# Sechs leise Killer (Part II) - Prof. Kälicke ist zurück im Nina Ruge Podcast

An episode of [staYoung - Der Longevity-Podcast](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1729988637), 9 Jan 2026, 1 h 17 min.

Audio: https://traffic.megaphone.fm/APO4320440479.mp3

In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Thomas Kälicke, Chefarzt für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, über die Frage, wann gesunde Langlebigkeit eigentlich beginnt. Ausgehend von zahlreichen Hörerfragen ordnen wir Longevity nicht als Reparaturprogramm, sondern als lebenslange Prävention ein. Es geht um den richtigen Zeitpunkt für Vorsorge, um Muskelmasse, Stoffwechselgesundheit, Ernährung, Kalorienrestriktion und die Rolle von Bewegung in unterschiedlichen Lebensphasen. Prof. Kälicke erläutert praxisnah, wie sich gute Gewohnheiten früh etablieren lassen und warum selbst ein später Einstieg noch viel bewirken kann. Eine Folge für alle, die verstehen möchten, wie fundierte Prävention im Alltag aussehen kann. In dieser Folge sprechen wir u.a. über folgende Themen: • Warum ist Longevity kein Reparatur-, sondern ein Präventionskonzept? • Ab welchem Alter beginnt der biologische Alterungsprozess messbar? • Welche Rolle spielen Muskelmasse und VO₂max für gesundes Altern? • Warum sind gute Gewohnheiten in jungen Jahren besonders wirksam? • Welche Bedeutung haben soziale Bindungen für Longevity? • Wie verändern sich Präventionsziele zwischen 30 und 45 Jahren? • Warum ist Körperzusammensetzung wichtiger als das Körpergewicht? • Welche Vorteile bieten Bioimpedanzmessungen im Alltag? • Wie unterstützt Ernährung die Insulinsensitivität? • Welche Rolle spielt Autophagie für die Zellgesundheit? • Wie viel Protein ist in unterschiedlichen Lebensphasen sinnvoll? • Warum bleibt Bewegung auch im hohen Alter entscheidend? Weitere Informationen zu Prof. Thomas Kälicke findest du hier: https://www.leading-medicine-guide.com/de/spezialisten/thomas-kaelicke-bonn Du interessierst dich für Gesunde Langlebigkeit (Longevity) und möchtest ein Leben lang gesund und fit bleiben, dann folge mir auch auf den sozialen Kanälen bei Instagram, TikTok, Facebook oder YouTube. https://www.instagram.com/nina.ruge.official https://www.tiktok.com/@nina.ruge.official https://www.facebook.com/NinaRugeOffiziell https://www.youtube.com/channel/UCOe2d1hLARB60z2hg039l9g Disclaimer: Ich bin keine Ärztin und meine Inhalte ersetzen keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an deinen Arzt/deine Ärztin. STY-258

## Transcript

[0:00] Unser biologisches Altern, das beginnt nun mal viel früher, als
[0:03] wir denken. Nehmen wir eine 2.
[0:05] Folge mit dem Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.
[0:09] Unbedingt, wir wollen. Weil Long Gevity ja kein
[0:13] Reparaturprogramm ist, sondern das ist ja Prävention so.
[0:16] Intensiv über sein eigenes Long gevity Programm gesprochen, über
[0:20] seine Erkenntnisse und auch Empfehlungen.
[0:22] Proteine und Fett, das ist ja das, was wir brauchen.
[0:25] Die sind unabdingbar auf Kohlenhydrate, da können wir ja
[0:29] verzichten und. Die sind ja nur zur
[0:31] Energiebereitstellung da. Also wir müssen jetzt nicht so
[0:34] trainieren, dass wir aussehen wie Arnold Schwarzenegger.
[0:36] Es geht darum, dass wir aus dem Stuhl hochkommen, dass wir eine
[0:38] Treppe hochkommen, auch mal innehalten, in sich gehen und
[0:44] herausbekommen, was will ich eigentlich, was tut mir
[0:47] eigentlich gut, und dann kommt da vielleicht eine innere
[0:50] Motivation für genau diese Dinge raus, es hat keinerlei
[0:54] Nachteile, positiv in die Zukunft zu gehen.
[1:03] Willkommen bei stayyang Kompliment an euch.
[1:07] Vor wenigen Wochen war er ein long gevity Experte zu Gast,
[1:11] weil er gerade sein Buch Givity also der Titel ist ohne Vokale
[1:16] geschrieben Givity veröffentlicht hatte und ich
[1:19] fand das sehr gehaltvoll und spannend.
[1:22] Wir haben dann im Podcast so intensiv über sein eigenes Long
[1:25] gervity Programm gesprochen, über seine Erkenntnisse und auch
[1:28] Empfehlungen, dass ich nur die Hälfte meiner Fragen beantwortet
[1:32] bekam. Also hatte ich euch spontan
[1:34] gefragt, mögt ihr eine 2. Folge mit dem Chefarzt für
[1:37] Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand und
[1:40] Wiederherstellungschirurgie der GFO Kliniken in Bonn und Bad
[1:44] Hornef, nämlich Professor Thomas Kelecke.
[1:47] So viele haben uns geschrieben, ja, unbedingt, wir wollen.
[1:52] Etliche Fragen habt ihr auch gleich mitgeliefert.
[1:54] Die baue ich natürlich auch ein. Mal schauen, ob wir es dieses
[1:59] Mal schaffen, alle Fragen zu beantworten.
[2:01] Professor Thomas Keleke Willkommen ein weiteres Mal,
[2:04] weiß der Jan. Vielen dank, Frau Uwe, für die
[2:06] Einladung. Hat mich sehr gefreut, dass sie
[2:08] mich nochmal eingeladen haben. Ja, ich meine, die Reaktion war
[2:11] toll. Haben unglaublich viele in den
[2:13] Podcasts. Gehört bis zum Ende und haben
[2:15] gesagt, Wir haben noch nicht genug.
[2:17] Also wir haben in die Liste der Fragen unserer Zuschauerinnen
[2:21] vorher gemailt. Ja, was sagen Sie denn zu der
[2:24] stürmischen Reaktion? Ja, ich habe mich natürlich
[2:28] extrem gefreut und ich finde das auch super, dass das Thema immer
[2:32] mehr Menschen erreicht. Und die Fragen, die zeigen, aber
[2:37] das Publikum ist extrem fachkundig, die gestellt worden
[2:40] sind, die Fragen, dass das Publikum extrem fachkundig ist.
[2:43] Und ich hoffe, dass ich dem jetzt auch gerecht werden kann.
[2:45] Sie sind so gründlich und so perfektionistisch, dass ich ganz
[2:51] sicher bin, dass sie keine Themen haben.
[2:54] Also wir fangen mit den Fragen der Zuschauerinnen an und dann
[2:59] gucken wir, wie weit wir mit meinen Fragen überhaupt noch
[3:01] kommen. Ich habe aber jetzt einige der
[3:04] Fragen so ein bisschen zusammengepackt, weil sich
[3:07] manches gedoppelt hat. Also in etwa war ein
[3:10] Fragenkomplex, wie früh muss man denn mit der Prophylaxe für ein
[3:16] gesundes, langes Leben beginnen? Ja, im Prinzip kann man es ja
[3:20] relativ einfach beantworten, so früh wie möglich.
[3:25] Warum? Weil Yong Gevity ja kein
[3:28] Reparaturprogramm ist, sondern das ist ja Prävention.
[3:32] Und unser biologisches Altern, das wissen wir ja, das beginnt
[3:36] zum Beispiel früher, als wir denken, Muskelmasse v. 2.
[3:40] Marx, die metrochonradio Funktion, all das beginnt ja
[3:44] schon in den Zwanzigern oder Ende der 20er langsam abzunehmen
[3:48] und gute Gewohnheiten können wir uns vielleicht in jungen Jahren
[3:52] besser aneignen als das in. Hohen Alter möglich ist und
[3:57] schlechte Gewohnheiten, die sollten erst gar nicht uns
[4:00] aneignen, weil alles wird sich verzinsen und deshalb ist es
[4:03] gut, früh anzufangen und das haben wir aber beim letzten Mal
[4:06] denke ich auch ganz gut rausgearbeitet, diese stillen
[4:08] Killer des Alterns, die sogenannten Alterserkrankungen,
[4:12] sind ja eigentlich keine Alterserkrankungen, sondern die
[4:14] entstehen viele Jahre im Voraus und was bedeutet das jetzt
[4:18] konkret für uns? Ja, wir müssen uns vielleicht
[4:21] schon mit 2030, wo das losgeht, ein Fundament legen.
[4:26] Und hier ist vielleicht erstmal der Fokus, gute Gewohnheiten
[4:31] etablieren, anfangen mit Sport, vielleicht auch mal den Kochkurs
[4:35] machen, kochen lernen. Schlafen ist dann auch nicht so
[4:38] ein Thema, sollte man aber vielleicht auch im Auge
[4:40] behalten. Und was ich glaube, was super,
[4:43] super wichtig ist in der Zeit ist Freundschaften aufzubauen,
[4:46] Bindungen zu knüpfen fürs Leben, das ist ja der Grundstein, damit
[4:51] wir im Alter nicht einsam sind und im Endeffekt, wenn sie mich
[4:55] fragen ohne Bindung, macht das Leben ja kaum Sinn, da können
[4:58] wir uns ja fast den Rest sparen, und da ist eine gute Zeit, das
[5:01] in Angriff zu nehmen, und jetzt können wir ja noch die Zeit
[5:04] betrachten, 30 bis 45. Da ist vielleicht schon das
[5:08] Ziel, den Abbau zu verlangsamen. Und da kommen dann vielleicht
[5:12] auch Bluttests, die gewinnen da eine Bedeutung.
[5:16] Das ist eine Lebensphase, in der viel Stress ist, in der wir
[5:20] Erholung gerne vergessen, aber die langsam wichtig wird, und
[5:24] vielleicht müssen wir da in der Phase auch mal lernen, Nein zu
[5:27] sagen und auf unseren Körper zu hören, und was mir dann noch
[5:32] wichtig ist, ist, dass die Körperkomposition.
[5:35] Die beginnt sich in dieser Phase zu ändern, ohne dass sie das
[5:38] merken auf der Waage. Registrieren Sie das eigentlich
[5:40] noch nicht so sehr, aber wir haben da in der Phase oftmals
[5:44] diesen Shift von der Muskulatur weg zum Fett und das ist ja
[5:50] nicht das, was wir haben wollen, und da ist der ganz banale Tipp,
[5:52] in der Phase sollten Sie sich vielleicht eine Bioimpedanzwaage
[5:54] kaufen, dann können Sie das ein bisschen steuern und sich das
[5:58] angucken, und wenn sie dann ganz kurz das.
[6:00] Ist eine Bioimpedanzwaage. Eine Bioimpedanzwaage ist eine
[6:06] Waage, die durch Strom im Prinzip die
[6:09] Körperzusammensetzung messen kann.
[6:11] Und die gibt es mit 2 Punkten, das nur am Fuß gemessen wird,
[6:15] oder aber auch mit einem Griff an der Hand, das an 4 Punkten
[6:18] gemessen wird. Dann kann man auf das viszerale
[6:21] Fett, wo er diese. Adipopine die
[6:24] entzündungsfördernden Stoffe ausgesendet, werden auch
[6:27] Mitchecken und das ist eigentlich die Waage, die ich
[6:30] empfehlen würde. Das ist ein bisschen teurer,
[6:32] aber ich denke, das ist gut investiert, das Geld in eine 4
[6:35] Punkt Waage. Und das viszerale Fett ist eben
[6:37] das, was man außen gar nicht sieht.
[6:40] Das ist richtig. Und das passiert in dieser Phase
[6:43] 30 bis 45 doch häufiger als man denkt.
[6:47] Und da kann man schon mal ein Auge drauf haben, wenn wir dann
[6:50] älter werden 4550. Da wird in meinen Augen
[6:54] Krafttraining zur Pflicht. Das ist dann nicht mehr Kür, das
[6:56] sollten Sie machen, da ändert sich oft die Schlafqualität, da
[6:59] kann ich ein Lied von singen dann bei den Frauen oftmals
[7:02] hormonelle Veränderungen zu berücksichtigen, vielleicht muss
[7:05] man in der Phase ein bisschen disziplinierter werden, noch ein
[7:08] bisschen mehr auf sich achten, da sind wir jetzt schon relativ
[7:12] spät im Alter, aber wenn sie da beginnen, damit auch mit den
[7:15] Sechzigern oder Siebzigern, können sie immer noch enorm viel
[7:18] erreichen, der Einstieg lohnt sich eigentlich.
[7:20] In jeder Lebensphase. Aber je früher, desto besser.
[7:23] Also wer wirklich gut aufgepasst hat im letzten Podcast haben Sie
[7:26] ja gesagt. Sie haben 4 Kinder und die sind
[7:29] so zwischen 10 und Mitte 20 und auch da kann man halt nicht
[7:33] sagen, man zwingt die, sondern man schaut halt, dass man
[7:37] Vorbild ist und dass sich der eine oder die andere von sich
[7:41] aus auf diesem Weg bewegt. Ich habe auch immer gesagt, und
[7:44] das ist einer meiner Lieblingssätze, es ist nie zu
[7:46] früh und es ist nie zu spät. Mit einem gesunden Lebensstil
[7:50] und mit einer wirklichen Gesundheitsvorsorge in auch in
[7:53] Diagnostik et cetera zu beginnen, scheinen sie auf
[7:55] derselben Schiene zu sein. Die nächste Frage von unseren
[7:59] Zuschauerinnen und Zuhörern Ernährung Woher krieg ich bei
[8:03] Kalorienrestriktion genügend Nährstoffe, also Vitamine,
[8:08] Mineralstoffe, Proteine, gesunde Kohlenhydrate, wie mache ich
[8:11] das, also zum Beispiel wenn ich Intervall faste und dann
[8:14] insgesamt meine Kalorienmenge reduziere.
[8:19] Kleine Überraschung, nämlich eine kurze Unterbrechung in
[8:22] eigener Sache. Unser Podcast hat ja 10 Tausende
[8:25] Zuhörerinnen und Zuhörer, aber nur etwa 30% haben ihn abonniert
[8:32] mit seinem kostenlosen Abo auf dieser Plattform hilfst du ja
[8:35] mit, dass noch mehr Menschen unsere Experten Gespräche hören
[8:38] können. Also ich verspreche dir alles
[8:40] dafür zu tun, dass dieser Podcast noch besser wird und die
[8:43] auch in Zukunft noch mehr Mehrwert bietet.
[8:47] Abonnier bitte vielen Dank für deine Unterstützung und jetzt
[8:50] weiter in der Folge. Ja, also unter
[8:55] Kalorienrestriktion versteht man ja im eigentlichen Sinne, dass
[8:59] man langfristig etwas weniger Energie zu sich nimmt, als man
[9:03] verbraucht, also in Form von Kalorien und der individuelle
[9:07] Bedarf wird dann etwas unterschritten.
[9:10] Man sagt so etwa 10 bis 15% unter dem Erhaltungsbedarf.
[9:14] Das ist aber im Prinzip ja unfassbar schwer genau zu
[9:17] teilen. Da sind wir uns ja einig, da
[9:19] haben wir große Schwierigkeiten, wir wissen nicht genau, was
[9:22] passiert im Darm, wir wissen nicht genau, was wird denn von
[9:25] dem gegessen, tatsächlich resorbiert, wie arbeitet mein
[9:28] Mikrobiom und wieviel trägt das zum Grundumsatz bei.
[9:32] Grundsätzlich würde ich eher sagen, geht es bei der
[9:35] Kalorienrestriktion darum, dauerhaft eine metabolische
[9:40] Balance zu erzielen und das Ganze ist ja dann.
[9:44] Extrem langfristig angelegt und auch nicht mit einer Diät oder
[9:47] Irgendsowas zu verwechseln. Und das übergeordnete Ziel bei
[9:52] dieser Form ist, dass wir den Muskel erhalten und nicht
[9:57] unnötig Kalorien zu uns nehmen. Warum macht es Sinn, das führt
[10:03] zu einer verbesserten Insulinsensitivität, das weiß
[10:06] man mittlerweile sehr genau, das reduziert unsere Entzündungen im
[10:09] Körper. Und das kurbelt, wenn sie nur 2
[10:12] bis dreimal am Tag essen. Das ist allerdings die
[10:14] Voraussetzung, die Autophagie an und die Deutsche Gesellschaft
[10:19] für Ernährungsmedizin, die sagt, das Verhältnis Protein,
[10:23] Kohlenhydrat Fett, das sollte etwa 15%, 55%, 30% sein, ist in
[10:29] meinen Augen vielleicht ein bisschen hoch für die
[10:31] Kohlenhydrate, aber das ist habe.
[10:33] Ich das richtig verstanden 5055. Dann 15% für Protein, 55 für
[10:39] Kohlenhydrate und genau für Proteine und 55 für die
[10:43] Kohlenhydrate. 30% für die Fette, das ist das, was die
[10:46] sagen, wo man sich so bewegen sollte.
[10:48] Und wenn sie jetzt kalorienrestriktion machen, dann
[10:52] sollte die Restriktion in meinen Augen natürlich auf der
[10:54] Zuckerseite liegen, denn. Proteine und Fett, das ist ja
[10:59] das, was wir brauchen. Die sind unabdingbar auf
[11:02] Kohlenhydrate, da können wir ja verzichten, die sind ja nur zur
[11:05] Energiebereitstellung da, das können wir ruhig ein bisschen
[11:08] drosseln, das ist machbar, und darauf sollten Sie ihr Augenmerk
[11:14] legen, und wenn Sie jetzt kalorienrestriktionen betreiben,
[11:18] dann. Müssen Sie sich hochwertig
[11:20] vollwertig ernähren? Raffinierte, hochverarbeitete
[11:23] Produkte werden ihnen ja dann nur leere Kohlenhydrate und
[11:26] Fette liefern und keine Vitalstoffe und Mineralstoffe,
[11:30] Vitamine, dann rasen sie da ins Defizit, das ist nicht gut, aber
[11:34] da müssen sie aufpassen, aber das übergeordnete Ziel mit der
[11:38] Kalorienrestriktion ist metabolische Balance unter
[11:42] Beibehaltung der Muskulatur, da müssen Sie das Auge drauf haben.
[11:45] Ja, da bin ich ein bisschen anderer Meinung.
[11:48] Wenn ich das einwerfen darf. Aber die lassen wir jetzt
[11:50] einfach beide so stehen, weil es wird eben sehr häufig
[11:54] verwechselt. Langkettige Kohlenhydrate und
[11:56] Kurzkettige Kohlenhydrate, also, die Zucker wie Rohrzucker,
[12:00] Fruchtzucker et cetera absolut richtig, möglichst wenig, aber
[12:04] wir brauchen halt die Ballaststoffe, und das sind die
[12:07] langkettigen Kohlenhydrate und dieser Trend, dass wir zugunsten
[12:12] der Proteine. Auf die langkettigen
[12:14] Kohlenhydrate, also auf Gemüse, in denen das ja ganz massiv drin
[12:18] ist, und eben auch Vollkorn verzichten, sondern also vor
[12:22] allem Eiweiß essen, das ist ungünstig, hin und wieder mal.
[12:28] Aber über Proteine sprechen wir auch noch, weil zu diesen
[12:30] Proteinen kamen ja jetzt auch noch mehrere Fragen, nur dass
[12:33] man eben weiß, Achtung, nur Proteine oder
[12:37] Schwerpunktproteine ist nach heutigem Stand, glaube ich,
[12:40] ungünstig. Nee, da bin ich.
[12:43] Völlig bei Ihnen. Sie müssen genügend
[12:45] Ballaststoffe zu sich nehmen, sie müssen vollwertig,
[12:48] hochwertig sich ernähren und dann werden sie nicht in ein
[12:52] Mineral und Vitaminstoffdefizit kommen, sie können aber.
[12:57] Sie müssen halt ein Auge drauf haben, dass sie auch mit den
[12:59] Proteinen nicht zu tief runtergehen.
[13:01] Sie dürfen nicht alles reduzieren, also sie können eher
[13:04] auf der Kohlenhydratseite, da ist ja das Problem bei den
[13:06] meisten Menschen ein wenig rausnehmen, aber da bin ich
[13:10] total bei ihnen, sie müssen hochwertig bleiben und
[13:13] ballaststoffreich bleiben, das wird ja nachher auch noch ein
[13:15] Größeres. Thema werden also die Zucker,
[13:18] die wirklichen Zucker, die Süßspeisen et cetera, aber auch
[13:20] Weißbrot et cetera weglassen. Vielleicht ganz kurz.
[13:24] Das stammt aus meinem Fragenkatalog, den wir nicht
[13:27] geschafft haben zu beantworten in ihrem Kapitel, wie wir länger
[13:30] und besser leben, so ist es überschrieben.
[13:33] Haben sie ihr persönliches Ernährungsprogramm erklärt,
[13:36] vielleicht können Sie es kurz zusammenfassen.
[13:40] Ja, übergeordnet ist bei uns pflanzenbasierte Ernährung mit
[13:44] vielen Hülsenfrüchten ein großes Thema.
[13:46] Ich esse vielleicht einmal pro Woche nach, ja alle 2 Wochen
[13:51] einmal Fleisch und. Milchprodukte nehme ich gerne in
[13:54] fermentierter Form zu mir. Wir sind immer regional und Bio
[13:57] unterwegs. Übergeordnet würde ich sagen,
[14:00] Clean Eating ist bei uns ein großes Thema, nahezu nie, man
[14:04] kann das nicht ganz vermeiden, hochverarbeitete Lebensmittel.
[14:08] Morgens und mittags esse ich eine definierte Menge an Essen.
[14:11] Ich nehme das von zu Hause mit in die Klinik, morgens ist
[14:14] Energiestoffwechsel für mich, dadurch ist da bei mir der
[14:17] Kohlenhydratanteil was höher, konkret esse ich morgens 2
[14:20] vollkornbrötchen mit etwas Honig und Hüttenkäse, ich habe vorher
[14:23] Sport gemacht, da schon einen Liter Wasser getrunken, ich
[14:26] Presse mir eine orange und trinke 250 Milliliter Kefir und
[14:30] ich esse immer schon. Als ich klein war, habe ich das
[14:33] gemacht, eine Grapefruit da. Positiver Nebeneffekt zu den
[14:36] Mann, da wird irgendwas blockiert in der Leber und der
[14:38] Testosteronspiegel steigt ein wenig an, so wird es zumindest
[14:42] von Andrologen postuliert. Mittags esse ich ein
[14:44] Vollkornbrötchen mit Honig und Quark und noch ein Obststück
[14:48] dazu meistens ein Apfel und Wasser mit gepresster Zitrone,
[14:51] das ist eigentlich relativ definiert, gebe ich zu.
[14:53] Ziemlich einseitig klingt das zunächst, aber es ist
[14:56] vollwertig, abends kocht meine Frau proteinlastig.
[15:01] Da ist ja baustoffwechsel, da will ich viele Proteine haben
[15:04] und die macht mir ein vielfältiges, entsprechend breit
[15:08] gestreutes essen. Entscheidend für mich ist, was
[15:12] mache ich eigentlich noch vor dem Frühstück, vor dem
[15:15] Mittagessen, vor und nach dem Abendessen und bei mir ist es
[15:18] halt so, dass ich vor dem Frühstück Sport mache, da sind
[15:21] meine Glycorinspeicher geleert, da kann ich dann auch viel zu
[15:24] mir nehmen, nach dem Frühstück gehe ich.
[15:27] Einen Spaziergang nach dem Frühstück ist gut.
[15:29] Nach dem Mittag operiere ich, ist auch wieder gut, ich
[15:31] verbrauche direkt wieder was und nach dem Abendessen mache ich
[15:34] nichts und gehe auch relativ früh ins Bett dann und das ist
[15:37] sicherlich ein bisschen eine der Achillesfersen die ich habe, das
[15:40] ist nicht ganz ideal. Und jetzt noch eine, wieso ist
[15:44] nicht ideal. Ja, wenn ich sehr früh nach der
[15:50] Nahrungsaufnahme ins Klett gehe, dann kann das unter Umständen.
[15:54] Schwierigkeiten machen bei der Verdauung, beim Cortisolspiegel,
[15:57] beim zur Ruhe kommen. Und das ist nicht so günstig.
[16:02] Lassen Sie mich vielleicht noch eine Sache loswerden, die mir am
[16:06] Herzen liegt und die ich auch immer, wenn ich meinen
[16:08] Patientenvortrag halte, anbringe, ist, wie man eine
[16:13] Insulinresistenz wieder loswerden kann oder wie man
[16:17] metabolisch stabil bleiben kann. Und das hat viel damit zu tun.
[16:22] Ganz kurz. Einwurf nur zur Erklärung, wie
[16:24] ich Diabetes beginnen, den Diabetes wieder zurückführen
[16:28] kann. Ja genau, also wie man da ein
[16:32] Konzept entwickeln kann, dann muss man, das sind 7 Punkte, das
[16:35] sind 7 Punkte plan. Im Prinzip muss man vielleicht
[16:38] nicht direkt alle machen, hinten raus wird es ein bisschen
[16:41] komplizierter, aber die ersten sollte man beherzigen und das
[16:43] ist. Punkt 1.
[16:45] Nur 2 bis 3 Mahlzeiten am Tag. Punkt 2 ist kein Snacken, da
[16:48] haben wir schon beim letzten Mal viel drüber gesprochen, das ist
[16:50] extrem wichtig die Autophagie anzukurbeln, dann mein Problem,
[16:55] Küche schließt 3 Stunden vor Zubettgehen punkt 14 bis 20
[17:00] Minuten 20 wäre ideal, gehen nach dem Essen um schon direkt
[17:03] wieder was zu verbrennen fünftens Sport am Morgen kommt
[17:07] für viele komisch, ist aber eine gute Idee und dann?
[17:12] Das haben fast keine aus dem Radar.
[17:15] Ein bis zweimal pro Woche richtig außer Atem kommen und
[17:19] ursprünglich getestet hat man das beim Sprinten, ich bin ja
[17:22] 400 Meter Läufer gewesen, deshalb fand ich das so
[17:24] interessant, da wird so eine hormonähnliche Substanz
[17:27] freigesetzt mit dem sehr sehr schönen Namen Lackfee.
[17:31] Und die senkt unseren Appetit offensichtlich und lässt die
[17:35] Insulinsensitivität hochschnellen.
[17:38] Deshalb ist es gut, dass sie zweimal die Woche richtig außer
[17:41] Atem kommen, und wenn sie dann noch das wär es die.
[17:44] Kirsche auf der Sahnesorte einmal pro Woche es hinbekommen
[17:48] zu fasten, vielleicht 16 8. Manche schaffen auf 240, dann
[17:53] ist das total gut. Ich versuch das immer montags,
[17:55] dann mach ich den ganzen Tag Sprechstunde, da hab ich da am
[17:58] ehesten die Chance das durchzuhalten, hab aber
[18:00] ehrlicherweise immer was im Kühlschrank, dass ich zur Not
[18:03] auch was essen kann. Ok, haben alle mitgeschrieben,
[18:08] da bin ich mir ganz sicher. Was mir aufgefallen ist
[18:11] insgesamt, was sie zu sich nehmen, da ist schon ziemlich
[18:14] viel Zucker drin. Honig hat Zucker, Orangensaft
[18:18] hat Fruktose und die Brötchen, was ist denn da drin, die backen
[18:23] sie selber. Ja, die backen wir selber
[18:26] meistens mit Emma und Urkorn, also hoch verzweigte
[18:31] Kohlenhydrate, die langsam aufgenommen werden und.
[18:34] Ich mache auf zweimal im Jahr eine Glukosedauermessung, also
[18:38] für kontinuierliche Glukose Messung über 2 Wochen und mit
[18:42] dem Setting mit dem ich unterwegs bin, habe ich fast nie
[18:45] einen Glukosewert, der größer 135 ist.
[18:49] Auch unmittelbar nach der höchsten Nahrungsaufnahme.
[18:52] Das was ich mache kann man machen morgens als Frühstück,
[18:56] wenn man vorher wirklich intensiv Sport gemacht hat, dann
[18:59] sind die Glykogenspeicher leer und da ich keine
[19:02] Insulinresistenz habe, geht der Zucker auf.
[19:04] Auch direkt weg, wenn ich ein anderes Setting fahren würde,
[19:08] dann würde ich vielleicht morgens mehr Avocado mit ei zu
[19:11] mir nehmen, wo das Ganze nicht so nach oben hoch geht.
[19:14] Das wäre dann eine gute Alternative, aber sie haben
[19:17] recht, ich bin tatsächlich kohlenhydrattechnisch
[19:20] einigermaßen hoch morgens unterwegs.
[19:23] Richtig, wer viel Sport macht und wir haben das letzte Mal
[19:25] gehört, sie treiben sehr intensiv und viel Sport, der
[19:28] braucht das auch und deshalb darf man das auch nicht
[19:30] verteufeln. Und jetzt kommt die hochsensible
[19:33] Frage, die meines Erachtens auch tatsächlich wissenschaftlich
[19:37] noch nicht bis ins letzte geklärt ist.
[19:40] Fragen von unseren Zuschauerinnen und Zuhörern,
[19:43] wieviel Protein empfehlen sie, sie haben ja eben schon einiges
[19:46] dazu gesagt und ich hänge gleich noch dran.
[19:50] Tierische Proteine, pflanzliche Proteine was weiß man darüber,
[19:53] wieviel brauchen wir und sind pflanzliche Proteine besser als
[19:58] tierische oder umgekehrt? Sie haben es schon angedeutet,
[20:03] die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten und da
[20:06] wird sich bestimmt auch in den nächsten Jahren noch einiges
[20:08] tun. Ich versuch es mal allgemein
[20:12] werden von der deutschen Gesellschaft für
[20:13] Ernährungsmedizin zunächst mal für gesunde Menschen bis 65
[20:17] Jahre. Wird eine Proteinmenge von 0,8
[20:20] Gramm pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen und ab
[20:24] 65 Jahre geht der Wert hoch auf 1,0.
[20:26] Das bedeutet, ab 65 müsste ein 100 Kilogramm schwerer Mensch
[20:29] 100 Gramm Protein am Tag zu sich nehmen.
[20:31] Warum wird der Wert angehoben im Alter?
[20:34] Das liegt wohl offensichtlich daran, dass wir die Proteine
[20:37] nicht mehr so gut resorbieren und verstoffwechseln können und
[20:39] das. Übergeordnete Ziel ist ja ganz
[20:46] einfach, wir wollen dem Muskelabbau entgegenwirken, um
[20:49] nicht zu stürzen, um dauerhaft autonom zu bleiben.
[20:53] Dazu müssen wir aber keine Bodybuilder werden, also wir
[20:56] müssen jetzt nicht so trainieren, dass wir aussehen
[20:58] wie Arnold Schwarzenegger, es geht darum, dass wir aus dem
[21:00] Stuhl hochkommen, dass wir eine Treppe hochkommen, andererseits
[21:04] kann man sagen, wer mehr Muskeln hat, hat auch mehr
[21:08] antientzündliche myokine. Und davon wollen wir ja
[21:11] möglichst viele haben. Also jetzt kann man auch nicht
[21:13] sagen, hm, das ignorieren wir jetzt mal total und halten uns
[21:17] genau da dran, wenn sie sportlich aktiv sind, dann wird
[21:20] es bei der deutschen Gesellschaft schon ein bisschen
[21:22] unschärfer, dann sind höhere Werte empfohlen und da steht
[21:25] dann bei denen unscharf 1,2 bis 2,0 Kilogramm pro Kilogramm
[21:29] Körpergewicht es gibt. Studien, die sagen über 1,6
[21:36] macht gar keinen Sinn mehr, dann haben sie so viel zu sich
[21:39] genommen, dass sie das nicht mehr verstoffwechseln können.
[21:40] Betrachten wir jetzt mal einen 30 jährigen und einen 80
[21:46] jährigen, der 100 Kilo wiegt, dann verliert der im Laufe
[21:50] dieser 50 Jahre etwa 10 Kilo seiner Muskeln und er hatte
[21:55] ursprünglich 40 Kilo Muskeln, das ist ja ziemlich viel, durch
[21:58] gezieltes Tränen lässt sich der Verlust auf 2 bis 3 Kilo drücken
[22:03] und. Das heißt für mich, ich muss
[22:06] zunächst überhaupt mal gucken, wo stehe ich denn als Patient,
[22:10] wie ist das mit meiner Fettmasse, wie ist das mit
[22:12] meiner Muskelmasse und muss dann mal ein Ziel definieren, wo will
[22:15] ich hin, und wenn mein Ziel Muskelaufbau ist, dann muss ich
[22:20] sicher mehr als ein Gramm zu mir nehmen pro Kilogramm
[22:24] Körpergewicht, dann muss man temporär gegebenenfalls auf 1,5
[22:27] Gramm hochgehen und. Und dann guckt man, wenn man
[22:31] zufrieden ist, auf der Waage und das Verhältnis wieder stimmt,
[22:35] dass man es wieder reduziert. Und da ist im Alter halt auch
[22:39] die Bio Impedanz Waage wieder hilfreich um zu sehen, wo die
[22:43] Reise hingeht. Jetzt werden natürlich einige
[22:45] sagen gesagt, der Kelike was erzählt er da für einen
[22:48] komplizierten Blödsinn, das mache ich nicht, ich gehe auf
[22:51] Nummer sicher und knall mir einfach viel mehr Proteine rein,
[22:55] das ist aber keine gute Idee warum?
[22:58] Das liegt im Wesentlichen am Emptorschalter.
[23:00] Haben wir beim letzten Mal auch schon ein bisschen angedeutet.
[23:03] Das ist der zentrale Schalter, der beim Altern eine Rolle
[23:07] spielt und der durch permanentes Essen der durch zu viele
[23:11] Kohlenhydrate zu viele gesättigte Fettsäuren, aber eben
[23:14] auch durch zu viel Protein aktiviert wird und dann sogar
[23:18] daueraktiviert wird. Und das wollen wir eben nicht.
[23:21] Deshalb muss man schon gucken, dass man da irgendwo bleibt und
[23:24] man kann vielleicht sagen, der nicht sportlich aktive im Alter
[23:28] ein Gramm ist dann okay und wenn wir dann richtig viel Sport
[23:32] machen Richtung 1,5 Gramm denken, ja, und jetzt noch die
[23:36] Frage tierische oder pflanzliche Proteine und wird es dann schon
[23:41] relativ schwierig, da herrscht bis heute, denke ich, unter den
[23:45] Gelehrten ein gewisser Streit, wir haben sicherlich eine.
[23:49] Ja, evident sag ich jetzt mal, dass tierische Proteine einen
[23:53] kleinen Vorteil haben bezüglich der Bioverfügbarkeit, aber
[23:58] ansonsten findet sich kein wirklicher Vorteil, nur die
[24:02] Bioverfügbarkeit ist ein bisschen höher, aber.
[24:05] Das vergessen viele Hülsenfrüchte und Nüsse.
[24:07] Die haben pro 100 Gramm eigentlich genauso viel Proteine
[24:11] wie Fleisch. Wenn die da nicht ganz so genau
[24:14] gut aufgenommen werden, müsste man einfach ein bisschen mehr
[24:17] nehmen, um den gleichen Effekt zu haben, das heißt
[24:20] Eiweißabdeckung über vegane Ernährung ist absolut möglich,
[24:26] wobei, manchmal fehlt in den Pflanzen.
[24:29] Die ein oder andere Aminosäure, so dass man hier vielfältig
[24:33] essen sollte. Ich zum Beispiel esse extrem
[24:35] gerne Bohnen, wenn ich jetzt nur Bohnen essen würde, wäre das
[24:39] nicht so gut, ich müsste auch noch andere Hülsenfrüchte da mit
[24:42] Hineinmischen, sonst droht Baustopp, da ist das Stichwort
[24:46] die erstimitierende Aminosäure. Weiße Bohnen meinen sie nicht,
[24:52] grüne? Nicht Grüne.
[24:54] Ja, vielleicht noch 23. Anmerkungen aus der Diskussion
[24:59] von mir. Das eine ist, ich bin großer Fan
[25:01] von Walter Longo, dem Altersforscher und
[25:04] Ernährungswissenschaftler von der UCLA in Kalifornien, der
[25:08] sagt Halt, na ja, der m Torschalter reagiert besonders
[25:12] gut auf bestimmte Aminosäuren, vor allem auch auf Leucin, und
[25:18] wenn man einmal am Tag Protein fastet, also eben mal nur Gemüse
[25:23] isst ohne viel. Proteine also, dann eben mal
[25:26] keine Hülsenfrüchte dazu, dann kann man die Autophagie noch
[25:30] besser anschieben, weil eben der M Tur Schalter auch dafür
[25:34] verantwortlich ist, dass dann in die Autophagie, also in die
[25:37] Selbstreinigung der Zellen umgeschaltet wird.
[25:41] Das finde ich einen interessanten Punkt und dann
[25:43] habe ich von der University of Singapur in dem Webinar von
[25:48] einem Top Ernährungsspezialisten mit Erstaunen gehört, dass die
[25:53] pflanzlichen Produkte. Wenn Sie bei uns im Magen Darm
[25:57] Trakt verdaut werden, dass die Aminosäuren, also wir haben ja
[26:01] die großen Proteine und die Proteine werden dann im Magen zu
[26:05] Peptiden, also kleinere Einheiten gespalten und dann
[26:08] noch weiter zu Aminosäuren runter gespalten, zum Teil zum
[26:11] Teil nehmen wir aber auch Peptide auf, aber.
[26:15] Die Proteine und Peptide der Pflanzen lassen sich aus den
[26:19] Zellen der Pflanzen weniger gut lösen.
[26:22] Das haben Sie so angedeutet. Geringere Bioverfügbarkeit von
[26:25] pflanzlichen Proteinen als bei tierischen Nahrungsmitteln und
[26:29] die tierischen Nahrungsmittel hätten von der
[26:31] Gesamtzusammensetzung der Aminosäuren legen, die viel
[26:36] näher an dem, was wir brauchen als die Pflanzen, und das hat
[26:40] eben zur Folge hin und wieder, wie sie das machen.
[26:43] Also war zumindest dieser Experte der Meinung, wie sie das
[26:48] machen, dass man fermentierte Milchprodukte zu sich nimmt,
[26:51] Kefir, Joghurt, Hüttenkäse et cetera und so, dass das häufig
[26:59] die Protein und Aminosäureversorgung.
[27:02] Besser sicherstellt, als wenn man ausschließlich über
[27:05] pflanzliche Proteine geht. Und dann müsste man, wie sie
[27:08] gesagt haben, mehr, wenn man vegan ist, mehr an dem, was man
[27:12] so denkt an Proteinen über Pflanzen aufnehmen, weil die
[27:15] sich nicht so gut aus den pflanzlichen Strukturen lösen
[27:18] lassen. Das war jetzt ein kleiner
[27:19] Vortrag von mir. Ja, aber das, das war ein guter
[27:23] Vortrag von Ihnen, da bin ich. Auch wieder bei ihnen und denke,
[27:28] dass der Kollege aus Singapur da was Gutes herausgefunden hat,
[27:32] was halt darauf hinweist, dass wir dann, wenn wir uns mit
[27:36] diesen einen Gramm 1,5 Gramm beschäftigen und rein pflanzlich
[27:39] unterwegs sind, einfach ein Tacken höher gehen, weil nicht
[27:42] so viel im Körper ankommt und wir dann doch als Menschen
[27:45] vielleicht näher am Tier dran sind und diese Stoffe doch
[27:48] besser aus uns. Herausziehen.
[27:51] Ich bin ja selber kein Veganer und nehme halt gerne
[27:55] fermentierte Produkte zu mir und orientiere mich dann eher an den
[27:59] 1,5 Gramm, weil ich denke bei meinem Mix, den ich zu mir
[28:02] nehme, ist das insgesamt so ungefähr das, was ich als
[28:06] Sportler brauche. Vielleicht die Nachfrage noch.
[28:09] Warum ist Fermentieren gerade im Bereich von Milchprodukten so
[28:14] spannend? Ja, das hängt mit der.
[28:17] Micro RNA 148 vielleicht zusammen, aber das hängt auch
[28:22] vielleicht mit dem IGF 1 zusammen.
[28:23] Da kommen wir vielleicht später noch zu und können uns da noch
[28:26] so ein bisschen drüber unterhalten und die
[28:29] fermentierten Produkte, die sind einfach für unseren Körper
[28:34] besser aufnehmbar und vor allen Dingen füttern, die extrem unser
[28:38] Mikrobiom und deshalb sind die so wertvoll.
[28:41] Und Fermentieren heißt ja durch Bakterien schon mal
[28:44] aufschließen, sozusagen vorverdauen.
[28:47] Und dann hat unser Magen Darm Trakt nicht mehr so viel zu tun
[28:50] und dann vorher beim Vorverdauen entstehen auch Peptide und und
[28:54] Aminosäuren Freisetzungen, die wir sonst so leicht nicht im
[28:58] Magen Darm Trakt selber machen. Von daher bin ich auch sehr
[29:03] dafür. Ich gehe mal ganz kurz zu ihrem
[29:05] Buch, weil das auch ein Thema ist, was ganz ganz viele
[29:08] interessiert, Laktoseintoleranz. Und da schreiben Sie, ein
[29:12] Großteil der Erwachsenen hätte eine Laktoseintoleranz, und da
[29:17] denke ich jetzt mal, das sollten wir diskutieren.
[29:19] Meine Informationen stimmen mit dem nicht so überein und gerade
[29:25] Kuhmilch, ersatzprodukte wie Hafermilch sollte man eher nicht
[29:31] im größeren Stil zu sich nehmen, weil Hafermilch ist reiner
[29:33] Zucker. Ihre Meinung jetzt n bisschen
[29:37] tiefer gedacht. Ja, also in Buch.
[29:39] Ich habe quasi global weltweit geschrieben, und wir haben
[29:44] natürlich eine extrem hohe Laktoseintoleranz, insbesondere
[29:47] in Asien und in Afrika, und je weiter man nach Norden kommt,
[29:50] desto mehr nimmt das ab und wir sind hier so in einem Bereich in
[29:53] Deutschland, wo wir eine Laktoseintoleranzrate von etwa
[29:56] 15 bis 20% haben, wenn man, wenn es nach Norwegen, Schweden,
[30:00] Finnland geht, dann wird das noch weniger, und hier vertragen
[30:03] das extrem viele gut, von daher. Habe ich das im Buch
[30:08] wahrscheinlich ein bisschen unscharf formuliert?
[30:10] Ich meine es im Prinzip alle, und das ist die Rate hier.
[30:15] Die meisten kommen ganz gut mit Milch in Deutschland klar.
[30:19] Aber zu Milch und der Micro RNA kommen wir gleich noch mal.
[30:22] Aber eben, man darf Laktoseintoleranz nicht
[30:25] überschätzen. Ich finde, da wird auch zum Teil
[30:26] von der Industrie eine Panik geschaffen, damit man Produkte
[30:30] verkaufen kann, die laktosefrei sind.
[30:33] Ja, den zweiten, den zweiten Teil ihrer Frage nicht
[30:37] beantwortet, die ganzen Milchersatzprodukte, das sind ja
[30:41] ganz andere Lebensmittel, also die können zwar die gleichen
[30:45] Inhaltsstoffe nachahmen, aber von der Sache an sich, wenn sie
[30:48] jetzt eine Hafer Milch machen und die das nicht umgeswitcht
[30:52] haben auf das, was in der Milch normalerweise drin ist im
[30:54] Verhältnis Protein, kohlenhydrat, Fett, dann haben
[30:57] sie damit ein extrem zuckerhaltiges Getränk.
[31:02] Was dann in dieser Form auch nicht zu empfehlen ist, das
[31:06] müssen Sie wissen. Sie nehmen damit ein völlig
[31:09] anderes Lebensmittel zu sich als die klassische Milch.
[31:12] Und das gilt auch natürlich für Mandelmilch etc.
[31:16] Erbsen Milch scheint, was den Zuckergehalt angeht, vernünftig
[31:21] zu sein, aber die anderen eher mit Vorsicht zu genießen.
[31:26] Dann haben Sie, das war eine Frage von mir, proteinshakes.
[31:31] Ziemlich negativ bewertet in Ehrenbuch.
[31:34] Da sagen Sie, das sei eigentlich im Normalfall überflüssig und
[31:38] sie würden auch keine nehmen, obwohl sie so extrem viel Sport
[31:41] treiben. Gilt das wirklich?
[31:43] Sagen Sie also proteinshake, ich also viele
[31:45] Langlebigkeitsexperten, mit denen ich mich unterhalte, die
[31:48] sagen ja, also ab 50 solltest du schon mal morgens ein
[31:52] Proteinshake nehmen oder zumindest mal so ein
[31:54] Proteinpulver noch in deinen Joghurt mixen, ich mach das
[31:57] auch, bin mir da aber nicht ganz sicher, wollte Ihre Meinung
[32:00] erfahren. Ja, in der Tat.
[32:03] Ich sehe die Proteinshakes eher als überflüssig an und.
[32:07] Warum? Weil wir es eigentlich easy mit
[32:10] der Nahrung schaffen, eine ausreichende Menge hochwertiger
[32:12] Proteine zu uns zu nehmen, und wir können ja mal sie nehmen,
[32:16] sie sind 69 Jahre wiegen, nehme ich jetzt mal an, um die 60
[32:19] Kilo, das machen wir jetzt einfach mal 50 und gut, dann
[32:22] passt das ja trotzdem, dann nehmen sie morgens 200 Gramm
[32:27] büttenkäse zu sich, das sind 24 Gramm, Sie nehmen noch 100 Gramm
[32:31] Kichererbsen oder 100 Gramm Bohnen zu sich.
[32:33] Und dann haben sie dann noch bei 40 Gramm Eiweiß und dann essen
[32:37] Sie noch ein Ei, dann sind sie bei 73 Gramm, da haben Sie ja
[32:40] relativ wenig gegessen und der Job ist erledigt.
[32:42] Oh, das ist, wenn sie mehr wiegen, ja.
[32:45] Aber. Von der Sache an sich nehme ich
[32:48] nicht morgens, das ist nicht das Frühstück.
[32:49] Sie meinen ganzen Tag. Gerechnet, das ist für einen
[32:52] ganzen Tag gerechnet, dann haben sie 73 Gramm und wenn sie mehr
[32:55] wiegen, wie ich jetzt. Dann ist es naturgemäß ein
[32:58] Tacken schwieriger, weil sie brauchen dann ja ein bisschen
[33:00] mehr. Ich wieg jetzt 84 Kilo und ich
[33:03] bräuchte, sagen wir mal, 120 Gramm Protein, und ich habe ja
[33:06] schon gesagt, was ich esse, das Frühstück morgens bei mir, das
[33:09] sind 50 gramm protein, das Mittagessen sind etwa 20 und
[33:13] wenn ich abends noch mal 200 Gramm Bohnen bekomme von meiner
[33:16] Frau und ein Glas Kaffee trinke, dann habe ich 50 Gramm und bin
[33:18] da 120 Gramm und das habe ich dann relativ locker erreicht.
[33:23] Und mit den Proteinshakes, die ich zumindestens aus der
[33:25] Muckibude kenne, wo in 300 Milliliter teilweise 50 Gramm
[33:30] Protein drin sind, da können sie ja schnell dann drüber schießen,
[33:34] weil sie das ja auch noch in flüssiger Form als Getränk zu
[33:37] sich nehmen und zu viel Protein kann dann ja, das hatten wir
[33:40] eben schon zur Daueraktivierung von Emmtor führen, und das lässt
[33:44] auch das IGF 1 ein tacken hochschnellen, und das ist
[33:47] beides nicht so gut, aber. Es ist nicht so, dass sich
[33:50] proteinshakes total verteufeln. Schwierig werden kann das mit
[33:55] der Proteindeckung, wenn sie nur zweimal am Tag essen und dann
[33:59] auch noch rein vegan unterwegs sind, Stichwort
[34:01] Bioverfügbarkeit. Der Protein ist nicht ganz so
[34:04] hoch, dann brauchen sie natürlich Hülsenfrüchte,
[34:06] Hülsenfrüchte, Hülsenfrüchte oder sie nehmen noch Nüsse zu
[34:09] sich, dann laufen sie aber wieder Gefahr, dass sie zu viel
[34:11] Fett drin haben und zu viel Kalorien zu sich nehmen, da kann
[34:15] ein Proteinshake absolut Sinn machen, absolut und.
[34:19] Wenn sie auf Reisen sind und ihr Essen nicht geregelt erfolgt,
[34:23] dann ist glaube ich ein Proteinshake eine absolut gute
[34:26] Lösung. Mhm, jetzt haben Sie IGF 1
[34:29] angesprochen. Ich glaube, da sollten wir jetzt
[34:31] mal kurz hinspringen, das hatten wir nicht unter den Fragen
[34:35] unserer Zuschauerinnen und Zuschauer, aber sie haben es im
[34:38] Buch. Und dieser Insulin like Growth
[34:42] Factor One, also ein Wachstumsfaktor, der ist
[34:46] durchaus kombiniert oder verbunden mit chronischen
[34:50] Alterskrankheiten. Den brauchen wir aber auch,
[34:54] sagen Sie vielleicht mal das das gute und das dunkle Gesicht von
[34:58] IGF 1. Ja, IGF 1 ist ein
[35:01] Wachstumsfaktor und der ist im Kindes und Jugendalter ist der
[35:04] absolut sinnvoll, weil wir ja wachsen wollen.
[35:07] Wir wollen groß werden und wollen stark werden.
[35:09] Im Alter haben wir eher das Ziel, dass wir ein
[35:13] Gleichgewicht, eine Homöostase haben wollen zwischen an und
[35:17] Abbau, wir wollen da eigentlich IGF niedrig halten, weil sonst
[35:22] eher zu überschüssigem Zellwachstum kommen kann und
[35:26] salopp gesagt. Würde dann das Krebsrisiko
[35:29] ansteigen, bewiesen, so wie ich das verstanden habe, ist das
[35:32] offensichtlich sogar für Darmkrebs, für Prostatakrebs und
[35:35] für Brustkrebs. Daher sollten wir im Alter
[35:38] entgegen dem jungen Lebensalter niedrige Werte anstreben und was
[35:45] senkt wieder dieses IGF? 1.
[35:46] Das ist Nahrungsrestriktion Stichwort, wieder nicht zu viel,
[35:50] nicht zu oft und was pusht das IGF 1, das ist halt
[35:53] proteinreiche Ernährung und dieses pushen.
[35:57] Ist interessanterweise, und jetzt wird es wieder richtig
[36:00] kompliziert bei pflanzlichen Proteinen weniger stark als bei
[36:03] tierischen Proteinen, wo man dann jetzt plötzlich wieder über
[36:06] das pflanzliche Protein wieder mehr nachdenken kann.
[36:10] Stress steigert IGF 1 und das ist jetzt ein bisschen blöd für
[36:15] so ein Sportler wie mich. Sport steigert IGF 1 deshalb
[36:20] kein Sport, nee, all die anderen positiven Effekte vom Sport, die
[36:24] überwiegen bei weitem. Ja, und ich habe auch noch
[36:28] nachgelesen jetzt gestern und fand die neueren Studien zu IGF
[36:34] 1, die sagen, wenn wir das mit Proteinen aufnehmen, die werden
[36:39] so gespalten, sagen wir mal plump im Magen Darm Trakt, dass
[36:44] wir das IGF 1 in der Form gar nicht aufnehmen, also die Gefahr
[36:49] IGF 1. Deutlich zu triggern durch
[36:52] eiweißreiche Nahrung sei gar nicht so hoch.
[36:55] Und dann sind wir wieder in dem in dem Feld, dass wir sagen,
[36:59] okay, das ist eine Grauzone, wir wissen nicht hundertprozentig,
[37:02] was ist gut, was schlecht. Auf jeden Fall, denke ich,
[37:05] können wir festhalten, Protein nicht im Übermaß, aber je älter
[37:09] wir werden, auf keinen Fall zu wenig, und Proteine sind dann
[37:13] wirklich gut, wenn wir Muskeltraining machen, und wenn
[37:16] wir die dann auch wirklich in Form der Spaltprodukte, der
[37:18] Aminosäuren dann auch wirklich einbauen in unseren.
[37:21] Körper und nicht einfach wieder ausscheiden, vielleicht noch 2
[37:25] Aminosäuren, das haben viele wahrscheinlich auch gehört und
[37:28] dann kommen wir zurück zu den Fragen unserer Zuschauer und
[37:30] zuhören Leucin und Meteonin, da bin ich so ein bisschen
[37:35] hinterher, gucke mir die Studien dazu ziemlich genau an und da
[37:39] heißt es nach neuesten Erkenntnissen auch gerade wenn
[37:43] man in. Auf Proteinshakes guckt, dann
[37:46] steht da häufig drauf hoher Leucingehalt, hoher
[37:49] Methioningehalt. Und genau die beiden scheinen
[37:53] nach neuesten Studien ungünstig zu sein.
[37:56] Was wissen Sie darüber? Ja, jetzt tauchen wir schon ganz
[38:01] schön tief ab, aber ich versuche das mal zu erklären.
[38:06] Die Aminosäuren Methionin, aber vor allem Leucin, das haben sie
[38:09] gerade schon angedeutet, sind extrem stark anabole
[38:11] Aminosäuren. Und das Leucin, das pusht dabei
[38:15] noch mal ein bisschen stärker als das Methionin und wird
[38:17] deshalb extrem gerne beim Bodybuilding eingesetzt.
[38:20] Das Methionin selber, das ist die Aminosäure, die am
[38:25] Anfälligsten bei uns ist für Oxidationen und diese ja
[38:30] blöderweise sag ich jetzt mal ganz einfach, auch wenn
[38:32] Mitochondrien verursachen kann, und Oxidation ist ja was, was
[38:36] wir nicht wollen, das Triggert auch Entzündung, und das müssen
[38:40] wir ein bisschen im Auge behalten.
[38:43] Ja, und jetzt ist die Frage, sollen wir darauf ganz
[38:46] verzichten? Können wir nicht, weil dann
[38:48] haben wir Baustopp, also wir brauchen diese beiden
[38:50] Aminosäuren, das geht nicht, können wir uns mal das genau
[38:53] angucken, ob wir vielleicht was triggern können, ob wir sagen
[38:56] können das eine mehr, das andere weniger und können wir die
[39:00] Aufnahme von Volzin über die Ernährung steuern eigentlich
[39:03] nee, weil das ist gleich viel drin in Pflanzen wie in
[39:06] tierischen Produkten im. Pflanzenkasten gleich so, wie
[39:08] ich es gefunden habe, ein bisschen weniger.
[39:12] Aber auch das ist dann schon ein relativ großer Spagat, den man
[39:15] macht. Und bei Meteoring ist es aber
[39:17] anders, da ist in Pflanzen tatsächlich deutlich weniger
[39:20] drin als in tierischen. Ach so, ja, Entschuldigung, das
[39:22] war mein. Fehler nach einer ich mein.
[39:26] Also das war auch jetzt mein Informationsgehalt, dass da
[39:29] eigentlich kein Spagat sich lohnt, weil es relativ gleich
[39:32] ist. Und bei Meteoring ist es anders,
[39:33] das ist wirklich deutlich niedriger in Pflanzen als in
[39:37] Tieren und das klingt jetzt nach einer klaren Sache für die.
[39:41] Pflanzlichen Proteine aber das ist auch nicht ganz so klar,
[39:45] weil sie brauchen das Methionin für die Kreatinproduktion und
[39:50] davon brauchen wir im Alter viel.
[39:53] Ansonsten fühlen wir uns schlapp und antriebslos, und das ist
[39:56] auch nicht gut. Und jetzt könnte man wieder
[39:58] drüber nachdenken, dann nehme ich als Nahrungsergänzungsmittel
[40:01] Kreatin und dann pflanzliches Protein, dann könnte ich das
[40:05] umgehen, das wäre vielleicht tatsächlich so eine Art Trick,
[40:08] um damit. Hinzukommen jetzt haben wir aber
[40:12] viel auf Negatives gesagt über die Proteine.
[40:15] Jetzt möchte ich noch mal eine Lanze dafür brechen, weil
[40:19] Proteine sind ein super wichtiger Baustoff und die
[40:22] brauchen wir halt in ausreichender Menge, sonst droht
[40:24] uns Muskelschwund und das ist ja das, was ich in der Klinik so
[40:27] oft sehe, die Stürzen, die Kriegen Oberschenkelhalsbruch
[40:30] und ein Jahr später sind davon ein Drittel tot und das
[40:34] Vergessen ganz viele. Das Immunsystem braucht extrem
[40:38] viele Proteine, das wird daraus aufgebaut, und wenn sie zu wenig
[40:41] Proteine haben, dann schwächelt das Immunsystem und das ist auch
[40:44] nicht gut. Also nicht zu viel, aber auf
[40:47] jeden Fall auf Protein genügend Protein achten.
[40:51] Ich mache das tatsächlich so, ich nehme Kreatin und ich nehme,
[40:54] wenn ich mal ein Proteinpulver nehme, dann nehme ich ein
[40:58] pflanzliches, und ich gucke immer drauf, wie hoch ist denn
[41:01] die Methyonin und die Leucinmenge da drin.
[41:04] Und das sehe ich dann also jetzt im Vergleich, da sehe ich manche
[41:08] proteinpulverprodukte da, da kriege ich echt einen Anfall, da
[41:12] sehe ich so viel Meteonin und Leucin drin und die schreiben
[41:15] auch noch drauf, wie toll denke ich mir.
[41:18] Ungünstig also Proteine unbedingt, aber ein bisschen
[41:21] drauf achten, nicht so viel Meteonin und leucin.
[41:25] Ja, also vor allen Dingen im Alter nicht.
[41:27] Ich glaube, das ist nicht ganz so krass, der Effekt und nicht
[41:29] ganz so schlimm, wenn sie das als zwanzigjähriger junger
[41:32] Mensch zu sich nehmen und dann Muskelmasse bewusst aufbauen
[41:35] wollen, dann ist das natürlich was und deshalb wird das so
[41:38] beworben, was gut ist. Aber.
[41:41] In die ganzen Fitnesscenter gehen ja auch die alten Menschen
[41:44] und die kaufen dann das gleiche. Das wird dann nicht
[41:47] differenziert und das ist eigentlich schlecht.
[41:49] Und das gilt auch übrigens nur, da gehen wir jetzt nicht tiefer
[41:52] drauf ein, sonst kommen wir noch nicht mal durch ein Drittel
[41:55] unserer Fragen durch, für die verzweigt kettigen Aminosäuren
[41:58] Valin, Isoleucin und eben Leucin.
[42:01] Das gilt für alle 3, die wurden früher extrem beworben, gerade
[42:06] im Fitness, und da muss man aufpassen, wenn man älter wird.
[42:10] Jetzt gehe ich doch noch mal zu der Frage, weil mir ist eben
[42:13] eingefallen, sie haben es vorhin schon erwähnt, diese Micro RNA,
[42:17] davon haben ganz viele glaube ich noch nichts gehört, was da
[42:20] in der Milch sein soll. Micro RNA 148 Was ist denn damit
[42:26] los? Ja, also das liegt ein bisschen
[42:31] daran, dass ich mich mit der Milch ein bisschen beschäftigt
[42:33] habe, weil mein Vater mal land wird.
[42:36] Und Milch war bei uns immer ein Riesenthema und stand eigentlich
[42:40] immer auf der 1 von allen Produkten.
[42:41] Und ich habe in meinem Leben, glaube ich, extrem viel Milch
[42:45] getrunken und das zur Einladung 224 erhielten glaube ich auch
[42:51] völlig zurecht Amboss und Roofkuhn den Nobelpreis für
[42:55] Medizin für die Entdeckung dieser Micro r und as das sind
[42:58] ja auch wirklich tolle Burschen und im Prinzip ist es ja bei uns
[43:01] so, dass dass wir in jeder Zelle eigentlich fast die gesamte DNA
[43:05] gespeichert haben, und die wird aber nicht komplett abgerufen,
[43:08] das macht ja auch Sinn, weil wenn sie eine Muskelzelle
[43:10] brauchen, bauen, dann brauchen sie keinen Knochen und wenn sie
[43:13] einen Knochen bauen, dann brauchen sie keinen Muskel, also
[43:16] wird nur ein Teil abgerufen und diese Micro RAS, die haben im
[43:22] Endeffekt die Bauleitung und die regulieren, wie werden die Gene
[43:26] abgelesen und welche Proteine werden produziert.
[43:30] Und dazu werden Bauarbeiten aktiviert.
[43:32] Das sind die Messenger RNAS und die Bauleitung koordiniert das
[43:36] ganze und jetzt ist es so, dass wir über die Nahrung sowohl
[43:40] pflanzliche als auch tierische Mikro RNAS zu uns nehmen und
[43:44] weil die in Exosomen drin sind, gelangen die tatsächlich auch in
[43:48] unseren Körper und etwa 5%, da war ich ganz überrascht.
[43:51] Dieser Mikro RNAS sind. Unser unserer Mikro RNA s sind
[43:56] fremd Mikro RNA s. Ganz kurz Texosomen sind die
[44:00] kleinen Bläschen, die ganz, ganz Mini abgespalten werden oder in
[44:05] Zellen produziert werden. Da ist ein Stoff drin und die
[44:08] können durch die Zellwand durch und dann in den ganzen Körper.
[44:11] Genau die werden, das ist quasi eine Transportkapsel, so könnte
[44:14] man das sagen, und damit erreicht diese Mikro RNA
[44:18] tatsächlich unseren Körper und unsere Zellen.
[44:22] Und es liegt jetzt ein bisschen auf der Hand, dass die
[44:24] tierischen Micro RNAS sind uns ein bisschen näher sind als die
[44:28] pflanzlichen und theoretisch bei uns in der DNA auch was ablesen
[44:33] können. Und diese Micro RNA 148 A aus
[44:38] der Bindermilch die. Hier wird in Zusammenhang
[44:41] gebracht mit einer Aktivierung von M Tor haben wir jetzt schon
[44:45] mehrfach mehrfach drüber gesprochen und könnte sozusagen
[44:48] den Schalter anmachen in einer Phase wo wir das vielleicht gar
[44:52] nicht wollen und das könnte dann im Alter problematisch sein.
[44:56] Jetzt muss man dazu sagen, das Bundesinstitut für
[44:58] Risikobewertung sagt Nein, das Macht nach heutigem Wissensstand
[45:03] keine Gefahr, da ist nichts belegbar und der Kelike der
[45:06] spinnt. Muss aber nicht heißen, dass es
[45:10] nicht doch irgendwie ein Effekt geben könnte.
[45:14] Und dann hatte ich ein bisschen weiter gelesen und hab Studien
[45:17] gefunden, die gesagt haben, wenn man fermentiert, dann wird
[45:21] zumindestens ein Großteil dieser Micro RNA 148 A obwohl die in
[45:26] Exosom drin ist eliminiert. Und das hat mich ein bisschen
[45:31] dazu geführt, doch noch mehr auf die fermentierten Produkte
[45:35] umzuswitchen und fast keine Milch zu trinken.
[45:38] Die Studienlage ist relativ mau, ich gebe das zu.
[45:43] Interessant ist aber in dem Zusammenhang, dass die Schweden
[45:47] sich angeguckt haben. Was ist denn das Sterberisiko
[45:50] bei Leuten, die tatsächlich rindermilch trinken und was ist
[45:54] das Sterberisiko bei Leuten, die nur fermentierte Milchprodukte
[45:57] zu sich nehmen. Und überraschenderweise war es
[45:59] dann so, dass die die Rindermilch im Alter zu sich
[46:01] nehmen, erhöhte Sterberisiko hatten und die Fermentierte
[46:04] Milchprodukte zugenommen haben, nicht da sind natürlich ganz
[46:06] viele andere freie Variablen noch drin und es beweist das
[46:10] nicht, aber es ist ein spannendes Themenfeld, was?
[46:13] Was ich für mich persönlich beobachte, so kann man das
[46:16] sagen, ja. Und um das für sich noch
[46:18] plastischer vorstellen zu können, das Fermentieren
[46:21] bedeutet, dass Bakterien die Proteine, die in der Rindermilch
[46:24] drin sind, verändern und offensichtlich damit aber auch
[46:31] schon die gesamte Struktur dessen, was da noch mit
[46:35] Rumschwirrt, nämlich auch die Exosomen mit der Micro RNA,
[46:39] ebenfalls eliminieren, verändern, so dass.
[46:43] Dass wir es nicht aufnehmen, das ist der aktuelle Stand der
[46:46] Forschung, habe auch nichts Besseres gefunden, wird sich
[46:49] sicherlich noch einiges daraus ergeben, aber für uns der
[46:53] leichte Hinweis, wenn du älter wirst, übertreib s nicht mit der
[46:56] Kuhmilch genau so nächste Frage von unseren Zuschauerinnen und
[47:00] Zuschauern. Einfache Frage haben wir vorhin
[47:02] schon angeteast. Ganz kurz.
[47:04] Motivation für einschneidende Umstellungen des Lebensstils wie
[47:09] können wir uns motivieren, Sport, Ernährung, Schlaf,
[47:13] Stressmanagement et cetera? Zunächst dazu mal was in eigener
[47:18] Sache, das Buch oder das Buch schreiben hat bei mir
[47:23] tatsächlich auch noch mal zu einer Veränderung geführt, das
[47:25] hat mich selbst überrascht, aber.
[47:28] Ich bin ja nochmals wirklich tief in das Thema eingetaucht
[47:32] und seither, das kann ich wirklich sagen, seit ich das
[47:36] Buch geschrieben habe, freue ich mich noch mehr, wenn ich mich
[47:40] gesund ernähre und wenn ich trainiere, auch beim Trainieren.
[47:44] Ich habe immer schon mit großer Freude Training gemacht, aber
[47:47] ich freue mich jetzt noch mehr, weil ich mir noch mal bewusster
[47:50] geworden bin, dass ich wahrscheinlich wirklich was
[47:53] Gutes für mich tue, und damit erhöhe ich meine Chancen, dass
[47:58] meine Kinder aufwachsen zu sehen und die noch lange begleiten zu
[48:01] können. Und das ist vielleicht meine
[48:04] persönliche Triebfeder diesbezüglich und meine
[48:08] Identifikation mit der Thematik Ernährung, Sport, die hat
[48:14] nochmals zugenommen und das ist ganz spannend, das schlägt ja
[48:17] Willenskraft um Längen und der größte Motivator ist immer das
[48:24] persönliche, wofür wo? Wofür mache ich was?
[48:29] Und diese Frage müssen Sie sich für sich beantworten, zum
[48:31] Beispiel. Ich möchte mit 85 noch
[48:34] selbstständig sein, ich will geistig klar bleiben oder eben
[48:37] das, was ich gesagt habe, ich möchte meine Kinderlange
[48:39] begleiten, es kann dann durchaus sinnvoll sein, Zwischenziele zu
[48:44] formulieren, weil das ganze ja extrem weit in der Zukunft
[48:47] liegt, und dann haben sie ein bisschen griffigere Motivation,
[48:51] was sie auf keinen Fall machen dürfen, ist die.
[48:54] Ziele unscharf formulieren und das geht ja jetzt wieder Ende
[48:57] des Jahres los, dass alle sagen, was mache ich in einem neuen
[48:59] Jahr und dann kommt unscharf, ich will mehr Sport treiben oder
[49:04] ich will mehr mich um gesunde Ernährung kümmern, das ist zu
[49:08] unscharf. Wenn sie aber formulieren, ich
[49:11] werde Sportler und ich will am 1. 1026 am 10 Kilometer
[49:16] brückenlauf in Bonn teilnehmen, dann steigen die Chancen, dass
[49:21] sie das umsetzen. Und ganz wichtig ist, dass sie
[49:25] sich mit der Veränderung, also mit der Veränderung, die sie
[49:28] anstreben, identifizieren, und dass sie die Veränderung, ja,
[49:34] ich würde sagen, als Chance nehmen, als Chance sehen und
[49:38] nicht als Hürde, wie das so gerne in Deutschland gemacht
[49:41] wird, dass eine Veränderung immer bedeutet, das ist jetzt
[49:44] aber was schwieriges, sondern sie haben die Chance, ihr Leben
[49:47] in. In eine Richtung zu verändern,
[49:50] die ihr ihnen mehr Vitalität und Lebensspanne gibt, das ist doch
[49:53] was Schönes. Und dann können Sie sich dafür
[49:55] auch entsprechend gut motivieren und dann sind sie so, dass sie
[50:00] die Identifikation mit der Sache haben, und das schlägt die
[50:03] Willenskraft. Ich bin, da gebe ich zu, großer
[50:06] Fan in der Sache vom Buch von James Clear, weil sie es mal
[50:11] gelesen haben, die ein Prozent Methode, und ich bin auch großer
[50:15] Fan von Jens, Thorsten und dem Buch vom wollen zum Tun.
[50:18] Und das flankiert das bei mir ein bisschen, wenn ich ehrlich
[50:21] bin. Und mit der 1% Hürde oder
[50:25] Motivation nicht gleich alles machen wollen, sondern mit
[50:30] kleinen Schritten anfangen. Und wenn ich das noch hinzufügen
[50:33] darf, für mich ist auch noch ein ganz wichtiges Element die
[50:36] Emotion und zwar die unmittelbare.
[50:38] Also ich mach mal ganz bewusst einen Tag lang und.
[50:42] Oder vielleicht eine Woche? Ich ernähre mich mal eine Woche
[50:44] lang ganz bewusst sehr, sehr gut gemüsebasiert etc.
[50:48] Nichts süßes, Aha und ich treibe dabei noch Sport, soweit es mir
[50:52] gut tut und ich das kann und dann fühle ich mal ganz bewusst
[50:56] hin, wie geht es mir, wie bin ich, in welcher Gestimmtheit bin
[51:00] ich und siehe da, ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit
[51:03] wahrnehmen, dass es mir richtig gut geht und das Gefühl als
[51:08] sozusagen Wimpel zu nehmen, dem ich hinterher laufe.
[51:12] An dem ich mich irritiere. Das ist gut.
[51:14] Ich habe zugegebenermaßen auch diesen Endpunkt definiert, aber
[51:18] es ist klar, kurzfristige Ziele auch ganz wichtig und auch mal
[51:22] innehalten, in sich gehen und herausbekommen, was will ich
[51:27] eigentlich und was nicht, was die anderen wollen, sondern was
[51:31] will ich eigentlich, was tut mir eigentlich gut.
[51:33] Und dann kommt da vielleicht eine innere Motivation für genau
[51:36] diese Dinge raus. Und kann damit auch verbunden
[51:40] sein, dass ich da so ein bisschen alleine bin, weil alle
[51:43] um mich herum sagen, Oh, das schaffst du sowieso nicht, oder
[51:46] ach mein Gott, wir machen das ja auch nicht dann zu sagen, das
[51:50] ist mir jetzt egal, ist mir wirklich egal.
[51:52] Ich gehe in den Driver Seed meines Lebens, und vielleicht
[51:54] war ich da gar nicht drin, weil ich immer geguckt habe, was die
[51:57] anderen denken und was irgendwie geschrieben wird und was auch
[51:59] immer, finde ich wichtig, sich damit auseinanderzusetzen.
[52:04] Der Frage kam auch. Nach mentalen Faktoren Angst.
[52:08] Ich zitiere jetzt Angst, Nervosität und Stress.
[52:12] Welche Rolle spielen die beim Alterungsprozess und ich fand es
[52:16] ganz interessant. In ihrem Buch spielten diese
[52:19] Faktoren gar keine Rolle, sie sind auf diese mentalen Themen
[52:22] gar nicht eingegangen. 2 Fragen also. 2 Fragen also ja, fangen
[52:27] wir mal mit der Angst und Nervosität und dem Stress an.
[52:31] Das ist ja fast jedem irgendwie klar, dass andauernde Angst und
[52:35] Nervosität und chronischer Stress den Körper extrem
[52:40] zusetzen. Sie kommen dann in so eine Art
[52:42] Daueralarmbereitschaft und wozu führt das?
[52:44] Das führt dazu, dass das Cortisol gepusht wird, der
[52:47] Körper kommt nicht mehr zur Ruhe, ist quasi permanent auf
[52:51] der Flucht und. Ja, das bedeutet, dass der
[52:53] Bluthochdruck, dass der Blutdruck steigt, dass die
[52:56] Herzfrequenz hochgeht. Sie haben kaum noch Autophagie,
[53:00] die Insulinversitivität nimmt irgendwann ab, es kommt zu
[53:03] chronischen Inflammaging, also dass sie Entzündungen haben, die
[53:06] Telomere verkürzen sich schneller und, und, und.
[53:09] Kurzum, Das ist eigentlich eine Katastrophe, da müssen sie raus,
[53:12] aber das kann halt wie ein Teufelskreis sein, und das.
[53:16] Dann wird der Schlaf immer schlechter.
[53:18] Sie machen Frust, Essen weniger Bewegung, jedenfalls Alkohol zur
[53:21] Betäubung, und es kann eine extrem fatale Spirale entstehen.
[53:28] Und ja, in meinem Buch ist kein Kapitel tatsächlich dem Stress
[53:37] selber. Gewidmet.
[53:39] Das habe ich jetzt schon aufgenommen als Botschaft, das
[53:42] werde ich beim nächsten Mal machen, aber das ist ein großes
[53:46] Thema im Buch, an vielen verschiedenen Stellen, das ist
[53:49] so, das findet sich an vielen Stellen, ich habe dem aber kein
[53:52] eigenes Kapitel gewidmet, Stress ist aber meine persönliche,
[53:56] meine persönliche Achillesferse beim Thema Long javity ich habe
[53:59] öfters das Gefühl, hui, das ist jetzt alles ein bisschen viel
[54:04] für mich, ich versuche immer, allen gerecht zu werden und
[54:07] daraus. Ja, daraus entsteht bei mir
[54:09] öfters ein innerer Konflikt, der bei mir viel Stress auslöst.
[54:14] Und das setzt mir dann richtig zu.
[54:17] Und da habe ich richtig Optimierungsbedarf, da muss ich
[54:21] eigentlich was dran tun und mich mehr mit auseinandersetzen.
[54:24] Ich denke auch, dass jeder, der ihnen bis hierher zugehört hat,
[54:27] sich denkt, also er steht morgens um 4 oder um 03:00 Uhr
[54:32] auf oder noch früher manchmal. Macht sein Sportprogramm, macht
[54:37] dann unglaublich viel beruflich, operiert den ganzen Tag, hat 4
[54:41] Kinder und geht dann früh ins Bett.
[54:45] Wo ist die Regeneration? Ja, die Regeneration ist
[54:54] natürlich in diesem Schlafenster drin.
[54:57] Ich geb mir da ja schon entsprechend 7 Stunden und.
[55:00] Und ich betrachte Teile des Sports als auch als
[55:04] Regeneration, wenn ich Zone 2 Training mache, ist das
[55:08] Regeneration, da bin ich komplett für mich alleine, da
[55:10] kann ich komplett abschalten, da kann ich meinen Gedanken freien
[55:14] Lauf lassen, da bin ich nicht getrieben von einem Ort zum
[55:17] anderen, das ist mein Erholungssetting und ich gehe 2
[55:21] bis dreimal die Woche in die Sauna, das ist auch eine
[55:24] Erholungsoase und ich bin halt familiär extrem gut eingebunden,
[55:28] sodass ich mich mit dem Stress insgesamt gut umgehen kann.
[55:32] Aber manchmal rollt es eben doch, wie ich das eben
[55:36] beschrieben habe, über mich drüber und dann fehlt mir
[55:39] manchmal diese Abgrenzung, dass ich sage okay passt mal auf, ich
[55:43] kann jetzt heute nur noch das und das leisten, ich versuche
[55:46] dann halt manchmal zu sehr allen gerecht zu werden und da muss
[55:50] ich noch an mir arbeiten, ich habe ja hoffentlich noch viel
[55:53] Zeit im Leben diesbezüglich, dass ich auch mal sage okay bis
[55:57] hierhin, das tut mir gut und das eben nicht.
[55:59] Nicht mehr. Das muss man vielleicht
[56:02] erlernen. Zone 2 Training, das ist
[56:04] tatsächlich ein sehr leichtes Training.
[56:08] Welchen Anteil hat das vielleicht, sagen Sie noch mal
[56:11] kurz, was das ist und welchen Anteil in ihrem Sportprogramm
[56:14] das hat. Das Zone 2 Training ist ein
[56:18] Ausdauertraining, bei dem sie sich sehr gut unterhalten können
[56:23] und. Und das hängt natürlich jetzt
[56:26] davon ab, wie fit sie sind. Das kann sein, dass sie sich nur
[56:29] noch sehr gut unterhalten können, wenn sie einen
[56:31] Spaziergang machen und sobald sie anfangen zu laufen, können
[56:33] Sie sich nicht mehr unterhalten, dann müssen sie das halt
[56:35] trainieren, dass sich das verschiebt.
[56:37] Ich kann mich bei einer ziemlich hohen Laufgeschwindigkeit noch
[56:41] gut unterhalten und mein Zone 2 Training ist ein anderes Zone 2
[56:45] Training als bei anderen, es geht darum, dass.
[56:50] Dass Sie das vielleicht 2 dreimal die Woche machen, weil
[56:53] das ihrem Körper nicht sehr, sehr stark belastet,
[56:56] gleichzeitig aber sowohl die Kohlenhydratverbrennung als auch
[57:00] die Fettverbrennung extrem gut angeworfen wird und sie damit
[57:04] metabolisch in einem guten Bereich im Training unterwegs
[57:08] sind. Ganz kurz noch, wieviel zeitlich
[57:11] investieren sie in Zone 2? Ich.
[57:17] Ändere meinen Trainingsplan immer jedes halbe Jahr und
[57:19] meistens mache ich viermal Cardio, dreimal Krafttraining
[57:23] oder genau andersrum, dreimal Cardio, viermal Krafttraining.
[57:27] Wenn ich jetzt viermal Cardio mache, dann mache ich dreimal
[57:30] Zone 2 Training und einmal High Intensity Intervalltraining, da
[57:35] auf der Ausgabe ich mich total, da bin ich wie ein Verrückter.
[57:38] Das liegt aber daran, dass ich früher 400 Meter lauter war, sie
[57:41] können das aber auch. Absolut genauso wie meine Frau
[57:44] machen. Die fährt mit dem Hund raus, wir
[57:46] haben einen Dalmatiner, das ist ja ein Kutschenhund, der schnell
[57:48] laufen kann und dann macht die mit dem quasi ihr Sprinttraining
[57:52] um mal richtig außer Atem zu kommen, fährt ein Berg mal hoch,
[57:56] erholt sich dann wenn sie den Berg runterfährt, das ist
[57:59] eigentlich das, was wahrscheinlich das Vernünftigere
[58:02] ist. Das was ich mache, ist ein
[58:04] bisschen. Drüber liegt ein bisschen auch
[58:07] daran, dass ich einen Hinterkopf noch habe, vielleicht mal den U
[58:10] 55 Weltrekord über 400 Meter zu knallen.
[58:13] Also ich bin da in einem Sondersetting drin.
[58:16] Trotzdem, Sie haben jetzt keine Zeitangabe genannt.
[58:19] Wie lange machen Sie das Ausdauertraining Zone 2?
[58:23] Das Ausdauertraining mache ich in der Regel eine Stunde.
[58:26] Da kann ich mich auch in diesem Setting befinden.
[58:29] Also ich übersäuer dann nicht, ich werde dann nicht müde, das
[58:33] müssen sie natürlich gegebenenfalls über Monate oder
[58:35] Jahre entwickeln, dass sie so lange in Zone 2 laufen können,
[58:39] das können sie sehr, sehr gut messen mit Pulsmesser.
[58:44] Ob sie sich da noch drin befinden oder nicht, es kann
[58:46] dann irgendwann sein, dass der Puls plötzlich hochgeht und dann
[58:49] merken sie, dass sie zu erschöpft sind.
[58:50] Dann sollten Sie dann auch entsprechend mit dem Zone 2
[58:52] Training nach einer halben Stunde unter Umständen wieder
[58:55] aufhören. Aber manchmal, wenn wir schon
[58:57] dabei sind, ist natürlich Zone 3 gut und ganz kurz mal in Zone 4
[59:02] haben sie ja auch schon gesagt zu kommen, macht eben so Sinn,
[59:06] nur eben nicht auf Dauer. Es ist so, dass sie.
[59:10] Das VO 2 Max, also die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit, die
[59:13] wir haben, die korreliert ja mit unserer Lebensspanne.
[59:18] Da gibt es ja relativ gute Daten zu, und wenn sie VO 2 max
[59:22] steigern, dann nimmt ihre wohin Kapazität zu ihre.
[59:28] Herzpunktkapazitäten zu. Und wenn wir in die
[59:30] Mitochondrien reingehen, dann nimmt ihre Mitochondrien
[59:34] Effizienz zu, und das ist ja das, was wir gerne hätten und
[59:38] mit reinen Zone 2 Training kommen sie irgendwann an den
[59:43] Punkt, wo das nicht mehr höher geht, wo sie das quasi nicht
[59:46] mehr entwickeln können. Sie kommen dann nur noch den
[59:48] nächsten Step hoch aufs nächste Level, wenn es ihnen gelingt
[59:53] durch Erschöpfung. Durch High Intensity
[59:57] Intervalltraining da den nächsten Step zu wählen und wenn
[1:00:01] sie ein möglichst hohes VO 2 Max haben wollen, dann kommen sie an
[1:00:05] dieser Form des Trainings. Einmal die Woche reicht aber die
[1:00:09] das eine Mal in der Woche kommen Sie nicht dran vorbei.
[1:00:13] Verstanden kommen zurück zu den Fragen unserer Zuschauerinnen
[1:00:16] und Zuschauer. Welche Rolle spielen
[1:00:18] Lebensfreude, positivität, Optimismus für einen gelingenden
[1:00:23] Alterungsprozess? Ja, bei meinen Vorträgen, wenn
[1:00:29] ich welche halte, sage ich immer, es hat keinerlei
[1:00:32] Nachteile. Muss man sich jetzt auf der
[1:00:34] Zunge zergehen lassen, positiv in die Zukunft zu blicken und
[1:00:39] das ist ja, und das ist eigentlich auch ganz gut in der
[1:00:42] Literatur hinterlegt, Optimismus ist mit einer längeren
[1:00:46] Lebensspanne assoziiert, und das finden wir in der Literatur
[1:00:50] relativ gut dargestellt, das Sterberisiko sinkt.
[1:00:54] Nach Erkrankungen ist auch ganz spannend.
[1:00:56] Erholt man sich besser, woran liegt das, die Lebensfreude, die
[1:01:01] aktiviert offensichtlich vornehmlich unser
[1:01:04] parasympathischen Anteil des Nervensystems, das lässt uns
[1:01:08] zufriedener und ruhiger werden, das lässt den Cortisolspiegel
[1:01:13] senken, das reduziert unsere Entzündung im Körper und das
[1:01:17] fördert die Autophagie, deshalb ist Optimismus was richtig
[1:01:21] gutes. Brauchen wir nichts
[1:01:23] hinzuzufügen, dafür ist jeder selbst verantwortlich.
[1:01:27] Kleine Frage von mir noch zwischengeschoben aus ihrem
[1:01:31] Buch, da sagen Sie Tracker, also ich habe ja hier alles Mögliche
[1:01:37] da. 3 trage ich Sie sind so kein großer Fan von Marables warum?
[1:01:44] Ja, das stimmt eigentlich gar nicht.
[1:01:47] Ich bin schon von großer Fan von Messen statt raten.
[1:01:51] Ich finde auch Trecker gut und ich setze die auch gezielt ein,
[1:01:54] so ist es nicht, nur nicht ständig, das macht mich
[1:01:58] persönlich und ich kenne auch viele andere verrückt, das ist
[1:02:01] so ähnlich bei mir, wieso ein Effekt beim Handy, dass man da
[1:02:04] ständig drauf guckt und das möchte ich gar nicht, ich will
[1:02:07] eigentlich auch das Gefühl, meinen Körper beim Sport vor
[1:02:11] allen Dingen nicht verlieren und.
[1:02:14] Und möchte auch irgendein Gefühl dafür haben, was gut für mich
[1:02:18] ist. Wenn Sie natürlich noch nie
[1:02:20] Sport gemacht haben und sollen jetzt eine Zone 2 Training
[1:02:22] absolvieren, dann brauchen sie eine Pulsuhr, sonst wird das
[1:02:25] nichts. Das ist ganz klar und ich mache
[1:02:27] das eigentlich auch alle 4 Wochen, dass ich einmal mit
[1:02:31] Pulsuhr laufe und gucke, in welchem Range ich mich befinde,
[1:02:34] ob sich was verändert hat oder nicht und klar, bei mir
[1:02:37] kontinuierliche glukosemessung, Bio, impedanzlage, das gehört
[1:02:40] bei mir zum Standard. Ist kein Weg.
[1:02:43] Ja, das ist mein Schlaf, das ist ja auch, das ist messen, ja, da
[1:02:48] bin ich kein guter Gesprächspartner, nächtliche
[1:02:51] Checks, das mache ich unregelmäßig, ich mache das
[1:02:53] auch, ich mag irgendwie keine Strahlen, das hat was mit mir
[1:02:58] persönlich zu tun, ich musste mal am Hals operiert werden,
[1:03:00] hatte da 2 gutartige Tumoren, die ziemlich tief vergraben
[1:03:04] waren und ich den Hals nicht mehr gut drehen konnte und ich
[1:03:06] persönlich überhaupt nicht belegt, führe das darauf zurück,
[1:03:10] weil das war rechts und das. Dass ich in den ersten
[1:03:12] Handygenerationen immer mit dem Handy am Ohr telefoniert habe,
[1:03:16] da bin ich insgesamt kein guter Gesprächspartner, weil ich alle
[1:03:20] möglichen Strahlen aus meinem Zimmer verbannt haben will und
[1:03:23] dementsprechend mich damit weniger auseinandersetze.
[1:03:27] Aber ich gebe Ihnen recht, Herzfrequenz, Variabilität, all
[1:03:30] diese Parameter können Sie natürlich messen, und sie können
[1:03:33] auch gucken, was ist mit Ihrem Cortisol.
[1:03:37] Passieren da Dinge in der Nacht, die nicht gut sind?
[1:03:39] Was ist mit ihrem Schlaf, haben Sie wirklich tiefschlafphasen?
[1:03:42] Ja, nein, da müsste ich ein bisschen offener für werden.
[1:03:46] Vielleicht hilft ja unser Podcast noch.
[1:03:49] So viele Fragen können wir gar nicht mal unterbringen, nur noch
[1:03:51] so 23 und dann müssen wir schauen, wie wir weitermachen.
[1:03:55] Eine Frage von, die eben auch von der Zuschauerschar kam.
[1:04:00] Wie pflegt man sein Mikrobiom? Ja gut, gute Damenblatt hier im
[1:04:05] Leben von Ballaststoffen. Ballaststoff unglücklicher
[1:04:08] Begriff ist ja alles andere als Ballast.
[1:04:10] Der ist wichtig für uns und wir müssen einfach wissen, wo sind
[1:04:13] die reichlich enthalten und in Pflanzen haben wir besonders
[1:04:16] viele in Hülsenfrüchten drin, in Deutschland Spitzenreiter ist
[1:04:20] Leinsamen mit 27 Gramm pro 100 Gramm sind allerdings natürlich
[1:04:24] kleine Samen, müssen wir gucken, wie wir da auf 30 Gramm kommen,
[1:04:29] die sollten wir nämlich am Tag an Ballaststoffen zu uns nehmen.
[1:04:32] Wir haben zu Hause eine Kornquetsche und quetschen damit
[1:04:35] immer Leinsamen. Und ich nehme immer täglich
[1:04:37] einen Löffel in Wasser eingeweicht zu mir.
[1:04:39] Das steht immer bei uns rum. Den höchsten Ballaststoffgehalt
[1:04:43] haben Flohsamen mit 80 Gramm pro 100 Gramm, das ist aber ziemlich
[1:04:48] brutal viel schon, ja, das ja, und haben wir eben schon gesagt,
[1:04:51] auf das Mikrobiom. Besonders positiv wirken sich
[1:04:54] fermentierte Produkte aus Joghurt, Kefir, Sauerkraut,
[1:04:58] Kimchi, Miso. Meine Frau macht ja das
[1:05:00] Sauerkraut selbst. Mir ist das gerne Zeug, immer
[1:05:04] ein bisschen unheimlich. Dennoch erschließt sich mir der
[1:05:06] Nutzen und ich esse das auch. Was mir aber immer wieder einen
[1:05:09] Schrecken einjagt, ist dieses urnenähnliche Gefäß, was bei uns
[1:05:13] in der Garage steht, wo quasi das Sauerkraut gezüchtet wird.
[1:05:17] Ja, und man darf es dann nicht warm machen, weil sonst die
[1:05:19] Bakterien, die so gut sind, kaputtgehen.
[1:05:22] Das ist so blöde, viele denken, Oh super, Sauerkraut ist gut und
[1:05:25] dann erhitzen sie es und dann ist eigentlich alles tot.
[1:05:28] Und die löslichen und die nicht löslichen Ballaststoffe zu
[1:05:32] trennen, das ist auch noch mal ein wichtiges Thema, finde ich,
[1:05:35] denn Sie haben Leinsamen genannt und flohsamenschalen erstens
[1:05:38] Schroten wichtig und zweitens haben die so viele lösliche
[1:05:42] Ballaststoffe, die sehr, sehr toll sind für unser Mikrobiom,
[1:05:46] während eben viele pflanzliche Nahrungsmittel und das Vollkorn
[1:05:50] etc. Die haben unlösliche
[1:05:52] Ballaststoffe, auch ein bisschen lösliche, aber dennoch auf die
[1:05:56] löslichen sollte man schon ein bisschen gucken.
[1:05:58] So, jetzt kommen noch 2 Fragen zu ihm als Fachmann und Experte
[1:06:03] für Gelenke, für alles, was mit unserem Gestell zu tun hat,
[1:06:09] nämlich ist Eisbaden förderlich bei Arthrose und Osteoporose.
[1:06:17] Zunächst mal. Ich bin total großer Fan vom
[1:06:20] Eisbaden. Das liegt daran, dass wir eine
[1:06:22] Sauna zu Hause haben und zusätzlich auch noch ein großes
[1:06:25] Tauchbecken, in dem wir tatsächlich 2 bis dreimal die
[1:06:28] Woche eisbaden machen, und wir halten das da so im Schnitt 5
[1:06:31] bis 7 Minuten drin aus, das ist dann wirklich brutal kalt.
[1:06:35] Das Eisbaden selbst, das aktiviert ja unser sogenanntes
[1:06:40] braunes Fettgewebe unter dem Schlüsselbein, da haben wir als.
[1:06:45] Wenn wir auf die Welt kommen, haben wir sehr viel braunes
[1:06:46] Fettgewebe, was sozusagen wie eine Art Ofen feuert und uns
[1:06:51] warm hält, damit wir nicht, wenn wir auf die Welt kommen, sofort
[1:06:55] erfrieren. Dieses braune Fettgewebe, das
[1:06:57] schwindet aber und zieht sich unter das Schlüsselbein zurück,
[1:07:00] und das können wir mit Eisbaden aktivieren und in diesem Fett
[1:07:05] entgegen dem viszeralen Fett, da haben wir vornehmlich
[1:07:10] antienzündliche Substanzen drin, und die werden freigesetzt und
[1:07:14] verteilen sich. Quasi im ganzen Körper und da ja
[1:07:17] die Arthrose eine entzündliche Erkrankung ist, kann man schon
[1:07:22] sagen, dass man durchaus eisbaden einen Einfluss auf eine
[1:07:26] aktivierte Arthrose dahingehend haben kann, dass sich die
[1:07:29] Arthrose vielleicht wieder ein bisschen zurückzieht und die
[1:07:32] Entzündung etwas zurückgeht. Der Knorpel wird dadurch nicht
[1:07:35] besser, nicht durch das Eisbaden, auf keinen Fall, aber
[1:07:38] sie können ihre aktivierte Arthrose unter Umständen wieder
[1:07:41] in eine nicht aktivierte Rücküberführen.
[1:07:44] Und wir hatten früher in der Klinik eine Kältekammer, da
[1:07:46] wurde auf 170 Grad Runtergekühlt und da haben wir unsere
[1:07:51] Rheumapatienten behandelt, aber auch Patienten unmittelbar nach
[1:07:54] Hüftprothesen und Knieprothesen, und die haben signifikant
[1:07:58] weniger Schmerzmittel eingenommen nach der Operation
[1:08:02] als Patienten, die nicht in die Kältekammer gegangen sind.
[1:08:05] Also das wirkt offensichtlich auf Schmerzreduzierend die
[1:08:09] Kälte. Warum haben Sie keine mehr?
[1:08:12] Dass ein verwaltungstechnischer Akt, weil das extrem viel Strom
[1:08:18] verbraucht hat und wir in der Klinik keine entsprechend
[1:08:21] erneuerbaren Energie haben, wie das ganz häufig in Kliniken so
[1:08:24] ist, ist schade. Also ich habe das geliebt, das
[1:08:28] war richtig gut, ich habe da auch selber oft drin gestanden,
[1:08:31] das tut einem gut, diese richtig scharfe Kälte, den großer Freund
[1:08:36] davon. Und viele berichten einfach von
[1:08:39] der Beruhigung einer Vorbestehenden Arthrose.
[1:08:41] Da kommen ja Patienten, die haben Sie an der Hüfte operiert,
[1:08:43] auf der einen Seite, die haben aber auch eine Arthrose, auf der
[1:08:45] anderen Seite und sagen dann, das hat aber dazu beigetragen,
[1:08:49] dass das jetzt ein Tacken besser geworden ist.
[1:08:51] Deshalb ja als baden, weil ich Frage, kann dazu beitragen, eine
[1:08:56] Arthrose zu beruhigen, auf eine bestehende Osteoporose, also
[1:09:01] einem Knochenschwund. Wird meines Erachtens eisbaden
[1:09:04] keinen Einfluss haben, das wäre mir neu.
[1:09:07] Gleich anschlussfrage. Was tun, um Osteoporose und
[1:09:10] Muskelschwund im Alter vorzubeugen?
[1:09:12] Da haben wir ja schon ein bisschen was gehört heute aber
[1:09:15] dennoch. Ja, also Muskelschwund haben wir
[1:09:18] wirklich viel drüber geredet? Das haben wir im Fokus jetzt auf
[1:09:20] die Osteoporose, da haben wir noch nicht so viel drüber
[1:09:22] geredet, Knochen. Der ist ja im ständigen auf und
[1:09:25] Abbau, das Wissen die meisten gar nicht, aber das wird viel
[1:09:28] aufgebaut, viel abgebaut und der Knochen, der reagiert extrem
[1:09:32] sensibel auf äußere Reize, sprich Belastung.
[1:09:35] Werden diese weniger, zum Beispiel im Alter und er wird
[1:09:38] nicht ausreichend gefüttert. Also wir nehmen zu wenig
[1:09:41] Proteine zu uns, die braucht man nämlich dafür, dann überwiegt
[1:09:44] der Abbau und es kommt zur Osteoporose.
[1:09:47] Um das zu verhindern braucht. Brauchen wir also mechanische
[1:09:51] Reize? Und hier ist insbesondere
[1:09:52] Krafttraining wichtig, aber das können Sie auch erzielen, über
[1:09:55] Treppensteigen oder Springen tanzen ist auch eine
[1:09:59] Möglichkeit, das ist alles richtig gut für den Knochen und
[1:10:03] dann brauche ich wieder mein Protein, ein Gramm bis 1,5
[1:10:07] Gramm, je nach Trainingsausmaß haben wir schon darüber
[1:10:09] gesprochen und was braucht der Knochen noch, er braucht
[1:10:12] Kalzium, er braucht Vitamin D und er braucht.
[1:10:17] Vitamin K 2, das ist für das Aufknacken von einem Vitamin D
[1:10:21] offensichtlich wichtig. Und dann können Sie mit einer
[1:10:23] dexa Untersuchung, das ist einer Knochendichteuntersuchung, die
[1:10:26] sie beim Orthopäden durchführen lassen können.
[1:10:29] Bestimmen welchen Osteoporosegrad haben Sie?
[1:10:32] Und dann gibt es sehr, sehr klare Leitlinien, was in welchem
[1:10:35] Stadium zu tun ist und ob gegebenenfalls irgendwann, sogar
[1:10:41] wenn sie schon mal einen Knochenbruch hatten, wenn sie
[1:10:43] wirbelknacken hatten, Medikamente gegeben werden
[1:10:47] müssen, die den Knochen aufbauen, sogenannte
[1:10:50] Osteoanabole, also den Knochen aufbauende Medikamente, und dann
[1:10:55] können sie die Osteoporose, das dauert dann aber ziemlich lange
[1:10:58] und. Unter Umständen wieder auf ein
[1:11:00] anderes Level heben, dass sie wieder härteren und
[1:11:03] belastbareren Knochen haben. Abschließend kann man sagen,
[1:11:07] vorbeugen kann ich der Osteoporose und auf dem
[1:11:10] Muskelschwund durch eine gesunde Ernährung, die entsprechend auch
[1:11:14] Calcium, Vitamin D und Vitamin K enthält und Sport, hier
[1:11:19] insbesondere Krafttraining und Vitamin D, müssen wir natürlich
[1:11:23] in unserer Region aufpassen, bei mir ist es halt so, dass ich
[1:11:27] jetzt im Winter. 03:30 Uhr aufstehe, dann gehe ich in den
[1:11:31] OP, den ganzen Tag und dann komme ich im Dunkeln nach Hause,
[1:11:33] das heißt, unter der Woche sehe ich 0, aber auch 0 Sonnenlicht
[1:11:38] und dementsprechend nehme ich auch Vitamin D entsprechend im
[1:11:42] Winter ein. 2000 internationale Einheiten jeden Tag.
[1:11:47] Ja, also ja doch. 2000 ja. Ja, ist auch die Empfohlene,
[1:11:53] also nach neuester Studie empfohlene Menge.
[1:11:55] Ganz letzte Frage von unseren Zuschauerinnen und Zuhörern.
[1:11:59] Wie bereitet man sich am besten auf eine OP vor, um danach
[1:12:03] möglichst schnell wieder fit zu werden?
[1:12:07] Also es ist so, dass sie eine geplante Operation beim Notfall,
[1:12:12] da müssen sie ja operiert werden, aber eine geplante
[1:12:14] Operation, das setzt ihren Körper schon weit im Voraus
[1:12:17] unter Stress. Auch die, die vorgeben, das
[1:12:21] mache ihnen alles nichts aus. Die sind unter Stress und da
[1:12:25] gibt es gute Daten für, und das ist auch messbar und ich kann
[1:12:29] das auch nur selber aus meiner Erfahrung der Operation am Hals
[1:12:33] sagen, da habe ich den Termin 2 Monate in die Zukunft gesetzt
[1:12:37] gehabt und die 2 Monate hat mich das ständig beschäftigt, ich war
[1:12:41] nervös davor und es hat mich unter Stress gesetzt und für die
[1:12:44] Wundheilung und. Und das Recovery im Allgemeinen
[1:12:48] ist es daher keine gute Idee, sich zu operieren, wenn sie
[1:12:51] maximal unter Stress stehen. Und der Klassiker ist hier ein
[1:12:54] Manager, der sagt, Ich lasse die OP mal eben zwischen dem und dem
[1:12:58] Projekt machen und dann ist das schon in Ordnung, das hat einen
[1:13:01] Einfluss auf die Wundheilung und das muss man wissen und das muss
[1:13:04] man Patienten auch entsprechend vermitteln und auch nach einem
[1:13:08] Todesfall in der Familie ist es aus meiner Erfahrung heraus
[1:13:12] überhaupt keine gute Idee, sich operieren zu lassen.
[1:13:15] Geben Sie sich da bewusst Zeit und interessanterweise ist das
[1:13:19] gar nicht so selten, dass Patienten bei mir in der
[1:13:22] Sprechstunde sitzen, kurz nach dem Tod des Ehepartners, und
[1:13:25] sagen, den habe ich lange gepflegt und jetzt will ich mal
[1:13:29] was für mich machen, muss mich operieren lassen, weil mir die
[1:13:32] Prothese wieder Lebensqualität zurückkehren geben kann.
[1:13:36] Das ist dann formal auch richtig, ich klär sie dann aber
[1:13:39] auf und sage bei einer großen orthopädischen Operation.
[1:13:42] Wie eine Knie oder Hüftprothese setzen wir bewusst einen
[1:13:46] gewissen Abstand zum Trauerfall, weil wir wissen, dass die
[1:13:50] Wundheilung durch diesen Stresszustand kompromittiert
[1:13:52] wird und ansonsten allgemein ist natürlich zu sagen, guter
[1:13:57] Fitness Zustand, der lässt sich schneller nach der Operation
[1:14:00] wieder recovern also wieder fit werden und was macht noch Sinn
[1:14:05] im Vorfeld der Operation mal eine Umfelddiagnostik zu machen?
[1:14:08] Um zu gucken, habe ich irgendwo im Körper versteckte bakterielle
[1:14:11] Entzündung. Also Stichwort sind hier
[1:14:14] infizierte Zähne oder einen Harnwegsinfekt.
[1:14:18] Vielen, vielen Dank, Herr Professor Kelicke, jetzt stehen
[1:14:22] wir wieder vor dem Dilemma, dass wir zum Beispiel zu
[1:14:25] Nahrungsergänzungsmitteln noch gar kein Wort verloren haben,
[1:14:30] abgesehen vom Kreatin. Ganz kurz also, dann mache ich
[1:14:34] jetzt the same procedure. Von last time.
[1:14:38] Ich rufe noch mal auf, wer hat Lust noch mehr zu hören von
[1:14:41] Professor Kelecke zu all den Fragen, die wir, die ihnen
[1:14:45] vielleicht, die euch vielleicht noch auf der Seele liegen und
[1:14:51] meine Liste ist noch längst nicht abgearbeitet, schreibt es
[1:14:54] uns, wenn ihr das möchtet und der Professor Kelecke
[1:14:57] einverstanden ist, dann machen wir noch einen oder?
[1:15:02] Sehr, sehr, sehr gerne. Ich kann natürlich, das merken
[1:15:05] sie ja nicht, alles ganz adäquat beantworten, ich gebe mein
[1:15:10] bestes, Ich weiß nicht alles, das Feld ist auch derartig groß
[1:15:14] und komplex und es kommt immer wieder was neues hinzu.
[1:15:17] Aber ich bemühe mich und versuche nach bestem Wissen und
[1:15:21] Gewissen hier Rede und Antwort zu stehen.
[1:15:24] Ich freue mich darüber, wenn wir uns noch mal sehen.
[1:15:27] Schauen Sie sich natürlich die aktuellen Studienlage sehr, sehr
[1:15:30] genau an, was uns ja genau dieses Vertrauen gibt.
[1:15:33] Das ist ein super Schluss und man spürt es ihnen auch an, sie
[1:15:37] machen ja alles, was gut und richtig ist, aber mit und nicht
[1:15:42] aber, sondern und mit Lebensfreude.
[1:15:44] Ich bedanke mich ganz ganz arg für diese.
[1:15:47] Für so viele hilfreichen praktischen Hinweise und ihre
[1:15:52] Erklärungen aus dem Mund eines Superprofis, dem Chefarzt für
[1:15:56] Orthopädie und Unfallchirurgie, Hand und
[1:15:59] Wiederherstellungschirurgie der GFO Kliniken in Bonn und Bad
[1:16:02] Honnef, Professor Thomas Kelecke, danke sehr.
[1:16:05] Vielen Dank hat mich sehr gefreut.
[1:16:08] Alles wird gut, aber nicht von alleine.
[1:16:11] Danke fürs zuhören, ich hoffe diese Folge hat dir gefallen.
[1:16:15] Weitere Informationen findest du wie immer in den Shownotes.
[1:16:19] Wenn du etwas in dieser Folge gelernt hast und diesen Podcast
[1:16:23] unterstützen möchtest, würde ich mich über eine Bewertung freuen.
[1:16:26] Damit hilfst du mir und anderen Zuhörern, dass dieser Podcast
[1:16:29] und seine Inhalte leichter gefunden werden.
[1:16:33] Besuch mich auch auf meinen anderen Kanälen bei Instagram,
[1:16:37] tik tok, Facebook oder youtube ich freue mich immer über
[1:16:42] Feedback und weitere Fragen von dir.
[1:16:45] Alles wird gut, aber nicht von alleine.

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