# #263 Seele baumeln am Wolfgangsee - Einschlafen mit Balto

An episode of [Geschichten zum Einschlafen](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1565335566), 22 Apr 2026, 29 min.

Audio: https://ads.julephosting.de/podcasts/57-geschichten-zum-einschlafen/243161-263-seele-baumeln-am-wolfgangsee-einschlafen-mit-balto.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_1623853284&awEpisodeId=243161

Heute wenden wir uns ab vom hektischen Leben und dem schnelllebigen Alltag und lassen die Seele an einem Plätzchen baumeln, das nicht weniger als unser Sehnsuchtsort werden kann. Im Herzen des Salzkammerguts lassen wir uns treiben und begeben uns auf die Spuren des habsburgischen Hochadels, der sich nicht nur an den Salzvorkommen, sondern auch an den alten Bräuchen und Traditionen nicht sattsehen konnte. Ein Paradies mitten in Österreich, das nur darauf wartet, von uns entdeckt zu werden. Wir, das sind Nale und Balto, möchten dich auf eine Reise schicken, damit du so die Sorgen des Tages hinter dir lassen kannst. Unsere Geschichten sollen dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und langsam in einen verdienten und erholsamen Schlaf zu gleiten. Wir wünschen dir eine gute Nacht, schlaf schön! Konnten wir dir beim Einschlafen helfen? Hast du eine Idee, wo die nächste Reise hingehen soll? Dann schreib uns gerne an geschichtenzumeinschlafen@julep.de. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören! ***GzE Sternwarte*** Unterstütze unseren Podcast, höre alle Episoden ohne Werbung und freu dich auf viele weitere Vorteile unter www.steadyhq.com/gze ✨ Vielen Dank für deine Unterstützung! ***Werbung*** Informationen zu unseren Werbepartner:innen findet ihr unter: https://linktr.ee/einschlafen Vielen Dank an unsere Partner:innen, die es uns ermöglichen, euch weiterhin beim Einschlafen zu helfen. Host: Nale und Balto Text: Madeleine Walther Musik: Milan Lukas Fey Produktion & Schnitt: Martin Petermann Eine Produktion der Julep Studios

## Transcript

[0:00] Geschichten zum Einschlafen. Eine Produktion der Julep Studios.
[0:19] Psst. Hey. Du schläfst ja noch gar nicht, oder?
[0:27] Das ist nicht schlimm. Ich bin Balto und ich freue mich sehr,
[0:32] dass du wieder dabei bist.
[0:37] Heute wenden wir uns ab vom hektischen Leben und dem schnelllebigen Alltag und
[0:44] lassen die Seele an einem Plätzchen baumeln, das nicht weniger als unser Sehnsuchtsort werden kann.
[0:52] Am Herzen des Salzkammerguts lassen wir uns treiben und begeben uns auf die.
[0:58] Spuren des habsburgischen Hochadels, der sich nicht nur an den Salzvorkommen,
[1:04] sondern auch an den alten Bräuchen und Traditionen nicht satt sehen konnte.
[1:12] Ein Paradies mitten in Österreich, das nur darauf wartet von uns.
[1:23] An dieser Stelle einen herzlichen Dank an unsere Stern- und Kometensupporter
[1:28] der Geschichten zum Einschlafen Sternwarte.
[1:31] Schau gerne mal auf www.steadyhq.com.gze vorbei, wenn du uns über das Hören
[1:38] hinaus unterstützen möchtest.
[1:39] Dort kannst du alle Folgen ganz ohne Werbung hören, mitentscheiden,
[1:44] welche Reise wir als nächstes unternehmen und vieles, vieles mehr.
[1:48] Wir freuen uns auf dich. Den Link findest du natürlich auch nochmal in den Shownotes.
[1:57] Aber jetzt...
[2:47] Einen schillernden guten Abend wünsche ich dir.
[2:52] Welch herrliches Licht uns die warme Abendröte doch schenkt.
[2:57] Es sind Tage, wie sie frühlingshafter kaum sein könnten.
[3:11] Es herrscht Aufbruchsstimmung unter dem leuchtenden Firmament.
[3:16] Alle wollen etwas erleben, etwas Neues entdecken und sind neugierig auf das, was doch kommen mag.
[3:25] Es heißt nun, das Leben zu genießen und endlich wieder an jene Sehnsuchtsorte
[3:31] zurückzukehren, die uns mit
[3:33] wunderbaren Erinnerungen erfüllen und die Herzen höher schlagen lassen.
[3:58] Worauf warten wir so lang? Ich will dir einen zeigen, den eine liebe Reisefreundin so gern besucht.
[4:07] Und wer weiß, vielleicht finden wir auch dort jenes Fleckchen Erde, das unsere Oase.
[4:33] Getragen vom Zauber des Frühjahrs, lassen wir alles hinter uns und schweben
[4:38] durch die Straßen, als wären sie flüchtige Bilder eines vorbeiziehenden Augenblicks.
[4:46] Brauscht von duftenden Winden und zwitschernden Wäldern, lassen wir uns mitreißen.
[4:52] Frei, ungebunden, glücklich.
[5:02] Unser Weg führt uns an weiten Tälern und dichten Wäldern entlang,
[5:07] durch die dunkle Nacht hin zu dem anbrechenden Tag.
[5:42] Lass uns nur kurz innehalten, wie sehr sich unsere Umgebung doch verändert hat.
[5:53] Eine fremde Landschaft hat sich wie eine Fototapete am Horizont ausgebreitet.
[6:04] Noch ist es das schummrige Licht der aufgehenden Sonne, das uns die dunklen
[6:09] Silhouetten großer und kleiner Bergspitzen an den Himmeln malt.
[6:14] Doch es braucht nur wenige Sekunden, nur einen Wimpernschlag,
[6:19] nur ein kleines Blinzeln und schon taucht sich die mysteriöse Schattenwelt in
[6:26] die prächtigsten Farben, die sich von uns erfassen lassen.
[6:33] Ein dunkler Teppich bedeckt die schroffen Gipfel, die weit hinauf reichen.
[6:38] Saftige Wiesen und verschlafene Dörfchen werden durch das strahlende Blau des
[6:44] angrenzenden Sees nur noch schöner.
[6:52] Ein kleines Paradies mit einladenden Häuschen und einem verschlafenen Kirchturm
[6:59] lädt uns an diesem Morgen zu einem Spaziergang an der Promenade ein.
[7:11] Noch ist keine Menschenseele unterwegs.
[7:16] Alles scheint so ruhig und unberührt, dass es fast einem Traum gleich.
[7:56] Ein hölzerner Steg führt uns ein Stück am Ufer entlang.
[8:04] Das kristallklare Wasser verrät uns von hier oben seine Geheimnisse.
[8:15] Ungestört darf sich das Leben auch in den nassen Tiefen entfalten.
[8:24] Noch liegen die kleinen Boote still, noch ist die spiegelglatte Oberfläche unberührt,
[8:32] und schenkt uns eine atemberaubende Aufnahme einer unberührten Natur.
[8:43] Doch wo ist nur dieser Ort, der sich so nah und aufgehoben anfühlt?
[8:50] In welches außergewöhnliche Postkartenmotiv hat es uns getrieben,
[8:55] das uns so entspannen lässt?
[9:02] Sieh nur da vorn. Ein hölzerner Wegweiser kreuzt unseren Pfad und versucht uns
[9:09] mit seinen vielen Pfeilen zu erklären, wo wir was entdecken können.
[9:18] Eines der Schilder zeigt in Richtung der kleinen Ortschaft, die uns gerade noch
[9:22] verschlafen begrüßt hat.
[9:25] Strobel strahlt uns in weißen Lettern entgegen und enthüllt endlich den Namen
[9:31] jener Idylle, die uns so daheim fühlen lässt.
[9:42] Langsam kommt auch hier der neue Tag an.
[9:48] Unter den funkelnden Strahlen der warmen Sonne freuen sich die ersten Spaziergänger
[9:53] über den schönen Morgen.
[9:57] Die ersten Badenixten haben sich in den frischen See gewagt.
[10:01] Sieh nur, ich glaube, unsere traumreisende Jana ist auch schon unterwegs.
[10:12] In dem unscheinbaren Musikpavillon an der Promenade bereiten sich die MusikerInnen
[10:18] und Musiker auf ihr abendliches Konzert vor.
[10:23] Was sie heute wohl spielen werden.
[10:29] Alles und jede ist in Bewegung. Und doch ist es eine gelassene Stimmung,
[10:35] die diese Atmosphäre zu etwas Besonderem macht.
[10:43] Vielleicht kennst du diesen kleinen Ort noch nicht, aber die umliegende Region sicherlich.
[10:50] Demt Strobl liegt am Ostufer des Wolfgangsees. Ein Landstrich,
[10:56] in dem See und Berge aufeinandertreffen und sich zum berühmten Salzkammergut zusammenschließen.
[11:05] Komm nur, ich möchte dir diese Provinz noch etwas genauer vorstellen und dir
[11:11] ihre faszinierende Geschichte erzählen.
[11:16] Ein kleiner Kahn wird uns dabei begleiten.
[11:22] Dort vorn an einem schmalen Steg wartet schon einer auf uns.
[11:31] Spring nur rein, schon kann unsere Fahr beginnen.
[11:43] Gleichmäßige Ruderbewegungen lassen uns sanft über den See gleiten.
[11:53] Wir entfernen uns weiter und weiter von der kleinen Ortschaft und werden uns
[11:58] erstmals darüber bewusst, wie gewaltig der See tatsächlich ist.
[12:07] Doch nicht der Wolfgangsee ist es, der mit seiner Größe und Tiefe von über 100
[12:12] Metern den Betrachtenden in seinen Bann reißt, sondern das Gebiet,
[12:17] das mehr verborgen hält, als im ersten Moment ins Auge sticht.
[12:25] Denn hier befinden wir uns inmitten der Schatzkiste der einstigen Habsburger Kaiser.
[12:36] Zwischen den erhabenden Bergen und herrlichen Gewässern Österreichs erstreckt
[12:41] sich das Salzkammergut,
[12:43] in dem der Salzbau schon seit mehr als 3000 Jahren eine eingesessene Tradition
[12:48] und der unbeschrittene Reichtum der Region ist.
[12:58] Das weiße Gold wurde hier auf den weiten Wasserwegen zusammen mit Holz und anderen
[13:03] Rohstoffen transportiert und erhob
[13:06] die verschlafene Ortschaft zur prosperierenden Metropole des Handels.
[13:16] Mit etwas Glück werden wir die Traditionen, Trachten und natürlichen Wunder noch bestaunen dürfen.
[13:24] Doch erst einmal führt uns unsere Route über Seen und Flüsse,
[13:28] vorbei an dichten Wäldern und steilen Felswänden.
[13:35] Sieh dich um. Genieße diese ehrwürdige
[13:39] Landschaft, die so viel zu erzählen hat, wenn man sie nur lässt.
[13:48] Langsam verändert sich die Atmosphäre.
[13:57] Wolken verdichten den blauen Himmel und lassen dünne Fäden aus kühlen Tropfen herab.
[14:08] Der typische Schnürregen, auch bekannt als Salzburger Schnürregen,
[14:14] lässt die Umgebung in ein Nebelfeld tauchen.
[14:20] Regentropfen fallen wie an Schnüren gezogen vom Himmel.
[14:24] Fast mystisch verbindet sich Land und Wasser, Himmel und Erde zu einer Einheit.
[14:36] Aus natürlichen Grenzen wird nun eins.
[14:47] Alles verschwimmt in einem eindrucksvollen Szenario einer ergreifenden Landschaft.
[14:56] Wir müssen den Weg nicht kennen, denn eingepfercht wie auf blauen Adern schiffen
[15:02] wir an riesigen Höhlen, massivem Fels und dichten Wäldern vorbei.
[15:12] Nebel und Licht spielen vor uns ein Lied der Sinne und lassen uns für einen
[15:17] Augenblick lang Zeit und Raum vergessen, bevor sie die Sicht auf die ersten
[15:22] bibelferne Häuser freigeben.
[15:30] Buntes Fachwerk vergangener Zeiten
[15:32] fügt sich vor uns wie ein Teil der Landschaft in die felsige Wand ein.
[15:40] Am Ufer des Hallstättersees liegt die kleine Stadt Hallstatt,
[15:46] wie ein idyllischer Traum direkt vor uns.
[15:54] Versteckt vor neugierigen Blicken, einst der Sitz des Hochadels,
[15:59] haben sich hier die Geschichten und Traditionen gehalten und werden bis heute
[16:04] an jeden Besucher und jede Wissbegierige weitergegeben.
[16:11] Zieh es dir nur an. Aus den schmalen Gässchen strömen bunte Menschen hervor.
[16:21] Sie sind mit den hiesigen Trachten geschmückt und bereiten sich jetzt schon
[16:26] auf das besondere Frühlingsfest vor.
[16:31] Wenn du genau hinschaust, kannst du die ersten Figuren aus ihren Werkstätten hervorlugen sehen.
[16:38] Es sind Figuren aus Flora und Fauna, aus Gesellschaft und Fantasie,
[16:43] die aus Blumen gebaut werden und pünktlich Ende Mai durch die Gassen der stolzen Städtchen ziehen.
[16:53] Noch sind sie nicht ganz fertig, aber ihr Duft reicht jetzt schon bis zu uns herüber.
[17:06] Aber auch anderes Interessantes allerlei geht hier vonstatten.
[17:11] Als Trachten- und Musikhochburg des Landes ist hier Tradition kein Museum,
[17:17] sondern gelebter Alltag.
[17:21] In der Schnitzwerkstatt werden die regionalen Instrumente hergestellt, veredelt und gestimmt.
[17:29] Die letzten Trachten werden nebenan verziert.
[17:34] Handwerk beherrscht diese region genauso wie die geschichte des salzes,
[17:42] menschen die damals hergekommen sind sind geblieben,
[17:47] alles hier beginnt mit dem salz und endet in einer gesellschaft die nichts missen
[17:54] muss und vom hektischen alltag und schnelllebiger zeit scheinbar verschont geblieben ist,
[18:02] Friedlich, idyllisch, tiefgründig im Reinen.
[18:17] Doch so schnell die kleine Stadt sich von ihrer schönsten Seite gezeigt hat,
[18:21] so schnell ist sie auch schon wieder verschwunden.
[18:27] Unser Kahn treibt auf der Autobahn dieser Gewässer und legt ganz unvermittelt
[18:33] an einem kleinen Steg an.
[18:34] Das war's für heute.
[18:48] Das Aufheulen einer roten Lok holt uns aus unseren Gedanken.
[18:53] Nur wenige Schritte weiter hat sich ein einsamer Bahnhof versteckt.
[18:57] Einsam, aber verlassen sicher nicht.
[19:03] Ein dunkler Schriftzug verrät uns, dass wir vor der Schafbergbahn stehen,
[19:08] die schon ungeduldig darauf wartet, uns eine andere Perspektive auf das Salzkammergut zu geben.
[19:18] Steig nur ein. Ich verspreche dir, die Aussicht lohnt sich.
[19:28] Mit einem kurzen Ruck setzt sie sich auch schon in Bewegung.
[19:36] Langsam rollen die Waggons gemütlich nach oben.
[19:42] An schroffen Felsen vorbei, entlang saftig grüner Wiesen und weiter Wälder.
[19:53] Immer höher geht es für uns auf den Schafen.
[20:02] Der Nebel, der uns gerade noch auf der Wasseroberfläche eingeschlossen hat, ist verflogen.
[20:11] Der eigensinnige Regenguss hat sich von uns verabschiedet. Einmal mehr strahlt
[20:17] der Himmel so blau wie die Seen, die sich von hier oben wie ein Flickenteppich
[20:21] unter uns zusammensetzen.
[20:28] Mit jedem Höhenmeter wird die Aussicht weiter, verbundener, atemberaubender.
[20:38] Das, was gerade noch getrennt war, fließt nun zu einem großen Ganzen ineinander über.
[20:48] Auf über 1.700 Metern endet unsere Fahrt jetzt schon und ebnet den Weg zu einer kleinen Hütte.
[21:00] Unscheinbar aus Holz und doch so besonders lädt sie uns auf einen zauberhaften
[21:06] Ausblick auf die sieben Seen ein.
[21:13] Auf einer kleinen Veranda dürfen wir es uns gemütlich machen und den Frieden
[21:18] dieses besonderen Ortes noch für einige Augenblicke genießen.
[21:27] Lass dich nieder und schau ins Tal.
[21:49] Paradies.
[21:53] Die Städtchen sind klein und selig unter uns zurückgeblieben und die Wälder
[21:59] singen ihr berauschendes Lied.
[22:05] Bleibt auch noch etwas hier.
[22:25] Ich jedoch verabschiede mich für heute von dir und hoffe, du hast jenen Platz
[22:31] finden können, wo das Herz frei sein und die Seele baumeln kann.
[22:40] Bald sehen wir uns wieder. Ich freue mich schon darauf.
[22:47] Bis dahin.

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