# EIL: Stürzt Netanjahu? Wahlkrimi in Israel. Mit Richard C. Schneider

An episode of [RONZHEIMER.](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1700432142), 27 Oct 2026, 49 min.

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Israel steht nach der Parlamentswahl vor einer politischen Hängepartie: Benjamin Netanjahu liegt mit seiner Partei vorn, hat aber keine Mehrheit für eine neue Regierung. Paul Ronzheimer spricht mit dem langjährigen ARD-Nahostkorrespondenten Richard C. Schneider über die ersten Wahlprognosen, die überraschenden Erfolge Netanjahus und die schwierige Regierungsbildung. Kann Herausforderer Gadi Eisenkot den umstrittenen Ministerpräsidenten ablösen? Oder drohen Israel erneut monatelanges politisches Chaos und Neuwahlen? Außerdem geht es um Donald Trumps Einfluss auf die Wahl, die Rolle des Gaza-Krieges und eine besonders brisante Befürchtung in Israel: Könnte Netanjahu gemeinsam mit Trump einen neuen Angriff auf den Iran beginnen, um seine politische Macht zu sichern? Wenn euch der Podcast gefällt, lasst gerne Like & Abo da! Pauls offizielle Website & Forum: https://ronzheimer.tv Podcast Community: Diskutiert mit Paul, Filipp & unseren Gästen über die aktuelle Folge auf joincampfire.fm/ronzheimer Paul auf Instagram | Paul auf X | RONZHEIMER. auf YouTube! Redaktion: Filipp Piatov und Lieven Jenrich u. Magalie Mohler | Team Social: Jan-Philipp Borchert & Etienne Fruchtmann | Executive Producer: Daniel van Moll Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte: https://linktr.ee/ronzheimer

## Transcript

[0:00] Speaker 0: Alle befürchten, dass er jetzt tatsächlich möglicherweise auch mit Donald Trump noch einmal in den Krieg zieht gegen den Iran.
[0:09] Speaker 0: Dass das vielleicht nach den Mithörmwahlen nächste Woche am dritten November tatsächlich Realität werden könnte weil es für beide Politiker von Vorteil sein könnte.
[0:23] Speaker 1: Es ist einundzwanzig Uhr neunundzwantzig und im Tel Aviv bzw.
[0:29] Speaker 1: Israel Das ist zwanzig Uhr, neunundzwanzig und es ist ein absoluter Politkrimi.
[0:36] Speaker 1: Ein Wahlkrimie der sich dort abzeichnet.
[0:39] Speaker 1: Denn bei der Parlamentswahl in Israel, da zeichnet sich nach Schließung der Wahllokale an diesem Dienstag einen Pat-ab weder Ministerpräsident Benjamin Netanyahu noch sein wichtigster Herausforderer Gar die Eisenkott können mit einer Mehrheit in der hundertzwanzig Sitze zählenden Knesset rechnen.
[1:02] Speaker 1: Das sind die ersten Wählerbefragungen aus diesem, das hervorgeht.
[1:08] Speaker 1: man muss ganz klar sagen es entwickelt sich an diesem Abend und dieser Nacht möglicherweise auch noch am nächsten Morgen.
[1:15] Speaker 1: aber was schon einmal überraschend ist und dass kann man feststellen Nach einer Erhebung des Senders Channel zwölf zufolge wird Netanyahu, das Liquid-Partei momentan zumindest mit vierundzwanzig Mandaten stärkste Kraft.
[1:31] Speaker 1: Die Partei von Eisencourt und dass er in den Wahlumfragen vorher teilweise anders auskommt demnach auf zweiundzwantig Sitze und damit gibt es zunächst keinen klaren Sieger!
[1:44] Speaker 1: Und ich freue mich dass ich das mit jemandem besprechen kann, der sich wirklich auskennt.
[1:50] Speaker 1: Er ist das bekannteste Gesicht einer Ostberichterstattung in Deutschland!
[1:55] Speaker 1: Ich freue mich, dass der langjährige ARD-Krospondent Richard C Schneider wieder bei mir ist, der das Buch veröffentlicht hat.
[2:01] Speaker 1: Eskalationen der Krieg im Nahen Osten und der Umbruch der Weltordnung.
[2:06] Speaker 1: Schön, dass du Weime bist, lieber Richard.
[2:09] Speaker 0: Vielen Dank, liebe Paul.
[2:11] Speaker 0: Danke für die Einladung.
[2:13] Speaker 1: Richard, ich habe gerade diese ersten Zahlen angesprochen und auch gesagt wie vorsichtig wir sein müssen.
[2:19] Speaker 1: Wir nehmen ja schon mitten am Abend beziehungsweise Richtung Nacht auf!
[2:24] Speaker 1: Aber wenn wir das betrachten... Wie blickst du auf diese Zahlen?
[2:29] Speaker 1: Wonach Netanyahu's Partei Likud auf eins ist Da möchte ich ein bisschen auf Deutschland schauen.
[2:38] Speaker 1: Hier hieß es in den letzten Tagen, nein der Eisenkott würde an eins liegen.
[2:43] Speaker 1: Also wie schaust du gerade auf diese Zahlen die wir jetzt an diesem Abend erleben?
[2:50] Speaker 0: Was du ja auch geeingangs gesagt hast, diese Zahlen sind noch absolut nicht verbindlich.
[2:54] Speaker 0: In Israel wird ausgezählt noch den morgigen ganzen Tag und sogar bis Donnerstag.
[2:59] Speaker 0: das heißt eigentlich werden wir erst dann donnerstag ein endgültiges oder ein sogenanntes vorläufiges endgütiges Ergebnis haben.
[3:05] Speaker 0: da kann sich noch das eine oder andere natürlich verschieben.
[3:10] Speaker 0: Die Überraschung nach den jetzigen Zahlen ist tatsächlich, dass Netanyahu mit seinem Likud geschafft hat auf Platz eins zu kommen.
[3:17] Speaker 0: Auch in Israel sagten die Umfragen immer die letzten Tage sehr klar Eisencourt wäre auf Platz Eins.
[3:24] Speaker 0: aber wir sehen noch etwas anderes.
[3:26] Speaker 0: diese Regierung ist eigentlich abgewählt.
[3:28] Speaker 0: Diese Regierung hat selbst mit der Tatsache das Likut auf Platz Eins ist gerade mal nur noch fünfzig Mandate Und ist damit Lichtjahre entfernt von den benötigten mindestens einundsechzig Mandaten, um eine Mehrheit in der Knessi zu haben.
[3:44] Speaker 0: Das ist allerdings die Opposition und jetzt muss man unterscheiden – die jüdischen Oppositionsparteien sind auch weit entfernt dieser Mehrheit.
[3:53] Speaker 0: Die sind nach diesen Zahlen gerade bei zweiundfünfzig Mandatten hitten also zwei mehr als die aktuelle Regierung.
[3:59] Speaker 0: Und wer sehr stark gewonnen hat?
[4:02] Speaker 0: Das sind die beiden arabischen Parteien, die Joint List mit elf Mandaten und die Rahmen mit sieben.
[4:10] Speaker 0: Da wären Sie bei achtzehn.
[4:11] Speaker 0: Und Sie könnten Königsmacher spielen wenn irgendjemand dazu bereit wäre sie tatsächlich zu benutzen.
[4:19] Speaker 0: da werden wir sicher noch darüber reden.
[4:21] Speaker 1: Viele in Deutschland beschäftigt vor allem die Frage kann Netanyahu bleiben oder könnte dieses Ergebnis bedeuten, dass Eisenkott eine Mehrheit gegen ihn formen kann.
[4:35] Speaker 1: Kannst du einmal erklären was für das Eine oder das Andere spricht?
[4:39] Speaker 1: Ich weiß es ist sehr kompliziert weil wir nehmen auf, einundzwanzig und dreißig ist kann sich sehr viel verändern.
[4:46] Speaker 1: aber in welche Richtung geht das gerade?
[4:49] Speaker 0: also wenn es bei diesen Zahlen bleibt dass die jüdischen Oppositionsparteien mehr Mandate haben als die Regierung dann ist die Wahrscheinlichkeit dass der israelische Präsident Isaac Herzog Eisenkott als Ersten, das Mandat überträgt eine Regierung zu bilden.
[5:13] Speaker 0: Da hat er im Grunde genommen nur drei Möglichkeiten.
[5:17] Speaker 0: Die erste Möglichkeit wäre zu sagen ich koaliere mit den arabischen Parteien.
[5:24] Speaker 0: Das ist aber nach aktuellem Stand politisch so gut wie ausgeschlossen, lieber man der zu den Oppositionspolitikern gehört hat gesagt das macht er nicht mit.
[5:35] Speaker 0: Das wird auch sehr schwer selbst einer liberalen Wählerschaft im Augenblick zu vermitteln sein.
[5:42] Speaker 0: Das würde also wahrscheinlich so nicht durchbekommen.
[5:45] Speaker 0: die zweite Möglichkeit ist dass er sagt ich bilde eine Minderheitsregierung und lasse mich von den arabischen Parteien sozusagen tolerieren.
[5:57] Speaker 0: Das könnte möglicherweise eher gehen, auch da wiederum hat Liebermann gesagt das will er nicht.
[6:03] Speaker 0: aber da könnte möglicherweise aufgrund dieser Zahlen dann doch ein Druck entstehen um zu sagen wir wollen Netanyahu endlich weg von der Macht haben.
[6:10] Speaker 0: also lass uns das erst mal tun.
[6:13] Speaker 0: Auch Yitzhak Rabin hat einst mit einer Minderheitsregierung begonnen.
[6:17] Speaker 0: Also auch da gibt es solche Möglichkeiten.
[6:20] Speaker 0: und dann gibt es eine dritte Möglichkeit Und darüber wird jetzt schon im israelischen Fernsehen diskutiert, nämlich eine sogenannte Einheitsregierung.
[6:30] Speaker 0: Also die Möglichkeit das Eisencourt und Netanyahu miteinander doch eine große Koalition beschließen und dann noch die entsprechenden Parteien mit dazu holen um eine satte und bequeme Mehrheit zu haben.
[6:42] Speaker 0: Das wäre ein Rotationsprinzip, wie es da schon früher gegeben hat.
[6:46] Speaker 0: allerdings würde Netanyau dann mit Sicherheit darauf bestehen dass er als Erster dann Premier ist und nach zwei Jahren wechselt.
[6:55] Speaker 0: Und sowas hatte er auch schon mal vor wenigen Jahren Benny Ganz angeboten, hat mit ihm einen Vertrag gemacht und gesagt du kannst dich darauf verlassen.
[7:04] Speaker 0: Dann hat ein Schlupfloch gefunden um dann kurz vor der Rotation alles platzen zu lassen.
[7:09] Speaker 0: also das wäre ein Problem.
[7:11] Speaker 0: Sollte Eisenkurt mit keinem der drei Möglichkeiten durchkommen Das dauert erst mal achtundzwanzig Tage, die er kriegt.
[7:19] Speaker 0: Der Präsident kann ihm dann nochmal vierzehn Tage gewähren.
[7:23] Speaker 0: wenn er bis dahin keine Koalition in welcher Form auch immer geschaffen hat würde dann vom Präsidenten dass man da zu einer Regierungsbildung an Netanyahu übergehen der aber sich ganz ähnlichem Problem gegenüber sieht?
[7:36] Speaker 1: Richard ich glaube viele Menschen die uns zuhören fragen sich wie kann das sein?
[7:41] Speaker 1: Dass Benjamin Netanyah dann, wenn wir uns zumindest die jetzigen Krognosen anschauen so erfolgreich abgeschnitten hat.
[7:50] Speaker 1: Weil es immer wieder heißt auch... Wenn ich mich hier in Berlin umhöre, wenn ich mit Menschen spreche, die eine enge Beziehung haben nach Israel immer wieder gesagt wird dieser Benjamin Ithaniaho gerade so wie er in den vergangenen Jahren aufgetreten ist sowie regiert hat der sorgt dafür dass wir am Ende viel größere Probleme haben und gerade unser Ansehen in der Welt schlechter geworden ist.
[8:18] Speaker 1: Das ist das, was man immer wieder hört.
[8:20] Speaker 1: Kannst du uns einmal erklären warum Netanyahu egal ob er jetzt Premierminister bleibt oder am Ende Eisenkott ein Weg findet dass es nicht mehr ist sondern dass eben Eisenkot es wird?
[8:34] Speaker 1: Warum Netanyah aus geschafft haben könnte so viele?
[8:37] Speaker 1: Israel ist dann doch wiederum von sich zu überzeugen und wir sprechen hier über eine mögliche siebte Amtszeit.
[8:45] Speaker 0: Also zunächst einmal die Zahlen zeigen ja sehr deutlich, wenn wir jetzt hier diese Verhältnisse nur ich rede jetzt nur von den jüdischen Parteien.
[8:52] Speaker 0: Fünfzig Mandate für die Regierung also es reicht nicht.
[8:55] Speaker 0: aber zweiundfünfzig mandate Für die Opposition reicht auch nicht.
[8:58] Speaker 0: Aber wir sehen da eine ganz klare Spaltung der Gesellschaft.
[9:01] Speaker 0: wirklich man kann schon sagen wirklich Hälfte-Hälfte.
[9:04] Speaker 0: Das ist ein Phänomen das es schon sehr lange gibt.
[9:07] Speaker 0: Diese ganz klare Trennung in einem Pro-BB-Block und im Anti-BB Block, das ist seit vielen Jahren so.
[9:14] Speaker 0: Und lehnt ja die israelische Politik schon so lange.
[9:19] Speaker 0: Und das hat viel zu tun mit zwei sehr unterschiedlichen Konzepten, wie sich die Menschen Israel vorstellen.
[9:25] Speaker 0: Der Anti-Baby-Block, unabhängig davon ob er jetzt links oder eher rechts ist und die meisten Parteien noch in der Opposition sind eher rechte Rechtsmitte, ganz rechtsbrechte.
[9:37] Speaker 0: Parteien wollen einen demokratischen liberalen Staat, wie wir es auch in Europa überwiegend kennen Und der Block rund um Netanyahu will einen im Grunde genommen autoritären illiberalen Staat.
[9:53] Speaker 0: Ein Teil der Parteien sind ja orthodoxe Parteien, die wollen natürlich also auch einen Staat in Richtung von Theokratie und den religiösen Staat oder ein völlig anderes Konzept.
[10:05] Speaker 0: Wir reden noch gar nicht über die ganze Debatte was mit dem Palästinensern wie man damit umgehen will und bei anderen Sicherheitsfragen sondern rein in den politischen gibt es zwei Konzepte, wie Israel in Zukunft ausschauen soll und die stehen sich halt mit großer Feindschaft gegenüber.
[10:20] Speaker 0: Und Netanyahu, der im Grunde genommen von seiner ganzen Geschichte, von seiner Ausbildung eigentlich ja ein völlig säkularer Israeli ist, ein sehr säklarer Mensch ist zwar immer schon rechts gewesen ist also immer schon auch antiliberal gedacht hat aber eben doch lange Jahre innerhalb des demokratischen Spektrums agiert hat.
[10:45] Speaker 0: Der braucht natürlich, weil so viele mit ihm nicht mehr koalieren wollen vor allem die Rechtsextremisten wie Ben Wir und Smotrić und eben auch die orthodoxen Parteien und gibt denen was sie wollen damit er an der Macht bleiben kann.
[10:59] Speaker 0: Und es geht aber nicht nur alleine um den Machterhalt sondern er hat auch mittlerweile ein Weltbild entwickelt dass viele als Weltfremd ansehen.
[11:09] Speaker 0: Es gibt viele Israelis, die sagen der Mann ist mit siebenundsiebzig einfach überhaupt nicht mehr in der Lage zu verstehen wie die Welt tickt.
[11:19] Speaker 0: er begreift nicht wie sehr er Israel isoliert hat und die Reden und die die die Sätze der letzten Tage die er noch von sich gegeben hat wo eigentlich das Land darauf eingeschworen hat dass alles noch viel schlimmer wird.
[11:32] Speaker 0: Also das muss man sich auch vorstellen, dass ein Politiker sagt bitte wählt mich.
[11:36] Speaker 0: Es wird noch viel schlimmer und zwar auch mit mir und ich bereite euch schon mal darauf vor.
[11:42] Speaker 0: Das ist etwas wo die Oppositionsparteien sich nochmal drauf gestürzt haben und gedacht haben.
[11:47] Speaker 0: Das wird jetzt im Momentum sein, wo doch viele Anhänger von Netanyahu sagen werden nee, nee also das reicht aber es hat eben nicht gereicht.
[11:56] Speaker 1: Richard Wir haben einen Atompilz über Tel Aviv gesehen, in einem KI-Bild was Netanyahu geteilt hat.
[12:03] Speaker 1: In den letzten Stunden auch kurz vor der Wahl hatte er immer wieder völlig irre Nachrichten bei X und in seinen sozialen Medien geteillt.
[12:15] Speaker 1: Warum kam das dann am Ende?
[12:18] Speaker 1: Ob es jetzt auch stattgeben war, weiß ich nicht.
[12:20] Speaker 1: Aber offenbar kam's ja so gut an dass er eben nicht krachend abgewählt wurde.
[12:25] Speaker 1: also was sind die Themen die die Menschen aus deiner Sicht mit ihm verbinden in Israel?
[12:31] Speaker 1: weshalb ist doch besser ausgegangen?
[12:34] Speaker 1: ist für ihn als viele geglaubt haben?
[12:36] Speaker 0: Ja, das stimmt ja leider nicht ganz so.
[12:39] Speaker 0: Also es stimmt vielleicht für ihn als Person aber für die gesamte Regierung und das ist dann eben auch seine Regierung Stimmt es eben nicht also wenn man sich überlegt dass die Regierung über weit über sechzig Mandate hatte wie sie erweit über einundsechzig wie Sie's gehört Und jetzt runtergerutscht ist nach diesen ersten Ergebnissen auf fünfzig Dann ist das eine krachen der Urfeige für diese Regierung dass er selber dann doch besser abgeschnitten hat.
[13:05] Speaker 0: Ich habe wirklich viel zu tun mit etwas, was wir auch in vielen anderen Ländern sehen und kennen.
[13:11] Speaker 0: Das ist fast schon, dass er einen Kultstatus hat.
[13:14] Speaker 0: Er kann gar nichts falsch machen in den Augen seiner allerwichtigsten und stärksten Anhänger.
[13:20] Speaker 0: Das kennen wir auch aus dem USA mit Trump.
[13:22] Speaker 0: Die gibt Leute die werden Trump immer wählen ganz egal wie sehr das Land in den Abgrund reißt.
[13:28] Speaker 0: Und das sehen wir hier auch in anderen Ländern Und das darf man auch nicht vergessen, auch wenn er in den letzten Tagen immer panischer geworden ist.
[13:37] Speaker 0: Weil er ja gemerkt hat, dass er diese Wahl nicht gewinnen wird und dadurch auch wirklich sehr merkwürdige Dinge gesagt hat.
[13:44] Speaker 0: Netanyahu ist schon auch ein sehr geschickter im Prinzip immer sehr geschicker Wahlkämpfer, einen sehr schlaueren, sehr kluger Wahlkäpfer mit sehr viel Werf und das verfängt immer noch bei sehr vielen Leuten aus bestimmten Milieus.
[13:58] Speaker 1: Jetzt hieß es, dass auch die Wahlbeteiligung rekordverdächtig war in den vergangenen Stunden und da hatte man eher geglaubt, dass das gerade den Parteien geholfen hat.
[14:10] Speaker 1: Die Anti Netanyahu waren.
[14:12] Speaker 1: wie blickst du auf diese sehr hohe Wahlbetteiligung?
[14:15] Speaker 0: Ich denke ein wesentlicher Aspekt dieser sehr hohen Wahlbesteiligung sind tatsächlich die arabischen Israelis also palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft.
[14:24] Speaker 0: Das sind etwas über zwei Millionen.
[14:26] Speaker 0: Das sehen wir an den großen Gewinnen der beiden arabischen Listen, die jetzt mit achtzehn Mandaten nach dem aktuellen Stand in die Knessel kommen.
[14:39] Speaker 0: Das Interessante ist dass die Rahmenpartei, die Partei von Manso Abbas, die ja schon mal unter Naftali Bennett zwanzig-einundzwanzig in einer Koalition, in einer Regierungskoalition saß, jetzt wieder sieben Mandate bekommen hat Das aber nach diesen aktuellen Zahlen.
[14:56] Speaker 0: Selbst mit Rahm alleine, mit dieser Partei alleine, Eisencourt mit seinen anderen Oppositionskollegen immer noch nicht auf einundsechzig Mandate käme.
[15:06] Speaker 0: er bräuchte also noch die arabische Joint List.
[15:09] Speaker 0: das sind aber zwei Parteien die im Grunde genommen gegen den jüdischen Staat sind und mit denen wird da wohl eher nicht koalieren wollen.
[15:18] Speaker 0: Also selbst mit Rahmen kriegt er Nach dem jetzigen Stand der Dinge auch keine Koalition zustande, wobei er das sowieso ausgeschlossen hat, dass er das nicht will.
[15:27] Speaker 0: Aber wir wissen ja was Politiker vor einer Wahl sagen und nach einer Wahl tun es ja immer sind zwei verschiedene Dinge.
[15:34] Speaker 1: Also höchst komplizierte mögliche Koalitionsbildung in Israel.
[15:39] Speaker 1: da steht definitiv fest und völlig offen ist wer dann am Ende das Rennen macht kann man sagen.
[15:45] Speaker 1: und auch von dem was du hörst und du sprichst mit vielen Menschen.
[15:49] Speaker 1: Was war für die Menschen wahlentscheidend bei dieser Wahl?
[15:56] Speaker 0: Für die liberalen Israelis waren speziell für liberale Israelis das Thema Liberale Demokratie ein Thema.
[16:06] Speaker 0: Also diese ganze Justizreform, die Korruption – dass Versagen am siebten Oktober die Tatsache des Netanyahu als Einzige der damals aner Macht seien den Keine Verantwortung übernommen hat.
[16:21] Speaker 0: Alle anderen haben Verantwortung genommen und von den Geheimdiensten, die Chefs der Armee, der Generalstabchef ... Die sind alle schon gegangen!
[16:30] Speaker 0: Die haben alle zurückgetreten.
[16:32] Speaker 0: Netanyah aus Einziger ist nicht zurückgetreeten.
[16:35] Speaker 0: Hat gesagt er ist nicht schuldig man hat ihn nicht aufgeweckt.
[16:41] Speaker 0: Es gibt mittlerweile ja auch von Journalisten Dinge, die aufgedeckt wurden dass er im Vorfeld schon gewarnt worden sei von Ägypten aber vor allem auch von den Emiraten.
[16:54] Speaker 0: Er behauptet das Stimme nicht.
[16:57] Speaker 0: also das ist ein ganz wichtiges Thema gewesen.
[17:00] Speaker 0: und natürlich auch das Thema Sicherheit aber auch das thema Korruption und all diese Themen waren für die Liberalen einfach das Thema wo gesagt haben dieser Mann muss weg und er bringt unser Land einfach ins Chaos.
[17:12] Speaker 0: Und bei vielen BB-Anhängern, und ich habe auch gerade jetzt in den letzten Tagen wirklich mit einigen gesprochen.
[17:19] Speaker 0: Da ist man solchen Argumenten das man sagt naja also Mr Security wie er sich selber immer nennt ist eigentlich derjenige der einfach schon Quaamt verantwortlich ist für die größte Katastrophe in der Geschichte dieses Staates am siebten Oktober XXIII.
[17:35] Speaker 0: Die sagen nein.
[17:36] Speaker 0: Und Sie sagen nicht nur, dass sie nein-einsagen.
[17:38] Speaker 0: Sie sagen noch etwas, was ganz interessant ist.
[17:42] Speaker 0: Dieses Chaos in dem wir jetzt sind – es gibt keinen anderen, der dieses Chaos, also das kriegerische Chaos lösen kann außer Netanyahu!
[17:51] Speaker 0: Dass Netanyau ein Mitverursacher dieser Gesamtsituation ist, indem er eben auch eine sehr problematische Politik gegenüber der Hamas viele Jahre gemacht hat.
[18:02] Speaker 0: Auch hat stärker werden lassen, indem er zugelassen hat das Qatar sie finanziert und nicht nur das.
[18:09] Speaker 0: Es gab mal eine Zeit wo Qatar das nicht mehr wollte und dann ist man nach Doha gefahren und hat gebeten dass man das eben doch weiter tut weil er überzeugt war er könne damit die Hamas einigermaßen händeln und vor allem würde die Hamass als Gegenspieler zur palästinensischen Autonomiebehörde eine wichtige Macht sein, die dafür sorgt dass man eigentlich nie gegenüber einer nun wirklich einheitlichen palästinensischen Regierung steht und dann tatsächlich wie bei einem Palästinenso Staat verhandeln müsste.
[18:40] Speaker 0: Also all das war eine Politik von Netanyahu die am siebten Oktober kollabierte.
[18:45] Speaker 0: unter alles was danach kam und folgte ist mit auch verursacht durch diese Politik.
[18:52] Speaker 0: nicht alleine.
[18:53] Speaker 0: es gibt natürlich viele andere Gründe auch das darf man nie vergessen.
[18:57] Speaker 0: Aber dass dann eben seine Anhänger sagen, ja nur er kann genau diese Problematik in der sich jetzt das Land befindet lösen ist in den Augen und Ohren vieler liberaler Israelis eigentlich ein Witz.
[19:09] Speaker 1: Wie erklärst du dir das?
[19:10] Speaker 1: Also, du hast die Warnung angesprochen und das war ja ein Riesenthema in den israelischen Medien aber auch international.
[19:16] Speaker 1: Dass es diese Warnungen aus UAE gegeben haben soll, Netanyoga hat das bestätigen.
[19:21] Speaker 1: Aber es gab nicht nur Berichte in israelischem Medien wie Hardads sondern auch eine Bestätigung in den New York Times dazu.
[19:29] Speaker 1: also dass ist diese direkt Warnungen gegeben haben soll.
[19:33] Speaker 1: Warum scheinen so viele Menschen, die Netanyahu gut finden, so immun dagegen zu sein auch über seine Verantwortung zu sprechen?
[19:42] Speaker 1: Dass er offenbar das was am siebten Oktober dann passiert ist vorher unterschätzt hat?
[19:50] Speaker 0: Ich glaube es hat einfach viel damit zu tun dass netanyahu schon seit vielen vielen vielen Jahren einen ein Narrativ entwickelt hat dass bei den meisten seiner Anhänger jetzt wirklich auch immer noch verfängt.
[20:05] Speaker 0: Und das ist diese Rede vom Tiefenstart, das ist die Rede, dass die Justiz, die Polizei allen voran aber auch die Medien gegen ihn, aber damit auch gegen die Sozialschwächeren, die ihn wählen, gegen die Misrachischen also die orientalischen Juden gehen, im Grunde genommen in Antizionisten sind, dass die Linke auch die Religion eigentlich nicht verachten.
[20:37] Speaker 0: Und das ist so narrativ, dass ich von ihm seit vielen, vielen Jahren kenne.
[20:41] Speaker 0: Ich habe ihn immer wieder gehört also auch meiner Zeit als Korrespondent und auch bei Interviews mit ihm.
[20:50] Speaker 0: Das verfängt total und das hat auch bei einem Teil seiner Angehängerschaft, die aus mesrachischen Kreisen kommt Kreisen, also Juden aus den orientalischen Ländern.
[21:02] Speaker 0: Das verfängt insofern als er da eben auch mit diesem Argument handiert dass es sind ja die linken Eliten die gegen uns sind das er selber eigentlich auch zur Elite gehört wird dann unter den Tisch geworfen Auch von seinen Anhängern weil man sagt Ja Die sind ja auch gegen Netanyahu.
[21:20] Speaker 0: Also ist einer von uns das hat übrigens schon mehr nach Himbeginn ausgenutzt damals und so ist er noch zu Premier geworden und hat nach weit über dreißig Jahren die Arbeitspartei von der Macht gestoßen.
[21:33] Speaker 0: Und dieses Narrativ verfängt, das funktioniert.
[21:38] Speaker 1: Welche Rolle hat US-Präsident Donald Trump gespielt?
[21:42] Speaker 1: Also er hat sich ja mehrfach direkt eingemischt in die Wahl, hat Netanyahu... unterstützt und hat gesagt, nun mit Netanyahu könne er für Sicherheit garantieren.
[21:54] Speaker 1: Da ging es auch immer wieder um den Krieg im Iran.
[21:56] Speaker 1: Da haben sich manche lustig gemacht und dann gesagt ach das ist doch der Donald Trump, der Viktor Orban auch unterstützt hat und öffentlich gesagt hat man soll Victor Orban wählen und das ist jetzt ein Zeichen dafür dass es auch mit Netanyaho zu Ende gehe.
[22:11] Speaker 1: Kannst du mal beschreiben welche Rolle Trump in israelischen Bevölkerung spielt, ich weiß auch anders als in vielen anderen Ländern auf der Welt?
[22:23] Speaker 0: Ich glaube dass er inzwischen eine wesentlich weniger wichtige Rolle spielt das vielleicht noch von ein oder zwei Jahren.
[22:30] Speaker 0: Er hat Nikut Netanyahu umarmt und dadurch hat er Nikut möglicherweise tatsächlich auch nochmal so einen kleinen Boost bekommen.
[22:38] Speaker 0: Aber es hat nicht verfangen, noch einmal.
[22:40] Speaker 0: Weil die gesamte Regierung hat krachend verloren nach den aktuellen Zahlen.
[22:46] Speaker 0: Es hat nicht verfallen, dass man sagt okay also weil Trump das sagt müssen wir diese Regierung stützen und müssen das erhalten.
[22:53] Speaker 0: im Gegenteil.
[22:53] Speaker 0: Es gibt natürlich auch Diskussionen und das ist zum Teil in rechten Kreisen sehr stark.
[23:00] Speaker 0: Dass man gemerkt hat vor allem jetzt in diesen letzten Monaten dass die israelische Armee, der israelischen Regierung mehr als sonst auch gegängelt wurde.
[23:12] Speaker 0: Also es gab ja diese Momente wo Israel nochmal gegen die Chisbollah aktiv vorgehen wollte und da hat einfach Trump gesagt ne kommt nicht in Frage und die Armee musste sofort aufhören.
[23:22] Speaker 0: Es gab andere Situationen wo man gemerkt hat das die Handlungsfreiheit, die Bewegungsfreiheit der Armee aber auch vielleicht unter Trump jetzt im Augenblick noch mehr eingeschränkt ist, als es ja generell ist.
[23:37] Speaker 0: Weil es gab immer die Situationen wo Amerika auch in der Vergangenheit bei bestimmten Momenten gesagt hat nein Schluss und dann musste egal wer Premier war dementsprechend auch agieren.
[23:48] Speaker 0: aber das hat viele auch nervös gemacht so nach dem Motto wir sind hier kein Vasallenstart sondern wir sind unabhängig.
[23:56] Speaker 0: Und insofern ist Trump gerade auch, weil er ja nichts, auch nichts gelöst hat.
[24:02] Speaker 0: Also es ist nicht nur das Netanyahu mit diesen ganzen Kriegen nur sehr bedingt etwas erreicht hat Auch die groß angekündigten Versprechungen von Trump Die Großmäuligen, die verfangen auch in Israel nicht mehr.
[24:16] Speaker 0: und jeder weiß nur weil Trump sagt ich werde morgen alles niederbombatieren heißt das nicht dass es passiert?
[24:23] Speaker 0: Insofern glaube ich Trumps Einfluss jetzt auf die Wahlen zu vernachlässigen.
[24:29] Speaker 1: Was ich glaube, viele Menschen in Europa und insbesondere auch in Deutschland fragen ist, inwieweit das eine Rolle bei den Wahlen gespielt hat?
[24:37] Speaker 1: Was in Gaza passiert ist also die Zahl der Toten, die Kriegsführung, die Brutalität.
[24:45] Speaker 1: Hat dass eine Rolle in diesem Wahlkampf gespielt und wenn ja welche?
[24:50] Speaker 0: Es hat man muss es leider sagen so gut wie keine Rolle gespielt.
[24:56] Speaker 0: Die Situation ist nach wie vor so, dass Israel sich im Krieg sieht.
[25:02] Speaker 0: Die Situation is de facto so das im Moment zwar nur bedingt gekämpft wird es wird gekäpft Es gibt doch immer wieder Einsätze es gibt Tote keine Frage Vor allem auf der palästinensischen Seite.
[25:15] Speaker 0: Aber das ist etwas was die meisten Israelis einfach so mitnehmen und Für sie nicht so wichtig ist aus zwei Gründen.
[25:24] Speaker 0: Dadurch, dass man sich im Krieg befindet, ist die Mehrheit der Gesellschaft an dem Leid der Palästinenser erst mal nicht so interessiert weil man mit den eigenen Leids zu kämpfen hat.
[25:36] Speaker 0: Den eigenen Toten aber mehr noch und vor allem auch mit dem Trauma des siebten Oktober dass sehr, sehr tief in der israelischen Gesellschaft ist und verankert ist.
[25:47] Speaker 0: Und das auch von außen so kaum Verstanden und wahrgenommen wird.
[25:53] Speaker 0: Das heißt die Angst, die damit verbunden ist natürlich auch die Rachegefühle im Teilen der Gesellschaften aber vor allem auch die Angst weil die Hamas eben nicht zerstört es bislang ihre Weil die Hamast die Waffen nicht bislange abgegeben hat Weil der Iran nicht wirklich unschädlich gemacht wurde, weil auch die Chisbollah nicht wirklich unschädlich gemacht wurde.
[26:14] Speaker 0: So ist die Angst einfach so groß dass das Thema nicht das Leid der Palästinenser in Gaza ist.
[26:19] Speaker 0: oder die Frage Ist die Armee richtig oder falsch vorgegangen?
[26:24] Speaker 0: Gab es Kriegsverbrechen oder keine?
[26:25] Speaker 0: Das interessiert im Moment noch nicht.
[26:28] Speaker 0: diese Themen werden kommen Sondern was die Israelis, die meisten im Moment interessiert ist ihre eigene Sicherheit.
[26:35] Speaker 0: Und das ist eigentlich ein viel wichtigeres Thema für sie als alles andere.
[26:39] Speaker 0: Es gibt aber natürlich auch zum Beispiel in der Partei Die Demokraten Der einzigen Linkenpartei Gibt es da aber auch die Diskussion und natürlich auch unter vielen israelischen Intellektuellen Ob das Vorgang der israelische Armee in Gaza richtig oder falsch war.
[26:56] Speaker 1: Aber wie kann das sein, Richard?
[26:58] Speaker 1: Dass es so eine geringe Rolle spielt.
[26:59] Speaker 1: Wir sprechen mittlerweile über mindestens, zumindest die offiziellen Zahlen, siebzig Tausend Tote in Gaza darunter, tausende Kinder... Wie kann es sein dass das so eine geregene Rolle spielt auch im Wahlkampf?
[27:17] Speaker 0: Na ja, wie gesagt erst einmal weil man sich selber einen Krieg empfindet und weil man für die Opfer das Leid der Opfer sich nicht interessiert.
[27:26] Speaker 0: Weil es ist natürlich für sie aus der israelischen Sicht das Leit der Feinde und man ist immer noch im Krieg und wie's den Feinden geht ist den meisten Leuten erstmal nicht egal.
[27:39] Speaker 0: Das eigene Leid ist immer wichtiger und größer und das gilt für jeden Krieg!
[27:43] Speaker 0: Das ist ja in jedem Krieg so mit jeder Gesellschaft.
[27:47] Speaker 0: Das ist das eine.
[27:48] Speaker 0: Das zweite ist natürlich, dass die israelische Regierung überhaupt nicht darüber redet ob das was sie getan hat richtig oder falsch ist und das natürlich verteidigt und sagt, das ist alles richtig und es sind alles nur Behauptungen aus dem Ausland.
[28:05] Speaker 0: und im Gegenteil, also das rechte Narrativ geht ja auch Mit jeder Kritik, die von außen kommt, egal ob sie nun berechtigt oder häufig eben auch unberechtigt ist.
[28:16] Speaker 0: Benutzt sie das und sagt Schaut her!
[28:17] Speaker 0: Die ganze Welt ist gegen uns und es sind sowieso alles Antisemitten und insofern müssen wir uns erst recht verteidigen.
[28:25] Speaker 0: also da wird dann sozusagen das auch noch benutzt.
[28:29] Speaker 0: Und auf der Seite der Opposition darf man nicht vergessen... ...die Opposition heißt nicht dass Sie wenn Sie jetzt zum Beispiel tatsächlich an die Regierung käme Die Militärpolitik so viel ändern würde.
[28:43] Speaker 0: Auch ein Mann wie Eisenkott, auch ein Mann Wie Liebermann, auch jemand wie Naftali Bennett sind politische militärische Hardliner.
[28:55] Speaker 0: Sie würden viele Dinge anders machen keine Frage.
[28:59] Speaker 0: Aber Eisencourt hat jetzt in den letzten Tagen auch gesagt, wenn ich Premier wäre würde ich in achtzehn Monaten dafür sorgen dass die Chamas vernichtet und entwaffnet ist.
[29:11] Speaker 0: Bellicosa Vorgang und das ist etwas, was die Israelis hören wollen oder viele Israelis hören.
[29:17] Speaker 0: Weil sie eben nach wie vor die große Angst haben von der Ramasse und sagen Das Problem ist nicht gelöst.
[29:23] Speaker 0: und bevor so ein Problem nicht gelösst ist auf welcher Weise auch immer möglicherweise auch auf diplomatischen Wege Da bevor es nicht geschieht wird man nicht in der Lage sein sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man diesen Krieg geführt hat und ob das richtig war.
[29:42] Speaker 1: Das ist ja ein interessantes Missverständnis.
[29:44] Speaker 1: dann offenbar dass auch viele Menschen in Deutschland so scheint es zumindest hier haben Ein möglicher Premierminister Eisencourt, das militärisch ganz anders betrachten würde als in Thaliaho.
[29:57] Speaker 1: Du sagst jetzt, er hat vor allem mit den vergangenen Tagen und Wochen gesagt, dass er diesen Krieg genauso weiterführen würde.
[30:04] Speaker 1: Er wird in Deutschland immer als jemand beschrieben... eben als General, jemand der dort einen Sohn verloren hat im Krieg in Gaza.
[30:16] Speaker 1: Wer ist dieser Eisenkott und was unterscheidet ihn denn tatsächlich von Netanyahu?
[30:23] Speaker 0: Also wenn wir zunächst einmal von der Situation nach dem siebten Oktober ausgehen so hat ja Netanyah versucht eine eine Einheitsregierung so schnell wie möglich zusammenzustellen, weil man befindet sich in Krieg und jetzt muss man sozusagen alle Zwistigkeiten, inneren Zwistigkeiten beseitigen.
[30:40] Speaker 0: Und damals war Eisencourt noch Mitglied der Partei von Benigans und Er sind in dieses Kriegs-Kabinett mit eingetreten.
[30:51] Speaker 0: Der entscheidende Punkt ist dass Eisencott gerade als ehemaliger Generalstabschef dann nach einigen Monaten ausgetreten ist.
[31:00] Speaker 0: Unter anderem, weil er gesagt hat wie dieser Krieg geführt wird.
[31:03] Speaker 0: das falsch und der Krieg wird nicht geführt nach militärischen Zielen die dann umgesetzt werden müssen in eine Politik sehr bewusst in eine politische Handlung sondern sie wird aus sehr egoistischem und machtehalten den Gründen geführt und hat damit also sehr stark das Vorgehen von Netanyahu und die Art und Weise wieder Krieggeführte wurde kritisiert nicht mehr Teil dieses Kabinetts sein wollen.
[31:29] Speaker 0: Das heißt, er hat da schon auch etwas gesagt was ja viele Generäle – auch die im Fernsehen immer wieder auftreten – Ex-Generäle, die halt dann als Experten diskutieren, die dann immer wieder sagen, was wir falsch machen ist dass diese Regierung kein politisches Ziel hat und das Militär sozusagen nur da ist um alles vorzubereiten oder ein bestimmtes politisches Ziel dann umzusetzen wo dann quasi die Diplomatie wieder übernimmt und quasi die Waffen schweigen können.
[31:57] Speaker 0: Da gibt es ja klare Kritik, das ist das eine.
[32:00] Speaker 0: Eisencourt wird häufig als besonders radikaler Generalstabchef genannt weil er die sogenannte Dachhier-Doktrin entwickelt hat.
[32:12] Speaker 0: Das war während des Libanonkrieges in dem Jahr hier noch vor... vor Ort gecovert habe.
[32:20] Speaker 0: Dachir ist dieser Teil von Beirut, wo die Chisboller ihre Hauptquart hier hatte und er sagte man müsse diese Viertel um diese Gegenden, wo sich die Chispoller eingenistet hat wie militärische Ziele sehen und müsste drum herum alles so vernichten das alles so zerstört ist dass der Preis irgendwann zu hoch ist und die Bevölkerung sagt, das machen wir nicht mit.
[32:51] Speaker 0: Er sagte allerdings auch zu dem Zeitpunkt was dann oft nicht so erwähnt wird, dass man aber die Bevölkerungs-, die Zivilbevölkerung wegbringen muss von diesen Orten um diese Orte quasi plattzumachen.
[33:04] Speaker 0: Das ist eine Doktrin, die von ihm entwickelt wurde, die immer weiter und immer radikaler umgesetzt wurde.
[33:12] Speaker 0: Es gibt viele, die sagen das wie in Gaza vorgegangen ist.
[33:16] Speaker 0: Das ist eine Folge von dieser Doktrin.
[33:18] Speaker 0: aber er war gleichzeitig auch jemand der in seiner Zeit als Generalstabchef immer gegen große militärische Feldzüge waren, der immer eher für kleine konzentrierte Aktionen war zum Beispiel wegen bei der Resbollah unter seiner.
[33:36] Speaker 0: unter seiner Führung kam es damals dazu, dass die Israelis die Tunnels der Chispoller entdeckt haben.
[33:42] Speaker 0: Die nach Israel hinein reichten und anstatt die Chispolla anzugreifen hat er nur dafür gesorgt das sie alle zerstört wurden.
[33:49] Speaker 0: also er hat so kleinere Aktionen gemacht.
[33:52] Speaker 0: Er ist auch übrigens jemand und das darf man nicht vergessen.
[33:57] Speaker 0: Es gab in der Zeit wo er Generalstab schimpf war einen großen Skandal in Israel als im Westjordanland ein palästinensischer Terrorist niedergeschossen wurde von der Armee, der lag schon völlig wehrlos und unschädlich gemacht am Boden.
[34:16] Speaker 0: Und da kam ein junger Soldat Elorazaria und erschoss den bereits am Boden liegenden und nicht mehr bedrohlichen Terroristen und erschass ihn.
[34:28] Speaker 0: Und es gab dann einen großen Aufschrei, weil der damalige Verteidigungsminister Mosche Yarlon und vor allem aber auch Generalstabschef Eisencourt darauf beharten und bestanden zum Teil gegen die Regierung damals.
[34:47] Speaker 0: Netanyahu-Regierung, dass dieser junge Mann vor ein Kriegsgericht muss und verurteilt werden muss.
[34:55] Speaker 0: Das wurde dann durchgesetzt.
[34:56] Speaker 0: Da bestand er darauf und dieser junge Mann wurde auch verurteilt, musste für ein Jahr ins Gefängnis, gilt aber in ultrarrechten Kreisen als Held.
[35:08] Speaker 0: Also er ist schon einen Mann der auf der einen Seite meditärisch Dinge durchsetzen will mit einer sehr großen Gewalt wie diese Dachheer Doktrinos besagt Aber auch immer sagt.
[35:19] Speaker 0: man muss aber auch sehr klar Was sind die eigentliche Ziele?
[35:24] Speaker 0: Wie geht man damit um?
[35:26] Speaker 0: und die Wahrscheinlichkeit, dass er einen Krieg gegen die Chamas vielleicht anders geführt hätte.
[35:34] Speaker 0: Und vor allem ihn früher beendet hatte ist nach all den Aussagen, die man von ihm immer wieder gehört hat auch in Interviews, also mindestens in der Theorie sehr wahrscheinlich
[35:45] Speaker 1: Richard Durst gerade über den Machterhaltungstrieb von Benjamin Netanyahu gesprochen und dass er etwas, was auch hier in Deutschland extrem viel diskutiert wird.
[35:55] Speaker 1: Die Korruption die Prozesse wo er überall nicht aufgetaucht ist am Ende das was ihm vorgeworfen wird und es gibt immer wieder die Aussagen der Grund v.a warum wir unbedingt der Premierminister werden will oder zumindest politisch eine Rolle spielen will, ist die Tatsache dass er eben extreme Sorge hat wenn er nicht mehr Premierminister ist das er dann tatsächlich angeklagt würde und ins Gefängnis käme.
[36:22] Speaker 1: Wie wahrscheinlich ist es?
[36:25] Speaker 0: Ich halte es für relativ unwahrscheinlich weil ich glaube also wenn er an der Macht bleibt wird da sehr wohl in der Lage sein das noch ziemlich lange raus zu ziehen.
[36:38] Speaker 0: Aber es kann auch eine Möglichkeit geben, das wurde ihm ja schon angeboten.
[36:44] Speaker 0: Dass er einen Deal macht mit der Justiz.
[36:50] Speaker 0: dieser Deal würde beinhalten dass er nicht ins Gefängnis muss und nicht verurteilt wird.
[36:56] Speaker 0: Das aber anerkennt bei den Korruptionsfällen die ihm vorgeworfen werden er Schuld trägt abdanken würde, also dass er dann aus der Politik komplett rausgeht aber auch dafür nicht ins Gefängnis müsste.
[37:13] Speaker 0: Das verweigert er, besteht ja darauf und sagt ich war nicht schuld und alles was mir da vorgeworfen wird sind wieder irgendwelche Fabrikationen von den Medien und von linken Kräften.
[37:25] Speaker 0: Aber natürlich hat er Angst.
[37:26] Speaker 0: das ist klar eine Überzeugung von sich.
[37:33] Speaker 0: Die hat er ja immer gehabt, dass er allein derjenige ist, der das jüdische Volk vor einem zweiten Holocaust, vor einer zweiten Shoah bewahren kann und es war für ihn ein... ich bin kein Psychologe aber es fällt mir nur dieser Begriff einer nazistischen Kränkung als dieser Staat ihn nach langen Voruntersuchungen in der Polizei wegen mutmaßlicher Korruption und Betrug in drei Fällen angeklagt hat.
[38:03] Speaker 0: Das war für ihn also irgendwie persönlich eine ganz eine Schmach, das ist auch so der Moment wo eben auch viele Weggefährten von ihm sagen da veränderte sich was in ihnen und dass es den moment wo er anfing immer radikaler zu werden auch in seiner politik auch in der Art und Weise wie er dann gegen diese entsprechenden Institutionen des Staates wetterte.
[38:29] Speaker 1: Und wenn wir jetzt darauf schauen, was in den nächsten Tagen und Wochen passieren könnte?
[38:35] Speaker 1: Und du sagst, Nathan Jau sitzt sich als jemand der diesen jüdischen Staat verteidigen muss unter allen Umständen aus seiner Perspektive.
[38:44] Speaker 1: Ich habe vorhin das angesprochen, was er dort in den sozialen Medien geteilt hat Berichte, Spekulation darüber ob es einen erneuten Angriff gegen den Iran geben könnte gemeinsam mit den USA oder auch alleine.
[38:58] Speaker 1: Was erwartest du in den nächsten Tagen vielleicht auch angesichts dessen wie dann das Ergebnis aussieht und ob das in irgendeiner Form zusammenhält?
[39:08] Speaker 0: Also zunächst einmal wenn wir noch mal auf dieses KI generierte Bild eines Atompilzes über Tel Aviv darüber reden Wo er also auch gewarnt hat, dass man sofort etwas tun muss.
[39:21] Speaker 0: Weil der Iran ist kurz davor wieder mit Nuklearwaffen im Tel Aviv zu zerstören oder Israel anzugreifen.
[39:30] Speaker 0: Da dürfen wir nicht vergessen das sind noch vor wenigen Monaten Nach diesem Krieg, der am twenty-zwanzigsten Februar begonnen hat diesen zweiten Irankrieg dann erst mal groß gesagt hat wir haben das Nuklearprogramm um viele viele Jahre zurückgeworfen.
[39:45] Speaker 0: Dasselbe hatte er schon gesagt in den zwanzig fünfundzwanziger nach dem zwölftage Krieg.
[39:51] Speaker 0: und dann fragten sich auch schon viele Kommentatoren in Israel nach dem twenty-twanzigste Februar Naja, wenn das angeblich alles schon passiert ist im letzten Jahr.
[39:59] Speaker 0: Warum müssen wir denn jetzt dann wieder Krieg führen?
[40:01] Speaker 0: Und dann hat er es wieder gesagt und jetzt warnt er wieder vor der Möglichkeit, wenn es ein nuclear Angriff ist.
[40:07] Speaker 0: also Leute die ihn da sehr genau beobachten sagen erst so er widerspricht sich natürlich aber das verfängt trotzdem bei seiner Wählerschaft nicht was geschehen kann was viele befürchten.
[40:19] Speaker 0: ich habe heute Abend mit sehr sehr vielen Israelis gesprochen bevor wir miteinander hier angefangen haben zu reden.
[40:28] Speaker 0: Alle befürchten, dass er jetzt tatsächlich möglicherweise auch mit Donald Trump noch einmal in den Krieg zieht gegen den Iran, dass das vielleicht nach den Midterm-Wahlen nächste Woche am dritten November tatsächlich Realität werden könnte weil es für beide Politiker von Vorteil sein könnte.
[40:49] Speaker 0: und das würde aber in Israel bedeuten Regierungsfindungsprozess.
[40:55] Speaker 0: Möglicherweise eben, dass gar die Eisencourt wenn er das erste Mandat, die erste Option bekommt vom Präsidenten massiv gestört wird und dann würden die Zeitabläufe, die das Gesetz vorsieht nicht eingehalten werden könne.
[41:09] Speaker 0: Und das ist bei vielen eine große Sorge, was Netanyahu jetzt sogar vielleicht zu dieser Möglichkeit greift Ich will dazu gar nichts sagen weil ich will da auch Nicht-Profett spielen weil es ist kaum einzuschätzen.
[41:23] Speaker 0: Aber alleine die Tatsache, dass es in Israel genug Leute gibt, die das befürchten, zeigt einfach wie das Vertrauen in diese Regierung auch in vielen Teilen der Gesellschaft erodiert
[41:35] Speaker 0: ist.".
[41:36] Speaker 1: Warum befürichten so viele Menschen mit denen du gesprochen hast?
[41:40] Speaker 1: Dass Netanyahu bereit ist zu einem erneuten Angriff.
[41:44] Speaker 1: und inwiefern wäre Trump dann dazu bereit?
[41:47] Speaker 1: also wo macht das Sinn wenn man sich da reindehnt?
[41:52] Speaker 0: Also es gibt dazu zwei Dinge, die wichtig sind.
[41:56] Speaker 0: Also zunächst einmal der Zweifel oder die Angst davor kommt.
[42:01] Speaker 0: deswegen weil bei beiden kriegen die Israel einmal allein, einmal mit den Amerikanern zusammen gegen den Iran geführt hat auch da immer wieder davon geredet wurde von einem totalen Sieg wo man also Das Nuklearprogramm vernichtet, wo man die ballistischen Raketen vernichtet.
[42:21] Speaker 0: Es wurde auch von Regime Change in Tehran geredet jeweils also vor allem dann beim zweiten Krieg und das alles ist ja nicht eingetreten es ist hier alles nur sehr bedingt eingetrehten es wurde sicher viel zerstört.
[42:34] Speaker 0: aber es ist nicht so dass der Iran jetzt irgendwie schutzlos und komplett verloren ist und gar keine Gefahr mehr bedeutet.
[42:42] Speaker 0: Und insofern haben viele Israelis Angst, dass jetzt schon wieder möglicherweise aus einer falschen Einschätzung was man alles noch tun kann.
[42:52] Speaker 0: Jetzt überhastet die dann den Krieg zieht weil es eben auch politisch so passen würde um eben auch die Machtfrage In der innenpolitischen Situation für sich irgendwie zu entscheiden.
[43:03] Speaker 0: das ist die eine Angst.
[43:04] Speaker 0: Das andere ist aber natürlich Dass alle Israelis wissen Neuer Krieg irgendwann wohlkommen wird, genau eben deswegen weil die Gefahr eines nuklear aufgerüsteten Iran nichts beseitigt ist.
[43:26] Speaker 0: Weil es nach wie vor die Drohnen, die ballistischen Raketen gibt.
[43:31] Speaker 0: auch wenn der Iran sehr geschwächt ist, auch wenn die Proxies sehr geschwechzt sind ist dieses Problem nicht beseitigt.
[43:38] Speaker 0: und aus der Erfahrung weiß man, je länger man wieder wartet bis man wieder in den Krieg zieht, desto mehr Zeit haben die anderen um sich wieder aufzurüsten.
[43:46] Speaker 0: Das ist dieser ewige Kreislauf im Nahen Osten.
[43:53] Speaker 0: Insofern würde das eben auch Netanyahu passen und zu sagen ich muss es ja machen was soll ich denn tun?
[44:00] Speaker 0: Und bei Trump könnte ich mir was Ähnliches vorstellen, wenn er jetzt die Mithörmwahlen krachend verliert und da sieht es hier im Moment auch danach aus.
[44:07] Speaker 0: Also sagen die Umfragen muss man überab warten.
[44:11] Speaker 0: Könnte er dann aus seiner Frustration heraus auch noch einmal sagen wollen dass er noch einmal zeigt was alles geht?
[44:20] Speaker 0: Er versucht es ja jetzt gerade auf einer anderen Art und Weise mit Russland, indem er Putin umschmeichelt.
[44:26] Speaker 0: Und dem alles gibt was der haben möchte, um dann irgendwie zu sagen ich habe hier irgendwie für Ruhe gesorgt oder so was auch immer und will das dann als ein Akientel verkaufen von den Wahlen.
[44:37] Speaker 0: aber wenn das nicht aufgeht, dann könnte ich mir vorstellen Trump sagt so und jetzt greifen wir an Die Vorbereitungen laufen ja, die sind das weiß man.
[44:46] Speaker 0: Ja, die Vorbereitung auch beim amerikanischen Militär für den neuen Angriff sind am Laufen.
[44:52] Speaker 1: Richard zum Abschluss ist es jetzt mittlerweile zwanzig Uhr sechzehn und viele fragen sich natürlich wie geht das jetzt aus?
[45:02] Speaker 1: Wir haben schon am Anfang gesagt dass das ein extrem enges Ergebnis ist, dass es am frühen Morgen schon ganz anders aussehen kann als jetzt.
[45:10] Speaker 1: Das ist auch in den vergangenen Wahlen eben so war, dass die abendlichen nächtlichen Ergebnisse sich nochmal verändert haben.
[45:19] Speaker 1: Aber wenn wir auf die Frage schauen also Netanyahu mehr Mandate, also die gutmehr mandate aber eben längst keine Mehrheit und verloren insgesamt, aber wenn wir auch das jetzt schauen und auf die zwei Dinge schauen nämlich wie könnte Netanyahu eine Mehrheit bilden und wie könnte Eisenkott eine Mehrkeit bilden?
[45:42] Speaker 1: Stand jetzt, zwanzig Uhr, sechzehn.
[45:45] Speaker 1: Wie könnte Netanyahu momentan Premierminister bleiben und wie könnten es Eisenkot werden?
[45:54] Speaker 0: Er könnte also Netanyau könnte Premier bleiben wenn es ihm gelingen würde Ein oder zwei der kleineren Oppositionsparteien, wohlgemerkter jüdischen Oppositionsparteien hinüber zu holen in seine Regierung.
[46:11] Speaker 0: Für ihn das Gelänge hätte er dann eine bequeme Mehrheit.
[46:15] Speaker 0: Er könnte auch sagen ich gehe wirklich in eine große Koalition und biete Eisencourt als eben dann stärkste Oppositionalkraft diese Rotation des Premierministers an also zwei Jahre der eine, zwei Jahre die andere dass wir seine Möglichkeit bei Eisencourt gilt, eben das gleiche.
[46:35] Speaker 0: Also eine große Koalition bilden respektive sich dann doch als Minderheitsregierung erst einmal von den Arabischen Parteien dulden und tolerieren zu lassen und möglicherweise mit mindestens einer der Aber vielleicht sogar zwei der orthodoxen Parteien verhandeln, um sie mit hinüberzuholen.
[47:01] Speaker 0: Das wäre nur insofern sehr problematisch weil Eisencourt und auch die anderen Parteien darauf bestehen dass die ultraorthodoxen endlich regulären Militärdienst machen.
[47:11] Speaker 0: das verweigern die ultra-orthodoxem Parteien komplett.
[47:15] Speaker 0: aber die ultradoxenparteien wissen auch eines wenn Sie nicht mehr in der Regierung setzen bekommen Sie ja auch keine Gelder mehr für Ihre Religionsschulen und möglicherweise werden sie da auch einen Kompromiss ebenso eingehen müssen wie Eisencourt und die anderen Parteien.
[47:31] Speaker 1: Ich weiß, das ist eine wahnsinnig schwierige Frage aber stand jetzt was hältst du für wahrscheinlich?
[47:38] Speaker 1: Also wer wird da überleben oder wer wird neu kommen?
[47:44] Speaker 0: also ich sage dass mit ganz ganz großer Vorsicht.
[47:46] Speaker 0: die Zahlen sind nicht klar es ist ganz schwer einzuschätzen.
[47:50] Speaker 0: meine Aktuelle Vermutung, weil ich das eben schon einmal auch so erlebt habe ist dass es zu keiner neuen Regierung kommt.
[47:59] Speaker 0: Dass es beide Seiten nicht schaffen und das würde bedeuten, dass es in sechs Monaten ungefähr Neuwahlen geben müsste.
[48:06] Speaker 0: Und dann muss man all sehen was dann passiert und die Gefahr, dass man wieder ein ähnliches Pat hat.
[48:11] Speaker 0: Das hat man von zwei tausend neunzehn zwanzig bis zweiundzwanzig bei vier- und dann schließlich fünfmal insgesamt gesehen wie kompliziert das ist und wir scheinen auf so eine Situation wieder zuzulaufen.
[48:26] Speaker 0: Das aber würde Netanyahu natürlich passen, weil er dann solange als kommissarischer Premier in der Macht bleibt.
[48:34] Speaker 1: Richard vielen Dank dass du uns hier so auf dem Laufenden gehalten hast, dass es so interessant analysiert hat.
[48:40] Speaker 1: ich möchte nochmal empfehlen dein Buch zu lesen.
[48:43] Speaker 1: Eskalation Der Krieg im Nahen Osten und der Umbruch der Weltordnung.
[48:47] Speaker 1: Ich kanns persönlich empfehle Und bedanke mich für so viel fachkundige Analyse.
[48:54] Speaker 1: Alles Liebe dir und ich hoffe, wir hören uns bald wieder!
[48:57] Speaker 0: Sehr sehr gerne.
[48:57] Speaker 0: Ich danke dir alles
[49:00] Speaker 1: Gute.

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