# Nährstoffmedizin – Ernährung als epigenetischer Schlüssel mit Prof. Michaela Döll & Nina Ruge

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 29 Aug 2025, 58 min.

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Sponsor dieser Folge ist KANEKA. Wir danken KANEKA für die Unterstützung. Die Podcast-Inhalte bleiben aber stets unabhängig, das ist uns wichtig. _________________________________________________________________________________________ Heute spreche ich mit Prof. Dr. Michaela Döll – einer der führenden Stimmen im Bereich Ernährungsmedizin, Lebensmittelchemie und Epigenetik. Sie ist Diplombiologin, promovierte Pharmazeutin, gefragte Referentin auf internationalen Kongressen und Autorin von über 15 Büchern. Gemeinsam tauchen wir ein in die spannende Frage, wie unser Lebensstil bis in die Zellkerne hineinwirkt: Welche Rolle spielen Brokkoli, Sulforaphan und sekundäre Pflanzenstoffe für unsere Gene? Wie beeinflussen Ernährung, Stress und Umweltfaktoren unsere Epigenetik – und was bedeutet das für gesunde Langlebigkeit? Ein Gespräch voller aktueller Forschung, Praxisbeispiele und überraschender Erkenntnisse. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: - Wie reguliert Brokkoli mit seinem Wirkstoff Sulforaphan unsere Gene epigenetisch – und welche entzündungshemmenden, antioxidativen und entgiftenden Wirkungen entfaltet er dabei im Körper? - Welche Rolle spielt die Epigenetik bei der Gensteuerung durch pflanzliche Inhaltsstoffe? - Was zeigt das Beispiel der Bienenkönigin, wenn Ernährung Gene verändert? - Macht Fruchtzucker dumm – und wie wirken Omega-3-Fettsäuren als Ausgleich? - Sind Smoothies wirklich gesund oder eher Zuckerfallen? - Welche Risiken bergen Zuckerersatzstoffe wie Stevia, Xylit oder Erythrit für Herz und Darmmikrobiom? - Kann eine gemüsebasierte Ernährung epigenetisch verjüngend wirken? - Welche Bedeutung haben gesunde Fette (Omega-3, Olivenöl) versus Transfette und Omega-6-Überschuss? - Inwiefern prägen Stress, Schwangerschaft und Traumata die Epigenetik über Generationen hinweg? - Lassen sich negative epigenetische Muster durch positive Einflüsse wie Dankbarkeit, Resilienz und gesunde Ernährung wieder umkehren? Weitere Informationen zu Prof. Dr. Michaela Döll findest du hier: https://prof.drmdoell.de/ Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-221

## Transcript

[0:04] Dieser Podcast wird unterstützt von Carneca, dem Hersteller von
[0:08] Carneca. Ubiquinol Ubiquinol ist die
[0:11] aktive Form von Coenzym Q 10 mit zunehmendem Alter nimmt der
[0:16] natürliche Gehalt an Ubiquinol im Körper leider ab.
[0:21] Die Regeneration der Mitochondrien kann sich
[0:23] verschlechtern, die Zellen können anfälliger werden für
[0:25] oxidativen Stress. Und die Einnahme von Ubiquinol
[0:28] kann die Funktion der Mitochondrien unterstützen.
[0:32] Der Hersteller achtet auf studienbasierte Erkenntnisse und
[0:35] eine hohe Qualität seiner Inhaltsstoffe, wo du dieses
[0:39] Produkt erhalten kannst, findest du wie immer im Link in den
[0:42] Shownotes und Achtung, mit Hilfe von Werbepartnern wie Canica
[0:47] Ubiquinol können wir dir unseren Podcast gratis anbieten, dafür
[0:51] bedanke ich mich die Podcast Inhalte bleiben aber stets.
[0:55] Unabhängig, das ist mir wichtig. Werbung Ende willkommen bei Stay
[0:59] Young Gemüsebasierte Ernährung, Sport, Stressmanagement, das
[1:04] sind Booster für ein langes, gesundes Leben, das wissen wir
[1:07] alle, aber wieso sind das Booster, was wissen wir darüber,
[1:11] wie diese Lebensstilfaktoren bis in unsere Zellen hinein
[1:15] schützend wirken? In dieser Ausgabe von Stay Young
[1:18] spähen wir bis in die Zellkerne, in die Billionen Zellkerne
[1:23] unseres Körpers hinein. Kann Brokkoli zum Beispiel auf
[1:27] unsere DNA einwirken, enthält Brokkoli zum Beispiel Rohstoffe,
[1:31] die bestimmte Gene ein oder ausschalten, also epigenetisch
[1:36] steuern können. Super spannend oder über den
[1:40] aktuellen Stand der Forschung darf ich jetzt mit einer
[1:42] renommierten Expertin für Ernährungsmedizin sprechen, sie
[1:45] ist Diplombiologin, hat einen Doktor der Pharmazie.
[1:48] Ist als Referentin auf Kongressen gefragt.
[1:51] Autorin von 15 Büchern und Professorin für
[1:55] Lebensmittelchemie an der TU Braunschweig, Michaela Döll.
[1:58] Willkommen bei Stay Young. Hallo Nina, ich freue mich sehr,
[2:02] wir. Kennen uns ja von einigen
[2:03] Kongressen, also duzen wir uns. Lass uns mal mit Brokkoli
[2:07] einsteigen, Brian Johnson kennst du sicher biohacker und
[2:10] Marketinggenie in eigener Sache finde ich zumindest schwört.
[2:15] Auf Brokkoli als Long gerity Gemüse ist da was dran und wenn
[2:19] ja, wie funktioniert denn sein Rohstoff sulforafan?
[2:24] Du hast es schon genannt, es geht eigentlich hier um diesen
[2:27] sekundären Pflanzeninhaltsstoff sulforafan, und der zählt zu den
[2:33] Isotiocyanaten, also schwefelhaltige sekundäre
[2:38] Pflanzeninhaltsstoffe. Die aus den Glucosinolaten
[2:43] entstehen also eigentlich. Ja, ist ganz schrecklich, alles
[2:46] chemisch, aber es sind Naturstoffe, diese
[2:49] Glucosinolate, die sind im Brokkoli und speziell auch in
[2:53] den Brokkolikeimen. In nennenswerter Konzentration
[2:57] vorhanden und über ein Enzym, das praktischerweise auch im
[3:01] Brokkoli enthalten ist. Das ist die Myrosinase wird dann
[3:05] aus diesen Vorstufen quasi dieses biologisch aktive
[3:10] Sulforafan gebildet und Sulforafan hat viele positive
[3:16] Eigenschaften. Es wirkt als Antioxidans, es
[3:20] wirkt aber auch antienzündlich. Und es kann mit Glutation zu
[3:27] einem Glutation Addukt firmiert werden und spielt dann quasi
[3:33] auch bei der Entgiftung noch eine ganz zentrale Rolle.
[3:37] Also. Ja.
[3:39] Es ist ja, wir gehen ja davon aus, zumindest die Forschung
[3:42] sagt das, das sei so ein Fraßschutz, ne, also wenn da ein
[3:46] ein Insekt oder irgendein Tier, das Geschmacksnerven hat, da
[3:49] drauf beißt auf so n Brokkoli, dann kommt das eben diese
[3:53] Myrosinase mit dem Vorstufen zusammen und dann kommt wird
[3:57] daraus das Sulforafan und das schmeckt n bisschen bitter.
[4:00] Wir kriegen das gar nicht so mit, aber für viele Tiere ist
[4:04] das wohl so. Das heißt also für uns, wenn wir
[4:05] das Sulforafahren nutzen nutzen wollen, deshalb hake ich jetzt
[4:08] ein, müssen wir immer gut kauen oder auch den Brokkoli schön
[4:11] schneiden, sodass dieser Prozess überhaupt stattfinden kann, dass
[4:16] das Sulforafahren entsteht, aber jetzt müssen wir erst mal
[4:18] erklären, wie diese relativ junge Wissenschaft der
[4:21] Epigenetik überhaupt diese Erkenntnis liefert, wie könnte
[4:23] denn das? Sulforafan des Brokkoli nun
[4:26] gesundheitsfördernd auf unsere Genetik wirken, also
[4:29] entzündungshemmend und antioxidativ et cetera.
[4:33] Wie geht denn das in der Zelle im Zellkern?
[4:36] Ja, das geht natürlich so, dass eben diese Sulforafan
[4:40] letztendlich über den Darm und die Blutbahnen auch die Zellen
[4:44] und letztendlich auch die Zellkerne erreichen kann.
[4:47] Und es gibt natürlich auch jede Menge Daten dazu aus
[4:52] tierexperimentellen Studien oder auch aus Humanstudien.
[4:56] Wenn wir jetzt mal die entgiftende Wirkung anschauen,
[4:59] da gibt es beispielsweise eine Studie, die in China
[5:02] durchgeführt wurde, da hat man dann nach der entgiftenden
[5:07] Wirkung des Sulphorophans geschaut und hat eben
[5:10] festgestellt, dass diverse Gifte wie zum Beispiel Agrolein oder
[5:15] Benzin. Im Urin vermehrt nachweisbar
[5:18] waren unter dem Einfluss des Sulforafahrens und so kann man
[5:23] natürlich letztendlich auch durchaus ja einen einen
[5:28] Rückkehrschluss ziehen. Auf diese entgiftende Wirkung.
[5:33] Und es gibt eben auch eine Reihe von Daten, die am DKFZ in
[5:38] Heidelberg durchgeführt wurden, von der Frau Professor Ingrid
[5:43] Herr. Die hat sich den Brokkoli ja
[5:45] auch vorgenommen und hat auch sehr viele Untersuchungen dazu
[5:50] gemacht, wie beispielsweise der Brokkoli ergänzend wirkt zu
[5:54] einer Chemotherapie. Also bei Krebspatienten den
[5:58] Brokkoli auch näher untersucht und hat ebenfalls viele positive
[6:03] Wirkungen beschreiben können. Das interessante am Sulforafan
[6:07] ist, dass es eben auf molekularer Ebene auf zellulärer
[6:12] Ebene diesen NRKKB, also einen Transkriptionsfaktor, der viele
[6:20] entzündungsfördernde fördernde Reaktionen anstößt.
[6:24] Dass dieser gedrosselt wird und ein anderer Faktor der NRF 2,
[6:31] das ist wiederum ein Transkriptionsfaktor, der auf
[6:35] 500 weitere Gene positiv einwirkt.
[6:39] Also wir haben einmal durch das Sulforafan eine Hemmung von
[6:43] negativen Einflüssen zu erwarten und auf der anderen Seite aber
[6:48] eine positive Wirkung durch das Anstoßen durch das aktivieren.
[6:53] Von positiven Genen, die zum Beispiel dann auch günstig aus
[6:58] sich auswirken können auf den Stoffwechsel.
[7:01] Wie das genau geht? Stichwort Epigenetik, da würde
[7:03] ich gerne noch ein bisschen tiefer gleich mit dir
[7:05] einsteigen. 1. Halten wir schon mal fest.
[7:07] Brokkoli ist gesund, zweitens diese entgiftende Wirkung, wenn
[7:13] da also diese Gifte im pipi. Ansteigen, wenn ich sulforafan
[7:18] zu mir genommen habe. Das hat also offensichtlich zur
[7:21] Folge, dass die mit dem, dass das Sulforafan irgendwas macht,
[7:24] dass die Gifte tatsächlich ausgeschieden werden, das ist ja
[7:27] das das spannende, aber 1, das würde ich jetzt gerne vorneweg
[7:30] mal klären, es wird ja immer wieder jetzt auch immer mehr
[7:34] diskutiert, dass viele fast alle dieser pflanzlichen sekundären
[7:39] Pflanzenstoffe. Dass die größte Schwierigkeiten
[7:42] haben, direkt ins Blut und dann durch die Leber, wo die ja immer
[7:46] alles umbaut, tatsächlich bis in die Zellen zu kommen.
[7:50] Dass offensichtlich das Sulforafan diese Wirkungen hat,
[7:55] ist zum Teil schon nachgewiesen, aber ob es das Sulforafan selber
[8:00] ist oder eventuell Bruchstücke davon, die dann ankommen und die
[8:06] als typische Bruchstücke dann auch von der Zelle sozusagen
[8:09] erkannt werden. Das ist glaub ich noch nicht
[8:11] ganz sicher. Richtig.
[8:12] Und die Sache wird zusätzlich verkompliziert dadurch, dass es
[8:16] sogenannte Low und High Converter gibt, also Menschen,
[8:20] die einfach ne gute enzymatische Ausstattung haben, um eben diese
[8:25] sekundären Pflanzeninhaltsstoffe zu verstoffwechseln.
[8:28] Dazu gehört natürlich auch die gehören die Darmmikrobiota, die
[8:32] einen entsprechenden Einfluss haben.
[8:35] Ja, das alles verkompliziert die Sache natürlich und erschwert
[8:40] auch eine klare Aussage darüber, wie gut Bio verfügbar eigentlich
[8:46] die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe im
[8:48] Endeffekt sind. Ja, und das muss man einfach im
[8:51] Hinterkopf haben. Es gibt nicht diese
[8:53] Wunderaussagen, was ja viele machen, und das findet man vor
[8:56] allem in Social Media. Curcumin macht Antientzündlich
[9:00] und du musst nur einen Teelöffel am Tag nehmen und du bist
[9:02] gesund, das ist alles. Bullshit.
[9:04] Um es deutlich zu sagen, aber wir können wirklich beim
[9:08] Sulferer fahren, auch beim Curcumin, bei vielen anderen
[9:10] sagen, ja, da gibt es Hinweise und bei dem einen wird es ein
[9:13] bisschen stärker und beim anderen eventuell nicht so stark
[9:16] und wir sind noch längst nicht am Forschungsende angekommen, da
[9:19] kommen da wird noch einiges zu lüften sein an Geheimnissen,
[9:23] aber wir können vielleicht noch mal ein bisschen tiefer gehen,
[9:25] das fand ich so ein tolles Beispiel in deinem Buch.
[9:28] Gute Gene sind kein Zufall, heißt es.
[9:31] Da hast du am Beispiel der Bienenkönigin beschrieben, wie
[9:35] eben pflanzliche Wirkstoffe sind, das pflanzliche ja da auch
[9:41] epigenetisch so wirken, dass aus einer ganz normalen Arbeitsbiene
[9:45] eine Bienenkönigin wird. Ja, das ist wirklich n ganz,
[9:49] ganz spannendes Experiment oder eine Beobachtung in der Natur,
[9:54] wie man ganz klar sagen kann. Es ist ja so, dass das
[9:58] Bienenvolk letztendlich aus etwa 40000 Tierchen besteht, die sich
[10:04] ein Nest teilen. Wir sprechen hier in dem
[10:07] Zusammenhang von Tausenden von Arbeiterbienen.
[10:11] Und alle Larven sind ja erstmal epigenetisch und genetisch
[10:15] gleich genetisch gleich, muss man sagen, und alle Larven
[10:21] werden zunächst einmal mit einer hochwertigen Nahrung eben
[10:25] versorgt. Das ist also, letztendlich sind
[10:28] das diese Sekrete aus den Kopfdrüsen der Arbeiterbienen,
[10:33] und erst wenn die entsprechende Königin ausgeguckt wurde in
[10:38] diesem Volk. Dann geht es den Arbeiterbienen
[10:42] sozusagen ernährungstechnisch schlechter.
[10:44] Sie erhalten dann nur noch Pollen und Honig und eben nicht
[10:47] mehr dieses Schlundsekret, währenddessen die Königin die
[10:52] zukünftige, die erhält weiterhin dieses hochwertige Sekret und
[10:58] wird größer als die Arbeiterbienen und lebt auch
[11:01] zwischen 3 und 5 Jahre, also sie lebt viel länger als die
[11:05] Arbeiterbienen und das aufgrund. Nur eine Änderung in der
[11:11] Nahrung? Ja, man hat inzwischen dieses
[11:13] Schlundsekret auch näher untersucht, das ist Chelé Royal
[11:18] und hat festgestellt, dass das ein extrem methylgruppenreiches
[11:23] Sekret ist und dass dadurch tatsächlich Gene eben auch
[11:27] entsprechend reguliert werden können, und das ist ein sehr
[11:31] gutes Beispiel, weil man hier quasi bei gleicher genetischer
[11:37] Grundausstattung. Den Einfluss von Nahrung auf
[11:42] Alter und eben auch auf Stoffwechsel gut beobachten
[11:48] kann. Jetzt muss uns natürlich deine
[11:50] persönliche Meinung sagen, das gibt es für den Menschen
[11:52] wahrscheinlich noch nicht gesichert.
[11:55] Das Ergebnis ist gelée Royal, das man ja kaufen kann.
[11:58] Ist das tatsächlich, wäre es für unsere gesunde Langlebigkeit.
[12:03] Ja, es wird so gehandelt. Auch da sind natürlich die
[12:06] Untersuchungen letztendlich, was in Testung in Humanstudien
[12:11] anbelangt, eher noch dürftig, aber es ist nun mal so, dass
[12:15] dieses Gemisch, dieses Geleroyal zu 70% aus Wasser besteht und zu
[12:21] 20% aus Zucker und aber auch eben nennenswerte Mengen an
[12:26] Mikronährstoffen hat, auch an Methylgruppendonatoren.
[12:31] Und das ist sicherlich für uns auch eine gute Sache, wobei man
[12:34] nicht das in irgendeiner Form schon dahingehend ausloben kann,
[12:38] dass man eben eine entsprechende lebensverlängernde Wirkung damit
[12:43] erzielen kann. Und diese Methylgruppen, das ist
[12:45] es ja nun, was die Epigenetik ausmacht.
[12:48] Ich sage mal, das sind die Stoppschilder auf der DNA, jeder
[12:52] hat in allen Fällen dieselbe DNA, dasselbe Programm, aber.
[12:56] Aber eben wie es ausgelesen wird, das bestimmt die
[12:59] Epigenetik und das sind die Stoppschilder auf der DNA.
[13:02] Die sagen dann, dieses Enzym wird nicht produziert und wenn
[13:06] es da kein Stoppschild geht gibt, dann wird das Enzym eben
[13:10] produziert und es gibt ganz spezielle Muster auf den Zellen,
[13:13] je nachdem in welchem Organ die sitzen, was die tun sollen etc.
[13:16] Wie muss man sich jetzt vorstellen, kommt aus dem Gelée
[13:19] Royal, das offensichtlich so viele Methylgruppen, so viele
[13:23] Stoppschilder enthält. Gibt es da eine Hypothese, wie
[13:28] die nun ausgerechnet so in die Zellen kommen, in die Zellkerne,
[13:32] auf die DNA, dass aus einer Arbeiterbiene eine Königin wird?
[13:37] Ja, also man weiß ganz einfach, dass es zwischen den Königinnen
[13:42] und den Arbeiterinnen ein deutlich unterschiedliches
[13:46] Methylierungsmuster gibt. Das betrifft ungefähr 500 Gene,
[13:50] die Untersuchungen gezeigt haben.
[13:52] Also es muss möglich sein, dass diese Methylgruppen an die DNA
[13:57] kommen, sonst hätten wir nicht diese Methylierungsunterschiede
[14:01] bei den Genen. Cool.
[14:03] Also da werden jetzt doch die einen oder anderen schon mal auf
[14:06] Giller Royal setzen und man weiß ja nicht, dass man dazu sagen ne
[14:10] ob man aus also ich mein das aufzufangen und dann.
[14:14] Zu konservieren, sodass es wirklich seine Aktivität und
[14:17] seine Methyldonatorenfunktion ausüben kann.
[14:21] Bei uns im Körper, nachdem es durch den Magen Darm Trakt
[14:24] gegangen ist und im Blut weiter, das weiß man alles gar nicht
[14:27] gut, aber Versuch und Irrtum können einem ja also das aus uns
[14:31] königsbienen werden, das ist schon mal wahrscheinlich sehr
[14:34] unwahrscheinlich. Gut, jetzt kann man die
[14:36] Epigenetik natürlich auch ungünstig beeinflussen durch
[14:39] Fruchtzucker zum Beispiel, das hast du auch in deinem Buch ganz
[14:42] spannend. Beschrieben, nämlich mit einer
[14:45] hochspannenden Studie zum Thema Zuckerratten.
[14:50] Ja, das ist eine Untersuchung, die an die an der University of
[14:53] California durchgeführt worden ist.
[14:56] Und man hat eben Ratten quasi in einen Labyrinth gesteckt und hat
[15:02] den Ratten die Möglichkeit gegeben, Wege zu suchen.
[15:05] Aus diesem Labyrinth heraus. Und hat diese Ratten dann nach
[15:09] diesem, nach dieser Übung in 3 Gruppen eingeteilt.
[15:12] Ein Drittel der Ratten bekam eben eine wässrige Zuckerlösung
[15:17] zu trinken und die andere Gruppe erhielt nur Wasser und
[15:23] interessanterweise die dritte Gruppe, der hat man diese
[15:27] Zuckerlösung gegeben, plus Omega 3 Fettsäuren.
[15:31] Und man hat natürlich einen deutlichen Unterschied
[15:33] feststellen können, nachdem man die Ratten ihren Weg durch das
[15:37] Labyrinth wiederfinden ließ, hat man festgestellt, dass eben die
[15:41] Ratten, die diese Zuckerlösung bekamen, nun doppelt so lange
[15:46] gebraucht haben, um den Weg dadurch zu finden, Zucker macht.
[15:49] Dumm. Ja, Zucker macht dumm und die
[15:54] Ratten, die eben diese Omega 3 Fettsäuren bekamen, zur
[15:57] Zuckerlösung. Die waren dann genauso schnell
[16:01] wie die mit der wässrigen Lösung.
[16:03] Also Omega 3 scheint so ein bisschen was zu kompensieren,
[16:06] aber natürlich ist es besser auf den Zucker zu verzichten.
[16:10] Ja, und das Entscheidende ist ja, dass es Fruchtzucker war.
[16:13] Und viele sagen natürlich ja, Obst ist super.
[16:16] Natürlich hat sich das jetzt auch in der öffentlichen
[16:18] Wahrnehmung schon ein bisschen gedreht, aber unser Obstkonsum,
[16:22] was hat das für dich? Für Konsequenzen laut der
[16:26] Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten wir 250 Gramm
[16:29] und n halbes Pfund Obst zu uns nehmen pro Tag.
[16:34] Das ist kann ne ganze Menge. Fruchtzucker sein, wenn wir da
[16:37] was weiß ich, Melone oder oder Ananas nehmen oder auch
[16:41] Smoothies zum Beispiel enthalten ja wunderbar ganz, ganz viele
[16:46] fruchtzuckermoleküle was sollte man daraus schließen für die
[16:49] eigene Ernährung, das. Ist n sehr wichtiger Aspekt, den
[16:52] du da gerade erwähnst, weil viele Menschen noch immer
[16:56] irgendwie die Vorstellung haben. Viel süßes Obst ist was ganz
[17:00] gesundes. Dem ist eben nicht so.
[17:03] Wir sollten eigentlich gemüselastiger leben, das heißt
[17:07] also, wir sollten viel mehr Gemüse als Obst in unseren
[17:10] Alltag einbauen und bei den Fruchtsorten sollten wir
[17:14] natürlich darauf achten, dass wir zuckerarme Obstsorten
[17:18] auswählen, wie zum Beispiel jetzt gerade die Beerenfrüchte.
[17:23] Jetzt hast du noch die Smoothies angesprochen, das ist mir auch
[17:25] so n bisschen ein Dorn im Auge, weil die natürlich am besten
[17:29] oder am liebsten getrunken werden, wenn sie richtig süß
[17:32] sind. Ich stelle selbst auch Smoothies
[17:35] her, aber ich muss sagen, also in meiner Familie, die sind froh
[17:39] wenn Sie den unten haben, weil der natürlich gar nicht süß
[17:43] schmeckt, sondern extrem gemüselastig ist und.
[17:47] Ja, nicht vergleichbar ist mit so was gekauftem, was natürlich
[17:50] hauptsächlich aus Apfelsaft besteht oder Orangensaft oder
[17:55] so. Ja ja, OK, also wenn man es
[17:58] nicht auf die 250 Gramm Schaft am Tag Obst verzehrt, dann ist
[18:03] das nicht schlimm, wenn man vor allem das durch Gemüse ersetzt.
[18:07] Also ich tue das so, ich esse nicht so wahnsinnig viel Obst.
[18:10] Ich esse tatsächlich nur Beeren. Jetzt kommen wir kurz noch, das
[18:13] hast du in deinem Buch nämlich auch und finde ich ein wichtiges
[18:15] Thema. Zuckerersatzstoffe, Süßstoffe,
[18:19] viele wissen ja auch, das wurde jetzt ziemlich diskutiert, ist
[18:22] das gesund oder nicht, könnte das vielleicht sogar Krebs
[18:25] machen und dann sind viele auf Stevia gekommen, den
[18:27] pflanzlichen Zuckerersatzstoff aus Südamerika, was weißt du die
[18:32] Wissenschaft heute darüber? Es ist so, dass diese
[18:37] Zuckerersatzstoffe letztendlich auch nicht ohne sind.
[18:40] Dazu gibt es ne neue Studie von der Cleveland Klinik in USA und
[18:46] die haben zum Beispiel nachgewiesen, du hast jetzt
[18:48] Stevia genannt, aber ich komme jetzt zunächst mal auf xylit und
[18:53] also den Birkenzucker und Erythrit zu sprechen.
[18:56] Und man hat festgestellt, dass diese beiden
[18:58] Zuckeraustauschstoffe das Risiko für eine Verklumpung des Blutes
[19:05] begünstigen können. Also es geht darum, dass diese
[19:08] Zuckeraustauschstoffe die Blutplättchen aktivieren können
[19:13] und damit natürlich hat es Kreislauferkrankungen
[19:15] begünstigen können, was man auch nachgewiesen hat inzwischen ist.
[19:21] Und da gehört auch Stevia dazu, dass diese Zuckeraustauschstoffe
[19:25] eben die Hirnaktivität verändern und auch das Darmmikrobiom
[19:30] verändern, nachteilig verändern. Und ja, insofern sind natürlich
[19:36] die Zuckeraustauschstoffe jetzt auch nicht unbedingt
[19:39] uneingeschränkt in der Menge empfehlenswert.
[19:43] Ja, da muss man halt auch zurückhaltend sein, denke ich.
[19:46] Klar, wenn man viel, viel. Glucose, also diesen normalen
[19:50] Haushaltszucker isst oder eben die Saccharose oder eben die
[19:53] Fructose, wenn man davon sehr, sehr viel isst, ist das absolut
[19:57] ungut, macht dumm und Diabetes und wenn man das dann so ein
[20:01] bisschen austauscht mit Zuckerersatzstoffen, ist
[20:04] vielleicht nicht so schlecht, aber auch damit sollte man sich
[20:06] zurückhalten. Letztlich geht es darum, dass
[20:08] man seine Geschmacksnerven umtrainiert, das heißt nicht
[20:11] mehr so auf Süßes abfährt, ich habe das wirklich geschafft, ich
[20:14] habe vor 20 Jahren aufgehört, Süßes zu essen.
[20:16] Und heute kriege ich mal so einen Löffel Eis von meinem
[20:19] Mann, der unheimlich gerne Eis isst.
[20:21] Und das finde ich lecker. Und ich brauche wirklich nicht
[20:23] mehr. Ich glaube, das ist einfach, ja
[20:26] schlichte umtrainierung sag mal, wenn wir das ganze Kapitel
[20:32] Epigenetik, pflanzliche Inhaltsstoffe, sekundäre
[20:36] Pflanzenstoffe, wenn wir das so aus der Adlerperspektive
[20:39] betrachten, wir wissen ja, dass da ganz, ganz viele. 8000
[20:43] verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind et
[20:46] cetera. Dazu gehört auch das
[20:48] Resferatrol, über das wir so viel reden, aber die vielen
[20:51] Anthocyane, die diese roten, schönen Farbstoffe, die so toll
[20:54] wirken sollen, das Curcumin und vieles andere, kann man denn
[20:57] behaupten, heute wissenschaftlich abgesichert,
[21:00] dass gemüsebasierte Ernährung epigenetisch verjüngend wirkt?
[21:06] Ja, also du sprichst natürlich jetzt im Endeffekt auch wiederum
[21:09] ganz kurz noch ein Wort zu den Anthozianen die Resorption an,
[21:14] ja die Bioverfügbarkeit auch von diesen sekundären
[21:16] Pflanzeninhaltsstoffen, da möchte ich noch mal anfügen,
[21:20] etwas, was man vielleicht auch nicht so ganz auf dem Schirm
[21:22] hat, gerade bei den Anthozianen wissen wir, dass die im sauren
[21:26] Milieu des Magens stabil sind und interessanterweise über die
[21:29] Magenschleimhaut aufgenommen werden.
[21:32] Also nicht alles wird immer über den Darm resorbiert, sondern bei
[21:36] den Anthozianen wissen wir, dass eben der Magen eine ganz, ganz
[21:41] wichtige Rolle. Spielt.
[21:42] Und dann kommen die eben über die Zellpassage Zellwandpassage
[21:46] in die Blutgefäße. Manche kommen ja auch in die
[21:49] Lymphe und gehen dann aber unverletzt durch die Leber
[21:54] durch. Ja, also auch da ist natürlich
[21:56] eine Metabolisierung möglich. Wir wissen, dass auch eben diese
[22:02] Bruchstücke, die da entstehen, für den Darmmikrobiota wiederum
[22:06] wichtig sind, und wir wissen, dass ja quasi keine Erkrankung
[22:10] außerhalb einer Darmgesundheit zu beurteilen ist.
[22:14] Also diese Zusammenhänge, die gilt es natürlich noch zu
[22:17] eruieren, das ist ganz klar. Aber jetzt hast du eben Obst und
[22:21] Gemüse angesprochen. Ich wollte es nur zu den
[22:23] Anthociano noch ergänzen, dass die Verjüngend wirken.
[22:26] Ja, dazu gibt es 2 interessante Publikationen, die eine ist an
[22:32] der Stanford oder mit Hilfe auch von der Stanford University
[22:35] gemacht worden 2024 publiziert worden.
[22:39] Das war eine Zwillingsstudie, also eineiige Zwillinge, die
[22:43] dann eben auch genetisch gleich sind.
[22:45] Es waren 21 Zwillingspaare, also 42 Personen, die hat man
[22:49] untersucht, die haben nun 8 Wochen lang Pflanzenbasiert
[22:52] gegessen und versus eben tierische Kost integriert, also
[22:58] 2 Gruppen. Und man hat festgestellt, dass
[23:03] eben die Gruppe die Pflanzenbasiert gegessen hat,
[23:06] doch eine ganz andere, ein ganz anderes Methylierungsmuster eben
[23:10] aufgewiesen hat in den Zellen als jene, die eben Fleisch
[23:15] gegessen hatten. Und interessanterweise waren das
[23:19] natürlich Gene, die eine wichtige Rolle spielen, eben für
[23:22] die Herzgesundheit, die aber auch für die Leberaktivität eine
[23:26] Rolle spielen, die für den Insulinstoffwechsel von
[23:29] Bedeutung sind. Und das stellte sich alles
[23:31] günstiger dar, insofern ja möglicherweise, es gab da noch
[23:36] eine chinesische Studie, da hat man eben mit Hilfe von diesen
[23:40] epigenetischen Uhren versucht, eine Verjüngung nachzuweisen
[23:44] unter der Anwendung von einer gemüsebasierten Ernährung, das
[23:49] waren 342 Probanden, die da teilgenommen hatten.
[23:53] Und da hat man auch eine Verjüngung nachweisen können.
[23:56] Also das ist ganz sicherlich diesen, ja, das ist auch.
[24:00] Passt zu den Blue Sounds, ne. Und insofern, ja, Gemüsebasiert
[24:06] ist sicherlich eine Empfehlung, die man aussprechen kann, ganz
[24:10] gleich, um welche präventiven Maßnahmen es geht, um welche
[24:15] Erkrankungen es geht. Also das lässt sich sicherlich
[24:18] immer halten. Ja, und das geht schon beim
[24:21] Frühstück los. Haha, also bei mir gibt es
[24:22] nämlich immer Joghurt, deshalb wollte ich noch mal nachfragen.
[24:26] Weißt du zufällig den Stand der Forschungslage?
[24:30] Es geht ja nicht immer nur um Fleisch, sondern auch um
[24:32] Milchprodukte und wir brauchen ja eine Menge Proteine, wir
[24:36] kriegen die über pflanzliche Proteine, gerade wenn wir älter
[24:38] werden in der Menge, wie wir sie brauchen, eigentlich gar nicht
[24:41] so sehr. Rein was weißt du über
[24:45] Milchprodukte und Epigenetik? Also es ist natürlich so, dass
[24:51] letztendlich alle Makronährstoffe auch eine
[24:54] epigenetische Wirkung haben. Das heißt, die Proteine, die
[24:57] Kohlenhydrate, die Fette werfen natürlich auch entsprechende
[25:00] Gene an. Proteine brauchen wir und mit
[25:03] zunehmendem Alter auf jeden Fall immer mehr.
[25:06] Das ist ganz klar, der Bedarf steigt mit zunehmendem Alter und
[25:11] irgendwo müssen wir es natürlich herkriegen, man muss sich schon
[25:14] ganz gut auskennen mit biologischen Eiweißwertigkeiten,
[25:18] wenn man das ohne jegliche tierische Kost machen möchte.
[25:23] Also ich empfehle natürlich schon auch gesäute Milchprodukte
[25:28] in die Ernährung zu integrieren. Letztendlich ist es so, dass man
[25:33] sich in der Wissenschaft eigentlich einig darüber ist,
[25:35] dass eben die Kuhmilch nicht unbedingt gesundheitsfördernd
[25:39] wirkt, wenn sie im Erwachsenenalter angewendet
[25:42] wird. Aber gesäuerte Milchprodukte,
[25:44] auch unter anderem aufgrund ihrer positiven Wirkung auf die
[25:48] Darmmikrobiota empfehlenswert ist.
[25:51] Also Joghurt, Buttermilch, Kefir.
[25:53] Genau, ja, und das mache ich auch super.
[25:56] Ich fühle mich bestätigt. Vielleicht noch ein kleiner
[25:59] Exkurs, weil mir das immer wieder begegnet, auch wenn
[26:03] Fragen von Zuschauerinnen und Zuhörern kommen.
[26:06] Die sagen, ja, also das ist ja dann natürlich, und was da die
[26:10] Pharmaindustrie macht, das ist alles chemisch, und das eine ist
[26:13] gut und das andere ist schlecht, es gibt verdammt viele
[26:17] Pflanzenstoffe, natürliche Pflanzenstoffe, die sind
[26:21] schlecht. Und man kann chemisch auch ganz
[26:24] viele Pflanzenstoffe nachbauen, die sind gut.
[26:28] Vielleicht sollten wir dazu noch ein ein kurzes Wort verlieren.
[26:31] Ja, ja, also nicht alles, was in den Pflanzen vorhanden ist, ist
[26:35] unproblematisch. Stichwort Digitalisglykoside ja,
[26:39] im im, im, in der Digitalispflanze, da wissen wir,
[26:42] da kann man jemand umbringen. Gut war das das oder ich weiß
[26:46] gar nicht. Digitalis?
[26:47] Jawohl, genau, und. Man kann aber auch letztendlich
[26:53] Gruppen von sekundären Pflanzeninhaltsstoffen benennen,
[26:57] die eben in Gemüse vorkommen und als sogenannte Antinährstoffe
[27:02] gelten. Also da gehören zum Beispiel die
[27:04] Lektine dazu, das sind eiweißartige Stoffe, die
[27:08] Entzündungen begünstigen können, oder?
[27:10] Oxalate, oder? Genau Oxalate zum Beispiel kann
[27:14] man auch wie im Rhabarber vorkommen, ja.
[27:17] Oder auch die Phytinsäuren, die in Hülsenfrüchten vorkommen oder
[27:20] auch in Vollwertgetreide und quasi Mikronährstoffe
[27:25] komplexieren können. Vor allen Dingen Spurenelemente,
[27:28] sodass diese nicht mehr aufgenommen werden können.
[27:30] Also nicht alles ist immer, was aus Pflanzen kommt,
[27:35] unproblematisch, ganz klar auf der anderen Seite gelingt es
[27:40] natürlich im Labor sag ich jetzt mal.
[27:44] Bestimmte Strukturen, isolierte Strukturen nachzubauen, ja, so
[27:48] ein Stichwort ist immer auch das Vitamin C.
[27:51] Da gibt es immer diese Diskussionen, ist ein
[27:54] natürliches Vitamin C besser als ein synthetisches, von der
[27:58] Struktur her L Ascorbinsäure ist L Ascorbinsäure.
[28:02] Ob die jetzt aus der Zitrone kommt oder eben aus dem Labor,
[28:05] aber wir wissen, dass diese sekundären Pflanzeninhaltsstoffe
[28:10] eben eine synergistische Wirkung entfalten können.
[28:13] Und die Wirksamkeit von diesen klassischen Mikronährstoffen
[28:17] dadurch eben auch verstärkt werden kann.
[28:20] Also so ein natürlicher Verbund aus Mikronährstoffen und
[28:24] sekundären Pflanzeninhaltsstoffen ist
[28:26] natürlich von daher gehend immer besser als irgendein isolierter.
[28:32] Mono. Eine isolierte Monostruktur?
[28:35] Ja, wenn man sich vorstellt, man hat in der Zwiebel 1100
[28:39] sekundäre Pflanzenstoffe, die positive Effekte für uns haben
[28:42] können. Also das ist schon, muss man
[28:45] ziemlich viele Pillen einwerfen und das diesen tollen Effekt,
[28:48] diesen Phytokomplex wie man ihn ja auch so schön nennt, um den
[28:52] nachzuahmen und was diejenigen, die jetzt vielleicht lange Ohren
[28:56] bekommen haben, gedacht haben, oh Gott, ich bin doch.
[28:58] So so gesund, weil ich oder ich ernähre mich so gesund, weil ich
[29:01] so viel Vollkorn esse, wenn man zum Beispiel Sauerteigbrot isst,
[29:06] hat man diesen phytin Effekt nicht, oder wenn man die Körner
[29:09] einweicht, hat man den auch nicht und wenn man nur ein
[29:12] bisschen Vollkornbrot isst, ist es sowieso nicht schlimm, genau.
[29:16] Also Keimen und Einweichen und backen dezimiert natürlich diese
[29:23] Antitastoffe. Ja, also wenn du das schon uns
[29:27] vorlegst, dann gehe ich auch drauf.
[29:30] Einnehmen wir noch mal die Fettsäuren, die auch die
[29:33] Transfette, die ja so gebasht werden, welchen Einfluss haben
[29:37] die denn eventuell? Gesättigt, Ungesättigt et cetera
[29:42] auf unsere Epigenetik. Ja, also diese Transfettsäuren
[29:46] sind natürlich die übelsten aller üblen Fette.
[29:50] Das muss man ganz klar sagen. Es gibt eben vom Deutschen
[29:53] Institut für Ernährungsforschung in Potsdam dazu auch eine ganz
[29:57] gute Studie, wo man mal untersucht hat, was macht denn
[30:01] eine Mischkost, die zum Beispiel kohlenhydratreich ist, aber
[30:05] fettarm mit einem Anteil von 30% Fett und.
[30:09] Versus einer Kost mit 45% Fett. Ja, und ganz allgemein kann man
[30:16] sagen, dieser hohe Fettanteil, der begünstigt natürlich eben
[30:20] auch im Allgemeinen. Einen einen Nachteil für den
[30:25] Stoffwechsel, also die Fettstoffwechselstörungen,
[30:29] können zunehmen. Entzündungen können zunehmen,
[30:32] der Schlaf wachrhythmus kann gestört werden durch eine solche
[30:35] Ernährung, aber du hast schon recht, wir müssen natürlich
[30:38] eigentlich genauer hinschauen und fett ist eben bekanntermaßen
[30:42] nicht gleich Fett, sondern. Wir sollten ja uns so ernähren,
[30:46] dass wir zu einem Drittel unseren unseren Fettbedarf
[30:49] decken, mit einem Drittel gesättigte Fettsäuren, einem
[30:53] Drittel einfach ungesättigte Fette und einem Drittel mehrfach
[30:57] ungesättigte Fette. Und bei den mehrfach
[30:59] ungesättigten Fetten, da schauen wir noch mal auf die Omega 3 und
[31:02] die Omega 6. Und dieses Verhältnis, das halt
[31:05] nun mal heutzutage bei vielen von uns einfach gestört ist.
[31:09] Und das ist, glaube ich, neben den Transfetten, die dann eben
[31:13] Entzündungsgene anwerfen können. Du hattest mich gefragt nach der
[31:17] epigenetischen Wirkung, also es werden Gene aktiviert, die
[31:22] Entzündungen machen, und das ist eben bei den Transfetten so,
[31:27] aber leider auch bei einem Überhang an Omega 6 versus Omega
[31:31] 3. Transfette müssen wir vielleicht
[31:34] noch sagen, sind die Fette, die zum Beispiel zum Frittieren und
[31:37] zum Backen genutzt werden, die mehrfach häufig sogar eingesetzt
[31:42] werden und die Omega 6 sind in Sonnenblumenöl zum Beispiel auch
[31:48] in Kokosöl. Viele andere, vielleicht magst
[31:52] du noch ergänzen, genau. Jawohl.
[31:56] Möglichst vorsichtig, nicht so viel davon einsetzen und auf der
[32:00] anderen Seite haben wir die einfach gesättigten.
[32:02] Fettsäuren im Olivenöl viele denken ja, die sind so mehrfach
[32:07] ungesättigt, da gibt es eigentlich nur relativ wenig im
[32:09] Olivenöl und im Rapsöl beispielsweise haben wir ganz
[32:14] viel ungesättigte, das ist natürlich toll.
[32:16] Hast du noch, oder wenn du auf deine eigene Ernährung schaust,
[32:20] hast du Öle oder Fette, die du bevorzugst und die wir noch
[32:24] nicht genannt haben. Nein, also du hast eigentlich
[32:27] alles genannt. Ein ein ein wertvolles, sehr gut
[32:30] qualitativ hochwertiges Olivenöl halte ich nach wie vor für eine
[32:34] sehr gute Empfehlung und raffinierte Fette sind ganz
[32:40] allgemein nachteilig. Ja, weil dort kann natürlich
[32:43] immer auch ein entsprechender Anteil an Transfetten beinhaltet
[32:47] sein, weil bei der Raffination entstehen ja auch diese
[32:51] Transfette. Das ist Margarine zum Beispiel
[32:53] oder diese Kokosfettkörben. Oder halt eben diese, diese
[32:57] raffinierten Öle, die Sonnenblumenöl zum Beispiel kann
[33:00] ein raffiniertes Sonnenblumenöl sein, Distelöl kann ein
[33:03] raffiniertes, Distelblumen distelöl sein, also wenn die
[33:06] nicht kalt gepresst sind, dann sind sie in der Regel
[33:09] raffiniert. Also aufs Etikett gucken, kalt
[33:13] gepresst unbedingt und extravergine beim Olivenöl jetzt
[33:18] also du hast es uns angeboten, Aminosäuren, Eiweiße.
[33:22] Da habe ich, bin ich seit Jahren eigentlich schon unsicher bei
[33:27] einer Aminosäure, nämlich Meteonin.
[33:31] Wir substituieren ja auch öfter mal und auch in den
[33:34] Proteinshakes ist Meteonin oft drin und ich sehe immer wieder
[33:39] Studien, da ist das Meteonin nicht so toll, nämlich könnte.
[33:45] Krebserregend beziehungsweise Krebsfördernd sein und auf der
[33:48] anderen Seite weiß man meteonin ist genauso was wie das Gelée
[33:51] Royal. Das ist so ein
[33:52] Methylgruppendonator, also ein Stoppschildbauer.
[33:56] Also deine Einschätzung zu meteonin, weil manche sagen ja
[33:59] sogar, man sollte meteonin Fasten immer mal.
[34:03] Ja, also ich mein Meteonin ist eine essentielle Aminosäure.
[34:08] Das heißt, wir brauchen Meteonin, um Proteine bauen zu
[34:13] können. Und bei der Synthese von
[34:15] Proteinen körpereigene Synthese von Proteinen, gilt ja das
[34:19] Gesetz des Minimums, das heißt, wenn eine einzige Aminosäure
[34:23] fehlt, dann kann, auch wenn alle anderen da sind, das Protein
[34:26] nicht gebaut werden. Also insofern halte ich ein
[34:30] Methionin fast nicht für sinnvoll, wir brauchen das
[34:34] Methionin, du hast es schon gesagt als methylgruppendonator
[34:37] und es ist vor allen Dingen eben auch ein Vorläufer von dem.
[34:41] Etwas gehypten S Adenosylmethenin und dieses S
[34:47] adenosylmethenin, das ist nun mal bekannt dafür, dass es eine
[34:52] Reihe von positiven Wirkungen haben kann.
[34:55] Ja, es entsteht aus metheninplus.at P.
[34:59] Also es ist ein aktiviertes Methenin.
[35:02] Und das hat ne Bedeutung für die Leberzellregeneration.
[35:06] Das hat ne Bedeutung für die Entgiftung.
[35:08] Wir brauchen es für die Synthese von Phospholibiden, die wir dann
[35:12] wieder für die Zellmembranen brauchen, wir brauchen es für
[35:15] die Bildung von Nervenbodenstoffen, wie zum
[35:18] Beispiel eben auch. Dem Melatonin, das uns in den
[35:22] Schlaf bringt, also das hat viele, viele Funktionen, und
[35:26] ohne dass dieses Meteonin da ist als Grundstoff kann dieses S
[35:30] adenosylmethenin nicht gebildet werden.
[35:33] Insofern halte ich es schon auch für wichtig, dass wir das
[35:37] Zuführen. In tierischen Produkten ist mehr
[35:40] Meteonin drin als in den meisten pflanzlichen.
[35:44] Von daher wäre das ja schon mal wieder ein weiterer Hinweis
[35:47] pflanzliche. Ernährung könnte genau die
[35:50] Dosierung an Meteonin liefern, die für uns hilfreich ist.
[35:55] Vielleicht noch ganz kurze fällt mir jetzt spontan ein
[35:59] Einschätzung zu den Bcaaa, also zu den verzweigt kettigen
[36:04] Aminosäuren. Manche kippen, die sich ja auch,
[36:07] weil die eine ganze Zeit lang als so toll auch für
[36:10] Muskelaufbau und sonstiges galten, gleich esslöffelweise
[36:13] rein. Das Image hat sich ein bisschen
[36:15] verändert, dieser. Leucin, isoleucin, weil das.
[36:20] Würde ich auch nicht empfehlen, weil letztendlich ist es einfach
[36:25] eine Supplementierung auf Verdacht und wir haben ja in der
[36:29] Orthomolekularmedizin eh gelernt, dass es besser ist,
[36:32] vielleicht mal auch Messungen zu machen und einzelne Aminosäuren
[36:35] auch mal im Blut zu bestimmen, um zu schauen, wo überhaupt der
[36:39] Mangel vorliegt. Und wie gesagt, wenn eine
[36:42] Aminosäure fehlt, dann kann ich noch so viele.
[36:44] Verzweigt kettige Aminosäuren zuführen, dann wird mir das
[36:47] nicht helfen. Für das Enzym, für das Hormon.
[36:50] Also besser ist es wirklich nicht auf Verdacht zu
[36:53] supplementieren, sondern vielleicht auch mal eine Analyse
[36:57] machen. Da bin ich immer.
[36:59] So habe ich 3 Fragezeichen im Hinterkopf, denn das ist ja
[37:02] wahnsinnig volatil, gerade bei den Aminosäuren, die werden ja
[37:06] so schnell aufgenommen. Wenn wir also, wenn ich jetzt
[37:07] meinen Joghurt morgens esse, dann ist das ganz schnell in
[37:11] meinen Zellen und. Und wenn ich dann mittags
[37:14] vielleicht eine Blutanalyse mache, dann sind noch ein paar
[37:16] übrig geblieben und das Ergebnis zeigt, es fehlt was.
[37:19] Dabei ist es einfach schon aufgenommen.
[37:22] Worden. Das ist eine grundlegende Sache,
[37:25] die du ansprichst. Nina, ein Laborwert ist
[37:28] praktisch kein Laborwert, also man müsste das auch natürlich
[37:32] des öfteren mal wiederholen. Ja, es gilt aber für alle
[37:36] Blutwerte. Ja, manches ist da ja
[37:40] tatsächlich standardisiert. Bei den Aminosäuren ist das
[37:42] meines Erachtens noch nicht der Fall, weil man nicht genau weiß,
[37:45] zu welcher Tageszeit und wie lange muss man vielleicht
[37:48] gefastet haben vorher, um irgendeine Aussage treffen zu
[37:52] können, aber das ist jetzt nicht unser Thema, Wir wollen ja zur
[37:54] Genetik, Epigenetik, also abschließend jetzt zu den
[37:58] Ernährungsthemen, das war ja eine ganze Zeit lang immer
[38:01] wieder von 5 bis 7 Portionen Obst und Gemüse pro Tag.
[38:07] Als als positiv bezeichnet das ist vorbei, gell?
[38:11] 40 5 oder 7 mal Obst und Gemüse reinzutun.
[38:15] Also es ist insofern vorbei, als die Harvard Mediziner
[38:18] mittlerweile bei 8 bis 11 Portionen pro Tag sind.
[38:24] Wie ist das mit dem Intervallfasten, bitte?
[38:27] Ja, das Intervallfasten hat nun mal, wie du ja weißt, einen ganz
[38:31] anderen Fokus. Ja, da geht es ja nicht darum,
[38:34] irgendwie sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe
[38:36] zuzuführen, sondern sprechen wir über Autophagie und Anti Aging
[38:39] und so weiter also wir kommen eigentlich mit den
[38:44] Gemüseportionen gar nicht hinterher, das hat natürlich
[38:48] damit zu tun, dass unser Bedarf. An Schutzstoffen ganz allgemein
[38:52] steigt zum Beispiel aufgrund auch der steigenden Gifte, mit
[38:56] denen wir und unser Körper und unser Immunsystem tagtäglich
[39:00] konfrontiert. Ist also es ist.
[39:03] Unrealistisch? Ja. 8 bis 11 Portionen Gemüse
[39:06] pro Tag, Gemüse und Obst pro Tag zu verzehren. 2 Drittel davon
[39:10] sollte Gemüse sein. Aber es bringt zum Ausdruck, es
[39:15] bringt ganz einfach zum Ausdruck, dass diese
[39:19] Schutzstoffe für unsere Gesundheit extrem wichtig und
[39:23] wertvoll sind und dass wir natürlich.
[39:26] Belastungen in unserem Leben ernährungsmäßig eigentlich
[39:29] kompensieren müssten mit einer solchen Ernährungsweise.
[39:33] Was aber wie gesagt, keiner umsetzen kann.
[39:35] Ja, und dazu kommt eben, dass wir dann auch schauen müssen, ob
[39:38] in den Gemüsen, die wir da bergeweise zu uns nehmen, da
[39:40] überhaupt noch was drin ist. Also wenn wir uns die selenarmen
[39:43] Böden anschauen und vieles andere mehr.
[39:46] Oder manche haben zu viel Nitrat und.
[39:49] Gut, aber auf jeden Fall ist viel Gemüse gut 600 Gramm so am
[39:53] Tag, gell? Das ist schon.
[39:55] N. Berg ja, ja, das ist schon n
[39:57] Berg und vor allen Dingen das soll ja, das soll ja jetzt nicht
[40:00] nur 3 Rote Beete und 2 Gurken sein, sondern das sollte ja ganz
[40:04] vielseitig sein, damit man möglichst auch eine Vielfalt von
[40:08] diesen sekundären Pflanzeninhaltsstoffen hat.
[40:11] Ich zähle immer die ganzen Kräuter, noch dazu 25
[40:14] verschiedene sollte man ja zu sich nehmen und dann sage ich
[40:17] immer, jetzt habe ich Schnittlauch, jetzt habe ich
[40:18] Kerbel und dings und dings und dings, dann kommt man schon ein
[40:21] bisschen da drauf, aber natürlich ist es Quatsch, das
[40:24] jeden Tag nachzählen zu wollen, aber natürlich, die Vielfalt ist
[40:28] es, wollen wir kurz noch, weil ich hier so eine
[40:30] Epigenetikspezialistin vor mir habe, auf Vitamine eingehen,
[40:34] inwieweit die und auch Mineralstoffe, inwieweit die
[40:38] Epigenetisch nachweislich schon und.
[40:41] Positiv. Diese Funktionen haben in
[40:44] unserem Körper, in unseren Zellkernen.
[40:48] Also wir sprechen hier natürlich bestimmte Vitamine an oder
[40:52] bestimmte Mikronährstoffe, die eben als Methylgruppendonatoren
[40:56] gelten können. Dazu gehören zum Beispiel die B
[40:59] Vitamine, dazu gehört aber natürlich auch eben das Cholin.
[41:05] Das ist ein interessanter Stoff und sein Oxidationsprodukt, das
[41:09] Betain, gehört eben auch zu diesen Methylgruppendonatoren.
[41:13] Finden wir beispielsweise in Quinoa, in Spinat, in Roter
[41:17] Beete oder eben auch in der Süßkartoffel.
[41:20] Würdest du das um kurz und zu unterbrechen, würdest du das als
[41:23] Nahrungsergänzungsmittel empfehlen, weil wir haben ja
[41:25] bisher so schön gesagt, das ist immer alles ganz toll, wenn man
[41:28] das mit der Pflanze aufnehmen, aber betain zum Beispiel gerne
[41:31] mal ergänzen. Ja, betain gerne ergänzen, weil
[41:35] es ja eben auch ne wichtige Rolle einnimmt in diesem
[41:38] homocystein Stoffwechsel. Also dieses schädliche
[41:42] Homocystein, das kriegen wir auch am besten los, wenn wir uns
[41:45] nicht nur auf B 6, b 12 und Folsäure verlassen, sondern das
[41:49] Betain mit dazu nehmen. Und Homocystein, muss man
[41:52] wissen, entsteht eben in unserem Körper natürlicherweise und kann
[41:55] im Alter ansteigen und es wirklich herzschädigend und Herz
[41:58] Kreislauf schädigend, betain OK. Und Nerven.
[42:02] Selbst schädigen ja, ja, also die klassischen Vitamine spielen
[42:07] hier gar nicht so die ganz große Rolle, wie du siehst, sondern es
[42:10] kommen jetzt mehr und mehr so ja Naturstoffe in die Forschung
[42:16] rein, die man vielleicht bislang so ein bisschen unterschätzt hat
[42:20] oder wo man noch nicht so viel dazu gewusst hat.
[42:24] Auch die Stoffwechselprodukte der Darmyprobiota, zum Beispiel,
[42:27] die Propionato und die Butyrate. Spielen in diesem Zusammenhang
[42:31] eine wichtige Rolle. Ja als ja Möglichkeit, die
[42:37] Genregulation positiv zu beeinflussen, also.
[42:40] Und die werden von unseren, von unseren Darmbakterien ja bei
[42:44] einer bestimmten Fütterung produziert.
[42:46] Welche Fütterung ist das? Ja, das sind also die
[42:50] Ballaststoffe, von denen wir natürlich auch alle zu wenig
[42:53] aufnehmen. Man muss sich das vorstellen
[42:55] zwischen. 17 und 19 Gramm pro Tag nehmen wir im Durchschnitt
[42:59] auf und 30 Gramm sollten es pro Tag sein.
[43:03] Also da hilft natürlich auch die pflanzenbetonte Kost
[43:06] größtenteils wieder, wenn es um die Ballaststoffzufuhr geht und
[43:09] davon leben dann die guten Darmbakterien und davon oder
[43:13] daraus machen die dann letztendlich die Guten.
[43:17] Stoffwechselprodukte Butyrate innerhalb von haben wir ja schon
[43:21] viel gehört sind. Epigenetisch,
[43:25] Schalterverschiebend, durchaus antientzündlich wirkend.
[43:30] Was hättest du noch auf der Palette?
[43:32] Ja, auch Antiallergisch wirkend im Übrigen.
[43:36] Und es ist auch so. Ich mag diesen Begriff
[43:39] eigentlich gar nicht mehr, weil der so Durchgenudelt ist.
[43:42] Die Kikat Stichwort, aber viele wissen, was damit gemeint.
[43:45] Ist also Damen. Ja genau.
[43:49] Es geht also um die Dichtigkeit der Darmschleimhaut.
[43:52] Die Darmschleimhaut muss ja immer entscheiden, was kommt aus
[43:55] dem Körper raus, was kommt rein und dafür muss natürlich diese
[44:00] Darmschleimhaut eine entsprechende Integrität haben,
[44:03] die muss intakt sein, und dafür brauchen wir auch das Blutyrat
[44:06] und die Darmschleimhaut erneuert sich ja permanent, und das
[44:10] kostet extrem viel Energie, und da ist Blutyrat auch.
[44:14] Ein Energieliferant für die Darmschleimhautzellen.
[44:18] Das könnte dann auch schon wieder epigenetisch bedingt
[44:22] sein. Was ist eigentlich mit Inulin?
[44:25] Inulin ist ein wasserlöslicher Ballaststoff, ein Polyfuktosan,
[44:30] und Inulin ist einer der Futterquellen für die Bakterien,
[44:37] mit denen die wunderbar leben können.
[44:40] Wo ist das drin? Inulin?
[44:43] Das Inulin ist zum Beispiel in den weniger geliebten
[44:46] Schwarzwurzeln, weil die viel Arbeit machen und es inulin ist,
[44:51] aber auch zum Beispiel in chicorée enthalten.
[44:54] Weiß es nicht. So, ja, es gibt nicht so viele
[44:57] Pflanzen, aber die kann man auf jeden Fall benennen.
[44:59] Man kann Inulin ja auch substituieren.
[45:02] Also es gibt ja inulinpräparate. Bist du dafür?
[45:05] Ich sag mal so, wenn die Ballaststoffzufuhr insgesamt zu
[45:09] wünschen übrig lässt, dann bin ich dafür, dass man eben diese
[45:13] wasserlöslichen Ballaststoffe supplementiert, immer noch
[45:16] besser als einfach ballaststoffarm zu leben, weil
[45:20] es hat viele, viele nachteilige Konsequenzen.
[45:23] Ich habe noch ein bisschen Zeit, also ich hoffe, es ist so
[45:26] spannend. Es bleiben sowieso alle dabei.
[45:28] Dann würde ich gerne weg von der Ernährung, aber die Epigenetik
[45:34] weiter im Fokus behalten, nämlich der Lebensstilfaktor,
[45:37] Stressresilienz und soziale Beziehungen.
[45:40] Da weiß man ja heute schon eine ganze Menge, wie die Beziehung
[45:44] zur Mutter, aber auch das, was die Mutter während der
[45:47] Schwangerschaft erlebt et cetera, epigenetische
[45:50] Auswirkungen auf Babys hat, Prägungen, positiv wie negativ.
[45:56] Was ist der Stand der Forschung? Ja, das ist natürlich ein
[46:00] Aspekt, der vor allen Dingen in der Psychologie im Moment ganz
[46:03] hoch gehandelt wird. Und da gibt es jede Menge
[46:06] Forschungsaktivitäten, die gerade im Moment dazu laufen.
[46:09] Aber es scheint so zu sein, dass es ganz wichtig ist, dass eben
[46:15] Stress nach Möglichkeit frühzeitig schon vermieden wird,
[46:20] das heißt nach Möglichkeit während der Schwangerschaft
[46:23] schon vermieden werden kann. Weil eben Stress eine negative
[46:28] epigenetische Prägung für das werdende Kind mit sich bringen
[46:32] kann. Und das kennt man eben auch aus
[46:36] diversen tierexperimentellen Untersuchungen.
[46:39] Es ist gezeigt worden, dass zum Beispiel die Kuschelhormone
[46:42] Oxytocin oder Vasopresin dann in verminderten in verminderter
[46:47] Konzentration gebildet werden und.
[46:50] Und interessant ist ja auch, dass alles, was so während der
[46:53] Schwangerschaft als Prägung passiert, mit dem
[46:56] heranwachsenden Kind, dass das auf die nächste Generation noch
[47:00] übertragen werden kann. Also wir reden von einer
[47:03] transgenerationalen Vererbung oder Weitergabe dieser
[47:08] epigenetischen Schalter, und das Macht es natürlich besonders
[47:13] wichtig, dass man während der Schwangerschaft.
[47:15] Versucht ich sag jetzt mal nach Möglichkeit alles richtig zu
[47:19] machen, sich ordentlich ernährt und eben auch für
[47:24] Entspannungsmomente für Entspannungszeiten sorgt, weil
[47:28] eben gezeigt worden ist, dass Tiere, die zum Beispiel eben
[47:33] auch lieblose Mütter hatten. Dass die zu wenig selbst zu
[47:38] wenig Oxytocin und Vasopresin bilden konnten und dann in ihrer
[47:43] nächsten Generation eben auch keine liebende Mütter waren.
[47:47] Also es ist interessant, was da gerade passiert im Bereich der.
[47:51] Forschung, also eine Mutter, die sehr gestresst ist und auch
[47:56] nicht wirklich liebevoll zugewandt, dem Heranwachsenden
[48:00] erst Embryo und dann Baby. Die wird dann nicht nur ein Kind
[48:04] haben, das vielleicht nicht so stressresilient ist und auch ein
[48:09] bisschen kälter, sondern eventuell dann auch noch Enkel,
[48:13] die so sind. Genau die German Angst.
[48:18] Das wird ja auch im Augenblick epigenetisch diskutiert, das
[48:21] typisch deutsche nichts ist positiv, wir haben vor allem
[48:24] Angst und deshalb haben wir auch Angst vor dem Wandel und Angst
[48:27] vor dem Risiko. Gibt es da wirklich
[48:28] epigenetische Erklärungen? Das sind ehrlich gesagt bislang
[48:33] nur Spekulationen, dass man eben Erfahrungen, die über die
[48:37] Kriegsgenerationen und die damit bedingten Ängste, Angstzustände,
[48:44] Befürchtungen und auch negativen Erfahrungen, dass das eben auf
[48:48] die nächste Generation weitergegeben worden ist oder
[48:51] weitergegeben werden kann. Man hat aber dazu eben auch
[48:55] tierexperimentelle Untersuchungen gemacht und hat
[48:58] festgestellt interessanterweise, dass eben das ist an der
[49:02] Universität Zürich passiert, da hat man Mäuse, Kinder,
[49:07] mäusejungen mehrere Stunden von ihren Müttern getrennt, die die
[49:11] Kinder wurden ängstlich und wurden letztendlich auch
[49:14] traumatisiert und interessant war aber das in der nächsten
[49:18] Generation. Die daraus hervorgegangenen
[49:21] Mäuse veta quasi auch wiederum, dass das auch wiederum dazu
[49:27] geführt hat, dass es ängstliche Mäusekinder gab.
[49:30] Also irgendwas scheint da zu sein, was epigenetisch doch an
[49:33] die nächste Generation weitergegeben wird, aber es
[49:38] bleibt im Bereich der Spekulation momentan noch.
[49:42] Man beobachtet aber auch, dass man dem nicht ausgeliefert ist.
[49:45] Weder die Mäusekinder noch die Menschenkinder.
[49:48] Das. Positives denken, Erziehung zur
[49:52] Dankbarkeit. Letztlich sind das ja auch viele
[49:55] Inhalte des Glaubens, Demut, Wertschätzung et cetera.
[49:59] Dass die diese epigenetischen Muster, denn Epigenetik ist ja
[50:04] nicht fest, die lässt sich ja verändern, dass die diese
[50:09] Ängstlichkeitsprägungen zum Beispiel Epigenetisch aufheben
[50:12] können. Das ist absolut richtig und das
[50:14] ist ein Grundprinzip, das du jetzt gerade benennst.
[50:17] Das sollten wir an der Stelle vielleicht auch noch mal ganz
[50:19] deutlich machen, im Gegensatz zur zur Genetik sind die
[50:23] epigenetischen Veränderungen nicht festgeschrieben, die sind
[50:27] reversibel, ja, also im Vergleich zu einem zu einer
[50:32] Mutation sind epigenetische Genregulationen reversibel, das
[50:37] gibt uns Chancen. Und das ist genau das, was du
[50:40] jetzt gerade angesprochen hast, Nina.
[50:42] Also da gibt es auch schöne Untersuchungen aus dem Bereich
[50:45] der Psychologie. Man kann mit positiven Denken,
[50:48] zum Beispiel eben auch einen Hang zur Mutlosigkeit oder zur
[50:54] Traurigkeit kompensieren. Ja, und es gibt dazu eben
[50:58] Untersuchungen, die zeigen, dass tatsächlich Negativerlebnisse
[51:02] durch positives Denken kompensiert werden können.
[51:06] Und das scheint auf epigenetischem Wege eben auch zu
[51:11] zu funktionieren, weil im Endeffekt geht es darum, dass
[51:14] natürlich auch hier wiederum zum Beispiel mehr Serotonin gebildet
[51:18] werden kann, was natürlich voraussetzt, dass eben die Gene,
[51:22] die zuständig sind für die Serotoninproduktion, auch
[51:25] wiederum aktiviert werden können, und das scheint
[51:27] tatsächlich so zu funktionieren, dass eben die positive Haltung
[51:32] und auch eben die Dankbarkeitsmomente.
[51:35] Hier einen positiven Einfluss haben können.
[51:38] Also Dankbarkeitsritual vor dem Essen mit den Kindern,
[51:41] Wertschätzung, Demut auch selbst zeigen kann ganz viel bewirken,
[51:48] Seretonin nur ganz kurz zur Erklärung ist, Glückshormone
[51:51] kann man schon so ein bisschen sagen, vielleicht nur noch einen
[51:54] ganz kurzen Aspekt zu diesem Thema über die Generation
[51:56] hinweg, Epigenetisch geprägt oder vererbt und.
[51:59] Das Thema Fettleibigkeit, Wir wissen ja heute, es gibt
[52:02] wirklich Gene für Fettleibigkeit, die dann, wenn
[52:05] man das früh weiß, dass man die hat, kann man da auch schon sehr
[52:09] gut vorbeugen, aber es gibt offensichtlich eben auch eine
[52:12] epigenetische Prägung, die dann auch wiederum nicht für ewig das
[52:18] Kind dick hält, aber eine Herausforderung darstellt.
[52:23] Absolut. So ist das.
[52:24] Also. Es geht schon damit los, wie
[52:27] sich Schwangere ernähren und ob Schwangere zu viel oder zu wenig
[52:31] zunehmen. Es hat sich gezeigt, dass die
[52:33] Kinder von Schwangeren, die 2223 Kilogramm zugenommen haben
[52:39] während der Schwangerschaft, dass sie einen Nachteil im
[52:43] Erwachsenenalter haben können. Sie tendieren zur
[52:46] Fettleibigkeit, sie tendieren zu Stoffwechselstörungen, Diabetes
[52:50] mellitus, Fettstoffwechselstörungen und
[52:53] genau das Gleiche, trifft aber eben auf die Kinder zu, deren
[52:57] Mütter zu wenig zugenommen haben während der Schwangerschaft.
[53:01] Ja, also nur 9 oder 10 Kilo, das ist einfach zu wenig, das bringt
[53:06] die gleichen Nachteile, aber. Es ist, wie du schon sagst, eine
[53:10] Herausforderung. Das heißt auch, das ist nicht
[53:12] fett geschrieben festgeschrieben, sondern ich
[53:14] muss fett geschrieben, festgeschrieben, ich muss quasi
[53:20] besser gegensteuern, ich muss meinen Lebensstil.
[53:23] Besser kontrollieren. Ich muss mich herzgesund
[53:27] ernähren und ich muss auf mein Gewicht achten.
[53:30] Diese Dinge sind dann nun mal extrem wichtig, weil das zu
[53:35] kompensieren ist, was da quasi von Geburt an auch schon
[53:39] fehlreguliert wurde. Ja, wichtig, das zu wissen,
[53:43] hinschauen, einen Aspekt. Wir alle, die Aspekte sind
[53:46] übrigens in deinem Buch inklusive Ernährung von
[53:48] Schwangeren, was ein, was mich. Ja, ein bisschen erschrocken
[53:52] hat, als ich das gelesen habe, war das Thema
[53:54] Mikroplastikpartikel und Epigenetik vielleicht
[53:59] abschließend noch kurz ein Wort dazu.
[54:01] Ja, also es ist leider so, dass eben Weichmacher und auch
[54:05] Mikroplastik, was ja mittlerweile in unserem Leben
[54:09] gar nicht mehr rauszuhalten ist. Aber man sollte schon versuchen,
[54:12] auch da, wie du sagst, genau hinzuschauen und es zu
[54:15] vermeiden, wo es nur geht. Wir wissen.
[54:17] Dass eben Bisphenole beispielsweise, also Strukturen,
[54:22] die als Weichmacher verwendet werden, zum Beispiel auch für
[54:25] Lebensmittelverpackungen, dass die eben einen negativen
[54:29] Einfluss auf die Genregulation haben können und zum Beispiel
[54:32] auch Gene, die dann zu Übergewicht beitragen,
[54:36] aktivieren können. Ja, auch Entzündungen werden
[54:38] begünstigt. Also diese Weichmacher haben
[54:42] eine nachteilige Wirkung und gerade in dem Zusammenhang, den
[54:46] wir eben besprochen haben während der Schwangerschaft, wo
[54:49] es um die epigenetische Prägung des Kindes geht, da ist es
[54:53] besonders wichtig, dass man eben versucht, diese Einflüsse klein
[54:58] zu halten, zu minimieren, um eben hier vielleicht auch nicht
[55:03] dadurch noch diese Veranlagung zum Übergewicht dem Kind
[55:07] mitzugeben. Und hier geht es eben nicht um
[55:10] Weichmacher, den Weichspüler, sondern um die Weichmacher in
[55:13] den Plastikprodukten. Es gibt auch neue
[55:16] Plastikproduktgenerationen, die offensichtlich viel weniger
[55:21] Mikroplastik abgeben, aber es ist wahrscheinlich sinnvoll, vor
[55:25] allem also auch bei ich selber, ich trinke Wasser aus
[55:29] Glasflaschen, möglichst Plastikverpackungen, doch zu zu
[55:33] meiden. Das ist absolut richtig, wobei
[55:36] das natürlich auch wiederum uns vorgegaukelt wird, dass wenn da
[55:41] drauf steht, Bisphenol A frei, ja dann freuen wir uns, aber es
[55:46] ist längst so, dass wir mittlerweile andere Bisphenole
[55:49] haben, BCD, die sind dann da drin, aber das Bisphenol A ist
[55:52] halt nicht drin, das heißt, es sind verwandte Strukturen als
[55:56] Ersatz da drin, aber halt eben, es kann als Bisphenol A frei.
[56:01] Ausgelobt werden also natürlich, wo es geht, Glas.
[56:06] Epigenetik deine Schalter die Stoppschilder auf der DNA, die
[56:10] sollen da sitzen, wo sie sitzen sollen und nicht woanders.
[56:14] Also verschieb sie nicht und ernähre dich gemüselastig etc.
[56:17] Vielen vielen Dank. Wir sind einmal quer durch dein
[56:19] Buch, aber quer durch dein Wissen, das natürlich noch viel,
[56:22] viel größer ist. Und ich könnte mir vorstellen,
[56:24] was vielen unserer Zuhörerinnen und Zuschauern.
[56:27] Schon lange so ein bisschen unter den Nägeln gebrannt hat,
[56:30] die sich sagen, ja, wir hören immer, Gemüse ist gut, ja, und
[56:33] bestimmte Fettsäuren sind gut, aber warum eigentlich, wie, wie
[56:38] geht das da im Körper, in unseren bis in unsere Zellkerne
[56:41] hinein, wie geht das eigentlich ab?
[56:43] Und Frau Professor Döll hat uns unfassbar gut verständlich, tief
[56:49] und breit aufgeklärt. Ich bedanke mich in aller Form,
[56:53] bin mir sehr sicher, dass ganz viele jetzt sehr.
[56:56] Reich innerlich. Aus diesem Podcast gehen.
[56:59] Danke, Michaela Merci. Ich danke dir, liebe Nina hat
[57:04] Spaß gemacht, waren sehr kluge und wichtige Fragen aus meiner
[57:08] Sicht vielen. Dank alles wird gut, aber nicht
[57:12] von alleine. Danke fürs zuhören, ich hoffe
[57:15] diese Folge hat dir gefallen. Weitere Informationen findest du
[57:18] wie immer in den Shownotes, wenn du etwas in dieser Folge gelernt
[57:23] hast und. Diesen Podcast unterstützen
[57:25] möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen.
[57:28] Damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast
[57:31] und seine Inhalte leichter gefunden werden.
[57:35] Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram,
[57:39] tik tok, Facebook oder youtube, ich freue mich immer über
[57:44] Feedback und weitere Fragen von dir, alles wird gut, aber nicht
[57:49] von alleine.

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