# Meistgehört: DIE TOP 5 NEM FÜR LONGEVITY: Prof. Michael Ristow und Nina Ruge

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 4 Jan 2026, 1 h 08 min.

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In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Michael Ristow, einem der renommiertesten Alters- und Stoffwechselforscher im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam ordnen wir ein, welche Nahrungsergänzungsmittel heute als „Newcomer“ gelten und was sie tatsächlich für Healthy Longevity leisten können. Prof. Ristow erklärt, welche Substanzen wissenschaftlich gut belegt sind, wo berechtigte Hoffnung besteht und wovon man eher Abstand nehmen sollte. Es geht um Glucosamin, Lithium, Spermidin, Taurin und weitere Kandidaten der neuen Generation – immer mit dem Blick auf Evidenz, Nutzen und mögliche Risiken. Eine Folge für alle, die Orientierung im unübersichtlichen Supplement-Markt suchen. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: • Welche Nahrungsergänzungsmittel gelten als „neue Generation“? • Wie belastbar ist die Evidenz zu Glucosamin und Langlebigkeit? • Welche Rolle spielt Lithium für Gesundheit und Lebensspanne? • Warum ist Lithium im Trinkwasser wissenschaftlich interessant? • Was unterscheidet Hoffnungsträger von gut belegten Supplements? • Wie wirkt Spermidin auf zelluläre Selbstreinigung? • Welche Daten gibt es zu Taurin und gesundem Altern? • Warum sind Antioxidantien kritisch zu bewerten? • Welche Bedeutung hat die Mitochondrien-Aktivierung? • Wie sinnvoll sind NAD⁺-Vorstufen wie NR oder NMN? • Welche Risiken bestehen bei unkritischer Supplement-Einnahme? • Warum sind Humanstudien entscheidend für die Bewertung? • Wie findet man Orientierung im wachsenden Supplement-Markt? Weitere Informationen zu Prof. Dr. Ristow findest du hier: https://expendo.charite.de/metas/person/person/address_detail/prof_dr_michael_ristow/ Hier kannst du herausfinden, wie viel Lithium in deinem Leitungswasser enthalten ist: Deutschland: https://www.researchgate.net/publication/341287028_Lithium_Li_concentrations_gL_in_381_German_mineral_and_medicinal_waters Österreich: http://lebens-welt.at/lithium-mineralwasser/ Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-174

## Transcript

[0:00] Nahrungsergänzungsmittel der neuen Generation den meisten
[0:02] wird schwindlig, weil sie noch nicht mal die Bezeichnungen, die
[0:05] Begrifflichkeiten kennen. Es gibt durchaus.
[0:07] Substanzen, die zwar den Blutdruck senken, aber die
[0:10] Mortalität durchaus nicht senken.
[0:12] Sein Forschungsschwerpunkt ist für uns zielgenau das entstehen
[0:16] altersbedingter Krankheiten. Wissen von unserem Top Experten
[0:20] Professor Michael Risto es. Gibt Menschen, die haben Glück
[0:23] und Leben in der Haifel. Da gibt es hohe Konzentrationen
[0:26] von Lithium und Trinkwasser. Andere Leben in Schleswig
[0:29] Holstein da sind. Die Konzentration sehr niedrig.
[0:31] Also Lithium wirkt Stimmungsaufhellend, auch in
[0:34] geringen Dosen. In hohen Dosen wird es
[0:36] eingesetzt als Medikament gegen bipolare Störungen und
[0:40] Depressionen. Menschen, die höhere
[0:42] Taurinspiegel im Blut haben, sind in der Regel auch gesünder.
[0:45] Taurin ist ja ein alter Bekannter in der Bodybuilding
[0:48] Szene und ist ja auch in Energy Drinks drin, sogar auch in.
[0:55] Babynahrung für Frühchen? Männer, die Sojaprodukte in
[0:58] großer Menge zu sich nehmen, leben etwas länger als Männer,
[1:01] die das nicht tun. Unser Stay Young Podcast.
[1:04] Wir haben ja schon so viele Folgen online gehabt und haben
[1:07] so viele Followerinnen und Follower.
[1:09] So toll, dass wir davon ausgegangen sind.
[1:12] Die, die jetzt dazu gekommen sind, kennen natürlich die
[1:14] ersten erfolgreichen, super erfolgreichen Folgen noch nicht
[1:17] deshalb, von denen wiederholen wir jetzt ein Paar, zum Beispiel
[1:20] den Professor Michael Risto von der charité in Berlin und.
[1:25] Der hat mir unglaublich gut verständlich seine Top 5 der
[1:30] Nahrungsergänzungsmittel erklärt und euch erklärt, das damit auch
[1:38] Vitamine der B Gruppe, Vitamin C, Vitamin D, Mineralstoffe,
[1:43] Zink, Selen, Calcium, Magnesium, Omega 3 Fettsäuren das sind die
[1:47] Stars unter den Nahrungsergänzungsmitteln und so
[1:50] gut wie jeder kennt sie. Doch wie heißen die Newcomer?
[1:54] Die Nahrungsergänzungsmittel der neuen Generation, da kommt
[1:58] täglich irgendetwas Neues auf den Markt und ich möchte da
[2:02] Orientierung geben. Jetzt möchte ich also wissen von
[2:05] unserem Top Experten Professor Michael Risto, Er war Professor
[2:08] für Energiestoffwechsel an der ETH in Zürich und hat zum
[2:12] Jahresbeginn die Professur für Endokrinologie und Diabetologie
[2:17] an der charité Universitätsmedizin in Berlin
[2:21] angetreten. Sein Forschungsschwerpunkt ist
[2:23] für uns eine. Zielgenau das entstehen
[2:27] altersbedingter Krankheiten. Danke, dass Sie dabei sind, Herr
[2:31] Professor Risto. Sehr gerne.
[2:34] Also ich habe gesagt, Nahrungsergänzungsmittel der
[2:35] neuen Generation, das ist ein ziemlich großes Gebiet.
[2:38] Den meisten wird schwindlig, weil sie noch nicht mal die
[2:41] Bezeichnungen, die Begrifflichkeiten kennen.
[2:44] Kein Wunder, dass denen schwindlig wird, nennen sie doch
[2:47] uns bitte ihre. Wirklich Top Five oder top 6
[2:53] oder wie auch immer die wichtigsten
[2:55] Nahrungsergänzungsmittel der neuen Generation aus ihrer
[2:59] professoralen Sicht. Ich denke, man muss hier
[3:03] unterscheiden zwischen denen, die das größte Potenzial haben
[3:07] in dem Sinne, dass wir noch nicht wissen, wie wirksam sie
[3:10] sind, wo es aber wahrscheinlich ist, dass dies eintreten wird,
[3:13] und demgegenüber jene, die schon etwas länger verfügbar sind.
[3:20] Wo dann dementsprechend auch Daten insbesondere im Menschen
[3:24] verfügbar sind und man insofern relativ gute Sicherheit
[3:27] bezüglich der Wirksamkeit hat. Auch wenn die Zukunftskandidaten
[3:31] vielleicht so noch etwas wirksamer sein könnten und bei
[3:34] denen, die relativ gesichert sind, dem Menschen gehören.
[3:40] Sowohl Medikamente, also verschreibungspflichtige
[3:42] Substanzen, wie auch Supplemente erwähnt.
[3:44] Die Supplemente stehen hier im Vordergrund.
[3:46] Vielleicht fangen wir deswegen damit an, also sehr gut sind in
[3:49] jedem Fall Substanzen wie das Glucosamin.
[3:53] Glucosamin wird schon seit mindestens 3 Jahrzehnten von
[3:56] Menschen verwendet, die Gelenkprobleme haben und wenn
[3:59] man sich die generelle Gesundheit dieser Menschen
[4:02] anguckt, also. Sterblichkeit, auftreten von
[4:05] Krebs und anderen Erkrankungen. Dann hat sich mehr zufällig
[4:09] ergeben, dass die auch sehr viel weniger chronische Erkrankungen
[4:12] entwickeln und auch länger leben.
[4:14] Das heißt, wir haben da eine sehr gute Evidenz und die
[4:16] Nebenwirkungsfrequenz von Glucosamin ist gering, insofern
[4:20] ist das sicherlich ein Kandidat, dem mir sehr gut gefällt,
[4:24] genauso ist es für andere Substanzen, wie zum Beispiel das
[4:28] Lithium, was im Trinkwasser enthalten ist.
[4:31] Wenn Sie das im Internet nachschauen, bitte nicht
[4:33] verwechseln mit Lithium als Therapeutikum für psychiatrische
[4:37] Erkrankungen. Wir sprechen da von einer 100
[4:40] bis fünfhundertfach höheren Dosis als Medikament, aber die
[4:43] geringen Mengen im Trinkwasser sind sehr gut mit geringer
[4:46] Sterblichkeit, also höherer Lebenserwartung und auch bessere
[4:50] Gedächtnisleistung assoziiert und auch da gibt es
[4:53] Epidemiologisch eine sehr gute Evidenz.
[4:56] Dann, was mir weniger gut gefällt, sind Antioxidantien.
[5:00] Das hatten wir in der Vergangenheit schon mal
[5:02] diskutiert, aber noch mal der Hinweis darauf, dass besonders
[5:05] fettlösliche Antioxidantien, also Vitamin A, Beta Carotin,
[5:10] Vitamin E, perspektivisch durchaus Probleme machen können,
[5:13] das heißt, in allen größeren Studien.
[5:15] Beobachten wir eine gesteigerte Sterblichkeit bei Menschen, die
[5:19] das einnehmen und die übrigen Antioxidantien sind zumindest
[5:22] nicht schädlich, aber wirken wahrscheinlich auch nicht
[5:24] sonderlich viel. Das nur so als Nebenbemerkung.
[5:27] Wir haben dann in jüngerer Zeit Kandidaten bekommen, die
[5:31] durchaus interessant sind, dazu gehört gerade in diesem Jahr
[5:35] erschienen, aber nicht ganz überraschend das Taurin, das ist
[5:39] eine Aminosäure, die ohnehin in der menschlichen Ernährung
[5:42] enthalten ist. Die, das wissen wir schon
[5:45] länger, korreliert, ist mit menschlicher Gesundheit, also
[5:48] Menschen, die höhere Taurinspiegel im Blut haben,
[5:51] sind in der Regel auch gesünder. Wir wissen auch, dass
[5:54] Taurinspiegel mit dem Alter abfallen und was in dieser
[5:57] Studie jetzt untersucht worden ist, dass in Mäusen und in auch
[6:02] in Fadenwürmern, dem sogenannten Zenorapte des Elegants, dieses
[6:05] Taurin die Lebenserwartung eindeutig verlängert, ob das im
[6:09] Menschen auch der Fall ist, wissen wir natürlich nicht, das
[6:12] muss eben erst untersucht werden.
[6:14] Ähnliches gilt für eine Substanz, die auch schon seit
[6:17] längerer Zeit geforscht wird. Das Spermidin Spermidin ist ein
[6:22] Polyamin, das heißt eine Kohlenstoffkette, die mehrere
[6:27] Aminogruppen hat, also sehr ähnlich zu Aminosäuren, nur
[6:31] etwas länger, und spermidin ist in vielen Lebensmittel
[6:35] enthalten, aber besonders in. Weizenkeimen, Sojabohnen und
[6:39] Vergleichbarem von Spermidin wissen wir aus der
[6:43] Epidemiologie, dass die Krebswahrscheinlichkeit
[6:46] zurückgeht, wobei das nicht fürs Spermidin gilt, sondern für die
[6:50] langjährige Einnahme von Lebensmitteln, die viel
[6:53] Spermidin enthalten, also ob das Spermidin wirklich für
[6:55] verantwortlich ist, bleibt immer noch unklar, aber zumindest gibt
[7:00] es da eine Korrelation. Es gibt Hinweise darauf, dass
[7:04] spermidin Einnahme. Die Gedächtnisleistung in ältere
[7:08] Menschen verbessert und wieder in Modellorganismen, diesmal in
[7:11] Fruchtfliegen, Drosophila und wieder in Mäusen kann man
[7:15] beobachten, dass Spamidin die Lebenserwartung erhöht und die
[7:19] Herz Kreislauf Leistung verbessert und das sind
[7:22] sicherlich ganz gute Evidenzen, die mich annehmen lassen, dass
[7:26] das vielleicht in Zukunft, wenn dann entsprechende Humanstudien
[7:29] in größerem Umfang vorliegen, auch eine Vielversprechendere.
[7:34] Art und Weise sein könnte, Gesundheit generell zu steigern.
[7:38] So, das ist eine beeindruckende Liste.
[7:41] Ich denke mal, da kommt wahrscheinlich noch zumindest
[7:45] die Diskussion über die nad Plus vorläufersubstanzen precursor,
[7:50] also ob wir jetzt Nr. Nm N oder Nam oder Niacin nehmen
[7:55] sollen. Aber vielen Dank erstmal für für
[7:57] diese Auflistung, vielleicht können sie uns ganz kurz, sie
[7:59] haben uns jetzt den Überblick gegeben und ich würde wahnsinnig
[8:02] gerne zu jedem einzelnen dieser Wirkstoffe in.
[8:04] Dann noch mehr von ihnen erfahren, aber vielleicht können
[8:06] Sie uns ganz kurz sagen, welche der verschreibungspflichtigen
[8:09] Medikamente oder der als medikamentengeführten Substanzen
[8:14] für sie auch noch dazu gehören. Zu den Geroprotektoren, die mit
[8:18] einiger Wahrscheinlichkeit die gesunde Lebensspanne und
[8:21] vielleicht sogar die gesamte Lebensspanne verlängern können.
[8:25] Ja, also man, man kann eigentlich ganz generell sagen,
[8:29] wenn wir von Alterung sprechen, dann entsprechen wir auch von
[8:32] chronischen Erkrankungen, die mit zunehmendem Alter häufiger
[8:34] auftreten. Und welche sind das?
[8:36] Das sind einmal gesteigerte Blutdruck, der dann zu
[8:39] Herzkrauslauferkrankungen führt, das zweite sind gesteigerte
[8:43] Blutfette und insbesondere das Cholesterin, das Dritte ist der
[8:48] Diabetes und insbesondere der Diabetes mellitus Typ 2.
[8:51] Der ist früher als Altersdiabetes bezeichnet
[8:53] worden. Und dann?
[8:55] Letztlich kommen natürlich die Krebserkrankungen dazu und diese
[8:59] 4 Bereiche stehen da im Vordergrund.
[9:02] Bei den sogenannten neurodeenerativen Erkrankungen
[9:05] ist die Pharmakologie etwas schwieriger, aber ist natürlich
[9:08] der fünfte Bereich, der hier auch berücksichtigt gehört, wenn
[9:11] wir mal bei den ersten 3 Bereichen bleiben.
[9:14] Es ist sicherlich eine sehr gute Idee bereits in mittlerem Alter,
[9:19] also so mit mit Ende 30 Anfang 40.
[9:22] Zu beginnen, den Cholesterinspiegel zu senken,
[9:25] wenn dies erforderlich ist, und die sicherlich verbreitetste
[9:30] Wirkstoffklasse hier sind die Statine, da gibt es verschiedene
[9:34] Abkömmlinge, von die alle sehr wirksam sind und alle ihre vor
[9:37] und Nachteile haben. Aber besonders in jüngerer Zeit
[9:40] auf weitere Medikamente, die man einnehmen kann, wenn Statine
[9:43] nicht geeignet sind. Statine haben bei 10% der
[9:46] Menschen harmlose, aber trotzdem unangenehme Nebenwirkungen im
[9:50] Sinne von Muskelbeschwerden und ähnlichem.
[9:52] Ohne das jetzt weiter ausführen zu wollen, aber Cholesterin zu
[9:55] senken, ist Epidemiologisch extrem gut belegt und man sollte
[9:59] dies nicht zu spät beginnen, weil die Schäden chronisch
[10:02] auftreten. Und wenn man dann erst mit 65
[10:04] damit beginnt, dann hat man doch sehr viele Jahre verpasst, die
[10:08] dort sinnvoll gewesen wären, dann im Bereich Blutdruck ist
[10:12] die Epidemiologie sehr klar, Blutdruck ist ein Prädiktor,
[10:16] also ein Vorhersagefaktor für gesteigerte.
[10:19] Mortalität, aber auch Schlaganfälle und viele
[10:23] Probleme, die damit einhergehen. Insofern ist es auch da extrem
[10:27] wichtig, frühzeitig zu intervenieren, wenn der
[10:30] Blutdruck erhöht ist. Und da muss man dann die
[10:33] richtigen Substanzen wählen. Es gibt nämlich durchaus
[10:36] Substanzen, die zwar den Blutdruck senken, aber die
[10:38] Mortalität durchaus nicht senken.
[10:41] Dazu gehören unter anderem die Betablocker, und es gibt andere
[10:44] Substanzen, die dort extrem wirksam sind, das heißt, man hat
[10:47] nicht nur besseren Blutdruck, sondern auch weniger Folgen des
[10:51] Bluthochdrucks und dann auch eine längere Lebenserwartung.
[10:54] Und dazu gehören zum Beispiel die ACE Inhibitoren, die alle
[10:59] auf nipril enden, also der bekannteste oder einer der
[11:03] bekannteren ist das Ramipril. Und es gibt andere, die
[11:06] Calciumatagonisten und vergleichbare, die da auch sehr
[11:10] wirksam sind. Das heißt, auch bei dem
[11:12] leisesten Verdacht auf erhöhten Blutdruck würde ich im
[11:14] Zweifelsfall eine anfangs gerne niedrig dosierte Dosierung eines
[11:19] Blutdrucksenkers einnehmen, als zu sagen, Ach, das ist alles
[11:22] nicht so schlimm. Und wir können da noch ein
[11:24] bisschen abwarten. Auch dieses Phänomen, dass dann
[11:28] in der Praxis des Arztes, der Ärztin der Blutdruck zu hoch
[11:31] ist, wird gerne wegdiskutiert und gesagt, naja, das ist ja im
[11:35] Alltag nicht so, das stimmt leider nicht, meistens ist es im
[11:37] Alltag genauso, und wer in der Praxis einen erhöhten Blutdruck
[11:41] hat, der sollte im Prinzip, zumindest wenn das zweimal
[11:44] aufgetreten ist, dann anfangen, seinen Blutdruck medikamentös zu
[11:47] senken. Und die dritte und sicherlich
[11:51] verbreitetste medikamentöse Intervention, also basierend
[11:55] verschreibungspflichtigen Medikamenten, ist der Blutzucker
[11:58] und damit der Diabetes. Da gibt es für die Behandlung
[12:01] von Typ 2 Diabetes sehr viele Optionen.
[12:05] Bei einigen wissen wir schon seit längerer Zeit, dass die
[12:08] durchaus nicht gesund sind. Das heißt, die Mortalität von
[12:11] Typ 2 Diabetikern Diabetikerinnen sinkt dadurch
[12:14] nicht, sondern steigt teilweise sogar und von den neueren
[12:17] Substanzen ist dies noch nicht so gut untersucht.
[12:21] Man kann aber sicher sagen, dass das Metformin, was bereits seit
[12:25] 70 oder mehr Jahren in Verwendung ist.
[12:28] Nicht nur das günstigste Medikament ist, sondern
[12:30] bezüglich Mortalität ist sicherlich auch 1 der besten und
[12:34] es gibt weltweit und insbesondere in Nordamerika sehr
[12:38] viele Menschen, die mit Familien einnehmen, obwohl sie keinen Typ
[12:43] Zahl Diabetes haben, eben aufgrund der erwarteten
[12:46] positiven Einflüsse auf die Lebenserwartung.
[12:49] Eine andere Medikamentengruppe, die etwas neuer ist, das sind
[12:54] die sdl T 2 Inhibitoren. Umgangssprachlich auch als
[12:58] Flozine oder Gliflozine bezeichnet.
[13:00] Das ist eine Medikamentengruppe, die die Ausscheidung von
[13:04] Glucose, also Zucker aus dem Blut, in der Niere steigert.
[13:09] Was also passiert ist, dass der erhöhte Blutzucker dann wieder
[13:12] in den Normalbereich absinkt. Und die Energie, die in der
[13:16] Glucose enthalten ist, über den Urin in die Toilette entsorgt
[13:20] wird. Das heißt, es sinkt dadurch
[13:21] nicht nur der Blutzucker, sondern gleichzeitig geht das
[13:25] Körpergewicht dadurch auch zurück und man hat dann
[13:27] neuerdings festgestellt, dass diese Medikamente auch die.
[13:32] Leistungsfähigkeit des Herzens verbessern, sodass man die jetzt
[13:35] sogar bei Herzenseffizienz überlegt einzusetzen, auch in
[13:39] Abwesenheit von von Typ 2 Diabetes.
[13:42] Und das ist sicherlich ne Medikamentengruppe, die man
[13:45] näher im Auge haben sollte. Und letztlich gibt es natürlich
[13:49] ne Reihe von. Allgemeinen, weit diskutierten
[13:52] Medikamenten, die den Blutzucker verbessern, aber auch das
[13:55] Körpergewicht reduzieren. GP 1 Agonisten und andere, die
[14:00] sind bezüglich der Mortalität noch nicht so gut untersucht,
[14:03] weil sie einfach nicht so lange auf dem Markt sind und da wird
[14:06] man schauen, wie diese Effekte dort sind.
[14:10] Prinzipiell ist aber kein Grund vorstellbar, warum dort negative
[14:15] Effekte zu erwarten sind. Neuerdings gibt es Hinweise auf
[14:19] gesteigerte Häufigkeit von Depressionen, aber das ist sehr
[14:22] vorläufig. Da müssen wir mal sehen, wo sich
[14:25] das hin entwickelt. Vielen Dank für den
[14:28] hervorragenden Überblick. Jeder, der jetzt genau zugehört
[14:31] hat, hat er schon mal mindestens 10 Ideen im Kopf, was er zum
[14:36] einen an Nahrungsergänzungsmitteln, zum
[14:37] anderen eventuell an verschreibungspflichtigen
[14:39] Medikamenten irgendwann einmal zu sich nehmen wird.
[14:42] Ich würde gerne mit ihnen, also dass die die Medikamente da
[14:46] machen wir mal ein extra Podcast, das ist hochspannend,
[14:52] kleine Überraschung, nämlich eine kurze Unterbrechung in
[14:55] eigener Sache. Unser Podcast hat ja 10 Tausende
[14:58] Zuhörerinnen und Zuhörer, aber nur etwa 30% haben ihn abonniert
[15:05] mit seinem kostenlosen Abo auf dieser Plattform hilft sie ja
[15:07] mit, dass noch mehr Menschen unsere Expertengespräche hören
[15:10] können. Also ich verspreche dir, alles
[15:12] dafür zu tun, dass dieser Podcast noch besser wird und dir
[15:15] auch in Zukunft noch mehr Mehrwert bietet.
[15:19] Abonnier bitte vielen Dank für deine Unterstützung und jetzt
[15:23] weiter in der Folge zu den Nahrungsergänzungsmitteln der
[15:28] neuen Generation Glucosamin haben Sie genannt.
[15:31] Das ist ja ein körpereigener Stoff, den wir im Bindegewebe
[15:36] haben, in unserem Knorpel. Und man hat halt immer gedacht,
[15:39] OK, wenn da ne Arthrose ist, also zurückgehender
[15:42] Gelenkknorpel, dann tut man halt einfach n bisschen glucosamin
[15:45] dazu und das hilft und ich denk mal, bis heute ist es nicht
[15:49] nachgewiesen, dass man mit Glucosamin tatsächlich seine
[15:52] Arthrose nachhaltig heilen kann, aber es scheint ja ganz anders
[15:59] zu wirken. Das Glucosamin und das ist es
[16:02] ja, was uns da so optimistisch machen könnte.
[16:05] Vielleicht können Sie uns das kurz beschreiben, was macht das
[16:08] denn im Körper? Also sie haben völlig recht.
[16:11] Es gibt viele Studien, die sich Glucosamin bezüglich der Wirkung
[16:14] auf Gelenkprobleme, insbesondere am Kniegelenk angeschaut haben.
[16:20] Und im Sport würde man sagen, das Ergebnis ist ein
[16:22] Unentschieden. Also es gibt ungefähr so viele
[16:25] Studien, die sagen, es gibt einen gewissen nachweisbaren
[16:28] Effekt, wie Studien, die sagen, es gibt keinen Effekt und der
[16:31] Vorteil ist eben, dass Epidemiologisch betrachtet, also
[16:35] für die Datenbasis sehr viele Menschen dieses Medikament oder
[16:40] Supplement einnehmen, sodass man, wenn viele Menschen das
[16:44] einnehmen, auch sehr gut untersuchen kann, haben die
[16:47] ansonsten vor oder Nachteile dadurch.
[16:50] Und was die mögliche Wirkung neben der Regeneration von von
[16:55] Knorpel angeht, ist die Tatsache, dass Glucosamin in
[16:59] geringem Umfang den Abbau von Zucker in der Zelle blockiert
[17:04] oder verlangsamt. Und das führt dazu, dass die
[17:07] Zelle genauso wie bei Ausdauersport einen
[17:10] Energiemangel wahrnimmt, obwohl eigentlich genügend Zucker da
[17:14] ist. Aber dadurch, dass sie den
[17:16] Zucker nicht verstoffwechseln kann, ist der biochemische
[17:20] Effekt. Die Zelle hat einen
[17:21] Energiemangel und versucht den auszugleichen und was eine Zelle
[17:26] dann tut, ebenfalls wie bei Sport ist ihre Zellkraftwerke,
[17:30] die Mitochondren stärker zu aktivieren, als sie das tun
[17:33] würde, wenn viel Zucker vorhanden ist.
[17:36] Durch den scheinbaren Mangel an Zucker werden diese
[17:39] Mitochondren. Stärker aktiviert und die
[17:42] Energiegewinnung aus dem Mitochandern wird dadurch
[17:45] verbessert. Das ist exakt das, was wir bei
[17:49] Ausdauersport beobachten und das ist auch der Grund, warum
[17:53] Ausdauersport gesundheitsfördernd ist.
[17:56] Warum diese mitochandern Aktivierung gesundheitsfördernd
[17:59] ist. Da gibt es eine Reihe von
[18:01] Mechanismen, es sind wohl mehr keine Theorien, sondern die sind
[18:04] durchaus nachgewiesen, dazu gehört unter anderem.
[18:07] Die Freisetzung von Signalmolekülen, die dann
[18:10] gesundheitsfördernd sind und im Zellkern Gene aktivieren, die
[18:14] für die Stressabwehr die Abwehr von Oxyativen und anderen
[18:19] Schädigungen induzieren. Und wie sehen bei Glycosamin,
[18:23] ohne dass dort Sport getrieben werden muss, genau den gleichen
[18:26] Effekt und das ist vermutlich die wichtigste Ursache, warum
[18:30] Glucosamin generell gesundheitsfördernd ist.
[18:33] Man könnte es ja fast als Fastenmimetikum, also ein
[18:36] Fastennachahmermolekül bezeichnen.
[18:39] Jetzt nehmen viele das Glucosamin mit Chondroitin
[18:43] zusammen, das wird ja auch häufig von Ärzten für die Gelenk
[18:47] regenerierung verschrieben. Was halten Sie von dieser
[18:51] Kombination und in welcher Dosis sollte man glucosamin nehmen?
[18:55] Ich hab da von 700 bis 1200 Milligramm am Tag gelesen.
[18:59] Ja, das Chonduretrin ist gerne dabei.
[19:04] Wer glucosamin wirklich für die Gelenke einnimmt, kann das gerne
[19:11] mit Einnehmen bezüglich dieser Studien gelenkregeneration gibt
[19:15] es so ein paar Hinweise, dass Condoretin möglicherweise da
[19:19] einen gewissen Vorteil bietet, aber das ist auch nicht sehr
[19:22] stabil. Wer Glucosamin einnimmt, oben
[19:25] unabhängig von den Gelenken. Gesundheitsfördernde Wirkungen
[19:29] zu erreichen, der kann auf das Condroitin gerne verzichten.
[19:32] Also da gibt es keine Hinweise, das Condroitin da irgendeinen
[19:35] Zusatznutzen hat und im Prinzip werden die Präparate einzeln wie
[19:41] auch kombiniert verkauft und die Dosis von Glucosamin ist nie
[19:46] systematisch untersucht worden. Auch in diesen Studien sieht man
[19:50] Dosis abhängig bezüglich der Kalinke keinen Unterschied.
[19:53] Ich denke, dass man mit 1000 Milligramm, also einem Gramm am
[19:57] Tag, einmal am Tag durchaus gut da zurecht kommen sollte.
[20:02] Und man muss im Hinterkopf haben, Chondroitin und ich denke
[20:05] auch, das weiß ich gar nicht genau, glucosamin wird aus
[20:09] häufig aus Schalentieren gewonnen und da kann man
[20:13] natürlich, wer allergisch ist, auch blöd drauf reagieren.
[20:17] Ja, danke, dass sie, dass Sie darauf hinweisen.
[20:19] Also 90% der Glucosaminpräparate heutzutage sind in der Tat aus
[20:24] der Schale von Schalentieren isoliert.
[20:27] Es gibt mittlerweile aufgrund dieser Allergieproblematik auch
[20:32] zumindest eine Firma, die Glucosamin in Hefen produziert,
[20:36] also in Hefe werden viele Medikamente auch produziert,
[20:39] unter anderem jetzt auch das Glucosamin, sodass es in
[20:43] Zukunft, ich denke mal in einigen Jahren dann auch
[20:45] Alternativen. Für Menschen mit Allergien gegen
[20:49] Schangeltiere geben sollte. Ja, ich entnehme Ihren Worten
[20:53] Jeder, der, sagen wir mal, über 45 über 50 ist, ist gut beraten,
[20:57] wenn er sich mal das Glukosamin anschaut und sagt Okay mache ich
[21:02] mit, auch wenn ich keine Gelenkbeschwerden habe.
[21:05] So ist es zumindestens in meinem näheren und weiteren Umfeld ist
[21:10] das inzwischen so, ja. Lithium ist ja bisher eigentlich
[21:14] so ein Mauerblümchen, würde ich sagen.
[21:17] Vor 3 Jahren, als ich das letzte Interview mit Ihnen geführt
[21:20] habe, hatten sie das schon unter ihren Top Five und ich habe dann
[21:25] erwartet, das kommt jetzt ganz schnell als einer der Booster
[21:28] auf den Markt und es ist weiterhin still geblieben, was
[21:31] mich wirklich sehr sehr wundert, denn die Ergebnisse, die sie
[21:34] damals schon zitiert haben, und da ist jetzt glaube ich, noch
[21:37] einiges dazu gekommen und die sind schon beeindruckend.
[21:42] Ja, mit den Märkten ist das immer so.
[21:46] Markterfolg haben in der Regel Präparate, die sich
[21:50] patentrechtlich schützen lassen und das sieht man auch an den
[21:56] Nad bezogenen Substanzen. Erfolgreich sind die, die eine
[22:00] neue Chemie und damit einen patentrechtlichen Schutz hinter
[22:04] sich haben, wohlgemerkt ökonomisch erfolgreich, ob sie,
[22:07] ob sie von der Wirksamkeit erfolgreich sind, wir
[22:10] diskutieren. Dagegen das Niacin hat
[22:13] beispielsweise überhaupt keinen Markterfolg, weil es eben
[22:16] patentrechtlich nicht mehr stützbar ist.
[22:18] Und dasselbe gilt leider auch für Glucosamin und Lithium und
[22:23] ähnliche Dinge. Man kann da im Prinzip keinen
[22:27] Mehrwert mit generieren und deswegen ist es was, was die
[22:31] Werbung und und die Propagierung in den entsprechenden Foren
[22:35] angeht, da etwas benachteiligt. Nichtsdestoweniger ist natürlich
[22:42] zu überlegen, ob die Produzentinnen von Mineralwasser
[22:45] sich mal mit dem Lithiumgehalt ihrer Wässer etwas aktiver
[22:50] beschäftigen, weil viele Mineralwässer sind sehr gute
[22:52] Lithiumquellen die Firmen wissen natürlich auch, wieviel Lithium
[22:55] in ihrem Wasser enthalten ist. Nur leider finden wir das nicht
[22:59] auf den Flaschen, das heißt für die Verbraucherinnen und
[23:02] Verbraucher ist es sehr schwierig nachzuvollziehen und.
[23:04] Wasser ist eine gute Lithiumquelle.
[23:06] Es gibt ein paar Hersteller, die geben das durchaus an, aber die
[23:09] meisten nicht und die beste Quelle für Lithium ist das
[23:13] Trinkwasser. Es gibt Menschen, die haben
[23:15] Glück und leben in der Eifel beispielsweise, da gibt es hohe
[23:19] Konzentrationen von Lithium und Trinkwasser, andere Leben in
[23:22] Schleswig Holstein und da sind die Konzentrationen sehr niedrig
[23:25] und gerade für letztere wäre es durchaus interessant zu wissen,
[23:27] welches Mineralwasser ist für mich günstig, weil es eine
[23:30] gewisse Lithiumsokumentierung vorweisen könnte.
[23:34] Herr Professor Risto, ich hab, nachdem wir unser Interview
[23:37] damals geführt haben, richtig recherchiert, wo in Deutschland,
[23:41] Österreich, Schweiz haben wir Lithium im Trinkwasser.
[23:44] Ich hab bei den Stadtwerken in München angerufen, ich hab.
[23:47] Und bei einigen anderen Stadtwerken angerufen.
[23:49] Auch hier in der Schweiz. Und fast nirgends war Lithium,
[23:54] es wurde zum Teil gemessen, es gehört nicht zu den klassischen
[23:57] Werten, die gemessen werden müssen, aber manche Stadtwerke
[24:00] tun das, das war nicht vorhanden, dann habe ich mich
[24:02] nach mineralwässern umgeguckt, Heilwässern vor allem die
[24:06] Lithium ausgedruckt haben, die schmecken so scheußlich, dass
[24:11] ich davon ausgehe, dass kaum jemand bei einem solchen Wasser
[24:14] bleibt. Also wir halten jetzt erstmal
[24:16] fest Lithium. Lithium ist natürlich n
[24:19] Schwermetall, das wird ausgewaschen aus Gestein und
[24:21] deshalb eben im Trinkwasser vorhanden, in manchen Regionen
[24:25] glücklicherweise für die Menschen, ja in unseren
[24:28] deutschsprachigen Breiten sehr selten.
[24:30] Jetzt habe ich geguckt, wo kann man denn Lithium als wir kommen
[24:34] gleich auch dazu wie es wirkt im Körper, aber wo kann man denn
[24:37] jetzt Lithium in Form von Tabletten zum Beispiel von.
[24:41] Kapseln kaufen? Nein, kann man nicht.
[24:44] Ich habe jetzt Lithium bei einem Unternehmen in den USA bestellt
[24:49] in der Dosis, die wir offensichtlich gut vertragen und
[24:55] die für uns auch sinnvoll ist, nämlich 5 Milligramm.
[24:57] Ich habe ein Interview gemacht mit Eric Verdun, dem Chef des
[25:01] Back Instituts für Alternsforschung in Kalifornien,
[25:04] der nimmt auch 5 Milligramm am Tag, habe ich gedacht, gut,
[25:08] diese diese Menge ist gut für mich.
[25:11] Aber lange Rede kurzer Sinn, was empfehlen Sie, welche Dosis und
[25:18] ist Ihrer Meinung nach Lithium? Wenn wir schon bei der
[25:20] Darreichungsform sind, überhaupt in Kapselform zu empfehlen?
[25:25] Also zunächst Lithium ist das leichteste Metall aller Metalle.
[25:30] Es gibt gibt kein leichteres und es gehört zur selben Gruppe wie
[25:35] beispielsweise Natrium, was ein kurzrationalen, Erhältnis und
[25:38] Kalium. Und Lithium hat eine durchaus
[25:42] interessante Geschichte, weil bis in die 30er Jahre des
[25:47] letzten Jahrhunderts war der Konsum von Lithiumhaltigen
[25:51] Mineralwässern ein sehr beliebtes Thema bei Menschen mit
[25:57] Gicht, weil das Lithium in der Lage ist, die Kristalle, die die
[26:02] Gicht auslösen, aufzulösen und die Menschen waren dann
[26:06] zumindestens für einige Wochen geheilt davon, weil.
[26:09] Von es gab in gewissen Gegenden USA lithiumreiche Quellen, wo es
[26:14] üblich war, dass Gichtkranke dort mehrfach im Jahr eine
[26:18] Trinkwasserkur gemacht haben, um ihre Gicht zu heilen.
[26:21] Das Ganze hatte ein jähes Ende mit der Einführung von
[26:26] Allopurinol und anderen Gichtmedikamenten, so dass dann
[26:28] wirklich eine einfachere Behandlung da möglich war und
[26:32] genauso ist es so, dass ein bekannter Softdrink aus den USA
[26:36] das 7. Der Name kommt daher, dass die
[26:39] chemische Ortungszahl von Lithium 7 ist und das Original
[26:44] Seven enthielt, auch wegen der Gichtkranken lithiumreiches
[26:48] Mineralwasser, sodass die Gichtkranken, die es sich nicht
[26:51] leisten konnten, diese Quellen zu besuchen, dann auf Seven
[26:54] zurückgegriffen haben. Das ist aber schon lange nicht
[26:58] mehr richtig. Also Sevener Paul zutage enthält
[27:00] hauptsächlich Zucker und kein Lithium mehr und insofern ist
[27:04] das auch keine Empfehlung für für ein Produkt in dieser
[27:07] Hinsicht. Zu ihrer Frage zurück.
[27:09] Lithium ist offiziell kein Spurenelement und deswegen geben
[27:14] Hersteller von Mineralwässern und auch die Stadtwerke die
[27:18] Konzentration von Lithium nicht an, auch wenn die meisten diese
[27:21] Informationen vorliegen haben. Es gibt aber durchaus Webseiten,
[27:27] die diese Informationen zusammentragen und da gibt es
[27:31] auch durchaus einige Mineralwässer, die relativ
[27:35] wohlschmeckend sind, darunter auch zumindestens ein sehr
[27:39] bekannter Name, den ich aus den üblichen Gründen jetzt nicht
[27:43] nennen kann. Aber es gibt ja durchaus
[27:46] Optionen, worauf man bitte achten sollte ist, dass eine
[27:50] Konzentration von so 700. Mikrogramm bis ein Milligramm
[27:55] pro Liter durchaus ausreichend ist also die die Dosierung, wie
[28:01] man sie empfehlen sollte. Pro Tag ist etwas schwierig,
[28:05] aber so ein Milligramm denke ich ist erstmal ausreichend. 5
[28:09] Milligramm gibt es Argumente dafür, man sollte aber auch im
[28:13] Kopf haben, dass bei sehr hoher Lithiumdosierung also wir reden
[28:16] jetzt von 200 oder noch mehr Milligramm pro Tag, auch
[28:19] negative Wirkungen möglich sind. Also ich bin, ich bin etwas
[28:23] Konservatierer als mein mein guter Freund Eric Vadin.
[28:26] Also ich bin so bei 2 Milligramm am Tag, aber ich glaube, das ist
[28:30] mehr eine akademische Diskussion.
[28:32] Ich glaube, unter 10 Milligramm sollte man bleiben und das
[28:34] zweite bei der Auswahl von Mineralwässern ist, dass einige
[28:39] der lithiumreichen Mineralwässer leider auch.
[28:43] Substanzen wie Uran und sowas enthalten.
[28:45] Das sollte man nach Möglichkeiten vermeiden.
[28:49] Das wiederum ist von den Firmen dann aber durchaus angegeben.
[28:54] Die Alternative Lithium als Supplement zuzuführen ist
[28:57] natürlich gegeben und da gibt es in der Tat auch eine relativ
[29:02] große Auswahl, das Problem wie mit allen Supplementen, die man
[29:06] über Internet oder. Den sogenannten Fachhandel
[29:10] bezieht, ist dass anders als bei Medikamenten, da nur sehr wenig
[29:14] Kontrolle durchgeführt wird. Ich empfehle immer zumindest
[29:20] Quellen zu wählen, die eine lange Historie der
[29:23] Supplementherstellung haben, das Macht einen immer noch nicht
[29:26] vollständig sicher, aber eine Firma, die 20 Jahre erfolgreich
[29:29] am Markt ist, ist meistens etwas zuverlässiger als ein.
[29:34] Neuer Produzent, der nur eine Substanz verkauft.
[29:37] Da bin ich dann eher zurückhaltend.
[29:39] Genau, bei so einem habe ich bestellt und das Lithiumorotat.
[29:43] Es gibt es ja in verschiedenen Substanzkombinationen oder sagen
[29:46] wir mal Verarbeitungsformen und wir kommen jetzt sofort dazu,
[29:50] was es im Körper macht. Aber vielleicht, wenn wir schon
[29:53] bei diesem Punkt sind, ist es auch ihre Meinung, wenn man sich
[29:56] das als Nahrungsergänzungsmittel bestellt Lithiumorotat das
[30:00] Beste. Also Lithiumhorotat ist das, was
[30:03] am besten untersucht ist und was auch in der in der Therapie in
[30:09] der Medizin eingesetzt wird. Insofern gibt es keinen Grund,
[30:12] das abzulehnen, daraus jetzt abzuleiten, dass andere
[30:15] Lithiumquellen nicht wirksam wären, wäre aber auch falsch,
[30:19] also theoretisch denke ich geht auch Lithiumcarbonat oder
[30:22] Ähnliches, die Magensäure setzt das Lithium daraus sowieso frei,
[30:27] aber lange Rede kurz zu sehen. Das Urotat ist das am weitesten
[30:31] verbreitete und und denke ich auch durchaus eine gute Wahl,
[30:34] weil die Wirksamkeit und Aufnahme im Körper nachgewiesen
[30:38] und erfolgreich beobachtbar ist. Ja.
[30:42] Also Lithium wirkt Stimmungsaufhellend, auch in
[30:45] geringen Dosen. In hohen Dosen wird es
[30:47] eingesetzt als Medikament gegen bipolare Störungen und
[30:51] Depression. Und dann aber wirklich sehr,
[30:53] sehr hohe Dosen. Bitte erklären Sie uns doch, was
[30:57] für eine Bedeutung hat Lithium für unseren Zellstoffwechsel?
[31:01] Lithium hat viele Bedeutungen. Die am besten untersuchte
[31:06] Bedeutung ist die Kontrolle der Aktivität einer kinase GSK 3
[31:13] Beta. Kinasen sind Enzyme, die
[31:16] bestimmte Veränderungen an anderen Proteinen vornehmen, die
[31:19] Phosphorlierung durchführen, dort.
[31:22] Und diese GSK 3 Beta hat eine sehr zentrale Funktion in sehr
[31:27] vielen Zellfunktionen und damit auch bei verschiedenen
[31:31] Krankheiten. Dazu gehören Diabetes,
[31:33] Zellwachstum und damit Krebs, Regeneration von von auch
[31:39] Neuronen und noch ungefähr 20 andere Funktionen.
[31:43] Insofern ist Lithium schon ein sehr zentraler Faktor und es ist
[31:47] in der Tat verwunderlich, warum Lithium immer noch nicht als
[31:50] Spurenelement anerkannt ist. Aber unabhängig davon ist diese
[31:54] diese Wirksamkeit von Lithium bezüglich dieser der Aktivität
[31:58] dieser Kinase gut etabliert. Sprich Stammzellen, Teilung
[32:05] alter Stammzellen wird, soweit ich mir das zusammen
[32:09] recherchiert habe. Gefördert, aber es wirkt auch
[32:12] entzündungshemmend. Es stimuliert das Immunsystem.
[32:16] Das bedeutet doch, dass wenn wir in Regionen leben, die kein
[32:20] Lithium im Trinkwasser haben, dass wir tatsächlich uns um
[32:24] Lithiumaufnahme, in welcher Form auch immer, in jedem Falle
[32:27] kümmern sollten. Korrekt.
[32:30] Es ist glücklicherweise so, dass man heutzutage Lebensmittel auch
[32:34] aus anderen Regionen erhält und damit, selbst wenn man in einer
[32:37] extrem lithiumarmen Region lebt, dann.
[32:41] Immerhin gewisse Zufuhr an Lithium noch stattfindet vor 150
[32:46] bis 200 Jahren, wo wirklich die Lebensmittel dann nur aus dem
[32:49] regionalen Umfeld kamen, war das Problem ausgeprägter.
[32:51] Andererseits muss man sagen, die Menschen haben offensichtlich
[32:55] auch überlebt, aber wir wissen natürlich nicht, ob sie mit
[32:59] einer Lithiumsupplementierung länger, besser, gesünder gelebt
[33:02] hätten, das sind alles offene Fragen, ich denke, es ist auf
[33:06] keinen Fall falsch Lithium. Zumindestens über geeignetes
[33:11] Mineralwasser zu supplementieren.
[33:13] Und wahrscheinlich ist es auch so, selbst wenn es nur ein
[33:15] Zehntel dieser Dosis von einem Milligramm pro Tag, also sprich
[33:20] 100 Mikrogramm sind, dann ist das vermutlich immer noch besser
[33:23] als gar kein Lithium zuzuführen, wie das eben mit Spurenelementen
[33:26] auch anderer Couleur, Stichwort Kupfer und so weiter ganz
[33:30] genauso etabliert ist. Ist es richtig, jemand, der
[33:34] relativ viel Stress hat, also durch.
[33:37] Durchaus auch eine Mutter mit mehreren Kindern, die
[33:39] berufstätig ist, aber natürlich auch beruflich.
[33:42] Die brauchen mehr Lithium als Menschen, die, sagen wir mal,
[33:47] sehr entspannt in den Tag hineinleben.
[33:50] Das kann ich nicht wirklich mit wissenschaftlicher Basis bejahen
[33:57] oder verneinen. Kurz gut etabliert ist es, dass,
[34:00] dass Menschen, die mehr Lithium einnehmen.
[34:04] Weniger Zeit im Gefängnis verbringen statistisch
[34:08] betrachtet weniger Suizide begehen, weniger Zeit in
[34:12] psychiatrischer Behandlung verbringen, also die
[34:16] Stimmungsaufhellenden und auch antiaggressiven Effekte von
[34:20] Lithium sind schon lange, also seit den späten 60er Jahren
[34:24] bekannt und so seit etwa 10 Jahren hat man sich dann die
[34:29] allgemeine Mortalität angeschaut und es ist auch so, wenn man.
[34:32] Lithium an Modellorganismen füttert, dann leben die auch
[34:35] länger als das der Fall ist. Wenn diese Modellorganismen kein
[34:39] Lithium bekommen. Also ich denke die die
[34:41] Evidenzklasse ist ganz gut, wir haben dieses Jahr auch eine
[34:46] kleine Publikation rausgebracht, wo wir in Psychiatriepatienten,
[34:50] die Lithium einnehmen uns die Lebenserwartung eingeschaut
[34:54] haben, verglichen mit anderen die andere Medikamente
[34:58] einnehmen, aber eben kein Lithium und da ist es auch so,
[35:01] dass die die. Lithium in sehr hoher Dosis
[35:03] einnehmen, deutlich länger leben als die, die zwar auch
[35:06] Behandlungspflichtig sind, aber eben kein Lithium einnehmen.
[35:09] Das ist jetzt nur ein weiterer Hinweis, dass Lithium selbst in
[35:13] hoher Dosis wahrscheinlich auf die Lebenserwartung eher
[35:15] förderlichen Effekt hat. Also Krebsprophylaxe durchaus
[35:19] ein wenig lithiumgesteuert. Schwierig zu sagen.
[35:23] Es gibt keine gute Idee, was man wünschenswerterweise tun müsste.
[35:28] Ist große Populationsstudien zu nehmen und dann zu korrelieren.
[35:33] Wie sind die Konzentrationen von Lithium in der Region, wo diese
[35:37] Menschen jeweils leben? Das ist außerordentlich
[35:39] schwierig, es gibt einige Studien dazu, insbesondere aus
[35:43] Japan und auch aus den USA, aber für die Krebsprävalenz ist das
[35:48] bisher nicht untersucht worden, wäre aber zu erwarten, aber wie
[35:52] gesagt, das ist Spekulation. Neuroprotektiv also.
[35:56] Demenzprophylaxe. Da wird Lithium in der Tat
[36:00] momentan systematisch untersucht, da gibt es auch eine
[36:04] Reihe von Studien, unter anderem bezüglich der des Fortschreitens
[36:10] von bestehendem Alzheimer. Also wenn bei einer Alzheimer
[36:13] Erkrankung in einem frühen Stadium die Diagnose gestellt
[36:16] wird. Gibt es Hinweise, dass Lithium
[36:18] die Entwicklung der Erkrankung verzögert?
[36:21] Und das sind teilweise auch sogenannte Placebo,
[36:25] kontrollierte Daten, also wo es eine Kontrollgruppe gibt, die
[36:28] kein Lithium bekommt und man vergleicht, dann gibt es
[36:32] Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen.
[36:35] Und auch für generelle eingeschränkte
[36:38] Gedächtnisleitungen in höherem Alter gibt es da auch Hinweise
[36:41] drauf. Also das sind Daten, die relativ
[36:44] überzeugend sind, wo aber einige Studien noch laufen, wo man aber
[36:48] nach den vorliegenden Daten relativ, ich sag mal
[36:52] hoffnungsvoll sein kann, dass dort taucheffekte zu sehen sind,
[36:54] ja. Immunsystem stimulierend und
[36:57] entzündungshemmend habe ich das alles richtig in Erinnerung?
[37:00] Ja, das ist richtig. Das ist wahrscheinlich auch über
[37:03] die, die GSK 3 Wetter vermittelt, wie die genauen
[37:07] Mechanismen sind, ist nicht so ganz bekannt, aber es gibt viele
[37:12] gesundheitsfördernde Interventionen, die auch die
[37:15] systemische Entzündung reduzieren und dadurch
[37:19] sicherlich einen Anteil dieser Entzündungshemmung an der
[37:22] gesundheitsfördernden Wirkung da zu beobachten ist.
[37:26] Jetzt wollen natürlich alle wissen, wie lautet die Webseite,
[37:29] auf der wir finden, was die Stadtwerke messen, aber uns im
[37:33] Normalfall nicht mitteilen, wieviel Lithium bei uns im
[37:36] Trinkwasser ist. Können Sie uns die sagen?
[37:39] Die kann ich ihnen aus dem Stand nicht sagen, aber ich schicke
[37:42] Ihnen die gerne zu und dann können Sie die ja vielleicht
[37:44] einblenden. Wie gesagt, das sind das sind
[37:47] keine, keine überprüften Informationen, das ist keine,
[37:50] keine Bundesbehörde, die das angibt.
[37:52] Aber zumindestens in Stichproben scheint das zustimmen.
[37:56] Es gibt da einen Kollegen an der Hochschule Fulda, den Mark
[38:00] Biringer, der das auch mal systematisch untersucht hat,
[38:03] also wer da Expertenwissen bezüglich Lithiumkonzentration
[38:07] in in zumindestens Deutschland braucht, Herr Biringer ist da
[38:11] der etablierte Experte in dem Bereich.
[38:14] Und wir werden die Mineralwasserproduzenten.
[38:17] Und Abfüller, die werden wir jetzt belagern, dass sie auf die
[38:21] Flaschen drauf schreiben, wieviel Lithium, wenn denn
[38:24] überhaupt, in ihrem Wasser drin ist.
[38:26] Unbedingt. Genau und und denen auch klar
[38:28] machen, dass es ein ein verkaufsfördernder Effekt sein
[38:32] könnte, weil ich glaube, die Furcht ist, dass ein ein
[38:36] Normalbürger, der Lithium Google über Nebenwirkungen von
[38:40] psychiatrischen Behandlungen stolpert und dann.
[38:43] Die Finger lässt von dem Mineralwasser anstelle, wie das
[38:46] nach der jetzigen Sattlage aussieht, zu sagen, Oh, das ist
[38:49] ein Mineralwasser, was ich besonders interessant finde, und
[38:51] ich glaube, da besteht die Wissenslücke, kein Vorwurf an
[38:54] die Hersteller, aber ich glaube das Risiko, einen Kunden zu
[38:58] verlieren, ist durch die Angabe des Lithiumwerts geringer.
[39:01] Ist die Chance einen Kunden zu gewinnen, ja.
[39:03] Und da müssen wir aufklären. Jetzt kommen wir zum Spermidin.
[39:06] Das ist ja schon seit einiger Zeit immer mehr kommuniziert als
[39:11] ein Geroprotektor, also ein alternsvorbeugender Wirkstoff,
[39:16] den wir ja im Körper selber produzieren, den wir über die
[39:20] Nahrung aufnehmen und den unsere Darmbakterien auch herstellen.
[39:25] Aber leider sinkt der Spiegel des Spermidin ab dem 40.45.
[39:29] Lebensjahr ja deutlich ab. Also auch ihre Empfehlung,
[39:35] diesen Wirkstoff ab einem gewissen Alter zu
[39:38] supplementieren. Also das Spermidin ist
[39:43] glücklicherweise in Produkten enthalten, wo ich ohnehin
[39:47] empfehlen würde, dass man die regelmäßig zu sich nimmt von und
[39:52] ich hatte das schon schon anders gesagt, dazu gehören
[39:55] weizenkeime, Sojabohnen, überhaupt viele Körner.
[40:02] Enthalten Spermidin, aber auch Hartkäse zumindestens einige,
[40:07] die anderen sind noch nicht untersucht, ob man das jetzt
[40:10] supplementieren sollte. Ich denke irgendwann also ich
[40:15] zumindestens, er sagt dann auch es gibt eine Grenze an
[40:18] Supplementen die ich parallel einnehmen möchte, aber spermidin
[40:21] ist gehört sicherlich noch noch zu den besseren, es ist in der
[40:25] Tat so, dass dass wir in Versuchstieren wissen, dass
[40:30] Spermidin. Sehr gut wirkt und in Zellen die
[40:35] Selbstreinigungskraft in der Zelle verbessert.
[40:37] Insofern ist das ein Mechanismus, den man sicherlich
[40:40] induzieren sollte. Das Problem mit Spermidin ist,
[40:44] dass die Epidemiologie, anders als bei Glucosamin oder Lithium
[40:50] nicht so gut ist, weil Spermidin kein verbreitetes Supplement
[40:54] ist. Das heißt?
[40:55] Man muss sich da behelfen und schauen sind Menschen, die viel
[41:00] Weizenkeimer und Sojabohnen essen, länger gesund als
[41:04] Menschen, die das nicht tun? Das ist durchaus der Fall, aber
[41:08] daraus abzuleiten, dass Spermidien die Ursache dafür
[41:10] ist, ist natürlich unzulässig. Also Sojabohnen enthalten
[41:15] beispielsweise auch Östrogene, die dazu führen, dass Männer
[41:21] weniger Testosteronwirkung haben, was durchaus
[41:23] gesundheitsfördernd ist. Also Männer haben bekanntermaßen
[41:26] deutlich geringere Lebenserwartung als Frauen.
[41:29] Männer, die Sojaprodukte in großer Menge zu sich nehmen,
[41:32] leben etwas länger als Männer, die das nicht tun.
[41:35] Liegt das am Spamideen? Das kann sein, aber es kann auch
[41:38] sehr gut sein, dass es dafür andere Ursachen gibt insofern.
[41:42] Ist die die Evidenz, dass Spermidien als Substanz
[41:45] verantwortlich ist für eine bessere Gesundheit oder höhere
[41:49] Lebenserwartung, noch nicht so ganz gut wie für andere
[41:53] Substanzen auf der anderen Seite?
[41:55] Es gibt wenigstens Studien in Versuchstieren, die dann länger
[41:59] leben, und es gibt für Spermidien auch Hinweise aus
[42:02] menschlichen Studien, sogar mit Placebo Kontrolle, dass
[42:05] zumindest die Gedächtnisleistung sich durch Spermidien bessert.
[42:10] Insofern unterscheidet sich Sparmedien doch schon von
[42:13] einigen anderen Supplementen, wo all diese Informationen fehlt.
[42:17] Ja, und wenn man sich vorstellt, es geht ja jetzt hier um
[42:19] Wahrscheinlichkeiten und noch nicht um nachgewiesenes, aber
[42:22] dass wir eben etliche Zelltypen im Körper haben, die sich nicht
[42:25] erneuern, die aber umso mehr die Autophagie, also die
[42:29] Selbstreinigung brauchen. Und dass gerade auf solche
[42:32] Zellen ein Autophagie, also selbstreinigungsstimulierendes
[42:36] Mittel, eventuell positiv wirken könnte, zum Beispiel
[42:39] Gehirnzellen zum zum Beispiel Immunzellen, aber eventuell auch
[42:44] Nierenzellen oder Herzmuskelzellen.
[42:46] Das ist nicht von der Bettkante zu schubsen, also könnte
[42:50] durchaus ein Effekt von Spermidin sein.
[42:52] Weiß man aber noch nicht hundertprozentig.
[42:55] Und noch dazu kommt, dass die Extraktionsverfahren aus dem
[42:59] Weizenkeim, die müssen wirklich sehr, sehr gut sein und auch
[43:03] wissenschaftlich basiert, nachweisbar sein, wenn ich ein
[43:08] Supplement nehme. Da ist dann ein Milligramm in
[43:12] einer Kapsel drin oder 3, und da muss man halt auch wissen, ist
[43:16] das wirklich gut gemacht, haben die da diese Menge auch in
[43:19] dieser Kapsel drin. Also es sind noch ein paar
[43:22] Fragezeichen, aber bei Ihnen Daumen hoch.
[43:26] Ja, das bringt uns noch zu einem Problem des Supplementmarkts für
[43:30] die Zulassung als Supplement sind die Substanzen
[43:34] typischerweise in vielen Ländern nur ganz so gelassen, wenn sie.
[43:38] Isoliert worden sind aus natürlichen Produkten.
[43:41] Es wäre natürlich gerade bei so einer simplen Substanz wie dem
[43:44] Spamidin viel einfacher, das zu synthetisieren.
[43:48] Das ist allerdings führt dazu, dass es da eine Zulassung
[43:52] bräuchte, die so nicht gegeben ist.
[43:54] Und das ist sicherlich auch etwas, was auf der legislativen
[43:58] Ebene irgendwann angegangen werden wird, was auch die
[44:01] Verfügbarkeit von sehr viel. Reineren und dann wahrscheinlich
[44:05] auch qualitativ bessere Substanzen erst ermöglicht.
[44:10] Unbedingt. Dafür müssen wir uns stark
[44:12] machen. Also jetzt kommen wir zum
[44:14] nächsten, das finde ich wahnsinnig spannend, weil viele,
[44:17] die sich für gesunde Langlebigkeit interessieren,
[44:19] sind genau mit diesen Wirkstoffen unterwegs, nämlich
[44:23] die die NRD plus. Produktion oder beziehungsweise
[44:27] das Level unseres NRD Plus im Körper anheben sollen und das
[44:31] NRD plus kann man ja nicht selber nicht direkt aufnehmen.
[44:34] Das ist nicht so bioverfügbar, also greift man zu NR.
[44:39] Zu NMN, zu NAM oder Niacin. Und vor 3 Jahren hatten sie noch
[44:44] gesagt, ja, niacin ist für sie eine ganz interessante.
[44:48] Das Vitamin B 3 ein ganz interessanter Wirkstoff und
[44:52] jetzt hatten sie angedeutet, bevor wir uns gesprochen haben,
[44:55] dass das Nr. Dem Niacin den Rang hätte
[45:00] ablaufen können, ist das so? Also wir müssen mal sortieren.
[45:05] Also das Nrd ist eine eine körpereigene Substanz und der
[45:10] Körper. Produziert das selbst.
[45:14] Und es gibt eine Oxidierte und eine reduzierte Form und ist es
[45:20] extrem wichtig, um Energie von A nach B zu bringen und der Zelle
[45:25] zu sagen, brauche ich mehr Energie oder ist ausreichend
[45:28] Energie vorhanden, insofern das Nad oder Nikotinamid adenosin
[45:33] Dinokleotid, so ist der offizielle Name ist
[45:37] lebenswichtig. Gut, es gibt jetzt verschiedene
[45:41] Mechanismen, wie Nad vom Körper erzeugt wird und all die
[45:45] Substanzen, die sie gerade genannt haben, tragen dazu bei,
[45:49] das steht außer Frage und 3 Jahre sind eine lange Zeit und
[45:54] was wir vom vom Vitamin B 3 oder niacin, wie es genannt wird oder
[45:59] auch Nikotinsäure oder Nikotinamid ist eine andere
[46:02] Stufe oder andere Form des B 3 schon sehr lange wissen.
[46:06] Ist, dass es durchaus gesundheitsfördernde Effekte
[46:08] hat. Zum Beispiel senkt es die
[46:10] Triglyceride, also die verästerten Fettsäuren im Blut.
[46:14] Es steigert das gute Cholesterin, das HDL Cholesterin
[46:18] und macht damit im Prinzip mit dem Blutfetten etwas Ähnliches
[46:21] wie Sport. Wer viel Sport treibt, hat
[46:23] niedrigere Triglyceride, ein hohes HDL Cholesterin und
[46:26] deswegen trägt Sport noch zur allgemeinen Gesundheit bei, das
[46:29] heißt, die Aussage des Vitamin B 3.
[46:32] Durchaus gesundheitsfördernd ist, würde ich auf keinen Fall
[46:35] zurückziehen, aber Vitamin B 3 hat halt auch gewisse Probleme.
[46:40] Sehr viele Menschen, also ungefähr so eine von 5 Personen,
[46:44] hat nach Vitamin B 3 Einnahme einen sogenannten Rush, das
[46:48] heißt, die Leute kriegen ein rotes Gesicht kribbelgefühl im
[46:52] ganzen Körper gibt auch Leute, die die suchen Notfallmäßig ein
[46:56] Krankenhaus auf, weil sie denken sie haben einen Schlaganfall,
[46:59] also. Ohne sich da jetzt drüber lustig
[47:01] machen zu wollen, das hat durchaus teilweise
[47:04] Nebenwirkungen, die zwar harmlos sind, aber subjektiv extrem
[47:07] unangenehm sind. Und insofern ist das das
[47:11] Näherziehen als Supplement, sagen wir mal, nie sonderlich
[47:14] erfolgreich gewesen, auch wenn es von der Wirksamkeit her
[47:18] durchaus quantifizierbar und nachweisbar gesundheitsfördernd
[47:22] ist und man das durchaus befürworten kann, was die
[47:26] Industrie aufgrund von. Vieler Studien, die die vor etwa
[47:31] 10 Jahren angefangen wurden zu publizieren gemacht hat, ist
[47:36] Derivate des Jahrzehnts zu entwickeln, die ebenfalls zu
[47:40] einer vermehrten nrd Bildung führen, die diese Nebenwirkung
[47:43] aber nicht haben. Gleichzeitig muss man sagen, ist
[47:47] natürlich eine Motivation, dass solche Derivate dann wiederum
[47:51] patentrechtlich schützbar sind und dass man dann
[47:53] Alleinstellungsmerkmale auf dem Markt hat.
[47:55] Ich möchte jetzt aber nicht unterstellen, dass das die
[47:57] Hauptmotivation war, aber zumindestens die beiden, die im
[48:00] Wesentlichen überlebt haben, was den Supplementmarkt angeht, ist
[48:04] das Utinamid Rebonuclasid das Nr und das Nikotinamid
[48:08] Mononucleatid, das NMN, die biochemisch sehr wenig
[48:14] voneinander entfernt sind und die beide dazu führen, dass wenn
[48:17] ich das dann isolierte Zellen verfüttere zu einem Anstieg von
[48:22] Nrd plus führe. Ist das im Menschen auch so?
[48:25] Das ist eine ganz andere Frage, es gibt mittlerweile sehr viele
[48:29] Studien mit NR und mit NMN für NR zumindestens ist in den
[48:36] meisten Studien zu sehen, dass in den Blutzellen.
[48:40] Ein Anstich von NRD Plus zu beobachten ist.
[48:43] Für NNN gibt es zumindest einige Studien, die das zeigen.
[48:47] Nun sind die Blutzellen aber relativ uninteressant, was den
[48:50] NRD Anstich angeht, weil die Blutzellen haben eine
[48:53] Lebenserwartung von je nach Typ 6 Wochen bis bis 3 Monaten und
[48:57] werden dann erneuert, das heißt da brauchen wir keine
[49:00] Gesundheitsförderung und lebensverlängernden Effekte,
[49:02] sondern. Wo wir die Wirkung haben
[49:04] möchten, ist beispielsweise im Gehirn oder im Muskel oder in
[49:07] der Leber. Da sieht es durchaus schwieriger
[49:10] aus. Erstens ist es schwierig, im
[49:11] Menschen die Konzentration in diesen Organen zu bestimmen, das
[49:15] heißt, kein Proband in kein Proband lässt sich gerne eine
[49:19] Leberbiopsie oder gar eine Hirnbiopsie nehmen, nur damit
[49:23] die Wissenschaft weiß ist mein NRD jetzt angestiegen.
[49:27] Im Muskel kann man das durchaus tun und da ist dann wenig zu
[49:30] sehen, was nad Anstiege angeht. Und in Versuchstieren kann man
[49:34] das natürlich in vielen Organen machen und da ist es auch so,
[49:38] dass in der Leber kurzfristig ein Anstieg zu sehen ist.
[49:40] Und dann ist der Effekt weg. Insofern leitet sich daraus die
[49:43] Frage ab, hat das irgendeinen gesundheitsfördernden Effekt und
[49:47] da muss man sagen, dass trotz zahlreichster Studien.
[49:52] Die Datenlage extrem enttäuschend ist.
[49:56] Es gibt sehr wenig Studien, wo ein positiver Effekt zu sehen
[49:59] ist und insofern für das Rebo sieht, sieht es immer noch ein
[50:04] bisschen besser aus als fürs mmn, aber insgesamt ist die
[50:08] Datenlage doch eher Enttäuschung nach meiner.
[50:10] Hoffnung zumindest ist, dass die DNA Reparatur.
[50:15] Angekurbelt wird durch einen höheren NRD plus Spiegel und
[50:18] damit natürlich auch Krebsgefahr gesenkt wird und noch viele
[50:21] andere Effekte mehr. Ich bin gespannt.
[50:24] Es gibt viele Hoffnungen. Also es gibt gibt Hoffnung, dass
[50:27] der Stoffwechsel sich verbessert.
[50:29] Es gibt Hoffnung, dass die Muskelleistung sich verbessert,
[50:32] es gibt, wie sie sagen, Hoffnung.
[50:34] Dass die DNA Reparatur verbessert wird und damit das
[50:36] Krebsrisiko sinkt. Wir können das nicht
[50:39] ausschließen, aber zumindest von den bisherigen Daten und die
[50:43] Studien sind natürlich vergleichsweise gekürzt, maximal
[50:47] einige Wochen bestätigt sich das nicht, kann ich damit
[50:51] ausschließen, dass Menschen, die 30 Jahre in das Ribosit
[50:55] einnehmen kann, weniger Krebs haben, nein, das kann ich nicht
[50:58] ausschließen, aber. Momentan spricht auch nicht sehr
[51:00] viel dafür, so muss man, glaube ich, die Datenlage
[51:03] zusammenfassen. Ja, das ernüchtert viele, die
[51:06] das teure Nr. Oder noch teurere Nmn, das ja im
[51:09] Augenblick auf dem Markt gar nicht offiziell erhältlich ist,
[51:12] einnehmen. Taurin dazu müssen wir unbedingt
[51:14] noch kommen, Taurin ist ja ein alter Bekannter in der
[51:17] Bodybuilding Szene und ist ja auch in Energy Drinks drin, was
[51:22] ich gelernt habe, sogar auch in Babynahrung für Frühchen.
[51:28] Also man hat schon lange positive Effekte mit dem Taurin
[51:31] verbunden. Die Studie die jetzt meine ich
[51:34] dieses Jahr, sie haben es ja vorhin auch erwähnt,
[51:37] veröffentlicht worden ist, hat uns da noch ein bisschen mehr
[51:39] Hoffnung gemacht. Lassen sie uns auch weiterhin
[51:41] von Hoffnungen sprechen, welche sind denn mit dem Taurin jetzt
[51:44] in Sachen Langlebigkeit verbunden?
[51:46] Also Taurin ist in der Tat jetzt kein kein Newcomer in der
[51:50] größeren Supplementszene, nur die.
[51:54] Datenlage dafür, dass es gesundheitsfördernd ist, hat
[51:58] sich seit diesem Jahr deutlich verbessert, und zwar auf
[52:01] mehreren Ebenen. Also zunächst, das hatten wir
[52:05] jetzt schon mehrfach Histaurin in Mäusen genauso wie in
[52:08] Fadenwürmern, Lebensverlängernd, interessanterweise nicht in
[52:13] einzeligen Häfen, die sich dann doch biochemisch zu sehr
[52:16] unterscheiden von höheren Organismen.
[52:19] Aber das ist vielleicht eher wissenschaftlich von Interesse.
[52:24] Also die Evidenz ist neu und was ebenfalls noch mal sehr schön
[52:27] gezeigt worden ist in diesem Science Paper, dass es einen
[52:31] Abfall mit zunehmendem Alter im Menschen gibt und dass es eine
[52:36] Korrelation mit dem Gesundheitszustand gibt.
[52:39] Die Korrelation sagt schon, wir können daraus nicht zwingend
[52:41] abgleiten, dass das Tore die Ursache ist.
[52:44] Aber zusammen mit den Daten aus aus Mäusen und Fadenwürmern.
[52:48] Würde ich schon sagen, auch weil es ein etabliertes Supplement
[52:51] ist und auch weil es eine körpereigene Substanz ist, kann
[52:54] man das elimitierte Risiko in Kauf nehmen, Taurin einzunehmen,
[53:00] ohne sich jetzt hundertprozentig sicher zu sein, dass es
[53:03] gesundheitsfördernd ist. Aber die Wahrscheinlichkeit,
[53:05] sich darin zu schaden, ist nach meiner aktuellen Einschätzung
[53:08] relativ gering. Ich habe mir ein paar Stichworte
[53:11] notiert, für die, die noch tiefer einsteigen wollen.
[53:14] Taurin. Könnte die Mitochondrienfunktion
[53:18] steigern die Stammzellengesundheit und könnte
[53:21] auch wiederum DNA Reparatur fördern.
[53:24] Punkt, Punkt. Ja, also Taurin hat viele
[53:28] Funktionen und es ist unter anderem auch deswegen wird es
[53:32] auch in der in der Säuglingsnahrung eingesetzt, ein
[53:34] Schwefellieferant. Es gibt verschiedene
[53:37] Schwefelquellen, einige davon sind.
[53:39] Für Säuglinge etwas gefährlich, weil sie leicht giftig werden.
[53:42] Das Taurin gehört nicht dazu und deswegen wird es in der
[53:45] Säuglingsernährung eingesetzt, also geht es weniger um Taurin
[53:48] als um die Schwefelquelle, dabei aber ein weiteres Argument
[53:51] dafür, dass die Substanz mit hoher Wahrscheinlichkeit
[53:54] zumindest nicht schädlich ist. Und wie gesagt, die Chancen,
[53:57] dass es gesundheitsfördernd ist, sind seit diesem Jahr deutlich
[54:01] besser geworden. Ja, muss jeder selber wissen, ob
[54:05] er abwarten will, bis weitere Studien am Menschen.
[54:08] Veröffentlicht werden oder ob er es einfach probiert.
[54:11] Jetzt würde ich gerne zu ein paar Nahrungsergänzungsmitteln,
[54:15] die der neuen Generation, die ebenfalls immer höher gehandelt
[54:20] werden, noch ihre Meinung wissen.
[54:23] Dazu gehört Nac, Glycin oder Glynac und dazu gehört auch AKG
[54:29] Alpha Keto Glutarat vielleicht bleiben wir mal bei den beiden
[54:32] das Glynac, das soll ja die sogenannte Glutation.
[54:37] Produktion ankurbeln und das wiederum die
[54:40] Mitochondrienfunktion. Also soll auch wieder
[54:43] Muskelkraft, entzündungshemmung und vielleicht auch Diabetes
[54:49] Prophylaxe, bessere Kognition etc.
[54:52] Bewirken. Ihre Meinung dazu?
[54:55] Ich sag mal vorweg, meine positiveren Kommentare kommen
[54:58] dann zum zum Afaketoglutarat. Also Gluterdion ist im Körper in
[55:04] Unmengen vorhanden, also. Sie haben, ich denke mal
[55:08] ungefähr 5 millimolar glutation nicht nur im Blut, sondern auch
[55:13] in ihren Körperzellen. Und ja, bei bei schlechter
[55:16] Ernährung oder höherem Alter gehen die Glutationspiegel etwas
[55:20] zurück, aber der menschliche Körper ist durchaus in der Lage,
[55:23] das zu verbessern, das das Enacitocysten ist eine leicht
[55:29] veränderte Aminosäure, die schon seit, ich würde mal sagen 40
[55:34] oder noch mehr Jahren. Lange vermarktet wurde als
[55:37] Schleimlöser bei Erkältungen dort nie eine nachweisbare
[55:42] Wirkung gehabt hat. Dann wurde es vermarktet als
[55:45] Antioxidans, dort auch nie eine nachweisbare Wirkung gehabt hat
[55:49] und ist jetzt ergänzt zum Glycin und das neue Supplement, also
[55:54] zusammengefasst. Unser Körper ist gut in der Lage
[55:58] sein sein reduziertes Blutaddion.
[56:00] Selbst herzustellen, dass Oxidierte Glutatioren auch
[56:04] selbst wieder zu reduzieren, dazu gibt es Enzyme wie die
[56:08] Glutatiorenperoxidase und ähnliche Dinge.
[56:10] Und es gibt sehr wenig Daten, dass NRC SUPPLEMENTIERUNG darauf
[56:16] einen signifikanten Einfluss hat.
[56:18] Und selbst wenn, gibt es keinen Nachweis, dass dieser geringe
[56:22] Anstieg durch nrc Gabe dann einen gesundheitsfördernden
[56:26] Effekt hat und. Zusammen mit dem Glycin gibt es
[56:32] sicherlich zusatzeffekte, wenn auch keine Synergieeffekte.
[56:36] Glycin ist wie jede Aminosäure durchaus relevant für bestimmte
[56:42] biochemische Prozesse und eine Leistungssportlerin, die
[56:46] Muskelaufbau betreibt, kann auch gerne mal Glycin einnehmen, auch
[56:50] wenn es da andere Präparate gibt, aber insgesamt bezüglich
[56:55] Juvenilität und Krankheitsvermeidung.
[56:57] Ist eracinglycin glaube ich von dem, was wir heute besprochen
[57:03] haben, der schlechteste Kandidat?
[57:06] Klare Worte, ein Produkt weniger, das ich mir unbedingt
[57:10] zulegen muss. Das ist ja auch erleichternd,
[57:12] aber Alpha ketogluterat, da haben sie gesagt, ist ihre
[57:17] Position positiver. Positiver.
[57:21] Wobei, ich hatte ganz eingangs gesagt, es gibt Substanzen, wo
[57:25] ich denke, dass ein großes Potenzial vorhanden ist und das
[57:28] Alpha Keto Butogad gehört dazu. Einschränkend ist es einfach so,
[57:33] dass momentan zu wenig Daten im Menschen verfügbar sind, meines
[57:37] Wissens sind da aber entsprechende Studien unterwegs
[57:41] und wenn sie mit Eric Vadan gesprochen haben, dann haben sie
[57:45] vermutlich auch über dieses Thema mit ihm gesprochen, also.
[57:49] Insgesamt Alpha Ketogluterat ist ein wichtiges Substrat, also
[57:54] eine Ausgangssubstanz für den Stoffwechsel der Mitochandren,
[57:58] den sogenannten Citratzyklus, der auch Krebszyklus genannt
[58:02] wird. Und damit ist es eine effektive
[58:07] Möglichkeit, die Kapazität des Citratzyklus zu steigern und
[58:12] insofern bin ich dem erstmal positiv gesonnen, insbesondere
[58:17] weil man in. Zellen und verschiedene
[58:21] Modellorganismen bis bis hin zur Maus hat zeigen können, dass es
[58:26] durchaus gesundheitsfördernd sind.
[58:27] Also es gibt eine Studie von von Brian Kennedy in Singapur, wo er
[58:32] zeigt, dass das Arepetogluderat in Mäusen die Lebenserwartung
[58:36] steigert und nicht nur die Lebenserwartung, sondern auch
[58:39] die allgemeine Gesundheit, und das ist auch logisch, weil die
[58:43] Aktivierung von Mietechondren, das haben wir jetzt schon bei.
[58:45] Sport und bei Glucosamin und bei anderen Substanzen gehört
[58:49] grundsätzlich immer gesundheitsfördernd ist und
[58:51] genau dasselbe macht das Ake oder Alpha Keto Glutarat auch
[58:56] und die Effekte auf die Zelle sind dementsprechend auch wieder
[59:00] vielfältig. Es ist halt ein anderer Ansatz
[59:04] und insofern halte ich das Ganze als durchaus sinnvoll,
[59:08] insbesondere weil wir mittlerweile.
[59:12] Nicht nur die Daten von Sporttreibenden haben, wo das
[59:16] Ketogut auch schon lange eingesetzt wird, also zumindest
[59:19] was die Nebenwirkungsgefahr angeht.
[59:21] Bei jüngeren Menschen ist das relativ gut abgedeckt, sondern
[59:24] wir haben inzwischen auch Studien in älteren Menschen und
[59:28] da gibt es beispielsweise eine Studie, dass der
[59:30] Proteinstoffwechsel der älteren Menschen verbessert wird, wo man
[59:34] dann annehmen kann, das ist aber Spekulation, dass das auch zu
[59:38] einem Erhalt der Muskelmasse führt und damit vermeidet.
[59:41] Dass die Gebrechtigkeit von älteren Menschen eintritt,
[59:45] sondern verzögert wird. Also ich würde mal sagen, und
[59:49] wir sollten uns in vielleicht 3 bis 5 Jahren noch mal
[59:51] unterhalten und ich hoffe mal, dass die Perspektiven da besser
[59:55] aussehen. Insbesondere sollte man auch
[59:57] kurz noch erwähnen, der Geruch bzw der Geschmack der Substanz
[1:00:02] ist nicht so ganz toll und auch das ist etwas, was sicherlich
[1:00:06] noch in den Griff zu kriegen ist.
[1:00:08] Aber ich könnte mir vorstellen, dass die Compliance.
[1:00:11] Von diesem Faktor doch nicht ganz unwesentlich abhängig ist.
[1:00:14] Ja, es wird ja als Calcium AKG verkauft und ich denke mal, also
[1:00:21] ich habe das Produkt, ich nehme das auch immer mal, das ist
[1:00:24] absolut geruchsfrei und und so, aber was ich interessant fand
[1:00:29] war auf einem der Kongresse in der letzten Zeit zum Thema
[1:00:32] Healthy Long Gravity war der Chef.
[1:00:34] Eine eines Start UPS, der das Alpha Ketoglutherat produziert
[1:00:39] und natürlich auch bewirbt. Und er sagte ja, also wir haben
[1:00:42] jetzt klare Hinweise darauf, dass 7 Monate Einnahme von Alpha
[1:00:46] ketoglutherat eine epigenetische Verjüngung, also eine Senkung
[1:00:50] des biologischen Alters um 7 Jahre bewirkt.
[1:00:53] Ich ahne, was Sie dazu sagen. Ja, das bringt uns zu dem Thema
[1:00:59] der epigenetischen Uhr. Und das ist ein wirklich
[1:01:03] schwieriges Thema. Also das.
[1:01:06] Das Grundprinzip ist ja so, es gibt die DNA im Zellkern, und es
[1:01:11] gibt dann Modifikationen an der DNA, die dazu führen, dass die
[1:01:18] Airproformation an einer spezifischen Stelle gut oder
[1:01:21] weniger gut zugänglich ist. Und diese Modifikationen werden
[1:01:27] nicht, wie man früher dachte, einfach zufällig da angefügt,
[1:01:30] sondern haben durchaus den Zweck, die Aktivität von denen
[1:01:34] zu regulieren oder auch eben zu verhindern.
[1:01:37] Und das hat auch dazu geführt, dass man dann irgendwann
[1:01:39] festgestellt hat, dass diese epigenetischen Informationen
[1:01:42] auch an die nächste und übergenäste Generation
[1:01:44] weitergegeben haben, sodass das zur Rehabilitation des Herrn Bla
[1:01:49] mag den Widersacher von Darwin geführt hat.
[1:01:53] Weil eben die Weitergabe von Informationen auch nach der
[1:01:56] Geburt an die nächste Generation noch vorstellbar ist.
[1:02:01] Bezüglich der epigenetischen Uhr gibt es mittlerweile sehr, sehr
[1:02:05] viele Ansätze, die sagen, dass bestimmte von diesen
[1:02:09] epigenetischen Veränderungen eine gute Angabe darüber sind,
[1:02:14] wie das biologische Alter eines Menschen oder auch eines anderen
[1:02:18] Lebewesens aussieht. Das ist grundsätzlich erstmal
[1:02:22] ein schöner Ansatz. Leider gibt es eine große Zahl
[1:02:26] von Problemen damit und insofern will ich nicht sagen, dass man
[1:02:30] das ignorieren kann, aber daraus abzuleiten, dass man jetzt 7
[1:02:34] Jahre jünger geworden ist, ist etwas schwierig und ich denke,
[1:02:40] die Zukunft wird die Kombination aus epigenetischer Uhr und
[1:02:43] biologischer Uhr aufgrund bestimmter Biomarker sein, wo
[1:02:46] man das dann. Kombinieren kann und dann einen
[1:02:49] Bio Score oder irgendeine Aussage treffen kann.
[1:02:52] Die Epigenetik mit einbezieht, aber sich nicht ausschließlich
[1:02:56] darauf begrenzt. Auch ein spannendes Thema für
[1:02:59] einen weiteren Podcast darf ich Sie abschließend Fragen, welche
[1:03:05] Nahrungsergänzungsmittel Supplements Gero Protektoren der
[1:03:09] nächsten Generation sind denn für sie eventuell noch spannend?
[1:03:15] Es ist etwas schwierig, weil die meisten Sachen sind noch nicht
[1:03:19] in der wie heißt das Public Domain, also noch nicht
[1:03:22] öffentlich verfügbar und teilweise habe ich da auch
[1:03:26] vertragliche Vereinbarungen darüber, nicht nicht sprechen zu
[1:03:29] dürfen. Also es gibt gibt eine Menge,
[1:03:31] aber von dem, was öffentlich verfügbar ist, denke ich, haben
[1:03:36] wir oder haben Sie die, die die relevanten schon per Recherche
[1:03:41] gefunden? Ich denke, das größte Potenzial
[1:03:44] ist immer noch im Bereich der Nahrungsinhaltsstoffe und
[1:03:48] insbesondere der Pflanzenbasierten
[1:03:51] Nahrungsinhaltsstoffe zu finden. Und dieses Feld entwickelt sich
[1:03:54] gerade erheblich und zumindestens so viel darf ich
[1:03:58] sagen, gibt so eine Reihe von von Kandidaten teilweise auch
[1:04:03] sehr unerwartet aus. Allgemein verfügbaren Pflanzen,
[1:04:09] die sie in jedem Wochenmarkt erwerben, können, die durch
[1:04:13] erstaunliche gesundheitsfördernde Wirkung
[1:04:15] haben. Und da ich den Markt sicherlich
[1:04:20] nicht vollständig überschaue, da wird sich da in dem Bereich
[1:04:23] sicherlich sehr viel tun. Das ist sicherlich der Bereich,
[1:04:27] der momentan exponentiell wächst und wo zumindest sich ein
[1:04:32] besonderes Auge drauf hat. Und auch die Technologien, die
[1:04:36] Bioverfügbarkeit dieser pflanzlichen Wirkstoffe zu
[1:04:39] erhöhen, weil die sind ja, die ist ja häufig lausig, aber da
[1:04:42] gibt's ja jetzt Möglichkeiten. Ja, und und und.
[1:04:45] Es gibt Möglichkeiten. Also einmal durch eine
[1:04:49] entsprechende Nano verkapselung das zu tun, aber man kann
[1:04:53] mittlerweile auch die Polaritäten ändern.
[1:04:56] Es ist aber auch mittlerweile so, dass selbst in diesem Feld,
[1:04:58] der der Falto Chemicals, die ja in der Regel relativ groß sind,
[1:05:04] man darauf achtet, möglichst kleine oder möglichst lipophile
[1:05:08] Moleküle auszuwählen und dadurch die Bioverfügbarkeit zu
[1:05:14] verbessern. Was wir aber nicht vergessen
[1:05:16] sollten, ist nicht so gute Bioverfügbarkeit, hat auch einen
[1:05:19] Vorteil, das, was nicht vom Darm aufgenommen wird, bleibt im Darm
[1:05:23] und wir wissen von vielen. Polyphenomen oder ähnlichen
[1:05:27] Dingen, die alle ziemlich schlecht aufgenommen werden,
[1:05:29] dass sie einen sehr guten Einfluss auf das Darmkrebsrisiko
[1:05:32] haben, weil sie eben nicht aufgenommen werden und
[1:05:35] Krebszellen im Darm beim Wachstum so stark inhibieren,
[1:05:39] dass für die betroffene Person das Darmkrebsrisiko deutlich
[1:05:43] zurückgeht, das ist halt auch ein Vorteil.
[1:05:45] Insofern ist also ein bisschen eingeschränkte Bioverfügbarkeit
[1:05:48] auch gar nicht so schlecht, aber ich gebe ihnen völlig recht,
[1:05:51] Verbesserung ist bei vielen Substanzen.
[1:05:53] Wünschenswert und mittlerweile gibt es da auch eine Reihe von
[1:05:57] Optionen. Das Problem ist dann wieder für
[1:05:59] den insbesondere europäischer Supplementmarkt ist das dann
[1:06:03] noch ein Supplement oder ist es dann ein Arzneimittel, was dann
[1:06:06] ein ganz anderes Zulassungsverfahren braucht, ja.
[1:06:11] Aber auch darüber werden wir unter Garantie berichten.
[1:06:15] Ich darf mich sehr, sehr herzlich bedanken, Herr
[1:06:17] Professor riesto, ich denke, wir machen das jetzt wie Peter
[1:06:20] Attia. Der, der hat ja eine
[1:06:22] Mindestlänge von Podcasts von mindestens 2 Stunden.
[1:06:25] Da sind wir weit drunter und bei all den Informationen, die sie
[1:06:30] uns geliefert haben, druckreif, werden wir mit Sicherheit unsere
[1:06:36] Zuhörerinnen und Zuhörer und auch Zuschauerinnen und
[1:06:39] Zuschauer nicht verlieren über die anderthalb Stunden.
[1:06:43] Ich bedanke mich wirklich in aller Form und hoffe auf eine
[1:06:45] Fortsetzung. Sehr gerne und auch vielen Dank,
[1:06:48] dass wir die Zeit hier miteinander verbringen konnten.
[1:06:52] Danke fürs Zuhören. Ich hoffe diese Folge hat dir
[1:06:55] gefallen. Weitere Informationen findest du
[1:06:58] wie immer in den Shownotes, wenn du etwas in dieser Folge gelernt
[1:07:03] hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich
[1:07:06] mich über eine Bewertung freuen, damit hilfst du mir und anderen
[1:07:09] Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter
[1:07:13] gefunden werden. Besuch mich auch auf meinen
[1:07:16] anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder Youtube.
[1:07:22] Ich freu mich immer über Feedback und weitere Fragen von
[1:07:26] dir. Alles wird gut, aber nicht von
[1:07:29] alleine.

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