# Mission Gesundheit - Longevity-Strategien mit Dr. Hadi Saleh & Nina Ruge

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 2 May 2025, 54 min.

Audio: https://traffic.megaphone.fm/APO6346569529.mp3

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## Transcript

[0:04] Willkommen bei Stay Young. Heute Suche ich das
[0:07] Kollegengespräch unter Podcast Kollegen.
[0:10] Er ist Mediziner, genauer gesagt Orthopäde und seit etlichen
[0:13] Jahren in der medizintechnischen Industrie unterwegs, heute als
[0:17] Chef einer Firma, die unter anderem keramische Teile von
[0:21] künstlichen Hüftgelenken herstellt.
[0:24] Das ist jetzt nicht so unser Thema, sondern das, was ihn
[0:27] treibt. Ein Buch über Long Javity zu
[0:29] schreiben mit dem Titel, Mission Gesundheit und einen Podcast
[0:32] dieses Namens hat er auch willkommen bei Stay Young, Dr.
[0:35] Hadi Saleh Wir haben 2 Leidenschaften gemeinsam.
[0:38] Hadi erstens Podcasts zu produzieren und zweitens
[0:43] Hüttenkäse, was bedeutet dir Hüttenkäse?
[0:47] Ich liebe Hüttenkäse, er schmeckt mir sehr gut und vor
[0:50] allem ist er eine hervorragende Proteinquelle.
[0:53] Und ohne jetzt zu tief da einzutauchen.
[0:56] Aber ich versuche auf meine Proteineinnahme zu achten oder
[0:59] als Hüttenkäse hervor. Du könntest auch griechisches
[1:05] Joghurt nehmen. Du könntest auch Schweinshaxe zu
[1:08] dir nehmen, könntest du auch mal kurz den Vorteil speziell des
[1:12] Hüttenkäses beschreiben? Hüttenkäse?
[1:14] Ist sehr energiedicht, das heißt auf so eine.
[1:19] So einen üblichen Becher Hüttenkäse sind 20 bis 25 Gramm
[1:22] Protein enthalten und daher ist es mir eine sehr effiziente
[1:25] Methode, ordentlich Protein zu mir zu nehmen.
[1:28] Mir schmeckt es halt eben auch, weil er so leicht salzig ist.
[1:32] Und das ist ein großer Vorteil gegenüber der Schweinshaxe, die
[1:35] doch mit einem schweren Magen liegt und und ich ungern zu mir
[1:42] nehme, aber den habe ich heute auch gegessen.
[1:47] Ja, also wir wollen ja nicht so viel Fett und schon gar kein
[1:50] klassisches tierisches Schweinefett zu uns nehmen, das
[1:53] ja sowieso klar so, also du schilderst ja in deinem Buch,
[1:55] deshalb steige ich auch so ein, sehr eindringlich, dass das mal
[2:00] anders war, nicht unbedingt Schweinshaxe, aber durchaus US
[2:04] amerikanische Vollwertkost. Sag ich jetzt mal.
[2:08] Also du warst wirklich anders drauf.
[2:11] Du hast 3 Jahre in den USA gelebt und gearbeitet im
[2:14] Bundesstaat Indiana. Und was war denn da so los mit
[2:17] dir? Ja, viel Arbeit und die Standard
[2:21] American Diat, wie es so schon heißt, habe ich genossen.
[2:26] Also viel frittiert, alles Deep Fright, viel Zucker in den
[2:31] Lebensmitteln und dann die üblichen verdächtigen Pizza,
[2:34] Pasta, Donuts, die haben die besten Donuts gehabt, so lecker,
[2:40] aber nicht so gesund und nach den 3 Jahren in den USA mit
[2:44] meiner Familie ist bin ich doch deutlich übergewichtig wieder
[2:48] zurück nach Deutschland gekommen und da man im Vergleich zu den
[2:52] USA im Mittleren Westen vor allem mehr Treppen läuft, habe
[2:56] ich gemerkt, dass ich keine Etage mehr hochkomme, ohne
[3:01] intensiv zu schnaufen und das hat mir sehr zu denken gegeben
[3:04] und ich musste was an meinem Leben ändern, weil ich ja
[3:08] möglichst lange gesund leben möchte und kann ich in diesen 3
[3:12] Jahren komplett vergessen zu haben.
[3:15] Es war schon so ein bisschen. Du warst, glaube ich, 42.
[3:18] Es war schon so eine Art Midlife Crisis.
[3:20] Ja, eine gesundheitsbetonte Midlife Crisis.
[3:24] Also ich habe mir jetzt kein schnelles Auto gekauft oder die
[3:27] Frau gewechselt. Ich bin sehr glücklich
[3:29] verheiratet, aber die Gesundheit habe ich auf den Kopf gestellt
[3:33] und mich sehr intensiv damit beschäftigt und und das Buch
[3:37] handelt von meiner Reise, was ich alles ausprobiert habe, was
[3:41] was bei mir funktioniert hat, was nicht funktioniert hat.
[3:45] Vielen Helferleihen, die ich benutzt habe und ich hoffe, es
[3:47] ist etwas Spannendes daraus geworden.
[3:50] So, und jetzt kommt Werbung. Ich freue mich sehr, dass diese
[3:53] Folge Stay Young von prima biotic unterstützt wird.
[3:56] Damit können wir aufwändige Inhalte ganz ohne Kosten für
[3:59] dich zur Verfügung stellen und auch auf anderen Plattformen
[4:02] verbreiten, aber unsere Expertengespräche bleiben dabei
[4:05] natürlich unabhängig, dafür stehe ich ein.
[4:08] Danke prima biotic. Bestelle 3 kostenlose Proben des
[4:13] Prima Bioticollagens und zahle nur den Versand.
[4:16] Das prima Bioticollagen basiert auf Schweizer Technologie,
[4:20] enthält keine Konservierungsstoffe, ist in
[4:23] kleinen umweltfreundlichen Glasfläschchen abgefüllt und
[4:27] schmeckt hervorragend. Du musst es unbedingt probieren,
[4:30] es schmeckt ganz anders als andere kollagene wir sind
[4:33] sicher, dass du es lieben wirst. Deshalb schicken wir dir die
[4:36] ersten 3 Fläschchen gratis. Den Link zu den kostenlosen
[4:40] Proben findest Du in der Videobeschreibung.
[4:43] Empfohlen von mir Caroline Beil Werbung Ende, du hast ja deine
[4:51] Haltung zur Gesundheit und Deinen Alltag und dein Leben um
[4:54] 180 Grad gedreht. Was sind denn da an Daten
[4:58] messbar für dich rausgekommen, also Gewicht, BMI, Blutwerte
[5:02] etc? Ich habe deutlich jenseits der
[5:06] 96 Kilo gewogen. Das ist unter innerhalb
[5:08] kürzester Zeit ja, wobei, so kurz war es nicht, das waren
[5:13] doch in Summe 6 Jahre bisschen den richtigen Weg gefunden habe
[5:16] und da können wir gleich noch drüber sprechen auf 83 Kilo.
[5:18] Ich habe mehrere Kilo viszerales Körperfett gehabt, das ist das
[5:21] schlechte Fett, was sich um die Organe herum anlagert, das
[5:23] konnte ich deutlich reduzieren auf 0 und so war ich vom BMI
[5:29] glaube ich bei 29. Und bin jetzt runter auf 25.
[5:35] Wobei der BMI muss ich immer dazu sagen, eigentlich ein
[5:38] schlechter Messwert ist, weil er das Körpergewicht zur
[5:41] Körpergröße in Verhältnis setzt und wenn man viele Muskeln hat,
[5:44] woran ich arbeite, dann hat man automatisch einen höheren BMI
[5:48] und ist dann per Definition quasi leicht übergewichtig, was
[5:52] heute nicht mehr der Fall ist. Ja, das Zweifeln ja jetzt auch
[5:55] viele an und sagen, man sollte das nicht mehr so messen,
[5:58] sondern man sollte, das ist ja noch schlichter, den Bauchumfang
[6:01] messen im Verhältnis zur Körpergröße ist aber jetzt noch
[6:05] nicht in den Leitlinien drin, also immer noch dieser olle BMI,
[6:09] der nicht so wahnsinnig viel aussagt, wie hast denn du dein
[6:13] Viszerales Körperfett gemessen? Ich könnte mir vorstellen, dass
[6:16] ein paar sich jetzt fragen, ich würde auch gerne wissen, wieviel
[6:19] Fett ich um meine Organe habe, aber sieht man ja nicht.
[6:24] Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
[6:26] Die erste Möglichkeit, die ich genutzt habe, war der sogenannte
[6:29] Dexter Scan mit quasi einer leichten Dosis Röntgenstrahlung
[6:34] wird die Knochendichte gemessen und unter anderem auch die
[6:37] Muskelmasse und das Körperfett und daraus wird dann auch das
[6:40] Vistale Körperfett gemessen. Ist in Deutschland zwar
[6:44] erhältlich, aber mehr im Rahmen der Osteoporose Diagnose und
[6:49] wenn man da als junger. Vermeintlich gesunder Mann einen
[6:52] Dexter Scan haben möchte, dann wird man abgewiesen, weil die
[6:56] Strahlenbelastung bei einer nicht medizinischen Indikation
[7:00] als Körperverletzung gewertet wird und deshalb musste ich ins
[7:03] Ausland reisen und habe mir dort den Dexter Scan angetan und es
[7:07] geht heute aber auch anders, Strahlungsarm oder
[7:09] Strahlungsfrei mit einer sogenannten Bioimpedanzanalyse
[7:13] kennt man vielleicht aus dem Fitnessstudio, man kleidet sich
[7:16] so weit als möglich, man hat also als ich habe noch die
[7:18] Unterhose an. Und da stellt man sich drauf,
[7:20] barfuß und es wird Niedrigstrom durch den Körper gejagt.
[7:25] Das hört sich jetzt schlimmer an, aber man merkt das überhaupt
[7:26] nicht und daraus aufgrund des Wasseranteils kann man dann
[7:30] messen wieviel Muskelmasse, wieviel Körperfett, wieviel
[7:34] viszerales fett man hat, indem man auch noch den Bauchumfang
[7:37] misst und oder den Taillenumfang um genau zu sein und und die
[7:42] Algorithmen sind mittlerweile sehr gut, so dass sie sehr nah
[7:44] dran sind an dieser dexer Messung und so habe ich das dann
[7:47] auch. Du hast ja sowieso viele
[7:49] Messungen gemacht. Hast du die jetzt noch in den
[7:52] USA gemacht? Nee, da kamst du ja erst mit dem
[7:53] Frust zurück, sondern du hast es schon vorrangig in Deutschland
[7:57] gemacht. Ich habe es in Deutschland
[7:59] gemacht, aber ich bin nach einer gewissen Zeit wieder in die USA
[8:01] geflogen, um mir dort alle Tests zu holen, die es in Deutschland
[8:04] noch nicht gab. Und so langsam kommen die jetzt
[8:06] auch. Es hat aber jetzt einige Jahre
[8:09] gedauert, das war vor genau 3 Jahren, mittlerweile bin ich in
[8:12] die USA geflogen und habe wirklich.
[8:15] Alles Mögliche machen lassen also es hat angefangen mit dem
[8:18] Dexa Scan. Ich habe eine MRT gemacht, das
[8:20] gibt es in Deutschland auch, aber das war dort mit in dem
[8:23] Paket drin. Ich habe eine CT
[8:25] koronarengographie gemacht, also eine
[8:28] Computertomographieuntersuchung meiner Herzkranzgefäße, die wird
[8:31] in Deutschland gemacht, aber auch nur bei der medizinischen
[8:33] Indikation, weil dadurch Strahlenbelastung deutlich
[8:35] größer ist. Ich wollte es aber wissen und
[8:37] war mir das Risiko bewusst und habe es gerne in Kauf genommen
[8:40] und da kann man also erstens wird der Calcium, der sogenannte
[8:43] Calcium Score bestimmt. Und man kann sehen, durch eine
[8:47] moderne KI, die die Bilder auswertet, ob schon soft plug
[8:51] bestehen und siehe da, ich hatte 2 wichtig, absolut und und die
[8:55] kann man durch Lebensveränderungen oder
[8:57] Medikamenten angehen, sodass sich das Risiko für den
[9:00] Herzinfarkt deutlich reduziert. Das habe ich gemacht.
[9:03] Hast du gemacht, hast du, hast du Medikamente und
[9:05] Lebensstiländerung? Ich habe Lebensstiländerungen
[9:08] gemacht und jetzt seit kurzem nehme ich auch Medikamente, weil
[9:12] ich meinen Blutdruck nicht in den Griff kriege, was eine
[9:15] wesentliche Komponente ist. Du senkst Blutdruck, aber nimmst
[9:18] keine Statine, also blutfettsenker, die man ja
[9:21] häufig eben bei Softplugs einsetzt.
[9:23] Genau also noch. Nicht aber das ist für viele.
[9:25] Für viele ist es total spannend. Hast du noch mehr Untersuchungen
[9:27] gemacht, lass uns die gleich mal sammeln, denn natürlich muss man
[9:30] dazu sagen. Dexa habe ich auch gemacht und
[9:33] vieles andere mehr. Ganzkörper MRT, das ist ja
[9:35] richtig teuer und du musst das ja alles selber bezahlen, weil
[9:38] das ja keine Indikation ist. Genau.
[9:41] Was hast du sonst noch gemacht? Ich habe eine ausführliche
[9:45] Blutanalyse habe ich gemacht, also mehr als das Übliche, was
[9:48] ja in Deutschland beim Hausarzt verfügbar ist.
[9:52] Und dann habe ich was ganz Spannendes gemacht, eine
[9:54] sogenannte Liquid Biopsie. Also sprich ein Test auf
[9:58] zirkulierende Tumor DNA in dem Fall.
[10:01] Du hast Gallery gemacht, oder? Genau, ich habe den Gallery Test
[10:04] gemacht von Grail, so heißt die Firma, ist in Europa noch nicht
[10:08] verfügbar, machen gerade eine große Studie in England mit der
[10:12] NHS um das wenn das alles gut läuft allen verfügbar zu machen
[10:16] und genau und das war natürlich sehr spannend.
[10:20] Auch Liquid Biopsie kostet also. Das geht gerade noch, aber wenn
[10:24] man das halt so umfangreich machen möchte, muss man
[10:27] tatsächlich zum Teil zumindest in ein anderes Land reisen und
[10:30] vor allem selber bezahlen. Aber du hast es aus der
[10:32] Motivation heraus gemacht, du wolltest es für dich machen,
[10:36] aber du wolltest es auch kommunizieren in deinem.
[10:38] Buch. Der Gedanke zu Buch kam danach.
[10:40] Also ich wollte das erstmal nur für mich machen und und ich
[10:44] sammle gerne Daten, von daher hat das eigentlich ganz gut
[10:47] gepasst, dass ich die neuesten Tests mache.
[10:49] Die die sogenannten Cutting Edge sind und die vielleicht nicht
[10:54] verfügbar oder nicht für jeden verfügbar sind.
[10:57] Das hat mich sehr interessiert, weil ich wollte eine Gewissheit
[10:59] haben, wie es um mich steht und nur so kann ich Kontrolle über
[11:03] mein eigenes Leben und meiner Gesundheit gewinnen.
[11:06] Ja, stimme ich dir absolut zu. Ich habe fast alles auch
[11:09] gemacht. Beim Ganzkörper MRT bin ich
[11:12] nicht so ganz überzeugt, weil natürlich die Auflösung beim
[11:15] Ganzkörper MRT nicht so toll ist.
[11:17] Man einiges übersehen kann, aber eben auf der anderen Seite
[11:20] eventuell falsch positive Effekte hat.
[11:23] Ich habe das Gehirn machen lassen und ich habe so den
[11:26] Bauchspeicheldrüsenbereich machen lassen, viele der Profis,
[11:31] ich bin ja keine Radiologin, sagten mir das wäre eigentlich,
[11:34] wenn man dann auch noch viel oder regelmäßig eine sehr gute
[11:38] Ultraschalluntersuchung macht, kommt man auch auf, es geht ja
[11:42] häufig um Krebs oder Aneurysma, Detektion, da kann man sehr viel
[11:46] entdecken. Gibt es noch was, was du jetzt
[11:48] planst, was du eventuell noch an Messungen machen möchtest?
[11:51] Ich habe noch einen Gentest gemacht, das war sehr
[11:54] interessant, um einfach meine erbliche Vorbelastung zu
[11:58] verstehen, also welche genetische Prädisposition,
[12:00] prädisposition habe ich für Krankheiten und da war sehr
[12:04] interessant, dass ich vorbelastet bin, was
[12:08] Bluthochdruck angeht, was eine nicht alkronische Fettleber
[12:11] angeht, eine Insulinresistenz. Das heißt, das gesamte
[12:15] metabolische Dysfunktionsspektrum ist ist bei
[12:18] mir vorhanden und jetzt weiß ich, dass ich da besonders
[12:21] aufpassen muss. Zusätzlich habe ich auch noch
[12:24] einen Mikrobiom Test gemacht. Ich auch.
[12:27] Alles finde jetzt gut, wir haben ja wirklich, na klar, wir machen
[12:30] halt das, was jetzt wie du gesagt hast, State of the Art
[12:33] ist genau um es an sich selber zu testen, aber für mich auch um
[12:37] um darüber zu kommunizieren und viele sagen ja ah.
[12:41] Gentest, das mache ich nicht. Ich will das gar nicht wissen,
[12:45] ich kann ja doch nichts machen, das stimmt ja nicht, wenn du
[12:47] eine bestimmte Vorbelastung hast, dann oder eben durch diese
[12:52] Snips eine eine Genvariante, die dich ein bisschen stärker in
[12:56] irgendeine Krankheitsrichtung schiebt.
[13:00] Dann, wenn du das weißt, kannst du ja vorbeugen und das machst
[13:03] du ja sicherlich, weil du weißt, du könntest Diabetes zum
[13:06] Beispiel gefährdet sein. Ganz genau.
[13:08] Und ich habe es zuerst ohne Medikamente versucht und habe
[13:11] aber gemerkt, dass ich zum Beispiel einen Blutdruck nicht
[13:14] anders in den Griff bekomme. Da gibt es sicherlich auch eine
[13:16] Stresskomponente, die, da arbeite ich immer noch dran und
[13:21] meditiere und gehe ins Eisbad und und in die Sauna, aber das
[13:24] reicht offensichtlich auch nicht, von daher nehme ich einen
[13:27] Blutdrucksenker. Der scheint jetzt, das ist der
[13:31] dritte Senker, den ich ausprobiere.
[13:32] Die ersten beiden haben nicht gut funktioniert und ich nehme
[13:38] auch noch prophylaktisch ein Medikament, um meinen Blutzucker
[13:42] im Griff zu haben. Welches denn?
[13:44] Mit Fomin? Ja da.
[13:46] Können wir wirklich nur drüber reden?
[13:48] Nehme ich ja auch wirklich eine große.
[13:51] Wir haben da eine große Übereinstimmung.
[13:55] Du hattest eben. Ich hatte gerade noch einen
[13:56] Gedanken, du hattest eben etwas erwähnt.
[13:59] Bei dem Gentest komme ich jetzt leider nicht mehr drauf, aber
[14:04] dafür. Ist die Nichtalogische
[14:07] Insulinresistenz? Genau.
[14:09] Und dann waren noch mal die skurrile Dinge.
[14:12] Und den Lebensstil drauf einstellen, wenn man weiß, wo
[14:14] die Risiken liegen. Ich halte davon wahnsinnig viel.
[14:18] Jetzt hast du, nachdem du zurückgekommen bist, hast du
[14:20] gesagt, ja, also 6 Jahre hat es gebraucht, um deinen Lebensstil
[14:24] so umzustellen, dass du wirklich da angekommen bist.
[14:27] Was für dich ideal ist. In deinem Buch steht übrigens
[14:29] noch, dass du kalt duschst. Jetzt gehst du auch ins Eisbad,
[14:33] das habe ich mir auch vorgenommen.
[14:35] Ich habe es fast noch nicht geschafft.
[14:36] Ich dusche eiskalt, aber das mit dem mit dem Eisbaden, das fange
[14:41] ich jetzt im Herbst kommenden Herbst an, weil man soll ja
[14:44] nicht im Winter damit beginnen. Also was sind jetzt die
[14:47] wichtigsten Eckpunkte deiner Gesundung?
[14:50] Sag ich jetzt mal. Was hast du wirklich?
[14:52] Zack, zack, zack, zack, alles zusammen im Überblick verändert.
[14:56] Es sind die die klassischen Longjack für die Themen
[14:59] Bewegung, Ernährung, Schlaf und die soziale Interaktion und das
[15:03] Stressmanagement. Wobei ich schon gesagt habe,
[15:05] dass ich mit dem Stressmanagement noch noch
[15:08] kämpfe, aber wenn ich es in die Reihenfolge bringen müsste,
[15:12] würde ich als erstes den Schlaf nennen.
[15:15] Und ich war sehr unbedarft, was den Schlaf angeht.
[15:20] Und wenn ich mehrere Nächte ein bisschen weniger geschlafen
[15:24] habe, dann, wie man das so kennt, tut man das ab.
[15:27] Da muss man aber durch und sich da durcharbeiten und das sehe
[15:31] ich heute anders. Also ich versuche, den Schlaf
[15:33] möglichst regulär zu halten, also sprich zur gleichen Zeit
[15:36] ins Bett zu gehen, mindestens 2 bis 3 Stunden vor dem
[15:39] Schlafengehen nichts zu essen. Kalte Schlafumgebung,
[15:44] idealerweise 18 Grad und maximale Dunkelheit.
[15:48] Und das hilft mir wirklich ausreichend zu schlafen.
[15:51] Genauso wie du deinen Schlaf wahrscheinlich Trackst, mache
[15:53] ich das mit dem Hub Armband und sehe, dass ich deutlich eine
[15:56] längere Tiefschlafphase habe und mein rem Schlaf ist auch länger
[16:00] und von daher ist Schlaf wirklich für mich die neue
[16:03] Superpower und da versuche ich die Priorität eher in Richtung
[16:07] Schlaf zu lenken. Das hängt ja häufig zusammen, ob
[16:12] du gut schläfst oder nicht. Mit deinem Stresslevel.
[16:16] Und wenn du sagst, das hast du jetzt nicht so richtig im Griff,
[16:20] dann wirkt sich das auch auf den Schlaf aus.
[16:23] Kannst du da einen Zusammenhang erkennen?
[16:26] Ja, kenne ich und ich. Ich habe, wie es so schön im
[16:30] Englischen heißt, eine Windung Routine.
[16:32] Ich versuche wirklich eine Stunde vorm Schlafengehen auf
[16:35] keine Bildschirme mehr zu schauen.
[16:37] Lieber wirklich ein physisches Buch zu lesen, in meiner Hand,
[16:41] das macht mich auch müder. Und ich nehme Magnesium L
[16:44] Tryonat das ist die einzige Verbindung, die Gehirngängig ist
[16:49] und die mich auch leicht ein bisschen dämpft, und das
[16:52] funktioniert bei mir hervorragend, so dass ich
[16:54] wirklich seit einigen Jahren keine Probleme habe
[16:57] einzuschlafen und vor allem auch durchzuschlafen, was immer
[17:01] wieder vorkommt, da bin ich auch ganz ehrlich ist.
[17:03] Manchmal hat man Themen, die lassen eigentlich los.
[17:06] Und und dann werde ich in der Nacht auch wach und und die
[17:10] Gedanken kreisen und ich glaube, das kennt jeder.
[17:12] Ich versuche dann aufzustehen, mich abzulenken und meist
[17:16] schaffe ich das innerhalb von halben 5 Stunden wieder
[17:18] einzuschlafen, manchmal reicht es auch, wenn ich eine Atemübung
[17:22] mache im Bett, mich auf meinen Atem konzentriere und, und das
[17:26] hilft mir so, durch die Nacht zu kommen, aber das ist äußerst
[17:29] selten geworden. Und man darf sich es nicht übel
[17:31] nehmen, wenn das halt mal passiert.
[17:33] Sonst stresste dich ja schon wieder korrekt
[17:35] herzfrequenzvariabilität, wenn du eben deinen Schlaf misst,
[17:39] dann misst du bestimmt auch die Herzfrequenzvariabilität, die ja
[17:43] so ein bisschen Aufschluss über dein Stresslevel gibt.
[17:47] Wie sieht's denn damit? Aus in der Regel eigentlich ganz
[17:50] gut. Die einzigen Ausreißer sind,
[17:53] wenn ich abends zu viel Wein getrunken habe und und ich bin
[17:58] noch nicht bereit auf den Alkohol zu verzichten.
[18:01] Es gibt keine gesunde Dosus. Also auch das vorweg gesagt, es
[18:04] ist ein Zellgift, es ist toxisch, mir schmeckt es aber
[18:07] gut und besonders in angenehmer Gesellschaft finde ich das ein
[18:12] schönes soziales Ereignis, auf das ich nicht verzichten möchte,
[18:16] aber das schlägt sich dann in meiner Herzinratenbariorität
[18:19] wieder, die dann dort nicht sinkt.
[18:22] Und sie soll ja möglichst hoch sein.
[18:24] Ja, bei mir ist es, bei mir ist sie immer ziemlich niedrig.
[18:29] Und das zeigt, dass ich so einen gewissen Dauerstresspegel habe.
[18:32] Das weiß ich auch, aber ich finde es gut, diesen Spiegel
[18:35] sich möglichst täglich vorzuhalten, dann ist man jeden
[18:39] Tag im Driver seed, man kann was ändern oder man lässt es
[18:42] bleiben, aber man macht das dann halt bewusst.
[18:45] Nur was man messen kann, kann man auch ändern.
[18:48] Ja, genau, wir waren jetzt noch nicht bei allen Themen, die du
[18:52] umgestellt hast. Also zum einen musst du einfach
[18:54] kurz erwähnen, dass du wirklich Hochleistungssport begonnen
[18:57] hast. Bist vorher nicht die Treppen
[18:59] hoch gekommen und dann warst du plötzlich beim Marathon dabei.
[19:02] Und Ernährung hast du auch ziemlich umgestellt.
[19:05] Das stimmt also kurz mit dem Sport angefangen?
[19:07] Ich weiß nicht, ob das so eine Männersache ist, dass man gleich
[19:10] in so ein extrem verfällt, aber. Ich habe angefangen zu laufen,
[19:15] um einfach mehr zu verbrennen und bin dann relativ schnell zu
[19:20] einem Halbmarathon gekommen. Und was ich gemerkt habe, ist,
[19:23] dass dieser strukturierte Trainingsplan mir geholfen hat
[19:28] und und ich glaube auch, dass wir Menschen Struktur brauchen,
[19:31] um leichter durchs Leben zu kommen, weil es das erhöht,
[19:34] unsere Effizienz und nach dem Halbmarathon habe ich meiner
[19:37] Frau gesagt, ich weiß ganz genau, ich werde niemals im
[19:39] ganzen Marathon laufen, weil mir alles weh getan hat.
[19:42] Und 2 Stunden Wochen später war das alles passé.
[19:43] Ich habe mich schon den ganzen Marathon angemeldet und und
[19:47] weiter trainiert und daraus sind viele Marathons geworden, ein
[19:51] Marathon, das möchte ich auch sagen, den zu laufen ist nicht
[19:53] gesund, also das ist eine extreme Anstrengung, das muss
[19:57] man schon wollen, aber, und jetzt kommt vielleicht der die
[20:04] Überleitung zur Ernährung, ich habe gemerkt, dass nach jedem
[20:07] Marathon, wenn ich meine Trainingsumfänge reduziert habe.
[20:10] Ich rasant wieder ein Gewicht zugenommen habe, und das war für
[20:14] mich der Indikator. Ich muss was an meiner Ernährung
[20:16] ändern, weil ich kann mich nicht gesund trainieren, sondern die
[20:21] Ernährung und der Sport gehen Hand in Hand und und habe alle
[20:26] möglichen Diäten ausprobiert, ich habe Kalorien gezählt, das
[20:29] hat für mich nicht funktioniert, ich habe die Hälfte nur
[20:32] gegessen, also fdh gemacht, ich war ich habe mich 4 Wochen lang
[20:37] ketogen ernährt, also komplett auf Kohlenhydrate verzichtet.
[20:40] Das war hervorragend, um Gewicht abzunehmen und auch das Gewicht
[20:43] zu halten und vor allem das Körperfett zu reduzieren.
[20:45] Aber es ist für mich nicht durchzuhalten.
[20:47] Ich liebe Brot, ich liebe Pasta, ich liebe Reis und Kartoffeln
[20:53] und ich konnte es an Leben mit diesem Verzicht nicht länger
[20:57] vorstellen und was für mich quasi der Game Changer war, war
[21:01] mit dem Krafttraining anzufangen, ich habe das
[21:03] Krafttraining immer vernachlässigt oder gar nicht
[21:05] auf dem Radar gehabt. Aber ein guter Freund hat mir
[21:08] dazu geraten und ich habe das den Ratschlag angenommen und
[21:13] habe mir einen Personal Trainer gesucht, der sich nur auf mich
[21:16] fokussiert und darauf achtet, dass ich mir auch nicht wehtue
[21:19] und habe mich langsam rangeführt an das Krafttraining und ich
[21:23] habe eine Leidenschaft und einen Spaß daran entwickelt und das
[21:26] hat wirklich alles verändert. Also das Körperfett ist
[21:29] geschmolzen, eine andere Spannung im Körper.
[21:34] Das Selbstwertgefühl hat zugenommen und man sieht im
[21:38] Spiegel. Auch besser aus.
[21:39] Wie oft machst du das und was machst du genau?
[21:43] Ich mache es zweimal die Woche. Es ist nicht immer möglich
[21:46] aufgrund meiner Reisetätigkeiten, aber in der
[21:49] Regel sind es zweimal die Woche und ich also meine Motivation,
[21:54] mein Antrieb, lange gesund zu sein ist.
[21:57] Ich möchte gerne mit meinen Enkelkindern, sofern ich.
[22:02] Welche habe oder noch so lange lebe, eigenständig mit den
[22:06] Spielen, das heißt, ich möchte vom Boden von alleine aufstehen
[22:09] können, ich möchte sie hochheben können, im hohen Alter reisen,
[22:12] also sprich mein Gepäck ins Gepäckfach stecken können und so
[22:16] sind auch meine Übungen ausgerichtet, das heißt, ich
[22:18] mache viele tiefe Kniebeugen mit zusatzgewichten, ich mache viel
[22:24] über Kopfübungen mit Gewichten und.
[22:28] Viel Home Stabilität, damit ich im Alter auch reaktiv bin.
[22:32] Das heißt, wenn ich immer stolpere, dass ich nicht selber
[22:34] abfange und ich stürze und bei mir die Hüfte breche und so sind
[22:38] meine Übungen eigentlich ausgelegt.
[22:40] Marathon, das gilt nicht für jeden, aber so über 50 sollte
[22:45] man eigentlich eher nicht. Machst du jetzt überhaupt noch
[22:49] Ausdauersport, diese Dimension? Also ob ich noch einen Marathon
[22:53] laufen werde, das weiß ich noch nicht, aber ich laufe dreimal
[22:56] die Woche, mindestens eher viermal, weil mir das das laufen
[23:01] gut tut. Und wenn man sich ein bisschen
[23:02] mit Trainingslehre beschäftigt, dann ist dieses ominöse Zone
[23:06] true Training, also sprich das Ausdauertraining, bei dem man
[23:11] sich noch unterhalten kann, besonders wertvoll, um die
[23:13] Grundlage oder die Grundausdauer zu steigern, und das mache ich
[23:17] doch sehr gerne und Paare das immer noch mit einer einmal die
[23:20] Woche. Einer Hiteinheit, also einer
[23:23] High Intensity Intervalltraining.
[23:26] Und um mein Vio Two Maxx, also meine maximale
[23:29] Sauerstoffkapazität zu steigern. Und das mache ich schon noch.
[23:34] Und was ich gemerkt habe, ist, dieses Laufen ist extrem
[23:36] befreiend für den Kopf, also es tut mir wahrscheinlich mental
[23:39] besser als es körperlich. Vorbildlich, also Note 1.
[23:43] Sag ganz kurz noch zur Ernährung, was hast du jetzt
[23:47] wirklich weggelassen? Ich versuche also, ich muss
[23:50] zugeben, ich liebe Schokolade und bin aber auch jetzt auf
[23:54] hochprozentige Kauschokolade gewechselt, also mindestens 70%,
[23:59] eher 90%. Das hat 2 Vorteile, der Kakao
[24:02] ist, er ist deutlich gesünder als die Milchschokolade, vor
[24:06] allem in diesen hohen Prozenten und man kann nicht so viel davon
[24:09] essen, das heißt, es hat so eine selbstlimitierende Wirkung, das
[24:14] ist ganz gut. Es hilft mir bei meiner
[24:16] Disziplin und ich versuche generell auf zuckhaltige
[24:21] Nahrungsmittel zu verzichten und das das, was deine Hörer
[24:25] bestimmt schon aufgehört haben. Eat the Rainbow versuche mich
[24:28] möglichst breit und divers und bunt zu ernähren, viel Gemüse,
[24:31] viel Obst und wenig zuckhaltige Mittel oder Nahrungsmittel, den
[24:36] Tütenkäse, über den wir eingangs gesprochen haben, ist fest in
[24:39] meinem Ernährungsplan, genauso wie Skier oder griechischer
[24:42] Joghurt, also alles, was möglichst viel Protein hat.
[24:45] Da achte ich darauf. Ich versuche, 1,5 bis 2 Gramm
[24:49] pro Kilogramm Körpergewicht Protein zu mir zu nehmen, das
[24:52] ist eine ordentliche Menge, das schaffe ich nicht immer, das
[24:54] gebe ich zu, aber ich versuche schon sehr darauf zu achten und
[24:58] ab und zu mal hilft dann auch ein Proteinshake.
[25:02] Ja, sollte man auch wissen. Das gilt für Menschen, die
[25:05] wirklich viel Sport machen, für Coach Potatoes oder Leute, die
[25:08] halt wirklich sich nicht so viel bewegen, denn die brauchen nicht
[25:10] so viel Protein. 1 ist mir aufgefallen, weil das so durch
[25:16] diese ganzen Zucker Podcasts geistert.
[25:20] Die Sache mit dem Essig ja du schreibst da auch, du hast dir
[25:24] immer so n Schuss Essig ins Wasser getan, ich hab es
[25:26] natürlich auch überall gelesen. Habe dann mal recherchiert um
[25:30] eben Zuckerstoffwechsel anzukurbeln und den wenn man ihn
[25:34] dann gegessen hat, wieder schnell loszuwerden und also
[25:38] entweder ich habe nicht richtig recherchiert oder aber es ist
[25:41] tatsächlich so, es gibt Evidenzbasiert keine Studie, die
[25:44] uns sagt, das Mikrobiom funktioniert besser mit einem
[25:47] Schuss Essig im Wasser und auch der Zuckerstoffwechsel
[25:51] funktioniert besser. Beides scheint mir so ein
[25:54] bisschen Wunschtraum zu sein. Also es gibt keine harte
[25:58] Evidenz, die rationaler dahinter ist, dass der Essig die Aufnahme
[26:05] des Zuckers oder der Glucose in dem Fall im Darm verlangsamt,
[26:09] das heißt, die Glucose wird schon noch aufgenommen, aber
[26:13] vermeintlich langsamer, als es sonst sein sollte.
[26:16] Jetzt mag ich diesen Essiggeschmack eigentlich ganz
[26:19] gerne und von daher mache ich das weiterhin, es schadet
[26:23] zumindest nicht. Also ich, du weißt ja, wie lang
[26:26] unser Darm ist. Ne und da ein Schuss esse ich,
[26:30] der Magen ist sowieso sauer, also gut, aber ich mein Glaube
[26:35] versetzt Berge, oder? Ja weißt du, wenn wenn viele
[26:40] Ernährungsexperten das sagen, dann glaube ich, dass wir
[26:43] glauben nicht wissen, dass da vielleicht doch was Wahres drin
[26:46] ist. Ja, muss man auch nicht.
[26:49] Man muss nicht alles machen. Genau.
[26:51] Ja. So, jetzt möchte ich gerne die
[26:54] alles überwölbende Frage stellen.
[26:56] Du bist ja, du warst natürlich im Krankenhaus, du bist
[26:58] ausgebildeter Orthopäde, warst im Krankenhaus tätig, hast aber
[27:02] nie eine Praxis aufgemacht, weil du ganz früh angefangen hast.
[27:05] Sehr große Karriere in medizintechnischen Unternehmen
[27:09] zu machen, jetzt bist du in einem Keramik Teile
[27:13] produzierenden Unternehmen der Chef wie kommt es, dass du dir
[27:17] diese Zeit nimmst und auch diese Energie aufbringst um?
[27:22] Jede Woche einen Podcast Mission Gesundheit zu machen.
[27:25] Auch jetzt das Buch zu schreiben.
[27:26] Long gevity Schwerpunkt, so nebenbei noch neben allem was,
[27:31] was treibt dich da? Als erstes die Leidenschaft für
[27:36] das Thema und die Erkenntnis, was eigentlich offensichtlich
[27:41] ist, dass Gesundheit doch das höchste Gut ist.
[27:43] Und wenn ich das auf das Unternehmen übertrage, dann ist
[27:46] es mir ein Anliegen, möglichst gesunde Mitarbeiter, Kolleginnen
[27:50] und Kollegen zu haben. Und die sich dort optimal
[27:54] entfalten können. Und ich sehe es als meine
[27:58] Verantwortung als Geschäftsführer des
[28:00] Unternehmens, genau das zu ermöglichen.
[28:02] Von daher bieten wir viele Vorsorgeoptionen an, wir haben
[28:06] einen Hautarzt, der zu uns in das Unternehmen kommt, das
[28:09] Hautkrebs Screening vor Ort macht, damit sich keiner frei
[28:12] nehmen muss oder beim Schießen Schwierigkeiten hat, Termin zu
[28:16] finden, das ist relativ schnell gemacht und ist sehr effizient.
[28:20] Darmkrebsvorsorge bieten wir an, viele andere Möglichkeiten und
[28:25] wir feiern immer den Oktober als Pink Tober den Breathcans
[28:31] Awareness Mont und holen dann auch Expertinnen rein, die
[28:35] helfen unseren Kollegen die Brust richtig abzutasten, machen
[28:41] die beiden im November mit für die Männergesundheit,
[28:44] Hodenkrebs, Prostatakrebs und da einfach mehr Aufmerksamkeit auf
[28:47] das Thema zu lenken. Und das ist was Gutes, das
[28:51] erfüllt mich und und es macht mir großen Spaß.
[28:55] Da muss ich natürlich fragen. Du hast sicherlich auch Frauen
[28:58] über 40 unter deinen Angestellten.
[29:01] Hormonersatztherapie beziehungsweise Menopause gibt
[29:04] es das ein Thema bei euch im Unternehmen?
[29:06] Ist ein Thema bei uns. Wir haben das auch kürzlich noch
[29:08] mal thematisiert und rufen die Kolleginnen entsprechend an,
[29:15] also nicht physisch, sondern wir bitten sie, sich zu melden.
[29:19] Wenn sie darunter leiden, damit wir flexibel darauf reagieren
[29:22] können. Ja, das Thema ist
[29:25] Hormonersatztherapie. Ist halt sensibel, weil in den
[29:28] Leitlinien noch nicht richtig drin und deshalb ist es
[29:31] wahrscheinlich für die Betriebsärzte.
[29:33] Habt ihr überhaupt einen, wie viele Mitarbeiter habt ihr?
[29:35] 4000 Mitarbeiter und haben definitiv betriebsärzte.
[29:39] Ja, und da sind die tun, die sich natürlich schwer sowas zu
[29:42] empfehlen. Das ist jetzt ein anderes Thema,
[29:44] Ich bin nur eine. Doch glühende Verfechterin der
[29:47] Hormonersatztherapie und finde auch in Unternehmen, das wäre
[29:50] schon toll, wenn man zumindest drüber reden könnte oder
[29:53] aufklären könnte. Nein, unbedingt.
[29:55] Aber die, die gucken jetzt oder gucken, hören und gucken.
[29:59] Deinen Podcast kannst du schon also von deinen 4000
[30:01] Mitarbeitern sind schon viele, die das machen.
[30:04] Ich hoffe, ich hoffe, dass das möglichst viel mit zuhören.
[30:08] Der Podcast freut sich leicht damit sprechen.
[30:12] Genau die werden dich doch ansprechen.
[30:14] Tun Sie auch. Tun Sie auch.
[30:15] Ja, ja. Ja super, du hast was gesagt in
[30:18] deinem Buch, da habe ich so gedacht, hätte ich vor einem
[30:21] halben Jahr auch vielleicht noch gesagt, heute sage ich es nicht
[30:24] mehr, nämlich dass du 120 werden willst.
[30:26] Und das ist ja schon mal bescheiden gegenüber Brian
[30:30] Johnson, der sagt, der Biohacker 150 ist gar nichts, ich will
[30:34] überhaupt nicht sterben und so, aber in der seriösen
[30:37] Langlebigkeitswissenschaft ist ja dieser eine.
[30:44] Wirklich hervorragende Artikel von dem J.
[30:46] Olszanski von der University of Chicago, sehr eingeschlagen und
[30:52] hat auch zu einem noch mal sehr kritischen Nachdenken geführt,
[30:56] dass wir im Augenblick im Grunde überhaupt nicht postulieren
[31:01] können, dass die 120 für viele Menschen in absehbarer Zeit
[31:05] erreichbar sein könnten. Bist du damit?
[31:10] Jetzt auch einverstanden, oder sagst du nee, nee, ich glaube in
[31:13] absehbarer Zeit 120 das schaffen wir schon.
[31:17] Ja, also ich bin schon damit einverstanden, weil es gehört ja
[31:20] sehr viel dazu und ein Großteil der Menschen kann es sich nicht
[31:25] erlauben, all diese Dinge wahrzunehmen.
[31:27] Sauberes Wasser, damit fängt es ja schon mal an, eine gesunde
[31:31] Ernährung, eine saubere Luft. Wenn wir diese also für uns in
[31:38] Deutschland oder in der Schweiz selbstverständlichen Faktoren,
[31:41] die wir gar nicht mehr so auf dem Schirm haben, wenn wir die
[31:43] uns noch mal ins Bewusstsein rufen, dann ist schon sehr klar,
[31:46] dass ein Großteil der Menschheit stand heute nicht in Richtung
[31:49] 120 kommt. Es scheint auch eine gewisse
[31:51] Schallmauer zu geben bei 125 Jahren, und von daher sind auch
[31:55] meine 120 Jahre eher so, die Ambitionen also.
[32:01] Wenn ich die Hundertermarke überschreite und was viel viel
[32:05] wichtiger ist, ist die volle geistige und körperliche
[32:08] Gesundheit und Unversehrtheit. Das ist mir viel wichtiger als
[32:11] das Alter. Dann habe ich meine Mission
[32:14] erreicht und erfüllt. Ich glaube nicht, dass wir diese
[32:17] sogenannte Long Gevity Escape Innocity sehen werden, die uns
[32:21] ermöglichst, möglichst lange zu leben.
[32:24] Ich glaube, das ist eher Wunschdenken, wobei führende
[32:27] Wissenschaftler sehen das immer noch als realistisch erreichbar.
[32:31] Ich habe da meine Zweifel. Ja, also was, was absolut
[32:35] nachvollziehbar ist. Olschensky hat gesagt, Wir haben
[32:38] zum einen den Alterungsprozess unserer Zellen und manche Zellen
[32:43] erneuern sich ja nicht. Gehirnzellen, Herzmuskelzellen,
[32:46] Immunsystem, Zellen, Sinneszellen, nierenzellen, die
[32:49] sind so alt wie wir sind, die sind alterungsprozessen
[32:52] Molekularbiologisch ausgesetzt, das ist echt heftig.
[32:57] Und das Altern dieser Zellen führt dann irgendwann zum Tod,
[33:01] unabhängig von den Alterskrankheiten.
[33:04] Und statistisch finde ich es auch total spannend, wenn wir
[33:08] den gesamten Krebs auf der Welt ausrotten könnten, würden wir
[33:12] statistisch gesehen 4 Jahre länger leben können,
[33:16] durchschnittlich über die gesamte Erdbevölkerung, wenn wir
[33:19] Herz, Kreislauf, Erkrankungen komplett eliminieren könnten.
[33:23] Dreieinhalb Jahre macht zusammen siebeneinhalb.
[33:26] Die weltweite Durchschnittsalterserreichung
[33:29] ist bei 73, dann wären wir bei 80, aber keineswegs bei 100 und
[33:34] schon gar nicht bei 120. Also Voraussetzung wäre, dass
[33:36] wir alle Alterskrankheiten vermeiden können, dass wir
[33:39] genetisch gar kein Problem haben, was aber durchaus
[33:44] vorkommt, und dass der Alterungsprozess unserer Zellen
[33:46] eventuell durch epigenetische Reprogrammierung, was auch immer
[33:50] zurückgedreht werden kann, mag sein.
[33:56] Aber für unsere Generation und wahrscheinlich für die nächste
[33:59] auch. Nicht also du hast vollkommen
[34:01] recht, wir werden sehen, es fliegt ja sehr viel privates
[34:04] Geld in Forschungseinrichtungen, ob das Alterslab ist oder
[34:10] Calico, der Forschungsamt von Alphabet, der Mutter von Google,
[34:14] die viele Milliarden investieren in in die Altersforschung und
[34:19] die ersten Tests sind ja schon gelaufen mit einem Cocktail von.
[34:24] Sogenannten yamanaka Faktoren, das ist der Nobelpreisträger,
[34:29] der 3 bis 4 Faktoren gefunden hat, die eine disfrittierte
[34:35] Zelle, also jetzt in dem als Beispiel meine Hautzelle wieder
[34:38] zurückführen können in eine Plyopotente Stammzelle.
[34:43] Und wenn groß ist, wenn es den Forschern oder uns als
[34:49] Menschheit gelingt, diesen Prozess kontrolliert ablaufen zu
[34:52] lassen. Dann glaube ich, haben wir eine
[34:54] große Chance, da hinzukommen. Wenn wir das in allen Zellen
[34:57] unserer Organe hinkriegen. Das ist halt eine mega raus,
[35:00] weil wir haben ja Billionen von, das stimmt aber natürlich, das
[35:04] ist der große Traum, Epigenetik wollen wir ganz kurz nur darauf
[35:09] eingehen, dass man ja mit bestimmten epigenetischen Uhren
[35:13] schon mal so ein bisschen das biologische Alter.
[35:15] Auslesen kann. Das heißt also, wir können die
[35:17] Muster der Stoppschilder auf unserer DNA alterstypisch
[35:21] auslesen und das kann uns dann ein Hinweis geben, wie fit
[35:25] unsere Zellen noch sind im Vergleich zu anderen unseres
[35:28] Alters. Hast du mal gemessen.
[35:30] Das Schöne ist bei meinem ersten Test war ich 50 Jahre alt und
[35:38] meine Telomerlänge, die habe ich gemessen, die war auf dem Alter
[35:43] von 57. Was mich traurig gemacht hat,
[35:48] aber die Metinierungsuhr war bei 47 und ich habe jetzt vor 14
[35:56] Tagen den letzten Test gemacht und ich bin biologisch bei 45
[36:00] Jahren. Das heißt alles das was ich
[36:02] innerhalb der letzten 2 Jahre gemacht habe scheint positiv zu
[36:05] wirken. Hast du immer dieselbe Uhr
[36:07] verwendet? Ja, denn immer denselben Test,
[36:10] denn das ist ja extrem wichtig, genau.
[36:12] Und die Epigenetik, die ist ja veränderbar durch Lebensstil,
[36:17] telomerlänge gut, aber es ist auf jeden Fall alle die, die
[36:22] sich damit wirklich intensiver beschäftigen, sagen, da kann es
[36:25] ja schon einiges mit Messen mit der epigenetischen Uhr, aber ob
[36:29] es dich dann erwischt mit Krebs oder sonstigem, kannst du da
[36:32] nicht ablesen. Das stimmt, sage ich auch allen.
[36:34] Es hat keine Relevanz eigentlich, es ist, es ist schön
[36:38] zu sehen, und wenn man den gleichen Test im Verlauf macht,
[36:41] sieht man die. Hoffentlich so ein positives
[36:44] positives Resultat, wie ich das gesehen habe.
[36:46] Aber es ist kein Prädiktor für ein gesundes, langes Leben.
[36:50] Ja, leider. Was ich total interessant finde.
[36:54] In den USA ist ja die Forschung in Healthy Long Javity, die
[36:58] schon längst explodiert ist, in Asien ja auch ein Megatrend
[37:02] beginnt ja jetzt so langsam bei uns im deutschsprachigen Raum
[37:06] auch nachzuziehen und. Aber dort ist man auch immer mit
[37:09] der mit dem Feiern von Hoffnungen und erfolgen und so
[37:13] wahnsinnig wahnsinnig schnell dabei, fantastische
[37:17] Zukunftsaussichten etc. Wie schätzt denn du die
[37:22] Forschungslandschaft aber auch mit ihrer sagen wir mal mit
[37:26] ihrem eingebauten Optimismus in den USA im Vergleich zu dem
[37:31] deutschsprachigen Raum ein? Ja, also ich glaube, wir sehen
[37:35] das ähnlich. In Deutschland sind wir eher
[37:36] zurückhaltend und weniger euphorisch und eher glashalb
[37:40] leer und eher darauf fokussiert, warum etwas nicht funktionieren
[37:45] kann, während die Amerikaner sehr positiv, sehr optimistisch
[37:48] nach vorne gehen und auch kleine Erfolge groß feiern und das
[37:52] sieht man auch in der in der gesamten Bevölkerung.
[37:56] Yes we can, es ist was Positives, das kann man über
[37:59] make America great again halten, was man möchte, aber es ist ein
[38:02] positiver Zielsatz und. Der die Ambitionen formuliert
[38:05] und, und das haben wir in Deutschland nicht und wir haben
[38:08] auch nicht diese privaten Geldgeber, die viel Geld in die
[38:13] Forschung investieren, das fehlt uns.
[38:16] Saudi Arabien macht es mit der Evolution Foundation vor und du
[38:20] bist ja sehr umtriebig, du hast ja von dort berichtet, das das
[38:23] ist schon schön zu sehen, dass einige Länder und private
[38:27] Geldgeber da ins Vorleistung gehen und und am Ende für uns
[38:30] Menschheit forschen. Und ich finde auch, vielleicht
[38:33] ist es dir ja auch schon so gegangen, dass die die
[38:36] öffentliche Reaktion auf das Thema Healthy Long Javity und
[38:40] die vielen, auch wissenschaftlich absolut
[38:42] seriösen Bestrebungen, dass die so pauschal häufig in die
[38:47] unseriöse Ecke gestellt werden und dieses willst du denn ewig
[38:51] leben und hast du dann keinen Respekt vor dem Alter und was
[38:54] was probierst denn du alles an dir selber aus, bist du denn,
[38:57] bist du denn Asket und ein bisschen gaga?
[39:00] Hast du das als Reaktion auf dein Buch unter anderem auch
[39:04] erlebt? Ich bin kein Dogmatiker.
[39:07] Wie gesagt, ich esse Schokolade, ich esse Kuchen, ich trinke auch
[39:11] gerne das Glas Wein oder oder auch mehr in der richtigen
[39:13] Gesellschaft und von daher ist Askese mir weit entfernt.
[39:18] Aber ein gesundes, langes Leben, wie gesagt mit Schlaf, Bewegung,
[39:21] eine ausgewogene Ernährung und viel soziale Interaktion, das
[39:26] kann nicht schaden. Ja, ich habe heute gerade wieder
[39:29] ein Interview geschrieben zu meinem neuen Buch mit Fragen
[39:33] kamen von einer Journalistin, die dann auch fast jedes zweite
[39:36] Interview kommt, die Frage, ja, das ist doch nur was für die
[39:38] Reichen und die, die nur die, die sich was da so leisten
[39:42] können und meine Antwort ist immer, es ist super, dass die
[39:45] Reichen dabei sind, weil die investieren in die ganze
[39:47] Forschung und Entwicklung, das macht ja im Augenblick kein
[39:50] anderer, weil das ist ja alles Risikokapital, 90% der Start,
[39:54] ups gehen pleite, wer investiert denn da der richtig?
[39:56] Auf sein Geld gucken muss anderes Thema was, worüber wir
[39:59] noch nicht gesprochen haben, ist Nahrungsergänzungsmittel.
[40:02] Es ist auch so werde ich auch im Assi nimmt sie nimmt so viele
[40:06] Nahrungsergänzungsmittel, so viel ist es erstens gar nicht,
[40:08] und zweitens überlege ich mir bei jedem ziemlich genau, was
[40:11] ich nehme und in welcher Frequenz und so weiter wie
[40:15] sieht's denn bei dir aus? Das ist ein relativ kleines
[40:17] Kapitel in deinem Buch. Ja, ich versuche primär den
[40:20] Mangel zu auszufüllen. Wir sind alle unterversorgt, was
[40:25] Vitamin D angeht. Von daher ist Vitamin D 1 der
[40:29] wesentlichen Nahrungsergänzungsmittel für
[40:31] mich. Ich nehme täglich Vitamin D
[40:35] zwischen 4006 1000 Einheiten, weil ich auch viel Vitamin D
[40:38] brauche in der Zufuhr. Magnesium ist ein großes für
[40:42] mich Omega 3 und und da ist glaube ich auch die Wissenschaft
[40:47] ganz klar, dass das nicht schadet und wenn ich einen
[40:51] niedrigen Magnesiumspiegel immer im Blut habe.
[40:54] Oder dann auch in den roten Blutkörperchen gemessen.
[40:56] Was noch genauer ist. Dann habe ich guten Grund, es zu
[40:59] supplementieren. Ich nehme auch Antioxidantien
[41:02] wie cocin Q 10, probiere mich so durch Alpha Ketoglutarat ist
[41:08] auch schönes Antioxidantien, Astaxanthin und Selen hatte ich
[41:14] auch einen Mangel den ich ausgleiche, Jod.
[41:18] Das hört sich hier sehr viel an, genauso wie die Vitamin B 12
[41:21] darf ich nicht vergessen, das scheint auch nicht richtig zu
[41:24] verstoffwechseln, von daher muss ich das auch supplementieren.
[41:27] Es ist gar nicht so viel am Ende.
[41:30] Ja, und wir sind ausgelegt von der Evolution, dass wir 3035
[41:35] Jahre alt werden und dass dann ab dem 3540 Lebensjahr manches
[41:38] nicht mehr so gut selbst produziert wird.
[41:44] Oder nicht mehr so gut aufgehört.
[41:45] Auch gerade die Babytermine werden ja von unserer
[41:48] Darmschleimhaut dann zum Teil nicht mehr so gut aufgenommen
[41:51] und wir haben auch im Magen da mit Themen, also so ein bisschen
[41:54] was, du hast es ja vorhin auch so formuliert, was ersetzen, was
[41:57] eventuell im Alter verloren geht, da kann man schon mal
[42:01] probieren, es gibt keine klassischen evidenzbasierten
[42:04] randomisierten Studien dazu weniger, aber warum soll man so
[42:09] lange warten, bis die da sind, da sind wir tot.
[42:12] Das stimmt. Und es gibt ein ganz tolles,
[42:15] lang erforschtes Supplement. Das nennt sich Kreatin, was in
[42:19] der Bodybuilder Szene zuerst Eingang gefunden hat, aber
[42:22] mittlerweile gibt es wirklich gute Studien, die zeigen, dass
[42:26] es wichtig für den Energietransport ist und vor
[42:28] allem fürs Gehirn. Also ich nehme auch jeden Tag 5
[42:30] Gramm Kreatin nicht für die Muskulatur, sondern fürs Gehirn.
[42:34] Dasselbe gilt für Taurin. Gibt es ja eine neue Studie, die
[42:37] wahnsinnig spannend ist, was den Alterungsprozess bei Java Affen
[42:40] nee, das war Java. Affen war das Metformin Ah,
[42:43] Stichwort Metformin, da hattest du noch eine Frage.
[42:48] Keine Frage, aber du hast sie mir schon mal beantwortet.
[42:50] Du nimmst auch Metformin. Ah, okay ja, auch das ist ein
[42:55] Thema, da muss jeder selber entscheiden.
[42:57] Es gibt halt ganz klar studienbasierte Dinge, die
[42:59] empfohlen werden, dazu gehört Vitamin D wie du es nimmst oder
[43:02] Omega 3 Fettsäuren. Metformin, da läuft ja die große
[43:06] Studie in den USA, die Themestudie jetzt gerade erst
[43:09] an, und da gab es diese Java Affen Studie in Peking an der
[43:13] Hochschule für Wissenschaft und Dings 11 Jahre lang an
[43:18] mittelalten Affen und mit einer neuen biologischen Uhr.
[43:23] Das ist nicht nur Epigenetik und man hat bei diesen mittelalten
[43:27] Affen über die Jahre hinweg eine im Vergleich zu denen, die kein
[43:32] Metformin bekam, eine. Deutlich langsamere Alterung
[43:35] festgestellt vor allem im Gehirn um 6 Jahre langsamer.
[43:39] Das fand ich jetzt auch noch mal wahnsinnig spannend und damit
[43:42] formenia seit 60 Jahren eingesetzt wird.
[43:46] Man kennt das wirklich wahnsinnig gut in seinen
[43:48] geringen Nebenwirkungen. Habe ich mir gesagt.
[43:51] Ich warte jetzt nicht, bis die Tamestudie fertig ist.
[43:53] Das wird noch 10 Jahre dauern. So war es bei mir.
[43:56] Auch machst du das. So war es bei mir auch.
[43:58] Ich habe die Studie genau diese Studie in Cell in dem Journal
[44:01] Cell gelesen. Genau, und, und das war für mich
[44:06] so überzeugend, dass ich mir gesagt habe, es gibt keine
[44:09] Downside, also es gibt keinen Nachteil, warum also nicht und?
[44:14] Und gehe damit mit Vertrauen in Vorleistung.
[44:16] Dass die Themen Studie hoffentlich genau ein ähnliches
[44:19] positives Resultat bringt und an dem wir seither, seitdem ich
[44:23] diese Studie gelesen habe, mit von ihnen.
[44:25] Wie informierst du dich eigentlich?
[44:26] Das ist ja so ein riesen Feld, man kann ganz schnell glühenden
[44:30] Kopf kriegen, wie wählst du aus, wo du dich informierst?
[44:35] Es gibt verschiedene Newsletter und es gibt schöne kleine
[44:39] Programme, mit denen man das Internet durchkappen kann und
[44:43] die einem immer wieder die neuesten Publikationen
[44:46] hervorbringen, sodass ich mich fokussieren kann auf die
[44:50] wesentlichen Themen, die mich interessieren, wenn es zu sehr
[44:53] interessieren. Genau, ich gebe Stichworte an
[44:56] und wenn es zu sehr ins zelluläre geht, dann tue ich mir
[45:00] schwer, das in die Praxis zu überführen und.
[45:03] Aber eine Studie bei Primaten, also menschenähnlichen Affen,
[45:08] finde ich sehr überzeugend. Und das muss natürlich jeder für
[45:11] sich selber wissen. Man muss dazu sagen, mit Termin
[45:12] ist in Deutschland verschreibungspflichtig, nicht
[45:15] jeder kommt da dran. Jetzt bin ich nun mal Arzt und
[45:18] habe den Zugang dazu. Ich kauf es halt immer in
[45:22] Italien. Es ist rezeptfrei, was ich noch
[45:27] ganz interessant fand, da haben wir noch nicht drüber
[45:29] gesprochen. Du hast auch den Glucose, also
[45:31] einen Glucose Checker getragen und.
[45:33] Und auch, und das kenne ich gar nicht, ein ketosestatus
[45:39] Messinstrument. Wie geht denn das?
[45:41] Also sowohl dieses CGM finde ich interessant, was das für dich
[45:46] bedeutet hat und auch ketosestatus Messung.
[45:49] Also ich fange mal mit dem ketose Messgerät an.
[45:51] Es ist genauso wie das klassische Blutzuckermessgerät,
[45:54] also man pickt sich in den Finger und dann kommt ein
[45:57] Tropfen Blut oder weniger ist ein Tropfen Blutzucker auf den
[46:00] Teststreifen. Und das Gerät zeigt mir da die
[46:02] Konzentration der Ketosekörper an und und so konnte ich während
[46:06] meiner 4 Wochen ketogene Ernährung immer sehen, wie sehr
[46:09] ich in der Ketose war, weil ich natürlich auch Gemüse gegessen
[46:13] habe, nur ausgewähltes Obst, also hauptsächlich Beeren, die
[46:16] nicht ganz so süß sind, um einfach den Zuckergehalt niedrig
[46:20] zu halten oder den Fructosegehalt in dem Fall, und
[46:23] da hat mir das Gerät doch sehr geholfen, also alles über 2 hier
[46:28] ist keine falsche. Falschen Maßeinheit nennen.
[46:32] Aber ich glaube es müssten Nanogramm pro Militär gewesen
[46:34] sein und ich bin unter einem Training mit einer ketogenen
[46:40] Ernährung bis zu 6 hochgegangen, also richtig tief in der Ketose
[46:43] und das hat mir gezeigt, dass ich in einem richtigen Level bin
[46:46] und das CGM diesen Glukose Sensor, den man sich
[46:51] idealerweise auf der Rückseite des Oberarms appliziert oder
[46:56] auch am Bauch. Den habe ich für ein Jahr lang
[46:59] durchgetragen einerseits, um mir in der Marathonvorbereitung zu
[47:02] helfen, mich richtig zu zu ernähren, und wann ich das
[47:06] nächste Gel nehmen soll. Das das war, so der
[47:10] ursprüngliche Gedanke, aber ich habe viel über mich selbst
[47:12] gelernt, welche Nahrungsmittel ich vertrage und welche ich
[47:14] nicht so gut vertrage, was den Glukose Spike angeht und vor
[47:17] allem dann den Abfall und habe gelernt, zum Beispiel, dass
[47:21] Trauben. Sind nicht so gut für mich.
[47:24] Äpfel hervorragend und und konnte mich so durch die
[47:27] verschiedenen Nahrungsmittel durchtesten und weiß jetzt was
[47:31] gut für mich ist und was nicht so gut für mich ist.
[47:32] Also Sushi Reis zum Beispiel ist ganz schlecht, aber ich liebe
[47:36] Sushi. Das geht glaube ich jedem so.
[47:39] Dieser Sushi Reis ist reiner Zucker, aber sag das ist etwas,
[47:45] da muss ich mich noch ein bisschen besser beschäftigen,
[47:47] noch tiefer einsteigen in den Glukosestoffwechsel.
[47:50] Man muss ja erst mal keine Angst haben vor Spikes.
[47:53] Spike heißt ja insulinausschüttung, weil du
[47:56] hast das Signal. Ich habe jetzt Zucker im Blut,
[47:58] die Bauchspeicheldrüse sagt Okay bauen wir jetzt ein in die
[48:01] Zellen, dann nehmen wir das Insulin dazu, ist ja nicht so
[48:05] schlimm, wann ist denn aus deiner ärztlichen Sicht wirklich
[48:09] Spike nicht gut? Also jetzt bin ich kein
[48:13] Diabetologe, von daher muss ich alles mit absoluter vorsichtig
[48:16] Vorsicht von mir geben. Ich glaube also, erstens was
[48:20] klar gesichert ist, ist ein dauerhaft erhöhter
[48:22] Blutzuckerspiegel ist schlecht, weil die sogenannte
[48:25] Insulinresistenz einsetzt und dann ist der Schritt zum zum
[48:30] Diabetiker nicht mehr weit. Die Spikes, ich glaube das Bike
[48:35] an sich und da sind wir uns einig, ist gar nicht so
[48:36] schlecht, nur wenn das Ganze in einer Achterbahn endet und das
[48:41] Bike hoch ist tief abfällt, weil es Insulin, der Blutzucker tief
[48:45] abfällt, weil es Insulin ausgeschüttet wird.
[48:48] Ich in eine Unterzuckung komme dann wieder der Blutzucker
[48:52] hochgeht und dann wieder abfällt und das ganze mehrfach führt am
[48:56] Ende zu einem ähnlichen Resultat, dass wir eine
[48:58] Insulinresistenz unserer Zellen provozieren, dann in Richtung
[49:02] Diabetes meletus gehen. Also gucken, dass man nicht zu
[49:06] viele Spikes hat und dass die Ausschläge nicht zu groß sind,
[49:11] basta. Aber vor den Dingern selber muss
[49:12] man jetzt nicht unbedingt Angst haben, ich.
[49:15] Guck jetzt mal wieviel Zeit haben wir denn jetzt schon
[49:17] gequatscht? Oh, fast eine Stunde, da muss
[49:19] ich zum Ende kommen, vielleicht ein Punkt immer wenn man über
[49:24] Healthy Long Gravity spricht, fällt ein Punkt unter den Tisch,
[49:28] das darf heute nicht passieren, nämlich die sozialen Kontakte,
[49:31] die Emotionalität, die mentalen Themen.
[49:34] Wie stark hast du, weil du ja über deine eigene Reise hinzu
[49:38] einer gesunden Langlebigkeit berichtest?
[49:41] Wie stark siehst du die Wirksamkeit dieser nicht so
[49:48] nicht so gut messbaren Parameter für eine gesunde Langlebigkeit?
[49:54] Es ist. Sehr wichtig also.
[49:56] Eine gute Studie ist die noch andauernde Harvard Studio for
[50:02] Down Development, die Robert Wallinger im Augenblick führt,
[50:06] die bei Harvard Studenten früher nicht ganz so divers wie heute
[50:11] die. Untersucht hat, was es braucht,
[50:14] um ein glückliches Leben zu führen und aber auch
[50:16] festgestellt hat, dass Einsamkeit einer der größten
[50:18] Killer ist. Einsamkeit ist genauso schlimm
[50:21] wie jeden Tag 15 Zigaretten, rauchen oder eine
[50:22] Fettleibigkeit. Das erhöht das Risiko für
[50:25] Alzheimer und so ist der Umkehrschluss in dem Fall auch
[50:28] Valider, dass man alles daran setzen sollte, nicht einsam zu
[50:32] sein, vor allem nicht mit fortgeschrittenem Alter.
[50:35] Von daher bin ich sehr dankbar. Dass ich die Liebe meines Lebens
[50:38] gefunden habe. Ich bin glücklich verheiratet,
[50:40] habe 3 Kinder, das hilft schon mal.
[50:44] Bringt natürlich aber auch Sorgen mit mit sich, aber das
[50:47] gehört dazu und ich umgebe mich mit positiven Menschen, die mir
[50:54] Energie geben und jeder kennt das, ich bin kein esoterischer
[50:57] Mensch, aber es gibt Menschen, die einem die Energie rauben,
[51:00] die Saugen einem das Leben aus dem Körper und da versuche ich,
[51:03] die Interaktion so kurz als möglich zu halten.
[51:05] Ich versuche mich wirklich eher mit Menschen zu umgeben, die mir
[51:08] positive Energie geben. Das heißt, mein Freundeskreis
[51:10] ist kleiner geworden, aber dafür intensiver und und ich fühle
[51:14] mich dadurch eigentlich einfach deutlich besser.
[51:17] Ja, toxische Beziehungen genau brauchen wir nicht.
[51:22] Vielleicht noch ganz zum Schluss, weil sich viele jetzt
[51:25] vielleicht denken, also was der alles gemacht hat und so, der
[51:28] muss sich ja auch beraten haben, hast du denn, kennst du
[51:33] medizinische Kollegen? Medizinkollegen Arztkollegen,
[51:37] die sich mit diesem Thema Healthy Long Gravity schon
[51:39] professionell auseinandersetzen. Viele nennen sich ja
[51:42] funktionelle Mediziner in den USA, zumindest ist das ja schon
[51:46] eine richtige Bezeichnung. Wie schwierig ist es denn
[51:50] hierzulande noch, sich da an Profi, der was davon versteht zu
[51:56] wenden und auch beraten zu werden?
[51:59] Es ist in in. In Deutschland ist das noch
[52:02] keine Funktionsbezeichnung als solches, aber es gibt einige,
[52:05] die sie als funktionale Mediziner bezeichnen, die auch
[52:08] eine Weiterbildung in den USA häufig gemacht haben.
[52:10] Es gibt auch eine Webseite für die funktionale Medizin, da
[52:13] findet man Ärzte, die entsprechend ausgebildet sind,
[52:17] ich persönlich habe alle Bücher gelesen, die sich mit Healthy
[52:21] Long Gravity beschäftigen, deine waren auch da drunter.
[52:25] Aber die Klassiker wie Audiert von Peter Thia, das Healthband
[52:30] Buch von David Sicierre, das Buch von Marc Heymen, der ein
[52:34] funktionaler Mediziner ist. Und so sammle ich meine meine
[52:38] Informationen, ich habe auch durch den Podcast habe ich viele
[52:41] interessante Ärzte kennengelernt, die sich damit
[52:43] beschäftigen, eine gemeinsame Freundin von uns beiden, die
[52:46] Andrea Gartenbach mit der tausche ich mich regelmäßig aus,
[52:49] und wir ergänzen uns sehr, sehr gut, da gibt es kein.
[52:55] Kein Konkurrenzdenken, sondern wir arbeiten gemeinsam für die
[52:58] gleiche Sache, den Menschen länger leben zu lassen, gesund
[53:02] leben zu lassen und und der Austausch ist einfach enorm
[53:06] wichtig. Ja, und deshalb müssen wir,
[53:08] beide müssen gar nichts, aber wollen möglichst viel von dem,
[53:14] was wir aus dieser unglaublichen Menge an Informationen
[53:18] herausfiltern, möglichst breit, wenn es denn umsetzbar ist und
[53:22] verständlich ist. In die Bevölkerung bringen, das
[53:25] ist ein ganz, ganz wichtiges Ziel.
[53:26] Ich denke für dich genauso wie für mich okay lieber Hadi, es
[53:32] war mir ein großes Vergnügen und deine Reise so ein bisschen
[53:35] begleiten zu dürfen in diesem Podcast.
[53:38] Mit Sicherheit super spannend für ganz viele, die uns
[53:40] zugeschaut oder zugehört haben. Danke dir Hadi Saleh, Danke fürs
[53:44] Zuhören, ich hoffe diese Folge hat dir gefallen weitere
[53:48] Informationen findest du wie immer in den Shownotes.
[53:52] Wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast
[53:56] unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen.
[53:59] Damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast
[54:02] und seine Inhalte leichter gefunden werden.
[54:06] Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram,
[54:10] tik tok, Facebook oder youtube, ich freue mich immer über
[54:15] Feedback und weitere Fragen von dir, alles wird gut, aber nicht
[54:20] von alleine.

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