# Palm Cooling - Langlebigkeitsbooster wie die Kältekammer? Mit Prof. Rudolf Likar und Nina Ruge

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 5 Sep 2025, 36 min.

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Heute spreche ich mit Professor Rudolf Likar, Facharzt für Anästhesie und Experte für Schmerztherapie am Landeskrankenhaus Klagenfurt. Gemeinsam tauchen wir in ein spannendes Thema der Kältetherapie ein: Palm Cooling – die gezielte Abkühlung der Handflächen. Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Effekte wie Schmerzlinderung, sondern auch um tiefgreifende Auswirkungen auf Entzündungen, Regeneration und sogar gesunde Langlebigkeit. Wir klären, warum gerade die Hände eine Schlüsselrolle spielen können, welche Studienergebnisse es bereits gibt und welches Potenzial diese Methode für Medizin, Alltag und Prävention bereithält. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: - Welche Rolle spielt Kältetherapie bei der Senkung der Körperkerntemperatur? - Wie wirkt Kälte konkret auf Entzündungen und Silent Inflammation? - Warum sind schon geringe Absenkungen von 0,2–0,5 Grad Kerntemperatur wirksam? - Welche Unterschiede bestehen zwischen Kryokammer, Eisbaden und kalter Dusche? - Wie beeinflusst Kälte die Ausschüttung von Interleukinen und Sirtuinen? - Welche Bedeutung hat das gezielte Palm Cooling im Vergleich zu anderen Methoden? - Warum sind Handflächen und Fußsohlen besonders effektiv für Kälteapplikation? - Wie wirkt der zusätzliche Unterdruck im Palm-Cooling-Gerät auf die Gefäße? - Welche Effekte zeigte die erste Palm-Cooling-Studie bei Arthrose- und Arthritispatienten? - Kann Palm Cooling auch Lebensqualität, Schlafqualität und Stimmung verbessern? - Welches Potenzial hat Palm Cooling für Anti-Aging, Prävention und Schmerztherapie? Weitere Informationen zu Prof. Rudolf Likar findest du hier: https://www.klinikum-klagenfurt.at/abteilungen-ambulanzen/medizinische-abteilungen/anaesthesiologie-und-intensivmedizin/team/ Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-222

## Transcript

[0:04] Willkommen bei Stay Young. Kältetherapie, Eisbaden,
[0:08] Kryokammer, kalte Dusche, alles gut, vieles heute bekannt,
[0:12] vieles ist nachgewiesen an positiven Effekten für
[0:15] Gesundheit und ein langes Leben heute schauen wir uns allerdings
[0:19] etwas genauer an, nicht nur die Temperatur des Kältereizes,
[0:25] sondern wo gekühlt wird am Körper, genauer gesagt.
[0:29] Wie stark durchblutet ist die Körperregion und wie stark
[0:32] behaart? Davon hängt es offensichtlich
[0:35] durchaus ab, wie gut Wärme abgegeben und die
[0:39] Körperkerntemperatur gesenkt werden kann.
[0:42] Aha, sagt ihr, Wo ist die denn, diese besondere Körperregion,
[0:48] das verrät uns jetzt ein Top Mediziner, der eine Studienreihe
[0:52] dazu begonnen hat, mit einem Gerät, das ähnlich für US
[0:55] Soldaten entwickelt worden war. Die in der Wüste des Irak im
[0:59] Einsatz waren. Unter anderem er ist Facharzt
[1:03] für Anästhesie und besonders versiert im Bereich
[1:06] Schmerztherapie am Landeskrankenhaus Klagenfurt.
[1:09] Professor Rudolf Likar Willkommen bei Stay Young.
[1:13] Ja, ich bedanke mich für die Einladung, möchte zuerst
[1:16] vielleicht einer kurzen Geschichte in Abris ergeben, wie
[1:19] Kältetherapie entstanden ist. Kältetherapie.
[1:22] Oh Moment, Moment, das ist ja stark.
[1:25] Ich habe noch gar keine. Frage Ich wollte noch fragen.
[1:29] Das finde ich ja super, aber das können wir wirklich gerne drin
[1:32] lassen. Das ist total sympathisch.
[1:34] Darf ich meine erste Frage. Stellen bitte, Entschuldigung.
[1:39] Super. Also sie wissen ja natürlich
[1:41] alles Wesentliche über Kälte und Schmerzlinderung, Sie wissen
[1:44] Ispacs, das weiß ja auch jeder, der hier uns zuhört oder
[1:47] zuschaut. Ispacs nach der Zahnbehandlung
[1:50] auf die Wange kalte Umschläge helfen bei Prellungen, kalte
[1:53] Wickel helfen bei Fieber was passiert denn ganz genau beim
[1:59] Kälteeinwirken auf Entzündung, Prellung, also was macht Kälte,
[2:06] wie heilt Kälte? Bei der Kälte muss man wissen,
[2:09] dass die Kältetherapie nicht jetzt erfunden worden ist,
[2:12] sondern schon vor mindestens über 150 Jahren Kneipp, weil er
[2:15] selbst an Tuberkulose erkrankt war, die Kälte angewendet hat,
[2:20] praktisch kältebäder und so weiter und er hat auch diesen
[2:23] Spruch geprägt, so viel Kälte wie möglich, so viel Wärme wie
[2:27] nötig. Also es kommt glaube ich, bei
[2:29] der Kälte auch auf die Applikation, so wie Prozessor
[2:32] sagt, die Dosis macht das Gift, wieviel Kälte appliziere ich?
[2:35] Und Beispiel aus der Medizin, zum Beispiel bei uns.
[2:38] Wir haben ja früher bei Patienten, die wir nach
[2:41] Wiederbelebung praktisch notwendig bis auf 32 Grad
[2:44] Temperatur runterzukühlen, auf 32 Grad, jetzt sagt man moderate
[2:47] Kühlung auf 34 Grad, was passiert zum Beispiel bei einer
[2:51] moderaten Kühlung, und das passiert grundsätzlich bei
[2:53] adäquater Kühlung, dass Entzündungsfaktoren weniger
[2:57] freigesetzt wird, die Zellzerstörung wird zum Beispiel
[3:00] bei den Patienten nach Reanimation verhindert, es hat
[3:03] auch eine antidiöse Wirkung. Und des der Wirkung bekommt man
[3:07] auch, wie sie schon erwähnt haben, wenn ich nach Operationen
[3:09] hier einen Eisbeutel aufrege, habe ich auch eine abschwellende
[3:13] Wirkung. Auch die Entzündungsminiatoren
[3:15] werden weniger freigesetzt und die Wundheilung wird verstärkt,
[3:18] das ist die lokale Therapie und natürlich gibt es jetzt
[3:21] systemische Therapien, wenn man sagt, wie sie erwähnt haben in
[3:24] Kälte baden oder in die Kältekammer gehen, vielleicht
[3:27] werden wir noch reden, welche Temperatur, wer einen Einfluss
[3:29] hat und dann was wir jetzt machen nennt sich Bymcooling,
[3:34] das heißt? Warum kühlen wir über die Hand?
[3:36] Und das ist ja. Stopp, Stopp.
[3:40] Sie sind so, so enthusiastisch, was diese neue Kältetherapie
[3:45] also neu ist sie nicht, aber diese noch nicht weit bekannte
[3:48] Kältetherapie angeht. Sie haben gerade eben gesagt,
[3:51] und das dürfte sehr, sehr viele interessieren.
[3:54] Die Kälte ist sehr gut gegen Inflammation, gegen Entzündung
[3:59] und da wir uns um gesunde Langlebigkeit kümmern, sind wir
[4:02] natürlich besonders interessiert an Silent Inflammation.
[4:05] Also nach dieser wie Fragen nach dieser nicht wirklich merklichen
[4:10] Entzündung, die aber mit dem Älterwerden etlicher
[4:14] Alterskrankheiten triggern kann. Deshalb die Frage, wo im Körper
[4:19] sollte denn der Kältereiz am besten ankommen und.
[4:23] Um effizient gerade was gesunde Langlebigkeit angeht, da geht es
[4:27] ja um die Silent Inflammation unter anderem.
[4:30] Also ich würde auch sagen es geht ums Silent Kühn, das heißt
[4:34] es geht ja nicht darum, dass man jetzt die Temperatur jetzt wie
[4:37] noch reanimationen auf 34 Grad absenkt, sondern es geht darum,
[4:41] dass jetzt die Temperatur auf 0205 die Kerntemperatur absenkt.
[4:44] Also es geht auch wieder, dass der Körper sich dementsprechend
[4:47] wieder erwärmen kann, also das muss sich den Körper
[4:50] gewährleisten. Weil wenn die Erwärmung nicht
[4:53] mehr kann, dann regelt sein Immunsystem nicht mehr hoch.
[4:57] Und diese Silent Inflamation da werden Intralakine gibt es
[5:01] intralakine die Entzündung praktisch machen Intralakin 1
[5:05] usw, die werden weniger freigesetzt intralakin 10 was
[5:08] antiimflamatorisch ist gegen die Entzündung wird vermehrt
[5:10] freigesetzt und die sogenannten Sirtuine, das sind sogenannte
[5:16] Anti Aging Hormone, werden durch die Kühlung eben vermehrt
[5:19] freigesetzt. Also das ist auch in in
[5:22] Untersuchungen in Studien nachgewiesen.
[5:25] Und das Interessante ist ja, dass sie eben von 0,2 bis 0,5
[5:29] Grad Absenkung gesprochen haben. Körper, kerntemperatur, das
[5:33] erscheint einem ja. Ganz, ganz wenig, wenn wir daran
[5:39] denken, wie schnell so ein Fieber mal hochschießen kann
[5:42] über 23 Grad. Was heißt das denn, was wirkt
[5:45] denn da im tiefen Körper, wenn wir da 0,2 bis 0,5 absenken, das
[5:49] geht dann über die Kapillaren oder sagen wir erstmal über die
[5:54] ganzen Blutgefäße durch den ganzen Körper und erreicht sehr
[5:58] viele Zellen und in denen werden dann die.
[6:03] Interleukine, die gut sind, Interleukine, die schlecht sind,
[6:06] gehemmt, Interleukine, die gut sind, gefördert, cirtoine und so
[6:10] weiter jetzt muss man sich das so vorstellen.
[6:12] Ja, es ist so, je nachdem, welche Kühlung man nimmt bei der
[6:15] Kältekammer. Dann geht man natürlich bei -110
[6:18] rein und da wissen wir auch, dass bei -80 zum Beispiel bei
[6:21] dieser sainent Information sich noch nichts tut, sondern brauche
[6:24] ich eine Temperatur von -110 klar kühlt die Haut auf auf 15
[6:28] Grad ab. Aber trotzdem, die
[6:30] Kerntemperatur kühlt nur auf 0,2 ab bis maximal 04, aber eher nur
[6:34] 02:00 Uhr. Weil man das ja auch so, wenn
[6:37] ich unterbrechen darf, weil man das ja auch so kurz nur macht.
[6:39] Die Priorkammer macht man ja nur.
[6:42] Maximal 3 Minuten genau. Man adaptiert sich zuerst bei
[6:44] einer Vorkammer sozusagen, die entweder -40 oder -60 Grad hat
[6:48] und dann kurz und dann adaptiert man sich und dann geht man erst
[6:51] für 3 Minuten in die Kältekammer bei -110.
[6:55] Und dann 3 Minuten, dann wird eben die Körpertemperatur auf 02
[6:58] abgekühlt und da ist auch schon nachgewiesen, wenn ich dann
[7:02] nicht das wieder wärmen kann für die Menschen, die sich nicht
[7:06] wieder wärmen, die Fähigkeit nicht haben, ist die
[7:08] Kältekammer, die ist schlecht. Also ich muss auch die Fähigkeit
[7:10] haben wieder, dass ich mich wieder wärmen kann.
[7:14] Was ist denn da für was gibt es da für Symptome, sind die dann
[7:17] klappern die die ganze Zeit, sind die Leiden, die nach einem.
[7:21] Kryokammerbesuch. Ja, wenn sich nicht wieder
[7:23] erwärmen kann, was in den nächsten 10 bis 15 Minuten
[7:26] passiert, dauert vielleicht länger die Klappe natürlich die
[7:29] um das Kältezittern und das ist natürlich für den Körper
[7:33] grundsätzlich nicht gut, sondern ich muss die Fähigkeit haben,
[7:36] dass ich mich wieder erwärme, und im Endeffekt ist ja auch die
[7:40] Kältekammer ein wenig Stress, ist ja, der Sympathikus wird ja
[7:44] auch und zu viel Stress ist eben schlecht und.
[7:48] Das Gegenfakt da brauche ich den Vagus und der Vagus muss dann
[7:52] wieder aktiviert werden. Aber der Vagus ist auch
[7:53] verantwortlich, dass mein Immunsystem funktioniert.
[7:57] Ja, also nur, um es kurz zu sagen, Sympathikus macht Stress
[8:01] und Parasympathikus Vagus führt wieder zur Entspannung und auch
[8:06] Verdauung wird wieder angeschoben etc.
[8:08] Und das passiert, das wird aktiviert.
[8:11] Sympathikus wenn ich zum Beispiel.
[8:13] In die Kryokammer gehe. Also wir haben da jetzt gelernt
[8:16] kerntemperatur um 0,2 Grad in 3 Minuten abgesenkt.
[8:20] Was ist denn beim Eisbaden? Beim Eisbaden ist so, dass die
[8:25] Körpertemperatur, je nachdem wie praktisch kalt das Eisbad ist.
[8:29] Das muss man auch sagen, normal ist es zwischen 0 und weil wenn
[8:33] es unter 0 ist, kann man schwer baden, weil dann ist wirklich
[8:37] Eis, also also zwischen 0 und 5 und 0 und 10 grad
[8:41] dementsprechend das Eisbaden. Und da wird die Körpertemperatur
[8:45] viel weniger praktisch runterreguliert wenn ich hier
[8:48] über 3 Minuten bin in einem 4 Grad Wasser gibt es nur 0,02.
[8:51] Also das ist zum Beispiel auch wieder wieder zu wenig.
[8:55] Warum denn man hat ja den direkten Kontakt mit dem Wasser
[8:59] und eigentlich wird ja dann die Kälte viel stärker geleitet als
[9:03] in der Kryoka. Aber.
[9:04] Es machen, es machen die Gefäße sofort zu, also die Gefäße
[9:07] machen natürlich die Kälte. Und dann wird die Kälte nicht in
[9:10] den Kern des Körpers geleitet. Und natürlich ist auch, ob ich
[9:14] jetzt dosiert irgendwo hingehe. In der Kältekammer ist
[9:17] wahrscheinlich weniger Stress, oder wenn ich die Handkühlung
[9:20] mache, auf die wir wahrscheinlich eingehen werden.
[9:21] Das ist weniger Stress, als wenn ich natürlich ins ins Wasser
[9:24] reingehe, das macht wahrscheinlich auch ein bisschen
[9:26] mehr Stress den Menschen. Also das Kälte und Eis baden.
[9:31] Das das führt natürlich auch zu einem sympathischen Schock
[9:34] erstmal auch wenn man es gewohnt ist.
[9:36] Da geht das Adrenalin hoch und der Sympathikus der feuert.
[9:40] Gut, ganz zum Schluss noch, weil viele das machen, ich auch.
[9:44] Das kalte Duschen, hat das überhaupt einen Effekt auf die
[9:47] Körperkerntemperatur? Also ich Dusche auch kalt, aber
[9:52] das kalte Duschen ist natürlich. Man spürt die Kälte zuerst
[9:56] einmal und dann dieses Schöne, wenn wir die Kraft dazu
[9:58] erwärmen, aber auf die Körpertemperatur hat das
[10:01] natürlich keinen Einfluss, muss man sagen.
[10:03] Die Kerntemperatur und ich würde sagen.
[10:06] Es gibt den Selbstheilungseffekt, auch den
[10:09] habe ich über ein Buch geschrieben, über Selbstheilung
[10:11] geschrieben, der beste Primarbund im Kopf.
[10:13] Also wenn sie an diese Methode glauben, und das ist etwas, ja,
[10:17] was ganz wichtig ist, das ist 50% der Wirkung, also wenn sie
[10:20] überzeugt sind, jetzt stärke ich damit mein Immunsystem, dann
[10:24] wird es auch stark, wenn sie natürlich sagen, ja, die Kälte,
[10:26] die schadet mir, dann ist genau das Gegenteil, also man muss
[10:28] schon überzeugt auch sein, ja. Wobei eben das kalte Duschen
[10:32] nach der Sauna zum Beispiel, da gibt es schon mehr.
[10:34] Da gibt es mehr Effekte, richtig.
[10:37] Nachgewiesen. Aber wir sind ja jetzt nicht bei
[10:38] der Sauna, sondern wir sind tatsächlich bei der Absenkung
[10:41] der Körperkerntemperatur die. Entzündungshemmende und dann
[10:46] auch, und da sind Sie Spezialist.
[10:48] Und dann kommen wir nämlich auf die Bereiche des Körpers, die
[10:50] besonders gut adressierbar sind, und die haben wir bisher eben
[10:53] übersehen. Also wenn wir jetzt wissen, es
[10:55] geht besonders um die Körperkerntemperatur, wenn es um
[11:00] Entzündungshemmung, auch die Verminderung von Silent
[11:03] Inflirmation geht, was wissen wir denn über Schmerztherapie
[11:08] und Senkung der Körperkerntemperatur denn?
[11:12] Das hängt ja vielleicht zusammen.
[11:14] Das hängt zusammen. Der Schmerz wird ja auch über
[11:16] diese sogenannten Adelta Fasern und C Fasern geleitet, die
[11:19] adelta Fasern, den schnellleitenden Fasern C Fasern
[11:22] sind die langsam leitenden Fasern und die Kälte wird auch
[11:25] über adelta Fasern geleitet sozusagen, und diese
[11:29] Thermorezeptoren oder auch die Tierrezeptoren habe ich in der
[11:32] Haut, auch die Nozezeptoren diese Schmerzsensoren habe ich
[11:35] in der Haut und da geht es jetzt um eine sogenannte
[11:38] Leitungskonkurrenz. Also was wird jetzt geleitet,
[11:41] wenn ich jetzt natürlich mehr Kälte leite, wird dann weniger
[11:44] Schmerz geleitet? Das ist sozusagen, man macht
[11:48] eine andere Empfindung und der Schmerz wird dann auch die
[11:51] Schmerzleitung wird runter reguliert und im Endeffekt ist
[11:55] es auch so, dass die Kälte die Geschwindigkeit der Leitung in
[12:00] den Nervenfasern heruntersetzt und das geht natürlich zentral
[12:04] dann weiter über das Rückenmark, wo natürlich die nächste.
[12:07] Zentrale Sensibilisierung ist, wie wir in der Schmerztürpe
[12:09] sagen, bis zum Gehirn, und da wird, wie gesagt, erstens geht
[12:13] es um Leitungskonkurrenz, der Schmerz wird weniger geleitet,
[12:16] weil Kälte geleitet wird auf diese Fasern und weiters wird
[12:19] die Schmerzleitung verlangsamt. Okay also haben wir durch
[12:23] Kälteeinwirkung und das dürfte ja auch für die Kryokammer
[12:26] gelten oder fürs Eisbaden. Da haben wir den Effekt der
[12:30] Schmerzlinderung, aber das ist dann wahrscheinlich ein relativ
[12:33] zeitlich begrenzter Effekt, aber.
[12:36] Aber wir haben auch den Effekt der Entzündungshemmung und das
[12:39] könnte ein langfristiger Effekt sein.
[12:42] So, und das wollen wir erreichen durch Absenkung der
[12:45] Körperkerntemperatur, und jetzt gibt es also die speziellen
[12:49] Körperbereiche, die ich gleich in der Einleitung schon erwähnt
[12:52] hatte, die besonders adressierbar sind durch Kälte
[12:56] und damit besonders sensibel auch und schnell unsere
[13:01] Körperkerntemperatur absenken können, und das ist das Palm
[13:04] Cooling, also das ist. Handflächencooling das gilt ja
[13:08] auch für die Fußsohlen, ist aber nicht so ganz praktisch.
[13:11] Das müssen Sie uns beschreiben und erklären, wieso ist das so
[13:15] wahnsinnig effizient, wenn ich nur die Handflächen kühle.
[13:19] Also es können, wie sie erwähnt haben, die Hände sein.
[13:22] Es können auch die Füße sein, es können auch Bereiche im Gesicht
[13:24] sein, die weniger behaart sind, was in der Hand zum Beispiel
[13:27] sind die Atravenösen Anastomosen, die ist speziell in
[13:31] der Hand zum Beispiel auch. Die Gefäße, und dort kann
[13:34] natürlich der Blutfluss mit einer hohen Geschwindigkeit
[13:37] durchgehen und dieser Blutfluss leitet, der Venöse leitet den
[13:41] Rückstrom zum Herzen und damit kann auch die Kälte deswegen
[13:45] auch geleitet werden. Weiters ist.
[13:47] Ich habe, wenn ich Sie da kurz unterbrechen darf, ich habe
[13:50] gelesen, dass diese, ich kann es nicht aussprechen, Ava wird es,
[13:53] Ava wird es abgekürzt, das ist, dass so eine Art Kurzschluss sei
[13:57] zwischen den arteriellen und den venösen Kapillaren, so dass sie
[14:01] nicht durch. Durch ganz viele Verzweigungen
[14:04] müssen, sondern dass die da ganz schnell sich verbinden können.
[14:07] Und das geht in anderen Körperregionen nicht und damit
[14:10] auch ganz schnell viel Blut und dann viel abgekühltes Blut durch
[14:15] die Venen weiter. Richtig?
[14:16] Ja, das. Muss ich mir das so?
[14:17] Vorstellen, das kann man sich so vorstellen.
[14:19] Klar ist die Verbindung zwischen Arterien und Venen, wie sie
[14:22] erwähnt haben, und die sind speziell eben im Bereich der
[14:25] Hand, das sind einzigartige Gefäßstrukturen.
[14:28] Die direkt praktisch unter der Hautoberfläche sind.
[14:30] Das ist ja auch wichtig, weil wenn sie tiefer drin wären,
[14:33] kommt die Kälte nicht so hin, das heißt, das ist.
[14:35] Und wir haben weniger Fettgewebe.
[14:37] Genau das ist ja. Genau.
[14:40] Und wir haben auch viele Nervenendigungen, die natürlich
[14:42] auch dementsprechend dann die praktisch hier für die Gefäße
[14:46] verantwortlich sind für die Versorgung, da spielt alles eine
[14:48] Rolle. Ah okay, wie kam man denn da
[14:51] drauf, dass die Handballenkühlung, dass die
[14:54] eventuell für die Senkung der Körperkerntemperatur wirklich
[14:57] entscheidend. Ist also ich habe nur einen
[14:59] Bericht gelesen, dass aus der Kriegsmedizin gekommen ist, wo
[15:03] praktisch, wenn Soldaten im Krieg waren, wenn sie in
[15:06] Gebieten waren, wo erhöhte Temperatur war und natürlich
[15:09] hier der ganze Stress dazu gekommen ist, dass sie dann
[15:11] unfähig waren, weiter zu kämpfen.
[15:12] Das heißt, man hat dann runtergekühlt und dann hat man
[15:15] sie wieder auf eine praktisch auf die Normaltemperatur
[15:17] gebraucht. Und dann waren sie wieder fähig,
[15:19] praktisch. Aber ich glaube, das ist nicht
[15:21] das, was wir wollen, wir wollen keine, wir wollen jetzt nicht
[15:25] Krieg machen mit der mit der Kette, mit der Palm kuling,
[15:30] sondern wir wollen, glaube ich, den Menschen helfen, das ist ein
[15:32] anderer Ansatz, aber von dort, von dort her kommt das ganze.
[15:35] Ich hatte natürlich, als ich mich vorbereitet habe, auch
[15:38] geschaut, wo kommst du denn her? Und da habe ich die Stanford
[15:40] Forscher. Also University of Stanford in
[15:43] Kalifornien. Professor Craig Heller und Dr.
[15:46] Dennis Gran gefunden, die einen Stanford Glove, also einen
[15:50] Handschuh für Soldaten, mitentwickelt hätten, der sowohl
[15:54] Kühlfunktionen als auch Erwärmungsfunktionen mit
[15:57] leichtem Unterdruck verbunden enthielt.
[16:01] Das ist doch spannend, wieso so ein Handschuh, der dann kühlen
[16:05] kann, jetzt bleiben wir nur mal beim kühlen.
[16:07] Und wieso dann noch ein leichtes Vakuum dazu in diesem Handel?
[16:11] Also das Vakuum ist extrem wichtig, weil sonst auch die
[16:16] Gefäße zumachen. Das würde ja praktisch die
[16:18] Gefäße machen zu und auch diese Atravenösen Anastomosen, wo eben
[16:21] das Blut schnell durchfließt, bitte zumachen durch den
[16:24] Unterdruck, die Venen haben ja weniger Druck, da bräu also
[16:26] nicht so einen großen Unterdruck, ich muss die Venen
[16:28] praktisch offen lassen, dass das Blut eben und die Kälte eben
[16:31] weiter durchfließen kann, das ist eigentlich das Geheimnis
[16:34] daran. Und wenn das funktioniert, wie
[16:37] wir bei Patienten gesehen haben, wo wir aber überzeugt, zuerst
[16:42] war ich, gebe ich gerne zu, nicht so überzeugt, dass das so
[16:44] funktioniert. Ich war auch selbst von den
[16:46] Ergebnissen dann überrascht und das funktioniert wirklich, wenn
[16:49] man die Hände rein tut und habe gesehen bei den Patienten, die
[16:52] haben dann deutliche Schmerzen hinlang dann und auch die
[16:54] Schlafqualität wird besser bei den Patienten.
[16:56] Das finde ich ja sowieso irre, dass jetzt noch ganz andere
[16:58] Effekte damit verbunden sein können.
[17:00] Aber jetzt muss man sich erst mal vorstellen, die Soldaten
[17:02] sind in der Wüste, sagen wir jetzt mal vom Irak, sind total
[17:05] überhitzt, können auch n Hitzschlag kriegen et cetera,
[17:08] tun dann ihre Hände in diese Handschuhe, in diesen
[17:11] Handschuhen herrscht n leichter Unterdruck und wieviel Grad
[17:14] waren das so, das waren 10 Grad oder so was auf die die
[17:17] Handballen. Gespült worden.
[17:19] Die haben, glaube ich nicht genau eingelesen, die haben 10
[17:22] Grad gekühlt, aber wir wir kühlen ja praktisch bei 4 Grad,
[17:25] also bei den ja. Ganz kurz, nur ganz kurz.
[17:27] Nur, wie lange muss denn dann so ein Soldat die die Hände in
[17:31] diesen Handschuhen haben, um 0,5 Grad, das ist ja so denke ich
[17:35] mal, unser Ziel, Körper kerntemperatur zu senken, wie
[17:40] lange dauert sowas? Das kann ich jetzt nicht
[17:43] beantworten, weil ich krieg es mir ziemlich nicht eingelesen
[17:45] habe. Das tut mir leid.
[17:47] Also. Gut, aber Sie haben ein Gerät
[17:50] gut, dann erklären wir das Gerät, mit dem sie arbeiten.
[17:53] Das ist kein Handschuh, sondern vielleicht können Sie es kurz
[17:56] beschreiben. Also es ist im Endeffekt ein
[17:58] Gerät, wo ein viereckiges Gerät, wo man wie wenn man irgendwo die
[18:03] Hände hineinsteckt, also praktisch beide Hände steckt,
[18:07] man hinein und im Endeffekt, wenn die Hände da drin sind, es
[18:10] wird natürlich abgeschlossen hier in dem Bereich des
[18:13] Unterarmes und. Und dass eben hier praktisch
[18:15] dann keine Luft fließen kann. Und im Endeffekt wird hier dann
[18:20] gekühlt bei 4 Grad und der Unterdruck erzeugt und das macht
[18:24] man dann auch für 3 Minuten, dann gibt es wieder eine Minute
[18:26] Pause, dann in dem Effekt wird 5 * 3 Minuten gekühlt, das heißt
[18:32] eine Serie dauert dann genau praktisch 19 Minuten und das ist
[18:36] glaube ich das Geheimnis daran, wir machen dann auch die
[18:39] Kerntemperatur gemäß übers Ohr, wie weit sind bei einigen.
[18:43] Praktisch. Patienten.
[18:44] Wie weit sinkt hier die Temperatur ab, die Temperatur
[18:47] sinkt ab zwischen 02 und 05 Grad und interessanterweise kommt es
[18:51] aber schon oft wieder bei der 3.4.
[18:53] Sitzung zu einem Rewarming, das heißt, der Körper reguliert hier
[18:56] schon gegenwider, also das ist sehr interessant, also da glaubt
[19:00] ihr wissen wir noch nicht alles alles ob jetzt 5 Sitzungen
[19:02] ausreichen, derzeit machen wir 5 Sitzungen, vielleicht sollten
[19:05] wir auch mehr Sitzungen machen, ich denke da wird noch vieles in
[19:08] der Forschung notwendig sein, richtig herauszufinden wie viele
[19:11] Sitzungen. Sind angebracht für Patienten.
[19:15] Wir sehen auch mit 5 Sitzungen einen Erfolg, aber wie gesagt,
[19:18] da muss man noch mehr Studien dazu machen.
[19:20] Über die Erfolge müssen wir gleich im Detail sprechen, weil
[19:23] dazu gibt es ja jetzt eine erste kleine Studie.
[19:27] Aber bei vielen sind jetzt natürlich die Ohren so und die
[19:30] Augen so, weil die sich sagen, wie geht denn das, Hand also in
[19:33] so einen Kasten, beide Hände dann so eine Manschette drum,
[19:36] sodass eben der Druck unter Druck erzeugt werden kann.
[19:40] Und dann kommen die Hände, die Handballen auf so
[19:43] Metallhalbkugeln. Ich habe es selber getestet, so
[19:46] metallhalbkugeln die 4 Grad kalt sind, tut das nicht wahnsinnig
[19:50] weh und merkt man den Unterdruck.
[19:52] Also es tut nicht wahnsinnig weh und der Unterdruck ein wenig
[19:56] spürt man schon vom Unterdruck, aber es ist ja kein großer
[19:58] Unterdruck, so dass der Unterdruck wieder Schmerz macht.
[20:01] Also. Also ich habe gar nichts.
[20:02] Gemacht. Also man merkt eigentlich ganz
[20:04] wenig. Je nachdem, wie ein Patient
[20:06] sensibel ist. Die Patienten, die Arthritis
[20:07] haben, aber Arthrose, die haben natürlich eine verstärkte
[20:10] Schmerzempfindung, die spüren dann leicht etwas, aber die
[20:13] meisten Patienten spüren eben nichts.
[20:15] Jetzt ist die Frage, das muss also ein Gerät sein, das ganz
[20:17] exakt diese 4 Grad liefern kann, weil bei 4 Grad offensichtlich
[20:22] besonders effektive Resultate für die Schmerzreduktion und die
[20:27] Entzündungslinderung zu verzeichnen sind, kann das Gerät
[20:31] das sie nutzen. Kann das das auch wirklich?
[20:34] Definitiv liefern? Sind Sie da sicher.
[20:35] Also das Gerät was wir benutzen kann diese 4 Grad liefern und
[20:39] kann diese 4 Grad innerhalb schneller Zeit liefern.
[20:42] So ist es mindestens über zweieinhalb Minuten eine Kühlung
[20:44] bei 4 Grad ist. Man kann das Gerät die
[20:46] Temperatur einstellen zwischen 1 und 12 Grad natürlich wenn es
[20:49] jetzt um Muskelerholung geht brauche ich natürlich die 4 Grad
[20:52] nicht, aber 4 Grad sind extrem wichtig was wir gesehen haben um
[20:55] die Körpertemperatur zu senken und nur wenn ich die
[20:57] Körpertemperatur um 02 bis 05 Grad senke.
[21:00] Dann kann ich auch praktisch die Schmerztherapie verbessern und
[21:03] habe diese Silent Inflamation praktisch hier.
[21:06] Da wirkt es gegen die Entzündung und da wird eben in der Leukine
[21:09] freigesetzt und die entzündungshemmend sind und auch
[21:12] die Sirtuine. Also ich brauche eben schon eine
[21:14] Temperatur die 4 Grad um den Effekt zu erzeugen.
[21:17] Und da müssten sie uns jetzt sagen, wie das Gerät heißt das,
[21:19] das Wort ist natürlich. Alles also das Gerät heißt ich
[21:22] habe nur Erfahrung und das Gerät mit dem ich arbeite, ist das
[21:24] Vitoscore Cooling und die Daten die wir jetzt.
[21:28] In unserer Studie gefunden haben oder besser gesagt Anwendungen
[21:31] bei den Patienten haben uns eigentlich sehr überzeugt.
[21:34] Finden wir jetzt auch in den Shownotes.
[21:36] Einfach wer nachgucken möchte. Von 4 Grad, das war
[21:40] wahrscheinlich eine Entscheidung, die vernünftig
[21:42] war, weil auch praktisch das Eisbaden heute auch so 4 Grad
[21:46] und so weiter und je natürlich höher die gerade sind, desto
[21:51] länger muss man natürlich dann kühlen, sozusagen.
[21:54] Und wenn ich jetzt natürlich schon 4 Grad habe, dann brauche
[21:57] ich wahrscheinlich nur 3 Minuten, um diesen Effekt zu
[21:59] erzeugen. Wenn ich 10 Grad habe, dann
[22:00] brauche ich natürlich länger, aber was wir auch gesehen haben,
[22:04] gibt es auch interessante Studien, weil sie schon über
[22:06] Handschuhe gesprochen haben, die man auftut.
[22:08] Man hat zum Beispiel Patienten, wenn sie eine Chemotherapie
[22:11] bekommen, also da gibt es die Chemotherapie, induzierte
[22:14] Polyneuropathie, wo man dann praktisch nervenschmerzen im
[22:16] Bereich der Hand bekommt, des Fußes.
[22:19] Wenn man die vorher eine Kompresse rauft und eine Kühlung
[22:22] macht, auch dass die weniger Nervenschmerzen entwickeln.
[22:25] Also es gibt auch sozusagen die Kühlung prophylaktisch, dass
[22:29] weniger Nervenschmerzen entstehen.
[22:31] Aber sie konnten nachweisen, wenn man also 5 * 3 Minuten
[22:35] macht und dazwischen jeweils eine Minute Pause, dann wird die
[22:39] Körperkerntemperatur um mindestens 0,2, aber gerne auch.
[22:43] Um 0,5 Grad gesenkt das ist genau das, was man haben will,
[22:47] wenn man vor allem Schmerztherapie anstrebt und vor
[22:51] allem entzündungstherapie antientzündlich wirken möchte.
[22:54] Sie haben da jetzt eine Studie aufgesetzt, die war halt klein,
[22:57] ich glaube, es gab auch keine Placebo und Kontrollgruppen und
[23:00] was auch immer es ist sozusagen eine Beobachtungsstudie mit 10
[23:05] Personen, können Sie uns die beschreiben?
[23:07] Wir haben 10 Personen eingeschlossen, die hatten
[23:09] Arthrose, Arthritis, rheumatische Erkrankungen.
[23:13] Und diese 10 Personen hatten wir eben über 4 Wochen begleitet und
[23:17] das waren 3 Anwendungen pro Woche pro Woche und eine wie
[23:22] gesagt also 12 Anwendungen 3 pro Woche und eben wie schon erwähnt
[23:26] 3 Minuten. Hier das kühlen, dann eine
[23:29] Minute Pause und hier diese 5 Wiederholungen insgesamt 19
[23:32] Minuten. Was haben wir gemessen ist
[23:34] schmerzintensität wir haben geschaut auf die Lebensqualität,
[23:37] Schlafqualität, einen gewissen Scordis ist der Pittsburgh Slip
[23:40] Quality Index zum Beispiel. Und wir haben auch die gemessen
[23:44] Depressionen mit Hand von Scores und natürlich auch, ob es zu
[23:48] einer Angststörung kommt und so weiter und wie ist die, darf ich
[23:51] fragen? Entschuldigung, dass ich
[23:52] unterbreche, wir haben ja eben über Schmerz und über Entzündung
[23:55] gesprochen, warum haben sie auch Lebensqualität, Schlafqualität,
[23:59] Stimmung, Depression et cetera mit untersucht?
[24:02] Wir reden ja bei chronischen Schmerzpatienten von diesen
[24:04] sogenannten Biopsychosozialen Schmerzmodellen.
[24:07] Das heißt, wir fokussieren oft nur auf die Psyche, auf den
[24:10] Schmerz allein, auf das BI, oder?
[24:11] Das ist jetzt zu wenig. Viele andere Faktoren sowie die
[24:14] Schlafqualität bei Schmerzpatienten beeinträchtigt
[24:16] die Depression ist Komfort, Angststörungen kommen vor und
[24:20] die Lebensqualität, also wir gehen jetzt auch im Schmerz weg,
[24:23] zum Beispiel wenn wir gewisse Apps entwickeln, dass wir nicht
[24:26] sagen, wie ist die Schmerzlinderung natürlich, bei
[24:29] Untersuchungen müssen wir schauen, wie sich die
[24:30] Schmerzlinderung, aber wir sagen, was kann einen Tag mehr
[24:33] machen, was macht ihm mehr Freude, wie hat er heute
[24:36] geschlafen. Welche Dinge Bewegung ist heute
[24:39] mehr geworden? Also man geht in der
[24:41] Schmerztherapie Weg von diesen auf den Schmerz zu fokussieren,
[24:45] man fokussiert dorthin diese sogenannte acceptant Commitment
[24:48] Therapie nicht, ich muss zuerst meine Gefühle, meinen Schmerz
[24:50] akzeptieren, dann andere praktisch Schwerte mir setzen
[24:53] und dann gewisse Aktionen machen aber und diese Aktionen die
[24:56] positiv sind, auf die fokussieren wir.
[24:58] Also deswegen messen wir auch die Lebensqualität immer mit.
[25:01] Deswegen schauen wir, verändert sich die Depression, verändert
[25:03] sich die Stimmung und so weiter. Okay jetzt verstehen wir das und
[25:06] jetzt brauchen wir das Ergebnis. Ja, und die Patienten also waren
[25:10] praktisch, hatten natürlich 40%, hatten die klassisch nichts, der
[25:14] da ein Dramatiker sowie Adiclofenact auch genommen hat.
[25:19] Wenige Prozent hatten noch Opoide genommen, also starke
[25:21] Schmerzmittel, das Mittelalter der Patienten war 54 Jahre.
[25:26] Und die überraschend war. Die Patienten hatten zu Beginn
[25:28] einen Schmerz, wenn man sagt, 0 ist kein Schmerz 10 ist
[25:30] unerträglicher Schmerz bei 6, der dann nach 4 Wochen auf 3
[25:34] runtergegangen ist. Also man sagt klinisch relevante
[25:36] Schmerzreduktion ist 30%, hier hat man wieder eine starke
[25:39] Schmerzreduktion 50% das hat uns natürlich selbst total
[25:42] überrascht, auch in dem Ergebnis her, und natürlich haben wir
[25:46] auch natürlich geschaut nach, dass die Ängstigkeit
[25:49] Depressivität im Laufe der Verhandlung.
[25:52] Gesunken ist also. Das hat genauso dort eine
[25:54] Auswirkung gehabt. Die Schlafqualität hat sich
[25:57] während der Behandlung verbessert und natürlich, wenn
[25:59] jetzt die Depression weniger wird, die Schlafqualität
[26:01] verbessert sich, wird die Lebensqualität besser, das ist
[26:04] ein Faktor einer Lebensqualität, und hier haben wir auch eine
[26:05] Verbesserung gefunden und die Patienten waren eigentlich, dass
[26:10] einige gesagt haben, sofort nach der Therapie konnte ich die
[26:12] Hände wieder besser bewegen und so weiter also die Patienten
[26:15] haben sofort praktisch einen besseren Effekt gehabt und wie
[26:19] sie schon früher erwähnt haben, also Nebenwirkungen.
[26:22] Dass irgendwer das stark unangenehm empfunden hat, das
[26:25] hatten wir bei den Patienten nicht.
[26:27] Aber wie gesagt, das ist jetzt eine eine Anwendung und ist
[26:30] keine Studie, ist nur eine Anwendung bei 10 Patienten und
[26:34] Patientinnen. Aber es wäre jetzt natürlich
[26:36] toll rauszufinden, kann man nachweisen, ob die
[26:40] Entzündungsstärke. Nachgelassen hat also, ob
[26:43] tatsächlich Anti inflammatorische Effekte damit
[26:46] verbunden sind. Haben sie da vor, noch weitere
[26:49] Studien zu machen? Genau das planen wir also.
[26:51] Wir planen jetzt auch eine wir, wir reichen gerade jetzt ein bei
[26:54] der Ethikkommission, also wir wollen jetzt durch die
[26:56] Ethikkommission, auch die, die Studien einreichen, die
[26:59] praktisch, wir brauchen eine eine Genehmigung der
[27:01] Ethikkommission, und da wollen wir genau fokussieren, wir
[27:03] wollen auch hier eine eine Gruppe machen, wo wir.
[27:06] Schon kühlen, aber nicht diesen Unterdruck erzeugen.
[27:08] Also es ist schwer, wenn ich jetzt Placebo kontrolliere.
[27:12] Die Studie ist immer schwer zu machen, bei Kühlung nicht, wie
[27:14] kann ich jetzt einen den eine Kälte kann man tun und sagen
[27:16] -110 und der andere sagt er kriegt nichts, dann weiß er dass
[27:20] nichts wahr also es ist schwer, aber bei diesem bei diesem Gerät
[27:24] ist es eben, dass man einen Trick vielleicht macht und sagt
[27:26] okay wir machen keinen Unterdruck, also wir machen
[27:28] schon Kühlung, also aber natürlich wenn die Kühlung jetzt
[27:31] nur 3 Minuten ist und gibt keinen Unterdruck, wer die über
[27:33] diese atrovenösen Anstomosen nicht zu viel Temperatur oder
[27:37] Kälte in den Körper praktisch transportiert werden, das ist,
[27:39] das ist die Idee dahinter. Vergleicht man die beiden
[27:42] Gruppen und dann werden wir natürlich auch gewisse die
[27:45] Interlakine, die Sirtuine und die praktisch hier auch
[27:49] dementsprechend untersuchen und vielleicht auch cortisolspiegel,
[27:51] ob es Stress macht oder nicht, Stress macht, da sind wir dabei
[27:54] jetzt zu planen. Aber Entzündungsmarker müssen
[27:58] sie doch dann auch messen. Ob die.
[27:59] Runtergehen, Entzündungsmarker, Interlakin ist ein
[28:01] Entzündungsmarker sozusagen. Das CRP könnten wir auch messen,
[28:06] aber Interlerkin ist ein sensitiver Entzündungsmarker.
[28:09] Wenn wir Interlerkin messen, haben wir eigentlich eine
[28:11] bessere, aber crp messen wir die parallel dazu werden wir machen.
[28:15] Ja, total spannend, was mich jetzt ein bisschen gewundert
[28:17] hat, als sich die ganze Studienlage mir angeschaut hat.
[28:20] Da gibt es ganz viel zum Thema Palmcooling und
[28:23] Ausdauertraining, Krafttraining, Konditionstraining, manche auch
[28:28] zum Thema Gewichtsverlust. Aber ganz wenig zum Thema
[28:32] Palmcooling, also Handflächencooling und
[28:35] Entzündungshemmung oder Schlafqualität, Verbesserung,
[28:38] Schmerzlinderung. Können Sie sich das erklären?
[28:42] Ja, man hat ja eher geschaut, weil das ist schon leicht zu
[28:45] erklären, weil praktisch. Wir haben ja auch das Gerät, ist
[28:49] ja auch kein Medizinprodukt, jetzt wird natürlich dort, wo
[28:52] wird es eingesetzt, primär natürlich zuerst im
[28:55] Sportbereich, in der Medizin bräuchten wir eigentlich ein
[28:57] Medizinprodukt, um es anzuwenden.
[28:59] Auch die Kältekammer, also teilweise kein Medizinprodukt
[29:02] also deswegen wird es halt mehr im Sportbereich eingesetzt und
[29:05] dort hat man gesehen, deswegen hat man dort auch gesehen, dass
[29:08] wenn die Sportler die haben, eine schnelle Erholungsphase,
[29:11] das ist auch nachgewiesen worden, es hat ja auch einen
[29:14] Einfluss auf die auf die Muskulatur, dass die Muskulatur
[29:17] sich praktisch schnell erholt und so weiter also das wissen
[29:20] wir ja und aber genau das brauchen wir auch im Schmerz,
[29:22] weil Patienten haben ja oft muskuläre Verspannungen und so
[29:25] weiter und wenn die muskuläre Verspannungen runter gehen,
[29:29] dann. Dann hat man auch eine bessere
[29:30] Schlafqualität. Das ist auch verbunden.
[29:33] Sind sie nicht? In so einem gewissen Dilemma.
[29:35] Sie haben jetzt festgestellt, dass mit ihren Patienten
[29:38] tatsächlich eine nachweisliche und erhebliche Verbesserung
[29:42] sowohl der Schmerzen als auch der Entzündung als auch der
[29:46] Schlafqualität etc. Zu verzeichnen war, aber das
[29:49] Gerät ist kein Medizinprodukt, das heißt, sie dürfen es in der
[29:53] Klinik nicht einsetzen. Nur in Studien richtig, was muss
[29:57] denn passieren, damit man das, damit das jeder erstens in der
[30:00] Klinik und dann zweitens, wenn es nicht zu teuer ist, auch zu
[30:03] Hause einsetzen kann oder wo immer auch im Fitnessstudio oder
[30:06] so, aber jetzt nicht zur Konditions zum
[30:09] Konditionstraining, sondern zu anderen Themen, also.
[30:11] Oder Apotheken. Also ich glaube, wenn wir jetzt
[30:14] beweisen können, dass in dieser Placebo kontrollierten Studie,
[30:17] dass dieser Effekt vorhanden ist, da sind wir schon auf einem
[30:20] guten Weg, dass es vielleicht auch ein Medizinprodukt wird.
[30:23] Und ich denke, das, was wir gesehen haben, wenn ich mit
[30:26] dieser Methode so einen guten Effekt erziele und keine
[30:30] Nebenwirkung habe, dann bin ich natürlich weit voraus.
[30:33] Im Unterschied zu Medikamenten. Viele Medikamente haben
[30:36] Nebenwirkungen und so weiter und wenn die Kälte nur einen Effekt
[30:39] hat und wie gesagt keine Nebenwirkungen, deswegen müssen
[30:42] wir auch schauen, dass mit Studien, und deswegen sind wir
[30:44] auch bestrebt dann. Dass das ein Medizinprodukt
[30:46] wird. Also ich selber halte sehr viel
[30:49] von Kältetherapie für gesunde Langlebigkeit, also sozusagen um
[30:53] diese Silent Inflamations möglichst zu vermeiden.
[30:56] Was machen Sie denn, haben Sie so n Gerät und nutzen Sie das
[30:59] selber just for prevention? Bis jetzt noch nicht da, aber
[31:03] ich mach das Kältedusch, das mach ich schon zum Beispiel.
[31:06] Aber ich, ich nehme. Ja, Sie haben ja selber gesagt,
[31:08] das bringt nichts für die für. Die Körperwetter bringt es
[31:10] nichts, aber für mich psychisch bringt es etwas und das
[31:12] Immunsystem und ich nehme auch gewisse Substanzen, um das
[31:15] Immunsystem zu stärker auf. Die kann jetzt aber keine
[31:17] Werbung machen. Ich glaube, so wie auch beim
[31:20] Schmerz, die Kälte kam jetzt ein Teil.
[31:22] Patient muss ja, wenn er praktisch einschränkt hat,
[31:25] Arthritis. Arthrosen muss ja auch
[31:27] Physiotherapie machen, er muss gewisse Medikamente machen, also
[31:30] ich glaube, es ist mir ganz wichtig, dass wir jetzt, wenn
[31:32] wir viel über Kälte reden, dass nicht jetzt, ich glaube, jeder
[31:35] jetzt sind wir, die diese Kältekammer beim Cooling, und
[31:38] jetzt bin ich geheilt. Also ich glaube dort sollte man
[31:41] jetzt nicht hinkommen und genauso ist glaube ich Anti
[31:44] Aging ist jetzt nicht unbedingt Kälte allein, sondern Anti
[31:47] Aging, das wissen Sie haben mir viele Podcasts gemacht darüber,
[31:50] das ist eine gewisse Substanz, die man hinnehmen kann, das ist,
[31:53] wenn ich jeden Tag mich ausreichend bewege, in der
[31:55] richtigen Dosis trainiere, wenn ich eine gute Schlafqualität
[31:58] habe, eine ausreichende Ernährung habe und so weiter da
[32:01] spielt vieles eine große Rolle und genauso ist es beim Schmerz.
[32:05] Da muss ja auch ein Paket schnüren, den Patienten, so wie
[32:07] auch sage ich, ein Anti Aging Paket mir schnüren muss, was für
[32:11] meinen Körper passt und funktioniert.
[32:13] Na ja, also letzte Frage, wenn wir eben mit Kälte den Kältereiz
[32:18] als einen von vielen, der uns helfen kann, gesund älter zu
[32:22] werden, begreifen. Und wie ich jetzt nicht total
[32:26] heiß drauf ist, da in diese Kryokammern zu laufen oder in
[32:29] die kalten Seen zu springen. Ich hab dieses Renault Syndrom,
[32:33] dann macht bei mir das immer in den Kapillaren macht es Krampf
[32:36] und die werden Gelb und grün und blau.
[32:39] Und wenn ich jetzt durch den Unterdruck das zum Beispiel
[32:41] vermeiden kann und wenn ich dann mit 19 Minuten Therapie genau
[32:45] denselben Effekt haben kann, dann ist das natürlich total
[32:48] interessant. Würden Sie denn sagen.
[32:51] Dieses Palm Cooling könnte denselben Effekt haben,
[32:54] hypothetisch. Es gibt ja noch keine Studien
[32:56] dazu, wie eben Kryokammer oder Eispartner.
[32:59] Also von der Erfahrung jetzt, was ich mit dem Gerät habe,
[33:03] könnten wir die Hypothese aufstellen, dass es den gleichen
[33:06] Effekt hat und weil wir auch die Kernkörpertemperatur gemessen
[33:12] haben. Und wie gesagt, ich kann ja viel
[33:15] machen, die die Kältekammer haben wir schon erwähnt, das ist
[33:18] -110 3 Minuten. Hier kann ich ja praktisch die
[33:22] Zyklen, das ist ja nicht, wenn einer den Klaus von mir hat,
[33:25] kann ich auch nicht reingehen und und in der Kälte kann ich
[33:29] auch noch einmal reingehen, also und nicht jetzt 5 mal
[33:32] hintereinander und so weiter also und da könnte ich jetzt
[33:35] wahrscheinlich, da müssen wir noch forschen, wie viele Zyklen
[33:38] der Kühlung muss ich auch vielleicht sein. 5.
[33:40] Bei gewissen Krankheitsbildern zu wenig, vielleicht muss ich 10
[33:42] machen, vielleicht muss ich auch für Anti Aging, vielleicht
[33:45] brauche ich auch nur 3 Zyklen, also.
[33:47] Ich denke, da ist vieles drin und das ist ein ein einfaches
[33:50] Gerät und mit dem kann ich viel machen und ich glaube, das ist
[33:53] für die Forschung interessant und auch für die, wie sie sagen,
[33:56] für Anti Aging interessant und natürlich auch für die
[33:58] Schmerztherapie. Für die Fans des Eisbadens ist
[34:02] natürlich dieser mentale Effekt, der durch durch diesen
[34:05] Kälteschock entsteht und. Der Sympathikus Effekt, der dann
[34:09] uns auch zum Teil trainieren kann.
[34:12] Wichtig, das ist jetzt mit dem Gerät und den Effekten dieses
[34:15] Geräts nicht verbunden, das muss man einfach wissen, aber wem es
[34:20] um die Silent Inflamation zum Beispiel geht, wird das ein
[34:24] spannendes Gerät bleiben und vielleicht noch mehr werden.
[34:28] Also ich bin mir sicher Professor Lieker bleibt dran und
[34:32] wird weitere Studien. Durchführen.
[34:34] Die müssen alle finanziert werden, das dauert und die
[34:37] Ergebnisse müssen publiziert werden und die müssen in
[34:39] richtigen Magazinen und Fachmagazinen publiziert werden.
[34:43] Das wird alles kommen, das braucht alles Zeit, aber ich
[34:46] glaube, alle, die uns jetzt zugeschaut und zugehört haben,
[34:49] sagen sich, hey, das ist ja total spannend, Handflächen Palm
[34:54] cooling. Um Schmerzen zu lindern, um
[34:57] Entzündungen zu hemmen und eventuell Konditionen zu
[35:00] verbessern, Schlafqualität etc. Super spannend.
[35:04] Ich bedanke mich, Herr Professor Rudolf Lieka, Facharzt für
[35:08] Anästhesie und besonders im Bereich Schmerztherapie
[35:12] unterwegs am Landeskrankenhaus in Klagenfurt.
[35:15] Danke sehr. Danke für die Einladung.
[35:16] Danke fürs Zuhören. Ich hoffe diese Folge hat dir
[35:19] gefallen. Weitere Informationen findest du
[35:22] wie immer in den Shownotes. Wenn du etwas in dieser Folge
[35:26] gelernt hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich
[35:30] mich über eine Bewertung freuen. Damit hilfst du mir und anderen
[35:33] Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter
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[35:40] anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder youtube,
[35:46] ich freue mich immer über Feedback und weitere Fragen von
[35:50] dir, alles wird gut, aber nicht von alleine.

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