo ihre klaren Grenzen liegen. Diese Folge ordnet ein, klärt auf und zeigt, warum die Wechseljahre kein Schicksal sein müssen, sondern ein Wendepunkt für gesunde Langlebigkeit sein können. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: - Warum gilt die Angst vor Brustkrebs durch Hormonersatztherapie heute als überholt? -Welche Fehler prägten die WHI-Studie nachhaltig die Leitlinien? - Welche gesundheitlichen Vorteile zeigt moderne Hormonersatztherapie langfristig? - Welche Rolle spielt Hormonersatztherapie bei Osteoporose-Prävention? - Warum beginnt Prävention idealerweise bereits in der Perimenopause? - Für welche Frauen ist Hormonersatztherapie klar kontraindiziert? - Welche Unterschiede bestehen zwischen Tabletten und transdermaler Therapie? - Welche Bedeutung haben Progesteron und Testosteron für Frauen? - Können Rezeptoren im höheren Alter wieder ansprechbar werden? - Was leisten pflanzliche Alternativen realistisch – und was nicht? Weitere Informationen zu Dr. Sheila de Liz findest du hier: https://www.dr-de-liz.de/ / Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-167

## Transcript

[0:00] Der Young, Unser Podcast seit so vielen Folgen seid ihr dabei,
[0:04] hoffe ich doch mal. Und wenn ihr es nicht wart,
[0:06] haben wir jetzt ein paar folgen, die sehr, sehr erfolgreich
[0:09] waren, die wir euch nicht vorenthalten wollen.
[0:11] Und da ist eine ganz vorne, das ist Shila Deliz, ihr wisst, die
[0:15] Gynäkologin, natürlich hat sie einen Doktortitel, die sich
[0:19] besonders mit Hormonersatztherapie und
[0:21] Menopause beschäftigt. Ihr Klartext zur
[0:26] Hormonersatztherapie? Der ist einfach Hörens und
[0:31] sehenswert. Du wirst ja sicher täglich mit
[0:37] diesen Hitzewallungen der Diskussion konfrontiert.
[0:41] Das ist etwas, was man uns Frauen beigebracht hat, wovor
[0:45] wir Angst haben müssen. Ja, also das musst du auch
[0:47] machen. Das Studiendesign war ja der
[0:48] Horror. Und die deutschen Ärzte?
[0:50] Wahrscheinlich ist das in anderen Ländern auch so, glauben
[0:53] die Leitlinie, ist ein Gesetz. Hormonersatztherapie macht
[0:57] Brustkrebs. Das ist ist widerlegt.
[0:59] Ich kann so lange nehmen, bis bis man ins Grab geht.
[1:03] Das biologische Alter kann gesenkt werden mit einer
[1:07] Hormonersatztherapie. Die Rezeptorenempfindlichkeit
[1:10] nimmt ab. Aber wer sagt denn, dass sie
[1:12] nicht wieder zunimmt, wenn noch Hormone wieder dazugehen?
[1:14] You don't know weather it works or not.
[1:18] Darf ich dir ein Geheimnis verraten?
[1:19] Bitte willkommen bei Stay Young. Hormonersatztherapie kann für
[1:25] Frauen ein Jungbrunnen sein mit den Wechseljahren und auch
[1:29] danach. Die aktuellen Studien sprechen
[1:31] unbedingt dafür. Trotzdem hat die Sache mit der
[1:34] Hormonersatztherapie immer noch sowas wie n Glaubenskrieg Touch.
[1:38] Kaum ein anderes Thema zur Frauengesundheit kocht die
[1:41] Gefühle so hoch, deshalb möchte ich heute eine Expertin zu Wort
[1:44] kommen lassen, die Hunderte Tausende Frauen mit
[1:47] Hormonersatztherapie betreut und ich möchte sie auch fragen.
[1:52] Bei welchen Frauen sie ganz klar no go sagt keine
[1:55] Hormonersatztherapie und welche Wege es gibt, ohne diese gut
[1:59] durch die Wechseljahre zu kommen.
[2:01] Sie ist Fachärztin für Gynäkologie.
[2:03] Und ihr Name ist bekannt, weil sie Klartext spricht zu allem,
[2:07] was Frauen über ihren Körper wissen wollen, vom Erotik tabu
[2:11] bis zum Kinderwunsch. Ein Bestseller war Woman on
[2:15] Fire, alles über die fabelhaften Wechseljahre, Doktor schila
[2:19] delés toll, dass du da bist. Willkommen bei Stay Young.
[2:23] Hallo, schön, dass ich da sein darf.
[2:25] Danke, freut mich sehr. Danke für die nette tolle
[2:28] Anmoderation. Ja, du wirst ja sicher täglich
[2:30] mit diesen. Hitzewallungen der Diskussion
[2:33] konfrontiert Hormonersatztherapie macht
[2:36] Brustkrebs Frauen lass bloß die Finger davon.
[2:39] Wie erklärst du dir diese Emotionalität auch dieser
[2:43] Abwehrreflex? Wie erklärst du dir das bis
[2:47] heute? Zum einen ist es so, dass viele
[2:52] natürlich Angst vor Krebs haben, generell Angst vor Krebs.
[2:55] Viele sind der Meinung, dass Brustkrebs die Todesursache
[2:59] Nummer 1 ist bei Frauen, was übrigens nicht stimmt.
[3:04] Viele assoziieren damit irgendwie, dass man die Brust
[3:06] verliert, dass man beide Brüste amputiert bekommt, dass man die
[3:08] Haare verliert. Alle diese Schreckensbilder, die
[3:10] man so sieht, das ist das eine und das andere ist natürlich
[3:16] Hormone, Hormone. Das ist etwas, was man uns
[3:20] Frauen beigebracht hat, wovor wir Angst haben müssen.
[3:23] Ja, Hormone machen komische Sachen mit uns machen, dass wir
[3:28] vielleicht oberlippen Haare bekommen, machen, dass wir
[3:30] vielleicht schlechte Laune bekommen, machen, dass wir
[3:32] vielleicht Heißhungerattacken bekommen, machen mit unserem
[3:35] Körper Körper etwas, was wir nicht kontrollieren können, das
[3:38] sind beides 2 Emotionen, die schwer, schwer zu, ja schwer zu
[3:42] bändigen sind, sagen wir mal so, aber es sind Emotionen und
[3:44] keine. Keine Fakten, sondern Emotionen.
[3:47] Und das, das ist immer schwierig.
[3:49] Ne Emotionen sind n bisschen was was schwammiges.
[3:51] Dann haben wir natürlich dazu, dass wir in der also ganz, ganz
[3:56] breit gesagt wir in der Medizinwelt, man hat uns ja auch
[4:00] ganz viel Angst vor Brustkrebs und hormonasa Therapie.
[4:04] Reingehämmert ins Hirn, ne, also wirklich dann relativ früh um
[4:07] Gottes Willen keine Hormone und dann nur, wenn es unbedingt gar
[4:11] nicht anders geht, zu einer Kommune verordnen, dann wirklich
[4:14] so schnell so schnell wie möglich wieder absetzen und
[4:16] sowas und die meisten von uns und ich inklusive damals haben
[4:20] das erst mal so übernommen, haben gesagt, OK, das ist jetzt
[4:22] neuste Stand der Dinge, dass das machen wir so, dann ist das halt
[4:24] so, man muss dazu sagen, ich war selbst noch nicht in den
[4:26] Wechseljahren, hab gedacht, Gott, das ist halt so.
[4:28] Ja, und je mehr man in der Medizin tätig ist und je länger
[4:32] man dann in der Praxis tätig ist und je mehr man sieht, wie die
[4:34] Frauen, leidet man selbst auch noch in das Alter an reinkommt,
[4:38] dann fängt man an, da n bisschen mehr zu recherchieren und da, da
[4:43] kam dann noch Erstaunliches zutage, als ich das gemacht
[4:45] habe. Ich freu mich sehr, dass diese
[4:49] Folge Stay Young von Avea unterstützt wird.
[4:52] Damit können wir aufwändige Inhalte ganz ohne Kosten für
[4:55] dich zur Verfügung stellen. Und auch auf anderen Plattformen
[4:58] verbreiten. Unsere Expertengespräche bleiben
[5:01] dabei natürlich unabhängig. Dafür stehe ich ein, Danke Avea,
[5:08] nach meiner Sportkarriere habe ich einen Bio Age Test gemacht
[5:12] und festgestellt, dass ich nicht etwa biologisch jünger, sondern
[5:15] biologisch älter war, das hat mich ziemlich schockiert, ich
[5:17] nehme heute NML und resveratol, also das Vitality Bundle von
[5:20] Avea und ich habe bereits nach einem Jahr festgestellt, dass
[5:23] ich inzwischen biologisch jünger bin als chronologisch.
[5:29] Danke awer. Und jetzt geht's weiter mit
[5:32] unserem Podcast. Stay Young, lass uns das kurz
[5:36] mal angucken, weil ich glaube, dass diese diese Studie, du
[5:40] sprichst ja auf die indirekt an diese whi Studie Women's Health
[5:44] Initiative 1991 bis 2001 auf der beruht ja im Grunde alles.
[5:50] Die Leitlinien der Gynäkologen, die Angst und die Abwehr der
[5:54] Gynäkologen, auch derjenigen in den in den, die diese
[5:58] Gesundheits und Leitlinien schreiben.
[6:01] Ja, und das hat sich dann natürlich auch auf die Frauen
[6:04] übertragen, bitte noch mal kurz Faktencheck, was ist von dieser
[6:09] Studie, die allen Angst gemacht hat, übrig geblieben?
[6:13] Meinst du was an an Wahrheiten übrig ist?
[6:15] Die Wahrheit an Fakten kann man sagen, dass die, was man auch in
[6:22] der WHI Studie gesehen hat, ist, dass man weniger Darmkrebs
[6:26] bekommt und dass man weniger Knochenbrüche bekommt.
[6:30] Das sind die Dinge, die bis heute gelten, und es gab noch
[6:34] eine WHI 2 Studie darf man nicht vergessen die WHI 2 Studie
[6:38] untersuchte nur Östrogene. Dabei hat man festgestellt, dass
[6:43] die Frauen weniger Brustkrebs haben.
[6:45] Die Östrogene nehmen nochmal, die Frauen haben weniger
[6:48] Brustkrebs, die Östrogene nehmen das von wi 2 wi 1 wie gesagt,
[6:52] das einzige was übrig geblieben ist sind das sind die Dinger die
[6:55] ich denken kann, ach so und weniger Diabetes, also weniger
[6:58] Diabetes, weniger Knochenbrüche und weniger Darmkrebs, dies sind
[7:04] die 3 Fakten, die eigentlich noch bis heute Bestand haben und
[7:07] alle anderen sind widerlegt worden.
[7:09] Also die erhöhte Herz Kreislauf Geschichte, also Herz,
[7:12] Kreislauf, Erkrankung, erhöhte Brustkrebsrisiko und so weiter
[7:15] das gilt heute nicht mehr. Und erst jetzt haben sich die
[7:18] Autoren, ich glaub, das ist jetzt ein oder 2 Jahre her,
[7:21] dieser ersten WHI Studie quasi entschuldigt und haben gesagt,
[7:25] Oh, da haben wir ja vielleicht doch viele auf den falschen Weg
[7:28] gebracht und vielleicht noch mal ganz kurz, die haben ja damals
[7:31] den Frauen in den USA vor allem. Stuten, Urin, Hormone gegeben
[7:36] und haben das Frauen gegeben? Einfach wenn die Regel nicht
[7:39] mehr da war hat man hat keinen Hormoncheck gemacht in
[7:42] gigantischen Dosen und hat gar nicht geguckt was die für
[7:46] Vorerkrankungen hatten, übergewichtige Frauen, Frauen
[7:49] mit Herz, Kreislauf, Erkrankungen et cetera in
[7:51] höchsten Dosen denen das verpasst.
[7:53] Ne also das muss man auch mal. Das Studiendesign war ja der
[7:56] Horror. Studiendesign war gar nicht
[7:58] darauf ausgelegt zu gucken, macht machen Hormone Brustkrebs,
[8:02] das war überhaupt der Witz. Dieses Studiendesign war
[8:05] gemacht, um zu gucken, kann man damit einen einen positiven
[8:08] Einfluss auf die Herz, Kreislauf Gesundheit nehmen und man hat
[8:12] Frauen genommen die also man musste eine Doppelblindstudie
[8:15] machen, das bedeutet man musste. Eine Gruppe von Frauen, die
[8:18] Tabletten geben, und eine Gruppe von Frauen in Placebo geben und
[8:21] das ganze Konzept funktioniert nur, wenn diese beiden Gruppen
[8:25] keine Symptome haben, das heißt, man konnte keine Frauen in den
[8:28] Wechseljahren nehmen, quasi die Ende 40 waren Anfang 50, weil
[8:32] die hätten sofort gemerkt, meine Hitzewallungen sind weg und
[8:34] hätten sofort gewusst, ich bin in der in der Tablettengruppe,
[8:38] deswegen hat man ist man viel höher gegangen und hat Frauen
[8:40] genommen die um die 63 war glaub ich das Alter.
[8:45] Also um das 63. Lebensjahr waren, um
[8:47] sicherzugehen, dass diese Frauen ja keine Hitzewallung mehr
[8:49] haben. Und das allein war, finde ich,
[8:51] schon ein ein ganz großer Fehler erstmal.
[8:53] Und dann hat man natürlich nicht auf den Rest geachtet.
[8:55] Man hat natürlich nicht darauf geachtet, welche Vorerkrankungen
[8:58] sind da, wie, wie, wie übergewichtig sind die denn und
[9:01] das, das war 1 der vielen Fehler wirklich 1 der vielen Fehler von
[9:05] vornherein. Aber wie erklärst du dir das?
[9:08] Ich mein, das ist ja jetzt wirklich widerlegt.
[9:11] Die Ergebnisse dieser Studie. Hormonersatztherapie macht
[9:15] Brustkrebs das ist widerlegt. Aber wie erklärst du dir, dass
[9:19] ich immer noch ganz, ganz viele Zuschriften bekomme und Anfragen
[9:23] Hey von Frauen in den Wechseljahren und auch danach
[9:28] ich mein Arzt, der der reagiert, nicht der, der will nicht, dass
[9:32] ich das mache und der sagt, ich soll das auch erst dann machen,
[9:35] wenn ich ganz dolle Beschwerden habe und dann sofort wieder
[9:37] absetzen. Wieso sind deine Kolleginnen und
[9:40] Kollegen da so hinten dran? Kleine Überraschung, nämlich
[9:48] eine kurze Unterbrechung in eigener Sache.
[9:50] Unser Podcast hat ja 10 Tausende Zuhörerinnen und Zuhörer, aber
[9:55] nur etwa 30% haben ihn abonniert mit deinem kostenlosen Abo auf
[10:00] dieser Plattform hilft sie ja mit, dass noch mehr Menschen
[10:03] unsere Experten Gespräche hören können.
[10:05] Also ich verspreche dir alles dafür zu tun, dass dieser
[10:08] Podcast noch besser wird und die auch in Zukunft noch mehr mehr
[10:12] wert bietet und. Abonnier bitte vielen Dank für
[10:15] deine Unterstützung und jetzt weiter in der Folge.
[10:23] Es fehlt natürlich vielleicht die Zeit oder vielleicht auch
[10:26] das Interesse, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
[10:29] Aber zum anderen, glaube ich, verfällt man da so in so eine
[10:32] Art Gruppen Gruppendenken, gruppenhirn, Gruppenzwang, dass
[10:37] man das Gefühl hat, naja, wenn alle irgendwie der Meinung sind,
[10:39] dann ist es, dann muss da was dran sein.
[10:42] Und dass keiner da hingeht und das das hinterfragt, das ist
[10:46] glaub ich so n ganz großes Problem.
[10:48] Und diese Ärzte haben häufig auch wirklich auf der einen
[10:50] Seite Angst davor, dass die, dass die Frau irgendwie
[10:53] Brustkrebs bekommt und auf der anderen Seite haben die ganz oft
[10:57] auch gar keine Zeit, sich richtig fortzubilden, das ist
[11:01] glaub ich ein ein ganz großes Problem, auch einfach unter den
[11:04] unter den Ärzten. Es hilft natürlich nicht.
[11:07] Wenn die deutsche Menopausengesellschaft wir sind
[11:10] uns da nicht nicht unbedingt einer Meinung und die deutsche
[11:12] Menopausengesellschaft sagt ja, es braucht ja auch nicht jede
[11:16] Frau Hormone unbedingt nur wenn es wirklich sein muss und bis
[11:21] vor n paar. Ja, und das war bis vor n paar
[11:23] Jahren haben die also paar Jahren damit mein Ich 23 Jahren
[11:26] haben die immer noch steif und fest behauptet, vielleicht tun
[11:29] sie es heute noch. Dass 30% der Frauen schlimme
[11:32] Wechseljahresbeschwerden hat. 30% haben moderate Beschwerden
[11:36] und 30% haben gar nichts und das stimmt nicht, das bezieht sich
[11:39] ja nur auf Hitzewallung. Ja, aber zu sagen, 30% haben gar
[11:42] nicht und 30% haben moderat das das das verschleiert schon
[11:45] wieder das Problem und tut so als hätten 60% der Frauen gar
[11:49] keine so wirklichen gar kein wirkliches Problem und es hätten
[11:52] nur 30% der Frauen wirkliche Probleme.
[11:54] Und die hätten auch ne Hitzewallung.
[11:56] Auch nur 3 Jahre, dann wären sie auch weg und lauter.
[11:58] Solche Dinge werden immer wieder immer wieder wiederholt und wenn
[12:01] ich mich auch mit der deutschen Wind und Pausengesellschaft
[12:04] unterhalte, dann sagen die auch wieder ja, also das Risiko unter
[12:07] Hormone ist ja ist ja moderat oder Fan wetten Worte wie
[12:11] überschaubar anstatt zu sagen nicht da ja das das ist das ja,
[12:15] also wenn es nicht mal von ganz oben irgendwie relativiert wird.
[12:20] Ist das auch n Problem? Es ist das Problem über die
[12:22] Kollegen, die nicht wissen an was sie sich halten sollen und
[12:25] die deutschen Ärzte, wahrscheinlich ist das in
[12:27] anderen Ländern auch so, glauben die Leitlinie ist ein Gesetz.
[12:31] Und die deutschen Leitlinien der Deutschen Long Pausen
[12:34] Gesellschaft sind ja keine Gesetze, das sind keine, das
[12:36] musst du so machen, sonst kriegst du Ärger, sondern es ist
[12:38] zunächst einmal ein Vorschlag, es ist, es ist jedem überlassen
[12:42] zu schauen, inwieweit er sich daran hält oder inwieweit er
[12:46] schaut, was für seine Patientin am besten ist.
[12:48] In dem Moment und ich glaub diese individuelle Betrachtung
[12:52] fehlt oft. Und jetzt kommt die Long javity
[12:55] Forschung zusammen mit den Hormonspezialisten, die sagen
[13:00] also. Das ist ein
[13:02] Langlebigkeitswunder, dass man, das ist natürlich nicht
[13:05] wissenschaftlich formuliert, dass wir mit einer
[13:08] Hormonersatztherapie bewirken können.
[13:11] Das fängt an bei einer epigenetischen Verjüngung, ja,
[13:14] also ne langsamere Alterung zu Alterung zum Beispiel.
[13:17] Das biologische Alter kann gesenkt werden mit einer.
[13:20] Hormonersatztherapie lass uns noch mal ein Paar.
[13:23] Du hast ja schon gesagt, weniger Diabetes, weniger Herz,
[13:26] Kreislauf, Erkrankungen, weniger Brustkrebs, weniger Darmkrebs
[13:31] gibt es noch. Gibt es noch was?
[13:33] Was ganz viel also, es gibt eigentlich kaum ein etwas, was
[13:39] man aus der Apotheke, was man aus der Apotheke bekommen kann,
[13:43] was so viele gesundheitliche Vorteile.
[13:46] Für die Frau überhaupt haben kann wie Hormonersatztherapie.
[13:49] Deswegen sage ich immer, wir stellen die falschen Fragen, wir
[13:51] müssen aufhören, die Frage zu stellen, werde ich sterben, wenn
[13:54] ich hormonersatztherapie nehme, sondern was wird mir passieren,
[13:58] wenn ich keine Hormonersatztherapie nehme, weil
[14:00] die Frage ist ja doch deutlich spannender, es ist auf alle
[14:04] Fälle, also die, die das Altern wird verlangsamt, die
[14:08] Entzündungsfaktoren nehmen ab im Blut, wir wissen, dass die, dass
[14:12] die Hormonersatztherapie. Wahnsinnig positive Effekte hat
[14:16] auch das Herz Kreislauf System auf die Gefäße an und für sich
[14:20] einfach nur mal zur vielleicht um das Ganze in das in das
[14:24] richtige und das Ganze einfach noch mal richtig zu verstehen.
[14:28] Frauen sterben in Deutschland nicht an Brustkrebs als Nummer 1
[14:32] Erkrankung sondern herzkreis Herz, Kreislauf Erkrankung
[14:35] Nummer 1, also Herzinfarkt oder Schlaganfälle und Nummer 2 an
[14:39] Demenz Erkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer.
[14:42] Und bei diesen beiden Krankheiten kann die
[14:44] Hormonersatztherapie wirklich, wirklich, wirklich entscheidend
[14:48] dazwischen gehen. Wir können unsere Gefäße sehr
[14:51] lange, sehr gesund, sehr flexibel halten, sehr weich
[14:54] halten, können Arteriosklerose vermeiden, damit also natürlich
[14:58] müssen wir gesund Essen und Sport machen, das ist völlig
[15:00] klar, aber hormonersatztherapie ist ein ein, ein Mittel,
[15:05] wirklich um ganz, ganz viele Dinge, ganz viele Krankheiten
[15:07] einfach vorzubeugen, das ist völlig klar, oder nehmen wir mal
[15:10] Osteoporose. Osteoporose wird auch auch
[15:13] wieder von der Deutschen Menopause Gesellschaft so n
[15:15] bisschen heruntergespielt. Das hätten nicht so viele
[15:17] Osteoporose, das stimmt nicht. Ja, die meisten Frauen die um
[15:20] die 70 sind oder die 80 sind haben dünne Knochen, die
[15:23] sogenannte osteopenie mal mindestens wenn sie nicht so ne
[15:26] Osteoporose haben, das ist was fast normales wenn man länger
[15:31] keine Hormone im Körper hatte. Wir wissen, dass dass 30% aller
[15:37] Frauen eine Hüftfraktur bekommen.
[15:40] Im Alter. Wir wissen, dass von diesen 30%
[15:42] 50% sich davon nicht mehr erholen, ja, und dass auch
[15:48] wiederum 30% davon daran sterben werden, also da steht da auf der
[15:51] auf der Sterbeurkunde Sterbeurkunde steht dann
[15:54] Todesursache, vielleicht Lungenentzündung oder sonst
[15:57] irgendwas oder Lungenembolie, aber schlussendlich, was hat sie
[15:59] ins Bett gebracht, dann die Fraktur und das sind Dinge finde
[16:02] ich, die wir auch auf alle Fälle wirklich ernst nehmen müssen.
[16:05] Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, du kannst dein
[16:08] Altersheim. Dein Ticket ins Alter sein
[16:11] kannst du vermeiden oder gar nicht erst einlösen müssen, wenn
[16:15] du unter Hormonersatztherapie stehst.
[16:17] Ne und das da steh ich auch voll zu.
[16:19] Für mich ist das oder absolut zu, für mich ist das 1 der 1 der
[16:23] wichtigsten Tools die wir haben. Es ist nicht das einzige und 1
[16:26] der wichtigsten Tools die wir haben um gesund zu bleiben um
[16:29] lange gesund zu bleiben. Auch noch die das Immunsystem ne
[16:32] die blutbildenden Stammzellen, die werden aktiviert und länger
[16:36] jung erhalten, das heißt das Immunsystem bleibt fitter, das
[16:40] wiederum schützt ja auch vor Krebs.
[16:42] Oder vor anderen, natürlich ganz schrecklichen Krankheiten.
[16:45] Und dann auch noch der Fettstoffwechsel im Blut.
[16:47] Ne HDL geht hoch und LDL geht runter unter hormonersatz super.
[16:51] Spannend, super spannend, absolut absolut.
[16:54] Also wir wissen auch mit dem Immunsystem vielleicht noch mal
[16:57] ganz, ganz spannend. Zahlen aus China haben gezeigt,
[16:59] dass Frauen, die an Covid 19 erkrankt sind, die unter
[17:02] Hormonersatztherapie standen. Deutlich seltener an der
[17:05] Erkrankung gestorben sind und deutlich seltener ins
[17:07] Krankenhaus mussten als die, die nicht die keine Hormone genommen
[17:12] haben. Finde ich auch wichtig.
[17:13] So, und ich hab mich natürlich sehr gut eingelesen auf unser
[17:16] Gespräch, hab Studien gefunden, auch neuere Studien, die aber
[17:20] von einer erhöhten Thrombosegefahr und in manchen
[17:24] Zusammenhängen doch von einer erhöhten Herzinfarktgefahr unter
[17:28] Hormonersatztherapie sprechen. Was sagst du dazu?
[17:34] Ich würde mit dir Wetten, dass in diesen Studien nicht die
[17:38] moderne Hormonersatztherapie untersucht wurde, sondern dass
[17:42] sie immer wieder auf die Zahlen zurückgegangen sind.
[17:44] Von Hormonersatztabletten, die man geschluckt hat.
[17:47] OK, geh ich mir da fast briefen, das also absolut, weil das die
[17:51] moderne Hormonersatztherapie ist.
[17:52] Ja eine, die man also die Östrogene verteilt man über die
[17:55] Haut, die werden über die Haut aufgenommen und damit umgeht man
[17:58] ja ein Thromboserisiko und auch ein Schlaganfallrisiko und auch
[18:02] ein Herzinfarktrisiko, völlig klar, völlig klar, weil der
[18:05] Körper nicht unterscheiden kann. Woher kommt jetzt dieses
[18:09] Östrogen in der Blutbahn? Es muss nichts umgebaut werden,
[18:11] es wird das Gerinnungssystem nicht aktiviert, ich gehe mit
[18:14] dir Brief in Siegel ein, dass diese Leasing Studien, weil das
[18:17] Erlebnis hab ich immer wieder es kommt wieder ne Studie und das
[18:19] heißt oder Metaanalyse, das heißt Wir haben alle Studien
[18:21] untersucht und Hormone machen Thrombosen und man schaut genau
[18:25] ganz genau, welche Präparate sind zum Einsatz gekommen sind
[18:29] fast alle alle alle diese diese equine Östrogene oder
[18:33] konjugierte Östrogene, also sprich die Tabletten.
[18:36] Und Equin heißt aus Pferden. Genau das ist genau die, die aus
[18:41] Pferde pipi. Genau, genau.
[18:42] Und wir sagen, ich bezähle mich dazu bioidentische Hormone
[18:47] niedrig dosiert, aber nicht zu niedrig und natürlich
[18:51] hormonspiegel regelmäßig kontrolliert.
[18:53] Das ist eine moderne Hormonersatztherapie, jetzt hast
[18:56] du nur von Östrogen gesprochen, ich hab auch in meinem neuen
[19:00] Buch widersprüchliche Aussagen von Hormon Experten.
[19:04] Zum Thema Gestagen soll man beides machen oder nicht?
[19:09] Ich bin mir wurde jetzt empfohlen, ich nehme beides,
[19:13] aber das Gestagen nur 2 Wochen im Monat auch im.
[19:17] Himmelswillen nein, himmelswillen nein, also
[19:20] gestagene. Dazu ist erstmal das natürliche
[19:24] Gestagen, ist ja unser Progesteron und die meisten von
[19:27] uns oder die meisten nehmen ein bioidentisches Progesteron. 2
[19:31] Wochen im Monat ist überhaupt gar nicht nötig früher, ich sag
[19:33] mal vor 1015 Jahren ja 15 Jahren, als die Bioidentische
[19:38] Hormonersatztherapie noch in Deutschland in den Kinderschuhen
[19:40] war, hat man, hat man so ein bisschen die Philosophie
[19:44] erarbeitet und gesagt, wir müssen versuchen, den
[19:47] natürlichen Zyklus der Frau nachzuahmen und in dem
[19:51] natürlichen Zyklus der Frau ist es ja so, dass wir ein
[19:53] Progesteron hoch haben in der zweiten Zyklushälfte.
[19:57] Ein ein, ein Gedankenfehler ist dabei.
[20:00] Wir haben ja, wenn wir einen Zyklus haben, sagen wir mal,
[20:02] Mitte 20 haben wir nicht in der ersten Zyklushälfte 0
[20:05] Progesteron, sondern wir haben immer so n bisschen Spiegel und
[20:10] dann natürlich in der zweiten Zyklushälfte mehr, aber auf der
[20:13] anderen Seite ist es so, wenn man gestagene nimmt, wenn man
[20:16] Progesteron nimmt, weil man es zum Beispiel für die Stimmung
[20:19] braucht, weil man es zum Beispiel braucht zum Gut
[20:20] schlafen um Himmelswillen oder gegen.
[20:23] Herzrasen, ein ganz, ganz häufiges Zeichen von von zu
[20:27] wenig Progesteron ist, dass man Herzrasen bekommt,
[20:30] beispielsweise ja dann, wenn ich das doch, das den ganzen Monat
[20:34] brauche, warum soll ich das so 2 Wochen im Monat nehmen, das
[20:36] Macht überhaupt keinen Sinn. Aber nicht jede Frau, nicht
[20:40] jeder Frau empfiehlst du Progesteron.
[20:42] Man muss jede Hormonersatztherapie nuanciert
[20:46] angehen. Das bedeutet, ich muss erst mal
[20:48] schauen, was hat diese Frau für Probleme.
[20:50] Hat sie denn noch eine Periode? Ja, nein, und wenn, dann, wie
[20:53] regelmäßig oder unregelmäßig und was hat sie denn für spezifische
[20:57] Probleme? Also wenn eine Frau einen
[20:58] regelmäßigen Zyklus hat und sagt, dass sie in der zweiten
[21:00] Zyklushälfte. 3 besondere Beschwerden hat.
[21:04] Dann muss ich dann nicht den ganzen Zyklus jetzt
[21:06] beispielsweise behandeln, sondern wirklich dann punktuell
[21:08] diesen Bereich zunächst einmal behandeln.
[21:10] Wenn eine Frau mir sagt, aber sie hat seit 3 Jahren keine
[21:13] Periode mehr, sie schläft jede Nacht sehr, sehr, sehr schlecht,
[21:16] wäre es unfair zu sagen, jetzt hast du 14 Tage lang Progesteron
[21:19] und 14 Tage lang schläfst du nicht, das glaube ich nicht.
[21:25] Gut, trotzdem noch mal kurz nachgefragt.
[21:27] Eine reine Östrogen Ersatztherapie empfiehlst du
[21:30] normalerweise nicht. Ach so okay wenn man eine
[21:35] Gebärmutter hat, nicht nein. Also wenn man eine Gebärmutter
[21:37] hat, muss man, wenn man eine Gebärmutter hat, muss man ein
[21:40] Gestagen nehmen als Gegengewicht zum Östrogen, weil Östrogen ja
[21:45] die Eigenschaft hat, dass sie die Gebärmutterschleimhaut
[21:48] aufbaut und sie muss sonst abgebremst werden durch ein
[21:51] Gestagen, weil man sonst, was häufig sonst vorkommt, ist, dass
[21:54] man anfängt unkontrolliert zu bluten oder Schnürblutungen zu
[21:57] bekommen. Und schlimmstenfalls, dass man
[22:00] Polypen bekommt, die dann auch entarten können in Krebs, also
[22:03] in Gebärmutterkrebs. Deswegen macht man das nicht,
[22:05] deswegen gibt man nicht unkontrolliert Östrogene und
[22:08] deswegen ist es auch immer wichtig, dass, wenn man in der
[22:10] Hormonersatz unter Hormonersatztherapie steht, dass
[22:13] man regelmäßig auch die Gebärmutter mit einem
[22:15] Ultraschall untersucht, das gehört dazu, dass man einfach
[22:17] das Organ überwacht, wenn man das aber alles macht und das
[22:20] alles unter in kontrollierten. Bedingungen, Rahmenbedingungen
[22:24] stattfindet, dann passiert da so schnell nichts.
[22:26] Also es ist auch nicht so. Ich bekomme manchmal besorgte
[22:29] Anrufe oder e Mails von Patienten, die sagen, ich habe
[22:32] jetzt 4 Tage lang kein Progesteron, ist es denn jetzt
[22:35] schlimm, steigt dann auch das Krebsrisiko?
[22:37] Nein, also so was passiert vergehen wirklich dann mehrere
[22:41] Monate bis Jahre, also dass man das unkontrolliert einnimmt?
[22:44] Ganz häufige Frage die ich bekomme.
[22:46] Ich bin schon in der Perimenopause, aber habe noch
[22:50] ein bisschen meine Regel. Ich hab oder andere sagen, ich
[22:54] bin schon lange raus aus den Wechseljahren.
[22:57] Wann soll ich beginnen und wie lange sollte könnte eine
[23:02] Hormonersatztherapie durchgehalten werden?
[23:07] Also wir empfehlen, die Hormonersatztherapie bereits in
[23:11] der Perimenopause zu beginnen, weil man dort die günstigsten
[23:15] Effekte hat und die günstigsten Langzeiteffekte.
[23:18] Da kann man es auch am ehesten die oder kann man auch am
[23:21] ehesten die Gefäßgesundheit auch erhalten, wenn man bereits
[23:24] beginnt, sagen wir mal mit Mitte, Ende 40 man kann, man
[23:30] sagt bis 10 Jahre nach der letzten Periode darf man auch
[23:35] ein Hormonersatztherapie auch beginnen, also wenn man
[23:37] vielleicht die letzte Periode ist jetzt 3 Jahre her und man
[23:41] einschließt sich jetzt doch dazu ist das auch wunderbar, kann man
[23:44] meistens noch sehr sehr sehr gut machen.
[23:46] Und die Hormonersatztherapie, wenn man eingestellt ist, darf
[23:49] und nach meiner Meinung soll man sie nehmen, bis man 120 Jahre
[23:53] alt ist, also nicht aufhören wo man aufhört, das wissen wir,
[23:56] fangen die Gefäße an zu erkranken, ja dann fängt alles
[24:00] andere auch an an krank zu werden, also nicht von jetzt auf
[24:03] gleich, aber dann dann hat man, entzieht man den Körper, diesen
[24:06] riesen Vorteil der Hormone und dann ist man halt entsprechend
[24:09] auch der Entwicklung der Alterskrankheiten dann
[24:11] ausgesetzt. Deswegen also wenn man gut
[24:12] eingestellt ist und wenn sonst wirklich da nichts dagegen
[24:15] spricht, dann so lange. Bis bis man ins Grab geht, so
[24:20] ich. Hab das.
[24:21] Fest an 1940 also ich hab das ja sag ich auch absolut eigentlich
[24:25] absolut absolut absolut. Jetzt sind es aber natürlich
[24:28] auch Frauen, die mich fragen. Die sind jetzt 65 beispielsweise
[24:31] haben schon seit 15 Jahren keine Regeln mehr und die sagen dann,
[24:34] ich hab gelesen, die Rezeptoren auf den Zellen für Östrogen, die
[24:38] bauen sich halt dann ab ohne Hormonkontakt und deshalb kann
[24:42] ich gar nicht mehr anfangen mit einer Hormonersatztherapie.
[24:46] Ist das richtig? Das würde ich, das würde ich gar
[24:49] nicht so unterschreiben, ehrlich gesagt, aber ich würde es nicht
[24:52] unterschreiben. Das wäre für mich absolut kein,
[24:54] nicht ein No go. Also wenn eine Frau 62 oder 64
[24:59] Jahre alt ist und wie du sagst, die Periode ist erst schon sehr
[25:01] lange her, wenn sie sonst gesund ist.
[25:04] Würde ich auf alle Fälle dennoch mit ihr eine Therapie
[25:07] diskutieren wollen? Weil warum soll ich ihr dann
[25:09] diesen Vorteil entziehen? Die Rezeptorenempfindlichkeit
[25:13] nimmt ab, aber wer sagt denn, dass sie nicht wieder zunimmt,
[25:16] wenn wir Hormone wieder dazu geben?
[25:17] Wir kennen das ja aus dem Aus dem Genital kennen wir das ja
[25:21] so, dass die auch die Haut sich abbaut, dass auch die
[25:24] Empfindungsrezeptoren auch sich abbauen im Genital bei
[25:28] Hormonmangel, und das werden wir Hormone wieder lokal hinzufügen,
[25:31] also zum Beispiel eine vaginale Oskogencreme, dass diese
[25:34] Rezeptoren ohrenempfindlichkeit wieder zunimmt.
[25:36] Deswegen würde ich gar nicht das als als Totschlagargument dann
[25:41] ansehen wollen mit den Rezeptoren, also das kann sich
[25:43] alles erholen, ja auf alle Fälle, auf alle Fälle, also wenn
[25:46] es geht, warum nicht? So, jetzt kommen wir zu den
[25:48] Fällen, die keine Hormonersatztherapie auf keinen
[25:52] Fall machen sollten. Das sind Frauen, die Brustkrebs
[25:55] hatten, der Rezeptor positiv für Östrogen ist richtig.
[26:01] Genau genau also Frauen, die also generell, und ich spreche
[26:05] jetzt hier ganz generell, generell sagt man, Frauen, die
[26:07] ein Hormon positiven Brustkrebs hatten, sollen keine
[26:11] Hormonersatztherapie nehmen, das hat den Hintergrund, dass diese,
[26:15] dass die Krebszellen auf ihrer Oberfläche diese
[26:18] Hormonrezeptoren haben und entsprechend freudig auf Hormone
[26:22] reagieren, indem sie anfangen zu wachsen, deswegen sagt man dann
[26:26] generell nein, es gibt Fälle, natürlich bei Brustkrebs.
[26:30] Und zwar die Frauen, die ein Hormon negativen Hormonrezeptor
[26:33] negativen Brustkrebs hatten. Für die gibt es keinen Grund,
[26:37] den kein Hormon, den keine Hormonersatztherapie zu
[26:40] verordnen, und das ist leider etwas, was ich wiederholt sehe,
[26:44] jüngere Frauen, die ein negativen, ein Hormon Hormon
[26:47] negativen Brustkrebs hatten, wo die Frauenärzte ihnen dennoch
[26:51] keine Hormone geben wollen, und das ist das.
[26:55] Das ist schade, weil das sind zum Teil wirklich junge Frauen,
[26:57] wo wir dann jetzt schon wissen, Sie werden Probleme bekommen mit
[27:00] Osteoporose, sie werden Probleme bekommen, frühzeitig mit
[27:03] Arteriosklerose, mit all diesen Dingen, obwohl überhaupt nicht
[27:07] wirklich nachgewiesen ist, dass Hormone, also
[27:10] hormonersatztherapie, jetzt schlecht sein soll bei
[27:13] hormonnegativem Brustkrebs und das, das finde ich schade.
[27:16] Und ich bin bei meiner Recherche auf eine Studie gestoßen von der
[27:21] Uni in Las Palmas. Die nennt sich MCC Studie, die.
[27:25] Die haben herausgefunden, dass 40% aller Brustkrebsfälle nach
[27:29] der Menopause, und zwar die, die Rezeptor positiv sind, also die
[27:35] aber dann erst entstehen, ja nach der Menopause, dass die
[27:39] durch das Fettgewebe gefördert werden.
[27:41] Also das waren adipöse Frauen, 70%, mehr erkrankten Frauen, die
[27:47] eben fettleibig waren an diesem Brustkrebs als Normalgewichtige,
[27:51] die hatten keine Hormonersatztherapie, aber.
[27:53] Aber das heißt, Östrogen aus dem Fett kann Brustkrebs machen,
[27:58] wenn das eben ein Östrogenrezeptor positiver ist.
[28:02] Und das heißt dann aber auch, Östrogen kann Brustkrebs machen.
[28:08] Das ist ein bisschen vereinfacht dargestellt, wenn ich das mal so
[28:11] sage. Also erstens ist es ja so, dass
[28:13] ich glaube nicht, dass die in der Studie explizit gesagt
[28:15] haben, wir gehen davon aus, dass dass das Östrogen im Fett
[28:20] absoluten Brustkrebs fördert, wir müssen davon erstmal
[28:23] ausgehen, dass eine Frau, die übergewichtig hat, sehr viele
[28:26] Entzündungsprozesse sowieso im Körper hat, gewissen Dingen
[28:28] unterworfen ist. Zweitens ist das Östrogen, was
[28:31] aus dem Fett kommt, das sogenannte Östron, das.
[28:33] Das ist nicht das, was wir geben in der Hormonersatztherapie.
[28:36] Und drittens muss man auch sagen, dass die die meisten
[28:41] Brustkrebserkrankungen generell auf dieser Welt sind.
[28:44] Hormonrezeptor positiv, aber warum ist das so?
[28:47] Das ist nicht so, weil sie durch Hormone ausgelöst wurden, das
[28:51] muss man ganz anders verstehen, diese Tumorzelle hat auf ihrer
[28:56] Oberfläche das. Rezeptorin für Hormone weil
[29:00] diese Tumorzelle früher mal eine gesunde Brustzelle war.
[29:04] Die ist jetzt nicht entstanden, aus dem nichts, dann war
[29:07] plötzlich eine Tumorzelle, die war früher gesund und jede
[29:10] gesunde Brustzelle hat Rezeptoren auf ihrer Oberfläche,
[29:14] es ist also quasi noch ein Relikt aus der Zeit, als sie
[29:16] eine gesunde Zelle war, und man hatte diesen, diesen, diese
[29:20] Eigenschaft genommen und. Um den Brustkrebs zu bekämpfen,
[29:24] indem man Frauen ein Antihormon gegeben hat?
[29:26] Oder gibt es in Tablettenform nach der Diagnose.
[29:31] Deswegen kann man aber nicht den Umkehrschluss nehmen und sagen,
[29:34] Östrogene machen Krebs. In dieser Studie steht das auch
[29:38] nicht so explizit drin, da steht Frauen mit Übergewicht oder mit
[29:41] einem Body Maß Index von so, die haben häufig Brustkrebs oder
[29:44] häufiger Brustkrebs und wie du sagtest.
[29:46] Aber nicht Östrogen. Also das ist ein, da schaut man
[29:49] sich nur einen ganz kleinen Teil davon an.
[29:51] Wie gesagt, übergewichtige Frauen haben gerade auch gerade
[29:55] auch im Alter ganz viele andere Probleme häufig noch da haben
[29:59] wie gesagt erhöhte Entzündungsfaktoren, wenig
[30:01] Sport, offensichtlich schlechte Ernährung, also ich glaube da
[30:04] kommt einiges dazu. Sollten dann Frauen, die
[30:06] Übergewicht haben, keine Hormonersatztherapie machen?
[30:10] Würde ich auf keinen Fall sagen, das würde ich auf keinen Fall.
[30:12] Ich soll eher versuchen, ihre Ernährung in den Griff zu
[30:14] bekommen, das ist glaube ich eher mal wichtig.
[30:16] Also. Gucken, dass sie vielleicht 50%
[30:18] von ihrer Ernährung vielleicht gemüselastig ist.
[30:21] Rotes und grünes Gemüse sowas in derart und mehr Sport machen.
[30:24] Ich würde aber nicht eine Frau, weil ab wann isst man
[30:26] übergewichtig, das ist ja auch so ein Ding, da rutscht man ja
[30:29] auch in der Postmenopause auch vom Normalgewichtig ins
[30:32] übergewichtig und dann zu sagen, du kriegst keine Hormone mehr,
[30:35] ist häufig auch kontraproduktiv, zumal wir ja auch wissen, dass
[30:38] wir mit östrogenem Mangel, dass wir mehr Hunger bekommen und.
[30:42] Und dass wir auch an der Insulinsensitivität von unseren
[30:46] Zellen auch negativ drehen. Also das bedeutet, dass wir dann
[30:50] eher eine Insulinresistenz hervorrufen bei Östrogenmangel.
[30:54] Und da wird dann genmangel. Diabetes genau, ja, und vor
[30:58] allem jetzt führt dann noch mehr zu Übergewicht dann auch noch ne
[31:00] erstmal Übergewicht, Diabetes, all diese Dinge ne.
[31:02] Also das ist deswegen also ich bin da, würde da nicht sagen
[31:05] übergewichtige Frau und keine Hormon, auf gar keinen Fall, im
[31:07] Gegenteil. Gucken, dass man sie gut Raum,
[31:10] Modell einstellt, dass sie wieder mehr Energie bekommen,
[31:13] dass sie vielleicht mehr mehr ins Fitnessstudio gehen, all
[31:15] diese Dinge, das ist, glaube ich, ein Schub in die richtige
[31:17] Richtung. Und jetzt ist mir eben noch
[31:19] während du gesprochen hast, ich bin ja Multitasking, etwas durch
[31:23] den Kopf gegangen, was vielleicht unsere Zuschauerinnen
[31:25] und Zuhörer interessiert, nämlich diese Rezeptor negativen
[31:30] Zellen. Wie sind die denn dann, hatten
[31:33] die nie Östrogen Rezeptoren, was ist denn dann ein Rezeptor
[31:37] negativer Brustkrebs? Die sind, die sind relativ weit
[31:42] entdifferenziert. Das bedeutet, die haben
[31:44] natürlich mit Rezeptoren angefangen und haben aber in den
[31:48] es gibt in den in der Welt der Krebszellen gibt es die, die
[31:52] noch eine Ähnlichkeit hatten, haben mit einer gesunden Zelle,
[31:55] und die wo, die, wo die Mutationen so weit
[31:58] fortgeschritten sind, dass die sich gar nicht mehr ähneln,
[32:02] womit könnte man das Vergleichen, vielleicht mit.
[32:05] Zombies in verschiedenen Verfaulungsgraden uns kratzt und
[32:09] zombiefilmen vielleicht vor Augen führt.
[32:10] Ronke sieht nur aus wie ein Mensch, bis hinzu Arm fehlt,
[32:14] Auge ist rausgefallen all diese Dinge also ja, und das ist ein
[32:17] ein entdifferenzierter Tumor, weswegen auch diese Tumorarten
[32:22] häufig dann auch eine schlechtere Prognose haben
[32:23] insgesamt. Verstehe so dieses Kapitel haben
[32:27] wir jetzt glaube ich sehr gut abgeschlossen, dass alle Frauen,
[32:30] die irgendwie in der Lage sind. Diese Hormonersatztherapie
[32:34] machen wollen. Sie brauchen nur jemanden, der
[32:36] das auch wirklich toll begleitet.
[32:38] Jetzt sind aber eben viele Frauen, die mich auch ansprechen
[32:42] und sagen, ich darf nicht oder ich, ich möchte einfach nicht
[32:47] zunächst erstmal lass uns doch vielleicht kurz erklären, wie
[32:51] diese Hitzewallungen zustande kommen während der Menopause.
[32:56] Die Leiden zum Beispiel darunter, die Sagen, es heißt ja
[33:00] 7 bis 10 Jahre kann man das haben, kann Frau das haben, wie
[33:04] entsteht eigentlich so was, diese, ich habe natürlich
[33:07] nachgeguckt, aber ich wollte es von dir so.
[33:09] Was nachgeguckt, du hast nachgeguckt.
[33:11] Ja, es gibt eben, ich würde es nur ganz kurz zusammenfassen,
[33:15] wir haben im im Hirn ein Temperaturregulierungszentrum,
[33:19] was dann ein bisschen hyperaktiv oder hyperaktiv wird und was den
[33:24] Körper Alarm meldet und. Dass es draußen, dass es, dass
[33:27] es zu heiß ist, obwohl es gar nicht so heiß ist, das ist,
[33:32] damit kann man das, glaube ich, ganz gut erklären, oder?
[33:34] Erstmal ist es vielleicht alles, was man wissen muss, ne aber.
[33:37] Und ich bin ja immer so gründlich, da gibt es diese
[33:39] Temperaturrezeptoren, von denen du sprichst, und die werden bei
[33:42] Hormonmangel größer, und damit wird das Messsystem sensibler
[33:47] und ohne Östrogen wird auch der Neurotransmitter Serotonin
[33:51] weniger gebildet, aber neuadrenalin dieses Stresshormon
[33:55] mehr und beide zusammen führen zu so einer Überreaktion dieses
[34:00] dieses Messsystems. Da muss man halt abkühlen und
[34:04] das ist dann der Schweißausbruch.
[34:08] So, das klingt so Uncharmant, diesen Cocktail, zu wenig
[34:12] Serotonin und zu viel Neuadrenalin das klingt so nach
[34:15] Stress. Ja, ist es ja auch nicht schön.
[34:19] Und jetzt geht's also klar, es entsteht nur bei Östrogenmangel.
[34:24] Was hältst du denn jetzt von diesen Phytoöstrogenen, die
[34:28] viele dann empfehlen anstelle der der bioidentischen Hormone,
[34:33] die wir uns per Gel auf die Haut streichen?
[34:37] Also die Phytohormone beziehungsweise diese
[34:39] pflanzlichen Sachen, die helfen ganz oft nicht oder ganz oft
[34:44] erst verspätet und wenn sie helfen, helfen sie nicht für
[34:47] immer, wenn man das benutzen möchte und es hilft super
[34:50] wunderbar mein mein Ding was ich damit habe.
[34:54] Mein Problem was ich damit habe ist das für uns wieder zu sehr
[34:56] auf die Symptome fokussieren. Es war letztens eine eine
[35:01] deutsche prominente Frau, die dann sagte, ja, ich hab gar
[35:03] keine Hitzewallung und ich bin zwar irgendwie über 50, aber ich
[35:06] hab keine Wechsel. Ja so wo ich dann sage, das
[35:09] bringt uns nicht weiter. Diese Art der der des
[35:12] Nichtdiskutierens, weil es geht nicht nur um hitzewallung, ja,
[35:17] es geht um das Gesamtpaket. Und es, wir haben ja auch nicht
[35:20] alle Frauen Hitzewallungen als Leitsymptom.
[35:22] Ganz viele wissen nicht 30 bis 40% aller Frauen haben Muskel
[35:25] und Gelenkschmerzen als leitsymptom 30 bis 40%, und das
[35:29] ist ne Hausnummer. In den USA gibt es schon den
[35:33] Begriff von einer Bekannten von mir, Dr. Wonder Wright.
[35:36] Sie hat den Begriff jetzt ins Leben gerufen, der Muskel
[35:40] skelettale Syndrom der Menopause, also quasi ein
[35:42] Syndrom, wo uns alles wehtut, ja 30 bis 40% aller Frauen darf man
[35:46] nicht vergessen, diese Frauen werden alle zum Orthopäden
[35:48] geschickt oder denken fühlen sich einfach, wieso ein alter
[35:50] Mensch, aber wie gesagt, also Hitze Warnung, wenn man das mit
[35:55] pflanzlichen Sachen bekämpfen kann.
[35:57] Wegen mir. Aber damit ist nur ein kleiner
[36:00] kleiner Bruchteil des Gesamtproblems abgedeckt.
[36:04] Also diese, ich habe wieder nachgeguckt, Isoflavone die da
[36:07] drin sind, die an Östrogenrezeptoren binden
[36:11] können, aber wahrscheinlich weil sie auch andere Moleküle sind,
[36:14] die sind ja nicht Bio identisch, nicht so stark wirken also
[36:18] rotklee, Kichererbsen, Soja, Leinsamen, was sind da alles
[36:21] noch die Jamswurzel, mönchspfeffer, Trauben,
[36:24] silberkerze und so kann man alles probieren.
[36:27] Aber you don't know Weather it works or not kognitive
[36:32] Verhaltenstherapie, Hypnose, Akupunktur, Yoga, Sport, alles
[36:35] Mögliche wird empfohlen. Deine Einschätzung?
[36:40] Wir brauchen natürlich Lösungen für Frauen, die keine Hormone
[36:43] nehmen können. Es ist völlig klar, Sport ist
[36:47] das A und O. Sport ist das A und o, Sport,
[36:50] Schlaf, ganz viel Wasser trinken und die richtige Ernährung ist
[36:53] das A und O. Ich würde niemals ein Programm
[36:57] für alle verordnen. Es gibt Menschen, die sicherlich
[36:59] sehr gut auf Akupunktur reagieren, es gibt Menschen, die
[37:02] sicherlich sehr gut auf Hypnotherapie reagieren, aber
[37:07] man muss, man muss, man muss einfach für jeden einzelnen Fall
[37:11] gucken, aber als kompletter Hormonersatz dient es nicht,
[37:14] aber auf der anderen Seite ist es so, dass nur Hormone nehmen
[37:18] und keinen Sport machen und sich schlecht ernähren.
[37:22] Häufig auch nicht gut ausgeht auch.
[37:23] Keine Kultur. Und auch ganz viele Probleme.
[37:25] Richtig, ja. Aber es ist schon für Frauen,
[37:28] die keine Hormonersatztherapie machen dürfen oder eben sich
[37:31] scheuen. Es ist schon keine so gute
[37:34] Botschaft, weil einen richtigen Ersatz für die
[37:36] Hormonersatztherapie scheint es nicht zu geben, es sei denn, man
[37:40] schaut auf Medikamente und da gibt es ja welche, die helfen
[37:43] sollen, den Serotoninspiegel hochzuhalten, ist ja auch schön,
[37:46] macht ja gute Laune. Elin Zamethan heißt das eine.
[37:51] Das ist allerdings noch nicht auf dem Markt und aber das soll
[37:54] auch nur gegen die Schweißausbrüche und die
[37:57] Hitzewallungen helfen und da gibt es noch 1, das heißt
[37:59] Fezolinethan oder der Wirkstoff. Fezolinethan ich kann es auch
[38:03] nicht aussprechen, wieder. Ja, das soll auch sehr wirksam
[38:06] sein, ist nicht so ganz, ist nicht ganz ohne, weil es.
[38:09] Weil es Leberschäden hervorrufen kann oder zumindest mal Erhöhung
[38:12] der Leberwerte. Also ist auch nicht so ganz
[38:15] ohne, aber wenn es hilft und man sonst keine Hormone nehmen kann,
[38:20] ich mein, dann ist es zumindest mal etwas etwas was man
[38:23] ausprobieren kann finde. Ich und dann gibt es ja seit
[38:26] neuestem schöne Webseiten, die Frauen helfen, durch die
[38:31] Wechseljahre zu kommen, in denen beraten wird, die machen keine
[38:34] Empfehlung für Hormonersatztherapie, aber.
[38:36] Aber empfehlen eben Ernährung, Stressmanagement etc.
[38:41] Was hältst du davon? Welche Erfahrungen hast du?
[38:47] Zunächst einmal jede jede oder jede Möglichkeit, die wir haben,
[38:53] um uns besser zu informieren, ist auf alle Fälle sehr gut im
[38:56] Willkommen. Man muss immer schauen,
[38:59] inwieweit so etwas realistisch ist.
[39:01] Also gerade wie du sagst, Stressmanagement.
[39:03] Ich finde es. Wie soll man als Frau mit 50
[39:07] seinen Stress managen, wenn die Kinder was wollen?
[39:08] Der Mann will, was die Eltern haben beide Alzheimer kann man
[39:12] sich nicht einfach mal einen halben Tag rein nehmen und zu
[39:14] Hause sitzen und und om machen. Ja das ist das ist alles so ein
[39:18] bisschen schwierig, dennoch finde ich solche Angebote
[39:21] insgesamt gut, ich finde es besser als wenn sie nicht da
[39:24] wären, das auf alle Fälle ich was ich nicht gut finde ist
[39:28] dieser riesen Markt wo jeder versucht wirklich jeder versucht
[39:32] reinzukommen und. Und den Frauen alles Mögliche zu
[39:35] verkaufen, das nervt mich. Das nervt mich wirklich.
[39:38] Es gibt jetzt keine Vitaminpräparate oder keine
[39:43] Pulverchen oder keine sonst irgendwas so was man nehmen
[39:45] kann, damit man. Keine Wechseljahre bekommt oder
[39:49] um die Hormonproduktion anzuregen.
[39:51] Wenn ich das schon mal Blitzer oder Öredergisch um Himmels
[39:53] willen, man kann die Hormonproduktion nicht anregen
[39:56] mit Pulverchen oder irgendwelche Supplemente oder oder auch mit
[40:00] Sport, also ich kann damit jetzt nicht einen Eierstock, der
[40:02] nichts mehr hergibt, gibt jetzt einfach nicht mal viel her, das
[40:05] ist so, ja ich kann da nicht meine meine Organentwicklung
[40:08] komplett rückgängig machen, ich kann nicht meine verloren
[40:11] gegangenen Eizellen wiederherstellen, es ist einfach
[40:14] so, das kann ich nicht. Vielleicht werden wir das in
[40:17] Zukunft tun. Ich hatte letztens ein Angebot
[40:20] im E Mail Fach gehabt für eine die Beteiligung an einer Studie
[40:23] mit mit eierstocksgewebs Transplantation, dass du quasi
[40:27] was abgibst, wenn du jung bist und das dir wieder
[40:29] zurückpflanzen lässt. Wenn wenn du älter bist, finde
[40:32] ich sehr spannend. Vielleicht ist es auch etwas für
[40:33] die Zukunftsmusik, aber andere Dinge zum verkaufen nein, aber
[40:37] um auf deine Frage zurückzukommen, also alles was
[40:39] die elektronischen Medien hergeben was uns hilft.
[40:43] Vielleicht ein bisschen besser, mit uns selber umzugehen und
[40:45] gute Informationen bietet. Gute Informationen finde ich
[40:49] erstmal gut. Heißt aber summa summarum für
[40:52] all die, die keine Hormonersatztherapie machen
[40:55] können, die ganzen Verjüngungseffekte oder
[40:58] Langlebigkeitseffekte, die verbunden sind, halt mit der
[41:01] Hormonersatztherapie in diesen Genuss kommen sie einfach nicht,
[41:06] das muss man ganz nüchtern sagen, oder?
[41:09] Darf ich dir ein Geheimnis verraten?
[41:10] Bitte, und ich würde sagen, sag es nicht weiter, aber du musst
[41:12] es weiter verraten. Es gibt Ärzte, die in
[41:17] Einzelfällen und nach intensivster Beratung bei
[41:20] intensivsten Einzelfällen bei Frauen, die Brustkrebs hatten,
[41:23] auch eine Hormonersatztherapie verordnen, das gibt es und wenn
[41:27] man sich die Hormone, wenn man sich die Leitlinien anschaut,
[41:31] ist es da drin nicht verboten, sondern da steht, man muss das
[41:35] abwägen, wie schlecht es der Frau geht.
[41:39] Geht deswegen ein kategorisches Nein?
[41:42] Wir sagen immer kategorisch Nein, aber unter der Hand
[41:45] vielleicht doch ja, unter der Hand kommt es auf das Gespräch
[41:49] darauf an, was man mit seinem Arzt führt und was für ein
[41:51] Verhältnis man zu seinem Arzt hat und wie lange das Ganze her
[41:54] ist. Wenn eine Frau vielleicht mit,
[41:57] sagen wir mal, Anfang 30 Brustkrebs hatte.
[42:00] Danach 2 gesunde Kinder zur Welt gebracht hat, wo übrigens die
[42:03] Hormonwerte durch die Decke gehen.
[42:05] Und sie ist jetzt 50 und der Krebs ist nicht wieder gekommen
[42:10] und sie hat seitdem jeden Monat eine Periode gehabt, wo jeden
[42:13] Monat sie hormonwerte hat bis 600 und wieder zurück finde ich
[42:17] es albern zum Beispiel zu sagen, Nein, du kriegst von mir nicht
[42:20] ein Hormon mehr und das sind solche Fälle, wo man sagt, man
[42:23] kann es diskutieren und. Und es ist schwierig.
[42:27] Das ist n schwieriges Thema und man muss sich als Arzt natürlich
[42:30] dann allen möglichen Richtungen absichern und man muss sich
[42:32] vergewissern als Arzt, dass das ne Patientin ist, die das auf
[42:36] Erwachsenenebene und Augenhöhe mitträgt.
[42:39] Ja das das das das Risiko deswegen, also das ist das
[42:44] Geheimnis worüber keiner so spricht, aber es steht noch
[42:47] nicht an meinen Leitlinien, dass es verboten ist.
[42:49] Es steht einfach nicht empfohlen, es sei in einzelnen
[42:52] Fällen dann doch. Ja, und was du damit sagst ist
[42:55] natürlich an der Hormonersatztherapie um
[42:57] Langlebigkeitseffekte und Gesundheitseffekte bis ins hohe
[43:00] Alter zu haben, kommst du eigentlich nicht vorbei,
[43:04] eigentlich eigentlich so und jetzt sag mir, wenn du das
[43:10] magst, wie machst du deine Hormonersatztherapie in welcher
[43:14] Dosis und was? Ja Punkt.
[43:17] Ich habe ja, ich habe, also ich nehme ein Östrogengel über die
[43:21] Haut, ich bin momentan bei 2 bis 3 hübe, wahrscheinlich bräuchte
[43:28] ich mehr. Ich habe letztens mehr Blut
[43:29] abnehmen lassen, um zu gucken, wo ich stehe, hormonell mit
[43:32] meinem, mit meinem Östrogen, ich möchte gucken, dass mein
[43:34] östrogenwert über 70 Pikogramm pro Milliliter ist.
[43:38] Das ist ein bisschen höher als die normale Empfehlung, die
[43:40] normale Empfehlung ist, sagt so jemand sagt so bis 40 ab 40 hat
[43:43] man knochenschutz. Ich habe schon ein bisschen
[43:46] osteopenie und ich bin leider ein Fan von Coke Zero, was auch
[43:49] nicht sehr gut ist und deswegen gucke ich, dass mein Östrogen
[43:54] dazu um den Dreh ist. Wenn er irgendwo zwischen 70 und
[43:57] 120 ist, ist das für mich in Ordnung.
[44:00] Ich nehme ein Progesteron und vaginal, aber wenn ich das oral
[44:03] nehme, bin ich ausgenockt ich schlafe extrem viel und bin am
[44:07] nächsten Tag sehr schlecht gelaunt und will die Scheidung
[44:08] einreichen, deswegen nehme ich das vaginal und habe dann nicht
[44:11] diese ganzen emotionalen Effekte noch hinzu und.
[44:14] Und ich nehme noch ein Testosterongel.
[44:16] Darüber haben wir noch gar nicht so gesprochen.
[44:17] Testosteron ist ein sehr wichtiges Hormon für Frauen und
[44:20] davon nehme ich einen kleinen Klecks jeden Morgen in die
[44:22] Kniekehle und wenn ich das vergesse, wenn ich das vergesse,
[44:26] ich vergesse das manchmal. Ja dann, wenn ich überhaupt
[44:29] meine Hormone vergesse manchmal, dann merke ich das, ich fange
[44:32] dann wieder an, so ein bisschen mit mehr Schmerzen, mehr, es tut
[44:35] mir mehr alles weh, die Laune wird schlechter, ich werde
[44:37] extrem erschöpft und bin von meiner Umgebung genervt und
[44:40] davon hat keiner was. So letzte Frage, wie alt ist
[44:44] deine älteste Patientin mit Hormonersatztherapie?
[44:49] Sie ist 83 und ist Theaterschauspielerin.
[44:52] Und es geht ihr sehr, sehr gut. Und wir machen jetzt noch einen
[44:56] kleinen Werbeblock. Man kann tatsächlich sich von
[44:59] dir online beraten lassen und sich die Blutprobe egal wo
[45:02] nehmen lassen, nach deinen Vorschriften sozusagen, und die
[45:07] Ergebnisse kriegst du dann und du berätst.
[45:10] Genau. Ja, das ist für viele, die
[45:13] verzweifelt nach einem Gynäkologen suchen oder einem
[45:16] Hormonspezialisten, der etwas mit Hormonersatztherapie am Hut
[45:20] hat und keinen finden, unheimlich wichtige Botschaft.
[45:23] Also ich denke mal, wir haben ne ganz gute zuschauerschar, ich
[45:28] glaube du kriegst da so n paar Anfragen, OK.
[45:32] Ich habe noch andere Kolleginnen auch mit dabei.
[45:34] Ich habe noch andere Kolleginnen auch mit dabei, die auch sehr,
[45:36] sehr gut sind, und wir arbeiten alle nach der selben Methode und
[45:40] aber ich glaube, das ist grundsätzlich Telemedizin, wird
[45:43] die Medizin der Zukunft sein, auch gerade für die
[45:45] Wechseljahresbehandlung, für die für die Menopausenberatung, weil
[45:48] es wirklich einen menopausenarzt Wüste gibt, gerade wirklich in
[45:51] Europa, dass es ganze Landstrecken gibt, wo die Frauen
[45:54] keinerlei Zugang haben zu zu vernünftigen
[45:56] Menopausenbegleitung, was es hier ist, medizinische
[45:58] Menopausenbegleitung. Ja.
[46:00] Und deshalb, wer jetzt bis zum Schluss unseren Podcast gehört
[46:03] hat, kommt in den Genuss dieses wesentlichen wertvollen Tipps.
[46:08] Ich bedanke mich shila deliz das war unglaublich breit, tief und
[46:13] spannend, ich bin super für jede Frau, die sich mit diesem Thema
[46:17] beschäftigen will. Merci, shila.
[46:20] Vielen Dank, vielen Dank auch, dass ich dabei sein durfte.
[46:24] Danke fürs Zuhören. Ich hoffe diese Folge hat dir
[46:27] gefallen. Weitere Informationen findest du
[46:30] wie immer in den Shownotes. Wenn du etwas in dieser Folge
[46:34] gelernt hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich
[46:38] mich über eine Bewertung freuen. Damit hilfst du mir und anderen
[46:41] Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter
[46:45] gefunden werden. Besuch mich auch auf meinen
[46:48] anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder youtube
[46:54] ich freue mich immer. Über Feedback und weitere Fragen
[46:57] von dir. Alles wird gut, aber nicht von
[47:01] alleine.

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