# #283 Wir begleiten Schildkröten auf dem Weg ins Meer - Einschlafen mit Balto

An episode of [Geschichten zum Einschlafen](https://invisiblenetwork.ai/podcast/1565335566), 9 Sep 2026, 29 min.

Audio: https://ads.julephosting.de/podcasts/57-geschichten-zum-einschlafen/253510-282-wir-begleiten-schildkroeten-auf-dem-weg-ins-meer-einschlafen-mit-balto.mp3?v=2&awCollectionId=julephosting_1623853284&awEpisodeId=253510

Heute zieht es uns noch einmal ans Meer. Wir lassen den Spätsommer langsam ausklingen, tauchen ein letztes Mal in das kühle Wasser ein und genießen die Ruhe der Dämmerung. Doch am Strand wartet schon eine ganz besondere Begegnung auf uns. Dunkle Steine, die sich wie von Zauberhand zu bewegen scheinen, entpuppen sich als Meeresschildkröten, die ihre Eier im warmen Sand verbergen und uns für einen Moment in ihre faszinierende Welt mitnehmen. Wir, das sind Nale und Balto, möchten dich auf eine Reise schicken, damit du so die Sorgen des Tages hinter dir lassen kannst. Unsere Geschichten sollen dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und langsam in einen verdienten und erholsamen Schlaf zu gleiten. Wir wünschen dir eine gute Nacht, schlaf schön! Konnten wir dir beim Einschlafen helfen? Hast du eine Idee, wo die nächste Reise hingehen soll? Dann schreib uns gerne an geschichtenzumeinschlafen@julep.de. Wir freuen uns sehr, von dir zu hören! ***GzE Sternwarte*** Unterstütze unseren Podcast, höre alle Episoden ohne Werbung und freu dich auf viele weitere Vorteile unter www.steadyhq.com/gze ✨ Vielen Dank für deine Unterstützung! ***Werbung*** Informationen zu unseren Werbepartner:innen findet ihr unter: https://linktr.ee/einschlafen Vielen Dank an unsere Partner:innen, die es uns ermöglichen, euch weiterhin beim Einschlafen zu helfen. Host: Nale und Balto Text: Madeleine Walther Musik: Milan Lukas Fey Produktion & Schnitt: Martin Petermann Eine Produktion der Julep Studios

## Transcript

[0:00] Geschichten zum Einschlafen. Eine Produktion der Julep Studios.
[0:17] Psst. Hey, du schläfst ja noch gar nicht, oder?
[0:22] Das ist nicht schlimm. Ich bin Balto und ich freue mich sehr.
[0:27] Dass du wieder dabei bist.
[0:31] Heute zieht es uns noch einmal ans Meer.
[0:36] Wir lassen den Spätsommer langsam ausklingen, tauchen ein letztes Mal in das
[0:40] kühle Wasser ein und genießen die Ruhe der Dämmerung.
[0:47] Doch am Strand wartet schon eine ganz besondere Begegnung auf uns.
[0:53] Dunkle Steine, die sich wie von Zauberhand zu bewegen scheinen,
[0:57] entpuppen sich als Meeresschildkröten.
[1:00] Die ihre Eier im warmen Sand verbergen und uns für einen Moment in ihre faszinierende Welt mitnehmen.
[1:10] Wenn es auch einen Ort gibt, an den du gerne mal reisen würdest oder ein Abenteuer,
[1:14] das du erleben magst, dann schau gerne mal auf www.steadyhq.com.gze vorbei.
[1:22] Dort kannst du mitbestimmen, wo es das nächste Mal hingeht und die Reisen ganz ohne Werbung genießen.
[1:28] Und wenn du Lust hast, uns auf YouTube zu besuchen, dann such nach Geschichten
[1:32] zum Einschlafen mit Nale und Balto.
[1:36] Wir freuen uns, dich auch da zu begrüßen.
[1:40] Bevor es jetzt gleich losgeht, müssen wir noch einmal Werbung schalten.
[1:44] Danach geht es aber in einem durch bis zum Ende.
[1:48] Vielen Dank für euer Verständnis.
[1:54] So, jetzt schließ deine Augen und entspann dein Gesicht.
[2:37] Hallo du. Einen wunderschönen guten Abend wünsche ich dir.
[2:44] Wie schön es doch ist, dich heute wiederzusehen.
[2:48] Das Jahr geht in die nächste Runde. Mein kühler Ostwind hat Hitze und Sonnenstunden
[2:53] davongetragen und macht langsam Platz für buntes Laub und leuchtende Herbsttage.
[3:02] Ein Wandel liegt in der Luft. Was eben noch war, gehört der Vergangenheit an,
[3:08] und was kommt, steht in den Sternen.
[3:21] Und ich weiß schon, an welchem Ort uns das heute gelingen kann.
[3:25] Na komm, lass uns aufbrechen, bevor sich das letzte Licht des Tages von uns verabschiedet.
[3:33] Die Dämmerung empfängt uns mit offenen Armen.
[3:39] Der Himmel färbt sich rosa und lila und die blaue Stunde läutet unseren Spaziergang ein.
[3:48] Tief durchatmend folgen wir den letzten Wolken, ohne zu wissen,
[3:53] wohin uns unser Weg führen wird.
[3:59] Gerüche und Geräusche begleiten unseren Pfad, frische Blätter,
[4:04] aufgewärmter Asphalt und der Ruf eines Uhus, der langsam im Unterholz erwacht.
[4:14] Die dumpfen Klänge der zurückbleibenden Stadt verschwinden und eine warme Brise
[4:19] leitet uns durch einen kleinen Park, als wolle sie uns etwas zeigen.
[4:26] Wir folgen einem Krampelpfad zwischen Bäumen und Sträuchern,
[4:30] bis die Luft mit jedem Schritt wärmer wird.
[4:37] Unsere Füße versinken zunehmend im sandigen Untergrund, die Grillen zürpen ihr abendliches Lied.
[4:48] Zwischen den dunklen Wipfeln tauchen plötzlich die Silhouetten von Palmen auf.
[4:56] Dann erreicht uns das Rauschen ferner Wellen und schenkt uns für einen Moment
[5:01] noch einmal dieses Gefühl von Sommer, Ferne und Urlaub.
[5:11] Und sieh nur da, der dichte, schattige Urwald lichtet sich langsam,
[5:17] dunkles Azur breitet sich glitzernd vor uns aus.
[5:22] Der weiße Strand lädt uns dazu ein, die Schuhe zurückzulassen und ein letztes
[5:26] Mal die warme Jahreszeit auf unserer Haut zu spüren.
[5:35] Der weiche Sand spiegt sich an unsere Füße und trägt uns beinahe schwerelos an der Küste entlang.
[5:47] Das letzte Licht verabschiedet sich am Horizont und lädt uns noch einmal zu
[5:52] einem Bad im endlosen Ozean ein, bevor die Nacht das Zepter übernimmt.
[6:02] Komm nur, wer könnte solch einer Kulisse schon widerstehen, was uns hineinspringen
[6:08] und Körper und Geist eine Abkühlung gönnen.
[6:13] Nur wenige Meter trennen uns vom Wasser, dann hüllt uns das kühle Nass ein.
[6:22] Sanfte Wellen raunen im Hintergrund, während wir uns weit von allem und jedem entfernen.
[6:32] Atme tief ein.
[6:38] Schließe die Augen und spüre das Wasser auf deiner Haut und die Luft in deinem Gesicht.
[6:48] Herrlich, nicht wahr?
[6:56] Öffne langsam wieder die Augen und komm zurück.
[7:00] Wie wunderbar sich die Einsamkeit hier anfühlt.
[7:06] Noch einen Augenblick, nur für uns. Noch ein paar Minuten zum Abschalten.
[7:17] Doch sieh nur daneben uns. Was kann das sein?
[7:24] Im Halbdunkel scheinen zahllose dunkle Steine aus dem Wasser zu treiben,
[7:29] einer gleicht dem anderen.
[7:34] Wie sind sie uns vorher nur nicht aufgefallen? Doch schau einmal genauer hin,
[7:40] unter den letzten Strahlen der Sonne bewegen sie sich langsam in Richtung Küste.
[7:49] Steine, die sich bewegen? Wir wollen der Sache auf den Grund gehen.
[7:57] Folge mir zurück ans Ufer und lass uns herausfinden, was es mit den wundersamen Felsen auf sich hat.
[8:08] Zurück am Ufer machen wir es uns im weichen Sand gemütlich. Der Tag liegt in
[8:13] seinen letzten Zügen und scheint uns einen Streich spielen zu wollen.
[8:20] Die dunklen Flecken kommen immer näher. Der erste vermeintliche Fels erreicht
[8:26] die Brandung und bewegt sich geradewegs auf uns zu.
[8:31] Doch beim genauen Hinsehen wird schnell klar, diese Steine sind alles andere als leblos.
[8:40] Jetzt erkennen wir deutlich den gewölbten Panzer und die kräftigen Flossen.
[8:45] Es sind Schildkrötenweibchen, die aus dem Meer ins Land gekommen sind, um ihre Eier abzulegen.
[8:54] Erst sehen wir nur eine, doch wenig später erscheinen immer mehr Panzer in der Brandung.
[9:00] Viele Jahre nach ihrer Geburt kehren die Weibchen zum Nisten immer wieder an
[9:04] ihren Geburtsstrand zurück.
[9:09] Das Erdmagnetfeld dient dabei vermutlich wie ein innerer Kompass und hilft Ihnen
[9:14] über hunderte oder sogar tausende Kilometer zurückzufinden.
[9:21] Heute haben wir besonders viel Glück. Vor uns spielt sich eines der außergewöhnlichsten
[9:27] Naturschauspiele der Meeresschildkröten ab.
[9:30] An wenigen ausgewählten Stranden kommen Oliv-Bastard-Schildkröten zu Tausenden gemeinsam an Land.
[9:41] Zuvor sammeln sich viele Weibchen draußen vor der Küste und warten auf den richtigen Moment.
[9:49] Bei einer sogenannten Arribada erreichten innerhalb weniger Tage Zehntausende,
[9:55] manchmal sogar Hunderttausende Weibchen gemeinsam den Strand.
[10:01] Aber was erzähle ich dir? Schau es dir nur an.
[10:07] Der weiße Strand verwandelt sich in ein Meer aus dunklen Panzern,
[10:12] die sich langsam über den Sand schieben.
[10:15] Denn auch wenn ihre Flossen perfekt zum Schwimmen sind, ist jede Bewegung an Land mühsam.
[10:24] Unbeholfen ziehen sie ihre schweren Körper über den Strand, auf der Suche nach
[10:28] einem Platz für ihr Gelege.
[10:33] Und da? Habe ich zu viel versprochen? Gleich neben uns bleibt eines der Weibchen
[10:39] stehen, verharrt einen Moment und beginnt dann seine Nestkammer anzulegen.
[10:48] Sieh nur, wie angestrengt es mit den Hinterflossen den Sand zur Seite schaufelt.
[10:54] Unermüdlich gräbt es, bis unter seinem Körper eine ungefähr 60 cm tiefe Kammer entstanden ist.
[11:02] Dann beginnt die Eierablage.
[11:07] Die ersten weißen Kugeln fallen hinein. Etwa 100 Eier werden bei einer Eierablage
[11:13] abgelegt, jedes von ihnen der Beginn einer möglichen neuen Reise.
[11:21] Sieh nur, die ersten Weibchen beginnen bereits ihre Nester zuzuschaufeln und
[11:26] den Sand mit ihrem Körper festzudrücken.
[11:31] Sie tarnen die Stellen so gut, dass kaum noch Spuren zurückbleiben und man nur
[11:36] erahnen kann, wo die vielen Eier verborgen liegen.
[11:43] Mittlerweile ist die Nacht angebrochen und nach und nach kehren die Schildkröten zurück ins Meer.
[11:52] Es dauert nicht lange und wir sitzen wieder allein an einem endlosen Strand, irgendwo im Paradies.
[12:07] Nur der Mond spendet uns Licht und legt einen silbrigen Schleier über den Strand.
[12:17] Unsere Gedanken wandern umher. Manches verändert sich ständig und manches scheint
[12:23] die Zeit einfach zu überdauern.
[12:29] Die uralten Meeresbewohner vor uns tragen uns gedanklich zurück in eine Welt,
[12:34] die wir heute nur noch aus Museen kennen.
[12:41] Ihre Vorfahren schwammen bereits durch diese Ozeane, als noch Dinosaurier über die Erde zogen.
[12:48] Kannst du dir vorstellen, wie viele Jahrmillionen Geschichte diese Tiere in sich tragen?
[12:58] Wolken ziehen über den Nachthimmel und für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen.
[13:08] Dann verschwimmen Tage und Nächte miteinander, während tief unter uns neues Leben heranwächst.
[13:19] Hast du das gehört? Unter uns bewegt sich der Boden.
[13:26] Was sich dort unten abspielt, können wir nur erahnen.
[13:30] Bei Olive Bastard Schildkröten dauert die Brutzeit ungefähr sechs bis sieben
[13:34] Wochen, abhängig von der Temperatur im Nest.
[13:39] In dieser Zeit wächst aus einem winzigen Embryo eine kleine Schildkröte heran.
[13:47] Der Dotter versorgt sie mit Energie, während sich Augen, Schwanz,
[13:51] Flossen und schließlich der Panzer ausbildet.
[13:57] Am Ende füllt die Schildkröte das ungefähr vier Zentimeter große Ei fast vollständig aus.
[14:04] Dann wird es Zeit zu schlüpfen.
[14:10] Unter dem warmen Sand regt sich neues Leben. Die kleinen Schildkröten besitzen
[14:15] einen sogenannten Eizahn, mit dem sie ihre Schale von innen aufbrechen.
[14:22] Forschende haben sogar Laute von Schildkrötenembryonen aufgenommen.
[14:28] Sie vermuten, dass die Tiere möglicherweise miteinander kommunizieren und ihr
[14:32] Schlüpfen aufeinander abstimmen.
[14:36] Horch nur.
[14:40] Ein sanftes Zirpen, ein leises Kratzen, ein kaum hörbares Rascheln.
[14:50] Ob das wohl das Zeichen zum Schlüpfen war?
[14:55] Doch auch jetzt sind sie noch lange nicht frei. Über ihnen liegen vier Zentimeter Sand.
[15:03] Gemeinsam arbeiten sie sich nach oben, schaufeln Sand unter sich und drücken
[15:08] die zerbrochenen Eierschalen immer tiefer.
[15:13] Dabei wechseln sich anstrengende Bewegungen und lange Ruhephasen ab.
[15:21] Stück für Stück arbeitet sich die ganze Gruppe dem Licht entgegen.
[15:29] Viele Stunden können vergehen, bis sich schließlich der Sand neben uns bewegt.
[15:36] Doch heute haben wir Glück und müssen kaum auf den großen Moment warten.
[15:44] Wie durch einen kleinen Trichter rieseln die Körner nach unten und bilden das
[15:49] erste sichtbare Loch an der Oberfläche.
[15:55] Dann taucht eine winzige Flosse aus dem Sand empor.
[16:00] Die zweite folgt sogleich dann ein kleiner Kopf.
[16:06] Mit letzter Kraft schiebt sich das erste Baby hinaus in die kühle Morgenluft.
[16:15] Wie finzig es doch ist.
[16:19] Noch mit Sand bedeckt und etwas orientierungslos schaut sich das Kleine in seiner neuen Welt um.
[16:28] Das Rauschen der Wellen singt ihm das Willkommenslied des Meeres.
[16:35] Der helle Horizont und der Schimmer der Gischt weisen ihm den Weg zu den schützenden Fluten.
[16:43] Auch das leichte Gefälle des Strandes hilft dabei, die richtige Richtung einzuschlagen.
[16:50] Vielleicht beginnen die Tierchen schon jetzt, sich die magnetische Signatur
[16:53] ihres Ortes einzuprägen, die ihnen viele Jahre später den Weg zurückweisen könnte.
[17:03] Nur noch wenige Meter trennen die kleine Schildkröte vom Meer.
[17:09] Mit jedem Schritt wird das Rauschen lauter.
[17:13] Nach kurzem Zögern macht sie sich auf den Weg.
[17:20] Erschöpft von der gewaltigen Anstrengung krabbelt sie unbeirrt über den weißen Sand.
[17:26] Jeder Meter kostet mehr Kraft. Immer wieder hält sie kurz inne und zieht dann weiter.
[17:37] Der letzte Vorrat aus ihrem Dottersack schenkt ihr Energie für diesen ersten Weg.
[17:43] Doch sieh nur, sie ist längst nicht mehr allein.
[17:49] Auch die anderen haben es mittlerweile an die Oberfläche geschafft und bewegen sich Richtung Wasser.
[17:58] Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Je länger die Kleinen am Strand bleiben,
[18:03] desto größer werden die Gefahren.
[18:06] Flink arbeiten sie sich Meter für Meter zum Wasser vor.
[18:12] Unsere kleine Schildkröte erreicht schließlich die Wasserkante.
[18:16] Vor ihr bäumt sich die erste Welle auf.
[18:23] Dann wird sie von der Brandung erfasst und wieder zurückgewirbelt.
[18:29] Manche Jungtiere werden mehrfach an den Strand gespült und müssen das immer wieder versuchen.
[18:36] Auch unsere Schildkröte kämpft sich weiter.
[18:42] Dann kommt die nächste Welle.
[18:47] Dieses Wal nimmt die Welle sie mit. Ihre Flossen beginnen kräftig zu rudern.
[18:55] Auf dem Sand wirkten die Flossen noch schwer und unbeholfen,
[18:59] doch im Wasser tragen sie das kleine Tier mühelos davon.
[19:07] Die anderen folgen. Haben sie die ersten Wellen überstanden,
[19:12] liegt endlich das offene Meer vor ihnen.
[19:19] Lass uns unserer kleinen Schildkröte noch ein Stück folgen und sehen,
[19:24] wohin es sie an diesem Morgen trägt.
[19:30] Hinter der Brandung wird die Reise wieder ruhiger.
[19:37] Die Meeresströmung trägt sie ins tiefere Wasser.
[19:44] Meeresschildkröten sind Reptilien und müssen zum Atmen immer wieder an die Oberfläche
[19:49] kommen, verbringen aber fast ihr gesamtes Leben im Meer.
[19:56] Dort finden sie Nahrung und wachsen langsam heran.
[20:04] Viele Jahrzehnte kann ein solches Schildkrötenleben dauern. Tausende Kilometer
[20:10] werden sie in ihrem langen Leben zurücklegen.
[20:13] Frei und getragen von den Strömungen erkunden sie die Weiten der Ozeane auf
[20:19] eine Weise, die für uns kaum vorstellbar ist.
[20:28] Für uns heißt es nun Abschied nehmen, denn von hier an gehört ihre Reise ganz ihnen.
[20:38] Unsere Gefährtin schwimmt jetzt schon schneller als wir es je könnten und zieht
[20:42] nun allein weiter hinaus in den Ozean.
[20:51] Ein kurzer Blick zurück, dann verschwindet das Baby in den Weiten des Wassers.
[20:59] Inzwischen ist der Morgen angebrochen und taucht das Meer in sein erstes Licht.
[21:08] Wir wollen noch ein wenig treiben. Gestreichelt von den ersten Sonnenstrahlen
[21:13] fühlen wir uns für einen kurzen Moment ebenso frei und schwerelos wie die eindrucksvollen
[21:19] Meeresbewohner, die wir heute kennenlernen durften.
[21:26] Und während wir hier treiben, liegt ihr ganzes Leben noch vor ihnen.
[21:34] Viele Jahre später werden einige der Weibchen wieder an einen Niststrand zurückkehren,
[21:39] und dort ihre eigenen Eier legen.
[21:42] Ein Kreislauf der Natur, der sich Generation für Generation wiederholt.
[21:52] Vielleicht sehen wir unser Baby dann wieder.
[21:58] Heute aber bleiben wir hier und genießen diesen letzten Hauch von Sommer auf
[22:03] der funkelnden Wasseroberfläche irgendwo im Ozean.
[22:11] Bald werden wir von unseren Träumen hinfortgetragen.
[22:17] Atme tief durch.

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