# Prof. Dr. Jan Frank – Experte im Faktencheck Nahrungsergänzung

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 28 Mar 2025, 1 h 07 min.

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Heute starte ich eine Sonder-Podcast-Reihe bei staYoung auf vielfachen Wunsch von euch, von unseren Hörerinnen und Zuschauern. Fast täglich wendet ihr euch an mich mit Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln. Gemeinsam mit zwei Experten nehmen wir demnächst verschiedene Nahrungsergänzungsmittel unter die Lupe. Heute möchte ich euch einen der beiden Experten vorstellen: Professor Jan Frank ist einer der führenden Experten für Biofunktionalität von Lebensmitteln an der Universität Hohenheim. In unserer Sonderreihe wird er helfen wichtige Fragen zu den NEMs zu stellen. In dieser Folge sprechen wir darüber, welche Fragen wirden Herstellern stellen sollten: • Wirksamkeitsnachweis – Wie kann ein Hersteller wissenschaftlich belegen, dass sein Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich eine gesundheitsfördernde Wirkung hat? • Studienqualität – Sind die präsentierten Studien unabhängig, placebo-kontrolliert und an Menschen durchgeführt oder handelt es sich um unternehmensfinanzierte Werbestudien? • Bioverfügbarkeit – Werden die enthaltenen Wirkstoffe vom Körper tatsächlich aufgenommen oder ausgeschieden, und welche Technologien wie Myzellierung oder Liposomierung verbessern die Aufnahme? • Herkunft & Reinheit – Wie transparent legen Hersteller die Lieferketten ihrer Rohstoffe offen, insbesondere in Bezug auf Pestizide, Schwermetalle und andere Verunreinigungen? • Zertifizierungen & Labortests – Gibt es unabhängige Laboranalysen, die regelmäßig die Inhaltsstoffe, Dosierungen und potenzielle Schadstoffe überprüfen? • Dosierung & Stabilität – Nach welchen wissenschaftlichen Kriterien wird die empfohlene tägliche Dosierung festgelegt, und bleibt die Wirkstoffmenge bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums erhalten? • Wechselwirkungen – Gibt es Studien oder Warnhinweise zu potenziellen Wechselwirkungen mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten, insbesondere für Risikogruppen? • Herstellung & Qualitätskontrolle – Welche Produktionsstandards gelten für die Herstellung der Produkte, und werden diese nach pharmazeutischen Maßstäben kontrolliert? • Marketing & Verbrauchertäuschung – Werden bestimmte Wirkstoffe nur beigefügt, um einen Health Claim zu ermöglichen, oder basiert die Produktentwicklung auf echter wissenschaftlicher Evidenz? • Darreichungsform & Zusatzstoffe – Warum setzen Hersteller auf Kapseln, Pulver, Öle oder Flüssigkeiten, und welche Zusatzstoffe sind nötig, um die Stabilität und Wirksamkeit zu gewährleisten? Weitere Informationen zu Prof. Dr. Jan Frank findest du hier: www.nutrition.red Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder Youtube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-157

## Transcript

[0:05] Kaufen kann man viel. Die Frage ist jetzt, welchen
[0:07] Anspruch habe ich an das Produkt, das ich kaufe?
[0:10] Um welche Nahrungsergänzungsmittelklassen
[0:13] geht's denn eigentlich? Und alles, was ich dauerhaft in
[0:15] meine Nahrung integriere, sollte eben entsprechend rückstandsfrei
[0:19] sein. Sie nehmen sicher zumindest hin
[0:21] und wieder selbst Nahrungsergänzungsmittel.
[0:23] Also die Healthclames sind sicherlich eine gute
[0:26] Orientierung bis zu einem gewissen Grad.
[0:29] Von solchen etwas. Was kaufen, wenn ich nicht
[0:30] erfahre, ob und wie es wirkt? Da muss man so ein bisschen
[0:33] vorsichtig sein, da gibt es ganz viele.
[0:36] Ich sag mal Werbeversprechen, die nicht unbedingt durch
[0:39] Studien gestützt sind. Und dabei wollen wir allen, die
[0:42] uns zuschauen und zuhören, helfen.
[0:44] Nahrungsergänzungsmittel können bei der Prävention von
[0:48] Krankheiten helfen. Sie können nicht Therapien
[0:52] ersetzen. Willkommen bei Stay Young.
[0:55] Heute starte ich eine sonder Podcast Reihe bei Steyang auf
[0:59] vielfachen Wunsch von euch, von unseren Hörerinnen und
[1:02] Zuschauer. Fast täglich wendet ihr euch an
[1:04] mich mit Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln,
[1:06] welche Wirkstoffe könnten gut sein für mich und wenn dann in
[1:10] welcher Dosierung und vor allem von welchem Hersteller, welche
[1:15] sind seriös, haben reine Wirkstoffe, sind verlässlich in
[1:18] Haltbarkeit, Mengenangaben und und und und das brachte mich auf
[1:23] eine Idee. Die Hersteller selber zu
[1:26] befragen, und zwar gründlich, vor allem natürlich danach, was
[1:30] sie offenlegen, zu Herkunft, zu Qualitätstests, zu Zertifikaten,
[1:36] Studienergebnissen, zu ihren Produkten und und und.
[1:40] Für meinen Fragenkatalog habe ich mir prominente Unterstützung
[1:44] gesucht, nämlich einen der besten Experten auf diesem Feld.
[1:48] Er leitet das Fachgebiet für Biofunktionalität der
[1:51] Lebensmittel an der Uni Hohenheim und.
[1:54] Professor Jan Frank, Willkommen bei Stay Young.
[1:59] Hallo Frau Google. Biofunktionalität von
[2:03] Lebensmitteln sie erforschen, wie sie biologisch funktionieren
[2:08] in unserem Körper. Das müssen Sie uns ein bisschen
[2:10] genauer erklären. Ja, sehr gerne.
[2:13] Unsere Nahrung enthält ja nicht nur Nährstoffe wie Vitamine, die
[2:17] Proteine et cetera, alles was wir kennen, sondern auch viele
[2:20] Substanzen, die für gesundheitliche Wirkung
[2:23] verantwortlich gemacht werden und Substanzen wirken immer in
[2:29] durch eine Interaktion mit unserem Körper, unserem
[2:31] Organismus. Und das Fachgebiet
[2:33] Biofunktionalität der Lebensmittel beschäftigt sich
[2:36] genau mit diesen Interaktionen von Stoffen aus unserer Nahrung,
[2:39] mit unserem Organismus und den Wirkungen, die damit erzielt
[2:42] werden können, und zwar sowohl auf ich sag mal, molekularer und
[2:46] zellulärer Ebene bis hin aber auch zur ganzen Organismusebene.
[2:50] Ah, und da ist natürlich gleich die Frage angeschlossen, wie
[2:53] wirkt denn jetzt was, was wir ja bisher häufig nicht beantwortet
[2:57] bekommen, aber jetzt noch n kleinen Exkurs von mir, ich
[3:00] möchte nämlich mit ihnen als Top Experten die wesentlichen Fragen
[3:03] zusammenstellen, die für uns Verbraucher entscheidend sind,
[3:06] um die Qualität eines Herstellers einschätzen zu
[3:09] können. 10 Hersteller haben uns erst mal gedacht, alle aus dem
[3:12] deutschsprachigen Raum wollen wir befragen nach unserer Liste,
[3:16] die wir jetzt gemeinsam zusammenstellen, und sie geben
[3:19] uns Rückmeldung dazu, was ihnen besonders positiv aufgefallen
[3:23] ist, wo sie vielleicht n Fragezeichen haben oder wo Sie
[3:26] sagen, da fehlt mir was an Informationen und dann hab ich
[3:30] noch einen Top Experten, der guckt aus einer anderen
[3:33] Perspektive auf Nahrungsergänzungsmittel, das
[3:35] ist Professor Schubert zilavic. Professor für Pharmazeutische
[3:39] Chemie und Leiter des Zentrallaboratoriums deutscher
[3:43] Apotheker also. Er guckt von der Pharmakologen
[3:46] Seite und sie kommen von der Wirkung der Lebensmittel, der
[3:51] Nahrungsmittel drauf. Das finde ich total spannend,
[3:53] diese beiden Perspektiven also ergibt ebenfalls seine
[3:56] Einschätzung dazu, und wir 3 wollen es damit unseren
[4:00] Zuhörerinnen und Zuschauern möglich machen, sich selbst eine
[4:03] Meinung zu bilden. Über die verschiedenen
[4:06] Hersteller so vorneweg interessiert mich natürlich.
[4:10] Sie nehmen sicher zumindest hin und wieder selbst
[4:14] Nahrungsergänzungsmittel. Nach welchen Kriterien
[4:16] entscheiden Sie denn, von welchem Hersteller Sie kaufen?
[4:20] Ja, ich fange tatsächlich erstmal auf Seite des
[4:23] Wirkstoffes an und schaue erstmal.
[4:25] Welche Produkte gibt es denn, die den Inhaltsstoff, der mich
[4:27] jetzt interessiert, enthalten, möglichst als reinen Wirkstoff,
[4:31] das heißt also nicht in Kombination mit vielen anderen
[4:33] Dingen und. Und dann schaue ich mir
[4:36] natürlich an, was ist im Zutatenverzeichnis alles
[4:38] angegeben. Weiteres Kriterium, das ich ganz
[4:41] wichtig finde, ist, wo ist das Produkt eigentlich hergestellt,
[4:44] denn wir haben in Europa striktere Regulierungen als
[4:48] vielleicht anderswo auf dieser Welt und deswegen schaue ich
[4:51] immer erstmal nach Produkten, die in Deutschland hergestellt
[4:53] worden sind, aber auf jeden Fall irgendwo im europäischen Kontext
[4:56] hergestellt worden sind und nicht aus Asien importiert
[4:59] werden zum Beispiel. Wenn so ein Profi wie sie sagt,
[5:02] ich nehme möglichst keine Kombinationsprodukte, sondern
[5:06] jeweils einzelwirkstoffe, muss ich natürlich fragen, warum.
[5:11] Ja, das liegt natürlich daran, dass sie als
[5:13] Ernährungswissenschaftler primär.
[5:16] Substanzen nehme. Die Nährstoffe sind Omega 3
[5:19] Fettsäuren, Vitamin D und dann möchte ich die natürlich so in
[5:22] der Einzelform haben, man muss das kommen wir sicherlich auch
[5:25] noch zu, noch ein bisschen unterscheiden, welche Art von
[5:28] Nahrungsergänzungsmitteln wir uns denn anschauen, weil es gibt
[5:30] ja ganz viele verschiedene Kategorien, und hier beziehe ich
[5:33] mich jetzt erstmal tatsächlich auf Nährstoffe wie eben Omega 3
[5:37] Fettsäuren oder Vitamine, Mineralstoffe, die ich
[5:40] supplementieren möchte. Und jetzt?
[5:45] Werbung in eigener Sache aus gegebenem Anlass.
[5:48] Mein Buch ist auf dem Markt ab morgen jünger, ich habe
[5:51] unglaublich tief recherchiert, das war echt Arbeit mit ganz
[5:55] viel Leidenschaft und es waren 20 Experten dabei, alles, was
[5:59] ihr wissen müsst, überall das, was in der Forschung zu healthy
[6:02] Long javity jetzt gerade auf dem Markt ist.
[6:05] Von Nahrungsergänzungsmitteln über Hormonersatztherapie.
[6:08] Bis hin zur epigenetischen Reprogrammierung oder
[6:11] Telomerverlängerung und was auch immer alles drin.
[6:14] Der große Überblick über Future Therapies in der gesunden
[6:19] Langlebigkeit Ich hoffe ihr seid interessiert, seid dabei, kauft
[6:23] es und schreibt eine Rezension, würde ich mich riesig freuen.
[6:28] Ja es ist ein mega großes Feld und wir sollten es, wie sie es
[6:32] gerade schon angeregt haben, ein bisschen strukturieren.
[6:35] Um welche Nahrungsergänzungsmittelklassen
[6:38] geht es denn eigentlich? Also wir haben diese
[6:40] pflanzlichen Wirkstoffe, die sind ja unheimlich im Kommen,
[6:42] ich sag nur Resferatrol zum Beispiel oder terostyl B oder
[6:46] was auch immer, und dann gibt es die Vitamine kennen wir schon
[6:49] lange, die Mineralstoffe, die kennen wir schon lange, die
[6:51] Omega 3 Fettsäuren haben sie schon erwähnt, kennen wir schon
[6:53] lange, dann aber jetzt sehr angesagt, körpereigene
[6:57] Wirkstoffe, die dann so ab dem 40.
[6:59] Lebensjahr runtergehen, ist für uns.
[7:02] Ganz wichtig für die Langlebigkeits und Healthy Long
[7:05] javity Forschung, also NAD Plus, AKG, Coenzym Q, 10, Taurin,
[7:10] Spermedin, Kreatin, Urolithin a et cetera, aber auch
[7:14] Aminosäuren. So, jetzt haben wir schon viele
[7:16] Wirkstoffklossen, was hab ich denn noch vergessen?
[7:20] Also klassenmäßig würde ich sagen, kann man sicherlich
[7:23] unterscheiden. Einmal in die, die wirklich
[7:25] Nährstoffe sind und für die ich eben Empfehlungen habe, auch der
[7:29] Ernährungsfachgesellschaften, das heißt hier kann ich schauen
[7:32] wieviel möchte ich zu mir nehmen und schaffe ich das über die
[7:35] tägliche Ernährung, dann haben wir sicherlich die große Gruppe
[7:37] der, ich sag mal pflanzlichen Inhaltsstoffe, Pflanzenextrakte,
[7:42] die häufig nicht unbedingt eingenommen werden und.
[7:45] Weil ich eben einen physiologischen Bedarf in dem
[7:48] Sinne habe, sondern weil sie eine Wirkung haben, von der wir
[7:51] auch Erfahrung haben. Denken Sie an Ihren Hustentee
[7:55] zum Beispiel, da haben wir lange Jahre und lange Jahrhunderte
[7:58] letztlich Erfahrung, dass einen pflanzlichen Extrakt uns eben
[8:01] helfen kann und auf Basis solcher Erfahrungen gibt es
[8:05] natürlich viele pflanzliche Extrakte, die man auch zu sich
[8:08] nehmen kann. Das wäre eine weitere Kategorie.
[8:12] Sicherlich. Und dann gibt es die von ihnen
[8:13] eben genannten körpereigenen Stoffe, da muss man so ein
[8:17] bisschen forstig sein, da gibt es ganz viele, ich sag mal,
[8:20] Werbeversprechen, die nicht unbedingt durch Studien gestützt
[8:24] sind, dass unser Körper angeblich nicht mehr in der Lage
[8:27] sei, die in ausreichender Menge zu generieren, und deswegen
[8:31] sollten sie zugeführt werden. Häufig behandelt sich da
[8:34] allerdings um Substanzen, die stark reguliert sind, sodass
[8:36] eben die Zufuhr oral nicht unbedingt einen Zusatznutzen
[8:40] bringt. Aber ich würde sagen, das sind
[8:42] so die 3 großen Kategorien, wir haben natürlich Ballaststoffe et
[8:45] cetera, Probiotika, Präbiotika, also man könnte jetzt quasi
[8:49] stundenlang Beispiele nennen, für was es alles gibt, aber ich
[8:52] sag mal die 3 sicherlich größten sind eben Vitamine,
[8:56] Mineralstoffe, also wirklich Nährstoffe mit Bekanntem.
[8:58] Bedarf dann eben Pflanzenstoffe, die vielleicht
[9:01] gesundheitswirkung haben sollen, körpereigene Stoffe und
[9:05] vielleicht tatsächlich noch die große Ecke, dann die eben schon
[9:07] genannten Ballaststoffe und auch Probiotika, Präbiotika, die dann
[9:11] sehr häufig für die Darmgesundheit verwendet werden.
[9:14] Ich hab aber schon rausgehört, die körpereigenen Wirkstoffe wie
[9:18] NAD Plus et cetera, ob wir die. Tatsächlich Zuführen können.
[9:22] Ob das Sinn macht, das scheint ja auch so zu sein, dass es noch
[9:25] nicht studientechnisch bis ins letzte geklärt ist.
[9:29] Da sind sie so n bisschen skeptisch und was ich wichtig
[9:31] finde, noch mal herauszuheben. Sie haben auf die traditionellen
[9:35] Arzneimittel hingewiesen, ne, also auf die pflanzlichen
[9:37] Wirkstoffe, die schon seit mehr als 30 Jahren erfolgreich von
[9:41] Ärzten auch. Eingesetzt werden bei Husten,
[9:44] Heiserkeit bei dieser Kiefernhöhlenentzündung, was
[9:48] auch immer, die dürfen ja sogar als traditionelle Arzneimittel
[9:51] bezeichnet werden. Pflanzliche Wirkstoffe, die auch
[9:55] zu den Lebensmitteln letztlich gehören.
[9:58] Gut, aber jetzt noch eine Frage, weil das kam auch immer wieder
[10:01] von dann sammeln wir unsere Fragen, ne unsere gemeinsamen,
[10:04] das kommt auf jeden Fall, aber ich glaube das müssen wir
[10:06] vorerst noch mal klären, gibt es denn einige der der Wirkstoffe?
[10:12] Die Frage kam öfter mal, die wir einfach problemlos und ohne
[10:17] Hinzugucken kaufen können, weil die so einfach sind und zum
[10:21] Beispiel Zink, also die ganzen Mineralstoffe, das Magnesium, da
[10:25] gibt es ja so ganz viele verschiedene Verbindungen, aber
[10:28] trotzdem das Kalzium und so kann man das einfach so kaufen, weil
[10:31] es ist nicht kompliziert und einfach herzustellen.
[10:37] Na ja, kaufen kann man viel. Die Frage ist jetzt, welchen
[10:39] Anspruch habe ich an das Produkt, das ich kaufe und wenn
[10:42] ich einen Qualitätsanspruch und einen hohen Qualitätsanspruch
[10:45] habe, dann bleibt mir das prüfen nicht erspart, dann muss ich
[10:49] wirklich gucken, was möchte ich denn haben, denn auch bei den
[10:52] Mineralstoffen gibt es unterschiedliche Formen,
[10:55] unterschiedliche Salze, die eingesetzt werden, die
[10:57] unterschiedliche Bioverfügbarkeit zum Beispiel
[10:59] haben. Wir haben bei den Mineralstoffen
[11:03] kein Stabilitätsproblem, aber bei vielleicht vielen Vitaminen
[11:06] könnte ein Stabilitätsproblem auftreten.
[11:08] Das heißt also, am Ende des Tages muss ich durchaus ein
[11:11] bisschen Zeit und Recherche investieren, wenn ich qualitativ
[11:15] hochwertige Produkte haben möchte.
[11:17] Und dabei wollen wir allen, die uns zuschauen und zuhören,
[11:20] helfen und in Orientierung geben. 1 müssen wir noch
[11:23] vorneweg ganz klar machen, viele wissen es, viele wissen es
[11:27] nicht. Nahrungsergänzungsmittel müssen
[11:29] nicht zugelassen werden, das heißt, sie werden nicht
[11:32] klassisch getestet, sie müssen nur angemeldet werden.
[11:35] In Deutschland und Österreich. Kontrollen kann es zwar geben,
[11:38] von Seiten der Behörden sind aber selten, gerade wenn es im
[11:41] Onlinehandel verkauft wird, noch seltener und Höchstmengen von
[11:46] Inhaltsstoffe sind zum Teil gar nicht festgelegt, zumindest bei
[11:50] pflanzlichen Wirkstoffen nicht, und es gibt da zwar jetzt so ein
[11:54] paar Empfehlungen vom Bundesinstitut für
[11:56] Risikobewertung für. Bf r seit 2024 glaube ich und in
[12:01] Italien und Frankreich ist das viel strenger.
[12:03] Auch in der Schweiz. Aber was heißt denn das jetzt
[12:06] alles für die Verbraucher in Deutschland und Österreich
[12:09] werden Nahrungsergänzungsmittel nur angemeldet aber nicht
[12:13] kontrolliert und nicht zugelassen, das heißt doch
[12:15] Verunsicherung. Absolut.
[12:18] Es macht es tatsächlich nicht einfach, dass das so ist.
[12:22] Und da sind wir wieder bei dem, was ich eben sagte.
[12:24] Man muss eben prüfen und man muss auch ein bisschen sich
[12:26] anschauen, ob die Hersteller bereit sind, Laborergebnisse zur
[12:31] Verfügung zu stellen, und da fangen wir nicht nur an, bei den
[12:34] Inhaltsstoffen, die ja drin sein müssten und deswegen auch
[12:38] messbar sein müssten, das heißt, wenn ich da einen Hersteller
[12:41] habe, der mir keinen Laborbericht geben kann und zu
[12:44] zeigen, es ist auch wirklich drin, was ich sage, das drin
[12:46] ist, sollte ich schon mal skeptisch sein.
[12:48] Dann kommt aber gerade bei den Pflanzenextrakten häufig das
[12:51] Problem von Verunreinigungen, Pestiziden,
[12:54] Rückstandsuntersuchungen und auch dort findet man sicherlich
[12:57] bei dem ein oder anderen Hersteller Dokumente, die da zur
[13:00] Verfügung gestellt werden. Die sind aber sehr häufig sehr
[13:04] rudimentär, enthalten also ein bisschen Schwermetalle,
[13:07] vielleicht mikrobielle Verunreinigungen, und das war's
[13:10] schon, aber wir haben natürlich noch viel mehr, was in so einem
[13:14] Pflanzenextrakt noch mit drin sein kann.
[13:17] Sei es Mykotoxine, die entstehen während der Lagerung zum
[13:21] Beispiel oder Schimmel, ja genau, schimmelgifte letztlich
[13:26] oder eben Pestizide hatte ich schon erwähnt, die gerade bei
[13:29] Pflanzen natürlich akkumulieren können, wenn sie im Anbau
[13:33] eingesetzt worden sind, aber auch vielleicht
[13:35] prozesskontaminanten wie Weichmacher zum Beispiel.
[13:38] Also da gibt es viele Dinge, die man sich vielleicht anschauen
[13:41] sollte, denn es ist immer eine Frage.
[13:45] Ist es jetzt ein Nahrungsergänzungsmittel, das
[13:47] ich kurzzeitig für einige Wochen einnehmen möchte oder möchte ich
[13:50] das dauerhaft verwenden und alles, was ich dauerhaft in
[13:54] meine Nahrung integriere, sollte eben entsprechend rückstandsfrei
[13:57] sein. Das gilt genauso, wenn ich mein
[13:59] Obst esse, dann achte ich auch darauf, dass ich kein belastetes
[14:03] Obst jeden Tag zu mir nehme, sondern dass ich eben möglichst
[14:06] bio Äpfel vielleicht verzehre und genauso ist es hier auch,
[14:09] das heißt also, dem Verbraucher wird es nicht einfach gemacht,
[14:13] aber. Wenn ich eben hohe Ansprüche an
[14:16] die Qualität meiner Lebensmittel stelle, dann sollte ich das bei
[14:18] den Nahrungsergänzungsmitteln auch so machen und im
[14:20] Zweifelsfall dem Hersteller auch auf den Zahn ziehen.
[14:22] Genau. Und das macht aber keiner
[14:25] kontrolliert bisher in Deutschland und in Österreich.
[14:28] Und wir müssen wissen, es liegt auch daran, dass diese
[14:31] Nahrungsergänzungsmittel eben offiziell als Lebensmittel
[14:34] eingestuft werden und eben heißt naja gut, also Lebensmittel
[14:38] kontrollieren wäre da ja auch nicht viel besser.
[14:40] Wird sich aber, könnte ich mir vorstellen, verändern.
[14:42] Aber jetzt unser Fragenkatalog, fangen wir ja mit dem an, haben
[14:47] Sie vorhin auch schon gesagt, was die Menschen am meisten
[14:49] interessiert, der Wirksamkeitsnachweis, warum soll
[14:53] ich Ihnen etwas kaufen, wenn ich nicht erfahre, ob und wie es
[14:56] wirkt und aussagen zur Wirksamkeit und das ist ja jetzt
[15:00] der Widerspruch, eigentlich sind ja verboten, abgesehen von
[15:03] diesen Health Claims der EFSA, der Europäischen
[15:07] Lebensmittelbehörde. Und da gibt es ja etliche, aber
[15:11] vor allem von den bisher bekannten
[15:13] Nahrungsergänzungsmitteln nicht von den neuen.
[15:16] So also wie kann ich mich orientieren, soll ich mich da
[15:20] nach den Health Claims vor allem erstmal orientieren?
[15:25] Also die Health Claims sind sicherlich eine gute
[15:29] Orientierung zu bis zu einem gewissen Grad, denn eingeführt
[15:33] wurden sie, um den Verbraucher vor.
[15:35] Irreführender Werbung zu schützen, das heißt also, die
[15:38] EFSA ist ja eine europäische Behörde, die ein Expertengremium
[15:42] aus Wissenschaftlern hat. Und wenn ich jetzt als
[15:44] Hersteller eine gesundheitsbezogene Werbung für
[15:47] einen Inhaltsstoff machen möchte, dann muss das eben durch
[15:50] die EFSA geprüft werden und für viele, ich sag mal,
[15:53] Mineralstoffe, Vitamine, Omega 3, Fettsäure und Ballaststoffe,
[15:57] hat die EFSA das pauschal gemacht, weil es dort eben sehr
[16:00] gute Studien gibt, das heißt, ich kann.
[16:02] Für diese Nährstoffe entsprechende Halscremes machen.
[16:06] Schwieriger wird es dann bei den Probiotika, bei vielen
[16:10] Pflanzenextrakten, denen eben auch Gesundheitswirkungen
[16:13] nachgesagt werden. Da tut sich die EFSA schwerer,
[16:18] das liegt aber auch wieder an einem grundsätzlichen Problem,
[16:22] das diese Prüfung hat, denn die EFSA betrifft nur Aussagen über
[16:26] Wirkungen bei gesunden Menschen. Und wenn ich jetzt einem
[16:30] gesunden Mensch eine Substanz verabreiche, um ihn noch
[16:32] gesünder zu machen, funktioniert das nicht.
[16:34] Wenn ich aber jemand bin, der hohe Blutfette hat und möchte
[16:37] jetzt einen pflanzlichen Extrakt nehmen, der meine Blutfette
[16:40] senken kann, dann darf ich das bei der EFSA nicht als
[16:43] Healthclaim einreichen, das heißt, wir sind hier in so
[16:46] einer, ich sag mal Grauzone und einem gewissen Dilemma, dass der
[16:49] Wirkungsnachweis bei gesunden Menschen gefordert ist.
[16:52] Aber einen gesunden Menschen gesünder machen geht nicht, denn
[16:55] Gesundheit ist die Abwesenheit von Krankheit und.
[16:59] Da sehen wir quasi, dass das in der Forschung letztlich nicht zu
[17:02] leisten ist. Und mit dem aktuellen
[17:04] gesetzlichen Rahmen eben auch nicht.
[17:06] Und das macht es für den Verbraucher natürlich sehr
[17:08] schwer. Also meine Frage, die ich den
[17:11] Herstellern stellen möchte ist zum einen, welche Health claims
[17:15] kannst du mit deinem Produkt schon mal verbinden?
[17:19] Jetzt wollen aber natürlich alle wissen, wenn ich hohen Blutfett
[17:23] wert habe, dann musst du da irgendwas sagen können.
[17:29] Das darf er gar nicht. Also wie kriege ich raus, dass
[17:32] es da eine Wirkung geben könnte bei Kranken oder zumindest bei
[17:37] Menschen mit einem gewissen Risiko, wie kriege ich raus,
[17:42] dass das da auch eine seriöse Aussage geben könnte bei dem
[17:45] Hersteller, also welche Frage stelle ich ihm?
[17:49] Die Frage ist tatsächlich, gibt es wissenschaftliche Studien,
[17:54] die eine gewisse Wirkung. Unterstützen.
[17:57] Und das kann eben sehr häufig dann sein, dass man eben sagt,
[18:00] nicht bei gesunden Menschen, sondern bei Risikopatienten
[18:03] heißt das ja immer so schön, also Menschen, die noch keine
[18:05] Medikamente einnehmen müssen, aber die schon erhöhte Blutfette
[18:09] haben, erhöhten Blutdruck, vielleicht leichtes Übergewicht,
[18:13] das macht man dann als Hersteller auch sehr häufig.
[18:16] Oder auch die Forscher machen das ja häufig, weil auch in der
[18:18] Wissenschaft haben wir genau dieses Problem, ja, dass wir
[18:21] solche Gesundheitswirkungen nicht beim Gesunden untersuchen
[18:23] können, das heißt, wir versuchen da quasi.
[18:26] In den Bereich reinzugehen und Probanden zu rekrutieren, die
[18:30] schon das Risiko haben, in einen krankhaften Bereich abzudriften.
[18:35] Und wir versuchen dann eben diese krankhaften Veränderungen
[18:38] zu verhindern, also Prävention zu betreiben und das vielleicht
[18:42] ein wichtiger Hinweis, ist natürlich etwas, was man ganz
[18:46] klar sagen muss. Nahrungsergänzungsmittel können
[18:49] bei der Prävention von Krankheiten helfen, sie können
[18:53] nicht. Therapien ersetzen, das heißt,
[18:56] ich kann nicht ein Nahrungsergänzungsmittel nehmen
[18:58] und damit eine Krankheit heilen. Ich kann aber versuchen, mich
[19:01] gesund zu halten und das Abdriften in die Krankheit zu
[19:05] verzögern oder zu verhindern. Und das darf ein Hersteller dann
[19:08] auch sagen und schreiben auf seine Verpackung bei Risiko
[19:13] Patienten kann Punkt, Punkt, Punkt oder darf er das nicht?
[19:16] Ich hab das versucht, aha genau also.
[19:19] Darf er nicht? Nein.
[19:20] Ich darf aber trotzdem fragen, ne, wenn wir jetzt den Podcast
[19:23] machen, dann darf ich fragen, was für Studien haben Sie, um
[19:25] bei Risikopatienten die und die Effekte eventuell nachweisen zu
[19:29] können? Okay jetzt müssen wir auch kurz.
[19:34] Sorry, genau, aber vielleicht einen Hinweis noch tatsächlich,
[19:36] wieso ein Healthclaim überhaupt funktioniert.
[19:38] Ich glaube das ist eine ganz wichtige Information für unsere
[19:40] Zuhörer auch, denn healthclaim klingt erstmal nur nach Werbung
[19:44] für eine Gesundheitswirkung eines Inhaltsstoffs.
[19:48] Ich sag das ja eben schon gerade für die Nährstoffe gibt es da
[19:51] viele zugelassene, weil wir wissen, dass Zink zum Beispiel
[19:54] unser Immunsystem stärkt oder für die Funktion unseres
[19:59] Immunsystems zum Beispiel wichtig ist.
[20:01] Und dann kann ich als Hersteller natürlich hingehen und mach
[20:03] einen Pflanzenextrakt, der mein Immunsystem stärken soll, gebe
[20:06] Zink dazu und mach jetzt eine Healthclaim drauf und dann sieht
[20:09] das für den Verbraucher so aus, als würde auch der
[20:11] Pflanzenextrakt diese Wirkung haben.
[20:13] Der Healthclaim gilt aber nur für das enthaltene Zink, also
[20:16] das ist etwas, da sollte man auch als Verbraucher, wenn man
[20:19] eben jetzt ein Produkt kaufen möchte, drauf schauen.
[20:22] Wofür ist der Healthclaim eigentlich gemacht, ist der für
[20:25] wirklich das gesamte Produkt oder für einen der
[20:28] Inhaltsstoffe, die drin sind? Und das macht.
[20:30] Das wäre so ein wichtiger Aspekt.
[20:32] Und dann vielleicht noch der Hinweis, wie funktioniert denn
[20:35] so ein Healthclaim überhaupt, denn häufig ist es ein gerade
[20:38] diese gesundheitsbezogenen Aussagen dann.
[20:41] Kennen wir von Hafer, Ballaststoffen zum Beispiel den
[20:44] Beta Glucan. Da darf man dann drauf
[20:46] schreiben, auch auf Haferflocken zum Beispiel darf man das dann
[20:49] drauf schreiben, dass Haferflocken Reich an Hafer Beta
[20:52] glucanen sind, dass Hafer Beta Glucane den Cholesterinspiegel
[20:55] senken können im Blut und dass die Senkung des Blut
[20:58] cholesterinspiegels eben das Risiko für koronare
[21:01] Herzerkrankungen verringern kann und diese.
[21:04] Diese Zusammenhänge, die kann man dann eben schildern im
[21:07] Rahmen eines solchen Health Claims.
[21:08] Und so liest sich das dann auch, nur damit man das als Zuhörer
[21:12] vielleicht auch versteht, was so ein Health Claim überhaupt ist.
[21:14] Also unsere kritische Frage an den Hersteller wird sein, welche
[21:18] Wirkstoffe hast du drin, die wirklich einem Health Claim oder
[21:22] mehreren Health Claims zugeordnet werden können und
[21:25] welche, wenn es denn eben ein Kombiprodukt ist?
[21:27] Welche hast du drin bei denen das so aussieht als ob das so
[21:31] gelten würde? Aber bei denen ist es nicht so.
[21:33] Also da müsste man bei Kombinationsprodukten schwer,
[21:37] schwer und scharf nachfragen. Gut, weitere Frage für uns
[21:41] wichtig dann das Thema, es gibt ja noch andere Behörden, macht
[21:47] das Sinn wenn ich dem Hersteller die Frage stelle, die Deutsche
[21:50] Gesellschaft für Ernährung oder das Bundesinstitut für
[21:53] Risikobewertung, BFR oder andere Fachgesellschaften?
[21:58] Die geben ja Empfehlungen, die sagen ja, das ist gut, das ist
[22:02] nicht so gut und die Dosierung bloß nicht überschreiten soll
[22:05] sich soll ich die Frage stellen, orientiert ihr euch an diesen
[22:09] Werten? Ja, auf jeden Fall.
[22:13] Denn letztlich müssen die Hersteller das natürlich auch
[22:17] tun, weil sie ja einem gewissen gesetzlichen Rahmen unterliegen.
[22:20] Deswegen ist das sicherlich eine sinnvolle und relevante Frage.
[22:25] Die die Hersteller sicherlich auch tatsächlich schon alleine
[22:28] bei der Deklaration, wieviel denn drin ist.
[22:30] Bei den Nährstoffen gibt man ja häufig dann an, dass so und so
[22:34] viel Prozent des täglichen Bedarfs quasi mit diesem Produkt
[22:37] gedeckt werden können. Ja, und dann müssten die
[22:41] eigentlich auf ihrer Homepage schreiben.
[22:43] Wir haben uns an die Werte, die von den und den und den Behörden
[22:47] empfohlen werden, die werden ja nicht vorgegeben, sondern nur
[22:50] empfohlen, aber an denen haben wir uns ganz klar orientiert.
[22:53] Gut. Prima, das werden wir sicherlich
[22:56] auch tun. Da kommt jetzt der
[22:58] Ernährungswissenschaftler in mir wieder durch und sagt natürlich,
[23:02] dass wir natürlich primär unseren Nährstoffbedarf über
[23:06] unser Essen decken sollten und im Einzelfall macht es
[23:08] sicherlich Sinn, auch Ernährungsergänzungsmittel zu
[23:10] nehmen, aber ganz wichtig, wir müssen nicht jeden Tag 100% der
[23:14] Empfehlungen erreichen, sondern wir sollten über das Jahr hinweg
[23:17] im Durchschnitt ungefähr so viel verzehren, das heißt, wenn wir
[23:20] mal einen Tag lang gar keinen. Vitamin E verzehrt haben oder
[23:23] Vitamin D, ist das auch kein Drama.
[23:25] Eigentlich müsste ist natürlich eine Herausforderung für die
[23:28] Hersteller, aber müsste relativ personalisiert empfohlen werden,
[23:33] weil je älter wir werden, desto schwieriger ist die Resorption
[23:36] von bestimmten Vitaminen und auch Mineralstoffen.
[23:40] Dann haben wir vielleicht noch einen Leaky gut, also einen
[23:42] löchrigen Dünndarm und haben dann bestimmte
[23:45] Resorptionsschwierigkeiten und außerdem.
[23:47] Produzieren wir vielleicht auch von vielen der Wirkstoffe, die
[23:50] wichtig sind. Für uns haben wir ja vorher kurz
[23:52] angesprochen, weniger mit dem Älterwerden, also macht es
[23:56] vielleicht Sinn zu probieren, die aufzufüllen, das müsste ja
[24:00] alles letztlich vom Hersteller zumindest auf der Website kurz
[24:06] mal angeteast werden. Zum Glück, Nein, brauchen Sie
[24:11] nicht, denn diese Empfehlung für die Zufuhr sind ja quasi nur
[24:16] durchschnittliche Empfehlungen, damit man ausreichend versorgt
[24:19] ist und auch evolutionär gesehen ist unser Körper in der Lage
[24:23] gewisse. Zeiten des Minderbedarfs oder
[24:26] der Minderzufuhr abzudecken. Wir haben gewisse Reserven in
[24:29] unserem Organismus, das heißt, wir müssen nicht jeden Tag genau
[24:32] diese Menge eingeben und zu uns nehmen, und natürlich gibt es
[24:36] mit dem alter Veränderung, die werden auch durch die DGE und
[24:39] andere Ernährungsfachgesellschaften
[24:40] entsprechend berücksichtigt, dass also für manche Nährstoffe
[24:44] im Alter vielleicht ein höherer oder sogar niedrigerer Bedarf
[24:47] ist. Das heißt, diese Informationen
[24:49] gibt es aber auch. Da ist es so, es ist nicht so
[24:52] detailliert, dass wir jeden Tag darauf achten müssen, das
[24:55] entsprechend zu ändern, sondern wichtig ist, dass wir
[24:57] langfristig uns abwechslungsreich ernähren und
[24:59] langfristig diese ausreichende Menge der Nährstoffe zu uns
[25:03] nehmen. Wir werden uns jetzt nicht
[25:05] streiten. Ich gehe schon davon aus, dass
[25:08] Coenzym Q 10, AKG, also alle mit chondrien Booster, aber
[25:12] natürlich nad Plus, also die Vorstufen NN und Nr und so.
[25:16] Dass das durchaus Sinn machen könnte, ab dem Alter von 45 oder
[25:19] 50. Aber das ist jetzt nicht die
[25:21] Sache der Hersteller, das ist ein extra Thema.
[25:23] Also die Frage stelle ich nicht, ich werde keine Frage stellen
[25:29] zum Thema, Wie ist es mit älteren Menschen, wie ist es mit
[25:34] kranken Menschen, würde man da eine höhere Dosis empfehlen oder
[25:36] so, das kann man ja dann ja in in anderen Podcasts von uns
[25:43] diskutieren, so aber. Aber 1 ist für viele ganz, ganz
[25:47] wichtig, da er immer mehr Hersteller auf den Markt
[25:50] drängen, haben die auch unterschiedliche und natürlich
[25:53] möglichst schicke Marketingstrategien und dazu
[25:55] gehört auch, manchmal ist es seriös und manchmal ist es eben
[25:59] nicht so seriös. Ganz viele Studien auf die
[26:02] Website zu stellen und da finden wir dann plötzlich eine ganze
[26:06] Latte von, das ist beeindruckend super Studien zu ihrem Wirkstoff
[26:10] oder zu ihrem Kombinationspräparat.
[26:13] Manche machen auch ihre eigenen Studien.
[26:16] Welche Frage stelle ich denen um herauszufinden ist, das Macht
[26:22] das Sinn, haben die da tatsächlich investiert und ihr
[26:27] Produkt seriös untersucht, wie kriege ich das raus durch durch
[26:33] spannende Fragen. Also frage Nummer 1 wäre
[26:37] natürlich, welche randomisierten Placebo kontrollierten
[26:41] Humanstudien gibt es denn überhaupt zu dieser Thematik
[26:45] quasi? Das ist Frage Nummer 1, die man
[26:46] stellen sollte. Frage Nummer 2 wäre sicherlich
[26:50] nicht uninteressant, wie viele davon habt ihr selber gemacht
[26:52] und wie viele sind ich sag mal vielleicht öffentlich oder
[26:56] einfach global gesehen über die Welt verteilt gemacht worden,
[27:00] also sprich wieviel davon ist in Anführungszeichen Eigenanteil,
[27:03] wobei ich das jetzt nicht. Pauschal verurteilen möchte,
[27:06] denn es gibt sicherlich sehr gute Studien, die auch von
[27:09] Firmen finanziert worden sind, also die Autoren alleine machen
[27:13] noch nicht die Qualität der Studie aus, das heißt, ich kann
[27:16] kenne auch von Nobelpreisträgern schlechte Studien und ich kenne
[27:20] von, ich sag mal Doktoranden oder Diplomanden, die noch
[27:23] keiner wahrgenommen hat, sehr gute Studien, das heißt,
[27:26] Autorenschaft alleine macht noch keine Qualität und so ist es
[27:28] auch, wenn die Firmen selber an Studien beteiligt sind, heißt
[27:31] das noch nicht, dass die Daten, die da rauskommen, schlecht
[27:33] sind. Aber man sollte natürlich
[27:36] kritisch lesen, ob da man in der Interpretation der Daten eine
[27:40] gewisse Wunschwünsche hervor oder herauslesen kann, oder ob
[27:45] es wirklich eine, ich sag mal, unvoreingenommene Interpretation
[27:49] der Daten ist. Und das ist tatsächlich etwas,
[27:51] das können die Verbraucher in der Regel nicht leisten, sondern
[27:54] da muss man sich im Zweifelsfall Unterstützung von Experten
[27:57] holen, die sich mit der Thematik auskennen.
[28:00] Und auch dort gibt es sicherlich von Substanz zu Substanz auch
[28:05] die einen oder anderen Fallstricke, die auch nicht
[28:07] jeder kennt. Genau, und das ist jetzt eine
[28:09] Herausforderung für mich, wenn ich die Hersteller befrage, dann
[28:13] muss ich tatsächlich versuchen, die, so, ich sag es jetzt mal,
[28:17] nett zu grillen. Dass sie wirklich offenlegen,
[28:21] welcher Qualität ihre ihre Studien sind.
[28:24] Und wenn sie selbst Studien gemacht haben, die sie selbst
[28:27] finanzieren, dass es keine Scheinergebnisse sind, die Halt
[28:30] gekauft sind, sondern dass sie von unabhängigen Instituten auch
[28:35] in in guten Publikationen veröffentlicht worden sind.
[28:39] Ja, und tatsächlich ist eine lange Liste an Publikationen auf
[28:42] der Website noch erstmal kein Hinweis für eine gute Qualität
[28:45] der Studien. Wir haben tatsächlich momentan
[28:48] das Problem, dass es auch viele in Anführungszeichen
[28:51] Fachzeitschriften gibt, die ein, ich sag mal, generelles Modell
[28:56] für sich entdeckt haben, dass sie ohne eine kritische
[28:59] wissenschaftliche Prüfung Studien veröffentlichen.
[29:01] Und dann haben die den Anschein, als sei es eine
[29:03] wissenschaftliche Studie. Ist es aber gar nicht.
[29:06] Also deswegen muss ich mich im Feld auskennen, muss die
[29:08] Fachzeitschriften kennen, muss die Studien lesen können, um mir
[29:12] ein Bild zu machen. Und das muss man aber auch, das
[29:15] kann man die Hersteller durchaus fragen, wo wurden die
[29:19] publiziert? Genau das ist eine riesen
[29:21] Herausforderung. Ja, aber muss man machen, sagen
[29:24] Sie doch ein paar Lancet Nature Sell, was auch immer,
[29:29] Zeitschriften die halt wirklich taff kontrollieren, was sie da
[29:32] veröffentlichen, wollen sie uns eine kleine Liste geben.
[29:35] Die hätte ich jetzt nicht genannt, muss ich ganz ehrlich
[29:37] sagen, weil gerade diese sehr hochrangigen Studien oder die
[29:41] die Fachzeitschriften, die sehr hochrangig sind, zum Teil die
[29:44] fachliche Expertise nicht mehr haben.
[29:46] Also denken Sie, Nature, eine der größten Fachzeitschriften,
[29:50] die wir haben, 25% aller Publikationen dort, werden
[29:53] niemals zitiert, weil sie nicht relevant sind, das ist
[29:56] teilweise, weil die Themen spannend sind und innovativ,
[29:59] irgendwie oder kontrovers, sehr häufig.
[30:02] Aus meinem eigenen Bereich Vitamin E Forschung gibt es eine
[30:05] Studie, an die ich mich immer zurückerinnere, dass Vitamin E
[30:08] angeblich unsere Knochen brüchig macht, ist eine einzige Studie
[30:12] Nature Medicine totaler Quatsch, was da gemacht worden ist, aber
[30:16] die wird wahrgenommen, weil sie in Nature Medicine publiziert
[30:19] worden ist und die 20 Studien, die das Gegenteil zeigen, die in
[30:21] normalen Ernährungsfachzeitschriften
[30:23] veröffentlicht worden sind, werden nicht wahrgenommen.
[30:25] Also deswegen auch da, genau wie bei den Autoren die Publikation.
[30:28] Die Fachzeitschrift alleine ist kein Qualitätsmerkmal, sondern
[30:31] man muss sich die Studie angucken und im Zweifelsfall
[30:34] würde ich immer eine Ernährungsfachzeitschrift wie
[30:37] American Journal of Clinic and Nitrition Journal of Nitrition,
[30:40] also wirklich Fachzeitschriften, wo auch Ernährungsexperten dann
[30:44] draufschauen, bevorzugen vor Lands, It Nature etc.
[30:48] Auweia. Aber gut, dass wir sie haben.
[30:52] Jetzt müsste ich noch nach der Motivation Fragen.
[30:54] Der Hersteller, warum sie überhaupt dieses
[30:57] Nahrungsergänzungsmittel entwickelt haben.
[31:01] Wenn die nämlich sagen, ja, wir haben so eine hohe
[31:04] Verbrauchernachfrage, dann macht es bei mir natürlich klingen,
[31:08] sind die vielleicht durch Influenza geschürt worden und
[31:12] nicht, weil die Studienlage neue gute Erkenntnisse bietet für
[31:15] einen bestimmten Wirkstoff. Also nach der Motivation zu
[31:18] fragen, warum habt ihr das jetzt überhaupt entwickelt?
[31:20] Das macht schon Sinn, oder? Das macht grundsätzlich Sinn,
[31:24] ist aber natürlich eine gemeine Frage, denn als Firma wollen sie
[31:27] Geld verdienen und ich sag mal die das erste Ziel jeder Firma
[31:31] muss sein Geld zu verdienen um die Mitarbeiter bezahlen zu
[31:35] können. Deswegen wäre auch fast jede
[31:38] andere Antwort wahrscheinlich erstmal unehrlich.
[31:41] Es gibt sicherlich die eine oder andere Firma die mit einem
[31:44] anderen Ziel gestartet ist, aber die meisten Firmen.
[31:47] Wollen natürlich Geld verdienen mit dem Produkt und klar, wenn
[31:49] es eine Nachfrage gibt, warum nicht die Nachfrage befriedigen?
[31:53] Das ist auch etwas, das kann man keiner Firma vorwerfen, dass
[31:58] eben ein Verbraucher etwas kaufen möchte und als Firma ich
[32:01] dann sage, Ach, mache ich lieber nicht das euch zu.
[32:03] Verkaufen okay diese Frage klassifiziere ich als
[32:06] rhetorische Frage. Ich gar nicht unbedingt.
[32:10] Also weil es gibt ja auch durchaus Firmen, die mit einer
[32:13] anderen Intention gestartet sind und.
[32:16] Die gilt es ja auch herauszufinden.
[32:18] Also deswegen, ich finde die Frage legitim und ich finde aber
[32:20] die Antwort nicht dramatisch, wenn jetzt jemand sagt, wir
[32:22] wollen Geld verdienen, legitime Antwort, aber es gibt ja
[32:25] vielleicht doch die eine oder andere Firma, die mit anderen
[32:27] Ziel gestartet ist. Ok, du musst die Frage auf jeden
[32:30] Fall stellen. Bleibt drin.
[32:32] Jetzt kommt das, was natürlich extrem wichtig ist.
[32:34] Haben sie auch vorhin schon angesprochen, Herkunft und
[32:37] Reinheit der Wirkstoffe? Welche Frage zwingt den
[32:42] Hersteller, wirklich offen zu legen?
[32:45] Ich prüfe das. Ich gehe denen wirklich nach bis
[32:48] zu den Wurzeln jetzt im wahrsten Sinne des Wortes, wenn es um
[32:52] pflanzliche Wirkstoffe geht, bis zu den Wurzeln der Wirkstoffe,
[32:55] also wo die herkommen, aus Indien, aus China, wo auch
[32:58] immer, und ich gucke wirklich von den Lieferanten, ob das
[33:01] vernünftig ist und so weiter und so weiter ich teste das, also
[33:04] welche, wie müsste ich die Fragen, um da wirklich eine
[33:09] vernünftige Antwort zu kriegen. Ja, tatsächlich würde ich als
[33:12] erstes mal fragen, wenn. Ihr Rohstoffe besorgt?
[33:18] Es gibt ja einen Einkauf in jeder Firma.
[33:20] Welche Kriterien legt ihr denn an, also was sucht ihr denn dann
[33:24] geht ihr primär erstmal auf die Reinheit der Wirkstoffe, die
[33:27] Qualität, den Anbau, auch gerade bei pflanzlichen Rohstoffen ist
[33:32] ja die Frage konventionell versus biologisch, was dann
[33:36] schon wieder eine Auswirkung hat auf die enthaltenen Rückstände,
[33:40] Pestizide etc. Schwermetalle.
[33:43] Das wäre sicherlich eine Frage, auch da sicherlich nicht ganz am
[33:48] Schluss wird immer auch die Frage nach dem Geld sein, also
[33:51] was kostet der Rohstoff, aber auch dort ein Hersteller der
[33:56] eben Qualität anbieten möchte, wird auch dort im Zweifelsfall
[34:00] keine Kompromisse machen und lieber den teuren Rohstoff
[34:02] einkaufen und ein qualitativ hochwertiges Produkt generieren
[34:05] als eben nur nach dem Preis zu gucken.
[34:08] Also deswegen Fragen nach, was ist denn der Anspruch bei der
[34:12] Rohstoffbeschaffung und dann natürlich, wie überprüft ihr
[34:15] das, also welche Parameter erfasst ihr und da würde ich
[34:18] auch wieder hingehen, gerade bei der Reinheit der Wirkstoffe,
[34:21] wirklich Analysen und nicht nur summenparameter, sondern
[34:24] wirklich die einzelnen Wirkstoffe analysieren
[34:27] Rückstandsanalysen sicherlich wichtig, dass man nicht nur die
[34:31] Minimalanforderungen, die gesetzlich notwendig sind, um
[34:34] eine. Verkehrsfähigkeit des Produktes
[34:37] zu generieren, sondern eben darüber hinaus.
[34:39] Was könnte denn noch bei langfristiger Aufnahme
[34:42] problematisch sein, erfasst ihr das überhaupt?
[34:45] Ja, und das ist noch kompliziert, verkompliziert
[34:49] dadurch, dass es natürlich bei jedem Wirkstoff andere Verfahren
[34:52] geben muss, um zu gucken. Ich denke gerade an die Lachsöle
[34:56] oder die Krillöle oder an die Aminosäuren oder natürlich die
[35:00] ganzen pflanzlichen Wirkstoffe, aber auch die die Vitamine.
[35:03] Das sind ja immer ganz unterschiedlich, oder ich denke
[35:05] auch an Kreatin, da gibt es in China dieses Verfahren, da ist
[35:08] Blausäure mit drin, und dann sind Blausäurerückstände drin,
[35:11] also man muss da schon sehr, sehr viel wissen, um zu checken,
[35:15] ist das wirklich rein oder nicht, gibt es da Zertifikate,
[35:18] die die wirklich aussagekräftig sind, nach denen ich fragen
[35:21] kann? Keine, die ich kenne.
[35:24] Da müssten wir jetzt wahrscheinlich noch einen
[35:25] Lebensmittelchemiker dazu holen oder jemanden, der sich mit dem
[35:29] Herstellungsprozess ist. Ja, tatsächlich geht das ja
[35:32] schon in die pharmazeutische Produktion hier hinein, weil die
[35:35] Ansprüche bei vielen Herstellern ja ähnlich hoch sind, dann wie
[35:40] eben wenn ich einen Arzneistoff, Hersteller, also von daher, aber
[35:42] wir haben ja noch einen zweiten Experten, den wir dazu dann
[35:45] vielleicht auch noch mal hören können.
[35:46] Also ich kenne jetzt kein spezifisches Zertifikat, nach
[35:49] dem man fragen müsste. Mhm gut, aber die Frage ist
[35:52] schon mal klar. 1 ist mir aufgefallen, ich habe ja schon
[35:55] mit vielen Nahrungsergänzungsmittelherstellern
[35:57] gesprochen, die sagen ja, also ich habe einen super Lieferanten
[36:01] und dieser Lieferant, der nimmt mir das ab, der der hat ganz
[36:05] klare Kriterien wie rein und biologisch der Wirkstoff zum
[36:10] Beispiel angebaut sein soll und ich, der testet auch, da brauche
[36:14] ich mich nicht drum zu kümmern, was sollte ich denn mit so einer
[36:17] Antwort anfangen beziehungsweise nachfragen.
[36:21] Da würde ich nachfragen, ob das auch dokumentiert ist.
[36:24] Also sprich auch da würde ich jetzt nicht nachlassen und
[36:26] sagen, dann glaube ich das jetzt einfach, sondern würde ich auch
[36:29] dort die Analysen gerne sehen. Also das ist natürlich absolut
[36:32] legitim als Hersteller zu sagen, ich vertraue meinen
[36:35] Rohstofflieferanten, weil die mir diese Analysen, Zertifikate
[36:39] vorlegen können, und ich habe die Dokumente und Daten würde
[36:43] ich jetzt, wenn ich einkäufer wäre, auch also wirklich
[36:46] erfragen, ich möchte ja wissen, dass ich wirklich das bekomme,
[36:48] was ich bezahle, das. Also deswegen die
[36:51] Dokumentationspflicht sollte die gleiche sein, egal ob jetzt der
[36:55] Rohstofflieferant oder der Hersteller selber dann die
[36:58] Analysen durchführt. Und eigentlich müsste man dann
[37:00] auch wissen, ob die Labore, in denen getestet wird, auch seriös
[37:02] sind. Ja, davon gehen wir aber jetzt
[37:06] mal aus, da, gerade in Deutschland gibt es ja viele
[37:08] Auftragslabore, die sowas machen und die sind zertifiziert, also
[37:11] da kann ich mich dann drauf verlassen, dass die schon auch
[37:14] messen und wissen was sie messen.
[37:16] Also meine Frage ist, habt ihr in Deutschland getestet und habt
[37:19] ihr da Labore mit Dokumenten und Zertifizierung?
[37:22] Gute Frage, Jetzt kommt natürlich für viele auch total
[37:27] wichtig die Dosierung, ja die Wirkstoffmenge in einer Kapsel,
[37:30] wir hören ja auch und lesen ja auch immer wieder
[37:32] billigprodukte, egal wo die jetzt herkommen sind häufig
[37:35] Überdosiert steht ist viel mehr drin als auf der Verpackung
[37:38] steht, manchmal ist überhaupt nichts drin.
[37:41] Ich müsste natürlich die Hersteller fragen, wie
[37:44] bestimmten ihr jetzt die Wirkstoffmenge in den
[37:47] angelieferten Produkten und mit welchen Verfahren stellt ihr
[37:50] sicher, dass exakt die deklarierte Menge in jeder
[37:54] Kapsel oder whatever ist? Oder?
[37:58] Ja, wobei das tatsächlich ein relativ einfacher Vorgang ist.
[38:02] Ich habe das selber mal gemacht für eine humanstudie Kapseln
[38:06] angesetzt und was man da macht ist, man macht eine große
[38:09] Mischung an Wirkstoffen wo man genau messen kann, dass
[38:12] hinterher das drin ist, was man haben möchte und dann wird es
[38:15] eben entsprechend in Kapseln befüllt oder in saschets
[38:18] Eingewogen. Also die Herstellung lässt sich
[38:21] hier sehr genau machen und da viele Nahrungsergänzungsmittel
[38:24] von Lohnherstellern, deren täglich Brot das ist, eben dann
[38:27] abgefüllt. Werden ist das glaube ich, gar
[38:29] nicht so sehr die die kritische Frage, wie die sicherstellen,
[38:32] dass die Dosierung drin ist, was ich relevanter fände, wäre die
[38:35] Frage a. Natürlich erstmal, wie wurde die
[38:38] grundsätzliche Dosierung festgelegt?
[38:39] Da sind wir wieder bei dem Thema, das wir schon hatten,
[38:42] also sprich deutsche Gesellschaft für Ernährung oder
[38:44] auf welcher Basis ist denn die Dosierung etabliert worden und
[38:47] dann wie ist die Stabilität? Des enthaltenen Wirkstoffes die
[38:52] Lagerstabilität und kann ich das Produkt auch nach einem Jahr
[38:55] noch nehmen und es ist immer noch drin oder ist dann
[38:57] vielleicht schon alles abgebaut? Also da wäre jetzt eher die
[39:00] Frage nach, gibt es eben auch lagertests Stabilitätstests, die
[39:06] mir als Verbraucher die Sicherheit geben, dass auch
[39:08] wirklich innerhalb des MHD Datums das ja dann drauf steht,
[39:12] auch wirklich noch 100% dieses Wirkstoffes enthalten sind.
[39:15] Ist das denn üblich, das zu machen?
[39:18] Solche Tests und gibt es da gute Labore?
[39:21] Gut, also da kann ich vor allem auch da wieder wahrscheinlich in
[39:24] Deutschland oder im europäischen Raum, zumindest sollten die
[39:26] Labore sein. Nicht unbedingt.
[39:30] Also natürlich kann diese, das sind Standardverfahren im Labor,
[39:34] die kann ich auch in Indien machen, wenn ich da ein Labor
[39:36] habe, das entsprechend zertifiziert ist, also die
[39:39] Labore selber müssen ja auch nachweisen, dass sie das, was
[39:43] sie tun, auch können. Wenn ich ein entsprechend
[39:45] zertifiziertes Labor habe, ist das sicherlich unproblematisch,
[39:49] aber klar ist es immer angenehmer.
[39:52] Man hat die Daten direkt hier vor Ort und nicht irgendwo
[39:57] generiert, wo der Wirkstoff hergestellt worden ist.
[39:59] Und dann wurde er erst hierher verschifft, aber.
[40:02] Aber viele dieser Untersuchungen sind auch nicht unbedingt für
[40:05] jede einzelne Charge notwendig. Denn die
[40:07] Stabilitätsuntersuchung, also die Stabilität des Produktes,
[40:10] wenn ich nicht an einzelnen Inhaltsstoffen was verändere,
[40:13] ist dann relativ reproduzierbar. Das heißt, wenn es da einmal
[40:17] stabilitätsuntersuchungen gibt, kann ich mich darauf
[40:21] einigermaßen verlassen. Aber natürlich ist auch immer
[40:24] die Lagerung zu Hause ein Thema, wenn ich quasi meine
[40:27] Nahrungsergänzungsmittel unter der Lampe auf der Heizung
[40:30] lagere. Dann sind die natürlich nicht so
[40:32] stabil, wie wenn ich sie im Kühlschrank, Lager oder im
[40:34] dunklen Keller. Also das kann natürlich auch der
[40:37] Hersteller dem Verbraucher nicht abnehmen, seine Produkte
[40:40] entsprechend kühl und dunkel zu lagern.
[40:42] Also Frage nach der Zusammenführung der einzelnen
[40:46] Wirkstoffe, Dosierung und welches Labor und ist das
[40:50] zertifiziert und. Was die Lagerung angeht und die
[40:54] Stabilität der Wirkstoffe, werden die getestet und auch
[40:58] wiederum von Laboren, die zertifiziert sind.
[41:01] Wichtige Frage. Danke kommt auf die Liste, Sie
[41:05] haben ja eben gesagt, das ist relativ einfach, sie haben die
[41:07] Wirkstoffe schon selber zusammengeführt und das geht
[41:11] wunderbar, gilt das denn wirklich für alle Wirkstoffe?
[41:14] Es ist doch auch so, dass manche, ich denke jetzt mal an
[41:17] Fettsäuren, zum Beispiel Omega 3 Fettsäuren.
[41:20] Aber auch manche Vitamine, die sind ja eben leicht oxidierbar
[41:24] und die zerfallen ja leicht. Man muss ja bestimmte Prozesse
[41:29] noch dazufügen oder bestimmte Stabilisatoren dazufügen, und
[41:34] das müsste ja auch wiederum jemand machen, der richtig
[41:37] Ahnung hat, auch wiederum eine Frage an den Hersteller.
[41:43] Klassisches Jein, denn tatsächlich die Lohnhersteller
[41:46] sind ja drauf spezialisiert, das zu machen oder auch die großen
[41:49] Hersteller, die vielleicht eine eigene Produktion haben.
[41:51] Das ist ja deren täglich Brot, da kommen viele, die dort
[41:55] arbeiten, auch aus der pharmazeutischen Technologie, wo
[41:58] es ja auch drauf ankommt, Wirkstoffe sehr genau zu
[42:00] dosieren und ja, es macht einen Unterschied, ob ich ein Pulver
[42:04] habe, ob ich eine Substanz habe, die sehr stabil ist, oder ob ich
[42:07] etwas habe, was eben flüssig ist.
[42:10] Öl vielleicht. Und wo ich noch Antioxidantien
[42:14] oder andere Stabilisatoren mit dazugeben muss, vielleicht auch
[42:17] da noch mal der Hinweis, deswegen ist es gar nicht immer
[42:19] schlimm, wenn in einem Zutatenverzeichnis nicht nur der
[42:22] gewünschte Wirkstoff drin ist, sondern auch noch Hilfsmittel,
[42:25] weil die Hilfsmittel zum Teil notwendig sind, um das Produkt
[42:29] stabil zu machen oder dosierbar. Wenn Sie jetzt an Pulver denken,
[42:33] das Pulver an sich, wenn Sie das in eine Kapsel einfüllen,
[42:36] rieselt sehr unterschiedlich, das heißt, was sie machen ist,
[42:39] sie geben eine Rieselhilfe. Mit dazu und die eine sehr
[42:44] konstante Fließeigenschaft hat und mischen dann quasi in
[42:46] kleiner Menge ihr Vitamin C oder ihr Quercetin oder was auch
[42:51] immer sie mit drin haben mit rein und dann können sie es aber
[42:54] sehr standardisiert abfüllen und dann gibt es gewisse
[42:56] Schwankungsbreiten, die aber gering sind.
[42:59] Bei Ölen müssen sie ja, es ist kompliziert, bei Ölen müssen Sie
[43:03] sichergehen, dass Vitamin E mit drin ist und vielleicht auch
[43:05] noch Vitamin C als Antioxidans, damit die Fettsäuren gerade
[43:08] Omega 3 Fettsäuren oxidieren wahnsinnig leicht und.
[43:11] Wenn da kein Vitamin E mit dabei ist, dann ist die Stabilität
[43:15] eben nicht unbedingt gewährt und deswegen halten die meisten
[43:18] Fischölkapseln Algenkapseln eben auch Vitamin E und andere
[43:22] Antioxidantien, damit eben die Omega 3 Fettsäuren stabil
[43:25] bleiben. Ja, man muss halt wiederum auch
[43:27] da nur wissen, welche Stabilisatoren oder
[43:29] Antioxidantien sind gut und welche sind einfach vielleicht
[43:33] viel billiger, aber nicht so gut.
[43:36] Also das Mhm, ich werde versuchen, das in einer
[43:39] intelligenten Frage zu verpacken.
[43:42] Noch ein wichtiges Thema, die Bioverfügbarkeit, das ist ja
[43:46] gerade bei pflanzlichen Wirkstoffen ein Riesenthema, das
[43:49] wurde ja viel Referatrol zum Verhängnis, weil es stellte sich
[43:53] raus, es ist im Zellversuch super toll, ich komme jetzt eben
[43:56] von der Langlebigkeitsforschung. Und dann stellt sich raus, ist
[43:59] so gut wie nicht Bio verfügbar. Das heißt, ich kann es als
[44:01] Kapsel schlucken und es geht dann auch schön aus meinem
[44:04] Körper wieder raus, aber nicht in meinen Körper rein.
[44:06] So und jetzt haben müsste eigentlich ein Hersteller sich
[44:10] sehr viel Gedanken darüber machen, gerade aber Coenzym Q 10
[44:13] gehört ja auch dazu, beispielsweise gibt ja vieles
[44:17] müsste mir sehr viel Gedanken über die Bioverfügbarkeit
[44:20] machen, welche Frage wäre denn da die?
[44:22] Coolste. Das ist natürlich.
[44:28] Eine gemeine Frage. Coole Fragen sind das doch alle.
[44:32] Aber tatsächlich, die Bioverfügbarkeit darf man
[44:35] vielleicht gar nicht so sehr vernachlässigen, denn ein
[44:39] Nahrungsergänzungsmittel muss sicherstellen, dass die
[44:42] enthaltenen Wirkstoffe bioverfügbar sind.
[44:44] Das möchte der Gesetzgeber so haben, dass ich keine Substanzen
[44:48] in ein Nahrungsergänzungsmittel packe, die dann gar nicht vom
[44:50] Körper aufgenommen werden können.
[44:52] Das heißt also, es gehört schon quasi zur Sorgfaltspflicht mit
[44:55] dazu, dass man die Bioverfügbarkeit sicherstellt.
[44:58] Es ist natürlich gerade bei Pflanzenstoffen die
[45:00] Bioverfügbarkeit insgesamt gering, denn vielleicht noch mal
[45:04] ganz kurz an dieser Stelle Bioverfügbarkeit ist die Menge
[45:07] oder der Anteil eines aufgenommenen Stoffes, der dann
[45:10] unverändert im Blut zur Verfügung steht, also im Blut
[45:13] ankommt, und das ist bei vielen Stoffen verschwindend gering.
[45:18] Liegt aber daran, dass unser Körper dann eben diese Stoffe
[45:20] chemisch verändert und sie nicht mehr in der Form, wie sie im
[45:23] Lebensmittelwaren im Körper vorhanden sind.
[45:26] Deswegen sind dann eben so Stoffe wie Referatrol relativ
[45:29] schlecht bioverfügbar und die meisten anderen Pflanzenstoffe
[45:33] eben auch, Vitamine hingegen wieder nicht, weil die braucht
[45:37] unser Körper, die verändert er nicht, die lässt er recht gut
[45:39] rein und hat teilweise Transportwege, damit sie auch
[45:41] reinkommen. Also eine komplizierte Frage,
[45:45] aber ich würde. Lange Rede kurzer Sinn, es
[45:48] einfach machen, einfach mal fragen.
[45:49] Sind denn die enthaltenen Stoffe Bio verfügbar und welche Daten
[45:54] habt ihr die das zeigen und dann wird man auf ein anderes
[45:57] Phänomen treffen, nämlich dass viel Werbung gemacht wird mit
[46:01] der Bioverfügbarkeit oder der angeblich besseren
[46:04] Bioverfügbarkeit der enthaltenen Stoffe, denn das haben auch
[46:07] viele als Marketing Tool für sich entdeckt, dass man eine
[46:10] neue Formulierung generiert und dann sagt, weil es jetzt besser
[46:13] bioverfügbar ist, muss es ja auch besser wirken, was?
[46:16] Was auch ein Schluss ist, der so ohne weiteres nicht zutrifft.
[46:19] Mich hat es geschockt, weil ich habe natürlich
[46:21] Veröffentlichungen von ihnen gelesen und eine klare Aussage
[46:24] ihrer Studien lautet, mit Zellierung kann ganz gut helfen
[46:29] bei fettlöslichen Wirkstoffen, aber die Liposomierung, mit der
[46:33] auch so viel geworben wird, die funktioniert eigentlich gar
[46:36] nicht richtig. Ja, das ist ein bisschen gemein,
[46:40] weil liposomale Formulierungen waren zu einem Zeitpunkt relativ
[46:44] gut, als wir die Mizellen noch nicht so richtig kannten, weil
[46:48] wenn man dann eben sagt, der Wirkstoff ist jetzt sechsmal
[46:50] besser Bio verfügbar als in der nicht liposomalen Form, dann ist
[46:55] das ja schon ganz gut. Als wir dann aber angefangen
[46:58] haben, andere Trägerstoffe quasi zu finden, wie Zyclodextrin das
[47:03] ungefähr 30 mal bessere Bioverfügbarkeit macht oder eben
[47:06] die Mizellen. Die 60 Fach teilweise noch mehr
[47:09] bessere Bio Verfügbarkeit haben, dann ist natürlich das Liposom
[47:12] plötzlich nicht mehr so effektiv und bei den Liposomen gibt es
[47:16] noch große Unterschiede. Das heißt wir haben teilweise
[47:18] liposomale Formulierungen, die sind gar nicht besser Bio
[47:20] verfügbar und einige die sind eben so 6 mal besser Bio
[47:23] verfügbar, das heißt auch dort ist nicht jedes Produkt gleich,
[47:27] nur weil es heißt Liposomal ist es nicht unbedingt besser Bio
[47:30] verfügbar hat, was auch mit der Stabilität der hergestellten
[47:33] Liposomen zu tun. Dann brauche ich von Ihnen noch
[47:36] eine E Mail, wo sie mehr beschreiben.
[47:37] Schreiben, welche Liposomierung einigermaßen vernünftig
[47:41] funktionieren könnte, sodass ich da noch mal gezielt nachfragen
[47:44] kann. Tatsächlich ist das so trivial
[47:47] gar nicht zu machen. Dass man aber, ich würde ja mal
[47:49] fragen, einfach welche, was habt ihr überhaupt etwas gemacht, um
[47:53] die Bioverfügbarkeit zu verändern, ja oder nein, und
[47:56] wenn ja, was und warum, und im Zweifelsfall schicken Sie mir
[48:00] die Proben und oder testen das bei uns im Labor.
[48:01] Super vielen Dank wird sofort angenommen.
[48:05] Es gibt ja auch noch andere Verfahren, mit denen geworben
[48:07] wird, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen, zum Beispiel Piperin,
[48:10] der Wirkstoff des Pfeffers, oder Vitamin C und E und so weiter
[48:15] eigentlich müsste man da ganz cool nur nach Studien am
[48:19] Menschen fragen. Habt ihr denn damit Erfahrung,
[48:22] dass euer Wirkstoff wirklich besser aufgenommen wird, und
[48:24] zwar als gesamtes Molekül? Ja, tatsächlich sind gerade
[48:29] diese Strategien mit sogenannten Bio Enhancern wie Piperin.
[48:34] Der größte Marketing GAG schlechthin also, da gibt es
[48:37] eigentlich gar keine Studien, die großartige Wirkungen zeigen,
[48:40] selbst in der Pharmazie mit Wechselwirkungen mit
[48:44] Arzneistoffen gibt es wahnsinnig wenig, das nahelegt, dass
[48:47] Peperin überhaupt eine Wirkung haben könnte, es geht alles auf
[48:50] eine einzige Studie zurück, die da mal was gezeigt hat und
[48:53] marketingmäßig so ausgeschlachtet worden ist, dass
[48:55] das mittlerweile wirklich beim Verbraucher so drin ist und in
[48:59] allen Internetformen liest man, man soll seinen Curcumin zum
[49:03] Beispiel mit Pfeffer nehmen und. Dabei gibt es gar keine Daten
[49:05] dazu, die das nahelegen, und neueste Daten, die gerade
[49:09] generiert werden, zeigen eher sogar.
[49:10] Es macht auch wieder 0. Ja, und vor allem, wenn man sehr
[49:13] viel peperin nimmt, dann kann man Magenprobleme kriegen oder
[49:16] was auch immer okay, aber das wäre natürlich auch ein
[49:19] negatives Zeichen, wenn jemand mit Peperin wirbt, hat er sich
[49:22] um das Thema einfach nicht gekümmert oder geht einfach
[49:26] wissentlich sozusagen in eine falsche Richtung.
[49:29] Genau oder ist einfach nur auf einen Marketingzug
[49:31] aufgesprungen, ohne den zu hinterfragen.
[49:33] Gut also, das Thema können wir gut erfragen. 1 ist noch, was
[49:37] natürlich auch immer wieder von den Zuschauern zuhören kommt.
[49:40] Wechselwirkung also wenn ich jetzt verschiedene Wirkstoffe
[49:43] nehme, zum einen in Kombinationsprodukten, da ist
[49:46] schon ganz viel drin, oder? Und das heißt dann eben, du
[49:49] kannst es gibt ja welche, da sind 120 Wirkstoffe drin, dann
[49:52] gibt es welche, die sagen ja, also da sind jetzt 20 drin, das
[49:56] allerwichtigste für deinen Tag, und dann gibt es aber auch
[49:59] wiederum welche, die sagen, ja, nimm einzelwirkstoffe, aber
[50:00] bitte zusammen. Aber auch bitte ist alles alles
[50:04] von unserer Firma, also die eigentlich müssten die doch.
[50:08] Also es wäre meine Frage ziemlich gut nachschauen und
[50:13] Studien aufsetzen, ob sich diese Wirkstoffe wirklich verstärken
[50:18] in ihrer Wirkung oder ob es nicht eventuell negative
[50:20] Wechselwirkungen gäbe. Ja, Wechselwirkungen sind ein
[50:24] wahnsinnig komplexes Thema, das gar nicht einfach zu erfassen
[50:27] ist, weil Wechselwirkungen, wenn wir jetzt von Produkten reden,
[50:32] wo 120 verschiedene Wirkstoffe drin sind, dann muss ich ja
[50:34] schon davon ausgehen, dass die 120 Wirkstoffe in so geringer
[50:36] Dosierung vorhanden sind, dass sie überhaupt keine Wirkung mehr
[50:38] haben. Also das ist wahrscheinlich
[50:39] einfach nur ein Produkt, das ich mir auch einfach sparen könnte.
[50:43] Den Hersteller, den ich meine, der hat so große Tütchen und das
[50:47] ist dann schon eine ganze Menge. Aber.
[50:49] Das ist dann schon ein ganzes Frühstück.
[50:51] Ja, so Brian Johnson ist ja auch nichts anderes.
[50:56] Dann ist natürlich die Frage trotzdem immer noch, wieviel
[50:59] mengenmäßig drin ist. Selbst wenn es ein großes
[51:01] Tütchen ist, ist es wahrscheinlich hinterher immer
[51:03] noch nur geringer Milligrammbereich.
[51:05] Nichtsdestotrotz würde ich immer davor warnen, zu.
[51:08] Komplexe Stoffmischungen zu verwenden, weil genau diese
[51:13] Wechselwirkungen irgendwann nicht mehr zu überblicken sind.
[51:15] Und das gilt natürlich vor allem auch für Wechselwirkungen mit
[51:19] Arzneimitteln, die wir nehmen, weil viele Menschen, die
[51:21] Nahrungsergänzungsmittel nehmen, tun das.
[51:24] Ab einem gewissen Alter, weil sie eben gesund alt werden
[51:28] möchten. Aber das ist auch genau das
[51:30] Alter, in dem man eben Medikamente vielleicht zu sich
[51:32] nehmen muss, weil man plötzlich erhöhte Blutfette hat, hohen
[51:35] Blutdruck etc. Oder Diabetes, also das heißt,
[51:38] gerade hier ist natürlich Vorsicht geboten, dass man nicht
[51:42] Wechselwirkungen mit Arzneistoffen, die man nimmt,
[51:45] eingeht und das liegt. Primär daran, dass gerade die
[51:48] Pflanzenextrakte über die Leber verstoffwechselt werden und
[51:51] viele Medikamente eben auch über die Leber verstoffwechselt
[51:54] werden. Und da dann eben in ihrer
[51:55] Wirkung verstärkt oder vermindert werden können.
[51:59] Also Frage, wie viele Wirkstoffe sind da drin, warum so viele,
[52:04] wenn es einer wirklich so umfassend machen will und welche
[52:08] Tests habt ihr gemacht in Sachen Wechselwirkung?
[52:11] Eigentlich müsste sich ein Nahrungsergänzungsmittelhersteller
[52:13] auch hinstellen und sagen Pass auf, wenn du Statine nimmst,
[52:16] oder? Bestimmte andere Medikamente,
[52:20] das wissen wir ja auch, das kann ein B 12 Räuber sein.
[52:23] Das kann auch ein Q 10 Räuber sein, da kannst du dich, kannst
[52:27] du sicher sein, dass es eine gute Kombination ist, aber bei
[52:29] anderen Pass mal ein bisschen auf, das wäre schon gut, wenn
[52:32] das ein Nahrungsergänzungsmittelhersteller
[52:36] so kommunizieren würde. 1. Ist mir jetzt noch durch den
[52:38] Kopf gegangen, das hatten wir vorhin bei den pflanzlichen
[52:40] Wirkstoffen vergessen und das interessiert bestimmt auch
[52:43] viele. Diese Wirkstoffe sind ja häufig
[52:46] vom Molekül her so groß, dass die gar nicht aufgenommen werden
[52:49] können. Und dann muss man halt schauen,
[52:50] ob sie so ganz langsam durch die Dünndarmwand vielleicht doch
[52:53] diffundieren, wenn man ihnen ein bisschen hilft.
[52:56] Aber man weiß ja heute auch, dass die nicht die gesamten
[53:00] Moleküle, sondern deren Metabolite, wie das heißt, also
[53:03] dass deren Bruchstücke, die dann auch in der Leber noch mal
[53:06] verändert werden, dass die durchaus positive Effekte haben
[53:09] können. Das ist ja, man unterschätzt die
[53:12] ja leicht, wenn man dann hört, ach, die werden gar nicht
[53:14] aufgenommen, die Bruchstücke und dann noch verschiedene
[53:17] Bruchstücke verschiedener, vielleicht sich sogar
[53:20] unterstützender Nahrungsergänzungsmittel
[53:22] pflanzlicher Natur können gut sein, das müssen wir jetzt
[53:25] einfach noch mal klarstellen, oder?
[53:28] Also muss erstmal korrigieren. Tatsächlich ist es genau
[53:30] andersrum. Die sekundären Pflanzenstoffe
[53:33] sind häufig sehr kleine Moleküle, keine sehr großen
[53:35] Moleküle. Sind und werden gar nicht kaputt
[53:39] gemacht und gespalten, sondern die werden meistens größer
[53:41] gemacht. Da wird meistens was
[53:42] drangehängt. Das heißt also, wir haben hier
[53:44] sehr kleine Substanzen, die aber trotzdem schlecht über die
[53:47] Darmbarriere kommen, solange sie wasserlöslich sind, weil sie
[53:51] dann gar nicht so richtig transportiert werden können
[53:54] durch die Zelle hindurch, es sei denn es gäbe einen aktiven
[53:57] Transporter, weil unsere Zellmembranen lassen nur Fette
[54:01] durch Lipide. Aber keine wasserlöslichen
[54:04] Substanzen außer über Transportproteine.
[54:07] Das heißt, da ist schon mal die erste Frage, wie ist die
[54:09] Substanz, wenn wir fettlösliche Substanzen haben wie Curcumin,
[54:12] die haben dann wieder ein anderes Problem, die kommen zwar
[54:14] leicht durch die Zellmembran, die kommen nur nicht leichter
[54:16] die Zellmembran dran. Müssten wir noch mal getrennt
[54:20] vielleicht drüber sprechen, aber tatsächlich, was passiert bei
[54:23] all diesen sekundären Pflanzenstoffen ist, sie werden
[54:25] nur gering über die Darmbarriere transportiert, wenn sie dann in
[54:29] der Darmzelle drin sind, werden sie sehr schnell
[54:31] verstoffwechselt und dann größer gemacht, nicht kleiner, da
[54:34] werden also wasserlösliche Gruppen drangehängt und mit
[54:37] diesen wasserlöslichen Gruppen werden sie direkt wieder aus der
[54:40] Darmzelle hinaus zurück in den Darm geschleust und ein kleiner
[54:43] Teil wird nur ins Blut abgegeben.
[54:47] Und dann eben vom Blut über die Leber.
[54:49] Dort werden sie weiter verstoffwechselt, ein Großteil
[54:52] geht über die Galle raus, wieder zurück in den Darm und ein
[54:55] kleiner Teil ist dann in Form dieser wasserlöslichen
[54:57] Metabolite im Blut und wird ultimativ über den Urin
[55:00] ausgeschieden, also deswegen tatsächlich andersrum, die
[55:04] kleinen Moleküle werden größer gemacht und nicht die großen
[55:06] kleinen, aber, und das ist jetzt die spannende Frage, ja
[55:09] eigentlich die Wirkung der Metabolite, die im Organismus
[55:13] zirkulieren, und da gibt es auch.
[55:16] Auch gerade in der Wissenschaft. Sehr viel Diskussionen.
[55:18] Können die denn wirken oder nicht?
[55:20] Und da muss man einfach sagen, gibt es zu wenig Forschung, denn
[55:23] all die, ich sag mal, präklinische Forschung, gerade
[55:26] in Zellkulturmodellen wird mit den Wirkstoffen gemacht, wie sie
[55:30] im Lebensmittel vorkommen, also dem sekundären Pflanzenstoff und
[55:33] nicht dem Metaboliten wir im Blut zirkulieren.
[55:37] Und genau da ist das Problem. Also wir sind da tatsächlich
[55:40] noch gar nicht so weit, dass wir ausreichend Studien hätten.
[55:43] Wir haben lange Zeit die falschen Studien gemacht und
[55:46] sagen jetzt immer, die Stoffe, wie sie im Lebensmittel
[55:49] enthalten sind, haben eine Wirkung, die können wir in der
[55:51] Zelle auch gut nachvollziehen, was wir nur nicht wissen, ist,
[55:54] in welcher Form wirken sie dann eigentlich in der Zelle, ist es
[55:56] dann in Form des Metaboliten oder in Form der Substanz, wie
[55:59] wir sie im Lebensmittel hatten. Dann sind ja im Grunde fast alle
[56:03] pflanzlichen Wirkstoffe, die jetzt so gehypt werden, von
[56:06] Berberin über Astaxanthin über Terostylben und viele andere.
[56:12] Das bedeutet ja, dass wir gar nichts wissen eigentlich über
[56:16] deren Wirksamkeit. Auch wieder Jein.
[56:20] Wir kennen ja bei vielen Stoffen, also lustigerweise
[56:23] jetzt viele der gerade genannten würde ich sagen, ja, müssen wir
[56:26] mal drüber schauen, aber es gibt ja auch viele, die traditionell
[56:28] in der traditionellen chinesischen Medizin zum
[56:31] Beispiel oder Ayurveda eingesetzt worden sind.
[56:33] Es gibt viele Pflanzenextrakte, hatten wir ja eingangs auch
[56:36] schon erwähnt, die wir selber nehmen, weil wir, wenn es uns
[56:39] nicht gut geht, gute Erfahrungen damit gemacht haben.
[56:42] Sei es der Salbeitee oder sei es Ginseng oder was wir alles
[56:46] haben. Es gibt viele, die wir
[56:48] traditionell nehmen, weil wir wissen, sie helfen uns und diese
[56:51] Wirkungen sind ja nicht erdacht oder irgendwie reine Placebo.
[56:56] Ein bisschen Placebo ist vielleicht auch immer dabei,
[56:58] aber eben nicht nur, und deswegen muss man da vorsichtig
[57:02] sein, nur weil die Forschung vielleicht teilweise nicht die
[57:05] richtigen Fragen gestellt hat oder schwierig zu machen ist.
[57:09] Da sind wir wieder bei dem eingangs erwähnten Problem.
[57:12] Den gesunden Menschen. Wie will ich einen gesunden
[57:14] gesünder machen und therapeutische Wirkungen sind
[57:17] wieder was anderes. Also es ist ein hochkomplexes
[57:20] Thema, aber es heißt nicht, dass die Pflanzenextrakte keine
[57:23] Wirkung haben. Ja, also bei denen, die
[57:27] traditionelle Arzneimittel sind und so weiter über 30 Jahre
[57:29] schon bekannt, überhaupt gar keine Frage.
[57:31] Ich meinte jetzt diesen riesigen neuen Markt der pflanzlichen
[57:34] Wirkstoffe, der jetzt so gehypt wird, es gibt ja auch egcg
[57:37] Kapseln, Extrakt des grünen Tees etc.
[57:40] Aber da werde ich mir dann bei den einzelnen Herstellern die
[57:43] Fragen noch mal zusammenstellen, Ihnen vorlegen und dann schaue
[57:48] ich, dass wir das hochpräzise hinkriegen.
[57:52] Das haben wir schon so lange gesprochen, ich glaube aber, es
[57:54] ist so spannend, dass alle noch dabei sind.
[57:56] Letzte Frage kapselmaterial manche
[57:59] Nahrungsergänzungsmittelhersteller machen ja keine Kapseln, erstens
[58:03] ist das eine gute Frage, wenn ich nach dem Kapselmaterial
[58:05] überhaupt Frage, da gibt es ja unterschiedliche und manche sind
[58:08] auch Allergen. Oder können Allergien sein?
[58:11] Dann gibt es welche, die machen Tütchen, dann gibt es welche,
[58:13] die machen Sirup, welche die machen Öl, die machen Ampullen.
[58:20] Also ich müsste im Grunde fragen, warum macht ihr jetzt,
[58:23] warum ist diese Darreichungsform die gewählte?
[58:26] Genau das würde ich auch so Fragen.
[58:28] Also einfach mal fragen warum, teilweise wird die Antwort sein,
[58:31] weil es zu viel Wirkstoff war und zu viel Material und wir das
[58:35] in eine Kapsel nicht reinbekommen haben, deswegen
[58:37] mussten wir was anderes nehmen. Teilweise kann es sein, weil es
[58:41] eben eine Flüssigkeit ist und das Kapselmaterial die
[58:44] Flüssigkeit nicht halten würde. Das ist dann auch manchmal der
[58:47] Grund, warum dann eben Gelatine Kapseln eingesetzt werden, weil
[58:51] da können sie eben gerade diese Soft Gelatine Kapseln, können
[58:54] Sie Flüssigkeiten rein machen. Heutzutage die pflanzliche
[58:57] Variante dann mit HPMC durchaus auch eine Alternative.
[59:01] Also es gibt Möglichkeiten, aber ganz oft wird es eher ein
[59:03] technologischer Grund sein. Wichtig da wäre natürlich nur,
[59:06] gab es noch weitere Überlegungen, warum jetzt dieses
[59:09] Kapselmaterial zum Beispiel, also Magensaftresistenz zum
[59:13] Beispiel, denn wir haben ja auch Wirkstoffe, die vielleicht im
[59:16] sauren Milieu des Darms nicht besonders stabil sind, und da
[59:19] kann es Sinn machen, eine Kapsel einzusetzen.
[59:22] Die den Magen überlebt und erst im Darm freigesetzt wird.
[59:25] Quasi. Aber das ist natürlich die
[59:27] Frage, ob die Hersteller sich da vorher Gedanken drüber gemacht
[59:29] haben, warum sie jetzt das Material gewählt haben und
[59:32] welche Verabreichung. Sie meinen eben das saure Milieu
[59:36] des Magens, gell? Genau, Oxidierung ist ja das
[59:42] Thema, das wir schon angesprochen hatten, wenn, das
[59:44] muss man ja auch wiederum wissen, wenn man diese
[59:45] Gelatinekapseln nimmt oder diese anderen weichkapseln, da kann ja
[59:48] Sauerstoff durch, also. Also wenn der Produzent etwas in
[59:52] eine Kapsel tut, was nicht oxidiert werden sollte, ist das
[59:56] ein Fehler. Wie kann man denn Wirkstoffe,
[59:59] die nicht oxidiert werden sollten, schützen?
[1:00:04] Auch da wieder Antioxidanz hinzugeben.
[1:00:06] Eine Oxidation ist ein reiner, Ich sag mal chemischer Prozess
[1:00:09] und da kann ich eine Substanz anbieten, die sehr viel leichter
[1:00:13] oxidiert und dadurch dann primär oxidiert wird, bevor dann der
[1:00:17] Wirkstoff selber oxidiert wird. Also da kann ich mich eine
[1:00:20] geschickte Kombination mit Antioxidantien eine Stabilität
[1:00:23] erreichen. Trotz Kapsel, die Sauerstoff
[1:00:25] durchlässt, alles klar, Frage weiß ich, habe ich jetzt noch
[1:00:29] was vergessen in unserem Fragenkatalog?
[1:00:32] Ich glaube, die meisten Dinge haben wir tatsächlich gemacht.
[1:00:38] Wir könnten noch fragen, das hatten wir eben schon
[1:00:41] thematisiert, gesundheitsbesorgene Aussagen,
[1:00:44] klar. Vielleicht auch bei dem einen
[1:00:46] oder anderen Hersteller kritisch hinterfragen, ob man denn die
[1:00:49] Health Claims nur als ob man Substanzen beigesetzt hat, um
[1:00:54] einen Health Claim Draufschreiben zu können.
[1:00:56] Sicherlich eine relevante Frage. Hatten wir schon.
[1:01:00] Genau das hatten wir alles thematisiert.
[1:01:02] Nein, ich glaube, die wesentlichen Themen haben wir
[1:01:05] alle. Grob zum Schluss Frage
[1:01:09] Einschätzung, Sie kennen sich so wahnsinnig gut im Markt aus.
[1:01:13] Glauben Sie, dass wir überhaupt einen Hersteller detektieren
[1:01:16] können, der geradezu vorbildlich arbeitet?
[1:01:19] Gibt's das? Ich glaube durchaus, dass wir
[1:01:24] die ganze Bandbreite sehen werden von, ich sag mal.
[1:01:30] Ich sag mal eher fragwürdigen, die kein Qualität machen,
[1:01:34] sondern wo es wirklich nur drum geht, ein Marketing Gag zu
[1:01:37] verkaufen. Ein Produkt das irgendwie gehypt
[1:01:39] wird, wo vielleicht auch hinterher gar nicht drin ist,
[1:01:42] was drauf steht, wo eben der Rohstoff irgendwo fernab gekauft
[1:01:48] wird und dann hier einfach vermarktet wird.
[1:01:51] Aber auch wirklich Hersteller, die von Grund auf mit einem
[1:01:54] neuen Konzept rangegangen sind und haben gesagt, wir wollen ein
[1:01:57] Produkt generieren, das wissenschaftlich abgesichert
[1:01:59] ist. Ich glaube, wir werden die
[1:02:00] gesamte Bandbreite sehen. Super toll, dass sie dabei sind.
[1:02:04] Persönliche Frage, wenn Sie unter die Hersteller gehen
[1:02:07] würden, welche Wirkstoffe würden sie heute produzieren?
[1:02:11] Das ist für einen Ernährungswissenschaftler
[1:02:13] natürlich wieder eine gemeine Frage, weil ich ja, weiß ich.
[1:02:17] Ich würde, ich kann ja sagen, was ich gerade nehme, und das
[1:02:19] ist vor allem Vitamin D im Winter und Omega 3 Fettsäuren.
[1:02:23] Und da ich Vegetarier bin, würde ich natürlich gerne dann
[1:02:25] vegetarische Produkte, das heißt zum Beispiel Algen, Omega 3 oder
[1:02:30] ein Produkt, das eben die Omega Dreis in der richtigen
[1:02:33] Kombination auch enthält. So was halte ich durchaus für
[1:02:36] sinnvoll. Wir haben natürlich viele, ich
[1:02:39] sag mal Verbrauchergruppen, die spezielle Bedürfnisse haben, da
[1:02:43] gibt es natürlich auch viele Nährstoffe auch.
[1:02:45] Auf der Seite der sekundären Pflanzenstoffe und
[1:02:47] Pflanzenextrakte ist es ein bisschen gemeiner und
[1:02:49] schwieriger. Auch da bin ich überzeugt, dass
[1:02:52] wir welche haben, die gut sind und die auch Wirkung haben, zum
[1:02:55] Beispiel entzündungshemmende Wirkung.
[1:02:57] Es ist nur nichts, was sich pauschal immer nehmen würde,
[1:02:59] sondern das würde ich dann nehmen, wenn ich zum Beispiel,
[1:03:01] gerade weil ich viel joggen bin, Schmerzen im Knie habe und dann
[1:03:05] eben meine Entzündungen reduzieren möchte, also dass man
[1:03:08] dann eben für eine bestimmte Wirkung für zeitlich begrenzt
[1:03:12] etwas einnimmt. Oder wenn ich gerade besonders
[1:03:14] gestresst bin und nicht einschlafen kann und mich dann
[1:03:16] abends mit eben einem warmen Tee oder eben auch einem Produkt,
[1:03:20] das hier unterstützen kann. Sowas würde ich machen, aber ich
[1:03:23] würde jetzt nicht den die eine Substanz nennen, die ich jetzt
[1:03:26] unbedingt auf den Markt bringen würde.
[1:03:27] Also da muss ich aber jetzt nachfragen, da wäre es, so
[1:03:30] Ashwagandha, beispielsweise gegen Stress und Astaxanthin,
[1:03:35] gegen Entzündung oder was wäre es denn so, was sie da
[1:03:38] produzieren würden? Ja, also tatsächlich gibt es für
[1:03:41] Ashwagandha relativ gute Studien, dass es beim
[1:03:44] Einschlafen helfen kann. Also da, wenn man sich die die
[1:03:47] Studienlage anschaut, sieht das ganz gut aus.
[1:03:50] Ashwagandha wird trotzdem gerade n bisschen diskutiert.
[1:03:54] Da haben wir aber wieder das Problem, weswegen wir ja auch
[1:03:56] uns gerade heute wieder zu dem Thema austauschen.
[1:03:59] Nicht jeder Pflanzenextrakt ist gleich dem Pflanzenextrakt, nur
[1:04:02] weil Ashwagandha dran steht, ist nicht das gleiche drin, das
[1:04:05] heißt man muss immer die Frage stellen nach den wirklichen
[1:04:07] Wirkstoffen, den Vithanoliden da drin, in welcher Menge sind die
[1:04:11] vorhanden und dann wo kommt der Extrakt her, wie wurde
[1:04:14] extrahiert und welche Verunreinigungen sind denn wir
[1:04:17] haben schon viele Beispiele bei Pflanzenextrakten gesehen wo?
[1:04:22] Leberschädigung aufgetreten ist und die zunächst mit dem
[1:04:25] Wirkstoff selber assoziiert worden ist.
[1:04:27] Und es kam hinterher raus. Es lag an Verunreinigungen im
[1:04:29] Produkt, nämlich am Wirkstoff, also deswegen schwieriges Thema
[1:04:34] bei entzündungshemmend würde ich tatsächlich hingehen und
[1:04:36] wahrscheinlich die Kombination aus Weihrauch und Curcumin
[1:04:40] nehmen, denn beide sind auch traditionell sehr gut bekannt,
[1:04:44] dass sie entzündungshemmend sind und unterstützen sich in ihrer
[1:04:46] Wirkung sogar noch gegenseitig. Aber nur, wenn sie die
[1:04:49] Bioverfügbarkeit erhöhen. Klar.
[1:04:52] Genau. Also das Produktportfolio von
[1:04:56] Professor Jan Frank haben wir schon vorliegen.
[1:04:59] Und ja, jetzt kann es losgehen. Ich werde jetzt wie folgt
[1:05:03] vorgehen, unseren Podcast lege ich jetzt noch Professor
[1:05:06] Schubert Zielerwetz vor, der wird noch Kommentare aus seiner
[1:05:09] Pharmakologen Sicht dazu geben und das werde ich auch in Form
[1:05:12] eines Podcasts auf Stay Young und.
[1:05:15] Kommunizieren und dann kommen die verschiedenen
[1:05:19] Nahrungsergänzungsmittelhersteller. Einige haben schon zugesagt.
[1:05:22] Ich habe jetzt bisher noch nicht zu viele angefragt, weil wir ja
[1:05:25] erstmal unseren Fragenkatalog brauchen, den habe ich jetzt,
[1:05:28] stell den zusammen kriegen sie, kriegt Professor Schubert
[1:05:32] Sielavetz und dann geht's los. Ich freue mich total drauf und
[1:05:35] bedanke mich in aller Form, dass sie mit im Prüfboot und
[1:05:39] Checkboot sind Professor Jan Frank, Uni Hohenheim danke sehr.
[1:05:44] Vielen Dank. Danke fürs Zuhören.
[1:05:48] Ich hoffe diese Folge hat dir gefallen.
[1:05:50] Weitere Informationen findest du wie immer in den Show Notes,
[1:05:54] wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast
[1:05:58] unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen,
[1:06:02] damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast
[1:06:05] und seine Inhalte leichter gefunden werden.
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[1:06:12] tik tok, Facebook oder Youtube. Ich freue mich immer über
[1:06:17] Feedback und weitere Fragen von dir.
[1:06:21] Alles wird gut, aber nicht von alleine.

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