# Ein Präventionsmediziner mit jahrzehntelanger Erfahrung: Nina Ruge und Martin Halle

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 13 Feb 2026, 1 h 11 min.

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In dieser Folge spreche ich mit Prof. Martin Halle, einem der profiliertesten Experten für Präventionsmedizin und Sportkardiologie in Deutschland. Ausgangspunkt unseres Gesprächs sind alarmierende Daten: Deutschland liegt im europäischen Vergleich bei der Gesundheitsvorsorge auf einem der hinteren Plätze. Professor Halle erklärt, warum Prävention hierzulande strukturell vernachlässigt wird – und was sich ändern muss. Wir sprechen über personalisierte Präventionschecks, über Blutdruck, Herz-Kreislauf-Risiken, moderne Diagnostik und den sinnvollen Einsatz von Wearables. Es geht um die Frage, wie wir nicht nur länger, sondern gesünder leben können – und warum Prävention ein langfristiges Investment in unsere Lebensqualität ist. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: • Warum schneidet Deutschland bei der Prävention im europäischen Vergleich so schlecht ab? • Warum ist Prävention ein langfristiges Investment in Lebensqualität und Gesundheit? • Weshalb stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Zentrum moderner Präventionsstrategien? • Welche diagnostischen Schritte sind für eine personalisierte Prävention entscheidend? • Welche Blutmarker liefern frühe Hinweise auf Alterungs- und Krankheitsprozesse? • Warum ist Lipoprotein(a) ein unterschätzter, aber relevanter Risikofaktor? • Welche Rolle spielen Wearables bei der individuellen Gesundheitsbewertung? • Warum sind optimale Blutdruckwerte wichtiger als das bloße Einhalten von Grenzwerten? • Welche langfristigen Folgen hat unerkannter oder unzureichend behandelter Bluthochdruck? • Wie lassen sich Lebensstilmaßnahmen und medikamentöse Therapien sinnvoll kombinieren? • Warum muss Prävention bereits im Kindes- und Jugendalter beginnen? • Wie können personalisierte Präventionsprogramme nachhaltige Verhaltensänderungen bewirken? Weitere Informationen zu Prof. Martin Halle findest du hier: https://www.sport.mri.tum.de/de/ueber-uns/team/leitung/univ-prof-dr-med-martin-halle Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-254

## Transcript

[0:04] Willkommen bei Stay Young Prävention.
[0:07] Für viele klingt das so unattraktiv wie lauwarmes Wasser
[0:11] mit Wollsocke und Zipfelmütze. Doch ihr wisst natürlich,
[0:15] Prävention. Noch nie war sie so wertvoll wie
[0:17] heute, und dazu kamen gerade beunruhigende Zahlen auf den
[0:21] Tisch. Der Public Health Index 2025.
[0:25] Das ist sozusagen das Fieberthermometer unserer
[0:27] kollektiven Gesundheit, entwickelt von denen, die
[0:30] Bezahlen und pflegen müssen. Wenn Prävention nicht
[0:34] funktioniert. Vom AOK Bundesverband und vom
[0:38] Deutschen Krebsforschungszentrum nur eine Zahl daraus, und ihr
[0:41] wisst Bescheid, der Public Health Index verweist
[0:45] Deutschland im europäischen Vergleich auf, welchen Platz von
[0:50] 18 europäischen Ländern auf Platz 17.
[0:55] Er forscht und arbeitet seit Jahrzehnten daran, dass das
[0:59] anders wird, denn er ist ärztlicher Direktor des
[1:01] Lehrstuhls für Präventive Sportmedizin und
[1:05] Sportkardiologie am Klinikum der Technischen Universität München.
[1:10] Professor Martin Halle, willkommen bei Stay Young.
[1:12] Ja Hallo Hallo Frau Ruge. Danke, dass Sie dabei sind.
[1:15] Deutschland erhielt nur ja super.
[1:18] Ich bin ganz stolz, dass ich Sie gewinnen konnte.
[1:20] Ich freue mich auch, dabei zu sein.
[1:23] Deutschland erhielt nur knapp 37 von möglichen 100 Punkten.
[1:26] Das ist ja total frustrierend in Sachen Gesundheitsvorsorge.
[1:30] Wo klemmt es denn aus Ihrer Sicht am meisten?
[1:33] Ja, das ist natürlich eine katastrophale Nachricht und auch
[1:38] damit auch Platzierung von Deutschland.
[1:42] Prävention ist einfach irgendwie noch nicht bei uns in den
[1:45] Strukturen angekommen, denn gerade diese Strukturen werden
[1:49] da abgefragt und diese Strukturen bedeuten.
[1:52] Wie sieht es in den Kindergärten aus?
[1:54] Wie sieht es in den Unternehmen aus, wie kümmert sich die
[1:57] öffentliche Bevölkerung, die Politik um die Themen, die um
[2:01] Ernährung, Gesundheit, Bewegung, Wohlbefinden und natürlich
[2:06] Vermeidung von Alkohol und Rauchen, wie kümmern sich die
[2:09] darum und wir sind wirklich diejenigen, die viel
[2:13] diskutieren. Aber nichts in die Tat, was die
[2:17] Präventionsstrategien angeht, in die Tat umsetzen.
[2:20] Und deswegen sind wir auf dem vorletzten Platz.
[2:22] Ja, und das sieht man ja auch so ein bisschen an der
[2:24] Lebenserwartung und an der Zahl der Menschen mit
[2:26] Alterskrankheiten, die ja trotz des teuersten eines der
[2:29] teuersten Gesundheitssysteme überhaupt nicht so wahnsinnig
[2:33] toll sind. Woran sich vielleicht auch schon
[2:36] gleich noch mal, wenn ich gleich das ergänzen darf, ja, wir
[2:40] meinen ja immer. Wir sind vom medizinischen
[2:43] Aspekt her so toll, ja, dass wir halt eine tolle Medizin haben,
[2:48] die haben wir auch, aber wir geben wahnsinnig viel Geld aus
[2:51] dafür, und am Ende des Tages, das heißt an der Lebenserwartung
[2:56] da erkrankt ist, da sind andere Länder im Mittel zweieinhalb
[3:01] Jahre zum Beispiel länger, ob jetzt Frankreich, Spanien, die
[3:06] Schweiz und auch selbst die Schweiz gibt weniger Geld aus,
[3:10] als wir in Deutschland, das. Was vielleicht auch weniger
[3:13] wissen. Ja, und dass das eine Baustelle
[3:16] ist, eine riesen Baustelle, das wird manchen jetzt so langsam
[3:20] bewusst. Das sage ich jetzt mal ein
[3:21] bisschen zynischen Unterton, woran sie jetzt mit ihrem
[3:23] wissenschaftlichen Team arbeiten, an welchen Strategien,
[3:26] an welchem Programm, um die Prävention breit in die
[3:28] Bevölkerung zu kriegen, das würde ich gerne mit ihnen gleich
[3:32] besprechen, aber erstmal interessiert es mich und ich
[3:34] denke mal, unsere Zuschauerinnen und Zuhörer auch besonders.
[3:38] Wie sie als Sport und Präventionsmediziner im
[3:41] Einzelfall arbeiten. Und ich hab gedacht, ich nehm
[3:44] mich jetzt mal als Beispiel. Würden Sie mich überhaupt
[3:46] annehmen für ihre checks, Frau 69, die so viel wie möglich tun
[3:51] will, um lange gesund zu bleiben, einfach so, kommt zu
[3:53] ihnen und sagt, Check mich mal. Ja, unbedingt natürlich.
[3:56] Also es geht ja darum, von denjenigen, die schon wie sie
[4:00] jetzt Bewusstsein dafür haben, und andere, die noch gar kein
[4:03] Bewusstsein dafür. Haben, wie es um sie steht,
[4:07] Hinsichtlicher Gesundheit und was die besten Strategien sind.
[4:11] Und da meine ich jetzt nicht nur was Ernährung, Bewegung, Schlaf,
[4:14] Psyche und eben hatte ich ja schon Alkohol und und rauchen
[4:19] angesprochen, sondern auch vielleicht auch bei dem einen
[4:22] oder anderen medikamentöse Therapie, denn ich sehe das
[4:24] schon als eine Einheit an, denn wir können vieles mit dem Stehen
[4:28] machen, sehr, sehr viel, aber es geht eben auch darum, dass man
[4:31] das auf dem Boden der medizinischen Erkenntnisse
[4:34] nicht. Manchmal eben auch Medikamente
[4:36] dazu macht. Und deswegen ist es so, dass für
[4:40] die Diagnostik, die ansteht, für sie und andere, dass ich mich
[4:44] bin, jetzt von Haus aus auch Kardiologe und bin deshalb auch
[4:49] natürlich mit dem Herz Kreislauf System als eine der und der
[4:53] häufigsten auch noch Erkrankungen.
[4:56] Beschäftige ich mich natürlich tagein, tagaus und deswegen ist
[5:00] es bei mir schon so, dass diese Präventionsstrategien auf das
[5:03] Herz Kreislauf System ausgerichtet sind.
[5:05] Ich will das auch noch mal im im Vergleich zu jetzt den
[5:09] Krebserkrankungen, die auch eine große Breite einnehmen, indem
[5:15] wenn wir krank werden und dann auch sicherlich dann auch an
[5:18] diesen Erkrankungen irgendwann versterben sollen, das sind
[5:22] natürlich Herz, Kreislauf und Krebserkrankungen, aber wenn es
[5:25] um Präventionsstrategien. Ergehen geht.
[5:27] Da spielen die Herz Kreislauf Erkrankungen eine ganz, ganz,
[5:30] ganz entscheidende Rolle. Das überlappt sich mit den
[5:33] Krebserkrankungen schon, auch weil zum Beispiel Ernährung und
[5:37] Bewegung Risikofaktoren für Diabetes, Herz, Kreislauf,
[5:40] Erkrankungen sind, aber genauso für die Darmkrebserkrankung oder
[5:44] Brustkrebs, also insofern Bewegung, also als Inaktivität,
[5:49] und das heißt also, das überlappt sich schon, das
[5:52] beeinflusst aber diese Verbindung aus dem einen und dem
[5:55] anderen schon dann auch meine. Viele Strategien, die jetzt für
[5:58] sie und andere in meiner Ambulanz dann zum Tragen kommen.
[6:01] Deswegen fokussiere ich mich von meiner Expertise aus auf das
[6:06] Herz Kreislauf System und habe dann natürlich auch andere
[6:10] Kollegen, Kolleginnen und Kollegen, die dann halt auch den
[6:13] Bereich der Tumorerkrankung, gerade Brustkrebs, Darmkrebs,
[6:16] Prostata, das das mit Erfassen, also bei mir ist es so, wenn man
[6:21] wenn sie reinkommen dann. Mache ich mir natürlich erstmal
[6:24] ein Bild von Ihnen, das heißt oder von von meinen Patienten.
[6:29] Und da geht es darum, wie sieht die Familienanamnese aus.
[6:33] Für mich ein ganz wichtiger Aspekt, wie sieht es aus mit den
[6:38] ganz normalen anthropometrischen Daten, wie es mit Gewicht, Größe
[6:43] und Blutdruck, wie sieht es mit auch sowas so werten wie der
[6:48] Herzfrequenz, Variabilität zum Beispiel aus?
[6:52] Das machen wir nicht immer, aber durchaus auch, um Stressfaktoren
[6:56] zu erfassen oder die Körperfett Zusammensetzung über die
[7:00] sogenannte Bia waage kann man das sehr schön das Körperfett
[7:05] und die Muskelmasse erfassen und so geht es weiter mit dem Ruhr
[7:09] EKG wo man die Ströme des Herzens misst.
[7:12] Dann den Gefäßstatus, die Halsgefäße vor allen Dingen als.
[7:16] Fenster, um in den Körper reinzuschauen, um da halt zu
[7:19] sehen, ob Arterienveränderung Verkalkung vorhanden ist.
[7:24] Dann die den Herzultraschall um zu sehen wie das Herz
[7:29] funktioniert in Ruhe und dann auch unter Belastung n
[7:32] Belastungs EKG zu machen. Und man sieht schon, dass das
[7:36] hier das Gefäßsystem und die Pumpe dazu, dass das erfasst
[7:40] wird und dass wir im Blut dann vor allen Dingen auch der
[7:44] Kreislauf, Risikofaktoren erfassen, aber auch andere
[7:48] Marker, da entwickelt sich ja einiges aktuell oder über die
[7:52] letzten Jahre schon, was man so im Blut alles erfassen kann.
[7:56] Da ist sicherlich noch vieles vor uns, aber da so nicht nur
[8:00] die Klassiker, untersuchen wir aber die natürlich besonders,
[8:03] wie? Cholesterinwerte, Leberwerte,
[8:07] auch spezifische Cholesterinwerte wie dieses neue
[8:11] neue Risikofaktor, der heißt Lipoprotein Klein A, kann man
[8:14] später noch mal was dazu sagen, also Vitamin D und Omega 3
[8:18] Fettsäure noch mal ganz kurz das so zu umreißen, dass wir da so
[8:22] in der. Labordiagnostik als Basis
[8:25] machen? Vorstellen, dass sich jetzt
[8:27] viele, die sich für das Thema schon so interessiert haben,
[8:30] dass sie. Zum Arzt gegangen sind.
[8:32] Die würden jetzt natürlich gerne wissen, welche Blutmarker nehmen
[8:35] sie denn, die vielleicht üblicherweise nicht genommen
[8:38] werden? Also bei den Cholesterin habe
[8:40] ich eben gerade schon dieses Lipoprotein klein A
[8:43] angesprochen. Das ist ein Cholesterin, was
[8:48] noch so einen Mantel hat und dieser Mantel, der greift in das
[8:53] Gerinnungssystem ein und wir haben also damit einen, ich
[8:57] nenne die Risikofaktoren durchaus auch gerne
[9:00] alterungsfaktoren. Toren, den wir im Blut messen
[9:03] können. Und da sieht man schon, dass
[9:05] dort die Kombination aus Cholesterin plus Gerinnung in
[9:09] diesem Marker vereint ist. Also heißt es da auch zu sehen,
[9:14] ist er vielleicht erhöht, weil er dann eben beides macht,
[9:16] Cholesterinablagerung und gleichzeitig eben auch die
[9:20] Blutplättchen, die da anheften, dass die Halt dann das besonders
[9:23] gut können oder sich da nicht von diesem Cholesterinplug dann
[9:27] lösen können. Also wir versuchen damit solche.
[9:32] Speziellen Risikofaktoren Alterungsfaktoren zu erfassen.
[9:36] Das zweite ist, dass wir diesen Omega 3 Index bestimmen.
[9:42] Das sind eben die ungesättigten. Zu den gesättigten Fettsäuren,
[9:45] also das Verhältnis aus den guten zu den schlechten
[9:49] Fettsäuren. Fettsäuren nehmen wir ja über
[9:51] die Nahrung auf und die, wenn wir viel Fleisch essen, dann
[9:56] sind es die gesättigten Fettsäuren, wenn es eben Fisch
[9:59] oder Hülsenfrüchte ist, sind es die ungesättigten Fettsäuren und
[10:04] haben damit dieses Verhältnis, was man dann schön erfassen
[10:08] kann, und das gibt mir einen Einblick, dann wie.
[10:12] Die letzten, ja 23 Monate für dann die Ernährung gewesen sind,
[10:19] weil man da das so ein Langzeiternährungsmarker, weil
[10:22] man das aus den roten Blutkörperchen erfasst, diese
[10:25] Verteilung aus den aus den Wänden der roten Blutkörperchen,
[10:29] da werden diese Fettsäuren über die Ernährung aufgenommen.
[10:33] Oder Nahrung aufgenommen, dann eingebaut und dann kann man die
[10:36] eben erfassen und hat einen schönen Blick.
[10:39] Dann die letzten Monate zurück, also es hilft da nicht mal die
[10:43] letzte Woche vorher, bevor man zu mir gekommen ist noch mal
[10:46] seine Ernährung umzustellen, da gucke ich dann schon ein
[10:48] bisschen weiter zurück und wir können genauso zurückschauen,
[10:53] natürlich mit den. Hb 1 C werten, das ist das
[10:58] Hämoglobin, da sind wir wieder bei den roten Blutkörperchen,
[11:01] die dann halt dort den roten Blutfarbstoff, der erfasst wird
[11:05] und dann sieht man das wieviel von dem mit Zucker in Verbindung
[11:09] gekommen ist. Und da schaut man eben auch in
[11:12] den in die Monate dann zurück. Und wer viel ja zuckerhaltiges
[11:17] gegessen hat beziehungsweise vor allen Dingen die
[11:20] Stoffwechselstörung Richtung vielleicht Vorstufen des
[11:23] Diabetes hat, der hat da ein bisschen.
[11:25] Ist eine erhöhte Werte und Vitamin D finde ich auch einen
[11:29] wichtigen Parameter, der nicht nur so auch in die depressive
[11:34] Komponente geht. Das heißt auch ein psychischer
[11:38] Indikator ist niedrige Werte häufig dann auch mit Stress.
[11:45] Depressiver Komponente verknüpft und kann man ja gut auch dann
[11:49] substituieren und dann auch Gesundheit für Knochen und auch
[11:55] Gefäß dann damit behandeln. Also das vielleicht mal so als
[12:01] als der Basisbereich und dann natürlich noch so Aspekte wie
[12:05] Tumormarker, aber da muss man auch ein bisschen aufpassen,
[12:08] dass man da nicht jetzt in die Breite schießt, sondern da es
[12:11] bei Männern dieses Prostata spezielle.
[12:15] Spezifische Antigene als das PSA, was eben dann von einer
[12:19] Prostata ausgeschüttet wird in das Blut, wenn wenn da
[12:23] Krebszellen vorhanden sind und da da kann man auch sehr schön
[12:27] damit so ein Screening machen. Also ich Liste noch mal auf
[12:31] Lipoprotein klein a wird ganz ganz selten bis heute bei einem
[12:35] normalen Check gemessen und ist genetisch bedingt und kann.
[12:40] Unglaubliche Probleme machen war bisher.
[12:41] Ich war auch so im Kardiologen Kongress, da habe ich von den
[12:44] Kardiologen auch noch mal gehört, ja, wir haben ja nichts
[12:46] gegen das Lipo Protein a und dann können wir es auch nicht
[12:49] brauchen wir es gar nicht zu messen und das ist ja nicht der
[12:51] aktuelle Stand der Sache, also lipo Protein a, dann Omega 6
[12:55] Omega 3 Status wird auch meines Erachtens nicht regelmäßig
[13:00] gemessen, Vitamin DPSA und Langzeitzucker das.
[13:07] Dass man sich da schon mal, wenn man zum Arzt geht und sagt, ich
[13:10] möchte gerne einen Check haben, dass man sagt, ich bezahle es
[13:12] dann, wenn es die Kasse nicht zahlt, vielleicht auch mal
[13:14] selber, möchte ich machen. Machen sie alles, was machen Sie
[13:19] eigentlich? Sie haben vorhin erwähnt,
[13:21] Herzfrequenzvariabilität zum Beispiel nutzen Sie auch Daten
[13:27] von Ihren. Patienten, die sie per Wearables
[13:31] messen. Frequenz.
[13:34] Ja, natürlich absolut, weil das natürlich, und ich glaube auch,
[13:38] dass sich das in der Zukunft dahin entwickeln wird, weil das
[13:42] sind natürlich Daten, die tagein, tagaus Twenty Four Seven
[13:46] gemessen werden, ja, und dass man die natürlich dann auch
[13:49] schön in diese in die Bewertung halt auch des
[13:52] Gesundheitszustandes mit integriert und dann auch sagen
[13:56] kann, ja, also mit den Wearables, jetzt sieht es.
[13:59] So und so aus. Außer den Daten, die wir da
[14:01] erfassen, Bewegung, Schlafverhalten und alles, was
[14:04] man dann auch herzfrequenzvariabilität
[14:06] natürlich, also die Daten, die man dort dann sich anschauen
[14:10] kann. Und dann mache ich meine
[14:12] Untersuchung oder ergänze die und dann habe ich doch ein
[14:14] schönes Bild darüber, wie der ist Zustand medizinisch an einem
[14:19] Tag bei mir ist und wie es vorher die letzten Wochen,
[14:24] vielleicht auch Monate dann gewesen ist.
[14:27] Und dann ist ja auch meine Empfehlung daran geknüpft.
[14:31] Und dann ist es so, dass ich dann auch entsprechend sage, ja,
[14:35] gehen sie doch mal in die und die Richtung, weil wir haben ja
[14:37] da in bei ihren Wearables gesehen, dass da halt ein
[14:40] gewisses Defizit, oder sagen wir mal Problemzone besteht und
[14:44] ändern sie doch mal das, und ich glaube, dass diese gezielten
[14:48] Veränderungsstrategien, dass die Halt wichtig sind und nicht das
[14:51] globale, sondern da kann es auch durchaus sein, dass ich manchen
[14:55] Sage, also. Vom sowieso, vom Gewicht oder
[14:59] auch von Stresslevel. Das scheint alles bei ihnen top
[15:01] zu sein. Also dann sollte es doch von
[15:04] körperlichen Training vielleicht der Fokus sein und und dass sie
[15:07] sich da halt verbessern, oder? Ich schaue auf die auf die Uhr
[15:12] und sehe, da ist wirklich einfach jemand mit erhöhtem
[15:16] Stress. Gestern hatte ich einen.
[15:18] Zum Manager bei mir gucke mir die Daten an und denke ja, also
[15:23] der kommt jetzt auch noch mal zu zu mir.
[15:24] Ist ja auch ganz typisch. Ja ich möchte mich noch mal
[15:26] durchchecken lassen, ja und ich bin jetzt hier jetzt 4 bis 5 mal
[15:30] die Woche jogge ich jetzt und schlafen er ist ganz schlecht,
[15:34] ich wache immer um 3 15:30 Uhr morgens auf und aber jetzt will
[15:37] ich noch mehr machen, da sieht man dann schon, dass dass
[15:41] Prävention durchaus auch bei. Bei Personen, die erstmal so vom
[15:46] Aspekt her gesund aussehen und dann halt da sportlich aktiv
[15:50] sind, aber dass man dann schaut mal auf die Rarable sieht man,
[15:53] ah, da ist wirklich da ist echt ein Problembereich im Stress und
[15:57] Schlaf und wenn dann noch hinzu kommt, und das mache ich
[16:02] vielleicht noch als so eine Ergänzungsuntersuchung bei mir,
[16:05] dass ich genau schaue, wo sind da die optimalen Trainingspulse
[16:09] also ich mache so eine Laktatdiagnostik oder
[16:12] Spiroergometrie und. Heißt das, mit so einer Maske
[16:15] aufgesetzt? Guck mal Sauerstoffaufnahme und
[16:17] CO 2 Abgabe an, aber ich kann damit Bereiche festlegen, die
[16:22] halt grundlagenausdauer oder intensivere Ausdauer beinhalten.
[16:26] Und für denjenigen ist natürlich super, super wichtig, dass der
[16:30] jetzt nicht einfach so alphatiermäßig dann genauso wie
[16:36] er seinen Job macht und jetzt sein sein Training macht.
[16:40] Und das ist ganz typisch, dass dann halt Vollgas, es muss dann
[16:43] ja, ich muss schwitzen und in kurzer Zeit muss ich es maximal
[16:46] erreichen. Und dann ist diese sportliche
[16:48] Aktivität einfach auch purer Stress und meine Empfehlung
[16:53] gestern bei dem war also meinetwegen für.
[16:56] Viermal die Woche aber runter, runter, runter von der
[16:59] Intensität. Es muss auch das stressfreie
[17:02] joggen sein, was dann auch zu einer Verbesserung des
[17:05] Schlafverhaltens oder auch der psychischen Konstellation
[17:08] beitragen kann, lösen nicht immer, aber sehr viel auch dazu
[17:12] beitragen kann. Sie gehen.
[17:15] Ich meine, dass Wearables mit integriert werden in die
[17:18] Diagnostik von Medizinern ist nicht selbstverständlich, sie
[17:21] gehen schon sehr ganzheitlich in ihrer Diagnostik mit ihren
[17:25] Patienten um. Nur ich denke immer aus der
[17:28] Perspektive unseren Zuhörern und Zuschauer.
[17:31] Natürlich sagen Sie, mach Darmkrebs Prophylaxe, Mach
[17:35] Mammographie, Mach PSA wert, also guck Prostata an et cetera
[17:40] gibt es noch Fachbereiche, in die sie grundsätzlich ihre
[17:44] Patienten für einen großen Check schicken, oder ist jetzt damit
[17:47] quasi alles abgedeckt? Ich finde 2 Bereiche sind sind
[17:51] noch wichtig. Ja, Haut ist.
[17:53] Ein ganz wichtiges Thema. Da geht es schon auch darum,
[17:58] gerade jetzt die Generation um die 5565 jährigen sind halt in
[18:03] der Zeit groß geworden, in der es halt nicht so entsprechende
[18:07] Sonnenschutzmittel gab. Viele sind in der Sonne gewesen,
[18:11] heute sieht man die 3040 oder 50 Jahre später sieht man halt die
[18:16] Folgen da von von diesem Fehlverhalten, das heißt auch
[18:19] Prävention. Will ich an dem Beispiel auch
[18:23] noch mal deutlich machen. Prävention ist lang, Long
[18:27] Investment, das ist nicht, was man mal schnell abgreifen kann
[18:31] und man muss sich das so vorstellen, wie wenn man, wenn
[18:34] man investiert, ob jetzt in Aktien oder in einen Wald, ja
[18:38] der Baum muss wachsen und dann hat man halt irgendwann mal ein
[18:41] großes Anwesen mit viel Bäumen und hat dann gute Rendite und so
[18:48] ähnlich ist es auch bei bei der Prävention, und da ist die Haut.
[18:52] Wichtig, dass man sich die anschaut, ob da jetzt
[18:55] Veränderungen sind, die zum Teil gutartiger oder manchen Fällen
[18:59] sogar dann bösartiger Krebsveränderungen sind.
[19:03] Frühzeitig erkannt kann man damit das heilen ja zu spät
[19:07] erkannt. Ist es dann wirklich zu spät und
[19:11] da geht es eben auch, dieses weitere Trainer frühzeitig dran
[19:14] zu sein wie beim Darm. Wir haben da Polypen, die
[19:18] brauchen 10 Jahre, um von einem kleinen Polypen dann zum
[19:24] Darmkrebs zu werden, und da muss man einfach rein und und
[19:28] frühzeitig danach schauen, ob es diese Polypen gibt, die dann
[19:31] halt so eine Entwicklung nehmen können, dann kann man die
[19:34] entfernen und dann dann ist es gut.
[19:37] Sie hatten doch gefragt, welche welche weitere?
[19:40] Ich finde durchaus auch die die Untersuchung der Augen ein ganz
[19:44] wichtiger Aspekt, vielleicht für alle, auch da noch mal zu meinen
[19:49] Studenten. Sage, wenn ihr in die Augen
[19:50] schaut, schaut ihr ins Gehirn. Die Augen sind eine Ausstülpung
[19:54] des Gehirns. Die Netzhaut ist nichts anderes
[19:57] als ein Spiegelbild des Gehirns. Wie die Gehirngefäße sind auch
[20:02] wir bei uns, haben so eine Kamera, wo wir dann halt den
[20:05] Augenhintergrund uns anschauen und dann halt.
[20:08] Auch zum Beispiel geschlängelte Gefäße sehen bei jemandem, der
[20:12] über längere Jahre erhöhten Blutdruck gehabt hat oder wenn
[20:17] jemand so Vorstufen des Diabetes hat, schaue ich da gerne rein
[20:20] und gucke, gibt es da schon Veränderungen dieser kleinen
[20:22] Minigefäße? Und das hat 2 Komponenten.
[20:27] Einmal weiß ich dann, wie sieht es eigentlich aus bei meinem
[20:31] jetzt vor mir sitzenden Patienten, weil häufig ist da
[20:35] auch oder häufig nicht, aber es gibt schon viele, die nicht so
[20:40] eine richtige Einsicht haben, dass man sagt, ja, jetzt muss
[20:42] man da doch mal noch mehr in die.
[20:46] In die Kiste der Prävention reinfassen und was rausholen und
[20:50] der Lebensstil muss, muss sich verändern.
[20:53] Da mache ich auch wenn ich das so sagen darf, da mache ich auch
[20:56] eine klare Ansage, weil alles andere bringt es nicht, und das
[21:00] ist einfacher zu machen, wenn ich da so dieses Bild des
[21:03] Augenhintergrunds zeige oder auch der Halsgefäße.
[21:06] Wenn da so cholesterinveränderungen da
[21:08] sind, dann schwarz auf weiß oder bunt dargestellt.
[21:12] Wie bilden die Bilder von der Netzhaut und dann sieht man,
[21:14] dass da geschlängelte Gewicht. Gefäß sind vielleicht auch so
[21:17] eine Mini Einblutung und dann sind alle natürlich auch sofort
[21:21] hellwach und sagen ja, da sagen Sie mir doch bitte alles was ich
[21:26] jetzt da. Tun kann.
[21:28] Was sind denn? Wir haben so viele Patienten,
[21:31] sie sind so lange in diesem Bereich der Prävention und vor
[21:34] allem auch, und das ist so wichtig, der genauen Diagnostik
[21:37] unterwegs. Was sind so die Baustellen der
[21:39] Menschen? Über 5060, die halt vielleicht
[21:42] nicht so viel gemacht haben in ihrem Leben, das ist ja nicht in
[21:45] gewesen, das war ja auch nicht im kollektiven Bewusstsein, dass
[21:49] man früh anfängt, was für sich zu tun, das hat Mama vielleicht
[21:52] und Oma immer gesagt zu den Kindern, aber dass wir es
[21:55] wirklich gesellschaftlich als ganz, ganz wichtig ansehen, ist
[21:58] ja nicht so breit kommuniziert gewesen, was sind denn so die
[22:01] häufigsten Baustellen, mit denen die Menschen.
[22:05] Zu Ihnen kommen die sie entdecken und die sie dann auch
[22:08] tatsächlich, mit denen sie die Menschen, die dann hoffentlich
[22:10] zur Heilung oder zumindest zum Management mit diesen
[22:14] Krankheiten begleiten, finden. Ja, also was man, was ein
[22:20] wirklicher Klassiker ist. Und das klingt jetzt ziemlich
[22:24] simpel, aber das ist der erhöhte Blutdruck, viele, viele, also
[22:29] man kann. Kann das so auch überschlagen,
[22:33] dass jeder Dritte über 50 erhöhte Blutode um die 50
[22:37] erhöhte Blutdruckwerte hat und das nimmt halt mit dem Alter
[22:40] noch weiter zu und das zeigt nur, dass dieser dieser
[22:46] Blutdruck ein ein Treiber ist, gerade wenn es um Herz,
[22:50] Kreislauf, Erkrankungen geht und vielleicht haben das auch noch
[22:53] nicht alle so auf dem Schirm, Cholesterin, weil es irgendwie
[22:55] jeder am Blutdruck ja gut, also wenn ich mich mal ein bisschen
[22:58] aufrege, dann geht er hoch. Und.
[22:59] Und wenn ich beim Arzt bin, ah ja gut, der misst erhöhte Werte,
[23:02] aber ich hab ja so ne Weißkittel, erhöhte
[23:05] Blutdruckwerte, also durch den Arzt bedingt Stress und dann
[23:09] gehen die Werte hoch. Und das ist ein Trugschluss.
[23:13] Ja, und da muss man wirklich, wenn man so eine Strategie
[23:17] machen würde, würde ich die Richtung Blutdruck auch in
[23:21] Deutschland vor allen Dingen noch mal eine richtige
[23:24] Initiative da starten, weil es doch so ist.
[23:29] Viele Lebensjahre werden durch erhöhten.
[23:31] Blutdruck reduziert man muss sich nur vorstellen, das ist.
[23:34] Der Herzinfarkt, der Schlaganfall, die Demenz, die
[23:38] Herzmuskelschwäche. Also es sind viele Sachen, die
[23:42] im im Alter Hauptprobleme der der Menschen sind.
[23:47] Und da geht es eben darum, und wenn wir es bei diesem 50
[23:52] Jährigen sind, dem und oder dir oder derjenigen dann zu sagen,
[23:56] ja Investment in die nächsten 3040.
[23:59] Jahre. Und deswegen geht es auch hier
[24:01] nicht darum, unter der Obergrenze von einem Blutdruck
[24:06] wert zu bleiben. Also wir haben ja so von den
[24:09] Gesellschaften 140 zu 90 als Obergrenze, und wenn dann jemand
[24:14] diverse gerade so erreicht, sind alle Happy, der Arzt ist Happy,
[24:20] Patient ist happy. Ja, aber wir sehen über die
[24:24] letzten Jahre, dass diese Blutdruckwerte runtergehen auf
[24:28] 135 und jetzt auf 130 und noch optimaler sind bei 120 als
[24:31] Werte. Und da gibt es noch einen
[24:33] zweiten Wert dazu, denn das ist der Untere, der Basiswert und
[24:36] also 120 zu 80 ist zum Beispiel ein ein sehr guter Blutdruck
[24:41] und. Wenn ich, wenn ich doch mein
[24:48] Auto wunderbar erhalten will, ja, dass es eben durch den TÜV
[24:53] kommt und dass es dann halt oder nicht nur gerade durch den TÜV
[24:56] kommt, sondern dass ich damit auch sicher fahren kann.
[24:58] Ja, da wird jeder sagen, ja, das muss irgendwie alles optimal
[25:01] sein, ja und beim Blutdruck kratzt man an der Obergrenze.
[25:04] Und da sage ich auch, liebe Leute, 120 zu 80 und da ist dann
[25:10] der Stress auf dem Gefäßsystem wesentlich geringer und damit
[25:14] auch der Stress auf das Herz. Und da machen schon so Werte,
[25:19] das ist für mich wirklich ganz interessant, wenn man das mal
[25:23] ausrechnet zwischen 120 und 150, also 150 würde ich immer sagen,
[25:27] ja, so ein bisschen erhöht ja und 120 da liegen 30 Millimeter
[25:30] und. Hg Hg heißt Quecksilbersäule
[25:37] dazwischen und nach Mathematik Adam Riese sind das 3 Zentimeter
[25:41] Quecksilber, aber in unserem Blut fließt nicht Quecksilber,
[25:44] sondern wasserblut und dann nimmt man das mit der Dichte mal
[25:49] 13,5 und dann sind wir bei 3 x 13,5 sind wir bei 40 ungefähr
[25:52] Zentimeter 40 Zentimeter muss man sich vorstellen in einem
[25:58] Gefäß. Wassersäule.
[26:02] Also ich möchte mal die Leute sehen, die mit einer Spritze an
[26:07] so einer angeschlossen an so einem Schlauch dann 40 cm hoch
[26:13] und runter mit jedem Herzschlag pumpen.
[26:16] Also das ist ein Krafttraining Kraft Ausdauertraining, also wer
[26:20] da in ich sag mal 10 Minuten viertelstunde und.
[26:24] Oder vielleicht manche noch ein bisschen länger?
[26:26] Halbe Stunde das aushalten okay ja, aber nicht 24 Stunden am
[26:33] Tag, Wochen, Monate, Jahre, und das ist das Problem, warum die
[26:39] Gefäße spröde werden, warum das Herz irgendwann wieso ein, wieso
[26:45] ein Kraftmuskel dann dicker wird.
[26:49] Wie bei so einem Krafttraining und dann über die Zeit das nicht
[26:52] mehr tolerieren kann, sondern dann ausleiert und gerade auch
[26:57] dieser Druck, der auf das Gefäßsystem im Kopf lastet, ja
[27:02] bei diesen, bei diesen Werten, das ist verständlich, ja, also
[27:08] dass dann auch diese, dass die Augen damit betroffen sind, das
[27:12] Gehirn, das Herz und die Nieren. Ja, und das noch mal zu
[27:17] vermitteln, ja geht aufs Optimum.
[27:20] Nur das Optimum führt dazu, dass 3040 Jahre später auch das
[27:26] Gefäßsystem noch dem Alter entsprechend oder vielleicht
[27:29] auch dann eben jünger sind als das kalendarische Alter also.
[27:33] Biologisch jünger und deswegen muss man da so super darauf
[27:37] achten und. Und das war jetzt mal das
[27:39] Beispiel für für den Blutdruck. Das kann man aber genauso für
[27:44] Cholesterin, Blutzuckerwerte und anderes genauso sich ausmachen
[27:50] und dann wird einem auch klar, optimal, optimal.
[27:53] Muss es sein. Sie reden da bei mir so offene
[27:58] Türen an und ich habe mir gerade gestern, ich habe einen Podcast
[28:00] vorbereitet zum Thema Blutdruck und Blutdruckmessung, der stille
[28:04] Killer. Der zu hohe Blutdruck, der ja,
[28:07] wie sie schon eben gesagt hat, Nierenerkrankungen, Demenz, das
[28:11] weiß ja kaum einer, dann natürlich Schlaganfall,
[28:14] Herzinfarkt, aber auch tatsächlich Augen, es kann sogar
[28:16] zu Erblindungen führen et cetera.
[28:19] Diese Thematik ist in der Bevölkerung so wenig klar, wie
[28:23] viele Menschen messen überhaupt regelmäßig ihren Blutdruck, ganz
[28:25] wenige, wie viele wissen überhaupt, dass sie erhöhten
[28:28] Blutdruck haben über 50 ganz, ganz viele Rennen damit rum,
[28:32] weil man es ja nicht spürt und. Und wissen es eben nicht.
[28:36] Und ich habe diesen Podcast vorbereitet, das finde ich.
[28:39] Jetzt würde ich gerne einbringen in dieses Gespräch mit dem
[28:42] Gründer, von dem, Ach, das habe ich jetzt gerade zum Aufladen
[28:46] von dem Messband Actia heute heißt es Halo und auch den.
[28:52] Einen der führenden Kardiologen der Schweiz, der die
[28:55] Zulassungsstudien geleitet hat. Für diesen Blutdruckmesser.
[28:59] Und da finde ich auch den Aspekt noch mal wichtig.
[29:03] Erstens, viele Kardiologen halten dieses Band noch nicht
[29:06] für ausreichend, dann messen wir halt eben nicht und zum zweiten
[29:11] die klassische Blutdruckmessung ist ja nicht in der Nacht und
[29:16] wenn man Werte aus der Nacht bekommt, dann muss ich
[29:18] persönlich sagen, war ich selber erschrocken.
[29:22] Da gehen einem manchmal vielleicht die Augen auf.
[29:24] Ja, also wenn der Blutdruck nicht absinkt in der Nacht,
[29:27] sonst kriegt man es ja nicht mit, der muss aber absinken,
[29:30] wenn er vielleicht sogar steigt, was bei mir manchmal der Fall
[29:33] ist. Da sage ich mir, oh gut zu
[29:36] wissen, aber dann auch handeln, das heißt, empfehlen sie solche
[29:42] nachtnächtlichen Messungen per Band oder sagen sie auch noch
[29:45] nee, lieber die? Dieses Heilo Band noch nicht
[29:49] benutzen. Also heilo Band finde ich super.
[29:52] Natürlich ist es so, ja da können die Werte zum Teil erhöht
[29:57] oder auch niedrig gemessen werden, aber die Tendenz ist ja
[30:03] das entscheiden und auch ich möchte natürlich auch unbedingt
[30:05] wissen, jetzt wie bei ihnen Werte nachts vielleicht ein
[30:08] bisschen erhöht, dann kommt man doch ins Gespräch, kann man
[30:11] besprechen woran das liegen kann, also ich finde das gut,
[30:14] das hat ja auch einen riesen Vorteil gegenüber dem.
[30:17] Diesen 24 Stunden blutdruckmessung, die man so
[30:20] beim Hausarzt bekommt, weil diese pumpen sich ja dann auch
[30:25] ja tagsüber jede halbe Stunde nachts einmal pro Stunde auf ja,
[30:29] also wenn bei mir nachts sich so ein Ding aufpumpt, dann schlafe
[30:33] ich auch nicht richtig gut weiter und insofern.
[30:36] Ist das schon auch in der Situation auch eine suboptimale
[30:40] Lösung mit diesen 24 Stunden Blutdruckmessung?
[30:41] Vielleicht darf ich auch noch von meiner Seite da ergänzen,
[30:45] ich schaue da bei mir auch insbesondere auf dem Blutdruck
[30:50] unter Belastung, also wir stellen uns vor, jetzt ist ein
[30:54] optimaler Blutdruck 120 zu 80 Millimeter g oder 70 Millimeter
[30:59] g. Und dann setze ich die oder
[31:02] diejenige aufs Fahrrad und. Und bei Belastung 100 Watt zum
[31:08] Beispiel. Das ist so zügiges gehen, ja
[31:11] dann springen auf einmal die Blutdruckwerte auf fast 2
[31:14] hunderter Werte nach oben und dann ist es für mich ein
[31:18] Indikator dafür, dass hier die Konstellation bisschen Stress,
[31:24] ob jetzt körperlich oder psychisch, ja führt dazu, dass
[31:27] die Reaktion mit erhöhtem Blutdruck dann beantwortet wird.
[31:33] Also wir haben es da mit jemandem zu tun, wo wir doch
[31:35] schauen müssen, ob da mehr dahinter steckt und auch die
[31:40] Psyche dann noch mal angucken. Auch das Trainingsprogramm eben
[31:42] darauf abstimmen und ja, so sieht man schon auch, dass das
[31:47] dann wiederum Einfluss nimmt auf meine Beratung.
[31:51] Ich habe gestern die neuesten Studien, nein, die neuesten
[31:55] Leitlinien der American Heart Association mir angeschaut.
[31:58] Die haben wir jetzt ganz offiziell in die Leitlinien
[32:01] genommen. Nicht mehr 130 zu 90 ist der der
[32:05] Wert Blutdruck, der optimal sein sollte für etwas ältere
[32:08] Menschen. Nein, 120 wie sie sagen 120 zu
[32:11] 80 und da sagen sich jetzt natürlich viele, die hin und
[32:14] wieder mal gemessen haben, wir müssen das jetzt nicht zu weit
[32:16] vertiefen, aber da muss ich ja jetzt richtig raten, da muss ich
[32:20] wahrscheinlich Medikament nehmen, ich muss aber mein
[32:22] ganzes Sportprogramm darauf ausrichten, eventuell auch meine
[32:24] Ernährung nicht so viel Salz essen und all diese Dinge und.
[32:32] Das ist in dem Bewusstsein, und wir sind ja beim Thema
[32:35] Prävention ist im Bewusstsein der Bevölkerung nicht da.
[32:39] Ja, absolut. Und wenn sich mal so die
[32:43] Spiegel, Artikel und andere der letzten Jahre anschauen, dann
[32:47] heißt es dann irgendwie von der Cholesterinlüge bis dann halt a.
[32:51] Es müssen jetzt alle sind, alle werden zu Leuten mit erhöhtem
[32:55] Cholesterin oder jetzt sagen dann viele, ja, jetzt werden wir
[32:58] ja alle zu hypertonikern, also Leute die erhöhten Blutdruck
[33:01] haben und. Das ist einfach so, dass das
[33:06] schon seine Begründung hat. Und die liegt darin, dass die
[33:10] Studienlage einfach viel, viel besser geworden ist und wir uns
[33:13] mehr um diese Werte auch im unteren Bereich gekümmert haben,
[33:16] in der Forschung und es immer evidenter wird, dass dieses
[33:21] Konzept die Leute nach der Rente mit 65 haben dann noch 5 bis 10
[33:27] Jahre. Indem sie entweder gesund oder
[33:30] dann halt auch mit Krankheit versterben.
[33:33] Dass wir ja das Konzept jetzt von von vielerlei Seite hin
[33:38] verlängern, also verlängern, dass wir 90 werden und noch noch
[33:43] gesund sind, und das ist aber ich glaube, dass das Potenzial
[33:47] total unterschätzt wird, und deswegen sind wir auch heute
[33:51] hier zusammen und besprechen das Thema Prävention.
[33:56] Nur ganz kurz, sie sind ja derjenige, der die Menschen
[33:59] ganz, ganz stark in die Bewegung bringen will, in den
[34:01] Ausdauersport, in den Kraftsport et cetera, und sie schauen
[34:06] ganzheitlich auf ihre Patienten. Jetzt nehme ich meinen, bin ich
[34:09] ein bisschen mutig, nehme ich mal meine Daten und frag sie,
[34:14] was würden Sie mir, ich klar, sie müssten mich angucken und
[34:16] so, das ist jetzt sehr oberflächlich gefragt.
[34:18] Aber was würden sie so, in welche Richtung würden Sie mich
[34:20] jetzt beraten? Ich bin 1 77 groß, ich habe 57
[34:23] Kilo v 2 max zumindest laut Wearables 32 manchmal habe ich
[34:28] sogar auf 34 geschafft, dann herzfrequenz, Variabilität bei
[34:31] 10 leichter Bluthochdruck, also nach den heutigen Leitlinien
[34:36] eigentlich schon ordentlich, nämlich 136 im Schnitt und.
[34:48] Belastungs EKG wunderbar, also geht nur, bis auch mit voller
[34:52] Belastung habe ich es zum Ende durchgehalten bis 170 glaube ich
[34:56] oder 180 weiß ich nicht mehr ganz genau, alle Blutwerte toll,
[34:59] Blut langzeitzucker ist gut, Cholesterin ist super, so was
[35:03] sagen Sie. Ja, also vom vom Fitnesszustand.
[35:09] Also noch mal für alle so eine 32 oder 34 er.
[35:13] Maximaler Sauerstoffaufnahme ist richtig gut richtig fit am
[35:18] Gewicht kann man bestimmt nicht meckern.
[35:21] Insofern da ist, ist ja nicht nicht viel zu zu holen, wenn es
[35:26] darum geht. Diesen die
[35:28] Herzfrequenzvariabilität, die niedrig ist, die zu verbessern,
[35:32] das heißt, den Stressfaktor wegzunehmen und, und das hat
[35:35] vielleicht ja doch auch Einfluss dann auf auf den Blutdruck und
[35:39] die ein bisschen erhöhten, erhöhten Werte, so dass ich,
[35:42] glaube ich, da den den Fokus setzen setzen würde, wenn es um
[35:46] meine Beratung geht. Wer hätte das gedacht?
[35:50] Sie sprechen eine große Weisheit gelassen aus, vielen Dank, aber
[35:55] das Thema ist natürlich. Das, was sie, nur damit wir das
[35:59] für diesen Part, wie Sie ihre Patienten diagnostizieren und
[36:04] dann eben auch in ins Handeln bringen, dass wir den Part
[36:08] abschließen, ganz, ganz wichtig wird dann das Programm, das sie
[36:11] empfehlen, und dazu gehört eben alles ne Ernährung, vor allem
[36:15] Sport und sehr individuell zugeschnitten auf den einzelnen
[36:20] Patienten. Personalisierte Interventionen
[36:22] nennt man das so schön. Das ist das Thema, dass wir das
[36:27] eben auch sehr häufig in einem klassischen Check beim Hausarzt
[36:31] nicht mehr so ganz. Und viele, viele der Checks sind
[36:35] Checks. Aber dann ist es irgendwie gut,
[36:37] da gibt es einen schönen bunten Brief mit noch ein paar
[36:40] Abbildungen und dann soll es das gewesen sein.
[36:43] Und bitte kommen Sie nächstes Jahr wieder, also das kann es
[36:46] nicht sein, das ist ja wirklich nur ein Drittel von von dem
[36:50] gesamten Konzept, und da muss eben vor allen Dingen dann.
[36:54] Wie was besprochen haben Rebels vorher Rebels nachher Empfehlung
[36:58] Veränderung und dann noch mal testen das das ist eigentlich
[37:02] die richtige Präventionsstrategie.
[37:04] Ein richtiges Sportprogramm, was, wofür sie ja auch berühmt
[37:07] und berüchtigt sind, dann auch machen.
[37:10] Prävention jetzt in die breite Bevölkerung zu bringen, da ist
[37:14] das Thema bisher auch noch wirklich sträflich unterschätzt,
[37:18] Prävention bei Kindern. Wenn wir uns die Adipositas
[37:22] Pandemie in den USA ist ja riesig, bei uns baut sich wenn
[37:25] er was auf anschauen. Ja, natürlich ist es ganz, ganz
[37:31] wichtig, was Hans, was Nancy nicht lernt, lernt Hans
[37:36] nimmermehr, und das ist natürlich so, dass wir diese
[37:40] Präventionsstrategien an die Kinder antragen müssen.
[37:43] Wir haben ja Strukturen wie die Schule, Kindergarten und und
[37:48] Kita. Das kann nicht früh genug
[37:50] passieren, dass dort eben auch ein strukturiertes Essen
[37:56] angeboten wird, was man nicht mit strukturiert, dass nicht
[38:00] jede Kita, Kindergarten und und Schule wieder von neuem anfängt.
[38:05] Da ihr eigenes Essen zu machen und zuzubereiten, sondern dass
[38:09] es einfach standardisierte Rezepte gibt und diese dann auch
[38:14] schmackhaft sind. Damit ist es auch preislich eine
[38:16] andere Liga und das ist doch wunderbar, wenn es da 10
[38:21] optimale Gerichte gibt, die halt dann auch angeboten werden
[38:25] können und das das brauchen wir für die Kinder.
[38:28] Wir müssen auch bei dem bei dem Thema Adipositas im Kindesalter
[38:32] vor allen Dingen auch. Die sozialen Strukturen
[38:35] berücksichtigen also. Das ist durchaus auch ein Thema
[38:41] in den weniger gebildeten Schichten, und wir müssen
[38:45] irgendwie versuchen, dass wir, dass wir dort an die Kinder
[38:47] rankommen. Deswegen ist es so wichtig, dass
[38:49] es eben das Essen in der Schule gibt, dass es auch eine
[38:52] Ganztagsschule gibt. Dass auch dann der
[38:55] Sportunterricht jeden Tag durchgeführt wird, dass bitte
[38:59] auch die Schulhöfe am Nachmittag geöffnet sind, dass der Lehrer
[39:03] möglichst nicht auf dem Schulhof ist, weil die Kinder dann
[39:07] rumlaufen können und auf die Bäume klettern dürfen und auch
[39:11] mal runterfallen dürfen. Dieser Protektionismus muss weg.
[39:15] Und da ist halt mal ein Arm gebrochen okay also ja, aber das
[39:19] ist dann. Kriegen wir jetzt Kommentare?
[39:21] Ja, aber es ist. Es ist wichtig, dass dass wir
[39:25] wieder dahin zurückkehren, wo wir mal vor 30 Jahren gewesen
[39:29] sind, und da war das so. Also als ich zur Schule gegangen
[39:32] bin, ja, da war das so, weiß ich, wie es bei ihnen war, also
[39:37] so, und deswegen, da spielt schon diese die tägliche
[39:41] Bewegung eine ganz, ganz entscheidende Rolle und.
[39:45] Und deswegen die Integration in die in die Schule, in den
[39:49] Kindergarten. Von den 2 Komponenten scheint
[39:53] mir von ganz besonderer Bedeutung zu sein.
[39:57] Wasserplanprävention von der bayerischen Staatsministerin für
[40:00] Gesundheit, Pflege und Prävention.
[40:01] Da haben Sie bestimmt mitgearbeitet, da bin ich mir
[40:04] sicher, ich weiß es nicht, aber genau das hat sie ja im
[40:07] Programm, dass zum Beispiel auch die, die die Schulessen
[40:10] standardisiert, gut werden. Das ist doch so einfach.
[40:15] Ich meine diese Strategien, da fragt man sich, und das hat die
[40:20] Ministerin Gerlach ja jetzt toll aufgegriffen, da fragt man sich
[40:24] ja, warum, warum das immer so lange bei uns dauert, aber da
[40:29] müssen wir uns, glaube ich, ein bisschen selber an die Nase
[40:32] fassen und auch mal solche Sachen dann wirklich umsetzen
[40:35] und auch mal von oben vorgeben, denn Prävention.
[40:40] Und Gesundheit? Ja, sollte man zwar jedem
[40:43] überlassen, aber eine allgemeine Gesellschaftsstruktur braucht es
[40:47] dafür schon. Sie, weil viele haben jetzt auch
[40:51] so solche Ohren und fragen sich ja meine Kinder, soll soll es da
[40:55] eigentlich schon mal so einen kleinen Blutcheck geben?
[40:58] Sollte man mal den Langzeitzucker angucken, gibt es
[41:00] da auch schon frühzeitig Möglichkeiten sich anbahnende
[41:06] Krankheiten, die im Alter dann tatsächlich schlimm werden.
[41:09] Schon mal zu detektieren. Ja gut, wir haben natürlich
[41:12] diese u Untersuchung, die bei den Kindern da sind, die Greifen
[41:16] schon mal so die die Basis ab. Sicherlich ist ein Punkt von
[41:21] Bedeutung und das ist vor allen Dingen das Thema der genetisch
[41:26] bedingten erhöhten Cholesterinwerte und da ist es
[41:31] so, dass in dem Jugendlichen Alter oder bis 20 Jahre durchaus
[41:37] dann bei denjenigen, die wirklich so eine sehr.
[41:39] Familiäre Hypercholesterinämie haben, dass da ein Herzinfarkt
[41:44] durchaus auftreten kann, also in jungen Jahren, und da müsste man
[41:49] in die Familienanamnese reinschauen und sagen, also
[41:52] frühzeitiger Herzinfarkt bei den Eltern sollte bei den Kindern
[41:56] dazu führen, dass auch mal frühzeitig da ein
[41:58] Cholesterinwert gemessen wird. Das wird eine Entwicklung meines
[42:03] Erachtens sowieso werden. Durch diese Möglichkeiten der
[42:08] der Messung dieser ganzen Risikoparameter aus einem
[42:12] kleinen Blutstropfen ohne Blutentnahme.
[42:14] Und damit wird das auch ein Fenster werden, um dann halt
[42:18] auch bei Jugendlichen oder oder gar Kindern diese Untersuchung
[42:22] zu machen. Man muss dann sehen, in welchem
[42:24] Umfang das dann gemacht wird, es muss jetzt.
[42:29] Auch da abgewogen werden, was was jetzt sinnvoll ist und und
[42:33] was man wirklich machen muss und was man machen kann.
[42:37] Aber da bedarf es genauso dieser Struktur wie beim Thema Impfen
[42:43] und wir. Sind da so ein bisschen
[42:46] abgedriftet, denn jeder kann so ein bisschen machen, was er
[42:49] möchte und ist meinetwegen klar. Soll auch jeder mal machen und
[42:53] lassen tun was er gerne möchte, aber es muss zumindest für die,
[42:57] die sich anders verhalten wollen, muss eine klare
[43:00] Empfehlungsstruktur geben, sodass sodass das Thema
[43:04] eigentlich damit auch einfach zu bedienen ist.
[43:07] Sind sie ja der Profi. Sie entwickeln solche
[43:10] Empfehlungsstrukturen und. Um das Thema Prävention wirklich
[43:14] zu so einem neuen Mindset in der Bevölkerung zu machen, was ein
[43:18] natürlich eine Riesenaufgabe ist, dass jeder
[43:20] selbstverständlich davon ausgeht.
[43:22] Ich erwarte nicht irgendwann, wenn ich krank werde, dass ich
[43:26] repariert werde und sonst tue ich nichts, sondern ich tue so
[43:29] viel, dass reparieren gar nicht notwendig wird, kommen wir gerne
[43:34] zu diesen Strategien, die sie schon seit langem entwickeln.
[43:40] Wer muss denn da überhaupt alles mit ins Boot?
[43:42] Wir haben eben von den Schulen gesprochen, von den Kindern, die
[43:46] wieder auf die Bäume klettern dürfen, also wir haben da die
[43:50] Kita, alle, die in der Kita als Erziehungsfachpersonal arbeiten,
[43:55] wir haben die Lehrer, natürlich müssen wir die Eltern aufklären,
[43:59] wir müssen Medizinstudenten aufklären, wir müssen Ärzte
[44:02] aufklären. Hochschullehrer müssen wir
[44:05] aufklären, medizinisches Fachpersonal.
[44:07] Wir müssen die Apotheke aufklären.
[44:09] Also wie gehen wir jetzt an diese riesige Aufgabe ran?
[44:14] Ja, ich finde, dass diese, Sie haben es ja richtig schon
[44:17] umrissen, ist das das wichtige ist, dass wir die
[44:20] Verhältnisprävention, also das heißt, die das Setting Schule,
[44:25] zum Beispiel Arbeitsplatz, dass wir oder auch Apotheke, dass wir
[44:31] das wirklich gut strukturiert ausbilden und auch die
[44:37] entsprechenden Maßnahmen da treffen.
[44:41] Die nehmen wir jetzt mal an in der Schule zum Beispiel eine
[44:43] Gesundheitsstunde ja pro Woche für für jeden in der Schule, ja,
[44:48] und da kann man ja von Biologie bis Soziologie und Geschichte
[44:55] und und Ethik, man kann halt vieles in diese, in diese
[45:00] Gesundheitsstunde mit integrieren, also wir sollten
[45:05] uns vor allen Dingen da auf die Jüngeren konzentrieren, und das
[45:09] zweite ist die Unternehmen, die Halt in.
[45:11] Da auch eine große Aufgabe übernehmen können und dass da
[45:15] durchaus auch die die großen Unternehmen ja auch auch tun,
[45:18] also da würde ich sagen, dass dass da die Unternehmen zum Teil
[45:23] weiter sind als als die Politik selber.
[45:26] Das Bgm, das betriebliche Gesundheitsmanagement, wird ja
[45:30] wirklich breit gefahren und immer mehr, weil es ja auch ein
[45:33] Magnet ist für Arbeitnehmer zu sagen, ey, da tun die was für
[45:37] mich, da gehe ich gerne hin. Sie haben ja auch selber
[45:40] Initiativen gestartet, zum Beispiel so eine
[45:44] Breitensportinitiative wie Lauf 10, das heißt in 10 Wochen vom
[45:49] Bewegungsmuffel zum 10 Kilometer Läufer, das finde ich jetzt
[45:53] schon, also ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde in 10
[45:56] Wochen oder fit for Future, das ist so für Kindergärten und
[46:01] Schulen. Welche Erfahrungen haben sie
[46:02] gemacht, wie wird das angenommen und sollte das, damit das ja
[46:05] letztlich wirklich breit in. Nicht nur in Deutschland,
[46:08] Österreich, Schweiz, überall muss von oben kommen.
[46:12] Das muss auch, das muss durch die letztlich durch die
[46:16] Bezirksregierungen, aber auch durch die Ministerien
[46:19] vorgeschrieben werden, oder? Ja, absolut.
[46:21] Und vor allen Dingen müssen die Mitmachen.
[46:23] Also ich, das ist ein schönes Beispiel, dieses Lauf 10, das
[46:27] mache ich jetzt seit 18 Jahren und diese Lauf 10 Initiative
[46:32] zusammen mit dem bayerischen Fernsehen.
[46:34] Die kam so zustande, die kam auf mich zu.
[46:37] Ach, wir würden gerne super dicke Personen, würden wir gern
[46:42] zum Marathon bringen, wenn ich sag das ist irgendwie die
[46:44] falsche Strategie, lass uns doch die Bevölkerung insgesamt, die
[46:48] so wirklich 2030 jahre, weil sie Familie, Kinder, Beruf und so
[46:52] weiter in Vordergrund gerückt haben.
[46:54] Die, die wollen wir doch mal adressieren, die haben
[46:56] vielleicht schon ein bisschen mit dem Blutdruck, Diabetes oder
[46:59] sonstiges und sind übergewichtig und und schauen uns doch die mal
[47:03] an, ob wir die nicht auf 10 Kilometer gehen bringen können.
[47:06] Das Programm ist zwar laufzehen, aber es geht vor allen Dingen
[47:09] ums Gehen und. Das schaffe ich.
[47:12] Ja, und und da ist man dann auch über.
[47:16] Die ich habe auch meine Erfahrung gemacht, wirklich
[47:20] erstaunt darüber, wie viele dann auch in dem Alter 40 bis 60 dann
[47:27] doch so unfit sind, dass sie eigentlich nicht mal 10 Minuten
[47:31] einen Spaziergang oder zügiges gehen machen können.
[47:34] Und genau an diese Gruppe wendet sich das Programm und da braucht
[47:39] es auch eine spezifische Herangehensweise und die.
[47:43] Da bin ich auch schon ein ganz bisschen.
[47:45] Ja, da bin ich wirklich ein bisschen stolz drauf, weil weil
[47:48] ich das auch über meine Erfahrungen da so langsam
[47:52] erarbeitet habe, dieses Programm, und das funktioniert
[47:54] einfach super gut und die Leute sind sicherlich motiviert durch
[48:00] jetzt die Medien, die da auch eine ganz wichtige Rolle
[48:02] spielen, insgesamt ja auch, wie unser Podcast sicherlich heute
[48:06] auch und die Medien insgesamt für.
[48:08] Für so eine Veränderung in der Gesellschaft, aber auch dieses
[48:11] Programm eben so erfolgreich, weil eben die Menschen dann es
[48:16] schaffen, fit zu werden. Und auch ich habe, deswegen habe
[48:18] ich gesagt, ich habe da auch so wahnsinnig viel dazugelernt über
[48:23] die Zeit, und ich sage immer jedes Jahr, ich lerne immer
[48:26] weiter und mehr dazu, wenn ich dann sehe, wie auch ein
[48:30] entsprechendes Trainingsprogramm konzipiert für diese
[48:35] Personengruppe. Wenn die, wenn das dann
[48:38] funktioniert und dann die Gewichte abnehmen und fitter
[48:41] werden und einfach auch vom vom allgemeinen, Ich nenne es mal
[48:47] glücklich sein Faktor ja sich verbessern und das liegt schon
[48:53] auch an eine diesem. Es geht nur mit einem
[48:56] strukturierten Programm und der Unterschied, als wir damals
[49:01] gestartet waren, der Unterschied zu einem Fitnessprogramm für
[49:06] jetzt schon fitte oder gar die, die von 10 Kilometer jetzt dann
[49:09] sagen, ich möchte auch noch Marathon laufen, das kriegt man
[49:12] ja in jeder Laterne, also das heißt, im Internet aufgerufen,
[49:16] gibt es das überall, aber so Programme für und fitte, ja, die
[49:20] gibt es wenig, oder sie überfordern die Leute, und das
[49:23] macht dieses Lauf 10 Programm nicht, es startet und.
[49:25] Total mit soeben so was wie Start Low go slow, also ganz
[49:30] wenig, nur jeden Tag einfach 5 Minuten oder ich nenne das auch
[49:36] am Anfang heißt es Train The Brain und nicht Train the
[49:39] Muscle, sondern es geht eben oder erst Kreislauf.
[49:42] Es geht eben darum um den den Kopf, da eine andere.
[49:49] Anderes Set da zu generieren oder Mindset oder aber auch dann
[49:55] in der Umsetzung zu generieren, das kommt dann so 4 bis 6 Wochen
[49:58] und dann sind die eigentlich durch und dann macht es einfach
[50:01] nur noch Spaß. Die sind da immer so dabei.
[50:04] Ich bin dabei, ja, ich mache auch die Trainings.
[50:06] Nein, Entschuldigung, wie viele sind da immer so dabei.
[50:08] Sie sind auch dabei. Sie sind auch dabei?
[50:10] Ja, ja, das ist das Erfolgsrezept, funktioniert so,
[50:15] dass wir am Anfang aus den. Bayerischen Vereinen, die
[50:20] Trainer hier bei uns in München, dann an der TU an einem Tag
[50:24] versammeln, das sind so 350, manchmal 400 und diese Trainer
[50:31] gehen dann nachfolgend in ihre Vereine zurück, nachdem sie von
[50:35] mir und anderen dann so instruiert worden sind wie jetzt
[50:38] das Programm ist oder was auch wichtig bei Ernährung, Bewegung,
[50:41] Stress und so weiter ist. Und nach diesem Tag so
[50:45] Präventions. Instruktion gehen Sie dann
[50:49] zurück in den Verein und da sind ungefähr dann pro Verein 100.
[50:52] Also das sind ja so 35000, die dann in Bayern über diese 10
[50:57] Wochen teilnehmen und das jetzt schon über ja, also die
[51:01] Größenordnung sicherlich schon über die letzten 15 Jahre.
[51:07] Muss ich wirklich sagen, unser Podcast dauert jetzt schon.
[51:12] Fast eine Stunde, aber ich bin jetzt einfach dafür.
[51:14] Wir machen weiter, weil die Erfahrung zeigt, wenn es so
[51:17] spannend ist wie mit ihnen, bleiben unsere Zuhörer und
[51:20] Zuschauer dran und ich könnte mir vorstellen, die nächste
[51:23] Frage finden die auch interessant, nämlich andere
[51:25] Länder, sie haben gerade so ein Wahnsinns erfolgreiches Programm
[51:30] vorgestellt für unfitte, was ja häufig völlig ignoriert wird,
[51:35] welche Länder machen Ihnen, gerade wenn sie die Vokabel
[51:39] strukturiert verwenden und wenn Sie sagen, das ist so wichtig
[51:42] und welche Länder machen Ihnen in diesem in dieser Hinsicht
[51:45] etwas vor oder von welchen können wir lernen, die sagen,
[51:49] wir haben da schon ganz vieles strukturiert in unsere
[51:52] Bevölkerung gebracht. Da sind sicherlich die
[51:55] kleineren, auch europäischen Länder besonders gut also.
[51:59] Dänemark zum Beispiel, auch die Niederlande.
[52:03] Die Dänen haben es geschafft, das Gesundheitssystem zu
[52:06] strukturieren, mit klarer Verteilung von Krankenhäusern in
[52:10] der Schule, die Edukation für die Kinder, das
[52:14] Gesundheitssystem auch auf die elektronische Patientenakte zu
[52:17] verlagern, Präventionsstrategien wie Raucherwerbung so frühzeitig
[52:23] abzuschaffen also. Wir sollten, wir sollten einfach
[52:27] mal auf diese Länder schauen, wie die es gemacht haben.
[52:30] Aber nehmen wir jetzt mal die elektronische Patientenakte, da
[52:33] versuchen wir ja, ist immer das Rad wieder neu zu erfinden und
[52:37] wir sollten mal runter von unserem hohen Ross und sollten
[52:41] uns einfach mal sagen okay dann Dänemark sagt uns doch mal wie
[52:44] es geht und dann übernehmen wir das, das würde viel Arbeit und
[52:47] Energie sparen. Und die haben es einfach schon
[52:50] gemacht und gezeigt. Finnland ist auch n sehr gutes
[52:53] Beispiel dafür, die hatten in den 50er 60er Jahren die höchste
[52:58] Herzinfarktrate in Europa, die haben dann eine politische
[53:03] Entscheidung getroffen, dass sie gesagt haben, da müssen wir
[53:05] runter. Und wir müssen uns verbessern,
[53:08] haben auch da in den Schulen angefangen, haben
[53:10] Gesundheitsprogramme auf Präventionsprogramme mit
[53:14] Screening, mit Umsetzung, mit auch propagieren Ernährung,
[53:18] andere Ernährung und sind heute eine mit den niedrigsten
[53:22] Herzinfarktraten. Und das zeigt nur, es ist alles
[53:24] möglich, man muss es nur anpacken und die Früchte, die
[53:28] ernten wir dann in 30 Jahren, und wir sollten das jetzt für
[53:32] unsere Kinder und jetzt ich habe doch keine Enkelkinder, aber.
[53:36] Für die Generation sollten wir das unbedingt machen und ich
[53:40] möchte noch einen Aspekt vielleicht noch aufgreifen
[53:43] wollen hier. Wir haben eine Veränderung jetzt
[53:46] mit den Babyboomern, die immer älter werden, und wenn es so
[53:51] ist, dass die Babyboomer in die Pflege kommen, dann haben wir
[53:55] ein finanziell strukturelles Problem, weil die Jüngeren viel,
[53:59] viel weniger sind. Wir müssen die Babyboomer, die
[54:02] müssen fit bleiben, die müssen gesund bleiben und so lange fit
[54:06] und gesund, bis die übernächste Generation mit den Kindern
[54:11] wieder da ist, um dann die jetzt arbeitende Generation, also
[54:15] finanziell zu versorgen. Also wir haben alle, was wir
[54:18] müssen, wir müssen alle was dafür tun, das heißt, die
[54:22] Älteren, die Jüngeren, müssen länger arbeiten, deswegen ist es
[54:25] halt so, deswegen müssen sie fit bleiben, wir kommen an dieser.
[54:29] Gesundheitspräventionsstrategie in keiner Weise mehr vorbei und
[54:34] wir müssen es anpacken. Schon uns Baby Boomer
[54:38] ansprechen. Ich möchte auch nicht ins
[54:40] Seniorenheim, ich möchte, bis ich ganz ganz alt bin,
[54:44] selbstständig leben und gesund leben und dann schnell sterben.
[54:47] Seniorenheime braucht es aber. Sie sind da auch engagiert in
[54:51] Sachen Seniorenheime. Dass da die Menschen eben nicht
[54:54] so abgestellt werden und dann unglaublich schnell eventuell in
[54:57] die Pflege stürzen, weil sie einem Rollator, ich sag ja mal
[55:00] ist n mordinstrument durch die Gegend laufen, ihr Programm
[55:04] Bestform für Seniorenheime ist auch was, was nicht jeder.
[55:07] Sozusagen auf dem Radar hat. Ja, es geht eben auch um diesen
[55:11] Settingansatz. Also nicht, dass man jetzt als
[55:16] älterer Mensch nicht auch ins Fitnessstudio gehen kann.
[55:18] Das Problem ist aber auch, natürlich stürze, das Problem
[55:23] ist unfit, dass auch dann die Möglichkeit dann nicht mehr da
[55:28] ist, von zu Hause zum Bäcker gehen und zurück und dann
[55:30] braucht man halt eine andere Pflegestufe, eine höhere so,
[55:33] also das müssen wir unbedingt angehen, und da sind natürlich
[55:36] in dem Settingansatz auch. Altenheime exzellent da sind die
[55:40] alten Menschen zusammen. Und warum nicht auch
[55:43] Fitnessstudios in Altenheime integrieren, wo man auch dann
[55:47] mit dem Rollator eben auch oder oder dann halt so hingehen kann,
[55:52] um dort dann halt zu trainieren. Alte Menschen müssen trainiert
[55:56] werden, ja und alt heißt ab 65 auf jeden Fall, aber es geht ja
[56:02] Backup mit 45 ja also wenn ich jetzt hier, wenn wir jetzt hier
[56:06] über Eltern. Sprechen, dann spreche ich schon
[56:09] immer ab 45 Jahren. Ja, und da müssen wir uns leider
[56:12] auch ein bisschen daran gewöhnen, aber es soll nur nur
[56:14] noch mal verdeutlichen, dann wird es wird es so kritisch,
[56:18] Muskelmasse nimmt ab, vor allen Dingen bei den Männern und da
[56:20] muss ein Training rein um halt dann dieses aufzuhalten und auch
[56:24] zu verbessern und diejenigen die jetzt 75 sind und älter, ja da
[56:30] braucht es eben auch wirkliche Fitnesstrainingsprogramme und
[56:34] das haben wir gemacht, indem wir hier da in München in. 10
[56:37] Altenheimen, da solche entsprechenden Fitnessgeräte
[56:41] eingebaut haben, dann Krafttraining, spielt eine ganz
[56:44] entscheidende Rolle koordinationstraining und das
[56:47] Macht den Leuten einfach wahnsinnig Spaß und kann man
[56:51] sich auch vorstellen, wenn man so im Altenheim ist und dann
[56:53] sich beim Frühstück dann mit den anderen zur Fitness verabredet
[56:56] ist. Doch ist doch eine wunderbare
[56:58] Alternative im Vergleich zur Lese Ecke oder oder
[57:02] Bastelgruppe. Nicht, dass die nicht auch
[57:05] schlecht sind, also, aber ja, dass man da natürlich auch es
[57:09] macht einfach Spaß. Ja und das das sagen und haben
[57:12] mir die Leute da auch zurückgespielt.
[57:16] Sie auch in Altersheime Wearables bringen, damit man
[57:20] mehr kontrollieren kann, was da so passiert im.
[57:22] Kreislauf, was auch alles. Ja, das ist glaube ich noch so
[57:26] ein bisschen in den Kinderschuhen, weil die die
[57:28] älteren Menschen so Schritte und so diese allgemeinen Sachen, ja,
[57:32] ich glaube schon, dass das auch Zielwerte sind für für Ältere,
[57:36] ja um halt da auch ihre Schwelle zu überschreiten.
[57:42] Das das, davon bin ich absolut überzeugt.
[57:46] Unterschätzen Sie die Babyboomer nicht.
[57:48] Und die Babyboomer? Die werden alles machen.
[57:50] Ja, ja, genau, die werden ja absolut, und das sollen sie
[57:54] auch, die müssen fit bleiben. Ja, und die Wearables, glaube
[57:59] ich, werden da noch mal einen Siegeszug auch in den
[58:01] Seniorenheimen antreten. Jetzt noch mal zu dem Public
[58:03] Health Index 25 das hat ja zu einem doch zu einer ziemlich
[58:07] großen Reaktion in der Presse auch.
[58:10] Geführt und die Empfehlungen, die ich dann auch zum Beispiel
[58:14] in der Tagesschau gesehen habe, das Waren ausschließlich die
[58:18] Verbote. Also da ging es immer darum,
[58:21] oder sagen wir mal, Zuckersteuer erhöhen, Tabaksteuer erhöhen,
[58:25] Nikotinprodukte sowieso, also dann auch Nikotinprodukte für
[58:29] Jugendliche verbieten, höhere, höhere Alkoholsteuern Abgaben
[58:34] auf stark gezuckerte Getränke. Das ist immer so dieser.
[58:38] Wir versuchen euch über Preis und Verbot davon wegzukriegen.
[58:43] Was halten Sie davon? Ich glaube, es muss eine
[58:46] Mischung sein, sagen wir so. Die Verbote haben durchaus auch
[58:50] ihre Bedeutung, schauen wir mal zurück, einmal, was die
[58:55] entsprechende Verbote des Rauchens in den Gaststätten.
[59:00] Betraf. Das ist natürlich ein Game
[59:04] Changer. Ja, und das geht nur mit einem
[59:06] mit einem Gesetzverbot, den es jetzt um die um die Zuckersteuer
[59:10] geht, da müssen wir uns meines Erachtens auch genauso um die
[59:15] positiven Aspekte kümmern, also nicht Zuckersteuer auf der einen
[59:19] Seite, aber auch, was ist denn statt Zucker gut, also wie sieht
[59:23] es eben mit mit Gemüse aus und wie sieht es mit Gemüse aus und
[59:27] sie merken schon, dass ich nicht Obst unbedingt sage, also weil
[59:30] es. Obst ja, auch viel Zucker hat.
[59:32] Und dass man, dass man sagt, ja, wie könnten denn, wie könnten
[59:36] wir denn in unserer Gesellschaft Zucker reduzieren, und wir
[59:40] wollen vielleicht ja klar ein bisschen mehr steuern drauf,
[59:45] aber dann eben auch klare Anleitung dafür geben, wie wir
[59:49] da mit Spaß auch und mit leckerem Essen dann Zucker in
[59:54] unserem Alltag reduzieren. Noch.
[59:59] Eine Frage dazu, die mir ganz oft gestellt wird von unseren
[1:00:02] Zuschauerinnen zuhören, die sagen also, ich würde gerne eine
[1:00:05] Anlaufstelle haben, wo ich hingehen kann und der mich dann
[1:00:08] unmittelbar genau bei all diesen Dingen, auch Ernährung, Schlaf
[1:00:12] et cetera, stressreduktion berät.
[1:00:14] Zum einen gehört das in die Ausbildung der Ärzte, denke ich,
[1:00:18] auf jeden Fall, die aber natürlich total überfordert sind
[1:00:21] und kaum Zeit haben, aber was können denn noch gute
[1:00:25] Anlaufstellen sein? Ich mein Lieblingsthema ist
[1:00:27] immer die Apotheke. Weil da haben wir total gut
[1:00:31] ausgebildete Fachkräfte, die genau mit diesen Themen schon
[1:00:36] auch in der Praxis jahrzehntelang schon die meisten
[1:00:40] unterwegs sind. Ist das auch ein Präventions,
[1:00:44] sagen wir mal Leuchtfeuer, dass wir da entzünden könnten?
[1:00:47] Apotheken auf jeden Fall. Also ich glaube, dass das so die
[1:00:52] gesamten Gesundheitsstrukturen da gehören die Apotheken
[1:00:54] natürlich ganz zentral dazu. Dass die sich diesem Thema
[1:00:58] annehmen müssen. Ich bin noch nicht so ganz davon
[1:01:01] überzeugt, dass die jetzt in dem Thema Prävention so gut
[1:01:04] ausgebildet sind und das auch so dann transportieren können.
[1:01:08] Da sollte die Apothekerzunft das an sich nehmen und auch für sich
[1:01:16] proklamieren, dass sie dort auch Experten Schulungen dann machen
[1:01:22] oder ihre Apotheker dann schulen.
[1:01:24] Sie haben eben das das Thema, dass ich doch noch mal mit dem
[1:01:27] Medizinstudenten Andreas möchte. Wir haben eine Ausbildung der
[1:01:31] Mediziner, wo das Thema Prävention fast keine Rolle
[1:01:34] spielt, also das, das Macht nicht mal, wenn ich jetzt ein
[1:01:39] Prozent sage, dann dann verdeutlicht, so ungefähr.
[1:01:44] Das heißt, es spielt überhaupt gar keine Rolle und wir haben
[1:01:47] eine neue Novelle unserer unserer Ausbildung.
[1:01:52] Man könnte ja jetzt meinen, jetzt nimmt das so richtig Fahrt
[1:01:55] auf, ganz im Gegenteil, also das heißt, ich sag mal, wir sind
[1:01:59] crazy, ja, wir brauchen doch in diesen gesamten Strukturen.
[1:02:04] Wenn wir schon die Evidenz dafür haben, dass Prävention aus
[1:02:08] gesellschaftlichen Aspekten, aus medizinischen Aspekten, auch aus
[1:02:11] den persönlichen Aspekten des Einzelnen so von Bedeutung ist,
[1:02:15] da müssen wir doch sehen, dass wir eine Ausbildung von
[1:02:18] Medizinstudenten, eine Ausbildung für Physician
[1:02:22] Assistant, also diese Zusatzqualifizierten, die noch
[1:02:25] keinen. Medizinisch ärztliches Niveau
[1:02:28] erreichen, aber dann durchaus sehr unterstützend tätig sind.
[1:02:32] Dann Apotheker. Haben sie angesprochen oder auch
[1:02:36] die Helferinnen, das ist doch das muss doch ein ein Thema bei
[1:02:41] denen sein, dass sie sagen, ja, da springen wir drauf, das
[1:02:45] machen wir und diese Strukturen brauchen wir, und deswegen, wenn
[1:02:49] wir eben darüber gesprochen haben, Verbote und Gesetze, dann
[1:02:52] müssen wir halt die richtigen Gesetze auch.
[1:02:55] Oder Vorgaben für unsere Medizinstudenten.
[1:02:57] Oder auch natürlich die Studenten der Pharmazie machen,
[1:03:00] wenn sie dann später mal in der in der Apotheke arbeiten sollen.
[1:03:03] Und wir brauchen auch entsprechend mal als n Professor
[1:03:06] an der TU München. Wir brauchen halt auch
[1:03:10] Gesundheitsvorlesungen, auch wenn es wenig sind, aber die
[1:03:13] müssen gezielt sein. Gesundheitsvorlesungen für
[1:03:15] unsere Ingenieure und für unsere IT ler und und und.
[1:03:20] Da geht es ja auch darum, die werden irgendwann mal in 1015
[1:03:25] Jahren werden die halt Positionen dann an Unternehmen
[1:03:30] bekleiden, die die Verantwortung dann für eine für eine
[1:03:33] Arbeitsgruppe oder auch im Bereich eines Unternehmens
[1:03:36] haben, und die müssen die. Wissen.
[1:03:38] Wenn es um Gesundheit geht und Prävention, was sie da in dem
[1:03:41] Unternehmen umsetzen können und wie sie es machen sollten.
[1:03:45] Of in all policies, also Gesundheit in alle
[1:03:48] Politikbereiche bringen. Das ist ja auch noch so ein
[1:03:51] Thema, warum soll nicht das Wirtschaftsministerium genauso
[1:03:53] wie das Außenministerium genauso wie das Innenministerium.
[1:03:57] Alle müssen mit diesem Thema durchtränkt werden, sonst
[1:04:00] kriegen wir es einfach nicht hin.
[1:04:01] Ich muss jetzt leider doch ein bisschen auf die Zeit gucken,
[1:04:03] aber das liegt mir noch total am Herzen zu sagen, wir, wir leben
[1:04:07] ja nun in einer Zeit, in der wir ganz viel über Telemedizin oder
[1:04:12] eben über Coachings machen können, über reine online
[1:04:16] Angebote. Wie sehen Sie die Chancen, dass
[1:04:20] auch solche Angebote, solche Programme stark dazu beitragen
[1:04:24] können, dass dieser Präventionsgedanke bis hinzu dem
[1:04:28] ich tue jetzt was wirklich in die Bevölkerung getragen werden
[1:04:32] kann? Diese telemedizinischen
[1:04:34] Programme sind gut und wichtig, also sie, weil es dezentral ist,
[1:04:40] weil halt Experten von aus anderen Bereichen oder Gegenden
[1:04:46] in Deutschland auch dann ihre Expertise an anderer Stelle
[1:04:49] weitergeben können, wenn es direkt online ist oder auch
[1:04:53] automatisierte Telemedizin. Das wird kommen, die KI, die
[1:04:57] halt auch die entsprechenden Präventionsstrategien dann
[1:05:00] weitergibt. Wir werden, wir werden auch da
[1:05:03] in dem Bereich Prävention der Revolution innerhalb der
[1:05:06] nächsten 5 bis 10 Jahre erfahren, und da bin ich mal
[1:05:11] gespannt, ob die Revolution dann auch zu einer wirklichen
[1:05:14] Verbesserung führt. Aber ich kann es mir sehr gut
[1:05:15] vorstellen. Bis in die Drogerien hinein, wo
[1:05:18] ja jetzt auch schon die ersten Tests gemacht werden, können wir
[1:05:21] mit telemedizinischer Begleitung in den Drogerien dann auch schon
[1:05:24] Prävention und auch sogar Medikamentenverkauf machen.
[1:05:27] Was die Apotheker natürlich nicht toll finden, das.
[1:05:31] Letzte Frage also. 2 Fragen habe ich noch, vielleicht mit einer
[1:05:34] kurzen Antwort das eine was sind so ihre nächsten Projekte die
[1:05:37] sie angehen in ihrem breiten Präventions das ist ja, sie sind
[1:05:41] ja in so vielen Bereichen in Forschung und Entwicklung
[1:05:46] unterwegs, was sie, was sie da angehen im Augenblick.
[1:05:49] Mein Steckenpferd ist ja durchaus auch alles, das auf
[1:05:52] wissenschaftliche Füße zu stellen.
[1:05:55] Weil nur dann wird die Prävention auch funktionieren,
[1:06:00] wenn wir gute Ergebnisse haben. Und das machen wir hier in
[1:06:03] München vor allen Dingen große Studien, sogenannte
[1:06:06] randomisierte Studien, wo wir sagen, zum Beispiel körperliches
[1:06:09] Training in der einen Gruppe und die andere macht es nicht und
[1:06:13] fährt einfach weiter wie bisher, und wir schauen dann zum
[1:06:15] Beispiel Herz, Kreislauf, Erkrankungen und und anderes.
[1:06:19] Ein Projekt, das sie jetzt gerade starten, ist die Abnehmen
[1:06:23] Spritze, die ja große Furore gemacht hat und irgendwann mal
[1:06:28] bald auch innerhalb neben Pille münden wird, die aber das
[1:06:32] Problem hat, dass da die Muskulatur schwindet und dann,
[1:06:37] wenn man es absetzt, dann wie bei weniger Muskulatur dann
[1:06:40] eigentlich so ein Jo Jo Effekt passiert mit
[1:06:43] Wiedergewichtszunahme und wir schauen jetzt ob wir das
[1:06:48] aufhalten. Können und indem man halt ein
[1:06:50] Krafttraining bei denjenigen durchführt und die Frage dann,
[1:06:55] wieviel und wie wenig Krafttraining könnte es denn
[1:06:58] sein, wenn man also mal nur sagt, das wären zum Beispiel 5
[1:07:02] bis 7 Minuten, vielleicht zweimal am Tag oder auch nur 5
[1:07:05] bis 7 Minuten einmal am Tag so ein kurzes Krafttraining, kann
[1:07:09] das diese Muskulatur erhalten, selbst wenn man dann diese
[1:07:12] Spritze für die abnehmen. Ja fürs Abnehmen.
[1:07:16] Dann bekommt und nimmt, und das interessiert mich jetzt als als
[1:07:22] eine der jetzt beginnenden Studien und.
[1:07:25] Sie sehen also, da ist so die Kombination, Wir haben
[1:07:28] Übergewicht, wir haben Verbesserung, Stoffwechsel durch
[1:07:33] diese, ja durch diese abnehmen Spritze die dann halt aber auch
[1:07:37] Nebenwirkungen hat, wie jetzt mit auf die Muskulatur und kann
[1:07:41] man die durch körperliches Training beeinflussen, da bin
[1:07:43] ich jetzt gerade dran und das interessiert mich sehr.
[1:07:46] Kriegen alle ganz lange Ohren. Die Ergebnisse wollen wir dann
[1:07:49] unbedingt hören, weil das ist natürlich auch wieder
[1:07:51] diejenigen, die sehr mit der Krankheit Adipositas zu kämpfen
[1:07:54] haben, werden natürlich erst mal sehr viel Fett verlieren und
[1:07:57] sich dann auch mehr bewegen können und so, und das wird dann
[1:08:00] wahrscheinlich auch sehr individualisiert wieder laufen
[1:08:03] müssen, es wahnsinnig spannend werden, werden wir unbedingt
[1:08:05] hören wollen. Und allerletzte Frage, Was tun
[1:08:08] Sie persönlich, was ist, sind die wichtigsten Marker Ihres
[1:08:12] Lebensstils. Also 2 Sachen.
[1:08:15] Ich fahre mit dem Fahrrad überall in München hin und her,
[1:08:18] ich esse über den Tag nicht so wahnsinnig viel, morgens schon
[1:08:23] über den Tag nicht so viel also, sodass ich auch meine Phasen
[1:08:26] habe, wo ich eben nicht mit erhöhtem Blutzuckerspiegel hier
[1:08:31] rum arbeite und laufe jetzt gleich eben hat schon wieder
[1:08:36] mein Sportwissenschaftler an die Tür geklopft, ich habe gesagt,
[1:08:40] ich bin noch mit. Nina Ruge zusammen muss man
[1:08:42] einen Podcast machen, aber dann komme ich, gehe jetzt gleich
[1:08:45] hier ins kleine Fitnessstudio und der Macht mit mir jeden Tag
[1:08:50] 10 Minuten krafttraining, manchmal auch 15 Minuten und die
[1:08:55] Ausdauer kraftkomponente so in den Tag zu integrieren und das
[1:08:59] bekomme ich gut hin und meine kleinen Joggingläufe, die mache
[1:09:04] ich dann auch noch und da ist es auch so, dass ich, auch wenn ich
[1:09:08] nur 15 Minuten Zeit habe, dann laufe ich halt 15 Minuten und.
[1:09:11] Und wenn ich mehr Zeit habe, ist dann doch mal eine halbe oder
[1:09:14] Dreiviertelstunde. Unheimlich motivierend für auch
[1:09:18] alle Hochleister, die immer sagen, ja dann, ich schaffe es
[1:09:20] ja nicht. Diese kleinen Fenster bauen und
[1:09:24] sich das auch wirklich in den Terminkalender einbauen.
[1:09:26] Ich bedanke mich in aller Form für den etwas umfangreicheren
[1:09:29] Podcast, bei dem mit Sicherheit alle bis zum Schluss dabei
[1:09:32] waren. Ich bedanke mich beim ärztlichen
[1:09:34] Direktor des Lehrstuhls für Präventive Sportmedizin und
[1:09:37] Sportkardiologie am Klinikum der Technischen Universität München,
[1:09:41] Professor Martin Halle, Danke sehr.
[1:09:43] Sehr gerne, sehr gerne. Alles wird gut, aber nicht von
[1:09:48] alleine. Danke fürs Zuhören.
[1:09:51] Ich hoffe diese Folge hat dir gefallen.
[1:09:53] Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes, wenn
[1:09:57] du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast
[1:10:01] unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen,
[1:10:04] damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast
[1:10:08] und seine Inhalte leichter gefunden werden.
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[1:10:15] tik tok, Facebook oder Youtube. Ich freue mich immer über
[1:10:20] Feedback und weitere Fragen von dir.
[1:10:23] Alles wird gut, aber nicht von alleine.

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