# Krebs austricksen – mit personalisierter Medizin | Nina Ruge im Gespräch mit Prof. Malek

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 17 Apr 2026, 54 min.

Audio: https://traffic.megaphone.fm/APO4227721037.mp3

In dieser Folge spreche ich mit Professor Nisar Malek, dem Direktor der Medizinischen Klinik 1 am Universitätsklinikum Tübingen und Gründungsdirektor des Zentrums für Personalisierte Medizin sowie des M3 Research Centers. Er ist einer der führenden Experten für personalisierte Krebsmedizin in Deutschland und hat ein System aufgebaut, das Tumortherapien exakt auf die genetische Signatur jedes einzelnen Patienten zuschneidet. Was zunächst nach reiner Krebsmedizin klingt, hat enorme Bedeutung für die Prävention und das gesunde Altern. Denn viele Erkrankungen – auch Krebs – entstehen lange vor ihrem Ausbruch. Professor Malek erklärt, wie Genomsequenzierung, Proteomik und Künstliche Intelligenz zusammenwirken, um Therapien präziser und wirksamer zu machen. Besonders faszinierend: Seine aktuelle Forschung zur Darmalterung zeigt, dass mitochondriale Dysfunktion in Darmstammzellen eine Schlüsselrolle beim Altern spielen könnte. Wir sprechen über das biologische Alter, personalisierte Prävention, die Rolle des Mikrobioms und darüber, warum ein lernendes Gesundheitssystem der Schlüssel zur Medizin der Zukunft ist. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: • Warum ist personalisierte Medizin der Schlüssel zu besseren Krebstherapien? • Was verrät die DNA eines Tumors über die beste Behandlungsstrategie? • Wie setzen die Zentren für Personalisierte Medizin Genomsequenzierung und Proteomik ein? • Weshalb kann Künstliche Intelligenz die Krebstherapie revolutionieren? • Was bedeutet Off-Label-Einsatz von Medikamenten und warum ist Deutschland hier einzigartig? • Wie können Liquid Biopsies Tumorveränderungen im Blut sichtbar machen? • Warum spielt das Darmmikrobiom eine entscheidende Rolle bei der Wirksamkeit von Medikamenten? • Was unterscheidet das biologische vom chronologischen Alter – und warum ist das für Therapieentscheidungen wichtig? • Wie könnte personalisierte Prävention die klassische Gesundheitsvorsorge ablösen? • Weshalb sind Mitochondrien ein Schlüsselfaktor für die Darmalterung? • Was können wir vom Grönlandhai über das Altern lernen? • Wie kann eine Zuckersteuer die Prävention in der breiten Bevölkerung voranbringen? Weitere Informationen zu Prof. Nisar Malek findest du hier: https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/mitarbeiter/profil/1550 Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin.

## Transcript

[0:04] Willkommen bei Stay Young. Heute habe ich mir was ziemlich
[0:07] anspruchsvolles vorgenommen, doch es ist super spannend, da
[0:11] könnt ihr sicher sein, ich habe nämlich einen der führenden
[0:14] Experten für Personalisierte Medizin in Deutschland ist er
[0:17] das aber vielleicht sogar international?
[0:20] Er ist Internist, er ist Gastroenteraloge und
[0:23] Krebsmediziner und Direktor der medizinischen Klinik 1 in
[0:27] Tübingen und hat dort das international bedeutende Zentrum
[0:31] für personalisierte Medizin aufgebaut.
[0:34] Sein Ziel weg von standardmedizin hinzu Therapien,
[0:37] die exakt auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind,
[0:41] sagt ihr jetzt, was hat das denn mit Stay Young zu tun, mit
[0:45] Prävention, der Macht, doch Thick Care, denkt ihr vielleicht
[0:49] ihr? Das diskutieren wir jetzt.
[0:52] Professor Nisa Malek Willkommen bei Steyang.
[0:56] Hallo Frau Ruge, schön, dass ich heute bei ihnen sein darf, sie.
[1:00] Haben mir ja im Vorgespräch ziemlich klar entgegen
[1:03] geschleudert. Ich bin kein Alternsforscher,
[1:07] aber ich interview sie trotzdem, weil ich denke mal mit Ihren
[1:11] umfassenden Forschungsprojekten wird personalisierte Prävention
[1:15] auf höchstem Niveau möglich werden.
[1:18] Ist das richtig? Ja, ich denke auch.
[1:21] Also ich bin kein Altersforscher, das stimmt, aber
[1:24] ich komme aus der personalisierten Medizin, aus
[1:27] der Krebsforschung, um präzise zu sein.
[1:30] Ich glaube aber, trotzdem muss man ja sagen, dass viele
[1:33] Erkrankungen, zum Beispiel Krebs, aber auch viele andere,
[1:36] ja lange vor der vor dem Ausbruch der Erkrankung
[1:39] entstehen, dass dieser Weg dorthin ja das bedeutende ist.
[1:43] Das ist ja in der Onkologie ja besonders gut.
[1:46] Und deswegen glaube ich, dass viele von den Dingen, die wir
[1:50] heute verwenden, um eine präzisere Lara auf die
[1:57] Erkrankung des Patienten zugeschnittene Therapie
[2:00] auszuwählen, auch für die Prävention und insbesondere auch
[2:03] für die Prävention von Altern und Altern assoziierten
[2:07] Erkrankungen. Ich war beeindruckt, als wir
[2:10] unser Vorgespräch geführt haben. Mit welcher?
[2:13] Präzision Sie auch. KI gestützt, therapeutisch aktiv
[2:18] sein können, das ist eine ganz neue Welt und das müssten wir
[2:22] jetzt erstmal verstehen, bevor wir uns über Prävention
[2:26] unterhalten, also am Zentrum für personalisierte Medizin,
[2:29] behandeln sie Krebspatienten so personalisiert, wie ich es noch
[2:33] nie gehört habe, bitte können Sie uns da mal einen Einblick
[2:35] geben, wie was das Unique ist bei Ihnen.
[2:41] Also wir sind ja mittlerweile in der Onkologie nicht mehr an dem
[2:44] Punkt, wo wir sagen, das ist jetzt ein Krebs, der im Gehirn
[2:48] entsteht, und das ist ein Krebs, der im Darm entsteht, und der
[2:51] entsteht in der Brust, sondern wir sagen, das sind alles
[2:54] natürlich organspezifische Erkrankungen, aber sie haben
[2:59] sehr spezifische genetische Ursachen, also Veränderungen an
[3:03] der DNA, die letzten Endes. Dann über Jahre oder auch
[3:07] Jahrzehnte dazu führen, dass wir einen Tumor entwickeln und
[3:13] genauso wenig wie man. Ganz kurz, Entschuldigung, darf
[3:16] ich da ganz kurz rein es es geht nicht um die DNA des Patienten
[3:19] insgesamt, sondern es geht um die DNA in diesen Organen.
[3:22] Im Tumor genau, ja, genau, und oder, wenn man ganz genau sein
[3:26] will, ist es sogar die DNA des Patienten und die DNA des
[3:30] Tumors, also die DNA im Tumor, ist ja die U.
[3:33] War ja ursprünglich mal die gesunde DNA des Patienten und
[3:37] jetzt ist sie eben über viele Einflüsse verändert und letzten
[3:41] Endes führt das dann zur Erkrankung.
[3:43] Aber wir untersuchen heute sowohl die eigentliche Ausgangs,
[3:47] die gesunde DNA sozusagen des Patienten, um rauszufinden, gab
[3:51] es da vielleicht von Geburt an schon Veränderungen, die eine
[3:54] Prädisposition für den Tumor dargestellt haben und dann auch
[3:58] die DNA aus dem Tumor und aus beiden Informationen zusammen.
[4:02] Aber auch aus Informationen zur Genexpression, zur
[4:05] Eiweißexpression bis hin zum Mikrobiom können wir dann eine
[4:10] einen ein Gesamtbild erzeugen der Tumorerkrankung.
[4:14] Was uns dann hilft, die richtige Therapie für den richtigen
[4:18] Patienten zur richtigen Zeit auszusuchen, das ist eigentlich
[4:21] der Kern dessen, was in den Zentren für personalisierte
[4:25] Medizin gemacht wird, davon gibt es nicht nur 1 in Tübingen,
[4:27] sondern mittlerweile 28 in Deutschland an den
[4:30] Universitätskliniken in Deutschland.
[4:31] Und die funktionieren eigentlich alle nach dem gleichen Bauplan,
[4:35] nämlich sich auf die molekularen Ursachen von Erkrankungen zu
[4:39] fokussieren, um daraus die richtige Therapie zu
[4:42] identifizieren. Trotzdem kann man sagen, dass
[4:45] sie führend sind, weil sie da in der Forschung ganz weit vorne
[4:48] sind. Also wir haben das hier in
[4:51] Tübingen aufgebaut. Es war das erste ZBM, was es in
[4:54] in Deutschland gegeben hat, auch in Baden Württemberg das erste.
[4:56] Dann haben wir das über die Baden württembergischen
[4:59] Universitätskliniken. Auf Deutschland ausgedehnt.
[5:03] Und ja, wir treiben diesen ganzen Prozess, glaube ich,
[5:06] jetzt in den letzten 10 Jahren ziemlich intensiv voran.
[5:09] Hier aus Tübingen, aber das ist gerade in der personalisierten
[5:13] Medizin, kommt es sehr darauf an, dass viele Player
[5:16] zusammenspielen und insbesondere auch zusammenspielen, weil sie
[5:20] die Daten aus diesen verschiedenen Zentren wollen,
[5:23] wenn sie. Überlegen.
[5:24] Jeder Tumor ist letztens ne genetische Erkrankung, dann ist
[5:28] jeder Tumor auch einzeln einzigartig, sozusagen so wie
[5:31] jeder Mensch einzigartig ist. Und wenn sie dann übergreifende
[5:35] Prinzipien verstehen wollen, dann müssen Sie viele Daten
[5:37] zusammenpacken, auf einen Haufen sozusagen, und dann analysieren,
[5:41] und das geht nur im Verbund mit vielen leistungsfähigen Zentren.
[5:45] Deswegen diese großen nationalen Netzwerke.
[5:49] Ganz viele Fragen, die sich daran anschließen.
[5:51] Also zunächst erst mal, sagen sie ja auch Mikrobiom, dann
[5:54] gehen Expressionen und viele andere Marker, vielleicht können
[5:58] sie uns an dem Fallbeispiel kurz erklären, was nehmen Sie an
[6:02] Biomarkern und auch wie schnell und wie gut und wie weit ist
[6:07] denn schon die KI in der Lage, dann daraus wirklich eine
[6:10] direkte Handlungsempfehlung für den Therapeuten und den
[6:13] Mediziner zu liefern. Ja, also was wir standardisiert
[6:17] machen und was mittlerweile eben auch in Deutschland erprobt
[6:21] wird, eigentlich als einziges Land auf der Welt wirklich in
[6:23] diesem Umfang erprobt wird, ist die Genomsequenzierung des
[6:26] Tumors. Also sie stellen die komplette
[6:29] Genomische Information für jeden einzelnen Tumor dadurch zur
[6:32] Verfügung, für jeden Patienten, der in diesem.
[6:35] Modellversuch, so heißt dieses Konzept im Moment in Deutschland
[6:39] untersucht wird. Wir machen grundsätzlich oder an
[6:42] vielen Stellen zusätzlich auch eine Genexpressionsanalyse, also
[6:46] eine RNA Analyse im Tumor, und was jetzt sehr stark kommen wird
[6:50] in den nächsten Jahren sind die Protein
[6:53] Expressionsuntersuchungen, die sogenannte Protiomik, da sind
[6:57] wir dann tatsächlich an der Stelle, wo sozusagen die
[6:59] eigentliche Wirkung entsteht, denn alles in der Zelle wird ja
[7:02] gesteuert durch Eiweiße. Und diese Eiweiße zu
[7:06] entschlüsseln, für jeden einzelnen Tumorspezifisch in
[7:09] ihrem Zusammenspiel, das ist etwas, was die nächste Stufe
[7:12] eigentlich darstellt. Und wir sind jetzt gerade hier
[7:15] in Tübingen sehr, sehr intensiv dabei, diese Technologie in die
[7:19] Versorgung einzuführen, und wenn sie sich überlegen, wie viele
[7:22] Daten sie dann für jeden einzelnen Patienten, teilweise
[7:26] für jede einzelne Tumorzelle sammeln durch diese
[7:30] Untersuchung. Dann können Sie das nur noch
[7:32] durch sehr leistungsfähige Informatik, Bioinformatik und
[7:36] auch jetzt zunehmend durch KI analysieren und in Beziehung
[7:40] setzen. Und das Ganze sozusagen auch in
[7:41] einer Zeit und wenn wir über Versorgung sprechen, auch für
[7:44] einen Preis, der dann sozusagen im Versorgungs im
[7:48] Gesundheitssystem auch Adäquates finanziert werden kann und damit
[7:52] den Menschen auch zur Verfügung stehen kann. 1.
[7:55] Sie brauchen die Tumorzellen sie sind Gastroenterologie, sind,
[7:58] machen sehr viel Darmkrebs. Diagnostik und Therapie wie
[8:02] wären das zum Beispiel beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?
[8:05] Da kommt man ja nicht dran eigentlich, oder man muss gleich
[8:08] diese furchtbare Operation machen, also das geht jetzt nur
[8:12] bei bestimmten Krebstypen nein. Das geht bei jedem Krebstyp sie
[8:15] haben völlig richtig beim Bauchspeicheldrüsenkrebs stehen
[8:17] wir mal vor dem Problem, dass wir da natürlich schlechter
[8:20] rankommen, als wenn wir in das hohlorgan Darm mit einem
[8:24] Endoskop schauen können und Probe nehmen können.
[8:26] Aber man kann auch Proben aus dem Pankreas nehmen.
[8:29] Das das geht schon, das machen wir jeden Tag eigentlich.
[8:31] Die Qualität ist häufig nicht so gut, weil das eben sehr
[8:34] bindegewebsreiches Tumor Gewebe ist.
[8:39] Aber es geht auch dort und auch dort, das machen wir auch in den
[8:41] molekularen Tumorboards, praktisch in jedem molekularen
[8:44] Tumorboards sind bauchspeicheldrüsenkrebspatienten,
[8:47] können wir diese genetische Analytik machen, können auch
[8:51] Transkriptionsuntersuchungen machen, können Proteomik machen.
[8:54] Und hoffen, dass wir gerade bei Krebsen, die so schlecht zu
[8:57] behandeln sind wie der Bauchspeicheldrüsenkrebs,
[8:59] darüber neue Ansatzpunkte für individualisierte Therapien
[9:02] finden. So wahnsinnig viele Daten aus
[9:05] den verschiedensten Bereichen der Proteomik, Genomik et cetera
[9:10] Fohlen, wie kommt, muss man sich das vorstellen, wie kommen sie
[9:14] dann mit Hilfe der KI zu einer personalisierten Therapie?
[9:19] Wahrscheinlich kann sich wirklich jeder Patient, der bei
[9:21] ihnen sein darf, glücklich schätzen, weil.
[9:24] Besser geht es ja im Augenblick gar nicht.
[9:25] Wie kommen Sie dahin? Ja, also die KI ist noch in den
[9:29] Anfängen. Also wir sind im Moment dabei,
[9:31] KI in Forschungsprojekten einzusetzen, insbesondere im
[9:35] Hinblick auf eine Prädiktion. Ich will Ihnen das an einem
[9:39] Beispiel erklären, wir haben jetzt in Baden Württemberg in
[9:41] den letzten 5 Jahren in den Unikliniken Heidelberg,
[9:45] Freiburg, Ulm und Tübingen 7000 ungefähr 7000 Patienten durch
[9:49] molekulare Tumorboards, also durch diese
[9:51] Entscheidungsgremien. Gesehen.
[9:54] Wir haben 1400 Patienten behandelt und diese Behandlung
[9:57] sind hochindividuell, da sind alle Medikamente eingesetzt
[10:01] worden, die wir in der Onkologie in Deutschland im Moment zur
[10:03] Verfügung haben, und daraus entsteht natürlich Muster.
[10:06] Es entstehen Muster, wer welcher Tumor mit welcher Genetik und
[10:11] welchem welcher Kombination von Medikamenten auf die Kombination
[10:14] von Medikamenten reagiert, auf die Therapie, welcher reagiert
[10:18] nicht und aus diesen Mustern können Sie natürlich.
[10:21] Machine Learning Algorithmen ableiten beziehungsweise die
[10:24] trainieren und über diesen Trainingsprozess können sie dann
[10:27] prädiktionen machen. Einerseits, wer wird in Zukunft
[10:30] ansprechen und auch, und das ist eigentlich dann sozusagen die
[10:34] die Königsklasse in der ganzen Sache können wir aus diesen
[10:37] Daten neue sinnvolle Kombinationen ableiten, die wir
[10:41] dann in klinischen Studien überprüfen können.
[10:44] Dadurch entsteht sozusagen so ein.
[10:46] Sich selbst verstärkender Loop, der aus diesen Daten über
[10:50] Machine Learning über KI Ansätze zu einer besseren Prädiktion und
[10:54] dann zu einer neuen klinischen Studie führt, in sehr viel
[10:57] kürzerer Zeit, als wir das bislang konnten, das ist das
[11:00] Ziel, auf das wir hinarbeiten. Das heißt, sie können eventuell
[11:05] auch Medikamente einsetzen, die bisher in der Krebstherapie gar
[11:09] nicht eingesetzt worden sind, aber die von der KI erkannt
[11:12] worden sind. Könnte an diesem Punkt.
[11:14] Helfen, wenn die denn gefüttert worden sind alle diese
[11:18] Medikamente an die KMI oder? Genau, also wir setzen ja jetzt,
[11:22] wir haben ja in Deutschland die besondere Situation, eigentlich
[11:25] weltweit einzigartige Situation, dass wir bei Menschen, die keine
[11:31] Standardtherapie mehr bekommen können, weil sie schon gehabt
[11:34] haben, es nicht mehr wirkt. Insbesondere Krebspatienten
[11:37] Medikamente auch im sogenannten Off Label Einsatz einsetzen
[11:40] können. Also sie sind nicht zu, sie sind
[11:42] am Markt verfügbar, wir sind nicht zugelassen für diese
[11:44] spezifische Einsatz, beispielsweise so ein
[11:48] Medikament, das beim Darmkrebs zugelassen ist, aber nicht beim
[11:52] Brustkrebs. Jetzt kommt eine Patientin mit
[11:54] einer bestimmten Tumorsignatur. Die darauf hindeutet, dass wir
[11:58] das Medikament auch beim Brustkrebs sinnvoll einsetzen
[12:01] können. Dann können wir das in
[12:02] Deutschland machen. Und das wird auch von den Kassen
[12:04] finanziert, wenn entsprechende Anträge gestellt werden.
[12:07] Und das haben wir in den letzten Jahren eben so.
[12:09] Deutschland seit 2030 40 Jahren gemacht, solche Off Label
[12:13] Therapien, das haben wir jetzt in den letzten Jahren eben auch,
[12:16] gerade im Hinblick auf genetisch stratifizierte Patientengruppen
[12:19] gemacht und dadurch entsteht natürlich n großes Repositorium
[12:22] von genau dem. Was Sie gerade gesagt haben,
[12:25] Medikamente, die bislang nicht beim Brustkrebs eingesetzt
[12:28] worden sind, sind jetzt beim Brustkrebs eingesetzt worden,
[12:31] und wir können aus diesen Ergebnissen lernen.
[12:33] Das heißt, das ganze System ist ein lernendes Versorgungssystem,
[12:37] das praktisch kontinuierlich Longitudinaldaten erhebt und
[12:41] dadurch sich kontinuierlich zu verbessern sucht.
[12:44] Das ist eigentlich die Idee, ja. Wird lernen.
[12:47] Diese fiesen Tumorzellen verändern sich ja auch
[12:50] blöderweise mit mit dem Laufe einer Krebserkrankung.
[12:54] Können Sie das mit diesem System auch besser verfolgen.
[12:57] Wir können da die Veränderung in jedem Fall verfolgen.
[13:01] Es gibt ja mittlerweile Verfahren, Liquid Biopsies und
[13:04] andere, wo sie also. Aus dem Blut zum Beispiel sehen
[13:07] können, ob die Zielstruktur, die sie eigentlich im Tumor treffen
[13:11] wollen, mit ihrem Medikament noch genauso aussieht, wie sie
[13:13] am Anfang ausgesehen hat. Das machen wir auch, wir sind
[13:16] nicht an dem Punkt, wo wir sozusagen schon langfristig
[13:18] vorhersagen können, wie sich Tumoren verändern, aber ich
[13:22] denke, dass die Voraussetzungen dafür, das zu erreichen, sehr
[13:26] gut sind, weil wir eben, wie gesagt, die genetische.
[13:28] Diagnostik oder die omix Diagnostik wenn sie sowohl jetzt
[13:32] breit in der Fläche erproben, es wird in den nächsten Jahren wird
[13:35] dieser Modellversuch, von dem wir anfangen, sprach, der dauert
[13:37] 5 Jahre, wird der zu Ende geht, noch etwa 3 Jahre, dann werden
[13:41] wir das evaluieren und ich bin davon überzeugt, dass wir dann
[13:43] auch in der Regelversorgung diese Technologien einsetzen
[13:46] können und dann wird dieser Wissensschatz noch größer und
[13:49] deswegen ist es so wichtig, jetzt in diesen Jahren sozusagen
[13:53] die Systeme aufzustellen, KI und andere.
[13:57] Um solche Prädiktionen zu machen, das ist die Aufgabe, vor
[13:59] der wir jetzt stehen. Kleine Überraschung, nämlich
[14:05] eine kurze Unterbrechung in eigener Sache.
[14:07] Unser Podcast hat ja 10 Tausende Zuhörerinnen und Zuhörer, aber
[14:12] nur etwa 30% haben ihn abonniert mit seinem kostenlosen Abo auf
[14:18] dieser Plattform hilfst du ja mit, dass noch mehr Menschen
[14:20] unsere Expertengespräche hören können und.
[14:22] Also ich verspreche dir alles dafür zu tun, dass dieser
[14:25] Podcast noch besser wird und die auch in Zukunft noch mehr
[14:28] Mehrwert bietet. Abonniere bitte vielen Dank für
[14:32] deine Unterstützung und jetzt weiter in der Folge.
[14:38] Bisher sind die Patienten, die in Unikliniken die angeschlossen
[14:42] sind, in der glücklichen Situation, dass sie ihre
[14:47] Therapie und umgekehrt Diagnostik und Therapie in
[14:50] Anspruch nehmen können. Breit noch nicht, aber bald
[14:53] breit und auch finanzierbar. Vielleicht noch ein Aspekt dazu,
[14:56] nämlich die vielfachen Nebenwirkungen, die auftreten
[14:59] können und bei jedem Menschen anders sind, von den
[15:01] verschiedenen Krebstherapien oder auch therapieversagen, dass
[15:05] manches eben nicht funktioniert, das ist ja wahrscheinlich
[15:07] erstmal auszuschließen mit dieser Methode das
[15:09] Therapieversagen, aber die Nebenwirkungen kann man die
[15:11] schon in irgendeiner Form vorhersagen, sodass man auch
[15:14] einen Patienten dann entsprechend drauf vorbereiten
[15:17] kann. Therapieversagen können wir
[15:19] nicht ausschließen, also jedenfalls nicht zu 100%, weil
[15:22] natürlich auch jetzt die Prädiktion nicht zu 100%
[15:24] funktioniert. Sie wird sich aber über die
[15:26] nächsten Jahre mit immer mehr Daten, immer mehr verfügbaren
[15:30] Medikamenten immer weiter vorhersehbar machen lassen, aber
[15:34] das, was sie ansprechen, diese Nebenwirkungen, die wir dann
[15:37] erleiden müssen, die ja, die man ja mit Tumortherapie insgesamt
[15:41] in Verbindung bringt für die wichtigsten.
[15:44] Therapien, die es gibt, wissen wir mittlerweile recht gut.
[15:46] Welche genetischen Prädispositionen es gibt, dass
[15:49] jemand also eine starke oder schwerste Nebenwirkungen
[15:53] entwickelt, das testen wir immer vorab, das ist eigentlich
[15:55] Standard mittlerweile, aber wir haben jetzt auch die
[15:58] Möglichkeit, die sogenannte Pharmakogenomik breiter
[16:01] einzuführen, das ist also die Möglichkeit im.
[16:05] Ursprünglichen Genum, also dem, was sozusagen in jeder gesunden
[16:07] Zelle ist, nachzuschauen, gibt es hier Hinweise darauf, dass
[16:10] bestimmte Medikamente gut oder schlecht vertragen werden.
[16:13] Da sind wir gerade dabei, das ebenfalls sozusagen als Standard
[16:16] in dieses System einzuführen, sodass jeder Mensch eigentlich
[16:19] weiß, dieses Medikament passt zu mir, dieses also Standard
[16:22] Medikament passt zu mir, passt zu mir nicht, das sagt noch
[16:25] nichts darüber, ob der Tumor anspricht oder nicht, aber das
[16:27] sagt zumindestens was darüber, ob sie eine schwere Nebenwirkung
[16:30] bekommen oder nicht bekommen. Und ich bin mir sicher, alle,
[16:33] die uns jetzt zuschauen und zuhören, die sagen sich so, also
[16:36] worauf kann man denn heute diese soweit fortgeschrittene
[16:40] Diagnostik für die Therapie anwenden, für welche
[16:43] Krebserkrankungen, aber vielleicht auch noch andere
[16:46] Erkrankungen, gerade auch was Alterserkrankungen angeht, das
[16:49] weiß man da schon. Also zu Krebserkrankungen können
[16:53] Sie auf jede Krebserkrankung einsetzen.
[16:54] Der Krebs ist Uniform, eine genetische Erkrankung,
[16:58] unterschiedlichste Ausprägung eben.
[17:00] Und die genomische Diagnostik Transkriptions Diagnostik,
[17:04] Podium. Diese wird breit in allen Tumor
[17:07] Entitäten eingesetzt. Wir setzen es auch in den ZPMS
[17:10] breit ein. Personalisierung hört nicht beim
[17:12] Tumor auf, sondern das ist sozusagen jetzt das role Model
[17:16] in gewisser Weise dafür, das breiter in die Versorgung zu
[17:19] bringen. Wir sind im Moment sehr intensiv
[17:21] damit beschäftigt, es auch für. Entzündliche Erkrankungen
[17:25] einzusetzen, da spielen jetzt, und das ist vielleicht auch dann
[17:28] wieder interessant für die Alterung, da spielen die
[17:30] genetischen Veränderungen eines Menschen keine so große Rolle,
[17:33] also wenn sie zum Beispiel an entzündliche Hauterkrankungen
[17:36] denken oder an Rheuma denken oder an die chronisch
[17:39] entzündlichen Darmerkrankungen denken, wo sie also Durchfall
[17:43] haben, Blutungen haben, irgendwann operiert werden
[17:45] müssen und so weiter und so weiter.
[17:47] Bei diesen Erkrankungen spielt genetische Prälis keine so große
[17:51] Rolle wie beim Tumor. Da spielen andere Faktoren ne
[17:53] Rolle. Wie aktiv ist mein Immunsystem,
[17:55] welche Lebensumstände lebe ich, aber auch welches Mikrobiom?
[17:59] Habe ich zum Beispiel in meinem Körper.
[18:01] Und wir versuchen gerade für diese Erkrankung, da ist die.
[18:04] Personalisierung, vielleicht sogar noch wichtiger, prädiktive
[18:09] Faktoren zu finden, Biomarker zu finden, mit denen man
[18:12] vorhersagen kann. Du mit deiner deinem Morbus
[18:15] Crohn oder Colitis ulcerosa. Du brauchst dieses Medikament,
[18:18] aber nicht dieses und das ist im Moment in der Entzündungsmedizin
[18:21] fast noch gar nicht möglich. Es ist eigentlich an vielen
[18:24] Stellen dann ausprobieren, bis man sozusagen das richtige
[18:28] Medikament hat und das für den Patienten natürlich schlecht,
[18:30] weil wir wissen, wenn der erste Schuss nicht sitzt, sozusagen
[18:33] bei der Therapie wird, die wird das Leiden danach größer, und
[18:37] deswegen ist das also n ganz großes Ziel der ZPMS jetzt eben
[18:41] auch im Bereich Inflammation. Vorzudringen sozusagen.
[18:44] Und hier bessere Prädiktoren zu finden.
[18:47] Wir haben jetzt Biomarker, eben wie Entzündungsmarker mit
[18:50] einbezogen. Und Sie sagen Lebensstil.
[18:53] Also man gibt auch ein, was hat der Patient gegessen oder
[18:56] wieviel Sport macht er, wie gut hat er geschlafen und das muss
[18:59] man ja auch alles vernünftig messen können.
[19:01] Genau das ist natürlich für die Prävention später auch n
[19:03] wahnsinnig wichtiges Thema. Also wir haben.
[19:06] Noch mal zurück zum zum Tumor, wo wir gerade über Lebensstil
[19:10] sprechen. Wir haben jetzt eine
[19:11] Untersuchung gemacht, wir haben ein System gebaut, wo so eine
[19:14] App gebaut haben, mit dem sie also über solche biotracker
[19:18] Impulse und all diese Dinge messen können, aber auch wenn
[19:21] selber jeden Tag praktisch dem System sagen können, wie es
[19:24] ihnen geht, was für Nebenwirkungen gibt, wie ihr
[19:26] Appetit ist und so weiter und so weiter und man versucht daraus
[19:29] vorherzusagen aus diesen Daten, wer wird auf die Therapie
[19:32] ansprechen und wer wird nicht auf die Therapie ansprechen.
[19:34] Und das erstaunliche Ergebnis ist, dass der Wert der
[19:37] eigentlich am besten mit dem Ansprechen korreliert, also wo
[19:40] wir nach etwa der Hälfte der Therapie sagen können, bei
[19:43] diesen Patienten wird die Therapie funktionieren, wenn wir
[19:47] das nächste Mal im CT nachgucken, ist der Tumor größer
[19:51] geworden, nicht größer geworden. Das war die Schrittzahl, die der
[19:54] Patient jeden Tag zurückgelegt hat, also die Patienten, die
[19:58] ist, das Waren zum Schluss 2200 Schritte mehr gelaufen sind als
[20:03] die. Anderen Patienten in dieser
[20:05] Gruppe, die hatten also einen Benefit von der Therapie, die
[20:09] haben auf die Therapie angesprochen, die anderen nicht.
[20:11] Jetzt wissen wir natürlich nicht, sprechen die an, weil sie
[20:14] sich mehr bewegen oder bewegen sie sich mehr, weil sie
[20:17] ansprechen, also was jetzt hier Ursache und Wirkung ist,
[20:19] schwierig auseinanderzuhalten, aber es ist zumindest mal
[20:21] bemerkenswert, dass eigentlich von allen Werten, die wir da
[20:24] erhoben haben, die Schrittzahl, also letztlich ein
[20:26] Lebensstilparameter, am besten mit dem Ansprechen korreliert
[20:31] hat. Das wird man dann wahrscheinlich
[20:33] bei entzündlichen Darmerkrankungen noch
[20:35] korrelieren. Mit was hab ich gegessen et
[20:37] cetera. Super spannend n riesen Feld
[20:40] wird noch ganz viel passieren, aber ist auch jetzt schon sehr
[20:43] sehr hilfreich in der Frage immer noch aus der Sickcare das
[20:47] m 3 Research Center, da sind sie ja auch Gründungsdirektor und
[20:52] das überschneidet sich ja jetzt mit dem was wir schon besprochen
[20:55] haben, aber sie untersuchen die Zusammenhänge zwischen Tumor,
[20:57] Biologie, also malignom. Stoffwechselprofilen Metabolo
[21:03] und mikrobeller Zusammensetzung Mikrobiom gibt's noch was zu
[21:08] ergänzen aus diesem Forschungsfeld.
[21:11] Das ist eben ein Forschungszentrum, das wir in
[21:14] Tübingen vor etwas mehr als 2 Jahren sozusagen eingeweiht
[21:18] haben und das jetzt auch arbeitet.
[21:22] Viele Arbeitsgruppen bearbeitet, die genau in diesen Bereichen,
[21:25] die sie beschrieben haben. Aktiv sind und die eben genau
[21:28] diese über diese Schnittstellen bearbeiten.
[21:30] Wie beeinflusst mein Darmmikrobiom das Wachstum von
[21:34] einem Darmpolypen zum Tumor, wie beeinflusst mein Darmmikrobiom
[21:40] zum Beispiel auch, was mit Medikamenten passiert, die ich
[21:43] einnehme, weil Medikamente, die ich einnehme, werden vom
[21:46] Darmmikrobiom verändert, in ihrer Wirksamkeit abgeschwächt
[21:50] oder verstärkt, und das ist wahrscheinlich einer der
[21:52] wichtigsten Parameter der Personalisierung, wenn sie sich
[21:55] überlegen, dass sie etwas nehmen.
[21:57] Von dem sie glauben, dass es ihnen hilft.
[21:58] Aber ihr Mikrobiom arbeitet sozusagen dagegen.
[22:01] Dann brauchen Sie was anderes und sie müssen Ihr Mikrobiom
[22:04] verändern und diese Arten von Zusammenhängen auch gerade im
[22:09] Bereich Ernährung zum Beispiel. Wie wirkt sich Fasten auf die
[22:13] Zusammensetzung des Mikrobioms, auf das Wachstum von Tumoren,
[22:17] auf Verfettung in der Leber und so weiter aus?
[22:19] Diese Themen werden dort interdisziplinär von jetzt fast
[22:23] 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bearbeitet und.
[22:26] Dadurch entsteht sozusagen die wissenschaftliche Grundlage für
[22:29] die Dinge, die wir dann in den ZBMS, sozusagen in der
[22:33] Versorgung einsetzen und versuchen dann über solche
[22:37] Rollouts wie jetzt das Modellvorhaben dann in die
[22:40] Versorgung zu bringen. Das Mikrobiom erhält ja ne immer
[22:43] größere Bedeutung in in Therapien und ich frag mich
[22:47] immer und ich glaub da gibt es ganz viele unserer Zuhörerinnen
[22:49] und Zuschauer denen das genauso geht.
[22:51] Man kann ja heute das Mikrobiom sehr schön analysieren.
[22:54] Aber man kann es immer noch nicht so richtig verändern.
[22:58] Das fällt ja immer noch nicht unter die wirklich klare
[23:01] therapeutische Möglichkeit, die strukturiert angegangen werden
[23:05] kann. Welche Erfahrungen machen sie,
[23:07] wenn Sie eben sehen, da ist ein Mikrobiom, das ist für diese
[23:12] schöne Therapie, die wir jetzt von unserer KI geliefert haben,
[23:15] bekommen haben, vielleicht aber auch selber uns ausgedacht
[23:18] haben, das Macht da nicht mit, was machen sie denn dann?
[23:22] Ja, wir haben im Moment noch wenig Möglichkeiten, das
[23:24] wirklich zielgerichtet zu verändern.
[23:28] Bei solchen klaren Zusammenhängen wie da sind jetzt
[23:30] Bakterien, die bauen das Medikament ab, was ich dringend
[23:33] brauche, gibt es natürlich schon die Möglichkeit, über
[23:35] Antibiotika, Therapien und so etwas zu tun, das ist aber lange
[23:39] noch kein Standard, Ich glaube auch nicht, dass die Entwicklung
[23:42] dahingehend wird, wenn wir über Therapie reden, das Mikrobiom
[23:46] unbedingt zu verändern oder zu sagen, also sie brauchen jetzt
[23:49] aber so und so viel, viel mikutes und so viel Baktuitätes
[23:52] und. Verhältnis müssen sie jetzt
[23:54] stabil halten, weil das unglaublich schwierig ist.
[23:56] Sie sind ja keine Maus. Ne, in der Maus kann man das
[23:59] sozusagen im Käfig durch das Füttern und durch Tag nach
[24:02] Zyklen und so weiter versuchen konstant zu halten.
[24:06] Beim Menschen geht das nicht, deswegen ist die Antwort
[24:08] wahrscheinlich darauf auch nicht so sehr.
[24:10] Was sind die Bakterien die wir da haben, sondern was sind die
[24:13] Stoffe, die diese Bakterien produzieren, denn die sind
[24:15] letzten Endes verantwortlich für die biologische Wirksamkeit also
[24:20] ich glaube die. Idee ist weniger, also unsere
[24:24] zumindest weniger irgendwie stabile Mikrobiome herzustellen,
[24:28] das auch eine Idee, aber ich glaube, die Idee, die es
[24:31] wahrscheinlich langfristig eher gehen wird, ist eine eine
[24:35] Prokaotische Pharmakologie sozusagen zu haben, weil wie
[24:38] diese Bakterien produzieren, eine Plätora von
[24:42] unterschiedlichsten Stoffen. Viele, die wir noch gar nicht
[24:45] kennen. Viele von denen haben
[24:47] pharmakologische workshare Wirksamkeit und ich glaube, es
[24:50] geht darum, diese Stoffe zu identifizieren und dann in
[24:53] Medikamente umzusetzen. Das ist 1 der Ziele, die, glaube
[24:57] ich, realistisch angebbar sind in der Mikrobiomenforschung.
[25:01] Mir vorstellen, dass es sehr spannend ist, bei ihnen in
[25:04] beiden Zentren zu arbeiten. Jetzt kommen wir also, jetzt
[25:07] haben wir ganz viel gelernt über Sickcare, und zwar
[25:11] hochintelligent. Personalisiert.
[25:14] Jetzt fragen wir nach den Chancen dessen, was sie in
[25:17] diesen hochkarätigen Forschungsteams für
[25:20] personalisierte Therapien mit Blick auf Präventionschancen
[25:26] erarbeiten. Genetik, Multi omics, Lebensstil
[25:30] können Sie schon mit Trackern sogar zum Teil verfolgen,
[25:33] Umwelt, Früherkennung, was können, was können sie da jetzt
[25:38] schon nutzen, aber auch welche Alterskrankheiten?
[25:42] Frühzeitig eventuell detektieren.
[25:45] Ja, also ich denke, natürlich ist das der einfachste Weg für
[25:49] uns. Wir sequenzieren ja
[25:50] mittlerweile, wie gesagt, die Keimbahn, also das normale, die
[25:53] normale DNA bei allen Patienten mit, und wir sehen bei 15% 20%
[26:00] der Patienten unterschiedlichen Gruppen Prädispositionen für
[26:04] Tumoren, und dann können wir diesem Patienten natürlich
[26:06] sagen, du hast so was, lass uns. Bitte auch mal deine Familie
[26:10] anschauen, haben dort vielleicht auch Kinder solche
[26:13] Veränderungen? Können wir dann eine genetische
[26:15] Beratung machen und können wir dann sagen, ihr müsst euch aber
[26:19] vielleicht nicht erst mit 50 endoskopieren lassen
[26:23] koloskopieren lassen, sondern schon mit 30 oder mit 25?
[26:26] Ja, und das ist ganz, das ist ne ganz konkrete Form einer
[26:30] altersabhängigen Erkrankung sozusagen zu verhindern und das.
[26:34] Passiert auch als sozusagen bei Produkt dieser Personalisierung,
[26:39] die wir jetzt in den Torerkrankungen sehen.
[26:41] Ich glaub, das andere ist tatsächlich zu sagen, ist
[26:43] zumindest mein Ansatz bei der Sache, ich ich glaube, dass wir
[26:47] bei Prävention bislang vielleicht ein bisschen zu
[26:50] generisch vorgegangen sind, ich meine, wir wissen seit
[26:53] Jahrzehnten, dass wir nicht so viel essen sollen, dass wir
[26:55] nicht rauchen sollen, dass wir uns mehr bewegen sollen.
[26:58] Und so weiter. Trotzdem gibt es 20000000
[27:00] Übergewichtiges. Es gibt viele Raucher, es gibt
[27:02] viele. Probleme aus diesem Bereich
[27:05] vielleicht ist ein Ansatz, und den diskutieren wir im Moment
[27:07] sehr, sehr intensiv, dass wir auch hier einfach
[27:10] personalisierter vorgehen und sagen, was ist denn dein
[27:14] persönliches Profil für die Risikoentstehung bist du jemand,
[27:20] der besonders im Gehirn altert? Bist du jemand, der vielleicht
[27:22] besonders schnell in der Leber altert, der besonders schnell in
[27:24] der Niere altert und wenn wir das Wissen, und ich glaube, sie
[27:28] haben ja auch in ihrem Podcast schon über diese Entwicklung
[27:31] berichtet. Ist da nicht der nächste Schritt
[27:33] zu sagen? Brauchen wir dann nicht auch
[27:35] personalisiertere Präventionsprogramme, die es uns
[27:38] eben erlauben, vielleicht unter Einbeziehung von Bio Daten, die
[27:43] wir über Tracker bekommen, die wir über ernährungs Tagebücher
[27:48] bekommen, die wir über Mikrobiom Untersuchungen Longitudinal
[27:51] bekommen, zu sagen, also dein Risiko?
[27:53] Liegt eher hier. Und darauf müssen wir uns
[27:56] konzentrieren. Und dann ist das vielleicht auch
[27:57] ne andere Akzeptanz bei den Menschen.
[28:00] Wenn Sie wissen, es geht hier nicht um allgemeine Vorschläge,
[28:03] sondern es geht um eine auf mich zugeschneiderte und
[28:06] zugeschnittene Prävention. PO Analysen machen Sie ja.
[28:11] Entwickeln sie auch weiter? Die könnten wir ja nutzen in der
[28:14] Prävention, und da gibt es ja auch schon die Möglichkeit, es
[28:17] wird noch nicht breit eingesetzt, aber es ist schon
[28:20] fertig entwickelt zum Beispiel das Organalter auszulesen und zu
[28:24] schauen ist ein Organ bei mir älter als das andere und muss
[28:27] ich das vielleicht besonders nett behandeln et cetera, ist
[28:31] überhaupt so ein Ansatz bei ihnen in den Zentren da zu
[28:35] sagen, hier haben wir jetzt ne wirklich super gute Biomarker
[28:38] Entwicklung. Auch Entzündungsmarker et
[28:41] cetera, die könnten wir dann auch schon früher der breiten
[28:44] Bevölkerung zur Verfügung stellen, was nicht so teuer
[28:47] wäre. Auch Genetik zweite Frage
[28:50] Doppelfragen mag man nicht, aber ich glaub in dem Fall ist es
[28:52] ganz schön, sollte nicht jeder n polygenetisch Test machen,
[28:56] vielleicht sogar monogenetisch und Polygenetisch zusammen um zu
[28:59] schauen was für eine Risikosituation hab ich denn,
[29:03] also welche Biomarker können Sie schon liefern für uns und zum
[29:06] anderen würd sie das jedem empfehlen eigentlich so einen
[29:08] Test zu machen. So Biomarker liefern ist glaube
[29:12] ich schwierig. Denke, was wir im Moment machen
[29:14] ist oder was wir jetzt auch konkret vorbereiten, sind
[29:18] wirklich mal in der Klinik diese Dinge überhaupt einzusetzen mit
[29:21] der Klinik meine ich tatsächlich auch bei Patienten, die in
[29:25] klinischer Behandlung sind, in in Krankenhausbehandlung sind,
[29:28] ich gebe Ihnen da ein einfaches Beispiel, über was wir gerade
[29:31] nachdenken, wenn sie sich überlegen, Sie kriegen eine
[29:34] Operation am Bauch wegen irgendeines Tumors zum Beispiel
[29:37] eine Sache. Jetzt kommen Sie ins
[29:38] Krankenhaus, sind 70 Jahre alt. Das können Sie ja aus dem Pass
[29:41] entnehmen, aber ob sie nun wirklich 70 sind oder ob sie
[29:44] nicht biologisch eher 65 sind oder biologisch vielleicht eher
[29:47] 75 oder 78 sind, das weiß der Arzt ja nicht.
[29:50] Wir schreiben in jedem Bereich ins gutem Allgemeinzustand,
[29:54] Ernährungszustand oder wie auch immer, das ist aber völlig grob,
[29:57] man könnte ja die Hypothese aufstellen, dass wenn wir das
[30:00] genaue biologische Alter wüssten, darüber haben sie ja
[30:02] sicher hier jetzt auch schon oft gesprochen, vielleicht ist dann.
[30:06] Unsere Risikostratifizierung oder andere?
[30:08] Vielleicht würden wir jemanden, der 70 ist, aber biologisch 80
[30:11] ist die große Operation nicht mehr in der Form, in dem der
[30:15] Form zumuten, weil man die Hypothese aufstellen könnte,
[30:19] dass vielleicht Komplikationen, die durch solche Operationen
[30:22] entstehen und durch Behandlung entstehen, ansprechen, auf
[30:25] Tumortherapie entstehen, dass die viel stärker vom
[30:28] biologischen Alter abhängig sind, als wir das bislang
[30:30] wissen? Darüber gibt es aber bislang
[30:32] ganz, ganz wenig Daten nur, und es gibt eigentlich keine
[30:35] Untersuchung dazu. Sowas wollen wir jetzt in den
[30:37] ZPMS ganz konkret angehen und polygenetische Tests oder
[30:41] genetische Tests, das ist n sehr sehr großes Thema, es gibt viele
[30:45] das unser g Diagnostik Gesetz verbietet, das im Moment im
[30:49] Moment solche prädiktiven Tests sozusagen von Geburt an, wenn
[30:52] man das bis zu Ende durchdenkt gibt es auch Argumente dafür zu
[30:55] sagen, vielleicht wäre es gar nicht schlecht, wenn viele
[30:57] Menschen früh wüssten. Was ihnen sozusagen in Ihrem
[31:00] Leben blüht. Und vielleicht sollten wir es
[31:02] den Menschen eher mehr selbst überlassen, das zu entscheiden.
[31:04] Andererseits sind es sehr komplexe, schwierige
[31:07] Entscheidungen, die da auf einen zukommen, und es gibt auch
[31:09] genügend Menschen, die eben nicht wissen wollen, was auf sie
[31:12] zukommt, also deswegen glaube ich, das ist sehr schwierige
[31:15] Frage, die sie mir da stellt, ich habe keine Antwort darauf,
[31:18] aber ich glaube, auf den ersten Teil, da gibt es tatsächlich
[31:22] Bemühungen, das jetzt einzusetzen, ja.
[31:25] Ich recht informiert bin polygenetischer Test, den kann
[31:27] man schon machen. Den kann man machen.
[31:29] Ja, natürlich, ja, ja, aber sie können sich jetzt nicht, oder?
[31:32] Wir würden im Moment werden jetzt Babys nicht zur Geburt
[31:35] sozusagen Genom sequenziert, um alle alle Risiken rauszurechnen.
[31:41] Ich würd das wissen wollen, aber das ist tatsächlich ne Frage,
[31:43] die jeder für sich entscheiden muss oder für sein Baby.
[31:46] Nehmen wir ein Beispiel. Darmgesundheit können Sie da
[31:49] also, da wissen wir ja schon, haben Sie auch schon gesagt,
[31:51] wenn wir bestimmte genetische Prädisposition haben, ist eine
[31:54] Risikosituation da, und da muss man halt frühzeitig anfangen mit
[31:59] Choleoskopie et cetera, gibt es noch andere Risiken, von denen
[32:04] sie sagen, das würde uns schon nach unserem Erkenntnisstand
[32:07] heute alles, was wir wissen. Die sollte man schon frühzeitig
[32:11] allein durch Anamnese in der Familie.
[32:13] Vieles andere mehr sollte man frühzeitig ein Auge drauf
[32:16] werfen. Bei den Tumoren für das
[32:18] Positionssyndrom ist ja tatsächlich die Familien
[32:21] Anamnese das entscheidende, also noch vor der Genetik oder
[32:25] Genuntersuchung, dass man einfach schaut ist in meiner
[32:28] sind, in meiner Familie. Tumorerkrankungen häufig
[32:32] aufgetaucht, vielleicht auch schon im jungen Alter
[32:34] aufgetaucht, gibt es möglicherweise auch Menschen,
[32:36] die mehrere Tumorerkrankungen entwickelt haben.
[32:40] Und dann sind das schon auch Warnsignale, die in diese
[32:42] Richtung gehen, und dann muss man mit seinem Hausarzt mal
[32:45] darüber sprechen und überlegen, macht vielleicht hier auch eine
[32:49] genetische Beratung durch ein Humangenetisches Institut Sinn,
[32:53] das ist in der Onkologie ja mittlerweile oder der bei dem
[32:55] Tumorprädispositionssyndrom gut etabliert, wenn sie.
[32:58] An die Brustkrebsrisiken denken und die Probleme, die eben durch
[33:03] bestimmte Genmutation entstehen, das ist gut etabliert in
[33:07] Deutschland, breit verteilt sozusagen.
[33:09] Die Möglichkeit, das zu machen, das kann man sehr gut machen bei
[33:12] den entzündlichen Erkrankungen ist es sehr viel schwieriger,
[33:15] also ist sehr viel schwieriger sozusagen vorherzusehen, werde
[33:19] ich mal. Morbus Crohner eine Colitis
[33:20] ulcerosa Kriegen oder eine schwere Rheumaerkrankung.
[33:24] Und bei der Alterung ist es eben im Moment ja noch viel
[33:27] schwieriger. Wie wird sozusagen, wenn ich 30
[33:29] bin, 135 bin, wie wird mein Alterns Phänotyp aussehen in
[33:34] Zukunft? Es gibt jetzt diese Tests, die
[33:36] eben in Richtung Alzheimer, prädiktion und so weiter gehen,
[33:39] ich glaube da auch, dass das in diese Richtung gehen muss, um
[33:43] eben frühzeitig intervenieren zu können, auch wenn die
[33:47] Möglichkeiten im Moment noch nicht groß sind, zumindest das
[33:50] zu nutzen, was nutzbar ist, um solche.
[33:52] Schweren Verläufe von Demenz, gerade wenn sie früh eintreten,
[33:56] auch verhindern zu können und oder aufsparen zu können oder
[33:59] verschieben zu können. Ne, da ist ja einiges in der
[34:01] Entwicklung, was jetzt wahrscheinlich ganz bald auf den
[34:04] Markt kommt, wenn man Alzheimer früh diagnostiziert, dass man
[34:07] das dann doch sehr stark nach hinten verschieben kann.
[34:11] Den Anspruch der Krankheit. Ich hatte mir noch die verwegene
[34:14] Frage ausgedacht Halmarks of Aging, die Merkmale des Alterns,
[34:19] also das sind ja 12, und das sind sozusagen, ist der Heilige
[34:22] Gral der Alternsforschung, geht von genomische Instabilität, das
[34:27] heißt also, DNA Schäden wird Telomerverkürzung epigenetische
[34:31] Veränderung, Mitochondrien gehen kaputt, senseszenz der Zellen,
[34:35] stammzellenerschöpfung und so weiter Autophagie gestört können
[34:39] sie oder ist das für sie in irgendeiner Form interessant?
[34:42] So etwas auslesen zu können, das beginnt ja jetzt auch massiv.
[34:46] Dass wir Informationen auch aus Zellanalysen bekommen, ja.
[34:53] Ist sehr interessant. Also man muss ja sagen, dass die
[34:56] Hormarks of Aging, ich komme immer wieder zum Tumor zurück,
[34:59] dafür entschuldige ich mich ja letzten Endes auch sehr, sehr
[35:02] eng an den Hormarks of Cancer, sind also genetische
[35:05] Instabilität, Autophagie, Apoptose, defekte und so weiter
[35:09] all das, was auch beim. Bei der Alterung ne Rolle
[35:11] spielt, spielt auch in der Tumor stimmungsrolle, deswegen
[35:13] Alterung, Tumor, schirms sind eigentlich 2 Seiten einer
[35:15] Medaille, was ich persönlich sehr sehr interessant finde und
[35:18] was wir auch jetzt gerade sehr Interessen sehr intensiv
[35:21] beforschen ist mitochondrale Dysfunktion, also ich glaube,
[35:24] dass das eine der wirklich zentralen Faktoren ist.
[35:27] Wir sehen das jetzt in. Aktuellen Projekten, die wir in
[35:30] der Darmalterung durchführen, tatsächlich am m 3, also dass
[35:34] die Rolle der Mitochonden bei der Alterung von
[35:36] Darmstammzellen, also ne sehr große Rolle spielt, was dann die
[35:40] mitochondrale Alterung sozusagen in dem Fall auslöst, ist Teil
[35:45] der der Forschung, aber da scheint tatsächlich, für die
[35:49] Darmalterung scheint die Alterung der Mitochonden von
[35:52] großer Bedeutung zu sein. Und da kommt natürlich dann
[35:55] sofort die Frage, kann man möglicherweise in diesen Prozess
[35:58] ein, kann man diese Stoffwechselprozesse eingreifen,
[36:00] da wissen wir schon relativ viel und kann man möglicherweise
[36:04] dadurch auch Alternsprozesse zum Beispiel an der in dem im
[36:08] Stammzellkompartment der des Darms irgendwie beeinflussen,
[36:12] und das ist aktuelle Forschung, also das, wenn Sie mich fragen,
[36:15] welches von den Heumarks find ich am spannendsten aus Sicht
[36:18] der Onkologie sicherlich genetische Instabilität.
[36:20] Aber aus Sicht von Inflammation und altern würde ich die
[36:24] Mitochondrien tatsächlich im Moment am spannendsten finden.
[36:28] Von den Mitochondrien Fitness messen problemlos.
[36:32] Na ja, Fitness. Also man kann natürlich sehr gut
[36:36] messen, wie ist die Aktivität dieser Mitochondrien, wieviel
[36:40] Stoffwechselprodukte produzieren die produzierendie.at P, welche
[36:44] Weise werden die sozusagen, welche Stoffwechselwege benutzen
[36:47] die überhaupt, wieviel? Abfallprodukte produzieren die
[36:52] auch, und zwar das kann man alles sehr, sehr gut messen im
[36:55] im System. Wir untersuchen das gerade in
[36:57] Darm organoiden, also in so einem Miniderm, aus dem aus dem
[37:01] Darm von ganz jungen, also von Babys bis hinzu ganz alten, und
[37:05] sehen da wirklich erstaunliche Unterschiede.
[37:07] Und ja, das kann man sehr gut messen.
[37:09] Die Frage ist halt aber immer, was ist jetzt Ursache und was
[37:12] ist Wirkung, sind die mitochondren Veränderungen die
[37:15] Ursache der Alterung, sind es die Folge der Alterung, ist es
[37:17] beides. Das sind so ein bisschen die
[37:19] Fragen, die wir jetzt im Moment versuchen zu beantworten, also
[37:22] gerade auch im Zusammenhang mit der Entstehung von chronisch
[37:25] entzündlichen Darmerkrankungen. Auch wieder aus der Perspektive
[37:29] unserer Zuschauerinnen und Zuhörer.
[37:31] Sie haben gerade gesagt, Mitochondrien, den
[37:34] Alterungsprozess, kann man durchaus ein bisschen
[37:37] beeinflussen, denken sie da an so etwas wie NR, also
[37:41] Nikotinamidribosid oder NMN oder Coenzym Q, 10 oder AKG, oder
[37:46] denken Sie eher an. Körperliches Training VO 2 Max
[37:50] was, was sind so aus Ihrer Sicht, die sie so nah dran sind,
[37:55] die praktischen Mitochondrien Fitnesstrainer?
[37:59] Ich würde sagen, die ersten 4, die sie genannt haben, sind alle
[38:01] interessant. Das sind natürlich auch
[38:04] mittlerweile gut bekannte Faktoren, die eben in die
[38:07] metochondrale Fitness sozusagen eingreifen, ob sie jetzt für die
[38:11] Damen. Stammzellen die entscheidenden
[38:14] Faktoren sind, wissen wir nicht. Uns interessiert natürlich
[38:16] besonders auch, ob es sozusagen mikrobielle, also aus dem
[38:20] Mikrobiom stammende Metaboliten Faktoren gibt, die diese
[38:24] mitochondrale Fitness irgendwie beeinflussen und dann wieder zu
[38:27] der Frage zurückkommen, können wir dann über Veränderung des
[38:30] des Mikrobioms möglicherweise auch die Aktivität dieser
[38:34] Mitochondren. Beeinflussen oder zumindest den
[38:36] Alternsprozess darüber vielleicht in gewisser Weise
[38:38] aufhören, weil letzten Endes die Grundidee ist ja sozusagen
[38:42] letzt, dass auch die Sicht des Gastronologen, der Neurologe
[38:44] würde da vielleicht an das Gehirn denken und der Kardiologe
[38:46] an den an das Herz, aber der Gastronomoge denkt halt letzten
[38:50] Endes, dass Darm und Leber die wichtigsten Organe für die
[38:53] Alterung sind, und es ist ja auch tatsächlich so, dass in
[38:57] Tiermodellen, also gerade in den Fliegen und Würmermodellen, auch
[39:02] teilweise in der Maus. Gezeigt werden konnte, dass die
[39:04] Darmalterung auch die systemische Alterung sehr
[39:07] beeinflusst. Bei Menschen ist das bislang so
[39:09] noch nicht gezeigt worden, aber ich glaube, dass wir jetzt
[39:11] mittlerweile ganz gute Hinweise darauf haben, dass es zumindest
[39:15] einen sehr klaren Alternsprozess im Darm gibt, der so in der Form
[39:20] bislang, glaube ich, nicht dargestellt worden ist.
[39:23] Und vielleicht gibt es darüber eben auch Angriffspunkte, gerade
[39:26] an den Bituchondren, den Prozess zu beeinflussen.
[39:29] Wenn die Darmstammzellen altern, weil die Mitochondrien, unter
[39:33] anderem die Mitochondrien, altern, dann Bakterien eine
[39:38] Rolle spielen, eventuell, dann könnte urolithin a, was ja etwas
[39:43] ist, was von Bakterien produziert wird, für sie auch
[39:46] sehr spannend sein. Genau das könnte einer der
[39:48] Faktoren sein. Wir versuchen jetzt natürlich
[39:51] auch ein bisschen sozusagen aus dem menschlichen Bereich raus zu
[39:55] gucken und zu schauen, können wir Mikrobiome finden.
[39:58] Aus anderen Spezies, ja, wenn sie zum Beispiel an diesen
[40:02] Grönlandhai denken, der wird uralt, 500 Jahre, 600 Jahre
[40:07] vielleicht Kollaborationspartner von uns haben Mikrobiome aus
[40:10] diesen Därmen von diesen Haien identifiziert und isoliert.
[40:14] Es wäre natürlich sehr interessant zu gucken, kann der
[40:16] Grönlandhai Metaboliten produzieren, die dann die
[40:19] menschliche Darmstammzelle irgendwie verjüngt oder
[40:22] veraltet, das sind so so Perspektiven der Forschung, auf
[40:25] die wir schon gespannt sind. Weil ich glaube, dass man gerade
[40:29] manchmal durch das zusammenbringen von
[40:31] unterschiedlichen experimentellen Systemen
[40:34] sozusagen sehr viel lernen kann. Und aber Urolithin ist definitiv
[40:38] auch 1 der einer der Kandidaten. Also das Grönland High Darm
[40:44] Protein oder Enzymen. Das will ich haben.
[40:47] Also ja, das nennen Sie schon. Ich mir schon.
[40:49] Deswegen habe ich es jetzt hier schon mal beworben.
[40:51] Sollte ich es, sollte ich es finden.
[40:54] Würde ich es auch dann unmittelbar zur Verfügung
[40:57] stellen? Aber großartig.
[40:59] Aber wenn Sie schon sagen, das sind das sind
[41:01] Forschungsrichtungen, die natürlich wahnsinnig spannend
[41:03] sind in Richtung was wir dann auch präventiv tatsächlich
[41:06] vielleicht bald einsetzen könnten und was vielleicht gar
[41:09] nicht so weit entfernt liegt, Forschungstechnisch gibt's da
[41:12] Forschungsansätze, auf denen sie unterwegs sind, zusätzlich zum
[41:16] Grönlandhai? Also wir, wir konzentrieren uns
[41:20] im Moment auf die also in meiner, in meiner Arbeitsgruppe
[41:22] unter anderem auf dieses Thema. Aber es gibt im m 3 sehr, sehr
[41:26] aktive Forschung zum Thema Fasten, wie fastet man sozusagen
[41:30] richtig, um metabolische Belastung gerade der Leber mit
[41:35] der Entstehung von Fettleber und auch Leberkrebs zu verhindern,
[41:39] da gibt es sehr hochkarätige Forschung aus dem Institut und.
[41:44] Mittlerweile auch sehr gute Vorstellungen, welche
[41:48] Stoffwechselwege da beeinflusst werden.
[41:51] Durch das Fasten und darüber natürlich dann auch wieder
[41:55] vielleicht die Idee, dass man das dann auch pharmakologisch
[41:57] machen kann. Das heißt nicht, dass man da
[41:58] nicht mehr fasten muss, aber möglicherweise kann man das
[42:00] unterstützen und es gibt durchaus auch Menschen, Indien
[42:04] zum Beispiel ist da eine Population Südindien, die durch
[42:08] das Fasten nicht gesünder werden, sondern kranker, weil
[42:10] sie genetische Veränderungen in der.
[42:13] In ihrem Genom haben die schlecht auf Fasten reagieren
[42:16] also deswegen ja, wenn sie nach einer konkreten Maßnahme fragen,
[42:21] wird, das haben sie ja sicherlich hier auch schon
[42:23] besprochen, ist das Fasten sicherlich eine der am besten
[42:26] etablierten Verfahren und mittlerweile auch
[42:29] wissenschaftlich auf molekularer Ebene sehr gut untersucht.
[42:33] Fasten Sie. Also ich faste im Moment
[42:36] tatsächlich, aber nicht kalorientechnisch, sondern ich
[42:40] trinke halt schon seit einigen. Monat kein Alkohol mehr.
[42:44] Also ich fasste in der Fastenzeit tatsächlich auch,
[42:46] also Fastenzeit assoziiert sozusagen und in letzter Zeit
[42:50] habe ich es ein bisschen verlängert, aber ich, wir sind
[42:52] ja jetzt kurz vor Ostern, ich freue mich auch schon sehr auf
[42:54] das Ende der Fastenzeit. Kleiner Hinweis für alle, die
[42:58] uns zuschauen und zuhören. Wenn ihr Kommentare habt, bitte
[43:01] unbedingt hier gleich loswerden. Bin mir sicher, dass da so
[43:05] einiges kommen wird. Zum Schluss ganz wichtiges
[43:08] Thema, wie kriegen wir jetzt, wir sind ja jetzt wirklich auf
[43:10] einem hohen Niveau der Forschung, die aber so
[43:13] Translational ist, dass sie schon für viele Patienten
[43:17] eingesetzt wird und dann in Zukunft bestimmt eine noch
[43:20] größere Rolle spielen kann in der Prävention, wie kriegen wir
[43:24] die Prävention in die breite Bevölkerung und da ist die
[43:27] Präventionsallianz für Baden Württemberg im September 2025.
[43:31] Mit so einer schönen Broschüre, natürlich mit allem drum und
[43:34] dran veröffentlicht worden. Sie waren dabei, was haben Sie
[43:37] da eingebracht, was ist so ihr ihr wichtigstes Ding, was sie
[43:41] auch kommunizieren wollen daraus, was müssen wir jetzt
[43:44] wissen, damit das möglichst schnell geht, dass wir ganz,
[43:47] ganz breit Prävention machen können.
[43:50] Also ich glaube ganz, ganz breit Prävention machen, das versuchen
[43:53] wir ja schon seit vielen Jahren. Ich glaube, ein Ansatz
[43:56] vielleicht, um das zu verbessern, kommt eigentlich auf
[43:59] das zurück, was schon vor einigen.
[44:00] Minuten gesagt habe nämlich, dass ich glaube, dass wir auch
[44:02] da vielleicht individueller vorgehen müssen, so wie sie es
[44:07] ja auch schon ausgeführt hatten. Es gibt eben unterschiedliche
[44:11] Alterns, Phänotypen, es gibt auch unterschiedliche Alterns.
[44:16] Soll ich sagen, Rhythmen in den in den Organen jedes Einzelnen?
[44:20] Vielleicht hilft es, wenn wir so eine Person, also ein
[44:24] personalisiertes Profil der Alterung für Menschen erstellen,
[44:27] das geht dann nicht um die Fläche, sondern erstmal um
[44:30] entsprechende Studiengruppen und dann eben überlegen, ob wir und
[44:34] nachforschen und dann eben auch durch Studien belegen, dass
[44:37] durch eine individualisiertere Prävention, die sich mehr auf
[44:42] den individuellen. Alterns Phänotyp konzentriert
[44:45] wir vielleicht ein besseres Ergebnis haben?
[44:48] Einerseits, was die Prävention begeht, aber auch, was die
[44:50] Akzeptanz dieser ganzen Sache geht, weil sie eben nicht mehr
[44:54] One Size fits all ist, sondern eben auf die 1 den einzelnen
[44:59] Menschen zugeschnitten ist. Und das finde ich schon ne
[45:02] attraktive Idee. Ich glaube, die Idee wird an
[45:05] vielen Stellen jetzt überlegt, die Frage ist ja immer, und so
[45:08] sind wir ja auch von 10 in eine Onkologie gestartet, wie kriegt
[45:11] man das jetzt in die? In die Praxis also.
[45:14] Wie kriegt man das aus einem schönen Konzept in die Praxis
[45:17] und das bedeutet letzten Endes, man muss eben irgendwo anfangen,
[45:21] man muss jetzt halt studiengruppen zusammenstellen,
[45:24] man muss die Finanzierung für sowas bekommen, man muss dann
[45:27] die entsprechenden Marker bestimmen und da braucht man
[45:31] longitudinale Datenerhebung, um solche Dinge zu machen.
[45:35] Es gibt ja schon auch Studien in diese Richtung.
[45:38] Aber es ist ein großer Schritt von einer Studie zur breiten
[45:41] Einführung von sowas in ein durch die gesetzliche
[45:44] Krankenversicherung finanziertes Versorgungssystem.
[45:47] Aber irgendwo muss man anfangen, so haben wir vor 10 Jahren mit
[45:50] den Molkulatomaboards angefangen, und ich hoffe, dass
[45:53] wir in 3 Jahren in der Regelversorgung sind, dann hat
[45:55] es 15 Jahre gedauert. Ich glaube nicht, dass es in der
[45:58] Prävention sehr viel schneller gehen wird, aber vielleicht
[46:00] erzeugt es mehr Interesse und mehr Akzeptanz.
[46:03] Sie wollen ja im Grunde weg von dem Oma hat auch schon immer
[46:06] gesagt, Kind bewegt dich mehr, geh runter vom Sofa, ISS mehr
[46:09] Gemüse und geh früher ins Bett und regt dich nicht so auf ne
[46:12] und das jetzt, was sollst du jetzt ganz genau machen, Hans
[46:15] oder Carina so, da gibt es doch schon ziemlich gute Analytik
[46:22] also wenn ich mir das betriebliche
[46:23] Gesundheitsmanagement angucke, da gehen hochprofessionelle
[46:26] Unternehmen in die Unternehmen rein und können dann per Ampel
[46:29] sozusagen rot, grün, gelb. Sagen, du bist mit deinem
[46:32] Gesundheitsstatus da, du bist mit deinem Gesundheitsstatus da
[46:35] und die Erfolge sind ja interessant, wenn die Menschen
[46:38] individualisiert sehen. Aha, ich bin da, da muss ich
[46:41] vielleicht was tun, da können Sie doch im Grunde klauen, da
[46:44] müssen Sie ja nicht noch mal riesenstudien machen.
[46:46] Genau das bedeutet aber eben auch, dass sie in einem
[46:49] Gesundheitssystem wie in einer Firma aufgehangen sind,
[46:53] sozusagen, wo sich einer Drum kümmert, das zu tun, was wir in
[46:57] der Prävention ganz stark sehen, ist, dass wir gerade in.
[47:01] In gesellschaftlich eher schwächeren Schichten fast gar
[47:03] keine Akzeptanz für Prävention, aber sehr wenig Akzeptanz für
[47:06] Prävention haben. Und dass wir da möglicherweise
[47:09] dann auch auf mehr Probleme stoßen als jetzt sozusagen Ampel
[47:12] ist rot, grün, gelb, sondern wir müssen es den Menschen zunächst
[47:16] mal nahebringen, dass das überhaupt n Thema ist und ob wir
[47:18] es dann in diesen Bereichen zum Beispiel über diesen Weg
[47:21] schaffen, ist die andere Frage, wenn ich mit den Kollegen, die
[47:23] sich jetzt professionell mit Prävention beschäftigen,
[47:26] spreche, dann sage ich das sind. Sehr interessante Ideen, aber in
[47:29] der Fläche müssen sie erst mal ihre Wirksamkeit sozusagen
[47:32] zeigen. Ja, im betrieblichen System,
[47:34] das, da gebe ich Ihnen vollkommen recht, das sind sehr
[47:36] gute Blaupausen, funktioniert so was schon, aber das dann in die
[47:39] Breite zu bringen, die Fläche zu bringen, ist dann noch mal eine
[47:41] andere Aufgabe wir. Führen das jetzt nicht mehr
[47:44] länger aus, weil ich oder nur noch ganz kurz, weil wir einfach
[47:47] die Zeit nicht mehr haben. Aber ich fand es jetzt
[47:49] interessant, in den Paper zu dem.
[47:50] Zu der Präventionsallianz in Baden Württemberg war von
[47:54] Modellprojekten die Rede, die ausgesetzt werden sollten.
[47:57] Geht es dann um solche Dinge, wie steht auch da drin zum
[48:00] Beispiel präventionskurse, Honorierung, präventiven
[48:04] Verhaltens oder die Lebens und Arbeitswelt umgestalten, das
[48:08] heißt, überall kann man irgendwie n bisschen Sport
[48:10] machen oder in der Arbeitswelt hat man Ruheräume oder in der
[48:13] Schule entspannungsräume oder was auch immer.
[48:15] Ist das in solchen Modellprojekten?
[48:18] Wird das getestet, kann man sich das vielleicht schon mal
[48:19] angucken, ob die Menschen das annehmen oder nicht oder wie ist
[48:22] das gemeint? Das ist zumindest vorgeschlagen
[48:24] jetzt. Es muss natürlich jetzt auch
[48:25] dann irgendwie in die politische Umsetzung kommen, was ich zum
[48:28] Beispiel sehr interessant fand als Aspekt jetzt ist ganz weg
[48:32] von Personalisierung und Genomik, und so ist, dass wir
[48:35] die gute alte Schulschwester wieder einführen.
[48:38] Die wir früher mal gekannt haben, die sich einfach darum
[48:41] gekümmert hat, Kinder darüber aufzuklären, was man isst, was
[48:45] man nicht ist und so weiter und sich um solche Themen kümmert,
[48:48] das gibt es in anderen Ländern, das hat auch einen sehr großen
[48:51] Einfluss auf die Prävention und was mich sehr gefreut hat,
[48:54] vielleicht nur ganz aktuell, wir haben heute 31.3., gestern kamen
[48:57] die. Empfehlung der Kommission zur
[49:00] Restrukturierung des Gesundheitswesens oder
[49:02] Einsparung Gesundheitswesen da ist eine der Forderungen, die
[49:05] ich sehr unterstütze, ist die Steuer auf zuckerhaltige
[49:08] Getränke. Ganz einfache Maßnahme, meiner
[49:11] Meinung nach längst überfällig, die glaube ich, einen sehr
[49:13] großen Effekt bei der Prävention haben könnte.
[49:16] Also Prävention ist ja noch mal ein ganz anderes Thema, geht
[49:20] glaube ich über das, was wir jetzt hier sozusagen machen, mit
[49:23] der Personalisierung noch hinaus.
[49:25] Aber solche Modellprojekte zu machen, ist, glaube ich, genau
[49:28] der richtige Weg. Und so ein Modellprojekt haben
[49:30] wir ja auch da mit reingeschrieben, wäre eben auch
[49:32] diese der Einsatz von solchen, mich, also solchen Marken aus
[49:37] der Alternsforschung, aus der Präventionsforschung, um eben
[49:41] molekulare Profile der Alterung zu erstellen, nicht
[49:44] flächendeckend, sondern im Modellprojekt ne.
[49:46] Sie gerade über Schulen gesprochen haben, auch in
[49:48] Bayern, in dem großen Präventionspakt.
[49:53] Ist ja die Rede davon, man sollte jetzt endlich mal in
[49:55] allen Schulen und bitteschön auch in den Krankenhäusern
[49:57] gesundes Essen einführen. Das wäre ja auch schon mal eine
[49:59] Sache der Prävention, die wirklich unmittelbar wirkt.
[50:03] Letztes letzte Frage noch dazu, weil das macht mich jedes Mal
[50:06] wahnsinnig, wenn dann tolle Projekte an Datenschutz
[50:09] scheitern, wie sieht man das denn jetzt aus ihrer und dann
[50:12] auch dieser ganzen Allianz Perspektive müssen wir da jetzt
[50:16] nicht mal ein bisschen entspannter werden?
[50:18] Also gerade wenn wir Daten von unseren, von von den
[50:21] verschiedenen Menschen nehmen, ihnen selber geben und das alles
[50:24] wahnsinnig kompliziert ist, das dann vielleicht dem Arzt oder
[50:27] noch jemand an? Kann man das vereinfachen?
[50:31] Ich glaube, es gibt schon Bemühungen, das zu vereinfachen.
[50:34] Gesundheitsdatennutzungsgesetz jetzt in der in den letzten
[50:37] Jahren eingeführt auch übergreifende Gesetzgebung, um
[50:41] zum Beispiel diese Bundesstaatsgrenzen ne jedes,
[50:44] jedes, jeder Staat hat hier sozusagen.
[50:46] Seinen eigenen Landesdatenschutzbeauftragten
[50:48] und so weiter auch da ist schon der Austausch von Daten
[50:51] schwierig. Ich glaub da ist auch schon sind
[50:54] auch schon Fortschritte erzielt worden, Herr, aber es muss
[50:57] sicherlich weitergehen, ich glaub zum Schluss, ich finde
[50:59] immer diesen Begriff eines ermöglichenden Datenschutzes
[51:02] sehr gut, der eben nicht nur die wir schließen die Daten weg und
[51:07] kein darf sie sehen, sondern wir nutzen Sie so, dass
[51:09] Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben, aber eben auch.
[51:12] Wissenschaftlicher, aber auch wirtschaftlicher Fortschritt
[51:15] erzielt werden kann. Wir versuchen jetzt gerade hier
[51:18] in Baden Württemberg genau das auch umzusetzen und die Daten,
[51:23] die wir jetzt hier sammeln, eben auch für gemeinsame
[51:27] wissenschaftliche, auch wirtschaftliche Anwendungen
[51:30] zugänglich zu machen, das ist nicht so einfach, es gibt halt
[51:34] Gesetzgebung dazu und es gibt auch Interesse in diesem
[51:36] Bereich, ich sag mal eine Sache, wenn sie jemanden auf der Straße
[51:39] fragen. Gibst du mir deine Daten für die
[51:42] Gesundheitsforschung? Ich sag jetzt noch nicht mal
[51:44] wirtschaftlich, an der Gesundheitsforschung würde ich
[51:45] sagen, so Fifty Fifty würde ich sagen, wenn sie hier im
[51:47] Krankenhaus irgendjemand Fragen, irgendeinen Angehörigen Patient
[51:51] mich an einer gibst du mir deine Daten für die Forschung sagen
[51:54] 98% ja unsere Zustimmungsquote für die Nutzung des Broad
[51:58] Konsens, also der Einwilligung liegt hier bei über 95% ja es
[52:04] ist wirklich auch ne Frage der Perspektive.
[52:07] Und wir müssen, glaube ich, mehr Menschen klarmachen, dass die
[52:09] Nutzung dieser Daten gerade für die Personalisierung essentiell
[52:12] ist. Jeder gibt seine Daten und alle
[52:14] lernen aus diesen Daten und alle profitieren.
[52:16] Ich glaube, das ist der Weg, in dem wir müssen, ne.
[52:19] Und die sind ja anonymisiert, die werden ja den Menschen nicht
[52:23] mehr persönlich zugeordnet. Gesundheitsdaten systematisch
[52:26] nutzen, das ist unsere, unser Appell am Ende unseres Podcasts,
[52:29] und die allerletzte Frage, werden sie jetzt doch zum
[52:31] Altersforscher. Also n kleines bisschen bin ich
[52:33] schon altersforscher geworden. Also durch dieses Darmprojekt,
[52:36] dass ich irgendwie so als Eingebung irgendwann angefangen
[52:38] hab zu machen, obwohl ich das bislang nicht mache.
[52:41] Ich wir wird uns wird immer klarer, wie eng die Themen der
[52:45] Alternsforschung mit den m 3 Themen zusammenhängen, und ich
[52:48] glaube, deswegen werden wir da schon immer n overlab haben.
[52:52] Aber ja, die Onkologie ist schon das Thema und das wird es auch
[52:57] weiter bleiben, aber wir werden diesen Aspekt altern.
[53:00] In unseren aktuellen Forschungsthemen jetzt sehr,
[53:03] sehr viel stärker in den Blick nehmen, als wir das in den
[53:05] letzten Jahren gemacht haben. In der Onkologie sind sie der
[53:09] super Crack. Warum sollten Sie das mit der
[53:11] Altersforschung opfern? Ich bedanke mich in aller Form
[53:14] beim Direktor der medizinischen Klinik 1 in Tübingen, der das
[53:18] international bedeutende Zentrum für Personalisierte Medizin
[53:22] aufgebaut hat, Professor Nisa Malek, Danke sehr.
[53:26] Danke Ihnen. Alles wird gut, aber nicht von
[53:30] alleine. Danke fürs zuhören, ich hoffe
[53:33] diese Folge hat dir gefallen. Weitere Informationen findest du
[53:37] wie immer in den Shownotes, wenn du etwas in dieser Folge gelernt
[53:41] hast und diesen Podcast unterstützen möchtest, würde ich
[53:45] mich über eine Bewertung freuen, damit hilfst du mir und anderen
[53:48] Zuhörern, dass dieser Podcast und seine Inhalte leichter
[53:52] gefunden werden. Besuch mich auch auf meinen
[53:55] anderen Kanälen bei Instagram, tik tok, Facebook oder Youtube.
[54:00] Ich freu mich immer über Feedback und weitere Fragen von
[54:05] dir. Alles wird gut, aber nicht von
[54:08] alleine.

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